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Letzte Etappe am Ausbildungsmarkt
Betriebe müssen sich jetzt entscheiden

Duisburg, 01. August 2017 - Der Ausbildungsmarkt im Juli 2017
Seit Oktober 2016 meldeten sich 3.372 Bewerberinnen und Bewerber  für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 60 oder 1,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Von ihnen gelten 2.472  als versorgt, haben also schon eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 115 oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

900 haben bislang noch keine Stelle gefunden, 175 oder 24,1 Prozent mehr gegenüber dem Juli im letzten Ausbildungsjahr. Dazu kommen noch 381 Bewerber mit einer Alternative. Diese jungen Menschen haben zum 30.09.2017 zwar die Möglichkeit eines weiteren Schulbesuchs oder einer berufsvorbereitenden Maßnahme, sie wollen aber vorrangig eine Ausbildung beginnen.

Die Zahl der Berufsausbildungsstellen, die Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit Duisburg seit dem 01. Oktober 2016 gemeldet haben, ist gegenüber dem Vorjahr erstmals leicht gestiegen. Die Unternehmen haben mit 2.590 betrieblichen Ausbildungsstellen 31 oder 1,2 Prozent mehr betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. 950 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 242 oder 34,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die meisten freien Ausbildungsstellen finden sich aktuell noch in folgenden Berufsbereichen: Verkauf incl. Verkauf von Lebensmitteln (134 freie Ausbildungsstellen), Gastronomie (70), Büro und Sekretariat (65), Maschinenbau- und Betriebstechnik (64), Verwaltung (62) und Arzt- und Praxishilfe (48).

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg: „Erstmalig haben wir dieses Jahr im Monat Juli mehr betriebliche Ausbildungsstellen als im Vorjahr gemeldet. Immer noch werden viele Stellen im Schlussspurt gemeldet und wir wollen den vielen noch suchenden jungen Menschen diese Angebote zugänglich machen. Am heutigen Tag beginnt ein Teil der Ausbildungen 2017. Im September gibt es die zweite Welle und auch danach kann noch eine Ausbildung begonnen werden. Die hohe Zahl an noch unversorgten Bewerbern und noch nicht besetzten Stellen zeigt beiden Seiten, Betrieben und Schulabgängern, es ist noch vieles möglich. Jetzt ist Wille und Mut von beiden Seiten gefragt. Wunschbewerber und Wunschstelle werden sich nun nur noch selten finden, aber ein Blick rechts und links öffnet manchmal eine neue Perspektive. Wir beraten auch in der Schlussphase noch sehr intensiv und versuchen mit aller Kraft, Auszubildende und Betrieb zusammenzubringen. Viele vermeintliche Hindernisse lassen sich aus dem Weg räumen. Sollten die Schulnoten nicht ganz überzeugen, so helfen wir mit einer Nachhilfe weiter. Und warum nicht zunächst den Weg über die Einstiegsqualifizierung, ein Langzeitpraktikum gehen, um dann im nächsten Jahr mit der Ausbildung zu beginnen, wenn es von beiden Seiten gepasst hat? Wenn Betriebe Fachkräfte ernsthaft suchen, dürfen diese Möglichkeiten nicht ungenutzt bleiben.“

Jugendliche können sich für einen Beratungstermin unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 melden. Arbeitgeber, die Ausbildungsplätze bereitstellen oder sich über Fördermöglichkeiten informieren möchten, sollten mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 Kontakt aufnehmen.

 

Arbeitslosigkeit im Juli steigt saisontypisch
Entwicklung zum Vorjahr weiter positiv

Duisburg, 01. August 2017 - - Arbeitslosenzahl im Juli: 31.503
- Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 193 - Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.321
- Arbeitslosenquote im Juli: 12,5% (Vormonat 12,4%)


„Mit der einsetzenden Sommerpause und den Schulferien hat die Zahl der arbeits-losen Menschen im Juli in Duisburg leicht zugenommen. Diese Entwicklung, die auch noch für den August zu erwarten ist, ist in jedem Fall saisontypisch. Die Ar-beitslosigkeit steigt fast nur bei den Jüngeren an, weil sie die Schule beendet oder die Berufsausbildung abgeschlossen haben. In dieser Altersgruppe der unter 25-Jährigen waren im Juli 2.965 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 235 mehr als noch im Vormonat. Da die Wirtschaft nach wie vor Fachkräfte sucht, werden die jungen ausgebildeten Kräfte schnell eine Beschäftigung finden.“ Darauf weist Astrid Neese, Leiterin der Agentur für Arbeit Duisburg, ausdrücklich hin. „Und uns liegen über 1.000 Stellenangebote mehr als im Juli 2016 vor. Damit ergeben sich deutlich mehr Chancen auch für Menschen, die weniger gut qualifiziert sind oder schon län-gere Zeit Beschäftigung suchen. Der Duisburger Arbeitsmarkt bleibt bei allen Herausforderungen kontinuierlich stabil. Nach einem weiteren leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im August wird sich die gute Entwicklung des ersten Halbjahres fort-setzen. Trotz dieser kleinen Sommerpause liegen wir weiterhin mit den Arbeitslosenzahlen unter der des Vorjahres.“

Arbeitslosigkeit
Mit 31.503 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juli 2017 193 oder 0,6 Prozent mehr Personen als noch im Juni 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juli des Vorjahres waren 32.824 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.321 Personen oder 4 Prozent mehr als in diesem Juli.

Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und liegt bei 12,5 Prozent. Im Juli des Vorjahres lag sie bei 13,2 Prozent und damit um 0,7 Prozent-punkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juli um 949 oder 19,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 4.846 im Juni auf jetzt 5.795 gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeits-losigkeit bei 6.156 und damit um 361 oder 5,9 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juli.
Von den 5.795 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juli 1.304 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.115 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.658. Das waren 460 oder 8,8 Prozent mehr als im Juni (5.198) und 72 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr im Juli 2016 (5.586). 1.053 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Juni 2017: 976).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.965 Personen waren im Juli 235 mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Juni (2.730). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 397 oder 11,8 Prozent unter dem Wert von Juli 2016 (3.362). 280 Jugendliche sind aus betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung arbeitslos geworden.
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juli um 6 oder 0,1 Prozent auf aktuell 8.581(Vormonat 8.587) und liegt um 444 (-4,9 Prozent) unter dem Vorjahres-wert (9.025).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juli nur ganz leicht im Vergleich zum Vormonat von 5.003 auf jetzt 5.002. Hier waren im Vorjahresmonat 5.122 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 120 Personen oder 2,3 Prozent weniger als im Juli 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Juli ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Juni weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.803 Personen; - 39 oder – 0,3 Prozent (Vormonat 13.842). Der aktuelle Wert befindet sich damit um weiterhin deutliche 1.300 Personen oder 8,6 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (15.103

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.428 (- 58 oder -0,5 Prozent), davon befinden sich 10.931 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 387 oder 3,2 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres (12.041). Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kommt der Zuwanderung geflüchteter Menschen zu.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.157 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.961 sind davon arbeitslos; 91 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,4 Prozent (Vormonat 2,2 Prozent). Der Juli-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Juli 2016 mit 2,1 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.979 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 425 oder 7,7 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Juni (5.554). Vor einem Jahr, im Juli 2016, waren in der Be-treuung der Agentur für Arbeit 820 oder 15,9 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.159).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juli bei 11,1 Prozent.
25.524 Personen (-232 und -0,9 Prozent) waren im Juli in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Juni 25.756). Im Vergleich zum Juli 2016 (27.665) sind in der Grundsicherung aktuell 2.141 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr: Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
1.086 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, eine Stelle weniger als im Vormonat (Juni 2017: 1.087) und 141 oder 14,9 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert Juli 2016 (945).
Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juli erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.427 Stellenangeboten (+69, +1,6 Prozent im Vergleich zu Juni). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.306 Stellenangebote im Juli 2016, +1.121 Stellen / + 33,9 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist parallel zur Arbeitslosigkeit im Juli gestiegen – um 183 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 40.758 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie allerdings in Duisburg um 295 oder 0,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juli leicht gestiegen und liegt aktuell bei 77,3 Prozent (Vergleich Vormonat 77,2 Prozent, Vorjahresmonat 80 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,8 Prozent; Vormonat: 15,7 Prozent (Vorjahresmonat Juli 2016: 16,1%).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.518 genauso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmern in beruflicher Weiterbildung. 777 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.538). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.019 Personen (269 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen. 

 

Halbjahresbilanz am Arbeitsmarkt – die Richtung stimmt in Duisburg
Der Ausbildungsmarkt im Juni 2017

Arbeitslosenzahl im Juni: 31.310
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: -299
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 664
Arbeitslosenquote im Juni: 12,4% (Vormonat 12,6%)

„Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2017 zeigt sich für Duisburg eine gute Entwicklung. Die Zahlen der Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen sind von Monat zu Monat und auch gegenüber 2016 gesunken. Gerade bei den Langzeitarbeitslosen war die Entwicklung zum letzten Jahr deutlich günstiger.
Die sinkenden Arbeitslosenzahlen zeigen, dass der Zuzug von Migranten, insbesondere von geflüchteten Menschen, bei guter arbeitsmarktlicher Entwicklung, steigender Beschäftigung und intensiviertem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Leistungen aufgefangen werden kann. Die Entwicklung bei jüngeren und älteren Arbeitslosen war auch positiv. Das Angebot an Arbeitsstellen liegt auf einem hohen Niveau. Vor der Sommerpause haben die Unternehmen uns noch zahlreiche Aufträge hinterlassen.
Alles in allem“, so die Bilanz von Astrid Neese, Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg, „haben wir in Duisburg im ersten Halbjahr 2017 eine solide Basis geschaffen, die eine weiterhin gute Entwicklung ermöglicht. Die Vermittlung der geflüchteten Menschen, die jetzt aus Qualifizierungen kommen, wird durch das hohe Stellenangebot unterstützt. Arbeitgeber zeigen ihre Einstellungsbereitschaft, die wir vielfältig unterstützen können. Hier wollen wir die gleichen Erfolge wie bei Langzeitarbeitslosen erzielen – Erfolge, die dann möglich sind, wenn man den Einzelfall mit seinen Stärken betrachtet und gemeinsam nach Lösungen sucht.“

Arbeitslosigkeit
Mit 31.310 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juni 2017 299 oder 0,9 Prozent weniger Personen als noch im Mai 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juni des Vorjahres waren 31.974 Menschen arbeitslos gemeldet, 664 Personen oder 2,1 Prozent mehr als in diesem Juni.
Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte und liegt bei 12,4 Prozent. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 12,8 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juni um 539 oder 10 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.385 im Mai auf jetzt 4.846 gesunken. Im Juni des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.245 und damit um 399 oder 7,6 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juni.
Von den 4.846 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.115 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.223 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen Juni 5.198. Das waren 600 oder 10,3 Prozent weniger als im Mai (5.798) und 378 oder 6,8 Prozent weniger als vor einem Jahr im Juni 2016 (5.576). 976 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Mai 2017: 1.178).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.730 Personen waren im Juni in etwa so viele junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen wie im Mai (2.731). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 196 oder 6,7 Prozent unter dem Wert von Juni 2016 (2.926).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juni um 82 oder 0,9 Prozent auf aktuell 8.587 (Vormonat 8.669) und liegt um 406 (-4,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.993).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juni leicht im Vergleich zum Vormonat von 5.040 auf jetzt 5.003. Hier waren im Vorjahresmonat 5.117 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 114 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im Juni 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Juni ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Mai weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.842 Personen; - 127 oder – 0,9 Prozent (Vormonat 13.969). Der aktuelle Wert befindet sich damit um weiterhin deutliche 1.360 Personen oder 8,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (15.202).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.486 (- 95 oder -0,8 Prozent), davon befinden sich 11.080 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 879 oder 7,6 Prozent mehr als im Juni des Vorjahres (11.607). Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kommt der Zuwanderung geflüchteter Menschen zu.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.136 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.032 sind davon arbeitslos; 96 Prozent davon werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Arbeitslosigkeit nach Qualifikationsniveau
Mit abgeschlossener Berufsausbildung ist das Risiko, arbeitslos zu werden oder länger arbeitslos zu bleiben, deutlich geringer. Dieser Aspekt ist grundsätzlich bekannt und zeigt sich auch in einer neuen statistischen Auswertung für das Jahr 2016, die jetzt zur Verfügung steht:
Bei einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote in 2016 in Duisburg von 13 Prozent lag die Arbeitslosenquote bei Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei 34,3 Prozent. Liegt eine abgeschlossene betriebliche/schulische Ausbildung vor, beträgt die Arbeitslosenquote deutlich niedrigere 6,7 Prozent, bei akademischer Ausbildung liegt sie bei nur 3,7 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so blieb die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,2 Prozent wie im Vormonat. Der Juni-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Juni 2016 mit 1,9 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.554 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 48 oder 0,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Mai (5.602). Vor einem Jahr, im Juni 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 879 oder 18,8 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.675).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juni bei 11 Prozent.
25.756 Personen (-251 und -1 Prozent) waren im Juni in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Mai 26.007). Im Vergleich zum Juni 2016 (27.299) sind in der Grundsicherung aktuell 1.543 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
1.087 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 37 oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat (Mai 2017: 1.124) und 89 oder 8,9 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert Juni 2016 (998).

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juni erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.358 Stellenangeboten (+218, +5,3 Prozent im Vergleich zu Mai). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.294 Stellenangebote im Juni 2016, +1.064 Stellen / + 32,3 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist auch im Juni gesunken – um 307 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 40.833 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie in Duisburg um 517 oder 1,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juni leicht gesunken und liegt aktuell bei 76,7 Prozent (Vergleich Vormonat 76,8 Prozent, Vorjahresmonat 79,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,8 Prozent; Vormonat: 15,9 Prozent (Vorjahresmonat Juni 2016: 15,8%).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.596 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 37 mehr Menschen in beruflicher Weiterbildung.

724 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.548). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.870 Personen (251 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.