BZ-Home   Kultur aktuell Hörbuch                Film



BZ-Sitemap
Kultur-Sitemap

Buch-Besprechungen

Veranstaltungen
Was-Wann-Wo


Archiv

Sonderseiten Kultur

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






Buchbesprechungen - Vorstellungen
Laar, Beeck, Beeckerwerth - Stadtteilgeschichte in Bildern

Duisburg, 27. September 2017 - Erneut hat sich das emsige und erfolgreiche Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. um die Belange der Geschichjte einzelner Stadtteile Duisburgs (46 gibt es insgesamt) verdient gemacht.

Der Verein präsentiert rund 160 zumeist unveröffentlichte historische Fotografien und Ansichtskarten, die den Leser auf eine kurzweilige Reise in die Vergangenheit der drei heutigen Duisburger Stadtteile einladen. Die faszinierenden Bilder erinnern an den harten Arbeitsalltag, das bunte Vereinsleben und unvergessene Gaststätten, Firmen und Geschäfte.

Seit 1905 gehören das alte Bauerndorf Laar, das traditionsreiche Beeck und das rund um den 1916 abgeteuften Schacht entstandene Beeckerwerth zu Duisburg. Befeuert durch den Bau des Hüttenwerks der Phoenix AG im Jahr 1852 entwickelte sich das ländliche Gebiet am Rhein rasant zu einem lebendigen Stadtquartier.

Das Autorenteam entführt den Betrachter auf einen nostalgischen Streifzug durch die Geschichte der drei Stadtteile zwischen 1890 und 1980. Die seltenen Fotografien vermitteln einen abwechslungsreichen Eindruck vom Alltag rund um den ?Laarer Dom, den Oberhof, die König-Brauerei und die Schachtanlage Beeckerwerth. Sie zeigen die Arbeitswelt in der Montanindustrie und kleinen Handwerksbetrieben, Kirchengemeinden und Schulklassen, Vereine und besondere Ereignisse, längst verschwundene Gebäude und bis heute bewahrte Traditionen. Dieser Bildband lädt alle Bewohner und Freunde des Duisburger Nordens ein zum Erinnern, zum Neu- und Wiederentdecken. haje

 

Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.
Laar, Beeck, Beeckerwerth in historischen Fotografien
128 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 17,0 x 24,0 cm, Hardcover

 

Das Buch ist über www.verlagshaus24.de und im Buchhandel erhältlich.
Der Preis beträgt 20 Euro. ISBN: 978-3-95400-791-2


Mit der Tram durch Moers Buchtipp: »Straßenbahnen im Altkreis Moers«

München/Duisburg, 20. September 2017 - Moers, Homberg, Rheinhausen, Baerl, Kamp-Lintfort, Rheinberg – einst prägten Straßenbahnen das Erscheinungsbild dieser Städte im damaligen Kreis Moers. Ab den 1950er-Jahren wurden die Linien nach und nach durch Obusse ersetzt, 1963 endete der Straßenbahnbetrieb schließlich.
Stephan Lücke präsentiert in seinem neuen Buch
Straßenbahnen im Altkreis Moers (Sutton Verlag) rund 120 zumeist unveröffentlichte Fotografien und Ansichtskarten aus öffentlichen und privaten Sammlungen, die eindrucksvoll die in das Jahr 1908 zurückreichende Geschichte der Straßenbahnlinien im Altkreis Moers dokumentieren. Die faszinierenden, teils farbigen Bilder zeigen die eingesetzten Fahrzeuge in ihrer ganzen Vielfalt und erinnern an die ungeliebte Dampfeisenbahn, die Anfangsjahre des Straßenbahnbetriebs, die Überlandlinien aus Düsseldorf und Krefeld, die gewaltigen Herausforderungen nach dem Zweiten Weltkrieg und die Umstellung auf Obus-Betrieb. Über der Autor: Der Journalist Stephan Lücke ist in Moers aufgewachsen und ein profunder Kenner der Geschichte des Nahverkehrs seiner Heimatstadt. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel rund um das Thema Verkehr in Fachzeitschriften.

Das Buch ist über www.verlagshaus24.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt € 20,00. ISBN: 978-3-95400-850-6 Gerne stellen wir Ihnen ein Rezensionsexemplar sowie honorarfreies Bildmaterial zur Verfügung. Den Pressetext und das hochauflösende Cover zum Download finden Sie hier. Sutton ist der führende Verlag für Regionalgeschichte und -literatur im deutschsprachigen Raum, vom historischen Bildband bis zum Freizeitführer. Den zweiten Schwerpunkt des 1997 gegründeten Erfurter Verlags bildet die Verkehrs- und Technikgeschichte. Seit Anfang 2014 gehört Sutton zum Verlagshaus GeraNova Bruckmann.

 »Die Duisburger Eisenbahnen«

Reizvolle Strecken im Wandel der Jahrzehnte

München/Duisburg, 01. Juni 2017 - Die Anfänge der Eisenbahn auf dem heutigen Duisburger Stadtgebiet reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Neben dem Personenverkehr kam den zahlreichen Zechen-, Werks- und Feldbahnen in der Hafen- und Industriemetropole schon früh besondere Bedeutung zu.

Das Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. präsentiert in seinem neuen Buch »Die Duisburger Eisenbahnen« (Sutton Verlag) rund 160 bislang zumeist unveröffentlichte Aufnahmen, die zu einer nostalgischen Bahnreise von der Ära der Dampflokomotiven bis zu den modernen Hochgeschwindigkeitszügen einladen.

Die seltenen Fotografien dokumentieren die vielfältigen Fahrzeuge des Nah- und Güterverkehrs, die Strecken im Stadtgebiet, Personen-, Hafen- und Verschiebebahnhöfe, Bahnbetriebswerke, Trajektdampfer und Brücken. Erinnerungen an besondere Ereignisse und Begebenheiten rund um „Steckdosen-Intercity“, „Schienenzeppelin“, „Entenfang-Express“ und „Hanomag-Kurier“ komplettieren den kurzweiligen Bilderbogen.  

Immer wieder kann man einfach nur staunen:
- über das akribische Wirken
- das unglaubliche Reservoir an Bildmaterialien aus vergangenen Zeiten
- die Liebe zum Detail
- die passend eingeflochtenen Erklärungen.
Fazit: Für jeden Duisburger ist dieser Werk ein Muss! Harald Jeschke

Harald Molder
Die Duisburger Eisenbahnen
in alten Fotografien
€ 20,00 [D]
€ 20,60 [A]
sFr 26,90
128 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 17,0 x 24,0 cm, Hardcover
ISBN-13: 978-3-95400-789-9
Erscheinungstermin: Mai 2017

Über die Autoren:
Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Harald Molder ist Vorsitzender des Vereins und beschäftigt sich seit 1975 mit der Stadtgeschichtsforschung. In den vergangenen Jahren veröffentlichte das Autorenteam im Sutton Verlag mit großem Erfolg zahlreiche historische Bildbände.

Königspudel mögen keinen Jazz - Buchveröffentlichung im Kreativquartier Ruhrort

Duisburg, 24. Februar 2017 - Als Musiker, Komponist, Texter, Galerist, Kunstsammler, Schauspieler, Tänzer und Veranstaltungsorganisator ist Klaus Grospietsch bereits seit Jahren im Kreativquartier Ruhrort bekannt und beliebt.  
Zu den 38. Duisburger Akzenten lässt uns Klaus nun ein weiteres Geheimnis seines künstlerischen Multitalents entdecken. Mit der musikalisch-literarischen Begegnung der Reihe Sollbruchstellen und Abrisskanten begegnet er sich nun selbst als Buchautor mit seinem Trio Alioloco in der Ruhrorter Hafenkneipe ,Zum Hübi` am Sonntag, 19. März um 20 Uhr an der Horst-Schimanski-Gasse.
Bei diesem Anlass erscheint im Chora Verlag Thomas Frahm seine Sammlung von Gedichten und Songtexten in Buchform, ergänzt durch Zeichnungen seiner Frau Tatjana Grospietsch unter dem Titel Königspudel mögen keinen Jazz.      

Leseprobe:
All die Kleinen und die Feinen, die Tränen lachen oder weinen, die Neo-Retros und Barocken, in Seidenstrümpfen oder Socken: Alle machen sich was vor – und dann machen’s alle nach. Alle Feinen und Gemeinen in Leder, Kaschmir oder Leinen, in Spitze, Nylons oder nackt, oder lecker eingepackt: Alle machen sich was vor – und dann machen’s alle nach.  

Klaus Grospietsch Königspudel mögen keinen Jazz
Lyrik & Lyrics
Mit 15 Zeichnungen von Tatjana Grospietsch 80 S., geb. m. Schutzumschlag, 18 Euro ISBN 978-3-929634-78-5 CHORA Verlag Thomas Frahm, Duisburg www.choraverlag.de
Klaus Grospietsch, geboren 1957 in Duisburg. Gitarrist, Sänger und Songwriter. Begann mit der 80er-Szeneband KNOOTSCH. Begründer der Band pietsch aus Duisburg. Schreibt seit 1980 Songtexte und Ultrakurzgeschichten für Musikprojekte. Leitete gemeinsam mit seiner Frau Tatjana zwischen 2008 und 2016 die ruhrArt-Galerie in Duisburg-Ruhrort.

 

Schwimmen wie ein Delphin oder Bowies Butler

Duisburg, 3. Februar 2017 - Der Erinnerung an den britischen Ausnahmekünstler David Bowie hat Autorin Anja Liedtke die Vorstellung ihres neuen Romans Schwimmen wie ein Delphin oder Bowies Butler Im Gemeindehaus Ruhrort am Freitag, 10. Februar 2017 um 19 Uhr gewidmet.   In dem, im Asso Verlag erschienenen, Roman verschmilzt die Biografie Bowies und Fiktion zu einem mitreißenden Trip. Dem Leser wird dadurch erlaubt, Anteil zu nehmen an einer der größten künstlerischen Persönlichkeiten der Rock-Pop-Geschichte.

Die limitierte Auflage erscheint zur Erinnerung an den ersten Todestag des Briten, der im Januar 70 Jahre alt geworden wäre. Der vierte Roman der Bettina-vom-Arnim-Preisträgerin erzählt die Begegnung von Alex mit dem Musiker und Sänger und der Suche, die die Protagonistin der Erzählung erst verinnerlicht, als sie selbst gefunden wird.  
Musikalisch begleitet Serge Corteyn diese literarisch-musikalische Begegnung im historischen Gemeindehaus im Kreativquartier Ruhrort. Der umtriebige Musiker, der zahlreiche Projekte und Bands, wie das Ruhrgebiets-Projektorchester THE DORF mit seinen Gitarrensounds, sowie elektronischen Klangexperimenten bereichert, wird die Musik Bowies in einer persönlichen Auswahl interpretieren.
 Der Eintritt beträgt 5€. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Ziggy Stardust – Look-alikes erhalten freien Eintritt.  Schwimmen wie ein Delphin oder Bowies Butler Freitag, 10. Februar 2017, 19 Uhr Gemeindehaus Ruhrort, Dr.-Hammacher-Str. 6, 47119 Duisburg-Ruhrort      
Foto von Thomas Aigner

 

Zeitzeugenbörse: Vom Bergbau und den Bergmännern - Duisburger Zechen in historischen Fotografien

Buchtipp: »Duisburger Zechen in historischen Fotografien«  
München/Duisburg, 22. November 2016 - In Duisburg, der einstigen „Stadt Montan“, erinnern heute noch vielerorts Fördertürme und Zechengebäude an die große Bedeutung des Bergbaus für die Stadt und ihre Bewohner.

Das Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. präsentiert in dem neuen Buch
Duisburger Zechen in historischen Fotografien (Sutton Verlag) rund 140 historische Fotografien und Ansichtskarten aus öffentlichen und privaten Sammlungen, die zu einer nostalgischen Reise in die bewegte Vergangenheit der Duisburger Zechen einladen.

Die faszinierenden Bilder verdeutlichen den harten Arbeitsalltag der Bergmänner über und unter Tage, erinnern an unvergessene Ereignisse und dokumentieren die Anlagen der Gewerkschaften Deutscher Kaiser und Friedrich Thyssen, die Zechen Neumühl, Rheinpreußen, Diergardt, Mevissen und Java, Meiderich/Laar, Rönsbergshof sowie Walsum und Wehofen.  

Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Harald Molder ist Vorsitzender des Vereins und beschäftigt sich seit 1975 mit der Stadtgeschichtsforschung. In den vergangenen Jahren veröffentlichte das Autorenteam im Sutton Verlag mit großem
Erfolg zahlreiche historische Bildbände.

 

1945: Pommern auf der Flucht  - Rettung über die Ostsee aus den Pommernhäfen.

Berlin/Duisburg im August 2016 - Im Zeitraum von nur drei Monaten gelang es 1945 im größten Rettungswerk der Seegeschichte, 2,5 Millionen Flüchtlinge vor dem Zugriff der Roten Armee zu bewahren.
Im Buch Pommern auf der Flucht fasst Autor Heinz Schön die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Recherchen und Zeitzeugen-Erinnerungen darüber zusammen. Unter ungeheuren Strapazen flüchteten die Menschen aus der Heimat, um die rettenden Pommernhäfen Rügenwalde, Stolpmünde, Kolberg, Stettin, Swinemünde, Greifswald, Stralsund und Saßnitz zu erreichen.
In den überfüllten Häfen waren tausende Flüchtlinge wehrlos den alliierten Bombenangriffen ausgesetzt. Auch die Flüchtlingsschiffe selbst erreichten nicht alle ihre Zielhäfen, sondern wurden angegriffen und oft versenkt.   
Im Buch werden Schicksale von Zeitzeugen in bewegenden Erinnerungen geschildert. 

 

Häfen der Hoffnung für Abertausende  
Mehr als 2,5 Millionen Deutsche wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges von der deutschen Marine vor einem elenden Schicksal bewahrt.
In diesem Buch fasst der Autor Heinz Schön die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Recherchen darüber zusammen und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen.
Im Zeitraum von nur drei Monaten – von Mitte Januar bis Ende März 1945 – gelang es im größten Rettungswerk der Seegeschichte, deutsche  Flüchtlinge vor dem Zugriff der Roten Armee zu bewahren.
Viele Flüchtlingstrecks aus Ost- und Westpreußen machten sich in die pommerschen Hafenstädte auf, um von dort über die Ostsee in den Westen Deutschlands zu gelangen. Auch die pommersche Bevölkerung war viel zu spät von den Nazis informiert worden, dass sie ihre Heimat würde verlassen müssen.
Unter ungeheuren Strapazen flüchteten die Menschen mit ihren Wagen und Schlitten, die sie oft nur notdürftig mit Teppichen und Planen vor der strengen Kälte geschützt hatten. Sie legten zahllose Kilometer zurück, um die rettenden Pommernhäfen zu erreichen. Auf dem Weg dorthin starben Alte, Kranke und Kinder an Mangel und Anstrengung, zusätzlich wurden die Trecks von russischen Tieffliegern angegriffen.        

 

Das Buch schildert ausführlich die Situation in den acht Pommernhäfen Rügenwalde, Stolpmünde, Kolberg, Stettin, Swinemünde, Greifswald, Stralsund und Saßnitz. Die Lage war unübersichtlich und oft chaotisch. In den überfüllten Häfen waren tausende Flüchtlinge wehrlos den alliierten Bombenangriffen ausgesetzt. Sie mussten darum bangen, überhaupt einen Platz auf den Schiffen zu bekommen und selbst dann waren sie noch nicht gerettet. Denn nicht alle Schiffe erreichten ihre Zielhäfen.
Allein die großen Schiffskatastrophen „Wilhelm Gustloff“, „Steuben“ und „Goya“ haben unweit der pommerschen Küste mehr als 20.000 Menschen das Leben gekostet. Die Schicksale von Müttern mit Kindern, von jungen Mädchen, von Alten, Kranken und Gebrechlichen und von verwundeten Soldaten werden im Buch in bewegenden Erinnerungen von Zeitzeugen geschildert.  

Autor Heinz Schön überlebte im Januar 1945 als 18-Jähriger den Untergang der "Wilhelm Gustloff". Bei der Torpedierung des Schiffes vor der Pommerschen Ostseeküste kamen mehr als 9.000 Menschen ums Leben. Dieses Ereignis prägte sein Leben. Er gilt als einer der besten Kenner der Geschichte des deutschen Ostseeraumes während des Dritten Reiches und der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Bereits kurz nach Kriegsende begann er, Dokumente, Fotos und Zeitzeugenberichte zu sammeln.
Schön ist Verfasser zahlreicher Bücher über das Schicksal der Gustloff und der "Rettungsaktion Ostsee 1945". Er war zudem Fachberater bei vielen TV-Dokumentationen und Spielfilmen über die Schiffsuntergänge und Rettungsaktionen, unter anderem für den ZDF-Zweiteiler „Die Gustloff“ mit Kai Wiesinger, Heiner Lauterbach und Detlev Buck.      

Pommern auf der Flucht
Rettung über die Ostsee aus den Pommernhäfen.

56 bisher unveröffentlichte Erinnerungen und Texte zu Fluchtorten und Fluchthäfen Pommerns. 444 Seiten, viele bislang unveröffentlichte Abbildungen.
Karte Ostsee von Flensburg bis Memel, Ortsregister, Namensregister.
2. Auflage Juli 2016.
Zeitgut Verlag, Berlin. Klappenbroschur ISBN 978-3-86614-270-1, Euro 19,90

 

Autor und Historiker Heinz Schön verstorben  
Er hat einen großen Teil seines Lebens der Dokumentation des Untergangs der „Wilhelm Gustloff“ gewidmet und die „Rettungsaktion Ostsee 1945“ in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gebracht. In diesen Tagen ist der Autor und Historiker Heinz Schön im Alter von 86 Jahren verstorben.  
Heinz Schön überlebte im Januar 1945 als 18-Jähriger den Untergang der "Wilhelm Gustloff". Bei der Torpedierung des Schiffes vor der pommerschen Ostseeküste kamen mehr als 9.000 Menschen ums Leben.
Bis Kriegsende nahm Schön als Zahlmeister-Assistent noch an elf anderen Rettungsfahrten über die Ostsee  teil. Die Ereignisse damals prägten sein Leben dauerhaft. Bereits kurz nach Kriegsende begann er, Dokumente, Fotos und Zeitzeugenberichte über die Rettungsaktionen zu sammeln. Schön wurde Verfasser zahlreicher Bücher über das Schicksal der Gustloff und die „Rettungsaktion Ostsee 1945".
Er war zudem Fachberater bei vielen TV-Dokumentationen und Spielfilmen zu diesen Themen, darunter der ZDF-Zweiteiler „Die Gustloff“ mit Kai Wiesinger, Heiner Lauterbach und Detlev Buck. Schön gilt als einer der besten Kenner der Geschichte des deutschen Ostseeraumes während des Dritten Reiches und der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Seine 1984 erschienene Dokumentation „Die „Gustloff“-Katastrophe – Bericht eines Überlebenden“ diente dem Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass als Quelle für die in 25 Sprachen übersetzte Novelle „Im Krebsgang“, in der er das Schicksal des Flüchtlingsschiffes „Wilhelm Gustloff“ in den Mittelpunkt stellte. Dabei bezog er Heinz Schön namentlich in die Handlung ein. Nach dem Krieg baute der junge Schön in Göttingen die Volkshochschule mit auf, ehe er 1953 nach Herford ging und dort Fremdenverkehrsdirektor für die Stadt wurde. Zugleich prägte er als Leiter des Stadttheaters das kulturelle Leben Herfords maßgeblich mit.
Schön war für die Programmzusammenstellung verantwortlich, mit der es ihm gelang, namhafte Schauspieler wie Inge Meisel auf die städtische Bühne zu holen. In der Folge gehörte das Theater in den 1960er und 1970er Jahren zu den bestbesuchten Gastspielhäusern der Bundesrepublik.
Nach seiner Pensionierung 1990 widmete sich Heinz Schön noch intensiver seinem Ostsee-Archiv und der publizistischen Arbeit. Er setzte seine bereits 1985 begonnene Vortragstätigkeit fort und folgte Einladungen von Vertriebenenorganisationen der Ostpreußen, Westpreußen, Danziger und Pommern, Marinekameradschaften, Museen und Schulen.
Er hielt Vorträge in Wien, in St. Petersburg, Kaliningrad, in Gdynia sowie in Kanada. Bis zu seinem Lebensende 2013 war er aktiv, zuletzt arbeitete Heinz Schön an seinem Buch „Pommern auf der Flucht. 1945“, das er zusammen mit dem Zeitgut Verlag zur Druckreife brachte und das im April 2013 erschienen ist.  
Daniel Schlie

 

Magische Orte am Niederrhein

Manfred Schmidt Magische Orte am Niederrhein 
20 Touren zu Rittern, Schlössern und mystischen Plätzen

Duisburg, Juli 2016 - Eine einzigartige Sammlung magischer Orte werden von einem renommierten Kenner der Region vorgestellt. Ein Enzdecken pur - nicht nur für den Liebhaber der Region Niederrhein. Mit praktischen Tipps und vielen Hintergrundinformationen warten 20 magische und geheimnisvolle Orte am Niederrhein warten darauf, entdeckt zu werden. Fundiert recherchiert und mit wertvollen Tipps.
Manfred Schmidt zeigt sich in der Tag als Kenner der Region. Er präsentiert 20 ganz unterschiedliche Plätze am Niederrhein, die eine besondere Magie ausüben. Rund um Kleve, Neuss und Duisburg gibt es das Reich der Wasserfrau, einen verzauberten Weiher, eine weiße Jungfrau mit schwarzem Hund oder das Atlantis am Rhein zu entdecken.
Reich bebildert und mit vielen wertvollen Tipps wird die Magie dieser besonderen Orte für die ganze Familie erlebbar. Manfred Schmidt Manfred Schmidt, Jahrgang 1950, lebt in Korschenbroich am Niederrhein. Mit zahlreichen Buchveröffentlichungen zu geografischen und regionalen Themen hat er sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Die Freude des Lesens und Erlebnes - das macht auch einen guten Sommerurlaub aus. Harald Jeschke

 

 

Manfred Schmidt
Magische Orte am Niederrhein
20 Touren zu Rittern, Schlössern und mystischen Plätzen
€ 14,99 [D]
€ 15,50 [A]
sFr 19,90
96 Seiten, ca. 80 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung ISBN-13: 978-3-95400-712-7 Erscheinungstermin: Juni 2016  

 

Museen am Niederrrhein

Duisburg, Juli 2016 - Biene, Wespe oder doch eine Hummel? Im Bienenmuseum Duisburg erfährt man alles über die fleißigen Helferlein. Im Museum für Waschgeschichte in Mönchengladbach kann man nicht nur seine Weste reinwaschen.
Dies sind nur zwei von insgesamt 30 ungewöhnlichen Museen, die Joachim Schneider in seinem neuen Ausflugsführer
Außergewöhnliche Museen am Niederrhein (Sutton Verlag) zusammengestellt hat und damit zeigt, dass der Niederrhein über eine vielseitige und abwechslungsreiche Museumslandschaft verfügt.
Außergewöhnliche Sammlungen machen die großen wie die kleinen Museen der Region zu wahren Schatztruhen. Die Vielfalt zeigt sich dabei aber nicht nur in den zahlreichen sehenswerten Heimatmuseen, sondern vor allem auch in den Sammlungen zu ausgefallenen Themen wie dem Radiomuseum in Duisburg, einem Traktorenmuseum in Sonsbeck und einem Gefängnismuseum in Willich. Zusammen mit interessanten Hintergrundinformationen und Einkehrtipps bildet der Ausflugsführer eine wertvolle Grundlage für den nächsten Familienausflug.

 

Joachim Schneider

Der Großhandelskaufmann Joachim Schneider engagiert sich in Wanheimerort in der Bezirksvertretung, als Vorsitzender des CDU-Ortsverbands und in der DJK Wanheimerort 1919 e. V. Er ist Beisitzer im Vorstand der Stadtteil-Offensive Wanheimer Ort e. V. und im Beirat des Wanheimerorter Bürgerverein von 1874. Darüber hinaus gehört er zu den Initiatoren der Stadtteilzeitung "Wir in Wort" und organisierte ...

Das Buch ist über www.verlagshaus24.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt 14,99 Euro. ISBN: 978-3-95400-697-7

 

Mehr von Joachim Schneider:

Joachim Schneider
Duisburg-Wanheimerort Neue Bilder aus alter Zeit Preis 18,95 € Der historische Bildband zeigt Leben und Arbeitswelt in Wanheimerort und erinnert an Vereinsleben und Veranstaltungen.

 

 

 

 

 

 

Duisburg-Wanheimerort
Preis 18,95 € Dieser abwechslungsreiche Bildband illustriert auf zahlreichen historischen Fotos die Wanheimerorter Vergangenheit zwischen 1900 und 1970.

 

 

 

 

Zeitzeugenbörse Duisburg: Erinnerungen an das alte Walsum

Duisburg, Juli 2016 - Die ehemals selbstständige Stadt Walsum blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Das erfolgreiche Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. hat 150 bislang zumeist unveröffentlichte faszinierende historische Abbildungen aus dem alten Walsum zusammengestellt, die den Wandel im Ortsbild und im Alltag der Menschen dokumentieren.

Ein Buch zum Erinnern und Wiederentdecken. 128 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 17,0 x 24,0 cm, Hardcover ISBN-13: 978-3-95400-700-4

 

Die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Harald Molder ist Vorsitzender des Vereins und beschäftigt sich seit 1975 mit der Stadtgeschichtsforschung.
In den vergangenen Jahren veröffentlichte das Autorenteam im Sutton Verlag mit großem Erfolg zahlreiche historische Bildbände.

 

 

 

Ruhrort in alten Ansichten

Duisburg, 25. April 2016 - Wer hätt das gedacht. Als ich im Jahr 2007 den damaligen BZ-Mitarbeiter Harald Molder zur Gründungs-Pressekonferenz des Vereins schickte, konnte niemand ahnen, dass im Verbund mit den rührigen Mitgliedern und vor allem Sammler Reinhold Stausberg daraus werden würde. Mittlerweile liegt der Vereins nach Aussage des Vorsitzenden mit "Ruhrort in alten Ansichten" bei der 14 Ausgabe. Nummer 15 wird im Sommer Walsum betreffen, es folgt einen Sammelband über Duisburger Zechen. Harald Jeschke

 

Das so erfolgreiche Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. präsentiert nun rund 150 bislang zumeist unveröffentlichte historische Ansichtskarten und Fotografien, die zu einem kurzweiligen Spaziergang durch den Duisburger Stadtteil einladen. Die faszinierenden Aufnahmen wecken unzählige Erinnerungen und dokumentieren den Wandel rund um den weltberühmten Ruhrorter Hafen, der im Jahr 2016 seinen 300. Geburtstag feiert.  

 

Ruhrort in alten Ansichten

128 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 17,0 x 24,0 cm, Hardcover ISBN-13: 978-3-95400-693-9 Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.

Die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Harald Molder ist Vorsitzender des Vereins und beschäftigt sich seit 1975 mit der Stadtgeschichtsforschung. In den vergangenen Jahren veröffentlichte das Autorenteam im Sutton Verlag mit großem Erfolg zahlreiche historische Bildbände.

 

Dritter Kinderbuch-Krimi ist da:
Ennatz und die Detektive ermitteln im MSV-Trainingslager!

Duisburg, 05. März 2016 - Aller guten Dinge sind drei! Der über die Duisburger Stadtgrenzen hinaus bekannte Kinderbuchautor Stefan Vöhringer war wieder fleißig. Ab sofort ist der dritte Band der beliebten Kinderbuchreihe „Ennatz und die Detektive“ mit dem spannenden Titel „Giftige Ferien“ im Handel und natürlich im ZebraShop in der Schauinsland-Reisen-Arena erhältlich.
Endlich Sommerferien. In diesem Jahr freuen sich die Zebraspürnasen Emma, Julia und Marie besonders auf den Urlaub. Auf Einladung von Ivo Grlic dürfen Ennatz und die Detektive nämlich einige Tage das Trainingslager des MSV in Norddeich besuchen! Kaum im Hotel angekommen, wird aber bereits die Hilfe der Spürnasen benötigt. Fast alle Gäste des Hotels werden krank. Schnell ist klar, hier stimmt etwas nicht. Uwe – der Besitzer des kleinen Hotels – ist vollkommen verzweifelt.

Ein neuer Fall für Ennatz und die Detektive! Mit dem dritten Band „Giftige Ferien“ setzt Autor und MSV-Fan Stefan Vöhringer die erfolgreiche Kinderbuchreihe rund um MSV-Maskottchen Ennatz, die Zwillinge Emma und Julia und ihre kleine Schwester Marie fort. Zuvor erschienen bereits „Die verschwundene Kapitänsbinde“ und „Der gestohlene Pokal“ und haben bei jungen und alten MSV-Fans für viel Spaß und Spannung gesorgt. Auch diese beiden Bände gibt es noch im ZebraShop und online unter www.msv-zebrashop.de!

Stefan Vöhringer: Ennatz und die Detektive – Giftige Ferien. 96 Seiten. 14,8 x 21 cm. Hardcover.  Zeichnungen. ISBN: 978-3-7307-0256-7. 12,90 Euro.

 

 
Geschichten von großen Helden und normalen Bürgern
 »Meiderich. Alltags- und Vereinsgeschichte von 1800 bis 1945«

Duisburg, 17. Februar 2016 - Geschichten von großen Helden und normalen Bürgern, Anekdoten aus dem Alltag und Bilder, die Erinnerungen wach werden lassen: Der Ehrenvorsitzende der Interessengemeinschaft Meidericher Vereine Werner Maistrak lädt mit seinem Buch »Meiderich. Alltags- und Vereinsgeschichte von 1800 bis 1945« (Sutton Verlag) zu einem kurzweiligen und einmaligen Streifzug durch 150 Jahre Stadtgeschichte ein.  
Zum Erscheinungstermin des neuen Buches laden Werner Maistrak und der Sutton Verlag zur offiziellen Buchvorstellung:  
Donnerstag, 25. Februar 2016 um 11.00 Uhr Buchhandlung Filthaut Von-der-Mark-Str. 77 47137 DU-Meiderich  

 

 

Streifzug durch die Vergangenheit  

Buchtipp: »Meiderich. Alltags- und Vereinsgeschichte von 1800 bis 1945«

Geschichten von großen Helden und normalen Bürgern, Anekdoten aus dem Alltag und Bilder, die Erinnerungen wach werden lassen: Der Ehrenvorsitzende der Interessengemeinschaft Meidericher Vereine Werner Maistrak lädt mit seinem Buch »Meiderich. Alltags- und Vereinsgeschichte von 1800 bis 1945« (Sutton Verlag) zu einem kurzweiligen und einmaligen Streifzug durch 150 Jahre Stadtgeschichte ein. Mit kenntnisreichen Erläuterungen und faszinierenden historischen Fotografien spiegelt das Buch den Alltag und die umfangreiche Geschichte des heutigen Duisburger Traditionsstadtteils von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wieder.

 

Über den Autor:

Werner Maistrak, Jahrgang 1933, kennt Meiderich wie seine Westentasche und stand viele Jahre der Interessengemeinschaft Meidericher Vereine vor. Im Jahr 2004 erhielt er für sein ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Der vorliegende Band ist seine erste Veröffentlichung im Sutton Verlag.

 

 

Das Buch  ist über www.suttonverlag.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt 19,99 Euro. ISBN: 978-3-95400-635-9

                                      

Sutton ist der führende Verlag für Regionalgeschichte und -literatur im deutschsprachigen Raum, vom historischen Bildband bis zum Freizeitführer. Den zweiten Schwerpunkt des 1997 gegründeten Erfurter Verlags bildet die Verkehrs- und Technikgeschichte. Unter dem Motto „mordmäßig spannend“ bietet das Label Sutton Krimi seit 2011 Regionalkrimis der unterschiedlichsten Genres. Seit Anfang 2014 gehört Sutton zum Verlagshaus GeraNova Bruckmann.

 

 

Neuer Bildband der Duisburger Zeitzeugenbörse: »Rheinhausen. Früher und Heute« 

Erfurt/Duisburg, 21.10.2015 - Der heutige Duisburger Stadtbezirk Rheinhausen lädt dazu ein, spannende Vergleiche zwischen früher und heute zu ziehen. In den Ortsteilen Mitte, Hochemmerich, Bergheim, Friemersheim und Rumeln-Kaldenhausen findet sich kaum eine Straße, die nicht vom umfassenden Wandel der letzten Jahrzehnte zeugt.
Das erfolgreiche Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e.V. präsentiert in seinem neuen Bildband
»Rheinhausen. Früher und Heute« eine kurzweilige Reise in die Vergangenheit und Gegenwart Rheinhausens. Die direkte Gegenüberstellung von 55 zumeist unveröffentlichten historischen Ansichten mit aktuellen Farbfotografien dokumentiert eindrucksvoll die Veränderungen im Stadtbild und im Alltag der Bewohner. 
Die faszinierenden historischen Fotografien zeigen alteingesessene Institutionen sowie geschichtsträchtige Gebäude, erinnern an Badefreuden am Rhein und führen in den Mühlenort Bergheim, zum Bahnhof Friemersheim, in die Kolonie Diergardt, zum „Schäfchen“ oder das Hüttenwerk. Dieser liebevoll gestaltete Band weckt unzählige Erinnerungen und zeigt den Wandel Rheinhausens besonders anschaulich. 

Über die Autoren: Die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Harald Molder ist Vorsitzender des Vereins und beschäftigt sich seit 1975 mit der Stadtgeschichtsforschung. In den vergangenen Jahren veröffentlichte das Autorenteam im Sutton Verlag mit großem Erfolg zahlreiche historische Bildbände.

Das Buch ist über www.verlagshaus24.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt € 19,99. ISBN: 978-3-95400-572-7 Einladung zur Buchpräsentation

Die Buchpräsentation des neuen Bildbandes findet am Mittwoch, 28. Oktober 2015 um 19.30 Uhr in die Bezirksbibliothek Rheinhausen (Händelstraße 6, 47226 Duisburg-Rheinhausen) statt.

 

 

Oberes Mittelrheintal
Von Bingen und Rüdesheim und Koblenz
Welterbe

Duisburg, 22. August 2015 - Durch die Diskussion über Windräder im Mittelrheintal gewinnt dieses Buch an Bedeutung und wird sicher wieder in die Regale der Buchhandlungen aufgenommen.
Es wird schon Gründe gegeben haben, dass die Juroren  das Mittelrheintal zum Welterbe erklärten. Eine beschauliche Landschaft, die vom Tourismus, dem Weinhandel und der Gastronomie lebt. Beschaulich, vieleicht sogar etwas betulich lebte man. Von den Ufern des Rhein eingeengt von der Bahn und den Weinbergen. mehr

 

Abriss in Bruckhausen – ein Stadtteil wird vernichtet
Klaus de Jong

Duisburg, August 2015 - Wer hier ein Bilderbuch oder eine “Gute Nacht Lektüre”  vermutet, der liegt total falsch.
Hier wird eine Fotodokumentation vorgelegt, die Ihres Gleichen sucht. Keine Heile Welt, nein schonungslos hat der Fotograf, Bernd Langmack, seine Kamera eingesetzt. Auf fast 100 Seiten hat er das Sterben eines Stadtteils in Duisburg begleitet und schonungslos, fast schon brutal, fotografiert. Wobei er keinen Unterschied zwischen schwarz weiß oder farbig macht.

Die Texte von Ulrich Land, genau so brutal wie alarmierend, fügen sich nahtlos in den roten Faden des Werkes ein. Auch die Betroffenen kommen zu Wort. Eine Aussage soll hier für viele stehen. “ Sieht ja wie nach dem 2, Krieg aus. !”Recht hat er, der ehemalige Bewohner der Siedlung. Die Argumentationen der Beamtenschaft ist zum Haare raufen. Aber so wird es halt gemacht. Entmieten, dann kommt der Vandalismus so sicher wie die Ratten und der Bagger steht schon bereit.

Was hier an Nachbarschaft, Rentnerdasein, Vereinsleben und Familien kaputtgemacht wird und wurde, schreit zum Himmel. Aber leider ungehört.

Den beiden Autoren, Bernd Langmack und Ulrich Land ist es gelungen, Schicksale aufzuzeigen, sachlich und ohne Klamauk, manchmal sogar feinfühlig, sollte zu der Pflichtlektüre   eines jeden Menschen gehören, der sich für die Ausbildung im Bausektor entscheidet.

Abriss in Bruckhausen – ein Stadtteil wird vernichtet
Fotografie Bernd Langmack
Text Ulrich Land
Klartext Verlag Essen 2015 1. Auflage
ISBN Nummer 978-3-8375-1494-4
Broschüre 14,95  €

 

Gutenachtbuch für Erwachsene - made in Duisburg...

Duisburg, 12. August 2015 - Duisburger Autorin Stefanie Jerz schreibt Gutenachtbuch für Erwachsene Guter Tag, du hast mich geschafft ... aber ich dich auch! Ein bekanntes Gefühl am Abend – der Titel des Buches. Ein Mischgefühl zwischen ‚geschafft sein‘ und ‚geschafft haben‘. Jeder kennt es, liebt es, fürchtet es vielleicht auch, freut sich darauf. Natürlich auch die Autorin Stefanie Jerz und der Schauspieler, Bühnenmusiker und Pädagoge Andreas Krämer. Aus dem Bewusstwerden über die Bedeutung dieses Gefühls für viele Men­schen lag es für beide Künstler nahe, sich selber und auch anderen Menschen eine Möglichkeit anzubieten, sich in dieser Phase des Tages noch einmal mit sich selber, seinen Emotionen, Hoffnungen und Träumen auseinanderzusetzen.

Welche künstlerische Form ist für einen solchen Moment der Auseinan­dersetzung besonders geeignet? Auch hier liegt die Antwort eigentlich nahe in dem Moment, in dem wir uns an eigene Kindheit erinnern. Das Bilderbuch mit dem kurzen Text diente und dient vielen Kindern dazu, Erlebnisse des Tages noch einmal zusammen mit den Eltern zu reflektieren, Ausschau auf den morgigen Tag zu halten und auch besondere Probleme zu verarbeiten. Doch ein Bilderbuch für Erwachsene?

 

Ja, ein abendliches Buch für Erwachsene hat letztlich identische Aufgaben. Über Bild oder Text gibt es dem Leser in der vornächtlichen Ruhesituation noch einmal die Möglichkeit, sich mit alltäglichen Problemstellungen und mit sich selbst auseinanderzusetzen. Oder, wie formuliert es Stefanie Jerz so eindringlich: „Kommt, lasst uns die / Welt aus den Angeln / heben, dass der / Mond uns suchen muss.“ Von Janosch bis Ende klingen hier Töne durch, die uns Lust machen, mitzumachen bei diesem Entrücken aus der realen Welt, bei der Entdeckung unserer emotionalen Verfasstheiten. Kommt dann noch Andreas Krämer mit seinen ausdrucksstarken, unsere Sinne erweiternden Bilder daher, können wir gar nicht mehr anders, als uns auf das Angebot einzulassen.

Und beide Künstler bieten dem Leser nicht ein eindimensionales Reflexions­angebot. Humorvoll, tiefste Einsicht, großer und kleiner Gedanken und, und, und – in jeder Verfasstheit finde ich einen kurzen Text und oder ein Bild.
Schreib- und Malweise der beiden Künstler ähneln sich in geradezu atembe­raubender Manier. Beide bieten keine geschlossenen Arbeiten, geben vielmehr einen textlichen oder bildlichen Anreiz, transferieren diesen in eine andere Ebene, in einen anderen Zusammenhang, doch lassen sie die Möglichkeit der Variation. Ich muss mich selber einbringen, um das textliche oder bildliche Kunstwerk zu einem Ganzen werden zu lassen.
Ein Hineinfühlen, ein emotionales Erschließen, ein Abtauchen, eben ein Abheben aus der Wirklichkeit, mich dabei spürend, mich wie durch den Mond entdeckend. Typisch dabei auch die von beiden benutzte Technik, bekannte Motive in eine neue Richtung zu brechen („er nahm das Wachs, dass sie in seinen Armen wurde“).

Man holt den Leser ab in seiner Verfasstheit, bricht seine Emotionalität darauf in eine andere Ebene und ermöglicht so eine neue, aber in eine individuelle Geborgenheit eingebundene neue Sicht auf Wirklichkeit.
Ein unglaubliches Verfahren, zumal es Tag für Tag mit einer identischen Bild-/Wort-Kombination zu anderen Ergebnissen führt, da unsere Verfasstheit ja konstruktiv prägendes Moment des Gesamtprozesses wird.

Die formale Gestaltung des Buches (20,5 x 20,5-Format in sehr luftiger Setzweise) entspricht diesem inhaltlichen Ansatz. Eine grundlegende Konstruktion, die zwar variiert, aber letztlich identisch ist, spiegelt die Möglichkeit vielfältiger Zugriffe auf das Buch, ermöglicht zudem zahlreiche neue Sichtweisen.
Ein Buch, das einem zum lebenslangen Begleiter werden kann, ein Buch, das bald seinen festen Platz auf dem Abendtisch oder dem Nachtschrank haben wird, und zudem: Es eignet sich auch bestens für Partner, einander vorzulesen, gemeinsam die Bilder zu entdecken, so wie das gute Bilderbuch für Eltern und Kinder ein wichtiges gemeinsames Band war.

Stefanie Jerz / Andreas Krämer
Guter Tag,
du hast mich geschafft …
aber ich dich auch
EIN GUTENACHTBUCH FÜR ERWACHSENE
Geest-Verlag 2015
ISBN 978-3-86685-510-6
98 S., 14.80
Format 20,5 x 20,5 cm

Die Autoren:
Stefanie Jerz,
geb. 1967 in Düsseldorf, lebt mit ihrem Lieblingsmann und drei Kindern in Duisburg.
Nach kaufmännischer Ausbildung jetzt Tätigkeit in der Familienbildung und im Mehrgenerationenhaus der AWO Duisburg.
Seit 2007 schreibt sie Bühnenstücke für das von ihr mitgegründete Seniorentheater-Ensemble DUISBURGER rUhRGESTEINE.
Das Schreiben von Kurzgeschichten ist für sie Fingerübung und Lyrik eine Haltung.
Aktiv vernetzt ist Stefanie Jerz bei:
www.autorinnenvereinigung.ev
www.42erautoren.de
www.theatergold.de

Andreas Krämer
malt seit 1992: Großformat, Acryl und Pigmentkreide auf Leinwand, Aquarell und Miniaturen, Wandtafelskizzen.
Krämer lebt heute mit seinem Sohn in Bremen und in Arlesheim / Schweiz.
www.andreas-kraemer.ch

Dorfgeschichten: Hoch auf dem Erntewagen 

Mit Rudi übers Stoppelfeld 

Es war an einem herrlichen Sommertag des Jahres 1939. Ich verbrachte meine ersten großen Schulferien bei den Großeltern in Franken, der Heimat meines Vaters. Selbst zählte ich gerade sieben Jahre, als ich eines Tages das Gänseliesel vom Dienst war und mit Rudi, dem Nachbarsjungen, dreizehn graugesprenkelte Schnattergänse hütete. Der blonde Lockenkopf Rudi war knapp drei Jahre älter als ich und allzeit zu Späßen aufgelegt. Ich muß gestehen, ich fand ihn toll und ließ mich leicht von ihm auf den Arm nehmen. Der Schlingel wiederum tat das nur allzu gerne, denn ich war sehr ängstlich, und das nicht nur im Umgang mit angriffslustigen Gantern; schließlich hatte ein solcher schon einmal meinen Zopf erwischt. Ich habe ihn zwar wiederbekommen, ein beträchtliches Büschel Haare jedoch habe ich lassen müssen!

Seither ließ „Rudirallala“, wie ich ihn nannte, keine Gelegenheit aus, mich zu nerven.

„Olles noch dro, Bowedla?“ Was auf Hochdeutsch heißt: „Alles noch dran, Babettchen?“ 

Na, dem wollte ich’s zeigen! Erstens, daß ich auch anders konnte und beileibe nicht das Angsthäschen aus der Stadt war; zweitens zwar Thüringerin war, aber nie und nimmer „a Schnapspreiß“ (ein Schnapspreuße)!

Aus diesem Grunde machte ich mich mit Rudi auf die Socken, als er „sei Wiewelich“ (seine Gänseschar) aus der Toreinfahrt trieb. „Muß heit Gäns hütn. Traust dersch un gest miet?“

Und ob ich mich traute! Wenn mir auch insgeheim schier die Haare zu Berge standen, da sie jedoch in Zöpfe geflochten waren, blieb das allein mein Geheimnis. So versuchte ich also tapfer, mit einer Weidenrute die laut schnatternde Gesellschaft in Schach zu halten. Zugegeben, das war nicht schwer, denn die Gänse wußten genau, wo’s langgeht und folgten „Rudiralla“ auf dem Fuße, Barfuße genauer gesagt. Damit meine ich nicht nur das Federvieh.

Dies folgte fröhlich trompetend und flügelschlagend unbeirrt seinem unablässigen „Wieh, wieh, wiehelaha, wieh, wieh, wiehelaa!“, dem Schlacht-, pardon, Lockruf aller Gänsehirten, einem auf und abschwingenden, sich ewig wiederholenden Singsang.

Endlich waren wir am „Lochranger“ angekommen. Das Getreide war eingefahren und auf den Stoppeln lagen noch reichlich Ähren, die dem Rechen entgangen waren. Alles in allem so recht ein Ort zum Gänsehüten, die davon bis Sankt Martin schön dick und rund werden würden. Das Hüten aber war Sache der Jüngsten im Dorf, der Kinder also. Sie mußten schon recht früh mit zupacken, und das war noch eine der leichtesten Übungen damals. Warum sollte das ein Stadtkind nicht auch können?

Vor den Erfolg aber hatte mein gestrenger „Herr und Meister“ eine harte Probe gesetzt. Wie üblich, mußte auch ich nun barfüßig über die Stoppeln „hoppeln“. Auweia, meine zarten Fußsohlen, wie sie brannten und der Schmerz mir die Tränen in die Augen trieb!

Dennoch, ich trieb manch widerspenstiges Gänschen zurück auf den rechten Weg oder verscheuchte den lästigen Hühnergeier, der beutegierig und mit gräßlichem Gekreische hoch über uns seine Kreise zog. Zu dumm, daß die ansonsten so schlauen Viecher immer wieder aus dem Schutz der großen Eiche watschelten. Kein Wunder, daß der Räuber der Lüfte nicht aufgab und wir gleichfalls unsere Aufgabe hatten!

Im Unterschied zu Rudirallala aber hatte ich am Ende ziemlich zerfetzte Fußsohlen und Blasen an den Zehen. Es war und blieb mir schleierhaft, wieso der Lausbub so flink und frei über die Stoppeln sprang und nicht ein bißchen von ihnen gepiekst wurde. Nie und nimmer konnte das mit rechten Dingen zugehen, meint ihr nicht auch?

Rudi aber lachte mir nur ins Gesicht.

„Herrschaftseiten, machst du a Gscheiß! A jed’s Kindla bei uns koo’s schoo!“

Leicht verstört sah er sich die Bescherung an und murmelte etwas kleinlaut: „Dacht i mersch doch glei, für Stodtleit is fei nix. Am wengsten für kleena Mädlich!“

Haste da noch Töne?

Ich jedenfalls hatte noch lange an der Sache zu knabbern, wenn ich auch in der Achtung unseres Nachbarjungen gestiegen – weil nicht abgesprungen – war!

Gelernt hab ich allemal daraus, denn Übung macht den Meister und abhärten tut sie auch.

Inzwischen gehe auch ich – ganz ohne Schmerzen, mit frohem Herzen – barfuß übers Stoppelfeld!

 

 

 

Hoch auf dem Erntewagen
Unvergessene Dorfgeschichten. Band 5 / 1918-1968.
Zeitzeugen-Erinnerungen.
256 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister.
Zeitgut Verlag, Berlin. Klappenbroschur
ISBN 978-3-86614-251-0
Euro 11,90

 

Bildbandneuerscheinung "Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel"

Duisburg, Juni 2015 - Hochfeld und das angrenzende Dellviertel im heutigen Stadtbezirk Duisburg-Mitte blicken auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Besonders die Zerstörungen durch Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs haben beide Stadtteile nachhaltig verändert. Das erfolgreiche Autorenteam der Duisburger Zeitzeugenbörse e. V. hat rund 160 bislang zumeist unveröffentlichte historische Aufnahmen aus privaten Sammlungen zusammengestellt, die zu einer kurzweiligen Reise in die Vergangenheit Hochfelds und des Dellviertels einladen.

Die faszinierenden Bilder aus der Zeit zwischen 1900 und den 1980er-Jahren zeigen das einstige Antlitz der Stadtteile vor den Bombardierungen im Krieg ebenso wie wichtige Institutionen oder beliebte Gaststätten. Der Leser erlebt den harten Arbeitsalltag in den Industrieunternehmen, nimmt am regen Vereinsleben teil und erinnert sich an unvergessene Ereignisse wie das Hochwasser im Jahr 1924.
Dieser liebevoll gestaltete Bildband weckt Neugier auf die Vergangenheit und lädt dazu ein, Hochfeld und das Dellviertel neu zu entdecken.

Am Mittwoch, dem 10. Juni um 18.30 Uhr wird das Buch in der Evangelischen Pauluskirche Hochfeld (Wanheimer Straße 78, 47053 DU-Hochfeld) der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

 Neuerscheinung im Zeitgut-Verlag: Kindertage bei Oma und Opa

Berlin/Duisburg, Mai 2015 - Wer denkt nicht mit Wärme und Dankbarkeit an Oma und Opa? Für Kinder, die ja die Welt erst entdecken, sind sie mit ihrer  Lebenserfahrung, mit ihrer Liebe und Fürsorge wichtige Bezugspersonen. Sie geben ihren Enkeln Geborgenheit und schenken ihnen Aufmerksamkeit und Selbstvertrauen. Und sie haben meistens mehr Geduld als ihre Eltern. Da ist es kein Wunder, wenn bei vielen Kindheitserinnerungen Oma und Opa im Mittelpunkt stehen. Nicht umsonst heißt eine der Geschichten in diesem Buch: „Er war mir von allen der Liebste – Großvater“.

 

„Der alte Seebär“ war Gustav Jantzens Opa Heini, seit 1900 der Seefahrt verschrieben, bis er sich verliebte und an Land blieb. Gern hörte der Junge Großvaters Reiseerzählungen zu und bewunderte dessen Zivilcourage.

 

Die kleine Elisabeth Balzer hat bereits früh bemerkt, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind. In „Meine Großeltern aus Holstein und Sachsen“ beschreibt sie deren vom lokalen Umfeld, konfessioneller Prägung und sozialer Stellung geformte Charaktere und zeichnet damit zugleich ein kleines Sittenbild der späten Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

 

Bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht die Erzählung von Marlene Theil über ihren Großvater, den „Grünen Husar“. Der hatte im Krieg 1870/71 gedient und aus jener Zeit einige Langgewehre aufbewahrt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1945 werden sie zur Gefahr.

Hans Döpping stellt uns seine couragierte Großmutter Konstantine vor, die 1945 im thüringischen Möbisburg schlagfertig und erfolgreich um ihren von russischen Soldaten requirierten Regulator kämpfte.

 

Detailreiche Schilderungen der Lebensgewohnheiten von einst geben den hier geschilderten Erinnerungen das Kolorit. So auch Silke Mayers Geschichte „Kolbász und Cevapcici“, einem liebevollen Porträt der aus Ungarn stammenden und nun in Deutschland lebenden Großmutter.

 

Natürlich fehlen auch in dieser Sammlung nicht die kuriosen Begebenheiten. So landen „die Dritten“ von Ilse Oertels Opa im Schweinefutter. Wie dennoch alles ein gutes Ende findet, ist hier schmunzelnd nachzulesen. Nach dem ersten Band „Damals bei Oma und Opa“ gibt es auch im vorliegenden Folgeband wieder Heiteres und Ernstes, Nachdenkliches und ein bisschen Verrücktes zu lesen. 28 Verfasserinnen und Verfasser sorgen für kurzweilige Lesestunden, die nebenbei auch Alltags- und Zeitgeschichte des vergangenen Jahrhunderts vermitteln. 

 

Geborgen bei Oma und Opa

Zeitzeugen erinnern sich an ihre Großeltern. Band 2.

Zeitgut-Original.

192 Seiten mit Abbildungen, Ortsregister,

Zeitgut Verlag, Berlin.

Gebundene Geschenkausgabe.

ISBN: 978-3-86614-224-4, Euro 9,95

"Duisburg-Homberg und -Hochheide"

- Das neueste Buch der Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.
- Unveröffentlichte Fotografien aus Homberg und Hochheide
- Historische Aufnahmen aus den Jahren zwischen 1900 und 1960


Duisburg, Mai 2015 - Alt-Homberg und Hochheide bildeten bis zur Eingemeindung nach Duisburg im Jahr 1975 gemeinsam die Stadt Homberg im Kreis Moers. Beide Stadtteile blicken auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die besonders durch die Lage am Rhein und die ansässige Industrie geprägt wurde.
Das erfolgreiche Autorenteam der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. hat rund 160 bislang zumeist unveröffentlichte historische zusammengestellt, die zu einer kurzweiligen Reise in die Vergangenheit der heutigen Duisburger Stadtteile einladen.
Die faszinierenden Bilder präsentieren unvergessene Geschäfte und Gaststätten, Kirchen und Schulen, Vereinsleben sowie den harten Arbeitsalltag im Hafen und den großen Zechen und Industrieunternehmen. Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1900 und den 1980er-Jahren das bunte Dieser Bildband weckt unzählige Erinnerungen und ist ein Muss für alle Freunde des Duisburger Westens. Ein Buch zum Neu- und Wiederentdecken. Gesamt: 1131 Zeichen Die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. wurde 2007 ins Leben gerufen.
Der neue Band über Homberg und Hochheide präsentiert zahlreiche Ansichtskarten und Fotografen aus der Sammlung Reinhold Stausbergs, die er in liebevoller Arbeit zusammengetragen hat.

Die Buchpräentation findet am Montag, dem 1. Juni um 18.30 Uhr im Heimatmuseum des Freundeskreis Historisches Homberg e.V. (Augustastraße 48, 47198 DU-Homberg) statt. Der Eintritt ist frei.

Buchvorstellung anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren

Buchvorstellung anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren, im Gemeindehaus Duisburg-Ruhrort, Dr.-Hammacher-Str. 6, 47119 Duisburg

am 13.05.2015, 19.30 Uhr

(Einlass und Finissage der Ausstellung "Nirgendwo ist hier" des Flüchtlingsrats NRW ab 18.30 Uhr)

 

Duisburg, 8. Mai 2015 - In der Erinnerungsstätte Hasselpath bei Rocherath, im Gebiet der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, wurde am 20.12.2014 erstmalig ein gemeinsames Gedenkkreuz eingeweiht. Es ist dem Gedenken des US-Soldaten David A. Read und des Wehrmachtssoldaten Hans-Hermann Paulsen, die beide bei der Ardennenoffensive zum Ende des 2. Weltkrieges in jungen Jahre fielen, gewidmet. Diese Soldaten stehen stellvertretend für die vielen dort gefallenen, jungen Soldaten kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges.

Hans-Hermann Paulsen, in Duisburg-Ruhrort geboren, wohnte bei seinen Eltern in Ruhrort auf der Luisenstraße bis zu seiner Einberufung als Panzerjäger im Rahmen der mehrjährigen Operation Barbarossa im Osten. Nach dem Rückzug vom Kaukasus, wurde seine Division auf der Krim in 1944 vernichtet. Nur wenigen, so auch Hans-Hermann Paulsen, gelang dennoch der Rückzug bis in die Heimat. So  erhielt er im September 1944 für wenige Tage Hochzeitsurlaub in Ruhrort, um schließlich an der Westfront bei der letzten Schlacht, die Ardennenoffensive, eingesetzt zu werden.
In verzweifelten Briefen berichtete er seiner Frau nach Ruhrort von seinen Empfindungen an der Westfront, bevor er im erbittert umkämpften belgischen Hasselpath, nahe der deutschen Grenze, im Alter von 24 Jahren fiel. Auszüge der Briefe, die er im Rahmen der Ardennenoffensive schrieb, wird Hans-Hermann Paulsen jun., der nach dem Tod des Vaters in Ruhrort geboren wurde, in Auszügen lesen.

Eine zeitgeschichtliche Einordnung erfolgt durch den Historiker Dr. Wingolf Scherer, die durch historische Fotos und Dokumente veranschaulicht wird. Dr. Scherer veröffentlichte viele Zeitzeugenberichte aus dieser Zeit, so auch seine Erlebnisse als Offizier und Beteiligter an der Ardennenoffensive.
Das im Helios-Verlag neu erschienene Buch aus der Reihe "Der Krieg von unten 1939 bis 1945" heißt "Besinnung - Belebte Vergangenheit" und andere Buchbeiträge tragen zu den Erinnerungen 70 Jahre nach Ende des Weltkrieges bei. Auszüge daraus und aus anderen Büchern werden von an der Ardennenoffensive Beteiligten lesen. So wird auch der außergewöhnlich einfühlsam geschriebene Brief des Kompaniechefs über den Tod seines Unteroffiziers Hans-Hermann Paulsen, an die junge Witwe vorgestellt.

Das Paulsen-Paar



Lütfiye Güzel "hey anti-roman"

Das neue Buch der Duisburger Poetin Lütfiye Güzel erscheint am 1. Juni 2015.

Sie ist zurück mit neuen Erkenntinissen und Wahrheiten über das sogenannte Leben. Mit ihrer fünften Veröffentlichung "hey anti-roman" legt Lütfiye Güzel  formal und literarisch einen neuen Gang ein.

Kindertage bei Oma und Opa    

7. Mai 2015 - Wer denkt nicht mit Wärme und Dankbarkeit an Oma und Opa? 

Für Kinder, die ja die Welt erst entdecken, sind sie mit ihrer  Lebenserfahrung, mit ihrer Liebe und Fürsorge wichtige Bezugspersonen. Sie geben ihren Enkeln Geborgenheit und schenken ihnen Aufmerksamkeit und Selbstvertrauen. Und sie haben meistens mehr Geduld als ihre Eltern. Da ist es kein Wunder, wenn bei vielen Kindheitserinnerungen Oma und Opa im Mittelpunkt stehen. Nicht umsonst heißt eine der Geschichten in diesem Buch: „Er war mir von allen der Liebste – Großvater“.

 

„Der alte Seebär“ war Gustav Jantzens Opa Heini, seit 1900 der Seefahrt verschrieben, bis er sich verliebte und an Land blieb. Gern hörte der Junge Großvaters Reiseerzählungen zu und bewunderte dessen Zivilcourage.

 

Die kleine Elisabeth Balzer hat bereits früh bemerkt, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind. In „Meine Großeltern aus Holstein und Sachsen“ beschreibt sie deren vom lokalen Umfeld, konfessioneller Prägung und sozialer Stellung geformte Charaktere und zeichnet damit zugleich ein kleines Sittenbild der späten Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

 

Bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht die Erzählung von Marlene Theil über ihren Großvater, den „Grünen Husar“. Der hatte im Krieg 1870/71 gedient und aus jener Zeit einige Langgewehre aufbewahrt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1945 werden sie zur Gefahr.

Hans Döpping stellt uns seine couragierte Großmutter Konstantine vor, die 1945 im thüringischen Möbisburg schlagfertig und erfolgreich um ihren von russischen Soldaten requirierten Regulator kämpfte.

 

Detailreiche Schilderungen der Lebensgewohnheiten von einst geben den hier geschilderten Erinnerungen das Kolorit. So auch Silke Mayers Geschichte „Kolbász und Cevapcici“, einem liebevollen Porträt der aus Ungarn stammenden und nun in Deutschland lebenden Großmutter.

 

Natürlich fehlen auch in dieser Sammlung nicht die kuriosen Begebenheiten. So landen „die Dritten“ von Ilse Oertels Opa im Schweinefutter. Wie dennoch alles ein gutes Ende findet, ist hier schmunzelnd nachzulesen. Nach dem ersten Band „Damals bei Oma und Opa“ gibt es auch im vorliegenden Folgeband wieder Heiteres und Ernstes, Nachdenkliches und ein bisschen Verrücktes zu lesen. 28 Verfasserinnen und Verfasser sorgen für kurzweilige Lesestunden, die nebenbei auch Alltags- und Zeitgeschichte des vergangenen Jahrhunderts vermitteln.

  

Geborgen bei Oma und Opa

Zeitzeugen erinnern sich an ihre Großeltern. Band 2.

Zeitgut-Original.

192 Seiten mit Abbildungen, Ortsregister,

Zeitgut Verlag, Berlin.

Gebundene Geschenkausgabe.

ISBN: 978-3-86614-224-4, Euro 9,95

 

Besuche vor dem Untergang
Adelssitze zwischen Altmark und Masuren
Aus Tagebuchaufzeichnungen von Udo von Alvensleben
Klaus de Jong

Duisburg, 20. Februar 2015
Zusammengestellt und herausgegeben von Harald v. Koenigswald.
Mit 96 Abbildungen auf Tafeln.
1968 (!) by Verlag Ullstein, Frankfurt Berlin
2. Auflage 6. 8. Tausend.
Antiquarisch.


Ein Buch, gebunden, das noch nach Buch riecht. Es hat sicherlich Jahre in der Bibliothek
eines der beschriebenen Schlösser verbracht. Es ist nur antiquarisch, zu einem Spottpreis zu bekommen. Der Chronist hat unter  5.00  € incl. Versandkosten gezahlt.  
Der Reichtum an Burgen Schlössern und Herrenhäusern ist gnadenlos nach 1945, jenseits der Zonengrenzen, zerschlagen worden. Nur wenige Häuser, teilweise nur in Bruchstücken, konnten auf die heutige Zeit gerettet werden.
Die Besitzer vertrieben, das Land aufgeteilt und den neuen Besitzern bald wieder wegegenommen oder in Produktionsgemeinschaften gepresst.
Bevor diese Katastrophe über die Landstriche hereinbrach, hatte der Autor die Möglichkeit einen Großteil der heute nicht mehr vorhandenen Objekte zu besuchen, zu beschreiben und in seinen Tagebüchern in die heutige Zeit zu retten.
Die Grundklage dazu lagen in seiner Heimat, geb. auf dem Familien Gut Wittenmoor  in der Nähe von Stendal. Tief verwurzelt in der weiten Verwandtschaft, Dr. der Kunstgeschichte. Er besuchte über zwei Jahrzehnte Häuser, Burgen und Schlösser.
Aufgenommen wurde er überall, so ist es seiner Heimat Liebe und auch der Verantwortung für die Gegend zu verdanken, dass dieses Buch, was vor uns liegt tiefe Einblicke gestattet. 

Ein ausführliches Personen und Sachregister erweist sich bei der Objekt Suche hilfreich.

Wo Grafen schlafen
Klaus de Jong

Duisburg, 14. Februar 2015
Der Autor, Eduard von Habsburg-Lothringen, Dr. phil., wohnt mit seiner Frau und Kindern, sechs, alles Mädchen,  "auf Etage" am Rande von Wien.

Er, ein dreimal Urenkel von Franz Joseph und Elisabeth (Sissi), hat, obwohl er tausende Schlösser kennt, nie auf einem solchen gewohnt.
Geboren in München, wurde er groß in Bronnbach im Taubertal, einem ehemaligen Zisterzienser Kloster.

Der heute 48 jährige verdient seinen Unterhalt als Medienschaffender und Autor. 2011 erschien im CH Beck Verlag München, das hier zu beschreibende Buch.

Es geht hier nicht um die Besichtigung oder Führung von Schlössern, nein, der Autor stellt die Räume in Schlössern auf knapp 150 Seiten vor. Das beginnt mit den Schlossgärten, die unbedingt dazu gehören.

Natürlich kommt die geschichtliche Entwicklung nicht zu kurz. Über den Eingangsbereich und das Treppenhaus werden Raum für Raum ausführlich beschrieben.
Einfühlsam zählt er die Vorzüge der Beletage, aber auch die Probleme, die ein solches Haus mit sich bringt, auf. Alles aber wirklich auch alles, was zu einem solchen Schloss gehört, natürlich auch die sanitären Anlagen und das Problem der undichten Dächer, kommt hier zu Wort.

Eine spannende Lektüre an langen Winterabenden oder im sommerlichen Garten.
Der Burg oder Schloss-Freund findet im Anhang wertvolle Hinweise auf weitere Lektüre.
CH Beck Verlag München, 14.95  €, 978 3 406 60 5, www.beck.de

 

Von Schlössern & Gärten, Burgen, Klöster und Denkmäler
Klaus de Jong

Duisburg, 13. Februar 2015
Schencks Schlösser & Gärten
Burgen Klöster und Denkmäler 2014 / 2015

Ein Werk, dass mit viel Fleiß auf über 300 Seiten ausführlich in Deutschland und im europäischen Ausland Objekte erkennt und ausführlich beschreibt.

Hilfreich die genauen Angaben über die Besitzverhältnisse. Eine kurze aber dennoch ausführliche Objektbeschreibung mit allen wichtigen Informationen für den Fan, Besucher oder Käufer.
Hoch spannend zu lesen.
Denn es gibt viel zu entdecken.

Zu hoffen bleibt, dass Hefte der Zukunft das Feld der Veröffentlichungen noch erweitert. Bisher sind ca. 400 Objekte erfasst und beschrieben.

Hervorragend die zahlreichen, farbigen, häufig ganzseitigen, Fotos. 

Ein Index geordnet nach den Bedarfen Hospitality, Ganzjahresöffnungszeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, standesamtliche Trauungen, Erziehung und Bildungsprogramme sowie Veranstaltungen in den Objekten ist hilfreich für den Suchenden. 

Der erstaunlich niedrige Preis resultiert wohl daher, dass der Herausgeber verantwortlich für den Gesch. Bereich Schlösser und Herrenhäuser im Hause ENGEL &  VÖLKERS zuständig ist. Geschickt, aber nicht aufdringlich werden Teile des Heftes als Katalog für das Unternehmen genutzt.

Herausgeber und Chefredakteur
Christoph Freiherr Schenck zu Schweinsberg
Bestellungen per Fax 040 41125710 ,
ISBN – NR. 978-3-937566-58-0
Preis 9.90  €
Verlag HMM Heritage Media & Marketing GmbH

www.heritagemedia.de

 

„Ungewöhnlichster Buchtitel des Jahres 2014" gesucht:
Online-Buchcommunity
„Was liest Du?"

Duisburg, 19. Januar 2015 -  Eine hochkarätig besetzte Fachjury (u.a. mit Oliver Kalkofe und Jürgen von der Lippe) vergeben den beliebten Buchpreis auch in diesem Jahr. Offene Nominierungsphase startet heute - jeder kann mitmachen!
Die Preisverleihung erfolgt im März auf der Leipziger Buchmesse Aachen/NRW.

In Großbritannien wird die Auszeichnung für den „Oddest Title of the Year" seit beinahe 40 Jahren vergeben und genießt dabei einen wahren Kultstatus; im vergangenen Jahr knüpfte die Buchcommunity „Was liest Du?" auch hierzulande an diese Erfolgsgeschichte an, indem der „Ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres" erstmals gesucht und prämiert wurde.
Über 1.000 Vorschläge gingen damals ein. Zwei Abstimmungsrunden, viele Tausend Stimmen sowie ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen später, setzte sich Volker Strübing mit seinem Titel „Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals" (erschienen bei Voland & Quist) knapp gegen „Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig." (Patrick Salmen & Quichotte) und „Woran du erkennst, dass deine Katze deinen Tod plant" (The Oatmeal) durch.
Auch 2014 waren unter den rund 80.000 Buch-Neuerscheinungen des Jahres wieder zahlreiche kreative Titelschöpfungen zu finden, von denen ab sofort die ungewöhnlichste gesucht wird.

Bis zum 03. Februar können unter www.wasliestdu.de und www.ungewoehnlichster-buchtitel.de per Kommentar und/oder Nominierungsbutton entsprechende Vorschläge eingereicht werden; anschließend wird die auf 50 Titel beschränkte Longlist bekanntgegeben, über die vom 06. bis zum 16. Februar abgestimmt werden kann. Im abschließenden Finale – der sogenannten Shortlist, auf der sich die zehn ungewöhnlichsten Buchtitel wiederfinden – wird dann sowohl von der Community als auch von einer siebenköpfigen Fachjury abgestimmt, wobei das Votum beider Parteien zu je 50% ins Endergebnis einfließen wird (Zeitraum dieser Abstimmung: 17.02. - 04.03.).

Der Fachjury gehören in diesem Jahr an: - Sascha Chaimowicz (stellvertretender Chefredakteur NEON Magazin) - Jan Drees (Literaturjournalist und Autor) - Oliver Kalkofe (u.a. Moderator, Entertainer, Schauspieler) - Jürgen von der Lippe (u.a. Moderator, Entertainer, Autor) - Anne-Mette Noack (Leitung Marketing Börsenverein des Deutschen Buchhandels) - Joscha Sauer (Illustrator und Autor / „NICHTLUSTIG") - Oliver Zille (Direktor der Leipziger Buchmesse)

Mögliche Titelanwärter: Bereits im Vorfeld der offiziellen Nominierungsphase wurden im Laufe des vergangenen Jahres immer wieder diverse Buchneuerscheinungen innerhalb der Community hinsichtlich ihres Titels hervorgehoben, diskutiert und als mögliche Geheimfavoriten für die diesjährige Preisvergabe ausgemacht. So scheint der letztjährige Zweitplatzierte, Patrick Salmen, in diesem Jahr z.B. alles auf eine Karte setzen zu wollen und hat 2014 gleich zwei entsprechende Bücher veröffentlicht:
„Die Letzten werden die Ersten sein. Es sei denn, sie sind zu langsam" (gemeinsam mit Quichotte) sowie „Ich habe eine Axt. Urlaub in den Misanthropen".

Auch die Poetry-Slammer Jan Philipp Zymny und Thomas Spitzer schicken mit „Henry Frottey - Sein erster Fall: Teil 2 - Das Ende der Trilogie: Ein Roman in Schwarzweiß" sowie „Wir sind glücklich, unsere Mundwinkel zeigen in die Sternennacht wie bei Angela Merkel, wenn sie einen Handstand macht" zwei vielversprechende Titel ins Rennen. Weitere Geheimfavoriten: „Dynamitfischen in Venedig" (Sascha Thamm), „Mein Leben als Tod" (Der Tod), „Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel" (Eli Brown), „Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau" (Dimitri Verhulst), „Angriff der unsinkbaren Gummienten" (Christoph Brookmyre) und „Alles, was ein Mann wissen muss - in 428 Bildern" (Oliver Kuhn).
Die Preisverleihung
Der Preisträger erhält eine Trophäe sowie einen Überraschungs-Sachpreis von „Was liest Du?". Die Auszeichnung wird im Rahmen der Leipziger Buchmesse erfolgen (Samstag, 14. März 2015, 16:00 - 17:30 Uhr / Halle 5, Stand C600). Über „Was liest Du?": Wasliestdu.de ist eine Kombination aus Buch-Magazin und -Community, die unter dem Dach der Mayerschen Buchhandlung betrieben wird. Etwas mehr als ein Jahr nach dem offiziellen Launch zählt das Portal über 9.000 registrierte Mitglieder, die in dieser Zeit mehr als 90.000 Rezensionen verfasst und mehr als 250.000 Buchbewertungen abgegeben haben.

Buchvorstellung und zweisprachige Lesung in der Zentralbibliothek mit Tayfun Demir

Duisburg, 6. Januar 2015 - Tayfun Demir liest am Freitag, 23. Januar, um 20 Uhr aus seiner Migrationsbiografie „Huzursuz Misafir - Gast mit Unbehagen“ in der Zentralbibliothek. Demir (Foto), der 1950 in Ahlat, einem kleinen Ort am nördlichen Rand des Van Sees an der persisch-türkischen Grenze geboren wurde, wuchs in Istanbul auf und lebt seit 1976 in Deutschland.
Der pensionierte Bibliothekar leitete fast 40 Jahre lang die interkulturelle Abteilung in der Stadtbibliothek Duisburg und ist sowohl bei den türkischsprachigen wie auch bei den deutschen Lesern als Kulturvermittler und Integrationshelfer bekannt. Für sein transkulturelles Engagement wurde er als Ehrengast bei der zehnten Jubiläumsausgabe der Buchmesse Ruhr in der Zeche Zollverein gewürdigt.  
In seiner in der Dialog Edition erschienenen Autobiographie„Huzursuz Misafir“ vollzieht der ehemalige Bibliothekar, Sozialarbeiter, Lese- und Sprachförderer ein klassisches Grenzgängertum nach.
Er erzählt von seinem Leben in der Türkei, von seinem politischen Engagement und den Repressionen, denen er ausgesetzt war. Es ist eine Geschichte von Trennung und Wiederbegegnung, von Fremde und Heimat. Die Erfahrungen während seiner bibliothekarischen Tätigkeit in Duisburg prägten das literarische Schaffen von Tayfun Demir. Im Exil unterstrich er seine besondere Verbundenheit mit der türkischen Kultur, indem er als Verleger ausstellungsbegleitend Bibliographien der türkischen und deutschtürkischen Literatur herausgab.
Die deutsche Ausgabe seiner Biografie erscheint im März unter dem Titel „Gast mit Unbehagen“.Der Übersetzer, Dramaturg und Autor Oliver Kontny wurde 1974 in Dortmund geboren und lebte in Bremen, Istanbul, Oxford und Berlin, bevor er nach Duisburg zog. Neben seiner Tätigkeit als Dolmetscher und Übersetzer für türkische Literatur und Filmproduktionen schreibt er auch selbst Hörspiele und Theaterstücke. Als Mitglied des Fachbeirates der Zukunftsakademie NRW entwirft er Projekte zur Kulturellen Bildung und Diversität in der Kunstpraxis. Die Einführung zur Lesung hält der Leiter der Interkulturellen Bibliothek Yilmaz Holtz-Ersahin.
Der Eintritt ist frei.  

 
Bitte recht freundlich! Satirische Erzählungen Raniero Spahn

ISBN: 978-3-942614-98-6 Format: 12 x 19 cm, Paperback, 172 Seiten VK: 9,50 € Neuerscheinung November 2014
Edition Paashaas Verlag, www.verlag-epv.de


Launig, kurzweilig - absolut empfehlenswert. Raniero Spahn ist ein "Brückenbauer" von der Realität zum fantastischen (Alltag), immer aus der Mitte des Lebens heruas - und das mit Biss und hintergründigem Humor. haje


Duisburg, Dezember 2014 - Das Buch ist überall im Buchhandel und natürlich direkt beim Edition Paashaas Verlag ab sofort erhältlich und zeitgleich auch als Kindle-Ebook bei Amazon erschienen. Klappentext: Bitte recht freundlich!  Unsittliche Steuerbescheide, lebhafte Reinkarnation, Männer von der Stange und auch Proteste gegen die lästige Zeitumstellung mit ungeahnten Folgen beschreibt Autor Raniero Spahn genauso humorvoll wie eine live übertragene Beisetzung vor Millionen-Publikum.
Betreten Sie mit ihm in zahlreichen Erzählungen eine Welt, die dem Alltag doch irgendwie nicht fern zu sein scheint.


Zum Autor: Raniero Spahn:

Nach seinem ersten Leben als (alt)griechisch-römischer Fahrlehrer, an das Raniero Spahn noch gute Erinnerungen pflegt, erfolgte in seinem derzeitigen Dasein der Wechsel zum Diplomingenieur der Architektur. Im fast biblischen Alter erfuhr er schließlich über Nacht am eigenen Leib, dass man mit dem Werkzeug zum Entwerfen und Konstruieren von bunten Häusern nebenbei auch verrückte Texte zu Papier bringen kann und so wurde aus dem nebenbei schnell einer, der sich in diesem Sinn seitdem die Finger wund, schreibt.
Herausgekommen ist hierbei nun u.a. das vorliegende Buch
"Bitte recht freundlich".


Der Autor lebt schon seit längerer Zeit in Duisburg.

Weitere Infos:  www.ranierospahn.de

Lesetermine:
Diverse Lesetermine sind auch bereits geplant. In diesem Jahr findet leider keine Lesung mehr mit Raniero Spahn statt, aber in 2015 ist schon vieles geplant:
http://www.ranierospahn.de/termine-2015/ 

 

Leseprobe: Bis der Tod euch meidet
»Ja, was stehen Sie denn schon wieder da draußen? So kommen Sie doch rein, verdammt noch mal!«
Renate Stopfer, die Personalchefin der großen Firma, schüttelte den Kopf. Ihr bester Türhüter, wie sie ihn gern nannte, hatte sich wieder einmal selbst ausgesperrt. Da stand er nun, der Ärmste, Arnim Grubolo, draußen vor dem Pförtnerhäuschen. Wie es schien, war er auf wundersame Weise Opfer
seiner eigenen übertriebenen Pflichtauffassung geworden.
Arnim Grubolo war einer von mehreren Pförtnern einer größeren Fabrik. Bei der Firmenleitung als äußerst pflichtbewusst in hohem Ansehen, wurde er von seinen Kollegen aufgrund seiner nicht mehr als normal zu bezeichnenden Pingeligkeit »Mr. Zweihundert Prozent« genannt und von ihnen gleichsam gefürchtet wie geächtet. Arnim litt allerdings unter dieser Situation. Wenn an manchen Tagen seine gefürchtete Pingeligkeit überhand zu nehmen drohte – etwa indem nicht einmal höhere Angestellte vor ihm Gnade fanden und er jenen erst nach stundenlangen Verhören den Eintritt in die Fabrik erlaubte –, so fand das Ganze schließlich seine Krönung darin, dass er sich am Ende, an ganz schlechten Tagen, sogar selbst nicht mehr hineinließ. Dann stand er da, den ganzen Tag vor dem Tor,
die Pförtnerloge unbesetzt lassend, sehr zum Vergnügen all der Mitarbeiter, die er sonst durch seine Schikanen bis aufs Blut reizte. Doch das war in der ersten Zeit seiner Tätigkeit nicht allzu häufig geschehen, nur ein bis zwei Mal im Quartal, und da die Firmenleitung noch immer glaubte zu wissen, was sie an ihm hatte, an ihrem besten Türhüter, nahm sie es kopfschüttelnd in Kauf.
In letzter Zeit aber häuften sich diese ungewöhnlichen Vorfälle, und Arnim Grubolo stand zuweilen ganze Tage hintereinander draußen, bei Wind und Wetter, weil ihm, wie er sich ausdrückte, eine innere Stimme verbot, das Pförtnerhaus zu betreten. Auf Dauer war ein solcher Zustand nicht hinzunehmen, und daher sah sich die Firmenleitung schließlich veranlasst zu handeln.
Man rief einen Psychiater zu Rat, doch diesem wurde ebenfalls, kein Wunder, von Mr. Zweihundert Prozent der Zutritt in die Fabrik verwehrt. Weil er keinen gültigen Ausweis besaß. So blieb der arme Seelendoktor gemeinsam mit Arnim draußen im Regen stehen, im wahrsten Sinn des Wortes, und untersuchte dort, soweit das möglich war, seinen Patienten, den besten Türhüter, auf dessen Geisteszustand. Zu diesem
Zweck ließ man eiligst eine Couch heraustragen, aus dem Chefbüro, und ein Zelt darüber errichten, um dem Arzt und seinem Patienten ein Mindestmaß an Bequemlichkeit zukommen zu lassen.
Zwischenzeitlich hatte die lokale Presse Wind davon bekommen. Niemand vermochte zu sagen, aus welcher Quelle, und während sich draußen vor dem Tor zu dem therapeutischen Zelt nach und nach einige Pressezelte dazugesellten, tickerten schon erste Schlagzeilen – je nach Geisteshaltung der Medien von »Der korrekteste Pförtner der Republik, dermaßen pflichtbewusst, dass er sich selbst
aussperrt. Wir brauchen mehr davon!« bis »Pflichterfüllung bis in den Wahnsinn und darüber hinaus; ja, wo leben wir denn?« – über den Äther.
Nach zwei Tagen Behandlung auf der Couch unter dem Zeltdach war es schließlich so weit. »Er hat eingewilligt«, rief der Psychiater der Menschenansammlung vor dem Fabriktor zu. Widerstandslos ließ Arnim Grubolo sich in eine psychotherapeutische Einrichtung abtransportieren.
Welche Freude aber kam bei ihm dort auf, als er durch die verschiedenen Flure und Räume geführt wurde und jedes Mal wieder hinter ihm abgeschlossen wurde. »Hier bleibe ich!«, jubelte er. »Hier geht es dermaßen korrekt zu, korrekter geht's nimmer.« Nun lebt er schon eine ganze Weile in dieser korrekten Einrichtung und will auch gar nicht mehr dort raus, doch im Jenseitigen Dasein beginnt man sich bereits Sorgen zu machen.
 »Wenn Arnim Grubolo die Stunde schlägt«, simste kürzlich der Türhüter der oberen Abteilung des Nirwana seinem Kollegen im Kellergeschoss, »hättest du eventuell ein Eckchen frei, für ihn, in deinem Etablissement? Mein Chef will den hier auf keinen Fall haben, denn von solchen Beknackten wimmelt es hier nur so.« »Bist du verrückt?«, kam es postwendend aus dem gemütlich warmen Höllenschlund zurück. »Meinst du, wir wollen uns mit so einem Typen unser Image versauen? Nee, nee, lasst den bloß bei euch.«

In der Tat sehr düstere Aussichten für unseren Zweihundertprozentigen: Keiner will ihn haben, und so teilt er nun das Schicksal mit dem Heer der Überkorrekten des gesamten Erdenrunds. Nirgendwo finden sie ein schönes Plätzchen nach ihrem Ableben, weil selbst der Tod sie meidet. Stattdessen sind sie dazu verdammt, schlimmer herumzuirren als der fliegende Holländer. Doch warum sollte man sie

eigentlich bedauern.

 

Neuer Bildband DUISBURG-MEIDERICH

Duisburg, 28. November 2014 - Am Donnerstag, den 4. Dezember 2014, um 19 Uhr, wird in der Evangelische Kirche Meiderich, Auf dem Damm 8 in 47137 Duisburg, der neue Bildband der Zeitzeugenbörse Duisburg vom Sutton Verlag vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

 

 

ISBN 978-3-95400-424-9 • 19,99 €[D]  • 128 S. • 160 Abb. • gebunden • 16,5 x 23,5 cm • 500 g

Erscheint am 26. November 2014

 

 

Ein historischer Bildband über Duisburgs Stadtteil Meiderich
Auf 128 Seiten zeigt die Duisburger Zeitzeugenbörse wie sich Meiderich im 19. und 20. Jahrhundert vom bäuerlichen Dorf zur aufstrebenden Stadt entwickelte. 160 bisher zumeist unveröffentlichte historische Aufnahmen aus Vereinen und privaten Sammlungen präsentieren neben Bauernhäusern, Gaststätten, Firmen oder Straßenzügen auch Alltag und Freizeit der Menschen.

Der Leser nimmt am vielfältigen Vereinsleben Meiderichs Teil und entdeckt neben traditionellen Umzügen auch die Ursprünge des MSV Duisburg. Dieser liebevoll gestaltete Bildband lädt ein zum Erinnern und Neuentdecken. Prächtige Aufnahmen zeigen die alten Bauernhäuser Meiderichs mit ihren großen Hoftoren zu den Stallungen, wie den Welschenhof, der auch ein Wirtshaus mit hauseigener Brauerei beherbergte.
Der Leser erkennt die Stahl’sche Mühle, die bis 1920 über 150 Jahre lang die Meidericher Bäcker mit Mehl versorgte. Bilder vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigen nicht nur prächtige Wohnhäuser in der Siegfriedstraße sondern auch autofreie Straßen, wie die heutige Biesenstraße oder die Straße Auf dem Damm, über die lediglich die Straßenbahn rumpelt. Der Leser besucht das Geschäft von Ernst Claus, in dem vom Bohnerwachs bis hin zur Maggi-Suppe alles für den täglichen Bedarf angeboten wurde.

Historische Fotografien präsentieren die „Meidericher Exportbier Brauerei“ oder die Bäckerei von Gerhard Stoffels, der für sein begehrtes Pumpernickel weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt war. Der Betrachter begleitet eine Herrenrunde zum Frühschoppen in der Bahnhofsgaststätte und spaziert am Hafen die Ruhr entlang. Zahlreiche Bilder dokumentieren das Vereinselben oder die Festumzüge Meiderichs und geben Einblicke in die frühen Jahre des MSV.
Der Leser beobachtet Paraden der Schützenvereine, die 1000-Jahr-Feier der Rheinlande 1925 oder die Tanzgarden der Karnevalsvereine. Bei den Festlichkeiten trifft er auf die beliebte Stimmungskapelle von Seppel Bonde oder die Musikergruppe „Urfidele Brüder“, die vor allem Operetten sang und eine musikalische Institution war.

Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 unter dem Vorsitz von Harald Molder ins Leben gerufen. Seither beschäftigen sich die engagierten Heimatforscher mit der Stadtgeschichte Duisburgs und sammeln Exponate, um die Stadtgeschichte erlebbar zu machen. Sie haben sich bereits mit zahlreichen Publikationen im Sutton Verlag einen Namen gemacht, zuletzt veröffentlichten sie „Die Duisburger Straßenbahn“ und „Duisburger Hüttenwerke“.

Kalender und Bildband "Duisburg zwischen Traum und Wirklichkeit" 

Duisburg, 20. November 2014 - Mit dem Erscheinen am 10.11.2014 ging die dreijährige Arbeit an dem Bildband „Duisburg zwischen Traum und Wirklichkeit“ zu Ende. Motto des Bildbandes: Das eine Auge des Fotografen schaut weit geöffnet durch den Sucher, das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele. Henri Cartier-Bresson (1908-2004).
• Format: 30x30cm Anzahl der Kapitel: 9 Sprachen: Deutsch und Englisch • Seitenanzahl: 180 Anzahl der Großformat Aufnahmen: 108 - davon 10 Luftaufnahmen
• Anzahl aller Abbildungen: 353
• Eigenverlag: Siegfried Dammrath - Duisburg
• Texte: Siegmar Wyrwich - Duisburg • Englische Übersetzung: David Geoffrey Moss - Duisburg Webseite: www.dammrath.com Der auf dem Cover abgebildeter QR Code führt zum Bonus Material - ein 5min.-Video mit allen Bildern des Bildbandes - www.duisburg-kalender
• In allen Buchhandlungen und RUHR.VISITORCENTER im CityPalais für 29,90 € zu erwerben.  

Rettungsdienst im Ruhrgebiet

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr von 1970 bis heute von Dr. Dirk Schmidt-Herholz  - Erscheint am 14. November 2014
Duisburg, 20. November 2014 - Es gibt einen neuern Band der Reihe Bilder der Feuerwehr, der am 14. November erschienen ist: „Rettungsdienst im Ruhrgebiet. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr von 1970 bis heute“ von Dirk Schmidt-Herholz   (19,99 €, 128 Seiten, gebunden, 160 Farbaufnahmen.


In Nordrhein-Westfalen, und somit auch im Ruhrgebiet, sind die Feuerwehren für den Rettungsdienst verantwortlich. Damit untrennbar verbunden sind die Einsatzfahrzeuge, die sich neben ihrer Typenvielfalt durch unterschiedliche Lackierungen auszeichnen.
Besonders im Ruhrgebiet verfügte fast jede Kommune und jeder Kreis über individuell lackierte Fahrzeuge, die von der 1978 festgelegten Norm teils deutlich abwichen und einen hohen Wiedererkennungswert besaßen.
Der Rettungsassistent und renommierte Autor Dirk Schmidt-Herholz hat rund 160 bislang zumeist unveröffentlichte Farbaufnahmen aus öffentlichen und privaten Archiven zusammengestellt, die eindrucksvoll die Geschichte der Rettungsfahrzeuge im Ruhrgebiet seit 1970 dokumentieren.
Die faszinierenden Fotografien präsentieren KTW, RTW und NEF, einzigartige Schwerlast-RTW, Lösch-Rettungsfahrzeuge, Infektions-KTW, Baby-NAW und Sonderfahrzeuge für besondere Einsatzlagen. Fundierte Hintergrundinformationen und kenntnisreiche Erläuterungen runden diese spannende Reise in die Vergangenheit des Rettungsdienstes im Ruhrgebiet ab.

Dieser Bildband ist ein Muss für alle Freunde der Feuerwehr, Rettungsdienstler, Fahrzeugnostalgiker und Modellbauer. Ein Buch zum Erinnern und Wiederentdecken.

Lütfiye Güzel

 Duisburg, November 2014 - Die Duisburger Schriftstellerin Lütfiye Güzel ist ins Kulturprogramm der Werkproben 2015-16 des Kultursekretariats NRW aufgenommen worden.

Das neue Buch "Pinky Helsinki" erscheint im Dezember 2014.

 

 

 

 

 

 

Die englische Fassung des Debuts "herz-terroristin" ist im November 2014 erschienen.

Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.: Duisburg-Süd

 Erscheint im November 2014   ISBN 978-3-95400-410-2  / • 19,99 €[D]
• 128 Seiten  • 119 teilw. farb. Abb. • gebunden • 16,5 x 23,5 cm • 500 g  
Ein einmaliger Bildband über den Wandel im „sonnigen Süden“ Duisburgs  

Duisburg, 11. November 2014 - Auf 128 reich illustrierten Seiten präsentiert das renommierte Autorenteam der Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. eine kurzweilige Zeitreise in Vergangenheit und Gegenwart des südlichen Duisburger Stadtbezirks, der sich in den letzten hundert Jahren vom ursprünglich bäuerlich geprägten Stadtteil hin zum wichtigen Industriestandort entwickelte. Über 55 Bildpaare verdeutlichen die Veränderungen in den Stadtteilen Bissingheim, Buchholz, Großenbaum und Huckingen, Hüttenheim, Mündelheim, Rahm und Ungelsheim sowie Wanheim-Angerhausen und Wedau.

Duisburg, 20. November 2014 - Es gibt einen neuern Band der Reihe Bilder der Feuerwehr, der am 14. November erschienen ist: „Rettungsdienst im Ruhrgebiet. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr von 1970 bis heute“  von Dirk Schmidt-Herholz   (19,99 €, 128 Seiten, gebunden, 160 Farbaufnahmen.

In Nordrhein-Westfalen, und somit auch im Ruhrgebiet, sind die Feuerwehren für den Rettungsdienst verantwortlich. Damit untrennbar verbunden sind die Einsatzfahrzeuge, die sich neben ihrer Typenvielfalt durch unterschiedliche Lackierungen auszeichnen. Besonders im Ruhrgebiet verfügte fast jede Kommune und jeder Kreis über individuell lackierte Fahrzeuge, die von der 1978 festgelegten Norm teils deutlich abwichen und einen hohen Wiedererkennungswert besaßen. Der Rettungsassistent und renommierte Autor Dirk Schmidt-Herholz hat rund 160 bislang zumeist unveröffentlichte Farbaufnahmen aus öffentlichen und privaten Archiven zusammengestellt, die eindrucksvoll die Geschichte der Rettungsfahrzeuge im Ruhrgebiet seit 1970 dokumentieren. Die faszinierenden Fotografien präsentieren KTW, RTW und NEF, einzigartige Schwerlast-RTW, Lösch-Rettungsfahrzeuge, Infektions-KTW, Baby-NAW und Sonderfahrzeuge für besondere Einsatzlagen. Fundierte Hintergrundinformationen und kenntnisreiche Erläuterungen runden diese spannende Reise in die Vergangenheit des Rettungsdienstes im Ruhrgebiet ab. Dieser Bildband ist ein Muss für alle Freunde der Feuerwehr, Rettungsdienstler, Fahrzeugnostalgiker und Modellbauer. Ein Buch zum Erinnern und Wiederentdecken. Gerne sende ich ihnen bei Interesse Ihr persönliches Rezensionsexemplar zu.



Die direkte Gegenüberstellung von 55 historischen Fotografien und Ansichtskarten mit aktuellen Farbfotografien aus derselben Perspektive dokumentiert anschaulich die Veränderungen in den einzelnen Ortschaften und im Alltag der Menschen. Dieser liebevoll gestaltete Bildband eröffnet spannende Einblicke in die Geschichte des Duisburger Südens und lädt zum Erinnern, Wiederentdecken und Vergleichen ein.  Wie die Stadtteile Wedau und Bissingheim im Zuge der Eröffnung eines der größten Rangierbahnhöfe zu Wohnquartieren für Eisenbahner heranwuchsen, dokumentieren historische und aktuelle Aufnahmen von der Karl-Beck-Straße, vom Birkenweg oder vom Ulmenhof.
Durch die Ansiedlung der Hahnschen Werke im einstigen Waldgebiet Großenbaum wandelte sich dieser Stadtteil zu einem beliebten Wohngebiet, wie Bilder der Eigenheimsiedlung „Zu den Erlen“ oder vom Heinz-Bünk-Platz zeigen. Die rasante Entwicklung von Buchholz zum begehrten Wohnquartier verfolgt der Betrachter auf Fotografien der Wedauer Straße oder der Münchner Straße. Entlang der Sittardsberger Allee oder der Düsseldorfer Landstraße erinnert heute kaum noch etwas an die einstige ländliche Idylle. Markante Gebäude wie die „Gastlichkeit Neuenhof“ oder das Hotel „Sittardsberg“ mussten breiteren Straßenkreuzungen Platz machen.
Die starke Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte auch das Bild der Stadtteile Ehingen, Hüttenheim, Huckingen und Wanheim. Bildpaare vom Steinernen Kreuzchen, vom Wanheimer Dreieck oder der „Alten Kolonie“ spiegeln die enormen baulichen Veränderungen wider. In Hüttenheim, wo südlich der Mündelheimer Straße 1932 noch Schafe weideten, eröffnete 2013 ein Discounter. Der einstige dörfliche Charakter des Stadtbezirks ist vor allem in den südlichsten Teilen Rahm, Serm und Mündelheim noch erhalten geblieben, wie die Aufnahmen verdeutlichen.
Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 unter dem Vorsitz von Harald Molder ins Leben gerufen. Seither beschäftigen sich die engagierten Heimatforscher mit der Stadtgeschichte Duisburgs und sammeln Exponate, um die Stadtgeschichte erlebbar zu machen. Sie haben sich bereits mit zahlreichen Publikationen im Sutton Verlag einen Namen gemacht, zuletzt „Die Duisburger Straßenbahn“ und „Duisburger Hüttenwerke“.

 

In bekannt lockerer Forms stellten Markus Holzhauer von Sutton Verlag (rechts) und Harald Molder (Bildmitte), Vorsitzender des Vereins Zeitzeugenböre Duisburg, mit Sammler und Vereinskollegen Reinhold Stausberg das neue Werk vor.

 Mit Vereinskollgen und Vize Andreas Sommer (rechts) vergaß Harald Molder aber auch nicht treue Mitstreiter aus Wedau mit 90 Lebensjahren (Bildmitte) und entsprechender Erfahrungen aus dem Leben im Süden.  Fotos Harald Jeschke

Road-Movie auf dem Rhein

Duisburg, 23. Oktober 2014 - Sicherlich, es gibt Bücher, wie „Der Rhein – von der Mündung bis zur Quelle“, die eine schön schwelgerische Beschreibung der Landschaft entlang des größten deutschen Flusses beinhalten, auf Dauer aber langweilig für den Leser werden, weil es doch zumeist subjektive Reiseerinnerungen sind.
Der Rheinhauser Autor Cornelius Monte geht in seinem Erstlingswerk „Rheinorangen“ geschickter vor, und entwickelt eine Mixtur aus unerfüllter Liebesgeschichte und subkultureller Reiseerzählung, die den Leser irgendwann anfängt zu fesseln – zwischen dem Ruhrorter Binnenhafen und dem Europort Rotterdam begegnen dem jungen Helden unzählige Abenteuer – kurzum es entwickelt sich eine moderne Odyssee auf einem Binnenschiff bei schwerem Hochwasser entlang des Rheins.    
Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler heuert  im Ruhrorter Hafen bei einer erfahrenen Bootscrew auf einem Schubleichter an. Das Ziel ist Rotterdam – dort will er seine verflossene Liebe suchen, die inzwischen in der urbanen Metropole ein geheimnisumwittertes Leben in der DJ-Szene führen soll. Nun muss er sich an Deck gegen die alten „Seebären“ durchboxen, die ihm teils hilfreich, aber auch missgünstig begegnen - das gelingt ihm irgendwann und er bekommt seine „Matrosentaufe“ – mit Genever und Flusswasser.
Besonders ins Auge stechen bei der Erzählung die Detailverliebtheit mit der Cornelius Monte das Milieu am Hafen, das Schiff   und die handelnden Charaktere seines Werkes in Szene setzt. Metaphysisch, ja schon fast pantheistisch malt er dagegen die Landschaften, die ihn auf der Rheinreise bis hin zu seinem Zielort begleiten – und fast mystisch muten die Rückblenden an, in die sich der junge Held immer wieder verstrickt, die sodann aus der Realität ins fast Surreale entwickelt werden und welche die eigentliche Triebfeder seiner Reise sind. Wirklich genial aber sind die Ausflüge in die Mythologie, die den Ich-Erzähler wie einen modernen Odysseus auf seiner Irrfahrt erscheinen lassen.  


Bemerkenswert ist die Authenzität, mit der seine geschaffenen Personen agieren: der Bootsmann van Haan artikuliert sich in einem glaubwürdigen Kauderwelsch aus Holländisch und Deutsch, ja sogar auf „Seemanns-Latein“, während der typische Ruhrpottmatrose konsequent in seinem Jargon spricht. Demgegenüber stehen Ausflüge in die Geschichte des unteren Niederrheins und der Niederlande, der Tulpenwahn und der 80-jährige Krieg werden in die abenteuerliche Geschichte miteinbezogen, ohne dass der rote Faden verschütt geht. Real existierende Figuren und Anekdoten bekommen mitunter mythologische Bedeutung in der Darstellung des Autors.  
Und richtig spannend wird es am Ende, als der junge Held mit Teilen der Bootscrew unerlaubt unter Alkoholeinfluss im Hochwasser überfluteten Rotterdam von Bord geht, und in einen subkulturellen Techno-Temple eintaucht, in dem er vermutet, dass dort seine Liebe als D-Jane arbeitet. Der überraschende Ausgang des Romans wird an dieser Stelle nicht verraten.
Der Bucheinband  „Kinder im Hafen“ von August Macke zeigt den Anspruch des Autors auf – eine Schwachstelle bleibt allerdings die Blocksatzformatierung in der 1. Auflage des beim Düsseldorfer Verlag „edition oberkassel“ erschienenen Werkes.  
Fazit: Endlich mal ein Duisburg-Niederrhein-Roman, der diesen Namen verdient, eine moderne Geschichte, die sich keinem Genre unterordnen will, dabei eine gelungene Melange aus Love-Story, Abenteuerroman, und moderner Reiseerzählung abliefert – ein Gegenwartsroman, der nicht nur bei Binnenschiffern Anklang finden wird, wobei die Skulptur „Rheinorange“ im Ruhrorter Hafen den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bildet.  
Erhältlich in allen Buchhandlungen und online: „Rheinorangen“, Cornelius Monte, erschienen bei Edition Oberkassel, ISBN-Nr: 978-3943121-19-3, 11,99 Euro      
Stephan Sadowski

Duisburger Hüttenwerke

Ein historischer Bildband über die alte Stadt Montan
von Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.

Duisburg, 20. August 2014 - Mannesmann, Krupp, Thyssen – die Metall- und Stahlindustrie haben aus Duisburg eine Großstadt gemacht und das Leben der Menschen zwischen Huckingen, Rheinhausen und Hamborn über viele Jahrzehnte geprägt. Faszinierende Fotografien, die die Zeitzeugenbörse Duisburg aus zahlreichen privaten Sammlungen und Fotoalben ausgewählt hat, eröffnen Einblicke in die berühmten Stahlwerke, aber auch in die Hallen von Spezial- und Familienunternehmen wie den Zinkhütten Berzelius und Grillo oder der Kupferhütte.

Die Bilder vermitteln die Faszination der gigantischen Hochöfen und des fließenden Metalls. Zugleich zeigen sie, wie schwer die Stahlkocher ihr täglich Brot verdienten. Dieser Bildband ist ein Muss für jeden, der sich für Duisburg und seine Geschichte interessiert. Auch wenn heute nur noch an wenigen Stellen in Duisburg Stahl gekocht wird und auf früheren Hüttengeländen heute der Landschaftspark Nord oder der Angerpark zum Durchatmen einladen: Die Hüttenwerke haben Duisburg und die Duisburger erst zu dem gemacht, was es heute ist.
Mit spannenden Aufnahmen zeichnet dieser Bildband die Entwicklung der Duisburger Hütten nach: Von Mannesmann, Berzelius und den Hahnschen Werken im Duisburger Süden geht es über den Rhein zur Kruppschen Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhausen. Zurück in Duisburg-Hochfeld blicken wir in die niederrheinische Hütte und die Duisburger Kupferhütte.
Im Bereich Ruhrort-Meiderich steht der „Phönix“ im Blickpunkt und von dort geht es über das Hüttenwerk in Meiderich nach Hamborn zum heute noch existierenden Familien unternehmen Grillo. Der heute größte Stahlproduzent der Stadt, der als „Gewerkschaft Deutscher Kaiser“ seinen Anfang begann und jahrzehntelang als August-Thyssen-Hütte den Firmengründer ehrte, die ThyssenKrupp Steel Europe AG, darf natürlich nicht fehlen.
Der Betrachter entdeckt die Wucht des industriellen Prozesses, den harten Alltag am Stahlofen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Metallarbeiter.

Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 unter dem Vorsitz von Harald Molder ins Leben gerufen. Seither beschäftigen sich die engagierten Heimatforscher mit der Stadtgeschichte Duisburgs und sammeln Exponate, um die Stadtgeschichte erlebbar zu machen. Sie haben sich bereits mit zahlreichen Publikationen im Sutton Verlag einen Namen gemacht, zuletzt „Duisburg-Neudorf“, „Rheinhausen“ und „Die Duisburger Straßenbahn“.

 

Mayersche Duisburg gibt Lesetipps für den Ferien-Endspurt

Duisburg, 12. August 2014 - Ob Daheimgeblieben oder schon wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt - die letzte Ferienwoche ist die Gelegenheit, es sich noch einmal so richtig zu Hause gemütlich zu machen. Die Kolleginnen und Kollegen der Mayerschen Buchhandlung in Duisburg haben die besten Büchertipps für den Endspurt bis zum Ferienende zusammengestellt. Hier ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.
Der Krimi Grappa sieht rosa von Gabriella Wollenhaupt ist der Geheimtipp von Johanna Eickmeyer, Buchhänderin der Mayerschen im Forum Duisburg. Als der homophobe Journalist Mohr tot aufgefunden wird, muss Grappa ran. Im Fokus steht der russische Agrarminister, der seinen Lebensgefährten in Bierstadt heiraten möchte. Wie tolerant ist die Gesellschaft wirklich? Diese Frage muss sich die Obrigkeit der Stadt nun gefallen lassen. Eickmeyer: „Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der durch seine schillernden Charaktere und erschreckende Aktualität besticht.“
Einen erschütternden Thriller möchte die Buchhändlerin Nadine Lomber allen Buchliebhabern in Duisburg ans Herz legen. „Krähenmädchen von Erik Axl Sund ist ein emotionaler Albraum über die düsteren Abgründe der menschlichen Psyche. Der erste Band der Victoria-Bergmann-Trilogie ist nüchtern erzählt und schockiert den Leser auf eine beklemmende Art und Weise.“
Das Buch erzählt die Geschichte mehrerer Jungen, die tot aufgefunden werden und Anzeichen schwerster Misshandlungen aufweisen. Es gibt niemenden, der sie vermisst. Wer sind sie? Was ist geschehen? Nadine Lomber: „Auch das Hörbuch, gelesen von Thomas M. Meinhardt, überzeugt durch seine offene aber respektvolle Schilderung.“ „Selten hat mich ein Buch gleichzeitig so wütend und glücklich gemacht, zum Lachen und zum Weinen gebracht“, beschreibt Claudia Borgstädt das Kinderbuch
Die Geschwister Gadsby von Natasha Farrant für junge Leserinnen und Leser ab 11 Jahren. Vier Geschwister, ständig abwesende Eltern, ein liebevoller, wenn auch zeitweise überforderter Au-Pair, eine strenge Großmutter, drei Ratten und der süße Junge aus dem Nachbarhaus – im Hause Gadsby ist es nie langweilig. Und bei all der Verrücktheit spürt man den schweren Schicksalsschlag, den die Familie – jeder auf seine Weise – versucht zu überwinden. „Die Gadsbys wachsen einem ans Herz, ob man will oder nicht. Es ist einfach eine wunderbare Geschichte.“

Für schon etwas geübtere Leser ab 14 Jahren empfiehlt Gesa Gindera das Buch Glücksdrachenzeit von Katrin Zipse. Früher trotzten Nelli und ihr großer Bruder Kolja der ganzen Welt, bis Kolja nach Frankreich abhaut und Nelli beschließt, ihn nach Hause zu holen. Zunächst hat sie nicht all zu viel Erfolg, bis sie auf die bezaubernde Miss Wedlock trifft, die eine belastende Vergangenheit mit sich herum schleppt – und den ganz und gar hinreißenden Elias. In Miss Wedlocks pfefferminzgrünem Oldtimer bestehen sie viele Abenteuer bis zum Höhpunkt der Reise in Avignon, wo sie nicht nur auf Kolja stoßen... „Das Buch ist spannend, berührend und unglaublich fesselnd, einfach einzigartig ab der ersten Seite.“

UDE: Neue Publikation zur europäischen Krise
Spaltende Integration

Duisburg, 16. Juli 2014 - Ein Konjunkturaufschwung ist nicht das Allheilmittel. Die chronische Krise in der Europäischen Union lässt sich nur überwinden, wenn es in einzelnen Ländern einen Kurswechsel gibt, der auf die Politik einwirkt. Das ist die Kernbotschaft des neuen Buches „Spaltende Integration“ aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).
„Anstöße zu einer demokratischen, sozialen und ökologischen Neuorientierung Europas und der Eurozone werden letztlich nur von der nationalstaatlichen Ebene ausgehen können“, fordert Herausgeber Dr. Steffen Lehndorff.  
Der Band verbindet Politikanalysen mit dem Blick auf die ganz unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Probleme:  Es gibt zehn Länderkapitel über Spanien, Italien, Griechenland, Irland, Deutschland, Frankreich, Österreich, Großbritannien, Ungarn und Schweden. Sie zeigen, wie Fehlentwicklungen, die in den gegenwärtigen Krisenprozess hineingeführt haben, durch radikale Kürzungspolitik und Deregulierung der Arbeitsmärkte noch verstärkt werden.
„Die so genannte wirtschaftliche Erholung Spaniens zum Beispiel wird durch die Verarmung bedeutender Teile der Bevölkerung erkauft. Die Flurschäden werden das Land noch lange prägen. Die Europawahl hat bereits gezeigt, wie sehr Europa auseinanderdriftet“, kritisiert der Arbeitsmarktforscher.   

Entstanden ist das Buch aus der langjährigen Zusammenarbeit von Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern aus zehn EU-Ländern. Der 2012 erschienene Vorgängerband unter dem Titel »Ein Triumph gescheiterter Ideen« war nach einem Jahr vergriffen. Die Autorinnen und Autoren haben sich nicht für einen Nachdruck entschieden, sondern die Kapitel grundlegend neu bearbeitet. Zusätzliche Beiträge wurden aufgenommen, in denen die Krisenpolitik der EU und deren Konsequenzen für gewerkschaftliches Handeln herausgearbeitet werden.  

Die Duisburger Straßenbahn

ISBN 978-3 • 128 Seiten • 203 Abbildungen • gebunden • 17 x 24 cm
Ein historischer Bildband über den Schienenverkehr Duisburgs
von der Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.

 

Duisburg, 29. Mai 2014 - Über 100 Jahre prägte die Straßenbahn den Verkehr in Duisburg. Dieser Bildband dokumentiert die Entwicklung vom ersten Tramwagen 1881 bis zum Betriebsende 1992. Die Zeitzeugenbörse Duisburg hat dafür  aus verschiedenen Archiven und Sammlungen über 200 bisher weitgehend unveröffentlichte Fotografien ausgewählt.
Technikfreunde kommen bei Detailaufnahmen der Fahrzeuge, von den dampfgetriebenen ersten Bahnen über die kleinen Holzwagen bis zu den modernen Zügen der 1980er, voll auf ihre Kosten. Der Leser verfolgt die Entwicklung des Streckennetzes zwischen Rheinhausen und Meiderich, Großenbaum und Walsum mit und unternimmt zugleich eine vergnügliche Ausflugsfahrt durch das alte Duisburg. Sachkundig kommentiert zeigen die historischen Fotografien die Anfänge der ersten dampfgetriebenen Straßenbahn 1882.
Zahlreiche Bilder erinnern an die Elektrifizierung und den Umbau von Rollen- zu Scherenstromabnehmern. Auf faszinierenden Detailaufnahmen verfolgt der Betrachter die technische Entwicklung von den kurzen, hölzernen Tramwagen zu immer längeren und stabileren Zügen mit, bis hin zur ersten U-Bahn, die am 11. Juli 1992 das Ende des Straßenbahnbetriebs besiegelte. Kenntnisreich beschreiben die Autoren die Entwicklung des Liniennetzes und der zahlreichen Bahnbetreiber, die sich 1940/41 zur Duisburger Verkehrsgesellschaft zusammenschlossen. Sie erinnern an die Straßenbahn Moers–Homberg, die Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn, die Hamborner Straßenbahn, die Continentale oder die Meidericher Straßenbahn.
Der Bildband gibt auf lockere Art Einblicke in den Alltag der Fahrer und Schaffner. Feierlichkeiten sind dabei genauso zu sehen wie Mitarbeiter bei einer Zigarettenpause oder ein Sprengwagen, der in den Sommermonaten für Begeisterung bei den Kindern sorgte. Auf der  Spazierfahrt von Alt-Walsum nach Hamborn, von Meiderich nach Ruhrort, über Rheinhausen nach Rumeln-Kaldenhausen gewinnt der Betrachter reizvolle Eindrücke vom alten Duisburg, entdeckt bekannte und längst verschwundene Häuserzeilen, Sehenswürdigkeiten oder dereinst beliebte Gaststätten wie die Wirtschaft Füßer.

Dieses Buch ist ein Muss für alle Straßenbahnbegeisterten und Freunde der Stadt Duisburg. Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 unter dem Vorsitz von Harald Molder ins Leben gerufen. Seither beschäftigen sich die engagierten Heimatforscher mit der Stadtgeschichte Duisburgs und sammeln Exponate, um die Stadtgeschichte erlebbar zu machen. Sie haben sich bereits mit zahlreichen Publikationen im Sutton Verlag einen Namen gemacht, zuletzt „Duisburg-Großenbaum und Rahm“ und „Rheinhausen“.  

 

Deutsch-brasilianisches Wörterbuch zur Fußballweltmeisterschaft Bananenflanke und Bicicleta

Duisburg, 27. Mai 2014 - Passend zum Start der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien legt das Lateinamerika-Büro der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ein zweisprachiges Wörterbuch mit 111 heiter-ironischen Einträgen zum deutschen und brasilianischen Fußball vor. Initiiert hat es Dr. Stephan Hollensteiner, der das UA Ruhr-Büro in Rio de Janeiro und São Paulo koordiniert.
Die UA Ruhr ist ein strategischer Zusammenschluss, der die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen seit 2007 miteinander verbindet.  
Die Stichwörter umfassen prägende Ereignisse sowie berühmte Spieler und Vereine, aber auch sprachlich interessante Begriffe, die auf die historisch-kulturellen Zusammenhänge des Sports in beiden Ländern verweisen. So können sich brasilianische Leser über das Wunder von Bern und die Schmach von Córdoba informieren, aber auch über Bananenflanke, Feuerwehrmann und Fahrstuhlmannschaft.  
Deutsche Leser erfahren u.a. etwas zu Fla-Flu, Maracana und Zebra (bezieht sich nicht auf den MSV Duisburg) oder die Invasion von Corinthians. Verwunderlich sind auch einzelne Ausdrücke: etwa der Fallrückzieher, der in Brasilien mit „bicicleta“ (wörtlich: Fahrrad) übersetzt wird. Eine fast verwirrende Vielfalt von Begriffen hat der Brasilianer für verschiedene Tricks (etwa das sog. “Kuh-Dribbling”).  
Ko-Autoren des kleinen Handbuchs sind Élcio Cornelsen, Literaturprofessor an der Bundesuniversität von Minas Gerais in Belo Horizonte und Martin Curi, Sozialanthropologe und Professor an der Landesuniversität von Rio de Janeiro. Finanziert wurde die Publikation u.a. von der Außenstelle Rio de Janeiro des DAAD, dem Goethe-Institut und dem deutschen Generalkonsulat in Rio de Janeiro.  
Verteilt wird es unter Freunden, Förderern und Partnern  der Mittlerorganisationen und der UA Ruhr. Am 23.6. wurde es offiziell im Goethe-Institut Rio de Janeiro mit einer Diskussionsrunde zu “Geschichten und Kuriositäten zum Fußball in Deutschland und Brasilien” vorgestellt.  

UDE/Christian Langhals)

 

Zweiter Roman der Baalerin Claudia Schwarz "Tal des Raben"

Duisburg, 21. Januar 2014 - Schottland im Jahre des Herrn 1690. Für Sionnach scheinen sich alle Träume zu erfüllen. Nach einem steinigen Weg darf sie nun endlich Ravens Frau werden. Als man ihren Sasannach im Beisein König James II. als neues Mitglied des Clans aufnimmt und sie nach dessen Treueeid eine kleine Hütte im Glen Nevis nahe Inverlochy beziehen, glaubt sie ihr Glück perfekt.Schottland im Jahre des Herrn 1690. Für Sionnach scheinen sich alle Träume zu erfüllen.
Nach einem steinigen Weg darf sie nun endlich Ravens Frau werden. Als man ihren Sasanach im Beisein König James II. als neues Mitglied des Clans aufnimmt und sie nach dessen Treueeid eine kleine Hütte im Glen Nevis beziehen, glaubt sie ihr Glück perfekt. Doch der beginnende Frühling zeigt sich alles andere als friedlich. Erneute Unruhen erschüttern das Land. Die politische Stimmung zwischen dem gestürzten König James und dessen amtierendem Schwiegersohn William wird von Tag zu Tag brisanter.
Sionnach und Raven kümmern die Querelen der Mächtigen wenig. Viel zu sehr sind sie mit sich und dem Aufbau ihrer eigenen kleinen Welt beschäftigt. Ihre Idylle zerbricht jedoch jäh, als Raven und Brendan wegen eines wertvollen Zuchtbullen mit einigen Männern des Clan Campbells aneinandergeraten. Ein tödlicher Streit entbrennt, bei dem versehentlich ein junger Campbell stirbt. Die Männer des verfeindeten Clans sinnen auf Blutrache und schmieden einen perfiden Plan. In einer Nacht- und Nebelaktion fallen sie über Sionnachs und Ravens kleine Hütte her und brennen alles bis auf die Grundmauern nieder. Um Raven zusätzlich zu demütigen, droht Sionnach durch Francis, den Anführer der Campbell-Männer, die Schändung.
Doch dieser hat Skrupel und täuscht die Tat lediglich vor. Um Ravens und Brendans Leben zu retten, schließt Sionnach ein Abkommen mit Francis und wird seine Geisel. Durch den andauernden Krieg von Raven getrennt, kämpft sie fortan einen einsamen Kampf auf Feindesgebiet. Francis, der der jungen Frau zugetan ist, hält jedoch stets eine schützende Hand über sie. Am Boden zerstört, erregt Raven in der Zwischenzeit durch seine Abstammung das Interesse des Clanchiefs Alastair MacDonald, der in dem Königsbastard einen möglichen und vor allem beeinflussbaren Kandidaten für den Thron sieht.
Nicht ohne Hintergedanken nimmt er sich Ravens Suche nach Sionnach an. Doch um das Wiedersehen der beiden Liebenden ist es schlecht bestellt, denn Raven gerät unwillkürlich zwischen die blutigen Fronten der Herrschenden. Wird Sionnach ihren geliebten "Tighearna" jemals wiedersehen?.

"Tal des Raben" ist die Fortsetzung des Romans "Hochlandfuchs" von Claudia Schwarz
Tal des Raben (Softcover)
Claudia Schwarz
Veröffentlichungstermin: 25. Januar 2014

Preis: 13,90 Euro

Neu: Historischen Bildband - ARCHIVBILDER DUISBURG-NEUDORF 

Historischer Bildband über den lebendigen Stadtteil in Duisburgs Mitte
Duisburg, 6. Dezember 2013 - Auf 128 reich illustrierten Seiten laden die Autoren zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch die Geschichte Neudorfs im 20. Jahrhundert ein.
Einst weit von der Innenstadt entfernt als Neusiedlerkolonie gegründet, hatte sich Neudorf um 1900 zu einem dynamisch wachsenden Stadtteil entwickelt, der in vollen Zügen an der Industrialisierung teilnahm. Über 200 bisher weitgehend unveröffentlichte Fotografien und Postkarten, die weitgehend aus den Sammlungen der Zeitzeugenbörsenmitglieder Harald Molder und Reinhold Stausberg stammen, vermitteln ein facettenreiches Bild vom Wohnen, Arbeiten und Lernen, vom Vereins- und Geschäftsleben in Neudorf und der Entwicklung des Stadtteils mit allen Höhen und Tiefen.
Der Leser wandelt über Mülheimer und Zechenstraße, in die Einschornsteinsiedlung und hinaus an den Stadtwald. Er passiert das mächtige Verwaltungsgebäude von Klöckner und die „Hydraulik“, aber auch die Schaufenster von „Cigarrenhändlern“ oder der „Medicinal Drogerie Dilcher“. Natürlich darf die vielfältige Gasthaus- und Kneipenlandschaft von Neudorf nicht fehlen.
Ein eigener Abschnitt dokumentiert die schrecklichen Schäden, die Neudorf während des Bombenkrieges erlitt. Zahlreiche Bilder dokumentieren die Mühen des Wiederaufbaus und die neue Gestaltung der Straßenzüge. Auf Bildern aus dem Neudorfer Vereinsleben werden Alteingesessene so manches bekannte Gesicht entdecken: Ob Karnevalsvereine oder Schwimmer, Turner oder Kegler, dieser Bildband zeichnet ein abwechslungsreiches Panorama des Alltagslebens vergangener Tage.


Die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. wurde 2007 unter Vorsitz von Harald Molder ins Leben gerufen. Seither beschäftigen sich die engagierten Heimatforscher mit der Stadtgeschichte Duisburgs, sammeln Exponate und haben sich mit zahlreichen Veröffentlichungen einen Namen gemacht. Im Sutton Verlag erschienen unter anderem „Duisburg im Bombenhagel“,
„Duisburg – Alte Gaststätten und Cafés“ sowie „Zeitsprünge Alt-Duisburg“.

 

 

Buchvorstellung mit Lamya Kaddor und Michael Rubinstein in der Zentralbibliothek  

Duisburg, 16. September 2013 - Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg Mülheim Oberhausen und der Katholischen Familienbildungsstätte Duisburg sind am Montag, 23. September, um 20 Uhr Lamya Kaddor und Michael Rubinstein in der Zentralbibliothek auf der Düsseldorfer Straße 5-7 Duisburg-Mitte zu Gast. Dort stellen sie ihr gemeinsames Buch „So fremd und doch so nah. Juden und Muslime in Deutschland“ erstmals dem Publikum vor.
Kaddor und Rubinstein leben und arbeiten in ihrem Geburtsland Deutschland und sind zu Hause in einer Glaubensgemeinschaft, die sie zu „Anderen“ werden lässt. Weit besser als Statistiken und Zahlen wissen sie, wie es um Integration in Deutschland steht.
In ihrem Buch zeigen sie, dass sich die islamische und die jüdische Kultur zwar voneinander unterscheiden, jedoch nicht unvereinbar sind. Wo liegen die Herausforderungen unserer Gesellschaft, in der Christen, Juden und Muslime wirklich gemeinsam leben? Was können die Kirchen im Umgang mit anderen religiösen Glaubensgemeinschaften besser machen? Und welche Verantwortung kommt dabei den Juden und Muslimen zu?
In einem spannenden Austausch diskutieren die beiden Freunde ernst, humorvoll und herzlich, was Muslime und Juden trennt, was sie verbindet und welchen Herausforderungen ihre Glaubensgemeinschaften im christlichen Deutschland begegnen.
Die muslimische Religionspädagogin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, geboren 1978 in Ahlen, ist Mitglied im Vorstand des Liberal-Islamischen Bundes und publiziert in der Wochenzeitung „Die Zeit“ sowie in der „Süddeutschen Zeitung“. 2010 wurde sie zu einer der einflussreichsten muslimischen Frauen Europas gewählt.  
Diplom-Medienwirt Michael Rubinstein wurde 1972 in Düsseldorf geboren und ist seit 2003 Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Ruhr-Oberhausen.  
Karten zur Veranstaltung sind ab sofort an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich. Der Eintritt, der zu Gunsten der Internationalen Kinderbibliothek der Stadtbibliothek Duisburg gespendet wird, beträgt vier Euro im Vorverkauf und fünf Euro an der Abendkasse.

 

 

Lamya Kaddor und Michael Rubinstein

Rheinische Sagen & Geschichten
Das Begleitbuch zum “Rheinischen Sagenweg ”

Klaus de Jong

Duisburg, 4. September 2013 - Der einzige Negativ-Punkt, der dem Chronisten auffiel, bei und nach der Lektüre des “Geschichten Buch”, ist das Gewicht. Auf über 400 Seiten hat der Verfasser eine Fleißarbeit zusammengetragen.
Der Wanderer ist aber dennoch gut beraten, dieses Werk auf seinen Wanderungen mitzunehmen. Sicherlich findet sich bei einer Pause eine Bank mit Aussicht. Dann ist es ratsam, das Buch zur Hand zu haben.

Der Verfasser verfügt über ein ungeheures Wissen, das er dem Leser weitergibt. Ob es sich um die Begriffserklärung der “Düsseldorf Radschläger”, der “Eau de Cologne” handelt oder die Beschreibung  “der Gymnicher Ritt” handelt.
Es gibt außerdem wohl keine Sage, kein Märchen, keine Anekdote, die er nicht kennt.
Alles Dies herrlich illustriert von Gerda Laufenberg. Aber nicht nur das füllt die Seiten dieses Buches. Der Verfasser schaut auch links und rechts des Weges. Er findet und beschreibt Dinge, Ereignisse und natürlich auch Burgen und Schlösser.
Auch Gasthöfe lässt er nicht links liegen. Ein herrliches Werk, dass der Verfasser den Rheinliebhabern in den Rucksack gelegt hat.
Es beginnt in Düsseldorf und endet in Mainz. Ein Buch, das im aufkommenden Herbst am Kamin gelesen bei der Auswahl des Urlaubes im kommenden Jahr helfen kann.

Rheinische Sagen & Geschichte
K.-P. Hausberg / Gerd Laufenberg  
J.P. Bachem Verlag 2005
ISBN Nummer 3-7616-1869-7 Kart.
14.95

Marina Weisband „Wir nennen es Politik“

Duisburg, 30. August 2013 – Marina Weisband ist 25 Jahre alt und hat als politische Geschäftführerin der Piratenpartei vor zwei Jahren bundesweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nach einem Jahr in den Mühlen des Berliner medien-politischen Komplexes hat sie nicht wieder kandidiert. Die Schlussfolgerungen ihrer Erfahrungen aus dieser Zeit hat sie in ihrem ersten Buch verarbeitet.
Wir nennen es Politik“ ist ein Plädoyer für eine Veränderung der politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse, nicht zuletzt augrund der immer weiter um sich greifenden Vernetzung der Gesellschaft.   Marina Weisband wird am Montag, 9. September, um 20 Uhr im VHS-Gebäude an der Königstraße 47 ihre Hauptthesen vorstellen und mit dem Auditorium darüber sprechen. Der Eintritt an der Abendkasse kostet fünf Euro.   Weitere Informationen gibt es bei Josip Sosic unter (0203) 283-3725.    

Marina Weisband - Foto Lars Borges

         
Funde aus Asciburgium

Duisburg, 30. Juli 2013 – Römische Militärausrüstung aus Kastell und Vicus von Asciburgium (Mores-Asberg und Duisburg-Rheinhausen) PD Dr. Eckhard Deschler-Erb, Universität Zürich CH Das römische Kastell Asciburgium befindet sich am Niederrhein im heutigen Moers­Asberg bei Duisburg. Es zählt zu einem der am besten erforschten Kastellorte in den römischen Nordwestprovinzen und ist vor allem bekannt geworden durch die Publikationsreihe "Funde aus Asciburgium", früher unter der Herausgeberschaft von Dr. Tilmann Bechert, jetzt herausgegeben durch die Stadtarchäologie Duisburg (Leitung Dr. Thomas Platz).

Die mittlerweile 16 Bände dieser Reihe genießen in der Fachwelt einen hervorragenden Ruf und zählen zum Grundbestand jeder besseren Forsch ungsbibliothek. Was bisher noch ausstand, war die Aufarbeitung und Publikation der römischen Militärfunde aus Asciburgium. Diese Arbeit konnte nun im Rahmen einer studentischen Übung der Universität Zürich CH und in engem Zusammenwirken mit der Stadtarchäologie Duisburg erfolgreich durchgeführt werden: Die Militaria wurden während eines Blockkurses im Herbst 2011 in Duisburg elektronisch erfasst, gezeichnet, fotografiert und später in Zürich im Rahmen von studentischen Seminararbeiten ausgewertet.

 

Vor knapp zwei Jahren dachte sich  Dr. Eckhard Deschler-Erb (Autor des Bandes)nach entsprechender Anfrage der Archäologen aus Duisburg, mit einer Ausschreibung unter den Studenten der Universität Zürich interessierte Mitstreiter zu finden. Das war auch der Fall. Mit viel Engagment kam dann auch mehr als ein Dutzend Studenten mit ihrem Mentor nach Duisburg. "Wir wurden hervorragend untergrebracht und die Studenten knieten sich schnell in das interessante Thema. Dabei kamen die Exkursionen in Duisburg nicht zu kurz", erzählte der Autor schmunzeln über das Erstaunen seiner"Hilfskräfte" zur Vielfalt Duisburgs. Besonders der Innenhafen mit dem teils mediteranen Flair kam richtig gut an. Daraus entsprang eine köstlich zu lesende Abhandlung des Studenten Daniel Möckli über Zäumung und Gebisse der Pferde der Reitersoldaten.

Aber auch die für Archäologen etwas spektakuläreren Funde zu den Hörnchensatteln ist ebenso lesenswert. Hier geht es um die Zusammenhänge der stationierten römischen Soldaten aus aller Herren Länder - auch Bulgaren - und ihrer militärischen Ausrüstung.

Die Publikation "Funde aus Asciburgium 17" basiert mehrheitlich auf diesen studentischen Arbeiten. In der Publikation sind insgesamt 296 Militaria zu finden, die mehrheitlich in das erste Jahrhundert n. C hr. datiert werden können. Sie umfassen das gesamte Spektrum der damals üblichen Ausrüstung der römischen Armee. Als Besonderheit ist auf den vierteiligen Beschlagsatz eines römischen Militärsattels aus Bronze hinzuweisen, auf dessen Innenseite sich Besitzerinschriften der damaligen Benutzer fanden. Zusammengenommen erlaubt das Buch einen spannenden und vielfältigen Blick auf die römische Armee, ihre Ausrüstung und ihren Alltag in einem einfachen Kastell am Niederrhein. Hier schützten über Jahrhunderte hinweg Truppeneinheiten das Imperium gegen die rechtsrheinischen Germanen.

 

Funde aus Asciburgium 17
Römische Militärausrüstung aus Kastell und Vicus von Asciburgium
Eckhard Deschler-Erb 174 S., reich bebildert, ISBN 978-3-933474-84-1 Preis 25,-



Den neuen Band präsentieren von links: Dr. Kai-Thomas Platz (Stadtarchäologe), Dr. Tilmann Bechert (Ausgräber von Asciburgium, Stadtarchäologe i. R.), Dr. Ulrich Pfauth (Verleger) und Dr. Eckhard Deschler-Erb (Autor des Bandes) - Harald Jeschke


         
Rheinhausen

Duisburg, 8. Mai 2013 – Rheinhausen – Bergheim, Friemersheim, Rumeln – Kaldenhausen. In die Reihe der Autoren, die Bücher über Rheinhausen herausgegeben haben, stellt sich nun Harald Molder mit seinem Team.   Hinlänglich bekannt durch seine fast 40 Jahre dauernden Geschichtsforschung in Duisburg, hat Harald Molder weitere Geschichtskundige aus der “Zeitzeugen Börse” um sich versammelt und wird in diesen Tagen einen Band über Rheinhausen vorlegen.


Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang aus den Namen der Helfer Reinhard Stausberg. Er verfügt über eine schier unübersehbare Sammlung von Duisburger Post- und Ansichtskarten. Er selbst schätzt die Zahl auf 20.000. Mit diesem Fundus im Rücken lässt sich die Geschichte der linksrheinischen Stadteile trefflich zeigen. Eine Unzahl Informationen erhält der neugierige Leser in den Bildtiteln. Auch die hohe Anzahl der teils historischen Fotos wird mit Sicherheit für Gesprächsstoff sorgen. Es ist zu erwarten, dass so mancher Stammtisch oder Gesprächskreis dieses Werk als Grundlage der Zusammenkünfte nutzt. Alle “Rheinhauser” die schon die “60” überschritten haben, werden sicher freuen, wenn diese Buch auf dem Gabentisch bei Geburtstagen oder zu Weihnachten liegt. deJo

Duisburg-Duissern: Ein historischer Bildband über das einstige Ratsdorf am Fuß des Kaiserbergs

Duisburg, 23. September 2012 – Nach dem großen Erfolg ihrer Bildbände „Duisburg-Großenbaum und Rahm“ und „Duisburg. Alte Gaststätten und Cafés“ widmen sich Harald Molder und Reinhold Stausberg nun auf 128 reich illustrierten Seiten der wechselvollen Geschichte Duisserns.
Vorstellung des historischen Bildbands ARCHIVBILDER DUISBURG-DUISSERN:
Mittwoch, den 26. September 2012 um 18:30 Uhr im Haus der Familie in Duissern, Hinter der Kirche 34 in 47058 Duisburg.
Harald Molder und Reinhold Stausberg von der Duisburger Zeitzeugenbörse haben mehr als 200 bislang unveröffentlichte historische Ansichtskarten und Fotografien aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengestellt, die zu einer spannenden Reise in die Geschichte Duisserns einladen. Die Autoren präsentieren zahlreiche Bilder aus der Neuerscheinung; der Eintritt ist frei.

Über 200 bislang zumeist unveröffentlichte historische Ansichtskarten und Fotografien aus der Zeit von 1890 bis 1960 zeigen sowohl die Entwicklung vom Ratsdorf zum Stadtteil als auch die Menschen in ganz privaten Momenten. Die beeindruckenden Bilder, die aus öffentlichen und privaten Sammlungen stammen, erinnern an den Arbeitsalltag, das rege Vereinsleben, die Schulzeit, liebgewonnene Gaststätten und traditionelle Großereignisse wie das Schützenfest oder den Rosenmontagsumzug.
Dieser liebevoll gestaltete Bildband lädt ein zum Erinnern, zum Neu- und Wiederentdecken. An die bäuerliche Vergangenheit Duisserns erinnern Aufnahmen vom Dörnerhof, einem der ältesten Bauernhöfe Duisburgs, vom Kolkerhof am Schwiesenkamp oder der Linnenbleiche am Westhang der alten Dorfstraße. Historische Fotografien von Straßenzügen, von eleganten Wohn- und Geschäftshäusern spiegeln die rasante Entwicklung zum Stadtteil wider.
Der Leser bummelt durch die Mülheimer Straße und die Prinzenstraße, besucht den Weselerplatz oder bestaunt die Neue Ruhrbrücke. Auf dem Kaiserberg genießt er die Aussicht von der Burgruine, lässt an den idyllischen „Kaiserberg Grotten“ die Seele baumeln oder wandert entlang des künstlich angelegten Wasserfalls zum Botanischen Garten.

Faszinierende Bilder zeigen den Arbeitsalltag der Menschen in alten  Handwerksbetrieben und Geschäften. Der Leser schaut in der Pottbäckerei Ostermann den Töpfern über die Schulter oder wirft einen Blick auf die Wagenfabrik von Lappe, Rosskothen & Wussmann. Fotografien vom Hotel-Restaurant „Rheinischer Hof“, den „Kaiserberg Terrassen Wilhelmshöhe“ oder dem
„Bergschlösschen“, dem hauseigenen Restaurant der Nationalbrauerei, präsentieren das vielfältige Gastgewerbe Duisserns.
An gemeinsam verbrachte schöne Stunden erinnern Bilder vom Vereinsleben. Hier findet sich neben der Karnevalsgesellschaft „Narrenzunft Königreich Duissern und dem Postsportverein Groß Duisburg e.V. auch die
St.-Sebastianus Schützenbruderschaft.
Für die Zeitzeugenbörse Duisburg e.V. haben Harald und Reinhold Stausberg diesen Bildband zusammengestellt. Der Vorsitzende des Vereins, Harald Molder, beschäftigt sich seit 35 Jahren mit der Stadtgeschichte und ist ein leidenschaftlicher Sammler von historischen Exponaten. Reinhold Reinhold Stausberg, Fotograf und Sammler, trägt Erinnerungen und Postkarten zusammen.

 

200 bislang unveröffentlichte historische Ansichtskarten und Fotografien aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengestellt, die zu einer spannenden Reise in die Geschichte Duisserns einladen. Autoren: Harald Molder und Reinhold Stausberg von der Duisburger Zeitzeugenbörse. 
ISBN 978-3-95400-069-2 • 18,95 €[D] • 128 Seiten • 207 Abb. • Broschur • 16,5 x 23,5 cm • 300 g 

 

„DU mein Duisburg“ – Ein positive Entdeckungsreise durch die Stadt
Manfred Schneider

Duisburg, 03. September 2012 – Eine Entdeckungsreise durch eine Stadt mit Charakter, so betitelt Autor Marco Hofmann sein Buch „DU mein Duisburg“. Die offizielle Vorstellung erfolgte heute im Mercator-Zimmer des Duisburger Rathauses.

 


OB Sören Link (l.) gefällt das Buch von Marco Hofmann
„Das Buch gefällt mir sehr gut, weil hier die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten sehr positiv beschrieben werden“, sagte OB Sören Link.
Zur Geschichte des Buches erklärte Marco Hofmann: „ Es gibt so viele schlechte Berichte über Duisburg, so viele schöne Plätze in der Stadt und Menschen, die sich hier sehr wohl fühlen“.
„Es fiel mir nicht schwer, dies alles in einem Buch niederzuschreiben“, so Hofmann weiter. Die Idee mal Positives über Duisburg zu machen, kam bereits Anfang des Jahres 2011. „Es sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen etwas für die Stadt zu tun“, betonte Hofmann.

Auch der Anno-Verlag musste nicht lange von der Umsetzung der Idee überzeugt werden.
Bis zur Fertigstellung und Veröffentlichung wurden noch einige entscheidende Entwicklungen abgewartet, u.a. die Opernehe, der MSV-Klassenerhalt, das Theater am Marientor und das Factory Outlet Center, um ein möglichst aktuelles Werk in den Handel zu bringen.
Direkt nach dem Erscheinen interessierten sich viele Duisburger Händler für „DU mein Duisburg“. Es ist nun nahezu in allen Buchhandlungen der Stadt, sowie bei allen großen Internethändlern zum Preis von 16,95 Euro erhältlich.

Der Autor Marco F.R. Hofmann wurde 1977 geboren, ist in Duisburg aufgewachsen und lebte hier fast 30 Jahre. Als Freier Mitarbeiter schrieb er zehn Jahre für die Lokalredaktion der NRZ in Duisburg und arbeitet heute in Duisburg und Umgebung als Freier Journalist und Pressereferent für Regenbogen in Duisburg.
Das gut gestaltete Buch, von dem bereits rund 700 Stück verkauft wurden, richtet sich an Duisburger Bürger und die Besucher der Stadt. Mit seinen 224 Seiten und 210 farbigen Fotos, ist es weitgehend ein Stadtführer, der neben Geschichte u.a. die vielen touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt hervorhebt. Erschienen ist es im Anno-Verlag, Rheinberg.  ISBN 978-3-939256-07-6

 

Verein für Literatur und Kunst Duisburg stellte ein erstaunliches Programm und neues Buch vor

Duisburg, 24. Augusti 2012 - Der Verein für Literatur und Kunst Duisburg hat als zweitälteste Duisburger Kulturverein in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag gefeiert. Aber nicht nur deshalb bietet er auch in der kommenden Literatursaison erneut vielfältige Begegnungen mit bedeutenden Autoren, Schauspielern und Künstlern an.
Das Programm widmet sich literarischen Größen wie z. B. Hesse, Kafka oder Dickens. Zu unseren Gästen gehören unter anderem Wolf Wondratschek, Michael Kumpfmüller, Siegfried W. Kernen und Harry Rowohlt.
Das kann sich sehen und auch hören lassen, hofft Thomas Diederichs, Vorsitzender des Vereins, der in seiner Blütezeit von mehr als 700 Mitgliedern unterstützt wurde, jetzt auf rund 150 Literaturfreunde zählen kann mit leiser Wehmut in der Stimme. Aber: "Ein gewisser Hunger ist schon da. Dies zeigen doch Vorlesungen, die von weit mehr Zuhörern als Mitgliedern besucht werden", versichert Thomas Diederichs. 
Ohne Wehmut, dafür mit dem bekannten Enthusiasmus und entsprechendem Hintergrundwissen, stellte Dr. Jan-Pieter Barbian, Geschäftsführer des Vereins und Direktor der Stadtbibliothek Duisburg die mit Höhepunkten bespickte neue Literatursaison vor. 

 

Den Anfang macht am Montag, 10. September 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek Michael Kumpfmüller mit dem Roman "Die Herrlichkeit des Lebens", mit einer Einführung von Dr. Jan-Pieter Barbian.
Der 1961 in München geborene freie Schriftsteller Michael Kumpfmüller lebt in Berlin. Für seine seit 2000 veröffentlichten sozialkritischen Romane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. In dem Roman geht es um Franz Kafka. 

 

Am Freitag, 21. September 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek geht es um Hermann Hesse (1877 - 1962). Dem herausragenden deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gelang es sogar in der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre zum besonderen Thema zu werden.

Bei "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" handelt es sich um ein Hörstück, das von Anka Bilabel vorgetragen wird. Auch hier gibt es eine Einführung von Dr. Jan-Pieter Barbian.


Am Montag, 15. Oktober 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek eröffnet Yilmaz Holtz-Ersahin den Vorlese- und Gesprächsabend. Es dreht sich um den Roman "Allahs Töchter" von Nedim Gürsel. Es ist eine Beschreibung des Lebens in der Stadt Manisa im Westen Anatoliens. Autor und Übersetzerin Barbara Yurtdas wollen Gesprächsführer sein.

 

Am Freitag, 19. Oktober 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek führt Yilmaz Holtz-Ersahin in das Gespräch mit Inci Aral, Autorin des Romans "Verseuchte Seelen" und dem Übersetzer Beriwan Aymaz durch den Abend.  In den 1983 veröffentlichten Erzählungen handelt es sich um das Massaker an den Aleviten in der türkischen Stadt Kahramanimara von 1978. 


Am Dienstag, 23. Oktober 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek trägt die Kooperation des Vereins mit dem Deutsch-Amerkanischen Freundeskreis Niederrhein erneut Früchte. Es geht um eine Reihe von Erzählungen aus dem echten Leben in einer (fiktiven) amerkanischen Kleinstadt in Ohio von Sherwood Anderson (1876 - 1941). Der Erzählband "Winesburg" wurde neu herausgegeben, neu übersetzt und wird von Mirko Bonne vorlesen.

 

Am Freitag, 7. Dezember 2012 um 20 Uhr in der Zentrabibliothek ist Charles Dickens Mittelpunkt des Abends. Die Einführung und Moderation erfolgt durch Dr. h.c. Hanjo Kesting.

 

Damals auf dem Land und im Dorf
Unvergessene Dorfgeschichten

Wo morgens der Hahn kräht
Margot Linke
Das Huhn „Tuck-Tuck“

Unsere Nachbarn hatten hinter dem Haus einen kleinen Hühnerstall mit fünf bis sechs Hühnern und seiner Majestät, dem Hahn. Der Bursche ließ niemanden in die Nähe seiner Frauen. Also mußte ich mit vielen Tricks und gutem Futter seine Gunst erobern. Das gelang mir auch sehr bald.
Allerdings jagte er seine Damen weg, sobald ich Leckerbissen für alle brachte. Bei Regenwürmern war der Kampf groß.
Als Küken ausschlüpften, war ich nicht mehr zu bremsen. Frau Beck, die Nachbarin, erlaubte mir, die kleinen gelben
Wollknäuel in die Hand zu nehmen und zu streicheln. Ein kleines Küken piepste immer, wenn ich in die Nähe des Hüh-
nerstalles kam.

Sehr bald kannte es meine Stimme und begrüßte mich mit „Tuck-Tuck“. Unsere Freundschaft war besiegelt. Es war ein besonders kluges Hühnchen. Auf meinen Ruf hin lief es bald hinter mir drein ins Haus und hüpfte die Treppenstiege hinauf. Kam ich mit dem Puppenwagen angefahren und rief: „Komm, Tuck-Tuck!“, nahm es Anlauf und flatterte in den Wagen. Manchmal setzte ich ihm eine Pudelmütze auf und legte ihm einen Schal um. Es sieht lustig aus, wenn Hühner „feingemacht“ werden. Das wagte ich freilich nur, wenn kein Erwachsener in der Nähe war.

Mein Vater fotografierte sehr gern. Er suchte sich immer Motive aus, die uns Kinder zusammen mit Blumen und Tieren zeigten. Zum Geburtstag, zu Ostern, zu Weihnachten, zu Hochzeiten und zu anderen Anlässen verschickte er an alle Verwandten und Bekannten seine Karten. Wir Kinder waren nicht begeistert, wenn es hieß: fünf Minuten lächeln und stillhalten! Auf der Osterkarte musste mein „Tuck-Tuck“ die liebevolle Kükenmutter spielen. Sie sah mir zu, als wollte sie sagen: „Ich bin zu Höherem berufen, als mich mit dem kleinen Volk herumzuärgern.“


Aus: „Zwischen Kaiser und Hitler“, Reihe ZEITGUT, Band 15.
 

 

Zeitsprünge Meiderich: Ein Bildband über den Wandel des Duisburger Stadtteils

 Erschien am 31. Mai 2012: ISBN 978-3-95400-000-5 • 19,95 €[D] • 96 Seiten • 91 teilw. farb. Abb. • gebunden • 16,5 x 23,5 cm • 450 g
Ein Bildband über den Wandel des Duisburger Stadtteils
von Manfred Schmidt

Duisburg, 5. Juni 2012 - Der seit 1850 durch die Stahlindustrie und den Kohleabbau geprägte Stadtteil Duisburg-Meiderich unterliegt besonders stark dem wirtschaftlichen Wandel, der sich auf Stadtbild und Lebensalltag auswirkt. Auf 96 Seiten zeigt der Autor Manfred Schmidt, welche Veränderungen und Kontinuitäten im Verlauf des letzten Jahrhunderts zu beobachten waren.
Die Gegenüberstellung von 91 Aufnahmen, historischen aus der Privatsammlung von Reinhold Stausberg und diversen anderen Sammlungen, die aktuellen größtenteils aufgenommen von Helmi Schmidt, laden den Leser zum Vergleichen und Erinnern ein.
Die Bilder dokumentieren, in welchen Bereichen sich Meiderich besonders gewandelt hat. Das Aufblühen der Stahlindustrie ab 1850 und ihr späterer Zusammenbruch beeinflussten das Stadtbild wesentlich. Das Buch führt zum ehemaligen Hüttengelände, auf dem seit 1994 der Landschaftspark Duisburg-Nord an die Vergangenheit der Schwerindustrie erinnert. Der Leser stellt bei Spaziergängen durch die Westenderstraße und die Stahlstraße fest, dass dort kaum noch Spuren von damals zu finden sind.
Auch abseits des ehemaligen Industriegebiets sind architektonische Erneuerungen zu beobachten. Schmidt führt zu einem etwas versteckt liegenden Teil der Biesenstraße, in dem die alten Gebäude ausnahmslos Platz für Neues gemacht haben. Manch andere prachtvolle Häuser fielen dem Krieg zum Opfer und wurden durch modernere Neubauten ersetzt. Die Aufnahmen dokumentieren jedoch auch den Erhalt und die gelungene Restaurierung einiger markanter Bauwerke wie dem ehemaligen Postgebäude und Teile der Bahnhofstraße.
Das Buch vermittelt dem Leser eine Vorstellung vom öffentlichen Leben der Meidericher.
Das Vereinsleben ist in Meiderich bis heute lebendig. Ob Freiwillige Feuerwehr, Schützenverein,
Männerchor oder der Fußballverein, sie alle können auf eine teils jahrhundertealte Tradition zurückblicken und dienen in Zeiten der Veränderung als Fixpunkte. Einige der Bildpaare
eröffnen einen Einblick in die lokale Gastronomie und deren Wandel. Liebevolle Bildbeschreibungen und kenntnisreiche Erläuterungen ermöglichen einen Überblick über die bewegte Geschichte Meiderichs.


Manfred Schmidt, Jahrgang 1950, ist ein profunder Kenner der Entwicklung Meiderichs. Der
renommierte Autor verbrachte seine gesamte Kindheit und Jugend in Meiderich und pflegt bis
heute den Kontakt zu seiner Heimat.

 

Jungautor unterstützt Kinderkrebshilfe

Duisburg, Juni 2012 - Als die kleine Schwester eines Studienfreundes an Krebs erkrankte, fasste der Texter Wolfgang Jagsch den Entschluss den Betroffenen zu helfen. - Der Eigenerlös des Buches wird deshalb an die Kinderkrebshilfe im deutschsprachigen Raum gespendet. Das Buch ist auf der Basis von eigenen Erfahrungen entstanden. Nach vielen missglückten Verabredungen kam es zu einer grundsätzlichen Strategieänderung. "Zuerst galt es mögliche Misserfolgsgründe zu analysieren, um dann ganzheitliche Lösungswege zu finden", erklärt der Autor die Veränderung. Der eingeschlagene Weg führte tatsächlich zum Partnerglück, welches bis heute Bestand hat. Im Zentrum des neuartigen Singleratgebers steht der Leser selbst.

Das Buch begleitet ihn auf natürliche Weise zum Erfolg. Zum Beispiel erfährt der Leser, wie man einen positiven Selbstbezug und eine lebensbejahende Grundhaltung entwickelt, mit deren Hilfe jeder sein nachhaltiges Liebesglück findet. Als lebendige und praxisnahe Erfolgsanleitung setzt der Ratgeber vor allem darauf, Menschen zum positiven Nachdenken über eigenes Fehlverhalten anzuregen und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Mithilfe des Buches lernt der Leser, die unendliche Positivkraft der eigenen Natürlichkeit wiederzuentdecken.
Das Taschenbuch (ISBN: 9783850405744) "Wie man der Einsamtkeitsfalle endlich entkommt" ist im United P. C. Verlag erschienen und ab sofort im Internet und in jedem Buchhandel erhältlich.
Optional: Link zum Verlag
http://www.united-pc.eu/buecher/ratgeber-sachbuch/wie-man-der-einsamkeitsfalle-endlich-entkommt.html?tx_mdprodukte_pi1%5Bpointer5D=1&cHash=771552d9405320a7fd0361c1a354ee77

Beschreibung des Berufsfeldes
Mag. Wolfgang Jagsch Bakk. Komm. BEd. ist freier Texter, Lektor und PR-Berater. Die Onlinetextagentur - Mag. W. Jagsch hat sich auf KMU spezialisiert und bietet ihren Kunden hochwertige Kommunikationsdienstleitungen zu sehr fairen Preisen. Als erste KMU-Textagentur ist die Onlinetextagentur der verlässliche Partner, wenn es um erfolgreiche Zielgruppenkommunikation geht. http://www.text-kultur.tk

 

111 FUSSBALLORTE IM RUHRGEBIET, DIE MAN GESEHEN HABEN MUSS
 

Der Abend zum Buch – mit Kees Jaratz & Frank Baade (li.)

Es war im Kultcafe Steinbruch die Premiere für die beiden Autoren, die geschichtsträchtige Orte des besonderen Lebenselexier Fußball im Revier unter die Lupe nahmen. "Es ist unsere Generalprobe", meinten beide verlegen schmunzelnd, als nach dem Eingangsintro "Nichts ist so schön wie der Mond von Wanne-Eickel", die Technik um Beamer und Laptop an der Uralt-Tangoschnulze von Friedel Hensch und den Cyprys (1962).

.

Machte aber nichts, da das Publikum alles schmunzelnd mitmachte. Da fiel auch nicht ins Gewicht, dass Kees Jaratz eigentlich kein Ruhri, sondern seit Jahrzehnten in Alaaf-Stadt den Fußball des FC ertragen musste. "Ich hänge aber am Revier. Das ist eben so", gab er achselzuckend und sehr charmant zu."

 

Sie fanden dann doch den roten Faden zum Buch, den speziellen Orten und schlugen wunderbare Brücken zu Bochums umtriebigen Ex-Präsidenten Wüst, selbst gesungene Balladen von Brecht auf BVB-Bereich runtergebrochen (Kees Jaratz sollte aber beim Schreiben bleiben) und auch zu Anekdoten und natürlich Orten, die für Duisburg enorme Bedeutung hatten.
Fazit: Das Vortragen klappt bei den nächsten Terminen sicher routinierter, so wie das Schreiben - denn das Buch hat was. Für jeden Fußballfan sowieso, für die älteren, die noch in schwarz-weiß TV-Bilder ertragen mussten, aber ziemlich sicher auch für die interessierte Jugend. Harald Jeschke

 

Wer das Herz des Ruhrgebiets sucht, findet unweigerlich auch den Fußball. Denn Fußball gehörte hier früh zum alltäglichen Leben der Menschen, bedeutete Sinn und war nicht nur der Sport in der Freizeit. Kees Jaratz und Frank Baade blicken auf Stadien und Trainingsplätze als klassische Orte des Fußballs, sie zeigen aber auch den Fußball als Teil des Alltags im Ruhrgebiet an Orten, deren Verbindung zum Fußball nicht immer auf den ersten Blick zu sehen ist.
"111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss", das sind 111 Orte, an denen der Pott seine Identität findet. Im April ist das Buch erschienen.
 www.111-fussballorte-im-ruhrgebiet.de  www.zebrastreifenblog.wordpress.com  www.trainer-baade.de 

 

Frauen erzählen von der Heimatfront
Persönliche Erlebnisse aus den Kriegsjahren

Berlin/Duisburg, Mai 2012 - In dem Buch Frauen an der Heimatfront werden dramatische Frauenschicksale aus den Jahren 1939 bis 1945 authentisch von Zeitzeugen erzählt.
Da die meisten Männer im Kriegsdienst standen, übernahmen Frauen viele der notwendigen Tätigkeiten, um die Versorgung des Landes zu sichern. Im Straßenbild sah man nun häufiger Frauen in den Uniformen klassischer Männerberufe, zum Beispiel im Dienst der Post oder der Bahn. Junge Frauen mussten ab 1939 zum "Reichsarbeitsdienst" antreten. Hier wurden sie vorwiegend in landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt. Im "Kriegshilfsdienst" arbeiteten Frauen auch in der Produktion von Rüstungsbetrieben oder wurden als Flakhelferinnen eingesetzt.
Die 36 Berichte und Geschichten erzählen fesselnd von den weitgehend unbekannten Seiten des Kriegsalltages jener Jahre, als die Frauen an der Heimatfront ihren Mann stehen mussten.

Frauen an der Heimatfront
Erinnerungen 1939-1945.
320 Seiten, mit vielen Abbildungen, Ortsregister, Chronologie, Zeitgut Verlag.
Taschenbuch-Ausgabe
ISBN 978-3-86614-208-4
Euro 10,90
Gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-86614-206-0
Euro 13,90
www.zeitgut.de
 

Frauen-Erinnerungen zum Muttertag

Die weibliche Sicht auf schwere Jahre. 1939-1945

Berlin/Duisburg, April 2012 - Passend zum Muttertag, am 13. Mai, stellt dieses Buch authentische Als wir Frauen stark sein mußten
Frauen-Erinnerungen aus den Jahren 1939 bis 1945 vor. Eindrucksvoll und anrührend erzählen 45 Geschichten von Trennung und Schmerz, Bangen und Hoffen, von kleinen Wundern und großen Tragödien.
Als wir Frauen stark sein mussten gibt aus erster Hand Einblicke in die heute nur noch schwer vorstellbaren Lebensumstände in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges. Entstanden ist ein anschauliches Frauenbild jener Zeit, das in dieser Vielfalt seinesgleichen sucht.


Mauerzeit: Als fliehen tödlich sein konnte. 1961-1689
320 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister, Chronologie, Zeitgut Verlag.
Mauerzeit28 Jahre trennten Mauern, Stacheldraht, Selbstschußanlagen und Minen die Deutschen in Ost und West. Das Buch Mauerzeit enthält authentische Erinnerungen an den Alltag in der DDR und an riskante Fluchtversuche über die tödliche Grenze.
Es wird erzählt, wie Besuche in Ost und West abliefen, mitsamt schikanösen Grenzkontrollen und Begegnungen mit der Stasi.

Gebundene Ausgabe - ISBN 978-3-86614-192-6, Euro 13,90
Taschenbuch Ausgabe - ISBN 978-3-86614-159-9.
Euro 10,90 www.zeitgut.de
 

Mittelrhein - Wein

Ein dionysisches Porträt von Jens Burmeister
Books on Demand GmbH - ISBN: 978-3-8448-0680-9 - Paperback, 224 Seiten: 17,90 €


Duisburg, 22. Februar 2012 - Wer einen Johnson erwartet, muss sich noch etwas gedulden. Der Verfasser arbeitet an einer Weinbewertung nach Punkten. Man darf auf diese gespannt sein, denn was hier vorgelegt wird ist kein Weinführer im hergebrachten Sinn. Hier wird über Wein, Winzer und Allem was dazu gehört, erzählt, berichtet. Das beginnt mit so nebensächlichen Dingen (?) wie das Wetter zu Beginn eines Reisetages an den Mittelrhein.
Die Beschreibung dieser Reise findet einen Platz in den jeweiligen, wie soll man es ausdrücken, Geschichten. Der Autor, ein promovierter Chemiker aus der Gegend um Köln, muss über ein "Weingüter Findungs - Navi Gerät " verfügen. Wie erklärt es sich sonst, dass er zielsicher Weingüter aufspürt? Darunter auch sog. Garagenwinzer. Wie um alles in der Welt, findet man diese in einem Tausend-Einwohner-Dorf?
Unser Autor hat sie gefunden und beschreibt ausführlich die Geschichte dieser beiden Menschen die in der Garage die Stahltanks und die Barrique-Fässer und im Keller die Flaschen lagern. Badetuchgroße Rebflächen wurden angepachtet, insgesamt neun, summieren sich auf einen Hektar. Spannungsreich wird die Geschichte dieser Winzer erzählt, die; das kommt noch hinzu, jeweils an die 100 Kilometer von Ihrem Wohnort beruflich tätig sind.
Eine interessante Geschichte. Und nicht nur diese. Insgesamt unternimmt der Autor zwölf Reisen und trifft siebzehn dieser Spezies. Damit aber nicht genug. Denn nun kommt die profunde Beschreibung der Weine, die der Autor bei seinen Besuchen kostet. Der Autor, verfügt über eine Gaumen-Kathedrale. Der Zugang dorthin erfolgt über seine Nase. Es gelingt ihm scheinbar mühelos alle, aber auch wirklich alle Ingredienzen, aufzuspüren. Und mit der Ihm eigenen Akribie visualisiert er diese. Selbstredend werden auch die Städte und Burgen am Mittelrhein gesehen und skizziert. Sowohl der Kenner, als auch der Erstbesucher des Mittelrhein-Gebietes ist gut beraten, wenn er dieses Buch in sein Handschuhfach legt, um es, wohin er auch reist, parat zu haben.  DeJo
 

Ein Bildband über Duisburgs historische Kneipenlandschaft

Duisburg, 2. Februar 2012 - Nach dem großen Erfolg ihres Bildbandes „Duisburg-Großenbaum und -Rahm“ widmen sich Harald Molder und Reinhold Stausberg auf 128 reich illustrierten Seiten erneut der Geschichte der Ruhrgebietsmetropole. Über 200 zumeist unveröffentlichte Bilder und Postkarten aus den umfangreichen Sammlungen der Autoren zeigen die Schauplätze des gesellschaftlichen Lebens zwischen 1900 und den 1960er-Jahren. Dieser historische Kneipenbummel durch die zahlreichen Gaststätten, Kneipen, Cafés und Restaurants von Duisburg lädt zum Erinnern, Neu- und Wiederentdecken ein.
Der Streifzug durch Duisburgs Kneipen beginnt im Norden der Stadt. Die seltenen Aufnahmen zeigen einst beliebte Gaststätten wie das Ausflugslokal „Zur Wacht am Rhein“ mit Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe. Weiter geht es entlang der linken Rheinseite. Zu sehen sind die „Krupp’sche Bierhalle“, in der sich die Werksangehörigen der Friedrich-Alfred-Hütte trafen, oder das Restaurant „Rheinpreussen“, das sich in der Nähe der gleichnamigen Zeche befand.
Rund um den Ruhrorter Hafen stellen die Autoren zahlreiche Kneipen vor, für die der Hafen eine wichtige Einnahmequelle war. „Zum Onkel Willi“ war eine beliebte Gasstätte, in der Berliner Bier und Magenbitter ausgeschenkt wurden. Ausführlich widmen sich die Autoren der Altstadt Duisburgs mit ihrer Vielzahl an Cafés und Wirtschaften, wie dem für sein gutes Essen weit bekannten „Wilhelmshof“ oder dem „Restaurant Lutterbeck“.
Anschließend geht es vom Kaiserberg entlang des Duisburger Waldes bis in den Süden der Stadt. Die einmaligen Aufnahmen zeigen historische Kneipen wie die Wirtschaft „Longerich“ oder die Gaststätte der Familie Wirtz, die 141 Jahre in deren Besitz war. Der Leser begegnet auf diesem Bummel dem Duisburger beim Feierabendbier im „Café Industrie“, beim Billardspiel im „Restaurant Kleinbongartz“ oder beim Konzert im „Café Rheingold.“

Damals bei Oma und Opa

Buch-Information:
Duisburg, Dezember 2011 - „Ich bin nicht sicher, ob ich mit Worten beschreiben kann, wie wichtig meine Oma für mich war“, beginnt eine Geschichte in diesem Buch. So wie Brigitta Wöstefeld darin ein Loblied auf ihre „Oma Reinicke“ singt, erzählen auch die meisten anderen der hier versammelten 27 Autorinnen und Autoren von ihren tiefen Bindungen zu den Großeltern.
Oft schwingt große Dankbarkeit mit, etwa bei Anne-Liese Peters, die sich als Kind mit der schwangeren Mutter und drei Geschwistern nach beschwerlicher Flucht „Geborgen bei Oma und Opa“ fühlen konnte und dort trotz schwerer Zeiten eine fröhliche Kindheit verbrachte. Für Nora Kaube war „Großma“ der gute Geist ihrer frühen Jahre im estnischen Dorpat zwischen 1920 und 1939. Und bei Hans Werner Krafft vertrat die Oma sogar Mutterstelle. Was die beiden gemeinsam mit „Großvaters Fahrrad“ erlebten und wie die „Osterreise mit Großmutter“ in der ersten Nachkriegszeit einer beschwerlichen Expedition glich, ist ein Stück Alltagsabenteuer.
Bei der Lektüre dieses Buches wird so mancher Leser schmunzeln. Zum Beispiel, wenn Horst
Beckmann von „Großmutters Fensterplatz“ erzählt und „Omas erste Autofahrt“ Anfang der 30er Jahre
beschreibt, als Autofahren noch ein Abenteuer war. Allzu eigenwillig mutet heute so manche
Meinung der alten Dame an. Dennoch errichtet ihr der Enkel mit seinen Erinnerungen ein liebevolles
Denkmal.
Wenn Meinhard Schröder in „Opa, mein Opa“ und „Das Familiengeheimnis“ seiner beiden Großväter
gedenkt, erzählt er Familiengeschichte, die fast bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreicht.
Obendrein werden dabei – wie auch bei vielen anderen Erinnerungen dieses Bandes – die Auswirkungen der politischen Ereignisse auf das Leben der Menschen sehr deutlich.
Kurioses wissen Günter Lehnhardt mit „Der neue Haarschnitt“ und Erika Roba mit „Das verpatzte
Rendezvous“ zu berichten. Um der Pointe willen sei hier nichts weiter verraten.

Ganz und gar heiter geht es in Romano C. Failuttis Geschichte „Camping mit dem tollen Hecht“ zu. Der muntere Alte, voll jugendlichem Elan und verrückter Ideen, beschert seinen beiden Enkeln in den 50er Jahren unvergessliche Ferien mit Zelt und einem völlig überbelegten winzigen Auto. Susann Böttcher thematisiert ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Über die deutsch-deutsche Grenze hinweg schreibt ein Mädchen aus der DDR Briefe an ihren Opa in der Bundesrepublik.
Mit diesen „Zauberformeln“ können die beiden wenigstens miteinander reden. Das Buch ist eine Hommage der Enkel an ihre Großeltern. Bei der Lektüre werden so manche Leserin und so mancher Leser immer wieder aufblicken und in Dankbarkeit der eigenen Großeltern gedenken, bevor sie sich wieder von der Vielfalt der hier erzählten Geschichten fesseln lassen. Damals bei Oma und Opa 30 Zeitzeugen erinnern sich an ihre Großeltern.
192 Seiten, viele Abbildungen, Ortsregister
Originalausgabe, gebundene Geschenkausgabe
Zeitgut Verlag, Berlin - ISBN 978-3-86614-179-7, Euro 8,95

 

Gerhard Wagner

SCHWEIN gehabt - Redewendungen des Mittelalters
2011 –ISBN Nummer 978-3-939722-31-1  - Aufgeteilt in 7 Kapitel, mit ausführlichem Register und Literatur Verzeichnis. Preis deutlich unter 10€

Duisburg, Dezember 2011 - Der Verfasser, als amtierende Geschäftsführer der Deuteschen Burgenvereinigung somit ein Kenner des Mittelalters und einer den wenigen Menschen, die von sich behaupten können, auf einer Burg zu arbeiten und auch dort zu leben.
Dadurch bedingt ist er nicht weit von den Lebensgewohnheiten im Mittelalter entfernt, teilweise lebt er mit den Redewendungen und Begebenheiten des Mittelalters. Leider sind die Begrifflichkeiten und der Sinn der Redewendungen, den jungen Menschen heut völlig verloren gegangen.
Es sind immerhin an die 200 Redewendungen, die Wagner nicht nur vorstellt und erklärt, nein er findet sie auch. Der  Leser wird sicher mit großem Vergnügen entdecken, dass die eine oder andere Redensart ihm bekannt vorkommt, er jedoch den Hintergrund, den tiefen Sinn oder die Herkunft nicht kennt. Spaß hat man als Leser sicherlich bei der Lektüre des Buches. dejo

 

Welterbe-Atlas: Unterwegs im Tal der Loreley

Von Rüdesheim und Bingen bis Koblenz - 2. aktualisierte Auflage 2011
Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - Wellmicher Str.25, 56346 St. Goarshausen - Konzeption und Idee Claudia Schwarz, Detlef Oster - 4,00 € plus Porto


Duisburg, November 2011 - Für dieses Werk hat der, für die Rheinland Pfälzer sehr bekannte, Detlef Oster Frau Schwarz mit ins Boot geholt und zusammen mit ihr die 67 Stromkilometer sowohl auf dem Fluss als auch auf beiden Ufern bereist.
Auf 200 Seiten haben die beiden hochinteressante Dinge für den interessierten Leser zusammen getragen. Was immer der Leser auch sucht, er wird es sicherlich hier finden. Wussten Sie zum Beispiel, dass es am Fuße der Loreley ein siebenfaches (l) Echo gab und zum Teil noch gibt. Leider wurde dies durch die Baumaßnahmen der Neuzeit stark eingeschränkt.
Seit 2002 ist das Rheintal als “Weltkulturerbe Oberes Rheintal“ anerkannt und kann sich mit der Chineschen Mauer, den Pyramiden von Gizeh oder dem Grand Canyon in USA messen. Ein ungeheurer Vorteil für die Gegend mit allen Dingen die dazu gehören. In erster Linie (natürlich) für den Tourismus. Nun müssen diese 200 Seiten mit Fakten, Geschichten, Hinweisen, ja Annekdoten gefüllt werden. Es gilt auf die Burgen und Schlösser einzugehen Natürlich auch die z. Zt. hoch aktuelle Wanderbewegung. Auch versteckte Sehenswürdigkeiten wollen gefunden und erklärt werden.
Den Winzer mit seiner Weinstube und seinen Weinen
- z.B. auf der Rheingau-Riessling-Route - zu entdecken und dem Besucher die Gegend zu erläutern.
Gerade der Weinanbau hat in der letzten Jahren eine Blüte erfahren, die seinesgleichen sucht. Qualität ist angesagt. Das hat die junge Generation der Winzer klar erkannt und setzt diese neuen Erkenntnisse kompromisslos durch und um. Der Erfolg ist unbestritten. Aber nicht nur die Winzer haben die Zeichen der Zeit erkannt. Auch die jungen (wilden) Gastronomen und Hoteliers sind hellwach und haben das Ohr an den Wünschen der Gäste, die nicht zuletzt durch Bücher und Schriften, wie dieses, auf den Mittelrhein aufmerksam geworden sind.
Die Herausgeber haben die Strecke in Stromkilometer aufgeteilt und beginnen die Reise in Rüdesheim und enden rheinabwärts in Koblenz. Auf dieser Strecke lassen Sie nichts, aber auch gar Nichts aus oder unerwähnt. Wie schon zu Beginn beschrieben, gilt Detlef Oster als Kenner der Gegend. Selbst erfahrene “Mittelrhein-Kenner“ müssen anerkennen, dass sie dass eine oder andere Detail nicht kennen. Jeder Ort wird mit seiner Kirche, seinem Museum oder seiner Besonderheit, kurz, aber sehr informativ beschrieben. Wer kennt eine der größten Privatsammlungen an BMW-Motorrädern überhaut in Weisel, oberhalb Stromkilometer 548 auf Seite 73, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Ein ‘Muss“ für den Rheinreisenden. und das zu dem Preis. Wenn er Glück hat, der Rheinreisende, findet er dieses Buch bei seinem Hotelier oder Winzer, dort sicher kostenlos. Die jungen Mittelrheiner werden gemerkt haben, wie wichtig dieses Buch für sie, Ihre Heimat und für ihre Gäste sein kann.
dejo

Frauen und Ihre Schlösser - mehr als Glanz und Gloria
Jeanette Gräfin Beissel von Gymnich

Vorwort: Isa Gräfin von Hardenberg mit Fotografien von Stefan Schaal
Verlag Knesebeck, 29,95 €. - 2. Auflage 2011 / ISBN Nr.: 978-3-86873-252-8


Duisburg, November 2011 - Auf 172 Seiten gestatten 19 Damen hoch interessante Blicke hinter die Fassaden ihrer Burgen und Schlösser, ja auch in Ihre Lebensläufe. Sie schildern, wie man mit diesen Gebäuden, Denkmälern, umgeht, diese erhält, bewohnt und zeitgemäß "fit" macht.
Die Autorin versteht es, die Damen zu Wort kommen zu lassen. Es gelingt ihr zudem sachliche und hoch interessante Berichte zu Papier zu bringen. Der Leser erfährt, wie es möglich ist, die Häuser zu erhalten, für Konzerte, Veranstaltungen und auch für Hochzeiten zu öffnen, ja sogar das Golfspielen n zu ermöglichen.
Sehr anschaulich war der nicht einfache Weg zu einem der führenden Hotels im Postleitzahlen Gebiet 5, in dem 1811 Napoleon übernachtete. In einem zusätzlich vorgestellten erfahren wir, dass man hier in der "einzigen Schlossruine Deutschlands" prächtig übernachten oder feiern kann. 
Dies alles erklärt die Autorin mit einer tiefgründigen Sachkenntnis.

Der hinzugezogene Fotograf beweist sein Können von (Farb)Foto zu Foto, erstaunliche Blickwinkel erkennt und es schafft, den Berichten zusätzliches Leben zu bieten. Es ist kein Märchen aus uralten Zeiten, sondern ein modernes Modell, das als Vorbild taugt. Ein gelungenes Werk, von dem zu hoffen ist, dass die Autorin weitere Frauen mit Schlössern findet, die bereit sind, ein weiteres Buch zu füllen.
dejo

UDE: Neuerscheinung - Tätowierungen setzen Zeichen

Duisburg, Februar 2011 - Für immer. Blumen, Figuren oder Symbole werden in die Haut gestochen. Ein Tattoo ist ein Standpunkt. Das – früher stigmatisierte – Zeichen hat mittlerweile seinen Weg in die Popkultur gefunden und sorgt doch immer noch für Diskussionen. Ein faszinierendes Feld, auch für den Kommunikationswissenschaftler und Soziologen Dr. Oliver Bidlo von der Universität Duisburg-Essen (UDE). In seinem neu erschienenen Buch „Tattoo. Die Einschreibung des Anderen“ hinterfragt er dieses Phänomen.
Was drückt ein Tattoo aus, und wie reagiert die Gesellschaft darauf? Warum lassen sich Menschen stechen oder werden zum Tätowierer? Der Autor untersucht unter anderem die Ästhetik von Tattoos und den Dialog, der vorab stattfindet: „Das Verhältnis zwischen Kunden und Tätowierer ist aus kommunikativer Sicht besonders spannend. Es ist eine
besondere soziale Situation, die sich da abspielt. Man geht zwar mit einer Vorstellung in das Studio, doch die eigentliche Umsetzung – wie groß soll das Tattoo sein und wo genau soll es hin – entwickelt sich erst im Gespräch.“ Tätowierer seien heute mehr als Nadelstecher, sie verstehen sich als Künstler, wobei die Haut ihre Leinwand ist. Ihre Arbeit sei ein zeichenbehafteter Prozess. „Ein Tätowierer hinterlässt so seine Spuren und wird zum Kommunikator“, erklärt Bidlo, der selbst übrigens nicht tätowiert ist.
Auf der einen Seite soll das Bild individuell sein, auf der anderen verliert es durch die begrenzte Auswahl der Motive an Wert. „Heutzutage hat jeder Musiker, Schauspieler oder auch Sportler ein Tattoo und versucht dadurch seine unverwechselbare Persönlichkeit auszudrücken“, so der Wissenschaftler. Für ihn ist das Tattoo deshalb ein theatrales Zeichen und zugleich eine konservative Geste. „Denn der Akt des Tätowierens will ja auch etwas konservieren, etwa eine Idee, eine aktuelle Liebe oder eine Überzeugung.“
Tätowierungen haben sich etabliert, man dreht sich nicht mehr danach um. Aber es gibt Grenzen wie das Gesicht, den Hals oder die Hände, die auch heute noch nicht so geduldet sind. Daher lautet ein Fazit: „Das Tattoo ist beheimatet in einer Zwischenwelt.“

 

Auf dem Weg zum "starken Stück Deutschland"

Duisburg, Januar 2011 - Anhand einer Fülle von Werbematerialien aus den Städten Essen, Duisburg und Bottrop hat die Historikerin Daniela Fleiß untersucht, wie das Ruhrgebiet zu seinem Image gekommen ist und wie sich dieses Image gewandelt hat. Die Ergebnisse ihrer historischen Studie liefern einen spannenden Einblick in den vielfältigen Imagewandel des Ruhrgebiets und sind sicherlich nicht nur für Historikerinnen und Historiker interessant. Nicht zuletzt bieten sie den Menschen des Ruhrgebiets Einsichten über die unterschiedlichen Bilder und Vorstellungen, die über das Ruhrgebiet transportiert wurden und werden — Vorstellungen, die auch die eigene Identität beeinflusst haben.

 

"Der Kaiser kommt“ - Zeitreise in das Mittelalter der Stadt Duisburg

Im Zuge des Kulturhauptstadt-Jahres Ruhr2010 präsentiert das Duisburger Kultur- und Stadthistorische Museum eine große Sonderausstellung über Duisburg im Mittelalter. Das gleichnamige Buch „Der Kaiser kommt" aus dem Mercator-Verlag lässt das Leben und den Alltag in der Stadt in fünf Lebensbildern lebendig werden und vertieft den Eindruck der Ausstellung nachhaltig. Als Leser fühlt man sich aufgrund der realistisch erzählten Episoden in der Zeit zurückversetzt. 

Sind vom Ergebnis begeistert! V.lks.: KSM Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer, Kulturdezernent Karl Janssen, Planungsdezernent Jürgen Dressler sowie Buchautor und Stadtarchäologe Dr. Volker Herrmann

Grundlage für Buch und Ausstellung sind faszinierende Illustrationen des Kemptener Grafikers Roger Mayrock, der fünf detailfreudige Szenen aus der Duisburger Vergangenheit festgehalten hat. In dem reichlich bebilderten Buch kann man auch anhand zahlreicher historischer Fotos die Struktur der Pfalz und die alte Stadt wiederentdecken. 

Der Leser nimmt mit dem 12 jährigen Konrad, dessen Eltern für den Kaiser arbeiten, am Einzug des Kaisers in seine Pfalz im Jahr 986 teil. Er erlebt mit Heinrich aus Lakum das quirlige Treiben am Hafen im Jahr 1189 und bekommt mit Karl dem Einbeinigen einen Einblick in die Johanniter - Kommende im Bereich der heutigen Marienkirche im Jahr 1195. Ebenso kann er gemeinsam mit dem Fuhrwerkbesitzer Antonius im Jahr 1305 den Bau des Koblenzer Turms in der Stadtmauer verfolgen und schließlich mit Johanna von Deventer einen Markttag im Jahr 1313 im Schatten der Ruinen der alten Kaiserpfalz. 
Die Stadt zeigt sich hier als quirlige Hafen- und Handelsstadt, die Wirtschaftsbeziehungen bis weit in den Osten Europas und darüber hinaus unterhielt und durch die bevorzugte Lage am Schnittpunkt von Rhein und Ruh zwischen dem 10. und dem 14. Jahrhundert eine besondere Blütezeit erlebte.
Das Buch zur Ausstellung belässt es aber nicht bei den Zeichnungen von Roger Mayrock und vielen vergrößerten Ausschnitten. Vielmehr erzählt es im Abschnitt „Der Geschichte nachgespürt“ mit einer Dokumentation der Ausstellungsstücke sowie der Arbeit der Archäologen viel Wissenswertes über den Alltag der Menschen in der Pfalz bis hin zur Schifffahrt an der alten Stadtmauer. Auch erhält der Leser einen Einblick in die Bestände des Stadtarchivs mit seinen Beständen an alten Akten, Urkunden und anderen Dokumenten. 
Auch gibt es einen „Streifzug durch die ältere Geschichte Duisburgs“. Man blickt zurück in die Zeit, als sich die ersten Siedler vor mehr als 10.000 Jahren in Duisburg niederließen oder als die Römer an den Rhein kamen.   
Autor des Bandes ist der Duisburger Stadtarchäologe Dr. Volker Herrmann, der als Ideengeber für die Ausstellung und einen neuen historischen Rundgang rund um die Kaiserpfalz gelten kann.  
In den Tagen vor der Ausstellungseröffnung wurden 20 wegweisende Tafeln mit den Zeichnungen von Roger Mayrock und kurzen Begleittexten eingeweiht, die der Verein pro DUISBURG im Zuge seines 100-jährigen Bestehens unterstützt hat. Der Mercator-Verlag beteiligt sich an dem Projekt, indem von jedem verkauften Buch ein Büro zum Erhalt der Tafeln zur Verfügung gestellt wird.

Volker Herrmann Der Kaiser kommt! Hafen, Markt und Stadt - Duisburg im Mittelalter
Herausgegeben von Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg
96 Seiten in Farbe, gebunden, Format 30,3 x 23 cm, ISBN 978-3-87463-466-3
€ 18,- (inklusive l,- Büro Spende)  Mercator-Verlag, Duisburg  HaMo

 

Gemischte Werke -  Buchbesprechungen über Duisburg DU-speziell

Hanns Dieter Hüsch: Mein Traum vom Niederrhein; Mercator-Verlag Duisburg 1996; 72 Seiten; ISBN: 3-87463-251-2
Die Texte in diesem Buch stammen von Hanns Dieter Hüsch, die Zeichnungen vom Emmericher Künstler Hein Driessen. Hüsch ist wohl der bekannteste Kabarettist, der sich in seinen Texten mit dem Niederrhein beschäftigt und sich mit der Landschaft im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auseinandersetzt. Zumindest wüßte ich keinen anderen Kleinkünstler, der das so erfolgreich tut. Das Buch trägt verschiedene Texte zusammen, in denen Hüsch auch aus seinem eigenen Leben berichtet. Wer Hüsch mag, wird bestimmt seine Freude an dem Buch haben.
Sind die Zeichnungen von Driessen Tuschezeichnungen? Keine Ahnung; ich bin in solchen Sachen nicht so ganz bewandert. Es sind aber hübsche Bilder, die Impressionen der Landschaft zeigen. KaMa


Helmut Schrey: Meine gesammelten Morde und Wiederbelebungsversuche; Verlag Gilles & Francke Duisburg 1994; 80 Seiten; ISBN: 3-925348-39-4
Angereichert um verschiedene, vom Autor selbst als "dilettantisch" bezeichnete Zeichnungen und Gedichte bietet das Buch diverse Texte, die sich um das Thema Mord und Totschlag drehen. Wie von dem Autoren nicht anders zu erwarten, sind sie sehr satirisch angelegt. Die Texte sind weder Kurzgeschichten noch klassische Krimis; sie lassen sich literarisch nur schwer irgendwo einordnen. Es fehlen sowohl ein Detektiv wie seine Ermittlungen und Lösung. Es ist fast schon eine akademisch-wissenschaftliche Herangehensweise, die das geistige Vergnügen sucht. KaMa

 

Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld; grafit - Verlag Dortmund 2008; 378 Seiten; ISBN: 978-3-89425-607-4
Emil Hartenau ist Fabrikant im preußischen Morgenthal. Als er ermordet wird, findet die Polizei ein demagogisches Gedicht in seiner Jackentasche. Man schreibt das Jahr 1845, also drei Jahre vor der Paulskirche - ist der Mord etwa politisch motiviert? Justus von Kleist kommt als Sonderermittler von Berlin in die Kleinstadt in der Provinz.
Wollenhaupt folgt hier einem aktuellen Trend in der deutschsprachigen Kriminalliteratur. Sie verlegt die Handlung in die Vergangenheit, genauer gesagt in den Vormärz. So kann sie sogar Heinrich Heine auftreten und zu Wort kommen lassen. Die Autorin vermengt dabei Krimi mit Liebesgeschichte.
Und offenbart dabei auch eklatante Schwächen. Hinsichtlich der Erzählweise wirkt das Buch wie ein Expose, in dem beispielsweise Adjektive fehlen, die ein Handlung anschaulich beschreiben. Die Geschichte bleibt eher oberflächlich. Die Gegensätze zwischen Arbeit und Adel, Revolution und Reaktion, Zäsur und Zensur werden nicht deutlich genug herausgearbeitet. In der vorliegenden Form ist das Buch einfach nur flott lesbare Unterhaltung. KaMa

 

Neues Buch bringt Licht in ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte
Das „Braune Duisburg“ steht im Mittelpunkt der Betrachtungen von Bibliothekschef Dr. Jan-Pieter Barbian, Sigurd Praetorius, Leiter der Universitätsbibliothek und Stadtarchivleiter Hans Georg Kraume.

Auf dem Titelbild ist der nationalsozialistisch „gleichgeschaltete” Rat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Ernst Keller am 2. Oktober 1934 zu sehen. Auf dem Arm des Stenographen erkennt man einen schwarzen Fleck. Hier wurde das Hakenkreuz nach dem Krieg entfernt. Die Grüne sind nur zu vermuten!
Bereits in der Weimarer Republik konnte die NSDAP in Duisburg bei Kommunalwahlen Erfolge erzielen. Bei den Reichstagswahlen vom Juli 1932 erreichte sie sogar den höchsten Stimmenanteil aller Parteien. Nach dem 30. Januar 1933 und den Reichstagswahlen vom 5. März besetzte die NSDAP das Amt des Oberbürgermeisters und schaltete die gesamte Verwaltung gleich. Auch das gesamte gesellschaftliche Leben, die Kultur und der Sport hatten sich in den kommenden zwölf Jahren den Vorgaben des NS-Staates unterzuordnen.
Die Verfolgung und Ermordung politischer Gegner ebenso wie die Entrechtung, Deportation und Ermordung jüdischer Bürger zählten zum Alltag. Als Stahlstandort leistete Duisburg einen wesentlichen Beitrag zur Aufrüstung der Wehrmacht und zur Führung des Zweiten Weltkrieges. Der Band bietet einführende Aufsätze zur politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschichte und Vernichtung der Jüdischen Gemeinde.
Der direkte und lokale Blick auf die Stadt Duisburg im 3. Reich macht die Ereignisse auf fast 200 Seiten greifbarer und zeigt auch, wie tief das Regime sich in alle Schichten der Bevölkerung hinein eingegraben hatte.
Ein Tor zu unerzählten Geschichten wird aufgestoßen! Geschichten, die man oft gehört aber nie im Detail erforscht hat.
Duisburg war nicht irgendeine Stadt, sondern spielte in der Geschichte des Regimes schon eine nicht untergeordnete Rolle. Oft genug taucht der Name der Montanstadt, oder auch von Rheinhausen, Hamborn oder Friemersheim in den Tagebüchern von Reichspropagandaminister Josef Goebbels auf. Gerade Goebbels hatte auch eine familiäre Beziehung zur Stadt. Sein Schwiegervater lebte in Duisburg. Der Reichspropagandaminister weihte u.a. auch die „Admiral Graf-Spee-Brücke“ zwischen Hochfeld nach Rheinhausen ein.
Einen Blick auf die politischen Geschehnisse in der Stadt gibt Co-Autor Michael A. Kanther im Kapitel „Duisburg und der Nationalsozialismus”. Und die „Shoa“ der jüdischen Gemeinde unserer Stadt wird von Ludger Heid im Kapitel „Verfolgung der Juden in Duisburg unter der Nazi-Diktatur 1933-1945” erläutert.
Eine sehr große Auswahl der umfangreichen Sammlung mit Fotos des Duisburger Fotografen Hermann Hill (1888-1963)aus dem Ruhr Museum Essen dokumentiert die unterschiedlichen Facetten des Duisburger Alltags während der NS-Diktatur. Dazu gibt es ein kurzes Kapitel von Sigrid Schneider vom Ruhr-Museum Essen. Es verfügt über den Hill-Nachlass, aus dem die zahlreichen Fotos stammen, die einen lebendigen Eindruck der Stadt zwischen 1933 und 1945 vermitteln. Zahlreiche bislang noch nicht gezeigte Fotos zeigen das „Braune Duisburg“.
Wer sich noch intensiver mit dem Thema befassen möchte, steht im Buch eine Bibliografie zur Verfügung, in der Eberhard Kröger, Lektor für Heimatkunde der Stadtbibliothek Duisburg, rund 400 Titel aufführt, die überwiegend in Duisburg zu finden sind! Hierunter auch bislang veröffentlichte Monografien, Sammelbände und Aufsätze zum Nationalsozialismus in Duisburg.
Alles in allem ist das Buch eine hervorragende Grundlage für die lokale Geschichtsforschung zum Thema und sollte gerade für die Schüler unserer Stadt zur Pflichtlektüre werden. Das Buch „Nationalsozialismus in Duisburg – 1920 bis 1945” ist für 16,95 Euro im Handel erhältlich; ISBN 978-3-8375-0124-7. 

Jörg Juretzka; Fallera; Klartext-Verlag Essen 2007; 159 Seiten; ISBN: 978-3-89861-797-0
"Es geht bergauf für Kristof Kryszinski. Wortwörtlich. Den von Erfolg unverwöhntesten aller Privatdetektive zieht es in die Schweizer Berge im Auftrag der Polizei. Daß es soweit kommen konnte! Es steht schlecht um den Mülheim-Marlowe.
Kryszinski soll ein harmlos scheinendes Resozialisierungs-Projekt begleiten. Die steinige Tour entwickelt sich jedoch zu einem wahren Himmelfahrts-Kommande. Ganoven setzen den Bergwanderern zu und der Tod hat alle Hände voll zu tun. Im Frühtau zu Berge geht es ums nackte Überleben und tonnenweise Gold," berichtet die Inhaltsangabe.
Die Werbung nennt Juretzka den "Ruhrgebies-Chandler". Dies ist jedoch zu hoch gegriffen. Wirr, sprunghaft, platt und oberflächlich ist die Handlung; das Wort "nicht vorhersehbar, weil nicht logisch aufgebaut" sei hier nicht vergessen. Ortsbeschreibungen und Charakterisierungen fehlen genauso. Actionreich ist die Geschichte dafür schon. Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Juretzka nicht ein Ruhrgebiets-Chandler sein kann. Die amerikanischen hard-boiled Krimis möchten das Leben schonungslos so beschreiben, wie es ist, nämlich hart und brutal. Davon ist hier nichts zu spüren.

Herbert Günther: Die Reihe Archivbilder Der Elberfelder Westen;
Sutton Verlag Erfurt 2007; 128 Seiten; ISBN: 978-86680-095-3
"Arrenberg, Nützenberg, Eskesberg und Varresbeck waren lange Zeit dünn besiedelte Außenbezirek Elberfelds. Mit der Industrialisierung verloren sie zwischen den 1860er und 1960er Jahren ihren ländlichen Charakter. Die letzte Kuh verließ 1966 den Varresbecker Hof. Bis zur Eingemeindung nach Elberfeld 1888 hatte sich Sonnborn in rund 1.000 JAhren zu einem eigenständigen Dorf entwickelt, das erst ab 1832 mit der Provinzialstraße von Elberfeld nach Kön gut zu erreichen war," berichtet die Inhaltsangabe.
Michael Magner: Die Reihe Archivbilder Wuppertal - Elberfeld Briller Viertel unjd Nordstadt; Sutton - Verlag Erfurt 2003; 128 Seiten; ISBN: 3-89702-533-7
"Das Briller Viertel und die Elberfelder Nordstadt sind denkbar gegensätzliche Quartiere: Das Villenviertel am Nützenberg war und ist die bevorzugte Wohngegend der Industriellen und Honoratioren der Stadt, das Petroleumviertel am Ölberg der Lebens-, Arbeits- und Wohnraum der sogenannten kleinen Leute. Durch den Kontrast zwischen diesen beiden Vierteln, der längs der Briller Straße einen sanften Übergang findet, entsteht ein lebendiges Bild der so unterschiedlichen Lebensverhältnisse," berichtet die Inhaltsangabe auf dem hinteren, schwarzen Buchdeckel.

Michael Magner: Die Reihe Archivbilder Wuppetal - Elberfeld; Sutton - Verlag 2000;
128 Seiten; ISBN: 3-89702-194-3
"In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundertes erlebte Elberfeld im Tal der Wupper einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Damit waren - vor allem nach 1871 - ehrgeizige Projekte der Stadtplanung und des Ausbaus der Infrastruktur verbunden. Der vorliegende Bildband begibt sich auf die Suche nach einem verlorenen Stadtbild, an das heute noch einige Gebäude und Straßenzüge erinnern," berichtet die Inhaltsangabe.
Ein Inhalt - ein Aufbau - was liegt also näher, als gleich drei Bücher auf einmal zu besprechen? Die historischen Schwarzweißfotos zeigen das historische Elberfeld, seine Entwicklung und das öffentliche Leben. Wer sich für die Geschichte seiner bergischen Heimat interessiert, wird hier sicherlich lohnenswerte Bücher in den Händen halten. Zum Glück wird hier auf privaten Kitsch verzichtet, so dass auch ein auswärtiger Leser einen Einblick in das damalige Leben erhält.

 

Lewis Carroll: Alice hinter den Spiegeln; Insel - Verlag Frankfurt am Main 1974; 145 Seiten; ISBN: 3-458-31797-x
"Alice hinter den Spiegeln (auch: Durch den Spiegel und was Alice dort fand; im Original: Through the Looking-Glass, and What Alice Found There) ist der 1871 erschienene und ebenfalls von Lewis Carroll verfasste Nachfolger von Alice im Wunderland.
Im Gegensatz zum ersten Band, bei dem Spielkarten als durchgehendes Thema dienen, baut Carroll hier die Handlung des Buches rund um eine Schachpartie auf. Die Züge dieser Schachpartie werden zu Beginn des Buches präsentiert, die mit einigen Ausnahmen eine reguläre Partie darstellen. Ausnahmen sind: Weiß bewegt den König nicht aus einer Schach-Konstellation; anstelle der Regel, dass Weiß und Schwarz (in England: Rot) abwechselnd ziehen, tritt die, dass Alice, die in der Partie die Rolle des weißen Damebauern eingenommen hat, abwechselnd mit einer der beiden Farben am Zuge ist. Auch ist es hier den Figuren möglich, nach einem Schlag auf den alten Platz zurückzukehren (vgl. Märchenschach).
Besonders bekannt sind das Nonsensgedicht Jabberwocky, das Ei auf der Mauer Humpty Dumpty und die Zwillinge Tweedledee und Tweedledum. Weiterhin war die Figur der Roten Königin Namensgeberin für die Red-Queen-Hypothese zur Evolution. Zu den zwölf regulären Kapiteln gibt es ein dreizehntes ursprünglich nicht für die Veröffentlichung vorgesehenes: Der Wesperich mit der Perücke. 1998 wurde das Buch unter dem Titel Alice Through The Looking-Glass (dt. Alice im Spiegelland) mit Kate Beckinsale in der Hauptrolle als Fernsehfilm verfilmt," stellt die Internetenzyklopädie Wikipedia den Klassiker unter den Kinder- und Jugendbüchern vor.

Das Buch, das ich in den Händen halte, hat einen rosafarbenen Buchdeckel. Der Text wird durch viele hübsche Zeichnungen ergänzt. Ich gestehe es gerne: Ich habe das Buch als Kind nie gelesen. Ich greife erst im Erwachsenenalter dazu. Eine weitere Sache gestehee ich an dieser Stelle auch gerne: Ich lebge das Buch sehr schnell wieder beiseite. Die Geschichte liefert nicht die Art Phantasie, die mir vertraut ist. Was kennt man als Junge? Karl May, die Geschichten von Jules Verne, Stevensons Schatzinsel, Pinocchio (bei der klassischen Kinderliteratur) oder Die Drei ???, TKKG und Die Fünf Freunde (bei der zeitgenössischen Jugendliteratur). Das ist handfeste Literatur, die in der Welt spielt, die wir kennen. Dort kommen Action, Spannung, Kampf und fremde Welten vor. Davon ist hier nichts zu spüren. Es gibt keinen edlen und tapferen Helden, der seine Abenteuer tadellos besteht. Die Geschichte ist fast schon mädchenhaft - zart. Wohl wissend, daß ich der Geschichte damit Unrecht tue, schießen mir doch Worte wie "abstrus" und unrealistisch" durch den Kopf, als ich das Buch lese. Mein persönlicher Geschmack ist das nicht.
Lewis Caroll wurde am 27.1.1832 in Daresbury geboren. Er starb am 14.1.1898 in Guildford. Charles Lutwidge Dodgson verbirgt sich hinter diesem Pseudonym. Er ist ein menschenscheuer, eigenbrötlerischer Dozent für Logik und Mathematik am Christ Church College in Oxford. Der Sonderling wurde zum sprühenden Erzähler, wenn er mit Kindern zusammen war.

 

Erich Geldbach / Peter Noss (Hrsg.): Vielfalt und Wandel Lexikon der Religionsgemeinschaften im Ruhrgebiet; Klartext - Verlag Essen 2009; 608 Seiten; ISBN: 978-3-89861-817-5
"Vielfalt und Wandel sind Kennzeichen des Ruhrgebiets. Das Lexikon macht die bis heute weithin unbekannte Fülle des religiösen Lebens in der Region sichtbar. Von Anfang an waren Religionsgemeinschaften entscheidende Faktoren der Integration: als die Arbeiter und ihre Familien kamen und hier Heimat fanden. Die grundlegene Kenntnis davon, wer woran glaubt, ist die notwendige Bedingungen für dei Möglichkeit gelungenen Zusammenlebens. In einleitenden Abschnitten werden die Religionsgemeinschaften vorgestellt; es folgt die Darstellung der regionalen Entwicklung und Besonderheiten, Adresse, Bilder, Zahlen, Karten. Erstmals werden kompakt alle nötigen Informationen zusammengetragen, um die religiöse Landkarte zu entschlüsseln. Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2010 ein längst fälliges Kompendium," urteilt die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel.
Elisabeth Danou-Fuchs, Stefanie von Schnurbein, Udo Tworuschka, Nadine Arat Tierehinckx, Traugott Jähniche und Claudia Währisch-Obau sind einige der hier vertretenen Autoren. Sie stellen die christlichen Religionsgemeinschaften genauso wie wie Buddhismus, Islam, Hinduismus und sonstige Gemeinschaften.
Hier liegt ein sehr interessantes und informatives Buch vor. Es wird nicht nur Geschichte, Aufbau und Glaube der jeweiligen Religionsgemeinschaften leicht verständlich beschrieben; es folgt auch immer der regionale Bezug. Wozu auch gehört, die Ansprechpartner vor Ort zu nennen. Wer sich für religiöse Fragen interessiert und Antworten sucht, dem wird hier sicherlich weitergeholfen.

 

Silvia Kaffke: Blutleer; KBV-Verlag Hillesheim 2006; 310 Seiten; ISBN: 3-937001-74-3
Hat der Frührentner Rudi Hirschfeld wirklich die sechs Morde begangen, die er der Polizei gesteht? Entlang der S-Bahn-Linie S1, die quer durch das ganze Ruhrgebiet, von Dortmund über Bochum, Essen, Mülheimm und Duisburg nach Düsseldorf führt? An sechs völlig unterschiedlichen Menschen mit völlig unterschiedlichen Methoden? Als sich Zweifel an seiner Täterschaft ergeben, geschieht das Unglaubliche!
Kaffke wurde 1962 in Duisburg geboren. Sie kam über Geschichten für Zeitschriften zu den Kriminalromanen. Die Kriminalromane sind so gut, dass sie verfilmt und mit Preisen ausgezeichnet werden. Die regionale Herkunft ist dem Buch deutlich anzumerken. Wer sich in Duisburg und Düsseldorf auskennt, wird in dem Buch viele Orte wiedererkennen.
Dr. Barbara Hielmann-Pross ist die Hauptperson dieses Buches. Wie es sich für eine gute, moderne Ermittlerin gehört, hat sie Eheprobleme und wird prompt in eine Liebesgeschichte verstrickt. Den so entstandenen Nebenstrang nimmt man als Leser gerne in Kauf. Am Ende gibt es sogar so etwas wie Action...
Störend sind eher andere Sachen. Kommissar Zufall liefert die Lösung; ohne ihn hätte niemand den richtigen Täter gefunden. Es fehlt auch das klassische Ende, bei dem der Täter seine Untaten zugibt und den Tathergang beschreibt. Gerade diesen zweiten Mangel bedauere ich sehr. Als Leser habe ich nämlich am Ende schon wieder vergessen, um welche Morde es hier ging. Dem Buch fehlt inhaltlich der rote Faden.
Mein persönliches Fazit? Das Buch ist zwar gut lesbar geschrieben, müßte aber inhaltlich stringenter umgeschrieben werden.

 

Bernhard Mensch / Peter Pachnicke (Hrsg.): Routenführer Landmarkenkunst; Selbstverlag Oberhausen 1999; ISBN: 3-932236-08-4
Hier liegt eine Auftragsproduktion der IBA Emscher Park anlässlich der Ausstellung "Kusntt setzt Zeichen - Landmarkenkunst" vor. Das Heft stellt die Halde Schurenbach Essen genauso vor wie die Halde Haniel und Bottrop, den Altstadtpark am Innenhafen in Duisburg, den Landschaftspark Nord (gleichfalls in Duisburg) oder den Mont-Cenis-Park in Herne vor. Das Heft hat dabei den Charakter eines Reiseführers, der dem Besucher 19 interessante Orte, die überall im Ruhrgebiet verstreut liegen, vorstellt. Fotos, Anreiseskizzen und Texte ergänzen einander. Wer möchte, kann die Reiseziele einzeln ansteuern oder zu Tagestouren zusammenstellen. Trotz des zeitlichen Abstandes zum Herausgebedatum ist das Heft auch heute noch für jene Urlauber interessant, die nicht wissen, wie sie ihre freien Tage kostengünstig vor Ort verbringen können.

 

Der ehemalige evangelische Wanheimer Gemeindepfarrer Okko Herlyn ist in dem Buch genauso vertreten wie die Duisburger Autoren Hans-Martin Große-Oertringhaus, Niklaus Schmid und Elke Oerten-Twiehaus und der ehemalige sozialdemokratische Oberbürgermeister Josef Krings. Sie nähern sich in ihren Texten dem sich in den vergangenen Jahren wandelnden Innenhafen.
Ein paar Gedichte gibt es, ein paar gelegentliche Schwarzweißfotos und ganz viel Prosa. Hauptsächlich lokalgeschichtlich-(innen)hafenbezogene Informationen, aber auch ein paar belletristische Text gibt es. Duisburger Zeit- und Wirtschaftsgeschichte wird hier ansprechend erzählt. Wer sich für "seine" Stadt Duisburg interessiert, wird so manches unbekanntes Detail erfahren. Nach wem ist eine Schule benannt? Wer verbirgt sich hinter einem Straßennamen? Dies sind nur einige der Fragen, die in diesem lesenswerten Buch beantwortet werden.

 

Schräge Orte, starke Plätze - Kurioses und Entlegenes in Nordrhein - Westfalen; 1 CD 65 Minuten Gesamtspielzeit; Klartext - Verlag Essen ohne Jahresangabe; ISBN: 978-3-89861-909-7
"Scala" heißt die Kultursendung im WDR 5 - Hörfunksender. In insgesamt 7 Beiträgen werden beispielsweise die "R(h)einorange" in Duisburg-Kaßlerfeld, die Nischenabortanlagen im Mönchengladbacher Schloss Rheydt oder der Faulturm in Oberhausen-Borbeck vorgestellt. Sehr liebevoll sind die Live-Beiträge gestaltet, die alle vom Niederrhein stammen und unbekannte Orte vorstellen. Es sind ruhige Beiträge, die sich auch die Zeit nehmen, den jeweiligen Ort so gründlich wie genau dem Hörer näherzubringen. Hier geht es nicht um Tagesaktualität. Hier werden Geschichten erzählt und Zusammenhänge erklärt. So entsteht ein anschauliches Bild von dem vorgestellten Ort. Die Orte kann man in der Regel auch als Ausflugsziel nutzen. Sogar ein gewisser Humor ist hier zu hören. Dieses Hörbuch gefällt.

Hans-Martin Große-Oetringhaus (Hrsg.): Das Blaue vom Hafen Geschichten und Geschichte rund um den Duisburger Innenhafen; Klartext - Verlag Essen 2003; 143 Seiten; ISBN: 3-89861-194-9

Ruth Omphalius: Der Neandertaler Neues von einem entfernten Verwandten; Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg 2006; 272 Seiten; ISBN: 3-498-03227-5


Ruth Omphalius wurde 1963 geboren. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Kunstpädagogik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt. Seit 1997 ist sie beim ZDF als Redakteurin für Wissenschaft und Kultur tätig.
Wie verständigten sich die Neandertaler. Wie und was aßen sie? Kanten sie Medizin und Kunst? Waren sie religiös? Dies sind Fragen, die Omphalius interessiert. Sie möchte hier die neueren Forschungsergebnisse zusammentragen und so den Neandertaler als unseren entfernten Verwandten vorstellen.
In der Mitte des Buches sind 20 farbige Abbildungen zusammengetragen. Ansonsten ist das Buch eine Bleiwüste.
Die Autorin geht populärwissenschaftlich an das Thema heran. Sie vermeidet unverständliche Fachausdrücke, so dass der Text leicht verständlich ist. Der Text ist auch anschaulich verfasst, was zum Teil auch daran liegt, dass es hier um Forscher und ihre Arbeit sowie ein anschauliches Thema geht. Inhaltlich muss vieles Spekulation und Raterei bleiben. So modern und leistungsfähig unsere Wissenschaftlich auch sein mag, viele Fragen kann sie dann doch nicht beantworten. An dieser Stellen sind wir auf unsere Phantasie angewiesen.

 

Bernd Kebelmann / Malgorzata Ploszewska (Hrsg.): Lyrikbrücken; Dahlemer Verlagsanstalt Berlin 2009; 405 Seiten; ISBN: 978-3-928832-30-4
Bernd Kebelmann, Eero Vartio, Zsuzsa Csikos, Marcel van Maele, Ryszard Machowski und Pilar Baumeister sind einige der Autoren, die hier mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch und des Deutschen Blindenhilfswerks (das in Duisburg ansässig ist) Gedichte veröffentlichen konnten. Insgesamt 10 europäische Sprachen sind hier vertreten - Deutsch sowieso, aber auch Französisch, Polnisch und Finnisch, um nur einige Beispiele zu nennen. Jeder Text ist sowohl in Originalsprache wie in deutscher Übersetzung enthalten. Das Buch führt gute und moderne europäische Lyrik zusammen. Die deutsche Übersetzung ermöglicht auch einem hiesigen Leser ein Verständnis der Texte.
Ich bin nun kein Experte für Gedichte. Daher werde ich nichts zu Form und Inhalt sagen. Den beigefügten Biographien kann ich aber entnehmen, daß alle Autoren blind sind. Von daher kann man ihre Leistung nur bewundern.

 

Bücher aus einem Duisburger Verlag
Herbert Josef Schero: Tätowierte Sinnlichkeit Bücher, Körper, Sprache, Sinngefälligkeiten;
Verlag Phoenix-Shanti Duisburg 1990; 204 Seiten; ISBN: 3-925684-00-7
Das Buch ist eine Anthologie. Es enthält diverse Prosatexte und Poesie. Für mich als überzeugten Krimifan sind insbesondere die Gedichte sehr nichtssagend.
Für mich ist die hier abgebildete Kunst wesentlich interessanter. Fotos gibt es hier genauso zu sehen wie Malerei und Zeichnungen. Sehr modern sind die Kunstwerke, nicht immer jugendfrei, dafür aber humorvoll und teilweise großformatig. Gut gemalt / gezeichnet und auf jeden Fall ansprechend sind die Bilder. Wer zu diesem Buch greift, sollte die Kunst in den Vordergrund stellen. Wer zeitgenössische Kunst mag, wird hier bestimmt ein gutes Buch in den Händen halten.

Herbert Josef Schero: Utopie des Bedauerns - Poesie ohne Titel Die Werke der Jahre 1975 - 1985 Gemälde, Handzeichnungen, Druckgraphik, Objekte, Aktionen und Bilder; Edition-Verlag: Phoenix - Shanti Duisburg 1985; 216 Seiten; ISBN: 3-925684-00-X
Hier liegt ein Ausstellungskatalog in Buchform vor. Die dazugehörige Ausstellung fand vom 19. Januar bis 23. Februar 1986 im Städtischen Museum Wesel statt.
Oh Gott, dieses Buch ist ja alt / uralt / Steinzeit. So höre ich jetzt die Kritiker sagen. Warum auf einen Ausstellungskatalog eingehen, dessen dazugehörige Ausstellung schon lange Zeit zurückliegt?
Ganz einfach: Weil hier kein klassischer Ausstellungskatalog vorliegt. Kein Museumsdirektor begründet, warum er ausgerechnet diese Ausstellung gemacht hat. Kein vermeintlicher Kunstexperte betreibt Lobhudelei. Hier stellt sich ein Künstler selbst vor, zeigt seine Kunst und führt in seine Gedankenwelt ein.
Schero ist Jahrgang 1953. Nach der Lehre als Buchdrucker (1967 - 1969) und dem Besuch der FOS Wirtschaft und Sozialpädagogik (Fachhochschulreife) studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf (1975 - 1979). In diese Zeit fällt ein Stipendium des Landschaftsverbandes Westfalen - Lippe (1977) sowie Gründung und Leitung der Galerie "Frühling" (1978). 1980 studiert er an der Kangraschool for Miniaturepainting bei Shree Schalu L. Raina in Himachal-Pradesh (Indien). 1983 ist er Herausgeber und Redakteur von "Der Diamantentaucher" Zeitschrift für Kunst, Kultur und Literatur. Diverse Kunstausstellungen und Buchveröffentlichungen folgen bis heute; der Verleger Schero ist sehr in der freien Duisburger Kulturszene aktiv. Diese biographischen Daten muss man als Leser schon im Hinterkopf behalten. Dann fällt der Zugang zu der Kunst auch leichter. Ansonsten wirkt sie doch sehr abseitig und modern.

AortA - Kulturverein (Hrsg.): Mana; Verlag Edition - Phoenix Shanti 1999; 184 Seiten; ISBN: 3-925684-09-3
Hier liegt ein Ausstellungskatalog zu einem Ausstellungsprojekt des Duisburger AortA-Kulturvereins vor. Die hier vorgestellte Ausstellung wurde 1997 - 1999 an verschiedenen Orten in China, Indien und Deutschland gezeigt. Was das Mana-Projekt anbelangt, ist das Buch etwas nichtssagend gelungen. Mir als eher zufälligem Leser wird nicht so ganz klar, wer und was sich dahinter versteckt. Ein paar Informationen über das Projekt wären nicht schlecht gewesen.
Und was ist von dem Buch zu halten? Über weite Strecken ist es ein ganz gewöhnlicher Katalog. Er zeigt die Kunstwerke, nennt ihre Titel und gibt gelegentlich Hintergrundinformationen. Die Kunstwerke stammen alle von Herbert Josef Schero. Dieser Katalog im Buchformat hat Hochglanzcharakter. Ich verzichte an dieser Stelle auf ein Urteil. Es fehlen einfach zu viele Informationen rund um das Mana-Projekt, als daß der Katalog wirklich gelungen wäre.

Ralf Piorr (Hrsg.): Viel mehr als nur ein Spiel 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne; Frisch-Texte-Verlag Herne 2004; 348 Seiten; ISBN: 3-933059-38-0
Einen Rückblick auf die 100jährige Geschichte des Herner Sportvereins und auf die Faszination des Fußballs verspricht die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel. "Geschichte und Geschichten über Auf- und Abstiege, über Sport und Politik, über Tradition und Gegenwart, über Erinnerung und Begeisterung. Gerade im Ruhrgebiet war und ist Fußball eben viel mehr als nur ein Spiel. Es ist die Geschichte einer spezifischen Kultur und einer regionalen Leidenschaft."
Unterstützt durch historische Dokumente, Schwarzweißfotographien, Tabellen und Spielerporträts lassen Autoren wie Ralf Piorr, Ralf Jelitto, Sönke Wortmann und Günter Jedrny die Geschichte des Vereins von seinen Anfangstagen bis heute Revue passieren. Zum Glück liegt hier keine Hochglanzbroschüre vor, wie wir sie aus anderen sportlichen Rückblicken kennen. Das Buch wirkt gut recherchiert und teilweise sehr persönlich gehalten. Hier liegt ein vernünftiges und gut lesbares Sportbuch vor, das jeder Fan von Westfalia Herne bestimmt gerne lesen wird.

Wolfgang Viehweger: Spur der Kohle... Europa in Herne und Wanne-Eickel; FRISCH-Texte Verlag Herne 2000; 227 Seiten; ISBN: 3-933059-03-8
Das Buch möchte ein Reisebuch sein. Und das in doppelter Weise. Zum einen möchte es die Vergangenheit der Kohle vorstellen, aber auch die Geschicht zweier Ruhrgebietsstädte, die durch sie geprägt wurden. "Es ist zugleich real und märchenhaft, historisch und aktuell, für Erwachsene und für Kinder geschrieben. 12 ehemalige Zechen und ein Feuersalamander namens Achilles spielen dabei die Hauptrolle," wie die Inhaltsangabe berichtet.
Mont Cenis, Unser Fritz, Hannover, Providence / Von der Heydt, Teutoburgia, Constantin der Große, Pluto und Shamrock sind nur einige der Zechen, die hier vorgestellt werden. Die Texte sind leicht verständlich und gut lesbar geschrieben. Inhaltlich konzentrieren sie sich auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, sind also historisch ausgerichtet. Das Buch ist mir persönlich zu oberflächlich geraten. Das Zechensterben nach dem Krieg wird hier überhaupt nicht thematisiert; auch Themen wie die Entstehung der Kohle oder die Lebensbedingungen der Menschen kommen hier nicht vor. Wer sich wirklich dem Thema Kohle und Bergbau nähern möchte, muss inhaltlich schon mehr bieten.

 

Ruhrgebetsliteratur

Heinz-Dieter Busch: Die Reihe Archivbilder Herten; Sutton - Verlag Erfurt 2004; 1258 Seiten; ISBN: 3-89702-678-3
"Bis ins 19. Jahrhundert war Herten von der Landwirtschaft geprägt. Mit dem Beginn des Steinkohlenbergbaus im Jahre 1872 setzte eine rasante wirtschaftliche Entwicklung ein. Die Bevölkerungszahl stieg sprunghaft an und es entstanden zahlreiche Bergarbeitersiedlungen. Im Jahre 1936 wurde Herten zur Stadt erhoben, nachdem zehn Jahre zuvor bereits die Bauernschaften Ebbelich, Disteln Langenbochum und Scherlebeck eingemeindet worden waren," berichtet die Inhaltsangabe.

Busch gehört dem Geschichtskreis "Zeche Ewald" an. Er präsentiert rund 200 Schwarzweißaufnahmen, die zuvor noch nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickten.
Wie aus dieser Bildbandreihe gewohnt, enthält die kurze Einleitung ein paar historische Informationen über die Ruhrgebietsstadt. Dann kommt der umfangreiche Bildteil. Die Fotographien zeigen das Stadtbild genauso wie das öffentliche Leben; leider kommen aber auch viele Privatfotos (wie beispielsweise Klassenfotos) hinzu. Zieht man die oft nichtssagenden und wenig informativen Fotos ab, entsteht schon ein lebendiges Bild von Hertens Geschichte. Wer sich dafür interessiert, hält schon ein brauchbares Buch in den Händen.