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Brüggen/Duisburg,
24. Juni 2026 -
Das Rauschen der mächtigen Bäume ist zu hören und
hier und da erklingt Vogelgezwitscher. Die Schwalm hat
gerade den Hariksee verlassen und plätschert nun weiter
Richtung Niederlande. Ansonsten herrscht hier, im
Naturschutzgebiet Tantelbruch östlich von Brüggen Nahe der
niederländischen Grenze, idyllische Ruhe. 62 Vogelarten und
fünf Rote Liste-Amphibienarten haben sich im Tantelbruch in
den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten angesiedelt. Zu
verdanken ist das der Autobahn GmbH.

Doch wie das? Immerhin ist die nächste Autobahn weit weg:
Die A52 verläuft rund zwei Kilometer südlich und ist nicht
zu hören. Doch genau dieser Abschnitt ist dafür
verantwortlich, dass sich eine 17 Hektar große Landschaft
entwickelt hat, die seit 1995 unter der Aufsicht der
Autobahn GmbH gepflegt wird.
„Es handelt sich um eine Kompensationsfläche für den Bau der
A52, die damals mit dem Autobahnnetz der Niederlande
verbunden wurde“, erklärt Landespfleger Stefan Greyn aus dem
Geschäftsbereich Planung der in Krefeld ansässigen
Autobahn-Niederlassung Rheinland. Über 31 Jahre konnte sich,
geschützt von äußeren Störungen, ein Biotopkomplex
entwickeln, in dem sich unter anderem Bergmolch, Erdkröte,
Grasfrosch, Teichfrosch und Teichmolch wohlfühlen. Sie
finden hier Extensivgrünland vor, welches durch extensive
Beweidung bzw. Mahd erhalten wird. Feuchtwiesen wurden durch
das Aufstauen von Entwässerungsgräben angelegt und
Artenreichtum auf Brachflächen und Auwald vorangetrieben.
Brutvögel, Durchzügler und Nahrungsgäste, darunter der
seltene Eisvogel, der Teichrohrsänger oder der Uhu, schätzen
das Areal.

Um die Bedingungen aufrecht zu erhalten, bedarf es
regelmäßigen Eingriffen. Die Autobahn GmbH wird maßgeblich
durch den NABU Krefeld unterstützt, der eine Vielzahl der
Maßnahmen auch ausführt. Dazu gehört die Mahd, abhängig vom
Grundwasserstand bzw. Wiesenvernässung, die Organisation der
extensiven Beweidung mit Kühen eines biologisch
ausgerichteten Betriebs, die Reparatur und Instandhaltung
der Zäune, Gehölz- und Baumschnitt sowie Erhaltungsmaßnahmen
für Alteichen.
Greyn: „Würden wir hier nicht tätig, würde ein solches Areal
schnell verbuschen und nicht mehr den Lebensraum bieten.“
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