BZ-Home    

Kultur aktuell

Redaktion Harald Jeschke



BZ-Sitemap
Kultur-Sitemap
Archiv 2020
DeutscheOper am Rhein
Kult-Pur

Sonderseiten Kultur
Duisburger Akzente
Brauchtum
Ausstellungen
Kunst im Untergrund
Kulturrucksack


Bibliothek Literatur

Was-Wann-Wo
Buch-Besprechungen
Film-Besprechungen


Mercatorjahr 2012

 

 

 







„Kreativquartier Ruhrort“ 

 

Lebendiger Adventskalender: Menschen im Hafenquartier wieder zusammen bringen  

Duisburg, 8. Oktober 2021 -  Nachdem im Vorjahr nur eine virtuelle Variante möglich war, soll es im Dezember wieder einen Lebendigen Adventskalender im Kreativquartier Ruhrort geben.   Der Ruhrorter Bürgerverein und das Kreativquartier Ruhrort rufen alle Bürger, Geschäftsleute und Institutionen auf, sich für ein Kalendertörchen in die ausliegende Liste einzutragen. Seit dem Kulturhauptstadtjahr hatte das Gemeinschaftsevent die Ruhrorter allabendlich im Advent auf die Beine gebracht, um an verschiedensten Orten kreative Darbietungen zu erleben.

 Vom Gemeinschaftssingen, Lesungen, Aufführungen, kleinen Konzerten bis hin zu Videoinstallationen hat es schon vermutlich alle Spielarten kreativer Vielfalt gegeben. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und von besinnlich bis schrill ist alles erlaubt, was familientauglich ist. Ganze Hausgemeinschaften haben so ihre Hinterhöfe zu Konzertsälen, einige Firmen ihre Innenhöfe zu Theaterbühnen und eigens gebildete Projektgruppen öffentliche Plätze zu stimmungsvollen Kulissen für die kurzen, kreativen Belohnungen gemacht, die hinter dem Törchen warteten.  


In Pandemiezeiten sollen die Zuschauer auf jeden Fall im Freien bleiben und auf die sonst mögliche Reichung kleiner Erfrischungen soll in diesem Jahr aus hygienischen Gründen lieber verzichtet werden. „Wir sind uns bewusst, dass besonders die aktuell am schlimmsten von Ansteckung bedrohte Bevölkerungsgruppe der Kinder und Jugendlichen unserer besonderen Vorsicht bedürfen, weil für sie noch kein Impfstoff freigegeben ist,“ sieht Bürgervereins-Vorsitzender Dirk Grotstollen die Notwendigkeit der Vorsicht.

Fotos Peter Jacques

„Die Abende sollen für alle ein Erlebnis ohne Reue sein, sodass wir die Erwachsenen bitten, nur zu kommen, wenn sie geimpft oder genesen sind,“ ergänzt Kreativquartier-Moderator Heiner Heseding die freiwillige Einschränkung auf 2G. Dass dies nur funktioniert, wenn alle selbst Verantwortung übernehmen, ist den Organisatoren bewusst: „Eine Kontrolle von Impf- oder sonstigen Nachweisen ist bei dieser Form von privaten Treffen kaum möglich.“  

Die Liste mit den 24 Törchen liegt im Blumenladen Liebeblume von Manuela Joormann an der Harmoniestr. 15 (direkt am Neumarkt) bis Ende Oktober aus. Danach soll dann wieder ein Flyer erstellt und überall ausgelegt werden. Auch Törchenpaten aus anderen Stadtteilen sind übrigens zugelassen, solange das Törchen im Hafenstadtteil stattfindet.

 

Abhängen mit den Künstlern  

Duisburg, 23. September 2021 - Nach zwei Wochen endet am Sonntag die Ausstellung „Ein Traum in bunt“ mit Werken von Stefan Thoben und Marius Schmahl im Das PLUS am Neumarkt. Die Ausstellung „4650 Gelsenkirchen“ bleibt dafür noch ein Weilchen.  
Ausgeträumt und weiter geträumt heißt es am Wochenende am Neumarkt 19 in Ruhrort. Das Ausstellungs-Duo Stefan Thoben und Marius Schmahl, deren Werke im Das PLUS am Neumarkt zu sehen sind, beendet die Ausstellung „Ein Traum in bunt“ mit einer Abhäng-Finissage. Dabei hat das Publikum am Sonntag von 11 bis 14:30 Uhr noch einmal die Gelegenheit mit den Künstlern abzuhängen und dann miteinander die ausgestellten Fotos und aquarellierten Skizzen abzuhängen und versandfertig einzupacken, oder gekaufte Exemplare gleich mit nach Hause zu nehmen.


Dabei kommen am Wochenende noch einmal zwei Exponate dazu: Stefan Thoben hat in seinem Bilderfundus noch eine weiteres Foto aufgespürt, das mit dem Namen des Projektladens korrespondiert. Das Foto wird als Inventar in den Besitzt des Kreativquartier-Ladens übergehen und dauerhaft zur Ausstellung kommen. Marius Schmahl hat den Projektladen selbst zum Objekt gemacht und eine Auftragsarbeit fürs Kreativquartier Ruhrort angefertigt. Die beiden Bilder werden als Ergänzung zu den am Wochenende stattfindenden Offenen Ateliers auch am Samstag von 10:30 bis 18:30 Uhr zu sehen sein.  
Verlängert bis zum 1. Oktober 2021 wird die korrespondierende Ausstellung „4650 Gelsenkirchen“ von Tristan Kreß. Der Instagram-Künstler stellt im Studio 37 von Gernot Schwarz Fotos aus seiner Heimatstadt bei Schalke aus. Zur Ausstellungsverlängerungs-Vernissage am Sonntag ist der westfälische Fotograf im Künstler-Atelier an der Fabrikstr. 37 in Ruhrort anzutreffen.

Abhaeng-Finissage by Gernot Schwarz

Joe McPhee – John Edwards – Klaus Kugel

Duisburg, 20. September 2021 - Das Trio um den amerikanischen Saxofonisten Joe McPhee macht auf seiner Europatournee Station im preisgekrönten Jazzclub in der ehemaligen Eisenwarenhandlung.

 

Der natürliche Spielort für Jazzmusiker im Kreativquartier Ruhrort ist wohl das Lokal Harmonie. Preisgekrönt als herausragender Jazzclub in Land und Bund, kommen viele nationale und internationale Künstler gerne auf die kleine Bühne im rustikalen Ambiente. Gerühmt für seinen überragenden Raumklang, sind hier alle Spielarten des improvisierten Jazz zuhause. Auch das Trio McPhee-Edwards-Kugel hat hier bereits im Jahr 2017 ein gefeiertes Konzert gespielt. Nun kommen die drei Musiker aus den USA, England und Deutschland aus Tschechien kommend zurück ins Hafenquartier, ehe sie nach Berlin und Wien weiter ziehen.

 

Joe McPhee, der älteste der drei routinierten Musiker ist seit den 1960er Jahren in verschiedenen Ensembles erfolgreich. Immer wieder war er dabei für längere Zeit in Europa und in Deutschland engagiert, wo er als Soldat nach dem zweiten Weltkrieg stationiert war. Beim Moers-Festival im Mai des Jahres, war er mit dem Quartett Decoy vertreten, in dem auch der englische Bassist John Edwards sein Partner ist.
Im Trio mit dem deutschen Spitzenschlagzeuger Klaus Kugel haben sie drei Alben auf dem polnischen Jazzlabel Not-Two-Records eingespielt. Kugel ist ein Stammgast in Ruhrort, seit er im Jahr  1999 mit dem Ensemble von Theo Jörgensmann in der Haniel-Akademie erstmals hier auftrat. Im Lokal Harmonie hat er in den letzten Jahren mit verschiedenen Bands in unterschiedlichen Besetzungen gastiert.

 

Auch im Konzert im Lokal Harmonie wird man wieder die dichte Energie spüren, die sich bildet, wenn die drei Musiker interagieren. Freien Ausbrüchen stehen dabei lyrische Passagen gegenüber, die immer auf der Suche nach dem ungewohnten und ungewöhnlichen Übergang zur nächsten Ebene im Zusammenspiel sind.
Sanften perkussiven Tönen von Becken, Gongs und anderen Klangkörpern steht die elegante Bogenführung auf dem Bass gegenüber. Kommt der Klang des Saxofons oder der Trompete mit ins Spiel, wird die Energie schnell dichter und es entsteht ein komplexes Zusammenspiel von höchster musikalischer Qualität, das die Zuhörer in der intimen Atmosphäre des Konzert- und Produktionsraums mitreißt.

 

Der Konterabend beginnt um 19 Uhr mit dem Duo Mesojazz. Die Duisburger Musiker Freddy Gertges (Saxofon) und Dirk Friedrich (chromatische Mundharmonika) bewegt sich im Dunstkreis freier Improvisation, Freejazz und Avantgarde. Weniger den Traditionen als mehr dem Dazwischen fühlen die beiden sich verbunden. Spartanisch besetzt, mit ungewöhnlicher Instrumentierung und ohne technische Spielereien entsteht ein eigener Sound. Mesojazz, die Begegnung stets vordergründig, der Name ist Programm.

 

Der Eintritt beträgt 15 EURO. Karten können im Vorverkauf per Email an info@kreativquartier-ruhrort.de oder telefonisch unter 0203-9356612 bestellt werden.

 

McPhee – Edwards – Kugel ( by Igor Avdeyev)

Samstag, 25. September 2021, 19 Uhr - Lokal Harmonie, Harmoniestr. 41, Duisburg-Ruhrort. Eintritt: 15 €

 
Ein Traum in bunt

Fotos von Stefan Thoben und Tristan Kreß; Skizzen von Marius Schmahl   
Die Vernissage mit über 80 ausgestellten Werken findet am 11. September um 19 Uhr statt: https://www.facebook.com/events/536542137567095 Zur Ausstellungseröffnung liest Stefan Thoben aus seinem Buch »Ein Traum in bunt - Entdeckung Ruhrgebiet«, das auf der Shortlist für den Literaturpreis Ruhr 2021 steht. Im Anschluss wird ein Abendspaziergang zur Galerie 37 angeboten, wo unter dem Titel »4650 Gelsenkirchen« Fotos von Tristan Kreß gezeigt werden. Der Eintritt ist frei, es wird der Hut herumgereicht.  

Duisburg - by Stefan Thoben
 
AUSSTELLUNGSTEXT:  »Zwischen Dortmund und Duisburg ist Weiß nur ein Traum«, notierte Heinrich Böll 1958 im Vorwort zu den Ruhrgebietsfotografien von Chargesheimer. In den über 60 Jahren, die seitdem ins Land gegangen sind, hat der Strukturwandel dem Revier ein neues Gesicht verpasst. Kohlenpott minus Kohle – das war für Stefan Thoben Anlass, eine aktuelle Bestandsaufnahme zu wagen.
Ohne vorherige Ortskenntnis erkundete der hannoversche Journalist vier Wochen lang jeden Winkel zwischen Dortmund und Duisburg, fotografierte abseits touristischer Pfade wie mitten drauf und taufte sein Buchprojekt kritisch bezugnehmend auf Böll und Chargesheimer: »Ein Traum in bunt«. »Ein Traum in bunt« sind auch die aquarellierten Skizzen des Hagener Architekten Marius Schmahl, der bei Instagram als »Pottpinsel« zeigt, wie wunderbar facettenreich und kultig der Ruhrpott ist. Extra für die Ausstellung im Kreativquartier Ruhrort hat der 33-Jährige einige von Thobens Fotomotiven malerisch interpretiert.  

by Marius Schmahl

Dazu im Studio 37 »4650 Gelsenkirchen« von Tristan Kreß: Als das ZDF 2019 ein bundesweites Städteranking veröffentlichte, lagen Duisburg, Herne und Gelsenkirchen auf den letzten drei Plätzen. Im Gegensatz zu dem Becher-Meisterschüler Laurenz Berges, der mit seiner jüngsten Fotoserie »4100 Duisburg« eine klischeehafte Zerfallsästhetik stilisierte, porträtiert der Gelsenkirchener Fotograf Tristan Kreß seine Heimatstadt in stiller Würde und Schönheit. Unter dem programmatischen Titel »4650 Gelsenkirchen« ist eine Auswahl seiner stimmungsvollen Motive zu sehen – einen Steinwurf entfernt in Gernot Schwarz' Studio 37 in der Fabrikstraße 37.    

KURZBIOS:   Stefan Thoben (39) ist freier Journalist und lebt in Hannover und Berlin. Für einen Super-Bowl-Trip besorgt er sich 2013 eine Spiegelreflexkamera und entdeckt in New Orleans die Lust am Fotografieren. Die Farben und Formen seiner Motive sind beeinflusst von seiner Begeisterung für Farbfoto-Pioniere wie William Eggleston, Joachim Brohm und die New Topographics. Sein im Verlag Andreas Reiffer erschienenes Buch »Ein Traum in bunt - Entdeckung Ruhrgebiet« steht auf der Shortlist für den Literaturpreis Ruhr 2021. https://www.instagram.com/kaleidostob/   Marius Schmahl (33) lebt mit seiner Freundin und Tochter in Hagen, verdient seine Brötchen als Architekt und nutzt seine Freizeit zum Urban Sketching. Seit 2019 veröffentlicht er bei Instagram Skizzen aus dem Ruhrgebiet. Sein liebster Illustrator und Vorbild ist Felix Scheinberger. https://www.instagram.com/pottpinsel/  


Tristan Kreß (29), geboren in Marl, wohnt mit seiner Frau und Tochter in Gelsenkirchen und fotografiert seit vier Jahren zu jeder Tageszeit und mit Vorliebe nachts. Auf seinem Instagram-Kanal beweist der gelernte Krankenpfleger und Schalke-Fan, dass auch eine Stadt mit ramponiertem Image lebens- und fotografierenswert sein kann und widersetzt sich mit seinen magischen Nachtaufnahmen der alten Leier von Angsträumen und »No-go-Areas«. https://www.instagram.com/gelsenfoto/   Für die Unterstützung der Ausstellung bedanken wir uns beim Kulturgut Haus Nottbeck – Museum für westfälische Literatur.  
Die Ausstellung wird begleitet durch einen Soundtrack mit Titeln der Bands Die Wände, Mother oft he Unicorn und Highest Sea mit freundlicher Genehmigung des Berliner Indielabels „Späti Palace“, der vor dem Ladenlokal auf dem Ruhrorter Piratensender PRFN, UKW, 99,0MHz mit jedem handelsüblichen Transistorradio, Autoradio oder Handy mit Radiofunktion zu empfangen ist.  


Das PLUS am Neumarkt Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort 8. bis 26. September 2021   Und im Studio 37, Fabrikstr. 37: 4650 Gelsenkirchen – Fotos von Tristan Kreß 11. bis 26. September 2021     Achtung: Die Ausstellung läuft ab dem 8. September zunächst als digitale Schaufensterausstellung.   Das PLUS am Neumarkt wird gefördert vom: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

Literatour 100: Autoren auf dem Neumarkt zu Gast

Duisburg, 29. Juli 2021 - Am Samstag nächster Woche, 7. August 2021 zwei literarische Leckerbissen auf dem Neumarkt in Ruhrort Gast des Kreativquartier Ruhrort. Wir bedanken uns vorab für die Ankündigung in Ihren Medien und laden herzlich zu den Veranstaltungen ein. Gerne stellen wir den Kontakt zu den Autoren für Interviewwünsche am Veranstaltungstag her.

Ivo wusste immer schon, dass er besonders ist. Besonders cool, besonders talentiert, besonders attraktiv. Alle wussten es, seine Familie, seine Jugendtrainer, seine Freunde. Jetzt ist er einer der bestbezahlten Fußballer der Welt, fährt einen Bugatti, hat eine Ehefrau und zwei Kinder, die er über alles liebt. Doch als seine Jugendliebe Mirna ins Spiel kommt, gerät das sichere Gerüst ins Wanken. Wie koordiniert man eine Affäre, wenn man eigentlich keine Freizeit hat? Lässt Ivos Leistung auf dem Spielfeld nach? Und was macht eigentlich seine Frau, während er nicht da ist?

Der Roman gibt Einblick in das Schauspiel des Profisports und entlarvt seine Spieler als Schachfiguren auf einem kapitalistischen Spielfeld. Tonio Schachinger, geboren in New Delhi, aufgewachsen in Nicaragua und Wien, studiert Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Mit seinem Debütroman »Nicht wie ihr« stand er auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019. Foto: detailsinn    

Sigi Domke und Michael Hüter Lustige Lesung mit Live-Zeichnung  
Eine starke Kombi: Während Autor Sigi Domke aus seinen Werken liest, zeichnet Karikaturist Michael Hüter simultan dazu. Es ist die Kurzform, die hier vorherrscht, sowohl, was die ausgewählten Texte anbelangt, als auch die Geschwindigkeit, mit der Michael Hüter seine Bilder entstehen lässt, die die vorgetragenen Geschichten aufs Schönste illustrieren. Für das Publikum gibt es viel zu lachen und am Ende kann man, mit ein wenig Glück, einen echten Hüter mit nach Hause nehmen!  

Sigi Domke, im Ruhrgebiet lebender Schriftsteller, legte nach vielen vergnüglichen Streifzügen durch literarische Kurzformen mit „Pinkelpausen und Tai-Chi“ seinen zweiten ausgewachsenen Roman vor. Bekannt ist er ebenfalls durch seine Ruhrgebietskomödien („Freunde der italienischen Oper“, „Die Ruhrrevue“, „Ronaldo und Julia“ u. a.) sowie die Arbeit für „Herbert Knebels Affentheater“.  

Michael Hüter arbeitet als Illustrator und Karikaturist für Zeitungen, Zeitschriften und verschiedene Institutionen. Er lebt im Ruhrgebiet und bereist ansonsten beruflich wie privat das Ruhrgebiet sowie große Teile Europas.  
Samstag, 7. August 2021, 19.30 Uhr Neumarkt, 47119 Duisburg-Ruhrort. Foto: Verlag Henselowsky & Bochmann

 Eintrittskarten kosten pro Veranstaltung 12€, ermäßigt 8€ (SGBII-Leistungsempfänger) Kartenbestellungen ohne VVK-Gebühren per Email an info@kreativquartier-ruhrort.de    
Am Veranstaltungstag ist der Projektladen Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19 von 14 Uhr bis nach den Veranstaltungen geöffnet. Dort können auch Bücher der Autoren erworben und von diesen auf Wunsch signiert werden.    
Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Literatour 100 statt, dem Festival des literaturgebiet.ruhr. Mehr Informationen unter
www.literaturgebiet.ruhr/literatour100. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Regionalverband Ruhr und der Kunststiftung NRW.


Kritzeln und Malen mit Diana Sensendorf & Jan Immanuel Tügel  

Duisburg, 27. Juli 2021 - Pünktlich im dreiwöchigen Rhythmus wechselt die digitale Schaufensterausstellung im Projektlokal Das PLUS am Neumarkt im Kreativquartier Ruhrort. Ab heute Nacht (27. Juli) stellen Diana Sensendorf und Jan Immanuel Tügel ihre Zusammenstellung Kritzel und Malen aus. Ab kommender Woche kommen dann auch Objekte in der Ausstellung im Ladenlokal Neumarkt 19 dazu.
Zu diesem Event ist jede*r Interessierte herzlich eingeladen teilzunehmen und sich an den bereitgestellten Materialien auszuprobieren und ihre/seine Kreativität (wieder) zu entdecken. So fanden schon viele sich vorab fremde Menschen zusammen, die zu Beginn noch zögerlich wirkten und meinten „Ich kann ja gar nicht malen“ und die dann im Laufe des Abends aufblühten und beim Malen Spaß und Entspannung fanden. Die Teilnahme ist immer kostenlos.  
Das Duo meint: "Seit wir uns im Jahr 2019 kennengelernt haben, verbindet uns das gemeinsame Kreativ-sein und unsere Veranstaltungsreihe „Kritzeln & Malen“, welche in unregelmäßigen Abständen an unterschiedlichen Orten stattfindet, so z.B. auch hier in Ruhrort im „Roter Stern“."

Kurzbiografien
Mein Name ist Jan Immanuel Tügel und ich bin 42 Jahre alt. Ich komme ursprünglich aus dem schönen Iserlohn im Sauerland. Arbeiten gehe ich in einem großen Callcenter. Ich bin außerdem Bezirksvertreter in Homberg/Ruhrort/Baerl Zur Kunst bin ich gekommen durch meine liebe Lebensgefährtin, die hier ebenfalls ausstellt. Diana und ich haben uns in einem Stadtteilladen in der Innenstadt kennengelernt, wo wir beide recht aktiv an der Programmgestaltung teilgenommen haben. Wir freuen uns hier ausstellen zu dürfen und bedanken uns dafür.  
Ich bin Diana Sensendorf, geboren 1980, und ursprünglich Ruhrorterin, meine Eltern zog es dann jedoch in den ruhigen Duisburger Norden. Seit 2002 bin ich zurück in Ruhrort und lebe sehr gerne hier. Gemalt habe ich schon immer viel seit meiner Kindheit. Durch unsere „Kritzeln & Malen“-Veranstaltungen fanden Jan und ich dann gemeinsam den Spaß am kreativen Umgang mit Farbe. Am liebsten male ich mit Aquarell- oder Acrylfarben und das auch gerne mit den Fingern.
  

BIST DU GLÜCKLICH?!

Duisburg, 12. Juli 2021 - Ursprünglich für die 41. Duisburger Akzente im Vorjahr geplant, zeigen die fotofreunde von thyssenkrupp eine Ausstellung zum damaligen Festivalthema GLÜCK als kombinierte Schaufenster- und Präsenzausstellung.  
Setzt man sich mit dem Wort „Glück“ auseinander, hat man zunächst die Bilder von Glückskäfern, Kleeblättern, Schornsteinfegern, glücklichen Brautpaaren, Schwangeren und kleinen Kinder vor Augen. Oder die weisen Sprüche berühmter Menschen, wie: „Das Glück liegt auf der Straße.“ Ein Cent, den jemand verloren hat. Sein Handelswert liegt unter dem Wert des Materials, aus dem er gemacht ist. Wer bückt sich noch danach?  

Jemand, der sich freut, etwas Wertvolles gefunden zu haben? Oder daran glaubt, dass diese beinahe wertlose Münze dem Finder Glück bringt? Die „fotofreunde von thyssenkrupp“ bedienen sich nicht nur dieser üblichen Klischees, sondern haben sich auch an Sprichwörtern und an Zitaten von Persönlichkeiten angelehnt, um diese in einem Foto darzustellen.    

Fotos Rosemarie Abel

fotofreunde von thyssenkrupp  
Aktive und ehemalige Belegschaftsangehörige des thyssenkrupp–Konzerns bilden die“ fotofreunde von thyssenkrupp“ und treffen sich alle zwei Wochen, immer in der ungeraden Woche, montags in Räumlichkeiten im thyssenkrupp Werk Ruhrort.   Bereits 1949 haben  einige Fotobegeisterte die „Fotogemeinschaft Hüttenwerke Phoenix Aktiengesellschaft Duisburg-Ruhrort“ gegründet. Die Fotogemeinschaft besteht nun seit über 70 Jahren und hat im Lauf dieser Zeit viele Firmenzusammenschlüsse überdauert.  
Die  Aktivitäten sind:
-  Besprechung der Fototechnik analog und digital
-  Laborarbeiten im eigenen Fotolabor
-  alle Motivthemen der Fotografie, von A bis Z
-  Workshops im eigenen Fotostudio
-  Exkursionen -  digitale Bildbearbeitung -  Präsentation im Internet http://fotofreunde-von-thyssenkrupp.de    

Die Teilnehmer an der Ausstellung  „GLÜCK“:  Rosemarie Abel, Harald Bönsch, Reiner Deckers, Elke Friedenberg, Wolfgang W. Itter, Kathryn Krause, Guido Lauenburger, Gerhard Linial, Horst Linscheid, Georg Lottritz, Görges Klaus, Peter Nied, Ralf Perret, Peter Riemer, Norbert Schmidt.  


BIST DU GLÜCKLICH?! | fotofreunde von thyssenkrupp Ausstellung bis 27. Juli 2021, Eintritt kostenlos wenn der Laden geöffnet ist, meist dienstags bis freitags 10 bis 13 Uhr Digitale Schaufensterausstellung: 24/7 Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg Ruhrort  

 

Post Babel – ein Konzert über die Suche nach Verständigung - Livestream aus Duisburg

Duisburg, 20. Mai 2021 - Wieder einmal fällt ein hoch spannendes Live-Kulturerlebnis (vorerst) der Corona-Pandemie zum Opfer. Statt der geplanten Aufführung von „Post Babel“ am 27. Mai 2021 im Duisburger Lokal Harmonie mit Publikum wird es von dort eine Übertragung per Stream im Internet geben. Gleichwohl sind wir überzeugt: Es lohnt sich, das Ganze auch virtuell zu verfolgen.

Das von der Wuppertaler Improvisationsmusikerin Gunda Gottschalk entwickelte Post Babel-Projekt greift ein hochaktuelles Thema auf: Nämlich die Frage, wie in einer globalisierten Welt mit ihren für den einzelnen immer undurchschaubareren komplexen Zusammenhängen Verständigung überhaupt gelingen kann. Sechs Musiker*innen, zwei Schauspieler*innen und eine Videokünstlerin antworten darauf mit musikalischen/künstlerischen Mitteln.

Anfängliche Klang- und Sprachverwirrung überführen sie durch achtsames aufeinander Hören und voneinander Lernen in ein strukturiertes, vielstimmiges und reiches Klangerlebnis. Die Referenz auf den biblischen Babel-Mythos liegt dabei auf der Hand: Friedliches Zusammenleben und das gemeinsame „Bauen“ an einer lebenswerten Zukunft lassen sich nur über gelungene Kommunikation verwirklichen. „Post Babel“ wurde gefördert durch die Kunststiftung NRW, das Kulturbüro Wuppertal sowie die Stipendienprogramme des Musikfonds und der Bezirksregierung NRW.

Termin: 27. Mai 2021, 20 Uhr, Übertragung aus dem Lokal Harmonie, Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg-Ruhrort. Link zum Live-Stream über www.lokal-harmonie.de Der Deutschlandfunk sendet am 20. Juni einen Mitschnitt aus dem Konzertsaal im Anneliese Brost Musikforum, Bochum. Die geplanten Termine in Bonn, Wuppertal, Essen und Bochum werden auf den Herbst verschoben.  aus der Zeit der Pandemie | Irene Heimbach 5. Mai
Post Babel – Das Ensemble

Gunda Gottschalk (Violine – Idee & musikalische Konzeption)
Gunda Gottschalk spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur. Mit ihren Ensembles ist sie europaweit auf Festivals für zeitgenössische und improvisierte Musik vertreten und gastierte in USA, Kanada, Mongolei, China, Myanmar und Russland. Sie hat bereits mehrere genreübergreifende Großprojekte initiiert und zur Aufführung gebracht: So das Musiktheater „Die 10 Gebote des Clowns“, den „Orchesteraustausch China“ sowie zwei große partizipative Opern mit den Wuppertaler Bühnen und 140 Kindern und Jugendlichen aus Wuppertal.

In NRW belebt sie die Szene durch diverse Aktivitäten: Konzerte mit dem Ensemble „Partita Radicale“, das WIO-Orchester („ein Orchester dirigiert sich selbst“), die Reihe „soundtrips NRW“, die Programmgestaltung im „ORT“ der Wuppertaler Peter Kowald Gesellschaft und freie, Sparten übergreifende Projekte. Gunda Gottschalk lebt in Wuppertal.

Sebastian Gokus (Marimbaphon)
Sebastian Gokus schloss 2018 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln die beiden Studiengänge „Pauke und Schlagzeug“ und „Instrumentalpädagogik“ ab. Schon vor seinem Studium wirkte er in zahlreichen Ensembles und Orchestern mit: U.a. wurde er mit dem Percussionensemble „BiCussion“ 2009 Landessieger und 2012 Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“; mit „Splash Percussion NRW“ reiste er für Konzerte nach São Paulo/Brasilien und Seoul/Süd-Korea. 2014 war er Gründungsmitglied des Ensembles 4beatz, aus dem 2019 auch das Duo „Beatwo“ entstanden ist; seit 2015 ist er Mitglied im interkulturellen Ensemble „Asambura“. Mit seinem Vater Harald Gokus konzertiert er regelmäßig als Schlagwerk-Orgel-Duo und tritt darüber hinaus in verschiedenen Besetzungen meist mit dem Marimbaphon auf. Seit September 2018 unterrichtet er außerdem Schlagwerk an der Rochus-Musikschule in Köln, wo er auch lebt.


Sebastian Gramss (Kontrabass & musikalische Konzeption)

Der Kölner Kontrabassist Sebastian Gramss gilt seit Jahren als einer der führenden Köpfe der deutschen Musikszene im Bereich Jazz und zeitgemäße Musik. Tourneen und Konzerte führten ihn nach Afrika, Australien, Asien, Russland, USA, Indien, Japan und Mexiko sowie zu wichtigen Festivals und Clubs in ganz Europa. Gramss initiierte unzählige internationale Kooperationen und steht für langfristige Vernetzung der Musikkulturen weltweit. Er veröffentlichte über 30 CDs unter seinem Namen. In jüngster Zeit ist er u.a. mit dem Trio „Fossile 3“, „Slowfox“ und der Gruppe „States of Play“ unterwegs, sowie immer wieder mit „Sebastian Gramss ́BASSMASSE“ mit bis zu 50 Bassistinnen und Bassisten. Er ist Dozent für Kontrabass und Ensemble an den Musikhochschulen in Köln und Osnabrück. Zudem ist er Initiator der internationalen Musikerresidenz „Samur“ des Goetheinstituts in Indien. 2013 und 2018 wurde er in der Sparte „Kontrabass“ mit dem Musikpreis ECHO ausgezeichnet


Maximilian Hilbrand (Schauspiel)
Maximilian Hilbrand übernahm nach seinem Diplom an der Hochschule Saarbrücken 1987 zunächst Engagements an diversen Theaterbühnen (Staatstheater Saarbrücken, Landesbühne Wilhelmshaven, Theater Trier, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Städtische Bühnen Augsburg, Schauspiel Bonn). Seit 2004 arbeitet er freiberuflich und war seitdem in Produktionen u.a. in Amsterdam, Frankfurt a.M., Wien und Klagenfurt sowie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen und in Sparten übergreifenden Projekten tätig (darunter in der Musikproduktion „Hard Boiled Wonderland“ von Sebastian Gramss). Als Sprecher produziert er außerdem Hörspiele und Hörbücher. Er lebt in Bonn.


Luise Kinner (Schauspiel
)
Luise Kinner studierte zunächst Operngesang am Musikinstitut in Halle, wechselte aber nach zwei Jahren an die Folkwang Universität Essen/Bochum, wo sie ihr Schauspielstudium 2015 mit dem Artist Diploma abschloss. In dieser Zeit spielte sie u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Theater Oberhausen, am AL-Kasaba Theater in Ramallah und in Wuppertal und war anschließend von 2015 bis 2019 festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. Seit 2019 war sie u.a. am Theater Dortmund, am Saarländischen Staatstheater und an den Wuppertaler Bühnen als freie Schauspielerin engagiert. Außerdem arbeitet sie auch für Film-, Fernseh-, und Kinoproduktionen. Die gebürtige Kielerin lebt in Wuppertal.

Dodó Kis (Blockflöte)
Dodó Kis studierte am Musik-Konservatorium in Amsterdam. Ihre Masterarbeit schrieb sie über den Dialog zwischen zeitgenössischer-, klassischer Musik und Popmusik im 21. Jahrhundert. Dieses Genre übergreifende Interesse zeigt sich auch in ihrer musikalischen Tätigkeit: Sie ist sowohl in der alten Musik („Royal Wind Music“ 2011-2019) vertreten als auch in zeitgenössischen und experimentellen Zusammenhängen, wobei sie ihr Instrumentarium zuweilen noch durch Live Elektronik erweitert. Mit ihren Ensembles (z.B. „Jerborah“, „aXolot“, „Décolo“) tourt sie international auf europäischen Festivals und in den USA. Als Bühnenmusikerin wirkt sie in diversen zeitgenössischen Musiktheaterproduktionen und in Sparten übergreifenden Kooperationen mit. Mit „EARsessions“ kuratiert sie regelmäßig eine Genre übergreifende Reihe im Bimhuis in Amsterdam, wo sie auch lebt.

Christian Lorenzen (Live Elektronik)
Der Pianist Christian Lorenzen hat seinen Schwerpunkt in der improvisierten Musik, wobei er sich im Spannungsfeld von Jazz, Neuer Musik und elektronischer Klangsynthese bewegt. Neben seiner akustischen Arbeit beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit der Erweiterung der Klangsprache des Wurlitzer E-Pianos durch Elektronik. Durch die Beschäftigung mit modularen Synthesizern hat er ferner einen sehr individuellen Weg gefunden, diese zusammen mit dem Flügel in einem elektroakustischen Kontext einzusetzen. Christian Lorenzen spielte Konzerte und Tourneen in Europa, China, Kanada und den USA und trat bei zahlreichen nationalen und internationalen Festivals auf (u.a. Moers Festival, Fusion Festival, Acht Brücken Festival Köln, Leverkusener Jazztage, Frischzelle Festival, Winterjazzfestival Köln, Philadelphia Film & Music Festival, Kroatische Musiktage, International Hyderabad Jazzfestival, Jazzfest Kolket, JIM Festival China). Er lebt in Köln

Wasiliki Noulesa (Videokunst)
Innerhalb der medialen Gegenwartskunst bringt Wasiliki Noulesa das bewegte Bild in Relation zu Tanz, Sprache, Klang, Musik und Raum. In ihrer Projektionskunst stellt sie in Live-Performances eine dichte Audio-Visuelle Beziehung her. Als Kulturschaffende ist sie in der freien Szene Wuppertals gut verankert: u.a. ist sie Mitbegründerin des Videomusiktheaters Wuppertal (mit Ute Völker und Caroline Keufen), und singt im Improvisationsorchester WIO. 2017 gestaltete sie die Videobühne zum Kinder-Opernprojekt „Pulcinella“ mit dem Wuppertaler Sinfonieorchester an den Wuppertaler Bühnen. Darüber hinaus gestaltete sie zahlreiche Videobühnenbilder im In- und Ausland und performte im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt SaarLorLux, beim Theaterszene Europa Festival, bei der Studiobühne Köln u.a.m. Sie lebt in Wuppertal.


Ute Völker (Akkordeon)

Ute Völker ist als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert. Sie konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals für improvisierte Musik, wo sie als Solistin und in verschiedenen internationalen Besetzungen auftritt. Sie ist Mitbegründerin des Ensembles für neue und improvisierte Musik „Partita Radicale“, dessen Arbeit sich auf die Entwicklung eigener Improvisationszyklen, Stummfilmvertonungen, Zusammenarbeit mit Komponisten und Theaterprojekte erstreckt. Darüber hinaus arbeitet sie in interdisziplinären Projekten mit Bildenden Künstlern, Videofilmern, Schauspielern, Literaten und Performern zusammen und produziert inklusive MusikTanzTheaterprojekte. Ihr Schaffen ist auf zahlreichen CDs dokumentiert. Ute Völker studierte Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln / Abteilung Wuppertal und anschließend Musikwissenschaften, Germanistik und Phonetik in Köln, Wien und Paris. Sie lebt in Wuppertal und arbeitet als Musikpädagogin an der Musikschule Bochum.

 

Bilder aus der Zeit der Pandemie - Start der nächsten Schaufensterausstellung

Duisburg, 03. Mai 2021 - Geboren im Oktober 1958 in Duisburg, ist Irene Heimbach eine treue Besucherin von Veranstaltungen im Kreativquartier Ruhrort und anderen kulturellen Orten der Region.   Als Moment des künstlerischen Erwachens bezeichnet Irene Heimbach einen Donnerstagabend im November 2017, als sie bei der monatlichen HFN-Jam(session) in der Kneipe am Hafen „Zum Hübi“ den Duisburger Musiker und Sänger Klaus Grospietsch kennen lernte. Inspiriert durch die Geschichte der HFN-Jam und aus dem Gespräch über Auftrittsmöglichkeiten für Bands in Duisburg, beschloss sie die Gründung der Konzertreihe „Music In The Kitchen“.

Darin verbinden sich mehrere Leidenschaften der Duisburgerin: handgemachte Musik, handgemachtes Essen und die Liebe daran, Gastgeberin zu sein. An einem Abend im Dezember desselben Jahres war die Band Schwarz2 in ihrer kleinen Küche die musikalische Hauptspeise. 

Es folgten Konzerte unter anderem mit dem Meinhard Siegel Trio+, Songs About Rivers, Anniversary Reloaded, About Aphrodite, Alio Loco, Mike Roelofs, Jan Klare, Giuliano Parisi  und vielen mehr. Als die Küche zu klein und das Wetter schön wurde, zogen die Konzerte in den Garten. Die Pandemie beendete den monatlichen Konzertturnus.  
Neben der Beteiligung an dem Theater-Filmprojekt „Was machen wir jetzt?“ der Düsseldorfer Seniorenbühne Theater66 begann Irene zu malen. Sie besann sich dabei auf eine alte Passion aus Jugendtagen – Bäume, Pflanzen, farbige Strukturen, die sie mit dem Pinsel auf der Leinwand entstehen ließ. Das Wissen um die Offenheit der Menschen aus und im Kreativquartier Ruhrort macht sie mutig, sich mit ihrem Schaffen in die Öffentlichkeit zu wagen.

Ruhrort ist für mich ein Ort an dem ich viele freundliche Menschen getroffen habe, auch solche, die mich in meinem kreativen Schaffen unterstützen und mich als Teil der kreativen Szene ermutigen“, bezeichnet Irene - Foto Rainer Hoheisel - ihre Liebesbeziehung zum Hafenquartier.  

Die Ausstellung findet im Hybrid-Format statt, das sich im Projektladen „Das PLUS am Neumarkt“ bereits bewährt hat: neben der Präsentation von im Schaufenster und auf der Ausstellungsfläche im Laden aufgehängten Original-Bildern, sind digitale Repliken in der Schaufensterausstellung auf den Monitoren rund um die Uhr an 7 Tagen der Woche von außen zu besichtigen.

Der Piratensender PRFN strahlt begleitend zur Ausstellung mit extrem begrenzter Reichweite auf der Sendefrequenz 99,0 MHz UKW den Soundtrack zur Ausstellung aus, der zwei Songs der Ruhrorter Band Schwarz2 von ihrem neuem Album „Hafengeflüster“ erstmals öffentlich zur Aufführung bringt. Nach Absprache können unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln Termine mit der Künstlerin zur Besichtigung und Erwerb der Kunstwerke im Laden vereinbart werden. Kontakt über die Emailadresse
info@kreativquartier-ruhrort.de     Bilder aus der Zeit der Pandemie | Irene Heimbach 5. Mai bis 25. Mai 2021, 24/7, Eintritt kostenlos Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg Ruhrort  

Bildhafte Poesie | Poetische Bilder - Jean Paul Gatz und Werner Muth

 Duisburg, 08. April 2021 - Der publikumsscheue französische Maler Jean-Paul Gatz - Foto Jean-Paul Gatz  zieht sich gerne in die, für ihn, anonyme Abgeschiedenheit des Ruhrgebiets zurück. Im Schrebergartenhäuschen seines Freundes aus Duisburg verbringt er ganze Sommer und frönt dabei bei ausgedehnten morgendlichen Spaziergängen seiner Leidenschaft: dem minimalistischen Fotografieren. Mit einem auf dem Flohmarkt erworbenen Smartphone, welches zum Telefonieren nicht mehr geeignet ist, stöbert er Figuren und Formen in Natur und Umwelt nach, die dem oberflächlichen Betrachter verborgen bleiben.

Die surrealen Bilder realer Objekte kommen ohne Erklärungsdrang und Sinnfindung aus und negieren bewusst fotografische Perfektion. Lediglich in der Cubus-Kunsthalle und beim Platzhirsch-Festival waren schon einige seiner so entstandenen Werke ausgestellt. Thematisch sortiert werden diese nun zusammen mit Texten und Liedern von Werner Muth in der digitalen Schaufenster-Ausstellung präsentiert.  

Die Duisburger Künstlerin Claudia Thümler, in der Duisburger Kunstszene als langjährige, stellvertretende Direktorin des Lehmbruck-Museums bekannt und inzwischen als Projektleiterin bei der Montag Stiftung für Kunst und Gesellschaft tätig, schreibt über Jean Paul Gatz:  
"Ich sehe was, was du nicht siehst… Blätter oder doch Gesichter. Wasser, welches aussieht wie ein weißes Stück Papier, in Ölfarbe getränkt. Schlieren von Regenbogenfarben. Bestimme, was es ist. Ist das nötig.? Können wir uns auf die eine Sichtweise einigen oder hilft es uns, sich über das Gesehene auszutauschen?

Unsere eigene Wahrnehmung, Dinge, Wörter für Dinge, Bezeichnungen geraten aus den Fugen, wenn wir alleine gelassen werden mit dem Bild. Unser Hirn veranstaltet ein Massaker. Will etwas sehen, kann es aber nicht benennen, will es aber. Mist. Jetzt ist es in der Welt. Ein Name, eine Bezeichnung, Und schon bleibt das unerwartete, unergründliche, weg -hinfort-  ist das Geheimnisvolle, es läuft davon. Einmal gesehen, und dann bekomme ich es nicht mehr aus dem Kopf. Wie eine schöne Person, einen Geruch, ein Licht, ein Bild, in das ich mich schockverliebe. Es begleitet mich mein Leben lang. 

Foto Jean-Paul Gatz

Eine Erinnerung, die niemand nachvollziehen kann, außer er hat die gleiche Sichtweise. Jean-Paul Gatz guckt mit seiner Linse von oben auf die Welt. Zoomt ran und nimmt uns mit in seine Welt. Es schwimmt wie eine fettige Schliere auf der Oberfläche eines Sees und wird sichtbar, wenn ein Sonnenstrahl es trifft. Wenn ich dann erstmal den Schnabel, das Gesicht, die Fratze in meinem Hirn zusammengebastelt habe, bleibt sie da. Für immer.  Ich ziehe die Schublade auf, stopfe sie rein und entspanne mich. Puh, wir sehen alle das Gleiche. Mist.“  

Begeistert von der kreativen Szene des Hafenquartiers, will Jean Paul Gatz mit der Ausstellung Teil der kreativen Energie in Ruhrort sein. Der Erlös verkaufter Fotos soll die Corona-Hilfe des Kreativquartier Ruhrort unterstützen und so der Kunst im Quartier eine Überlebenschance geben helfen.  

Die Ausstellung wird begleitet durch einen Soundtrack mit Texten und Liedern von Werner Muth, der vor dem Ladenlokal auf dem Ruhrorter Piratensender PRFN, UKW, 99,0MHz mit jedem handelsüblichen Transistorradio, Autoradio oder Handy mit Radiofunktion zu empfangen ist. Der Piratensender ist eine Co-Produktion des Duisburger Radiokünstlers Wolfgang van Ackeren und dem englischen „Soundinventer“ Harry Dormouse. Als Mikrosender mit einer Reichweite von ca. 3 Metern behauptet der Sender mit Fug und Recht: „Niemand sendet Lokaler“.

Foto Jean-Paul Gatz

PRFN steht als Abkürzung für Pirate Radio From Newmarket. Der Sender wird während des kompletten Kreativquartier Ruhrort Projekts bis zum 30. November 2021 wechselnde Programminhalte senden.

Bildhafte Poesie | Poetische Bilder - Jean Paul Gatz und Werner Muth 14. April bis 4. Mai 2021. Ganztägig (24/7) geöffnete Schaufensterausstellung Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, Duisburg-Ruhrort Spenden ans Kreativquartier Ruhrort anstelle eines Eintritts per Paypal an info@kreativquartier-ruhrort.de

 

Im Auge des Poseidon | Fotoausstellung Gabriele Schweer  

Duisburg, 23. März 2021 - Es war ein heißer Sommertag, sehr heiß, zu heiß um sich zu bewegen, zu heiß um durch aufgeheizte Gassen zu schlendern, oder in der Schwüle der Cafés zu sitzen.  
Genau diese flirrende Wärme, diese Glut, waren der Auslöser für eine Foto-Tour, einen Spaziergang am Rhein, auf der (Mercator-) Insel, zwar Sonne, aber ein permanentes leichtes Lüftchen, welches die Fotokünstlerin umströmte und motivierte, immer noch ein Stückchen weiter zu gehen.

Foto Gabriele Schweer

Die Wärme, die Weite des Rheins, das alles versetzte sie in eine zugleich entspannte, als auch euphorische Stimmung und Gabriele Schweer hatte genau dieses eine Gefühl das nur leidenschaftliche FotografInnen kennen, dieses Verschmelzen von Mensch mit seiner Kamera, die zugleich Wahrnehmung, Auge und Gefühl ist.  
Und so entstand eine Serie von Aufnahmen, welche die Künstlerin als eine ihrer Besten bezeichnet. Das leuchtende Orange der Landmarke drückt die Kraft und Stärke aus, die Ruhrort immer schon hatte und haben wird. Die Menschen, die Kultur, das bunte Treiben, das Schaffen und Ruhen… das ist Ruhrort!   Die Ausstellung ist auf den Bildschirmen im Projektladen Das PLUS am Neumarkt in Ruhrort ab dem 24. März 2021, 0.00 Uhr ganztägig zu sehen. Begleitend sind im Projektladen Fotografien und ein Gemälde der Künstlerin ausgestellt, die erworben werden können. Interessenten kontaktieren die Künstlerin unter
schweer.g@arcor.de.  

Gabriele Schweer, geboren 1966 in Duisburg, beschäftigt sich mit Acrylmalerei und Fotokunst.   Über ihren Bezug zu Duisburg sagt sie:  "Ich bin in Duisburg geboren, in der Städt. Frauen- und Kinderklinik Duisburg-Kaiserberg (Lotharstraße, bis zum Bau der Universitätsgebäude). Meine Kindheit habe ich „im Grenzbereich“ zu Duisburg verbracht.

Ich habe einen großen Teil meiner Ausbildung in Duisburg zurückgelegt und viele Jahre in Duisburg gearbeitet. Vor allem aber meine künstlerische Arbeit verbindet mich mit Duisburg. Hier bin ich mit der Kamera unterwegs, hier suche ich meine Inspirationen, die in meine Arbeiten und Projekte einfließen. Viele Grundlagen späterer Arbeiten sind am Innenhafen, in Ruhrort und am Rhein entstanden, aber auch im Landschaftspark und auf den Halden. Hier entstehen Ideen, setze ich die Grundlagen meiner Kreativität und meines Kunstschaffens.    

Die Ausstellung wird begleitet durch einen Soundtrack der Duisburger Band Resistanzen2, der vor dem Ladenlokal auf dem Ruhrorter Piratensender PRFN, UKW, 99,0MHz mit jedem handelsüblichen Transistorradio, Autoradio oder Handy mit Radiofunktion zu empfangen ist. Der Piratensender ist eine Co-Produktion des Duisburger Radiokünstlers Wolfgang van Ackeren und dem englischen „Soundinventer“ Harry Dormouse. Als Mikrosender mit einer Reichweite von ca. 3 Metern behauptet der Sender mit Fug und Recht: „Niemand sendet Lokaler“. PRFN steht als Abkürzung für Pirate Radio From Newmarket. Der Sender wird während des kompletten Kreativquartier Ruhrort Projekts bis zum 30. November 2021 wechselnde Programminhalte senden.    

Im Auge des Poseidon | Fotoausstellung Gabriele Schweer 24. März bis 13. April 2021. Ganztägig (24/7) geöffnete Schaufensterausstellung Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, Duisburg-Ruhrort Spenden ans Kreativquartier Ruhrort anstelle eines Eintritts per Paypal an info@kreativquartier-ruhrort.de

 

 was da war | Ruhrort 2010 als Bestandsaufnahme Fotografien von Annette Jonak

Das PLUS am Neumarkt zeigt "was da war"

Duisburg, 2. März 2021 - Nach drei Wochen Ausstellungszeit wechselt am Mittwoch, 3. März 2021 die Schaufensterausstellung im Projektraum des Kreativquartier Ruhrort – Das PLUS am Neumarkt. Nach der Werkschau des Ruhrorter Foto Club, wird nun eine Retrospektive auf eine Arbeit der Dokumentarfotografin Annette Jonak für drei Wochen auf drei Monitoren präsentiert:  

 „Ruhrort wird Kreuzberg, Ruhrort wird Prenzlauer Berg, Ruhrort wird Brooklyn.“

Mit diesen angedachten Vergleichen startete das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 im Hafen der Kulturhauptstadt mit dem Anspruch einen Anstoß für die nach Meinung einiger damals im Beginnen befindliche Gentrifizierung des von Funktionsbrachen des industriell-logistischen Wandels durchzogenen Quartiers am Rheinkilometer 781.  

Die fotografische Erkundung des Stadtteils von Annette Jonak mündete in der Arbeit mit dem Titel „Part of the Game“ und wurde im Frühsommer 2010 im Lokal Harmonie ausgestellt. Teile dieser Arbeit sowie zahlreiche weitere Bilder aus dem damals entstandenen Fotomaterial sollen im Jahr 2021 die Möglichkeit schaffen, den Zustand der seinerzeit als Kulisse wahrgenommenen Freiräume mit dem heutigen Bild zu spiegeln.
Das geschieht jedoch nicht mit einer erneuten fotografischen Umsetzung, sondern soll dem Auge des Betrachters vorbehalten bleiben, um offene Diskussionsansätze möglich zu machen.    

* 1976 in Frankfurt / Main Studium Dokumentarfotografie bei Jörg Sasse und Gisela Bullacher Abschluß mit Auszeichnung an der Folkwang Hochschule 2008 Seit 2010 Lehrauftrag Fotografie an der Hochschule Rhein-Waal Wohnt und arbeitet seit 2011 in Wuppertal.    

was da war | Ruhrort 2010 als Bestandsaufnahme Fotografien von Annette Jonak Mittwoch, 3. März bis Dienstag, 23. März 2021| ganztägig [24/7] Das Plus Am Neumarkt | Neumarkt 19 | Duisburg-Ruhrort

HFN-Jam Video restauriert als Youtube-Premiere

Duisburg, 23. Februar 2021 - Um die Lockdownzeit für Freunde der beliebten HFN-Jam in der Hafenkneipe Zum Hübi erträglicher zu machen, sind die Musiker und Organisatoren in die Archive gegangen und haben einen Schatz gehoben – das Video einer HFN-Rundfahrt aus dem Juli 2013:    
In den frühen Tagen der HFN-Jam, als die Hutspenden noch üppig waren, schiffte Initiator Klaus Grospietsch mit der Stammtruppe der HFN-Jam an einem lauschigen Sommerabend im Juli für eine Teambuilding-Maßnahme am Steiger Mühlenweide auf dem Frachtschlepper MY Oskar ein.  

Der gefürchtete Rheinkapitän Rolf Köppen und seine scheeläugige Crew zeigten der Truppe die verwunschesten Ecken im Ruhrorter Hafen als Inspiration für grauenhafte Startsessions in der Hafenspelunke zum Hübi. Deren Wirt, der verruchte Dirk stieß dann später mit Selbstgebranntem dazu, als die Schnapsvorräte zur Neige gingen.  

HFN-Jam Benjamin der ersten Stunde, Tastentarzan Pepe dokumentierte das bunte Treiben mit einem Video, das mit Originalklängen der ersten zwei HFN-Jam Jahre unterlegt ist. Das Video wird zur gewohnten HFN-Jam Startzeit 19:30 Uhr am letzten Donnerstag des Monats, also diesmal der 25.2.2021auf dem Youtube-Kanal des Kreativquartier Ruhrort als Premierenaufführung präsentiert: https://youtu.be/ImCB5itEotg  
Die sonst üblichen Hutspenden können diesmal per Paypal an info@kreativquartier-ruhrort.de gespendet werden.  
Video zum Lünkern unter https://wetransfer.com/downloads/198a186505c3973b5ee4c2587eddd
4f920210222160523/71184cca2853719334fcd3ac7db8b65b20210222160550/959a79 als Download verfügbar.

Die HFN-Jam (die vokalfreie Schreibweise des „Hafen“ ist Teil der Corporate Identity) ist eine monatliche, offene Jamsession in der Kneipe am Hafen Zum Hübi am Leinpfad in Ruhrort.

 

Seit Februar 2012 fand die Session ununterbrochen als mittlerweile kultige Musikreihe, die von Thommie Black moderiert, interessierte Musiker aus Ruhrort und darüber hinaus monatlich zusammenbringen, bis zum ersten Lockdown im März 2020 statt. Immer wieder werden tagesaktuelle Themen aufgegriffen und in der HFN-Jam musikalisch gewürdigt. So spielte der Hafengeburtstag und die Enthüllung des Monuments in Sichtweite der Hafenkneipe ebenso eine Rolle, wie manche Randnotiz im Duisburger Alltagsleben, sowie die regelmäßigen Jubiläumsfeiern der Jam selbst. In den Sommermonaten ist die Open-Air HFN-Jam auf dem Leinpfad vor der Kulisse der Rheinfront für viele ein fester Termin im Kalender. Insbesondere, wenn bei schönstem Sommerwetter quasi als Zugabe der malerischste Sonnenuntergang Duisburgs zu erleben ist.

 

Auf der jeweils für eine Viertelstunde offenen Bühne hat man schon so manchen Berufsmusiker im Zusammenspiel mit Nachwuchskünstlern erlebt. So manche  Musikerkarriere nahm hier ihren Anfang, sind die Initiatoren doch immer um eine Durchmischung der Auftretenden bemüht. „Besonders jugendlichen Talenten wollen wir so die Angst vor der Bühne nehmen“, beschreibt Erfinder Klaus Grospietsch eine Intention der Veranstaltungsreihe. Dass Scheitern hier in Kauf genommen wird und von Publikum dennoch mit aufmunterndem Applaus belohnt wird, dafür sorgt der launige Moderator mit seinen nicht immer ernst zu nehmenden Einwürfen.

 

„Ganz schwierig ist immer die erste Viertelstunde“, beschreibt Thommie Black ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen. „Da stimmt der Klang trotz Soundcheck noch nicht, oder der Flow mit dem Publikum lässt vielleicht noch zu wünschen übrig.“ Dass trotzdem schon fast einhundert HFN-Jams über die Bühne gingen, liegt auch an einer über die Jahre marginal personell veränderten „Stammtruppe“, die sich quasi als Rostlöser versteht, damit die kreativen Schrauben an den Sessionabenden in Gang kommen. Zur Belohnung gibt es neben dem obligatorischen Applaus gelegentliche Gruppenevents, wie die HFN-Rundfahrt am 19. Juli 2013, einem lauen Sommerabend auf dem Wasser.

Fotos by Peter Jacques

Kein Türchen ist wie das andere  

Der Lebendige Adventskalender zeigt die kreative Bandbreite im Kreativquartier Ruhrort.

Duisburg, 16. Dezember 2020 - In der für dieses Jahr gefundenen Online-Variante zeigt der Lebendige Adventskalender die enorme Bandbreite der kreativen Aktivposten im und um das Kreativquartier Ruhrort auf. Extra für ein Adventskalendertöchen geschriebene Lieder oder Texte, eine Drohnenreise am Hafenmund, fotografisch-musikalische Impressionen einer Rose, improvisierte Musik auf selbstgebauten Instrumenten, Impro-Theater oder Sketch- und Slapstickaufführung  - in den ersten 17 Türchen des virtuellen Kalenders waren kulturelle Anregungen im Miniaturformat enthalten.  

Dass nach 16 Tagen bereits 17 Törchen geöffnet werden konnten, liegt daran, dass die weihnachtlichen Beiträge, die für den beliebten Ruhrorter Kalender produziert wurden mehr waren, als der Advent Tage hat. So verspricht Kreativquartiermoderator Heiner Heseding für die nächsten Tage die nächsten Doppeltörchen: „Mindestens an drei weiteren Tagen wird es ‚Türchen mit Seiteneingang‘ geben. Die eingereichten Beiträge sind zu schön geworden, als dass wir sie fürs nächste Jahr auf Lager nehmen wollten.“ Zudem wird der Kalender noch mindestens auf die beiden Weihnachtstage ausgedehnt und damit in diesem Jahr zu einem richtigen XXL-Format.  

Notleidenden Künstlern, Musikerinnen, Schreiberlingen oder sonstwie Kulturschaffenden aus dem Quartiersumfeld sollen die gesammelten Spenden zugutekommen.  „In Zeiten des Lockdowns finden diese nur schwerlich Arbeitsmöglichkeiten und Einnahmequellen“, dankt der Moderator für die bereits eingegangenen Spenden und ruft zu „Weihnachtsgeschenken für Kulturschaffende“ auf.  

Die Videos sind auch ohne eigenen Account auf www.facebook.com/kreativquartier zugänglich. Auf der Startseite von www.kreativquartier-ruhrort.de ist morgens ein Link zum jeweiligen Video aktualisiert. Spenden gehen per Paypal an info@kreativquartier-ruhrort.de , Über dieselbe Emailadresse können die Kontodaten erfragt werden. Unter allen Spendern werden Werke von Ruhrorter Kreativkräften verlost. 

 Drehtag: Marzipankartoffeln statt Schützenpanzer im Sketch-Klassiker nach Loriot. Ester Krause-Paulus und Olaf Reifegerste beim Törchendreh im Lokal Harmonie  -  Foto by Peter Jacques