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Landesliga Gruppe 3
Fupa (Spiele/Tabelle)









 
 

Landesliga Gruppe 3:  SF Hamborn
PM Markus Oeste 07

Hamborn 07 verstärkt sich in der Winterpause
Vorbereitung auf die Rückrunde in der Landesliga startet am Montag

Duisburg, 15. Januar 2022 - Die Sportfreunde Hamborn 07 haben sich in der Winterpause verstärkt. Mit Damiano Schirru und Marius Delker konnten zwei gestandene Spieler mit Oberliga-Erfahrung verpflichtet werden, die den zuletzt personell geschwächten Kader der Löwen wertvoll ergänzen werden. Dies konnte Löwen-Trainer Stefan Janßen Anfang der Woche verkünden.

Damiano Schirru kommt vom Bezirksligisten VfB Bottrop in den Holtkamp, gehörte aber bis Mitte letzten Jahres viele Jahre lang zum Stammpersonal des Oberligisten TV Jahn Hiesfeld. Der 36 jährige Mittelfeldspieler wird mit seiner Erfahrung das Zentrum der Löwen stabilisieren. Gleichzeitig hält er nach dem Abgang von Kevin Kolberg die „Veilchen-Quote“ im Löwen-Rudel konstant.

Marius Delker
stand zuletzt beim Oberligisten FC Kray zwischen den Pfosten. Der 28 jährige Torwart konnte sich sowohl bei den Essenern als auch beim FC Bocholt und dem damaligen TuS Bösinghoven (jetzt TSV Meerbusch) in der Oberliga bewähren. Auch in der Jugend spielte er höherklassig: Mit dem MSV Duisburg kickte der in der A- und B-Junioren-Bundesliga und mit der Reserve des MSV in der Regionalliga West.

Wir freuen uns über diese hochkarätige Verstärkung und hoffen, dass Marius Delker die große Lücke im Torwart-Team der Löwen schließen kann, die Dominik Schäfer nach seinem verletzungsbedingten Karriereende hinterlassen hat.

Beide Neu-Löwen heißen wir herzlich im Holtkamp willkommen und wünschen ihnen mit ihrem neuen Team viel Erfolg und viel Spaß.

Am kommenden Montag (17.01.) starten die Löwen mit ihrem Trainingsbetrieb und damit in die Vorbereitung auf Rückrunde in der Landesliga, die für „07“ am 06.03.21 gleich mit dem Top-Spiel gegen den Mülheimer FC 97 im Holtkamp ihre Fortsetzung nimmt (Anstoß 15.00 Uhr).

Den ersten Test in der Winterpause bestreiten die Löwen am Samstag, den 29.01.21, im VTRipkens Sportpark. Gegner ist der Landesligist TSV Wachtendonk-Wankum (Anstoß 14.30 Uhr).

Es folgen weitere Tests gegen Viktoria Buchholz (SO 06.02.22, 15.00 Uhr, heim), den SV Hönnepel-Niedermörmter (SO 13.02.22, 15.00 Uhr, heim), BW Dingden (SA 19.02.22, 15.09 Uhr, auswärts) und den VfB Speldorf (SO 27.02.22, 15.00 Uhr, auswärts).

Auf die Partien werden wir im Vorfeld noch gesondert hinweisen. Kurzfristige Änderungen sind möglich.



Hamborn 07 beendet das Jahr 2021 nach dem 15. Spieltag auf dem 1. Tabellenplatz mit einem Punkt vor Steele


SF Hamborn 07 – SV 09/35 Wermelskirchen 5:2 (1:0)
Torhungrige Löwen setzen sich an die Spitze
Duisburg, 5.12.2021 - Gratulation! Unsere Löwen konnten sich am letzten Sonntag im Verfolgerduell gegen den SV Wermelskirchen deutlich mit 5:2 durchsetzen und werden nun als Tabellenführer der Landesliga Gruppe 3 überwintern.
Dank eines weiteren Patzers des Mülheimer FC 97, der sich überraschenderweise auf eigenem Platz den DJK Arminia Klosterhardt mit 3:4 geschlagen geben musste, konnte sich das Team von Stefan Janßen auf die Spitzenposition vorarbeiten.

Für die Löwen trafen Julian Bode im Doppelpack (32. und 81.), Dennis Wichert (52.), Gino Mastrolonardo (64.) und Ahmet Ünal Ergün (70.); Farit Sari markierte mit einem  Doppelpack in den letzten 10 Minuten die Ehrentreffer für die Gäste aus dem Bergischen (80. und 90.).

„Ein absolut verdienter und zu keiner Zeit gefährdeter Sieg“, resümierte Löwen-Coach Stefan Janßen nach der Partie. Seine Mannschaft hatte die Gäste aus dem Bergischen stets im Griff und zeigte sich auch ohne Kapitän Timm Golley, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt war, torhungrig. „Wir können auch ohne Timm Tore schießen“, merkte Löwen-Trainer Stefan Janßen nach der Partie mit Blick auf die nicht wenigen Stimmen, die die Leistungsfähigkeit der Löwen gerne auf ihren Kapitän reduzieren, nicht ohne Stolz an. Gleichwohl sah der Übungsleiter auch noch Optimierungsbedarf: „Wer mich kennt, weiß, dass ich nie zufrieden bin. Zum einen ärgern mich die beiden Gegentore, zum anderen haben wir wieder viele Chancen liegen lassen.“

Hamborn begann schwungvoll gegen die etwas müde wirkenden Gäste, die anscheinend noch das Pokalspiel vom Mittwochabend gegen den FC Remscheid (3:0) in den Knochen hatten, und zudem mit einem überschaubaren Kader in den Holtkamp gekommen waren. Die Löwen störten früh, ließen den SVW kaum zur Spielentfaltung kommen,  drückten selbst nach vorne und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten.

Ein erster Warnschuss kam nach rund 10 Minuten von Kevin-Dean Krystofiak, der sich schön über die rechte Seite durchsetzen konnte und leider nur das Außennetz traf. Kurz darauf traf Marcel Stenzel in die Wermelskirchener Maschen, wurde aber wegen einer mutmaßlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen (13.). Wenig später muss Furkan Kücüktireli gegen Gino Mastrolonardo für seinen bereits geschlagenen Keeper Sebastian Weber auf der Linie klären (20.).
Es ging fast im Minutentakt weiter. Ein weiterer gefährlicher Schuss des Hamborner Mittelfeldspielers, der an diesem Tag wieder gekonnt die Strippen zog, konnte wiederum im letzten Augenblick von einem Abwehrbein zur Ecke abgefälscht werden (22.).
Wenig später erwischt Ahmet Ünal Ergün eine schöne Hereingabe von Marcel Stenzel im Fünfmeterraum nicht richtig – spätestens hier hätten die Löwen in Führung gehen müssen (27.).
Der SVW kam kaum nach vorne. Bis auf einen Kopfball von Shogo Aikawa, der rechts am Hamborner Gehäuse vorbeistreifte (31.), blieben die Offensivbemühungen der Gäste harmlos.
Kurz darauf hatte der Löwen-Anhang endlich Grund zum Jubeln: Eine schöne Flanke von der rechten Seite kann Julian Bode im 16er gekonnt annehmen, und zur überfälligen Hamborner Führung unhaltbar ins linke Eck platzieren (.32.).
Wermelskirchen versucht dagegenzuhalten. Farit Sari, sicherlich an diesem Tag einer der auffälligsten Spieler in den Reihen des SVW, versucht es mit zwei Distanzschüssen von der Strafraumgrenze, zieht jedoch jeweils deutlich rechts am Kasten der Löwen vorbei (37. und 42.).
Mit der knappen 1:0 Führung geht es in die Pause.

Wermelskirchen zeigt sich nach Wiederanpfiff bemüht, wird jedoch nach knapp 10 Minuten kalt erwischt, als der wieder fleißige Julian Bode mit einem schönen Freistoß aus halbrechter Position Dennis Wichert im Strafraum bedient, der das Leder per Kopf zum 2:0 für „07“ im Gästetor unterbringt (52.). Kurz darauf versucht sich Kevin-Dean Krystofiak nach einer Ecke mit einem Kopfball, verfehlt aber das Tor nur knapp (56.).

Die Löwen beißen, übernehmen wieder das Kommando im Spiel. Marcel Stenzel geht im Spielaufbau der Gäste dazwischen, legt auf Gino Mastrolonardo, der sich im 16er durchsetzt und zum 3:0 einschiebt (64.). Ein Tor des Willens!
Kurz darauf bedient der Torschütze den kurz zuvor für Mamadou Diallo gekommenen David Forbeck im Strafraum. Der Youngster zieht jedoch auch kurzer Distanz über das Tor – eine Riesenchance! Wenig später gibt David Forbeck den Vorbereiter, schickt Ahmet Ünal Ergün steil auf die Reise, der bis zum Schluss die Nerven behält und überlegt zum 4:0 einschiebt (70.).

Hamborn bleibt am Drücker und hätte durch Tim Keinert gar fast das 5:0 erzielt, doch Gästetorwart Sebastian Weber pariert mit einer tollen Parade und verhindert Schlimmeres für sein Team (77.).

Man muss dem SVW zugute halten, dass er sich bis zum Schluss um Ergebniskorrektur bemühte und nie den Kopf hängen ließ. Nach einer schönen Hereingabe über die linke Seite verfiel die Hamborner Abwehr in einen kurzen Tiefschlaf, den Farit Sari  im 16er eiskalt ausnutzte und die Kugel zum 4:1 in die Hamborner Maschen drosch (80.).

Der Torjubel der Gäste war kaum verklungen, da schlug es auf der anderen Seite wieder ein: Julian Bode hatte sich wieselflink über die rechte Seite durchgetankt, aus spitzem Winkel ins Gehäuse getroffen und den alten Torabstand wiederhergestellt (81.).
Den Schlusspunkt, und zwar einen ganz besonderen, setzte dann aber Wermelskirchen in Person von Farit Sari, der mit einem herrlichen unhaltbaren Schuss in den rechten Torwinkel noch auf 5:2 verkürzte (90.). Kurz darauf pfiff Referee Jan Niklas Schluse die unterhaltsame und faire Partie ab.

Die Löwen überwintern auf Rang 1 und haben Wermelskirchen erst einmal auf Distanz gehalten; der SVW musste sich nach der Niederlage im Holtkamp am darauf folgenden Samstag nun auch im Nachholspiel beim Duisburger SV 1900 mit 0:1 geschlagen geben und hat etwas die Tuchfühlung verloren. Aber eben nur etwas, denn die Spitzengruppe bleibt dicht beieinander.

Nach einer Trainingswoche geht  es nun für Stefan Janßen und sein Team zunächst in die verdiente Winterpause. Am 17. Januar starten dann der Trainingsbetrieb und das Vorbereitungsprogramm auf die Rückrunde.

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo (62. Forbeck), Helling, Wichert, Krystofiak, Stenzel (85. Schiewer), Bode, Mastrolonardo (90. Tzikas), Schmitt (74. Keinert), Ergün (74. Spors), Herrmann.

SV Wermelskirchen: Weber, Aikawa (57. Eryürük), Wylezol, Demir, Nico Postic, Sari (90. Luca Postic), Lilliu, Kelm (67. Pichura), Kücüktireli, Streit, Legat.

Schiedsrichter: Jan Niklas Schluse (TuB Mussum)
Tore: 1:0 Bode (32.), 2:0 Wichert (52.), 3:0 Mastrolonardo (64.), 4:0 Ergün (70.), 4:1 Sari (80.), 5:1 Bode (81.), 5:2 Sari (90.).
Gelbe Karten: Nico Postic (61. Unsportlichkeit), Stenzel (69. Foulspiel), Sari (82. Foulspiel), Streit (83. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 250


VfB Speldorf - SF Hamborn 07 2:2 (1:0)
Dieses Mal reichte es nur zu einem Unentschieden

Duisburg, 30. November 2021 - Keinen Sieger gab es im Verfolgerduell der Landesliga-Gruppe 3 zwischen dem VfB Speldorf und den Sportfreunden Hamborn 07. Beide Teams trennten sich am Sonntagnachmittag an der Saarner Straße mit 2:2.

Zweimal gingen die durch einige Verletzungen geschwächten Hausherren in Führung. Zunächst durch einen Foulelfmeter von Janis Timm (30.), dann durch Fabian Schürings (75.). Die Löwen konnten durch Timm Golley (57.) und Kevin-Dean Krystofiak (81.) jeweils egalisieren und zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Den Sprung an die Tabellenspitze haben die Hamborner allerdings verpasst. Dieser wäre möglich gewesen, da Liga-Primus Mülheimer FC 97 mit 1:2 beim SV Wermelskirchen schwächelte und sämtliche Punkte im Bergischen lassen musste.

Glück dagegen hatten die Löwen, dass der ESC Rellinghausen im Essener Stadtderby beim SV Burgaltendorf mit 0:1 den Kürzeren zig und sich nicht an Hamborn vorbei auf Platz 2 schieben konnte.

„Unter dem Strich ein sehr intensives Spiel, mit dem man nicht unzufrieden sein muss, bis auf einige Szenen im ersten Durchgang, wo wir etwas schläfrig und nicht aggressiv genug waren“, resümierte 07-Coach Stefan Janßen. „In der ein oder anderen Phase des Spiels hätten wir sicherlich mehr aufs Tempo drücken können. In der ersten Halbzeit hätte ich mir mehr Mut gewünscht, insbesondere im Offensivbereich, wo wir kaum Eins-gegen-Eins-Situationen hatten“, sah der Hamborner Übungsleiter noch Verbesserungsbedarf.

Gleichwohl hatte sein Team zunächst die ersten beiden Gelegenheiten durch Marcel Stenzel, der u.a. in der 9. Minute VfB Keeper Martín Hauffe mit einem Fallrückzieher zu einer Glanztat zwingt. Aber auch Löwen-Schlussmann Henry Pleitez kann sich auszeichnen, als er einen gut platzieren Schuss von Guido-Can Brühl zur Ecke mit einer tollen Reaktion zu Ecke klärt (11.). Es folgen weitere Hamborner Chancen, doch das erste Tor macht Speldorf.

Nach einem Gestochere im Hamborner Strafraum geht der Mülheimer Guido-Can Brühl zu Boden. Für Referee Tim Grevelhörster ein klarer Fall: Elfmeter! Für Löwen-Coach Stefan Janßen war die Angelegenheit nicht so eindeutig: „Das war eine etwas undurchsichtige Situation, zumindest etwas fragwürdig.“ Am Ende zählt der Pfiff des Unparteiischen. Janis Timm lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelt zur Speldorfer Führung zum 1:0 (30.).

Hamborn müht sich in der Folge, bringt aber nichts Zwingendes zustande. „Das war wirklich keine gute Leistung, die wir bis zum Pausenpfiff gebracht haben“, gestand Stefan Janßen auch ein. Einzig Keeper Henry Pleitez machte noch einmal auf sich aufmerksam, als er einen Schuss von Janis Timm aus rd. 12 Metern über die Latte fausten kann.

Mit dem 1:0 für die Gastgeber ging es in die Pause.
Stefan Janßen nahm in der Halbzeit einige taktische Umstellungen vor, brachte zudem mit Gino Mastrolonardo für Timm Keinert einen frischen Spieler in die Partie. Der Wechsel sollte sich bezahlt machen, denn mit der Hereinnahme des Ex-Hiesfelders, der wieder als Ideengeber fungierte, nahm das Hamborner Spiel richtig Fahrt auf.
Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer schönen Einzelaktion lässt Kapitän Timm Golley mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern in den Winkel VfB-Keeper Martín Hauffe keine Chance: 1:1 (52.).

Die Löwen drücken nun, haben hochkarätige Möglichkeiten, agieren aber unglücklich oder treffen falsche Entscheidungen wie Marcel Stenzel in aussichtsreicher Position. „Da hätte er mit der Seite schießen sollen, anstatt den Ball Vollspann zu nehmen“, kommentierte Stefan Janßen die Szene.

Mitten in due Drangphase der Hamborner setzt Speldorf einen Konter, spielt wunderbar in die Tiefe, wo Fabian Schürings - gerade erst für Abdul Yussif ins Spiel gekommen - Löwen-Keeper Henry Pleitez umkurven und das Leder ins leere Gehäuse schieben kann: Speldorf ist wieder vorne (75.).

„07“ lässt sich nicht schocken und baut wieder Druck auf. Nach einer Ecke ist es Kevin-Dean Krystofiak, der das Leder per Kopf zum 2:2 Ausgleich in die Speldorfer Maschen wuchtet (81.).

Trotz weiterer Bemühungen der Löwen bleibt es bei einem insgesamt gerechten 2:2 Unentschieden, das die Löwen zwar nicht an die Spitze bringt, aber im Titelrennen hält. „Wir sind weiter dran“, so Stefan Janßen. „Am nächsten Sonntag folgt dann das Spitzenspiel gegen Wermelskirchen.“

Dass Stefan Janßen hierbei auf Timm Golley verzichten muss, der sich noch in der Nachspielzeit die fünfte Gelbe Karte einhandelte und damit gegen Wermelskirchen gesperrt ist, ist für den Löwen-Coach kein Problem. „Wir haben auch schon ohne Timm Spiele gewonnen“, so der Übungsleiter. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, um auch dieses letzte Spiel vor der Winterpause erfolgreich zu gestalten.“

VfB Speldorf: Hauffe, Piepenbreier, Gronemann, Simsek, Tsourakis (90. + 2 Heckhoff), Hohensee, Brühl, Duljaj, Fritzsche, Yussif (73. Schürings), Timm

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo (85. Goralski), Helling, Krystofiak, Keinert (46. Mastrolonardo), Stenzel, Bode (90. + 2 Wichert), Schmitt, Ergün (73. Forbeck), Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Tim Grevelhörster (SpVgg Meiderich 06/95)
Tore: 1:0 Timm (30. Foulelfmeter), 1:1 Golley (52.), 2:1 Schürings (75.), 2:2 Krystofiak (81.).
Gelbe Karten: Schmitt (39. Unsportlichkeit), Diallo (47.), Tsourakis (60.), Ergün (62. ), Timm (65.), Schürings (77. ), Golley (90.) - alle wegen Foulspiels -
Zuschauer: 300


DJK Blau-Weiß Mintard - SF Hamborn 07 1:3 (0:1)
Hamborner Löwen krönen die Englische Woche mit dem vierten Sieg in Folge

Die Sportfreunde Hamborn 07 haben derzeit einen guten Lauf. Am Sonntagnachmittag setzten sich die Löwen mit 3:1 bei den DJK Blau-Weiß Mintard durch und konnten damit nach dem 1:0 Sieg im Derby gegen den Duisburger SV 1900 und dem 4:0 im Kreispokal beim SV Wanheim 1900 auch das dritte Spiel in der Englischen Woche für sich entscheiden. Insgesamt war es der fünfte Pflichtspielsieg in Folge für das Team von Stefan Janßen, der vierte in der Landesliga.

Für die Löwen waren Marcel Stenzel (45.), Benedikt Helling (66.) und Timm Golley (89.) erfolgreich. Fatih Koru traf kurz vor Spielende zum zwischenzeitlichen 1:2 Anschlusstreffer für die Gastgeber und machte das Spiel kurzzeitig noch einmal spannend (89.).

Hamborn klettert Dank der Ergebnisse der Konkurrenz vorübergehend auf Platz 2 der Tabelle und verkürzt den Rückstand auf Spitzenreiter Mülheimer FC 97, der sich beim FC Remscheid mit 0:3 geschlagen geben musste.

„Ein hochklassiges Landesliga-Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, einem starken Gegner, aber auch einer starken Leistung unserer Mannschaft und einem verdienten Sieger Hamborn 07 am Ende“, zog Löwen-Trainer Stefan Janßen ein rundum zufriedenes Fazit.

Seine Löwen legten in der Ruhrau sofort los und kamen direkt zu hochkarätigen Chancen. Kevin Menke eröffnete den Reigen, hatte aber in doppelter Hinsicht Pech: zunächst traf er nach fünf Minuten nur die Latte, dann musste er kurz danach mit einer Muskelverletzung in der 10. Minute vom Platz. Für ihn kam Marcel Stenzel, der wenig später das Mintarder Gehäuse nur knapp verfehlte (16.), kurz darauf zog Kapitän Timm Golley das Leder am Tor vorbei (18.).
Aber auch die Gastgeber kamen gefährlich nach vorne, hatten in der 20. Minute eine hochkarätige Doppelchance, die Löwen-Keeper Henry Pleitez jedoch jeweils mit tollen Reaktionen entschärfte. Dann sind die Löwen wieder am Drücker. Zunächst wehrt Mintards Torwart Dominic Haas einen Schuss von Gino Mastrolonardo ab; den Abpraller nimmt Timm Golley auf, zieht jedoch über das Tor (35.). Wenig später hat der Löwen-Kapitän erneut die Führung auf dem Fuß. Nach einer schönen Kombination lässt Julian Bode einen langen Ball auf Timm Golley abtropfen, der sofort schaltet, doch Dominic Haas ist wieder zur Stelle und kann das Leder zu Ecke klären. Diese führt der Kapitän persönlich aus, und es ist Marcel Stenzel, der das Leder per Kopf zur hochverdienten Hamborner Führung kurz vor dem Pausenpfiff in die Mintarder Maschen wuchtet (45.).

Nach der Halbzeit kommen die Gastgeber mit Wut im Bauch aus der Kabine, setzen Hamborn sofort unter Druck und haben die erste hundertprozentige Chance im zweiten Durchgang: Mintards auffälligster Spieler, Niklas Nett, legt den Ball perfekt nach innen, wo ein Mitspieler das Leder nur noch einzuschieben braucht. Der Ball erreicht jedoch nicht seinen Empfänger, da ein weiterer Mülheimer Spieler dazwischen läuft (47.). Da hatten wir riesiges Glück gehabt“, räumte Stefan Janßen ein.
Auf der anderen Seite ist es erneut Mintards Keeper Dolinic Haas, der mit einer tollen Reaktion das 0:2 verhindert. Mamadou Diallo war in die Tiefe geschickt worden und hatte mit der Picke auf den kurzen Pfosten gezogen (53.).
Es geht weiter Schlag auf Schlag.
Zunächst kommen die Gastgeber zu zwei dicken Kopfballchancen. Die erste entschärft Löwen-Schlussmann Henry Pleitez mit einer erneut fantastischen Parade (61.), der zweite Kopfball saust am Hamborner Kasten vorbei (65.).

Dann klingelt es zum zweiten Mal im Mülheimer Kasten: Eine wunderschöne Einzelleistung von Julian Bode kann Benedikt Helling zum 0:2 abschließen (66.). Mintard lässt sich durch den Rückstand nicht schocken, im Gegenteil: Die Mülheimer verstärken den Druck, wollen den Anschluss.
Stefan Janßen reagiert, bringt mit Dennis Wichert einen defensiven Mann für Tim Keinert, um die Abwehr zu verstärken (71.). Hamborn lauert nun auf Konter, während Blau-Weiß die Löwen völlig einschnürt. Als das Spiel eigentlich schon zu Ende ist, kommt in der Ruhrau noch einmal so richtig Spannung auf. Der unermüdliche Niklas Nett setzt sich über die linke Seite durch, bringt den Ball perfekt in die Mitte, wo Fatih Koru goldrichtig steht, und per Kopfball auf 1:2 verkürzt (89.).

Mit Blick auf frühere Partien, bei denen die Löwen so manche Führung aus der Hand gegeben hatten, drohte im Hamborner Lager die Stimmung ein wenig zu kippen, und man sah bereits die Felle schwimmen. Nach einem perfekt ausgespielten Konter beseitigte Timm Golley Golley fast postwendend mit dem 1:3 dann die letzten Zweifel und sicherte den Löwen den fünften Pflichtspielsieg in Folge.

„Mit Blick auf die Ergebnisse der anderen war das ein perfekter Tag für uns“, freute sich Löwen-Trainer Stefan Janßen. Da sowohl der ESC Rellinghausen (0:1 bei Arminia Klosterhardt) und der SV Wermelskirchen (2:6 beim VfB Speldorf) patzten, rücken die Löwen vorübergehend auf Platz 2 vor. Auch Spitzenreiter Mülheimer FC 97 strauchelte. Der Liga-Primus unterlag beim FC Remscheid mit 0:3 und hat mit 26 Punkten nur noch zwei Zähler Vorsprung auf die Löwen.

In Lauerstellung bleibt trotz seiner Niederlage auch der SV Wermelskirchen. Die Mannschaft aus dem Bergischen steht mit 21 Zählern auf Rang vier, hat aber noch zwei Spiele nachzuholen und könnte mit zwei Siegen an der gesamten Spitzengruppe vorbeiziehen. Ob der SVW das schafft, wird sich kurzfristig klären. Während die Liga am kommenden Sonntag (Totensonntag) pausiert, holt Wermelskirchen am Samstag die Partie gegen Blau-Gelb Überruhr nach (16.00 Uhr); am Mittwoch darauf gastiert der SVW dann beim Duisburger SV 1900 (Anpfiff 19.30 Uhr).

Für Hamborn geht es in knapp vierzehn Tagen mit dem Rückrundenstart beim VfB Speldorf weiter (Anstoß 14.30 Uhr).

DJK Blau-Weiß Mintard: Haas, Schäumer (79. Kastrati), Braun (46. Heppner), Eschen, Brings, Koru, El Ouriachi (71. Kura), Güzel, Haubis, Tabata, Nett

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo, Helling, Krystofiak, Menke (12. Stenzel), Keinert (71. Wichert), Bode (88. Ergün), Mastrolonardo (89. Akdeniz), Schmitt, Herrmann, Golley (90. + 1 Forbeck)

Schiedsrichter: Erik Leicht
Tore: 0:1 Stenzel (45.), 0:2 Helling (66. ), 1:2 Koru (89.), 1:3 Golley (89.)
Gelbe Karten: El Ouriachi (28. Foulspiel), Schmitt (34. Foulspiel), Heppner (51. Foulspiel ), Stenzel (64. Unsportlichkeit), Koru (74. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 77


SV Wanheim 1900 - SF Hamborn 07 0:4 (0:1)
Hamborn erreicht am Honnenpfad souverän die nächste Pokalrunde

Die Sportfreunde Hamborn 07 haben sich am Mittwochabend in der 3. Runde des Kreispokals mit 4:0 beim A-Ligisten SV Wanheim 1900 durchgesetzt und sind damit ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Für Hamborn traf Tim Keinert (37.) im ersten Durchgang; Timm Golley mit einem Doppelpack (70. und 73.) und Jason Schiewer (83.) sorgten in der zweiten Halbzeit für einen am Ende standesgemäßen Erfolg des Landesligisten und den Einzug der Löwen in die nächste Pokalrunde.

Löwen-Trainer Stefan Janßen hatte sich für das Pokalspiel für eine Rotation im Kader entschieden; zum einen, um einige Stammspieler zu schonen, zum anderen, um den Spielern, die bislang verletzungsbedingt fehlten oder die zuletzt nur wenig Einsatzzeiten hatten, Spielpraxis zu ermöglichen. So standen Tim Keinert, Marcel Stenzel und David Forbeck nach dem Auskurieren ihrer Verletzungen endlich wieder im Startaufgebot der „07er“, genau wie Mercan Akdeniz, Jason Schiewer und Daniel Engel, die ihre Chance erhielten, sich zu präsentieren. Letzterer musste allerdings kurz nach Wiederanpfiff verletzt vom Feld, nachdem er unglücklich umgeknickt war. Gegen engagiert, aber dennoch sehr fair agierende Gastgeber kontrollierte Hamborn denn auch weitgehend das Spiel, ohne jedoch aus dem Ballbesitz zu zählbarem Erfolg zu kommen.

Nach einer Ecke stand Tim Keinert dann goldrichtig und köpfte das Leder zum verdienten 0:1 in die Wanheimer Maschen. Das 0:1 hatte auch zur Pause Bestand. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit brachte Stefan Janßen mit den Stammkräften Timm Golley, Kevin Menke und Gino Mastrolonardo frischen Wind ins Hamborner Spiel und erhöhte den Druck auf die sich tapfer wehrenden Wanheimer.

Die Gastgeber mussten letztendlich ihren Bemühungen Tribut zollen; die Kräfte des SVW ließen zunehmend nach. Das nutzten die Löwen in den letzten 20 Minuten eiskalt aus und stellten durch einen Blitz-Doppelpack von Timm Golley (70. und 73.) sowie einen Treffer von Jason Schiewer (83.) auf den 0:4 Endstand.

Neben der Freude über den Pokalerfolg stand für Stefan Janßen mit Blick auf die jüngste Verletzungsmisere vor allem die weitere Entwicklung des Personalbestandes im Fokus. „Wir sind sind froh, dass sich bis auf Daniel Engel niemand verletzt hat. Der Gegner hat sich sehr fair verhalten. Es war schön, dass Tim Keinert, Marcel Stenzel und David Forbeck wieder mit dabei sein konnten. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen weitere Spieler zurückkehren“, so der Löwen-Coach, der natürlich das schwere Auswärtsspiel am kommenden Sonntag bei den DJK Blau-Weiß Mintard (Anstoß 16.30 Uhr) im Blick hat. „Jetzt geht es mit voller Konzentration in die Vorbereitung auf Mintard.“

SV Wanheim 1900: Schmidt, Üre (70. Kocao), Sari, Andich, Karci, Halver, Rypinski, Amhamdi, Hopf, Gümüs, Kayan (65. Aslan)

SF Hamborn 07: Pleitez, Helling, Schiewer, Wichert, Engel (57. Menke), Krystofiak, Keinert (83. Wallenhorst), Stenzel, Akdeniz, Tzikas (65. Mastrolonardo), Forbeck (60. Golley)

Schiedsrichter: Niklas Tietz (Rot-Weiß Essen)
Tore: 0:1 Keinert (37.), 0:2 Golley (70.), 0:3 Golley (73.), 0:4 Schiewer (83.)
Gelbe Karten: Halver (55. Unsportlichkeit), Gümüs (65. Foulspiel), Karci (77. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 100


Kreispokal-Vorschau: SV Wanheim 1900 - SF Hamborn 07
Team von Stefan Janßen ist beim A-Ligisten am Honnenpfad Favorit

Duisburg, 9. November 2021 - Am morgigen Mittwoch steigen die Sportfreunde Hamborn 07 in den Kreispokal ein. Nachdem sich in den ersten beiden Runden Teams der Kreisligen A bis C gegenüberstanden, mischen jetzt auch Bezirks- und Landesligisten im Pokalwettbewerb mit. Nach dem 1:0 Derbysieg gegen den Duisburger SV 1900 am letzten Sonntag, möchten die Hamborner Löwen auch die zweite Aufgabe in der Englischen Woche erfolgreich meistern und mit einem Sieg beim SV Wanheim 1900 in die nächste Pokalrunde einziehen.

Das Team von Stefan Janßen ist beim A-Ligisten klarer Favorit. Neben dem Klassenunterschied dürften drei Siege in Folge in der Landesliga das Selbstvertrauen im Löwen-Lager deutlich gefestigt haben. Stefan Janßen macht denn aus seinen Erwartungen auch keinen Hehl.

„Wir sind froh, dass wir gut in die Englische Woche gekommen sind, wollen diese am Mittwoch erfolgreich fortsetzen und am nächsten Sonntag auch erfolgreich abschließen“, so der Hamborner Übungsleiter nach dem Spiel gegen den DSV 1900.
Gleichwohl wird der Löwen-Coach seine Mannschaft gewissenhaft auf das Pokalspiel einstellen, denn kein Gegner ist zu unterschätzen, auch wenn der Klassenunterschied zwischen Landesliga und Kreisliga A dazu verleiten lässt.

Die Gastgeber unter dem Trainer-Duo Gino Barbetti und Tahar Elidrissi spielen in der Kreisliga A Gruppe 1 und belegen dort aktuell Rang 4. Seit sieben Spielen sind die Wanheimer in der Liga ungeschlagen, zu Hause haben sie in der laufenden Saison überhaupt noch kein Spiel verloren. Das nötigt Respekt ab. Der SV Wanheim 1900 konnte sich darüber hinaus in der zweiten Runde des Kreispokals deutlich mit 4:1 bei den klassengleichen DJK Lösort Meiderich durchsetzen, und hat auch hier ein Ausrufezeichen gesetzt.

Im Kampf „David gegen Goliath“ werden die Gastgeber sicherlich alles in die Waagschale werfen, um den Favoriten zu ärgern oder viel sogar eine Sensation zu schaffen. Der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetzte, wie auch die Löwen schon das ein oder andere Mal erfahren mussten.

Anstoß ist um 19.00 Uhr auf dem Rasenplatz der Sportanlage des SV Wanheim am Honnenpfad, Honnenpfad 42, 47249 Duisburg. 


SF Hamborn 07 - Duisburger SV 1900 1:0 (0:0)
Löwen setzen sich knapp aber verdient im Derby gegen „1900“ durch

Duisburg, 8. November 2021 - Einen wichtigen Erfolg konnten die Sportfreunde Hamborn 07 am Sonntagnachmittag verbuchen. Das Team von Stefan Janßen setzte sich im Stadtderby gegen den Duisburger SV 1900 mit 1:0 durch und holte damit den dritten Sieg in Folge. Das Tor des Tages für Hamborn erzielte Gino Mastrolonardo knapp eine Viertelstunde vor Schluss (74.).
Während sich die Löwen durch den Derbysieg im oberen Tabellendrittel auf Platz 3 festigen, muss der DSV 1900 einen Platz runter auf Rang 12 und tritt in der Abstiegszone auf der Stelle.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir einen Derbysieg einfahren konnten“, zeigte sich Löwen-Trainer Stefan Janßen, dessen persönliche Bilanz gegen den DSV 1900 nach eigenem Bekunden bislang negativ war, nach dem Spiel erleichtert. „Unter dem Strich ein vielleicht glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg“, resümierte der Löwen-Coach. In einem spielerisch ausgeglichenen Spiel waren es die Gäste aus Wanheimerort, die erste Akzente setzten und zunächst auch die besseren Möglichkeiten hatten. Ein knapp verzogener Ball nach einem schnellen Konter, ein Freistoß, der an den Innenpfosten knallt, und ein Tor, das wegen eines vorangegangenen Foulspiels nicht gegeben wurde, sorgten zuweilen für stockenden Atem unter dem Hamborner Anhang. „Da haben wir richtig Glück gehabt“, gab Stefan Janßen unumwunden zu.

Hamborn seinerseits mühte sich, doch der DSV war von seinem Coach Markus Kay taktisch gut eingestellt worden. „Es war sehr schwer durchzukommen. Duisburg 1900 hat sehr gut gestanden, hat gut in Breite und Tiefe verteidigt, und die Räume eng gemacht, war aggressiv und immer eng am Mann“, zollte denn Stefan Janßen auch seinen Respekt für die Gäste, die sich aktuell im Tabellenkeller befinden.

Mit zunehmender Spieldauer erarbeiten sich aber auch die Löwen nach torloser erster Halbzeit gute Chancen. Kevin Menke verfehlt nach einem schönen Konter nur knapp das Gehäuse der Gäste. Julian Bode, Kevin Menke, und Gino Mastrolonardo hatten in Folge teilweise hundertprozentige Gelegenheiten, ohne jedoch das notwendige Abschlussglück auf dem Stiefel zu haben. In den letzten fünfundzwanzig Minuten drehten die Löwen dann noch einmal richtig auf, agierten zielstrebiger und brachten mehr Tempo ins Spiel, was letztendlich die Entscheidung brachte. Lohn war ein herrlicher Treffer durch Gino Mastrolonardo (74.) der damit seine gute Leistung an diesem Tage krönen konnte.

„Die Schlussphase war mit dafür ausschlaggebend, dass wir letztendlich nicht unverdient als Sieger vom Platz gegangen sind“, sah Stefan Janßen den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen zwei ansonsten auf Augenhöhe agierenden Mannschaften.

Neben den drei wichtigen Punkten konnte der Löwen-Coach auch festhalten, dass im Kader keine weiteren Verletzungen zu beklagen waren: „Die Ein- und Auswechslung von Pascal Spors war eher eine Vorsichtsmaßnahme. Er hat in der Zeit, als etwas Ruhe auf dem Platz war, für Akzente gesorgt. Schön, dass er wieder dabei war.“ Ein ähnliches Lob von seinem Coach bekam auch Marcel Stenzel, der in der 80. Minute für Kevin Menke gekommen war. „Marcel hat eine Top-Leistung abgeliefert“, so Stefan Janßen.

Der gute Einstieg in die anstehende Englische Woche ist den Löwen gelungen. „Wollen wir hoffen, dass wir da einigermaßen gut durchkommen“, wünscht sich Stefan Janßen eine Fortsetzung sowohl mit Blick auf den Personalstand als auch auf die sportlichen Resultate.

Bereits am Mittwochabend greifen die Löwen nämlich in den Kreispokal ein, und treten in der 3. Runde des Wettbewerbs beim A-Ligisten SV Wanheim 1900 an (Anstoß 19.00 Uhr).

Am kommenden Sonntag geht es dann zu den Jugendkraftlern von Blau-Weiß Mintard nach Mülheim (Anstoß 16.30 Uhr), bevor es dann am Sonntag darauf Zeit zum Verschnaufen gibt, wenn die Liga wegen des Totensonntags pausiert. „Zeit, um die ein oder andere Wunde zu lecken, oder das ein oder andere Defizit aufzuarbeiten“, möchte Stefan Janßen auch diese Zeit sinnvoll nutzen, denn nach den drei Erfolgen hintereinander hat der Übungsleiter die Marschrichtung für sein Team schon klar vor Augen: „Jetzt gilt es, nicht nachzulassen und bis zum Jahresende weiter auf dem Gaspedal zu bleiben.“

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo, Helling, Krystofiak, Menke (80. Stenzel), Bode (90. + 3 Wichert), Mastrolonardo, Schmitt, Ergün (61. Spors, 88. Akdeniz), Herrmann, Golley

Duisburger SV 1900: Schumacher, Barkammich, Kanzen, Fagrach (64. Tomic), Sahin, Yildiz (54. Conti), Mandel (70. Karliscek), Murke (78. Wiedemann), Deniz Dominik Hotoglu, Akgün (83. Lee), Er

Schiedsrichter: Malte Lüttenberg (FC Blau-Gelb Überruhr)
Tor: 1:0 Mastrolonardo (74.)
Gelbe Karten: Sahin (37. Foulspiel)
Zuschauer: 250


Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - Duisburger SV 1900
Stadtderby mit richtungsweisendem Charakter
Duisburg, 5. November 2021 - Am kommenden Sonntag heißt es „Derbyzeit“ im Hamborner Holtkamp, wenn die Sportfreunde Hamborn 07 den Duisburger SV 1900 im Rahmen des 12. Spieltages der Landesliga Gruppe 3 empfangen.
Das Duisburger Nord-Süd-Duell kann für beide Traditionsvereine richtigungsweisenden Charakter haben. Während die Löwen langsam wieder zur Tabellenspitze spingsen können, müssen sich die Wanheimerorter gegen den Sog ans Tabellenende wehren.

In die Spitzengruppe ist Bewegung gekommen. Im direkten Duell der beiden Top-Mannschaften konnte sich der Mülheimer FC 97 am letzten Sonntag mit 2:0 gegen den ESC Rellinghausen durchsetzen und sich an diesem vorbei an die Tabellenspitze schieben. Auch die Hamborner Löwen haben die Tabellenspitze wieder im Blick. Mit einem 3:1 beim FC Blau-Gelb Überruhr konnte das Team von Stefan Janßen den zweiten Sieg in Folge einfahren und hat sich damit auf Rang 3 verbessert. Der Abstand zum Mülheimer FC 97 beträgt fünf Punkte und ist damit überschaubar geworden. Umso wichtiger wäre es, diesen Erfolg mit einem Sieg im Derby gegen den DSV 1900 zu veredeln und ausreichend Speck für die Winterpause zu sammeln, die nach der Partie gegen den SV Wermelskirchen am 05.12.21 eingeläutet wird (Anstoß um 14.15 Uhr im Holtkamp).

„Speck“ in Form von Punkten können allerdings auch die Gäste aus dem Duisburger Süden gut gebrauchen. Der DSV 1900 liegt nach einem durchwachsenen Saisonstart mit 11 Zählern auf Platz 11 der Tabelle und belegt damit den ersten Abstiegsplatz. Allerdings sind die Gäste aus Wanheimerort in dieser Saison insbesondere auf fremden Plätzen nicht zu unterschätzen. Von drei Siegen holten die DSVler zwei Siege in der Ferne. Nach zuletzt zwei Heimpleiten (1:3 gegen den Mülheimer FC und 1:2 gegen Blau-Weiß Mintard) gelang der Mannschaft des neuen Trainers Markus Kay am letzten Wochenende zumindest ein 2:2 Unentschieden beim VfB Speldorf. Zudem ist der DSV 1900 noch mit einem Spiel in Rückstand und könnte hier noch Boden gutmachen.

Dass beim Derby beide Teams hochmotiviert zur Sache gehen und die letzten Reserven mobilisieren werden, darf losgelöst davon unterstellt werden. Stadtduelle der beiden Duisburger Traditionsvereine waren in den letzten Jahren immer von hohem Einsatz und Spannung geprägt, wobei die Statistik der jüngeren Vergangenheit leichte Vorteile bei den Löwen sieht. Von 26 Pflichtspielen gingen 13 an die Gelb-Schwarzen, 9 an die „Roten“, viermal trennte man sich unentschieden. Aus Hamborner Sicht soll diese positive Statistik natürlich fortgesetzt werden. Ein „Triple“, in diesem Fall der dritte Sieg in der Meisterschaft in Folge, würde zudem Schwung für die noch anstehenden Aufgaben geben.

Wer am Sonntag letztendlich die Nase vorn hat, wird zum einen von der jeweiligen Personallage abhängen, denn beide Teams litten zuletzt unter verletztungsbedingten Ausfällen. Nachdem mit Timm Golley und David Forbeck zwei Leistungsträger der Löwen nach ihrer Zwangspause am letzten Sonntag zumindest wieder teilweise zum Einsatz kamen, zog sich Jan Stuber kurz nach seiner Einwechslung einen Muskelfaserriss zu und wird wohl in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Dagegen hofft Löwen-Coach Stefan Janßen auf die Rückkehr weiterer Spieler wie Tim Keinert, Marcel Stenzel oder Pascal Spors. Zum anderen wird aber auch die Mannschaft im Vorteil sein, die es besser versteht, ihren jeweiligen „12. Mann“ zu mobilisieren. Da der DSV 1900 genau wie „07“ über eine treue Anhängerschaft verfügt, werden sich sicherlich zahlreiche Gäste aus dem Süden auf den Weg in den Holtkamp machen und für zusätzliche Stimmung sorgen.
Wir freuen uns auf ein spannendes und hoffentlich torreiches Stadtderby!

Anstoß ist um 14.30 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.


FC Blau-Gelb Überruhr - SF Hamborn 07 1:3 (0:2)
Hamborner Löwen holen den zweiten Sieg im Folge - Das Team von Stefan Janßen klettert auf Rang 3

Duisburg, 2. November 2021 - Freude und Erleichterung im Holtkamp: Nach dem hart umkämpften 3:2 Heimsieg gegen den SV Burgaltendorf am vorletzten Wochenende, konnten sich die Sportfreunde Hamborn 07 am Sonntagnachmittag nun auch beim FC Blau-Gelb Überruhr in Essen mit 3:1 durchsetzen und damit den zweiten Sieg hintereinander einfahren.

In einer von den Hamborner dominierten ersten Halbzeit brachten Julian Bode (13.) und Ahmet Ergün (36.) die Löwen zur Pause mit 2:0 in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern in einer schwächeren Phase der Löwen durch Zakaria Amezigar der 1:2 Anschlusstreffer (50.); Timm Golley, in der zweiten Halbzeit erstmals nach seiner Verletzungspause wieder im Einsatz, traf knapp 20 Minuten vor dem Spielende zum 1:3 (71.) und versetzte den zarten Hoffnungen der Gastgeber, das Spiel noch drehen zu können, einen herben Dämpfer. Unterruhr bemühte sich auch nach dem erneuten Zwei-Tore-Rückstand weiter um den Anschluss; die Löwen verteidigten jedoch klug und hatten auch noch die ein oder andere Gelegenheit, das Ergebnis nach oben zu schrauben.

„Ich bin froh und glücklich, dass wir heute den zweiten Sieg in Folge erzielt haben. Das haben wir bisher in dieser Saison noch nicht geschafft“, freute sich Löwen-Coach Stefan Janßen nach dem Spiel.

Sein Team arbeitet sich durch diesen Erfolg auf Rang 3 vor, hat nur noch fünf Zähler Rückstand auf den Liga-Primus Mülheimer FC 97; die Gastgeber dagegen bleiben am Tabellenende und festigen die Rote Laterne, da der Vorletzte SV Genc Osman Duisburg sich mit 2:0 bei Arminia Klosterhardt durchsetzen konnte und nun sechs Punkte Vorsprung auf die Essener hat. Die Löwen fanden in Überruhr direkt ins Spiel, verschafften sich schnell ein fußballerisches Übergewicht und stellten früh die Weichen für den Erfolg.

Eine schönen Einzelaktion über die linke Seite konnte Julian Bode dann zur verdienten 0:1 Führung der Hamborner vollenden (13.). Das 07-Nachwuchstalent hat derzeit einen guten Lauf und markierte seinen siebten Treffer in der laufenden Spielzeit.

Hamborn bleibt am Drücker und setzt nach. Kevin Menke, erneut wichtiger Rückhalt und Ideengeber im Hamborner Spiel, setzt nach, erkämpft sich einen eigentlich verlorenen Ball zurück, legt perfekt in die Mitte auf Ahmet Ergün, der aus knapp drei Metern Torentfernung keine Probleme hat, das Leder über die Linie zu schieben (36.). Die Gastgeber standen nun mächtig unter Druck, nicht nur aus dem Spielverlauf heraus, sondern auch ob der Lage in der Tabelle. Eine weitere Niederlage würde die Essener am Tabellenende festsetzen, falls die Konkurrenz nicht mitspielt.

Blau-Gelb hielt dagegen, erarbeitete sich ebenfalls Torgelegenheiten. Einmal setzten die Essener das Leder über den Hamborner Kasten, zweimal rettete Löwen-Keeper Henry Pleitez mit tollen Reaktionen.
„Henry war heute ein starker Rückhalt für uns“, lobte denn auch Löwen-Coach Stefan Janßen den Neuzugang im Hamborner Tor.

So geht es mit einer 2:0 Führung für „07“ in die Pause.

Den Start der zweiten Hälfte verpassten die Hamborner dann irgendwie, zumindest mental. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit, die Pausenansprache ihres Trainers zu beherzigen, der in diesem Fall zur Wachsamkeit gemahnt hatte, waren die Gelb-Schwarzen wohl noch mit den Gedanken in der Kabine, gingen etwas zu lasch zu Werk. Das nutzten die Gastgeber knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff prompt zum 1:2 Anschlusstreffer durch Zakaria Amezigar (50.).

„Da haben wir den Gegner unnötig stark gemacht“, ärgerte sich Stefan Janßen, der dann aber doch mit ansehen kann, dass sich seine Hintermannschaft festigt und sich seine Offensivabteilung bei Gegenzügen als brandgefährlich erweist.

Nach einem mustergültig herausgespielten Konter, wieder initiiert durch Kevin Menke, vollendet der zwischenzeitlich für Jan Stuber gekommene Timm Golley zum 1:3 (71.).
Die Messe war damit aber noch nicht gelesen, da Unterruhr sich weiterhin um den Anschluss bemühte.

Wie zuletzt gegen Burgaltendorf zeigten sich die Hamborner aber hinten sehr konzentriert und setzen nach vorne ihre Nadelstiche. „Wir waren teilweise näher am 1:4 dran als der Gegner dem 2:3“, konstatierte Stefan Janßen.

Am Ende blieb es beim 3:1 für „07“ und drei wichtigen Punkten, die für die restlichen Partien vor der Winterpause ein wenig mehr Sicherheit und Selbstvertrauen ins Löwen-Rudel bringen sollten.

„Schön ist, dass man ein 3:1 auch mal nach Hause bringt“, stellte Stefan Janßen mit Blick auf frühere Partien, in denen sein Team den ein oder anderen Vorsprung ja schon auch einmal verspielt hatte, denn auch mit süffisantem Unterton fest.

Wie gewohnt, geht der Blick des Hamborner Übungsleiters aber direkt nach vorne: „Wir werden uns jetzt voll konzentrieren auf das Derby am Wochenende und hoffen, dass wir uns da festigen können, wo wir gerade stehen.“

Hoffnung setzt der 07-Coach auch auf die Verbesserung der Personalllage: „Wir hoffen, dass Tim Keinert, Marcel Stenzel und Pascal Spors in der kommenden Woche wieder zurückkommen.“ Für die Löwen wären die Rückkehrer enorm wichtig, um Alternativen im Duisburger Stadtderby zu haben, das es durchaus in sich hat.

Tim Golley und David Forbeck waren in Essen nach Verletzungspausen zumindest kurzzeitig wieder im Einsatz. Für Jan Stuber - kurz vor der Pause erst für Dennis Wichert gekommen - ist dagegen wohl das Jahr 2021 gelaufen: Der 31 jährige Mittelfeldspieler der Hamborner musste 10 Minuten nach Wiederanpfiff das Feld wegen eines Muskelfaserrisses verlassen und wird nicht nur im Derby fehlen.

Am kommenden Sonntag gastiert der Duisburger SV 1900 im Holtkamp (Anstoß 14.30 Uhr). Traditionell ein Derby mit hohem Spannungsfaktor, auch wenn es beim DSV derzeit noch nicht ganz rund läuft. Im Duisburger Nord-Süd Duell sind beide Teams stets hoch motiviert.

FC Blau-Gelb Überruhr: Ossmann, Müller, Holz (89. Mayer), Amezigar, Acici, Morakinyo (59. Schön), Hillmann, You, Matondo (66. Tepebas), Mbonbo (81. Morina), Ahmet

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo, Helling, Wichert (40. Stuber, 55. Golley), Krystofiak, Menke (87. Engel), Bode (84. Akdeniz), Mastrolonardo, Schmitt, Ergün (89. Forbeck), Herrmann

Schiedsrichter: Moritz Behrend (Preußen Krefeld)
Tore: 0:1 Bode (13.), 0:2 Ergün (36.), 1:2 Amezigar (50.), 1:3 Golley (71.)
Gelbe Karten: Wichert (27. Foulspiel), Morakinyo (54. Foulspiel)
Zuschauer: 100



SF Hamborn 07 - SV Burgaltendorf  3:2 (0:1)
Löwen drehen kampfbetontes Spiel und sichern sich wichtige Punkte

Einen wichtigen Schritt nach vorne konnten die Sportfreunde Hamborn 07 am Sonntagnachmittag in der Landesliga tun. Im Duell zweier Nachbarn aus dem Tabellenmittelfeld setzen sich die Hamborner Löwen gegen den SV Burgaltendorf nach einem 0:1 Pausenrückstand am Ende noch mit 3:2 durch und setzten sich mit nunmehr 15 Zählern auf Platz 6 etwas von der Gefahrenzone ab.

In einem kampfbetonten Spiel drehten Ahmet Ergün mit einem Doppelpack (50. und 85.) und Julian Bode (65.) nach dem Seitenwechsel die Partie zu Gunsten der Löwen. Lukas Kuhlmann hatte die Gäste nach knapp einer Viertelstunde per Foulelfmeter in Führung gebracht (15.) und sorgte mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 Anschlusstreffer kurz vor Spielende noch einmal für Spannung (88.).

Anders als bei den letzten Partien, verstanden es die Hamborner dieses Mal, die Führung auch über die Zeit zu bringen und den verdienten Lohn einzufahren. „Unter dem Strich haben wir 3:2 gewonnen“, resümierte Löwen-Coach Stefan Janßen.

Knieverletzung Noah Herrmann
Getrübt wurde die Freude über den Sieg allerdings von einer Knieverletzung Noah Herrmanns. „Wir stehen noch völlig unter Schock. Noah musste ins Krankenhaus, weil er nicht mehr richtig aufregen konnte und sein Knie ihm wahnsinnige Probleme bereitete. Dort hat man allerdings nichts finden können. Jetzt müssen wir das MRT morgen abwarten und ich hoffe für den Jungen, dass es nichts Schlimmeres ist“, so ein besorgter Trainer Stefan Janßen am späteren Abend nach dem Spiel. Dem Wunsch des Trainers schließt sich die Löwen-Familie vollumfänglich an und wünscht Noah Herrmann an diese Stelle gute Besserung.

Vor dem richtungsweisenden Spiel hatte Stefan Janßen neben den verletzungsbedingten Umstellungen auch noch eine Änderung im Tor vorgenommen: Neugang Henry Pleitez durfte erstmals zwischen die Pfosten. „Henry hatte eine gute Trainingswoche und wird in absehbarer Zeit „Mo“ Sadiklar vertreten müssen, der aus familiären Gründen fehlen wird. Deshalb haben wir uns entschieden, ihm bereits heute das Vertrauen zu schenken“, erläuterte Stefan Janßen die Personalentscheidung.

Im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp entwickelte sich schnell ein kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste aus Essen zunächst die besseren Möglichkeiten hatten. Bei der ersten Chance konnte sich Henry Pleitez direkt in einer Eins-gegen-Eins-Situation bewähren, als er den Angreifer soweit abdrängen konnte, dass dieser nicht mehr zum Abschluss kam.

Der zweite Versuch der Essener blieb dann nicht ohne Folgen. Nach einem einfachen, aber gut gespielten Doppelpass der Gäste kann Mamadou Diallo seinen Gegenspieler im 16er nur mit regelwidrigen Mitteln am Torschuss hindern.

Den fälligen Strafstoß verwandelt Lukas Kuhlmann zum 0:1 (15.).

Hamborn hält dagegen, erarbeitet sich Chancen, die aber durch Mamadou Diallo, Kevin Menke und Julian Bode nicht genutzt werden können. Somit geht es mit einem 0:1 Rückstand in die Pause.

Nach kleinen Umstellungen und Korrekturen in der Halbzeit kommen die Hamborner mit frischem Elan aus der Kabine. „Da hatten wir tolle 30 Minuten“, freute sich Stefan Janßen, der mit ansehen konnte, wie zunächst Ahmet Ergün kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich markierte (50.), und Julian Bode (65.) und erneute Ahnet Ergün (85.) das Ergebnis auf 3:1 schraubten. Kevin Menke und Gino Mastrolonardo hatten die perfekten Vorlagen geliefert.

Fast hätten sich die Löwen dann doch wieder um die Früchte ihrer Mühen gebracht. Nach einem kollektiven Aussetzer in der Hamborner Defensive bringt Lukas Kuhlmann mit seinem zweiten Treffer Burgaltendorf noch einmal heran (88.) und macht die Partie unerwartet spannend. „07“ ist dieses Mal jedoch auf der Hut, spielt den Stiefel konzentriert herunter.
„Wir haben Beton angerührt und mit allem, was wir hatten, mit voller Leidenschaft verteidigt“, umschreibt Stefan Janßen die Schlussphase des Spiels. Am Ende hat es verdientermaßen gereicht.

„Eine echte Energie- und Kampfleistung“, resümiert denn auch Stefan Janßen zufrieden.
Diese wird auch am nächsten Sonntag vonnöten sein. Dann bekommen es die Hamborner mit einem weiteren Gegner aus Essen zu tun, wenn die Löwen beim FC Blau-Gelb Überruhr gastieren. Anpfiff ist um 15.15 Uhr.

SF Hamborn 07: Pleitez, Diallo, Helling, Wichert, Krystofiak, Menke (83. Engel), Bode, Mastrolonardo (70. Stuber), Schmitt, Ergün (90. + 5 Carr), Herrmann (75. Akdeniz)

SV Burgaltendorf: Hollenbeck, Sahintürk (74. Michelitsch), Piwetz (61. Zweck), Bluni (47. Metke), Kuhlmann, Rölver (70. Bel-Mustapha). Scheider (84. Kochoutine), Viefhaus, Ugrekhelidze, Andres, Sokham-Sanj

Schiedsrichter: Jan Hasselmann (SSV Grefrath)
Tore: 0:1 Kuhlmann (15. Foulelfmeter), 1:1 Ergün (50.), 2:1 Bode (65.), 3:1 Ergün (85.), 3:2 Kuhlmann (88.)
Gelbe Karten: Schmitt (14. Foulspiel), Zweck (90. + 4. )
Zuschauer: 192


Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - SV Burgaltendorf
Löwen vor richtungsweisendem Duell mit dem Verfolger aus Essen

Für die Sportfreunde Hamborn 07 kann der kommende Sonntag richtungsweisend in der Landesliga-Gruppe 3 sein.
Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg. 
Das Team von Stefan Janßen empfängt mit dem SV Burgaltendorf einen der engsten Verfolger im Holtkamp. Aber nicht nur der Blick nach unten ist wichtig für die Löwen, die mit ganz anderen Erwartungen als den Kampf um den Klassenerhalt in die neue Saison gegangen sind. Noch ist der Zug Richtung oberes Tabellendrittel nicht ganz abgefahren.

In die Spitzengruppe der Landesliga Gruppe 3 ist nämlich Bewegung gekommen. Spitzenreiter Steele strauchelte am letzten Sonntag mit 1:2 beim Mülheimer FC 97, der die Essener an der Tabellenspitze ablöste. Der ESC Rellinghausen (2:0 gegen Genc Osman) und der SV Wermelskirchen (1:0 beim SV Burgaltendorf) konnten ebenfalls dreifach punkten und an Steele vorbeiziehen und bleiben dicht am neuen Liga-Primus dran.

Die Hamborner Löwen dagegen treten bislang im Tabellenmittelfeld auf der Stelle. Nachdem das letzte Heimspiel gegen den FC Remscheid mit 2:1 gewonnen werden konnte, ging die Partie bei Arminia Klosterhardt am vergangenen Sonntag mit 2:4 verloren. Und das, obwohl die durch zahlreiche Ausfälle geschwächte Mannschaft von Stefan Janßen das Spiel in Oberhausen zunächst bestimmte, und sogar einen 0:1 Rückstand in eine 2:1 Führung gedreht hatte. Nach einer wieder optimierungsbedürftigen Chancenverwertung, Pech im Abschluss, weiteren Verletzten und keinen Punkten bei der Arminia sitzt der Frust ein wenig tief im Löwen-Lager.

Zahlreiche Leistungsträger wie Timm Golley oder Marcel Stenzel fehlten bereits vor der Partie in Oberhausen. Nun mussten auch noch Tim Keinert (verdrehtes Knie) und Kevin Kohlberg (Muskelfaserriss) jeweils bereits nach kurzer Einsatzzeit aus dem Spiel genommen werden. Die Liste der Verletzten ist lang und stellt Löwen-Coach Stefan Janßen auch am Sonntag sicherlich wieder vor große Herausforderungen. Gleichwohl muss sein Team gegen Burgaltendorf punkten, will es nicht in den unteren Tabellenbereich gezogen werden.

Gleiches dürfte allerdings auch für die Gäste aus Essen gelten. Nach einem etwas unsteten Saisonstart konnte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Krippel zunächst Ende September/Anfang Oktober mit zwei Siegen und einem Unentschieden in Folge stabilisieren. Am letzten Sonntag mussten sich die Essener allerdings auf eigenem Platz dem SV Wermelskirchen mit 0:1 geschlagen geben.

Damit fiel der SV Burgaltendorf auf Rang 10 zurück und hat mit 11 Punkten nur einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den der Duisburger SV 1900 inne hat. Für „07“ ist der Abstand mit 2 Punkten zum Duisburger Stadtrivalen allerdings auch nicht gerade üppig. Für beide Mannschaften zählen deshalb beim direkten Aufeinandertreffen nur die vollen Punkte.

Wer hier im Vorteil ist, ist allerdings nicht einfach auszumachen: Die Gäste verfügen mit 9 Treffern aus 9 Spielen zwar über den zweitschlechtesten Sturm der Liga, haben aber auf der anderen Seite mit gerade einmal 12 Gegentreffern die drittbeste Defensivabteilung. Trotz zuletzt schlechter Chancenverwertung stellen die Löwen dagegen mit 21 erzielten Toren (noch) den besten Sturm der Liga, haben aber mit 16 Gegentreffern eine etwas löchrigere Abwehr als Burgaltendorf.

Das Zünglein an der Waage könnte deshalb das Heimrecht der Hamborner sein, und damit der „12.Mann“ auf der Tribüne und auf den Rängen. In der jüngeren Statistik haben die Löwen die Nase vorn. Von den letzten vier Pflichtspielen gingen drei an die Gelb-Schwarzen, eines an Burgaltendorf. Die letzte Partie vor rund einem Jahr entschieden die Löwen im heimischen Holtkamp mit 2:1 für sich.
Aus Hamborner Sicht wäre es durchaus wünschenswert, dass sich diese Tendenz am Sonntag fortsetzt.


DJK Arminia Klosterhardt- SF Hamborn 07 4:2 (1:0)
Ersatzgeschwächte Löwen drehten nach der Pause das Spiel, fuhren zum Schluss mit leeren Händen heim

Die Sportfreunde Hamborn 07 mussten in der Landesliga Gruppe 3 einen empfindlichen Rückschlag auf dem Weg in die oberen Tabellengefilde hinnehmen.

Das erneut personell arg gebeutelte Team von Stefan Janßen musste sich am Sonntagnachmittag bei den Jugendkraftlern von Arminia Klosterhardt mit 2:4 geschlagen geben und hängt damit weiter in der Tabellenmitte fest, während Klosterhardt seinen Heim-Nimbus wahrte und aus der unteren Region nun mit 12 Zählern auf Rang 8 punktgleich den Hambornern im Nacken sitzt.

Die Gastgeber gingen durch Joel Zwikirsch vor der Pause mit 1:0 in Führung (40.). Kurz nach Wiederanpfiff glichen die Löwen durch Kevin-Dean Krystofiak aus (48.), und drehten knapp zwanzig Minuten später gar die Partie durch einen Treffer von Julian Bode (69.). Nach kurzer Desorientierung der Löwen in Folge eines Wechsels, glich Klosterhardt durch Joel Zwikirsch aus (77.) und kam sogar als Hamborn zum Ende aufmachte, noch zu den zwei entscheidenden Treffern durch Deniz Erdem (90.) und Niklas Daunheimer (90. + 2).

„So fährst Du am Ende mit leeren Händen nach Hause von einem Spiel, das Du bestimmt hattest für lange Zeit, das Du gedreht hast, und am Ende doch nichts hast“, resümierte ein angesäuerter Stefan Janßen.
Den Löwen-Coach plagten bereits vor der Partie Personalsorgen. „Wir sind quasi mit dem letzten Aufgebot angereist“, umschrieb der Löwen-Coach die personellen Möglichkeiten in Klosterhardt. Neben den Ausfällen der letzten Woche mussten nun auch noch Tim Golley (Faserriss an den Adduktoren) und Marcel Stenzel (Gesäßmuskelverletzung) verletzt passen. Daneben fehlte Ahmet Ergün aufgrund einer Familienfeier in der Türkei.

Nach knapp einer Viertelstunde dann der nächste Nackenschlag für die Hamborner: Nach einem Pressschlag mit Arminia-Keeper Jamie van Dornick musste Tim Keinert verletzt das Feld verlassen. „Bei dem Zweikampf ist Tim das komplette Knie weggedreht“, schildert Stefan Janßen die Szene, nach der er komplett umbauen musste. Gleichwohl boten die Löwen eine ansehnliche erste Halbzeit, ohne allerdings die Früchte ihrer Mühen zu ernten.

„Wir haben es wieder versäumt, aus unseren zahlreichen Chancen Tore zu machen, während Klosterhardt aus zwei Chancen ein Tor macht“, fasst Stefan Janßen das Dilemma zusammen. Joel Zwikirsch hatte kurz vor der Pause die Löwen-Abwehr mit einem Drehschuss überlistet und die Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht (40.).

Stefan Janßen stellt in der Pause um, bringt den nach langer Verletzungspause endlich wieder einsatzfähigen Gino Mastrolonardo für den etwas defensiver ausgerichteten Petros Tzikas. Die Löwen kommen motiviert aus der Kabine, übernehmen das Zepter und bauen Druck auf. Prompter und verdienter Lohn ist der Ausgleich durch Kevin-Dean Krystofiak, der das Leder per Kopf im Tor der Gastgeber versenken kann (48.).

Hamborn bleibt am Drücker, aber ohne Fortune: Erst trifft Colin Schmitt mit einem Kopfball den Innenpfosten, dann schießt Maik Goralski aus nächster Nähe das Aluminium an. Zu allem Überfluss steht Kevin Menke in der Folge ein eigener Mitspieler im Weg, als der Löwen-Stürmer aus kurzer Distanz das 1:2 auf dem Schlappen hatNach rund 70 Minuten gibt es sie dann doch noch, die Hamborner Führung: Nach einer schönen Kombination, eingeleitet durch Gino Mastrolonardo über Noah Herrmann, kann Julian Bode zum 1:2 vollenden (69.).
Hiermit endet dann der aus Hamborner Sicht erfreuliche Teil des Spiels.
Stefan Janßen musste den angeschlagenen Mamadou Diallo aus dem Spiel nehmen, erneut umstellen. Für ihn kam Kevin Kolberg. Die Löwen hatten sich noch nicht richtig sortiert, da schlug Joel Zwikirsch zum zweiten Mal zu und egalisierte für Klosterhardt (77.). Damit nicht genug. Kevin Kolberg, keine 10 Minuten auf dem Platz, musste selbst wieder das Feld verlassen. Diagnose: Muskelfaserriss.

Die Ordnung im Hamborner Spiel war nun gänzlich dahin. Klosterhardt witterte Morgenluft, lauerte auf seine Chance und hatte das Glück des Tüchtigen. In einer Situation zwei gegen eins zu Gunsten der Hamborner, setzt sich Deniz Erdem gegen seine Kontrahenten durch und trifft mit seinem Schuss zum 3:2 in die Hamborner Maschen (90.).

Als Hamborn noch einmal alles nach vorne wirft, schlagen die Gastgeber in der Nachspielzeit noch einmal sehenswert zu und machen mit dem 4:2 durch Niklas Daunheimer alles klar (90. + 2).
„Das war ein Traumtor“, konzedierte Stefan Janßen im Nachgang.

Für den Hambornern Übungsleiter heißt es in der jetzigen Woche, die Ressourcen zu sichten, die Kräfte zu bündeln und sein Team auf die nächste Aufgabe zu fokussieren.

Mit dem SV Burgaltendorf ist am kommenden Sonntag einer der Mannschaften aus der unteren Tabellenregion zu Gast im Holtkamp, die auf Tuchfühlung mit den Löwen gehen können und wollen. Insofern wäre ein Dreier fast Pflicht für „07“. Anstoß ist um 15.00 Uhr.

DJK Arminia Klosterhardt: van Dornick, Hohmann, Zwikirsch (86. Nkrumah), Erdem (90. Tholley), Melzer (55. Daunheimer), Buchwald, Harder, Kirchner, Ismanovski (63. Osei Bonsu), Kahnert, Abel

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo (77. Kolberg, 86. Schiewer), Helling, Wichert, Krystofiak, Keinert (15. Akdeniz), Tzikas (46. Mastrolonardo), Goralski (63. Menke), Bode, Schmitt, Herrmann

Schiedsrichter: Maurice Wilke (SV 1910 Jägerhaus-Linde)
Tore: 1:0 Zwikirsch (40.), 1:1 Krystofiak (48.), 1:2 Bode (69.), 2:2 Zwikirsch (77.), 3:2 Erdem (90.), 4:2 Daunheimer (90. + 2).
Gelbe Karten: Ismanovski (55. Foulspiel), Abel (89. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 150


Landesliga-Vorschau: DJK Arminia Klosterhardt - SF Hamborn 07
Hamborner Löwen wollen in Oberhausen gegen ungeschlagene Gastgeber nachlegen

Am morgigen Sonntag gastieren die Landesliga-Kicker von Hamborn 07 bei Arminia Klosterhardt.
Anstoß ist um 15.30 Uhr auf der Sportanlage Hans-Wagner-Weg, 46119 Oberhausen.
Nach dem erkämpften 2:1 Erfolg am letzten Sonntag gegen den FC Remscheid gilt es für die Löwen, beim Tabellenelften in Oberhausen nachzulegen, um den Kontakt zur Spitze zu halten. Die Gastgeber dagegen müssen punkten, um sich aus dem Tabellenkeller zu bewegen, denn die Arminia belegt den ersten Abstiegsrang. Leichter gesagt als getan, denn in den letzten drei Spielen konnten die Klosterhardter nur einen Punkt ergattern. Allerdings sind die Arminen bisher auf eigenem Platz noch ungeschlagen, was ihnen das nötige Selbstvertrauen geben sollte, mutig gegen die ambitionierten Gäste aus Hamborn zu agieren.

Im direkten Vergleich beider Teams der letzten Jahre ist die Bilanz ausgeglichen: Für beide Mannschaften gab es jeweils 4 Siege. Beim letzten Aufeinandertreffen in einem Testspiel im Februar 2019 trennten sich Löwen und Arminen unentschieden 1:1.

Ein Wiedersehen könnte es für die Hamborner mit ihren ehemaligen Mannschaftskameraden Max André Chmilewski, der seit seiner Jugend im Holtkamp kickte, bevor er 2018 den Verein Richtung Duisburger SV . Seit letztem Jahr steht er bei den Arminen zwischen den Pfosten. 1900 wechselte. Auch Kevin Kirchner trug zwischenzeitlich das Löwen-Trikot, und zwar in den Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018.

Man darf sich auf ein spannendes Landesliga-Spiel freuen.


SF Hamborn 07 - FC Remscheid 2:1 (2:1)
Löwen beenden ihre Durststrecke behalten drei wichtige Punkte im Holtkamp

Erleichterung im Holtkamp. Die Sportfreunde Hamborn 07 konnten sich am Sonntagnachmittag im VTRipkens Sportpark mit 2:1 gegen den FC Remscheid durchsetzen und haben damit nach zwei ärgerlichen Niederlagen in Folge wichtige drei Punkte im Holtkamp behalten. Das personell weiterhin gebeutelte Team von Stefan Janßen zeigte hierbei gegen eine technisch und fußballerisch stark aufspielende Mannschaft aus Remscheid große Moral und drehte einen frühen Rückstand innerhalb von 10 Minuten durch Tore von Julian Bode (16.) und Kevin-Dean Krystofiak (24.). Armen Shavershyan hatte die Gäste in der 9. Minute nach einer Ecke per Kopfball in Führung gebracht.

„Das war ein extrem wichtiger Sieg heute“, zeigte sich Löwen-Trainer Stefan Janßen erleichtert, insbesondere mit Blick auf die letzten Partien seiner Mannschaft und die aktuelle Tabellensituation. „Das war so ein Spiel wo Du weißt: Wer verliert, geht runter, wer gewinnt, kommt nach oben.“

Recht sollte er behalten: die Löwen machen durch den Sieg drei Plätze gut und klettern auf Rang 6, Remscheid rutscht von Platz 6 auf Rang 10.

In einem sehr intensiv geführten Spiel erwischten die Gäste aus dem Bergischen den besseren Start. Nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten, die von der Löwen-Abwehr nur schlecht verteidigt wurde, kommt Armen Shavershyan am zum Kopfball und trifft zum 0:1 (9.).

Hamborn lässt sich jedoch nicht irritieren und zeigt wenig später die angemessene Reaktion. Nach einer schönen Kombination über Timm Golley und Julian Bode, lässt Letzterer aus halblinker Position mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck Gäste-Keeper Maurice Horn keine Chance und vollendet zum 1:1 Ausgleich (16.).

Keine 10 Minuten später ist das Spiel gedreht. Eine perfekt getretene Freistoßflanke von Timm Golley veredelt Kevin-Dean Krystofiak per Kopfball zur 2:1 Führung (24.).

Die Partie wurde nun etwas fahrig. Schiedsrichter Salomon Anderson musste das Spiel häufig unterbrechen und insbesondere nach dem Seitenwechsel häufiger den gelben Karton zeigen, um die teilweise etwas hitzigen Gemüter wieder zu beruhigen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es einen kurzzeitigen Schock im Löwen-Rudel, als Kapitän Timm Golley mit einer Adduktorenverletzung vorzeitig vom Feld musste. Die Mannschaft von Stefan Janßen fasste sich aber nach kurzer Zeit wieder und setzte ihren Kampf gegen die spielerisch starken Remscheider fort.

„Wir haben quasi mit dem letzten Aufgebot weitergemacht“, umschrieb Löwen-Coach Stefan Janßen die heikle Situation vor dem Hintergrund der immer noch dünnen Personaldecke. Gleiches in Bezug auf Kampf und Einsatz galt allerdings auch für den FCR, der ab der 60. Minute in Unterzahl spielen musste. Der erst zur Pause ins Spiel gekommene Tristan Maresch sah nach einem Foul an Julian Bode die Ampelkarte, nachdem er bereits 10 Minuten vorher wegen eines Foulspiels gelb bekommen hatte.

„Dann war es Leidenschaft pur, muss man sagen“, fasste Stefan Janßen die letzte halbe Stunde des Spieles zusammen. Sein Team warf alles in die Waagschale und stemmte sich gegen einen Gegner, der sich seinerseits keineswegs in sein Schicksal ergeben wollte und alles nach vorne warf. Jedem war klar, dass der Verlierer der Partie gen Kellerregion trudelt, der Gewinner den Kontakt nach oben hält.

Für die Löwen ergaben sich aus dem Offensivdrang der Gäste heraus gute Konterchancen. Allein Julian Bode hatte zwei große Gelegenheiten, scheiterte aber einmal mit einem gekonnten Heber, den er zwar schön über Torwart Horn, leider aber auch über das Remscheider Gehäuse setzte. Ein anderes Mal war er nicht konsequent genug in einer Anschlussaktion. Marcel Stenzel hatte ebenfalls zweimal das 3:1 auf dem Fuß, aber Pech im Abschluss.

Der FCR blieb gefährlich, insbesondere durch Standards. Aber die Löwen-Abwehr stand in dieser Phase bombensicher und hatte mit dem Torschützen Kevin-Dean Krystofiak an diesem Tag einen „Fels in der Brandung“, wie es sein Coach Stefan Janßen später formulierte. Am Ende blieb es beim 2:1, das die Löwen auf Rang 6 nach vorne bringt und den Abstand auf Spitzenreiter Steele, der sich mit 2:0 beim Schlusslicht SV Genc Osman Duisburg durchsetzte, zumindest nicht anwachsen lässt.

„Das war ein Sieg heute, der gut getan hat,“ resümierte Löwen-Trainer Stefan Janßen, der nach den beiden letzten Spielen doch zu recht ein wenig konsterniert war. „Ein Sieg, der mir gut getan hat, und auch der Mannschaft gut getan hat. Die kämpferische Einstellung, die muss jetzt genauso bleiben, kein bisschen weniger. Dann bin ich guter Hoffnung auf die nächste Woche.“

Neben dieser Hoffnung in Bezug auf die Einstellung wünscht sich der Hamborner Übungsleiter allerdings auch Entspannung an der Personalfront: „Ich hoffe, dass wir in der kommenden Woche wieder ein paar Spieler dazu bekommen.“ Akteure wie Dennis Wichert, David Forbeck, Gino Mastrolonardo und Kevin Menke stehen hier insbesondere auf der Wunschliste des 07-Coaches.

Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter Timm Golley. „Wir müssen jetzt erst einmal schauen, was konkret mit Timm Golley ist, wenn wir am Montag die erste Diagnose des Arztes erhalten“, so Stefan Janßen. Ein längerfristiger Ausfall würde sein Team aus vielerlei Gründen empfindlich schwächen, auch wenn die Mannschaft heute in der zweiten Hälfte gezeigt hat, dass auch ohne ihren Kapitän mit ihr zu rechnen ist.

Am kommenden Sonntag wird das Team vielleicht schon die nächste Gelegenheit erhalten, sich ohne ihren Ausnahmespieler beweisen zu können. Dann steht das Gastspiel bei Arminia Klosterhardt an (Anstoß 15.30 Uhr).

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo, Helling, Krystofiak, Keinert (87. Neul), Stenzel, Bode, Schmitt, Ergün (81. Kolberg), Herrmann, Golley (47. Goralski)

FC Remscheid: Horn, Angelov, Kacmaz (78. Morou), Al Khalil (46. Maresch), Noguchi, Oberlies (66. Buscemi), Ichimura, Sato, Shavershyan (78. Köseoglu), Saibert, Blume

Schiedsrichter: Salomon Anderson (ASV Einigkeit Süchteln)
Tore: 0:1 Shavershyan (9.), 1:1 Bode (16.), 2:1 Krystofiak (24.)
Gelbe Karten: Golley (20. Unsportlichkeit), Maresch (50. Foulspiel), Oberlies (65. Foulspiel), Diallo (70. Foulspiel), Ergün (80. Foulspiel), Keinert (86. Foulspiel), Kolberg (90. + 3 Unsportlichkeit)
Gelb-rote Karte: Maresch (60. Foulspiel)
Zuschauer: 300


Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - FC Remscheid
Löwen hoffen gegen den FCR auf die Trendwende und wollen verlorene Punkte zurückholen

Anstoß ist um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz 2 des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg. In der Landesliga Gruppe 3 bleibt es spannend. Allerdings lief es aktuell leider nicht so gut für die Sportfreunde Hamborn 07. In den beiden letzten Spielen gegen die Spielvereinigung Steele 03/09 (3:4) und beim ESC Rellinghausen (0:1) kassierte das Team von Stefan Janßen zwei bittere, weil aus Hamborner Sicht unnötige Niederlagen, und hat damit die Tuchfühlung zur Spitzengruppe verloren.

Die Löwen rangieren derzeit mit neun Punkten auf Rang 9 der Tabelle und haben fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Spielvereinigung Steele 03/09; deutlich geringer ist allerdings der Abstand auf die Abstiegsränge, die ab Rang 11 beginnen. Ganze zwei Zähler scheinen kein besonders beruhigendes Polster zu sein. Insofern ist für „07“ am morgigen Sonntag beim Spiel gegen den FC Remscheid im heimischen Holtkamp ein Dreier an und für sich Pflicht.

Gleiches gilt allerdings auch für die Gäste aus dem Bergischen Land, die bislang eine durchwachsene Saison spielen und sowohl im Positiven wie Negativen zu überraschen wussten. Da gab es zum Beispiel vor zwei Wochen einen 2:0 Auswärtssieg beim starken VfB Speldorf; auf der anderen Seite schlagen Niederlagen in Burgaltendorf (0:1) und beim bis vor kurzem schwächelnden Duisburger SV 1900 (0:2) zu Buche. Zuletzt musste sich der FCR im bergischen Derby auf eigenem Platz dem SV Wermelskirchen mit 1:2 geschlagen geben.

FCR-Trainer Marcel Heinemann und seine Mannschaft werden sich diese Punkte nun wiederholen wollen und deshalb beim Gastspiel in Hamborn nichts zu verschenken haben. Insofern darf man von beiden Teams eine durchaus offensive Ausrichtung erwarten und sich auf eine spannende Landeliga-Partie freuen.


ESC Rellinghausen 06 - SF Hamborn 07 1:0 (1:0)
Schwarze Serie gegen Rellinghausen hält an und die Löwen kassieren die zweite Niederlage in Folge

Auch im siebten Anlauf hat es nicht geklappt: Hamborn 07 musste sich am Sonntagnachmittag beim ESC Rellinghausen mit 0:1 geschlagen geben und wartet damit weiter auf den ersten Sieg gegen die Essener. Das Tor des Tages für die sehr defensiv ausgerichteten Gastgeber schoss Jumpei Sugiura kurz vor dem Pausenpfiff (44.).

„Täglich grüßt das Murmeltier“, konstatierte Löwen-Coach Stefan Janßen etwas frustriert nach der Partie mit Blick auf die Leistung seines Teams und den Spielverlauf. „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wenn der Gegner aber ins letzte Drittel kommt, fehlt uns - von Timm Golley einmal abgesehen - die Mentalität. Und fehlende Mentalität heißt, dass Du hinten ein Gegentor bekommst und vorne nicht triffst. Wir waren vorne viel zu ungefährlich, die Bälle wurden hin und her geschoben, keiner hat Verantwortung übernommen.“

Der Hamborner Übungsleiter musste den Hergang der Partie in Essen wie ein Deja-Vu empfinden: Wie schon gegen Frohnhausen und Steele, zeigte seine Mannschaft Initiative und Drang nach vorne, während sich die Gastgeber vornehmlich darauf beschränkten das Hamborner Spiel zu stören bzw. den Spielfluss durch Wegschlagen des Balles zu unterbinden.

Allerdings ergaben sich aus diesen Befreiungsschlägen durchaus gefährliche Situationen, bei denen die Löwen-Defensive nicht immer auf Höhe des Geschehens wirkte. Darüber hinaus war Rellinghausen bei Standards gefährlich.

Aus einer kuriosen Situation heraus fiel dann das entscheidende Tor des Tages. Nach einer Flanke der Gastgeber hebt der Schiedsrichterassistent die Fahne und zeigt Abseits an; Schiedsrichter Maurice Wilke reagiert jedoch nicht, genauso wie die Löwen-Abwehr, die - mit Blick auf den Schiedsrichterassistenten - den abgefälschten Ball passieren lässt. Jumpei Sugiura steht goldrichtig und netzt zum 1:0 ein (44.).

„Anstatt konsequent zu verteidigen, schauen sich alle nur bedröppelt an“, ärgerte sich Stefan Janßen über die halbherzigen Abwehrreaktionen seiner Mannschaft. „Thema 'fehlende Mentalität‘.“

Mit dem 0:1 Rückstand aus Sicht der Hamborner ging es in die Pause.

Zum zweiten Durchgang brachte Stefan Janßen Tim Keinert für Kai Neul; ein Wechsel, der sich fast auch bezahlt gemacht hätte, als der Löwen-Stürmer frei vor ESC-Keeper Björn Tobias Heußen auftauchte und sich eigentlich nur noch die Ecke für den Ausgleich aussuchen musste. „Leider hat Tim sich entschieden, den Torwart anzuschießen“, kommentierte Stefan Janßen die letztendlich vertane Chance.

Es folgte Einbahnstraßenfußball auf das Tor des ESC, allerdings ohne, dass sich hieraus weitere zwingende Möglichkeiten für die Löwen ergäben hätten.

„Wir haben zu wenig die Zweikämpfe und den Abschluss gesucht“, vermisste Stefan Janßen die letzte Konsequenz seiner Löwen vor dem Essener Gehäuse. Am Ende blieb es beim 1:0 für Rellinghausen und die Erkenntnis des Hamborner Coaches: „Nicht die bessere Mannschaft hat gewonnen, sondern die effektivere. Ich ärgere mich maßlos über diese Niederlage.“

Die Löwen kassieren damit die zweite Niederlage in Folge und verlieren ein wenig die Tuchfühlung mit der Spitzengruppe.
Das Team von Stefan Janßen rutscht auf Platz 9, während der ESC sich um einen Rang auf Platz 3 verbessert.

Mit Blick auf die aktuelle Situation, die gehegten Erwartungen und die Favoritenrolle, die man seiner Mannschaft zugeschrieben hat, rückt der Löwen-Coach das Bild ein wenig gerade und mahnt gewisse Abstriche an: „Man darf nicht nur von außen auf den Kader schauen, sondern auch hinter die Kulissen blicken. Aufgrund von Verletzungen können wir viele erfahrene Spieler nicht einsetzen. Einige kamen noch überhaupt nicht zum Einsatz. Mit Noah Herrmann, Mamadou Diallo und Julian Bode haben wir derzeit Spieler im Dauereinsatz, die in der letzten Saison noch in der A-Jugend gespielt haben.“

Man darf in diesem Zusammenhang aber auch festhalten, dass die Berufungen der Nachwuchsspieler nicht nur allein der Not geschuldet sind, sondern auch die Konsequenz sind aus ihrem bisherigen Einsatz und ihren sehr guten Leistungen.

„Wir werden konzentriert an den Fehlern arbeiten, insbesondere an unserer Einstellung, und uns gewissenhaft auf das nächste Spiel vorbereiten“, gibt Stefan Janßen die Aufgabe für die neue Woche vor.

Nächster Gegner der Löwen wird der FC Remscheid sein, der am kommenden Sonntag im Holtkamp gastiert (Anstoß 15.00 Uhr).

ESC Rellinghausen: Heußen, Beckmann, Piljic, Kötz, Huxholt (81. Oteng Adjei), Fritzsch, May, Nadolny (87. Simon), Wicker (70. Pirogov), Durmus, Sugiura (90. Komiya)

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo (81. Goralski), Helling, Neul (46. Keinert), Krystofiak, Stenzel, Kolberg, Bode, Schmitt, Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Maurice Wilke (SV 1910 Jägerhaus-Linde)
Tore: 1:0 Sugiura (44.)
Gelbe Karten: Huxholt (35. Foulspiel), Piljic (85. Foulspiel), Golley (85. Unsportlichkeit), Kötz (90. Unsportlichkeit), Schmitt (90. Foulspiel)
Zuschauer: 50


SF Hamborn 07 - SpVgg Steele 03/09 3:4 (1:1)
Löwen geben in der letzten Viertelstunde eine 3:1 Führung aus der Hand

Einen herben Dämpfer im Titelrennen mussten die Sportfreunde Hamborn 07 am Sonntagnachmittag hinnehmen. Trotz zweimaliger Führung unterlag das Team von Stefan Janßen im Spitzenspiel der Landesliga Gruppe 3 der Spielvereinigung Steele 03/09 am Ende noch mit 3:4.  

Timm Golley hatte die Löwen mit einem sehenswerten Freistoß mit 1:0 in Führung gebracht (29.). Nach zwischenzeitlichem Ausgleich der Gäste durch einen von Djibril Tamsir Camara verwandelten Foulelfmeter (38.) zogen die Hamborner im zweiten Durchgang durch Treffer von Kevin-Dean Krystofiak (48.) und Julian Bode (67.) auf 3:1 davon. Als die Löwen sich als sichere Sieger wähnten und einige Nachlässigkeiten an den Tag legten, bewies Steele Moral und glich in der letzten Viertelstunde innerhalb von 10 Minuten durch Tore von Marc Geißler (75.) und Denny Hadzovic (85.) aus. Als beide Mannschaften „all in“ setzten, gelang den Gästen aus Essen in der Nachspielzeit gar noch der Siegtreffer durch Timo Nickel (90. +2).

Die Löwen kassierten damit die erste Niederlage der Saison und verpassten gleichzeitig den Sprung an die Tabellenspitze, da Spitzenreiten VfB Speldorf mit einem 0:2 gegen den FC Remscheid verlor. Steele hat sich durch den Sieg die Tabellenspitze zurückerobert, während die Löwen auf Rang 6 der Tabelle abrutschen.

„Ein solches Spiel darfst Du nie und nimmer verlieren“, haderte der Löwen-Coach weniger mit dem Ergebnis als mit den Umständen, unter denen es zustande kam. „Ich bin völlig konsterniert ob der Leistung in den letzten 20 Minuten. Hierüber wird in den nächsten Tagen zu sprechen sein.“

Sein Team hatte zunächst gut ins Spiel gefunden und die Partie dominiert gegen einen Gegner, der sich zunächst ausschließlich auf auf die Verteidigung konzentrierte.

Die verdiente Hamborner Führung resultiere nach knapp einer halben Stunde aus einem Freistoß von Timm Golley, der unhaltbar für Gäste-Keeper Marko Razic unter der Latte einschlug (29.).

Steele musste nun reagieren und löste sich aus der Defensive, was die Hamborner Abwehrreihen erstmals in Verlegenheit brachte. „Das hat unserer Abwehr erstmals in diesem Spiel gezeigt, dass due ihrer gewissen Drucksituationen schwankt“, stelle Stefan Janßen im Nachgang fest.

Nachdem Löwen-Keeper Muhammed Sadiklar zunächst zweimal mit glänzenden Reaktionen den Ausgleich verhindern konnte, kamen die Gäste dann durch einen Standard zum 1:1. Nach einem Zweikampf im 16er der Hamborner entschied Schiedsrichterin Isabel Steinke auf Strafstoß. Djibril Tamsir Camara lässt sich die Chance nicht entgegen und verwandelt zum 1:1 (38.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit nahm Stefan Janßen einige Umstellungen vor, die sich bereits nach kurzer Zeit bezahlt machen sollten. Es entwickelte sich - analog zum Beginn der ersten Halbzeit - ein Spiel auf ein Tor, bei dem Kevin-Dean Krystofiak (49.) und Julian Bode (67.) fast zwangsläufig das Ergebnis auf 3:1 hochschraubten.
In der Folge hat „07“ das Spiel und den Gegner sicher im Griff. Ein Standard bringt die Partie dann zum Kippen.

Nach einer „völlig unnötig von uns zugelassenen Ecke“, wie Stefan Janßen befand, kann die Löwen-Abwehr zweimal nicht entscheidend klären, der Schuss von Marc Geißler kann von einem Hamborner Abwehrspieler erst hinter der Linie aus dem Tor geköpft werden - es steht 2:3 (75.).

Steele leckt jetzt Blut, wirft alles nach vorne. „Mit dieser Situation kamen unserer Abwehrspieler überhaupt nicht zurecht“, umschreibt Stefan Janßen den Druck, den der Tabellenzweite nun im Holtkamp aufbaute.

Und die Gäste wurden für ihre Mühen belohnt, vielleicht auch mit dem Glück des Tüchtigen: Nach einem langen Ball in den 16er der Löwen köpft Dennis Wichert den Ball vermeintlich aus der Gefahrenzone. Das Leder landet jedoch bei Denny Hadzovic, der die Kugel aus rund 22 Metern Torentfernung volley nimmt und unhaltbar in die kurze Ecke des Hamborner Gehäuse zimmert (85.). „Das war ein Traumtor“, gab Stefan Janßen unumwunden zu.

Der Ausgleichstreffer war das Signal für beide Mannschaften zum letzten Aufbruch. Keiner wollte sich mit dem Punkt zufrieden geben, da dieser auch beiden wenig genützt hätte. Steele zeigte sich hierbei jedoch konsequenter als die Gastgeber und hatte letztendlich das bessere Ende für sich. Bei einem Tempogegenstoß bleiben die Essener im Laufduell Sieger, schließen durch Timo Nickel zum 3:4 ab (90. + 2) und nehmen alle Punkte mit nach Hause, was am Ende die Tabellenführung bedeutet.

„Eine sehr bittere Heimniederlage. Die Mannschaft, die am Ende mehr Herz gezeigt hat, hat das Spiel gewonnen, sicherlich nicht die bessere Fußballmannschaft“, resümierte Stefan Janßen. „Aber am Ende zählen die Tore. Und wer mehr Tor schießt, gewinnt. So ist Fußball.“

Dem Übungsleiter ist bewusst, dass es gerade diese Punkte sind, die am Ende des Tages fehlen werden. Weder Meisterschaft noch Klassenerhalt werden in der Regel am Ende der Saison entschieden. „Das sind Punkte, die wir nie und nimmer verlieren dürfen. Bereits gegen Wermelskirchen haben wir ein sicher geglaubtes Spiel noch aus der Hand gegeben.“

Insofern wird in dieser Woche einiges aufzuarbeiten sein. Im Gegensatz zu den letzten vierzehn Tagen wird dazu auch mehr Zeit sein, denn die Englischen Wochen sind für die Löwen jetzt erst einmal vorbei.

„Wir haben jetzt wieder eine normale Trainingswoche und müssen jetzt auf Rellinghausen schauen. Wir müssen sehen, dass wir uns dort die heute verlorenen Punkte wiederholen“, gibt Stefan Janßen die Marschroute für die nächsten Tage vor.

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo (80. Neul), Helling, Wichert, Krystofiak, Keinert (77. Goralski), Stenzel (71. Spors), Bode, Schmitt, Herrmann, Golley

SpVgg Steele 03/09: Razic, Handke, Ölcek, Muschalik (68. Hörstgen), Smeilus, Nickel, Mustapha (76. Hadzovic), Camara (84. Demirel), Rukollli, Geißler, Ramadan (71. Lippeck)

Schiedsrichterin: Isabel Steinke (SV St.Tönis)
Tore: 1:0 Golley (29.), 1:1 Camara (38. Strafstoß), 2:1 Krystofiak (49.), 3:1 Bode (67.), 3:2 Geißler (75.), 3:3 Hadzovic (85.), 3:4 Nickel (90. + 2)
Gelbe Karten: Rukolli (29. Foulspiel), Ramadan (56. Unsportlichkeit), Golley (76. Unsportlichkeit), Handke (79. Foulspiel), Smeilus (86.), Nickel (90. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 250










Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - SpVgg Steele 03/09
Löwen wollen im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten punkten

In den Kampf um die Tabellenspitze der Landesliga Gruppe 3 ist Bewegung gekommen, und die Hamborner Löwen sind wieder mit im Rennen. Nach einer kleinen Durststrecke von drei Unentschieden in Folge konnte die Mannschaft von Stefan Janßen am letzten Sonntag mit dem 2:0 Erfolg beim SV Genc Osman Duisburg den zweiten Dreier in der neuen Saison einfahren und auf Platz drei der Tabelle klettern. Zum Spitzenreiter VfB Speldorf, der sich nach der derben 1:7 Auftaktniederlage im Holtkamp gut erholt und sich klamm heimlich durch eine beeindruckende Serie von vier Siegen in Folge an die Tabellenspitze vorgearbeitet hat, sind es gerade einmal drei Punkte Rückstand.

Vom Tabellenzweiten, der Spielvereinigung Steele 03/09, die nun am kommenden Sonntag im Holtkamp zu Gast ist, trennt die Löwen gar nur ein Zähler. Im direkten Vergleich gegen Steele könnte Hamborn somit durch einen Sieg sowohl auf Platz 2 vorrücken, als auch auf Tuchfühlung zu Tabellenführer Speldorf bleiben, der den FC Remscheid empfängt. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.

Das scheint leichter gesagt als getan, da den Löwen zum einen das Pokal-Drama vom letzten Mittwoch gegen den Oberligisten TSV Meerbusch noch in den Knochen stecken dürfte, das mit einem 5:6 nach Elfmeterschießen ein unglückliches Ende für das Team von Stefan Janßen gefunden hat. Zum anderen ist der Gegner schwer auszurechnen und gilt sicherlich als eine der Überraschungsmannschaften der Liga.

Die Gäste aus Essen hatten einen Traumstart in die neue Spielzeit erwischt. Nach drei Siegen in Folge erstürmte die Spielvereinigung Steele 03/09 zwischenzeitlich die Tabellenspitze. Einen entscheidenden Knacks bekam die Erfolgsserie der Essener dann anscheinend mit dem überraschenden 2:5 im Kreispokal beim Bezirksligisten DJK Frintrop. Es folgte eine deutliche 0:4 Niederlage im Spitzenduell beim VfB Speldorf, die den Verlust der Tabellenführung bedeutete. Am letzten Sonntag fing sich das Team von Trainer Dirk Möllensiep und konnte gegen den SV Wermelskirchen mit einem 1:1 zumindest wieder einen Punkt ergattern. Steele wird seinerseits am Sonntag alles daran setzen, Hamborn mit einem Sieg auf Abstand zu halten. Man darf sich also auf ein spannendes Landesliga-Spiel freuen, bei dem Hamborn in höchstem Maße gefordert sein wird. Frust und müde Beine vom vergangenen Mittwoch sind zu kompensieren. Umso wichtiger wird die Unterstützung durch den „12.Mann“ sein.

Insofern würden sich Löwen-Coach Stefan Janßen und sein Team natürlich über eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans freuen.


SF Hamborn 07 - TSV Meerbusch 5:6 n. E. (0:1, 1:1, 2:2 n. V.)
Golley erzielte in der Verlängerung in Unterzahl den Ausgleich - Löwen scheitern dann im Elfmeterschießen
Es hat nicht sollen sein. Die Hamborner Löwen hatten sich für das Pokalspiel am Mittwochabend gegen den TSV Meerbusch viel vorgenommen, und mehr als das gehalten. Dennoch musste sich die Mannschaft von Stefan Janßen - ab der 73. Minute wegen einer Gelb-Roten Karte gegen Kevin Kolberg in Unterzahl - nach großartigem Kampf und einer Verlängerung im anschließenden Elfmeterschießen dem Oberligisten denkbar knapp und unglücklich mit 5:6 geschlagen geben.

Zweimal konnten die Löwen einen Rückstand jeweils durch Timm Golley egalisieren (64. und 107.), hatten im Elfmeterschießen sogar die Chance, das Match für sich zu entscheiden. Es gehört zur Tragik dieses Spieles, dass ausgerechnet der 07-Kapitän - bislang mit einer 100 % Quote bei Strafstößen - den entscheidenden Elfer nicht im Kasten der Gäste unterbringen konnte.

Löwen-Coach Stefan Janßen kam trotz der bitteren Niederlage aus dem Schwärmen für sein Team nicht heraus: „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, wie sie dem Oberligisten Paroli geboten hat, wie sie um jeden Zentimeter des Kunstrasenplatzes gefightet haben. Das war richtig klasse. Wir können am erhobenen Hauptes behaupten, dass wir Meerbusch an den Rand einer Niederlage gebracht haben.“

Erneut schenkte Stefan Janßen auch jenen Akteuren das Vertrauen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten. So konnten sich unter anderem Kai Neul, Mamadou Diallo und Ahmet Ünal Ergün in der Startformation beweisen. „Die haben das richtig gut gemacht“, zollte der Löwen-Coach seinen Spielern Anerkennung. Der Hamborner Übungsleiter überraschte daneben auch mit einer neuen taktischen Ausrichtung.
 „Ohne, dass wir das vorher groß trainiert hatten, haben wir mal mit einer Dreier- respektive einer Fünferkette gespielt“, verriet Stefan Janßen. Hamborn machte hierdurch die Räume eng, stand dicht beim Gegner und führte zahlreiche Zweikämpfe. Die Rechnung schien auch aufzugehen, letztendlich nahm der Spielverlauf aus Sicht der Gastgeber dann aber mehrere unglückliche Wendungen.

Zunächst kassierte „07“ quasi mit dem Pausenpfiff den 0:1 Rückstand durch Harumi Goto (45.).
„Da waren wir einmal unaufmerksam“, gestand Stefan Janßen ein. „Da sieht man vielleicht noch ein wenig Unerfahrenheit, dass man einen solchen Angriff hätte rechtzeitig unterbinden können. Man muss aber auch sagen, dass der Gegner das richtig gut gemacht hat.“

Obwohl zu einem psychologisch denkbar ungünstigen Zeitpunkt kassiert, brachte der Rückstand die Löwen nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil. Nach dem Seitenwechsel drückte das Team von Stefan Janßen und gewann die Oberhoheit über die Partie. Nach einem Handspiel im 16er des TSV Meerbusch gibt es Strafstoß für Hamborn. Es ist erneut Timm Golley, der die Verantwortung übernimmt und sicher zum 1:1 verwandelt (64.).

„07“ leckt Blut, will mehr. „In dieser Phase waren wir dem 2:1 näher als der Gegner“, umschrieb Stefan Janßen im Nachgang diese Drangphase seines Teams, das rund eine Viertelstunde vor Schluss den nächsten Nackenschlag hinnehmen musste.

Nach wiederholtem Foulspiel sieht Kevin Kolberg die Ampelkarte; Hamborn spielt fortan in Unterzahl (73.).
„Eine etwas unglückliche Entscheidung“, fand Stefan Janßen. Dennoch geben die Hamborner weiter Gas, der zählbare Erfolg bleibt leider aus. So steht es 1:1 am Ende der regulären Spielzeit; es geht in die Verlängerung.

Hamborn, eh schon durch den Platzverweis geschwächt, droht der nächste Rückschlag. Bei dem etwas überharten Einsatz eines Meerbuscher Angreifers wird Löwen-Keeper Muhammed Sadiklar im Zweikampf verletzt, beißt aber auf die Zähne und macht weiter. „Vielleicht eine entscheidende Szene“, mutmaßt Stefan Janßen. Der 07-Schlussmann macht wenig später eine unglückliche Figur, als er einen Schuss nach vorne abprallen lässt, Dominik Reinert ist zur Stelle und bringt Meerbusch mit 1:2 nach vorne (97.).

Wer dachte, dass die Löwen nun einbrechen würden, sah sich getäuscht. „07“ hielt dagegen, ließ sich vom erneuten Rückstand nicht irritieren und wurde knapp 10 Minuten später durch ein herrlich in den Winkel getretenen Freistoß von Timm Golley mit dem 2:2 belohnt (107.). In Unterzahl kämpft Hamborn weiter. Beide Mannschaften vermochten es jedoch nicht mehr, die Partie in der verbleibenden Spielzeit der Verlängerung zu entscheiden. Somit musste das Elfmeterschießen über den Einzug in die 2. Pokalrunde entscheiden.

Für Hamborn folgte erneut eine Achterbahnfahrt der Gefühle, dieses Mal nur komprimiert. Nachdem Kevin-Dean Krystofiak, Marcel Stenzel und Benedikt Helling ihre Strafstöße verwandeln konnten und Löwen-Keeper Muhammed bei einem Gegentreffer von Harumi Goto zwei Elfer pariert hatte, schien der Sieg für „07“ ganz nah. Doch dann verließ die Löwen das Glück. Timm Golley - sonst eine Bank beim Verwandeln von Strafstößen - konnte den entscheidenden Elfmeter nicht im Tor der Gäste unterbringen, dafür trafen die Schützen des TSV in Folge sicher und sorgten letztendlich für das knappe und aus Hamborner Sicht unglückliche 5:6.

„Ich hätte meine Augen zumachen und den Sieg feiern können, als Timm Golley zum entscheidenden Elfmeter anlief“, verriet Stefan Janßen. „Aber so ist Fußball. Am Ende kommt der Gegner weiter und wir sind ausgeschieden.“

Trotz des Frustes bleibt der Stolz und insbesondere der Blick des Hamborner Übungsleiters nach vorne: „Wir können stolz sein auf das Geleistete, und nur das soll jetzt überwiegen. Jetzt heißt es, die Wunden des Ausscheidens zu lecken und volle Konzentration auf das Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen Steele zu richten.“

Wir gratulieren dem TSV Meerbusch zum Einzug in die nächste Pokalrunde, gratulieren aber auch gleichermaßen Stefan Janßen und seiner Mannschaft zu dieser fabelhaften Leistung, die - aus unserer Sicht - sicherlich ein anderes Ergebnis verdient gehabt hätte.

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo, Helling, Neul (66.), Wichert (58. Krystofiak), Keinert (99.), Kolberg, Goralski (58. Bode), Schmitt, Ergün (58. Golley), Herrmann

TSV Meerbusch: Hersey, Hoff, Fahrian, Kempkens, Tolaj (115. Ballah), Ayan (106. Macvan), Goto, Heise (66. Belasky), Ellguth, Nehrbauer (66. Massold), Reinert

Schiedsrichter: Daniel Schierok (SV Essen-Borbeck)
Tore: 0:1 Goto (45.), 1:1 Golley (64. Strafstoß), 1:2 Reinert (97.), 2:2 Golley (107.)
Elfmeterschießen: 3:2 Krystofiak, 4:2 Stenzel, 4:3 Massold, 5:3 Helling, 5:4 Goto, 5:5 Reinert, 5:6 Kempkens
Gelbe Karten: Wichert (31. Foulspiel), Neul (51. Foulspiel), Kolberg (53. Foulspiel), Hoff (65. Foulspiel), Kempkens (75. Foulspiel),Tolaj (90. Foulspiel), Herrmann (90.+1 Foulspiel), Massold (105. Foulspiel), Sadiklar (110. Unsportlichkeit)
Gelb-Rote Karte: Kolberg (73. Foulspiel)
Zuschauer: 178


Niederrheinpokal-Vorschau: SF Hamborn 07 - TSV Meerbusch
Löwen wollen den Oberligisten ärgern und in die zweite Runde des Niederrheinpokals einziehen

Am morgigen Mittwoch empfangen die Sportfreunde Hamborn 07 in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr auf dem neuen Kunstrasenplatz des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.
Nachdem sich das Team von Stefan Janßen in den letzten fünf Wochen quasi im Schnellverfahren erfolgreich durch die drei letzten Runden den Kreispokals gekämpft hat, freut man sich im Löwen-Lager - trotz der Doppelbelastung in der letzten Zeit - nun auf den attraktiven Verbandswettbewerb.

„Wir wollen natürlich in die zweite Runde kommen“, gibt Löwen-Coach Stefan Janßen die Marschrichtung vor und deutet damit an, dass er seinem Team trotz des Klassenunterschiedes durchaus Chancen einräumt, das Spiel für sich zu entscheiden.

Wie bei den meisten Teilnehmern des Niederrheinpokals, ist auch für die Löwen die Hoffnung auf einen der „Großen“ als attraktiven Gegner die Triebfeder des Wettbewerbs. „Ziel des Niederrheinpokals für mich ist, gegen den MSV zu spielen. Wenn wir Meerbusch schlagen, haben wir die Chance auf ein attraktives Los“, gibt Stefan Janßen denn auch unumwunden zu. „Am Ende würden es Rot-Weiß Essen oder Rot-Weiß Oberhausen aber auch tun“, fügt der Hamborner Übungsleiter mit einem Augenzwinkern an. Bis dahin ist aber noch ein Weg zu gehen, insbesondere erst einmal der TSV Meerbusch auszuschalten. Ganz abwegig ist das nicht.

Die Mannschaft von TSV-Trainer Antonio Molina hatte mit drei Niederlagen in Folge einen schweren Einstieg in Oberliga erwischt. Allerdings waren die Kontrahenten mit dem 1.FC Kleve (1:2), dem 1.FC Bocholt (1:7) und der SpVgg Velbert (1:2) nicht gerade Laufkundschaft. Zuletzt gelang dem TSV gegen den Tabellenführer TVD Velbert nach einem recht späten 0:1 Rückstand noch ein überraschender 2:1 Achtungserfolg, der beim Tabellenzwanzigsten für das notwendige Selbstvertrauen nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokalwettbewerb sorgen dürfte.

Insofern sollte man auf Hamborner Seite die Gäste nicht unterschätzen, und sowohl das spielerische als auch kämpferische Potenzial des TSV Meerbusch auf dem Schirm haben. Hinzu kommt ein leichter konditioneller Vorteil des Gäste. Neben den Meisterschaftsspielen in der Oberliga hatte der TSV keine weiteren Pflichtspiele zu bestreiten. In den letzten rund fünf Wochen waren es derer vier.

„07“ hatte dagegen in der gleichen Zeit acht Partien zu absolvieren, davon drei im Kreispokal, fünf in der Landesliga. Die Löwen gehen in die zweite Englische Woche hintereinander, und damit auch ein wenig auf dem Zahnfleisch. Gleichwohl setzt man im Holtkamp auf die besondere Stimulanz des Pokals und die Motivationsfähigkeit des engagierten Trainers, um zusätzliche Kräfte freizusetzen.

Darüber hinaus dürfte ein Blick in die jüngere Pokalgeschichte den Löwen vielleicht Mut machen: In der Spielzeit 2017/2018, als beide Vereine in der Landesliga kickten, konnte sich Hamborn 07 in der ersten Runde des Niederrheinpokals mit 1:0 beim TSV Meerbusch durchsetzen und in die zweite Runde des Wettbewerbs einziehen, wo man dann mit gleichem Ergebnis den SV Straelen, der seinerzeit in der Oberliga kickte, ausschaltete. Man darf gespannt sein, ob die Löwen am Mittwoch eine ähnlich erfolgreiche Serie im Pokal starten können.


SV Genc Osman Duisburg - SF Hamborn 07 0:2 (0:1)
Eine disziplinierte Leistung und zwei Tore von Timm Golley bescheren „07“ drei wichtige Punkte

Der Remis-Fluch ist beendet: Die Sportfreunde Hamborn 07 konnten sich am Sonntagnachmittag im Duisburger Nordduell der Landesliga Gruppe 3 beim SV Genc Osman Duisburg mit 2:0 durchsetzen und damit nach zuletzt drei Unentschieden in Folge endlich wieder einmal dreifach punkten. Das Team von Stefan Janßen präsentierte sich an der Oberhauser Allee konzentriert und diszipliniert, verpasste es aber insbesondere im zweiten Durchgang, die erspielten zahlreichen Chancen in Zählbares umzumünzen. Kapitän Timm Golley war es schließlich, der den Löwen mit einem Doppelpack (8. und 54.) die Punkte sicherte.

„Ein Derby-Sieg ist natürlich etwas Besonderes, und nach dem Pokalspiel in Speldorf konnten wir erneut zu Null spielen“, freute sich Löwen-Coach Stefan Janßen. „Aber die Chancenverwertung war erneut verbesserungsfähig“, sah der Hamborner Übungsleiter noch Handlungsbedarf bei seinem Team. Die Löwen übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel, ohne hierbei zu ungestüm vorzugehen oder den Gastgebern die Möglichkeit zu schnellen Tempogegenstößen zu geben.

Die Mannschaft von Stefan Janßen hatte die taktischen Vorgaben ihres Coaches gut verinnerlicht. „Wir haben viel aus der Grundordnung 4-4-2 gespielt, waren eng an den Leuten, so dass der Gegner über 90 Minuten kaum mehr als eine Torchance erarbeiten konnte“, zeigte sich Stefan Janßen zufrieden.

Nach vorne ging es dann auch wie gewünscht los: Bereits in der achten Minute wird Timm Golley mit einem langen Ball geschickt, setzt sich in einem Zweikampf durch und zieht das Leder so scharf vor das Tor, dass die Rettungsaktion eines Neumühler Abwehrspielers letztendlich in den eigenen Maschen endet: 0:1 (8.). Genc Osman kommt nach einem Fehler in der Hamborner Defensive zu einer der seltenen, wenn nicht besten Gelegenheit, kann hieraus aber kein Kapital schlagen. „07“ bleibt spielbestimmend, ohne aber weiter zwingend vor das Tor der Gastgeber zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel nimmt die Partie auf Seiten der Löwen wieder Fahrt auf. Die Marschrichtung des Trainerstabs wurde auch hier wieder konsequent umgesetzt. „Wir haben uns vorgenommen, aggressiv zu bleiben, Zweikämpfe anzunehmen und weiterhin aus einer guten Ordnung heraus zu spielen. Das ist uns sehr gut gelungen“, konnte Stefan Janßen attestieren. Der Lohn war die überwiegende Kontrolle von Spiel und Gegner, sowie eine Vielzahl von guten bis sehr guten Torchancen, die am Ende aber ohne zählbares Ergebnis blieben.

Einzig allein Ex-Profi Timm Golley konnte sich noch einmal in die Torschützenliste eintragen: Nach einer schönen Kombination, eingeleitet von Tim Keinert auf Benedikt Helling über die linke Seite, behält dieser die Übersicht und legt quer auf den gut postierten Timm Golley, der gekonnt zum 0:2 vollstreckt (54.).

Mit diesem Treffer war die Messe quasi gelesen, Genc Osman kam kaum noch nach vorne und konnte sich keine nennenswerte Entlastung mehr verschaffen. Auf der anderen Seite hatten sich die Löwen warmgelaufen und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen. Unter anderem hatten Tim Keinert, Marcel Stenzel, Kevin Menke, Maik Goralski und Dennis Wichert das 0:3 auf dem Fuß, allein der letzte Zentimeter oder das letzte Quäntchen Glück fehlten. „Da haben wir schon ein wenig mit unseren Chancen gewuchert“, merkte Stefan Janßen kritisch an, wohl wissend, wie leicht ein Spiel drehen kann, wenn man die eigenen Gelegenheiten nicht nutzt und der Gegner zum Anschlusstreffer kommt.

Am Ende blieb es beim verdienten 2:0 Sieg der Löwen, die sich damit auf Rang drei der Tabelle vorarbeiten konnten, während der SV Genc Osman Duisburg auf Platz 12, und damit den ersten Abstiegsrang rutscht.

Ausruhen auf ihrem Erfolg können sich die Hamborner nicht, denn bereits am kommenden Mittwoch empfangen die Löwen in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch im Holtkamp.

„Jetzt hätte ich gerne einmal eine normale Trainingswoche, aber nun steht das Pokalspiel am Mittwoch gegen Meerbusch an. Das passt mir nicht so richtig“, sieht Stefan Janßen der nächsten Englischen Woche für sein Team mit gemischten Gefühlen entgegen.

Gleichwohl bleibt der Löwen-Coach aber auch hier seiner Linie treu, und geht mit einer ganz klaren Erwartung diese neue, ambitionierte Aufgabe an: „Wir wollen auf jeden Fall in die zweite Pokalrunde kommen, und hoffen dann auf ein attraktives Los wie Rot-Weiß Essen oder Rot-Weiß Oberhausen, wenn nicht gar den MSV. Denn für diese Highlights spielt man ja im Pokal.“

Das Pokalspiel gegen den TSV Meerbusch wird am Mittwochabend auf dem neuen Kunstrasenplatz des VTRipkens Sportpark im Holtkamp ausgetragen. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

SV Genc Osman Duisburg: Laroshi, Mang (80. Genc), Maminoglu (89. Namoni), Bayram, Onur, Igbionawmhia (69. Cömert), Yildirim, Cakiroglu (39. Funke), Yilmaz, Bock, Aris (59. Osei)

SF Hamborn 07: Sadiklar, Helling, Wichert, Stuber (46. Menke), Krystofiak, Keinert (82. Ergün), Stenzel (70. Neul), Bode (79. Goralski), Schmitt, Herrmann (89. Kolberg), Golley

Schiedsrichter: Leon Emanuel Fischermanns (SV Sevelen)
Tore: 0:1 Golley (8.), 0:2 Golley (54.)
Gelbe Karte: Wichert (32. Foulspiel)
Zuschauer: 350


Landesliga-Vorschau: SV Genc Osman Duisburg - SF Hamborn 07
Löwen wollen im Nordderby endlich wieder dreifach punkten

Nach dem 3:0 Erfolg im Kreispokal beim VfB Speldorf geht es für die Sportfreunde Hamborn 07 am kommenden Sonntag in die nächste Englische Woche. Anpfiff ist um 15.30 Uhr im Heinrich-Hamacher-Sportpark, Oberhauser Allee 14 a, 47167 Duisburg.

Im Rahmen des 5. Spieltages in der Landesliga Gruppe 3 gastiert das Team von Stefan Janßen beim SV Genc Osman Duisburg in Neumühl. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge in der Meisterschaft wollen die Löwen im Duisburger Nordduell endlich wieder dreifach punkten.

Gleiches gilt allerdings auch für die Gastgeber, die einen recht durchwachsenen Start in die Liga erwischt haben und in den letzten beiden Spielen gar ganz ohne Punkt geblieben sind. Nach einer knappen 0:1 Heimniederlage gegen den aktuellen Liga-Primus VfB Speldorf gab es am letzten Sonntag eine unglückliche 2:4 Niederlage beim SV Wermelskirchen. Die „Jungen Osmanen“ belegen aktuell mit vier Zählern aus vier Spielen Rang 10 der Tabelle und haben sicherlich noch viel Luft nach oben. Ihr Potenzial werden die Gastgeber gegen „07“ sicherlich nach Möglichkeit voll abrufen, denn Duelle beider Vereine sind immer emotional geprägt. Daran dürfte auch die Tatsache nichts ändern, dass mittlerweile viele ehemalige Löwen das Genc Osman-Trikot tragen oder, wie Trainer Haluk Piricek, als Verantwortlicher bei Genc Osman tätig sind.

Der Übungsleiter der Gastgeber war lange Zeit in der Löwen-Jugend als Trainer tätig, schaffte u.a. in der Saison 2014/2015 mit der C1 der Löwen den Aufstieg in die Regionalliga, der höchsten Spielklasse in dieser Altersgruppe. Daneben werden sich u.a. Oguzhan Maminoglu, Ali Basaran, Etinosa Igbionawhmia und Blinort Namoni an ihre Zeit und teilweise auch insbesondere ihre Fußballjugend im Holtkamp bzw. ihre ehemaligen Mannschaftskameraden erinnern; gleiches gilt für Reid Osei und Can Mikail Nazikkol, die bis zur letzten Saison das Löwen-Trikot trugen. Für Sentimentalitäten dürfte indes während der 90 Minuten auf dem Platz wenig Zeit sein, denn beide Teams brauchen die volle Punktzahl.

Die Statistik der direkten Vergleiche spricht für übrigens für die Gastgeber. Genc Osman Duisburg konnte 7 von 14 Spielen gewinnen, zweimal trennte man sich unentschieden, fünfmal gingen die Löwen als Sieger vom Platz. Den letzten Liga-Vergleich konnte Genc Osmsn Duisburg auf heimischem Geläuf mit 3:1 für sich entscheiden.
Man darf gespannt sein, wer bei diesem Nordduell am Ende die Nase vorne hat.


VfB Speldorf - SF Hamborn 07 0:3 (0:1)
Timm
Golley schießt Hamborn mit einem Dreierpack in den Niederrheinpokal
Beim Duell der Landesliga-Konkurrenten im Viertelfinale des Kreispokals behielten die Sportfreunde Hamborn 07 am Mittwochabend beim VfB Speldorf mit 3:0 die Oberhand und qualifizierten sich damit für den Niederrheinpokal.
Mann des Abends auf Hamborner Seite war einmal mehr Kapitän Timm Golley, der alle drei Treffer für die Löwen erzielte und wieder für mächtig Alarm in der gegnerischen Hälfte sorgte.

Pechvogel des Abends war wohl der Speldorfer Marvin Hohensee, der in der 11. Minute glatt rot sah und sein Team früh schwächte, nachdem er den durchgestarteten Ahmet Ünal Ergün nur noch mit einem Foulspiel kurz vor dem Strafraumgrenze stoppen konnte und dabei letzter Mann war.

Obwohl überwiegend in Unterzahl spielend, bot der VfB den Löwen lange Zeit Paroli und hatte gute Chancen, das Spiel zu drehen. Nach dem 0:3 war die Luft dann aber raus. Beide Mannschaften mussten den Belastungen der letzten Wochen Tribut zollen und schalteten ein, zwei Gänge herunter.

Löwen-Coach Stefan Janßen machte eine Not zur Tugend, und schenkte mit Blick auf angespannte Personallage im Kader jenen Akteuren das Vertrauen, die in den letzten Spielen eher weniger oder kaum zum Einsatz gekommen waren. So konnten sich Spieler wie Ahmet Ünal Ergün, Mamadou Diallo oder Kai Neul in der Startformation beweisen, wie auch Jan Stuber, der zwar zum Ligaauftakt mit dabei war, zuletzt aber pausieren musste.

„Wir wollten die Aufgabe beim Tabellenführer mit frischen Kräften angehen“, erläuterte Stefan Janßen seine personellen Veränderungen.

Die Umstellungen machen sich denn auch sofort bemerkbar. „07“ sucht konsequent den Weg nach vorne und provoziert die letztendlich spielentscheidenden Folgen. Zunächst wird Ahmet Ünal Ergün mit einem schönen Pass in die Tiefe geschickt, es kommt zur bereits erwähnten Notbremse und dem Platzverweis für Marvin Hohensee. Kurze Zeit später wird Mamadou Diallo im Strafraum der Gastgeber gefoult; den fälligen Elfmeter verwandelt Timm Golley in gewohnt sicherer Manier zum 0:1 (37.).

Die Vorzeichen standen nun auf Sieg für Hamborn, doch der VfB wollte sich noch nicht geschlagen geben und profitierte dabei vom nun der ungestümen Angriffslust der Löwen. „Wir wollten in dieser Phase zu viel, haben viel zu hoch attackiert und nicht das gemacht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, umschreibt Stefan Janßen die Zeit kurz vor dem Seitenwechsel, als Speldorf zu einigen sehr guten Möglichkeiten kam und die Chance zum Ausgleich hatte.

Der Löwen-Coach reagierte zur Pause, nahm einige taktische Umstellungen vor und gab seinen Spielern entsprechende Anweisungen mit auf den Weg in Durchgang zwei: „Wir haben nochmal verdeutlicht, was das Ziel des Spiels ist und wie wir agieren wollen.“

Seine Mannschaft setzt den Plan denn auch um, steht hinten sicherer und lässt kaum Gelegenheiten der Speldorfer zu. Nach vorne haben die Hamborner mit Timm Golley einen erfahrenen Mann, der von seiner Torgefährlichkeit und seinem Torhunger nichts einbüßt hat. Zwei Treffer des Hamborner Kapitäns innerhalb von sechs Minuten sorgen dann für die Entscheidung (49. und 55.).

„07“ ließ nun Ball und Gegner laufen. Beide Teams gingen in Folge der Belastungen der letzten Wochen nun mit dem Tempo ein wenig runter. Gleichwohl hatten die Hamborner noch die ein oder andere Möglichkeit, das Ergebnis nach oben zu schrauben. So blieb es am Ende beim 0:3 aus Sicht der Gastgeber.

„Wir hätten sicherlich noch zwei, drei Tore erzielen können, wenn nicht sogar müssen“, spielt Stefan Janßen auf die sich erneut abzeichnende Abschlussschwäche an. „Aber im Pokal zählt das nicht, sondern das Weiterkommen.“

Das bedeutet für die Löwen nun die Teilnahme am Niederrheinpokal, der bereits am kommenden Mittwoch startet, und den Hamborner damit eine weitere Englische Woche bereitet.

Die Verantwortlichen werden das mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge sehen. Letzteres insbesondere mit Blick auf den Personalstand, der sich am Mittwoch noch weiter verschärft hat: „David Forbeck hat sich verletzt und wird definitiv ausfallen“, beklagt Stefan Janßen die nächste Lücke im Kader.

In der ersten Runde des Verbandspokals empfängt Hamborn 07 am Mittwochabend den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr im VTRipkens Sportpark im Holtkamp.

Am kommenden Sonntag geht es für die Löwen zunächst einmal in der Landesliga weiter mit dem Nachbarschaftsduell beim SV Genc Osman Duisburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr im Heinrich-Hamacher-Sportpark in Neumühl.

VfB Speldorf: Kersten, Piepenbreier, Bartmann (77. Hopf), Tsourakis (72. Schürings), Terwiel, Hohensee, Brühl (46. Gronemann), Boka, Fritzsche (77. Heckhoff), Timm, Aydogmus

SF Hamborn 07: Sadiklar, Diallo, Helling, Neul (68. Stenzel), Stuber, Kolberg (46. Krystofiak), Forbeck (45. Keinert), Bode, Schmitt, Ergün, Golley (75. Wallenhorst)

Schiedsrichter: Marcel Herrmann (FC Taxi Duisburg)
Tore: 0:1 Golley (37., Foulelfmeter), 0:2 Golley (49.), 0:3 Golley (55.)
Gelbe Karten: Kolberg (29. Foulspiel), Wallenhorst (79. Foulspiel)
Rote Karte: Hohensee (11. Foulspiel)
Zuschauer: 110


Kreispokal-Vorschau: VfB Speldorf - SF Hamborn 07
Landesliga-Konkurrenten kämpfen am Mittwochabend, 15.9., 19 Uhr, um den Einzug in den Niederrheinpokal

Der Schweinsgalopp zur Qualifikation für den Niederrheinpokal geht am Mittwochabend zu Ende, wenn zwischen den Landesligisten VfB Speldorf und Hamborn 07 der letzte Teilnehmer für die erste Runde des Verbandspokals ermittelt wird.
Anstoß ist um 19.00 Uhr auf der Sportanlage an der Saarner Straße, Saarner Str. 326, 45478 Mülheim.

Corona bedingt hatte sich die Ausführung der letzten vier Pokalrunden seit Oktober letzten Jahres verzögert, die dann ab 08.08.21 quasi im Wochenrhythmus nachgeholt wurden, damit der Niederrheinpokal pünktlich am 22.09. starten kann. Eine nicht unerhebliche Mehrbelastung für die teilnehmenden Vereine.

Der VfB Speldorf musste sogar einmal „nachsitzen“, da die Achtelfinalpartie beim Bezirksligisten Mülheimer SV 07 wegen einzelner Corona-Fälle im Team verschoben werden musste. Das Team von Julien Schneider musste am letzten Donnerstag nochmal ran. Speldorf machte es in Mülheim nach einer 6:0 Führung zu Pause im zweiten Durchgang noch einmal spannend, setzte sich am Ende aber doch noch mit 6:3 beim MSV 07 durch und qualifizierte sich für das Viertelfinale.

Nun kommt es also zu einer Neuauflage des Spiels zur Liga-Eröffnung zwischen Speldorf und Hamborn, das die Löwen überraschend deutlich mit 7:1 für sich entscheiden konnten.

Im Pokal wird ein ähnliches Resultat aus mehreren Gründen nicht zu erwarten sein. Angefangen damit, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz richtig wiedergab, über die Tatsache, dass die Löwen vor heimischem Publikum spielen konnten und ihre Chancen eiskalt nutzten, während die gleichwertig auftretenden und bis zum Ende kämpfenden Speldorfer an ihrer Abschlussschwäche und Löwen-Keeper Dominik Schäfer verzweifelten. Der VfB hat sich nach der Auftaktpleite in Hamborn mittlerweile in der Meisterschaft warm gespielt, und konnte nach drei Siegen in Folge - davon zuletzt ein klarer 4:0 Erfolg gegen den vormaligen Spitzenreiter SpVgg Steele -, nicht nur an den Löwen in der Tabelle vorbeiziehen, sondern auch die Tabellenspitze erobern. Hamborn 07 kam nach dem Kantersieg gegen Speldorf in der Liga über drei Unentschieden in Folge nicht hinaus und tritt ein wenig auf der Stelle.

Die Karten werden am Mittwoch neu gemischt, das Ergebnis ist absolut offen. Zudem hat der Pokal ja bekanntlich seine eigenen Gesetze.

Der Sieger der Partie empfängt übrigens bereits am Mittwoch darauf in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten TSV Meerbusch. Anstoß ist um 19.30 Uhr.


SF Hamborn 07 - VfB Frohnhausen 1:1 (0:0)
Zu viele Chancen gegen das Tabellenschlusslicht liegen gelassen

Im Duell der Hamborner Löwen gegen die Frohnhauser Löwen aus Essen gab es am Sonntagnachmittag keinen Sieger. Hamborn 07 kam trotz spielerischer Dominanz und Chancenübergewicht nicht über ein 1:1 Unentschieden gegen den Tabellenletzten VfB Frohnhausen hinaus.

Die Gäste aus Essen zeigten sich effektiver als die Hausherren und machten aus insgesamt zwei guten Möglichkeiten ihr Tor. Zwanzig Minuten vor Schluss traf Dennis Knabe zum 0:1 für den VfB und stellte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf (71.). Die Hamborner Löwen reagierten prompt und glichen durch Timm Golley postwendend aus. Trotz weiterer hochkarätiger Chancen wollte den Hausherren jedoch die entscheidende Treffer nicht mehr gelingen.

„Das Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf“, resümierte 07-Coach Stefan Janßen. „Aber am Ende zählen nun mal die Tore. Wenn Du bei einem Chancenverhältnis von 8:2 nicht mehr Tore schießt als der Gegner, musst Du mit einem Punkt leben“, hadert der Hamborner Übungsleiter mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft, die schon in den letzten Partien den ein oder anderen Punkt gekostet hat.

Es hätte in der Tat anders kommen können, wenn nicht gar müssen. Hamborn übernimmt von Beginn an die Initiative und kontrolliert im ersten Durchgang Ball und Gegner. Sehr schöne Spielzüge führen dann auch zu guten Gelegenheiten, bei denen sich insbesondere Neuzugang Jawad Rezai gut in Szene zu setzen weiß, aber ohne Erfolg bleibt. Zunächst verfehlt ein Schuss nur knapp das Frohnhauser Tor, dann senkt sich ein schöner Heber etwas zu spät hinter dem Querbalken des Gästetores. Im Anschluss setzt sich der Hamborner Mittelfeldspieler schön in der Essener Defensive durch, kann aber, frei vor Gästekeeper André Bley auftauchend, das Leder nicht am Schlussmann der Gäste vorbei im Tor unterbringen.

Diese hatten im ersten Durchgang eine einzige richtig gute Möglichkeit, die es aber in sich hatte und fast die Führung für den VfB gebracht hätte. 07-Keeper Dominik Schäfer ist jedoch auf dem Posten und verhindert mit einer tollen Reaktion den Rückstand.

Auf der anderen Seite hat Dennis Wichert nach einem gut geschossenen Freistoß von Timm Golley die große Gelegenheit, „07“ noch vor der Pause in Führung zu bringen, köpft aber aus rund fünf Metern den Torwart der Gäste an. „Den muss er einfach im Tor unterbringen“, haderte Löwen-Coach auch mit dieser vergebenen Chance.

Nach dem Seitenwechsel setzt sich das Spiel zunächst in eine Richtung - nämlich Tor des VfB Frohnhausen - fort. Weitere Hamborner Chancen werden nicht genutzt, was auch prompt bestraft werden sollte.

„Der Gegner hatte Lunte gerochen“, erkannte Stefan Janßen nun die Bemühungen des VfB, die aber wiederum in nur eine echte Chance mündeten, allerdings dieses Mal mit zählbaren Erfolg für die Gäste. Dennis Knabe hatte an der Hamborner Strafraumgrenze viel, zu viel Platz und Zeit, nahm Maß und traf platziert in die Hamborner Maschen: 0:1 (71.).

Das Team von Stefan Janßen schüttelte sich kurz und schlug durch den Kapitän postwendend zurück: Timm Golley, schön im 16er der Gäste in Szene gesetzt, schaltete blitzschnell und ließ direkt beim ersten Ballkontakt mit einem Flachschuss ins lange Eck André Bley im Kasten der Essener keine Chance (73.). „Das war die richtige Reaktion der Mannschaft“, zeigte sich Stefan Janßen von der Einstellung seines Teams überzeugt.

„07“ setzte nun „all in“, zog ein Powerplay auf und wollte mit aller Macht die drei Punkte. Allein das Leder wollte trotz bester Möglichkeiten nicht ins gegnerische Gehäuse. Maik Goralski verzieht knapp sechs Meter vor dem Tor, David Forbeck hat Pech mit einem Kopfball aus nächster Distanz. Auch der Kapitän hat nicht seinen besten Tag erwischt, als Timm Golley den freistehenden Maik Goralski übersieht und selbst den Abschluss sucht. „Da hat er sicherlich einmal die falsche Entscheidung getroffen“, kommentierte Stefan Janßen die Szene.

Am Ende blieb es beim 1:1.

Für beide Teams ist der Punkt im Prinzip zu wenig; Dank der Ergebnisse der Konkurrenz geht der Kontakt auf die jeweilige Zielgruppe jedoch nicht verloren: „07“ fällt auf Rang 6 zurück, hat aber wegen des 4:0 Erfolges des VfB Speldorf, der den tollen Lauf des bisherigen Spitzenreiters SpVgg Steele eindrucksvoll beendete, nur drei Zähler Rückstand auf die Spitze. Frohnhausen behält weiterhin die Rote Laterne, ist zum rettenden Ufer aber auch nur ganze drei Zähler entfernt.

Für Hamborn 07 geht es bereits am Mittwochabend im Viertelfinale des Kreispokals weiter mit dem Gastspiel beim VfB Speldorf (Anstoß 19.30 Uhr). Der Sieger der Partie qualifiziert sich für den Niederrheinpokal, der bereits Mitte kommender Woche startet.


SF Hamborn 07: Schäfer, Helling, Wichert, Krystofiak, Keinert, Stenzel (73. Goralski), Bode, Schmitt, Rezai (61. Forbeck), Herrmann (77. Kolberg), Golley

VfB Frohnhausen: Bley, Lieske, Götze, Nico Köhler (79. Issa Adnan Said), Varjabetyan (90. +2 Housein Rasitoglou), Robin Köhler ( 88. Disci), Bahadir, Bulut, Straus (50. Chamdin Said), Mohammed Said, Knabe

Schiedsrichter: Jannis Pawlowski (Rot-Weiß Lintorf)
Tore: 0:1 Knabe (71.), 1:1 Golley (73.)
Gelbe Karten: Issa Adnan Said (81. Ball wegschlagen), Bulut (82. Ball wegschlagen)
Zuschauer: 211


Landesliga-Vorschau: SF Hamborn 07 - VfB Frohnhausen
„07“ will im Duell der Löwen den Remis-Fluch besiegen

Am kommenden Sonntag steigt im Hamborner Holtkamp das „Duell der Löwen“, wenn die Sportfreunde Hamborn 07 den VfB Frohnhausen im Rahmen des 4. Spieltages der Landesliga Gruppe 3 empfangen. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.

Obwohl einige Tabellenränge zwischen ihnen liefen, verbindet beide Mannschaften mehr als man annehmen möchte. Zum einen werden beide Trams bekanntlich von ihren Fans „Löwen“ genannt. Zum anderen zeigten beide Löwen-Rudel zuletzt etwas stumpfe Krallen.

Nach einem fulminanten Start in die Meisterschaft mit einem 7:1 Erfolg gegen den VfB Speldorf kam bei den Hamborner Löwen etwas Sand ins Getriebe. In den beiden letzten Partien konnte die Mannschaft von Stefan Janßen jeweils eine Führung nicht über die Zeit bringen und musste sich sowohl beim SV Wermelskirchen (3:3) als auch beim Mülheimer FC 97 (1:1) jeweils mit einem Unentschieden zufrieden geben. Ein empfindlicher Dämpfer für die hohen Erwartungen im Holtkamp.

Weitaus übler hat es jedoch die Frohnhauser Löwen erwischt. Das Team von VfB-Coach Issam Said startete mit einer Negativserie von drei Niederlagen in Folge in die neue Saison und belegt derzeit punktlos den letzten Tabellenplatz. Lediglich einen Treffer konnten die Essener in diesen drei Spielen erzielen, mussten aber selbst 12 Gegentore hinnehmen. Das ist der bislang schlechteste Wert in der Liga.

Wenn man berücksichtigt, dass Hamborn auf der anderen Seite mit bislang 11 erzielten Treffern den besten Sturm der Landesliga Gruppe 3 aufweisen kann, scheint der Ausgang der Partie leicht vorhersehbar, zumal Issa Issa, der charismatische Kapitän der Frohnhauser, wegen einer gelb-roten Karte aus dem Spiel gegen den SV Wermelskirchen gesperrt ist.

Im Lager der Hamborner Löwen wird man jedoch gut daran tun, sich hierauf nicht zu verlassen, denn weder die Ergebnisse noch der Tabellenstand spiegeln die Qualität des Essener Kaders wider.

Wie zum Beweis sandte der VfB am Mittwochabend im Essener Kreispokal ein bemerkenswertes Lebenszeichen und schoss sich mit einem 8:0 gegen den Bezirksligisten SC Frintop nicht nur in die nächste Pokalrunde, sondern auch den Frust von der Seele.

Die Frohnhauser Löwen werden also nicht ganz ohne Selbstvertrauen in den Holtkamp kommen. Zudem hat sich Frohnhausen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder als harter Brocken für „07“ erwiesen. Von den letzten vier Pflichtspielen konnten die Essener drei für sich entscheiden, zuletzt gab es in der Spielzeit 2019/2020 ein 3:3 Unentschieden zwischen beiden Teams in Frohnhausen.

Für Spannung dürfte also gesorgt sein.

Besondere Hinweise zu den Corona-Vorschriften
An dieser Stelle ein besonderer Hinweis und eine große Bitte an unsere Gäste und unsere Fans:
Die neue Corona-Schutzverordnung sieht weitgehende Erleichterungen vor. Gleichwohl bitten wir zum Selbstschutz und mit Rücksichtnahme auf andere um Einhaltung der AHA-Regeln, insbesondere wenn es zu starker Gruppenbildung kommt. In Warteschlangen und Anstellbereichen (wie Kassen oder Catering) gilt weiterhin Maskenpflicht.
Gleiches gilt für den Zutritt in den Gebäuden, im „Löwen-Treff“ bis zum Erreichen des festen Sitz- oder Stehplatzes.
Bitte beachten Sie die gängigen Verhaltensregeln, nehmen Sie aufeinander Rücksicht und unterstützen Sie unsere ehrenamtlichen Helfer, die sich um die Umsetzung bzw. Einhaltung der Vorschriften kümmern.

So können wir uns auch in nicht ganz einfachen Zeiten zumindest in eingeschränkter Form der schönsten Nebensache der Welt widmen. Vielen Dank!







Mülheimer FC 97 - SF Hamborn 07 1:1 (0:1)
Löwen geben erneut eine Führung aus der Hand und lassen Punkte liegen

Im Kampf um die Tabellenspitze in der Landesliga Gruppe 3 treten die Sportfreunde Hamborn 07 auf der Stelle. Während Liga-Primus SpVgg Steele mit einem 2:0 Sieg gegen die DJK Blau-Weiß Mintard seine Hausaufgaben machte, kamen die Hamborner Löwen beim Mülheimer FC 97 nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus. Erneut schafften es die Hamborner nicht, eine Führung über die Zeit zu bringen und ließen damit nach dem 3:3 Unentschieden beim SV Wermelskirchen am letzte Wochenende erneut zwei wichtige Punkte liegen.

Nach dominanter, aber nicht zwingender Spielführung im ersten Durchgang hatte Timm Golley die Hamborner in der 43. Minute per Foulelfmeter mit 0:1 in Führung gebracht; Delowan Nawzad glich für die Gastgeber knapp 20 Minuten vor Schluss mit einem direkt verwandten Freistoß aus (71.).

„Ein unter dem Strich leistungsgerechtes 1:1“, resümierte Löwen-Trainer Stefan Janßen, der den Gastgebern für ihre Einstellung Respekt zollte. „Der Gegner hat wie in den letzten Spielen Moral bewiesen und erneut einen Rückstand ausgeglichen.“ Mit der Leistung seines Teams war der Hamborner Übungsleiter weniger zufrieden: „Insgesamt bin ich von der Leistung des ein oder anderen, auch Leistungsträgers, nicht begeistert heute.Da ist deutlich mehr zu erwarten.“

Die Löwen hatten das Spiel im Ruhrstadion zunächst unter Kontrolle, ohne dabei jedoch zwingend nach vorne zu kommen oder den notwendigen Druck aufbauen zu können. „Der letzte Pass in die Tiefe kam einfach zu selten, das Einlaufverhalten der Offensivspieler hat nicht so gut stattgefunden und die Passgenauigkeit hat ein wenig gefehlt“, sah Stefan Janßen die Gründe für die zunächst erfolglosen Bemühungen seines Teams.
Auf der anderen Seite stand Hamborn hinten sicher und ließ keine Torchancen des MFC zu.

Die Torflaute endete dann kurz vor der Pause, als Julian Bode schön in Szene gesetzt wurde und im gegnerischen Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Timm Golley übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 0:1 (28.). Der Kapitän der Löwen markierte damit seinen neunten Treffer im fünften Pflichtspiel; fünf Mal traf der 30 Jährige dabei von ominösen Punkt aus.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel lebhafter aber auch intensiver. Die Zweikämpfe wurden nun härter geführt. Mülheim hielt dagegen und wollte die erste Niederlage in der neuen Saison mit allen Mitteln abwehren.

Eine Nachlässigkeit der Hamborner Defensivabteilung brachte den Gastgebern dann die nicht unverdiente Belohnung. Eine Zwei-gegen-Eins-Situation können die Löwen in Strafraumnähe nur durch ein Foul klären. Den fälligen Freistoß zirkelt Delowan Nawzad aus rund zwanzig Metern direkt neben den Pfosten ins Hamborner Tor: 1:1 (71.).

Die Partie gestaltete sich nun völlig offen mit Chancen auf beiden Seiten, die aber keine der Kontrahenten mehr zu nutzen wusste. So blieb es am Ende beim 1:1, das keinem der beiden Mannschaften so richtig hilft, obwohl die Teams jeweils ungeschlagen bleiben.

„Für mehr hat es am Ende leider nicht gereicht“, zieht Stefan Janßen ein enttäuschtes Fazit. „Wir haben wieder keine Führung über die Zeit gebracht und wieder nicht zu Null gespielt, obwohl das heute einmal die oberste Prämisse sein sollte.“

Der MFC holt das dritte 1:1 im dritten Spiel und avanciert zum Remis-König. Dafür kann sich Mülheim allerdings nur wenig kaufen und steckt auf Rang 11 kurz vor der Abstiegszone fest. „07“ rutscht durch das Unentschieden auf Rang vier und hat nun vier Zähler Rückstand auf Tabellenführer SpVgg Steele.

Am kommenden Sonntag erwarten die Löwen das Schlusslicht VfB Frohnhausen im Holtkamp. Auch wenn der Tabellenstand der Gäste dazu verleitet, dürften die notwendigen Punkte für Hamborn noch lange nicht „im Sack“ sein. Der VfB war immer ein unangenehmer Gegner für Hamborn; der aktuelle Stand in der Tabelle spiegelt das Potenzial der Essener sicherlich nicht angemessen wider.

Entsprechend gibt denn auch Stefan Janßen die Marschroute für die nächsten Tage vor: „Wir werden mit Elan in die neue Trainingswoche gehen und uns gewissenhaft auf das nächste Heimspiel vorbereiten.“

Anstoß der Partie ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp.

Mülheimer FC 97: Özkan, Yaris, Atik (74. Cekic), Isik (61. Ömür), Ergin, Garcia Melian, Nawzad (84. Askar), Yildirim (67. Zuberovski), Demirdere (61. Asagwara), Ihnacho, Maluze

SF Hamborn 07: Schäfer, Wichert (75. Schmitt), Krystofiak, Keinert, Stenzel (63. Stuber), Kolberg (75. Helling), Bode (81. Goralski), Mastrolonardo, Rezai (65. Forbeck), Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Marc René Waldbach (TS Rahm 06)
Tore: 0:1 Golley (43. Strafstoß), 1:1 Nawzad (71.)
Gelbe Karten: Ihnacho (38. Foulspiel), Ergin (43. Foulspiel), Kolberg (70. Foulspiel), Nawzad (84. Foulspiel), Maluze (89. Foulspiel)
Zuschauer: 150


Landesliga-Vorschau: Mülheimer FC 97 - SF Hamborn 07
Hamborner Löwen wollen in Mülheim Tabellenführer Steele jagen - Anspruchsvolle Aufgabe im Ruhrstadion

Nach zwei verschenkten Punkten am letzten Wochenende beim 3:3 in Wermelskirchen, wollen die Sportfreunde Hamborn 07 am morgigen Sonntag beim Mülheimer FC 97 wieder Vollgas geben und nach Möglichkeit dreifach punkten, um Tabellenführer SpVgg Steele auf den Fersen zu bleiben. Anstoß ist um 17.30 Uhr im Ruhrstadion Mülheim, Friesenstr. 101, 45476 Mülheim/Ruhr.

Zwei Punkte trennen die Löwen vom Liga-Primus, der in den ersten beiden Partien der Saison mit einem 2:1 gegen Blau-Gelb Überruhr und einem 4:0 beim Duisburger SV 1900 erste Duftmarken gesetzt hat, und nun am Sonntag die DJK Blau-Weiß Mintard empfängt (15.30 Uhr).

Für Löwen-Coach Stefan Janßen und sein Team dürfte das Gastspiel beim Mülheimer FC 97 zu etwas ungewohnter Stunde (17.30’Uhr) allerdings alles andere als ein Selbstläufer sein. Die Mülheimer konnten sich am Mittwochabend durch ein 2:0 im Kreispokal beim A-Ligisten VfL Wedau für den Niederrheinpokal qualifizieren und dürften den Schwung aus dieser Partie in das Duell gegen „07“ mitnehmen. In der Liga lief es für die Mannschaft von FC-Trainer Hakan Katircioglu auch recht proper mit jeweils zwei 1:1 Unentschieden gegen den SV Wermelskirchen und bei Arminia Klosterhardt.

Die Hamborner Löwen dürften also auf einen selbstbewussten Gegner treffen, und werden alle Krallen ausfahren müssen, um den Maximalertrag mit nach Hause nehmen zu können. Insofern würden sich 07-Coach Stefan Janßen und seine Jungs über eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans freuen.

Corona-Hinweis der Gastgeber
Die Vereinsverantwortlichen des Mülheimer FC 97 haben mit Rundbrief vom 09.08.21 darauf hingewiesen, dass für den Zutritt zum Stadion die „3G-Regel“ gilt, d.h. nur Geimpfte, Genesene oder Getestete haben Zutritt zum Stadion. Entsprechende Nachweise sind mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Ein Testzentrum ist vor Ort auf dem Parkplatz eingerichtet. Anmeldungen sind unter www.teststadion.de möglich. Es wird gebeten, mindestens eine halbe Stunde früher zu erscheinen, damit die Partie pünktlich angepfiffen werden kann.

Wir bitten unsere Fans und alle Mitreisenden, diese Regeln zu beachten und die für die Überwachung der Maßnahmen zuständigen Mitarbeiter des gastgebenden Vereins entsprechend zu unterstützen. Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Mithilfe!



SV 09/35 Wermelskirchen - SF Hamborn 07 3:3 (1:1)
Löwen geben 3:1 Führung in der letzten Viertelstunde noch aus der Hand

Von ihrem Trip ins Bergische brachten die Sportfreunde Hamborn 07 am gestrigen Sonntag einen Punkt mit nach Hause. Drei hätten es sein können, denn die Löwen führten beim SV Wermelskirchen bis zur 77. Minute durch Tore von Timm Golley (14.), Pascal Spors (59.) und Julian Bode (65.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 durch Umut Demir (42.) scheinbar sicher mit 3:1. Am Ende hieß es innerhalb von fünf Minuten durch einen Doppelschlag des kurz zuvor eingewechselten Aleksandar Stanojevic 3:3 (78. und 82.).

„Wir haben viel investiert, und am Ende nicht das mitgenommen, was möglich gewesen wäre“, zeigte sich Löwen-Coach Stefan Janßen enttäuscht. „Man muss aber auch sagen, dass Wermelskirchen große Moral bewiesen und zeitweise sehr gut gespielt hat“, zollte der Übungsleiter den Gastgebern Anerkennung.

Beide Teams hatten im Dönges-Eifgen-Stadion mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen. Dauerregen und der kurze Kunstrasen machten den Ball schnell und damit nur schwer kontrollierbar. Die Löwen fanden dennoch gut ins Spiel und erarbeiteten sich ein spielerisches Übergewicht. Es schien alles nach Plan der Gelb-Schwarzen zu laufen, als Kevin Krystofiak schön freigespielt und im 16er der Gastgeber durch Keeper Sebastian Weber nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Timm Golley in gewohnt sicherer Manier (14.).
Im Gegensatz zu den letzten Spielen setzten die Löwen nicht nach. Es kam zu einem Bruch im Hamborner Spiel, der es den Gastgebern ermöglichte, eigene Akzente zu setzen und gefährlich vor das 07-Tor zu kommen.

„Wir waren sehr nachlässig in der Abwehr, waren nicht zweikampfstark in der Abwehr“, konstatierte Löwen-Coach Stefan Janßen.

Die Hamborner konnten sich bei ihrem Torhüter Muhammet Sadiklar bedanken, dass es bis dahin keinen Gegentreffer gab. Mit zwei guten Paraden verhindere er den frühen Ausgleich; ein anderes Mal hatte Wermelskirchen Pech, dass das Leder nur knapp am Tor vorbeizog.

Kurz vor der Pause nutzten die Gastgeber dann die nächste Gelegenheit, und glichen durch Umut Demir aus. „Zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient“, konzedierte Stefan Janßen. In der Pause reagierte der Löwen-Coach, sprach mit seinem Team einige Dinge an, die nicht so gut gelaufen waren, und nahm einige Umstellungen vor.

Das Ergebnis machte sich direkt nach Wiederanpfiff bemerkbar: Hamborn übernahm sofort die Initiative und dominierte die Partie. Die Löwen erspielten sich Chance nach Chance. Verdienter Lohn waren die Treffer von Pascal Spors (59.) und Julian Bode (65.), die das Ergebnis auf 1:3 stellten. Wenig später hatte Tim Keinert zweimal das 1:4 auf dem Fuß, zögerte aber zu lange, und gab SVW-Keeper Weber damit noch einmal die Chance zu klären.

Wermelskirchen setzte noch einmal alles auf eine Karte. Trainer Sebastian Pichura brachte mit Sean Soares, Bedri Mehmeti, Aleksandar Stanojevic gleich drei neue Kräfte auf einen Schlag, zwei davon für die Offensive (68.). Die Wechsel sollten sich aus Sicht der Gastgeber als Glücksgriff erweisen, denn Aleksandar Stanojevic traf kurze Zeit später nach einer Nachlässigkeit der Hamborner Defensive zum 2:3 (78.).

Es lief dann wie zuletzt beim Pokalspiel in Dinslaken: Der Gegner bekommt die zweite Luft, setzt nach. „Wir hatten in dieser Phase nicht mehr die Entlastung die nötig war, zudem waren wir richtig nachlässig in der Abwehr, überhaupt nicht konsequent“, umschreibt Stefan Janßen, das was zwangsläufig folgen musste.

Nach einem langen Ball der Gastgeber kommt es auf der linken Abwehrseite der Löwen zu kollektiven Stellungsfehlern, so dass Aleksandar Stanojevic durchbrechen kann, alleine vor Muhammet Sadiklar auftaucht und zum 3:3 einschiebt (82.). „Ein komplett unnötiges Tor“, ärgerte sich Stefan Janßen, der danach ein völlig offenes Spiel sah, in dem jede Mannschaft noch den entscheidenden Schlag hätte setzen können.

Zunächst hatte sein Team die Führung noch einmal auf dem Fuß, aber im Nachgang auch noch einmal Glück, als Wermelskirchen nur den Innenpfosten trifft und Löwen-Keeper Muhammet Sadiklar den Abpraller noch sichern kann.

Am Ende bleibt es beim 3:3. Ein Ergebnis, das Stefan Janßen nicht wirklich zufrieden stellt.
„Am Ende des Tages muss man feststellen: Wenn Du 3:1 führst und hast so viele erfahrene Spieler auf dem Platz, und Du bist nicht in der Lage, das Ergebnis über das Ziel zu bringen, dann ist das einfach enttäuschend.“

Dennoch kann der Trainer dem Ganzen auch noch etwas Positives abgewinnen: „Wir alle sind völlig enttäuscht. Die Tatsache, dass wir uns alle bereits über ein Unentschieden in Wermelskirchen maßlos geärgert haben, zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Hiermit deutet er den Erfolgshunger an, den er von seiner Mannschaft erwartet, und der sich auch in den Köpfen festsetzen muss.

Offen spricht Stefan Janßen die To-do-Liste für sein Team an: „Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen und cleverer spielen. Hinten müssen wir konsequenter verteidigen, als Abwehrverbund agieren und gar nicht erst Chancen für den Gegner zulassen. Das hat mir gegen Speldorf schon nicht gefallen. Hieran müssen wir dringend arbeiten.“

Am nächsten Sonntag geht es für die Löwen mit noch einem Auswärtsspiel weiter: Dann gastieren die Hamborner beim Mülheimer FC 97. Der Anstoß ist um 17.30 Uhr.

SV 09/35 Wermelskirchen : Weber, Wylezol, Demir, Sari (90. Cakolli), Postic, Lilliu (68. Mehmeti), Kelm, Mittmann. (68. Stanojevic), Kücüktireli, Streit (72. Eryürük), Legat (68. Soares)

SF Hamborn 07: Sadiklar, Wichert, Krystofiak, Keinert (75. Ergün), Kolberg, Spors, Bode, Mastrolonardo, Schmitt, Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Maurice Wilke (SV 1910 Jägerhaus-Linde)
Tore: 0:1 Golley (14.), 1:1 Demir (42.), 1:2 Spors (59.), 1:3 Bode (65.), 2:3 Stanojevic (78.), 3:3 Stanojevic (82.)
Gelbe Karten: Streit (32. Foulspiel), Demir (90. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 70


Im Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel bei SV 09/35 Wermelskirchen - Plätze frei!
Für das erste Auswärtsspiel unserer Landesliga-Löwen in der neuen Spielzeit am kommenden Sonntag in Wermelskirchen steht noch ein geringes Kontingent an Plätzen im Mannschaftsbus zur Verfügung. Der Bus fährt von unserer Anlage im VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg, ab. Hier werden Mannschaft und Teilnehmer auch abends wieder abgesetzt.
Kostenbeteiligung: 15 EUR
Treffpunkt: 11.15 Uhr, 29.8.
Abfahrt: 11.30 Uhr

Ein Hinweis an die Teilnehmer, die sich bereits haben vormerken lassen: Die ursprünglich vorgesehene Zeit für Treffpunkt und Abfahrt (11.30/11.45 Uhr) wurde um 15 Minuten vorgezogen.

'3G'
Bitte ferner beachten: Teilnehmer müssen die „3G“ erfüllen, also entweder geimpft, genesen oder getestet sein (Schnelltest reicht; dieser darf aber nicht älter als 24 Stunden sein).
Wir bitten um Verständnis, dass die Einhaltung dieser Regelung streng kontrolliert werden muss. Vor diesem Hintergrund bitten wir auch um rechtzeitiges Erscheinen am Treffpunkt, damit der Tross auch pünktlich starten kann.
Interessierte können sich gerne bei Jochen Rehwald melden (Mobil 0177/7213196).


Landesliga-Vorschau: SV 09/35 Wermelskirchen - SF Hamborn 07
Auf Stefan Janßen und seine Mannschaft wartet eine nur schwer einzuschätzende Aufgabe

Duisburg, 28. August 2021 - Am morgigen Sonntag bestreiten die Sportfreunde Hamborn 07 ihr erstes Auswärtsspiel in der neuen Landesliga-Saison. Anstoß ist um 15.00 Uhr im Dönges-Eifgen-Stadion, Eifgen 1, 42929 Wermelskirchen.
Der Spielplan führt die Löwen direkt an das entfernteste Ziel in der Liga nach Wermelskirchen im Bergischen Land. Viele Berührungspunkte gab es für die Hamborner mit dem SV 09/35 Wermelskirchen bislang nicht. Insofern steht ein großes Fragezeichen hinter dem Schwierigkeitsgrad der Aufgabe, die Stefan Janßen und sein Team im Dönges-Eifgen-Stadion erwartet.

Die Gastgeber konnten sich zum Ligastart beim Mülheimer FC mit einem 1:1 zumindest einen Punkt auf fremdem Platz erkämpfen und haben nun den Heimvorteil auf ihrer Seite. Auf der anderen Seite konnte Hamborn in den bisherigen Pflichtspielen durchaus seinen Ansprüchen gerecht werden und reist mit breiter Brust ins Bergische. Die Erwartungshaltung dürfte sein, in jedem Fall nicht mit leeren Taschen aus dem Dönges-Eifgen-Stadion in den Holtkamp zurückzukehren.
Die erste und letzte Begegnung beider Vereine werden die Löwen allerdings in weniger guter Erinnerung haben: In der Landesliga-Spielzeit 2019/2020 gab es an gleicher Stelle eine derbe 1:4 Niederlage für „07“. Weitere angesetzte Partien fielen bekanntlich der Pandemie zum Opfer. Dies sollte für die Löwen Mahnung und zugleich Ansporn sein, die von ihrem Coach Stefan Janßen angesprochenen Schwachstellen anzugehen, um von vornherein für klare Verhältnisse zu sorgen.

Zuletzt gerieten die Löwen im Kreispokal bei Dinslaken 09 nach souveräner 3:0 Pausenführung noch ins Trudeln, nachdem zahlreiche Torchancen ungenutzt blieben und sich Nachlässigkeiten im Spiel der „07er“ eingeschlichen hatten. Hier sah der Löwen-Coach Optimierungsbedarf.

Wir drücken unserem Team die Daumen und hoffen auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch die Fans.

Beschränkte Mitfahrgelegenheit gibt es - wie bereits bekanntgegeben - im Mannschaftsbus, der vom VTRipkens Sportpark im Holtkamp abfährt. Für die Ticketinhaber ist Treffpunkt um 11.15 Uhr, Abfahrt ist um 11.30 Uhr. Mitfahrende müssen die „3G“ erfüllen (geimpft, genesen oder getestet); der Nachweis hierzu ist vorzulegen.

Corona-Hinweise der Gastgeber
Kabinen und Duschen sind nur durch Geimpfte, Genese oder Getestete zu nutzen. Ein Nachweis muss erbracht werden; die Nutzer sind in Listen einzutragen (gilt eher für Spieler und Verantwortliche).
Im Bereich von Warteschlangen wie an der Kasse, Verpflegungsständen u.ä. gilt Maskenpflicht.
Wir bitten alle Fans und sonstigen Mitreisenden, diese Regeln zu beachten, den Anweisungen der örtlichen Ordnungskräfte Folge zu leisten und das Hausrecht der Gastgeber zu respektieren, wenn die Regeln nicht eingehalten werden können.



Kreispokal
SuS Dinslaken 09 - SF Hamborn 07 2:4 (0:3)
Löwen machen es im Kreispokal nach starker erster Halbzeit zum Schluss noch einmal spannend

Die Sportfreunde Hamborn 07 konnten sich am Mittwochabend in der 4. Runde des Kreispokals beim Bezirksligisten SuS Dinslaken 09 nach einem zum Ende hin doch spannender als ursprünglich erwarteten Pokalspiel mit 4:2 durchsetzen und dürfen sich nun so langsam berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme am Niederrheinpokal machen. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit führten die Löwen durch Tore von Noah Herrmann (3.) und Petros Tzikas (4.), sowie einen von Timm Golley verwandelten Foulelfmeter (27.) bereits zu Pause mit 3:0.

Die Gastgeber kamen nach dem Seitenwechsel zunehmend besser ins Spiel, als es die Hamborner versäumten, ihre Chancen zu nutzen und im Bewusstsein des deutlichen Vorsprungs Nachlässigkeiten zeigten. Dinslaken kam fast folgerichtig durch Treffer von Fabio Di Tommaso (65.) und Niklas Opriel (88.) auf 2:3 heran, und machte die Angelegenheit damit noch einmal spannend. Der kurz zuvor eingewechselte Ahmet Ünal Ergün erlöste dann die Löwen in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 2:4 und sorgte für den unterm Strich verdienten Erfolg der „07er“ und den Einzug ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs.

Mit dem dritten Pflichtspielsieg in Folge gelang dem Team von Stefan Janßen darüber hinaus ein perfekter Saisonstart. Die Löwen boten zunächst eine starke Leistung, agierten gallig, zielstrebig und entschlossen, dominierten die komplette erste Hälfte der Partie. Bezeichnend war, dass sich auch die Defensive mit nach vorne einschaltete und in Person der Außenverteidiger Noah Herrmann und Petros Tzikas für die ersten Ausrufezeichen im Blitztempo sorgte.

Zunächst netzte Noah Herrmann nach einem Standard per Kopf zur 1:0 Führung ein (3.), dann setzte Petros Tzikas entschlossen nach, als eine schöne Kombination der Löwen an und für sich schon hätte zum Tor führen müssen, aber zunächst abgeblockt worden war (4.). Nach knapp fünf Minuten stand es aus Sicht der Gastgeber also bereits 0:2.
Hamborn setzte nach, blieb gierig, so wie am letzten Sonntag zum Liga-Auftakt gegen den VfB Speldorf bereits gezeigt.

Nach einem Foul an dem pfeilschnellen Neuzugang Jawad Rezai im Dinslakener Strafraum verwandelte Tomm Golley den fälligen Elfmeter sicher zum 3:0 (27.). In der Folge blieben die Löwen am Drücker, verpassten es aber, das 4:0 nachzulegen. Somit hatte die 3:0 Führung Bestand zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel beherrschten die Hamborner zunächst weiter das Spiel, ließen es aber etwas an der Effektivität und Konzentration der ersten Hälfte mangeln, was ihnen am Ende fast noch zum Verhängnis geworden wäre.

„Wir haben klar überlegen gespielt bis zur Halbzeit. Dann haben wir es aber im letzten Drittel vor dem Tor zu kompliziert gemacht, haben gute Gelegenheiten, die zum Tor hätten führen können oder gar müssen, unkonzentriert ausgespielt und sind fahrlässig mit den Chancen umgegangen“, kommentierte Löwen-Coach Stefan Janßen diese Phase des Spiels. „Es kam dann wie es im Pokal halt kommen kann. Der Gegner spielt dann Alles oder Nichts, kommt auch zum ersten Tor, bekommt Aufwind, die Zuschauer sind auf einmal da. Wir schaffen es wieder nicht, das vierte Tor zu machen, Dinslaken kommt auf 2:3 heran. Am Ende war es ein offenes Spiel.“

Letztendlich hatten aber die Löwen das bessere Ende für sich, auch Dank eines glücklichen Händchen ihres Trainers beim Wechseln. Ahmet Ünal Ergün war kurz vor Schluss gerade für Jawad Rezai in die Partie gekommen, als Julian Bode wenig später mit einem tollen Pass auf Tim Keinert einen Konter einleitet, Tim Keinert sich in beeindruckender Art und Weise durch die Dinslakener Defensive tankt und auf den goldrichtige stehenden Ahmet Ünal Ergün legt, der zum 2:4 vollstrecken kann (90. + 1).

„Ein insgesamt hochverdienter Sieg. Man muss aber auch dabei sagen, dass es ein richtig gutes Pokalspiel war, auch vom Gegner, der alles reingeworfen hat, was möglich war“, resümierte Löwen-Trainer Stefan Janßen. „So laufen halt Pokalspiele. Solange Du nicht rechtzeitig dafür sorgst, dass das Ergebnis noch klarer wird, solange ist ein Gegner im Spiel, solange haben wir ihn im Spiel gehalten“, merkte der Übungsleiter mit Blick auf die aus Hamborner Sicht unnötig spannende Schlussphase des Spiels an. „Das soll uns Warnung sein für die nächsten Aufgaben, dass wir die sich bietenden Chancen konsequent nutzen, um da am Ende auch für Ruhe zu sorgen.“

Am nächsten Sonntag geht es für die Löwen weiter in der Landesliga . Die Mannschaft von Stefan Janßen tritt dann zum ersten Auswärtsspiel in der Meisterschaft bei der SV 09/35 Wermelskirchen an. Anstoß ist um 15.00 Uhr.

SuS Dinslaken 09: Bohn, Knödlseder, Mirvan (69. Erhardt), Bongartz, Opriel, Kratzer, Suchomel, Kroenung, Sljvic, Hanna (61. Gehle), Di Tommaso

SF Hamborn 07: Sadiklar, Krystofiak, Keinert, Stenzel (82. Akdeniz), Tzikas (46. Spors), Bode, Mastrolonardo (46. Diallo), Schmitt, Rezai (89. Ergün), Herrmann, Golley

Schiedsrichter: Philipp Langer (SVH Mülheim)
Tore: 0:1 Herrmann (3.), 0:2 Tzikas (4.), 0:3 Golley (27. Strafstoß), 1:3 Di Tommaso (65.), 2:3 Opriel (88.), 2:4 Ergün (90. + 1)
Gelbe Karten: Suchomel (20. Foulspiel), Bohn (27. Foulspiel), Slvic (70. Unsportlichkeit), Diallo (71. Foulspiel), Opriel (71. Unsportlichkeit), Kroenung (90. + 2 Unsportlichkeit)
Zuschauer: 300


SF Hamborn 07 - VfB Speldorf 7:1 (2:0)
Starke Gäste aus Mülheim mit Pech im Abschluss und etwas unter Wert geschlagen

Duisburg, 22. August 2021 - Einen blendenden Start in die neue Landesliga-Saison erwischten die Sportfreunde Hamborn 07. In einem spannenden und torreichen Spiel bezwang das Team von Stefan Janßen den VfB Speldorf überraschend deutlich mit 7:1 und setzte damit ein dickes Ausrufezeichen. Für die Löwen waren Timm Golley mit einem Doppelpack (1. und 58.), Kevin Menke (21.), Kevin-Dean Krystofiak (66.), David Forbeck (78.), Tim Keinert (82.) und Julian Bode (90. + 1) erfolgreich; Abdul Rahman Isshak Yussif markierte kurz vor Ende der regulären Spielzeit den mehr als verdienten Ehrentreffer des VfB, der aus Sicht der Gäste aber viel zu spät fiel, um dem Spiel noch eine entscheidende Wendung geben zu können.

„07“ überzeugte von der ersten bis zur letzten Minute sowohl kämpferisch als auch spielerisch und ging unter dem Strich als verdienter Sieger vom Platz. Fairerweise muss man aus Hamborner Sicht sagen, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz widerspiegelt, denn die Gäste aus Mülheim zeigten sich als der erwartet starke Gegner, der allerdings seine zahlreichen Chancen nicht zu nutzen wusste und auch noch Pech mit zwei Lattentreffern hatte.

Ähnlich sah es denn auch Löwen-Coach Stefan Janßen: „Vom Ergebnis her war das natürlich ein Traumstart. Ein tolles Heimspiel, sieben Tore gegen einen Gegner wie Speldorf. Das ist richtig gut, da kann man stolz sein, und ich bin ich auch richtig stolz auf die Mannschaft. Bei der genauen Analyse des Spiels sieht das dann ein wenig anders aus.“

In einem Spiel, das von beiden Seiten offen geführt wurde, erwischten die Löwen einen Traumstart. Bereits in der ersten Minute konterten die Hamborner die Gäste nach einer missglückten Vorwärtsbewegung aus, Kevin Menke umkurvt VfB-Keeper Felix Kersten und kann von diesem nur noch durch ein Foul am Torschuss gehindert werden. Den fälligen Strafstoß verwandelt Timm Golley sicher zum 1:0 (1.).

Hamborn war nun optisch überlegen, drängte weiter. Gleich die zweiten Chance nutzen die an diesem Tag äußerst effektiven Löwen zum 2:0. Wieder ist es Kevin Menke, der auf Felix Kersten zuläuft, diesen umspielen und das Leder einschieben kann. Dieses Mal war der Löwen-Stürmer in keiner Weise auszubremsen (21.).

Wer dachte, dass der VfB durch diese beiden schnellen Gegentreffer geschockt war, sah sich getäuscht: Die Gäste legten noch einen Gang zu, übernahmen das Kommando, erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und drückten auf den Anschlusstreffer. Das Spiel gestaltete sich weiter offen.

„Man kennt das ja: Wenn das 2:1 gefallen wäre, hätte das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf genommen“, orakelte Stefan Janßen im Nachgang.

So überstand seine Mannschaft mit Geschick, ein wenig Glück und mit Hilfe der Latte die Angriffe der Speldorfer ohne Schaden und nahm die 2:0 Führung mit in die Pause.

Gäste-Coach Julien Schneider forcierte das Tempo, brachte zur Pause mit Mehmet-Ali Cengiz und Abdul Rahman Isshak Yussif zwei frische Offensive Kräfte. Letzterer hatte dann auch kurz nach Wiederanpfiff die große Chance zum Anschlusstreffer; sein Kopfball aus 3 Metern verfehlte jedoch knapp das Ziel (50.).

Als das Tor für den VfB nur noch eine Frage der Zeit schien, schlägt „07“ wieder gnadenlos zu. Vollstrecker ist Timm Golley, der nach einem schönen direkten Zuspiel vor dem Tor die Übersicht behält und abgeklärt zum 3:0 einschiebt (58.). Als Kevin-Dean Krystofiak knapp 10 Minuten später das Ergebnis gar auf 4:0 stellt, scheint die Messe gelesen (66.).

Der VfB Speldorf will sich an diesem Tag aber nicht in sein Schicksal ergeben, kämpft weiter um das erste Tor. Zunächst scheitert Yussif mit einem schönen Heber an der Latte (76.), dann boxt Löwen-Keeper Dominik Schäfer einen von Mehmet-Ali Cengiz platziert getretenen Freistoß aus rd. 18 Metern aus dem Torwinkel (77.).

Es scheint wie verhext für Speldorf: Der Ball findet einfach nicht den Weg ins Hamborner Tor. Anders auf der anderen Seite, wo David Forbeck fast im Gegenzug das 5:0 markieren kann (78.) und Tim Keinert gar zum 6:0 nachlegt (82.). Nach einer weiteren guten Möglichkeit durch Athanasios Tsourakis, die Löwen-Schlussmann Dominik Schäfer gerade noch entschärfen konnte (85.), kommen die Gäste dann doch noch zum hochverdienten Ehrentreffer. Nach einer Flanke von Hendrik Willing steht Abdul Rahman Isshak Yussif goldrichtig und kann per Kopf zum 6:1 einnetzen (89.).

Zeichnet der Kampfgeist die Speldorfer, nie aufstecken zu wollen, immer weiter dagegenzuhalten an diesem Tag aus, so ist es auf der anderen Seite der scheinbar unstillbare Torhunger der Löwen, den man in dieser Form im Holtkamp lange nicht mehr gesehen hat.

Statt die restlichen Minuten in Ruhe herunterzuspielen, gibt „07“ noch einmal Gas und stellt durch einen Treffer von Julian Bode den alten Torabstand quasi mit dem Schlusspfiff wieder her (90. + 1). „Es hat die Jungs irgendwie geärgert, dass sie sich noch ein Gegentor eingefangen haben. Dann mussten sie selbst noch eins nachlegen“, scherzte Stefan Janßen im Nachgang, um dann etwas ernster nachzulegen. „Wir waren heute torgierig bis zum Schluss. Das erwarte ich allerdings auch von meinen Spielern, dass sie sich nie mit etwas zufrieden geben, sondern immer weiter arbeiten.“

Der Löwen-Coach ist insgesamt natürlich mit dem Liga-Start mehr als zufrieden, bleibt jedoch mit beiden Beinen auf der Erde. „Das Ergebnis ist beeindruckend, auch die Art und Weise, wie wir teilweise gespielt haben. Insbesondere die Tore waren richtig toll herausgespielt. Ich habe natürlich auch die ein oder andere Sache gesehen, die wir noch verbessern müssen, wo wir zukünftig dem Gegner nicht die ein oder andere Chance bieten dürfen und im Vorfeld verhindern müssen, dass es zu einer Torchance kommt.

Insofern gilt es jetzt, sich nicht auszuruhen, sondern das zu verbessern, was wir noch nicht so gut umgesetzt haben, und dass wir die Sachen, die wir gut gemacht haben, beibehalten und auch noch ein wenig verbessern.“

Aber nicht nur sportlich war Stefan Janßen mit dem Sonntagnachmittag zufrieden. „Das ganze Umfeld hat gepasst. Hierfür muss man auch einmal ein großes Dankeschön loswerden. Alle im Verein haben sich wahnsinnig Mühe gegeben, das dieser Tag ein Erfolg wird, ob es nun der Platzwart war, der uns einen tollen Rasen beschert hat, oder die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Verpflegungsständen oder die tolle Einweihung des neuen Clubhauses. Das war insgesamt eine runde Sache. Sogar das Wetter hat mitgespielt entgegen aller Prognosen.“

Vom Platz an der Sonne grüßen indes Stefan Janßen und sein Team nach dem ersten Spieltag, denn die Löwen übernehmen mit diesem Kantersieg die Tabellenführung, dicht gefolgt von den DJK Blau-Weiß Mintard, die sich beim VfB Frohnhausen ebenso überraschend deutlich mit 6:1 durchsetzen konnten und aufhorchen lassen.

Weniger sonnig sieht es mit der Personalsituation im Löwen-Kader aus. Die bestehende Ausfallliste hat sich leider verlängert. Benedikt Helling fiel am Donnerstagabend beim Training unglücklich auf den Arm, der mit Verdacht auf Armbruch in Gips gepackt werden musste. Am Freitag verdrehte sich Ahmet Ünal Ergün beim Training das Knie und wird ebenfalls vorläufig ausfallen. Darüber hinaus mussten Kevin Menke und Jan Stuber im Spiel gegen Speldorf vorzeitig jeweils mit Oberschenkelblessuren das Feld verlassen. „Hoffen wir mal, dass wir die beiden schnellstmöglich wieder fit bekommen“, zeigt sich Stefan Janßen besorgt, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Aufgaben.

Bereits am kommenden Mittwoch geht es nämlich für die Löwen weiter im Viertelfinale des Kreispokals. Dann gastiert die Mannschaft von Stefan Janßen beim Bezirksligisten SuS 09 Dinslaken. Anstoß ist um 19.30 Uhr auf der neuen Platzanlage an der Voerder Straße.

Am Sonntag darauf steht für die Hamborner beim ersten Auswärtsspiel direkt eine Reise ins Bergische zur SV Wermelskirchen an (Anstoß 15.00 Uhr).

SF Hamborn 07: Schäfer, Stuber (64. Kolberg), Krystofiak, Menke (42. Forbeck), Keinert, Spors (86. Tzikas), Bode, Mastrolonardo (89. Diallo).Schmitt, Herrmann, Golley (81. Stenzel)

VfB Speldorf: Kersten, Piepenbreier, Mühlenfeld, Simsek, Tsourakis, Terwiel, Hohensee (63. Willing), Schürings (46. Cengiz), Boka (46. Yussif), Heckhoff (42. Aydogmus , Fritzsche

Schiedsrichter: Malte Lüttenberg (BG Überruhr)
Tore: 1:0 Golley (1. Foulelfmeter), 2:0 Menke (21.), 3:0 Golley (58.), 4:0 Krystofiak (66.), 5:0 Forbeck (78.), 6:0 Keinert (82.), 6:1 Isshak Yussif (89.), 7:1 Bode (90. + 1)
Gelbe Karten: Schürings (43. Foulspiel), Forbeck (54. Foulspiel), Golley (57. Foulspiel), Spors (77. Foulspiel)
Zuschauer: 205






Duisburg, 20. August 2021 - Vorschau: SF Hamborn 07 - VfB Speldorf
Löwen starten mit Traditionsderby in die neue Landesliga-Saison

Am kommenden Sonntag startet die Landesliga in die neue Spielzeit.
Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.
Zum Auftakt empfangen die Sportfreunde Hamborn 07 den VfB Speldorf im Holtkamp. Nach den personellen Verstärkungen und einer erfolgreichen Vorbereitung sind die Erwartungen im Löwen-Lager natürlich hoch. Diese Erwartungen wurden durch den souveränen 8:0 Erfolg der Hamborner bei ihrem ersten Pflichtspielauftritt am letzten Sonntag im Kreispokal beim A-Ligisten Viktoria Wehofen sicherlich noch ein wenig geschürt.

Gleichwohl wartet nun am ersten Spieltag der neuen Landesliga-Saison 2021/2022 mit dem VfB Speldorf eine sicherlich härtere Nuss auf das Team von Stefan Janßen. Die Gäste aus Mülheim gehören zu den Traditionsgegnern der Löwen. Sowohl in der damaligen Verbandsliga, als auch dann in der Oberliga Niederrhein und Landesliga lieferten sich beide Mannschaften stets spannende Spiele. Die letzten drei Pflichtspiele fielen leider Corona zum Opfer. Allerdings dürfen wir davon ausgehen, dass beide Teams an die gute Tradition anknüpfen und heute eine packende Partie abliefern werden.

Nachdem der VfB Speldorf in der vorletzten Spielzeit einen „Durchhänger“ hatte und bei Abbruch der Spielzeit auf einem Abstiegsplatz stand, gehören die Grün-Weißen unter ihrem neuen Trainer Julien Schneider sicherlich zu den ambitionierten Mannschaften der Landesliga-Gruppe 3.

Die Mülheimer hatten eine anspruchsvolle Vorbereitung, testeten u.a. dreimal gegen Oberligisten und schlugen sich hierbei mehr als achtbar. Beim FSV Duisburg gelang der Mannschaft von Julien Schneider ein 2:2 Unentschieden, gegen die Sportfreunde Niederwenigern konnte man sich gar mit 2:1 durchsetzen. Auch der TV Jahn Hiesfeld hatte beim 2:1 seine Mühe mit dem VfB.

Zuletzt wurden die Speldorfer durch Corona ausgebremst und mussten aufgrund einzelner Infektionsfälle ihr Kreispokalspiel am letzten Sonntag absagen. Das sollte die Löwen jedoch nicht in Sicherheit wiegen, da auch der VfB mit seinem Kader gut in der Breite aufgestellt ist.

Für den Ligaauftakt werden die Mülheimer sicherlich alles geben, um die Partie spielen zu können und eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen.

Stefan Janßen kennt und schätzt den VfB aus seiner früheren Tätigkeit als Trainer dort. Der Löwen-Coach und sein Team freuen sich auf das Derby. Dieser Vorfreude schließen wir uns gerne an und hoffen auf einen spannenden und unterhaltsamen Meisterschaftsauftakt.