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Kiew/Berlin/Duisburg, 31.
März 2026 - Bundesratsvizepräsidentin Anke Rehlinger
ist am Morgen in der Ukraine eingetroffen und wurde
von Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk in
Empfang genommen. Sie nimmt heute in Vertretung von
Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte zusammen
mit zahlreichen Vertretern europäischer Parlamente
an der Zweiten Butscha-Konferenz teil.
Der 31. März markiert den Jahrestag der Befreiung
Butschas von russischen Besatzungstruppen.
Im Vorfeld verwies Rehlinger auf die
weiter angespannte Lage in der Ukraine: „In der
turbulenten Lage unserer Welt darf nicht in
Vergessenheit geraten, welche Verbrechen die
russischen Aggressoren in der Ukraine verübt haben
und weiter anrichten. Russland terrorisiert
weiterhin die Zivilbevölkerung, zerstört gezielt die
Energieversorgung, damit die Ukrainer frieren und
ein Ende ist im Moment nicht abzusehen. Die
Anwesenheit so vieler Europäer in Butscha zeigt
Solidarität, aber auch die Erkenntnis, dass in der
Ukraine auch europäische Freiheit verteidigt wird.“
Internationale Konferenz und Gedenken an
die Opfer Als Vertreterin des
Bundesrates wird Anke Rehlinger auf dem
Butscha-Gipfel eine kurze Rede halten. Zum Abschluss
des Treffens ist eine gemeinsame Erklärung geplant.
Vor der Konferenz findet eine Gedenkzeremonie statt.
Massaker mit über 450 Toten Das Massaker von
Butscha wurde im April 2022 bekannt, nachdem sich
russische Truppen aus der Region rund um die
ukrainische Hauptstadt Kyjiw zurückgezogen hatten.
In den Straßen der Stadt wurden zahlreiche tote
Zivilistinnen und Zivilisten gefunden; die
ukrainische Abschlussbilanz vom August 2022 geht von
458 Opfern aus. Die Ukraine und zahlreiche westliche
Staaten bezeichneten die Ereignisse als
Kriegsverbrechen. Butscha steht seither exemplarisch
für die von russischer Seite begangenen
Kriegsverbrechen und ist zu einem zentralen Symbol
des Gedenkens an die zivilen Opfer des
Angriffskrieges geworden.
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