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Mitten aus dem Leben -  Redaktion Harald Jeschke
 
Mitarbeiter des DVV-Konzerns spenden 5.656,68 Euro an das Kinderdorf Duisburg

 Duisburg, 22. Januar 2020 - „Kleinvieh macht auch Mist“ heißt es sprichwörtlich, wenn man auch kleinste Geldbeträge akribisch sammelt und sie sich mit der Zeit zu einer stattlichen Summe anhäufen. Vereinfacht gesagt ist das auch die Idee hinter der Aktion „Restcentspende“ der Mitarbeiter der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH  (DVV) und all ihrer Tochtergesellschaften. Hunderte Mitarbeiter beteiligen sich und lassen Monat für Monat ihr Nettogehalt auf den nächsten vollen Euro abrunden und spenden die so gesammelten „Restcents“ an eine karitative Einrichtung in Duisburg.  

Kinderdorf-Geschäftsführer Andreas Wieck (Mitte) freute sich gemeinsam mit Steven, Jan, Ayden und Vedin über die Spende der DVV-Mitarbeiter, die Gisela August (Zentrale Dienste der DVV, 3.v.l.) und Jennifer Heidel (Konzernkommunikation, 3.v.r.) überbrachten. Foto Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)

Ein Spendenempfänger darf sich immer zwei Jahre in Folge über die Spende der DVV-Mitarbeiter freuen. So bekommt die Restcent-Sammlung aus dem Jahr 2019 – wie schon im Vorjahr – das Kinderdorf Duisburg in Großenbaum.
Das Kinderdorf besteht schon seit mehr als 40 Jahren – seit 1994 schließlich als eingetragener Verein – und arbeitet mit Kindern, Jugendlichen und Familien in sozialen Notlagen. Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in ihren Familien wohnen können, finden im Kinderdorf eine neue Bleibe und werden dort umfassend betreut. Die insgesamt 89 Mitarbeiter kümmern sich derzeit um 110 Kinder und Jugendliche.
„Unser Ziel ist es dabei immer, durch Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und deren Familien eine Situation zu erreichen, die eine Rückkehr in das familiäre Umfeld möglich macht“, erklärt Andreas Wieck, der seit Februar 2018 die Leitung des Kinderdorfes übernommen hat.  
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Spendensumme der DVV-Mitarbeiter sogar noch einmal erhöht, denn immer mehr Mitarbeiter beteiligen sich an der freiwilligen Spendenaktion. Insgesamt 565.668 Cents sind im Jahr 2019 zusammengekommen – das sind rund 500 Euro mehr als im Jahr zuvor.
Das Geld war beim Kinderdorf genau an der richtigen Stelle, denn der zentrale Spielplatz auf dem Innenhof des Kinderdorfes sollte eine neue große Attraktion bekommen. Und die steht inzwischen auch. Ein Klettergerüst mit zwei Türmen, Kletternetz und Rutsche.
„Wir freuen uns riesig über die neuerliche Unterstützung der DVV-Mitarbeiter. Von der Restcent-Sammlung des Jahres 2019 können wir einen Allwetter-Begegnungsort auf unserem Gelände realisieren. Dann haben die Kinder und Jugendlichen eine Möglichkeit, auch bei weniger gutem Wetter draußen zu sein und sich zu treffen – unabhängig von den Wohnhäusern“, erklärt Wieck.

Vorgeschlagen wird der Spendenempfänger von den Mitarbeitern des DVV-Konzerns. Gisela August, Mitarbeiterin bei den Zentralen Diensten im DVV-Konzern, hatte das Kinderdorf als Spendenempfänger angeregt. „Als Mitglied des Laufclub Duisburg habe ich beim Benefizlauf vom Kinderdorf erfahren. Ich finde die Arbeit, die hier geleistet wird, unglaublich wichtig und sie hat deshalb jede Unterstützung verdient“, sagt Gisela August.  

Angeregt hatte die Aktion „Restcentspende“ bereits im Jahr 2010 eine Gruppe Mitarbeiter der damaligen Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH, heute Netze Duisburg GmbH. Mitarbeiter aus diesem Bereich schlugen damals auch den ersten Empfänger der Restcentspende vor.
- Das Kinderheim St. Josef in Rheinhausen freute sich im September 2011 über die erste Spende in Höhe von rund 4.000 Euro.
- Auch im Jahr 2012 ging die Spende der DVV-Mitarbeiter wieder an das Rheinhauser Kinderheim – erneut waren es rund 4.000 Euro. Angeschafft wurde damals eine Kletterausrüstung. Außerdem konnte eine Gruppe eine Reise ins Emsland veranstalten.
- 2013 freute sich das Kinderheim Sankt Josef sogar über 4.200 Euro, die in eine Kunsttherapie flossen.
- 2014 entschieden die Mitarbeiter der DVV, die Spende einer anderen Einrichtung zukommen zu lassen und spendeten 4.051,60 Euro an die Kindertagesstätte Zaubersterne in Neuenkamp. Von dem Geld wurde ein Klettergerüst für den Außenbereich angeschafft.
- Im Jahr 2015 gingen die Restcents an die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. 5.869,49 Euro gingen damals in Ausbau und Ausstattung der Fahrradwerkstatt. Danach freute sich der Verein „livingroom e. V.“ in Meiderich zwei Jahre über die Spende aus dem DVV-Konzern. An der Von-der-Mark-Straße wurde der Raum für die Hausaufgabenbetreuung mit einer Klimaanlage ausgerüstet und ein Werkraum im Keller ausgebaut und ausgestattet. Insgesamt gingen in den zwei Jahren 9.204,89 Euro nach Meiderich.  

 

Abschied vom Präsidenten des Sozialgerichts Scheer

Am 15. Januar 2020 wurde der bisherige Präsident des Sozialgerichts Duisburg Ulrich Scheer verabschiedet. Er verlässt nach über sechs Jahren das Sozialgericht Duisburg und wird Präsident des Sozialgerichts Münster.

Der im Jahr 1958 in Kleve geborene und in Münster wohnende Ulrich Scheer begann im Jahre 1990 seine Tätigkeit als Richter in der nordrhein-westfälischen Sozialgerichtsbarkeit. Nach einer Tätigkeit bei den Sozialgerichten Köln und Gelsenkirchen wurde er im Jahre 2000 zum Richter am Landessozialgericht und im Jahre 2005 zum Vorsitzenden Richter am Landessozialgericht ernannt.

Seit Oktober 2013 war er Präsident des Sozialgerichts Duisburg. Neben seiner Tätigkeit als Präsident war Herr Scheer in Duisburg im Rahmen seiner richterlichen Tätigkeit für Streitsachen aus dem Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung zuständig sowie als Mediator tätig. In seine Duisburger Dienstzeit fällt unter anderem das 60-jährige Bestehen des Sozialgerichts Duisburg, das mit einem großen Festakt im Juni 2019 und einer Ende des Jahres 2019 herausgegebenen Festschrift gewürdigt worden ist. Mit seiner freundlichen und hilfsbereiten Art stand Herr Scheer stets sowohl der Richterschaft als auch den Beschäftigten mit Rat und Tat zur Seite und wird in Duisburg vermisst werden. Wann es einen Nachfolger geben wird ist völlig offen.

Sich die Sorgen von der Seele reden

Nachbarschaftscafé MA(H)LZEIT bietet kostenlose Therapiegespräche für Menschen in Not
Duisburg, 16. Januar 2020 - Das Nachbarschaftscafé MA(H)LZEIT der Duisburger Werkkiste (Schulstraße 29 in Duisburg-Bruckhausen) bietet seit Jahresanfang 2020 jeden Mittwoch von 13.00 bis 15.00 Uhr die Möglichkeit, sich im Dialog mit ausgebildeten Gesprächstherapeuten Sorgen und Nöte von der Seele zu reden.

Möglich macht dies eine Kooperation der Duisburger Werkkiste als Träger von MA(H)LZEIT mit dem gemeinnützigen Verein „Naturheilpraxis ohne Grenzen“, kurz: NOG e.V. „Wer zu uns kommt, soll sich bei uns wohlfühlen und bei Bedarf die Hilfe erfahren, die er braucht.“
Dieser Leitspruch gilt für Norbert Geier, Geschäftsführer der Duisburger Werkkiste, ebenso wie für Dr. Heike Goebel, Vorsitzende der „Naturheilpraxis ohne Grenzen“. Was lag da näher als gemeinsam etwas für die Menschen zu tun, die seit Mitte 2019 täglich zu MA(H)LZEIT kommen?

„Viele unserer Besucher sind im Alltag schon sehr einsam und freuen sich über die Gesellschaft, die sie bei uns täglich erleben können“, weiß Christoph Huxohl (Koordinator, Ma(h)lzeit, Duisburger Werkkiste). Die Ma(h)lzeit Mitarbeiter und er haben stets ein offenes Ohr für ihre Gäste und bekommen mit, welche Sorgen und seelischen Nöte viele von ihnen belasten.

In solchen Fällen reicht oft ein gutes und offenes Gespräch beim Essen nicht aus. Sie brauchen therapeutische Unterstützung, können sich diese aber oft nicht leisten. Hier setzt die Zusammenarbeit von MA(H)LZEIT mit dem gemeinnützigen Verein „Naturheilpraxis ohne Grenzen“ an.
Jeden Mittwoch von 13.00 bis 15.00 Uhr sorgen nun erfahrene und empathische Gesprächstherapeuten der „Naturheilpraxis ohne Grenzen“ mit einer psychologischen Sprechstunde dafür, dass Menschen sich ihre Sorgen von der Seele reden können und die für sie so dringend notwendige Hilfe erfahren.

Für Menschen mit geringem Einkommen oder in finanzieller Not arbeiten die Therapeuten ehrenamtlich. Die Gespräche sind für sie kostenfrei.
„Wir arbeiten auf Vertrauensbasis und lassen uns Bedürftigkeit nicht nachweisen, betont Heike Goebel. Sie freut sich, dass sich ihr Team gemeinsam mit den Kollegen von MA(H)LZEIT für Menschen in Duisburg engagieren kann. „Wir wollen nah bei den Menschen in Not sein. Und genau das können wir hier in den Räumlichkeiten der Duisburger Werkkiste“.

V.l.: Bettina Panne-Düffels (NOG e.V.), Jörg Duda (NOG e.V.), Dr. Heike Goebel(NOG e.V.), Christoph Huxohl (Duisburger Werkkiste, Koordinator Ma(h)lzeit), Brigitte Koch (NOG e.V.), Petra Drol (NOG e.V.), Anette Jilke (NOG e.V.)

Hilfsbereitschaft pur – fast 100 Kisten gespendet

Buchholzer Bürger spenden großzügig Lebensmittel für die Duisburger Tafel und den Verein Immersatt

 

Duisburg, 13. Januar 2020 - Auch im siebten Jahr in Folge ist die Spendenbereitschaft der Buchholzer ungebrochen. Am vergangenen Samstag, dem 11. Januar, hatten die Damen des Inner Wheel Clubs Duisburg die Kunden des Edeka Marktes in der Düsseldorfer Landstraße zu Spenden aufgerufen.

Gesammelt wurde auch in diesem Jahr wieder für den Verein Immersatt e.V. und die Duisburger Tafel. Vor allem haltbare Lebensmittel, Körperpflegeprodukte wie Zahnpasta und Duschgel, aber auch Waschpulver und Spülmittel wurden dankend entgegengenommen und noch am gleichen Abend an die beiden Organisationen übergeben. 

„Die Spendenbereitschaft der Buchholzer macht die Aktion so fantastisch, ohne sie ginge hier gar nichts“, so Frau Hildegard Günzel-Wohlfarth, die amtierende Präsidentin des Inner Wheel Clubs Duisburg, die ganz überwältigt die prall gefüllten Kisten begutachtet.
Viele Kunden übergaben den Damen, die am Ausgang warteten nicht nur eine Spende, wozu bei der Aktion „Kauf eins mehr!“ aufgerufen wird, sondern gleich mehrere Artikel. Ein Kunde machte die Damen sprachlos, als er zwei gefüllte Einkaufswagen vor ihnen abstellte.

Tatkräftig unterstützt wurde die Frauen-Organisation von der Jugendorganisation Interact, die aus Schülern und Schülerinnen aus Duisburg besteht. Die meisten von ihnen besuchen das Landfermann-Gymnasium in der Duisburger Innenstadt. 

Die Damen des Inner Wheel Clubs Duisburg, Günter Spikofski (Duisburger Tafel e.V.) und Michael Zeltsch (Immersatt e.V.) freuen sich sehr über die großzügigen Spenden der Buchholzer Bürger.

VINCI-Stiftung unterstützt mit dem Programm „Solidarische Stadt“ neun soziale Projekte in Duisburg  

Duisburg, 10. Januar 2020 - Die VINCI-Stiftung fördert bundesweit Projekte, die sich der Aus- und Weiterbildung sowie der Wiedereingliederung sozialer Randgruppen widmen. Ziel des Programms „Solidarische Stadt“ ist es, kleinere Vereine in sozial benachteiligten Stadtvierteln zu unterstützen. Mit insgesamt 113.160 Euro unterstützt die Stiftung jetzt neun soziale Einrichtungen in den ausgewählten Stadtvierteln Hochheide und Meiderich / Beeck.  
Gefördert werden Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, Arbeitskreis Kinder und Jugend Homberg /Ruhrort /Baerl, AWO Ortsverein Homberg, DRK Nordrhein gGmbH, livingroom - help youth grow e.V., Kulturbunker Bruckhausen e.V., Jungs e.V., Pro Hagenshof e.V. und Frauenwürde Duisburg e.V, Beratungsstelle Haus im Hof.
Bei einem Empfang begrüßt Oberbürgermeister Sören Link am Mittwoch, 15. Januar 2020, um 11 Uhr im Rathaus Projektträger und -paten und nimmt den symbolischen Fördermittel-Scheck von Nathalie Vogt, Geschäftsführerin der VINCI-Stiftung, entgegen. Weitere Teilnehmer sind Sozialdezernent Thomas Krützberg und Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann.



Erlös der Weihnachtsaufführung für Farmschulen in Uganda

Duisburg, 6. Januar 2020 - Eine schöne Tradition wird fortgesetzt: Am 23. Dezember ging in Rheinhausen wieder ein besonderes Theaterstück über die Bühne. Aufgeführt wurde im ausverkauften Kom’ma-Theater die etwas andere Weihnachtsgeschichte von Norbert Ebel „Ox & Esel“. Der Erlös der Eintrittskarten kommt der Projektarbeit der Kindernothilfe zugute. Es wurden Spenden in Höhe von 2.700 Euro gesammelt.

Das Weihnachtsstück für Kinder wird jedes Jahr am 23. Dezember aufgeführt und erfreut sich bereits seit 20 Jahren großer Beliebtheit. Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung von 2.700 Euro werden Farmschulen in Uganda unterstützt.  Uganda zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. 80 Prozent der Ugander arbeiten in der Landwirtschaft.

Viele Menschen leiden an Hunger und Unterernährung. Kinder sind besonders betroffen. Bürgerkrieg und Aids haben sie elternlos zurückgelassen. Die mobilen Farmschulen bieten Kindern und Jugendlichen eine Perspektive und begleiten sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Sie lernen neue Produktionsmethoden in der Landwirtschaft und können so ihre eigene Lebensgrundlage schaffen.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 1959 benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2,1 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Marathon-Pater läuft in Vietnam für Kinder aus Duisburg

Duisburg, 2. Januar 2020 - Für das Duisburger Kinderhilfswerks „KiPa-cash-4-kids“ stellt sich Pater Tobias dem Ultramarathon in Moc Chau: 72 Kilometer und 3100 Höhenmeter muss er dafür überwinden. Fast jeden Tag trainiert Pater Tobias aktuell für seinen nächsten großen Lauf.  Nur an zwei Tagen in der Woche gönnt er sich eine Pause.  Bis zu 10 Stunden pro Woche verbringt er neben seinem Vollzeitjob auf Laufstrecken in Duisburg, legt hunderte von Kilometern zurück, um am 11. Januar beim großen „Vietnam Trail Marathon“ zu starten. 
Sein Ziel: Mit der Unterstützung von Sponsoren und Spendern armen Kindern in Duisburg helfen. Das Geld das der Pater mit seiner Marathon-Teilnahme sammelt, geht an die Kinderlernküche von „KiPa-cash-4-kids“. 
„Der ,Vietnam Trail Marathon’ ist kein normaler Lauf“, sagt der Pater, „sondern ein extrem harter Ultramarathon, den ich mit Gott an meiner Seite meistern werde.“ Der Geistliche aus Hamborn legt dabei im Landkreis Moc Chau, im Norden Vietnams, 72 Kilometer zurück und überwindet 3100 Höhenmeter. Schon kurz nach dem Start führt den Duisburger Läufer ein steiler Aufstieg ins abgelegene Hinterland, wo die Siedlungen nicht einmal auf Google Maps zu finden sind. Nur drei Deutsche von insgesamt 181 Teilnehmern nehmen am Wettkampf teil.  Tagsüber liegen im Januar die Temperaturen im Landkreis Moc Chau um die 28 Grad Celsius.
„Die Luftfeuchtigkeit von ca. 80 Prozent und die Zeitverschiebung erhöhen die Strapazen bei diesem Lauf dann nochmal zusätzlich“, erklärt Pater Tobias. „Das sind auch einige der Gründe, warum nur erfahrene Läufer teilnehmen dürfen, die zuvor mindestens einen Ultra-Marathon oder ein gleichwertiges Rennen wie beispielsweise den Ironman absolviert haben.“ Den Lauf möchte Pater Tobias in maximal 12 bis 15 Stunden beenden.
„Das ist angesichts der Höhenmeter und dem Klima in Vietnam schon eine Herausforderung“, so der Duisburger. Ihm geht es aber nicht nur um die sportliche Leistung. Sein Ziel: „Mit dem Lauf sollen mindestens 6.000 Euro an Sponsorengeldern und Spenden zusammenkommen, um die Aktionen im Jahr 2020 in der Kinderlernküche von ‚KiPa-cash-4-kids‘ zu finanzieren“, so der Ordensbruder der Prämonstratenser-Abtei Hamborn. Bei dem Kinderhilfswerk „KiPa-cash-4-kids“ handelt es sich um ein Projekt, das Pater Tobias ins Leben gerufen hat, um benachteiligte Kinder zu fördern und zu unterstützen. „Mittlerweile ist jedes dritte Kind in Duisburg langfristig von Kinderarmut bedroht“, sagt Pater Tobias, „dagegen will ich mit meinen Läufen etwas unternehmen.“
Alle Reisen finanziert der Geistliche übrigens privat und nimmt sich für diese Zeit Urlaub. Insgesamt nahm er im letzten Jahr an 11 Ultra- und Marathonläufen teil.  Seit seiner Laufkarriere vor 13 Jahren ist der Marathon-Pater, der mit 43 Jahren mit dem Laufen begann, 86 Ultra-und Marathons gelaufen. Bis heute lief er 54.500 km für arme Kinder bei Wettkämpfen und beim Training. 

Spendenkonto:  Pater Tobias läuft für benachteiligte Kinder in Duisburg und sammelt mit seiner Teilnahme am Vietnam-Ultramarathon Spenden. Unter folgendem Konto kann gespendet werden:

Spendenkonto: Bank im Bistum Essen, BIC: GENODED1BBE, IBAN: DE34360602950010766036, Spendenquittungen werden ausgestellt. Foto: Projekt LebensWert 

British Tea Time für das Frauenhaus  

Duisburg, 23. Dezember 2019 - Das Frauenhaus Duisburg durfte sich erneut über die Unterstützung des Lions Club Duisburg-Landschaftspark freuen! Im November 2019 lud Präsidentin Marion Neumann-Wolff zur British Tea Time in die Notkirche Duissern ein. Die Veranstaltung wurde zahlreich besucht, sodass die stattliche Summe von 1.550,-€ als Spende für das Frauenhaus zusammen gekommen ist.
Zur Übergabe der Spende wurde Frauenhaus-Leitung Karin Bartl von den Repräsentanten des Lions Club Duisburg-Landschaftspark Andrea Demtröder und Carsten Tum besucht.
Die Spende soll im Jahr 2020 für das Ferienprogramm mit den Bewohnerinnen und ihren Kindern eingesetzt werden. Es werden jedes Jahr in den Schulferien Ausflüge und auch Veranstaltungen im Frauenhaus organisiert, damit die Frauen und Kinder wieder am sozialen Leben teilhaben und aus der erlebten Freude wieder Kraft schöpfen. Das Ferienprogramm kann nur aus Spenden finanziert werden. Vielen herzlichen Dank für das große Engagement des Lions Club Duisburg-Landschaftspark, auch im Namen der Bewohnerinnen und ihrer Kinder!  

Frauenhaus Duisburg, v.l. Andrea Demtröder, Karin Bartl, Carsten Tum


26. Benefizveranstaltung brachte 2.400 Euro für die Lebenshilfe

Duisburg, 22. Dezember 2019 - Zum 26. Mal fand die Benefizveranstaltung in Duisburg-Ruhrort zu Gunsten der Lebenshilfe Duisburg statt. Gundula und Michael Scholz von der Taverne in Ruhrort haben wie alljährlich zum 4. Adventssonntag zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Unter der Schirmherrschaft von Herrn Oliver Wittke (MdB) spielte der Blockflötenkreis unter Leitung von Birgit Jacobs Weihnachtslieder und es wurden Weihnachtsgeschichten vorgetragen.

Die weihnachtliche Stimmung aller Gäste trug anschließend dazu bei, dass alle eifrig ihre Geldbörsen öffneten und großzügig spendeten. Dagmar Frochte, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe in Duisburg, freute sich sehr über den überreichten Spendenkorb. Sie teilte bei ihren Dankworten mit, dass sie von der Spendenbereitschaft dieses Jahr wieder überwältigt ist und dass der eingesammelte Betrag zwei Projekten zufließt.

So für die Intensivwohngruppe und der Inobhutnahme in Duisburg-Homberg. Dort leben Babys und Kleinkinder bis 6 Jahren mit ihren Müttern oder Vätern. Das Team unterstützt die Familien im Familienalltag, also auch bei der Planung von Freizeitaktivitäten wie z.B. Ausflüge in die umliegenden Frei- und Hallenbäder zu Kindermuseen und Parks. Dafür wird ein Budget für Eintrittsgelder und Fahrtkosten benötigt.   
Dagmar Frochte /Foto) bedankte sich aber auch noch einmal bei den Ehel. Scholz und den vielen Helfern für das jahrelange beispielhafte Engagement zu Gunsten der Lebenshilfe Duisburg. Danach verabschiedeten sich alle Gäste fröhlich, in der Hoffnung, sich nächstes Jahr wieder gesund und munter bei Familie Scholz am 4. Adventssonntag zu treffen.

Frühe Bescherung für schwerkranke Kinder

Krebshilfe für Kinder e.V. besucht die Kinderklinik

Duisburg, 19. Dezember 2019 - Als sie die prall mit Spielzeug und Leckereien gefüllten „Schatzkisten“ öffneten, strahlten die Augen der kleinen Patienten. Bereits im vierten Jahr in Folge besuchten Karoline Grundmann und Michael Prösch vom Verein „Krebshilfe für Kinder e.V.“ die Kinderklinik des Helios Klinikums Duisburg. Sie hatten rund 80 Boxen im Gepäck, um den Kindern, welche die Weihnachtstage im Krankenhaus verbringen müssen, eine Freude zu bereiten. Gestiftet wird der Inhalt vom Verein und lokalen Unternehmen.

In diesem Jahr unterstützt die Druckerei Rhiem aus Voerde die Aktion. Auch für den Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Peter Seiffert, sind solche Momente immer besonders: „Es ist schön zu sehen, welche Freude man Kindern mit diesen kleinen Überraschungen machen kann, besonders in einer für sie so aufregenden Zeit und in ungewohnter Umgebung.“

Zusammen mit den Kindern durchstöberte er die vielen bunten Tüten und bedankte sich bei den Organisatoren der Spendenaktion. Neben der Duisburger Kinderklinik engagiert sich die „Krebshilfe für Kinder“ bundesweit in zahlreichen anderen Projekten. „Wir helfen immer da, wo öffentliche Träger nicht eintreten“, erklärt Prösch. Für diese Arbeit ist der Verein auf Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Weitere Informationen auf www.krebshilfefuerkinder.de    


Dr. med. Peter Seiffert (links) freut sich mit den Patienten der Kinderklinik über die Geschenke von Krebshilfe für Kinder e.V., überreicht von Karoline Grundmann (2. v.l.) und Michael Prösch (Mitte).

Holzbau Wendt GmbH sponsert Baumaßnahmen in der KiTa „Rotznasen“

Torsten Will erfüllt Kinderwünsche im Programm von STUDIO 47

 

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Für die Kindertagesstätte „Rotznasen“ war es wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Der Boden im Tobezimmer wurde generalüberholt, die Bauecke bekam ein maßgefertigtes Kletter- und Spielgerüst und im Außenbereich wurde ein neuer Rasen verlegt. Für die 22 Kinder und das KiTa-Team gingen damit gleich drei langgehegte Wünsche auf einmal in Erfüllung.

 

Möglich gemacht hat es „Wo ein Will, da auch ein Weg“, das neue TV-Format von STUDIO 47, bei dem Moderator und Erfolgstrainer Torsten Will Kinderträume wahr werden lässt. Am vierten Adventswochenende ist die Sendung als Vorpremiere im Programm zu sehen; im kommenden Jahr startet die Serie dann deutschlandweit im Regionalfernsehen.

 

Die Umbaumaßnahmen bei den „Rotznasen“ wurden großzügig von der Holzbau Wendt GmbH gesponsert. Das Duisburger Unternehmen hat die Kosten für alle Schreiner- und Gartenarbeiten übernommen – und diese im Rekordtempo von nur zwei Wochen umgesetzt.

 

Und Torsten Will konnte noch weitere Herzenswünsche erfüllen: Für die Jungen und Mädchen der Grundschule an der Beethovenstraße wurde die Turnhalle in einen Konzertsaal verwandelt; und für den fünf Monate alten Phil wurde die Suche nach einem Epilepsie-Warnhund gestartet.

 

„Wo ein Will, da auch ein Weg“ läuft am Samstag, 21. Dezember, um 19:45 Uhr im Programm von STUDIO 47 und wird am darauffolgenden Sonntag um 18:45 Uhr wiederholt. Außerdem ist die komplette Folge im YouTube-Kanal des TV-Senders verfügbar. 

 

Torsten Will (links) und die Holzbau Wendt GmbH haben den „Rotznasen“ drei langgehegte Wünsche erfüllt. (Foto: STUDIO 47)

 

 

Spendenaktion zum 60.: Bäckerei Bolten unterstützt die Kindernothilfe

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Eine besondere Herzenssache ist es Maite Bolten-Bahr, Verkaufsleiterin der Bäckerei Bolten, die Arbeit der Kindernothilfe mit einer Spende zu unterstützen. 3.813 Euro kamen durch den Verkauf von Laugenherzen zustande, die neu ins Sortiment aufgenommen wurden. Von jedem Laugenherz, das vom 9. bis 15. Dezember verkauft wurde, gehen 60 Cent als Spende an die Kindernothilfe. 
„Die Bäckerei Bolten und die Kindernothilfe teilen ein wichtiges Jubiläum: Beide werden in diesem Jahr 60“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass die Bäckerei Bolten zusätzlich auch unseren Neujahrslauf am 4. Januar 2020 rund um die Sechs-Seen-Platte-unterstützt.“ (Weitere Informationen unter
https://neujahrslauf-duisburg.de/)

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2,1 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Claudia Steinke (rechts), Filialleiterin der Bäckerei Bolten auf der Königstraße in der Innenstadt, überreicht Katrin Weidemann (links) den Scheck über 3.813 Euro. Quelle: Martin Bondzio/Kindernothilfe

 1.000 Euro für Suchthilfeverbund

Unterstützung für suchtkranke und obdachlose Menschen    
Duisburg, 12. Dezember 2019 - Die Initiative „Vonovia bewegt Duisburg“ hat einen dritten Gewinner: Die Duisburger Mitarbeiter des Unternehmens entschieden sich für den Suchthilfeverbund Duisburg e.V.. Er wendet sich mit dem Projekt „Streetwork Innenstadt“ an suchtkranke, obdachlose Menschen in der Duisburger Innenstadt. Der Verein setzt vier Streetworker ein, hält Sanitäranlagen und Waschräume bereit und bietet Beratungsgespräche an. Das Projekt startete im Mai diesen Jahres.  
„Der Suchthilfeverbund Duisburg e. V. leistet mit dem Aufbau der Kontakt- und Anlaufstelle und dem Streetwork Projekt einen ersten Beitrag zur Ausweitung der lange geforderten niedrigschwelligen Angebote in der Duisburger Suchthilfe. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind in der Innenstadt und im Kantpark unterwegs und eröffnen Wege ins Hilfesystem“, beschreiben Mustafa Arslan und Dita Gomfers vom Suchthilfeverbund das Projekt.  

„Das Projekt Streetwork Innenstadt ist ein Beispiel dafür, wie Hilfe ganz unmittelbar bei den Menschen, die sie brauchen, ankommt. Das hat die Duisburger Kollegen und mich besonders überzeugt“, so Anna Ostrouchow, Leiterin Operations im Kundenservice von Vonovia. „Wir sind froh, dass wir mit unserer Initiative ehrenamtliches Engagement wie dieses in unserer Stadt unterstützen können.“  

Der Suchthilfeverbund Duisburg ist ein gemeinnütziger Verein. Zu den Mitgliedern der Mitgliederversammlung zählen Vertreter der Stadt Duisburg, des Diakoniewerks Duisburg GmbH, des Caritasverband Duisburg e. V. sowie der Alexianer Bürgerhaushütte GmbH. Finanziert wird die Arbeit mit Mitteln der Stadt Duisburg und des Landes NRW sowie Spenden für Projekte.  

Die Beschäftigten, Geschäftsführung und Betriebsrat von Vonovia in Duisburg wählen unter allen Einsendungen monatlich ein Projekt aus, das mit einer Spendensumme von 1.000 Euro gefördert wird. Unter dem Motto „Vonovia bewegt Duisburg“ läuft diese Initiative vorerst für ein Jahr. Die bisherigen Gewinner waren Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V. und der Förderverein der Gemeinschaftsgrundschule Mozartstraße.  
Wer in Duisburg mit 1.000 Euro etwas bewegen möchte, kann sich mit seinem Projekt bei Vonovia bewerben. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind online hier verfügbar:
www.vonovia.de/vonoviabewegt      
Von links nach rechts: Bei der Scheckübergabe freuten sich Deborah Pelzer, Natalie Stein, Peter Selisko, Mustafa Arslan, Lisa Marie Kröll und Dita Gomfers  von Streetwork Innenstadt und  Alexandra Carolin Fischer und  Thuy Ly Kukutz von Vonovia.  Foto: Vonovia/Bierwald


Zwei Jahre Aktivitäten des Fördervereins für Palliative Arbeit Duisburg

Duisburg, 11. Dezember 2019 - Seit nunmehr fast zwei Jahren kümmert sich der Förderverein Palliative Arbeit Duisburg e.V. um die Unterstützung schwer erkrankter Menschen in der Stadt. Einer der Arbeitsschwerpunkte: schnelle Hilfe bei Notlagen und unbürokratische Hilfe, wenn niemand anders bereit steht. Vier Beispiele aus der Arbeit des gemeinnützigen Vereins.

Unterstützung für Hobby-Modellbauer
Der kräftige Diesel der Mercedes-Actros-Zugmaschine läßt seinen Motor aufheulen. Der erste Gang wird eingelegt und das schwere Fahrzeug setzt sich in Bewegung. Dirk Klingenberg aus Mülheim an der Ruhr demonstriert seine aufwändiges Hobby. Denn der Mercedes ist zwar beeindruckend, aber nur rund 30 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter lang; Maßstab 1:14. Er fährt mit leuchtenden Scheinwerfern über das helle Laminat der Parterrewohnung des 56jährigen. Auch die Augen von Klinkenberg leuchten, was selten geworden ist. Er ist todkrank und seit Frühjahr 2019 Palliativpatient. 
Wenn er von seinem Leben, seinem Hobby oder seiner Krankheit erzählt rasselt der Atem. Im Schlafzimmer steht das Sauerstoffgerät, das ihm vor allem Nachts leichte Linderung bringt. Denn mehr kann die Medizin nicht für ihn tun. Als sich die erschreckende Diagnose allmählich in seinem Kopf durchsetzte, erinnerte er sich an sein früheres Hobby: Modellbau. Waren es in seiner Jugend vor allen Segelboote oder später ferngesteuerte Rennwagen, „die auch mal einen echten GTI stehen ließen“, erzählt Klinkenberg, sind es nun die Sattelzugmaschinen.

Dirk Klinkenberg ist stolz auf sein Werk.

„In der verbleibenden Zeit wollte ich mir diesen Wunsch noch erfüllen“, sagt er. Auch das Grübeln über die eigene Situation sollte wenige Stunden am Tag aus dem Kopf verdrängt werden. Einige tausende Teile aus Aluspritzguss und Kunststoff, mehrere Meter Kabel, hunderte Schrauben und diverse elektronische Schaltelemente mussten zusammen gebaut werden. Monatelang schraubt und fügte der Mülheimer die Teile zusammen.
„Ist alles geschraubt“, sagt er und merkt an, „was nicht passt, wird wieder auseinander gebaut“. Ausdauer und Geduld sind gefordert.  Beides kennzeichnen das Lebens des früheren Eisengiessers. Er erzählt vom Tod seines Vaters, der ihm zwei Pferde hinterließ, ihm der mit den Vierbeinern eigentlich nichts zu tun hatte. Drei Monate dauerte es bis die beiden Tiere zutrauen zu ihm fassten.

„Ich habe sie nicht gedrängt, da ist nichts zu erzwingen, ich war einfach nur immer da, dann kamen sie“, erzählt Klinkenberg. Vielleicht ist Geduld in seiner gegenwärtigen Situation nicht das schlechteste. Dann entstand der Wunsch, dem Astros einen US-Truck, einen Grand Hauler, folgend zu lassen.  An diesem Punkt kam der Förderverein ins Spiel. Denn Dirk Klinkenberg kann sich nicht zweimal im Jahr einen solchen Bausatz leisten.
Mit Hilfe des betreuenden Palliativpflegedienstes beantragte er das benötigte Geld. „Genau dafür sind wir da“, unterstreicht Hartmut Kowsky-Kawelke vom Förderverein Palliative Arbeit e.V., und überwies den Betrag nach kurzer Beratung im Vorstand des gemeinnützigen Vereins.

Hilfe für Aquaristiker
Frank Balz lebte für sein Hobby: Aquaristik. Seine Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses in Duisburg-Neudorf beherbergte über 20 Aquarien: im Wohnzimmer und Schlafzimmer große Becken, mit wahren Unterwasserlandschaften: dunkelgrün bewegten sich die feingliedrigen Wasserpflanzen, die den Fischen schütz bieten. In der Küche eine Vielzahl von keinen Becken, die der Zucht dienten. Frank Balz ist mittlerweile verstorben. Er ist 57 Jahre alt geworden. Seit Februar 2019 war er Palliativpatient. Er wohnte in seiner Neudorfer Wohnung im erste Stock und konnte wegen seiner fortschreitenden Krankheit immer schlechter die Treppe bewältigen. 

Glücklicherweise wurde im gleichen Haus eine Parterrewohnung frei. Schnell war der Umzug organisiert. Seine frühere Frau und ihr heutiger Mann stand ihm hilfreich zur Seite. Aber den Aquarien-Umzug schafften sie nicht. Die Not war groß. „Diese unklare Situation belastete den Patienten sehr stark, alle Krankheitssymptome verstärkten sich“, berichtet Jose, der sich als Palliativpfleger um Balz kümmerte. Umso erleichterter war der Neudorfer als sich eine Lösung zeigte: mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins wurde der Umzug der Fische in die Parterre organisiert. Und der Pfleger konnte eine gesundheitliche Stabilisierung feststellen. 

Palliativpflege und Wünschwagens des ASB halfen Hombergerin
Das kleine Ausflugsboot dümpelt durch die Wellen der Herengracht in Amsterdam. Im Heck eine ungewöhnliche Reisegruppe. Susanne Lodde aus Duisburg-Homberg mit Lebensgefährten und Mutter. Zudem Krankenpfleger eines Palliativpflegedienstes sowie Begleiter des Wünschwagens des ASB in Nordrhein-Westfalen. Die 51jährige hatte einen „letzten Wunsch“: noch einmal Amsterdam besuchen.  Und an diesem Tag im September geht der Wunsch in Erfüllung. Morgens um acht fuhr der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Homberg vor.
„Das Fahrzeug hat alle Funktionen eines Rettungswagens“, erläutert Amelie Hecker vom ASB in Essen, „es ist nur gemütlicher und schöner eingerichtet. So können an Wunschorten und auf Wunschwegen noch einmal wichtige Momente ermöglicht werden, die das Leben, auch wenn es nicht mehr zu verlängern ist, noch einmal ein Stück vergrößern.“
An diesem Tag ist es die Amsterdamer Altstadt, die kleine Gruppe fasziniert mit ihren lauschigen Backsteingassen. Dann kehrten sie in ein typisch niederländisches Restaurant ein, um nach dem Essen das Rundfahrt-Schiff zu besteigen. Susanne Lodde tut alles um die Krankheit zu besiegen. Und sie genießt an diesem sonnigen Tag in der Hauptstadt des Nachbarlandes jede Minute. Für Donald Onwudinjo und seine Familie aus Duisburg war ein Sonntag im Juli ein ganz besonderer Tag.
Mit Hilfe des Fördervereins und des ASB besuchte der Schwerkranke Duisburger den Zoo der Stadt. Seine vier Kinder sowie seine frühere Ehefrau begleiteten ihn. Ebenso dabei, ein spezialisiertes Pflegeteam des Arbeiter-Samariter-Bundes(ASB). Möglich wurde der Tagesausflug durch eine neue Kooperation des Fördervereins für Palliative Arbeit Duisburg e.V. und des Wünschwagens des ASB Ruhr.  

Susanne Lodde( 2.v.r) mit Lebensgefährten und Mutter bei der Bootsfahrt.


Mittlerweile seit 2014 erfüllt der ASB-Ruhr mit seinem voll ausgestatteten Fahrzeug letzte Wünsche, bei dem der Transport der begleiteten Menschen immer eine wichtige Rolle spielt. Für die Fahrten werden speziell auf die Bedürfnisse von schwerkranken Menschen abgestimmte Fahrzeuge eingesetzt. Spezielle Stoßdämpfer, eine Musikanlage sowie ein harmonisches Konzept aus Licht und Farben machen die Reise zu einem angenehmen Erlebnis. Der Wünschewagen verfügt über eine moderne notfallmedizinische Ausstattung, so dass das begleitende Team immer medizinische Hilfe leisten kann.  

Seit mehr als zwei Jahren ist der Förderverein für Palliative Arbeit in Duisburg tätig. Er kümmert sich um die konkrete Hilfe für Palliativpatienten, die über medizinische und pflegerische Fragen hinaus gehen. Benötigen sie oder ihre Angehörigen Hilfe? Kontakt. Tel. 0176 345 192 44 • E-Mail:
kontakt@palliative-arbeit-duisburg.de.
Darüber hinaus bietet der Förderverein mit seinen Seminaren „Letzte Hilfe“ Hinweise für Angehörige, die ihre kranken Familienmitglieder betreuen. Der Verein veranstaltet Fachsymposien für in der Pflege tätiger zu den unterschiedlichen Themen der Palliative Arbeit.

Spenden für die Arbeit der gemeinnützigen Einrichtung an Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V. Sparkasse Duisburg IBAN: DE 3535 05000 0020 0336 824 BIC: DUISDE33XXX.

Duisburger Verein gewinnt in der Kategorie Generationen verbinden

Dachpreis für freiwilliges Engagement wird an insgesamt sieben Preisträgerinnen und Preisträger verliehen / Preisgelder in Höhe von insgesamt 45.000 Euro

Ein Livestream der Veranstaltung: www.deutscher-engagementpreis.de oder www.facebook.com/DerDeutscheEngagementpreis bzw. www.facebook.com/bmfsfj oder www.facebook.com/Fernsehlotterie


Berlin/Duisburg, 5. Dezember 2019 –
Am Internationalen Tag des Ehrenamtes (05.12.) wird in Berlin der Deutsche Engagementpreis 2019 verliehen. Der Dachpreis für freiwilliges Engagement wird in fünf jeweils mit 5.000 Euro Preisgeld dotierten Kategorien sowie einem mit 10.000 dotierten Publikumspreis vergeben. Außerdem hat sich die Jury des Deutschen Engagementpreises in diesem Jahr entschlossen, mit einem zusätzlichen Sonderpreis ein Zeichen zu setzen.

Aus Duisburg wird in der Kategorie Generationen verbinden der Verein Tausche Bildung für Wohnen e. V. ausgezeichnet.
Die Preisverleihung Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey unterstreicht in Berlin bei der Eröffnung der festlichen Preisverleihung im Deutschen Theater vor über 600 Gästen: „Mit dem Deutschen Engagementpreis ehren wir diejenigen, die einen Unterschied machen. Menschen, die sich für andere einsetzen, für unsere Demokratie, gegen Missstände, für zwischenmenschlichen Dialog und ein gutes gesellschaftliches Miteinander. Sie stehen stellvertretend für die rund 30 Millionen Menschen in Deutschland, die sich auf vielfältige Art und Weise für den Zusammenhalt in unserem Land stark machen“.

Moderiert von Nazan Gökdemir, werden die Preisträger gewürdigt von prominenten Laudatorinnen und Laudatoren wie u. a. der Schauspielerin Renan Demirkan, den Para-Leichtathleten Niko Kappel und Mathias Mester sowie Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, und Dr. Richard Lutz, Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. Ein künstlerisches Programm begleitet die Festveranstaltung.

Aus Duisburg wird in der Kategorie Generationen verbinden der Verein Tausche Bildung für Wohnen e.V. ausgezeichnet. Die Stadtteile Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf stehen vor mehrfachen Herausforderungen: Kinderarmut, Arbeitslosigkeit, Lehrermangel und Wohnungsleerstand liegen weit über dem bundesweiten Durchschnitt. Der Verein Tausche Bildung für Wohnen e. V. aus Duisburg fördert die Kinder aus diesen Stadtteilen in ihrer persönlichen, sozialen und schulischen Entwicklung. Die Idee ist so einfach wie gut: Junge Erwachsene im Bundesfreiwilligendienst oder im Studium wohnen dort für mindestens ein Jahr mietfrei. Im Gegenzug unterstützen sie in gezielten Lern- und Förderangeboten die Kinder des Stadtteils und stärken so gleichzeitig das kooperative Miteinander vor Ort. Seit der Gründung 2012 engagierten sich bereits 42 Bildungspatinnen und Bildungspaten im Verein und ermöglichten Betreuungsangebote für über 500 Kinder.
Die Schriftstellerin und Schauspielerin Renan Demirkan hält bei der Preisverleihung die Laudatio für Tausche Bildung für Wohnen.

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger 2019
Kategorie Demokratie stärken: Für eine faire Debattenkultur engagiert sich ichbinhier e. V. aus Hamburg. Dem Verein gelang es in Deutschland, eine Facebookgruppe mit inzwischen etwa 45.000 Gruppenmitgliedern aufzubauen – die größte Counter-Speech-Initiative Deutschlands. Gegen Beleidigung, Häme und persönliche Angriffen posten die Mitglieder des Netzwerks tagtäglich sachliche, konstruktive und menschenfreundliche Kommentare. Außerdem bietet der Verein Weiterbildung und Beratung für Vertreterinnen und Vertretern von Medien und Politik an.
Mit ihrem Engagement setzen sie ein persönliches und zugleich zivilgesellschaftliches Zeichen für Demokratie und Toleranz. Kategorie Leben bewahren: Die drei Schülerinnen Leonie und Zoë Prillwitz sowie Aurélie Zimmermann aus Friedberg (Bayern) haben sich dem Problem Mikroplastik gestellt – feinste Kunststoffpartikel, die über Abwässer in unsere Umwelt gelangen und samt Schadstoffen Teil unserer Nahrungskette werden können. Im Projekt „Mikroplastik - Gefahr aus dem Haushalt?!“ erforschen sie, wo das Mikroplastik herkommt.
Ihre Idee: Mikroplastikfilter für Waschmaschine und Waschbecken bekämpfen die Schadstoffe direkt an der Quelle, sodass diese gar nicht erst ins Abwasser geraten. Mit diesen Filtern kann jeder beim Waschen einfach und effektiv selbst zum Umweltschutz beitragen.

Kategorie Grenzen überwinden: Rund siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei der CDS GmbH, einem Repro-Unternehmen aus München. Davon sind etwa dreizehn Prozent gehörlos oder haben starke Einschränkungen beim Hören.
Damit die Kommunikation auch mit Barrieren im Alltag gut klappt, bietet die Firma Gebärdensprachkurse für die ganze Belegschaft an. Außerdem arbeiten zwei Geflüchtete in dem Team mit, das aus vierzehn Nationalitäten besteht. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden unabhängig von Voraussetzungen oder Einschränkungen gleich ins Team einzubinden und neue Begegnungsräume zu schaffen.
Die Firma CDS GmbH kooperiert mit einer Fachoberschule aus der Region, damit Praktikantinnen und Praktikanten mit Hörbeeinträchtigung beschäftigt werden können.

Kategorie Chancen schaffen: Beim Projekt „Obdachlose zeigen Schülern ihr Berlin“ von querstadtein e. V. aus Berlin werden Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen waren, aktiv: Als Stadtführerinnen und Stadtführervermitteln sie ihre eigene Erfahrung und Sicht. Aus erster Hand berichten sie vom Leben auf der Straße und von ihren ganz privaten Schicksalen. Auf den Touren erfahren die Jugendlichen nicht nur viel über Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Hauptstadt. Sie tauschen sich mit Menschen aus, denen sie sonst vielleicht mit Vorbehalten begegnen oder ausweichen.
Die Mitwirkenden des Projekts werden für ihren Lebensmut und die beispielhafte Fähigkeit gewürdigt, mit einfachen Mitteln jungen Menschen einladend ein schwieriges Anliegen nahezubringen.

Publikumspreis: Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden und mit 16.336 Stimmen den Verein SOKO Tierschutz aus Planegg (Bayern) auf den 1. Platz der Online-Abstimmung über den Publikumspreis gewählt. Seit seiner Gründung vor sieben Jahren liegt die Besonderheit der Vereinsarbeit in investigativer Recherche. In öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen machen die aktiven Mitglieder gegen Rechtsbrüche in der Tierhaltung und für die Rechte der Tiere mobil. So deckten sie bisher unbekannte Missstände auf, wie die systematische Schlachtung kranker Kühe oder illegale Primatenversuche.
Die Engagierten klären Verbraucherinnen und Verbraucher mittels medialer Berichterstattung über Tierhaltung und Fleischproduktion auf. Dabei nehmen sie auch die Folgen für die Umwelt und den Schutz der Menschen in den Blick.

Sonderpreis
: Außerdem hat sich die Jury des Deutschen Engagementpreises in diesem Jahr entschlossen, mit einem zusätzlichen Sonderpreis ein Zeichen zu setzen: Der Preis hebt ein Projekt hervor, das in besonderem Maße beispielhaft für freiwilliges Engagement und eine couragierte Zivilgesellschaft steht – die „Ostritzer Friedensfestinitiative“.
Die kleine Stadt Ostritz in Sachsen sorgt für großes Aufsehen: Seit 2018 engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Friedensfesten und einem Friedenslauf für ein demokratisches Miteinander in ihrer Region, als Antwort auf rechtsextreme Festivals und Kampfsportveranstaltungen in Ostritz. Mit ihren Friedensfesten hat sich die Bürgerschaft ehrenamtlich, zusammen mit dem Internationalen Begegnungszentrum und der Stadtverwaltung, dazu entschlossen, ihre Stadt nicht den Rechtsextremen zu überlassen.
Mit großem, kreativem Engagement ist es den Friedensfesten gelungen, lokal und überregional den öffentlichen, demokratischen Raum zu verteidigen – beispielhaft! Der Sonderpreis wird einmalig verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.
Wettbewerb 2019
Für den Dachpreis Deutscher Engagementpreis konnten ausschließlich die Preisträgerinnen und Preisträger anderer Wettbewerbe nominiert werden, die freiwilliges Engagement in Deutschland auszeichnen. Insgesamt wurden 617 herausragend engagierte Personen und Initiativen von 210 Preisausrichtern nominiert. Bei der Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises haben über 105.000 Menschen teilgenommen und für ihre Favoritinnen und Favoriten abgestimmt.

Über den Deutschen Engagementpreis
Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.
Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Verbänden der Zivilgesellschaft in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.


Förderpreis „Helfende Hand“ an das Deutsche Rote Kreuz

Duisburg, 04. Dezember 2019 - Mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ hat das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat in Berlin am 18. November insgesamt 16 ehrenamtliche Projekte und Unternehmen für ihr ehrenamtliches Engagement und Bevölkerungsschutz  ausgezeichnet. Das Deutsche Rote Kreuz Duisburg hat den Förderpreis in der Kategorie Sonderpreis für das Projekt „Migration und Ehrenamt beim DRK“ erhalten.  

„Ich freue mich sehr über das Engagement und möchte dem Verein meinen herzlichen Glückwunsch zur Preisverleihung übermitteln“, so der Beigeordnete für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales Thomas Krützberg.  

Die Leiterin der Familienbildung beim DRK legt Wert auf gute Vernetzung und freut sich über die Wertschätzung und Unterstützung seitens der Stadt: „Kooperation und Netzwerken ist wichtig, nicht nur innerhalb der Wohlfahrtsverbände und im Ehren- und Hauptamt, auch mit den verschieden Ämtern der Stadt Duisburg.“  
 
Das Projekt „Migration und Ehrenamt" des Deutschen Roten Kreuzes hat im gesamtgesellschaftlichen Kontext eine herausragende Bedeutung. Projektinhalt ist es, für die Menschen mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung ein optimales Umfeld und somit eine gelungene Integration zu schaffen. Anderen Menschen begegnen, unter alltäglichen Bedingungen die Sprache erlernen und über das DRK Bildungswerk Schulungen absolvieren, das alles schafft Perspektiven und erleichtert Geflüchteten in einem neuen Land Fuß zu fassen.

In diesem Zusammenhang hat das Deutsche Rote Kreuz Ehrenamt zusammen mit dem Familienbildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes ein Programmheft entwickelt, um Menschen, die die Heimat verlassen müssen und in einem neuen Land Fuß fassen müssen, eine Unterstützung zu leisten.
 
Das Ehrenamt bietet ein optimales Umfeld, die Sprache zu erlernen als auch Perspektiven zu entwickeln. Im alltäglichen Kontakt mit anderen Menschen können über die Tätigkeit in der Organisation Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erworben werden. So auch beim DRK in Duisburg, die mit ihrer Einbindung von Geflüchteten einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Möglichkeit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.  
 
In diesem Zusammenhang bieten unter anderem die Ausbildungen für den Katastrophenschutz, die vom DRK durchgeführt werden, einen niederschwelligen Einstieg in weitere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen.  
Hintergrund dieses Angebots ist es, dass das Deutsche Rote Kreuz durch die Einsätze im Duisburger Stadtgebiet immer häufiger mit Personen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen in Kontakt kommen. Hier bestehen dann auch oftmals Verständigungsschwierigkeiten, die durch den Einsatz von Personen, die selbst aufgrund ihrer Herkunft die entsprechenden Sprachkenntnisse haben, überbrückt werden können. Zurzeit hat das DRK für das Projekt drei syrische Flüchtlinge gewinnen können.  
Die Preisverleihung - v.l.n.r.: Sozialdezernent Thomas Krützberg sowie Anna Zalac, Jean-Claude Schenck und Abdul Rahman Alkutib vom DRK Kreisverband Duisburg


Von Herzen Gutes tun! Förderprogramm Rhein-Ruhr spendet für Duisburger Herzensangelegenheiten wieder 33.000 €

Duisburg, 29. November 2019 – Wieder haben die Mitgliederräte der Volksbank Rhein-Ruhr Spenden in Höhe von 33.000 Euro an gemeinnützige Organisationen aus Duisburg verteilt. Das vorherige Voting auf dem Online-Spendenportal der Volksbank Rhein-Ruhr entschied darüber, welche drei Projekte im ersten Schritt eine garantierte Spende von 500 Euro erhalten.

„Mit unserem Förderprogramm ist es uns seit fünf Jahren möglich mehr über die Herzensangelegenheiten der Menschen aus unserer Region zu erfahren. Jeder gemeinnützige Verein kann einen eigenen Projektantrag stellen und hat die Chance auf die Förderung seines Projektes.“ erklärt Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes.

Über die Spendenvergabe entscheiden im ersten Schritt Internetnutzer, indem sie ihre Stimme für das gewünschte Projekt abgeben. Dies kann sowohl über die Internetseite, als auch mit Hilfe von Facebook erfolgen. Hier zählt jede einzelne Stimme! Mit Hilfe der Mitgliederräte der Genossenschaftsbank wird dann über die weitere Vergabe und Höhe der Spenden für die eingereichten Projekte entschieden.
Seit Anfang diesen Jahres erstrahlt das Förderprogramm im neuen Design, punktet mit mehr Transparenz, unkomplizierter Spendenvergabe und noch mehr Mitbestimmung. Halbjährlich vergibt die Volksbank Rhein-Ruhr mit Hilfe ihrer Mitgliederräte – bestehend aus Vertretern der gesamten Region - so allein 33.000 Euro an gemeinnützige Organisationen in Duisburg.
Oberhausen erhält 16.500 Euro und Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit Ratingen-Lintorf ebenfalls 16.500 Euro Förderung. So kommen jährlich allein aus diesem Programm Spenden in Höhe von 132.000 Euro zusammen.

„Wir spüren deutlich den gestiegenen Förderbedarf in unserer Region. Daher sind wir besonders stolz, dass die Erfolgsgeschichte unseres Förderprogrammes weitergeht und wir nach einem kurzen Update nun eine verkürzte Antragsstrecke und einfaches Teilen in sozialen Netzwerken anbieten“ betont Thomas Diederichs.
„Es ist uns ein besonderes Anliegen die Spendenvergabe transparent und fair zu gestalten“ so Diederichs weiter. Teilen Sie der Genossenschaftsbank mit, was Ihr Herzenswunsch ist: Neue Klettertürme für den Kindergarten, Bewegungsspiele für die Schule…

Eine Bewerbung ist ab sofort unter
foerderprogramm-rhein-ruhr.de möglich. Die aktuelle Antragsphase endet am 29. Februar. Heute wurden die Spenden für Duisburg beim SV Beeckerwerth an folgende Empfänger übergeben:
Schwarz-Weiß Westende Hamborn e.V.
Karnevals-Verein Obermarxloh e.V. 1970
MTV Union Hamborn 02 e.V.
SV Beeckerwerth 1925
Ein Haus für Kinder e.V.
Meidericher Carneval Gesellschaft MCV Blau Weiß
BSV ThyssenKrupp Stahl fit & aktiv e.V.
Zebras helfen Zebras e.V.
Sterne für Sternchen Förderverein der städt. GGS Sternstraße Duisburg e.V.
Förderverein des Familienzentrums Zaubersterne Duisburg-Untermeiderich e.V.
Kath. Kirchengem. St. Johann, Filialkirche St. Franziskus (Träger) Nachbarschaftstreff Altes Waschhaus (Träger)
KGS Abteischule (Träger)
KiK - Kind im Krankenhaus - Förderverein der Kinder- und Jugendklinik Helios St. Johannes Klinik DU-Hamborn
1.Meidericher Kanu-Club 1921 e.V. Duisburg
Förderverein der Grundschule Ruhrort e.V.
Frauenwuerde Duisburg e.V., Haus im Hof
Frauenchor der Polizei Duisburg 1983 e.V.
Verein der Freunde und Förderer der Städt. Gemeinschaftsgrundschule Hebbelstraße
Spielträume e.V.
MSV Fanclub Innenhafen e.V.
Förderverein Katholischer Kindergarten St. Gabriel e.V.
GSG Duisburg 1919/28 e.V.
Wanheimer KanuGilde
Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg e.V.
Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V.
Lebenshilfe Heilpädagogische Sozialdienste gGmbH (Träger)
Förderkreis TelefonSeelsorge Du-MH-OB e.V.
Förderverein der GGS Hermann-Grothe-Str. e.V.


Malteser Kliniken erfüllen Kinderwünsche im Kinderdorf Rotdornstraße

Duisburg, 26. November 2019 - In den beiden Malteser Krankenhäusern St. Anna und St. Johannes-Stift in Duisburg stehen seit gestern Wunschbäume. Mitarbeiter, Patienten oder Besucher können von den Bäumen Wunschzettel mitnehmen und dann Kinderwünsche erfüllen.  
„Wir wollen den Kindern im Kinderdorf Rotdornstraße ihre kleinen Weihnachtswünsche erfüllen“, erklärt Hauke Schild, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH. „Die Idee dazu kam von unseren eigenen Mitarbeitern. Das unterstützen wir natürlich gern“, ergänzt der dreifache Familienvater. Jedes Geschenk bewegt sich im Rahmen von 20-25€. Insgesamt hängen an jedem Baum bis zu 75 Wunschzettel.
„Die Aktion richtet sich in erster Linie an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Kindern zu Weihnachten gerne eine kleine Freude machen möchten. Natürlich dürfen sich auch Patienten und Besucher an der Aktion beteiligen“, erklärt Sebastian Toups, kaufmännische Leitung im St. Anna Krankenhaus.

Die Geschenke können bis zum 12. Dezember an der Pforte des jeweiligen Krankenhauses (St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg und St. Anna in Duisburg-Huckingen) abgegeben werden. Die Übergabe der Geschenke an die Kinder erfolgt dann kurz vor Weihnachten.  


Kinder des Kinderdorfes Rotdornstraße schmücken den Weihnachtsbaum mit ihren Wünschen.

Kinderwünsche werden wahr!

Duisburg, 18. November 2019 Menschen, die mich gar nicht kennen, erfüllen mir meinen liebsten Weihnachtswunsch, fragen viele Kinder in der Vorweihnachtszeit ihre Betreuer und Betreuerinnen völlig verwundert. Sie können ihr Glück kaum fassen, weil nicht alle Eltern in der Lage sind, ihren Kindern die Weihnachtswünsche zu ermöglichen.
Um auch diesen Kindern zum Weihnachtsfest eine schöne Überraschung zu bereiten, haben die vier Rotary Clubs, der Inner Wheel Club Duisburg, der Rotaract Club Duisburg und die Sparkasse Duisburg vor vielen Jahren die WeihnachtsWunschbaumaktion ins Leben gerufen.
In diesem Jahr startet diese liebevolle Aktion, die mit viel Herzblut von allen Beteiligten durchgeführt wird, bereits in die 12. Runde. Jedes Jahr war die WeihnachtsWunschbaumaktion ein voller Erfolg und die lange Tradition beweist eindrucksvoll das große Herz der Duisburgerinnen und Duisburger für benachteiligte Kinder.
Am Montag, 18. November 2019 haben Stadtdirektor und Kämmerer Martin Murrack und Sparkassenvorstand Helge Kipping die 12. WeihnachtsWunschbaumaktion offiziell eröffnet. Wie in jedem Jahr schmückt eine stattliche Tanne die Kundenhalle der Sparkasse Duisburg Königstraße 23-25, in der über 200 Kugeln jeweils den innigen Weihnachtswunsch eines Kindes symbolisieren.
Ab sofort besteht für engagierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eine oder mehrere Kugeln aus dem Wunschbaum in konkrete Weihnachtswünsche umzuwandeln. Das Geschenk, in Höhe von ca. 25€ wird nach dem Kauf unverpackt bis spätestens 6.12.2019 in der Kundenhalle der Sparkasse Duisburg (Information) abgegeben. Die Geschenke werden dann in gemeinsamen Aktionen der Clubs liebevoll verpackt und die Päckchen am Heiligen Abend in stimmungsvoller Atmosphäre an die ungeduldigen Kinder durch das Christkind überreicht.




Weltfrühgeborenentag 2019 in Duisburg

Seit elf Jahren findet am 17.11. der Internationale Weltfrühchentag statt, der die Öffentlichkeit für das Thema Frühgeburt sensibilisieren soll. Denn jedes Zehnte aller Kinder kommt weltweit zu früh auf die Welt. Zu diesem Anlass lud der Bunte Kreis Duisburg e.V. - Niederrhein und westliches Ruhrgebiet betroffene Eltern mit ihren kleinen Sorgenkindern zu einem gemeinsamen Frühstück ins Elterncafé des DRK Familienbildungswerkes ein.
Die Eltern nutzten das nette Zusammensein zum lebhaften Erfahrungsaustausch und die Nachsorgemitarbeiterinnen des Bunten Kreises bewunderten die Fortschritte ihrer einstigen Schützlinge. Die Firmen Abbvie, Nestle und NUK unterstützen die Aktion, die die schwierige Situation von Familien mit viel zu früh geborenen Babys würdigt.

Der Bunte Kreis Duisburg e.V. - Niederrhein und westliches Ruhrgebiet begleitet Familien mit zu frühgeborenen und schwer kranken Kindern in und um Duisburg von der Klinik nach Hause. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen leiten Eltern und Kinder durch die belastende erste Zeit durch den Alltag bis das aus den Fugen geratene Leben wieder gelingt.

100 kleine bunte Kraken

Inner Wheel Club stellt einen Häkelrekord für Frühgeborene der Sana Kliniken Duisburg auf
Duisburg, 18. November 2019 – Kurz vor dem „Tag der Frühgeborenen“ am 17. November überreichte der Inner Wheel Club Duisburg bereits zum dritten Mal kleine bunte Häkelkraken für die Frühchen in den Sana Kliniken Duisburg. Während beim ersten Mal 25 und im letzten Jahr 50 der bunten Tintenfische den Weg in die Inkubatoren der Frühchen gefunden haben, freute sich das Team der Kinderklinik in diesem Jahr ganz besonders, dass die Inner Wheel-Präsidentin Hildegard Günzel-Wohlfahrt gemeinsam mit Karin Geyer, Dr. Oda Neuerburg und Ruth Stromberg in diesem Jahr 100 Häkelkraken übergeben konnte. Das ist eindeutig ein Häkelrekord für die jüngsten Patienten der Kinderklinik.

Auch bei den kleinsten Patienten  wie bei Bruno (Foto) ist der Greifreflex bereits sehr stark ausgebildet, sodass manchmal der Sauerstoffschlauch oder die Magensonde aus der Nase gezogen wird. Ist ein kleiner gehäkelter Tintenfisch in ihrer Nähe, umklammern sie lieber dessen Tentakeln, die sie an die vertraute Struktur der Nabelschnur im Mutterleib erinnern. Erfahrungen haben gezeigt, dass dadurch eine positive Wirkung auf die Atmung, den Herzschlag und die Sauerstoffsättigung im Blut erreicht werden kann.

Die bunten Tintenfische sind bei den Frühcheneltern sehr beliebt und die kleinen Kraken-Helfer übersiedeln bei ihrer Entlassung der Babys mit in das neue Zuhause. Jährlich werden in den Sana Kliniken Duisburg zirka 1.800 Babys geboren. Das Team des Perinatalzentrums in der Kinder-und Jugendmedizin versorgt über 300 Kinder, die viel zu früh das Licht der Welt erblicken, davon liegt bei 80 bis 100 Kindern das Geburtsgewicht deutlich unter 1.500 Gramm. Für diese Frühchen und ihre Familien steht dann ein oft wochen- oder monatelanger Klinikaufenthalt bevor.

V.l.: Karin Geyer, Dr. Oda Neuerburg, Ruth Stromberg und Hildegard Günzel-Wohlfahrt von Inner Wheel

 

1.000 Euro für Förderverein der Grundschule Mozartstraße

„Vonovia bewegt Duisburg“:  Wohnungsunternehmen unterstützt soziales Engagement

Duisburg, 15. November 2019 - 1.000 Euro für den zweiten Gewinner der Initiative „Vonovia bewegt Duisburg“: Unterstützt wird der Gemeinnützige Förderverein der städtischen Gemeinschaftsgrundschule an der Mozartstraße Duisburg e.V. Darüber haben die Duisburger Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens entschieden. Mit dem Geld sollen Bücher angeschafft und der brachliegende Schulgarten instandgesetzt werden.
„Wir freuen uns für alle Kinder der GGS Mozartschule über diese Unterstützung. Bücher sind eine Inspirationsquelle für Kinder. Gerade an einer Grundschule muss neben dem regulären Unterricht gelernt und gelehrt werden, die Liebe zu Büchern zu entdecken. Für Kinder ist es spannend und wichtig ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, einzutauchen in eine bunte und aufregende Welt und auch die Geborgenheit des Lesens und Vorlesens zu erfahren. Nebenbei fördern Bücher die Sprachentwicklung, erweitern den Wortschatz und sind die Grundlage für eine gute Bildung“, so Anna Zalac, Mitglied im Vorstand des Fördervereins der städtischen Gemeinschaftsgrundschule.

„Daher gilt unser großer Dank Vonovia, die unsere Kinder und die Schule dabei unterstützt und somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Kinder leistet“. Anlässlich der Spendenübergabe sagte Andreas Süßenbach, Leiter Operations im Kundenservice von Vonovia: „Die Idee des Fördervereins hat uns Mitarbeiter von Vonovia überzeugt. Wir freuen uns, dass wir die Kinder der Mozartschule unterstützen können“.

Die Grundschule Mozartstraße befindet sich im Stadtteil Neudorf und wird von rund 300 Schülerinnen und Schülern besucht. Der Förderverein ist durch eine Elterninitiative im Jahr 2001 entstanden. „Wir sind einer der größten Arbeitgeber in Duisburg und wollen noch mehr für unsere Stadt tun“, unterstrich Anna Ostrouchow, Leiterin Operations im Kundenservice von Vonovia. „Deshalb unterstützen wir mit unserer Initiative ehrenamtliches Engagement und die Arbeit gemeinnütziger Organisationen und Vereine.“

Foto: Vonovia/Bierwald

Die Beschäftigten, Geschäftsführung und Betriebsrat von Vonovia in Duisburg wählen unter allen Einsendungen monatlich ein Projekt aus, das mit einer Spendensumme von 1.000 Euro gefördert wird. Unter dem Motto „Vonovia bewegt Duisburg“ läuft diese Initiative vorerst für ein Jahr. Erster Gewinner war Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V. Wer in Duisburg mit 1.000 Euro etwas bewegen möchte, kann sich mit seinem Projekt bei Vonovia bewerben. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind online: www.vonovia.de/vonoviabewegt

Diakoniewerk Duisburg feiert Jubiläum

40 Jahre Anwaltschaft für die Menschen am Rande der Gesellschaft


Duisburg, 11. November 2019 - Das Diakoniewerk Duisburg feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Das Unternehmen, das 1979 im Haus am Hafen mit einem kleinen Team im Bereich Wohnungslosenhilfe gestartet ist, hat sich bis heute zu einem wichtigen Protagonisten in der Duisburger Sozialwirtschaft entwickelt. Mitarbeitende im Diakoniewerk kümmern sich um Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Wohnungslose, Suchtkranke, Flüchtlinge, Arbeitslose, Menschen mit Psychiatrieerfahrung, Familien in Krisensituationen… In den vergangenen vier Jahrzehnten ist das Angebot von einem Fachbereich auf fünf Fachbereiche gewachsen, seit der Gründung wurden 53 Einrichtungen eröffnet, seit Beginn der Ausbildungsangebote wurden 621 junge Menschen im Diakoniewerk ausgebildet u.v.m.

 

Mit der Wohnungslosenhilfe fing 1979 alles an 

Als das Diakoniewerk für Sozialtherapie im Frühjahr 1979 gegründet wurde, schrieb die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) am 10.4.1979: „Die neue Gesellschaft … hat den Zweck ‚Einrichtungen zu unterhalten und zu betreiben, in denen ausgestoßene und isoliert lebende Menschen mit vorwiegend psychosozialen Störungen… durch Unterkunft, Betreuung und therapeutische Angebote Hilfe erhalten können. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, diesen Personen wieder eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen…“

Der Gründungszweck von damals zeigt, welche besondere Rolle das Diakoniewerk von Anfang an für die psychosoziale Versorgung der Menschen in Duisburg gespielt hat und heute immer noch spielt. Der erste Standort des Unternehmens befand sich von 1979 bis 2012 im Duisburger Innenhafen. Im sogenannten „Haus am Hafen“ entstanden zunächst drei Wohngruppen für wohnungslose Männer. Aus der Wohnungslosenhilfe entwickelten sich dann neue, ergänzende Angebote, als man feststellte, dass die Klienten weitere Unterstützung benötigen bei der Suche nach Arbeit, bei der Beschaffung von Möbeln, bei Suchtproblemen etc. Die Wohnungslosenhilfe ist 40 Jahre lang der Kern der Arbeit des Diakoniewerks geblieben und heute, im Jahr 2019, ist das Diakoniewerk in Duisburg federführend im Einsatz für die Versorgung wohnungsloser Bürgerinnen und Bürger. Wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und sogenannte „Wohnungsnotfälle“ werden alle über die Zentrale Anlauf-, Beratungs-, und Vermittlungsstelle im Diakoniewerk versorgt. 

 

Wichtige Akzente in der Duisburger Sozialwirtschaft 

Die besondere Bedeutung des Diakoniewerks für die Sozialwirtschaft wird deutlich bei verschiedenen Großprojekten, die in der Vergangenheit gemeinsam mit anderen Wohlfahrtsträgern, mit der Politik, mit kommunalen Ämtern und mit der Stadtverwaltung umgesetzt werden konnten. Geschäftsführer Udo Horwat blickt zurück: „Immer, wenn es neue sozialpolitische Herausforderungen zu bewältigen gab, konnte sich die Stadt Duisburg auf das Diakoniewerk verlassen: Als im Jahr 2005 die sogenannten Hartz-4-Gesetze eingeführt wurden, war das Diakoniewerk mit anderen Trägern an der Organisation und der Umsetzung von über 3.000 Beschäftigungsstellen in der Gemeinwohlarbeit maßgeblich beteiligt. Mit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 entwickelten wir Seite an Seite mit der Stadt Angebote für die Flüchtlingshilfe und heute engagieren wir uns unter anderem gemeinsam in dem Projekt ‚100(8) Häuser‘ für mehr sozialen Wohnraum.“ Auch der Suchthilfeverbund Duisburg e.V. ist ein gelungenes Kooperationsprojekt. Hier engagiert sich das Diakoniewerk Duisburg seit zehn Jahren zusammen mit dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt und der Caritas für Menschen mit Suchtproblemen und ihre Angehörigen. Es gibt besondere Angebote für die Kinder von Suchtkranken. Udo Horwat freut sich: „Das Diakoniewerk ist immer aktiv dabei, wenn im Gesundheits- und Sozialausschuss, in der Gesundheitskonferenz oder im Jugendhilfeausschuss sozialpolitische Fragen erörtert und Lösungen erarbeitet werden müssen.“

 

Das Diakoniewerk wächst weiter – auch über die Grenzen von Duisburg hinaus 

In vier Jahrzehnten ist das Unternehmen mit ca. 500 Mitarbeitenden zu einem bedeutenden Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in Duisburg geworden und es expandiert weiter – auch über die Stadtgrenzen hinaus: Neben drei „Kaufhäusern der Diakonie“ (=KadeDi) in Duisburg, gibt es bereits vier weitere Kaufhaus-Standorte in Wesel, Dinslaken, Voerde und Kamp-Lintfort. Die stationäre Jugendhilfeeinrichtung „Scheifeshütte“ ist 2017 in Kempen an den Start gegangen und kooperiert eng mit dem Duisburger Jugendamt.

 

Am 6.11. 2019 wurde das Jubiläum im Steinhof Duisburg gefeiert mit Mitarbeitenden, Geschäfts-partnern, Spendern und Wegbegleitern. Das Foto zeigt Geschäftsführerin Ruth Stratmann und Geschäftsführer Udo Horwat mit dem Jubiläums-T-Shirt. (Foto: Diakoniewerk Duisburg)