Politik Bund und mehr Sonderseiten
  •  BZ-Sitemap  
 

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial 2025: 1,7 Millionen Erwerbslose und 3,2 Millionen Personen in Stiller Reserve

Wiesbaden/Duisburg, 6. Mai 2026 - Im Jahr 2025 wünschten sich in Deutschland fast 4,9 Millionen Nichterwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit, das waren gut 240 000 Personen oder 5,2 % mehr als im Vorjahr.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt, setzte sich das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial bei Nichterwerbstätigen aus knapp 1,7 Millionen Erwerbslosen und gut 3,2 Millionen Menschen in Stiller Reserve zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um 170 000 (+11,3 %) und die Zahl der Personen in Stiller Reserve um 70 000 (+2,3 %).

• Insgesamt fast 4,9 Millionen Nichterwerbstätige mit Arbeitswunsch im Alter von 15 bis 74 Jahren und damit gut 240 000 Personen mehr als im Vorjahr
• Ein Großteil der Erwerbslosen und der Personen in Stiller Reserve verfügt über ein mittleres oder hohes Qualifikationsniveau
• In der Stillen Reserve sind bei Frauen Betreuungspflichten ein Hauptgrund für Inaktivität am Arbeitsmarkt, bei Männern gesundheitliche Einschränkungen

 

Arbeitsmarkt zeigt sich trotz schwieriger Lage stabil
Im März 2026 waren
3,021 Millionen Menschen arbeitslos
Bundesarbeitsministerium

Wiesbaden/Duisburg, 31. März 2026 - Im März 2026 waren insgesamt 3,021 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 49.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent und ist damit gegenüber Februar um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die Frühjahrsbelebung zeigt sich damit zwar am Arbeitsmarkt, fällt in diesem Jahr aber verhalten aus. Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil.

Gleichzeitig ist die Lage herausfordernd. Internationale Unsicherheiten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Unternehmen bleiben in der Folge bei Neueinstellungen zurückhaltend. Gerade für arbeitslose Menschen ist die Aufnahme einer Beschäftigung daher weiterhin schwierig. Zugleich bleibt das Risiko, aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden, im langjährigen Vergleich niedrig.
Die Beschäftigung in Deutschland wird weiterhin durch Zuwanderung und erfolgreiche Arbeitsmarktintegration gestützt. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsangehörigen würde die Zahl der Beschäftigten schon seit längerem sinken.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, auch durch weitere internationale Unsicherheiten. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt gezielt gegensteuern. Mit dem Investitionspaket von 500 Milliarden Euro setzen wir einen starken Impuls für Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig unterstützen wir Betriebe und Beschäftigte im Wandel mit Qualifizierung, Weiterbildung und Instrumenten, die direkte Übergänge in neue Arbeit erleichtern.
Wir sehen in diesen Wochen noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt.
Dabei zeigt sich: Das Interesse junger Menschen an einer Ausbildung ist zuletzt leicht gestiegen. Ich möchte die Betriebe ausdrücklich ermutigen, diese Phase zu nutzen und jetzt in Ausbildung zu investieren. Eine Ausbildung eröffnet jungen Menschen klare Perspektiven für ihren weiteren Weg. Für die Betriebe gilt: Wer heute ausbildet, sichert sich die Fachkräfte von morgen.“