|
Ab 22. Februar 2026 erstmals unter
der Leitung von Chefdirigent Vitali Alekseenok
Duisburg, 12. Februar 2026 - Zusammen mit den Duisburger
Philharmonikern und profilierten Wagner-Interpret*innen setzt
Chefdirigent Vitali Alekseenok seine Arbeit an Richard
Wagners Ring des Nibelungen fort. Nach dem Auftakt mit Das
Rheingold in der vergangenen Spielzeit gibt er am Sonntag,
22. Februar 2026, um 17.00 Uhr im Theater Duisburg sein Debüt
mit dem zweiten Teil der Opernsaga: „Die Walküre“. Zwei
weitere Vorstellungen folgen am 8. März und 5. April.
„Dieses Werk bedeutet mir sehr viel. Und je turbulenter die
Zeiten, desto mehr Halt kann ich in der Walküre und im
Ring-Zyklus finden“, sagt Vitali Alekseenok über seinen
persönlichen Zugang zu Wagners komplexem Meisterwerk. „Es
gibt ja sehr viele Botschaften und Ideen im Ring des
Nibelungen, aber eine ist für mich vielleicht am wichtigsten,
und sie kommt in der Walküre zur Geltung: Liebe als
Gegenentwurf zur Macht. Gerade unter den aktuellen prekären
gesellschaftlichen Geschehnissen weltweit, wo so viel Hass
und Abgrenzung herrschen, ist sie meiner Meinung nach
besonders aktuell.“

Daniel Frank (Siegmund) und Sarah Ferede (Sieglinde). FOTO:
Hans Jörg Michel.
In der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf begeistert Die
Walküre seit 2018 als „packendes Gesamtkunstwerk“
(klassik.com) und „künstlerisch hochgelungener Opernabend“
(Die deutsche Bühne). Nun kehrt James Rutherford – die
Duisburger Premierenbesetzung – als Wotan auf die Bühne
zurück, wo er mit Allison Oakes als Brünnhilde, einer der
neun Walküren, den großen Konflikt zwischen Vater und Tochter
austrägt.
Die britische Sopranistin hat sich in maßgeblichen Rollen des
jugendlich-dramatischen Fachs etabliert und ist zum ersten
Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Genauso wie
Samuel Sakker (Siegmund) und Signe Heiberg (Sieglinde), die –
alternierend mit Sarah Ferede – ihr Rollendebüt gibt. Die
Partien von Fricka (ein Rollendebüt von Anna Harvey), Hunding
(Thorsten Grümbel) und den weiteren Walküren sind aus dem
Ensemble der Deutschen Oper am Rhein besetzt.
Fokus Musik – Die Walküre: Vitali Alekseenok lädt am Samstag,
21. Februar 2026, um 15.00 Uhr zu einer persönlichen
Einführung in Wagners Opernkosmos ein. Erzählend, erläuternd
und mit Hörbeispielen am Klavier führt er die Zuhörer*innen
mitten in die meisterhafte Opern-Partitur. Der Eintritt ist
frei.
|
|
Duisburg, 12. Januar 2026 -
Mit zwei Uraufführungen von
Bridget Breiner und Lesley Telford und einem preisgekrönten
Stück von David Dawson lädt das Ballett am Rhein zu einer
Reise in getanzte Zwischenwelten ein. Namensgeber für das
neue Programm ist Dawsons Stück „The Grey Area“, mit dem ihm
vor fast 25 Jahren der Durchbruch als Choreograph gelang.
Grey Area steht im Englischen für Übergänge, für
Zwischenzustände, in deren Unsicherheit und Ungewissheit
häufig ein großes kreatives Potenzial verborgen liegt.
Premiere für den dreiteiligen Abend ist am Freitag, 16.
Januar, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Einen kostenlosen
Vorab-Eindruck bietet die Ballettwerkstatt mit Probenbesuch
am Dienstag, 13. Januar, um 18 Uhr – ebenfalls im Theater
Duisburg.
Ein Prozess, der immer weiter geht, ein Gefühl, das im Kopf
oder im Herzen bleibt: Chefchoreographin Bridget Breiner
eröffnet das neue Ballettprogramm mit „Shards“ – „Scherben“.
Choreographiert hat sie ihr Stück über etwas, das man ein
Leben lang mit sich herumträgt, zu Songs von Jeff Buckley.
Mit dessen Interpretation des ursprünglich von Leonard Cohen
komponierten und später von John Cale umgeformten Stücks
„Hallelujah“ machte er den Song zum Welthit – als
Interpretation einer Interpretation, als Teil eines
Prozesses, der immer weiter geht.
David Dawson erforscht in seinem mit dem renommierten Prix
Benois de la Danse ausgezeichneten Werk „The Grey Area“ das
Verhältnis von Raum und Zeit zwischen zwei gegensätzlichen
Polen: Schwarz und Weiß. Anfang und Ende. Leben und Tod. Je
nach Art der Reise zwischen den Polen scheint sich dabei die
Zeit selbst zu dehnen oder zu beschleunigen.

„Threshold of a Fall”: Niklas Jendrics, Sara Giovanelli FOTO
© Yan Revazov
In seiner Verschmelzung von wissenschaftlicher Untersuchung
und choreographischer Erkundung reizt Dawson die Grenzen so
weit aus, dass Physisches in Spirituelles übergeht. In
„Threshold of a Fall“ schließlich widmet sich Lesley Telford
dem menschlichen Streben nach immer Mehr, nach einem
Weitergehen über die Grenzen der Natur hinaus.
Sinngemäß übersetzt mit „Schwelle zum Kippen“ gilt ihr
choreographisches Interesse der fragilen Beziehung zwischen
Mensch und menschengemachten Systemen. Inmitten eines
hängenden stilisierten Waldes gehen die Tänzer*innen an und
über die Grenzen ihrer Balance und offenbaren, dass kleinste
Veränderungen scheinbar Unzerstörbares zum Zusammenbruch
bringen können.
Der dreiteilige
Ballettabend „Grey Area“ dauert inklusive Pausen zwei Stunden
und 15 Minuten. Premiere ist am Freitag, 16. Januar, 19.30
Uhr, im Theater Duisburg. Vorab gibt es am Dienstag, 13.
Januar, 18 Uhr, eine kostenlose Ballettwerkstatt. Karten für
die Vorstellungen ab 19 Euro in den Opernshops oder online
unter
www.operamrhein.de.
|