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NRW-Handwerkszählung: 15 % aller Unternehmen waren 2024 im Handwerk tätig
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 23. April 2026 - Im nordrhein-westfälischen Handwerk waren im Jahr 2024 bei den 109.000 Handwerksunternehmen rund 1,28 Millionen Personen tätig. Der nominale Umsatz belief sich auf 161,5 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der jüngsten Handwerkszählung mitteilt, waren damit 15 % aller Unternehmen in NRW im Handwerk tätig.
 
Anteil der Handwerksunternehmen in NRW-Kreisen höher als in kreisfreien Städten
Die meisten Handwerksunternehmen befanden sich in Köln (5.545) und Düsseldorf (3.905) sowie im Rhein-Sieg-Kreis (4.035). In Relation zur Bevölkerungszahl, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Hier hatten die ländlich geprägten Kreise gegenüber den kreisfreien Städten die Nase vorne. Im Kreis Borken gab es mit 835 Handwerksunternehmen mehr als doppelt so viele Handwerksunternehmen je 100.000 Einwohner/-innen wie in Dortmund (412). Auch in den Kreisen Viersen (822) und Euskirchen (804) gab es noch eine vergleichsweise hohe Dichte an Handwerksunternehmen. Duisburg (425), Bonn und Hamm (je 435) gehörten zu den Städten mit der geringsten Dichte an Handwerksunternehmen in NRW.
Im Durchschnitt kamen in ganz Nordrhein-Westfalen 605 Handwerksunternehmen auf 100.000 Einwohner/-innen. Damit lag NRW leicht unter dem Bundeswert von 675.

Jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig
Das Ausbaugewerbe und das Bauhauptgewerbe waren die dominierenden Gewerbegruppen im Handwerk: Mit einem Anteil von 51 % an allen Handwerksunternehmen war jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig. 
Die meisten Beschäftigten arbeiteten dagegen in Unternehmen des Handwerks für den gewerblichen Bedarf. Mit 31 % war fast jede dritte im Handwerk beschäftigte Person in dieser Gewerbegruppe tätig. Rund ein Viertel des Gesamtumsatzes im Handwerk entfiel auf das Kfz-Gewerbe; hier fließen neben den klassischen Werkstätten auch die Umsätze der Händler und Hersteller mit ein.

Viele Beschäftigte arbeiteten im Zweit- bzw. Nebenjob in der Gebäudereinigung
Die Beschäftigtenzahlen der Handwerkszählung folgen, beginnend mit dem Berichtsjahr 2024, dem sogenannten Jobkonzept. Dies bedeutet, dass Beschäftigte mit mehr als einem Beschäftigungsverhältnis mit jedem Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen werden und erscheinen demnach mehrfach in der Statistik. Das bis einschließlich Berichtsjahr 2023 geltende Personenkonzept berücksichtigte jede abhängig beschäftigte Person nur einmal (in ihrer Haupttätigkeit). Zudem sind in den Zahlen der geringfügig Beschäftigten ab dem Berichtsjahr 2024 auch die kurzfristig beschäftigten Personen enthalten sowie geringfügig entlohnt Beschäftigte im Nebenjob (neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung). Im Ergebnis zeigen die Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahr z. T. deutliche Zuwächse und sind daher nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. I.d.R. dürfte dies in den Gewerbegruppen der Fall sein, in denen viele Beschäftigte im Zweit- bzw. im Nebenjob tätig sind, wie bspw. im zulassungsfreien Handwerk der Gebäudereinigung.

• 109.000 Handwerksunternehmen beschäftigten rund 1,28 Millionen Personen
• Kreis Borken mit 835 Handwerksunternehmen je 100.000 Einwohner/-innen Spitzenreiter in NRW
• Jedes zweite Handwerksunternehmen war im Baugewerbe tätig 



NRW-Ausbaugewerbe: Beschäftigung stieg zur Jahresmitte 2025 auf höchsten Stand der letzten 13 Jahre
Düsseldorf/Duisburg, 3. Dezember 2025 - Mitte des Jahres 2025 sind in den 5.497 Betrieben des nordrhein-westfälischen Ausbaugewerbes insgesamt 138.838 Personen beschäftigt gewesen; das war der höchste Stand der letzten 13 Jahre.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Zahl der Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 30 (+0,5 %). Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 1.175 (+0,9 %).  

Im Jahr 2024 lag der nominale (also nicht preisbereinigte) Umsatz aus Bauleistungen im Ausbaugewerbe mit rund 20,7 Milliarden Euro (+1,2 %) über dem des Vorjahres. Der Pro-Kopf-Umsatz erhöhte sich um 572 Euro (+0,4 %) auf 149.029 Euro je Beschäftigten (2023: 148.457 Euro). Der nominale Gesamtumsatz (einschl. Handels- und sonstiger Umsätze) des NRW-Ausbaugewerbes war mit 21,0 Milliarden Euro um 1,2 % höher als ein Jahr zuvor (2023: 20,7 Milliarden Euro) und erreichte den höchsten Wert der letzten zwölf Jahre.  

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die aktuellen Ergebnisse zur Zahl der Beschäftigten und Betriebe zum Stichtag 30. Juni 2025 vorliegen. Die Angaben zum Umsatz beziehen sich auf das Kalenderjahr 2024. Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass im Rahmen dieser Befragung nur Betriebe von rechtlichen Einheiten mit zehn oder mehr Beschäftigten berücksichtigt werden.