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Landesliga Gruppe 3
Fupa (Spiele/Tabelle)









 
 

Landesliga Gruppe 3:  SF Hamborn
PM Markus Oeste 07

Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - SpVgg Steele 03/09
Löwen wollen im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten punkten

In den Kampf um die Tabellenspitze der Landesliga Gruppe 3 ist Bewegung gekommen, und die Hamborner Löwen sind wieder mit im Rennen. Nach einer kleinen Durststrecke von drei Unentschieden in Folge konnte die Mannschaft von Stefan Janßen am letzten Sonntag mit dem 2:0 Erfolg beim SV Genc Osman Duisburg den zweiten Dreier in der neuen Saison einfahren und auf Platz drei der Tabelle klettern. Zum Spitzenreiter VfB Speldorf, der sich nach der derben 1:7 Auftaktniederlage im Holtkamp gut erholt und sich klamm heimlich durch eine beeindruckende Serie von vier Siegen in Folge an die Tabellenspitze vorgearbeitet hat, sind es gerade einmal drei Punkte Rückstand.

Vom Tabellenzweiten, der Spielvereinigung Steele 03/09, die nun am kommenden Sonntag im Holtkamp zu Gast ist, trennt die Löwen gar nur ein Zähler. Im direkten Vergleich gegen Steele könnte Hamborn somit durch einen Sieg sowohl auf Platz 2 vorrücken, als auch auf Tuchfühlung zu Tabellenführer Speldorf bleiben, der den FC Remscheid empfängt. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.

Das scheint leichter gesagt als getan, da den Löwen zum einen das Pokal-Drama vom letzten Mittwoch gegen den Oberligisten TSV Meerbusch noch in den Knochen stecken dürfte, das mit einem 5:6 nach Elfmeterschießen ein unglückliches Ende für das Team von Stefan Janßen gefunden hat. Zum anderen ist der Gegner schwer auszurechnen und gilt sicherlich als eine der Überraschungsmannschaften der Liga.

Die Gäste aus Essen hatten einen Traumstart in die neue Spielzeit erwischt. Nach drei Siegen in Folge erstürmte die Spielvereinigung Steele 03/09 zwischenzeitlich die Tabellenspitze. Einen entscheidenden Knacks bekam die Erfolgsserie der Essener dann anscheinend mit dem überraschenden 2:5 im Kreispokal beim Bezirksligisten DJK Frintrop. Es folgte eine deutliche 0:4 Niederlage im Spitzenduell beim VfB Speldorf, die den Verlust der Tabellenführung bedeutete. Am letzten Sonntag fing sich das Team von Trainer Dirk Möllensiep und konnte gegen den SV Wermelskirchen mit einem 1:1 zumindest wieder einen Punkt ergattern. Steele wird seinerseits am Sonntag alles daran setzen, Hamborn mit einem Sieg auf Abstand zu halten. Man darf sich also auf ein spannendes Landesliga-Spiel freuen, bei dem Hamborn in höchstem Maße gefordert sein wird. Frust und müde Beine vom vergangenen Mittwoch sind zu kompensieren. Umso wichtiger wird die Unterstützung durch den „12.Mann“ sein.

Insofern würden sich Löwen-Coach Stefan Janßen und sein Team natürlich über eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans freuen.


SF Hamborn 07 - TSV Meerbusch 5:6 n. E. (0:1, 1:1, 2:2 n. V.)
Golley erzielte in der Verlängerung in Unterzahl den Ausgleich - Löwen scheitern dann im Elfmeterschießen
Es hat nicht sollen sein. Die Hamborner Löwen hatten sich für das Pokalspiel am Mittwochabend gegen den TSV Meerbusch viel vorgenommen, und mehr als das gehalten. Dennoch musste sich die Mannschaft von Stefan Janßen - ab der 73. Minute wegen einer Gelb-Roten Karte gegen Kevin Kolberg in Unterzahl - nach großartigem Kampf und einer Verlängerung im anschließenden Elfmeterschießen dem Oberligisten denkbar knapp und unglücklich mit 5:6 geschlagen geben.

Zweimal konnten die Löwen einen Rückstand jeweils durch Timm Golley egalisieren (64. und 107.), hatten im Elfmeterschießen sogar die Chance, das Match für sich zu entscheiden. Es gehört zur Tragik dieses Spieles, dass ausgerechnet der 07-Kapitän - bislang mit einer 100 % Quote bei Strafstößen - den entscheidenden Elfer nicht im Kasten der Gäste unterbringen konnte.

Löwen-Coach Stefan Janßen kam trotz der bitteren Niederlage aus dem Schwärmen für sein Team nicht heraus: „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, wie sie dem Oberligisten Paroli geboten hat, wie sie um jeden Zentimeter des Kunstrasenplatzes gefightet haben. Das war richtig klasse. Wir können am erhobenen Hauptes behaupten, dass wir Meerbusch an den Rand einer Niederlage gebracht haben.“

Erneut schenkte Stefan Janßen auch jenen Akteuren das Vertrauen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten. So konnten sich unter anderem Kai Neul, Mamadou Diallo und Ahmet Ünal Ergün in der Startformation beweisen. „Die haben das richtig gut gemacht“, zollte der Löwen-Coach seinen Spielern Anerkennung. Der Hamborner Übungsleiter überraschte daneben auch mit einer neuen taktischen Ausrichtung.
 „Ohne, dass wir das vorher groß trainiert hatten, haben wir mal mit einer Dreier- respektive einer Fünferkette gespielt“, verriet Stefan Janßen. Hamborn machte hierdurch die Räume eng, stand dicht beim Gegner und führte zahlreiche Zweikämpfe. Die Rechnung schien auch aufzugehen, letztendlich nahm der Spielverlauf aus Sicht der Gastgeber dann aber mehrere unglückliche Wendungen.

Zunächst kassierte „07“ quasi mit dem Pausenpfiff den 0:1 Rückstand durch Harumi Goto (45.).
„Da waren wir einmal unaufmerksam“, gestand Stefan Janßen ein. „Da sieht man vielleicht noch ein wenig Unerfahrenheit, dass man einen solchen Angriff hätte rechtzeitig unterbinden können. Man muss aber auch sagen, dass der Gegner das richtig gut gemacht hat.“

Obwohl zu einem psychologisch denkbar ungünstigen Zeitpunkt kassiert, brachte der Rückstand die Löwen nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil. Nach dem Seitenwechsel drückte das Team von Stefan Janßen und gewann die Oberhoheit über die Partie. Nach einem Handspiel im 16er des TSV Meerbusch gibt es Strafstoß für Hamborn. Es ist erneut Timm Golley, der die Verantwortung übernimmt und sicher zum 1:1 verwandelt (64.).

„07“ leckt Blut, will mehr. „In dieser Phase waren wir dem 2:1 näher als der Gegner“, umschrieb Stefan Janßen im Nachgang diese Drangphase seines Teams, das rund eine Viertelstunde vor Schluss den nächsten Nackenschlag hinnehmen musste.

Nach wiederholtem Foulspiel sieht Kevin Kolberg die Ampelkarte; Hamborn spielt fortan in Unterzahl (73.).
„Eine etwas unglückliche Entscheidung“, fand Stefan Janßen. Dennoch geben die Hamborner weiter Gas, der zählbare Erfolg bleibt leider aus. So steht es 1:1 am Ende der regulären Spielzeit; es geht in die Verlängerung.

Hamborn, eh schon durch den Platzverweis geschwächt, droht der nächste Rückschlag. Bei dem etwas überharten Einsatz eines Meerbuscher Angreifers wird Löwen-Keeper Muhammed Sadiklar im Zweikampf verletzt, beißt aber auf die Zähne und macht weiter. „Vielleicht eine entscheidende Szene“, mutmaßt Stefan Janßen. Der 07-Schlussmann macht wenig später eine unglückliche Figur, als er einen Schuss nach vorne abprallen lässt, Dominik Reinert ist zur Stelle und bringt Meerbusch mit 1:2 nach vorne (97.).

Wer dachte, dass die Löwen nun einbrechen würden, sah sich getäuscht. „07“ hielt dagegen, ließ sich vom erneuten Rückstand nicht irritieren und wurde knapp 10 Minuten später durch ein herrlich in den Winkel getretenen Freistoß von Timm Golley mit dem 2:2 belohnt (107.). In Unterzahl kämpft Hamborn weiter. Beide Mannschaften vermochten es jedoch nicht mehr, die Partie in der verbleibenden Spielzeit der Verlängerung zu entscheiden. Somit musste das Elfmeterschießen über den Einzug in die 2. Pokalrunde entscheiden.

Für Hamborn folgte erneut eine Achterbahnfahrt der Gefühle, dieses Mal nur komprimiert. Nachdem Kevin-Dean Krystofiak, Marcel Stenzel und Benedikt Helling ihre Strafstöße verwandeln konnten und Löwen-Keeper Muhammed bei einem Gegentreffer von Harumi Goto zwei Elfer pariert hatte, schien der Sieg für „07“ ganz nah. Doch dann verließ die Löwen das Glück. Timm Golley - sonst eine Bank beim Verwandeln von Strafstößen - konnte den entscheidenden Elfmeter nicht im Tor der Gäste unterbringen, dafür trafen die Schützen des TSV in Folge sicher und sorgten letztendlich für das knappe und aus Hamborner Sicht unglückliche 5:6.

„Ich hätte meine Augen zumachen und den Sieg feiern können, als Timm Golley zum entscheidenden Elfmeter anlief“, verriet Stefan Janßen. „Aber so ist Fußball. Am Ende kommt der Gegner weiter und wir sind ausgeschieden.“

Trotz des Frustes bleibt der Stolz und insbesondere der Blick des Hamborner Übungsleiters nach vorne: „Wir können stolz sein auf das Geleistete, und nur das soll jetzt überwiegen. Jetzt heißt es, die Wunden des Ausscheidens zu lecken und volle Konzentration auf das Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen Steele zu richten.“

Wir gratulieren dem TSV Meerbusch zum Einzug in die nächste Pokalrunde, gratulieren aber auch gleichermaßen Stefan Janßen und seiner Mannschaft zu dieser fabelhaften Leistung, die - aus unserer Sicht - sicherlich ein anderes Ergebnis verdient gehabt hätte.

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo, Helling, Neul (66.), Wichert (58. Krystofiak), Keinert (99.), Kolberg, Goralski (58. Bode), Schmitt, Ergün (58. Golley), Herrmann

TSV Meerbusch: Hersey, Hoff, Fahrian, Kempkens, Tolaj (115. Ballah), Ayan (106. Macvan), Goto, Heise (66. Belasky), Ellguth, Nehrbauer (66. Massold), Reinert

Schiedsrichter: Daniel Schierok (SV Essen-Borbeck)
Tore: 0:1 Goto (45.), 1:1 Golley (64. Strafstoß), 1:2 Reinert (97.), 2:2 Golley (107.)
Elfmeterschießen: 3:2 Krystofiak, 4:2 Stenzel, 4:3 Massold, 5:3 Helling, 5:4 Goto, 5:5 Reinert, 5:6 Kempkens
Gelbe Karten: Wichert (31. Foulspiel), Neul (51. Foulspiel), Kolberg (53. Foulspiel), Hoff (65. Foulspiel), Kempkens (75. Foulspiel),Tolaj (90. Foulspiel), Herrmann (90.+1 Foulspiel), Massold (105. Foulspiel), Sadiklar (110. Unsportlichkeit)
Gelb-Rote Karte: Kolberg (73. Foulspiel)
Zuschauer: 178


Niederrheinpokal-Vorschau: SF Hamborn 07 - TSV Meerbusch
Löwen wollen den Oberligisten ärgern und in die zweite Runde des Niederrheinpokals einziehen

Am morgigen Mittwoch empfangen die Sportfreunde Hamborn 07 in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr auf dem neuen Kunstrasenplatz des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.
Nachdem sich das Team von Stefan Janßen in den letzten fünf Wochen quasi im Schnellverfahren erfolgreich durch die drei letzten Runden den Kreispokals gekämpft hat, freut man sich im Löwen-Lager - trotz der Doppelbelastung in der letzten Zeit - nun auf den attraktiven Verbandswettbewerb.

„Wir wollen natürlich in die zweite Runde kommen“, gibt Löwen-Coach Stefan Janßen die Marschrichtung vor und deutet damit an, dass er seinem Team trotz des Klassenunterschiedes durchaus Chancen einräumt, das Spiel für sich zu entscheiden.

Wie bei den meisten Teilnehmern des Niederrheinpokals, ist auch für die Löwen die Hoffnung auf einen der „Großen“ als attraktiven Gegner die Triebfeder des Wettbewerbs. „Ziel des Niederrheinpokals für mich ist, gegen den MSV zu spielen. Wenn wir Meerbusch schlagen, haben wir die Chance auf ein attraktives Los“, gibt Stefan Janßen denn auch unumwunden zu. „Am Ende würden es Rot-Weiß Essen oder Rot-Weiß Oberhausen aber auch tun“, fügt der Hamborner Übungsleiter mit einem Augenzwinkern an. Bis dahin ist aber noch ein Weg zu gehen, insbesondere erst einmal der TSV Meerbusch auszuschalten. Ganz abwegig ist das nicht.

Die Mannschaft von TSV-Trainer Antonio Molina hatte mit drei Niederlagen in Folge einen schweren Einstieg in Oberliga erwischt. Allerdings waren die Kontrahenten mit dem 1.FC Kleve (1:2), dem 1.FC Bocholt (1:7) und der SpVgg Velbert (1:2) nicht gerade Laufkundschaft. Zuletzt gelang dem TSV gegen den Tabellenführer TVD Velbert nach einem recht späten 0:1 Rückstand noch ein überraschender 2:1 Achtungserfolg, der beim Tabellenzwanzigsten für das notwendige Selbstvertrauen nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokalwettbewerb sorgen dürfte.

Insofern sollte man auf Hamborner Seite die Gäste nicht unterschätzen, und sowohl das spielerische als auch kämpferische Potenzial des TSV Meerbusch auf dem Schirm haben. Hinzu kommt ein leichter konditioneller Vorteil des Gäste. Neben den Meisterschaftsspielen in der Oberliga hatte der TSV keine weiteren Pflichtspiele zu bestreiten. In den letzten rund fünf Wochen waren es derer vier.

„07“ hatte dagegen in der gleichen Zeit acht Partien zu absolvieren, davon drei im Kreispokal, fünf in der Landesliga. Die Löwen gehen in die zweite Englische Woche hintereinander, und damit auch ein wenig auf dem Zahnfleisch. Gleichwohl setzt man im Holtkamp auf die besondere Stimulanz des Pokals und die Motivationsfähigkeit des engagierten Trainers, um zusätzliche Kräfte freizusetzen.

Darüber hinaus dürfte ein Blick in die jüngere Pokalgeschichte den Löwen vielleicht Mut machen: In der Spielzeit 2017/2018, als beide Vereine in der Landesliga kickten, konnte sich Hamborn 07 in der ersten Runde des Niederrheinpokals mit 1:0 beim TSV Meerbusch durchsetzen und in die zweite Runde des Wettbewerbs einziehen, wo man dann mit gleichem Ergebnis den SV Straelen, der seinerzeit in der Oberliga kickte, ausschaltete. Man darf gespannt sein, ob die Löwen am Mittwoch eine ähnlich erfolgreiche Serie im Pokal starten können.


SV Genc Osman Duisburg - SF Hamborn 07 0:2 (0:1)
Eine disziplinierte Leistung und zwei Tore von Timm Golley bescheren „07“ drei wichtige Punkte

Der Remis-Fluch ist beendet: Die Sportfreunde Hamborn 07 konnten sich am Sonntagnachmittag im Duisburger Nordduell der Landesliga Gruppe 3 beim SV Genc Osman Duisburg mit 2:0 durchsetzen und damit nach zuletzt drei Unentschieden in Folge endlich wieder einmal dreifach punkten. Das Team von Stefan Janßen präsentierte sich an der Oberhauser Allee konzentriert und diszipliniert, verpasste es aber insbesondere im zweiten Durchgang, die erspielten zahlreichen Chancen in Zählbares umzumünzen. Kapitän Timm Golley war es schließlich, der den Löwen mit einem Doppelpack (8. und 54.) die Punkte sicherte.

„Ein Derby-Sieg ist natürlich etwas Besonderes, und nach dem Pokalspiel in Speldorf konnten wir erneut zu Null spielen“, freute sich Löwen-Coach Stefan Janßen. „Aber die Chancenverwertung war erneut verbesserungsfähig“, sah der Hamborner Übungsleiter noch Handlungsbedarf bei seinem Team. Die Löwen übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel, ohne hierbei zu ungestüm vorzugehen oder den Gastgebern die Möglichkeit zu schnellen Tempogegenstößen zu geben.

Die Mannschaft von Stefan Janßen hatte die taktischen Vorgaben ihres Coaches gut verinnerlicht. „Wir haben viel aus der Grundordnung 4-4-2 gespielt, waren eng an den Leuten, so dass der Gegner über 90 Minuten kaum mehr als eine Torchance erarbeiten konnte“, zeigte sich Stefan Janßen zufrieden.

Nach vorne ging es dann auch wie gewünscht los: Bereits in der achten Minute wird Timm Golley mit einem langen Ball geschickt, setzt sich in einem Zweikampf durch und zieht das Leder so scharf vor das Tor, dass die Rettungsaktion eines Neumühler Abwehrspielers letztendlich in den eigenen Maschen endet: 0:1 (8.). Genc Osman kommt nach einem Fehler in der Hamborner Defensive zu einer der seltenen, wenn nicht besten Gelegenheit, kann hieraus aber kein Kapital schlagen. „07“ bleibt spielbestimmend, ohne aber weiter zwingend vor das Tor der Gastgeber zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel nimmt die Partie auf Seiten der Löwen wieder Fahrt auf. Die Marschrichtung des Trainerstabs wurde auch hier wieder konsequent umgesetzt. „Wir haben uns vorgenommen, aggressiv zu bleiben, Zweikämpfe anzunehmen und weiterhin aus einer guten Ordnung heraus zu spielen. Das ist uns sehr gut gelungen“, konnte Stefan Janßen attestieren. Der Lohn war die überwiegende Kontrolle von Spiel und Gegner, sowie eine Vielzahl von guten bis sehr guten Torchancen, die am Ende aber ohne zählbares Ergebnis blieben.

Einzig allein Ex-Profi Timm Golley konnte sich noch einmal in die Torschützenliste eintragen: Nach einer schönen Kombination, eingeleitet von Tim Keinert auf Benedikt Helling über die linke Seite, behält dieser die Übersicht und legt quer auf den gut postierten Timm Golley, der gekonnt zum 0:2 vollstreckt (54.).

Mit diesem Treffer war die Messe quasi gelesen, Genc Osman kam kaum noch nach vorne und konnte sich keine nennenswerte Entlastung mehr verschaffen. Auf der anderen Seite hatten sich die Löwen warmgelaufen und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen. Unter anderem hatten Tim Keinert, Marcel Stenzel, Kevin Menke, Maik Goralski und Dennis Wichert das 0:3 auf dem Fuß, allein der letzte Zentimeter oder das letzte Quäntchen Glück fehlten. „Da haben wir schon ein wenig mit unseren Chancen gewuchert“, merkte Stefan Janßen kritisch an, wohl wissend, wie leicht ein Spiel drehen kann, wenn man die eigenen Gelegenheiten nicht nutzt und der Gegner zum Anschlusstreffer kommt.

Am Ende blieb es beim verdienten 2:0 Sieg der Löwen, die sich damit auf Rang drei der Tabelle vorarbeiten konnten, während der SV Genc Osman Duisburg auf Platz 12, und damit den ersten Abstiegsrang rutscht.

Ausruhen auf ihrem Erfolg können sich die Hamborner nicht, denn bereits am kommenden Mittwoch empfangen die Löwen in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch im Holtkamp.

„Jetzt hätte ich gerne einmal eine normale Trainingswoche, aber nun steht das Pokalspiel am Mittwoch gegen Meerbusch an. Das passt mir nicht so richtig“, sieht Stefan Janßen der nächsten Englischen Woche für sein Team mit gemischten Gefühlen entgegen.

Gleichwohl bleibt der Löwen-Coach aber auch hier seiner Linie treu, und geht mit einer ganz klaren Erwartung diese neue, ambitionierte Aufgabe an: „Wir wollen auf jeden Fall in die zweite Pokalrunde kommen, und hoffen dann auf ein attraktives Los wie Rot-Weiß Essen oder Rot-Weiß Oberhausen, wenn nicht gar den MSV. Denn für diese Highlights spielt man ja im Pokal.“

Das Pokalspiel gegen den TSV Meerbusch wird am Mittwochabend auf dem neuen Kunstrasenplatz des VTRipkens Sportpark im Holtkamp ausgetragen. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

SV Genc Osman Duisburg: Laroshi, Mang (80. Genc), Maminoglu (89. Namoni), Bayram, Onur, Igbionawmhia (69. Cömert), Yildirim, Cakiroglu (39. Funke), Yilmaz, Bock, Aris (59. Osei)

SF Hamborn 07: Sadiklar, Helling, Wichert, Stuber (46. Menke), Krystofiak, Keinert (82. Ergün), Stenzel (70. Neul), Bode (79. Goralski), Schmitt, Herrmann (89. Kolberg), Golley

Schiedsrichter: Leon Emanuel Fischermanns (SV Sevelen)
Tore: 0:1 Golley (8.), 0:2 Golley (54.)
Gelbe Karte: Wichert (32. Foulspiel)
Zuschauer: 350


Landesliga-Vorschau: SV Genc Osman Duisburg - SF Hamborn 07
Löwen wollen im Nordderby endlich wieder dreifach punkten

Nach dem 3:0 Erfolg im Kreispokal beim VfB Speldorf geht es für die Sportfreunde Hamborn 07 am kommenden Sonntag in die nächste Englische Woche. Anpfiff ist um 15.30 Uhr im Heinrich-Hamacher-Sportpark, Oberhauser Allee 14 a, 47167 Duisburg.

Im Rahmen des 5. Spieltages in der Landesliga Gruppe 3 gastiert das Team von Stefan Janßen beim SV Genc Osman Duisburg in Neumühl. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge in der Meisterschaft wollen die Löwen im Duisburger Nordduell endlich wieder dreifach punkten.

Gleiches gilt allerdings auch für die Gastgeber, die einen recht durchwachsenen Start in die Liga erwischt haben und in den letzten beiden Spielen gar ganz ohne Punkt geblieben sind. Nach einer knappen 0:1 Heimniederlage gegen den aktuellen Liga-Primus VfB Speldorf gab es am letzten Sonntag eine unglückliche 2:4 Niederlage beim SV Wermelskirchen. Die „Jungen Osmanen“ belegen aktuell mit vier Zählern aus vier Spielen Rang 10 der Tabelle und haben sicherlich noch viel Luft nach oben. Ihr Potenzial werden die Gastgeber gegen „07“ sicherlich nach Möglichkeit voll abrufen, denn Duelle beider Vereine sind immer emotional geprägt. Daran dürfte auch die Tatsache nichts ändern, dass mittlerweile viele ehemalige Löwen das Genc Osman-Trikot tragen oder, wie Trainer Haluk Piricek, als Verantwortlicher bei Genc Osman tätig sind.

Der Übungsleiter der Gastgeber war lange Zeit in der Löwen-Jugend als Trainer tätig, schaffte u.a. in der Saison 2014/2015 mit der C1 der Löwen den Aufstieg in die Regionalliga, der höchsten Spielklasse in dieser Altersgruppe. Daneben werden sich u.a. Oguzhan Maminoglu, Ali Basaran, Etinosa Igbionawhmia und Blinort Namoni an ihre Zeit und teilweise auch insbesondere ihre Fußballjugend im Holtkamp bzw. ihre ehemaligen Mannschaftskameraden erinnern; gleiches gilt für Reid Osei und Can Mikail Nazikkol, die bis zur letzten Saison das Löwen-Trikot trugen. Für Sentimentalitäten dürfte indes während der 90 Minuten auf dem Platz wenig Zeit sein, denn beide Teams brauchen die volle Punktzahl.

Die Statistik der direkten Vergleiche spricht für übrigens für die Gastgeber. Genc Osman Duisburg konnte 7 von 14 Spielen gewinnen, zweimal trennte man sich unentschieden, fünfmal gingen die Löwen als Sieger vom Platz. Den letzten Liga-Vergleich konnte Genc Osmsn Duisburg auf heimischem Geläuf mit 3:1 für sich entscheiden.
Man darf gespannt sein, wer bei diesem Nordduell am Ende die Nase vorne hat.


VfB Speldorf - SF Hamborn 07 0:3 (0:1)
Timm
Golley schießt Hamborn mit einem Dreierpack in den Niederrheinpokal
Beim Duell der Landesliga-Konkurrenten im Viertelfinale des Kreispokals behielten die Sportfreunde Hamborn 07 am Mittwochabend beim VfB Speldorf mit 3:0 die Oberhand und qualifizierten sich damit für den Niederrheinpokal.
Mann des Abends auf Hamborner Seite war einmal mehr Kapitän Timm Golley, der alle drei Treffer für die Löwen erzielte und wieder für mächtig Alarm in der gegnerischen Hälfte sorgte.

Pechvogel des Abends war wohl der Speldorfer Marvin Hohensee, der in der 11. Minute glatt rot sah und sein Team früh schwächte, nachdem er den durchgestarteten Ahmet Ünal Ergün nur noch mit einem Foulspiel kurz vor dem Strafraumgrenze stoppen konnte und dabei letzter Mann war.

Obwohl überwiegend in Unterzahl spielend, bot der VfB den Löwen lange Zeit Paroli und hatte gute Chancen, das Spiel zu drehen. Nach dem 0:3 war die Luft dann aber raus. Beide Mannschaften mussten den Belastungen der letzten Wochen Tribut zollen und schalteten ein, zwei Gänge herunter.

Löwen-Coach Stefan Janßen machte eine Not zur Tugend, und schenkte mit Blick auf angespannte Personallage im Kader jenen Akteuren das Vertrauen, die in den letzten Spielen eher weniger oder kaum zum Einsatz gekommen waren. So konnten sich Spieler wie Ahmet Ünal Ergün, Mamadou Diallo oder Kai Neul in der Startformation beweisen, wie auch Jan Stuber, der zwar zum Ligaauftakt mit dabei war, zuletzt aber pausieren musste.

„Wir wollten die Aufgabe beim Tabellenführer mit frischen Kräften angehen“, erläuterte Stefan Janßen seine personellen Veränderungen.

Die Umstellungen machen sich denn auch sofort bemerkbar. „07“ sucht konsequent den Weg nach vorne und provoziert die letztendlich spielentscheidenden Folgen. Zunächst wird Ahmet Ünal Ergün mit einem schönen Pass in die Tiefe geschickt, es kommt zur bereits erwähnten Notbremse und dem Platzverweis für Marvin Hohensee. Kurze Zeit später wird Mamadou Diallo im Strafraum der Gastgeber gefoult; den fälligen Elfmeter verwandelt Timm Golley in gewohnt sicherer Manier zum 0:1 (37.).

Die Vorzeichen standen nun auf Sieg für Hamborn, doch der VfB wollte sich noch nicht geschlagen geben und profitierte dabei vom nun der ungestümen Angriffslust der Löwen. „Wir wollten in dieser Phase zu viel, haben viel zu hoch attackiert und nicht das gemacht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, umschreibt Stefan Janßen die Zeit kurz vor dem Seitenwechsel, als Speldorf zu einigen sehr guten Möglichkeiten kam und die Chance zum Ausgleich hatte.

Der Löwen-Coach reagierte zur Pause, nahm einige taktische Umstellungen vor und gab seinen Spielern entsprechende Anweisungen mit auf den Weg in Durchgang zwei: „Wir haben nochmal verdeutlicht, was das Ziel des Spiels ist und wie wir agieren wollen.“

Seine Mannschaft setzt den Plan denn auch um, steht hinten sicherer und lässt kaum Gelegenheiten der Speldorfer zu. Nach vorne haben die Hamborner mit Timm Golley einen erfahrenen Mann, der von seiner Torgefährlichkeit und seinem Torhunger nichts einbüßt hat. Zwei Treffer des Hamborner Kapitäns innerhalb von sechs Minuten sorgen dann für die Entscheidung (49. und 55.).

„07“ ließ nun Ball und Gegner laufen. Beide Teams gingen in Folge der Belastungen der letzten Wochen nun mit dem Tempo ein wenig runter. Gleichwohl hatten die Hamborner noch die ein oder andere Möglichkeit, das Ergebnis nach oben zu schrauben. So blieb es am Ende beim 0:3 aus Sicht der Gastgeber.

„Wir hätten sicherlich noch zwei, drei Tore erzielen können, wenn nicht sogar müssen“, spielt Stefan Janßen auf die sich erneut abzeichnende Abschlussschwäche an. „Aber im Pokal zählt das nicht, sondern das Weiterkommen.“

Das bedeutet für die Löwen nun die Teilnahme am Niederrheinpokal, der bereits am kommenden Mittwoch startet, und den Hamborner damit eine weitere Englische Woche bereitet.

Die Verantwortlichen werden das mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge sehen. Letzteres insbesondere mit Blick auf den Personalstand, der sich am Mittwoch noch weiter verschärft hat: „David Forbeck hat sich verletzt und wird definitiv ausfallen“, beklagt Stefan Janßen die nächste Lücke im Kader.

In der ersten Runde des Verbandspokals empfängt Hamborn 07 am Mittwochabend den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr im VTRipkens Sportpark im Holtkamp.

Am kommenden Sonntag geht es für die Löwen zunächst einmal in der Landesliga weiter mit dem Nachbarschaftsduell beim SV Genc Osman Duisburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr im Heinrich-Hamacher-Sportpark in Neumühl.

VfB Speldorf: Kersten, Piepenbreier, Bartmann (77. Hopf), Tsourakis (72. Schürings), Terwiel, Hohensee, Brühl (46. Gronemann), Boka, Fritzsche (77. Heckhoff), Timm, Aydogmus

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo, Helling, Neul (68. Stenzel), Stuber, Kolberg (46. Krystofiak), Forbeck (45. Keinert), Bode, Schmitt, Ergün, Golley (75. Wallenhorst)

Schiedsrichter: Marcel Herrmann (FC Taxi Duisburg)
Tore: 0:1 Golley (37., Foulelfmeter), 0:2 Golley (49.), 0:3 Golley (55.)
Gelbe Karten: Kolberg (29. Foulspiel), Wallenhorst (79. Foulspiel)
Rote Karte: Hohensee (11. Foulspiel)
Zuschauer: 110


Kreispokal-Vorschau: VfB Speldorf - SF Hamborn 07
Landesliga-Konkurrenten kämpfen am Mittwochabend, 15.9., 19 Uhr, um den Einzug in den Niederrheinpokal

Der Schweinsgalopp zur Qualifikation für den Niederrheinpokal geht am Mittwochabend zu Ende, wenn zwischen den Landesligisten VfB Speldorf und Hamborn 07 der letzte Teilnehmer für die erste Runde des Verbandspokals ermittelt wird.
Anstoß ist um 19.00 Uhr auf der Sportanlage an der Saarner Straße, Saarner Str. 326, 45478 Mülheim.

Corona bedingt hatte sich die Ausführung der letzten vier Pokalrunden seit Oktober letzten Jahres verzögert, die dann ab 08.08.21 quasi im Wochenrhythmus nachgeholt wurden, damit der Niederrheinpokal pünktlich am 22.09. starten kann. Eine nicht unerhebliche Mehrbelastung für die teilnehmenden Vereine.

Der VfB Speldorf musste sogar einmal „nachsitzen“, da die Achtelfinalpartie beim Bezirksligisten Mülheimer SV 07 wegen einzelner Corona-Fälle im Team verschoben werden musste. Das Team von Julien Schneider musste am letzten Donnerstag nochmal ran. Speldorf machte es in Mülheim nach einer 6:0 Führung zu Pause im zweiten Durchgang noch einmal spannend, setzte sich am Ende aber doch noch mit 6:3 beim MSV 07 durch und qualifizierte sich für das Viertelfinale.

Nun kommt es also zu einer Neuauflage des Spiels zur Liga-Eröffnung zwischen Speldorf und Hamborn, das die Löwen überraschend deutlich mit 7:1 für sich entscheiden konnten.

Im Pokal wird ein ähnliches Resultat aus mehreren Gründen nicht zu erwarten sein. Angefangen damit, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz richtig wiedergab, über die Tatsache, dass die Löwen vor heimischem Publikum spielen konnten und ihre Chancen eiskalt nutzten, während die gleichwertig auftretenden und bis zum Ende kämpfenden Speldorfer an ihrer Abschlussschwäche und Löwen-Keeper Dominik Schäfer verzweifelten. Der VfB hat sich nach der Auftaktpleite in Hamborn mittlerweile in der Meisterschaft warm gespielt, und konnte nach drei Siegen in Folge - davon zuletzt ein klarer 4:0 Erfolg gegen den vormaligen Spitzenreiter SpVgg Steele -, nicht nur an den Löwen in der Tabelle vorbeiziehen, sondern auch die Tabellenspitze erobern. Hamborn 07 kam nach dem Kantersieg gegen Speldorf in der Liga über drei Unentschieden in Folge nicht hinaus und tritt ein wenig auf der Stelle.

Die Karten werden am Mittwoch neu gemischt, das Ergebnis ist absolut offen. Zudem hat der Pokal ja bekanntlich seine eigenen Gesetze.

Der Sieger der Partie empfängt übrigens bereits am Mittwoch darauf in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr.


SF Hamborn 07 - VfB Frohnhausen 1:1 (0:0)
Zu viele Chancen gegen das Tabellenschlusslicht liegen gelassen

Im Duell der Hamborner Löwen gegen die Frohnhauser Löwen aus Essen gab es am Sonntagnachmittag keinen Sieger. Hamborn 07 kam trotz spielerischer Dominanz und Chancenübergewicht nicht über ein 1:1 Unentschieden gegen den Tabellenletzten VfB Frohnhausen hinaus.

Die Gäste aus Essen zeigten sich effektiver als die Hausherren und machten aus insgesamt zwei guten Möglichkeiten ihr Tor. Zwanzig Minuten vor Schluss traf Dennis Knabe zum 0:1 für den VfB und stellte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf (71.). Die Hamborner Löwen reagierten prompt und glichen durch Timm Golley postwendend aus. Trotz weiterer hochkarätiger Chancen wollte den Hausherren jedoch die entscheidende Treffer nicht mehr gelingen.

„Das Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf“, resümierte 07-Coach Stefan Janßen. „Aber am Ende zählen nun mal die Tore. Wenn Du bei einem Chancenverhältnis von 8:2 nicht mehr Tore schießt als der Gegner, musst Du mit einem Punkt leben“, hadert der Hamborner Übungsleiter mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft, die schon in den letzten Partien den ein oder anderen Punkt gekostet hat.

Es hätte in der Tat anders kommen können, wenn nicht gar müssen. Hamborn übernimmt von Beginn an die Initiative und kontrolliert im ersten Durchgang Ball und Gegner. Sehr schöne Spielzüge führen dann auch zu guten Gelegenheiten, bei denen sich insbesondere Neuzugang Jawad Rezai gut in Szene zu setzen weiß, aber ohne Erfolg bleibt. Zunächst verfehlt ein Schuss nur knapp das Frohnhauser Tor, dann senkt sich ein schöner Heber etwas zu spät hinter dem Querbalken des Gästetores. Im Anschluss setzt sich der Hamborner Mittelfeldspieler schön in der Essener Defensive durch, kann aber, frei vor Gästekeeper André Bley auftauchend, das Leder nicht am Schlussmann der Gäste vorbei im Tor unterbringen.

Diese hatten im ersten Durchgang eine einzige richtig gute Möglichkeit, die es aber in sich hatte und fast die Führung für den VfB gebracht hätte. 07-Keeper Dominik Schäfer ist jedoch auf dem Posten und verhindert mit einer tollen Reaktion den Rückstand.

Auf der anderen Seite hat Dennis Wichert nach einem gut geschossenen Freistoß von Timm Golley die große Gelegenheit, „07“ noch vor der Pause in Führung zu bringen, köpft aber aus rund fünf Metern den Torwart der Gäste an. „Den muss er einfach im Tor unterbringen“, haderte Löwen-Coach auch mit dieser vergebenen Chance.

Nach dem Seitenwechsel setzt sich das Spiel zunächst in eine Richtung - nämlich Tor des VfB Frohnhausen - fort. Weitere Hamborner Chancen werden nicht genutzt, was auch prompt bestraft werden sollte.

„Der Gegner hatte Lunte gerochen“, erkannte Stefan Janßen nun die Bemühungen des VfB, die aber wiederum in nur eine echte Chance mündeten, allerdings dieses Mal mit zählbaren Erfolg für die Gäste. Dennis Knabe hatte an der Hamborner Strafraumgrenze viel, zu viel Platz und Zeit, nahm Maß und traf platziert in die Hamborner Maschen: 0:1 (71.).

Das Team von Stefan Janßen schüttelte sich kurz und schlug durch den Kapitän postwendend zurück: Timm Golley, schön im 16er der Gäste in Szene gesetzt, schaltete blitzschnell und ließ direkt beim ersten Ballkontakt mit einem Flachschuss ins lange Eck André Bley im Kasten der Essener keine Chance (73.). „Das war die richtige Reaktion der Mannschaft“, zeigte sich Stefan Janßen von der Einstellung seines Teams überzeugt.

„07“ setzte nun „all in“, zog ein Powerplay auf und wollte mit aller Macht die drei Punkte. Allein das Leder wollte trotz bester Möglichkeiten nicht ins gegnerische Gehäuse. Maik Goralski verzieht knapp sechs Meter vor dem Tor, David Forbeck hat Pech mit einem Kopfball aus nächster Distanz. Auch der Kapitän hat nicht seinen besten Tag erwischt, als Timm Golley den freistehenden Maik Goralski übersieht und selbst den Abschluss sucht. „Da hat er sicherlich einmal die falsche Entscheidung getroffen“, kommentierte Stefan Janßen die Szene.

Am Ende blieb es beim 1:1.

Für beide Teams ist der Punkt im Prinzip zu wenig; Dank der Ergebnisse der Konkurrenz geht der Kontakt auf die jeweilige Zielgruppe jedoch nicht verloren: „07“ fällt auf Rang 6 zurück, hat aber wegen des 4:0 Erfolges des VfB Speldorf, der den tollen Lauf des bisherigen Spitzenreiters SpVgg Steele eindrucksvoll beendete, nur drei Zähler Rückstand auf die Spitze. Frohnhausen behält weiterhin die Rote Laterne, ist zum rettenden Ufer aber auch nur ganze drei Zähler entfernt.

Für Hamborn 07 geht es bereits am Mittwochabend im Viertelfinale des Kreispokals weiter mit dem Gastspiel beim VfB Speldorf (Anstoß 19.30 Uhr). Der Sieger der Partie qualifiziert sich für den Niederrheinpokal, der bereits Mitte kommender Woche startet.


SF Hamborn 07: Schäfer, Helling, Wichert, Krystofiak, Keinert, Stenzel (73. Goralski), Bode, Schmitt, Rezai (61. Forbeck), Herrmann (77. Kolberg), Golley

VfB Frohnhausen: Bley, Lieske, Götze, Nico Köhler (79. Issa Adnan Said), Varjabetyan (90. +2 Housein Rasitoglou), Robin Köhler ( 88. Disci), Bahadir, Bulut, Straus (50. Chamdin Said), Mohammed Said, Knabe

Schiedsrichter: Jannis Pawlowski (Rot-Weiß Lintorf)
Tore: 0:1 Knabe (71.), 1:1 Golley (73.)
Gelbe Karten: Issa Adnan Said (81. Ball wegschlagen), Bulut (82. Ball wegschlagen)
Zuschauer: 211


Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - VfB Frohnhausen
„07“ will im Duell der Löwen den Remis-Fluch besiegen

Am kommenden Sonntag steigt im Hamborner Holtkamp das „Duell der Löwen“, wenn die Sportfreunde Hamborn 07 den VfB Frohnhausen im Rahmen des 4. Spieltages der Landesliga Gruppe 3 empfangen. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.

Obwohl einige Tabellenränge zwischen ihnen liefen, verbindet beide Mannschaften mehr als man annehmen möchte. Zum einen werden beide Trams bekanntlich von ihren Fans „Löwen“ genannt. Zum anderen zeigten beide Löwen-Rudel zuletzt etwas stumpfe Krallen.

Nach einem fulminanten Start in die Meisterschaft mit einem 7:1 Erfolg gegen den VfB Speldorf kam bei den Hamborner Löwen etwas Sand ins Getriebe. In den beiden letzten Partien konnte die Mannschaft von Stefan Janßen jeweils eine Führung nicht über die Zeit bringen und musste sich sowohl beim SV Wermelskirchen (3:3) als auch beim Mülheimer FC 97 (1:1) jeweils mit einem Unentschieden zufrieden geben. Ein empfindlicher Dämpfer für die hohen Erwartungen im Holtkamp.

Weitaus übler hat es jedoch die Frohnhauser Löwen erwischt. Das Team von VfB-Coach Issam Said startete mit einer Negativserie von drei Niederlagen in Folge in die neue Saison und belegt derzeit punktlos den letzten Tabellenplatz. Lediglich einen Treffer konnten die Essener in diesen drei Spielen erzielen, mussten aber selbst 12 Gegentore hinnehmen. Das ist der bislang schlechteste Wert in der Liga.

Wenn man berücksichtigt, dass Hamborn auf der anderen Seite mit bislang 11 erzielten Treffern den besten Sturm der Landesliga Gruppe 3 aufweisen kann, scheint der Ausgang der Partie leicht vorhersehbar, zumal Issa Issa, der charismatische Kapitän der Frohnhauser, wegen einer gelb-roten Karte aus dem Spiel gegen den SV Wermelskirchen gesperrt ist.

Im Lager der Hamborner Löwen wird man jedoch gut daran tun, sich hierauf nicht zu verlassen, denn weder die Ergebnisse noch der Tabellenstand spiegeln die Qualität des Essener Kaders wider.

Wie zum Beweis sandte der VfB am Mittwochabend im Essener Kreispokal ein bemerkenswertes Lebenszeichen und schoss sich mit einem 8:0 gegen den Bezirksligisten SC Frintop nicht nur in die nächste Pokalrunde, sondern auch den Frust von der Seele.

Die Frohnhauser Löwen werden also nicht ganz ohne Selbstvertrauen in den Holtkamp kommen. Zudem hat sich Frohnhausen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder als harter Brocken für „07“ erwiesen. Von den letzten vier Pflichtspielen konnten die Essener drei für sich entscheiden, zuletzt gab es in der Spielzeit 2019/2020 ein 3:3 Unentschieden zwischen beiden Teams in Frohnhausen.

Für Spannung dürfte also gesorgt sein.

Besondere Hinweise zu den Corona-Vorschriften
An dieser Stelle ein besonderer Hinweis und eine große Bitte an unsere Gäste und unsere Fans:
Die neue Corona-Schutzverordnung sieht weitgehende Erleichterungen vor. Gleichwohl bitten wir zum Selbstschutz und mit Rücksichtnahme auf andere um Einhaltung der AHA-Regeln, insbesondere wenn es zu starker Gruppenbildung kommt. In Warteschlangen und Anstellbereichen (wie Kassen oder Catering) gilt weiterhin Maskenpflicht.
Gleiches gilt für den Zutritt in den Gebäuden, im „Löwen-Treff“ bis zum Erreichen des festen Sitz- oder Stehplatzes.
Bitte beachten Sie die gängigen Verhaltensregeln, nehmen Sie aufeinander Rücksicht und unterstützen Sie unsere ehrenamtlichen Helfer, die sich um die Umsetzung bzw. Einhaltung der Vorschriften kümmern.

So können wir uns auch in nicht ganz einfachen Zeiten zumindest in eingeschränkter Form der schönsten Nebensache der Welt widmen. Vielen Dank!







Mülheimer FC 97 - SF Hamborn 07 1:1 (0:1)
Löwen geben erneut eine Führung aus der Hand und lassen Punkte liegen

Im Kampf um die Tabellenspitze in der Landesliga Gruppe 3 treten die Sportfreunde Hamborn 07 auf der Stelle. Während Liga-Primus SpVgg Steele mit einem 2:0 Sieg gegen die DJK Blau-Weiß Mintard seine Hausaufgaben machte, kamen die Hamborner Löwen beim Mülheimer FC 97 nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus. Erneut schafften es die Hamborner nicht, eine Führung über die Zeit zu bringen und ließen damit nach dem 3:3 Unentschieden beim SV Wermelskirchen am letzte Wochenende erneut zwei wichtige Punkte liegen.

Nach dominanter, aber nicht zwingender Spielführung im ersten Durchgang hatte Timm Golley die Hamborner in der 43. Minute per Foulelfmeter mit 0:1 in Führung gebracht; Delowan Nawzad glich für die Gastgeber knapp 20 Minuten vor Schluss mit einem direkt verwandten Freistoß aus (71.).

„Ein unter dem Strich leistungsgerechtes 1:1“, resümierte Löwen-Trainer Stefan Janßen, der den Gastgebern für ihre Einstellung Respekt zollte. „Der Gegner hat wie in den letzten Spielen Moral bewiesen und erneut einen Rückstand ausgeglichen.“ Mit der Leistung seines Teams war der Hamborner Übungsleiter weniger zufrieden: „Insgesamt bin ich von der Leistung des ein oder anderen, auch Leistungsträgers, nicht begeistert heute.Da ist deutlich mehr zu erwarten.“

Die Löwen hatten das Spiel im Ruhrstadion zunächst unter Kontrolle, ohne dabei jedoch zwingend nach vorne zu kommen oder den notwendigen Druck aufbauen zu können. „Der letzte Pass in die Tiefe kam einfach zu selten, das Einlaufverhalten der Offensivspieler hat nicht so gut stattgefunden und die Passgenauigkeit hat ein wenig gefehlt“, sah Stefan Janßen die Gründe für die zunächst erfolglosen Bemühungen seines Teams.
Auf der anderen Seite stand Hamborn hinten sicher und ließ keine Torchancen des MFC zu.

Die Torflaute endete dann kurz vor der Pause, als Julian Bode schön in Szene gesetzt wurde und im gegnerischen Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Timm Golley übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 0:1 (28.). Der Kapitän der Löwen markierte damit seinen neunten Treffer im fünften Pflichtspiel; fünf Mal traf der 30 Jährige dabei von ominösen Punkt aus.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel lebhafter aber auch intensiver. Die Zweikämpfe wurden nun härter geführt. Mülheim hielt dagegen und wollte die erste Niederlage in der neuen Saison mit allen Mitteln abwehren.

Eine Nachlässigkeit der Hamborner Defensivabteilung brachte den Gastgebern dann die nicht unverdiente Belohnung. Eine Zwei-gegen-Eins-Situation können die Löwen in Strafraumnähe nur durch ein Foul klären. Den fälligen Freistoß zirkelt Delowan Nawzad aus rund zwanzig Metern direkt neben den Pfosten ins Hamborner Tor: 1:1 (71.).

Die Partie gestaltete sich nun völlig offen mit Chancen auf beiden Seiten, die aber keine der Kontrahenten mehr zu nutzen wusste. So blieb es am Ende beim 1:1, das keinem der beiden Mannschaften so richtig hilft, obwohl die Teams jeweils ungeschlagen bleiben.

„Für mehr hat es am Ende leider nicht gereicht“, zieht Stefan Janßen ein enttäuschtes Fazit. „Wir haben wieder keine Führung über die Zeit gebracht und wieder nicht zu Null gespielt, obwohl das heute einmal die oberste Prämisse sein sollte.“

Der MFC holt das dritte 1:1 im dritten Spiel und avanciert zum Remis-König. Dafür kann sich Mülheim allerdings nur wenig kaufen und steckt auf Rang 11 kurz vor der Abstiegszone fest. „07“ rutscht durch das Unentschieden auf Rang vier und hat nun vier Zähler Rückstand auf Tabellenführer SpVgg Steele.

Am kommenden Sonntag erwarten die Löwen das Schlusslicht VfB Frohnhausen im Holtkamp. Auch wenn der Tabellenstand der Gäste dazu verleitet, dürften die notwendigen Punkte für Hamborn noch lange nicht „im Sack“ sein. Der VfB war immer ein unangenehmer Gegner für Hamborn; der aktuelle Stand in der Tabelle spiegelt das Potenzial der Essener sicherlich nicht angemessen wider.

Entsprechend gibt denn auch Stefan Janßen die Marschroute für die nächsten Tage vor: „Wir werden mit Elan in die neue Trainingswoche gehen und uns gewissenhaft auf das nächste Heimspiel vorbereiten.“

Anstoß der Partie ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp.

Mülheimer FC 97: Özkan, Yaris, Atik (74. Cekic), Isik (61. Ömür), Ergin, Garcia Melian, Nawzad (84. Askar), Yildirim (67. Zuberovski), Demirdere (61. Asagwara), Ihnacho, Maluze

SF Hamborn 07: Schäfer, Wichert (75. Schmitt), Krystofiak, Keinert, Stenzel (63. Stuber), Kolberg (75. Helling), Bode (81. Goralski), Mastrolonardo, Rezai (65. Forbeck), Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Marc René Waldbach (TS Rahm 06)
Tore: 0:1 Golley (43. Strafstoß), 1:1 Nawzad (71.)
Gelbe Karten: Ihnacho (38. Foulspiel), Ergin (43. Foulspiel), Kolberg (70. Foulspiel), Nawzad (84. Foulspiel), Maluze (89. Foulspiel)
Zuschauer: 150


Landesliga-Vorschau: Mülheimer FC 97 - SF Hamborn 07
Hamborner Löwen wollen in Mülheim Tabellenführer Steele jagen - Anspruchsvolle Aufgabe im Ruhrstadion

Nach zwei verschenkten Punkten am letzten Wochenende beim 3:3 in Wermelskirchen, wollen die Sportfreunde Hamborn 07 am morgigen Sonntag beim Mülheimer FC 97 wieder Vollgas geben und nach Möglichkeit dreifach punkten, um Tabellenführer SpVgg Steele auf den Fersen zu bleiben. Anstoß ist um 17.30 Uhr im Ruhrstadion Mülheim, Friesenstr. 101, 45476 Mülheim/Ruhr.

Zwei Punkte trennen die Löwen vom Liga-Primus, der in den ersten beiden Partien der Saison mit einem 2:1 gegen Blau-Gelb Überruhr und einem 4:0 beim Duisburger SV 1900 erste Duftmarken gesetzt hat, und nun am Sonntag die DJK Blau-Weiß Mintard empfängt (15.30 Uhr).

Für Löwen-Coach Stefan Janßen und sein Team dürfte das Gastspiel beim Mülheimer FC 97 zu etwas ungewohnter Stunde (17.30’Uhr) allerdings alles andere als ein Selbstläufer sein. Die Mülheimer konnten sich am Mittwochabend durch ein 2:0 im Kreispokal beim A-Ligisten VfL Wedau für den Niederrheinpokal qualifizieren und dürften den Schwung aus dieser Partie in das Duell gegen „07“ mitnehmen. In der Liga lief es für die Mannschaft von FC-Trainer Hakan Katircioglu auch recht proper mit jeweils zwei 1:1 Unentschieden gegen den SV Wermelskirchen und bei Arminia Klosterhardt.

Die Hamborner Löwen dürften also auf einen selbstbewussten Gegner treffen, und werden alle Krallen ausfahren müssen, um den Maximalertrag mit nach Hause nehmen zu können. Insofern würden sich 07-Coach Stefan Janßen und seine Jungs über eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans freuen.

Corona-Hinweis der Gastgeber
Die Vereinsverantwortlichen des Mülheimer FC 97 haben mit Rundbrief vom 09.08.21 darauf hingewiesen, dass für den Zutritt zum Stadion die „3G-Regel“ gilt, d.h. nur Geimpfte, Genesene oder Getestete haben Zutritt zum Stadion. Entsprechende Nachweise sind mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Ein Testzentrum ist vor Ort auf dem Parkplatz eingerichtet. Anmeldungen sind unter www.teststadion.de möglich. Es wird gebeten, mindestens eine halbe Stunde früher zu erscheinen, damit die Partie pünktlich angepfiffen werden kann.

Wir bitten unsere Fans und alle Mitreisenden, diese Regeln zu beachten und die für die Überwachung der Maßnahmen zuständigen Mitarbeiter des gastgebenden Vereins entsprechend zu unterstützen. Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Mithilfe!



SV 09/35 Wermelskirchen - SF Hamborn 07 3:3 (1:1)
Löwen geben 3:1 Führung in der letzten Viertelstunde noch aus der Hand

Von ihrem Trip ins Bergische brachten die Sportfreunde Hamborn 07 am gestrigen Sonntag einen Punkt mit nach Hause. Drei hätten es sein können, denn die Löwen führten beim SV Wermelskirchen bis zur 77. Minute durch Tore von Timm Golley (14.), Pascal Spors (59.) und Julian Bode (65.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 durch Umut Demir (42.) scheinbar sicher mit 3:1. Am Ende hieß es innerhalb von fünf Minuten durch einen Doppelschlag des kurz zuvor eingewechselten Aleksandar Stanojevic 3:3 (78. und 82.).

„Wir haben viel investiert, und am Ende nicht das mitgenommen, was möglich gewesen wäre“, zeigte sich Löwen-Coach Stefan Janßen enttäuscht. „Man muss aber auch sagen, dass Wermelskirchen große Moral bewiesen und zeitweise sehr gut gespielt hat“, zollte der Übungsleiter den Gastgebern Anerkennung.

Beide Teams hatten im Dönges-Eifgen-Stadion mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen. Dauerregen und der kurze Kunstrasen machten den Ball schnell und damit nur schwer kontrollierbar. Die Löwen fanden dennoch gut ins Spiel und erarbeiteten sich ein spielerisches Übergewicht. Es schien alles nach Plan der Gelb-Schwarzen zu laufen, als Kevin Krystofiak schön freigespielt und im 16er der Gastgeber durch Keeper Sebastian Weber nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Timm Golley in gewohnt sicherer Manier (14.).
Im Gegensatz zu den letzten Spielen setzten die Löwen nicht nach. Es kam zu einem Bruch im Hamborner Spiel, der es den Gastgebern ermöglichte, eigene Akzente zu setzen und gefährlich vor das 07-Tor zu kommen.

„Wir waren sehr nachlässig in der Abwehr, waren nicht zweikampfstark in der Abwehr“, konstatierte Löwen-Coach Stefan Janßen.

Die Hamborner konnten sich bei ihrem Torhüter Muhammet Sadiklar bedanken, dass es bis dahin keinen Gegentreffer gab. Mit zwei guten Paraden verhindere er den frühen Ausgleich; ein anderes Mal hatte Wermelskirchen Pech, dass das Leder nur knapp am Tor vorbeizog.

Kurz vor der Pause nutzten die Gastgeber dann die nächste Gelegenheit, und glichen durch Umut Demir aus. „Zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient“, konzedierte Stefan Janßen. In der Pause reagierte der Löwen-Coach, sprach mit seinem Team einige Dinge an, die nicht so gut gelaufen waren, und nahm einige Umstellungen vor.

Das Ergebnis machte sich direkt nach Wiederanpfiff bemerkbar: Hamborn übernahm sofort die Initiative und dominierte die Partie. Die Löwen erspielten sich Chance nach Chance. Verdienter Lohn waren die Treffer von Pascal Spors (59.) und Julian Bode (65.), die das Ergebnis auf 1:3 stellten. Wenig später hatte Tim Keinert zweimal das 1:4 auf dem Fuß, zögerte aber zu lange, und gab SVW-Keeper Weber damit noch einmal die Chance zu klären.

Wermelskirchen setzte noch einmal alles auf eine Karte. Trainer Sebastian Pichura brachte mit Sean Soares, Bedri Mehmeti, Aleksandar Stanojevic gleich drei neue Kräfte auf einen Schlag, zwei davon für die Offensive (68.). Die Wechsel sollten sich aus Sicht der Gastgeber als Glücksgriff erweisen, denn Aleksandar Stanojevic traf kurze Zeit später nach einer Nachlässigkeit der Hamborner Defensive zum 2:3 (78.).

Es lief dann wie zuletzt beim Pokalspiel in Dinslaken: Der Gegner bekommt die zweite Luft, setzt nach. „Wir hatten in dieser Phase nicht mehr die Entlastung die nötig war, zudem waren wir richtig nachlässig in der Abwehr, überhaupt nicht konsequent“, umschreibt Stefan Janßen, das was zwangsläufig folgen musste.

Nach einem langen Ball der Gastgeber kommt es auf der linken Abwehrseite der Löwen zu kollektiven Stellungsfehlern, so dass Aleksandar Stanojevic durchbrechen kann, alleine vor Muhammet Sadiklar auftaucht und zum 3:3 einschiebt (82.). „Ein komplett unnötiges Tor“, ärgerte sich Stefan Janßen, der danach ein völlig offenes Spiel sah, in dem jede Mannschaft noch den entscheidenden Schlag hätte setzen können.

Zunächst hatte sein Team die Führung noch einmal auf dem Fuß, aber im Nachgang auch noch einmal Glück, als Wermelskirchen nur den Innenpfosten trifft und Löwen-Keeper Muhammet Sadiklar den Abpraller noch sichern kann.

Am Ende bleibt es beim 3:3. Ein Ergebnis, das Stefan Janßen nicht wirklich zufrieden stellt.
„Am Ende des Tages muss man feststellen: Wenn Du 3:1 führst und hast so viele erfahrene Spieler auf dem Platz, und Du bist nicht in der Lage, das Ergebnis über das Ziel zu bringen, dann ist das einfach enttäuschend.“

Dennoch kann der Trainer dem Ganzen auch noch etwas Positives abgewinnen: „Wir alle sind völlig enttäuscht. Die Tatsache, dass wir uns alle bereits über ein Unentschieden in Wermelskirchen maßlos geärgert haben, zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Hiermit deutet er den Erfolgshunger an, den er von seiner Mannschaft erwartet, und der sich auch in den Köpfen festsetzen muss.

Offen spricht Stefan Janßen die To-do-Liste für sein Team an: „Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen und cleverer spielen. Hinten müssen wir konsequenter verteidigen, als Abwehrverbund agieren und gar nicht erst Chancen für den Gegner zulassen. Das hat mir gegen Speldorf schon nicht gefallen. Hieran müssen wir dringend arbeiten.“

Am nächsten Sonntag geht es für die Löwen mit noch einem Auswärtsspiel weiter: Dann gastieren die Hamborner beim Mülheimer FC 97. Der Anstoß ist um 17.30 Uhr.

SV 09/35 Wermelskirchen : Weber, Wylezol, Demir, Sari (90. Cakolli), Postic, Lilliu (68. Mehmeti), Kelm, Mittmann. (68. Stanojevic), Kücüktireli, Streit (72. Eryürük), Legat (68. Soares)

SF Hamborn 07: Sadiklar, Wichert, Krystofiak, Keinert (75. Ergün), Kolberg, Spors, Bode, Mastrolonardo, Schmitt, Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Maurice Wilke (SV 1910 Jägerhaus-Linde)
Tore: 0:1 Golley (14.), 1:1 Demir (42.), 1:2 Spors (59.), 1:3 Bode (65.), 2:3 Stanojevic (78.), 3:3 Stanojevic (82.)
Gelbe Karten: Streit (32. Foulspiel), Demir (90. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 70


Im Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel bei SV 09/35 Wermelskirchen - Plätze frei!
Für das erste Auswärtsspiel unserer Landesliga-Löwen in der neuen Spielzeit am kommenden Sonntag in Wermelskirchen steht noch ein geringes Kontingent an Plätzen im Mannschaftsbus zur Verfügung. Der Bus fährt von unserer Anlage im VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg, ab. Hier werden Mannschaft und Teilnehmer auch abends wieder abgesetzt.
Kostenbeteiligung: 15 EUR
Treffpunkt: 11.15 Uhr, 29.8.
Abfahrt: 11.30 Uhr

Ein Hinweis an die Teilnehmer, die sich bereits haben vormerken lassen: Die ursprünglich vorgesehene Zeit für Treffpunkt und Abfahrt (11.30/11.45 Uhr) wurde um 15 Minuten vorgezogen.

'3G'
Bitte ferner beachten: Teilnehmer müssen die „3G“ erfüllen, also entweder geimpft, genesen oder getestet sein (Schnelltest reicht; dieser darf aber nicht älter als 24 Stunden sein).
Wir bitten um Verständnis, dass die Einhaltung dieser Regelung streng kontrolliert werden muss. Vor diesem Hintergrund bitten wir auch um rechtzeitiges Erscheinen am Treffpunkt, damit der Tross auch pünktlich starten kann.
Interessierte können sich gerne bei Jochen Rehwald melden (Mobil 0177/7213196).


Landesliga-Vorschau: SV 09/35 Wermelskirchen - SF Hamborn 07
Auf Stefan Janßen und seine Mannschaft wartet eine nur schwer einzuschätzende Aufgabe

Duisburg, 28. August 2021 - Am morgigen Sonntag bestreiten die Sportfreunde Hamborn 07 ihr erstes Auswärtsspiel in der neuen Landesliga-Saison. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Dönges-Eifgen-Stadion, Eifgen 1, 42929 Wermelskirchen.
Der Spielplan führt die Löwen direkt an das entfernteste Ziel in der Liga nach Wermelskirchen im Bergischen Land. Viele Berührungspunkte gab es für die Hamborner mit dem SV 09/35 Wermelskirchen bislang nicht. Insofern steht ein großes Fragezeichen hinter dem Schwierigkeitsgrad der Aufgabe, die Stefan Janßen und sein Team im Dönges-Eifgen-Stadion erwartet.

Die Gastgeber konnten sich zum Ligastart beim Mülheimer FC mit einem 1:1 zumindest einen Punkt auf fremdem Platz erkämpfen und haben nun den Heimvorteil auf ihrer Seite. Auf der anderen Seite konnte Hamborn in den bisherigen Pflichtspielen durchaus seinen Ansprüchen gerecht werden und reist mit breiter Brust ins Bergische. Die Erwartungshaltung dürfte sein, in jedem Fall nicht mit leeren Taschen aus dem Dönges-Eifgen-Stadion in den Holtkamp zurückzukehren.
Die erste und letzte Begegnung beider Vereine werden die Löwen allerdings in weniger guter Erinnerung haben: In der Landesliga-Spielzeit 2019/2020 gab es an gleicher Stelle eine derbe 1:4 Niederlage für „07“. Weitere angesetzte Partien fielen bekanntlich der Pandemie zum Opfer. Dies sollte für die Löwen Mahnung und zugleich Ansporn sein, die von ihrem Coach Stefan Janßen angesprochenen Schwachstellen anzugehen, um von vornherein für klare Verhältnisse zu sorgen.

Zuletzt gerieten die Löwen im Kreispokal bei Dinslaken 09 nach souveräner 3:0 Pausenführung noch ins Trudeln, nachdem zahlreiche Torchancen ungenutzt blieben und sich Nachlässigkeiten im Spiel der „07er“ eingeschlichen hatten. Hier sah der Löwen-Coach Optimierungsbedarf.

Wir drücken unserem Team die Daumen und hoffen auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans.

Beschränkte Mitfahrgelegenheit gibt es - wie bereits bekanntgegeben - im Mannschaftsbus, der vom VTRipkens Sportpark im Holtkamp abfährt. Für die Ticketinhaber ist Treffpunkt um 11.15 Uhr, Abfahrt ist um 11.30 Uhr. Mitfahrende müssen die „3G“ erfüllen (geimpft, genesen oder getestet); der Nachweis hierzu ist vorzulegen.

Corona-Hinweise der Gastgeber
Kabinen und Duschen sind nur durch Geimpfte, Genese oder Getestete zu nutzen. Ein Nachweis muss erbracht werden; die Nutzer sind in Listen einzutragen (gilt eher für Spieler und Verantwortliche).
Im Bereich von Warteschlangen wie an der Kasse, Verpflegungsständen u.ä. gilt Maskenpflicht.
Wir bitten alle Fans und sonstigen Mitreisenden, diese Regeln zu beachten, den Anweisungen der örtlichen Ordnungskräfte Folge zu leisten und das Hausrecht der Gastgeber zu respektieren, wenn die Regeln nicht eingehalten werden können.



Kreispokal
SuS Dinslaken 09 - SF Hamborn 07 2:4 (0:3)
Löwen machen es im Kreispokal nach starker erster Halbzeit zum Schluss noch einmal spannend

Die Sportfreunde Hamborn 07 konnten sich am Mittwochabend in der 4. Runde des Kreispokals beim Bezirksligisten SuS Dinslaken 09 nach einem zum Ende hin doch spannender als ursprünglich erwarteten Pokalspiel mit 4:2 durchsetzen und dürfen sich nun so langsam berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme am Niederrheinpokal machen. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit führten die Löwen durch Tore von Noah Herrmann (3.) und Petros Tzikas (4.), sowie einen von Timm Golley verwandelten Foulelfmeter (27.) bereits zu Pause mit 3:0.

Die Gastgeber kamen nach dem Seitenwechsel zunehmend besser ins Spiel, als es die Hamborner versäumten, ihre Chancen zu nutzen und im Bewusstsein des deutlichen Vorsprungs Nachlässigkeiten zeigten. Dinslaken kam fast folgerichtig durch Treffer von Fabio Di Tommaso (65.) und Niklas Opriel (88.) auf 2:3 heran, und machte die Angelegenheit damit noch einmal spannend. Der kurz zuvor eingewechselte Ahmet Ünal Ergün erlöste dann die Löwen in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 2:4 und sorgte für den unterm Strich verdienten Erfolg der „07er“ und den Einzug ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs.

Mit dem dritten Pflichtspielsieg in Folge gelang dem Team von Stefan Janßen darüber hinaus ein perfekter Saisonstart. Die Löwen boten zunächst eine starke Leistung, agierten gallig, zielstrebig und entschlossen, dominierten die komplette erste Hälfte der Partie. Bezeichnend war, dass sich auch die Defensive mit nach vorne einschaltete und in Person der Außenverteidiger Noah Herrmann und Petros Tzikas für die ersten Ausrufezeichen im Blitztempo sorgte.

Zunächst netzte Noah Herrmann nach einem Standard per Kopf zur 1:0 Führung ein (3.), dann setzte Petros Tzikas entschlossen nach, als eine schöne Kombination der Löwen an und für sich schon hätte zum Tor führen müssen, aber zunächst abgeblockt worden war (4.). Nach knapp fünf Minuten stand es aus Sicht der Gastgeber also bereits 0:2.
Hamborn setzte nach, blieb gierig, so wie am letzten Sonntag zum Liga-Auftakt gegen den VfB Speldorf bereits gezeigt.

Nach einem Foul an dem pfeilschnellen Neuzugang Jawad Rezai im Dinslakener Strafraum verwandelte Tomm Golley den fälligen Elfmeter sicher zum 3:0 (27.). In der Folge blieben die Löwen am Drücker, verpassten es aber, das 4:0 nachzulegen. Somit hatte die 3:0 Führung Bestand zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel beherrschten die Hamborner zunächst weiter das Spiel, ließen es aber etwas an der Effektivität und Konzentration der ersten Hälfte mangeln, was ihnen am Ende fast noch zum Verhängnis geworden wäre.

„Wir haben klar überlegen gespielt bis zur Halbzeit. Dann haben wir es aber im letzten Drittel vor dem Tor zu kompliziert gemacht, haben gute Gelegenheiten, die zum Tor hätten führen können oder gar müssen, unkonzentriert ausgespielt und sind fahrlässig mit den Chancen umgegangen“, kommentierte Löwen-Coach Stefan Janßen diese Phase des Spiels. „Es kam dann wie es im Pokal halt kommen kann. Der Gegner spielt dann Alles oder Nichts, kommt auch zum ersten Tor, bekommt Aufwind, die Zuschauer sind auf einmal da. Wir schaffen es wieder nicht, das vierte Tor zu machen, Dinslaken kommt auf 2:3 heran. Am Ende war es ein offenes Spiel.“

Letztendlich hatten aber die Löwen das bessere Ende für sich, auch Dank eines glücklichen Händchen ihres Trainers beim Wechseln. Ahmet Ünal Ergün war kurz vor Schluss gerade für Jawad Rezai in die Partie gekommen, als Julian Bode wenig später mit einem tollen Pass auf Tim Keinert einen Konter einleitet, Tim Keinert sich in beeindruckender Art und Weise durch die Dinslakener Defensive tankt und auf den goldrichtige stehenden Ahmet Ünal Ergün legt, der zum 2:4 vollstrecken kann (90. + 1).

„Ein insgesamt hochverdienter Sieg. Man muss aber auch dabei sagen, dass es ein richtig gutes Pokalspiel war, auch vom Gegner, der alles reingeworfen hat, was möglich war“, resümierte Löwen-Trainer Stefan Janßen. „So laufen halt Pokalspiele. Solange Du nicht rechtzeitig dafür sorgst, dass das Ergebnis noch klarer wird, solange ist ein Gegner im Spiel, solange haben wir ihn im Spiel gehalten“, merkte der Übungsleiter mit Blick auf die aus Hamborner Sicht unnötig spannende Schlussphase des Spiels an. „Das soll uns Warnung sein für die nächsten Aufgaben, dass wir die sich bietenden Chancen konsequent nutzen, um da am Ende auch für Ruhe zu sorgen.“

Am nächsten Sonntag geht es für die Löwen weiter in der Landesliga . Die Mannschaft von Stefan Janßen tritt dann zum ersten Auswärtsspiel in der Meisterschaft bei der SV 09/35 Wermelskirchen an. Anstoß ist um 15.00 Uhr.

SuS Dinslaken 09: Bohn, Knödlseder, Mirvan (69. Erhardt), Bongartz, Opriel, Kratzer, Suchomel, Kroenung, Sljvic, Hanna (61. Gehle), Di Tommaso

SF Hamborn 07: Sadiklar, Krystofiak, Keinert, Stenzel (82. Akdeniz), Tzikas (46. Spors), Bode, Mastrolonardo (46. Diallo), Schmitt, Rezai (89. Ergün), Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Philipp Langer (SVH Mülheim)
Tore: 0:1 Herrmann (3.), 0:2 Tzikas (4.), 0:3 Golley (27. Strafstoß), 1:3 Di Tommaso (65.), 2:3 Opriel (88.), 2:4 Ergün (90. + 1)
Gelbe Karten: Suchomel (20. Foulspiel), Bohn (27. Foulspiel), Slvic (70. Unsportlichkeit), Diallo (71. Foulspiel), Opriel (71. Unsportlichkeit), Kroenung (90. + 2 Unsportlichkeit)
Zuschauer: 300


SF Hamborn 07 - VfB Speldorf 7:1 (2:0)
Starke Gäste aus Mülheim mit Pech im Abschluss und etwas unter Wert geschlagen

Duisburg, 22. August 2021 - Einen blendenden Start in die neue Landesliga-Saison erwischten die Sportfreunde Hamborn 07. In einem spannenden und torreichen Spiel bezwang das Team von Stefan Janßen den VfB Speldorf überraschend deutlich mit 7:1 und setzte damit ein dickes Ausrufezeichen. Für die Löwen waren Timm Golley mit einem Doppelpack (1. und 58.), Kevin Menke (21.), Kevin-Dean Krystofiak (66.), David Forbeck (78.), Tim Keinert (82.) und Julian Bode (90. + 1) erfolgreich; Abdul Rahman Isshak Yussif markierte kurz vor Ende der regulären Spielzeit den mehr als verdienten Ehrentreffer des VfB, der aus Sicht der Gäste aber viel zu spät fiel, um dem Spiel noch eine entscheidende Wendung geben zu können.

„07“ überzeugte von der ersten bis zur letzten Minute sowohl kämpferisch als auch spielerisch und ging unter dem Strich als verdienter Sieger vom Platz. Fairerweise muss man aus Hamborner Sicht sagen, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz widerspiegelt, denn die Gäste aus Mülheim zeigten sich als der erwartet starke Gegner, der allerdings seine zahlreichen Chancen nicht zu nutzen wusste und auch noch Pech mit zwei Lattentreffern hatte.

Ähnlich sah es denn auch Löwen-Coach Stefan Janßen: „Vom Ergebnis her war das natürlich ein Traumstart. Ein tolles Heimspiel, sieben Tore gegen einen Gegner wie Speldorf. Das ist richtig gut, da kann man stolz sein, und ich bin ich auch richtig stolz auf die Mannschaft. Bei der genauen Analyse des Spiels sieht das dann ein wenig anders aus.“

In einem Spiel, das von beiden Seiten offen geführt wurde, erwischten die Löwen einen Traumstart. Bereits in der ersten Minute konterten die Hamborner die Gäste nach einer missglückten Vorwärtsbewegung aus, Kevin Menke umkurvt VfB-Keeper Felix Kersten und kann von diesem nur noch durch ein Foul am Torschuss gehindert werden. Den fälligen Strafstoß verwandelt Timm Golley sicher zum 1:0 (1.).

Hamborn war nun optisch überlegen, drängte weiter. Gleich die zweiten Chance nutzen die an diesem Tag äußerst effektiven Löwen zum 2:0. Wieder ist es Kevin Menke, der auf Felix Kersten zuläuft, diesen umspielen und das Leder einschieben kann. Dieses Mal war der Löwen-Stürmer in keiner Weise auszubremsen (21.).

Wer dachte, dass der VfB durch diese beiden schnellen Gegentreffer geschockt war, sah sich getäuscht: Die Gäste legten noch einen Gang zu, übernahmen das Kommando, erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und drückten auf den Anschlusstreffer. Das Spiel gestaltete sich weiter offen.

„Man kennt das ja: Wenn das 2:1 gefallen wäre, hätte das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf genommen“, orakelte Stefan Janßen im Nachgang.

So überstand seine Mannschaft mit Geschick, ein wenig Glück und mit Hilfe der Latte die Angriffe der Speldorfer ohne Schaden und nahm die 2:0 Führung mit in die Pause.

Gäste-Coach Julien Schneider forcierte das Tempo, brachte zur Pause mit Mehmet-Ali Cengiz und Abdul Rahman Isshak Yussif zwei frische Offensive Kräfte. Letzterer hatte dann auch kurz nach Wiederanpfiff die große Chance zum Anschlusstreffer; sein Kopfball aus 3 Metern verfehlte jedoch knapp das Ziel (50.).

Als das Tor für den VfB nur noch eine Frage der Zeit schien, schlägt „07“ wieder gnadenlos zu. Vollstrecker ist Timm Golley, der nach einem schönen direkten Zuspiel vor dem Tor die Übersicht behält und abgeklärt zum 3:0 einschiebt (58.). Als Kevin-Dean Krystofiak knapp 10 Minuten später das Ergebnis gar auf 4:0 stellt, scheint die Messe gelesen (66.).

Der VfB Speldorf will sich an diesem Tag aber nicht in sein Schicksal ergeben, kämpft weiter um das erste Tor. Zunächst scheitert Yussif mit einem schönen Heber an der Latte (76.), dann boxt Löwen-Keeper Dominik Schäfer einen von Mehmet-Ali Cengiz platziert getretenen Freistoß aus rd. 18 Metern aus dem Torwinkel (77.).

Es scheint wie verhext für Speldorf: Der Ball findet einfach nicht den Weg ins Hamborner Tor. Anders auf der anderen Seite, wo David Forbeck fast im Gegenzug das 5:0 markieren kann (78.) und Tim Keinert gar zum 6:0 nachlegt (82.). Nach einer weiteren guten Möglichkeit durch Athanasios Tsourakis, die Löwen-Schlussmann Dominik Schäfer gerade noch entschärfen konnte (85.), kommen die Gäste dann doch noch zum hochverdienten Ehrentreffer. Nach einer Flanke von Hendrik Willing steht Abdul Rahman Isshak Yussif goldrichtig und kann per Kopf zum 6:1 einnetzen (89.).

Zeichnet der Kampfgeist die Speldorfer, nie aufstecken zu wollen, immer weiter dagegenzuhalten an diesem Tag aus, so ist es auf der anderen Seite der scheinbar unstillbare Torhunger der Löwen, den man in dieser Form im Holtkamp lange nicht mehr gesehen hat.

Statt die restlichen Minuten in Ruhe herunterzuspielen, gibt „07“ noch einmal Gas und stellt durch einen Treffer von Julian Bode den alten Torabstand quasi mit dem Schlusspfiff wieder her (90. + 1). „Es hat die Jungs irgendwie geärgert, dass sie sich noch ein Gegentor eingefangen haben. Dann mussten sie selbst noch eins nachlegen“, scherzte Stefan Janßen im Nachgang, um dann etwas ernster nachzulegen. „Wir waren heute torgierig bis zum Schluss. Das erwarte ich allerdings auch von meinen Spielern, dass sie sich nie mit etwas zufrieden geben, sondern immer weiter arbeiten.“

Der Löwen-Coach ist insgesamt natürlich mit dem Liga-Start mehr als zufrieden, bleibt jedoch mit beiden Beinen auf der Erde. „Das Ergebnis ist beeindruckend, auch die Art und Weise, wie wir teilweise gespielt haben. Insbesondere die Tore waren richtig toll herausgespielt. Ich habe natürlich auch die ein oder andere Sache gesehen, die wir noch verbessern müssen, wo wir zukünftig dem Gegner nicht die ein oder andere Chance bieten dürfen und im Vorfeld verhindern müssen, dass es zu einer Torchance kommt.

Insofern gilt es jetzt, sich nicht auszuruhen, sondern das zu verbessern, was wir noch nicht so gut umgesetzt haben, und dass wir die Sachen, die wir gut gemacht haben, beibehalten und auch noch ein wenig verbessern.“

Aber nicht nur sportlich war Stefan Janßen mit dem Sonntagnachmittag zufrieden. „Das ganze Umfeld hat gepasst. Hierfür muss man auch einmal ein großes Dankeschön loswerden. Alle im Verein haben sich wahnsinnig Mühe gegeben, das dieser Tag ein Erfolg wird, ob es nun der Platzwart war, der uns einen tollen Rasen beschert hat, oder die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Verpflegungsständen oder die tolle Einweihung des neuen Clubhauses. Das war insgesamt eine runde Sache. Sogar das Wetter hat mitgespielt entgegen aller Prognosen.“

Vom Platz an der Sonne grüßen indes Stefan Janßen und sein Team nach dem ersten Spieltag, denn die Löwen übernehmen mit diesem Kantersieg die Tabellenführung, dicht gefolgt von den DJK Blau-Weiß Mintard, die sich beim VfB Frohnhausen ebenso überraschend deutlich mit 6:1 durchsetzen konnten und aufhorchen lassen.

Weniger sonnig sieht es mit der Personalsituation im Löwen-Kader aus. Die bestehende Ausfallliste hat sich leider verlängert. Benedikt Helling fiel am Donnerstagabend beim Training unglücklich auf den Arm, der mit Verdacht auf Armbruch in Gips gepackt werden musste. Am Freitag verdrehte sich Ahmet Ünal Ergün beim Training das Knie und wird ebenfalls vorläufig ausfallen. Darüber hinaus mussten Kevin Menke und Jan Stuber im Spiel gegen Speldorf vorzeitig jeweils mit Oberschenkelblessuren das Feld verlassen. „Hoffen wir mal, dass wir die beiden schnellstmöglich wieder fit bekommen“, zeigt sich Stefan Janßen besorgt, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Aufgaben.

Bereits am kommenden Mittwoch geht es nämlich für die Löwen weiter im Viertelfinale des Kreispokals. Dann gastiert die Mannschaft von Stefan Janßen beim Bezirksligisten SuS 09 Dinslaken. Anstoß ist um 19.30 Uhr auf der neuen Platzanlage an der Voerder Straße.

Am Sonntag darauf steht für die Hamborner beim ersten Auswärtsspiel direkt eine Reise ins Bergische zur SV Wermelskirchen an (Anstoß 15.00 Uhr).

SF Hamborn 07: Schäfer, Stuber (64. Kolberg), Krystofiak, Menke (42. Forbeck), Keinert, Spors (86. Tzikas), Bode, Mastrolonardo (89. Diallo).Schmitt, Herrmann, Golley (81. Stenzel)

VfB Speldorf: Kersten, Piepenbreier, Mühlenfeld, Simsek, Tsourakis, Terwiel, Hohensee (63. Willing), Schürings (46. Cengiz), Boka (46. Yussif), Heckhoff (42. Aydogmus , Fritzsche

Schiedsrichter: Malte Lüttenberg (BG Überruhr)
Tore: 1:0 Golley (1. Foulelfmeter), 2:0 Menke (21.), 3:0 Golley (58.), 4:0 Krystofiak (66.), 5:0 Forbeck (78.), 6:0 Keinert (82.), 6:1 Isshak Yussif (89.), 7:1 Bode (90. + 1)
Gelbe Karten: Schürings (43. Foulspiel), Forbeck (54. Foulspiel), Golley (57. Foulspiel), Spors (77. Foulspiel)
Zuschauer: 205






Duisburg, 20. August 2021 - Vorschau: SF Hamborn 07 - VfB Speldorf
Löwen starten mit Traditionsderby in die neue Landesliga-Saison

Am kommenden Sonntag startet die Landesliga in die neue Spielzeit.
Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.
Zum Auftakt empfangen die Sportfreunde Hamborn 07 den VfB Speldorf im Holtkamp. Nach den personellen Verstärkungen und einer erfolgreichen Vorbereitung sind die Erwartungen im Löwen-Lager natürlich hoch. Diese Erwartungen wurden durch den souveränen 8:0 Erfolg der Hamborner bei ihrem ersten Pflichtspielauftritt am letzten Sonntag im Kreispokal beim A-Ligisten Viktoria Wehofen sicherlich noch ein wenig geschürt.

Gleichwohl wartet nun am ersten Spieltag der neuen Landesliga-Saison 2021/2022 mit dem VfB Speldorf eine sicherlich härtere Nuss auf das Team von Stefan Janßen. Die Gäste aus Mülheim gehören zu den Traditionsgegnern der Löwen. Sowohl in der damaligen Verbandsliga, als auch dann in der Oberliga Niederrhein und Landesliga lieferten sich beide Mannschaften stets spannende Spiele. Die letzten drei Pflichtspiele fielen leider Corona zum Opfer. Allerdings dürfen wir davon ausgehen, dass beide Teams an die gute Tradition anknüpfen und heute eine packende Partie abliefern werden.

Nachdem der VfB Speldorf in der vorletzten Spielzeit einen „Durchhänger“ hatte und bei Abbruch der Spielzeit auf einem Abstiegsplatz stand, gehören die Grün-Weißen unter ihrem neuen Trainer Julien Schneider sicherlich zu den ambitionierten Mannschaften der Landesliga-Gruppe 3.

Die Mülheimer hatten eine anspruchsvolle Vorbereitung, testeten u.a. dreimal gegen Oberligisten und schlugen sich hierbei mehr als achtbar. Beim FSV Duisburg gelang der Mannschaft von Julien Schneider ein 2:2 Unentschieden, gegen die Sportfreunde Niederwenigern konnte man sich gar mit 2:1 durchsetzen. Auch der TV Jahn Hiesfeld hatte beim 2:1 seine Mühe mit dem VfB.

Zuletzt wurden die Speldorfer durch Corona ausgebremst und mussten aufgrund einzelner Infektionsfälle ihr Kreispokalspiel am letzten Sonntag absagen. Das sollte die Löwen jedoch nicht in Sicherheit wiegen, da auch der VfB mit seinem Kader gut in der Breite aufgestellt ist.

Für den Ligaauftakt werden die Mülheimer sicherlich alles geben, um die Partie spielen zu können und eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen.

Stefan Janßen kennt und schätzt den VfB aus seiner früheren Tätigkeit als Trainer dort. Der Löwen-Coach und sein Team freuen sich auf das Derby. Dieser Vorfreude schließen wir uns gerne an und hoffen auf einen spannenden und unterhaltsamen Meisterschaftsauftakt.