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Fans wollen dieses Mal 90 Minuten Einsatz sehen
    
MSV Duisburg - TSV Havelse  1:1 (0:1)
Obwohl nicht wirklich was zusammen lief, sollte der Klassenerhalt sicher sein - Grüße von Platz drei der 3. Liga
Jochem Knörzer

Duisburg, 1. März 2026 - Positiv betrachtet, hat Aufsteiger MSV Duisburg am 26. Spieltag mit 47 Punkten den Klassenerhalt ziemlich sicher in der Tasche. In der letzten Saison hätten am 38. Spieltag 44 Punkte zum Klassenerhalt gereicht. Eine Leistung, die vor dieser Saison wohl fast jeder unterschrieben hätte.

Realistisch betrachtet haben die Zebras mit dem 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten die Tabellenführung verpasst. Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz hätte zu Platz eins in der Tabelle gereicht. Da fällt mir doch der schon uralte Spruch "Alles spielt für Duisburg, nur der MSV nicht" ein. Oder auch "Hast du Scheiße am Schuh, hast du Scheiße am Schuh".

Co-Trainer Marvin Höner war "on fire"
Den Willen will ich der Mannschaft gar nicht absprechen, aber wie kann man nach einer fulminanten Anfangsviertelstunde mit zwei hochkarätigen Torchancen das Gegentor kassieren und dann Minuten später den Faden verlieren? Hat Tyger Lobinger nicht ausgiebig gefrühstückt, dass sein Schuss auf das leere Garbsener Tor so schwach war, dass Sommer den Ball mit Anlauf noch von der Torlinie schlagen konnte?

Es lief heute nicht wirklich was zusammen. Egal ob Tyger Lobinger, Niklas Kother oder auch Simon Symalla, der Ausgleich und auch die Führung waren mehrfach möglich. Am Ende auch ein Sieg der Gäste, die ihre Möglichkeiten nicht zu Ende spielten.

Jetzt wartet bereits am kommenden Mittwoch das Gastspiel in Bayern bei den Schanzern. Zeit für einen Dreier, insbesondere in einem Auswärtsspiel.

Danach kamen wir nicht mehr so ins Spiel

Joshua Bitter zur Vertragsverlängerung: "Am Freitag war die Unterschrift trocken. Ich bin auch froh, dass es jetzt geklappt hat."
Zum Spiel: "Wir waren am Drücker und haben es nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken. Ist dann so ein bisschen Ironie, dass man sich hinten einen fängt. Das war ganz klar für uns ein Bruch. Danach kamen wir nicht mehr so ins Spiel. Wir haben trotzdem noch einige Chancen gehabt. Auch in der zweiten Halbzeit. Heute wollte er nicht rein. Ich bin froh, dass es noch zum Ausgleich gereicht hat."


Dann machen wir das 1:1 und ich dachte, wir machen auch das zweite

Torschütze Tobias Fleckstein: "Ich glaube, wir könnten heute zehn Tore schießen, aber auch sechs kassieren. Es war ein ganz wildes Spiel, dass habe ich so auch noch nicht erlebt. Zu Hause im eigenen Stadion so viele Konter bekommen. Wir konnten in den ersten 20 Minuten schon vier Tore schießen. Machen es halt heute nicht. Wir kriegen ein dummes Tor, da war dann ein Bruch im Spiel. Wir kommen aus der Pause, können wieder ein, zwei Tore schießen. Dann machen wir das 1:1 und ich dachte, wir machen auch das zweite.
Das ist uns nicht geglückt. Am Ende hatten wir den Pabst in der Tasche, dass wir nicht noch das 1:2 fressen."



Fans wollen dieses Mal 90 Minuten Einsatz sehen
Duisburg, 28. Februar 2026 - Gibt es wieder einen neuen Minus-Zuschauerrekord? Es ist jammern auf hohem Niveau, aber bei 12 bis 13 Grad ist zur Kaffeezeit, Anstoß 16:30 Uhr, der abgeschlagene Tabellenvorletzte zu Gast an der Wedau. Gegen Schweinfurt waren 18.486 Zuschauer in der Arena, zogen so den Zuschauerschnitt auf unter 22.000. 

Davon abgesehen kann man jetzt erkennen, was die 1:6-Niederlage in Wiesbaden und die verschenkte zweite Halbzeit gegen Schweinfurt in der Tordifferenz ausgemacht haben. Der VfL Osnabrück hat eine um zwei Tore besser Differenz als Duisburg, Verl kann sogar auf acht Tore mehr aufweisen. Da haben die Zebras doch einiges liegen lassen.

Für das Spiel stehen Rasim Bulic wie auch Max Dittgen und Dennis Borkowski nicht zur Verfügung. Wie lange die Duisburger Nummer sechs noch ausfällt, ist nicht abzusehen, für Max Dittgen ist die Saison bereits zu Ende.

Joshua Bitter ist voll im Training, ob trotzdem Niklas Jessen in der Startelf stehen wird und Bitter für Ingolstadt, das Spiel findet ja schon am kommenden Mittwoch, 19 Uhr statt, geschont wird, ließ MSV-Trainer Dietmar Hirsch offen. Ähnlich sieht es auch bei Christian Viet aus, der wieder im Mannschaftstraining steht, nach seiner Verletzung aber noch einen Rückstand aufzuweisen hat.

Havelse, eine kämpferische Mannschaft, die, wie der MSV im Hinspiel selber feststellen musste, einfach nicht aufgibt, hat bereits
neun Punkte und 17 Tore Differenz zum rettenden 16. Tabellenplatz. Ein Selbstläufer wird auch dieses Spiel nicht für die Zebras, ein klarer Sieg muss trotzdem drin sein. Mit einem Einsatz über die gesamte Spielzeit.