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Golf & More trotze Corona-Bedingungen und der Hitze
Über 3.000 Euro Spende für Farmschulen

Duisburg, 20. August 2020 - Trotz großer Hitze und unter Corona-Bedingungen hat Golf & More seine Tradition weitergeführt: Engagierte Golfer haben sich auf dem Golfplatz in Duisburg-Huckingen getroffen und für den guten Zweck gespielt. Dabei sind 3.265 Euro zusammengekommen, die an Farmschulen in Uganda gespendet werden.

Zum sechsten Mal in Folge haben mehr als 40 Golfer fünf Stunden lang gespielt und mit ihrem Sport Geld für ein Projekt der Kindernothilfe gesammelt. Die Geschäftsstelle der Kinderrechtsorganisation hat ihren Sitz ganz in der Nähe des Golfplatzes und freut sich über das tolle Ergebnis. Mit diesem Geld werden die Farmschulen in Uganda unterstützt. Foto: Golf&More

"Wir haben uns für ein Projekt entschieden, von dem wir glauben, dass es Kindern in einem sehr schwierigen Umfeld dauerhaft ein besseres Leben ermöglichen wird. Wir sind unseren Golfern sehr dankbar, dass das Turnier auch in diesem Jahr ausgebucht war, das zeigt, dass der Wille zu helfen bei unseren Mitgliedern stark verwurzelt ist. Wir werden dieses Turnier – das ja schon eine feste Größe in unserem Turnierkalender ist – auch im nächsten Jahr fortführen", sagt Johannes Fülöp, Geschäftsführer von Golf & More.

Im ostafrikanischen Land Uganda sind viele Kinder durch Aids zu Waisen geworden. In ihrer Umgebung haben sie fruchtbaren Boden, aber oft wissen die Mädchen und Jungen nicht, wie sie dort eigenständig Gemüse und Obst anbauen können. Farmschulen des Kindernothilfe-Partners Kitovu Mobile helfen ihnen, und die Kinder und Jugendlichen aus den ärmsten Familien lernen dort, wie biologische Landwirtschaft funktioniert und sie für Lebensmittel sorgen können. Drei Jahre lang bleibt eine Farmschule an einem Ort, bis die Schülerinnen und Schüler die Arbeiten auf dem Land alleine bewältigen können.

 

Jahresbilanz der Kindernothilfe Duisburg: Erträge wuchsen 2019 auf 63,8 Millionen Euro, der Blick in die Zukunft ist aber sorgenvoll

 Kinderrechte liegen den Menschen in Nordrhein-Westfalen und in Duisburg besonders am Herzen: Im letzten Jahr spendeten sie 115.677 € an die Kindernothilfe – die deutschlandweit dritthöchste Spendensumme für die Kinderrechtsorganisation. Was Duisburg im Kleinen zeigt, führt der Jahresbericht 2019 im Großen auf: eine positive finanzielle Entwicklung.
Duisburg, 15./21. Juli 2020 -Die Erträge sind auf 63,8 Millionen Euro gestiegen. Das macht ein Plus von rund 3,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen in unsere Arbeit“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. So konnte die Kindernothilfe mit ihren Partnerorganisationen mehr als 2 Millionen benachteiligte Kinder auf der ganzen Welt schützen und fördern.

Jahrhundertaufgabe steht an
„Gleichzeitig schauen wir sorgenvoll nach vorne, denn die Folgen von COVID-19 treffen Kinder im Globalen Süden besonders hart“, so Weidemann weiter. Hunger, Gewalt, Ausbeutung und fehlender Zugang zu Bildung seien die größten Gefahren, denen Mädchen und Jungen in Schwellen- und Entwicklungsländern ausgesetzt sind.
 „Wir alle stehen vor einer Jahrhundertaufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können, und für die wir auch weiterhin die volle Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender brauchen“, betont die Vorstandsvorsitzende.
Die Steigerung der Erträge in 2019, zu denen etwa Spenden, Zuwendungen und Zuschüsse zählen, liegt vor allem an der Erhöhung der Einnahmen aus Kofinanzierung von Projekten vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Großteil der Einnahmen geht jedoch mit rund 80 Prozent nach wie vor auf Spenden zurück, die auf Vorjahresniveau geblieben sind.
Mit diesen finanziellen Möglichkeiten unterstützte die Kindernothilfe im vergangenen Jahr insgesamt 595 Projekte in 32 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI)

Foto James Rodriguez

Benefizkonzert des 1. Akkordeon-Orchesters Rheinhausen

Duisburg, 27. Februar 2020 - Das 1. Akkordeon-Orchester Rheinhausen lädt alle Musikbegeisterten zum Benefizkonzert ein. Es werden Stücke wie „A Fifth of Beethoven“, „Ti voglio bene“ oder ein ABBA-Best-of für den guten Zweck gespielt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Die Erlöse kommen einem Projekt der Kindernothilfe in Masaka im Süden Ugandas zugute, das sich für den Bau von Farmschulen einsetzt. Masaka besitzt eine der höchsten HIV- und Aidsraten des Landes.

8. März 2020, 16.00 Uhr (Einlass: 15:30 Uhr) in der Dorfkirche Friemersheim,
Friemersheimer Str. 27, 47229 Duisburg


Das Virus hat bereits viele Menschenleben gekostet und zahlreichen Kindern ein oder beide Elternteile genommen. Oft hinterlassen die Eltern ihren Kindern etwas Land, doch diese kennen sich nicht mit modernen Anbaumethoden aus, und der fruchtbare Boden wirft kaum Erträge ab. Die Folge: Unzählige Kinder sind mangel- oder unterernährt.
Daher setzt sich die Kindernothilfe für den Bau von Farmschulen ein: Drei Jahre bleibt eine Farmschule an einem Ort, lehrt die Jugendlichen nachhaltige und biologische Landwirtschaft und schenkt ihnen neue Perspektiven. 
Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 1959 benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2,1 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.


Vor zehn Jahren am 28. Februar in der BZ:
Nach dem Erdbeben in Chile: Kindernothilfe gibt 50.000 Euro Soforthilfe
Santiago de Chile/ Duisburg - Nach dem schweren Erdbeben in Chile stellt die Kindernothilfe Duisburg 50.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung. Zwölf ihrer 30 Projekte im Land könnten durch die Lage in der Nähe des Epizentrums von den schweren Erdstößen betroffen sein. Die chilenische Partnerorganisation ANIDE mit Sitz in Santiago de Chile sondiert die Lage vor Ort. 
Der Leiter von ANIDE, José Horacio, hat bereits Kontakt zur nationalen Rettungsbehörde (ONEMI) aufgenommen und wird alle Maßnahmen eng mit dem
Zivilschutz abstimmen. Nach bisherigen Informationen will ONEMI in der jetzigen Situation besonderes Augenmerk auf Kinder legen.
Die Kindernothilfe arbeitet seit 1969 in Chile und fördert dort zusammen mit ihren Partnern über 5.000 Kinder. Sie unterstützt Tagesstätten, Förder- und Rehabilitationsprogramme für Kinder mit Behinderungen sowie gemeinwesenorientierte Arbeit mit Familien in Armenvierteln.

Erlös der Weihnachtsaufführung für Farmschulen in Uganda

Duisburg, 6. Januar 2020 - Eine schöne Tradition wird fortgesetzt: Am 23. Dezember ging in Rheinhausen wieder ein besonderes Theaterstück über die Bühne. Aufgeführt wurde im ausverkauften Kom’ma-Theater die etwas andere Weihnachtsgeschichte von Norbert Ebel „Ox & Esel“. Der Erlös der Eintrittskarten kommt der Projektarbeit der Kindernothilfe zugute. Es wurden Spenden in Höhe von 2.700 Euro gesammelt.

Das Weihnachtsstück für Kinder wird jedes Jahr am 23. Dezember aufgeführt und erfreut sich bereits seit 20 Jahren großer Beliebtheit. Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung von 2.700 Euro werden Farmschulen in Uganda unterstützt.  Uganda zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. 80 Prozent der Ugander arbeiten in der Landwirtschaft.

Viele Menschen leiden an Hunger und Unterernährung. Kinder sind besonders betroffen. Bürgerkrieg und Aids haben sie elternlos zurückgelassen. Die mobilen Farmschulen bieten Kindern und Jugendlichen eine Perspektive und begleiten sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Sie lernen neue Produktionsmethoden in der Landwirtschaft und können so ihre eigene Lebensgrundlage schaffen.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 1959 benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2,1 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Spendenaktion zum 60.: Bäckerei Bolten unterstützt die Kindernothilfe

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Eine besondere Herzenssache ist es Maite Bolten-Bahr, Verkaufsleiterin der Bäckerei Bolten, die Arbeit der Kindernothilfe mit einer Spende zu unterstützen. 3.813 Euro kamen durch den Verkauf von Laugenherzen zustande, die neu ins Sortiment aufgenommen wurden. Von jedem Laugenherz, das vom 9. bis 15. Dezember verkauft wurde, gehen 60 Cent als Spende an die Kindernothilfe. 
„Die Bäckerei Bolten und die Kindernothilfe teilen ein wichtiges Jubiläum: Beide werden in diesem Jahr 60“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass die Bäckerei Bolten zusätzlich auch unseren Neujahrslauf am 4. Januar 2020 rund um die Sechs-Seen-Platte-unterstützt.“ (Weitere Informationen unter
https://neujahrslauf-duisburg.de/)

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2,1 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Claudia Steinke (rechts), Filialleiterin der Bäckerei Bolten auf der Königstraße in der Innenstadt, überreicht Katrin Weidemann (links) den Scheck über 3.813 Euro. Quelle: Martin Bondzio/Kindernothilfe

Der Kindernothilfe-Neujahrslauf geht in die nächste Runde

Schwitzen für den guten Zweck
Duisburg, 02. Dezember 2019 - Auch im Jahr 2020 veranstaltet die Kindernothilfe wieder einen Charity-Neujahrslauf, bei dem alle Spenden in die weltweite Projektarbeit der Kindernothilfe fließen. Der Startschuss fällt am 4. Januar um 10 Uhr an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Anmeldungen (ab 15 Euro für Erwachsene und 6,50 Euro für Kinder) sind unter www.neujahrslauf-duisburg.de möglich. 
Im vergangenen Jahr haben bereits mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufer mitgemacht. „Ich freue mich sehr, wenn wir die Teilnehmerzahlen beim 2. Kindernothilfe-Neujahrslauf toppen können“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. Der Lauf ist bewusst so ausgelegt, dass jeder mitmachen kann. Eine Runde ist ca. drei Kilometer lang. Jeder Teilnehmer entscheidet spontan während des Laufs, wie viele Runden er sich zutraut. Auch das Tempo, in dem die Strecke zurückgelegt wird, kann individuell bestimmt werden.

Die wunderschöne Laufroute erstreckt sich entlang der Duisburger Sechs-Seen-Platte, wobei das Freibad Wolfssee als Start- und Zielpunkt dient.  Auch Kinder sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Der Kinderlauf mit einer Länge von 1,5 Kilometer beginnt bereits um 9:30 Uhr. Auch am Tag des Neujahrslaufs sind für Spätentschlossene bis 9:30 Uhr noch Nachmeldungen möglich.
Die schnellsten Läuferinnen und Läufer werden geehrt und jeder Teilnehmer erhält im Ziel eine Überraschung. Wie im vergangenen Jahr sind die Duisburger Unternehmen Bäckerei Bolten und Sinalco wieder beim Charity-Lauf dabei. Anmeldung unter: www.neujahrslauf-duisburg.de.

Kindernothilfe-Neujahrslauf (Bild: Ludwig Grunewald)

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Erster Fachtag „Migrationssensibler Kinderschutz“

Duisburg, 21. November 2019 - Heute fand im Berufskolleg Duisburg-Mitte ein gemeinsamer Fachtag der Stadt Duisburg und der Kindernothilfe zum Thema „Migrationssensibler Kinderschutz“ statt. Vertreter und Vertreterinnen von Duisburger Einrichtungen und Organisationen, die mit geflüchteten Familien arbeiten, diskutierten die zentrale Frage:  Wie setzt die Stadt Duisburg den Kinderschutz kultursensibel um?  

„Kinderschutz hat für uns stets die höchste Priorität. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, unsere Strukturen auch in migrationssensiblen Prozessen weiterzuentwickeln und ein Bewusstsein dafür zu schaffen“, so Hinrich Köpcke, Leiter des Jugendamtes der Stadt Duisburg. "Die Kindernothilfe hat ihre Expertise im Kindesschutz, die sie sich in ihrer Arbeit im Ausland aufgebaut hat, genutzt, um auch hier in Deutschland Schulung für den Kindesschutz zum Beispiel in der Arbeit mit Geflüchteten anzubieten", so Carsten Montag, Kindernothilfe-Vorstand.

Zwei Impulsvorträge gaben den Auftakt zur Veranstaltung: Sozialpädagogin Ursula Teupe referierte über kultur- und migrationssensiblen Kinderschutz. Katrin vom Hoff, Diplom-Sozialpädagogin und Kinder- und Jugendlichentherapeutin aus Essen, sprach über verzögerte Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen nach der Flucht.
In Gruppen tauschten sich im Anschluss knapp 100 Mitarbeitende verschiedener Duisburger Organisationen wie dem allgemeinen Sozialdienst, dem Institut für Jugendhilfe und dem kommunalen Integrationszentrum über die Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund aus und beratschlagten, wie ihre eigene Arbeit kultursensibel gestaltet werden kann.
Illustratorin Marie Hübner hielt die Inhalte der Vorträge in einem „Graphic Recording“ fest. Hinrich Köpcke überreichte dieses am Ende der Veranstaltung an Carsten Montag, um die Kinderrechtsorganisation anlässlich ihres 60. Geburtstags für ihr Engagement zu würdigen.

Fotos: Charlotte Kossler, Kindernothilfe

Kindernothilfe Duisburg: 60-Kilometer-Tour gestartet

Duisburg, 17. Juni 2019 - Bei fröhlicher Sambamusik und strahlendem Sonnenschein starteten im Duisburger Innenhafen rund 200 Wanderlustige zusammen mit der Kindernothilfe am Sonntagmorgen eine 60-Kilometer-Tour quer durch das Ruhrgebiet. Anlässlich ihres 60. Jubiläums wandert ein Team der Kinderrechtsorganisation an fünf Tagen von Duisburg bis zum Kirchentag nach Dortmund.
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link wünschte der Wandergruppe auf der Bühne des Innenhafenfestes viel Spaß und gute Erfahrungen und verabschiedete sie mit dem typischen Drachenboot-Startsignal: „Ready-Attention-Go“. Wandergruppe der Kindernothilfe auf der Strecke von Duisburg nach Mülheim

(Quelle: Ralf Krämer, Kindernothilfe)

Kindernothilfe: 60 Jahre Einsatz für Kinder und ihre Rechte  

Duisburg, 05. Dezember 2018 - Unter dem Motto "Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben" feiert die Kindernothilfe im kommenden Jahr ihr 60. Jubiläum - dies am heutigen Tag des Ehrenamtes. Mit zahlreichen Aktionen, vom 1. Kindernothilfe Neujahrslauf bis zu einer 60-Kilometer-Wanderung quer durch das Ruhrgebiet macht die Kinderrechtsorganisation mit Sitz in Duisburg im Jubiläumsjahr auf die nach wie vor schwierige Situation von Millionen Kindern weltweit aufmerksam.

„Wir haben die Kindernothilfe seit 60 Jahren als kompetenten Ansprechpartner als international tätiges Kinderhilfswerk in unserer Stadt, die sich auch hier dafür einsetzt, dass Kinder vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden”, würdigt Oberbürgermeister und Kindernothilfe-Botschafter Sören Link das Wirken. Angetreten war die Kindernothilfe 1959, um Not leidenden Kindern in Indien zu helfen. Mit fünf Patenschaften begann die Hilfe, die Mädchen und Jungen eine Ausbildung und einen Platz im Schülerwohnheim sicherte.
„Seitdem hat die Kindernothilfe 5.300 Projekte von lokalen Partnerorganisationen gefördert und dadurch rund 7,1 Millionen Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Ausbeutung geschützt, ihnen einen Schulbesuch ermöglicht und für ihre Gesundheit und Ernährung gesorgt“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Jedes Kind hat das Recht gesund und behütet aufzuwachsen, gefördert zu werden und seinen Platz in der Gesellschaft zu finden“, so Katrin Weidemann weiter. „Mit den zusätzlichen Einnahmen im Jubiläumsjahr wollen wir deshalb insbesondere Projekte fördern, die Kindern die Teilhabe am Leben ermöglichen.“
Zum Tag des Ehrenamts erinnert Gründungsmitglied Lüder Lüers (92) an die Anfänge der Kindernothilfe, und betont, dass ein Traum nur dann wahr werden kann, wenn Menschen gemeinsam für eine Sache einstehen. Rund 1.000 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich bundesweit für die Ziele der Kindernothilfe. Prominente Botschafterinnen sind u.a. Christina Rau und Natalia Wörner.

Kindernothilfe-Botschafter OB Sören Link, Kindernothilfe-Chefin Katrin Weidemann und Kindernothilfe-Mitbegründer Lüder Lüers - Foto Harald Jeschke

Sören Link betonte: Es gibt in Duisburg Einrichtungen, die in der Welt bekannt sind. Die Kindernothilfe ist sicher dabei. Sie wirkt segensreich dort, wo Hilfe gebraucht wird und ist auch ein Botschafter Duisburgs, den ich als Botschafter der Kindernothilfe immer unterstüzen werde und wenn möglich auch ins öffentliche Netz trage. Die Kindernothilfe und Duisburg, da gibt es viele Überschneidungen. So zum Beispiel bei einem Projekt in Honduras, das meine Frau und ich unterstützen."

Das historische Foto mit den Gründungsmitgliedern - Archiv Kindernothilfe

Gründungsmitglied Lüder Lüers hatte noch reichlich Erinnerungen an die ersten Jahre. "Ich begann mit Übersetzungen, da keiner Englisch konnte ", erzählte der Garten- und Landschaftsbauer. Im Juni 1960 wurde er Pate und Mitarbeiter, war einige Jahre in Indien, um in einem Dorf die ncht mehr existierende Hilfe durch fehlende Missonsarbeit neu anzukurbeln. "Für meine Frau war es sehr hart, da es im Dorf nichts gab."  Das Motto der ersten Kindernothilfeaktion damals hieß "Aktion Hungernde".

Lüder Lüers in Indien - Archiv Kindernothilfe

2010 besuchte er zum letzten Mal seine alte Kindernothilfe-Wirkungsstätte. "Hunderte waren gekommen und unter ihnen waren Richter, Professoren, Schulleiter, Lehrer, Bänker oder Rechtsanwälte", war er fast überwältigt von den Menschen, die mit Hilfe der Duisburger Einrichtung und seinem Wirken viel, sogar sehr viel für sich und ihre Familien erreichten konnten. Noch heute hat er viele E-Mail-Kontakte, die er aber nicht mehr so oft bearbeiten kann. 1959 gab es mit der einzigen Frau im Team, der Ruhrortern Wiefelspütz, die erste Vermittlung von Patenschaften.
Katrin Weidemann möchte im Jubiläumsjahr mit ihren 163 Mitarbeitern und den 33 Partnerländern im Jubiläumsjahr 2019 die Zahl 60 - auch die 30 - ganz besonders herausstellen. Es gibt den Kinderlauf um den Wolfsseee am Samstag, 5. Januar - mit dem OB übrigens - einem 60-Kilometer (Hellweg)Lauf von Duisburg nach Dortmund und dem Jahres-Ziel, 60.000 Euro an Spenden mit den Aktionen im Jubiläumsjahr zu erreichen.
Die 30 Jahre gelten für die Kinderrechte-Konvention, die 1989 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen wurde. "Dies wollen wir im nächsten Jahr besonders heruastellen,"ergänzte Katrin Weidemann, "da der Kindertraum zur Schule gehen zu können Realität in der Welt werden muss und wir für diese Kinderrechte einen medienpreis ausschreiben wollen." Harald Jeschke

Das 60. Jubiläumsjahr der Kindernothilfe

Mädchen und Jungen weltweit haben den Traum, jeden Tag genug zu essen und ein Zuhause zu haben, in dem sie sicher und geschützt sind. Sie träumen von einer guten Schulbildung, die ihnen eine Zukunftsperspektive in ihrer Gesellschaft gibt. Straßenkinder, Kinder mit Behinderungen, Flüchtlingskinder – sie alle haben den Traum, nicht mehr ausgegrenzt, sondern einbezogen zu werden und mitwirken zu können. Sie träumen davon, dazuzugehören und teilzuhaben.
Die Kindernothilfe arbeitet jeden Tag an der Verwirklichung dieses „Kindertraums“: Mit unserer Arbeit, in unseren Projekten setzen wir alles daran, benachteiligten Kindern zu ihren elementaren Rechten zu verhelfen und diese Teilhabe zu ermöglichen – durch Bildung, die Schaffung fairer Lebensbedingungen, Hilfe zur Selbsthilfe.
Teilhabe – das ist deshalb auch das große Thema in 2019, einem ganz besonderen Jahr für die Kindernothilfe: 2019 feiert die Kindernothilfe ihren 60. Geburtstag!
Mit fünf Kindern in Indien fing die Hilfe 1959 an, heute unterstützt die Kindernothilfe weltweit rund 2 Millionen Mädchen und Jungen. Und wir haben für 2019 einen Traum: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir noch mehr Kinder schützen, stärken und ihnen zu ihrem Recht auf Teilhabe verhelfen. Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und viele Kinderträume erfüllt. Im Jubiläumsjahr wollen wir deshalb Danke sagen und gleichzeitig daran denken, dass noch viel zu tun ist. Mit sportlichen, kulturellen, lustigen, aber auch nachdenklichen Aktionen an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland möchten wir viele Menschen erreichen und zum Mitmachen bewegen!

Kindernothilfe-Aktionen 2019:
5.1.2019: Kindernothilfe Neujahrslauf – Gemeinsam läuft’s um die Duisburger Sechs-Seen-Platte. Mit der Teilnahmegebühr wird die weltweite Arbeit der Kindernothilfe unterstützt. Außerdem fließt jede weitere Spende zu 100 Prozent in die Projektarbeit der Kindernothilfe. Anmeldung unter: https://neujahrslauf-duisburg.de/anmeldung/

29.3.2019: Empfang der Kindernothilfe
"Wir haben einen Traum" - unter diesem Motto steht der Jubiläumsempfang. Thematisch geht es an diesem Abend um die Selbsthilfegruppen-Arbeit der Kindernothilfe. Als prominente Keynote-Speakerin hat sich Dr. Auma Obama, internationale Botschafterin für Nachhaltigkeitsthemen, angekündigt. Der Empfang richtet sich an geladene Gäste.

30.5.2019: ARD-Fernsehgottesdienst

Zusammen mit Gästen aus dem Ausland wird der Gottesdienst in der Salvatorkirche zu Duisburg unter dem Motto „Vom Himmel träumen!“ stattfinden.

1. - 2.6.2019: KinderKulturFestival in Duisburg
Der Kindernothilfe Parcours lädt Kinder und Erwachsene ein, sich in abwechslungsreichen und interaktiven Spielen mit dem Thema Kinderarbeit auseinanderzusetzten.

16.6.2019: Kinderfest am Innenhafen in Duisburg
Am Sonntag, den 16.06.2019 findet im Duisburger Innenhafen das alljährliche Kinderfest im Rahmen des Innenhafenfests statt. Ein großer Aktiv- und Kreativbereich auf der Spaßfläche im Garten der Erinnerung lässt "Kinderträume" wahr werden.

16. – 20.6.2019: 60 km Wanderung der Kindernothilfe – Gemeinsam geht mehr
In fünf Tagen wandert ein Kernteam von Duisburg quer durchs Ruhrgebiet nach Dortmund. Jeder ist eingeladen einen oder mehrere Tage mitzuwandern oder zu spenden. Das Ziel: 60.000 Euro.

19. – 23.6.2019: Der Kirchentag in Dortmund unter dem Motto „Was für ein Vertrauen“
Zusammen mit Freunden der Kindernothilfe lädt die Kindernothilfe zum Jubiläumskonzert auf der großen Open Air Bühne auf dem Hansaplatz. Die Moderation übernimmt Sabine Heinrich.

November: Verleihung des Medienpreises „Kinderrechte in der Einen Welt“

Das 60. Jubiläum der Kindernothilfe und 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention stehen im Mittelpunkt der Medienpreisverleihung „Kinderrechte in der Einen Welt“ in Berlin.


Kindernothilfe-Geschichte
1959 Geburtsstunde der Kindernothilfe, Vermittlung der ersten 5 Patenkinder aus Indien, die Arbeit geschieht ehrenamtlich. 1971 Die Kindernothilfe wird Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland.

1979 Johannes Rau, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kindernothilfe-Pate, besucht die Geschäftsstelle.
Journalist Franz Alt berichtet in der TV-Sendung Report über die Kindernothilfe - 13.000 vermittelte Patenkinder, die Wartezeit betrug 9 Monate.

1982 Bezug der jetzigen Geschäftsstelle in Duisburg-Buchholz.

1992 Die Kindernothilfe bekommt als erste Spendenorganisation in Deutschland das neue Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) – das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen.
Aufbau des Kinderrechte-Advocacybereichs: Start der bewusst politischen Arbeit der Kindernothilfe, ausgerichtet an den internationalen Kinder- und Menschenrechtsabkommen.

1994 Aufbau der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor allem für Schulen und Gemeinden und der ehrenamtlichen Mitarbeit durch die Einführung des Regionaldienstkonzepts.

1996 Gründung der Kindernothilfe Österreich.

Gründung des mittlerweile größten entwicklungspolitischen Bündnisses „Entwicklung braucht Entschuldung“ (später erlassjahr.de) in der Kindernothilfe-Geschäftsstelle.

1998 Erste Verleihung des Kindernothilfe-Medienpreises „Kinderrechte in der Einen Welt“ in Berlin.

1999 Gründung der Kindernothilfe Stiftung, Norbert Blüm übernimmt den Vorsitz des Stiftungsrates, Christina Rau ist Mitglied.

2000 Neu-Ausrichtung des Patenschaftsprogramms: Breitenwirkung, Dorfentwicklung sowie Kampagnen- und Lobbyarbeit für die Rechte der Kinder sollen einen höheren Stellenwert einnehmen.

2001 Thomas Paul, indischer Experte für Gemeinwesenentwicklung, entwickelt mit der Kindernothilfe ein Konzept für Selbsthilfegruppen; es verbessert bis 2018 das Leben von mehr als einer Million Menschen.
Start der Kindernothilfe-Kampagne ,,Staubengel‘‘ – Kinder gegen Kinderarbeit: Schüler verdienten mit kleinen Arbeiten rund 57.000 Mark und spenden es an ein Straßenkinderprojekt.
Vermittlung des 500.000. Patenkindes – ein Mädchen aus Bolivien; seine Patin unterstützt die Kindernothilfe seit 20 Jahren.

2004 Gründung der Kindernothilfe Schweiz
Tsunami Südostasien: Spendeneingang von insgesamt 17,7 Mio. Euro. Initiierung von 91 Projekten in Indien, Sri Lanka und Indonesien, die 400.000 Kinder und Erwachsene erreichen.

2007 1. Platz beim Transparenzpreis von PriceWaterhouseCoopers (PwC).

2008 Einführung einer Ombudsstelle gegen Korruption.
Die Kindernothilfe entwickelt den Kinderrechtsansatz – ein Meilenstein in der Arbeit: Kinder werden nicht mehr nur als Bedürftige, sondern als eigenständige Persönlichkeiten und Träger von Menschenrechten gesehen. Sie beteiligen sich an Planung, Durchführung und Evaluation von Aktivitäten und Projekten, die sie betreffen.

Start der neuen Kindernothilfe-Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit (Nachfolge der Staubengel-Kampagne).

2009 Gala zum 50. Jubiläum der Kindernothilfe mit einem Auftritt von Angela Merkel.
Gründung der Kindernothilfe Luxembourg

2010 Erdbeben in Haiti: 16 Mio. Euro Spenden; Wiederaufbau von neun zerstörten Schulen.

2014 Das von der Kindernothilfe initiierte Individualbeschwerdeverfahren – als Zusatz zur UN-Kinderrechtskonvention – tritt in Kraft: Weltweit können sich Kinder bei Rechtsverletzungen beim UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf beschweren.

2013 Die Kindernothilfe wird als Partner in das „Bündnis Entwicklung Hilft“ aufgenommen, das bei Katastrophen und in Krisengebieten aktiv wird.

2016 Berufung einer Kindesschutz-Ombudsperson.
Familienfreundlichstes Unternehmen Deutschlands: Die renommierte Unternehmensberatung A.T. Kearney zeichnete die Kindernothilfe mit dem 361° Family Award aus.

2017 Start der Kampagne Time to Talk: Mit terre des hommes Deutschland und 57 Partnerorganisationen aus 36 Ländern befragt die Kindernothilfe fast 2.000 arbeitende Kinder, wie sie ihre Arbeit sehen und was sich ändern muss. Die Ergebnisse werden bei der 4. Weltkinderarbeitskonferenz in Buenos Aires vorgestellt.

2018 Neue Arbeitseinheit in der Geschäftsstelle: Training & Consulting Die Kindernothilfe setzt sie sich jetzt auch aktiv für den Schutz von Mädchen und Jungen in Deutschland ein.