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Bonn/Duisburg, 17. März 2026 - Zwei aus
der Ukraine gerettete Wildkatzen – ein weißer Tiger und ein
Luchs, die mitten im Krieg aus illegaler Privathaltung
zurückgelassen wurden – haben im Lincolnshire Wildlife Park
im Vereinigten Königreich ein sicheres, artgerechtes Zuhause
gefunden. Die komplexe Mission gelang durch internationale
Zusammenarbeit, die auch von DHL unterstützt wurde.

Der Tiger Aleks und Lothar, der Luchs, wurden im vergangenen
Jahr in der Ukraine gefunden. Beide stammten aus illegaler
Haltung und sind verlassen oder ausgesetzt worden. Fälle
dieser Art häufen sich: Wildkatzen werden nicht artgerecht
als Haustiere gehalten und dazu oft vernachlässigt – der
Krieg hat diese verborgene Krise weiter verschärft.
Gemeinsam mit den NGOs Nadiya und dem Wild Animals Rescue
Center, mit Tierärzten, Zollbehörden und dem Lincolnshire
Wildlife Park hat DHL geholfen, die Reise der Tiere in ihr
neues, sicheres Zuhause zu koordinieren und zu unterstützen.
Beide Tiere können nun den Rest ihres Lebens in einem
sicheren und artgerechten Umfeld verbringen.
„Für
uns ist jede Sendung, die uns anvertraut wird, etwas
Besonderes und wir suchen immer die beste Lösung. Aber ein
Tiertransport ist besonders anspruchsvoll. Er verlangt ein
zusätzliches Maß an Sorgfalt – schließlich geht es um
Lebewesen, die unsere Aufmerksamkeit brauchen. Gemeinsam mit
unseren Partnern und unserer Logistikexpertise konnten wir
Aleks und Lothar an einen Ort bringen, an dem sie endlich
die Pflege erhalten, die sie verdienen. Hier können sie den
langen Prozess ihrer Genesung beginnen“, Nicola Leske,
Leiterin Communications & Sustainability, DHL Group.
Eine Geschichte von Vernachlässigung – und Überleben
Aleks wurde von ukrainischen Soldaten nahe
Charkiw entdeckt. Sein Zustand war sehr schlecht: Er litt an
Parasiten, Hautinfektionen, Mangelernährung, Dehydrierung
sowie beeinträchtigter Leber- und Nierenfunktion. Er war so
geschwächt, dass er nicht mehr stehen konnte. Sein früherer
Besitzer hatte ihn zurückgelassen, als der Krieg sich
ausweitete.

Auch der Luchs Lothar scheint ein ähnliches Martyrium
durchlebt zu haben. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch
NGOs berichten von einer konstanten Zahl illegal gehaltener
Wildkatzen in Privathaushalten. Viele werden als Jungtiere
angeschafft und später ausgesetzt, wenn sie zu gefährlich,
zu teuer oder schlicht nicht mehr erwünscht sind.
Beide Tiere wurden zunächst ins Wild Animals Rescue Center
in der Ukraine gebracht. Von dort starteten Aleks und Lothar
ihre rund 2.600 Kilometer lange Reise in einem speziell
ausgerüsteten, temperaturgeregelten Transport zum
Lincolnshire Wildlife Park im britischen Boston.
Eine sorgfältig geplante Reise Am 25.
Februar 2026 begannen Aleks und Lothar ihre Reise – unter
tierärztlicher Aufsicht und in speziell angefertigten
Transportkisten an Bord eines großen Transporters. Sie
fuhren von der Ukraine nach Calais (Frankreich), durch den
Eurotunnel nach Großbritannien und setzten ihre Fahrt auf
der Straße bis zum Lincolnshire Wildlife Park fort. Dort
wurden sie am 27. Februar 2026 von einem Tierarzt untersucht
und anschließend in ein eigens für sie gebautes Gehege
gebracht.
Der Lincolnshire Wildlife Park gehört zu
den größten britischen Einrichtungen, die Tieren
lebenslangen Schutz bieten. Steve Nichols, Leiter des
Lincolnshire Wildlife Parks, erklärt: „Aleks und Lothar
wurden in Gefangenschaft geboren und würden in der Wildnis
nicht überleben. Ihnen fehlen grundlegende Instinkte wie das
Jagen. Einrichtungen wie unsere sind die einzige
Möglichkeit, solchen Tieren ein sicheres und erfülltes Leben
zu ermöglichen.“
DHL kann auf eine lange Tradition
der Unterstützung und Rettung von Wildtieren zurückblicken.
2024 transportierte das Unternehmen den Schimpansen Chocolat
von Kenia nach Großbritannien. Im selben Jahr überführte DHL
25 seltene Bongo-Antilopen von den USA nach Kenia. Auch
echte Schwergewichte wie Manatees oder Flusspferde wurden
bereits mit DHL transportiert.
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