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Drittliga-Lizenzunterlagen fristgerecht eingereicht
Kaderbudget für die nächste Saison steht
Jochem Knörzer

Duisburg, 12. März 2021 - Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen 1860 München lieferten MSV-Präsident Ingo Wald und die Geschäftsführer Peter Mohnhaupt und Thomas Wulf Informationen zur Lizenz und stellten sich den Fragen der anwesenden Pressevertretern.

Ingo Wald (links) freute sich zu Beginn der Runde, dass vor dem Stadion "aus einer Protestaktion weniger eine Unterstützungsaktion vieler geworden ist. Ich finde diese Unterstützung und die Aktion der Fans großartig!"

Bereits am Montag, dem 1. März, sind die Unterlagen fristgerecht beim DFB eingereicht worden. Mit einer Kalkulation ohne Corona, ohne Testungen, aber mit Zuschauern. So die Vorgabe des DFB. Mit Nachfragen, allerdings auch mit dem positiven Bescheid wird spätestens am 27. Mai, dem Stichtag der Nachlizensierung, gerechnet.
Trotz einem Verlust von fünf bis sieben Millionen Euro in und bedingt durch die Corona-Pandemie. Und dank Investor Capelli Sport.

Coronahilfen?
In Punkto 'Coronahilfen' fiel der MSV mehr oder weniger durch die Raster. 2020 konnte immerhin ein KfW-Kredit in Höhe von 800.000 Euro abgeschlossen werden, im Januar 2021 klappte es bei der Überbrückungshilfe II mit 150.000 Euro. Unterm Strich nur Tropfen auf dem heißen Stein.

Werbung auch auf dem Trikotrücken
Die Wahrscheinlichkeit, dass in der neuen Saison ein neuer Name die Brust, auch der Rückenwerbung steht man beim MSV positiv gegenüber - "Wir werden den Rücken zu Werbezwecken zu Markte tragen", so Peter Mohnhaupt -, zieren wird, ist aufgrund der Corona bedingten Lage der Touristikbranche hoch. Und trotzdem würde man sich freuen, wenn der Stadionname, auch dieser Vertrag läuft ab, bleibt wie er ist.

Etat liegt bei 4,5 Millionen Euro
Die Planung der neuen Saison fußt auf dem gleichen Volumen, wie in der aktuellen Saison.
Allerdings mit einem Etat, der, wie auch die Kadergröße und die Wunschspieler, stehen und nicht kurz vor der Ausführung "eingedampft" wird.

"Eingedampft"
So geschehen zu Beginn der aktuellen Saison. Eine Woche bevor MSV-Sportdirektor 'Ivo' Grlic mit dem Etat loslegen konnte, musste er mit deutlich weniger als den avisierten 4,5 Millionen Euro auskommen. Über eine halbe Million Euro mussten plötzlich eingespart werden.

Der Abgang von Stammspielern, dazu die Erkrankung von Schlüsselspieler Moritz Stoppelkamp - der Saisonverlauf wird plötzlich erklärbar.

'Ivo' Grlic musste sich einen möglichen "Spielraum" selber erwirtschaften. Er ging "Klinken putzen", wie es so schön insbesondere in der Versicherungsbranche heißt. Und erfolgreich. Allerdings gelang es ihm erst über einen geraumen Zeitraum, den Etat wieder auf insgesamt ca. 4,5 Millionen Euro zu stellen.

Das soll in der neuen Saison nicht passieren.
"Am 27. Mai 2021 werden wir die Saison finanziell durchgeplant und gesichert haben", versicherte Geschäftsführer Thomas Wulf, dass man aus dieser Saison gelernt hat.

Nach Klassenerhalt wieder in der 3. Liga etablieren
Diese Saison geht es nur noch um den Klassenerhalt, wobei Präsident und die Herren Geschäftsführer davon ausgehen,
"das wir die Klasse halten." Für die nächste Saison heißt das Klassenziel sich zu stabilisieren und im oberen Mittelfeld zu etablieren. "Wobei wir auch einem Aufstieg nicht aus dem Weg gehen würden", so Ingo Wald.

Haftung und Kompetenz
Der Posten eines Sportvorstandes innerhalb des Vorstandes ist immer noch vakant. Aktuell ist niemand in Sicht, der ehrenamtlich bereit wäre, in die Haftung zu gehen, so wie die anderen Vorstandsmitglieder, und auch die notwendige und gewollte Kompetenz mitbringt.
Ein angestellter Geschäftsführer Sport ist zurzeit wohl nicht finanzierbar, ohne Mittel aus dem sportlichen Bereich abzuziehen.
Und das will nun wirklich niemand.

Mitgliederversammlung
Der letzte Punkt war die Jahreshauptversammlung, die 2020 und bis dato der Pandemie zum Opfer fiel.
"Die Chance, das Theater am Marientor, kurz TaM, zu nutzen, wurde von uns leider vertan", so der MSV-Präsident.
Jetzt ist es ein Impfzentrum.

Zwischenzeitlich wurden und werden Informationen und Erfahrungswerte einer digitalen Mitgliederversammlung gesammelt.
Insgeheim hofft man aber, dass dieser Spuk bis zum Herbst vorbei geht und man sich wieder persönlich "versammeln" kann und darf.