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Rheinbrücke Neuenkamp
 
Wiege- und Schrankenanlage kommt Anfang 2018

Duisburg, 21. September 2017 - Die Installation einer Wiege- und Schrankenanlage vor der A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg ist für Anfang 2018 vorgesehen. Das kündigte jetzt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen an. Die europaweite Veröffentlichung für den Aufbau und den Betrieb der Anlage sei Anfang dieser Woche erfolgt.

Die Anlage soll in beiden Fahrtrichtungen vor der Brücke errichtet werden. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen beziehungsweise 11,5 Tonnen Achsgewicht die Brücke passieren. Die A40-Brücke ist ähnlich wie die A1-Rheinbrücke bei Leverkusen in einem schlechten Zustand und kann auf lange Sicht nicht mehr saniert werden, muss also neu gebaut werden. Die Brücke Neuenkamp stammt von 1970, damals für 30.000 Autos und Lastwagen pro Tag geplant.

Inzwischen nutzen 100.000 Fahrzeuge täglich die Brücke, davon mehr als 10.000 Lkw. Die 'DEGES' (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) wurde im Sommer 2014 mit der Planung für den Ausbau der A40 zwischen DU-Homberg und DU-Häfen einschließlich dem Bau der neuen Brücke Neuenkamp, die deutlich breiter sein wird, beauftragt.
Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Derzeit geht die DEGES davon aus, dass das Genehmigungsverfahren 2019 abgeschlossen sein wird und die Bauarbeiten starten. Dann soll die erste Brückenhälfte bis 2023 erbaut und der komplette Neubau 2026 fertiggestellt sein. Im August war ein großer Riss in der Seilverankerung der Rheinbrücke Neuenkamp entdeckt worden. Bis er repariert war, musste der komplette Verkehr für zwei Wochen von der Brücke ausgesperrt werden.

Um solche Risse und Sperrungen in den nächsten Monaten zu vermeiden, dürfen überladene LKW die Brücke nicht mehr benutzen. Eine Testmessung in der vergangenen Woche hat ergeben, dass binnen 30 Stunden mehr als 100 LKW mit Achslasten größer als 11,5 Tonnen die Brücke passiert haben. Die Brücke wird auch weiterhin von Experten des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen überwacht, damit Risse oder ähnliche Beeinträchtigungen schnell entdeckt und behoben werden können.

 

Rheinbrücke Neuenkamp: Arbeitsgruppe hat getagt

Duisburg, 11. September 2017 - Heute hat sich die Expertenrunde Verkehrssituation Rheinbrücke Neuenkamp unter Federführung der Bezirksregierung Düsseldorf zum zweiten Mal in Duisburg getroffen. In den Räumen der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) wurde die Sitzung des Arbeitskreises diesmal erstmals von der neuen Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher (links) geleitet.

Sie betonte die Bedeutung der Verbindung: „Wir werden hier gemeinsam so schnell wie möglich Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation erarbeiten, um die Menschen und Unternehmen, die die Strecke nutzen, zu entlasten.“ (Foto Roberto Pfeil/Innenministerium NRW)

Und Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, ergänzt: "Unser Logistik-Standort muss erreichbar bleiben und unsere Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Deswegen ist es gut, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten. Vor allem benötigen wir Verlässlichkeit, was die Umsetzung der Pläne angeht. Die Betriebe wollen wissen, wie es in Duisburg konkret mit dem Karl-Lehr-Brückenzug und der Brücke Marientor weitergeht. Hier erwarten wir uns Klarheit von der Stadt."

Im Fokus der zweiten Sitzung standen neben dem aktuellen Sachstand unter anderem Fragen zur Umsetzung einer effektiven Lkw-Kontrolle.

In der Expertenrunde arbeiten neben den Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln Vertreterinnen und Vertreter des Verkehrsministerium, des Landesbetriebes Straßenbau NRW, der anliegenden Kommunen, der Polizei, der Niederrheinischen IHK, der Projektmanagementgesellschaft DEGES sowie weitere zahlreiche Experten aus Wirtschaft, verschiedenen Verbänden und Institutionen zusammen.

 

Rheinbrücke Neuenkamp: Erstes Treffen der Expertenrunde in Duisburg

Duisburg, 23. August 2017 - Wie in einem Fachgespräch mit Verkehrsminister Wüst Anfang des Monats angekündigt, hat sich am heutigen Tage in Duisburg eine Expertenrunde unter Leitung von Regierungspräsidentin Anne Lütkes getroffen, um über den Sachstand der Baumaßnahmen zur Rheinbrücke Neuenkamp und das weitere Vorgehen zu sprechen.

Im Fokus stand zum einen die Betrachtung der aktuellen Verkehrssituation. Besprochen wurden Lösungsansätze mit Blick auf ein stabiles Umleitungsmanagement, die Beeinflussung von Quell- und Zielverkehren in Duisburg, Netzwerke und Informationssysteme, LKW-Kontrollmaßnahmen und auch die Möglichkeiten die Brücke durch die Einbeziehung anderer Verkehrsträger zu entlasten.

Darüber hinaus thematisierte die Runde auch den Sachstand des anstehenden Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Rheinbrücke.

„Die A 40 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern im Ruhrgebiet und die Verbindung der beiden Rheinufer über die Neuenkamper Brücke unerlässlich. Ich gehe davon aus, dass durch Treffen wie heute, bei denen viele Protagonisten im Planfeststellungsverfahren zusammen kommen, sehr viele noch offene Fragen besprochen und zügig geklärt werden können. So kann das eigentliche Verfahren ohne Verzögerungen durchgeführt und mit dem Bau der Brücke alsbald möglich begonnen werden“, so Anne Lütkes heute in Duisburg.

Nicht zuletzt wurde auch die Situation im weiteren Umfeld betrachtet und über den Zustand anderer Brücken in der Region gesprochen. Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, verdeutlichte: „Sämtliche Baustellen auf den Autobahnen und innerhalb der Städte müssen so koordiniert und getaktet werden, dass sie das Verkehrssystem verkraftet. Daran müssen alle gemeinsam arbeiten. Ganz oben auf der Agenda steht: die Erreichbarkeit unserer Region zu sichern.“

Zu den 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Termins gehörten neben denen der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln Vertreterinnen und Vertreter des Verkehrsministerium, des Landesbetriebes Straßenbau NRW, der anliegenden Kommunen, der Polizei, der Niederrheinischen IHK, der Projektmanagementgesellschaft DEGES sowie weitere zahlreiche Experten aus Wirtschaft, verschiedenen Verbänden und Institutionen.

In dieser Konstellation wird es weiterhin regelmäßig Arbeitsgespräche geben, bei denen die Verkehrssituation analysiert und eine stetige Verbesserung angestrebt wird.

 

Riss entdeckt: Vollsperrung der A40-Rheinbrücke-Neuenkamp

straßen.nrw A40: Rheinbrücke Neuenkamp schon ab Mittwochmorgen, 5 Uhr, wieder frei
Duisburg/Krefeld, 15. August 2017 - Die Vollsperrung der A40 Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg kann bereits 24 Stunden früher als angekündigt aufgehoben werden. In der Nacht von Dienstag (15.8.)  auf Mittwoch (16.8.) wird die Sperrung abgebaut, so dass Pkw und Lkw ab 5 Uhr wieder über zwei Fahrstreifen in jeder Richtung die Duisburger Rheinbrücke passieren können, teilten NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Straßen.NRW mit.

Die Rheinbrücke war Mittwoch vor 14 Tagen (2.8.) voll gesperrt worden, nachdem ein Riss in einer Seilverankerung der Brücke entdeckt worden war. Eine sofort eingeleitete Untersuchung durch ein Expertengremium hatte ergeben, dass mehr als 50 Risse in verschiedenen Längen zu sanieren waren. Die Arbeiten konnten im Schutz der Vollsperrung besonders schnell und störungsfrei erledigt werden. Während im Innern der Brücke die letzten Arbeiten laufen, nutzt Straßen.NRW den letzten Tag der Vollsperrung für die Sanierung der Fahrbahn. Eine bereits für die Sommerferien angekündigte Baustelle kann somit entfallen.

Die Prüfung des gesamten Bauwerkes, vor allem der sensiblen Bereiche, geht kontinuierlich weiter. Insbesondere die jetzt reparierten Schäden werden täglich in Augenschein genommen.


Zum Hintergrund: Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt von 1970, damals für 30.000 Autos und Lastwagen pro Tag geplant. Inzwischen nutzen 100.000 Fahrzeuge täglich die Brücke, davon 10.000 Lkw. Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH wurde im Sommer 2014 mit der Planung für den Ausbau der A 40 zwischen DU-Homberg und DU-Häfen einschließlich dem Bau der neuen Brücke Neuenkamp, die deutlich breiter sein wird, beauftragt. Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Die Duisburger Rheinbrücke im Verlauf der A40 ist eine so genannte Schrägseilstahlbrücke. Sie ist 777 Meter lang und hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Instandsetzungsarbeiten gab es auch schon in den vergangenen Jahren: Die "Fahrbahnübergänge" wurden 1977 ausgetauscht, und schon zweimal, 1996 bis 1998 und 2010 bis 2013, wurde die Fahrbahnplatte wegen aufgetretener Risse saniert. Seit einigen Jahren hat man auch immer wieder Schäden in den Querträgern festgestellt, die regelmäßig geschweißt wurden.

Sperrung der Rheinbrücke Neuenkamp wird nächste Woche  aufgehoben

09. August 2017 - Die Vollsperrung der A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg kann nach umfangreichen Reparaturarbeiten voraussichtlich ab dem nächsten Donnerstag, 17. August, 5 Uhr, wieder aufgehoben werden. Dies hat Verkehrsminister Hendrik Wüst bei einem Informationsgespräch bekanntgegeben, zu dem die betroffenen Verbände, die Wirtschaft und Behörden der Region eingeladen waren. "Nach der Freigabe können Autos und Lkw wieder auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung die Brücke passieren", sagte er.

Die Rheinbrücke war am Mittwoch der vergangenen Woche voll gesperrt worden, nachdem ein Riss in einer Seilverankerung der Brücke entdeckt worden war. Die sofort eingeleitete Überprüfung auf weitere Risse durch ein Expertengremium hat ergeben, dass mehr als 50 Risse in verschiedenen Längen saniert werden müssen.

"Das aktuelle Beispiel zeigt, was passiert, wenn eine überlastete Infrastruktur so lange stiefmütterlich behandelt wird", sagte Minister Wüst. "Ich danke allen Beteiligten, die derzeit mit Hochdruck an der Lösung des Problems mitarbeiten, um die belastende Situation in Duisburg für Anwohner, Pendler und den Güterverkehr so schnell wie möglich zu beenden. Dieser Dank gilt natürlich insbesondere den Arbeitern, die rund um die Uhr mit Schadenserhebung und Reparatur beschäftigt sind."

Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve, sagte: "Wir begrüßen, dass Minister Wüst über die aktuelle Situation informiert. Für die Unternehmen und die Pendler ist es wichtig zu wissen, wie es weitergeht. Wir haben bereits einen ersten Vorschlag gemacht, wie das weitere Vorgehen aussehen könnte. Jetzt müssen wir gemeinsam daran arbeiten, um die Erreichbarkeit des Logistikstandorts Niederrhein zu sichern."

Vier konkrete Maßnahmen stellte Minister Wüst bei der IHK vor:
1. Tägliche Überprüfung der reparierten Schäden.
2. Unter Leitung der Regierungspräsidentin Düsseldorf werden die Beteiligten im 14-tägigen Rhythmus die Verkehrssituation analysieren und an einer Verbesserung der Umleitungskonzepte arbeiten.
3. Überladene Lkw werden konsequent abgeleitet.
4. Alle Möglichkeiten einer weiteren Beschleunigung des Neubaus werden genutzt. Die Prüfung des gesamten Bauwerkes, insbesondere der sensiblen Bereiche, geht kontinuierlich weiter. Auch wenn die Brücke für den Verkehr wieder freigegeben wird, kann niemand absehen, ob künftig neue Schäden entdeckt werden. Insbesondere die jetzt reparierten Schäden werden täglich in Augenschein genommen.

Alle zwei Wochen werden die Verantwortlichen tagen, um für den Fall weiterer Sperrungen weiträumige Umleitungskonzepte und mögliche Back-Up-Lösungen zu erarbeiten. "Außerdem werden wir alles dafür tun, rechtswidrig überladene Lkw vor der Brücke zu stoppen", so Wüst weiter. "Um das zu gewährleisten, werden wir eine Waage- und Ableitungsanlage installieren", so Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Der Minister will auch beim Neubau Druck machen.

"Ich bin mir mit Bundesverkehrsminister Dobrindt einig: Gemeinsam werden wir alle Möglichkeiten einer weiteren Beschleunigung des Neubaus angehen." Nicht umsonst seien im Koalitionsvertrag der Erhalt, die Modernisierung und der bedarfsgerechte Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu einem Schwerpunkt der Landespolitik erklärt worden.
"Das Geld ist da, aber es wurden zu lange nicht die nötigen Planungen und entscheidenden Schritte eingeleitet", so Wüst. "Das hatte auch ideologische Gründe, aber in dieser Landesregierung sind sich alle einig: Wir wollen die Straßen und Brücken in NRW schnellstmöglich wieder in Schuss bringen." Straßen.NRW nutzt die derzeitige Vollsperrung, um die Fahrbahn in Richtung Venlo zu sanieren. Eine bereits vorher geplante Vollsperrung in diesen Sommerferien für diese Arbeiten kann damit entfallen.

Zum Hintergrund: Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt von 1970, damals für 30.000 Autos und Lastwagen pro Tag geplant. Inzwischen nutzen 100.000 Fahrzeuge täglich die Brücke, davon 10.000 Lkw. Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH wurde im Sommer 2014 mit der Planung für den Ausbau der A 40 zwischen DU-Homberg und DU-Häfen einschließlich dem Bau der neuen Brücke Neuenkamp, die deutlich breiter sein wird, beauftragt. Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Die Duisburger Rheinbrücke im Verlauf der A40 ist eine so genannte Schrägseilstahlbrücke. Sie ist 777 Meter lang und hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Instandsetzungsarbeiten gab es auch schon in den vergangenen Jahren: Die "Fahrbahnübergänge" wurden 1977 ausgetauscht, und schon zweimal, 1996 bis 1998 und 2010 bis 2013, wurde die Fahrbahnplatte wegen aufgetretener Risse saniert. Seit einigen Jahren hat man auch immer wieder Schäden in den Querträgern festgestellt, die regelmäßig geschweißt wurden.


IHK schlägt Alarm und 5-Punkte-Plan vor - Notfall-Pläne und Baustellen-Management unabdingbar

07. August 2017 - Angesichts der anhaltenden Sperrung der A40-Brücke bei Duisburg hat der Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, Burkhard Landers, einen 5-Punkte-Plan vorgeschlagen. „Die Sperrung der Brücke kostet die Unternehmen pro Tag 1,2 Millionen Euro. Auch unser Hafen als europäische Logistik-Drehscheibe leidet gewaltig. Deswegen müssen wir sehr zügig handeln, damit die Betriebe Planungssicherheit haben“, so Landers.

Der IHK-Präsident schlägt deswegen vor:
1) Verkehr intelligent und großräumig lenken
Die Verkehre sollen großräumig, nach Bedarf auch verkehrsabhängig, gesteuert werden, um so die Verkehrsbelastung gleichmäßig zu verteilen. Mit Blick auf die Seehäfen bedeutet das, bereits in Belgien und den Niederlanden Hinweisschilder aufzustellen. Auch eine angepasste Verkehrslenkung und optimierte Ampelschaltung im Stadtgebiet Duisburg ist erforderlich.

2) Sicherheitskonzept anpassen
Die veränderten Verkehre mit neuen Belastungspunkten erfordern ein angepasstes Sicherheitskonzept mit Tempo-Limits und Warn-Anlagen, besonders im nun veränderten Rückstau-Bereich.

3) Baustellen-Management optimieren
Die Baustellen auf den Autobahn-Ausweichstrecken und innerhalb des Stadtgebiets Duisburg müssen besser koordiniert werden. Hierfür ist erforderlich, das bestehende Baustellenmanagement für die Region neu zu organisieren und effizienter zu gestalten.

4) Zeitplan für Brücken-Neubau einhalten und Notfallpläne für Sperrungen bereithalten
Der aktuelle Zeitplan (bislang vorgesehen: Fertigstellung erster Brückenzug 2023) sollte unter allen Umständen eingehalten werden. Um auf etwaige Unwägbarkeiten wie die momentane Vollsperrung vorbereitet zu sein, braucht es klare Notfallpläne.

5) Politische Initiative: Brücken-Neubau zügiger realisieren
Trotz beschleunigtem Planungsverfahren und bereit stehender Gelder sollte überprüft werden, ob der Neubau der A40-Brücke noch früher realisiert werden kann. Für Ersatzbauten dürfen nicht die gleichen Anforderungen gelten wie für Neubauprojekte.

Landers: „Wir brauchen sowohl Sofort-Maßnahmen, mittelfristige Aktivitäten als auch eine langfristige Perspektive. Es darf nicht sein, dass die Unternehmen und ihre Beschäftigten als Pendler die Zeche zahlen. Und selbst wenn die Brücke kurzfristig wieder befahrbar ist, was wir alle sehr hoffen: Wir müssen damit rechnen, dass sich solch eine Sperrung jederzeit wiederholen kann. Darauf sollten wir vorbereitet sein.“

Die IHK schlägt der Landesregierung vor, zügig einen Koordinierungskreis einzurichten, um alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und den Informationsfluss zu verbessern. Landesbetrieb Straßen.NRW, Planungsgesellschaft DEGES, Stadt Duisburg, Polizei, Bezirksregierung, Verkehrsministerium und Vertreter der Wirtschaft könnten so die Probleme gemeinsam in Angriff nehmen.


Konsequenzen für den innerstädtischen Verkehr
OB-Lehr-Brückenzug wird trotzdem vom 4. bis 7. August gesperrt!
Duisburg, 03. August 2017 - Aufgrund der seit gestern Nachmittag kurzfristig von Straßen.NRW angeordneten Komplettsperrung der Rheinbrücke Neuenkamp/A 40 hat die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Duisburg gemeinsam mit der DVG noch einmal die angekündigte Sperrung des Oberbürgermeister-Lehr-Brückenzugs überprüft. Ergebnis ist, dass die Maßnahme leider nicht verschoben werden kann.

Die für das kommende Wochenende eingeleitete Vollsperrung der Ruhrorter Straße ist für die Durchführung von Reparaturmaßnahmen an den Brückenbauwerken dringend erforderlich. Mit der Reparatur müssen sicherheitsrelevante Schäden im Fahrbahn- und Gleisbereich beseitigt werden. Eine Verschiebung ist nicht möglich, da bei dieser Maßnahme neben der Beseitigung der Schäden viele Gewerke ineinander greifen und verschiedene Bereiche zusammenarbeiten müssen. So wird zum Beispiel die DVG für die Vollsperrung einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichten. Dazu müssen die Dienstpläne des Fahrpersonals verändert werden und auch zusätzliche Busse (teilweise über Subunternehmer) bereitgestellt werden. Auch sind bei den ausführenden Unternehmen die Kapazitäten begrenzt. Deren Personalplanung kann ebenfalls nicht kurzfristig verändert werden.

Sonstige Maßnahmen im Stadtgebiet
Auf den Hauptrouten, die als Ausweichstrecken für die A40 dienen könnten (das sind hauptsächlich die Stadtteile Rheinhausen und Homberg auf der linken Rheinseite sowie die Bereiche Marientor, Kaßlerfeld und Aackerfähre), sind inzwischen die Programme der Ampelanlagen verändert worden. Damit sollen diese Hauptrouten zusätzlich bevorzugt werden, damit der Verkehr besser abfließen kann. Dennoch können Schleichverkehre durch andere Stadtquartiere zum Erreichen der Rheinbrücken nicht ausgeschlossen werden.

Im Übrigen gilt, wie bei allen Autobahnsperrungen, dass der Verkehr möglichst weiträumig die gesperrte Brücke in Duisburg umfahren sollte. StraßenNRW hat als dafür zuständige Behörde entsprechende Umleitungsstrecken ausgeschildert.

Aufgrund von dringend erforderlichen Baumaßnahmen muss der OB-Lehr-Brückenzug zwischen Kreisverkehr Kaßlerfeld und den Straßen Speditionsinsel / Zum Containerterminal von Freitag, 4. August, ab 20 Uhr bis zum darauffolgenden Montag, 7. August, bis ca. 5 Uhr gesperrt werden. 
Seitens der DVG finden Arbeiten im Gleisbereich sowie Straßenbauarbeiten im Bereich Pontwert statt. An den Sperrstellen stehen Posten, die den Schienenersatzverkehr sowie Notfahrzeuge durchlassen. Fußgänger und Radfahrer sind von der Sperrung nicht betroffen.

Eine Umleitung über den Ruhrdeich, Emmericher Straße, Westender Straße, Bahnhofstraße, Bürgermeister-Pütz-Straße und Am Nordhafen wird ausgeschildert. Zudem ist eine Umleitung zum Pontwert ausgeschildert, der von der Ruhrorter Straße aus nicht angefahren werden kann (Beschilderung von der Sympher Straße als Sackgasse).

Duisburg, 02. August 2017 - Noch heute (2.8., ca. 17 Uhr) muss die A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Das teilt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen mit. Der Grund ist ein Riss in einer Seilverankerung, der während der ständigen Überprüfung der Brücke entdeckt worden ist. Dem Verkehr wird empfohlen, die Brücke weiträumig zu umfahren, in Richtung Essen über die A57, A42 und A59 bzw. A3, in Richtung Venlo ebenfalls über die A59 und A3, dann über die A42 und A57. Der Verkehr aus Richtung Süden soll die A44 und die A52 nutzen als Verbindung von der A57 auf die A3.
Eine Expertenrunde wurde umgehend einberufen
Die Reparaturarbeiten sind bereits angelaufen. Die Dauer der Arbeiten und damit auch die Dauer der Sperrung hängen von der weiteren Schadensentwicklung ab, hieß es aus der Expertenrunde von Straßen.NRW, die sofort einberufen wurde. Die Brücke wird laufend von Straßen.NRW beobachtet und überprüft, bis der Neubau realisiert wird.
Zum Hintergrund
Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt von 1970. 100.000 Fahrzeuge täglich nutzen die Brücke, davon 10.000 LKW. Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH wurde im Sommer 2014 mit der Planung des Neubaus der Rheinbrücke Neuenkamp beauftragt.
Die Duisburger Rheinbrücke im Verlauf der A40 ist eine so genannte Schrägseilstahlbrücke. Sie ist 777 Meter lang und hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Instandsetzungsarbeiten gab es auch schon in den vergangenen Jahren: Die "Fahrbahnübergänge" wurden 1977 ausgetauscht, und schon zweimal, 1996 bis 1998 und 2010 bis 2013, wurde die Fahrbahnplatte wegen aufgetretener Risse saniert. Seit einigen Jahren hat man auch immer wieder Schäden in den Querträgern festgestellt, die regelmäßig geschweißt wurden. (straßen.nrw).

Busse der Linien 926 und 928 müssen eine Umleitung fahren

Die Busse der Linien 926 und 928 der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) müssen ab heute Nachmittag 17 Uhr bis voraussichtlich Montagmorgen, 7. August 2017, 5 Uhr, eine Umleitung fahren. Grund hierfür ist die Sperrung der A40-Brücke in Neuenkamp in beiden Fahrtrichtungen.

Die Sperrung hat zur Folge, dass die Buslinien innerstädtisch über Rheinhausen beziehungsweise Ruhrort umgeleitet werden müssen.

Betroffene Linien:
926, 928


Die Busse der Linie 926 fahren in Fahrtrichtung fahren innerstädtisch über Rheinhausen.
Ab Haltestelle „Marientor“ über Plessingstraße, Marientorstraße, Unterstraße , Vulkanstraße, Werthauser Straße, Sedanstraße, Rudolf Schock Straße, über die Brücke der Solidarität bis zur Haltestelle „Essenberg Rheinbrücke“. Ab dort fährt die Linie den normalen Linienweg. In Gegenrichtung wird die Umleitung entsprechend gefahren.

Die Busse der Linie 928 Richtung Asterlagen fahren innerstädtisch über Homberg und Ruhrort.
Ab Haltestelle „Marientor“ über den Autobahnzubringer bis Verteilerkreis „Kaßlerfeld“, über den Karl-Lehr-Brückenzug (Ruhrorter Straße) bis zur Haltestelle „Essenberg Brücke“. Ab dort weiter über den normaler Linienweg. In Gegenrichtung wird die Umleitung entsprechend gefahren.

Verkehrsinformationen zu Bus und Bahn gibt es im Internet unter www.dvg-duisburg.de, bei der DVG-Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 60 44 555 und in der DVG-App. Die DVG-App steht für die gängigen iPhones und Android-Smartphones in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit. Aktuelle Informationen finden Sie auch in den sozialen Medien bei Facebook unter facebook.de/dvgduisburg oder bei Twitter unter twitter.com/dvg_verkehr.