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Oper und Ballett am Rhein:Programm für Düsseldorf und Duisburg - DOR Spielplan

 

Die Spielzeit 21/22 am Schauspiel Duisburg 

 

- Abhängen mit Künstlern  
-  Lehmbruck Lecture „Der Tod hält mich wach.

Abhängen mit Künstlern
Duisburg, 23. September 2021 - Nach zwei Wochen endet am Sonntag die Ausstellung „Ein Traum in bunt“ mit Werken von Stefan Thoben und Marius Schmahl im Das PLUS am Neumarkt. Die Ausstellung „4650 Gelsenkirchen“ bleibt dafür noch ein Weilchen.  
Ausgeträumt und weiter geträumt heißt es am Wochenende am Neumarkt 19 in Ruhrort. Das Ausstellungs-Duo Stefan Thoben und Marius Schmahl, deren Werke im Das PLUS am Neumarkt zu sehen sind, beendet die Ausstellung „Ein Traum in bunt“ mit einer Abhäng-Finissage. Dabei hat das Publikum am Sonntag von 11 bis 14:30 Uhr noch einmal die Gelegenheit mit den Künstlern abzuhängen und dann miteinander die ausgestellten Fotos und aquarellierten Skizzen abzuhängen und versandfertig einzupacken, oder gekaufte Exemplare gleich mit nach Hause zu nehmen.


Dabei kommen am Wochenende noch einmal zwei Exponate dazu: Stefan Thoben hat in seinem Bilderfundus noch eine weiteres Foto aufgespürt, das mit dem Namen des Projektladens korrespondiert. Das Foto wird als Inventar in den Besitzt des Kreativquartier-Ladens übergehen und dauerhaft zur Ausstellung kommen. Marius Schmahl hat den Projektladen selbst zum Objekt gemacht und eine Auftragsarbeit fürs Kreativquartier Ruhrort angefertigt. Die beiden Bilder werden als Ergänzung zu den am Wochenende stattfindenden Offenen Ateliers auch am Samstag von 10:30 bis 18:30 Uhr zu sehen sein.  

Verlängert bis zum 1. Oktober 2021 wird die korrespondierende Ausstellung „4650 Gelsenkirchen“ von Tristan Kreß. Der Instagram-Künstler stellt im Studio 37 von Gernot Schwarz Fotos aus seiner Heimatstadt bei Schalke aus. Zur Ausstellungsverlängerungs-Vernissage am Sonntag ist der westfälische Fotograf im Künstler-Atelier an der Fabrikstr. 37 in Ruhrort anzutreffen.

Abhaeng-Finissage by Gernot Schwarz


Lehmbruck Museum: Lehmbruck Lecture „Der Tod hält mich wach.
Am Mittwoch, den 29. September, 18 Uhr, findet die erste von insgesamt drei Lehmbruck Lectures zur Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” statt. Das Lehmbruck Museum freut sich, an diesem Abend Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie an der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie in Innsbruck, begrüßen zu können, der sich in seinem Vortrag mit der Symbolik Joseph Beuys‘ als Ideengeber für eine veränderte Medizin auseinandersetzt. Die Medizin konzentriert sich rein auf den Körper – dass das jedoch zu kurz gedacht ist, davon ist der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert überzeugt: „So wie Muskeln, Sehnen und Wirbel miteinander verbunden sind, so sind auch Körper und Seele als eine Einheit zu betrachten. Mich interessiert der Mensch als Ganzes.”

In einem Buchbeitrag zur Kunsttherapie („Bewusstwerdung als Heilung – die Wirkung künstlerischen Tuns auf das Immunsystem”) hat sich Schubert eingehend mit dem Werk und der Biographie von Joseph Beuys befasst und seine psycho-neuro-immunologische Bedeutung für den Menschen und seine Heilung erkannt. Der Umgang des Künstlers mit Symbolen und sein komplexes Denken kann, so Schubert, neue Wege in der Diagnostik und Behandlung aufzeigen.

Ergänzt werden Schuberts Thesen durch einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Jens Kuhn, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Johanniter Krankenhaus in Oberhausen. Kuhn beschäftigt sich darin mit der Corona-Pandemie als „Stressor und biographischer Einschnitt”. Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, Foto: Schubert



Die Lehmbruck Lecture findet in Kooperation mit dem Klinikverbund aus Evangelischem Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus statt. Teilnahme: 5 Euro Tickets für die Teilnahme an der Lehmbruck Lecture können im Ticketshop des Lehmbruck Museums gebucht werden. Alternativ kann eine Reservierung telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de erfolgen. Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete – Testergebnis nicht älter als 48 Stunden).

Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen.  


 

Lehmbruck Museum am Wochenende

„nachtfrequenz
Duisburg, 23. September 2021 - „Von Jugendlichen für Jugendliche” – das ist die Idee der „nachtfrequenz”. Die „Nacht der Jugendkultur” lädt zum Schauen, Hören und vor allem zum Mitmachen ein. Im Lehmbruck Museum können junge Kunstbegeisterte am Samstag, 25. September, 14 bis 17 Uhr, das „Kunstorakel” befragen: Frida Kahlo oder Joseph Beuys? Ölgemälde oder Readymade? Die Kartenleger*innen im Orakel-Zelt warten darauf, die Wahrheit zu offenbaren und den bzw. die innere*n Künstler*in hervorzulocken. Materialien zum kreativen Schaffen werden bereitgestellt.
 
Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet – Testergebnis nicht älter als 48 Stunden). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen. Die Teilnahme ist kostenlos.  

nachtfrequenz – Nacht der Jugendkultur „Kunstorakel”, Foto: Katharina Nitz 

Öfentliches Sprachcafé
Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sich Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft am Samstag, den 25. September, 15 Uhr, über „Kunst und die Welt” austauschen und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Bei gutem Wetter kann das Sprachcafé auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden -  Foto: Frank Fischer .
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete (Testergebnis nicht älter als 48 Stunden). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  


Öffentliche Führung
Die öffentliche Führung am Sonntag, 26. September, 11.30 Uhr, widmet sich der aktuellen Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”. Als Joseph Beuys nur wenige Tage vor seinem Tod, im Januar 1986, mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet wird, bedankt er sich in einer heute legendären Rede zur Überraschung der Anwesenden bei seinem „Lehrer“ Wilhelm Lehmbruck. Die Abbildung eines Werkes von Lehmbruck löste im jungen Beuys eine Art Initialzündung aus: „Alles ist Skulptur, rief mir quasi dieses Bild zu.“

Beide Künstler, Lehmbruck wie Beuys, waren überzeugt, dass Skulptur die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern. Für Lehmbruck wie für Beuys gilt: „Alles ist Skulptur“.  

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet – Testergebnis nicht älter als 48 Stunden).

Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de


 

Evangelisches Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus kooperieren mit dem Lehmbruck Museum

Duisburg, 22. September 2021 - Kunst kann neue Wege in Diagnostik und Behandlung öffnen. Im Duisburger Lehmbruck Museum, in dem derzeit die Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ zu sehen ist, kommt es am 29. September zu einer ungewöhnlichen Begegnung: Das Werk der beiden Jahrhundertkünstler Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) und Joseph Beuys (1921-1986) wird in Beziehung gesetzt zur Welt der modernen Medizin. Einer Welt also, die in den meisten Menschen Assoziationen von HighTech und modernster Wissenschaft weckt – aber nicht unbedingt von Feinsinnigkeit, künstlerischer Schaffenskraft und Ästhetik.

Um zu zeigen, welche Wechselwirkungen zwischen Kunst und Medizin bestehen, haben das Lehmbruck Museum und der Klinikverbund aus Evangelischem Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus im Rahmen der Reihe „Lehmbruck Lecture“ den Innsbrucker Mediziner und Autor Prof. Dr. Christian Schubert eingeladen. Schuberts Vortrag trägt den Titel „Der Tod hält mich wach. Die Symbolik des Joseph Beuys als Ideengeber für eine veränderte Medizin“ und soll aufzeigen, wie der Umgang des Künstlers mit Symbolen und sein kompexes Denken zu neuen Wegen in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen führen können.

Ergänzt werden Schuberts Thesen durch einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Jens Kuhn, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie am Johanniter Krankenhausen Oberhausen. Kuhn beschäftigt sich darin mit der Corona-Pandemie „als Stressor und biographischer Einschnitt.“

Karten für die Veranstaltung am 29.09. ab 18 Uhr sind zum Preis von 5,- Euro online im Ticketshop des Lehmbruck Museums, telefonisch unter 0203 / 283-3294 oder per Mail an info@lehmbruckmuseum.de erhältlich. Für die Teilnahme gilt die 3G-Regel (geimpft / genesen / getestet – Testergebnis nicht älter als 48 Stunden).

Das Lehmbruck Museum Duisburg gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst in Europa. Sammlungsschwerpunkt ist das Werk des gebürtigen Duisburgers Wilhelm Lehmbruck. Joseph Beuys hat 1986, nur 11 Tage vor seinem Tod, im Lehmbruck Museum seine letzte öffentliche Rede gehalten – und sich darin zu Wilhelm Lehmbruck als seinem Vorbild und Lehrer bekannt.
Prof. Dr. Jens Kuhn, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Johanniter Krankenhaus Oberhausen (Quelle: EVKLN)
 

Lehmbruck Museum: Filmvorführung „Beuys” mit dem Filmforum Duisburg

Duisburg, 20. September 2021 - Am Donnerstag, den 23. September, 18 Uhr, zeigt das Filmforum Duisburg den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Beuys” in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”.

Die porträtierende Film-Collage zeigt den Künstler als facettenreichen Visionär und humorvollen Denker. Joseph Beuys: Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf”. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst.

Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten. Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „Beuys” ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume. Der 2017 erschienenen Dokumentarfilm hat bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2018 die Lola als „Bester Dokumentarfilm” und die Lola für den „Besten Schnitt” erhalten. Im selben Jahr wurde der Film mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis für herausragende Komposition ausgezeichnet.

Die Aufführung des Filmes findet im Filmforum Duisburg, Dellplatz 16, statt. Der Eintritt beträgt 8,90 Euro (erm. 7,50 Euro). Eintrittskarten sind nur beim Filmforum erhältlich (www.filmforum.de). Für den Kinobesuch gilt die sog. 3G-Regel.    

 Filmplakat © Andres Veiel


Joe McPhee – John Edwards – Klaus Kugel

Duisburg, 20. September 2021 - Das Trio um den amerikanischen Saxofonisten Joe McPhee macht auf seiner Europatournee Station im preisgekrönten Jazzclub in der ehemaligen Eisenwarenhandlung.

 

Der natürliche Spielort für Jazzmusiker im Kreativquartier Ruhrort ist wohl das Lokal Harmonie. Preisgekrönt als herausragender Jazzclub in Land und Bund, kommen viele nationale und internationale Künstler gerne auf die kleine Bühne im rustikalen Ambiente. Gerühmt für seinen überragenden Raumklang, sind hier alle Spielarten des improvisierten Jazz zuhause. Auch das Trio McPhee-Edwards-Kugel hat hier bereits im Jahr 2017 ein gefeiertes Konzert gespielt. Nun kommen die drei Musiker aus den USA, England und Deutschland aus Tschechien kommend zurück ins Hafenquartier, ehe sie nach Berlin und Wien weiter ziehen.

 

Joe McPhee, der älteste der drei routinierten Musiker ist seit den 1960er Jahren in verschiedenen Ensembles erfolgreich. Immer wieder war er dabei für längere Zeit in Europa und in Deutschland engagiert, wo er als Soldat nach dem zweiten Weltkrieg stationiert war. Beim Moers-Festival im Mai des Jahres, war er mit dem Quartett Decoy vertreten, in dem auch der englische Bassist John Edwards sein Partner ist.
Im Trio mit dem deutschen Spitzenschlagzeuger Klaus Kugel haben sie drei Alben auf dem polnischen Jazzlabel Not-Two-Records eingespielt. Kugel ist ein Stammgast in Ruhrort, seit er im Jahr  1999 mit dem Ensemble von Theo Jörgensmann in der Haniel-Akademie erstmals hier auftrat. Im Lokal Harmonie hat er in den letzten Jahren mit verschiedenen Bands in unterschiedlichen Besetzungen gastiert.

 

Auch im Konzert im Lokal Harmonie wird man wieder die dichte Energie spüren, die sich bildet, wenn die drei Musiker interagieren. Freien Ausbrüchen stehen dabei lyrische Passagen gegenüber, die immer auf der Suche nach dem ungewohnten und ungewöhnlichen Übergang zur nächsten Ebene im Zusammenspiel sind.
Sanften perkussiven Tönen von Becken, Gongs und anderen Klangkörpern steht die elegante Bogenführung auf dem Bass gegenüber. Kommt der Klang des Saxofons oder der Trompete mit ins Spiel, wird die Energie schnell dichter und es entsteht ein komplexes Zusammenspiel von höchster musikalischer Qualität, das die Zuhörer in der intimen Atmosphäre des Konzert- und Produktionsraums mitreißt.

 

Der Konterabend beginnt um 19 Uhr mit dem Duo Mesojazz. Die Duisburger Musiker Freddy Gertges (Saxofon) und Dirk Friedrich (chromatische Mundharmonika) bewegt sich im Dunstkreis freier Improvisation, Freejazz und Avantgarde. Weniger den Traditionen als mehr dem Dazwischen fühlen die beiden sich verbunden. Spartanisch besetzt, mit ungewöhnlicher Instrumentierung und ohne technische Spielereien entsteht ein eigener Sound. Mesojazz, die Begegnung stets vordergründig, der Name ist Programm.

 

Der Eintritt beträgt 15 EURO. Karten können im Vorverkauf per Email an info@kreativquartier-ruhrort.de oder telefonisch unter 0203-9356612 bestellt werden.

 

McPhee – Edwards – Kugel ( by Igor Avdeyev)

Samstag, 25. September 2021, 19 Uhr - Lokal Harmonie, Harmoniestr. 41, Duisburg-Ruhrort. Eintritt: 15 €

2. Philharmonisches Konzert: Kreaturen aus Klang

 Mittwoch, 29. September 2021, 19.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle
Donnerstag, 30. September 2021, 19.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

Duisburg, 20. September 2021 - Das SIGNUM saxophone quartet ist die „Boyband“ unter den klassischen Musikensembles. Wenn die vier jungen Musiker die Bühne betreten, erlebt das Publikum einen Abend voller Überraschungen: „Wenn wir Klassik spielen, brechen wir die Tradition. Denn wir spielen es mit unseren Saxophonen“ – die Musiker Blaž Kemperle, Erik Nestler, Alan Luzar und Guerino Bellarosa sind in Sachen Innovation also ganz vorne mit dabei und in dieser Saison „Artists in Residence“ der Duisburger Philharmoniker.

 SIGNUM saxophone quartet / C- Andrei Grlic

Überraschend sind aber nicht nur ihre Interpretationen und Spielweisen, sondern auch ihre lebendige Performance auf der Bühne. Gefeiert für ihren einzigartigen Sound reisen die vier Saxophonisten inzwischen um die halbe Welt und bringen mit ihren Ideen neue Hörerlebnisse auf die Bühne – auch im 2. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker präsentiert das Quartett an der Seite des Dirigenten Benjamin Shwartz eine spannende Mischung aus jazzigen Sounds und lyrischen Melodien mit dem Konzert für Saxophonquartett und Orchester von Philip Glass.

Die Duisburger Philharmoniker präsentieren im Konzert außerdem Lollapalooza von John Adams, einem wortwörtlichen „Kracher“ der Minimal Music, der mit verschachtelten Rhythmen durchs Orchester hetzt. Einen ganzen Zoo besonderer Klangkreaturen jagt außerdem der amerikanische Komponist Maston Bates durch die Reihen der Philharmoniker, wenn seine Anthology of Fantastic Zoology auf den Notenpulten liegt. Bates’ flatternde und schwirrende, kriechende und schleichende, hüpfende und rennende Klangkreaturen sind zwar bisher nur die akustischen Produkte seiner bizarren Fantasie, werden nun jedoch in der Mercatorhalle mit virtuellen Live-Skulpturen der Lichtkünstlerin Teresa Grünhage zum Leben erweckt.

Konzerteinführung: Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18.30 Uhr. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

Offenes Atelier DU 2021

Duisburg, 17. September 2021 - Das „Offene Atelier DU 2021“ findet an den beiden aufeinanderfolgenden Wochenenden 25./26. September und 2./3. Oktober statt. Zum 18. Mal laden mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler im ganzen Stadtgebiet in ihre Ateliers ein. Samstags öffnen die Werkstätten von 14 bis 20 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.  

Wer sich für Kunst interessiert, hat hier die Möglichkeit, mehr über die Lebens- und Arbeitswelt in den Ateliers und die Vielfalt künstlerischer Ideen zu erfahren. Das Erleben authentischer Augenblicke und die Begegnung mit den Menschen hinter den Kunstwerken wird an diesen Tagen möglich. Dabei öffnen nicht nur die von der Stadt Duisburg geförderten Atelierhäuser, Kultur- und Freizeitzentren, sondern auch private Ateliers.

Die Bandbreite reicht von Malerei, Bildhauerei und Objektkunst, Fotografie und Grafik über Installation, Video und Performance bis hin zur Aktionskunst. Auch die teilnehmenden Künstlerinnen Stacey Blatt und Elisabeth Höller ermuntern zum Besuch der Ateliers: “Nutzen Sie die Chance und besuchen Sie die Künstlerinnen und Künstler in Ihrer Nachbarschaft. Schauen Sie, wie diese arbeiten und kommen Sie mit ihnen ins Gespräch.“  

Für das „Offene Atelier DU 2021“ erstellte die Künstlerin Fee Brandenburg wieder  Plakate und Broschüren, in denen das erste Wochenende dunkelblau, das zweite Wochenende hellblau gestaltet ist. Ein Stadtplan zur Orientierung befindet sich in der Mitte der Broschüre. Weitere Informationen und die Standorte der einzelnen Ateliers gibt es auch im Internet auf der Seite des Kulturbeutels https://www.kulturbeutel-duisburg.de/oa.  

Das „Offene Atelier DU 2021“ findet unter Beachtung der aktuellen Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW statt. Eine geführte Busfahrt ist dieses Jahr leider nicht möglich. Weitere Informationen gibt es bei den Kulturbetrieben telefonisch unter 0203/283-62269.

Stadtmuseum: Vom alten Kunsthandwerk, eine Karte zu drucken

Duisburg, 14. September 2021 - Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ führt am Sonntag, 19. September, um 15 Uhr die Gäste des Kultur- und Stadthistorischen Museums am Johannes-Corputius-Platz 1 in das Kunsthandwerk des Kartendrucks ein. Hierfür benötigten Kartographen viel Kunstfertigkeit, Übung und Geschick. Bei der Veranstaltung im Museum können Besucherinnen und Besucher diese Fähigkeiten mit viel Anschauungsmaterial und praktischen Erläuterungen näher kennenlernen.  

Mit dem Druck von Landkarten und Stadtansichten verbreitete sich ab Ende des 15. Jahrhunderts ein neues Bild von der Welt. Die Schedelsche Weltchronik von 1493 war mit prächtigen Holzschnitten illustriert, doch Ortelius und Mercator arbeiteten 60 Jahre später bereits mit Kupferstichen für ihre Karten. Diese Technik wurde von Matthäus Merian und seinen Nachfahren perfektioniert. In der Mercator-Schatzkammer sind neben Atlanten und Globen auch ausgewählte Karten zu bewundern, zu denen Werner Pöhling spannende Details erzählen kann.  


An der Führung können maximal zehn Personen teilnehmen. Um eine Anmeldung wird entweder telefonisch unter 0203/283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de gebeten. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Besucher werden gebeten, während der Veranstaltung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Bei Führungen gilt die 3G-Regel. Das gesamte Führungsprogramm des Museums ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.    

Mercators Erdglobus von 1541 ist in der Mercator-Schatzkammer des Museums zu sehen

oto - Universitätsarchiv Paderborn ohne Schriftzug

Veranstaltung im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland in der Zentralbibliothek  

Duisburg, 14. September 2021 - Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ laden die Stadtbibliothek und der Verein für Literatur Duisburg am Freitag, 24. September, um 20 Uhr (Einlass ab 19.15 Uhr) in der Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse in der Stadtmitte zu einer Lesung von Texten der jüdischen Schriftstellerin Jenny Aloni ein.  
In der dialogischen Lesung begegnen sich der Literaturwissenschaftler Walter Gödden und der Schauspieler, Produzent und Rezitator Carsten Bender.   Die Lesung unter dem Titel „Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein“ wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Sie ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr "#2021 JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" unterstützt werden.  

Die in Paderborn geborene jüdische Autorin Jenny Aloni gilt als „bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerin ihrer Generation in Israel“ und zählt zu den wichtigsten deutschen Exilautorinnen überhaupt. Aloni verfasste Gedichte, Erzählungen und Romane und führte fast lebenslang ein Tagebuch. Dem Holocaust entkam die Autorin durch ihre Auswanderung nach Palästina (1939), wo sie vor allem im sozialen Bereich arbeitete. Ihre Familie wurde fast vollständig von den Nationalsozialisten ermordet.

Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals fand Jenny Aloni eine eigene, ausdrucksstarke Sprache. Die Erfahrung von Leid, Trauer und Entbehrung ist kaum ergreifender in Worte zu fassen. Aloni schrieb über die nationalsozialistischen Verbrechen, den Alltag und die sozialen Probleme ihrer neuen Heimat Israel und über die Verdrängung der an Juden verübten Verbrechen im Deutschland der Nachkriegszeit.
Sie wurde unter anderem von Heinrich Böll gefördert, mit dem sie jahrelang in einem intensiven Briefwechsel stand. Alonis Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Jenny Aloni verkörpert mehrere Kapitel deutsch-jüdischer Kulturgeschichte mit einem besonderen Bezug zu Westfalen und ihrer Heimatstadt Paderborn. Sie war eine beispielhafte, starke Persönlichkeit, die ihre individuelle und gesellschaftliche Situation literarisch verarbeitete und damit zukünftigen Generationen "Bericht gab" über die an Juden verübten Verbrechen.  

Der Eintritt kostet 5 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühren. Karten gibt es online unter www.stadtbibliothek-duisburg.de, bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Mitglieder des Vereins für Literatur haben freien Eintritt, müssen sich aber auf bekanntem Weg für die Teilnahme anmelden.   Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Stadtbibliothek zu finden. Für telefonische Rückfragen steht die Stadtbibliothek während der Öffnungszeiten unter (0203) 283 4218 zur Verfügung.

Jenny Aloni - im Militärcamp Sarafand - 1945

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Kunst & Kaffee „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ mit Inke Maria Hahnen

Duisburg, 14. September 2021 - Wer den Kunstgenuss mit einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee ausklingen lassen möchte, ist am Dienstag, den 21. September, 15 Uhr, im Lehmbruck Museum an der richtigen Adresse: Inke Maria Hahnen wird an diesem Tag durch die aktuelle Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” führen und anschließend zu Kaffee und Kuchen einladen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

In ihrer Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” stellt Inke Maria Hahnen die besondere Beziehung zweier der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Eine Skulptur von Lehmbruck, die Beuys als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Obwohl sich beide Künstler nie begegnet sind, spricht Beuys von einer tiefen Beziehung, von einem „Grunderlebnis”, das er hatte, als er die Abbildung eines Werkes Wilhelm Lehmbrucks sah.

Sie hinterließ einen derart tiefen Eindruck, dass Beuys daraufhin beschloss, Bildhauer zu werden. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Teilnahme nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske ist obligatorisch.  

Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Tickets können online im Ticketshop des Museums gebucht oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de reserviert werden.      


 Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de


Lehmbruck Museum: Freier Eintritt beim Sparda-Familientag am 19. September 2021

Duisburg, 13. September 2021 - Gemeinsam mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West lädt das Lehmbruck Museum am Sonntag, den 19. September, 11 bis 18 Uhr, zum Sparda-Familientag ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Performances, Führungen und Workshops.   

Bei freiem Eintritt feiert das Lehmbruck Museum den letzten Tag der Ausstellung der Künstlerin Nevin Aladağ und die Eröffnung von „Me and My Machine”. Die Besucher*innen sind eingeladen, ein Picknick mitzubringen – die passende Decke für eine Pause im Park stellt das Lehmbruck Museum zur Verfügung. Für das leibliche Wohl und eine kleine Überraschung ist gesorgt. Das Lehmbruck Museum hat an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.  

Das Programm für den 19. September 2021:
11.30 Uhr Familienführung (Anmeldung erforderlich)
12.30 Uhr Workshop „Panflöten und Strohhalm-Oboen” (Anmeldung erforderlich)
14.00 Uhr Musikalische Performance an den Instrumentenskulpturen „Resonator Wind” und „Resonator Percussion” von Nevin Aladağ
15.00 Uhr Vernissage der Ausstellung „Me and My Machine” mit Performance „Printer says NO” des niederländischen Künstlerinnen-Duos ANT EYE
16.00 Uhr Finissage der Ausstellung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” mit musikalischer Performance an den Instrumentenskulpturen „Resonator Wind” und „Resonator Percussion”
16.30 Uhr Familienführung (Anmeldung erforderlich)

 Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske ist obligatorisch.   Anmeldungen für die Teilnahme an den Familienführungen und am Workshop nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Weitere Sparda-Familientage im Lehmbruck Museum sind für den 24. Oktober und den 14. November geplant.    

Sparda-Familientag 2019, Foto: Frank Vinken

 

- 1. Kammerkonzert: Klangreise von Böhmen nach Amerika mit dem canorusquintett
- „Musikunterricht der besonderen Art“  mit dem SIGNUM saxophone quartet

 1. Kammerkonzert: Klangreise von Böhmen nach Amerika mit dem canorusquintett
Sonntag, 19. September 2021, 19.00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

Duisburg, 12. September 2021 - Sie waren für Konzerte schon in Frankreich und Italien, sind quer durch Deutschland gereist und seit zwölf Jahren ein erfolgreiches Team auf der Bühne – das canorusquintett kommt nun mit großem Reisegepäck nach Duisburg: Dafür bringen die fünf jungen Holzbläser*innen zum 1. Kammerkonzert der neuen Konzertsaison klingende Souvenirs aus Böhmen und Amerika mit und präsentieren eine musikalische Tour durch die Jahrhunderte.

Die Reise beginnt um 1800 mit dem böhmischen Komponisten Anton Reicha, dessen Bläserserenaden noch in den Parks und Gärten der Wiener Aristokratie erklangen. Von hier aus geht es weiter über Tschechien mit Werken von Pavel Haas ins moderne Amerika Samuel Barbers. Dazwischen steht, als Grenzgänger zwischen den Welten und Stilen, das „amerikanische“ Streichquartett von Antonín Dvořák.

2009 gründeten fünf Studierende aus Hannover und Weimar das canorusquintett - Foto Thomas Ratzek -, das seitdem einige Erfolge feiern konnte: Beim Henri-Tomasi-Wettbewerb in Marseille konnten sich die fünf bereits 2011 gegen eine große internationale Konkurrenz durchsetzen; weitere Erfolge verbuchten sie 2013 beim Mendelssohn-Wettbewerb der deutschen Musikhochschulen sowie im Jahr darauf beim Musikwettbewerb der ARD.

Die Mitglieder des Ensembles sind auch als Solist*innen und Orchestermusiker*innen erfolgreich – Christoph Schneider etwa ist seit 2016 Solo-Klarinettist der Duisburger Philharmoniker. Konzerteinführung: 18.15 Uhr im „Tagungsraum 6“ des Kongresszentrums Citypalais. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de


„Musikunterricht der besonderen Art“  mit dem SIGNUM saxophone quartet

Das SIGNUM saxophone quartet ist die „Boyband“ unter den klassischen Musikensembles. Wenn die vier jungen Musiker die Bühne betreten, ist klar: Hier ist heute alles anders als gewöhnlich. „Wenn wir Klassik spielen, brechen wir die Tradition. Denn wir spielen es mit unseren Saxophonen“ – die Musiker Blaž Kemperle, Erik Nestler, Alan Luzar und Guerino Bellarosa sind in Sachen Innovation also ganz vorn mit dabei und in dieser Saison „Artists in Residence“ der Duisburger Philharmoniker.   
Gefeiert für ihren einzigartigen Sound reisen sie inzwischen um die halbe Welt und bringen mit ihren Ideen neue Hörerlebnisse auf die Bühne – oder eben am 16. und 17. September in die Klassenzimmer der Städtischen Gesamtschule Duisburg-Meiderich und der Heinrich-Heine-Gesamtschule Duisburg. 

Lehmbruck Museum:  Tag des offenen Denkmals – Architektur des Hauses
- Konzert „BEUYS‘ erdklavier + ensemble CRUSH”

Tag des offenen Denkmals – ThemenführungArchitektur des Hauses
Duisburg, 09. September 2021 - Am Sonntag, den 12. September, findet der „Tag des offenen Denkmals” statt. Aus diesem Anlass lädt das Lehmbruck Museum seine Besucherinnen und Besucher dazu ein, ihren Eintrittspreis an diesem Tag selbst festzulegen. Um 11.30 Uhr bietet die Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow außerdem eine öffentliche Führung zur Architektur des denkmalgeschützten Museumsbaus an, der bis heute einzigartig ist.  

Monumentale Stahlklammern, hohe Glasfronten und eine vermeintlich schwebende Decke: Im Mittelpunkt der öffentlichen Führung, zu der die Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow am Sonntag, den 12. September, 11.30 Uhr, einlädt, steht die eindrucksvolle Architektur des Lehmbruck Museums. Für das skulpturale und malerische Lebenswerk seines Vaters hat der Architekt Manfred Lehmbruck eine einzigartige Architektur mit mehreren Galerieebenen und langen Treppenläufen entworfen, die in das Grün des Kantparks eingebettet ist.

 Blick in den Lehmbruck-Flügel, Foto: Rose Hajdu

Im Zusammenspiel mit den darin ausgestellten Kunstwerken bildet der 1964 eröffnete Museumsbau mit seinem in die Erde geduckten Betonkörper des Lehmbruck-Flügels und der monumentalen Glashalle, die an Transparenz kaum zu überbieten ist, ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Bei einem Rundgang durch das denkmalgeschützte Museum können die Teilnehmer*innen diesen besonderen Einklang von Kunst und Architektur hautnah erleben.  

Für die Teilnahme an der Führung gilt die sog. 3G-Regel (Teilnahme nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de anzumelden.  
Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt: Pay What You Want!      

Konzert „BEUYS‘ erdklavier + ensemble CRUSH”
Im Rahmen der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” lädt das Lehmbruck Museum am kommenden Donnerstag, den 16. September, 18 Uhr, zu einem Konzerterlebnis der besonderen Art ein: Das Ensemble CRUSH greift die von Joseph Beuys geprägte Idee des „Erdklaviers” auf und schreibt sie als musikalisches Programm fort. Der musikalische Aspekt ist im Werk von Joseph Beuys allgegenwärtig.


Für die Veranstaltung „FLUXUS: Internationale Festspiele Neuester Musik” (1962) hatte Beuys die Idee des „Erdklaviers” entwickelt, jedoch nicht realisiert. Das 2013 gegründete Ensemble CRUSH greift diese Idee nun für eine Reihe von Performancekonzerten auf. Eine facettenreiche Mischung auf Grundlage von Werken aus dem Geburtsjahr des Künstlers bildet den lebendigen und nährstoffreichen Boden für ein akustisch-performatives Erlebnis. Ein Highlight des Programms ist das extra für dieses Projekt komponierte Stück von Peter Gahn.

Der Flügel wird in einer neuen Interpretation des Werks „Numberpiece Four6” von John Cage, dem sich Beuys laut eigener Aussage besonders nahe fühlte, als Instrument erweitert und zelebriert. Für die Mitglieder des Ensembles – Pia Marei Hauser (Flöte), Andrei Simion (Violoncello), Slavi Grigorov (Akkordeon) und Marin Petrov (Klavier) – sind eine unkonventionelle Programmgestaltung sowie das Aufbrechen der gewohnten – auch räumlichen – Konzertsituation von besonderem Interesse. Das Projekt „BEUYS’ erdklavier + ensemble CRUSH” wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Landesförderungsprogramm Regionale Kulturpolitik. Weitere freundliche Unterstützung erhält das Projekt durch die Firma KAWAI Europa GmbH. Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete).
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Tickets können über den Onlineshop des Lehmbruck Museums gebucht oder alternativ telefonisch unter 0203 283 3294 reserviert werden.  

© ensemble CRUSH  

 

 

Lehmbruck Museum:  
Schnuppertag „Schmuckwerkstatt” -  Sprachcafé - Jugend trifft Kunst

Schnuppertag „Schmuckwerkstatt”
Duisburg, 08. September 2021 - Am Samstag, 11. September, 12 Uhr, lädt Bettina Kohrs junge Kreative zwischen 10 und 14 Jahren dazu ein, sich selbst als Schmuckdesigner*in auszutoben und kunstvolle Schmuckstücke selbst herzustellen. Der Schnuppertag „Schmuckwerkstatt” wird im Rahmen des Duisburger Kulturrucksacks angeboten. Das Landesprogramm Kulturrucksack NRW nimmt 10-14-jährige Kinder und Jugendliche mit auf künstlerische Abenteuerreisen, um ihnen die kulturelle Vielfalt ihrer Stadt zu zeigen.  
Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Die Teilnahme ist kostenlos.    

Kulturrucksack Duisburg, Schnuppertag „Schmuckwerkstatt”, Foto: Sonja Rothweil



Öffentliches  Sprachcafé

Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sich Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft am Samstag, den 11. September, 15 Uhr, über „Kunst und die Welt” austauschen und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern.Bei gutem Wetter kann das Sprachcafé auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden.
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Jugend trifft Kunst

Unter der fachkundigen Leitung von Katharina Nitz können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren am Sonntag, 12. September, 11.30 Uhr, selbst kreativ werden und dreidimensional arbeiten. Abgüsse von Modellen in Gips können dabei mit „verlorener Form” vorgenommen werden: Um eine Hohlform zu erhalten, wird das Modell in Gips abgeformt und anschließend aufgefüllt. Nach dem Aushärten werden die Formschalen abgeschlagen und der Abguss vorsichtig entfernt.  
 
Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen. Die Teilnahme ist kostenlos.  

Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz

 

 

Duisburger Philharmoniker zum „Exzellenzorchester“ gekürt – Orchester erhält Bundesförderung über 315.000 Euro

Duisburg, 02. September 2021 - Die Duisburger Philharmoniker wurden in das Bundesförderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen. Damit wird die programmatische Arbeit des Orchesters in der laufenden und kommenden Spielzeit bis Sommer 2023 mit einer Summe von 315.000 Euro zusätzlich unterstützt. „Die Exzellenz-Förderung ist eine Auszeichnung für die Duisburger Philharmoniker und zeigt die große Wertschätzung für unser Orchester. In Zeiten der Coronapandemie, die das Kulturleben noch immer erschwert, ist diese Förderung ein gutes Signal für die Musikerinnen und Musiker, für das Publikum und unsere Stadt insgesamt“, erklärt Oberbürgermeister Sören Link.


Auch der neue Intendant der Duisburger Philharmoniker Nils Szczepanski freut sich über die guten Nachrichten aus Berlin: „Wir möchten uns auch weiterhin als wandlungsfähiges Orchester positionieren und unsere Rolle als lebendige Kulturinstitution in einer vielfältigen Stadtgesellschaft wahrnehmen. Wir freuen uns darauf, mit Hilfe der Bundesförderung neue Relevanzen für die orchestrale Musik zu schaffen – mit innovativen, zukunftsweisenden Ideen“.

Mit ihrem Projekt „ÉRCHOMAI – Das bewegte Orchester“ initiieren die Duisburger Philharmoniker vielfältige Impulse und schaffen innovative Formate, damit eine breitere Öffentlichkeit in der Rhein-Ruhr-Metropolregion partizipieren kann: Menschen mit den verschiedensten Bildungs- und Kultur-Hintergründen sollen erreicht und für die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Orchestermusik begeistert werden – ohne Barrieren, auch außerhalb des Konzertsaals nah bei den Menschen und ihrer eigenen gelebten Kultur. Angestrebt wird hier eine Begegnung auf Augenhöhe, wobei der Kulturaustausch im Vordergrund steht: Geplant sind u.a. Jam-Sessions, Kultur-Workshops in den Duisburger Stadtteilen, Kooperationen mit lokalen Vereinen und soziokulturellen Zentren.


Auch die Städtepartnerschaft mit Wuhan wird zum 40. Geburtstag nächstes Jahr besonders gefeiert. Neben diesen interkulturellen Aktionen spielt innerhalb des Projektes auch die Erweiterung des symphonischen Repertoires und die Verbindung von Natur und Kultur eine große Rolle. Zu den von der Bundesregierung geförderten Konzertorchestern zählen neben den Duisburger Philharmonikern u.a. auch die Berliner Symphoniker, die Symphoniker Hamburg, das Mahler Chamber Orchestra, Concerto Köln sowie das Ensemble Modern.

Mit dem Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sollen Orchester in die Lage versetzt werden, neue Projektideen außerhalb des regulären Konzertbetriebes zu entwickeln. Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt das seit 2017 bestehende Programm „Exzellente Orchesterlandschaft“ in diesem Jahr mit insgesamt 4,5 Millionen Euro fort.

Orchesterfoto-highres

 

FLUT – ein Tanzprojekt zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Eine Kooperation der Oper Köln mit Emanuele Soavi incompany und den Duisburger Philharmonikern im Rahmen von BTHVN 2020 Uraufführung in Köln: Sonntag, 5. September 2021, 18.00 Uhr im StaatenHaus
Freitag, 17. September 2021, 19.00 Uhr im Theater Duisburg, Großer Saal
Samstag, 18. September 2021, 19.00 Uhr im Theater Duisburg, Großer Saal

Duisburg, 01. September 2021 - Ludwig van Beethoven war ein Visionär, der immer auf der Suche nach künstlerischer Erneuerung und grenzüberschreitenden Ideen war.

Anlässlich des Beethoven-Jubiläums 2020 setzen die Oper Köln und die Duisburger Philharmoniker dem Komponisten nun ein ganz besonderes Denkmal: Mit dem Projekt FLUT sprengen die Musiker*innen an der Seite von Dirigentin Cecilia Castagneto, Choreograf Emanuele Soavi, dem Tanzensemble „Emanuele Soavi incompany“ sowie den Elektronikkomponisten Wolfgang Voigt und Stefan Bohne ebenfalls Grenzen – kleiden Beethovens 7. Symphonie sowie sein Streichquartett Nr. 8 in elektronische Sounds und machen die Musik des Wiener Klassikers sogar tanzbar.

Im Fluss von Tanz, Bild und elektronischen Sounds entspinnt sich in dem Werk ein Spannungsfeld der Gegensätze zwischen Kollektiv und Individualität, Instinkt und Funktionalität, Utopie und Realität. Gleich einer fortwährenden Flut unterschiedlichster emotionaler und intellektueller Zustände überträgt sie sich auf die Hörenden, beeinflusst das Sein und Erleben, wie die Flut auch in der Natur Landschaft und Lebensbedingungen verändert.

Das internationale Tanzensemble „Emanuele Soavi incompany“ variiert in seinen Performances Formensprache und Bewegungsqualität, während die Choreografie dynamische Bilder einer im Auf- und Umbruch befindlichen Gesellschaft entwirft. Inspiriert von Beethovens Persönlichkeit zeichnet Choreograf Emanuele Soavi auf dieser musikalischen Folie ein Universum des „Ich“, das existenzielle Fragen aufwirft, sich der Angst vor dem Unbekannten stellen und mit seiner Identität immer wieder neu verorten muss.

FLUT RELICS by Joris Jan Bos

FLUT ist bereits die vierte Zusammenarbeit der Duisburger Philharmoniker mit dem Choreografen Emanuele Soavi und seinem Ensemble aus Köln. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

- plastikBAR Kunst & Stulle „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” mit Dr.Karow
- RuhrKunstUrban – das Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen geht weiter!  

- Pay What You Want & Themenführung Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur

Pay What You Want & Themenführung Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur
Duisburg, 01. September 2021 - „Pay What You Want” lautet am Freitag, 3. September, das Motto im Lehmbruck Museum. Wie an jedem ersten Freitag im Monat können die Besucher*innen dann selbst entscheiden, was Ihnen der Besuch wert ist! Gleiches gilt für die Teilnahme an der öffentlichen Führung um 15 Uhr, die sich der aktuellen Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” widmet.   Für Wilhelm Lehmbruck wie für Joseph Beuys gilt: „Alles ist Skulptur”. Und: Skulptur ist das Mittel der Transformation, des Übergangs von einem Zustand in den anderen.

Dem Werk beider Künstler, die am Niederrhein geboren sind und an der Kunstakademie in Düsseldorf Bildhauerei studiert haben, ist eine tragische Komponente eigen: Die Kriegserfahrung hat deutliche Spuren im Werk beider Künstler hinterlassen. Vielleicht sind es die Spuren dieser existenziellen Erfahrung, die Joseph Beuys spürte, als er zum ersten Mal die Abbildung einer Skulptur von Wilhelm Lehmbruck sah, die einen so tiefen Eindruck hinterließ, dass er daraufhin beschloss, Bildhauer zu werden.   

Für die Teilnahme an der Führung gilt die sog. 3G-Regel (Teilnahme nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete). Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen.  

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de anzumelden.  


Joseph Beuys, Boothia Felix, 1958/1982, Galerie Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Ursula Kaufmann  


RuhrKunstUrban – das Kooperations- und Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen geht weiter!
 
Nach den Sommerferien kann RuhrKunstUrban, das Kooperations- und Vermittlungsprojekt der 21 RuhrKunstMuseen, endlich weitergehen! Das Lehmbruck Museum kooperiert mit dem Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg und dem Soziokulturellen Zentrum Stapeltor. Gemeinsam haben Kunstvermittler*innen und Schüler*innen die Stadt Duisburg in ihren künstlerischen Facetten kennengelernt. Nun entwickeln sie zu verschiedenen Themen ganz eigene künstlerische Standpunkte.
 
Auf einer 6 km langen Route zwischen Berufskolleg, Museum und Soziokulturellem Zentrum erarbeiten die Schülerinnen und Schüler den Kunst-Parcours „Kunst to Go“, der über die Lern-App „Chunkx“ abrufbar ist und vor allem junge Kunstfans ansprechen soll. Nutzer*innen der App können auf der Route einiges über die Kunst im öffentlichen Raum in Duisburg erfahren, werden aber auch zur intellektuellen Auseinandersetzung und zum eigenen künstlerischen Handeln angeregt.
Weitere Informationen zum Projekt RuhrKunstUrban sind der angehängten Pressemitteilung des Projektbüros zu entnehmen.    
Schüler*innen des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs, Foto: FAL-Berufskolleg Duisburg


plastikBAR Kunst & Stulle „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” mit Dr. Susanne Karow

Am Donnerstag, den 2. September, lädt Dr. Susanne Karow ab 17.30 Uhr zu „Kunst & Stulle” an die plastikBAR ein. In ihrer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” wird sich die Kunstvermittlerin der künstlerischen Verwandtschaft zweier der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts widmen. Im Anschluss daran können die Teilnehmer*innen den Abend bei einem kleinen Imbiss ausklingen lassen. Eine Anmeldung ist erforderlich!
 
Als Joseph Beuys nur wenige Tage vor seinem Tod, im Januar 1986, mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet wird, bedankt er sich in einer heute legendären Rede zur Überraschung der Anwesenden bei seinem „Lehrer“ Wilhelm Lehmbruck. Die Abbildung eines Werkes von Lehmbruck löste im jungen Beuys eine Art Initialzündung aus: „Alles ist Skulptur, rief mir quasi dieses Bild zu.“ Beide Künstler, Lehmbruck wie Beuys, waren überzeugt, dass Skulptur die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern. Für Lehmbruck wie für Beuys gilt: „Alles ist Skulptur“.
An den Terminen der plastikBAR hat das Lehmbruck Museum bis 20 Uhr geöffnet.
 
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen.
 
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Imbiss und Getränk. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Veranstaltung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu erwerben. Alternativ werden Anmeldungen telefonisch unter 0203 283 3294 entgegengenommen.

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de



- Führung im Stadtmuseum: „Geister und Genies“ im 16. Jahrhundert  
- Provinz und Bukahara kommen zur TRAUMZEIT  

Führung im Stadtmuseum: „Geister und Genies“ im 16. Jahrhundert  
Duisburg, 31. August 2021 - Über das Leben von „Geistern und Genies“ im 16. Jahrhundert berichtet Dr. Andrea Gropp bei einer Führung am Sonntag, 5. September, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1. Nicht nur Gerhard Mercator gehört zu ihnen, sondern auch etwa der Schriftenforscher Cornelius Wouters oder die Dichterin Johanna Otho.  

Aber was führte so viele große Denker in unser kleines Duisburg? Und was geschieht, wenn eine Gruppe Gelehrter im 16. Jahrhundert hier zusammenkommt? Einerseits erblicken große Entdeckungen, Kunst und Poesie das Weltgeschehen. Andererseits gibt es aber auch hier Streit und Neid unter Kollegen und Nachbarn, bei dem schon mal ein Drohbrief im Garten landet.
 
Die Teilnahme an der Führung ist auf höchstens zehn Personen begrenzt und kostet für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro). Um eine Anmeldung telefonisch unter 0203/283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten.  
Das gesamte Führungsprogramm des Museums ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.    

Blick in die Ausstellung „Geister und Genies“ im Stadtmuseum.

Rauschhafte Indie-Hymnen und Folk Balladen - Provinz und Bukahara kommen zur TRAUMZEIT  

Nach den GIANT ROOKS und den LEONIDEN haben zwei weitere Headliner für die TRAUMZEIT vom 24. bis 26. September zugesagt. Mit Provinz und Bukahara kommen zwei weitere namhafte Bands in den Landschaftspark Duisburg-Nord. Weitere neue Bands im Line-Up sind unter anderem Il Civetto, Kaiser Quartett und DeWolff. Insgesamt werden rund 30 Bands auf drei Bühnen an den drei Festivaltagen spielen.

„Wir sind sicher, dass wir mit unserem Programm eine musikalische Qualität bieten und eine Atmosphäre schaffen, die einer TRAUMZEIT vor Corona sehr, sehr nahe kommt“, ist Festivalleiter Frank Jebavy vom Konzept überzeugt.  
Bei PROVINZ treffen große, ungefilterte Coming-of-Age-Gefühle auf mitreißend direkte Texte, rauschende Indie-Hymnen auf organisch instrumentierte Produktionen, der Hunger auf die große weite Welt auf die Angst, das vertraute familiäre Umfeld zu verlassen. Auf ihrer aktuellen EP „Zu spät um umzudrehen“ wird das Quartett angesichts von Black Lives Matters, Querdenker-Demos und nahender Klima-Katastrophe auch politisch. 1LIVE zeichnete das Quartett als „Bester Newcomer Act“ aus.  

Vier Künstler, drei Kontinente, ein gemeinsamer Nenner - Bukahara sind ein Manifest der puren Lebensfreude. Mit Geige, Kontrabass, akustischer Gitarre, Perkussion und Posaune spazieren die Multiinstrumentalisten nonchalant von Genre zu Genre. Dabei finden sich ruhige Folk-Balladen ebenso im Repertoire wie wild tanzbare Klangexplosionen mit osteuropäisch anmutenden Klängen, türkischen Rhythmen oder Fragmenten nordafrikanischer Musik. Getragen von der rauen Stimme des Leadsängers entsteht eine eingängige, aber nicht minder raffinierte Popmusik.  


TRAUMZEIT bleibt auch im Jahr 2021 seiner Idee treu, ein breites Spektrum aktueller und kreativer Musik vorzustellen. Dazu zählen auch die Melange aus Balkanklängen, Folk und einem Hauch Swing von Il Cevetto, die vier Streicher des Kaiser Quartetts und der zeitgenössische, psychodelische Bluesrock von DeWolff. Bislang stehen folgende Bands für die TRAUMZEIT 2021 fest: Giant Rooks, Provinz, Leoniden, Bukahara, Il Civetto, Kaiser Quartett, Swutscher, Yin Yin, Fortuna Ehrenfeld, DeWolff, Shelter Boy, Tolqyn, Sarah McCoy, Resistanzen2, Fifur Lemur, Luise Weidehaas.  


Für das Festivalgelände gelten die 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet). Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nur für den Bereich vor der Ticketkontrolle eingehalten werden. Nach dem Einlass entfallen diese Beschränkungen. Bedingt durch Corona entfallen in diesem Jahr die Gasometerbühne mit dem kostenlosen Programm und die frei zugängliche Gastro-Meile. Alle Bühnen der Traumzeit 2021 sind Open Air.   Festivaltickets für das volle Programm kosten 80 Euro, wer auf dem Festivalgelände campen will, zahlt 95 Euro. Tickets gibt es unter  www.traumzeit-festival.de/tickets sowie an den gängigen Vorverkaufsstellen.


 Neuer Intendanten der Duisburger Philharmoniker Nils Szczepanski im Rathaus begrüßt

Duisburg, 27. August 2021 -  Zu Beginn der neuen Opern- und Konzertsaison 2021/2022 hat sich Oberbürgermeister Sören Link heute, Freitag, 27. August, mit Nils Szczepanski, dem neuen Intendanten der Duisburger Philharmoniker, im Rathaus getroffen und über Planungen, Projekte und Perspektiven der Philharmoniker ausgetauscht. Dabei waren natürlich auch die aktuellen Rahmenbedingungen im Konzertsaal unter Corona-Auflagen ein Thema. Zum 1. August hat Nils Szczepanski als Nachfolger von Prof. Dr. Alfred Wendel die Position des Intendanten der Duisburger Philharmoniker angetreten.

Der studierte Musikwissenschaftler und Kulturmanager war vorher bei den Symphonikern Hamburg als Künstlerischer Betriebsleiter und Persönlicher Referent des Intendanten tätig. Die erste Opernaufführung der Philharmoniker im Theater Duisburg ist für Freitag, 3. September terminiert (W.A. Mozart: „Le nozze di Figaro“); die philharmonische Konzertsaison startet am Mittwoch, 8. September, mit Ludwig van Beethovens „Missa Solemnis“.  

Kulturdezernentin Astrid Neese und Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, begrüßten den neuen Intendanten Nils Szczepanski (Mitte) der Duisburger Philharmoniker im Duisburger Rathaus. Foto Uwe Köppen/Stadt Duisburg

 

ANDREAS GURSKY Fotografien aus vier Jahrzehnten

Von den Anfängen an Rhein und Ruhr über bekannte ikonografische bis hin zu neuen Arbeiten
MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg Laufzeit: 09.09.2021–30.01.2022

Duisburg, 27. August 2021 - Andreas Gursky (*1955) zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Fotografen weltweit. Seinen Arbeiten ist eine besondere Objektsprache zu eigen, die vielfältige gesellschaftliche Fragestellungen und aktuelle Themen kritisch aufgreift. Sein ebenso distanzierter wie subjektiver Blick auf Phänomene der Alltagskultur, auf Konsumerscheinungen, Globalisierung, Umwelt, Klima, Wirtschaft oder Politik macht ihn zu einem einzigartigen Beobachter unserer Zeit. Zahlreiche Details und Strukturen komplexer Systeme offenbaren sich in seinen Werken und laden ein, sich im Spiel von Nähe und Distanz dem „bigger picture“ zu nähern.
AndreasGursky_MKM2020
Das Museum Küppersmühle präsentiert ab dem 9. September rund 60 Fotografien aus vier Jahrzehnten, angefangen mit frühen Arbeiten aus dem Ruhrgebiet, das Andreas Gursky zur Zeit seines Studiums an der Düsseldorfer Akademie bei Bernd und Hilla Becher oftmals als Schauplatz diente. Der weitere Ausstellungsrundgang erstreckt sich über bekannte ikonografische Werke bis hin zu neuen Arbeiten im Großformat und führt umfassend in den Bildkosmos des Fotokünstlers ein. MKM-Direktor Walter Smerling hat die Ausstellung in enger Zusammenarbeit mit Andreas Gursky kuratiert. Der Künstler hat die Retrospektive explizit für den Ort gestaltet, mit engen Bezügen zur Region.


Lehmbruck Museam: Programm am Wochenende

„Mitreden” im Lehmbruck Museum

Duisburg, 26. August 2021 - Am Samstag, 28. August, 15 Uhr, sind Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft wieder zum „Mitreden” eingeladen: Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sie in ungezwungener Atmosphäre bei Gesprächen über „Kunst und die Welt” spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern.

 Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sich Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft am Samstag, 28. August, 15 Uhr, über „Kunst und die Welt” austauschen und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Bei gutem Wetter kann das Sprachcafé auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden.
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen.

Sendetermin Museums-Check mit Markus Brock und Stefan Hunstein
Am Sonntag, den 29. August, wird um 18.30 Uhr der Museums-Check aus dem Duisburger Lehmbruck Museum in 3sat ausgestrahlt. „Alles ist Skulptur“ titelt die aktuelle Ausstellung zu Joseph Beuys und seinem Vorbild Wilhelm Lehmbruck, die der Moderator Markus Brock gemeinsam mit seinem Gast, dem Schauspieler und Fotokünstler Stefan Hunstein, im Juli besuchte.  

 Markus Brock und Stefan Hunstein beim Dreh im Lehmbruck Museum, Foto: SWR / M. Klug

„Highlights der Sammlung”
Am Sonntag, den 29. August, 11.30 Uhr, lädt Dr. Susanne Karow zu einem Rundgang durch das Lehmbruck Museum ein, bei dem sie sich den „Highlights der Sammlung” widmen wird. Als Zentrum internationaler Skulptur verfügt das Museum über einen der bedeutendsten Bestände moderner Skulptur überhaupt: In den Ausstellungsräumen des Hauses begegnen den Teilnehmer*innen Werke herausragender internationaler Künstlerpersönlichkeiten wie Alberto Giacometti, Rebecca Horn, Tony Cragg, Jean Tinguely und Käthe Kollwitz. Für die Teilnahme an der Führung gilt die sog. 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis an der Museumskasse vorzuzeigen.   

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen (inkl. Kunstvermittlerin) begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren.    Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Öffentliche Sonntagsführung, „Highlights der Sammlung”, Blick in die Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Rose Hajdu

 

 

Erfolgreicher Duisburger Kultursommer  

Duisburg, 24. August 2021 - Um Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen, hatte die Kulturstiftung des Bundes das Förderprogramm „Kultursommer 2021“ aufgelegt. Der Bund stellte für die Fördermaßnahme insgesamt 30,5 Millionen Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. 

Auftritt "The Atrium"

Mitte Juli wurde der Kantpark, mit einer von einem Zelt überdachten Bühne, zur zentralen Spielstätte. Bis zu 350 Zuschauer hatten Platz auf der eigens eingebauten Sitztribüne. Der Plan war, Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltungsfirmen, Promoter, Booking Agenturen, Caterer, wieder die Chance zu geben, neu durchzustarten. Gleichzeitig bedeutete dies für die Duisburger Bürgerinnen und Bürger, ein abwechslungsreiches Programm genießen zu können.    

Der Buttenwegge

„Der Plan ging auf: Rund 6.000 Zuschauer kamen zu den vielfältigen Veranstaltungen. Bereits in der ersten Woche zum Kindertheaterprogramm des Spielkorbs kamen rund 1.500 Besucher ins Zelt und führten die Aufführungen zu großen Erfolgen. Auch die Workshops und das Kantpark Quiz sind mit 400 bzw. 300 Teilnehmern sehr gut angekommen“, resümiert Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe.  

Außerdem waren der Bummelkasten (ausverkauft), Kai Magnus Sting, Jochen Malmsheimer, Wolfgang Trepper, das Klangkraft Orchester, Frida Gold, Anja Lerch, Jupp Götz/Joscho Stepahn/Heinz Hocks, Aynsley Lister sowie Kantpark uns Kruste (sehr gut besucht) sehr beliebte Programmpunkte. Auch bei den Veranstaltungen des Lokals Harmonie und des Soziokulturellen Zentrums Stapeltor gab es großen Andrang. Das Platzhirschfestival war ebenso ein drei-Tages Highlight mit durchweg sehr guten Besucherzahlen.  

Standing Ovations für Kai Magnus Sting

Besonders hervorzuheben sind auch die Open Air Projekte von fünf ausgewählten Duisburger Bildenden Künstlern/Künstlerduos im Park sowie die stattgefunden Workshops des Lehmbruck Museums auf dem Veranstaltungsgelände. Sie waren ebenfalls ein besonderer Anziehungspunkt und haben den Kultursommer, aber auch den Kantpark enorm bereichert.  
Endlich wieder auf einer Bühne zu stehen bzw. einem Konzert beizuwohnen, war für alle Beteiligten voller emotionaler Momente. Die vorhandene Infrastruktur mit Bedarfsgastronomie und Cocktail Bar tat ihr Übriges zum Wohlfühlfaktor am Zelt.

 

 

Duisburger Philharmoniker feiern vielstimmigen Saisonauftakt

Duisburg, 24. August 2021 - Die Duisburger Philharmoniker melden sich aus der Sommerpause zurück – mit Beethovens monumentaler Missa Solemnis im 1. Philharmonischen Konzert (Restplätze sind noch verfügbar), mit gespenstischer Spannung beim Eigenzeit-Festival und mit intimen Konzertmomenten beim 1. Serenadenkonzert (ausverkauft) in der Abteikirche DuisburgHamborn. Zum Schutz aller Besucher:innen gilt die 3G-Regel (Nachweis einer Impfung, Genesung oder negativen Testung und entsprechendem Identitätsnachweis) für den Zutritt zu unseren Konzerten.


1. Philharmonisches Konzert: Missa Solemnis

- Mittwoch, 8. September 2021, 19.30 Uhr in der Philharmonie
Mercatorhalle
- Donnerstag, 9. September 2021, 19.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

Es ist ein Werk, das alle Grenzen sprengt und das gerade in dieser Zeit, nach all den Monaten des kulturellen Stillstandes, eine Signalwirkung hat: Beethovens Missa Solemnis. Während die Kulturwelt monatelang nur im Pianissimo zu erleben war, präsentieren die Duisburger Philharmoniker nun eines der monumentalsten Werke Beethovens in voller Besetzung und an der Seite von rund 50 Sängerinnen und Sängern des Chorus Musicus Köln.

Hinzu kommt eine hochkarätige Solistenbesetzung mit Julia Kleiter (Sopran), Ingeborg Danz (Alt), Christoph Prégardien (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass). Die Leitung hat der Kölner Kantor und Dirigent Christoph Spering, ausgewiesener Spezialist für historische Aufführungspraxis. Beethoven selbst hielt seine Missa Solemnis für das „gelungenste seiner Geistes-Produkte“, wie er in einem Brief schrieb. Ursprünglich sollte das Werk 1820 als Festmesse zur Inthronisation des Erzherzogs Rudolph zum Erzbischof von Olmütz zu hören sein. Doch sie wurde nicht rechtzeitig fertig und entwickelte sich bis zu ihrer Vollendung 1823 zu einem Kunstwerk weit jenseits der liturgischen Vorgaben.

Die Messe vertont den suchenden, zweifelnden, um Halt ringenden Menschen inmitten einer bedrohten Welt und ist damit ein ganz persönliches Bekenntniswerk des Komponisten. Beethoven übersetzt hier ein durch Aufklärung und Humanismus geprägtes Gottesverständnis in Musik. „Von Herzen – Möge es wieder – zu Herzen gehen“, schrieb der Komponist als Motto über seine Missa Solemnis. Konzerteinführung: Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18.30 Uhr.


Eigenzeit: Finale beim neuen Festival für zeitgenössische Kammermusik Sonntag, 29. August 2021, 20.00 Uhr im Opernfoyer, Theater Duisburg
Mittwoch, 15. September 2021, 20.30 Uhr in der Liebfrauenkirche Duisburg

Mutige Grenzgänge zwischen den Künsten sind dem „Eigenzeit“-Festival in die DNA eingeschrieben. Auch im Finale der neuen Veranstaltungsreihe wird das Publikum mit ungewöhnlichen Formaten und innovativen Klangerlebnissen überrascht. Unter dem Titel Listen. Listen! bewegt sich die Veranstaltung am Sonntag, 29. August (20 Uhr) im Opernfoyer des Theaters im spannenden Grenzland zwischen Dichterlesung, Liederabend und Publikumsgespräch. Dabei gelangen auch zwei Auftragswerke zur Uraufführung: der deutsche Komponist Ulrich Alexander Kreppein und die kolumbianische Komponistin Catalina Rueda haben eigens für diese Gelegenheit zeitgenössische Lyrik vertont.

Zu erleben sind unter anderem neben dem Dichter Steffen Popp auch Mitglieder der Duisburger Philharmoniker. Im Finale des Festivals am Mittwoch, 15. September (20.30 Uhr), werden die Besucher*innen dann für einen spannenden Perspektivwechsel Virtual-Reality-Brillen aufsetzen und eine musikalisch-optische Geisterreise in der Liebfrauenkirche erleben.

Im Konzert Phantasmagorie lernt das Publikum Werke der israelisch-amerikanischen Komponistin Sivan Eldar, des Franzosen Régis Campo und der Italienerin Lucia Ronchetti kennen. Zudem wird ein neues Stück des Festival-Kurators Hauke Berheide als Uraufführung zu erleben sein.

1. Serenadenkonzert: Britten, Weill und Rota – ausverkauft Freitag, 3. September 2021, 20.00 Uhr in der Abteikirche Duisburg-Hamborn
Moderne Musik mit Ohrwurmpotenzial – das gilt für Benjamin Brittens Simple Symphony ebenso wie für die berühmten Songs aus Kurt Weills Dreigroschenoper.

Während Brittens Werk aus ihm vertrauten Kindheitsmelodien entstanden sind, ließ sich Kurt Weill von verschiedenen Tanzstilen inspirieren und wechselt in der Dreigroschenoper gekonnt zwischen Stilen der Unterhaltungsmusik sowie Parodien auf Oper und Sakralmusik. Beim 1. Serenadenkonzert dieser Saison entdecken die Musiker*innen des StudioOrchesters Duisburg unter der Leitung von Cecilia Castagneto aber auch das unbekanntere Divertimento Concertante des Italieners Nino Rota, der sonst vor allem für seine mitreißenden Fellini-Filmmusiken bekannt ist.

Kontrabass-Solist ist Francesco Savignano, seit 1992 Mitglied der Duisburger Philharmoniker. Karten zu allen Veranstaltungen gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theaterduisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

Kulturfrachter LORIN legt in Duisburg an

Duisburg, 18. August 2021 - Vom 20. bis zum 23. August 2021 ist der Kulturfrachter LORIN zu Gast im Duisburger Innenhafen. Auf der Höhe der Schifferstraße 48 liegt das Schiff vor Anker und überrascht mit unterschiedlichen Kulturangeboten auf und unter dem Deck. Anmari Mëtsa Yabi Wili, Pianistin und interdisziplinäre Künstlerin aus der Schweiz, entwickelt jedes Jahr ein neues Projekt.

Dieses Jahr heißt es LP21 - true?  und ist inspiriert vom Magier-Duo Siegfried & Roy. Am Innenhafen vor dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, gegenüber dem Kultur- und Stadthistorischen Museum, legt die LORIN für vier Tage einen Stopp auf ihrer langen Fahrt von Rotterdam (Niederlande) nach Basel (Schweiz) ein. Kultur interessierten Bürger*innen wird die Möglichkeit geboten, unterschiedliche Konzert- und Installationsformate an dieser außergewöhnlichen Location zu Wasser zu genießen. Performance Drive Das Herzstück des gebotenen Programms liefern die schillernd und magisch anmutenden Performancefahrten „Lorins Promenaden“.

Nach Einbruch der Dunkelheit floatet der Kulturfrachter im Innenhafen und bespielt als wandelnde Klang- und Lichtinstallation die Uferpromenaden. Dabei setzen sich die Performancefahrten, inspiriert vom Magier-Duo Siegfried & Roy, thematisch mit den verschiedenen Facetten von Magie, Illusion, Show, Varieté und Zirkus auseinander. Komponist der Musik ist Adrian Laugsch, alle Visuals und Kostüme stammen von Anmari Mëtsa Yabi Wili.

Ausgeführt werden die Performance Drives vom e n s e m b l e  d r iv in g s o u n d s & a r t s. Cargo Space Concerts und Cargo Space Gallery Zusätzlich werden im Frachtraum des Schiffes, dem Cargo Space, verschiedenartige Konzerte und Installationen veranstaltet. Sie wenden sich an ein affines Publikum für zeitgenössische Kunst und Neue Musik und laden zum Austausch ein. Die Galerie umfasst eine Sound-Visual-Installation von Adrian Laugsch und Anmari Mëtsa Yabi Wili. Für die Konzerte mit Piano Duo werden zwei unterschiedliche Programme geboten: Im einen werden mit „101 Jahre“ Bruno Maderna, der Pionier der italianischen Avantgarde Musik gefeiert, im Zusammenspiel mit dem polnisch schweizerischen Komponisten Konstanty Regamey. Das Piano Duo wird um Sopran und Bassbariton zu einem Quartett erweitert. 

Im zweiten Konzert wird „Minimal“ von James Tenney und Steve Reich mit Improvisation kombiniert. Kunst und Musik im öffentlichen Raum Während reguläre Konzerte weitgehend unmöglich sind, ist das Konzept der Performancefahrten aktuell ein geeignetes Format, Kunst und Musik im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Bei allen Formaten achtet das Ensemble auf die notwendigen Hygienevorschriften sowie genügend Abstand untereinander und zum Publikum auf und unter Deck des Kulturfrachters LORIN.

Termine
Fr., 20.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Vernissage / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 21:45 bis 22:45 Uhr Performance Drive
Sa., 21.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 21:45 bis 22:45 Uhr Performance Drive
So., 22.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 20:00 bis 21:00 Uhr Konzert: 101 JAHRE BRUNO MADERNA en Compagnie KONSTANTY REGAMEY
Mo., 23.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 20:00 bis 21:00 Uhr Konzert: MINIMAL PIANO DUO - PARALLEL PATHWAYS Location Kulturfrachter LORIN Innenhafen Duisburg Höhe Schifferstraße 48 / Landesarchiv NRW


Kulturhighlight im August in NRW: das Tinguely Museum begibt sich auf Schiffsreise

Ein Museum reist zu den Menschen – Museum Tinguely AHOY!
Am 20. und 21. August auch in Duisburg

Basel/Duisburg, 6. Juli 2021 - Zum Anlass des 25. Jubiläums geht das Museum Tinguely für zwei Monate auf Schiffsreise durch Europa und kommt dabei auch zu Ihnen! Vom 16.8. – 15.9. hält das Schiff entlang seiner Route in 7 deutschen Städten, welche biografische Stationen im Leben des Schweizer Künstler Jean Tinguely (1925-1991) waren. So erleben Menschen, die aktuell wegen der Pandemie nicht reisen können, ein einzigartiges Kunsterlebnis in ihrer Nähe.

Begleitet von einem Programm aus Events, Performances und Tinguelys Kunst können Besucher*innen mit dem künstlerischen Leben Tinguely in Berührung kommen und Kunst hautnah erfahren. Speziell für das Jubiläum werden Performances von Nevin Aladağ, Keren Cytter und Marie-Caroline Hominal zu sehen sein.
Auch für Kinder und Jugendliche gibt es die Möglichkeit durch Workshops in das künstlerische Universum von Jean Tinguely einzutauchen. Sei es mit Wasser in der Luft malen, den Klang von Wasser in akustischen Kollagen als Audiofile aufzunehmen oder eine Flaschenpost zu gestalten, wird Jung und Alt ein vielfältiges Programm zum Staunen und Ausprobieren geboten.  

Das umgebaute Frachtschiff MS Evolutie auf dem Rhein vor dem Museum Tinguely © 2021 Museum Tinguely, Basel, Foto: Matthias Willi  - 20./21.8.: Das Schiff in Duisburg

EINEN SOMMER LANG GEHT DAS MUSEUM AUF SCHIFFREISE DURCH EUROPA
In einer interaktiven Ausstellung mit Filmen, akustischen Experimenten und Workshops an Bord kann das Publikum den Kosmos eines der innovativsten Künstler des 20. Jahrhunderts entdecken. Zum 25. Jubiläum begibt sich das Museum Tinguely unter dem Titel Museum Tinguely AHOY! auf einem umgebauten Frachtschiff – der MS Evolutie – auf eine besondere Reise. Am 27. Juni hat das Schiff in Basel abgelegt und steuert nun die erste Station Paris an.

An Bord von Museum Tinguely AHOY!
Ein Vielklang an Tönen und Geräuschen dringt aus dem Schiffsrumpf: in das Plätschern von Wasser mischt sich ein Konzert aus Metall und Glas, plötzlich ertönt das laute Platzen eines Ballons. Kaum betreten die Besucher*innen das Museumsschiff, finden sie sich in einer vielstimmigen Unterhaltung mit der kinetischen Skulpturenwelt Tinguelys wieder. Im Dialog mit der Kunst ist das Publikum eingeladen, anhand des Modells zum Original Les étoiles eine kinetische Klangskulptur zum Tönen zu bringen und per Flaschenpost Grüße in die Welt zu versenden.

Ein Höhepunkt an Bord ist die auf dem Schiffsdeck montierte Schwimmwasserplastik (1980) von Jean Tinguely, die mit Flusswasser gespeist wird. Vier Wasserdüsen, angetrieben von einem zentralen Motor, bewegen sich auf und ab, vor und zurück – das Wasser scheint einer natürlichen Choreografie zu folgen und in die Luft zu zeichnen.
Die Ausstellung Et tout ceci est vrai! im Rumpf des Schiffs präsentiert auf ca. 100m2 Jean Tinguely und stellt seine Kunst anhand von Fotografien, Schriften, Hörstationen und Filmen entlang der Schiffsreise vor. Die Werke des Künstlers sprühen vor Energie und Esprit. Um das unmittelbare, sinnliche Erleben auch auf Reisen zu ermöglichen, hat das Museum Modelle – inspiriert von Tinguelys kinetischen Werken – nachgebaut.

Die Besucher*innen können es auf dem Schiff per Knopfdruck klimpern, quietschen und scheppern lassen oder schaukelnd Videos und Projektionen verfolgen. Ein interaktives Ausstellungserlebnis Zu erleben ist u.a. ein partielles Modell der überlebensgroßen Zeichenmaschine Méta-Matic No. 17, die Tinguely auf der ersten Biennale de Paris 1959 präsentierte. Mit der von einem Benzinmotor betriebenen Zeichenmaschine stellte er das tradierte Verhältnis von Urheber, Werk und Rezipient auf den Kopf. Wie beim Original bläst das Modell in der Ausstellung unaufhörlich einen Ballon auf, bis dieser mit einem Knall platzt.

Die Klangskulptur Mes étoiles – Concert pour sept peintures (1957-59) besteht aus sieben Reliefs mit verschiedenen Fundstücken aus Glas, Blech oder Alu. Über eine Konsole kann das Publikum in Anlehnung an das Original die Arrangements zum Klingen bringen und sich als Komponist*innen eigener kakophoner Melodien ausprobieren.

Neben der Ausstellung bietet Museum Tinguely AHOY! an den jeweiligen Stationen, an denen das Schiff vor Anker geht, jeweils für zwei Tage ein facettenreiches Programm mit Workshops und Performances zeitgenössischer Künstlerinnen in enger Zusammenarbeit mit den zahlreichen Partnerinstitutionen. Mit dabei sind u.a. das Centre Pompidou in Paris, das Stedelijk Museum in Amsterdam, das Lehmbruck Museum in Duisburg, die ZERO foundation in Düsseldorf, der Frankfurter Kunstverein oder die Kunsthalle Mannheim. Performances zeitgenössischer Künstlerinnen in den Partnerinstitutionen und im Stadtraum.

Die international renommierten Künstlerinnen Nevin Aladağ (DE), Keren Cytter (IS) und Marie-Caroline Hominal (CH) haben je ein neues Stück für Museum Tinguely AHOY! erarbeitet. Ihre Performances stehen in Bezug zur künstlerischen Ideenwelt Tinguelys und führen den von ihm angestrebten Dialog zwischen Kunst und Leben zeitgenössisch fort.

Kunstvermittlung an Bord
Insbesondere Kinder und Jugendliche können bei zahlreichen Workshops mit dem künstlerischen Universum von Jean Tinguely an Bord des Schiffs in Berührung kommen und erhalten einen spielerischen Zugang zur Kunst. Begleitend zur Reise lädt das Museum Tinguely dazu ein, in eigenen Wasserklangexperimenten die auditive Wahrnehmung und Experimentierfreude zu fördern – vom Musizieren bis hin zur Titelfindung für den eigenen Soundbeitrag. Die Soundfiles werden auf der Routenkarte der Website gleich einer akustischen Flaschenpost hochgeladen.

Den Gewinner*innen der beiden spannendsten Beiträge winkt ein Wochenende in Basel während des Jubiläumsfestes (25./26.09.2021). Marie-Caroline Hominal: Eurêka, c’est presque le titre, 2021 © The Artist. Foto: gregory Batadon Darüber hinaus gibt es auf der MS Evolutie ein Relief der Edition Maschinenbild Haus Lange zu entdecken. Die Arbeit entstand nach dem zertifizierten Bauplan durch den Restaurator am Museum Tinguely, Jean-Marc Gaillard, einer der letzten Assistenten von Jean Tinguely, der mit dem Künstler eng zusammenarbeitete.
1960 manifestierte sich Tinguelys künstlerischer Erfolg in einer ersten musealen Einzelausstellung im Haus Lange in Krefeld, die u.a. die Frage nach der seriellen Produktion von Kunstwerken stellte. Im Katalog zur Ausstellung wendete sich Tinguely direkt an das Publikum, indem er eine Bauanleitung mit Zertifizierung für das Relief Maschinenbild Haus Lange zur Verfügung stellte mit der Aufforderung, selbst ein Tinguely Werk nachzubauen.
In einem digitalen Logbuch meldet sich Matrose Attila Gaspar regelmässig von Bord und berichtet über die Erlebnisse während der Fahrt quer durch Europa. Eine Podcast-Serie nimmt die Hörer*innen mit auf die Jubiläumsfahrt und erzählt Geschichten entang der Reise und besucht Menschen vor Ort.

Die Route führt entlang wichtiger Orte und Wirkungsstätten aus Tinguelys Leben von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch die Metropolregion Rhein-Ruhr rheinaufwärts bis nach Basel. Jean Tinguely (1925–1991), ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst, wurde mit seinen beweglichen Skulpturen bekannt und brachte als Teil der Pariser Avantgarde in den 1950er und 1960er Jahren Bewegung in den etablierten Kunstbetrieb. Der Auftakt der Reise ist am 17. Juli in Paris, nach elf Wochen kehrt das Schiff pünktlich zum Jubiläumsfest am 25./26. September 2021 wieder nach Basel zurück.

In folgenden Städten hält das Schiff in NRW:  
Gelsenkirchen 16./17.8. Musiktheater im Revier: Nicht nur das Blau Yves Kleins prägt das Musiktheater im Revier, sondern auch Jean Tinguely war an der Ausstattung beteiligt und installierte dort ein heute noch existierendes kinetisches Relief.

Duisburg 20./21.8. Lehmbruck Museum: 1976 bekam Tinguely den Wilhelm Lehmbruck Preis verliehen und später folgte die große monografische Ausstellung: Jean Tinguely: Meta-Maschinen. Das Highlight hier war das Märchenrelief, das ein sonst von der Kunst meist wenig beachtetes Publikum ansprach - Kinder. Diese wurden zu einem Geschichtenwettbewerb über das Werk eingeladen, eines der zahlreichen Beispiele für Tinguelys unkonventionelle Ideen die Öffentlichkeit einzubeziehen.

Krefeld 25./26.8. Kunstmuseen Krefeld: Mit Tinguelys erster museale Einzelausstellung 1960 in Krefeld wandte er sich erneut auf besondere Weise an das Publikum: dem Ausstellungskatalog war eine detaillierte Bauanleitung für ein Relief beigefügt und somit wurden die Käufer*innen aufgefordert selbst ein Tinguely-Werk nachzubauen. Ein solches Relief nach Originalplan ist in der Ausstellung auf dem Schiff zu sehen.  

Düsseldorf 28./29.8. ZERO Foundation: Düsseldorf war der Schauplatz der ersten spektakulären Kunstaktion Tinguelys, um die sich viele Mythen und Unklarheiten ranken. So ist nicht sicher, ob der Künstler wirklich, wie behauptet, 150.000 Flugblätter mit seinem Manifest Für Statik aus einem Kleinflugzeug über der Stadt abwarf, doch Fotografien von Charles Wilp legen dies nahe. Diese Aufnahmen werden in der Ausstellung gezeigt und so können Besucher*innen rätseln, ob diese Aktion tatsächlich passiert ist oder nicht.  

Die kostenfreien Tickets sind online zu buchen. Aufgrund der pandemischen Lage werden die Online Tickets für das Schiff erst zwei Wochen und die Tickets für die Performances vier Wochen vor Ankunft an der Station freigeschalten.   Weitere Informationen und Ticketbuchung hier: https://www.tinguely.ch/de/ahoy.html

Das Museum Tinguely
Seit 25 Jahren lädt das Museum Tinguely dazu ein, Kunst und Kultur zu entdecken, mit allen Sinnen zu erfahren, sich von experimentellen Projekten und Kooperationen überraschen zu lassen und seine einzigartige Lage am Rhein zu genießen. Es ist ein offenes Haus für Familien ebenso wie für Kunstexpert*innen, das der stillen Betrachtung ebenso Raum gibt wie der Freude an der Kunst. Über 110 Ausstellungen haben seit seiner Eröffnung 1996 stattgefunden.
Viele zu Jean Tinguely und seinem künstlerischen Umfeld, aber genauso zu gesellschaftlich relevanten Themen und zeitgenössischer Kunst, stets eingebettet in die künstlerische Ideenwelt von Jean Tinguely. Veranstaltungen, vom klassischen Konzert über DJ Sets, vom Familiensonntag über barrierefreie Führungen, Workshops für Schulen und junge Erwachsene sowie Zusammenkünfte mit Senior*innen begeistern das vielfältige Publikum des Museums.

Das Lehmbruck Museum am Wochenende

Öffentliches Sprachcafé des Lehmbruck Museums
Duisburg, 18. August 2021 - Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums dreht sich am Samstag, 21. August, 15 Uhr, alles um das Thema „Nachbarschaft”. Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft sind herzlich zum „Mitreden” eingeladen!
Die meisten Menschen haben Nachbarn – aber was genau spielt sich da eigentlich zwischen Gartenzäunen und in Treppenhäusern ab? Was bedeutet gute Nachbarschaft? Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” dreht sich am Samstag, den 21. August, 15 Uhr, alles um das Thema „Nachbarschaft”.
In ungezwungener Atmosphäre können Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft dazu ins Gespräch kommen und gleichzeitig auf spielerische Weise ihre Deutschkenntnisse verbessern. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden.   Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

„Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Ö
ffentliche Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”
Am Sonntag, den 22. August, 11.30 Uhr, lädt Anna Appelhoff zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein. Die Ausstellung widmet sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat?
Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeigt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen (inkl. Kunstvermittlerin) begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren.  Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.       

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de  

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Sculpture 21st: Nevin Aladağ“ mit Nina Hülsmeier

Duisburg, 13. August 2021 - Bei „Kunst & Kaffee“ im Lehmbruck Museum am Dienstag, 17. August, 15 Uhr, sind noch wenige Plätze frei! Die stellvertretende Museumsdirektorin, Nina Hülsmeier, stellt die Werke Nevin Aladağs aus der aktuellen Präsentation der Reihe „Sculpture 21st“ vor.  Zum Ausklang gibt es Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit zum entspannten Gespräch. Eine Anmeldung ist erforderlich!
 
Die in Berlin wohnende Künstlerin Nevin Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.
 
Ihre neuesten Skulpturen sind fantastische Musikinstrumente, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört.
 
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Ticketsonline im Ticketshop des Museums gebucht oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de reserviert werden. 
Lehmbruck Museum, Sculpture 21st - Nevin Aladag, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto Frank Vinken
 

Museum DKM:
Eingeschränkter Cafébetrieb und individuelle Führungen weiterhin möglich

Duisburg, 12. August 2021 - Mit Inzidenzwerten innerhalb der Inzidenzstufe 2, ist weiterhin der Cafébetrieb im Museum DKM möglich. Termine für Ihre individuellen Gruppenführungen außerhalb unserer Öffnungszeiten sind mit bis zu 15 Personen auch wieder buchbar. Kommen Sie auf uns zu und vereinbaren Sie gerne einen Termin. Die öffentlichen Führungen um 16 Uhr an jedem ersten Freitag im Monat sowie die öffentlichen Sonderführungen an gesetzlichen Feiertagen um 15 Uhr finden bis auf Weiteres wieder statt.   


Sonderführungen
 

Öffentliche Freitagsführung am 03.09.2021 um 16 Uhr mit Tobias Chriske
Bevor die Ausstellung Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui eingerichtet wird, führt Tobias Chriske, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung DKM, letztmalig durch die aktuellen Wechselausstellungen (Räume I – VI und Neubau F,G,H), die nur noch bis zum 05.09. zu sehen sind. So wird es letztmalig Gelegenheit geben, die Ägyptenbilder von Ulrich Tillmann zu erkunden, Richard Longs Zickzack-Linie im Zusammenspiel mit Fotografien von Claudia Terstappen zu sehen, in der Ausstellung Sinn- und Endlichkeit belgische Kunst der 1910er und 1920er Jahren zu entdecken und abschließend in den Bilderkosmos von Tom Fecht einzutauchen. Vorherige Anmeldung, telefonisch: 0203.93555470 oder via E-Mail:
mail@museum-dkm.de um Ihren Platz zu reservieren.  

Marcel Wolfers, Crepusculum (Detail), 1912, Foto: Stiftung DKM  


Aktuelle Ausstellungen  

Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder -Teil 1
08.03.2021 – 05.09.2021
 
Ulrich Tillmann begab sich Anfang der 1990er Jahre auf eine Ägyptenreise, auf der er fotografisch im Stil der Reisefotografie aus dem 19. Jahrhundert die altägyptische Baukunst dokumentierte und sie in der Nachbetrachtung historisch ästhetisierend bearbeitete. Als Auftakt der zweiteiligen Ausstellungsreihe Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder _ Teil 1 zeigen wir erstmalig ein Konvolut von ausgewählten Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der Stiftung DKM und erinnern damit an den 2019 verstorbenen Foto- und Konzeptkünstler, Freund und Weggefährten.  

Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder - Teil 2

31.07.2021 – 05.09.2021 


Sudan (Serie: Ägyptenbilder), 1995, Foto: Ulrich Tillmann
Teil 2 der Ausstellung Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder nimmt die persönlicheren Bilder der Ägyptenreise Ulrich Tillmanns in den Blick. Zwar schließen sie sich stilistisch den historisierenden Reiseaufnahmen an, das Bildsujet unterstreicht jedoch das Hier und Jetzt der Ägyptenreise, auf der Ulrich Tillmann seine Freunde auf dem Schiff Sudan begleitete.

 

 

Während im ersten Teil der Ausstellungsreihe die architektonischen Elemente der Pyramiden im Vordergrund stehen, sind es im zweiten Part Portraits von Freunden und Reiseführern, das Häuschen am Meer, das für kurze Zeit zu Ulrich Tillmanns Atelier werden sollte, sowie die Schiffsmannschaft der Sudan. Die Bildunterschriften, die Ulrich Tilmann zum Teil unter die Fotos setzte, mögen das Reisetagebuch aus Ägypten von Gustave Flaubert rezipieren, der zusammen mit seinem Freund, dem Fotografen Maxime du Camp, im Jahr 1849 das Land bereiste. Hier werden die Fotografien in Kombination mit dem Geschriebenen jedoch zu einem persönlichen Reisetagebuch Tillmanns, das uns den besonderen Witz des Künstlers offenbart.
  


Lucifer‘s Vortex. Tom Fecht 08.03.2021 – 05.09.2021
In der zweiten Einzelausstellung des Künstlers Tom Fecht (DE, 1952) im Museum DKM steht seine dramatische Nachtfotografie im Mittelpunkt und bildet mit LUCIFERs VORTEX den Ausgangspunkt seiner fotografischen Meeres- und Portraitstudien. 

Die künstlerische Praxis Tom Fechts ist stark von seinem früheren Werdegang als Ingenieur und Kunsthistoriker geprägt. Sowohl komplexe Bildmedien naturwissenschaftlicher Forschung als auch kunsthistorische Bezüge bereicherten nachhaltig das Repertoire seiner fotografischen Imagination.  

Die Bedeutung der Naturgewalten sowie das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel sind Leitmotive seines Schaffens, aber auch die Biolumineszenz des Ozeans als seltenes Naturschauspiel. Lange Belichtungszeiten, elektrische Ströme sowie der Schein des Mondes sind die einzigen Lichtquellen und zeichnen ein Bild von Vergänglichkeit versus Unendlichkeit. Transitorische Momente, von hell und dunkel, Bewegung und Stillstand changieren zwischen naturwissenschaftlichem Kalkül und Poesie.  

Tom Fecht, Lucifer’s Vortex, 2020, Foto: Tom Fecht

 
Weitere Ausstellungen
 

Sinn- und Endlichkeit. Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Pierre de Soete, Ulrich Tillmann, Marcel Wolfers
Verlängert bis 05.09.2021 

Sinn- und Endlichkeit bietet dem Betrachter sinnlich, heroisch, mythologisch aufgeladene Werke, die mit der Schönheit verwoben sind, dem Eros huldigen und ihn in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. Beim Eintauchen in diese Gedankenwelten changieren die Sinne zwischen der faszinierten Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust. Aus den 1910/1920er Jahren (Pierre de Soete, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers) werden wir durch zeitgenössische Fotografien (Cristina García Rodero, Duane Michals, Ulrich Tillmann) in das Hier und Jetzt getragen. Das Reale ist die Präsenz des Augenblicks und die Erinnerung daran. 

 

Gemeinsamkeiten. Claudia Terstappen, Richard Long

Verlängert bis 05.09.2021

Ausstellungsansicht Gemeinsamkeiten. Cludia Terstappen, Richard Long, Foto: Stiftung DKM

 Unter dem Titel Gemeinsamkeiten begegnen sich Arbeiten der Fotografin Claudia Terstappen und des Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ihren Werken. Terstappen dokumentiert in der Serie "Places of worship Japan" als heilig geltende Orte, während Long die Kulturtechnik des Wanderns und Gehens zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht. 


Ausstellungsempfehlungen
 
Bereits in den 70er Jahren erwarben die Sammler die ersten Arbeiten von Tadaaki Kuwayama und verfügen heute über ein großes Konvolut des Künstlers. Tadaaki Kuwayamas Werk ist mit einem eigenen Raum im 2. Obergeschoss des Museum DKM seit 12 Jahren – und seither unverändert – fester Bestandteil des Hauses. Seit langer Zeit ist das künstlerische Schaffen Tadaaki Kuwayamas erstmalig wieder in einer sehr zu empfehlenden Doppelausstellung im Mies van der Rohe Haus / Haus Lemke und in der Galerie Taubert Contemporary, beide in Berlin, zu sehen.


Raum – Zeit – Odyssee. TK2130-5/8-19. Tadaaki Kuwayama
04.07.2021 – 03.10.2021
Tadaaki Kuwayamas Arbeiten begrenzen den Raum durch klare Rahmensetzungen. Innerhalb dieser entwickelt sich eine unendliche Weite. Seine minimalistischen Werke berühren die geistig-ästhetischen Sinne und befinden sich so in enger Verwandtschaft zum architektonischen Konzept des Hauses Lemke. Die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus zeigt Arbeiten aus verschiedenen Werkphasen des 1932 in Japan geborenen Künstlers, der seit 60 Jahren in New York lebt und arbeitet. 


Mies van der Rohe Haus, Oberseestr. 60, 13053 Berlin
https://www.miesvanderrohehaus.de
Tadaaki Kuwayama. Selected works from 60 y & collaborations
03.07.2021 – 28.08.2021
 
Parallel zur Ausstellung Tadaaki Kuwayamas im Mies van der Rohe Haus präsentiert die Galerie Taubert Contemporary eine Werkschau des Künstlers. Die gezeigten Arbeiten rahmen 60 Jahre seines künstlerischen Schaffens und verdeutlichen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Raum und möglichen Formen von Begrenzung und Erweiterung. Neben Tadaaki Kuwayama zeigt die Galerie weitere künstlerische Positionen, welche den Raum, Farbe und Begrenzungen thematisieren und interpretieren.  

Taubert Contemporary, Knesebeckstr. 90, 10623 Berlin
https://www.taubertcontemporary.com

Die Kunsthalle Emden wurde 1986 von Henri Nannen in der Seehafenstadt Emden (Ostfriesland) gestiftet. Der Sammlungsschwerpunkt des Museums liegt auf Gemälden der Neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus. Darüber hinaus sind die Kunst des Informel, die gestische Abstraktion der deutschen Nachkriegskunst sowie auch Kunst aus der damaligen UdSSR durch die eingebrachten Sammlungskonvolute der Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo in besonderem Maße vertreten.
Die aktuellen Wechselausstellungen sind sehr vielseitig und haben inhaltlich überzeugt. Dirk Krämer und Klaus Maas empfehlen insbesondere die Ausstellung Sven Drühl. Apokryphe Landschaften. Der 53-jährige Berliner Künstler ist mit mehreren Arbeiten in der Sammlung DKM vertreten und präsentiere seine japanischen Landschaften in der Ausstellung Shin Hanga – Japanische Landschaften 2016 im Museum DKM.


Sven Drühl. Apokryphe Landschaften
10.07.2021 – 03.10.2021
Anhand des klassischen Motivs der Landschaft denkt der in Berlin lebende Künstler Sven Drühl den Gattungsbegriff der Malerei weiter. Sven Drühl ist somit kein Landschaftsmaler per se: Das Motiv ist Mittel zum Zweck, um über Fragen von Autorschaft, Originalität und Reproduktion zu reflektieren. Er verwendet Vorbilder aus der Kunst, die bis in die Romantik zurückreichen, aber auch Grafiken und historische Holzschnitte aus Japan und schafft ausgehend von ihnen seine persönlichen „Remixe“. Die Ausstellung in der Kunsthalle Emden legt den Fokus auf jüngere Werke des Malers.  


Kunsthalle Emden, Hinter dem Rahmen 13, 26721 Emden

https://www.kunsthalle-emden.de 


Ausstellungshinweis
wild / schön. Tiere in der Kunst
27.02.2021 – 26.09.2021
Die Ausstellung wild / schön. Tiere in der Kunst nimmt die ambivalente Beziehung zwischen Menschen und Tieren unter die Lupe. Von Zeichnung und Gemälde über Skulptur bis Fotografie, Video und Installation zeigt die Ausstellung eine breite Auswahl von rund 120 Darstellungen, die Auskunft über die unterschiedlichen Aspekte des modernen Verhältnisses zwischen Mensch und Tier im 20. und 21. Jahrhundert gibt. Mit dabei sind unter anderem Arbeiten von Christiane Möbus und Timm Ulrichs, Künstler, die in der Sammlung DKM vertreten sind.  


Kunsthalle Emden, Hinter dem Rahmen 13, 26721
Emden
https://www.kunsthalle-emden.de 


Ausstellungsvorschau
 
Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui
01.10.2021 bis 27.02.2022
Der Kimono ist viel mehr als ein Kleidungsstück. Er ist das Tagebuch einer Nation, ein Bilderbogen, gespickt mit krassen Mustern, Geschichten, Nachrichten und Träumen. 99 Kimonos aus der Sammlung von Inui Yoshiko erzählen die dramatische Geschichte der japanischen Moderne — von der Ankunft der «schwarzen Schiffe», die Mitte des 19. Jahrhunderts das Inselreich zu Handel und Austausch mit dem Westen nötigten, bis zur Neuerfindung Japans als Industrienation und militärische Macht, die Anfang des 20. Jahrhunderts dem Westen auf Augenhöhe begegnete. 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui wird kuratiert von Mikami Mariko, Negoro Miwa und Roger M. Buergel, mit wissenschaftlicher Beratung durch Hans Thomsen (Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Zürich). Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein digitales Archiv mit Erklärungen und Kommentaren von Inui Yoshiko. 


Kimono aus der Sammlung Inui, Courtesy Inui Yoshiko 

Die Ausstellung wird gefördert von der  

 

„Mitreden” im Lehmbruck Museum
Öffentliche Sonntagsführung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“

„Mitreden” im Lehmbruck Museum

Duisburg, 12. August 2021 - Unterschiedliche Programmangebote wahrnehmen: Am Samstag, 14. August, 15 Uhr, findet wieder das offene und kostenlose Sprachcafé „Mitreden“ statt, in dem „Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft zum Gespräch zusammentreffen.

Das Sprachcafé „Mitreden” bietet eine ungezwungene Atmosphäre, in der die Gesprächspartner*innen miteinander über „Kunst und die Welt” diskutieren, spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern und etwas über andere Kulturen erfahren können. Die Kunstvermittlerin Sabine Bazan lenkt als Moderatorin die Diskurse. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof stattfinden. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  


Sonntagsführung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“
Die Sonntagsführung unter Leitung der Kunstvermittlerin Friederike Winkler-Rufenach geht einer besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts nach: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat?

Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 04.07.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  

Die Teilnehmer*innen von Jugend trifft Kunst machen eigene praktische Erfahrungen mit den beiden klassischen Bildhauermaterialien Draht und Gips. Angesprochen sind Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, die unter fachkundiger Anleitung von Katharina Nitz selbst kreativ arbeiten möchten.   Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis eines negativen Corona-Testergebnisses. Die Testpflicht entfällt bei der Immunisierung von vollständig geimpften oder genesenen Personen. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis mitzubringen. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen. Die Teilnahme ist kostenfrei.    

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, im Vordergrund: Joseph Beuys, Filzanzug, 1970© Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 

- Atelier in Rheinhausen: Künstlerinnen und Künstler für Aufenthaltsstipendium gesucht
- Führung im Stadtmuseum: „Made in Duisburg“ - Mercators Hauptwerke   

Atelier in Rheinhausen: Künstlerinnen und Künstler für Aufenthaltsstipendium gesucht
Duisburg, 11. August 2021 - Die Stadt Duisburg und die Interessengemeinschaft der Duisburger Künstler schreiben von Januar bis Dezember 2022 ein Aufenthaltsstipendium für ein Atelier im Stadtteil Rheinhausen aus, auf das sich Künstlerinnen und Künstler bewerben können. Das Stipendium umfasst die kostenlose Vergabe eines Ateliers inklusive der Betriebskosten. Zusätzlich wird kostenlos eine Mietwohnung von der Gebag zur Verfügung gestellt.  

Die Ausschreibung erfolgt für die Genres Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Performance oder Videokunst. Bewerberinnen und Bewerber müssen ihre Ausbildung vor mindestens einem Jahr abgeschlossen haben und im Rahmen ihrer Bewerbung überzeugend darstellen, dass sie ihre künstlerische Arbeit mit Bezug zu Duisburg beginnen oder fortsetzen wollen. Studierende sind von einer Bewerbung ausgeschlossen.  
Interessierte Künstlerinnen und Künstler können ihre Bewerbung bis Dienstag, 31. August, per E-Mail an c.bohndorf@stadt-duisburg.de oder per Post an das Kulturbüro der Kulturbetriebe, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg senden.  

Das Aufenthaltsstipendiat für das Jahr 2021 erhielt der Künstler Nico Pachali. Er wohnt seit Januar in Duisburg und arbeitet bis Ende des Jahres in einem Atelier im Kultur- und Freizeitzentrum Rheinhausen. Weitere Informationen rund um das Aufenthaltsstipendium gibt es telefonisch im Kulturbüro unter (0203) 283-62269 oder online: https://www.duisburg.de/microsites/kulturbuero-duisburg/foerderung/aufenthaltsstipendium.php


Führung im Stadtmuseum: „Made in Duisburg“ - Mercators Hauptwerke  
Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ führt am Sonntag, 15. August, um 15 Uhr  durch die Mercator-Schatzkammer des Duisburger Kultur- und Stadthistorischen Museums am Johannes-Corputius-Platz 1. Er erzählt dabei von Gerhard Mercator (1512-1594), der als berühmtester Kartograf des 16. Jahrhunderts gilt. Laut Umfragen ist er auch bei den Duisburgern überdurchschnittlich gut bekannt, nach ihm sind Straßen und Geschäfte in der Stadt benannt. Als steinerne Brunnenfigur steht er auf dem Burgplatz, im Stadtmuseum sind seine Werke zu bewundern und bald trägt ein neues Wohnquartier vor dem Rathaus seinen Namen.  
Doch was hat er alles in seiner Werkstatt auf der Oberstraße geschaffen, nachdem er als 40jähriger mit seiner Familie nach Duisburg gezogen war? Es sind Karten und Bücher sowie eine geniale Entdeckung, die für uns noch heute große Bedeutung hat.  
Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Um eine Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten.  
Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 10 Teilnehmer begrenzt. Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Das gesamte Führungsprogramm für August und September ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.


„Playmobil“-Ausstellung im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt wird verlängert  
Die Playmobil-Ausstellung „Hafen-Geschichte(n)“ von Oliver Schaffer im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt wird noch bis Dienstag, 31. August, verlängert. Der Künstler hat im Museumsgebäude an der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort mit 5.000 Figuren und 50.000 Einzelteilen von „Playmobil“ eine fantastische Bilderwelt des Duisburger Hafens geschaffen.  
Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.



Lehmbruck Museum und das Wochenend-Programm

Lehmbruck Museum: „Mitreden” im Lehmbruck Museum
Duisburg, 5./6. August 2021 - „Mitreden“ am Samstag, den 7. August, 15 Uhr, ist ein öffentliches – und kostenloses – Sprachcafé, in dem die Teilnehmer*innen sich über „Kunst und die Welt” unterhalten und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern können.  Bei „Mitreden“ am Samstag können Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft In ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen, dabei ihre Kommunikationsfähigkeiten trainieren und auch noch etwas über andere Kulturen erfahren.

Als Moderatorengespann sprechen Huma Zubair und Raymond Tinnappel über Rassismus, Diskriminierung und Skandale in der Sportwelt: Wo bleibt das sportliche Fairplay in der modernen Gesellschaft? Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

„Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”
Am Sonntag, 8. August, führt Dr. Susanne Karow durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat?

Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

 Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

Lehmbruck Museum: Kunst-Workshops im „Duisburger Kultursommer“
Anlässlich des „Duisburger Kultursommers“, der noch bis zum 22. August im Duisburger Kantpark stattfindet, bietet das Lehmbruck Museum an den Dienstagen 10. und 17. August, jeweils von 14 bis 17 Uhr, künstlerische Workshops für alle Altersstufen an. Treffpunkt für die Teilnehmenden ist das Festivalzelt.  

Die Themen sind auf die aktuelle Sonderausstellung des Lehmbruck Museums „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” abgestimmt:  

- Dienstag, 10. August: Denken ist Plastik – Vom Chaos zur Form: Mindmapping, mit Ipek Genctürk In dem Workshop geht es um künstlerische Diagramme und Mindmaps. Der Künstler Joseph Beuys visualisierte seine Gedanken häufig auf diese Weise. Für ihn war der Entstehungsprozess seiner Plastiken genauso wichtig wie seine Aktionen.  

- Dienstag, 17. August: Kunst und Schamanismus: Maskenbau, mit Friederike Winkler Mit Naturmaterialien werden Masken gefertigt, die einen symbolischen Kontakt zur Natur im Kantpark herstellen lassen. Der Schamanismus entzieht sich dem logischen Denken, genau wie der Künstler Joseph Beuys selbst.    

Für die Teilnahme an den Workshops ist ein negatives Corona-Testergebnis erforderlich. Die Testpflicht entfällt bei der Immunisierung von vollständig geimpften oder genesenen Personen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de).  

Joseph Beuys, Ohne Titel 1974, © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de

Duisburger Kultursommer im Kantpark startet in die zweite Halbzeit  

Duisburg, 3. August 2021 - Der Kultursommer entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte für die Duisburger Kultur. Die Zeltbühne im Kantpark erfüllt die erhofften Erwartungen der Kulturbetriebe, der Veranstalter und der Künstlerinnen und Künstler zugleich. Das abwechslungsreiche Programm bietet einen Mix aus Musik, Comedy, Theater, Tanz, Podiumsdiskussionen und Poetry Slam.  

Angefangen beim Kindertheaterprogramm des Spielkorbs, über die Projekte der Bildenden Künstler im Park sowie der dienstäglichen Workshops des LehmbruckMuseums bis hin zu den einzelnen Konzerten und Aktivitäten im Zelt, werden die Veranstaltungen nach über 15 Monaten ohne kulturelle Veranstaltungen gut angenommen.  

In der zweiten Halbzeit des Duisburger Kultursommers gibt es, bis zum 22. August, weiterhin ein umfangreiches, vielfältiges Programm im Kantpark zu sehen:  
Mittwoch, 4. August: Abend der Interkultur
Donnerstag, 5. August: Poetry Slam / Frida Gold

Frida Gold - Foto Universal Music Group

Freitag, 6. August: Anni Yu & Jan Benkest / Tigermilch
Samstag, 7. August: Wolfgang Trepper
Sonntag, 8. August: Retrogott / Hulk Hodn
Mittwoch, 11. August: Jochen Malmsheimer
Donnerstag, 12. August: Der Butterwegge / Phillip Eisenblätter / Wolfspelz
Freitag, 13. August bis Sonntag, 15. August: Platzhirschfestival
Mittwoch, 18. August: Jan Phillip Zymny
Donnerstag, 19. August: Aynslay Lister
Freitag, 20. August: Kai Magnus Sting

Kai Magnus Sting ©Harald Hoffmann

Samstag, 21. August: Bummelkasten (ausverkauft)
Sonntag, 22. August: Kai Magnus Sting (Zusatztermin)  

Besucher und Künstler loben vor allem die Location im Kantpark. Das „Open Air“ Zelt mit seiner Tribüne für bis zu 350 Personen und der ebenerdigen Bühne versprüht ein wunderbares Flair. Möglich wurde der Kultursommer nur durch eine Förderung der Kulturstiftung des Bundes mit dem Ziel, Künstlerinnen und Künstlern, Veranstaltern, Caterer und Promotern wieder die Möglichkeit zu geben, ihre künstlerische Tätigkeit auszuüben. Dazu passt auch das Motto der Aktion „Neustart Kultur“.  

Jeder der geimpft, getestet oder genesen ist, hat Zugang zu den Veranstaltungen. Tickets gibt es unter: https://duisburger-kultursommer.reservix.de/events. Kurzentschlossene haben aber auch die Möglichkeit Tickets an der Abendkasse, eine Stunde vor der jeweiligen Veranstaltung, zu erhalten. Weitere Informationen zum Duisburger Kultursommer online unter www.facebook.com/KultursommerDU sowie www.instagram.com/duisburger_kultursommer/.


- „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” mit Inke Maria Hahnen
- „Pay What You Want“, öffentliche Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”

„Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” mit Inke Maria Hahnen
Duisburg, 3. Augusti 2021 - Am Donnerstag, den 5. August, lädt das Lehmbruck Museum ab 17.30 Uhr zu „Kunst & Stulle” an die plastikBAR ein. Inke Maria Hahnen wird sich in ihrer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” der künstlerischen Verwandtschaft zweier der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts widmen. Im Anschluss können die Teilnehmer*innen den Abend bei einem kleinen Imbiss in ungezwungener Atmosphäre ausklingen lassen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

Als Joseph Beuys nur wenige Tage vor seinem Tod, im Januar 1986, mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet wird, bedankt er sich in einer heute legendären Rede zur Überraschung der Anwesenden bei seinem „Lehrer“ Wilhelm Lehmbruck. Die Abbildung eines Werkes von Lehmbruck löste im jungen Beuys eine Art Initialzündung aus: „Alles ist Skulptur, rief mir quasi dieses Bild zu.“


Beide Künstler, Lehmbruck wie Beuys, waren überzeugt, dass Skulptur die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern. Für Lehmbruck wie für Beuys gilt: „Alles ist Skulptur“.  


An den Terminen der plastikBAR hat das Lehmbruck Museum bis 20 Uhr geöffnet. Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Speiseausgabe erfolgt unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen.  

Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Imbiss und Getränk. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Veranstaltung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu erwerben. Alternativ nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 Anmeldungen entgegen.    

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de  

„Pay What You Want“, öffentliche Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”
Wie an jedem ersten Freitag im Monat gilt auch am 6. August im Lehmbruck Museum „Pay What You Want“: Die Besucher*innen entscheiden selbst, was Ihnen der Besuch wert ist! Zusätzlich können sie um 15 Uhr an einer kostenlosen öffentlichen Führung durch die aktuelle Präsentation „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” teilnehmen.  
 

Kuratorin Ronja Friedrichs stellt in der Führung die neuesten Werke von Nevin Aladağ vor. Dazu gehören fantastische Musikinstrumente, die im Lehmbruck Museum ihre Deutschlandpremiere feiern. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können.
Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.  


Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich anzumelden: T. 0203 283 3294 oder E-Mail  anmeldung@lehmbruckmuseum.de  

 Nevin Aladağ, Resonator Percussion, 2019, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

 

 

Lehmbruck Museum: "Mitreden"am Samstag,31 Juli, 15 Uhr
Öffentliche Sonntagsführung "Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur am 1. August

Duisburg, 27. Juli 2021 - Am Samstag, den 31. Juli, 15 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zur Teilnahme am öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” ein. In ungezwungener Atmosphäre können Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft miteinander über „Kunst und die Welt” ins Gespräch kommen, dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern und etwas über andere Kulturen erfahren. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden.   Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Am Sonntag, den 1. August, 11.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat? Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken  

 

 

Lehmbruck Museum: "Mitreden"am Samstag, 24. Juli, 15 Uhr und öffentliche Sonntagsführung "Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur

Duisburg, 21. Juli 2021 - Am Samstag, den 24. Juli, 15 Uhr, findet im Lehmbruck Museum wieder das öffentliche Sprachcafé „Mitreden” statt, bei dem Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft im Gespräch über „Kunst und die Welt” spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern können. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliche Sonntagsführung Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”
Am Sonntag, 25. Juli, 11.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat? Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren.  Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de  

 

Das Lehmbruck Museum trauert um Christian Boltanski  

Duisburg, 15. Juli 2021 - Das Lehmbruck Museum trauert um den französischen Konzeptkünstler Christian Boltanski, der gestern im Alter von 76 Jahren in Paris verstorben ist. Boltanski schuf Kunst gegen das Vergessen: In seinen oft raumgreifenden Installationen geht es um das Erinnern, immer wieder machte der Künstler auf das menschenfeindliche Unrechtsregime des Nationalsozialismus und die Judenvernichtung aufmerksam.  

Boltanski entwarf Techniken, Vergangenes und Ausgelöschtes zu vergegenwärtigen. So schuf er 1993 für das Lehmbruck Museum die Installation „Réserve des enfants de Duisburg”. Hunderte von Duisburger Kindern haben dafür in den 90er-Jahren auf Einladung des Künstlers ihre Lieblingsstücke in das Museum gebracht. Die Gegenstände – Kleider, Spielzeuge, Schulhefte, Gipsbeine – bekamen jeweils ein Etikett mit Porträtfoto. Das so entstandene „Kindheitsarchiv” repräsentiert die Identität dieser jungen Menschen, die inzwischen schon Erwachsene sind. Mit seinen eindringlichen Inventar-Installationen und lagerähnlichen Arrangements hat Boltanski Weltruhm erlangt. Sie bringen uns dazu, unsere jüngste Geschichte lebendig zu halten.  

Christian Boltanski, Réserve des enfants de Duisburg, 1993, Lehmbruck Museum, Duisburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto Dejan Saric

 

- Wochenend-Programm im Lehmbruck Museum 
- Kunst & Kaffee „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ mit Friederike Winkler

Wochenend-Programm im Lehmbruck Museum
„Mitreden” im Lehmbruck Museum (Samstag, 17. Juli, 15 Uhr)
 
Öffentliche Sonntagsführung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ (Sonntag, 18. Juli, 11.30 Uhr)

Duisburg, 13. Juli 2021 - Am Samstag, den 17. Juli, 15 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum wieder zum „Mitreden”ein. Im öffentlichen Sprachcafé können sich Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft über „Kunst und die Welt” austauschen und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof des Museums stattfinden.  Foto: Frank Fischer

 


Am Sonntag, 18. Juli, 11.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat? Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken  

Kunst & Kaffee „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ mit Friederike Winkler
Wer den Museumsbesuch mit einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee ausklingen lassen möchte, ist am Dienstag, den 20. Juli, 15 Uhr, im Lehmbruck Museum an der richtigen Adresse: Kunstvermittlerin Friederike Winkler wird durch die neue Sonderausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” führen und anschließend zu Kaffee und Kuchen einladen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
In ihrer Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” stellt die Kunstvermittlerin Friederike Winkler die besondere Beziehung zweier der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Eine Skulptur von Lehmbruck, die Beuys als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Obwohl sich beide Künstler nie begegnet sind, spricht Beuys von einer tiefen Beziehung, von einem „Grunderlebnis”, das er hatte, als er die Abbildung eines Werkes Wilhelm Lehmbrucks sah.

Sie hinterließ einen derart tiefen Eindruck, dass Beuys daraufhin beschloss, Bildhauer zu werden. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Tickets können online im Ticketshop des Museums gebucht oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de reserviert werden.    

 Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de



Museum DKM: Eingeschränkter Cafébetrieb und individuelle Führungen wieder möglich

Duisburg, 8. Juli 2021 - Mit der Öffnung des Hauses und konstanten Inzidenzwerten innerhalb der Inzidenzstufe 1, ist ab sofort auch der Cafébetrieb im Museum DKM wieder möglich. Der Verkauf des Mandelgebäcks ist ausgesetzt, jedoch gibt es Kalt- und Heißgetränke und Besucher dürfen auch ohne Vorlage eines Negativtestnachweises Platz nehmen. 

Termine für individuelle Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten sind mit bis zu 15 Personen auch wieder buchbar. Die öffentlichen Führungen um 16 Uhr an jedem ersten Freitag im Monat sowie die öffentlichen Sonderführungen an gesetzlichen Feiertagen um 15 Uhr finden bis auf Weiteres auch wieder statt.
  


Sonderführungen
Öffentliche Freitagsführung am 06.08.2021 um 16 Uhr mit Laura Tammen 

In der aktuellen Wechselausstellung LUCIFER's VORTEX wirft das Museum DKM Schlaglichter auf spektakuläre Naturphänomene, die der studierte Kybernetiker und Kunsthistoriker Tom Fecht in seinen Fotografien an der bretonischen Küste ergründet. Ulrich Tillmann hingegen haben Reisen Anfang der 1990er Jahre in das heiße und sandige Ägypten geführt. Mit ironischer Distanz ist Tillmann den Geheimnissen eines Landes im Stil der Reisefotografie im 19. Jahrhundert auf der Spur. Seine Serie präsentieren wir unter dem Titel "Erinnerung an Ulrich Tillmann". In der Freitagsführung geht Laura Tammen, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung DKM, auf die Veränderung von Fotografie und Tourismus und der künstlerischen Auseinandersetzung während des Reisens ein.

The Crossing (Mont Saint Michel), 2004, Foto: Tom Fecht 


Aktuelle Ausstellungen
Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder - Teil 1 08.03.2021 – 29.08.2021 

Ulrich Tillmann begab sich Anfang der 1990er Jahre auf eine Ägyptenreise, auf der er fotografisch im Stil der Reisefotografie aus dem 19. Jahrhundert die altägyptische Baukunst dokumentierte und sie in der Nachbetrachtung historisch ästhetisierend bearbeitete. Als Auftakt der zweiteiligen Ausstellungsreihe Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder _ Teil 1 zeigen wir erstmalig ein Konvolut von ausgewählten Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der Stiftung DKM und erinnern damit an den 2019 verstorbenen Foto- und Konzeptkünstler, Freund und Weggefährten.  


Luxor, Figur und Treppe (Serie: Ägyptenbilder), 1995, Foto: Ulrich Tillmann

Lucifer‘s Vortex. Tom Fecht 08.03.2021 – 29.08.2021 
In der zweiten Einzelausstellung des Künstlers Tom Fecht (DE, 1952) im Museum DKM steht seine dramatische Nachtfotografie im Mittelpunkt und bildet mit LUCIFERs VORTEX den Ausgangspunkt seiner fotografischen Meeres- und Portraitstudien. 

Die künstlerische Praxis Tom Fechts ist stark von seinem früheren Werdegang als Ingenieur und Kunsthistoriker geprägt. Sowohl komplexe Bildmedien naturwissenschaftlicher Forschung als auch kunsthistorische Bezüge bereicherten nachhaltig das Repertoire seiner fotografischen Imagination.  

Die Bedeutung der Naturgewalten sowie das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel sind Leitmotive seines Schaffens, aber auch die Biolumineszenz des Ozeans als seltenes Naturschauspiel. Lange Belichtungszeiten, elektrische Ströme sowie der Schein des Mondes sind die einzigen Lichtquellen und zeichnen ein Bild von Vergänglichkeit versus Unendlichkeit. Transitorische Momente, von hell und dunkel, Bewegung und Stillstand changieren zwischen naturwissenschaftlichem Kalkül und Poesie.

 

Weitere Ausstellungen
 

Sinn- und Endlichkeit. Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Pierre de Soete, Ulrich Tillmann, Marcel Wolfers - verlängert bis 31.10.2021 

Sinn- und Endlichkeit bietet dem Betrachter sinnlich, heroisch, mythologisch aufgeladene Werke, die mit der Schönheit verwoben sind, dem Eros huldigen und ihn in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. Beim Eintauchen in diese Gedankenwelten changieren die Sinne zwischen der faszinierten Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust. Aus den 1910/1920er Jahren (Pierre de Soete, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers) werden wir durch zeitgenössische Fotografien (Cristina García Rodero, Duane Michals, Ulrich Tillmann) in das Hier und Jetzt getragen. Das Reale ist die Präsenz des Augenblicks und die Erinnerung daran. 


Marcel Wolfers, Aurora, 1912, Foto (Detail): Stiftung DKM 

Gemeinsamkeiten. Claudia Terstappen, Richard Long Verlängert bis 31.10.2021
 
Unter dem Titel Gemeinsamkeiten begegnen sich Arbeiten der Fotografin Claudia Terstappen und des Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ihren Werken. Terstappen dokumentiert in der Serie "Places of worship Japan" als heilig geltende Orte, während Long die Kulturtechnik des Wanderns und Gehens zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht.


Ausstellungshinweise
Klaus Kinold: Ludwig Mies van der Rohe – Barcelona Pavillon und Haus Tugendhat
11.06.2021 – 31.07.2021 

Die erste posthume Ausstellung des Münchner Architekturfotografen Klaus Kinold (1939-2021) ist aktuell in der Walter Storms Galerie zu sehen. Sie zeigt Kinolds Bilder zweier Schlüsselwerke des Weltarchitekten Mies van der Rohe: den rekonstruierten Barcelona-Pavillon und die Villa Tugendhat in Brünn. Beeindruckt von der präzisen Konstruktion der Bauten und ihrer neuartigen Raumbildung schuf Klaus Kinold zwei kongeniale Fotoserien; die Tugendhat-Aufnahmen aus dem Jahr 2019 sind zugleich Kinolds letzte große Fotoserie vor seinem Tod.

Walter Storms Galerie, Schellingstr. 48, 80799 München
https://www.storms-galerie.de/


Grenzfälle des Raumes 14.05.2021 – 25.09.2021
 

Die Ausstellung Grenzfälle des Raumes in der Bochumer Galerie m versammelt signifikante Werke von fünf Künstlerinnen aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei und Lyrik, die als Raum- und Soundinstallation spezifisch für die Galerie realisiert wurden.

Die Lyrikerin und Künstlerin Barbara Köhler (1959 – 2021) hat ihr Gedicht Elf ½ als großformatige Wandarbeit konzipiert. Die darin beschriebenen physischen Raumerfahrungen und existentiellen Fragen berühren uns unmittelbar und spiegeln sich zugleich in den facettenreichen Konzepten der unterschiedlichen Ausstellungsstücke der Künstlerinnen Lena von Goedeke, Franka Hörnschemeyer, Barbara Köhler, Melanie Manchot und Tanya Poole.

 Galerie m, Schlossstr. 1a, 44795 Bochum https://www.galerie-m.com

 Aktuelle Aktivitäten und Veranstaltungen 

RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt im Museum DKM 

Das Museum DKM nimmt zusammen mit weiteren 20 Häusern der Ruhr Kunst Museen an dem, von der Stiftung Mercator geförderten Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban – zwischen Museum, Schule, Drittem Ort und Stadtraum – teil. RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt rückt das städtische Umfeld der Schülerinnen und Schüler verstärkt ins Zentrum der Überlegungen und strebt ein öffentlich sichtbares Projekt im urbanen Raum an. Das Projekt findet derzeit in rein digitaler Form mit dem Verein Aikido im Hof e.V., der Künstlerin und Kunstvermittlerin Magdalena von Rudy sowie den Schülerinnen und Lehrerinnen des Landfermann Gymnasiums statt. Die letzte Veranstaltung vor den Sommerferien am 25.6.2021 konnte erfreulicherweise im Museum vor Ort stattfinden und befasste sich mit der Überlegung, wie ein Objekt oder ein Kunstwerk zum persönlichen Lieblingsstück wird.

 

Kunstwerk des Monats
Ōtagaki Rengetsu (1791–1875) und Wada Gozan/Gesshin (1800–1870)

in der Sammlung DKM

Der Göttin Amaterasu’s göttliches Licht, Japan (Kyoto), 1868 

Ōtagaki Rengetsu, Wada Gozan, Der Göttin Amaterasu’s göttliches Licht, 1868, Foto: SDKM

 Was bedeuten die Schriftzeichen im oberen linken Teil des Rollenbildes? Was stellt das Bild im rechten unteren Teil dar? Bezieht sich der kalligrafisch “gezeichnete“ Text auf das Bild – erklärt er es? Oder illustriert das Bild den Inhalt des Textes? Gibt es eine für das ganze Rollenbild gültige Leserichtung – von oben nach unten und/oder von links nach rechts? Welcher der beiden ausgewiesenen Künstler verantwortet welchen Teil des gemeinsamen Rollenbildes? 

Von Ōtagaki Rengetsu, einer buddhistischen Nonne, deren Name mit Lotus Mond zu übersetzen ist, stammt der geschrieben gezeichnete Text. Sayumi Takahashi übersetzte ihn für den Katalog “Black Robe White Mist – Art oft he Japanese Buddhist nun Rengetsu“ in der Australischen Nationalgalerie in Canberra (2007) wie folgt:

The goddess Amatersu’s
divine light shows us, and the ebbing
sound of the nearing waves reveals to us,
the country of Urayasu (Japan) 
Der Göttin Amaterasu’s
göttliches Licht zeigt uns, und der ebbende
Klang der nahenden Wellen lässt uns erkennen,
das Land von Urayasu (Japan)
  [aus dem Englischen von R.S.]

 
Von dem Priester Wada Gozan, bekannt als Gesshin, stammt die wolkig gemalte und gezeichnete Darstellung zweier Felsen im ruhigen Wasser, die als “meoto iwa“, als verheiratete Felsen in der Ise-Bucht bezeichnet werden. 

Als sowohl aufeinander bezogen wie auch jeweilig für sich stehend ist offensichtlich die Beziehung zwischen Text- und Bildinhalt des Rollenbildes zu deuten, um dessen zentrales Motiv es hier geht. Der Australische Katalog legt allerdings die über das Anschauliche hinaus gehende Interpretation nahe, dass das Verhältnis der beiden Felsen zueinander dem entspricht, in dem die beiden “Autoren“ zueinanderstanden. 

Aus dieser Deutung ergäbe sich dann ein komplex vorgestelltes, gleichsam symbiotisches Ineins auf vielen Ebenen: das von je selbständiger kalligrafischer Schrift und bildlicher Darstellung, das mithin von geschrieben gezeichnetem Text und gemalt gezeichnetem Bild. Des Weiteren das von linken und rechtem Teil des Rollenbildes, also das der unhierarchischen Gleichwertigkeit von eindimensional-linearem (Schrift) und zweidimensional-bildlichem (Darstellung) Informationsmedium. Und, es gibt die Symbiose des im europäischen Sinne eher Abstrakten (Text) mit dem eher Realen (Darstellung) sowie das gegenseitige Sich-Bedingen von Signifikat und Signifikant. Und das alles unter dem Horizont des behaupteten Ineins von Rengetsu und Gesshin. 

Ōtagaki Rengetsu war eine buddhistische Nonne, Dichterin, Kalligrafin, Töpferin und Malerin, die tragische Erlebnisse aus ihrer ersten Lebenshälfte durch außerordentliche Kreativität in ihrer zweiten gleichsam kompensierte. Sie lebte (1791–1875) in der späten Edo- und der frühen Meiji-Periode und war in der damaligen Zeit eine der wenigen weiblichen Künstlerinnen ohne aristokratischen Familienhintergrund. 

Gekürzter Text von Raimund Stecker, ausgewählte Werke in der Sammlung DKM, 2010.


Ausstellungsvorschau
Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui 01.10.2021 bis 27.02.2022

 Der Kimono ist viel mehr als ein Kleidungsstück. Er ist das Tagebuch einer Nation, ein Bilderbogen, gespickt mit krassen Mustern, Geschichten, Nachrichten und Träumen. 99 Kimonos aus der Sammlung von Inui Yoshiko erzählen die dramatische Geschichte der japanischen Moderne — von der Ankunft der «schwarzen Schiffe», die Mitte des 19. Jahrhunderts das Inselreich zu Handel und Austausch mit dem Westen nötigten, bis zur Neuerfindung Japans als Industrienation und militärische Macht, die Anfang des 20. Jahrhunderts dem Westen auf Augenhöhe begegnete. 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui wird kuratiert von Mikami Mariko, Negoro Miwa und Roger M. Buergel, mit wissenschaftlicher Beratung durch Hans Thomsen (Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Zürich). Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein digitales Archiv mit Erklärungen und Kommentaren von Inui Yoshiko.


Kimono aus der Sammlung Inui, Courtesy Ini Yoshiko 

 

Lehmbruck Museum - Programm am Wochenende

Lehmbruck Museum: „Mitreden” im Lehmbruck Museum (Samstag, 10. Juli, 15 Uhr) / Öffentliche Sonntagsführung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“

Duisburg, 8. Juli 2021 - Am Samstag, 10. Juli, 15 Uhr, sind interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft wieder zum „Mitreden” eingeladen: Im öffentlichen Sprachcafé können sie sich in ungezwungener Atmosphäre über „Kunst und die Welt” austauschen. In ungezwungener Atmosphäre können Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft miteinander über „Kunst und die Welt” ins Gespräch kommen, dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern und etwas über andere Kulturen erfahren. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof stattfinden. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

„Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler

Die öffentliche Führung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”
Am Sonntag, 11. Juli, 11.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat? Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 11.07.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021, Joseph Beuys, Elferzimmer (11 Schafsköpfe), 1961-1975, MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, Sammlung Ströher © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Ursula Kaufmann


Kulturhighlight im August in NRW: das Tinguely Museum begibt sich auf Schiffsreise

Ein Museum reist zu den Menschen – Museum Tinguely AHOY!

Basel/Duisburg, 6. Juli 2021 - Zum Anlass des 25. Jubiläums geht das Museum Tinguely für zwei Monate auf Schiffsreise durch Europa und kommt dabei auch zu Ihnen! Vom 16.8. – 15.9. hält das Schiff entlang seiner Route in 7 deutschen Städten, welche biografische Stationen im Leben des Schweizer Künstler Jean Tinguely (1925-1991) waren. So erleben Menschen, die aktuell wegen der Pandemie nicht reisen können, ein einzigartiges Kunsterlebnis in ihrer Nähe.

Begleitet von einem Programm aus Events, Performances und Tinguelys Kunst können Besucher*innen mit dem künstlerischen Leben Tinguely in Berührung kommen und Kunst hautnah erfahren. Speziell für das Jubiläum werden Performances von Nevin Aladağ, Keren Cytter und Marie-Caroline Hominal zu sehen sein.
Auch für Kinder und Jugendliche gibt es die Möglichkeit durch Workshops in das künstlerische Universum von Jean Tinguely einzutauchen. Sei es mit Wasser in der Luft malen, den Klang von Wasser in akustischen Kollagen als Audiofile aufzunehmen oder eine Flaschenpost zu gestalten, wird Jung und Alt ein vielfältiges Programm zum Staunen und Ausprobieren geboten.  

Das umgebaute Frachtschiff MS Evolutie auf dem Rhein vor dem Museum Tinguely © 2021 Museum Tinguely, Basel, Foto: Matthias Willi  - 20./21.8.: Das Schiff in Duisburg

EINEN SOMMER LANG GEHT DAS MUSEUM AUF SCHIFFREISE DURCH EUROPA
In einer interaktiven Ausstellung mit Filmen, akustischen Experimenten und Workshops an Bord kann das Publikum den Kosmos eines der innovativsten Künstler des 20. Jahrhunderts entdecken. Zum 25. Jubiläum begibt sich das Museum Tinguely unter dem Titel Museum Tinguely AHOY! auf einem umgebauten Frachtschiff – der MS Evolutie – auf eine besondere Reise. Am 27. Juni hat das Schiff in Basel abgelegt und steuert nun die erste Station Paris an.

An Bord von Museum Tinguely AHOY!
Ein Vielklang an Tönen und Geräuschen dringt aus dem Schiffsrumpf: in das Plätschern von Wasser mischt sich ein Konzert aus Metall und Glas, plötzlich ertönt das laute Platzen eines Ballons. Kaum betreten die Besucher*innen das Museumsschiff, finden sie sich in einer vielstimmigen Unterhaltung mit der kinetischen Skulpturenwelt Tinguelys wieder. Im Dialog mit der Kunst ist das Publikum eingeladen, anhand des Modells zum Original Les étoiles eine kinetische Klangskulptur zum Tönen zu bringen und per Flaschenpost Grüße in die Welt zu versenden.

Ein Höhepunkt an Bord ist die auf dem Schiffsdeck montierte Schwimmwasserplastik (1980) von Jean Tinguely, die mit Flusswasser gespeist wird. Vier Wasserdüsen, angetrieben von einem zentralen Motor, bewegen sich auf und ab, vor und zurück – das Wasser scheint einer natürlichen Choreografie zu folgen und in die Luft zu zeichnen.
Die Ausstellung Et tout ceci est vrai! im Rumpf des Schiffs präsentiert auf ca. 100m2 Jean Tinguely und stellt seine Kunst anhand von Fotografien, Schriften, Hörstationen und Filmen entlang der Schiffsreise vor. Die Werke des Künstlers sprühen vor Energie und Esprit. Um das unmittelbare, sinnliche Erleben auch auf Reisen zu ermöglichen, hat das Museum Modelle – inspiriert von Tinguelys kinetischen Werken – nachgebaut.

Die Besucher*innen können es auf dem Schiff per Knopfdruck klimpern, quietschen und scheppern lassen oder schaukelnd Videos und Projektionen verfolgen. Ein interaktives Ausstellungserlebnis Zu erleben ist u.a. ein partielles Modell der überlebensgroßen Zeichenmaschine Méta-Matic No. 17, die Tinguely auf der ersten Biennale de Paris 1959 präsentierte. Mit der von einem Benzinmotor betriebenen Zeichenmaschine stellte er das tradierte Verhältnis von Urheber, Werk und Rezipient auf den Kopf. Wie beim Original bläst das Modell in der Ausstellung unaufhörlich einen Ballon auf, bis dieser mit einem Knall platzt.

Die Klangskulptur Mes étoiles – Concert pour sept peintures (1957-59) besteht aus sieben Reliefs mit verschiedenen Fundstücken aus Glas, Blech oder Alu. Über eine Konsole kann das Publikum in Anlehnung an das Original die Arrangements zum Klingen bringen und sich als Komponist*innen eigener kakophoner Melodien ausprobieren.

Neben der Ausstellung bietet Museum Tinguely AHOY! an den jeweiligen Stationen, an denen das Schiff vor Anker geht, jeweils für zwei Tage ein facettenreiches Programm mit Workshops und Performances zeitgenössischer Künstlerinnen in enger Zusammenarbeit mit den zahlreichen Partnerinstitutionen. Mit dabei sind u.a. das Centre Pompidou in Paris, das Stedelijk Museum in Amsterdam, das Lehmbruck Museum in Duisburg, die ZERO foundation in Düsseldorf, der Frankfurter Kunstverein oder die Kunsthalle Mannheim. Performances zeitgenössischer Künstlerinnen in den Partnerinstitutionen und im Stadtraum.

Die international renommierten Künstlerinnen Nevin Aladağ (DE), Keren Cytter (IS) und Marie-Caroline Hominal (CH) haben je ein neues Stück für Museum Tinguely AHOY! erarbeitet. Ihre Performances stehen in Bezug zur künstlerischen Ideenwelt Tinguelys und führen den von ihm angestrebten Dialog zwischen Kunst und Leben zeitgenössisch fort.

Kunstvermittlung an Bord
Insbesondere Kinder und Jugendliche können bei zahlreichen Workshops mit dem künstlerischen Universum von Jean Tinguely an Bord des Schiffs in Berührung kommen und erhalten einen spielerischen Zugang zur Kunst. Begleitend zur Reise lädt das Museum Tinguely dazu ein, in eigenen Wasserklangexperimenten die auditive Wahrnehmung und Experimentierfreude zu fördern – vom Musizieren bis hin zur Titelfindung für den eigenen Soundbeitrag. Die Soundfiles werden auf der Routenkarte der Website gleich einer akustischen Flaschenpost hochgeladen.

Den Gewinner*innen der beiden spannendsten Beiträge winkt ein Wochenende in Basel während des Jubiläumsfestes (25./26.09.2021). Marie-Caroline Hominal: Eurêka, c’est presque le titre, 2021 © The Artist. Foto: gregory Batadon Darüber hinaus gibt es auf der MS Evolutie ein Relief der Edition Maschinenbild Haus Lange zu entdecken. Die Arbeit entstand nach dem zertifizierten Bauplan durch den Restaurator am Museum Tinguely, Jean-Marc Gaillard, einer der letzten Assistenten von Jean Tinguely, der mit dem Künstler eng zusammenarbeitete.
1960 manifestierte sich Tinguelys künstlerischer Erfolg in einer ersten musealen Einzelausstellung im Haus Lange in Krefeld, die u.a. die Frage nach der seriellen Produktion von Kunstwerken stellte. Im Katalog zur Ausstellung wendete sich Tinguely direkt an das Publikum, indem er eine Bauanleitung mit Zertifizierung für das Relief Maschinenbild Haus Lange zur Verfügung stellte mit der Aufforderung, selbst ein Tinguely Werk nachzubauen.
In einem digitalen Logbuch meldet sich Matrose Attila Gaspar regelmässig von Bord und berichtet über die Erlebnisse während der Fahrt quer durch Europa. Eine Podcast-Serie nimmt die Hörer*innen mit auf die Jubiläumsfahrt und erzählt Geschichten entang der Reise und besucht Menschen vor Ort.

Die Route führt entlang wichtiger Orte und Wirkungsstätten aus Tinguelys Leben von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch die Metropolregion Rhein-Ruhr rheinaufwärts bis nach Basel. Jean Tinguely (1925–1991), ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst, wurde mit seinen beweglichen Skulpturen bekannt und brachte als Teil der Pariser Avantgarde in den 1950er und 1960er Jahren Bewegung in den etablierten Kunstbetrieb. Der Auftakt der Reise ist am 17. Juli in Paris, nach elf Wochen kehrt das Schiff pünktlich zum Jubiläumsfest am 25./26. September 2021 wieder nach Basel zurück.

In folgenden Städten hält das Schiff in NRW:  
Gelsenkirchen 16./17.8. Musiktheater im Revier: Nicht nur das Blau Yves Kleins prägt das Musiktheater im Revier, sondern auch Jean Tinguely war an der Ausstattung beteiligt und installierte dort ein heute noch existierendes kinetisches Relief.

Duisburg 20./21.8. Lehmbruck Museum: 1976 bekam Tinguely den Wilhelm Lehmbruck Preis verliehen und später folgte die große monografische Ausstellung: Jean Tinguely: Meta-Maschinen. Das Highlight hier war das Märchenrelief, das ein sonst von der Kunst meist wenig beachtetes Publikum ansprach - Kinder. Diese wurden zu einem Geschichtenwettbewerb über das Werk eingeladen, eines der zahlreichen Beispiele für Tinguelys unkonventionelle Ideen die Öffentlichkeit einzubeziehen.

Krefeld 25./26.8. Kunstmuseen Krefeld: Mit Tinguelys erster museale Einzelausstellung 1960 in Krefeld wandte er sich erneut auf besondere Weise an das Publikum: dem Ausstellungskatalog war eine detaillierte Bauanleitung für ein Relief beigefügt und somit wurden die Käufer*innen aufgefordert selbst ein Tinguely-Werk nachzubauen. Ein solches Relief nach Originalplan ist in der Ausstellung auf dem Schiff zu sehen.  

Düsseldorf 28./29.8. ZERO Foundation: Düsseldorf war der Schauplatz der ersten spektakulären Kunstaktion Tinguelys, um die sich viele Mythen und Unklarheiten ranken. So ist nicht sicher, ob der Künstler wirklich, wie behauptet, 150.000 Flugblätter mit seinem Manifest Für Statik aus einem Kleinflugzeug über der Stadt abwarf, doch Fotografien von Charles Wilp legen dies nahe. Diese Aufnahmen werden in der Ausstellung gezeigt und so können Besucher*innen rätseln, ob diese Aktion tatsächlich passiert ist oder nicht.  

Die kostenfreien Tickets sind online zu buchen. Aufgrund der pandemischen Lage werden die Online Tickets für das Schiff erst zwei Wochen und die Tickets für die Performances vier Wochen vor Ankunft an der Station freigeschalten.   Weitere Informationen und Ticketbuchung hier: https://www.tinguely.ch/de/ahoy.html

Das Museum Tinguely
Seit 25 Jahren lädt das Museum Tinguely dazu ein, Kunst und Kultur zu entdecken, mit allen Sinnen zu erfahren, sich von experimentellen Projekten und Kooperationen überraschen zu lassen und seine einzigartige Lage am Rhein zu genießen. Es ist ein offenes Haus für Familien ebenso wie für Kunstexpert*innen, das der stillen Betrachtung ebenso Raum gibt wie der Freude an der Kunst. Über 110 Ausstellungen haben seit seiner Eröffnung 1996 stattgefunden.
Viele zu Jean Tinguely und seinem künstlerischen Umfeld, aber genauso zu gesellschaftlich relevanten Themen und zeitgenössischer Kunst, stets eingebettet in die künstlerische Ideenwelt von Jean Tinguely. Veranstaltungen, vom klassischen Konzert über DJ Sets, vom Familiensonntag über barrierefreie Führungen, Workshops für Schulen und junge Erwachsene sowie Zusammenkünfte mit Senior*innen begeistern das vielfältige Publikum des Museums.

Lehmbruck Museum am Wochenende

„Mitreden” im Lehmbruck Museum
Duisburg, 1. Juli 2021 - Nach langer Pause findet am Samstag, 3. Juli, 15 Uhr, wieder das Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum statt. In ungezwungener Atmosphäre können Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft miteinander über „Kunst und die Welt” ins Gespräch kommen, dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern und etwas über andere Kulturen erfahren. Das Sprachcafé kann bei gutem Wetter auf dem Skulpturenhof stattfinden.   Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliche Sonntagsführung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“
Am Sonntag, 4. Juli, 11.30 Uhr, lädt die Kunstvermittlerin Susanne Karow zu einer öffentlichen Führung durch die jüngst eröffnete Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein, die sich der besonderen Beziehung zweier der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts widmet: Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Ist Joseph Beuys ein Romantiker, ist er ein Schamane, ein Heiler, ein Weltverbesserer und politischer Aktivist, der nicht nur die Kunst, sondern die Gesellschaft als Ganzes verändert hat? Eine Skulptur von Wilhelm Lehmbruck, die er als junger Mann sieht, wird zu einem Schlüsselerlebnis. Beide Künstler, Lehmbruck und Beuys, sind überzeugt, dass Kunst die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt. Interessierte Besucher*innen werden daher gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 04.07.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  
Joseph Beuys, Rückenstütze eines feingliederigen Menschen (Hasentypus) aus dem 20. Jahrhundert p. Chr., 1972, Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: KunstArztPraxis.de

„Energiereiche Kunst”
Bei Jugend trifft Kunst dreht sich am Sonntag, 4. Juli, 11.30 Uhr, alles um „Energiereiche Kunst”. Inspiriert von den Werken Joseph Beuys‘, der sich in umfassender Weise mit dem Energiebegriff auseinandergesetzt hat, können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren unter fachkundiger Anleitung von Katharina Nitz selbst kreativ werden.  

Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis eines negativen Corona-Testergebnisses. Die Testpflicht entfällt bei der Immunisierung von vollständig geimpften oder genesenen Personen. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis mitzubringen. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Fischer


Der Duisburger Kultursommer naht

Duisburg, 30. Juni 2021 - Der Duisburger Kultursommer steht vor der Tür! Mitten in der Innenstadt, im Kantpark, wird ein eingefriedetes Veranstaltungsgelände entstehen mit Bühne, Tribüne und Zeltüberdachung. Die Tribüne bietet rund 350 Plätze und gewährleistet von allen Seiten einen sehr guten Blick auf die Bühne.  

Auf einer Zeltbühne im Kantpark wird vom 14. Juli bis zum 22. August ein buntes und reichhaltiges Programm zu sehen sein. Jochen Malmsheimer, Kai-Magnus Sting oder Frida Gold sind nur einige der bekannten Namen. Die populäre Krautrockband Bröselmaschine wird auftreten, aber auch so bekannte lokale Akteure wie Anja Lerch, Jupp Götz oder Michael Bormann.  

Programmpunkte wurden nicht nur durch die Kulturbetriebe gestaltet, sondern auch durch weitere Akteure und Veranstalter, beispielsweise das Lokal Harmonie, das Soziokulturelle Zentrum Stapeltor oder die Macher des neuen Szenetreffpunkts „BORA“. Das Platzhirschfestival wird die Infrastruktur ebenfalls nutzen und im Zelt vom 13. bis 15. August im Kantpark stattfinden.  

Das vom Bund ausgeschriebene Programm „Neustart Kultur“ fördert den anstehenden Duisburger Kultursommer mit knapp 200.000 Euro. Der Kultursommer soll um Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen. Die Abendveranstaltungen beginnen in der Regel um 19.30 Uhr. Tickets und Informationen zum Programm unter www.duisburger-kultursommer.reservix.de/events

Anja Lerch

Bröselmaschine

Jupp Götz                                                              Michael Borman Jaded Hard


Restplätze für den Museumsspaß im Lehmbruck Museum verfügbar

Duisburg, 28. Juni 2021 - Der „Museumsspaß” im Lehmbruck Museum soll auch in diesem Jahr nicht zu kurz kommen! Für die Sommerferien hat das Team der Kunstvermittlung daher ein buntes Programm zusammengestellt. Für einige der Workshops, die jeweils montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr stattfinden, sind noch Restplätze verfügbar.

 

12. bis 16. Juli 2021, 10 bis 14 Uhr
Raum im Raum
Workshop mit Katharina Nitz für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

Aus Bettlaken und anderen Materialien lassen sich eigene kleine Universen erschaffen. Ob Zeltlager, Schatzkammer oder Weltall – die Teilnehmer*innen können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und selbst entscheiden, wie ihr Rückzugsort aussehen soll.

 

26. bis 30. Juli 2021, 10 bis 14 Uhr
Die Welt ist mehr als Material
Workshop mit Bettina Kohrs für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

Die Workshopteilnehmer*innen sind eingeladen, das Unsichtbare in unserer Welt zu entdecken: Gemeinsam setzen sie sich mit Naturkulten auseinander und erforschen die Kunst in der Natur – ganz so, wie es Joseph Beuys in jungen Jahren getan hat.

 

2. bis 6. August 2021, 10 bis 14 Uhr
Cooltour – Hip-Hop im Museum
Workshop mit Tomasz Kwapien für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren

Inspiriert von den Installationen und Kunstwerken im Museum können die Teilnehmer*innen mit verschiedenen Elementen des Hip-Hops experimentieren und dabei digitale Musikinstrumente wie Sampler, Drum Machine, Synthesizer und Loopstation ausprobieren.

 

9. bis 13. August 2021, 10 bis 14 Uhr
Der Wolf im Schafspelz
Workshop mit Josephine Garbe für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

Aus verschiedensten Materialien wie Pappe, Textilien und Fellen gestalten die Teilnehmer*innen kunstvolle Tierkostüme. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Josephine Garbe begleitet die Teilnehmer*innen von der ersten Idee über die Realisierung bis hin zur Nutzung des Kostüms.

Die Teilnahme kostet 50 EUR pro Kind und Kurs. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.

Museumsspaß im Lehmbruck Museum, Foto: Marta Colombo


Duisburger Philharmoniker: Vertragsverlängerung mit Generalmusikdirektor Axel Kober

Duisburg, 25. Juni 2021 - Die Duisburger Philharmoniker hatten Axel Kober im Februar 2019 mit überwältigender Mehrheit zu ihrem neuen Generalmusikdirektor gewählt. Der Rat der Stadt Duisburg hat den Vertrag nun über den 31. August 2022 hinaus bis zum 31. August 2025 verlängert. Axel Kober ist damit weiterhin als Generalmusikdirektor sowohl der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg als auch der Duisburger Philharmoniker.  

Oberbürgermeister Sören Link freut sich über die Entscheidung: „Mit Axel Kober haben wir nun bis 2025 einen Generalmusikdirektor und künstlerischen Leiter der Duisburger Philharmoniker von internationalem Format. Er steht für eine hohe Qualität unseres Musiktheaters sowie des städtischen Konzertprogramms.“  

Dass Axel Kober gerne langfristig denkt, hat er oft betont. Mit den Duisburger Philharmonikern arbeitet Kober seit mehr als zehn Jahren intensiv zusammen: „Es ist ein sehr schönes Zeichen des Vertrauens, wenn sich alle Beteiligten zusammensetzen und feststellen, dass sie sich vorstellen können, diese Zusammenarbeit noch zu vertiefen.“ Die Qualitäten der Duisburger Philharmoniker als Opern- und Konzertorchester konsequent weiterzuentwickeln und es gut in der Stadt zu positionieren, begreift Kober als wichtige Aufgaben in seiner Position als Generalmusikdirektor.

Die anfängliche Schockstarre, in die viele Kulturschaffende nach dem Lockdown verfallen seien, sei rasch einer Suche nach kreativen Lösungen und neuen Formaten gewichen: „Wir haben einen Kulturauftrag, und solange es irgendwie möglich ist, wollen und müssen wir ihn auch ausführen“, sagt der Dirigent.   Mit Streaming-Konzerten und CD-Aufnahmen haben sich die Duisburger Philharmoniker in den langen Monaten des Lockdowns in Form gehalten.

Unter der Leitung von Axel Kober wurde eine CD-Edition mit vier Sinfonien und der Schauspielmusik zum Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy eingespielt, die Ende des Jahres veröffentlicht wird. Ab der kommenden Woche wird GMD Kober wieder in Bayreuth am Pult stehen, und die Duisburger Philharmoniker freuen sich darauf, das Abschlusskonzert der Saison (am 30. Juni und 1. Juli) wieder vor Publikum zu spielen.



Besetzungsänderung: Bartosz Szulc singt im 12. Philharmonischen Konzert die Titelpartie in Joseph Haydns Oper „Der Apotheker“

Krankheitsbedingt kommt es bei der halbszenischen Aufführung der Oper Der Apotheker von Joseph Haydn zu einer Besetzungsänderung. Statt Piotr Micniski ist am 30. Juni und 1. Juli 2021 der polnische Bass Bartosz Szulc in der Philharmonie Mercatorhalle zu erleben, der diese Partie bereits am Teatr Wielki in seiner Heimatstadt Łódź sang.

Zur Sänger-Riege, die unter Jan Willem de Vriend mit den Duisburger Philharmonikern auftritt, gehören außerdem Marina Zyatkova (Sopran), Alvaro Zambrano (Tenor) und Virpi Räisänen (Sopran). Lebenspralle Charaktere und windungsreiche Intrigen machen die Handlung von Haydns Oper zum Vergnügen. Der Komponist griff dabei auf ein Libretto des großen Komödiendichters Carlo Goldoni zurück, dessen Handschrift trotz massiver Kürzungen klar zu erkennen ist. Dem alten Apotheker Sempronio sind die Verehrer seines Mündels Grilletta ein Dorn im Auge. Er möchte die junge Schöne nämlich am liebsten selbst zum Traualtar führen.

Grilletta behagt diese Aussicht allerdings ganz und gar nicht. Sie hat sich schon des reichen Stutzers Volpino zu erwehren, dabei gehört ihr Herz doch längst dem schüchternen Apotheken-Gehilfen Mengone. Die Geschichte mündet natürlich in ein Happy End: Zwei Liebende finden zueinander – und zwei andere schauen in die Röhre. Im Zentrum der halbszenischen Produktion, die im 12. Philharmonischen Konzert den Abschluss der Saison bildet, steht ein klappriger Fiat 500, der zugleich als rollende Apotheke, Kräutergarten und Duschkabine dient.

Mit diesem klassischen Gefährt fällt zugleich ein ironischer Blick auf die klischeebehaftete deutsche Italiensehnsucht, die sich in den 50er und 60er Jahren am „Teutonengrill“ von Rimini erfüllte. Der Niederländer Jan Willem de Vriend hat diese vergnügliche Fassung von Joseph Haydns Oper gemeinsam mit der Regisseurin Eva Buchmann erarbeitet.

Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum: Geister & Genies

Duisburg, 25. Juni 2021 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum im Duisburger Innenhafen zeigt ab kommenden Sonntag eine Ausstellung, die das Leben und Wirken der „Geister & Genies“ des 16. Jahrhunderts lebendig werden lässt.  


Das Stadtmuseum bietet dazu am 27. Juni, zwischen 12 und 16 Uhr halbstündige Ausstellungsführungen jeweils für bis zu sechs Personen. Die Führungen beginnen jeweils zur vollen Stunde. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Vorschriften begrenzt ist, wird eine Reservierung per Telefon unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an
ksm-service@stadt-duisburg.de empfohlen. Das Museum kann derzeit jedoch auch ohne Terminbuchung besucht werden.  

Zum Inhalt der Ausstellung:  
Von 1568 bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen im Achtzigjährigen Krieg die Unabhängigkeit von den Spaniern. Unter der spanischen Herrschaft mussten humanistische Gelehrte mit Verfolgung, Enteignung und teilweise Hinrichtung rechnen, so dass, wer konnte, fortzog und sein Glück andernorts suchte. So gelangten zahlreiche Gelehrte an den Niederrhein, insbesondere nach Duisburg. Einer der Hauptgründe dafür war die in religiösen und wissenschaftlichen Fragen tolerante Politik des Regenten Herzog Wilhelm V. von Kleve, Jülich und Berg. Ein anderer Grund mögen die damals aktuellen Planungen zur Gründung einer Universität gewesen sein.  

Zu diesen Gelehrten aus den niederländischen Provinzen gehörte zum Beispiel Johann Weyer, der sich als Hofarzt von Wilhelm V. strikt gegen die Hexenverfolgung aussprach und damit großen Einfluss auf den Herzog hatte.  

Oder Johanna Otho, die in einer Zeit, in der Frauen kaum Zugang zu Bildung hatten, Latein, Griechisch und Hebräisch lernte, eigenständig Gedichte und Bücher veröffentlichte und in Briefkontakt zu zahlreichen europäischen Gelehrten stand. Darüber hinaus begegnen den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung auch Theologen wie Georg Cassander, Sprachforscher wie Cornelius Wouters, Juristen wie Jean Matal, Lehrer wie Johannes Molanus und natürlich nicht zuletzt Kartographen wie Gerhard Mercator. Zusammen brachten sie der Stadt den Beinamen „Duisburgum Doctum“ – „Gelehrtes Duisburg“ ein.  

Durch den engagierten Einsatz von „Mercators Nachbarn“ werden diese und weitere „Geister & Genies“ in unterhaltsamen Videosequenzen lebendig. So erfahren die Gäste ganz persönlich, was die beherrschenden Themen im Leben der sehr unterschiedlichen Personen waren.  

Die biographisch orientierte Ausstellung zeigt zum einen, wie sehr niederländische Wissenschaftler die Stadt bereichert und das geistige Leben beeinflusst haben. Zum anderen beleuchtet sie einen weitgehend vergessenen Teil Duisburger Stadtgeschichte. Schließlich stellt sie auch Leben und Werk Gerhard Mercators im Netz seiner humanistisch gesinnten Kollegen in einen bisher kaum beachteten Zusammenhang.  

Die Ausstellung ist Teil des deutsch-niederländischen Themenjahrs des Museumsnetzwerks Niederrhein, das sich 2021/22 den „Provinzen“ widmet. Alle Ausstellungstexte sind auch auf Niederländisch verfügbar.   

Sofern sich die Pandemielage weiterhin positiv entwickelt, wird auch ein Rahmenprogramm zu der Ausstellung geplant und gesondert veröffentlicht. Gerhard Mercator ist über die Grenzen der Stadt als erfolgreicher Kartograf und Universalgelehrter seiner Zeit bekannt. Dass es im Duisburg des 16. Jahrhunderts aber gleich ein ganzes Netzwerk an Gelehrten und Genies in Duisburg gab, wissen heute nur noch wenige.

 

Ausstellung Duisburg-Ruhrort

Duisburg, 25. Juni 2021 - Die Ausstellung in der Weinhagenstraße 23 in Duisburg-Ruhrort ist bis zum 31. August zu sehen.





 

Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur"

Samstag, 26. Juni, 11 bis 17 Uhr: Freier Eintritt und kostenfreie Führungen

Duisburg, 24. Juni 2021 - Am ersten Ausstellungstag lädt das Lehmbruck Museum bei freiem Eintritt und kostenfreien Führungen zum Besuch der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein. Jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr werden öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an einer der öffentlichen Führungen teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch anzumelden unter 0203 283 3294.

Für Lehmbruck wie für Beuys gilt: „Alles ist Skulptur.“ Und: Skulptur ist das Mittel der Transformation, des Übergangs von einem Zustand in den anderen. Dem Werk beider Künstler, die am Niederrhein geboren sind und an der Kunstakademie in Düsseldorf Bildhauerei studiert haben, ist eine tragische Komponente eigen: Die Kriegserfahrung hat deutliche Spuren im Werk beider Künstler hinterlassen. Vielleicht sind es die Spuren dieser existentiellen Erfahrung, die Joseph Beuys spürte, als er zum ersten Mal die Abbildung einer Skulptur von Lehmbruck sah, die einen so tiefen Eindruck hinterließ, dass er daraufhin beschloss, Bildhauer zu werden.


Am Beginn seiner heute legendären Rede im Lehmbruck Museum im Januar 1986 zur Verleihung des Wilhelm-Lehmbruck-Preises sagte Joseph Beuys zur Überraschung Vieler: „Ich möchte meinem Lehrer Wilhelm Lehmbruck danken“. Obwohl es bekanntlich nie ein akademisches Lehrer-Schüler-Verhältnis gegeben hat (Lehmbruck starb bereits 1919, Beuys wurde erst 1921 geboren), spricht Beuys von einer tiefen Beziehung, von einem „Grunderlebnis“, das er hatte, als er die Abbildung des Werkes Wilhelm Lehmbrucks sah.

Für Beuys, der sich ansonsten nur sehr selten zu den Arbeiten anderer Künstler*innen äußerte, besitzt das Werk Lehmbrucks in seiner Wirkkraft eine Alleinstellung; „Wäre denn irgendein anderer Bildhauer, irgendein Hans Arp oder Picasso oder Giacometti oder irgendein Rodin, wäre eine Photographie von Rodin, wenn sie mir seinerzeit in die Hände gefallen wäre, fähig gewesen, diese Entscheidung (Bildhauer zu werden, Anm. d. Verf.) in mir herbeizuführen?”

„Skulptur ist das Wesen der Dinge, das Wesen der Natur, das, was ewig menschlich ist”, diese Einsicht Lehmbrucks nahm Beuys schließlich zum Ausgangspunkt seiner Sozialen Plastik – einer Idee, mit der er die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutionierte. Das plastische Gestalten – das Kunst Machen – bezieht sich von nun an nicht mehr vor allem auf das Formen von Material, sondern auf das Formen von Ideen, auf das Formen des sozialen Gefüges in seiner Gesamtheit. Diesem in die Zukunft ausgerichteten Impuls folgt die Duisburger Ausstellung, in der wichtige Werke beider Jahrhundertkünstler präsentiert werden.

Darunter von Joseph Beuys die Hirschdenkmäler (1958/1982), das Elferzimmer (11 Schafsköpfe) (1961-1975), die raumgreifende Installation Ohne Titel (Munitionskiste und Fichtenstamm) (1971) sowie das Feldbett (1982). Erstmalig werden die Werke beider Bildhauer so umfassend präsentiert und miteinander in Dialog gesetzt. Parallel zur Duisburger Ausstellung zeigt die Bundeskunsthalle in Bonn vom 25. Juni bis 1. November 2021 die Ausstellung „Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik”. Die Ausstellung versammelt eine Reihe von Schlüsselwerken Beuys' und richtet den Blick gleichzeitig auf die wichtigsten Skulpturen Lehmbrucks. Dabei sucht sie nicht nach formaler oder stilistischer Nähe, sondern rückt zentrale Fragen in den Fokus: Was macht den Menschen in seinem Wesen aus? Und: Welches revolutionäre Potenzial birgt die Kunst in ihrem jeweiligen zeitlichen Kontext?

Begleitend zu den Ausstellungen in Duisburg und Bonn erscheint ein Katalog mit Texten von Dr. Söke Dinkla, Johanna Adam, Jessica Keilholz-Busch, Norman Rosenthal und Inke Maria Hahnen, 240 Seiten, 175 z.T. farbige Abbildungen, im Verlag Hatje Cantz (Buchhandelspreis: 48 EUR). Der Katalog ist zum Preis von 29 EUR an der Museumskasse erhältlich.

Beide Ausstellungen sind als gemeinsames Projekt Teil des umfangreichen Programms zum Jubiläumsjahr „beuys 2021. 100 jahre joseph beuys“, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Vergünstigster Eintritt beim Besuch beider Ausstellungen Bei Vorlage eines Tickets (oder einer Jahreskarte) der jeweiligen anderen Station erhalten Besucher*innen 20 % Rabatt auf die reguläre Tageskarte.
Freier Eintritt am ersten Ausstellungstag Am ersten Tag der Ausstellung, Samstag, den 26. Juni 2021, lädt das Lehmbruck Museum bei freiem Eintritt und kostenlosen Führungen (jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr) von 11 bis 17 Uhr zum Besuch der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein. Interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich für die Teilnahme an einer der Führungen telefonisch unter 0203 283 3294 anzumelden.

Ausstellungsansicht „Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur”, © Joseph Beuys Estate I VG Bild-Kunst, Bonn 2021 - Foto Frank Vinken

 

City Atelier Workshop „Die Botschaft von Filz & Co
Sonntag, 27.06., 14 bis 17 Uhr: City Atelier Workshop „Die Botschaft von Filz & Co. - Collagen und Assemblagen à la Beuys” mit Marayle Küpper und Wilfried Weiß Tee, Schokolade, Honig und Fett, tierisches Fell, Haare, Filz, Wachs oder Knochen: Die Materialien, die Joseph Beuys für seine Kunstwerke verwendete waren Bedeutungsträger, Kommunikationsmittel und Versuchssubstanz.

Filz und Fett wurden zum Inbegriff seiner plastischen Theorie und verwandelten sich durch den Künstler in Wärme- und Energiesymbole. Gemeinsam mit dem Duisburger Künstler-Duo Marayle Küpper und Wilfried Weiß lernen die Teilnehmer*innen die Botschaft von Filz & Co. kennen und entwickeln daraus eigene Materialcollagen. Für die Teilnahme am Workshop wird eine Materialpauschale in Höhe von 5,00 € zzgl. zum regulären Eintrittspreis erhoben.

Tickets für die Teilnahme an dem Workshop sind im Ticketshop des Museums (
https://shop.ticketpay.de/organizer/C0J26UVX?view=grid) sowie an der Museumskasse erhältlich. Voraussetzung für die Teilnahme der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Eine Ausstellung des Lehmbruck Museums in Kooperation mit der Bundeskunsthalle in Bonn.

Die Ausstellung ist Teil des Programms zum Jubiläumsjahr „beuys 2021. 100 jahre joseph beuys“, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet. Die Ausstellung wird unterstützt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und der Sparkasse Duisburg.

Lehmbruck Museum: "Weibliche Kunst"und "Die Kunst der schnellen Skizze"

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Weibliche Kunst“
Duisburg, 16. Juni 2021 - In einer öffentlichen Führung widmet sich Susanne Karow am Sonntag, 20. Juni, 11.30 Uhr, den Werken weiblicher Kunstschaffender in der Sammlung des Lehmbruck Museums und im umliegenden Kantpark. Ab 14 Uhr können interessierte Besucher*innen im City Atelier selbst kreativ werden: Sabine Bazan führt die Teilnehmer*innen in die „Kunst der schnellen Skizze” ein.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 20.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Käthe Kollwitz, Mutter mit zwei Kindern, 1923-1937, Foto: Dejan Saric


 City Atelier: „Kunst der schnellen Skizze”

Am Sonntag, den 20. Juni, 14 Uhr, lädt die Künstlerin Sabine Bazan zu einem Workshop ins City Atelier ein, bei dem sie interessierte Besucher*innen in die „Kunst der schnellen Skizze” einführt. Eine Skizze ist ein Entwurf, eine flüchtig hingeworfene Zeichnung, die später weiter ausgearbeitet werden kann. Mit wenigen, prägnanten Strichen wird eine Idee wiedergegeben. Sie lebt durch den unmittelbaren Ausdruck, den frischen Strich und die Unvollkommenheit. Sabine Bazan zeigt den Teilnehmer*innen des Workshops einige Techniken, um die erste Hemmschwelle zu überwinden und Spaß am Experimentieren zu bekommen.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop ist der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme am Workshop sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 20.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme am Workshop wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) eine Materialpauschale in Höhe von 5 EUR pro Person erhoben. 

City Atelier „Die Kunst der schnellen Skizze”: Wilhelm Lehmbruck, Schnitter – Der Einsame, 1905, Foto: Lehmbruck Museum

 

Duisburger Philharmoniker: Von Liebesnestern und Börsengeschäften

Duisburg, 16. Juni 2021 - Mit dem sommerlichen Programm, das die Lautten Compagney Berlin unter dem Titel „As on a Sunshine Summer’s Day“ präsentierte, hatte das kreative Barockensemble 2018 bei den Händel-Festspielen in Halle großen Erfolg. Konzipiert von Wolfgang Katschner und Christian Filips, musikalisch eingerichtet von Bo Wiget, bietet die Werkfolge einen Querschnitt aus den English Songs, die das gesellschaftliche Leben in Händels Wahlheimat London in vielen Facetten abbilden. Im 9. Kammerkonzert ist dieser Barockabend jetzt in der Philharmonie Mercatorhalle zu erleben.

Wie in Halle gesellt sich am So. 20. Juni (19 Uhr) die norwegische Mezzosopranistin Tora Augestad zur Lautten Compagney, die 1984 noch in der ehemaligen DDR gegründet wurde und heute zur Spitzengruppe der internationalen Originalklang-Szene zählt. Die vielseitige Sängerin wird als Moderatorin durch den Abend führen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie in der Neuen, in der Klassik wie im Jazz, auf der Bühne wie im Konzertsaal. Tassos Liebesnest und Die melancholische Nymphe heißen die ersten Stationen, in denen von Liebe und Sehnsucht die Rede ist. Doch es werden auch tagesaktuelle Ereignisse behandelt.

Eine Station heißt Bacchus an der Börse, während ein anderer Song sich auf die Niederschlagung des Jakobitenaufstands im Jahr 1745 bezieht. Abgerundet wird das Programm durch Werke von John Playford und Henry Purcell. John Playford war ein englischer Musikverleger, der sich mit seinen Publikationen vor allem an die Laienmusiker der Mittelschicht wandte. Das Programm wird ohne Pause gespielt. Eine Einführung durch Jonas Zerweck findet um 18.15 Uhr im „Tagesraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais statt. Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Duisburger Philharmoniker: Evgeni Koroliov kehrt im 3.Kammerkonzert mit Bachs Goldberg-Variationen zurück

BEAT#04: Das Schlagzeugensemble Repercussion, Marissa Möller und Mitglieder der Duisburger Philharmoniker stellen ihr Programm mit dem Titel „NEXUS“ vor

Copyright-Repercussion, Bettina Engel-Albustin

Duisburg, 15. Juni 2021 - Es mag sich wie ein Stück wiedergewonnener Freiheit anfühlen: Wer die Premiere der 4. Ausgabe der Konzertreihe BEAT miterleben möchte, braucht weder Schnelltest noch Impfausweis noch einen Nachweis über eine Genesung von der Corona-Infektion. Hygieneregeln zum Schutz aller Teilnehmer werden natürlich trotzdem eingehalten.

Die Schlagzeuger von Repercussion treffen am Fr. 18. Juni 2021 (20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle auf Streicher und Bläser aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker. Sängerin und Schauspielerin Marissa Möller, wie Repercussion ebenfalls mit dem Förderpreis für Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, rundet diese außergewöhnliche Besetzung ab und sorgt für ein besonderes Soul-Flair.
Unter dem Titel „NEXUS“ gelingt es den vier Schlagzeugern, die Charaktere der Musiker und ihrer Instrumente zu verflechten. So verschmelzen pulsierende Rhythmen, gefühlvolle Klangfarben und die menschliche Stimme in ihrer gemeinsamen Schnittmenge: dem Beat. Die vier Multipercussionisten Simon Bernstein, Veith Kloeters, Rafael Sars und Johannes Wippermann sind bekannt für ihre grenzenlose Spielfreude und ungebremste Emotionen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Andy Akihos rhythmisch und atmosphärisch mitreißendes Stück „to wALk Or ruN in wEst harlem“, John Psathas Atalanta für Vibraphon und Klavier, Madeira River von Philip Glass in einem Arrangement von „Third Coast Percussion“. Zudem erklingen ein als Hochzeitquodlibet bekannt gewordenes Fragment von Johann Sebastian Bach in einer Fassung von Repercussion, Adi Morags Octabones für zwei Vibraphone und ein Arrangement von Max Richters melancholisch dahinströmenden Stück On the nature of daylight. Der Kreis schließt sich mit den coolen Klängen von Andy Akihos NO one to kNOW one.  

Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de. es


Sommerliches Serenadenkonzert: Mitglieder der Duisburger Philharmoniker spielen Klarinettenquintette von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber
Für ihn schrieb der Komponist 1789 sein Klarinettenquintett A-Dur KV 581, von dem Richard Strauss später sagte, es bestätige in jedem Takt den „unerhörten Reiz von Mozarts Melodie und seine Grazie“. Dabei birgt es aber unter der Oberfläche melancholischer Heiterkeit die „ganze Skala des Ausdrucks menschlichen Empfindens“, um ein weiteres Strauss-Wort zu zitieren.

Die vier Sätze des Klarinettenquintetts sind von beispielhafter Klarheit der Dramaturgie. Die einheitliche Stimmung des gesamten Werkes entsteht dabei nicht zuletzt dadurch, dass die Themen des ersten Satzes, des Menuetts und des Finales auf der gleichen fallenden Linie beruhen. Der langsame Satz nimmt in seinem ruhigen Gesang den des Klarinettenkonzerts vorweg.  

Beim sommerlichen 2. Serenadenkonzert am Fr. 18. Juni 2021 (20 Uhr), einer Open-Air-Veranstaltung im Kreuzgang der Abteikirche Duisburg-Hamborn, spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker außerdem das Werk, das eng an Mozarts Meisterwerk anschloss: Das Klarinettenquintett op. 34 von Carl Maria von Weber, komponiert 1815. Dabei konnte Weber von der technischen Entwicklung profitieren, die das Instrument seit Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. Die durch ein ausgefeilteres Klappensystem mögliche Virtuosität hat Carl Maria von Weber in seinem Klarinettenquintett voll ausgereizt.
Die Interpreten im 2. Serenadenkonzert sind Andreas Oberaigner (Klarinette), Tonio Schibel (Violine), Akari Azuma (Violine), Lolla Süßmilch (Bratsche) und Anja Schröder (Violoncello). Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.
 

Aufenthaltsstipendium für Künstlerinnen und Künstler  

Duisburg, 15. Juni 2021 - Die Stadt Duisburg und die Interessengemeinschaft der Duisburger Künstler schreiben von Januar bis Dezember 2022 ein Aufenthaltsstipendium für ein Atelier im Stadtteil Rheinhausen aus, auf das sich Künstlerinnen und Künstler bewerben können. Die Ausschreibung erfolgt für die Genres Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Performance oder Videokunst. Das Stipendium umfasst die kostenlose Vergabe eines Ateliers inklusive der Betriebskosten. Zusätzlich wird kostenlos eine Mietwohnung von der Gebag zur Verfügung gestellt.  
 
Bewerberinnen und Bewerbung müssen ihre Ausbildung vor mindestens einem Jahr abgeschlossen haben und im Rahmen ihrer Bewerbung überzeugend darstellen, dass sie ihre künstlerische Arbeit mit Bezug zu Duisburg beginnen oder fortsetzen wollen. Studierende sind von einer Bewerbung ausgeschlossen.  

Interessierte Künstlerinnen und Künstler können ihre Bewerbung bis Dienstag, 31. August 2021, an das Kulturbüro der Kulturbetriebe, Neckarstraße  1 in 47051 Duisburg, senden. Weitere Informationen erhalten Sie im Kulturbüro telefonisch unter  0203/283-62269 oder im Internet unter www.duisburg.de/microsites/kulturbuero-duisburg/foerderung/aufenthaltsstipendium.php

Lehmbruck Museum am Wochenende

Öffentliche Sonntagsführung „Nevin Aladağ und Highlights der Sammlung“

Duisburg, 9. Juni 2021 - Am Wochenende lädt das Lehmbruck Museum wieder zu Präsenzveranstaltungen in Kleingruppen ein: Am Sonntag, den 13. Juni, findet um 11 Uhr eine öffentliche Sonntagsführung statt, die sich der Ausstellung Nevin Aladağs und den Highlights der Sammlung widmet. Ab 14 Uhr lädt die Künstlerin Ulrike Int-Veen zum „Malen mit Pigmenten” ins City Atelier ein.  

Werke Nevin Aladağs
Die öffentliche Führung am Sonntag, 13. Juni, 11 Uhr, widmet sich den Werken Nevin Aladağs sowie den Highlights der Sammlung. Aladağs neueste Skulpturen feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört.
Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st” ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann. Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 13.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Ausstellungsansicht „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken


„Malen mit Pigmenten”
Am Sonntag, den 13. Juni, lädt die Künstlerin Ulrike Int-Veen ab 14 Uhr zum „Malen mit Pigmenten” ein. Für die in Dinslaken lebende und arbeitende Künstlerin ist Malerei das sichtbar gemachte Gespräch zwischen Maler*in und Bild, das darstellt, was Worte nicht ausdrücken können. Int-Veen führt die Teilnehmer*innen des Workshops in die abstrakte Malerei ein und zeigt ihnen, wie aus Pigmenten und Bindemittel Farben hergestellt werden können. Diese werden nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit Folien und Ästchen aufgetragen. Aus Flächen und Linien formen sich gegenstandslose Kompositionen, die auch Assoziationen zur Pflanzenwelt zulassen.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop ist der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme am Workshop sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 13.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme am Workshop wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) eine Materialpauschale in Höhe von 5 EUR pro Person erhoben.      

City Atelier „Malen mit Pigmenten”, Foto: Ulrike Int-Veen
  wir für Sie Pressekarten, wenn Sie über das Konzert berichten möchten. In der Anlage finden Sie diese Pressemitteilung auch als Word- und als PDF-Datei, zudem ein kostenfreies Foto von Evgeni Koroliov (Copyright: Barbara Frommann).

Wunderwerk barocker Kompositionskunst

Wunderwerk barocker Kompositionskunst: Im 3. Kammerkonzert spielt Evgeni Koroliov die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach

Duisburg, 8. Juni 2021 - Die 1741 komponierten Goldberg-Variationen benannte Bach nach einem Schüler, dem Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg. Sie sind krönender Abschluss der vierteiligen Clavierübung, die bis heute als wirkmächtiges, ja unverzichtbares pianistisches Kompendium gilt. Sie verlangt von den Interpreten geistige und technische Aneignung, aber auch ein hohes Maß an Vertiefung und Meditation.

Die Goldberg-Variationen beginnen mit der Vorstellung der Aria, gefolgt von 30 kunstvollen Abwandlungen, die technisch immer schwieriger werden. Bemerkenswerterweise bildet nicht die verzierte Oberstimme der Aria den Ausgangspunkt, sondern der Bass: Bach entwickelt auf dem Fundament einer 32-taktigen Basslinie geniale Klaviervariationen verschiedenster Genres. Strenge Kanons (jedes 3. Stück) wechseln sich dabei mit virtuosen Tanzsätzen und anspruchsvollen Etüden ab. Mit der Wiederholung der Aria schließt sich der Kreis. Die 1999 entstandene Einspielung des russischen Pianisten Evgeni Koroliov genießt längst Referenzstatus.

1949 in Moskau geboren - Foto c Barbara Frommann - , gilt er als „stiller Star“, der sich dem Trubel des pianistischen Jetsets erfolgreich entzieht und dennoch auf der ganzen Welt eine treue Fangemeinde hat. Als „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker erweckte er die Goldberg-Variationen bereits in der Konzertsaison 2008/2009 zu gestaltenreichem Leben. Im 3. Kammerkonzert am So. 13. Juni (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle durchmisst er diesen pianistischen Kosmos jetzt erneut. Auf dem Podium der Duisburger Kammerkonzerte war Evgeni Koroliov zuletzt im März 2017 zu Gast, im Team mit seiner Ehefrau Ljupka Hadzigeorgieva und einem erlesenen Kreis ehemaliger Hamburger Studenten.

Das Programm wird ohne Pause gespielt. Es besteht Maskenpflicht. Eine Einführung durch Anja Renczikowski findet um 18.15 Uhr im „Tagesraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais statt. Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de. Gerne reservieren wir für Sie Pressekarten, wenn Sie über das Konzert berichten möchten. In der Anlage finden Sie diese Pressemitteilung auch als Word- und als PDF-Datei, zudem ein kostenfreies Foto von Evgeni Koroliov (Copyright: Barbara Frommann).

 Alphörner in Düsseldorf: Die Hornisten der Duisburger Philharmoniker geben ein Gastspiel auf der Naturbühne von Schloss Heltorf

Duisburg, 2. Juni 2021 - Obschon überwiegend aus Holz gefertigt, gilt das Alphorn als Blechblasinstrument, weil die Töne über ein Kessel- oder Trichtermundstück erzeugt werden. Es wird also mit der gleichen Anblastechnik gespielt. Leicht ist das wahrlich nicht: Weil das knapp vier Meter lange Horn über keine Klappen, Grifflöcher oder Ventile verfügt, können nur Naturtöne gespielt werden, geformt mit den Lippen und der entsprechenden Atemtechnik. Der warme, weitreichende Klang fasziniert längst nicht nur Berg-Touristen.

Als Urtyp der modernen Blechblasinstrumente hat das Instrument auch die Hornisten der Duisburger Philharmoniker in seinen Bann gezogen. Sie haben gemeinsam ein Programm erarbeitet, das die vielfältigen Möglichkeiten dieser naturnahen Instrumente vorstellt. Am kommenden Wochenende (5. und 6. Juni 2021) sind die Musiker auf der Naturbühne des Schlossparks Heltorf in Düsseldorf zu Gast. Dort spielen sie traditionelle Weisen, meditative und progressive Werke bis hin zu Kostproben aus Blues und Jazz aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Das Publikum wird ab 15 Uhr Am Froschteich 22/Ecke Verloher Kirchweg eingelassen. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. (Tickets und Informationen https://www.etix.com/ticket/v/20547/schloss-heltorf-parkeingang)

- Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes in der Mercatorhalle
- Online-Angebot für Museumsliebhaber

Duisburg Tourismus und weitere Öffnungsschritte: Online-Angebot für Museumsliebhaber
Duisburg, 1. Juni 2021 - Die Tourist Information Duisburg hat seit Freitag, 28. Mai 2021, wieder montags bis freitags jeweils von 10 bis 14 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Neben Wissenswertem rund um Duisburg und touristischen Angeboten gibt es für Tourismusinteressierte jede Menge Souvenirs und Geschenkartikel zu entdecken.  
Darüber hinaus bieten die Tourismusexperten von Duisburg Kontor für Museumsliebhaber einen neuen Service an. Dieser beinhaltet die Möglichkeit, auf der Webseite von https://www.duisburg.de/tourismus/stadt_erleben/museen/index.php zeitgebundene Tickets für die Museen MKM, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg digital zu erwerben. Die Bezahlung ist möglich per Paypal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung.
Eine Übersicht der Duisburger Museen: https://www.duisburg.de/tourismus/stadt_erleben/museen/index.php


Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes in der Mercatorhalle
Das kulturelle Leben kehrt in Duisburgs „gute Stube“ zurück   Aufgrund fallender Inzidenzwerte wird es Duisburg Kontor Hallenmanagement als Betreiber der Mercatorhalle durch die Coronaschutzverordnung des Landes NRW vom 28. Mai 2021 ermöglicht, Veranstaltungen mit Publikum durchzuführen.  
Uwe Kluge, Geschäftsführer bei Duisburg Kontor Hallenmanagement, freut sich über diese Entwicklung: „Aufgrund der rückläufigen Inzidenzwerte werden die Duisburger Philharmoniker mit sechs Konzerten im Monat Juni den Auftakt in die Veranstaltungssaison 2021 in der Mercatorhalle geben.“
 
Auf die nachfolgenden Termine dürfen sich Liebhaber klassischer Musik freuen:
Sonntag, 13. Juni 2021, 19:00 Uhr:  Kammerkonzert - Klavierabend Evgeni Koroliov
Freitag, 18. Juni 2021, 20:00 Uhr:  BEAT#4 
Sonntag, 20. Juni 2021, 19:00 Uhr:  9. Kammerkonzert - Tora Augestad und Lautten Compagney
Mittwoch, 30. Juni 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker"
Donnerstag, 01. Juli 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker"
Freitag, 02. Juli 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker" (optional, je nach Ticketverkauf)  
Detaillierte Informationen zu den Terminen und eventuell verfügbaren Tickets erhalten Interessierte unter: https://duisburger-philharmoniker.de/

Mercatorhalle - Foto Thomas Berns


Duisburger Kultursommer 2021: Stadt erhält Zuschuss von der Bundeskulturstiftung  

Duisburg, 28. Mai 2021 - Um Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen, hat die Kulturstiftung des Bundes das Förderprogramm „Kultursommer 2021“ ausgelobt. Der Bund stellt für die Fördermaßnahme insgesamt bis zu 30,5 Mio. Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. Der Kultursommer 2021 soll zu einer verantwortungsvollen kulturellen Wiederbelebung der Städte beitragen und bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise bei der Gestaltung eines neu entwickelten vielfältigen Kulturprogramms unterstützen.  

 Da das Programm sehr gut zu bestehenden Überlegungen des Kulturbüros mit den Akteuren der Freien Szene und der Veranstaltungsbranche passte, hatte sich die Stadt Duisburg dazu entschlossen, eine Bewerbung mit einem Veranstaltungskonzept im Kantpark einzureichen.   Die Freude im Rathaus war groß, als die Kulturstiftung des Bundes mitteilte, dass der Antrag der Stadt Duisburg positiv aufgenommen und somit auch bewilligt wurde.

Insgesamt 244.000 Euro stehen nun zur Verfügung, wobei 195.200 von der Bundeskulturstiftung kommen. Der Rest ist der verpflichtende Eigenanteil der Stadt Duisburg.   Kulturdezernentin Astrid Neese verspürt Rückenwind und Aufbruchsstimmung: „Ich freue mich, dass unsere Bewerbung erfolgreich war. Es ist in der Tat ein Neustart Kultur, für die Kunstakteure, für die Veranstalter und auch für unsere Veranstaltungsmitarbeiter in den städtischen Einrichtungen. Wir sind schon mit Begeisterung in die Vorbereitung gestartet.“  

Im Kantpark wird eine den geltenden Bestimmungen der Coronaschutzverordnung entsprechenden Infrastruktur aufgebaut, gleiches gilt für Organisation und Ticketing. Die ebenerdige Spielfläche (12 Meter x 10 Meter) soll durch ein Einmast-Zelt überdacht sein, das umlaufend an den Seiten geöffnet ist. Dadurch ist einerseits Wetterschutz gegeben, andererseits ist durch die Open-Air Situation genügend Luftaustausch gewährleistet.  

Die Spielfläche bietet von Theater, Lesungen, Performances bis zu Konzerten eine gut einsehbare und für jedes Genre angemessene Spielsituation. Ein strukturierter Eingangsbereich, untergebracht in zusätzlichen Zelten, bietet genügend Raum, um Abstände und weitere Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein außerhalb des Zeltes liegender Sanitärbereich soll entsprechend der maximalen Besucher-Kapazität von 400 Plätzen eingerichtet werden. Künstler, Produktion und technisches Personal werden in zusätzlichen Zelten, angrenzend zur Spielfläche, untergebracht. Die Spielstätte soll in der Zeit vom 6. Juli bis 22. August bespielt werden. Die Veranstaltungen werden an den Tagen Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag stattfinden.  

Beginnen wird dieser Veranstaltungsblock mit einer Woche Aktionen und Kindertheater vom Spielkorb Duisburg. Auch das Platzhirschfestival wird Teil des Kultursommers (13. bis 15. August). Daneben sollen sich Duisburger Bands und Musiker, aber auch die Sparten Tanz, Theater, Comedy und Literatur wiederfinden. Die Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern laufen derzeit auf Hochtouren.  
„Das gesamte Programm plus Infrastruktur innerhalb von vier Wochen auf die Beine zu stellen ist eine durchaus sportliche Aufgabe. Aber die Stadt Duisburg und die Freie Szene arbeiten schon sehr lange intensiv Hand in Hand, sodass ich sicher bin, dass wir einen wunderbaren Duisburger Kultursommer erleben werden“, so Astrid Neese.  


Das Museum DKM ist ab Donnerstag, dem 3.6., sowie am ersten Freitag im Monat, am Samstag und am Sonntag wieder geöffnet!  

Duisburg, 28. Mai 2021 - Die Inzidenzzahlen in Duisburg liegen unter der magischen Zahl von 100 (aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 49,1) und wir freuen uns, zu den üblichen Öffnungstagen von 12 bis 18 Uhr wieder für Sie öffnen zu können.   Der Besuch der Ausstellungen und Sammlung ist nach vorheriger Terminbuchung und Hinterlassen der Kontaktdaten zulässig.
Bitte buchen Sie vorab Ihre Zeitfenster per E-Mail mail@museum-dkm.de oder telefonisch: 0203.93555470. Hier können Sie sich auch gerne bei Rückfragen und über mögliche, kurzfristige Änderungen informieren. Der Nachweis eines negativen Testergebnisses ist für Ihren Museumsbesuch nicht mehr erforderlich.  

Stellenvakanz 

Aktuell benötigen wir Unterstützung für das Theken- und Aufsichtspersonal sowie einen Haustechniker. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Stiftungsbüro: mail@museum-dkm.de oder unter 0203.93555470.


Aktuelle Ausstellungen
Lucifer‘s Vortex. Tom Fecht -
08.03.2021 – 29.08.2021

In der zweiten Einzelausstellung des Künstlers Tom Fecht (DE, 1952) im Museum DKM steht seine dramatische Nachtfotografie im Mittelpunkt und bildet mit LUCIFERs VORTEX den Ausgangspunkt seiner fotografischen Meeres- und Portraitstudien.
 

Die künstlerische Praxis Tom Fechts ist stark von seinem früheren Werdegang als Ingenieur und Kunsthistoriker geprägt. Sowohl komplexe Bildmedien naturwissenschaftlicher Forschung als auch kunsthistorische Bezüge bereicherten nachhaltig das Repertoire seiner fotografischen Imagination.

TIDE # 335, 2011/2018, Foto: Tom Fecht

Die Bedeutung der Naturgewalten sowie das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel sind Leitmotive seines Schaffens, aber auch die Biolumineszenz des Ozeans als seltenes Naturschauspiel. Lange Belichtungszeiten, elektrische Ströme sowie der Schein des Mondes sind die einzigen Lichtquellen und zeichnen ein Bild von Vergänglichkeit versus Unendlichkeit. Transitorische Momente, von hell und dunkel, Bewegung und Stillstand changieren zwischen naturwissenschaftlichem Kalkül und Poesie. 

 

 

Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder, Teil 1 - 08.03.2021 – 29.08.2021

Ulrich Tillmann begab sich Anfang der 1990er Jahre auf eine Ägyptenreise, auf der er fotografisch im Stil der Reisefotografie aus dem 19. Jahrhundert die altägyptische Baukunst dokumentierte und sie in der Nachbetrachtung historisch ästhetisierend bearbeitete. Als Auftakt der zweiteiligen Ausstellungsreihe Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder Teil 1 zeigen wir erstmalig ein Konvolut von ausgewählten Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der Stiftung DKM und erinnern damit an den 2019 verstorbenen Foto- und Konzeptkünstler, Freund und Weggefährten.  

Monumentale Figur (Serie: Ägyptenbilder), 1995, Foto: Ulrich Tillmann

Sinn- und Endlichkeit. Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Pierre de Soete, Ulrich Tillmann, Marcel Wolfers

Verlängert bis 27.06.2021

 

Sinn- und Endlichkeit bietet dem Betrachter sinnlich, heroisch, mythologisch aufgeladene Werke, die mit der Schönheit verwoben sind, dem Eros huldigen und ihn in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. Beim Eintauchen in diese Gedankenwelten changieren die Sinne zwischen der faszinierten Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust. Aus den 1910/1920er Jahren (Pierre de Soete, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers) werden wir durch zeitgenössische Fotografien (Cristina García Rodero, Duane Michals, Ulrich Tillmann) in das Hier und Jetzt getragen. Das Reale ist die Präsenz des Augenblicks und die Erinnerung daran. 


Gemeinsamkeiten. Claudia Terstappen, Richard Long

Verlängert bis 27.06.2021 

Unter dem Titel Gemeinsamkeiten begegnen sich Arbeiten der Fotografin Claudia Terstappen und des Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ihren Werken. Terstappen dokumentiert in der Serie "Places of worship Japan" als heilig geltende Orte, während Long die Kulturtechnik des Wanderns und Gehens zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht. 

Ausstellungsansicht mit Werken von Richard Long und Claudia Terstappen, Foto: SDKM

 

 

Aktuelle Aktivitäten und Veranstaltungen 

RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt 

Das Museum DKM nimmt zusammen mit weiteren 20 Häusern der Ruhr Kunst Museen an dem neuen, von der Stiftung Mercator geförderten Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban – zwischen Museum, Schule, Drittem Ort und Stadtraum – teil. RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt rückt das städtische Umfeld der Schülerinnen und Schüler verstärkt ins Zentrum der Überlegungen und strebt ein öffentlich sichtbares Projekt im urbanen Raum an.
Das Projekt findet derzeit in rein digitaler Form mit dem Verein Aikido im Hof e.V., der Künstlerin und Kunstvermittlerin Magdalena von Rudy sowie den engagierten Schülerinnen und Lehrerinnen des Landfermann Gymnasiums statt.

 

Die Jugendlichen lernen ausgehend von den Sammlungsbeständen des DKMs künstlerische Ansätze und Strategien kennen, die sie unterstützen und anregen, selbst mit Kunst zu interagieren und aus Bewegungen und der eigenen Körperwahrnehmung heraus ein zunächst ganz subjektives Verständnis von "Dingen" und ihrer Körperhaftigkeit zu entwickeln. 

  

 

…ÖFFNETE PLÖTZLICH DIE AUGEN

Matinée und Komponistengespräch mit Sergej Maingardt, Kunsu Shim und Gerhard Stäbler - 30. Mai 2021, 11.30 Uhr 

Die Veranstaltung findet am 29. und 30.5.2021 in der Liebfrauenkirche in Duisburg als digitaler Stream statt. Die Uraufführung im Museum DKM muss leider entfallen. Nähere Infos zum Stream unter

https://earport.de/pages/de/veranstaltungen.php 

 

Kunstwerk des Monats 

Jai-Young Park in der Sammlung DKM: Der Ort der Bilder, 1999–2008 

Jai Young Park, Der Ort der Bilder, 1999-2008, Foto: SDKM

 

Der 1957 in Seoul (Korea) geborene Künstler Jai-Young Park kam bereits als Kind nach Deutschland, studierte später an der Kunstakademie in München und war von 1998 bis 2004 Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Als Grenzgänger zwischen den Kulturen bewegt er sich künstlerisch in den Feldern Malerei, Bildhauerei und Multimedia.

 

Die sechs großen auf einer Drehbank entstandenen Gipsskulpturen aus der Sammlung DKM hatte Park 1995 vorübergehend in einem frisch bepflanzten Reisfeld nahe von Seoul platziert. Dieses Reisfeld konnte er jedoch nur noch als bezahlte Auftragsarbeit realisieren lassen, da die Bauern seiner Heimat längst ökonomischen Gesetzen gefolgt sind und den Reisanbau aufgegeben haben.

Parks Reisfeld wurde damit zum "letzten Reisfeld" und "der von ihm gewählte Ort ...zum Erinnerungsträger einer verschwindenden Kultur." Indem er die sechs weißen Gipsskulpturen, die wie riesige rohe Keramik-Gefäße aussehen, auf die schlammige Erde des frisch bepflanzten Reisfeldes setzte, rief er gleichzeitig "die Vollkommenheit, Harmonie, Zartheit und Anmut der traditionellen asiatischen Keramik ins Gedächtnis" …und schuf so ein poetisches Bild - bestimmt von Melancholie und Vergänglichkeit.

 

So wie das Reisfeld, als gebaute, formvollendete Kulturlandschaft und somit materielle Basis der asiatischen Zivilisation, in dieser inszenierten Installation seine "Künstlichkeit" erweist, sind auch die großen Gipsskulpturen in der im Vergleich zum Ton "substanzlosen" Materialität, nurmehr überdimensionale künstliche Versatzstücke, die an frühere Kulturleistungen Asiens erinnern.

 

Die Überführung dieser Gips-Skulpturen in den musealen Zusammenhang und ihre Kombination mit medialen Bildern der Reisfelder verstärkt noch deren "Kunst-charakter" und betont die Tatsache, dass die heutige Wahrnehmung dieser traditionellen, ehemals substantiellen Formen nurmehr eine simulierte ist. 

Ute Riese, Formen beschreiben den Raum, in: Ausstellungskat.: Linien stiller Schönheit, Duisburg 2008.

 

 

Ausstellungsvorschau 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui ab 01.10.2021 bis 27.02.2022 

Der Kimono ist viel mehr als ein Kleidungsstück. Er ist das Tagebuch einer Nation, ein Bilderbogen, gespickt mit krassen Mustern, Geschichten, Nachrichten und Träumen. 99 Kimonos aus der Sammlung von Inui Yoshikō (Sapporo) erzählen die dramatische Geschichte der japanischen Moderne — von der Ankunft der «schwarzen Schiffe», die Mitte des 19. Jahrhunderts das Inselreich zu Handel und Austausch mit dem Westen nötigten, bis zur Neuerfindung Japans als Industrienation und militärische Macht, die Anfang des 20. Jahrhunderts dem Westen auf Augenhöhe begegnete.

 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui wird kuratiert von Mikami Mariko, Negoro Miwa und Roger M. Buergel, mit wissenschaftlicher Beratung durch Hans Thomsen (Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Zürich). Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein digitales Archiv mit Erklärungen und Kommentaren von Inui Yoshikō. 

Kimono aus der Sammlung Inui, Courtesy Inui Yohikō

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Japan Foundation.


Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ“ und Highlights der Sammlung

Duisburg, 27. Mai 2021 - Am Sonntag, den 30. Mai, 10 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Die interaktive Führung widmet sich der Ausstellung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” und den Highlights der Sammlung. Tickets können über den Onlineshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente.
Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört.

Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.   Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Präsentation in der Glashalle des Lehmbruck Museums zu folgen und die Highlights der Sammlung zu entdecken.

Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen. Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Nevin Aladağ, Resonator Wind, 2019, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken
 

Museumsstart: Playmobil-Ausstellung im Binnenschifffahrtsmuseum

Duisburg, 26. Mai 2021 -  Dank sinkender Infektionszahlen hat das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt wieder geöffnet. Auch die bislang noch nicht zugängliche Sonderausstellung „Hafengeschichte(n) Duisburg – PLAYMOBIL-Sammlung Oliver Schaffer“ kann nun gezeigt werden.   Oliver Schaffer inszeniert mit tausenden Figuren und Einzelteilen atemberaubende Spiel- und Bilderwelten zur Hafengeschichte Duisburg. Die wunderbaren Playmobil-Inszenierungen reichen dabei von der Steinzeit zur Antike und vom Mittelalter bis zur industriellen Revolution ins 20. Jahrhundert.  

Zur Eröffnung gibt es noch bis Sonntag, 30. Mai, ein Gewinnspiel vor Ort für Kinder bis zwölf Jahren. Hier kann man raten (oder zählen), wie viele Schafe in der Playmobil-Ausstellung versteckt sind. Zu gewinnen gibt es natürlich etwas von Playmobil, die Benachrichtigung erfolgt im Juni per E-Mail oder telefonisch.   Ein Besuch im Museum oder auf den Museumsschiffen ist momentan nur mit Zeitfenster-Tickets im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de möglich. Mit dem Kauf der Eintrittskarte in das Museum kann auch die Playmobil-Sonderausstellung besichtigt werden.    

Künstler Oliver Schaffer mit Playmobil-Männchen

 

Lehmbruck Museum voraussichtlich ab Pfingstmontag wieder geöffnet

Duisburg, 21. Mai 2021 - Pfingstmontag endet die Ausstellung „Stephan Balkenhol“ im Lehmbruck Museum. Es ist zu erwarten, dass das Museum am letzten Ausstellungstag für Besucher*innen wieder öffnen darf. Die Museumswebsite www.lehmbruckmuseum.de informiert dazu aktuell! Dort werden auch die Zeitfenstertickets zur Buchung freigeschaltet.  

„Es wäre uns allen eine große Freude, am letzten Tag der so beliebten Ausstellung unsere Besucher*innen noch einmal im Museum begrüßen zu können”, so Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums. Während der Schließung der Ausstellung aufgrund der Corona-Pandemie hatten zahlreiche digitale Angebote, z.B. Online-Führungen, Vorträge und Filme, den Kunstinteressierten verschiedenartige Einblicke ermöglicht. So gerne die digitalen Angebot auch angenommen wurden: Am Pfingstmontag, dem letzten Tag der Werkschau des bedeutenden deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol, können die Besucher*innen auf eine Besichtigung vor Ort hoffen – so wie die erforderlichen Schutzmaßnahmen es zulassen.  

Der Zutritt zum Museum ist nur nach Buchung eines Zeitfenstertickets möglich. Der Nachweis eines negativen Testergebnisses ist nicht erforderlich! Zeitfenstertickets können ausschließlich über den Ticketshop auf der Website des Museums unter www.lehmbruckmuseum.de erworben werden.  

Stephan Balkenhol, Nackter Mann, 2015, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020–2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster  

 

RVR fördert Kulturprojekte im Ruhrgebiet mit 96.000 Euro

Essen/Duisburg, 20. Mai 2021 - (idr) Der Regionalverband Ruhr (RVR) stellt in diesem Jahr erneut 200.000 Euro aus seinem Förderfonds Interkultur zur Verfügung. In der Sitzung am 20. Mai entschied der RVR-Ausschuss für Kultur, Sport und Vielfalt einstimmig über die ersten Anträge und damit über eine Fördersumme von 96.000 Euro. Insgesamt neun Projekte aus der gesamten Metropole Ruhr werden in der aktuellen Runde unterstützt.

13.490 Euro kommen dem "Solidarischen Quartier der Vielen" des Vereins für die solidarische Gesellschaft in Duisburg zugute. Der noch junge Verein wurde von acht Frauen im multi-kulturell geprägten Stadtteil Hochfeld gegründet, um Menschen zu vernetzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Förderung soll für gezielte Fortbildungen sowohl zu inhaltlichen Themen wie Antirassismus als auch zu organisatorischen Fragen wie Buchhaltung genutzt werden.

Mit 9.550 Euro fördert der RVR auch das Roma-Projekt "Willkommen zu Hause" des Vereins Lokal Harmonie aus Duisburg, zu dem u.a. die Erarbeitung eines Theaterstücks zur Roma-Kultur gehört.
Der Förderfonds Interkultur Ruhr unterstützt künstlerische und kulturelle Produktionen im Kontext von Flucht und Migration, die sich für die Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen einsetzen. Er richtet sich an alle Sparten und Bereiche des Kulturschaffens sowie der kulturellen Bildung und der Soziokultur.

Mit einem jährlichen Fördervolumen von 200.000 Euro wurden seit 2016 mehr als 180 interkulturelle Projekte in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets realisiert. Der Förderfonds ist eine gemeinsame Initiative des Regionalverbands Ruhr und des NRW-Kultur-Ministeriums. Die Bewerbungsphase für die zweite Förderrunde läuft noch, Infos unter: www.interkultur.ruhr
Weitere Informationen: http://www.kulturfoerderung.rvr.ruhr 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führungen „Stephan Balkenhol“

Duisburg, 18. Mai 2021 - Am kommenden Wochenende bietet das Lehmbruck Museum gleich zwei Online-Führungen durch die Ausstellung „Stephan Balkenhol” an, die am Pfingstmontag, den 24. Mai, planmäßig endet. Am Freitag, 21. Mai, 15 Uhr, und am Pfingstsonntag, 23. Mai, 11 Uhr, bietet sich erneut und letztmalig die Gelegenheit, an einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Deutschlands teilzunehmen.

Tickets für die Online-Führungen können über den Ticketshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die Online-Führungen ermöglichen es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus die umfassende Werkschau im Duisburger Lehmbruck Museum zu entdecken.

Während der Veranstaltungen ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen. Stephan Balkenhols (*1957) prägnante und unverwechselbare plastische Werke haben ihn weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt gemacht. Mit zahlreichen Arbeiten, die der Öffentlichkeit für gewöhnlich nicht zugänglich sind, spannt sich die Ausstellung von 1990 bis in die Gegenwart.

Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führungen eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führungen anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Stephan Balkenhol, Tanzendes Paar, 2013, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020–2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster

5. Haniel Klassik Open Air soll im Jahr 2022 stattfinden  

Duisburg, 17. Mai 2021 - Nach den fulminanten Erfolgen in den Vorjahren, wollten die Veranstalter auch in diesem September zur Spielzeiteröffnung 2021/2022 zum 5. Haniel Klassik Open Air einladen, das sich seit seiner erfolgreichen Premiere im Sommer 2013 alle zwei Jahre zu einem festen Bestandteil des Duisburger Kulturlebens entwickelt hat.  

Schweren Herzens haben sich die Franz Haniel & Cie. GmbH, die Stadt Duisburg und die Deutsche Oper am Rhein als Veranstaltergremium nun entschlossen, dieses musikalische Highlight in Duisburg aufgrund der unwägbaren Pandemielage auf das Jahr 2022 zu verschieben.  
 
Die Planung dieser Großveranstaltung auf dem König-Heinrich-Platz mit bis zu 7.000 Besucherinnen und Besuchern bedarf eines weiten Vorlaufs zur Organisation der Programminhalte, Infrastruktur, Verkehrsführung und Technik, aber auch eines ausgefeilten Sicherheits- und Hygienekonzeptes. Auch wenn das Veranstaltergremium optimistisch ist, dass sich die Pandemielage bis September entspannen wird, ist es zum jetzigen Tag nicht möglich, seriös in die Veranstaltungsorganisation zu gehen, die auch mit entsprechenden finanziellen Dispositionen verbunden ist.  

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir sind auch dem Duisburger Publikum verpflichtet, ihm einen gefahrlosen und ungetrübten Musikgenuss vor der bewährten Kulisse des Duisburger Stadttheaters bieten zu können. Das wird uns 2022 – dann auch unter der neuen Intendanz der Duisburger Philharmoniker – sicher gelingen und darauf dürfen wir uns, dank des konstanten Engagements der Firma Haniel, schon heute freuen", so Oberbürgermeister Sören Link.  

„Wir bedauern diese Entwicklung sehr, aber um dem Publikum ein unvergessliches Ereignis in unserer Stadt bieten zu können, können wir nicht anders handeln. Wenn wir das Konzert um ein Jahr auf den 2. September 2022 verlegen, so ist es für die beteiligten Künstler, Techniker und Organisatoren eine bessere Planungsbasis mit hoffentlich wieder überschaubaren Rahmenbedingungen. Nur so gelingt ein unbeschwertes Event, das alle Beteiligten in der bisherigen Reihe auch wieder als Erfolg verbuchen wollen“,  so Haniels Direktorin Jutta Stolle.  

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Das Haniel Klassik Open Air-Konzert ist für uns an der Deutschen Oper am Rhein immer ein absoluter Höhepunkt im Spielplan, auf den wir uns gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern sehr freuen. Deshalb ist es natürlich sehr schade, dass wir dieses Konzert um ein Jahr verschieben müssen. Aber umso größer ist natürlich die Vorfreude darauf, dann 2022 wieder vor tausenden von Zuschauern auf dem vollen Opernplatz zu spielen. Der Firma Haniel gilt unser großer Dank dafür, dass sie ihr kulturelles Engagement in Duisburg gerade auch in diesen schwierigen Zeiten fortsetzt - das ist ein wichtiges Zeichen.“

Museen in der Metropole Ruhr feiern digitalen Internationalen Museumstag

Am kommenden Sonntag, 16. Mai, ist Internationaler Museumstag. Unter dem Motto "Museen mit Freude entdecken" wird in diesem Jahr coronabedingt vornehmlich digital gefeiert - auch in der Metropole Ruhr. idr

Das Lehmbruckmuseum in Duisburg lädt ab 14 Uhr zu einem Online-Workshop mit Marta Colombo ein. Unter dem Titel "Poetical Isolation" möchte die Künstlerin zu einer kreativen Erkundung der eigenen vier Wände anregen. Die Teilnahmegebühr beträgt sechs Euro, die Veranstaltung findet via Zoom statt.  Infos und Anmeldung: www.lehmbruckmuseum.de

Im Römermuseum des LWL in Haltern stehen zwei kostenlose Live-Online-Führungen auf dem Programm. Bei der Online-Schnitzeljagd (11 Uhr) geht es für Familien, Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren auf digitale Spurensuche über die Römerbaustelle Aliso. Ab 14 Uhr öffnet die aktuelle Sonderausstellung "Aus der Schatzkammer der Caesaren". Beide Führungen laufen über die Plattform Zoom, die vorherige Anmeldung ist notwendig.
Infos und Anmeldung: https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de

Auch das LWL-Museum für Archäologie bietet eine kostenlose Online-Führung an: Dabei geht es nicht nur in die Herner Dauerausstellung, sondern auch live in die Restaurierungswerkstatt der westfälischen Landesarchäologie nach Münster. Hier stellt das Team über 2.000 Jahre alte Speer- und Lanzenspitzen sowie weitere Funde vom Wilzenberg vor.
Anmeldungen sind ab sofort möglich per Telefon unter: 02323/94628-0 oder per E-Mail an: empfang-archaeologiemuseum@lwl.org

Der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U bietet um 16 Uhr eine Live-Online-Führung via Instagram durch die aktuelle Ausstellung "Stefan Panhans / Andrea Winkler – The Pow(d)er of I Am Klick Klick Klick Klick and a very very bad bad musical!"
https://www.instagram.com/hmkv_de

Das Recklinghäuser Ikonen-Museum veranstaltet ein kleines Quiz und möchte wissen, in welchem Jahr das Museum gegründet wurde. Die richtige Antwort finden Interessierte auf der Webseite des Museums. Lösungen müssen bis spätestens Mittwoch, 19. Mai, per Mail an ikonen@kunst-re.de eingereicht werden. Unter allen Einsenden verlost das Ikonen-Museum zehn Bücher.
Infos: https://www.ikonen-museum.com

Auch Comic-Fans kommen nicht zu kurz: Im Dortmunder schauraum: comic + cartoon ist die aktuelle Ausstellung "Will Eisner. Graphic Novel Godfather" über einen Rundgang in 3D zu erleben - die erste deutsche Retrospektive eines der einflussreichsten Comic-Künstlers des 20. Jahrhunderts.
Infos: https://schauraum.dortmund.de

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ“

Duisburg, 12. Mai 2021 - Am Freitag, den 14. Mai, 15 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Tickets für die interaktive Führung durch die jüngst eröffnete Ausstellung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” können über den Ticketshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente. Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere.
Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.

Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Präsentation in der Glashalle des Lehmbruck Museums zu folgen. Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen.
Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Nevin Aladağ, Resonator Wind, 2019, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Internationaler Museumstag: Online-Workshop „Poetical Isolation“

Duisburg, 11. Mai 2021 - Anlässlich des Internationalen Museumstags am Sonntag, 16. Mai, 14 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einem Online-Workshop mit Marta Colombo ein. Unter dem Titel „Poetical Isolation” möchte die Künstlerin zu einer kreativen Erkundung der eigenen vier Wände anregen.
Interessent*innen können im Onlineshop auf der Website des Museums ein Ticket erwerben. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Wie nehme ich mein Zuhause und die Dinge, die mich täglich umgeben, wahr? Dieser Frage spürt die deutsch-italienische Künstlerin Marta Colombo in ihrem Online-Workshop nach und lädt die Teilnehmer*innen dazu ein, ihre Wahrnehmung zu schärfen und das eigene Zuhause aus einer neuen Perspektive und mit künstlerischen Mitteln zu erkunden.

Dabei können sowohl plastische als auch performative Ansätze erprobt werden, die die eigene Wahrnehmung reflektieren und den eigenen Wohnraum zum künstlerischen Thema machen. Der Online-Workshop findet anlässlich des Internationalen Museumstages statt, der in diesem Jahr wieder digital gefeiert wird. Der bundesweite Aktionstag findet in diesem Jahr bereits zum 44. Mal statt.

Erforderlich sind eine E-Mail-Adresse und eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für den Online-Workshop anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Online-Workshop „Poetical Isolation”, Foto: Marta Colombo

 

Lehmbruck Museum: Begleitprogramm „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”

Duisburg, 10. Mai 2021 - Am morgigen Dienstag, den 11. Mai, startet die Videoreihe Jede Woche eine Frage an Nevin Aladağ auf den Social-Media-Kanälen des Lehmbruck Museums. In wöchentlichem Rhythmus wird Aladağ, deren neueste Werke seit vergangenem Donnerstag im Rahmen der Ausstellungsreihe „Sculpture 21st” in der Glashalle des Lehmbruck Museums präsentiert werden, Fragen von Wegbegleiter*innen und Mitarbeiter*innen des Museums beantworten.

Die Videoreihe bietet die Möglichkeit, Nevin Aladağ (besser) kennenzulernen: Wonach sehnt sich die Künstlerin, was braucht sie für ein Arbeitsumfeld oder an welche gesellschaftliche Utopie glaubt sie? Den Auftakt macht am Dienstag Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla. Die kurzen Frage-Antwort-Videos werden jeweils dienstags auf den Social-Media-Kanälen des Lehmbruck Museums veröffentlicht und werden auch auf der Museumswebsite zu sehen sein unter
https://lehmbruckmuseum.de/jede-woche-eine-frage-an-nevin-aladag/.

Nevin Aladağ, die 1972 in Van (Türkei) geboren wurde und von 1993 bis 2000 Bildhauerei bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, entdeckt mit einem feinen Gespür für unsere Sinne das utopische Potential im Alltag.

Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st“ ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann. Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.


21. August 2021: Performance im Rahmen von Museum Tinguely AHOY! Im August wird die Künstlerin auch persönlich nach Duisburg kommen und sich im Rahmen einer Performance präsentieren. Anlass ist das 25. Jubiläum des Museum Tinguely, das auf Schiffsreise von Paris über Amsterdam und das Rheinland bis nach Basel geht. Vom 19. bis 21. August 2021 legt Museum Tinguely AHOY! in Duisburg an und bietet in enger Kooperation mit dem Lehmbruck Museum drei Tage lang außergewöhnliche Kunsterlebnisse.

Neben der Ausstellung und einer spektakulären Brunnenplastik an Bord erwarten die Besucher*innen Performances von Nevin Aladağ, Keren Cytter und Marie-Caroline Hominal sowie vielfältige Vermittlungsaktivitäten und Workshops. Weitere Infos zu Museum Tinguely AHOY!: https://www.tinguely.ch/de/ahoy.html    

Ausstellungsansicht „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Sculpture 21st: Nevin Aladağ

Sculpture 21st: Nevin Aladağ
6. Mai bis 5. September 2021 Silent Opening: Donnerstag, 6. Mai, 19 Uhr

Duisburg, 5. Mai 2021 - Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente. Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die deutsche Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Humorvoll und mit einem feinen Gespür für unsere Sinne entdeckt Aladağ das utopische Potential im Alltag.

 Nevin Aladag, Resonator Wind, 2019 © die Künstlerin und Wentrup, Berlin, Foto Künstlerin

„Beim Arbeiten überlege ich immer: Was wäre, wenn die Dinge wirklich so wären, wie ich sie mir ausmale? Und wäre diese Utopie dann eine denkbare Version eines weiteren Alltags?“, kommentiert Aladağ ihre Arbeitsweise. Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st“ ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann.

Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet. Die glänzende Messingkugel „Resonator Wind“ vereint die Mundstücke von Blasinstrumenten wie einer Trompete, Tuba, Querflöte oder einer Panflöte, während bei „Resonator Percussion“ Schlaginstrumente wie Trommeln, Cabasa, Glocken und eine Agogo miteinander kombiniert sind. Jedes Element entstammt aus einem anderen kulturellen oder geografischen Zusammenhang. Arrangiert aus geometrischen Formen, wie Kubus, Kegel, Kugel oder Zylinder verbinden sie westliche und orientalische Elemente miteinander. So übertragen sie visuell und akustisch die Idee einer kulturellen Pluralität.


Nevin Aladağ, Resonator Percussion, 2019 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto Trevor Good

 


Gleichwertig stehen auch die Fragmente in der Werkreihe „Social Fabrics“ nebeneinander. Für diese Serie collagiert Aladağ verschiedene Textilien unterschiedlicher Herkunft und Beschaffenheit: Ob Schurwolle, Seide oder Sisal; ob Handwerk oder Massenware – jedes einzelne Teppichfragment kann als Stellvertreter unterschiedlicher kultureller Identitäten verstanden werden, die auf diese Weise eine komplex vernetzte und vielschichtige „soziale Struktur” bilden.
Durch die Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmung, Rollenzuschreibungen und Selbstentwürfen unterläuft Aladağ Klischees und vorgeprägte Erwartungshaltungen. Sie begegnet ihnen mit einer Mischung aus Traditionsverlust, dem Bewahren kultureller Identität und selbstbewussten Gegenentwürfen der eigenen Identität.

Nevin Aladağ, Social Fabric, Resonator, 2019 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto Trevor Good

Die Ausstellung kann auch vom umgebenden Kantpark aus besichtigt werden. Die Werkinformationen sind außen angebracht. Auch die Videoinstallation ist von außen sichtbar und hörbar.

 Die Künstlerin
Nevin Aladağ wurde 1972 in Van (Türkei) geboren. Sie studierte von 1993 bis 2000 Bildhauerei bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2002 lebt und arbeitet Aladağ in Berlin. Fragen nach Herkunft und Identität sind zentrale Aspekte ihres künstlerischen Schaffens. Als Bildhauerin modelliert sie nicht mit klassischen Materialien, sondern löst Alltägliches aus seinen gewohnten Zusammenhängen und bringt es in neuen Konstellationen wieder zusammen.

Ihre Werke überschreiten dabei formale und funktionelle Einordnungen und bewegen sich ohne theoretische Überfrachtung durch historische, kulturelle und politische Diskurse. Nevin Aladağs Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert, unter anderem in der Hayward Gallery in London (2020), dem Museum of Modern Art in San Francisco (2019/2020), der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main (2019), dem Istanbul Museum of Modern Art (2017), der Kunsthalle Basel (2014/2015) und der Pinakothek der Moderne in München (2012). 2017 nahm Aladağ an der 57. Biennale in Venedig und der documenta 14 in Athen und Kassel teil, wodurch sie einem internationalen Publikum bekannt wurde.

Aladağs Werke sind in international renommierten Sammlungen vertreten, so zum Beispiel im Centre Pompidou, Paris, in der Pinakothek der Moderne, München, der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, Berlin, der Sharjah Art Foundation (SAF), Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate, und der Sammlung der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (TBA21), Wien.

Als Artist in Residence arbeitete die Künstlerin unter anderem in der ZF-Stiftung Kultur in Friedrichshafen (2011), den Künstlerhäusern Worpswede (2008) und im Goethe Institut Tiflis in Georgien. 2017 wurde Nevin Aladağ mit dem Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Skulptur ausgezeichnet. Sie ist zudem Trägerin des GASAG Förderpreises (2007) sowie des George Maciunas Förderpreises (2004). Seit 2020 ist sie Professorin für interdisziplinäres künstlerisches Arbeiten an der HfBK Dresden.


Sculpture 21st
Unter dem Titel „Sculpture 21st” präsentiert das Lehmbruck Museum seit 2014, dem 50. Geburtstag des Museums, bedeutende Positionen zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Einige der wichtigsten Bildhauer*innen der Gegenwart, unter ihnen Tino Sehgal (2014), Antony Gormley (2014), Eija-Liisa Ahtila (2014), Xu Bing (2018) und Julian Opie (2019), präsentieren in der ikonischen Glashalle des Museums ihre Werke und unternehmen damit eine Positionsbestimmung zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Sie alle stellen auf sehr unterschiedliche Weise grundlegende Fragen an das Museum, die Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft.
Die imposante Nordhalle des Lehmbruck Museums mit ihren an drei Seiten großflächig verglasten Scheibenfronten aus über sieben Meter hohen Glasscheiben bildet die architektonische Schnittstelle zwischen Museum und Öffentlichkeit: Wechselnde monographische Inszenierungen mit Werken international bedeutender Künstler*innen laden den musealen Raum der außergewöhnlichen Museumsarchitektur Manfred Lehmbrucks neu auf und kreieren ein Erfahrungsfeld, das sich in der Wahrnehmung der Betracher*innen realisiert und diese physisch einbezieht.

Dr. Sebastian Ritter, Bürgermeister der Stadt Duisburg „Als Bürgermeister der Stadt Duisburg finde ich, es ist ein schönes Sinnbild, dass die Künstlerin Dinge zusammenbringt, die angeblich nicht zusammenpassen, weil sie aus unterschiedlichen historischen, religiösen oder politischen Zusammenhängen kommen. Im übertragenen Sinne passt das sehr gut zu den Menschen hier in Duisburg, zu dem bunten Miteinander in unserer Stadtgesellschaft.”  

Ursula Wißborn, Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West „Die von uns seit 2018 geförderte Ausstellungsreihe Sculpture 21st hat sich zu einer wirklich fruchtbaren Partnerschaft zwischen den Lehmbruck Museum und der Sparda-Stiftung entwickelt, deren Interessen sich in bezeichnender Weise überschneiden. Dies zeigt auch die Ausstellung der Künstlerin Nevin Aladağ, mit der es gelingt, den Blick nicht nur auf die Kunst, sondern auch auf die sozialen und gesellschaftlichen Themen zu lenken.  Deshalb freue ich mich, verkünden zu können, dass wir unser Engagement für Sculpture 21st in den nächsten drei Jahren fortsetzen.”

Bettina Böhm, Executive Director von Outset Germany_Switzerland „Auf wunderschöne Art und Weise erreicht Nevin Aladağ durch ihre Arbeiten etwas, was uns in der schwierigen Zeit, die wir gerade weltumspannend erleben, am meisten fehlt: Nähe, Grenzüberschreitung und Emotionalität. Der Kern der Förderidee von Outset ist unbedingt international. Wir kennen keine Grenzen, und sollten sich welche vor uns auftun, versuchen wir, diese zu überwinden. Deshalb freut es uns ganz besonders, dass durch unsere Förderung mit der Arbeit „Resonator Wind“ ein Werk von Nevin Aladağ in die herausragende Skulpturen- Sammlung des Lehmbruck Museums übergehen soll, das die Idee der Grenzüberschreitung symbolisiert.”  

Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums „In unserer Ausstellungsreihe Sculpture 21st präsentieren wir zeitgenössische Positionen der Bildhauerei, die auf ganz unterschiedliche Weise grundlegende Fragen an die Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft stellen. Auf besonders empathische Weise vereint Nevin Aladağ in ihren Werken Elemente unterschiedlicher Kulturen und schafft damit einzigartige und zugleich außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft.” Die Präsentation von Nevin Aladağ im Rahmen von „Sculpture 21st” wird unterstützt von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und Outset Germany_Switzerland.

 

 

Lehmbruck Museum: Online-Themenführung „Darauf steht die Kunst – Die Bedeutung des Sockels bei Balkenhol und anderen“

 Duisburg, 4. Mai 2021 - Am Freitag, den 7. Mai, 15 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Bei ihrer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Stephan Balkenhol” wird Kunstvermittlerin Friederike Winkler ein besonderes Augenmerk auf die Sockel der ausgestellten Kunstwerke legen. Tickets für die interaktive Führung können über den Ticketshop auf der Website des Museums erworben werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Unter dem Motto „Darauf steht die Kunst” widmet sich Friederike Winkler der Bedeutung des Sockels bei Stephan Balkenhol und anderen Künstler*innen. Balkenhol sägt, haut und schnitzt seine Skulpturen unter großem körperlichem Einsatz aus Holz. Auch die Sockel, auf denen seine Werke fußen, werden von ihm gestaltet – zumeist aus ein und demselben Baumstamm. Auf diese Weise bleiben Figur und Sockel eindrucksvoll miteinander verbunden.

Die Natur, der Umfang des Baumes, gibt dem Künstler dabei den Bewegungsspielraum bzw. das Volumen der entstehenden Figur vor. Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Ausstellung eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Deutschlands zu folgen. Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen.

Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.

Stephan Balkenhol, Der Denker, 1990, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020-2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster

 

Florian Hacke ist „Das Schwarze Schaf“ 2021

Florian Hacke aus Kiel hat den Niederrheinischen Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ 2021 gewonnen
Gewinner erhält 6.000 Euro Siegprämie
Mehr als 400 Kabarett-Fans verfolgten online das Finale in der Mercatorhalle Duisburg 

Duisburg, 01. Mai 2021 - Der Niederrheinische Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ hat einen neuen Preisträger: Florian Hacke aus Kiel überzeugte im Finale am 1. Mai 2021 die Jury um Schauspielerin und Comedienne Mirja Boes und gewann die hart umkämpfte Auszeichnung. In der Mercatorhalle in Duisburg setzte der gebürtige Hannoveraner Florian Hacke sich gegen vier weitere Finalteilnehmende durch. Das Duo Beier & Hang aus München erreichte den zweiten Platz. Peter Fischer aus Mannheim erhielt die Auszeichnung für den drittbesten Auftritt. Erstmals fand der Finalabend digital statt – über 400 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen das Finale live über die Plattform FeedBeat und sorgten für einen stimmungsvollen Abend.

Jurorin Mirja Boes und Gewinner Florian Hacke | RuhrFutur gGmbH - Fotoo  Sascha Kreklau


„Wir sahen fünf erstklassige Beiträge! Doch nur einer konnte „Das Schwarze Schaf“ 2021 werden. Die Jury hat sich entschieden, Florian Hacke zum Gewinner zu küren. Mit seinem Auftritt konnte er uns und auch das Publikum von den Plätzen reißen“, begründete Jurorin Mirja Boes die Entscheidung. „‚Das Schwarze Schaf‘ im Pandemie-Jahr 2021 hat deutlich gezeigt, wie wichtig Kabarett und Kultur für Künstlerinnen und Künstler sowie das Publikum sind. Mein Fazit: Lieber digitales Publikum als gar kein Publikum“, ergänzte die Schauspielerin. 

Der Sieger des Abends, Florian Hacke, war überwältigt von der Auszeichnung: „Ich freue mich sehr, das aktuelle „Schwarze Schaf“ zu sein! Mein Dank geht an RuhrFutur, die Jury und das tolle Publikum! Ich kann es kaum erwarten, mein Programm bei der Siegertour zu zeigen – bestenfalls dann wieder in vollbesetzten Spielstätten.“

Neben einer Tour durch die traditionellen Vorrundenorte des Wettbewerbs – Emmerich, Krefeld, Moers und Wesel – ist der Gewinn des Preises mit einer Siegprämie von 6.000 Euro und Unterstützung bei Auftritten sowie der Bekanntmachung des Programms verbunden. Die Plätze zwei und drei sind mit 4.000 bzw. 2.000 Euro dotiert.


Der lange Weg zum Titelgewinn

Alle Finalteilnehmenden präsentierten dem zugeschalteten Publikum 15-minütige Auszüge aus ihrem Bühnenprogramm und begeisterten mit vielfältigen und unterhaltsamen Auftritten. Das Spektrum reichte dabei von politischem Kabarett über Poetry-Slam-Einflüsse bis hin zu musikalischen Beiträgen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer honorierten die Leistungen durch tosenden Applaus und lautes Lachen, das sie per Klick auf die Bühne übermittelten.

Als Gewinner aus dem von Hanns Dieter Hüsch (1925–2005) gegründeten Kabarrettwettbewerb „Das Schwarze Schaf“ herauszugehen bedeutet, sich gegen bundesweit über 90 Bewerberinnen und Bewerber durchzusetzen. Danach musste Florian Hacke sich in der Vorrunde gegen elf weitere Nominierte beweisen. Nur wer das Publikum und eine Vorrundenjury von sich überzeugen konnte, war einer der auserwählten fünf Finalistinnen und Finalisten. 

Ursprünglich sollte der Wettbewerb bereits im vergangenen Jahr stattfinden. Pandemiebedingt mussten Vorrunden und Finale verschoben werden und fanden somit in diesem Jahr erstmals in der Geschichte des Niederrheinischen Kabarettpreises online statt. Damit konnten auch Zuschauerinnen und Zuschauer aus anderen Regionen den Wettbewerb live verfolgen. 


Der Wettbewerb

Hanns Dieter Hüsch, der Gründer des Wettbewerbs, bezeichnete sich selbst als das „Schwarze Schaf vom Niederrhein“. Mit seinem scharfen und oft nachdenklichen Humor beeinflusste er Generationen von Kabarettistinnen und Kabarettisten. Er gilt weithin als „Poet unter den Kabarettisten“. Mit dem Wettbewerb „Das Schwarze Schaf“ sollen sein Erbe gepflegt und zugleich Impulse für die Entwicklung des Wortkabaretts gegeben werden. Der Wettstreit findet alle zwei Jahre statt und fördert Nachwuchskünstlerinnen und -künstler des gesellschaftskritischen Kabaretts.

Der 1999 gegründete Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und ist ein Projekt der RuhrFutur gGmbH. Seit 2001 wird der Preis von der Stiftung Mercator gefördert.