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Regenreicher März trotz
längerer Trockenphasen |
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Ruhrgebiet, 7.
April 2026 - Monatliche Niederschlagsbilanz der
Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und
Lippeverband Nach einem trockenen Start des
Wasserwirtschaftsjahres (Beginn Oktober) fiel nach dem
Februar auch der März zu nass aus. Das ist das Ergebnis der
aktuellen Niederschlagsauswertungen der Fachleute von
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).
Im Emscher-Gebiet wurde im vergangenen Monat im Mittel eine
Niederschlagssumme von 70,2 mm (ein Millimeter entspricht
einem Liter pro Quadratmeter) erreicht. Zum Vergleich: Der
langjährige Durchschnittswert für den Monat März liegt bei 56
mm. Auch im Lippeverbands-Gebiet fiel mit 62 mm Niederschlag
mehr Regen als im langjährigen Mittel (53 mm).
Die niedrigste Monatssumme in den Verbandsgebieten an Emscher
und Lippe erfasste die Station Kläranlage Senden mit 56 mm im
Einzugsgebiet des Lippeverbandes. Die höchste
Niederschlagssumme wurde im Emscher-Gebiet an der Station
Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst mit 78,7 mm gemessen.
Trotz zweier Trockenphasen regnete es im März
überdurchschnittlich viel. Insbesondere die Monatsmitte und
das Ende des Monats waren niederschlagsreich. An mehreren
Tagen lagen die Tagessummen über 10 mm – die höchste
Tagessumme wurde im Emscher-Gebiet am 13. März erreicht. An
diesem Tag fiel an der Station Pumpwerk Bochum-Riemke 17,9 mm
Niederschlag. Auch im Lippe-Gebiet wurde die höchste
Tagessumme mit 19,8 mm im März erfasst.
Diese Regenmenge fiel am 29. März an der Station Kläranlage
Lüdinghausen. Tendenziell fiel im Emscher-Gebiet etwas mehr
Niederschlag als im Lippeverbands-Gebiet.
Emschergenossenschaft und Lippeverband Emschergenossenschaft
und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche
Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen
Handelns das Genossenschaftsprinzip leben.
Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind
unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die
Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.
Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das
Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und
baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.
Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund
2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter
Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und
Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533
Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59
Kläranlagen). www.eglv.de
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Klimapressekonferenz 2026 des Deutschen
Wetterdienstes |
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DWD-Referenz-Ensembles liefern verlässliche Datenbasis, um
Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen
Berlin, 31. März 2026 – Extreme Wetterereignisse,
Hitzeperioden und Trockenphasen prägen zunehmend das Bild der
vergangenen Jahre in Deutschland. Auch das Jahr 2025 zeigte
erneut, wie unterschiedlich sich Wetterextreme auswirken
können: Nach einer ausgeprägten Frühjahrestrockenheit folgte
eine intensive Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli mit
Temperaturen von über 35 Grad Celsius in vielen Regionen.
Bereits in den Vorjahren hatten Starkregenereignisse und
Hochwasser – etwa rund um Ems, Weser und Elbe zu Weihnachten
2023 oder in Süddeutschland im Sommer 2024 – deutlich
gemacht, wie stark Wetterextreme Infrastruktur,
Landwirtschaft und Gesellschaft belasten können.

Abweichungen der 10-Jahresperioden 1886–1895 bis 2016–2025
vom vieljährigen Temperaturmittel 1881–1910, das für die
vorindustrielle Zeit in Deutschland repräsentativ ist.
(Quelle: Deutscher Wetterdienst)
Die klimatologische Einordnung solcher Ereignisse und ihre
langfristige Entwicklung standen im Mittelpunkt der
diesjährigen Klima-Pressekonferenz des Deutschen
Wetterdienstes (DWD). Neben der Klimabilanz des Jahres 2025
stellte der DWD erstmals Ergebnisse seiner neuen
Referenz-Ensembles für Deutschland vor – eine
qualitätsgeprüfte Datengrundlage für Klimaanpassung.

Abweichungen der Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland
vom vieljährigen Mittel 1961-1990 (rote und blaue Säulen),
der lineare Trend der Temperaturentwicklung 1881-2025
(gestrichelte Linie), der lineare Trend für den Zeitraum
1971-2025 (gepunktete Linie) sowie die neuen
LOESS-Klima-Trendlinie für den Zeitraum 1881-2025
(durchgezogene Linie).
„Der Klimawandel betrifft uns alle, unabhängig von Region
oder Sektor. Und das unterstreicht die Wichtigkeit von
Klimaanpassung neben dem Klimaschutz“, sagte Tobias Fuchs,
Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Klima und
Umwelt des DWD. „Mit den DWD-Referenz-Ensembles erhalten
Bund, Länder und Kommunen verlässliche Daten, um
Entscheidungen zur Anpassung an den Klimawandel fundiert
treffen zu können.“

Gemittelte Globalstrahlung in Deutschland in kWh/m2 von 1991
bis 2025 (Quelle und Daten-grundlage: Deutscher
Wetterdienst).
Die Referenz-Ensembles beruhen auf der neuesten Generation
internationaler Klimaprojektionen. Diese Klimaprojektionen
berechnen, wie sich das Klimasystem entwickeln könnte –
abhängig davon, wie sich Gesellschaft, Wirtschaft und
Treibhausgasemissionen weltweit verändern. Ein zentrales
Merkmal der DWD-Referenz-Ensembles ist ihre wissenschaftliche
Qualitätssicherung.
Der DWD hat ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, um zu
prüfen, wie gut einzelne Klimaprojektionen das vergangene
Klima im Vergleich zu tatsächlichen Messdaten abbilden. Wenn
sich in bestimmten Regionen oder für bestimmte
klimatologische Größen Abweichungen, Ausreißer oder andere
Auffälligkeiten zeigen, werden diese aussortiert. Nur die
zuverlässigsten Projektionen fließen in die
Referenz-Ensembles ein.

Deutschlandkarte mit Wetterextremen des Jahres 2025 auf Basis
der DWD Stationen.
Erste Ergebnisse der DWD-Referenzensembles: Deutschland wird
weiter wärmer
Die ersten Auswertungen beziehen sich auf einen Vergleich
zwischen dem Zeitraum 2071 bis 2100 und der Referenzperiode
1961 bis 1990. Dieser Ansatz macht langfristige Veränderungen
sichtbar. Dabei zeigt sich ein klares Signal für steigende
Temperaturen in ganz Deutschland. Am stärksten fällt die
Erwärmung in Süd- und Ostdeutschland aus. Konkret kann das
insbesondere für Süd- und Ostdeutschland in den Sommermonaten
eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der
Hitzebelastung bedeuten. Betroffen von der Erwärmung sind
alle Jahreszeiten, die stärksten Signale zeigen sich dabei im
Sommer.
Beim Niederschlag ergibt sich ein differenzierteres Bild,
weil dieser stärkeren Schwankungen unterliegt. Die Bandbreite
der Klimaprojektionen reicht im Winter und Frühling von
leicht trockener bis deutlich feuchter im Vergleich zum
Zeitraum 1961-1990. Die höchsten Niederschlagszunahmen werden
dabei im Winter im Norden und im Frühling im Nordosten
Deutschlands erwartet. Im Sommer und Herbst deckt die
Bandbreite den gesamten Bereich von trockener bis feuchter
ab. Im Sommer gibt es im Westen die stärksten Signale für
trockenere klimatische Bedingungen und im Nordosten Bereiche
mit den meisten Niederschlagszunahmen. Der Herbst zeigt die
stärksten Abnahmen von Niederschlag im Südosten. Für Forst-,
Land- und Wasserwirtschaft bedeuten sowohl trockenere als
auch feuchtere klimatische Bedingungen enorme
Herausforderungen, die von Fragen zu Bewässerungsplanung und
Wassermanagement bis zu möglichen Ernteausfällen und
Waldbränden reichen.
Höhere Auflösung der Klimadaten für konkrete Planungsfragen
Ein kommender Schritt für die DWD-Referenz-Ensembles ist ihre
räumliche Verfeinerung. Während die ersten Ergebnisse auf
Modelldaten mit einer Gitterweite von 12 Kilometern basieren,
wird bereits daran gearbeitet, die Auflösung auf klimatische
Naturräume in Deutschland zu erhöhen, um weitere räumliche
Details zu erfassen. Klimatische Naturräume sind die
kleinsten interpretierbaren Einheiten, für die der DWD
verlässliche Werte ausgeben kann.
Regionale Unterschiede wie zwischen einem Mittelgebirge und
dem umliegenden Flachland oder zwischen Küstenregionen und
Binnenland werden so deutlicher.
Für die Klimafolgenmodellierung werden die aufbereiteten
Daten mit 5 Kilometern Gitterweite auf Datenservern
bereitgestellt, um Anschlussberechnungen beispielsweise für
den zukünftigen Abfluss des Rheins oder die Bodenfeuchte in
unterschiedlichen Tiefen starten zu können. Zusätzlich werden
in den kommenden Monaten aus den Basisgrößen Temperatur und
Niederschlag weitere Kennzahlen wie die Anzahl heißer Tage,
die Intensität von Starkregenereignissen oder die Dauer von
Trockenperioden abgeleitet – Angaben, die insbesondere für
die Planung von Klimaanpassungs-Maßnahmen wichtig sind.
Klimatologische Bilanz des Jahres 2025: Global das
drittwärmste Jahr seit Messbeginn
Der Rückblick auf das Jahr 2025 bei der
DWD-Klimapressekonferenz zeigte: Der langfristige
Erwärmungstrend setzt sich fort. Mit einer
Jahresmitteltemperatur von 10,0 °C lag das vergangene Jahr in
Deutschland weiterhin deutlich über den klimatologischen
Referenzwerten früherer Jahrzehnte.
Gleichzeitig machte eine ausgeprägte
Trockenphase im Frühjahr deutlich, dass zunehmende
Verdunstung und veränderte Niederschlagsmuster die
Wasserverfügbarkeit in Deutschland zunehmend beeinflussen
können. Im globalen Maßstab zeigte sich ein ähnliches Bild:
Nach Angaben internationaler Klimadienste gehörte 2025
weltweit zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der
Messungen.
Welche Folgen solche Entwicklungen für unterschiedliche
Lebens- und Wirtschaftsbereiche haben können, verdeutlichte
der DWD auch anhand beispielhafter Perspektiven, sogenannter
Personas, also fiktiver Darstellungen von DWD-Kundinnen und
Kunden, die aber auf realen Daten und wissenschaftlichen
Erkenntnissen beruhen.
So steht etwa Edda, eine ältere Bewohnerin einer Stadt im
Oberrheingraben, stellvertretend für Menschen in Regionen,
die besonders häufig von sommerlicher Hitze betroffen sind.
Längere Hitzeperioden und warme Nächte können dort zunehmend
zur Belastung für Gesundheit und Alltag werden.
Ein anderes Beispiel ist Britta, eine Landwirtin in
Brandenburg. Für sie spielen Niederschläge im Frühjahr,
Bodenfeuchte im Sommer und die Häufigkeit von Hitzeperioden
eine zentrale Rolle. Die Trockenphase im Frühjahr 2025 zeigte
bereits, wie empfindlich Landwirtschaft und Wasserhaushalt
auf solche Entwicklungen reagieren können.
„Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich der Klimawandel
nicht nur in Temperaturkurven zeigt, sondern zunehmend auch
im Alltag vieler Menschen und in wirtschaftlichen
Entscheidungen“, sagte Dr. Andreas Becker, Leiter der
Abteilung Klimaüberwachung des DWD.
„Der Deutsche Wetterdienst wird seine Informations- und
Beratungsangebote daher weiter darauf ausrichten,
zielgruppenspezifische Unterstützung für Vorsorge und
Anpassung bereitzustellen.“ Die neuen Produkte werden im
Laufe des Jahres auf der DWD-Webseite unter
www.dwd.de/klimaprojektionen bereitgestellt.
Energiewetter 2025: Bedeutung des Wetters wächst durch Ausbau
erneuerbarer Energien
Neben der Klimabilanz analysiert der DWD jährlich auch die
meteorologischen Bedingungen für die Stromerzeugung aus
erneuerbaren Energien. Im Jahr 2025 ist der Anteil der
erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland
auf 55,1 Prozent gestiegen. Damit stammt inzwischen deutlich
mehr als die Hälfte der Stromerzeugung aus erneuerbaren
Quellen wie Wind- und Solarenergie.
„Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien gewinnt das
Wetter als Einflussfaktor für die Stromerzeugung weiter an
Bedeutung“, betonte Jaqueline Drücke, Wissenschaftliche
Mitarbeiterin im Energieprogramm der DWD-Abteilung Klima und
Umwelt. „Unsere Analysen zum Energiewetter helfen dabei,
Wind- und Solarbedingungen im langfristigen Kontext
einzuordnen und ihre Bedeutung für das Energiesystem besser
zu verstehen.“
Meteorologisch war das Jahr 2025 in Deutschland insgesamt
windärmer als im langjährigen Mittel, während die
Sonneneinstrahlung überdurchschnittlich ausfiel. Solche
Schwankungen sind für Wind und Strahlung typisch. Betrachtet
man Europa insgesamt, gleichen sich regionale Unterschiede
häufig aus: Während einzelne Regionen windärmere Phasen
erleben, können andere gleichzeitig windreicher sein. Gerade
im europäischen Verbund spielt diese räumliche Ergänzung eine
wichtige Rolle: Wind- und Solarenergie ergänzen sich sowohl
über das Jahr hinweg als auch über verschiedene Regionen
Europas.
Diese Vielfalt kann dazu beitragen, wetterbedingte
Schwankungen bei der Stromerzeugung besser auszugleichen. Mit
dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien wächst auch die
Bedeutung meteorologischer Analysen für Planung, Betrieb und
Bewertung der Energieversorgung. Der DWD stellt dafür
langfristige Datensätze und Auswertungen bereit, die helfen,
energierelevante Wetterbedingungen in einen klimatologischen
Kontext einzuordnen.
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März 2026 außergewöhnlich sonnig,
sehr mild und niederschlagsarm
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Offenbach, 30. März 2026 – Die
Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert prägten
das Wettergeschehen in Deutschland im März 2026 maßgeblich:
Die Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen
sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März.
Das Monatsende hingegen fiel spätwinterlich aus. Das meldet
der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der
Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Blauer Himmel über der Havel (Brandenburg) © Miriam
Wagner-Jacht / DWD
Mit Vollgas in den Frühling, spätwinterliche Witterung zum
Monatsausklang
Der März 2026 verzeichnete ein Temperaturmittel von 6,3 Grad
Celsius (°C). Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert
der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5
°C). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,6 °C)
betrug die Abweichung 1,7 Grad.
Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie
typischerweise Mitte April. Der Monatshöchstwert von 19,9 °C
wurde bereits am 7. im südhessischen Michelstadt im Odenwald
gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die
Höchsttemperatur an den Wetterstationen reihenweise die
Tagesrekorde. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher
Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war
es am 28. in Oberstdorf (Bayern) mit -15,5 °C über frisch
gefallenem Schnee.
Lange Trockenphasen durch Hochdruckwetter
Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden
Hochdrucklagen waren Niederschläge im März rar und
konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf
das Monatsende. Insgesamt landeten 37 Liter pro Quadratmeter
(l/m²) in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut
35 % gegenüber den Referenzperioden 1961 bis 1990 und 1991
bis 2020 (jeweils 57 l/m²).
Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo
gebietsweise lediglich um 10 l/m² fielen. Infolgedessen
erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe
4 von 5. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 l/m² der
Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die
Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste
Tagesniederschlagssumme datiert vom 25. mit 35,2 l/m² in
Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine
Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.
Außergewöhnlich viel Sonne, aber das Spitzenjahr 2022 bleibt
unangetastet
Der erste meteorologische Frühlingsmonat wartete mit
besonders viel Sonnenschein auf; rund 195 Stunden wurden
registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März
schien die Sonne noch länger.
Das langjährige Mittel von 111 Stunden
(Referenzperiode 1961–1990) wurde um 75 % überboten und auch
im Vergleich mit der jüngeren Vergleichsperiode (127 Stunden)
ergab sich ein sattes Plus von über 50 %. Größere regionale
Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus. Lediglich
ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme
gebietsweise unter 150 Stunden.
Im Mandelblütenmonat März lag das Temperaturmittel in
Nordrhein-Westfalen bei 7,5 °C. Einzig in Hamburg und Bremen
war es genauso mild. Das langjährige Mittel (4,5 °C) wurde um
3 Grad überboten. Insbesondere die erste Dekade präsentierte
sich ungewöhnlich mild, wiederholt wurden mit Blick auf die
Höchsttemperatur Tagesrekorde geknackt.
Die Niederschlagssumme belief sich auf 65 l/m²; in keinem
Bundesland gab es im vergangenen März mehr Niederschlag.
Dennoch fehlten mit diesem Wert rund 10 % zu dem, was
normalerweise (71 l/m²) fällt. Die Sonne schien
außergewöhnliche 195 Stunden (103 Stunden) lang.
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Winter milder, trockener und
sonniger als im Klimamittel 1961-1990
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Deutschlandwetter im
Winter 2025/2026
Offenbach, 27. Februar 2026 – Die kalte Jahreszeit 2025/2026
hatte ihren winterlichen Kern im Januar und hielt sich
besonders im Norden und Nordosten am längsten. Mit der
markanten Milderung in der letzten Februardekade setzte
bundesweit ein vorfrühlingshaftes Finale ein.
Insgesamt blieb der Winter niederschlagsarm und sehr sonnig;
lediglich der Februar zeigte sich nass und trüb. Das meldet
der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen
der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Im Norden/Nordosten lange winterlich – zum Winterfinale
bundesweit vorfrühlingshaft
Das vorläufige Temperaturmittel lag im Winter 2025/26 mit 1,8
Grad Celsius (°C) um 1,6 Grad über dem Wert der international
gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,2 °C). Gegenüber
der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020
(1,4 °C) betrug die Abweichung +0,4 Grad. Damit war es der
15. Winter in Folge mit positiver Anomalie, die
Temperaturüberschüsse bewegten sich dabei jedoch im Rahmen
der klimatologischen Schwankungsbreite.
Einzig der Januar wies ein unterdurchschnittliches
Temperaturniveau auf. Das bundesweite Minimum wurde am 6.1.
in Oberstdorf mit -21,7 °C gemessen. In den nördlichen und
nordöstlichen Landesteilen dominierte die winterliche
Witterung am nachhaltigsten. Mit der kräftigen Milderung in
der letzten Februardekade brach aber auch dort das Eis auf.
Deutschlandweit folgte ein vorfrühlingshaftes Winterfinale
mit prognostizierten Höchstwerten um 20 °C.
Niederschlagsarmer Winter mit sehr trockenem Nordosten und
schneereichem Norden
Nach ersten Auswertungen fielen im Winter 2025/2026 mit rund
135 Litern pro Quadratmeter (l/m²) knapp 75 Prozent des
Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (181 l/m²).
Im Vergleich zu 1991 bis 2020 entsprach dies rund 71 Prozent
des Solls (190 l/m²). Der ungewöhnlich trockene Dezember 2025
baute bereits früh ein markantes Niederschlagsdefizit auf.
Zwar zeigte sich der Februar deutlich nasser, konnte aber das
zuvor entstandene Minus nicht vollständig ausgleichen.
Am trockensten blieb es im Nordosten Deutschlands, wo
vielerorts weniger als 100 l/m² in drei Monaten
zusammenkamen. Gleichwohl war es in Teilen Norddeutschlands –
gemessen an der Zahl der Schneedeckentage – der
schneereichste Winter seit 2010 bzw. 2012 und das trotz eines
rückläufigen Trends der Schneehäufigkeit. Die höchsten
Winterniederschläge wurden mit lokal über 500 l/m² im
Schwarzwald registriert. Dort meldete Baiersbronn-Mitteltal
am 12.2. mit 74,7 l/m² auch die deutschlandweit höchste
Tagesmenge.
In der Bilanz ein sonniger Winter - trotz eines zeitweise
sehr trüben Februars
Mit rund 180 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Winter
2025/2026 um rund 18 Prozent über ihrem Soll von 153 Stunden
(1961 bis 1990). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (170 Stunden)
betrug die positive Abweichung etwa 6 Prozent.
Maßgeblich trugen der zweitsonnigste Dezember seit 1951 sowie
ein ebenfalls lichtreicher Januar zu dieser Bilanz bei. Der
Februar präsentierte sich dagegen trüber und bremste den
positiven Trend. An den Alpen erreichte die Wintersonne mit
stellenweise über 300 Stunden ihre höchsten Summen.
Nordrhein-Westfalen zählte im Winter 2025/26 zu den mildesten
Bundesländern. So erreichte die Gebietsmitteltemperatur 3,8
°C und lag damit um 2,1 Grad über dem klimatologischen Mittel
(1,7 °C). Der tiefste Wert des Winters wurde am 11.1. mit
-17,0 °C an der Station Eslohe im Sauerland gemessen.
Zum Saisonende setzte eine ausgeprägte Milderung ein; am
26.2. wurde in Weilerswist ein Höchstwert von 19,8 °C
erreicht. Die Niederschlagssumme ergab rund 165 l/m² und
blieb damit rund 26 Prozent unter dem vieljährigen Mittel
(223 l/m²). Die Sonnenscheindauer erreichte mit nahezu 190
Stunden ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Mittel (151
Stunden).
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Januar 2026: Winterlicher, aber trockener und sehr
sonniger Jahresauftakt |
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Deutschlandwetter im Januar 2026
Offenbach, 30. Januar 2026 - Der Januar zeigte sich in
Deutschland winterlich: Im Nordwesten Deutschlands war es,
gemessen an der Zahl der Schneedeckentage, der schneereichste
Januar seit 2010. Trotz dieser Schneefälle war der erste
Monat des Jahres 2026 insgesamt niederschlagsarm.
Auffällig war zudem die Sonnenscheindauer, die in
Süddeutschland außergewöhnlich hohe Werte erreichte, wie der
Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der
Daten seiner rund 2 000 Messstationen meldete. Januar mit
winterlichem Temperaturniveau und milder Zwischenphase Der
Januar 2026 erreichte in Deutschland eine
Gebietsmitteltemperatur von -0,7 °C und lag damit 0,2 Grad
unter der Referenzperiode 1961-1990 (-0,5 °C).
Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 (0,9
°C) ergab sich eine negative Abweichung von 1,6 Grad. Die
Temperaturen lagen insgesamt im Bereich der üblichen
klimatologischen Schwankungen, innerhalb des Monats traten
jedoch deutliche Unterschiede auf. In der ersten Dekade
setzte sich verbreitet Frostluft durch; der bundesweite
Tiefstwert wurde dabei am 6. in Oberstdorf mit -21,7 °C
gemessen.
Zur Monatsmitte folgte eine deutschlandweite Milderung, die
am 16. in Emmendingen-Mundingen im Oberrheingraben mit 16,3
°C ihren Höhepunkt erreichte. Im letzten Monatsdrittel
stellte sich dann wieder ein winterliches Temperaturniveau
ein.
Verbreitet niederschlagsarm, aber in Teilen Norddeutschlands
schneereich
Mit rund 45 l/m² blieb der Flächenniederschlag in Deutschland
etwa 25 Prozent unter der Referenzperiode 1961-1990 (61 l/m²)
sowie rund 30 Prozent unter dem Mittel der Periode 1991-2020
(65 l/m²).
Ein Schwerpunkt der Trockenheit lag mit nur rund 25 l/m² vor
allem in weiten Teilen Ostdeutschlands. Die höchsten
Monatsniederschläge traten dagegen in den Staulagen des
Harzes und des Schwarzwaldes auf, wo örtlich über 100 l/m²
registriert wurden. Dort wurde an der Station Bernau-Goldbach
am 8. mit 41,5 l/m² der bundesweit höchste Tagesniederschlag
gemessen.
Im Bergland konnte sich eine dauerhafte Schneedecke halten,
während sie in den Tieflagen meist nur episodisch bestand. In
Teilen Nordwestdeutschland war der Januar, gemessen an der
Zahl der Schneedeckentage, verbreitet der schneereichste seit
2010.
Sehr sonniger Januar mit trüben Regionen im Westen
Der Januar 2026 präsentierte sich deutschlandweit mit rund 67
Stunden ungewöhnlich sonnig. Das klimatologische Soll der
Referenzperiode 1961-1990 (44 Stunden) wurde um rund 52
Prozent überschritten; auch im Vergleich zur neueren
Referenzperiode 1991-2020 (52 Stunden) ergab sich noch ein
Plus von etwa 29 Prozent.
Außergewöhnlich sonnig verlief der Monat in Süddeutschland,
wo gebietsweise deutlich über 100 Sonnenstunden registriert
wurden. Deutlich trüber blieb es dagegen im Saarland und
Teilen von Rheinland-Pfalz mit rund 35 Stunden.
In Nordrhein-Westfalen erreichte der Januar mit einer
Mitteltemperatur von 1,5 °C (1,1 °C) den im Ländervergleich
höchsten Wert. Zu Monatsbeginn setzte sich zunächst kalte
Winterluft durch und der tiefste Temperaturwert des Monats
wurde am 11. in Eslohe im Sauerland mit -17,0 °C gemessen.
Zur Monatsmitte schwenkte die Witterung vorübergehend auf
Mild um: Am 17. stieg die Temperatur in Arnsberg-Neheim auf
13,8 °C und markierte den thermischen Höhepunkt des Monats.
Der Monatsniederschlag summierte sich auf rund 55 l/m² und
blieb deutlich unter dem klimatologischen Soll von 77 l/m².
Gleichwohl fiel ein großer Teil der Niederschläge, vor allem
in der ersten Monatsdekade, als Schnee. In den Hochlagen des
Sauerlands hielt sich die Schneedecke sogar über den gesamten
Monat hinweg. Mit rund 58 Sonnenstunden wurde der
klimatologische Mittelwert von 42 Stunden im Januar um etwa
38 Prozent überschritten.
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Deutschlandwetter im Jahr 2025
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Sonnenjahr
mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Auf seiner zwölfmonatigen
Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland
sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer
historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli
geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während
der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen
aufwartete.
Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch
ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf
der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der
Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen
seiner rund 2.000 Messstationen.
Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze
Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad
über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990
(8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020
(9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit
Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.
Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station
Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C
registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich
zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste
meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten
Junimonate.
Dieser frühe
Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der
bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km
nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine
ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli
liefert eine Attributionsstudie des DWD.
Sehr trockenes Jahr 2025 – nass war vor allem der Juli und
die erste Herbsthälfte
Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655
l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990
(789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent.
Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m²) war es
ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken. Maßgeblich für
das Defizit war eine vom DWD analysierte Trockenphase von
Februar bis Mai. Der Juli fiel verbreitet zu nass aus. Der
September brachte vor allem dem Westen/Südwesten regional
sehr hohe Niederschläge, darunter am 8.9. die höchste
Tagesmenge des Jahres mit 134 l/m² an der Station
Bedburg-Weiler Hohenholz in NRW. Die höchsten Jahressummen
traten mit über 1500 l/m² in den Staulagen der Alpen und des
Schwarzwaldes auf.
2025 geht als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in
die Bilanz ein
Mit über 1945 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Jahr 2025
rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1544 Stunden
(Periode 1961-1990) und rund 17 Prozent über der neueren
Referenzperiode 1991 bis 2020 (1665 Stunden). Auf dem Weg zu
einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich
durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.
Nordrhein-Westfalen: Im Wetterjahr 2025 sank die Temperatur
am 13.1. im sauerländischen Eslohe auf -15,6 °C, der tiefste
Wert des Jahres in NRW. Das Frühjahr 2025 war das
zweitsonnigste seit Messbeginn und zugleich von deutlicher
Niederschlagsarmut geprägt.
Der Sommer erreichte sein Maximum am 2.7., als in
Duisburg sehr heiße 38,3 °C gemessen wurden. Die
Jahresmitteltemperatur lag final mit 10,8 °C um 1,8 Grad über
dem Klimawert (9,0 °C), während der Niederschlag mit rund 700
l/m² ein Defizit von 20 Prozent (875 l/m²) offenbarte. Am
8.9. wurde mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler
Hohenholz die bundesweit höchste Tagesmenge des Jahres
gemessen.
Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 1890 Stunden (1440
Stunden), womit 2025 zu den fünf sonnigsten Jahren seit
Messbeginn 1951 gehörte; umso auffälliger wirkte der Bruch im
Herbst, als der Oktober 2025 als dritttrübster Oktober der
Zeitreihe aus dem ansonsten sonnendominerten Verlauf
herausfiel.
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Deutschlandwetter im Dezember 2025 |
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Extrem sonniger und sehr trockener
Dezember mit milden Noten und winterlichem Finale
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Der Dezember 2025 stand in
Deutschland unter Hochdruckdominanz und verlief
außergewöhnlich sonnig sowie sehr trocken. Nach milden Phasen
mit teils frühlingshaften Temperaturen meldete sich pünktlich
zu Weihnachten der Frost und ließ den Monat winterlich
ausklingen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach
vorläufigen Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.
Überwiegend milder Dezember– ab den Festtagen winterlich
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Dezember 2025 mit 3,1
Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über dem Wert der international
gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,8 °C). Im Vergleich
zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (1,8 °C)
betrug die Abweichung 1,3 Grad. Zunächst überwog ein milder
Verlauf mit einer frühlingshaften Spitze zum Ende der ersten
Dekade, als im baden-württembergischen Hechingen am 9. mit
17,1 °C der höchste Wert des Monats gemessen wurde.
Pünktlich zu Weihnachten, das vielerorts das kälteste Fest
seit 15 Jahren war, stellte sich eine östliche Strömung ein.
In Verbindung mit eisigem Wind erreichte der Dezember sein
Temperaturminimum, regional begleitet von strengem Nachfrost.
Auch der Monatsausklang erfolgte in winterlicher Manier; die
bundesweiten Tiefstwerte werden voraussichtlich zum
Monatsende am Alpenrand mit Temperaturen um -15 °C erreicht.
Letzter Monat des Jahres 2025 ungewöhnlich niederschlagsarm
Im Dezember fiel deutschlandweit die ungewöhnlich magere
Menge von 22 Litern pro Quadratmeter (l/m²) und damit nur
rund 31 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961
bis 1990 (70 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte
die Monatsmenge ebenfalls etwa 31 Prozent des Referenzwertes
(71 l/m²).
Ersten Berechnungen zufolge zählte der Monat damit zu den
zehn trockensten Dezembern seit 1881. Nennenswerte
Niederschläge konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf
die erste Monatsdekade, mit der höchsten Tagesmenge von 63,5
l/m² am 7. in Sankt Blasien-Menzenschwand im südlichen
Schwarzwald. Die höchsten Monatsmengen wurden ebenfalls aus
dem Schwarzwald und Teilen NRW mit über 50 l/m² gemeldet. Zum
Monatsende bildete sich vor allem in den Mittelgebirgen eine
Schneedecke.
Einer der sonnigsten Weihnachtsmonate seit Messbeginn 1951
Mit vorläufig 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im
Dezember den Vergleichswert von 38 Stunden (Periode 1961 bis
1990) um 79 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (42
Stunden) betrug das Plus rund 62 Prozent. Nach aktuellem
Stand brachte nur der Dezember 1972 mit 76 Stunden mehr
Sonne. Besonders sonnig war es im östlichen Bergland und in
Süddeutschland, wo teils über 100 Stunden registriert wurden.
In Nordrhein-Westfalen präsentierte sich der letzte Monat des
Jahres 2025 mit einer Mitteltemperatur von 4,8 °C und damit
um 2,5 Grad milder als im Klimamittel (2,3 °C). Über weite
Strecken war der Monat durch milde, fast frühlingshafte
Temperaturen geprägt, am 8. wurden an der Station Köln-Wahn
16,4 °C gemessen. Ab den Weihnachtstagen folgte eine markante
Abkühlung und am 25. wurden auf dem Kahlen Asten -10,7 °C
registriert.
Der Niederschlag blieb mit 38 l/m² deutlich unter dem Soll
(88 l/m²). Die Dezembersonne schien umso stärker und schaffte
es auf bemerkenswerte 66 Stunden, damit lag das Plus rund 80
Prozent über dem klimatologischen Mittel (37 Stunden).
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Deutschlandwetter
im Herbst 2025
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Herbst 2025: Mildes
Gesamtbild, nasse Westhälfte und winterliches Finale
Offenbach, 28. November 2025 – Der
Herbst 2025 verlief in Deutschland, trotz eines markanten
Kälteeinbruchs in der Schlussdekade des Novembers,
überwiegend mild. Im September gab es sogar noch einmal
spätsommerliche Temperaturen. Auch der Flächenniederschlag
lag über dem Soll, wobei die Höchstmengen in Teilen der
Westhälfte fielen.
Dagegen bewegte sich die Sonnenscheindauer insgesamt im
Bereich des klimatologischen Mittels, zeigte jedoch regionale
Kontraste mit einem sonnigen Nordosten und einer trüben
Mitte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten
Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.
Herbst 2025 überwiegend mild -
markante Kältephase zum Finale
Der Herbst 2025 zeigte sich in
Deutschland insgesamt mild. Die Mitteltemperatur erreichte
9,7 °C und lag damit 0,9 Grad über dem Referenzwert 1961-1990
(8,8 °C) sowie 0,4 Grad über dem Mittel der Periode 1991–2020
(9,3 °C).
Besonders deutlich traten die positiven Temperaturabweichung
in Norddeutschland hervor. Die landesweiten saisonalen
Temperaturspitzen reichten von spätsommerlichen 32,6 °C,
gemessen am 20.9. in Pabstorf (Harzvorland), bis zu eisigen
-18,5 °C am 23.11. in Oberstdorf. Grund dafür war ein für die
Jahreszeit ungewöhnlich markanter Kaltluftvorstoß, der die
Mitteltemperatur zu Beginn der dritten Novemberdekade in
weiten Teilen Deutschlands kurzzeitig auf ein Niveau drückte,
das eher für den Januar üblich wäre.
Herbst 2025 mit Niederschlagsplus –
Höchstmengen in Teilen der Westhälfte
Der Herbst 2025 fiel in Deutschland
insgesamt etwas nasser aus als üblich. Mit 204 l/m² lag die
Niederschlagsmenge etwa 11 Prozent über dem Referenzwert
1961–1990 (183 l/m²) und etwa 7 Prozent über der
Vergleichsperiode 1991–2020 (190 l/m²). Besonders der
Nordwesten, Westen und Südwesten, verzeichneten hohe Mengen,
in den Staulagen von Schwarzwald und Allgäu teils sogar über
500 l/m².
Am 8.9. erreichte Mönchengladbach-Hilderath in NRW mit 118,7
l/m² die bundesweit höchste Tagessumme. Deutlich trockener
blieb der Osten; so meldete Berlin mit 120 l/m² die geringste
Herbstsumme. Ende November kamen dann auch Winterfreunde auf
ihre Kosten, als sich das Bergland in Weiß kleidete.
Herbstsonne im Rahmen, nur Nordosten
und Gipfellagen des Südens besonders sonnig
Die Sonnenscheindauer erreichte im
Herbst 2025 bundesweit 300 Stunden und lag damit etwa fast 4
Prozent unter dem Referenzwert 1961–1990 (311 Stunden) sowie
knapp 6 Prozent unter dem Mittel 1991–2020 (319 Stunden).
Besonders sonnig waren der Nordosten, aber auch die
Gipfellagen des Südens mit Spitzenwerten von rund 400
Stunden, während die mittleren Landesteile deutlich trüber
ausfielen und vielerorts nur 200 bis 250 Stunden verzeichnet
wurden.
In Nordrhein-Westfalen erreichte die Mitteltemperatur milde
10,8 °C (9,5 °C). Die Spitzen lagen zwischen 31,5 °C am 20.9.
in Warburg und -10,8 °C am 23.11. in Bad Berleburg-Stünzel.
Der Flächenniederschlag summierte sich auf 219 l/m² und
übertraf damit den klimatologischen Wert von 208 l/m².
Am 8.9. wurden in Mönchengladbach-Hilderath 118,7 l/m²
gemessen. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen die
bundesweit höchste Tagessumme des Herbstes 2025. Die
Sonnenscheindauer blieb mit rund 270 Stunden unter dem
Klimamittel von 294 Stunden. Verantwortlich dafür war vor
allem der Oktober, der sich als dritttrübster seit Messbeginn
erwies und die Lichtbilanz der gesamten Jahreszeit spürbar
drückte.
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