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Duisburg, 21. September 2026 - Für die
Duisburger, die im Februar dieses Jahres mit einem 1:6 im Gepäck die
Rückfahrt antreten mussten, war es ein schöner Sonntagabend.
Schon nach 33 Minuten hatte man drei richtig gut rausgespielte Tore
der Zebras gesehen und rieb sich ein wenig die Augen, weil die erste
Halbzeit nicht nur das Gegenteil zum Februar, sondern auch zum
Dienstagabendspiel gegen Havelse war. Wiesbaden stand nicht dicht
gestaffelt in zwei Vierer-Abwehrreihen, Wehen wollte im eigenen
Stadion spielen. Und das nutzte der Spitzenreiter aus Duisburg
mit hohem Pressing und nutzen der sich ergebenden Umschaltmomente
aus. Die Torschützen hießen Dominik Kother im Doppelpack und
Frederik Christensen, die, die die Bälle für sie vorlegten Aljaz
Casar, Conor Noß und wieder Dominik Kother. Dass die nie aufgebenden
Wehener mit dem Halbzeitpfiff zum Anschlusstreffer kamen, blieb
Makulatur.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb es ein
interessantes Spiel. Conor Noß holte sich den Ball nach einer
Ecke von links von der rechten Außenlinie, spielte Müller die Kugel
"durch die Hosenträger", zog in den Strafraum Richtung rechter
Pfosten, spielte Greilinger aus und zog ab, bevor Gözüsirin noch
eingreifen konnte. Der Schuss wurde noch auf der Torlinie mit viel
Körpereinsatz von Schleimer abgewehrt, ob eine Hand im Spiel war
oder der Ball doch schon über der Linie war, erübrigte sich, weil
Conor Noß das Leder aus spitzem Winkel aus vier Metern endgültig ins
Tor schoss.

Ein tolles Solo des Iren!
Fünf Minuten später das unrühmliche
Highlight des Spiels, als Can Coskun erst von Brandt zu Boden
gerammt, dann von Gözüsirin aus kurzer Distanz mit dem Ball
"abgeschossen" wurde. Glatt Rot für den "Schützen" und auch für
Co-Trainer Modica, der sich wohl zu lautstark eingemischt hatte.
Trotz weiteren Torchancen, auf beiden Seiten, blieb es beim
insgesamt ungefährdeten Sieg des MSV Duisburg.

Während des Spiels erfuhren wir, dass ein MSV-Fan schon vor dem
Anpfiff erst von MSV-Arzt Dr. Peter Kaup und Physio Luca Schlüter
erstbehandelt wurde, dann von einem Notarztteam übernommen wurde.
Der Duisburger hatte in der Warmmachphase einen Schuss von Aljaz
Casar abbekommen und war auf den Kopf gestürzt. Nach dem Spiel
teilte MSV-Trainer Dietmar Hirsch zu Beginn der
Pressekonferenz mit, dass "wir erfahren haben, dass er einigermaßen
stabil ist. Auf diesem Wege Gute Besserung!" Da schließen wir uns
gerne an.

Doppeltorschütze Dominik Kother: "Ich war glücklich
über mein erstes Tor in dieser Saison. War aber auch gut vorgelegt.
Unsere erste Halbzeit war sehr gut, bis auf den Gegentreffer. Es war
eine fast perfekte Halbzeit. Der Gegentreffer kurz vor der Halbzeit
war unnötig, ansonsten haben wir es gut gemacht. In der zweiten
Halbzeit waren wir nicht so gut an unserem Gegner dran, haben ein,
zwei Chancen zugelassen. Dann machen wir das 4:1, danach kommt
relativ schnell die Rote Karte und wir haben es erwachsen
runtergespielt."

Ein noch breiteres Lächeln im Gesicht hatte ein sehr sympathischer
Frederik Christensen, der in seinem ersten
Ligaspiel für den MSV sein erstes Tor erzielte. Obwohl wir uns vor
dem Gespräch gut auf Deutsch unterhalten haben, wurde das Interview
auf Englisch geführt. So gut es eben unvorbereitet ging. Erfahren
von seinem Einsatz hatte er erst am Samstag. "Ich war
natürlich glücklich, dass ich nach einer längeren Verletzung endlich
spielen konnte. Ich war froh, dass ich dem Team helfen konnte, auch
mit meinem Tor. Es war ein gutes Gefühl und ich denke, ich habe noch
nie einen Ball so gut getroffen. Das war ein wirklich gutes Gefühl,
es ist immer schön, einen Sieg zu holen und weiter an der
Tabellenspitze zu stehen."
Nach drei Ausfällen und drei
angeschlagenen Spieler könnte
Platz im Spieltagskader sein Duisburg, 19. September 2026 - Rund 1.500
Fans begleiten den MSV am Sonntagabend nach Wiesebaden. Anstoß ist
um 19:30 Uhr in der bekannten "Brita-Arena", an der "Abendkasse" vor
Ort werden auch kurzentschlossene Duisburger noch Karten bekommen.
Wer dann im Kader stehen wird, entscheidet sich spätestens bei
der Abfahrt des Mannschaftbusses am Sonntagvormittag. Sicher
nicht dabei sind der zum letzten Mal gesperrte Lex Tyger Lobinger,
die verletzten Simon Symalla und Joshua Bitter.

Auch Christian Vieth soll nach seiner Gehirnerschütterung noch "auf
der Kippe stehen", dazu gesellen sich noch zwei, drei weitere
angeschlagene Spieler. So MSV-Trainer Dietmar Hirsch in der
Pressekonferenz vor dem Spiel. Namen nannte er dieses Mal nicht.
Fallen tatsächlich drei weitere Spieler aus, werden im
Spieltagskader Plätze frei.
Geht man bei einem
Spieltagskader von zwei Torhütern aus, verbleiben 18 Feldspieler.
Das würde dem aktuellen Stand einschließlich der angeschlagenen
Spielern entsprechen. Das Trainerteam um Dietmar Hirsch würde im
Fall der Fälle vielleicht den ein und anderen Spieler aus der
U19 mitnehmen.
Die U19 hat das U19-DFB-Pokalspiel, das
heute um 11 Uhr angepfiffen wurde, gegen Bayern München 0:4
verloren. Durch eine frühe Rote Karte gegen Torwart Jihan Masseling
in der 21. Minute mussten die Zebra-Jungspunde über eine Stunde in
Unterzahl spielen.
Wiesbaden hat nach der Trainerentlassung am
Sonntag das erste Ligaspiel gewonnen. "Ob es ein Brustlöser ist,
kann ich nicht einschätzen. Wir nehmen es so, wie es ist. Wir gucken
natürlich immer auf den Gegner, aber aufgrund der Personalsituation
mehr auf uns", so Dietmar Hirsch.
Auf eine weitere
Auswärtsniederlage, insbesondere so eine Klatsche wie im Februar des
Jahres, können sicher aller gerne verzichten. Ich würde den MSV
auch in der drei Wochen langen Länderspielpause gerne an der
Tabellenspitze der 3. Liga sehen.
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