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Beschäftigung in Duisburg bleibt auf Wachstumskurs

Duisburg, 7. August 2018 - Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in Duisburg 174.205 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Vorjahresvergleich fällt mit einem Plus von 4.313 sehr positiv aus. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Duisburg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

(Auf der Basis der Meldungen zur Sozialversicherung können die Daten quartalsweise nach sechs Monaten abschließend ermittelt werden; die Beschäftigtendaten zum 31. Dezember 2017 sind somit die aktuellsten Werte.)

 

„Die Beschäftigung in Duisburg bleibt auf Wachstumskurs. Mit 174.205 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zum Jahresende 2017 der vorläufige Höchststand erreicht, die Anzeichen, dass der Trend anhält, sind da“ so die Analyse von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Die bei uns gemeldeten Arbeitsstellen bewegen sich ebenfalls auf Rekordniveau. Ob der sich verstärkende Fachkräftemangel den Beschäftigungsaufbau bremst, kann so noch nicht festgestellt werden. Doch sind Unternehmen mehr als je gefordert, neue Wege zur Fachkräftegewinnung zu gehen. Gerade geringqualifizierte und ältere Beschäftigte in den Unternehmen sollte die Personalabteilung deshalb besonders in den Blick nehmen und sie weiterqualifizieren. Unser Arbeitgeberservice berät fachlich und unterstützt mit finanziellen Fördermöglichkeiten“.

 

Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg 

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 lag die höchste Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Duisburgs Unternehmen seit über 10 Jahren vor. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2,5 Prozent oder 4.313 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Beschäftigung in NRW steigt im Vergleich um 2,4 Prozent oder 159.437 auf 6.819.700 Personen, im Bund um 2,4 Prozent oder 761.150 auf 32.608.868 Personen.

 

Der größte Zugewinn im Vorjahresvergleich mit 1.158 Beschäftigungen entfällt in Duisburg auf den Bereich Arbeitnehmerüberlassung, gefolgt vom Bereich Handel, Instandhaltung/Reparatur Kraftfahrzeuge (+898). Zulegen konnten auch die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 715  Beschäftigten. Hier werden u.a. Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter zusammengefasst. Weitere spürbare Zugewinne verzeichnen die Bereiche Baugewerbe (+698), Heime und Sozialwesen (+663), die öffentliche Verwaltung (+582), Verkehr und Lagerei (+544), und Gesundheitsweisen (+323).
Auch im Gastgewerbe, bei sonstigen Dienstleistungen/privaten Haushalten und im Bereich „Wasser, Abwasser, Abfall“ stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Im verarbeitenden Gewerbe ist dagegen ein deutlicher Rückgang der Beschäftigung in Duisburg zu erkennen (- 700 Beschäftigte). In dieser Branche ging die Beschäftigung vor allem in den Bereichen Herstellung überwiegend häuslich konsumierter Güter und Metall-, Elektro- und Stahlindustrie zurück. Die Bereiche Energieversorgung (-169)  und Erziehung/Unterricht (-150) verzeichnen ebenfalls Einbußen in der Beschäftigung.

 

Verarbeitendes Gewerbe ist der stärkste Wirtschaftszweig in Duisburg 

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind weiterhin das verarbeitende Gewerbe mit 34.813 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, das Gesundheits- und Sozialwesen (25.194) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (21.865).

 

Alle Personengruppen profitieren vom Beschäftigungsaufbau 

Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten alle Personengruppen in unterschiedlichem Ausmaß. Die Beschäftigung der Jüngeren (15 bis 24 Jahre) ist auf 17.505 Beschäftigte gestiegen (+2,6 Prozent, +444 Beschäftigte). Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,4 Prozent oder 1.700 auf 119.790 Personen. Bei den über 55jährigen steigt die Beschäftigung um 6,2 Prozent oder 2.095 auf 35.820 Personen; Hintergrund dafür sind insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag um deutliche 11,6 Prozent oder 2.315 auf 22.344.

 

Männer und Frauen 

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ein leicht unterschiedliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Frauen um 2 Prozent und bei den Männern um 2,9 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 41,2 Prozent (71.709 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,3 Prozent und im Bund 46,4 Prozent.

 

Teilzeitbeschäftigung 

Die Teilzeitbeschäftigung steigt dabei deutlicher (+ 6,3%) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,3%). 74,8 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 25,2 sind in Teilzeit beschäftigt (NRW 27,1 Prozent / Bund 27,9 Prozent).

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigung 

35.829 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 2,2% oder 789 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt Dezember 2016. 25.579 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 10.250 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgeübt wird.

 

59,6 Prozent der Beschäftigten in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind Frauen. Rund drei Viertel (74 Prozent) davon arbeiten ausschließlich in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Bei  Männern ist der Anteil in ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung mit 68 Prozent etwas niedriger.

 

Duisburgs Arbeitslosenzahl leicht gestiegen
Duisburgs Ausbildungmarkt

Arbeitslosenzahl im Juli:                                        29.412

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:     +196

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       -2.091

 

Arbeitslosenquote im Juli:                           11,5%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                  11,4%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                   12,5%

 

 Duisburg, 31. Juli 2018 - „Auch in diesem Sommer steigt saisonbedingt die Arbeitslosigkeit. Allein 215 Jugendliche kommen nach ihrer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit, teilweise auch aus Betrieben, die über Bedarf ausbilden. Doch liegt die Jugendarbeitslosigkeit immer noch deutlich unter dem Vorjahr. Auf der anderen Seite belegen anhaltend hohe Stellenmeldungen, dass der Bedarf an weiteren Arbeitskräften in den Unternehmen ungebrochen ist. Wir haben mehr als 4.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, die sofort zu besetzen sind.
Diese Zahl zeigt, wie dringlich das Thema Fachkräftebedarf schon ist. Für junge ausgebildete Fachkräfte ist die erfolgreiche Suche nach einem neuen Arbeitsplatz nicht schwer,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.
„Und mit Qualifizierungsangeboten können wir auch Menschen unterstützen, die ihre bisherige Arbeit verloren haben. Wir werden im Segment der beruflichen Weiterbildung immer flexibler. Ein neuer Berufsabschluss und sei es in kleinen Teilschritten, oder aber eine Teilzeitqualifizierung, wenn jemand Familienpflichten hat, wir können zu der richtigen Lösung kommen.“

 

 

Arbeitslosigkeit 

Mit 29.412 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juli 2018 196 oder 0,7 Prozent mehr Personen als noch im Juni 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juli des Vorjahres waren 31.503 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.091 Personen oder 6,6 Prozent mehr als in diesem Juli.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag sie bei 12,5 Prozent und damit um einen Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juli um 505 oder 9,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.269 im Juni auf jetzt 5.774 gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 21 oder 0,4 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Monat.

Von den 5.774 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juli 1.358 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.090 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.621. Das waren 39 oder 0,7 Prozent mehr als im Juni und 37 oder 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr im Juli 2017. 1.105 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Juni 2018: 1.082).

Bestand an Arbeitslosen

Duisburg

Januar 2017 bis Juli 2018

 

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.691 Personen waren im Juli 215 oder 8,7 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Juni (2.476). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 274 oder 9,2 Prozent unter dem Wert von Juli 2017 (2.965). 215 Jugendliche meldeten sich im Juli aus Ausbildung arbeitslos, das waren 65 weniger gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juli um 54 oder 0,6 Prozent auf aktuell 8.452 (Vormonat 8.506) und liegt um 129 (-1,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juli ganz leicht im Vergleich zum Vormonat von 4.981 auf jetzt 4.979. Hier waren im Vorjahresmonat 5.002 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 23 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Juli 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Juli ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Juni gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.011 Personen; -104 oder -0,8 Prozent (Vormonat 13.115). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 792  Personen oder 5,7 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

 

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.557 (-112 oder –1 Prozent), davon befinden sich 10.059 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 871 oder 7 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres.  

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.955 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.268 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 93 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

 

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so stieg die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,2 Prozent (Vormonat: 2 Prozent). Der Juli-Wert 2018 liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von Juli 2017 mit 2,4 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.661 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 423 oder 8,1 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Juli (5.238). Vor einem Jahr, im Juli 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 318 oder 5,3 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) sinkt die Arbeitslosenquote auf 9,3 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juli bei 10,1 Prozent. 

23.751 Personen (-227 und -0,9 Prozent) waren im Juli in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Juni: 23.978). Im Vergleich zum Juli 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.773 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

 

Arbeitskräftenachfrage 

1.282 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 355 oder 38,3 Prozent mehr als im Vormonat (Juni 2018: 927) und 196 oder 18 Prozent mehr als im Juli 2017.  

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juli erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.638 Stellenangeboten (+197, +4,4 Prozent im Vergleich zu Juni). Damit bewegt sich der aktuelle Monat auch über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (4.427 Stellenangebote im Juli 2017, +211 Stellen / +4,8 Prozent).

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (969 Stellen), eng gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (935 Stellen), der im Vergleich zum Vormonat und zum Juli 2017 rückläufig ist. An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (879 Stellen).  

 

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung ist im Juli weiter gesunken – um 164 Personen oder 0,4 Prozent auf aktuell 38.446 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 2.319 Personen oder 5,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent gestiegen (Vergleich Vorjahresmonat 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,6 Prozent; Vormonat: 14,7 Prozent (-1,2 Prozentpunkte gegenüber Juli 2017). 

In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.405 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 116 Personen weniger als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung.
30 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.508). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.720 Personen (294 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

Duisburger Ausbildungsmarkt

Letzte Bergetappe vor dem Ausbildungsplatz
Duisburg, 31. Juli 2018 -
Seit Oktober 2017 meldeten sich 3.507 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 135 Personen oder 4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.


Von ihnen haben 2.685 eine Ausbildung oder eine Alternative dazu gefunden (Studium, Berufsvorbereitung, weiterer Schulbesuch…). Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 213 oder 8,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

472 von ihnen haben sich eine Alternative gesucht, immerhin 64 mehr als im Vorjahr, streben aber nach wie vor eine Ausbildung an. Zusammen mit den 822 Bewerbern/Bewerberinnen, die bislang noch keine Stelle gefunden haben (- 78 Personen oder - 8,7 Prozent weniger als zum Vorjahreszeitpunkt) suchen somit insgesamt noch 1.294 junge Menschen aus Duisburg eine Ausbildung.

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg konnte mit 2.772 betrieblichen Ausbildungsstellen 164 oder 6,3 Prozent mehr Ausbildungsstellen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnen. 1.061 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 111 oder 11,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass zumindest zum jetzigen Zeitpunkt mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. Über 1.000 sind noch nicht besetzt und rund 1.300 Bewerber suchen noch engagiert ihre Ausbildungsstelle. Wir befinden uns auf der Zieletappe des Ausbildungsjahres, am 01.08. beginnt schon ein Teil der Ausbildungen, aber auch danach muss – und kann – noch viel passieren,“ so das Zwischenfazit von Astrid Neese, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Die Bewerberinnen und Bewerber stehen mit der Berufsberatung in Kontakt, der gemeinsame Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und jobcenter unterstützt die Ausbildungsbetriebe, auch wenn ein Bewerber auf der Zielgeraden noch abspringt. Dann empfehle ich dem Unternehmen, mit uns Kontakt aufzunehmen, um die Ausbildungsstelle doch noch zu besetzen.

Der Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren eher weiter verschärfen. Da darf keine Chance auf eine zukünftige Fachkraft ungenutzt bleiben. Auch wenn der Wunsch-Azubi dann nicht zur Verfügung steht, ist es besser, einen Alternativbewerber einzustellen, als nicht einzustellen. Mit unserer Hilfe gibt es wirksame Unterstützung, wenn die schulischen Leistungen besser sein könnten – und das vom ersten Tag der Ausbildung an. Auch bei anderen Schwierigkeiten lassen wir den Ausbildungsbetrieb nicht allein. Eine sozialpädagogische Betreuung des Auszubildenden kann hier helfen. Also im Endspurt alles geben – das gilt jetzt für Betrieb und Bewerber.“

Freie Ausbildungsstellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):

 Verkäufer/in (107)
 Eisenbahner/in im Betriebsdienst (86)
 Industriemechaniker/in (53)
 Kaufmann/-frau im Einzelhandel (45)
 Kaufmann/-frau - Büromanagement (41)
 Fachkraft Gastgewerbe (33)
 Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (32)
 Fachkraft - Lagerlogistik (30)
 Fachverkäufer/in – Lebensmittelhandwerk – Bäckerei (30)
 Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (30)

Kontakt zur Agentur für Arbeit Duisburg – für Bewerber und Betriebe:

- Jugendliche, die Kontakt zur Berufsberatung oder eine Berufsausbildungsstelle suchen, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de

- Unternehmen wird unter der gebührenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 geholfen. Nachhilfeunterricht für Ihre Azubi? Noch eine Ausbildungsstelle in petto? Rufen Sie uns an!

 

 

Hand in Hand durch die Ausbildung

Die Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Ausbildungsbetriebe und Auszubildende während der Ausbildung, damit die Ausbildung erfolgreich ist. Ein Angebot, das viel zu wenig genutzt wird.

 

 

Duisburg, 20. Juli 2018 - Der 21jährige Bahattin Üstüntas hat bis Januar 2018 seine Ausbildung bei Elektrotechnikermeister Musa Sahin im Duisburger Norden absolviert. Er ist begeisterter Kraftsportler, was man ihm auch ansieht und was ihm durchaus auch beruflich hilft. Der ehemalige Schüler der Theodor-König-Gesamtschule hat seinen Betrieb über ein Schulpraktikum kennen gelernt.

Die Arbeit als Elektroniker hat im gleich gefallen und so konnte er sich erfolgreich in seinem Praktikumsbetrieb bewerben. Dass der Verlauf der Ausbildung nicht immer einfach war, lag jedenfalls nicht an fehlender Motivation des Auszubilden. Der junge Mann hat alles daran gesetzt, seine Ausbildung erfolgreich abzuschließen und dafür auch Hilfen in Anspruch genommen. Ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützen die Jugendlichen individuell im theoretischen und sprachlichen Bereich der Ausbildung und bieten auch eine sozialpädagogische Begleitung zur Sicherung des Erfolgs der Ausbildung; ja nach Bedarf und wöchentlich mit drei bis zu acht Stunden.

 

„Das praktische Arbeiten war für mich kein Problem. Aber für die Berufsschule brauchte ich Unterstützung. Das Robert-Bosch-Berufskolleg hat mich dann auf die Hilfen der Agentur für Arbeit Duisburg aufmerksam gemacht. Die habe ich dann auch genutzt. Ich musste mich einige Stunden in der Woche zusätzlich mit dem Lernstoff befassen. Das war mir die Sache aber wert. Jetzt bin ich fertiger Geselle und habe meinen Wunschberuf,“ berichtet Bahattin Üstüntas.

V.l..: Musa Sahin und Bahattin Üstüntas

 

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, kann das bestätigen: „Mittlerweile ist es für Betriebe oft nicht einfach, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Und es ist der richtige Weg, nicht nur auf Schulnoten zu schauen, sondern auf alle Talente, die ein Jugendlicher mitbringt.  Als Agentur für Arbeit können wir schon vom ersten Tag der Ausbildung an diese Unterstützung in Form von Nachhilfe anbieten. Der Erfolg für Bahattin Üstüntas spricht für sich. Im ersten Lehrjahr sind wir bei ihm mit ausbildungsbegleitenden Hilfen eingestiegen und jetzt ist er ein ausgebildeter Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Mit vereinten Kräften ist es hier gelungen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ich hoffe, das Vorbild von Herrn Üstüntas ermuntert viele andere Jugendliche nicht zu zögern und auf die Berufsberatung wegen einer Unterstützung zuzugehen.“

 

Musa Sahin hat Bahattin nach der erfolgreichen Ausbildung direkt übernommen. „Das mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen ist schon eine gute Sache. Ich bin froh, dass er das gemacht hat. Jetzt ist er ein von mir ausgebildeter Geselle und wichtige Arbeitskraft für meinen Betrieb.“

 

Den entscheidenden Hinweis auf die mögliche Unterstützung erhielt Bahattin Üstüntas von seiner Berufsschule. Manfred Nicolaus, Leiter des Robert-Bosch-Berufskollegs ist sehr daran gelegen, dass seine Berufsschüler auch den theoretischen Teil der Ausbildung erfolgreich abschließen. „Die Träger der ausbildungsbegleitenden Hilfen sind immer wieder hier vor Ort präsent und so können sie mit den Jugendlichen, die Hilfen brauchen, sofort in Kontakt treten. Auch die Berater der Agentur für Arbeit können direkt in der Schule angesprochen werden. Schnell und unkompliziert kommt man gemeinsam zu einer Lösung.“

 

Dr. Frank Bruxmeier, Geschäftsführer in der Kreishandwerkerschaft Duisburg, appelliert an die Duisburger Wirtschaft, die Möglichkeiten der ausbildungsbegleitenden Hilfen auch in Anspruch zu nehmen: „Wenn Sie merken, dass Ihre Azubis in der Ausbildung Unterstützung brauchen, wenn es in Theorie oder Praxis hapert oder auch bei Problemen im Team, dann sollten Sie mit der Agentur für Arbeit oder dem Bildungsträger sprechen, der die ausbildungsbegleitenden Hilfen durchführt. Die Möglichkeiten sind da.“

 

- Die Rahmenbedingungen für den Duisburger Arbeitsmarkt passen: Die Beschäftigung steigt kontinuierlich, es gibt viele offene Stellen
- Ausbildungsmarkt im Juni 2018

Arbeitslosenquote im Juni:                           11,4%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                  11,5%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                   12,4%

  

„Die Rahmenbedingungen für den Duisburger Arbeitsmarkt passen: Die Beschäftigung steigt kontinuierlich, es gibt viele offene Stellen, der Rückgang bei den Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr hält unverändert an“, so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Von dieser Entwicklung profitieren auch Langzeitarbeitslose, deren Zahl gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgeht. Allerdings brauchen weiterhin 13.115 Langzeitarbeitslose ihre Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben und neue Beschäftigung. Wir in Duisburg setzen daher auf den sozialen Arbeitsmarkt, um auch diesen Menschen längerfristige Perspektiven eröffnen zu können.“

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Der aktuelle Wert von Dezember 2017 liegt um 4.313 Beschäftigte über dem Vorjahreswert (+2,5 Prozent). Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten Männer (+2,9 Prozent) und Frauen (+ 2 Prozent) und auch der Vollzeit- (+1,3 Prozent) und der Teilzeitbereich (+6,3 Prozent).

 

Die höchste Steigerung der Beschäftigung zum Vorjahreszeitpunkt liegt bei der Betrachtung der Wirtschaftsbereiche in der Arbeitnehmerüberlassung (+1.158 Beschäftigte). 5,7 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Duisburg in der Zeitarbeit (letzte Erhebung Juni 2017), in NRW sind es 3,1 Prozent.

 

Weitere Wirtschaftsbereiche, in denen ein deutlicher Beschäftigungszuwachs erkennbar ist: Handel, Instandhaltung/Reparatur von Kfz, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (u.a. Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter), Baugewerbe, Heime und Sozialwesen, Öffentliche Verwaltung, Verkehr und Lagerei. Auch im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe, bei den sonstigen Dienstleistungen/privaten Haushalten und im Bereich Wasser/Abwasser/Abfall gibt es eine positive Entwicklung.

 

Arbeitslosigkeit 

Mit 29.216 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juni 2018 289 oder 1 Prozent weniger Personen als noch im Mai 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juni des Vorjahres waren 31.310 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.094 Personen oder 6,7 Prozent mehr als in diesem Juni.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent gesunken. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 12,4 Prozent und damit um einen Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juni um 955 oder 15,3 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.224 im Mai auf jetzt 5.269 gesunken. Im Juni des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 423 oder 8,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juni.

Von den 5.269 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.090 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.297 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juni 5.582. Das waren 963 oder 14,7 Prozent weniger als im Mai und 384 oder 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr im Juni 2017. 1.082 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Mai 2018: 1.256).

Von den 5.269 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.090 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.297 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juni 5.582. Das waren 963 oder 14,7 Prozent weniger als im Mai und 384 oder 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr im Juni 2017. 1.082 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Mai 2018: 1.256).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.476 Personen waren im Juni 26 oder 1,1 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Mai (2.450). „Dieser leichte Anstieg muss uns keine übermäßigen Sorgen bereiten. Im Sommer naht das Schuljahres – bzw. Ausbildungsende und es melden sich in dieser Zeit mehr junge Menschen arbeitslos. Fachkräfte sind begehrt, daher finden nach der Urlaubszeit die Ex-Azubis regelmäßig schnell einen neuen Arbeitsplatz“ so Astrid Neese. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 254 oder 9,3 Prozent unter dem Wert von Juni 2017 (2.730).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juni um 30 oder 0,4 Prozent auf aktuell 8.506 (Vormonat 8.536) und liegt um 81 (-0,9 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Juni leicht im Vergleich zum Vormonat von 4.964 auf jetzt 4.981. Hier waren im Vorjahresmonat 5.003 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 22 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Juni 2017 arbeitslos gemeldet.
Im Juni ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Mai gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.115 Personen; -71 oder -0,5 Prozent (Vormonat 13.186). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 727 Personen oder 5,3 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.669 (-128 oder –1,1 Prozent), davon befinden sich 10.237 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 817 oder 6,5 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.964 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.269 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 93 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sank die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2 Prozent (Vormonat: 2,1 Prozent). Der Juni-Wert 2018 liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von Juni 2017 mit 2,2 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.238 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 49 oder 0,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Mai (5.287). Vor einem Jahr, im Juni 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 316 oder 5,7 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) blieb die Arbeitslosenquote bei 9,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juni bei 10,2 Prozent.
23.978 Personen (-240 und -1 Prozent) waren im Juni in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Mai: 24.218). Im Vergleich zum Juni 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.778 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
927 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 161 oder 14,8 Prozent weniger als im Vormonat (Mai 2018: 1.088) und 160 oder 14,7 Prozent weniger als im Juni 2017.
Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juni erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.441 Stellenangeboten (+54, +1,2 Prozent im Vergleich zu Mai). Damit bewegt sich der aktuelle Monat etwas über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (4.358 Stellenangebote im Juni 2017, +83 Stellen / +1,9 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Juni weiter gesunken – um 437 Personen oder 1,1 Prozent auf aktuell 38.661 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 1.919 Personen oder 4,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juni gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 75,6 Prozent gestiegen (Vergleich Vorjahresmonat 77,2 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,7 Prozent; Vormonat: 14,8 Prozent (-1 Prozentpunkt gegenüber Juni 2017).

In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.518 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 85 Personen weniger als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung.
195 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.743). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.698 Personen (170 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

Der Ausbildungsmarkt im Juni 2018  
Seit Oktober 2017 meldeten sich 3.345 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 96 Personen oder 3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Von ihnen gelten 2.234 Personen als versorgt. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 217 oder 10,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. 439 von ihnen haben eine konkrete Alternative zum 30.9., 64 mehr als im Vorjahr, obwohl sie nach wie vor eine Ausbildung anstreben.  
1.111 Bewerber/innen haben bislang noch keine Stelle gefunden, 121 Personen oder 9,8 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahreswert.   Die Unternehmen haben mit 2.657 betrieblichen Ausbildungsstellen 153 oder 6,1 Prozent mehr Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 1.209 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 75 oder 6,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.  

„Der allgemeine Fachkräftemangel wird spürbarer. Gleichzeitig interessieren sich wieder mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung. Jetzt müssen „nur“ noch das Unternehmen und der „richtige“ Bewerber zusammen kommen. Das ist aber alles andere als ein Selbstläufer.“
Astrid Neese plädiert für mutige und auch neue Wege der Bewerbungsverfahren. „Ist wirklich das wohlformulierte und den Vorgaben entsprechende Bewerbungsschreiben entscheidend, um im Auswahlverfahren einen Schritt weiterzukommen, wenn ein Jugendlicher im Beruf eher sein handwerkliches Geschick zeigen soll? Oder vielleicht doch eher der persönliche Eindruck, den eine Personalchefin oder ein Betriebsinhaber von dem Bewerber hat? Gibt es nicht zu denken, das auch große Unternehmen vom Bewerbungsschreiben Abstand nehmen?
Es geht nicht darum traditionelle Verfahren und Standards komplett über Bord zu werfen, doch es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen. Häufig entwickeln gerade junge Menschen, deren Schullaufbahn nicht weltmeisterlich war, im Betrieb und im Team ein  hohes Engagement. Unsere Ausbildungsbörse am 26. Juni unter dem Motto „Nicht ohne Ausbildung in die Ferien“ hat uns gezeigt, wieviel Schüler noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben und unsere Beratungs- und Vermittlungshilfe dringend brauchen und gern in Anspruch nehmen. Noch lieber möchten sie in einem Betrieb eine Ausbildung beginnen.

Die Arbeitgeber bitte ich daher, keinesfalls einen Ausbildungsplatz unbesetzt zu lassen. Wir kennen noch viele Jugendliche, die gern zu Ihnen zu einem Vorstellungsgespräch kommen wollen.“  

Freie Ausbildungsstellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):   Verkäufer/in (115) Eisenbahner/in im Betriebsdienst (78) Kaufmann/-frau
- Büromanagement (57) Kaufmann/-frau im Einzelhandel (55) Industriemechaniker/in (48) Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (36) Fachkraft Gastgewerbe (36) Fachkraft
- Lagerlogistik (34) Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (34) Kaufmann/-frau
- Spedition/Logistikdienstleistungen (33)  
 Kontakt zur Agentur für Arbeit Duisburg – für Bewerber und Betriebe:  
 -        Jugendliche, die Kontakt zur Berufsberatung oder eine Berufsausbildungsstelle suchen, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de  
-       Unternehmen, die ein Gespräch wünschen oder Ausbildungsstellen mitteilen möchten, erreichen den gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und jobcenter Duisburg unter der Servicenummer 0800 4 5555 20.  

 

11,5%: Duisburgs Arbeitslosenquote sinkt weiter
- Der Ausbildungsmarkt im Mai 2018

Arbeitslosenzahl im Mai:                                         29.505

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:     -253

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       -2.104

 

Arbeitslosenquote im Mai:                            11,5%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                  11,8%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                   12,6%

Bestand an Arbeitslosen

Duisburg Januar 2017 bis Mai 2018

 

Duisburg, 30. Mai 2018 - „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat bleibt seit zwei Jahren eine Konstante in Duisburg. Eine sehr hohe Zahl von fast 4.400 freien Stellen bietet vielen Menschen eine Chance,“ so Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg. „Die relativ gute Lage am Arbeitsmarkt macht es den Unternehmen schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden. Deshalb sind die Betriebe aufgerufen, alle Möglichkeiten zu nutzen: Eigene Ausbildung, die Weiterbildung von Beschäftigten und die umfassende Einarbeitung und Qualifizierung von neu eingestellten Mitarbeitern, die noch nicht alle Voraussetzungen einer Stelle erfüllen. So können auch Arbeitslose eine Chance bekommen, deren Qualifikation aktuellen Anforderungen noch nicht entspricht. Die Agentur für Arbeit unterstützt die Unternehmen dabei.“ 

 

Arbeitslosigkeit 

Mit 29.505 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Mai 2018 253 oder 0,9 Prozent weniger Personen als noch im April 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Mai des Vorjahres waren 31.609 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.104 Personen oder 6,7 Prozent mehr als in diesem Mai.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent gesunken. Im Mai des Vorjahres lag sie bei 12,6 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Mai um 1.198 oder 23,8 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.026 im April auf jetzt 6.224 gestiegen. Im Mai des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 839 oder 15,6 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Mai.

Von den 6.224 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Mai 1.297 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.190 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Mai 6.545. Das waren 962 oder 17,2 Prozent mehr als im April und 747 oder 12,9 Prozent mehr als vor einem Jahr im Mai 2017. 1.256 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (April 2018: 1.129).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.450 Personen waren im Mai 25 oder 1 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im April (2.425). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 281 oder 10,3 Prozent unter dem Wert von Mai 2017 (2.731).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Mai um 18 oder 0,2 Prozent auf aktuell 8.536 (Vormonat 8.554) und liegt um 133 (-1,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Mai leicht im Vergleich zum Vormonat von 4.986 auf jetzt 4.964. Hier waren im Vorjahresmonat 5.040 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 76 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im Mai 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Mai ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber April gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.186 Personen; -154 oder -1,2 Prozent (Vormonat 13.340). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 783  Personen oder 5,6 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.  

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.797 (-132 oder –1,1 Prozent), davon befinden sich 10.392 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 784 oder 6,2 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.  

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.705 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.174 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 93 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut. 

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sank die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,1 Prozent (Vormonat: 2,2 Prozent). Der Mai-Wert 2018 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Mai 2017 mit 2,2 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.287 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 174 oder 3,2 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im April (5.461). Vor einem Jahr, im Mai 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 315 oder 5,6 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Mai bei 10,3 Prozent. 

24.218 Personen (-79 und -0,3 Prozent) waren im Mai in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (April 24.297). Im Vergleich zum Mai 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.789 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage 

1.088 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 191 oder deutliche 21,3 Prozent mehr als im Vormonat (April 2018: 897) und 36 oder 3,2 Prozent weniger als im Mai 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Mai wieder gestiegen und liegt aktuell bei 4.387 Stellenangeboten (+98, +2,3 Prozent im Vergleich zu April). Damit bewegt sich der aktuelle Monat über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (4.140 Stellenangebote im Mai 2017, +247 Stellen / +6,0 Prozent).  

 

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung ist im Mai weiter gesunken – um 325 Personen oder 0,8 Prozent auf aktuell 39.116 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 1.707 Personen oder 4,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung liegt im Mai unverändert zum Vormonat bei 75,4 Prozent (Vergleich Vorjahresmonat 77,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,8 Prozent; Vormonat: 15,3 Prozent (-1 Prozentpunkt gegenüber Mai 2017). 

In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.482 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 151 Personen weniger als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung. 278 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.836). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.678 Personen (117 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Der Ausbildungsmarkt im Mai 2018
Ausbildungsberufe im Blick haben – schwächeren Bewerbern eine Chance geben   Seit Oktober 2017 meldeten sich 3.227 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 116 Personen oder 3,7 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.  
Von ihnen gelten 1.918 Personen als versorgt. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 199 oder 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. 435 von ihnen haben eine konkrete Alternative zum 30.9., 52 mehr als im Vorjahr, obwohl sie nach wie vor eine Ausbildung anstreben.  

1.309 Bewerber/innen haben bislang noch keine Stelle gefunden, 83 Personen oder 6 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahreswert.  
Die Unternehmen haben mit 2.492 betrieblichen Ausbildungsstellen 88 oder 3,7 Prozent mehr Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. 1.311 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 35 oder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.  
„1.311 unbesetzte Ausbildungsstellen im Mai 2018 zeigen, dass es noch viele Möglichkeiten für junge Menschen mit Ausbildungswunsch gibt. Unsere Ausbildungstour mit Schülerinnen und Schülern aus Entlassklassen am 18. Mai im Ruhrorter Hafen hat gezeigt, dass es eine Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten alleine im Logistikbereich gibt.“

Petra Neu, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Duisburg wirbt für einen Blick über den Tellerrand: „In vielen Berufen können eigene Interessen verwirklicht werden. Dabei sollte man sich auch alternative Ausbildungsberufe anschauen. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit bietet hier professionelle Unterstützung. Mehr Bewerberinnen und Bewerber um betriebliche Ausbildungsstellen und mehr bereitgestellte betriebliche Ausbildungsstellen sind eine gute Entwicklung. Jetzt gilt es von beiden Seiten, also bei den Betrieben und bei den Bewerberinnen und Bewerbern, die Chancen auch zu nutzen.“  

 Freie Ausbildungsstellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):   Verkäufer/in (128) Kaufmann/-frau - Büromanagement (61) Kaufmann/-frau im Einzelhandel (60) Industriemechaniker/in (50) Fachkraft Gastgewerbe (38) Fachkraft - Lagerlogistik (37) Kaufmann/-frau - Spedition/Logistikdienstleistungen (37) Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (36) Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (36) Medizinische/r Fachangestellte/r (35)   Kontakt zur Agentur für Arbeit Duisburg – für Bewerber und Betriebe:  
 -        Jugendliche, die Kontakt zur Berufsberatung oder eine Berufsausbildungsstelle suchen, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de  
-       Unternehmen, die ein Gespräch wünschen oder Ausbildungsstellen mitteilen möchten, erreichen den gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und jobcenter Duisburg unter der Servicenummer 0800 4 5555 20.    

 

- Arbeitslosigkeit in Duisburg sank weiter, Quote nun unter 12 Prozent
- Der Ausbildungsmarkt im April 2018

Arbeitslosenzahl im April: 29.758 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: -528 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: -2.226

Arbeitslosenquote im April: 11,8% Arbeitslosenquote im Vormonat:
12,0% Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,8%


Duisburg, 27. April 2018 - „Auch im April ist die Arbeitslosigkeit in Duisburg weiter gesunken und die Arbeitslosenquote liegt nun unter 12 Prozent. Seit Jahresbeginn haben mehr Menschen eine neue Beschäftigung gefunden und gleichzeitig gingen weniger Personen in die Arbeitslosigkeit als im Vorjahreszeitraum. Die Unternehmen halten ihre Fachkräfte und suchen kontinuierlich neues Personal. Diese Entwicklung zeigt, dass die Lage in den Unternehmen stabil ist und der Duisburger Arbeitsmarkt nach wie vor gute Beschäftigungschancen bietet“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.
„Besonders gut sind die Beschäftigungschancen im verarbeitenden Gewerbe sowie in der Logistik. In der zweitgrößten Branche Duisburgs, dem Bereich Gesundheit und Soziales gibt es ebenfalls ausgezeichnete Berufsperspektiven; gerade in der Pflege werden händeringend Fachkräfte gesucht. Wenn sich Arbeitsuchende, Berufsrückkehrer oder Quereinsteiger für Pflegeberufe interessieren, setzen Sie auf ein zukunftsträchtiges Arbeitsfeld“, so Astrid Neese weiter.

Arbeitslosigkeit
Mit 29.758 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im April 2018 528 Personen oder 1,7 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im März 2018. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 2.226 Personen oder 7,0 Prozent.
Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 11,8 Prozent. Im April des Vorjahres lag sie bei 12,8 Prozent und damit um 1,0 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im April um 981 oder 16,3 Prozent niedriger ausgefallen als im Vormonat. Die Zahl der Zugänge liegt damit im Vergleich zu März bei aktuell 5.026 Personen. Im Vergleich zu April des Vorjahres liegt die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 927 Personen oder 15,6 Prozent unter der Zahl des Vorjahres.

Von den 5.026 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im April 1.394 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt. Das sind 498 Personen weniger als im Vormonat (-26,3%).
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im April 5.583. Das waren 869 Personen oder 13,5 Prozent weniger als im März und 913 Personen oder 14,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.418 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden, 332 Personen oder 19,0 Prozent weniger als im Vormonat und 282 Personen oder 16,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.425 Personen waren im April 163 Personen oder 6,3 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 334 Personen oder 12,1 Prozent unter dem Wert von April 2017.
Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen stieg im April um 41 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 8.596 Personen an und liegt gleichzeitig um 235 Personen (-2,7 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahren stieg im April im Vergleich zum Vormonat um 35 Personen (+0,7 Prozent) auf 5.007 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl jedoch um 74 Personen oder 1,5 Prozent.
Im April ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber März leicht angestiegen und liegt aktuell bei 13.340 Personen, +18 oder +0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zu April 2017 befindet sich der aktuelle Wert damit 639 Personen oder 4,6 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer im Vergleich zu März 2018 auf jetzt 11.929 (-296 Personen oder -2,4 Prozent), davon befinden sich 10.440 Personen in der Grundsicherung. Die Anzahl in beiden Rechtskreisen liegt um 219 Personen (-2,1 Prozent) unter der des Vormonats und um 782 Personen unter der des Vorjahres.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.111 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 1.978 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 92 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.


Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.461 Personen im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 190 Personen oder 3,4 Prozent weniger als im März. Vor einem Jahr waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit Duisburg 244 Personen oder 4,3 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als zum aktuellen Zeitpunkt.
Die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei auf 2,2 Prozent. Der April-Wert 2018 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von April 2017 mit 2,3 Prozent.
Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) waren im April 24.297 Personen arbeitslos gemeldet (-338 Personen oder -1,4 Prozent zum Vormonat). Im Vergleich zu April 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.982 Personen oder 7,5 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote in der Grundsicherung im Berichtsmonat sank im Vergleich zu März 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie im April bei 10,6 Prozent (-0,9 Prozent-Punkte).

Arbeitskräftenachfrage
897 neue Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg aktuell gemeldet, 135 oder 13,1 Prozent weniger als im Vormonat und 294 oder 24,7 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahreswert April 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im April damit im Vergleich zum Vormonat um 63 oder 1,4 Prozent gesunken und liegt aktuell bei 4.289 Stellenangeboten. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnte der Bestand an Arbeitsstellen um 359 oder 9,1 Prozent gesteigert werden.


Beschäftigung
Zum aktuellen Stichtag (Ende September 2017) waren in Duisburg insgesamt 173.984 Personen beschäftigt. Das waren 3.988 mehr als im März 2017. Den stärksten Anstieg verzeichnete die in Duisburg ohnehin stark ausgeprägte Branche der Zeitarbeit.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im April im Vergleich zum Vormonat gesunken – um 211 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 39.420 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr
Agentur für Arbeit Duisburg sank sie damit um 1.871 Personen oder 4,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im April leicht gesunken und liegt aktuell bei 81,3 Prozent (-0,5 Prozent-Punkte im Vergleich zum Vormonat und +0,2 Prozent-Punkte im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 12,7 Prozent und blieb damit im Vergleich zum Vormonat unverändert. Im Vergleich zu April 2017 ist die Unterbeschäftigungsquote um 0,8 ProzentPunkte zurückgegangen.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten.
Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.528 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 150 Menschen weniger in beruflicher Weiterbildung. Mit 1.806 Personen befinden sich 240 Menschen mehr als im letzten Jahr in einer sogenannten Fremdförderung. Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden, insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.693 Personen (+64 Personen im Vergleich zum Vorjahr) teilnehmen.

 

Der Ausbildungsmarkt im April 2018 – Chancen gibt es noch in allen Ausbildungsgängen, vor allem in den Bereichen Verkauf und Büro  
Seit Oktober 2017 meldeten sich 3.027 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 96 Personen oder 3,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.  
Von ihnen gelten 1.588 Personen als versorgt. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 153 oder 10,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 440 von ihnen haben jetzt schon eine konkrete Alternative zum 30.9., 49 mehr als im Vorjahr, obwohl sie nach wie vor eine Ausbildung anstreben.  

1.439 Bewerber/innen haben bislang noch keine Stelle gefunden, 57 Personen oder 3,8 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahreswert.  Die Unternehmen haben mit 2.388 betrieblichen Ausbildungsstellen 82 oder 3,6 Prozent mehr Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. 1.418 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 76 oder 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.  
„Der Ausbildungsmarkt ist im April noch deutlich in Bewegung.

In allen angebotenen Ausbildungsgängen suchen Unternehmen noch Bewerberinnen und Bewerber“, so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Chancen sind also noch da! Wichtig ist deshalb, dass mit der Bewerbung alles stimmt, schließlich ist die Bewerbung die Eintrittskarte in die Unternehmen. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater helfen gern, wenn es noch Unsicherheiten gibt. Auf jeden Fall muss man sich gut über Beruf und Betrieb informieren, um im Bewerbungsschreiben seine Motivation deutlich machen zu können“, erklärt Astrid Neese weiter.
 „Und noch eine Bitte an die Betriebe: warten Sie nicht zu lange auf den Traum-Azubi, der Nachwuchskräftemarkt ist hart umkämpft. Sichern Sie sich jetzt einen Bewerber oder eine Bewerberin, auch wenn er oder sie nicht alle Voraussetzungen zu einhundert Prozent erfüllt. Agentur für Arbeit und jobcenter bieten Ihnen als Unternehmer von Anfang an Unterstützungsmöglichkeiten. Dann stehen Sie im Fall einer kritischen Ausbildungsphase keinesfalls allein mit der Situation da. Und so mancher junger Mensch hat sich auf dem zweiten Blick doch als Wunschnachwuchskraft herausgestellt.“  
Freie Stellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):  
Verkäufer/in (136)
Kaufmann/-frau - Büromanagement (69)
Kaufmann/-frau im Einzelhandel (65)
Industriemechaniker/in (56)
Kaufmann - Spedition/Logistikdienstleitungen (38)
Medizinische/r Fachangestellte/r (38)
Fachkraft - Lagerlogistik (37)
Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (37)
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (36)
Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk - Bäckerei (33)

 

 

Tag der Logistik

Am 19. April 2018 ist bundesweiter Tag der Logistik: 

Die Logistik zählt in Duisburg zu den Wachstumsbranchen der vergangenen Jahre und bietet gute Beschäftigungschancen für qualifizierte Fachkräfte

 

Duisburg, 19. April 2018 - Die Logistikbranche zählt zu den fünf beschäftigungsstärksten Wirtschaftszweigen in Duisburg. Mit nahezu 14.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitete im September vergangenen Jahres jeder Zwölfte in dieser Branche. Als Leiharbeitnehmer sind in Duisburg nochmal über 2.000 Frauen und Männer im Bereich Verkehr und Logistik beschäftigt.

 

In den vergangenen fünf Jahren hat die Beschäftigung im Bereich Verkehr und Lagerwirtschaft um 11,5 Prozent zugenommen und wuchs damit stärker als die Beschäftigung insgesamt (+7,0%). Ende März zählte die Arbeitsagentur knapp 300 freie Arbeitsstellen für Tätigkeiten in dieser Branche. Im Jahr 2017 wurden von Duisburger Arbeitgebern aus diesem Wirtschaftszweig insgesamt rund 700 offene Stellen gemeldet, 6,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

 

„Der Markt für Transporte hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Daraus resultiert ein hoher Bedarf an Berufskraftfahrern. Mittlerweile ist hier ein deutlicher Engpass entstanden, so dass wir uns nicht mehr an allen Ausschreibungen beteiligen können“, so Wolfgang Siepmann, Geschäftsführer der Duisburger A. Siepmann GmbH für Chemikalien- und Flüssigkeitstransporte. „Einen Teil der benötigten Mitarbeiter finden wir über berufliche Qualifizierungen. Die Arbeitsagentur ist dabei für uns ein zuverlässiger Partner“.

 

Mit der zunehmenden Globalisierung ist Logistik auch für den Hafenstandort Duisburg immer wichtiger geworden. Sie sorgt dafür, dass Güter und Waren stets dort sind, wo sie gebraucht werden. Aber nur ein Teil der logistischen Leistungen sind für jedermann wahrnehmbar, nämlich in der Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Der andere Teil findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt.

 

„Aufgrund der immer größeren Komplexität der Aufgaben und der sich ständig ändernden Anforderungen unterschiedlicher Märkte bietet die Logistikbranche in Duisburg Beschäftigungsmöglichkeiten überwiegend für qualifizierte Fachkräfte“, so Petra Neu, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Duisburg. „Acht von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Duisburg sind Fachkräfte beziehungsweise hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

 

Die Digitalisierung wird langfristig auch in der Logistik starke Änderungen in der Arbeitslandschaft mit sich bringen. Das vollautomatisierte Warenlager bis zur Lieferung an den Endkunden via Drohne liegt zwar noch in weiter Ferne, erste Ansätze sind aber bereits vorhanden. So können Waren heute schon mittels automatisierter Technik zu den Kommissioniererplätzen befördert werden. Die sich zum Teil rasant   verändernden Arbeitsbedingungen erfordern große Flexibilität von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie eine stetige Qualifizierung. Entsprechende Fortbildungen für Beschäftigte und Arbeitsuchende werden deshalb noch stärker in den Focus rücken.

 

Die Fachkräftesicherung wird auch in der Logistikbranche in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema sein. In den kommenden zehn Jahren werden rund 2.600 Beschäftigte dieser Branche altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. „Wir sehen hier mittelfristig eine große Herausforderung, künftig über die dringend benötigten Fachkräfte zu verfügen und ermuntern die Unternehmen schon jetzt, in Ausbildung zu investieren“, so Neu.

 

 

Beim Duisburger Arbeitsmarkt hält der positive Trend an

Arbeitslosenzahl im März: 30.286 - im Vergleich zum Vormonat:
- 385 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.220

Arbeitslosenquote im März: 12,0 % - im Vormonat: 12,2 % Arbeitslosenquote im Vorjahr: 13,1%


Duisburg, 29. März 2018 - „Die Entwicklungen am Duisburger Arbeitsmarkt halten den positiven Trend. Das Beschäftigungswachstum ist ungebrochen und steigt von Quartal zu Quartal. Gerade hat uns die Meldung erreicht, dass Ende September 2017 in Duisburger Unternehmen fast 174.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Arbeitslose nutzen die Chancen dieser Entwicklung, denn es gehen mehr Menschen aus Arbeitslosigkeit wieder in Beschäftigung als noch ein Jahr zuvor.
Daher behalten wir als Arbeitsagentur und jobcenter unseren offensiven Kurs in der Arbeitsmarktpolitik bei, um möglichst vielen Arbeitslosen mit Bewerbungstrainings, Orientierungshilfen sowie Qualifizierung den Sprung in den Arbeitsmarkt wieder zu ermöglichen. Diese erfreuliche Tendenz lässt uns optimistisch die kommenden Monate angehen. Man sieht, in Duisburg geht etwas voran“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

Arbeitslosigkeit
Mit 30.286 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 385 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 2.220 Personen beziehungsweise 6,8 Prozent.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,0 Prozent und entspricht damit einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat beziehungsweise um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum März 2017.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im März um 65 Personen oder 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit im Vergleich zu Februar auf 6.007 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Zugänge bei 273 Personen oder 4,8 Prozent.
Von den 6.007 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im März 1.372 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt. Das sind 9 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat (-0,7 Prozent). Im gesamten 1. Quartal 2018 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 147 Menschen weniger aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt in die Arbeitslosigkeit gegangen.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 6.452 Personen. Das waren 227 Personen oder 3,6 Prozent mehr als im Februar und 271 Personen oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.243 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beenden, 129 mehr als noch im Februar (+11,6 Prozent). Seit Jahresbeginn haben 137 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum eine Arbeit aufgenommen (+ 4,5 %).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.588 Personen waren im März sechs junge Menschen mehr unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Februar. Diese Zahlen liegen mit 233 Personen oder 8,3 Prozent doch deutlich unter dem Wert von März 2017.
Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen sank im März im Vergleich zum Vormonat um 83 Personen oder 1,0 Prozent auf aktuell 8.513 Personen und liegt um 461 Personen (-5,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahren sank im März im Vergleich zum Vormonat um 56 Personen auf aktuell 4.951 Personen. In dieser Altersgruppe sind somit 161 Personen oder 3,1 Prozent weniger als im März 2017 arbeitslos gemeldet.
Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Februar gesunken und liegt aktuell bei 13.322 betroffenen Personen (-171 Personen oder -1,3 Prozent zum Vormonat). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 865 Personen oder 6,1 Prozent unter dem des Vorjahresmonats (14.187 Personen).
Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf 12.225, das sind 57 Personen weniger als im Vormonat (-0,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.056 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 1.950 Personen darunter sind arbeitslos; 91,9 Prozent der Arbeitsuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt für die beiden Rechtskreise SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.651 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 206 Personen oder 3,5 Prozent weniger Arbeitslose als im Februar. Vor einem Jahr waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 258 Personen oder 4,4 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank im Versicherungsbereich (SGB III) im Vergleich zum Vormonat auf 2,2 Prozent. Der März-Wert 2018 liegt mit 2,4 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von März 2017.
Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) waren im März 24. 635 Personen arbeitslos gemeldet (-179 und –0,7 Prozent zum Vormonat). Im Vergleich zum März 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.962 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat sank im Vergleich zu Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 10,7 Prozent.
Arbeitskräftenachfrage

1.032 neue Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg im März 2018 neu gemeldet, 54 Stellen weniger als im letzten Monat und 21 weniger als im März 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist weiterhin hoch und liegt aktuell bei 4.352 Stellenangeboten (+89 im Vergleich zu Februar). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahres (+491 Stellenangebote im Vergleich zu März 2017).

Beschäftigung
Zum aktuellen Stichtag (Ende September 2017) waren in Duisburg insgesamt 173.984 Personen beschäftigt. Das waren 3.988 mehr als im März 2017. Den stärksten Anstieg verzeichnete die in Duisburg ohnehin stark ausgeprägte Branche der Zeitarbeit.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im März im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen – um 274 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 39.650 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.791 Personen oder 4,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März leicht gesunken und liegt aktuell bei 76,4 Prozent (Vergleich zum Vormonat: 76,8 Prozent / zum Vorjahresmonat: 78,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,4 Prozent und sank damit im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.508 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 107 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung. 194 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.650 Personen).
Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.626 Personen (80 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt 2017 / 2018 in Duisburg
Demographische Entwicklung und der steigende Bedarf an Fachkräften geben dem Thema duale Ausbildung einen höheren Stellenwert

- Start ins Ausbildungsjahr besser geglückt, insbesondere wegen steigender Ausbildungsanstrengung der Betriebe
- Nach wie vor deutlich mehr Bewerber, als Ausbildungsstellen
- Die Zahl gemeldeter Bewerber und gemeldeter Berufsausbildungsstellen ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen
- Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt erfordert Flexibilität bei allen Beteiligten – Arbeitgebern wie Bewerbern


Duisburg, 29. März 2018 - Gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2017 haben sich 2.880 Bewerber/innen für Ausbildungsstellen bei der Berufsberatung in Duisburg gemeldet, das sind 198 mehr als im Vorjahr. Davon gelten aktuell bereits 1.351 mit einer Ausbildungsstelle, einem Studienplatz oder sonstiger Alternative versorgt. Allerdings haben sich davon 422 Bewerber eine Alternative zum 30.9. gesichert, falls es mit einem Ausbildungsplatz nicht klappen sollte. Völlig ohne eine konkrete Perspektive und damit unversorgt sind aktuell 1.529 Bewerber/innen, 8 mehr als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.
Demgegenüber konnte der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg insgesamt schon 2.258 betriebliche Ausbildungsstellen akquirieren, 74 mehr als im letzten Jahr. Von diesen sind aktuell noch 1.548 Ausbildungsstellen unbesetzt (117 mehr als im März 2017).

„Ein halbes Jahr Aktivität am Ausbildungsmarkt liegt jetzt hinter uns und wir starten mit Schwung in die zweite Hälfte bis zum Ausbildungsstart im August und September. Anders als im letzten Jahr haben die Duisburger Unternehmen frühzeitig und in höherer Zahl ihre Ausbildungsstellen bei uns gemeldet. Sie erkennen das Ausmaß des Fachkräftemangels noch stärker und wollen selbst und aktiv vorsorgen. Es haben sich gleichzeitig auch mehr Bewerber für eine Ausbildung bei uns beraten lassen.
Das gute Signal ist, dass die berufliche Ausbildung für junge Menschen attraktiv ist. Diese parallele Entwicklung auf beiden Seiten führt gleichzeitig dazu, dass die ungünstige Relation zwischen Ausbildungssuchenden und freien Ausbildungsstellen in Duisburg auch in diesem Jahr bestehen bleibt, denn die Zahl der Bewerber/innen übersteigt deutlich die Zahl der angebotenen Stellen“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

 „Betriebe und Bewerber müssen in Sachen Ausbildungsvertrag jetzt am Ball bleiben. Wir haben viele gut qualifizierte Bewerber, für die auch ein Studium in Betracht kommt, wenn sie nicht rechtzeitig eine Zusage des Ausbildungsbetriebes erhalten. Außerdem beweisen auch Duisburger Jugendliche, dass sie mobil sind und nehmen attraktive Ausbildungsangebote in der Umgebung an. Die gute Beschäftigungsentwicklung in Duisburg stärkt die Attraktivität des Standortes auch bei Jugendlichen. Daher sollten Duisburger Unternehmen jetzt konkrete Chancen eröffnen.

Die demographische Entwicklung und der steigende Bedarf an Fachkräften geben dem Thema duale Ausbildung einen höheren Stellenwert als je zuvor. Eine Herausforderung wird es jedoch bleiben, jedes Ausbildungsangebot zu nutzen, auch wenn ein Bewerber oder eine Bewerberin nicht optimal passend erscheint. Dann helfen wir gern mit unseren sogenannten „ausbildungsbegleitenden Hilfen, einer Art Nachhilfe, mit der wir dem Jugendlichen in den schulischen Fächern und im praktischen Ausbildungsteil Unterstützung bieten, oder auch bei sozialen Problemen. Damit können wir den Betrieb in der Ausbildung entlasten. Wenn ein Kandidat noch nicht vollständig überzeugen kann, ist vielleicht der Einstieg über ein Langzeitpraktikum eine Alternative, um sich als Betrieb – aber auch Bewerber – abzusichern, dass man das richtige Ziel verfolgt.

Bewerberstruktur
Nach wie vor ist ein guter Schulabschluss eine wichtige Voraussetzung für die Einmündung in eine betriebliche Ausbildung. Von den aktuell 2.880 gemeldeten Bewerbern verfügen 2.791 Personen und damit rund 97 % über einen Schulabschluss, fast 40 % von ihnen sogar über eine Berechtigung zum Studium an einer (Fach-)Hochschule. Damit bleibt der Trend der Vorjahre hin zu einem immer höherwertigeren Schulabschluss bestehen.

Trotz der Erfüllung der formalen Voraussetzungen haben es viele Bewerberinnen und Bewerber immer noch schwer, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Mehr als die Hälfte aller Bewerber hat die Schule nicht im Berichtsjahr, sondern in den Vorjahren verlassen und zunächst eine Alternative zur Ausbildung ergriffen. Hierzu zählen aber auch die Bewerber, die am Bundesfreiwilligendienst teilgenommen, ein Auslandsjahr absolviert, als Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen einen Schritt in Richtung Ausbildung getan haben oder in ein Praktikum gegangen sind.

„Wer bis zum Sommer einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben will, muss flexibel sein und sich auch in alternativen Berufen oder Nachbarstädten bewerben“, appelliert Astrid Neese an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und macht ihnen gleichzeitig Mut: „In den nächsten Monaten passiert noch viel auf dem Ausbildungsmarkt. Bewerber mit mehr als einer Option entscheiden sich und Ausbildungsbetriebe suchen nach den Absagen noch einmal weiter. Außerdem melden Betriebe weiterhin freie Ausbildungsplatzangebote.“

Tipps und Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre berufliche Zukunft zu planen oder über freie Ausbildungsstellen zu informieren. Interessierte sollten schnellstens einen Beratungstermin vereinbaren. Das geht telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online: www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch.

Angebote für Arbeitgeber Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden oder geeigneten Förderangeboten. Unternehmen, die ein Gespräch wünschen, erreichen den Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 oder per E-Mail: Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Veranstaltungen der Agentur für Arbeit Duisburg findet man hier: www.arbeitsagentur.de/duisburg > Veranstaltungen vor Ort

Freie Ausbildungsstellen gibt es aktuell in allen angebotenen Berufsausbildungen Am meisten gesucht werden noch (TOP 10):

1. Verkäufer/in
2. Kaufmann/-frau – Büromanagement
3. Industriemechaniker/in
4. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
5. Kaufmann/-frau – Spedition/Logistikdienstleistungen
6. Kaufmann/-frau – Groß- und Außenhandel, Schwerpunkt Großhandel
7. Medizinische/r Fachangestellte/r
8. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
9. Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie
10. Fachkraft – Lagerlogistik

Bewerber ohne Ausbildung oder Alternative interessieren sich vor allem für folgende Berufe (Top 10):

1. Kaufmann/-frau – Büromanagement
2. Verkäufer/in
3. Medizinische/r Fachangestellte/r
4. Kaufmann/-frau – Einzelhandel
5. Industriemechaniker/in
6. KFZ-Mechatroniker/in – Pkw-Technik
7. Automobilkaufmann/-frau
8. Elektroniker/in für Betriebstechnik
9. Friseur/in
10. Fachlagerist/in

 

 

Die Situation der Frauenerwerbstätigkeit in Duisburg

Duisburg, 28. März 2018 - Am 30.06.2017 waren in Duisburg 171.054 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter 70.337 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 41,1 Prozent. Damit ist die Beschäftigung von Frauen in Duisburg zwar auf Wachstumskurs, liegt aber noch niedriger als in NRW mit 45,2 Prozent (Zum Vergleich: Deutschland 46,3%, Westdeutschland 45,6%,).

Allerdings ist Teilzeit „weiblich“: 38.722 Frauen arbeiteten in Vollzeit, 31.615 in Teilzeit. Frauen stellten damit knapp ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten (30,1%), aber drei Viertel der Teilzeitbeschäftigten 74,6%). Die meisten Frauen arbeiten in den Sparten Gesundheitswesen, Einzelhandel und Verwaltung. Entsprechend dominieren bei der Berufswahl nach traditionellem Rollen- und Berufsbild die Büro-, medizinischen, Verkaufs- und sozialen Berufe.

 

In den letzten 20 Jahren sind Änderungen im Erwerbsverhalten von Frauen erkennbar, die die Arbeit der BCA beeinflussen. So nehmen die meisten Berufsrückkehrerinnen nach einer Familienphase deutlich früher wieder die Berufstätigkeit auf. Auch das Interesse an einer beruflichen Neuorientierung zeigt sich häufiger als noch zu Beginn dieses Zeitraums. Hieraus ergibt sich vielfältiger und individueller Informations- und Beratungsbedarf. 

Die Schwerpunkte in der Arbeit der Beauftragten für Chancengleichheit im Jahr 2018 orientieren sich an den aktuellen Entwicklungen auf dem Duisburger Arbeits- und Ausbildungsmarkt. 

Der Fachkräftemangel ist in Duisburg angekommen und damit steigt auch für Frauen die Chance auf neue oder zeitlich ausgeweitete Beschäftigung. Es werden vor allem Frauen angesprochen, die eine Zeit lang, meist aus familiären Gründen, nicht mehr berufstätig waren. Sie sollen in gesuchten Berufsbereichen auf Fachkräfteniveau ihren beruflichen Wiedereinstieg finden. So wird es z.B. einen Informationstag zum Berufsfeld der pflegerischen und betreuenden Berufe geben.

 

Die Verbesserung des Übergangs von Schule und Beruf ist ein wichtiges Arbeitsfeld für die Duisburger Ausbildungsmarktpartner. In Veranstaltungen wie Schnuppertagen für Mädchen in den Werkstätten des Bildungszentrums des Handwerks oder in technisch geprägten Ausbildungsbetrieben sollen Perspektiven in gefragten Berufsfeldern anschaulich vermittelt werden. Die sogenannten „MINT-Berufe“ bieten gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich und regelmäßig auch gute Verdienstmöglichkeiten. Mädchen sollen motiviert werden, ihre Perspektiven bei der Ausbildungswahl zu verbreitern und auch klassische Berufsfelder verlassen. Eltern sind bei der Berufswahl die wichtigsten Ratgeber für Kinder, daher werden Elterninformationsabende diese Reihe flankieren.

 

Die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit ist in Duisburg nach wie vor die größte arbeitsmarktliche Herausforderung und kann im Zusammenwirken mit allen Akteuren erfolgreich angegangen werden. Die Chancen des verbesserten Arbeitsmarktes in Duisburg müssen auch für langzeitarbeitslose Frauen genutzt werden, da ihr Anteil an Langzeitarbeitslosen mehr als die Hälfte beträgt. Wenn bei dem steigenden Arbeitskräftebedarf in manchen Branchen gezielter auch Frauen in den Blick genommen werden, ist das ein wichtiger Schritt. So sind beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr Busfahrerinnen mittlerweile keine Seltenheit mehr, waren aber vor einigen Jahren kaum in diesem Beruf zu finden. Bei allen Initiativen und Programmen zum sozialen Arbeitsmarkt sind Angebote für Frauen ein wichtiger Handlungsansatz. 

„Chancengleichheit von Männern und Frauen wird viel beschworen, ist aber noch längst nicht Realität. Doch aktuell sind die Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt sehr gut und bieten nicht nur Gelegenheit für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. Wer sich noch einmal umorientieren möchte, eine berufliche Qualifizierung oder einen Karriereschritt plant, sollte die Gunst der Stunde nutzen. Die Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit sind individuell und vielfältig, Frau sollte sie nutzen“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. 

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg: Annette von Brauchitsch-Lavaulx (Tel. 0203 302 1605) und Iris Withake (Tel. 0203 302 1355) beraten Berufsrückkehrer/innen persönlich, telefonisch und zum Beispiel auch an jedem ersten Donnerstag im Monat um 09:30 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ), Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg.

 

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg: (v.l.) Annette von Brauchitsch-Lavaulx und Iris Withake. Es kann honorarfrei verwendet werden.

 

Zum Stichtag 30. Juni 2017 waren in Duisburg 171.054 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Duisburg, 07. März 2018 - Der Vorjahresvergleich fällt mit einem Plus von 4.804 sehr positiv aus. Auf der Basis der Meldungen zur Sozialversicherung können die Daten quartalsweise nach sechs Monaten abschließend ermittelt werden; die Beschäftigtendaten zum 30. Juni 2017 sind somit die aktuellsten Werte. 

Mit dieser Presseinformation erhalten Sie allgemeine Informationen zu den aktuellen Beschäftigtendaten für Duisburg und – anlässlich des Weltfrauentages am 08.03.2018 – einige interessante Aspekte zur Beschäftigung von Frauen in Duisburg.

 

Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg 

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Zum Stichtag 30. Juni 2017 lag in unserer Stadt die höchste Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen vor, die in Duisburgs Unternehmen seit über 10 Jahren bestehen. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2,9 Prozent oder 4.804 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Beschäftigung in NRW steigt im Vergleich um 2,3 Prozent oder 148.956 auf 6.698.306 Personen, im Bund um 2,3 Prozent oder 721.655 auf 31.931.291 Personen.

 

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Duisburg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

 

Verarbeitendes Gewerbe ist der stärkste Wirtschaftszweig in Duisburg

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind mit 35.141 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen (24.450) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (21.137). 

 

Alle Personengruppen profitieren vom Beschäftigungsaufbau 

Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten alle Personengruppen in unterschiedlichem Ausmaß. Die Beschäftigung der Jüngeren (15 bis 24 Jahre) ist auf 16.122 Beschäftigte gestiegen (+3,8 Prozent, +590 Beschäftigte). Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,7 Prozent oder 1.973 auf 118.966 Personen. Bei den über 55jährigen steigt die Beschäftigung um 6,5 Prozent oder 2.139 auf 34.939 Personen; Hintergrund dafür sind insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag um deutliche 10,9 Prozent oder 2.096 auf 21.333. 

 

Männer und Frauen 

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ein leicht unterschiedliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Frauen um 3,2 Prozent und bei den Männern um 2,6 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 41,1 Prozent (70.337 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,2 Prozent und im Bund 46,3 Prozent.  

 

Teilzeitbeschäftigung 

Die Teilzeitbeschäftigung steigt dabei deutlicher (+ 5,9%) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,9%). 75,2% der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 24,8 sind in Teilzeit beschäftigt (NRW 27 Prozent / Bund 27,8 Prozent). Drei Viertel aller Teilzeitbeschäftigten sind Frauen.

Bei allen in Duisburg sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen sind 45 Prozent in Teilzeit beschäftigt. Bei Männern beträgt der Teilzeitanteil nur rund 11 Prozent. 

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigung 

36.148 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 1,8% oder 653 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt Juni 2016. 26.265 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 9.883 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgeübt wird. 

60 Prozent der Beschäftigten in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind Frauen. Drei Viertel davon arbeiten ausschließlich in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Bei  Männern ist der Anteil in ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung mit 69 Prozent etwas niedriger. 

 

Die Beschäftigung der Frauen nimmt stetig zu. 

Die aktuelle Beschäftigungsquote der Frauen für 2017 liegt in Duisburg bei 43,7 Prozent (Vergleich: NRW: 51,1 Prozent, Ruhrgebiet 47,9 Prozent, Männer/Duisburg: 56,6 Prozent).

 

Beschäftigungsquoten nach Geschlecht, Duisburg 2016 - 2017 

Die Beschäftigungsquote im Rahmen der Beschäftigungsstatistik gibt den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 15 bis unter 65 Jahren am Wohnort an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung an. 

Seit 2005 steigt die Zahl der bei Duisburger Betrieben sozialversicherungspflichtig beschäftigten (svb) Frauen kontinuierlich an. Auch der Anteil der Frauen an allen Beschäftigten nimmt stetig zu.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte (svb) Frauen (Anzahl und Anteil an allen svB) 

Die meisten Frauen sind in der Gesundheitsbranche tätig. Diese ist nach dem verarbeitenden Gewerbe auch die insgesamt stärkste Beschäftigungsbranche in Duisburg. Auch im Einzel- und Großhandel, der öffentlichen Verwaltung sowie dem Sozialwesen sind viele Frauen beschäftigt. Der Schwerpunkt der Männer liegt im verarbeitenden Gewerbe.    

Zum Weltfrauentag am 08. März 2018 appelliert Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg an die Frauen in Duisburg, die Beschäftigungsmöglichkeiten auszuschöpfen: „Es ist gut, dass der Arbeitsmarkt flexible Möglichkeiten vom Minijob bis zur Vollzeitbeschäftigung bietet. Je nach Lebensphase kann es sinnvoll sein, eine Zeit lang in Jobs mit geringer Arbeitszeit tätig zu sein.
Wenn aber zum Beispiel eine Familienphase mit der Betreuung von Kindern oder Pflege von Angehörigen vorbei ist, sollte man - wenn es möglich ist – eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Vollzeit oder nicht zu stark reduzierter Arbeitszeit anstreben. Das ist dann gut für die eigene Rente. Und man hat einfach mehr Möglichkeiten, sich in seinem Beruf einzubringen und – zum Beispiel durch betriebsinterne Qualifizierungen - Anschluss an einen sich wandelnden Arbeitsmarkt zu halten.“

 

 

Ausbildung und Studium bei der Agentur für Arbeit

Aktion der Duisburger Arbeitsagentur für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Woche der Ausbildung

Duisburg, 28. Februar 2018 -- 16 Schülerinnen und Schüler aus der 9. Klasse der Realschule Hamborn II konnten am gestrigen Dienstag im Berufsinformationszentrum (BiZ) die Ausbildungs- und Studienangebote der Agentur für Arbeit kennen lernen.
 

„Wir möchten im Rahmen der bundesweiten Woche der Ausbildung auch einmal Werbung in eigener Sache machen. Schließlich bieten wir interessante Ausbildungsberufe, ein duales Studium und Aufstiegsmöglichkeiten an. Wer einen sozialen Dienstleistungsberuf anstrebt, ist bei uns an der richtigen Adresse. Wir haben das Ziel Menschen zu helfen und zu unterstützen. Und für viele Jugendliche ist es bei ihrer Berufsentscheidung wichtig, einen verantwortungsvollen Beruf auszuüben, bei dem sie Menschen helfen können.
Zum Beispiel durch Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, durch Auszahlung von Arbeitslosengeld und durch Berufsberatung der Duisburgerinnen und Duisburger, um nur einige Aufgaben zu nennen,“ erläuterte Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler. „Eine Entwicklung bis zur Führungskraft ist möglich und bei Interesse auch eine Tätigkeit an anderen Standorten im Bundesgebiet.“

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg (links) mit dem Auszubildenden Patrick Behrendt (2.v.l.), der Studierenden Laura Rademacher (3.v.l.), Schülerinnen der Realschule Hamborn II, Erna Krause (Ausbildungsteam, 2.v.r.) und Philomena Büttner (Berufsberaterin an der Realschule Hamborn II, rechts)

 

Bei der Infoveranstaltung hatten die jungen Leute auch die Gelegenheit, mit einem Auszubildenden und einer Studierenden ins Gespräch zu kommen.

 

Schulleiter Carsten Höhr freut sich über die Gelegenheit für seine Neuntklässler: „Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern frühzeitig die Möglichkeit geben, sich über Ausbildungsberufe zu informieren. Einige werden auch in die Sekundarstufe II übergehen und später die Möglichkeit haben zu studieren. Deshalb passt die Infoveranstaltung der Agentur für Arbeit sehr gut für die jungen Leute. Wir konnten schon in der Vergangenheit durch die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung viele Schülerinnen und Schüler in gute Ausbildungsberufe bringen; das möchten wir gerne fortsetzen!“

 

Die Ausbildung bei der Agentur für Arbeit kann in den Ausbildungsgängen Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen und Fachinformatiker/ in erfolgen. 

Außerdem bietet die Bundesagentur für Arbeit zwei Studiengänge an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) mit einem Bachelor-Abschluss an:

 

- Arbeitsmarktmanagement
- Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung  

Die Studiengänge werden als duales Studium mit Praxisabschnitten in den Agenturen für Arbeit durchgeführt. Die HdBA hat Standorte in Mannheim und Schwerin.  

 

Jugendliche können sich für einen Beratungstermin in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 melden. Dort gibt es Informationen zu den Berufen bei der Bundesagentur für Arbeit und zu allen anderen Ausbildungs- und Studienberufen.

 

 

 Erkennbare Rückgang der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe

Arbeitslosenzahl im Februar:  30.671 /  Quote 12,2%

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 112 / Quote1 2,2%

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:  - 2.226 / Quote 13,2%

 

Duisburg, 28. Februar 2018 - „Anfang 2018 hatten wir im Vergleich zum Vorjahr die stärksten Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit seit vielen Jahren. Es sind über 2.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Aktuell gehen weniger Personen aus einer Beschäftigung in Arbeitslosigkeit, denn in Zeiten des Fachkräftebedarfs halten die Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zeitgleich sind uns 4.300 freie Stellen gemeldet. Der Duisburger Arbeitsmarkt ist somit gut ins neue Jahr gestartet,“ erläutert Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die aktuellen Zahlen und ihre Entwicklung zum Vorjahr.

„Auch zu Jahresbeginn enden Ausbildungen, daraus resultiert der leichte Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Doch es melden sich weniger Jugendliche aus einer Ausbildung arbeitslos als vor einem Jahr. Sie werden in den Unternehmen als frisch ausgebildete Fachkräfte dringend benötigt. Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren deutlich verstärken. Allmählich geht die Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Jeder fünfte Beschäftigte in Duisburg wird in den nächsten zehn Jahren die Altersgrenze erreichen und aus dem Berufsleben ausscheiden.

Der seit einigen Jahren erkennbare Rückgang der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und der leichte Rückgang bei der Zahl der Ausbildungsverträge in Duisburg zeigen, dass noch nicht alle Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Mit der aktuell laufenden bundesweiten Woche der Ausbildung werben wir für mehr Ausbildung. Ich bin fest davon überzeugt, dass mit unserer Unterstützung und Förderung mehr junge Menschen aus Duisburg in den Unternehmen eine Ausbildung erfolgreich absolvieren können, wenn sie eine Chance dazu erhalten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, jeden Ausbildungsplatz auch zu besetzen.“ 

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden. Kontakt über den persönlichen Ansprechpartner oder über 0800 4 5555 20 (kostenlos) bzw. per E-Mail an Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de. 

 

Arbeitslosigkeit 

Mit 30.671 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Februar 112 Personen weniger als im Januar 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Februar 2017 waren 32.897 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.226 Personen oder 6,8 Prozent mehr als in diesem Februar.

 

Die Arbeitslosenquote liegt – wie im Vormonat - bei 12,2 Prozent. Im Februar des Vorjahres lag sie bei 13,2 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Februar um 177 oder 3 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.895 im Januar auf jetzt 6.072 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.524 und damit um 452 oder 6,9 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Februar.

Von den 6.072 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Februar 1.381 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.834 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Februar 6.225. Das waren 1.665 oder 36,5 Prozent mehr Menschen als im Januar (4.560) und 553 oder 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.778). 1.114 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Januar 2018: 852).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.582 Personen waren im Februar 56 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Januar (2.526). Diese Zahlen liegen deutlich um 280 oder 9,8 Prozent  unter dem Wert von Februar 2017 (2.862).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 31 oder 0,4 Prozent auf aktuell 8.596 (Vormonat 8.627) und liegt um 481 (-5,3  Prozent) unter dem Vorjahreswert (9.077).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Februar im Vergleich zum Vormonat von 5.000 auf jetzt 5.007. Hier waren im Vorjahresmonat 5.208 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 201 Personen oder 3,9 Prozent weniger als im Februar 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Februar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Januar gesunken und liegt aktuell bei 13.493 betroffenen Personen; 158 oder 1,2 Prozent weniger (Vormonat 13.651). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 735 Personen oder 5,2 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.228).

 

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.282 (+ 51 oder + 0,4 Prozent), davon befinden sich 10.674 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 400 oder 3,2 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres (12.682).

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.056 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.950 sind davon arbeitslos; 91,9 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.
„Es ist erfreulich, dass in den vergangenen 12 Monaten 621 geflüchtete Menschen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen konnten. In Zeiten von Beschäftigungswachstum und einem sich entwickelnden Arbeitsmarkt sind die Chancen für alle Personenkreise gut, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.  Mit den zusätzlichen Mitteln, die für die Betreuung der geflüchteten Menschen bereitgestellt wurden, konnten Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg auch diesen Personenkreis passgenau fördern. Aktuell befinden sich rund 1.100 geflüchtete Menschen in Sprach- und Integrationskursen, Weiterbildungen oder Arbeitsgelegenheiten. Wichtig ist aber, dass gleichzeitig für alle anderen unterstützungsbedürftigen Arbeitslosen unser Angebot ebenfalls ausgeweitet werden konnte.“ So die Einschätzung von Astrid Neese zu der Situation geflüchteter Menschen auf dem Duisburger Arbeitsmarkt.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.857 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 61 oder 1 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Januar (5.918). Vor einem Jahr, im Februar 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit  227 oder 3,7 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (6.084).

Die Arbeitslosenquote sinkt im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der Februar-Wert 2018 liegt damit auch um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Februar 2017 mit 2,4 Prozent.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) waren 24.814 Personen (- 51 und – 0,2 Prozent) im Februar arbeitslos gemeldet (Januar 24.865). Im Vergleich zum Februar 2017 (26.813) sind in der Grundsicherung aktuell 1.999 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ist unverändert zum Vormonat; sie liegt bei 9,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Februar bei 10,8 Prozent. 

 

Arbeitskräftenachfrage 

1.086 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 218 Stellen mehr als im Vormonat und 66 weniger als im Februar 2017.  

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Februar leicht angestiegen und liegt aktuell mit 4.263 Stellenangeboten (+ 79 im Vergleich zu Januar) weiterhin  auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.690 Stellenangebote im Februar 2017).

 

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung ist im Februar leicht zurückgegangen – um 47 Personen oder 0,1 Prozent auf aktuell 39.856 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.843 oder 4,4 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar etwas gesunken und liegt aktuell bei 77 Prozent (Vergleich Vormonat 77,1 Prozent, Vorjahresmonat 78,9 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,5 Prozent (wie im Januar). In die  Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.  So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.374 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 304 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung.
227 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.706). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse  für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.609 Personen (206 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

Zahl der Langzeitarbeitslosen und arbeitslose junge Leute unter 25 gestiegen

Arbeitslosenzahl im Januar: 30.783
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 1.368
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.339
Arbeitslosenquote im Januar: 12,2% (Vormonat 11,7%)


Duisburg, 31. Januar 2018 - „Die saisonübliche Steigerung der Arbeitslosigkeit am Jahreswechsel fällt dieses Jahr moderater aus. Die Dynamik am Duisburger Arbeitsmarkt hält an und alle Indikatoren sprechen für eine weiterhin positive Entwicklung. Die Vorjahresvergleiche zeigen in welche Richtung es geht: Mehr Beschäftigung, hohe Nachfrage nach Arbeitskräften und weniger Arbeitslose.“

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, hebt die Bedeutung der Duisburger Unternehmen hervor: „Die Beschäftigungschancen realisieren sich in den Betrieben und die Betriebe suchen vorrangig Fachkräfte. Mit einem umfangreichen Angebot an Qualifizierungen versetzen wir arbeitsuchende Menschen in die Lage, als Fachkräfte eingesetzt zu werden. Fast 1.400 Menschen ermöglichen wir als Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg aktuell eine Weiterbildung und im Januar konnten bereits rund 150 Personen eine Qualifizierung antreten. Mit dem Frühjahrsschwung können die Unternehmen auf diese Bewerber mit aktuellem Qualifikationsstand zurückgreifen. So können alle profitieren und die Duisburger Wirtschaft kann weiter an Stärke gewinnen.“

Unternehmen, die sich über die Möglichkeiten zur Einstellung qualifizierter Arbeitsuchender informieren möchten, können sich an die kostenfreie Servicenummer des Arbeitgeber-Services wenden: 0800 4 5555 20.

Arbeitslosigkeit
Mit 30.783 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.368 Personen mehr als im Dezember 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen.
Beim letzten Jahreswechsel (Dez. 2016 auf Jan. 2017) betrug die Steigerung bei den Arbeitslosen noch + 1.688.
Im Januar des Vorjahres waren 33.122 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.339 Personen oder 7,1 Prozent mehr als in diesem Januar.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,2 Prozent (Vormonat 11,7 Prozent). Im Januar des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 515 oder 9,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.380 im Dezember auf jetzt 5.895 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.268 und damit um 373 oder 6 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Januar.
Von den 5.895 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 1.834 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.291 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ und „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“. Die Steigerung der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar beruht auf dem Ende des Weihnachtsgeschäfts im Handel und im Ablauf befristeter Beschäftigungen und in Kündigungen zum Jahresende.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.560. Das waren 1.215 oder 21 Prozent weniger Menschen als im Dezember (5.775) und 65 oder 1,4 Prozent weniger als vor einem Jahr (4.625). 852 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Dezember 2017: 1.045).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Von dem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Personengruppen betroffen. Mit 2.526 Personen waren im Januar 97 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember (2.429). Diese Zahlen liegen sehr deutlich um 394 oder 13,5 Prozent unter dem Wert von Januar 2017 (2.920).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 446 oder 5,5 Prozent auf aktuell 8.627 (Vormonat 8.181) und liegt um 498 (-5,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (9.125).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat von 4.757 auf jetzt 5.000 (+243). Hier waren im Vorjahresmonat 5.206 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 206 Personen oder 4 Prozent weniger als im Januar 2017 arbeitslos gemeldet.
Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember gestiegen und liegt aktuell bei 13.651 betroffenen Personen; 230 oder 1,7 Prozent mehr (Vormonat 13.421). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 621 Personen oder 4,4 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.272).

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.231 (+ 530 oder + 4,5 Prozent), davon befinden sich 10.586 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 520 oder 4,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (12.751).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.075 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.919 sind davon arbeitslos; 91,8 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,4 Prozent. Der Januar-Wert 2018 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau von Januar 2017 mit 2,3 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.918 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 583 oder 10,9 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember (5.335). Vor einem Jahr, im Januar 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 82 oder 1,4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.836).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen und liegt jetzt bei 9,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar bei 11 Prozent.
24.865 Personen (+785 und +3,3 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 24.080). Im Vergleich zum Januar 2017 (27.286) sind in der Grundsicherung aktuell 2.421 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
868 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 36 Stellen mehr als im Vormonat (Dezember 2017: 832) und 115 oder 15,3 Prozent mehr als im Januar 2017 (753). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Januar zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.184 Stellenangeboten (-104, - 2,4 Prozent im Vergleich zu Dezember) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.410 Stellenangebote im Januar 2017, +774 Stellen / + 22,7 Prozent).


Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 756 Personen oder 1,9 Prozent auf aktuell 39.851 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.745 oder 4,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen und liegt aktuell bei 77,2 Prozent (Vergleich Vormonat 75,2 Prozent, Vorjahresmonat 79,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,4 Prozent; 0,2 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2017.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.
So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.355 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 245 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 171 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.747). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.610 Personen (534 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

Im Dezember 361 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen

Jahresbilanz 2017

 

Arbeitslosenzahl im Dezember: 29.415
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 361
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.019
Arbeitslosenquote im Dezember: 11,7% (Vormonat 11,8%)


Arbeitslosigkeit
Mit 29.415 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Dezember 2017 361 Personen weniger als im November 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember des Vorjahres waren 31.434 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.019 Personen oder 6,4 Prozent mehr als in diesem Dezember.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,7 Prozent (Vormonat 11,8 Prozent). Im Dezember des Vorjahres lag sie bei 12,6 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Dezember um 837 oder 13,5 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.217 im Dezember auf jetzt 5.380 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.055 und damit um 675 oder 11,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Dezember.
Von den 5.380 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Dezember 1.291 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.482 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Dezember 5.775. Das waren 490 oder 7,8 Prozent weniger Menschen als im November (6.265) und 294 oder 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.069). 1.045 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (November 2017: 1.160).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.429 Personen waren im Dezember 105 weniger junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im November (2.534). Diese Zahlen liegen sehr deutlich um 441 oder 15,4 Prozent unter dem Wert von Dezember 2016 (2.870).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Dezember um 43 oder 0,5 Prozent auf aktuell 8.181 (Vormonat 8.224) und liegt um 382 (-4,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.563).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Dezember im Vergleich zum Vormonat von 4.791 auf jetzt 4.757 (-34). Hier waren im Vorjahresmonat 4.884 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 127 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Dezember 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Dezember ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber November leicht gesunken und liegt aktuell bei 13.421 betroffenen Personen; 96 oder 0,7 Prozent weniger (Vormonat 13.517). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 670 Personen oder 4,8 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.091).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.701 (- 277 oder – 2,3 Prozent), davon befinden sich 10.285 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 574 oder 4,7 Prozent weniger als Dezember des Vorjahres (12.275).


Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.118 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.798 sind davon arbeitslos; 91,6 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so bleibt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,1 Prozent. Der Dezember-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Dezember 2016 mit 1,8 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.335 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 66 oder 1,2 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im November (5.401). Vor einem Jahr, im Dezember 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 760 oder 16,6 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.575).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 9,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Dezember bei 10,8 Prozent.
24.080 Personen (-295 und -1,2 Prozent) waren im Dezember in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (November 24.375). Im Vergleich zum Dezember 2016 (26.859) sind in der Grundsicherung aktuell 2.779 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
832 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 236 Stellen weniger als im Vormonat (November 2017: 1.068) und 218 oder 20,8 Prozent weniger als im Dezember 2016 (1.050). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Dezember leicht zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.288 Stellenangeboten (-204, - 4,5 Prozent im Vergleich zu November) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.467 Stellenangebote im Dezember 2016, +821 Stellen / + 23,7 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Dezember erneut gesunken – um 346 Personen oder 0,9 Prozent auf aktuell 39.105 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.686 oder 4,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Dezember leicht gesunken und liegt aktuell bei 75,2 Prozent (Vergleich Vormonat 75,5 Prozent, Vorjahresmonat 77,1 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,2 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im November 2017.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten.
Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.389 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 303 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 308 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.800). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.104 Personen (251 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Jahresbilanz 2017 zum Arbeitsmarkt im Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Duisburg

 Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv
 Durchschnittliche Arbeitslosenquote 12,5 % (2016: 13 %)
 Langzeitarbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gesunken (-8,5%)
 Jugendarbeitslosigkeit um 6,5% reduziert
 Investitionen in Qualifizierung auf hohem Niveau bleiben notwendig


Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust – In 2017 erneut Senkung der Arbeitslosigkeit gelungen
Der Duisburger Arbeitsmarkt zeigte im Jahr 2017 eine positive Entwicklung. Im zweiten Jahr in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt. Die sinkende Tendenz hat sich damit in Duisburg stabilisiert.
Zum Jahresende 2017 konnte Duisburg mit 11,7 % die niedrigste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren verzeichnen.
Die Beschäftigung steigt kontinuierlich. Mit 171.054 Beschäftigen zum 30.06.2017 sind am Arbeitsort Duisburg 4.804 oder 2,9 Prozent mehr Menschen als ein Jahr zuvor beschäftigt.
Der Agentur für Arbeit wurden in der Jahressumme mehr Stellen gemeldet (insgesamt 12.742); mit fast 4.200 Stellen rd. 30 Prozent mehr Stellen im Bestand als im Vorjahr.
Von der guten Entwicklung konnten Frauen und Männer, alle Altersgruppen, die Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Schwerbehinderung profitieren.

558 geflüchtete Menschen haben im letzten Jahr ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet.
Der Ausbildungsmarkt zeigt immer noch eine starke Differenz zwischen dem Ausbildungsangebot (2.684 betriebliche Ausbildungsstellen) und den Bewerbern (3.698) Die Ausbildungsneigung der Betriebe geht weiterhin zurück und liegt unter NRW-Niveau. Die Ausbildungsquote, also der Anteil der Auszubilden an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, geht ebenso zurück.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Duisburg, Astrid Neese, freut sich über die Arbeitsmarktentwicklung und sieht insbesondere noch Entwicklungspotenzial beim Ausbildungsmarkt: „Bei einer insgesamt noch zu hohen Zahl an arbeitslosen Menschen zeigt sich seit zwei Jahren eine gute Tendenz. Steigende Beschäftigung, eine hohe Nachfrage der Unternehmen insbesondere nach Fachkräften bieten Chancen – auch für diejenigen, die längere Zeit erwerbslos waren. Der Fachkräftemangel ist in Duisburg angekommen.

Vor diesem Hintergrund müssen alle Akteure ihren Blick für die Potentiale der Arbeitsuchenden weiten. Die Betriebe werden es sich zukünftig noch weniger erlauben können, eine Bewerbung vorschnell auszusortieren. Die Unterstützungsangebote von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg können noch offensiver genutzt werden, das gilt auch für die finanziellen Förderangebote. 2017 hat für mich gezeigt: Die Chancen für Duisburg steigen, am Arbeitsmarkt einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Wir müssen gemeinsam auf den Zug der guten konjunkturellen Entwicklung aufspringen und aktiv dem Fachkräftemangel entgegensteuern!“

Arbeitsmarkt 2017 in Zahlen
Durchschnittlich 31.309 Menschen waren 2017 in Duisburg arbeitslos – dies sind 1.020 Personen oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 12,5 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt des Vorjahres mit 13Prozent.

Positiv hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung am Arbeitsort Duisburg entwickelt. Im Juni 2017 lag diese bei 171.054 Personen und damit 4.804 Personen höher als im Juni 2016 (+2,9 Prozent). Die Vollzeitbeschäftigung stieg um 1,9 Prozent, die Teilzeitbeschäftigung um 5,9 Prozent.


Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 5.693 Arbeitslose gemeldet, 778 Personen oder 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Grundsicherung (SGB II) waren im Jahresdurchschnitt 25.617 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 1.799 Personen oder 6,6 Prozent weniger als 2016.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr wird erst aus den Zugängen und Abgängen die Bewegung hinter dem jahresdurchschnittlichen Bestand von 31.309 Arbeitslosen ersichtlich. So wurden insgesamt 70.604 Zugänge in Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter registriert. Das sind in etwa so viele Zugänge wie im Vorjahr (70.575). Davon kamen 16.640 Personen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt, immerhin 328 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Gleichzeitig konnten sich 13.711 Menschen wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 23 mehr als 2016.
3.961 wurden durch Aufnahme einer Beschäftigung am 2. Arbeitsmarkt abgemeldet (Vorjahr 3.809). Insgesamt waren 73.109 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, dies entspricht fast exakt der Vorjahresgröße (73.108).


Nachfrage nach Arbeitskräften
12.742 Stellen meldeten Duisburger Unternehmen und Behörden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg von Januar bis Dezember 2017. Das sind 1.008 Stellen oder 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der durchschnittlich gemeldete Stellenbestand lag bei 4.191 Stellen; im Vorjahr waren es 3.236. Die meisten Stellen wurden 2017 für folgende Berufsbereiche gemeldet: Verkehr und Logistik (1.148 Stellen, +117 gegenüber 2016), Führen von Fahrzeug- und Transportgeräten (938, +125)), Unternehmensführung/-organisation (930, +75)), Medizinische Gesundheitsberufe (794, -37).

Der Anteil von gemeldeten Stellen aus dem Bereich Arbeitnehmerüberlassung beträgt rd. 32 % Prozent (2016: rd. 35 Prozent; 2015 rd. 41 Prozent).

Der Fachkräftemangel zeigt sich in vielen Berufsbereichen in Duisburg, die Engpässe bei der Personalrekrutierung werden größer. Besetzungsschwierigkeiten sind in folgenden Berufsgruppen besonders spürbar: Alten- und Krankenpflege, Erzieher, Ärzte, Ingenieure, Metall-und Elektroberufe, Produktion und Verkauf von Lebensmitteln, Hotel- und Gaststättenbereich, sowie im Bereich der IT und Telekommunikationsberufe. Im Handwerk sind insbesondere Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik gefragt.


Langzeitarbeitslosigkeit
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 13.813 Personen länger als ein Jahr arbeitslos und damit langzeitarbeitslos, 1.277 Personen oder 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Durchschnitt waren 44,1 Prozent aller Arbeitslosen in Duisburg langzeitarbeitslos (Vorjahr: 46,7 Prozent). Im Versicherungsbereich (SGB III) waren im Durchschnitt 666 Langzeitarbeitslose gemeldet +1 gegenüber 2016) und in der Grundsicherung (SGB II) 13.147 (-8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit ausländischem Pass
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 12.389 Ausländer arbeitslos. Das sind 655 oder 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg von 2015 auf 2016 betrug noch 1.462 Personen oder 14,2 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit bei geflüchteten Menschen sinkt derzeit. Im Dezember sind 1.798 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitslos, im Dezember 2016 waren es noch 2.035. Erfreulich ist, dass 558 Geflüchtete in 2017 ihre Arbeitslosigkeit in Duisburg durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden konnten.

Bei der Integration von geflüchteten Menschen hat sich die Einrichtung des Integration Points der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg bewährt. Nach wie vor ist die Integration von geflüchteten Menschen eine Aufgabe, die mit Spezialistenwissen besser gelingt. Kontinuierliche Arbeit mit den geflüchteten Menschen mit einer klaren Ausrichtung auf die Integration in Ausbildung und Arbeit zahlt sich aus. Die Betreuung Jugendlicher wird in 2018 in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit zusätzlichen Beratungsfachkräften mit besonderen Knowhow in der Integration geflüchteter Menschen intensiviert.


Jugendarbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag im Jahresdurchschnitt bei 2.776 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 192 Personen oder 6,5 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag bei 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent). Diese Entwicklung ist in diesem Altersbereich besonders erfreulich, da im Vorjahr noch ein Anstieg zu verzeichnen war. Ausbildungsmarkt

Zum Ende des Ausbildungsjahres 2016/2017 verzeichnete der Agenturbezirk Duisburg einen leichten Anstieg der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen von 2.637 im letzten Berichtsjahr auf 2.684 (+1,8 Prozent). Die Zahl der Bewerber/innen erhöhte sich um 25 (+0,7 Prozent) von 3.673 auf 3.698. Zum Ende des Berufsberatungsjahres standen noch 140 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 65 Bewerber/innen noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Anstieg um 14 bzw. 27,5 Prozent.
Darüber hinaus gab es in Duisburg weitere 580 Bewerber/innen, die sich
mangels Ausbildungsmöglichkeit für eine Alternative, wie zum Beispiel weiteren Schulbesuch oder eine berufsvorbereitende Maßnahme entschieden haben. Erst zum Ende des Ausbildungsjahrs konnte ein leichter Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen erreicht werden. Der Anteil der ausbildenden Betriebe ist von 2013 mit 23,1 Prozent auf 20,7 Prozent in 2016 gesunken.

Vor dem Hintergrund des beklagten Fachkräftemangels kann es dabei nicht der richtige Weg sein, ausbildungswillige Jugendliche außen vor zu lassen.“ So der Appell von Astrid Neese. „Häufig geht es um formale Voraussetzungen wie zum Beispiel einzelne Schulnoten oder die Form der Bewerbungsunterlagen. Im persönlichen Gespräch kann aber ein vorbereiteter Bewerber oftmals doch mit seiner Motivation überzeugen.
Wir setzen auf die direkte Kommunikation, bei den sich Ausbilder und Jugendliche treffen und sich kennen lernen. Kommt dann eine gehörige Portion Motivation bei den jungen Menschen zum Vorschein, treten formale Bedingungen in den Hintergrund. Zumal wir gerade da gut helfen können, wo eine Unterstützung in Fächern der Berufsschule nötig ist. Mit unserer Ausbildungsbörse „Alles unter einem Dach“ und der ersten Blind-Date-Veranstaltung zusammen mit der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve haben wir 2017 wichtige Akzente in Sachen Ausbildungsvermittlung gesetzt. So kann es uns auch gemeinsam gelingen, die nach wie vor hohe Zahl an Altbewerbern zu reduzieren.“

In 2017 konnten Agentur für Arbeit und jobcenter Jugendlichen dort – wo nötig – eine Vielzahl von Förderangeboten machen:
Berufseinstiegsbegleitung: 150 Plätze für aktuelles 9. Schuljahr (alle Jahrgänge: 600 Plätze) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen: 295 Plätze Assistierte Ausbildung: 38 Plätze Ausbildungsbegleitende Hilfen: 215 Plätze Einstiegsqualifizierung: 77 Förderungen Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen: 140 Plätze Berufsausbildungsbeihilfe
Für die Förderung standen rd. 11,2 Mio. Euro zur Verfügung.

Qualifizierungen mit Abschluss im Fokus
In Duisburg verfügen 60 Prozent der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Lediglich rund 17 Prozent der in Duisburg gemeldeten Arbeitsstellen richten sich an Helfer. Dagegen richten sich zwei Drittel aller Stellen an Fachkräfte sowie jeweils rund 8 Prozent an Experten und 9 Prozent an Spezialisten Der Anteil der Fachkräfte unter den Arbeitslosen liegt jedoch nur bei 32 Prozent und 61 Prozent sind Helfer.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 376 Kunden der Arbeitsagentur eine abschlussorientierte Fortbildung begonnen. Dies erfolgte mit den Förderinstrumenten berufliche Weiterbildung (FbW), Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) und Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU). 458 Eintritte in abschlussorientierte Weiterbildungen erfolgten bei den vom jobcenter betreuten Menschen.

Die Planungen der Arbeitsagentur und des jobcenter Duisburg für abschlussorientierte Qualifizierungen haben folgende Schwerpunkte:  Lagerwirtschaft  Fahrzeugführer im Straßenverkehr  Verwaltung  Altenpflege  Kaufmännische Ausbildungen
Ein wichtiger Bereich sind dabei auch die Teilqualifizierungen, die einzelne Module aus Berufsausbildungen beinhalten und bis zum Abschluss der Qualifizierung finanziert werden könnten.

Unterbeschäftigung
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung ist leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2017: 40.568 / 2016: 40.476), die Quote ist dagegen leicht zurückgegangen (15,9 auf 15,8 Prozent). Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung betrug 79,9 Prozent bei den Jahresdurchschnittswerten 2016. 77,2 Prozent waren es 2017.

Die deutlichste Steigerung ist im Bereich der Fremdförderung erkennbar (+ 76,1 Prozent). 672 Menschen mehr als im letzten Jahr befinden sich im Jahresdurchschnitt in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.555). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem die Arbeitsgelegenheiten, an denen durchschnittlich 1.807 Personen teilnahmen (2016: 1.573). In beruflicher Weiterbildung befanden sich im Jahresdurchschnitt 7,4 Prozent mehr Menschen (1.564 im Jahr 2017).


Ausblick 2018
Die guten Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der Senkung der Arbeitslosigkeit sind gegeben. Beschäftigungsaussichten und Konjunkturprognosen sind positiv.
Die Leiterin der Agentur für Arbeit Astrid Neese sieht gute Chancen für den Arbeitsmarkt 2018: „Doch die Reduzierung des Fachkräftemangels ist auch vor diesem Hintergrund kein Selbstläufer. Hier sind Unternehmen und Bewerber gefragt – sonst machen wir keinen entscheidenden Schritt. Alle Arbeitsmarktakteure müssen ihre Arbeit stärker verzahnen, um mit einer Verbesserung des Übergangs von Schule in die Arbeitswelt und Anschlussperspektiven nach bestandener Qualifizierung die Situation von Arbeitslosen zu verbessern. Wenn wir die Potentiale identifizieren, dann gelingt uns die Fortsetzung des Rückgangs von Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit.“

Zur Bewältigung des Fachkräftemangels gehört für die Chefin der Arbeitsagentur aber auch eine deutliche Verbesserung der Verhältnisse am Ausbildungsmarkt: „Wir können es uns in Duisburg nicht leisten, Potenziale junger Menschen brach liegen zu lassen. Wenn sich die ausbildungssuchenden Menschen flexibel in der Berufswahl zeigen, wenn die Betriebe Bewerbern, die die Voraussetzungen nicht komplett erfüllen, einen Chance geben und wenn auch unsere Förderinstrumente mehr genutzt werden, dann können wir mit mehr Ausbildung eine nachhaltige Grundlage gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen die Verfestigung von Arbeitslosigkeit schaffen. Die Chancen der Jugend sind in Duisburg auf Wachstumskurs, auch wenn oft noch ein langer Atem nötig ist.“

Bei der nachhaltigen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sind jedoch auch neue Wege erforderlich, um dieses drängende Problem in Duisburg in den Griff zu bekommen. „Am sozialen Arbeitsmarkt geht kein Weg vorbei, wenn wir einen entscheidenden Sprung schaffen wollen. Viele Menschen mit sehr langer Arbeitslosigkeit und geringer Qualifikation sind derart weit von den Anforderungen des Marktes entfernt, dass wir ihnen über Beschäftigungsmöglichkeiten Teilhabe am Erwerbsleben und dann vielleicht wieder die Aussicht auf die Eingliederung in einen Betrieb ermöglichen müssen. Das Projekt des Landes, an dem auch Duisburg teilnimmt, ist ein erster Einstieg“, so die Analyse von Neese.