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Lehmbruck Museum: Ausstellungen 2020   
Deutsche Oper am Rhein sagt Programm bis Ende der Saison ab

Kulturprojekt „Kunstrasen im Landschaftspark"
HOFkultur 2020 in Ruhrort geht Corona-bedingt online
Oper und Ballett am Rhein präsentieren das Programm der ersten vier Monate

 Musikalische Walz: Das "ensemble unterwegs" in Duisburg

Duisburg, 10. Juli 2020 - Auch in diesem Jahr setzt das Streichtrio mit Sopranistin seine 11-jährige Tradition um, verlässt die klassische Konzertbühne und begibt sich auf die musikalische Walz. 

Was ist die musikalische Walz?

- Das mehrtägige Erwandern einer landschaftlichen und kulturellen Region mit Instrumenten ohne Geld und Telefon.
- Musik im Tausch gegen Verpflegung und Unterkunft.
-
Musik als Türöffner zu regionalen Kulturen und ihren Geschichten.
- Zufällige Begegnungen die im Geben und Nehmen von leiblicher und geistiger Nahrung zu unerwarteten künstlerischen Erlebnissen und Emotionen führen.

Vergangene Reisen führten das ensemble unterwegs unter anderem nach Friesland/Pellworm, Südengland, ins Münsterland und nach Bayern.

Im Jahr 2020 wird die Walz aufgrund der derzeitigen Bestimmungen auf ihr Essentielles reduziert.

Punktuelle Auftritte an Orten der Diversität, deren Ziel die Begegnung mit Musik ist. Neben der Aktion in Duisburg-Ruhrort werden sie in Düsseldorf-Garath, Köln-Mülheim, am Hengsteysee und an der Sieg unterwegs sein. 

An dem folgenden Termin ist das ensemble unterwegs in Duisburg-Ruhrort anzutreffen. 

Termin: Donnerstag, 16.07.2020 

            Wann:             ab 11Uhr

            Wo:                 Kreativquartier Ruhrort 

            Wann             15:30 Uhr 

            Wo:                 Malteser-Seniorenstift St. Nikolaus, Dr.-Hammacher-Str. 41 

            Wann:             16.07.20, 17:30 Uhr 

            Wo:                 Galerie ruhrKUNSTort, Fabrikstr 23 

ENSEMBLE UNTERWEGS 

            Sopran           Barbara Schachtner

            Violine           Annette Walther

            Viola             Friederike Imhorst

            Violoncello     Anna Betzl-Reitmeier

 

Gegründet 2009, Auftritte u.a. bei Saarbrücker Sommermusik, Folkwang Fest der Künste, Oxford Chamber Music Festival, deutschlandweite Konzertreihen, gefördert durch den Kulturfonds der Stadt Essen. 

REPERTOIRE

Berg, Brahms, Britten, Dowland, Mahler, Mozart, Schubert u.a., bekannte und weniger bekannte Volkslieder,  Auftragskompositionen für das ensemble unterwegs.


Fotos © Klaus Betzl

ensemble unterwegs – projekte
Zu Fuß über Land mit Musik im Gepäck Ohne Geld und weitere Absicherungen begeben wir uns für mehrere Tage mit Instrumenten auf eine musikalische Walz. Die Begegnungen mit Mensch und Natur liefern den Stoff für unsere einzigartigen Geschichten der moderierten Konzerte. Moderierter Liederabend Konzertabend, in denen unterhaltsame Anekdoten unserer Wandertouren die Musik ergänzen. ZwischenOrte Konzert im öffentlichen Raum, an Orten, die wieder ins Bewusstsein geholt werden sollen und dadurch Orte der Begegnung werden.

Musik und Begegnung – Unterwegs im Seniorenheim und Hospiz Wir bespielen ganztägig die Gemeinschafts- und Wohnräume der aktiven und bettlägerigen Bewohner. Dabei lassen wir uns von den Menschen vor Ort „entdecken“ und kommen über Volkslieder, gemeinsames Singen und aufsteigende Erinnerungen mit den Bewohnern ins Gespräch. Kinder- und Familienkonzerte In Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Konzertpädagogen entwickeln wir Konzepte, die die Ohren und die Phantasie der großen und kleinen Zuhörer anregen.


Das lehmbruck Museum am Wochenende

 „Mitreden” im Lehmbruck Museum  
Duisburg, 08. Juli 2020 -  Am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, lautet das Thema im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums „Sommerlaune auf dem Balkon”. Interessierte Besucher*innen können sich über Tipps und Vorlieben für die Freizeitgestaltung austauschen. Wer die aktuelle Wechselausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” unter fachkundiger Leitung erkunden möchte, ist herzlich zur öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli, 11.30 Uhr, eingeladen.     
Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums wird es sommerlich: Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft können sich am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, über das Thema „Sommerlaune auf dem Balkon” austauschen. Wie macht man es sich auf dem heimischen Balkon so richtig gemütlich und welche Aktivitäten sorgen bei sommerlichen Temperaturen für gute Laune und Erfrischung? Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Die fantastischen Schöpfungen des britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003)
stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli. Ab 11.30 Uhr lädt die Kunstvermittlerin Hiltrud Lewe zu einem Rundgang durch die retrospektiv angelegte Ausstellung ein, die mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken die Entwicklung des Werkes Lynn Chadwicks von den frühen Mobiles und Stabiles über seine regelrecht ikonischen Biester bis hin zu seinem Spätwerk nachzeichnet. Als Autodidakt entwickelte Chadwick eine ganz eigene Formensprache, die sich aus der Reflexion von Architektur und Natur speist. Entstanden sind hybride Kreaturen, die sich aus menschlichen, tierischen und architektonischen Elementen zusammensetzen.     

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

 Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

  

Familienführung im Stadtmuseum  

 Duisburg, 07. Juli 2020 - Die Stadtgeschichte-Ausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums zeigt die Entwicklung Duisburgs zu einer bedeutenden mittelalterlichen Handelsstadt auf. Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ erzählt am kommenden Sonntag, 12. Juli, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) in einer Familienführung, wie sich die Historiker und Archäologen aufgrund ihrer Erkenntnisse und Ausgrabungsfunde das Leben in unserer Stadt vorstellen. Der frühere Museumsmitarbeiter war viele Jahre lang bei den Ausgrabungen in Duisburg tätig, so manches Fundstück hat er selbst aus dem Boden geholt.  Über viele Geschichten werden Lebensbereiche wie Ernährung, Handwerk, Handel und Religion wieder anschaulich. Der Rundgang ist auch für Kinder gut verständlich.  

Seit Kurzem können wieder Führungen im Stadtmuseum stattfinden. Ein Führungsprogramm für Juli und August ist online unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten.  

Um eine vorherige Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.  
Stadtmodell Duisburg im Frühmittelelter, KSM   

  

Stadtmuseum online: Sonderausstellung „Erinnern, Gedenken, Abschied nehmen“

Duisburg, 30. Juni 2020 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum reagiert auf die veränderten Bedingungen in der Kulturlandschaft mit einer Online-Ausstellung zum Thema Erinnern und Abschied nehmen. Die Online-Ausstellung ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de zu finden.  

Ursprünglich sollte das Thema in einer klassischen Ausstellungspräsentation im Stadtmuseum angegangen werden. Schülerinnen und Schüler der Globus Gesamtschule am Dellplatz entwickelten gemeinsam mit dem Museum und dem Künstlerduo Kelbassa‘s Panoptikum Projektarbeiten, bei denen sie ihre eigenen Abschiede und Kindheitserinnerungen in den Fokus nahmen.

Sängerin Marisa Alvarez in typischer Verkleidung zum „Dia de los Muertos“ in Mexiko, Foto: Marisa Alvarez 

„Mit der Schließung des Museums und den Einschränkungen im Schulbetrieb war uns schnell klar, dass eine Präsentation, wie wir sie im Museum geplant hatten, so nicht umzusetzen sein würde. Wie so vieles im Moment, haben wir daher auch dieses Projekt kurzerhand ins Digitale verlegt“, beschreibt Projektleiterin Kornelia Kerth-Jahn den Entscheidungsprozess.  

Wie in einem Memory-Spiel, verbergen sich nun diverse Themen hinter den virtuellen Spielkarten. Auch die Werke der Schülerinnen und Schüler wurden fotografiert und stehen online zur Verfügung. Alles steht unter der Leitfrage: „Wie und woran erinnern wir uns?“ „Wie nehmen wir Abschied und von was?“


Gedenkstätte für das Loveparade-Unglück in Duisburg, Foto: Natalie Grüber
 

Weltweit sehen das Gedenken und der Umgang mit dem Tod ohnehin sehr vielfältig aus: Während in Indonesien Menschen mit den mumifizierten Körpern ihrer Vorfahren zusammenleben, spiegeln  Feiern, Paraden und Tänze in bunten Kostümen am „Tag der Toten“ in Mexiko eine andere Sicht auf das Thema Leben und Tod als unsere Gedenktage im Monat November mit Totensonntag und Allerheiligen.

 

Das Format der Online-Ausstellung bietet darüber hinaus die Möglichkeit für Besucher, sich selbst einzubringen. An der „Erinnerungswand“ sind sie aufgerufen, selbst zu definieren was erinnerungswürdig ist und was einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient hat.  

Ergänzt wird die virtuelle Ausstellung durch eine Station im Museum. Hier sind die Werke der Schüler im Original zu sehen und die virtuelle Ausstellung wird durch eine physische Präsentation erweitert.

Das Online-Format macht auch ein konkretes Ausstellungsende unnötig. Die Ausstellung ist zunächst unbegrenzt im virtuellen Raum abrufbar.

Kindheitserinnerungen, Foto: Kornelia Kerth-Jahn

Einblick in die Station im Museum, Foto: Natalie Grüber

Das Programm am Wochenende im Lehmbruck Museum
Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” wird am Samstag, den 4. Juli, 15 Uhr, über das Thema „Wut im Bauch” diskutiert. Woher kommt dieses Gefühl und wie kann man Wut gewinnbringend einsetzen? Emotionen können starke Energien entfalten, die oft besser genutzt werden können, als für einen Wutausbruch. Interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums können sich in ungezwungener Atmosphäre über Strategien austauschen, mit Wut umzugehen und Stress abzubauen.
Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  Kopf eines Denkers, 1918, Foto: Dejan Saric
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.      
 

Ikonische „Biester”

Am Sonntag, den 5. Juli, lädt Ipek Genctürk um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch das Lehmbruck Museum ein, bei der die Highlights der aktuellen Ausstellungen im Mittelpunkt stehen. Die ikonischen „Biester” des berühmten britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003), die die Ausstellungsräume des Museums in eine ganz eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln, stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie die expressionistischen Werke der „Brücke”-Künstler, die zu inspirierenden Gedankenreisen anregen.  
Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020: Lynn Chadwick, Stranger III, 1959/2014 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dr. Thomas Köster

 

Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Kleingruppenführung durch die Ausstellung „Die Künstler der Brücke” mit Jessica Keilholz-Busch

Duisburg, 29. Juli 2020 - Am Freitag, den 3. Juli, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!” Besucher*innen können an diesem Tag, wie an jedem ersten Freitag im Monat, ihren Eintrittspreis selbst bestimmen. Um 15 Uhr bietet Kuratorin Jessica Keilholz-Busch eine öffentliche Kleingruppenführung durch die Ausstellung „Die Künstler der Brücke” an, die noch bis zum 2. August im Lehmbruck Museum zu sehen ist. Spontan, ehrlich, provokativ – die Werke der expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke” revolutionierten die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne.

Das Lehmbruck Museum widmet sich in seiner aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke” Arbeiten der 1905 in Dresden gegründeten Vereinigung und präsentiert noch bis zum 2. August 2020 Werke von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und Emil Nolde. In Opposition zu den etablierten Kunstvorstellungen des Wilhelminischen Deutschlands suchten die Künstler der „Brücke” nach authentischen Kunstformen, ursprünglichen Lebenserfahrungen und einem unverfälschten und freien künstlerischen Stil. Spontaneität und Authentizität sind ihre Mittel, um Leben und Kunst zu einer Einheit zusammenzuführen.

Ihr zentrales Thema ist dabei der Mensch, seine Beziehung zur Natur und seiner Umwelt. Ihre anti-akademische Haltung hat auch einen freieren Umgang mit ihren künstlerischen Ausdrucksformen zur Folge: Die Farbe wird rein und ungebrochen auf die Leinwand gesetzt, die Formen vereinfacht und die Fläche im Bildraum stark betont. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Ausstellungsansicht „Die Künstler der Brücke”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2019–2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Dejan Saric


Lehmbruck Museum: Personal Guides und öffentliche Sonntagsführungen

Duisburg, 26. Juli 2020 - „Gemeinsam mit Familie oder Freunden ins Museum – geht das? Welche Vermittlungsangebote stehen mir dabei zur Verfügung?“ Fragen, die sich momentan wohl viele Museumbesucher*innen stellen. Neben den beliebten Sonntagsführungen, die bereits seit Pfingsten wieder regelmäßig stattfinden, bietet das Lehmbruck Museum ab sofort auch individuell buchbare Personal Guides für all diejenigen an, die den Museumsbesuch gerne im kleinen Kreis genießen möchten.  
Auf vielfachen Wunsch seiner Besucher*innen hat das Lehmbruck Museum ein neues Format entwickelt: Besuchergruppen bis zu 4 Personen können ab sofort einen Personal Guide buchen, der sie 60 Minuten durch die Ausstellungen oder die Sammlung des Hauses begleitet und zur Kunstbetrachtung im Dialog einlädt. Im persönlichen Gespräch erfahren die Teilnehmer*innen wissenswerte Hintergrundinformationen zu den ausgestellten Werken und Künstler*innen und können sich intensiv über ihre Fragen zur Kunst austauschen.  
Die Personal Guides sind für Besuchergruppen bis zu 4 Personen individuell buchbar. Die 60-minütigen Führungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Buchungsanfragen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Buchung eines Personal Guides wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 50 EUR erhoben.    

Personal Guides: Alberto Giacometti, Komposition mit sieben Figuren und einem Kopf (Der Wald), 1950, Foto: Sonja Rothweiler


Bereits seit Pfingsten werden im Lehmbruck Museum wieder öffentliche Führungen angeboten. Nachdem dabei zunächst Kunstwerke im umliegenden Kantpark erkundet wurden, können inzwischen auch wieder Führungen innerhalb des Museums stattfinden.
An jedem Sonntag wird um 11.30 Uhr eine öffentliche Führung angeboten, bei denen sich die Kunstvermittler*innen in Kleingruppen von maximal 10 Personen den aktuellen Wechselausstellungen im Lehmbruck Museum widmen.
An diesem Sonntag, den 28. Juni, 11.30 Uhr, lädt Dr. Susanne Karow zu einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Mit der umfassenden Retrospektive würdigt das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit. Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln.
Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der Maskenpflicht statt. Um ausreichend Abstand zwischen den Teilnehmer*innen zu gewährleisten, kommt ein Audiosystem zum Einsatz, das nach jeder Benutzung desinfiziert wird. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.  ür die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.

Öffentliche Sonntagsführung: Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

 

Schauspiel Duisburg: Neues Label, neues Programm

Von der Jugendclub-Premiere zum Berliner Ensemble: Das Schauspiel Duisburg stellt seinen Spielplan im Großen Haus bis Januar 2021 vor

Duisburg, 25. Juni 2020 - In unsicheren Zeiten ein mutiger Schritt nach vorne: Ab der kommenden Spielzeit, die am 5. September 2021 beginnt, wird die Schauspiel-Sparte am Theater Duisburg unter dem Label „Schauspiel Duisburg“ auftreten. Dies gaben Kulturdezernentin Astrid Neese, Verwaltungsleiterin Karoline Hoell und Intendant Michael Steindl bei der Pressekonferenz am heutigen Donnerstag, 25. Juni, bekannt. Gleichzeitig präsentierten sie auch das Programm für die erste Spielzeithälfte 2020/21, in der das Gastspiel „Panikherz“ des Berliner Ensembles und die Eigenproduktion „Antigone“ zwei besondere Höhepunkte darstellen.

Panikherz - Foto Moritz Haase

Aus Corona-Gründen sind derzeit hauptsächlich Vorstellungen im Großen Haus geplant, sollte sich die Lage bis Herbst oder Winter jedoch entspannen, könnte das Programm noch um zahlreiche Aufführungen an den kleineren Spielstätten erweitert werden. Um auf kurzfristige Entwicklungen im Hinblick auf Hygienemaßnahmen besser reagieren zu können, beginnt der Vorverkauf wie bei der Deutschen Oper am Rhein erst am 17. August für Vorstellungen bis Ende Oktober - und für die Folgemonate gestaffelt jeweils gut einen Monat vorher.

 

 

Neues Selbstverständnis kommt mit neuem Namen 

Als Intendant Michael Steindl vor 15 Jahren beim Theater Duisburg anfing, war die Schauspiel-Sparte in Duisburg ein reines Gastspieltheater. Über die Gründung eines Jugendclubs gleich zu Steindls Antritt über prestigeträchtige Koproduktionen mit Gruppen wie Familie Flöz und Bühne Cipolla bis hin zu professionellen Eigenproduktionen (zunächst im kleineren FOYER III, inzwischen auch im Großen Haus) versteht sich die Sparte zunehmend auch als selbst produzierendes Theater, wie Kulturdezernentin Astrid Neese und Intendant Steindl bei der Pressekonferenz herausstellten.

Über die Professionalisierung soll die intensive Jugendarbeit, mit der diese Entwicklung begann, aber keinesfalls vernachlässigt werden, betont Steindl: „Während an anderen Theatern in Deutschland Jugendclubs in Corona-Zeiten oft erst mal 'auf Hold' stehen, werden wir am Schauspiel Duisburg die nächste Spielzeit mit einer Jugendclub-Produktion im Großen Haus eröffnen: einem Liederabend zum großen Thema Einsamkeit unter dem Titel 'Fucking Lonely'.“ Mit dem festen Ensemblemitglied Adrian Hildebrandt sowie Julia Zupanc in der Titelrolle von „Antigone“ werden zudem auch in der kommenden Spielzeit zwei professionelle Schauspieler*innen am Schauspiel Duisburg zu sehen sein, die ihre ersten Theaterschritte im Duisburger Jugendclub machten. 

 

Gastspiele: „Panikherz“ kommt doch noch 

Nicht zu kurz kommen wird in der Spielzeit 2020/21 jedoch auch das Gastspielprogramm, für das sich das Duisburger Theater über Jahrzehnte hinweg einen starken Ruf erarbeitet hat. Besonders stolz ist Michael Steindl darauf, dass er nach der Corona-bedingten Absage im März 2020 das Stück „Panikherz“ des Berliner Ensembles doch noch nach Duisburg holen kann. Die Inszenierung des BE-Intendanten Oliver Reese nach der Autobiografie von Popautor Benjamin von Stuckrad-Barre ist am 17. und 18. Oktober im Großen Haus zu erleben.
Erstmals zu Gast ist am 16. Januar Schauspieler und Sänger Dirk Schäfer mit seinem erfolgreichen Jacques-Brel-Programm „Dirk Schäfer singt Jacques Brel: Doch davon nicht genug“, mit dem Schäfer und seine Band seit über 20 Jahren für volle Häuser sorgen. Ganz am Puls der Zeit ist derzeit Arthur Millers Stück „Hexenjagd“, das in einer Inszenierung des Euro-Studios Landgraf am 21. Januar im Großen Haus zu sehen ist.
Für Kinder gibt es vom 20. bis 22. Dezember das Familienstück „Pünktchen und Anton“ des Rheinischen Landestheaters Neuss. Und auf vielfachen Wunsch gastiert die Musikproduktion „Beat Club“ vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel auch noch einmal am Schauspiel Duisburg.

 

 

Premiere von „Keller“ eine von vielen Figurentheaterproduktion im Spielplan 

Faszinierendes, poetisches Masken- und Figurentheater bleibt weiterhin ein wichtiger Fokus im Programm des Schauspiel Duisburg. Als Koproduktion mit der Bremer Bühne Cipolla, die im Vorjahr mit dem prestigeträchtigen Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet wurde, feiert ihr neuestes Stück „Keller“ am 23. September Premiere im Großen Haus. Figurenspieler Sebastian Kautz und Musiker Gero John entführen das Publikum dabei in die düstere Welt von Fjodor Dostojewskis Novelle „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“.

Bestie Mensch- (Foto Marianne Menke

Zudem zeigen sie erneut ihr Stück „Bestie Mensch“. Nach der erfolgreichen Premiere von „KLASSE GLÜCK“ vor wenigen Tagen wird außerdem die komplette Masken-Beatbox-Theater-Trilogie aus den Stücken „KLASSE KLASSE“, KLASSE TOUR“ und „KLASSE GLÜCK“ erstmals innerhalb von einer Woche am Schauspiel Duisburg zu sehen sein. Alle drei Stücke entstanden in Koproduktion mit dem Theater Strahl Berlin. Auch die Familie Flöz spielt mit ihren Maskentheaterstücken „DR NEST“ und „INFINITA“ erneut am Schauspiel Duisburg.

Der gute Mensch von Sezuan©Sascha Kreklau

Die Spielzeit 2020/2021 am Schauspiel Duisburg

Programm September 2020 bis Januar 2021

 

 

Eigen- und Koproduktionen

 

Fucking Lonely

Ein Liederabend

Premiere: 05.09.20

sowie: 12.09., 21.09., 02.10., 15.10.20

 

 

Event

von John Clancy

Wiederaufnahme: 06.09.

sowie: 06.12.20

 

 

DR NEST

Maskentheater

13.09.20

Kooperation mit Familie Flöz

 

 

Keller

Figurentheater nach Fjodor Dostojewski

Premiere: 23.09.20

sowie: 11.10., 22.11.20

Koproduktion mit Bühne Cipolla

 

 

Die „KLASSE“-Trilogie

Masken-Beatbox-Theater

KLASSE KLASSE 28.09.20

KLASSE TOUR 29.09.20

KLASSE GLÜCK 05.10.20

Koproduktionen mit Theater Strahl Berlin

 

 

Iphigenia

von Gary Owen

Premiere: 01.10.20

sowie: 06.10., 08.10., 16.10.20

 

 

Antigone

von Jean Anouilh

Wiederaufnahme: 07.10.20

sowie: 10.10., 24.10., 08.11., 17.11.20

Antigone - Foto Sascha Kreklau

 

 

Being Freddie Mercury

Ein poetischer Trip in einen Mythos

13.10.20

 

 

Bunny

von Jack Thorne

Wiederaufnahme: 23.11.20

30.11., 7.12., 10.12.20

 

 

Bestie Mensch

nach Émile Zola

27.12.20

Koproduktion mit Bühne Cipolla

 

 

Gastspiele

 

Panikherz

nach Benjamin von Stuckrad-Barre

17.10., 18.10.20

Berliner Ensemble

 

 

Pünktchen und Anton

von Erich Kästner

20.-22.12.20

Rheinisches Landestheater Neuss

 

 

INFINITA

Maskentheater

28.12.20

Familie Flöz

 

 

Beat Club

Die Musik einer Generation

04.01.21

Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel

 

 

Dirk Schäfer singt Jacques Brel: Doch davon nicht genug

16.01.21

Dirk Schäfer

 

 

Hexenjagd

von Arthur Miller

23.01.21

Euro-Studio Landgraf

 

 

sowie bis zu zwölf weitere Inszenierungen im FOYER III, sollte sich die Corona-Situation bis Herbst/Winter 2020 entspannen.

Absagen der Mercator Matinéen  

Duisburg, 24. Juni 2020 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum und die Mercator Gesellschaft sagen die Mercator Matinéen für 2020 vollständig ab. Der für 2020 angekündigte Matinéen-Zyklus „Die neue und die alte Welt“ konnte aufgrund der Corona-Pandemie nach dem Auftakt mit der Lesung von Christian Brückner aus Alexis de Tocquevilles Werk „Über die Demokratie in Amerika“ nicht fortgesetzt werden.  
„Ein Programm mit Abständen und Mundschutz ist nicht das, was sich unsere Besucher an einem Sonntagvormittag wünschen. Neben den interessanten Vorträgen sind es auch die Geselligkeit und die Gespräche im Anschluss, die viele unserer Besucher zu den Matinéen locken. Das können wir im Moment nicht anbieten“, begründet Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer die Absage.   
Die Reihe „Die neue und die alte Welt“ wird in das Jahr 2022 verschoben. Schaut man auf die aktuelle Situation in den USA kann davon ausgegangen werden, dass die Themen bis dahin nichts an Aktualität eingebüßt haben werden. Die Programmplanungen für 2021 laufen bereits. Geplant sind Vorträge und Lesungen, die sich unter dem Titel „Die Hälfte des Himmels“ mit der Entwicklung der Frauenrechte seit der Renaissance beschäftigen werden.   


Führungen im Binnenschifffsmuseum  

Rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien startet das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt an der Apostelstraße 84 in Ruhrort mit einem breiten Angebot an Führungen. Die sonntägliche Führung um 15 Uhr kann ab sofort wieder stattfinden.  
Zu speziellen Themen wie den Duisburger Häfen, Wasserbau, Architektur des Museums und Frauen in der Binnenschifffahrt bietet das Museum Exklusivführungen an. Auch spezielle Senioren- und Kinderführungen gehören dazu. Führungen in Englisch, Niederländisch und Französisch sind nach Absprache ebenfalls möglich.  
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind alle Führungen auf neun Personen begrenzt und müssen vorab telefonisch unter 0203/ 80889-0 oder per E-Mail an service@binnenschifffahrtsmuseum.de reserviert werden. Wegen der Maskenpflicht ist die Dauer auf eine Stunde begrenzt. An den Führungen kann auch mit dem Kombiticket (Museum, Museumsschiffe und Hafenrundfahrt) teilgenommen werden.  

Das Lehmbruck Museum am Wochenende

 „Mitreden“
Duisburg, 24. Juni 2020 - Im öffentlichen Sprachcafé dreht sich am Samstag, den 27. Juni, 15 Uhr, alles um das Thema „Wahrzeichen und Denkmäler”. Elisa Tinnappel lädt zum ungezwungenen Austausch über (mehr oder weniger) bekannte Kunstwerke und ihre Bedeutung im öffentlichen Raum ein. Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.


Öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick
Am Sonntag, den 28. Juni, 11.30 Uhr, lädt Dr. Susanne Karow zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Mit der umfassenden Retrospektive würdigt das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit. Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln.
Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  
Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

 

- Stadtmuseum: Von der mittelalterlichen Synagoge bis heute - Ihre Orte und Geschichte  
- 360-Grad-Rundgang im Kultur- und Stadthistorischen Museum  

Stadtmuseum: Von der mittelalterlichen Synagoge bis heute - Ihre Orte und Geschichte
Duisburg, 22, Juni 2020 - Eine historische Stadtführung zur Geschichte der Synagogen und jüdischen Gebetsstätten in Duisburg findet am kommenden Sonntag, 28. Juni, um 14.45 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) statt. Der Stadtarchäologe Dr. Kai Thomas Platz führt zunächst zum mittelalterlichen Synagogen-Standort am Alten Markt und zum ehemaligen Gebetshaus aus dem 19. Jahrhundert an der Alten Universität, dem heutigen Stadtfenster. Weiter geht es zum Standort der 1938 zerstörten Synagoge an der Junkernstraße, von deren Geschichte Roland Wolf berichten wird. Auch ein kurzer Besuch in der Gedenkkapelle ist möglich. Die Tour endet an der modernen Synagoge, wo Kirsten Spielmann von der Jüdischen Gemeinde der Gruppe den Gebetsraum zeigen wird.  
Die Führung ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung „Dispargum – Königssitz, Kaiserpfalz, Hansestadt“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum. Das Vortragsprogramm ist abgesagt, Führungen finden jedoch statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt, daher wird um vorherige Anmeldung, telefonisch unter (0203) 283 2640 oder per E-Mail an
ksm-service@stadt-duisburg.de, gebeten.  

Die Teilnahme kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.

Die Angabe des vollständigen Namens und der Adresse ist bereits bei der Anmeldung notwendig, da die Jüdische Gemeinde diese Daten im Vorfeld benötigt. Bei der Führung werden die Personalien mit dem Personalausweis abgeglichen, daher ist auch dieser zwingend mitzubringen.

360-Grad-Rundgang im Kultur- und Stadthistorischen Museum  
Das Kultur- und Stadthistorische Museum kann nun auch virtuell über das Internet besucht werden. Mit der Stadtgeschichte-Ausstellung und der Mercator-Schatzkammer wurden die beiden herausragendsten Ausstellungsteile digital vermessen und in 360-Grad-Ansichten gescannt. Das Ergebnis, das durch das Projekts „DigiScan powered by Navvis“ der Stadtwerke Duisburg und der Smart City-Initiative der Stadt möglich wurde, kann unter https://www.stadtmuseum-duisburg.de/das-museum/360-Grad vom heimischen Sofa aus betrachtet werden.  

Screenshot Mercator-Schatzkammer


Digitalisierungs-Dezernent Martin Murrack betont die Wichtigkeit des digitalen Wandels in der Kultur: „Aus der Kultur ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Das hat vor allem die Corona-Krise gezeigt und diese Entwicklung auch befeuert. Die Kultur leidet besonders unter den Maßnahmen. Doch moderne Technologien können helfen, die Krise für alle leichter zu machen.“  

„Wir möchten mit unseren Kultureinrichtungen in Duisburg natürlich bei dieser Entwicklung dabei sein. In Zukunft werden so hoffentlich noch mehr Interessenten den Weg ins Museum finden: ‚online‘ rund um die Uhr und ‚offline‘ zu den Öffnungszeiten des Hauses am Innenhafen“, bekräftigt auch die neue Kulturdezernentin Astrid Neese.  
„Marvin“, wie der Scan-Roboter liebevoll genannt wird, hat mit einem Laser die Ausstellungsräume gescannt. Daraus erschuf er einen digitalen Raum, durch den man sich frei bewegen kann. Über die hinterlegten „POI’s“ (Points of Interest) sind  Informationen zu den Stationen und Objekten der Ausstellung abrufbar.  

„Wir möchten diese Technologie in Zukunft auch interaktiv nutzen: Hier bietet sich zum Beispiel die Möglichkeit, Informationen zu  ‚verstecken‘ und so eine Art virtuelle Schnitzeljagd zu veranstalten oder mit Schülern Projekte zu erarbeiten, die neben der Arbeit vor Ort einen digitalen Mehrwert bieten. Insgesamt möchten wir mit dem Angebot aber vor allem anregen, sich auf einen Besuch bei uns vorzubereiten oder bestimmte Dinge im Nachhinein noch einmal anzuschauen. Der Besuch vor Ort soll nicht ersetzt werden,“ sagt Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer.

Scan-Roboter

 



- Parkkonzert mit Duisburger Philharmonikern
- Musikvereinigung Duisburg-West gibt Sonntagskonzert in Rheinhausen  

Parkkonzert mit Duisburger Philharmonikern  
Duisburg, 18. Juni 2020 - Live-Musik im Park: Am Sonntag, 21. Juni, geht die Konzertreihe im Jubiläumshain Hamborn an der Ziegelhorststraße in die dritte Runde. Der Auftritt beginnt um 11 Uhr. Die Horngruppe der Duisburger Philharmoniker hat passend zum Sommeranfang ein vielseitiges Programm mit Werken aus unterschiedlichen Genres und Epochen zusammengestellt und besucht auf einer musikalischen Reise verschiedene Orte in der Natur. Wegen der Corona-Pandemie müssen einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden: Dazu gehört, dass bei allen Beteiligten (Zuschauern und Musikern) der nötige Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten ist.
Desweiteren ist die Besucheranzahl in diesem Jahr auf 100 Personen beschränkt. Vor Ort besteht die Möglichkeit der Händedesinfektion. Die Konzerte dauern derzeit höchstens 75 Minuten und werden ohne Pause gespielt. Trotz der großzügigen Parkanlage bittet das Kulturbüro der Stadt Duisburg um Verständnis, dass Abstands- und Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden müssen und möglicherweise kein Sitzplatz mehr zur Verfügung steht.  
Der Eintritt ist frei. Die Konzerte werden auch in diesem Jahr wieder finanziell vom Lions-Clubs Duisburg Hamborn unterstützt.
Weitere Termine: Sonntag, 28. Juni - Musikgruppe „Wahre Freunde“
Sonntag, 5. Juli  -  Ristretto – „Salon- und Kaffeehausmusik“
Sonntag, 12. Juli - Anja Lerch Aktuelle Informationen auch im Internet: https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn/  

 Horngruppe der Duisburger Philharmoniker


Musikvereinigung Duisburg-West gibt Sonntagskonzert in Rheinhausen  
Die Musikvereinigung Duisburg-West DSB e.V. gibt am Sonntag, 21. Juni, um 15 Uhr ein Sonntagskonzert im Musikpavillon des Volksparks Rheinhausen. Das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Orchester präsentiert einen Querschnitt aus vielen  Musikrichtungen und Epochen. Dazu gehören Stücke von Glenn Miller, Filmmelodien von Bugs Bunny und Dick und Doof, Songs von Whitney Houston und viele weitere.  
Auch das Konzert der Musikvereinigung Duisburg-West findet unter Beachtung der aktuellen Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW statt. Dazu gehört, dass bei allen Zuschauern und Musikern der nötige Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten ist. Ordner achten darauf, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. Außerdem wird die Besucheranzahl auf 100 Personen beschränkt. Die Konzerte dauern höchstens 75 Minuten und werden ohne Pause gespielt. Vor Ort besteht die Möglichkeit zur Händedesinfektion.  
Der Eintritt ist frei. Das Kulturbüro der Stadt Duisburg bittet um Verständnis, wenn möglicherweise kein Sitzplatz mehr zur Verfügung steht. Eine vorherige Platzreservierung ist nicht möglich. Aktuelle Informationen gibt es auch im Internet und bei Facebook unter https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/.  
Finanziell unterstützt wird die Konzertreihe vom Bauverein Rheinhausen und dem Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln-Kaldenhausens e.V.  



- Bundeskabinett beschließt Milliardenhilfe für Kultur
- NRW Skulptur App - Kunstwerke aus dem öffentlichen Raum digital aufbereitet

Bundeskabinett beschließt Milliardenhilfe für Kultur
Berlin/Duisburg, 17. Juni 2020 - Die Bundesregierung hat heute die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters vorgelegten „Eckpunkte für ein Programm zur Milderung der Auswirkungen der Corona -Pandemie im Kulturbereich" beschlossen. „Wir alle sehnen uns nach Kultur. Unser Ziel ist es deshalb, Künstlerinnen und Künstlern schnellstmöglich wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen“, sagte Grütters.
„Deshalb müssen wir die kulturellen Orte und Spielstätten erhalten. Genau das steht im Fokus des heute vom Bundeskabinett beschlossenen Programms „NEUSTART KULTUR“. Mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro, rund der Hälfte unseres jährlichen Etats, setzen wir auf Aufbruch und Neuanfang. Wir wollen Hilfe leisten, Mehrbedarfe vieler Einrichtungen und Projekte decken und alternative, insbesondere digitale Angebote fördern.“

Das Programm besteht im Wesentlichen aus fünf Teilen:
- Mit einem Investitionsbaustein sollen Kultureinrichtungen, die aus privaten Mitteln finanziert werden, fit gemacht werden für die Wiedereröffnung. Sie alle müssen Hygienekonzepte und Abstandsregeln umsetzen. Hierfür sind bis zu 250 Millionen Euro vorgesehen.
- Mit bis zu 480 Millionen Euro sollen die zahlreichen kleineren und mittleren Kulturstätten und -projekte unterstützt werden, die vor allem privatwirtschaftlich finanziert sind und oft vollständige Einnahmeausfälle hinnehmen mussten. So sollen sie auch wieder Arbeitsmöglichkeiten bieten und neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbständige vergeben können.
- Nicht wenige Einrichtungen und Künstler haben in der Krise erfolgreich neue Wege zu ihrem Publikum gefunden. Um diesen Schub für innovative Wege der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich zu nutzen und zu verstärken, sollen alternative, auch digitale, Angebote mit bis zu 150 Millionen Euro gefördert werden.
- Regelmäßig durch den Bund geförderte Kultureinrichtungen und -projekte haben erhebliche Einnahmeausfälle und Mehrausgaben zu verzeichnen. Für deren Ausgleich sollen bis zu 100 Millionen Euro bereitgestellt werden. Hilfen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro sind für private Hörfunkveranstalter vorgesehen, die durch den Einbruch von Werbeeinnahmen schwer getroffen sind.

Das Bundeskabinett hat heute zugleich den Regierungsentwurf eines Zweiten Nachtrags zum Bundeshaushalt 2020 beschlossen, in dem die Mittel für „NEUSTART KULTUR“ enthalten sind.

Die Verabschiedung des Nachtrags durch Bundestag und Bundesrat ist für Anfang Juli vorgesehen, der Start der Programme soll unmittelbar darauf erfolgen. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Kabinett weitere Maßnahmen beschlossen, die auch der Kultur und Kreativwirtschaft zugutekommen. Der vereinfachte Zugang zur Grundsicherung soll bis 30. September verlängert, und die Umsatzsteuersätze sollen für sechs Monate reduziert werden. Außerdem wurde die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer verschoben und die Verrechnungsmöglichkeit von Verlusten mit Gewinnen des Vorjahres erleichtert.  


NRW Skulptur App - Kunstwerke aus dem öffentlichen Raum digital aufbereitet

Duisburg, 17. Juni 2020 - NRW-weit, selbstverständlich das Ruhrgebiet inbegriffen, zeigt die NRWSkulptur App Skulpturen und Kunstwerke aus dem öffentlichen Raum digital aufbereitet und ist mit Informationen zu den Werken und den Künstlern versehen. Auch kann man in der App Routen zu Skulpturen wählen, die App ist kostenfrei und sorgt somit für die Verbreitung der frei zugänglichen Kunstbildung. 
Thematisch passt das Thema gerade sehr gut in die jetzige Outdoorsaison sowie noch zu schönen Herbsttagen. Jetzt in der Coronazeit bietet die App auch unter Anderem Abwechslung für die Leute, die sich vielleicht noch nicht trauen viele andere Freizeitaktivitäten/Kultureinrichtungen wahrzunehmen.  Zu den Zielgruppen zählen Kunstzielgruppe, welche sich bereits mit dem Thema auseinandersetzt, aber auch Familien. 



Fakir Baykurt Kulturpreis 2020
I
n diesem Jahr wird die Stadt Duisburg zum vierten Mal den Fakir Baykurt Kulturpreis vergeben. Der Preis erinnert an den 1999 verstorbenen Schriftsteller Fakir Baykurt, der sich in den 20 Jahren, die er in Duisburg gelebt hat, literarisch mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Lebensalltag seiner Landsleute hier beschäftigt hat.   
 Der Preis wird für eine herausragende kulturelle Leistung im Bereich des interkulturellen Dialogs an Duisburger Kulturschaffende aller Nationen, die sich um die positive Gestaltung des Miteinanders der Nationen in unterschiedlichen Kulturbereichen verdient gemacht haben, vergeben.  
Auszuzeichnen ist ein besonderes Engagement um die positive Gestaltung des Miteinanders der Nationen in unterschiedlichen Kulturbereichen ebenso wie die gesellschaftskritische Beteiligung am Prozess des Zusammenlebens. Es können Kulturschaffende aus den Sparten Bildende Kunst, Film/Video, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater, sowie soziokulturelle und multikulturelle Projekte prämiert werden.  
Alle Duisburger sind aufgefordert, mit einer schriftlichen Begründung Einzelkünstler, freie Gruppen, Initiativen, Vereine oder Verbände vorzuschlagen, die für den Preis prädestiniert sind. Eigenbewerbungen bleiben unberücksichtigt. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis soll an eine natürliche Person oder  Personenvereinigung vergeben werden, die in Duisburg wohnt oder arbeitet.  
 Die Grundsätze über die Verleihung des Fakir Baykurt Kulturpreises können auf Anfrage übersandt oder im Internet https://www2.duisburg.de/micro2/kulturbuero/  eingesehen werden.  

Vorschläge können bis spätestens 30. Juni eingereicht werden, denen eine detaillierte Darstellung zu  Inhalt, Zielsetzung,  und eventuellen Kooperationsbeziehungen der kulturellen Leistung (Beschreibung max. 1 DIN A4-Seite), der Name, die Adresse und ein kurzer Lebenslauf der/des Kunstschaffenden und eine Begründung der Preiswürdigkeit beizufügen sind.   Vorschläge können an die Kulturbetriebe Stadt Duisburg (Kulturbüro, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg). Weitere Informationen gibt es telefonisch über das Kulturbüro unter (0203) 283-62269. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Das Wochenende im Lehmbruck Museum

Duisburg, 17. Juni 2020 - Am Wochenende hält das Lehmbruck Museum ein abwechslungsreiches Programm für seine Besucher*innen bereit: Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” dreht sich am Samstag, 20. Juni, 15 Uhr, alles um die Frage „Was lest ihr gerade?” Am Sonntag werden gleich zwei öffentliche Führungen angeboten: Um 11.30 Uhr widmet sich Hiltrud Lewe der Sammlungspräsentation mit Arbeiten der „Brücke”-Künstler im Souterrain der Glashalle und um 15 Uhr lädt Ipek Genctürk dazu ein, die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” zu erkunden.    

„Was lest ihr gerade?” Diese Frage stellt Sabine Bazan im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” am Samstag, den 20. Juni, 15 Uhr. In ungezwungener Atmosphäre können sich interessierte Besucher*innen des Lehmbruck Museums zum Thema Lesestoff austauschen und dabei Bücherempfehlungen teilen. Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.   Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

 Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler
   

Am Sonntag, den 21. Juni, lädt Hiltrud Lewe um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung „Die Künstler der Brücke” ein. Anhand ausgewählter Arbeiten aus der eigenen Sammlung vermittelt das Lehmbruck Museum einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken der „Brücke“-Künstler Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Mit der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergemeinschaft „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch in die Moderne.
Die Protagonisten der Bewegung lehnten sich gegen die traditionelle Malerei und akademischen Traditionen auf und entwickelten eine ganz eigene, provokative Bildsprache, mit der sie die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts revolutionierten.   
Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

 Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen auf Fehmarn (Zwei Mädchenakte), 1913, Foto: Bernd Kirtz
  

Am Sonntag, den 21. Juni, 15 Uhr, lädt Ipek Genctürk zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Mit der umfassenden Retrospektive würdigt das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit. Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln. Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.    Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020, im Vordergrund: Lynn Chadwick, Teddy Boy and Girl, 1955 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dr. Thomas Köster 



Museum MKM: Öffentliche und gebuchte Gruppenführungen

Erlebnisse gemeinsam teilen. Führungen ab dem 15. Juni wieder möglich.

  

Duisburg, 16. Juni 2020 - Verantwortungsvoll möchten wir unseren Besucher*Innen ab dem 15. Juni den Besuch unseres Hauses in Kleingruppen wieder ermöglichen. Unter Beachtung der allgemeinen Hygienebedingungen sind gebuchte Gruppenführungen bis zu max. 15 Personen nach Voranmeldung möglich. Bitte beachten Sie, dass wir zu Beginn der Führungen Ihre Kontaktdaten aufnehmen und temporär speichern, um die Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten zu gewährleisten.   

Der Betrieb des Museumscafés, private Feiern, Firmenveranstaltungen, Tagungen, Empfänge oder Workshop in unserem Foyer sind bis auf Weiteres noch ausgesetzt.

 

 

Öffentliche Freitagsführung am 3. Juli 2020, um 16 Uhr

mit Tobias Chriske

 

Im Fokus der ersten Freitagsführung nach dem "Shutdown" stehen unsere beiden Wechselausstellungen, die wir bis 26. Juli und 30. August verlängert haben. Der Charme der stillen Architekturfotografie von Klaus Kinold und seine Photographien von der zweitausend Quadratmeter großen Grabanlage "La Tomba Brion" sowie seine teils menschenleeren Aufnahmen, die auf Reisen nach Venetien entstanden sind, ziehen die Betrachter in ihren Bann. Dialogizität hingegen ist ein Aspekt in den Arbeiten von Erwin Wortelkamp, die sich nicht nur in den Werktiteln wie "Durchdringung", "Paar" und "Ummantelung" widerspiegeln. Weil die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nun zum Glück immer mehr gelockert werden, sollen gerade das Reisen, die zwischenmenschliche Begegnung, aber auch die Einsamkeit Themen der Führung sein. Ein Blick in die Dauerausstellung, u.a. mit Werken von Richard Long, wird den einstündigen Rundgang beenden.

Aktuelle Ausstellungen und Ankündigungen

 

Architektur mit den Augen des Fotografen

(Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole)

Klaus Kinold

Verlängert bis 30.08.2020

 

Rund ein Jahrzehnt nach Fertigstellung der Begräbnisstätte der Unternehmerfamilie Brion reiste der Fotograf Klaus Kinold nach San Vito d'Altivole, um das Grabmal fotografisch zu erkunden. Er stieß dort auf eine Art Idealzustand zwischen Fertigstellung und Verfall, auf ein Monument gebauter Poesie.

 

Werke von Klaus Kinold im Museum DKM, Ausstellungsansicht, Photo: SDKM

 

Ein ganzes Leben für die Kunst

Erwin Wortelkamp

Verlängert bis 26.07.2020

 

Die Ausstellung widmet sich der über 45-jährigen Schaffensphase des Bildhauers Erwin Wortelkamp auf der gesamten, sechs Räume umfassenden Wechselausstellungsfläche.

 

Erwin Wortelkamp, Im Dialog mit sich und darüber hinaus, 2019, Ausstellungsansicht, Photo: SDKM

  

Sonderveranstaltungen im Juni 

Zu früher und heute. Wenn Bauunternehmer zu Sammlern werden.

Ein Gespräch mit Dirk Krämer und Klaus Maas zum Tag der Architektur 2020

am 21. Juni 2020, von 15 – 16 Uhr

 

Der Tag der Architektur 2020 findet dieses Jahr unter dem Motto „Ressource Architektur“ statt und stellt die Bedeutung und die Qualitäten von Bestandsgebäuden in den Mittelpunkt. Eine nach den Plänen des Schweizer Architekten und Sammlerfreundes Hans Rohr (ERP Architekten, Baden, CH) umgebaute Wohn- und Gewerbeimmobilie aus den 1960er Jahren ist seit 2009 Sitz des Museums DKM. Wie sich ein solches Haus in einen Ort der Kunst und der stillen Schönheit verwandelt hat, erzählen die Stiftungs- und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas.

 

Wir haben in unseren Archiven alte Fotografien, die vor den Baumaßnahmen entstanden sind, gefunden und möchten von der Konzeption und dem Umbau, den Schwierigkeiten und Überraschungen erzählen. Die offene Gesprächsrunde mit bis zu 25 Teilnehmern hat sich bewährt und findet im größten Ausstellungsraum (201 m²) des Museums mit ausreichend Platz für alle Interessierten statt.

 

Der Museumseintritt berechtigt zur Teilnahme am Gespräch. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Veranstaltung auf max. 25 Personen begrenzen und Ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten temporär speichern. Wir bitten um vorherige Anmeldung.  

 

Das Museum DKM vor dem Umbau, Ansicht der Hauptfassade, Oktober 2004, Photo: Martin Schuppenhauer

Kunstwerk des Monats 
Die Kunst Ägyptens in der Sammlung DKM

Statuette des Gottes Osiris 

Statuette des Gottes Osiris, Spätzeit, 30. Dynastie oder frühe Ptolemäerzeit, 4.–3. Jhr. v. u. Z., Photo: Werner J. Hannappel 

 

Diese majestätische Holzstatuette stellt den Totengott Osiris dar. Der Körper der Figur fällt durch die übermäßig schlanken und überlängten Proportionen auf, die ein charakteristisches Merkmal der Skulptur der Spätzeit, insbesondere der 30. Dynastie, bilden. Der feingliedrige Leib des Gottes ist mumienartig verhüllt. Einzig die Arme treten hervor und die Hände umfassten einst die Insignien der Macht, Krummstab und Geißel. Auf dem Haupt trägt der Gott die sogenannte Atefkrone, bei der seitlich das Widdergehörn und die Straußenfedern sowie an der Stirn die Uräusschlange aus Bronze gegossen sind.

 

Osiris war als Herrscher des Totenreiches eine der wichtigsten Gottheiten des ägyptischen Pantheons. Darüber hinaus besaß er auch Züge eines Fruchtbarkeits- und Vegetationsgottes. Der Mythos von Osiris, Isis und Horus ist in einer ausführlichen Fassung erst in dem Werk "Über Isis und Osiris" von Plutarch (46 –120 n.u.Z.) überliefert: Osiris wird von seinem Bruder Seth, der ihm die Königswürde missgönnt, hinterhältig getötet und zerstückelt. Die trauernde Isis sucht die über das ganze Land verstreuten Glieder und fügt sie wieder zusammen. Es gelingt ihr dank ihrer Zauberkraft, ihren Gatten wiederzubeleben und von ihm einen Sohn – Harpokrates ("Horus das Kind") – zu empfangen.

 

Seit dem frühen 1. Jahrtausend v.u.Z. hat man dem Verstorbenen so genannte Ptah-Sokar-Osiris-Figuren mit ins Grab gegeben. In diesem synkretistischen, mumiengestaltigen Gott sind drei Gottheiten miteinander verschmolzen, die den jenseitigen Bereich vertreten, nämlich Ptah-Tatenen, Sokar und Osiris. Sie sollten dem verstorbenen Beistand im Jenseits leisten und ihm zur ersehnten Auferstehung verhelfen. Dieselbe Funktion hat auch diese Osirisstatuette gehabt. 

 

Andre Wiese, Textauszug aus dem Katalog Ägypten | Egypt, hrsg. v. Stiftung DKM, Duisburg 2011.

 


„Neue Wege“: Das Land NRW unterstützt die Duisburger Philharmoniker mit 589.000 Euro bei der Entwicklung innovativer Projekte und Konzertformate

Duisburg, 10. Juni 2020 - Die Duisburger Philharmoniker können sich über eine beträchtliche Fördersumme freuen: Mit 589.000 Euro unterstützt das Land NRW das Orchester dabei, sich künstlerisch weiter zu profilieren und ihr  Konzertangebot im Hinblick auf sich wandelnde Erwartungen und Bedürfnisse des Publikums zu erweitern.
Die Jury des Förderprogramms „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW lobte die Konsequenz, mit der in Duisburg innovative Formate für ein junges Publikum weiterentwickelt werden. Durch die Fördermittel können bis ins Jahr 2023 hinein Projekte realisiert werden, die zunehmend auch mit partizipatorischen und interkulturellen Ansätzen neue Publikumskreise erschließen. Zu den Modulen, die zu diesem Zweck entwickelt wurden, zählt das Kammermusikfestival Eigenzeit für Neue Musik, das in der nächsten Spielzeit erstmals stattfindet. Kuratiert wird es im Gründungsjahr von dem Duisburger Komponisten Hauke Berheide.  

Er hat sechs Konzerte mit dem Besten, Verrücktesten und Schönsten was Musik von Heute zu bieten hat konzipiert, die zwischen dem 10. April und dem 12. Mai 2021 an unterschiedlichen Spielorten stattfinden. Internationale Gäste, Ur- und Erstaufführungen und Grenzgänge in andere Disziplinen bringen die Vielfalt der gegenwärtigen Kunstmusik nach Duisburg. Unter dem Motto No Fear finden sich zwei Konzertformate, die bereits in der Pilotphase sehr erfolgreich gewesen sind und die die Duisburger Philharmoniker ermutigen, weitere kreative und genreübergreifende Experimente in diese Richtung zu unternehmen.

Mit der Reihe Beat machen die vier Schlagzeuger des Ensembles  Repercussion in der Philharmonie Mercatorhalle Furore. Gemeinsam mit wechselnden Gästen wie dem Pianisten Frank Dupree oder der Schauspielerin und Sängerin Marissa Möller loten sie die Möglichkeiten des Schlagwerks in mitreißender Perfomance aus. Die Serie Kai & Friends bricht ebenfalls mit alten Routinen. Kai Schumacher, Pianist ohne Berührungsängste, beleuchtet mit unterschiedlichen Ensembles das musikalische Spektrum von Johann Sebastian Bach bis Steve Reich in inszenierten Konzerten in Verbindung mit Visual Arts.   Auch  das Modul Meilensteine hat die Jury überzeugt. Unter diesem Titel bieten die Duisburger künftig in jeder Saison im Rahmen der Abokonzerte ein großes Oratorium dar.

Eine Tetralogie von bekenntnishaften Werken zum Thema Krieg und Frieden - beginnend mit Ludwig van Beethovens „Missa Solemnis“ - mit exquisiten Solistenensembles und Chören erstreckt sich über die nächsten drei Spielzeiten. Intendant Alfred Wendel und GMD Axel Kober freuen sich sehr, dass ihre Ideen die Jury überzeugen konnten. Eröffnet doch die umfangreiche Unterstützung des Landes vielfältige Möglichkeiten das musikalische Spektrum der Philharmoniker zu erweitern und langfristig zukunftsfähig zu machen.   Weitere Informationen finden Sie unter www.duisburger-philharmoniker.de  und die Online-Version des neuen Jahresmagazins „Play 2020-2021“: duisburger-philharmoniker.de/all-service-list/spielzeit-2020-2021/

- Lehmbruck Museum: „Mitreden”
- Öffentliche Führung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit“

„Mitreden” im Lehmbruck Museum
Duisburg, 10. Juni 2020 - Am Wochenende ist es wieder soweit: Nach mehrwöchiger Pause lädt das Lehmbruck Museum am Samstag, den 13. Juni, 15 Uhr, erstmals wieder zum „Mitreden” ein. Im öffentlichen Sprachcafé können sich interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft zum Thema „Rassismus” austauschen. Wer die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” unter fachkundiger Leitung erkunden möchte, hat dazu am Sonntag, den 14. Juni, gleich zweimal Gelegenheit: Um 11.30 Uhr und 15 Uhr wird jeweils eine Kleingruppenführung durch die Ausstellung angeboten.     
Der Tod von George Floyd löste weltweilt Proteste gegen Rassismus aus. Im öffentlichen Sprachcafé „Mitreden” können sich am Samstag, den 13. Juni, 15 Uhr, Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam mit Ray Tinnappel zum Thema „Rassismus” austauschen:
Wie präsent ist Rassismus in unserem Alltag und was können wir dagegen tun? Eingeladen sind Menschen aller Nationen, die ein offenes Ohr, Lust auf Kommunikation und Interesse an anderen Kulturen haben. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.  

 Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler 

Kleingruppenführungen durch die Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”
Am Sonntag, den 14. Juni, laden Hiltrud Lewe und Glenda Mense zu Kleingruppenführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Um 11.30 Uhr und 15 Uhr widmen sich die Kunstvermittlerinnen der umfassenden Retrospektive, mit der das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit würdigt.
Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln. Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.
 
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric 

- Per Fahrrad: Duisburgs Philharmoniker bringen Jahresmagazin zu Abonnenten
- Projekte der freien Kulturschaffenden für die 42. Duisburger Akzente

Per Fahrrad: Duisburgs Philharmoniker bringen Jahresmagazin zu Abonnenten
Duisburg, 8. Juni 2020 - Den Kontakt zu ihren treuen Abonnenten möchten die Duisburger Philharmoniker auch in Zeiten der Corona-Pandemie pflegen, zumal viele Stammgäste die bereits bezahlten Eintrittsgelder großzügig gespendet haben. Zum Dank hat sich der philharmonische Cellist Wolfgang Schindler eine besondere Aktion ausgedacht: In diesen Tagen schwingen sich zahlreiche Musikerinnen und Musiker auf den Fahrradsattel, um das noch druckfrische Jahresmagazin „play!“ für die Spielzeit 2020/21 möglichst vielen der rund 1800 Abonnenten persönlich an der Haustür zu überreichen.

Die Aktion hat bereits am vergangenen Freitag (5. Juni) begonnen. Seit dem Wochenende schwärmen die philharmonischen Radkuriere in ihren Bezirken aus. Den Frack, den sie auf dem Foto tragen, tauschen sie bei der Auslieferung freilich gegen geeignetere Kleidung. „Wir hoffen, unser Stammpublikum möglichst persönlich zu anzutreffen. Einen genauen Zeitplan verfolgen wir dabei nicht, weil viele Faktoren wie das Wetter und die Entfernung mit hineinspielen“, erklärt Intendant Prof. Dr. Alfred Wendel. Wer zu weit entfernt wohnt, um mit dem Fahrrad erreichbar zu sein, erhält das Magazin selbstverständlich per Post.

Die Aktion stößt bei den Abonnenten auf viel Sympathie. Die philharmonischen Kuriere wurden bislang mit Staunen und Begeisterung empfangen. Wer das neue „play!“ gedruckt bestellen, im Internet durchblättern oder herunterladen möchte, wird unter diesem Link fündig: https://duisburger-philharmoniker.de/all-service-list/spielzeit-2020-2021/.

Kultur-Kuriere - Copyright: Laurina Bleier

3,6 Millionen Euro Landesförderung für Theater und Orchester in der Metropole Ruhr
Sechs kommunale Theater und Orchester erhalten Unterstützung aus dem Landesförderprogramm "Neue Wege". Im Rahmen des Programms fördert das Land Aufbau und Weiterentwicklung von neuen Strukturen oder besonderen künstlerischen Schwerpunkten in 15 Häusern für drei Jahre mit 11,5 Millionen Euro. Mehr als 3,6 Millionen gehen ins Ruhrgebiet.
Die höchsten Einzelförderungen erhalten das Schauspielhaus Bochum mit dem Projekt "Theaterrevier für Kinder und Jugendliche" (1.309.100 Euro) und das Theater Hagen mit "Neue Welten" (1.224.722 Euro). Ausgewählt wurden außerdem das Theater Dortmund (Theater in Transition, 920.000 Euro), die Dortmunder Philharmoniker (Tiny Music House, 335.000 Euro), die Duisburger Philharmoniker (No Fear!, 589.020 Euro) und die Essener Philharmoniker (AaltoMobil, 500.640 Euro). Die nächste Ausschreibung ist für Herbst 2020 vorgesehen. Infos unter https://neuewege-foerderung.de idr

Projekte der freien Kulturschaffenden für die 42. Duisburger Akzente    
Die 42. Duisburger Akzente sollen im nächsten Jahr (27. Februar bis 21. März) unter dem Titel „Mauern“ stattfinden. Geplant sind, Projekte von freien Kulturschaffenden der Region zu verwirklichen. Mauern sind vielfältig, dienen unterschiedlichen Zwecken und werden auf verschiedene Arten errichtet, als Bauwerk, aber auch als unsichtbare Mauern des Schweigens und des Misstrauens.    
Die Duisburger Akzente begeben sich auf die Suche nach den unterschiedlichsten Mauern und deren Sinn und Zweck, im Theater, der Literatur, Musik, Film, Wissenschaft und Alltag.  
Projektvorstellungen und Förderanträge können ab sofort und bis zum 30. September an das Festivalbüro (Stadt Duisburg, Kulturbetriebe/Festivalbüro, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg) geschickt werden.   Zuschüsse können nur auf schriftlichen Antrag gewährt werden. Dieser ist an das Festivalbüro der Kulturbetriebe der Stadt Duisburg zu richten. Duisburger Akzente www.duisburger-akzente.de.

Lehmbruck Museum: Kleingruppenführung durch die Ausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit“ mit Dr. Susanne Karow
An Fronleichnam, Donnerstag, den 11. Juni, 15 Uhr, lädt Dr. Susanne Karow zu einer Kleingruppenführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ins Lehmbruck Museum ein. Unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht widmet sich die Kunstvermittlerin dem künstlerischen Gesamtwerk Lynn Chadwicks, das für die britische Nachkriegsmoderne wegweisend war.  
Mit der umfassenden Retrospektive, die bis zum 20. September 2020 verlängert werden konnte, würdigt das Duisburger Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit.
Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln. Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric 


 

Eine Milliarde Euro für NEUSTART KULTUR
Grütters: „Hilfspakete der Bundesregierung stellen die Weichen auf Zukunft“

Koalitionsausschuss brachte ein Rettungs- und Zukunftspaket Kultur auf den Weg

Berlin/Duisburg, 4. Juni 2020 - Für diesen „NEUSTART KULTUR“ wird aus dem Kulturetat für dieses und das nächste Jahr insgesamt rund eine Milliarde Euro mehr für den Kulturbereich zur Verfügung gestellt. „Mit zusätzlich einer Milliarde Euro unterstützen wir den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland und stellen die Weichen auf Zukunft“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters.
„Mit Stolz sage ich: Das ist ziemlich genau die Hälfte unseres Jahreshaushalts, der ja ohnehin in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen ist.
Wir werden Kinos und Musikclubs, Gedenkstätten und Museen, Theater und Festivals und viele andere Kultureinrichtungen dabei unterstützen, nach der CoronaZwangspause so früh wie möglich wieder ihre Tore zu öffnen. Für uns sind Erhalt und Sicherung der kulturellen Infrastruktur Deutschlands der Eine Milliarde Euro für NEUSTART KULTUR Grütters: „Hilfspakete der Regierung stellen die Weichen auf Zukunft“ Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) Schlüssel, um wieder Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und Kreative bundesweit zu schaffen.“

Das Programm gliedert sich im Wesentlichen in vier Teile:
1. Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft Mit diesem Baustein, der mit bis zu 250 Millionen Euro finanziert wird, geht es darum, Kultureinrichtungen fit zu machen für die Wiedereröffnung. Unabhängig davon, ob es sich um Kulturzentren oder Musikclubs, Theater oder Kinos, Messen oder Literaturhäuser handelt: Sie alle müssen Hygienekonzepte und Abstandsregeln umsetzen. Dazu zählen OnlineTicketing-Systeme, die Modernisierung von Belüftungssystemen, eine andere Besucherführung und Bestuhlung. Die Gelder kommen vor allem Einrichtungen zugute, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird.

2. Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen Im Zentrum von NEUSTART KULTUR stehen die vielen kleineren und mittleren Kulturstätten und -projekte, die vor allem privatwirtschaftlich finanziert sind. Ihnen sind die Einnahmen weggebrochen, sie müssen aber dennoch Personal bezahlen, um an neuen Programmen zu arbeiten. Durch die BKM-Hilfen sollen Kreative aus der Kurzarbeit herausgeholt werden und ihrer künstlerischen Arbeit nachgehen können. Außerdem wollen wir die Möglichkeiten eröffnen, neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbständige zu vergeben. Insgesamt stehen für diesen größten Baustein des Programms bis zu 450 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Mittel sind nach Sparten aufgeteilt:
• Für die Musik, also Livemusikstätten, -festivals, -veranstalter und - vermittler, gibt die BKM 150 Millionen Euro.
• Für Theater und Tanz stehen ebenfalls 150 Millionen Euro bereit. Das betrifft Privattheater, Festivals, Veranstalter und Vermittler.
 • Dem Filmbereich wird mit 120 Millionen Euro geholfen. Daraus werden vor allem Kinos unterstützt und Mehrbedarfe bei Filmproduktion und Verleih finanziert.
• Für weitere Bereiche wie zum Beispiel Galerien, soziokulturelle Zentren sowie Buch- und Verlagsszene sind 30 Millionen Euro vorgesehen.

3. Förderung alternativer, auch digitaler Angebote
Dafür werden bis zu 150 Millionen Euro bereitgestellt. Die Bereitstellung der Mittel für einzelnen Projekte soll auch vor dem Hintergrund der branchenspezifischen Kompetenz durch die Bundeskulturfonds erfolgen. Darüber hinaus wird die Digitalisierungsoffensive der BKM verstärkt. Dazu zählen “Museum 4.0“ sowie viele neue Formate und Projekte, die der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich dienen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: ”Einen positiven Aspekt hatte diese Krise immerhin: „Nicht wenige Einrichtungen und Künstler haben erfolgreich alternative und digitale Wege zu ihrem Publikum gefunden. Vom Wohnzimmerkonzert zur digitalen Konzerthalle, von der Autorenlesung mit Online-Chat zur virtuellen Museumsführung - alternative, oft digitale Angebote, haben in der Krise einen Schub bekommen. Wir wollen den Rückenwind nutzen und verstärken. An dieser Stelle hat der Kulturbereich die Chance, stärker aus der Krise herauszukommen als wir hineingegangen sind!”

4. Pandemiebedingte Mehrbedarfe regelmäßig durch den Bund geförderter Kultureinrichtungen und -projekte
Um bei diesen Einrichtungen coronabedingte Einnahmeausfälle und Mehrausgaben auszugleichen, die nicht anderweitig gedeckt werden können, werden bis zu 100 Millionen Euro bereitgestellt. Bei gemeinsam mit Ländern bzw. Kommunen getragenen Einrichtungen und Projekten wird der Bund seinen Anteil an der Kofinanzierung leisten. Weiterhin sind in dem Paket Bundeshilfen in Höhe von 20 Millionen Euro für private Hörfunkveranstalter vorgesehen.
Diese sind durch den Einbruch von Werbeeinnahmen schwer getroffen und haben angesichts des enormen Informationsbedarfes der Öffentlichkeit weiterhin hohe Personalkosten. Zusammen mit den zahlreichen weiteren bereits aus dem Haushalt der BKM in die Wege geleiteten Maßnahmen wird damit allein aus dem Kulturhaushalt mehr als eine Milliarde Euro für die Milderung der Pandemiefolgen für die Kultur eingesetzt.
So wurden unter anderem inzwischen 20 Millionen Euro für ein Umbauprogramm, 15 Millionen Euro für ein Zukunftsprogramm Kino, 15 Millionen Euro für Investitionen in nationale Kultureinrichtungen in Deutschland und 5,4 Millionen Euro für die deutsche Orchesterlandschaft zur Verfügung gestellt. Grütters verwies darauf, dass zusammen mit den anderen Hilfspaketen der Bundesregierung eine Unterstützung für Kreative und den Kulturbereich in Höhe mehrerer Milliarden Euro zusammengekommen sein dürfte.
So wurde zur Absicherung individueller Lebensumstände der Zugang zur Grundsicherung deutlich erweitert. Das 50-Milliarden-Programm des Wirtschaftsministers für Soloselbständige habe tausenden Betroffenen geholfen, die Mieten für ihr Kino, ihren Musikclub, ihre Buchhandlung, ihr Atelier oder ihre Galerie zahlen zu können. Auch die Gutscheinlösung für Kulturveranstalter bilde eine wichtige Brücke.

Kleinere und mittlere Unternehmen wurden zudem durch rasche Liquiditätshilfen unterstützt, indem KfW-Schnellkredite bei 100-prozentiger Haftungsfreistellung durch den Bund eingeführt wurden. Viele Künstlerinnen und Künstler in Arbeitsverhältnissen profitierten in erheblichem Maße von den Regelungen des Kurzarbeitergeldes. „Wir wollen unsere einzigartige Kulturlandschaft retten und den Künstlerinnen und Künstlern eine Perspektive geben“, so Grütters. „Dafür stellen wir die Weichen auf Zukunft. Mit NEUSTART KULTUR leisten wir in Kombination mit anderen Hilfspaketen der Bundesregierung einen Beitrag, der international seinesgleichen sucht.“

"Pastorale in Bildern“ ist am 5. Juni mit den Duisburger Philharmonikern online

Internet-Premiere am Weltumwelttag
Duisburg, 4. Juni 2020 - Die von Tobias Melle geschaffene „Pastorale in Bildern“ ist am 5. Juni mit den Duisburger Philharmonikern online zu erleben. Seit über 25 Jahren beschäftigt sich der Münchner Musiker und Fotograf Tobias Melle mit der Visualisierung von klassischer Musik. Seine Sinfonien in Bildern werden international mit renommierten Orchestern und Dirigenten aufgeführt. Durch ihn erhält Beethovens 6. Sinfonie, die stark von Naturmotiven inspirierte Pastorale, jetzt einen eine stimmige Übersetzung musikalischer Zusammenhänge in assoziative Bildfolgen.

Mit dieser Pastorale in Bildern beteiligen sich Duisburger Philharmoniker am 5. Juni, dem Weltumwelttag der Vereinten Nationen, am globalen Pastoral Day. Profiorchester, Laien- und Jugendensembles in aller Welt werden an diesem Tag Beethovens 6. Sinfonie aufführen, um einen großen gemeinsamen Appell für den Umweltschutz zu starten. Damit setzen die Duisburger Philharmoniker, die sich der Initiative „Orchester des Wandels“ angeschlossen haben, im aktuellen Beethovenjahr ein Zeichen für den Erhalt der Natur.

Die geplante Live-Aufführung in der Mercatorhalle kann wegen der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden, aber wer gerne wissen möchte, welche Bildfolgen Tobias Melle zu Beethovens Musik schuf, kann die Internet-Premiere auf YouTube ansehen und anhören: selbstverständlich in einer Aufnahme der Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Axel Kober.

„Die Pastorale in Bildern“ ist 24 Stunden lang unter folgenden Link abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=L8kJo0Fortk&feature=youtu.be. Die Internet-Premiere ist mit einer Spendenaktion verbunden. 50 Prozent der Einnahmen gehen an die Stiftung www.plant-for-the-planet.org für die weltweite Pflanzung von Bäumen. (IBAN: DE44 700 202 70 356 00 72 979 oder per PayPal an: pastorale@sinfonie-in-bildern.de.)

Copyright: Tobias Melle

- Führung durch die Ausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” mit Sybille Kastner
- Kleingruppenführungen „Kunst im Freien“

Lehmbruck Museum: Kleingruppenführungen „Kunst im Freien“
Duisburg, 3./4. Juni 2020 - Am kommenden Wochenende lädt das Lehmbruck Museum seine Besucher*innen erneut dazu ein, Kunst im Freien zu entdecken. Am Samstag, den 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni, stellen Kunstvermittlerinnen des Lehmbruck Museums jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr ausgewählte Kunstwerke aus dem Skulpturenpark rund um das Museum vor.  

Die 1925 geschaffene Parkanlage im Zentrum Duisburgs beherbergt eine einzigartige Sammlung internationaler Plastik: Mehr als 40 Skulpturen überregional bedeutender Künstler*innen wie Henry Moore, Günter Tollmann, Meret Oppenheim und George Rickey bilden ein außergewöhnliches plastisches Ensemble unter freiem Himmel.
In Kleingruppen widmen sich die Kunstvermittlerinnen unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht ausgewählten Kunstwerken im Außenraum. Der Kantpark fungiert als Ort des Dialogs und stellt eine Verbindung zwischen Kunst, Natur und dem angrenzenden Lehmbruck Museum her, das im Anschluss an die Führung dazu einlädt, die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” zu besuchen, die noch bis zum 20. September 2020 verlängert wurde.  
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Julian Opie, Sam, Amelia, Jeremy, Teresa, 2019, Kontinuierliche Computeranimation auf einem vierseitigen LED-Bildschirm © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Dejan Saric



Lehmbruck Museum: Pay What You Want 

Am Freitag, den 5. Juni, können Besucher*innen des Lehmbruck Museums ihren Eintrittspreis selbst bestimmen. Wie jeden ersten Freitag im Monat heißt es auch dann wieder „Pay What You Want!” Um 15 Uhr wird die Kunstvermittlerin Sybille Kastner unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht eine Kleingruppenführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” anbieten.

Fantastisch, poetisch und wie von einer anderen Welt erscheinen die Skulpturen Lynn Chadwicks (1914–2003), mit denen er in den 1950er Jahren berühmt geworden ist. Die große Retrospektive im Lehmbruck Museum gibt mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken einen umfassenden Überblick über das Werk des Künstlers, der zu den innovativsten Bildhauern der britischen Nachkriegsmoderne zählt. Als Autodidakt entwickelte Chadwick eine ganz eigene Formensprache, die sich aus der Reflexion von Architektur und Natur speist.
Seine hybriden Kreaturen setzen sich aus menschlichen, tierischen und architektonischen Elementen zusammen und verbildlichen eine für ihre Entstehungszeit prägende Mischung aus utopistischer Fortschrittshoffnung und existenzieller Angst aufgrund der traumatischen Kriegserfahrung. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für den Eintritt und die öffentliche Führung gilt „Pay What You Want!“  

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

Theater: Start mit neuem Spielplan und drei Premieren  

Duisburg, 2. Juni 2020 - Nach der coronabedingten Zwangspause im Theater hält das Schauspiel ab Freitag, 12. Juni, wieder Einzug ins Große Haus am Opernplatz. Auf Basis der verschärften Sicherheitsbedingungen für Publikum und Personal hat Schauspielintendant Michael Steindl für die Zeit bis zum Spielzeitende am Sonntag, 28. Juni, einen neuen Spielplan erstellt. Darunter sind drei Premieren, die ursprünglich für einen früheren Zeitpunkt der Saison geplant waren. Hinzu kommen vier kleine Produktionen aus dem Repertoire, die auf die Große Bühne verlegt werden.  
 „In unserem neuen Programm befinden sich ausschließlich Stücke, die relativ problemlos mit der Auflage eines Sicherheitsabstands zwischen den Darstellerinnen und Darstellern umgehen können“, freut sich Intendant Steindl auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. „Wir sind bereit!“  

Besonderer Höhepunkt ist mit „Antigone“ gleich zu Beginn der Wiederaufnahme des Spielbetriebes die Premiere einer Eigenproduktion im Großen Haus. In der Inszenierung von Kathrin Sievers spielt Tatort-Star Roland Riebeling den Kreon. Für die Rolle der Antigone kehrt Julia Zupanc nach Duisburg zurück.   Nur vier Tage später folgt die Premiere von „Klasse Glück“, eine Koproduktion mit Theater Strahl Berlin. Ursprünglich als eines der Highlights des abgesagten Theatertreffens geplant, ist das Stück die zweite Fortsetzung der Erfolgsproduktion „Klasse Klasse“, die die Abenteuer einer Schulklasse mit Maskentheater und den Klangkünsten von Beatbox-Vizeweltmeister Mando erzählt.  

Als dritte Premiere kommt schließlich am Sonntag, 21. Juni, das ebenfalls für das Theatertreffen geplante Monologstück „Bunny“ von „Harry Potter“-Autor Jack Thorne im Opernfoyer zur Aufführung.   Ergänzt wird das neue Schauspiel-Programm im Großen Haus durch die Figurentheater-Produktion „Michael Kohlhaas“ von Bühne Cipolla, die musikalischen Zwei-Personen-Produktionen „Being Freddy Mercury“, „Hans Albers – Sein Leben, seine Lieder“ und das Monologstück „Event“, die üblicherweise im Foyer III beziehungsweise auf der Bühne zu erleben sind. Dazu öffnet sich das Theater für Auftritte von Christoph Brüske und Gunther Emmerlich, die ursprünglich im Kleinkunsttheater Die Säule geplant waren.  
Der für die Zeit der Corona-Krise neu erstellte Saalplan für das Große Haus umfasst lediglich 100 Plätze (Opernfoyer: 20 Plätze) und stellt einen großen Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Besuchern her. Familien und häusliche Lebensgemeinschaften können zwei Plätze direkt nebeneinander reservieren. Der Preis beträgt 15 Euro, bei „Bunny“ 13 Euro.  
Karten für den Ersatzspielplan können entweder telefonisch bei der Theaterkasse oder im Internet über www.theater-duisburg.de reserviert werden. Der Vorverkauf startet am Freitag, 5. Juni. Leider lässt die Abwicklung es nicht zu, dass Karten für die ursprünglich im Juni geplanten Schauspiel-Vorstellungen ihre Gültigkeit beibehalten.  
Die beiden Veranstaltungen der Säule und die Premiere „Bunny“ sind bereits ausverkauft. Die Theaterkasse bleibt für den Publikumsverkehr weiterhin geschlossen, für spontane Besucher hat die Abendkasse geöffnet.  

Der neue Juni-Spielplan im Einzelnen:  
Freitag, 12. Juni               19.30 Uhr        Premiere: Antigone
Samstag, 13. Juni            19.30 Uhr        Antigone
Dienstag, 16. Juni            19.30 Uhr        Premiere: Klasse Glück
Mittwoch, 17. Juni            19.30 Uhr        Klasse Glück
Donnerstag, 18. Juni        19.30 Uhr        Michael Kohlhaas
Freitag, 19. Juni               20 Uhr            Die Säule: Christoph Brüske
Samstag, 20. Juni            19.30 Uhr        Antigone
Sonntag, 21. Juni             19.30 Uhr        Premiere: Bunny
Montag, 22. Juni              19.30 Uhr        Bunny
Dienstag, 23. Juni            19.30 Uhr        Bunny
Mittwoch, 24. Juni            19.30 Uhr        Being Freddie Mercury
Donnerstag, 25. Juni        19.30 Uhr        Hans Albers – Sein Leben, seine Lieder
Freitag, 26. Juni               19.30 Uhr        Antigone
Samstag, 27. Juni            19.30 Uhr        Event
Sonntag, 28. Juni             15.30 Uhr        Die Säule: Gunther Emmerlich

- Sonntagskonzerte im Musikpavillon unter Corona-Beschränkungen  
- Theaterspielzeit 2020/21 in der Rheinhausen-Halle  

Sonntagskonzerte im Musikpavillon unter Corona-Beschränkungen  
Duisburg, 29. Mai 2020 -
Die Sonntagskonzerte im Musikpavillon im Volkspark Rheinhausen starten am 7. Juni um 15 Uhr mit dem Bläserensemble der Philharmoniker, die „Egerländermusik“ präsentieren. Dieses und alle weiteren Sonntagskonzerte werden unter den Vorgaben der Coronaschutzverordnung stattfinden. Dazu gehört, dass nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern (höchstens 100 Personen) dort einen Platz finden können. Trotz der großzügigen Parkanlage bitten die Organisatoren um Verständnis, dass Abstands- und Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden müssen und man möglicherweise keinen Sitzplatz mehr bekommt. Die Zuschauer werden, damit Abstände gewahrt bleiben, von Ordnern an ihre Plätze geführt.  

Volksmusik - Schlager - Lieder mit Gefühl verpackt mit einer guten Prise Humor, das sind die „Wahren Freunde“, die am Sonntag, dem 14. Juni mit bunten Melodien-Reihen ihr Publikum verzücken. Es folgt die  Musikvereinigung Duisburg-West DSB e. V. am 21. Juni, über die sich viele treue Besucher freuen werden. Die Musikvereinigung Duisburg-West ist durch zahlreiche Auftritte, sowie erfolgreiches Absolvieren der Landesmeisterschaften der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge sehr bekannt.  
Das BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951 gehört schon seit Jahren mit seinen ruhigen, melodischen Klängen und seinem reichhaltigen Repertoire von Klassik bis Folklore zum Programm der Sonntagskonzerte und wird dieses Jahr am Sonntag, dem 28. Juni zu hören sein.   Am Sonntag, dem 5. Juli geht es direkt mit einem besonderen Schmankerl weiter, dann sorgen die Treuen Bergvagabunden für Stimmung! Sie verwöhnen die Zuhörer unter anderem mit deutschen Volksliedern, die in den 60er und 70er Jahren u.a. von Heino interpretiert wurden.  

Erneut verschaffen die „Wahren Freunde“  einen Einblick in ihr umfangreiches Repertoire und präsentieren am Sonntag, dem 12. Juli den „2. Teil“ ihrer musikalischen Vielfältigkeit.  Erstmalig dabei ist die bekannte und beliebte Sängerin Anja Lerch, die am Sonntag, dem 19. Juli  einen Mix aus aktueller Musik und Evergreens zum Mitsingen präsentiert. Dies ist zunächst auch der geplante Abschluss der Konzertreihe.  
Die Konzerte werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- & Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln – Kaldenhausens e.V. unterstützt. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Konzerte starten jeweils um 15 Uhr und dauern maximal 75 Minuten. Die Termine in der Übersicht:  
- 07.06.2020 Bläserensemble der Philharmoniker 14.06.2020 Musikgruppe „Wahre Freunde“
- 21.06.2020 Musikvereinigung Duisburg-West
- 28.06.2020 BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum  
- 05.07.2020 Treue Bergvagabunden 
- 12.07.2020 Musikgruppe „Wahre Freunde“
- 19.07.2020 Anja Lerch
Aktuelle Informationen auch bei Facebook:   www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

Theaterspielzeit 2020/21 in der Rheinhausen-Halle  
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation konnten Aufführungen der aktuellen Spielzeit in der Rheinhausen-Halle an der Beethovenstraße 20, nicht wie geplant stattfinden.
Die Veranstaltergemeinschaft (Konzertdirektion Landgraf, Bezirksverwaltung Rheinhausen und der Vereinigung für Kunst und Wissenschaft Rheinhausen e. V.) beabsichtigt, sofern es wieder möglich ist, den Spielbetrieb der laufenden Spielzeit Anfang Oktober wieder aufzunehmen.  
Den Beginn wird dann am Freitag, 9. Oktober, die Komödie „Das Abschiedsdinner“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière machen. In den Rollen werden unter anderem Michael von Au, Saskia Valencia und Ralf Komorr zu sehen sein.  

Am Dienstag, 17. November, wird das Schauspiel „Oskar und die Dame in Rosa“ nach einem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt aufgeführt, mit Doris Kunstmann und Leontine Dick. 
Für Ende des Jahres, am Sonntag, 20. Dezember, ist ein klassisches Ballettstück geplant. Aufgeführt werden soll „Die Schöne und das Biest“ nach dem bekannten französischen Märchen mit Solisten und Corps des Rumänischen Staatsballetts.  
 Die Schoene und das Biest - c Corina Radu

Für nächstes Jahr sind weitere Aufführungen geplant, wie etwa im Februar „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt oder im April eine musikalische Hommage an Udo Jürgens, über sein Leben und seine größten Hits.  
Alle Aufführungen beginnen jeweils um 20 Uhr. Nähere Angaben zu den einzelnen Aufführungen sind in der Broschüre „Theater im Rampenlicht“ zusammengefasst, die u. a. in der Bezirksverwaltung Rheinhausen am Körnerplatz 1 ausliegt. Weitere Informationen gibt es auch telefonisch und zwar montags bis freitags, von 8 bis 12 Uhr unter 02065/905-8245.


- Lehmbruck Museum: Kleingruppenführungen „Kunst im Freien“
- Absage des Familienfestes „Friemersheimer Kultursommer“  

Lehmbruck Museum: Kleingruppenführungen „Kunst im Freien“
Duisburg, 29. Mai 2020 - Am langen Pfingstwochenende, Sonntag, den 31. Mai, und Montag, den 1. Juni, lädt das Lehmbruck Museum jeweils um 11.30 Uhr und 15 Uhr dazu ein, Kunst im Freien zu entdecken. Bei ihren Rundgängen durch den Skulpturenpark stellen Dr. Susanne Karow und Ipek Genctürk ausgewählte Skulpturen rund um das Museum vor.   

Die 1925 geschaffene Parkanlage im Zentrum Duisburgs beherbergt eine einzigartige Sammlung internationaler Plastik: Über 40 Skulpturen überregional bedeutender Künstler*innen wie Julian Opie, Henry Moore, Kenneth Armitage und Meret Oppenheim bilden ein außergewöhnliches plastisches Ensemble unter freiem Himmel. In Kleingruppen von maximal 6 Personen pro Führung widmen sich die Kunstvermittlerinnen unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht ausgewählten Kunstwerken im Außenraum.
Der Kantpark fungiert als Ort des Dialogs und stellt eine Verbindung zwischen Kunst, Natur und dem angrenzenden Lehmbruck Museum her, das im Anschluss an die Führung dazu einlädt, die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” zu besuchen, die bis zum 20. September 2020 verlängert wurde.  

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an
kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. 
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Alf Lechner, Würfelkonstruktion 3/73, zweiteilig, 1973, Foto: Werner Hannappel

Filmforum Duisburg bleibt vorerst geschlossen  
Das filmforum am Dellplatz bleibt vorerst geschlossen. Ab Samstag, 30. Mai, dürfen Kinos in Nordrhein-Westfalen nach der Corona-Zwangspause unter strengen Auflagen wieder öffnen. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Pandemie wird das filmforum allerdings erst wieder in den kommenden Wochen zu Filmvorführungen in das Stammhaus am Dellplatz einladen. Bis dahin gehen die Renovierungs- und Reinigungsarbeiten weiter. Außerdem arbeitet das Lichtspielhaus an einem Nachfolgeformat des kürzlich erfolgreich beendeten Autokinos.

Absage des Familienfestes „Friemersheimer Kultursommer“  
Das beliebte Familienfest „Friemersheimer Kultursommer“, welches am dritten Augustwochenende stattfinden sollte, findet in diesem Jahr nicht statt. Erstmals nach 17 Jahren ist die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung nicht durchführbar.  
Die Organisatoren und vielen kirchlichen Helferinnen und Helfer möchten die bisherige Vorarbeit nutzen, um im nächsten Jahr mit genauso viel Engagement eine attraktive, bunte und abwechslungsreiche Veranstaltung auf die Beine zu stellen.


Museum MKM schließt ab 25. Mai 2020 wegen finaler Bauarbeiten am Erweiterungsbau

BECHTOLD-Ausstellung nur noch wenige Tage im MKM
Duisburg, 20. Mai 2020 - Noch bis einschließlich Sonntag, den 24. Mai, haben Besucher*innen Gelegenheit, die große Retrospektive der Gemälde von Erwin Bechtold zu erleben und die Sammlung zu besuchen. Danach schließt das MKM, um die finalen Baumaßnahmen zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus durchzuführen.
Dabei werden Altbau und Neubau über die historischen Silos miteinander verbunden und die notwendigen Anschlüsse synchronisiert. Die genauen Termine für die Eröffnung des Erweiterungsbaus (geplant für Herbst 2020) und das weitere Ausstellungsprogramm des MKM werden wir Anfang Juli bekanntgeben.


 

Corona: Theater Duisburg und Duisburger Philharmoniker informieren  

Duisburg, 18. Mai 2020 - Das Schauspiel am Theater Duisburg und die Duisburger Philharmoniker sagen ihr ursprünglich für die Spielzeit 2019/20 geplantes Programm bis zum Ende der Spielzeit als Folge der Maßnah­men zur Eindämmung des Coronavirus ab. Es werden unterdessen Möglichkeiten geprüft und Konzepte erarbeitet, dem Publikum noch im Juni einen Sonderspielplan nach Maßgabe der Coronaschutzverordnung bieten zu können. Dies betrifft unter anderem kleinere Konzertformate der Duisburger Philharmoniker unter freiem Himmel sowie Schauspiel- und Kabarettveranstaltungen, die mit einer entsprechend reduzierten Zuschauerzahl im großen Saal des Theater Duisburg stattfinden könnten.  

„Wir würden gerne das Signal an unsere treue Besucherschaft geben können: Wir sind noch da und wir sind auch im kleinen Rahmen sichtbar. Aber die Gesundheit sowohl unserer Zuschauer als auch unserer Belegschaft hat natürlich Vorrang – wir werden also nur auf die Bühne bringen, was angesichts der geltenden Sicherheitsbestimmungen auch tatsächlich möglich ist“, so Duisburgs neue Kulturdezernentin Astrid Neese. „Wir hoffen weiterhin, noch in diesem Jahr einen annähernd regulären Spielbetrieb aufnehmen zu können.“  

Welche Veranstaltungen im Juni stattfinden können, ist über die sozialen Medien und die Webseiten www.theater-duisburg.de sowie www.duisburger-philharmoniker.de abrufbar. Die Theaterkasse Duisburg setzt sich mit den von den Vorstellungsabsagen betroffenen Karten­inhabern zwecks Stornierung in Verbindung, bittet jedoch angesichts der Vielzahl der betroffenen Vorstellungen und damit verbundenen Buchungen um etwas Geduld.

 

- Museum der Deutschen Binnenschifffahrt lockt mit „Rheinglück“  
- Bund Deutscher Landschaftsarchitekten NRW zeichnet fünf Projekte aus   

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt lockt mit „Rheinglück“  
Düsseldorf/
Duisburg, 12. Mai 2020 - Im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und auf den Museumsschiffen am Ruhrorter Leinpfad sind wieder alle Mitarbeiter an Bord. Alle Corona-Schutzmaßnahmen sind in den Ausstellungsräumen berücksichtigt. Auf die Besucher an der Apostelstr. 84 wartet das größte Museum Deutschlands zur Technikgeschichte der Binnenschifffahrt, ein Museum zum Staunen und Anfassen in einem malerischen Jugendstil-Hallenbad.

Rheintöchter

Ein Spaziergang durch die ehemaligen Schwimmhallen rundet das Erlebnis ab.   In der Galerie des Museums ist die Sonderausstellung „Rheinglück“ von Lisa Maria Feike zu sehen, die durch die Coronakrise noch nicht dem Publikum gezeigt werden konnte.
Die Künstlerin hat sich durch ihr Leben am Rhein  sehr mit dem Fluss identifiziert, sie malt in einer  überzeugenden Art romantische Bilder, inspiriert durch Rheinsagen und Figuren aus Wagner-Opern. Auf jeden Besucher wartet außerdem eine prickelnde Überraschung. Das Museum und die Schiffe sind von Dienstag bis Sonntag von 10 bis17 Uhr geöffnet weitere Informationen gibt es auf: www.binnenschifffahrtsmuseum.de.  
Oskar Huber



nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 verliehen: Bund Deutscher Landschaftsarchitekten NRW zeichnet fünf Projekte aus   

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Nordrhein-Westfalen (bdla nw) hat den nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 verliehen. Aus 14 Beiträgen wurden von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Gert Aufmkolk drei Arbeiten einstimmig prämiert, zwei weiteren Projekten sprach die Jury Anerkennungen aus. Alle Arbeiten verdeutlichen, wie Parks, Gärten und Freiräume neue und eindrucksvolle Landschaftserlebnisse schaffen und zugleich Zukunftsthemen der gebauten Umwelt aufgreifen. Der Landschaftsarchitekt Volker Püschel aus Mettmann wurde für die Gestaltung eines Hausgartens in Düsseldorf prämiert.
Die Jury lobte die Planung und Umsetzung dieses Ruinengartens mit „hoher ästhetischer Qualität in Materialität, Detail und Pflanzenverwendung“. „Mit der Gestaltung des Fritz-Kühn-Platzes in Iserlohn liefert das Büro scape Landschaftsarchitekten GmbH eine beispielgebende Lösung für die geradezu prototypische Problemstellung, eine „grüne Mitte“ zu gestalten, urteilt die Jury zur Prämierung der Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf.
 Die dritte Prämierung wurde dem Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH aus Essen zugesprochen, welches die Freizeitanlage Westerholt in Herten gestaltet hat: „Mit einem gestalterisch hochwertigen und ansprechenden Konzept mit unkonventionellen Details werden hier Barrieren eingerissen und Räume und Angebote für verschiedenste Nutzer- und Altersgruppen geschaffen“, begründet die Jury ihre Entscheidung.
 Zusätzlich sprach die Jury eine Anerkennung dem Duisburger Büro Danielzik Leuchter + Partner Landschaftsarchitekten für ihr Baumpflanzungsprojekt in Bochum zu. Das Projekt zeigt die Bedeutung der Landschaftsarchitektur für den Klimaschutz und die Lebensbedingungen in der Stadt: „Insgesamt ist die vorgelegte Konzeption ein eindrucksvoller Blick in die ‚Technik‘ der modernen ‚Schwamm‘-Stadt von morgen.“
Die zweite Anerkennung ging an Landschaftsarchitektur + Holzapfel-Herziger & Benesch PartG mbB aus Hamburg für die Neugestaltung des Marktplatzes in Bünde. „Der Entwurf besticht durch eine hohe (stadt-)räumliche Qualität, mit den sorgfältig platzierten Baumreihen und Alleen fügt sich ein offener, multifunktionaler Platzraum in den Stadtgrundriss. Die Materialien sind sorgfältig gewählt, robust und nachhaltig, die Qualität der Umsetzung ist hoch.“
Zum insgesamt neunten Mal hat der bdla nw den nrw.landschaftsarchitektur.preis verliehen. Mit dem Preis sollen die aktuellen Arbeitsfelder und Aufgaben der Landschaftsgestaltung vorgestellt werden. Außerdem werden die Kreativität sowie die Gestaltungs- und Leistungsfähigkeit von Landschaftsarchitektinnen und -architekten sichtbar. Projekte, Planer und Bauherren werden ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit vorbildlich wirken, weil sie eine gestalterisch hochwertige, sozial und ökologisch orientierte Siedlungs- und Landschafts-entwicklung und eine zeitgemäße, mutige und kreative Landschaftsarchitektur fördern. 
In Zusammenarbeit mit dem bdla nw gibt Baukultur Nordrhein-Westfalen eine Broschüre zum nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 heraus, die alle Teilnehmer des Wettbewerbs und ihre Projekte vorstellt. Die Broschüre ist über den bdla nw und Baukultur Nordrhein-Westfalen kostenlos zu bestellen. Baukultur Nordrhein-Westfalen setzt damit außerdem die Arbeit des M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW fort, das bisher die dazugehörige Präsentation des Wettbewerbs in Form einer Ausstellung konzipiert hatte.
In Folge der Corona-Epidemie musste die Preisverleihung vor Publikum ausfallen. Der nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 wird unterstützt von Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW.
Eröffnung der Ausstellung Visionäre und Alltagshelden
Ruinengarten Düsseldorf. Foto: Sibylle Pietrek


- Mercator-Ehrennadel für Verdienste um die Kultur  
- Ausschreibung des Fakir Baykurt Kulturpreises 2020

Mercator-Ehrennadel für Verdienste um die Kultur
Duisburg, 09. Mai 2020 - Die Stadt Duisburg wird auch im Jahr 2020 bürgerschaftliche Aktivitäten, insbesondere Engagement für die Kultur mit der Mercator-Ehrennadel auszeichnen. Es werden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen für ihr Engagement für die Kultur, die Wissenschaft, die Bildung, die Heimat- und Brauchtumspflege sowie zur Erforschung der Stadtgeschichte Duisburgs, geehrt.  
 Neben weiteren Preisen der Stadt Duisburg, wie zum Beispiel dem Fakir-Baykurt-Preis, sollen mit der Mercator-Ehrennadel insbesondere bürgerschaftliche Aktivitäten von gesamtstädtischer Bedeutung mit Bezug zur Kultur, der Wissenschaft, der Bildung, der Heimat- und Brauchtumspflege, sowie der Erforschung der Stadtgeschichte Duisburgs durch kontinuierliche Arbeit, Projekte oder Publikationen  geehrt werden.  
Ein besonderes Augenmerk gilt im Jahr 2020 der Ehrung der Brauchtumspflege, wie zum Beispiel der Ehrung von Karnevals- und Schützenvereinen oder dem Brauchtum an Sankt Martin.   Noch bis zum 31. Mai können Vorschläge für eine Ehrung mit schriftlicher Begründung an die Stadt Duisburg (Kulturbetriebe, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg) gerichtet werden. Weitere Informationen gibt es telefonisch bei den Kulturbetrieben unter (0203) 283-62264.

Ausschreibung des Fakir Baykurt Kulturpreises 2020  
In diesem Jahr wird die Stadt Duisburg zum vierten Mal den Fakir Baykurt Kulturpreis vergeben. Der Preis erinnert an den 1999 verstorbenen Schriftsteller Fakir Baykurt, der sich in den 20 Jahren, die er in Duisburg gelebt hat, literarisch mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Lebensalltag seiner Landsleute hier beschäftigt hat.   
 Der Preis wird für eine herausragende kulturelle Leistung im Bereich des interkulturellen Dialogs an Duisburger Kulturschaffende aller Nationen, die sich um die positive Gestaltung des Miteinanders der Nationen  in unterschiedlichen Kulturbereichen verdient gemacht haben, vergeben.  
 Auszuzeichnen ist ein besonderes Engagement um die positive Gestaltung des Miteinanders der Nationen in unterschiedlichen Kulturbereichen ebenso wie die gesellschaftskritische Beteiligung am Prozess des Zusammenlebens. Es können Kulturschaffende aus den Sparten Bildende Kunst, Film/Video, Fotografie, Literatur, Musik, Tanz, Theater, sowie soziokulturelle und multikulturelle Projekte prämiert werden.  

Alle Duisburger sind aufgefordert, mit einer schriftlichen Begründung Einzelkünstler, freie Gruppen, Initiativen, Vereine oder Verbände vorzuschlagen, die für den Preis prädestiniert sind. Eigenbewerbungen bleiben unberücksichtigt. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis soll an eine natürliche Person oder Personenvereinigung vergeben werden, die in Duisburg wohnt oder arbeitet.  
Die Grundsätze über die Verleihung des Fakir Baykurt Kulturpreises können auf Anfrage übersandt oder im Internet https://www2.duisburg.de/micro2/kulturbuero/  eingesehen werden.  

Vorschläge können bis spätestens 30. Juni eingereicht werden, denen eine detaillierte Darstellung zu  Inhalt, Zielsetzung,  und eventuellen Kooperationsbeziehungen der kulturellen Leistung (Beschreibung max. 1 DIN A4-Seite), der Name, die Adresse und ein kurzer Lebenslauf der/des Kunstschaffenden und eine Begründung der Preiswürdigkeit beizufügen sind.  
Vorschläge können an die Kulturbetriebe Stadt Duisburg (Kulturbüro, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg). Weitere Informationen gibt es telefonisch über das Kulturbüro unter  (0203) 283-62269. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 „Bib to go“ – Service erreichbar.

Wiedereröffnung der Bezirksbibliotheken

Duisburg, 08. Mai 2020 - Nach der Zentralbibliothek öffnen am Dienstag, 12. Mai, auch die Bezirksbibliotheken Walsum, Hamborn, Meiderich, Homberg-Hochheide und Rheinhausen wieder zu ihren üblichen Öffnungszeiten. Der Service für die Besucherinnen und Besucher ist allerdings aufgrund der Vorgaben durch die Coronaschutzverordnung in den Bezirksbibliotheken eingeschränkt. Es können aber Medien ausgeliehen und zurückgebracht werden. Der Aufenthalt in den Räumlichkeiten darf dabei nicht länger als 30 Minuten dauern.  
Die Bibliothek rät dazu, sich die Medien vorab aus dem Medienkatalog OPAC (online Katalog) herauszusuchen und dann gezielt mitzunehmen. Auch die Anmeldung für Neukunden ist möglich.  
 Besucher müssen Mund und Nase mit einem Tuch oder einer Behelfsmaske bedecken und die bekannte Abstandsregel einhalten. Wie in allen Geschäften wird auch in den Bibliotheken nur eine begrenzte Zahl von Personen eingelassen. Am Eingang muss der Bibliotheksausweis vorgelegt werden und jeder Besucher muss sich in eine Liste eintragen. Kinder unter zwölf Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Kunden dürfen maximal zu zweit das Gebäude betreten, eine Ausnahme gilt bei der Begleitung von minderjährigen oder unterstützungsbedürftigen Personen.  
„Wir sind froh, dass wir, wenn auch mit Einschränkungen, nach der Zentralbibliothek nun weitere Standorte in den Bezirken für unsere Kundinnen und Kunden öffnen können“, so Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Duisburger Stadtbibliothek. „Der große Andrang nach den ersten Tagen der Wiedereröffnung der Zentralbibliothek hat gezeigt, wie sehr die Menschen unsere Angebote vermisst haben.“  
Die Bezirksbibliothek Buchholz kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Bezirksamt Süd noch nicht wieder für Kunden geöffnet werden. Hier bietet die Bibliothek aber ihren „Bib to go“- Service an. Kunden können telefonisch oder per E-Mail Medien vorbestellen und nach Terminvereinbarung abholen. Auch die Rückgabe von Medien ist dort nach Vereinbarung möglich.   Weitere Informationen erhalten alle Interessierten auf der Homepage unter www.stadtbibliothek-duisburg.de, telefonisch unter (0203) 283-4218 oder per Email an
stadtbibliothek@stadt-duisburg.de.  
Die Zentralbibliothek ist montags von 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist dort jeweils eine halbe Stunde vor Schließung. Die Öffnungszeiten der Bezirksbibliotheken sind dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr. Zu den vorgenannten Zeiten ist auch die Bezirksbibliothek Buchholz für den „Bib to go“ – Service erreichbar.

 „Bib to go“ – Service erreichbar.

- Lehmbruck Museum: Kulturrucksack „Wundertüten-Upcycling-Projekt“
- Lehmbruck Lecture „Die Brücke zwischen Staatskunst und Verfemung“ (Vortrag)

Lehmbruck Museum: Kulturrucksack „Wundertüten-Upcycling-Projekt“
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uisburg, 06. Mai 2020 - Für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren bietet die Duisburger Künstlerin Katharina Nitz ein vielseitiges Upcycling-Projekt für zu Hause an: Eine kreative Wundertüte, die kontaktlos im Lehmbruck Museum abgeholt werden kann, bietet Anregungen und Materialien, um ausgedienten Gegenständen neues Leben einzuhauchen. 

 

Eine alte Jeans, eine leere Duschgelflasche oder Toilettenpapierrollen finden sich in jedem Haushalt. „Viel zu schade zum Wegschmeißen”, findet Katharina Nitz, die mit ihrem Kulturrucksack-Projekt Schüler*innen neben den Hausaufgaben eine kreative Freizeitbeschäftigung bieten möchte. Denn auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, lassen sich doch oft originelle Einzelstücke daraus zaubern. In einer liebevoll zusammengestellten Wundertüte finden sich nützliche Tipps und Tricks rund um das Thema Upcycling. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, per Telefon oder Videochat weitere Anregungen von Katharina Nitz zu erhalten.

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Wundertüten können nach Teilnahmebestätigung ab Freitag, den 8. Mai, bis Sonntag, 17. Mai, während der Öffnungszeiten des Lehmbruck Museums (Dienstag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr) kontaktlos an der Museumskasse abgeholt werden.  

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung ab sofort unter kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de.

Dies ist ein Kulturrucksack NRW-Projekt in Zusammenarbeit der Stadt Duisburg und dem Lehmbruck Museum unter künstlerischer Leitung von Katharina Nitz. Der Kulturrucksack NRW fördert Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren.

 

"Wundertüten-Upcycling-Projekt“ - Foto: Wolfgang Nitz


Lehmbruck Lecture „Die Brücke zwischen Staatskunst und Verfemung“, Vortrag von Dr. Christian Saehrendt
Am Donnerstag, den 14. Mai, findet eine Lehmbruck Lecture im Rahmen der aktuellen Kabinettausstellung „Die Künstler der Brücke“ statt. Aus gegebenem Anlass wird die Lecture nicht wie gewohnt im Museum, sondern online stattfinden. Auf seiner Website (https://lehmbruckmuseum.de/) stellt das Lehmbruck Museum den Vortrag von Dr. Christian Saehrendt, der sich mit der politischen Rezeption der Künstlergruppe „Die Brücke” befasst, in Videoform zur Verfügung.  

Als Co-Autor, gemeinsam mit Steen T. Kittl, schrieb Saehrendt den Sachbuchbestseller „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst”. In seiner Lehmbruck Lecture setzt er sich mit der expressionistischen Kunst als Politikum auseinander. Heute gilt die expressionistische Kunst unangefochten als zentraler Bestandteil der Klassischen Moderne, wogegen sie in der Weimarer Republik und im Kalten Krieg umstritten war, im Nationalsozialismus sogar als „entartet“ gebrandmarkt wurde. Im Vortrag beleuchtet Saehrendt das wechselvolle Schicksal der „Brücke”-Künstler in den verschiedenen Systemen anhand der politischen Rezeptionsgeschichte.  
Dr. Christian Saehrendt ist freiberuflicher Kunsthistoriker und Publizist, mit einem Schwerpunkt auf den Themenfeldern Kunstsoziologie, Kunst und Politik sowie neuerer Kunstgeschichte.  

Ausstellungsansicht „Die Künstler der Brücke”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2019–2020, Foto: Dejan Saric  

Förderprogramm zur kulturellen Teilhabe startet - Grütters: „Identitätsstiftende und integrative Kraft der Kultur“

Berlin/Duisburg, 05. Mai 2020 - Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Monika Grütters, fördert mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gezielt Kultureinrichtungen, die kulturelle Teilhabe und Vermittlung stärken. Das Programm richtet sich zum Beispiel an Museen, Theater, Bibliotheken und Gedenkstätten, aber auch an Verbände und Bildungseinrichtungen. Es sollen Menschen erreicht werden, die nicht zum traditionellen Publikum der Kultureinrichtungen gehören.

Die neue Ausschreibung für das Förderprogramm läuft seit dem 1. Mai 2020. Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Wir alle spüren in diesen Tagen, wie wichtig die Kultur für Teilhabe und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist. Gerade in Krisenzeiten brauchen wir die identitätsstiftende und integrative Kraft der Kultur. Kultur fragt nicht nach Alter, Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht. Damit „Kultur für alle“ kein Schlagwort bleibt, fördern wir kreative, strukturbildende und nachhaltige Projekte der Bildung und Vermittlung.

Zusammenhalt in Vielfalt gelingt, wenn Kultureinrichtungen sich öffnen und Menschen in ihrer jeweils eigenen Lebenswelt abholen - in urbanen wie in ländlichen Gebieten und unabhängig von Bildung, Einkommen oder Herkunft.“ Zukunftsfähige Projekte mit Startdatum 2021 erhalten die Förderung von insgesamt bis zu 300.000 Euro pro Maßnahme über einen Zeitraum von maximal vier Jahren. Die Ausschreibung endet am 21. August 2020.

Das Programm fördert insbesondere innovative Impulse. Daneben ist kulturelle Vermittlung auch Teil der Regelförderung bundesgeförderter Einrichtungen. Mit mehr Vielfalt im Personal, Programm und Publikum sowie durch eine aktive Bildungsarbeit stärkt die BKM die Strahlkraft der Kultureinrichtungen nachhaltig.

Weitergehende Informationen finden sich unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/ staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/kulturelle-bildung/ modellprojekte-foerdern

Antrag und weitere Informationen
Antrag zur Projektförderung: Kulturelle Vermittlung PDF, 373 KB, barrierefrei
Hinweise zum Antrag PDF, 230 KB, nicht barrierefrei   
Fördergrundsätze PDF, 102 KB, barrierefrei Modellprojekte bundesgeförderter Einrichtungen


Von Beuys bis Richter, von Bechtold bis Baselitz:
MKM Museum Küppersmühle ab 6. Mai wieder für Besucher geöffnet

Duisburg, 04. Mai 2020 - in den vergangenen Wochen haben gut 71.000 Menschen die BECHTOLD-Ausstellung und die Sammlung des MKM Museum Küppersmühle virtuell erlebt und unsere digitalen Angebote genutzt. Jetzt sind wir wieder live zu erleben: Ab dem 6. Mai öffnet das MKM seine Türen für Besucher. Auch die Sonntagsführungen werden in angepasster Form wieder aufgenommen.

Erwin Bechtold, Installationsansicht MKM, Foto: Henning Krause


Die derzeit üblichen Einschränkungen und Regeln für das öffentliche Leben gelten natürlich auch beim Museumsbesuch, insbesondere die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50m. Das MKM sorgt für einen umfassenden Schutz der Besucher und Mitarbeiter.

Ganz besonders freuen wir uns, den Besuchern die große Retrospektive der Gemälde von Erwin Bechtold zu präsentieren, der am 12. April seinen 95. Geburtstag gefeiert hat und noch immer fast täglich im Atelier steht. Die Ausstellung mussten wir unmittelbar nach Eröffnung schließen. Bis zum 24. Mai ist noch Gelegenheit, die Werke im Original zu erleben.

Auch die Sammlung mit Werken von Joseph Beuys, K.O. Götz, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Emil Schumacher, Günther Uecker und vielen weiteren ist ab dem 6. Mai wieder geöffnet.

Treppenturm MKM von Herzog & de Meuron, Foto: Aleksandar Filipovic


Das Lehmbruck Museum öffnet wieder

Duisburg, 02. Mai 2020 - Ab Dienstag, den 5. Mai, ist das Lehmbruck Museum wieder geöffnet. Nach rund 7-wöchiger Schließungsphase als Schutzmaßnahme zur Eindämmung der Corona-Epidemie sind damit alle Ausstellungsbereiche und auch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit“ für Einzelbesucher*innen zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder zugänglich. Besonders erfreulich ist, dass diese Ausstellung eines der bedeutendsten und eigenwilligsten britischen Künstler nun bis zum 20. September 2020 verlängert werden kann.

 

Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla ist über die Beendigung des kulturellen Shutdowns sehr erleichtert: „Ich bin sehr froh über diese Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Alle Besucher*innen können sicher sein, dass wir die Vorgaben der Politik sehr ernst nehmen. Wir sind für die zulässige begrenzte Besucherzahl bestens ausgerüstet. Unsere Ausstellungsflächen bieten ausreichend viel Raum, so dass ungewollte Nähe zu anderen Personen leicht vermieden werden kann. Der Kunstbetrachtung vor den Originalen steht somit nichts mehr im Weg.“

 

Zurzeit präsentiert das Lehmbruck Museum über seine ständige Sammlung hinaus eine Reihe sehenswerter Wechselausstellungen: Allen voran die Retrospektive des wichtigen britischen Bildhauers Lynn Chadwick mit einer Auswahl von rund 70 Plastiken und grafischen Blättern seines beeindruckenden Lebenswerkes.

 

In der Ausstellung „Die Künstler der Brücke“ sind herausragende Beispiele expressionistischer Malerei, von Künstlern wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde, aus der Sammlung des Museums vereint. Im Lehmbruck-Flügel bietet die Studioausstellung „Wilhelm Lehmbruck. Ein Leben“ ungewohnte Einblicke in die Biografie des Künstlers und selten gezeigte Frühwerke seines Schaffens.

 

Das Team des Lehmbruck Museums hatte in der Zwischenzeit die Online-Angebote des Hauses erweitert, um das Publikum für den Verzicht auf die Museumsbesuche zu entschädigen: Es gab den neuen Newsletter „Lehmbruck Museum frei Haus!“, die „digitalen Sonntagsführungen“ auf dem Instagram-Kanal des Museums und Online-Workshops des CITY ATELIERS im Rahmen der Kunstvermittlung. Dieser Impuls wird die digitale Präsenz des Museums auch zukünftig prägen.

  Foto: Dejan Saric


Berlin/Duisburg, 29. April 2020 -

 

 

Duisburger Kulturrucksack ist digital: „Songs in real life“  

Duisburg, 28. April 2020 - Der Duisburger Kulturrucksack bietet medienaffinen und musikalischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren aus Duisburg die Chance, gemeinsam mit Profis kreativ zu werden.  
Wie klingen aktuelle Hits wohl im wahren Leben? „Songs in real life!“ heißt das kreative Rezept für jede Menge Spaß: Kurze Clips in denen die Hooklines bekannter Songs auf Alltagssituationen treffen. Teilnehmer lernen, wie es zum Beispiel auch YouTube-Stars wie Julien Bam machen und verpassen so gemeinsam mit Medienprofis bekannten Songs witzige, neue Texte.  

In Zeiten von Corona, findet dieser Kulturrucksack-Medienworkshop online statt. In diversen Liveschaltungen coachen Musiker Phillipp Kersting und Schauspielerin Sunny Bansemer in den Themen „Gesang und Kameraperformance“.

Videoproduzent Marco Rentrop gibt wertvolle Tipps für den Dreh der passenden Bilder. Gesang und Videos nehmen die Teilnehmer eigenständig auf. Später werden diese Ton- und Videoaufnahmen zu einem professionellen Musikvideo verarbeitet. Anmeldung und Infos unter: info@freigesprochen.de / https://freigesprochen.de www.kulturrucksack-nrw.de

Lehmbruck Museum: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Öffnet die Museen! Auch der kulturelle Shutdown muss gelockert werden.

Duisburg, 21. April 2020 - „Kunst und Kultur gehören zur grundlegenden Bildung in unserer Gesellschaft,“ betonen Oberbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Sören Link und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Deshalb hoffen sie gemeinsam mit Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, dass auch die Museen bald wieder öffnen können.

 

In einer Zeit, in der viele Gewissheiten ins Wanken geraten sind und unser soziales Leben sich grundlegend ändert, brauchen wir die Kunst. Sie hilft uns zu lernen, mit dem Neuen umzugehen und uns in einer sich rasant verändernden Wirklichkeit neu auszurichten. Gerade jetzt ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen, einen Schritt zurückzutreten, um – wenn auch nur für wenige Momente – gedankliche Distanz zu bekommen und die Dinge neu zu ordnen.
„Für alle Menschen gibt es wohl keinen besseren Ort als das Museum und kein wirkungsmächtigeres Medium als die Kunst, um sich – jenseits aller kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede – aus sich selbst heraus neu zu erfinden“, ist Dinkla überzeugt. Das Lehmbruck Museum hofft daher sehr, ab dem 4. Mai 2020 wieder öffnen zu können.

 

„Lehmbruck digital“ 

Bis dahin bietet das Lehmbruck Museum neu entwickelte Online-Angebote an: Bilder, Filme, Texte und Radiobeiträge zu den aktuellen Ausstellungen und Werken der Sammlung.
Der neue Newsletter „Lehmbruck Museum frei Haus!“ ist bisher in fünf Teilen erschienen, die auf der Website des Museums abrufbar sind. Mit Beiträgen in verschiedenen Medien werden die aktuellen Ausstellungen zu „Lynn Chadwick“, den „Künstlern der Brücke“ und „Wilhelm Lehmbruck“ aus der Ferne erlebbar. Abonnenten des Museum-Newsletters werden regelmäßig über neue Folgen informiert. (Anmeldung zum Newsletter:
https://lehmbruckmuseum.de/newsletter/)


Besonders beliebt sind die „digitalen Sonntagsführungen“ auf dem Instagram-Kanal des Museums. Diese sind als „Highlights“ archiviert und jederzeit abrufbar. Hier stellt die Kunstvermittlerin Ipek Genctürk die Ausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit“ in leicht verständlicher Sprache vor.

 

Im digitalen CITY ATELIER lädt die Kunstvermittlung dazu ein, kreativ zu werden. Es gibt Challenges zum Nachstellen von Skulpturen und Online-Workshops – aktuell einen Selbstporträt-Kurs mit der Düsseldorfer Künstlerin Bettina Kohrs. So ist es auch schon jetzt zu Hause möglich, erste Erprobungen der Selbstbeobachtung, Reflexion und Neupositionierung zu beginnen. 

Mit „Lehmbruck digital“ hat das Museum viele Follower hinzugewonnen – es ist also auch in der Zeit der Schließung (virtuell) geöffnet! 

Die Links zu „Lehmbruck Museum frei Haus!“ und zu den Angeboten auf Instagram:
https://lehmbruckmuseum.de/lehmbruck-museum-frei-haus/

https://www.instagram.com/lehmbruckmuseum/

https://www.instagram.com/das_city_atelier/

 

Kulturdezernent Thomas Krützberg mit Dr. Söke Dinkla und Personal der Lehmbruck Museums – Foto: Uwe Köppen, Stadt Duisburg

 

 

 

Aktuelles von der Stadtbibliothek: „Bib to go“ und mehr

Duisburg, 21. April 2020 - Die Stadtbibliothek bietet ab sofort an fünf Standorten eine „Bib to go“ an, also die Bibliothek „zum Mitnehmen“. Wer einen Bibliotheksausweis hat, kann montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr verschiedene Medien telefonisch oder per Email vorbestellen. Möglich ist das bei der Zentralbibliothek (0203/283-4218, buchpflege@stadt-duisburg.de) sowie den Bezirksbibliotheken Hamborn (0203/283 5373, stabi-hamborn@stadt-duisburg.de), Meiderich (0203/4499366,

stabi-meiderich@stadt-duisburg.de), Homberg-Hochheide (02066/34650, stabi-homberg-hochheide@stadt-duisburg.de) und Rheinhausen (02065/9058467, stabi-rheinhausen@stadt-duisburg.de).

 

Bestellt werden können nur konkrete Titel aus dem Online-Medienkatalog „OPAC“. Der ist im Internet unter www.stadtbibliothek-duisburg.de verfügbar und zeigt auch an, ob der Titel am Abholort verfügbar ist. Die Kunden können aber auch beschreiben, welche Medien sie sich wünschen, beispielsweise Sachliteratur zu einem bestimmten Thema oder Hörbücher für Vorschulkinder.
Die Mitarbeiter stellen maximal zehn Titel zusammen und informieren die Kunden darüber, wann diese abgeholt werden können. Dabei erfolgt die Übergabe kontaktlos. Auch die Rückgabe von Medien ist an diesen Standorten wieder möglich. Das ist allerdings nicht unbedingt erforderlich, denn die Fristen für die Rückgabe ausgeliehener Medien werden automatisch verlängert, solange die Bibliotheken für das Publikum geschlossen bleiben.

 

Die Bibliotheken werden schnellstmöglich wieder öffnen, müssen aber zunächst entsprechende Hygiene-Vorkehrungen treffen. Bis dahin bleibt das Angebot des kostenlosen DigiPasses für digitale Medien gültig. Auch die Eintrittsgelder für die ausgefallenen Veranstaltungen der Duisburger Akzente können dann erstattet werden. 

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek zurzeit montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter 0203/283-4218 telefonisch oder per E-Mail an stadtbibliothek@stadt-duisburg.de zur Verfügung.


Autokino: filmforum freut sich über ausverkaufte Vorstellungen

Kino in 'Corona-Zeiten' - Duisburgs erstes Autokino gut besucht

Die Einweisung auf den Stellplatz erfolgt durch freundliche und hilfreiche Ordner.

Duisburg, 21. April 2020 - Das erste Autokino auf Duisburger Stadtgebiet, veranstaltet von der filmforum GmbH, ist ein voller Erfolg: An den ersten vier frühlingshaften Kinoabenden auf dem Parkplatz P4 an der schauinsland-reisen-arena wurden bisher mehr als 1.400 Besucher gezählt. Das entspricht einer 100 prozentigen Auslastung der selbstgewählten Maximalkapazität von 150 Stellplätzen pro Vorstellung.  

Trotz des großen Andrangs, den das Team des filmforums am Dellplatz komplett kontaktlos betreut hat, blieb es leise. Durch die Übertragung des Filmtons auf die Autoradios per UKW-Sender ist das lauteste Geräusch bei den Vorstellungen das Rauschen des Kinoprojektors.

Gut angekommen ist die Idee, in der ersten Woche ausschließlich deutsche Filme anzubieten: Die jeweiligen Begrüßungen von Regisseuren, Schauspielern und sonstigen Kreativen an die Adresse des Publikums haben sich als willkommener Bestandteil des Vorprogramms etabliert.  
„Ich finde es wichtig, dass wir uns in diesen schwierigen Zeiten auch eine Auszeit gönnen. Das Autokino am Stadion ist eine großartige Möglichkeit, einen langen Tag in toller Atmosphäre ausklingen zu lassen“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.  


Auch Kulturdezernent Thomas Krützberg, der im Aufsichtsrat der filmforum GmbH sitzt, freut sich über das Autokino: „Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch der Duisburger und hoffe, dass das filmforum-Publikum nach dieser Überbrückungsmöglichkeit bald wieder im Stammhaus am Dellplatz im Kinosaal Filme genießen können. Das Autokino ist ein außergewöhnliches Highlight in außergewöhnlichen Zeiten und ein Beweis dafür, dass das Team des filmforums auch kurzfristig ein alternatives Filmangebot sicherstellen kann.“  

Mit der Veröffentlichung des Programms für die kommende Spielwoche können am Mittwoch, 22. April, wieder Tickets gekauft werden. Der Verkauf erfolgt ausschließlich auf www.filmforum.de. Über alles informiert wird man am besten mit dem Newsletter des filmforums, den man auf der Website abonnieren kann.

Absage Traumzeit-Festival  

Duisburg, 20. April 2020 - Aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020 muss das Traumzeit Festival in diesem Jahr leider ausfallen. "Wir sind sicher tief traurig über die Absage dieses für Duisburg so wichtigen Festivals. Doch wir stehen hinter dieser richtigen Entscheidung, denn sie ist eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme für die Gesundheit unserer Besucher*innen, unserer Künstler*innen, unseres Teams und letztlich auch der gesamten Bevölkerung", kommentiert Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg diese Entscheidung. "Gleichzeitig richten wir unseren Blick nach vorn und setzen schon jetzt alles daran, dass die Traumzeit 2021 ein unvergessliches musikalisches Ereignis wird."  

Auch Festivalleiter Frank Jebavy denkt bereits an die nächste Traumzeit: "Nach dieser so schmerzhaften wie notwendigen Absage werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, um Traumzeit 2021 zu drei ganz außergewöhnlichen Tagen zu machen, gespickt mit ambitionierter und kreativer Musik." Das Festival werde weiter aktuelle Trends aufgreifen, so Jebavy. "Aber wir werden auch versuchen, einige Programm-Ideen aus diesem Jahr zu verwirklichen."  

Bereits gekaufte Tickets behalten für das Traumzeit Festival 2021 ihre Gültigkeit. Es wird auch möglich sein, sich das Ticket erstatten zu lassen. "Allerdings wäre es eine tolle Unterstützung für die Vorbereitung, wenn ihr Euch den neuen Termin im Kalender vermerkt und Euer Festivalticket einfach mit ins nächste Jahr nehmt", wendet sich Jebavy direkt an die Freund*innen des Festivals.Weitere Infos gibt es unter www.traumzeit-festival.de

Zusammenspiel von Stadt und Freier Szene während des Corona Lockdowns  

Duisburg, 16. April 2020 - Seit dem gesellschaftlichen Lockdown und der damit verbundenen Absage jeglicher öffentlicher Veranstaltungen steht die Stadt Duisburg in noch engerem Kontakt zu den vielen Freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden der Stadt.  
Von Beginn an wurde, manchmal mehrmals am Tag, über den Newsletter des Kulturbüros über jegliche Hilfen und Sofortprogramme informiert, um einen steten Informationsfluss zu gewährleisten.  

Auch die von der Stadt Duisburg und dem Verein Kultursprung gemeinsam betriebene Website www.kulturbeutel-duisburg.de hat sich bewährt. Die Informationen zu den Hilfsprogrammen wurden auch dort veröffentlicht. Im Blog wurden Interviews mit Duisburger Künstlern zur gegenwärtigen persönlichen Situation geführt. Auch steht der Blog für Berichte und Kunstprojekte „aus der Einsiedelei“ und das Fotoprojekt „nicht auf den ersten Blick“.  

Die Kreativen haben auf die Krise schnell reagiert und viele Angebote ins Internet verlegt. Dabei reicht die Palette von Live-Konzerten, Lesungen, Theaterstücken bis hin zu virtuellen Rundgängen durch Ausstellungen.  
Für Kulturdezernent Thomas Krützberg keine Selbstverständlichkeit: „Ich habe in meinen ganzen Jahren als Kulturdezernent die Kunstaktionen der Freien Szene und den Input, den sie damit der Stadtgesellschaft geben, immer sehr geschätzt. Und gerade jetzt, in diesen dunklen Zeiten für öffentliche Veranstaltungen hat die Kreativität der Freien einen echten Vorbildcharakter für unsere Gesellschaft.“  

Auch die Cubus Kunsthalle setzt sich mit ihrem Programm „Cubus Live“ engagiert in Szene. In der veranstaltungsfreien Zeit stellt die Cubus Kunsthalle ihre Räume für bildende Künstler, Lesungen und Musiker zur Verfügung. Auf einer Bühne werden Konzerte aufgenommen und live ins Netz (facebook + youTube) geladen. Die Initiatoren möchten bildenden Künstlern und Musikern so eine Möglichkeit geben, den Kontakt zum Publikum zu halten und im Idealfall zu erweitern.  

Eine Art digitale Programmzeitschrift bietet das Format ruhrtube.de, das hier in Duisburg entwickelt wurde. Hier wird auf all die verschiedensten Online-Veranstaltungen hingewiesen und auch eigene Streams angeboten. Hinter dieser Idee stehen Kulturschaffende aus dem Umfeld des Medienbunkers Marxloh. Das Kulturbüro der Stadt Duisburg unterstützt die Arbeit dort ideell, teilweise redaktionell und mit einem finanziellen Zuschuss.  

Auch bei bereits geförderten Projekten durch den Kulturbeirat, die  jetzt hätten durchgeführt werden sollen, ist das Kulturbüro in enger Abstimmung mit den Antragstellern. Dazu erklärt Kulturdezernent Thomas Krützberg: „Einige Projekte sind gerade dabei neue Termine zu finden, bei anderen, wo dies nicht so ohne weiteres möglich ist, werden individuelle Lösungen gefunden, die nicht zu Lasten der Künstler gehen.“

Die Stiftung DKM nutzt die Zeit der Schließung

Duisburg, 9. April 2020 - Die Ausbreitung des Corona-Virus hat das öffentliche Leben zu großen Teilen lahmgelegt und infolge der verschiedenen Beschlüsse durch die Landesregierung NRW zu einer flächendeckenden Schließung von öffentlichen und privaten Einrichtungen geführt. Besonders Museen sind von diesem aktuellen Ereignis betroffen.  
So hat auch das Museum DKM zur Verhütung und Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus mit Ende des zweiten Märzwochenendes seine Pforten für die Öffentlichkeit bis auf Weiteres geschlossen. Das Büro der Stiftung ist weiterhin besetzt. Unter der allgemeinen Einschränkung werden dennoch Anfragen jeglicher Art, wie etwa Leihgesuche bearbeitet und die Stellrevision im Haus vorangetrieben. Die Stiftung DKM nutzt außerdem die Zeit, angefallene Arbeiten in den Ausstellungsräumen durch unsere Haustechnik abzuschließen.    

Aktuelle Ausstellungen und Ankündigungen  
Ein ganzes Leben für die Kunst
Erwin Wortelkamp 20.09.2019 – 03.05.2020
 
Für die Ausstellung Erwin Wortelkamp ist eine Verlängerung angedacht, um allen Interessierten nach Wiedereröffnung des Museums erneut Gelegenheit zum Besuch der sehr gut angenommenen Wechselausstellung zu ermöglichen. Aus diesem Anlass möchten wir den Künstler nach Duisburg zu zwei "Spaziergängen" mit ihm und unseren Gästen durch die Ausstellung einladen.  
Zusammen mit dem Lehmbruck Museum, unter der Begleitung von Jörg Mascherrek, planen wir einen anschließenden Ausflug in den Skulpturenpark "Im Tal" bei Erwin und Ulla Wortelkamp in Hasselbach im Westerwald.


Architektur mit den Augen des Fotografen
(Carlo Scarpa: La Tomba Brion in San Vito d’Altivole)
Klaus Kinold
22.11.2019 – 10.05.2020

 
La Tomba Brion San Vito D’Altivole, Photo: © Klaus Kinold 
 

Klaus Kinold, Carlo Scarpa und Giuseppe Brion. Drei große Namen vereint im Museum DKM. Der venezianische Architekt Carlo Scarpa schuf für die Unternehmerfamilie Brion auf zweitausend Quadratmetern ein Gesamtkunstwerk, das dem Tode huldigt. Grablege, Pavillon und Kapelle, ein Ort der Meditation und ein großes architektonisches Denkmal.

Dem aus dem Ruhrgebiet stammenden Münchener Architekten, Künstler und Fotografen Klaus Kinold widmet das Museum DKM eine Ausstellungsreihe zu seiner Architekturfotografie. Am Anfang der Reihe steht Carlo Scarpa. Seine Grabanlage "La Tomba Brion" wird in den Fokus gerückt. Dabei wird der spezielle, auf das Besondere aufmerksame, präzise und nüchterne Blick des Fotografen wahrnehmbar.
Die von ihm fotografierte Architektur steht im Mittelpunkt und entfaltet ihre Wirkung auf den Betrachter. Durch seine Fotografien wird die Atmosphäre des Ortes erlebbar und vermag den Betrachter darein zu versetzen.

Im Hauptausstellungsraum werden die fotografischen Arbeiten von der Grabstätte gezeigt. In den zwei anschließenden Räumen sind Panoramafotografien von Kinolds Reisen ins Veneto und nach Venedig, Carlo Scarpas Heimat, zu sehen. 

Es wäre sehr schade, könnten wir die Ausstellung von Klaus Kinold nicht noch einmal kurzfristig öffnen. Derzeit prüfen wir, zusammen mit dem Künstler und der Galerie Walter Storms in München, ob möglicherweise vor dem endgültigen Abbau noch für wenige Tage ein letzter Blick in die Ausstellung gewährt werden kann. Darüber werden wir Sie zeitnah informieren.


La Tomba Brion

Carlo Scarpas Meisterwerk in Fotografien von Klaus Kinold
 

Als bedeutendste Bauschöpfung des Venezianers Carlo Scarpa (1906 - 1978) gilt ein zwischen 1969 und 1976 in San Vito d'Altivole, Provinz Treviso, realisierter Familienfriedhof – La Tomba Brion. Den Auftrag erteilt hatte die kunstsinnige Industriellengattin Onorina Brion, die sich eine repräsentative Begräbnisstätte für sich, ihren Gatten Giuseppe sowie die weitere Familie wünschte. Zur Verfügung stand ein gut 2000 Quadratmeter großes, L-förmiges Areal, das an zwei Seiten den alten Dorffriedhof tangiert. Scarpa ließ das Gelände leicht anheben und mit einer einwärts geneigten Mauer umfrieden.
Was so entstand, war eine weithin sichtbare Bastion – äußerer Rahmen für fünf in Sichtbeton ausgeführte, individuell durchgestaltete Baukörper, beginnend mit dem Eingangsbau sowie einem öffentlich nicht zugänglichen Meditations-Pavillon mit Wasserbecken, dem "Arcosolio" mit den Sarkophagen des Ehepaares Brion sowie der Grablege für die Familie, bis hin zu einer intimen Kapelle nebst "Kreuzgang".

Der Kulturkritiker Philippe Duboy erkannte in dem Grabmal für Giuseppe und Onorina Brion "reiche Architektur, sublime Zwecklosigkeit". Man könnte auch sagen: Ein beherztes Stück gebaute Poesie, ein irdisches Paradies der Überraschungen, bis ins Kleinste durchgeplant, reich an Zeichen und Symbolen. Auffällig auch der Rückgriff auf die lange Tradition von Mosaik und Stucco lustro.
Dann das Spiel mit dem Wasser, Symbol des Lebens, Metapher für Bewegung, fernöstlich inspirierte Antithese zur kantigen Strenge des Betons, dem Scarpa freilich durch die Spuren einer "lebendigen" Schalung eine fast federne Leichtigkeit verlieh. Alles ist kostbar. Nichts ist Konfektion. Jedes Detail als Einzelstück entworfen. Allein die Eisen gefassten Alabasterfenster der Kapelle verweisen auf große Handwerkskunst, aus der Scarpa hier noch einmal im großen Umfang schöpfen konnte.

Rund ein Jahrzehnt nach Fertigstellung reiste der Münchner Fotograf Klaus Kinold nach San Vito d'Altivole, um das Grabmal fotografisch zu erkunden. Noch standen die den Eingangsbereich flankierenden Thujen – inzwischen sind sie abgeholzt. Vor allem besaß die Grablege eine vom Architekten materialkundig vorgedachte Patina, die mittlerweile in einen eher bedauerlichen Zustand umgeschlagen ist.
Klaus Kinold, mit anderen Worten, stieß auf eine Art Idealzustand zwischen Fertigstellung und Verfall, auf einen Moment innerhalb der Baugeschichte, in dem die Vision des Architekten ideal zum Tragen kam.

La Tomba Brion ist ein großes Erlebnis. Scarpa selbst nannte seinen Friedhof einen "heiteren Ort der Meditation". Tatsächlich ist dies ein magischer Ort, der lebt, auch wenn er dem Tod verpflichtet ist. Der sich verändert und damit selbst das Leben spiegelt. Hans-Michael Koetzle


Kaiser Antonino Dance Ensemble im Museum DKM    

Die Uraufführung "When air is still around" des Kaiser Antonino Dance Ensembles am 20. März konnte im Rahmen der 41. Duisburger Akzente nicht stattfinden. Die von uns geschätzten Choreographen Avi Kaiser und Sergio Antonino werden unter anderem deswegen im November in den Ausstellungsräumen unseren Besucherinnen und Besuchern eine Darbietung im ungewohnt-gewöhnlichen Ambiente des Museums liefern.   
Termine:  
Freitag, 13.11.2020, 13 – 19 Uhr
Samstag, 14.11.2020 14 – 19 Uhr  
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 12 € | ermäßigt 6 €. Wir bitten um eine Anmeldung zur Tanzperformance.    

Kürzlich erschienene Publikationen    
Nikolaus Koliusis Blaubeziehung | Blue Relation

Nikolaus Koliusis, Blaubeziehung | Blue Relation, Duisburg 2020.  

Die Farbe Blau ruft vielfältige Reaktionen hervor. Sie wirkt beruhigend, ausgleichend, aber auch kühl. Wir assoziieren Blau mit Himmel und Meer, mit Weite, Ferne und Sehnsucht. Für den Lichtkünstler Nikolaus Koliusis (*1953), dessen Werk von der Farbe Blau bestimmt ist, handelt es sich sowohl um eine romantische, eine poetische wie auch eine abstrakte Farbe.  
Im März ist der Katalog zur Ausstellung von Nikolaus Koliusis mit Textbeiträgen von Prof. Dr. Frank Duffner und Dr. Susanne Ließegang erschienen. Die Publikation, wie auch die vorangegangenen, wurden von Prof Dr. Gert Kreytenberg lektoriert.

Das seit über zehn Jahren gemeinsam zwischen Dirk Krämer und Greg Wallis entwickelte hauseigene Layout aller erschienen Bestands- und Ausstellungskataloge mit vielen in situ Fotografien, vermittelt das raumbezogene Anliegen der Sichtbarmachung einer Ausstellungsidee aus der Hand eines souveränen und langjährig uns verbundenen Layouters. Übersetzt haben den Katalog Dr. Bhesham Sharma, Alix Sharma-Weigold und unsere langjährige Übersetzerin Amy Patton.

 


Kunstwerk des Monats    
Die Tierbronzen von Gilan Iran Amlash. Tiergefäße und Tierbronzen aus dem Iran in der Sammlung DKM

Herde mit zwölf Pferden und Hund, Gilan-Kultur, 9.– 8. Jh. v.u.Z., Photo: Werner J. Hannappel.  

Viele der "Amlash"-Tierbronzen sind in kleinstem Maßstab gebildet. Einige Tierbronzen weisen am Rücken Tragösen auf oder sind seitlich durchbohrt. Aufgrund der Fundlage könnte man vermuten, dass sie z.B. an Gürteln als Zierelemente getragen worden sind und somit eine Art Trophäe oder Amulett bildeten. Die Körper der Tiere zeigen fließende, geschwungene Formen, also keine hart abgegrenzten Glieder.
Die Wiedergabe von Details fehlt meistens, selbst auf die Angabe der Geschlechtsorgane wird verzichtet. Dagegen werden die distinkten Erkennungsmerkmale eines Tieres hervorgehoben. In diesem Zusammenhang sind das Geweih und Gehörn, aber auch der Fettbuckel zu nennen. Der Unterschied zu den stark abstrahierten und verspielten und dennoch detailreichen Luristan-Bronzen ist deutlich.
Neben einzelnen Figuren hat man auch Modelle von Pferdegespannen mit Wagen oder pflügenden Ochsengespannen hergestellt, miniaturhaft wiedergegebene Requisiten also, die offenbar dem Verstorbenen im Jenseits zur Verfügung stehen sollten. Diese Modelle erinnern an die ägyptischen Holzmodelle aus dem Mittleren Reich.  
Nach wie vor stellt die genaue zeitliche Einordnung der Gilan-Kunst ein Problem dar. Zuwenig stammt aus gesichertem Fundkontext, zuwenig wurde von den Grabungen bis heute publiziert. Immerhin brachten die Funde aus der Nekropole Marlik einige Erkenntnisse, aufgrund derer die Gilan-Gefäße und -Bronzen in die Zeit zwischen 1250 und 800 v.u.Z. gehören.
Da schriftliche Überlieferungen für diese Zeit aus dem Iran beinahe vollständig fehlen, kann man über die Träger der Gilan-Kultur, ihren Glauben, ihre Sitten und Gebräuche fast gar nichts sagen. Der Mangel an schriftlichen Quellen hebt den Wert des archäologischen Materials und seiner Interpretation umso mehr hervor. Andre Wiese, Textauszug aus dem Katalog Iran Amlash, hrsg. v. Stiftung DKM, Duisburg 2011.


Persönliches von Dirk Krämer und Klaus Maas    

Nachruf auf einen mit der Sammlung eng verbundenen Künstler Erich Reusch († 29. Dezember 2019)
Mit Bestürzung haben wir erfahren müssen, dass ein treuer Weggefährte und langjähriger Freund unseres Museums aus dem Leben geschieden ist. Erich Reusch ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Bereits Anfang der 70er Jahre führte unser Weg in die Bochumer Galerie m, um uns Arbeiten von J. J. Schoonhoven anzusehen. Bei dieser Gelegenheit haben wir erstmalig Arbeiten von Ernst Hermanns und Erich Reusch mit großem Interesse wahrgenommen!  
Schon bald danach besuchte uns Erich Reusch mit seiner Frau im Haus Cassel in Rheinberg am Niederrhein, wo wir erst kürzlich einen hochherrschaftlichen Bauernhof als vorübergehenden Wohnsitz übernommen hatten, um eine seiner mehrteiligen Raumskulpturen aus Corten-Stahl auf dem landwirtschaftlichen Umfeld vorläufig zu positionieren und nach mehreren Probeläufen dann endgültig vor Ort aufzustellen.
Der Anfang einer aktiven Künstlerfreundschaft, aus der viele Begegnungen, Veranstaltungen und verschiedene gemeinsame Ausstellungen bis zur Installation eines Künstlerraums in der Dauerausstellung des Museum DKM, die sein Werk seit über 10 Jahren mit Beispielen aus mehr als 5 Jahrzehnten zeigt. Dahinter steht ein umfangreicher in der Sammlung befindlicher Werkkomplex, aus dem immer wieder Leihgaben an andere Museen entsandt werden, so auch für die bereits vor seinem Tod von der Familie von Berswordt-Wallrabe im Museum Untertage, Bochum, für 2020 konzipierte retrospektive Ausstellung.  
Die ursprüngliche Raumskulptur wurde später für mehr als 20 Jahre in völlig veränderter Konstellation Teil des von Rolf Wedewer angelegten Skulpturenparks am Museum des Leverkusener Schloß Morsbroich und wird in naher Zukunft eine endgültige Aufstellung in Nachbarschaft der RuhrKunstMuseen die Erinnerung an  den großartigen Menschen, Künstler und Architekten Erich Reusch für die Nachgeborenen wachhalten!

Erich Reusch, Relief (dreiteilig), 1963, Ausstellungsansicht, Photo: Eric Jobs, Hattingen.

Zum Geburtstag von Ulrich Erben (80 Jahre)  
Fast ebenso lange wie Erich Reusch kennen und schätzen wir unseren Malerfreund Ulrich Erben! Die ersten beiden “Weißen Bilder“ erstanden wir nach einem Atelierbesuch im niederrheinischen Goch in der Münchener Galerie Art in Progress. Es folgten Ausstellungen in unserer kleinen Fenstergalerie Linie in der Moerser Fußgängerzone: Ulrich Erben – Arbeiten auf Papier (1981), Ulrich Erben – Malerei (1985), später zusammen mit der Galerie Thomas Jerig im Hafen Duisburg-Ruhrort und in der 1999 im Duisburger Innenhafen eröffneten Galerie DKM: Ulrich Erben – Der stille Raum (2005).
In dem 2009 eröffneten Museum DKM gibt es von Anfang an einen Künstlerraum in der Dauerausstellung, zunächst mit einem repräsentativen Werkkomplex aus über 40 Jahren, ab 2011 nach einer großzügigen Schenkung des Künstlers “Farben der Erinnerung-Wanheimerort“ (1987-93) fünf gleich große Bilder, die alle in einem vorübergehenden Atelier im Duisburger Ortsteil Wanheimerort entstanden und nach einer teilweisen Odyssee nun dauerhaft wieder vereinigt sind! Eine Hommage an den Industriestandort Duisburg mit ungewöhnlichen Form- und Farbsetzungen!

Zum Geburtstag von Timm Ulrichs (80 Jahre)  
Über die langjährige Verbindung mit Christiane Möbus haben wir auch ihren hoch geschätzten Künstlerkollegen Timm Ulrichs kennen gelernt, mit dem sie in beider Heimatstadt Hannover seit Langem ein 600 qm großes gemeinsames Lager unterhält, um die vielfältigen Arbeiten beider Künstler zu verwahren. Nachdem wir anläßlich eines Besuches Gelegenheit hatten, dieses Lager in schierer Materialmenge und nach nicht feststellbaren Prinzipien “geordnet“ in Augenschein nehmen durften, entstand der Plan, aus dieser Situation ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu machen: Christiane Möbus und Timm Ulrichs ... aus einem Lager (2011).
Der größte Museumsraum im Neubau wurde der gemeinsame Ausstellungsort, in dem von beiden Künstlern jeweils eine dominierende “Tischarbeit“ gegenüber gestellt und mit weiteren für beide typischen Artefakte ergänzt wurde. Zwei anschließende kleine Räume wurden mit je einer Rauminstallation von beiden Künstlern bespielt.
 Der Bogen zum Künstler Timm Ulrichs war geschlagen, seine schwergewichtige und bedeutungsvolle Arbeit “Anhäufung von Kilometersteinen (1969), (Über das Verhältnis von Natur zu Kultur) wurde in die Sammlung überführt und erweiterte unseren Künstlerhorizont! Die spätere große Ausstellung zu Ehren von Timm Ulrichs in Sprengelmuseum und Kunstverein Hannover bestätigten unseren tiefen Eindruck, den der Künstler mit seinem Lebenswerk prägt.

DigiPass“ der Duisburger Stadtbibliothek ist ein voller Erfolg

Duisburg, 8. April 2020 - Die Stadtbibliothek bietet seit Ende März allen Duisburgerinnen und Duisburgern, die noch nicht Kunden der Bibliothek sind, einen kostenlosen „DigiPass“ an. Mit ihm können für die Dauer der Schließung alle digitalen Angebote genutzt werden. Kurz nach Veröffentlichung des Angebotes setzte ein regelrechter Ansturm darauf ein. Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 800 „DigiPässe“ ausgestellt.

„Ich bin sehr stolz auf das Engagement meines Teams, das hier sehr viel Einsatz zeigt“ so Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Bibliothek. „Mit unserem Online-Angebot können wir die Bürgerinnen und Bürger weiter mit Medien und Informationen versorgen, auch wenn sie gerade nicht zu uns kommen können.“   Besonders beliebt ist die „Onleihe“ mit ihrem großen Angebot an Romanen, Sachbüchern, Zeitschriften und Hörbüchern.

Die Bibliothek hat gerade diesen Bestand zu Beginn der Schließung noch einmal erheblich aufgestockt, dennoch sorgt die große Nachfrage für teilweise leergefegte virtuelle Regale. Kunden können hier mithelfen, indem sie gelesene Medien vorzeitig zurückgeben. So stehen sie anderen Interessenten schneller zur Verfügung. In Kürze werden in der „Onleihe“ auch Titel in arabischer, persischer und kurdischer Sprache zur Verfügung stehen.  

Neben der „Onleihe“ umfasst das Online-Angebot seit neuestem auch den Streaming-Dienst „filmfriend“, dessen Katalog von deutschen Klassikern über Dokumentationen, internationalem Kino bis zu Kinderserien reicht. Altersgerechte Medien für Kinder von zwei bis zehn Jahren bietet auch „tigerbooks“ mit vielen, teilweise interaktiven Bilder- und Kinderbüchern. Im PressReader können tagesaktuelle Zeitungen und Zeitschriften aus 100 Ländern in 60 Sprachen gelesen werden. Sprachkurse sind über Rosetta Stone, ein Lernprogramm für 30 Sprachen möglich.  

Die Bildungsanbieter Munzinger und Brockhaus haben ihr kostenloses Angebot aufgrund der aktuellen Situation vor allem für Schülerinnen und Schüler erweitert. Hier stehen Lernmaterialien bis zur Abiturvorbereitung zur Verfügung. Musikinteressierte werden in der Naxos Music Library fündig, die für ihre große Auswahl an klassischer Musik, Weltmusik und Jazz fern ab vom Mainstream bekannt ist.  

Weitere Informationen zu den digitalen Angeboten sind auf der Internetseite
www.stadtbibliothek-duisburg.de zu finden. Dort ist auch die Anmeldung zum „DigiPass“ möglich.

Der „DigiPass“ läuft automatisch ab, wenn die Bibliotheken wieder öffnen. Wer möchte, kann sich ab dann vor Ort regulär anmelden, um das umfangreiche Angebot der Bibliothek dauerhaft zu nutzen.  
Von Karfreitag, 10. April bis Ostermontag, 13. April, werden keine „DigiPässe“ ausgestellt. Wer schon einen Ausweis der Stadtbibliothek hat, kann mit diesem alle Online-Angebote nutzen und benötigt den „DigiPass“ nicht zusätzlich. Wenn ein Ausweis jetzt abläuft, wird er für die Dauer der Schließung automatisch kostenlos verlängert.  
Die Stadtbibliothek ist zurzeit montags bis freitags, jeweils von 9 bis 16 Uhr unter (0203) 283-4218 oder per E-Mail an
stadtbibliothek@stadt-duisburg.de erreichbar.