Karl Janssen ist „Kulturmanager des Jahres 2009“ |
Duisburg, 30. Oktober 2009 - Duisburgs Dezernent Karl Janssen ist im
Berliner Admiralspalast zum „Kulturmanager des Jahres 2009“ gekürt
worden. Im Rahmen des Wettbewerbs „Kulturmarken-Award“, der von der
Berliner Agentur Causales mit Unterstützung des ZEIT-Verlages und
der Deutschen Post/DHL durchgeführt wurde, wurden am Donnerstag, 29.
Oktober 2009, die erfolgreichsten Marketingstrategien von
Kulturprojekten, die engagiertesten Kulturvermittler und
professionelles Management in der Kulturlandschaft prämiert.
Für den „Kulturmarken-Award“ lagen der vierzehnköpfigen Expertenjury
aus Wirtschaft, Kultur und Medien letztlich 85 Vorschläge für die
Kategorien „Kulturmanager des Jahres“, „Kulturmarke des Jahres“
sowie „Trendmarke des Jahres“ vor. Karl Janssen wurde mit vier
weiteren Bewerbern nominiert.
Mit der Auszeichnung Kulturmanager des Jahres würdigte die Jury
insbesondere Karl Janssens Engagement und Wirken als Kulturmanager
mit Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger, das kulturelle
Erbe und die Entwicklung der Stadt Duisburg. Projekte wie „Duisburg
– Hafen der Kulturhauptstadt“, das Fotokunstprojekt „Here & There“
wurden von der Jury berücksichtigt, aber auch die Vorreiterrolle der
Duisburger Philharmoniker im interaktiven und multimedialen Web
2.0-Internet und seine Antriebs- und Moderationsrollen beim Ankauf
der Sammlung Lehmbruck und der Erweiterung des Museums Küppersmühle
haben die Juroren übrzeugt. Neben Janssen wurde auch Folkert Uhde,
Leiter des „Radialsystem V“, mit dem Titel „Kulturmanager des
Jahres“ ausgezeichnet.
„Ich
danke der Jury ganz herzlich für diese Auszeichnung meiner Arbeit in
Duisburg. Kaum eine andere Aufgabe im Kulturmanagement verlangt so
viele verschiedene Aspekte zu vereinen, wie die Arbeit für Kunst und
Kultur für eine Stadt und insbesondere für ihre Bürgerinnen und
Bürger. Somit nehme ich den Preis mit großer Freude entgegen und
verstehe ihn gleichzeitig als Bestätigung meiner Arbeit und
insbesondere auch der Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie der Kulturinstitutionen in unserer Stadt. Die Auszeichnung ist
für mich auch Auftrag und Ansporn“, erklärte Karl Janssen nach der
Verleihung des Preises in Berlin.
1500 geladene Gäste aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien
nahmen an der Preisverleihung im Admiralspalast teil, die zugleich
Höhepunkt von „KulturInvest“, dem größten Kongress zum Thema
Kulturmanagement, -marketing und -sponsoring im deutschsprachigen
Raum, war.
Foto: Kulturdezernent Karl Janssen freut sich über den Titel
„Kulturmanager des Jahres 2009“. |
- Bühne frei für
Deutschlands Nachwuchsmusiker
Am 15. November ist Anmeldeschluss für „Jugend musiziert“ 2010
- "Meer und Mehr" |
Duisburg, 28. Oktober 2009 - Wer beim bundesweiten Wettbewerb
„Jugend musiziert“ mitmachen möchte, hat dazu noch bis zum 15.
November Gelegenheit. Dann endet die Anmeldefrist. „Jugend
musiziert“ 2010 lädt Instrumentalisten und Sänger in Solo- und
Ensemblekategorien zum Mitmachen ein. Die Solokategorien lauten:
Streichinstrumente, Akkordeon, Percussion, Mallets, Baglama und
Pop-Gesang. Als Ensemble-Kategorien werden Duo: Klavier und ein
Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble,
Harfen-Ensemble, „Alte Musik“ und Baglama PLUS angeboten.
Wer mitmachen möchte, ist gefordert ein Vorspielprogramm mit Musik
aus verschiedenen Epochen vorzubereiten. Je nach Alter und Kategorie
dauert das Vorspiel vor einer Jury zwischen sechs und 30 Minuten.
Anmeldeformulare zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ sind über
die Niederrheinische Musik- und Kunstschule erhältlich, ebenso wie
die detaillierten Bedingungen für die Teilnahme in den genannten
Kategorien. Veranstaltet wird „Jugend musiziert“ vom Deutschen
Musikrat, die Schirmherrschaft hat der Bundespräsident. Das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt
die Grundfinanzierung sicher. Die Finanzierung der
Regionalwettbewerbe liegt in den Händen der Kommunen.
Die Sparkassen, als größter Einzelförderer aus der Wirtschaft,
engagieren sich ebenfalls seit vielen Jahren bei „Jugend musiziert“.
Sie unterstützen den Nachwuchswettbewerb auf allen Wettbewerbsebenen
und vielen Regionen.
"Meer und Mehr"
So heißt eine Ausstellung, die noch bis zum 29. Oktober
in der Stadtbibliothek in Buchholz zu sehen ist. Das Duisburgweb hat
ja schon an anderer Stelle darüber berichtet und die Künstlerin auch
kurz vorgestellt. Eine kleine Ergänzung dazu sei an dieser Stelle
trotzdem gestattet. Ich treffe die Künstlerin, Marion Leineweber,
nämlich Ende Oktober in der Buchholzer Bücherei und unterhalte mich
auch kurz mit ihr.
Nur noch mal zur Erinnerung: ""Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und
habe 4 erwachsene Kinder sowie in Enkelkind. Von Beruf bin ich
Erzieherin, habe aber nach der Geburt unseres zweiten Kindes nur
noch ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt, natürlich passender weise
mit Kindern und Jugendlichen jeder Altersstufe. Inzwischen haben
diese fast den Umfang einer beruflichen Arbeit angenommen... Für
diese vielfältigen Aufgaben konnte ich mein zeichnerisches Talent
stets gut gebrauchen und so sind unzählige Mal- und Bastelvorlagen,
Plakate, großformatige Bilder zu Geschichte, Illustrationen und
vieles mehr entstanden. 2006 habe ich die Farben für mich entdeckt -
vorher hatte ich hauptsächlich gezeichnet. Seit Januar 2007 nehme
ich Unterricht in der Malerei mit Acrylfarben. Ende 2007 bis Sommer
2008 folgte ein Aquarellkurs," stellt sich die Künstlerin vor, die
seit 2007 immer wieder in Ausstellungen vertreten ist.
"Das Meer ist faszinieren, überwältigend, traumhaft schön,
herausfordern, furchterregend gefährlich, sich stets verändernd und
die Menschen in seiner Nähe ebenfalls in den Wandel einbeziehend.
Dieser Faszination konnte ich mich nicht mehr entziehen. Ich wollte
es auch nicht, seit wir als Familie Urlaub an der Ostsee gemacht
hatten. Das ist weit mehr als 20 Jahre her. Seitdem verging aber
kaum ein Jahr ohne Urlaub an irgendeiner Meeresküste," blickt
Leineweber zurück. "Meine intensivste Bekanntschaft mit der Nordsee
machte ich auf Juist. Ich hatte drei Wochen Zeit und Gelegenheit,
die Gegenwart der See auf mich einwirken zu lassen. Und das lässt
einen nicht mehr los. Da sich mein Alltag aber hauptsächlich in
Duisburg abspielt, versuche ich, wenigstens durch Bilder ein wenig
mehr über den Tellerrand zu blicken." Mit diesen Worten hatte ich
Leineweber in meinem ersten Text vorgestellt.
Schnell wird bei unserem Gespräch klar, daß Leineweber eine
Hobbykünstlerin ist. "Kunst soll Spaß bereiten und Freude machen.
Ich muß finanziell nicht davon leben; ich bin durch meine Familie
wirtschaftlich abgesichert. Daher lastet auch kein Druck auf mir.
Ich kann das machen, worauf ich Lust und Spaß habe. Das ist mein
Stil," berichtet Leineweber mit viel Idealismus. Und ergänzt: "Ich
bin weit weg vom Konkurrenzdenken. Ich kann mich an den Erfolgen
anderer erfreuen."
Leineweber ist heute Vorlesepatin in der Stadtbücherei und arbeitet
auch in der Kinder- und Jugendarbeit in der Freien evangelischen
Gemeinde in Wanheimerort. Ob sie es sich nie überlegte,
hauptberuflich als Künstlerin zu arbeiten? Als ich ihr diese Frage
stelle, kommt die sympathische Frau durchaus ins Grübeln. "Es wäre
mir zu einseitig, den Sprung von der Hobbymalerei zur
hauptberuflichen Künstlerin zu machen. Ich liebe durchaus die
Abwechslung. Ob ich einem bestimmten Thema über längere Zeit treu
bleiben könnte, weiß ich nicht. Außerdem war mir die künstlerische
Freiheit wichtig." Eine eigene Internetpräsenz besitzt Leineweber
jedenfalls noch nicht.
Wie kann die Stadt Duisburg den hier lebenden Künstlern (finanziell)
helfen? Wie sieht die Konkurrenzsituation zu anderen Städten (wie
beispielsweise Düsseldorf mit seiner Kunstakademie) aus? Wäre es
nicht einfacher, wenn sich die Duisburger Künstler in einem starken
Verband zusammenschließen und mit einer Stimme sprechen, anstatt
sich in verschiedenen Grüppen aufzuteilen? Themen wie diese sind bei
unserem Gespräch nicht angebracht. Schließlich ist Leineweber eine
jener Künstlerinnen, die ihre Kunst als Hobby betreiben. Nur auf die
erste Frage hat sie eine Antwort: "Das schlägt nämlich meine
Ausbildung als Erzieherin durch. Für Schulen und Kindergärten müßte
mehr getan werden." Oder?
Die Ausstellung, die in Buchholz zu sehen ist, ist schon die zweite
Ausstellung, die Leineweber dort zeigt. Die erste Austellung war vor
zwei Jahren. Außerdem sind Bilder von Leineweber im "Cafe am
Waldfriedhof" zu sehen. Wer mit Leineweber ins Gespräch kommt, merkt
sehr schnell, daß sie sich in ihrem Leben sehr viel mit Kunst
beschäftigt hat. Wie nehme ich Kunst wahr? Wie kann ich eine Aussage
treffen und herüberbringen? Dies sind nur einige der Fragen, über
die wir uns bei unserem Treffen unterhalten. Die Antworten alle
herüberzubringen, würde hier sicherlich zu weit führen. Da wäre es
dann schon sinnvoll, direkt zu ihr in Kontakt zu treten...Andrea
Rüdig |
Duisburger Sprachen-
und Kulturtage: Unbekannte Nachbarn - Polen |
Duisburg, 28. Oktober 2009 - Den Anstoß gab das Jugendparlament:
Die Jugendlichen wollten mehr wissen über die i hnen
unbekannten polnischen Nachbarn in Duisburg und in Europa. Dieser
Wunsch wird nun erfüllt von den Duisburger Sprachen- und Kulturtagen
vom 13. bis 20. November im Kulturzentrum „Alte Feuerwache“ in
Duisburg-Hochfeld, die sich zum zweiten Mal mit dem Thema Polen
beschäftigen. Entstanden ist ein mehrtägiges Programm für
Jugendliche und Schulen, aber auch für alle, die sich neu für Polen
interessieren oder Polnisch sind, sprechen oder lernen.
Das Programm ist eine Gemeinschaftsaktion verschiedener Duisburger
Träger: dem Jugendamt, dem Referat für Integration mit dem ‚Forum
der Kulturen’, dem Referat zur Förderung von Kindern und
Jugendlichen aus Zuwandererfamilien/RAA, des Schulamtes und des
Internationalen Zentrums der Volkshochschule mit tatkräftiger
Unterstützung des Polnischen Instituts Düsseldorf .
Den Auftakt bildet der Doku-Film „Für Danzig sterben?“ anlässlich
des Lerntags zum 90-jährigen Jubiläum der Volkshochschule am
Samstag, 31. Oktober, um 16.30 Uhr im Gebäude der VHS auf der
Königstraße 47 in Duisburg-Mitte. Der Film behandelt sowohl den
Beginn des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren, als auch die Gründung der
freien Gewerkschaft Solidarnocs vor 30 Jahren. Der Duisburger
Professor Manfred Bayer lehrt in Danzig interkulturelle Studien und
berichtet über seine Erfahrungen dort . Der Eintritt ist frei.
Im Kulturzentrum „Alte Feuerwache“ wird interessierten Besuchern die
Gelegenheit geboten, anhand von Ausstellungsbildern,
Informationstafeln und eines interessanten Programms viel über
Polen, seine Geschichte und Kultur, Tradition und Moderne zu
erfahren (13. bis 20. November, täglich von 10 bis 19 Uhr).
Das Jugendparlament lädt am Freitag, 13. November, um 16 Uhr zu
einem Jugendnachmittag mit der Tanzgruppe „Perelka“ („Perlen“),
Poesie und Musik zur „Herbstmelancholie“, einer Freundschaftsbrücke
sowie Gästen aus Politik und Institutionen ein. Der Eintritt ist
frei.
Schulklassen ab Stufe 10 aber auch Erwachsene können jeweils an
einem Projekttag in der Alten Feuerwache teilnehmen. Dieser Tag
ermöglicht einen attraktiv gestalteten, modernen und zugleich
umfassenden Blick auf die polnischen Nachbarn in Europa. Die Termine
sind: 13. November, 16. November, 17. November, 19. November,
jeweils von 9 bis 15 Uhr im Atelier der Alten Feuerwache Hochfeld.
Kulturelle Höhepunkte sind ein Gastspiel des Kabarettisten Steffen
Möller („Als deutscher Gastarbeiter in Polen: Viva Polonia“) am
Freitag, 13. November, um 20 Uhr, Eintritt 15,50 Euro, ein
polnisch-deutscher Nachmittag mit der Chansonette Jola Wolters
(Sonntag, 15. November, 16 Uhr, Eintritt 6 Euro) und ein
ungewöhnliches Chopin-Konzert auf Gitarren (Freitag, 20. November,
19.30 Uhr, Eintritt 12 Euro), alles im Saal der Alten Feuerwache
Hochfeld.
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Steffen
Möller und einer Grafik von Maciej Sienczyk zu den
deutsch-polnische Beziehungen und das Programm zu den
Duisburger Sprachen- und Kulturtagen. |
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Einzelausstellungen Hans Büning
Nikolaus Koliusis - "Do come in"
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Einzelausstellungen Hans Büning
Duisburg, 21. Oktober 2009 -Seit 1960 ist er an Gruppen- und
Einzelausstellungen beteiligt: Hans Büning ist ein erfolgreicher
Künstler aus dem Duisburger Süden.
Büning wurde 1933 in Duisburg geboren. Seit 1950 beschäftigt sich
der gelernte Schreiner und heutige Rentner mit Malerei und Plastik.
"Ich komme zwar nicht aus einer künstlerischen Familie, habe mich
aber schon als Kind für Kunst interessiert. Ich habe mich
berufsbegleitend privat an der Volkshochschule künstlerisch
weitergebildet. Anton Felderhoff, Otto Kreiseler und Wilhelm Wiaker
waren meine Lehrer," berichtet Büning, ein freundlicher und
umgängiger Mann.
Quasi als Ritterschlag folgte im Jahre 1968 die Anerkennung als
bildender Künstler durch die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf.
"Ich habe dort nie studiert," betont Büning. "Damals konnte man dort
die Künstlereigenschaft beantragen. Für mich war es eine
Anerkennung, dass ich ein guter Künstler bin, quasi ein Abschluss
der Ausbildung." Daß ihm die Anerkennung auch die Möglichkeit
eröffnet, besser und leichter eigene Kunstwerke zu verkaufen, sei
hier nur am Rande erwähnt.
Büning arbeitet seit 1956 bei der Mannesmann-Hütte. Dort gibt es
anfangs im Bunker am Tor 1 das "Freizeitschaffen", quasi einen
Vorläufer des Kultur- und Freizeitzentrums Mündelheim. Hier können
sich Fotographen, Autoren und Künstler treffen. 1966 wurde das
soziale Engagement aber von Mannesmann gestrichen. Zum Glück nicht
aber nicht komplett. Die Künstler bekamen vorübergehend eine Wohnung
im "Uhrturm" in Hüttenheim zugewiesen. "Wir waren fünf, sechs Leute,
die Kontakt zueinander hielten. Hätten wir uns an Festen wie dem
Cityfest beteiligen wollen, hätte sich jeder von uns einzeln
anmelden müssen. So gründeten wir die Gruppe `Turm 66Ž, um uns
besser nach draußen präsentieren zu können. Der Name `Turm 66 stammt
aus jener Zeit."
Heute ist der Turm 66 im Kultur- und Freizeitzentrum Mündelheim
untergebracht. Büning gehört der Gruppe immer noch an. Büning leitet
dort einen Kurs für Aquarell- und Landschaftsmalerei. Büning kann
inzwischen auch auf Arbeiten im öffentlichen Raum zurückblicken -
die Erinnerungstafel "450 Jahre Großenbaum" und Kunstwerke im
katholischen Kindergarten St. Joseph sowie den Gemeinden St. Joseph
(Wedau) und Maria Himmelfahrt (Hüttenheim) gehören dazu.
Aquarelle, Acrylmalerei und Ölmalerei sind die bevorzugten
Maltechniken Bünings. "Ich habe viel draußen gemalt. Aquarelle
bieten den Vorteil, dass man sie leicht mit nach draußen nehmen
kann. Bei der Ölmalerei ist der Transport wegen des Trocknens
schwierig." Landschaftsmalerei, Industriebilder, religiöse Themen
und Plastik sind seine bevorzugten Themen. Studienreisen führten ihn
mit seinen Kunstkollegen schon an den Niederrhein, in die Eifel,
nach Pommer, Litauen und Ostpreußen (Kurische Nehrung), aber auch
nach Irland, Italien und die griechischen Inseln. "Es waren reine
Studienreisen," betont Büning. "Es ging dabei um Motivsuche und die
Malerei." Wie bei den Impressionisten wollten die Maler
herausfinden, wie sich das Licht auf das Motiv auswirkt.
Natürlich ließe sich bei dem sympathischen Mann noch viel mehr
erzählen. Es ist aber nicht alles für einen Text wie diesen
geeignet, was er mir erzählt. Ich selbst lernte Büning am Tag des
Offenen Ateliers 2009 kennen. Wer möchte, kann Büning ja im Kultur-
und Freizeitzentrum besuchen gehen...
Nikolaus Koliusis - "Do come in"
Vom 30.10.2009 bis zum 01.03.2010 zeigt die Stiftung DKM
anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Galerie am Duisburger
Innenhafen die Installation "Do come in" von Nikolaus Koliusis
(1953, AT). Eine spielerische
Lenkung der Blicke und Blickachsen
im öffentlichen Raum.
Ein 4,50m breiter und 1,30m hoher blau leuchtender Riegel liegt im
Ausstellungsraum der Galerie DKM. Das identische Gegenstück leuchtet
in 4,20m Höhe im Außenraum vor der Galerie. Schon von Weitem ist die
Markierung im Raum erkennbar. Ein Leuchten am Horizont? Eine
Werbetafel ohne Aufschrift? Bewusst lässt Koliusis eine
Mehrdeutigkeit des Objekts entstehen.
“Da spielen zwei Knaben mit ihren Schiffchen. Der eine besitzt ein
naturgetreues Modellboot, der andere nur ein gewöhnliches Stück
Holz. Da sagt der erste zu seinem Freund: ‘Mein Schiff ist viel
schöner als deins.‘ Daraufhin antwortet ihm der andere: ‘Dein Schiff
ist zwar schöner und schneller, aber meines könnte dafür auch ein
Flugzeug oder ein Auto sein…“ (Gottfried Honegger über Arbeiten von
Nikolaus Koliusis)
Mit einfachen Mitteln lenkt Koliusis die Aufmerksamkeit des
Betrachters auf bekannte Raumsituationen und lässt sie dadurch im
wahrsten Sinne des Wortes “in einem anderen Licht erscheinen“.
Bevorzugtes Material von Koliusis sind Licht, Folien und Spiegel mit
denen er den Betrachter sensibilisieren und zu neuer Wachsamkeit und
Aufmerksamkeit in Bezug auf seine Lebenswelt bringen möchte.
Nikolaus Koliusis bespielte 1999 als erster Künstler den frisch
eröffneten Ausstellungsraum der Galerie DKM mit seiner Installation
“Under Construction“. Der Titel war Programm, der Galerieraum und
das Ausstellungsprogramm im Werden. Nach 10 Jahren und mehr als 35
Ausstellungen und begleitenden Sonderveranstaltungen kehrt Koliusis
zurück an diesen Ort und lädt die Besucher ein: Do come in! Es
erscheint ein zweisprachiges Booklet mit einem kunstkritischen Text
von Raimund Stecker. |
Die
ABBA Story - Vom 23. bis 31. Oktober im Theater am
Marientor
|
Duisburg, 20. Oktober 2009 - Mehr als 25 Jahre nach ihrer Trennung ist die schwedische Band
"ABBA" wieder ebenso erfolgreich wie damals. Allerdings kam es nicht
zu einer Wiedervereinigung. Nein, die ABBAmania grassiert! Das
Musical "Mamma Mia" der beiden kreativen Köpfe Björn Ulvaeus und
Benny Andersson gehört zu den größten Hits auf den Theaterbühnen der
Welt. Auch der Film mit Meryl Streep in der Hauptrolle, der 2008 in
die Kinos kam, bescherte dem Verleiher sehr gute Verkaufszahlen.
Nun haben sich die Experten von "Stars in Concert" etwas Neues
ausgedacht! "Thank you for the music" ist wie ein Live-Konzert mit
den Pop-Ikonen. Vom 23. bis 31. Oktober kommt die Produktion in das
Theater am Marientor und ist nicht nur für Fans der Kultband ein
wahres Muss. Erleben Sie alle Hits der Weltstars. Ob "Fernando",
"Take a Chance On Me", "Money, Money, Money" oder "Dancing Queen",
hier wird das Original-Feeling auf die Bühne gebracht. In zwei
Stunden präsentiert das Team von Bernhard Kurz nach den
erfolgreichen Produktionen "Elvis" und "Blues Brothers" eine weitere
Perle der Unterhaltungsindustrie. "Thank you for the music" ist ein
großartiges Erlebnis für alle, die die Live-Auftritte von Anni-Frid,
Agnetha, Björn und Benny nicht erleben konnten. Aber es ist mehr als
nur ein Ersatz. Es ist ein einmaliges Erlebnis! |
Kai Magnus Sting kommt in die Zentralbibliothek |
Duisburg, 14. Oktober 2009 - Kai Magnus Sting gastiert am Freitag, 30.
Oktober, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße.
Zu Gunsten der Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek präsentiert er mit
seinem bekannt
scharfzüngigen
Redefluss und schier unerschöpflichen Reservoir von Monologen und
Wortspielereien Highlights aus seinen bisherigen Programmen:
kabarettistische Texte, irrsinnige Gedichte, satirische Dialoge und
wilde Improvisationen.
Auch neue Geschichten, die die Dinge des Alltags auf den Punkt bringen,
werden zu hören sein. Weiter stehen Auszüge aus seinem ersten Krimi
„Leichenpuzzle“ und den Kolumnen auf dem Programm und exklusiv für die
Benefizveranstaltung Passagen aus seinem neuesten, bisher noch nicht
veröffentlichten Roman. Der Eintritt kostet fünf Euro. Die Karten sind
ab sofort an der Erstinformation der Zentralbibliothek zu erhalten.
Die gesamten Einnahmen des Abends gehen an die Duisburger Bürgerstiftung
Bibliothek, die seit Jahren unterschiedliche Projekte zur Förderung der
Stadtbibliothek finanziell unterstützt. Informationen zur Veranstaltung
und zur Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek liegen in allen
Stadtbibliotheken aus und können über die Internetseite
www.stadtbibliothek-duisburg.de abgerufen werden. |
Ausstellungskatalog |
Christoph Brockhaus / Hans Janssen (Hrsg.): Für eine neue Welt
Georges Vantongerloo (1886 - 1965) und seine Kreise von Mondrian bis
Bill; Verlag Scheidegger & Spiess 2009; 292 Seiten; ISBN:
978-3-85881-294-0
Duisburg, 13. Oktober 2009 - "Diese Publikation vermittelt erstmals und
umfassend Persönlichkeit und Werk von Georges Vantongerloo im
europäischen Kunstkontext der geometrischen Abstraktion des 20.
Jahrhunderts. Von den für die Ausstellungen in Duisburg und Den Haag
ausgewählten 140 Werken Vantongerloos - Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen
und Fotographien - stammen über 100 aus den Sammlungen von Angela
Thomas-Schmid, der zweiten Ehefrau von Max Bill. Weitere Werke kommen
aus der Sammlung von Chantal und Jakob Bill sowie aus privaten und
öffentlichen Sammlungen Europas. Die beiden Retrospektiven bieten nicht
nur einen repräsentativen Überblick über Vantongerloos Werk vom
kosmischen zum universellen Raum, sondern werden vertieft durch
Einblicke in Schaffensprozesse und durch die Ergänzung umfangreicher
Dokumente von kulturhistorischer Bedeutung aus dem Vantongerloo-Archiv
von Angela Thomas-Schmid Im Haus Bill in Zumikon. Zu einer Neubewertung
des Künstlers tragen darüber hinaus rund 60 Werke von 30 europäischen
Zeitgenossen - von Mondrian bis Bill - bei, die mit Vantongerloo in
einem internationalen Kontext gestanden haben. Niemals zuvor ist Georges
Vantongerloo in dieser Komplexität behandelt worden, als Bildhauer und
Architekt, als Maler, Zeichner und Fotograph, als Pionier der Moderne,
als Protagonist des Konstruktivismus und als Wegbereiter der konkreten
und minimalistischen Kunst, als Leitfigur unter den Avantgardisten, die
sich zeitlebens für die `neue WeltŽ, für eine aufgeklärte, ethisch
verantwortliche Welt engagierten, die Natur und Wissenschaft, Politik
und Gesellschaft als Einheit begreift," beschreibt die Inhaltsangabe
diesen umfangreichen Ausstellungskatalog.
Christoph Brockhaus, Angela Thomas-Schmid, Marion Barnscheuer, Hans
Janssen, Marek Wieczorek und Francisca Vandepitte sind die Autoren der
kunsthistorischen und kunsttheoretischen Texte. Sie bieten seinen sehr
theoretischen EInblick und Werk und Denken des belgischen Künstlers. Die
Texte werden durch farbige Bilder ergänzt; die 201 Fotographien zeigen
Kunstwerke von Vantongerloo und anderen Künstlern.
Brockhaus legt sich bei der Präsentation des Ausstellungskataloges sehr
ins Zeug. Sehr leidenschaftlich preist er ihn als erstes Buch überhaupt
an, das sich detailliert und dezidiert mit dem Schaffen Vantongerloos
auseinandersetzt. Seine Begeisterung für Vantongerloo ist ihm deutlich
anzumerken. Lauscht man Brockhaus, könnte man fast den Eindruck
gewinnen, er habe hier ein ausführliches Grundlagenwerk geschaffen, das
es in dieser Form bislang noch nicht gab.
Unter fachlichen Gesichtspunkten ist das Buch nicht nur umfangreich,
sondern sicherlich auch hervorragend gestaltet. Man muß aber auch ein
interessierter Kunstkenner sein, um zu diesem Buch zu greifen. Ansonsten
ist es doch zu fachspezifisch, um wirklich interessant zu sein. |
Begeisternde Buddy Holly-Premiere |
Essen/Duisburg, 9. Oktober 2009 - Was dem einem sein Uhl ist dem
anderen sein Nachtigall. Drei Tage vor der Premiere der Buddy Holly
Story verletzte sich Hauptdarsteller Dominik Hees so stark am Knie, dass
ein
Einsatz bei der Premiere leider nicht möglich war. So war in der
Titelrolle am gestrigen Abend der 23-Jährige Essener Matthias
Bollwerk zu sehen, der beileibe kein Ersatz ist. Das bekundeten
1.500 geladene Gäste, die Bollwerk und das 17-köpfige Ensemble, nachdem
diese das Colosseum-Theater zum Kochen gebracht hatten, mit Standing
Ovationen feierten.. Angesteckt von dem Rock´n Roll-Fieber hielt es die
Besucher nicht auf ihren Sitzen. Sie sangen und tanzten freudig nach den
Hits von Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper. Die Darsteller
sind sehr erfrischend und man merkt, dass sie mit Leib und Seele Musiker
sind, sagte der Schauspieler Rolf Zacher. Begeistert war auch Prof. Dr.
Dietrich Grönemeyer: „Traumhaft – das Stück geht unter die Haut!“ Und
VIVA-Moderatorin Gülcan Kamps, fand die Show „bombengranatenmäßig.“
Die Story erzählt die kurze aber packende Lebensgeschichte der Rock´n
Roll Legende Buddy Holly. Seine kompromisslose Leidenschaft für den
Rock´n Roll, machte aus dem einfachen Jungen aus Lubbock, Texas, einen
umjubelten Weltstar. Das Musical zeigt die Stationen auf seinem Weg zum
Weltruhm bis zu seinem tragischen Tod. Den ersten Auftritt, die
bahnbrechenden Studioaufnahmen in Nashville, den großen Triumph im New
Yorker Apollo Theater, in Harlem, in der als erster weißer Künstler
auftrat, sowie das Kennenlernen seiner großen Liebe Maria Elena.
Unvergesslich Hits wie „Peggy Sue“, „Rave On“, „Oh Boy“, “Not Fade Awai“
und “Everyday” sowie Ritchie Valens “La Bamba” und “Chantilly Lace” von
The Big Bopper sind nur einige der Highlights des Musicals. Am 3.
Februar 1959 im Alter von nur 22 Jahren, endete das Leben von Buddy
Holly, bei einem Flugzeugabsturz während eines Schneesturms über Iowa.
Mit ihm starben auch Ritchie Valens und The Big Bopper. Die Legende aber
lebt weiter und mit ihr der Rock´n Roll!.
Text Manfred Schneider - Fotos: Stage Entertainment
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Joseph Beuys bei
“united fine art”
Ausstellung im
Lehmbruck-Museum: Für eine neue Welt |
DUISBURG,
8. Oktober 2009 - In einer Welt, in der die Banalitäten des Alltags
alles überschatten, hat Kunst es schwer, die Aufmerksamkeit der
Bevölkerung auf sich zu ziehen.
Das Interesse an Kunst beschränkt sich oft auf die große „Museum-Show“
als kulturtouristisches Event. Engagement für Kunst und das Verständnis
ihrer Bedeutung als unverzichtbarer Faktor für eine sich stets weiter
entwickelnde Gesellschaft werden immer seltener.
Am 09. Oktober um 19.27 Uhr eröffnet Peter Lewerentz in der Galerie
“united fine art” eine Ausstellung mit ausgesuchten Grafiken
(Radierungen und Lithografien) von Joseph Beuys.
„Mit den Werken von Joseph Beuys wollen wir die gesellschaftspolitische
Relevanz von Kunst aufzeigen und ein Zeichen gegen ihre Verdrängung aus
dem öffentlichen Bewusstsein setzen“, erläutert Peter Lewerentz die
Grundidee seiner Ausstellung und fährt fort: „Beuys hat in seinem
„erweiterten Kunstbegriff“ immer wieder die Notwendigkeit zur Erneuerung
der Gesellschaft durch Kunst verdeutlicht.“
Ausstellungsdauer: 09. Oktober bis 08. November 2009.
Es werden insgesamt 20 Arbeiten gezeigt.
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Für eine neue Welt
Georges Vantongerloo (1886 - 1965) und seine Kreise von Mondrian bis
Bill" heißt eine Ausstellung im Lehmbruck-Museum, die vom 10.10.2009 bis
zum 10.1.2010 zu den gewohnten Öffnungszeiten im Lehmbruck-Museum zu
sehen ist.
Vantongerloo zählt zu den großen, gelegentlich immer noch verkannten
Pionieren der Moderne, der konstruktivistischen und der konkreten Kunst.
Als konkreter Utopist suchte er in Skulptur und Malerei, Zeichnung und
Fotographie sowie Interieur, Architektur und Städtebau nach
avantgardistischen Ausdrucksformen eines neuen Lebensgefühl und einer
humaneren Gesellschaft," erfahre ich bei der vorhergehenden
Pressekonferenz.
"Für mich ist dies die letzte Ausstellung, die ich für dieses Haus
mache. Wichtigste Aufgabe von Museen ist nicht nur die Präsentation
bekannter Namen. Gibt es neue Forschungsergebnisse, müssen auch andere
wichtige Künstler gezeigt werden. An dieser Stelle lassen wir
Vantongerloo Gerechtigkeit widerfahren. Er ist der letzte halbvergessene
Sohn des 20. Jahrhunderts," berichtet Prof. Dr. Christoph Brockhaus,
Noch-Direktor des Lehmbruck-Museums.
"Denken und Zeichnen sind bei Vantongerloo eng miteinander verbunden.
Seine Fotographie war noch die Thema bei einer Ausstellung.
Kunsthistoriker fragen sich schon, wie sie sie einordnen sollen. Ist sie
Kunst, Recherche oder beides? Vantongerloo denke sehr Mathematik. Er
durchdachte seine architektonischen Skulpturen so, dass er am Ende sagen
konnte: "Sie könnte auch in der Realität funktionieren."
Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall. So bunt, so
herzerfrischend wie jetzt habe ich das Museum schon lange nicht mehr
gesehen. Sehe ich die Begeisterung, mit der Brockhaus den Künstler
vorstellt, sehe ich zum ersten Mal nicht nur den steifen, formalen
Museumsleiter, sondern auch den Menschen Christoph Brockhaus; so viel
Begeisterung wie hier habe ich schon lange nicht mehr bei ihm gesehen.
"In Belgien gab es in den vergangenen Jahren verschiedene
Vantongerloo-Ausstellungen. Da er sich bei mehreren Ausstellungen in
Galerien in den Niederlanden schlecht präsentiert fühlte, wollte er nie
mehr etwas mit dem Land zu tun haben. Es gibt rund 250 Werke von ihm.
Mir kommt es so vor, als seien es Planeten, um die sich Trabanten
kreisen." Andreas Rüdig |
2. Philharmonisches Konzert
Angebote in der Zentralbibliothek Duisburg |
2. Philharmonisches
Konzert
DUISBURG, 7. Oktober 2009 - 2. Philharmonisches Konzert in der
MercatorhalleAm 14. und 15. Oktober 2009 erwartet Sie in der
Mercatorhalle ein Konzert der Extraklasse unter Leitung des Dirigenten
Ingar Bergby und dem norwegischen
Violinisten
Lars Anders Tomter Foto rechts).
Als Solist, Festival-Organisator und Hochschulprofessor genießt der
engagierte norwegischen Bratscher Lars Anders Tomter in der
internationalen Musikszene einen ausgezeichneten Ruf. Zahlreiche Werke
skandinavischer Komponisten wurden durch ihn angeregt und uraufgeführt -
so auch das Bratschenkonzert seines Landsmannes Ragnar Söderlind, das im
Juli 2008 seine Weltpremiere hatte. Der 1945 geborene Komponist vertritt
jenen eigenwilligen nordischen Musiker-Typ, der mit dem
Fortschrittsglauben der mitteleuropäischen Avantgarde nicht viel im Sinn
hat. Sein neoromantischer, unmittelbar zugänglicher Stil ist in
besonderer Weise von der skandinavischen Folklore beeinflusst; auch im
Bratschenkonzert zitiert der Komponist Volkslieder aus Finnland,
Schweden und Norwegen.
Für den Weg der skandinavischen Nationalromantik in die Moderne stehen
vor allem zwei Namen: Jean Sibelius und Carl Nielsen. Lange Zeit stand
der Däne ganz unverdient im Schatten des finnischen Kollegen; inzwischen
hat Nielsens vitale und kantige Tonsprache ihr Publikum aber auch
hierzulande gefunden. Die vierte Sinfonie "Das Unauslöschliche" ist
zweifellos sein populärstes Werk. Nielsen wurde bei der Komposition im
Sommer 1914 vom Ausbruch des ersten Weltkriegs überrascht; die Sinfonie
soll "den elementaren Willen zum Leben" ausdrücken, der sich in Nielsens
Musik immer wieder gegen zerstörerische Kräfte behaupten muss. Mit
diesem klangsinnlichen und bildkräftigen Programm, eingeleitet durch
eine frühe Mozart-Sinfonie, kehrt der norwegische Dirigent Ingar Bergby
(Foto links) ans Pult der Duisburger Philharmoniker zurück; hier hatte
er im November 2006 mit großem Erfolg sein Deutschland-Debüt gefeiert.
Angebote in der Zentralbibliothek Duisburg
Novemberblues (5. November, 20:00 Uhr), Melancholie der ewige
Begleiter in der Literatur"
Eine Abendveranstaltung des Duisburger Bündnis gegen Depression
Das Thema depressiven Erlebens begegnet uns in der Literatur immer
wieder. Es erscheint sowohl als eine mögliche Wesensverfassung des
Menschen, als schwierige Lebensstrecke und als Krankheit. In Gedichten
wird oft unmittelbar eine melancholische Gestimmtheit fühlbar. In
Romanen und Erzählungen kommen Wege innerer und äußerer Not, die Irr-
und Umwege im Leben, aber auch lösende und kreative Bewältigung zum
Ausdruck. Oft ist hierin Melancholie oder Depressivität enthalten, die
gar nicht als solche benannt und abgegrenzt ist, die vielmehr als die
schwierige, dunkle Seite des Lebens erlebt und zugeschrieben wird. Wir
können dies in immer neuen Worten, Bildern, Beschreibungen und
Geschichten erfahren, dies soll anhand Beispiele klassischer sowie
neuerer Literatur aufgezeigt werden.
Einführung: Dr. med. A.F. Ernst - Vortrag: Dr. Dr. med. Wolfgang
Krebs
Lesungen, Bildbetrachtung und Musik: Lisa Wernert-Schwab, Dr.
Joachim Kunz, Christel Post, Gruppe KunstStoff, Rolf Limbeck
Eintritt 3,- Euro
In der begleitenden Ausstellung "Wenn Worte nicht reichen" werden
bis zum 07. Oktober Bilder von Künstlern und Patienten aus Duisburger
Kliniken und Institutionen gezeigt. Oftmals reichen Worte nicht aus, um
das Leiden einer depressiven Erkrankung und die damit verbundenen
inneren Bilder deutlich zu machen, die auf keinem Röntgen-Schirm gezeigt
werden können. Die Ausstellung zeigt einzigartige Momente künstlerischer
Gestaltung von Menschen mit einer Depression.
* 10. November, 20:00 Uhr, Thomas Mann ?Doktor Faustus,
Zentralbibliothek Duisburg - vorgelesen von Fritz Lichtenhahn; am
Klavier begleitet von Peter Józsa
Im amerikanischen Exil geschrieben und 1947 zeitgleich in New York
und Stockholm veröffentlicht, ist ?Doktor Faustus einer der
politischsten Romane Thomas Manns. Der 1933 emigrierte Schriftsteller
setzt sich mit der deutschen Geistes-, Kultur- und Musikgeschichte, mit
dem Selbstverständnis des Künstlers im 20. Jahrhundert und mit der
Barbarei der NS-Diktatur auseinander. Entstanden ist dabei ein
grandioses Stück Weltliteratur.
Fritz Lichtenhahn, 1932 in Arosa geboren, studierte Germanistik in
Zürich, bevor er ins Schauspielfach wechselte. Er arbeitete u.a. an den
Bühnen in Graz und Essen, an den Schauspielhäusern Bochum und Hamburg,
zuletzt von 1987 bis 1997 am Thalia Theater in Hamburg. Neben dem
Theater wurde er durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt. Der
Pianist Peter Józsa, 1975 im ungarischen Tatabánya geboren, zählt zu den
bemerkenswertesten Talenten der jüngeren Generation. Er wird die Lesung
mit Werken von Beethoven, Liszt und Bach begleiten, auf die der Roman
anspielt.
Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian - Eintritt: VVK 4, Euro,
Abendkasse 5,- Euro |
Edgar Allan Poe zum
160. Todestag: Gänsehaut garantiert |
DUISBURG, 2. Oktober 2009 - Der bekannte
Rezitator Werner Seuken liest und kommentiert am Mittwoch, 7. Oktober,
um 18 Uhr in der Volkshochschule auf der Königstraße 47 in
Duisburg-Mitte drei Geschichten von Edgar Allan Poe.
Seine Helden entsprachen nicht dem amerikanischen Zeitgeschmack. Seine
Geschichten erschienen zu grotesk. Und doch wurden sie Vorbild für
zahllose Horror-, Krimi- und Fantasygeschichten. Das akribisch geplante
Verbrechen, der kalkulierte Schrecken, die Nachtseiten der menschlichen
Seele – all das findet sich in den drei ausgewählten Geschichten „Das
verräterische Herz“, „Das Fass Amontillado“ und „Der schwarze Kater“.
Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro. |
Der
Feuilleton-Altmeister Fritz J. Raddatz lädt zum Rilke-Abend |
DUISBURG, 1. Oktober 2009 - Der Verein
für Literatur und Kunst und das Literaturbüro Ruhr laden zu einer
Literaturveranstaltung der besonderen Art in die Zentralbibliothek an
der Düsseldorfer Straße ein. Im Rahmen des „Poesie-Palast Ruhr 2009“
wird am Donnerstag, 8. Oktober, Fritz J. Raddatz im Gespräch mit Hubert
Winkels ein literarisches Lebensporträt des Dichters Rainer Maria Rilke
präsentieren. „Rilke. Überzähliges Dasein. Eine Biografie“ heißt der
Abend und ist dem meistgelesenen deutschsprachigen Poeten weltweit –
nach Goethe - gewidmet.
Obwohl Rilkes Lyrik vielen als das Großartigste der deutschen Literatur
gilt, gibt es Leser, die seine Dichtung als zu weltentrückt, fast schon
kitschig empfinden. Wer also war der polarisierende Rilke? Der
Feuilleton-Altmeister Fritz J. Raddatz hat Rilke ein farbiges Porträt
gewidmet. Sehr einfühlsam und doch mit kritischer Distanz zeichnet er
ein persönliches und emotionales Bild des unsteten Sprachgenies und
macht dabei in dessen Verhältnis zu Frauen und in seinem Adelstick zwei
Konstanten im Leben des Dichters aus.
Prof. Dr. Fritz J. Raddatz, 1931 geboren, zählt zu den profiliertesten
Publizisten Deutschlands. Von 1960 bis 1969 war er stellvertretender
Leiter des Rowohlt Verlags, von 1977 bis 1985 Feuilletonchef der
Wochenzeitung DIE ZEIT. Raddatz ist Herausgeber von Tucholskys
Gesammelten Werken, Autor in viele Sprachen übersetzter Romane und eines
umfangreichen essayistisch-biografischen Werks. Dr. Hubert Winkels ist
seit 1988 als Literaturkritiker für die ZEIT tätig, seit 1997 arbeitet
er als Literaturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln. Zuletzt
veröffentlichte er die Bücher „Gute Zeichen. Deutsche Literatur
1995–2005“ und „Der Stimmen Ordnung. Über Thomas Kling“. 2007 wurde
Winkels mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.
Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro, im
Vorverkauf 6,50 Euro. Karten sind nur an der Erstinformation im
Erdgeschoss der Zentralbibliothek erhältlich. Für Mitglieder des Vereins
für Literatur und Kunst ist der Eintritt frei. |
„Rogalla
Tunes“ im LiteraturBistro |
DUISBURG, 30. September 2009 -In
der Reihe AusERLESENes im LiteraturBistro ist am Mittwoch, 7. Oktober,
der Duisburger Journalist Harald Landgraf zu Gast. Er liest aus
seinem Psychothriller „Rogalla Tunes“. Harald
Landgraf präsentiert darin das Innenleben des fiktiven Psychopathen und
Killers Johnny Rogalla und beschreibt eine dunkle, streckenweise
surreale Stadtwelt voller Gewalt und Korruption.
Der Autor lebt und arbeitet nach eigenen Angaben in Ruhr-City. Nach
seinem Studium der Germanistik und Kunstwissenschaften an der
Universität Gesamthochschule Essen beschäftigte sich Landgraf
literarisch mit experimenteller Lyrik und Wirklichkeitskonstruktion im
Roman. Neben zahlreichen, kleineren Bühnenauftritten schrieb er
Performance-Texte für den inzwischen verstorbenen Gelsenkirchener
Künstler und Galeristen Professor Rolf Glasmeier. |
Harald Schmidt ist
Hauptjuror von „Das Schwarze Schaf 2010“ |
DUISBURG, 29. September 2009 - Kein
Geringerer als „Mr. Latenight“ der ARD, Harald Schmidt, weilte heute in
Duisburg, und stellte sich als Hauptjuror für den Niederrheinischen
Kabarettpreises „Das Schwarze Schaf“ 2010 vor. Die Suche beginnt und
talentierte Kabarettisten können sich bis zum 31. Dezember 2009 für den
Niederrheinischen Kabarettpreis bewerben. Noch grast es in einer kleinen
oder großen Stadt, ist eine Frau oder ein Mann, kommt aus Deutschland,
Österreich
oder
der Schweiz.
Am 24. April 2010 fällt die Entscheidung, welcher Wortkabarettist im
Duisburger Theater am Marientor zum Sieger des Niederrheinischen
Kabarettpreises „Das Schwarze Schaf“ gekürt wird. Ab sofort können sich
talentierte Künstler aus dem deutschsprachigen Raum bewerben und für die
Vorrunden des Wettbewerbes qualifizieren; die Ausschreibung endet am 31.
Dezember 2009.
Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb 1999 vom „Meister des
Wortkabaretts“ Hanns Dieter Hüsch und Martina Linn, künstlerische
Leiterin der Duisburger Kleinkunstbühne „Die Säule“, die noch einmal die
Entstehungsgeschichte wiedergab.
2010 wird der Preis, der seit 2001 von der Stiftung Mercator mit
insgesamt 730.000 Euro gefördert wird, bereits zum 6. Mal verliehen.
Prof. Dr. Waltraud „Wara“ Wende, stellvertretende Vorsitzende des
Fördervereins Niederrheinischen Kabarettpreises „Das Schwarze Schaf“ und
Isabell Hilpert, Kommunikationsmanagerin der Stiftung Mercator, lobten
die seit 2008 bestehende Zusammenarbeit für das Erbe von Hanns Dieter
Hüsch. Das politische und gesellschaftskritische Wortkabarett stehe im
Mittelpunkt.
Ein sichtlich gut gelaunter Harald Schmidt im Innenhof der „Säule“
Wer es bis ins Finale schafft, muss sich kritischem Blick und scharfem
Verstand unterwerfen: Harald Schmidt bewertet erstmals als Hauptjuror,
wer die Auszeichnung als schwarzes Schaf verdient hat.

Mit Duisburg verbindet Schmidt die Begriffe Hafen, Strukturwandel und
natürlich Horst Schimanski. Zu seinem Engagement in der Jury befragt
antwortete der Schauspieler, Entertainer und Kabarettist süffisant:
„Wegen Geld und ich bekomme ein Stück vom Hafen!“ Natürlich war diese
Antwort nicht ernst gemeint. „Nein, ich unterstütze „Das Schwarze
Schaf“, aus Respekt vor Hanns-Dieter Hüsch, der zu meinen ersten großen
beruflichen Idolen zählte! Dadurch gibt es eine emotionale Beziehung zum
Niederrhein!“ Mit drei Harmonien auf seiner Orgel habe Hüsch seinen
Auftritten das ihm eigene Glanzlicht aufgesetzt.
„Es ist eine wunderbare Gelegenheit für neue Kabarettisten, sich einem
kritischen Publikum zu präsentieren,“ so Harald Schmidt. Es sei auch
wichtig, daß Kabarett mit der Zeit geht, und der Wettbewerb sei ein
guter Weg, neue Talente zu entdecken. „Es kann ein Sprungbrett sein!“ Am
liebsten würde Schmidt eine „gut aussehende Kabarettistin“ als Siegerin
sehen, so seine abschließende Anmerkung zum Wettbewerb.
„Mit der Förderung des Wettbewerbs möchten wir unsere Verbundenheit zu
Duisburg, den Wurzeln unserer Stiftung, und zugleich der
Lebensphilosophie von Hanns Dieter Hüsch zum Ausdruck bringen. Wir
freuen uns auf viele anspruchsvolle Beiträge, die Politik und
Gesellschaft kritisch, zugespitzt und dabei unterhaltsam unter die Lupe
nehmen“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Stiftung Mercator.
Der Wettbewerb
Hanns Dieter Hüsch zog als selbst ernanntes „schwarzes Schaf vom
Niederrhein“ mit intelligentem und nachdenklichem Humor durch
Deutschland und prägte Generationen von Künstlern von Dieter Nuhr bis
Olli Dietrich. Sein Erbe wird vom Förderverein Niederrheinischer
Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ e.V. durch den Wettbewerb gepflegt.
„Die Ausschreibung richtet sich an alle Kabarettisten aus dem
deutschsprachigen Raum, die nicht länger als fünf Jahre professionell
arbeiten“, so der künstlerische Leiter des Kabarettpreises Helmut Linn.
Eine Altersbegrenzung gibt es nicht, wichtig ist nur, dass es sich um
politisches und gesellschaftskritisches Wortkabarett handelt. Im
Mittelpunkt der Vorauswahl stehen die niederrheinischen Städte Emmerich,
Wesel, Moers und Krefeld. Hier dürfen sich im März 2010 die 16 vorher
ausgewählten Wettbewerber um Kopf und Kragen reden, um Jury und Publikum
von ihrer Wortgewalt zu überzeugen. Pro Abend treten vier Künstler auf
und stellen einen 20-minütigen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm
vor. Die besten sechs treten dann im Finale am 24. April 2010 im
Duisburger Theater am Marientor gegeneinander an.
Der Preis und die Jury
Der Gewinner erhält 6.000 Euro, und wird sein komplettes Programm einen
Tag nach der Siegerehrung (am Sonntag, 25. April 2010) im Duisburger
Theater „Die Säule“ vortragen. Die Plätze zwei und drei sind mit 4.000
und 2.000 Euro dotiert. In der Jury sitzen neben Harald Schmidt der
Lindenstraßen-Schauspieler und Kabarettist Bill Mockridge, Dr. Hajo
Steinert (Leiter der Kulturabteilung beim Deutschlandfunk), Dr. Wilhelm
Krull (Generalsekretär der Volkswagenstiftung), der Kabarettist und
Preisträger des Schwarzen Schafes 2008 Lothar Bölck, Prof. Dr. Waltraud
„Wara“ Wende (Universität Groningen) sowie Martina Linn, die
künstlerische Leiterin des Duisburger Kleinkunsttheaters „Die Säule“.
Die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator, gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Im
Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der
Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben
erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die
Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich
welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre
Persönlichkeit
entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie
Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer
unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem
Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer
Weise verbunden. HM

V.l: Helmut Linn, Isabell Hilpert, Prof. Dr. „Wara“ Wende, Martina Linn,
Harald Schmidt |
Schauspielerin und
Sängerin Sharon Brauner: Jewels - Jiddischkeit mit Jazzappeal |
DUISBURG, 25. September 2009 - Die
Berliner Schauspielerin und Sängerin Sharon Brauner hat ein buntes
musikalisches Potpourri voller Jiddischkeit zusammengestellt, bei dem
kein Herz verschlossen bleibt. Sie präsentiert die Juwelen der
jüdischen
Liedkunst in jiddischer Sprache und wird dabei von ihrer Band begleitet,
mit der sie seit Jahren zusammenarbeitet. Diese wunderschönen, zum Teil
jahrhundertealten Lieder wurden von ihnen neu arrangiert und
musikalisch in unsere Zeit transportiert; Texte und Melodien sind
geblieben. So stellen sie die Lebensfreude der Lieder in den
Vordergrund, ohne dabei die Seele der Lieder zu verlieren und werfen ein
Licht auf die jüdische Kultur, deren Weisheit und Lebensfreude in den
Liedern einem Schatz gleicht - zeitlos und stellvertretend für alle. „In
der Interpretation der Jewels werden die traditionellen Lieder zur
Weltmusik, mit Anklängen an Rock und Blues, Swing und Jazz. Mehr
Broadway als Klezmer. Es groovt und swingt.“ Tagesspiegel. "Sie hat die
erotischste Stimme Berlins..." BZ
Dienstag, 29. September 2009, 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum, Springwall 16, 47051 Duisburg - Eintritt: EUR
10,00/ermäßigt EUR 5,00 |
Ausstellung "Michael
Schoenholtz. Intervention mit Lehmbruck |
DUISBURG, 25. September 2009 - Die
Ausstellung "Michael Schoenholtz. Intervention mit Lehmbruck" ist vom
26. September bis 8. November 2009 zu den gewohnten Zeiten im Lehmbruck
- Museum zu sehen.
Der Bildhauer Michael Schoenholtz wurde 1937 in Duisburg geboren. Er
stellten in einer großen Ausstellung 1977 erstmals sein Werk in einen
Dialog zu den Skulpturen Lehmbrucks. Im Jahre 2002 folgte eine zweite
Ausstellung im Lehmbruck-Museum. Sie behandelte das Verhältnis von
Skulptur und Zeichnung im Werk des Künstlers. Das Lehmbruck-Museum zeigt
jetzt eine aktualisierte Intervention mit Lehmbruck. verbunden mit
Skulpturen und Zeichnungen aus Eigenbesitz. "Diese Ausstellung ist
wesentlich konzentrierter und genauer auf den Punkt gebracht als die
erste Ausstellung," betont der Künstler.
"Während seines Studiums an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin
setzte sich Schoenholtz mit den bildhauerischen Verfahren des
Modellierens und des Hauens in Stein auseinander. Er arbeitet mit
verschiedenen Steinarten, begriff den Stein als Gegenüber und suchte
nach Möglichkeiten, die Form freizulegen. Nach einer kurzen
Schaffensphase mit Marmor kehrte er zu seinen anfänglichen Materialien,
dem Sandstein und dem Muschelkalk, zurück. Alle drei Steinarten gehören
bis heute zu seinen bevorzugten Werkstoffen. Die Spuren seiner Arbeit,
mit Hammer und Meißel geschlagen, bleiben oft sichtbar. Es entstehen
Formen in der dritten Dimension, die dem Betrachter die Möglichkeit
geben, die Arbeitsvorgänge mit allen Sinnen zu "begreifen". Geleitet
durch Vorbilder wie Michelangelo oder Lehmbruck sowie die Steinkulturen
der Azteken und der Khmer, entwickelte Schoenholtz seine Leidenschaft
für die Figur. Stets bewegt sich sein Werk im Spannungsfeld von Figur
und Architektur, von Körperbau und Baukörper," berichtet die
Pressemappe.
"Ich möchte ihn nicht als Duisburger Künstler präsentieren. Er steht
aber in der Tradition von Lehmbruck. Seine vielen Preise zeigen, dass er
international anerkannt ist," betont Prof. Dr. Christoph Brockhaus, der
auch die kleine, fast schon unauffällige Ausstellung kuratierte.
Äußerer Anlass der Ausstellung: das Erscheinen der beiden
Werkverzeichnise der Skulpturen und Zeichnungen. Sowohl Wohnung als auch
Atelier von Schoenholtz befinden sich in der Nähe von Wohn- und
Sterbeort Lehmbrucks in Berlin.
"Ich wollte mehr bieten als eine Einleitung. Bei Schoenholtz gab es
Entwicklungen, die man nicht voraussehen konnte. Im Rückblick haben sie
dann doch wieder miteinander zu tun," beschreibt Dr. Rolf Wedewer,
Herausgeber der Werkverzeichnisse, seinen Ansatz. "In den
Werkverzeichnissen wollen wir diese Entwicklung beim Namen nennen.
"Es ist kein dröges Fachwerk für Fachleute. Es ist ein anschauliches
Buch geworden," ergänzt Prof. Dr. Brockhaus. "Man gibt den Skulpturen
den Raum, den sie verdienen. Der Leser soll das Schoenholtz`sche Werk
lustvoll kennenlernen können. Schoenholtz kann auf ein reichhaltiges
Werk zurückblicken, das aus einem riesigen Schaffensdrang heraus
entstand." |
Kunstverein Duisburg |
DUISBURG, 24. September 2009 -
Dass der Kunstverein Duisburg morgen eine neue Ausstellung ausrichtet,
darüber hat das duisburgweb ja schon berichtet. Grund genug, auch kurz
den Kunstverein selbst vorzustellen.
"Wir sind ein innovativer Kunstverein. Unser Standort liegt innerhalb
einer Meile, die als Hafen der Kulturhauptstadt 2010 gilt und geprägt
ist von Wasser und Horizont, von Brücken und Speicher, von Transit und
Kunst. Der Kunstverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische
Kunst aller Disziplinen zu zeigen. Seit 2007 haben sich ca. 50 Künstler,
Kunstinteressierte und Kunstförderer aus Duisburg, Düsseldorf,
Dinslaken, Dortmund, Oberhausen, Essen, Krefeld, Moers und Wesel
institutionell verbunden. Versammlungs- und Veranstaltungsort ist das
Künstlerhaus," stellt sich der Verein selbst vor. Die Anschrift des
Künstlerhauses lautet Weidenweg 10, 47059 Duisburg.
"Der Verein ist über die Stadtgrenzen hinaus aktiv. Kontakte zu Vereinen
außerhalb Duisburgs bestehen und werden ausgebaut. Künstler aus vielen
Regionen und Ländern haben sich am Weidenweg eingefunden, um gemeinsame
Projekte zu erarbeiten. Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen in
Stadt, Region und darüber hinaus sind zentraler Bestandteil unseres
Selbstverständnisses.
Das Künstlerhaus bietet 22 Künstlern Atelier- und Arbeitsräumen. Es ist
ein kommunikatives Feld und Forum für Kunstschaffende,
Kunstinteressierte und Kunstförderer. Für Ausstellungen,
Veranstaltungen, Workshops und andere Aktionen stehen neben den Ateliers
die 170 Quadratmeter große "Galerie 1. Etage" und die 60 Quadratmeter
große "GalerieGanzOben" zur Verfügung. Zwischen den bereits geplanten
großen Ausstellungen externer Künstler für 2009 / 2010 werden
Kurzausstellungen von Künstlern des Kunstvereins stattfinden," berichtet
der Verein außerdem über sich.
"Wir zeigen Etablierte und Neueinsteiger," berichtet Herbert Gorba,
Vorsitzender des Vereins. "Wir möchten den Zwischenraum zwischen der
Kunstszene und den Musealen füllen." Wer sich - beispielsweise -
das Ausstellungsprogramm oder den Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010
kennenlernen möchte, sei an dieser Stelle auf den Internetauftritt des
Kunstvereins verwiesen. Andreas Rüdig
"Künstler/innen des BBK Düsseldorf zu
Gast beim fdk Duisburg"
So heißt eine Ausstellung, die noch bis zum 16.10.2009 in der Galerie
Rheinhausen der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum zu sehen ist. Die
Galerie befindet sich bekanntlich in den Räumlichkeiten der
Bezirksbibliothek Rheinhausen untergebracht und dementsprechend zu den
Öffnungszeiten der Bücherei zu besichtigen.
Juna Ryang, Petra van der Linden, Mariele Koschmieder, Hans van den
Berghe, Anne Friederichsen und Sigrid Herffs sind einige der
ausstellenden Künstler. Ihre Namen sagen mir alle nichts. Auch wenn die
Künstler vielleicht unbekannt sind, lohnt sich ein Besuch in der Galerie
trotzdem. Sie zeigt Gemälde genauso wie Fotographien und Bildhauerei.
Auffällig daran: die farbenfrohe Gestaltung der Kunst. Ti`pp: Wer eh was
in der Bücherei zu erledigen hat, sollte auch einen Blick auf die
Ausstellung werden. |
Tänzerisch-musikalische
Impressionen aus Anatolien |
DUISBURG, 23. September 2009 -
Tänzerisch-musikalische Impressionen aus Anatolien präsentiert die
Duisburger Tanzgruppe „AfiR“ (Anatolische Folklore im Ruhrpott e.V.) am
Donnerstag, 1. Oktober 2009 im Theater Duisburg. Die 1982
gegründete
Gruppe zeigt ein abwechslungsreiches Programm unter musikalischer
Begleitung der Weltmusik-Band „Transorient Orchestra“. Unterstützt wird
die Veranstaltung vom Referat für Integration der Stadt Duisburg in
Kooperation mit dem Theater Duisburg.
Anatolische Tänze sind das Erbe der Türken, Kurden, kaukasischen Völker,
Perser, Araber und der Balkanvölker. Das von Ali Oguz Bozkurt geleitete
Tanzensemble AFIR verbindet diese Traditionen. Die Tänze bringen in den
dazugehörigen farbenfrohen Trachten das Leben der Menschen zum Ausdruck.
Das Programm verspricht eine Reise durch die vielen Facetten Anatoliens.
Das von Andreas Heuser und Kazım Çalisgan geleitete Transorient
Orchestra vollführt eindrucksvoll den musikalischen Brückenschlag
zwischen Orient und Okzident, zwischen Tradition und Moderne.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten
können im Servicebüro des Theater Duisburg und bei allen
NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erworben werden. Der Eintritt kostet 12
und 10 Euro, 6 Euro für Kinder bis 12 Jahren.
Multikulturelles "Grillfest" mit
Foto- und Videokünstler Horst Wackerbarth in Baerl
"Der Foto- und Videokünstler Horst Wackerbarth ist bereits seit
Anfang des Jahres anlässlich "RUHR.2010 Kulturhauptstadt
Europas" in der Stadt Duisburg und ihren sieben Partnerstädten
unterwegs, um in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtbüro der
Stadt Duisburg das außergewöhnliche Kunstprojekt "Here & there"
zu verwirklichen. Im Rahmen eines multikulturellen "Grillfestes"
soll nun ein weiteres Werk für das Gesamtprojekt entstehen,"
lädt NOAH!, die "Gesellschaft für Beratung, Projektmanagement
und Kommunikation ein. Das angesprochene Grillfest findet am
Mittwoch , dem 23. September 2009, zwischen 13 und 16 Uhr im
Übergangsheim für Asylbewerber und Flüchtlinge auf der
Voßbruchstraße 10 - 14, in Baerl, statt.
"Peter Hahne Neue Arbeiten"
So heißt eine Ausstellung, die vom 25. September bis zum 24.
Oktober im KunstvereinDuisburg, Weidenhof 10, 47059 Duisburg zu
sehen ist. Die Ausstellung ist donnerstags, freitags und
samstags zwischen 17.30 und 20 Uhr geöffnet.
Peter Hehner ist Jahrgang 1948. Er wurde in Remscheid geboren.
Nach seinem Studium an den Kölner Werkschulen und an der
Fachhochschule Köln wechselte er 1973 (bis 1978) an die
Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. "Ich war einer der ersten
Schüler von Prof. Gerhard Richter," erinnert sich der
freundliche und umgängliche Künstler. Hehner war zwar auch 1977
- 1986 Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Köln; er ist aber
auch seit 1976 anderweitig Kunstlehrer. Er arbeitet heute an
einem Berufskolleg und gibt dort Kurse für freies und
Aktzeichnen. "Ich male Ölbilder. Ich bin in dieser Hinsicht
Traditionalist. Titel engen ein. Meine Bilder sprechen für sich.
Daher haben die meisten meiner Bilder auch keinen Titel." |
Die Kultur entdeckt das
Web 2.0
Zwei Tage lang wird in der Duisburger Mercatorhalle über das Potenzial
des Web 2.0 diskutiert |
DUISBURG, 22. September 2009 -
Kultureinrichtungen und die Kulturwirtschaft stehen heute mehr denn je
vor großen Herausforderungen: Die Anzahl konkurrierender Kultur- und
Freizeitangebote steigt stetig. Kulturbetriebe fürchten die
„Überalterung“ ihres Publikums, lukrative Geschäftsmodelle werden mit
der Digitalisierung in Frage gestellt und die finanziellen Spielräume
werden knapper, sei es durch Sparmaßnahmen und Budgetkürzungen oder
durch bedrohliche Umsatzeinbrüche.
Neue Lösungen sind gefragt! Fernab der gewohnten Kommunikationskanäle
wie Zeitungsanzeigen, Programmhefte, Plakatwerbung oder des gewöhnlichen
Internetauftritts gilt das Web 2.0, die zweite Generation des Internets,
als Schlüsselmedium, um diese Herausforderungen in Chancen zu
verwandeln. Vom reinen Informationsmedium hat sich das Internet zum
Austauschmedium entwickelt, gekennzeichnet durch Partizipation,
Vernetzung und die gemeinschaftliche Generierung von Wissen.
Am 24. – 25. September 2009 wird dieses Thema im Rahmen der „stART.09“
erstmals im deutschsprachigen Raum in einer Konferenz thematisiert. „Wir
möchten erstmals Kultureinrichtungen, Künstler und Vertreter aus der
Kulturwirtschaft auf der einen und Experten aus dem Social Media Bereich
zu diesem Thema zusammenbringen und einen substanziellen Austausch
initiieren“, betont Frank Tentler (Agentur 4_CULTURE), Initiator der
„stART.09 Conference“.
Dabei haben die Macher der Konferenz nicht ohne Grund den Standort
Duisburg gewählt. Denn vor fast genau einem Jahr haben die Duisburger
Philharmoniker als eine der ersten Kulturträger in Deutschland mit Ihrem
Weblog „dacapo“ die Zeichen der Zeit erkannt und auf eine völlig neue
Art der Kommunikation mit ihren Besuchern gesetzt. Mit Erfolg! „Unser
Ziel ist es, mit „dacapo“ in einen intensiveren und vor allem aktiveren
Austausch mit unseren Besuchern zu treten. Reine
Informationsvermittlung ist uns hier zu wenig.“, erläutert Alfred
Wendel, der Intendant der Duisburger Philharmoniker, die Beweggründe,
ein solches Pilotprojekt zu initiieren.
Auf der „stARTconference“ ergänzen namhafte Referenten aus Kunst- und
Kulturmanagement, Wissenschaft und Medienwirtschaft die Erfahrungen der
Duisburger Philharmoniker. Anhand von Vorträgen und ausgewählten
Best-Practice-Beispielen erläutern sie, wie Kulturbetriebe und Künstler
sich mit Hilfe des Web 2.0 ein positives, zielgruppenspezifisches Image
aufbauen, ihren Bekanntheitsgrad steigern und neue Zielgruppen
er-schließen können; wie sich Blogs, Internet-Communities und Twitter
für Besucherbindung, Fundraising und Sponsorenakquise einsetzen lassen;
und welche neuen Finanzierungs- und Geschäftsmodelle in der
Kulturwirtschaft entstehen. Die Philosophie des Web 2.0 setzt dabei
stärker als bisher auf den aktiven Austausch bzw. Dialog mit den eigenen
Zielgruppen.
Vertrauen schaffen, Transparenz und Offenheit zeigen, sind hier
Strategien, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Im Umkehrschluss bietet
der tiefere Austausch mit den eigenen Zielgruppen auch eine stärkere
Möglichkeit zur Reflexion des eigenen Angebotes.
Über fünfzig Referenten haben ihr Kommen zugesagt, darunter Gerd
Leonhard (Media-Futurist und international gefragter Berater für Social
Media), Nicole Simon (Web-2.0- Vordenkerin, Netzwerkerin, Autorin des
Fachbuchs „Twitter – mit 140 Zeichen“) und Kerstin Schilling
(Marketingleiterin Berliner Festspiele).
Die Konferenz richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter von
Kultureinrichtungen und in der Kulturverwaltung. Sie spricht
Kulturmanager, Marketingfachleute und Medienentwickler ebenso an wie
Lehrende und Studierende an den Fachhochschulen und Universitäten.
Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, weiß um die Bedeutung
der „stART.09“: „Wir freuen uns, eine derart wegweisende Veranstaltung
für den Standort Duisburg gewinnen zu können. Gerade im Kontext des
anstehenden Kulturhauptstadtjahres werden hier wichtige Impulse für die
vielfältige Kulturlandschaft in Duisburg und im Ruhrgebiet entstehen.“
Die Bedeutung der „stARTconference“ haben auch schon weitere Partner
erkannt, die die Veranstaltung unterstützen. Eva Schneeweiss, Referentin
für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der GLS Bank freut sich über
die Kooperation: „Wir kennen den Finanzierungsbedarf von
Kultureinrichtungen aus unserer täglichen Arbeit – etwa ein Viertel
unserer Kredite fließen in den Kultur- und Bildungsbereich. In der Web
2.0 Kommunikation sehen wir für die Kulturwirtschaft, auch vor dem
Hintergrund unserer eigenen positiven Blog- und Twitter-Erfahrungen, ein
großes Potenzial.“ |
Bestsellerautor Galsan
Tschinag zu Autorengespräch und Lesung im Duisburger Stadtmuseum
Eine amerikanische Künstlerin in Duisburg - Klavierbauerin
Friederike Huft |
DUISBURG, 17. September 2009 - Die
Ausstellung „Energien der Erde“, die vom 30. August bis zum 11. Oktober
im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg zu sehen ist, wartet
am Donnerstag, 24. September, um 19.30 Uhr mit einem
besonderen
Highlight auf ihre Besucher. „Wir freuen uns sehr, Galsan Tschinag zu
einer seiner gleichermaßen ungewöhnlichen und faszinierenden Lesungen in
Duisburg begrüßen zu dürfen,” betont Kulturdezernent Karl Janssen.
Eingebettet in ein Autorengespräch mit der Schmuckschamanin und
Künstlerin Maria Kaluza wird Galsan Tschinag aus verschiedenen Gedichten
lesen, die wiederum für Maria Kaluza Inspiration bei der Gestaltung
ihrer in der Ausstellung zu sehenden Schmuckunikate waren. Seit sechs
Jahren schon arbeitet die Künstlerin intensiv mit Galsan Tschinag in
verschiedenen Projekten zusammen. Dabei führte sie auch im Rahmen einer
schamanisch-wissenschaftlichen Begegnung intensive Gespräche mit Galsan
Tschinag und dem Physiker und Philosophen Klaus Kornwachs, die sie in
dem Band „Der singende Fels“ niederlegte. Die Inhalte und Erkenntnisse
des Bandes bilden den Rahmen für einen mit Sicherheit ungewöhnlichen,
vor allem aber inspirierenden Abend im Kultur- und Stadthistorischen
Museum.
Der Eintritt beträgt 3 Euro/ermäßigt 2 Euro. Mehr Infos gibt es bei Dr.
Susanne Sommer unter s.sommer@stadt-duisburg.de oder (0203) 283-2656.
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg, Johannes-Corputius-Platz
1, 47051 Duisburg (am Innenhafen – Nähe Rathaus), Tel.: 0203 283 2640,
Fax: 0203 283 4352,
www.stadtmuseum-duisburg.de
Foto Lisa
Gramlich
Eine amerikanische Künstlerin in
Duisburg
Barbara Wolf ist eine amerikanische Künstlerin, die 1957 im englischen
Burtonwood geboren wurde. 1981 / 1982 studierte sie "Fine Arts" an der
University of California in Davis. Ihre Zeit an der Akademie für
Bildende Künste in Mainz (1982 - 1987) schloss sie mit dem Staatsexamen
ab. Mitglied der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler ist sie seit
1988; in diesem Jahr ist sie auf der Ausstellung der
Interessengemeinschaft im Lehmbruck - Museum vertreten. Ihr Kunstwerk
ist komplett in grün gestaltet und heißt "Lobi Landscape IV". Es ist ein
Aquarell / Papier auf Büttenpapier. Frau Wolf ist aber nicht nur
Künstlerin, sondern auch in der Erwachsenenbildung tätig, beispielsweise
als Museumspädagogin im Wilhelm Lehmbruck - Museum oder als Kursleiterin
an der Volkshochschule.
Ich lerne Frau Wolf während eines Interviews mit Stacey Blatt kennen.
Während des kurzen Gesprächs machte sie einen freundlichen und
umgänglichen Eindruck. Kurze Zeit später rief ich bei ihr an, trug ihr
meinen Interviewwunsch vor und holte mir prompt eine Absage ein. Da sie
einen Internetauftritt habe, bestehe derzeit kein weiteres Interesse an
Öffentlichkeitsarbeit. Was ich persönlich bedauere. Was führte die
Amerikanerin nach Duisburg? Wie ist ihr Zugang zur Kunst? Wie beurteilt
sie die lokale Kunstszene? Wieviel freie Kunst, wieviel städtische
Kulturförderung brauchen wir? Dies sind die Themen, über die ich gerne
mit ihr gesprochen hätte. So bleibt mir eben nur der Verweis auf die
Internetpräsenz.
Dort stellt Frau Wolf ihr Kunst vor, indem sie Bilder davon einstellt.
"Barbara Wolfs Arbeit reflektiert die kulturelle Farbigkeit ihrer
Lebensabschnitte, einem genuin amerikanischen Unterwegssein, das sie
über viele Zwischenstationen ins Ruhrgebiet führte. Das flüchtige Medium
Aquarell sichert Spuren.
Am Anfang des Arbeitsprozesses steht bei der Künstlerin ein starker,
farblicher Impuls, der sich zu einer Form verdichtet. Abstrakte, ruhige
Kompositionen setzen meditative Prozesse in Gang. In Zeiten visuellen
Overkills bieten sie eine Chance zum langsamen Sehen. Strenge,
architektonisch angelegte Strukturen gliedern kraftvolle Farbfelder.
Labyrinthartige Gebilde oder rhythmische Reihungen definieren das
Gerüst; die Pigmente beschreiben den Körper. So entsteht eine Spannung
zwischen Farbe und Form. Letztere bildet den Ordnungsrahmen, die
Farbigkeit dagegen strotzt von einer ihr innewohnenden Sprengkraft, sie
ist das emotionale, spirituelle Momentum. Im Zusammenspiel bewirken
beiden Elemente einen sinnlichen Minimalismus. Malewitschs Schwarzes
Quadrat trägt Früchte.
In zahlreichen Lasuren wird Aquarellfarbe auf Büttenkarton, Holz oder
Leinwand in übereinander liegende Schichten verdichtet, bis sie eine
ungewöhnliche Intensität erreicht. Im Gegensatz zu Öl- oder Acrylfarben
sind Aquarellfarben in ihrer Handhabung vergleichsweise schwierig, da
sie nahezu irreversible Resultate zeitigen, Korrekturen verweigern und
eine Eigendynamik in sich bergen. Dennoch ist es die inhärente
Transparenz des Materials das Licht durchdringt die Lasuren und wird vom
weißen Untergrund reflektiert die eine Malfläche auf einzigartige Weise
zum Leuchten bringt. Ein traditionelles Medium wird neu ausgelotet. Die
überlagerten, transparenten Schichten entwickeln eine dichte Farbigkeit,
die auf den Betrachter eine Sogwirkung ausübt. Nie geht es nur um die
bloße optische Chromatik sondern auch um die Ergründung der Farben, das
Aufdecken der Schichten eine zutiefst sensibilisierende Erfahrung.
Oft wird das Büttenpapier perforiert, um eine zweite Ebene freizulegen.
Einzelne Kartons werden durch Schnitte und Faltungen dreidimensional,
bei anderen Arbeiten wird die Fläche selbst durch Papier und Pigment
plastisch moduliert. In den Arbeiten aus jüngerer Zeit tauchen
kartographisch anmutende, fragmentierte und neu geordnete Landschaften
auf, die aber auch eine phantasieanregende Körperlichkeit in sich
tragen. Eine haptische, malerische Sinnlichkeit deutet auf eine
Bilderwelt, derer man nicht habhaft werden kann, die aber neugierig
macht. So erahnt man Stimmungen oder Assoziationen. Die Titel ergänzen
das erzählerische Moment. Bei einer abstrakten Komposition kann der
Betrachter nicht auf eine vertraute Lesart zurückgreifen, er muss sich
auf sein Empfinden verlassen, und sich -derart angeregt- auf eine Reise
in sich selbst begeben," beantwortet sie dort auch gleich meine Frage
nach ihrem Zugang zur Kunst. Andreas Rüdig
Klavierbauerin Friederike Huft
Sie ist Künstlerin. Doch da man davon oft genug nicht leben kann,
hat sie einen ganz soliden Beruf erlernt: Friederike Huft ist gelernte
Klavierbauerin.
1966 in Gelsenkirchen geboren, zeigte sich ihr zeichnerisches Talent
schon schnell. "Ich bin damals auf das Heinrich-Heine-Gymnasium in
Rheinhausen gegangen. Mein Kunstlehrer dort hieß Volkram Anton Scharf.
Er hat begabte Schüler zu sich nach Hause eingeladen und ihnen
Privatunterricht gegeben. Er ist inzwischen leider verstorben."
Das war in den Jahren 1980 bis 1984. In der Zeit von 1990 bis 2005
setzte sie ihr künstlerisches Studium an verschiedenen Stationen fort.
"Mein Sujet ist die klassische Zeichnung und das geklebte Objekt,"
beschreibt die sympathische Dame ihren heutigen Arbeitsschwerpunkt. "Es
ist allerdings schwierig, nur von der Kunst alleine leben zu wollen.
Daher auch mein zweites Standbein als Klavierbauerein." Gibt man ihren
Namen ins Internet ein, taucht dementsprechend auch erst einmal der
Hinweis auf die Klavierbauerin auf.
Und wie schätzt sie die künstlerische Situation bei uns in Duisburg ein?
Immerhin sind mit Düsseldorf und Essen zwei Konkurrenzstädte sehr nahe
gelegen. "Bei uns in Duisburg tut sich auch was," betont Huft. Es gibt
nicht nur die altbewährten Gesichter. Im Nachwuchs steckt großes
Potential. Sobald der Generationswechsel abgeschlossen ist, wird das
auch in der Öffentlichkeit sichtbar sein."
Frau Huft kann auf eine jahrelange Ausstellungserfahrung in
verschiedenen Orten zurückgreifen. Muss ich da wirklich noch erzählen,
dass Frau Huft bei der Jahresausstellung der Interessengemeinschaft
Duisburger Künstler 2009 im Lehmbruck-Museum vertreten ist? Andreas Rüdig |
Beginn der
Interkulturellen Wochen Duisburg 2009 – „Stark durch Vielfalt“ |
DUISBURG, 17. September 2009 - Am
Dienstag, den 23. September 2009, beginnen in die diesjährigen
Interkulturellen Wochen Duisburg, in deren Rahmen bis zum 04. Oktober
über 50 Veranstaltungen, Begegnungsprojekte, Ausstellungen,
Podiumsdiskussionen, Konzerte, Vorträge, Feste, Bildungsveranstaltungen
und Mitmachaktionen stattfinden werden.
Neu ist in diesem Jahr das darüber hinaus gehende Begleitprogramm,
dessen Aktivitäten und Angebote rund um die Interkulturellen Wochen
Duisburg 2009 stattfinden. „Stark durch Vielfalt“ – so lautet erneut
unser Leitsatz. Wir begreifen die Vielzahl an
Menschen, Herkünften und Lebensbildern in unserer Stadt als ein
vielschichtiges Puzzle, das es zusammenzusetzen gilt. Sinnbildlich dafür
steht das Logo der Interkulturellen Wochen Duisburg. Das mehrfarbige
Puzzleteil symbolisiert die Herausforderung, unsere Stadtgesellschaft
gemeinsam mit zu gestalten, ohne dabei die eigenen Wurzeln und
individuellen Biographien verleugnen oder abschneiden zu müssen. Dennoch
bedeutet Stillstand einen Rückschritt. Eine These, die auch für die
Interkulturellen Wochen gilt. Genau aus diesem Grund hat sich die
Veranstaltergemeinschaft der Interkulturellen Wochen Duisburg 2009 für
einige Neuerungen entschieden, frei nach dem Prinzip „Gutes bleibt gut –
und wird dennoch besser“. Und damit ist nicht primär das modifizierte
Logo gemeint.
Michael Rubinstein, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde
Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen und wie im vergangenen Jahr Federführer
der Interkulturellen Wochen Duisburg, umschreibt dies so: „Seit den
Anfängen dieser Veranstaltung, in denen es um fröhliche Begegnungen vor
dem Hintergrund der multikulturellen Biographien der Ausrichter und
teilnehmenden Bevölkerung ging, hat sich Einiges in unserer gemeinsamen
Entwicklung getan. Heute verstehen wir Organisatoren Interkulturalität
als Begegnung im Diskurs miteinander, von gegenseitigem Respekt geprägt,
aber durchaus in dem Bewusstsein, dass es Unterschiede gibt und
unterschiedliche Ansichten nicht immer zusammenzubringen sind.
Diese Ambivalenz möchten wir nutzen, um miteinander neue Denkanstöße in
Gang zu setzen.“.
2009 sind es wieder die Jüdische Gemeinde
Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, Stadt Duisburg, Caritas Duisburg,
Diakonie Duisburg, IG Metall/DGB, Der Paritätische Wohlfahrtsverband LV
NRW - Kreisgruppe Duisburg, das Deutsche Rote Kreuz – Kreisverband
Duisburg, die AWO Integrations gGmbH, der DITIB Stadtverband Duisburg
sowie die Alevitische Gemeinde Duisburg-Rheinhausen, die das
abwechslungsreiche Programm initiiert und koordiniert haben sowie für
die Durchführung verantwortlich sind. Die Federführung hat erneut die
Jüdische Gemeinde übernommen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre
haben unseren Blick für den Bedarf an stadtteilorientierten
Veranstaltungen geschärft. Mit der EG DU konnte dafür ein Partner
gewonnen werden, der bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor Ort
ansässig ist und vor Ort seine interkulturellen Angebote präsentiert.
„Näher herankommen an die Menschen, mehr Menschen erreichen – das ist
unser erklärtes Ziel in diesem Jahr.“ – so Michael Rubinstein.
Im Zeitalter zunehmender Technisierung haben sich die Organisatoren dazu
entschlossen, erstmalig das detaillierte Gesamtprogramm ausschließlich
online zu veröffentlichen. Ergänzend dazu enthält ein Leporello alle
wichtigen Informationen in Kurzform. Mit einer Auflage von 12.000 Stück
wird dieser derzeit verteilt. Die Homepage mit dem Gesamtprogramm ist
unter www.ikw-duisburg2009.de zu finden Die allgemein wirtschaftlich
schwierigen Zeiten sind nicht spurlos an den Interkulturellen Wochen
Duisburg 2009 vorbei gegangen. Auch für uns wird es zunehmend
schwieriger, finanzstarke Partner zu finden. Umso mehr gilt der Dank der
Organisatoren den diesjährigen Partnern und Sponsoren des Projekts:
„Weißt Du, wer ich bin?“, dem Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, den
Stadtwerken Duisburg, dem G&A Service, L’Atelier Froehlich, webcom.pro,
Vollton & Licht, der Sparkasse Duisburg sowie immovents.de.
Die Veranstaltergemeinschaft hofft, auch in diesem Jahr viele
Duisburgerinnen und Duisburger mit ihrem Programmangebot anzusprechen,
um sowohl im Dialog als auch durch konstruktive Diskussion neue
Anregungen für ein fortwährendes, harmonisches Miteinander zu schaffen.
Vom friedlichen Nebeneinander zum echten Miteinander?!
Podiumsdiskussion über den Einfluss der Religionen auf unsere
Stadtgesellschaft Mittwoch, 23.09.2009 19.00 Uhr Kultur- und
Stadthistorisches Museum Duisburg Johannes-Corputius-Platz 1,
Duisburg-Mitte Die Interkulturellen Wochen Duisburg 2009 beginnen aus
aktuellem Anlass mit einer Podiumsdiskussion zu der Frage, wie weit die
in unserer Stadt bestehenden Religionsgemeinschaften unsere Gesellschaft
beeinflussen. Tragen sie, wie stets betont, zu einem verstärkten
Miteinander bei oder handelt es sich eher um einen Dialog, der an der
Oberfläche bleibt? Ausdrücklich geht es dabei nicht um religiöse Themen.
Die PodiumsteilnehmerInnen diskutieren stattdessen über Chancen und
Fallstricke im Umgang
miteinander, sowie über deren Auswirkungen auf unser Zusammenleben. Für
das Publikum besteht die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.
Fest der Kulturen: Straßenfest anlässlich der Interkulturellen Wochen
Duisburg 2009
Freitag, 02.10.2009 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr Königstraße,
Duisburg-Stadtmitte
Die Interkulturellen Wochen Duisburg 2009 setzen die Tradition ihres
eigenen Straßenfestes fort. Das Fest der Kulturen im Herzen der Stadt
findet erneut auf der Königstraße statt. Geboten werden ab dem frühen
Nachmittag zahlreiche Informations- und Unterhaltungsstände sowie ein
interkulturelles Bühnenprogramm. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu
kurz – ganz unter dem Motto „Die ganze Welt is(s)t in einem Zelt!“ |
Ausstellung
Museum Küppersmühle |
DUISBURG, 11. September 2009 - Vom 13. September 2009 bis zum 10. Januar
2010 zeigt das Museum Küppersmühle zu den gewohnten Öffnungszeiten eine
umfangreiche Werkschau von Gerhard Hoehme (1920 - 1989). Die faßt
Bilder, Objekte und Plastiken aus den Jahren 1955 - 1989 zusammen. Die
Ausstellung ist Bestandteil einer Ausstellungskooperation mit dem
Wilhelm Lehmbruck Museum und dem Düsseldorfer museum kunst palast. Unter
dem gemeinsamen Titel "die Unruhe wächst" präsentieren die drei Museen
das breite Spektrum des künstlerischen Schaffens Hoehmes.
Das Museum Küppersmühle möchte mit der rückschauend angelegten Werkschau
Einblick geben in die wesentlichen Schaffensprozesse des Künstlers. Das
Lehmbruck Museum zeigt bildplastische Werke aus seinem eigenen Besitz
und das museum kunst palast zeigt Arbeiten auf Papier. "Die
Kunststiftung des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglichte uns die
Ausstellungu. Auch Neuss würdigt seinem berühmten Einwohner mit einer
eigenen Ausstellung in der Alten Post. Es ist Zeit, Hoehme
wiederzuentdecken. Schließlich wurden Abstraktion und Informel auf der
documenta II zur "Weltsprache" erhoben. Viele Werke Hoehmes lagern im
Düsseldorfer museum kunst palast. Hoehme präsentiert nicht nur das
informel; er sprengt und treibt es in den dreidimensionalen Raum.
Hans-Heinrich Große-Brockhoff ist nicht nur Kulturstaatssekretär; er ist
auch Vorsitzender der Hoehme-Stiftung. Er war begeistert, als wir
anfragten, ob er es sich vorstellen könnte, eine Hoehme-Ausstellung zu
unterstützen. Er sagte seine Hilfe gerne zu," berichtet Walter Smerling,
Direktor des Museums Küppersmühle.
"die Unruhe wächst" ist der Titel eines Bildes von Gerhard Hoehme aus
dem Jahre 1963 und beschreibt auch das Wesen des Künstlers. Das Museum
Küppersmühle zeigt eine Auswahl von rund 70 Werken aus allen
entscheidenden Werkphasen der Jahre 1955 bis 1989: Gemälde,
Materialbilder, Objektkästen, didaktische Zeichnungen, Plastiken und
rauminstallative Arbeiten aus öffentlichen und privaten Sammlungen.
Dabei stammen zwei größere Sammlungen aus der im MKM präsentierten
Sammlung Ströher, die umfangreiche Hoehme-Bestände besitzt, sowie aus
der im museum kunst palast ansässigen Gerhard und Margarete Hoehme -
Stiftung.
Hoehmes frühes Werk wird im Museum Küppersmühle chronologisch
präsentiert. Die Ausstellung beginnt mit den informellen Gemälden der
1950e Jahre. Mit Peter Brüning, Winfried Gaul, O. K. Götz, Bernard
Schultze, Emil Schumacher, Fred Thieler und anderen war Hoehme in de
n1950er und frühen 1960er Jahren einer der Protagonisten des deutschen
Informel. Auf der documenta II im Jahre 1959 nutzte er die Gelegenheit,
seine Arbeiten in einem internationalen Kontext zu zeigen. Die
Ausstellung im MKM belegt nach eigenen Angaben, dass Hoehme dem Informel
schon Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre wichtige neue Impulse
vermittelte: Er erforschte die materielle Beschaffenheit seiner
Malmittel und verließ das traditionelle Format des Tafelbilds.
Der zentrale Ausstellungssaal zeigt den experimentellen Hoehme mit
Werken aus über zwei Jahrzehnten (1960er - 1980er Jahre). Die
Chronologie ist in diesem Ausstellungsbereich aufgebrochen. So sollen
Verbindungen zwischen den einzelnen Werkphasen hergestellt werden. In
weiteren Ausstellungsräumenmwerden Hoehmes Schnittmuster- und
Materialkästen sowie bildplastische Werke, nämlich Hänge- und
Bodenplastiken, gezeigt.
Vor dem Hintergrund des Zeitgeistes der 1980er Jahre (Stichworte sind
"Hunger nach Bildern", junge "wilde Malerei") wird deutlich, daß Hoehme
seine Konzepte über die Jahre weiterentwickelt und mit neuer
Expressivität aufgeladen hat. Ein eigener Dokumentationsraum zeigt
pädagogische Zeichnungen des Künstlers und informiert über Hoehme als
Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Sigmar Polke und Chris
Reinecke gehörten dort zu seinen Studenten. Hoehmes experimentelle Zeit
deckt sich unter zeitlichen Gesichtspunkten mit seiner Lehrtätigkeit an
der Akademie, die er von 1960 bis 1984 ausübte. Kulisse ist hier der
Düsseldorfer Akademiestreit um Joseph Beuys, der 1968 auf dem Höhepunkt
der Studentenrevolte einsetzte.
Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum zeigt in den Sammlungsräumen der
Großen Glashalle 20 Werke aus eigenem Bestand. Bildplastische Arbeiten
der Jahre 1957 bis 1974, dazugehörige Skizzen sowie Bilder, Zeichnungen
und Druckgraphiken sollen Einblicke in das bildplastische Werk des
Künstlers geben. Mehr als 25 Jahre nach der Ausstellung "Schnüre, die
Gerhard Hoehme 1972 ebenfalls in der Glashalle des Lehmbruck - Museums
zeigte, wird der überwiegende Teil des Sammlungsbestandes erstmals
wieder zusammenhängend gezeigt.
Der Bestand im Lehmbruck Museum kann nach eigenen Angaben das
künstlerische Konzept und den damit verbundenen Arbeitsprozess des
Künstlers veranschaulichen. Das Museum besitzt heute sechs
dreidimensionale Wand- bzw. Bodenarbeiten: das zusammengehörige Ensemble
"SŽamje", "Raumbeule" und "Farbpfahl", alle aus dem Jahre 1957,
"Farbgezeiten II" aus dem Jahre 1974, sowie "Zeitumkehr" und "Loreley
I", die 1972 eigens für die Ausstellung des Künstlers im Lehmbruck
Museum entstanden.
Das museum kunst palast ist SItz der Gerhard und Margarete Hoehme -
Stiftung. Es präsentiert rund 80 Papierarbeiten aus dem Stiftungsbestand
sowie Zeichnungen und Druckgraphik aus der eigenen Sammlung. Die
Düsseldorfer Sammlung präsentiert einen zeichnerischen Kosmos, der mit
Konzentration auf Arbeiten aus den 1950er bis 1980er Jahren
veranschaulichen soll, wie Hoehme informelle Bildkonzepte
weiterentwickelte, sich daraus löste und ganz eigene, experimentelle
Wege beschritt. Aktueller Anlaß des Kooperationsprojekts in Düsseldorf
und Duisburg ist das 20. Todesjahr des 1989 in Neuss verstorbenen
Künstlers, aber auch das 50. Jubiläum der documenta II.
"`Es ist schon alles gesagt, aber nicht zu allem.Ž So lautet mein Motto.
Ich komme von auswärts, nämlich aus der Schweiz, also spät zu Hoehme.
Hoehme hat viel gemacht. Er war sehr experimentiertfreudig. Wenn man
Hoehme irgendwo festnageln möchte, ist er im Informel noch am besten,
Hoehme ist ein deutsches Phänomen," berichtet Beat Wismer, Direktor des
museums kunst palast. |
"Love and Death" - (überdachtes) Openair Konzert mit Iggy Pop |
DUISBURG, 10. September 2009 - "Love and Death" - (überdachtes) Openair
Konzert mit Iggy Pop, Tine Kindermann, Marc Ribot & FriendsIm Rahmen der
Ruhrtriennale findet am 11. und 12. September in der Gießhalle im
Landschaftspark
Duisburg-Nord
ein Konzert "zwischen fiebriger und lichter Direktheit, zwischen Liebe
und Tod" statt.
Er hebelt die pathetischen Gesten der Rockmusik aus, mit Authentizität,
tiefer Stimme und nacktem Oberkörper. Iggy Pop - er ist der animalische
Theatraliker des Pop, nicht im Sinne der kühl kalkulierten
Inszenierungen eines David Bowie (der ihn übrigens immer wieder
produzierte). Iggy Pop arbeitet sich mit seinen Songs und Shows auf den
Spuren der großen Schmerzensmänner der Kunst ab, von Antonin Artaud bis
Rudolf Schwarzkogler - auch in diesem Sinne kann man ihn getrost als
einen Miterfinder des Punk bezeichnen.
Seine Songs sind wie sein Auftritt - immer grundiert von einem direkten,
aggressiv dunklen Witz. Der drahtige Performer spielt nicht nur als
faszinierender Frontman seiner
Band The Stooges, Iggy Pop gehört auch seit vielen Jahren zu den
gefragtesten Filmschauspielern unter den Musikern des Rock. Im Mai 2009
veröffentlichte Iggy Pop Préliminaires, ein eher leises, vom Jazz und
Michel Houellebecqs Roman La possibilité
d'une île beeinflusstes Album.
Schamlos schön nannte sie ihre erste Platte mit deutschen Volksliedern
aus fünf Jahrhunderten. Die in New York lebende Tine Kindermann hat ihre
Wurzeln in der bildenden Kunst und lässt sich in ihrer Malerei oft genug
von deutschen Märchensammlungen der Romantik inspirieren. Ihre
Ausgrabungen sieht sie als Erinnerungen an die Unschuld: »Es sind fast
alles eher morbide Lieder, weil ich es schon als Kind immer am schönsten
fand, wenn am Ende alle tot waren - die zwei Königskinder, der Wirtin
Töchterlein und das Schwesterlein. |
"Eine Amerikanerin in Duisburg" -
die Geschichte von Stacey Blatt |
DUISBURG, 8. September 2009 -"Ein Amerikaner in Paris" heißt ein
Stück von George Gershwin. "Eine Amerikanerin in Duisburg" könnte die
Geschichte von Stacey Blatt heißen.
Stacey Blatt wurde 1958 in Los Angeles geboren. Sie studierte am Ney
Yorker Bard College; 1979 erhielt sie dort auch ihren "Master of Arts"
in Kunstgeschichte. Sie lebte 17 Jahre in New York City. 1994 kam sie
dann nach Deutschland. Seit dem Jahre 2000 lebt und arbeitet sie als
Künstlerin in Duisburg. Doch wie kommt man als Amerikanerin überhaupt
nach Deutschland. "Das ist ganz einfach. Ich bin mit einem Deutschen
verheiratet. Mein Mann arbeitet an der Universität."
"Duisburg ist keine Provinz. Duisburg hat viel zu bieten, auch im
Kulturbereich," urteilt die freundliche und umgängliche Frau. "Duisburg
darf sich natürlich nicht mit Düsseldorf vergleichen. Düsseldorf ist
Landeshauptstadt und natürlich viel reicher. Dortmund und Essen wären da
schon eher Vergleichsstädte. Da braucht Duisburg nicht den Vergleich zu
scheuen. Duisburg hat schon ein reichhaltiges kulturelles Leben,"
urteilt die Amerikanerin.
Blatt ist mit dem Objekt "Kreuz Kaiserberg", einem Foto auf Textil, in
der aktuellen Ausstellung der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler
im Lehmbruck-Museum. "Ich habe zwar meinen Abschluß in Kunstgeschichte
gemacht. Da ich iaber mmer schon Kunst gemacht habe, war der Schritt hin
zur Künstlerin nicht weit. Textil ist mein bevorzugter Werkstoff.
Natürlich verkaufe ich meine Werke auch." Da ist es schon schade, daß
sie keine eigene Internetpräsenz hat. Man muß also schon ins Museum, um
ihre Werke zu sehen.
Blatt ist aber nicht nur Künstlerin. Im Oktober wird sie auch als
Kuratorin in Erscheinung treten. Dann gibt es die Ausstellung "Duisburg
an der Wand - Kunst über Duisburg" in der cubus kunsthalle zu sehen. 22
Künstler wie Holger Albertini, Chinmayo, Cornelia Schweinoch-Kröning,
Clemens Schülgen, Thomas Seyffert und Andy Hellebrand zeigen Video,
Skulptur, Gemälde, Zeichnungen und Fotos. "Wir zeigen ganz persönliche
Ansichten," kündigt Blatt an. Die Ausstellung wird bis zum 12. November
2009 zu sehen sein. |
Happy Birthday Buddy Holly |
Essen/DUISBURG, 7. September 2009 - Auch 50 Jahre nach seinem Tod ist
Buddy Hollys Geburtstag ein wichtiges Datum für seine Witwe Maria Elena:
„Ich konnte nur einen Geburtstag mit meinem Buddy feiern. Wir hatten
damals kein Geld und
ich
konnte ihm nicht einmal ein kleines Geschenk machen. Seit der Zeit
feiere ich seinen Geburtstag immer alleine, ich entzünde eine Kerze und
spreche ein Gebet.“ In diesem Jahr allerdings feiert Maria Elena Holly
zusammen mit 28 jungen Darstellern des Musicals BUDDY - Die Buddy Holly
Story. Die Witwe der Rock’n’Roll-Legende überraschte die Darsteller mit
einer großen Geburtstagstorte bei den Proben für das Musical, das am 8.
Oktober im Colosseum Theater in Essen
Premiere feiert.
Buddy Holly wurde 1936 als Charles Hardin Holley in Lubbock, Texas,
geboren. Schon früh lernte er Violine, Klavier und Gitarre zu spielen.
Mit Highschool-Freunden gründete Buddy Holly seine Band The Crickets und
fing an, selbst komponierte Stücke im Studio von Norman Petty in Clovis,
New Mexico, aufzunehmen. Unter den Songs, die aufgenommen wurden, war
auch „That’ll Be The Day“, sein erster kommerzieller Hit. Songs wie „Everyday“,
„Peggy Sue“, „Rave On“ oder „Not Fade Away“ machten aus dem einfachen
Jungen aus Texas einen weltweit umjubelten Rock’n’Roll-Star, der die
Massen elektrisierte. Sein Herz allerdings eroberte Maria Elena
Santiago. Für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Nach nur fünf
Stunden hielt er um ihre Hand an und heiratete sie zwei Wochen später.
1958 trennte sich Holly von seiner Band The Crickets und ging auf
Solotournee mit anderen namhaften Künstlern wie Ritchie Valens und The
Big Bopper. Nach dem Konzert am 2. Februar 1959 im Surf Ballroom in
Clear Lake, Iowa, charterte Buddy Holly ein Sportflugzeug. Beim Absturz
der viersitzigen Beechcraft Bonanza kamen Holly, Valens, Richardson und
der Pilot Roger Peterson ums Leben.
BUDDY - Die Buddy Holly Story hat seit 1989 weltweit mehr als 20
Millionen Zuschauer begeistert. Allein während seiner sechsjährigen
Spielzeit in Hamburg riss das Musical drei Millionen Zuschauer von den
Sitzen. Das Musical von Alan Janes wurde auch international vom Publikum
gefeiert, so unter anderem am New Yorker Broadway, am Londoner Westend,
in Australien und Kanada. Das Musical erzählt die kurze und packende
Lebensgeschichte Buddy Hollys. Seine kompromisslose Leidenschaft für den
Rock’n’Roll machte aus dem einfachen Jungen aus Texas einen umjubelten
Weltstar. Mit seinem unverwechselbaren Sound schrieb er Musikgeschichte
und beeinflusst die Musikwelt bis heute. Rolling Stone Keith Richards
über sein Idol Buddy Holly: „Holly lebt weiter, über die Beatles und
über uns. Er steckt in jedem.“ Das Musical zeigt die wichtigsten
Stationen auf Buddy Hollys Weg zum Weltruhm: den ersten Auftritt, die
bahnbrechenden Studioaufnahmen in Nashville, den großen Triumph im New
Yorker Apollo Theatre, die Begegnung mit seiner großen Liebe Maria Elena
und seinen tragischen Tod bei einem Flugzeugabsturz auf einer Tour mit
Ritchie Valens und The Big Bopper.
Tickets und Informationen unter: Hotline 0 18 05 – 44 44* und
www.musicals.de
Buddy
Holly-Club Duisburg
N den 60er Jahren wurde in Neudorf der Buddy-Holly-Club gegründet. Der
Autor dieser Zeilen war dabei - dies sogar mit einem T-Shirt, auf dem
die Mitgliedsnummer (8) prangte. Club-Aufgaben: Alle Platten besorgen
(versteht sich von selbst) und alles, was der damalige Printbereich
hergab. Dann traf man sich und bewunderte bei entsprechender Musik -
z.B. beim Abspielen über ein Grundig TK 23 - zu fachsimpeln oder
Mutmaßungen aus der Distanz über das Unglück zum Besten zu geben.
Harald Jeschke. |
VHS: Gesangsseminar -
Jazz-, Blues- und Popgesang
|
DUISBURG,
2. September 2009 - Die international renommierte Jazzsängerin Judy
Rafat vermittelt in einem Gesangsseminar am Samstag, 12. September, 10
bis 17 Uhr, und Sonntag, 13. September, 10 bis 13 Uhr, in der
Volkshochschule, Duisburg-Stadtmitte, die Grundlagen der Gesangstechnik.
Durch praktische Übungen soll ein „Feeling“ für den Rhythmus erlernt
werden. Songs aus dem Jazz-Blues-Bereich werden zunächst in Gruppen und
dann einzeln erarbeitet.
Der Umgang mit dem Mikrophon und die Solo-Präsentation vor einer Gruppe
wird ebenso gezeigt wie der Gesang eines vierstimmigen A-capella-Stückes,
bei dem das Gehör auf die eigene Stimme geschult wird.
Das Teilnahmeentgelt beträgt 60 Euro, eine Ermäßigung ist möglich. Eine
vorherige Anmeldung ist erforderlich. Ein Aufbauseminar wird Mitte
November angeboten.
STIFTUNG DKM
| SAMMLUNG | GALERIE DKM | MUSEUM DKM | NEUE KUNST | ALTE KUNST
Wechselausstellung im Museum DKM:
"Schachfreunden Brett vorm Kopp" Peter Wyss von Schachclub Chur mit
RahmenprogrammAm Freitag, dem 4.
September 2009, startet die erste Wechselausstellung im Museum DKM.
Frank Junicke von den Duisburger "Schachfreunden Brett vorm Kopp" und
Peter Wyss von Schachclub Chur liefern sich im dazugehörigen
Rahmenprogramm im Foyer ein deutsch-schweizerisches Duell im
Schnellschach. Diese Form des Schachspiels zeichnet sich durch eine
Zeitkontrolle aus, die beiden Spielern nur 15 bis 60 Minuten Zeit für
alle Spielzüge erlaubt. Eine weitere Besonderheit ist der Verzicht auf
das Protokollieren der Spielzüge. Mitte der 1980er Jahre wurde diese
Form des Schachspiels populär, weil es durch dem Spiel durch die neuen
Regeln eine größere Dynamik verleiht.
Die Ausstellung "Schams!Schach!James!" läuft bis zum 1. März 2010. Sie
ist zu den gewohnten Öffnungszeiten des Museums zu sehen. "In der
Auseinandersetzung mit Marcel Duchamp verwirklicht Hannes Vogel in einer
ersten intensiven Phase 1992 Arbeiten mit dem "königlichen Spiel". Auf
analytische und spielerische Weise zeigt Vogel mit Hilfe des Schachs
komplexe Strukturen auf. Das Motiv des um sein Leben spielenden Königs
gegen den Tod - den Teufel in Königsgestalt - greift Vogel auf, um es in
zahlreichem Bildvokabular durchzukonjugieren. Sogar in der Fahne seines
Heimatortes Schams im schweizerischen Graubünden taucht das
Schachbrettmuster auf: rote und weiße Felder in viergeteilter Struktur.
Läufer und Türme, Könige und Schachbrettmuster durchziehen Vogels
Arbeiten aus unterschiedlichsten Werkzyklen und stellen zahlreiche
Verweise zu den Werken von James Joyce, Joseph Beuys, Marcel Duchamp und
John Cage her," berichtet die Pressemitteilung. Anlass für die
Ausstellung ist der 70. Geburtstag des Künstlers. Neben der oben
genannten Ausstellung ist auch die Ausstellung "Linien stiller
Schönheit" zu sehen.
"Mit Schams!Schach!Joyce dingt Vogel in die Tiefen des Schamser Bergtals
vor, um in der künstlerischen Untersuchung dieses winzigen Kosmos zu
allgemeinen Aussagen über die Welt zu kommen. Er sammelt Spuren und
Geschichte(n) in seinem unmittelbaren räumlichen Umfeld, befragt und
erforscht, verbindet und trennt, bespielt und umspielt diesen Raum.
Analytisch und spielerisch zugleich zeigt Vogel mit Hilfe des Schachs
komplexe Strukturen auf und nähert sich auf den Spuren von James Joyce
unserer Geschichte. Läufer und Türme, Könige und Schachbrettmuster,
Figuren aus James Joyces literarischem Werk durchziehen Vogels Arbeiten
aus unterschiedlichsten Werkzyklen und stellen zahlreiche Verweise her.
In der Auseinandersetzung mit und in der bildlichen Annäherung an die
Sprache James Joyces steht Vogel in der künstlerischen Tradition von
Beuys, Duchamp und Cage. Bereits im Jahre 2001 realisierte Hannes Vogel
mit `WylermeerŽ eine temporäre Arbeit im Rahmen der Ausstellungsreihe
`Schweizer Positionen in der Kunst der GegenwartŽ in der Galerie DKM am
Innenhafen. Im Museum DKM Vogel mit zwei Arbeiten in der
Dauerausstellung vertreten. Der großen Welt, die sich im Museum DKM
spiegelt, möchte Hannes Vogel im Zentrum seiner Ausstellung das Büdner
Tal gegenüberstellen, in dem sich auch eine ganze Welt. Hannes Vogel
lebt und arbeitet in Schams im Turmhaus in Mathon (Schweiz)," verrät mir
eine Pressemitteilung.
Hannes Vogel wurde 1938 im schweizerischen Chur geboren, wo er auch
aufgewachsen ist. Seine Ausbildung zum Graphiker erfolgte in Chur und
Zürich. "Als Autodidakt Künstler geworden, findet er über konkrete
Konzepte in der Malerei und fasziniert von der Konzeptkunst in Basel zur
Videokunst. Ende der Ž70er sowie in den `80er und `90er Jahren entstehen
zahlreiche Videoarbeiten. Gleichzeitig beschäftigt er sich in
Zusammenarbeit mit Petruschka Vogel für den öffentlichen Raum," erfahre
ich über den Künstler. Seit 1970 st er in Gruppen- und
Einzelausstellungen vertreten. Arbeiten im öffentlichen Raum und
Publikationen kommen hinzu. Seit 1963 ist er immer wieder mit Stipendien
und Preisen ausgezeichnet worden.
Lohnt sich ein Besuch der Ausstellung? Wer sich für moderne Kunst
interessiert, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Sollte der
Künstler gerade rein zufällig anwesend sein, sollte man ihn auch
ansprechen und nach seiner Kunst befragen. Der agile und junggeblieben
wirkende Schweizer wird dann sicher gerne Auskunft darüber geben.
"Wir kennen und schätzen uns seit 27 Jahren. Sein runder Geburtstag war
ein guter Grund, eine Ausstellung zu seinen Ehren zu organisieren. Das
Schams-Tal ist der Mittelpunkt seines Lebens und zu seinem Lebens-Thema
geworden," berichtet Klaus Maas vom Duisburger Museum. "Die
Kunststiftung NRW engagierte sich finanziell deutlich als Sponsor." Dass
aber auch die Kulturförderung des Kantons Graubünden und die Schweizer
Kulturstiftung Pro Helvetia Sponsorengelder gaben, sei hier auch
vermerkt. Eine Sache gefällt mir schon jetzt, nämlich dass es eine
Alternative zu dem gewohnten städtischen Kulturprogramm gibt. Andreas
Rüdig
Hannes Vogel: Schams! Schach! James! /
Schams! Chess!James!; Selbstverlag Duisburg 2009; 206 Seiten; ISBN:
3-9810500-7-X
Hier liegt das dazugehörige Buch zu der Ausstellung im Duisburger
Museum DKM vor. Es wurde von dem ausstellenden Künstler geschrieben. Der
Ausstellungskatalog im Buchformat stellt die ausgestellten Bilderr in
den Vordergrund. Die zu den jeweiligen Bildern gehörigen Texte sind in
Deutsch und Englisch verfasst.
Unter optischen Gesichtspunkten ist das Buch sicherlich gelungen. Ob die
Texte die gezeigten Bilder, vor allem aber die Vogel`schen Kunst
beschreiben und charakterisieren, sollte jeder Leser schon für sich
selbst herausfinden. |
Neue Spielzeit der Philharmoniker
„Woche des offenen Unterrichts“ bei der
Niederrheinische Musik- und Kunstschule |
Neue
Spielzeit der Philharmoniker
DUISBURG, 31. August 2009 -„In höchsten Tönen“ ist der Besuch von Dr.
Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker, am Donnerstag,
3. September, um 17 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule auf der
Königstraße 47 überschrieben. Im Gespräch mit Jörg Mascherrek von der
VHS wird er über die neue Spielzeit der Philharmoniker berichten. Neben
den verschiedenen Programmbereichen werden dabei auch außergewöhnliche
Gastspiele, neue Instrumente und viele andere interessante Dinge
vorgestellt. Soloflötist Stephan Dreizehnter bildet mit zwei weiteren
Musikern dazu den entsprechenden Rahmen. Der Eintritt ist frei.
Niederrheinische Musik- und Kunstschule:
„Woche des offenen Unterrichts“
„Flöte würde mir gefallen, oder vielleicht doch ein Keyboard? Wie sieht
eigentlich ein Fagott aus? Ist mein Sohn nicht zu klein für einen
Kontrabass?“ - wenn es darum geht das passende Instrument zu finden,
stellen sich Eltern und Kinder nicht selten solche Fragen. Um eine
fundierte Wahl zu treffen und um das Leben in einer Musikschule einmal
kennen zu lernen, lädt die Niederrheinische Musik- und Kunstschule von
Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September, in ihr Hauptgebäude
auf der Duissernstraße 16 zu einer „Woche des offenen Unterrichts“ ein.
Eine Unterrichtsstunde mitzuerleben ist täglich zwischen 14.30 und 18.30
Uhr möglich, Infos und Beratung für Kinder und Erwachsene gibt es von 15
bis 16 Uhr sowie ein stets wechselndes Live- Musikprogramm jeweils ab
16.30 Uhr. Alle Instrumente können ausprobiert werden und bei Fragen
stehen die Fachbereichsleiter für eine individuelle Beratung zur
Verfügung.
Lesung mit Wolfgang Hinze fällt aus
Die für Sonntag, 6. September, vorgesehene Lesung des Vereins für
Literatur und Kunst „West-Östlicher Divan“ in der Zentralbibliothek
fällt aus, da Wolfgang Hinze erkrankt ist. Ein möglicher Ersatztermin
wird rechtzeitig bekannt gegeben. |
"Nacht der
Architektur"
"Lehmbruck-Werkstatt
Bildhauertechniken gestern und heute" |
"Lehmbruck-Werkstatt
Bildhauertechniken gestern und heute"
DUISBURG, 28. August 2009 - "Lehmbruck-Werkstatt
Bildhauertechniken gestern und heute" heißt es vom 30.
August 2009 bis 31. Januar 2010 zu den gewohnten
Öffnungszeiten im Lehmbruck-Museum.
In der Ausstellungswerkstatt stehen die verschiedenen
bildhauerischen Techniken Wilhelm Lehmbrucks im Mittelpunkt.
Sie können durch praktisches Modellieren, Abbilden und
Gießen nachempfunden werden. Verschiedene
museumspädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und
Erwachsene sollen die Vielfalt bildhauerischer Techniken
praktisch vor Augen führen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Hauptwerke des
Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck. Sie sind als
Skulptur, Modell, Zeichnung oder Fotographie vertreten. Der
Rundgang beginnt mit der Gußform der Skulptur "Mutter und
Kind", die als Gipsguß aus dem Jahre 1907 fester Bestandteil
der Ständigen Ausstellung im Lehmbruck-Trakt ist. In der
Ausstellungswerkstatt werden neben Zeichnungen Lehmbrucks
sowohl eine Positivform der Skulptur als auch Teile der
erhaltenen Negativform mit dem Gußkern und dem Gußmantel
gezeigt, die für eine der zwei Abgüsse der Figur verwendet
wurde.
Der "Gestürzte" ist ein weiteres Werk Lehmbrucks, dessen
Technik, Materialität, Formgebung und Oberflächenbehandlung
anschaulich gemacht wird. Die Besucher sind dazu eingeladen,
nach der fotographischen Vorlage der Skulptur in
Originalgröße an einem Gerüst in Ton zu modellieren.
Im Vorfeld der Ausstellung waren 19 zeitgenössische Künstler
aufgerufen, sich mit einem Werk Lehmbrucks, nämlich dem
"Kriechenden Kind", auseinanderzusetzen. Das "Kriechende
Kind" ist eine kleinformatige Bronzeplastik aus dem Jahre
1910. Die Größe der Skulptur, die der eines
"Handschmeichlers" nahe kommt, war dabei ebenso ein
möglicher Anknüpfungspunkt für die künstlerische
Auseinandersetzung wie das Thema der Bewegung oder das Motiv
des Kindes.
Martina Benz, Tobias Brembeck, Franz Burkhardt, Maria Anna
Dewes, Ralf Edelmann, Luka Fineisen, Jachym Fleig, Ruth
Gilberger, Steffi Guse, Werner Heuser, Stefan Kaminski,
Gereon Krebber, Evangelos Koukouwitakis, Ulrike Kätz, Dragan
Lovrinovic, Elke Nebel, Andre Schweers, Barbara Wolf und
Carl Emanuel Wolff sind die beteiligten Künstler.
In der Werkstatt finden Führungen und Workshops für Gruppen
statt. Thema für Schulklassen ist das Lebenswerk Wilhelm
Lehmbrucks in Kombination mit der Arbeit in verschiedenen
Gußtechniken, wie etwa Gips, Wachs oder Blei. Jeden Sonntag
findet in der Werkstatt von 11.30 bis 17 Uhr eine Betreuung
für Einzelbesucher statt.
"Nacht der Architektur"
Auch in diesem Jahr laden der Bund deutscher Architekten BDA
Rechter Niederrhein und das Lehmbruck Museum zur inzwischen
11. gemeinsamen "Nacht der Architektur" ein.
Themenschwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ist der
"Wert des Einfachen": Eine Architektur als Spekulation mit
dem Spektakulären, wie sie in den vergangenen Jahren
medienwirksam über den Globus verteilt wurde, ist kein
ausreichendes Vorbild, wie die ökologischen und ökonomischen
Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können. So
lautet die einleitende These.
So lädt das Lehmbruck - Museum zu einer Veranstaltung am
Samstag, dem 29. August, ein. Die Busexkursion um 16 Uhr Uhr
ist schon ausgebucht. "Das zeigt uns, wie sehr sich die
Duisburger für das Thema Architektur interessieren,"
berichtet Alissa Krusch von der Pressestelle des Museums.
Wer spontan kommen möchte, kann sich ab 18.30 Uhr auf dem
Skulpturenhof einfinden. Es gibt einen Imbiss; das
Musikensemble Trio Primo spielt auf. Die eigentliche
Begrüßung folgt um 19.30 Uhr (durch Jutta Heinze vom BDA
Rechter Niederrhein). Dann folgt ein Vortrag von Prof. Dr.
Gert Kähler. In seinem Vortrag wird Kähler, freier Publizist
in Hamburg, dem Wert des Einfachen und des Alltäglichen für
die Qualität städtischer Gebäude als Lebensraum auf den
Grund gehen.
"Die akutelle Finanzkrise ist ein guter Anlass, mal wieder
über Architektur und Inhalte nachzudenken. Vorher mußte man
immer spektakulärere Bilder bieten, die dann um die Welt
gehen. Diese Immobilien-Blase ist geplatzt. Die Architekten
müssen sich jetzt wieder auf ihre alltägliche Arbeit
konzentrieren. Ein gut aussehendes Haus ist im Prinzip auf
Dauer gebaut. Es kann ja auch keinen Hochleistungssport ohne
Breitensport geben," ist vom BDA zu hören. |