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Duisburgerin veröffentlicht emotionale Geschichten
Duisburger Philharmoniker: Vertragsverlängerung mit Generalmusikdirektor Axel Kober

Duisburg, 25. JUni 2021 - Die Duisburger Philharmoniker hatten Axel Kober im Februar 2019 mit überwältigender Mehrheit zu ihrem neuen Generalmusikdirektor gewählt. Der Rat der Stadt Duisburg hat den Vertrag nun über den 31. August 2022 hinaus bis zum 31. August 2025 verlängert. Axel Kober ist damit weiterhin als Generalmusikdirektor sowohl der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg als auch der Duisburger Philharmoniker.  

Oberbürgermeister Sören Link freut sich über die Entscheidung: „Mit Axel Kober haben wir nun bis 2025 einen Generalmusikdirektor und künstlerischen Leiter der Duisburger Philharmoniker von internationalem Format. Er steht für eine hohe Qualität unseres Musiktheaters sowie des städtischen Konzertprogramms.“  

Dass Axel Kober gerne langfristig denkt, hat er oft betont. Mit den Duisburger Philharmonikern arbeitet Kober seit mehr als zehn Jahren intensiv zusammen: „Es ist ein sehr schönes Zeichen des Vertrauens, wenn sich alle Beteiligten zusammensetzen und feststellen, dass sie sich vorstellen können, diese Zusammenarbeit noch zu vertiefen.“ Die Qualitäten der Duisburger Philharmoniker als Opern- und Konzertorchester konsequent weiterzuentwickeln und es gut in der Stadt zu positionieren, begreift Kober als wichtige Aufgaben in seiner Position als Generalmusikdirektor.

Die anfängliche Schockstarre, in die viele Kulturschaffende nach dem Lockdown verfallen seien, sei rasch einer Suche nach kreativen Lösungen und neuen Formaten gewichen: „Wir haben einen Kulturauftrag, und solange es irgendwie möglich ist, wollen und müssen wir ihn auch ausführen“, sagt der Dirigent.   Mit Streaming-Konzerten und CD-Aufnahmen haben sich die Duisburger Philharmoniker in den langen Monaten des Lockdowns in Form gehalten.

Unter der Leitung von Axel Kober wurde eine CD-Edition mit vier Sinfonien und der Schauspielmusik zum Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy eingespielt, die Ende des Jahres veröffentlicht wird. Ab der kommenden Woche wird GMD Kober wieder in Bayreuth am Pult stehen, und die Duisburger Philharmoniker freuen sich darauf, das Abschlusskonzert der Saison (am 30. Juni und 1. Juli) wieder vor Publikum zu spielen.



Besetzungsänderung: Bartosz Szulc singt im 12. Philharmonischen Konzert die Titelpartie in Joseph Haydns Oper „Der Apotheker“

Krankheitsbedingt kommt es bei der halbszenischen Aufführung der Oper Der Apotheker von Joseph Haydn zu einer Besetzungsänderung. Statt Piotr Micniski ist am 30. Juni und 1. Juli 2021 der polnische Bass Bartosz Szulc in der Philharmonie Mercatorhalle zu erleben, der diese Partie bereits am Teatr Wielki in seiner Heimatstadt Łódź sang.

Zur Sänger-Riege, die unter Jan Willem de Vriend mit den Duisburger Philharmonikern auftritt, gehören außerdem Marina Zyatkova (Sopran), Alvaro Zambrano (Tenor) und Virpi Räisänen (Sopran). Lebenspralle Charaktere und windungsreiche Intrigen machen die Handlung von Haydns Oper zum Vergnügen. Der Komponist griff dabei auf ein Libretto des großen Komödiendichters Carlo Goldoni zurück, dessen Handschrift trotz massiver Kürzungen klar zu erkennen ist. Dem alten Apotheker Sempronio sind die Verehrer seines Mündels Grilletta ein Dorn im Auge. Er möchte die junge Schöne nämlich am liebsten selbst zum Traualtar führen.

Grilletta behagt diese Aussicht allerdings ganz und gar nicht. Sie hat sich schon des reichen Stutzers Volpino zu erwehren, dabei gehört ihr Herz doch längst dem schüchternen Apotheken-Gehilfen Mengone. Die Geschichte mündet natürlich in ein Happy End: Zwei Liebende finden zueinander – und zwei andere schauen in die Röhre. Im Zentrum der halbszenischen Produktion, die im 12. Philharmonischen Konzert den Abschluss der Saison bildet, steht ein klappriger Fiat 500, der zugleich als rollende Apotheke, Kräutergarten und Duschkabine dient.

Mit diesem klassischen Gefährt fällt zugleich ein ironischer Blick auf die klischeebehaftete deutsche Italiensehnsucht, die sich in den 50er und 60er Jahren am „Teutonengrill“ von Rimini erfüllte. Der Niederländer Jan Willem de Vriend hat diese vergnügliche Fassung von Joseph Haydns Oper gemeinsam mit der Regisseurin Eva Buchmann erarbeitet.

Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum: Geister & Genies

Duisburg, 25. Juni 2021 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum im Duisburger Innenhafen zeigt ab kommenden Sonntag eine Ausstellung, die das Leben und Wirken der „Geister & Genies“ des 16. Jahrhunderts lebendig werden lässt.  


Das Stadtmuseum bietet dazu am 27. Juni, zwischen 12 und 16 Uhr halbstündige Ausstellungsführungen jeweils für bis zu sechs Personen. Die Führungen beginnen jeweils zur vollen Stunde. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Vorschriften begrenzt ist, wird eine Reservierung per Telefon unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an
ksm-service@stadt-duisburg.de empfohlen. Das Museum kann derzeit jedoch auch ohne Terminbuchung besucht werden.  

Zum Inhalt der Ausstellung:  
Von 1568 bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen im Achtzigjährigen Krieg die Unabhängigkeit von den Spaniern. Unter der spanischen Herrschaft mussten humanistische Gelehrte mit Verfolgung, Enteignung und teilweise Hinrichtung rechnen, so dass, wer konnte, fortzog und sein Glück andernorts suchte. So gelangten zahlreiche Gelehrte an den Niederrhein, insbesondere nach Duisburg. Einer der Hauptgründe dafür war die in religiösen und wissenschaftlichen Fragen tolerante Politik des Regenten Herzog Wilhelm V. von Kleve, Jülich und Berg. Ein anderer Grund mögen die damals aktuellen Planungen zur Gründung einer Universität gewesen sein.  

Zu diesen Gelehrten aus den niederländischen Provinzen gehörte zum Beispiel Johann Weyer, der sich als Hofarzt von Wilhelm V. strikt gegen die Hexenverfolgung aussprach und damit großen Einfluss auf den Herzog hatte.  

Oder Johanna Otho, die in einer Zeit, in der Frauen kaum Zugang zu Bildung hatten, Latein, Griechisch und Hebräisch lernte, eigenständig Gedichte und Bücher veröffentlichte und in Briefkontakt zu zahlreichen europäischen Gelehrten stand. Darüber hinaus begegnen den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung auch Theologen wie Georg Cassander, Sprachforscher wie Cornelius Wouters, Juristen wie Jean Matal, Lehrer wie Johannes Molanus und natürlich nicht zuletzt Kartographen wie Gerhard Mercator. Zusammen brachten sie der Stadt den Beinamen „Duisburgum Doctum“ – „Gelehrtes Duisburg“ ein.  

Durch den engagierten Einsatz von „Mercators Nachbarn“ werden diese und weitere „Geister & Genies“ in unterhaltsamen Videosequenzen lebendig. So erfahren die Gäste ganz persönlich, was die beherrschenden Themen im Leben der sehr unterschiedlichen Personen waren.  

Die biographisch orientierte Ausstellung zeigt zum einen, wie sehr niederländische Wissenschaftler die Stadt bereichert und das geistige Leben beeinflusst haben. Zum anderen beleuchtet sie einen weitgehend vergessenen Teil Duisburger Stadtgeschichte. Schließlich stellt sie auch Leben und Werk Gerhard Mercators im Netz seiner humanistisch gesinnten Kollegen in einen bisher kaum beachteten Zusammenhang.  

Die Ausstellung ist Teil des deutsch-niederländischen Themenjahrs des Museumsnetzwerks Niederrhein, das sich 2021/22 den „Provinzen“ widmet. Alle Ausstellungstexte sind auch auf Niederländisch verfügbar.   

Sofern sich die Pandemielage weiterhin positiv entwickelt, wird auch ein Rahmenprogramm zu der Ausstellung geplant und gesondert veröffentlicht. Gerhard Mercator ist über die Grenzen der Stadt als erfolgreicher Kartograf und Universalgelehrter seiner Zeit bekannt. Dass es im Duisburg des 16. Jahrhunderts aber gleich ein ganzes Netzwerk an Gelehrten und Genies in Duisburg gab, wissen heute nur noch wenige.

 

Ausstellung Duisburg-Ruhrort

Duisburg, 25. Juni 2021 - Die Ausstellung in der Weinhagenstraße 23 in Duisburg-Ruhrort ist bis zum 31. August zu sehen.





 

Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur"

Samstag, 26. Juni, 11 bis 17 Uhr: Freier Eintritt und kostenfreie Führungen

Duisburg, 24. Juni 2021 - Am ersten Ausstellungstag lädt das Lehmbruck Museum bei freiem Eintritt und kostenfreien Führungen zum Besuch der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein. Jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr werden öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an einer der öffentlichen Führungen teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch anzumelden unter 0203 283 3294.

Für Lehmbruck wie für Beuys gilt: „Alles ist Skulptur.“ Und: Skulptur ist das Mittel der Transformation, des Übergangs von einem Zustand in den anderen. Dem Werk beider Künstler, die am Niederrhein geboren sind und an der Kunstakademie in Düsseldorf Bildhauerei studiert haben, ist eine tragische Komponente eigen: Die Kriegserfahrung hat deutliche Spuren im Werk beider Künstler hinterlassen. Vielleicht sind es die Spuren dieser existentiellen Erfahrung, die Joseph Beuys spürte, als er zum ersten Mal die Abbildung einer Skulptur von Lehmbruck sah, die einen so tiefen Eindruck hinterließ, dass er daraufhin beschloss, Bildhauer zu werden.


Am Beginn seiner heute legendären Rede im Lehmbruck Museum im Januar 1986 zur Verleihung des Wilhelm-Lehmbruck-Preises sagte Joseph Beuys zur Überraschung Vieler: „Ich möchte meinem Lehrer Wilhelm Lehmbruck danken“. Obwohl es bekanntlich nie ein akademisches Lehrer-Schüler-Verhältnis gegeben hat (Lehmbruck starb bereits 1919, Beuys wurde erst 1921 geboren), spricht Beuys von einer tiefen Beziehung, von einem „Grunderlebnis“, das er hatte, als er die Abbildung des Werkes Wilhelm Lehmbrucks sah.

Für Beuys, der sich ansonsten nur sehr selten zu den Arbeiten anderer Künstler*innen äußerte, besitzt das Werk Lehmbrucks in seiner Wirkkraft eine Alleinstellung; „Wäre denn irgendein anderer Bildhauer, irgendein Hans Arp oder Picasso oder Giacometti oder irgendein Rodin, wäre eine Photographie von Rodin, wenn sie mir seinerzeit in die Hände gefallen wäre, fähig gewesen, diese Entscheidung (Bildhauer zu werden, Anm. d. Verf.) in mir herbeizuführen?”

„Skulptur ist das Wesen der Dinge, das Wesen der Natur, das, was ewig menschlich ist”, diese Einsicht Lehmbrucks nahm Beuys schließlich zum Ausgangspunkt seiner Sozialen Plastik – einer Idee, mit der er die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutionierte. Das plastische Gestalten – das Kunst Machen – bezieht sich von nun an nicht mehr vor allem auf das Formen von Material, sondern auf das Formen von Ideen, auf das Formen des sozialen Gefüges in seiner Gesamtheit. Diesem in die Zukunft ausgerichteten Impuls folgt die Duisburger Ausstellung, in der wichtige Werke beider Jahrhundertkünstler präsentiert werden.

Darunter von Joseph Beuys die Hirschdenkmäler (1958/1982), das Elferzimmer (11 Schafsköpfe) (1961-1975), die raumgreifende Installation Ohne Titel (Munitionskiste und Fichtenstamm) (1971) sowie das Feldbett (1982). Erstmalig werden die Werke beider Bildhauer so umfassend präsentiert und miteinander in Dialog gesetzt. Parallel zur Duisburger Ausstellung zeigt die Bundeskunsthalle in Bonn vom 25. Juni bis 1. November 2021 die Ausstellung „Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik”. Die Ausstellung versammelt eine Reihe von Schlüsselwerken Beuys' und richtet den Blick gleichzeitig auf die wichtigsten Skulpturen Lehmbrucks. Dabei sucht sie nicht nach formaler oder stilistischer Nähe, sondern rückt zentrale Fragen in den Fokus: Was macht den Menschen in seinem Wesen aus? Und: Welches revolutionäre Potenzial birgt die Kunst in ihrem jeweiligen zeitlichen Kontext?

Begleitend zu den Ausstellungen in Duisburg und Bonn erscheint ein Katalog mit Texten von Dr. Söke Dinkla, Johanna Adam, Jessica Keilholz-Busch, Norman Rosenthal und Inke Maria Hahnen, 240 Seiten, 175 z.T. farbige Abbildungen, im Verlag Hatje Cantz (Buchhandelspreis: 48 EUR). Der Katalog ist zum Preis von 29 EUR an der Museumskasse erhältlich.

Beide Ausstellungen sind als gemeinsames Projekt Teil des umfangreichen Programms zum Jubiläumsjahr „beuys 2021. 100 jahre joseph beuys“, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Vergünstigster Eintritt beim Besuch beider Ausstellungen Bei Vorlage eines Tickets (oder einer Jahreskarte) der jeweiligen anderen Station erhalten Besucher*innen 20 % Rabatt auf die reguläre Tageskarte.
Freier Eintritt am ersten Ausstellungstag Am ersten Tag der Ausstellung, Samstag, den 26. Juni 2021, lädt das Lehmbruck Museum bei freiem Eintritt und kostenlosen Führungen (jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr) von 11 bis 17 Uhr zum Besuch der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” ein. Interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich für die Teilnahme an einer der Führungen telefonisch unter 0203 283 3294 anzumelden.

Ausstellungsansicht „Lehmbruck - Beuys. Alles ist Skulptur”, © Joseph Beuys Estate I VG Bild-Kunst, Bonn 2021 - Foto Frank Vinken

 

City Atelier Workshop „Die Botschaft von Filz & Co
Sonntag, 27.06., 14 bis 17 Uhr: City Atelier Workshop „Die Botschaft von Filz & Co. - Collagen und Assemblagen à la Beuys” mit Marayle Küpper und Wilfried Weiß Tee, Schokolade, Honig und Fett, tierisches Fell, Haare, Filz, Wachs oder Knochen: Die Materialien, die Joseph Beuys für seine Kunstwerke verwendete waren Bedeutungsträger, Kommunikationsmittel und Versuchssubstanz.

Filz und Fett wurden zum Inbegriff seiner plastischen Theorie und verwandelten sich durch den Künstler in Wärme- und Energiesymbole. Gemeinsam mit dem Duisburger Künstler-Duo Marayle Küpper und Wilfried Weiß lernen die Teilnehmer*innen die Botschaft von Filz & Co. kennen und entwickeln daraus eigene Materialcollagen. Für die Teilnahme am Workshop wird eine Materialpauschale in Höhe von 5,00 € zzgl. zum regulären Eintrittspreis erhoben.

Tickets für die Teilnahme an dem Workshop sind im Ticketshop des Museums (
https://shop.ticketpay.de/organizer/C0J26UVX?view=grid) sowie an der Museumskasse erhältlich. Voraussetzung für die Teilnahme der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Eine Ausstellung des Lehmbruck Museums in Kooperation mit der Bundeskunsthalle in Bonn.

Die Ausstellung ist Teil des Programms zum Jubiläumsjahr „beuys 2021. 100 jahre joseph beuys“, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet. Die Ausstellung wird unterstützt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und der Sparkasse Duisburg.

Lehmbruck Museum: "Weibliche Kunst"und "Die Kunst der schnellen Skizze"

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Weibliche Kunst“
Duisburg, 16. Juni 2021 - In einer öffentlichen Führung widmet sich Susanne Karow am Sonntag, 20. Juni, 11.30 Uhr, den Werken weiblicher Kunstschaffender in der Sammlung des Lehmbruck Museums und im umliegenden Kantpark. Ab 14 Uhr können interessierte Besucher*innen im City Atelier selbst kreativ werden: Sabine Bazan führt die Teilnehmer*innen in die „Kunst der schnellen Skizze” ein.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 19 Personen begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 20.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Käthe Kollwitz, Mutter mit zwei Kindern, 1923-1937, Foto: Dejan Saric


 City Atelier: „Kunst der schnellen Skizze”

Am Sonntag, den 20. Juni, 14 Uhr, lädt die Künstlerin Sabine Bazan zu einem Workshop ins City Atelier ein, bei dem sie interessierte Besucher*innen in die „Kunst der schnellen Skizze” einführt. Eine Skizze ist ein Entwurf, eine flüchtig hingeworfene Zeichnung, die später weiter ausgearbeitet werden kann. Mit wenigen, prägnanten Strichen wird eine Idee wiedergegeben. Sie lebt durch den unmittelbaren Ausdruck, den frischen Strich und die Unvollkommenheit. Sabine Bazan zeigt den Teilnehmer*innen des Workshops einige Techniken, um die erste Hemmschwelle zu überwinden und Spaß am Experimentieren zu bekommen.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop ist der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme am Workshop sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 20.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme am Workshop wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) eine Materialpauschale in Höhe von 5 EUR pro Person erhoben. 

City Atelier „Die Kunst der schnellen Skizze”: Wilhelm Lehmbruck, Schnitter – Der Einsame, 1905, Foto: Lehmbruck Museum

 

Duisburger Philharmoniker: Von Liebesnestern und Börsengeschäften

Duisburg, 16. Juni 2021 - Mit dem sommerlichen Programm, das die Lautten Compagney Berlin unter dem Titel „As on a Sunshine Summer’s Day“ präsentierte, hatte das kreative Barockensemble 2018 bei den Händel-Festspielen in Halle großen Erfolg. Konzipiert von Wolfgang Katschner und Christian Filips, musikalisch eingerichtet von Bo Wiget, bietet die Werkfolge einen Querschnitt aus den English Songs, die das gesellschaftliche Leben in Händels Wahlheimat London in vielen Facetten abbilden. Im 9. Kammerkonzert ist dieser Barockabend jetzt in der Philharmonie Mercatorhalle zu erleben.

Wie in Halle gesellt sich am So. 20. Juni (19 Uhr) die norwegische Mezzosopranistin Tora Augestad zur Lautten Compagney, die 1984 noch in der ehemaligen DDR gegründet wurde und heute zur Spitzengruppe der internationalen Originalklang-Szene zählt. Die vielseitige Sängerin wird als Moderatorin durch den Abend führen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie in der Neuen, in der Klassik wie im Jazz, auf der Bühne wie im Konzertsaal. Tassos Liebesnest und Die melancholische Nymphe heißen die ersten Stationen, in denen von Liebe und Sehnsucht die Rede ist. Doch es werden auch tagesaktuelle Ereignisse behandelt.

Eine Station heißt Bacchus an der Börse, während ein anderer Song sich auf die Niederschlagung des Jakobitenaufstands im Jahr 1745 bezieht. Abgerundet wird das Programm durch Werke von John Playford und Henry Purcell. John Playford war ein englischer Musikverleger, der sich mit seinen Publikationen vor allem an die Laienmusiker der Mittelschicht wandte. Das Programm wird ohne Pause gespielt. Eine Einführung durch Jonas Zerweck findet um 18.15 Uhr im „Tagesraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais statt. Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Duisburger Philharmoniker: Evgeni Koroliov kehrt im 3.Kammerkonzert mit Bachs Goldberg-Variationen zurück

BEAT#04: Das Schlagzeugensemble Repercussion, Marissa Möller und Mitglieder der Duisburger Philharmoniker stellen ihr Programm mit dem Titel „NEXUS“ vor

Copyright-Repercussion, Bettina Engel-Albustin

Duisburg, 15. Juni 2021 - Es mag sich wie ein Stück wiedergewonnener Freiheit anfühlen: Wer die Premiere der 4. Ausgabe der Konzertreihe BEAT miterleben möchte, braucht weder Schnelltest noch Impfausweis noch einen Nachweis über eine Genesung von der Corona-Infektion. Hygieneregeln zum Schutz aller Teilnehmer werden natürlich trotzdem eingehalten.

Die Schlagzeuger von Repercussion treffen am Fr. 18. Juni 2021 (20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle auf Streicher und Bläser aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker. Sängerin und Schauspielerin Marissa Möller, wie Repercussion ebenfalls mit dem Förderpreis für Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, rundet diese außergewöhnliche Besetzung ab und sorgt für ein besonderes Soul-Flair.
Unter dem Titel „NEXUS“ gelingt es den vier Schlagzeugern, die Charaktere der Musiker und ihrer Instrumente zu verflechten. So verschmelzen pulsierende Rhythmen, gefühlvolle Klangfarben und die menschliche Stimme in ihrer gemeinsamen Schnittmenge: dem Beat. Die vier Multipercussionisten Simon Bernstein, Veith Kloeters, Rafael Sars und Johannes Wippermann sind bekannt für ihre grenzenlose Spielfreude und ungebremste Emotionen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Andy Akihos rhythmisch und atmosphärisch mitreißendes Stück „to wALk Or ruN in wEst harlem“, John Psathas Atalanta für Vibraphon und Klavier, Madeira River von Philip Glass in einem Arrangement von „Third Coast Percussion“. Zudem erklingen ein als Hochzeitquodlibet bekannt gewordenes Fragment von Johann Sebastian Bach in einer Fassung von Repercussion, Adi Morags Octabones für zwei Vibraphone und ein Arrangement von Max Richters melancholisch dahinströmenden Stück On the nature of daylight. Der Kreis schließt sich mit den coolen Klängen von Andy Akihos NO one to kNOW one.  

Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de. es


Sommerliches Serenadenkonzert: Mitglieder der Duisburger Philharmoniker spielen Klarinettenquintette von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber
Für ihn schrieb der Komponist 1789 sein Klarinettenquintett A-Dur KV 581, von dem Richard Strauss später sagte, es bestätige in jedem Takt den „unerhörten Reiz von Mozarts Melodie und seine Grazie“. Dabei birgt es aber unter der Oberfläche melancholischer Heiterkeit die „ganze Skala des Ausdrucks menschlichen Empfindens“, um ein weiteres Strauss-Wort zu zitieren.

Die vier Sätze des Klarinettenquintetts sind von beispielhafter Klarheit der Dramaturgie. Die einheitliche Stimmung des gesamten Werkes entsteht dabei nicht zuletzt dadurch, dass die Themen des ersten Satzes, des Menuetts und des Finales auf der gleichen fallenden Linie beruhen. Der langsame Satz nimmt in seinem ruhigen Gesang den des Klarinettenkonzerts vorweg.  

Beim sommerlichen 2. Serenadenkonzert am Fr. 18. Juni 2021 (20 Uhr), einer Open-Air-Veranstaltung im Kreuzgang der Abteikirche Duisburg-Hamborn, spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker außerdem das Werk, das eng an Mozarts Meisterwerk anschloss: Das Klarinettenquintett op. 34 von Carl Maria von Weber, komponiert 1815. Dabei konnte Weber von der technischen Entwicklung profitieren, die das Instrument seit Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. Die durch ein ausgefeilteres Klappensystem mögliche Virtuosität hat Carl Maria von Weber in seinem Klarinettenquintett voll ausgereizt.
Die Interpreten im 2. Serenadenkonzert sind Andreas Oberaigner (Klarinette), Tonio Schibel (Violine), Akari Azuma (Violine), Lolla Süßmilch (Bratsche) und Anja Schröder (Violoncello). Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.
 

Aufenthaltsstipendium für Künstlerinnen und Künstler  

Duisburg, 15. Juni 2021 - Die Stadt Duisburg und die Interessengemeinschaft der Duisburger Künstler schreiben von Januar bis Dezember 2022 ein Aufenthaltsstipendium für ein Atelier im Stadtteil Rheinhausen aus, auf das sich Künstlerinnen und Künstler bewerben können. Die Ausschreibung erfolgt für die Genres Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Performance oder Videokunst. Das Stipendium umfasst die kostenlose Vergabe eines Ateliers inklusive der Betriebskosten. Zusätzlich wird kostenlos eine Mietwohnung von der Gebag zur Verfügung gestellt.  
 
Bewerberinnen und Bewerbung müssen ihre Ausbildung vor mindestens einem Jahr abgeschlossen haben und im Rahmen ihrer Bewerbung überzeugend darstellen, dass sie ihre künstlerische Arbeit mit Bezug zu Duisburg beginnen oder fortsetzen wollen. Studierende sind von einer Bewerbung ausgeschlossen.  

Interessierte Künstlerinnen und Künstler können ihre Bewerbung bis Dienstag, 31. August 2021, an das Kulturbüro der Kulturbetriebe, Neckarstraße  1 in 47051 Duisburg, senden. Weitere Informationen erhalten Sie im Kulturbüro telefonisch unter  0203/283-62269 oder im Internet unter www.duisburg.de/microsites/kulturbuero-duisburg/foerderung/aufenthaltsstipendium.php

Lehmbruck Museum am Wochenende

Öffentliche Sonntagsführung „Nevin Aladağ und Highlights der Sammlung“

Duisburg, 9. Juni 2021 - Am Wochenende lädt das Lehmbruck Museum wieder zu Präsenzveranstaltungen in Kleingruppen ein: Am Sonntag, den 13. Juni, findet um 11 Uhr eine öffentliche Sonntagsführung statt, die sich der Ausstellung Nevin Aladağs und den Highlights der Sammlung widmet. Ab 14 Uhr lädt die Künstlerin Ulrike Int-Veen zum „Malen mit Pigmenten” ins City Atelier ein.  

Werke Nevin Aladağs
Die öffentliche Führung am Sonntag, 13. Juni, 11 Uhr, widmet sich den Werken Nevin Aladağs sowie den Highlights der Sammlung. Aladağs neueste Skulpturen feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört.
Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st” ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann. Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 13.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Ausstellungsansicht „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken


„Malen mit Pigmenten”
Am Sonntag, den 13. Juni, lädt die Künstlerin Ulrike Int-Veen ab 14 Uhr zum „Malen mit Pigmenten” ein. Für die in Dinslaken lebende und arbeitende Künstlerin ist Malerei das sichtbar gemachte Gespräch zwischen Maler*in und Bild, das darstellt, was Worte nicht ausdrücken können. Int-Veen führt die Teilnehmer*innen des Workshops in die abstrakte Malerei ein und zeigt ihnen, wie aus Pigmenten und Bindemittel Farben hergestellt werden können. Diese werden nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit Folien und Ästchen aufgetragen. Aus Flächen und Linien formen sich gegenstandslose Kompositionen, die auch Assoziationen zur Pflanzenwelt zulassen.  

Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop ist der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnisses. Interessent*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme am Workshop sowie eine Tageskarte, die zum Museumsbesuch am 13.06.2021 berechtigt, im Ticketshop auf der Website des Museums zu buchen.   Für die Teilnahme am Workshop wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (zurzeit 5 EUR, erm. 3 EUR) eine Materialpauschale in Höhe von 5 EUR pro Person erhoben.      

City Atelier „Malen mit Pigmenten”, Foto: Ulrike Int-Veen
  wir für Sie Pressekarten, wenn Sie über das Konzert berichten möchten. In der Anlage finden Sie diese Pressemitteilung auch als Word- und als PDF-Datei, zudem ein kostenfreies Foto von Evgeni Koroliov (Copyright: Barbara Frommann).

Wunderwerk barocker Kompositionskunst

Wunderwerk barocker Kompositionskunst: Im 3. Kammerkonzert spielt Evgeni Koroliov die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach

Duisburg, 8. Juni 2021 - Die 1741 komponierten Goldberg-Variationen benannte Bach nach einem Schüler, dem Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg. Sie sind krönender Abschluss der vierteiligen Clavierübung, die bis heute als wirkmächtiges, ja unverzichtbares pianistisches Kompendium gilt. Sie verlangt von den Interpreten geistige und technische Aneignung, aber auch ein hohes Maß an Vertiefung und Meditation.

Die Goldberg-Variationen beginnen mit der Vorstellung der Aria, gefolgt von 30 kunstvollen Abwandlungen, die technisch immer schwieriger werden. Bemerkenswerterweise bildet nicht die verzierte Oberstimme der Aria den Ausgangspunkt, sondern der Bass: Bach entwickelt auf dem Fundament einer 32-taktigen Basslinie geniale Klaviervariationen verschiedenster Genres. Strenge Kanons (jedes 3. Stück) wechseln sich dabei mit virtuosen Tanzsätzen und anspruchsvollen Etüden ab. Mit der Wiederholung der Aria schließt sich der Kreis. Die 1999 entstandene Einspielung des russischen Pianisten Evgeni Koroliov genießt längst Referenzstatus.

1949 in Moskau geboren - Foto c Barbara Frommann - , gilt er als „stiller Star“, der sich dem Trubel des pianistischen Jetsets erfolgreich entzieht und dennoch auf der ganzen Welt eine treue Fangemeinde hat. Als „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker erweckte er die Goldberg-Variationen bereits in der Konzertsaison 2008/2009 zu gestaltenreichem Leben. Im 3. Kammerkonzert am So. 13. Juni (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle durchmisst er diesen pianistischen Kosmos jetzt erneut. Auf dem Podium der Duisburger Kammerkonzerte war Evgeni Koroliov zuletzt im März 2017 zu Gast, im Team mit seiner Ehefrau Ljupka Hadzigeorgieva und einem erlesenen Kreis ehemaliger Hamburger Studenten.

Das Programm wird ohne Pause gespielt. Es besteht Maskenpflicht. Eine Einführung durch Anja Renczikowski findet um 18.15 Uhr im „Tagesraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais statt. Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de. Gerne reservieren wir für Sie Pressekarten, wenn Sie über das Konzert berichten möchten. In der Anlage finden Sie diese Pressemitteilung auch als Word- und als PDF-Datei, zudem ein kostenfreies Foto von Evgeni Koroliov (Copyright: Barbara Frommann).

 Alphörner in Düsseldorf: Die Hornisten der Duisburger Philharmoniker geben ein Gastspiel auf der Naturbühne von Schloss Heltorf

Duisburg, 2. Juni 2021 - Obschon überwiegend aus Holz gefertigt, gilt das Alphorn als Blechblasinstrument, weil die Töne über ein Kessel- oder Trichtermundstück erzeugt werden. Es wird also mit der gleichen Anblastechnik gespielt. Leicht ist das wahrlich nicht: Weil das knapp vier Meter lange Horn über keine Klappen, Grifflöcher oder Ventile verfügt, können nur Naturtöne gespielt werden, geformt mit den Lippen und der entsprechenden Atemtechnik. Der warme, weitreichende Klang fasziniert längst nicht nur Berg-Touristen.

Als Urtyp der modernen Blechblasinstrumente hat das Instrument auch die Hornisten der Duisburger Philharmoniker in seinen Bann gezogen. Sie haben gemeinsam ein Programm erarbeitet, das die vielfältigen Möglichkeiten dieser naturnahen Instrumente vorstellt. Am kommenden Wochenende (5. und 6. Juni 2021) sind die Musiker auf der Naturbühne des Schlossparks Heltorf in Düsseldorf zu Gast. Dort spielen sie traditionelle Weisen, meditative und progressive Werke bis hin zu Kostproben aus Blues und Jazz aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Das Publikum wird ab 15 Uhr Am Froschteich 22/Ecke Verloher Kirchweg eingelassen. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. (Tickets und Informationen https://www.etix.com/ticket/v/20547/schloss-heltorf-parkeingang)

- Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes in der Mercatorhalle
- Online-Angebot für Museumsliebhaber

Duisburg Tourismus und weitere Öffnungsschritte: Online-Angebot für Museumsliebhaber
Duisburg, 1. Juni 2021 - Die Tourist Information Duisburg hat seit Freitag, 28. Mai 2021, wieder montags bis freitags jeweils von 10 bis 14 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Neben Wissenswertem rund um Duisburg und touristischen Angeboten gibt es für Tourismusinteressierte jede Menge Souvenirs und Geschenkartikel zu entdecken.  
Darüber hinaus bieten die Tourismusexperten von Duisburg Kontor für Museumsliebhaber einen neuen Service an. Dieser beinhaltet die Möglichkeit, auf der Webseite von https://www.duisburg.de/tourismus/stadt_erleben/museen/index.php zeitgebundene Tickets für die Museen MKM, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg digital zu erwerben. Die Bezahlung ist möglich per Paypal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung.
Eine Übersicht der Duisburger Museen: https://www.duisburg.de/tourismus/stadt_erleben/museen/index.php


Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes in der Mercatorhalle
Das kulturelle Leben kehrt in Duisburgs „gute Stube“ zurück   Aufgrund fallender Inzidenzwerte wird es Duisburg Kontor Hallenmanagement als Betreiber der Mercatorhalle durch die Coronaschutzverordnung des Landes NRW vom 28. Mai 2021 ermöglicht, Veranstaltungen mit Publikum durchzuführen.  
Uwe Kluge, Geschäftsführer bei Duisburg Kontor Hallenmanagement, freut sich über diese Entwicklung: „Aufgrund der rückläufigen Inzidenzwerte werden die Duisburger Philharmoniker mit sechs Konzerten im Monat Juni den Auftakt in die Veranstaltungssaison 2021 in der Mercatorhalle geben.“
 
Auf die nachfolgenden Termine dürfen sich Liebhaber klassischer Musik freuen:
Sonntag, 13. Juni 2021, 19:00 Uhr:  Kammerkonzert - Klavierabend Evgeni Koroliov
Freitag, 18. Juni 2021, 20:00 Uhr:  BEAT#4 
Sonntag, 20. Juni 2021, 19:00 Uhr:  9. Kammerkonzert - Tora Augestad und Lautten Compagney
Mittwoch, 30. Juni 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker"
Donnerstag, 01. Juli 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker"
Freitag, 02. Juli 2021, 20:00 Uhr: 12. Philharmonisches Konzert "Der Apotheker" (optional, je nach Ticketverkauf)  
Detaillierte Informationen zu den Terminen und eventuell verfügbaren Tickets erhalten Interessierte unter: https://duisburger-philharmoniker.de/

Mercatorhalle - Foto Thomas Berns


Duisburger Kultursommer 2021: Stadt erhält Zuschuss von der Bundeskulturstiftung  

Duisburg, 28. Mai 2021 - Um Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen, hat die Kulturstiftung des Bundes das Förderprogramm „Kultursommer 2021“ ausgelobt. Der Bund stellt für die Fördermaßnahme insgesamt bis zu 30,5 Mio. Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. Der Kultursommer 2021 soll zu einer verantwortungsvollen kulturellen Wiederbelebung der Städte beitragen und bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise bei der Gestaltung eines neu entwickelten vielfältigen Kulturprogramms unterstützen.  

 Da das Programm sehr gut zu bestehenden Überlegungen des Kulturbüros mit den Akteuren der Freien Szene und der Veranstaltungsbranche passte, hatte sich die Stadt Duisburg dazu entschlossen, eine Bewerbung mit einem Veranstaltungskonzept im Kantpark einzureichen.   Die Freude im Rathaus war groß, als die Kulturstiftung des Bundes mitteilte, dass der Antrag der Stadt Duisburg positiv aufgenommen und somit auch bewilligt wurde.

Insgesamt 244.000 Euro stehen nun zur Verfügung, wobei 195.200 von der Bundeskulturstiftung kommen. Der Rest ist der verpflichtende Eigenanteil der Stadt Duisburg.   Kulturdezernentin Astrid Neese verspürt Rückenwind und Aufbruchsstimmung: „Ich freue mich, dass unsere Bewerbung erfolgreich war. Es ist in der Tat ein Neustart Kultur, für die Kunstakteure, für die Veranstalter und auch für unsere Veranstaltungsmitarbeiter in den städtischen Einrichtungen. Wir sind schon mit Begeisterung in die Vorbereitung gestartet.“  

Im Kantpark wird eine den geltenden Bestimmungen der Coronaschutzverordnung entsprechenden Infrastruktur aufgebaut, gleiches gilt für Organisation und Ticketing. Die ebenerdige Spielfläche (12 Meter x 10 Meter) soll durch ein Einmast-Zelt überdacht sein, das umlaufend an den Seiten geöffnet ist. Dadurch ist einerseits Wetterschutz gegeben, andererseits ist durch die Open-Air Situation genügend Luftaustausch gewährleistet.  

Die Spielfläche bietet von Theater, Lesungen, Performances bis zu Konzerten eine gut einsehbare und für jedes Genre angemessene Spielsituation. Ein strukturierter Eingangsbereich, untergebracht in zusätzlichen Zelten, bietet genügend Raum, um Abstände und weitere Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein außerhalb des Zeltes liegender Sanitärbereich soll entsprechend der maximalen Besucher-Kapazität von 400 Plätzen eingerichtet werden. Künstler, Produktion und technisches Personal werden in zusätzlichen Zelten, angrenzend zur Spielfläche, untergebracht. Die Spielstätte soll in der Zeit vom 6. Juli bis 22. August bespielt werden. Die Veranstaltungen werden an den Tagen Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag stattfinden.  

Beginnen wird dieser Veranstaltungsblock mit einer Woche Aktionen und Kindertheater vom Spielkorb Duisburg. Auch das Platzhirschfestival wird Teil des Kultursommers (13. bis 15. August). Daneben sollen sich Duisburger Bands und Musiker, aber auch die Sparten Tanz, Theater, Comedy und Literatur wiederfinden. Die Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern laufen derzeit auf Hochtouren.  
„Das gesamte Programm plus Infrastruktur innerhalb von vier Wochen auf die Beine zu stellen ist eine durchaus sportliche Aufgabe. Aber die Stadt Duisburg und die Freie Szene arbeiten schon sehr lange intensiv Hand in Hand, sodass ich sicher bin, dass wir einen wunderbaren Duisburger Kultursommer erleben werden“, so Astrid Neese.  


Das Museum DKM ist ab Donnerstag, dem 3.6., sowie am ersten Freitag im Monat, am Samstag und am Sonntag wieder geöffnet!  

Duisburg, 28. Mai 2021 - Die Inzidenzzahlen in Duisburg liegen unter der magischen Zahl von 100 (aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 49,1) und wir freuen uns, zu den üblichen Öffnungstagen von 12 bis 18 Uhr wieder für Sie öffnen zu können.   Der Besuch der Ausstellungen und Sammlung ist nach vorheriger Terminbuchung und Hinterlassen der Kontaktdaten zulässig.
Bitte buchen Sie vorab Ihre Zeitfenster per E-Mail mail@museum-dkm.de oder telefonisch: 0203.93555470. Hier können Sie sich auch gerne bei Rückfragen und über mögliche, kurzfristige Änderungen informieren. Der Nachweis eines negativen Testergebnisses ist für Ihren Museumsbesuch nicht mehr erforderlich.  

Stellenvakanz 

Aktuell benötigen wir Unterstützung für das Theken- und Aufsichtspersonal sowie einen Haustechniker. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Stiftungsbüro: mail@museum-dkm.de oder unter 0203.93555470.


Aktuelle Ausstellungen
Lucifer‘s Vortex. Tom Fecht -
08.03.2021 – 29.08.2021

In der zweiten Einzelausstellung des Künstlers Tom Fecht (DE, 1952) im Museum DKM steht seine dramatische Nachtfotografie im Mittelpunkt und bildet mit LUCIFERs VORTEX den Ausgangspunkt seiner fotografischen Meeres- und Portraitstudien.
 

Die künstlerische Praxis Tom Fechts ist stark von seinem früheren Werdegang als Ingenieur und Kunsthistoriker geprägt. Sowohl komplexe Bildmedien naturwissenschaftlicher Forschung als auch kunsthistorische Bezüge bereicherten nachhaltig das Repertoire seiner fotografischen Imagination.

TIDE # 335, 2011/2018, Foto: Tom Fecht

Die Bedeutung der Naturgewalten sowie das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel sind Leitmotive seines Schaffens, aber auch die Biolumineszenz des Ozeans als seltenes Naturschauspiel. Lange Belichtungszeiten, elektrische Ströme sowie der Schein des Mondes sind die einzigen Lichtquellen und zeichnen ein Bild von Vergänglichkeit versus Unendlichkeit. Transitorische Momente, von hell und dunkel, Bewegung und Stillstand changieren zwischen naturwissenschaftlichem Kalkül und Poesie. 

 

 

Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder, Teil 1 - 08.03.2021 – 29.08.2021

Ulrich Tillmann begab sich Anfang der 1990er Jahre auf eine Ägyptenreise, auf der er fotografisch im Stil der Reisefotografie aus dem 19. Jahrhundert die altägyptische Baukunst dokumentierte und sie in der Nachbetrachtung historisch ästhetisierend bearbeitete. Als Auftakt der zweiteiligen Ausstellungsreihe Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder Teil 1 zeigen wir erstmalig ein Konvolut von ausgewählten Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der Stiftung DKM und erinnern damit an den 2019 verstorbenen Foto- und Konzeptkünstler, Freund und Weggefährten.  

Monumentale Figur (Serie: Ägyptenbilder), 1995, Foto: Ulrich Tillmann

Sinn- und Endlichkeit. Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Pierre de Soete, Ulrich Tillmann, Marcel Wolfers

Verlängert bis 27.06.2021

 

Sinn- und Endlichkeit bietet dem Betrachter sinnlich, heroisch, mythologisch aufgeladene Werke, die mit der Schönheit verwoben sind, dem Eros huldigen und ihn in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. Beim Eintauchen in diese Gedankenwelten changieren die Sinne zwischen der faszinierten Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust. Aus den 1910/1920er Jahren (Pierre de Soete, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers) werden wir durch zeitgenössische Fotografien (Cristina García Rodero, Duane Michals, Ulrich Tillmann) in das Hier und Jetzt getragen. Das Reale ist die Präsenz des Augenblicks und die Erinnerung daran. 


Gemeinsamkeiten. Claudia Terstappen, Richard Long

Verlängert bis 27.06.2021 

Unter dem Titel Gemeinsamkeiten begegnen sich Arbeiten der Fotografin Claudia Terstappen und des Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ihren Werken. Terstappen dokumentiert in der Serie "Places of worship Japan" als heilig geltende Orte, während Long die Kulturtechnik des Wanderns und Gehens zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht. 

Ausstellungsansicht mit Werken von Richard Long und Claudia Terstappen, Foto: SDKM

 

 

Aktuelle Aktivitäten und Veranstaltungen 

RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt 

Das Museum DKM nimmt zusammen mit weiteren 20 Häusern der Ruhr Kunst Museen an dem neuen, von der Stiftung Mercator geförderten Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban – zwischen Museum, Schule, Drittem Ort und Stadtraum – teil. RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt rückt das städtische Umfeld der Schülerinnen und Schüler verstärkt ins Zentrum der Überlegungen und strebt ein öffentlich sichtbares Projekt im urbanen Raum an.
Das Projekt findet derzeit in rein digitaler Form mit dem Verein Aikido im Hof e.V., der Künstlerin und Kunstvermittlerin Magdalena von Rudy sowie den engagierten Schülerinnen und Lehrerinnen des Landfermann Gymnasiums statt.

 

Die Jugendlichen lernen ausgehend von den Sammlungsbeständen des DKMs künstlerische Ansätze und Strategien kennen, die sie unterstützen und anregen, selbst mit Kunst zu interagieren und aus Bewegungen und der eigenen Körperwahrnehmung heraus ein zunächst ganz subjektives Verständnis von "Dingen" und ihrer Körperhaftigkeit zu entwickeln. 

  

 

…ÖFFNETE PLÖTZLICH DIE AUGEN

Matinée und Komponistengespräch mit Sergej Maingardt, Kunsu Shim und Gerhard Stäbler - 30. Mai 2021, 11.30 Uhr 

Die Veranstaltung findet am 29. und 30.5.2021 in der Liebfrauenkirche in Duisburg als digitaler Stream statt. Die Uraufführung im Museum DKM muss leider entfallen. Nähere Infos zum Stream unter

https://earport.de/pages/de/veranstaltungen.php 

 

Kunstwerk des Monats 

Jai-Young Park in der Sammlung DKM: Der Ort der Bilder, 1999–2008 

Jai Young Park, Der Ort der Bilder, 1999-2008, Foto: SDKM

 

Der 1957 in Seoul (Korea) geborene Künstler Jai-Young Park kam bereits als Kind nach Deutschland, studierte später an der Kunstakademie in München und war von 1998 bis 2004 Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Als Grenzgänger zwischen den Kulturen bewegt er sich künstlerisch in den Feldern Malerei, Bildhauerei und Multimedia.

 

Die sechs großen auf einer Drehbank entstandenen Gipsskulpturen aus der Sammlung DKM hatte Park 1995 vorübergehend in einem frisch bepflanzten Reisfeld nahe von Seoul platziert. Dieses Reisfeld konnte er jedoch nur noch als bezahlte Auftragsarbeit realisieren lassen, da die Bauern seiner Heimat längst ökonomischen Gesetzen gefolgt sind und den Reisanbau aufgegeben haben.

Parks Reisfeld wurde damit zum "letzten Reisfeld" und "der von ihm gewählte Ort ...zum Erinnerungsträger einer verschwindenden Kultur." Indem er die sechs weißen Gipsskulpturen, die wie riesige rohe Keramik-Gefäße aussehen, auf die schlammige Erde des frisch bepflanzten Reisfeldes setzte, rief er gleichzeitig "die Vollkommenheit, Harmonie, Zartheit und Anmut der traditionellen asiatischen Keramik ins Gedächtnis" …und schuf so ein poetisches Bild - bestimmt von Melancholie und Vergänglichkeit.

 

So wie das Reisfeld, als gebaute, formvollendete Kulturlandschaft und somit materielle Basis der asiatischen Zivilisation, in dieser inszenierten Installation seine "Künstlichkeit" erweist, sind auch die großen Gipsskulpturen in der im Vergleich zum Ton "substanzlosen" Materialität, nurmehr überdimensionale künstliche Versatzstücke, die an frühere Kulturleistungen Asiens erinnern.

 

Die Überführung dieser Gips-Skulpturen in den musealen Zusammenhang und ihre Kombination mit medialen Bildern der Reisfelder verstärkt noch deren "Kunst-charakter" und betont die Tatsache, dass die heutige Wahrnehmung dieser traditionellen, ehemals substantiellen Formen nurmehr eine simulierte ist. 

Ute Riese, Formen beschreiben den Raum, in: Ausstellungskat.: Linien stiller Schönheit, Duisburg 2008.

 

 

Ausstellungsvorschau 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui ab 01.10.2021 bis 27.02.2022 

Der Kimono ist viel mehr als ein Kleidungsstück. Er ist das Tagebuch einer Nation, ein Bilderbogen, gespickt mit krassen Mustern, Geschichten, Nachrichten und Träumen. 99 Kimonos aus der Sammlung von Inui Yoshikō (Sapporo) erzählen die dramatische Geschichte der japanischen Moderne — von der Ankunft der «schwarzen Schiffe», die Mitte des 19. Jahrhunderts das Inselreich zu Handel und Austausch mit dem Westen nötigten, bis zur Neuerfindung Japans als Industrienation und militärische Macht, die Anfang des 20. Jahrhunderts dem Westen auf Augenhöhe begegnete.

 

Omoshirogara. 99 Kimonos aus der Sammlung Inui wird kuratiert von Mikami Mariko, Negoro Miwa und Roger M. Buergel, mit wissenschaftlicher Beratung durch Hans Thomsen (Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Zürich). Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein digitales Archiv mit Erklärungen und Kommentaren von Inui Yoshikō. 

Kimono aus der Sammlung Inui, Courtesy Inui Yohikō

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Japan Foundation.


Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ“ und Highlights der Sammlung

Duisburg, 27. Mai 2021 - Am Sonntag, den 30. Mai, 10 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Die interaktive Führung widmet sich der Ausstellung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” und den Highlights der Sammlung. Tickets können über den Onlineshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente.
Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört.

Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.   Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Präsentation in der Glashalle des Lehmbruck Museums zu folgen und die Highlights der Sammlung zu entdecken.

Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen. Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Nevin Aladağ, Resonator Wind, 2019, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken
 

Museumsstart: Playmobil-Ausstellung im Binnenschifffahrtsmuseum

Duisburg, 26. Mai 2021 -  Dank sinkender Infektionszahlen hat das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt wieder geöffnet. Auch die bislang noch nicht zugängliche Sonderausstellung „Hafengeschichte(n) Duisburg – PLAYMOBIL-Sammlung Oliver Schaffer“ kann nun gezeigt werden.   Oliver Schaffer inszeniert mit tausenden Figuren und Einzelteilen atemberaubende Spiel- und Bilderwelten zur Hafengeschichte Duisburg. Die wunderbaren Playmobil-Inszenierungen reichen dabei von der Steinzeit zur Antike und vom Mittelalter bis zur industriellen Revolution ins 20. Jahrhundert.  

Zur Eröffnung gibt es noch bis Sonntag, 30. Mai, ein Gewinnspiel vor Ort für Kinder bis zwölf Jahren. Hier kann man raten (oder zählen), wie viele Schafe in der Playmobil-Ausstellung versteckt sind. Zu gewinnen gibt es natürlich etwas von Playmobil, die Benachrichtigung erfolgt im Juni per E-Mail oder telefonisch.   Ein Besuch im Museum oder auf den Museumsschiffen ist momentan nur mit Zeitfenster-Tickets im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de möglich. Mit dem Kauf der Eintrittskarte in das Museum kann auch die Playmobil-Sonderausstellung besichtigt werden.    

Künstler Oliver Schaffer mit Playmobil-Männchen

 

Lehmbruck Museum voraussichtlich ab Pfingstmontag wieder geöffnet

Duisburg, 21. Mai 2021 - Pfingstmontag endet die Ausstellung „Stephan Balkenhol“ im Lehmbruck Museum. Es ist zu erwarten, dass das Museum am letzten Ausstellungstag für Besucher*innen wieder öffnen darf. Die Museumswebsite www.lehmbruckmuseum.de informiert dazu aktuell! Dort werden auch die Zeitfenstertickets zur Buchung freigeschaltet.  

„Es wäre uns allen eine große Freude, am letzten Tag der so beliebten Ausstellung unsere Besucher*innen noch einmal im Museum begrüßen zu können”, so Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums. Während der Schließung der Ausstellung aufgrund der Corona-Pandemie hatten zahlreiche digitale Angebote, z.B. Online-Führungen, Vorträge und Filme, den Kunstinteressierten verschiedenartige Einblicke ermöglicht. So gerne die digitalen Angebot auch angenommen wurden: Am Pfingstmontag, dem letzten Tag der Werkschau des bedeutenden deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol, können die Besucher*innen auf eine Besichtigung vor Ort hoffen – so wie die erforderlichen Schutzmaßnahmen es zulassen.  

Der Zutritt zum Museum ist nur nach Buchung eines Zeitfenstertickets möglich. Der Nachweis eines negativen Testergebnisses ist nicht erforderlich! Zeitfenstertickets können ausschließlich über den Ticketshop auf der Website des Museums unter www.lehmbruckmuseum.de erworben werden.  

Stephan Balkenhol, Nackter Mann, 2015, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020–2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster  

 

RVR fördert Kulturprojekte im Ruhrgebiet mit 96.000 Euro

Essen/Duisburg, 20. Mai 2021 - (idr) Der Regionalverband Ruhr (RVR) stellt in diesem Jahr erneut 200.000 Euro aus seinem Förderfonds Interkultur zur Verfügung. In der Sitzung am 20. Mai entschied der RVR-Ausschuss für Kultur, Sport und Vielfalt einstimmig über die ersten Anträge und damit über eine Fördersumme von 96.000 Euro. Insgesamt neun Projekte aus der gesamten Metropole Ruhr werden in der aktuellen Runde unterstützt.

13.490 Euro kommen dem "Solidarischen Quartier der Vielen" des Vereins für die solidarische Gesellschaft in Duisburg zugute. Der noch junge Verein wurde von acht Frauen im multi-kulturell geprägten Stadtteil Hochfeld gegründet, um Menschen zu vernetzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Förderung soll für gezielte Fortbildungen sowohl zu inhaltlichen Themen wie Antirassismus als auch zu organisatorischen Fragen wie Buchhaltung genutzt werden.

Mit 9.550 Euro fördert der RVR auch das Roma-Projekt "Willkommen zu Hause" des Vereins Lokal Harmonie aus Duisburg, zu dem u.a. die Erarbeitung eines Theaterstücks zur Roma-Kultur gehört.
Der Förderfonds Interkultur Ruhr unterstützt künstlerische und kulturelle Produktionen im Kontext von Flucht und Migration, die sich für die Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen einsetzen. Er richtet sich an alle Sparten und Bereiche des Kulturschaffens sowie der kulturellen Bildung und der Soziokultur.

Mit einem jährlichen Fördervolumen von 200.000 Euro wurden seit 2016 mehr als 180 interkulturelle Projekte in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets realisiert. Der Förderfonds ist eine gemeinsame Initiative des Regionalverbands Ruhr und des NRW-Kultur-Ministeriums. Die Bewerbungsphase für die zweite Förderrunde läuft noch, Infos unter: www.interkultur.ruhr
Weitere Informationen: http://www.kulturfoerderung.rvr.ruhr 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führungen „Stephan Balkenhol“

Duisburg, 18. Mai 2021 - Am kommenden Wochenende bietet das Lehmbruck Museum gleich zwei Online-Führungen durch die Ausstellung „Stephan Balkenhol” an, die am Pfingstmontag, den 24. Mai, planmäßig endet. Am Freitag, 21. Mai, 15 Uhr, und am Pfingstsonntag, 23. Mai, 11 Uhr, bietet sich erneut und letztmalig die Gelegenheit, an einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Deutschlands teilzunehmen.

Tickets für die Online-Führungen können über den Ticketshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die Online-Führungen ermöglichen es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus die umfassende Werkschau im Duisburger Lehmbruck Museum zu entdecken.

Während der Veranstaltungen ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen. Stephan Balkenhols (*1957) prägnante und unverwechselbare plastische Werke haben ihn weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt gemacht. Mit zahlreichen Arbeiten, die der Öffentlichkeit für gewöhnlich nicht zugänglich sind, spannt sich die Ausstellung von 1990 bis in die Gegenwart.

Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führungen eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führungen anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Stephan Balkenhol, Tanzendes Paar, 2013, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020–2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster

5. Haniel Klassik Open Air soll im Jahr 2022 stattfinden  

Duisburg, 17. Mai 2021 - Nach den fulminanten Erfolgen in den Vorjahren, wollten die Veranstalter auch in diesem September zur Spielzeiteröffnung 2021/2022 zum 5. Haniel Klassik Open Air einladen, das sich seit seiner erfolgreichen Premiere im Sommer 2013 alle zwei Jahre zu einem festen Bestandteil des Duisburger Kulturlebens entwickelt hat.  

Schweren Herzens haben sich die Franz Haniel & Cie. GmbH, die Stadt Duisburg und die Deutsche Oper am Rhein als Veranstaltergremium nun entschlossen, dieses musikalische Highlight in Duisburg aufgrund der unwägbaren Pandemielage auf das Jahr 2022 zu verschieben.  
 
Die Planung dieser Großveranstaltung auf dem König-Heinrich-Platz mit bis zu 7.000 Besucherinnen und Besuchern bedarf eines weiten Vorlaufs zur Organisation der Programminhalte, Infrastruktur, Verkehrsführung und Technik, aber auch eines ausgefeilten Sicherheits- und Hygienekonzeptes. Auch wenn das Veranstaltergremium optimistisch ist, dass sich die Pandemielage bis September entspannen wird, ist es zum jetzigen Tag nicht möglich, seriös in die Veranstaltungsorganisation zu gehen, die auch mit entsprechenden finanziellen Dispositionen verbunden ist.  

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir sind auch dem Duisburger Publikum verpflichtet, ihm einen gefahrlosen und ungetrübten Musikgenuss vor der bewährten Kulisse des Duisburger Stadttheaters bieten zu können. Das wird uns 2022 – dann auch unter der neuen Intendanz der Duisburger Philharmoniker – sicher gelingen und darauf dürfen wir uns, dank des konstanten Engagements der Firma Haniel, schon heute freuen", so Oberbürgermeister Sören Link.  

„Wir bedauern diese Entwicklung sehr, aber um dem Publikum ein unvergessliches Ereignis in unserer Stadt bieten zu können, können wir nicht anders handeln. Wenn wir das Konzert um ein Jahr auf den 2. September 2022 verlegen, so ist es für die beteiligten Künstler, Techniker und Organisatoren eine bessere Planungsbasis mit hoffentlich wieder überschaubaren Rahmenbedingungen. Nur so gelingt ein unbeschwertes Event, das alle Beteiligten in der bisherigen Reihe auch wieder als Erfolg verbuchen wollen“,  so Haniels Direktorin Jutta Stolle.  

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Das Haniel Klassik Open Air-Konzert ist für uns an der Deutschen Oper am Rhein immer ein absoluter Höhepunkt im Spielplan, auf den wir uns gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern sehr freuen. Deshalb ist es natürlich sehr schade, dass wir dieses Konzert um ein Jahr verschieben müssen. Aber umso größer ist natürlich die Vorfreude darauf, dann 2022 wieder vor tausenden von Zuschauern auf dem vollen Opernplatz zu spielen. Der Firma Haniel gilt unser großer Dank dafür, dass sie ihr kulturelles Engagement in Duisburg gerade auch in diesen schwierigen Zeiten fortsetzt - das ist ein wichtiges Zeichen.“

Museen in der Metropole Ruhr feiern digitalen Internationalen Museumstag

Am kommenden Sonntag, 16. Mai, ist Internationaler Museumstag. Unter dem Motto "Museen mit Freude entdecken" wird in diesem Jahr coronabedingt vornehmlich digital gefeiert - auch in der Metropole Ruhr. idr

Das Lehmbruckmuseum in Duisburg lädt ab 14 Uhr zu einem Online-Workshop mit Marta Colombo ein. Unter dem Titel "Poetical Isolation" möchte die Künstlerin zu einer kreativen Erkundung der eigenen vier Wände anregen. Die Teilnahmegebühr beträgt sechs Euro, die Veranstaltung findet via Zoom statt.  Infos und Anmeldung: www.lehmbruckmuseum.de

Im Römermuseum des LWL in Haltern stehen zwei kostenlose Live-Online-Führungen auf dem Programm. Bei der Online-Schnitzeljagd (11 Uhr) geht es für Familien, Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren auf digitale Spurensuche über die Römerbaustelle Aliso. Ab 14 Uhr öffnet die aktuelle Sonderausstellung "Aus der Schatzkammer der Caesaren". Beide Führungen laufen über die Plattform Zoom, die vorherige Anmeldung ist notwendig.
Infos und Anmeldung: https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de

Auch das LWL-Museum für Archäologie bietet eine kostenlose Online-Führung an: Dabei geht es nicht nur in die Herner Dauerausstellung, sondern auch live in die Restaurierungswerkstatt der westfälischen Landesarchäologie nach Münster. Hier stellt das Team über 2.000 Jahre alte Speer- und Lanzenspitzen sowie weitere Funde vom Wilzenberg vor.
Anmeldungen sind ab sofort möglich per Telefon unter: 02323/94628-0 oder per E-Mail an: empfang-archaeologiemuseum@lwl.org

Der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U bietet um 16 Uhr eine Live-Online-Führung via Instagram durch die aktuelle Ausstellung "Stefan Panhans / Andrea Winkler – The Pow(d)er of I Am Klick Klick Klick Klick and a very very bad bad musical!"
https://www.instagram.com/hmkv_de

Das Recklinghäuser Ikonen-Museum veranstaltet ein kleines Quiz und möchte wissen, in welchem Jahr das Museum gegründet wurde. Die richtige Antwort finden Interessierte auf der Webseite des Museums. Lösungen müssen bis spätestens Mittwoch, 19. Mai, per Mail an ikonen@kunst-re.de eingereicht werden. Unter allen Einsenden verlost das Ikonen-Museum zehn Bücher.
Infos: https://www.ikonen-museum.com

Auch Comic-Fans kommen nicht zu kurz: Im Dortmunder schauraum: comic + cartoon ist die aktuelle Ausstellung "Will Eisner. Graphic Novel Godfather" über einen Rundgang in 3D zu erleben - die erste deutsche Retrospektive eines der einflussreichsten Comic-Künstlers des 20. Jahrhunderts.
Infos: https://schauraum.dortmund.de

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Online-Führung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ“

Duisburg, 12. Mai 2021 - Am Freitag, den 14. Mai, 15 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Tickets für die interaktive Führung durch die jüngst eröffnete Ausstellung „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” können über den Ticketshop auf der Museumswebsite erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente. Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere.
Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Aladağ zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann: Ihre Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.

Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Präsentation in der Glashalle des Lehmbruck Museums zu folgen. Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen.
Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Nevin Aladağ, Resonator Wind, 2019, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Internationaler Museumstag: Online-Workshop „Poetical Isolation“

Duisburg, 11. Mai 2021 - Anlässlich des Internationalen Museumstags am Sonntag, 16. Mai, 14 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einem Online-Workshop mit Marta Colombo ein. Unter dem Titel „Poetical Isolation” möchte die Künstlerin zu einer kreativen Erkundung der eigenen vier Wände anregen.
Interessent*innen können im Onlineshop auf der Website des Museums ein Ticket erwerben. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Wie nehme ich mein Zuhause und die Dinge, die mich täglich umgeben, wahr? Dieser Frage spürt die deutsch-italienische Künstlerin Marta Colombo in ihrem Online-Workshop nach und lädt die Teilnehmer*innen dazu ein, ihre Wahrnehmung zu schärfen und das eigene Zuhause aus einer neuen Perspektive und mit künstlerischen Mitteln zu erkunden.

Dabei können sowohl plastische als auch performative Ansätze erprobt werden, die die eigene Wahrnehmung reflektieren und den eigenen Wohnraum zum künstlerischen Thema machen. Der Online-Workshop findet anlässlich des Internationalen Museumstages statt, der in diesem Jahr wieder digital gefeiert wird. Der bundesweite Aktionstag findet in diesem Jahr bereits zum 44. Mal statt.

Erforderlich sind eine E-Mail-Adresse und eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für den Online-Workshop anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.  

Online-Workshop „Poetical Isolation”, Foto: Marta Colombo

 

Lehmbruck Museum: Begleitprogramm „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”

Duisburg, 10. Mai 2021 - Am morgigen Dienstag, den 11. Mai, startet die Videoreihe Jede Woche eine Frage an Nevin Aladağ auf den Social-Media-Kanälen des Lehmbruck Museums. In wöchentlichem Rhythmus wird Aladağ, deren neueste Werke seit vergangenem Donnerstag im Rahmen der Ausstellungsreihe „Sculpture 21st” in der Glashalle des Lehmbruck Museums präsentiert werden, Fragen von Wegbegleiter*innen und Mitarbeiter*innen des Museums beantworten.

Die Videoreihe bietet die Möglichkeit, Nevin Aladağ (besser) kennenzulernen: Wonach sehnt sich die Künstlerin, was braucht sie für ein Arbeitsumfeld oder an welche gesellschaftliche Utopie glaubt sie? Den Auftakt macht am Dienstag Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla. Die kurzen Frage-Antwort-Videos werden jeweils dienstags auf den Social-Media-Kanälen des Lehmbruck Museums veröffentlicht und werden auch auf der Museumswebsite zu sehen sein unter
https://lehmbruckmuseum.de/jede-woche-eine-frage-an-nevin-aladag/.

Nevin Aladağ, die 1972 in Van (Türkei) geboren wurde und von 1993 bis 2000 Bildhauerei bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, entdeckt mit einem feinen Gespür für unsere Sinne das utopische Potential im Alltag.

Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st“ ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann. Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet und damit außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft schafft.


21. August 2021: Performance im Rahmen von Museum Tinguely AHOY! Im August wird die Künstlerin auch persönlich nach Duisburg kommen und sich im Rahmen einer Performance präsentieren. Anlass ist das 25. Jubiläum des Museum Tinguely, das auf Schiffsreise von Paris über Amsterdam und das Rheinland bis nach Basel geht. Vom 19. bis 21. August 2021 legt Museum Tinguely AHOY! in Duisburg an und bietet in enger Kooperation mit dem Lehmbruck Museum drei Tage lang außergewöhnliche Kunsterlebnisse.

Neben der Ausstellung und einer spektakulären Brunnenplastik an Bord erwarten die Besucher*innen Performances von Nevin Aladağ, Keren Cytter und Marie-Caroline Hominal sowie vielfältige Vermittlungsaktivitäten und Workshops. Weitere Infos zu Museum Tinguely AHOY!: https://www.tinguely.ch/de/ahoy.html    

Ausstellungsansicht „Sculpture 21st: Nevin Aladağ”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Sculpture 21st: Nevin Aladağ

Sculpture 21st: Nevin Aladağ
6. Mai bis 5. September 2021 Silent Opening: Donnerstag, 6. Mai, 19 Uhr

Duisburg, 5. Mai 2021 - Die neuesten Skulpturen Nevin Aladağs sind fantastische Musikinstrumente. Sie feiern im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ ihre Deutschlandpremiere. Mit enormem Einfallsreichtum entwirft die deutsche Künstlerin Skulpturen von großer Schönheit, die von Musiker*innen gespielt werden können. Sie lassen bisher ungehörte Klänge ertönen und bringen über geografische und geistige Grenzen hinweg das zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Humorvoll und mit einem feinen Gespür für unsere Sinne entdeckt Aladağ das utopische Potential im Alltag.

 Nevin Aladag, Resonator Wind, 2019 © die Künstlerin und Wentrup, Berlin, Foto Künstlerin

„Beim Arbeiten überlege ich immer: Was wäre, wenn die Dinge wirklich so wären, wie ich sie mir ausmale? Und wäre diese Utopie dann eine denkbare Version eines weiteren Alltags?“, kommentiert Aladağ ihre Arbeitsweise. Für die programmatische Reihe „Sculpture 21st“ ist eine Präsentation entstanden, die zeigt, welche soziale Aufgabe Skulptur heute haben kann.

Aladağs Werkstoffe sind Fragmente aus unterschiedlichen Kulturen, die sie zu einzigartigen ästhetischen Objekten verbindet. Die glänzende Messingkugel „Resonator Wind“ vereint die Mundstücke von Blasinstrumenten wie einer Trompete, Tuba, Querflöte oder einer Panflöte, während bei „Resonator Percussion“ Schlaginstrumente wie Trommeln, Cabasa, Glocken und eine Agogo miteinander kombiniert sind. Jedes Element entstammt aus einem anderen kulturellen oder geografischen Zusammenhang. Arrangiert aus geometrischen Formen, wie Kubus, Kegel, Kugel oder Zylinder verbinden sie westliche und orientalische Elemente miteinander. So übertragen sie visuell und akustisch die Idee einer kulturellen Pluralität.


Nevin Aladağ, Resonator Percussion, 2019 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto Trevor Good

 


Gleichwertig stehen auch die Fragmente in der Werkreihe „Social Fabrics“ nebeneinander. Für diese Serie collagiert Aladağ verschiedene Textilien unterschiedlicher Herkunft und Beschaffenheit: Ob Schurwolle, Seide oder Sisal; ob Handwerk oder Massenware – jedes einzelne Teppichfragment kann als Stellvertreter unterschiedlicher kultureller Identitäten verstanden werden, die auf diese Weise eine komplex vernetzte und vielschichtige „soziale Struktur” bilden.
Durch die Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmung, Rollenzuschreibungen und Selbstentwürfen unterläuft Aladağ Klischees und vorgeprägte Erwartungshaltungen. Sie begegnet ihnen mit einer Mischung aus Traditionsverlust, dem Bewahren kultureller Identität und selbstbewussten Gegenentwürfen der eigenen Identität.

Nevin Aladağ, Social Fabric, Resonator, 2019 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto Trevor Good

Die Ausstellung kann auch vom umgebenden Kantpark aus besichtigt werden. Die Werkinformationen sind außen angebracht. Auch die Videoinstallation ist von außen sichtbar und hörbar.

 Die Künstlerin
Nevin Aladağ wurde 1972 in Van (Türkei) geboren. Sie studierte von 1993 bis 2000 Bildhauerei bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2002 lebt und arbeitet Aladağ in Berlin. Fragen nach Herkunft und Identität sind zentrale Aspekte ihres künstlerischen Schaffens. Als Bildhauerin modelliert sie nicht mit klassischen Materialien, sondern löst Alltägliches aus seinen gewohnten Zusammenhängen und bringt es in neuen Konstellationen wieder zusammen.

Ihre Werke überschreiten dabei formale und funktionelle Einordnungen und bewegen sich ohne theoretische Überfrachtung durch historische, kulturelle und politische Diskurse. Nevin Aladağs Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert, unter anderem in der Hayward Gallery in London (2020), dem Museum of Modern Art in San Francisco (2019/2020), der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main (2019), dem Istanbul Museum of Modern Art (2017), der Kunsthalle Basel (2014/2015) und der Pinakothek der Moderne in München (2012). 2017 nahm Aladağ an der 57. Biennale in Venedig und der documenta 14 in Athen und Kassel teil, wodurch sie einem internationalen Publikum bekannt wurde.

Aladağs Werke sind in international renommierten Sammlungen vertreten, so zum Beispiel im Centre Pompidou, Paris, in der Pinakothek der Moderne, München, der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, Berlin, der Sharjah Art Foundation (SAF), Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate, und der Sammlung der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (TBA21), Wien.

Als Artist in Residence arbeitete die Künstlerin unter anderem in der ZF-Stiftung Kultur in Friedrichshafen (2011), den Künstlerhäusern Worpswede (2008) und im Goethe Institut Tiflis in Georgien. 2017 wurde Nevin Aladağ mit dem Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Skulptur ausgezeichnet. Sie ist zudem Trägerin des GASAG Förderpreises (2007) sowie des George Maciunas Förderpreises (2004). Seit 2020 ist sie Professorin für interdisziplinäres künstlerisches Arbeiten an der HfBK Dresden.


Sculpture 21st
Unter dem Titel „Sculpture 21st” präsentiert das Lehmbruck Museum seit 2014, dem 50. Geburtstag des Museums, bedeutende Positionen zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Einige der wichtigsten Bildhauer*innen der Gegenwart, unter ihnen Tino Sehgal (2014), Antony Gormley (2014), Eija-Liisa Ahtila (2014), Xu Bing (2018) und Julian Opie (2019), präsentieren in der ikonischen Glashalle des Museums ihre Werke und unternehmen damit eine Positionsbestimmung zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Sie alle stellen auf sehr unterschiedliche Weise grundlegende Fragen an das Museum, die Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft.
Die imposante Nordhalle des Lehmbruck Museums mit ihren an drei Seiten großflächig verglasten Scheibenfronten aus über sieben Meter hohen Glasscheiben bildet die architektonische Schnittstelle zwischen Museum und Öffentlichkeit: Wechselnde monographische Inszenierungen mit Werken international bedeutender Künstler*innen laden den musealen Raum der außergewöhnlichen Museumsarchitektur Manfred Lehmbrucks neu auf und kreieren ein Erfahrungsfeld, das sich in der Wahrnehmung der Betracher*innen realisiert und diese physisch einbezieht.

Dr. Sebastian Ritter, Bürgermeister der Stadt Duisburg „Als Bürgermeister der Stadt Duisburg finde ich, es ist ein schönes Sinnbild, dass die Künstlerin Dinge zusammenbringt, die angeblich nicht zusammenpassen, weil sie aus unterschiedlichen historischen, religiösen oder politischen Zusammenhängen kommen. Im übertragenen Sinne passt das sehr gut zu den Menschen hier in Duisburg, zu dem bunten Miteinander in unserer Stadtgesellschaft.”  

Ursula Wißborn, Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West „Die von uns seit 2018 geförderte Ausstellungsreihe Sculpture 21st hat sich zu einer wirklich fruchtbaren Partnerschaft zwischen den Lehmbruck Museum und der Sparda-Stiftung entwickelt, deren Interessen sich in bezeichnender Weise überschneiden. Dies zeigt auch die Ausstellung der Künstlerin Nevin Aladağ, mit der es gelingt, den Blick nicht nur auf die Kunst, sondern auch auf die sozialen und gesellschaftlichen Themen zu lenken.  Deshalb freue ich mich, verkünden zu können, dass wir unser Engagement für Sculpture 21st in den nächsten drei Jahren fortsetzen.”

Bettina Böhm, Executive Director von Outset Germany_Switzerland „Auf wunderschöne Art und Weise erreicht Nevin Aladağ durch ihre Arbeiten etwas, was uns in der schwierigen Zeit, die wir gerade weltumspannend erleben, am meisten fehlt: Nähe, Grenzüberschreitung und Emotionalität. Der Kern der Förderidee von Outset ist unbedingt international. Wir kennen keine Grenzen, und sollten sich welche vor uns auftun, versuchen wir, diese zu überwinden. Deshalb freut es uns ganz besonders, dass durch unsere Förderung mit der Arbeit „Resonator Wind“ ein Werk von Nevin Aladağ in die herausragende Skulpturen- Sammlung des Lehmbruck Museums übergehen soll, das die Idee der Grenzüberschreitung symbolisiert.”  

Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums „In unserer Ausstellungsreihe Sculpture 21st präsentieren wir zeitgenössische Positionen der Bildhauerei, die auf ganz unterschiedliche Weise grundlegende Fragen an die Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft stellen. Auf besonders empathische Weise vereint Nevin Aladağ in ihren Werken Elemente unterschiedlicher Kulturen und schafft damit einzigartige und zugleich außergewöhnlich schöne Sinnbilder für die Pluralität unserer heutigen Gesellschaft.” Die Präsentation von Nevin Aladağ im Rahmen von „Sculpture 21st” wird unterstützt von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und Outset Germany_Switzerland.

 

 

Lehmbruck Museum: Online-Themenführung „Darauf steht die Kunst – Die Bedeutung des Sockels bei Balkenhol und anderen“

 Duisburg, 4. Mai 2021 - Am Freitag, den 7. Mai, 15 Uhr, findet die nächste Online-Führung des Lehmbruck Museums statt. Bei ihrer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Stephan Balkenhol” wird Kunstvermittlerin Friederike Winkler ein besonderes Augenmerk auf die Sockel der ausgestellten Kunstwerke legen. Tickets für die interaktive Führung können über den Ticketshop auf der Website des Museums erworben werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Unter dem Motto „Darauf steht die Kunst” widmet sich Friederike Winkler der Bedeutung des Sockels bei Stephan Balkenhol und anderen Künstler*innen. Balkenhol sägt, haut und schnitzt seine Skulpturen unter großem körperlichem Einsatz aus Holz. Auch die Sockel, auf denen seine Werke fußen, werden von ihm gestaltet – zumeist aus ein und demselben Baumstamm. Auf diese Weise bleiben Figur und Sockel eindrucksvoll miteinander verbunden.

Die Natur, der Umfang des Baumes, gibt dem Künstler dabei den Bewegungsspielraum bzw. das Volumen der entstehenden Figur vor. Die Online-Führung ermöglicht es den Teilnehmer*innen, bequem von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort aus einem Rundgang durch die Ausstellung eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Deutschlands zu folgen. Während der Veranstaltung ist es möglich, sich aktiv einzubringen und Dialoge mit der Kunstvermittlerin zu führen bzw. Fragen zu stellen.

Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Führung eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Interessent*innen werden gebeten, sich per Ticketshop auf der Museumswebsite für die Führung anzumelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 EUR. Den Teilnehmer*innen wird nach Anmeldung der Link für eine Zoom-Videokonferenz zugesandt.

Stephan Balkenhol, Der Denker, 1990, Ausstellungsansicht Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020-2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Dr. Thomas Köster

 

Florian Hacke ist „Das Schwarze Schaf“ 2021

Florian Hacke aus Kiel hat den Niederrheinischen Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ 2021 gewonnen
Gewinner erhält 6.000 Euro Siegprämie
Mehr als 400 Kabarett-Fans verfolgten online das Finale in der Mercatorhalle Duisburg 

Duisburg, 01. Mai 2021 - Der Niederrheinische Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ hat einen neuen Preisträger: Florian Hacke aus Kiel überzeugte im Finale am 1. Mai 2021 die Jury um Schauspielerin und Comedienne Mirja Boes und gewann die hart umkämpfte Auszeichnung. In der Mercatorhalle in Duisburg setzte der gebürtige Hannoveraner Florian Hacke sich gegen vier weitere Finalteilnehmende durch. Das Duo Beier & Hang aus München erreichte den zweiten Platz. Peter Fischer aus Mannheim erhielt die Auszeichnung für den drittbesten Auftritt. Erstmals fand der Finalabend digital statt – über 400 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen das Finale live über die Plattform FeedBeat und sorgten für einen stimmungsvollen Abend.

Jurorin Mirja Boes und Gewinner Florian Hacke | RuhrFutur gGmbH - Fotoo  Sascha Kreklau


„Wir sahen fünf erstklassige Beiträge! Doch nur einer konnte „Das Schwarze Schaf“ 2021 werden. Die Jury hat sich entschieden, Florian Hacke zum Gewinner zu küren. Mit seinem Auftritt konnte er uns und auch das Publikum von den Plätzen reißen“, begründete Jurorin Mirja Boes die Entscheidung. „‚Das Schwarze Schaf‘ im Pandemie-Jahr 2021 hat deutlich gezeigt, wie wichtig Kabarett und Kultur für Künstlerinnen und Künstler sowie das Publikum sind. Mein Fazit: Lieber digitales Publikum als gar kein Publikum“, ergänzte die Schauspielerin. 

Der Sieger des Abends, Florian Hacke, war überwältigt von der Auszeichnung: „Ich freue mich sehr, das aktuelle „Schwarze Schaf“ zu sein! Mein Dank geht an RuhrFutur, die Jury und das tolle Publikum! Ich kann es kaum erwarten, mein Programm bei der Siegertour zu zeigen – bestenfalls dann wieder in vollbesetzten Spielstätten.“

Neben einer Tour durch die traditionellen Vorrundenorte des Wettbewerbs – Emmerich, Krefeld, Moers und Wesel – ist der Gewinn des Preises mit einer Siegprämie von 6.000 Euro und Unterstützung bei Auftritten sowie der Bekanntmachung des Programms verbunden. Die Plätze zwei und drei sind mit 4.000 bzw. 2.000 Euro dotiert.


Der lange Weg zum Titelgewinn

Alle Finalteilnehmenden präsentierten dem zugeschalteten Publikum 15-minütige Auszüge aus ihrem Bühnenprogramm und begeisterten mit vielfältigen und unterhaltsamen Auftritten. Das Spektrum reichte dabei von politischem Kabarett über Poetry-Slam-Einflüsse bis hin zu musikalischen Beiträgen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer honorierten die Leistungen durch tosenden Applaus und lautes Lachen, das sie per Klick auf die Bühne übermittelten.

Als Gewinner aus dem von Hanns Dieter Hüsch (1925–2005) gegründeten Kabarrettwettbewerb „Das Schwarze Schaf“ herauszugehen bedeutet, sich gegen bundesweit über 90 Bewerberinnen und Bewerber durchzusetzen. Danach musste Florian Hacke sich in der Vorrunde gegen elf weitere Nominierte beweisen. Nur wer das Publikum und eine Vorrundenjury von sich überzeugen konnte, war einer der auserwählten fünf Finalistinnen und Finalisten. 

Ursprünglich sollte der Wettbewerb bereits im vergangenen Jahr stattfinden. Pandemiebedingt mussten Vorrunden und Finale verschoben werden und fanden somit in diesem Jahr erstmals in der Geschichte des Niederrheinischen Kabarettpreises online statt. Damit konnten auch Zuschauerinnen und Zuschauer aus anderen Regionen den Wettbewerb live verfolgen. 


Der Wettbewerb

Hanns Dieter Hüsch, der Gründer des Wettbewerbs, bezeichnete sich selbst als das „Schwarze Schaf vom Niederrhein“. Mit seinem scharfen und oft nachdenklichen Humor beeinflusste er Generationen von Kabarettistinnen und Kabarettisten. Er gilt weithin als „Poet unter den Kabarettisten“. Mit dem Wettbewerb „Das Schwarze Schaf“ sollen sein Erbe gepflegt und zugleich Impulse für die Entwicklung des Wortkabaretts gegeben werden. Der Wettstreit findet alle zwei Jahre statt und fördert Nachwuchskünstlerinnen und -künstler des gesellschaftskritischen Kabaretts.

Der 1999 gegründete Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und ist ein Projekt der RuhrFutur gGmbH. Seit 2001 wird der Preis von der Stiftung Mercator gefördert.