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Mit 4.423 den höchsten Stellenbestand seit mindestens sieben Jahren
-  niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 25 Jahren

 - Arbeitslosenzahl im Januar: 28.668 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 1.436
- Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.115
- Arbeitslosenquote im Januar: 11,2% Arbeitslosenquote im Vormonat: 10,6% - Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,2%

Duisburg, 31. Januar 2019 - „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2018 ist ein typischer saisonaler Effekt. Zum Ende des Jahres laufen viele Arbeitsverhältnisse – auch nach dem Weihnachtsgeschäft – nach Befristungsende oder nach Kündigung aus. Und es wirkt sich die Witterung in einigen Branchen aus. Wir sprechen also von der typischen Winterarbeitslosigkeit,“ so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, zum Jahresstart am Arbeitsmarkt.

„Die Gesamtentwicklung mit Blick auf die Vorjahreswerte bleibt durchaus positiv. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 25 Jahren und mit 4.423 den höchsten Stellenbestand seit mindestens sieben Jahren. Bei einem anhaltenden Fachkräftebedarf wird der Arbeitsmarkt also Kurs halten, wenn wir neue Fördermöglichkeiten offensiv nutzen. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg sind darauf vorbereitet und machen sich die für die Weiterbildungsförderung beschäftigter Menschen stark. Hiervon können jetzt grundsätzlich alle Arbeitnehmer und Unternehmen aller Größenordnung profitieren. Wir wissen, dass mit zunehmender Digitalisierung der Qualifizierungsbedarf in den Unternehmen steigt, das können und wollen wir unterstützen.

 

Arbeitslosigkeit
Mit 28.668 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.436 Personen mehr als im Dezember 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen (+ 5,3 Prozent).
Damit waren in diesem Monat 2.115 Personen oder 6,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Januar 2018: 30.783 Arbeitslose).

Bestand an Arbeitslosen Duisburg Januar 2018 bis Januar 2019

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,2 Prozent (Vormonat 10,6 Prozent). Im Januar des Vorjahres lag sie bei 12,2 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 532 oder 9,7 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.461 im Dezember auf jetzt 5.993 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.895 und damit um 98 oder 1,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Januar.

Von den 5.993 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 1.773 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.420 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (+ 353, + 24,9 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.617. Das waren 1.190 oder 20,5 Prozent weniger Menschen als im Dezember (5.807) und 57 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (4.560). 847 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (- 218, -20,5 Prozent zu Dezember 2018).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Von dem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Personengruppen betroffen. Mit 2.359 Personen waren im Januar 119 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember (2.240). Diese Zahlen liegen um 167 oder 6,6 Prozent unter dem Wert von Januar 2018 (2.526).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 574 oder 7,3 Prozent auf aktuell 8.423 (Vormonat 7.849) und liegt um 204 (-2,4 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.627).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat von 4.603 auf jetzt 4.948 (+345). Hier waren im Vorjahresmonat 5.000 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 52 Personen oder 1 Prozent weniger als im Januar 2018 arbeitslos gemeldet.
Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember gestiegen und liegt aktuell bei 12.031 betroffenen Personen; 172 oder 1,5 Prozent mehr (Vormonat 11859). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.620 Personen oder 11,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.651).

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.605 (+ 433 oder + 3,9 Prozent), davon befinden sich 9.685 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 626 oder 5,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (12.231).


Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.778 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.380 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der Januar-Wert 2019 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Januar 2018 mit 2,4 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 6.008 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 525 oder 9,6 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember (5.483). Vor einem Jahr, im Januar 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 90 oder 1,5 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.918).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen und liegt jetzt bei 8,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar bei 9,9 Prozent.
22.660 Personen (+911 und +4,2 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 21.749). Im Vergleich zum Januar 2018 (24.865) sind in der Grundsicherung aktuell 2.205 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
739 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 198 Stellen weniger als im Vormonat (Dezember 2018: 937) und 129 oder 14,9 Prozent weniger als im Januar 2018 (868). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Januar zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.423 Stellenangeboten (-141, - 3,1 Prozent im Vergleich zu Dezember) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit liegt der Stellenbestand des aktuellen Monats weiterhin spürbar über dem des Vorjahresmonats (4.184 Stellenangebote im Januar 2018, +239 Stellen / + 5,7 Prozent).

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (1.014 Stellen), gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (990 Stellen). An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (750 Stellen).


Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 652 Personen oder 1,8 Prozent auf aktuell 37.614 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.210 oder 5,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen und liegt aktuell bei 76,2 Prozent (Vergleich Vormonat 73,7 Prozent, Vorjahresmonat 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2018 (Januar 2018: 15,4 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.573 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 205 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung.

573 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.210). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.239 Personen (624 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Total dual? Warum nicht?  

Agentur für Arbeit informiert über duale Studiengänge
Duisburg, 18. Januar 2019 - Es ist für Schüler mit Abitur oder Fachabitur nicht immer leicht, die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium zu treffen. Beides kann die Grundlage für eine gute Berufsperspektive sein. Nach einer Ausbildung kann ein Studium folgen oder man fährt parallel und kombiniert beides in einem dualen Studiengang!  
Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, weiß, für wen dieses Angebot interessant sein kann: „Junge Leute, die eine Ausbildung oder Praktikumszeiten durchlaufen und dabei parallel ein Studienangebot wahrnehmen, müssen schon motiviert und leistungsfähig sein. Aber die Kombination von Studieninhalten und Praxis bildet junge Menschen aus, die im Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung schnell ihren Weg machen, auch in Richtung Führungsposition!“  
Die Agentur für Arbeit bietet im Rahmen der Wochen der Studienorientierung am Donnerstag, 24.01.2019 um 15:00 Uhr eine zweistündige Informationsveranstaltung „Total dual – Duale Studienangebote“ an.  

Hochschulen aus der Region (Hochschule Niederrhein, FOM ( Hochschule für Ökonomie und Management) und EU|FH (Europäische Fachhochschule Rhein/Erft)) stellen ihre Angebote vor und geben wichtige Hinweise zu den Bewerbungsverfahren. Zwei Arbeitgeber aus dem Bereich öffentlicher Dienst stellen außerdem ihre dualen Studienangebote vor: die Stadt Duisburg und die Agentur für Arbeit. Die Beraterinnen und Berater der Hochschulen und der Agentur für Arbeit stehen für persönliche Fragen zur Verfügung.  
Veranstaltungsort ist das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Duisburg, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

Infos zu den Wochen der Studienorientierung: www.mkw.nrw/ >Studium>Informieren>Wochen der Studienorientierung  
Junge Menschen, die Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit suchen und sich persönlich beraten lassen möchten, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de.

 

 

Ausblick 2019

Kernaufgabe: Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf
Duisburg, 04. Januar 2019 - Aufgrund der derzeit stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz weltpolitischer Unsicherheiten ist nach den Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit einer weiteren Senkung der Arbeitslosigkeit und steigender Beschäftigung auch in 2019 auszugehen. Beide Entwicklungen – Reduzierung der Arbeitslosigkeit und Anstieg der Beschäftigung – werden allerdings unter dem Landesschnitt NRW liegen und auch nicht mit gleicher Dynamik wie noch in 2018 erfolgen.

Die Leiterin der Agentur für Arbeit Astrid Neese blickt mit Zuversicht auf den Arbeitsmarkt 2019: „Eine Fortsetzung der guten Entwicklung der letzten Jahre wird kein Selbstläufer, eine geringere Dynamik ist jedenfalls wahrscheinlich. Der im Vergleich zu NRW hohe Anteil von Beschäftigten in der Zeitarbeit in Duisburg birgt ein gewisses Risiko, weil bei konjunkturellen Einbrüchen in der Regel zunächst die Beschäftigung in der Arbeitnehmerüberlassung zurückgefahren wird.

Mit Rückenwind aus den Vorjahren und mit einem berechtigten Optimismus für das laufende Jahr sollten wir die neuen Fördermöglichkeiten, die uns der Gesetzgeber zur Verfügung gestellt hat, für die Duisburger Wirtschaft offensiv nutzen. Mit dem Qualifizierungschancengesetz und den neuen Möglichkeiten für die soziale Teilhabe von Langzeitarbeitslosen haben wir Instrumente, die bei erfolgreicher Anwendung einen spürbaren, positiven Einfluss auf die Arbeitsmarktentwicklung haben können.

Zum einen sollten Unternehmen im Zuge einer sich durch Demographie und Digitalisierung dynamischer gestaltenden Personalplanung die betriebliche Weiterbildung verstärken, um die eigenen Mitarbeiter auf Fachkräfteniveau zu halten oder zu entwickeln und hierbei die Unterstützungsmöglichkeiten von Arbeitsagentur und jobcenter nutzen. Der Kontakt mit dem Arbeitgeberservice lohnt sich. Unsere Fachexperten stehen für Beratungen im Betrieb zur Verfügung. Wichtig ist natürlich gleichzeitig, dass die Beschäftigten selbst sich öffnen für die Veränderungen am Arbeitsmarkt und ihre Weiterbildungsbereitschaft zeigen.

Wir werden in 2019 unser Beratungsangebot ausweiten und insbesondere für junge Menschen an der Schwelle zum Berufsleben die Ansprache noch intensivieren.

Mit dem Konzept der Lebensbegleitenden Berufsberatung, das im nächsten Jahr schrittweise eingeführt wird, stärken wir zunächst für die Phase vor dem Erwerbsleben den Kontakt zu jungen Menschen zum Beispiel durch frühere und stärkere Präsenz in den Schulen und Intensivierung der Zusammenarbeit mit allen Netzwerkpartnern. Ein wichtiger Beitrag ist auch die Stärkung und Profilierung der Jugendberufsagentur am Standort Wintgensstraße mit dem gemeinsamen Angeboten der Agentur für Arbeit, des jobcenter Duisburg und der Stadt Duisburg für junge Menschen.

 

Die Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf ist als Kernaufgabe der Agentur für Arbeit eine entscheidende Basis für eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Die sinkende Ausbildungsbeteiligung der Duisburger Betriebe in den vergangenen Jahren muss gestoppt werden; eine Steigerung des betrieblichen Ausbildungsangebots in diesem Jahr ist dazu ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Der Duisburger Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd, die Möglichkeiten für Lösungen sind erweitert worden. Das in den letzten Jahren Erreichte sollte uns ermutigen, auch die nächsten Kraftanstrengungen zu gehen. Ich sehe es als gemeinsame Verpflichtung an, die gute Entwicklung Duisburgs auch am Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter voranzutreiben.
Hier steht uns etwas mehr Mut gut zu Gesicht, neue Wege zu gehen und Menschen eine Chance zu bieten, die sie lange nicht hatten, und sie individuell zu begleiten. Uns stehen die Mittel und Instrumente zur Verfügung, diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen und den seit Jahren guten Lauf am Arbeitsmarkt in 2019 fortzusetzen. Alle Akteure gemeinsam haben die notwendige Kraft und Energie dazu.“