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Stromerzeugung im 1. Quartal 2026 mit über 53 % aus erneuerbaren Quellen
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 9. Juni 2026 - Im 1. Quartal 2026 wurden in Deutschland 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert und in das Stromnetz eingespeist.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 6,0 % mehr Strom als im 1. Quartal 2025 (119,5 Milliarden Kilowattstunden). Mehr als die Hälfte des inländisch erzeugten Stroms (53,3 %) stammte aus erneuerbaren Energieträgern. Insgesamt stieg die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen gegenüber dem Vorjahresquartal um 13,9 % auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden. Im 1. Quartal 2025 hatte der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen bei 49,6 % gelegen. Demgegenüber sank die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,8 % auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 46,7 % an der gesamten inländischen Stromproduktion (1. Quartal 2025: 50,4 %).

• Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt um 13,9 %, konventionelle Stromerzeugung sinkt um 1,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal
• Insgesamt 6,0 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im Vorjahresquartal
• Stromexporte steigen um 20,4 %, Stromimporte sinken um 15,5 % – Deutschland damit erstmals seit dem 4. Quartal 2023 wieder Netto-Exporteur von Strom

 

Energiepreise wie in früheren Krisen stark gestiegen
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 4. Mai 2026 - Die aktuellen Preissteigerungen für Energieprodukte im Vorjahresvergleich sind teilweise ähnlich hoch wie in früheren Ölkrisen und Weltwirtschaftskrisen.
Unmittelbar nach Beginn des Kriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren fielen sie jedoch deutlich stärker aus. Das zeigt eine vergleichende Betrachtung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Entwicklung der Preise für Erdöl und daraus raffinierte Mineralölprodukte sowie für Erdgas in den vergangenen 50 Jahren und auf verschiedenen Wirtschaftsstufen.

Im März 2026 zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher an Tankstellen in Deutschland durchschnittlich 17,3 % mehr für Superbenzin und 29,7 % mehr für Diesel als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe insgesamt waren 20,0 % teurer. Die Verbraucherpreise für leichtes Heizöl stiegen um 44,4 % gegenüber März 2025.

• Kraftstoffe an Tankstellen im März 2026 um 20,0 % teurer als ein Jahr zuvor, leichtes Heizöl um 44,4 % teurer
• Importpreise für Erdöl im März 24,6 % höher als ein Jahr zuvor
• Nahost-Krieg wirkt sich aktuell wegen hohem Ausgangsniveau der Energiepreise weniger deutlich aus als Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022