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Archiv 2022-2025 |
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BUND Waldspaziergang am 01.11. um 14 Uhr in Bissingheim an
der geplanten Trasse der CO2 Pipeline
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Duisburg, 30. Oktober 2026
- Geplant ist eine Verstetigung der Sonntagsspaziergänge
am ersten Sonntag im Monat, jeweils ab 14 Uhr an
unterschiedlichen Orten. Am 01.11. ist der Treffpunkt am
Bissingheimer Dorfplatz.
Der BUND Duisburg
organisiert zu jedem ersten Sonntag im Monat einen
Sonntagsspaziergang an unterschiedlichen Stellen in
Duisburg an verschiedenen Trassenabschnitten der
Vorzugsvariante des Antragsstellers Open Grid Europ
(OGE). Es bleibt jedoch nicht nur bei dem Duisburger
Stadtwald, auch Spaziergänge zu den verschiedenen
Trassenvarianten der geplanten des sogenannten "Delta
Rhein Coridor" sind geplant.
Am 01.11. findet
der Sonntagsspaziergang in Bissingheim statt. Der
Treffpunkt ist um 14 Uhr am Bissingheimer Dorfplatz, der
auch per ÖPNV vom Hauptbahnhof aus gut zu erreichen
ist. Der BUND betont, dass die Frist zur Abgabe einer
Stellungnahme im Rahmen des Raumordnungsverfahrens am
Montag. den 26.10. geendet hat.
Nun ist es die
Aufgabe des Regionalverbands Ruhr (RVR) die
Stellungnahmen zu sichten und ein eigenes Gutachten zu
möglichen Trassenverläufen zu erstellen. Diese können
komplett unabhängig von den Vorzugsvarianten der OGE
sein. Gemäß Gesetz hat der RVR eine Frist von 6 Monaten.
Kerstin Ciesla, Sprecherin des BUND Duisburg zu
den Intentionen der Sonntagsspaziergängen: "In den
nächsten Monaten liegt der Ball beim RVR, aber wir
wollen die Gelegenheit nutzen, die Bevölkerung zu
sensibilisieren, zu informieren, sich zu vernetzen und
darauf vorzubereiten, dass beim Start des eigentlichen
Planfeststellungsverfahrens, viele Duisburger
Organisationen und Privatpersonen wissen, was geplant
ist und was auf dem Spiel steht. "
Der BUND
führt weiter aus, dass auch gerade die Veranstaltung der
Stadt gezeigt hat, dass ein solches Verfahren nicht
simpel ist und viele Fragen der Bevölkerung bestehen,
die sehr tief ins Planungsrecht gehen. Aber es gibt auch
viele Fragen zu Trassenverläufen, die man anhand von
einfachen Karten nur schwer darlegen kann.
"Der
BUND NRW hat eine interaktive Karte für das Verfahren
erstellt, in der man die Trassen und Varianten durch
zoomen für bestimmte Teilbereiche gut ersehen kann.
Diese sind zu finden unter: "CO2-Leitungen
DRC und Ruhbens – geplante Trassenkorridore in NRW".
Diese Karte in Kombination mit den Sonntagsspaziergängen
zeigt zumindest die momentan geplanten Standorte.", so
Ciesla.
Der Spaziergang wird immer mal wieder
durch Wortbeiträge pausiert, um Erklärungen zu geben,
was es mit dem Raumordnungsverfahren auf sich hat, was
die nächsten Schritte sind, wie die Zeitplanungen sind
und alles was sonst noch an Fragen besteht, können
geklärt werden. Geplant sind 1,5 - 2 Stunden pro
Sonntagsspaziergang.
Der BUND kündigt auch an,
darzulegen, warum ihrer Meinung nach Carbon Capture and
Storage (CCS ) und eine Pipeline mit dem Ziel der
Verklappung des CO2 im Meer keine geeignete
Klimaschutzmaßnahme ist und warum gerade auch eine
Industriestadt wie Duisburg gar keine Firmen beheimatet,
die eine Pipeline in Anspruch nehmen dürften. Die
Funktion des Waldes als solches wird jedoch nach
Aussagen des BUND auch nicht zu kurz kommen.
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Keine CO2 Pipeline durch
den Duisburger Wald |
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Bündnis ruft zum Waldspaziergang am 18.10. um 14 Uhr an
der geplanten Trasse der CO2 Pipeline auf
Duisburg, 16. Oktober 2026
- Eine
Sammeleinwendung des BUND
Duisburg zum Raumordnungsverfahren kann vor Ort
unterschrieben werden. Die Demonstration am letzten
Sonntag gegen die CO2 Pipeline war laut und ein voller
Erfolg. Die Beteiligung hat sehr gut gezeigt, dass viele
Menschen sich betroffen fühlen, wenn in einer waldarmen
Kommune die Vorzugstrassenplanung der OGE rund 17 Hektar
Wald zerstören will.
"Es gibt unterschiedliche
Ansichten darüber ob die Abscheidung und Speicherung von
CO2 und die Planung einer CO2 Pipeline durch OGE zur
Klimaneutralität führt. Der BUND lehnt die CO2 Pipeline
ab und kann dies auch ausführlich begründen. Doch es
gibt mit einem Großteil der Duisburger Bevölkerung einen
gemeinsamen Aspekt, dass ist der Schutz unseres Waldes
und dafür setzen wir uns gerne in Bündnissen ein.",
teilte Kerstin Ciesla, Sprecherin des BUND Duisburg mit.
Der BUND und monatliche Waldspaziergänge, immer
wieder mit unterschiedlichen Schwerpunkten,
unterschiedlichen Akteur*innen und entlang
unterschiedlicher Stellen der geplanten Trasse der CO2
Pipeline durch den Wald. Eigentlich wollten der
BUND ab November mit regelmäßigen Sonntags-Spaziergängen
an verschiedenen Stellen der geplanten Trasse beginnen,
doch nach der Demo gab es so viele Anfragen wie man sich
noch bei dem Raumordnungsverfahren beteiligen kann, dass
der BUND ganz spontan an eine Sammeleinwendung gedacht
hat, die am Sonntag vor Ort erstmalig dabei sein wird,
teilte der BUND mit.
Wie auch letzten Sonntag,
ruft daher erneut das Bündnis aus Waldjugend, fridays
for future und BUND auf sich gegen die CO2 Pipeline
einzusetzen. Dieses mal nicht als Demonstration, sondern
mit einem Sonntagsspaziergang und der Möglichkeit sich
an einer Sammeleinwendung zu beteiligen.
Der
Treffpunkt des Waldspaziergangs am 18.10. ist um 14:00
Uhr am Parkplatz "Monning / Zoo". Das Bündnis weist
darauf hin, dass der Treffpunkt auch per Straßenbahn mit
der 901 vom Duisburger Hauptbahnhof Richtung Mülheim
erreichbar ist, da die Haltestelle "Monning" unmittelbar
auch an dem Treffpunkt hält.
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Grundwasser in Gefahr: NABU Duisburg
unterstützt BUND-Klage gegen die Deponie auf der Halde
Lohmannsheide
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- Beide
Verbände sehen in der geplanten Deponie-Erweiterung ein
Risiko für eine Ressource, die angesichts häufigerer
Dürrejahre immer wertvoller wird
Duisburg, 25. September 2026 - Die Halde Lohmannsheide
in Duisburg-Baerl steht seit Jahren wegen einer
geplanten Deponie-Erweiterung in der Kritik. Im Fokus
der Auseinandersetzung steht u.a. das Grundwasser: Auf
der nie vollständig sanierten Altlast wurden bereits
Schadstofffahnen mit Naphthalin und polyzyklischen
aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) nachgewiesen, die
bis heute in den Untergrund auswaschen.
Der BUND
klagt vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen den
Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung
Düsseldorf vom 20. Juni 2024, der dem Betreiber erlaubt,
auf der Halde rund 5 Millionen Tonnen zusätzliches
Material aufzuschütten. Der NABU Duisburg unterstützt
die Klage mit Spenden in Höhe von 500 Euro (in 2024) und
weiteren 1.000 Euro in diesem Jahr.
Für beide
Verbände ist der Schutz des Grundwassers keine
Nebensache, sondern ein Kern des Konflikts. Eine
zusätzliche Auflast von mehreren Millionen Tonnen auf
einer Fläche, die schon jetzt als Schadstoffquelle
dokumentiert ist, erhöht aus ihrer Sicht den Druck auf
den Untergrund und damit das Risiko, dass belastetes
Sickerwasser weiter in Richtung Grundwasser und
angrenzende Gewässer, darunter auch der Rhein, wandert.
Genau diesen Punkt griff auch das
Oberverwaltungsgericht Münster in seinem Eilbeschluss
auf: Kurz vor Weihnachten 2025 stufte es den
Planfeststellungsbeschluss als voraussichtlich
rechtswidrig ein und stoppte den Beginn der Deponierung
vorerst, weil die notwendige bergrechtliche Prüfung der
Gefahren für das Grundwasser bislang nicht abgeschlossen
ist. Jetzt steht das aufwändige Hauptsacheverfahren an.
„Grundwasser ist keine verhandelbare Größe. Was dort
einmal verunreinigt ist, lässt sich kaum oder nur mit
enormem Aufwand wieder reparieren“, sagt Peter Rolauffs,
1. Vorsitzender des NABU Duisburg. „Als Wissenschaftler,
der sich mit aquatischen Ökosystemen beschäftigt, weiß
ich, wie eng Grundwasser, Fließgewässer und
Feuchtgebiete miteinander verbunden sind. In Zeiten, in
denen Dürresommer und sinkende Grundwasserstände längst
keine Ausnahme mehr sind, kann sich niemand leisten,
diese Ressource leichtfertig zu gefährden. Deshalb
wollen wir mit der finanziellen Unterstützung der Klage
ein Zeichen setzen.“
Kerstin Ciesla, Vorsitzende
des BUND Duisburg: "Wir sind sehr dankbar für die
Unterstützung durch diese großzügigen Spenden des NABU
für die Klageverfahren. Nachdem wir nun seit zwei Jahren
schon gezwungenen wahren drei Klageverfahren zur
Verhinderung der Deponie zu betreiben, wird es immer
komplizierter Spenden zu akquirieren. Es ist keine
Selbstverständlichkeit, dass größere Spenden auch von
einem ebenfalls ehrenamtlich tätigen Verband eingehen. "

Beide Verbände sind sich einig, dass die
Grundwassergefahr weiter bekämpft werden muss. copyright
NABU/BUND Duisburg
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BUND
kämpft weiter zur Verhinderung der Deponie auf der Halde
Lohmannsheide
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- BUND
Informationsveranstaltung zum Sachstand der Klagen und
der mündlichen Verhandlung vor dem OVG am 24.09. 18:30
Uhr im Soziokulturellem Zentrum Stapeltor - vorhandener
Grundwasserschaden anerkannt, aber Streit um
Sanierungspflicht und Sanierungsmethode
Duisburg, 21. September 2026 - Die mündliche Verhandlung
vor dem OVG in Münster vom 09.09. fand von 10:00 - 19:15
Uhr statt und wurde dann vertragt. Die Fortsetzung
erfolgt nun im Oktober oder November, der Termin wird
derzeitig verhandelt. Der Senat stellte klar, dass nicht
alle Argumente, die schriftlich eingereicht wurden,
mündliche verhandelt werden sollten.
Aber der
Senat hatte Klärungsbedarf auch bei Punkten, die dem
BUND sehr wichtig sind, wie z.B. die
Grundwasserbelastung, die Frage der Sanierungspflicht
und des Sanierungsbedarfs und weitere Punkten, die sich
vor allem aus der Vornutzung der Fläche ergeben.
Der BUND teilt mit, dass die mündliche Verhandlung
gezeigt hat, dass nun niemand mehr die bereits
vorhandenen Grundwasserbelastung in Frage stellt. Neben
PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), sind
es vor allem sehr hohe Sulfat und Chlorid Werte. "Für
uns steht außer Frage, dass man zunächst eine Sanierung
machen muss, bevor man überhaupt über die Nachnutzung
der Halde reden kann. Abpumpen der Schadstoffe ist keine
Sanierung.
Die Gefährdung der Trinkwasserreserve
im Binsheimerfeld sollte dringend behoben werden. "
teilte Kerstin Ciesla, Sprecherin des BUND Duisburg
mit. Der BUND setzt sich seit 2012 dafür ein, dass auf
der Halde Lohmannsheide aufgrund der Vornutzung
unterhalb der Bergehalde keine Deponie errichtet wird.
Ciesla führt weiter aus: "In all denn Jahren wurden wir
belächelt und diffamiert, wenn wir auf die
Umweltprobleme wegen der Vornutzung hingewiesen haben.
Noch vor ein paar Monaten hieß es offiziell,
dass es ""keinen Grundwasserschaden geben würde, solange
der nicht behördlich festgestellt sei". Dies ist nun vom
Tisch und nun weiß man von dem Grundwasserschaden und
bezweifelt, dass man auch sanieren müsste, aber auch
davon wollen wir natürlich das Gericht überzeugen."
Der BUND führt weiter aus, dass die notwendige
Sanierung eine unabhängige Forderung zu der Nachnutzung
der Halde ist, gegen eine Deponie auf diesem Standort
stehen noch weitere Umwelt- und Gesundheitsbelange.
Wer mehr Details zum Sachstand der Klagen haben
möchte, wer Fragen hat oder wer einfach die ein oder
andere Anekdote von der Verhandlung erfahren möchte, ist
herzlich zur Informationsveranstaltung des BUND
Duisburg am Donnerstag, den 24. September um 18.30 Uhr
im Soziokulturelles Zentrum Stapeltor (Seminarraum im
Obergeschoss), Stapeltor 6, 47051 Duisburg eingeladen.
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BUND und Waldjugend
Duisburg
informieren zur geplanten CO2 Pipeline durch Duisburgs
Wälder
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Der Beginn des Raumordnungsverfahrens steht
unmittelbar bevor. Es gibt eine breite Einigkeit, dass es keine
Pipeline durch Duisburger Wälder geben soll. Duisburg, 17.
September 2026 - "Die Pläne der OGE
beschäftigen viele von uns und werfen weitere Fragen auf. Deshalb
möchten wir gemeinsam ins Gespräch kommen um uns gegen die aktuellen
Pläne zu wehren und unsere Interessen wirksam zu vertreten. Unsere
Petition gegen die Pipeline durch unsere Wälder hat gezeigt, dass
Viele es genauso sehen wie wie wir", teilt Anna Impelmann, Leiterin
der Waldjugend Duisburg mit
Die Duisburger Gruppe des BUND
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Waldjugend
Duisburg sind sich einig, dass es inzwischen ein breites Bündnis in
Duisburg gegen die Pipeline durch den Duisburger Wald gibt. Es gibt
jedoch viele Faszetten.
Sachstand, Beteiligungsverfahren und
weitere Aktionsplanungen Kerstin Ciesla, Sprecherin des BUND
Duisburg: "Der BUND positioniert sich seit Jahren grundsätzlich
gegen die Verpressung von CO2. Klimaschutz muss durch CO2 Vermeidung
und nicht durch Verpressung per CCS (Carbon Capture and Storage)
erfolgen. Auch diese Pipeline ist nur ein Geschäft eines Konzerns,
welcher unter dem Deckmäntelchen der Klimaneutralität fossile Firmen
versucht als Kunden für die Pipeline zu gewinnen und ohne Rücksicht
durch unsere Wälder bauen will."
Die Waldjugend hingegen
fokussiert sich auf die Vermeidung einer Trassenführung durch
Duisburger Wälder und positioniert sich für eine Variante der
Pipeline, welche nicht durch Duisburger Wälder geht. Aber gerade
diese Kombination von unterschiedlichen Ansätzen wird zu einer
interessanten und vielseitigen Informationsveranstaltung führen,
denn der gemeinsame Ansatz ist "keine Pipeline durch Duisburger
Wälder".
Neben der Darstellung des aktuellen Sachstandes zur
Pipeline Planung, will das Bündnis erklären, was ein
Raumordnungsverfahren ist und was nun auf die Duisburger*innen
zukommen wird. Die Möglichkeiten zur Beteiligung aber auch die
gemeinsamen Überlegungen von weiteren Aktionen und Aufbau des
Widerstandes werden zentral bei der Veranstaltung sein. Datum:
23.09.2026 Uhrzeit: 19:30 Uhr Ort: Stapeltor 6, 47051 Duisburg
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Deponie Lohmannsheide - abermals eine neue Wendung durch
Planergänzungsbeschluss
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- Erneute
Wendung in der juristischen Auseinandersetzung:
Bezirksregierung legt -Ergänzung ihres
Planfeststellungsbeschlusses auf den Tisch - Behörde
erklärt das Projekt für genehmigungsfähig - z.T auf
Grundlage von Gutachten der Betreiberfirma -
Umweltschützer sehen die wesentlichen Kritikpunkte und
Mängel in der Genehmigung nach wie vor als gegeben an
Duisburg/Moers, 3. September 2026 - In der
Auseinandersetzung um die geplante Deponie Lohmannsheide
gibt es abermals eine überraschende Wendung. Nur wenige
Tage nachdem die Fa. Deponien auf Halden (DAH1) mit
umfangreichen juristischen Einlassungen und zahlreichen
Gutachten für Verärgerung beim Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) sorgte, meldet sich nun
die Bezirksregierung Düsseldorf als Genehmigungsbehörde
mit einem sogenannten Ergänzungsbeschluss.
Dieser erklärt die Kritikpunkte der Umweltschützer als
unbedenklich bzw. durch neue Bestimmungen als
entschärft. Aus Sicht der Bezirksregierung stehe der
Realisierung des Projektes nun nichts mehr entgegen. Für
die BUND-Vertreter*innen macht es sich die Behörde zu
leicht. Der BUND bleibt bei seiner Auffassung, dass der
Standort für die Errichtung einer Deponie ungeeignet
ist.
In die seit Jahren laufende gerichtliche
Auseinandersetzung um die Deponieplanung kommt es kurz
vor dem angesetzten Verhandlungstermin am 9. September
vor dem Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) zum zweiten Mal
innerhalb weniger Tage zu einer überraschenden Wendung.
Trotz der Bitte des Gerichtes, keine weiteren Unterlagen
mehr einzureichen, hatte die DAH1 erst in der
vergangenen Woche umfangreiche Schriftsätze und
Gutachten eingereicht.
Dies hat
sowohl beim BUND als auch bei der Stadt Moers für
Verärgerung und Irritation gesorgt. Jetzt eskaliert die
ohnehin angespannte Situation ein weiteres Mal durch die
Vorlage eines Beschlusses der Bezirksregierung
Düsseldorf. Dieser abermals umfangreiche Schriftsatz,
der sich in weiten Teilen auf Gutachten stützt, die von
der DAH1 eingebracht wurden, spricht davon, dass es für
alle Probleme eine Lösung gäbe und dass es auch das gute
Recht der Bezirksregierung sei, die Fehler der
ursprünglichen Genehmigung nachträglich zu heilen. Die
Umweltschützer bleiben skeptisch.
Hierzu Kerstin
Ciesla, BUND Duisburg: "Man geht wenige Tage vor der
Verhandlung hin und legt eine überarbeitete Genehmigung
auf den Tisch. Die alte war im letzten Dezember vom OVG
als "wahrscheinlich nicht genehmigungsfähig" eingestuft
worden. Das was wir bis jetzt in der überarbeiteten
Genehmigung gesichtet haben, überzeugt uns nicht im
Geringsten. Die nun präsentierten Antworten auf die
Unzulänglichkeiten gehen aus unserer Sicht am Problem
vorbei oder stellen teils abenteuerliche Lösungen in den
Raum. Hier soll auf Biegen und Brechen gerettet werden,
was die Behörde schon vor Jahren verbockt hat."
Immerhin räumt die Bezirksregierung offiziell ein, dass
ein Grundwasserschaden vorliegt. Dieser aber könne
saniert werden, ohne dass der Deponiebetrieb davon
betroffen sei. Die Notwendigkeit hierzu wird als gering
eingestuft, da - so die Ausführungen der
Bezirksregierung - die Errichtung der Deponie an sich
schon eine Sanierungsmaßnahme darstelle. Bei den
BUND-Vertreter*innen löst dies Kopfschütteln aus.
Michael Zerkübel, BUND Moers: "Es ist klar, dass der
Untergrund voll mit umweltschädlichen Substanzen ist
aber nicht ersichtlich, wie eine Sanierung aussehen
könnte, falls diese durch die Deponieauflast ins
Grundwasser geraten. Die Abenteuer- und
Risikobereitschaft der Genehmigungsbehörde und der der
DAH verschlägt mir den Atem."
Nun hofft der BUND,
dass das OVG dem in der nächsten Woche einen Riegel
vorschiebt. Aus Sicht der Umweltschützer kann das eine
langwierige Verhandlung werden, da die nun vorgelegten
Gutachten teilweise von neu beauftragten Gutachtern
stammen. "Da wird vielleicht Vieles noch mal zur Sprache
kommen müssen, was eigentlich längst als bekannt
vorausgesetzt wurde", so Zerkübel weiter.
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David gegen Goliath
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Das merkwürdige Gebaren
der Anwälte der DAH1 zur Auseinandersetzung der
geplanten Deponie Lohmannsheide
Bereitstellung von Unterlagen der DAH1 kurz vor der
mündlichen Verhandlung BUND wird mit Anlagen
"zugeschüttet" - relevante und irrelevante Dokument die
noch kurzfristig zu sichten sind BUND kritisiert
dieses legale Verhalten, dass aber keinesfalls legitim
sondern eine Frechheit ist
Duisburg/Moers, 25.
August 2026: In der Auseinandersetzung um die Planung
einer Deponie auf der Halde Lohmannsheide, setzen die
Anwälte der Betreiberfirma "Deponien auf Halden" (DAH1)
kurz vor der mündlichen Hauptverhandlung vor dem
Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) am 9. September den
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit
umfangreichen Schriftsätzen erneut unter Druck.
Dabei war der ursprüngliche Termin auf Betreiben der
DAH1 verschoben worden, weil man sich nicht in der Lage
sah, innerhalb von 4 Wochen auf Einwendungen der
Gutachter und des Fachanwalts des BUND zu reagieren.
Diese Einwendungen umfassten ingesamt 55 Seiten. Die nun
vorgelegten Unterlagen umfassen ein Vielfaches davon.
Der BUND zeigt sich irritiert und verärgert.
Am
24.08. erreichten den BUND zwei ausführliche
Stellungnahmen der Anwälte der DAH. Die Vertreter*innen
des Umweltverbandes sind vor allem deshalb überrascht,
weil das OVG noch vor zwei Wochen alle Seiten darauf
hingewiesen hat, dass nun ja vor der mündlichen
Verhandlung keine weiteren Unterlagen benötigt würden,
weil ja bereits alles vorgelegt wurde. Inhaltlich
greifen die Anwälte der DAH1 einmal die Frage auf, ob es
einen Abschlussbetriebsplan der Bergehalde geben müsse
und falls ja, wie ein solcher aussehen soll.
"Diese Frage wurde bereits vor Jahren bei der Erörterung
lang und breit diskutiert, und nun unterfüttert die
Anwaltskanzlei der DAH1 ihre Dutzende Seiten umfassende
Stellungnahme mit etlichen mehr oder weniger
umfangreichen PDFs, beginnend im Jahr 1997. Da geht es
mal um Verwaltungsvorgänge, mal sind es Gutachten,
Gefährdungsabschätzungen und vieles mehr. Wenig
hilfreich bei diesen Anlagen ist, dass sie zum größten
Teil einfach nur „Anlage 21“ heißen oder auch „Anlage
22“ usw. usf.", stellt Michael Zerkübel, Sprecher der
Ortsgruppe Moers des BUND dar und führt weiter aus: "
Wir müssen nun die Spreu vom Weizen trennen, denn
relevante und irrelevante Dokument sind chaotisch
vermischt."
In einem weiteren Schreiben befassen
sich die Anwälte der DAH1 mit einem ganzen Reigen
strittiger Sachfragen, zu denen es bereits in der
Vergangenheit umfangreiche Schriftwechsel gab. Da geht
es um Fragen der der Auswirkungen auf das Grundwasser,
Lärm- und Staubemissionen, der grundsätzlichen Eignung
des Standortes und vieles mehr.
Kerstin Ciesla,
Sprecherin des BUND Duisburg ärgert sich über dieses
Gebaren und teilt mit: "Wir müssen nun in kürzester Zeit
alle Unterlagen, die bereits vor Monaten hätten
vorgelegt werden können, sichten, systematisieren,
einordnen und schauen, ob wirklich etwas Neues
aufgeführt ist oder ob es sich um längst bekannte
Aussagen handelt.
Ich hoffe das OVG ist genauso irritiert und wütend
wie wir. Aber entscheidend ist, dass wir erneut unsere
Gutachter und unseren Fachanwalt zur Bewertung dieser
Dokumente hinzuziehen müssen. Und weil die nicht von
Luft und Liebe leben, heißt das auch wieder, dass unsere
Kalkulation der Kosten gerade wider zunichte gemacht
wurde".
Der BUND ruft daher die Städte Duisburg
und Moers wie auch die Bevölkerung dazu auf, für die
Gerichtsverfahren des BUND zur Verhinderung der Deponie
auf der Bergehalde Lohmannsheide zu spenden.
"Als
ehrenamtlicher Umweltverband, der seine Mittel nur aus
Spenden und Mitgliedsbeiträgen bezieht, können wir den
Kampf gegen Goliath nicht alleine stemmen. Das Verhalten
der DAH ist leider völlig legal, aber dennoch eine
Frechheit und keinesfalls legitim. Dagegen hilft nur
geballte Fachkompetenz, die jedoch auch finanziert
werden muss", führen Ciesla und Zerkübel aus.
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Naturerhalt
Rahmerbuschfeld und der Erhalt der Kaltluftzufuhr für
Rahm
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Stadt Duisburg hat sich auf Aufforderung des
Oberverwaltungsgerichtes Münster (OVG) vom 30.01.26
nicht zu den Kritikpunkten des BUND und der
Bürgerinitiative geäußert - OVG setzt der Stadt
Duisburg nach 8 Monaten des Schweigens eine Frist -
BUND freut sich, dass dem OVG der Geduldsfaden gerissen
ist und die Stadt nun reagieren muss
Duisburg,
14. August 2026 - Der BUND NRW und die Bürgerinitiative
Naturerhalt Rahmerbuschfeld hatten in einem Eilverfahren
vor dem Oberverwaltungsbericht Münster (OVG) versucht,
den im Januar 2025 seitens der Stadt Duisburg bekannt
gemachten Bebauungsplan zu stoppen. Und sie hatten
Erfolg. Im Dezember 2025 verfügte das OVG einen
vorläufigen Baustopp bis zum Urteil im
Hauptsacheverfahren.
Das Hauptsacheverfahren
(Normenkontrollverfahren) strengte der BUND NRW
daraufhin im Januar 2026 vor Gericht mit dem Ziel an,
die Bebauung auch endgültig zu verhindern.
Daraufhin forderte das OVG die Stadt Duisburg am 30.
Januar 2026 zur Stellungnahme der vom BUND NRW an die
Stadt erstellte 100-seitige Mängelrüge auf. Dem ist die
Stadt bisher nicht nachgekommen. Das OVG sah sich jetzt
genötigt, die Stadt Duisburg an diese Aufforderung zu
erinnern und setzte ihnen eine Frist bis 10. September
2026.
Kerstin Ciesla, Sprecherin der Kreisgruppe
Duisburg des BUND, wundert sich nicht über diese
ausbleibende Reaktion der Stadt und führt aus: „Fragen
von Mitgliedern des Planungsausschusses und des
Umweltausschusses zur Ursache des Baustopps sowie zum
weiteren Vorgehen blieben größtenteils unbeantwortet.
Mündlich hatte die Stadt auf die Komplexität des
Verfahrens verwiesen, ohne die Fragen konkret zu
beantworten. Ich freue mich, dass dem OVG nun der
Geduldsfaden gerissen ist und die Stadt nicht länger
untätig sein kann“.
Für den BUND und die
Bürgerinitiative Naturerhalt Rahmerbuschfeld spricht
vieles dafür, dass die Stadt um die großen Mängel dieses
Bebauungsplanes weiß. „Es ist aus unserer Sicht nun mal
nicht alles „heilbar“ an diesem Bebauungsplan. Daher ist
die Frage nimmt die Stadt den Bebauungsplan zurück? Will
die Stadt den Bebauungsplan heilen und wenn ja, wann?
Oder arbeitet die Stadt schon an einem neuen
Bebauungsplan? Aber der erste Schritt ist nun mal die
Reaktion auf die Punkte des OVG. Wir sind gespannt“, so
Ciesla.
Annette Rempe, Mitglied der
Bürgerinitiative Naturerhalt Rahmerbuschfeld, dankt
erneut Allen, die es durch ihre Spenden überhaupt erst
möglich gemacht haben, eine unparteiische gerichtliche
Klärung der strittigen Fragen herbeizuführen. Die
Besonderheit in Rahm sei die Nähe zur Natur, wo gerade
jetzt in diesen heißen Tagen die Landschaft aus offener
Weide und Wald für Mensch und Tier das Klima besser
ertragen ließe. Duisburg sollte viel mehr Wert auf die
Natur legen!
Gerade die vielen Bauprojekte in
den gewachsenen innerörtlichen Lagen, wie jetzt das
Bauprojekt um die ehemalige Kirche in Ungelsheim zeigen,
wie man naturnah wohnen kann, ohne weiter Landschaft zu
verbrauchen.
Der BUND betont abschließend, dass
die Fristsetzung für die Stadt durch das OVG Münster
sicher nicht zufällig zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt
sei. Schließlich sei jetzt das Urteil in einem
Parallelverfahren, der Klage gegen den Regionalplan
Ruhr, veröffentlicht worden. Dort mache das Gericht
in Münster für Alle klar, dass gerade der Wert der Natur
in der Abwägung angemessen berücksichtigt werden müsse
und nicht automatisch hinter anderen Belangen, sei es
Kiesabbau oder Wohnungs- und Gewerbebau zurückzustehen
habe.
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Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Straße -
10. CASTOR-Transport über die A42 wird vom BUND in
Duisburg beobachtet
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Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn
• BUND Duisburg hält Mahnwache (22.07. ab 22:30
zum 10. CASTOR-Transport) ab
• Wöchentlich 2 Transporte über die A42 mitten
durch Duisburg
Duisburg, 21. JUli 2026 - Nach
einer längeren Pause, sind nun in den letzten zwei
Wochen jeweils 2 CASTOR-Transporte von Jülich nach Ahaus
erfolgt. Das Klageverfahren gegen die Transporte aus
Sicherheitsgründen des BUND NRW ist immer noch vor
Gericht anhängig und es ist nicht klar, wann sich das
Gericht hiermit beschäftigen wird.
Jeder
Transport geht über die A42, also mitten durch Duisburg
und Mitten durch dichte Wohnbebauung. Die Transporte
finden in der Regel in der Nacht von Dienstag auf
Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag statt.
In Duisburg sind die Transporte in der Regel gegen
Mitternacht. Auch in dieser Woche gehen die
Anti-Atominitiativen und der BUND Duisburg von diesen
beiden Terminen aus. Es handelt sich dann um den 9ten
und 10ten Transport von insgesamt 152.
"Nachteulen, sind herzlich eingeladen zur genehmigten
Mahnwache an die Rheindeichstraße in Baerl am Fuße des
Fahrradwegs hinauf zur A42 Brücke zur Beobachtung des
10. Transports am Mittwoch 22.07. ab 22:30 Uhr zu
kommen.
Eigentlich war die Mahnwache auf der
Brücke angemeldet, da der Fußweg wahrlich breit genug
ist und der Transport ja auf der gegenüberliegenden
Seite der Brücke stattfindet, aber dazu war die Polizei
Münster, die für alle Mahnwachen und Demonstrationen zu
CASTOR-Transporten Zuständig sind, nicht bereit."
informiert Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND
Duisburg.

Genehmigt ist nun eine Mahnwache an den
Koordinaten: 51.480264, 6.673117 (Auf der Karte, Ort A)
und sobald der Castor kommt, wird die Mahnwache mit
Polizeigeleit auf die Autobahnbrücke zur Beobachtung
gehen. (Ort B) Karte aus der Genehmigung der Mahnwache
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Atommülltransporte
durch Duisburg und Moers
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BUND
ruft zur Mahnwache auf Hochradiaktiver Atommüll gehört
nicht auf die Autobahn - Mahnwache zur
CASTOR-Transport-Beobachtung Duisburg/Moers,
23. März 2026 - Die seit langem drohenden
Transporte von hochradioaktivem Atommüll aus Jülich nach
Ahaus stehen unmittelbar bevor. Der Bund für Umwelt- und
Naturschutz Deutschland (BUND) geht davon aus, dass
diese in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auch über
Duisburger und Moerser Stadtgebiet rollen werden. Die
Umweltorganisation ruft in der Nähe der Autobahnbrücke
der A42 am Dienstag ab 20.00 Uhr zu einer Mahnwache
auf.
Nachdem der Eilantrag des BUND zur
Verhinderung der Atommülltransporte vom
Oberverwaltungsgericht Brandenburg abschlägig beschieden
wurde, gibt es zunächst grünes Licht für die
Castortransporte. Die Entscheidung im Hauptverfahren
steht zwar noch aus, aber trotzdem ist mit dem Beginn
der Transporte ist nun am Dienstag, dem 24.3. zu
rechnen. Auch zur Frage der bislang als Geheimsache
eingestufte Transportstrecke ist inzwischen klar, dass
diese über Moerser und Duisburger Stadtgebiet rollen
werden.
Dabei wird die Transportstrecke für die
130 Tonnen schweren Transportfahrzeuge über die Baerler
Brücke der A 42 führen. Dies gilt als gesichert, weil
erst vor wenigen Tagen vom Bundesverkehrsministerium
eine Drohenflugverbotszone entlang einer möglichen
Strecke ausgewiesen wurde, die eben auch diese Brücke
betrifft.
Kerstin Ciesla, stellvertretende
Landesvorsitzende des BUND und Sprecherin der
Kreisgruppe Duisburg erläutert: "Wir halten es für
unverantwortlich, diese Transporte durchzuführen -
besonders in diesen unsicheren Zeiten und über kaum zu
schützende Autobahnen. Dieser Atommüll gehört nicht auf
die Autobahnen oder in ein unsicheres Zwischenlager in
Ahaus. Der Atommüll soll in Jülich bleiben, auch wenn
das bedeutet, dort ein neues Lager zu errichten."
Michael Zerkübel, BUND Moers ergänzt: "Wir haben im
vergangen Sommer hilflos zusehen müssen, wie Drohen die
deutsche Flughäfen lahmgelegt haben. Wer garantiert,
dass dies jetzt nicht über der Transportstrecke
auftauchen?!"
Mit der angekündigten und
polizeilich genehmigten Mahnwache möchte der BUND die
Menschen in der Region sensibilisieren, denn es drohen
noch Dutzende weitere solcher Transporte. Diese beginnt
um 20.00 Uhr auf dem Pendlerparkplatz Hegentweg, Ecke
Rheindeichstrasse und wird enden, nachdem der
Castortransport die Brücke passiert hat, spätestens aber
in der Nacht zum Mittwoch um 4.00.
Aufgrund des
begrenzten Parkraums werden die Teilnehmer*innen
gebeten, Parkmöglichkeiten in näheren Umfeld, z.B.
Kohlenhuckstrasse zu nutzen und zu Fuß zum
Veranstaltungsgelände zu kommen.
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BUND Duisburg: 10 weitere
Storchennisthilfen in der Rheinaue Walsum
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Duisburg, 24.
Februar 2026 - Seit 2010 gibt es Jahr für Jahr junge
Störche in der Rheinaue Walsum zu beobachten. Das
Nahrungsangebot ist reichlich vorhanden, der Ort ist
optimal für Störche.

"In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde hat der
BUND Duisburg seit den Nuller Jahren kontinuierlich neue
Storchenmasten mit Körben finanziert und aufgestellt, um
somit das Angebot zum Nisten von Storchenpaaren zu
schaffen. Ohne diese vom BUND aus Spendenmitteln
finanzierten Storchennisthilfen gäbe es keinen
Storchennachwuchs in der in der Rheinaue Walsum. Dies
alles haben wir unsere erfolgreichen und kompetenten
Rheinauen Gruppe mit Ehrenamtlichen zu verdanken, die
sich kontinuierlich im Gebiet aktiv für den Natur und
Artenschutz einsetzen", teilte Kerstin Ciesla,
Vorsitzende des BUND Duisburg mit.
Im Jahr 2025
gab es 11 Storchenbrutpaare und auch aktuell befinden
sich bereits 5 frühe Paare in der Rheinaue, die sich
nach einem Ort für Ihre Aufzucht umsehen. In den letzten
Jahren hat der BUND Duisburg sowohl neue Masten
aufstellen lassen, als auch, wie in anderen Ländern
üblich, zusätzliche Körbe an vorhandenen Masten
anbringen lassen.
All dies wurde so gut
angenommen, dass so manches zusätzliche Paar weiter
ziehen musste, weil bereits die Nistplätze belegt waren.
Am 25.02. und 26.02. werden 10 weitere
Storchennisthilfen in der Rheinaue Walsum geschaffen.
Hier werden vorhanden Masten in Absprache mit Netze
Duisburg genutzt, so dass keine zusätzlichen Masten
aufgestellt werden müssen.
Der BUND dankt Allen
die durch Ihre Mitgliedschaft oder Ihre Spende, die
Finanzierung ermöglichen und ist gespannt, wie viele
Brutpaare in diesem Jahr in Der Rheinaue zu beobachten
sein werden.
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Zum
Erhalt des Rahmerbuschfelds wird weiter geklagt
Umfangreiche Mängelrüge der Stadt zugestellt
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Normenkontrollantrag beim
Oberverwaltungsgericht Münster gestellt
Duisburg, 3. Februar 2025 - Als im Dezember 2025 das
Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) dem Antrag auf
sofortigen Stopp des Bebauungsplanes Rahmerbuschfeld
stattgab, war die Freude beim BUND und bei der
Bürgerinitiative Naturerhalt Rahmerbuschfeld groß.
Das OVG hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
die Umweltbelange durch die Planung eines
Einfamilienhausgebietes mit großflächigem Supermarkt
erheblich beeinträchtigt würden. Das Gericht hat
außerdem elementare handwerkliche Planungsfehler
festgestellt, so dass bereits in der Überprüfung im
Eilverfahren klar war, dass der Bebauungsplan als
unwirksam anzusehen ist und deshalb nicht vollzogen
werden darf.

Das Rahmer Buschfel nördlich des
Venenhofes entlang der Angermunder Straße

Der Ventenhof 2021 - BZ-Fotos haje
Diese Fehler
hätten jeden Bebauungsplan zu Fall gebracht, auch wenn
kein Umweltverband sich besonders für die Umweltbelange
stark gemacht hätte, teilt der BUND mit.
Ziel
des BUND und der Bürgerinitiative Naturerhalt
Rahmerbuschfeld ist aber natürlich die Natur und die
Umwelt dauerhaft zu erhalten und zu verbessern. Um
dieses Ziel zu erreichen, schreibt das Baugesetzbuch
vor, dass zunächst bei der Kommune eine Mängelrüge
eingereicht wird, dies ist fristgerecht am 29.01.2026
geschehen. Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND
Duisburg: „Unser Ziel ist es, dass die Stadt Duisburg
diese völlig aus der Zeit gefallene Planung für den
großflächige Supermarkt und die Bebauung für Wohlhabende
zu Lasten der dringend benötigten und erhaltenswerten
Natur aufgibt. Stattdessen fordern wir die Stadt
Duisburg auf, das Rahmerbuschfeld wieder erneut unter
Landschaftsschutz mit klaren Entwicklungszielen Richtung
FFH- Gebiet „Überanger Mark“, insbesondere als
Pufferzone im Rahmen der Maßnahmenplanung FFH-Gebiet, zu
stellen und für künftige Generationen zu erhalten.
Duisburg braucht bezahlbare Wohnungen in einer
durchgrünten Stadt, aber nicht noch mehr
Einfamilienhaussiedlungen im Duisburger Süden, der nun,
wie schon der Duisburger Norden, zubetoniert wird.“
Das OVG überprüft nun im Rahmen der ebenfalls
eingereichten Normenkontrollklage, ob der Bebauungsplan
Rahmerbuschfeld auch auf Dauer unwirksam ist. Der BUND
führt gegen die Bebauung zum Beispiel die intakten
Böden, die große CO2-Speicherfähigkeit, die Rolle als
Kaltluftproduzent für Mensch und Natur, die Funktion als
Lebensraum für sehr viele Tierarten, darunter auch
einige streng geschützten Arten und last but not least,
die Schutzfunktion für das angrenzende europarechtlich
geschützte Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Überanger Mark“
an.

„Dazu kommen“, so Annette Rempe von der Bürgerinitiative
Naturerhalt Rahmerbuschfeld, „so elementare Sorgen, wie
die extrem hohe Anfälligkeit Duisburgs aufgrund des
Klimawandels für extreme Starkregenereignisse, die
ohnehin die bestehende Bebauung im östlichen Teil Rahms
mit Überschwemmungen bedrohen, die aber mit einer
weiteren Versiegelung des Freiraums mit immer höherer
Wahrscheinlichkeit bedroht sind.“

Der BUND betont auch, dass der geplante großflächige
Supermarkt normalerweise aufgrund seiner Lärm- und
Verkehrsbelastung für die Umgebung nur in Gewerbe- oder
städtischen Kerngebieten erlaubt sei, hier aber in die
freie Natur gesetzt werde und das ohne Not, da es im
Umkreis von 1,5 bis 2,5 km gleich fünf solch
großflächige Supermärkte gibt, die auch bisher schon
Rahm gut versorgen.
Zum Schluss betonen Frau
Kerstin Ciesla BUND und Frau Annette Rempe von der
Bürgerinitiative Naturerhalt Rahmerbuschfeld, dass der
Erfolg im Eilverfahren ohne die breite
Spendenbereitschaft, unmöglich gewesen wäre und bedanken
sich dafür, dass jetzt ein kleines Finanzpolster auch
für die Normenkontrollklage vorhanden ist. Beide
appellieren an die Spendenbereitschaft aller
Mitmenschen, die sich in Duisburg dafür einsetzen
wollen, dass intakter und sehr wichtiger Freiraum
erhalten bleibt, sich weiter mit Spenden zu beteiligen.
Weitere Spendeninformationen erhalten Sie unter:
www.naturerhalt-rahmerbuschfeld.de
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Aktiver Naturschutz - Kopfbaumschnitt Rheinaue Walsum -
helfende Hände am 24.Januar und 7. Februar willkommen
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Duisburg, 20.
Januar 2026 - Seit
Jahrzehnten pflegt der BUND Duisburg ehrenamtlich
Kopfbäume in der Rheinaue Walsum und auch in diesem
Winter warten erneut Bäume auf den Schnitt, um auch im
nächsten Frühjahr wieder als attraktive Schlaf- und
Kinderzimmer für heimische Vögel zu dienen.
Neben den vorhandenen Experten, die in Schutzkleidung
mit der Motorsäge auf die Bäume steigen, werden
Helfer*innen benötigt, welche die geschnittenen Äste
einsammeln, wegtragen und aufschichten um so neue
Brutplätze und Verstecke für einheimische Tierarten zu
schaffen.
Also Tätigkeiten, die ohne
Vorkenntnisse durchgeführt werden können. Unter dem
Motto: "Aktiver Naturschutz ersetzt an der frischen Luft
den Besuch der Mucki-Bude", freuen sich die BUND
Mitglieder über helfende Hände. Voraussetzung für die
Unterstützung ist, dass keine Hunde mitgebracht werden,
da mitten im Naturschutzgebiet gearbeitet wird.
Ansonsten braucht es nur warme Kleidung, festes
Schuhwerk, Arbeitshandschuhe und gute Laune. Sollte
Interesse an Weidenruten für Kitas oder Schulen
bestehen, bittet der BUND um vorherige Meldung unter:
info@bund-duisburg.de werden, da nicht bei jedem
Termin Weiden geschnitten werden. Termine: Samstag
24.01. / 07.02. Treffpunkt 10:00 Uhr Parkplatz
Kaiserstraße Ecke Kleine Wardtstraße an der Rheinaue
Walsum
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BUND und CASTOR-Transporte
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Duisburg, 16.
Januar 2026 - Informations- und Diskussionsveranstaltung
des BUND Duisburg zu den drohenden CASTOR-Transporten
von Jülich nach Ahaus - eine der möglichen
Alternativstrecken geht über die A42 durch Duisburg
Wann: 22.01. 18:30 Uhr. Wo: Stapeltor (Stapeltor 6,
47051 Duisburg.
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BUND stoppt vorerst
Bebauung im Rahmerbuschfeld |
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Duisburg, 19.
Dezember 2025 - Das OVG Münster bestätigt einen
Eilantrag des BUND und erklärt den Bebauungsplan
„Rahmerbuschfeld“ für unwirksam.
- Gericht setzt
Bebauungsplan zunächst außer Vollzug - Naturnahe
Freifläche mit hoher Artenvielfalt bleibt vorerst
unbebaut - Überprüfung der Rechtmäßigkeit von den
Verordnungen, Normenkontrollverfahren der nächste
Schritt
Münster/Duisburg | Das Rahmerbuschfeld
ist eine der wenigen naturnahen Flächen in Duisburg ohne
industrielle Vornutzung. Dem Einsatz der Duisburger
Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) und der Bürgerinitiative Naturerhalt
Rahmerbuschfeld ist es zu verdanken, dass die Natur dort
vorerst erhalten bleibt. Nach der Zustimmung des
städtischen Rats sollte auf dieser Fläche nämlich ein
Neubaugebiet mit 83 Häusern und Wohnungen nebst einem
großen Supermarkt entstehen.
Deshalb hatte der
nordrhein-westfälische Landesverband des BUND bereits im
März vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster Klage
gegen die geplante Bebauung eingelegt. Mit Erfolg: Das
Gericht hat den Bebauungsplan im Wege einer
einstweiligen Anordnung zunächst außer Vollzug gesetzt.
Kerstin Ciesla, stellvertr. Landesvorsitzende und
Vorsitzende des BUND Duisburg: „Das OVG hat mit dem
Beschluss bestätigt, dass der Bebauungsplan fehlerhaft
und rechtswidrig ist. Mit dem nicht anfechtbaren Urteil
will das OVG verhindern, dass Fakten geschaffen und die
Natur zerstört wird. Dieses Urteil ist nicht nur ein
Teilerfolg für uns und die Bürgerinitiative Naturerhalt
Rahmerbuschfeld, mit der wir gemeinsam für den
Flächenerhalt in Duisburg kämpfen, sondern auch ein
wichtiges Weihnachtsgeschenk für Mensch und Natur in
Duisburg.“
Das Gericht erklärt den Bebauungsplan
nach einer Prüfung für unwirksam. Die Richter stellten
nicht nur einen Bekanntmachungsmangel fest, sondern
äußerten auch Zweifel an der Wirksamkeit mehrerer
Festsetzungen, zum Beispiel die Pläne für
Immissionsschutz. Zudem macht das Gericht mit Verweis
auf den Umweltbericht deutlich, dass eine Bebauung nach
diesen Plänen Natur, Arten, Klima und Fläche erheblich
beeinträchtigen würde. Damit noch keine Fakten
geschaffen werden, verfügt das Gericht einen Baustopp.
Das Rahmerbuschfeld ist momentan landwirtschaftliche
Nutzfläche und wird von einem Gestüt genutzt, welches
bereits seit mehr als 300 Jahren dort angesiedelt ist.
Unmittelbar angrenzend ist das Düsseldorfer
Flora-Fauna-Habitat (FFH) Gebiet Überanger Mark, ein
bedeutender Wald. Für das FFH Gebiet ist das
Rahmerbuschfeld eine Pufferzone und macht es daher zu
einem einzigartigen Biotop und einem Zuhause für viele
gefährdete Tierarten wie die Schleiereule oder diverse
Fledermäuse sowie verschiedene Insekten- und
Pflanzenarten.
Doch noch ist die Fläche nicht
abschließend gesichert: „Der Baustopp hat nur Bestand,
wenn wir bis Ende Januar auch die Normenkontrollklage
einreichen. Hierfür bedarf es nicht nur Zeit und Arbeit,
sondern auch finanzieller Unterstützung, damit wir
unsere Fachanwälte mit der Mängelrüge und
Klageeinreichung befassen können“, sagt Ciesla. Die
Bürgerinitiative Naturerhalt Rahmerbuschfeld und der
BUND Duisburg hoffen, dass sich die Menschen auch
weiterhin für den Naturerhalt vor der Haustüre einsetzen
und die gemeinsame Anstrengung zur kompletten
Verhinderung der Bebauung unterstützen.
Annette
Rempe von der Bürgerinitiative Naturerhalt
Rahmerbuschfeld macht darauf aufmerksam, dass alle Infos
inklusive den Daten für das Spendenkonto auf der
Internetseite: www.naturerhalt-rahmerbuschfeld.de zu
finden sind. Der bisherige Erfolg wäre ohne die Spenden
vieler Menschen nicht möglich gewesen.

Die mögliche Bebauung mit Nahversorgung, die von Architekt Dieter Düster und
der SPD Großenbaum/Rahm am 6. November 2019 vorgestellt wurde

Planungsdezernent Martin
Linne machte damals deutlich, dass seit 1999 im
Planungsrecht durch die Landesregierung per
Gebietsentwicklungsplan und dem Regionalplan Ruhr die
Wohnbaureserven klar ausgewiesen worden sind. Ab 2007
wurde mit den Bürgern in einer unglaublich intensiven
Aktion der Flächennutzungsplan 2027 diskutiert und 2014
verabschiedet, in dem sind umfassend die Wohnbaureserven
ausgewiesen. Ab 2015 wurde dies auch vom Rat der Stadt
beschlossen.
Die nun angedachte Fläche bietet das Mindestmaß für
Unternehmen wie Rewe oder Edeka, die ansonsten mit 2000
oder 2500 Quadratmeter an Verkaufsfläche operieren. Seit
2017 gibt es den Aufstellungsbeschluss und den
Flächennutzungsplan für gefährdete
Nahversorgungsbereiche.
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Deponie Lohmannsheide in Duisburg darf vorerst nicht
errichtet werden |
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Münster/Duisburg, 19. Dezember 2025 -
Der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung
Düsseldorf für die Errichtung und den Betrieb der
Deponie Lohmannsheide in Duisburg-Baerl ist
voraussichtlich rechtswidrig. Dies hat das
Oberverwaltungsgericht heute festgestellt und den Antrag
der Vorhabenträgerin, die sofortige Vollziehung des
Planfeststellungsbeschlusses vom 20.06.2024 anzuordnen,
abgelehnt.
Die Deponie soll auf dem
Haldenplateau der bestehenden Bergehalde Lohmannsheide
errichtet werden. Aufgrund der Beendigung des
Steinkohlebergbaus wird die Halde nicht mehr zur
Ablagerung von Bergematerial benötigt. Eine Errichtung
der Deponie ist derzeit nicht möglich, weil mehrere
Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss erhoben
worden sind, unter anderem von einem Umweltverband.
Die Vorhabenträgerin hat daher bei dem
Oberverwaltungsgericht beantragt, die sofortige
Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses anzuordnen,
um mit einer Ausführung des Vorhabens bereits vor einer
rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung über die
erhobenen Klagen beginnen zu können.
Zur
Begründung seiner ablehnenden Entscheidung hat der 20.
Senat des Oberverwaltungsgerichts im Wesentlichen
ausgeführt: Der Planfeststellungsbeschluss
der Bezirksregierung Düsseldorf ist nach vorläufiger
Einschätzung im Eilverfahren rechtswidrig und darf nicht
umgesetzt werden. Zunächst muss durch den
Haldenbetreiber der bergrechtlich erforderliche
Abschlussbetriebsplan für die Bergehalde aufgestellt und
durch die Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger
Berg- und Bodenschutzbehörde zugelassen werden, aus dem
hervorgeht, dass die Haldenoberfläche anderweitig
genutzt werden kann.
Dabei ist von der
Bezirksregierung Arnsberg auch zu prüfen, ob von der
Bergehalde Gefahren für das Grundwasser ausgehen, die
einer möglichen Anschlussnutzung entgegenstehen.
Die Zulassung des Deponievorhabens durch die
Bezirksregierung Düsseldorf kann die bergrechtlich
erforderliche Prüfung durch die Bezirksregierung
Arnsberg nicht ersetzen. Unabhängig davon hat die
Bezirksregierung Düsseldorf auch selbst nicht im
erforderlichen Umfang untersucht, ob der Standort für
eine Deponienutzung geeignet ist oder die festgestellte
Grundwasserbelastung Sanierungsmaßnahmen erfordert, die
mit der Errichtung der Deponie nicht zu vereinbaren
sind.
Diese Mängel stehen einer Vollziehung des
Planfeststellungsbeschlusses jedenfalls derzeit
entgegen. Der Beschluss ist unanfechtbar.
Aktenzeichen: 20 B 358/25.AK
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