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5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe bei Unfällen im Jahr 2025 ausgetreten
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 24. August 2026 - Im Jahr 2025 sind in Deutschland bei Unfällen rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten, das waren 8,9 % weniger als im Vorjahr (2024: 6,5 Millionen Liter).
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, konnten rund 2,4 Millionen Liter (41,1 %) der ausgetretenen Stoffe nicht wiedergewonnen werden und verblieben dauerhaft in der Umwelt. Im Jahr 2024 waren es rund 2,0 Millionen Liter. Starke Schwankungen in der Zeitreihe sind nicht ungewöhnlich, da die ausgetretenen und in der Umwelt verbliebenen Schadstoffmengen von der Art und Schwere der Unfälle abhängig sind. Die Gesamtzahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen sank im Jahr 2025 um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 1 461 und damit den niedrigsten Stand seit 2010. Zugleich bestätigte sich der seit dem Jahr 2017 anhaltende Abwärtstrend bei den Unfallzahlen.

43 500 Liter "stark wassergefährdende" Stoffe mit Schadenspotenzial

Wassergefährdende Stoffe werden nach ihrem Schadenspotenzial als "allgemein wassergefährdend" deklariert oder in eine von drei Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt. Unter den im Jahr 2025 insgesamt 2,4 Millionen Litern dauerhaft in der Umwelt verbliebenen Schadstoffen entfiel der größte Anteil mit 1,7 Millionen Litern (69,9 %) auf "allgemein wassergefährdende" Stoffe.
Darunter entfielen 805 300 Liter auf Jauche, Gülle und Silagesickersaft (JGS) sowie 882 200 Liter auf Gärsubstrate und Gärreste.
Weitere 76 800 Liter (3,2 %) der in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe gehörten zu den "schwach wassergefährdenden" Stoffe (WGK 1). Zu dieser Wassergefährdungsklasse zählen Stoffe wie zum Beispiel Ethanol oder Natronlauge.
Weitere 198 900 Liter (8,2 %) in der Umwelt verbliebene Schadstoffe waren "deutlich wassergefährdende" Stoffe (WGK 2). In dieser Kategorie sind Mineralölprodukte wie Heizöl oder Dieselkraftstoff eingruppiert. Die gefährlichsten Stoffe sind die "stark wassergefährdenden" Stoffe (WGK 3), darunter beispielsweise Quecksilber oder Benzin. Im Jahr 2025 konnten 43 500 Liter (1,8 %) solcher Schadstoffe nicht wiedergewonnen werden und verblieben mit potenziellen Schäden in der Umwelt. Die restlichen Stoffmengen (16,9 %) konnten nicht eingestuft werden.

Hälfte der Unfälle durch menschliches Fehlverhalten
Von den insgesamt 1 461 Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen konnten 741 (50,7 %) auf menschliches Fehlverhalten zurückgeführt werden. Grundsätzlich wird zwischen Unfällen beim Umgang und bei der Beförderung mit wassergefährdenden Stoffen unterschieden. Im Jahr 2025 ereigneten sich 477 Unfälle beim Umgang, wovon 214 auf fehlerhaftes Verhalten, beispielsweise Bedienungs- oder Montagefehler, zurückzuführen waren. Hinzu kamen insgesamt 984 Unfälle bei der Beförderung, die wiederum in 527 Fällen menschliches Fehlverhalten, also Alleinunfälle oder Kollisionen mit anderen Verkehrsmitteln, als Ursache hatten.

850 Gewässerverunreinigungen durch 708 Unfälle
In 432 Fällen gelangten die freigesetzten wassergefährdenden Stoffe in ein Oberflächengewässer, beispielsweise einen Fluss oder einen See. In 370 Fällen war die Kanalisation betroffen. Insgesamt 46 Mal wurde das Grundwasser verunreinigt und in zwei Fällen unmittelbar die Wasserversorgung. In Summe wurde demnach im Jahr 2025 bei 708 Unfällen 850 Mal mindestens ein Gewässer direkt von freigesetzten Schadstoffen verunreinigt, darunter waren bei 135 Unfällen zwei oder mehr Gewässer betroffen.
 
• Ausgetretene Schadstoffmenge zum Vorjahr verringert, Menge der in der
Umwelt verbliebenen Schadstoffe gestiegen
• Zahl der Unfälle auf niedrigstem Stand seit 2010
• Insgesamt 850 Gewässerverunreinigungen im Jahr 2025

 

21,0 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe im Jahr 2023 bei Unfällen ausgetreten
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 15. November 2024 - Im Jahr 2023 sind in Deutschland bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen rund 21,0 Millionen Liter Schadstoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, konnten davon rund 3,3 Millionen Liter (15,9 %) nicht wiedergewonnen werden und verblieben dauerhaft in der Umwelt. Mit 21,0 Millionen Litern war die ausgetretene Schadstoffmenge fast dreimal so groß wie im Vorjahr (2022: 7,1 Millionen Liter) und die größte Menge seit 2019 (31,2 Millionen Liter). Solche starken Schwankungen sind nicht ungewöhnlich, da die ausgetretene Schadstoffmenge stark abhängig ist von der Art und Schwere der Unfälle. So kann rund die Hälfte der im Jahr 2023 freigesetzten Schadstoffe auf nur vier Unfälle zurückgeführt werden.
Die Zahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen blieb dagegen mit 1 876 im Vorjahresvergleich nahezu unverändert (-0,1 %) und erreichte den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1997.

• Ausgetretene Schadstoffmenge gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht, Zahl der Unfälle dagegen auf niedrigstem Stand seit Beginn der Zeitreihe
• 3,3 Millionen Liter ausgetretene Schadstoffe in der Umwelt verblieben
• Über 900 Gewässerverunreinigungen, darunter 46 Mal Grundwasser betroffen




Öffentliche Wasserversorgung 2022: Über 5,32 Milliarden Kubikmeter Wasser gefördert
Wiesbaden/Duisburg,
8. August 2024 - Das entspricht der Wassermenge von 2 Millionen Füllungen des Pariser Olympiaschwimmbeckens.
Im Jahr 2022 haben die öffentlichen Wasserversorger in Deutschland über 5,32 Milliarden Kubikmeter Wasser aus der Natur gewonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, könnte damit das olympische Schwimmbecken in Paris rund 2 Millionen Mal gefüllt werden. Gegenüber dem Jahr 2019 ist die geförderte Menge nahezu unverändert geblieben (-0,6 %).