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A40: Vollsperrung nach Brückenbrand bei Mülheim-Styrum
Tanklastwagen brannte nach Unfall aus
straßen.nrw

Nach LKW-Unfall auf der A40: Abriss von zwei weiteren Brücken notwendig
Gelsenkirchen/Duisburg, 22. Oktober 2020 -
Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum müssen nun auch die Brücken 2 und 4 abgerissen werden. Gutachter haben bestätigt, dass die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und die Brücken für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können. Die Schäden an den Bauwerken sind zu massiv. Eine Reparatur ist aufgrund der Hitzeeinwirkung auf Stahl und Beton nicht möglich – die Materialstruktur ist zerstört.

Abrissarbeiten im Dezember - Vollsperrung der A40 ab 04.12.
Für den Abriss der beiden Brücken und den Einbau der Hilfsbrücke für die bereits abgerissene Brücke 3 ist eine Vollsperrung der Autobahn A40 für voraussichtlich 10 Tage ab dem 4. Dezember 2020 notwendig. Die Detailplanungen und die Abstimmung mit Straßen.NRW laufen derzeit. Die DB plant die Arbeiten im Dezember rund um die ohnehin notwendige Sperrpause der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg vom 2. bis 7. Dezember. In dieser Zeit laufen die bereits langfristig geplanten Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg. Auch für die Abrissarbeiten ist eine Vollsperrung des Bahnverkehrs im Brückenbereich notwendig, weil wichtige Signal- und Telekommunikationskabel verlegt werden müssen. Außerdem können die Abbrucharbeiten von Brücke 2 nur bei ruhendem Zugverkehr ausgeführt werden.

Gut voran kommen die Planungen für den Bau der für den Personenverkehr so wichtigen Hilfsbrücke als Ersatz für die bereits abgerissene Brücke 3. Die DB will Ende des Jahres die Hilfsbrücke einsatzbereit haben und so wesentliche Teile des Personenverkehrs in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder aufnehmen. Insgesamt 4 Hilfsbrücken-Elemente werden nach dem Abriss der Brücken 2 und 4 als Ersatz für Brücke 3 eingebaut. Die DB hat Abriss- und Aufbauarbeiten bestmöglich eingetaktet, um die Sperrzeit dieser wichtigen Autobahn so gering wie möglich zu halten.

Ab dem 23. Oktober starten die Bohr- und Betonarbeiten für die neuen Bohrpfähle. Rund 25 Meter tief und 1.20 Meter im Durchmesser müssen an Widerlagern und Mittelpfeiler neue Gründungen in den Boden getrieben und mit Beton verfüllt werden. Der Mittelpfeiler wird neu aufgebaut – Widerlager und Mittelpfeiler dann mit einer Stahlkonstruktion versehen, auf die dann die Hilfsbrücke montiert wird. Danach müssen noch Schotter, Schwellen und Gleise, die Oberleitung und die Signaltechnik wieder eingebaut werden.

Die Planungen für den Wiederaufbau der Brücken 2 und 4 stehen noch am Anfang. Brücke 2 liegt auf einer Güterzugstrecke. Die Brücke 4 ist für die S-Bahnverkehre der Linie S 3 zwischen Hattingen und Oberhausen sowie die Verkehre der Linie RE 49 von Wuppertal nach Wesel notwendig.

Bereits jetzt liegen die Kosten bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Im Eisenbahnverkehr wird es ab Montag, 26. Oktober weitere Verbesserungen geben. DB Regio wird dann die Züge der Linie S 1 von Solingen über Duisburg nach Mülheim Styrum 3 mal in der Stunde im Pendelbetrieb fahren. Dadurch ergibt sich ein 20-minuten Takt. Bislang endeten die Züge in Duisburg Hbf. Eine Durchbindung der S 1 nach Essen Hbf ist aufgrund der Signaltechnik leider nicht möglich. Diese steht erst mit der Inbetriebnahme der 2. Ausbaustufe des ESTW Duisburg zur Verfügung. Deshalb müssen die Fahrgäste in Mülheim-Styrum den Zug wechseln.

Weitere Informationen zum Ersatzkonzept und einen Überblick gibt es hier: https://www.deutschebahn.com/pr-duesseldorf-de/aktuell/presseinformationen/Nach-LKW-Unfall-auf-der-A40-Stand-der-Arbeiten-und-Details-zum-Ersatzkonzept-5646896



Nach LKW-Unfall auf der A40: Informationen zum SEV auf den Linien S3 und RE 49
·         Änderungen ab Montag 05.10.2020.
·         Fahrgäste werden gebeten, den weiterhin verkehrenden SEV zwischen Duisburg und Essen zu nutzen, um ein erhöhtes Fahrgastaufkommen in den Zügen gering zu halten.

Hagen/Hamminkeln, 02. Oktober 2020 - Nach dem Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unter Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum in der vorvergangenen Woche ist der SPNV auf der Strecke durch das Ruhrgebiet immer noch eingeschränkt.

Für die Linien von Abellio Rail NRW ergeben sich ab Montag, 05.10.2020, Änderungen im Schienenersatzverkehr für die Linien S3 und RE 49:
Die Linie S3 endet/startet nach wie vor in Mülheim-Styrum. Zwischen Mülheim-Styrum und Oberhausen Hbf ist ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Die Busse pendeln ab Montag alle 30 Minuten zwischen den beiden Städten. In der Hauptverkehrszeit (MO – FR: 6:00 Uhr bis 21 Uhr) befahren jeweils zwei Busse gleichzeitig die Strecke.

Die Linie RE49 fällt ebenfalls weiterhin zwischen Essen und Oberhausen aus, die SEV-Busse verkehren wie gehabt auf dem Abschnitt und wie bisher auch ohne Zwischenhalt. Ab Montag verkehren die Busse allerdings nur noch im 60-Minuten-Takt.

Folgende Änderungen bleiben bestehen:
Die Züge der Linie RE 1 (RRX) (in Fahrtrichtung Aachen – Hamm) verkehren über den regulären Linienweg über Mülheim, Essen und Bochum. In der Gegenrichtung fahren die Züge weiterhin zwischen Dortmund Hbf und Duisburg Hbf die bekannte Umleitung und halten nicht in Bochum Hbf, Wattenscheid, Essen Hbf und Mülheim/Ruhr Hbf. Alternativ halten die Züge in Herne, Gelsenkirchen Hbf, Essen-Altenessen und Oberhausen Hbf.
Die Linie RB32 entfällt nach wie vor in der Zeit zwischen 06 Uhr bis 22 Uhr zwischen Dortmund Hbf und Duisburg Hbf, in den übrigen Zeiten fährt sie von Dortmund bis Oberhausen und zu geänderten Fahrzeiten. Die Linie RE 11 (RRX) fällt weiterhin zwischen Essen und Düsseldorf aus.

Ein SEV fährt dennoch uneingeschränkt zwischen Duisburg und Essen weiter. Fahrgäste auf diesem Streckenabschnitt werden gebeten, auch weiterhin den SEV zu nutzen, um ein erhöhtes Fahrgastaufkommen in den Zügen zu vermeiden!

Wichtiger Hinweis: Fahrgäste werden gebeten, die bekannten Auskunftssysteme tagesaktuell, kurz vor Fahrtantritt, aufzurufen. Wir informieren außerdem über www.zuginfo.nrw.


A40: Nach Tanklastwagenbrand ab Sonntagabend wieder frei
Gelsenkirchen/Duisburg, 30. September 2020 - Am Mittwochmorgen sind auf der A40 bei Mülheim-Styrum die Fräsen angerückt. Damit liegen die Arbeiten zur Wiederfreigabe der Strecke nach dem verheerenden Brand eines Tanklastwagens am 17. September im Zeitplan. Über das Wochenende ist die Deutsche Bahn AG (DB) dann noch einmal mit Arbeiten an den Brücken befasst, so dass Straßen.NRW die A40 am Sonntag (4.10.) um 22 Uhr wieder für den Verkehr freigeben kann.

Auf 3000 Quadratmetern Fläche muss zunächst der Asphalt bis zu einer Tiefe von zwölf Zentimetern abgefräst werden.
"In den offenporigen Asphalt ist Diesel eingedrungen, dadurch wird Bitumen angelöst, die Struktur des Asphalts ist angegriffen", erklärt Joachim van Bebber, Leiter der Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld. Darum muss weiträumig um die Unfallstelle herum die so genannte Binder- und Deckschicht erneuert werden. Eingebaut wird allerdings zunächst nicht der lärmmindernde offenporige Asphalt (OPA), sondern ein Splitt-Mastix-Asphalt.
"Da in diesem Bereich absehbar Bauarbeiten stattfinden, werden wir zunächst mit einer so genannten Plombe den Bereich verkehrstauglich machen", so van Bebber.

Am Wochenende wird die DB dann einen 500-Tonnen-Kran auf die Baustelle bringen und Großgerät auf die Ebene der Gleise heben. Dafür muss der Kran-Koloss auf beiden Straßenseiten auf- und abgebaut werden. Zur Vorbereitung von Fundamentgründungen werden außerdem Arbeiten zur Kampfmittelsondierung durchgeführt.

Dem Verkehr werden dann in beiden Fahrtrichtungen zunächst wieder jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung gestellt. Die Bahn bereitet unterdessen ein Verkehrskonzept zum Bau der Behelfsbrücke vor. Die DB muss dazu eine neue Mittelstütze und neue Widerlager bauen. Dafür sind unter anderen Pfahlbohrungen bis zu einer Tiefe von 25 Metern notwendig und erfordern den Einsatz von Großgerät. Die Einrichtung der Baustellenverkehrsführung ist für die Herbstferien geplant. Dabei bleiben jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung erhalten. In verkehrsarmen Zeiten wird eine zeitweise Verengung auf nur einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung notwendig sein, um u.a. den Abraumabtransport möglich zu machen.

Seit zwei Wochen stimmen sich die Mitarbeiter von Bahn AG und Straßen.NRW täglich über den Fortgang der Arbeiten an der Unfallstelle ab. Das NRW-Verkehrsministerium hat zudem eigens eine Taskforce eingerichtet, um Entscheidungen zu koordinieren und zu beschleunigen.


Nach LKW-Unfall auf der A40: Erste Erleichterungen für Pendler ab Montag
·         Eine von vier Brücken wird für den Eisenbahnverkehr freigegeben.
·         Verbesserungen im Zugverkehr ab Montag, 28. September 2020.
·         Fahrgäste werden gebeten, den weiterhin verkehrenden SEV zwischen Duisburg und Essen zu nutzen, um ein erhöhtes Fahrgastaufkommen in den Zügen gering zu halten.
·         Aktuelle Informationen unter www.zuginfo.nrw

Hagen/Duisburg, 25. September 2020 - Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unter Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum liegen die Abrissarbeiten der einsturzgefährdeten Brücke laut Angaben der DB im Zeitplan. Gute Nachrichten gibt es deshalb für Pendlerinnen und Pendler. Die äußerste der fünf Eisenbahnbrücken in Fahrtrichtung Essen kann ab Montag, 28. September 2020, für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Für die Linien von Abellio Rail NRW ergeben sich ab kommender Woche entsprechend folgende Verbesserungen:
Die Züge der Linie RE 1 (RRX) (in Fahrtrichtung Aachen – Hamm) verkehren wieder über den regulären Linienweg über Mülheim, Essen und Bochum. In der Gegenrichtung fahren die Züge weiterhin zwischen Dortmund Hbf und Duisburg Hbf die bekannte Umleitung und halten nicht in Bochum Hbf, Wattenscheid, Essen Hbf und Mülheim/Ruhr Hbf. Alternativ halten die Züge in Herne, Gelsenkirchen Hbf, Essen-Altenessen und Oberhausen Hbf.
Die Linie S3 endet nicht wie bislang in Essen Hbf, sondern fährt weiter nach Mülheim-Styrum. Zwischen Mülheim-Styrum und Oberhausen Hbf ist ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet.
Ein SEV fährt dennoch uneingeschränkt zwischen Duisburg und Essen weiter. Fahrgäste auf diesem Streckenabschnitt werden gebeten, auch weiterhin den SEV zu nutzen, um ein erhöhtes Fahrgastaufkommen in den Zügen zu vermeiden!

Folgende Einschränkungen bleiben bestehen:
Die Linie RE49 fällt weiterhin zwischen Essen-Steele und Oberhausen aus, die Linie RB32 entfällt in der Zeit zwischen 06 Uhr bis 22 Uhr zwischen Dortmund Hbf und Duisburg Hbf, in den übrigen Zeiten fährt sie von Dortmund bis Oberhausen und zu geänderten Fahrzeiten. Die Linie RE 11 (RRX) fällt weiterhin zwischen Essen und Düsseldorf aus.


Hier die Pressemeldung der DB in gleicher Sache:
Eine von vier Brücken wird für den Eisenbahnverkehr freigegeben • Abrissarbeiten im Zeitplan • Schadenshöhe schon jetzt zweistelliger Millionenbetrag
Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unter Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum liegen die Abrissarbeiten der einsturzgefährdeten Brücke im Zeitplan. Gute Nachrichten gibt es für Pendlerinnen und Pendler. Die äußerste der fünf Eisenbahnbrücken in Fahrtrichtung Essen kann ab Montag, 28. September, für den Verkehr wieder freigegeben werden. Sorgen machen nach wie vor die beiden Brücken neben der abgerissenen Brücke. Hier untersuchen Spezialisten, wie stark die enorme Hitze des Brandes die Bausubstanz und den Stahl beschädigt haben. Die DB erwartet, dass der Eisenbahnverkehr auf dieser wichtigen Pendlerstrecke über Monate eingeschränkt bleibt.

Bereits seit Montagmorgen laufen die Abrissarbeiten an der einsturzgefährdeten mittleren Brücke “drei” mit vier großen Abbruchbaggern. Jetzt müssen die tonnenschweren Brückenteile zerkleinert und abtransportiert werden. Allein dafür sind rund 100 Sattelzugfahrten notwendig. Anschließend beginnt Straßen.NRW mit der Reparatur der beschädigten Autobahn.

Die Deutsche Bahn hat bereits mit den Planungen zum Bau von Hilfsbrücken begonnen. Im rheinland-pfälzischen Konz hält die DB in einem Stützpunkt u.a. sogenannte SE-Brücken mit einer Stützweite bis zu 33 Metern vor. Sie können als Straßen-oder Eisenbahnbrücken eingesetzt werden. Um die vierspurige A40 zu überspannen sind insgesamt vier Hilfsbrücken nötig. Die DB rechnet damit, dass Planung und Bau mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Allein die Kosten für Abriss, den Bau von Hilfsbrücken und den Neubau der Brücke liegen schon jetzt in einem zweistelligen Millionenbetrag.

Mit Druck treibt die DB auch die Untersuchung der benachbarten, sogenannten Brücken zwei und vier voran. Zahlreiche Materialproben sollen Aufschluss darüber geben, ob die starke Hitze eine Veränderung der Materialeigenschaften bewirkt hat. Die Untersuchungsergebnisse erwartet die DB in vier bis sechs Wochen. Schon jetzt steht aber fest, dass Schäden an den Bauwerken entstanden sind.

Auf der äußeren, und somit am weitesten vom Brandherd entfernten Brücke können ab Montag wieder Züge fahren. Die beiden Gleise - je ein Gleis für die S-Bahn und eines für den Regional- und Fernverkehr - können ausschließlich von Duisburg in Fahrtrichtung Essen befahren werden. Das verbesserte Ersatzkonzept gilt bis auf Weiteres. Alle beteiligten Akteure haben für den Regional- und Fernverkehr jetzt aber erste Verbesserungen möglich machen können:

Verbesserungen im Zugverkehr ab Montag, 28. September 2020:
Die Züge des RRX 1 (abellio; Aachen – Hamm) verkehren von Duisburg in Fahrtrichtung Mülheim/Essen wieder im Regelbetrieb.

Auch die Züge des RE 42 (DB Regio, Mönchengladbach – Münster) fahren von Duisburg aus über die Brücke nach Mülheim und Essen.

In der Gegenrichtung fahren die Züge beider Linien die bekannte Umleitung über Oberhausen, Essen-Altenessen und Gelsenkirchen.

Die Linie S 3 (abellio, Hattingen Mitte - Oberhausen) endet nicht wie bislang in Essen HBF sondern fährt weiter nach Mülheim-Styrum.

Mit Betriebsbeginn werden auch die meisten Züge des Fernverkehrs in Fahrtrichtung Köln – Essen wieder auf dem ursprünglichen Fahrweg verkehren können und damit die Städte Essen und Bochum aus Richtung Frankfurt/Süddeutschland ans Fernverkehrsnetz ohne Umstieg anbinden. In der Gegenrichtung müssen die Züge zwischen Dortmund und Köln weiterhin über Oberhausen, Essen-Alten-Essen und Gelsenkirchen umgeleitet werden. Hier entfallen die Halte in Bochum, Essen und Mülheim (Ruhr). Teilweise halten diese Züge ersatzweise in Gelsenkirchen.

Der SEV fährt uneingeschränkt weiter. Aufgrund der Kurzfristigkeit sind ggf. noch nicht alle Veränderungen umfänglich in den Reiseauskunftssystemen enthalten.

Weitere Informationen gibt es ab sofort bei der speziell eingerichteten DB-Servicehotline für den Schienenersatzverkehr unter 0202 51562515. Soweit die Informationen vorliegen, beantworten die Mitarbeiter auch Fragen zu den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. informieren über die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten.

Fahrgäste von National Express können sich unter www.nationalexpress.de informieren oder den direkten Kontakt ins Serviceteam unter der Telefonnummer 0221/ 13 999 444 suchen. Informationen zu den Linien von Abellio erhalten Fahrgäste auf der Webseite www.abellio.de. Telefonisch steht das Kundencenter unter der Rufnummer 0800/223 5546 (kostenfrei) zur Verfügung.


Mülheim/Duisburg, 19. September 2020 -
Die A40 ist nach einem Brand eines Tanklastwagens in Höhe der Anschlussstelle Mülheim-Styrum bis auf weiteres in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Experten von Straßen.NRW und der DB haben die Schäden an den insgesamt fünf Brückenbauwerken an dieser Stelle über die A40 begutachtet. Nach derzeitigem Stand muss das Brückenbauwerk 3, das in unmittelbarer Nähe des Unfallortes und somit im direkten Hitzeherd gelegen ist, neugebaut werden, weil es nicht mehr standsicher ist.

Brücke muss erneuert werden
Seitens der Bahn laufen die Prüfungen der benachbarten Brückenbauwerke inklusive der Energieanlagen und Technik. Das konkrete Ausmaß der Schäden lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen benennen. Für die Abbrucharbeiten hat die Bahn zwei Wochen angesetzt. Die am stärksten betroffene Brücke ist mit 4,60 relativ niedrig. Die Hitzeentwicklung unter dem Bauwerk war so hoch, dass die Spannbeton-Konstruktion schwer geschädigt worden ist. Daher ist weder ein Überfahren der Brücke, noch ein sicheres Unterqueren möglich.

Fahrbahn muss erneuert werden
„Von dem Bauwerk könnten Betonteile auf die Fahrbahn fallen“, sagte Joachim van Bebber, Leiter der Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld. Ebenfalls beschädigt ist eine gut 500 Quadratmeter große Fläche Asphalt. „Diesen Schaden können wir aber kurzfristig beheben. Auch wenn eine solche Reparatur nicht mit dem dort verlegten offenporigen Asphalt durchgeführt werden kann“, so van Bebber.
Die Arbeiten sollen in Abstimmung mit der Bahn im gleichen Zeitfenster wie die Abbrucharbeiten stattfinden.

Vielbefahrener Knotenpunkt 'Kreuz Kaisersberg'
Der Autobahnabschnitt zwischen dem Kreuz Duisburg-Kaiserberg und der Anschlussstelle Mülheim-Dümpten wird täglich von 70.000 bis 90.000 Fahrzeugen genutzt (Stand: 2015). Die Straßen.NRW-Verkehrszentrale beobachtet die direkten Auswirkungen der Sperrung auf die umliegenden Autobahnen und wertet die entsprechenden Verkehrsdaten aus, um Umleitungsempfehlungen nach Möglichkeit anzupassen. Darüber hinaus blicken die Baustellenkoordinatoren der Straßen.NRW-Verkehrszentrale im Zusammenhang mit der Autobahnsperrung auch auf künftige Maßnahmen. Bei der Planung größerer Baumaßnahmenmuss immer auch ein Umleitungskonzept erstellt werden. Absehbar muss derzeit aber keine Maßnahme verschoben werden. Ausgesetzt sind dagegen alle planbaren kleineren Bau- und Unterhaltungsarbeiten auf den Umleitungsstrecken.

A42 als Alternativroute
Die Alternativroute zur A40 ist die parallel verlaufende A42.
Die Umleitungsverkehre werden großräumig wie folgt geleitet:
AK Kaiserberg über die A3 bis zum AK Oberhausen-West;
AK Oberhausen-West über die A42 bis zum AK Herne;
AK Herne über die A43 bis zum AK Bochum um dort auf die A40 aufzufahren.

Bei einer akuten Sperrung einer Autobahn kommen dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen (dWiSta) zum Einsatz. Im weiteren Umfeld der Unfallstelle gibt es zum Beispiel an den Kreuzen Kaiserberg (A3), Bochum (A43) oder auch Dortmund-West (A45) Hinweise auf die Vollsperrung und eine Umleitungsempfehlung. Hinweise auf die Vollsperrung der A40 im Bereich Mülheim werden außerdem auf zwei so genannten UVIT-Tafeln gegeben.
Diese „Umsetzbaren Verkehrsinformationstafeln“ stehen vor dem Autobahndreieck Dreieck Essen-Ost in Fahrtrichtung Duisburg und am Autobahnkreuz Meerbusch in Fahrtrichtung Krefeld (jeweils zwei Tafeln pro Standort). Die Tafeln laufen an den beiden Standorten zurzeit im Probebetrieb.

Infolge der Autobahnsperrung ist aktuell mit folgenden Verkehrsstörungen zu rechnen:
Auf der A40 unmittelbar vor der Sperrung.
In Fahrtrichtung Venlo ist mit mehr Rückstau als in Fahrtrichtung Dortmund zu rechnen, da dort der Verkehr an einer Anschlussstelle ins nachgeordnete Netz zwangsabgeleitet wird.
Im innerstädtischen werden durch die Ausweichverkehre von der A40 Rückstaus erwartet. Eine großräumige Umleitung ist unverzichtbar.
Auf der großräumigen Umleitungstrecke ist in jedem Autobahnkreuz mit Rückstaus zu rechnen, da der zusätzliche Verkehr in der Verbindungsrampe zu einer Überlastung führt.

Die A3 ist im Bereich Duisburg schon hoch belastet, so dass dort ebenfalls mit Stau zu rechnen ist. Ebenfalls mit mehr Verkehr ist innerstädtisch in Richtung der A42 zu rechnen (z.B. in Essen B224 und die Bottroper Str.; in Oberhausen B223).

A40 nach Brand eines Tanklastwagens in Höhe der Anschlussstelle Mülheim-Styrum komplett gesperrt
Mülheim/Duisburg, 18. September 2020 -
Die A40 ist nach einem Brand eines Tanklastwagens in Höhe der Anschlussstelle Mülheim-Styrum weiterhin in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Experten von Straßen.NRW und der DB sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Schäden an den insgesamt fünf Brückenbauwerken über die A40 zu begutachten. Erst heute Morgen war die Unfallstelle soweit abgekühlt, dass die Experten ihre Arbeit aufnehmen konnten.

Straßen.NRW hat die Schäden am Asphalt und an den Betongleitwänden in Augenschein genommen und gemeinsam mit den Experten der DB auch die Brandfolgen an der Brücke begutachtet. Erste Erkenntnis: Der an dieser Stelle verbaute offenporige Asphalt ist durch die Hitzeeinwirkung so stark beschädigt, dass er ausgetauscht werden muss.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn sind an mindestens einem Brückenbauwerk durch die enorme Hitzeentwicklung schwere Schäden entstanden. Zudem wurden Teile der Oberleitung zerstört. Ob und welche Schäden an den benachbarten Bauwerken, Gleisen und Bahnanlagen entstanden sind, wird von der DB derzeit untersucht.

Verkehrsteilnehmenden wird empfohlen, die Sperrung weiträumig zu umfahren. Dabei können im Norden die A42 und die A2 und im Süden die A52 genutzt werden.