BZ-Home Agentur für Arbeit Duisburg Berufsleben in Duisburg

 

BZ-Sitemap

Archiv









 
 
Zukunft in der Pflege – eine Perspektive für Jugendliche

Zukunftsinitiative Pflege lädt zum Tag der Pflege in die Agentur für Arbeit ein 

Duisburg, 16. Oktober 2017 - Mit der Messe der Zukunftsinitiative Pflege im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Duisburg wird am 16.10.2017 vielen Duisburger Schülerinnen und Schülern ein intensiver Einblick in die Berufswelt der Pflege geboten. 

Die Zukunftsinitiative Pflege umfasst neben der Kommunalen Gesundheitskonferenz, der Pflegekonferenz und dem Amt für Schulische Bildung der Stadt Duisburg Vertreter der Duisburger Krankenpflegeschulen, der Fachseminare für Altenpflege, der Krankenhäuser, der Berufskollegs, der Einrichtungen der stationären Altenhilfe, der ambulanten Alten- und Krankenpflege und der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg. Vorrangiges Ziel der Zukunftsinitiative Pflege ist es, die Pflegeberufe mit interessanten Aktionen wirklichkeitsnah vorzustellen. Junge Menschen und alle an Pflegeberufen interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen erfahren, dass hier anspruchsvolle Berufe mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten angeboten werden.

 

Gerade am Übergang von der Schule in den Beruf ist es wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit erhalten, praktische Tätigkeiten in einem Berufsfeld ausprobieren zu können. Daher sind die Angebote auf der Messe sehr praxisnah ausgerichtet: Blutzucker bzw. Blutdruck messen, Übungen zur Reanimation, Kennenlernen der menschlichen Anatomie, Umgang mit Hilfsmitteln und sich im Alterssimulationsanzug bewegen. All das und vieles mehr wurde auf der  heutigen Messe den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I der Duisburger Schulen geboten.

Wer sich dann für einen Pflegeberuf entscheidet, wird auch langfristig eine wirkliche Erfüllung finden. Die Entwicklung in den Pflegeberufen geht kontinuierlich nach oben. Immer mehr Menschen, die Pflege brauchen, stehen immer weniger arbeitsuchende Pflegekräfte in den entsprechenden Berufen gegenüber.  Aktuell sind in Duisburg rd. 250 Arbeitsstellen und gut 160 Ausbildungsstellen der Agentur für Arbeit im Pflegebereich gemeldet.

 

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg wendet sich deshalb an junge Menschen, die eine Ausbildung suchen: „Wer den Schritt in Richtung Pflegeberufe macht, hat gute Aussichten auf eine sichere berufliche Zukunft. Gerade bei Pflegeberufen ist es wichtig, sich über die realen Bedingungen der Tätigkeit zu informieren, bevor man sich für eine Ausbildung entscheidet. Unsere heutige Messe ist ein erster Schritt dazu. Der nächste Schritt sollte dann ein Praktikum in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung sein. Dadurch ist die Berufsentscheidung dann auch gut abgesichert. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in Pflegeberufen ist man eine begehrte Fachkraft und hat viele Möglichkeiten der Weiterbildung oder Spezialisierung in seinem Beruf.“

 

Der Beigeordnete der Stadt Duisburg Dr. Ralf Krumpholz, Dezernent für Umwelt, Klimaschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz hebt die Bedeutung der Ausbildung in den Pflegeberufen hervor: „Wer die Prognosen für den Pflegebedarf in der Zukunft kennt, der kann den Bedarf an gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften in der Kranken- und Altenpflege nicht hoch genug einschätzen. Die Neuordnung der Pflegeausbildung ab 2020 unterstreicht, dass dieses Thema eine hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genießt. Wir wollen diese Aufmerksamkeit auch schon bei jungen Menschen erzeugen und führen deshalb mit der Duisburger Zukunftsinitiative Pflege die heutige Messe durch.“

 

Die Kommunale Koordinierungsstelle für den Übergang Schule-Beruf beim Amt für Schulische Bildung konnte aufgrund ihres direkten Kontaktes zu den Schulen rd. 700 Schülerinnen und Schüler für das  heutige Angebot begeistern. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die Träger von Pflegeeinrichtungen, Krankenpflegeschulen, Fachseminare für Altenpflege, Kliniken und ein Berufskolleg stießen deshalb  mit ihren Angeboten auf große Resonanz.

 

Viele Stellen – viele Chancen - 4.624 freien Stellen bedeuten vorläufigen Jahreshöchststand in der Arbeitskräftenachfrage

Arbeitslosenzahl im September: 30.725
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 354
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 987
Arbeitslosenquote im September: 12,2% (Vormonat 12,4%)


Duisburg, 29. September 2017 - „Mit 4.624 freien Stellen haben wir einen vorläufigen Jahreshöchststand in der Arbeitskräftenachfrage erreicht. Es sind 1.109 Stellen mehr als noch vor einem Jahr. Damit werden die Chancen auf eine neue Beschäftigung in Duisburg immer besser,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Nun kann sich die Investition in die Weiterbildung bei vielen arbeitslosen Menschen auszahlen, wenn der Arbeitsmarkt sich in so robuster, aufnahmefähiger Verfassung zeigt. Unser Wunsch ist es auch, dass Unternehmen unter ihren Beschäftigten nach Potentialen suchen für anspruchsvollere Aufgaben. Für geringqualifizierte und ältere Beschäftigte können wir in Klein- und Mittelunternehmen diese Weiterbildungsmaßnahmen finanziell unterstützen. Wird dieser Beschäftigte dann höherwertig eingesetzt, wird seine ursprüngliche Position eventuell frei und ein noch arbeitsloser Bewerber hat die Chance auf einen neuen Arbeitsplatz. Unsere Fördermöglichkeiten sind breit und vielfältig, die Kolleginnen und Kollegen im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und jobcenter informieren die Unternehmen umfassend. Sollte ein Bewerber eine Einarbeitung im Unternehmen benötigen, dann kommt nach Lage des Falles oft auch ein Lohnkostenzuschuss für die erste Beschäftigungszeit in Betracht.“
Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 erhalten Arbeitgeber umfassende Informationen über die Fördermöglichkeiten.

Arbeitslosigkeit
Mit 30.725 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im September 2017 354 oder 1,1 Prozent weniger Personen als noch im August 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im September des Vorjahres waren 31.712 Menschen arbeitslos gemeldet, 987 Personen oder 3,1 Prozent mehr als in diesem September.
Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte und liegt bei 12,2 Prozent. Im September des Vorjahres lag sie bei 12,7 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im September um 105 oder 1,7 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.235 im August auf jetzt 6.340 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.394 und damit um 54 oder 0,8 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem September.
Von den 6.340 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im September 1.273 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.558 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im September 6.739. Das waren 57 oder 0,9 Prozent mehr Menschen als im August (6.682) und 518 oder 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (7.257). 1.382 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (August 2017: 1.239).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.925 Personen waren im September 63 weniger junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im August (2.988). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen deutlich um 245 oder 7,7 Prozent unter dem Wert von September 2016 (3.170). 63 Jugendliche sind aus betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung arbeitslos geworden.
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im September um 134 oder 1,6 Prozent auf aktuell 8.336 (Vormonat 8.470) und liegt um 432 (-4,9 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.768).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im September im Vergleich zum Vormonat von 4.924 auf jetzt 4.847 (-77). Hier waren im Vorjahresmonat 4.999 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 152 Personen oder 3 Prozent weniger als im September 2016 arbeitslos gemeldet.
Im September ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber August leicht gestiegen und liegt aktuell bei 13.541 betroffenen Personen; + 22 oder + 0,2 Prozent (Vormonat 13.519). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.088 Personen oder 7,4 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.629).


Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.417 (+ 180 oder +1,5 Prozent), davon befinden sich 11.016 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 518 oder 4,4 Prozent mehr als im September des Vorjahres (11.899).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.228 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.059 sind davon arbeitslos; 91,5 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.


Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sinkt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,2 Prozent (- 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat). Der September-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von September 2016 mit 1,9 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.615 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 321 oder 5,4 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im August (5.936). Vor einem Jahr, im September 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 770 oder 15,9 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.845).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) blieb die Arbeitslosenquote bei 10 Prozent. Im Vorjahr lag sie im September bei 10,8 Prozent.
25.110 Personen (-33 und -0,1 Prozent) waren im September in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (August 25.143). Im Vergleich zum September 2016 (26.867) sind in der Grundsicherung aktuell 1.757 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
1.204 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 170 Stellen mehr als im Vormonat (August 2017: 1.034) und 124 oder 11,5 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert September 2016 (1.080). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im September weiter gestiegen und liegt aktuell bei 4.624 Stellenangeboten (+86, +1,9 Prozent im Vergleich zu August). Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.515 Stellenangebote im September 2016, +1.109 Stellen / + 31,6 Prozent).

 

In fast allen Berufsbereichen (außer bei „Kaufm. Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus“ und „Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau“) werden mehr Stellen angeboten als vor einem Jahr. Im großen Berufsbereich „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ sind die Bereiche Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe die Berufsgruppen mit den meisten Stellenangeboten. In dem für Duisburg so bedeutenden Logistikbereich (incl. Verkehr, Schutz und Sicherheit) sind bei den Berufsgruppen Verkehr, Logistik und Führen von Fahrzeug- und Transportgeräten die meisten Stellen zu verzeichnen. 4.421 von 4.624 gemeldeten Stellen sind sozialversicherungspflichtig, 4.083 unbefristet und 4.321 sofort zu besetzen.

 

 Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist parallel zur Arbeitslosigkeit auch im September gesunken – um 134 Personen oder 0,3 Prozent auf aktuell 40.258 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 492 oder 1,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im September (wie im Vormonat) gesunken und liegt aktuell bei 76,3 Prozent (Vergleich Vormonat 76,9 Prozent, Vorjahresmonat 77,8 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,6 Prozent; Vormonat: 15,7 Prozent (Vorjahresmonat September 2016: 16 %).
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.509 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 107 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 298 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.580). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.084 Personen (168 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

Der Weg in eine nachhaltige Beschäftigung

Mit dem WeGebAU-Programm ermöglicht die Agentur für Arbeit 11 berufserfahrenen Beschäftigten von Lobbe Industrieservice einen Berufsabschluss und damit eine bessere Beschäftigungsperspektive.

Duisburg, 04. September 2017 - Schulbank drücken, über Büchern büffeln und statt Grillabenden sind Lerngemeinschaften angesagt. Was für einen 15-jährigen normal ist, war für die Kandidaten, die nach vielen Jahren der Berufstätigkeit im Nachhinein ihren Facharbeiter-Brief machen wollten, schon etwas Besonderes. „Auch wir spüren die Auswirkungen des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften. Daher haben wir uns entschlossen, neue Lösungswege zu beschreiten“, sagt Lisa Stalp, Personalleiterin bei Lobbe Industrieservice.

Unterstützung fand das Unternehmen beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg mit einer Beratung zum WeGebAU-Programm. Mit der „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer/innen in Unternehmen“ besitzt die Agentur für Arbeit Duisburg eine Fördermöglichkeit, deren Abkürzung WeGebAU gleichzeitig Programm ist.

Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg umschreibt das Programm so: „Die Agentur für Arbeit kann damit Beschäftigten einen Weg zu einem besseren Qualifikationsniveau und Unternehmen einen Weg zu qualifiziertem Personal bauen. Wir fördern wie bei Lobbe Industrieservice zum Beispiel die Vorbereitung von ungelernten Beschäftigten auf die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Das Unternehmen erhält auf diese Weise neue Fachkräfte und die Beschäftigten schaffen sich mit dem Facharbeiterabschluss eine bessere berufliche Perspektive. Denn es ist bekanntermaßen so, dass Fachkräfte viel seltener arbeitslos werden oder – wenn es einmal zu einer Entlassung kommt – schneller wieder eine Neuanstellung finden. Mein Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und erfolgreichen Abschluss an die neuen Fachkräfte!“
Lobbe Industrieservice hat teils langjährige, angelernte Arbeitskräfte dabei unterstützt, ihren qualifizierten Abschluss nachzuholen. Insgesamt 11 Kandidaten verfügen jetzt über einen anerkannten Berufsabschluss als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Sebastian Schulz, 46jähriger Familienvater, ist einer von ihnen: „Klar hat man das Wissen nach so vielen Berufsjahren – und trotzdem war es mir wichtig, endlich einen ordentlichen Abschluss zu haben, um meinem Sohn ein Vorbild zu sein.“

Schulz ist Vater zweier Söhne, einer von ihnen ist acht Jahre alt und macht sich bereits Gedanken über seine Berufswahl. Auf die Frage: „Papa, was bist Du denn?“ immer nur mit einem verlegenen Schulterzucken zu antworten, das wollte Sebastian Schulz nicht mehr. Also entschloss sich der 46-jährige, noch einmal die Schulbank zu drücken und fand: „das war gar nicht so schlimm, wie ich erst befürchtet habe!“.
Jetzt ist Sebastian Schulz zu Recht stolz auf sich – neben dem Facharbeiter-Abschluss gibt es für ihn noch eine Portion Selbstbewusstsein gratis dazu. „Ich würde das jederzeit noch einmal machen“, resümiert er.
Die Kandidaten eigneten sich innerhalb eines guten Jahres die Fachkenntnisse an, die üblicherweise in der Ausbildung in drei Jahren unterrichtet werden – also musste eine Menge Lernstoff in kurzer Zeit bewältigt werden. „Wir haben uns samstags in der Firma getroffen und gemeinsam gelernt – das hat motiviert. Und für den theoretischen Unterricht hat uns Lobbe ja auch freigestellt“, berichtet David Bürks. Auch er hatte mit 29 Jahren schon längst die Schulbank hinter sich gelassen.
„Die Chance, einen richtigen Abschluss mit der Unterstützung des Arbeitgebers zu machen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Bürks kam durch eine Zeitarbeitsfirma zu Lobbe und war dort seit 2013 fest angestellt – allerdings als ungelernte Kraft. „Die Prüfung war wirklich nicht leicht, besonders Mathe hat mir Kopfzerbrechen bereitet“, sagt der Vater von zwei Jungen. „Aber das eine Jahr ging wirklich schnell um. Jetzt kann ich richtig stolz auf mich sein“.

Lisa Stalp, Wernfried Steinau (Betriebsleiter) und Christian Melchert (Ausbildungsleiter) betreuten die Kandidaten engmaschig und zitterten mit ihnen: „Diejenigen, die wirklich Respekt vor der Prüfung hatten und mit sich kämpfen mussten, haben sogar mit Bravour bestanden – und darüber freuen wir uns am Meisten!“ Und nicht nur die frisch gebackenen Fachkräfte können stolz sein. Lobbe freut sich über erfahrene Mitarbeiter, die die Abläufe und Gegebenheiten der Kunden kennen und jetzt auch ihren Abschluss in der Tasche haben.

Dietmar Faust, Projektleiter des Bildungsträgers arvaport Dienstleistungsgesellschaft mbH, beschreibt die Voraussetzungen, die für ein Gelingen des Projekts wichtig waren: “Möglich wurde dieser Erfolg nur durch die verknüpfte Nutzung besonderer bildungs- und förderpolitischer Gegebenheiten, die leider immer noch zu wenig bekannt sind. Doch von entscheidender Bedeutung war die Motivation der Teilnehmer und die Bereitschaft der Firma Lobbe, ein solches Bildungsprojekt für ihre Arbeitnehmer einfach mal anzugehen, etwas, was wir leider nicht immer antreffen.
Nur der engen und kompetenten Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber, der Agentur für Arbeit in Duisburg und der arvaport GmbH ist es zu verdanken, dass wir den Mitarbeitern der Firma Lobbe überhaupt eine derart passgenaue und zielgerichtete Nachqualifizierungsmaßnahme anbieten konnten. Das nun abschließend erzielte Ergebnis ist nicht nur aller Ehren wert, sondern eine Bestätigung dafür, dass durch das engagierte Zusammenarbeiten der Beteiligten solche Ergebnisse erzielt werden können. Es freut uns besonders für die Teilnehmer, die doch etwas aufgeregt in die Maßnahme gestartet waren und nun den verdienten Lohn der Mühe erhalten haben. Herzlichen Glückwunsch dazu.“

Information von Lobbe Industrieservice zum Unternehmen: Lobbe leistet konsequenten Service in den Bereichen Sanierung, Industrieservice und Entsorgung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind dabei Themen, die immer wichtiger werden. Lobbe ist im Bereich Umweltdienstleistungen ein innovatives, technikorientiertes Unternehmen mit über 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das mittelständische Familienunternehmen hat den Grundsatz, für den eigenen Bedarf auszubilden.


Christian Melchert (Lobbe), Petra Neu (Agentur für Arbeit), Lisa Stalp (Lobbe), Sebastian Schulz (Lobbe) David Bürks (Lobbe) Wernfried Steinau (Lobbe)

 

Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig

- Arbeitslosigkeit sinkt wieder – 1,3 Prozent weniger Personen als noch im Juli 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen
- Endspurt am Ausbildungsmarkt läuft an
Arbeitslosenzahl im August:  31.079
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 424 
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.449
Arbeitslosenquote im August: 12,4% (Vormonat 12,5%)

Duisburg, 31. August 2017 - „Die Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt ist schneller vorbei als zunächst erwartet.“ So kommentiert Astrid Neese, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuelle Entwicklung. „Der erste Arbeitsmarkt in Duisburg ist aufnahmefähig. Das zeigt die hohe Zahl an gemeldeten Arbeitsstellen. Das Angebot mit über 4.500 offenen Stellen ist eine gute Grundlage für eine positive Entwicklung in den nächsten Monaten.
Im Verlauf des Jahres konnten wir schon viel in die Weiterbildung von arbeitslosen Menschen investieren. So waren monatlich im Schnitt fast 1600 Personen und damit über 250 mehr als noch im Vorjahr in einer beruflichen Qualifizierung. 
So begegnen wir aktiv den steigenden Anforderungen der Unternehmen bei ihren Stellenmeldungen, die viele Arbeitslose nicht von vorneherein erfüllen können. Die Absolventen von Qualifizierungsmaßnahmen haben einen ersten Schritt in Richtung einer neuen Arbeitsstelle getan. Je flexibler Unternehmen bei der Personalrekrutierung sind, desto größer die Chance, einen geeigneten Mitarbeiter zu finden.“  

Arbeitslosigkeit 
Mit 31.079 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im August 2017 424 oder 1,3 Prozent weniger Personen als noch im Juli 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im August des Vorjahres waren 32.528 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.449 Personen oder 4,5 Prozent mehr als in diesem August.

Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und liegt bei 12,4 Prozent. Im August des Vorjahres lag sie bei 13,1 Prozent und damit um 0,7 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im August um 440 oder 7,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.795 im Juli auf jetzt 6.235 gestiegen. Im August des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.244 und damit um 9 oder 0,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem August.
Von den 6.235 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im August 1.558 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.304 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im August 6.682. Das waren 1.024 oder 18,1 Prozent mehr als im Juli (5.658) und 39 oder 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr im August 2016 (6.721). 1.239 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Juli 2017: 1.053).

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.988 Personen waren im August 23 mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Juli (2.965). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 384 oder 11,4 Prozent  unter dem Wert von August 2016 (3.372). 95 Jugendliche sind aus betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung arbeitslos geworden.

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im August um 111 oder 1,3 Prozent auf aktuell 8.470 (Vormonat 8.581) und liegt um 500 (-5,6  Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.970).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im August im Vergleich zum Vormonat von 5.002 auf jetzt 4.924. Hier waren im Vorjahresmonat 5.143 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 219 Personen oder 4,3 Prozent weniger als im August 2016 arbeitslos gemeldet.

Im August ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Juli weiter gesunken und liegt aktuell bei 13.519 betroffenen Personen; - 284 oder – 2,1 Prozent (Vormonat 13.803). Der aktuelle Wert befindet sich damit um weiterhin deutliche 1.240 Personen oder 8,4 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.759).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.237 (- 191 oder -1,5 Prozent), davon befinden sich 10.800 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 152 oder 1,3 Prozent mehr als im August des Vorjahres (12.085).  

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.164 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.006 sind davon arbeitslos; 91 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut. 

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so bleibt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,4 Prozent wie im Vormonat. Der August-Wert 2017 liegt damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Niveau von August 2016 mit 2 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.936 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 43 oder 0,7 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Juli (5.979). Vor einem Jahr, im August 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit  910 oder 18,1 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.026).

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 10 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juli bei 11 Prozent. 

25.143 Personen (-381 und -1,5 Prozent) waren im August in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Juli 25.524). Im Vergleich zum August 2016 (27.502) sind in der Grundsicherung aktuell 2.359 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:

Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

 

Arbeitskräftenachfrage 

1.034 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 52 Stellen weniger als im Vormonat (Juli 2017: 1.086) und 41 oder 4,1 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert August 2016 (993).

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im August erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.538 Stellenangeboten (+111, +2,5 Prozent im Vergleich zu Juli). Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.372 Stellenangebote im August 2016, +1.166 Stellen / + 34,6 Prozent).

 

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung ist parallel zur Arbeitslosigkeit im August gesunken – um 358 Personen oder 0,9 Prozent auf aktuell 40.412 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 435 oder 1,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im August gesunken und liegt aktuell bei 76,9 Prozent (Vergleich Vormonat 77,3 Prozent, Vorjahresmonat 79,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,7 Prozent; Vormonat: 15,8 Prozent (Vorjahresmonat August 2016: 16 %). 

In die  Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.  So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.475 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 25 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung.
605 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.417). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse  für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.110 Personen (353 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

Endspurt am Ausbildungsmarkt läuft an

Der Ausbildungsmarkt im August 2017 

Duisburg, 31. August 2017 - Seit Oktober 2016 meldeten sich 3.550 Bewerberinnen und Bewerber  für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 59 oder 1,7 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 

Von ihnen gelten 2.961  als versorgt, haben also schon eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 70 oder 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

589 haben bislang noch keine Stelle gefunden, 129 oder 28 Prozent mehr gegenüber dem August im letzten Ausbildungsjahr. Dazu kommen noch 477 Bewerber mit einer Alternative. Diese jungen Menschen haben zum 30.09.2017 zwar die Möglichkeit eines weiteren Schulbesuchs oder einer berufsvorbereitenden Maßnahme, sie wollen aber vorrangig eine Ausbildung beginnen.

 

Die Zahl der Berufsausbildungsstellen, die Duisburger Unternehmen der Agentur für Arbeit Duisburg seit dem 01. Oktober 2016 gemeldet haben, ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Unternehmen haben mit 2.656 betrieblichen Ausbildungsstellen 37 oder 1,4 Prozent mehr betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. 734 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 210 oder 40,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

 

Die meisten freien Ausbildungsstellen finden sich aktuell noch in folgenden Berufsbereichen: Verkauf incl. Verkauf von Lebensmitteln (115 freie Ausbildungsstellen), Verwaltung (60), Gastronomie (57), Maschinenbau- und Betriebstechnik (55), Büro und Sekretariat (46) und Arzt- und Praxishilfe (42).

 

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg ermutigt alle Beteiligten, auch nach dem klassischen Ausbildungsbeginndatum 1. September am Thema Ausbildung 2017 dran zu bleiben: „ Wir haben noch viele junge Menschen, die für einen Ausbildungsstart in diesem Jahr parat stehen – und noch zahlreiche Betriebe, die ihre Tür offen halten, wenn ein Bewerber jetzt noch mit der Ausbildung beginnen möchte. Das ist noch bis in den Oktober hinein möglich. Daher bitte ich alle Beteiligten, nicht nachzulassen, damit die Lücke am Ausbildungsmarkt für die Jugendlichen noch geschlossen wird. Unser Ziel ist, so wenig Stellen wie möglich unbesetzt zu lassen und natürlich auch für alle Jugendlichen Ausbildung      oder notfalls den Plan B als Auffanglinie zu realisieren. Natürlich hat die Ausbildung absolute Priorität und darauf konzentrieren wir uns jetzt in unserer Arbeit. Wir sorgen mit unseren Möglichkeiten dafür, dass Jugendliche, die kein idealer Bewerber aus Sicht des Betriebes sind, erfolgreiche Azubis werden. Hier kann zum Beispiel mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit viel erreicht werden, auch schon mit Ausbildungsbeginn. Wenn diese und andere Unterstützungsleistungen ungenutzt bleiben, dann macht mir das gerade deshalb Sorgen, weil aktuell  nahezu doppelt so viele junge Menschen mit einem Hauptschulabschluss noch unversorgt sind als im Vergleich zum Vorjahr. Hier müssen wir zusammen mit allen Partnern dafür sorgen, dass ein Einstieg in die Arbeitswelt über Berufsausbildung niemandem verschlossen bleibt.“

 

Jugendliche können sich für einen Beratungstermin unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 melden. Arbeitgeber, die Ausbildungsplätze bereitstellen oder sich über Fördermöglichkeiten informieren möchten, sollten mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 Kontakt aufnehmen.

 

Letzte Etappe am Ausbildungsmarkt
Betriebe müssen sich jetzt entscheiden

Duisburg, 01. August 2017 - Der Ausbildungsmarkt im Juli 2017
Seit Oktober 2016 meldeten sich 3.372 Bewerberinnen und Bewerber  für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg, 60 oder 1,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Von ihnen gelten 2.472  als versorgt, haben also schon eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. Das sind in dieser Phase des Ausbildungsjahres 115 oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

900 haben bislang noch keine Stelle gefunden, 175 oder 24,1 Prozent mehr gegenüber dem Juli im letzten Ausbildungsjahr. Dazu kommen noch 381 Bewerber mit einer Alternative. Diese jungen Menschen haben zum 30.09.2017 zwar die Möglichkeit eines weiteren Schulbesuchs oder einer berufsvorbereitenden Maßnahme, sie wollen aber vorrangig eine Ausbildung beginnen.

Die Zahl der Berufsausbildungsstellen, die Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit Duisburg seit dem 01. Oktober 2016 gemeldet haben, ist gegenüber dem Vorjahr erstmals leicht gestiegen. Die Unternehmen haben mit 2.590 betrieblichen Ausbildungsstellen 31 oder 1,2 Prozent mehr betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr. 950 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt, 242 oder 34,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die meisten freien Ausbildungsstellen finden sich aktuell noch in folgenden Berufsbereichen: Verkauf incl. Verkauf von Lebensmitteln (134 freie Ausbildungsstellen), Gastronomie (70), Büro und Sekretariat (65), Maschinenbau- und Betriebstechnik (64), Verwaltung (62) und Arzt- und Praxishilfe (48).

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg: „Erstmalig haben wir dieses Jahr im Monat Juli mehr betriebliche Ausbildungsstellen als im Vorjahr gemeldet. Immer noch werden viele Stellen im Schlussspurt gemeldet und wir wollen den vielen noch suchenden jungen Menschen diese Angebote zugänglich machen. Am heutigen Tag beginnt ein Teil der Ausbildungen 2017. Im September gibt es die zweite Welle und auch danach kann noch eine Ausbildung begonnen werden. Die hohe Zahl an noch unversorgten Bewerbern und noch nicht besetzten Stellen zeigt beiden Seiten, Betrieben und Schulabgängern, es ist noch vieles möglich. Jetzt ist Wille und Mut von beiden Seiten gefragt. Wunschbewerber und Wunschstelle werden sich nun nur noch selten finden, aber ein Blick rechts und links öffnet manchmal eine neue Perspektive. Wir beraten auch in der Schlussphase noch sehr intensiv und versuchen mit aller Kraft, Auszubildende und Betrieb zusammenzubringen. Viele vermeintliche Hindernisse lassen sich aus dem Weg räumen. Sollten die Schulnoten nicht ganz überzeugen, so helfen wir mit einer Nachhilfe weiter. Und warum nicht zunächst den Weg über die Einstiegsqualifizierung, ein Langzeitpraktikum gehen, um dann im nächsten Jahr mit der Ausbildung zu beginnen, wenn es von beiden Seiten gepasst hat? Wenn Betriebe Fachkräfte ernsthaft suchen, dürfen diese Möglichkeiten nicht ungenutzt bleiben.“

Jugendliche können sich für einen Beratungstermin unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 melden. Arbeitgeber, die Ausbildungsplätze bereitstellen oder sich über Fördermöglichkeiten informieren möchten, sollten mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 Kontakt aufnehmen.

 

Arbeitslosigkeit im Juli steigt saisontypisch
Entwicklung zum Vorjahr weiter positiv

Duisburg, 01. August 2017 - - Arbeitslosenzahl im Juli: 31.503
- Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 193 - Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.321
- Arbeitslosenquote im Juli: 12,5% (Vormonat 12,4%)


„Mit der einsetzenden Sommerpause und den Schulferien hat die Zahl der arbeits-losen Menschen im Juli in Duisburg leicht zugenommen. Diese Entwicklung, die auch noch für den August zu erwarten ist, ist in jedem Fall saisontypisch. Die Ar-beitslosigkeit steigt fast nur bei den Jüngeren an, weil sie die Schule beendet oder die Berufsausbildung abgeschlossen haben. In dieser Altersgruppe der unter 25-Jährigen waren im Juli 2.965 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 235 mehr als noch im Vormonat. Da die Wirtschaft nach wie vor Fachkräfte sucht, werden die jungen ausgebildeten Kräfte schnell eine Beschäftigung finden.“ Darauf weist Astrid Neese, Leiterin der Agentur für Arbeit Duisburg, ausdrücklich hin. „Und uns liegen über 1.000 Stellenangebote mehr als im Juli 2016 vor. Damit ergeben sich deutlich mehr Chancen auch für Menschen, die weniger gut qualifiziert sind oder schon län-gere Zeit Beschäftigung suchen. Der Duisburger Arbeitsmarkt bleibt bei allen Herausforderungen kontinuierlich stabil. Nach einem weiteren leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im August wird sich die gute Entwicklung des ersten Halbjahres fort-setzen. Trotz dieser kleinen Sommerpause liegen wir weiterhin mit den Arbeitslosenzahlen unter der des Vorjahres.“

Arbeitslosigkeit
Mit 31.503 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juli 2017 193 oder 0,6 Prozent mehr Personen als noch im Juni 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juli des Vorjahres waren 32.824 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.321 Personen oder 4 Prozent mehr als in diesem Juli.

Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und liegt bei 12,5 Prozent. Im Juli des Vorjahres lag sie bei 13,2 Prozent und damit um 0,7 Prozent-punkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juli um 949 oder 19,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 4.846 im Juni auf jetzt 5.795 gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeits-losigkeit bei 6.156 und damit um 361 oder 5,9 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juli.
Von den 5.795 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juli 1.304 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.115 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.658. Das waren 460 oder 8,8 Prozent mehr als im Juni (5.198) und 72 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr im Juli 2016 (5.586). 1.053 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Juni 2017: 976).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.965 Personen waren im Juli 235 mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Juni (2.730). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 397 oder 11,8 Prozent unter dem Wert von Juli 2016 (3.362). 280 Jugendliche sind aus betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung arbeitslos geworden.
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juli um 6 oder 0,1 Prozent auf aktuell 8.581(Vormonat 8.587) und liegt um 444 (-4,9 Prozent) unter dem Vorjahres-wert (9.025).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juli nur ganz leicht im Vergleich zum Vormonat von 5.003 auf jetzt 5.002. Hier waren im Vorjahresmonat 5.122 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 120 Personen oder 2,3 Prozent weniger als im Juli 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Juli ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Juni weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.803 Personen; - 39 oder – 0,3 Prozent (Vormonat 13.842). Der aktuelle Wert befindet sich damit um weiterhin deutliche 1.300 Personen oder 8,6 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (15.103

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.428 (- 58 oder -0,5 Prozent), davon befinden sich 10.931 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 387 oder 3,2 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres (12.041). Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kommt der Zuwanderung geflüchteter Menschen zu.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.157 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.961 sind davon arbeitslos; 91 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,4 Prozent (Vormonat 2,2 Prozent). Der Juli-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Juli 2016 mit 2,1 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 5.979 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 425 oder 7,7 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Juni (5.554). Vor einem Jahr, im Juli 2016, waren in der Be-treuung der Agentur für Arbeit 820 oder 15,9 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.159).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juli bei 11,1 Prozent.
25.524 Personen (-232 und -0,9 Prozent) waren im Juli in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Juni 25.756). Im Vergleich zum Juli 2016 (27.665) sind in der Grundsicherung aktuell 2.141 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr: Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
1.086 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, eine Stelle weniger als im Vormonat (Juni 2017: 1.087) und 141 oder 14,9 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert Juli 2016 (945).
Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juli erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.427 Stellenangeboten (+69, +1,6 Prozent im Vergleich zu Juni). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.306 Stellenangebote im Juli 2016, +1.121 Stellen / + 33,9 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist parallel zur Arbeitslosigkeit im Juli gestiegen – um 183 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 40.758 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie allerdings in Duisburg um 295 oder 0,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juli leicht gestiegen und liegt aktuell bei 77,3 Prozent (Vergleich Vormonat 77,2 Prozent, Vorjahresmonat 80 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,8 Prozent; Vormonat: 15,7 Prozent (Vorjahresmonat Juli 2016: 16,1%).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.518 genauso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmern in beruflicher Weiterbildung. 777 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.538). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.019 Personen (269 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen. 

 

Halbjahresbilanz am Arbeitsmarkt – die Richtung stimmt in Duisburg
Der Ausbildungsmarkt im Juni 2017

Arbeitslosenzahl im Juni: 31.310
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: -299
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 664
Arbeitslosenquote im Juni: 12,4% (Vormonat 12,6%)

„Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2017 zeigt sich für Duisburg eine gute Entwicklung. Die Zahlen der Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen sind von Monat zu Monat und auch gegenüber 2016 gesunken. Gerade bei den Langzeitarbeitslosen war die Entwicklung zum letzten Jahr deutlich günstiger.
Die sinkenden Arbeitslosenzahlen zeigen, dass der Zuzug von Migranten, insbesondere von geflüchteten Menschen, bei guter arbeitsmarktlicher Entwicklung, steigender Beschäftigung und intensiviertem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Leistungen aufgefangen werden kann. Die Entwicklung bei jüngeren und älteren Arbeitslosen war auch positiv. Das Angebot an Arbeitsstellen liegt auf einem hohen Niveau. Vor der Sommerpause haben die Unternehmen uns noch zahlreiche Aufträge hinterlassen.
Alles in allem“, so die Bilanz von Astrid Neese, Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg, „haben wir in Duisburg im ersten Halbjahr 2017 eine solide Basis geschaffen, die eine weiterhin gute Entwicklung ermöglicht. Die Vermittlung der geflüchteten Menschen, die jetzt aus Qualifizierungen kommen, wird durch das hohe Stellenangebot unterstützt. Arbeitgeber zeigen ihre Einstellungsbereitschaft, die wir vielfältig unterstützen können. Hier wollen wir die gleichen Erfolge wie bei Langzeitarbeitslosen erzielen – Erfolge, die dann möglich sind, wenn man den Einzelfall mit seinen Stärken betrachtet und gemeinsam nach Lösungen sucht.“

Arbeitslosigkeit
Mit 31.310 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juni 2017 299 oder 0,9 Prozent weniger Personen als noch im Mai 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juni des Vorjahres waren 31.974 Menschen arbeitslos gemeldet, 664 Personen oder 2,1 Prozent mehr als in diesem Juni.
Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte und liegt bei 12,4 Prozent. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 12,8 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juni um 539 oder 10 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.385 im Mai auf jetzt 4.846 gesunken. Im Juni des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.245 und damit um 399 oder 7,6 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Juni.
Von den 4.846 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juni 1.115 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.223 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen Juni 5.198. Das waren 600 oder 10,3 Prozent weniger als im Mai (5.798) und 378 oder 6,8 Prozent weniger als vor einem Jahr im Juni 2016 (5.576). 976 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Mai 2017: 1.178).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.730 Personen waren im Juni in etwa so viele junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen wie im Mai (2.731). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 196 oder 6,7 Prozent unter dem Wert von Juni 2016 (2.926).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juni um 82 oder 0,9 Prozent auf aktuell 8.587 (Vormonat 8.669) und liegt um 406 (-4,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.993).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juni leicht im Vergleich zum Vormonat von 5.040 auf jetzt 5.003. Hier waren im Vorjahresmonat 5.117 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 114 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im Juni 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Juni ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Mai weiter gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.842 Personen; - 127 oder – 0,9 Prozent (Vormonat 13.969). Der aktuelle Wert befindet sich damit um weiterhin deutliche 1.360 Personen oder 8,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (15.202).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.486 (- 95 oder -0,8 Prozent), davon befinden sich 11.080 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 879 oder 7,6 Prozent mehr als im Juni des Vorjahres (11.607). Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kommt der Zuwanderung geflüchteter Menschen zu.

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.136 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.032 sind davon arbeitslos; 96 Prozent davon werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Arbeitslosigkeit nach Qualifikationsniveau
Mit abgeschlossener Berufsausbildung ist das Risiko, arbeitslos zu werden oder länger arbeitslos zu bleiben, deutlich geringer. Dieser Aspekt ist grundsätzlich bekannt und zeigt sich auch in einer neuen statistischen Auswertung für das Jahr 2016, die jetzt zur Verfügung steht:
Bei einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote in 2016 in Duisburg von 13 Prozent lag die Arbeitslosenquote bei Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei 34,3 Prozent. Liegt eine abgeschlossene betriebliche/schulische Ausbildung vor, beträgt die Arbeitslosenquote deutlich niedrigere 6,7 Prozent, bei akademischer Ausbildung liegt sie bei nur 3,7 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so blieb die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,2 Prozent wie im Vormonat. Der Juni-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Juni 2016 mit 1,9 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.554 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 48 oder 0,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Mai (5.602). Vor einem Jahr, im Juni 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 879 oder 18,8 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.675).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juni bei 11 Prozent.
25.756 Personen (-251 und -1 Prozent) waren im Juni in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Mai 26.007). Im Vergleich zum Juni 2016 (27.299) sind in der Grundsicherung aktuell 1.543 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
1.087 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 37 oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat (Mai 2017: 1.124) und 89 oder 8,9 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreswert Juni 2016 (998).

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juni erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.358 Stellenangeboten (+218, +5,3 Prozent im Vergleich zu Mai). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.294 Stellenangebote im Juni 2016, +1.064 Stellen / + 32,3 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist auch im Juni gesunken – um 307 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 40.833 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie in Duisburg um 517 oder 1,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juni leicht gesunken und liegt aktuell bei 76,7 Prozent (Vergleich Vormonat 76,8 Prozent, Vorjahresmonat 79,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,8 Prozent; Vormonat: 15,9 Prozent (Vorjahresmonat Juni 2016: 15,8%).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.596 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 37 mehr Menschen in beruflicher Weiterbildung.

724 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.548). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.870 Personen (251 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.