|
|
|
Psychische Erkrankungen
2024 die Ursache für 18,9 % der
Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen
Destatis
|
|
Wiesbaden/Duisburg, 1. April 2026 - Psychische
Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren im Jahr
2024 die häufigste Ursache für stationäre
Krankenhausbehandlungen von Kindern und
Jugendlichen. Gut 116 300 der rund 615 300
Krankenhauspatientinnen und - patienten im Alter von
10 bis 19 Jahren wurden aufgrund von psychischen
Erkrankungen und Verhaltensstörungen stationär
behandelt.
Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) zum Weltgesundheitstag am 7. April
mitteilt, entsprach das knapp einem Fünftel (18,9 %)
aller Krankenhausbehandlungen in dieser
Altersgruppe. Zum Vergleich: Unter allen
Krankenhauspatientinnen und - patienten machte die
Diagnose knapp 1,1 Millionen oder 5,9 % der
insgesamt gut 17,9 Millionen Behandlungen aus.
• Psychische Erkrankungen und
Verhaltensstörungen sind die häufigste Ursache für
stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und
Jugendlichen • Zahl der wegen psychischen
Erkrankungen stationär behandelten Kinder und
Jugendlichen gegenüber Vorjahr um 3,4 % gestiegen
• Depressionen sind über alle Altersgruppen
hinweg häufigste Diagnose für stationäre
Behandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen
|
|
Zahl der Entbindungskliniken
deutlich zurückgegangen
Destatis
|
|
Wiesbaden/Duisburg, 17. März 2026 - Die Zahl der
Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hierzulande
hat sich seit der deutschen Vereinigung halbiert.
Gab es im Jahr 1991 noch 1 186 Krankenhäuser, in
denen Kinder entbunden wurden, waren es 2024 noch
578 – ein Rückgang um 51,3 %, wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die Zahl der
Geburten war 2024 um 18,4 % niedriger als 1991. Mit
dem Rückgang der Entbindungskliniken einher ging
auch die Schließung von entsprechenden
Fachabteilungen für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe. Deren Zahl nahm von 1 275 im Jahr 1991
auf 758 im Jahr 2024 ab – ein Rückgang um 40,5 %.
Darunter fallen auch Fachabteilungen zur
Frauenheilkunde, in denen keine Entbindungen
stattfanden.
• Auch Zahl der Fachabteilungen
für Frauenheilkunde und Geburtshilfe deutlich
zurückgegangen: um 40,5 % von 1 275 im Jahr 1991 auf
758 im Jahr 2024 • Neuer Krankenhausatlas zeigt
regionale Erreichbarkeit von (Fach-)Kliniken
|
|
Gesundheit von Frauen:
Krankenhausbehandlungen wegen Endometriose in zehn
Jahren um 50 % gestiegen
Destatis
|
|
Wiesbaden/Duisburg, 5. März 2026 - Am Weltfrauentag
stehen Gleichberechtigung und Rechte von Frauen im
Mittelpunkt – auch mit Blick auf die Gesundheit.
Betrachtet man häufige gynäkologische Erkrankungen
im Zeitvergleich, zeigen sich unterschiedliche
Entwicklungen bei den Krankenhausbehandlungen.
Die Zahl der stationären Behandlungen von
Endometriose in Deutschland ist binnen zehn Jahren
um 50,1 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt. Waren es im Jahr 2014 gut 25
100 Behandlungen, lag diese Zahl im Jahr 2024 bei
gut 37 700 Behandlungen. Grund für diesen hohen
Anstieg kann nicht nur ein höheres
Krankheitsaufkommen sein, sondern möglicherweise
auch ein verstärktes Bewusstsein für die Krankheit
bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Gut
neun von zehn Patientinnen (91,1 %), die 2024 mit
Endometriose im Krankenhaus behandelt wurden, waren
zwischen 20 und 49 Jahren alt. Andere häufige
gynäkologische Erkrankungen, die zu
Klinikaufenthalten führen können, sind Myome der
Gebärmutter und die Gebärmuttersenkung. Aufgrund
eines Myoms der Gebärmutter wurden 2024 gut 48 700
Frauen im Krankenhaus behandelt. Das waren 26,6 %
weniger als 2014 (66 300). Knapp die Hälfte der
Patientinnen (48,4 %) im Jahr 2024 war 40 bis 49
Jahre alt. Auch die Zahl der Behandlungen einer
Gebärmuttersenkung (Genitalprolaps) ist binnen zehn
Jahren zurückgegangen (-4,6 %): Von gut 48 300
Patientinnen im Jahr 2014 auf 46 100 im Jahr 2024.
Krankenhausbehandlungen aufgrund einer
Gebärmuttersenkung gab es vor allem bei älteren
Frauen: Knapp drei Viertel (72,6 %) der Patientinnen
waren älter als 60 Jahre.
• Im Vergleich zu
2014: Weniger stationäre Behandlungen im Jahr 2024
wegen eines Myoms der Gebärmutter (-27 %) und wegen
einer Gebärmuttersenkung (-5 %) • Häufigste
Gründe für Krankenhausaufenthalte 2024 bei Frauen:
Herzkrankheiten, Verletzungen und Vergiftungen sowie
Entbindungen • Todesursachen bei Frauen 2024: 35
% Herz-Kreislauferkrankungen, 21 % Krebs
|
|
|
|
|
|