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Kapriolen, Unwetter und Rekorde

Elbe 2002   Archiv 2025


 
Regenreicher März trotz längerer Trockenphasen

Ruhrgebiet, 7. April 2026 - Monatliche Niederschlagsbilanz der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband Nach einem trockenen Start des Wasserwirtschaftsjahres (Beginn Oktober) fiel nach dem Februar auch der März zu nass aus. Das ist das Ergebnis der aktuellen Niederschlagsauswertungen der Fachleute von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).

Im Emscher-Gebiet wurde im vergangenen Monat im Mittel eine Niederschlagssumme von 70,2 mm (ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter) erreicht. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert für den Monat März liegt bei 56 mm. Auch im Lippeverbands-Gebiet fiel mit 62 mm Niederschlag mehr Regen als im langjährigen Mittel (53 mm).

Die niedrigste Monatssumme in den Verbandsgebieten an Emscher und Lippe erfasste die Station Kläranlage Senden mit 56 mm im Einzugsgebiet des Lippeverbandes. Die höchste Niederschlagssumme wurde im Emscher-Gebiet an der Station Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst mit 78,7 mm gemessen.

Trotz zweier Trockenphasen regnete es im März überdurchschnittlich viel. Insbesondere die Monatsmitte und das Ende des Monats waren niederschlagsreich. An mehreren Tagen lagen die Tagessummen über 10 mm – die höchste Tagessumme wurde im Emscher-Gebiet am 13. März erreicht. An diesem Tag fiel an der Station Pumpwerk Bochum-Riemke 17,9 mm Niederschlag. Auch im Lippe-Gebiet wurde die höchste Tagessumme mit 19,8 mm im März erfasst.

Diese Regenmenge fiel am 29. März an der Station Kläranlage Lüdinghausen. Tendenziell fiel im Emscher-Gebiet etwas mehr Niederschlag als im Lippeverbands-Gebiet. Emschergenossenschaft und Lippeverband Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben.

Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.

Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). www.eglv.de


Klimapressekonferenz 2026 des Deutschen Wetterdienstes

DWD-Referenz-Ensembles liefern verlässliche Datenbasis, um Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen

Berlin, 31. März 2026 – Extreme Wetterereignisse, Hitzeperioden und Trockenphasen prägen zunehmend das Bild der vergangenen Jahre in Deutschland. Auch das Jahr 2025 zeigte erneut, wie unterschiedlich sich Wetterextreme auswirken können: Nach einer ausgeprägten Frühjahrestrockenheit folgte eine intensive Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli mit Temperaturen von über 35 Grad Celsius in vielen Regionen.

Bereits in den Vorjahren hatten Starkregenereignisse und Hochwasser – etwa rund um Ems, Weser und Elbe zu Weihnachten 2023 oder in Süddeutschland im Sommer 2024 – deutlich gemacht, wie stark Wetterextreme Infrastruktur, Landwirtschaft und Gesellschaft belasten können.


Abweichungen der 10-Jahresperioden 1886–1895 bis 2016–2025 vom vieljährigen Temperaturmittel 1881–1910, das für die vorindustrielle Zeit in Deutschland repräsentativ ist. (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Die klimatologische Einordnung solcher Ereignisse und ihre langfristige Entwicklung standen im Mittelpunkt der diesjährigen Klima-Pressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Neben der Klimabilanz des Jahres 2025 stellte der DWD erstmals Ergebnisse seiner neuen Referenz-Ensembles für Deutschland vor – eine qualitätsgeprüfte Datengrundlage für Klimaanpassung.


Abweichungen der Gebietsmittel der Temperatur für Deutschland vom vieljährigen Mittel 1961-1990 (rote und blaue Säulen), der lineare Trend der Temperaturentwicklung 1881-2025 (gestrichelte Linie), der lineare Trend für den Zeitraum 1971-2025 (gepunktete Linie) sowie die neuen LOESS-Klima-Trendlinie für den Zeitraum 1881-2025 (durchgezogene Linie).

„Der Klimawandel betrifft uns alle, unabhängig von Region oder Sektor. Und das unterstreicht die Wichtigkeit von Klimaanpassung neben dem Klimaschutz“, sagte Tobias Fuchs, Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt des DWD. „Mit den DWD-Referenz-Ensembles erhalten Bund, Länder und Kommunen verlässliche Daten, um Entscheidungen zur Anpassung an den Klimawandel fundiert treffen zu können.“


Gemittelte Globalstrahlung in Deutschland in kWh/m2 von 1991 bis 2025 (Quelle und Daten-grundlage: Deutscher Wetterdienst).

Die Referenz-Ensembles beruhen auf der neuesten Generation internationaler Klimaprojektionen. Diese Klimaprojektionen berechnen, wie sich das Klimasystem entwickeln könnte – abhängig davon, wie sich Gesellschaft, Wirtschaft und Treibhausgasemissionen weltweit verändern. Ein zentrales Merkmal der DWD-Referenz-Ensembles ist ihre wissenschaftliche Qualitätssicherung.

Der DWD hat ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, um zu prüfen, wie gut einzelne Klimaprojektionen das vergangene Klima im Vergleich zu tatsächlichen Messdaten abbilden. Wenn sich in bestimmten Regionen oder für bestimmte klimatologische Größen Abweichungen, Ausreißer oder andere Auffälligkeiten zeigen, werden diese aussortiert. Nur die zuverlässigsten Projektionen fließen in die Referenz-Ensembles ein.

Deutschlandkarte mit Wetterextremen des Jahres 2025 auf Basis der DWD Stationen.

Erste Ergebnisse der DWD-Referenzensembles: Deutschland wird weiter wärmer
Die ersten Auswertungen beziehen sich auf einen Vergleich zwischen dem Zeitraum 2071 bis 2100 und der Referenzperiode 1961 bis 1990. Dieser Ansatz macht langfristige Veränderungen sichtbar. Dabei zeigt sich ein klares Signal für steigende Temperaturen in ganz Deutschland. Am stärksten fällt die Erwärmung in Süd- und Ostdeutschland aus. Konkret kann das insbesondere für Süd- und Ostdeutschland in den Sommermonaten eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung bedeuten. Betroffen von der Erwärmung sind alle Jahreszeiten, die stärksten Signale zeigen sich dabei im Sommer.

Beim Niederschlag ergibt sich ein differenzierteres Bild, weil dieser stärkeren Schwankungen unterliegt. Die Bandbreite der Klimaprojektionen reicht im Winter und Frühling von leicht trockener bis deutlich feuchter im Vergleich zum Zeitraum 1961-1990. Die höchsten Niederschlagszunahmen werden dabei im Winter im Norden und im Frühling im Nordosten Deutschlands erwartet. Im Sommer und Herbst deckt die Bandbreite den gesamten Bereich von trockener bis feuchter ab. Im Sommer gibt es im Westen die stärksten Signale für trockenere klimatische Bedingungen und im Nordosten Bereiche mit den meisten Niederschlagszunahmen. Der Herbst zeigt die stärksten Abnahmen von Niederschlag im Südosten. Für Forst-, Land- und Wasserwirtschaft bedeuten sowohl trockenere als auch feuchtere klimatische Bedingungen enorme Herausforderungen, die von Fragen zu Bewässerungsplanung und Wassermanagement bis zu möglichen Ernteausfällen und Waldbränden reichen.

Höhere Auflösung der Klimadaten für konkrete Planungsfragen
Ein kommender Schritt für die DWD-Referenz-Ensembles ist ihre räumliche Verfeinerung. Während die ersten Ergebnisse auf Modelldaten mit einer Gitterweite von 12 Kilometern basieren, wird bereits daran gearbeitet, die Auflösung auf klimatische Naturräume in Deutschland zu erhöhen, um weitere räumliche Details zu erfassen. Klimatische Naturräume sind die kleinsten interpretierbaren Einheiten, für die der DWD verlässliche Werte ausgeben kann.
Regionale Unterschiede wie zwischen einem Mittelgebirge und dem umliegenden Flachland oder zwischen Küstenregionen und Binnenland werden so deutlicher.

Für die Klimafolgenmodellierung werden die aufbereiteten Daten mit 5 Kilometern Gitterweite auf Datenservern bereitgestellt, um Anschlussberechnungen beispielsweise für den zukünftigen Abfluss des Rheins oder die Bodenfeuchte in unterschiedlichen Tiefen starten zu können. Zusätzlich werden in den kommenden Monaten aus den Basisgrößen Temperatur und Niederschlag weitere Kennzahlen wie die Anzahl heißer Tage, die Intensität von Starkregenereignissen oder die Dauer von Trockenperioden abgeleitet – Angaben, die insbesondere für die Planung von Klimaanpassungs-Maßnahmen wichtig sind.

Klimatologische Bilanz des Jahres 2025: Global das drittwärmste Jahr seit Messbeginn
Der Rückblick auf das Jahr 2025 bei der DWD-Klimapressekonferenz zeigte: Der langfristige Erwärmungstrend setzt sich fort. Mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,0 °C lag das vergangene Jahr in Deutschland weiterhin deutlich über den klimatologischen Referenzwerten früherer Jahrzehnte.

Gleichzeitig machte eine ausgeprägte Trockenphase im Frühjahr deutlich, dass zunehmende Verdunstung und veränderte Niederschlagsmuster die Wasserverfügbarkeit in Deutschland zunehmend beeinflussen können. Im globalen Maßstab zeigte sich ein ähnliches Bild: Nach Angaben internationaler Klimadienste gehörte 2025 weltweit zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen.

Welche Folgen solche Entwicklungen für unterschiedliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche haben können, verdeutlichte der DWD auch anhand beispielhafter Perspektiven, sogenannter Personas, also fiktiver Darstellungen von DWD-Kundinnen und Kunden, die aber auf realen Daten und wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

So steht etwa Edda, eine ältere Bewohnerin einer Stadt im Oberrheingraben, stellvertretend für Menschen in Regionen, die besonders häufig von sommerlicher Hitze betroffen sind. Längere Hitzeperioden und warme Nächte können dort zunehmend zur Belastung für Gesundheit und Alltag werden.

Ein anderes Beispiel ist Britta, eine Landwirtin in Brandenburg. Für sie spielen Niederschläge im Frühjahr, Bodenfeuchte im Sommer und die Häufigkeit von Hitzeperioden eine zentrale Rolle. Die Trockenphase im Frühjahr 2025 zeigte bereits, wie empfindlich Landwirtschaft und Wasserhaushalt auf solche Entwicklungen reagieren können.

„Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich der Klimawandel nicht nur in Temperaturkurven zeigt, sondern zunehmend auch im Alltag vieler Menschen und in wirtschaftlichen Entscheidungen“, sagte Dr. Andreas Becker, Leiter der Abteilung Klimaüberwachung des DWD.

„Der Deutsche Wetterdienst wird seine Informations- und Beratungsangebote daher weiter darauf ausrichten, zielgruppenspezifische Unterstützung für Vorsorge und Anpassung bereitzustellen.“ Die neuen Produkte werden im Laufe des Jahres auf der DWD-Webseite unter www.dwd.de/klimaprojektionen bereitgestellt.

Energiewetter 2025: Bedeutung des Wetters wächst durch Ausbau erneuerbarer Energien
Neben der Klimabilanz analysiert der DWD jährlich auch die meteorologischen Bedingungen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2025 ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland auf 55,1 Prozent gestiegen. Damit stammt inzwischen deutlich mehr als die Hälfte der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie.

„Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien gewinnt das Wetter als Einflussfaktor für die Stromerzeugung weiter an Bedeutung“, betonte Jaqueline Drücke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Energieprogramm der DWD-Abteilung Klima und Umwelt. „Unsere Analysen zum Energiewetter helfen dabei, Wind- und Solarbedingungen im langfristigen Kontext einzuordnen und ihre Bedeutung für das Energiesystem besser zu verstehen.“

Meteorologisch war das Jahr 2025 in Deutschland insgesamt windärmer als im langjährigen Mittel, während die Sonneneinstrahlung überdurchschnittlich ausfiel. Solche Schwankungen sind für Wind und Strahlung typisch. Betrachtet man Europa insgesamt, gleichen sich regionale Unterschiede häufig aus: Während einzelne Regionen windärmere Phasen erleben, können andere gleichzeitig windreicher sein. Gerade im europäischen Verbund spielt diese räumliche Ergänzung eine wichtige Rolle: Wind- und Solarenergie ergänzen sich sowohl über das Jahr hinweg als auch über verschiedene Regionen Europas.

Diese Vielfalt kann dazu beitragen, wetterbedingte Schwankungen bei der Stromerzeugung besser auszugleichen. Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien wächst auch die Bedeutung meteorologischer Analysen für Planung, Betrieb und Bewertung der Energieversorgung. Der DWD stellt dafür langfristige Datensätze und Auswertungen bereit, die helfen, energierelevante Wetterbedingungen in einen klimatologischen Kontext einzuordnen.

März 2026 außergewöhnlich sonnig, sehr mild und niederschlagsarm

Offenbach, 30. März 2026 – Die Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert prägten das Wettergeschehen in Deutschland im März 2026 maßgeblich: Die Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März. Das Monatsende hingegen fiel spätwinterlich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Blauer Himmel über der Havel (Brandenburg) © Miriam Wagner-Jacht / DWD

Mit Vollgas in den Frühling, spätwinterliche Witterung zum Monatsausklang
Der März 2026 verzeichnete ein Temperaturmittel von 6,3 Grad Celsius (°C). Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5 °C). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,6 °C) betrug die Abweichung 1,7 Grad.

Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April. Der Monatshöchstwert von 19,9 °C wurde bereits am 7. im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die Höchsttemperatur an den Wetterstationen reihenweise die Tagesrekorde. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war es am 28. in Oberstdorf (Bayern) mit -15,5 °C über frisch gefallenem Schnee.

Lange Trockenphasen durch Hochdruckwetter
Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden Hochdrucklagen waren Niederschläge im März rar und konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monatsende. Insgesamt landeten 37 Liter pro Quadratmeter (l/m²) in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut 35 % gegenüber den Referenzperioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 (jeweils 57 l/m²).

Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich um 10 l/m² fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe 4 von 5. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 l/m² der Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste Tagesniederschlagssumme datiert vom 25. mit 35,2 l/m² in Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.

Außergewöhnlich viel Sonne, aber das Spitzenjahr 2022 bleibt unangetastet
Der erste meteorologische Frühlingsmonat wartete mit besonders viel Sonnenschein auf; rund 195 Stunden wurden registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März schien die Sonne noch länger.

Das langjährige Mittel von 111 Stunden (Referenzperiode 1961–1990) wurde um 75 % überboten und auch im Vergleich mit der jüngeren Vergleichsperiode (127 Stunden) ergab sich ein sattes Plus von über 50 %. Größere regionale Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus. Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme gebietsweise unter 150 Stunden.

Im Mandelblütenmonat März lag das Temperaturmittel in Nordrhein-Westfalen bei 7,5 °C. Einzig in Hamburg und Bremen war es genauso mild. Das langjährige Mittel (4,5 °C) wurde um 3 Grad überboten. Insbesondere die erste Dekade präsentierte sich ungewöhnlich mild, wiederholt wurden mit Blick auf die Höchsttemperatur Tagesrekorde geknackt.

Die Niederschlagssumme belief sich auf 65 l/m²; in keinem Bundesland gab es im vergangenen März mehr Niederschlag. Dennoch fehlten mit diesem Wert rund 10 % zu dem, was normalerweise (71 l/m²) fällt. Die Sonne schien außergewöhnliche 195 Stunden (103 Stunden) lang.


Winter milder, trockener und sonniger als im Klimamittel 1961-1990

Deutschlandwetter im Winter 2025/2026

Offenbach, 27. Februar 2026 – Die kalte Jahreszeit 2025/2026 hatte ihren winterlichen Kern im Januar und hielt sich besonders im Norden und Nordosten am längsten. Mit der markanten Milderung in der letzten Februardekade setzte bundesweit ein vorfrühlingshaftes Finale ein.

Insgesamt blieb der Winter niederschlagsarm und sehr sonnig; lediglich der Februar zeigte sich nass und trüb. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Im Norden/Nordosten lange winterlich – zum Winterfinale bundesweit vorfrühlingshaft
Das vorläufige Temperaturmittel lag im Winter 2025/26 mit 1,8 Grad Celsius (°C) um 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,2 °C). Gegenüber der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (1,4 °C) betrug die Abweichung +0,4 Grad. Damit war es der 15. Winter in Folge mit positiver Anomalie, die Temperaturüberschüsse bewegten sich dabei jedoch im Rahmen der klimatologischen Schwankungsbreite.

Einzig der Januar wies ein unterdurchschnittliches Temperaturniveau auf. Das bundesweite Minimum wurde am 6.1. in Oberstdorf mit -21,7 °C gemessen. In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen dominierte die winterliche Witterung am nachhaltigsten. Mit der kräftigen Milderung in der letzten Februardekade brach aber auch dort das Eis auf. Deutschlandweit folgte ein vorfrühlingshaftes Winterfinale mit prognostizierten Höchstwerten um 20 °C.

Niederschlagsarmer Winter mit sehr trockenem Nordosten und schneereichem Norden
Nach ersten Auswertungen fielen im Winter 2025/2026 mit rund 135 Litern pro Quadratmeter (l/m²) knapp 75 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (181 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 entsprach dies rund 71 Prozent des Solls (190 l/m²). Der ungewöhnlich trockene Dezember 2025 baute bereits früh ein markantes Niederschlagsdefizit auf. Zwar zeigte sich der Februar deutlich nasser, konnte aber das zuvor entstandene Minus nicht vollständig ausgleichen.

Am trockensten blieb es im Nordosten Deutschlands, wo vielerorts weniger als 100 l/m² in drei Monaten zusammenkamen. Gleichwohl war es in Teilen Norddeutschlands – gemessen an der Zahl der Schneedeckentage – der schneereichste Winter seit 2010 bzw. 2012 und das trotz eines rückläufigen Trends der Schneehäufigkeit. Die höchsten Winterniederschläge wurden mit lokal über 500 l/m² im Schwarzwald registriert. Dort meldete Baiersbronn-Mitteltal am 12.2. mit 74,7 l/m² auch die deutschlandweit höchste Tagesmenge.

In der Bilanz ein sonniger Winter - trotz eines zeitweise sehr trüben Februars
Mit rund 180 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Winter 2025/2026 um rund 18 Prozent über ihrem Soll von 153 Stunden (1961 bis 1990). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (170 Stunden) betrug die positive Abweichung etwa 6 Prozent.

Maßgeblich trugen der zweitsonnigste Dezember seit 1951 sowie ein ebenfalls lichtreicher Januar zu dieser Bilanz bei. Der Februar präsentierte sich dagegen trüber und bremste den positiven Trend. An den Alpen erreichte die Wintersonne mit stellenweise über 300 Stunden ihre höchsten Summen.

Nordrhein-Westfalen zählte im Winter 2025/26 zu den mildesten Bundesländern. So erreichte die Gebietsmitteltemperatur 3,8 °C und lag damit um 2,1 Grad über dem klimatologischen Mittel (1,7 °C). Der tiefste Wert des Winters wurde am 11.1. mit -17,0 °C an der Station Eslohe im Sauerland gemessen.

Zum Saisonende setzte eine ausgeprägte Milderung ein; am 26.2. wurde in Weilerswist ein Höchstwert von 19,8 °C erreicht. Die Niederschlagssumme ergab rund 165 l/m² und blieb damit rund 26 Prozent unter dem vieljährigen Mittel (223 l/m²). Die Sonnenscheindauer erreichte mit nahezu 190 Stunden ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Mittel (151 Stunden).

Januar 2026: Winterlicher, aber trockener und sehr sonniger Jahresauftakt

Deutschlandwetter im Januar 2026 
Offenbach, 30. Januar 2026 - Der Januar zeigte sich in Deutschland winterlich: Im Nordwesten Deutschlands war es, gemessen an der Zahl der Schneedeckentage, der schneereichste Januar seit 2010. Trotz dieser Schneefälle war der erste Monat des Jahres 2026 insgesamt niederschlagsarm.

Auffällig war zudem die Sonnenscheindauer, die in Süddeutschland außergewöhnlich hohe Werte erreichte, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Daten seiner rund 2 000 Messstationen meldete. Januar mit winterlichem Temperaturniveau und milder Zwischenphase Der Januar 2026 erreichte in Deutschland eine Gebietsmitteltemperatur von -0,7 °C und lag damit 0,2 Grad unter der Referenzperiode 1961-1990 (-0,5 °C).

Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 (0,9 °C) ergab sich eine negative Abweichung von 1,6 Grad. Die Temperaturen lagen insgesamt im Bereich der üblichen klimatologischen Schwankungen, innerhalb des Monats traten jedoch deutliche Unterschiede auf. In der ersten Dekade setzte sich verbreitet Frostluft durch; der bundesweite Tiefstwert wurde dabei am 6. in Oberstdorf mit -21,7 °C gemessen.

Zur Monatsmitte folgte eine deutschlandweite Milderung, die am 16. in Emmendingen-Mundingen im Oberrheingraben mit 16,3 °C ihren Höhepunkt erreichte. Im letzten Monatsdrittel stellte sich dann wieder ein winterliches Temperaturniveau ein.

Verbreitet niederschlagsarm, aber in Teilen Norddeutschlands schneereich
Mit rund 45 l/m² blieb der Flächenniederschlag in Deutschland etwa 25 Prozent unter der Referenzperiode 1961-1990 (61 l/m²) sowie rund 30 Prozent unter dem Mittel der Periode 1991-2020 (65 l/m²).

Ein Schwerpunkt der Trockenheit lag mit nur rund 25 l/m² vor allem in weiten Teilen Ostdeutschlands. Die höchsten Monatsniederschläge traten dagegen in den Staulagen des Harzes und des Schwarzwaldes auf, wo örtlich über 100 l/m² registriert wurden. Dort wurde an der Station Bernau-Goldbach am 8. mit 41,5 l/m² der bundesweit höchste Tagesniederschlag gemessen.

Im Bergland konnte sich eine dauerhafte Schneedecke halten, während sie in den Tieflagen meist nur episodisch bestand. In Teilen Nordwestdeutschland war der Januar, gemessen an der Zahl der Schneedeckentage, verbreitet der schneereichste seit 2010.

Sehr sonniger Januar mit trüben Regionen im Westen
Der Januar 2026 präsentierte sich deutschlandweit mit rund 67 Stunden ungewöhnlich sonnig. Das klimatologische Soll der Referenzperiode 1961-1990 (44 Stunden) wurde um rund 52 Prozent überschritten; auch im Vergleich zur neueren Referenzperiode 1991-2020 (52 Stunden) ergab sich noch ein Plus von etwa 29 Prozent.

Außergewöhnlich sonnig verlief der Monat in Süddeutschland, wo gebietsweise deutlich über 100 Sonnenstunden registriert wurden. Deutlich trüber blieb es dagegen im Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz mit rund 35 Stunden.

In Nordrhein-Westfalen erreichte der Januar mit einer Mitteltemperatur von 1,5 °C (1,1 °C) den im Ländervergleich höchsten Wert. Zu Monatsbeginn setzte sich zunächst kalte Winterluft durch und der tiefste Temperaturwert des Monats wurde am 11. in Eslohe im Sauerland mit -17,0 °C gemessen.

Zur Monatsmitte schwenkte die Witterung vorübergehend auf Mild um: Am 17. stieg die Temperatur in Arnsberg-Neheim auf 13,8 °C und markierte den thermischen Höhepunkt des Monats. Der Monatsniederschlag summierte sich auf rund 55 l/m² und blieb deutlich unter dem klimatologischen Soll von 77 l/m².

Gleichwohl fiel ein großer Teil der Niederschläge, vor allem in der ersten Monatsdekade, als Schnee. In den Hochlagen des Sauerlands hielt sich die Schneedecke sogar über den gesamten Monat hinweg. Mit rund 58 Sonnenstunden wurde der klimatologische Mittelwert von 42 Stunden im Januar um etwa 38 Prozent überschritten.

Deutschlandwetter im Jahr 2025

Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete.

Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.

Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate.

Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli liefert eine Attributionsstudie des DWD.

Sehr trockenes Jahr 2025 – nass war vor allem der Juli und die erste Herbsthälfte
Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655 l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 (789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent.

Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m²) war es ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken. Maßgeblich für das Defizit war eine vom DWD analysierte Trockenphase von Februar bis Mai. Der Juli fiel verbreitet zu nass aus. Der September brachte vor allem dem Westen/Südwesten regional sehr hohe Niederschläge, darunter am 8.9. die höchste Tagesmenge des Jahres mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz in NRW. Die höchsten Jahressummen traten mit über 1500 l/m² in den Staulagen der Alpen und des Schwarzwaldes auf.

2025 geht als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in die Bilanz ein
Mit über 1945 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Jahr 2025 rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1544 Stunden (Periode 1961-1990) und rund 17 Prozent über der neueren Referenzperiode 1991 bis 2020 (1665 Stunden). Auf dem Weg zu einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.

Nordrhein-Westfalen: Im Wetterjahr 2025 sank die Temperatur am 13.1. im sauerländischen Eslohe auf -15,6 °C, der tiefste Wert des Jahres in NRW. Das Frühjahr 2025 war das zweitsonnigste seit Messbeginn und zugleich von deutlicher Niederschlagsarmut geprägt.

Der Sommer erreichte sein Maximum am 2.7., als in Duisburg sehr heiße 38,3 °C gemessen wurden. Die Jahresmitteltemperatur lag final mit 10,8 °C um 1,8 Grad über dem Klimawert (9,0 °C), während der Niederschlag mit rund 700 l/m² ein Defizit von 20 Prozent (875 l/m²) offenbarte. Am 8.9. wurde mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz die bundesweit höchste Tagesmenge des Jahres gemessen.

Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 1890 Stunden (1440 Stunden), womit 2025 zu den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn 1951 gehörte; umso auffälliger wirkte der Bruch im Herbst, als der Oktober 2025 als dritttrübster Oktober der Zeitreihe aus dem ansonsten sonnendominerten Verlauf herausfiel.


Deutschlandwetter im Dezember 2025

Extrem sonniger und sehr trockener Dezember mit milden Noten und winterlichem Finale
Offenbach, 30. Dezember 2025 – Der Dezember 2025 stand in Deutschland unter Hochdruckdominanz und verlief außergewöhnlich sonnig sowie sehr trocken. Nach milden Phasen mit teils frühlingshaften Temperaturen meldete sich pünktlich zu Weihnachten der Frost und ließ den Monat winterlich ausklingen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.

Überwiegend milder Dezember– ab den Festtagen winterlich
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Dezember 2025 mit 3,1 Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,8 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (1,8 °C) betrug die Abweichung 1,3 Grad. Zunächst überwog ein milder Verlauf mit einer frühlingshaften Spitze zum Ende der ersten Dekade, als im baden-württembergischen Hechingen am 9. mit 17,1 °C der höchste Wert des Monats gemessen wurde.

Pünktlich zu Weihnachten, das vielerorts das kälteste Fest seit 15 Jahren war, stellte sich eine östliche Strömung ein. In Verbindung mit eisigem Wind erreichte der Dezember sein Temperaturminimum, regional begleitet von strengem Nachfrost. Auch der Monatsausklang erfolgte in winterlicher Manier; die bundesweiten Tiefstwerte werden voraussichtlich zum Monatsende am Alpenrand mit Temperaturen um -15 °C erreicht.

Letzter Monat des Jahres 2025 ungewöhnlich niederschlagsarm
Im Dezember fiel deutschlandweit die ungewöhnlich magere Menge von 22 Litern pro Quadratmeter (l/m²) und damit nur rund 31 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (70 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte die Monatsmenge ebenfalls etwa 31 Prozent des Referenzwertes (71 l/m²).

Ersten Berechnungen zufolge zählte der Monat damit zu den zehn trockensten Dezembern seit 1881. Nennenswerte Niederschläge konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf die erste Monatsdekade, mit der höchsten Tagesmenge von 63,5 l/m² am 7. in Sankt Blasien-Menzenschwand im südlichen Schwarzwald. Die höchsten Monatsmengen wurden ebenfalls aus dem Schwarzwald und Teilen NRW mit über 50 l/m² gemeldet. Zum Monatsende bildete sich vor allem in den Mittelgebirgen eine Schneedecke.

Einer der sonnigsten Weihnachtsmonate seit Messbeginn 1951
Mit vorläufig 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Dezember den Vergleichswert von 38 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um 79 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (42 Stunden) betrug das Plus rund 62 Prozent. Nach aktuellem Stand brachte nur der Dezember 1972 mit 76 Stunden mehr Sonne. Besonders sonnig war es im östlichen Bergland und in Süddeutschland, wo teils über 100 Stunden registriert wurden.

In Nordrhein-Westfalen präsentierte sich der letzte Monat des Jahres 2025 mit einer Mitteltemperatur von 4,8 °C und damit um 2,5 Grad milder als im Klimamittel (2,3 °C). Über weite Strecken war der Monat durch milde, fast frühlingshafte Temperaturen geprägt, am 8. wurden an der Station Köln-Wahn 16,4 °C gemessen. Ab den Weihnachtstagen folgte eine markante Abkühlung und am 25. wurden auf dem Kahlen Asten -10,7 °C registriert.

Der Niederschlag blieb mit 38 l/m² deutlich unter dem Soll (88 l/m²). Die Dezembersonne schien umso stärker und schaffte es auf bemerkenswerte 66 Stunden, damit lag das Plus rund 80 Prozent über dem klimatologischen Mittel (37 Stunden).

Deutschlandwetter im Herbst 2025

Herbst 2025: Mildes Gesamtbild, nasse Westhälfte und winterliches Finale

Offenbach, 28. November 2025 – Der Herbst 2025 verlief in Deutschland, trotz eines markanten Kälteeinbruchs in der Schlussdekade des Novembers, überwiegend mild. Im September gab es sogar noch einmal spätsommerliche Temperaturen. Auch der Flächenniederschlag lag über dem Soll, wobei die Höchstmengen in Teilen der Westhälfte fielen.

Dagegen bewegte sich die Sonnenscheindauer insgesamt im Bereich des klimatologischen Mittels, zeigte jedoch regionale Kontraste mit einem sonnigen Nordosten und einer trüben Mitte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen.

Herbst 2025 überwiegend mild - markante Kältephase zum Finale

Der Herbst 2025 zeigte sich in Deutschland insgesamt mild. Die Mitteltemperatur erreichte 9,7 °C und lag damit 0,9 Grad über dem Referenzwert 1961-1990 (8,8 °C) sowie 0,4 Grad über dem Mittel der Periode 1991–2020 (9,3 °C).

Besonders deutlich traten die positiven Temperaturabweichung in Norddeutschland hervor. Die landesweiten saisonalen Temperaturspitzen reichten von spätsommerlichen 32,6 °C, gemessen am 20.9. in Pabstorf (Harzvorland), bis zu eisigen -18,5 °C am 23.11. in Oberstdorf. Grund dafür war ein für die Jahreszeit ungewöhnlich markanter Kaltluftvorstoß, der die Mitteltemperatur zu Beginn der dritten Novemberdekade in weiten Teilen Deutschlands kurzzeitig auf ein Niveau drückte, das eher für den Januar üblich wäre.

Herbst 2025 mit Niederschlagsplus – Höchstmengen in Teilen der Westhälfte

Der Herbst 2025 fiel in Deutschland insgesamt etwas nasser aus als üblich. Mit 204 l/m² lag die Niederschlagsmenge etwa 11 Prozent über dem Referenzwert 1961–1990 (183 l/m²) und etwa 7 Prozent über der Vergleichsperiode 1991–2020 (190 l/m²). Besonders der Nordwesten, Westen und Südwesten, verzeichneten hohe Mengen, in den Staulagen von Schwarzwald und Allgäu teils sogar über 500 l/m².

Am 8.9. erreichte Mönchengladbach-Hilderath in NRW mit 118,7 l/m² die bundesweit höchste Tagessumme. Deutlich trockener blieb der Osten; so meldete Berlin mit 120 l/m² die geringste Herbstsumme. Ende November kamen dann auch Winterfreunde auf ihre Kosten, als sich das Bergland in Weiß kleidete.

Herbstsonne im Rahmen, nur Nordosten und Gipfellagen des Südens besonders sonnig

Die Sonnenscheindauer erreichte im Herbst 2025 bundesweit 300 Stunden und lag damit etwa fast 4 Prozent unter dem Referenzwert 1961–1990 (311 Stunden) sowie knapp 6 Prozent unter dem Mittel 1991–2020 (319 Stunden). Besonders sonnig waren der Nordosten, aber auch die Gipfellagen des Südens mit Spitzenwerten von rund 400 Stunden, während die mittleren Landesteile deutlich trüber ausfielen und vielerorts nur 200 bis 250 Stunden verzeichnet wurden.

In Nordrhein-Westfalen erreichte die Mitteltemperatur milde 10,8 °C (9,5 °C). Die Spitzen lagen zwischen 31,5 °C am 20.9. in Warburg und -10,8 °C am 23.11. in Bad Berleburg-Stünzel. Der Flächenniederschlag summierte sich auf 219 l/m² und übertraf damit den klimatologischen Wert von 208 l/m².

Am 8.9. wurden in Mönchengladbach-Hilderath 118,7 l/m² gemessen. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen die bundesweit höchste Tagessumme des Herbstes 2025. Die Sonnenscheindauer blieb mit rund 270 Stunden unter dem Klimamittel von 294 Stunden. Verantwortlich dafür war vor allem der Oktober, der sich als dritttrübster seit Messbeginn erwies und die Lichtbilanz der gesamten Jahreszeit spürbar drückte.