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Duisburg,
10. März 2026 - Wie oft rückte die Polizei im Jahr
2025 aus, um Unfälle aufzunehmen? Wie hat sich die Zahl der
Verkehrstoten und Verletzten entwickelt? Welche
Verkehrsteilnehmenden waren häufig beteiligt? Die
Direktion Verkehr hat Bilanz gezogen und präsentiert den
Verkehrsbericht für das Jahr 2025 (abrufbar in der rechten
Spalte). Die wichtigsten Fakten in Kürze
Die Unfallzahlen in Duisburg sind auf 16.959 Unfälle
gesunken (-5,4%). Die Zahl der Verkehrstoten ist von drei
auf fünf Personen gestiegen Mehr als jede zweite
Unfallflucht mit Verletzten konnte aufgeklärt werden. Die
Anzahl von Verkehrsunfällen mit Personenschaden unter
Beteiligung von E-Scootern (Elektrokleinstfahrzeuge) ist
deutlich gestiegen (ca. 40%). Die Zahl der schwer
verletzten Personen ist leicht gesunken
Verkehrsunfallprävention und Opferschutz bleiben zentrale
Bestandteile der Verkehrssicherheitsarbeit Auch im
Jahr 2025 setzten die Einsatzkräfte zahlreiche Maßnahmen zur
Verbesserung der Verkehrssicherheit um. Durch verstärkte
Kontrollen, gezielte Schwerpunktaktionen und präventive
Kampagnen verfolgt die Polizei Duisburg weiterhin konsequent
das Ziel, Verkehrsunfälle zu reduzieren, schwere
Unfallfolgen zu verhindern und das Sicherheitsbewusstsein
nachhaltig zu stärken. Verkehrsunfalltote
Im Jahr 2025 verloren fünf Menschen bei Verkehrsunfällen im
Duisburger Stadtgebiet ihr Leben. Im Vergleich zum Vorjahr
(drei Verkehrstote) bedeutet dies einen Anstieg um rund 66
Prozent. So unterschiedlich die Unfallhergänge auch waren,
bleibt die Botschaft eindeutig: Jeder Verkehrstote ist einer
zu viel.
Polizeipräsident
Alexander Dierselhuis betont: „Der Anstieg der
Verkehrstoten im Jahr 2025 ist ein Zeichen dafür, dass wir
unsere zielgruppenorientierten Maßnahmen weiterführen
müssen. Zeitgleich mahnt es uns alle zu noch mehr
Verantwortungsbewusstsein, Rücksicht und Aufmerksamkeit im
Straßenverkehr. Verkehrssicherheit ist keine
Selbstverständlichkeit – sie ist eine gemeinsame Aufgabe.
Die allermeisten Verkehrsunfälle sind nicht auf ein Unglück,
sondern auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die
meisten Unfälle sind vermeidbar. Um die „Vision Zero – Keine
Verkehrstoten“ zu erreichen, sind unsere Beamtinnen und
Beamten unermüdlich im Einsatz, um Verkehrssünder zur
Rechenschaft zu ziehen und die Menschen auf die Gefahren im
Straßenverkehr aufmerksam zu machen.“ E-Scooter
(Elektrokleinstfahrzeuge) Ein Schwerpunkt des
Verkehrsberichts 2025 liegt auf der Entwicklung der
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Scootern. Die Zahlen
zeigen seit Jahren einen aufsteigenden Trend: Im Vergleich
zum Vorjahr ist die Zahl der Verunglückten deutlich
gestiegen. Der Anstieg von 101 (2024) auf 136 (2025) Fälle
entspricht einer Zunahme von 34,7 Prozent und markiert den
bisherigen Höchststand seit Einführung der Fahrzeugklasse
Elektrokleinstfahrzeuge im Jahr 2019.
Polizeioberrat Alexander Paffrath, Leiter der Direktion
Verkehr: „E-Scooter sind aus dem Stadtbild nicht
mehr wegzudenken. Sie bieten flexible Mobilität, bergen
jedoch erhebliche Risiken. Die konstant hohe Zahl an
Verunglückten zeigt, dass wir weiterhin intensiv
kontrollieren, aufklären und präventiv tätig sein müssen.
Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren zu
schärfen und die Eigenverantwortung der Nutzerinnen und
Nutzer zu stärken.“ Verunglückte nach
Altersklassen Auch in diesem Jahr bildet die
Altersklasse der Erwachsenen (25 bis 64 Jahre) mit 1099
Verunglückten die bei Verkehrsunfällen am häufigsten
vertretene Gruppe. Die jungen Erwachsene (18 bis 24 Jahre)
landen mit 254 Verunglückten auf Platz zwei und die Gruppe
der Seniorinnen und Senioren (65 Jahre aufwärts) mit 247 auf
Platz drei. Am stärksten betroffen sind Autofahrende,
gefolgt von Rad- und Pedelecfahrenden sowie zu Fuß Gehenden.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Verkehrssicherheit
alle Altersgruppen betrifft und kontinuierliche
Sensibilisierung erforderlich bleibt.
Unfallfluchten mit Verletzten: Mehr als jeder zweite
Flüchtende ermittelt Wer einen Unfall verursacht
und sich seiner Verantwortung durch Flucht entzieht, begeht
eine Straftat. Rund 12-mal am Tag ereignete sich im Jahr
2025 eine Verkehrsunfallflucht mit Sachschaden. Die
Zahlen sind mit 4.299 Fällen in 2025 auf dem
Vorjahresniveau. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich
liegt bei 35,2 Prozent. Bei den Unfallfluchten mit
Verletzten (2025: 182) konnten die Beamtinnen und Beamten
dank ihrer akribischen Ermittlungsarbeit die bereits hohe
Aufklärungsquote des Vorjahres toppen: In rund 62 Prozent
der Fälle konnte die Polizei Duisburg Unfallflüchtige
ermitteln. Somit wurde der Rekordwert (Fünfjahresvergleich)
aus dem vergangenen Jahr getoppt. Raser-,
Poser- und Daterszene Ein Schwerpunkt der
Polizei Duisburg war im Jahr 2025 weiterhin der Kampf gegen
die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene. 6-mal waren die
Einsatzkräfte im Rahmen von Schwerpunktkontrollen (teilweise
behördenübergreifend) im Stadtgebiet an den bekannten
Hotspots in den Abendstunden bis tief in die Nacht unterwegs
und haben verstärkt Kontrollen durchgeführt - unter anderem
an der L1 in Marxloh und in Hamborn. Neben
Geschwindigkeitsmessungen überprüften auch speziell
geschulte Tuning-Experten die Autos auf technische
Veränderungen. Bei Rasern, die durch ihre Fahrweise andere
in Gefahr gebracht oder Posern, die Anwohner mit Lärm und
Müll belästigt hatten, haben die Beamtinnen und Beamten kein
Auge zugedrückt, sind konsequent vorgegangen und konnten so
Verdrängungseffekte erzielen.
Verkehrsunfallprävention und Opferschutz
Duisburger Camperinnen und Camper hatten am Sonntag (6.
April) erstmalig die Möglichkeit, ihre Wohnmobile und
Wohnwagen kostenfrei auf dem Parkplatz an der MSV-Arena
wiegen zu lassen. Die Polizei wollte den Campern nicht nur
ein sicheres Gefühl für ihre Reise mitgeben, sondern auch
dafür sorgen, dass sie mit einem rundum gut vorbereiteten
Fahrzeug in die Reisesaison starten können. Neben
der Wiege-Aktion hatten die Bürgerinnen und Bürger auch die
Gelegenheit, sich zu verschiedenen Sicherheitsthemen rund um
das Thema Camping beraten zu lassen. Hierbei standen
Experten der Verkehrsunfall- und Kriminalprävention zur
Verfügung und gaben wertvolle Tipps zu Themen wie
Verkehrssicherheit, Einbruchschutz für Reisemobile sowie der
sicheren Befestigung von Ladung und Gasflaschen. Die
Verkehrsunfallprävention ist und bleibt ein wesentlicher
Bestandteil der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Mit
zielgruppenorientierten, bereits etablierten Aktionen –
beispielsweise in Schulen, bei Senioreneinrichtungen oder
bei Informationsveranstaltungen – sensibilisieren die
Expertinnen und Experten für Gefahren im Straßenverkehr und
fördern rücksichtsvolles Verhalten. Ein
Verkehrsunfall kann für Betroffene, Angehörige,
Augenzeuginnen und -zeugen sowie Ersthelfende belastend
sein. Der polizeiliche Verkehrsopferschutz steht Betroffenen
gemeinsam mit Netzwerkpartnern beratend und unterstützend
zur Seite. Die Zahlen des Verkehrsberichts 2025
zeigen: Trotz intensiver Präventions- und Kontrollmaßnahmen
bleibt die Verkehrssicherheit eine dauerhaft zu bewältigende
Aufgabe, der sich die Polizei Duisburg stellt.
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