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Redaktion Harald Jeschke
  

 47. Duisburger Akzente 2026 | Deutsche Oper am Rhein | Duisburger Philharmoniker  
"Anish Kapoor" - Lehmbruck Museum, 24. April bis 30. August 2026








Musik- und Kunstschule Duisburg: Abschlusskonzert der Ensemblewochen

Duisburg, 28. April 2026 - Die Musik- und Kunstschule Duisburg lädt am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr in die Aula der Gesamtschule Mitte an der Falkstraße 44 in Duissern zum Abschlusskonzert der Ensemblewochen des Fachbereichs Blasinstrumente ein.

Unter dem Motto „Rückenwind“ präsentieren die Ensembles ein abwechslungsreiches Programm aus vier Jahrhunderten, das die stilistische Vielfalt der Bläsermusik eindrucksvoll zur Geltung bringt. Von Werken der Renaissance bis hin zu modernen Kompositionen erwartet das Publikum ein klangvoller Querschnitt durch die Musikgeschichte.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Interessierte Besucherinnen und Besucher werden gebeten, möglichst vorab Plätze zu reservieren. Reservierungen sind per E-Mail an musikschule@stadt-duisburg.de möglich. Weitere Informationen rund um die Musik- und Kunstschule Duisburg sind online unter www.duisburg.de/microsites/musik-und_kunstschule/ abrufbar.

"Anish Kapoor", Lehmbruck Museum, 24. April bis 30. August 2026

 Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland Laufzeit: 24. April bis 30. August 2026

Duisburg, 22. April 2026 - Anish Kapoor (*1954, Mumbai) zählt zu den visionärsten Künstlern unserer Zeit. Mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wird nun sein wegweisendes Lebenswerk gewürdigt, das die Entwicklung der Bildhauerei bis heute prägt. Mit 16 Werken aus fünf Jahrzehnten seiner künstlerischen Praxis zeigt das Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung des Künstlers in Deutschland seit über zehn Jahren.

Anish Kapoor, Foto: Georg Darrell



Anish Kapoor, Double S-Curve, 2019, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 , Foto: Dejan Saric

Innerhalb der Ausstellung treffen Kapoors faszinierende Werke auf die ikonische Architektur des Museumsbaus und schaffen gemeinsam eine unverwechselbare Erfahrung. Das Gebäude wird zum Resonanzraum von Kapoors Ideen: Licht und Schatten, Raum und Material verändern unsere Wahrnehmung und erweitern unsere Vorstellungskraft.

Im Parcours durch die Ausstellung begegnen wir Werken, die wie Schwellen zu anderen Dimensionen sind – geheimnisvoll und von unmittelbarer Präsenz. Mit einem unendlich scheinenden Formenreichtum erforscht Anish Kapoor die Grundbedingungen des Menschseins. Es geht um das Mysterium des Lebens und des Todes, um die widerstreitenden Kräfte, die unser Dasein bestimmen. Im Zentrum steht die Frage: Wie lässt sich das darstellen, was nicht greifbar, nicht sichtbar ist, das, was den Menschen im Kern ausmacht?

„I also have great love and respect for Lehmbruck, for his work and for what it is doing. […] This inward vision defines the deeply melancholic beauty of those works. I strongly share a sense of this melancholy.

Anish Kapoor, Spire, 2014, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto Dejan Saric

Im Verlauf seines künstlerischen Werdegangs hat Anish Kapoor die Bildhauerei maßgeblich verändert. Er hat Materialien an ihre Grenzen geführt und Werke von spektakulären Ausmaßen geschaffen. Seine Skulpturen verlangen ambitionierte technische Meisterleistungen und einen akribischen Blick für Details. Kapoors Werken zu begegnen, ist ein Erlebnis: Beinahe außerirdisch, surreal und überpräsent transformieren die Objekte den Raum und schärfen all unsere Sinne.

In der Ausstellung im Lehmbruck Museum begegnen Besucherinnen und Besucher eindrucksvollen Arbeiten wie Past, Present, Future – einer über 3 Meter hohen, kugelförmigen Arbeit aus tiefrotem Wachs –, einem beinahe 15 Meter langen, spiegelnden Korridor in Form der Double S-Curve sowie den illusionistischen Werken Non-Object Black, deren tiefschwarzes Pigment (Vantablack) den Blick förmlich in sich hineinzieht.

Die Skulpturen Kapoors sind keine rein statischen Objekte, sondern immersive Erfahrungsräume, die uns berühren, erstaunen und verändern. Er schafft es mit seiner Kunst, Komplexität, feine Nuancen und vielfältige Perspektiven zu vereinen und dabei die Fragilität des menschlichen Seins zu thematisieren. Anish Kapoors Werk besticht durch die Versöhnung von vermeintlichen Gegensätzen: außen und innen, dunkel und hell, materiell und immateriell.

Anish Kapoor, G, 1985 und Anish Kapoor, When I am Pregnant, 1992, beide Werke
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto Dejan Saric


Die Ausstellung ist eine seltene Gelegenheit, Kapoors Schaffen in seiner ganzen Tiefe zu erleben. Sie lädt dazu ein, sich intensiven Sinneseindrücken zu öffnen und dem Unsichtbaren zu begegnen. Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis, eine der international renommiertesten Auszeichnungen für Bildhauerei, würdigt den Mut und die Innovationskraft von Anish Kapoor, mit denen er unsere Vorstellungskraft in neue Dimensionen führt.

Anish Kapoor, Mother as a Mountain, 1985 und Anish Kapoor, When I am Pregnant, 1992, beide Werke © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto Dejan Saric

Die Ausstellung wird gefördert von dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Duisburg, duisport – Duisburger Hafen AG, der Sparkasse Duisburg und der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland.

Monopol - Magazin für Kunst und Leben ist der Medienpartner der Ausstellung.
Anish Kapoor
Seit mehr als fünf Jahrzehnten prägt Anish Kapoor die zeitgenössische Kunst mit einer unverwechselbaren Formensprache, die seinen Skulpturen eine universelle Gültigkeit verleiht. 1954 in Mumbai geboren, verließ Kapoor Indien mit 16 Jahren und fand über Israel seinen Weg nach London.
Dort studierte er in den 1970er Jahren am Hornsey College of Art und später am Chelsea College of Arts. In der Folge etablierte er sich als einer der führenden Vertreter der New British Sculpture, die vor allem im Bereich der Skulptur neue Wege beschritt.

Bereits in seinen frühen Werken arbeitete Kapoor mit der psychologischen und mythologischen Kraft der Farbe. Durch den Einsatz loser Pigmente löste Kapoor die Grenzen zwischen klassischer Skulptur und Malerei auf und schuf Werke, die materiell greifbar und zugleich flüchtig wirken.
Seit Ende der 1980er Jahre erweiterte Anish Kapoor seine Materialpalette radikal und begann, das Wechselspiel von Innen und Außen sowie Leere und Fülle in Stein, Edelstahl, Harz oder Wachs zu erforschen. Begriffe wie Void (Leere) oder Non-Object (Nicht-Objekt) beschreiben seither seine Suche nach Formen, die sich einer eindeutigen physischen Verortung entziehen.

Insbesondere seine hochglanzpolierten Spiegelskulpturen sind heute weltweit bekannt: Sie verformen die Umgebung, fordern die Wahrnehmung heraus und heben die Grenzen des physischen Raums auf. Vor allem in den letzten Jahren denkt und arbeitet Kapoor in monumentalen Dimensionen.
Eines der berühmtesten Beispiele hierfür ist Cloud Gate (2004) in Chicago oder die erste aufblasbare Konzerthalle der Welt, Ark Nova (2013). Neben seinem skulpturalen Werk umfasst sein Schaffen ein umfangreiches Œuvre an Zeichnungen und Gouachen, in denen Farbe, Körperlichkeit und Dunkelheit aufeinandertreffen.

Anish Kapoor hat international an bedeutenden Orten ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art und im Jewish Museum in New York, in der Tate Modern in London, im Schloss Versailles, im Palazzo Strozzi in Florenz, sowie im Kaiserlichen Ahnentempel in Peking. Bereits 1990 vertrat er Großbritannien auf der Biennale von Venedig, wo er mit seinen tiefblauen Void-Skulpturen internationale Maßstäbe setzte.

In diesem Jahr rückt sein Schaffen erneut ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit: Zeitgleich mit der Ausstellung im Lehmbruck Museum bespielt er während der 61. Biennale von Venedig den Palazzo Manfrin und präsentiert sein Werk im Serlachius Museum in Mänttä, Finnland, sowie in einer großen Schau in der Londoner Hayward Gallery.

Anish Kapoor wurde 2013 im Rahmen der Queens’s Birthday Honours zum Ritter geschlagen. Für sein wegweisendes Werk erhielt er einige der bedeutendsten Auszeichnungen, unter anderem den Turner Prize, den Praemium Imperiale sowie zuletzt im Jahr 2025 den renommierten Wilhelm-Lehmbruck-Preis.

Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis
Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis ist die international bedeutendsten für Skulptur verliehen werden. Er wird alle fünf Jahre vergeben. Das erste Mal wurde er 1966 anlässlich des 85. Geburtstags Wilhelm Lehmbrucks (1881-1919) verliehen. Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis wird seit 2020 maßgeblich vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert.

Anish Kapoor äußerte sich nach der Vergabe des Preises wie folgt: „Ich fühle mich geehrt, den renommierten Wilhelm-Lehmbruck-Preis für Bildhauerei zu erhalten. Viele geschätzte Kollegen haben diesen Preis vor mir bekommen und ich bin sehr gerührt, neben ihnen zu stehen.“

Nach Janet Cardiff & George Bures Miller (2020), Rebecca Horn (2017), Reiner Ruthenbeck (2006), Nam June Paik (2001), Richard Long (1996), Richard Serra (1991), Joseph Beuys (1986), Claes Oldenburg (1981), Jean Tinguely (1976), Norbert Kricke (1971) und Eduardo Chillida (1966) wurde der Wilhelm-Lehmbruck-Preis 2025 zum zwölften Mal vergeben.

Statements der Förder:innen
Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg:
„Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis ist eine hochverdiente Würdigung von Anish Kapoors künstlerischer Leistung und seiner Gabe, das Publikum ins Staunen zu versetzen. Die Ausstellung ist eines der ambitioniertesten Projekte, das in den letzten Jahren hier im Museum realisiert wurde. Sie zeigt, wie wichtig es ist, die Welt mit einem frischen und unvoreingenommenen Blick zu betrachten.“

Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland und Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland:
„Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis steht in einer für uns alle wichtigen Tradition: Er würdigt herausragende künstlerische Leistungen und steht für die Idee, dass Kunst unser Zusammenleben menschlicher macht.

Der Landschaftsverband Rheinland fördert den Preis und diese herausragende Ausstellung maßgeblich, denn wir sind davon überzeugt, dass Kunst und Kultur unverzichtbar sind für unser gemeinsames Dasein. Skulptur ist mehr als geformtes Material: Sie ist ein Resonanzraum für die menschliche Seele. Sowohl in der Kunst von Wilhelm Lehmbruck als auch bei Anish Kapoor kommt dieser Gedanke auf besondere Art und Weise zum Vorschein.“

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Herzlichen Glückwunsch an Anish Kapoor zum völlig verdienten Wilhelm-Lehmbruck-Preis – eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen für Bildhauerei. Seine Werke spielen mit Raum, Licht und Material und bringen uns dazu, genauer hinzusehen. Sie überraschen, verunsichern manchmal und machen gerade dadurch sichtbar, was sonst leicht übersehen wird.

Darin liegt ihre besondere Stärke. Seine Kunst passt deshalb wunderbar zu Wilhelm Lehmbruck und zu diesem Museum. Deshalb unterstützen wir als Land die Ausstellung sehr gern. Ich freue mich auf die raumgreifenden Installationen und darauf, wie sie Körper, Raum und unser Sehen verbinden.“

Dorothée Coßmann, Vorsitzende der Sparkassen-Kulturstiftung:
„Mit seinen spektakulären Werken lädt Anish Kapoor uns dazu ein, die Grenzen des Sichtbaren neu zu entdecken. Als Förderer ist es uns wichtig, herausragende Kunstereignisse im Rheinland zu unterstützen und für die Menschen vor Ort erlebbar zu machen. Mit dieser besonderen Präsentation rückt das Lehmbruck Museum und unsere Region an die Spitze der internationalen Kunstszene.“

Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport):
„Die Werke von Anish Kapoor beeindrucken durch ihre Präzision und ihre besondere ästhetische Wirkung. Die monumentale Spiegelskulptur Double S-Curve mit einer Länge von mehr als 15 Metern sicher nach Duisburg zu bringen, war auch für uns eine nicht alltägliche Herausforderung. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Expertise, Verantwortung und Zusammenarbeit zusammenkommen.“

Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums:
„Zu ganz unterschiedlichen Zeiten verfolgen Wilhelm Lehmbruck und Anish Kapoor in ihrem Werk ähnliche Ziele: In einer rational organisierten Welt machen sie das Zarte und Prekäre der Seelenwelt des Menschen spürbar. Es ist mir auch deshalb eine sehr große Freude, dass Anish Kapoor von einer internationalen Jury als Preisträger für den Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgewählt wurde.

Die Ausstellung vereint ikonische Skulpturen aus jeder seiner Schaffensphasen. Wir können also beispielhaft verfolgen, wie sich das Werk dieses großen Künstlers entwickelt hat. In unserer einzigartigen Museumsarchitektur findet das Werk von Kapoor einen idealen Resonanzraum: das Andächtige der Architektur findet mit zentralen Aspekten der Werke Kapoors zu einer neuen Einheit zusammen.“

Katalog
"Anish Kapoor", Lehmbruck Museum, Duisburg, Hrsg. von Söke Dinkla, mit Texten von Söke Dinkla, Anne Groh, Anish Kapoor, Ralph Rugoff, Elisabeth Jacobsohn, Stephanie Eul, 200 Seiten, 100 farbige Abbildungen und Ausstellungsaufnahmen, Verlag der Buchhandlung Walther König, 2026, Museumspreis: 29 €, Buchhandelspreis: 38 €

Begleitprogramm
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der Veranstaltungen aus unserem Begleitprogramm. Aktuelle Informationen und Veranstaltungen werden auf der Website des Lehmbruck Museums (www.lehmbruckmuseum.de) veröffentlicht.

Führungen
Das Unsichtbare im Sichtbaren mit Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla

Systematisch und mit visionärer Kraft erforscht Anish Kapoor die Grundbedingungen des Menschseins. Im Zentrum stehen Phasen des Übergangs, Kipppunkte unseres Lebens. Begeben Sie sich mit Dr. Söke Dinkla auf eine Exkursion durch die Ausstellung.
17.7., 17 Uhr

Jenseits der Oberfläche
mit Kuratorin Anne Groh
Anish Kapoors Skulpturen sind keine statischen Objekte – sie sind pulsierende Organismen und Orte des Werdens. Begleiten Sie Anne Groh unter die Oberfläche und erleben Sie, wie schweres Wachs und bodenlose Pigmente das Unsichtbare greifbar machen. Eine Entdeckungsreise in das Innerste der Skulptur – und in unser Selbst.
14.6., 15 Uhr


Das Nichts verstehen
mit Prof. Dr. Markus Gabriel
Gefühlvoll und zugleich unnachgiebig stellt Anish Kapoor Fragen nach Existenz und Abwesenheit. Seine Kunst provoziert eine Grenzerfahrung der menschlichen Wahrnehmung. In seiner Führung bringt der Philosoph Markus Gabriel Licht in Kapoors tiefschwarze Dunkelheit.
16.5., 16 Uhr

Workshops
Kum Nye ImPuls: Achtsamkeit, Yoga und Cello
mit Jürgen Boettcher (Kum Nye) und Anne Krickeberg (Cello)

Kum Nye ist eine sanfte Praxis aus Bewegung, Atmung und Achtsamkeit. Sie umfasst leicht auszuführende Übungen, bewusste Atemführung, Selbstmassage sowie Momente der Stille und einfache Klangmeditationen. Die Session wird von intuitiv gespielter Cellomusik begleitet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
26.4., 14 Uhr

Aktzeichnen
mit Katharina Bodenmüller
Anish Kapoors Skulpturen erinnern oft an überirdische Körper, in denen Mensch und Natur zu einer Einheit verschmelzen. Im Aktzeichnen spüren wir dieser Dynamik nach und machen das Zusammenspiel von Körper und Raum sichtbar. Das Material wird gestellt oder kann mitgebracht werden.
7.6., 12.7., jeweils 14 Uhr

Im Spiegel des Raums
Fotoworkshop mit Krista Wilhelm und Frank Gröner
Ausgehend von den Kunstwerken Anish Kapoors erkunden wir durch die Kameralinse die Grenzen von Sichtbarkeit und Wirklichkeit. Zwischen Irritation und bewusster Wahrnehmung entstehen ungewöhnliche Perspektiven, Spiegelbilder und abstrakte Bildwelten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine eigene Kamera oder ein Smartphone müssen mitgebracht werden.
28.6., 14 Uhr

Events
Deine City – Dein Museum
Das innovative Bildungsprojekt »Deine City – Dein Museum« eröffnet Bürgerinnen und Bürgern ausgewählter Duisburger Stadtteile kostenlosen Zugang zu Kunst und Kultur. Bands, familienfreundliche Führungen und Workshops sowie lokale Kulturschaffende machen das Museum an diesem Abend zu einem Ort, der die Perspektiven und Stimmen des Stadtteils widerspiegelt. Für Snacks und Getränke wird gesorgt. Kaßlerfeld und Neuenkamp, 8.5., und Marxloh, 3.7., jeweils 18-21 Uhr

White Dinner
Im Werk von Anish Kapoor ist Weiß mehr als eine Farbe – es ist ein Ausdruck von Leere, unendlichem Potenzial und immaterieller Präsenz. Mit einem »White Dinner« feiern wir die Ausstellung gemeinsam an einem Sommerabend. Auf dem Skulpturenhof laden weiß gedeckte Tafeln und Bänke zum Essen und Ver - weilen ein. Jeder bringt sein eigenes Essen mit. Der Dresscode: Ganz in Weiß!
24.7., 19 Uhr


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Nachfolge gesucht: Schauspiel-Intendant Michael Steindl verlässt Theater Duisburg

Duisburg, 20. April 2026 - Er hat das Theater Duisburg maßgeblich geprägt: Zum Ende der Spielzeit 2026/27 wird Schauspiel-Intendant Michael Steindl auf eigenen Wunsch nach mehr als zwei Jahrzehnten seine Tätigkeit beenden. Die Suche nach einer Nachfolge läuft.

Steindl ist seit 2004 für das Sprechtheater-Angebot am Haus verantwortlich und hat dieses mit seiner starken Expertise inhaltlich sowie strukturell erfolgreich zu dem gemacht, was es ist. Ausschlaggebend war hierbei die frühe Gründung von „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“: Mit diesem Angebot setzte er schon Anfang der Jahrtausendwende einen wichtigen Impuls für die kulturelle Teilhabe junger Menschen und für die nachhaltige Nachwuchsarbeit im Stadttheater.

Schauspiel-Intendant Michael Steindl verlässt zum Ende der Spielzeit 2026/2027 das Theater Duisburg

„Mir ist es gelungen, den bis dahin bestehenden Gastspielbetrieb zu einer echten Sparte mit einem eigenen Programm und Profil zu entwickeln“, ordnet Steindl ein.
Der Erfolg fußt maßgeblich auf hohem persönlichem Engagement: „Das hat Spuren hinterlassen. In der gegenwärtigen Form ist meine Geschichte am Theater Duisburg auserzählt“, erklärt er. „Deshalb habe ich beschlossen, mein Amt als Schauspiel-Intendant im Juli 2027 niederzulegen.“


Kulturdezernentin Linda Wagner bedauert die Entscheidung und würdigt Steindls langjähriges Engagement: „Michael Steindl hat das Schauspiel im Theater Duisburg mit großer Leidenschaft, viel Ausdauer und künstlerischer Überzeugungskraft geprägt. Für diese herausragende Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz gilt ihm unser großer Dank.“

Um einen möglichst reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird die Position der Schauspiel-Intendanz bereits jetzt ausgeschrieben. „Ziel ist es, ausreichend Zeit für eine sorgfältige Auswahl der Nachfolge und eine geordnete Übergabe der Aufgaben zu schaffen“, berichtet Theater- Verwaltungsleiterin Antonina Silberkuhl:

„Mit der frühzeitigen Ausschreibung wollen wir den kontinuierlichen Erfolg unseres Hauses sichern. Wir sind offen für neue Impulse und Wege. Gleichzeitig eröffnet eine zügige Einstellung die Chance einer intensiven Einarbeitung durch Michael Steindl.“

Steindl wird seine Tätigkeit bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027 weiterhin in vollem Umfang wahrnehmen und die laufenden künstlerischen Projekte verantworten. Bis dahin bleibt er eine zentrale prägende Stimme am Theater Duisburg.


7. Haniel Klassik Open Air

Das große Musikfest am 11. September 2026 - Opernplatz in Duisburg
Duisburg, 17. April 2026 -Am Freitag, 11. September 2026, trifft man sich auf dem Duisburger Opernplatz – vor der imposanten Kulisse des Theaters – wieder zu einem der beliebtesten Open Air-Events der Stadt: Das traditionsreiche Familienunternehmen Haniel, die Deutsche Oper am Rhein, die Duisburger Philharmoniker und die Duisburger Kulturbetriebe laden zum 7. Haniel Klassik Open Air ein und feiern mit dem Duisburger Publikum umsonst und draußen den Start in die neue Opern- und Konzertsaison.

Foto Sascha Kreklau

Um 19.30 Uhr geht es los: Erstklassige Solist*innen und der Chor der Deutschen Oper am Rhein gestalten zusammen mit den Duisburger Philharmonikern einen stimmungsvollen Klassik-Abend und machen Lust auf das vielseitige Programm der Spielzeit 2026/27.

Foto Volker Wiciok

Stefan Blunier übernimmt die musikalische Leitung und stellt sich als neuer Generalmusik­direktor des Orchesters vor. Als Special Guest schafft Koray Berat Sari mit seiner Komposi­tion für das Projekt Marxloh Music Circus einen Konzertmoment, in dem die bunte und lebendige Vielseitig­keit der Stadt und ihrer Musik aufscheint. Der Musiker und Entertainer Götz Alsmann führt mit bewährter Nonchalance durch das Programm – der Eintritt ist frei.

Foto Susanne Diesner

Oberbürgermeister Sören Link: „Das Haniel Klassik Open Air ist ein Magnet für unsere Stadtgesellschaft: Wenn viele Menschen an einem Spätsommerabend auf dem König-Heinrich-Platz die brillanten Darbietungen der Deutsche Oper am Rhein und der Duisburger Philharmoniker genießen, entsteht immer eine besondere Atmosphäre. Mein Dank gilt allen Beteiligten und der Firma Haniel für ihre Unterstützung.“

Julia Heitmann, Head of Communications bei Haniel, sagt: „Wir freuen uns, mit dem mittlerweile 7. Haniel Klassik Open Air den Duisburgerinnen und Duisburgern auch in diesem Jahr wieder einen musikalischen Abend der Extraklasse zu bescheren. Mit diesem Engagement wollen wir dazu beitragen, dass Duisburg eine lebenswerte Stadt mit vielfältigen kulturellen Angeboten bleibt – denn hier haben wir seit 270 Jahren unsere Heimat.“

Marwin Wendt, der die Künstlerische Leitung der Deutschen Oper am Rhein innehat, freut sich darauf, das Publikum am 11. September zur neuen Musiktheater-Saison zu begrüßen: „Wir werden mit dem großen Haniel Klassik Open Air die Spielzeit zum 70‑jährigen Jubiläum der Theaterehe der Deutschen Oper am Rhein eröffnen. Mit Highlights aus dem Opernrepertoire wollen wir wieder ein musikalisches Feuerwerk zünden, um die Duisburgerinnen und Duisburger auf dem Opernplatz mit wunder­baren Melodien zu verzaubern und zu begeistern.“

Duisburgs Kulturdezernentin Linda Wagner sagt: „Mich freut besonders, dass mit der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern zwei zentrale Akteure des Kulturlebens unserer Stadt an dieser prominenten Stelle im Zusammenspiel zu erleben sind. Hier zeigt sich ein weiteres Mal die Strahlkraft der Kulturstadt Duisburg.“

„Das Haniel Klassik Open Air zeigt, wie lebendig und wandlungsfähig klassische Musik heute ist. In der Zusammenarbeit der Deutschen Oper am Rhein und der Duisburger Philharmoniker schafft es Raum für Begegnung, für neue Perspektiven und für besondere künstlerische Momente“, ergänzt Nils Szczepanski, Intendant der Duisburger Philharmoniker.

„Es wird das erste Konzert sein, das unser neuer Generalmusikdirektor Stefan Blunier zu seinem Amtsantritt in Duisburg dirigieren wird. Mit der Aufführung des neuen Orchesterwerks von unserem community music artist Koray Berat Sari mit der niederländisch-türkischen Sängerin Karsu Dönmez unterstreichen wir unser Selbstverständnis als offenes, vielfältiges Orchester.“

Aktuelle Ausstellungen im Museum DKM

Duisburg, 14. April 2026 - Im goldenen Schein
Japanische Tradition trifft westliche Moderne 01.03.2026 – 30.09.2026
Künstler Andreas Maier/ Sven Drühl/ Yuji Takeoka

© Stiftung DKM  

Andrè Schweers Flüstern der Landschaft 14.03.2026 – 31.10.2026  
Huang Min Im Fluss der Formen 21.03.2026 – 04.10.2026  

Ausstellungshinweise  
Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen 27.01.2026 – 05.07.2026 Itamar Gov The rinoceros in the room Oder: Ein Märchen von Banalität und Bösem

Ein überlebensgroßes Rhinozeros stellt sich dir in den Weg, nimmt dir die Sicht, zwingt dich innezuhalten im mittelalterlichen Kirchenraum. Dieses friedliche Wesen wirkt plötzlich überwältigend, fast bedrohlich, während es den Raum vollständig einnimmt. Begleitet wird es von einer vielstimmigen Klangkomposition, die sich wie ein Echo im Inneren ausbreitet und nachhallt.  

Photo: SDKM    

Neue Nationalgalerie Berlin 20.03.2026 – 09.08.2026
Brancusi In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutschland.  

Galerie Bastian Berlin 07.03.2026 – 25.04.2026
Ulrich Erben Jahre. Jahre und Tage

Die Ausstellung Jahre. Jahre und Tage von Ulrich Erben in der Galerie Bastian zeigt neue Werke des Künstlers aus dem Jahr 2025, in denen er sich von strenger Geometrie hin zu freieren, lichtdurchdrungenen Farbtopographien entwickelt. Ausgangspunkt seines Schaffens waren die nahezu monochromen „weißen Bilder“ der späten 1960er Jahre, geprägt von Licht, Schatten und poetischer Wahrnehmung.

Besuchszeiten
Mittwoch, 15.04.2026
Mittwoch, 22.04.2026
Mittwoch, 29.04.2026
Samstag, 25.04.2026
Sonntag, 26.04.2026,
(Direktorenführung, 15:00)
Tickets: https://museumdkm.de/booking


Öffentliche Sonntagsführung “Wilhelm Lehmbruck – Leben und Werk”

Duisburg, 14. April 2026 - Der gebürtige Meidericher Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Klassischen Moderne. Sein Oeuvre ist das Herzstück des 1964 eröffneten Lehmbruck Museums in der Duisburger Innenstadt. Die öffentliche Führung am Sonntag, 19. April, um 11.30 Uhr lässt seine Lebensstationen an seinen wichtigsten Werken Revue passieren.  

Wilhelm Lehmbrucks künstlerischer Werdegang beginnt 1895 mit dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, dem sich ein Studium der Bildhauerei an der hiesigen Kunstakademie anschließt. In der Kunstmetropole Paris erlebt er seinen internationalen Durchbruch.

Sein weiterer Weg führt ihn nach Zürich und Berlin, wo sein unstetes Leben schließlich ein schicksalhaftes Ende nimmt. Sein Sohn Manfred Lehmbruck hat ihm als Architekt mit dem Bau des Lehmbruck Museums ein viel beachtetes bauliches Denkmal gesetzt.  

Teilnahmegebühr: 2 € (zuzüglich zum Eintrittsgeld: 9 €/erm. 5 €)  
Interessierten Besucher*innen wird empfohlen, ein Ticket für die Teilnahme an der öffentlichen Sonntagsführung im 
Ticketshop zu erwerben. Alternativ kann eine Anmeldung telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de erfolgen.

Wilhelm und Anita Lehmbruck, 1908, Fotograf unbekannt  


Öffentliche Sonntagsführung “Traum und Wirklichkeit

Schlüsselwerke des Surrealismus
Duisburg, 8. April 2026 - Wenige Kunstbewegungen faszinieren das Publikum dauerhaft so ungebrochen wie der Surrealismus. Um beispielhafte Werke von Künstlern wie Max Ernst, Salvador Dalí und René Magritte geht es bei der öffentlichen Sonntagsführung im Lehmbruck Museum am 12. April um 11.30 Uhr.

Erklärtes Ziel der Surrealisten war es, die Grenzen zwischen den verschiedenen Ebenen von Traum und Wirklichkeit zu einer "Überwirklichkeit" verschmelzen zu lassen und so das menschliche Bewusstsein zu erweitern. In der Dauerausstellung des Lehmbruck Museums ist den Surrealisten ein eigener Raum gewidmet, der einen faszinierenden Einblick in die verschiedenen Spielarten dieser Kunstrichtung eröffnet.

Teilnahmegebühr: 2 € (zuzüglich zum Eintrittsgeld: 6 €/erm. 4 €)
Interessierten Besucher*innen wird empfohlen, ein Ticket für die Teilnahme an der öffentlichen Sonntagsführung im Ticketshop zu erwerben. Alternativ kann eine Anmeldung telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de erfolgen.

Salvador Dalí, Dante-Kopf, 1964, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Fabian Strauch

Bewerbungsfrist für Fakir-Baykurt-Kulturpreis läuft

Duisburg, 1. April 2026 - Die Stadt Duisburg setzt auch in diesem Jahr mit der Ausschreibung des Fakir-Baykurt-Kulturpreis ein starkes Zeichen für interkulturellen Dialog, künstlerische Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gesucht werden Einzelkünstlerinnen und -künstler, freie Gruppen, Initiativen, Vereine oder Verbände, die sich in den Bereichen Bildende Kunst, Film/Video, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz oder Theater engagieren.

Auch soziokulturelle und multikulturelle Projekte haben die Chance auf die begehrte Auszeichnung. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro wird von der Sparkasse Duisburg gestiftet. Alle Duisburgerinnen und Duisburger sind eingeladen, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich vorzuschlagen. Voraussetzung ist, dass die Nominierten in Duisburg wohnen oder arbeiten.

Über die Vergabe entscheidet ein eigens berufenes Gremium. Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen. Erforderlich ist eine detaillierte Darstellung der kulturellen Leistung (max. eine DIN-A4-Seite, Angaben zu Inhalt, Zielsetzung und möglichen Kooperationen). Neben Name und Adresse gehört ein Lebenslauf der vorgeschlagenen Person/Gruppe in die Bewerbungsmappe. Sie wird mit einer Begründung der Preiswürdigkeit abgerundet.

Die Verleihung des Fakir-Baykurt-Kulturpreises erfolgt im Rathaus der Stadt Duisburg. Weitere Informationen sowie ein Formular zur Einreichung der Vorschläge gibt es im Internet auf www.duisburg.de (Stichwort: „Fakir-Baykurt-Kulturpreis“). Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. Juni 2026 postalisch zu richten an die Stadt Duisburg, Kulturbetriebe, Kulturbüro, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg.

Für Rückfragen steht Claudia Bohndorf telefonisch unter 0203 283- 62269 oder per E-Mail an c.bohndorf@stadt-duisburg.de zur Verfügung. Der zum siebten Mal ausgeschriebene und im zweijährigen Rhythmus verliehene Preis erinnert an den 1999 in Homberg verstorbenen Schriftsteller Fakir Baykurt und würdigt Kulturschaffende, die das positive Miteinander der Nationen in Duisburg aktiv und kreativ mitgestalten.

Der Verein Mabilda aus Obermarxloh erhält den Fakir Baykurt-Kulturpreis der Stadt Duisburg. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg