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Fast nichts Neues am 'Alten Güterbahnhof'
Jochem Knörzer, Manfred Schneider

Duisburg, 23. Januar 2020 - Der 'Alte Güterbahnhof' liegt fast in der Duisburger City, vom Hauptbahnhof-Ausgang gesehen, links. Halbrechts liegt die Königstraße, die Einkaufsstraße der Duisburger Mitte.

1998 wurde das Einkaufszentrum 'Multi Casa' zur gefeierten Idee, 2004 zum Wahlkampfthema und verschwand 2005, von CDU, Grün und PDS im Rat der Stadt letztendlich abgelehnt, wieder in der Versenkung.
Die 'Sauerland-Brache' entstand.

2009 wurde dann in dem 'Alten Güterbahnhof' die Planung der 'Duisburger Freiheit' von Sir Norman Foster mit einem Empfang gefeiert. Finanziert werden sollte das durch Investoren, die dort Bürogebäude und in den oberen Etagen auch  Wohnungen erstehen lassen sollten. Zu diesem Zeitpunkt war von einer Investitionssumme in Höhe von 60 Millionen Euro die Rede.

2010 wollte Kurt Krieger 'Nägel mit Köpfen' machen. Von seinem Hochregallager rückte er schnell ab, aus der 'Duisburger Freiheit' wurde ein 'Duisburger Bürgerpark' und zwei Möbelhäuser. Beerdigt wurde diese Planung durch, wie immer realitätsferne, Forderungen der Grünen.
So muss man, will man Leuchten nicht im Internet kaufen, will man sich eine Auswahl preiswerter oder auch hochwertiger Möbel in der Realität anschauen und kaufen, nach Bochum, Neuss oder Hilden fahren. Oder man begnügt sich mit 'XXXL', allerdings auch nicht in Duisburg.
Die 'Leiße-Brache' war "geboren".

Dann kam der 24. Juli 2010 und die 'Loveparade-Katastrophe'.
Mit dieser Bürde und der Gedenkstätte für die Toten und an Körper und Seele Verletzten wird das Gelände leben müssen.


Jetzt, am 09. Juni 2020, versammelten sich wieder Duisburger Verwaltung, Politik und Medien vor Ort.
Allerdings, dem Anlass und der 'Coronazeit' angemessen, in kleinem Rahmen.
Mit Abstand und, in der freien Natur, mit Maske.

Oberbürgermeister Sören Link (3. v. rechts), Wirtschaftsdezernent Andree Haack (Mitte links), Stadtplanungsdezernent Martin Linne (rechts) und der GEBAG-Geschäftsführer GEBAG Bernd Wortmeyer (2. v. rechts) freuten sich, den Beginn der Abrissarbeiten der ehemaligen Abfertigungshalle bekannt zu geben.


So auch die nachfolgende Pressemitteilung der Stadt Duisburg. 

Startschuss Abriss ehemalige Abfertigungshalle Güterbahnhof

Die Entwicklung des Geländes Am Alten Güterbahnhof nimmt weiter Fahrt auf: Bei einem Pressetermin am 9. Juni 2020 stellten Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer und Stadtplanungsdezernent Martin Linne die nächsten Schritte für eines der größten Flächenentwicklungsprojekte der Stadt vor.

"Duisburg bewegt sich mit hohem Tempo: Aus einem alten, brachliegenden Bahnhof wird ein dynamisches und wahnsinnig spannendes Stück Zukunft. Wir haben mit großem Einsatz um diese Fläche gekämpft und werden jetzt die optimale Nutzung dafür finden,“ machte Oberbürgermeister Sören Link deutlich.

Die weitere Entwicklung der Fläche beginnt im Juli mit dem Abbruch der großen ehemaligen Abfertigungshalle im nordwestlichen Teil des Geländes. Der Abbruch dauert voraussichtlich rund drei Monate und soll im Herbst abgeschlossen sein. Zeitgleich wird Ende Juli der zweistufige Planungswettbewerb gestartet, an dem Teams aus Architektur und Städtebau sowie Landschaftsarchitekten teilnehmen werden. Begleitet wird der Wettbewerb von einem Bürgerbeteiligungsverfahren, das aufgrund der Corona-Pandemie  erstmals online durchgeführt wird. Im November letzten Jahres hatte der Kick-Off zur Bürgerbeteiligung in der Mercatorhalle stattgefunden, bei der erste Ideen und Wünsche der Bürgerschaft gesammelt wurden.

„Ursprünglich hatten wir geplant, im Frühjahr und Sommer weitere Bürger-Werkstätten durchzuführen, um die im November gesammelten Ideen weiter auszuarbeiten“, so Bernd Wortmeyer. Doch die Corona-Pandemie lässt aktuell keine größeren Veranstaltungen zu. Daher wurde das neue Konzept einer Online-Bürgerbeteiligung entwickelt, die im Juli starten wird, sofern der Rat der Stadt Duisburg dem Verfahren in der Sitzung am 15. Juni zustimmt.  Über eine eigene Homepage sollen Eingebungen der Bürgerinnen und Bürger gesammelt werden, die den Teams aus Städtebau und Landschaftsplanung, die am städtebaulichen Wettbewerb teilnehmen, zur weiteren Bearbeitung vorgelegt werden. „So fließen die Ideen der Bürgerinnen und Bürger weiter in den Prozess ein. Natürlich müssen wir jede Idee individuell auf Machbarkeit und Realismus prüfen“, machte Bernd Wortmeyer deutlich.

Während des Wettbewerbs wird es mehrere Phasen der Online-Bürgerbeteiligung geben, sodass die Bürgerschaft während des gesamten Prozesses eingebunden bleibt. Die Entscheidung zum Gewinner-Team des städtebaulichen Wettbewerbs soll im März 2021 durch eine Jury fallen.

„Ich bin mir sicher, dass die eingeladenen Teams aus Architektur und Städtebau fantastische Ideen für die Fläche haben werden. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse und das neue Stück Duisburg, das hier in einigen Jahren entstehen wird“, erläuterte Stadtplanungsdezernent Martin Linne.

Der Planungswettbewerb mündet bis 2022 in einen städtebaulichen Rahmenplan und den sich daraus ergebenden Bebauungsplan. Dieser wird voraussichtlich in 2023 Rechtskraft erlangen.

Nach der Beendigung der Bürgerbeteiligung und wenn klar ist, was hier entstehen soll, wird sich die GEBAG auch auf die Suche nach einem geeigneten Namen für das Gelände machen. Bis dahin läuft die Fläche immer noch unter dem Arbeitstitel „Am alten Güterbahnhof“. Unter dem Namen wird auch die Website für die Bürgerbeteiligung zu finden sein. (www.am-alten-gueterbahnhof.de)