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Das Wochenende im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum  
Duisburg, 12. Dezember 2019 - Am Samstag, 14. Dezember, 15 Uhr, können sich interessierte Besucher*innen im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ über „Liebesbekundungen“ austauschen. Es dreht sich im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums alles um das Thema „Liebesbekundungen“. „Mitreden“ können interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft  und dabei in ungezwungener Atmosphäre ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Fischer


Öffentlichen Führung: Wirken der „Brücke“-Künstler

In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 15. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Dr. Susanne Karow der aktuellen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Ernst Ludwig Kirchner, Sitzender weiblicher Akt, 1908-09, Foto: Jürgen Diemer

CITY ATELIER: „Viertelstundenakte – Aktzeichnen nach Modell“
„Viertelstundenakte – Aktzeichnen nach Modell“ lautet das Thema im CITY ATELIER am Sonntag, 15. Dezember, von 14 bis 17 Uhr. In Anlehnung an die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“, in der der menschliche Körper als zentrales Bildmotiv in Erscheinung tritt, sind interessierte Besucher*innen dazu eingeladen, selbst zu Papier und Bleistift zu greifen.
Dazu begrüßt das Lehmbruck Museum „Rodinmuse“ Tanja Wilking, die seit über 25 Jahren professionelles Aktmodell ist: Jede Viertelstunde wird sie ihre Pose wechseln, um immer wieder neue zeichnerische Perspektiven zu ermöglichen. Der Workshop findet unter fachkundiger Anleitung von Bettina Kohrs statt.

Aktzeichnen nach Modell  mit  „Rodinmuse“ Tanja Wilking, Foto: Frank Nattefort

Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden:
Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Um Anmeldung wird gebeten (telefonisch unter 0203 283-2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de).  

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Malerei des Expressionismus“
Beim nächsten Termin in der Reihe „Kunst & Kaffee“ am Dienstag, den 17. Dezember, 15 Uhr, gibt Jessica Keilholz-Busch interessante Einblicke in die Malerei des Expressionismus. Im Anschluss an eine Führung durch die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ sind alle Teilnehmer*innen zum Kaffee- und Kuchengenuss eingeladen, bei dem in gemütlicher Runde Eindrücke ausgetauscht werden können. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum im Souterrain der Glashalle einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne.
Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung telefonisch unter 0203 283-3294 oder per E-Mail an info@lehmbruckmuseum.de.      

Erich Heckel, Windmühle in Dangast, 1909 © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto: Bernd Kirtz


Öffentliche Führung im Museum Küppersmühle
Am Sonntag, 15. Dezember 2019 um 15:00 Uhr, findet eine kostenlose Besucher-Führung mit Einblicken in die aktuelle Wechselausstellung „Farbe absolut – Katharina Grosse und Gotthard Graubner“ und die Sammlung des Hauses mit Werken von Baselitz, Kiefer, Lüpertz und anderen Größen der deutschen Kunst seit den 50er-Jahren statt.  
Treffpunkt ist das Foyer des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg - Innenhafen.  
Die Führung durch die Kunsthistorikerin Gisela Luther-Zimmer dauert eine Stunde. Nur der Eintritt ins MKM (9,00 €) ist zu entrichten. Außerdem würden wir unsere Besucher*innen gern über die Öffnungszeiten während der Feiertage informieren.  

Öffnungszeiten während der Feiertage lauten wie folgt: 23./24. und 30./31.12.2019: geschlossen 25. bis 29.12.2019: 11 bis 18 Uhr 01.01.2020: 11 bis 18 Uhr Ab dem 2. Januar gelten wieder unsere regulären Öffnungszeiten Mittwoch 14-18 Uhr Donnerstag – Sonntag 11-18 Uhr Feiertage 11-18 Uhr Montag + Dienstag geschlossen Die kostenlosen Mittwochsführungen (15.00Uhr) am 25. Dezember 2019 und 1. Januar 2020 entfallen.

        

Ausschreibung des Kunstpreises „CityARTist 2020“

Duisburg, 09. Dezember 2019 - Das NRW KULTURsekretariat (NRWKS) schreibt für das Jahr 2020 erstmals gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten zehn „CityARTist“-Preise für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation und Fotografie in einer Gesamthöhe von 50.000 Euro aus. An die zehn besten Künstler werden Preisgelder von jeweils 5000 Euro als Stipendien vergeben. Jede der rund 20 Mitgliedsstädte darf dabei nur einen Künstler in den Wettbewerb schicken, den sie zuvor aus ihren Bewerbungen ermittelt hat. Die Stadt Duisburg ist mit von der Partie.

 

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Kunstschaffende, die eine einschlägige, zertifizierte Ausbildung (Hochschule, Akademie, Meisterklasse etc.) genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in Museen, Kunsthallen oder Galerien vorweisen können. Die Bewerber müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben. Das Kulturbüro der jeweiligen Stadt entscheidet dann über den besten Kandidaten und schlägt ihn der zentralen Jury des NRWKS vor. Die entscheidet im Juli 2020 über die endgültigen Preisträger.

 

Bewerbungen können bis spätestens Sonntag, 15. März 2020, beim Kulturbüro der Stadt in ausschließlich digitaler Form bei Claudia Bohndorf (E-Mail: c.bohndorf@stadt-duisburg.de) oder Daniel Jung (E-Mail: d.jung@stadt-duisburg.de) eingereicht werden. Berücksichtigt werden nur PDF-Dateien mit maximal 12 Seiten. Erwartet werden neben dem höchstens zweiseitigen Anschreiben ein künstlerischer Lebenslauf mit aussagekräftigen Angaben zur Ausbildung und zu Ausstellungen sowie Referenzen. Wichtig sind auch Angaben zur beabsichtigten Verwendung des Preisgeldes, das für ausschließlich künstlerische Zwecke verwendet werden soll. Neben der digitalen Bewerbung können dem Kulturbüro zusätzlich auch „analoge Materialien“ bereitgestellt werden.

 

Weitere Informationen gibt es telefonisch beim Kulturbüro unter 0203/283-62262 oder -62269 oder im Internet unter duisburg.de (Suchbegriff „Kulturbüro“) und www.kulturbeutel-duisburg.de.

Museum DKM: Ausstellungen und Sonderführungen

Freitagsführung am 06. Dezember, um 16 Uhr mit den Sammlern 

Museum DKM, | Photo: SDKM


In der letzten Freitagsführung des Jahres führen die Stifter und Be­treiber des Museum DKM durch das Haus unter besonderer Berück­sichtigung der aktuellen Sonder­ausstellungen: “Ein ganzes Leben für die Kunst” von Erwin Wortel­kamp und "Architektur (Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole) mit den Augen des Fotografen” Klaus Kinold sowie ausgewählte Räume mit Alleinstel­lungsmerkmal der privaten Samm­lung. Wer mehr über die Leiden­schaft des Sammelns erfahren möchte, ist herzlich zum Rundgang durch das Haus eingeladen.

 

 

Freitagsführung am 03. Januar 2020, um 16 Uhr mit Jörg Mascherrek

Richard Long, Museum DKM | Photo: W. J. Hannappel

In der ersten Freitagsführung des neuen Jahres führt der Kunsthisto­riker Jörg Mascherrek die Besucher durch die Sammlung DKM. Er wird sie spezifischen, besonderen Situa­tionen der Ausstellungspräsentation beleuchten und die Gäste mit auf eine wunderbare Reise durch die Kunst mitnehmen. Im Anschluss haben Sie Gelegenheit im Mu­seumscafé bei einem Cappuccino und italieni­schem Mandelgebäck den Museumsbesuch zu beschließen!



Neujahrsempfang am 11. Januar 2020, um 16 – 18 Uhr
 

Dirk Krämer und Klaus Maas führen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch das Haus. 11 Jahre Museum DKM in Duisburg, Jahresprogramm 2020 und Gedankenaustausch mit unserem Stammpublikum bei einem Glas Prosecco.

Die Teilnahme an einer Führung kostet 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis: Erwachsene 12 €, ermäßigt 6 €). Wir bitten um Anmeldung für die Führungen.


Aktuelle Ausstellungen
Ein ganzes Leben für die Kunst
Erwin Wortelkamp
20.09.2019 – 03.05.2020 
Ausstellungsansicht im Museum DKM, Erwin Wortelkamp, Photo: SDKM
  

Das Museum DKM widmet dem Bildhauer Erwin Wortelkamp eine umfassende Werkschau auf der gesamten, sechs Räume umfassenden Wechselausstellungsfläche. Vom 20. September 2019 bis 01. März 2020 werden Arbeiten präsentiert, die eine über 40-jährige Schaffensphase, von den siebziger Jahren bis heute, umfassen. Die Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas verfolgen das Werk des Bildhauers Erwin Wortelkamp bereits seit zwanzig Jahren. Erwin Wortelkamp bevorzugt für seine autonomen Skulpturen seit Jahrzehnten besondere Innen- und Außenräume.
Wortelkamp bezieht die Wirkung des jeweiligen Ortes auf die Wahrnehmung der Arbeiten als Teil künstlerischer Gestaltung mit ein. Dabei schafft er jedoch keine im herkömmlichen Sinne ortsbezogenen Arbeiten, sondern untersucht, wie sich diese, aus dem “heimischen” Atelier entnommen, in neuen Kontexten verhalten. Der Schüler des dänischen Eisenbildhauers Robert Jakobsen schafft weniger Skulpturen für einen spezifischen Ort, im Gegenteil findet er besondere Orte für seine Skulpturen.

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung einer raumbezogenen Konzeption bildet eine bereits 2001 in der Galerie DKM im Duisburger Innenhafen ausgestellte, raumgreifende Skulptur aus gekalkter Eiche. Das im Kontext, der zur selben Zeit im Lehmbruck Museum und der gesamten Stadt Duisburg gezeigten Ausstellung entstandene Werk stellte Wortelkamp unter den Titel Skulptur – Architektur, der ein bedeutendes Thema in seinem Schaffen zusammenfasst, mit dem er sich seit Jahrzehnten immer wieder auseinandersetzt.
Eine weitere gekalkte Holzskulptur, jedoch dreiteilig und wesentlich feingliedriger, veranschaulicht die Möglichkeiten dieses Mediums. Der Schritt wurde bereits 2007 im Arp-Museum ausgestellt. Auf den ersten Blick einen starken Kontrast bildende, filigrane Zeichnungen befassen sich inhaltlich mit demselben Thema, das auch die Holzskulpturen aufgreifen: in der Ausei­nanderset­zung mit dem Bildhauer und Architekten Filarete (Antonio di Pietro Averlino um *1400 in Florenz; um + 1469 in Rom?) verweist Wortelkamp auf anfängliches Bauen, auf ein Tragen und Lasten, wie auf ein Werden und Vergehen. 


Architektur mit den Augen des Fotografen
(Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole)
Klaus Kinold
22.11.2019 – 10.05.2020

 
La Tomba Brion San Vito D’Altivole, Photo: © Klaus Kinold 
 

Klaus Kinold, Carlo Scarpa und Giuseppe Brion. Drei große Namen vereint im Museum DKM. Der venezianische Architekt Carlo Scarpa schuf für die Unternehmerfamilie Brion auf zweitausend Quadratmetern ein Gesamtkunstwerk, das dem Tode huldigt. Grablege, Pavillon und Kapelle, ein Ort der Meditation und ein großes architektonisches Denkmal.

Dem aus dem Ruhrgebiet stammenden Münchener Architekten, Künstler und Fotografen Klaus Kinold widmet das Museum DKM eine Ausstellungsreihe zu seiner Architekturfotografie. Am Anfang der Reihe steht Carlo Scarpa. Seine Grabanlage "La Tomba Brion" wird in den Fokus gerückt. Dabei wird der spezielle, auf das Besondere aufmerksame, präzise und nüchterne Blick des Fotografen wahrnehmbar.
Die von ihm fotografierte Architektur steht im Mittelpunkt und entfaltet ihre Wirkung auf den Betrachter. Durch seine Fotografien wird die Atmosphäre des Ortes erlebbar und vermag den Betrachter darein zu versetzen.

Im Hauptausstellungsraum werden die fotografischen Arbeiten von der Grabstätte gezeigt. In den zwei anschließenden Räumen sind Panoramafotografien von Kinolds Reisen ins Veneto und nach Venedig, Carlo Scarpas Heimat, zu sehen. 


La Tomba Brion

Carlo Scarpas Meisterwerk in Fotografien von Klaus Kinold
 

Als bedeutendste Bauschöpfung des Venezianers Carlo Scarpa (1906 - 1978) gilt ein zwischen 1969 und 1976 in San Vito d'Altivole, Provinz Treviso, realisierter Familienfriedhof – La Tomba Brion. Den Auftrag erteilt hatte die kunstsinnige Industriellengattin Onorina Brion, die sich eine repräsentative Begräbnisstätte für sich, ihren Gatten Giuseppe sowie die weitere Familie wünschte. Zur Verfügung stand ein gut 2000 Quadratmeter großes, L-förmiges Areal, das an zwei Seiten den alten Dorffriedhof tangiert. Scarpa ließ das Gelände leicht anheben und mit einer einwärts geneigten Mauer umfrieden.
Was so entstand, war eine weithin sichtbare Bastion – äußerer Rahmen für fünf in Sichtbeton ausgeführte, individuell durchgestaltete Baukörper, beginnend mit dem Eingangsbau sowie einem öffentlich nicht zugänglichen Meditations-Pavillon mit Wasserbecken, dem "Arcosolio" mit den Sarkophagen des Ehepaares Brion sowie der Grablege für die Familie, bis hin zu einer intimen Kapelle nebst "Kreuzgang".

Der Kulturkritiker Philippe Duboy erkannte in dem Grabmal für Giuseppe und Onorina Brion "reiche Architektur, sublime Zwecklosigkeit". Man könnte auch sagen: Ein beherztes Stück gebaute Poesie, ein irdisches Paradies der Überraschungen, bis ins Kleinste durchgeplant, reich an Zeichen und Symbolen. Auffällig auch der Rückgriff auf die lange Tradition von Mosaik und Stucco lustro.
Dann das Spiel mit dem Wasser, Symbol des Lebens, Metapher für Bewegung, fernöstlich inspirierte Antithese zur kantigen Strenge des Betons, dem Scarpa freilich durch die Spuren einer "lebendigen" Schalung eine fast federne Leichtigkeit verlieh. Alles ist kostbar. Nichts ist Konfektion. Jedes Detail als Einzelstück entworfen. Allein die Eisen gefassten Alabasterfenster der Kapelle verweisen auf große Handwerkskunst, aus der Scarpa hier noch einmal im großen Umfang schöpfen konnte.

Rund ein Jahrzehnt nach Fertigstellung reiste der Münchner Fotograf Klaus Kinold nach San Vito d'Altivole, um das Grabmal fotografisch zu erkunden. Noch standen die den Eingangsbereich flankierenden Thujen – inzwischen sind sie abgeholzt. Vor allem besaß die Grablege eine vom Architekten materialkundig vorgedachte Patina, die mittlerweile in einen eher bedauerlichen Zustand umgeschlagen ist.
Klaus Kinold, mit anderen Worten, stieß auf eine Art Idealzustand zwischen Fertigstellung und Verfall, auf einen Moment innerhalb der Baugeschichte, in dem die Vision des Architekten ideal zum Tragen kam.

La Tomba Brion ist ein großes Erlebnis. Scarpa selbst nannte seinen Friedhof einen "heiteren Ort der Meditation". Tatsächlich ist dies ein magischer Ort, der lebt, auch wenn er dem Tod verpflichtet ist. Der sich verändert und damit selbst das Leben spiegelt. Hans-Michael Koetzle


Kunstwerk des Monats 
Kopf einer Monumentalen Buddha-Skulptur
Das Kunstwerk. Nördliche Qi-Dynastie, 550 – 577 n u Z,

Weißer Marmor aus Hebei, China, teilweise farblich gefasst, H 90cm  

Kopf einer Monumentalen Buddha-Skulptur - China, Nördliche Chi, 550 – 577 n.u.Z. ca. 100 cm H, © Stiftung DKM | Photo: SDKM 


Der Buddha-Kopf zeigt einen Ausdruck tiefer Innerlichkeit und Würde. Die in Meditation halb geschlossenen Augen werden von den Linien der Brauen in hohem Bogen überspannt. Die noch unbeschädigte Nase ist lang und gerade.Der Mund mit den kraftvoll geschwungenen Lippen zeigt ein feines Lächeln. Es sind Gesichtszüge, wie sie auch für Plastiken des Fundes von Qingzhou der Nördlichen-Qi-Periode charakteristisch sind (Rückkehr, 170, 180, 191C.)

Die Haarlocken sind noppenförmig und bilden regelmäßige Reihen, welche den Uṣṇīṣa bedecken, aber die Rückseite des Schädels unbedeckt lassen. Die überlebensgroße Statue war also auf Vordersicht gearbeitet. Wie aus den Farbuntersuchungen hervorgeht, wurde der Kopf nachweisbar noch bis ins 19. Jahrhundert kultisch bemalt.
Die Haarlocken sind blau, das Gesicht ist in einem bräunlichen Ton gehalten. Der ungewöhnlich große Kopf eines Buddha stammt vermutlich von einer monumentalen Statue der Northern Qi-Periode aus der nördlichen Provinz Hebei, wo diese Art des Marmors vorkommt. 

Katalog Museum DKM: Linien stiller Schönheit
http://www.museum-dkm.de/linien-stiller-schoenheit


Ausstellungsempfehlungen von Dirk Krämer und Klaus Maas

LWL- Museum für Kunst und Kultur, Münster 

Turner. Horror and Delight (bis 26. Januar 2020) 

Die Ausstellung des bedeutendsten britischen Landschaftsmalers der Romantik stellt die Reisen Joseph Mallord William Turners (1775–1851) in die Schweiz und nach Italien, seine Begegnung mit den Alpen und der arkadischen Landschaft Italiens in den Fokus. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Tate Britain in London, der Großteil der gezeigten Werke stammt aus dem Turner-Nachlass der Tate Gallery.
Die 80 Gemälde und Aquarelle, die die Tate zu der Ausstellung beisteuert, werden um 30 weitere Leihgaben internationaler Museen erweitert, zu denen Werke von Caspar Wolf, Claude-Joseph Vernet und John Martin gehören.
Turners erste Reise in die Schweiz 1802 und seine Begegnung mit der Bergwelt bedeuteten für den Künstler eine grundlegend neue Erfahrung. Er stellte das „Erhabene“ der Natur in den Vordergrund, die mit ihrer Urgewalt auch Grauen und Furcht einflößen kann, wie Darstellungen von Stürmen und anderen Naturkatastrophen sehr eindrucksvoll zeigen.
Ins Medium des Bildes übersetzt ist der Schrecken etwa eines Lawinenabgangs für den Betrachter selbst nicht lebensbedrohlich, so dass er der dargestellten Katastrophe auch einen gewissen Genuss abgewinnen kann. Schrecken und Freude – Horror and Delight – liegen hier nah beieinander. 

Demgegenüber stehen in der Ausstellung Turners Werke, die das "Malerische" aufgreifen, also die Ruhe, Ordnung und Schönheit klassischer Landschaftsmalerei, die der Künstler zum Beispiel nach der Rückkehr von seinen Italienreisen im Atelier umsetzte.
Während Turner bei seiner ersten Italienreise alle wichtigen Stationen einer "Grand Tour" mit dem Ziel Rom besuchte und deren charakteristischen Bauwerke in unzähligen Skizzenbüchern festhielt, war später Venedig das bevorzugte Ziel. Die spezielle Atmosphäre und das Licht in der Lagunenstadt inspirierten ihn zu den stimmungsvollen Aquarellen der 1840er Jahre. Die Aquarelle waren ein Experimentierfeld für die Arbeiten seines Spätwerks, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des britischen Botschafters. 

Hauptförderer der Ausstellung sind das NRW-Kulturministerium, die Stiftung Kunst³ und die LWL-Kulturstiftung. Förderer der Ausstellung sind doe Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Kulturstiftung der Sparkasse Münsterland Ost und Brillux.

Diese Ausstellung mit großartigen Bildern und Aquarellen muss man unbedingt gesehen haben!
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/ausstellungen/turner 


Weiter Ausstellungen der drei Duisburger Kunstmuseen
 

Lehmbruck Museum 

Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus (bis 26.01.2020)

Carsten Nicolai: „ROTA“ (bis 26.01.2020)

Die Künstler der Brücke (bis 01.06.2020)

Wilhelm Lehmbruck: Ein Leben (bis 20.06.2020)

www.lehmbruckmuseum.de
MKM MUSEUM KÜPPERSMÜHLE FÜR MODERNE KUNST

FARBE ABSOLUT

KATHARINA GROSSE X GOTTHARD GRAUBNER (bis 26.01.2020)

www.museum-kueppersmuehle.de

Das Wochenende im Lehmbruck Museum

CITY ATELIER: „Das Haus der Gefühle – Installation und Collage“

Duisburg, 04. Dezember 2019 - Im CITY ATELIER werden am Sonntag, 8. Dezember, 14 bis 17 Uhr, aus unterschiedlichsten Materialien räumliche Gebilde gestaltet und bei „Jugend trifft Kunst“ tauchen Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in selbst kreierte 3D-Welten ein. In der Vorweihnachtszeit bietet das Lehmbruck Museum an allen Offenen Samstagen spannende Workshops für Kinder von 6 bis 12 Jahren an.
An diesem Samstag, den 7. Dezember, 11 bis 14 Uhr, werden unter Anleitung von Sabine Bazan aufregende „Tastlandschaften“ gebaut. In der Kunst nennt man so etwas Relief oder Assemblage: Hierfür werden plastische Objekte zu einer Art Collage zusammengefügt und auf einer Grundplatte montiert. Die Kosten betragen 10 € pro Teilnehmer. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de).  

„Das Haus der Gefühle“

„Das Haus der Gefühle“ lautet das Motto im CITY ATELIER am Sonntag, 8. Dezember. Zwischen 14 und 17 Uhr sind interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums dazu eingeladen, gemeinsam mit Madalina Rotter architektonische Gebilde aus Karton und Spiegelfolie zu entwickeln, die im Anschluss durch Collagematerial und Bemalung fantasievoll gestaltet werden können.
Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen selbst kreativ werden: Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Inspiration für den Workshop im CITY ATELIER liefert die derzeitige Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, Eija-Liisa Ahtila, The Tent House, 2004 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Ellen Page Wilson

„Jugend trifft Kunst“
Bei „Jugend trifft Kunst“ können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren am Sonntag, 8. Dezember, 14.30 bis 17.00 Uhr, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene 3D-Welten kreieren. Mit „Jugend trifft Kunst“ bietet das Lehmbruck Museum ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sich Jugendliche unter Anleitung von Katharina Nitz kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können.
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
  Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz


„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Egal, ob man selbst gerne mitreden oder lieber zuhören möchte, beides ist am Wochenende im Lehmbruck Museum möglich: „Wer mag Weihnachten?“ lautet das Motto im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ am Samstag, 7. Dezember, ab 15 Uhr.

Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums wird es dieses Wochenende weihnachtlich! Am Samstag, den 7. Dezember, 15 Uhr, dreht sich bei „Mitreden“ alles um die Frage „Wer mag Weihnachten?“ Sybille Kastner lädt Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft zum interkulturellen Austausch über Weihnachtsbräuche und Traditionen ein. Wem gefällt der Duft von Spekulatius und Weihrauch und wer würde am liebsten direkt ins Neue Jahr vorspulen? In lockerer Atmosphäre können sich die Gesprächsteilnehmer*innen austauschen und nebenbei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.
   
Foto: Frank Fischer


Sonntagsführung: „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“
In der öffentlichen Sonntagsführung zur aktuellen Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ am 8. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Friederike Winkler-Rufenach den „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“.
Friederike Winkler-Rufenach wird sich in der öffentlichen Sonntagsführung am 8. Dezember, 11.30 Uhr, dem weiten Feld der Liebe, insbesondere der Mutterliebe, widmen. „Möglichkeiten der Liebe: Mutter und Kind reloaded“ lautet das Thema der Führung durch die aktuelle Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“.
Die finnische Künstlerin Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Die retrospektiv angelegte Ausstellung beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Blick in die Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, Eija-Liisa Ahtila, Potentiality for Love, 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Andreas Probst



- Festliche Musik zur Adventszeit
- Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung

Festliche Musik zur Adventszeit
Duisburg, 02. Dezember 2019 - Toccata 1: Posaunenquartett der Duisburger Philharmoniker und Kantor Marcus Strümpe spielen in der Reihe „Orgel plus…“ festliche Musik zur Adventszeit Sonor, markant, aber auch weich und goldglänzend kann die Posaune klingen, deren deutscher Name auf die altfranzösische Bezeichnung „buisine“ und das lateinische „bucina“ (Signalhorn, Jagdhorn, Trompete) zurückgeht.

Das Blechblasinstrument eignet sich daher hervorragend, um festliche Musik zur Adventszeit anzustimmen. In der beliebten Konzertreihe „Toccata“, die ganz auf die Eule-Orgel in der Philharmonie Mercatorhalle zugeschnitten ist, schließt sich Kantor Marcus Strümpe jetzt mit einem Posaunenquartett der Duisburger Philharmoniker  zusammen.

Das Programm am Sa. 7. Dezember (16 Uhr) lotet unterschiedlichste Klang- und Spielkombinationen in einer großen stilistischen Bandbreite aus. Da trifft das protestantische Norddeutschland auf das katholische Italien, Renaissance auf Romantik, Oratorium auf Oper. Mal alternieren Orgel und Posaunen im geschmeidigen Wechsel, mal vereint sich der Luftstrom von Bläsern und Gebläse zu geballter pneumatischer Wucht.

Die herzwärmende Version des Ave Maria von Franz Biebl steht ebenso auf dem Programm wie das prachtvolle Magnificat primi toni für Orgel von Dietrich Buxtehude. Anlässlich der Krönung von Georges II. im Jahr 1727 komponierte Georg Friedrich Händel den prunkvollen Hymnus Zadok the priest, der Eingang in die offizielle Hymne für die UEFA Champions League fand.
Ein Auszug aus dem Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Traumpantomime aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel runden die Werkfolge ab.
Marcus Strümpe, Kantor der Salvatorkirche und eine der zentralen Persönlichkeiten der vitalen Orgelszene an Rhein und Ruhr, musiziert gemeinsam mit den Posaunisten Rocco Rescigno, Norbert Weschta, Gerald Klaunzer und Lars Henning Kraft.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de



Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung

Am Freitag, den 6. Dezember, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“ Besucher*innen können an diesem Tag Ihren Eintrittspreis selbst bestimmen und sich auf eine Führung durch die aktuelle Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ mit Kuratorin Jessica Keilholz-Busch freuen, die um 15 Uhr stattfindet. Die Werke der expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ revolutionierten die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne.
1905 in Dresden gegründet, lehnte sich die Gruppe gegen die traditionelle Malerei und akademische Traditionen auf. Viele ihrer Mitglieder wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff – später auch Otto Mueller und Emil Nolde – gehören heute zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern des Expressionismus. Jessica Keilholz-Busch wird die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten vorstellen und dabei die künstlerischen Ausdrucksformen der Expressionisten in den Blick nehmen. Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Karl Schmidt-Rottluff, Landschaft mit Feldern, 1911 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Kirtz



- Duisburger Philharmoniker: Barockkonzert im Lichterschein
- 1. Haniel Akademie-Konzert

Duisburger Philharmoniker: Barockkonzert im Lichterschein


Copyright: Zoltan Verhoeven-Leskovar

Duisburg, 27. November 2019 - Barockkonzert im Lichterschein: Mitglieder der Duisburger Philharmoniker setzen beliebte Konzertreihe in stimmungsvoller Atmosphäre fort Ende des 17. Jahrhunderts kam in Italien eine neue musikalische Gattung auf: Das „Concerto“ mit seiner solistischen Virtuosität, seinem anregenden Dialog der Instrumente und orchestralen Gruppen machte bald auch in Nordeuropa Furore. Wie viele andere Meister ließen sich auch Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel von der attraktiven Novität anregen, der sie bald ihren eigenen Stempel aufdrückten.

Ein Barockensemble der Duisburger Philharmoniker setzt nun die beliebte Konzertreihe „Barockkonzert im Lichterschein“ fort. Am Mi. 4. Dezember (19 Uhr) beginnt der Abend in der Christuskirche in Duisburg-Rheinhausen mit dem Concerto Grosso D-Dur op. 6/5 HWV 323 von Georg Friedrich Händel.

Im Anschluss erklingt das Konzert für Oboe und Streicher A-Dur BWV 1055 von Johann Sebastian Bach. Mitglieder der Duisburger Philharmoniker begleiten dabei ihren Kollegen Mikhail Zhuravlev (Oboe). Den Cembalo-Part übernimmt Wolfgang Kostujak. Orchestrale Pracht entfalten danach das Brandenburgische Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 und die Ouvertüre h-Moll BWV 1067, deren Abfolge von Tanzsätzen ganz im französischen Stil gehalten ist.

Einem wahren Fest für Streicher gleicht Antonio Vivaldis Konzert für vier Violinen h-Moll RV 580, in dem die Stimmen der vier Solisten ebenso kunst- wie glanzvoll miteinander verflochten werden. Das Konzert erfährt zwei Wiederholungen: am Do. 5. Dezember (19 Uhr) im Opernfoyer des Theaters Duisburg und am So. 8. Dezember (17 Uhr) in der Evangelischen Kirche in Duisburg-Mittelmeiderich.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.


1. Haniel Akademie-Konzert

Zwei Klaviertrios und ein Streichsextett: Dirk Mommertz stellt im 1. Haniel Akademie-Konzert erfolgreiche junge Kammermusik-Ensembles vor Dirk Mommertz ist Duisburg seit langem verbunden: Als ehemaliger Professor der Folkwang Universität, aber auch als Pianist des Fauré Quartetts, das 2012 mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet wurde.
2015 wechselte Dirk Mommertz als Professor für Kammermusik an die Hochschule für Musik und Theater in München. Seine Studierenden sind regelmäßig bei großen internationalen Wettbewerben erfolgreich. Zwei dieser aufstrebenden Jung-Ensembles stellt Dirk Mommertz jetzt im 1. Haniel Akademie-Konzert vor.

Am Dienstag, 3. Dezember (20 Uhr) ist im Auditorium der Haniel Akademie zunächst das Lux-Trio zu erleben, das 2018 einen dritten Preis und zwei Spezialpreise beim renommierten ARD Musikwettbewerb erhielt. Jae Hyeong Lee (Violine), Hoon Sun Chae (Violoncello) und Eunyoo An (Klavier) eröffnen den Abend mit dem Klaviertrio A-Dur Hob. XV:35 von Joseph Haydn, das einer frühen Schaffensphase des Komponisten angehört.

Im Anschluss wenden sie sich dem Klaviertrio g-Moll op. 15 von Bedřich Smetana zu. Der Tscheche komponierte das Stück im Alter von 31 Jahren unter dem Eindruck des Todes seiner ältesten Tochter. Nach der Pause steht das Streichsextett d-Moll op. 70 von Peter Tschaikowsky auf dem Programm, bekannt unter dem Beinamen Souvenir de Florence.

Der Komponist schrieb den ersten Entwurf innerhalb von 17 Tagen in Florenz, vollendete das Sextett aber erst von 1890 bis 1892 in Moskau. Das Werk zeichnet sich durch eine Fülle lyrischer Melodien aus, die eine ungetrübte Grundstimmung garantieren, obwohl das Werk in Moll komponiert ist. Die Interpreten sind Mohamed Hiber und Lorenz Chen (Violine), Louis Vandory und Emiko Yuasa (Viola) sowie Laura Szabo und Johannes Välja (Violoncello).

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de

MKM Museum Küppersmühle: Blick hinter die Kulissen
Am Mittwoch, 4. Dezember um 17 Uhr laden wir Besucherinnen und Besucher herzlich ein, einen Blick hinter die Kulissen des Museums zu werfen. Der alternative Ausstellungsrundgang mit den Ratinger Restauratoren Thomas Brüning und Michael Schubert beantwortet Fragen rund um Aufbau, Pflege und Umgang mit Kunstwerken.
Teilnahmepreis sind 10 EUR inkl. Eintritt ins MKM Anmeldung unter: T 0203/301948-11 (Mi-So) oder
office@museum-kueppersmuehle.de Außerdem findet, wie gewohnt, am Sonntag, 01. Dezember 2019, um 15:00 Uhr eine kostenlose Besucher-Führung mit Einblicken in die aktuelle Wechselausstellung „Farbe absolut – Katharina Grosse und Gotthard Graubner“ und die Sammlung des Hauses mit Werken von Baselitz, Kiefer, Lüpertz und anderen Größen der deutschen Kunst seit den 50er-Jahren statt.  
Treffpunkt ist das Foyer des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg - Innenhafen. Die Führung durch die Kunsthistorikerin Sabine Falkenbach dauert eine Stunde. Nur der Eintritt ins MKM (9,00 €) ist zu entrichten.

Lehmbruck Lecture „Emil Nolde – Eine deutsche Legende
Am Donnerstag, den 5. Dezember, 18 Uhr, begrüßt Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla im Rahmen der Lehmbruck Lectures Dr. Christian Ring, Direktor der Nolde Stiftung Seebüll. In seinem Vortrag spricht er über die Rolle Emil Noldes im Nationalsozialismus: Von keinem anderen Künstler wurden derart viele Werke beschlagnahmt und in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ von 1937/38 präsentiert.
Doch wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu seiner Mitgliedschaft in der NSDAP und seiner Verehrung Adolf Hitlers?
Noldes ideologische Haltung und die Auswirkungen der historischen Umstände des Nationalsozialismus auf sein Schaffen wurden bisher nie umfassend untersucht. Die Berliner Ausstellung „Emil Nolde – Eine deutsche Legende“ (12.04.2019 bis 15.09.2019, Hamburger Bahnhof, Berlin) hat die Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojekts präsentiert.
In seiner Lehmbruck Lecture stellt Dr. Christian Ring die neuesten Forschungsergebnisse vor und untersucht das vielschichtige Gewebe von Kunst, Selbstinszenierung, Verfemung und Legendenbildung: Wie wirkte sich das Dritte Reich auf Noldes Leben und Werk aus? Inwiefern korrespondieren etwa seine Darstellungen mythischer Opferszenen mit seinen Sympathien für das Regime? Und wie entstanden die Nolde-Mythen der Nachkriegszeit?  
In der aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ präsentiert das Lehmbruck Museum ausgewählte Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der umfangreichen Sammlung des Hauses, darunter auch Arbeiten von Nolde, der der Künstlervereinigung 1906 beitrat. Eintritt: 5 €      

Emil Nolde, Wolken, um 1930 © Nolde Stiftung Seebüll, Foto: Jürgen Diemer

 

 

 

 

 Wochenend-Programm im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum  

Am Samstag, den 30. November 2019, um 15 Uhr dreht sich im offenen Sprachcafé „Mitreden“ alles um das Thema „Geschlechterrollen“ und die Frage, ob es sie (noch) gibt. Woher stammen Geschlechterrollen eigentlich und wie sind die Rollen von Mann und Frau in unterschiedlichen Kulturen?
Interessierte Besucher*innen können sich im Sprachcafé des Lehmbruck Museums in lockerer Atmosphäre austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.

 
Foto Frank Fischer

Öffentlichen Führung: Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler

In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 1. Dezember, 11.30 Uhr, widmet sich Dr. Susanne Karow der neuen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten. 

Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

Karl Schmidt-Rottluff, Russisches Dorf, 1919 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Kirtz

 

Duisburger Künstler Marayle Küpper und Wilfried Weiß und die Druckwerkstatt

Das CITY ATELIER bietet am Sonntag, den 1. Dezember, von 14 bis 17 Uhr erneut die Gelegenheit, ein für den Expressionismus typisches Druckverfahren kennenzulernen: Die Duisburger Künstler Marayle Küpper und Wilfried Weiß laden in die Druckwerkstatt ein und zeigen, wie Schnellverfahren der Radierung zu bewerkstelligen sind. Das CITY ATELIER ist der Ort im Lehmbruck Museum, um Kunst selbst zu machen.
Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen sowie verschiedene Materialien und Techniken kennenzulernen. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind.

Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale pro Erwachsener. Für Kinder bis 14 Jahre ist die Teilnahme kostenlos.

Besucherkunstwerk, Foto: Lehmbruck Museum

 

Lehmbruck Museum stellt Neuerwerbung von Jana Sterbak vor

Duisburg, 25. November 2019 - Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ist der Ankauf eines der Hauptwerke der international renommierten Künstlerin Jana Sterbak für das Lehmbruck Museum gelungen. Die Arbeit „I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress)“ erweitert die umfangreiche Sammlung des Hauses um ein bedeutendes Werk der Gegenwartskunst.

„Ich möchte dem Kulturministerium meinen großen Dank aussprechen, dafür, dass es uns so engagiert in der beständigen Erweiterung unserer Kunstsammlung unterstützt“, so Kulturdezernent Thomas Krützberg. Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte: „Ich freue mich, dass wir mit der Förderung des Landes diesen Gewinn für die herausragende Sammlung des Lehmbruck Museums ermöglichen konnten. Die Arbeit der Objekt-Künstlerin Jana Sterbak erweitert die Duisburger Skulpturensammlung um eine starke Position der Gegenwart.“ 

Fotos Jana Sterbak © Bill Vazan


Für Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla ist es „einer der schönsten Momente, diese ikonische Skulptur von Jana Sterbak, die zu den wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Avantgarde gehört, in unsere Sammlung aufnehmen zu können.“ Am kommenden Donnerstag, den 28. November, 19 Uhr, stellt sie gemeinsam mit Jana Sterbak, die aus Kanada anreist, die Neuerwerbung in einem Künstlerinnengespräch vor.
Bereits 2017 begeisterte die Arbeit „I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress“  der tschechisch-kanadischen Künstlerin im Rahmen einer umfassenden Retrospektive im Lehmbruck Museum ein großes Publikum. Für besonderes Aufsehen sorgte auch das aus rohen Fleischstücken zusammengefügte Kleid „Vanitas: Flesh Dress for an Albino Anorexic“.
Nicht weniger imposant ist die Neuerwerbung „The Dress“, ein bodenlanges Gewand aus Drahtgeflecht, von dem eine tödliche Gefahr ausgeht, wenn es unter Strom steht und rot erglüht. Sterbak geht es um die intensive körperliche Erfahrung der Besucher*innen. Sie nutzt Fleisch, Haut, Haare, Leder, Glas und Energie und versetzt uns in einen Zustand, in dem wir uns mit allen Sinnen einfühlen in unser Gegenüber: Wie muss sich wohl die Trägerin des Kleides fühlen? Das Künstlerinnengespräch gibt Einblicke in die Gedankenwelt Sterbaks, die sich in ihren Arbeiten auf ebenso humorvolle wie subversive Art mit existenziellen Themen wie der Liebe, dem Leben und dem Tod beschäftigt. 
Das Künstlerinnengespräch findet in englischer Sprache statt. Eintritt: 9 € (erm. 5 €, inkl. Begrüßungsgetränk.  


Jana Sterbak, I Want You to Feel the Way I Do… (The Dress), 1984-85/2016 © Jana Sterbak

Lehmbruck Museum:  Offener Samstag „Gruß und Kuss, dein Julius – Weihnachtskarten selbst gemacht“ mit Sabine Bazan
In der Vorweihnachtszeit bietet das Lehmbruck Museum an allen Samstagen ein Sonderprogramm für Kinder von 6 bis 12 Jahren an. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr können junge Kreative am 30. November unter Anleitung von Sabine Bazan Weihnachtskarten selbst gestalten. Mit Hilfe von Pinsel, Farbe und ein wenig Weihnachts-Glimmer entstehen ganz persönliche Grußbotschaften. Der Offene Samstag wird von erfahrenen Kunstvermittlerinnen begleitet. Die Kosten betragen 10 € pro Kind. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de)!

Die Termine im Überblick (jeweils 11 bis 14 Uhr):
Samstag, 30. November Gruß und Kuss, dein Julius – Weihnachtskarten selbst gemacht Mit Sabine Bazan
Samstag, 7. Dezember Tastlandschaften – Reliefs und Assemblagen bauen Mit Madalina Rotter
Samstag, 14. Dezember Setzkasten – Bildnerische Collagen aus Zuckerkreide und Papier Mit Rike Lemm
Samstag, 21. Dezember Last Minute Weihnachtsgeschenke – Kleine, schöne Sachen machen Mit Katharina Nitz
Der Offene Samstag wird veranstaltet aus Mitteln der Stiftung der Gründerfamilie Wilhelm Grillo.  

Offener Samstag, Foto: Lehmbruck Museum

 



Weihnachtsmusik aus Assisi im 4. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 24. November 2019 - Weihnachtsmusik aus Assisi: Das Ensemble l’arte del mondo und die Sopranistin Catalina Bertucci zelebrieren unter Dirigent Werner Erhardt festlich-barocke Klänge Für seine innovativen Programme ist das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble l’arte del mondo weithin bekannt.
2004 von seinem künstlerischen Leiter Werner Erhardt gegründet, machte das Orchester seither mit zahlreichen Ersteinspielungen und Wiederentdeckungen von sich reden und erzielte hohe Auszeichnungen.

Um das Programm für das 4. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker zu erstellen, hat Werner Erhardt in der altehrwürdigen Bibliothek des Franziskanerklosters in Assisi recherchiert, die eine Musiksammlung von unschätzbarem Wert birgt. Mit Sorgfalt fügte Erhardt bekannte und unbedingt entdeckenswerte Werke italienischer Barockkomponisten zu einer reizvollen Kette. Orchestrale Eckpfeiler des Konzerts am Sonntag, 1. Dezember (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle sind zwei Concerti Grossi aus der Werkgruppe Opus 6 von Arcangelo Corelli, dessen Musik schon zu Lebzeiten von Rom aus bis nach China und Indien durchdrang.
Im Zentrum steht das berühmte Weihnachtskonzert, dessen abschließende Pastorale mit ihren innig wiegenden Hirtenklängen eine besonders besinnliche Stimmung zum Ausdruck bringt. Vokalen Glanz erhält das Programm durch die chilenisch-italienische Sopranistin Catalina Bertucci, die unter anderem mit dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter der Leitung von Ton Koopman auf Tournee war und im Frühling 2019 im Teatro Municipal in Santiago ihr Debüt als Sophie in Der Rosenkavalier von Richard Strauss gab. Sie ist in Werken von Francesco Maria Benedetti zu erleben, der zwischen 1711 und 1746 als Kapellmeister in Assisi wirkte.
Die in Nicola Porporas Motette Stelle lucide beschworenen Sterne geben der Sängerin Gelegenheit, die Geläufigkeit ihrer Kehle unter Beweis zu stellen. Zum Abschluss erklingt der Canto Solo per Natale von Ferdinando Antonio Lazzari, einem in Bologna lebenden Komponisten und Ordensgeistlichen. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.


 4. Philharmonischen Konzert

Duisburg, 21. November 2019 - „Eviva España“: Im 4. Philharmonischen Konzert unternehmen Dirigent Axel Kober und der Gitarrist Joaquín Clerch einen musikalischen Ausflug in den Süden Nach einem Spanien-Aufenthalt im Jahr 1882 komponierte der Franzose Emmanuel Chabrier, ein Freund des Malers Édourd Manet und des Dichters Paul Verlaine, sein bis heute populärstes Stück: die Orchester-Rhapsodie España, die durch ihre funkelnde Instrumentierung ebenso besticht wie durch kraftvolle Rhythmen, die auf Volkstänze wie der Jota zurückgehen.

Am Mi. 27. und Do. 28. November (jeweils 20 Uhr) erklingt das Werk zum Auftakt des 4. Philharmonischen Konzerts in der Mercatorhalle, das unter dem Motto „Eviva España“ steht. Einem musikalischen Ausflug in sonnig-südliche Gefilde gleicht auch der weitere Programmverlauf. Unter der Leitung von Axel Kober begleiten die Duisburger Philharmoniker den kubanischen Gitarristen Joaquín Clerch in dem berühmten Concierto de Aranjuez für Gitarre und kleines Orchester von Joaquín Rodrigo.
Das Werk ist eine Hommage an den Flamenco, enthält aber auch Einflüsse der orientalischen Folklore. Es wurde vom Komponisten nach der Sommerresidenz der spanischen Könige benannt. In den Suiten Nr. 1 und 2 aus dem Ballett Der Dreispitz von Manuel de Falla finden sich ebenfalls spanische Tanzformen wie Fandango und Seguidilla. Besonders populär geworden ist der „Tanz des Müllers“ (Danza del molinero), eine wild gestampfte Farruca. Auch Maurice Ravels Boléro war ursprünglich als Ballettmusik konzipiert.

Die Idee, ein einziges Thema ohne jegliche Entwicklung zu wiederholen und durch das Hinzufügen von immer mehr Instrumenten einem Höhepunkt zuzuführen, ist dem Basken angeblich während eines Badeurlaubs gekommen. Von Ravel selbst ist dazu folgendes Bonmot überliefert: „Ich habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert – den Boléro. Leider völlig ohne Musik.“ 
Für das Konzert sind nur noch wenige Restkarten erhältlich: bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

 

 

- FARBE ABSOLUT. Katharina Grosse - Gotthard Graubner
- 4. Philharmonischen Konzert

FARBE ABSOLUT. Katharina Grosse - Gotthard Graubner

Duisburg, 20. November 2019 -
Den Auftakt des Begleitprogramms im MKM hat Künstlerin Katharina Grosse selbst übernommen. Weitere Veranstaltungen folgen ab dem 20. November. "Allen meinen Arbeiten liegt eine Gemeinsamkeit zugrunde: Die Intensität der Farbe."

Artist Talk im MKM: (v.l.) Johann König (Galerist), Eva Schmidt (Kuratorin), Katharina Grosse (Künstlerin), Jörg Mascherrek (Moderation), Foto Georg Lukas. Essen Sehr geehrte Damen und Herren, mit über 100 Teilnehmer*innen ist das MKM am 15.11.19 erfolgreich ins Begleitprogramm zur aktuellen Wechselausstellung "Farbe absolut" gestartet.

Beim Artist Talk im MKM traf Malerin Katharina Grosse auf den „Popstar unter den Galeristen“ (FAZ) Johann König und Kuratorin Eva Schmidt und teilte ihre Innensicht auf Kunst und Künstler*innen, die Ausstellung im MKM und Malerei als unbekannter Ort und Plädoyer für Veränderlichkeit. Moderiert wurde die Runde von Jörg Mascherrek. "Überall kann ein gemaltes Bild sein", so Katharina Grosse beim Künstlergespräch.

"Das Malen und Zeichnen ist eine ganz direkte, ohne irgendeine Maschine vermittelte Bildinformation (...). Mich interessiert so sehr, wie dieses Leben, das wir haben - mit Kartoffelschälen, Schuhe putzen, hierher fahren und im Stuhl sitzen - parallel existiert zu dieser imaginativen Welt, die alles andere auch kann - Fliegen oder Schwimmen über den Ozean ohne Sauerstoffzufuhr und alle diese Dinge, die man sich ausdenken kann." Bereits diesen und nächsten Mittwoch stehen die nächsten Veranstaltungen an: Am 20.11. um 17 Uhr findet wieder unsere beliebte KUNST und GENUSS-Führung statt und am 4.12. um 17 Uhr lassen die Restauratoren Brüning & Schubert unsere Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen.

 

T E R M I N E

Mi, 20.11.2019 | 17 Uhr
KUNST und GENUSS
Führung durch die Ausstellung, anschließend Wein und Imbiss im Küppersmühle Restaurant
Mit Sabine Falkenbach und Jörg Mascherrek
21 EUR inkl. Eintritt, Führung, einem Getränk und Imbiss

Mi, 04.12.2019 | 17 Uhr
GROSSE X GRAUBNER – Hinter den Kulissen
Der alternative Ausstellungsrundgang mit den Restauratoren Brüning & Schubert: Hintergrundwissen rund um Aufbau, Pflege und Umgang mit Kunstwerken.
10 EUR inkl. Eintritt ins MKM

Sa, 18.01.2020 | 15 Uhr
MKM POETRY TIME
Lyrikworkshop in der Ausstellung „Farbe absolut“ für Jugendliche und Erwachsene
20 EUR inkl. Eintritt ins MKM | max. 15 Teilnehmer

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Kostenlose Führungsangebote

Jeden Mittwoch | 15 Uhr
KUNSTMITTWOCH IM MKM
Führung durch die Ausstellung „Farbe absolut“ mit Kunstvermittlerin Prisca Wensch
Teilnahme kostenlos (im Eintrittspreis enthalten). Anmeldung nicht erforderlich.

Jeden Sonntag | 15 Uhr
ÖFFENTLICHE BESUCHERFÜHRUNG
Führung durch die Sammlung und die aktuelle Ausstellung im MKM
Teilnahme kostenlos (im Eintrittspreis enthalten). Anmeldung nicht erforderlich.

ANMELDUNG
Soweit nicht anders angegeben, ist für alle Veranstaltungen eine Anmeldung erforderlich unter:
T 0203 30 19 48 -11 (Mi–So) oder office@museum-kueppersmuehle.de

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

Philosophenweg 55
47051 Duisburg
T 0203 30 19 48 -11
office@museum-kueppersmuehle.de
www.museum-kueppersmuehle.de
#museumkueppersmuehle  #mkm  #farbeabsolut

Veranstalter
Eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn im MKM
www.stiftungkunst.de
#stiftungkunstbonn

Laufzeit
bis 26. Januar 2020

Förderer
Das Projekt wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft.

Katalog
Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog im Wienand Verlag erschienen.



 

Das Wochenend-Programn im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Duisburg, 19. November 2019 - Auch an diesem Wochenende können sich interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ austauschen: Am Samstag, 23. November, 15 Uhr, dreht sich dabei alles um das Thema „Selbstfürsorge“.
Wer die jüngst eröffnete Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ erkunden möchte, ist herzlich zur öffentlichen Führung am Sonntag, 24. November, 11.30 Uhr, eingeladen. Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ geht es am Samstag, den 23. November, ab 15 Uhr um das Thema „Selbstfürsorge“. Was es heißt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und warum Auszeiten wichtig für ein glückliches Leben sind, kann unter Gesprächsführung von Elisa Tinnappel diskutiert werden. In ungezwungener Atmosphäre können sich die Gesprächsteilnehmer*innen austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

 

Öffentliche Führung: Das Wirken der „Brücke“-Künstler
In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 24. November, 11.30 Uhr, widmet sich Madalina Rotter der neuen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.  Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Erich Heckel, Windmühle in Dangast, 1909 © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto: Bernd Kirtz

 

 

Musikpreis der Stadt Duisburg für Choreograph Royston Maldoom

 „Tanzen für ein besseres Leben“
Duisburg, 18. November 2019 - Der britische Choreograph Royston Maldoom nimmt am 24. November den Musikpreis der Stadt Duisburg 2019 entgegen Für seine herausragende künstlerische Arbeit mit Menschen aller Nationalitäten und sozialen Schichten nimmt der britische Tanzpädagoge und Choreograph Royston Maldoom am 24. November den Musikpreis der Stadt Duisburg 2019 aus den Händen von Oberbürgermeister Sören Link entgegen.

Eine Fachjury hatte dem gebürtigen Londoner die mit 10.000 Euro dotierte und von der Köhler-Osbahr-Stiftung zur Verfügung gestellte Auszeichnung zugesprochen. Die Preisverleihung findet um 11 Uhr im Großen Saal des Theaters Duisburg statt. Maldoom erlangte internationale Berühmtheit, als er 2003 auf Einladung der Berliner Philharmoniker und ihres damaligen Chefdirigenten Sir Simon Rattle eine Choreographie zu Igor Strawinskys Orchesterstück „Le Sacre du Printemps“ erarbeitete – mit 250 Jugendlichen aus den Problemvierteln der Stadt.

Im Rheinland, insbesondere in Duisburg, hatte der Wahl-Berliner aber schon viel früher wichtige tanzpädagogische Wegmarken gesetzt. Von 1990 bis 1997 war er choreographischer Direktor eines Jugendtanzfestivals im Rahmen der Duisburger Akzente. Seine Zusammenarbeit mit der Duisburger Choreographin und Tanzpädagogin Ulla Weltike geht ebenfalls auf diese Zeit zurück. Mitreißende Kraft entwickelte 2016 ihr gemeinsames Projekt „EXILE – Tanzen für ein besseres Leben“, das ein weithin beachtetes Zeichen für mehr Humanität und ein stärkeres Miteinander setzte.
Das Tanzstück über Menschen, die ihre Heimat verlassen, vereinte rund 150 Duisburger Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedenster Herkunft auf der Bühne des Stadttheaters. Im Mittelpunkt des Festakts am 24. November steht ein Gespräch Maldooms mit dem Musikjournalisten Holger Noltze. Ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker, die Tanzmoto Dance Company und das Duisburger Tanztheater Ulla Weltike werden die Matinee künstlerisch gestalten. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

Royston Maldoom - Copyright  Ingo Schäfer


 

- Binnenschifffahrtsmuseum: Öffentliche Sonntagsführung fallen aus  
- Lehmbruck Museum: Jugend trifft Kunst: „Portraitzeichnen kann jeder!“

Binnenschifffahrtsmuseum: Öffentliche Sonntagsführung fallen aus  
Duisburg, 18. November 2019 - Im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort finden am 1. Dezember und 8. Dezember, aufgrund von Großveranstaltungen, keine öffentlichen Sonntagsführungen statt. Weitere Informationen unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.


Lehmbruck Museum
Jugend trifft Kunst: „Portraitzeichnen kann jeder!“
„Portraitzeichnen kann jeder!“ lautet das Motto bei „Jugend trifft Kunst“ am Sonntag, 24. November, von 14.30 bis 17.00 Uhr. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren können unter Anleitung von Katharina Nitz Gesichter zu Papier bringen. Mit „Jugend trifft Kunst“ bietet das Lehmbruck Museum ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sich Jugendliche kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können.
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz

 

 

Offener Samstag im Lehmbruck Museum
„Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“

Am Sonntag, 24. November, 14 bis 17 Uhr, bietet das CITY ATELIER allen Interessierten die Möglichkeit, das Holzschnittverfahren selbst zu erproben und bei Jugend trifft Kunst, dem kostenfreien Kreativangebot für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, lautet das Motto ab 14.30 Uhr: „Portraitzeichnen kann jeder!“ Zum Auftakt der Offenen Samstage am 23. November lautet das Motto „Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“.
Von 11 bis 14 Uhr können sich junge kreative Köpfe zwischen 6 und 12 Jahren unter Anleitung von Hiltrud Lewe künstlerisch verwirklichen. Die Krefelder Künstlerin stellt dabei eindrücklich unter Beweis, dass alte Zeitungen viel zu schade zum Wegschmeißen sind: Zusammen mit interessierten Kids wird sie altes Zeitungspapier als künstlerisches Material verwenden und ihm dabei neues Leben einhauchen – Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Vielleicht entsteht dabei ja sogar das ein oder andere Weihnachtsgeschenk?! Die Kosten betragen 10 € (erm. 5 €) pro Teilnehmer. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de)!  

CITY ATELIER: „Die Künstler der Brücke“

Passend zur frisch eröffneten Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ bietet das CITY ATELIER am Sonntag, 24. November, von 14 bis 17 Uhr, die Gelegenheit, ein für den Expressionismus typisches Druckverfahren kennenzulernen: „Kontrastreich – Holzschnittverfahren“ lautet das Thema diese Woche, zu dem Friederike Winkler-Rufenach einlädt, in inspirierender Atmosphäre den eigenen Vorstellungen Raum zu geben.
Das CITY ATELIER ist der Ort im Lehmbruck Museum, um Kunst selbst zu machen. Jeden Sonntag besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen sowie verschiedene Materialien und Techniken kennenzulernen. Ohne Anmeldung, ohne viel Aufwand, ohne Altersbegrenzung – Mitmachen können alle, solange Plätze frei sind. Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale.  


 

Stadtmuseum: Erzählcafé – Verfolgte des Nationalsozialismus

Duisburg, 14. November 2019 - Jugendliche der Duisburger Werkkiste stellen am Sonntag, 17. November, um 15 Uhr beim Erzählcafé im Kultur- und Stadthistorischen Museum die Ergebnisse einer Projektarbeit zu den Verfolgten des Nationalsozialismus in Meiderich vor.  
Die Projektteilnehmer haben auf einem Holzmodell den Stadtteil Meiderich nachgebaut und – wie im Stadtteil selbst – „Stolpersteine“ vor den Häusern der Verfolgten „verlegt“. Auf dem Modell wurden die jeweiligen Häuser außerdem beleuchtet und dadurch besonders hervorgehoben.  
Die Jugendlichen aus verschiedenen Berufsvorbereitungslehrgängen erhielten zuvor im Geschichts- und Sozialkunde-Unterricht fundiertes Wissen über die NS-Zeit. Gemeinsam mit dem Stadtarchiv haben sie Biografien der Opfer erarbeitet.
  
Das Modell befindet sich bereits in der Stadtgeschichteausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums und kann dort noch bis Ende November besichtigt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

In der Franz -Grave-Halle entstand seit Januar 2013 ein maßstabsgerechtes Modell der Stadt Duisburg. Ausgehend von Katasterplänen und Luftbildern stellen die jungen Leute aus Holz und anderen Modellbaumaterialien großflächige Module der einzelnen Stadtteile her. Dafür haben sich die Jugendlichen intensiv mit ihrer Stadt auseinandergesetzt, viel nachgefragt und Leben und Arbeiten vor Ort erkundet.
Ergebnisse: Stadtteile wie z.B.  Bruckhausen sind fast vollständig im Maßstab 1:500 mit Straßen, Gebäuden und Bepflanzung abgebildet, weitere Bereiche sind in Arbeit.
Das Projekt geht auf eine Idee Harald Jeschke vom Bürgerverein Neudorf zurück, der das erste Teilmodell angeregt hatte.

- "Die Künstler der Brücke" 16. November 2019 bis 1. Juni 2020
- Lehmbruck Lecture „Eija-Liisa Ahtila

"Die Künstler der Brücke" 16. November 2019 bis 1. Juni 2020
Duisburg, 14. November 2019 - Spontan, ehrlich, provokativ - die Werke der expressionistischen Künstlergemeinschaft "Brücke" revolutionierten die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne. Das Lehmbruck Museum widmet sich in einer Kabinettausstellung den Arbeiten der 1905 in Dresden gegründeten Vereinigung.

Die Ausstellung präsentiert Werke von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und Emil Nolde am Beispiel von ausgewählten Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und fotografischen Materialien.
http://lehmbruckmuseum.pr.co/183447-die-kunstler-der-brucke Sp

Lehmbruck Lecture „Eija-Liisa Ahtila: Vom multiplen Ich zur posthumanistischen Vision“, Vortrag von Prof. Dr. Stephan Berg
Am Donnerstag, den 21. November, findet die zweite „Lehmbruck Lecture“ zur aktuellen Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ statt. Aus diesem Anlass begrüßt das Lehmbruck Museum um 18 Uhr Herrn Prof. Dr. Stephan Berg, der in seinem Vortrag auf die ausgestellten Videoinstallationen der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila Bezug nehmen wird.  

Prof. Dr. Stephan Berg ist seit 2008 Intendant des Kunstmuseums Bonn. Der gelernte Germanist publiziert Aufsätze und Kataloge zur Kunst der Gegenwart und wird sich in seinem Vortrag „Eija-Liisa Ahtila: Vom multiplen Ich zur posthumanistischen Vision“ der Entwicklung des Gesamtwerkes Eija-Liisa Athilas vom Frühwerk bis zu den aktuellen Arbeiten widmen. Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit.
In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Die retrospektiv angelegte Ausstellung beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Eintritt: 5 €

 

Pianist Michael Gees und die Mezzosopranistin Bella Adamova gestalten einen Abend mit improvisierter Liedkunst

Konzertmeditation

Duisburg, 13. November 2019 - Ein Lied spontan auf ein Gedicht zu improvisieren ist eine Herausforderung, angesichts derer sich klassisch ausgebildete Sängerinnen und Sänger gemeinhin wenig wohl fühlen. Umso erstaunter war der Pianist Michael Gees, als er an der Musikhochschule Köln die in Tschetschenien geborene und in Prag aufgewachsene Mezzosopranistin Bella Adamova kennenlernte.

„Sie hat die Augen geschlossen und losgesungen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht“, erzählt Gees über den Beginn ihrer engen Zusammenarbeit, die zu dem Debütalbum „Blooming“ führte. Die im Oktober 2019 veröffentlichte CD enthält spontan komponierte Lieder zu Texten von Marie Howe, Marina Zwetajewa, Alexander Blok, Bella Adamova, Joseph von Eichendorff, Paul Verlaine, Jakow Polonski sowie ein mährisches und ein spanisches Volkslied.

Wer die faszinierende und grenzüberschreitende Kreativität dieser beiden Musiker live erleben möchte, hat jetzt im 2. Konzert der Reihe KOMED (KOnzertMEDitationen) Gelegenheit dazu. Unter dem Titel „Klang und Stille“ tritt das Liedduo am Mi. 20. November (19.30 Uhr), im KROHNE Messtechnik Veranstaltungssaal auf. Bella Adamova ist eine vielseitige Sängerin, die sich Oper und Kunstlied mit der gleichen Hingabe widmet wie der vokalen Improvisation. Sie wurde in London und Köln ausgebildet und war bereits an einer Reihe von Opernproduktionen beteiligt, darunter an Benjamin Brittens A midsummernight’s dream und Joseph Haydns La fedeltà premiata am Theater Aachen. Im Jahr 2015 gewann sie den „Czech Song Prize“ bei dem nach der Tschechischen Diva Emmy Destinn benannten Gesangswettbewerb in London.

Im Anschluss an den Abend in der Ludwig-Krohne-Straße 5 ist unter dem Motto „Meet the Artist“ eine Künstlerbegegnung geplant. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel 0203 / 283 62 100) sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

- MKM: Artist Talk mit Katharina Grosse
- „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee - „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“
Duisburg, 13. November 2019 - Wer den Kunstgenuss mit einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee ausklingen lassen möchte, ist am Dienstag, den 19. November, um 15 Uhr im Lehmbruck Museum an der richtigen Adresse. Nina Hülsmeier wird durch die aktuelle Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ führen und anschließend an den gedeckten Tisch bitten. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Die retrospektiv angelegte Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen und präsentiert selten ausgestellte Skulpturen der finnischen Künstlerin.  
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an info@lehmbruckmuseum.de.  

Eija-Liisa Ahtila, Potentiality for Love, 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Malla Hukkannen

MKM: Artist Talk mit Katharina Grosse
Mit einem Artist Talk mit Katharina Grosse startet das MKM am 15. November um 19 Uhr das Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung "Farbe absolut". Die international gefeierte Malerin trifft auf Johann König, den „Popstar unter den Galeristen“ (FAZ). Gemeinsam mit Ausstellungskuratorin Eva Schmidt teilen sie ihre Innensicht auf Kunst und Künstler*innen, die Ausstellung mit Gotthard Graubner im MKM und die Malerei von Katharina Grosse als Denkform, unbekannter Ort und Plädoyer für Veränderlichkeit.

Teilnahmepreis sind 10 EUR inkl. Eintritt ins MKM Anmeldung unter: T 0203/301948-11 (Mi-So) oder office@museum-kueppersmuehle.de Außerdem findet im Rahmen unseres Begleitprogramm wieder eine neue Ausgabe der Reihe Kunst&Genuss statt.
Am 20. November um 17 Uhr führen Sabine Falkenbach und Jörg Mascherrek kulinarisch- und kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher durch die aktuelle Wechselausstellung mit anschließendem Wein und Imbiss im Küppersmühle Restaurant. Teilnahmepreis sind 21 EUR inkl. Eintritt ins MKM Anmeldung unter: T 0203/301948-11 (Mi-So) oder office@museum-kueppersmuehle.de    

- Stadtarchiv-Vortrag über die Liebfrauenkirche abgesagt
- Lehmbruck Museum:  Offener Samstag „Pappcycling"

A b s a g e : Stadtarchiv-Vortrag über die Liebfrauenkirche    
Duisburg, 12. November 2019 - Der für Donnerstag, 14. November, geplante Vortrag über den Bau und die Gestaltung der Liebfrauenkirche der Kunsthistorikerin Laura Bachem im Stadtarchiv muss krankheitsbedingt abgesagt werden. Der Vortrag wird in der Reihe "Stadtgeschichte donnerstags 2020/21" nachgeholt.


Lehmbruck Museum:  Offener Samstag „Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“ mit Hiltrud Lewe

In der Vorweihnachtszeit bietet das Lehmbruck Museum an den Offenen Samstagen regelmäßig spaßige Workshops für Kinder von 6 bis 12 Jahren an. Zum Auftakt am Samstag, den 23. November, lautet das Motto „Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband“. Von 11 bis 14 Uhr können sich junge kreative Köpfe unter Anleitung von Hiltrud Lewe künstlerisch verwirklichen.

Aus Alt mach Neu! Dass alte Zeitungen viel zu schade zum Wegschmeißen sind, stellt Hiltrud Lewe am ersten Offenen Samstag des Jahres, am 23. November, ab 11 Uhr unter Beweis: Zusammen mit interessierten Kids wird die Krefelder Künstlerin altes Zeitungspapier als künstlerisches Material verwenden und ihm dabei neues Leben einhauchen – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die Kosten betragen 10 € (erm. 5 €) pro Teilnehmer. Anmeldung erforderlich (telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de)!

Die Termine im Überblick (jeweils 11 bis 14 Uhr):

- Samstag, 23. November
Pappcycling – Fantasievolle Figuren aus Zeitungspapier und Klebeband
Mit Hiltrud Lewe

- Samstag, 30. November
Gruß und Kuss, dein Julius – Weihnachtskarten selbst gemacht
Mit Sabine Bazan

 - Samstag, 7. Dezember
Tastlandschaften – Reliefs und Assemblagen bauen
Mit Madalina Rotter

- Samstag, 14. Dezember
Setzkasten – Bildnerische Collagen aus Zuckerkreide und Papier
Mit Rike Lemm

 -Samstag, 21. Dezember
Last Minute Weihnachtsgeschenke – Kleine, schöne Sachen machen
Mit Katharina Nitz

Offener Samstag, Foto: Frank Vinken


- Lehmbruck Museum:  „Mitreden“
- Öffentliche Sonntagsführung „Die Künstler der Brücke“

Duisburg, 11. November 2019 - Am Samstag, den 16. November, um 15 Uhr können interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums wieder „Mitreden“ – in dieser Woche dreht sich im öffentlichen Sprachcafé alles um das Thema „Spartipps“. In der öffentlichen Sonntagsführung wird sich Madalina Rotter am 17. November ab 11.30 Uhr der neu eröffneten Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ widmen.

 

Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ geht es am Samstag, den 16. November, ab 15 Uhr um Rücklagen, Notgroschen und Sparpfennige: Welche Spartraditionen gibt es und wo sind die Sparschweine gut genährt? Elisa Tinnappel lädt Besucher*innen unterschiedlicher Herkunft zum interkulturellen Austausch über „Spartipps“ ein. In ungezwungener Atmosphäre können sich die Gesprächsteilnehmer*innen austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.

 

In der öffentlichen Führung am Sonntag, den 17. November, um 11.30 Uhr widmet sich Madalina Rotter der neuen Kabinettausstellung im Souterrain der Glashalle: Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum dort ab Samstag, den 16. November, einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler, unter ihnen Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne. Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten. 

Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.
Ernst Ludwig Kirchner, Sitzender weiblicher Akt, 1908-09, Foto: Jürgen Diemer



- Stadtarchiv-Vortrag über die Liebfrauenkirche
- Lehmbruck Museum:  Carsten Nicolai „rota“
- Stadtmuseum: Zweiter Teil der „Dispargum“-Ausstellung wird eröffnet

A b s a g e : Stadtarchiv-Vortrag über die Liebfrauenkirche    
Der für Donnerstag, 14. November, geplante Vortrag über den Bau und die Gestaltung der Liebfrauenkirche der Kunsthistorikerin Laura Bachem im Stadtarchiv muss krankheitsbedingt abgesagt werden. Der Vortrag wird in der Reihe "Stadtgeschichte donnerstags 2020/21" nachgeholt.

Stadtarchiv-Vortrag über die Liebfrauenkirche  

Duisburg, 07. November 2019 - Kunsthistorikerin Laura Bachem berichtet am Donnerstag, 14. November, über den Bau und die Gestaltung der Liebfrauenkirche durch den Architekten Toni Hermanns. Der Vortrag in der Reihe „Stadtgeschichte donnerstags“ findet ab 18.15 Uhr in der DenkStätte des Stadtarchivs am Innenhafen, Karmelplatz 5, statt.  
Der „Bau-Boom“ der Nachkriegszeit brachte so viele Kirchen hervor wie zu keinem anderen Zeitpunkt. Besonders im Rheinland der 1950er- bis 1970er-Jahre entstanden zahlreiche Bauten, deren Architekten den Stil der Zeit prägten. Die Liebfrauenkirche (1958–1961) am König-Heinrich-Platz gehört mit innovativen Techniken und Materialien dazu. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.  

Liebfrauenkirche von 1984 (Fotocredit: Stadtarchiv Duisburg).


Stadtmuseum: Zweiter Teil der „Dispargum“-Ausstellung wird eröffnet
Der zweite Teil der Sonderausstellung „Dispargum – Königshof, Kaiserpfalz, Hansestadt“ wird am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Duisburger Innenhafen eröffnet.  
Bereits Ende 2018 präsentierte die Duisburger Stadtarchäologie im ersten Abschnitt der Ausstellung neue Erkenntnisse zur Duisburger Stadtgeschichte, die sich aus Grabungen und wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahre ergeben haben. Nun können weitere Forschungsergebnisse und neue Objekte gezeigt werden.
„Dispargum lädt daher erneut dazu ein, mit allen Sinnen in das mittelalterliche Duisburg einzutauchen“, sagt Dr. Susanne Sommer, Leiterin des Kultur- und Stadthistorischen Museums.   Für die Ausstellung wurden mehrere mittelalterliche Schauplätze räumlich nachgebaut. So lassen sich typische Keramikgefäße, filigrane Metallobjekte und kostbarer Schmuck in der Atmosphäre eines fränkischen Marktplatzes betrachten, auf dem diese Gegenstände einst gehandelt wurden.
In der „Aula regia“, dem wichtigsten Raum eines Königshofes, können Besucherinnen und Besucher mit Blick auf das Porträt Ottos III. fränkischen Originaltexten lauschen und so einen Eindruck von der Sprache der Zeit gewinnen. Highlight der nachempfundenen Krypta ist eine Ledersohle, die die Praxis der Berührungsreliquien – in diesem Fall der „Sohle Christi“ – vermittelt. Die Ausstellungseröffnung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenlos


Lehmbruck Museum:  Carsten Nicolai „rota“
Passanten werden es vielleicht schon bemerkt haben: Infolge der Zeitumstellung ist die eindrucksvolle Skulptur „rota“ von Carsten Nicolai nun schon früher am Abend in Aktion zu sehen. Von der überdimensionalen „Dream Machine“ ausgehende Lichtimpulse strahlen in den Außenraum hinein und verbinden auf diese Weise das Museum mit dem öffentlichen Raum. Seit dem 28. September 2019 strahlt Carsten Nicolais raumgreifende Lichtinstallation „rota“ aus der Glashalle des Lehmbruck Museums in den Kant Park hinein.
Die Reflektionen dehnen sich auf die Umgebung aus und kreieren eine Fernwirkung, die bei der Arbeit unter den üblichen Präsentationsformen eines geschlossenen Museumsraums nicht gegeben ist. In Nicolais Arbeit trifft Wissenschaft auf Kunst: Ein Edelstahlzylinder rotiert um seine eigene Achse. Die Perforation seiner Oberfläche lässt stroboskopische Lichtreflexe entstehen, deren Frequenz aus der jeweiligen Bewegungsgeschwindigkeit resultiert. Besucher und Passanten werden starken optischen oder akustischen Reizen ausgesetzt. Dahinter verbirgt sich die universelle Frage nach der Wahrnehmung unserer Welt durch Technik und Wissenschaft.  

Carsten Nicolai (*1965) arbeitet an den Grenzen zwischen Musik, Kunst und Wissenschaft. Seit seiner Teilnahme an der documenta X (1997) und an den Venedig-Biennalen 2001, 2003 und 2019 wird sein Werk weltweit ausgestellt. Parallel zur Duisburger Installation zeigt das K21 in Düsseldorf das Werk Nicolais in der Ausstellung „Parallax Symmetry“ vom 28. September 2019 bis zum 19. Januar 2020.    

Carsten Nicolai, rota, 2009, Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Fotos: Dejan Saric


Lehmbruck Museum:  Mitreden - öffentliche Führung - Jugend trifft Kunst

Mitreden
Wann ist ein Mann ein Mann? Und wer ist für den Haushalt zuständig?
Am Samstag, den 9. November 2019, um 15 Uhr dreht sich im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden“ alles um das Thema „Geschlechterrollen“ und die Frage, ob diese nicht längst überwunden sind. Interessierte Besucher*innen können sich im Sprachcafé des Lehmbruck Museums in lockerer Atmosphäre über Alltägliches, Besonderes, Kunst und Kultur austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern.
Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  


Ö
ffentliche Führung

Die öffentliche Führung am Sonntag, den 10. November, um 11.30 Uhr widmet sich den Highlights der Sammlung. Das Lehmbruck Museum verfügt über einen der bedeutendsten Bestände moderner Skulptur überhaupt. In den Ausstellungsräumen des Hauses begegnen die Besucher*innen Werken bedeutender Künstlerpersönlichkeiten wie Pablo Picasso, Ernst Barlach, Constantin Brancusi oder Käthe Kollwitz. Einen ganz besonderen Platz nimmt das Werk Wilhelm Lehmbrucks ein: Im architektonisch eindrucksvollen Lehmbruck-Flügel wird eine Vielzahl bedeutender Werke des berühmten Duisburger Künstlers präsentiert.

In einem gemeinsamen Rundgang werden Hauptwerke der Sammlung quer durch das ganze Museum vorgestellt. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

„Jugend trifft Kunst“

Reißen, schneiden, kleben und Neues erschaffen: „Collage Olé!“ ist das Motto bei „Jugend trifft Kunst“ am Sonntag, den 10. November, von 14.30 bis 17.00 Uhr. Aus Papierschnipseln und Zeitungsfetzen können mit einer Portion Kreativität wahre Kunstwerke entstehen.
Für alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren bietet das Lehmbruck Museum mit „Jugend trifft Kunst“ ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sie sich unter Leitung von Katharina Nitz kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können. 
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.  

„Jugend trifft Kunst“, Foto: Katharina Nitz

„Eija-Liisa Ahtila: Behind the Scenes“, Ilppo Pohjola im Gespräch mit Kuratorin Dr. Bettina Dunker
Am Samstag, den 9. November, um 15 Uhr gibt Ilppo Pohjola, der seit über 25 Jahren die filmischen Installationen von Eija-Liisa Ahtila produziert, spannende Einblicke hinter die Kulissen: Im Gespräch mit Kuratorin Dr. Bettina Dunker wird der finnische Filmemacher und Produzent die Entstehung der komplexen Videoinstallationen erläutern, die aktuell in der Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ im Lehmbruck Museum zu sehen sind.  

Ahtila erzählt ihre Geschichten häufig auf mehreren Leinwänden, sodass zeitgleich verschiedene Perspektiven des Geschehens zu sehen sind. Dokumentarisch wirkende Szenen werden mit surrealen Ereignissen verwoben. So begegnen uns immer wieder Figuren, die durch den Raum schweben, sich auflösen oder schrumpfen. Ilppo Pohjola wird vorstellen, welche Hilfsmittel dafür angewendet und wie die oft sehr aufwendigen Produktionen technisch umgesetzt werden. So ermöglicht das Gespräch einen ganz neuen Blick auf die Arbeiten der international renommierten Künstlerin. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Eintritt: 9 EUR (erm. 5 EUR)


Eija-Liisa Ahtila, Studies on the Ecology of Drama, 2017 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Malla Hukkanen

- Zwölf Nachwuchs-Kabarettisten für "Das Schwarze Schaf" nominiert
- „25 – Die große Jubelläumsshow von Kai Magnus Sting“
- Tag der offenen Tür an der Musik- und Kunstschule  

Zwölf Nachwuchs-Kabarettisten sind für "Das Schwarze Schaf" nominiert
Duisburg, 5. November 2019 - Zwölf junge Kabarettisten können sich Hoffnung auf den Titel "Das Schwarze Schaf" machen. Alex Döring (München), Beier & Hang (München), Florian Hacke (Kiel), Goldfarb-Zwillinge (Berlin), Jakob Heymann (Bremen), Johannes Floehr (Krefeld), Martin Valenske & Henning Ruwe (Berlin), Micha Marx (Bonn), Peter Fischer (Mannheim), Quichotte (Köln), Sulaiman Masomi (Köln) und Victoria Helene Bergemann (Kiel) haben es in die nächste Runde des niederrheinischen Kabarettpreises geschafft.

Ab dem 12. März treten jeweils sechs Nominierte an acht Abenden in den Vorrundenstädten Emmerich, Wesel, Krefeld und Moers gegeneinander an und präsentieren dem Publikum jeweils 15-minütige Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen. Die Zuschauer stimmen darüber ab, welche sechs Talente ins Finale am 9. Mai 2020 im Theater am Marientor in Duisburg einziehen.

Am Finalabend entscheidet eine Jury um Schauspielerin und Stand-up-Comedienne Mirja Boes über die Gewinner der Auszeichnung. Der Wettbewerb "Das Schwarze Schaf" erinnert an den Moerser Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Er findet alle zwei Jahre statt und ist ein Projekt der RuhrFutur gGmbH. Seit 2001 wird der Preis von der Stiftung Mercator gefördert. Infos:
www.dasschwarzeschaf.com


„25 – Die große Jubelläumsshow von Kai Magnus Sting“
Wenn das kein Grund zum Jubeln ist: Der Duisburger Kabarettist und Autor Kai Magnus Sting feiert Jubiläum. Seit 25 Jahren spielt er landauf landab seine Kabarettprogramme. Dies möchte er nicht nur mit lieben Freunden, sondern natürlich auch mit Fans und vielen Gästen feiern. Das verspricht auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis! Zu seiner großen Show lädt Kai Magnus Sting am 8. Februar 2020 ein. Einige Stars der deutschen Kabarett- und Kleinkunstszene reichen sich dort zur Huldigung des Jubilars die Hand. Gäste sind Frank Goosen, Erwin Grosche, Piet Klocke, Henning Venske und die Zucchini Sistaz. Natürlich findet das Ganze zuhause in Duisburg statt!
Die zu vielen Feierlichkeiten erprobte Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord wird dem Jubellar, den Künstlern und ihren Gästen einen angemessenen und würdigen Rahmen verleihen. Denn Kai Magnus Sting ist ein wahrlich großer Freund des Landschaftsparks, den er in diesem Jahr zu dessen 25. Jubiläum intensiv begleitete und mit ihm feierte. So geht das eine Jubeln sozusagen in das andere Jubeln nahtlos über - in der Jubelläumsshow. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Tickets gibt es online unter www.reservix.de und vor Ort im Besucherzentrum des Parks zu kaufen.

Tag der offenen Tür an der Musik- und Kunstschule  
Die Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg (MKS) lädt am Samstag, 9. November, zu einem Tag der offenen Tür ein. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr präsentiert sie in der Duissernstraße 16 in Duissern ihr Unterrichtsangebot. Dabei können auch immer wiederkehrende Fragen von Kindern und Eltern beantwortet werden: „Wie sieht eigentlich ein Fagott aus?“ und „Ist meine Tochter nicht zu klein für den Kontrabass?“  
Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten hier die Möglichkeit, Instrumente,  Kunst, musikalische Früherziehung und vieles mehr auszuprobieren, Informationen einzuholen und sich beraten zu lassen. Verschiedene Ensembles der MKS werden präsentiert, und auch die Cafeteria ist geöffnet.


Lehmbruck Museum: Demenz und Neue Musik: Das KlangKunstLabor

Workshop mit Einführung und Gespräch
Duisburg, 01. November 2019 -  Am Freitag, den 8. November, von 14 bis 17 Uhr stellen die Musikwissenschaftlerin Elisabeth von Leliwa und der Komponist Gerhard Stäbler in einem kostenfreien Workshop unter Beweis, dass visuelle Impulse und instrumentale Klänge ein geeignetes Spielfeld für Menschen mit und ohne Demenz sind.
Neue Musik und moderne Kunst werden oft als unverständlich und schwierig empfunden, doch gerade die Experimentierfreude der künstlerischen Avantgarde schafft Anreize für eine spielerische Auseinandersetzung. Alltägliche Gegenstände und Materialien, der eigene Körper, visuelle Impulse und die Hörerfahrungen instrumentaler Klänge im großzügigen Lehmbruck-Flügel sind der Ausgangspunkt, um gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Klänge im Augenblick der Entstehung zu erforschen und entwickeln.
Die Cellistin Anja Schröder, Mitglied der Duisburger Philharmoniker, wird mit ihrem Instrument weitere Akzente in der gemeinsamen Klang-Performance setzen. Das KlangKunstLabor, das bisher im EarPort im Duisburger Innenhafen stattfand, ist erstmalig im Lehmbruck Museum zu Gast und öffnet sich dort Menschen mit und ohne Demenz sowie mit einer speziellen Einführung auch interessierten Akteur*innen aus Musik, Kunst und der sozialen Altenarbeit. 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten (telefonisch unter 02131-2982616 oder per E-Mail an info@von-leliwa.com).  

Demenz und Neue Musik: Das KlangKunstLabor, Foto: EarPort Duisburg


Stadtmuseum: Mercators Weltkarte von 1569  

Duisburg, 30. Oktober 2019 - Gästeführer Werner Pöhling geht am Sonntag, 3. November, um 15 Uhr der Frage nach, wie Mercator vor rund 450 Jahren seinen eigenen Wissenshorizont erweiterte. Bei einem Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung „Sagenumwoben! Goldstädte, Paradiesorte und ferne Welten“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 erläutert er, auf welche Quellen sich der Duisburger Kartograf stützte und was ihn antrieb. Ausgangspunkt ist die berühmte Weltkarte Gerhard Mercators von 1569, mit der er die Navigation auf See revolutionierte.  

Durch den großen Fortschritt, den Mercators Seekarte für die Seefahrt bedeutete, wagten sich Abenteurer auf der Suche nach Ruhm und Reichtum in immer entlegenere Winkel der Erde, um ihnen ihre Reichtümer und Geheimnisse zu entlocken. Werner Pöhling berichtet von den Träumen und Sehnsüchten der Entdecker und auf das, was sie tatsächlich in der Ferne fanden. Die Teilnahme kostet 4,50 Euro, mit Ermäßigung 2 Euro.



Jugend trifft Kunst im Lehmbruckmuseum

Duisburg, 28. Oktober 2019 - Zu unterschiedlichen Terminen, die man im Internet finden kann, finden im Lehmbruckmuseum die Workshops „Jugend trifft Kunst“ ab 14:30 Uhr  statt. Hierbei werden variierende Themen ausgesucht, zu denen die Teilnehmer (zwischen 14 und 20 Jahren) dann etwas basteln, malen etc. das ganze ist kostenlos und ohne Anmeldung.

Einer dieser Workshops fand am 27.10.2019 statt zum Thema: Farben zum Leuchten bringen. Dahinter verbarg sich folgendes: zuerst suchte jeder nach einem Schriftzug, einem Symbol, einem Logo oder ähnlichem, das er schön findet, das ihm wichtig ist oder das ihn ausmacht. Hierbei waren  keine Grenzen gesetzt. Dann ging es ans Skizzieren und Vormalen. Wer seine Zeichnung fertig hatte, durfte sie auf eine Pappe nach Wahl übertragen.
Dann wurden die einzelnen Buchstaben oder Teile des Logos mit einem Cuttermesser oder einer Schere ausgeschnitten. Anschließend sollte dahinter Transparentpapier nach Wahl geklebt werden, wer wollte, konnte die Pappe auch vorher bemalen. Letztendlich haben wir anspruchsvollere Laternen gebastelt, die von innen mit einer Lichterkette beleuchtet werden sollten.
Weil es aber doch recht aufwendig ist, sich einen Text oder eine Zeichnung auszusuchen, diese zweimal auf Pappe zu übertragen (die Laterne braucht schließlich zwei Seiten), das ganze auszuschneiden, ggf. anzumalen, Transparentpapier anzubringen und dann alles zusammen zu kleben wurden wir leider nicht fertig.

Die Gruppe war recht überschaubar mit 4 Teilnehmern und der Leiterin, was aber eher positiv als negativ ist. Es war ruhig, nicht hektisch und man konnte sich nett unterhalten. Generell war es eine sehr angenehme und lustige Stimmung, mit Keksen, Tee und Radio.

Ich kann die Workshops also an alle weiterempfehlen, die im passenden Alter sind und gerne basteln, malen, zeichnen (usw). Ju

Infos zu den Workshops findet man unter: http://www.lehmbruckmuseum.de/?p=612 

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Am Samstag, den 2. November, um 15 Uhr können sich interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft im Rahmen des öffentlichen Sprachcafés „Mitreden“ im Lehmbruck Museum über das Thema „Kleidung und Mode“ austauschen. Die öffentliche Führung am Sonntag, 3. November, um 11.30 Uhr widmet sich der aktuellen Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ und steht unter dem Motto „Das Fremde in der Kunst“.   

 Elisa Tinnappel lädt am Samstag, den 2. November, ab 15 Uhr zum Gespräch über das Thema „Kleidung und Mode“ ein. Jeden Samstag heißt es „Mitreden“ im Lehmbruck Museum: Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft können sich im öffentlichen Sprachcafé in lockerer Atmosphäre über Alltägliches, Besonderes, Kunst und Kultur austauschen und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Jede der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. In dieser Woche dreht sich alles um die Mode. „Kleider machen Leute“ hieß es schon 1784 in Gottfried Kellers gleichnamiger Novelle. Es kann diskutiert werden, ob dieses Diktum in Zeiten von Fast Fashion, in der Kleidung gleichermaßen als Statussymbol und Wegwerfware auftritt, nach wie vor gültig ist. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

Die öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ widmet sich am Sonntag, 3. November, um 11.30 Uhr dem Thema „Das Fremde in der Kunst“. Eija-Liisa Ahtila, die zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit gehört, arbeitet an neuen Formen des Erzählens mit bewegten Bildern, um Möglichkeiten der Erfahrung zu schaffen, die über eine anthropozentrische Weltsicht hinausgehen. Das Interesse der Künstlerin gilt dabei dem Fremden in uns selbst, in unserer Kultur und Umwelt.
Dieser Ansatz fußt auf einem breiten biopolitischem Fundament: Er umfasst sowohl Fragen der Migration, der Emanzipation von Mann und Frau sowie des Verständnisses für andere Formen des Lebens und der Natur. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  


- Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung
- Finnischer Abend im Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Führung

Am ersten Freitag eines jeden Monats heißt es im Lehmbruck Museum „Pay What You Want!“ – an diesem Tag legen die Besucher*innen ihren Eintrittspreis selbst fest. So auch am kommenden Freitag, den 1. November,  an dem als besonderer Programmpunkt um 15 Uhr eine öffentliche Führung mit Jörg Mascherrek durch die ständige Präsentation von Werken Wilhelm Lehmbrucks angeboten wird.

Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), der in nur zwei Jahrzehnten ein ungewöhnlich ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk schuf, gilt als einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Klassischen Moderne.

Das Lehmbruck Museum verfügt heute über den weltweit größten Bestand an Werken Lehmbrucks und zeichnet in der aktuellen Studioausstellung „Wilhelm Lehmbruck. Ein Leben“ mit einzigartigen Dokumenten, Aufnahmen und Arbeiten das Leben und (Früh-)Werk des berühmten Duisburger Künstlers nach. Bei seiner Führung widmet sich Jörg Mascherrek selten gezeigten Arbeiten aus der Frühphase Lehmbrucks ebenso wie ikonischen Werken, die als sensible und erschütternde Figuren voller Melancholie und Einsamkeit erscheinen und eine tiefe Sehnsucht nach Menschlichkeit und innerem Frieden zum Ausdruck bringen.

Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“

 Lehmbruck-Flügel, Foto: Philipp Fölting




Lehmbruck Museum: plastikBAR: Finnischer Abend „Finsteres Finnland: Sagen, Texte und Musik“
Passend zu Halloween wird es bei der nächsten plastikBAR im Lehmbruck Museum schaurig schön: Am Donnerstag, den 31. Oktober, um 18 Uhr präsentiert Jörg Mascherrek finnische Sagen und Mythen um fürchterliche Gottheiten und außergewöhnliche Naturerscheinungen, die unter anderem mit Stücken des finnischen Komponisten Jean Sibelius (1865-1857) durch das Niehusmann Gitarren Duo musikalisch untermalt werden.  
Die Lesung ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Ausstellung „Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila. Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage.
Die retrospektiv angelegte Ausstellung beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen. Die Teilnahmegebühr beträgt 9 € (erm. 5 €) inklusive Begrüßungsgetränk.  

Eija-Liisa Ahtila, Consolation Service, 1999  © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Videostill: Crystal Eye, Kristallisilma Oy


- Ein Brite in den Bergen: 3. Philharmonischen Konzert
- Notfallverbund Duisburger Kultureinrichtungen probt den Ernstfall

Einstand für Duisburgs neue Residenzkünstlerin Anna Malikova
Duisburg, 27. Oktober 2019 - Sie gehört zu jenen bescheidenen Künstlerpersönlichkeiten, die alles daransetzen, der Musik mit größter Wahrhaftigkeit zu dienen. Die im usbekischen Taschkent geborene Pianistin Anna Malikova, einst Schülerin des legendären Klavierpädagogen Lev Naumov am Moskauer Konservatorium, siedelte nach dem Zerfall der Sowjetunion ins Rheinland über und etablierte sich fortan auf den deutschen und europäischen Konzertpodien.

Durch ihr unprätentiöses Auftreten, das sich auf unverwechselbare Weise mit der Leidenschaft und Authentizität ihres Spiels verbindet, gewann sie die Herzen des Publikums und die Anerkennung der Fachpresse. Den Duisburger Philharmonikern ist sie seit der gemeinsamen China-Tournee im September 2007 eng verbunden. Als aktuelle Residenzkünstlerin kehrt Anna Malikova jetzt nach Duisburg zurück. Im 3. Kammerkonzert am 3. November (19 Uhr), einem Bechstein-Klavierabend, folgt sie den Entwicklungslinien der russischen Musik von der Romantik über die krisenhafte Epoche des Fin de siècle bis in die Moderne.
Die Künstlerin eröffnet den Abend in der Philharmonie Mercatorhalle mit den 20 kurzen, aber charakterstarken Visions fugitives op. 22, die den jungen Sergej Prokofjew auf dem Weg zu seiner individuellen Tonsprache zeigen. Zwei Etüden von Alexander Skrjabin lässt sie dessen ekstatische Sonate Nr. 5 op. 53 folgen, die Kaskaden von Klangfarben wie im Rausch auf die Zuhörer niederregnen lässt.

Zum Abschluss spielt Anna Malikova Ausschnitte aus Peter Tschaikowskys berühmter Musik zum Ballett Dornröschen, die der Pianist und Dirigent Mikhail Pletnev mit funkelndem Feinschliff zu einer Suite für Klavier bearbeitet hat. Eine Einführung in das Programm gibt Jonas Zerweck um 18.15 Uhr im Tagungsraum 6 des Kongresszentrums im Citypalais. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.


3. Philharmonischen Konzert

Duisburg, 26. Oktober 2019 - Ein Brite in den Bergen: Edward Elgars „Szenen aus dem bayerischen Hochland“ stehen im Mittelpunkt des 3. Philharmonischen Konzerts, flankiert von Werken Richard Strauss’

 

Der Brite Edward Elgar und der Bayer Richard Strauss trafen einander in Düsseldorf. Anlass war die Aufführung von Elgars Oratorium Der Traum des Gerontius im Jahr 1901. Und Strauss lobte seinen Kollegen als „ersten englischen Fortschrittler“, als „Meister“ – ein echter Ritterschlag. Beider Liebe galt nicht zuletzt der Alpenlandschaft. Elgar, der Bayern-Urlauber, würdigte die Schönheit des Gebirges und die folkloristischen Gebräuche gar mit einer Komposition: From the Bavarian Highlands op. 24.
Das Werk steht nun, flankiert von Musik Richard Strauss’, im Mittelpunkt des 3. Philharmonischen Konzerts (30. und 31. Oktober, 20 Uhr, in der Mercatorhalle). Axel Kober dirigiert die Duisburger Philharmoniker. Elgars Liedzyklus interpretiert zudem der Philharmonische Chor Duisburg. Lieder von Strauss wiederum singt die finnische Sopranistin Camilla Nylund, eine der führenden Interpretinnen spätromantischer Musik.


Elgar verarbeitete bajuwarische Volkslieder und Tänze, seine Frau Alice lieferte den Text in Form kleiner Gedichte. Ein Schuhplattler steht neben Wehmutstönen von unglücklicher Liebe, Frühlingseuphorie gesellt sich zu kecker Jagdstimmung. Elgars Musik, komponiert um 1894, ist so frisch wie herzerwärmend, der Chorklang oft wunderbar luzide.

Zuvor ist kraftstrotzende, rauschhafte Leidenschaft zu hören, Strauss’ Tondichtung Don Juan, op. 20. Die Zeichnung eines strahlenden Abenteurers in Liebesdingen, denen erst der Tod Einhalt gebietet. Camilla Nylund wiederum wendet sich zunächst des Komponisten Verführung, Wiegenlied, Ständchen und Cäcilie zu, in denen schwelgerische Opulenz neben subtil betörender Lyrik steht. Als Höhepunkt des Abends erklingen Strauss’ Vier letzte Lieder, pendelnd zwischen Euphorie und Melancholie, Todesahnung und Abschiedston. Eine Art Requiem, das in Transzendenz mündet.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.


Notfallverbund Duisburger Kultureinrichtungen probt den Ernstfall    

Duisburg, 25. Oktober 2019 - Die Mitglieder des Notfallverbundes Duisburger Kultureinrichtungen werden am Donnerstag, 31. Oktober, um 11 Uhr ihre erste Übung zur Bergung und Erstversorgung brandgeschädigten Archivguts auf dem Gelände der Feuerwehrschule an der Rheindeichstraße 22 in Duisburg-Homberg durchführen.   Geprobt wird der Umgang mit schriftlichem Kulturgut, das durch Feuer und Wasser beschädigt wurde. Im Rahmen der Übung werden alte, nicht-archivwürdige Akten in Brand gesetzt, um das Szenario einer starken Beschädigung wertvoller Kulturgüter zu simulieren.
Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Notfallverbund Duisburg werden nach der Löschung des Brandes die beschädigten Kulturgüter bergen, prüfen und so behandeln, dass sie anschließend wieder instand gesetzt werden könnten. Unterstützt und beraten werden sie dabei von der Feuerwehr Duisburg.  
Der Notfallverbund Duisburger Kultureinrichtungen hat sich im Herbst 2015 gegründet. Ihm gehören neun Duisburger Archive und Museen unterschiedlicher Trägerschaft an. Der Notfallverbund dient der gegenseitigen Unterstützung im Falle eines größeren Schadensereignisses und steht in engem und regelmäßigem Austausch mit der Feuerwehr Duisburg. So ist es möglich, die Arbeitsabläufe der Brandvorsorge und - bekämpfung möglichst dicht mit den Maßnahmen des Kulturgutschutzes abzustimmen.  


Das Wochenende im Lehmbruck Museum

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Am Samstag, den 26. Oktober, heißt es wieder „Mitreden“ im Lehmbruck Museum: Ab 15 Uhr sind interessierte Besucher*innen dazu eingeladen, sich über das Thema „Popkultur“ auszutauschen.

„Popkultur – was ist das?“ – Unter Anleitung von Elisa Tinnappel werden an diesem Samstag, 26. Oktober, ab 15 Uhr Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Popkultur in verschiedenen Ländern in den Blick genommen. Das öffentliche Sprachcafé „Mitreden" lädt Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und im Austausch über „Kunst und die Welt“ ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.

Jugend trifft Kunst - „Farben zum Leuchten bringen“ Am Sonntag, den 27. Oktober, werden von 14.30 bis 17.00 Uhr lichtdurchlässige Farben und farbiges Papier mittels Lichterketten zum Leuchten gebracht.  Im Anschluss daran wird es spannend: Was zeigt die Farbe – Abstraktes, Gegenständliches, ein Wort?  
Für alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren bietet das Lehmbruck Museum mit „Jugend trifft Kunst“ ein zwei Mal monatlich stattfindendes, kostenloses Format an, in dem sie sich unter Leitung von Katharina Nitz kreativ entfalten und mit unterschiedlichen Materialien künstlerisch austoben können. 
Unterstützt von der Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums schauen sich Jugendliche Kunst an, setzen sich selbst praktisch mit künstlerischen Techniken auseinander und entdecken auf Exkursionen, was Kunst alles sein kann.  
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.    

Jugend trifft Kunst, Foto: Katharina Nitz

 

Ausstellung „Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“

Am Sonntag, 27. Oktober,  ist um 11.30 Uhr die Ausstellung „Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila das Thema der öffentlichen Führung, und im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen ab 14 Uhr Schmuck selbst herstellen.   

Eija-Liisa Ahtila gehört zu den international bedeutendsten Film- und Videokünstlerinnen unserer Zeit. In ihren jüngsten Arbeiten, die im Lehmbruck Museum erstmals in Deutschland zu sehen sind, beschäftigt sie sich mit Theorien des Posthumanismus und stellt gewohnte Vorstellungen vom Menschsein in Frage. Die retrospektiv angelegte Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ beeindruckt durch Videoinstallationen, die auf großen Screens oder auf mehreren Leinwänden zugleich laufen.


„Öffentliche Führung: Wahrnehmung ist Ansichtssache“

Die öffentliche Führung am Sonntag, 27. Oktober, um 11.30 Uhr widmet sich der Thematik des Perspektivwechsels, getreu dem Motto: „Wahrnehmung ist Ansichtssache“. Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.


Eija-Liisa Ahtila, Potentiality for Love, 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Künstlerin

City Atelier: Schmuckstücke gestalten 

Am Sonntag, 27. Oktober, ab 14 Uhr lädt das CITY ATELIER interessierte Besucher*innen dazu ein, selbst kreativ zu werden und kleine Schmuckstücke zu gestalten. Die Künstlerin und Kunsthistorikerin Madalina Rotter setzte sich mit Schmuck und Schmuckdesign bei der niederländischen Goldschmiedin und Designerin Marina Alexandre auseinander.
Ihr besonderer Schwerpunkt sind Silber- und Golddraht. Die Künstlerin betrachtet Formen und Strukturen, hält sie fotografisch oder zeichnerisch fest und überführt das Gesehene in Schmuckstücken und auch Skulpturen.

Der normale Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) berechtigt zur Teilnahme am CITY ATELIER. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Schmuckstücke von Madalina Rotter - Foto Künstlerin

 

 - „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
- Gussverfahren – Bildhauertechniken begreifen
- „Maske und Identität – Fantastische Selbstbildnisse“

Lehmbruck Lecture „Posthumanismus.
Duisburg, 19. Oktober 2019 - In der Reihe „Lehmbruck Lectures“ bezieht sich Dr. Stefan Herbrechter am Donnerstag, 24. Oktober, 18 Uhr, auf die aktuelle Wechselausstellung „Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila und führt in die posthumanistische Perspektive und ein mögliches Ende unserer Vorstellung vom Menschsein ein.   Seit ungefähr drei Jahrzehnten setzen sich die Geisteswissenschaftler*innen insbesondere im anglo-amerikanischen Raum mit einem posthumanistischen Denkmuster und Weltbild auseinander.
Anlass hierfür sind neue Herausforderungen auf ökologischer, technologischer und biologischer Ebene, die die traditionelle Abgrenzung zwischen Mensch und Tier, Mensch und Maschine oder Mensch und Umwelt aufheben und somit das humanistische Weltbild in Frage stellen. Der Vortrag versteht sich als Einführung in das komplexe Themenfeld und kritische Auseinandersetzung damit.  
Dr. Stefan Herbrechter ist Autor und Wissenschaftler. Zu seinen neuesten Publikationen gehört ein Handbuch zum Posthumanismus. Er forscht zurzeit an der Coventry University und ist Privatdozent an der Universität Heidelberg. Eintritt: 5 EUR

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Duisburg, 17. Oktober 2019 - Am Wochenende bietet das Lehmbruck Museum wieder Programme für verschiedenste Zielgruppen an: Am Samstag, 19. Oktober, um 15 Uhr wendet sich „Mitreden“ an Menschen, die sich im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums austauschen möchten, am Sonntag, 20. Oktober, 11.30 Uhr, können kunstbegeisterte Museumsbesucher*innen im Rahmen einer öffentlichen Führung die bildhauerische Technik des Gussverfahrens begreifen, und das CITY ATELIER am Sonntag ab 14 Uhr lädt Besucher*innen dazu ein, selbst künstlerisch aktiv zu werden.

An diesem Samstag, 15 Uhr, regt die Kunstvermittlerin Sabine Bazan in ungezwungener Atmosphäre zum Austausch über das Thema „Mensch und Umwelt“ an. Das öffentliche Sprachcafé „Mitreden" lädt Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und im Austausch über „Kunst und die Welt“ ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten  Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.

Mitreden - Foto: Elisa Tinnappel

 
Gussverfahren – Bildhauertechniken begreifen

In der mobilen Lehmbruck-Box befinden sich zahlreiche Gegenstände, mit denen sich die ausgestellten Werke durch Ertasten neu wahrnehmen lassen. Im Rahmen der öffentlichen Sonntagsführung, 11:30 Uhr, widmet sich Sybille Kastner Gusstechniken in der Bildhauerei und beleuchtet auf diese Weise den künstlerischen Arbeitsprozess. Durch Materialproben aus der Gießerei, Gussmodellen und akustischen Eindrücken wird die Führung zu einem taktilen und auditiven Erlebnis. Die Führung ist auch für Menschen mit Seheinschränkungen geeignet, sowie für Menschen mit kognitiven Einschränkungen.


 “Lehmbruck-Box”, Foto: Museum

Für die Teilnahme an der öffentlichen Führung wird zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben. Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung zahlen keinen Eintritt. 

 
„Maske und Identität – Fantastische Selbstbildnisse“

Die Maske besitzt eine lange Tradition: im Theater, als „Totenmasken“ in der Kunst, in religiösen Ritualen oder als Avatar im Cyber Space. Als „soziale“ Maske ist sie Fassade und dient der Außendarstellung. Die erstarrte Mimik einer Maske macht Inneres sichtbar – sie kann erschrecken oder erstaunen – Spiel und Ernst stehen im Wechsel.

Im Workshop im CITY ATELIER arbeiten interessierte Besucher*innen diesen Sonntag unter Anleitung von Sabine Bazan auf der Grundlage ihrer eigenen Gesichtsabdrücke in Gips. Mittels Modellage, Verformungen und durch Hinzunahme weiterer Elemente legen sie sich Ihr eigenes „Kunstgesicht“ zu.

Der normale Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) berechtigt zur Teilnahme am CITY ATELIER. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

 CITY ATELIER, Foto: Museum



Kunst im Sozialgericht Duisburg

Duisburg, 15. Oktober 2019 - Seit der Eröffnung der Ausstellung „Nach Aufruf…“ am 9. Oktober 2019 sind die Flure des Sozialgerichts Duisburg geschmückt durch die Malerei der Duisburger Künstlerin Serap Riedel, geb. 1960 in Sivas in der Türkei. Die Ausstellung wurde von dem Präsidenten des Sozialgerichts Ulrich Scheer eröffnet. Zu Gast war neben zahlreichen Besuchern der Bürgermeister der Stadt Duisburg, Volker Mosblech.
Die Künstlerin Serap Riedel lebt seit 1975 in Duisburg, malt seit mehr als 25 Jahren und hat die verschiedenen Techniken der Malerei von diffizil realistisch bis abstrakt weitgehend autodidaktisch erlernt und dies durch Studien an der Freien Akademie der bildenden Künste in Essen verfeinert. Sie hat ihre Werke seit 2003 in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und der Türkei der Öffentlichkeit präsentiert.
Neben dem Sozialgericht Münster, dem Landessozialgericht NRW, dem Bundessozialgericht, dem Oberlandesgericht Hamm und dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf hatte im Jahr 2005 auch das Sozialgericht Duisburg schon einmal die Ehre, ihre kraftvollen Werke ausstellen zu dürfen. Sie versteht sich als unabhängige Künstlerin. Im Leben gewonnene Eindrücke wandelt sie abhängig von der Stimmung frei von stilistischen Zwängen in künstlerischen Ausdruck um.
Frau Riedel arbeitet unter anderem mit Öl- und Acrylfarben auf Papier und Leinwand, so wie in der aktuellen Ausstellung. Die Ausstellung kann bis zum 31.01.2020 während der regulären Öffnungszeiten des Gerichts (Mo.-Fr. 8.30-12 und 13-14.30 Uhr, freitags nur bis 14 Uhr) besichtigt werden.  

V.l.: Präsident des Sozialgerichts Duisburg Ulrich Scheer, Künstlerin Serap Riedel und Bürgermeister Volker Mosblech

Ladies Night beim Kabarett in der Bezirksbibliothek Rheinhausen

Duisburg, 15. Oktober 2019 - Die Bezirksbibliothek in Rheinhausen lädt zu hochkarätiger Musik und Kabarett ein. Am Mittwoch, 27. November sind Dagmar Schönleber und Katinka Buddenkotte (ARD Ladies Night, 3Sat-Show „Pufpaffs Happy Hour“) gemeinsam mit der Musikkabarettistin Julia Hagemann zu Gast bei Matthias Reuters Kabarett in der Bibliothek auf der Händelstraße 6.  

Dagmar Schönleber zeigt in ihrem neuen Programm „Respekt“ kluges Kabarett mit frecher Albernheit und Punkrock mit Poesie. Dabei ist sie immer Menschenfreundin, es sei denn, es handelt sich um deutsche Popstars. Ein Programm zwischen Anstand und Aufstand, Etikette und Ekstase, Knigge und Knast, bei dem gilt: Die Lebensweisheiten sind frei, während die Gitarre Akkordarbeit leistet. 

Dagmar Schoenleber- Foto Ralf Bauer

Zum ersten Mal in der Bibliothek dabei ist Julia Hagemann, ausgebildete Sopranistin und eine der lustigsten Musikkabarettistinnen der Republik. Mit Auszügen aus ihrem Programm „Fort, Bildung!“ verbindet sie gesangliches Können mit treffsicherem Spott und belegt endlich mal gehirnphysiologisch, warum Opernarien derart idiotische Texte und Chansons so dämliche Melodien haben. Ein Pisa-Seminar, bei dem Türme vor Lachen schief werden. 

Julia_Hagemann - Foto Gudrun Besler

Katinka Buddenkotte ist humoristische Bestseller-Autorin und liest Geschichten, die schon Jürgen von der Lippe in seiner Show „Was liest Du?“ Tränen vor Lachen bescherten. Mittlerweile ist sie auch mit ihrem ersten Solo-Lese-Kabarettprogramm „Liebling der Schwerkraft“ unterwegs, gibt witzig-wertvolle Tipps gegen Selbstoptimierung und erklärt, wie man Suchmaschinen nachhaltig zerstört, während sie gegen Kleidergrößenwahn und Ziermöbel protestiert. Matthias Reuter führt durch den Abend und sorgt mit neuen Songs und Geschichten für die nötige Portion Ruhrgebietshumor. 

Karten zum Vorverkaufspreis von 12 Euro gibt es ab sofort in der Bezirksbibliothek Rheinhausen. Eine telefonische Reservierung unter der Nummer 02065 905 – 8467 ist möglich. Der Preis an der Abendkasse beträgt 15 Euro. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.

Die Öffnungszeiten der Bibliothek sind dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.

Frau mit Flügel“: 1. Profile-Konzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 14. Oktober 2019 - Frau mit Flügel“: Das 1. Profile-Konzert der Duisburger Philharmoniker würdigt die Pianistin und Komponistin Clara Schumann anlässlich ihres 200. Geburtstags Wunderkind, Konzertpianistin, Komponistin, siebenfache Mutter, eine wirtschaftlich unabhängige Frau und vieles mehr war Clara Schumann, die vor 200 Jahren in Leipzig geboren wurde.
Auf ganz besondere Weise wird diese faszinierende Persönlichkeit am So. 20. Oktober 2019 (11 Uhr) im Opernfoyer im 1. Profile-Konzert der Duisburger Philharmoniker lebendig. Im Wechsel zwischen Figurenspiel und Schauspiel wird Veronika Maruhn die kleine Clara auf die gereifte Künstlerin treffen lassen und so das Bild einer facettenreichen und widersprüchlichen Ikone formen.

Das Programm „Frau mit Flügel“ ist eine Collage, die viele Bausteine assoziativ zusammenfügt. Durch Zeitungsauszüge, Tagebucheintragungen bzw. Briefstellen Claras, Roberts und anderer Zeitgenossen entsteht eine ganz eigene Betrachtung von Clara Schumann. Hinzu kommen Texte und Gedichte von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Grillparzer. Das Spiel gipfelt in einem Finale, in dem die Figuren- und die Schauspielebene zusammengeführt werden.
Dazu erklingen ausgewählte Lieder der Komponistin sowie – auf historischen Instrumenten – das Klaviertrio op. 17. Neben Veronika Maruhn und der Cellistin Anja Schröder, die an der Konzeption beteiligt war, singen und spielen Marion Eckstein (Alt), Luisa Höfs (Violine) und Stefania Neonato (Hammerflügel).

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de. Die Profile-Konzerte werden unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e.V.

Kulturprogramm „Ein Abend mit Roma-Dichtern“  
Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Duisburg lädt am 25. Oktober ab 19 Uhr zu einem Abend mit Roma-Dichtern ins Internationale Zentrum am Flachsmarkt 15. Im Mittelpunkt steht die mystisch-lyrische Welt der Roma-Poesie, tief geprägt durch Emotionen, die Liebe zum Leben, zum Menschen und zur Welt.   Die Poesie der Roma ist „die unsichtbare Literatur eines unsichtbaren Volkes“ beschrieb der Roma-Dichter Jovan Nikolic malerisch.
Die bekannten zeitgenössischen Roma-Dichter Ibraim Dezmail (Ratingen und Ruzdija Sejdovic (Köln/Foto)) werden einen Einblick in die Roma-Poesie vermitteln und darstellen, wie das jahrhundertelange Streifen der Roma um die Welt, die Suche nach ihren Wurzeln und erlittene Traumata die Poesie geprägt haben.  
Die Rezensenten Karima Renes und Jan Michaelis stellen die Werke der beiden Dichter vor. Ihre Gedichte werden von dem Schauspieler Sami Osman vorgetragen. Der Abend wird moderiert von Marijo Terzic, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“  

Duisburg, 10. Oktober 2019 - Wer eine Kunstführung mit dem Genuss von Kaffee und Kuchen verbinden möchte, kann sich auf Dienstag, 15. Oktober, 15 Uhr, freuen. Dann stellt Dr. Bettina Dunker die  große Wechselausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ im Lehmbruck Museum vor und bittet danach an den gedeckten Tisch. Eine Anmeldung ist erforderlich!  
Die Ausstellung gibt mit selten gezeigten Skulpturen, Filmen und raumgreifenden Videoinstallationen einen umfassenden Einblick in das Gesamtwerk Ahtilas, die seit ihrer großen Einzelausstellung in der Londoner Tate Gallery und ihrer Teilnahme an der documenta 11 in Kassel im Jahr 2002 zu den international renommiertesten Künstlerinnen gehört.
In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit grundlegenden menschlichen Erfahrungen wie Liebe, Trennung, Gewalt, Pubertät, Tod, psychischen Ausnahmezuständen und unserer Beziehung zur Natur. Als Pionierin hat Ahtila multimediale Rauminstallationen entworfen, die das Geschehen auf mehreren Bildflächen präsentieren. Der nicht-lineare Erzählfluss bringt uns dazu, unseren eigenen Standpunkt immer wieder zu wechseln, um so die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen.
Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer 12 € inklusive Kaffee und Kuchen. Anmeldung unter Tel. 0203 283-3294 oder E-Mail: info@lehmbruckmuseum.de.

Neuer Konzertflügel für die Duisburger Philharmoniker: Anna Vinnitskaya weiht das Instrument mit  2. Klavierkonzert von Johannes Brahms ein 

Duisburg, 8. Oktober 2019 - Die Duisburger Philharmoniker dürfen sich über einen neuen Konzertflügel freuen: Dank der finanziellen Unterstützung dreier großzügiger Duisburger Förderer konnte ein hochwertiges Instrument der Firma Steinway & Sons erworben werden. Es handelt sich dabei um das Modell D-274, das Flaggschiff des renommierten Klavierbauers, das die Mehrzahl der international bedeutenden Bühnen erobert hat – von der Carnegie Hall bis zur Elbphilharmonie.

Mit einer Länge von 2,74 Metern und einem Gewicht von 500 Kilogramm verfügt dieses aus 12.000 Einzelteilen handwerklich gefertigte Meisterstück über einen voluminösen, farbenreichen Klang und entspricht perfekt den Ansprüchen großer Konzertsäle. Das Instrument mit der Seriennummer 610.963 wurde in der Hamburger Steinway Manufaktur von der Pianistin Anna Vinnitskaya, ihrem Lehrer Evgeni Koroliov und der Pianistin Ljupka Hadzi-Georgieva unter zehn erstklassigen Flügeln als das Beste ausgewählt.

 

Über die Flügelauswahl berichtet Anna Vinnitskaya: „Gemeinsam mit Evgeni Koroliov und Ljupka Hadzi-Georgieva hatten wir drei Runden. Zuletzt blieben von den ca. zehn Instrumenten, die zur Auswahl standen, in der letzten Runde drei Instrumente übrig. Und dann wurde es richtig schwierig. Es hat lange gedauert, bis wir uns einig waren. Der Flügel soll ja für ein möglichst großes Repertoirespektrum passen: Musik von Bach genauso wie von Strawinsky, Musik von Barock bis zur Moderne. Er sollte also sehr vielfältig sein. Natürlich muss man bei der Auswahl auch immer den Saal bedenken, wo er stehen wird. Und da war es gut, dass wir drei ja alle schon in der Philharmonie Mercatorhalle gespielt haben. Nun bin ich gespannt, wie er sich im Saal macht und auf das Publikum wirkt. So ein Steinway braucht auch seine Zeit, er muss sich an den Saal gewöhnen.“

 

Unter der Leitung der französischen Dirigentin Ariane Matiakh wird Anna Vinnitskaya den neuen Flügel im 2. Philharmonischen Konzert in der Philharmonie Mercatorhalle (9. und 10. Oktober) mit dem 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms einweihen. Warum die Anschaffung des Instruments dringend notwendig war, erklärt Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker: „Unser alter Flügel war mehr als 30 Jahre in Benutzung. Er wird den Erwartungen international bekannter Solisten an einen Konzertflügel inzwischen nicht mehr gerecht“.

Die Duisburger Philharmoniker freuen sich  über den prachtvollen Neuzugang und bedanken sich herzlich für die finanzielle Unterstützung bei dem Duisburger Unternehmen KROHNE Messtechnik, der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker und der Sparkasse Duisburg-Stiftung. Das Instrument ist Eigentum der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker und wird dem Orchester zur Verfügung gestellt.

 

Karten für das 2. Philharmonische Konzert am Mittwoch und Donnerstag gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de


Die Sopranistin Hana Blažíková und das Ensemble nuovo aspetto

Duisburg, 6. Oktober 2019 - Der österreichische Komponist Johann Georg Reutter (1708-1772) mag einer jener typischen „Kleinmeister“ der Frühklassik gewesen sein, die über die Zeit nahezu in Vergessenheit gerieten. Er bleibt jedoch, als Erster Kapellmeister am Wiener Stephansdom, untrennbar mit dem Namen Joseph Haydn verbunden. Reutter nahm den jungen Haydn unter seine Fittiche, brachte ihn im Chor unter und begutachtete die ersten Kompositionsversuche des Knaben.
Grund genug für eine Hommage: Im 2. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker erklingen Arien und Instrumentalstücke von Reutter wie von Haydn sowie Kompositionen der Zeitgenossen Giuseppe Porsile, Karl Kohaut und Francesco Bartolomeo Conti. In der Philharmonie Mercatorhalle (So., 13. Oktober, 19 Uhr) spielt das Ensemble nuovo aspetto. Solistin ist Hana Blažíková (Sopran).

Die Arien Johann Georg Reutters, für die führenden Gesangsvirtuosen ihrer Zeit geschrieben, sind subtile Piècen, dazu mit Salterio, Laute und Streichern äußerst farbenreich instrumentiert. Bis ins 15. Jahrhundert weist die Geschichte des exotisch anmutenden Salterio (Hackbrett) zurück, das in die europäische Folklore ebenso Eingang fand wie in die Kunstmusik. Reutters Sinfonia g-Moll aus dem Oratorium La Betulia liberata wiederum war nicht zuletzt Vorbild für Wolfgang Amadeus Mozarts gleichnamiges Werk, das er als 15Jähriger komponierte.

Mit Hana Blažíková gibt sich eine Interpretin die Ehre, die als Spezialistin für Alte Musik höchste Wertschätzung genießt. Und das 2011 gegründete Ensemble nuovo aspetto steht für „Neue Blicke“ auf Raritäten des Repertoires. Musik von Johann Georg Reutter hat die Formation inzwischen auf einer viel beachteten CD eingespielt. Der Veröffentlichung sind akribische Recherchen in Bibliotheken und Archiven vorausgegangen.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

Kunstausstellung im Duisburger Sozialgericht  
Die Künstlerin Serap Riedel, geboren 1960 in Sevas (Türkei), lebt seit 1975 in Duisburg und malt seit 1990. Weitgehend autodidaktisch und durch Studien an der Freien Akademie der bildenden Künste in Essen hat sie sich künstlerisch gebildet. Sie malt diffizil realistisch bis abstrakt. Am Mittwoch, 9 Oktober 2019, 14.30 Uhr, wird ihre Ausstellung „Nach Aufruf…“ in den Räumen des Duisburger Sozialgerichts in der Mülheimer Straße 54 eröffnet. Die Vernissage findet in der 7. Etage statt. Die Einzelausstellung kann von allen Interessierten bis zum 31. Januar 2020 besichtigt werden.  

Lehmbruck Museum: Filmabend „Eija-Liisa Ahtila“

Duisburg, 4. Oktober 2019 - Am Donnerstag, 10. Oktober, 18 Uhr, veranstaltet das Lehmbruck Museum im filmforum Duisburg einen Filmabend im Rahmen der Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“. Jörg Mascherrek spricht einleitende Worte zu den gezeigten Filmen “If 6 Was 9” (1995), “Today” (1996), “The Hour of Prayer” (2005) und “The Annunciation” (2010).  

Eija-Liisa Ahtila schafft in ihren Arbeiten Bildwelten, die die Wirkung und den Stil üblicher Filmgenres wie Kurzfilme, Werbefilme und den Kino- oder Dokumentarfilm zur Disposition stellen. Im filmforum sind frühe Kurzfilme und neuere Arbeiten wie „The Annunciation“ zu sehen.

„The Annunciation“ greift das klassische religiöse Motiv der Verkündigung auf, welches von den Darstellerinnen ironisch rekonstruiert wird, indem sie das Menschliche durch das Göttliche und das Animalische neu definieren. Er wurde 2012 mit dem „ARTE-Preis für einen europäischen Kurzfilm“ der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen ausgezeichnet. Aus der Begründung: „Verschiedene Bedeutungs- und Sinnlichkeitsebenen werden auf unprätentiöse und entwaffnend witzige Art konstruiert und erzählt.“ Dagegen ist „The Hour of Prayer“ eine kurze Erzählung über Bindung und Tod, die auf den persönlichen Erlebnissen der Künstlerin beruht.
In beiden Filmen zeigt sich, welche Bildgewalt Ahtilas Arbeiten innewohnt. Ort: filmforum Duisburg, Dellplatz 16 Eintritt: 8 € (erm. 6,50 €), Vorverkauf unter: www.filmforum.de  

Eija-Liisa Ahtila, The Annunciation (Filmstill), 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Jukka Rapo

 

 

Anna Vinnitskaya weiht neuen Steinway-Flügel der Duisburger Philharmoniker ein

„Der Meister und sein Mentor“: Anna Vinnitskaya weiht neuen Steinway-Flügel mit dem 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms ein

Duisburg, 2. Oktober 2019 - Eleganz und Leidenschaft, innige Empfindung und kraftvolle virtuose Grandezza: Das Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83 von Johannes Brahms stellt hohe Anforderungen an den Interpreten, beglückt die Hörer aber durch die vielgestaltige orchestrale Pracht und Ausdruckstiefe seiner vier Sätze.
Das 1881 vollendete Werk wurde bald zu einem Meilenstein des Repertoires: Gelegenheit für die internationale gefeierte russische Pianistin Anna Vinnitskaya, Temperament und Musizierfreude auf dem neuen Konzertflügel der Duisburger Philharmoniker auszuspielen, den sie im März 2019 in der Hamburger Steinway Manufaktur mit aussuchen durfte.
Das hochwertige Instrument konnte Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung dreier Duisburger Förderer angeschafft werden. Wie es klingt, ist jetzt im 2. Philharmonischen Konzert der Saison zu erleben: am Mi. 9. und Do. 10. Oktober (jeweils 20 Uhr) in der Mercatorhalle.
Von Robert Schumann, dem engagierten Förderer des jungen Brahms, spielen die Duisburger Philharmoniker im Anschluss die Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120 in der revidierten Fassung von 1851, die bei ihrer Uraufführung zwei Jahre später beim Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf begeisterten Anklang fand. Schumann selbst betitelte sie auf dem Autograph der zweiten Fassung als „Symphonische Phantasie“.

Die vier Sätze, die ohne Pause miteinander verbunden sind, lösen sich vom klassischen Formenkanon: Ein Netz von thematisch-motivischen Beziehungen überspannt das gesamte Werk. Die Leitung liegt in den Händen der Französin Ariane Matiakh, die am Pult der Duisburger Philharmoniker bereits 2018 mit ihrem Dirigat von Anton Bruckners 6. Sinfonie beeindruckt hatte und mit dieser Spielzeit ihre neue Position als Generalmusikdirektorin der Staatskapelle und Oper Halle antritt.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.


„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
 Wer seinen Museumsbesuch möglichst aktiv gestalten möchte, hat am Wochenende im Lehmbruck Museum Gelegenheit dazu: Am Samstag um 16 Uhr steht „Mitreden“ auf dem Programm, am Sonntagmorgen, 11.30 Uhr, eine öffentliche Führung in der Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, und am Nachmittag, 14 bis 17 Uhr, das CITY ATELIER mit einem offenen Workshop. Die Arten und Feinheiten der Kommunikation können in verschiedenen Kulturen sehr unterschiedlich sein. Gerade Mimik und Gestik, die beim Sprechen unbewusst eingesetzt werden, können zu unerwarteten Missverständnissen führen. 
Da es in der Reihe „Mitreden“ im Lehmbruck Museum grundsätzlich um das Miteinandersprechen von Menschen aus diversen Herkunftsländern geht, ist das Thema  „Mimik und Gestik“ besonders naheliegend und interessant. "Mitreden" können Menschen unterschiedlichster Herkunft in lockerer Atmosphäre über Alltägliches, Besonderes, Kunst und Kultur und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern. Eingeladen sind Menschen aller Nationen, die ein offenes Ohr, Lust auf Kommunikation und Interesse an anderen Kulturen haben.
Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

Die Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila.
Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“ im Lehmbruck Museum lädt Besucher*innen dazu ein, die Welt aus anderen, ungewöhnlichen Perspektiven wahrzunehmen, z. B. aus den Augen eines Mauerseglers. Dieser Blickwechsel findet z. B. in der Installation “Studies on the Ecology of Drama” statt, die aus vier gleichzeitig bespielten Videoleinwänden besteht. Darüber hinaus gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in das Gesamtwerk der international renommierten Künstlerin Eija-Liisa Ahtila (*1959). Übrigens sind Ahtilas Werke in Duisburg erstmals mit deutschen Untertiteln zu sehen. 
Die Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow stellt die Ausstellung mit fachkundigen Erläuterungen vor.  Die Teilnahme an der öffentlichen Führung kostet 2 € zusätzlich zum Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €).  

Blick in die Ausstellung „Eija-Liisa Ahtila. Skulptur in Zeiten des Posthumanismus“, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Andreas Probst

Im CITY ATELIER schließlich können die Besucher*innen selbst künstlerisch aktiv werden, wobei die Strukturen, Formen, Linien und Farben des Duisburger Stadtplans als Inspiration für experimentelle Papierarbeiten dienen. Die Künstlerin Beate Gärtner zeigt, wie sie den Plan durch Cut Outs sowie Überzeichnungen und Übermalungen, aber auch durch Fragmentierung, Schichtung und Verformung in eine künstlerische Form überführen können. Beate Gärtner interessieren klare Formen, geometrische Strukturen und schlichte, einfache Materialien. In ihrer Arbeit fokussiert sie Phänomene, Trends und Entwicklungen, die mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft verknüpft sind.