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Duisburg, 2.
November 2026 - Der Zoo Duisburg freut sich über die Geburt
von vier kleinen Fossas – drei Männchen und ein Weibchen.
Bereits im Juni erblickte der Nachwuchs der bedrohten
Tierart das Licht der Welt. In der ersten Zeit bleibt die
Mutter rund um die Uhr bei ihrem Nachwuchs.

Mit einem Alter von sieben bis
acht Wochen haben die vier zum ersten Mal die schützende
Wurfbox verlassen. Ab sofort können Besucherinnen und
Besucher die Jungtiere entdecken, die vor Kurzem in das 2025
eröffnete Fossa-Warmhaus umgezogen sind. Der Zoo bittet alle
Gäste, sich vor dem Warmhaus ruhig zu verhalten und nicht an
die Scheiben zu klopfen.
Weibchen Beroketa ist zum
zweiten Mal Mutter
Putzmunter tapsen die vier
kleinen Fossas durchs Unterholz, erkunden aufmerksam die
Umgebung und klettern auf Baumstämme. Immer an der Seite der
Jungtiere ist Mutter Beroketa. Erstmalig ist sie im Jahr
2024 Mutter geworden, brachte hier zwei Jungtiere zur Welt.
Mit den vier Jungtieren ist sie jetzt zum zweiten Mal Mutter
geworden.

Blutlinie noch nicht in
Europa vertreten
Vater der vier Jungtiere ist
Fossa-Kater Isaloh, der erstmals Nachwuchs gezeugt hat. Er
stammt aus dem Artenschutzzentrum Grasleben und ist seit
2024 im Zoo Duisburg. Seine Blutlinie ist in Europa noch
nicht vertreten, weshalb der Wurf von hoher Bedeutung für
das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist.
Mit Fingerspitzengefühl:
Fossa-Haltung ist schwierig
Die Grundlage für eine
erfolgreiche Zucht beginnt schon bei der Zusammenführung von
Männchen und Weibchen. Denn nur während der Paarungszeit im
Frühjahr dulden sich die sonst einzelgängerisch lebenden
Tiere.

Nach einer Tragzeit von rund 50
Tagen und der Geburt der Jungtiere beginnt für die Fossa-Mutter
und das Tierpflegerteam eine besonders sensible Phase: „Fossa-Weibchen
reagieren sehr empfindlich auf Störungen und brauchen in der
ersten Zeit viel Ruhe. Auch wir beobachten die Entwicklung
der Jungtiere und ihr Heranwachsen mit Abstand und nähern
uns der Wurfbox in der Regel nicht“, erklärt Revierleiter
Mike Kirschner.
Die Aufzucht von Fossa-Jungtieren
ist anspruchsvoll und erfordert viel Fingerspitzengefühl,
Erfahrung und Routine. „All das bringen wir in Duisburg mit
– und sind daher besonders stolz auf die Erfolge unserer
Fossa-Haltung“.
77 Jungtiere: Duisburg
ist weltweit Spitzenreiter in Sachen Fossa
In der Zoowelt ist der Zoo
Duisburg weit über die Grenzen von NRW bekannt für die
Haltung der Fossa und wird weltweit für seine Expertise
geschätzt. Denn seit Haltungsbeginn am 14. Juni 1980 wuchsen
am Kaiserberg mittlerweile 77 Jungtiere auf.
Rostbraunes Raubtier:
Über die Fossa
Mit einem Gewicht von bis zu 15
Kilogramm ist die Fossa das größte auf Madagaskar lebende
Raubtier. Die Tiere kommen nur auf der Insel vor der
afrikanischen Küste vor, wo sie beispielsweise in
Trockenwäldern leben. Dort jagen die Raubtiere Lemuren sowie
andere kleine Säugetiere. Auch Reptilien und Insekten stehen
manchmal auf ihrem Speiseplan. Dank der kräftigen Beine und
dem schlanken Körper ist die Fossa ein geschickter
Kletterer, der größere Distanzen sogar springend zurücklegt.
Dabei hilft ihr der lange Schwanz als Balancierhilfe – auch,
wenn die Tiere Bäume mit dem Kopf voraus hinabklettern.
Die große Gefahr: Feuer
Die Fossa ist eine stark
gefährdete Tierart. Schätzungen gehen davon aus, dass nur
noch rund 2.500 der Tiere auf Madagaskar leben. Neben der
Jagd durch den Menschen sind außer Kontrolle geratene und
vom Menschen verursachte Feuer eine große Gefahr für die
Raubtiere – denn die Flammen bedrohen und vernichten den
Lebensraum der Tiere. Um die letzten intakten Trockenwälder
auf Madagaskar vor den diesjährigen Waldbränden zu
schützten, schlagen Wildhüter Feuerschneisen in den Wald,
die eine Ausbreitung des Feuers verhindern sollen.
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