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Duisburg, 16. August 2026 - Man fühlte sich
vor 4.129 Zuschauern, geschätzt 2.500 aus Duisburg, an den 30.
August 2025 erinnert. Die Zebras lagen wieder zur Halbzeit 0:1
hinten, hatten aber dieses Mal außer dem Verler Tor durch Ex-Zebra
Tim Heike - natürlich Heike - nach einem Freistoß, nichts
zugelassen, allerdings trotz Möglichkeiten durch Bookjans und
Schlicke keine zwingende Torchance erarbeitet.
Es folgte,
wie vor fast einem Jahr, in der zweiten Halbzeit das Verler 2:0
durch einen Sonntagsschuss am Samstagspätnachmittag. Dieses Mal
direkt zu Beginn der zweiten Hälfte. Zwei Minuten später bekam der
Verler Lehmann nach einem taktischen Foul die zweite Gelbe Karte zu
sehen und musste folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz.

Mit der Einwechselung von Florian Krüger und Patrick Sussek blies
Dietmar Hirsch zehn Minuten später zur Aufholjagd. Mit einem
Doppelpack in der 61. und 62. Minute stellte Florian Krüger den
Ausgleich her. Fünf Minuten später wurde Lobinger im Strafraum erst
von Vogler gehalten und dann mit einem Tritt gegen den rechten Fuß
zu Fall gebracht. Und dann passierte etwas, was der MSV und seine
Anhänger in der letzten Saison nicht ein Mal in einem Ligaspiel
erlebt haben - Schiedsrichter Felix Wagner pfiff und zeigte
unmissverständlich auf den Elfmeterpunkt!

Der Gefoulte schnappte sich den Ball und brachte die Zebras mit
einem sicher verwandelten Tor vom Punkt in Führung. Spiel
gedreht! Wie im letzten Jahr in Verl. Nur dieses Mal alles
zeitlich um einiges früher.

Die Kirsche auf die Sahne setzte Patrick Sussek mit seinem Tor zum
4:2 in der 72. Minute. Den Rest erledigte der Querbalken für Max
Braune und zwei Mal war er mit der Faust zur Stelle.
Auf der
einen Seite nach dem Abpfiff bedröppelte Verler, auf der anderen
aufgekratzte Duisburger. Es war dann doch fast der gleiche Film
wie im letzten Jahr. (Highlights
Magenta)
Elfmeterschütze Lex Tyger Lobinger,
der im letzten Jahr noch nicht dabei war: "Ich hatte den Jungs
gesagt, dass ich so etwas auch gerne erleben würde. Und dann haben
wir das wiederholt. Spaß. Es war ein unglaubliches Spiel. So einen
Sieg zu holen, nach 2:0 Rückstand, das tut der Mannschaft brutal
gut."
Als Gefoulter den Elfmeter ausgeführt: "So lang man
sich als Schütze gut fühlt, kann man sich den Ball nehmen. So lange
man sich nicht schwer verletzt hat, dem war nicht so, dann habe ich
mir den Ball genommen und zum Glück rein getan."
Der
Knackpunkt im Spiel war die Gelb-Rote-Karte: "Das war schon so der
Knackpunkt, das hat uns gut getan. Dann war für uns klar, wir
spielen voll auf Sieg!"
Torschütze Patrick Sussek:
"Mit der Roten Karte kam eine ganz andere Dynamik in unser Spiel.
Das war der Game-Changer. Was dann folgte, das gehört zu dieser
Mannschaft, es war nicht das erste Mal, dass wir in dieser Art
Spiele gezogen haben. Das ist immer wieder schön."
Zu
seinem Tor: "Wenn ich mit Can auf einer Seite zusammen spiele, dann
ist das einfach eingespielt. Wir wissen, wann wer startet, wann wer
spielen muss. Wenn ich in der Box bin, dann schieße ich das Tor.
Dass es das 4:2 war, das ist, wie du gesagt hast, die Kirsche auf
der Sahnetorte!" Es war sein achtes Tor in seinem 52.
Drittligaspiel - eine schöne Statistik.
MSV-Trainer Dietmar Hirsch: "Ich habe nicht gedacht, dass
sich ein Spiel wiederholen kann. Es war ähnlich wie letztes Jahr,
die Gelb-Rote-Karte ist etwas früher gefallen. Wir haben kaum etwas
zugelassen, das Tor fiel aus einem Standard. Wir hatten selber viele
Standards, die nicht gut geschossen wurden. Eine richtige Torchance
hatten wir in der ersten Halbzeit nicht. Zu Beginn der zweiten
Halbzeit bekommen wir einen Sonntagsschuss. Nach der
Gelb-Roten-Karte haben wir zwei schnelle Tore hintereinander
gemacht, die Zuschauer wurden noch lauter als sie ohnehin schon
waren. Dann war es wahrscheinlich irgendwann nicht mehr aufzuhalten.
Mit dem Strafstoß und Paddys schönes Tor."
Zu dem Wechsel
Casar für Schlicke in der Pause: "Wir wollten mit einem Sechser
statt einem Innenverteidiger mutiger nach vorne verteidigen und von
hinten Druck aufbauen." Gegen die ab der 48. Minute in Unterzahl
spielenden Gastgeber hat das gut funktioniert.
Alle guten Dinge sind drei,
heißt es - Heimspiel-Atmosphäre in Verl? Duisburg, 14. August 2026 - 5.207 Plätze
bietet die Sportclub Arena in Verl, mindestens 2.000 Zuschauer
werden den MSV Duisburg lautstark unterstützen. Da drauf setzt auch
MSV-Trainer Dietmar Hirsch, der von einer Heimspiel-Atmosphäre für
die Zebras schwärmt.

Wie im ersten Ligaspiel stehen Dennis Borkowski und Frederik
Christensen (noch) nicht zur Verfügung, wer dieses Mal auf der
Tribüne Platz nehmen muss, ist bis dato nicht öffentlich bekannt.
Fragen nach der Zukunft von "Ali" Hahn blockte der Coach ab.
In Hinblick auf die Mannschaftsaufstellung gegen Verl hat das
Duisburger Trainerteam um Dietmar Hirsch seine Auswahl getroffen,
denn bereits bei der gestrigen Pressekonferenz vor dem Spiel gab
Dietmar Hirsch preis, dass die Mannschaftsaufstellung fest steht.
Natürlich verriet er nicht, wie diese aussieht. Für
Überraschungen ist er immer gut.
Die letzten beiden Spiele in
Verl endeten mit Siegen für die Zebras, das Spiel in der letzten
Saison, als ein 0:2-Rückstand gedreht wurde, ist sicher noch in
guter Erinnerung. Alle guten Dinge sind drei, heißt es doch, oder?

Leider fehlt, ziemlich sicher nicht nur in Verl, MSV-Fotograf Nico
Herbertz, der nach einer kurzfristigen OP noch eine Zeitlang im
Krankenhaus verbringen muss. Ich wünsche unserem Fotografen und
meinem "Zieh-Sohn", wie sein Vater es umschreibt, alles Gute und
eine schnelle Genesung!
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