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NRW: Zahl der Menschen mit Bezug von Asylbewerberleistungen auf niedrigstem Stand seit 2013
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 29. Juli 2026 - Ende 2025 haben 70.540 Menschen in Nordrhein-Westfalen Asylbewerberleistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs, sogenannte Regelleistungen, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war das der niedrigste Stand seit 2013 (damals 57.366 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Leistungsbeziehenden um 18.015 Personen bzw. rund ein Fünftel gesunken.

46 % weniger Leistungsberechtigte in den Landesaufnahmeeinrichtungen
Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG werden in der Regel nach ihrer Ankunft in NRW zunächst in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht und erhalten dort Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Diese Leistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs werden unter anderem als Sachleistungen erbracht. Ende 2025 lebten 11.975 Menschen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes, das waren 46 % weniger als ein Jahr zuvor.

Wer nicht mehr verpflichtet ist, in einer Aufnahmeeinrichtung des Landes zu wohnen, wird nach einem Verteilschlüssel den nordrhein-westfälischen Kommunen zugewiesen. Die Zahl der kommunal zugewiesenen Leistungsbeziehenden lag Ende 2025 bei 58.565 Personen und damit um 12 % niedriger als ein Jahr zuvor. Von ihnen erhielten 63 %, also 36.740 Personen, ebenfalls Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Die übrigen 21.825 hatten Anspruch auf Analogleistungen nach § 2 AsylbLG und erhielten Leistungen, die der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII entsprechen. Dieser Anspruch besteht in der Regel nach 36 Monaten Aufenthalt.

Syrien, Türkei und Irak sind die häufigsten Herkunftsländer
Die fünf häufigsten Herkunftsländer der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG waren Ende 2025: Syrien, Türkei, Irak, Afghanistan und der Iran. Mit 53 % kam etwas mehr als die Hälfte aller Personen mit Leistungsbezug Ende 2025 aus diesen Ländern.

Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden war minderjährig
Mit 34 % war gut ein Drittel der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG minderjährig. Im jungen Erwachsenenalter von 18 bis 24 Jahren befanden sich 14 %. Rund die Hälfte (50 %) war 25 bis 64 Jahre alt und 2 % hatten das 65ste Lebensjahr überschritten. Mit 59 % waren Ende 2025 knapp drei Fünftel der Personen mit Leistungsbezug männlich.

• Ende 2025 erhielten 70.540 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - 20 % weniger als ein Jahr zuvor
• Zahl der Leistungsberechtigten in den Landesaufnahmeeinrichtungen sank 2025 um 46 %
• Häufigste Herkunftsländer waren Syrien, Türkei und der Irak

 

NRW: Über 104.000 Einbürgerungsanträge im Jahr 2025
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 4. Juni 2026 - Im Jahr 2025 haben insgesamt 104.371 Ausländerinnen und Ausländer einen Einbürgerungsantrag in nordrhein-westfälischen Einbürgerungsbehörden gestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der im Jahr 2025 erstmals erhobenen Einbürgerungsantragsstatistik mitteilt, waren unter den Antragstellenden etwa gleich viele Männer (50,6 %) und Frauen (49,4 %). Regional betrachtet, wurden im Jahr 2025 in Düsseldorf mit 7.052 die meisten Einbürgerungsanträge gestellt. Auf den weiteren Rängen folgen Köln mit 6.822 Anträgen, Essen (5.624), Duisburg (5.117) und Dortmund (5.033).


Großteil der Einbürgerungsanträge von Nicht-EU-Staatsangehörigen eingereicht  – Syrien auf Rang 1 
Insgesamt 94.468 Einbürgerungsanträge wurden von Personen mit einer Nicht-EU-Staatsangehörigkeit gestellt – dies entspricht einem Anteil von 90,5 % an allen Einbürgerungsanträgen. Darunter waren am häufigsten Personen mit einer syrischen Staatsangehörigkeit (21.290) vertreten, gefolgt von Türkinnen und Türken (16.912) und Irakerinnen und Irakern (6.355).

Rund 87 % der abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren mündeten in einer Einbürgerung
Im Jahr 2025 wurden in NRW insgesamt 87.789 Einbürgerungsverfahren abgeschlossen. Mit einem Anteil von 86,7 % mündete der überwiegende Teil der Verfahren in einer Einbürgerung. Bei 5,8 % der Verfahrenserledigungen erfolgte eine Rücknahme des Einbürgerungsantrags und in 5,2 % der Fälle wurde der Einbürgerungsantrag abgelehnt. In weiteren 2,3 % wurde das Einbürgerungsverfahren aus sonstigen Gründen, wie beispielsweise Tod oder Fortzug der antragstellenden Person ins Ausland, eingestellt.

• Gut 90 % der Einbürgerungsanträge von Personen mit Nicht-EU-Staatsangehörigkeit – am häufigsten von Syrerinnen und Syrern
• Düsseldorf, Köln, Essen, Duisburg und Dortmund mit den meisten Anträgen
• Rund 87 % der Einbürgerungsverfahren mündeten in einer Einbürgerung

 

Einbürgerungen in NRW mit 76.156 Personen auf höchstem Stand seit 25 Jahren
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 22. Mai 2026 - Im Jahr 2025 haben in NRW insgesamt 76.156 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Einbürgerungen damit um 10,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2024: 68.703) und hat somit einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2000 erreicht.
 
Wie die Statistikerinnen und Statistiker erläutern, sind die gestiegenen Einbürgerungszahlen weiter vor dem Hintergrund der rechtlichen Änderungen an den Einbürgerungsvoraussetzungen zu interpretieren, die mit dem Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts (StARModG) am 27. Juni 2024 in Kraft getreten waren. Neben einer Absenkung der notwendigen Aufenthaltsdauer in Deutschland ermöglicht die neue Rechtsgrundlage den eingebürgerten Personen generell den Beibehalt der bisherigen Staatsangehörigkeit.

Syrisch weiterhin häufigste Staatsangehörigkeit der Eingebürgerten
2025 bekamen in NRW insgesamt 18.567 Syrerinnen und Syrer eine Einbürgerungsurkunde überreicht – dies entspricht 24,4 % aller Einbürgerungsfälle. Damit war die syrische Staatsangehörigkeit das fünfte Jahr in Folge die am häufigsten vertretene Staatsangehörigkeit unter den Eingebürgerten. Danach folgten Personen mit türkischer (11.179), irakischer (4.445), russischer (3.841) und iranischer (2.755) Staatsangehörigkeit.

Die Top 5 der am häufigsten eingebürgerten Staatsangehörigkeiten hat sich 2025 gegenüber 2024 nicht verändert.

Top 5: Zunahme von Einbürgerungen türkischer Staatangehöriger stieg prozentual am stärksten an
Unter den Top 5 stieg die Zahl der Einbürgerungen von Türkinnen und Türken gegenüber 2024 mit +75,7 % prozentual am stärksten, gefolgt von Personen mit russischer (+67,4 %) und iranischer Staatsangehörigkeit (+21,0 %). Dagegen war die Zahl der Einbürgerungen von syrischen Staatangehörigen in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % gesunken. Auch die Zahl eingebürgerter Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit war in diesem Zeitraum rückläufig (−11,9 %).

Steigende Einbürgerungszahlen in 32 kreisfreien Städten und Kreisen
Regional betrachtet, wurden im Jahr 2025 in 32 kreisfreien Städten und Kreisen mehr Ausländer/-innen eingebürgert als in 2024. Den größten prozentualen und gleichzeitig absoluten Anstieg gab es in Köln (+119,7 % bzw. +3.433 auf 6.302).
Hohe prozentuale Zunahmen der Einbürgerungszahlen gab es zudem im Hochsauerlandkreis (+82,8 % auf 872) und in Herne (+73,8 % auf 1430). In 21 kreisfreien Städten und Kreisen waren die Einbürgerungszahlen in 2025 rückläufig gegenüber dem Vorjahr.
Dabei wurden die größten prozentualen Rückgänge im Kreis Warendorf (−40,4 % auf 387) und im Kreis Gütersloh (−33,0 % auf 778) ermittelt.

• 76.156 Einbürgerungen im Jahr 2025 – Anstieg um 10,8% zum Vorjahr
• Menschen aus Syrien wurden am häufigsten eingebürgert
• Köln und Hochsauerlandkreis mit höchstem prozentualem Anstieg

 

NRW: Zahl der Ausländerinnen und Ausländer ging 2025 leicht zurück auf 3,27 Mio
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 13. April 2026 - Ende 2025 lebten in NRW insgesamt 3.265.705 Menschen mit einer ausschließlich ausländischen Staatsangehörigkeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt basierend auf einer Auswertung des Ausländerzentralregisters mitteilt, ist die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um 7.840 Menschen bzw. 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Damit war die Ausländerzahl erstmals seit 15 Jahren rückläufig.

Stärkste Zunahme der Ausländerzahl in Bottrop, Leverkusen und Münster
Regional betrachtet war die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in 24 der 53 Kreise und kreisfreie Städte Ende 2025 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Entgegen dem Landestrend war die Ausländerzahl in 29 Kreisen und kreisfreien Städten angestiegen. Am stärksten war die Zunahme der Ausländerzahl in den kreisfreien Städten Bottrop (+3,7 %), Leverkusen (+3,0 %) und Münster (+3,0 %).

Türkische Staatsbürger/-innen weiterhin größte ausländische Nationalitätengruppe in NRW
Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit (483.035) waren Ende 2025 – wie auch in den Vorjahren – die größte Nationalitätengruppe unter den in Nordrhein-Westfalen lebenden Ausländerinnen und Ausländern.
Auf Rang zwei folgten Ukrainerinnen und Ukrainer (288.310), die 2024 noch auf Rang drei standen.
Dritthäufigste Ausländergruppe Ende 2025 waren Personen mit syrischem Pass (280.650). 
In den TOP 10 der häufigsten Ausländergruppen gab es 2025 nur bei den ukrainischen sowie bei den afghanischen Staatsangehörigen eine Zunahme der Personenzahl gegenüber dem Vorjahr, alle übrigen Nationalitäten waren geringer vertreten als noch 2024.