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Volle Ausbeute beim Friesen-Fünfkampf
Drei Teilnehmer – dreimal Gold
Eintracht Duisburg schlug beim 130. Kaiserbergfest richtig zu

Duisburg, 04. Juli 2017 - Nur drei Teilnehmer stellte die Eintracht beim diesjährigen Jubiläumsturnier der Friesenkämpfer im Rahmen des 130. Kaiserbergfestes. Doch Hans-Otto Meyer, Katharina Mang und Kilian Weber erfüllten die Erwartungen der Duisburger über alle Maßen.

Katharina Mang baute ihren Vorsprung beim Schwimmen aus
In der Altersklasse der Jugend B 14/15 hatte es Katharina Mang, die zu den Hoffnungsträgern der Fechtabteilung gehört, mit der favorisierten Klara Wirth zur Osten, FSG Warendorf, zu tun. In den Disziplinen Schießen, Kugelstoßen und Laufen erarbeitete sie sich jedoch einen Vorsprung, den sie beim Schwimmen und Degenfechten noch ausbauen konnte. Mit zwei Punkten lag sie schließlich vor der Warendorferin und drängte Lotte Roggel vom TV Paderborn auf den Bronzeplatz.

Kilian Weber (rechts) holte beim Laufwettbewerb mächtig auf
Kilian Weber startete bei den Schülern C12/13 gegen drei Sportler der Auswahl vom FKFC d‘Artagnon aus Bochum. Kugelstoßen, Schießen und Schwimmen liefen nicht wie erwartet, aber dafür trumpfte er mit einer überzeugenden Laufleistung auf und drängte den Konkurrenten Frederick Schlünkes auf Platz zwei.

Den abschließenden Fechtwettbewerb dominierte Weber (rechts) fast fehlerlos, verwies den Bochumer Daniel Halupka auf den dritten Platz und sicherte sich so die Goldmedaille.

Dreimal Gold und in der Teamwertung Platz vier, die Eintrachtler (v. l.) Hans-Otto Meyer, Kilian Weber und Katharina Mang

Senior Hans-Otto Meyer schließlich machte das Triple-Gold dann perfekt. Der 74jährige stellte sich in den Wettbewerben den Sportlern der Männer 40 und 50 plus in getrennter Wertung. Mit 28,45 Punkten errang er ebenfalls den ersten Platz. In der Mannschaftswertung um den begehrten Friesenpokal konnte so das Eintracht-Team immerhin den vierten Platz für sich buchen.

Der Friesen-Fünfkampf ist ein dem Modernen Fünfkampf ähnlicher Mehrkampf in den Disziplinen Fechten, Schwimmen, Schießen, Laufen und Kugelstoßen. Traditionell ist er den Fechtabteilungen zugeordnet, weil er ursprünglich als Ergänzungssport für die Fechter gedacht war. Seinen Namen verdankt er dem ehemaligen Bundesfechtwart Paul Schulze, der bereits im Jahr 1928 das erste Turnier dieser Art in Düsseldorf organisierte. Er benannte diesen Fünfkampf nach dem Mitarbeiter von Turnvater Jahn, Karl-Friederich Friesen, der ein hervorragender Fechter, Turner und Schwimmer war.

Organisiert ist der Friesenkampf innerhalb des Deutschen Turner-Bund und findet auf Landesturnfesten und auf Bundesebene im Rahmen des Deutschen Turnfestes oder der Deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt. Die Fechtabteilung der Eintracht bietet mit eigenem Schießstand, eigener Fechthalle und dem Leichtathletikstadion ideale Trainingsvoraussetzungen für den Fünfkampf.

Nach 2012 war ein deutlicher Rückgang der Mitgliederzahl bei der Eintracht zu verzeichnen.
Hans-Otto Meyer: “Durch die bis heute andauernde räumliche Einschränkung ließ das Interesse am Friesenkampf deutlich nach.“ Doch Meyer ließ nicht locker: „Mittlerweile haben wir wieder eine Reihe Friesenkämpfer und der Erfolg beim vergangenen Turnfest im Juni mit immerhin zwei Medaillenplätzen gibt Auftrieb.“

Überschattet wurde das Event im Vorfeld durch eine organisatorische Panne bei den Schwimmwettbewerben. Doch hier zeigte sich wieder einmal der unschätzbare Vorteil des Sportparks und die Solidarität der unterschiedlichen Vereine untereinander. Völlig unbürokratisch und spontan stellte der ASCD seine Anlage zur Verfügung und konnte somit die ordnungsgemäße Durchführung der Schwimmdisziplin im Friesenkampf gewährleisten.