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Stefan Blunier Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker

Die Deutsche Oper am Rhein trauert um Kammersänger und Ehrenmitglied Wolfgang Schmidt

Düsseldorf/Duisburg, 18. Februar 2026 - Mit großer Trauer hat die Deutsche Oper die Nachricht aufgenommen, dass der Tenor Wolfgang Schmidt nach langer Krankheit verstorben ist.

Wolfgang Schmidt war von 1988 bis 2021 Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein. Hier, an seinem Stammhaus, begann seine Weltkarriere, die ihn als einen der international führenden Heldentenöre an alle großen Opernhäuser führte, darunter die Mailänder Scala, die Staatsoper Wien, die MET in New York, die Royal Opera Covent Garden, die Opernhäuser in Paris, München, Tokio und San Francisco. Allein in Bayreuth gastierte er zwischen 1994 und 2004 achtzehnmal als Siegfried.

Wolfgang Schmidt im Jahr 2019 (FOTO: Deutsche Oper am Rhein)

Trotz dieses großen internationalen Erfolges ist Wolfgang Schmidt der Deutschen Oper am Rhein als Ensemblemitglied treu geblieben und hat dem Publikum in Düsseldorf und Duisburg viele unvergessliche Abende beschert – in Rollen wie Otello, als Florestan in „Fidelio“, Kalaf in „Turandot“, Max im „Freischütz“ und in allen großen Wagner-Rollen. Er war Siegmund und Siegfried im „Ring“, er war Lohengrin, Tannhäuser, Parsifal, Tristan, Erik und Stolzing.

Zu seinem späteren Repertoire gehörten Partien wie Herodes in „Salome“ und Aegisth in „Elektra“; er war eine großartige Hexe in „Hänsel und Gretel“ und fügte seiner langen Wagner-Liste zwei weitere wunderbare Rollen hinzu: Mime in „Siegfried“ und Loge in „Das Rheingold“.

1996 wurde ihm der Titel des Kammersängers verliehen. Am 5. Februar 2023 wurde er zum Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein ernannt – eine Auszeichnung, die nicht nur die außer­ordentliche Lebensleistung des Tenors würdigte, sondern Wolfgang Schmidt auch nach seiner aktiven Zeit als Sänger die besondere Wertschätzung des Hauses und des Ensembles zuteilwerden ließ.

Wolfgang Schmidt erhält die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Oper am Rhein, überreicht von Christoph Meyer und Axel Kober am 5. Februar 2023 nach einer Vorstellung von Richard Wagners „Siegfried“ auf der Bühne des Düsseldorfer Opernhauses (FOTO: Anne Orthen)

„Wir verlieren einen großen Künstler, ein bedeutendes Ensemblemitglied und einen wunderbaren Kollegen, an den wir uns immer mit großer Dankbarkeit erinnern werden“, so Marwin Wendt, Künstlerischer Leiter der Deutschen Oper am Rhein. Dem Andenken des großen Wagner-Sängers Wolfgang Schmidt wird das Haus die Wiederaufnahmen von „Die Walküre“ am kommenden Sonntag, dem 22. Februar in Duisburg und „Parsifal“ am Samstag, dem 28. Februar in Düsseldorf widmen.

Die blaue Sau: Superheld*innen auf musikalischer Mission

Die neue Familienoper von Anno Schreier hat Premiere im Theater Duisburg
Duisburg, 18. Februar 2026 - Die blaue Sau: Superheld*innen auf musikalischer Mission  Die neue Familienoper von Anno Schreier hat Premiere im Theater Duisburg  

Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert eine neue Oper für Kinder und Familien: Die blaue Sau heißt die Superheldenoper von Anno Schreier, die nach ihrer Uraufführung im Theater Bonn und im Rahmen der Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr am Donnerstag, 12. März 2026, um 11.00 Uhr im Theater Duisburg Premiere feiert.   Sie erzählt von einem liebenswürdigen Wesen – der blauen Sau: Das knuddelige Ding will niemandem etwas Böses und ist doch bedroht.

Als vier Bösewichte im Schwebeland auftauchen, um die blaue Sau zu entführen, braucht es mutige Kinder mit Superkräften, die das verhindern. Tatsächlich spüren Hannah, Natan, Aziza und Otto plötzlich, dass ihnen aus der Musik heraus ganz besondere Kräfte erwachsen. Die Vier halten ab jetzt zusammen und retten sogar die blaue Sau.  

FOTO: Daniel Senzek

Unterhaltsam und trickreich unternimmt der Komponist Anno Schreier einen 90-minütigen Streifzug durch alle Arten von Musik, dem die neun Solist*innen, der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Patrick Francis Chestnut nur allzu gerne folgen.

In der bunten Inszenierung von Yaroslavia Kalesidis, empfohlen ab 8 Jahren, stehen bis zum 6. Mai 2026 fünf Schulvor­stellungen auf dem Programm – am Samstag, 28. März, auch eine Familienvorstellung. Wer die blaue Sau schon vorher kennen lernen möchte, ist am Samstag, 14. März, um 15.00 Uhr zum Familien­nach­mittag ins Theater Duisburg eingeladen.

Die Walküre von Richard Wagner im Theater Duisburg

Ab 22. Februar 2026 erstmals unter der Leitung von Chefdirigent Vitali Alekseenok

Duisburg, 12. Februar 2026 - Zusammen mit den Duisburger Philharmonikern und profilierten Wagner-Interpret*innen setzt Chefdirigent Vitali Alekseenok seine Arbeit an Richard Wagners Ring des Nibelungen fort. Nach dem Auftakt mit Das Rheingold in der vergangenen Spielzeit gibt er am Sonntag, 22. Februar 2026, um 17.00 Uhr im Theater Duisburg sein Debüt mit dem zweiten Teil der Opernsaga: „Die Walküre“. Zwei weitere Vorstellungen folgen am 8. März und 5. April.

„Dieses Werk bedeutet mir sehr viel. Und je turbulenter die Zeiten, desto mehr Halt kann ich in der Walküre und im Ring-Zyklus finden“, sagt Vitali Alekseenok über seinen persönlichen Zugang zu Wagners komplexem Meisterwerk. „Es gibt ja sehr viele Botschaften und Ideen im Ring des Nibelungen, aber eine ist für mich vielleicht am wichtigsten, und sie kommt in der Walküre zur Geltung: Liebe als Gegenentwurf zur Macht. Gerade unter den aktuellen prekären gesellschaftlichen Geschehnissen weltweit, wo so viel Hass und Abgrenzung herrschen, ist sie meiner Meinung nach besonders aktuell.“

Daniel Frank (Siegmund) und Sarah Ferede (Sieglinde). FOTO: Hans Jörg Michel.

In der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf begeistert Die Walküre seit 2018 als „packendes Gesamt­kunstwerk“ (klassik.com) und „künstlerisch hochgelungener Opernabend“ (Die deutsche Bühne). Nun kehrt James Rutherford – die Duisburger Premierenbesetzung – als Wotan auf die Bühne zurück, wo er mit Allison Oakes als Brünnhilde, einer der neun Walküren, den großen Konflikt zwischen Vater und Tochter austrägt.

Die britische Sopranistin hat sich in maßgeblichen Rollen des jugendlich-dramatischen Fachs etabliert und ist zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Genauso wie Samuel Sakker (Siegmund) und Signe Heiberg (Sieglinde), die – alternierend mit Sarah Ferede – ihr Rollendebüt gibt. Die Partien von Fricka (ein Rollendebüt von Anna Harvey), Hunding (Thorsten Grümbel) und den weiteren Walküren sind aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein besetzt.

Fokus Musik – Die Walküre: Vitali Alekseenok lädt am Samstag, 21. Februar 2026, um 15.00 Uhr zu einer persönli­chen Einführung in Wagners Opernkosmos ein. Erzählend, erläuternd und mit Hörbei­spielen am Klavier führt er die Zuhörer*innen mitten in die meisterhafte Opern-Partitur. Der Eintritt ist frei.

Grey Area – neuer Ballettabend feiert im Theater Duisburg Premiere

Duisburg, 12. Januar 2026 - Mit zwei Uraufführungen von Bridget Breiner und Lesley Telford und einem preisgekrönten Stück von David Dawson lädt das Ballett am Rhein zu einer Reise in getanzte Zwischenwelten ein. Namensgeber für das neue Programm ist Dawsons Stück „The Grey Area“, mit dem ihm vor fast 25 Jahren der Durchbruch als Choreograph gelang.

Grey Area steht im Englischen für Übergänge, für Zwischenzustände, in deren Unsicherheit und Ungewissheit häufig ein großes kreatives Potenzial verborgen liegt. Premiere für den dreiteiligen Abend ist am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Einen kostenlosen Vorab-Eindruck bietet die Ballettwerkstatt mit Probenbesuch am Dienstag, 13. Januar, um 18 Uhr – ebenfalls im Theater Duisburg.  

Ein Prozess, der immer weiter geht, ein Gefühl, das im Kopf oder im Herzen bleibt: Chefchoreographin Bridget Breiner eröffnet das neue Ballettprogramm mit „Shards“ – „Scherben“. Choreographiert hat sie ihr Stück über etwas, das man ein Leben lang mit sich herumträgt, zu Songs von Jeff Buckley.

Mit dessen Interpretation des ursprünglich von Leonard Cohen komponierten und später von John Cale umgeformten Stücks „Hallelujah“ machte er den Song zum Welthit – als Interpretation einer Interpretation, als Teil eines Prozesses, der immer weiter geht.  

David Dawson erforscht in seinem mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichneten Werk „The Grey Area“ das Verhältnis von Raum und Zeit zwischen zwei gegensätzlichen Polen: Schwarz und Weiß. Anfang und Ende. Leben und Tod. Je nach Art der Reise zwischen den Polen scheint sich dabei die Zeit selbst zu dehnen oder zu beschleunigen.

„Threshold of a Fall”: Niklas Jendrics, Sara Giovanelli FOTO © Yan Revazov

In seiner Verschmelzung von wissenschaftlicher Untersuchung und choreographischer Erkundung reizt Dawson die Grenzen so weit aus, dass Physisches in Spirituelles übergeht.   In „Threshold of a Fall“ schließlich widmet sich Lesley Telford dem menschlichen Streben nach immer Mehr, nach einem Weitergehen über die Grenzen der Natur hinaus.

Sinngemäß übersetzt mit „Schwelle zum Kippen“ gilt ihr choreographisches Interesse der fragilen Beziehung zwischen Mensch und menschengemachten Systemen. Inmitten eines hängenden stilisierten Waldes gehen die Tänzer*innen an und über die Grenzen ihrer Balance und offenbaren, dass kleinste Veränderungen scheinbar Unzerstörbares zum Zusammenbruch bringen können.  

Der dreiteilige Ballettabend „Grey Area“ dauert inklusive Pausen zwei Stunden und 15 Minuten. Premiere ist am Freitag, 16. Januar, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg. Vorab gibt es am Dienstag, 13. Januar, 18 Uhr, eine kostenlose Ballettwerkstatt. Karten für die Vorstellungen ab 19 Euro in den Opernshops oder online unter www.operamrhein.de.