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Stefan Blunier Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker
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Gemeinsame erfolgreiche Jahre –
Chefdirigent Vitali Alekseenok verabschiedet sich nach der
Saison 2026/27
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Düsseldorf/Duisburg, 12. März 2026 - Der Chefdirigent der
Deutschen Oper am Rhein, Vitali Alekseenok, wird sich nach
Erfüllung seiner Vertragslaufzeit ab der Spielzeit 2027/28
neuen Aufgaben zuwenden. Der 35-jährige Dirigent aus Belarus
war zur Spielzeit 2022/23 zunächst als Kapellmeister an die
Deutsche Oper am Rhein gekommen.
Nach nur einem Jahr in dieser Position wurde er zum Ersten
Kapellmeister und Stellvertretenden Generalmusikdirektor
berufen und unterschrieb zur Saison 2024/25, mit dem Weggang
von Generalmusikdirektor Axel Kober, einen Dreijahresvertrag
als Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein, der zur Saison
2027/28 endet.

Vitali Alekseenok (FOTO: Liliya Namisnyk)
Vitali Alekseenok: „Es war und ist mir eine große Freude, an
diesem wunderbaren Haus zu arbeiten und Teil eines Teams zu
sein, das in den vergangenen Jahren mit großem Engagement
viele spannende Projekte realisiert hat. Von Anfang an haben
wir eine gemeinsame künstlerische Sprache gefunden, die sich
in ganz unterschiedlichen musiktheatralen Arbeiten entfalten
konnte.
Ich bin sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit den
Düsseldorfer Symphonikern und den Duisburger Philharmonikern,
mit Chor, Solist*innen, dem Ballettensemble und dem gesamten
Team hinter den Kulissen. Auch wenn meine Zeit als
Chefdirigent in absehbarer Zeit zu Ende gehen wird und ich
mich neuen künstlerischen Erfahrungen und Herausforderungen
zuwenden möchte, wird die Deutsche Oper am Rhein für mich
immer ein besonderer Ort bleiben. Dem Haus und seinem
Publikum fühle ich mich auch zukünftig verbunden.“
„Wir dürfen uns überaus glücklich schätzen, mit Vitali
Alekseenok bis Ende der Saison 2026/27 einen herausragenden
Künstler in der wichtigen Position des Chefdirigenten an
unserer Seite zu haben, der für die Musik nicht nur brennt,
sondern sie auch exzellent vermittelt“, so der kommissarische
Künstlerische Leiter der Deutschen Oper am Rhein, Marwin
Wendt.
Am 12. April 2026 wird Vitali Alekseenok im Opernhaus
Düsseldorf die Premiere von Richard Strauss‘ Elektra in einer
Neuinszenierung von Stephan Kimmig dirigieren und das
Publikum zwei Wochen zuvor mit seinem Gesprächsformat Fokus
Musik durch die Opernpartitur führen. In der Spielzeit
2026/27 wird Vitali Alekseenok zwei hochkarätige
Opernpremieren und mehrere Wiederaufnahmen musikalisch
leiten. Das Programm der kommenden Saison wird am 12. Mai
2026 veröffentlicht.
Mit der künftigen Generalintendantin Ina Karr, die zur Saison
2027/28 die künstlerische Leitung der Deutschen Oper am Rhein
übernehmen wird, steht Vitali Alekseenok bereits in einem
ersten Austausch über mögliche künstlerische Perspektiven.
Sie sagt: „Vitali Alekseenok ist ein hervorragender Dirigent,
der derzeit wesentlich zum hohen musikalischen Niveau von
Ensemble und Orchester an der Deutschen Oper am Rhein
beiträgt. Ich schätze seine Arbeit sehr und freue mich auf
künftige Begegnungen und mögliche gemeinsame Projekte in den
kommenden Spielzeiten.“
An der Deutschen Oper am Rhein hat Vitali Alekseenok als
Chefdirigent die musikalische Leitung mehrerer
Opernproduktionen übernommen, darunter die Uraufführung von
Manfred Trojahns Septembersonate, Tschaikowskys Eugen Onegin,
Verdis Nabucco, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk und
die konzertante Opernaufführung von Beethovens Fidelio.
Feinfühlig begleitete er auch das Ballett am Rhein, u. a. mit
Tschaikowskys Der Nussknacker und Heiner Goebbels Surrogate
Cities. Innerhalb des großen Opernrepertoires stehen
Tschaikowskys Jungfrau von Orléans, Mozarts Zauberflöte sowie
Das Rheingold und Die Walküre von Richard Wagner beispielhaft
für das große Spektrum des Repertoires, das Vitali Alekseenok
in Düsseldorf und Duisburg zusammen mit den Düsseldorfer
Symphonikern, den Duisburger Philharmonikern, dem Ensemble
und Chor der Deutschen Oper am Rhein zur Aufführung brachte.
Neben seinem Engagement an der Deutschen Oper am Rhein ist
Vitali Alekseenok auch international als Opern- und
Konzertdirigent gefragt: Mit der Premiere von Boris Godunow
gab er im Herbst 2025 sein Debüt an der Opéra National de
Lyon; an der Semperoper Dresden dirigierte er die
Wiederaufnahme von Madama Butterfly.
Konzertdebüts
gab er in jüngster Vergangenheit mit der Dresdener
Philharmonie, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem
Orchestre National de Montpellier und dem Maggio Musicale
Florenz. Im Mai 2026 steht er erstmals am Pult der
Philharmonie Zuidnederland und der Wiener Symphoniker.
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Die Deutsche Oper am Rhein trauert
um Kammersänger und Ehrenmitglied Wolfgang Schmidt
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Düsseldorf/Duisburg, 18. Februar 2026 -
Mit großer Trauer hat die Deutsche Oper die Nachricht
aufgenommen, dass der Tenor Wolfgang Schmidt nach langer
Krankheit verstorben ist.
Wolfgang Schmidt war von 1988 bis 2021 Ensemblemitglied der
Deutschen Oper am Rhein. Hier, an seinem Stammhaus, begann
seine Weltkarriere, die ihn als einen der international
führenden Heldentenöre an alle großen Opernhäuser führte,
darunter die Mailänder Scala, die Staatsoper Wien, die MET in
New York, die Royal Opera Covent Garden, die Opernhäuser in
Paris, München, Tokio und San Francisco. Allein in Bayreuth
gastierte er zwischen 1994 und 2004 achtzehnmal als
Siegfried.

Wolfgang Schmidt im Jahr 2019 (FOTO: Deutsche Oper am Rhein)
Trotz dieses großen internationalen Erfolges ist Wolfgang
Schmidt der Deutschen Oper am Rhein als Ensemblemitglied treu
geblieben und hat dem Publikum in Düsseldorf und Duisburg
viele unvergessliche Abende beschert – in Rollen wie Otello,
als Florestan in „Fidelio“, Kalaf in „Turandot“, Max im
„Freischütz“ und in allen großen Wagner-Rollen. Er war
Siegmund und Siegfried im „Ring“, er war Lohengrin,
Tannhäuser, Parsifal, Tristan, Erik und Stolzing.
Zu seinem späteren Repertoire gehörten Partien wie Herodes in
„Salome“ und Aegisth in „Elektra“; er war eine großartige
Hexe in „Hänsel und Gretel“ und fügte seiner langen
Wagner-Liste zwei weitere wunderbare Rollen hinzu: Mime in
„Siegfried“ und Loge in „Das Rheingold“.
1996 wurde ihm der Titel des Kammersängers verliehen. Am 5.
Februar 2023 wurde er zum Ehrenmitglied der Deutschen Oper am
Rhein ernannt – eine Auszeichnung, die nicht nur die
außerordentliche Lebensleistung des Tenors würdigte, sondern
Wolfgang Schmidt auch nach seiner aktiven Zeit als Sänger die
besondere Wertschätzung des Hauses und des Ensembles
zuteilwerden ließ.

Wolfgang Schmidt erhält die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen
Oper am Rhein, überreicht von Christoph Meyer und Axel Kober
am 5. Februar 2023 nach einer Vorstellung von Richard Wagners
„Siegfried“ auf der Bühne des Düsseldorfer Opernhauses (FOTO:
Anne Orthen)
„Wir verlieren einen großen Künstler, ein bedeutendes
Ensemblemitglied und einen wunderbaren Kollegen, an den wir
uns immer mit großer Dankbarkeit erinnern werden“, so Marwin
Wendt, Künstlerischer Leiter der Deutschen Oper am Rhein. Dem
Andenken des großen Wagner-Sängers Wolfgang Schmidt wird das
Haus die Wiederaufnahmen von „Die Walküre“ am kommenden
Sonntag, dem 22. Februar in Duisburg und „Parsifal“ am
Samstag, dem 28. Februar in Düsseldorf widmen.
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Die blaue Sau: Superheld*innen auf
musikalischer Mission
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Die neue Familienoper von Anno
Schreier hat Premiere im Theater Duisburg
Duisburg, 18. Februar 2026 - Die blaue Sau: Superheld*innen
auf musikalischer Mission Die neue Familienoper von Anno
Schreier hat Premiere im Theater Duisburg
Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert eine neue Oper für
Kinder und Familien: Die blaue Sau heißt die Superheldenoper
von Anno Schreier, die nach ihrer Uraufführung im Theater
Bonn und im Rahmen der Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr am
Donnerstag, 12. März 2026, um 11.00 Uhr im Theater Duisburg
Premiere feiert. Sie erzählt von einem liebenswürdigen
Wesen – der blauen Sau: Das knuddelige Ding will niemandem
etwas Böses und ist doch bedroht.
Als vier Bösewichte im Schwebeland auftauchen, um die blaue
Sau zu entführen, braucht es mutige Kinder mit Superkräften,
die das verhindern. Tatsächlich spüren Hannah, Natan, Aziza
und Otto plötzlich, dass ihnen aus der Musik heraus ganz
besondere Kräfte erwachsen. Die Vier halten ab jetzt zusammen
und retten sogar die blaue Sau.

FOTO: Daniel Senzek
Unterhaltsam und trickreich unternimmt der Komponist Anno
Schreier einen 90-minütigen Streifzug durch alle Arten von
Musik, dem die neun Solist*innen, der Chor der Deutschen Oper
am Rhein und die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung
von Patrick Francis Chestnut nur allzu gerne folgen.
In der bunten Inszenierung von Yaroslavia Kalesidis,
empfohlen ab 8 Jahren, stehen bis zum 6. Mai 2026 fünf
Schulvorstellungen auf dem Programm – am Samstag, 28. März,
auch eine Familienvorstellung. Wer die blaue Sau schon vorher
kennen lernen möchte, ist am Samstag, 14. März, um 15.00 Uhr
zum Familiennachmittag ins Theater Duisburg eingeladen.
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Die Walküre von Richard Wagner im Theater Duisburg
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Ab 22. Februar 2026 erstmals unter
der Leitung von Chefdirigent Vitali Alekseenok
Duisburg, 12. Februar 2026 - Zusammen mit den Duisburger
Philharmonikern und profilierten Wagner-Interpret*innen setzt
Chefdirigent Vitali Alekseenok seine Arbeit an Richard
Wagners Ring des Nibelungen fort. Nach dem Auftakt mit Das
Rheingold in der vergangenen Spielzeit gibt er am Sonntag,
22. Februar 2026, um 17.00 Uhr im Theater Duisburg sein Debüt
mit dem zweiten Teil der Opernsaga: „Die Walküre“. Zwei
weitere Vorstellungen folgen am 8. März und 5. April.
„Dieses Werk bedeutet mir sehr viel. Und je turbulenter die
Zeiten, desto mehr Halt kann ich in der Walküre und im
Ring-Zyklus finden“, sagt Vitali Alekseenok über seinen
persönlichen Zugang zu Wagners komplexem Meisterwerk. „Es
gibt ja sehr viele Botschaften und Ideen im Ring des
Nibelungen, aber eine ist für mich vielleicht am wichtigsten,
und sie kommt in der Walküre zur Geltung: Liebe als
Gegenentwurf zur Macht. Gerade unter den aktuellen prekären
gesellschaftlichen Geschehnissen weltweit, wo so viel Hass
und Abgrenzung herrschen, ist sie meiner Meinung nach
besonders aktuell.“

Daniel Frank (Siegmund) und Sarah Ferede (Sieglinde). FOTO:
Hans Jörg Michel.
In der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf begeistert Die
Walküre seit 2018 als „packendes Gesamtkunstwerk“
(klassik.com) und „künstlerisch hochgelungener Opernabend“
(Die deutsche Bühne). Nun kehrt James Rutherford – die
Duisburger Premierenbesetzung – als Wotan auf die Bühne
zurück, wo er mit Allison Oakes als Brünnhilde, einer der
neun Walküren, den großen Konflikt zwischen Vater und Tochter
austrägt.
Die britische Sopranistin hat sich in maßgeblichen Rollen des
jugendlich-dramatischen Fachs etabliert und ist zum ersten
Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Genauso wie
Samuel Sakker (Siegmund) und Signe Heiberg (Sieglinde), die –
alternierend mit Sarah Ferede – ihr Rollendebüt gibt. Die
Partien von Fricka (ein Rollendebüt von Anna Harvey), Hunding
(Thorsten Grümbel) und den weiteren Walküren sind aus dem
Ensemble der Deutschen Oper am Rhein besetzt.
Fokus Musik – Die Walküre: Vitali Alekseenok lädt am Samstag,
21. Februar 2026, um 15.00 Uhr zu einer persönlichen
Einführung in Wagners Opernkosmos ein. Erzählend, erläuternd
und mit Hörbeispielen am Klavier führt er die Zuhörer*innen
mitten in die meisterhafte Opern-Partitur. Der Eintritt ist
frei.
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Grey Area – neuer Ballettabend feiert im Theater
Duisburg Premiere
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Duisburg, 12. Januar 2026 -
Mit zwei Uraufführungen von
Bridget Breiner und Lesley Telford und einem preisgekrönten
Stück von David Dawson lädt das Ballett am Rhein zu einer
Reise in getanzte Zwischenwelten ein. Namensgeber für das
neue Programm ist Dawsons Stück „The Grey Area“, mit dem ihm
vor fast 25 Jahren der Durchbruch als Choreograph gelang.
Grey Area steht im Englischen für Übergänge, für
Zwischenzustände, in deren Unsicherheit und Ungewissheit
häufig ein großes kreatives Potenzial verborgen liegt.
Premiere für den dreiteiligen Abend ist am Freitag, 16.
Januar, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Einen kostenlosen
Vorab-Eindruck bietet die Ballettwerkstatt mit Probenbesuch
am Dienstag, 13. Januar, um 18 Uhr – ebenfalls im Theater
Duisburg.
Ein Prozess, der immer weiter geht, ein Gefühl, das im Kopf
oder im Herzen bleibt: Chefchoreographin Bridget Breiner
eröffnet das neue Ballettprogramm mit „Shards“ – „Scherben“.
Choreographiert hat sie ihr Stück über etwas, das man ein
Leben lang mit sich herumträgt, zu Songs von Jeff Buckley.
Mit dessen Interpretation des ursprünglich von Leonard Cohen
komponierten und später von John Cale umgeformten Stücks
„Hallelujah“ machte er den Song zum Welthit – als
Interpretation einer Interpretation, als Teil eines
Prozesses, der immer weiter geht.
David Dawson erforscht in seinem mit dem renommierten Prix
Benois de la Danse ausgezeichneten Werk „The Grey Area“ das
Verhältnis von Raum und Zeit zwischen zwei gegensätzlichen
Polen: Schwarz und Weiß. Anfang und Ende. Leben und Tod. Je
nach Art der Reise zwischen den Polen scheint sich dabei die
Zeit selbst zu dehnen oder zu beschleunigen.

„Threshold of a Fall”: Niklas Jendrics, Sara Giovanelli FOTO
© Yan Revazov
In seiner Verschmelzung von wissenschaftlicher Untersuchung
und choreographischer Erkundung reizt Dawson die Grenzen so
weit aus, dass Physisches in Spirituelles übergeht. In
„Threshold of a Fall“ schließlich widmet sich Lesley Telford
dem menschlichen Streben nach immer Mehr, nach einem
Weitergehen über die Grenzen der Natur hinaus.
Sinngemäß übersetzt mit „Schwelle zum Kippen“ gilt ihr
choreographisches Interesse der fragilen Beziehung zwischen
Mensch und menschengemachten Systemen. Inmitten eines
hängenden stilisierten Waldes gehen die Tänzer*innen an und
über die Grenzen ihrer Balance und offenbaren, dass kleinste
Veränderungen scheinbar Unzerstörbares zum Zusammenbruch
bringen können.
Der dreiteilige
Ballettabend „Grey Area“ dauert inklusive Pausen zwei Stunden
und 15 Minuten. Premiere ist am Freitag, 16. Januar, 19.30
Uhr, im Theater Duisburg. Vorab gibt es am Dienstag, 13.
Januar, 18 Uhr, eine kostenlose Ballettwerkstatt. Karten für
die Vorstellungen ab 19 Euro in den Opernshops oder online
unter
www.operamrhein.de.
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