|
Duisburg, 28. Juli 2026 -
Seit
Kurzem können sich die Besucherinnen und Besucher über eine
neue Tierart freuen: Ein Südlicher Pudu ist in den Zoo
Duisburg eingezogen.

Das Männchen „Yuri“, geboren am 21. Mai 2025 im Kölner Zoo,
zog bereits vor rund zwei Wochen nach Duisburg. Ein Weibchen
wird ebenfalls in den kommenden Wochen am Kaiserberg
erwartet. Damit hält der Zoo Duisburg erstmals Südliche
Pudus. Yuri ist auf der ehemaligen Muntjakanlage zu sehen,
die Muntjaks sind bereits vor einiger Zeit zu den
Schopfhirschen auf die Anlage nebenan gezogen, wo sie nun
vergesellschaftet sind.
Perspektivisch sollen die beiden
Tiere auf Empfehlung des EEPs (Europäisches
Erhaltungszuchtprogramm) Nachwuchs bekommen. Das
Internationale Zuchtbuch wird durch den Zoo Wuppertal
geführt. Die Art wird zwar schon mit wenigen Monaten
geschlechtsreif, die meisten Pudus paaren sich jedoch erst
mit rund zwei Jahren erfolgreich. Etwa sieben Monate dauert
die Tragzeit, bis ein Kitz geboren wird.
Pudus gelten als die
kleinsten Hirsche der Welt. Die
regenwaldbewohnenden Tiere stammen ursprünglich aus
Südamerika, vorrangig aus Südwest-Argentinien und Südchile.
Durch ihren kleinen Körperbau und einer Schulterhöhe von nur
knapp 40 Zentimeter, sind sie perfekt an das Leben im
Unterholz angepasst. Die Tiere sind reine Pflanzenfresser –
Blätter, Rinde, Früchte, Farne und Blüten stehen auf ihrem
Speiseplan.
Pudus sind potenziell
gefährdet
Pudus
gelten laut Roter Liste der IUCN als potentiell gefährdet.
Die Bestände nehmen kontinuierlich ab – nicht nur, weil der
Lebensraum durch Rodung bedroht ist, sondern auch, weil die
Tiere gejagt werden. Durch die Haltung und die angestrebte
Zucht am Kaiserberg übernimmt der Zoo Duisburg einen
wichtigen Beitrag zum Schutz der Hirschart.
„In
Zeiten, in denen Lebensräume kleiner und die
Lebensbedingungen für viele Tierarten schwieriger werden,
sind Artenschutzprogramme unerlässlich. Wir freuen wir uns,
die Zucht der bedrohten Pudus hier bei uns im Zoo Duisburg
unterstützen und die Erhaltung der Art aktiv vorantreiben zu
können“, sagt Dr. Carolin Bunert, stellvertretende
Zoologische Leitung des Zoo Duisburg.
|