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NRW: Krankenhausbehandlungen aufgrund akuter Alkoholvergiftung bei Jugendlichen auch 2024 rückläufig
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 14. November 2025 - Im Jahr 2024 sind 1.799 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen im Alter von 10 bis unter 20 Jahren mit der der Diagnose „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol – akute Intoxikation” vollstationär im Krankenhaus behandelt worden.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,2 % weniger Behandlungsfälle als 2023. Damit setzt sich die seit 2017 beobachtete, rückläufige Entwicklung dieser Behandlungsfälle fort, wenn auch weniger stark als bisher.
Im Jahr 2023 ging die Zahl der wegen Alkoholvergiftung behandelten Jugendlichen noch um 21,9 % gegenüber dem vorangegangenen Jahr zurück. Im Jahr 2022 waren es −5,5 %. Den stärksten Rückgang an wegen Alkoholvergiftung vollstationär behandelten Kindern und Jugendlichen hatte es mit −38,7 % im Jahr 2020 gegeben, als die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie begannen. Im Vergleich zum Berichtsjahr 2014 ist die Zahl der Behandlungsfälle um fast 65 % zurückgegangen.  

Anstieg der vollstationären Behandlungen bei Mädchen und jungen Frauen  
Der Rückgang der alkoholbedingten Behandlungsfälle im Jahr 2024 ist ausschließlich auf die Jungen und jungen Männer zurückzuführen. Während die Zahl der vollstationären Behandlungen von männlichen Jugendlichen sich um 5,6 % verringerte, stieg die Anzahl bei den weiblichen Jugendlichen um 1,3 %. Von den insgesamt 1.799 Behandlungsfällen entfiel mit 921 Behandlungen bzw. 51,2 % mehr als die Hälfte auf Mädchen und junge Frauen. Der Anteil von Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren an den Krankenhausbehandlungen von unter 20-Jährigen mit Alkoholvergiftung entsprach mit rund 14 % dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.  

In Hamm gab es anteilig die meisten und in Köln die wenigsten Behandlungen  
Der Anteil der aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung vollstationär behandelten 10- bis unter 20-jährigen Patientinnen und Patienten an der gleichaltrigen Bevölkerung lag im Jahr 2024 im Landesdurchschnitt bei 105 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Regional betrachtet gab es die höchsten Anteile im Jahr 2024 für Patientinnen und Patienten aus Hamm mit 228 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, gefolgt vom Kreis Soest mit 217 und dem Märkischen Kreis mit 171. Die niedrigsten Anteile ermittelte das Statistische Landesamt für Köln mit 48, den Kreis Gütersloh mit 49 und den Rhein-Erft-Kreis mit 59 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.  

Bei der Krankenhausdiagnosestatistik handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung von Patienten und Patientinnen, die im Berichtsjahr aus der vollstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen wurden.  

Als Alkoholvergiftungs-Behandlungsfälle werden die vollstationären Behandlungsfälle ausgewiesen, bei denen als Hauptdiagnose der ICD-10-GM-Kode F10.0 (Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation [akuter Rausch]) kodiert wurde.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. Es werden hier alle vollstationären Behandlungsfälle von Personen mit Wohnsitz in NRW – ungeachtet des Behandlungsortes – ausgewertet.



7,4 % weniger Jugendliche aufgrund akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt – Hamm mit höchster Quote
Düsseldorf/Duisburg, 23. Dezember 2022 - Im Jahr 2021 wurden 2.491 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen im Alter von zehn bis 19 Jahren aufgrund von akuten Alkoholvergiftungen (psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol - akute Intoxikation) stationär im Krankenhaus behandelt.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 7,4 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2020 (damals: 2 689 Fälle). Damit setzt sich die seit 2017 bestehende, rückläufige Entwicklung dieser Behandlungsfälle fort.

Im Jahr 2020, als die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie begannen, war die Zahl der wegen alkoholbedingter Verhaltensstörungen stationär behandelten Kinder und Jugendlichen mit −38,7 Prozent gegenüber 2019 überdurchschnittlich stark zurückgegangen.

Zehn Jahre zuvor wurden in Nordrhein-Westfalen noch 60,0 Prozent mehr Kinder und Jugendliche aus diesem Grund stationär behandelt (2011: 6 229 Fälle).

Der Rückgang der alkoholbedingten Behandlungsfälle im Jahr 2021 war stärker auf Mädchen und junge Frauen zurückzuführen als auf ihre
männlichen Altersgenossen: Die Zahl der stationären Behandlungen von weiblichen Jugendlichen verringerte sich um 9,3 Prozent, die der männlichen Jugendlichen um 5,5 Prozent. Von den insgesamt 2 491 Behandlungsfällen entfiel mit 1 195 Behandlungen knapp die Hälfte (48,0 Prozent) auf weibliche Jugendliche (2020: 49,0 Prozent).

Der Anteil der aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelten zehn bis 19-Jährigen an der gleichaltrigen Bevölkerung lag 2021 im Landesdurchschnitt bei 0,15 Prozent (2020: 0,16 Prozent).

Regional betrachtet gab es die höchsten Anteile 2021 für Kinder und Jugendliche aus Hamm (0,32 Prozent), dem Kreis Kleve (0,29 Prozent) und Bottrop (0,25 Prozent).

Die niedrigsten Anteile ermittelte das Statistische Landesamt für Leverkusen (0,06 Prozent), gefolgt vom Rhein-Kreis-Neuss,
Köln, Bochum, Bielefeld, der Städteregion Aachen und dem Kreis Lippe mit jeweils 0,10 Prozent.

Im Jahr 2021 wurden mit 432 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren 15,8 Prozent (−81 Fälle) weniger Personen dieser Altersgruppe als im Vorjahr wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus aufgenommen (2020: 513).



Gesundheit NRW
2020 wurden weniger Jugendliche aufgrund akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt als 2019

Düsseldorf/Duisburg, 20. April 2022 - Im Jahr 2020 wurden 2 689 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen im Alter von zehn bis 19 Jahren wegen alkoholbedingter Alkoholvergiftung (psychische und Verhaltensstörungen durch akute Alkoholintoxikation) stationär im Krankenhaus behandelt.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 38,7 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2019 (damals: 4 387 Fälle) und 54,9 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor (2010: 5 957 Fälle).
Die Zahl aller im Jahr 2020 stationär behandelten Menschen aus NRW war mit vier Millionen um 13,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang der alkoholbedingten Behandlungsfälle im Jahr 2020 fiel bei zehn bis 19-jährigen Jungen und jungen Männern stärker aus als bei deren Altersgenossinnen: Die Zahl der stationären Behandlungen von männlichen Jugendlichen verringerte sich um 43,5 Prozent, die der weiblichen Jugendlichen um 32,7 Prozent.
Von den 2 689 Behandlungsfällen entfiel mit 1 317 Behandlungen knapp die Hälfte (49,0 Prozent) auf weibliche
Jugendliche (2019: 44,6 Prozent).

Auch bei 10 bis 14-jährigen Kindern und Jugendlichen war im Jahr 2020 die Zahl alkoholbedingter Behandlungen im Krankenhaus mit 513 Patientinnen und Patienten um 115 Fälle bzw. 18,3 Prozent niedriger als 2019 (damals: 628
Behandlungsfälle).

Der Anteil der aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelten zehn bis 19-jährigen Patienten an der gleichaltrigen Bevölkerung lag 2020 im Landesdurchschnitt bei 0,16 Prozent (2019: 0,26 Prozent).
Regional betrachtet gab es die höchsten Anteile 2020 für Patienten aus dem Kreis Coesfeld mit 0,30 Prozent, der Stadt Bottrop mit 0,29 Prozent sowie dem Kreis Euskirchen und der Stadt Remscheid mit jeweils 0,27 Prozent.
Die niedrigsten Quoten ermittelte das Statistische Landesamt für Mülheim an der Ruhr (0,05 Prozent), gefolgt vom Kreis Minden-Lübbecke (0,06 Prozent) und dem Kreis Steinfurt (0,08 Prozent).