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Bläser-Balladen: Mitglieder der Duisburger Philharmoniker spielen im Lehmbruck Museum

Duisburg, 16. Januar 2020 - Facettenreiche musikalische Kleinodien reiht ein Konzert mit dem Titel Bläser-Balladen aneinander, das am So. 26. Januar (19 Uhr) im Lehmbruck Museum zu erleben ist.
Die Flötistin Franca Cornils und der Fagottist Carl-Sönje Montag, beide Mitglieder der Duisburger Philharmoniker, schließen sich dafür mit dem Pianisten und Dirigenten Volker Krafft zusammen, der an der Hamburgischen Staatsoper tätig ist. Heiter und geistreich fließt Gaetano Donizettis Trio für Flöte, Fagott und Klavier dahin, mit dem die Musiker den Abend eröffnen.

Einen farbenreichen, zuweilen von Trauer umflorten Kontrapunkt setzt danach das Stück Sarabande et cortege für Fagott und Klavier aus der Feder von Henri Dutilleux: Das Wort cortege kann eine Prozession meinen, aber auch einen Trauerzug bezeichnen.
Zentrales Werk des Abends mit rund 26 Minuten Länge ist das Trio für Klavier, Flöte und Fagott G-Dur WoO 37, das aus den frühen Bonner Jahren von Ludwig van Beethoven stammt. Wahrscheinlich wurde der Komponist von den Bläsern der Bonner Hofkapelle zu dieser glanzvollen konzertierenden Sonate inspiriert.
Faszinierend vielgestaltig, ja stellenweise regelrecht unterhaltsam klingt im Anschluss das Trio für Flöte, Fagott und Klavier op. 81 des 1911 in Amsterdam geborenen Holländers Jan Koetsier, der manchem womöglich eher als Dirigent bekannt ist. Danach spielen Franca Cornils und Volker Krafft die Ballade für Flöte und Klavier des Schweizers Frank Martin, die einem expressiven Gesang mit einigen virtuosen Höhepunkten gleicht. Den Schlusspunkt setzen die Künstler mit einem Trio für Flöte, Fagott und Klavier von Pietro Morlacchi/Antonio Torriani.

Karten für das Konzert gibt es unter Tel. 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburgerphilharmoniker.de

- „Jack und die Bohnenranke“ - Familienkonzert mit KIKa-Moderator
-Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee

„Jack und die Bohnenranke“: KIKA-Moderator Juri Tetzlaff ist im Familienkonzert der Reihe klasse.klassik junior Sprecher eines spannenden Orchestermärchens

Duisburg, 16. Januar 2020 - Ein eindrucksvolles Bühnenbild haben Schülerinnen und Schüler der Alfred-Adler-Schule Duisburg für das Orchestermärchen Jack und die Bohnenranke geschaffen, das nach der erfolgreichen Uraufführung im Jahr 2012 jetzt ins Theater Duisburg zurückkehrt. Das für den Medienpreis LEOPOLD in 2015 nominierte Stück des Komponisten Andreas N. Tarkmann ist am Mi. 22. Januar (18 Uhr) und Do. 23. Januar (10 Uhr) im Großen Saal zu erleben.

„Es war uns ein Herzenswunsch, die Abenteuer von Jack noch einmal musikalisch zu erzählen. Die Schülerinnen und Schüler haben dafür in einer Projektwoche tolle, große Bühnenelemente gebaut“, freut sich Annette Keuchel, Koordinatorin für Konzertpädagogik der Duisburger Philharmoniker.

Das 60-minütige Familienkonzert im Rahmen der Reihe „klasse.klassik junior“ richtet sich an alle ab sechs Jahren. Es erzählt von dem Jungen Jack, der von seiner Mutter zum Markt geschickt wird, um eine Kuh zu verkaufen – den letzten Besitz der Familie. Unterwegs aber tauscht Jack die Kuh gegen fünf Zauberbohnen ein, die ein Fremder ihm anbietet. Erzürnt schickt die Mutter ihren Sohn ohne Essen ins Bett und wirft die Bohnen aus dem Fenster. Über Nacht erwächst eine wundersame Ranke, die Jack den Weg in ein Reich voller Abenteuer weist.

Andreas N. Tarkmann komponierte sein phantasievolles Orchestermärchen im Auftrag der Duisburger Philharmoniker, die hier unter der Leitung von Francesco Savignano spielen. Savignano hatte schon die Premiere und auch die CD-Aufnahme geleitet.
Als Erzähler konnte der aus dem Fernsehen bekannte Juri Tetzlaff - Foto Copyright Ulrich Hartmann - gewonnen werden, Gründungsmoderator des Kinderkanals KIKA. Für die Textfassung verantwortlich ist der Autor und Regisseur Jörg Schade, der bereits mehrfach mit dem Komponisten zusammengearbeitet hat.

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Blick hinter die Kulissen“ mit Dr. Susanne Karow
Am Dienstag, den 21. Januar, 15 Uhr, gewährt Dr. Susanne Karow in der Reihe Kunst & Kaffee einen „Blick hinter die Kulissen“ des Lehmbruck Museums. Interessierte Besucher*innen können dabei die Aufgaben eines Kunstmuseums und die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche im Museumsbetrieb kennenlernen.
Anschließend sind alle Teilnehmer*innen zum Kaffee- und Kuchengenuss eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
Das Museumswesen bietet eine enorme Vielfalt an Berufsfeldern: Was macht ein Kurator? Was passiert in der Restaurierungswerkstatt und wieso gibt es im Museum eine eigene Schreinerei? Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow gewährt seltene Einblicke in den Arbeitsalltag eines Museums und gibt Antworten auf diese und andere Fragen.  
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an info@lehmbruckmuseum.de.    

Blick in den Neubau des Lehmbruck Museums, Foto: Dejan Saric  


- Lehmbruck Museum: Jugend trifft Kunst
- CITY ATELIER: Holzschnittverfahren

Lehmbruck Museum: Jugend trifft Kunst
Duisburg, 14. Januar 2020 - Zum Auftakt am Sonntag, 19. Januar, lautet das Motto „Stop-Motion-Film und Daumenkino – Wir bringen Bewegung ins Spiel!“ Unter Anleitung von Katharina Nitz können Jugendliche die Animationstechnik des Stop-Motion-Films selbst erproben und mithilfe einer App auf ihrem Smartphone unterschiedlichste Gegenstände – Foto für Foto – in Bewegung versetzen.
Die App kann über das kostenlose WLAN im Museum heruntergeladen werden, Steckdosen sind ebenfalls vorhanden. Wer lieber analog kreativ werden möchte, kann ein eigenes Daumenkino gestalten und dabei Klebepunkte springen lassen oder eigene Zeichnungen animieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.  

Jugend trifft Kunst, Stop-Motion-Film, Foto: Katharina Nitz

CITY ATELIER: Holzschnittverfahren
Im CITY ATELIER können interessierte Besucher*innen am Sonntag, den 19. Januar, von 14 bis 17 Uhr, ein für den Expressionismus typisches Druckverfahren kennenlernen: Passend zur aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ widmet sich Friederike Winkler-Rufenach in dieser Woche dem Holzschnittverfahren. Besucher*innen dürfen sich „Grobe Schnitzer“ leisten, denn der eigenen Spontaneität setzt das Holz seine Sperrigkeit entgegen.

Das CITY ATELIER ist der Ort im Lehmbruck Museum, um Kunst selbst zu machen. Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen sowie verschiedene Materialien und Techniken kennenzulernen. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale.
Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Das CITY ATELIER, Karl Schmidt-Rottluff, Melancholie, 1914 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Jürgen Diemer


- Künstlergespräch "Ein ganzes Leben für die Kunst - Erwin Wortelkamp"
- Prof. Dr. Christoph Brockhaus im Museum DKM
- MKM Poetry Time - Kunst trifft Außenpolitik

Duisburg, 13. Januar 2020 - Am Samstag, den 18. Januar 2020, führen Professor Dr. Christoph Brockhaus und Erwin Wortelkamp in den Räumen der aktuellen Ausstellung ein gemeinsames Gespräch über Ausstellungskonzeption und Auswahl der Skulpturen und Papierarbeiten aus mehr als 45 Jahren künstlerischer Arbeit.  
Christoph Brockhaus – langjähriger Direktor des Lehmbruck Museums Duisburg – hat dem Künstler bereits 2001 eine großangelegte Ausstellung in den Räumen des Museums und übergreifend im Stadtraum bis in den Garten der Erinnerungen ausgerichtet. Die damalige Galerie DKM war Endpunkt der Ausstellung und zeigte in der Fenstergalerie im Innenhafen eine große ortsbezogene Arbeit mit dem Titel "Skulptur – Architektur", die nun nach nahezu 20 Jahren und Zwischenstationen in Kaiserslautern und Magdeburg in den ersten Raum der Ausstellung zurückgekehrt ist.

Bereits zur Ausstellungseröffnung hat Professor Brockhaus in einem grundsätzlichen Grußwort seine intensive Verbindung und Beschäftigung mit dem Werk Wortelkamps ins Spiel gebracht, um nun im wechselseitigen Gespräch mit dem Künstler das zentrale Thema von Mensch, Natur und Architektur, die mit dem Raum "Orangen für Hans von Marées" verbundenen Werke und künstlerischen Gestaltungsprozesse zu erörtern.  

Nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung durch einen der beiden Museumsgründer, Dirk Krämer und Klaus Maas, können die Besucher in einem etwa einstündigen Zwiegespräch zwischen Christoph Brockhaus und Erwin Wortelkamp den Entwicklungslinien eines großartigen Lebenswerks an beeindruckenden Beispielen in den sechs Räumen der Ausstellung folgen.
Abschließend wird auch der größte private Skulpturenpark Deutschlands, die von Erwin und Ulla Wortelkamp gegründete private Stiftung "Im Tal" in Hasselbach / Westerwald mit über 50 ortsgebundenen Arbeiten von ebenso vielen Künstlern auf 110.000 qm ehemaliger landwirtschaftlicher Flächen und Waldstücken angesprochen.  
Das Künstlergespräch findet in der Zeit von 15 – 16 Uhr statt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 12 € | ermäßigt 6 €. Wir bitten um eine Anmeldung unter mail@museum-dkm.de oder +49.203.93555470.  


BZ im Januar 2010: Direktorenwechsel am 1. Februar 2010

Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur steht im neuen Jahr vor einem Direktorenwechsel: Prof. Dr. Christoph Brockhaus, der seit 1985 als Direktor dem renommierten Skulpturenmuseum vorsteht, gibt die Leitung zum 1. Februar 2010 an Prof. Raimund Stecker ab.

Seit 1985 ist Christoph Brockhaus dem Duisburger Wilhelm Lehmbruck Museum verpflichtet, dessen Leitung er nun nach 25 Jahren abgibt.
Ein lebendiges Bild von der Qualität und Vielfalt moderner und zeitgenössischer, gelegentlich auch alter Skulptur, im Lehmbruck Museum zu vermitteln, liegt ihm seitdem am Herzen. Ziel war es stets, aus den seit 1964 angelegten Ansätzen eines Museums moderner Skulptur eine Institution von europäischem Rang zu entwickeln und das Museum – und damit auch Duisburg – mit der modernen Skulptur in der Welt zu verankern.
Jenseits der Kernsammlung engagierte sich Brockhaus unermüdlich stets auch für die Kunst im öffentlichen Raum, für architektonische wie städtebaulichen Perspektiven, kulturelle Vielfalt in den Sparten Musik, Performance und Tanz sowie den sehr frühen Aufbau einer museumspädagogischen Abteilung.
Brockhaus (geb. 1944 in Lübeck) ist Wahl-Duisburger, seit er am 1. Januar 1985 die Nachfolge von Dr. Siegfried Salzmann im Lehmbruck Museum antrat.
Der Kunsthistoriker, der über das zeichnerische Frühwerk von Alfred Kubin promovierte, war zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein und wechselte 1979 nach Köln in die Leitung der Grafik- und Fotosammlung des Museums Ludwig, wo er bis 1984 u.a. auch als Sonderbeauftragter für den Neubau von Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig in Köln verantwortlich zeichnete.
Sammlung Internationaler Skulptur der Moderne Die Sammlung des Lehmbruck Museums konnte in den vergangenen zwei Jahrzehnten qualitativ ausgebaut, quantitativ verdreifacht werden und wurde ständig neu akzentuiert in Sammlungspräsentationen und integriert in Wechselausstellungen präsentiert.
Neben dem Erwerb zahlreicher Werkgruppen ebenso wie Hauptwerken der internationalen Skulptur der Moderne kann der Aufbau der Fotosammlung mit dem Schwerpunkt der Bildhauerfotografie als besonders innovativ herausgestellt werden.

Nach vierjährigen Verhandlungen gelang Brockhaus zu Beginn des Jahres 2008 schließlich ein Meilenstein für die Sammlung des Lehmbruck Museums: Der gesamte Lehmbruck-Nachlass – bestehend aus 1141 Werken des in Duisburg geborenen Bildhauers – konnte, finanziert durch ein einzigartiges Public-Private-Partnership-Modell, von der Erbengemeinschaft Lehmbruck, die Seite 3/5. Januar 2010 bislang die Werke als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt hatten, übernommen werden.

Die seit langem angestrebte Sicherung des umfassenden Lebenswerkes von Wilhelm Lehmbruck kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und ermöglicht auch in Zukunft die Präsentation von Hauptwerken Lehmbrucks im Duisburger Haus wie in internationalen Ausstellungen.


MKM Poetry Time - Kunst trifft Außenpolitik

Am Samstag, 18. Januar um 15 Uhr laden wir Besucherinnen und Besucher herzlich ein, erste oder weitere Schreiberfahrung zu sammeln. Lyriker Bastian Schneider ist erstmals im MKM zu Gast – sein Lyrik-Workshop für Jugendliche und Erwachsene auch. Er beginnt mit einem gemeinsamen Gang durch die aktuelle Ausstellung „Farbe absolut. Katharina Grosse x Gotthard Graubner“.

Den Werken beider Künstler ist eines gemein: die existenzielle Kraft der Farbe.
Im Workshop dient diese als Inspiration für kreative Schreibaufgaben. Willkommen sind Teilnehmer*innen mit und ohne Schreiberfahrung! Die einzige Bedingung ist die Freude am Schreiben.  
20 EUR inkl. Eintritt ins MKM | Max. 15 Teilnehmer*innen| Anmeldung unter: T 0203 / 30 19 48 11 (Mi- So) oder office@museum-kueppersmuehle.de    
Außerdem findet am Mittwoch, 22. Januar 2020, um 18:30 Uhr eine weitere Ausgabe unserer Reihe Kunst trifft.. statt. In der Ausstellung "Farbe Absolut" von Katharina Grosse und Gotthard Graubner empfängt MKM-Direktor Walter Smerling den Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, und die beiden Fotokünstler Katharina Sieverding und Andreas Mühe zum Gespräch. Unter dem Titel Kunst trifft Außenpolitik beschäftigen sich die Gesprächsteilnehmer*innen mit Fragen wie „Was bedeutet Kulturpolitik für ein Land wie Deutschland in einer globalisierten Welt, in der zugleich Nationalismen erstarken?“
„Was haben Billardkugeln mit kulturellem Austausch gemeinsam?“ „Wie kann der Zugang zu Kunst und Bildung verbessert werden?“ „Wie sieht die Zukunft der internationalen Museumskooperation aus?“.  
10 EUR inkl. Eintritt ins MKM. Bitte beachten Sie, dass ein Besuch der Ausstellungsräume nur vor Veranstaltungsbeginn möglich ist. Ermäßigter Preis für Studierende: 5 EUR inkl. Eintritt ins MKM. Anmeldung unter: T 0203 / 30 19 48 11 (Mi- So) oder office@museum-kueppersmuehle.de

 



Gesprächsbereit im März: Künstler Tom Fecht
Am 08. März 2020  - zur gleichen Uhrzeit - wird der Künstler Tom Fecht, der im Rahmen der Vorbereitung seiner Ausstellung TiefenZeit (Fotografie) in 2017/2018 Erwin Wortelkamp und wichtige Teile seines Werkes kennengelernt und die Wortelkamp-Ausstellung bereits kongenial fotografiert hat, sich ebenso gesprächsweise im Museum DKM der Kunst des Bildhauers auf seine Weise nähern und ein zweites Künstlergespräch mit Erwin Wortelkamp führen.

Lehmbruck-Museum am Wochenende

Mitreden“ im Lehmbruck Museum - Öffentliches Sprachcafé
„Lebensmotto und Lieblingszitat“ lautet das Thema im öffentlichen Sprachcafé am Samstag, den 18. Januar, ab 15 Uhr. Für jede Stimmung und Lebenssituation gibt es einen passenden Spruch – ob erheiternd, inspirierend oder motivierend. Ein Lebensmotto kann helfen, schwierige Zeiten zu überstehen und die eigenen Ziele und Prinzipien nicht aus den Augen zu verlieren.
Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft können „Mitreden“ und in ungezwungener Atmosphäre spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.
 
„Mitreden“ im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler Öffentliche


Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“
In der öffentlichen Sonntagsführung am 19. Januar, 11.30 Uhr widmet sich Hiltrud Lewe der Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, die noch bis zum 26. Januar im Lehmbruck Museum zu sehen ist. Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage.
Die retrospektiv angelegte beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Sonntagsführung, Eija-Liisa Ahtila, The House, 2002 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Markus Tretter  


- Ausgefeilte Klangkultur
- Musikpädagogikpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung 2020  

Das Morgenstern Trio umrahmt Uraufführung von Thomas Blomenkamp mit zentralen Werken von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms

Duisburg, 12. Januar 2020 - Noch während ihrer Studienzeit an der Folkwang Hochschule in Essen fanden die Mitglieder des Morgenstern Trios zueinander. Seither haben Catherine Klipfel (Klavier), Stefan Hempel (Violine) und Emanuel Wehse (Violoncello) höchste Auszeichnungen errungen und große Konzertpodien erobert, darunter die New Yorker Carnegie Hall, den Wiener Musikverein, die Philharmonien von Köln und Berlin sowie das Concertgebouw Amsterdam. Gerühmt wird das Ensemble für sein inspiriertes Musizieren und seine minutiöse Feinabstimmung.

Im 5. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker gastieren die Künstler am So. 19. Januar (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle. Sie eröffnen den Abend mit dem heiter-spielfreudigen Klaviertrio Es-Dur op. 70/2 von Ludwig van Beethoven, das aus der mittleren Schaffensphase des Komponisten stammt und weitgehend von klassischer Ausgewogenheit geprägt ist.
Von den Duisburger Philharmonikern in Auftrag gegeben wurde das neue Klaviertrio von Thomas Blomenkamp, das danach zur Uraufführung gelangt. Der 1955 geborene Düsseldorfer Komponist hat längst internationale Reputation erlangt, ist der Rhein-Ruhr-Region jedoch verbunden geblieben.

Zum Abschluss erklingt das leidenschaftlich ausgreifende Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87 von Johannes Brahms, das in unmittelbarer Nähe zum 1881 vollendeten 2. Klavierkonzert entstand. Der komplexe Kopfsatz pendelt rhapsodisch zwischen zartem Klangspiel, ständigen Modulationen und wuchtiger Dramatik.
Im Andante spielen die Streicher, vom Klavier wie von einem Zymbal begleitet, ein ungarisches Thema von leidenschaftlichem Duktus. Von Clara Schumann wurde das Werk sehr geschätzt.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.


Musikpädagogikpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung 2020  

Die Köhler-Osbahr-Stiftung für Kunst und Wissenschaft beabsichtigt, auch im Jahr 2020 wieder den 1999 erstmals vergebenen Musikpädagogikpreis an in Duisburg wirkende Musikpädagoginnen und Musikpädagogen zu vergeben.  
Für den Musikpädagogikpreis können bis zum 7. Februar Personen vorgeschlagen werden, die über ein herausragendes musikpädagogisches Profil verfügen, das sich durch eine oder mehrere der nachfolgenden Eigenschaften zeigt: kontinuierliche und hochrangige musikpädagogische Leistungen, innovative musikpädagogische Aktivitäten, musikpädagogische Forschungsarbeit oder Entwicklung  von Lehrmethoden und –werken oder besondere wissenschaftliche Leistungen auf musikpädagogischem Gebiet.  
Nähere Informationen und den Vorschlagsbogen gibt es bei der Stadt Duisburg telefonisch unter (0203) 283-2526 oder per Mail an
d.feldkeller@stadt-duisburg.de.  

 

- Mercator-Ehrennadel für Verdienste um die Kultur
- Kulturkonferenz #KK 47 startet mit der zweiten Auflage  

Mercator-Ehrennadel für Verdienste um die Kultur
Duisburg, 10. Januar 2020 - Die Stadt Duisburg wird auch im Jahr 2020 bürgerschaftliche Aktivitäten, insbesondere Engagement für die Kultur mit der Mercator-Ehrennadel auszeichnen. Es werden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen für ihr Engagement für die Kultur, die Wissenschaft, die Bildung, die Heimat- und Brauchtumspflege sowie zur Erforschung der Stadtgeschichte Duisburgs, geehrt.  

Neben weiteren Preisen der Stadt Duisburg, wie zum Beispiel dem Fakir-Baykurt-Preis, sollen mit der „Mercator-Ehrennadel“ insbesondere bürgerschaftliche Aktivitäten von gesamtstädtischer Bedeutung mit Bezug zur Kultur, der Wissenschaft, der Bildung, der Heimat- und Brauchtumspflege sowie der Erforschung der Stadtgeschichte Duisburgs durch kontinuierliche Arbeit, Projekte oder Publikationen  geehrt werden.  

Ein besonderes Augenmerk gilt im Jahr 2020 der Ehrung der Brauchtumspflege, wie beispielsweise der Ehrung von Karnevals- und Schützenvereinen oder dem Brauchtum an Sankt Martin.  
Vorschläge für eine Ehrung  können bis zum 31. Mai mit schriftlicher Begründung an die Stadt Duisburg, Kulturbetriebe, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg, gerichtet werden. Weitere Informationen gibt es telefonisch bei den Kulturbetrieben unter (0203) 283-62269.

Kulturkonferenz #KK 47 startet mit der zweiten Auflage  
Die zweite Auflage der Kulturkonferenz in Duisburg startet am 1. Februar. Ab 10 Uhr sind alle Interessierten in die Gesamtschule Globus am Dellplatz eingeladen, die zukünftige Entwicklung der Kultur in Duisburg mit zu gestalten. Die Kulturkonferenz ist eine der Maßnahmen, die im Kulturentwicklungsplan als gemeinsame Forderung der am Entwicklungsprozess beteiligten Akteure aufgestellt wurde.  
Die Schritte und Perspektiven des Plans, der Ende 2016 vom Rat der Stadt verabschiedet wurde, haben mit viel Einsatz rund 100 Menschen aus Duisburg gemeinsam mit der Stadt erarbeitet. Zu den Zukunftsaufgaben, auf die sie sich geeinigt haben, gehören unter anderem das Reden und Zuhören, das Schaffen intelligenter Kommunikationskanäle und neuer Beteiligungsgremien sowie kreativer Orte und Räume.  

In diesem Sinne wurde nun auch die Organi­sation und Ausgestaltung der zweiten Kulturkonferenz durch ein interdisziplinäres Vorberei­tungsteam erarbeitet. Akteure aus Kultur- und Bildungsverwaltung, der Kulturpolitik, der Cooperative Duisburg, des kommunalen Integrationszentrums, der Freien Kulturszene und viele mehr haben sich regelmäßig in den letzten fünf Monaten getroffen, um das Programm der #KK47  zu entwickeln.  
Das Programm ist weitgehend offen gestaltet, wobei der Fokus dieses Mal auf die Themenbe­reiche kulturelle Bildung, kulturelle Vielfalt und Interkultur gelegt wird. Moderiert von Peter Grabowski wird am Vormittag eine Podiumsdiskussion in die Thema­tik einführen. Ein Großteil der Konferenz  wird in der sogenannten „Barcamp-Methode“ durchgeführt.
Dabei können Interessierte im Plenum eigene (Kultur-) Themen zur Diskussion stellen und Arbeitsgrup­pen gestalten. Am Nachmittag werden interessante Workshops im stündlichen Wech­sel angeboten.   Der begleitende „Markt der Möglichkeiten“ ergänzt das Ganze: Er zeigt, was die Menschen dieser Stadt bereits in Szene gesetzt haben und bringt Beiträge aus Kunst, Musik, Tanz, Litera­tur, Soziokultur, Kultur- und Kreativwirtschaft. Ausrichter der Veranstaltung ist das Kulturdezernat der Stadt Duisburg.

Hierzu Kulturdezernent Thomas Krützberg: „Nach dem erfolgreichen Auftakt mit der ersten Kulturkonferenz im Frühjahr 2018 setzen wir auf Wunsch des Vorbereitungsteams nun den Schwerpunkt auf das Thema kulturelle Vielfalt und Interkultur. Darüber freue ich mich sehr, denn es ist ein wichtiges Thema zur Entwicklung der Stadtgesellschaft und ich kann nur ermuntern, dass sich wieder möglichst viele Menschen einbringen, wenn wir am 1. Februar zur zweiten Kulturkonferenz einladen.“  
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, Anmeldungen sind noch bis zum 27. Januar unter anmeldung@kk47.de möglich. Aktuelle Informationen zum Programm gibt es unter www.kk47.de. Telefonisch kann der Programmflyer auch im Kulturbüro der Kulturbetriebe unter der Rufnum­mer 0203/283-62262 angefordert werden.

Besetzungsänderung: Nikolaj Szeps-Znaider erkrankt – Mahler-Experte Roger Epple übernimmt das Dirigat des 5. Philharmonischen Konzerts

Duisburg, 9. Januar 2020 - Krankheitsbedingt kommt es im 5. Philharmonischen Konzert zu einer Besetzungsänderung: Statt Nikolaj Szeps-Znaider wird am 15. und 16. Januar (jeweils 20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle der ausgewiesene Mahler-Experte Roger Epple am Dirigentenpult zu erleben sein.
Das bereits angekündigte Programm des Abends bleibt unverändert. Im ersten Teil des Abends erklingt das Klavierkonzert Nr. 2 d-Mol op. 40 von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Pianisten Saleem Ashkar.
Nach der Pause spielen die Duisburger Philharmoniker die 9. Sinfonie von Gustav Mahler. Der im Allgäu aufgewachsene und in München zum Dirigenten ausgebildete Epple wurde nach festen Dirigentenpositionen an der Oper Leipzig und am Mannheimer Nationaltheater als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Halle berufen, wo er acht Jahre lang die künstlerische Leitung des größten und bedeutendsten Orchesters des Landes Sachsen-Anhalt übernahm.

Schwerpunkte seines Schaffens dort waren das sinfonische Repertoire von Mahler, Brahms und Bruckner sowie die Opern von Richard Strauss und Richard Wagner, aber auch herausragende Werke des 20. und 21.Jahrhunderts. Epple leitete im Laufe seiner Karriere bereits mehr als 60 namhafte Orchester in Europa sowie Nord- und Südamerika, darunter das Orchestre Philharmonique de Radio France in Paris, das Orchestre National de Belgique in Brüssel, die Staatskapelle Berlin und das Gewandhausorchester Leipzig.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.

„Poesie des Zerfalls“- Duisburger Philharmoniker und Nikolaj Szeps-Znaider

„Poesie des Zerfalls“: Nikolaj Szeps-Znaider kehrt mit Gustav Mahlers 9. Sinfonie als Dirigent zu den Duisburger Philharmonikern zurück


Duisburg, 8. Januar 2020 - Kein Hammer, keine Herdenglocken, keine Singstimmen, kein übermäßig besetztes Orchester: Die letzte vollendete Sinfonie von Gustav Mahler (Nr. 9 D-Dur) sucht nicht die Extreme, sondern die Expressivität des vornehmlich Leisen. Immer wieder wurde ihr der Charakter eines Testaments zugeschrieben, vor allem wegen des völligen Verlöschens im Schluss-Satz: Ein Adagio, in dem Mahler das Ersterben der Musik bis an die Schmerzensgrenze dehnt. Mag man den Charakter des Schwanengesangs auch kritisch hinterfragen, so steht die 9. Sinfonie doch für eine Krise der musikalischen Sprachfähigkeit. Damit ist sie wohl auch eine Reaktion auf das Unglücksjahr 1907, in dem Mahlers vierjährige Tochter Marie an einer Scharlach-Diphterie starb und ein Arzt bei dem Komponisten eine Herzerkrankung diagnostizierte, die ihm fortan einen Strich durch die geliebten Bergwanderungen zu machen drohte.

Um dieses epochale Spätwerk mit den Duisburger Philharmonikern aufzuführen, kehrt Nikolaj Szeps-Znaider nach seinem solistischen Auftritt zu Saisonbeginn jetzt als Dirigent zurück. Zu erleben ist Mahlers rund 90-minütige Sinfonie am 15. und 16. Januar (jeweils 20 Uhr) im 5. Philharmonischen Konzert in der Mercatorhalle.
Zu Beginn des Abends rückt der in Duisburg durch seinen Beethoven-Zyklus bestens bekannte Pianist Saleem Ashkar ein selten gespieltes Juwel der romantischen Konzertliteratur ins Rampenlicht. Er spielt das ebenso brillante wie leidenschaftliche Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll op. 40 von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen drei Sätze nahtlos ineinander übergehen.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

 

- „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
- Lehmbruck Museum: „Das Haus des menschlichen Bewusstseins“
- CITY ATELIER: „Hauptsache Farbe – Malerei auf Holz“

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Duisburg, 7. Januar 2020 - Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ werden am Samstag, 11. Januar, 15 Uhr, die Grundvoraussetzungen für ein friedliches Miteinander thematisiert: „Achtung und Respekt“ stehen im Mittelpunkt des ersten Termins im neuen Jahr.  Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft sind eingeladen, miteinander über Toleranz und Rücksichtnahme ins Gespräch zu kommen und dabei spielerisch ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  


Mitreden“ im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Öffentliche Führung im Lehmbruck Museum:„Das Haus des menschlichen Bewusstseins“
Die öffentliche Führung am Sonntag, den 12. Januar, um 11.30 Uhr trägt den Titel „Das Haus des menschlichen Bewusstseins“ und widmet sich der großen Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, die noch bis zum 26. Januar im Lehmbruck Museum zu sehen ist.
Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage.
Die retrospektiv angelegte beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.
 
Eija-Liisa Ahtila, The Tent House, 2004 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Ellen Page Wilson



CITY ATELIER: „Hauptsache Farbe – Malerei auf Holz“
„Hauptsache Farbe – Malerei auf Holz“ lautet das Motto im CITY ATELIER am Sonntag, den 12. Januar, von 14 bis 17 Uhr. Die Künstlerin Andrea Bender lädt interessierte Besucher*innen dazu ein, gemeinsam kreativ zu werden. Nach Lockerungsübungen und Farbskizzen auf Papier geht es an die Holzplatten, deren Oberflächenstruktur die Malweise beeinflusst.
Mit Acrylfarbe wird darauf lasiert, gespachtelt, gekratzt und anschließend auf Papier gedruckt. Das Druckergebnis kann im Anschluss weiter bearbeitet werden. Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden: Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben.  Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Emil Nolde, Meer am Abend, 1919, Foto: Bernd Kirtz


 

„Schamanen, Rentiere und das Gleichgewicht von Mensch, Geistern und Natur“

Duisburg, 7. Januar 2020 - Der Vortrag von Harald Küst am Sonntag, 12. Januar, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen rückt die fernen Nordregionen der Erdkugel in den Fokus. Die virtuelle Zeitreise führt vom Ende der Eiszeit bis in Neuzeit.  
Harald Küst berichtet von Rentierjägern, Rentierzüchtern und von Schamanen in einer faszinierenden Landschaft, in der Nomaden sich der Natur anpassen mussten. Ohne Rentiere wäre ein Überleben in den nördlichen Regionen während der Eiszeit nicht möglich gewesen.  
Schamanen dienten als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits. Sie stellten eine spirituelle Verbindung zwischen Menschen, Tieren und Geistern her. Die Beschäftigung mit dem Schamanentum ist heute einerseits faszinierend, andererseits geht der schleichende Verlust der erdverbundenen Traditionen mit Naturzerstörung einher. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.      

Stadtmuseum Bereich Urzeit

- Lehmbruck Museum: plastikBAR: Lesung „STREIF“
- Mercators Weltkarte von 1569 und die Ebstorfer Weltkarte

Lehmbruck Museum: plastikBAR: Lesung „STREIF“
Duisburg, 2. Januar 2020 - Am kommenden Donnerstag, den 9. Januar, 19 Uhr, stellen Duisburger Künstler*innen im Rahmen der plastikBAR die fünfte Ausgabe der freien Duisburger Kulturzeitschrift STREIF vor. Mitwirkende der Jubiläumsausgabe zeigen ihre Werke und erzählen ihre Geschichten.   

Seit 2014 geben Holger Albertini, Stacey Blatt, Martin Gensheimer und Elisabeth Höller mit STREIF eine Kunst- und Literaturzeitschrift heraus, die Duisburger Künstler*innen ein Forum bietet: Insgesamt 29 Kreative haben die aktuelle Ausgabe gemeinsam erarbeitet. Mit Gedichten, Kurzgeschichten, Bildern und Fotografien erhalten Kunst- und Kulturinteressierte einen Einblick in die Kunstszene Duisburgs.   Die Teilnahmegebühr beträgt 9 € (erm. 5 €) inklusive Begrüßungsgetränk.  

Mitwirkende der STREIF-Ausgabe 2018/19 anlässlich der Vorstellung des Heftes im Kunstraum SG1, Foto: Olaf Reifegerste

Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung
Am Freitag, den 10. Januar, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“ Besucher*innen können an diesem Tag ihren Eintrittspreis selbst bestimmen und um 15 Uhr an einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ teilnehmen, die noch bis zum 26. Januar im Lehmbruck Museum zu sehen ist.
Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Dazu erarbeitet sie neue Formen des Erzählens mit bewegten Bildern, um Möglichkeiten der Erfahrung zu schaffen, die über eine anthropozentrische Weltsicht hinausgehen.
Die retrospektiv angelegte Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden gleichzeitig laufen. Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Eija-Liisa Ahtila, The House, 2002 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Markus Tretter

Weihnachtsliedersingen  
Unter dem Motto „O du fröhliche“ findet am 12. Januar 2020 das Weihnachtliedersingen um 17.00 Uhr in der St.-Joseph-Kirche an der Rennerstraße statt. Der Kinderchor „Kreatives Chaos“ und der Projektchor St. Joseph, sowie die Chorgemeinschaft Cäcilia Hamborn/Kirchenchor St. Barbara und der „Praise and Worship Projektchor mit Band unterstützen das gemeinsame Singen mit traditionellen und modernen Weihnachtsliedern. Bei Gebäck und Punsch klingt der Nachmittag aus. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik wird gebeten.


Stadtmuseum: Mercators Weltkarte von 1569 und die Ebstorfer Weltkarte
Thomas Heiken von der Initiative „Mercators Nachbarn“ geht im Kultur- und Stadthistorischen Museum der Frage nach, wieviel Moderne und wieviel Mittelalter in Gerhard Mercator steckte. Am Sonntag, 5. Januar, vergleicht er in einem Vortrag um 15 Uhr Mercators Weltkarte von 1569 mit der „Ebstorfer Weltkarte“. Bei der Ebstorfer Karte handelt es sich nach derzeitigem Kenntnisstand um die größte und umfangreichste Weltkarte des Mittelalters.  
Bei seinem Vortrag geht es nicht nur um die Betrachtung verschiedener Weltsichten der Epoche, sondern auch um Anekdoten und Mythen. So berichtet Thomas Heiken unter anderem, wie das Fabelwesen Bonacus auf die Karte kam. Der Eintritt in das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.  


 „Expressionistische Landschaften“

Lehmbruck Museum:  Öffentliche Sonntagsführung „Expressionistische Landschaften“ mit Madalina Rotter
Duisburg, 31. Dezember 2019 - Am Sonntag, den 5. Januar, 11.30 Uhr, findet die erste öffentliche Sonntagsführung im neuen Jahr statt. Kunstvermittlerin Madalina Rotter wird durch die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ führen und expressionistische Landschaften in den Blick nehmen.
Im Souterrain der Glashalle präsentiert das Lehmbruck Museum derzeit ausgewählte Arbeiten aus der eigenen Sammlung und vermittelt damit einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. 
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Spontaneität und Authentizität sind ihre Mittel, um Leben und Kunst zu einer Einheit zusammenzuführen.
In zahlreichen Landschaftsdarstellungen erproben die Expressionisten neue künstlerische Ausdrucksmittel und bringen dabei zugleich ihr zentrales Thema zum Ausdruck: Der Mensch, seine Beziehung zur Natur und seiner Umwelt. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen auf Fehmarn, 1913, Foto: Bernd Kirtz

Lehmbruck Museum: Programm an Weihnachten und zwischen den Jahren

Öffentliche Weihnachtsführung „Wünsch dir noch was!“
Duisburg, 20. Dezember 2019 - Am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, bietet Hiltrud Lewe um 15 Uhr eine öffentliche Weihnachtsführung für die ganze Familie an. Für die Teilnahme an der öffentlichen Weihnachtsführung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.


Karl Schmidt-Rottluff, Russisches Dorf, 1919 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Kirtz
 


Sonntagsführung am 29. Dezember: „Das Beste zum Schluss!“
Madalina Rotter wird sich in der öffentlichen Sonntagsführung am 29. Dezember, 11.30 Uhr, den Highlights der ständigen Sammlung widmen, kurz vor Jahreswechsel getreu dem Motto „Das Beste zum Schluss“. Das Lehmbruck Museum verfügt über einen der bedeutendsten Bestände moderner Skulptur überhaupt. In den Ausstellungsräumen des Hauses begegnen die Besucher*innen Werken bedeutungsvoller Künstlerpersönlichkeiten wie Alberto Giacometti, Jean Tinguely, Constantin Brancusi oder Käthe Kollwitz.
Einen ganz besonderen Platz nimmt das Werk Wilhelm Lehmbrucks ein: Im architektonisch eindrucksvollen Lehmbruck-Flügel wird eine Vielzahl bedeutender Werke des berühmten Duisburger Künstlers präsentiert. In einem gemeinsamen Rundgang werden Hauptwerke der Sammlung quer durch das ganze Museum vorgestellt. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Philipp Fölting



City Atelier:
„Schwerelos durchs Weltall“
„Schwerelos durchs Weltall“ lautet das Motto im CITY ATELIER am Sonntag, den 29. Dezember. Zwischen 14 und 17 Uhr können interessierte Besucher*innen an einem Stop-Motion-Workshop unter Anleitung von Kommunikationsdesignerin Katharina Nitz teilnehmen.
Um Personen oder Gegenstände schweben zu lassen, wie etwa in den Arbeiten der finnischen Video-Künstlerin Eija-Liisa Ahtila, die noch bis zum 26. Januar 2020 im Lehmbruck Museum ausgestellt sind, braucht es keine Magie, sondern nur ein Smartphone und eine spezielle App, die über das kostenlose WLAN im Museum heruntergeladen werden kann. Ohne viel Aufwand können so selbstständig kleine Filme produziert werden. Ein Smartphone-Stativ kann das Filmen erleichtern und darf gerne mitgebracht werden.

Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.

Eija-Liisa Ahtila, Studies on the Ecology of Drama, 2017 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Malla Hukkanen


Mit öffentlicher Führung ins neue Jahr
Zu einem Sektempfang mit anschließender Neujahrsführung sind alle interessierten Besucher*innen am Mittwoch, den 1. Januar 2020, 15 Uhr, herzlich eingeladen. Die beiden Kunstvermittlerinnen Friederike Winkler-Rufenach und Hiltrud Lewe werden das neue Jahr begrüßen und anschließend durch das Museum führen. Für die Teilnahme an der Neujahrsführung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

Lehmbruck-Flügel, Foto: Philipp Fölting

Mit den Duisburger Philharmonikern das neue Jahr begrüßen!

Das Neujahrskonzert 2020 der Duisburger Philharmoniker am Mittwoch, 1. Januar 2020 in der Philharmonie Mercatorhalle

Duisburg, 18. Dezember 2019 - Mit einem beschwingten Musikreigen begrüßen die Duisburger Philharmoniker traditionell das neue Jahr. Unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Axel Kober, der auch den Abend moderieren wird, stehen neben zündenden Evergreens wie dem „Gold und Silber“-Walzer von Franz Léhar auch reizvolle Neuentdeckungen auf dem Programm – etwa die ohrwurmverdächtigen Melodien aus Dmitri Schostakowitschs Jazz-Suite – oder Ottorino Respighis mitreißende Konzertsuite „Der Zauberladen“ nach Gioacchino Rossini. Für solistische Bravour sorgen die Orchestermitglieder Magdalena Ernst (Horn) und Max Dommers (Kontrabass).

Generalmusikdirektor Axel Kober - FOTO Susanne Diesner 3

Die „Villanelle“ schrieb Paul Dukas 1906 als anspruchsvolles Prüfungsstück für die Hornklasse des Pariser Conservatoire. Dass es sich dabei keineswegs um eine trockene Etüde handelt, verrät schon der Titel, der auf die fröhliche Liedgattung aus dem Italien des 16. Jahrhunderts verweist und nicht nur aufgrund seiner spieltechnischen Herausforderungen, sondern durch seine frische Melodik bis heute zu den beliebtesten Stücken des Hornrepertoires zählt. Giovanni Bottesini gilt als der Paganini des Kontrabasses, der als Virtuose um die halbe Welt reiste. Zu einem der populärsten Stücke zählt seine Fantasie über Themen aus der Oper „La Sonnambula“ von Vincenzo Bellini für Kontrabass und Orchester.

Die Mezzosopranistin Valerie Eickhoff studierte an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Mit der Spielzeit 2019/2020 ist sie Mitglied des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein. Beim Neujahrskonzert gibt es mit der bezaubernde Arie „Naqui all’affanno“ aus Gioacchino Rossinis „La Cenerentola“ und Franz Lehárs Lied der Sonja aus der Operette „Der Zarewitsch“ ein Wiedersehen mit den Duisburger Philharmonikern, mit denen sie im Oktober 2019 beim Semifinale des internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ in Gütersloh auftrat.

„Dein ist mein ganzes Herz“
Neujahrskonzert mit dem Salonorchester der Duisburger Philharmoniker am Sonntag, 5. Januar 2020 um 11.00 Uhr im Opernfoyer und um 17.00 Uhr Großer Saal, Theater Duisburg.
Mit dem Salonorchester der Duisburger Philharmoniker präsentierte sich im Herbst 2018 ein neues Ensemble, das virtuosen Schwung und glanzvolle Ballatmosphäre verbindet. Unter Leitung von Konzertmeister Tonio Schibel serviert das lebendige Ensemble nun erstmals auch einen tönenden Champagnercocktail zum Jahresauftakt – mit eleganten Wiener Walzern, seidigen Operettenschlagern und glutvollen Canzonen aus Italien. Für vokalen Glanz sorgen zwei Stars der rheinischen Opernszene: die Sopranistin Alexandra von der Weth und der Tenor Corby Welch. Wegen der großen Nachfrage wird die 17.00 Uhr-Vorstellung in den Großen Saal des Theater Duisburg verlegt.

Die Vorstellung um 11.00 Uhr (ausverkauft) bleibt im Opernfoyer. Karten für beide Konzerte gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.



Lehmbruck Museum: Programm am Wochenende

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Nachdem es bei „Mitreden“ in der letzten Woche um Liebesbekundungen ging, dreht sich an diesem Samstag, den 21. Dezember, 15 Uhr, alles um das große Thema „Liebe“ – Was ist Liebe überhaupt? Wen oder was kann man alles lieben und wieso kann Liebe so schmerzhaft sein?
Im öffentlichen Sprachcafé können sich Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam mit Sabine Bazan über diese und weitere Fragen austauschen. In gemütlichem Beisammensein können die Gesprächsteilnehmer*innen nebenbei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.


Mitreden - Foto: Frank Fischer

Öffentlichen Führung: „Die Künstler der Brücke“

 Am Sonntag, den 22. Dezember, erwartet die Besucher*innen des Lehmbruck Museums ein buntes Potpourri der Kunst: Friederike Winkler-Rufenach wird sich in der öffentlichen Sonntagsführung ab 11.30 Uhr sowohl der aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ als auch den „Highlights“ der ständigen Sammlung des Hauses widmen.
Im Souterrain der Glashalle präsentiert das Museum derzeit ausgewählte Arbeiten aus der eigenen Sammlung und vermittelt damit einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. 
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Im CITY ATELIER werden am Sonntag, den 22. Dezember, 14 bis 17 Uhr, „Farbige Landschaften“ in Acryl gemalt. Die Duisburger Künstlerin Katrin Roth führt interessierte Besucher*innen in die Kunst der Landschaftsmalerei ein. Dabei geht es weniger um eine realistische Abbildung, als mehr um reduzierte Darstellungen und expressive Überhöhungen der Atmosphäre. Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden: Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben.

Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  


Die Kunst der Landschaftsmalerei - Katrin Roth, Boddenland, 2019

 

 

Feiertagsprogramm im Stadtmuseum

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Rund um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wünschen sich viele Menschen eine kleine Auszeit vom üblichen Feiertagsstress. Das Kultur- und Stadthistorische Museum bietet auch zu dieser Zeit ein spannendes Programm und lädt mit der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und zwei Sonderausstellungen herzlich zu einem Besuch ein.

 

Bereits am Sonntag, 22. Dezember, können Interessierte bei einem Workshop mit dem „alten Hasen“ des Museums, Werner Pöhling, erkunden, was sich hinter der „Mercator-Projektion“ verbirgt und wie sie funktioniert.

 

An Heiligabend, 24. Dezember sowie am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, bleibt das Museum geschlossen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, lädt erneut Werner Pöhling Jung und Alt zu einem familiengerechten Rundgang von der Steinzeit bis zur Gegenwart in der Stadtgeschichte-Ausstellung ein.

 

Im Anschluss an die Weihnachtstage, am Sonntag, 29. Dezember, lädt das Museum zu einer weiteren Führung in unser Museum ein, diesmal in der Sonderausstellung „Dispargum – Königshof, Kaiserpfalz, Hansestadt“. Roland Wolf nimmt Interessierte mit in die Welt der Franken: Für die Ausstellung wurden mehrere mittelalterliche Schauplätze räumlich nachgebaut. So lassen sich typische Keramikgefäße, filigrane Metallobjekte und kostbarer Schmuck in der Atmosphäre eines fränkischen Marktplatzes betrachten, auf dem diese Gegenstände einst gehandelt wurden.

 

An Silvester und Neujahr bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de.

 

Duisburger Philharmoniker: “Mathematik der Seele“

“Mathematik der Seele“ – 2. Profile Konzert der Duisburger Philharmoniker am Sonntag, 22. Dezember 2019 um 11.00 Uhr im Opernfoyer des Theaters Duisburg

 

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Was hat Mathematik mit Musik zu tun? Für den universal gebildeten Mediziner, Schriftsteller, Philosophen, Musikwissenschaftler und Bach-Schüler Lorenz Christoph Mizler sehr viel. Er wollte dem mathematischen Wesen der Musik und der Berechenbarkeit seelischer Zustände auf den Grund gehen. Zu den prominenten Mitgliedern seiner 1738 gegründeten „Correspondierenden Societät der musicalischen Wissenschaften“, zählten neben Georg Philipp Telemann auch Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach.

 

Das zweite Profile-Konzert der Spielzeit 2019/2020 wird von vier Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker und zwei Gästen gestaltet. Mathias Feger, Solobratscher der Duisburger Philharmoniker, kennt den Münchner Barockgeiger Rüdiger Lotter seit gemeinsamen Düsseldorfer Studienzeiten, der musikalische Kontakt zu dem Cembalisten Léon Berben ergab sich bei den letzten Tourneen nach Südasien und in die USA des Barockensembles „Musica Antiqua Köln“. Gemeinsam mit Stephan Dreizehnter (Flöte), Luisa Höfs (Violine) und Anja Schröder (Violoncello), stellen sie die Komponisten der „Correspondierenden Societät der musicalischen Wissenschaften“, die als erste musikwissenschaftliche Gesellschaft in Deutschland gilt, in den Mittelpunkt ihres Konzerts.

 

Ohne Zweifel zählen die „Goldberg-Variationen“ BWV 988 und „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080 von Johann Sebastian Bach mit ihrem strengen Bauplan und ihrer Komplexität zu den Paradebeispielen „musikalischer Mathematik“. Die Triosonate C-Dur BWV 1037 wurde lange Zeit Bach zugeschrieben, bis sie als Werk seines Schülers Johann Gottlieb Goldberg identifiziert wurde. Georg Friedrich Händel war als Ehrenmitglied der Societät vor allem in theoretische Diskussionen involviert, während Georg Philipp Telemann einer der ersten Mitglieder war und nicht nur ausgiebig schriftliche Dokumente beisteuerte, sondern auch zu den produktivsten Komponisten des exklusiven Gelehrtenkreises zählte.

 

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de. Die Profile-Konzerte werden unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e.V.

- Javkhlan Ariunbold erhält das Aufenthaltsstipendium 2020  
- Jugend trifft Kunst

Javkhlan Ariunbold erhält das Aufenthaltsstipendium 2020   
Duisburg, 16. Dezember 2019 - Die Stadt Duisburg hat in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Duisburger Künstlerinnen und Künstler auch in diesem Jahr ein Aufenthaltsstipendium ausgeschrieben. Die Jury aus Vertretern der Duisburger Künstlerschaft hat die aus der Mongolei stammende und in Münster lebende bildende Künstlerin Javkhlan Ariunbold ausgewählt.
Ab Frühjahr 2020 wird sie hierfür Atelierräume im städtischen Kultur- und Freizeitzentrum Rheinhausen als Arbeitsort nutzen und eine von der GEBAG zur Verfügung gestellte Wohnung in der Duisburger Innenstadt beziehen.  

„Das Aufenthaltsstipendium bietet sowohl den Stipendiaten als auch der hiesigen Kunstszene Chancen für neue Impulse und Möglichkeiten zum Austausch. Javkhlan Ariunbold ist bereits in der Duisburger Kulturszene angekommen und nimmt sogar am diesjährigen Kunstmarkt der cubus Kunsthalle teil“, sagt Kulturdezernent Thomas Krützberg.  
Das Aufenthaltsstipendium ist auf ein Jahr begrenzt und hat das Ziel, junge Künstlerinnen und Künstler nach Duisburg zu holen. Über die Entscheidung der Jury freut sich die Künstlerin: „Ich freue mich sehr, dass ich das Duisburger Atelier als neuen Mittelpunkt meiner künstlerischen Arbeit bezeichnen darf. Das Atelier möchte ich als Ausgangspunkt meiner Erforschung des architektonischen Stadtraumes und als Labor nutzen, in dem meine Beobachtungen künstlerische Gestalt annehmen.“

Jurymitglied Klaus Brüggenwerth ergänzt: „Die Vergabe eines Arbeits- und Wohnstipendiums an Javkhlan Ariunbold stellt eine außerordentliche Bereicherung für das kulturelle Leben in der Stadt dar. Altbekanntes und Eingefahrenes erfährt durch die jungen Stipendiaten eine ordentliche Auffrischung.“  
Die Künstlerin wird sich im Frühjahr mit einer Eröffnungsausstellung dem Duisburger Publikum vorstellen und im Herbst am „Offenen Atelier“ teilnehmen.

 

Lehmbruck Museum: „Last Minute Weihnachtsgeschenke – Kleine, schöne Sachen machen“ mit Katharina Nitz
Am Wochenende können Kinder und Jugendliche im Lehmbruck Museum so richtig in Weihnachtsstimmung kommen: Am Offenen Samstag, 21. Dezember, 11 bis 14 Uhr, stellen kreative Kids zwischen 6 und 12 Jahren kurz vor dem Fest originelle „Last Minute Geschenke“ selbst her.  


Jugend trifft Kunst

Bei Jugend trifft Kunst können sich Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren am Sonntag, 22. Dezember, 14.30 bis 17.00 Uhr, auf ein „Weihnachtsspecial“ freuen.
Mit Jugend trifft Kunst bietet das Lehmbruck Museum ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sich Jugendliche unter Anleitung von Katharina Nitz kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können.
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.  

Eine Gans der besonderen Art, Collage entstanden bei Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz

 

Das Wochenende im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum  
Duisburg, 12. Dezember 2019 - Am Samstag, 14. Dezember, 15 Uhr, können sich interessierte Besucher*innen im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ über „Liebesbekundungen“ austauschen. Es dreht sich im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums alles um das Thema „Liebesbekundungen“. „Mitreden“ können interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft  und dabei in ungezwungener Atmosphäre ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Fischer


Öffentlichen Führung: Wirken der „Brücke“-Künstler

In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 15. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Dr. Susanne Karow der aktuellen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Ernst Ludwig Kirchner, Sitzender weiblicher Akt, 1908-09, Foto: Jürgen Diemer

CITY ATELIER: „Viertelstundenakte – Aktzeichnen nach Modell“
„Viertelstundenakte – Aktzeichnen nach Modell“ lautet das Thema im CITY ATELIER am Sonntag, 15. Dezember, von 14 bis 17 Uhr. In Anlehnung an die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“, in der der menschliche Körper als zentrales Bildmotiv in Erscheinung tritt, sind interessierte Besucher*innen dazu eingeladen, selbst zu Papier und Bleistift zu greifen.
Dazu begrüßt das Lehmbruck Museum „Rodinmuse“ Tanja Wilking, die seit über 25 Jahren professionelles Aktmodell ist: Jede Viertelstunde wird sie ihre Pose wechseln, um immer wieder neue zeichnerische Perspektiven zu ermöglichen. Der Workshop findet unter fachkundiger Anleitung von Bettina Kohrs statt.

Aktzeichnen nach Modell  mit  „Rodinmuse“ Tanja Wilking, Foto: Frank Nattefort

Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden:
Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Um Anmeldung wird gebeten (telefonisch unter 0203 283-2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de).  

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Malerei des Expressionismus“
Beim nächsten Termin in der Reihe „Kunst & Kaffee“ am Dienstag, den 17. Dezember, 15 Uhr, gibt Jessica Keilholz-Busch interessante Einblicke in die Malerei des Expressionismus. Im Anschluss an eine Führung durch die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ sind alle Teilnehmer*innen zum Kaffee- und Kuchengenuss eingeladen, bei dem in gemütlicher Runde Eindrücke ausgetauscht werden können. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum im Souterrain der Glashalle einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne.
Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung telefonisch unter 0203 283-3294 oder per E-Mail an info@lehmbruckmuseum.de.      

Erich Heckel, Windmühle in Dangast, 1909 © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto: Bernd Kirtz


Öffentliche Führung im Museum Küppersmühle
Am Sonntag, 15. Dezember 2019 um 15:00 Uhr, findet eine kostenlose Besucher-Führung mit Einblicken in die aktuelle Wechselausstellung „Farbe absolut – Katharina Grosse und Gotthard Graubner“ und die Sammlung des Hauses mit Werken von Baselitz, Kiefer, Lüpertz und anderen Größen der deutschen Kunst seit den 50er-Jahren statt.  
Treffpunkt ist das Foyer des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg - Innenhafen.  
Die Führung durch die Kunsthistorikerin Gisela Luther-Zimmer dauert eine Stunde. Nur der Eintritt ins MKM (9,00 €) ist zu entrichten. Außerdem würden wir unsere Besucher*innen gern über die Öffnungszeiten während der Feiertage informieren.  

Öffnungszeiten während der Feiertage lauten wie folgt: 23./24. und 30./31.12.2019: geschlossen 25. bis 29.12.2019: 11 bis 18 Uhr 01.01.2020: 11 bis 18 Uhr Ab dem 2. Januar gelten wieder unsere regulären Öffnungszeiten Mittwoch 14-18 Uhr Donnerstag – Sonntag 11-18 Uhr Feiertage 11-18 Uhr Montag + Dienstag geschlossen Die kostenlosen Mittwochsführungen (15.00Uhr) am 25. Dezember 2019 und 1. Januar 2020 entfallen.

        

Ausschreibung des Kunstpreises „CityARTist 2020“

Duisburg, 09. Dezember 2019 - Das NRW KULTURsekretariat (NRWKS) schreibt für das Jahr 2020 erstmals gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten zehn „CityARTist“-Preise für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation und Fotografie in einer Gesamthöhe von 50.000 Euro aus. An die zehn besten Künstler werden Preisgelder von jeweils 5000 Euro als Stipendien vergeben. Jede der rund 20 Mitgliedsstädte darf dabei nur einen Künstler in den Wettbewerb schicken, den sie zuvor aus ihren Bewerbungen ermittelt hat. Die Stadt Duisburg ist mit von der Partie.

 

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Kunstschaffende, die eine einschlägige, zertifizierte Ausbildung (Hochschule, Akademie, Meisterklasse etc.) genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in Museen, Kunsthallen oder Galerien vorweisen können. Die Bewerber müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben. Das Kulturbüro der jeweiligen Stadt entscheidet dann über den besten Kandidaten und schlägt ihn der zentralen Jury des NRWKS vor. Die entscheidet im Juli 2020 über die endgültigen Preisträger.

 

Bewerbungen können bis spätestens Sonntag, 15. März 2020, beim Kulturbüro der Stadt in ausschließlich digitaler Form bei Claudia Bohndorf (E-Mail: c.bohndorf@stadt-duisburg.de) oder Daniel Jung (E-Mail: d.jung@stadt-duisburg.de) eingereicht werden. Berücksichtigt werden nur PDF-Dateien mit maximal 12 Seiten. Erwartet werden neben dem höchstens zweiseitigen Anschreiben ein künstlerischer Lebenslauf mit aussagekräftigen Angaben zur Ausbildung und zu Ausstellungen sowie Referenzen. Wichtig sind auch Angaben zur beabsichtigten Verwendung des Preisgeldes, das für ausschließlich künstlerische Zwecke verwendet werden soll. Neben der digitalen Bewerbung können dem Kulturbüro zusätzlich auch „analoge Materialien“ bereitgestellt werden.

 

Weitere Informationen gibt es telefonisch beim Kulturbüro unter 0203/283-62262 oder -62269 oder im Internet unter duisburg.de (Suchbegriff „Kulturbüro“) und www.kulturbeutel-duisburg.de.

Museum DKM: Ausstellungen und Sonderführungen

Freitagsführung am 06. Dezember, um 16 Uhr mit den Sammlern 

Museum DKM, | Photo: SDKM


In der letzten Freitagsführung des Jahres führen die Stifter und Be­treiber des Museum DKM durch das Haus unter besonderer Berück­sichtigung der aktuellen Sonder­ausstellungen: “Ein ganzes Leben für die Kunst” von Erwin Wortel­kamp und "Architektur (Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole) mit den Augen des Fotografen” Klaus Kinold sowie ausgewählte Räume mit Alleinstel­lungsmerkmal der privaten Samm­lung. Wer mehr über die Leiden­schaft des Sammelns erfahren möchte, ist herzlich zum Rundgang durch das Haus eingeladen.

 

 

Freitagsführung am 03. Januar 2020, um 16 Uhr mit Jörg Mascherrek

Richard Long, Museum DKM | Photo: W. J. Hannappel

In der ersten Freitagsführung des neuen Jahres führt der Kunsthisto­riker Jörg Mascherrek die Besucher durch die Sammlung DKM. Er wird sie spezifischen, besonderen Situa­tionen der Ausstellungspräsentation beleuchten und die Gäste mit auf eine wunderbare Reise durch die Kunst mitnehmen. Im Anschluss haben Sie Gelegenheit im Mu­seumscafé bei einem Cappuccino und italieni­schem Mandelgebäck den Museumsbesuch zu beschließen!



Neujahrsempfang am 11. Januar 2020, um 16 – 18 Uhr
 

Dirk Krämer und Klaus Maas führen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch das Haus. 11 Jahre Museum DKM in Duisburg, Jahresprogramm 2020 und Gedankenaustausch mit unserem Stammpublikum bei einem Glas Prosecco.

Die Teilnahme an einer Führung kostet 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis: Erwachsene 12 €, ermäßigt 6 €). Wir bitten um Anmeldung für die Führungen.


Aktuelle Ausstellungen
Ein ganzes Leben für die Kunst
Erwin Wortelkamp
20.09.2019 – 03.05.2020 
Ausstellungsansicht im Museum DKM, Erwin Wortelkamp, Photo: SDKM
  

Das Museum DKM widmet dem Bildhauer Erwin Wortelkamp eine umfassende Werkschau auf der gesamten, sechs Räume umfassenden Wechselausstellungsfläche. Vom 20. September 2019 bis 01. März 2020 werden Arbeiten präsentiert, die eine über 40-jährige Schaffensphase, von den siebziger Jahren bis heute, umfassen. Die Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas verfolgen das Werk des Bildhauers Erwin Wortelkamp bereits seit zwanzig Jahren. Erwin Wortelkamp bevorzugt für seine autonomen Skulpturen seit Jahrzehnten besondere Innen- und Außenräume.
Wortelkamp bezieht die Wirkung des jeweiligen Ortes auf die Wahrnehmung der Arbeiten als Teil künstlerischer Gestaltung mit ein. Dabei schafft er jedoch keine im herkömmlichen Sinne ortsbezogenen Arbeiten, sondern untersucht, wie sich diese, aus dem “heimischen” Atelier entnommen, in neuen Kontexten verhalten. Der Schüler des dänischen Eisenbildhauers Robert Jakobsen schafft weniger Skulpturen für einen spezifischen Ort, im Gegenteil findet er besondere Orte für seine Skulpturen.

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung einer raumbezogenen Konzeption bildet eine bereits 2001 in der Galerie DKM im Duisburger Innenhafen ausgestellte, raumgreifende Skulptur aus gekalkter Eiche. Das im Kontext, der zur selben Zeit im Lehmbruck Museum und der gesamten Stadt Duisburg gezeigten Ausstellung entstandene Werk stellte Wortelkamp unter den Titel Skulptur – Architektur, der ein bedeutendes Thema in seinem Schaffen zusammenfasst, mit dem er sich seit Jahrzehnten immer wieder auseinandersetzt.
Eine weitere gekalkte Holzskulptur, jedoch dreiteilig und wesentlich feingliedriger, veranschaulicht die Möglichkeiten dieses Mediums. Der Schritt wurde bereits 2007 im Arp-Museum ausgestellt. Auf den ersten Blick einen starken Kontrast bildende, filigrane Zeichnungen befassen sich inhaltlich mit demselben Thema, das auch die Holzskulpturen aufgreifen: in der Ausei­nanderset­zung mit dem Bildhauer und Architekten Filarete (Antonio di Pietro Averlino um *1400 in Florenz; um + 1469 in Rom?) verweist Wortelkamp auf anfängliches Bauen, auf ein Tragen und Lasten, wie auf ein Werden und Vergehen. 


Architektur mit den Augen des Fotografen
(Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole)
Klaus Kinold
22.11.2019 – 10.05.2020

 
La Tomba Brion San Vito D’Altivole, Photo: © Klaus Kinold 
 

Klaus Kinold, Carlo Scarpa und Giuseppe Brion. Drei große Namen vereint im Museum DKM. Der venezianische Architekt Carlo Scarpa schuf für die Unternehmerfamilie Brion auf zweitausend Quadratmetern ein Gesamtkunstwerk, das dem Tode huldigt. Grablege, Pavillon und Kapelle, ein Ort der Meditation und ein großes architektonisches Denkmal.

Dem aus dem Ruhrgebiet stammenden Münchener Architekten, Künstler und Fotografen Klaus Kinold widmet das Museum DKM eine Ausstellungsreihe zu seiner Architekturfotografie. Am Anfang der Reihe steht Carlo Scarpa. Seine Grabanlage "La Tomba Brion" wird in den Fokus gerückt. Dabei wird der spezielle, auf das Besondere aufmerksame, präzise und nüchterne Blick des Fotografen wahrnehmbar.
Die von ihm fotografierte Architektur steht im Mittelpunkt und entfaltet ihre Wirkung auf den Betrachter. Durch seine Fotografien wird die Atmosphäre des Ortes erlebbar und vermag den Betrachter darein zu versetzen.

Im Hauptausstellungsraum werden die fotografischen Arbeiten von der Grabstätte gezeigt. In den zwei anschließenden Räumen sind Panoramafotografien von Kinolds Reisen ins Veneto und nach Venedig, Carlo Scarpas Heimat, zu sehen. 


La Tomba Brion

Carlo Scarpas Meisterwerk in Fotografien von Klaus Kinold
 

Als bedeutendste Bauschöpfung des Venezianers Carlo Scarpa (1906 - 1978) gilt ein zwischen 1969 und 1976 in San Vito d'Altivole, Provinz Treviso, realisierter Familienfriedhof – La Tomba Brion. Den Auftrag erteilt hatte die kunstsinnige Industriellengattin Onorina Brion, die sich eine repräsentative Begräbnisstätte für sich, ihren Gatten Giuseppe sowie die weitere Familie wünschte. Zur Verfügung stand ein gut 2000 Quadratmeter großes, L-förmiges Areal, das an zwei Seiten den alten Dorffriedhof tangiert. Scarpa ließ das Gelände leicht anheben und mit einer einwärts geneigten Mauer umfrieden.
Was so entstand, war eine weithin sichtbare Bastion – äußerer Rahmen für fünf in Sichtbeton ausgeführte, individuell durchgestaltete Baukörper, beginnend mit dem Eingangsbau sowie einem öffentlich nicht zugänglichen Meditations-Pavillon mit Wasserbecken, dem "Arcosolio" mit den Sarkophagen des Ehepaares Brion sowie der Grablege für die Familie, bis hin zu einer intimen Kapelle nebst "Kreuzgang".

Der Kulturkritiker Philippe Duboy erkannte in dem Grabmal für Giuseppe und Onorina Brion "reiche Architektur, sublime Zwecklosigkeit". Man könnte auch sagen: Ein beherztes Stück gebaute Poesie, ein irdisches Paradies der Überraschungen, bis ins Kleinste durchgeplant, reich an Zeichen und Symbolen. Auffällig auch der Rückgriff auf die lange Tradition von Mosaik und Stucco lustro.
Dann das Spiel mit dem Wasser, Symbol des Lebens, Metapher für Bewegung, fernöstlich inspirierte Antithese zur kantigen Strenge des Betons, dem Scarpa freilich durch die Spuren einer "lebendigen" Schalung eine fast federne Leichtigkeit verlieh. Alles ist kostbar. Nichts ist Konfektion. Jedes Detail als Einzelstück entworfen. Allein die Eisen gefassten Alabasterfenster der Kapelle verweisen auf große Handwerkskunst, aus der Scarpa hier noch einmal im großen Umfang schöpfen konnte.

Rund ein Jahrzehnt nach Fertigstellung reiste der Münchner Fotograf Klaus Kinold nach San Vito d'Altivole, um das Grabmal fotografisch zu erkunden. Noch standen die den Eingangsbereich flankierenden Thujen – inzwischen sind sie abgeholzt. Vor allem besaß die Grablege eine vom Architekten materialkundig vorgedachte Patina, die mittlerweile in einen eher bedauerlichen Zustand umgeschlagen ist.
Klaus Kinold, mit anderen Worten, stieß auf eine Art Idealzustand zwischen Fertigstellung und Verfall, auf einen Moment innerhalb der Baugeschichte, in dem die Vision des Architekten ideal zum Tragen kam.

La Tomba Brion ist ein großes Erlebnis. Scarpa selbst nannte seinen Friedhof einen "heiteren Ort der Meditation". Tatsächlich ist dies ein magischer Ort, der lebt, auch wenn er dem Tod verpflichtet ist. Der sich verändert und damit selbst das Leben spiegelt. Hans-Michael Koetzle


Kunstwerk des Monats 
Kopf einer Monumentalen Buddha-Skulptur
Das Kunstwerk. Nördliche Qi-Dynastie, 550 – 577 n u Z,

Weißer Marmor aus Hebei, China, teilweise farblich gefasst, H 90cm  

Kopf einer Monumentalen Buddha-Skulptur - China, Nördliche Chi, 550 – 577 n.u.Z. ca. 100 cm H, © Stiftung DKM | Photo: SDKM 


Der Buddha-Kopf zeigt einen Ausdruck tiefer Innerlichkeit und Würde. Die in Meditation halb geschlossenen Augen werden von den Linien der Brauen in hohem Bogen überspannt. Die noch unbeschädigte Nase ist lang und gerade.Der Mund mit den kraftvoll geschwungenen Lippen zeigt ein feines Lächeln. Es sind Gesichtszüge, wie sie auch für Plastiken des Fundes von Qingzhou der Nördlichen-Qi-Periode charakteristisch sind (Rückkehr, 170, 180, 191C.)

Die Haarlocken sind noppenförmig und bilden regelmäßige Reihen, welche den Uṣṇīṣa bedecken, aber die Rückseite des Schädels unbedeckt lassen. Die überlebensgroße Statue war also auf Vordersicht gearbeitet. Wie aus den Farbuntersuchungen hervorgeht, wurde der Kopf nachweisbar noch bis ins 19. Jahrhundert kultisch bemalt.
Die Haarlocken sind blau, das Gesicht ist in einem bräunlichen Ton gehalten. Der ungewöhnlich große Kopf eines Buddha stammt vermutlich von einer monumentalen Statue der Northern Qi-Periode aus der nördlichen Provinz Hebei, wo diese Art des Marmors vorkommt. 

Katalog Museum DKM: Linien stiller Schönheit
http://www.museum-dkm.de/linien-stiller-schoenheit


Ausstellungsempfehlungen von Dirk Krämer und Klaus Maas

LWL- Museum für Kunst und Kultur, Münster 

Turner. Horror and Delight (bis 26. Januar 2020) 

Die Ausstellung des bedeutendsten britischen Landschaftsmalers der Romantik stellt die Reisen Joseph Mallord William Turners (1775–1851) in die Schweiz und nach Italien, seine Begegnung mit den Alpen und der arkadischen Landschaft Italiens in den Fokus. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Tate Britain in London, der Großteil der gezeigten Werke stammt aus dem Turner-Nachlass der Tate Gallery.
Die 80 Gemälde und Aquarelle, die die Tate zu der Ausstellung beisteuert, werden um 30 weitere Leihgaben internationaler Museen erweitert, zu denen Werke von Caspar Wolf, Claude-Joseph Vernet und John Martin gehören.
Turners erste Reise in die Schweiz 1802 und seine Begegnung mit der Bergwelt bedeuteten für den Künstler eine grundlegend neue Erfahrung. Er stellte das „Erhabene“ der Natur in den Vordergrund, die mit ihrer Urgewalt auch Grauen und Furcht einflößen kann, wie Darstellungen von Stürmen und anderen Naturkatastrophen sehr eindrucksvoll zeigen.
Ins Medium des Bildes übersetzt ist der Schrecken etwa eines Lawinenabgangs für den Betrachter selbst nicht lebensbedrohlich, so dass er der dargestellten Katastrophe auch einen gewissen Genuss abgewinnen kann. Schrecken und Freude – Horror and Delight – liegen hier nah beieinander. 

Demgegenüber stehen in der Ausstellung Turners Werke, die das "Malerische" aufgreifen, also die Ruhe, Ordnung und Schönheit klassischer Landschaftsmalerei, die der Künstler zum Beispiel nach der Rückkehr von seinen Italienreisen im Atelier umsetzte.
Während Turner bei seiner ersten Italienreise alle wichtigen Stationen einer "Grand Tour" mit dem Ziel Rom besuchte und deren charakteristischen Bauwerke in unzähligen Skizzenbüchern festhielt, war später Venedig das bevorzugte Ziel. Die spezielle Atmosphäre und das Licht in der Lagunenstadt inspirierten ihn zu den stimmungsvollen Aquarellen der 1840er Jahre. Die Aquarelle waren ein Experimentierfeld für die Arbeiten seines Spätwerks, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des britischen Botschafters. 

Hauptförderer der Ausstellung sind das NRW-Kulturministerium, die Stiftung Kunst³ und die LWL-Kulturstiftung. Förderer der Ausstellung sind doe Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Kulturstiftung der Sparkasse Münsterland Ost und Brillux.

Diese Ausstellung mit großartigen Bildern und Aquarellen muss man unbedingt gesehen haben!
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/ausstellungen/turner 


Weiter Ausstellungen der drei Duisburger Kunstmuseen
 

Lehmbruck Museum 

Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus (bis 26.01.2020)

Carsten Nicolai: „ROTA“ (bis 26.01.2020)

Die Künstler der Brücke (bis 01.06.2020)

Wilhelm Lehmbruck: Ein Leben (bis 20.06.2020)

www.lehmbruckmuseum.de
MKM MUSEUM KÜPPERSMÜHLE FÜR MODERNE KUNST

FARBE ABSOLUT

KATHARINA GROSSE X GOTTHARD GRAUBNER (bis 26.01.2020)

www.museum-kueppersmuehle.de

Das Wochenende im Lehmbruck Museum

CITY ATELIER: „Das Haus der Gefühle – Installation und Collage“

Duisburg, 04. Dezember 2019 - Im CITY ATELIER werden am Sonntag, 8. Dezember, 14 bis 17 Uhr, aus unterschiedlichsten Materialien räumliche Gebilde gestaltet und bei „Jugend trifft Kunst“ tauchen Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in selbst kreierte 3D-Welten ein. In der Vorweihnachtszeit bietet das Lehmbruck Museum an allen Offenen Samstagen spannende Workshops für Kinder von 6 bis 12 Jahren an.
An diesem Samstag, den 7. Dezember, 11 bis 14 Uhr, werden unter Anleitung von Sabine Bazan aufregende „Tastlandschaften“ gebaut. In der Kunst nennt man so etwas Relief oder Assemblage: Hierfür werden plastische Objekte zu einer Art Collage zusammengefügt und auf einer Grundplatte montiert. Die Kosten betragen 10 € pro Teilnehmer. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de).  

„Das Haus der Gefühle“

„Das Haus der Gefühle“ lautet das Motto im CITY ATELIER am Sonntag, 8. Dezember. Zwischen 14 und 17 Uhr sind interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums dazu eingeladen, gemeinsam mit Madalina Rotter architektonische Gebilde aus Karton und Spiegelfolie zu entwickeln, die im Anschluss durch Collagematerial und Bemalung fantasievoll gestaltet werden können.
Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden: Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Inspiration für den Workshop im CITY ATELIER liefert die derzeitige Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, Eija-Liisa Ahtila, The Tent House, 2004 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Ellen Page Wilson

„Jugend trifft Kunst“
Bei „Jugend trifft Kunst“ können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren am Sonntag, 8. Dezember, 14.30 bis 17.00 Uhr, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene 3D-Welten kreieren. Mit „Jugend trifft Kunst“ bietet das Lehmbruck Museum ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sich Jugendliche unter Anleitung von Katharina Nitz kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können.
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
  Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz


„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Egal, ob man selbst gerne mitreden oder lieber zuhören möchte, beides ist am Wochenende im Lehmbruck Museum möglich: „Wer mag Weihnachten?“ lautet das Motto im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ am Samstag, 7. Dezember, ab 15 Uhr.

Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums wird es dieses Wochenende weihnachtlich! Am Samstag, den 7. Dezember, 15 Uhr, dreht sich bei „Mitreden“ alles um die Frage „Wer mag Weihnachten?“ Sybille Kastner lädt Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft zum interkulturellen Austausch über Weihnachtsbräuche und Traditionen ein. Wem gefällt der Duft von Spekulatius und Weihrauch und wer würde am liebsten direkt ins Neue Jahr vorspulen? In lockerer Atmosphäre können sich die Gesprächsteilnehmer*innen austauschen und nebenbei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.
   
Foto: Frank Fischer


Sonntagsführung: „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“
In der öffentlichen Sonntagsführung zur aktuellen Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ am 8. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Friederike Winkler-Rufenach den „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“.
Friederike Winkler-Rufenach wird sich in der öffentlichen Sonntagsführung am 8. Dezember, 11.30 Uhr, dem weiten Feld der Liebe, insbesondere der Mutterliebe, widmen. „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“ lautet das Thema der Führung durch die aktuelle Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“.
Die finnische Künstlerin Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Die retrospektiv angelegte Ausstellung beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Blick in die Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, Eija-Liisa Ahtila, Potentiality for Love, 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Andreas Probst



- Festliche Musik zur Adventszeit
- Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung

Festliche Musik zur Adventszeit
Duisburg, 02. Dezember 2019 - Toccata 1: Posaunenquartett der Duisburger Philharmoniker und Kantor Marcus Strümpe spielen in der Reihe „Orgel plus…“ festliche Musik zur Adventszeit Sonor, markant, aber auch weich und goldglänzend kann die Posaune klingen, deren deutscher Name auf die altfranzösische Bezeichnung „buisine“ und das lateinische „bucina“ (Signalhorn, Jagdhorn, Trompete) zurückgeht.

Das Blechblasinstrument eignet sich daher hervorragend, um festliche Musik zur Adventszeit anzustimmen. In der beliebten Konzertreihe „Toccata“, die ganz auf die Eule-Orgel in der Philharmonie Mercatorhalle zugeschnitten ist, schließt sich Kantor Marcus Strümpe jetzt mit einem Posaunenquartett der Duisburger Philharmoniker  zusammen.

Das Programm am Sa. 7. Dezember (16 Uhr) lotet unterschiedlichste Klang- und Spielkombinationen in einer großen stilistischen Bandbreite aus. Da trifft das protestantische Norddeutschland auf das katholische Italien, Renaissance auf Romantik, Oratorium auf Oper. Mal alternieren Orgel und Posaunen im geschmeidigen Wechsel, mal vereint sich der Luftstrom von Bläsern und Gebläse zu geballter pneumatischer Wucht.

Die herzwärmende Version des Ave Maria von Franz Biebl steht ebenso auf dem Programm wie das prachtvolle Magnificat primi toni für Orgel von Dietrich Buxtehude. Anlässlich der Krönung von Georges II. im Jahr 1727 komponierte Georg Friedrich Händel den prunkvollen Hymnus Zadok the priest, der Eingang in die offizielle Hymne für die UEFA Champions League fand.
Ein Auszug aus dem Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Traumpantomime aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel runden die Werkfolge ab.
Marcus Strümpe, Kantor der Salvatorkirche und eine der zentralen Persönlichkeiten der vitalen Orgelszene an Rhein und Ruhr, musiziert gemeinsam mit den Posaunisten Rocco Rescigno, Norbert Weschta, Gerald Klaunzer und Lars Henning Kraft.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de



Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung

Am Freitag, den 6. Dezember, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“ Besucher*innen können an diesem Tag Ihren Eintrittspreis selbst bestimmen und sich auf eine Führung durch die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ mit Kuratorin Jessica Keilholz-Busch freuen, die um 15 Uhr stattfindet. Die Werke der expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ revolutionierten die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne.
1905 in Dresden gegründet, lehnte sich die Gruppe gegen die traditionelle Malerei und akademische Traditionen auf. Viele ihrer Mitglieder wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff – später auch Otto Mueller und Emil Nolde – gehören heute zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern des Expressionismus. Jessica Keilholz-Busch wird die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten vorstellen und dabei die künstlerischen Ausdrucksformen der Expressionisten in den Blick nehmen. Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Karl Schmidt-Rottluff, Landschaft mit Feldern, 1911 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Kirtz



- Duisburger Philharmoniker: Barockkonzert im Lichterschein
- 1. Haniel Akademie-Konzert

Duisburger Philharmoniker: Barockkonzert im Lichterschein


Copyright: Zoltan Verhoeven-Leskovar

Duisburg, 27. November 2019 - Barockkonzert im Lichterschein: Mitglieder der Duisburger Philharmoniker setzen beliebte Konzertreihe in stimmungsvoller Atmosphäre fort Ende des 17. Jahrhunderts kam in Italien eine neue musikalische Gattung auf: Das „Concerto“ mit seiner solistischen Virtuosität, seinem anregenden Dialog der Instrumente und orchestralen Gruppen machte bald auch in Nordeuropa Furore. Wie viele andere Meister ließen sich auch Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel von der attraktiven Novität anregen, der sie bald ihren eigenen Stempel aufdrückten.

Ein Barockensemble der Duisburger Philharmoniker setzt nun die beliebte Konzertreihe „Barockkonzert im Lichterschein“ fort. Am Mi. 4. Dezember (19 Uhr) beginnt der Abend in der Christuskirche in Duisburg-Rheinhausen mit dem Concerto Grosso D-Dur op. 6/5 HWV 323 von Georg Friedrich Händel.

Im Anschluss erklingt das Konzert für Oboe und Streicher A-Dur BWV 1055 von Johann Sebastian Bach. Mitglieder der Duisburger Philharmoniker begleiten dabei ihren Kollegen Mikhail Zhuravlev (Oboe). Den Cembalo-Part übernimmt Wolfgang Kostujak. Orchestrale Pracht entfalten danach das Brandenburgische Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 und die Ouvertüre h-Moll BWV 1067, deren Abfolge von Tanzsätzen ganz im französischen Stil gehalten ist.

Einem wahren Fest für Streicher gleicht Antonio Vivaldis Konzert für vier Violinen h-Moll RV 580, in dem die Stimmen der vier Solisten ebenso kunst- wie glanzvoll miteinander verflochten werden. Das Konzert erfährt zwei Wiederholungen: am Do. 5. Dezember (19 Uhr) im Opernfoyer des Theaters Duisburg und am So. 8. Dezember (17 Uhr) in der Evangelischen Kirche in Duisburg-Mittelmeiderich.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.


1. Haniel Akademie-Konzert

Zwei Klaviertrios und ein Streichsextett: Dirk Mommertz stellt im 1. Haniel Akademie-Konzert erfolgreiche junge Kammermusik-Ensembles vor Dirk Mommertz ist Duisburg seit langem verbunden: Als ehemaliger Professor der Folkwang Universität, aber auch als Pianist des Fauré Quartetts, das 2012 mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet wurde.
2015 wechselte Dirk Mommertz als Professor für Kammermusik an die Hochschule für Musik und Theater in München. Seine Studierenden sind regelmäßig bei großen internationalen Wettbewerben erfolgreich. Zwei dieser aufstrebenden Jung-Ensembles stellt Dirk Mommertz jetzt im 1. Haniel Akademie-Konzert vor.

Am Dienstag, 3. Dezember (20 Uhr) ist im Auditorium der Haniel Akademie zunächst das Lux-Trio zu erleben, das 2018 einen dritten Preis und zwei Spezialpreise beim renommierten ARD Musikwettbewerb erhielt. Jae Hyeong Lee (Violine), Hoon Sun Chae (Violoncello) und Eunyoo An (Klavier) eröffnen den Abend mit dem Klaviertrio A-Dur Hob. XV:35 von Joseph Haydn, das einer frühen Schaffensphase des Komponisten angehört.

Im Anschluss wenden sie sich dem Klaviertrio g-Moll op. 15 von Bedřich Smetana zu. Der Tscheche komponierte das Stück im Alter von 31 Jahren unter dem Eindruck des Todes seiner ältesten Tochter. Nach der Pause steht das Streichsextett d-Moll op. 70 von Peter Tschaikowsky auf dem Programm, bekannt unter dem Beinamen Souvenir de Florence.

Der Komponist schrieb den ersten Entwurf innerhalb von 17 Tagen in Florenz, vollendete das Sextett aber erst von 1890 bis 1892 in Moskau. Das Werk zeichnet sich durch eine Fülle lyrischer Melodien aus, die eine ungetrübte Grundstimmung garantieren, obwohl das Werk in Moll komponiert ist. Die Interpreten sind Mohamed Hiber und Lorenz Chen (Violine), Louis Vandory und Emiko Yuasa (Viola) sowie Laura Szabo und Johannes Välja (Violoncello).

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de

MKM Museum Küppersmühle: Blick hinter die Kulissen
Am Mittwoch, 4. Dezember um 17 Uhr laden wir Besucherinnen und Besucher herzlich ein, einen Blick hinter die Kulissen des Museums zu werfen. Der alternative Ausstellungsrundgang mit den Ratinger Restauratoren Thomas Brüning und Michael Schubert beantwortet Fragen rund um Aufbau, Pflege und Umgang mit Kunstwerken.
Teilnahmepreis sind 10 EUR inkl. Eintritt ins MKM Anmeldung unter: T 0203/301948-11 (Mi-So) oder
office@museum-kueppersmuehle.de Außerdem findet, wie gewohnt, am Sonntag, 01. Dezember 2019, um 15:00 Uhr eine kostenlose Besucher-Führung mit Einblicken in die aktuelle Wechselausstellung „Farbe absolut – Katharina Grosse und Gotthard Graubner“ und die Sammlung des Hauses mit Werken von Baselitz, Kiefer, Lüpertz und anderen Größen der deutschen Kunst seit den 50er-Jahren statt.  
Treffpunkt ist das Foyer des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg - Innenhafen. Die Führung durch die Kunsthistorikerin Sabine Falkenbach dauert eine Stunde. Nur der Eintritt ins MKM (9,00 €) ist zu entrichten.

Lehmbruck Lecture „Emil Nolde – Eine deutsche Legende
Am Donnerstag, den 5. Dezember, 18 Uhr, begrüßt Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla im Rahmen der Lehmbruck Lectures Dr. Christian Ring, Direktor der Nolde Stiftung Seebüll. In seinem Vortrag spricht er über die Rolle Emil Noldes im Nationalsozialismus: Von keinem anderen Künstler wurden derart viele Werke beschlagnahmt und in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ von 1937/38 präsentiert.
Doch wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu seiner Mitgliedschaft in der NSDAP und seiner Verehrung Adolf Hitlers?
Noldes ideologische Haltung und die Auswirkungen der historischen Umstände des Nationalsozialismus auf sein Schaffen wurden bisher nie umfassend untersucht. Die Berliner Ausstellung „Emil Nolde – Eine deutsche Legende“ (12.04.2019 bis 15.09.2019, Hamburger Bahnhof, Berlin) hat die Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojekts präsentiert.
In seiner Lehmbruck Lecture stellt Dr. Christian Ring die neuesten Forschungsergebnisse vor und untersucht das vielschichtige Gewebe von Kunst, Selbstinszenierung, Verfemung und Legendenbildung: Wie wirkte sich das Dritte Reich auf Noldes Leben und Werk aus? Inwiefern korrespondieren etwa seine Darstellungen mythischer Opferszenen mit seinen Sympathien für das Regime? Und wie entstanden die Nolde-Mythen der Nachkriegszeit?  
In der aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ präsentiert das Lehmbruck Museum ausgewählte Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der umfangreichen Sammlung des Hauses, darunter auch Arbeiten von Nolde, der der Künstlervereinigung 1906 beitrat. Eintritt: 5 €      

Emil Nolde, Wolken, um 1930 © Nolde Stiftung Seebüll, Foto: Jürgen Diemer

 

 

 

 

 Wochenend-Programm im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum  

Am Samstag, den 30. November 2019, um 15 Uhr dreht sich im offenen Sprachcafé „Mitreden“ alles um das Thema „Geschlechterrollen“ und die Frage, ob es sie (noch) gibt. Woher stammen Geschlechterrollen eigentlich und wie sind die Rollen von Mann und Frau in unterschiedlichen Kulturen?
Interessierte Besucher*innen können sich im Sprachcafé des Lehmbruck Museums in lockerer Atmosphäre austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.

 
Foto Frank Fischer

Öffentlichen Führung: Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler

In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 1. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Dr. Susanne Karow der neuen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten. 

Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

Karl Schmidt-Rottluff, Russisches Dorf, 1919 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Kirtz

 

Duisburger Künstler Marayle Küpper und Wilfried Weiß und die Druckwerkstatt

Das CITY ATELIER bietet am Sonntag, den 1. Dezember, von 14 bis 17 Uhr erneut die Gelegenheit, ein für den Expressionismus typisches Druckverfahren kennenzulernen: Die Duisburger Künstler Marayle Küpper und Wilfried Weiß laden in die Druckwerkstatt ein und zeigen, wie Schnellverfahren der Radierung zu bewerkstelligen sind. Das CITY ATELIER ist der Ort im Lehmbruck Museum, um Kunst selbst zu machen.
Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen sowie verschiedene Materialien und Techniken kennenzulernen. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind.

Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale pro Erwachsener. Für Kinder bis 14 Jahre ist die Teilnahme kostenlos.

Besucherkunstwerk, Foto: Lehmbruck Museum

 

Lehmbruck Museum stellt Neuerwerbung von Jana Sterbak vor

Duisburg, 25. November 2019 - Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ist der Ankauf eines der Hauptwerke der international renommierten Künstlerin Jana Sterbak für das Lehmbruck Museum gelungen. Die Arbeit „I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress)“ erweitert die umfangreiche Sammlung des Hauses um ein bedeutendes Werk der Gegenwartskunst.

„Ich möchte dem Kulturministerium meinen großen Dank aussprechen, dafür, dass es uns so engagiert in der beständigen Erweiterung unserer Kunstsammlung unterstützt“, so Kulturdezernent Thomas Krützberg. Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte: „Ich freue mich, dass wir mit der Förderung des Landes diesen Gewinn für die herausragende Sammlung des Lehmbruck Museums ermöglichen konnten. Die Arbeit der Objekt-Künstlerin Jana Sterbak erweitert die Duisburger Skulpturensammlung um eine starke Position der Gegenwart.“ 

Fotos Jana Sterbak © Bill Vazan


Für Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla ist es „einer der schönsten Momente, diese ikonische Skulptur von Jana Sterbak, die zu den wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Avantgarde gehört, in unsere Sammlung aufnehmen zu können.“ Am kommenden Donnerstag, den 28. November, 19 Uhr, stellt sie gemeinsam mit Jana Sterbak, die aus Kanada anreist, die Neuerwerbung in einem Künstlerinnengespräch vor.
Bereits 2017 begeisterte die Arbeit „I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress“  der tschechisch-kanadischen Künstlerin im Rahmen einer umfassenden Retrospektive im Lehmbruck Museum ein großes Publikum. Für besonderes Aufsehen sorgte auch das aus rohen Fleischstücken zusammengefügte Kleid „Vanitas: Flesh Dress for an Albino Anorexic“.
Nicht weniger imposant ist die Neuerwerbung „The Dress“, ein bodenlanges Gewand aus Drahtgeflecht, von dem eine tödliche Gefahr ausgeht, wenn es unter Strom steht und rot erglüht. Sterbak geht es um die intensive körperliche Erfahrung der Besucher*innen. Sie nutzt Fleisch, Haut, Haare, Leder, Glas und Energie und versetzt uns in einen Zustand, in dem wir uns mit allen Sinnen einfühlen in unser Gegenüber: Wie muss sich wohl die Trägerin des Kleides fühlen? Das Künstlerinnengespräch gibt Einblicke in die Gedankenwelt Sterbaks, die sich in ihren Arbeiten auf ebenso humorvolle wie subversive Art mit existenziellen Themen wie der Liebe, dem Leben und dem Tod beschäftigt. 
Das Künstlerinnengespräch findet in englischer Sprache statt. Eintritt: 9 € (erm. 5 €, inkl. Begrüßungsgetränk.  


Jana Sterbak, I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress), 1984-85/2016 © Jana Sterbak


Lehmbruck Museum:  Offener Samstag „Gruß und Kuss, dein Julius – Weihnachtskarten selbst gemacht“ mit Sabine Bazan
In der Vorweihnachtszeit bietet das Lehmbruck Museum an allen Samstagen ein Sonderprogramm für Kinder von 6 bis 12 Jahren an. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr können junge Kreative am 30. November unter Anleitung von Sabine Bazan Weihnachtskarten selbst gestalten. Mit Hilfe von Pinsel, Farbe und ein wenig Weihnachts-Glimmer entstehen ganz persönliche Grußbotschaften. Der Offene Samstag wird von erfahrenen Kunstvermittlerinnen begleitet. Die Kosten betragen 10 € pro Kind. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de)!

Die Termine im Überblick (jeweils 11 bis 14 Uhr):
Samstag, 30. November Gruß und Kuss, dein Julius – Weihnachtskarten selbst gemacht Mit Sabine Bazan
Samstag, 7. Dezember Tastlandschaften – Reliefs und Assemblagen bauen Mit Madalina Rotter
Samstag, 14. Dezember Setzkasten – Bildnerische Collagen aus Zuckerkreide und Papier Mit Rike Lemm
Samstag, 21. Dezember Last Minute Weihnachtsgeschenke – Kleine, schöne Sachen machen Mit Katharina Nitz
Der Offene Samstag wird veranstaltet aus Mitteln der Stiftung der Gründerfamilie Wilhelm Grillo.  

Offener Samstag, Foto: Lehmbruck Museum

 



Weihnachtsmusik aus Assisi im 4. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 24. November 2019 - Weihnachtsmusik aus Assisi: Das Ensemble l’arte del mondo und die Sopranistin Catalina Bertucci zelebrieren unter Dirigent Werner Erhardt festlich-barocke Klänge Für seine innovativen Programme ist das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble l’arte del mondo weithin bekannt.
2004 von seinem künstlerischen Leiter Werner Erhardt gegründet, machte das Orchester seither mit zahlreichen Ersteinspielungen und Wiederentdeckungen von sich reden und erzielte hohe Auszeichnungen.

Um das Programm für das 4. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker zu erstellen, hat Werner Erhardt in der altehrwürdigen Bibliothek des Franziskanerklosters in Assisi recherchiert, die eine Musiksammlung von unschätzbarem Wert birgt. Mit Sorgfalt fügte Erhardt bekannte und unbedingt entdeckenswerte Werke italienischer Barockkomponisten zu einer reizvollen Kette. Orchestrale Eckpfeiler des Konzerts am Sonntag, 1. Dezember (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle sind zwei Concerti Grossi aus der Werkgruppe Opus 6 von Arcangelo Corelli, dessen Musik schon zu Lebzeiten von Rom aus bis nach China und Indien durchdrang.
Im Zentrum steht das berühmte Weihnachtskonzert, dessen abschließende Pastorale mit ihren innig wiegenden Hirtenklängen eine besonders besinnliche Stimmung zum Ausdruck bringt. Vokalen Glanz erhält das Programm durch die chilenisch-italienische Sopranistin Catalina Bertucci, die unter anderem mit dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter der Leitung von Ton Koopman auf Tournee war und im Frühling 2019 im Teatro Municipal in Santiago ihr Debüt als Sophie in Der Rosenkavalier von Richard Strauss gab. Sie ist in Werken von Francesco Maria Benedetti zu erleben, der zwischen 1711 und 1746 als Kapellmeister in Assisi wirkte.
Die in Nicola Porporas Motette Stelle lucide beschworenen Sterne geben der Sängerin Gelegenheit, die Geläufigkeit ihrer Kehle unter Beweis zu stellen. Zum Abschluss erklingt der Canto Solo per Natale von Ferdinando Antonio Lazzari, einem in Bologna lebenden Komponisten und Ordensgeistlichen. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.


 4. Philharmonischen Konzert

Duisburg, 21. November 2019 - „Eviva España“: Im 4. Philharmonischen Konzert unternehmen Dirigent Axel Kober und der Gitarrist Joaquín Clerch einen musikalischen Ausflug in den Süden Nach einem Spanien-Aufenthalt im Jahr 1882 komponierte der Franzose Emmanuel Chabrier, ein Freund des Malers Édourd Manet und des Dichters Paul Verlaine, sein bis heute populärstes Stück: die Orchester-Rhapsodie España, die durch ihre funkelnde Instrumentierung ebenso besticht wie durch kraftvolle Rhythmen, die auf Volkstänze wie der Jota zurückgehen.

Am Mi. 27. und Do. 28. November (jeweils 20 Uhr) erklingt das Werk zum Auftakt des 4. Philharmonischen Konzerts in der Mercatorhalle, das unter dem Motto „Eviva España“ steht. Einem musikalischen Ausflug in sonnig-südliche Gefilde gleicht auch der weitere Programmverlauf. Unter der Leitung von Axel Kober begleiten die Duisburger Philharmoniker den kubanischen Gitarristen Joaquín Clerch in dem berühmten Concierto de Aranjuez für Gitarre und kleines Orchester von Joaquín Rodrigo.
Das Werk ist eine Hommage an den Flamenco, enthält aber auch Einflüsse der orientalischen Folklore. Es wurde vom Komponisten nach der Sommerresidenz der spanischen Könige benannt. In den Suiten Nr. 1 und 2 aus dem Ballett Der Dreispitz von Manuel de Falla finden sich ebenfalls spanische Tanzformen wie Fandango und Seguidilla. Besonders populär geworden ist der „Tanz des Müllers“ (Danza del molinero), eine wild gestampfte Farruca. Auch Maurice Ravels Boléro war ursprünglich als Ballettmusik konzipiert.

Die Idee, ein einziges Thema ohne jegliche Entwicklung zu wiederholen und durch das Hinzufügen von immer mehr Instrumenten einem Höhepunkt zuzuführen, ist dem Basken angeblich während eines Badeurlaubs gekommen. Von Ravel selbst ist dazu folgendes Bonmot überliefert: „Ich habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert – den Boléro. Leider völlig ohne Musik.“ 
Für das Konzert sind nur noch wenige Restkarten erhältlich: bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

 

 

- FARBE ABSOLUT. Katharina Grosse - Gotthard Graubner
- 4. Philharmonischen Konzert

FARBE ABSOLUT. Katharina Grosse - Gotthard Graubner

Duisburg, 20. November 2019 -
Den Auftakt des Begleitprogramms im MKM hat Künstlerin Katharina Grosse selbst übernommen. Weitere Veranstaltungen folgen ab dem 20. November. "Allen meinen Arbeiten liegt eine Gemeinsamkeit zugrunde: Die Intensität der Farbe."

Artist Talk im MKM: (v.l.) Johann König (Galerist), Eva Schmidt (Kuratorin), Katharina Grosse (Künstlerin), Jörg Mascherrek (Moderation), Foto Georg Lukas. Essen Sehr geehrte Damen und Herren, mit über 100 Teilnehmer*innen ist das MKM am 15.11.19 erfolgreich ins Begleitprogramm zur aktuellen Wechselausstellung "Farbe absolut" gestartet.

Beim Artist Talk im MKM traf Malerin Katharina Grosse auf den „Popstar unter den Galeristen“ (FAZ) Johann König und Kuratorin Eva Schmidt und teilte ihre Innensicht auf Kunst und Künstler*innen, die Ausstellung im MKM und Malerei als unbekannter Ort und Plädoyer für Veränderlichkeit. Moderiert wurde die Runde von Jörg Mascherrek. "Überall kann ein gemaltes Bild sein", so Katharina Grosse beim Künstlergespräch.

"Das Malen und Zeichnen ist eine ganz direkte, ohne irgendeine Maschine vermittelte Bildinformation (...). Mich interessiert so sehr, wie dieses Leben, das wir haben - mit Kartoffelschälen, Schuhe putzen, hierher fahren und im Stuhl sitzen - parallel existiert zu dieser imaginativen Welt, die alles andere auch kann - Fliegen oder Schwimmen über den Ozean ohne Sauerstoffzufuhr und alle diese Dinge, die man sich ausdenken kann." Bereits diesen und nächsten Mittwoch stehen die nächsten Veranstaltungen an: Am 20.11. um 17 Uhr findet wieder unsere beliebte KUNST und GENUSS-Führung statt und am 4.12. um 17 Uhr lassen die Restauratoren Brüning & Schubert unsere Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen.

 

T E R M I N E

Mi, 20.11.2019 | 17 Uhr
KUNST und GENUSS
Führung durch die Ausstellung, anschließend Wein und Imbiss im Küppersmühle Restaurant
Mit Sabine Falkenbach und Jörg Mascherrek
21 EUR inkl. Eintritt, Führung, einem Getränk und Imbiss

Mi, 04.12.2019 | 17 Uhr
GROSSE X GRAUBNER – Hinter den Kulissen
Der alternative Ausstellungsrundgang mit den Restauratoren Brüning & Schubert: Hintergrundwissen rund um Aufbau, Pflege und Umgang mit Kunstwerken.
10 EUR inkl. Eintritt ins MKM

Sa, 18.01.2020 | 15 Uhr
MKM POETRY TIME
Lyrikworkshop in der Ausstellung „Farbe absolut“ für Jugendliche und Erwachsene
20 EUR inkl. Eintritt ins MKM | max. 15 Teilnehmer

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Kostenlose Führungsangebote

Jeden Mittwoch | 15 Uhr
KUNSTMITTWOCH IM MKM
Führung durch die Ausstellung „Farbe absolut“ mit Kunstvermittlerin Prisca Wensch
Teilnahme kostenlos (im Eintrittspreis enthalten). Anmeldung nicht erforderlich.

Jeden Sonntag | 15 Uhr
ÖFFENTLICHE BESUCHERFÜHRUNG
Führung durch die Sammlung und die aktuelle Ausstellung im MKM
Teilnahme kostenlos (im Eintrittspreis enthalten). Anmeldung nicht erforderlich.

ANMELDUNG
Soweit nicht anders angegeben, ist für alle Veranstaltungen eine Anmeldung erforderlich unter:
T 0203 30 19 48 -11 (Mi–So) oder office@museum-kueppersmuehle.de

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

Philosophenweg 55
47051 Duisburg
T 0203 30 19 48 -11
office@museum-kueppersmuehle.de
www.museum-kueppersmuehle.de
#museumkueppersmuehle  #mkm  #farbeabsolut

Veranstalter
Eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn im MKM
www.stiftungkunst.de
#stiftungkunstbonn

Laufzeit
bis 26. Januar 2020

Förderer
Das Projekt wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft.

Katalog
Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog im Wienand Verlag erschienen.



 

Das Wochenend-Programn im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Duisburg, 19. November 2019 - Auch an diesem Wochenende können sich interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ austauschen: Am Samstag, 23. November, 15 Uhr, dreht sich dabei alles um das Thema „Selbstfürsorge“.
Wer die jüngst eröffnete Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ erkunden möchte, ist herzlich zur öffentlichen Führung am Sonntag, 24. November, 11.30 Uhr, eingeladen. Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ geht es am Samstag, den 23. November, ab 15 Uhr um das Thema „Selbstfürsorge“. Was es heißt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und warum Auszeiten wichtig für ein glückliches Leben sind, kann unter Gesprächsführung von Elisa Tinnappel diskutiert werden. In ungezwungener Atmosphäre können sich die Gesprächsteilnehmer*innen austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

 

Öffentliche Führung: Das Wirken der „Brücke“-Künstler
In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 24. November, 11.30 Uhr, widmet sich Madalina Rotter der neuen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Erich Heckel, Windmühle in Dangast, 1909 © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto: Bernd Kirtz

 

 

Musikpreis der Stadt Duisburg für Choreograph Royston Maldoom

 „Tanzen für ein besseres Leben“
Duisburg, 18. November 2019 - Der britische Choreograph Royston Maldoom nimmt am 24. November den Musikpreis der Stadt Duisburg 2019 entgegen Für seine herausragende künstlerische Arbeit mit Menschen aller Nationalitäten und sozialen Schichten nimmt der britische Tanzpädagoge und Choreograph Royston Maldoom am 24. November den Musikpreis der Stadt Duisburg 2019 aus den Händen von Oberbürgermeister Sören Link entgegen.

Eine Fachjury hatte dem gebürtigen Londoner die mit 10.000 Euro dotierte und von der Köhler-Osbahr-Stiftung zur Verfügung gestellte Auszeichnung zugesprochen. Die Preisverleihung findet um 11 Uhr im Großen Saal des Theaters Duisburg statt. Maldoom erlangte internationale Berühmtheit, als er 2003 auf Einladung der Berliner Philharmoniker und ihres damaligen Chefdirigenten Sir Simon Rattle eine Choreographie zu Igor Strawinskys Orchesterstück „Le Sacre du Printemps“ erarbeitete – mit 250 Jugendlichen aus den Problemvierteln der Stadt.

Im Rheinland, insbesondere in Duisburg, hatte der Wahl-Berliner aber schon viel früher wichtige tanzpädagogische Wegmarken gesetzt. Von 1990 bis 1997 war er choreographischer Direktor eines Jugendtanzfestivals im Rahmen der Duisburger Akzente. Seine Zusammenarbeit mit der Duisburger Choreographin und Tanzpädagogin Ulla Weltike geht ebenfalls auf diese Zeit zurück. Mitreißende Kraft entwickelte 2016 ihr gemeinsames Projekt „EXILE – Tanzen für ein besseres Leben“, das ein weithin beachtetes Zeichen für mehr Humanität und ein stärkeres Miteinander setzte.
Das Tanzstück über Menschen, die ihre Heimat verlassen, vereinte rund 150 Duisburger Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedenster Herkunft auf der Bühne des Stadttheaters. Im Mittelpunkt des Festakts am 24. November steht ein Gespräch Maldooms mit dem Musikjournalisten Holger Noltze. Ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker, die Tanzmoto Dance Company und das Duisburger Tanztheater Ulla Weltike werden die Matinee künstlerisch gestalten. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

Royston Maldoom - Copyright  Ingo Schäfer


 

- Binnenschifffahrtsmuseum: Öffentliche Sonntagsführung fallen aus  
- Lehmbruck Museum: Jugend trifft Kunst: „Portraitzeichnen kann jeder!“

Binnenschifffahrtsmuseum: Öffentliche Sonntagsführung fallen aus  
Duisburg, 18. November 2019 - Im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort finden am 1. Dezember und 8. Dezember, aufgrund von Großveranstaltungen, keine öffentlichen Sonntagsführungen statt. Weitere Informationen unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.


Lehmbruck Museum
Jugend trifft Kunst: „Portraitzeichnen kann jeder!“
„Portraitzeichnen kann jeder!“ lautet das Motto bei „Jugend trifft Kunst“ am Sonntag, 24. November, von 14.30 bis 17.00 Uhr. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren können unter Anleitung von Katharina Nitz Gesichter zu Papier bringen. Mit „Jugend trifft Kunst“ bietet das Lehmbruck Museum ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sich Jugendliche kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können.
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz

 

 

Offener Samstag im Lehmbruck Museum
„Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“

Am Sonntag, 24. November, 14 bis 17 Uhr, bietet das CITY ATELIER allen Interessierten die Möglichkeit, das Holzschnittverfahren selbst zu erproben und bei Jugend trifft Kunst, dem kostenfreien Kreativangebot für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, lautet das Motto ab 14.30 Uhr: „Portraitzeichnen kann jeder!“ Zum Auftakt der Offenen Samstage am 23. November lautet das Motto „Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“.
Von 11 bis 14 Uhr können sich junge kreative Köpfe zwischen 6 und 12 Jahren unter Anleitung von Hiltrud Lewe künstlerisch verwirklichen. Die Krefelder Künstlerin stellt dabei eindrücklich unter Beweis, dass alte Zeitungen viel zu schade zum Wegschmeißen sind: Zusammen mit interessierten Kids wird sie altes Zeitungspapier als künstlerisches Material verwenden und ihm dabei neues Leben einhauchen – Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Vielleicht entsteht dabei ja sogar das ein oder andere Weihnachtsgeschenk?! Die Kosten betragen 10 € (erm. 5 €) pro Teilnehmer. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de)!  

CITY ATELIER: „Die Künstler der Brücke“

Passend zur frisch eröffneten Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ bietet das CITY ATELIER am Sonntag, 24. November, von 14 bis 17 Uhr, die Gelegenheit, ein für den Expressionismus typisches Druckverfahren kennenzulernen: „Kontrastreich – Holzschnittverfahren“ lautet das Thema diese Woche, zu dem Friederike Winkler-Rufenach einlädt, in inspirierender Atmosphäre den eigenen Vorstellungen Raum zu geben.
Das CITY ATELIER ist der Ort im Lehmbruck Museum, um Kunst selbst zu machen. Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen sowie verschiedene Materialien und Techniken kennenzulernen. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale.