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Elefantentötung ab 18.000 Euro
PETA protestiert am Dienstag (27.1.) vor „Jagd & Hund“ in Dortmund gegen verwerfliche Trophäenjagd-Angebote 

Dortmund/Stuttgart/Duisburg, 26. Januar 2026 - Unmoralische Angebote stoppen: Ab morgen findet Europas größte Jagdmesse „Jagd & Hund“ auf dem Messegelände in Dortmund statt.

All-inclusive Reisen zum Morden
In Halle 7 werden Aussteller wieder zahlreiche Angebote für Trophäen-Jagdreisen auf Preislisten präsentieren.
Ab 18.000 Euro werden Elefantentötungen angeboten, Löwentötungen ab 12.000 Euro – und sogar all-inclusive Tötungsreisen für Eisbären können ab 44.000 Euro gebucht werden.

Um ein Zeichen gegen die Trophäenjagd und den Ausverkauf der Natur zu setzen, demonstriert PETA mit einer blutigen Aktion am Eröffnungstag ab 11:30 Uhr vor dem Eingang Nord der Westfalenhallen.
Eine Person im Jäger-Kostüm posiert über „erschossenen Wildtieren“: Als Elefant und Löwe verkleidete Aktive liegen in einer „Blutlache“ und symbolisieren das verursachte Leid. PETA fordert mit dieser dramatischen Szene die Stadt Dortmund als Veranstalter der Messe auf, zumindest jegliche Trophäenjagdangebote aus den Westfalenhallen zu verbannen.

„Die Elefanten- und Löwenpopulation in Afrika schrumpft immer weiter. Die politischen und behördlichen Verantwortlichen sollten sich schämen, dass sie auf einer von der Stadt Dortmund veranstalteten Messe den Ausverkauf der Natur zulassen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Unsere Protestaktion soll die Kommunalpolitik wachrütteln, damit im Zeitalter des weltweiten Artensterbens keine Trophäenjagd-Messen mehr durchgeführt werden.“

Stadt Dortmund mit-verantwortlich für den Ausverkauf der Natur
Die Messe „Jagd & Hund“ wird von der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH veranstaltet. Alleinige Gesellschafterin der GmbH ist die Stadt Dortmund. Die auf der Messe angebotenen Tiertötungen zum Zweck des Trophäenjagd-Erwerbs, ebenso wie Angebote zur Bogenjagd im Ausland, wären in Deutschland nicht möglich, da sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.
Einige Anbieter werben zudem damit, dass Trophäenjäger keinen Jagdschein besitzen müssen, um im Ausland Tiere zu töten. Vorgeschobene Argumente der Jagdreise-Anbieter und der Kommunalpolitik, es würde sich bei Tötungen um alte oder „Problemtiere“ handeln oder die Jagd würde Schutzgebiete finanzieren, sind längst fachlich widerlegt.

PETA fordert Importverbot für Jagdtrophäen
Viele Hobbyjäger suchen den Nervenkitzel im Ausland: angefangen beim Töten von Bären in Osteuropa bis hin zum Elefanten in Afrika. Schätzungsweise 50.000 Deutsche reisen jährlich ins Ausland, um auf Großwildjagd zu gehen.

Deutschland ist weltweit einer der größten Importeure für Jagdtrophäen international geschützter Arten: 2024 wurden mit Genehmigung des Bundesamtes für Naturschutz hunderte Trophäen von bedrohten Arten nach Deutschland eingeführt, darunter 32 Afrikanische Elefanten, 27 Löwen, 54 Giraffen, 24 Leoparden und sieben Breitmaulnashörner.
Ohne die Möglichkeit, die Jagdtrophäe nach Deutschland zu importieren, würde für viele Jäger der Anreiz fehlen, die Tiere zu töten.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.