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KGS Grabenstraße: Schulfrieden gesucht! Grundschulkinder und Eltern protestierten in Neudorf
Ist der Schulfrieden jetzt in Aussicht? Es gibt doch eine neue Schulführung
Harald Jeschke

update Schulfrieden gesucht
KGS Grabenstraße: Schulfrieden in Aussicht? Es gibt doch eine neue Schulführung
Duisburg, 18. Juni 2022 - Seit Jahren gab es heftige Zwistigkeiten zwischen Lehrkörper, den Klassen- und Schulpflegschaftsvertretern mit der Schulleitung der KGS Grabenstraße. Die katholische Kirche musste tatenlos zusehen, wie eine jahrelang gewachsene harmonische Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkörper aus dem Ruder lief. Es gab vielfältige Versuche der Elternschaft bzw. der Schulpflegschaft um Hilfe. Hier "verschanzten" sich Schulaufsicht und Bezirksregierung hinter juristischen Formulierungen, wurde der verzweifelte Versuch der Eltern nicht nur nicht berücksichtgt, es gab sogar Formulierungen, dass es ja ohne die "aufmüpfigen" Eltern keine Problme geben würde. Es gab Abwanderung von langjährigen Lehrerinnen, den kompletten Rückzug des Fördervereins und das Aufkündigen von jahrelangen ehrenamtlichen Aktivitäten.

Die Landespolitik wurde auch eingeschaltet, was aber ergebnislos blieb. Nach wie vor gibt es aber Aufforderungen an Landespolitiker:innen, das offenkundige Ignorieren von ehrenamtlich engagierten Eltern und deren massive Sorgen in der so wichtigen Entwicklung ihrer Grundschulkinder einer anderen und nicht nur einer juristischen Betrachtensweise zuzuführen. Der Höhepunkt der kontroversen Meinungsvielfalt zur Schulleitung war eine Demonstration vor einem Jahr von Eltern, dem Förderverein und den Schulkindern in einer Form, die es so in Duisburg noch nie gegeben hatte.
Im Stadtteil Neudorf wurden Familien mit Kindern im Grundschulalter sehr hellhörig und kritisch, was sich wohl auch in den Schulanmeldungen niederschlug.
Das nun auch nach dem gestörten Schulfrieden im vergangenen Jahr abgeordnete Lehrerinnen wieder wechseln wollen, schafft erneut Probleme. Die Unsicherheit rund um die Schule bleibt also. Ob das im neuen Schuljhr in ein ruhigeres Fahrwasser gelangen könnte, hängt im Wesentllchen von der Schulleitung ab. Die bisherige Schulleitung soll nun auf eigenen Wunsch wechseln. Hier ist wieder die Bezirksregierung gefragt. 

Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärte nach Anfrage:
Die Schulleitung der KGS Grabenstraße hat sich im aktuellen Schuljahr mit hohem Engagement im Austausch mit allen an Schule Beteiligten für eine konstruktive und lernförderliche Atmosphäre an der Schule eingesetzt. In Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht wurden regelmäßige Gespräche unter anderem mit dem Kollegium, der Elternpflegschaft und der Schulkonferenz geführt. Es wurden im Laufe des Schuljahres in vielen Bereichen positive Veränderungen angestoßen, allerdings hat sich der Schulfrieden trotz des auch zeitlich umfangreichen Einsatzes der Schulleitung nicht entsprechend zur Zufriedenheit entwickelt.

Die Schulaufsicht hat die Eltern darüber informiert, dass die Schulleitung deshalb auf eigenen Wunsch nach den Sommerferien mit der Leitung einer anderen Schule betraut wird. Dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Schulleitung möchte der KGS Grabenstraße damit einen konstruktiven Neustart ermöglichen. Über eine Nachbesetzung von vakanten Stellen für Lehrkräfte kann erst mit Beginn der Sommerferien informiert werden, wenn die Stellenplanungen für alle Grundschulen in Duisburg abgeschlossen sind. Grundsätzlich ist das Ziel der Stellenplanung für die KGS Grabenstraße wie auch für die anderen Duisburger Grundschulen, die Schulen so mit Personal auszustatten, dass die Stundentafel abgedeckt ist. Zudem soll für jede Klasse eine Klassenlehrerin bzw. ein Klassenlehrer zur Verfügung stehen.


update Schulfrieden gesucht
Aufforderung zum Rücktritt der Schulleiterin werden massiver
Der Rückzug der Ehrenamtlichen geht weiter
Duisburg, 3. Juli 2021 - Ein Brief aus der Elternschaft wurde mit folgendem Inhalt an Schulleiterin Frau Metz-Kuczkowski gerichtet:
Die Protestaktion vor unserer Schule war ein voller Erfolg. Unser Anliegen ist es doch schließlich, die Diskussion um Ihren Posten an die Öffentlichkeit zu bringen. Wir wollen Veränderung an unserer Schule, zurück zu der guten Schule, die die KGS vor Ihnen war. Manche von uns erinnern sich noch an diese schöne Zeit. Sie haben das Vertrauen der Eltern, einiger Lehrer*innen und vieler anderer Personen verspielt. Nach vorne schauen; wir tun das. Unser Blick nach vorn sieht Sie allerdings nicht mehr vor. Denn Sie haben damals eine gute Schule übernommen und durch Ihr Wirken sind wir jetzt da angelangt, wo niemand jemals hinwollte.
Erfreulich finden wir, dass Sie die Missstände an der KGS ebenso wahrnehmen: „[...]wieder ein lern- und entwicklungsförderliches Klima und eine gute Zusammenarbeit aller an unserer Schule zu erreichen.“ Einzig die Ursache, darüber wollen Sie anscheinend nicht nachdenken und reden. Das letzte Gesprächsangebot der Schulpflegschaft und des schulpsychologischen Dienstes haben letztlich Sie und Frau Süß abgelehnt. Unter Ihrer Leitung sind zahlreiche Mitarbeiter*innen geflohen. Wir fordern Sie auf: stellen Sie sich Ihrer Verantwortung, machen Sie Platz für einen echten Neuanfang ohne Altlasten. Herzliche Grüße die unterzeichnenden Eltern."
Diese Brief wurde von 35 Familien sowie 64 Einzelpersonen, die der Schulgemeinschaft angehören und teils mehrere Kinder an der Schule haben, gezeichnet.

Bezeichnend ist auch eine Äußerung von  Pfarrer Christian Schulte, der betont, dass ander als in einer Kita die Kirche disziplinarisch hier nicht eingreifen kann. Das beinhaltet, dass die Kirche dies in diesem Fall getan hätte.

Das ist vielleicht auch so etwas wie eine Grundlage für Regierungspräsidentin Brigitta Rademacher, deren Behörde wie die Schulaufsicht in Duisburg von juristisch nicht belastbarem Verhalten im Fall der KGS-Schulleiterin formuliert. Die Kölnerin hätte auch in Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfindende Landtagswahl und ihrem wohl anstehenden Ruhestand alle Möglichkeiten, in der Tiefe auszuloten, was hier Kindes- und Allgemeinwohl nebst Elternwillen bedeuten könnte. Sie war im Rat der Stadt Köln als Rechtswissenschaftlerin Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses sowie Beigeordnete der Stadt Siegen für Schule, Jugend, Sport und Kultur. Vielleicht hat sie den besseren "Empfindungsnerv" als ihre Mitarbeiterinnen?
An die Adresse von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer: Beurteilen Sie bitte die in diesem Fall getroffenen Entscheidungen der Schulaufsicht.

Zu den KGS-Anmeldezahlen für das neue Schuljahr: Die Zahlen, die eine Zahl mit je 26 Kindern in den beiden Erstklässlerklassen beziffert werden gibt es Zweifel. Insider sprechen von lediglich 43, darunter auch 7, die von der Schule Tonstraße aus unterschiedlichen Gründen wechseln wollten.
Weiterhin hat eine weitere Person mit einer Ehrenamtvereinbarung zwischen Schule und der Stadt Duisburg sein mehrjähriges Engagement mit klarem Hinweis auf die Schulleitung beendet.

In diesem Fall: Harald Jeschke, auch als Ehrenvorsitzender des Bürgerverins Duisburg-Neudorf e.V., ehemaliger Leiter Unicef Duisburg und ehrenamtlicher Bürger an der Grundschule

update Schulfrieden gesucht: Der Kampf geht weiter!
Beschämend in diesem Skandal ie Untätigkeit der Roole KGS-Schulleitung, der Schulaufsicht und der Bezirksregierung
Duisburg, 2. Juli 2021 - Es flossen viele Tränen bei Eltern, Grundschülern und den ja, man muss es so in aller Deutlichkeit sagen - "weggemobbten" Lehrerinnen. Die Schulpflegschaft und die Eltern kämpfen weiter. Auch nach den Ferien, da sind sich alle ganz sicher. Die Schreiben an das Schulministerium und die Petition an den Landtag laufen. Konkret wurden seitens der heftig umstrittenen Schulleitung der KGS mit der Schulbehörde neue Lehrerinnen an die Grabenstraße (beordert?) geholt.

In Neudorf - und weit darüber hinaus - wurde die Aktion der Eltern und ihrer Kinder sehr aufmerksam und viele Bürger versicherten mit Erschütterung verfolgt. Die Eltern fordern nach wie vor eine neue Leitung, die Schüler ihre alten Lehrerinnen zurück. Das Vertrauen in die Schulaufsicht und die Bezirksregierung wurde heftig verspielt.

"Das muss auf Landeseben doch endlich geändert werden" heißt es unisiono. Und: Wie kann es sein, dass immer wieder der Name der Schulrätin Süß auftaucht.

In Lehrerkreisen - niemand will hier seinen Namen nennen aus Angst vor Repressalien - kursiert, dass es in fünf anderen Duisburger Schulen die gleichen Probleme mit der Schulleitung geben soll.

So wäre ein "Antanzen müssen" bei der Schulleitung für Nichtigkeiten oder gar nicht zutreffende Begebenheiten an der Tagesordnung. Aus dem Bereich der Schulaufsicht wären dem Vrnehmen nach Töne zu hören gewesen, die in Richtung Rebellion und Strafversetzung gipfeln sollten. Die verunsicherten Lehrer gingen nach schlaflosen Nächten mit engschlagenem Nervenkostüm, Magenschmerzen und Zukunftsängsten zur Schule.
War das tastsächlich die Tagesordnung an sechs Schulen?
Wie ist es da im Fall der KGS zu verstehen, dass die Schulleiterin in der Wedauer Grundschule Am See Klassenpflegschaftsarbeit versieht?

All das wirft bei der Lehrerschaft die Frage auf: Wer hilft uns? In der Phalanx des Schweigen und der Angst fühlen sich die Lehrkräfte im Stich gelassen. Genauso ist das bei den Eltern und ihren Kindern - und das in einer Pandemie.

Der vorherrschende Eindruck: Es soll alles ausgesessen werden. Es wird klar gezeigt, wer das Sagen hat. Wenn also schon in der Grundschule den Kindern vor Augen geführt wird, das Demokratie und Meinungsfreiheit nur Worthülsen sind, was kann man da hochrechnen...

Es geht nicht um Befindlichkeiten Einzelner, es geht scheinbar um ein System, das in der Schule "schule" gemacht hat. Wenn die Politik hier schweigt, wird sie auch die Konsequenzen tragen müssen.

Was viele Betroffene jetzt erwarten: Eine neue Schulleitung, der Austausch der behördlichen "Einschätzer in Bezirksregierung" und Schulaufsicht. Was hier psychologisch angerichtet wurde, ist beschämend und skandalös zugleich. Solle da nicht auch der Oberbürgermeister oder der Schulausschuss im Rat der Stadt etwas zu sagen haben? Oder trauen sich die Demokraten nicht mehr an heikle Themen und beschäftigen sich lieber mit sich selbst?

Sicher scheint, das enormes ehrenamtliches Potenzial mit Füßen getreten wurde. Das werden die Bürger, so wurde es unisono versichert, nicht vergessen. Das war das Fazit bei der heute sehr emotionalen Verabschiedung, bei der die Schulleitung wie erwartet nicht anwesend war, um zum Beispiel zwei verdiente Ehrenamtliche, die mehr als 13 bzw. 11 Jahre sich unermüdlich für die Schule und die Kinder eingebracht hatten.


update Schulfrieden gesucht

Duisburg, 29. Juni 2021 - Auch nach einer in der Redaktion eingetroffener Mail und einem Gespräch mit einer Sprecherin der Bezirksgregierung wurde deutlich: Nur die rechtsrelevante Position ist hier maßgebend. Es sei kein juristisches Fehlverhalten der Schulleiterin erkennbar.

Dies war zuvor nach einem versuchten Vermittlungsgepräch mit der Schuldezernentin Duisburgs Astrid Neese und der Schulaufsicht exakt so betätigt worden. Weitere Gespräche sind nicht angedacht, es wäre alles gesagt und geschrieben worden. Jetzt stehen Ferien an und dann beginnt das neue Schuljahr. Gemeint ist das Aussitzen. Dass da der Ruf hinter vorgehaltener Hand von wütenden Eltern nach Ablösung oder gar Auflösung dieser Instanzen lauter wird...
Betroffene Lehrerinnen waren dankbar, dass die Umstände endlich einmal in die Öffentlichkeit gekommen ist. Mehr wollte keine sagen, da es juristische Konsequenzen haben könnte. So langsam wird es immer klarer, warum es Lehrerinnen gibt, die am Rand des Nervenzusammenbruchs stehen.

Auch die katholische Kirche hat klar Stellung bezogen. Der gute Ruf der Schule mit einem enorm engagierten Lehrerkollegium wurde zerstört. Ein normaler Schulbetrieb sei gar nicht mehr möglich erklärte Pfarrer Christian Schulte gegenüber den Medien.

Duisburg, 29. Juni 2021 - "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Lehrer klaut" skandierten rund 300 besorgte Grundschüler mit Eltern, Omas, Opas und ehemaligen Schülern vor dem Schulbeginn am Schultor der Katholischen Grundschule zu beiden Seiten an der Neudorfer Grabenstraße - mit viel Medienpräsenz.
Schulfrieden gesucht!
So lautet das Motto der Schulpflegschaft der Katholische Grundschule an der Grabenstraße in Duisburg-Neudorf für die erste Mahnwache an der Schule. Trauer und Fassungslosigkeit der Eltern, Schulpflegschaft, Förderverein oder dem St. Martinsausschuss sind vorherrschendes Element. Sie alle wollen nicht mehr mit der aktuellen Schulleiterin zusammenarbeiten, ein seit Jahren sehr engagiertes und erfahrenes Lehrerkollegium wirft in großer Zahl das Handtuch.
https://www.openpetion.de/schulfrieden

Ehrenamtliche, die seit 11 bzw. 13 Jahren der Schule ohne Wenn und Aber zur Verfügung standen, wenden sich nun ab, der Förderverein wird nach dem Schuljahr die so nimmermüde und wertvolle Tätigkeit einstellen.
„Mir geht es gar nicht gut. Ich bin absolut für Frieden und klärende Gespräche, aber so geht es leider nicht mehr weiter“, verkündete die Vorsitzende.

Fassungslosigkeit hat sich seit mehr als einem Jahr im direkten Umfeld der Schulleitung breit gemacht, die nun endgültig auf die Elternschaft übergegriffen hat.

Total engagierte Lehrerinnen waren mit den Nerven am Ende, andere stimmen mit den Füßen ab und verlassen eine Grundschule, deren Ruf durch die vorherige Schulleiterin Frau Dollhausen einen überaus guten Ruf in Neudorf und darüber hinaus hatte.

Innerhalb nur eines Jahres haben fünf Lehreinnen einen Versetzungsantrag gestellt, die pädagogische Fachkraft hat gekündigt, vier Lehrerinnen sind langzeiterkrankt und eine Ehrenamtlerin hat der Schule den Rücken gekehrt.

All dies geschieht zu Lasten der Kinder.
Sie verlieren ihre engsten pädagogischen Bezugspersonen!
Warum handelt keine der zuständigen Behörden?
Trotz zahlreicher Beschwerden der Lehrer und Eltern?
In keinem Unternehmen der freien Wirtschaft blieben solche Entwicklungen ohne Konsequenzen. Und hier geht es nicht um Waren oder Dienstleistungen, es geht um unsere Kinder!

Die Anmeldung bestätigten in jedem Jahr den bisher guten Ruf der Schule.
„Kann ich jetzt mein Kind noch ohne Bedenken anmelden,“ lauten verunsicherte ängstliche Fragen von Eltern, die ihr Kinder anmelden wollen, nun aber vom akuten Meinungsbild verunsichert werden, da es in Neudorf gärt.

Eine große Zahl an Gesprächen, Telefonaten und Briefen der Schulpflegschaft an die Schulaufsicht fruchteten nichts.
„Ein weiterer Gesprächsbedarf sei nicht erkennbar,“ hieß es von offizieller Stelle von Schulaufsichtsrätin Süß. Es wäre alles gesagt und geschrieben worden.

Nun haben die Eltern die Nase voll und gehen an die Öffentlichkeit.

Können Grundschulkinder streiken?
Nein, eher nicht. Dazu müssten sie erst einmal in der Lage sein, alles zu verstehen. Aber genau das gelingt ihren  Eltern nicht mehr.
„Mama, ich weiß nicht mehr, wen ich ansprechen kann, wenn ich ein Problem oder Angst habe,“ berichtet eine Mutter über die Ängste ihrer Tochter, die nicht weiß, was um sie herum geschieht. Erst kam Corona und nun Ängste um die vertrauten Menschen um sie herum, dass ihre Ansprechpartner nicht mehr da sind.

Im gärenden Prozess scheint es so, dass die Schulaufsicht lediglich den rechtlichen relevanten Teil des Gesamtproblems in Betracht zog, nicht aber den menschlichen.  

Vor einem Jahr wollte die Sozialpädagogin nicht mehr, jetzt sind es insgesamt sieben von acht Klassenlehrerinnen, die die Art und Weise der Leitung erschreckend finden.

„75 Prozent meines Engagements hat mir diese Schulleiterin geraubt“, versichert eine langjährige Klassenlehrerin. Die übriggebliebene signalisierte zudem, dass sie ebenfalls den Wunsch hat, diese Schule nun zu verlassen. Und das in Zeiten des absoluten Lehrermangels an Grundschulen in Duisburg.

Briefe von aktuellen und ehemaligen Schulpflegschaftsvorsitzenden gingen nun an den Oberbürgermeister.

Einer von vielen Hilferufen!

Kommentar
Jeder kennt das: Die Erinnerung an die Grundschulzeit ist unlöschbar verankert. Im Rückblick hat fast immer die damalige Lehrerin, der damalige Lehrer so oder so den Stellenwert des prägenden Charakters. Die Grundschüler dieser Pandemie-Jahrgänge haben ohne Zweifel besonders gelitten. Wenn dann noch so ein personelles Desaster hinzukommt, durchleben die betroffenen Kinder ihren persönlichen Super-Gau.

Wer hat nun in der verworren wirkenden Situation das Rückgrat, mit entsprechender Kompetenz heilend einzuwirken?
Die Schulaufsicht hat sich eher disqualifiziert.

Geht es um das Machtgefüge?
Um subjektive Befindlichkeiten oder sollte nicht stets doch das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen?
Man darf unterstellen, dass die Aufsicht über die Schulleitung wohl selten mit Empathie-Prüfung beschäftigt war. Es gilt wohl wie in diesem Fall eher die formaljuristische Betrachtensweise. Elternwillen spielt wohl eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Seit Jahren ist das Gefühl vorherrschend, dass die Basis der Pädagogen von den Stellen, die in höheren Beamtengefilden über sie bestimmen, die Entfremdungs-Meile eher in weltweite Ferne angesiedelt ist. Genau das ist bei den Eltern so angekommen und sorgt für Unverständnis und Frust


Schulaufsicht und Bezirksregierungen - die unbekannten Wesen
Beim Protest und der begonnenen Petition der Eltern der Grundschule Grabenstraße in Duisburg-Neudorf wurde es überdeutlich: Elternsorgen sind uninteressant, die Psyche der Kinder - interessiert die Behörden nicht.
Solche Eindrücke sind verheerend in Hinsicht auf Demokratieverständnis und politischem Handeln bzw. fehlender Bürgernähe.

Der Bürger - hier die betroffenen Eltern, Großeltern, Verwandte, Schulpflegschaft sowie Förderverein - sind es leid, von beiden Behörden zu hören und zu lesen, dass rechtskonform geprüft wurde und es keine Beanstandungen gegenüber der Schulleitung vorliegen.

Terroristische Schulleitung?
Sollten Schulleitungen vielleicht generell ständig im Lehrerkollegium mit dem psychologischen Dienst arbeiten?
Warum kursiert dem Vernehmen nach bei Lehrkörpern allgemein der sehr drastische Ausdruck "terroristische Schulleitung"?

Haben Schulaufsicht und Bezirksregerung und schlimmer noch Bildungsministerien noch den realen Bezug zum Schulalltag?
Es geht hier nicht um Genehmigungsverfahren von Werkserweiterungen oder einer Mülldeponie.
Die Landespolitik ist gut beraten, diese tickende Zeitbombe vernünftig und zeitnah auch besonders in der Zeit der Pandemie zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen.
Ein "weiter so" kann und darf sich der Kultusbereich wahrlich nicht an die Fahne heften.