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Lehmbruck Museum: Ausstellungen 2020   
Steinhof-Kultur-Sommers 2020: René Steinberg blickt nach vorn
Saisonstart an der Deutschen Oper am Rhein


Weltschifffahrtstag im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Weltschifffahrtstag im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt  
Duisburg, 21. September 2020 - Am Donnerstag, 24. September, findet der Weltschifffahrtstag statt. Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Ruhrort bietet an diesem Tag allen Besuchern von 10 bis 17 Uhr freien Eintritt.   Das Museum zeigt Schifffahrtsgeschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Besichtigt werden kann auch die neue Sonderausstellung „Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts“. Ebenso können die Museumsschiffe am Ruhrorter Leinpfad kostenlos besucht werden.  
Der Weltschifffahrtstag wurde von der Internationalen Seeschifffahrt-Organisation (IMO) ins Leben gerufen und wird seit dem 17. März 1978 jedes Jahr am letzten Donnerstag im September begangen. Er soll auf die Schifffahrt als Leistungsträger im Rahmen der Weltwirtschaft aufmerksam machen, aber auch auf die Schiffssicherheit und die Sicherheit des Seeverkehrs hinweisen.  Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.  


Offenes Atelier 2020  
 
Kulturdezernentin Astrid Neese und Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe, haben heute das Programm und die Broschüre zu den „Offenen Ateliers“ 2020 vorgestellt. Zum 17. Mal laden mehr als 160 Duisburger Künstlerinnen und Künstler in ihre Ateliers ein. Kunstinteressierte haben die Gelegenheit, die über das gesamte Stadtgebiet verteilten Ateliers zu besuchen und mehr über die künstlerische Lebens- und Arbeitswelt zu erfahren. Dabei handelt es sich sowohl um private Ateliers als auch die von der Stadt Duisburg geförderten Atelierhäuser, Kultur- und Freizeitzentren.  
Die Veranstaltung findet an den zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden 26./27. September und 3./4. Oktober statt. Samstags öffnen die Ateliers von 14 bis 20 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.  
Die Kunst der Ateliers reicht von Malerei, Bildhauerei und Objektkunst, Fotografie, Grafik über Installation, Video und Performance bis zur Aktionskunst. In diesem Jahr gibt es erstmalig eine Internetseite für das Offene Atelier 2020, die über den Kulturbeutel zu finden ist: https://www.kulturbeutel-duisburg.de/oa.  
Das „Offene Atelier“ 2020 findet unter Beachtung der aktuellen Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW statt.    

Offene Ateliers in den Duisburger Stadtteilen



 

 Das Lehmbruck Museum am Wochenende

Duisburg, 21. September 2020 -In der öffentlichen Sonntagsführung am 27. September, 11.30 Uhr, wendet sich Sabine Bazan neben der aktuellen Kabinettausstellung „Sachlich. Realistisch. Magisch” auch dem Werk des berühmten Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) zu. Im Zentrum steht dabei das jeweilige Menschenbild in der Kunst, das im Falle Lehmbrucks ausgehend vom naturalistischen und neoklassizistischen Frühwerk unter dem Eindruck der Kriegsereignisse an markanter Expressivität gewann.
Während der Weimarer Republik erhielt das Porträt als Genre wieder Konjunktur. In zahlreichen Darstellungen präsentieren Künstler*innen wie Max Beckmann, George Grosz, Käthe Kollwitz und Otto Pankok die wichtigsten Köpfe der Zeit – viele ihrer Darstellungen wirken dabei kühl, reserviert und verschlossen.  

Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.  Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum
Max Beckmann, Bildnis der Tänzerin Sent M'Ahesas, 1921 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Jürgen Diemer
regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.

   

Im CITY ATELIER entstehen am Sonntag, den 27. September, 14 Uhr, unter fachkundiger Anleitung von Sabine Bazan verwunschene Labyrinthe: Aus alten Kartons, etwas Klebstoff und Farbe lassen sich komplexe, dreidimensionale Architekturmodelle gestalten, die mit zahlreichen Irrwegen zum Rätseln und Entdecken einladen. Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen jeden Sonntag selbst kreativ werden: Es besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben.   
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Sabine Bazan, Kubistisches Relief, Foto: Lehmbruck Museum


 

Stadt erhöht Fördermittel des Kulturbeirats für 2020

Duisburg. 18. September 2020 - Die Stadt Duisburg erhöht wegen der Corona-Krise den Etat des Kulturbeirates in diesem Jahr einmalig um 40.000 Euro. Das Gremium verfügt somit in seiner nächsten Sitzung über rund 70.000 Euro an Projektfördermitteln. Damit erhöht sich der Gesamtbetrag, der für Projekte von Duisburger Künstlerinnen und Künstlern in 2020 zur Verfügung steht, auf mehr als 100.000 Euro.  
„Mit dieser jetzt möglich gewordenen Erhöhung können wir aktuell zusätzliche Unterstützung für Kulturaktivitäten in Duisburg leisten. Und es ist eine Förderung, die schnell ankommt“, sagt Kulturdezernentin Astrid Neese. Diese Zuwendungen des Kulturbeirats decken zwar nur teilweise die erforderlichen Finanzmittel, aber sie ermöglichen den Kunstschaffenden das Einwerben von weiteren Landes- oder Bundesmitteln, Stiftungsmitteln und Sponsorengeldern.  

Einen Nutzen erfahren jedoch nicht nur die Künstlerinnen und Künstler selbst, sondern auch Clubs und Spielstätten, in denen Kunstprojekte durchgeführt werden. Außerdem profitieren die Duisburger Bürger davon, die ein kontinuierliches Kulturangebot wahrnehmen können.  
Anträge auf Förderung müssen bis zum 1. Oktober 2020 im Kulturbüro der Stadt bei Daniel Jung eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0203 28362262 oder per E-Mail unter
d.jung@stadt-duisburg.de.


Kunstmusik und Volksliedtradition

Im 1. Kammerkonzert kombiniert das TrioVanBeethoven klassische Werke und folkloristisch gefärbte Bearbeitungen Als das TrioVanBeethoven in seinem Gründungsjahr 2011 bei den Tagen Alter Musik in Herne debütierte, konnten Verena Stourzh (Violine), Franz Ortner (Violoncello) und Clemens Zeilinger (Klavier) bereits auf viele solistische und kammermusikalische Erfolge zurückblicken. Zu dritt widmen sie sich der Pflege der klassischen Trio-Literatur. Aber auch Uraufführungen von Auftragswerken und Crossover-Projekte prägen ihre Tätigkeit. 2017 hat das Ensemble sämtliche Klaviertrios von Ludwig van Beethoven auf vier CDs eingespielt, die mit dem „Ö1 Pasticciopreis“ ausgezeichnet wurden.

Im Juli 2018 erschien eine Aufnahme mit schottischen, irischen und walisischen Volksliedbearbeitungen von Ludwig van Beethoven. Im 1. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker am So. 27. September (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle spielt das TrioVanBeethoven Joseph Haydns Klaviertrio C-Dur Hob. XV:27 und das Klaviertrio D-Dur op. 70/1 von Ludwig van Beethoven, auch bekannt unter dem Namen Geistertrio. Beiden Instrumentalwerken lassen sie Haydns und Beethovens Bearbeitungen schottischer, irischer und walisischer Volkslieder folgen, die in der Zeit um 1800 so gefragt waren, dass britische Verleger üppig an ihnen verdienten.

Es singen Lorna Anderson (Sopran) und Jamie MacDougall (Tenor). Beide stammen aus Schottland und sind daher auch mit den folkloristischen Quellen dieser Musik bestens vertraut. 2009 waren sie schon einmal in Duisburg zu erleben, an der Seite der österreichischen Geigerin Verena Stourzh. Das Programm dauert ca. 90 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Es besteht Maskenpflicht. Eine Einführung durch Jonas Zerweck findet um 18.15 Uhr im „Tagesraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais statt. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.

Copyright: Maria Frodl

Verleihung des Wilhelm-Lehmbruck-Preises der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland an Janet Cardiff & George Bures Miller

Preisverleihung: Sonntag, 20. September 2020 - Anlässlich der Preisverleihung präsentiert das Lehmbruck Museum die interaktive Klangskulptur „The Poetry Machine".

Duisburg, 18. September 2020 - Das kanadische Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller hat mit seinen Klangskulpturen und Installationen ein ganzes Genre geprägt. Ihre Klangräume sind getragen von der Kraft und Magie des Klangs, der Stimmen, der Musik und der Geräusche, die uns in imaginäre Welten versetzen. Sie erschaffen eine ganz eigene Wirklichkeit, in der wir uns unserer eigenen Wahrnehmung immer wieder aufs Neue versichern müssen. Herausgefordert werden alle unsere Sinne, vor allem aber der Hörsinn: Cardiff und Miller entwerfen Werke, die unsere Aufmerksamkeit in höchstem Maße aktivieren und uns sensibilisieren, um uns dem Unerwarteten zu öffnen.

Janet und George Cardiff Bures Miller, 2012, photographed in Grindrod, BC, Canada, Photo_Zev Tiefenbach

Im Zusammenspiel von Interieurs und Raum rufen sie ebenso individuelle wie auch kollektive Erinnerungen in uns wach. Für ihr herausragendes Werk werden Janet Cardiff und George Bures Miller mit dem international renommierten Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet.

Anlässlich der Preisverleihung präsentiert das Lehmbruck Museum – erstmalig in Deutschland – ihre interaktive Klangskulptur „The Poetry Machine” (2017). Aus einer Vielzahl von Lautsprechern ertönt die eindringliche Stimme des kanadischen Schriftstellers und Sängers Leonard Cohen (1934–2016), der zahlreiche Gedichte aus seinem 2006 publizierten „Book of Longing”, seinem ersten neuen Gedichtband seit dem 1984 veröffentlichten „Book of Mercy”, vorträgt. Eine alte Orgel, die inmitten der Lautsprecher platziert ist, lädt die Besucher*innen dazu ein, die einzelnen Aufnahmen zu einer poetischen Symphonie zusammenzufügen und dabei neue Verknüpfungen zwischen den einzelnen Gedichten herzustellen. Oft entstehen durch das Tastenspiel ganz eigene, neue poetische Werke. Die große Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger*innen wird im November 2021 eröffnet und läuft bis April 2022.


Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis Zur Erinnerung an den am 4. Januar 1881 in Duisburg geborenen Bildhauer Wilhelm Lehmbruck hat die Stadt Duisburg im Jahr 1966 den Wilhelm-Lehmbruck-Preis gestiftet. Er ist eine der international bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der bildenden Kunst und einer der wenigen Preise, die speziell für Bildhauerei verliehen werden. Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis wird an Künstler*innen verliehen, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der Skulptur der Gegenwart geleistet haben.

Die bisherigen Träger*innen des Wilhelm-Lehmbruck-Preises sind die Künstlerpersönlichkeiten Eduardo Chillida (1966), Norbert Kricke (1971), Jean Tinguely (1976), Claes Oldenburg (1981), Joseph Beuys (1986), Richard Serra (1991), Richard Long (1996), Nam June Paik (2001), Reiner Ruthenbeck (2006) und, zuletzt im Jahr 2017, Rebecca Horn die jeweils mit ihrem Werk einen festen Platz in der jüngeren Kunstgeschichte einnehmen.

Dass der international renommierte Wilhelm-Lehmbruck-Preis bereits im dritten Jahr nach der letzten Preisvergabe an Rebecca Horn wieder verliehen werden kann, ist der großzügigen Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zu verdanken, der das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro bereitstellt. Auch die begleitende Sonderausstellung im Lehmbruck Museum, die dem Werk der Preisträger*innen gewidmet ist, wird maßgeblich vom Landschaftsverband Rheinland finanziert. Zukünftig wird der Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wieder in einer Regelmäßigkeit von fünf Jahren vergeben.

Im Februar 2020 wählte eine international besetzte Jury unter Vorsitz von Rein Wolfs, Direktor des Stedelijk Museums, Amsterdam, das kanadische Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller zu den Preisträger*innen des Wilhelm-Lehmbruck-Preises 2020. Die Künstler*innen fühlen sich durch die Auszeichnung mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis sehr geehrt: „Wir freuen uns außerordentlich, diesen Preis erhalten zu haben und sind begeistert, mit dieser Würdigung nun in einer Reihe mit so vielen von uns seit Jahren verehrten Künstlern zu stehen.“

Die Jury Mitglieder der Jury zur Vergabe des Wilhelm-Lehmbruck-Preises der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland im Lehmbruck Museum waren, neben der Museumsdirektorin des Wilhelm Lehmbruck Museums Dr. Söke Dinkla, die Museumsdirektorin des Musée Rodin Catherine Chevillot (Paris), die Kuratorin am Busch-Reisinger-Museum, Harvard Art Museums Dr. Lynette Roth (Cambridge), die Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege im Landschaftsverband Rheinland Milena Karabaic, der ehemalige Kulturdezernent der Stadt Duisburg und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Thomas Krützberg, das Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Michael Rademacher-Dubbick, der Ratsherr und Kulturausschussvorsitzender der Stadt Duisburg und ebenfalls Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Udo Vohl sowie der Direktor des Stedelijk Museums Rein Wolfs (Amsterdam), der den Vorsitz der Jury innehatte.

Statements und Danksagungen Für Sören Link, Oberbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, ist es „eine große Freude, dass der Wilhelm-Lehmbruck-Preis nun wieder regelmäßig alle fünf Jahre verliehen werden kann, um zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu ehren und damit das bedeutende Werk des großen Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck in die Welt zu tragen und lebendig zu halten.”

„Der international renommierte Wilhelm-Lehmbruck-Preis wird weit über die Grenzen Deutschlands wahrgenommen. Seine Bedeutung für Duisburg und das Renommee unseres schönen Museums können daher nicht hoch genug geschätzt werden. Dem Landschaftsverband Rheinland sind wir für sein langjähriges Förderversprechen zu großem Dank verpflichtet”, so Kulturdezernentin Astrid Neese. „Mit seiner exzellenten und in Europa unvergleichlichen Sammlung internationaler Skulptur der Moderne ist das Lehmbruck Museum ein wichtiges Aushängeschild für das kulturelle Leben im Rheinland. Mit der Vergabe des Wilhelm-Lehmbruck-Preises der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) manifestiert sich dieser Anspruch an ein hohes künstlerisches Niveau und Aktualität”, so Milena Karabaic, LVR-Kulturdezernentin und Mitglied der internationalen Jury.

„Mit unserem Engagement für den Wilhelm-Lehmbruck-Preis bringen wir als verlässlicher Partner der Kommunen im Rheinland eine kulturpolitische Setzung zum Ausdruck, deren internationale Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinausreicht.” „Mit ihrem Werk eröffnen Janet Cardiff und George Bures Miller neue Perspektiven für die Skulptur des 21. Jahrhunderts. Sie schaffen Räume, die in ihrer Intensität einzigartig sind: Das Fühlen von Klängen, die fast geisterhafte Anwesenheit des Nichtgreifbaren, schafft eine körperliche Präsenz, die eine neue Idee von Skulptur entstehen lässt”, so Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums. „Ich freue mich sehr darüber, dass in diesem Jahr zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte dieser Auszeichnung ein international bedeutendes Künstlerpaar mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis geehrt wird.”

Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, die Stadt Duisburg und der Landschaftsverband Rheinland danken dem Freundeskreis des Lehmbruck Museums sowie Herrn Dr. Otmar Franz, Herrn Paul Köser, Frau Ursula Göbel und Herrn Dr. Reimund Göbel sowie allen Förder*innen, die ungenannt bleiben möchten, für ihre kontinuierliche und leidenschaftliche Unterstützung, mit der sie die erneute Vergabe der Preises befördert haben.

Das Künstlerpaar Janet Cardiff, geboren 1957 in Brussels, Kanada, studierte Bildende Kunst an der Queen’s Universität in Kingston, Ontario, und an der Universität von Alberta, Edmonton, wo sie George Bures Miller kennenlernte. Miller, geboren 1960 in Vegreville, Kanada, hatte zuvor bereits Photo Electric Arts an der Universität für Kunst und Design, Ontario, studiert. Seit den 1990er-Jahren arbeiten Cardiff und Miller zusammen. Sie leben und arbeiten in Berlin und Grindrod, Kanada. Internationale Bekanntheit erlangten sie mit ihren raumbezogenen, multimedialen Klang- und Videoinstallationen, in denen die Grenzen zwischen Klangkunst, Hörspiel, Konzert, Kino und Theater ineinander übergehen. Nur wenige Künstlerinnen und Künstler haben sich Räumen und Orten mit einer so großen Imaginationskraft genähert wie Janet Cardiff und George Bures Miller.

Sie knüpfen mit ihrem Werk an wichtige Entwicklungen der Skulptur des 20. Jahrhunderts an und eröffnen neue Perspektiven für die Skulptur des 21. Jahrhunderts, indem sie unser Verständnis von Skulptur in die Welt der Klänge erweitern. Sie schaffen eine neue Qualität von Klang als plastischem Material - die Immaterialität des Klangs wird körperlich spürbar und bekommt so eine materielle Präsenz, in der sich das Plastische neu definiert. Cardiff und Miller hatten Einzelausstellungen unter anderem im 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa, Japan (2017/18), im Switch House der Tate Modern, London, England (2017), im San Francisco Museum of Modern Art, USA (2015/16), im Haus der Kunst, München (2012) sowie im Hamburger Bahnhof, Berlin (2009).

Sie nahmen mehrfach an der Biennale of Sydney teil und waren auf der 49. Biennale di Venezia (2001) sowie der 14. Istanbul Biennial (2015) vertreten. Den Besucher*innen der documenta 13 (2012) in Kassel ist ihre eindringliche Klanginstallation „Forest (for a thousand years…)” in Erinnerung geblieben, die auf einer Waldlichtung zu erleben war. 2001 wurden Janet Cardiff und George Bures Miller auf der 49. Biennale in Venedig für ihre Arbeit „The Paradise Institute” ausgezeichnet. 2011 erhielt das kanadische Künstlerpaar den Käthe-Kollwitz-Preis.


 MKM-Erweiterungsbau: Eröffnung März 2021

Wechselausstellungsbereich bereits ab November geöffnet: MKM zeigt Hanne Darboven
Duisburg, 17. September 2020 - Die Baumaßnahmen des Erweiterungsbaus von Herzog & de Meuron für das Museum Küppersmühle gehen in die finale Phase. Coronabedingt hat es einzelne Verzögerungen bei beteiligten Baufirmen gegeben, die das Gesamtprojekt aber nicht gefährden. Die Neueröffnung der Sammlung Ströher im erweiterten Museum Küppersmühle ist nun für März 2021 (statt Herbst 2020) geplant.


Außenansicht MKM Museum Küppersmühle, Duisburg, Perspektive Innenhafen, 2020 / Foto: Aleksandar Filipovic



Der Ausstellungsbetrieb im MKM wird bereits vor der Neueröffnung der Sammlung wieder aufgenommen. Im November starten wir mit einer Ausstellung der Konzeptkunst-Ikone Hanne Darboven.

Installationsansicht Hanne Darboven, "Ansichten '85 Harburg - New York (1-53)", 1984-1985, MKM Museum Küppersmühle, Duisburg, Sammlung Ströher / Foto: MKM, E. Juran


 Erste „Klimawerkstatt“ der Duisburger Philharmoniker

Neues Konzertformat mit Musik, Kunst und Gesprächen unterstützt Projekte zum Erhalt von Natur
Duisburg, 16. September 2020 - Für den Klimaschutz wollen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker sich aktiv einsetzen. Sie haben sich daher dem gemeinnützigen Verein „Orchester des Wandels Deutschland e.V.“ angeschlossen: einem Bündnis von Kulturorchestern und freischaffenden Musikern, die mit besonderen Konzerten und Aktionen clevere, nachhaltig wirksame Umweltprojekte unterstützen. Das derzeitige Hauptprojekt der Initiative dient der Aufforstung von 400 Hektar ursprünglichen Regenwaldes auf Madagaskar. Dieser beheimatet eine einzigartige Vielfalt an bedrohten Tier- und Pflanzenarten.
Unter dem Motto „Für ein blühendes Duisburg“ gestalten verschiedene Ensembles der Duisburger Philharmoniker am Sa. 26. September 2020 (16.30 und 19.30 Uhr), die erste Klimawerkstatt im Opernfoyer des Theaters. Im Rahmen dieses neuen Konzertformats laden die Instrumentalisten ihr Publikum ein, durch Musik und Gespräche Inspirationen und Anregungen zum Thema zu sammeln. Erklingen werden Werke von Astor Piazzolla, Antonin Dvorak, Frederic Rzewski und anderen. In einer begleitenden Ausstellung, die bis zum Jahresende zu sehen sein wird, regt die Duisburger Künstlerin Angela Schmitz mit ihren Fotografien und Malereien dazu an, in Mikrokosmen der Natur einzutauchen. Ihre Arbeiten verdeutlichen, wie fragil und zugleich gewaltig die Natur ist.

Die Einnahmen aus der Klimawerkstatt werden im Herbst 2020 dazu verwendet, eine Bienenweide aus Krokussen auf einer schwebenden Rasenfläche auf dem König-Heinrich-Platz zu pflanzen: gemeinsam mit den Initiativen „Kants Garten“ und „Duisburg summt“. Außerdem ermöglicht wird „Die Naturrallye“ zum Projekt „Obstbäume zwischen Orient und Okzident“ des Vereins „Naturwerk­statt e.V.“ Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Kultur- und Stadthistorisches Museum präsentiert Fotografien von Edward Curtis  
Das Kultur- und Stadthistorischen Museum eröffnet am Sonntag, 27. September,  die Sonderausstellung „The North American Indian – Faszination und Inszenierung in den Fotografien von Edward Curtis“ am Johannes-Corputius-Platz 1 am Duisburger Innenhafen.  
Von September 2020 bis Januar 2021 werden aus dem Bestand der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen rund 50 Originale aus dem einzigen vollständig erhaltenen Satz der Curtis-Fotografien in Europa präsentiert. Neben den Fotografien zeigt die Ausstellung auch Beispiele für den kolonialen Blick auf die Indianer Nordamerikas und setzt diese in Kontrast zu aktuellen Beispielen indianischer kultureller Selbstdarstellung.   Mit jahrzehntelanger Ausdauer und oft prekärer Finanzierung schuf der amerikanische Fotograf Edward Curtis ein beispielloses Lebenswerk. Die Höhepunkte seiner Sammeltätigkeit sind von 1907 bis 1930 in zwanzig Bänden und dazugehörigen Bildmappen erschienen.  
Die Fotografien waren so einflussreich, dass Curtis das Bild der Indianer Nordamerikas maßgeblich mit geprägt hat. Er verlieh den Menschen, die uns aus den sepiafarbenen Aufnahmen anblicken, eine stille Würde. Er wandte aber auch Tricks an, um seine Fotomodelle mystisch, fremd und faszinierend wirken zu lassen. Curtis versuchte alles „Indianische“ zu dokumentieren, bevor die Zivilisation es zerstört. Dabei inszenierte er seine Motive oft erst selbst so, wie er sie für die Nachwelt festhalten wollte.  
Kurator Dennis Beckmann bietet am Eröffnungstag um 15 und 16.15 Uhr Führungen durch die Ausstellung an.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung, telefonisch (0203/283-2532) oder per E-Mail (n.grueber@stadt-duisburg.de), gebeten. Die Führung findet unter Beachtung der Hygiene- und Sicherheitsregeln statt. Während des Museumsaufenthalts ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und Abstand zu halten.  
   


Glückauf-Halle: Zweimal „Willkommen bei den Hartmanns“  
Die aufgrund der Corona-Pandemie im April abgesagte Aufführung „Willkommen bei den Hartmanns“ wird nun gleich zweimal nachgeholt. Die turbulente Komödie um das Aufeinanderprallen von Familien- und Flüchtlingskrise ist am Mittwoch, 23. September, und am Donnerstag, 24. September, jeweils um 20 Uhr in der Glückauf-Halle an der Dr. Kolb-Straße 2 in Homberg zu sehen.  
Besucherinnen und Besucher, die für die abgesagte Vorstellung am 16. April 2020 Karten im Vorverkauf erworben haben, werden gebeten, sich umgehend mit dem Amt für Bezirkliche Angelegenheiten, Bezirksverwaltung Homberg/Ruhrort/Baerl, von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 02066-218832 in Verbindung zu setzen. Eine Kontaktaufnahme ist auch per E-Mail unter der Adresse d.nielert-browatzki@stadt-duisburg.de möglich.  
Die erworbenen Eintrittskarten müssten gegen andere eingetauscht werden, da sich wegen der Abstandsregelung nach der Corona Schutzverordnung (CoronaSchVO NRW) das Platzangebot geändert hat. Die Karten können nur im Vorhinein getauscht werden, da es an den Veranstaltungstagen keine Abendkasse gibt.  
Für beide Aufführungen gibt es auch noch Restplätze im freien Verkauf. Interes­senten nutzen bitte ebenfalls die genannten Kontaktmöglichkeiten.  

 Das CITY ATELIER „Großstadtleben: Graphic Novel-Werkstatt“ mit Silvia Dierkes

Duisburg, 15. September 2020 - Am Sonntag, 20. September, bietet das CITY ATELIER, von 14 bis 17 Uhr, wieder sein Mitmach-Angebot für Besucher*innen aller Altersgruppen an: Die Künstlerin Silvia Dierkes zeigt, wie man selber Graphic Novels zeichnen kann.  
Mit der Duisburger Illustratorin und Comiczeichnerin Silvia Dierkes können die Besucher*innen eine spezielle Art von Comic kennenlernen und selbst entwerfen. Die „Graphic Novel” zeichnet sich durch komplexe, oftmals politische Themen aus. Als Inspiration dient die Ausstellung „Sachlich. Realistisch. Magisch“, in der Kunstwerke aus der Zeit der Weimarer Republik präsentiert werden. Den Teilnehmer*innen bleibt es überlassen, ob sie in die berühmten „20er Jahre“ des letzten Jahrhunderts eintauchen oder sich der Gegenwart, 100 Jahre danach, widmen möchten.   

Das CITY ATELIER ermöglicht es den Besucher*innen, ihr gestalterisches Potential zu entdecken und anderen kreativen Menschen zu begegnen! Mitmachen kann man in jedem Alter, solange Plätze frei sind.   Der Workshop findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine Anmeldung empfohlen: telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de.   Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.  

Silvia Dierkes, Panel 1, Foto/Copyright: Künstlerin

Stadtmuseum: Führung durch die Duisburger Stadtgeschichte  

Duisburg, 14. September 2020 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum bietet am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr, am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen eine Führung durch die Duisburger Stadtgeschichte an.   Bei dem Museumsrundgang erfährt man von Werner Pöhling allerlei Wissenswertes über die Stadt und erhält zugleich viele historischen Erläuterungen und Anekdoten.  
Wurzeln der späteren Industriestadt Duisburg finden sich bereits im 17. Jahrhundert, mit der Universität, mit der Durchsetzung der Reformation und mit der neuen preußischen Herrschaft. Gegen Ende des Jahrhunderts entstanden hier erste Manufakturen, vor allem zur Verarbeitung von Tabakwaren und Herstellung von Textilien. Doch erst zur Mitte des 18. Jahrhunderts, mit dem Aufbau des Eisenbahnnetzes und dem Ausbau der Häfen in Duisburg und Ruhrort, wächst Duisburg zur Industriestadt von Kohle und Stahl heran, der „Stadt Montan“. 

In den Jahren des Wirtschaftswunders ist Duisburg eine der reichsten Städte Deutschlands. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,50 Euro.  
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung, telefonisch (0203/283-2640) oder per E-Mail (ksm-service@stadt-duisburg.de), gebeten.   Die Führung findet unter Beachtung der Hygiene- und Sicherheitsregeln statt. Während des Museumsaufenthalts ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und  Abstand zu halten.  
Weitere Informationen zum Museum sowie das aktuelle Programm findet man online unter www.stadtmuseum-duisburg.de.  

„Kohlewand“ im Stadtmuseum (Uwe Köppen/Stadt Duisburg)

Verkürzte Programmfolge: Im 1. Philharmonischen Konzert

Duisburg, 09. September 2020 - Verkürzte Programmfolge: Im 1. Philharmonischen Konzert nach der Corona-Pause erklingen Mendelssohns berühmtes Violinkonzert e-Moll und Mozarts Sinfonie Nr. 33 Beim Publikum und bei berühmten Geigern in aller Welt erfreut sich das Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy größter Beliebtheit.

Seit seiner Uraufführung am 13. März 1845 im Leipziger Gewandhaus durch Ferdinand David, der Mendelssohn freundschaftlich verbunden war, fasziniert es durch die dichte Synthese von eleganter Melodik, romantisch-zarter Poesie und elfenhaft schwirrender Virtuosität. Mit diesem Werk beginnt am Mi. 16. und Do. 17. September das 1. Philharmonische Konzert nach der durch die Corona-Pandemie verursachten Zwangspause. Es findet an beiden Tagen um 18 Uhr und 20.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle statt und dauert jeweils 70 Minuten.

Unter der Leitung von Axel Kober begleiten die Duisburger Philharmoniker die in München geborene Geigerin Carolin Widmann, die in der Saison 2012/13 als „Artist in Residence“ in Duisburg brillierte und am 29. November 2020 im Lehmbruck Museum mit dem diesjährigen Musikpreis der Stadt Duisburg geehrt wird.

Carolin Widmann (Copyright: Lennard Ruehle).

Axel Kober, der die Meisterwerke der Wiener Klassik in der aktuellen Saison ganz besonders pflegen möchte, wird im Anschluss die Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319 von Wolfgang Amadeus Mozart dirigieren, die 1779 entstand und von der Spieltechnik der Mannheimer Hofkapelle beeinflusst ist: dem damals wohl besten Orchester der Zeit.
Obwohl alle Sätze der Sinfonie knapp geformt sind, wirkt die Musik großzügig, anmutig und – bei aller Konzentration – auch heiter. Die Variationen und Fuge op. 100 von Max Reger, die ursprünglich für diesen Konzertabend vorgesehen waren, müssen leider entfallen. Für die Besucher besteht Maskenpflicht. Eine Pause ist nicht vorgesehen.

An beiden Konzerttagen führt Anja Renczikowski um 17.15 und 19.45 Uhr in das Programm ein. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Sachlich. Realistisch. Magisch“ mit Jessica Keilholz-Busch

 Duisburg, 08. September 2020 - Wer den Kunstgenuss mit einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee ausklingen lassen möchte, ist am Dienstag, den 15. September, um 15 Uhr im Lehmbruck Museum an der richtigen Adresse. Jessica Keilholz-Busch wird durch die neue Kabinettausstellung „Sachlich. Realistisch. Magisch” führen und anschließend zu Kaffee und Kuchen einladen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

In ihrer Führung durch die Kabinettausstellung „Sachlich. Realistisch. Magisch” stellt Kuratorin Jessica Keilholz-Busch den Teilnehmer*innen die facettenreichen künstlerischen Strömungen der Weimarer Republik vor. Zu sehen sind Werke aus der eigenen Sammlung des Lehmbruck Museums, darunter ausgewählte Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen von Künstler*innen wie Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Käthe Kollwitz, Hanna Nagel und Otto Pankok. Geprägt von den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg entwarfen sie eine neue Bildsprache, die auf direkte, oft entlarvende Weise das Bild einer Gesellschaft zwischen unbändiger Lebensfreude und sozialen Ungleichheiten zeichnete.  

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Speiseausgabe erfolgt unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen. Anmeldung erforderlich! Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen. Anmeldung erforderlich! Telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de.    

George Grosz, Maler mit Modell, um 1927 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Bernd Kirtz


- Führung durch das Stadtmuseum: Ein Duisburger Blick auf die Briten  
- Lehmbruck Museum am Wochenende

 Ein Duisburger Blick auf die Briten  
Duisburg, 07. September 2020 - Harald Küst schaut bei einer Führung durch die Stadtgeschichte-Ausstellung am kommenden Sonntag, 13. September, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) auf die Verbindungen zwischen Duisburg und Großbritannien.  
Vor 70 Jahren begann die Partnerschaft zwischen Duisburg und Portsmouth. Impulsgeber der Städtefreundschaft war der britische Stadtkommandant Colin Hutchinson. Ein Besuch des Lordmayors Sir Daley vertiefte die Städtefreundschaft. Doch die Geschichte der deutsch-britischen Beziehungen ist deutlich älter und reicht über viele Jahrhunderte.

Man denke nur an Gerhard Mercator und seinen kongenialen Studienfreund John Dee, an die englische Königin Maria I. (Bloody Mary) oder die Religionsflüchtlinge, die in Duisburg Zuflucht fanden. Harald Küst wird bei seiner Führung über vergessene Personen und Ereignisse berichten, die die Geschichte zwischen Deutschen und Briten geprägt haben.  
 
Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Um eine Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Das gesamte Führungsprogramm für September und Oktober ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.      

Besuch des Lord Mayor Sir Daley aus Portsmouth in Duisburg am 12. April 1951, Stadtarchiv Duisburg


Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung
„Das Museum als architektonisches Meisterwerk

Am Wochenende lädt das Lehmbruck Museum Besucher*innen jeden Alters dazu ein, selbst künstlerisch aktiv zu werden: Bei Jugend trifft Kunst können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren am Sonntag, 13. September, 11.30 Uhr, gemeinsam mit Katharina Nitz Reliefs aus Ton erarbeiten. Im CITY ATELIER entstehen ab 14 Uhr kreative Selbstporträts unter Anleitung der Duisburger Künstlerin Kerstin Müller-Schiel. Wer sich für die einzigartige Architektur des Lehmbruck Museums interessiert, kommt in der öffentlichen Sonntagsführung, 13. September, 11.30 Uhr, zum Thema „Das Museum als architektonisches Meisterwerk” voll auf seine Kosten.  

Monumentale Stahlklammern, hohe Glasfronten und eine vermeintlich schwebende Decke: Im Mittelpunkt der öffentlichen Führung, zu der Kunstvermittlerin Ipek Genctürk am Sonntag, den 13. September, 11.30 Uhr, einlädt, steht die eindrucksvolle Architektur des Lehmbruck Museums. Für das skulpturale und malerische Lebenswerk seines Vaters hat der Architekt Manfred Lehmbruck eine einzigartige Architektur mit mehreren Galerieebenen und langen Treppenläufen entworfen, die in das Grün des Kantparks eingebettet ist.
Im Zusammenspiel mit den darin ausgestellten Kunstwerken bildet der 1964 eröffnete Museumsbau mit seinem in die Erde geduckten Betonkörper des Lehmbruck-Flügels und der monumentalen Glashalle, die an Transparenz kaum zu überbieten ist, ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Bei einem Rundgang durch das denkmalgeschützte Museum können die Teilnehmer*innen diesen besonderen Einklang von Kunst und Architektur erleben.  
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Historische Aufnahme der Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Bernd Kirtz

Jugend trifft Kunst
Bei Jugend trifft Kunst entstehen am Sonntag, 13. September, farbenfrohe Reliefs aus Ton. Ausgehend von einer ausgedruckten Fotovorlage, die die Teilnehmer*innen mit ins Museum bringen, entstehen durch kräftiges Kneten und feinfühliges Gestalten Kunstwerke, die sich plastisch vom Hintergrund abheben. Das leicht formbare Material bietet dabei vielseitige Möglichkeiten der Gestaltung, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind! Bei Jugend trifft Kunst können sich Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren unter Anleitung von Kunstvermittlerin Katharina Nitz künstlerisch erproben und in die Kunstszene hineinschnuppern. Jugend trifft Kunst findet einmal monatlich, sonntags, von 11.30 bis 17 Uhr statt.  
Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.    

Foto: Katharina Nitz


CITY ATELIER
Wie man aus inneren Bildern ganz leicht ein individuelles Selbstporträt gestalten kann, zeigt die Duisburger Künstlerin Kerstin Müller-Schiel am Sonntag, den 13. September, 14 Uhr, im CITY ATELIER. Die Teilnehmer*innen können dabei ganz unterschiedliche Techniken wie Collage, Monotypie und Malerei ausprobieren. Im CITY ATELIER können Museumsbesucher*innen jeden Sonntag selbst kreativ werden: Es besteht die Möglichkeit, Künstler*innen über die Schulter zu schauen, verschiedene Materialien kennenzulernen und künstlerische Techniken selbst zu erproben.   
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.    

Kerstin Müller-Schiel, „ohne Titel“, Foto: Künstlerin


- Tag des offenen Denkmals im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
- Fotowettbewerb: Kunst in den Duisburger Stadtbezirken  

Duisburg, 04. September 2020 - Bundesweit findet am Sonntag, 13. September, der Tag des offenen Denkmals statt.
Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt an der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort bietet Besuchern an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr freien Eintritt und um 15 Uhr eine Führung an. Zusätzlich können die Museumsschiffe am Ruhrorter Leinpfad kostenlos besichtigt werden.

Zu sehen ist Schifffahrtsgeschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Ebenfalls geöffnet ist die Sonderausstellung „Wasser ist nicht nur zum Waschen da – Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts“.

Das Museumsgebäude ist ein Jugendstilhallenbad aus dem Jahr 1908, das mit den Schwimmhallen noch komplett erhalten ist. Die historische Bausubstanz und eine moderne Präsentation der Technikgeschichte der Binnenschifffahrt bieten den Besuchern ein besonderes Erlebnis.

Die Museumsschiffe können bis zum 4. Oktober besichtigt werden, so auch das Räderboot „Oscar Huber“, der letzte erhaltene Radschleppdampfer aus dem Jahre 1920.


Fotowettbewerb: Kunst in den Duisburger Stadtbezirken
 
In den vergangenen Wochen wurde an allen sieben Bezirksrathäusern jeweils ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum ausgestellt. Zum Abschluss der Aktionswochen rufen die Bezirksverwaltungen zu einem Fotowettbewerb auf. Alle Duisburger sind eingeladen, sich in ihrem Bezirk vor ihrem Kunstwerk fotografieren zu lassen oder einfach ein Selfie zu machen. Unter allen eingegangenen Fotos wird pro Bezirk ein Gewinn von 100 Euro ausgelost und von der Bezirksbürgermeisterin oder dem Bezirksbürgermeister übergeben.
Die sieben Gewinnerfotos werden anschließend über die Facebook-Seite der Stadt Duisburg veröffentlicht. Teilnehmen können alle Fotos, die bis Montag, 14. September, per E-Mail an u.schramke@stadt-duisburg.de geschickt wurden.  
Bis zum Einsendeschluss sind übrigens auch alle Kunstwerke noch sichtbar, bevor sie nach und nach abgebaut werden.
Im Bezirk Meiderich findet sich das 3D-Street-Art-Motiv „Baut Brücken, keine Mauern!“ an der Von-der-Mark-Straße 36. Garvin Dickhof hat auf dem Bismarckplatz im Stadtteil Homberg eine Skulptur aus 6000 Holzbauklötzen gefertigt.
In Duisburg-Mitte entdeckt man die „PomPonNymhen“ von Regina Bartholme an der Außenfassade des Bezirksrathauses auf dem Sonnenwall.
Am Bezirksrathaus in Hamborn, an der Duisburger Straße 213, kann man die Skulptur „Freunde“ von Georg Overkamp bewundern.
Die große Wiese vor der Bezirksvertretung in Rheinhausen am Körnerplatz 1 wird von der Landmarke „Seh-Zeichen“ des Künstlers Jens J. Meyer dominiert. Und am Bezirksrathaus Süd wartet an der Sittardsberger Allee der Hamster von Irmin Vincenz, auf einer Litfasssäule thronend, auf die Fotografen.
In Walsum ist leider die Tuchinstallation ein Opfer der verheerenden Gewitterstürme geworden. Alternativ können sich die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Walsum vor und mit dem Kunstwerk „Barbara“ auf dem Kometenplatz fotografieren lassen.  

Beispielfoto des Kunstwerks „Barbara“ in Walsum    

 

- Nachholtermin für „Kai & Friends“ Vol. 3 mit einer Hommage an Schubert
- Das Kunstobjekt „Der Hamster - vor dem Bezirksrathaus Süd  

Nachholtermin für „Kai & Friends“ Vol. 3 mit einer Hommage an Schubert
Duisburg, 01. September 2020 - Freunde und Fans der beliebten Reihe „Kai & Friends“ dürfen sich auf das Nachholkonzert (der ursprüngliche Termin im März 2020 musste coronabedingt leider ausfallen) am Mittwoch, 09.09.2020 in der Philharmonie Merctatorhalle freuen. Mit dem Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen hat Kai Schumacher nicht nur einen Freund und Wegbegleiter an seiner Seite, sondern auch einen Meister der melancholischen Verse.
„Lass irre Hunde heulen“ verspricht mit eignen Liedern und der Gegenüberstellung mit dem immer noch hochaktuellen Liedern Franz Schuberts eine ganz besondere musikalische Begegnung. Das Konzert findet zwei Mal statt um 18.00 und 21.00 Uhr und dauert jeweils ca. 90 Minuten ohne Pause. Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn.  
Franz Schubert war der große Singer/Songwriter des 19. Jahrhunderts. Er schrieb nicht für die großen Konzertsäle, sondern für kleine, private Kreise. Viele Themen, die Schubert in seinen Liederzyklen anstimmt, sind ganz und gar von heute: Die Angst vor dem Unbehausten, die Sehnsucht nach Wärme und Menschlichkeit, der Widerstand gegen die starren Normen des Establishments. Gemeinsam mit Gisbert zu Knyphausen gestaltet Kai Schumacher die dritte Ausgabe seiner Reihe „Kai & Friends“, wo Lieder aus Schuberts „­Winterreise“ und „Schwanengesang“ auf Songs des erfolgreichen Singer/Songwriters in neuen kammer­musikalischen Arrangements aufeinandertreffen.

Dazu gibt es Instrumental­werke von Franz Schubert mit Kai Schumacher am Klavier und dem Streichquartett „Quart.essence“ um den Geiger Önder Baloglu, Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker. Optisch in Szene gesetzt wird der Abend wieder von den Bildzauberern Andreas Huck und Roland Nebe („Warped Type“).  

Wichtiger Hinweis: Tickets vom 13.3.2020 sind nicht mehr gültig und können gegen neue Tickets mit dem Datum 09.09.2020 bei der Theaterkasse eingetauscht werden. Der Einlass zum Konzert erfolgt nur gegen Vorlage des neuen Tickets. Ticketinhaber*innen des ausgefallenen Konzertes am 13.03. wurden benachrichtigt und können sich an die Theaterkasse wenden: karten@theater-duisburg.de Restkarten sind noch im Vorverkauf erhältlich.    

Die Gesundheit unsere Besucher*innen und die unserer Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen, daher bitten wir Corona bedingte Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten. In der Philharmonie Mercatorhalle gibt es durch Sitzplatzsperrung (siehe Anlage) ein eingeschränktes Kartenangebot (für jedes Konzert stehen jeweils nur 1/3 der Plätze zur Verfügung). Es gibt ein umfassendes Hygienekonzept und wir möchten unsere Besucher*innen bitten, geltender Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Desinfektionsmittelspender sind im Eingangsbereich und im Foyer aufgestellt.
Bitte beachten Sie Abstandsmarkierungen und die bewährte Nies- und Hustenetikette. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist für Besucher*innen der Philharmonie Merctorhalle verpflichtend. Bitte tragen Sie diese bereits beim Betreten des Gebäudes. Sobald Sie Ihren Sitzplatz eingenommen haben, können Sie gerne Ihre Maske abnehmen. Auch für Toiletten und Garderoben sowie für das Parkhaus gelten Hygiene- und Abstandsregeln.
Wir bitten um Verständnis, dass einer Pause mit Bewirtung nicht stattfinden kann. Detaillierte Infos zum Konzertbesuch erhalten Sie auch unter: www.duisburger-philharmoniker.de  
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.

Das Kunstobjekt „Der Hamster - oder das Verhalten einer Konsumgesellschaft in Zeiten einer Pandemie“ thront auf einer Litfaßsäule vor dem Bezirksrathaus Süd  
Mit dem Kunstobjekt „Hamster“ des Künstlers Irmin Vincenz wurde gestern am Bezirksrathaus Süd auf der Sittardsberger Allee 16 das letzte der sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern präsentiert. Der Hamster, aufgeblasen in Menschengröße, falsch verstandenes sprachliches Sinnbild, steht nun auf einer Litfaßsäule und blickt stumm vor sich hin. Dort wird er noch bis zum 26. Oktober zu sehen sein.  
„Der Hamster ist nicht mahnend gedacht und verdeutlicht doch die Absurdität des Hamsterns während der Corona-Krise und schafft durch seine Größe eine verschobene Realität. Er regt zum Nachdenken an, verleitet zum Schmunzeln, ist banal und doch tiefgründig“, so Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske. Der Betrachter soll sich daran erfreuen, sich aufregen, zweifeln, es einfach hinnehmen, darüber nachdenken, oder es einfach nur betrachten.  


In seinen Arbeiten (Objekt bei Nacht) befasst sich Vincenz mit dem Umgang des Menschen mit der Natur und sich selbst. Es geht darum, die Dinge in ein anderes Licht zu setzen, die Orte ihres Seins zu verändern, ihre Gestalt zu ändern, und sie somit in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, indem sie plötzlich in einer anderen Realität erscheinen. Er versucht auf Dinge aufmerksam zu machen und zum Nachdenken anzuregen. Der Hamster ist einhundertsechzig Zentimeter  groß und steht auf seinen Hinterbeinen. Er ist aus Epoxidharz und wurde  mit Armierungsspachtel beschichtet. In seinem Inneren befindet sich ein Grundgerüst aus Eisen, dass auf einer Metallplatte befestigt ist. Die Platte ist mit Ösen versehen, so dass die Skulptur auf der Litfaßsäule vor Sturm gesichert ist. „Ich freue mich sehr, dass die Werbefirma Ströer zugestimmt hat, den Hamster auf ihre Litfaßsäule zu setzen“, so Projektleiterin Ute Schramke.  
Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, wurden jetzt sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.        

V.l.n.r. Kulturbeauftragter Wolfgang Schwertner, Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske, Projektleiterin Ute Schramke und Künstler Irmin Vincenz. Fotos Nicole Winkler


Lehmbruck Museum: plastikBAR „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” mit Jörg Mascherrek

Duisburg, 28. August 2020 - Am Donnerstag, 3. September, lädt das Lehmbruck Museum ab 17.30 Uhr wieder zu „Kunst & Stulle” an die plastikBAR ein. Jörg Mascherrek wird sich in seiner Führung den fantastischen Kreaturen des britischen Bildhauers Lynn Chadwick widmen, die noch bis zum 20. September in der großen Retrospektive „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” zu sehen sind. Anschließend können die Teilnehmer*innen den Abend bei einem kleinen Imbiss in ungezwungener Atmosphäre ausklingen lassen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

Bei „Kunst & Stulle” an der plastikBAR erfahren die Teilnehmer*innen Hintergründe und Neuigkeiten zur Sammlung und aktuellen Ausstellungen und können den Tag bei einem kleinen Imbiss in ungezwungener Atmosphäre ausklingen lassen. Die Veranstaltung am 3. September steht ganz im Zeichen der fantasievollen und dem Alltag entrückten Schöpfungen Lynn Chadwicks (1914–2003). Mit gerade einmal 41 Jahren gewann Chadwick als jüngster Bildhauer den Internationalen Preis für Skulptur auf der 28. Biennale in Venedig. Er gilt als einer der wichtigsten britischen Bildhauer der Nachkriegszeit. Mit rund 70 plastischen Arbeiten, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeigt die Ausstellung im Lehmbruck Museum die beeindruckende Werkentwicklung des Künstlers. Im Mittelpunkt stehen seine regelrecht ikonisch gewordenen „Biester”, in denen sich existenzielle Fragen und abgründiger Humor verbinden.  

An den Terminen der plastikBAR hat das Lehmbruck Museum bis 20 Uhr geöffnet. Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Speiseausgabe erfolgt unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen. Eine Anmeldung ist bis spätestens 12 Uhr am Veranstaltungstag erforderlich!  
Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Imbiss und Getränk. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.    

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Sonja Rothweiler  


Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Themenführung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”

Am ersten Freitag eines jeden Monats heißt es im Lehmbruck Museum „Pay What You Want!” – an diesem Tag können die Besucher*innen ihren Eintrittspreis selbst festlegen. So auch am kommenden Freitag, den 4. September, an dem als besonderer Programmpunkt um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die aktuelle Wechselausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” angeboten wird. Fantastisch, poetisch und wie von einer anderen Welt erscheinen die Skulpturen Lynn Chadwicks (1914–2003), mit denen er in den 1950er Jahren berühmt geworden ist.
Die große Retrospektive im Lehmbruck Museum gibt mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken einen umfassenden Überblick über das Werk des Künstlers, der zu den innovativsten Bildhauern der britischen Nachkriegsmoderne zählt. In seiner Führung durch die Ausstellung, die nur noch bis zum 20. September zu sehen ist, widmet sich Jörg Mascherrek der unverkennbaren Formensprache des Autodidakten, die sich aus der Reflexion von Architektur und Natur speist.

Chadwicks hybride Kreaturen setzen sich aus menschlichen, tierischen und architektonischen Elementen zusammen und verbildlichen eine für ihre Entstehungszeit prägende Mischung aus utopistischer Fortschrittshoffnung und existenzieller Angst aufgrund der traumatischen Kriegserfahrung. Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. 
Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020, im Vordergrund: Lynn Chadwick, Two Watchers V, Second Version, 1967 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric



- Die neue Saison der Duisburger Philharmoniker startet!
- Zum Start: Philharmoniker mit dem Film „Duisburg 1925“

Duisburg, 27. August 2020 - Endlich ist es soweit - wir freuen uns, dass wir in die neue Konzertsaison starten! Einige Konzerte finden jedoch mit reduzierter Orchesterbesetzung aufgrund von Abstandsregeln auf der Bühne statt. Dazu müssen wir auf Pausen verzichten, so dass es zu einer verkürzten Konzertdauer kommt. Um möglichst vielen Musikliebhabern trotz verminderten Kartenkontingent einen Konzertbesuch zu ermöglichen, finden die Philharmonischen Konzerte an einem Abend jeweils zwei Mal statt (um 18.00 und um 20.30 Uhr) und dauern ca. 70 Minuten. Wie gewohnt gibt es eine Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn (17.15 und 19.45 Uhr). Die Kammerkonzerte und Profile-Konzerte finden regulär statt, jedoch leicht gekürzt und auch ohne Pausen. Abonnenten sind über die geänderten Bedingungen zu Programm, Konzertdauer und Eintrittskarten informiert worden. Informationen erhalten Sie auch telefonisch oder persönlich an unserer Theaterkasse.  

„Leipziger Klangspuren“ ist der Titel des 1. Philharmonische Konzert am Mittwoch, 16.09.2020 und am Donnerstag, 17.09.2020 jeweils um 18.00 und 20.30 Uhr statt.  GMD Axel Kober und die Duisburger Philharmoniker freuen sich auf ein Wiedersehen mit Carolin Widmann, die in der Konzertsaison 2012/13 „Artist in Residence“ war und am 29. November 2020 den Musikpreis der Stadt Duisburg erhält. Immer wieder setzt sich die Weltklasse-Geigerin für Meisterwerke der Moderne ein und hat zahlreiche Uraufführungen gespielt. Mit ebenso großer Leidenschaft und Freude widmet sie sich aber auch dem klassisch-romantische Kernrepertoire.

Eine besondere Herzensangelegenheit ist ihr daher auch Mendelssohns Violinkonzert e-Moll op. 64, eines ihrer „absoluten Lieblingsstücke der Geigenliteratur mit seinem jugendlichen Drang, Ideenreichtum, aber auch Witz im letzten Satz“ Generalmusikdirektor Axel Kober eröffnet das Programm mit Mozarts Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319, die mir ihrer intimen Besetzung schon fast kammermusikalisch anmutete und mit ihrem durchgängig spielerischen Charakter hervorsticht. Die in der „Play“-Jahresvorschau angekündigten Variationen und Fuge über ein lustiges Thema von Johann Adam Hiller von Max Reger entfallen.   

Die Gesundheit unsere Besucher*innen und die unserer Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen, daher bitten wir Corona bedingte Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten. In der Philharmonie Mercatorhalle gibt es durch Sitzplatzsperrung (siehe Anlage) ein eingeschränktes Kartenangebot (für jedes Konzert stehen jeweils nur 1/3 der Plätze zur Verfügung). Es gibt ein umfassendes Hygienekonzept und wir möchten unsere Besucher*innen bitten, geltender Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Desinfektionsmittelspender sind im Eingangsbereich und im Foyer aufgestellt.

Bitte beachten Sie Abstandsmarkierungen und die bewährte Nies- und Hustenetikette. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist für Besucher*innen der Philharmonie Merctorhalle verpflichtend. Bitte tragen Sie diese bereits beim Betreten des Gebäudes. Sobald Sie Ihren Sitzplatz eingenommen haben, können Sie gerne Ihre Maske abnehmen. Auch für Toiletten und Garderoben sowie für das Parkhaus gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Wir bitten um Verständnis, dass einer Pause mit Bewirtung nicht stattfinden kann. Detaillierte Infos zum Konzertbesuch erhalten Sie auch unter: www.duisburger-philharmoniker.de    

Karten für die Konzerte gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.


Philharmonie Mercatorhalle - Sitzplan Corona


Eine Perle der Dokumentarfilmkunst und der Stadtgeschichte zeigen die Duisburger Philharmoniker mit dem Film „Duisburg 1925“ zum Saisonauftakt.  
Lange schliefen sie einen Dornröschenschlaf: Hunderte von Dokumentarfilmen lagerten unbemerkt jahrzehntelang im Keller des ehemaligen Hotels Duisburger Hof, bis sie zufällig in den 1960er Jahren entdeckt wurden. Der Filmhistoriker und ehemaliger Leiter des Duisburger Filmforums Kai Gottlob sah sich diesen Schatz genauer an und entdeckte eine echte „Perle der Duisburger Stadtgeschichte und der Dokumentarfilmkunst“.
Im Rahmen der Open-Air Filmveranstaltungen im Landschaftspark wurde ein 15-minütiger Zusammenschnitt mit Live-Musik, komponiert von Friedmann Dreßler und gespielt von den Duisburger Philharmonikern, vor einigen Jahren im Vorprogramm aufgeführt. Passend zum Start der Spielzeit 2020-21 geben die Duisburger Philharmoniker auf ihrer Homepage ab dem 28. August 2020 noch einmal die Gelegenheit, diese filmische Reise durch Duisburg der „roaring twenties“ zu erleben.   Filmhistoriker Kai Gottlob erkannte den besonderen Wert des wiedergefundenen Filmdokuments, denn für die technisch und finanziell aufwändigen Dreharbeiten ließ man extra aus Berlin ein Filmteam anreisen. Der Stadt war es das Wert, denn neben den 1950er Jahren erlebte die Stadt Dank Kohle und Stahl auch in den 1920er Jahren eine Blütezeit.  
Das wollte man auch filmisch dokumentieren und so entstanden viele Image- und Werbefilme, die in den großen Filmpalästen gezeigt wurden. Ein besonderes Epos ist ein abendfüllender Film, aus dem Kai Gottlob eine 15-minütige „Best of“-Zusammenstellung präsentiert. Die Bilder, die neben Stadttheater, Mercatorfilmpalast und Tonhalle, das pulsierende Treiben der Stadt zeigen, werden durch die eigens komponierte Musik des Cellisten und Komponisten Friedmann Dreßler zu neuem Leben erweckt.  
Neben all den schönen Bildern bietet dieses Dokument eine Gelegenheit, sich mit der der Historie der Stadt auseinanderzusetzen.
„Die Stadt hat eine Geschichte, die über das heutige Image hinausgeht. Es ist ein historisches Dokument und damit einzigartig“, so Kai Gottlob. „Aber das Wichtigste ist, so ein Film kann den Menschen ein gute Stück Hoffnung geben.“   
Zu sehen ist der Film „Duisburg 1925“ online ab dem 28. August 2020 auf der Homepage der Duisburger Philharmoniker unter: https://duisburger-philharmoniker.de/2020/08/wie-in-mailand-ein-stueck-duisburger-stadtgeschichte-im-film/
oder auf dem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=GmwzqdUD2pA  

Ausschreibung für die IG-Ausstellung 2021 im Lehmbruck Museum

Duisburg, 26. August 2020 - Ab sofort können sich Duisburger Künstlerinnen und Künstler für die IG-Ausstellung 2021 im Lehmbruck Museum bewerben! Die Werkschau gibt einen aktuellen Einblick in die vitale und experimentierfreudige Kunstszene der Stadt Duisburg.  
Im nächsten Jahr ist das Lehmbruck Museum erneut Schauplatz der Ausstellung Duisburger Künstlerinnen und Künstler. Unter dem Titel „Vor Ort 2021” findet sie vom 18. März bis 16. Mai 2021 statt. Zur Bewerbung sind Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die einen besonderen Bezug zur Stadt Duisburg haben, d.h. die in Duisburg geboren sind, hier wohnen oder arbeiten oder Mitglied in der Interessengemeinschaft (IG) Duisburger Künstler bzw. in einem der Duisburger Künstlerverbände sind.  
Die Bewerbungsunterlagen können bis zum 25. Oktober 2020 eingereicht werden. Eine vom Lehmbruck Museum eingesetzte Jury trifft unter Beteiligung der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler die Auswahl.  

Interessierte Künstler*innen können sich bei Rückfragen zur Ausschreibung und Bewerbung an das Lehmbruck Museum wenden:

Jörg Mascherrek Lehmbruck Museum Düsseldorfer Straße 51 47049 Duisburg
T: +49 (0)203 283 7018
F: +49 (0)203 283 3892
joerg.mascherrek@lehmbruckmuseum.de www.lehmbruckmuseum.de

Blick in die Ausstellung „Vor Ort 2018“, Foto: Frank Vinken

 

- „Seh-Zeichen – eine Landmarke der Leichtigkeit“ am Bezirksrathaus Rheinhausen
- Kultur- und Stadthistorisches Museum: Spuren der Kolonialgeschichte    

 „Seh-Zeichen – eine Landmarke der Leichtigkeit“ am Bezirksrathaus Rheinhausen
Duisburg, 25. August 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  
Die große Wiese vor der Bezirksvertretung in Rheinhausen wird dominiert von der Steinskulptur von Ulrich Rückriem. Sie befindet sich im Dialog mit dem Turmaufbau auf dem Gebäude der Bezirksvertretung und gibt der Grünfläche ein Zentrum. Diese Situation hat der Künstler Jens J. Meyer mit der Skulptur „Seh-Zeichen – eine Landmarke der Leichtigkeit“ temporär um eine dritte Position erweitert.  
Die weiße Tuchskulptur ‚schreitet leichtfüßig‘ über die Wiese und begegnet der massiven Steinskulptur in angemessenem Abstand. Ein weithin sichtbares Zeichen im urbanen Raum – ein Blickpunkt, der Aufmerksamkeit auf sich zieht und den Dialog aufnimmt.    Das Exponat setzt alle Elemente der Architektur, Natur und Skulptur in eine neue lebendige Beziehung zueinander und lässt diese Zusammenhänge sichtbar werden. Geschnürt, gedehnt und nach einem ausgeklügelten System gespannt, ergibt sich eine „Raumskulptur“ von einer faszinierenden Leichtigkeit, die ihre Wirkung mitten in der Natur entfaltet.  

Die weiße Tuchskulptur „Seh-Zeichen – eine Landmarke der Leichtigkeit“

„Das Kunstprojekt von Meyer setzt Bezüge und Korrespondenzen, die gerade in Zeiten von Corona zeigen, wie wir alle miteinander verwoben sind“, so Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske.   Ein „Temple of Light“ auf einer Waldlichtung in China, ein „Schwebendes Archiv“ in der Hamburger Hafencity, der „Lichtkeil“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen: Die skulpturalen Installationen von Jens J. Meyer sind in der ganzen Welt zu sehen. Kaum ein Kontinent, auf dem der Essener Künstler nicht schon seine freischwebenden Exponate ausgestellt hat.  
„Zwischen urbaner Architektur, Nutzfläche zum Parken und Erholungsfläche der Wiese öffnet sich hier am Bezirksrathaus ein Aktionsfeld für Menschen – ein Dialograum für ihre individuelle Betrachtung des Werkes“, so Bezirksmanager Jürgen Konkol.  
In die Erprobung seines Arbeitsmaterials hat Meyer viel Ehrgeiz gesteckt. Flexible Materialien wie Polyester, Polyamide, Teflon und andere dehnbare Stoffe aus der Strickindustrie werden immer wieder auf ihre Transparenz und UV-Beständigkeit geprüft. Die Landmarke in Rheinhausen ist eine federleichte, knapp fünf Meter hohe Skulptur aus Glasfaserstäben, Tuch und Tauwerk. Die Grundfläche misst ca. vier Meter. Sie wurde mit stabilen Zeltheringen so im Boden verankert, dass sie auch stürmischen Winden standhält. Das spezielle, elastische Polyestertuch ist besonders UV-stabil und wetterfest.
Die Skulptur hat eine hohe Flexibilität und bewegt sich im Wind wie ein kleiner Baum.    
„Die Skulptur  gibt der Grünfläche vor dem Bezirksamt einen neuen Impuls. Das gewohnte Bild des Ortes wird belebt und bekommt mehr Präsenz und neue Aufmerksamkeit“, so Projektleiterin Ute Schramke. Das Konzept einer temporären Intervention von Jens J. Meyer vor dem Bezirksamt Rheinhausen kann noch bis zum 18. Oktober besichtigt werden.    

V.l.: Bezirksmanager Jürgen Konkol, Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske, Projektleiterin Ute Schramke und Künstler Jens J. Meyer. Fotocredit: Bernd Kasten


Serenadenkonzert in der Ruhrorter St. Maximilian-Kirche 

Das „studio-orchester duisburg“ feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Eines der fast schon traditionellen Serenadenkonzerte des Orchesters findet am Sonntag, 6. September, um 18 Uhr in der St.-Maximilian-Kirche in Ruhrort an der Fabrikstraße 20 statt. Gespielt werden beispielsweise Tangos von Astor Piazzolla, Auszüge aus der Wassermusik von Händel und „Palladio“ von Karl Jenkins.  

Seine frische Art zu musizieren, sein Idealismus und seine Leidenschaft haben das Orchester weit über die Grenzen Duisburgs hinaus bekannt gemacht. Unter den rund 50 aktiven Musikern befinden sich Musikschullehrer der Region, Schüler und Studenten, aber auch reine Hobbymusiker. 

Nachdem das studio-orchester das eigentlich für Juni geplante Jubiläumskonzert absagen musste, war es der Wunsch des Ensembles mit deren Leiterin Cecilia Castagneto, zumindest das jedes Jahr eingeplante Konzert in Ruhrort wieder spielen zu können. Dazu wurde ein neues Programm zusammengestellt, das mit Abstandsregeln auf der Bühne funktioniert und gleichzeitig auch eine Herzensangelegenheit der argentinischstämmigen Dirigentin ist – ein Programm rund um Werke des Argentiniers Astor Piazzolla.  

Der hatte den traditionellen Tango musikalisch weiterentwickelt und damit weltweit Erfolge gefeiert. Durch seine Kompositionen mit Lebensfreude und Melancholie wurde der Tango aus den Bars und Nachtlokalen in die klassischen Konzertsäle und in die Popmusik gebracht.  Ähnlich wie Piazzolla hat auch der Brite Karl Jenkins keine Berührungsängste mit verschiedenen Genres – ein Satz seines Stücks „Palladio“ für Streichorchester wurde ursprünglich für eine Fernsehwerbung komponiert, erinnert aber sowohl an die Musik des Barock als auch die moderne „Minimal Music“ eines Philip Glass.

 

Die Mitglieder des Orchesters spielen in verschiedenen Besetzungen – reines Streichorchester, Streicher mit solistischen Bläsern, Harfe, Schlagzeug und einem Holzbläserquartett. So können möglichst viele der Musiker beim Konzert mitwirken und den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm mit einer großen Bandbreite bieten. 

Solist bei diesem sommerlich leichten Programm mit Meisterwerken der Wiener Klassik ist der russische Geiger Paul Rosner. Er studierte noch bei Größen wie David Oistrach und André Gertler, spielte auf großen Konzert- und Festspielpodien und lebt heute in Düsseldorf. 

Das Konzert dauert ungefähr eine Stunde und wird ohne Pause durchgespielt.

Es findet unter Beachtung der aktuellen Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW statt. Die Zuschauerzahl ist begrenzt und bei allen Beteiligten ist der nötige Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Eine Registrierung ist ebenso erforderlich wie eine Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Platz. Vor Ort können Hände desinfiziert werden. 

Karten können zum Preis von 11 Euro (ermäßigt 6,50 Euro) im

Bürgerservice im Bezirksrathaus Homberg, Bismarckplatz 1, 47198 Duisburg erworben werden. Reservierungen zur Hinterlegung an der Abendkasse werden per E-Mail unter kulturbuero@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203/283-62264 entgegengenommen.

 

Studio orchester duisburg

Kultur- und Stadthistorisches Museum: Spuren der Kolonialgeschichte  
„Spuren der Kolonialgeschichte“ ist das Thema einer Führung von Harald Küst durch die Dauerausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums. Sie findet am Sonntag, 30. August, um 15 Uhr statt und wird dabei den Fokus auf überraschende und widersprüchliche Spuren und Aspekte legen, die der Kolonialismus in Duisburg hinterlassen hat.  
Das deutsche Kolonialreich währte nur von 1884 bis 1914 und war schon bei seinen Zeitgenossen umstritten. Manche waren begeistert und träumten von einem Leben voller Exotik oder sahen im fernen Afrika oder Asien die Chance, eine neue Existenz aufzubauen. Andere kritisierten jedoch die meist brutale Ausbeutung der indigenen Bevölkerung oder auch, dass Kolonien den Steuerzahler nur Geld kosten würden.  
Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Daher wird um telefonische Anmeldung unter 0203/283-2640 oder per E-Mail unter ksm-service@stadt-duisburg.de gebeten. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Das gesamte Führungsprogramm des Museums ist im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de zu finden.

 

Lehmbruck Museum am Wochenende

CITY ATELIER in Kooperation mit dem Platzhirsch

Am 29. und 30. August lädt das CITY ATELIER in Kooperation mit dem Platzhirsch Festival jeweils von 14 bis 17 Uhr dazu ein, auf dem Skulpturenhof des Lehmbruck Museums kunstvolle Lichtobjekte für laue Sommernächte zu gestalten. Unter fachkundiger Anleitung entstehen mithilfe von programmierbaren LED-Strips stimmungsvolle Kunstwerke, die am Abend Teil der Lichtinstallation „Lichtblicke” sein werden und den Kantpark illuminieren.
Eröffnet wird die Installation um 20 Uhr durch eine LED-HulaHoop Performance, die in ein buntes Lichtermeer und damit zum Träumen und Staunen einlädt. Die Workshops finden unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheits- und Hygienevorgaben statt. Die Registrierung zur Teilnahme an den Workshops erfolgt über die Website des Platzhirsch Festivals: https://www.platzhirsch-duisburg.org/artists-2020/workshop-1.  
Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

Lichtobjekte-Workshops in Kooperation mit dem Platzhirsch Festival. Foto: Jaqueline Priegnitz und Francisco Muro
   

Ö
ffentlichen Führung durch die Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”
Am Sonntag, den 30. August, lädt Ipek Genctürk um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Die Kunstvermittlerin widmet sich der umfassenden Retrospektive, mit der das Lehmbruck Museum noch bis zum 20. September den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit würdigt. Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln.

Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Sonja Rothweiler

 Das  Lehmbruck Museum am Wochenende

„Mitreden” im Lehmbruck Museum „Helden und Idole”

Duisburg, 18. August 2020 - Jede/r hat vermutlich einen Menschen, zu dem sie/er aufschaut: Ob zu Superhelden, die einen seit der Kindheit begleiten, oder auch zum eigenen Opa, der ein Vorbild sein kann. Im offenen Sprachcafé „Mitreden“ gehen die Teilnehmer*innen den Idolen auf den Grund: Was sind das für Menschen, die so bewundert werden? Sind es eher Alltagshelden, die ihr Leben im Beruf auf's Spiel setzen, oder umschwärmte Superstars? Was sind überhaupt Helden und warum sind sie meistens männlich?  

Elisa Tinnappel lädt am Samstag, 15 Uhr, zum ungezwungenen Austausch ein. Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  

Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos. 

Foto Sonja Rothweiler


SONNTAGSFÜHRUNG

In der öffentlichen Sonntagsführung am 23. August stellt Kunstvermittlerin Ipek Genctürk den Besucher*innen die Kunstwelt der Weimarer Republik vor. „Sachlich. Realistisch. Magisch“ heißt die ganz neue Ausstellung mit Werken von Max Beckmann, George Grosz, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Otto Pankok und anderen. Zu sehen sind ausgewählte Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken aus der hochkarätigen Sammlung des Lehmbruck Museums, die auf direkte, entlarvende, teils ironische, teils träumerische Weise das Bild einer Gesellschaft zwischen unbändiger Lebensfreude und sozialen Ungleichheiten zeichnen.  

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   

Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.


Franz Wilhelm Seiwert, Das tägliche Brot, 1923, Foto: Bernd Kirtz(

 

 

CITY ATELIER

Am Sonntagnachmittag, ab 14 Uhr, können die Besucher*innen mit der Duisburger Illustratorin und Comiczeichnerin Silvia Dierkes eine spezielle Art von Comic kennenlernen und selbst entwerfen. Die "Graphic Novel" zeichnet sich durch komplexe, oftmals politische Themen aus. Als Inspiration dient die Ausstellung „Sachlich. Realistisch. Magisch“, in der Kunstwerke aus der Zeit der Weimarer Republik präsentiert werden. Den Teilnehmer*innen bleibt es überlassen, ob sie in die berühmten „20er Jahre“ des letzten Jahrhunderts eintauchen oder sich der Gegenwart, 100 Jahre danach, widmen möchten. 

 

Das CITY ATELIER ermöglicht es den Besucher*innen, ihr gestalterisches Potential zu entdecken und anderen kreativen Menschen zu begegnen! Mitmachen kann man in jedem Alter, solange Plätze frei sind.  

Der Workshop findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine Anmeldung empfohlen: telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de. 

Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.


Foto und Copyright: Silvia Dierkes

 

 Duisburger Philharmoniker die klasse.klassik Reihe

Mit einem bezaubernden Märchenklassiker von Wilhelm Hauff starten die Duisburger Philharmoniker die klasse.klassik Reihe der neuen Konzertsaison.

 

Duisburg, 17. August 2020 - Märchen haben schon immer Groß und Klein begeistert. Was einmal die Geschichten der Gebrüder Grimm oder von Hans Christian Andersen waren, sind heute Harry Potter, Herr der Ringe oder Tintenherz. Aber auch die alten Märchen haben nichts an Faszination verloren. Friedmann Dreßler, stellvertretender Solo-Cellist der Duisburger Philharmoniker und Komponist war schon als Kind von „Die Geschichte von Kalif Storch“ von Wilhelm Hauff beeindruckt. Keine Frage also, dass sie ganz weit vorne in der Favoritenliste stand, als es um eine Märchenvertonung für die Duisburger Philharmoniker ging. Neben dem Zauberwort „Mutabor“, entdecken der Kalif und sein Großwesir ein geheimnisvolles Pulver und erleben eine wundersame Verwandlung. Eine spannende Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Verantwortung - natürlich mit Happy End.

 

Da die ursprünglich geplante Premiere von „Das Geschenk des weißen Pferdchens“ eine zu große Orchesterbesetzung hat, musste die Uraufführung in Zeiten von Corona-Schutzbestimmungen verschoben werden. Am Freitag, 28.8.2020 um 10.00 Uhr als Schulkonzert und am Sonntag, 30.8.2020 um 15.00 Uhr als Familienkonzert spielen die Duisburger Philharmoniker stattdessen unter der Leitung von Cecilia Castagneto das 2012 vertonte Märchen „Kalif Storch“.  Mit dabei ist auch Schauspieler und Sprecher Kai Bettermann, der schon mehrmals in Duisburg zu Gast war und erst kürzlich mit seinem Stück „Being Freddy Mercury“ im großen Haus des Theaters Duisburg zu erleben war.

 

Information zum Kartenkauf

Wie für alle Vorstellungen im Großen Haus im Theater Duisburg in den kommenden Monaten, gilt auch für diese Konzerte ein spezieller Sitzplan mit reduzierter Platzkapazität, um einen großen Sicherheitsabstand zwischen allen Besucher*innen zu garantieren. Im Theater Duisburg gilt Masken-Pflicht, am Platz selbst darf der Mund-Nasen-Schutz dann abgenommen werden.

Karten für beide Konzerte gibt es ab dem 17. August 2020 bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Skulptur „Freunde“ am Bezirksrathaus in Duisburg-Hamborn  

Duisburg, 17. August 2020 - Mit der stilisierten Figurengruppe des Künstlers Georg Overkamp, die den Titel „Freunde“ trägt, wird seit heute das fünfte der sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum in Hamborn präsentiert. In der Woche zuvor hatte der Künstler an Ort und Stelle die Hölzer mit einer Kettensäge bearbeitet.  
Mit der Skulptur „Freunde“ will der Künstler in Erwartung der Zeit nach Corona – einer Zeit, in der wir aufgrund der Pandemie Isolation und Distanz leben müssen – Nähe und Verbundenheit ins „Bild“ setzen. Seine Kunst sieht er darin, „im Holzobjekt etwas, was den Dingen oder Gedanken bereits innewohnt, zu entdecken und derart herauszuarbeiten, dass es auch für andere sichtbar wird.“   „Freunde“ kann als abstrahierte figürliche Dreiergruppe interpretiert werden und bildet die Form eines Kelches – gefertigt aus grobem Holz, das außen relativ unbehandelt bleibt. Die Innenseite ist geglättet und in Weiß- und Ockertönen gefärbt.

Nachts wird das Innere der über zwei Meter großen Skulptur von unten beleuchtet, die Installation leuchtet dann in einem warmen Weiß. Tagsüber bildet sich im Inneren ein mit der Tageszeit wechselndes Schattenspiel. „Ich freue mich sehr, dass mit der Skulptur ‚Freunde‘ im Bezirk Hamborn der Kunst ein Raum gegeben wurde, der eine spannende Nutzung erfährt“, sagt Amtsleiter Jörg Frost.
„Ich habe erlebt, dass in der Corona-Zeit sich Freundschaften veränderten. Sie wurden wichtiger, sie wurden intensiver. Auch wenn nur ein virtueller Austausch stattfand“, berichtet Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer.  

Martina Will, Mitglied der Kunstkommission Duisburg, ergänzt: „Die Skulptur Overkamps gibt Hoffnung auf eine Zeit, in der man wieder mit Freunden das „echte“ Leben genießen kann und nicht mehr ausschließlich über Chats kommuniziert.“  
Die Skulptur „Freunde“ wird bis zum 12. Oktober 2020 am Bezirksrathaus Hamborn, Duisburger Straße 213, zu sehen und zu fotografieren sein.   Hintergrundinformation Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.    


V.l.: Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer, Künstler Georg Overkamp, Projektleiterin Ute Schramke, Bezirksamtsleiter Jörg Frost. Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg


 - CITY ATELIER startet wieder!
- ffentliche Sonntagsführung „Konstruktion und Ordnung – Kubismus und Minimal Art”

„Innere Bilder – Selbstportraits“ mit Kerstin Müller-Schiel
Duisburg, 12. August 2020 - Mit dem Ende der Sommerferien ist auch die Pause für das CITY ATLIER beendet. Immer sonntags von 14 bis 17 Uhr können Besucher*innen an den offenen Workshops mit professionellen Künstler*innen im Lehmbruck Museum teilnehmen. 
Die Duisburger Künstlerin Kerstin Müller-Schiel macht am Sonntag, den 16. August, um 14 Uhr, den Anfang mit dem Thema „Innere Bilder – Selbstportraits“. Sie zeigt, wie man aus inneren Bildern ein Selbstportrait gestaltet. Dabei können Techniken wie Collage, Monotypie und Malerei ausprobiert werden.  
Die weiteren Termine im August: Sonntag, 23. August: Die 20er Jahre – Graphic Novel-Werkstatt, mit Silvia Dierkes Sonntag, 30. August: Sommernacht – Lichtinstallationen für Draußen, in Kooperation mit dem Platzhirsch-Festival  
Das CITY ATELIER ermöglicht es den Besucher*innen, ihr gestalterisches Potential zu entdecken und anderen kreativen Menschen zu begegnen! Mitmachen kann man in jedem Alter, solange Plätze frei sind.  
Der Workshop findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine Anmeldung empfohlen: telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de.  
Zur Teilnahme berechtigt die Eintrittskarte ins Museum zzgl. 5 € Materialpauschale. Für Kinder unter 15 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.

Kerstin Müller-Schiel, „ohne Titel“, Foto: Künstlerin  


Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Konstruktion und Ordnung – Kubismus und Minimal Art” mit Sabine Bazan
Auf „Konstruktion und Ordnung“ richtet die Kunstwissenschaftlerin Sabine Bazan ihren Blick bei der öffentlichen Führung im Lehmbruck Museum am Sonntag, 16. August, um 11.30 Uhr, wenn sie ausgesuchte Beispiele des Kubismus und der Minimal Art vorstellt.  
 Die Skulpturensammlung des Lehmbruck Museums bietet ein weites Spektrum künstlerischer Stilrichtungen, die die Zeitspanne von Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) bis heute geprägt haben. Beim Gang durch die Sammlungspräsentation lassen sich allerdings immer wieder Querverbindungen ziehen, die über die Stilgrenzen hinwegreichen: So waren geometrische Grundformen, wie der Würfel/Kubus, für die europäische Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts bezeichnend, wie schon der Begriff „Kubismus“ nahelegt.
In der amerikanischen Konzeptkunst, insbesondere der Minimal Art, seit den 1960 Jahren gelangten Geometrie und Mathematik wiederum zu großer Bedeutung.  Künstlerische Positionen z.B. von Alexander Archipenko und Constantin Brancusi auf der einen und von Donald Judd und Sol LeWitt auf der anderen Seite lassen die Gegensätze von Figuration und Abstraktion deutlich werden und nach der Relevanz des “Realen“ im Kunstwerk fragen.  
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.    Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Mercator-Schatzkammer: Wie ein Duisburger die Seefahrt veränderte  
Mit der Weltkarte „für die Seefahrt“ schuf der Geo- und Kartograf Gerhard Mercator vor gut 450 Jahren die Grundlagen unserer modernen Navigation. Wie einfach und zugleich genial Mercator diese Karte entwickelte, erläutert Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ bei seiner Führung in der Mercator-Schatzkammer.  
Am Sonntag, 16. August, erfahren Interessierte um 15 Uhr mehr über den einflussreichen Gelehrten, der Mitte des 16. Jahrhunderts aus Flandern nach Duisburg zog. Mercator (1512-1594) entwickelte in seinem Haus auf der Oberstraße seine berühmte Weltkarte „ad usum navigantium“. Auch deshalb soll das Mercator-Haus in der Duisburger Stadtmitte am selben Standort bald wieder aufgebaut werden.   Um Anmeldung wird gebeten, telefonisch unter 0203 2832640 oder per Mail ksm-service@stadt-duisburg.de.
Die Personenzahl bei den Führungen ist auf 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 EUR, ermäßigt 2 EUR. Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Das gesamte Führungsprogramm für August ist auf stadtmuseum-duisburg.de zu finden.  


„DisCover“ am Bezirksrathaus in Duisburg-Homberg

Duisburg, 10. August 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.

 

Der Allroundkünstler Garvin Dickhof hat in der Kunstinstallation „DisCover“ die Brunnenstatue „Göttin des Glückes“ vor dem Homberger Bezirksrathaus mit 6.000 Bauklötzen verpackt. Mit seiner Skulptur am Bismarckplatz blendet er Bekanntes aus, denn Dickhof möchte Objekte wie Skulpturen oder Brunnen, die ein wenig beachtetes Dasein in der Öffentlichkeit fristen, wieder in das Bewusstsein der Passanten rücken. „Verschwindet“ eine Skulptur durch Umbauung, so wird die Neugier des Menschen geweckt. Der Künstler nutzt in seinen Arbeiten die Strategie der Irritation – er überrumpelt, jedoch immer mit freundlichen Absichten; ganz nach seinem Lebensmotto „Da staunste Bauklötze“.

 

„Es freut mich sehr, dass am Bezirksrathaus Homberg ein Kunstraum geschaffen wurde, der den Menschen einen realen Besuch vor Ort mit direkten, sinnlichen Eindrücken ermöglicht“, sagt Bezirksbürgermeister Hans Joachim Paschmann. 

Auch Bezirksmanager Markus Dorok unterstreicht: „Das kindliche Staunen ist eine wichtige Fähigkeit, die man sich erhalten sollte.“

 

Staunen heißt offen sein für Neues, Hintergründe verstehen und Eindrücke mit viel Freude weitergeben. „Bauklötze sind ein einfaches Element, das in serieller Anhäufung einen besonderen Reiz erlangt. So waren wir uns in der Jury bei der Projektauswahl sofort einig, dass mit dieser Installation etwas Besonderes entsteht“, sagt Projektleiterin Ute Schramke.  Die umbaute Brunnenskulptur aus Bauklötzen auf dem Bismarckplatz in Homberg kann noch bis zum 5. Oktober betrachtet werden.

Garvin Dickhof und die Kunstinstallation „DisCover“ - Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg

Das Museum MKM im August 2020 

Künstlergespräch mit Klaus Kinold Sonntag, 30. August 2020, um 15 Uhr 
Zum Anlass der Finissage der Ausstellung "Architektur mit den Augen des Fotografen (Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole)" haben wir noch einmal Klaus Kinold einge­laden, dem es zum Glück wieder erlaubt ist, aus dem Tessin über München nach Duisburg zu reisen.   Kinold hat als gelernter Architekt und Fotograf wie kein Zweiter die Stringenz gebauter Räume festgehalten. Was die La Tomba Brion-Serie von anderen Arbeiten unterscheidet, ist das Ausbleiben jeglicher Rhythmisierung zugunsten einer Detailbetrachtung der gealterten Materialien und deren ornamental anmutende Ausgestaltung. Im Anschluss an das offene Gespräch mit Klaus Maas und Dirk Krämer steht ihnen Klaus Kinold zu seinen Arbeiten Rede und Antwort.   

Die Teilnahmen an der Freitagsführung und dem Künstlergespräch kosten 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis: Erwachsene 12 € | ermäßigt 6 €). Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Veranstaltung mit Klaus Kinold auf max. 25 Personen begrenzen und Ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infek­tionsketten temporär speichern. Wir bitten um vorherige Anmeldung.    

Aktuelle Ausstellungen und Ankündigungen 
Sinn- und Endlichkeit Pierre de Soete, Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers, Ulrich Tillmann 01.08.2020 – 07.03.2021  Mit dem Ende der Ausstellung von Erwin Wortelkamp zeigen wir ab dem 1. August auf unserer Wechselausstellungsebene eine große Arbeit von Richard Long (Red Stone Line, Bern 1977) im Zusammenspiel mit acht Fotografien von Claudia Terstappen (Places of worship, Japan 2004). Beide sind Vielgereiste, die besonderen Orten nachspüren. Gemeinsam ist ihnen das Sammeln von Sujets und Objekten, die mit spirituellem Sinn belegt werden. Sie thematisieren dies in ihren Werken – wenn auch mittels unterschiedlicher Technik und Herangehensweise. Die Zick-Zack-Linie ist eine im Werk Longs einzigartige Form. Seit 1992 als Dauerleihgabe im Lehmbruck Museum verortet, ist sie nun erstmalig im Museum DKM ausgestellt.  Ausstellungsansicht mit Werken von Richard Long und Claudia Terstappen, Foto: SDKM

 

Die Reliefs und Plastiken belgisch-deutscher Künstler aus den 1910er und 1920er Jahren sind Teil einer Kammerausstellung in den Räumen IV und VI, der wir den Titel "Sinn- und Endlichkeit" gegeben haben. Die heroisch-mythologisch aufgeladenen Körper der Figuren eint eine sinnlich anmutende Darstellungsweise. In einem Zwischenstadium begriffen, changieren die einzelnen Werke von Pierre de Soete, Cristina García Rodero, Duane Michals, Mathieu Molitor, Marcel Wolfers und Ulrich Tillmann zwischen Tod und Leben, Anziehung und Abstoßung, Erwachen und Schlafen.  

Marcel Wolfers, Aurora, 1912, Foto (Detail): SDKM

 

Kunstwerk des Monats 

Die Kunst im Reich von Gandhāra in der Sammlung DKM

Stehende Figur, wahrscheinlich Siddhārtha 


Stehende Figur, wahrscheinlich Siddhārtha, Naturalistischer Stil, Schiefer, Foto: Werner J. Hannappel

 

Die kopflose Statue stellt eine männliche Person in abhayamudrā dar, die Handfläche zeigt ein cakra-Zeichen, die linke Hand ruht an der Hüfte. Das uttarīya-Gewand ist schmal und bedeckt wie ein Ärmel den linken Oberarm, das Ende hängt an der linken Seite. Das paridhāna hat einen deutlich ausgeprägten Saum, der entlang des linken Beins verläuft und einen verknoteten Gürtel. Der Torso ist leicht modelliert, das linke Knie stößt unter dem paridhāna nach vorne. Die Person trägt eine kragenförmige Schmuckkette mit einer quadratischen Plakette in der Mitte, die im Zentrum Reste vom Oberkörper einer Person mit Mondsichel (?) hinter dem Kopf zeigt.

 

Die lange Halskette aus mehreren Strängen länglicher Perlen hat Enden in Form von Blumen und eine geometrische Verzierung in der Mitte. Das linke Handgelenk ist mit einem Reif geschmückt, das rechte mit einem doppelten: der eine ist glatt, der andere spiralförmig. Die linke Hand macht einen Eindruck, als ob sie Schwimmhäute besäße, dies ist aber eine zweckmäßige Maßnahme der Gandhāra-Künstler, die die Daumen auf diese Art gestaltet haben, um bessere Haltbarkeit zu erreichen. Dasselbe kann auch an der rechten Hand beobachtet werden.

 

Die Rückseite der Statue ist nicht bearbeitet. Die kragenförmigen Schmuckketten der Bodhisattvas in Gandhāra (die gewöhnlicher Weise als Maitreya gedeutet werden) können synkretische Gottheiten zeigen, Gott und Göttin der Prosperität einzeln oder als Paar. Gegen die Deutung des Bodhisattva als Maitreya spricht allerdings das Nichtvorhandensein seines Attributs, des Fläschchens. Dass die Person als stehend, mit einer Hand an der Hüfte und der anderen erhoben dargestellt ist, suggeriert eher, dass wir es hier mit einem Bildnis des Siddhārtha, der mit dieser Ikonographie dargestellt ist, z.B. wenn ihm seine Frau Yaśodharā vorgestellt wird, zu tun haben.

 

In der Gandhāra-Kunst kennen wir nur noch ein Beispiel einer Siddhārtha-Darstellung mit dem Oberkörper einer Person mit Mondsichel auf dem Halsschmuck, wahrscheinlich einer Darstellung des Siddhārtha während der "Ersten Meditation". 

Anna Maria Quagliotti, Linien stiller Schönheit, hrsg. v. Dirk Krämer und Klaus Maas, Duisburg 2008.

 


Architektur mit den Augen des Fotografen (Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole) Klaus Kinold. Noch bis 30.08.2020 
Klaus Kinold, Carlo Scarpa und Giuseppe Brion. Drei große Namen vereint im Museum DKM. Der venezianische Architekt Carlo Scarpa schuf für die Unternehmerfamilie Brion auf zweitausend Quadratmetern ein Gesamtkunstwerk, das dem Tode huldigt. Grablege, Pavillon und Kapelle, ein Ort der Meditation und ein großes architektonisches Denkmal.  
Dem aus dem Ruhrgebiet stammenden Münchener Architekten, Künstler und Fotografen Klaus Kinold widmet das Museum DKM eine Ausstellungsreihe zu seiner Architekturfotografie. Am Anfang der Reihe steht Carlo Scarpa. Seine Grabanlage "La Tomba Brion" wird in den Fokus gerückt. Dabei wird der spezielle, auf das Besondere aufmerksame, präzise und nüchterne Blick des Fotografen wahrnehmbar. Die von ihm fotografierte Architektur steht im Mittelpunkt und entfaltet ihre Wirkung auf den Betrachter.
Durch seine Fotografien wird die Atmosphäre des Ortes erlebbar und vermag den Betrachter darein zu versetzen.  Im Hauptausstellungsraum werden die fotografischen Arbeiten von der Grabstätte gezeigt. In den zwei anschließenden Räumen sind Panoramafotografien von Kinolds Reisen ins Veneto und nach Venedig, Carlo Scarpas Heimat, zu sehen. 

La Tomba Brion in San Vito D’Altivole, © Klaus Kinold, 1985    

 

Leihgaben der Stiftung DKM 

Verlängert!

"Erich Reusch – grenzenlos" in Bochum

Eine Ausstellung der Stiftung Situation Kunst im Museum unter Tage bis 25. Oktober 2020

Mit Leihgaben aus der Sammlung der Stiftung DKM zeigt das Bochumer Museum unter Tage im Schlosspark von Weitmar eine Schau mit Werken aus sechs Jahrzehnten unermüdlichen Schaffens.

Als "Raumforschung mit Mitteln der Kunst" ist die Ausstellung in der Presse beschrieben worden. Erich Reusch, gelernter Architekt und Bildhauer, bemerkte vermehrt ab Mitte der 1950er Jahre, dass er mit den Mitteln der Bildhauerei seine Vorstellung von einer Erweiterung räumlicher Erlebniswelten viel konsequenter umsetzen konnte. Es entstanden in der Folge Reliefs und Wandobjekte, die mit Stäben und schmalen Graten in den Raum hineinragten.  

Die Leihgaben aus dem Museum DKM gehören zu den frühen Arbeiten, die monochrom oder in Schwarzweiß mit ihrer Umgebung intervenieren. Deutet das zweiteilige Relief von 1955 auf einen bestimmten Punkt im Raum hin, der für den Betrachter allerdings unbestimmt bleibt, "häutet" sich das dreiteilige Relief von 1963 ganz in Weiß von seinem Bestimmungsort der Wand in den grenzenlosen Raum. 

Erich Reusch, Relief (dreiteilig), 1963, Ausstellungsansicht, Foto: Eric Jobs, Hattingen

  

Das Museum DKM vor dem Umbau, Ansicht der Hauptfassade, Oktober 2004, Photo: Martin Schuppenhauer

Aufenthaltsstipendium der Stadt Duisburg geht in die dritte Runde  

Duisburg, 06. August 2020 - Die Stadt Duisburg und die Interessengemeinschaft der Duisburger Künstler schreiben von Januar bis Dezember 2021 ein Aufenthaltsstipendium für ein Atelier im Stadtteil Rheinhausen aus, auf das sich Künstlerinnen und Künstler bewerben können. Die Ausschreibung erfolgt für die Genres Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Performance oder Videokunst.  
Der Umfang des Stipendiums umfasst die kostenlose Vergabe eines Ateliers inklusive der Betriebskosten. Zusätzlich wird kostenlos eine Mietwohnung von der Gebag zur Verfügung gestellt.   Bewerber müssen ihre Ausbildung vor mindestens einem Jahr abgeschlossen haben und in ihrer Bewerbung überzeugend darstellen, dass sie ihre künstlerische Arbeit mit Bezug zu Duisburg beginnen oder fortsetzen wollen. Studierende sind von einer Bewerbung ausgeschlossen.  

Interessierte Künstler können ihre Bewerbung bis zum 31. August 2020 an folgende Adresse senden: Kulturbetriebe Stadt Duisburg, Kulturbüro,  Neckarstr. 1, 47051 Duisburg   Weitere Informationen erhalten Sie im Kulturbüro unter  0203-283 62269 oder im Internet unter
https://www2.duisburg.de/micro2/kulturbetriebe


Literaturpreis Ruhr 2020: Shortlist für den Hauptpreis steht fest

Zum ersten Mal vergibt der Regionalverband Ruhr (RVR) den Literaturpreis Ruhr mit einem neuem Konzept. Die Jury hat jetzt fünf preiswürdige Titel vorab für die Shortlist des Hauptpreises ausgewählt. Ausgezeichnet wird ein Autor bzw. eine Autorin für ein aktuelles literarisches Werk von herausragender Qualität mit Bezug zum Ruhrgebiet aus den vergangenen drei Kalenderjahren.
Die Shortlist zeigt die ganze Bandbreite der Ruhrgebietsliteratur: Nominiert sind ein Künstlerroman, ein Debüt, eine Essaysammlung, ein Jugend- und ein Familienroman. Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Auf der Shortlist sind Hilmar Klute mit "Was dann nachher so schön fliegt", Enis Maci mit "Eiscafé Europa", Sarah Meyer-Dietrich mit "Ruhrpottkind", Eva Sichelschmidt mit "Bis wieder einer weint" und Karosh Taha mit "Beschreibung einer Krabbenwanderung".

Der Preisträger bzw. die Preisträgerin wird am 4. September 2020 bekannt gegeben. Der Literaturpreis Ruhr ist die wichtigste ideelle wie materielle Auszeichnung für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Ruhrgebiet leben, sowie für Autorinnen und Autoren von außerhalb, die über die Region schreiben. Er wird seit 1986 jährlich vom Regionalverband Ruhr vergeben und vom Literaturbüro Ruhr organisatorisch und konzeptionell betreut. Im vergangenen Jahr wurde der Preis neu aufgestellt, die Kategorien geschärft und die Preisgelder erhöht. Weitere Infos zu Werken und Nominierten unter
www.literaturbuero-ruhr.de - idr

Mercator-Musicalshow wird auf 2021 verschoben

Musical-Fans müssen sich bis zum 25.09.2021 gedulden – Karten behalten ihre Gültigkeit
Duisburg, 05. August 2020 - Die Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH verschiebt die ursprünglich für den 20. März 2020 geplante und bereits einmal auf den 25. September 2020 verlegte Mercator-Musicalshow in das kommende Jahr 2021. Das Team der Mercatorhalle traf diese Entscheidung aufgrund der momentan unsicheren Lage im Rahmen der Corona-Pandemie und verbindet damit die Hoffnung, dass eine Durchführung der Musicalshow im nächsten Jahr weitestgehend ohne Einschränkungen möglich ist. Der avisierte neue Termin ist der 25.09.2021.

Uwe Kluge, Geschäftsführer der Duisburg Kontor Hallen

management GmbH, erklärt die Entscheidung: „Die Sicherheit der Künstler und natürlich auch der Besucherinnen und Besucher sowie aller am Event beteiligten Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar ist, in welchem Rahmen und unter welchen Einschränkungen die Mercator-Musicalshow im September durchzuführen wäre, haben wir uns gemeinschaftlich mit den Künstlern dazu entschieden, die Premiere der Musicalshow in das nächste Jahr zu verschieben. Alle Musicalfans, die bereits Tickets erworben haben, können wir beruhigen, denn diese behalten weiterhin ihre Gültigkeit.“ Unter www.mercator-musicalshow.de werden Interessierte auch weiterhin über die aktuellen Entwicklungen informiert.

Foto Thomas Berns

Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Themenführung

Duisburg, 04. August 2020 - Am Freitag, den 7. August, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“ Besucher*innen können an diesem Tag ihren Eintrittspreis selbst bestimmen und um 15 Uhr an einer öffentlichen Führung zum Thema „Wilhelm Lehmbruck. Ein Duisburger Künstler“ teilnehmen. Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), der in nur zwei Jahrzehnten ein ungewöhnlich ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk schuf, gilt als einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Klassischen Moderne.

Das Lehmbruck Museum verfügt heute über den weltweit größten Bestand an Werken Lehmbrucks und zeichnet in der aktuellen Studioausstellung „Wilhelm Lehmbruck. Ein Leben“ mit einzigartigen Dokumenten, Aufnahmen und Arbeiten das Leben und (Früh-)Werk des berühmten Duisburger Künstlers nach.
Bei seiner Führung widmet sich Andreas Benedict selten gezeigten Arbeiten aus der Frühphase Lehmbrucks ebenso wie ikonischen Werken, die als sensible und erschütternde Figuren voller Melancholie und Einsamkeit erscheinen und eine tiefe Sehnsucht nach Menschlichkeit und innerem Frieden zum Ausdruck bringen.
Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. 

Wilhelm Lehmbruck vor dem Züricher Atelier mit dem Gips des „Sitzenden Jünglings” und dem „Torso der Großen Sinnenden”, 1917/18, unbekannter Fotograf

„Mitreden” im Lehmbruck Museum
Welche Rechte haben Tiere in unserer Gesellschaft? Über diese spannende Frage können sich interessierte Besucher*innen am Samstag, den 8. August, 15 Uhr, im Sprachcafé des Lehmbruck Museums austauschen. 
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes schützt den Menschen in seiner Würde. Aber gibt es, wenn es eine Menschenwürde gibt, auch eine Tierwürde? Das Lehmbruck Museum lädt interessierte Besucher*innen am Samstag, den 8. August, 15 Uhr, dazu ein, sich im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” über Tierrechte in unserer Gesellschaft auszutauschen. Durch Unterhaltung und Smalltalk in ungezwungener Atmosphäre können die Teilnehmer*innen ihre Deutschkenntnisse spielerisch verbessern.
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren.  Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Öffentliche Führung mit
 Josephine Garbe
Am Sonntag, den 9. August, lädt Josephine Garbe um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Die Kunstvermittlerin widmet sich der umfassenden Retrospektive, mit der das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit würdigt. Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln.
Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  

Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.    Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

 

PomPonNymphen am Bezirksrathaus in Duisburg-Mitte

Duisburg, 03. August 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  

Sechszehn „PomPonNymphen“ schmücken seit Montag, 3. August, die Außenfassade des Bezirksrathauses in Duisburg-Mitte. Die Duisburger Bildhauerin Regina Bartholme, die mit ihren figurativen Skulpturen das Menschsein thematisiert, schuf die Wunderwesen. Bartholme, die seit vielen Jahren ihr Atelier in Duisburg hat, ist es ein wichtiges Anliegen, die spannungsvolle Einheit von Kunst und Natur deutlich zu machen.

“Vielleicht zaubern die Nymphen ein Lächeln in das Gesicht des Betrachters, vielleicht führt ihre schwebende Anmut zu einem beschwingten Gang, vielleicht bringt ihre leuchtende Buntheit Farbe ins Leben“, wünscht sich die Künstlerin Bartholme.  
„Theater haben die Saison beendet, Festivals sind abgesagt, Museen und Ausstellungen waren lange geschlossen. Die Corona-Krise hat die Kultur angehalten und deshalb freut es mich sehr, dass wir am Bezirksrathaus Mitte wieder ein Stück Kunst zeigen können“, so Bezirksbürgermeisterin Elvira Ulitzka.   Nach der griechisch-römischen Mythologie sind die Nymphen anmutige weibliche Naturgottheiten. Formen und Farben der „PomPonNymphen“ ergänzen mit ihrer schwebenden Anmut die Geradlinigkeit konstruierter Architektur.  

Die Objekte am Bezirksrathaus sind aus Holz, Metall und Kunststoff, haben eine Größe bis 98 cm und sind ca. 800 Gramm schwer. „Es freut mich sehr, der renommierten Duisburger Künstlerin Regina Bartholme die Möglichkeit einer Ausstellung im öffentlichen Raum geben zu können. In Zeiten von Corona müssen wir als Stadt neue Wege gehen, um Kunst und Kultur für unsere Bürger erlebbar zu machen“, sagt Bezirksmanager Torben Nübel.  
Die „PomPonNymphen“ werden die nächsten acht Wochen an der Fassade des Bezirksrathauses Duisburg-Mitte, zu sehen und zu fotografieren sein. „Für alle Neugierigen, die sehen möchten, wie eine öffentliche Galerie wirkt, lohnt sich das vorbeischauen“, so Projektleiterin Ute Schramke.  
V.l.: Bezirksmanager Torben Nübel, Projektleiterin Ute Schramke, Künstlerin Regina Bartholme, Bezirksbürgermeisterin Elvira Ulitzka. Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg


"Kultur - Gerade jetzt!"

Duisburger Kreative nutzen das Magazin Metropole Ruhr als ihre Bühne für Kunst in Corona-Zeiten
Duisburg/Metropole Ruhr, 29. Juli 2020 - Der Kulturbereich ist aufgrund der Kontaktsperre zu seinem Publikum besonders von der Pandemie betroffen. Kultureinrichtungen und Künstler geraten dabei zunehmend in Finanzierungsengpässe, sogar in Existenzbedrohung. Deshalb haben der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) mit der neuen Ausgabe des Magazins Metropole Ruhr eine Plattform geschaffen, um Kunst- und Kulturschaffende sichtbar zu machen.
Unter dem Motto "Kultur - Gerade jetzt!" haben 34 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Region das Heft als Bühne und Medium genutzt, um sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Auch zwei Duisburger Kreative sind mit Beiträgen vertreten: Lyrikerin Lütfiye Güzel hat während des Lockdowns Poetry-Montage geschaffen. Nesrin Tanc beteiligt sich mit einem "Brief", der Teil des Projektes "Agentur Ausländerraus: Akkordarbeit im halb verbrannten Wald" ist.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel sieht das Magazin als Zeichen der Solidarität: "Kultur braucht Publikum. Und die Metropole Ruhr braucht eine vielfältige Kulturlandschaft. Auf Kultur zu verzichten, bedeutet den Verlust von Lebensqualität, aber auch von Inspiration. Die ist jedoch entscheidend insbesondere für eine Region im Wandel. Jede Unterstützung für Kulturschaffende ist auch eine Investition ins Ruhrgebiet."
Im Magazin spiegeln sich viele Aspekte im Umgang mit der Pandemie wider wie Ängste, Hoffnung auf und Sehnsucht nach der Rückkehr zur Normalität, Rückbesinnung auf elementare Werte wie Familie etc. Zahlreiche Beiträge über das künstlerische Schaffen in Corona-Zeiten aus den Sparten Literatur, Kunst und Bühne zeigen auch die große Bereitschaft der kreativen Szene, sich auf andere Formen als das Bekannte einzulassen.
Neue künstlerische Formate wie Digitalisierung spielen dabei eine große Rolle. Das Magazin Metropole Ruhr, das an an zahlreichen Orten wie Touristeninfos, Museen und Szenelokalen verteilt wird, gibt der RVR gemeinsam mit der RTG seit 2014 heraus. Es stellt Kultur, Freizeit, Wirtschaft und Wissenschaft im Ruhrgebiet vor. Das Heft erscheint viermal jährlich im Markt1 Verlag, zweimal im Jahr liegt es bundesweit der Wochenzeitung Die Zeit bei. Infos:
www.mediathek.rvr.ruhr

- Tuchinstallation „…geteilt…“ wird in Walsum präsentiert
- Ausstellungsführung mit Roland Wolf durch das Leben im mittelalterlichen Dispargum  
- Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Highlights” mit Madalina Rotter

Tuchinstallation „…geteilt…“ wird in Walsum präsentiert
Duisburg, 27. Juli 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  
 
Die Künstlerin Mila Langbehn schuf die Tuchinstallation „... geteilt ...“, die heute am Bezirksrathaus Walsum an der Friedrich-Ebert-Straße 152 vorgestellt wurde und für die nächsten acht Wochen dort zu sehen sein wird. Die schmalen hohen, leuchtend orangefarbenen Tücher vermitteln auf den ersten Blick den herkömmlichen Sinn von Teilen: Sie schieben sich zwischen die seit Jahrzehnten beieinander stehenden Bäume, halten sie auf Distanz.
Diesen Eindruck gewinnt man vor allem bei einem Blick in Längsrichtung der Baumreihen, bei dem die Tücher dicht hintereinander hängen. Auf den zweiten Blick – beim Hineintreten in die Baumreihen – erscheinen die Tücher schmal und es überwiegt ein ganz anderer Eindruck. Beim Verlassen und dem Blick zurück scheinen die orangefarbenen Tücher wieder zusammenzurücken und die Baumreihen zu trennen.  

„Das grüne Laub der Baumkronen ist nun viel präsenter. Trotz der trennenden Tücher wirken die Bäume intensiv miteinander verbunden, auch wenn ihre Äste sich nicht berühren“, sagt die Künstlerin Mila Langbehn. Die Natur steht für die Garten- und Landschaftsarchitektin immer im Vordergrund. Die Farbe Orange hat sie gewählt, um einen Moment der Achtsamkeit zu erzielen.  
„Ich finde es sehr schön, Kunst im öffentlichen Raum in Walsum in Zeiten von Corona zu zeigen. Passanten können im gebührenden Abstand stehen bleiben, sich einen Moment der Ruhe gönnen, inne halten und staunen“, so Bezirksbürgermeister Georg Salomon. Und Projektleiterin Ute Schramke merkt an: „Die Tuchinstallation ‚...geteilt...‘ zeigt beides: Das Trennende wie das Verbindende zur selben Zeit, und so wird eine Straßenmeile in Duisburg-Walsum zu einem begehbaren Atelier“.  

Der Aufbau der Installation erfolgte mithilfe eines Baumkletterers. So wurden alle Maßnahmen an den Bäumen ausschließlich durch einen Fachmann ausgeführt, damit keine Schäden entstehen. Und auch an eine weitere Nutzung der Tücher ist gedacht. „Nach Ende der Ausstellung in Walsum sollen die orangen Tücher Wiederwendung finden. Angedacht ist, sie an Kitas zu verschenken, die die Tücher beispielsweise als Schattentuch, Raumteiler oder Zelt nutzen können“, sagt Bezirksmanagerin Sabine Jatz.    

V.l.n.r.: Bezirksmanagerin Sabine Jatz, Projektleiterin Ute Schramke, Künstlerin Mila Langbehn, Bezirksbürgermeister Georg Salomon. Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg



Stadtmuseum: Ausstellungsführung mit Roland Wolf durch das Leben im mittelalterlichen Dispargum  
Gästeführer Roland Wolf lädt Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) zu einem Spaziergang durch das fränkische Dispargum ein. Erkundet werden alle Bereiche, die das Leben in der mittelalterlichen Stadt prägten.  
Die Ausstellung „Dispargum - Königssitz, Kaiserpfalz, Hansestadt“ lädt ein, mit allen Sinnen in das fränkische Duisburg einzutauchen. Für die Ausstellung wurden mehrere mittelalterliche Schauplätze räumlich nachgebaut. So lassen sich typische Keramikgefäße, filigrane Metallobjekte und kostbarer Schmuck in der Atmosphäre eines fränkischen Marktplatzes betrachten, auf dem diese Gegenstände einst gehandelt wurden.
In der Aula regia, dem wichtigsten Raum eines Königshofes, können Besucherinnen und Besucher mit Blick auf das Porträt Ottos III. fränkischen Originaltexten lauschen und so einen Eindruck von der Sprache der Zeit gewinnen. Highlight der nachempfundenen Krypta ist eine Ledersohle, die die Praxis der Berührungsreliquien, in diesem Fall der „Sohle Christi“, vermittelt.  
Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Um eine telefonische Anmeldung unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Das gesamte Führungsprogramm für August ist auf der Webseite des Museums zu finden: www.stadtmuseum-duisburg.de.  


Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Highlights” mit Madalina Rotter
Für Besucher*innen, die das Lehmbruck Museum und seine hochkarätige Sammlung einmal im Überblick kennenlernen möchten, ist die öffentliche Führung am Sonntag, den 2. August 2020, 11.30 Uhr, eine ideale Gelegenheit: Kunstvermittlerin Madalina Rotter wird sich den „Highlights” der Sammlung widmen.  
Das Lehmbruck Museum verfügt über einen der bedeutendsten Bestände moderner Skulptur überhaupt. In den Ausstellungsräumen des Hauses begegnen den Besucher*innen Werke herausragender internationaler Künstlerpersönlichkeiten wie Alberto Giacometti, Rebecca Horn, Tony Cragg, Jean Tinguely und Käthe Kollwitz.
Einen ganz besonderen Platz nimmt das Werk Wilhelm Lehmbrucks (1881–1919) ein: Im architektonisch eindrucksvollen Lehmbruck-Flügel wird eine Vielzahl bedeutender Werke des berühmten Duisburger Bildhauers präsentiert. In einem gemeinsamen Rundgang stellt Kunstvermittlerin Madalina Rotter den Teilnehmer*innen Hauptwerke der Sammlung quer durch das gesamte Museum vor.  

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Blick in die Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Dejan Saric



„Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“

Ausstellung von Baukultur Nordrhein-Westfalen zeigt Architektinnen hinter den Bauwerken


Eröffnung der Ausstellung Frau Architekt

Architektinnen: Prof. Judith Reitz, Bernadette Heiermann; Foto: Wieland Gleich


Bereits seit mehr als 100 Jahren sind Frauen in Deutschland im Architektenberuf erfolgreich tätig. Und trotzdem sind bis heute die Architektinnen hinter ihren Werken oft unsichtbar. Da setzt das Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen mit der Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ an: Sie präsentiert berufliche Werdegänge sowie vorbildliche Bauten von Architektinnen, zeigt damit Vorbilder, ermöglicht Identifikation und macht Mut, den Beruf zu ergreifen. Die Ausstellung möchte den Frauen hinter ihren Werken ein Gesicht verleihen. 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Gezeigt wird „Frau Architekt“ von 12. August bis 2. Oktober 2020 im Haus der Architekten in Düsseldorf.


Charakteristische Werdegänge historischer Architektinnen

Die Ausstellung in Düsseldorf besteht aus zwei Bereichen. Bereits 2017 konzipierte das DAM in Frankfurt die Ausstellung „Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren Frauen in der Architektur“. Aus dieser umfangreichen Ausstellung präsentiert das Museum der Baukultur neun historische Architektinnen, deren Werdegänge und Tätigkeitsfelder charakteristisch sind für die Zeit vom späten Kaiserreich bis in die 1970er Jahre. Aus der Frankfurter Ausstellung wurden vor allem Frauen ausgewählt, die eng mit der Architekturszene in NRW verbunden waren. 


Therese Mogger (1875-1956) war nicht nur als Architektin tätig, sondern auch als Bauherrin, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Trotz neuer Forschung steht Lilly Reich (1885-1947) immer noch im Schatten von Mies van der Rohe. Dabei schuf sie gelungene Markenauftritte für die Vereinigten Seidenwebereien in Krefeld, und ihre Möbelentwürfe sind heute Design-Klassiker. Merete Mattern (1941-2007) beteiligte sich 1966/ 1967 am internationalen städtebaulichen Wettbewerb für Ratingen-West.
Ihren Beitrag feierte die Zeitschrift Bauwelt als den einzigen visionären Entwurf unter den 132 Einreichungen. Maria Schwarz (1921-2018) gilt bis heute vor allem als „Gralshüterin“ des Werkes ihres Mannes Rudolf Schwarz. Dabei führte sie das Büro ab 1961 als selbständige Architektin mit einer Vielzahl von eigenen Aufträgen. Ellen Birkelbach (1924-2011) unterhielt über 50 Jahre ein eigenes Büro für Innenarchitektur und schuf nicht nur ikonische Ausstattungen für das Café Heinemann sowie die Kundenhallen und Chefetagen der Deutschen Bank und Dresdner Bank auf der Königsallee in Düsseldorf. Sie prägte darüber hinaus eine ganze Generation von heute tätigen Innenarchitektinnen.


Aktuelle Positionen von Architektinnen aus NRW

Ein zweiter, vom Museum der Baukultur neu kuratierter und gestalteter Ausstellungsteil beschäftigt sich mit der aktuellen Situation von Architektinnen aus NRW. 20 Projekte veranschaulichen die Arbeit und die architektonischen Haltungen von 20 Architektinnen. Mittlerweile sind Frauen, anders als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in allen Bereichen und Typologien der Architektur tätig: Die Projekte umfassen Hochhäuser, prestigeträchtige Kulturbauten, exklusive Wohnhäuser als Gesamtkunstwerke, Store-Konzepte für große Marken, städtebauliche Konzepte, Bundesgartenschauen und nachhaltige Gestaltung von Freiräumen mit multifunktionalen Aufgaben.

Ein Schwerpunkt liegt immer noch im Wohnungsbau. Sicherlich ist dies auch dem aktuellen gesellschaftlichen Bedarf geschuldet, aber der Fokus hat sich verändert: Es geht um neue Wohnungstypologien und Konzepte, die gemeinsam mit den Nutzern entwickelt werden. In der Forschung stehen Fragen der Nachhaltigkeit im Umgang mit Materialien im Fokus, aber auch bauliche Techniken in Ländern außerhalb Europas. Bei all diesen Erfolgen und Maßstäbe setzenden Projekten ist es schwer verständlich, warum viele Architektinnen so unsichtbar bleiben. Heute erreichen mehr Architektinnen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Baudezernentinnen und als Hochschullehrerinnen. An dem ungleichen Geschlechterverhältnis ändern solche Karrieren jedoch bislang noch wenig: Nur 31 Prozent des aktiven Berufsstandes sind zurzeit Frauen.


FRAU ARCHITEKT

Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf

Ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Architekturmuseum und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.


Laufzeit: 12. August – 2. Oktober 2020

Ausstellungsort: Haus der Architekten, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf

Öffnungszeiten: Mo – Do: 10 – 17 Uhr; Fr: 10 – 13 Uhr, Eintritt frei
Kuratoren: Mary Pepchinski, Christina Budde, Wolfgang Voigt: DAM-Ausstellung; 

Ursula Kleefisch-Jobst: aktuelle Positionen aus NRW
Der Ausstellungsteil zu den Architektinnen in Nordrhein-Westfalen wird fachlich begleitet durch Vertreterinnen der Architektenkammer NRW, des BDA NRW, des BDB NRW und der architektinnen initiative nrw.

Ausstellungsgestaltung und -grafik: Mario Lorenz, Lars Staack, Wiesbaden/ Berlin, deserve.de

Zur DAM-Ausstellung erschien ein Katalog im Wasmuth Verlag.

Führungen: 15. & 23. September, jeweils 17.30 Uhr 

Diskussionsveranstaltungen

Di., 15.9., 19 Uhr - Frauen im Architekturberuf: innovativ, mutig – und doch nicht sichtbar

Mit Robert Franken, Blogger und Feminist; Karin Hartmann, freie Journalistin;

Riklef Rambow, Psychologe und Hochschullehrer für Architekturvermittlung;

Claudia Roggenkämper, Architektin und Partnerin bei HPP Architekten


Mi., 23.9., 19 Uhr - Von der erfolgreichen Studentin zur unsichtbaren Architektin!

Ein offenes Gespräch über Realitäten und Vorstellungen in Ausbildung und Beruf – mit Student*innen und Dozent*innen, Architekt*innen, Stadtplaner*innen sowie interessierten Gästen.

Moderation: Peter Köddermann, Baukultur Nordrhein-Westfalen


Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann an den jeweiligen Veranstaltungen und Führungen

nur eine begrenzte Personenzahl teilnehmen. Wir bitten um verbindliche

Anmeldung mit Namen, Adresse und Telefonnummer unter: info@baukultur.nrw

Die Veranstaltungen werden im Livestream übertragen. Weitere Infos dazu finden

Sie rechtzeitig auf www.baukultur.nrw

Der Besuch der Ausstellung ist nur nach Anmeldung vor Ort möglich.

 


Über Baukultur Nordrhein-Westfalen

Baukultur Nordrhein-Westfalen ist als Institution im Land die Adresse für Baukultur. Wir initiieren, organisieren, vernetzen und kommunizieren aktuelle baukulturelle Themen. Dazu kooperiert Baukultur Nordrhein-Westfalen mit vielen Partnern und unterstützt beispielhafte Projekte Dritter. Mit dem eigenen Museum der Baukultur präsentiert und inszeniert Baukultur Nordrhein-Westfalen wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen – in NRW und über die Landesgrenzen hinaus.
Diese Form eines mobilen Museums der Baukultur ist weltweit einzigartig. Baukultur Nordrhein-Westfalen führt die Arbeit der Vereine StadtBauKultur NRW und Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) zusammen, die seit 2001 Themen der Baukultur verantwortet und umgesetzt haben. Gefördert wird Baukultur Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.  


 

Street-Art im Bezirk Duisburg-Meiderich: „Baut Brücken, keine Mauern!“

Duisburg, 20. Juli 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um Kunst in den Bezirken wieder lebendig zu machen, wurde zu einem Kunst-Wettbewerb aufgerufen. Aus den zahlreichen Einsendungen sind von einer Jury sieben Kunstprojekte ausgesucht worden. Diese werden jeweils innerhalb der nächsten sieben Wochen an den Bezirksämtern im öffentlichen Raum nacheinander präsentiert. Die jeweiligen Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  

Die Duisburger Künstlerin Marion Ruthardt und ihr Malpartner Gregor Wosik haben jetzt in Meiderich ein großes 3D-Street-Art-Motiv mit dem Titel „Baut Brücken, keine Mauern!“ gestaltet. Das Street-Art-Motiv wird die nächsten acht Wochen vor dem Bezirksamt Meiderich an der Von-der-Mark-Straße 36 zu sehen und zu fotografieren sein.  

Die Straßenmaler sind mit ihren 3D-Kunstwerken international gefragt. Das Motiv mit den beiden Händen soll verdeutlichen, dass man besonders in schwierigen Zeiten – und auch unter Beachtung der Distanz – am weitesten kommt, indem man zusammen hält. „Wir haben beiden Händen eine unterschiedliche Hautfarbe gegeben, auch als ein Zeichen gegen Rassismus. Obwohl wir selber den Eindruck haben, dass Duisburg schon lange  multi-kulturell ist, dass das Zusammenleben mit anderen Kulturen selbstverständlich ist“, merkt Künstlerin Ruthardt an. Auf herkömmlichen Straßenpflaster ist mit dem dreidimensionalen Kunstwerk eine perfekte Illusion entstanden.  

„Ich freue mich sehr, dass mit dem Straßenbild im Bezirk Meiderich der Kunstszene ein Raum gegeben wurde, der eine phantasievolle Nutzung erfährt. Straßenmalerei ist eine außergewöhnliche Kunstform, die ein staunendes Publikum hinterlässt“, so Daniela Stürmann, Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Meiderich.  
„Es reicht nicht, in einer Krisenzeit Kunstwerke einfach nur virtuell zu erleben. Nichts kann die echte Begegnung mit dem Kunstwerk ersetzen. Deshalb haben wir als Stadt bewusst den öffentlichen Raum als „Galerie“ gewählt. So können bei der Besichtigung die vorgegebenen Abstandsregeln eingehalten werden“, so  Projektleiterin Ute Schramke. Die Passanten haben die Möglichkeit, selbst Teil des Bildes zu werden. Dabei können ganz besondere Erinnerungsfotos entstehen.
„Vorbeischauen lohnt sich also für alle Neugierigen, die sich fragen, wie eine optische Täuschung funktioniert“, lädt Karin Tanzer, stellvertretende Bezirksmanagerin, die Bürgerinnen und Bürger ein.      

V.l.: Karin Tanzer, stellv. Bezirksmanagerin, Künstler Gregor Wosik, Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann, Künstlerin Marion Ruthardt und Ute Schramke vom Veranstaltungsmanagement der Bezirke.  

Das Lehmbruck Museum am Wochenende

"Mitreden" im Lehmbruck Museum
Duisburg, 20. Juli 2020 - Ob Paella, Coq au Vin oder Köfte: Jedes Land hat eigene Nationalgerichte und Speisen, für die es weltweit bekannt ist. Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sich die Teilnehmer*innen am Samstag, den 25. Juli, 15 Uhr, auf eine genüssliche Gedankenreise begeben und sich über landestypische Gerichte aus aller Welt austauschen.
Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.      

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Öffentliche Führung zur Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”
Am Sonntag, den 26. Juli, lädt Sabine Bazan um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Die Kunstvermittlerin widmet sich der umfassenden Retrospektive, mit der das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit würdigt.

Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln. Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dr. Thomas Köster



Orchester des Wandels

Am 5. Juni 2020 zum „Tag der Umwelt“, gründeten die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit anderen Orchestermusiker*innen deutschlandweit den gemeinnützigen Verein Orchester des Wandels Deutschland e.V. Dieser gemeinnützige Verein ist ein Zusammenschluss von Berufsorchestern und freischaffenden Musiker*innen mit dem Ziel, sich aktiv für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen.
Von Anfang an dabei sind die Staatskapelle Berlin, die Bremer Philharmoniker, das Museums- und Opernorchester Frankfurt/M, das Staatsorchester Braunschweig und einzelne Mitglieder aus neun weiteren Berufsorchestern. Viele andere Orchester sind bereits interessiert. Mit besonderen Konzerten und Aktionen unterstützt der Verein clevere, nachhaltig wirksame Umweltprojekte, die von professionellen Partnern vor Ort in die Tat umgesetzt werden.

Das gemeinsame Hauptprojekt der Initiative dient der Aufforstung von Regenwald auf Madagaskar. Dieser beheimatet eine einzigartige Vielfalt an bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem wachsen dort viele Holzarten, die für den Instrumentenbau gebraucht werden und durch Raubbau und Brandrodung in ihrem Bestand gefährdet sind. Dort sollen bis zu 400 ha ursprünglichen Regenwaldes wieder aufgeforstet werden. Durch das Programm werden neben Klima- und Artenschutz auch der nachhaltige Instrumentenbau und vor allem die Menschen vor Ort gefördert.

Alle Mitgliedsorchester verpflichten sich, jährlich Spendenaktionen und Klimakonzerte zu Gunsten des Projekts durchzuführen. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker natürlich auch in der Stadt: Im Herbst 2020 wird gemeinsam mit den Initiativen „Kants Garten“ und „Duisburg summt“ eine Bienenweide aus Krokussen auf einer schwebenden Rasenfläche auf dem König-Heinrich-Platz gepflanzt. Außerdem ist eine Kooperation mit dem Verein Naturwerkstatt e.V. im Rahmen des Programms „Obstbäume zwischen Orient und Okzident“ geplant, das 2013 von der UNESCO ausgezeichnet wurde.

Am 26. September 2020 stellen die Duisburger Musiker*innen ihre Initiative im Rahmen des Konzerts Klimawerkstatt#1 erstmals vor. Das Format verbindet Musik, Kunst, Begegnung und die Auseinandersetzung mit der Klimaproblematik – „für ein blühendes Duisburg“. Es spielen Ensembles der Duisburger Philharmoniker, begleitet von einer Fotoausstellung der Duisburger Künstlerin Angela Schmitz, die bis zum Jahresende im Opernfoyer zu sehen sein wird.

Am 9. Mai 2021 werden im Rahmen des Konzertes „Rock the Opera“ mit Peter Bursch und der Allstar-Band Spenden für das Madagaskar-Projekt gesammelt. Für die kommenden Spielzeiten planen die Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit ihrem Intendanten Prof. Dr. Alfred Wendel und ihrem Generalmusikdirektor Axel Kober regelmäßige Klimakonzerte. Damit wollen sie sowohl Gelder für die globalen wie lokalen Projekte einspielen, als auch das Thema Klimaschutz für alle Sinne erlebbar machen.  

 Das Lehmbruck Museum am Wochenende

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden”
Duisburg, 14. Juli 2020 - Tschüss Langeweile! Ob Fotografieren, Schwimmen oder Gärtnern: Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums dreht sich am Samstag, den 18. Juli, 15 Uhr, alles um das Thema „Hobbys”. Die Teilnehmer*innen können sich in ungezwungener Atmosphäre über ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen austauschen und dabei ergründen, ob es in der Freizeitgestaltung kulturelle Unterschiede gibt. Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.      

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Fischer


Öffentliche Führung mit Ipek Genctürk
Am Sonntag, den 19. Juli, lädt Ipek Genctürk um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch das Lehmbruck Museum ein, bei der die Highlights der aktuellen Ausstellungen im Mittelpunkt stehen. Die ikonischen „Biester” des berühmten britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003), die die Ausstellungsräume des Museums in eine ganz eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln, stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie die expressionistischen Werke der „Brücke”-Künstler, die zu inspirierenden Gedankenreisen anregen.   Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   

Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

Spielzeit 2020/2021: Das kulturelle Leben in der Glückauf-Halle geht weiter  

Duisburg, 14. Juli 2020 - Das Theater hatte in den letzten Wochen einen ganz besonders schweren Stand. Umso erfreulicher ist es nun, dass es im Herbst mit der Theaterreihe bühne aktuell in der Glückauf-Halle in Homberg weitergehen wird. Das neue Programm für die Spielzeit 2020/2021 steht nun fest: Gleich zu Beginn der Spielzeit am 29. September 2020 geht es bei der Karaoke-Komödie „Zickenzirkus“ richtig lustig zur Sache.
In einem Zirkuswagen auf dem Schrottplatz wohnt Lebenskünstlerin Fe, der eines Tages drei vollkommen unterschiedliche Damen vor die Tür stolpern: Buchhalterin Elke, Musicaldarstellerin Panagiota und Karaoke-Fan Jennifer. Nach dem ersten Kennenlernen sind sich die Damen schnell einig: die Idealvorstellung vom Traummann gehört genau hierher – auf den Schrott. Was aber wäre, wenn sich Defizite des eigenen Mannes mit den Vorzügen eines anderen kompensieren ließen? Und so beginnt für das Damenquartett ein Strudel von Ereignissen, dem es so schnell nicht wieder entkommt…  

Mit der Satire „SCHTONK!“ kommt am 26. November 2020 nach dem gleichnamigen Fernsehfilm von Hemut Dietl ganz großes Kino in die Glückauf-Halle. Wer kennt sie nicht, die Geschichte um die gefälschten Hitler-Tagebücher. Der große Presseskandal Anfang der 80er Jahre fand seinen Weg auf die Leinwand und kommt nun erstmals auch auf die Bühne. In Zeiten von Fake News und Rechtspopulismus könnte „SCHTONK!“ nicht aktueller sein.  

Passend zur Weihnachtszeit sorgt das Ballettensemble Fantasio am 23. Dezember 2020 mit dem bezaubernden Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen für große Gefühle. In überwältigenden Bildern und wunderschönen Kostümen verleihen die jungen Fantasio-Tänzer/-innen dieser zeitlosen Geschichte über die Kraft der Liebe und die Macht des Dämonischen eine neue Lebendigkeit und Faszination. Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus für kleine und große Menschen!

Am 13. Januar 2021 wird es dann richtig turbulent, wenn Timothy Peach als Jazzliebhaber neben Saskia Valencia in der Komödie „Eine Stunde Ruhe“ alles darum gibt, eine heißbegehrte Schallplatte in Ruhe anzuhören. Doch Frau, Geliebte, Sohn, Nachbar und Handwerker scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben. Das Ergebnis ist eine irrwitzige Komödie mit bittersüßen, melancholischen Nuancen.  

Spannend geht es am 10. März 2021 mit Gerit Kling in dem Psycho-Thriller „Falsche Schlange“ von Alan Ayckbourn weiter. Annabel kehrt sofort in ihre britische Heimat zurück, als sie erfährt, dass ihr Vater plötzlich verstorben ist. Überraschenderweise wurde sie als Erbin eingesetzt und nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die den Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat. Doch bei ihrer Ankunft behauptet Krankenschwester Alice, Miriam habe ihren Vater ermordet! Nun gilt es die titelgebende „Falsche Schlange“ zu entlarven – und da legt der Autor so viele falsche Fährten, dass selbst der krimigeübteste Zuschauer überrascht wird...  

Für einen schwungvollen Abschluss sorgt am 11. April 2021 das Erfolgsteam von „Heiße Zeiten“ und „Höchste Zeit“, das mit „Himmlische Zeiten“ den dritten Teil der Saga präsentiert. In der Privatabteilung eines Krankenhauses treffen sich die um eine kosmetische Generalüberholung bemühte Karrierefrau, die um ihre Altersrente bangende Hausfrau, die unter Gedächtnisstörungen leidende Vornehme und die zum zweiten Mal schwangere Junge. Witzig auf Deutsch umgetextete Hits wie zum Beispiel „Uptown Girl“, „Like A Virgin“ oder „That’s What Friends Are For“ lassen die vier Damen zur Höchstform auflaufen.  
Abonnements können bei der Bezirksverwaltung Homberg / Ruhrort / Baerl am Bismarckplatz 1 in Homberg oder telefonisch unter (0203) 283-8832 erworben werden.  


Führung im Stadtmuseum: Ein Duisburger Blick auf die Briten  

Duisburg, 13. Juli 2020 - Harald Küst schaut bei einer Führung durch die Stadtgeschichte-Ausstellung am kommenden Sonntag, 19. Juli, um 16.15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) auf die Verbindungen zwischen Duisburg und Großbritannien. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es neben der Führung um 15 Uhr, nun einen weiteren Rundgang.  
Vor 70 Jahren begann die Partnerschaft zwischen Duisburg und Portsmouth. Impulsgeber der Städtefreundschaft war der britische Stadtkommandant Colin Hutchinson.
Ein Besuch des Lordmayors Sir Daley vertiefte die Städtefreundschaft. Doch die Geschichte der deutsch-britischen Beziehungen ist deutlich älter und reicht über viele Jahrhunderte. Man denke nur an Gerhard Mercator und seinen kongenialen Studienfreund John Dee, an die englische Königin Maria I. (Bloody Mary) oder die Religionsflüchtlinge, die in Duisburg Zuflucht fanden. Harald Küst wird bei seiner Führung über vergessene Personen und Ereignisse berichten, die die Geschichte zwischen Deutschen und Briten geprägt haben.  

Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Um eine Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt.  
Das gesamte Führungsprogramm für Juli und August ist auf der Webseite des Museums unter www.stadtmuseum-duisburg.de zu finden. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.       

Besuch des Lord Mayor Sir Daley aus Portsmouth in Duisburg am 12. April 1951, Stadtarchiv Duisburg   


 Musikalische Walz: Das "ensemble unterwegs" in Duisburg

Duisburg, 10. Juli 2020 - Auch in diesem Jahr setzt das Streichtrio mit Sopranistin seine 11-jährige Tradition um, verlässt die klassische Konzertbühne und begibt sich auf die musikalische Walz. 

Was ist die musikalische Walz?

- Das mehrtägige Erwandern einer landschaftlichen und kulturellen Region mit Instrumenten ohne Geld und Telefon.
- Musik im Tausch gegen Verpflegung und Unterkunft.
-
Musik als Türöffner zu regionalen Kulturen und ihren Geschichten.
- Zufällige Begegnungen die im Geben und Nehmen von leiblicher und geistiger Nahrung zu unerwarteten künstlerischen Erlebnissen und Emotionen führen.

Vergangene Reisen führten das ensemble unterwegs unter anderem nach Friesland/Pellworm, Südengland, ins Münsterland und nach Bayern.

Im Jahr 2020 wird die Walz aufgrund der derzeitigen Bestimmungen auf ihr Essentielles reduziert.

Punktuelle Auftritte an Orten der Diversität, deren Ziel die Begegnung mit Musik ist. Neben der Aktion in Duisburg-Ruhrort werden sie in Düsseldorf-Garath, Köln-Mülheim, am Hengsteysee und an der Sieg unterwegs sein. 

An dem folgenden Termin ist das ensemble unterwegs in Duisburg-Ruhrort anzutreffen. 

Termin: Donnerstag, 16.07.2020 

            Wann:             ab 11Uhr

            Wo:                 Kreativquartier Ruhrort 

            Wann             15:30 Uhr 

            Wo:                 Malteser-Seniorenstift St. Nikolaus, Dr.-Hammacher-Str. 41 

            Wann:             16.07.20, 17:30 Uhr 

            Wo:                 Galerie ruhrKUNSTort, Fabrikstr 23 

ENSEMBLE UNTERWEGS 

            Sopran           Barbara Schachtner

            Violine           Annette Walther

            Viola             Friederike Imhorst

            Violoncello     Anna Betzl-Reitmeier

 

Gegründet 2009, Auftritte u.a. bei Saarbrücker Sommermusik, Folkwang Fest der Künste, Oxford Chamber Music Festival, deutschlandweite Konzertreihen, gefördert durch den Kulturfonds der Stadt Essen. 

REPERTOIRE

Berg, Brahms, Britten, Dowland, Mahler, Mozart, Schubert u.a., bekannte und weniger bekannte Volkslieder,  Auftragskompositionen für das ensemble unterwegs.


Fotos © Klaus Betzl

ensemble unterwegs – projekte
Zu Fuß über Land mit Musik im Gepäck Ohne Geld und weitere Absicherungen begeben wir uns für mehrere Tage mit Instrumenten auf eine musikalische Walz. Die Begegnungen mit Mensch und Natur liefern den Stoff für unsere einzigartigen Geschichten der moderierten Konzerte. Moderierter Liederabend Konzertabend, in denen unterhaltsame Anekdoten unserer Wandertouren die Musik ergänzen. ZwischenOrte Konzert im öffentlichen Raum, an Orten, die wieder ins Bewusstsein geholt werden sollen und dadurch Orte der Begegnung werden.

Musik und Begegnung – Unterwegs im Seniorenheim und Hospiz Wir bespielen ganztägig die Gemeinschafts- und Wohnräume der aktiven und bettlägerigen Bewohner. Dabei lassen wir uns von den Menschen vor Ort „entdecken“ und kommen über Volkslieder, gemeinsames Singen und aufsteigende Erinnerungen mit den Bewohnern ins Gespräch. Kinder- und Familienkonzerte In Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Konzertpädagogen entwickeln wir Konzepte, die die Ohren und die Phantasie der großen und kleinen Zuhörer anregen.


Das lehmbruck Museum am Wochenende

 „Mitreden” im Lehmbruck Museum  
Duisburg, 08. Juli 2020 -  Am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, lautet das Thema im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums „Sommerlaune auf dem Balkon”. Interessierte Besucher*innen können sich über Tipps und Vorlieben für die Freizeitgestaltung austauschen. Wer die aktuelle Wechselausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” unter fachkundiger Leitung erkunden möchte, ist herzlich zur öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli, 11.30 Uhr, eingeladen.     
Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums wird es sommerlich: Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft können sich am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, über das Thema „Sommerlaune auf dem Balkon” austauschen. Wie macht man es sich auf dem heimischen Balkon so richtig gemütlich und welche Aktivitäten sorgen bei sommerlichen Temperaturen für gute Laune und Erfrischung? Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Die fantastischen Schöpfungen des britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003)
stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli. Ab 11.30 Uhr lädt die Kunstvermittlerin Hiltrud Lewe zu einem Rundgang durch die retrospektiv angelegte Ausstellung ein, die mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken die Entwicklung des Werkes Lynn Chadwicks von den frühen Mobiles und Stabiles über seine regelrecht ikonischen Biester bis hin zu seinem Spätwerk nachzeichnet. Als Autodidakt entwickelte Chadwick eine ganz eigene Formensprache, die sich aus der Reflexion von Architektur und Natur speist. Entstanden sind hybride Kreaturen, die sich aus menschlichen, tierischen und architektonischen Elementen zusammensetzen.     

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

 Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

  

Familienführung im Stadtmuseum  

 Duisburg, 07. Juli 2020 - Die Stadtgeschichte-Ausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums zeigt die Entwicklung Duisburgs zu einer bedeutenden mittelalterlichen Handelsstadt auf. Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ erzählt am kommenden Sonntag, 12. Juli, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) in einer Familienführung, wie sich die Historiker und Archäologen aufgrund ihrer Erkenntnisse und Ausgrabungsfunde das Leben in unserer Stadt vorstellen. Der frühere Museumsmitarbeiter war viele Jahre lang bei den Ausgrabungen in Duisburg tätig, so manches Fundstück hat er selbst aus dem Boden geholt.  Über viele Geschichten werden Lebensbereiche wie Ernährung, Handwerk, Handel und Religion wieder anschaulich. Der Rundgang ist auch für Kinder gut verständlich.  

Seit Kurzem können wieder Führungen im Stadtmuseum stattfinden. Ein Führungsprogramm für Juli und August ist online unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten.  

Um eine vorherige Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.  
Stadtmodell Duisburg im Frühmittelelter, KSM