Politik Bund und mehr Sonderseiten
  •  BZ-Sitemap  
 

Monetäre Sozialleistungen des Staates im Jahr 2025 um 5,9 % gestiegen
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 28. Mai 2026 - Der Staat hat im Jahr 2025 mehr für Geldleistungen zur Absicherung sozialer Risiken ausgegeben als im Vorjahr.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die monetären Sozialleistungen des Staates 2025 gegenüber 2024 um 5,9 % oder 41,7 Milliarden Euro auf 751,2 Milliarden Euro. Damit war der Anstieg im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt seit 1991 (+3,4 %) weiter überdurchschnittlich. Er fiel aber geringer aus als in den beiden Jahren zuvor (2024: +7,4 %; 2023: +6,9 %).
Bei den Angaben handelt es sich um die monetären Sozialleistungen des Staates in jeweiligen Preisen in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Da die Verbraucherpreise im Jahr 2025 deutlich schwächer stiegen (+2,2 %), ergibt sich auch real (preisbereinigt) ein Anstieg der monetären Sozialleistungen.

• Weiterhin überdurchschnittlicher Ausgaben-Anstieg im langfristigen Vergleich seit 1991, aber schwächer als in den beiden Vorjahren
• Deutlich mehr Ausgaben für Renten und Pensionen sowie für Arbeitslosengeld I und Berufsförderung, leichter Rückgang beim Bürgergeld

 

11,7 % der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in überbelegten Wohnungen
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 11. Mai 2026 - Die Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum wird für viele immer schwerer.
Das gilt vor allem für jene, die mehr Platz brauchen. 11,7 % der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in überbelegten Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Endergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) mitteilt.
Die Überbelegungsquote ist innerhalb von fünf Jahren kontinuierlich gestiegen: Im Jahr 2020 hatten noch 10,2 % der Menschen hierzulande in Wohnungen gelebt, die für die Zahl der Personen zu wenig Zimmer hatten.

• Besonders betroffen waren ausländische Erwachsene (30,8 %)
• Überbelegungsquote in Städten (16,9 %) dreimal so hoch wie in ländlichen Gebieten (5,5 %)

 

Elterngeld 2025: Trotz Geburtenrückgang Anteil der Eltern mit Elterngeld Plus auf Höchststand
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 16. April 2026 - Rund 1,61 Millionen Frauen und Männer in Deutschland haben im Jahr 2025 Elterngeld erhalten. Das waren rund 62 000 oder 3,7 % weniger als im Jahr 2024.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug im Vorjahresvergleich um 15 000 oder 3,4 % auf 417 000 zurück, die Zahl der leistungsbeziehenden Frauen um 47 000 oder 3,8 % auf 1,19 Millionen. Damit sank die Zahl der Elterngeldbeziehenden im vierten Jahr in Folge und lag 13,9 % niedriger als 2021.
Diese Entwicklung spiegelt auch den Rückgang der Geburten in den vergangenen Jahren wider.  

• 1,19 Millionen Frauen und 417 000 Männer bezogen 2025 Elterngeld; Väteranteil mit 25,9 % nahezu unverändert
• Anteil der Beziehenden von Elterngeld Plus mit 40,3 % auf neuem Höchststand
• Durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs 2025 bei Frauen mit 14,9 Monaten weiterhin deutlich länger als bei Männern mit 3,8 Monaten