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Duisburg, 23. Februar 2026 - Im Rahmen des Festivals
„KAAS&KAPPES“ wurden am Sonntag, den 22.02.2026 im KOM´MA,
dem Duisburger Kinder- und Jugendtheater, die
Gewinner/-innen des 28. niederländisch-deutschen Kinder- und
Jugenddramatiker/-innenpreises bekannt gegeben.

Frau Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn überreichte die
Preise im Gesamtwert von 7.500 EUR für drei Theaterstücke.
Von den 119 Texten, die in diesem Jahr aus fünf
verschiedenen Ländern (Deutschland (98), den Niederlanden
(8), Belgien (3), Österreich (7) und der Schweiz (3) am
Wettbewerb teilnahmen, wählte die vierköpfige Jury,
bestehend aus Chiara Tissen (NL), Renate Frisch (D), Rob
Vriens (NL) und Manuel Moser (D), folgende
Preisträger/-innen aus: • Reineke Van Hooreweghe
(B) für das Stück NAAF
€ 3.000 • Fabian Hartje (D) für das Stück SCHERBEN KINDER
€ 2.500 • Jip Vuik (NL) für das Stück KLASSENCARROUSEL
€ 2.000 Neben den Preisträger/-innen empfiehlt die
Jury folgende Texte an Verlage und Theatergruppen zur
Inszenierung und hat sie in den Stückepool aufgenommen:
• Sigrid Behrens (D) mit dem Stück „Worte
machen“ • Marc Becker (D) mit dem Stück „Lügen lernen“
• Lili Roesing (D) mit dem Stück „Rückenschwimmen“ • Lena
Gorelik (D) mit dem Stück „Der wiedergefundene Freund“ •
Sergej Gößner (D) mit dem Stück „Ich sehe was / was du nicht
siehst“ • Maja Mick (D) mit dem Stück „MEINS MEINS MEINS“
Informationen über die Jurymitglieder
2026: Chiara Tissen (NL) – Autorin, Übersetzerin und
Schauspielerin Renate Frisch (D) – Mitbegründerin des
KOM’MA-Theaters, Schauspielerin und Regisseurin Rob
Vriens (NL) – freelance Theaterregisseur im Bereich Kinder-
und Jugendtheater, arbeitet abwechselnd in Deutschland und
den Niederlanden Manuel Moser (D) – Regisseur,
Schauspieler und Teil des Leitungsteams des COMEDIA Theaters
in Köln Hier die Begründungen der Jury:
Preise 2026 • NAAF von Reineke Van
Hooreweghe (NL) 8+ Es ist mir eine große
Ehre, als leidenschaftliche Fahrradfahrerin, diese Laudatio
über das Stück ‘Naaf’ halten zu dürfen. Aber ob ich nach
dieser Laudatio noch stolz sein werde, eine Fahrradfahrerin
zu sein... hm... Hören Sie einfach zu und urteilen Sie
selbst. NAAF also, auf Deutsch: Nabe. Die Nabe eines
Fahrrads ist der Teil, der sich ganz in der Mitte des Rads
befindet und der selbst still stehen bleibt, während das Rad
dreht. In diesem Stück ist Naaf der Name der Hauptfigur.
Es gibt eine Insel im Meer, dort wohnt eine
Gemeinschaft, die immer vom Fischfang gelebt hat, die Insel
hatte Fischkutter und Fischernetze und das Leben war zwar
hart, aber man hatte genug. Das Meer gab und das Meer nahm,
so ging es Jahrhunderte lang. Wie das Wellenspiel von Ebbe
und Flut. Bis an einem Tag ein Inselbewohner ein Gerät
mitnahm vom Festland. Ein Gerät wie ein Pferd, nur aus
Stahl, man musste es nicht füttern, es wurde nicht krank
und... man konnte es auch selbst herstellen. Die
Inselbewohner entwickelten von nun an das perfekte Fahrrad.
Und das nicht nur für den Eigenbedarf, sondern es kam zu
einer richtigen Massen-Produktion. Ein riesiges Schiff legte
an, um die neuen Räder abzuholen und Geld zu bringen, was zu
noch mehr Werkstätten auf der Insel führte. ‚Das Meer bringt
die Kinder‘, so heißt es, aber es wurden immer weniger
Kinder geboren. Bis Naaf unterwegs war, endlich wieder ein
Kind! Naaf war die Hoffnung für die Zukunft der Insel.
Naaf jedoch erweist sich als große Enttäuschung: Der Junge
mit der blauen Mütze, spricht nicht, er will nicht über
Räder reden, ist lieber allein. Oder er setzt sich zu Nepke
Boets, der alten Frau, die noch immer Fischernetze flickt
und die Geschichte der Insel und ihrer Bewohner in die
Knoten der Netze hinein verarbeitet. Früher hat auf der
Insel immer allen alles gereicht, jetzt sind die Bewohner
weniger zufrieden, sind ungeduldiger, labern mehr. Bei Nepke
findet Naaf Zuflucht. Sie schätzt sein Schweigen. Und weil
es tagsüber so viel Lärm gibt auf der Insel, geht Naaf
nachts hinaus und rennt über die Kliffs auf der Suche nach
den Walen, deren Gesang er hören will.
Steur, einer der Männer der Insel, wird böse auf ihn. Ist es
väterliche Besorgnis über einen Sohn, der zu nichts taugt?
Es ist entschieden: Naaf soll Rad fahren. Wie eine Art ‚Rite
de passage‘, meint Steur. Das geht natürlich schief. Naaf
schafft es einfach nicht, das Gleichgewicht zu halten, er
stürzt und Nepke Boets muss ihn wieder aufrichten.
Mittlerweile kommen immer mehr Aufträge für immer mehr
Fahrräder. Es muss gearbeitet werden, aber auch hierzu taugt
Naaf nicht, seine Hände bleiben weiß, gegen die schwarzen
Hände aller anderen Männer. Naaf, der ein feines Gespür
dafür hat, weiß, dass die großen Aufträge für die Wale nicht
gut sind: sie bedeuten noch mehr Schiffe, noch mehr
Störungen unter Wasser, so dass sie sich gegenseitig nicht
mehr verstehen können. Die Inselbewohner verstehen ihn
nicht: Naaf muss mitarbeiten, was stimmt nicht mit
ihm? Was fehlt ihm? Plötzlich, obwohl Nepke Boets
gewarnt hat - sie weiß das Wetter noch aus dem Flug der
Vögel abzulesen- gibt es einen großen Sturm. Naaf ist weg.
Alle suchen ihn und Steur sieht Naafs blaue Mütze im Wasser.
Jetzt kommen die Fischernetze von Nepke Boets gerade
recht! Steur knotet alle Fischernetze, die es noch gibt,
aneinander und an alle Fahrräder der Inselbewohner, aber wie
kommt Naaf in das Netz? Ein Wal bringt ihn auf seinem Rücken
zum Netz und eine Spezialkonstruktion von aneinander
gebundenen Fahrrädern zieht das Riesennetz mit Naaf aus dem
Wasser. Dann erst spricht Naaf seine ersten Worte: Ich
hab‘ sie gesehen Ich hab‘ die Wale gesehen. Naaf
ist ein poetischer Text in einer herrlichen, manchmal
erfundenen Sprache über Sehnsucht, über Nachkommen, die
Erwartungen ganzer Generationen beantworten müssen, über
Klima, über die Habgier der Insel-Bewohner, oder sollte man
sagen der Erd-Bewohner. Über Konsum, über die Geschichte
einer Gemeinschaft, die man nicht so leicht zur Seite
schieben sollte. Über Stillbleiben im großen Wirbel der
Welt. Über das Meer. Und... ja, wie kann es auch anders
sein, über Fahrräder... • SCHERBEN
KINDER von Fabian Hartje (D) 14+ Es gibt Texte,
die erinnern. Und es gibt Texte, die aufbrechen. SCHERBEN
KINDER ist beides. Fabian Hartje schreibt – wie der
Untertitel offenlegt – „nach Motiven aus“ Frank Wedekinds
FRÜHLINGS ERWACHEN. Doch was hier geschieht, ist keine
Bearbeitung im klassischen Sinn. Es ist keine
Aktualisierung. Kein bloßes Übertragen ins 21. Jahrhundert.
Es ist eine frische Umschreibung – eine radikale
Neuverortung. Wedekinds Figuren treten hier nicht als
literarische Denkmäler auf, sondern als atmende, scrollende,
vapesaugende, sich selbst überhörende Jugendliche unserer
Gegenwart. Sie sprechen in der Sprache ihrer Zeit –
fragmentiert, ironisch, explizit, tastend. Und doch tragen
sie denselben existenziellen Kern in sich wie einst:
Scham. Begehren. Orientierungslosigkeit. Die verzweifelte
Suche nach Identität. Der Frühling dieses Textes ist kein
romantischer Neubeginn – er ist ein ungeschützter
Ausnahmezustand. Ein Aufbruch ohne Geländer. Ein „Ich will
was spüren“ in einer Welt, die längst alles vorstrukturiert
hat. Und genau hier setzt die vielleicht klügste,
radikalste Entscheidung dieses Stücks an: Der Anfang gehört
nicht den Jugendlichen. Er gehört den Erwachsenen. Gleich
im Prolog tritt der „Chor der Lehrer und Erwachsenen“ auf –
selbstironisch, sich selbst kommentierend, leicht
lächerlich, aber keineswegs harmlos. Sie erklären, sie
relativieren, sie korrigieren sich. Sie sprechen von
Kategorien, von Schubladen, vom „Kreislauf“. Sie witzeln
über Alter, Relevanz, Sichtbarkeit. Und während sie
behaupten, gleich zu verschwinden, geschieht etwas
Entscheidendes: Sie machen sichtbar, dass diese Welt ihre
Welt ist. Die Bühne gehört scheinbar den Jungen – aber
strukturiert wird sie von den Alten. Die Erwachsenen
geben vor, marginalisiert zu sein – „ab 35 nicht mehr
interessant“ –doch in Wahrheit sind sie die ordnende
Instanz. Sie definieren Normen, Praktika, Versetzungen,
Lebensläufe. Sie haben das System gebaut, in dem die
Jugendlichen nun atmen müssen. Und genau dadurch wird klar:
Unsere Welt ist – trotz angeblichen Jugendkults – die Welt
alter Leute. Die Jungen bewegen sich in einem Gefüge, das
sie nicht geschaffen haben. Sie rebellieren nicht mehr
frontal – sie versuchen zu navigieren. Zwischen
Noise-Cancelling-Kopfhörern und Erwartungsdruck. Zwischen
Selbstoptimierung und Selbstverlust. Der Prolog ist daher
kein Gag. Er ist eine Machtdemonstration im Gewand der
Selbstironie. Und wenn die Erwachsenen rufen: „Immerhin
hatten wir diesen Prolog“ – dann klingt darin nicht nur
Komik, sondern Besitzanspruch. Wie bei Frühlings Erwachen
geht es um Körper. Um das Erwachen. Um die gefährliche
Mischung aus Neugier und Unwissen. Doch Hartje verschiebt
die Perspektive. In einer Zeit, in der Jugendliche scheinbar
alles wissen – weil sie alles sehen können –, entsteht eine
neue Form der Verunsicherung. Pornografie ersetzt
Aufklärung, Dauerbeschallung ersetzt Selbstgespräch,
digitale Nähe ersetzt echte Intimität. Wendlas Wunsch „Ich
will was spüren“ ist dabei das erschütternde Zentrum des
Stücks. Er ist Sehnsucht und Selbstgefährdung zugleich. Was
bei Wedekind tragisch unausweichlich erscheint, wird hier zu
einer verstörenden Suche nach Intensität in einer
überreizten Welt. Gewalt entsteht nicht aus moralischer
Verdrängung allein – sondern aus emotionaler Überforderung.
Die Jugendlichen in SCHERBEN KINDER sind keine Opfer im
klassischen Sinn. Sie sind hochreflektiert – und gerade
deshalb verloren. Sie sprechen klug. Sie analysieren. Sie
wissen um Strukturen. Und stehen doch ratlos darin. Das
macht die Modernität dieses Textes aus. Fabian Hartje
gelingt etwas Seltenes: Er schreibt Jugend nicht als
Behauptung, sondern als Zustand. Die Dialoge sind schnell,
brüchig, komisch – und dann plötzlich von brutaler
Ehrlichkeit. Ironie kippt in Ernst. Coolness in Panik.
Lässigkeit in existenzielle Angst. Besonders in den
Monologen – Inas Angst vor dem eigenen Inneren, Theas Wut,
Moritz’ Überforderung – entsteht eine Dringlichkeit, die
nicht literarisch wirken will, sondern gegenwärtig. Das ist
keine nostalgische Rückschau auf Jugend. Das ist Jugend im
Jetzt. SCHERBEN KINDER ist mutig. Formal. Sprachlich.
Inhaltlich. Hartje nimmt einen kanonischen Stoff und
verneigt sich nicht ehrfürchtig, sondern widerspricht ihm
produktiv. Er zeigt: Der Frühling ist noch da. Aber er fühlt
sich anders an. Und vor allem: Er beginnt nicht mehr im
Verborgenen, sondern unter den Augen einer Erwachsenenwelt,
die behauptet, nicht mehr wichtig zu sein und die doch alles
strukturiert. Diese Verbeugung vor Wedekind und
gleichzeitige Emanzipation von ihm macht die Qualität dieses
Textes aus. Mit SCHERBEN KINDER schafft Hartje einen
Text, der Wedekinds Fragen in unsere Gegenwart übersetzt –
nicht als Zitat, sondern als Reibung. Einen Text, der
zeigt, dass Erwachsenwerden noch immer ein Risiko ist. Dass
Freiheit noch immer gefährlich ist. Und dass die Welt, in
die junge Menschen hineinwachsen, nicht neutral ist –
sondern gebaut. Von uns. Herzlichen Glückwunsch zum 2.
Preis des deutsch-niederländischen Autoren*innenwettbewerbs
Kaas & Kappes. Und danke für diesen scharfen,
ungeschützten, notwendigen Frühling. •
KLASSENCARROUSEL von Jip Vuik (NL) 4+/6+/8+ Was
für ein herrliches und dynamisches Karussell: drei Texte in
einem. Autor Jip Vuik bedient gleichzeitig drei
Altersgruppen zur gleichen Zeit: Erst die 4-Jährigen,
parallel dazu die 6-Jährigen und zeitgleich die 8-Jährigen.
Jede der drei Gruppen bekommt eine auf ihr Alter
zugeschnittene Vorstellung. Unterschiedlich, was den Inhalt
und den Sprachstil angeht, aber basierend auf der gleichen
Ideologie: Das freie Leben soll gelebt werden. Es geht um
vier Kinder aus einer merkwürdigen Familie. Sie müssen sich
zum ersten Mal an bürgerliches Leben anpassen, was sie noch
nie gemacht haben: in die Schule gehen und mitmachen. Sie
kommen nämlich aus dem Zirkus; das war bis zu diesem Tag ihr
Leben, das hat bestimmt, wie sie sich bisher gefühlt und
verhalten haben. Wir erfahren:
Heutzutage ist Zirkus nicht mehr so beliebt; und
somit hat die Zirkusfamilie nicht viel Geld: Das
Zelt ist undicht, es regnet durch die Plane, die Kostüme
sind zerrissen, und um Geld zu sparen, müssen alle
Familienmitglieder im Programm mitwirken, auch die Kinder.
Elend also. Außerdem verbietet der
Tierschutz das Auftreten von wilden Tieren, weshalb die
einzige Attraktion des kleinen Zirkus, ein Elefant, vor
möglichen Kontrollen vom Aufsichtsamt versteckt werden muss!
Ausgerechnet an dem Tag, als ein solcher Kontrolleur
auftaucht, fängt auch noch das Kassengebäude
Feuer und der Elefant verschwindet. Der Zirkus wird
vorübergehend geschlossen und die Kinder müssen so lange die
örtliche Schule besuchen. Sie sollen in ihren jeweiligen
Jahrgangsstufen am Unterricht teilnehmen wie ‘normale
Kinder’ und machen sich Gedanken: Können sie sie selbst
bleiben? Dürfen sie ihre besonderen Geschichten frei
erzählen? Werden sie als merkwürdig und unangepasst
wahrgenommen oder doch ziemlich wie alle anderen Kinder
angesehen? Wir erleben das in drei gleichwertigen Teilen.
Die Kinder werden auf das Publikum aufgeteilt.
Zu den Jüngsten Vorschulkindern kommt Bekka (4 Jahre
alt) und erzählt über ihre Familie und ihre Freundschaft mit
Wasi, dem Elefant. Der Junge Riet (eigentlich heißt er
Rinus) ist 7 und zeigt den Schulanfängern, dass er alle
Sprachen der Welt spricht und magisch denken kann. Die
beiden ältesten Charles (Sjaal, 14) und Ilona (Loon, 13)
gehen zusammen in eine höhere Klasse und versuchen, so
normal wie möglich zu sein. Aber ob das gelingt? Draußen
auf dem Hof werden alle Kinder von einem Elefanten
überrascht, der die Geschichte offen und theatral
verbindet. Zwei erfrischende Solos und ein von
Leidenschaft getriebener Dialog als eine Vorstellung - zu
Recht ein spielerisches Theater-Karrussel. Jedes Alter
bekommt so sein eigenes Stück. Ingeniös und überraschend.
Inventif, transparent und angemessen. Die drei Texte
brechen etwas auf: einen freien, offenen und romantischen
Raum. Es zeigt sich ein unbekanntes System und fordert auf,
auf eine andere Weise als gewohnt auf die Wirklichkeit zu
schauen. Die drei Texte funktionieren zusammen wie
drei Pferde, die im Karussell gemeinsam einen Wagen ziehen,
und lassen uns diese fantastische Dynamik wiedererkennen.
Vuik schaut mit scharfen und zugleich liebevollen Augen auf
seine Figuren. Sein Text ist scheinbar leicht, aber wirkt
nie bequem. Er zeigt eine unglaublich schöne Verletzbarkeit.
Seine Sprache ist immer klar, spielerisch rhythmisch, sie
ist roh und poetisch zugleich und damit äußerst gut
spielbar. Es gibt Raum zum Bebildern, für Spieler und
Zuschauer.
Und es ist angenehm verwirrend. Was sehen wir? Themen
wie: Akzeptiertwerden, Anderssein und Träumenwollen werden
zusammen gemischt und machen sowohl Identifikation als auch
Zugänglichkeit möglich. Es hört sich vielleicht
kompliziert an, aber das ist es auf keinen Fall. Drei Welten
verschmelzen auf eine Weise, die uns – die Jury- heimlich
seufzen ließ: ‚Schade, dass nicht alle alles sehen können!‘
Aber wir konnten alles lesen und die einzelnen Teile
verbinden und damit ihre Kraft erfahren. Das hat den
theatralen Kreis rund gemacht und die Geschichte komplett.
Die außergewöhnlichen Figuren und der Text im Ganzen sind so
schön und liefern pure Empathie. Und sie ermöglichen, ohne
sentimental zu werden, einen gleichermaßen wahrhaftigen wie
romantischen Blick auf ein Leben, was vielleicht vorbei
geht, aber nie aufhören wird, uns zu verführen - den
Zirkus. KLASSENKARROUSSEL ist kein edukatives
Experiment, sondern ein vollständiges artistisches
Statement. Das Karussell dreht sich immer weiter und wer
darauf steigt, steigt nach einer Weile verzaubert und
hoffentlich leicht und angenehm verändert wieder ab.
Die Stadt Duisburg verleiht den
Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis Duisburg, 19. Februar 2026 - Am Sonntag, den
22.2.2026, findet im KOM’MA, dem
Duisburger Kinder- und Jugendtheater in Rheinhausen, ein
wichtiges Ereignis statt: Zum 28.Mal verleiht die Stadt
Duisburg im Rahmen des Niederländisch-Deutschen Festivals
KAAS&KAPPES den mit 7.500 € dotierten Preis für den besten
Kinder- und Jugendtheater-Text.
Der
Niederländisch-Deutsche Autor/-innen-Wettbewerb für Kinder-
und Jugend-Dramatik wird alljährlich in 5 Ländern ausgelobt:
in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und den
Niederlanden. Eine zweisprachige Jury wählt die besten Texte
aus.

Am Sonntag um 15 Uhr sind erst mal alle aufgefordert, die
Compagnie TANZFUCHS aus Köln mit der tänzerischen Parabel
FOXX für Kinder ab 5 zu erleben. Drei Performer/-innen
tauchen in Fuchs-Welten ein und begeben sich auf die Fährte
des vielseitigen Tieres. Es wird bunt, schrill und zugleich
scheu, sensibel und geheimnisvoll…
Danach findet die
diesjährige Preisverleihung statt, die von der
Bürgermeisterin Frau Edeltraud Klabuhn feierlich begangen
wird. Auch hierzu lädt das KOM’MA alle
Theater-Interessierten herzlich ein! Tickets unter
www.kommatheater.de
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