Duisburg,
1. April 2025 - Im Jahr
2023 sind auf den nordrhein-westfälischen Straßen 79 622
Personen in 63 250 Unfällen mit Personenschaden verunglückt.
An welchen Wochentagen gab es besonders viele Unfälle
mit Personenschaden, an denen Pkws, Motorräder oder
Fahrräder beteiligt waren? Zu welcher Jahreszeit
verunglückten in den vergangenen Jahren die meisten Kinder
unter 15 Jahren in einem bestimmten Landkreis?
Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der neue
Unfallkalender NRW unter
https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/unfallkalender-nrw.
Der Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW)
als Statistisches Landesamt hat diese Anwendung mit Daten
für die Jahre 2019 bis 2023 veröffentlicht.
Fahrradfahrende verunglücken häufig im Sommer, zu
Fuß Gehende im Winter Unfallhäufungen z. B.
mit Fahrrädern, Pedelecs, E-Scootern sowie Motorrädern gab
es zwischen den Jahren 2019 und 2023 aufgrund der höheren
Verkehrsbeteiligung in den Sommermonaten. So konzentrierten
sich Unfälle mit Beteiligung eines Fahrrads auf die Monate
Mai bis September, wobei die meisten Unfälle im betrachteten
Zeitraum in den Monaten Juni 2021 (2 054) sowie Juni 2019
(1 968) stattgefunden haben. Die Anzahl der Unfälle, bei
denen zu Fuß Gehende verunglückt sind, ist hingegen in der
kalten Jahreszeit (November bis Februar) am höchsten. Diese
Unfälle ereigneten sich im betrachteten Zeitraum am
häufigsten im November und Dezember 2019 (933 bzw. 916).
Die meisten Unfälle mit Kindern und
Jugendlichen geschahen im Juni und September 2023
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verunglückten bei
Straßenverkehrsunfällen in den zurückliegenden Jahren
verstärkt in den Monaten des Spätfrühlings und Sommers. Dies
geschah am häufigsten im Juni sowie September 2023 (771 bzw.
858). Dabei ist die Anzahl der verunglückten Kinder während
der Schulferien im Allgemeinen geringer als vor bzw. nach
den Ferien.
Fünf Jahre Corona: Weniger
Unfälle in der Zeit der Coronabeschränkungen
Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Beginns der
COVID-19-Pandemie vor fünf Jahren weiter mitteilt, gab es im
Jahr 2023 in NRW 1,7 Prozent mehr Verunglückte und
2,9 Prozent mehr Unfälle als im Jahr 2019 (damals: 78 268
Verunglückte und 61 471 Unfälle).
Im ersten
Corona-Jahr 2020 sank die Zahl der Straßenverkehrsunfälle
mit Personenschaden auf einen Tiefststand von 54 250 (67 110
Verunglückte). Der Unfallkalender NRW zeigt zudem, dass es
im Frühjahr 2021 (März bis Mai) zu weniger Unfällen als im
Frühjahr anderer hier betrachteter Jahre kam.
2023 gab es drei Prozent weniger Pkw-Unfälle als vor
der Pandemie Im Jahr 2023 näherte sich die
Häufigkeit der Pkw-Unfälle (47 333 Unfälle) wieder dem
Niveau vor der Pandemie an, lag aber weiterhin 3,3 Prozent
unter dem Jahr 2019. Auch Fahrräder (−9,8 Prozent), LKWs
(−5,7 Prozent) oder Motorräder (−4,3 Prozent) waren 2023
seltener an Unfällen beteiligt als noch vier Jahre zuvor.
Die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle mit
Personenschaden unter Beteiligung eines Pedelecs hat sich im
selben Zeitraum mehr als verdoppelt (+147,6 Prozent), was
auf eine allgemein häufigere Nutzung dieses Verkehrsmittels
zurückzuführen sein dürfte.
Der
Unfallkalender NRW zeigt Unfalldaten für Kreise und
kreisfreie Städte in NRW Der Unfallkalender
bietet einen Überblick über die Zahl der Unfälle mit
Personenschaden für NRW sowie alle Kreise und kreisfreien
Städte. Die Nutzenden können auswählen, ob die Anzahl der
Unfälle unter Beteiligung bestimmter Verkehrsmittel oder der
verunglückten Personen (z. B. Kinder und Jugendliche) bzw.
die Anzahl von leicht-, schwerverletzten oder tödlich
Verunglückten angezeigt werden soll.
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