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Deutschlandwetter im Jahr 2025
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Sonnenjahr
mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Auf seiner zwölfmonatigen
Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland
sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer
historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli
geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während
der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen
aufwartete.
Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch
ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf
der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der
Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen
seiner rund 2.000 Messstationen.
Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze
Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad
über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990
(8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020
(9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit
Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.
Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station
Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C
registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich
zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste
meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten
Junimonate.
Dieser frühe
Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der
bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km
nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine
ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli
liefert eine Attributionsstudie des DWD.
Sehr trockenes Jahr 2025 – nass war vor allem der Juli und
die erste Herbsthälfte
Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655
l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990
(789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent.
Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m²) war es
ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken. Maßgeblich für
das Defizit war eine vom DWD analysierte Trockenphase von
Februar bis Mai. Der Juli fiel verbreitet zu nass aus. Der
September brachte vor allem dem Westen/Südwesten regional
sehr hohe Niederschläge, darunter am 8.9. die höchste
Tagesmenge des Jahres mit 134 l/m² an der Station
Bedburg-Weiler Hohenholz in NRW. Die höchsten Jahressummen
traten mit über 1500 l/m² in den Staulagen der Alpen und des
Schwarzwaldes auf.
2025 geht als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in
die Bilanz ein
Mit über 1945 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Jahr 2025
rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1544 Stunden
(Periode 1961-1990) und rund 17 Prozent über der neueren
Referenzperiode 1991 bis 2020 (1665 Stunden). Auf dem Weg zu
einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich
durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.
Nordrhein-Westfalen: Im Wetterjahr 2025 sank die Temperatur
am 13.1. im sauerländischen Eslohe auf -15,6 °C, der tiefste
Wert des Jahres in NRW. Das Frühjahr 2025 war das
zweitsonnigste seit Messbeginn und zugleich von deutlicher
Niederschlagsarmut geprägt.
Der Sommer erreichte sein Maximum am 2.7., als in
Duisburg sehr heiße 38,3 °C gemessen wurden. Die
Jahresmitteltemperatur lag final mit 10,8 °C um 1,8 Grad über
dem Klimawert (9,0 °C), während der Niederschlag mit rund 700
l/m² ein Defizit von 20 Prozent (875 l/m²) offenbarte. Am
8.9. wurde mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler
Hohenholz die bundesweit höchste Tagesmenge des Jahres
gemessen.
Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 1890 Stunden (1440
Stunden), womit 2025 zu den fünf sonnigsten Jahren seit
Messbeginn 1951 gehörte; umso auffälliger wirkte der Bruch im
Herbst, als der Oktober 2025 als dritttrübster Oktober der
Zeitreihe aus dem ansonsten sonnendominerten Verlauf
herausfiel.
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Deutschlandwetter im Dezember 2025 |
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Extrem sonniger und sehr trockener
Dezember mit milden Noten und winterlichem Finale
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Der Dezember 2025 stand in
Deutschland unter Hochdruckdominanz und verlief
außergewöhnlich sonnig sowie sehr trocken. Nach milden Phasen
mit teils frühlingshaften Temperaturen meldete sich pünktlich
zu Weihnachten der Frost und ließ den Monat winterlich
ausklingen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach
vorläufigen Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.
Überwiegend milder Dezember– ab den Festtagen winterlich
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Dezember 2025 mit 3,1
Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über dem Wert der international
gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,8 °C). Im Vergleich
zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (1,8 °C)
betrug die Abweichung 1,3 Grad. Zunächst überwog ein milder
Verlauf mit einer frühlingshaften Spitze zum Ende der ersten
Dekade, als im baden-württembergischen Hechingen am 9. mit
17,1 °C der höchste Wert des Monats gemessen wurde.
Pünktlich zu Weihnachten, das vielerorts das kälteste Fest
seit 15 Jahren war, stellte sich eine östliche Strömung ein.
In Verbindung mit eisigem Wind erreichte der Dezember sein
Temperaturminimum, regional begleitet von strengem Nachfrost.
Auch der Monatsausklang erfolgte in winterlicher Manier; die
bundesweiten Tiefstwerte werden voraussichtlich zum
Monatsende am Alpenrand mit Temperaturen um -15 °C erreicht.
Letzter Monat des Jahres 2025 ungewöhnlich niederschlagsarm
Im Dezember fiel deutschlandweit die ungewöhnlich magere
Menge von 22 Litern pro Quadratmeter (l/m²) und damit nur
rund 31 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961
bis 1990 (70 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte
die Monatsmenge ebenfalls etwa 31 Prozent des Referenzwertes
(71 l/m²).
Ersten Berechnungen zufolge zählte der Monat damit zu den
zehn trockensten Dezembern seit 1881. Nennenswerte
Niederschläge konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf
die erste Monatsdekade, mit der höchsten Tagesmenge von 63,5
l/m² am 7. in Sankt Blasien-Menzenschwand im südlichen
Schwarzwald. Die höchsten Monatsmengen wurden ebenfalls aus
dem Schwarzwald und Teilen NRW mit über 50 l/m² gemeldet. Zum
Monatsende bildete sich vor allem in den Mittelgebirgen eine
Schneedecke.
Einer der sonnigsten Weihnachtsmonate seit Messbeginn 1951
Mit vorläufig 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im
Dezember den Vergleichswert von 38 Stunden (Periode 1961 bis
1990) um 79 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (42
Stunden) betrug das Plus rund 62 Prozent. Nach aktuellem
Stand brachte nur der Dezember 1972 mit 76 Stunden mehr
Sonne. Besonders sonnig war es im östlichen Bergland und in
Süddeutschland, wo teils über 100 Stunden registriert wurden.
In Nordrhein-Westfalen präsentierte sich der letzte Monat des
Jahres 2025 mit einer Mitteltemperatur von 4,8 °C und damit
um 2,5 Grad milder als im Klimamittel (2,3 °C). Über weite
Strecken war der Monat durch milde, fast frühlingshafte
Temperaturen geprägt, am 8. wurden an der Station Köln-Wahn
16,4 °C gemessen. Ab den Weihnachtstagen folgte eine markante
Abkühlung und am 25. wurden auf dem Kahlen Asten -10,7 °C
registriert.
Der Niederschlag blieb mit 38 l/m² deutlich unter dem Soll
(88 l/m²). Die Dezembersonne schien umso stärker und schaffte
es auf bemerkenswerte 66 Stunden, damit lag das Plus rund 80
Prozent über dem klimatologischen Mittel (37 Stunden).
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Deutschlandwetter
im Herbst 2025
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Herbst 2025: Mildes
Gesamtbild, nasse Westhälfte und winterliches Finale
Offenbach, 28. November 2025 – Der
Herbst 2025 verlief in Deutschland, trotz eines markanten
Kälteeinbruchs in der Schlussdekade des Novembers,
überwiegend mild. Im September gab es sogar noch einmal
spätsommerliche Temperaturen. Auch der Flächenniederschlag
lag über dem Soll, wobei die Höchstmengen in Teilen der
Westhälfte fielen.
Dagegen bewegte sich die Sonnenscheindauer insgesamt im
Bereich des klimatologischen Mittels, zeigte jedoch regionale
Kontraste mit einem sonnigen Nordosten und einer trüben
Mitte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten
Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.
Herbst 2025 überwiegend mild -
markante Kältephase zum Finale
Der Herbst 2025 zeigte sich in
Deutschland insgesamt mild. Die Mitteltemperatur erreichte
9,7 °C und lag damit 0,9 Grad über dem Referenzwert 1961-1990
(8,8 °C) sowie 0,4 Grad über dem Mittel der Periode 1991–2020
(9,3 °C).
Besonders deutlich traten die positiven Temperaturabweichung
in Norddeutschland hervor. Die landesweiten saisonalen
Temperaturspitzen reichten von spätsommerlichen 32,6 °C,
gemessen am 20.9. in Pabstorf (Harzvorland), bis zu eisigen
-18,5 °C am 23.11. in Oberstdorf. Grund dafür war ein für die
Jahreszeit ungewöhnlich markanter Kaltluftvorstoß, der die
Mitteltemperatur zu Beginn der dritten Novemberdekade in
weiten Teilen Deutschlands kurzzeitig auf ein Niveau drückte,
das eher für den Januar üblich wäre.
Herbst 2025 mit Niederschlagsplus –
Höchstmengen in Teilen der Westhälfte
Der Herbst 2025 fiel in Deutschland
insgesamt etwas nasser aus als üblich. Mit 204 l/m² lag die
Niederschlagsmenge etwa 11 Prozent über dem Referenzwert
1961–1990 (183 l/m²) und etwa 7 Prozent über der
Vergleichsperiode 1991–2020 (190 l/m²). Besonders der
Nordwesten, Westen und Südwesten, verzeichneten hohe Mengen,
in den Staulagen von Schwarzwald und Allgäu teils sogar über
500 l/m².
Am 8.9. erreichte Mönchengladbach-Hilderath in NRW mit 118,7
l/m² die bundesweit höchste Tagessumme. Deutlich trockener
blieb der Osten; so meldete Berlin mit 120 l/m² die geringste
Herbstsumme. Ende November kamen dann auch Winterfreunde auf
ihre Kosten, als sich das Bergland in Weiß kleidete.
Herbstsonne im Rahmen, nur Nordosten
und Gipfellagen des Südens besonders sonnig
Die Sonnenscheindauer erreichte im
Herbst 2025 bundesweit 300 Stunden und lag damit etwa fast 4
Prozent unter dem Referenzwert 1961–1990 (311 Stunden) sowie
knapp 6 Prozent unter dem Mittel 1991–2020 (319 Stunden).
Besonders sonnig waren der Nordosten, aber auch die
Gipfellagen des Südens mit Spitzenwerten von rund 400
Stunden, während die mittleren Landesteile deutlich trüber
ausfielen und vielerorts nur 200 bis 250 Stunden verzeichnet
wurden.
In Nordrhein-Westfalen erreichte die Mitteltemperatur milde
10,8 °C (9,5 °C). Die Spitzen lagen zwischen 31,5 °C am 20.9.
in Warburg und -10,8 °C am 23.11. in Bad Berleburg-Stünzel.
Der Flächenniederschlag summierte sich auf 219 l/m² und
übertraf damit den klimatologischen Wert von 208 l/m².
Am 8.9. wurden in Mönchengladbach-Hilderath 118,7 l/m²
gemessen. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen die
bundesweit höchste Tagessumme des Herbstes 2025. Die
Sonnenscheindauer blieb mit rund 270 Stunden unter dem
Klimamittel von 294 Stunden. Verantwortlich dafür war vor
allem der Oktober, der sich als dritttrübster seit Messbeginn
erwies und die Lichtbilanz der gesamten Jahreszeit spürbar
drückte.
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