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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW sind übergewichtig
Duisburg vor Oberhausen und Hagen, Schlusslicht bildet Münster


Schmerzfrei auf Knopfdruck

BG Klinikum Duisburg setzt auf neuartige patientengesteuerte Schmerztherapie nach Operationen

Duisburg, 09. November 2018 - Mindestens jeder zweite Patient in Deutschland klagt nach Operationen über zum Teil erhebliche Schmerzen. Die Schmerzspezialisten im BG Klinikum Duisburg um Dr. Mike Papenhoff haben seit einiger Zeit eine neue, effektive Lösung für die Betroffenen parat: eine einfache und wirkungsvolle Therapie auf Knopfdruck, die sogar ganz ohne unangenehme Spritzen auskommt.

Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem sich die Patienten selbsttätig eine hochwirksame Schmerztablette mithilfe eines speziellen Spenders direkt unter der Zunge platzieren. Dort löst sie sich zügig auf und entfaltet schnell ihre Wirkung. „Der Operierte entscheidet eigenständig darüber, ob er ein Schmerzmedikament benötigt und wann er dieses genau erhält“, erklärt Papenhoff die großen Vorzüge des innovativen Systems. Das Warten auf einen Arzt bzw. Kranken- und Gesundheitspfleger entfalle komplett.

Dr. Mike Papenhoff (Bild: cap communications / Marcus Gloger / BG Klinikum Duisburg) Keine Überdosierung möglich Eine Überdosierung ist dennoch nicht möglich. Denn das Applikationsgerät wird von einem Chip am Arm des Patienten überwacht und gibt erst nach einer festgelegten Sperrfrist die nächste Tablette auf Knopfdruck frei. „Die Selbsttherapie ist ein weiterer wichtiger Baustein in der schmerzmedizinischen Versorgung von frisch Operierten durch unser interdisziplinäres Team“, erklärt Papenhoff.
Die Patienten erhalten direkt nach der Operation meistens zusätzlich herkömmliche Schmerzmittel als „Basistherapie“ und werden intensiv durch das Akutschmerzteam und das Pflegepersonal betreut und überwacht.

Neues Verfahren bietet viele Vorteile Die Vorteile des neuen Verfahrens – neben schneller Verfügbarkeit und höherem Komfort für die Patienten – liegen auf der Hand: „Ein Venenzugang ist bei dieser Therapieform nicht nötig“, erklärt Ulrike Beutler, die Spezialpflegekraft für die Schmerzbehandlung am BG Klinikum Duisburg, auch „Pain Nurse“ genannt. Dies erleichtere insbesondere die Mobilisation von Patienten und steigere die Patientenzufriedenheit, da kein zusätzliches Gerät mehr entfernt bzw. mitgenommen werden muss.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Verfahren zeigen zudem, dass das Mittel sehr gut verträglich ist und deshalb nahezu keine Probleme mit Übelkeit während der Schmerzbehandlung auftreten.

Schmerzspezialisten und Patienten sind begeistert Deshalb wird die patientengesteuerte Schmerztherapie im BG Klinikum Duisburg mittlerweile regelmäßig nach solchen Operationen eingesetzt, bei denen ein höherer postoperativer Schmerz zu erwarten ist. Dazu gehören u.a. komplizierte Eingriffe nach Beckenfrakturen oder bei Wirbelsäulenverletzungen. Aktuell sind bereits über 100 Schmerzbehandlungen mit der neuen Methode durchgeführt worden – mit sehr gutem Erfolg.

Sehr angetan von der Selbsttherapie sind dementsprechend auch die meisten Schmerzpatienten des BG Klinikums Duisburg. Dies haben Umfragen ergeben. Ein Beispiel dafür ist Christian Bennör, der aufgrund einer Wirbelfraktur im BG Klinikum Duisburg behandelt wurde. „Ich bin begeistert! Das neue System ist ein deutlicher Zugewinn für uns Schmerzpatienten“, sagt Bennör. Er sei mit der Selbsttherapie auf Knopfdruck viel besser zurecht gekommen als mit den herkömmlichen Methoden.

Selbsttherapie auf Knopfdruck: Christian Bennör mit dem neuen Applikationsgerät. (Bild: BG Klinikum Duisburg) 


Wenn das Herz stolpert

Kardiologen der Sana Kliniken informieren über Vorhofflimmern
Duisburg, 06. November 2018 – Vorhofflimmern ist eine Volkskrankheit. Fast zwei Millionen Menschen sind von der Herzrhythmusstörung betroffen, Tendenz steigend. Zwar nicht direkt lebensgefährlich gehört die Erkrankung dennoch behandelt.

Die gute Nachricht zuerst: Vorhofflimmern ist nicht akut lebensbedrohlich. Viele Menschen leben mit dieser Art einer Herzrhythmusstörung und bemerken es nicht einmal. „Genau darin liegt aber das Problem“, erklärt Dr. Oliver Volk, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin. „Was nicht bemerkt wird, ist nicht zu behandeln. Unbemerkt und unbehandelt kann Vorhofflimmern aber gefährlich für Herz und Gehirn werden und bis hin zur Herzschwäche und Schlaganfällen führen.“

Schlaganfälle werden durch Blutgerinnsel verursacht, die sich lösen und dann die Arterien im Gehirn verstopfen. Und diese Gerinnsel entstehen auch durch Vorhofflimmern. „Bei dieser Rhythmusstörung schlägt das Herz unregelmäßig, oft zu schnell. Dadurch wird weniger Blut transportiert, was die Gerinnselbildung fördert“, so Dr. Volk. Ursache dafür, dass das Herz aus dem Takt kommt, sind unregelmäßige elektrische Erregungen in den Vorhöfen unseres Lebensmuskels. Diese bringen die extrem gut abgestimmte Zusammenarbeit von Herzkammern und Vorhöfen durcheinander.

„Letztlich reduzieren diese elektrischen Fehlzündungen die Förderleistung des Herzens. Manche Menschen bemerken das. Sie leiden an Atemnot, Herzrasen oder haben starkes Herzklopfen. Andere empfinden ein Schwindelgefühl, eine Beklemmung im Brustkorb oder werden gar ohnmächtig. Auch eine Leistungsschwäche kann auftreten“, erklärt der Kardiologe. Tückisch ist, dass Vorhofflimmern bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auftritt und dadurch lange Zeit unbemerkt bleibt. Nicht selten werden Patienten mit einer Herzschwäche oder einem Schlaganfall stationär im Krankenhaus aufgenommen und erfahren zum ersten Mal, dass Vorhofflimmern dafür verantwortlich ist.

Über die Ursachen und Auslöser für Vorhofflimmern, die Diagnosestellung und medikamentöse Therapie und über die Behandlung im Herzkatheterlabor informiert Chefarzt Dr. Oliver Volk mit den kardiologischen Fachärzten Guido Bergdolt sowie Georgios Karakostas. Zum Infonachmittag sind Interessierte am 14. November zwischen 16 und 18 Uhr in den Wedau Kliniken, zu den Rehwiesen 9, herzlich willkommen. Im Anschluss an die Kurzvorträge und Diskussion besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Herzkatheterlabors.

 

Herz außer Takt – Vorhofflimmern
Die Alarmsignale des Vorhofflimmerns sind häufig unspezifisch: Kleine Anstrengungen fallen plötzlich schwer, das Atmen funktioniert schlechter als gewohnt oder ein beklemmendes Gefühl macht sich im Brustkorb breit. Was die Erkrankung besonders tückisch macht, ist, dass sie bei rund der Hälfte der 1,8 Millionen Betroffenen in Deutschland häufig ohne Symptome auftritt und deshalb lange unentdeckt bleibt.
„Das Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende Herzrhythmusstörung, die unbehandelt zu Herzschwäche oder Schlaganfall und damit zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann“, erklärt Dr. Wolfgang Lepper, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am Helios Klinikum Duisburg.

Bei der zehnten Auflage des „Herztages“ informieren die Kardiologen am Helios gemeinsam Betroffene und Interessierte. Unter dem diesjährigen Motto der Deutschen Herzstiftung „Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“ erläutern die Experten Therapieoptionen, geben Tipps zur Schlaganfallprophylaxe und demonstrieren bei praktischen Übungen mit dem Team der Notfallaufnahme, was im Ernstfall zu tun ist.
Die Deutsche Herzstiftung beteiligt sich mit einem Informationsstand. Die kostenlose Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 15.11.2018, ab 17.30 im Abteizentrum neben der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 1, 47166 Duisburg. Um Anmeldung wird gebeten. Telefon: (0203) 546-24 51 E-Mail: beate.berg@helios-gesundheit.de Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter www.helios-gesundheit.de/duisburg

 


- Zuckerstreit
- Krankenhauskosten in NRW 2017 auf 24,9 Milliarden Euro gestiegen

Köln/Duisburg, 02. November 2018 - Kinder- und Jugendärzte geben Eltern Tipps für gesunde Kinderernährung, solange die Industrie die Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fette und Salz noch nicht umgesetzt hat.  
"Sieben Jahre hat die Industrie Zeit, schrittweise Zucker, Fett und Salz in ihren Produkten zu reduzieren. Sieben Jahre sind in einem Kinderleben zu lang. Eltern haben es in der Hand, heute schon ihre Kinder vor Zucker, Fett und zuviel Salz zu schützen und damit auch vor Adipositas und ihren lebensgefährlichen Folgeerkrankungen, so Dr. Sigrid Peter, Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

"Wir wissen, dass es nicht ganz leicht ist, ungesunden Lebensmitteln auszuweichen. Ein paar einfache Regeln können helfen. Mit diesen Regeln legen Sie das Grundgerüst für eine gesunde Ernährung und lebenslange Gesundheit. Die Wichtigste: Bieten Sie Ihren Kindern (Leitungs-)wasser statt Softdrinks an. Leitungswasser wird in Deutschland streng kontrolliert, es ist gesund, immer frisch und kostet fast nichts. Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an daran, dass es nichts anderes zu trinken gibt, dann wird es das Wasser auch akzeptieren.

Statt Fertiggerichten und Fast Food: Frisches aus der Region Kaufen Sie für Ihre Familie frisches Gemüse und Obst, am besten aus der Region. Aus Kartoffeln etwa lässt sich im Handumdrehen Kartoffelstampf machen, in den man noch Möhren oder anderes Gemüse mischt. Dauert nicht länger, als eine Fertigpizza im Ofen aufzuwärmen, ist aber ungleich gesünder und prägt den Geschmack fürs Leben. Obst der Saison können Kinder roh essen, macht also überhaupt keine Arbeit. Müsli ohne zuckrige Flakes, nur mit Getreideflocken, Nüssen, Milch und Obst ist der ideale Start in den Tag, aber auch als schneller Snack am Nachmittag geeignet. Alternativ: Vollkornbrot.  

Bieten Sie Ihren Kindern in Maßen Fleisch, Fisch und Eier an. Dazu Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt. Süßigkeiten: legen Sie Naschzeiten fest, zum Beispiel einmal am Tag nach dem Mittagessen oder zu besonderen Anlässen eine kleine Süßigkeit. Und zu guter Letzt: Die Zubereitung von Essen ist wichtige "Familienzeit". Lassen Sie Ihre Kinder mit aussuchen, lassen Sie sie riechen und fühlen, lassen Sie sie auch ruhig ab drei Jahren schon mithelfen, etwa den Tisch decken, Gemüse waschen, später auch schnibbeln und unter Aufsicht kochen, das stärkt ihre sozialen Fähigkeiten und auch die Geschicklichkeit.

 

Krankenhauskosten in NRW 2017 auf 24,9 Milliarden Euro gestiegen

Im Jahr 2017 summierten sich die Kosten der 344 nordrhein-westfälischen Krankenhäuser auf rund 24,9 Milliarden Euro. Das waren 4,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2016: 23,9 Mrd. Euro). In den Gesamtkosten sind Personalkosten (15,3 Mrd. Euro) und Sachkosten (8,9 Mrd. Euro), Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (398 Mio. Euro), Kosten der Ausbildungsstätten (185 Mio. Euro), Zinsen und ähnliche Aufwendungen (118 Mio. Euro) sowie Steuern (31 Mio. Euro)
enthalten.
Nach Abzug von 3,7 Milliarden Euro (für nichtstationäre Leistungen) ergaben sich im Jahr 2017 für die stationäre Krankenhausversorgung Kosten in Höhe von rund 21,2 Milliarden Euro; das waren 4,3 Prozent mehr als im Jahr 2016 (20,4 Mrd. Euro). Umgerechnet auf die rund 4,6 Millionen Patientinnen und Patienten, die an 33,2 Millionen Berechnungs- bzw. Belegungstagen vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, lagen die stationären Krankenhauskosten bei durchschnittlich 4 595 Euro je Fall bzw. bei 638 Euro je Tag. Das waren 4,7 Prozent bzw. 5,3 Prozent mehr als 2016 (damals: 4 388 Euro pro Fall bzw. 606 Euro pro Tag). (IT.NRW)

 

 

Sana Kliniken Duisburg gehören zu den Top-Krankenhäusern in der FOCUS-Klinikliste 2019

Auszeichnung für Geburten und Darmkrebs

Duisburg, 02. November 2018 – Die Sana Kliniken Duisburg gehören zu den TopKrankenhäusern Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Nachrichtenmagazins FOCUS für Deutschlands größten Krankenhausvergleich. In NRW werden die Sana Kliniken Duisburg als Regionales Top-Krankenhaus gelistet und sind in Duisburg das einzige Krankenhaus mit der Auszeichnungen Top Nationales Krankenhaus für die Fachbereiche Geburten und Darmkrebs.

Die Chefärzte der ausgezeichneten Fachbereiche, Prof. Dr. Markus Schmidt (Frauenheilkunde und Geburtshilfe, links) und Prof. Dr. Stephan Petrasch (Onkologie/Hämatologie), freuen sich über diese Auszeichnung, die gleichzeitig eine Anerkennung der gemeinsamen interdisziplinären Leistung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Sana Kliniken Duisburg für die Patienten aus Duisburg und der Region darstellt.

Die Bewertung der Kliniken basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung. Um im FOCUS-Ranking als Nationales Top-Krankenhaus benannt zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: In die Bewertung gingen Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten sowie zur Qualität ein, Zudem wurden bundesweit ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften sowie wissenschaftliche Publikation durchgeführt.

 


Im „Moonwalk“ zurück in den Job

Anti-Schwerkraft-Laufband unterstützt Rehabilitation von Sportlern und Unfallopfern   

Duisburg, 02. November 2018 – Ein ursprünglich für NASA-Astronauten entwickeltes High-Tech-Gerät kommt jetzt im BG Klinikum Duisburg bei der Rehabilitation von Sportlern und Unfallopfern zum Einsatz: Das sog. Anti-Schwerkraft-Laufband sorgt für fast völlige Schwerelosigkeit im Rahmen des Gang- und Lauftrainings und kann deshalb schon kurz nach Operationen an den unteren Extremitäten genutzt werden. „Der ‚Moonwalk‘ hilft dabei, Sportler schneller zurück in den Wettkampf und Unfallopfer schneller zurück in Job und Alltag zu bringen“, erklärt Dr. Christian Schoepp die wichtigsten Vorzüge des neuen Therapiegeräts.

Schoepp ist Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin in der Unfallklinik sowie Leiter des Bewegungslabors Athletikum Rhein Ruhr in dessen Räumlichkeiten das Anti-Schwerkraft-Laufband seinen Platz gefunden hat. Eine Anti-Schwerkraft-Kammer zum Aufblasen Herzstück des innovativen Gerätes ist die so genannte Differenz-LuftdruckTechnologie.

Dazu gehört neben dem eigentlichen Laufband vor allem die „Anti-Schwerkraft-Kammer“, die je nach Körpergewicht des Trainierenden und der gewünschten Entlastung mit Druckluft befüllt wird. Der Rehabilitand schlüpft dazu vor jedem Training in einen innovativen Neoprenshort, der mithilfe eines Reißverschlusses luftdicht an die Anti-Schwerkraft-Kammer angekoppelt wird.

„Das ausgeklügelte Druckluft-System erlaubt es, das Körpergewicht des jeweiligen Rehabilitanden um bis 80 Prozent zu reduzieren“, erklärt Schoepp. Dadurch können Sportler und Unfallopfer u.a. nach der operativen Versorgung von Frakturen an den Beinen oder Knie- und Sprunggelenkverletzungen zeitnah mit der Gang- und Lauftherapie beginnen, ohne dass signifikante Schmerzen auftreten.

Abhängig vom Therapieerfolg kann die Schwerkraftwirkung auf dem Laufband später maßgeschneidert für jeden Rehabilitanden kleinschrittig bis zur Vollbelastung erhöht werden. Digitale Ganganalyse unterstützt den Therapieerfolg Ein weiterer Clou des neuen Geräts im BG Klinikum Duisburg: Es verfügt über eine Videokamera und eine computergestützte Ganganalyse, die jeden Schritt des Trainierenden aufzeichnen und auswerten.

Dadurch erhält das Reha-Team aus Sportwissenschaftlern, Physiotherapeuten und Gehschullehrern hilfreiche Informationen zu entscheidenden Trainingsparametern des jeweiligen Probanden wie Schrittlänge und -frequenz oder Gewichtsverteilung. „Mithilfe eines integrierten Touchscreens können wir die Daten jederzeit abrufen und den Rehabilitanden ihre Fortschritte schnell und einfach vor Augen führen“, sagt der Sportwissenschaftler Dr. Christian Raeder aus dem Athletikum Rhein Ruhr.

Anhand der Auswertung ließen sich aber auch Schlüsse ziehen, wie das Gangbild weiter optimiert und die Mobilisierung individuell verbessert werden könne. Viele Vorteile für Körper und Geist „Durch das neue Anti-Schwerkraft-Laufband können wir zum frühest möglichen Zeitpunkt mit der Rehabilitation beginnen“, fasst Raeder zusammen. Dies verhindere u.a. einen starken Muskelabbau in der von der Verletzung betroffenen unteren Extremität. Darüber hinaus bleiben der individuelle Laufstil und -rhythmus sowie die bewährten Bewegungsmuster erhalten und das bei herkömmlicher Rehabilitation oft beobachtete „Schonungshinken“ entfällt.

Vorteile ergeben sich aber auch für die Psyche der Rehabilitanden: „Die Erfahrung schon kurz nach der Verletzung wieder ‚normal‘ laufen zu können, ist für die Nutzer eminent wichtig“, erklärt Raeder. Sie hätten das Gefühl, dass es gut voran geht mit dem Fitwerden und ihre Motivation zu trainieren, bleibe dadurch sehr hoch. Anti-Schwerkraft-Laufband ergänzt normale Therapie So vielversprechend die ersten Erfahrungen mit dem Anti-SchwerkraftLaufband auch sind, es ist nur ein Baustein für eine gelungene Rehabilitation von Sportlern und Unfallopfern.
„Das Training in der Schwerelosigkeit ergänzt die normale Therapie des Reha-Teams“, so Raeder abschließend. Ersetzen könne das Anti-Schwerkraft-Laufband diese aber nicht.


Das Reha-Team zusammen mit einem trainierenden Sportler. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

 

 

Neues Telemedizin-Angebot im Rheinland: Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychischen Erkrankungen wird verbessert

Düsseldorf/Duisburg, 30. Oktober 2018 – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die BARMER starten zum 1. November ein neues telemedizinisches Programm: das „ZNS-Telekonsil“ für die Behandlung neurologischer Erkrankungen und Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS). Es unterstützt damit die Versorgung von Patienten mit Demenz, Psychosen, Multipler Sklerose, Parkinson sowie Kopfschmerz.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Telekonsil vorhandene Technik sinnvoll nutzen, um Patienten schneller versorgen und die Praxen entlasten zu können“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Ich hoffe, dass viele unserer Mitglieder an dem Modell teilnehmen und die neuen Möglichkeiten nutzen – die Rahmenbedingungen schaffen dafür auch einen Anreiz.“

Mit Hilfe des ZNS-Telekonsils können zum Beispiel Hausärzte durch den Einsatz spezieller Kommunikations-Software einen besonders qualifizierten ärztlichen Experten (Nervenarzt, Neurologe oder Psychiater) online konsultieren und um Unterstützung bitten – von der Diagnosestellung bis hin zu möglichen Therapiewegen.
„Unklare Befunde lassen sich online mithilfe der fachärztlichen Expertise schnell klären und die Patienten gewinnen wertvolle Zeit für die Therapie. Wartezeiten auf einen regulären Facharzttermin oder lange Wege zum Spezialisten können mitunter entfallen“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der BARMER in NRW. Das Online-Konsil entlastet auch die teilnehmenden Praxen, da die Experten ihre Empfehlungen geben können, ohne Patienten extra einbestellen zu müssen.

„Mit dem ZNS-Konsil reagieren wir auch auf den starken Anstieg von neurologischen Erkrankungen“, so Beckmann. Unkomplizierte Teilnahme, sicherer Umgang mit Patientendaten Bei einer entsprechenden Verdachtsdiagnose trägt der erstbehandelnde Arzt die Symptome des Patienten in standardisierte Formulare ein. Diese sind auf einer speziellen Online-Plattform abrufbar und wurden von dem Berufsverband der Nervenärzte (BVDN), der Neurologen (BDN) und der Psychiater (BVDP) entwickelt.
Der kontaktierte Facharzt kann dann online auf die Angaben, zum Beispiel auf Testergebnisse oder Röntgenaufnahmen, zugreifen und innerhalb weniger Tage auf demselben Weg seine Diagnostik- und Therapieempfehlungen geben. Die Daten werden dabei komplett verschlüsselt übertragen, so dass die Datensicherheit gewährleistet ist. Die Vertragspartner streben eine engmaschige Begleitung und Evaluation des ZNS-Konsils an. 

 

Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde informieren

Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 5. November 2018 um 18 Uhr.
Ärzte der Geburtshilfe erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung. Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Sie findet im Schulungszentrum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.  


Was tun, wenn das Zahnfleisch krank ist?

Duisburg, 30. Oktober 2018 - Wenn es blutet und sogar Knochenrückgang zu befürchten ist? Parodontitis ist dann die Diagnose. Was hilft, beantworten die Zahnfachärzte Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich Joos und Dr. med. dent. Belinda Weiher Betroffenen und Interessierten. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) für Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Kopfzentrum Duisburg lädt ein zu einer kostenfreien Patientenveranstaltung: 

Am Montag, den 12. November 2018 um 15:30 Uhr

im Fortbildungszentrum des Klinikum Niederrhein, Ev. Krankenhaus Du-Nord

Fahrnerstraße 133; 47169 Duisburg 

Um Anmeldung wird gebeten unter 02151 287 699-90.

Krebsberatung in Duisburg

Die Krebsberatung in Duisburg hat noch freie Termine für die psychoonkologische Beratung am 6. November 2018.
Duisburg, 26. Oktober 2018 - Dr. Gisela Kremer beantwortet Patienten und ihren Angehörigen Fragen zum Umgang mit einer Krebserkrankung. Die Einzelberatungen finden von 14.45 bis 15.45 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kontakt: Sabine Reufels unter der Telefonnummer 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de
Über die Krebsberatung: Seit März 2009 beraten Ärzte, Psychoonkologen und Sozialarbeiter ehrenamtlich, kostenlos und vertraulich Menschen mit einer Krebserkrankung und ihre Angehörigen. 2013 haben die ehrenamtlichen Fachkräfte den „Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V.“ gegründet. Aufgabe des Vereines ist es, die Krebsberatung in Duisburg zu erhalten und auszubauen.
Im Moment arbeiten im Verein zehn ehrenamtliche Berater, ein ehrenamtlicher Vorstand sowie eine Verwaltungskraft (Teilzeit) und Honorarkräfte. Der Verein und die Krebsberatung finanzieren sich zu 100 Prozent aus Spenden und Förderungen.   

 

Aktion des Gesundheitsamtes: AIDS-Beratung zum Filmstart „Bohemian Rhapsody“ in Kooperation mit der UCI Kinowelt Duisburg  
In der UCI Kinowelt Duisburg startet am Mittwoch, 31. Oktober, der Film „Bohemian Rhapsody“. Die Beratungsstelle zu AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen des Gesundheitsamts Duisburg ist zum Auftakt eines Aktionsmonats rund um den diesjährigen Welt-AIDS-Tag mit vor Ort und informiert Kinobesucher.  
Der Film erzählt die Geschichte der Gründung der Rockgruppe Queen und die Lebensgeschichte ihres Frontmanns Freddie Mercury. Unvergessen das größte Konzert aller Zeiten – „Live Aid“. Doch hinter der Fassade von Erfolg kämpft der Bandleader mit innerer Zerrissenheit, Isolation und seiner sexuellen Orientierung. Freddie „Mercury“ Bulsara starb 1991 an AIDS.  
Mit der Kinoaktion weist die Beratungsstelle einerseits auf das reguläre Angebot anonymer Beratung und kostenfreier Testung nach Terminvereinbarung hin. Des Weiteren informiert sie über den Tag der offenen Türe am Welt-Aids-Tag am 1. Dezember.

 

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW sind übergewichtig
53,4 Prozent der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2017 Übergewicht; 2005 hatte der Anteil der Übergewichtigen noch bei 49,4 Prozent gelegen. Laut Einstufung der Weltgesundheitsorganisation gelten Frauen und Männer ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 als übergewichtig.

Wie das Statistisches Landesamt mitteilt, hatten im vergangenen Jahr 9,6 Millionen Personen ab 18 Jahren bei der Mikrozensusbefragung freiwillige Angaben zu ihrer Körpergröße und zu ihrem Körpergewicht gemacht. Der durchschnittliche Body-Mass-Index an Rhein und Ruhr betrug 25,9. Für Hagen wurde mit 26,8 der höchste, für Münster mit 24,7 der niedrigste BMI-Durchschnittswert aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes ermittelt.
Insgesamt war der Anteil der Übergewichtigen bei Männern höher als bei Frauen: Während 63,4 Prozent der Männer Übergewicht hatten, waren es bei den Frauen 43,2 Prozent. Für Frauen ergibt sich bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,66 Meter und einem Durchschnittsgewicht von 69,0 Kilogramm rein rechnerisch ein BMI von 25,1, während Männer mit 1,79 Metern und 85,8 Kilogramm auf einen BMI von 26,8 kamen.
Den höchsten Anteil an übergewichtigen Personen aller kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens hatte mit 59,7 Prozent Duisburg. Dahinter folgten Oberhausen mit 59,3 Prozent und Hagen mit 59,2 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Erwachsenen mit Übergewicht gab es in Münster mit 39,7 Prozent gefolgt von Aachen (41,6 Prozent) und Bonn (43,8 Prozent). Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße (Gewicht dividiert durch Größe zum Quadrat).

 

 

Schockraum statt Klassenzimmer: Kinder-Uni 2018 am Helios Klinikum

Duisburg. 25. Oktobber 2018 - Der beruhigend gleichmäßige Piepton des Überwachungsmonitors verrät, dass der Patient stabil ist. „Sauerstoffsättigung 100 Prozent, Blutdruck 100 zu 60, das ist optimal bei Kindern“, erklärt Dr. Dr. Darius Buchczyk, Chefarzt der Notaufnahme am Helios Klinikum Duisburg. Hinter den großen Schiebetüren des Schockraums, wo Buchczyk sonst mit seinem Team aus erfahrenen Ärzten und Pflegekräften um das Leben von Schwerstkranken und Verletzten kämpft, gewährt er 8- bis 12-jährigen Jungen und Mädchen heute einen exklusiven Einblick.

An zwei Tagen in den Herbstferien dürfen die Teilnehmer der Kinder-Uni Krankenhausluft schnuppern und erfahren viel Wissenswertes rund um die Themen Gesundheit und Notfallsituationen. In Vorlesungen lernen die Junior-Studenten unter anderem, wie man sich richtig zankt und wie Streitigkeiten professionell gelöst werden, welche verschiedenen Arten von Diabetes es gibt oder wie Gehirn und Blase zusammenarbeiten, damit nichts in die Hose geht.
Die 20 Kinder beweisen sich aber auch als Superhelden, die mit Röntgenblick (und Röntgenbildern) das Innere des Menschen betrachten und sich in der Diagnostik versuchen. Ein weiteres Highlight für die Junior-Studierenden ist auch der Ausflug in den Operationssaal. Voll ausgestattet mit OP-Kleidung, Haube, Mundschutz und reichlich Desinfektionsmittel geht es in einen OP-Saal, der vollständig mit Instrumenten und Geräten eingedeckt ist.
Weil jeder unverhofft selbst zum Lebensretter werden kann, lernen die Kinder eine sehr wichtige Regel: 1. Prüfen, 2. Rufen, 3. Drücken. Also zunächst die Prüfung, ob eine bewusstlose Person atmet. Dann das Absetzen des Notrufes, aber auch die Bitte an umstehende Passanten zu helfen. Und dann folgt der entscheidende Teil der Reanimation: Im Takt zu Klassikern wie „Staying Alive“ von den Bee Gees oder auch dem Kinderlied „Hey Pippi Langstrumpf“ erreicht man den richtigen Rhythmus für die Herzdruckmassage. Dies können die Kinder an speziellen Puppen direkt unter Beweis stellen.  

Am Ende des zweiten Tages findet der wohl bedeutendste Teil eines jeden Studiums statt: Die feierliche Übergabe der Diplome, an der Kinder-Uni durch Klinikgeschäftsführer Daniel Dellmann. Die Eltern nehmen ihre erschöpften, aber zufriedenen Kinder wieder in Empfang und gehen nach Hause – am Haupteingang hinaus, vorbei an der Notaufnahme.  

Nicht nur Tupfer, Nadel und Faden: Die Kinder erfahren, welche Geräte und Instrumente im OP wichtig sind.  

 Geschäftsführer Daniel Dellmann zeichnet die stolzen Junior-Studierenden mit Diplomen aus  

 

 

 

Adipositaszentrum Niederrhein lädt ein:
Möglichkeiten zur Kostenübernahme einer OP

Duisburg, 19. Oktober 2018 -   Beinahe 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leidet an krankhaftem Übergecht (Adipositas). Immer mehr Kinder und Jugendliche sind adipös. Die Fachleute des Adipositaszentrum Niederrhein können Wege aufzeigen, wie Prävention aussehen muss und was zu tun ist, wenn eine krankhafte Adipositas eingetreten ist.
Das Adipositaszentrum Niederrhein lädt zu einer kostenfreien Fortbildung für Betroffene, Angehörige und Interessierte ein: Krankhafte Adipositas ist zwar als chronische Krankheit gelistet, dennoch übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer Operation nur nach aufwendiger Antragstellung und Prüfung. Dieses und andere Themen zur Behandlung soll mit namhaften Referenten diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am Samstag, 3. November 2018 von 10:00 bis 13:00 Uhr im Konferenzzentrum im Evangelischen Krankenhaus Du-Nord Fahrner Straße 133, 47169 Duisburg  statt.
 Zur besseren Planung wird um Anmeldung gebeten, diese ist jedoch nicht verpflichtend: Tel.: 0203 508 1143 ulrike.baumeister@evkln.de

 

 

UDE/UK Essen: Neues Programm für forschende Ärzte 2,6 Mio. € für „Exzellenz in der Medizin“  

Duisburg, 18. Oktober 2018 - Wie kommen neue medizinische Erkenntnisse ans Krankenbett? Durch klinisch forschende Ärztinnen und Ärzte. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden diese künftig durch ein neues Förderprogramm unterstützt, damit klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten besser miteinander vereinbart werden können.  

Das Programm „Exzellenz in der Medizin: Clinician Scientist Academy der Universitätsmedizin Essen“ (UMEA) wird in den kommenden drei Jahren mit rd. 2,6 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen.  

„Das ist ein großer Erfolg für unsere junge, forschungsstarke Fakultät“, lobt Dekan Prof. Dr. Jan Buer: „Das neue Konzept gliedert sich hervorragend in unsere Förderkonzepte für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein.“ Prodekanin Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch, stellvertretende UMEA-Leiterin, ergänzt: „Mit dem Programm wollen wir unseren hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, aber auch neue Ärztinnen und Ärzte für die Forschung gewinnen.“  

Mit UMEA wird es möglich, sich in der einen Hälfte der Arbeitszeit ganz der Forschung zu widmen, um wissenschaftliche Projekte voranzutreiben. Geboten wird auch ein mentorgestütztes Qualifizierungsprogramm mit fachspezifischen und fachübergreifenden Themen. Eine Besonderheit ist der multidisziplinäre Ansatz entlang der Schnittstellen der Fakultäts-Schwerpunkte.  
Im Bereich von „Herz-Hirn“ geht es um die molekularen Wechselwirkungen zwischen geschädigtem Gehirn und krankem Herzen und wie sich hier das Gewebe nach einer Minderdurchblutung verändert. Außerdem sollen bisher nicht erkannte Risikofaktoren durch epidemiologische Studien identifiziert werden.  

Im Bereich „Onko-Immun“ konzentriert man sich auf die Kontrollpunkte (sogenannte Checkpoints) des Immunsystems, die während einer Krebsbehandlung gezielt blockiert werden, aber auch immunbedingte Nebenwirkungen verursachen können. Außerdem soll die Therapieresistenz von Tumoren untersucht werden.  
Im Bereich „Transplant-Immun/Infekt“ wird ein „ex-vivo Organtherapiezentrum“ aufgebaut, das den Mangel an Spenderorganen verringern soll. Darüber hinaus geht es um die Vorbeugung und Behandlung von Virusinfektionen in der Transplantationsmedizin, die Nebenwirkungen von immunsuppressiven Medikamenten und die Risiken von Begleiterkrankungen bei Transplantatempfängern.  


UMEA-Leiterinnen Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel (l.) und Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch (Foto UDE) 

 

 

Warum Chirurgen heute immer kleinere Schnitte machen – die Vorzüge minimal-invasiver Operationen

Duisburg, 16. Oktober 2018 - Heutzutage besteht prinzipiell die Möglichkeit, nahezu jede Operation minimal-invasiv vorzunehmen. Auch am Helios Klinikum Duisburg werden bereits 85 Prozent der chirurgischen Eingriffe mittel Schlüssellochtechnik durchgeführt, Tendenz steigend. Selbst im Notfall und bei schweren Verletzungen können Patienten oftmals minimal-invasiv versorgt werden. Welche Vorteile die kleinen Schnitte für den Patienten mit sich bringen, darüber spricht Dr. Norbert Hennes, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie.

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 24. Oktober ab 17.30 Uhr im Schulungsraum der Helios St. Johannes Klinik, Verwaltungsgebäude, An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten. Telefon: (0203) 546-21 64, E-Mail: info.duisburg@helios-gesundheit.de

 

 

Gesprächstraining für Krebspatienten und Angehörige in der VHS Duisburg

Duisburg, 16. Oktober 2018 - Raus aus der Sprachlosigkeit – das kann man üben! In Kooperation mit der VHS Duisburg bietet die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. ein spezielles Gesprächstraining für Krebspatienten und Angehörige an. Der zweiteilige Kurs ist kostenfrei und findet am 2. und 3. November 2018 in dem Räumen der VHS statt. Ziel ist es, Betroffenen und Angehörigen Mut zu machen, offen zu sprechen und Bedürfnisse einander mitzuteilen.

Vermittelt werden Kommunikations-Werkzeuge, die helfen, schwierige Situationen einfacher zu meistern. Durchgeführt werden die Kurse von einer erfahrenen Psychoonkologin und Familientherapeutin. Eine Anmeldung ist direkt über die VHS Duisburg möglich.  
Dem Tabuthema Krebs begegnen Das Gesprächstraining ist Teil der Kampagne „Sprich mit mir! Über Krebs.“ der Krebsgesellschaft NRW mit dem Ziel, Missverständnisse über Krebs aufzuklären und Wissen und Verständnis zu schaffen. Hintergrund ist die große Angst, die nach wie vor viele Menschen vor einer Krebserkrankung und dem Umgang mit dem Thema haben. Dabei steigt die Zahl derer, die Krebs überleben, stetig. Auch die Behandlungsmöglichkeiten und somit die Lebensqualität für Erkrankte verbessern sich Studien zufolge kontinuierlich. Trotzdem ist die Krankheit nach wie vor sehr negativ behaftet und wird oft tabuisiert.

Herzstück der Kampagne ist das gleichnamige Buch „Sprich mit mir! Über Krebs.“, das aus dem Alltag einer schwierigen Kommunikation aus der Perspektive von Betroffenen, Angehörigen, Arbeitskollegen, Nachbarn sowie Ärzten berichtet. Projektpartner der Gesamtkampagne sind die Fachgruppe Krebs-Selbsthilfe und die AOK Rheinland/Hamburg. Unter info@krebsgesellschaft-nrw.de ist das Buch in NRW kostenfrei erhältlich.  
Weitere Informationen unter: www.krebsgesellschaft-nrw.de   Seit 1951 setzt sich die gemeinnützige Krebsgesellschaft NRW für die Verbesserung der onkologischen Versorgung in NRW ein. Krebsprävention, Qualitätssicherung, Wissenstransfer sowie Information und Beratung für Betroffene gehören zu den Aufgaben der Landeskrebsgesellschaft.

 

 

Ideenpreis der Arbeitsgemeinschaft der Notärzte in Nordrhein Westfalen

Duisburg, 15. Oktober 2018 - Die Arbeitsgemeinschaft Notärzte Nordrhein-Westfalen (AGNNW) vergibt jedes Jahr  einen Ideenpreis für Projekte, die geholfen haben, den Rettungsdienst besser zu machen und die Vorbild für andere Rettungsdienste sein können. 2018 ging die Auszeichnung an die Projektgruppe „Gemeinsames Kompendium Rettungsdienst“ und damit an die Kreise Rhein-Kreis Neuss, Heinsberg, Kleve, Düren, Viersen und Mettmann, sowie an die Städte Krefeld, Oberhausen, Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Mönchengladbach.

 

Zu den Preisträgern gehört damit auch der Rettungsdienst der Stadt Duisburg, für den Dr. med. Sascha Zeiger, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, und Andrea Hennrich, Qualitätsbeauftragte Rettungsdienst, in der Projektgruppe mitwirken. Das von der Arbeitsgemeinschaft der Notärzte NRW ausgelobte Preisgeld wurde einer gemeinnützigen Einrichtung gespendet.

 

Vor dem Hintergrund fortlaufender Professionalisierung der Notfallmedizin und der Herausforderung steigender Einsatzzahlen des Rettungsdienstes wurde in interkommunaler Zusammenarbeit ein Leitfaden für die Aus- und Fortbildung sowie die tägliche Arbeit ärztlicher und nichtärztlicher Mitarbeiter der präklinischen Medizin erarbeitet. Die gemeinsamen Versorgungsstandards kommen elf Kreisen und Städten bzw. 3,5 Millionen Menschen zu Gute.

 

Da Notfälle nicht an den Grenzen der Kreise und Städte haltmachen, ist es von unschätzbarem Wert, eine Vereinbarung gemeinsamer, einheitlicher Standards für die Ausbildung und den Einsatzfall vorzuhalten.

Vertreter der am Kompendium beteiligten Städte und Kreise bei der Preisverleihung in Köln (Andrea Hennrich, 3. v. l. und Dr. med. Sascha Zeiger, 4. v. l.).

Arthrosen des Hüft- und Kniegelenkes waren 2017 die häufigsten Diagnosen für stationäre Behandlungen in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
Im Jahr 2017 wurden in den nordrhein-westfälischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten 209 494 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1 393 Behandlungsfälle mehr als 2016 (+0,7 Prozent).
Der häufigste Anlass für eine stationäre Behandlung in diesen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes mit 67 070 Fällen (32,0 Prozent), gefolgt von Krankheiten des Kreislaufsystems mit 42 236 Fällen (20,2 Prozent) und Psychischen und Verhaltensstörungen mit 25 939 Fällen (12,4 Prozent).
Die zu den Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes gehörenden Arthrosen des Hüftgelenks waren mit 17 579 Fällen die häufigste Hauptdiagnose, gefolgt von Arthrosen des Kniegelenks mit 17 292 Fällen und Hirninfarkt mit 15 098 Fällen.
Das Durchschnittsalter der in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patienten lag bei 63,3 Jahren. In 45,8 Prozent aller Fälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter. Die meisten Patienten waren 40- bis 64 Jahre (47,7 Prozent) alt. (IT.NRW)

Kinder- und Jugendärzte: "Sonne tanken, aber Kinderhaut vor Herbstsonne schützen!"

Köln/Duisburg, 15. Oktober 2018 - Zur Zeit gleicht der Herbst einem Sommer, die Temperaturen sind ungewöhnlich hoch und die Sonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel. "Eltern sollten mit ihren Kindern soviel Zeit wie möglich draußen verbringen", rät Dr. Hermann Josef Kahl, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).
Die UV-Strahlung regt die Bildung von Vitamin D an: wichtig für den gesunden Knochenaufbau! Im Herbst scheint die Sonne schwächer als im Hochsommer, allerdings kann die Sonneneinstrahlung stärker sein als im Frühling, weil sich die Ozonschicht im Laufe der Jahreszeiten verändert. Die Haut von Kindern, die oft im Freien spielen, ist aber nun meist ein wenig vorgebräunt. Die Gefahr eines Sonnenbrandes ist dann wesentlich geringer als im Frühling oder gar im Hochsommer.  
Dennoch gilt:
-  Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren auch jetzt nicht in die direkte Sonne: Nur im Schatten aufhalten.
- Ältere Kinder können in Maßen, also nicht stundenlang, in der Sonne spielen. "Sonnenterrassen" werden dazu gründlich eingecremt: Nase, Ohren, Füße, Schultern.
- Im Hochgebirge und an der See kann die Sonne noch viel Power entwickeln, daher dort auch im Herbst auf einen umfassenden Sonnenschutz achten: Mindestens Lichtschutzfaktor 20 und bei Babys und Kleinkindern Kopfschutz nicht vergessen.
- Auch bei Herbstsonne gilt: an regelmäßiges Trinken denken: Geeignete Getränke sind Wasser, ungesüßter Früchtetee, Apfelschorle.
- Bei Sonnenbrand: Kind sofort aus der Sonne herausnehmen. Kühle Umschläge, lauwarme Duschen und entzündungshemmende Gels lindern die Beschwerden. Bei schwerem Sonnenbrand mit starker Spannung der Haut, Blasenbildung oder Fieber sollten Eltern das Kind dem Kinder- und Jugendarzt vorstellen.


60 neue Auszubildende starten im Ev. Klinikum Niederrhein  

Duisburg, 12. Oktober 2018 - Auch in diesem Jahr beginnt für viele junge Menschen das Berufsleben im Ev. Klinikum Niederrhein. Zum 01. September wurden insgesamt 60 Auszubildende in der Krankenpflegeschule in Fahrn aufgenommen. Hier findet die theoretische Ausbildung für die vier Krankenhäuser des Evangelischen Klinikums statt.  

Nach sechs Wochen Blockunterricht in der Schule lernen die „Neuen“ in Kürze das praktische Berufsleben kennen. An einem sogenannten „Schnuppertag“ hatten sie bereits einmal Gelegenheit, einen „Dienst“ auf den jeweiligen Stationen zu verbringen und mit den zukünftigen Arbeitskollegen Bekanntschaft zu machen. „Pflege heißt Teamarbeit“, sagen die Ausbildungsverantwortlichen in Klinikum und Krankenpflegeschule unisono.
Auch der Kontakt der Auszubildenden untereinander wird schon in den ersten Wochen gefördert. „Schüler leiten Schüler an“ heißt ein beliebtes und erfolgreiches Konzept in Fahrn, bei dem die fortgeschrittenen Auszubildenden aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr den „Neuen“ verschiedene Pflegetätigkeiten beibringen - natürlich unter Aufsicht der Lehrer. Nebenbei entwickeln sich auf diese Weise oftmals Freundschaften, die auch nach dem Ausbildungsende fortbestehen.  

Ab sofort bewerben für den Ausbildungsbeginn im März 2019  
Die Zahl der Ausbildungsplätze im Ev. Klinikum Niederrhein wurde ab 2015 auf 90 Plätze pro Jahr erhöht. Die Perspektiven für eine Übernahme nach der Ausbildung sind sehr gut. Der nächste Ausbildungskurs beginnt am 01.03.2019. Wer sich für Pflege interessiert, kann sich im Internet informieren:
www.evkln.de/krankenpflegeschule   Kontakt: Krankenpflegeschule Duisburg e.V. – Das Bildungszentrum Fahrner Str. 133 47169 Duisburg Tel.: +(0)203 5081350 E-Mail: Bildungszentrum@evkln.de

 

 

WHO-Welttag der seelischen Gesundheit am 10.10.2018

Am Vorabend organisiert das Café Mittendrin eine Informationsveranstaltung zum Thema „Seelische Grenzerfahrungen: Parallelwelt Psychose“

 

Duisburg, 08. Oktober 2018 - Am Dienstag, den 9. Oktober 2018, um 18 Uhr startet im Café Mittendrin (Bergiusstr.1) des Diakoniewerks Duisburg ein Gesprächskreis zum Thema „Seelische Grenzerfahrungen“. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind möglich. 

Der Gesprächskreis beginnt mit einem Impuls-Vortrag und findet statt im Rahmen der regelmäßigen Veranstaltungen „Inklusives BescheidWissen“. Die Referentinnen sind Mitarbeitende des Diakoniewerks aus dem Otto-Vetter-Haus in Ruhrort. Unterstützt werden sie am 9. Oktober von Dr. Eva-Renate Fries, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes Duisburg. Im Rahmen des Welttages der seelischen Gesundheit möchte die Veranstaltung Wissen über Psychosen vermitteln, Möglichkeiten des Miteinanders aufzeigen und zu einem bewussteren Umgang mit psychischer Gesundheit aufrufen. Nach dem Vortrag stehen die Referentinnen gerne für Fragen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung.

 

Die so genannten inklusiven BescheidWissen-Veranstaltungen klären mit wechselnden Themen über seelische Gesundheit und seelische Erkrankungen auf.  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Im Rahmen des Projektes „Ruhrort: inklusiv!“ wurde das Café Mittendrin im Jahr 2013 auch für die Öffentlichkeit geöffnet, um  die Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen am gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Das Diakoniewerk Duisburg betreut an seinem Standort in Duisburg-Ruhrort ca. 160 Klienten, die psychisch erkrankt oder von Behinderung bedroht sind. Alle öffentlichen Angebote und Veranstaltungen des Cafés Mittendrin sind kostenfrei und stehen allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 0203-479464-0 (täglich von 8:30-14:30 Uhr), Adresse: Café Mittendrin, Bergiusstraße 1, 47119 Duisburg-Ruhrort

 

Vor- und Nachteile der Ultrahochfeld-MRT

UDE: 12. Hahn Lecture am 10. Oktober 

Duisburg, 08. Oktober 2018 - Höher, schneller, weiter – die immer größer werdenden Feldstärken der Magnetresonanztomographen (MRT) erlauben detaillierte Einblicke in das Körperinnere. Aber bringt die Ultrahochfeld-MRT auch Nachteile mit sich, z.B. für Forscher und Mediziner? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die 12. Hahn Lecture am 10. Oktober von 10 bis 17 Uhr im Casino Zollverein.

 

Ausrichter ist das Erwin L. Hahn-Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Radboud-Universität in Nimwegen auf dem Zollvereinsgelände in Essen. Erwartet werden 100 Teilnehmer aus Forschung, Industrie und Anwendung. Um 16 Uhr erläutert Prof. Dr. Klaus Scheffler vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in englischer Sprache die Vor- und Nachteile von 9.4 Tesla Ultrahochfeld-MRT. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. 

Weitere Informationen und Anmeldung: https://hahn-institute.de

 

- BG Klinikum Duisburg weiter spitze in der Traumaversorgung
- Neuer Chefarzt für Radiologie

Unfallklinik im Jahresbericht des TraumaRegisters DGU® unter den Top 5 von ca. 620 teilnehmenden Kliniken platziert

Duisburg, 27. September 2018 - Das überregionale Traumazentrum des BG Klinikums Duisburg hat eine herausragende Bedeutung bei der Behandlung von Unfallopfern: Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht des TraumaRegisters DGU® hervor. Danach haben sich die Spezialisten im Duisburger Süden im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessert und liegen nun bei der Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten unter den ersten 5 von ca. 620 teilnehmenden Kliniken in Deutschland.

„Wir sind stolz auf unsere Arbeit und freuen uns sehr über die guten Ergebnisse“, sagte der Stellvertretende Ärztliche Direktor der Unfallklinik, Dr. Peter-Michael Hax, in einer ersten Stellungnahme. Schon in den letzten Jahren sei das BG Klinikum Duisburg immer unter den Top-Kliniken vertreten gewesen. Sein Fazit: „Der Standort Duisburg ist sehr wichtig für die Traumaversorgung in Deutschland“.

Pluspunkte seien neben der medizinischen Qualität des Hauses die ideale Lage der Klinik im Westen des Ruhrgebietes und die perfekten Rahmenbedingungen vor Ort mit dem am BG Klinikum Duisburg stationierten Rettungshubschrauber Christoph 9.

TraumaRegister-Statistik umfasst 43.000 Fälle Der Jahresbericht 2018 des TraumaRegisters DGU® führt alle Schwerverletzten auf, die im Laufe des Jahres 2017 in einem von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifizierten Traumazentrum behandelt worden sind. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum über 43.000 solcher Fälle zu beklagen – vor allem nach Verkehrsunfällen und Stürzen. Zweidrittel der Verletzten waren männlich, 99 Prozent der Patienten benötigten eine Intensivtherapie.

Gute Noten bei Sterblichkeitsrate und Dokumentationsqualität Im BG Klinikum Duisburg sind 2017 über 250 Schwer- und Schwerstverletzte erfolgreich behandelt worden, deutlich mehr als noch im Jahr zuvor. Dabei handelte es sich vielfach um lebensgefährlich Verletzte oder sog. PolytraumaPatienten, bei denen mindestens zwei Körperregionen einer lebensrettenden Versorgung durch Traumaexperten bedürfen.
„Trotzdem stehen wir bei der Sterblichkeitsrate unter den zehn Kliniken mit den meisten Fallzahlen auf Platz 1“, sagt Hax. Lediglich sechs Prozent der

TraumaRegister-Patienten seien 2017 im Hause an den Folgen ihres Unfalls verstorben, im bundesweiten Durchschnitt waren es rund acht Prozent. Sehr gute Noten erhielt das Traumazentrum der Unfallklinik im Jahresbericht des TraumaRegisters DGU® zudem u.a. bei der Datenvollständigkeit und Dokumentationsqualität.

Rekordzahlen auch bei SAV-Fällen Weiter gestützt wird die Qualitätsführerschaft des BG Klinikums Duisburg bei der Traumaversorgung durch aktuelle Zahlen aus der Statistik zum Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Danach hat das Haus im Jahr 2018 bereits 371 solcher SAV-Fälle behandelt (Stand 11.09.2018) – mehr als im gesamten Vorjahr.

Qualitätsführer im Bereich Traumaversorgung (Bild: cap communications / Marcus Gloger / BG Klinikum Duisburg)

Arbeitsplatz OP (Bild: cap communications / Marcus Gloger / BG Klinikum Duisburg)


Das BG Klinikum Duisburg aus der Luft betrachtet (BG Klinikum Duisburg)

 

 


Neuer Chefarzt für Radiologie im BG Klinikum Duisburg
Prof. Dr. med. Patric Kröpil baut hauseigene radiologische Klinik auf

Das BG Klinikum Duisburg hat seit dem 1. September 2018 einen neuen Chefarzt: Prof. Dr. med. Patric Kröpil. Der hochqualifizierte Facharzt für Radiologie wird in den nächsten Wochen zunächst die bestehende Röntgenabteilung in der Unfallklinik umstrukturieren und zu einer hochmodernen hauseigenen Klinik für Radiologie weiterentwickeln. Unter Kröpils Leitung wird diese dann künftig die radiologische Versorgung des BG Klinikums Duisburg vollständig übernehmen und zudem als Ansprechpartner für niedergelassene D-Ärzte fungieren.

„Wir sind stolz darauf, mit Prof. Dr. Kröpil einen erfahrenen Fachmann mit exzellentem Ruf für diese anspruchsvolle Tätigkeit gewonnen zu haben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg, Ralf Wenzel, im Rahmen der Begrüßung des neuen Chefarztes. Kröpil war zuletzt als leitender Oberarzt in der Düsseldorfer Uniklinik tätig. Im Jahre 2017 wurde er zudem zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-HeineUniversität Düsseldorf ernannt.

Der Radiologie ein neues „Gesicht“ geben „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, der Radiologie im BG Klinikum Duisburg ein neues ‚Gesicht‘ zu geben“, sagte Kröpil - Foto  Prof. Dr. med. Patric Kröpi - bei seinem Dienstantritt. Und weiter: „Ich stehe für eine innovative, hochkompetente und gleichzeitig ansprechbare Radiologie, die ein breites Fachwissen und ein umfangreiches Angebot für Routine- und Notfalluntersuchungen sowie Spezialfragestellungen bereitstellt.“

Wichtig sind Kröpil dabei eine hohe Befundqualität, aber auch kurze Wartezeiten bei den Untersuchungen und eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Ganz besonders am Herzen liegt dem Spitzenmediziner zudem die Patientensicherheit und damit eine schonende Behandlung. „Praktischer Strahlenschutz wird in unserem Krankenhausalltag eine große Bedeutung haben“, so der Radiologe.

Als technik- und IT-affine Fachrichtung sieht Kröpil die Radiologie zudem als Innovationstreiber und Vorreiter der digitalen Transformation in der Medizin. „Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz werden die Medizin in Zukunft verändern und die Radiologie noch spannender machen“, erklärt der neue Chefarzt.

Zentraler Anbieter für Bildgebung im Hause Als zentraler Anbieter für Bildgebung im Hause werden Kröpil und sein Team in diesem Sinne beispielsweise die bettenführenden Abteilungen ab Januar 2019 engagiert unterstützen und ihr radiologisches Angebot nach deren Bedürfnissen ausrichten.

Seine neue Klinik steht künftig aber nicht nur hausintern, sondern auch externen Zuweisern – insbesondere Durchgangsärzten aus Duisburg und Umgebung – als kompetenter Ansprechpartner und serviceorientierter Berater in Sachen Bildgebung zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Radiologen des BG Klinikums Duisburg auch die Unfallversicherungsträger im Rahmen der Gutachtentätigkeit tatkräftig unterstützen.

Wissen schafft Zukunft Neue Akzente will Kröpil im BG Klinikum Duisburg auch im Bereich Forschung setzen. Fast 100 wissenschaftliche Publikationen zu Themen wie Patientensicherheit und Strahlendosismanagement in der modernen Radiologie hat er bislang bereits in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht.

Einige weitere sollen schon bald folgen. Die Zielsetzung seiner Forschung ist klar: „Meine wissenschaftlichen Studien und Forschungsergebnisse sollen einen direkten und spürbaren Nutzen für unsere Patienten liefern“, so Kröpil abschließend.

Die bestehende Röntgenabteilung in der Unfallklinik wird umstrukturiert (Foto cap communications / Marcus Gloger / BG Klinikum Duisburg)

 

Schlaganfallfolgen schneller heilen

UDE/UK Essen: Blockierter Rezeptor 

 

Essen/Duisburg, 27. September 2018 - Schlaganfallpatienten haben oft eine halbseitige Lähmung sowie Sensibilitäts-, Sprach- oder auch Sehstörungen. Dass sich das geschädigte Gehirn mithilfe eines blockierten Rezeptors deutlich schneller und besser erholt, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journals „Stroke“ veröffentlicht.

 

Um die Neuro-Regeneration im Infarktgebiet zu unterstützen, haben die UDE-Wissenschaftler den GABA-A-Rezeptor im Hirn blockiert, der die Erregbarkeit der Nerven reduziert. Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen: „Dies gelang uns mithilfe des Moleküls S44819, das mit den natürlicherweise bindenden Molekülen konkurriert. Weil es aber stärker und länger bindet, ist der Rezeptor lahmgelegt.“

 

„Es zeigte sich eine deutlich verbesserte neurologische Genesung, die geschädigten Hirnzellen wurden schneller wieder aktiv“, so Prof. Dr. Dirk Hermann, Lehrstuhl für Vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung: „Je mehr von dem Molekül verabreicht wurde, desto besser reorganisierten das Hirngewebe und die Blutgefäße. Auch das räumliche Erinnerungsvermögen und die Bewegungskoordination erholten sich deutlich.“

 

Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass der Einfluss von S44819 auf die neurologische Erholung in einer weltweiten Vergleichsstudie an Schlaganfallpatienten in fünfzehn Ländern eingehender untersucht wird.

 

 

Initiative „Männergesundheit“ – Männer-TÜV bei Automesse Lack und Chrom  

Duisburg, 25. September 2018 - Die Initiative „Männergesundheit“ der Kommunalen Gesundheitskonferenz bietet im Rahmen der Automesse „Lack und Chrom“ am 29. und 30. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr, auf der Königstraße in Höhe Hausnr. 51 den „Männer-TÜV“ an.   Hier können Männer ihre Gesundheit auf den Prüfstand stellen. An mehreren Stationen können u. a. ein Hautscreening  sowie ein Blutzucker und Lunkenfunktionstest durchgeführt werden.
Beratungen zu Darmerkrankungen und urologischen Fragen werden ebenso angeboten, wie Einblicke in die Schlüsselloch-Chirurgie. Wer den Männer-TÜV-Parcour vollständig durchläuft, hat die Chance ein Wochenende mit einem Audi oder einem Mercedes zu gewinnen.  
Als Gesprächspartner stehen Dr. Michael Berse, Urologe und Sprecher der Initiative, Bettina Schumacher, Geschäftsführerin der Kommunalen Gesundheitskonferenz sowie weitere Ärzte vor Ort zur Verfügung.  
Die im März 2018 gegründete Initiative „Männergesundheit“ der Kommunalen Gesundheitskonferenz hat zum Ziel, Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu schaffen und aufzeigen, wie einfach Vorsorge sein kann. Vor allem möchte sie die oft vorherrschende Angst insbesondere der Männer in Bezug auf Vorsorgeuntersuchungen nehmen.  
Die Schirmherrschaft der Initiative hat Staatssekretärin Sabine Weiss vom Bundesministerium für Gesundheit. Unterstützt wird die Aktion durch den Verein Duisburg gegen Darmkrebs, die Aids-Hilfe Duisburg-Kreis Wesel, die Initiative „Deine Manndeckung“, einer Aufklärungskampagne zur Früherkennung von Prostatakrebs und die Duisburger Selbsthilfegruppe Prostatakrebs. Weitere Informationen im Internet unter www.duisburg.de/maennergesundheit

 

Verdienste im Gesundheitswesen in NRW überdurchschnittlich hoch
Im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen erzielten Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2017 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 55 557 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich der vom 26. bis 29. September 2018 in Düsseldorf stattfindenden Messe
„REHACARE International” mitteilt, lagen damit die Verdienste in Krankenhäusern sowie Arzt- und Zahnarztpraxen um 11,8 Prozent über dem Durchschnittswert des Dienstleistungsbereiches (49 686 Euro) und um 9,7 Prozent über dem der Gesamtwirtschaft (50 665 Euro).

Auch im Vergleich zu den beiden anderen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens verzeichneten die Beschäftigten des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen höhere Einkommen: Vollzeitbeschäftigte, die Kinder, Kranke, Pflegebedürftige oder ältere Menschen in Heimen betreuen, erzielten 2017 ein Durchschnittseinkommen von 45 618 Euro pro Jahr; im Sozialwesen waren es 42 371 Euro und damit nahezu ein Viertel (23,7 Prozent) weniger als im Gesundheitswesen. Teilzeitbeschäftige im Gesundheitswesen verdienten mit 29 086 Euro im Schnitt mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen in Heimen oder im Sozialwesen. Geringfügig Beschäftigte im Gesundheitswesen erzielten hingegen mit jährlich 4 179 Euro niedrigere Einkommen als geringfügig Beschäftige in Heimen oder im Sozialwesen. (IT.NRW)

 

BG Klinikum Duisburg: Akutschmerztherapie erhält Gütesiegel

Externe Prüfer bescheinigen ausgezeichnete Qualität

Duisburg, 24. September 2018 - Dem BG Klinikum Duisburg ist erneut ein großer Erfolg gelungen: Nach dem BG Zentrum für Rehabilitation ist jetzt auch die Akutschmerztherapie in allen Abteilungen des Hauses intensiv getestet und mit einem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Der Entscheidung der externen Prüfer vom TÜV Nordrhein zufolge erhält das BG Klinikum Duisburg das Zertifikat für drei Jahre und darf in diesem Zeitraum den Titel „Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie“ führen.

„Wir sind stolz darauf, dass die ausgezeichnete Qualität im BG Klinikum Duisburg wieder einmal von kompetenter Seite bestätigt worden ist“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg, Ralf Wenzel, in einer ersten Stellungnahme. Wenzel bedankte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei allen Mitarbeitern im Akutschmerzbereich, die an der erfolgreich absolvierten Qualitätskontrolle beteiligt waren.

Zufriedenheit der Patienten auf dem Prüfstand „Die erneute Zertifizierung der Akutschmerztherapie erfolgte dieses Mal nach einem anderen Verfahren als bisher“, erklärt der Schmerzspezialist im BG Klinikum Duisburg Dr. Mike Papenhoff (Foto BG Klinikum Duisburg). Deshalb seien, so der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin weiter, zahlreiche Änderungen und Ergänzungen in der Akutschmerztherapie notwendig gewesen. So mussten beispielsweise zahlreiche Prozesse überprüft und optimiert, aber auch viele Dokumente aktualisiert oder neu erstellt werden.

Ein besonders wichtiger Baustein im Zertifizierungsverfahren war nach den Richtlinien des TÜV Nordrhein jedoch die Zufriedenheit der Patienten des BG Klinikums Duisburg. „Das Akutschmerzteam rund um unsere Spezialpflegekraft für die Schmerzbehandlung – die ‚Pain Nurse‘ Ulrike Beutler – hat mit unserer Unterstützung alle diese Herausforderungen engagiert in Angriff genommen“, so Claudia Kästner aus dem Qualitätsmanagement des BG Klinikums Duisburg.

Externes Auditorenteam spricht Zertifizierung aus Entsprechend positiv fielen dann auch die „Noten“ des externen Auditorenteams vom TÜV Nordrhein bei der Überprüfung der Akutschmerztherapie aus: Gütecheck in allen Bereichen des Hauses bestanden, Zertifikat erteilt.

Ein ausführlicher Bericht der Prüfer inklusive aller Stärken, Chancen und Schwächen dient den Mitgliedern des Akutschmerzteams nun zur schnellen weiteren Optimierung der Akutschmerztherapie in der Unfallklinik. Im nächsten Jahr werden sich die externen Auditoren dann in einem Überwachungsaudit vor Ort von den Fortschritten des BG Klinikums Duisburg überzeugen.

Das BG Klinikum Duisburg aus der Luft betrachtet (BG Klinikum Duisburg)

 

 

Rechtzeitig vorsorgen: KV Nordrhein rät jetzt zur Grippeschutzimpfung

Düsseldorf/Duisburg, 24. September 2018 - Mit Beginn der Herbstzeit naht wieder die alljährliche Grippesaison, die in diesem Frühjahr besonders heftig ausfiel und bewies, dass die „echte“ Influenza mit hohen Risiken verbunden ist. Diesen Risiken kann man einfach vorbeugen: Den besten Schutz vor einer Erkrankung mit der Influenza bietet eine Impfung. Vor allem über 60-Jährige, chronisch Kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen – sie sind besonders gefährdet, sich anzustecken. Aber auch für Schwangere und Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, kann der „kleine Piks“ sinnvoll sein. Ab dieser Saison kommt dabei regelhaft ein Impfstoff zum Einsatz, der gegen vier Influenza-Virustypen schützt. Bislang war für gesetzlich Versicherte ein Dreifachimpfstoff die Regel. 

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein empfiehlt, sich möglichst zwischen Ende September und Mitte Oktober impfen zu lassen. „Dann ist man rechtzeitig zu Beginn der Grippewelle, die in der Regel zu Beginn des neuen Jahres auftritt, geschützt“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein und Hausarzt in Düsseldorf. „Nach der Impfung dauert es in der Regel etwa zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat.“

 

Sinkende Zahl von Grippeimpfungen im Rheinland

Die ersten Chargen des Influenza-Impfstoffes sind ausgeliefert und in den Arztpraxen verfügbar. Neben Hausärzten nehmen auch Kinder- und Jugendärzte sowie Gynäkologen die Grippeschutzimpfungen vor. Vor einer Impfung sollten Patientinnen und Patienten mit ihrem behandelnden Arzt sprechen. Im vergangenen Jahr ließen sich im Rheinland rund 985.000 Menschen gegen die Influenza impfen, 2016 waren es über 990.000 Grippeschutzimpfungen.

 

Mit einigen Krankenkassen konnte die KV Nordrhein zusätzlich Sondervereinbarungen abschließen: So übernehmen die Techniker Krankenkasse, Kaufmännische Krankenkasse - KKH, BKK 24, Pronova BKK, die actimonda Krankenkasse sowie die VIACTIV Krankenkasse von Oktober dieses Jahres bis Ende März 2018 die Kosten der Grippeimpfung für alle ihre Versicherten – auch wenn sie keiner Risikogruppen angehören. Die AOK Rheinland/Hamburg trägt zudem die Kosten der Grippeimpfung für alle Versicherten bis 18 Jahre.

http://www.kbv.de/html/3628.php

 

 

 

Zukunftsinitiative Pflege lädt zum Tag der Pflege

Duisburg, 21. September 2018 - Eine große Messe steht für Schülerinnen und Schüler mit 15 Ausstellern im Berufsinformationszentrum an der Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg am Montag, den 24.09.2018 von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr an. Die Vielfalt der Berufe in der Pflege darzustellen, einzelne Tätigkeitsfelder bekannt zu machen und Interesse zu wecken: Das ist das Ziel der Messe am Duisburger Tag der Pflege.
Die Zukunftsinitiative Pflege tut etwas gegen den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen. Die Veranstaltung im BiZ der Agentur für Arbeit ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Aktionen der gemeinsamen Initiative.
Sie soll junge Menschen, die vor der Berufsentscheidung stehen, umfassend informieren und die Möglichkeit eröffnen, Tätigkeiten im Pflegebereich ganz praktisch kennen zu lernen. Laufen mit dem Alterssimulationsanzug, Blutdruckmessung, Messung des Blutzuckers und Simulation eines Wundverschlusses sind Beispiele für die praktischen Anwendungen, an denen sich die vielleicht zukünftigen Pflegefachkräfte erproben können.   

VHS-Vortrag in Kooperation mit Verein „Duisburg gegen Darmkrebs" 

Duisburg, 17. September 2018 - Dr. Jan Sebastian Balleisen, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie und Dr. Alexander Meyer, Chefarzt der Chirurgischen Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäßchirurgie und Koloproktologie, beide am Johanniter Krankenhaus, führen am Dienstag, 25. September, von 18 bis 19.30 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 durch einen Vortrag über chirurgische und onkologische Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs.  
Neben der Operation ist die Chemotherapie eine wichtige Behandlungsmethode. Bei der Chemotherapie kommen - je nach Behandlungssituation - unterschiedliche Krebsmedikamente und Therapieschemata zum Einsatz. Forschungen zeigen, dass die Chemotherapie mit neuartigen, zielgerichteten Medikamenten kombiniert werden kann. Die chirurgische Therapie besteht in der operativen Entfernung des betroffenen Darmabschnittes samt aller Lymphknotenstationen. Es werden heute überwiegend minimal invasive „Schlüssellochoperationen“ eingesetzt. Die prä- und postoperative Therapieplanung erfolgt in enger Absprache mit dem Onkologen.   Der Besuch des Vortrags ist entgeltfrei.

 

 

Netzwerk zeichnet Betriebe aus

Gesundheitsbewusste Unternehmen gesucht Aktionszeit läuft bis zum 10. Dezember   
Duisburg, 10. September 2018 - Bis zum 10. Dezember sucht das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V. mit der Auszeichnung „betriebsgesund“ Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern. Als Preis winkt unter anderem ein professioneller Imagefilm. Das Netzwerk vergibt die Auszeichnung zum dritten Mal in Kooperation mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, der BARMER, der AOK Rheinland/Hamburg und den Volksbanken am Niederrhein. Schirmherr ist NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.  

„Mit der Aktion „betriebsgesund“ würdigen wir Betriebe, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen und damit Vorbilder für andere Unternehmen sind“, erklärt Michael Rüscher, Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerks Nieder-rhein e.V. die Initiative. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten eine Auszeichnung und einen Imagefilm über ihr Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).
Zusätzlich verlost das Gesundheitsnetzwerk unter allen Teilnehmern BGF-Maßnahmen am Tag der Preisverleihung.

„Gesundheit ist für uns alle ein wichtiges Thema – durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Mitarbeiter nachhaltig gestärkt“, so Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der die Aktion „betriebsgesund“ als Schirmherr unterstützt.  

Teilnehmen können Unternehmen aller Größen und Branchen aus den Kreisen Wesel, Kleve und der Stadt Duisburg.
Ab sofort können sie sich bis zum 10. Dezember zu der Aktion anmelden. Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen und das Teilnahmeformular finden Sie auf der Homepage des Gesundheitsnetzwerks Niederrhein e.V. unter www.gesundheitsnetzwerk-niederrhein.de. Ansprechpartner ist Michael Rüscher, Telefon 0203 2821-267, E-Mail ruescher@gesundheitsnetzwerk-niederrhein.de.

 

 

Duisburger Palliativtag 2018

Duisburg, 05. September 2018 - Rundum gut versorgt in der letzten Lebensphase Am 15. September 2018 dreht sich im CityPalais Duisburg alles rund um Palliativmedizin und die letzte Phase der Versorgungskette eines schwer oder unheilbar erkrankten Menschen. Eine Palliativbehandlung hat das Ziel, die Symptome des erkrankten und sterbenden Menschen zu lindern, um die restliche Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten des Palliativtages steht die Zusammenarbeit und Vernetzung aller Beteiligten. Das beinhaltet sowohl Angehörige, als auch medizinische Fach- und Pflegekräfte sowie Ärzte. Hinter dem Informationsangebot steckt das Palliativ-Netzwerk Duisburg – PanDu e.V. Das Netzwerk trägt mit seiner Arbeit zu einer besseren Vernetzung der bestehenden ambulanten und stationären Betreuungsangebote bei.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Palliativversorgung in Duisburg zu leisten und zu den verschiedenen Aspekten der Palliativversorgung zu informieren. Der Informationstag richtet sich an alle Interessierten, Angehörige von Betroffenen aber auch Fachpersonal aus den Bereichen Pflege, Hospiz und Palliative Care. Ab 10.30 Uhr ist Einlass, bevor die Veranstaltung im Tagungsraum 5 im obersten Geschoss des CityPalais von den Initiatoren des PanDu e.V. offiziell eröffnet wird.  

In der Lobby informieren Aussteller zur Versorgung in der letzten Lebensphase, dazu gehören: Malteser Hospizzentrum St. Raphael mitsamt Palliativpflegedienst Hospizbewegung Duisburg-Hamborn e.V. Hospiz Bethesda e.V. Palliativpflegedienst „medidoc GmbH“ Palliativpflegedienst „Die Pflege GmbH“ PanDu + SAPV Palliative Care
PDF-Programmflyer [Download] Ausführliche Informationen erhalten Besucherinnen und Besucher in unterschiedlichen Vorträgen von Experten in den Tagungsräumen 4 und 5. In Tagungsraum 1 können sich Interessierte bei Jennifer Daske zu Pflegekursen und bei Hildegard Kamerzell zur Aroma-Therapie informieren.  

In Tagungsraum 4 beginnt um 11.15 Uhr das Programm mit einem Vortrag zum Thema „Distress – Psychosoziale Belastung“ von Johannes Wüller, Facharzt für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Wüller spricht über die Auswirkungen von unheilbaren oder schweren Erkrankungen auf die Psyche der Patienten. Darauf folgt ein Beitrag über die ambulante Hospizbegleitung der Hospizbewegung Duisburg-Hamborn e.V. durch Frau Barbara Kuhler von 12.15 bis 13.00 Uhr sowie ein Redebeitrag von Frau Petra Wehry über fortschrittliche onkologische Therapiemöglichkeiten zur Symptomlinderung von 13.30 bis 14.15 Uhr.
Im Vortrag von 15.15 bis 16.00 Uhr erläutert Frau Dr. phil. Iris Huth das wichtige Thema Patientenverfügung.   In Tagungsraum 5 finden zeitgleich weitere interessante Vorträge statt. Nach der Begrüßung um 11.00 Uhr beginnt um 11.15 Uhr der erste 45-minütige Beitrag zu den Besonderheiten der Palliativversorgung jüdischer Patienten durch Dr. med. Stephan M. Probst. Um 12.30 Uhr spricht Dr. med. Bernhard Mallmann über das Sterben als „Patienten erster und zweiter Klasse“.
Zuletzt spricht Dr. med. Mathias Heer über den Einsatz von Cannabis und Methadon in der Schmerztherapie von 14.15 bis 15.15 Uhr.   Eine Anmeldung für die Vorträge ist nicht erforderlich. Eine Teilnahmebestätigung für Pflegeberufe und Ärzte ist möglich. Ansprechpartner vor Ort stehen den Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung. Der Palliativtag ist offen für alle Interessierten, der Eintritt ist kostenlos.  
018 CityPalais Duisburg 11.00 bis 16.00 Uhr Einlass ab 10.30 Uhr Eintritt frei

Neues Testangebot für sexuell übertragbare Krankheiten gestartet

Bochum/Duisburg, 04.September 2018 - Das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin "Walk In Ruhr" in Bochum hat zusammen mit der Aidshilfe NRW ein neues Test- und Präventionsangebot für sexuell übertragbare Krankheiten entwickelt. "test it" lautet der Name eines Testkits, der die Selbstabnahme von Proben zu Hause ermöglicht. Anschließend werden die Proben per Post zur Untersuchung auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten in ein Labor geschickt.

Die Ergebnisse werden telefonisch mitgeteilt. Das neue Angebot soll Menschen ansprechen, die aus persönlichen Gründen keine lokale Beratungsstelle für die Tests aufsuchen wollen oder fernab der Ballungsräume wohnen. Infos:
www.wir-ruhr.de - idr

 

Altersbeschränkung für Energy-Drinks

Bonn/Duisburg, 03. September 2018 - In Großbritannien befragt die Regierung aktuell die Bürger, ob und ab welchem Alter Jugendliche Energy-Drinks kaufen dürfen. Als Energy-Drinks gelten Getränke mit mehr als 150 mg Koffein pro Liter.  In den USA starb 2017 ein gesunder 16-Jähriger, nachdem er in kurzer Zeit große Mengen koffeinhaltige Getränke getrunken hatte. Die Obduktion ergab, dass das Koffein bei dem ansonsten gesunden Jugendlichen offensichtlich zu Herz-Rhythmus-Störungen geführt hatte. In der britischen Umfrage geht es allerdings vor allem um die große Zuckermenge in den Getränken. 

"Dass ein Kind oder ein Jugendlicher durch Koffein stirbt, ist zum Glück selten. Wir sehen wie die britische Regierung vor allem den übermäßigen Zucker in den Energy-Drinks als Gefahr für die Gesundheit und plädieren dafür, dass Energy-Drinks nur an Jugendliche über 18 Jahren verkauft werden dürfen," so der Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Dr. Josef Kahl.

 "Fettleibigkeit in der Kindheit ist eines der größten Gesundheitsprobleme in Deutschland. Vor allem der Konsum überzuckerter Getränke trägt dazu bei. Betroffen von Fettleibigkeit sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus sozial prekären Verhältnissen. Ihre Eltern können oft nicht ermessen, welchen Schaden Soft Drinks und Energy-Drinks anrichten. Daher fordern wir von der Politik eine Zuckersteuer, wie sie in vielen Ländern, u. a. Großbritannien, schon besteht, und ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Minderjährige.  Und Eltern raten wir: gewöhnen Sie Ihre Kinder von Anfang daran, nichts anderes als Wasser gegen den Durst zu trinken." 

 

Ausstellungseröffnung: Mit anderen Augen sehen
Maya, Ahmet oder Florian – sie alle sind kleine Kämpfer. Sie kamen viel zu früh auf die Welt, sind durch schwere Krankheiten beeinträchtigt oder müssen mit einer Behinderung leben. Deshalb wurden oder werden sie vom Verein Bunter Kreis Duisburg-Niederrhein und westliches Ruhrgebiet betreut. Um diese starken kleinen Persönlichkeiten in den Fokus zu rücken, entstand vor geraumer Zeit das Fotoprojekt „Mit anderen Augen sehen“.
Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die ab Donnerstag, 6. September 2018, in der Helios St. Johannes Klinik zu sehen ist. Sie stellt einige der Kinder anhand von sensiblen Berichten über ihre Geschichten und mit ausdrucksstarken Fotografien vor.
Das Projekt wurde vom Bunten Kreis gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs für Kognitions- und Medienwissenschaften an der Universität Duisburg Essen durchgeführt. Die Helios St. Johannes Klinik lädt am Donnerstag, 6. September, um 16 Uhr zu einer kleinen Ausstellungseröffnung ein. Die großformatigen Fotos sind auf dem Flur der Notfallpraxis im Erdgeschoss der Klinik, An der Abtei 7-11, unweit des Foyers zu sehen und werden bis Anfang Oktober gezeigt. Um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung unter (0203) 546-2278 oder info.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

Deutscher Kopfschmerztag am 5. September 2018

Entscheidend für den Therapieerfolg: Symptome richtig beschreiben  
Duisburg, 03. September 2018 - Schon aus der Werbung wissen wir, dass es weit über 200 verschiedene Kopfschmerzarten gibt. Und sie alle unterscheiden sich zum Teil erheblich in der Art und Dauer der Beschwerden. Umso wichtiger für den späteren Therapieerfolg kann es daher sein, dass sich der Patient bewusst macht, wie sich der Kopfschmerz entwickelt, wie er sich anfühlt, wo und mit welchen Begleiterscheinungen er auftritt.

„Für uns Ärzte sind diese Hinweise entscheidend“, erklärt Marcel Knosalla, Neurologe und leitender Oberarzt am Helios Klinikum Duisburg. „Nur so können wir das Krankheitsbild klar abgrenzen und die Behandlung optimieren.“ Und viele Patienten wissen, wie langwierig das sein kann. Auch die Beschreibung der Symptome ist nicht so einfach, wie es zunächst klingt. Ob es eher ein Klopfen oder Pochen, ein Stechen oder Brennen ist, wo der Schmerz beginnt und bis wohin er reicht, wann er vornehmlich auftritt – all das kann nachher den Unterschied machen.

„Der einfachste Weg ist daher, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, mindestens ein paar Wochen lang“, so Knosalla. Dort sollten all diese Dinge vermerkt sein, auch was man an besagten Tagen gegessen oder getan hat. Denn manche Patienten etwa leiden nach dem Genuss mancher Lebensmittel an Migräne- oder Clusterkopfschmerzattacken, andere reagieren auf Stress oder andere äußere Einflüsse mit Spannungskopfschmerzen. Auch Hormone oder Medikamente können ursächlich sein.  

Die Ärzte wiederum behalten die Übersicht über die Vielzahl von verschiedenen Kopfschmerzarten, indem sie sie in Gruppen aufteilen, zunächst in den primären und sekundären Typ. Beim primären ist der Kopfschmerz selbst die Krankheit, beim sekundären ist er nur ein Symptom einer anderen Erkrankung wie etwa des Gehirns oder der Nasennebenhöhlen. Unter den primären Kopfschmerzerkrankungen sind Formen des Spannungskopfschmerzes und der Migräne am häufigsten, gefolgt von der Trigeminusneuralgie und trigeminoautonomen Kopfschmerzen, von denen wiederum der Clusterkopfschmerz am bekanntesten ist.  

Die Migräne zum Beispiel verläuft häufig einseitig. Patienten verspüren oftmals wechselnd in der rechten oder der linken Kopfhälfte Schmerzen, von hämmernd-pulsierend-stechendem Charakter mit begleitender Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Der Spannungskopfschmerz wiederum betrifft meist den gesamten Kopfbereich und fühlt sich dumpf und drückend an. Cluster-Kopfschmerzen treten wiederholt plötzlich auf. Betroffene beschreiben sie als brennend und bohrend, bis hin zu unerträglich.
„Der Schmerz zieht oft bis zum Auge oder zur Wange mit begleitendem Augentränen oder Naselaufen. Hier kann die Gabe von Sauerstoff rasch helfen“, sagt  Marcel Knosalla. Die Trigeminusneuralgie hingegen beschränkt sich auf den Gesichtsbereich, tritt oft beim Kauen, Sprechen oder Schlucken auf. Der Schmerz ist stechend oder brennend und dauert nur Sekunden bis zu wenige Minuten an. Auch die Berührung im Gesichtsbereich kann als unangenehm empfunden werden.  

Die Behandlungsmöglichkeiten für die einzelnen Kopfschmerzarten sind sehr verschieden, von Patient zu Patient muss der Therapieerfolg überprüft werden. Manchen können die neuesten Therapiemethoden – wie etwa die Antikörperbehandlung bei Migräne, die seit Ende Juli bei uns in Deutschland verfügbar ist – helfen, bei anderen schlägt sie gar nicht an. Das weiß auch Marcel Knosalla: „Kopfschmerztherapie ist ein Marathon, doch am Ende lassen sich für die Patienten oftmals individuelle Lösungen finden, die die Lebensqualität der Betroffenen spürbar steigern.“
Wen wiederkehrende Kopfschmerzen belasten, der sollte zunächst seinen Hausarzt aufsuchen. Eine regelmäßige Einnahme von Kopfschmerzmedikamenten sollte in jedem Fall vermieden werden, das heißt nicht länger als zwei bis drei Tage am Stück oder acht Tage pro Monat. Bei anhaltenden Kopfschmerzen ist eine Vorstellung beim Neurologen sinnvoll.  

 Wann sind Kopfschmerzen ein Alarmsignal?
·        Schlagartige und heftigste Kopfschmerzen wie nie zuvor sollten immer schnellstmöglich abgeklärt werden.
·        Auch bei begleitenden Symptomen wie Lähmungen, Taubheitsgefühlen, Sprach- oder Sehstörungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Wechsel an der Spitze des Helios Klinikum Duisburg

Duisburg, 30. August 2018 - Zum 1. Septembe übergibt Geschäftsführer Dr. Holger Raphael übergibt den Staffelstab nach fünf erfolgreichen Jahren an seinen Nachfolger Daniel Dellmann. Dr. Holger Raphael wechselt zum 1. September auf eigenen Wunsch nach fünf Jahren, in denen er das Klinikum auch durch turbulente Integrationszeiten auf Kurs gebracht hat, nach Essen.
Neben steigenden Patientenzahlen zählen dazu auch die Erweiterung des Leistungsspektrums um Fachbereiche und renommiertes Personal, eine stark verbesserte medizinische Qualität und die Einweihung des ersten Neubaus am Standort Marien.
Seinen Nachfolger Daniel Dellmann empfängt er mit offenen Armen: „Ich bin mir sicher, dass ich hier alles in gute Hände übergebe.“ Der zukünftige Chef zog bereits im August von seinem ehemaligen Arbeitsplatz in Leezen (Mecklenburg-Vorpommern) an den Niederrhein, um die ersten Wochen noch gemeinsam mit Raphael zu verbringen.
In zahlreichen Terminen mit Mitarbeitern besprechen sie aktuelle Projekte und die zukünftige Ausrichtung des Standortes. Das macht den Start auch für Dellmann leichter: „Ich bin froh, dass Herr Dr. Raphael mir einen optimalen Start ermöglicht und bin sicher, dass der Wechsel so ohne Reibungsverluste von statten geht.“   Der 51-Jährige ist quasi ein Quereinsteiger im Gesundheitswesen und seit 2015 bei Helios. Zuletzt  war er als Geschäftsführer für die Rehaklinik in Leezen verantwortlich.
Als ehemaliger Vice President Mercure Southern Germany und General Manager der Hotelkette Accor Germany GmbH verfügt der gebürtige Neusser aber bereits über langjährige Erfahrung in Führungspositionen. Zugleich bringt er so serviceorientierte Sichtweisen in den Klinikalltag ein: „Ich möchte Botschafter dafür sein, dass Patientengesundheit und Patientenzufriedenheit gleichermaßen im Fokus der Teams stehen. Dabei hilft mir meine Hotel-Vergangenheit sicher weiter.“

Dabei hilft am Standort der Helios St. Johannes Klinik mit Sicherheit auch die für 2020 geplante Fertigstellung des Neubaus. „Mein  Ziel ist es, ein Klinikum zu leiten, dessen Erfolg darauf beruht, dass die Patienten sich mit großem Vertrauen hier in Behandlung begeben, weil sie wissen, dass sie zum einen bestmöglich versorgt werden und sich zum anderen auch noch wohlfühlen können.“  
Wenn er sich nicht gerade um die Belange der Klinik kümmert, verbringt Daniel Dellmann am liebsten Zeit mit seiner Frau und den beiden Söhnen, zu denen er im Moment pendeln muss. Die Familie lebt noch im hohen Norden in Sprungweite zum Meer. Mit sportlichen Aktivitäten und Gartenarbeit sorgt er dort für den richtigen Ausgleich.      

Dr. Holger Raphael kam 2013 zum Helios Klinikum Duisburg, in den vergangenen fünf Jahren wurden viele positive Entwicklungen auf den Weg gebracht und gute Ergebnisse erzielt. Dies schlägt sich vor allem in steigenden Patientenzahlen nieder. Zudem konnte das Klinikum mit Hilfe umfangreicher Maßnahmen die Zahl der MRSA-Infektionen am Haus seit 2013 massiv senken und liegt heute erfolgreich weit unter dem Bundesdurchschnitt.
Durch die Bildung medizinischer Zentren wurde die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachabteilungen weiter gestärkt, das Helios Klinikum Duisburg zählt inzwischen etwa ein Darmkrebszentrum, ein Lungenzentrum sowie ein Kontinenz- und Beckenbodenzentrum zu seinem Leistungsangebot. Zu den Meilensteinen in seiner Zeit am HKD zählt Dr. Holger Raphael die Neubaueröffnung der Helios Marien Klinik in Hochfeld im Jahr 2017, die sich von einer kleinen Fachklinik zu einem umfangreichen Akutkrankenhaus entwickelt hat.

Dr. Holger Raphael (li) und  Daniel Dellmann (re) im Gespräch

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus?
 Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 3. September 2018 um 18 Uhr.
Ärzte aus dem Geburtshilfe-Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung. Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.  

 

Benefiz-Golfturnier für die Gastroenterologische Klinik des Bethesda Krankenhauses 

Duisburg, 30. August 2018 - Freunde und Förderer spielen für den guten Zweck Golf und gute Laune, am vergangenen Montag haben 4 Golfer auf dem Grün der Anlage des Niederrheinischen Golf-Clubs in Duisburg für den guten Zweck abgeschlagen. Die eingeladenen Gäste, Geschäftspartner und Sponsoren der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Bethesda Krankenhauses, stellten sich bereits zum 19. Mal in den Dienst der guten Sache.
Insgesamt wurde ein stattlicher Betrag von rund 10.000 Euro erspielt und gespendet, von dem wieder große Förderprojekte für das Hochfelder Krankenhaus umgesetzt werden können. In diesem Jahr sollen die Einnahmen aus dem Turnier zur Anschaffung eines medizinischen Messgerätes zur Untersuchung der Leberverfettung dienen.
Sie ist inzwischen die häufigste Lebererkrankung in den industrialisierten Ländern und somit auch die häufigste Ursache der Leberzirrhose. Sie kann in bis zu 75% der Patienten mit Übergewicht nachgewiesen werden und stellt bei der Differenzialdiagnose der Leberwerterhöhung einen wichtigen Baustein dar. Da jeder Patient in der Klinik für Gastroenterologie eine Ultraschalluntersuchung des Bauches bekommt, wird die Leber immer untersucht.
Hier könnte zusätzlich zur reinen Ultraschalluntersuchung bei Verdacht auf das Vorliegen einer Leberverfettung das neue Messgerät zusätzlich zum Einsatz kommen. Aktuell wird diese Methode in keinem Krankenhaus in Duisburg angeboten.
„Der Wettergott meinte es gut mit uns. Deshalb war auch dieses Turnier wieder ein voller Erfolg. Ehrgeizige Golfer, großer Sport, ganz viel Spaß, aber auch eine hochklassige und dennoch familiäre Atmosphäre für gute Gespräche, hier stimmte einfach alles und der Niederrheinische Golf-Club ist wieder ein toller Gastgeber", blickt Gerd F. Wengeler, Geschäftsführer der Freunde und Förderer, zufrieden auf das Ereignis zurück. Am Ende des Turniers fanden sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen und Austausch über Ereignisse des Tages ein. Und natürlich wurden die Golfer auch für ihre Mühen belohnt. Neben Pokalen wurden auch wieder zahlreiche Sachpreise vergeben.

 

Darmkrebs: Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten  

Duisburg, 30. August 2018 - In Kooperation mit dem Verein „Duisburg gegen Darmkrebs“ bietet die VHS im September jeweils dienstags ab 18 Uhr eine dreiteilige Informationsreihe an.  Am 11. September eröffnet Prof. Dr. Jörg Schlaak die Veranstaltungen mit einem Vortrag über  „Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs mittels Stuhltest und Darmspiegelung“   Prof. Dr. Abdurrahman Sagir führt in seinem Vortrag am 18. September die Reihe weiter mit dem Thema: „Was kann ich selber tun, um Darmkrebs zu vermeiden?“.  
 
Abschließend informieren Dr. Jan Sebastian Balleisen und Dr. Alexander Meyer in ihrem gemeinsamen Vortrag am 25. September über „Chirurgische und onkologische Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs“.  
Alle Veranstaltungen finden dienstags, jeweils von 18 bis 19.30 Uhr im Saal der Volkshochschule, Du-Mitte, Steinsche Gasse 26, statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter: 0203/283- 2775 oder – 3058

 

Rheinländer mit Ärzten und Therapeuten überdurchschnittlich zufrieden

Düsseldorf/Duisburg, 28. August 2018 – Bei der diesjährigen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) schneiden die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Nordrhein zum wiederholten Male sehr gut ab. Die gesetzlich Versicherten aus dem Rheinland gaben zu 92 Prozent an, ein „gutes“ bis „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt oder Psychotherapeuten (Bund: 91 Prozent) zu haben und beurteilten die Fachkompetenz ihres Behandlers zu 93 Prozent mit „gut“ bis „sehr gut“ (Bund: 92 Prozent).
„Das sind hervorragende Ergebnisse, über die ich mich sehr freue. Sie zeigen, dass die Patienten die Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie der Psychotherapeuten wertschätzen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

 

Wartezeiten: Schneller Zugang zu Fachärzten in Nordrhein

Ein wesentlicher Aspekt der jährlichen Versichertenbefragung ist das Thema Wartezeiten auf Arzttermine. Direkt danach gefragt, antwortete die große Mehrheit (82 Prozent) der Rheinländer, die Wartezeit auf den letzten notwendigen Arztbesuch nicht als zu lang empfunden zu haben. Bundesweit teilten 80 Prozent der Befragten diesen Eindruck.
Ebenfalls bemerkenswert: Die Patienten aus Nordrhein haben im Vergleich zum Bund überdurchschnittlich schnell Zugang zu hiesigen Fachärzten: 33 Prozent mussten auf ihren letzten Facharzt-Termin entweder gar nicht oder höchstens drei Tage warten, im Bund waren es 27 Prozent. Auch die Zahl der Patienten, die länger als drei Wochen auf ihren Facharzt-Termin warten mussten, lag in Nordrhein mit 20 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt von 32 Prozent. Die Wartezeit auf einen Termin beim Hausarzt betrug für 52 Prozent der Befragten aus Nordrhein maximal drei Tage (Bund 56 Prozent).

 

Kurze Wartezeiten auch in den Praxen

Als im Bundesvergleich überdurchschnittlich kurz erweisen sich nach Angaben der Befragten auch die Wartezeiten in den nordrheinischen Praxen. Auf die Frage, wie lange sie zuletzt in der Sprechstunde warten mussten, bis sie an der Reihe waren, gab die Hälfte der Befragten eine Wartezeit von maximal 15 Minuten an (Bund: 43 Prozent). Besonders zügig lief es dabei in den Facharztpraxen – für 55 Prozent der Patienten ging es entweder sofort oder innerhalb von 15 Minuten ins Behandlungszimmer (Bund: 47 Prozent). Bei den Hausärzten gaben 48 Prozent der Versicherten aus dem Rheinland diese Zeiten an (Bund: 41 Prozent).

 

Hausärzte in Nordrhein: Wichtige Lotsen bei der Pflege

Dass die nordrheinischen Hausärzte bei ihren Patienten großes Vertrauen genießen, wird auch beim Thema Pflege deutlich.
Im Vergleich mit ihren Kollegen im Bundesgebiet sprachen die nordrheinischen Hausärzte mit 67 Prozent überdurchschnittlich oft über die Pflegesituation in der Familie oder bei nahestehenden Personen (Bund: 59 Prozent).

 

Weitere Erkenntnis: Mehrheitlich zeigen sich die Rheinländer offen für die elektronische Patientenakte, die die gesetzlichen Krankenkassen nach den jüngsten Plänen des Gesetzgebers ihren Mitgliedern bis 2021 anbieten müssen. 68 Prozent der Befragten fänden eine solche Anwendung gut (Bund: 64) und glauben mehrheitlich (61 Prozent) an eine sich dadurch insgesamt verbessernde Behandlung. Allerdings: Etwa jeder dritte Befragte aus dem Rheinland äußerte aber auch Bedenken in Puncto Datenschutz/-missbrauch oder sähe seine medizinischen Daten am liebsten in den Händen seines behandelnden Arztes aufgehoben.

 

Für die diesjährige Versichertenbefragung der KBV hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH von April bis Juni 2018 bundesweit insgesamt rund 6.000 zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt, darunter gut 570 aus dem Bereich Nordrhein. Die Befragungen finden bereits seit über zehn Jahren im Jahresrhythmus statt.

Kita-Platz nur gegen Impfung: Mehrheit der Bundesbürger ist dafür

Kinder- und Jugendärzte: "Klarer Auftrag an die Politik!"

Berlin/Köln/Duisburg, 27. August 2018 - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sieht die aktuelle Civey-Umfrage, nach der vier von fünf Deutschen sich für eine Kopplung von Kitaplatz an Impfungen aussprechen, als klaren Auftrag an die Politik, endlich eine Impfpflicht einzuführen.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Nur wenn möglichst alle Kinder eines Jahrgangs geimpft sind, werden wir die gefährlichen Kinderkrankheiten in Deutschland dauerhaft ausrotten. Masern-, Diphterie-, Windpocken-, Polio- und Keuchhustenepidemien, wie sie immer wieder aufflammen, aber auch den lebensgefährlichen Tetanus wird es dann nicht mehr geben, und das ist gut so. Die meisten Bundesbürger haben das inzwischen erkannt und sprechen sich für eine Koppelung von Kitaplatz an Impfungen aus.
Wenn möglichst alle Kinder vor dem Kita-Besuch geimpft, entsteht der Herdenschutz, der auch die wenigen Kinder schützt, die wegen ihres jungen Alters oder wegen einer schweren Immunkrankheit nicht geimpft werden können. Die Politik sollte daher den Willen der Bürger zum Anlass nehmen, die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, den Besuch von Kitas an die Impfpflicht zu koppeln. Kitas könnten sich mit einer Impfpflicht viel Bürokratie ersparen. Derzeit müssen sie ungeimpfte Kinder den Gesundheitsämtern melden.
Ein entsprechendes Gesetz würde auch uns Kinder- und Jugendärzten die Arbeit enorm erleichtern. Derzeit werden unsichere oder skeptische Eltern oft durch selbsternannte Experten verunsichert. Das erschwert unsere Beratungsarbeit zusätzlich. Aktuell agitieren auch Bots und Trolle international gegen das Impfen. Eine verbindliche Impfpflicht würde dieser Art der Desinformation einen Riegel vorschieben."

 

 

Schlaganfall: Wie sich das Gehirn repariert

Ultrastruktur perineuronaler Netzwerke geklärt

Duisburg, 23. August 2018 - Wie verändert sich die Hirnstruktur, wenn sich das Gehirn nach einem Schlaganfall wieder regeneriert? Das konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ruhr Universität Bochum (RUB) mithilfe neuartiger Mikoskopietechnik erstmals detailliert beschreiben. Ihre Erkenntnisse hat das renommierte Journal Matrix Biology* veröffentlicht.

 

Das menschliche Gehirn besteht zu einem großen Teil aus Nervenzellen. In ihrer unmittelbaren Umgebung formen sich Netze, die die Nervenzellen eng umschließen. Diese perineuronalen Netze sind wichtig bei der Entwicklung des Gehirns und vermutlich auch bei der Reorganisation des Nervensystems nach einem Schlaganfall.

 

Wie sich die Netze dabei genau verändern, ließ sich bislang mit üblichen mikroskopischen Methoden nicht nachweisen. Forscher aus Essen und Bochum konnten die Veränderungen nun mit einer innovativen Methode, der superauflösenden Structured Illumination Mikroskopie (SR-SIM), erstmals sichtbar machen. Dabei kombinierten sie die SR-SIM mit mathematischen Analysemethoden, wodurch sie die Molekülstrukturen des Schlaganfallgehirns rekonstruieren konnten.

 

Das Team um Prof. Dr. Dirk M. Hermann vom Lehrstuhl für vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) hatte bereits vermutet, dass sich die perineuralen Netze öffnen müssen, damit sich das Gehirn nach einem Schlaganfall erholen kann.

 

„Tatsächlich konnten wir zeigen, dass sich die Ultrastruktur bereits nach einer sehr milden Durchblutungsstörung durchgreifend verändert“, so Prof. Hermann. „Das Netz wird zunächst deutlich aufgelockert. Das ermöglicht dann eine Art neuronale Neuverkabelung“, sagt Erstautor Dr. Egor Dzyubenko. Er hatte die Arbeiten bei Prof. Dr. Andreas Faissner am Bochumer Lehrstuhl für Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie begonnen und führte sie später in Essen fort. „Die Ergebnisse ermöglichen neue Einsichten in die zellulären Vorgänge nach Hirninfarkten“, erklärt Prof. Faissner. „Langfristig erhoffen wir uns hiervon neuartige Schlaganfallmedikamente“, so Prof. Hermann.

 

 

Ein MRT auf acht Rädern

Duisburg, 18. August 2018 - Für ein Upgrade des klinikeigenen Magnetresonanztomografen weichen die Radiologen am Helios Klinikum Duisburg vorübergehend auf eine mobile Alternative aus. Wer in diesen Tagen einen Spaziergang über das Gelände der Helios St. Johannes Klinik macht, begegnet dabei wahrscheinlich einem etwas ungewöhnlichen Fahrzeug. Denn auf der Nordseite des Krankenhauses parkt ein riesiger Trailer, in dem Patienten verschwinden und nach kurzer Zeit wieder auftauchen.

Wirft man einen Blick in den mehrachsigen Lkw-Anhänger, wird schnell klar, was sich hinter den Wänden verbirgt: ein mobiler Magnetresonanztomograf, kurz MRT, mit allen technischen Finessen und einem radiologischen Arbeitsplatz. Der vollklimatisierte und abgeschirmte Sattelschlepper wiegt dabei stolze 28 Tonnen, verteilt über fast 14 Meter Länge, 4 Meter Höhe und 2,55 Meter Breite. Der Zugang für die Patienten erfolgt über eine mechanische Hebebühne, die auch ein Krankenhausbett wuchten kann.

Damit die Patienten und der Transportdienst möglichst wenig Strecke zurücklegen müssen, parkt das Gefährt nah am Gebäude, bei Regen heißt es aber dennoch einen Zahn zulegen oder mit Schirmen improvisieren. „Zum Glück ist Sommer, da wird es in den kommenden zwei Wochen wahrscheinlich nicht ganz so nass werden“, mutmaßt Thomas Wojciechowski, Leiter der Medizintechnik am Helios Klinikum und verantwortlich für die Großgeräte.

Er weiß auch, wofür der ganze Aufwand betrieben wird: „Unser eigenes, klinikinternes MRT bekommt ein vollständiges Upgrade. Dafür muss das Gerät einmal abgebaut und neu zusammengesetzt werden. Nur der eigentliche Magnet bleibt bestehen.“ Um die zahlreichen Patienten am Haus in den nächsten zehn Tagen aber trotzdem radiologisch umfassend versorgen zu können, weicht die Fachabteilung auf die mobile Lösung aus.

„Das Gerät auf dem Trailer ist hochmodern und bietet alle Optionen“, versichert Priv.-Doz. Dr. Marco Das, Chefarzt der Radiologie am Klinikum. Die Herausforderung liegt eher in der Logistik rund um das Gerät, denn im Trailer ist weniger Platz als in der radiologischen Abteilung der Helios St. Johannes Klinik.  Mit Beginn der übernächsten Woche sollte dann auch das eigene MRT wieder voll einsatzfähig sein. Was aber kann es dann mehr?
„Das neue Gerät bietet vor allem High-End-Bildgebung mit verbessertem Patientenkomfort, etwa durch die ‚feet first  Technik. Das bedeutet, die Patienten müssen nicht mit dem Kopf, sondern können auch mit den Füßen zuerst in die Röhre geschoben werden. Das ist besonders für Menschen mit Platzangst eine großer Erleichterung.“ Dazu kommt eine deutlich verbesserte Bildqualität und somit verbesserte Diagnostik bei gleichzeitig kürzeren Untersuchungszeiten.  

Wenn der Chef zum Lebensretter wird

Duisburg, 16. August 2018 - Frank Schaper bricht an seinem Arbeitsplatz in einem Duisburger Elektronikfachmarkt plötzlich ohne Puls zusammen. Zum Glück wissen seine Kollegen und sein Vorgesetzter, was zu tun ist. Ein ganz normaler Arbeitstag sollte es werden. Denn für Frank Schaper beginnt er wie immer, auch wenn er sich nicht ganz fit fühlt.
Eine leichte Erkältung vielleicht? An sein Herz denkt er dabei nicht. Er zieht sich an, frühstückt und verabschiedet sich von seiner Frau. Nur wenige Minuten später betritt er den MediMax in Duisburg-Hamborn, ein Elektronikfachmarkt, in dem er als Verkäufer arbeitet. Auf dem Weg zu den Personalräumen grüßt er noch seinen Chef Markus Kimpel.
Sekunden später wird ihm schwarz vor Augen, dann bricht er zusammen, ein Kollege kann ihn gerade noch auffangen und auf den Boden legen. Dann läuft alles, wie es kein Notarzt besser hätte vorgeben können. Schnell eilen weitere Mitarbeiter und auch sein Chef hinzu. Der sucht den Puls, der längst ausgesetzt hat. „Es war eine merkwürdige Situation, ich hab einfach reagiert, weil ich mich erinnerte, dass Herr Schaper irgendwann einmal ein Herzproblem erwähnt hat“, erinnert sich der 50-Jährige Kimpel. Für ihn war damit klar, er muss reanimieren. Druck aufs Herz, damit es wieder anspringt.

„Er war ganz steif, der ganze Brustkorb hart.“ Aber er gibt nicht auf, auch als seine Arme zu schmerzen beginnen. Währenddessen ruft ein Kollege den Rettungsdienst, der ist wenige Minuten später vor Ort und übernimmt die Reanimation. Da zeigt Frank Schaper schon wieder erste Reaktionen, will sogar aufstehen und arbeiten. Erinnern kann er sich daran nicht. Kurz darauf verliert er auch schon wieder das Bewusstsein.  
Der Notarzt bringt ihn in die nahegelegene Helios St. Johannes Klinik. Dort sind sie auf Herz-Kreislauf-Ausfälle spezialisiert, das Herzkatheterlabor ist rund um die Uhr besetzt. Hier halten ihn die Ärzte stabil und suchen gleichzeitig die Ursache für sein Herzversagen.
Wir konnten einen klassischen Infarkt relativ schnell ausschließen, die Arterien waren alle frei. Doch im Verlauf der Untersuchung zeigten sich Veränderungen am Herzmuskel“, erklärt Dr. Ammar Ghouzi, Oberarzt der Kardiologie und verantwortlich für die Intensivstation. Frank Schapers Herz war stark geschwächt und an diesem Morgen hatte es aufgegeben. Während der 57-Jährige versorgt wird, muss sein Chef im Laden einen schweren Anruf machen. Kurz nach der Abfahrt des Rettungswagens greift Markus Kimpel zum Telefon, um der Frau seines Mitarbeiters zu erzählen, was vorgefallen ist.
„Ich musste länger überlegen, wie ich ihr das am besten beibringe. Da wusste ich ja auch noch nicht, wie es um ihn steht und ob er das schafft.“ Frau Schaper trifft die Nachricht wie ein Schlag, obwohl sie schon länger ahnte, dass ihr Mann besser auf sein Herz achten muss. „Er war schon im März beim Hausarzt, weil er sich nicht so gut fühlte. Den Besuch beim Kardiologen aber hat er länger vor sich hergeschoben.“

Umso glücklicher sind sie und der gemeinsame Sohn, dass es dieses Mal nur ein – wenn auch heftiger – Warnschuss war. Denn Frank Schaper hat großes Glück gehabt. Schon vier Stunden nach seiner Einlieferung ist er wieder ansprechbar und zeigt normale Reaktionen. Dass er die Sache ohne nachhaltige Schäden überstanden hat, verdankt er vor allem seinem Chef und den Kollegen. „Diese Rettungskette hat wirklich perfekt funktioniert. Da sieht man mal wieder, wie wichtig das Wissen um die Erste Hilfe ist“, zeigte sich auch Dr. Ghouzi schwer beeindruckt. Der Arzt weiß, was es heißt, wenn keiner hilft.

„Pro Minute, die bis zum Beginn der Reanimation verstreicht, verringert sich die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen um etwa zehn Prozent.“ Rund 100 000 Deutsche trifft ein plötzlicher Herzstillstand mit unterschiedlichen Ursachen jedes Jahr, meistens gehen diese Geschichten weniger gut aus.   Noch in der Helios Klinik setzen die Ärzte Frank Schaper einen Defibrillator ein, der zukünftig jeden Schlag überwacht. Und schon am vierten Tag kann er entlassen werden.

Für den Voerdener ein Wunder: „Meine erste Erinnerung ist die, dass ich in diesem Bett aufwache und keine Ahnung habe, wo ich bin und was passiert ist. Als ich dann erfuhr, dass mein Herz quasi den Geist aufgegeben hat, war das schon heftig. Ich bin meinen Kollegen und natürlich meinem Chef so unglaublich dankbar für all das, was sie da geleistet haben.“
Sein Chef Markus Kimpel wiederum hat das Erlebnis zum Anlass genommen, die Kenntnisse seiner Mitarbeiter in Sachen Reanimation trotz der geglückten Rettung noch einmal aufzufrischen: „Je mehr Routine, desto besser.“  Etwas Zeit will er ihnen aber noch geben, denn alle standen nach der Aufregung erst einmal ziemlich unter Schock. Frank Schaper hat seine Kollegen schon wieder besucht und ihnen persönlich gedankt. Und seiner Frau hat er voller Überzeugung versprochen, besser auf seine Gesundheit zu achten: „Auch wenn ich ja jetzt einen kleinen Schutzengel in der Brust habe.“  

V.l.: Markus Kimpel, Frank Schaper und der Chefarzt der Kardiologie PD Dr. med. Wolfgang Lepper).

Hintergrundinformation Herzschwäche
Rund 50 000 Todesopfer fordert die Herzschwäche jedes Jahr. Die Ursachen liegen vor allem in den leisen Tönen, die die Krankheit anschlägt. Denn viele der rund zweieinhalb Millionen Betroffenen bemerken Symptome wie Leistungsabfall, häufiges Wasserlassen oder geschwollene Beine erst in einem sehr späten Stadium. Doch je früher die Insuffizienz erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen.

 

 

Wie Scheinmedikamente wirken

UDE: Studie zu Schmerzlinderung durch Plazeboeffekte

 

Duisburg, 09. August 2018 - Plazeboeffekte können Schmerzen lindern. Was dabei im Gehirn passiert, wollten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausfinden. Gemeinsam mit US-Kollegen analysierten sie rund 600 MRT-Bilder, um zu verstehen, mit welchen Mechanismen Scheinarzneimittel den Schmerz reduzieren. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im Journal Jama Neurology veröffentlicht.

 

Das internationale Forscherteam wollte z.B. herausfinden, ob der Plazeboeffekt die Schmerzleitung im Gehirn verändert. „Dies konnten wir anhand der Daten tatsächlich nachweisen; allerdings ist dieser Effekt sehr klein“, so Prof. Dr. Ulrike Bingel, Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen und ergänzt: „Er allein kann nicht für das Ausmaß des schmerzlindernden Effektes verantwortlich sein.“ Es müssen deshalb auch die Gehirnnetzwerke betrachtet werden, die an der kognitiven und emotionalen Schmerzverarbeitung beteiligt sind.

 

Die Mediziner konnten auch zeigen, dass der Plazeboeffekt deutlich anders wirkt als echte Schmerzmittel, etwa Opioide. „Der größte Unterschied ist, dass Opioide die Schmerzleitung im Gehirn zehnmal stärker beeinflussen als die Plazebobehandlungen und zwar bei gleichem analgetischen – also schmerzlinderndem Effekt“, so Dr. Matthias Zunhammer.

 

Die Essener Studie zeigt außerdem, dass bildgebende Verfahren, wie die Magnetresonanztomographie helfen können, den Plazeboeffekte von den Effekten pharmakologischer Substanzen abzugrenzen.

 

Das kleine Einmaleins der Laborwerte

Welche Standard-Tests gibt es?

München/Duisburg, 06. August 2018 - Labortests, allen voran Blut- und Urinuntersuchungen, gehören zur ärztlichen Routine. Sie helfen bei der Diagnostik und lassen Rückschlüsse auf die allgemeine Gesundheit einer Person zu. Über die häufigsten Laboruntersuchungen und ihre Bedeutung informiert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

Eine Laboranalyse hilft dabei, Krankheiten zu diagnostizieren oder ihren Verlauf zu verfolgen. Doch nicht immer muss eine Erkrankung vorliegen, damit der Arzt Blut oder Urin testen lässt: „Diese Tests sind auch ein wichtiges Instrument im Rahmen der Vorsorge und Prävention“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. Zusammen mit möglichen Symptomen und weiteren Untersuchungen liefern die Laborwerte relevante Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten.

 

Basischeck: das kleine Blutbild

Eine der häufigsten Laboruntersuchungen ist das sogenannte kleine Blutbild. Dabei untersuchen die Laboranten die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie der Blutplättchen (Thrombozyten) und testen die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Reuter: „Liegt der Anteil der roten Blutkörperchen unterhalb des Normbereichs, kann dies auf eine Anämie hindeuten, häufig verursacht durch Eisenmangel.“
Erhöhte Werte können beispielsweise bei schweren chronischen Lungen- und Herzerkrankungen gemessen werden. Auch erhöhte Hämoglobin- oder Leukozyten-Werte können ein Indikator für Erkrankungen dieser beiden Organe sein. Ein hoher Anteil an weißen Blutkörperchen kann darüber hinaus auf Entzündungen oder Infektionen hinweisen, außerdem auf Schädigungen des Knochenmarks sowie viele weitere Erkrankungen. Thrombozyten stellen einen wichtigen Faktor bei der Blutgerinnung dar, weshalb ihre Kontrolle unter anderem vor einigen Operationen oder bei einer Thrombose sinnvoll ist.
„Ist der Wert zu niedrig, kann dies bei einer OP zu einem übermäßigen Blutverlust führen“, erläutert der Experte. Der Hämatokrit-Wert bildet den Anteil der Blutzellen im Gesamtblut ab. Wenn es zu dickflüssig ist, neigen Patienten schneller zu Blutgerinnseln, wodurch das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte steigt. Bemerkt der Arzt bei einem oder mehreren Werten Abweichungen von der Norm, wird er in der Regel weitere Untersuchungen durchführen, bis er eine gesicherte Diagnose stellen kann.

 

Was das Blut noch verrät

Bei auffälligen Leukozyten-Werten beispielsweise kann der Arzt zusätzlich ein Differential-Blutbild in Auftrag geben, das die Unterarten der weißen Blutkörperchen im Detail darstellt. „Abweichungen bei den weißen Blutkörperchen können auf unterschiedliche Ursachen wie Stress, Autoimmunerkrankungen, Leukämie und andere Krebsarten, bakterielle oder virale Infektionen, Parasiten, Vergiftungen, allergische Erkrankungen, Medikamenteneinnahme und vieles mehr hinweisen“, erläutert Reuter.
Da die Bandbreite so groß ist, hilft dieses Blutbild bei der Eingrenzung. Neben dem kleinen und dem Differential-Blutbild kann ein Arzt die Untersuchung weiterer Blutwerte veranlassen: So liefert das Verfahren zur Bestimmung der Blutsenkungsgeschwindigkeit möglicherweise Indizien für Entzündungen, Infektionen und Tumore im Körper. Vermehrte Blutfette, sogenannte Lipide, können Gefäßverkalkung, die koronare Herzkrankheit und Schlaganfälle begünstigen. Für den Befund ‚Diabetes mellitus‘ muss beispielsweise der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht sein. Vermehrte Harnsäure im Blut gilt als Hinweis für ein erhöhtes Gicht-Risiko.

 

Die Urinuntersuchung

Bei Urologen, Gynäkologen, aber auch bei Allgemeinärzten gehört die Urinprobe zu den Standarduntersuchungen. Hier gibt es zwei Testverfahren: Beim Schnelltest, den Patienten auch zu Hause durchführen können, hält der Laborant einen Teststreifen in einen Becher mit Urin. Der DKV Experte: „Wenige Minuten später ändert der Streifen seine Farbe und aufgrund der Verfärbung kann der Arzt beziehungsweise Laborant den pH-Wert bestimmen und prüfen, ob die Harnwege infiziert sind.“
Ein dauerhaft niedriger pH-Wert kann beispielsweise die Harnsteinbildung fördern, wohingegen weiße Blutkörperchen im Urin auf eine Entzündung hinweisen. Auch Schwangerschaften lassen sich über einen Schnelltest feststellen. Das zweite Testverfahren ist aufwendiger: Bei der Bestimmung des Urinstatus, untersucht der Laborant die zellulären Bestandteile im Harn unter dem Mikroskop. Rote und weiße Blutkörperchen lassen sich – falls vorhanden – auch bei diesem Test nachweisen, ebenso Eiter und Pilze. Bakterien zeigen eine Infektion an, Kristalle sind möglicherweise ein Anzeichen für Gicht, fieberhafte Erkrankungen oder einen zu hohen Cholesterinwert.
Auch Farbe, Geruch und Konzentration des Urins lassen auf Krankheiten schließen: Bei dunklem Urin, verbunden mit einer dauerhaft geringen Urinmenge, wird der Arzt eine Beteiligung der Nieren in Betracht ziehen. Typisch für Harnwegsinfekte ist trüber, teils flockender Urin.
 Fällt der Test auf Bakterien oder Pilze unter dem Mikroskop positiv aus, kann der Arzt zur weiteren Bestimmung der Art das Anlegen einer Kultur anordnen. „Bei allen Labortests gilt: Die Ergebnisse dienen lediglich als Richtungsweiser bei der Diagnosestellung – abweichende Werte bedeuten nicht immer eine ernsthafte Erkrankung“, beruhigt Dr. Reuter.

 

 

"Pflege zu Hause“: neue Kurse starten  

Duisburg, 02. August 2018 - Über 70 Prozent der etwa 2 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause umsorgt. Doch wenn ein Angehöriger bei alltäglichen Dingen wie Aufstehen, Anziehen, Waschen oder Essen auf Hilfe angewiesen ist, dann ändert sich oft das Leben der ganzen Familie. Das Helios Klinikum Duisburg hilft Betroffenen mit dem kostenlosen Kursangebot „Pflege zu Hause“.

Speziell weitergebildete Pflegetrainerinnen vermitteln in dem dreitägigen Seminar pflegerisches Basiswissen und erläutern Techniken, die die häusliche Versorgung erleichtern. So können besondere Handgriffe, zum Beispiel für das richtige Lagern einer Person, die Belastung verringern und den eigenen Körper schonen.
In Gesprächsrunden können sich pflegende Angehörige zudem austauschen und vernetzen. Die nächsten Pflegkurse finden am 7., 14. und 21. August 2018 jeweils an unseren beiden Standorten statt.

Der Kurs in der Helios Marien Klinik (Grunewaldstraße 96, Hochfeld) beginnt an allen drei Tagen um 15 Uhr und dauert bis 19 Uhr. Die Schulung in der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, Hamborn) findet jeweils von 17 bis 21 Uhr statt. Da die Teilnehmerzahl pro Kurs begrenzt ist, wird eine vorherige Anmeldung erbeten.  
Nähere Informationen und Anmeldung:
• für den Kurs in der Marien Klinik (02 03) 546-2363
• für den Kurs in der St. Johannes Klinik (0203) 546-2366

Sana Kliniken Duisburg 64 Schülerinnen und Schüler starteten ihre Ausbildung in der Krankenpflege

Duisburg, 01. August 2018 - Am heutigen 1. August starteten insgesamt 64 Schülerinnen und Schüler in den Sana Kliniken Duisburg ihre Ausbildung in den Berufen Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Nun liegen drei Jahre mit mindestens 2.300 Stunden Theorie (in NRW 200 Stunden mehr als in jedem anderen Bundesland) und 2.500 Stunden praktischem Einsatz in den Stationsbereichen vor den Jugendlichen, die mit hoher Motivation an den Start gehen.
In den ersten zwei Jahren erfolgt im Rahmen der integrativen Ausbildung gemeinsamer Unterricht, im dritten Jahr erfolgt die Spezialisierung für den Bereich Erwachsenen- und Kinderkrankenpflege. Dennoch legen die angehenden Pflegekräfte bereits beim Start ihren Schwerpunkt fest. Für die Erwachsenenkrankenpflege haben sich 44 Auszubildende entschieden, für die Kinderkrankenpflege insgesamt 20 Schülerinnen.

Mit einem Ausbildungstag wurden die 64 jungen Leute in ihren beruflichen Lebensweg eingeführt, um ihnen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gute Orientierung in den Sana Kliniken Duisburg zu ermöglichen.

Infoabend rund um die Geburt

Duisburg, 01. August 2018 - Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 6. August um 18 Uhr.
Ärzte aus dem Geburtshilfe-Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung. Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.

Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ an – neue Termine

Duisburg, 30. Juli 2018 - Gleich an drei Terminen haben interessierte Duisburger die Möglichkeit an einem „Letzte-Hilfe-Kurs“ teilzunehmen. Die Kurse finden jeweils montags ab 16.30 Uhr statt. Lisa Mundil (stellvertretende Pflegedienstleitung und Palliativfachkraft) und Ineke Rockhoff (Palliativfachkraft) vom Pflegedienst „medidoc GmbH“ bieten in Kooperation mit der Krankenkasse „BKK-VBU“ und dem „Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V.“, diesen 4-stündigen Kurs am 20. August 2018, 24. September 2018 und 19. November 2018, an.

Wer einen anderen Menschen in der letzten Lebensphase begleitet, der kämpft häufig mit seinen eigenen Ängsten und Unsicherheiten. Wie soll ich dem Betroffenen begegnen? Wie welche Hilfe anbieten? Es fehlen die Worte, das Wissen und es gibt zu viele Fragen. Deshalb bietet der ambulante Palliativ-Pflegedienst medidoc diesen „Letzte-Hilfe-Kurs“ an. Unsere erfahrenen Kursleiterinnen sprechen über den Tod als Teil des Lebens und zeigen wie wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase beistehen können.

In vier Modulen besprechen wir miteinander Themen wie Vorsorge, Nöte lindern, Symptomatiken und deren Linderung, Hilfestellungen und Abschiednehmen. Zu jeder Zeit nehmen wir dabei Rücksicht auf Ihre Bedürfnisse, gehen auf individuelle Gedanken, Fragen und Erfahrungen ein. In der gesamten Dauer des Kurses nehmen wir uns Zeit für kleinere Pausen, Sie können sich untereinander austauschen und die Möglichkeit nutzen mit unseren Expertinnen tiefergehend zu sprechen.
Am Ende der Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.   Der Kurs ist kostenfrei. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter der kostenfreien Rufnummer 0176 437 577 86 (Mo.-Do. von 9.00 - 16.00 Uhr) gebeten. Veranstaltungsort: medidoc GmbH, Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden)  

Informationen zum „Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V.“: Die Menschen hinter dem Namen „Förderverein für palliative Versorgung in Duisburg e.V.“ sind ein Zusammenschluss unterschiedlichster Professionen (Palliativärzte, spezielle palliative Fachpflegekräfte, Apotheker, Physiotherapeuten, Psycho-Onkologen, Seelsorger, Ehrenamtliche usw.) mit langjähriger Berufserfahrung und spezieller Weiterbildung in der palliativen Versorgung.
Sie haben sich 2017 zusammengeschlossen, um Projekte im Bereich der palliativen Arbeit zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern. Bei den Patientenversorgungen wurden oftmals schwierige Situationen vorgefunden, z.B. fehlten schwer kranken Menschen finanzielle Mittel für Lebensmittel oder es fehlten Glühbirnen zur Beleuchtung oder die Nahrung für die Haustiere.
Zudem waren Angehörige häufig mit der neuen Lebenssituation überfordert und benötigten dringend Hilfe. Aus Kenntnis dieser Situation heraus wurde der Förderverein gegründet, um Menschen in diesen schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Durch effiziente Organisation und kurze Beschlusswege ist es möglich, Entscheidungen schnell zu treffen und umzusetzen. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden.

Hospiz Bethesda sucht Verstärkung  

Duisburg, 29. Juli 2018 - Im ambulanten Hospizdienst Bethesda e.V. sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unersetzbar. Der ambulante Hospizdienst Bethesda begleitet unheilbar erkrankte und sterbende Menschen dort, wo sie zu Hause sind. Dort unterstützt er auch deren Angehörige. Das kostenlose Angebot gilt für alle, unabhängig von Alter und Lebensumständen.
Das nächste "Vorbereitungs/Qualifizierungsseminar für die ehrenamtliche Mitarbeit in ambulanten Hospizdiensten" findet statt am Mittwoch, den 27. August 2018 von 18.00 bis 21.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße).

Für nähere Informationen steht Frau Gesa Branding unter Tel. 0203 6008-1820 mobil 01577-2363781 oder per Mail an die
g.branding@bethesda.de gerne zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.  Sie unterstützen die betroffenen Menschen auf vielfältige Weise im täglichen Tun, indem sie zum Beispiel mit den Patienten oder deren Angehörigen Gespräche führen, ihnen vorlesen oder mit ihnen ein Stück spazieren gehen.
Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter kann sein persönliches Engagement nach seinen Neigungen und Fähigkeiten ausrichten. Für Patienten, Angehörige und Besucher, die in diesen schweren Zeiten der Krankheit stark belastet sind, ist es hilfreich, auf Menschen im Hospizdienst zurückgreifen zu können.

Die Ehrenamtlichen helfen mit der jeweiligen Situation umzugehen, sie bieten Entlastung und spenden Trost. Das Qualifizierungsseminar richtet sich an Menschen, die sich näher mit dieser Thematik und sich selbst auseinandersetzen möchten. Denn Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen kann eine sinnvolle Aufgabe sein. In mehreren aufeinander aufbauenden Terminen werden unter anderem Themen wie die Geschichte der Hospizbewegung, die Entwicklung von Werten, die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende oder eigene Motivation sein.

 

Als Krebspatient auf Reisen – hilfreiche Tipps

Heidelberg/Duisburg 26. Juli 2018 - Ein Kurzurlaub in der Therapiepause – das hört sich für viele Betroffene verlockend an. Mal abschalten und die physischen und psychischen Belastungen der Erkrankung vorübergehend hinter sich lassen. Aber: Kann ich das als Krebspatient? Und worauf ist zu achten? Diese und weitere Fragen zum Thema „Reisen mit Krebs“ beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per E-Mail unter krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Kein Tabu
Grundsätzlich gilt: Auch als Krebspatient sind Urlaubsreisen möglich, wenn der Gesundheitszustand dies zulässt. Allerdings sollten diese frühzeitig und sorgfältig geplant werden. „Wir empfehlen Patienten und Angehörigen, vor einer Reise auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt zu sprechen – zur eigenen Sicherheit“, so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.  

Urlaub auch bei Krankschreibung?
Die Reise darf den Heilungsprozess nicht verzögern – das ist die arbeitsrechtliche Voraussetzung für Krebspatienten, um trotz Krankschreibung in den Urlaub fahren zu können. Berufstätige Betroffene sollten auf jeden Fall mit Arzt, Krankenkasse und Arbeitgeber Rücksprache halten. Auch der Kliniksozialdienst hilft bei Fragen weiter. Wer Krankengeld bekommt und ins Ausland reist, muss das vorab mit der Krankenkasse besprechen, um seinen Leistungsanspruch nicht zu gefährden.

Medikamentöse Versorgung

Der behandelnde Arzt weiß, welche Medikamente mitzunehmen sind, und kann viele weitere Fragen beantworten: Vertragen die Arzneimittel Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit? Gibt es vergleichbare Mittel, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann? Reichen die Vorräte auch noch für die ersten Tage nach der Rückkehr?
Wichtig außerdem: Die Beipackzettel nicht vergessen. Sie enthalten Angaben in international gültiger Form und können im Ernstfall hilfreich sein. Schmerzmittel nach dem Betäubungsmittelgesetz dürfen in kleinen Mengen in viele Länder mitgenommen werden – vorausgesetzt, der Arzt stellt eine Bescheinigung aus und das Gesundheitsamt hat diese beglaubigt (Infos auch unter https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen/_node.html). Für Krebspatienten ist der Schutz vor Infektionen wichtig, daher sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob der eigene Impfschutz ausreicht. Informationen bietet auch das Robert Koch-Institut unter www.rki.de

Auskunft der Krankenversicherung einholen
Vor einer Reise ins Ausland empfiehlt es sich, mit der Krankenversicherung zu klären, in welchen Ländern die deutsche Versicherung gilt, wo der Arzt die Vorauskasse fordert oder gar keine Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Informationen und Merkblätter bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung/Ausland unter
www.dvka.de. Bei Privatversicherten gilt ausschließlich der jeweilige Vertrag.
Zudem kann der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein. Sie tritt auch für Leistungen ein, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht abgedeckt sind, beispielsweise ein medizinisch notwendiger Rücktransport. Allerdings besteht in der Regel kein Versicherungsschutz, wenn die Erkrankung bei Reiseantritt bereits bekannt oder zu erwarten war. Krebspatienten sollten daher vorab mit dem Versicherer klären, ob und inwieweit Beschwerden im Zusammenhang mit der Krebserkrankung mitversichert sind. Der Versicherungsschutz bei Krebspatienten gilt meistens nur für andere unerwartet aufgetretene Krankheiten.

Der Europäische Notfallausweis – medizinische Informationen auf einen Blick
Das auffällig gelbe Dokument liefert im Ernstfall neben einem Lichtbild und persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Adresse des Inhabers, auch medizinisch relevante Informationen über Blutgruppe, Schutzimpfungen, chronische Erkrankungen, Name und Dosierung einzunehmender Medikamente sowie mögliche Allergien. Auch Angaben zu Personen, die im Notfall verständigt werden sollen, sind aufgeführt. Der Ausweis ist in neun Sprachen verfasst und beim Hausarzt, in Apotheken oder beim Bundesanzeiger Verlag erhältlich. Kostenpunkt: 3 bis 4 EUR.

Auf Nummer sicher – Bestätigung der Flugtauglichkeit

Auch bei Flugreisen können versicherungsrechtliche Schwierigkeiten auftreten. Kommt es etwa während einer Flugreise zu einem Zwischenfall, sind Krebspatienten schlimmstenfalls zur Zahlung von Folgekosten verpflichtet. Auf Haftpflicht- und Reisekrankenversicherung ist in diesem Fall nicht unbedingt Verlass. Denn war das Risiko aufgrund der Krebserkrankung vorher bekannt, springen viele Versicherungen nicht ein.
Wer sicher gehen möchte, kann sich vorab vom Arzt die Flugtauglichkeit bestätigen lassen. Dieses Attest muss selbst bezahlt werden und kostet zwischen 20 und 50 EUR. Ein international einheitliches Formular für die Bestätigung der Flugreisetauglichkeit kann man über das Reisebüro oder auf den Internetseiten der Fluggesellschaft beziehen. Der behandelnde Arzt muss dieses medizinische Informationsformular (MEDIF) vor dem Flug ausfüllen und an den flugmedizinischen Dienst weiterleiten.

Nicht besorgniserregend: Strahlenbelastung beim Fliegen
Übrigens, die Höhenstrahlung bei Flugreisen stellt für Krebspatienten kein relevantes zusätzliches Gesundheitsrisiko dar. Flugpassagiere sind zwar trotz der inzwischen für Fernreisen meistens gesenkten Flughöhen einer gewissen radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Für Gelegenheitsflieger, wie es auch die meisten Krebspatienten sind, kann diese jedoch als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden. So auch die Aussage des Bundesamtes für Strahlenschutz (www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/luft-boden/flug/flug.html).

 

Sana Kliniken Duisburg: 39 Absolventen schafften Pflegeexamen!

Duisburg, 25 Juli 2018 – Geschafft! Insgesamt 39 Absolventen haben im Juli das „Prüfungspaket“ aus schriftlicher, praktischer und mündlicher Prüfung im Anschluss an ihre dreijährige Ausbildung in den Sana Kliniken Duisburg erfolgreich absolviert. So strahlten zur Examensfeier 24 frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und 15 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen anlässlich Ihrer Examensfeier und Zeugnisübergabe in die Kamera.  

Die Sana Kliniken Duisburg sind mit über 1.700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsunternehmen in Duisburg. Damit verbunden ist das Interesse, den jungen Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern auch Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu bieten.  

In diesem Jahr werden 29 der Examensschülerinnen und -schüler in das Pflegeteam der Sana Kliniken Duisburg übernommen. Die jungen Pflegerinnen und Pfleger starten ihre Laufbahn in unterschiedlichen Fachbereichen der Wedau Kliniken und im Bertha Krankenhaus in Rheinhausen. Dazu gehören auch die  Kinderklinik, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Intensivbereiche sowie die Psychiatrie und Psychotherapie. Auch in den letzten Jahren konnten die Sana Kliniken Duisburg immer wieder einen großen Teil der Absolventen übernehmen.

Daumen hoch: 39 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflege und Kinderkrankenpflege haben  erfolgreich ihr Examen absolviert.

 

 Wie kämpfen Immunzellen gegen Viren?  

UDE/UK Essen: DFG fördert Forschung zu chronischen Infektionen
Essen/Duisburg, 24. Juli 2018 - Wie arbeiten Immunzellen bei der Bekämpfung von Virusinfektionen zusammen? Und was verändert sich, wenn diese chronisch sind?
Das untersuchen Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in den kommenden drei Jahren.
Ihr Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit mehr als 500.000 Euro gefördert.   Die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie, und Prof. Dr. Matthias Gunzer, Direktor des Instituts für experimentelle Immunologie und Bildgebung, arbeiten dafür eng zusammen.

Ihr Interesse gilt der chronischen Infektion mit dem Friend-Retrovirus, der Virusfamilie zu der auch HIv gehört. Regulatorische T-Zellen, sogenannte Tregs, haben beide Teams bereits erfolgreich gemeinsam untersucht.  
„Wir konnten zeigen, dass sich Tregs in der späten Phase der akuten Infektion stark vermehren. Sie verhindern, dass sich das Immunsystem vollständig aktiviert, indem sie die Antwort Killer T-Zellen unterdrücken“, so Prof. Dr. Ulf Dittmer. „Wir kennen also die zellulären Mechanismen, die zu einer chronischen Infektion führen, jetzt geht es uns um ihre Therapie.“  
Die Fehlfunktion von Killer T-Zellen hat verschiedene Ursachen. Die Wissenschaftler fokussieren sich bei ihrer Arbeit am Universitätsklinikum Essen besonders auf den CD74-MIF Signalweg.
„Dank der 2-Photonen Mikroskopie können wir am lebenden Objekt untersuchen, wie Tregs, Killer T-Zellen und Virus-infizierte miteinander reagieren“, so Prof. Dr. Matthias Gunzer. „Wir werden die ersten sein, die sich das Zusammenspiel live ansehen und dabei verstehen können, wie Immunzellen zusammenarbeiten, um Virusinfektionen zu kontrollieren. Außerdem erforschen wir, warum sie bei chronischen Infektionen die Viren eben nicht vollständig eliminieren.“  

Vergrößerte und gerenderte Oberflächendarstellung von regulatorischen (grün) und Killer T-Zellen (rot). - Foto UKE

 

UDE/UK Essen: Präventionsprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene nach einer Krebserkrankung

Wenn junge Menschen den Krebs besiegt haben, ist zwar das Gröbste überstanden. Aber wie geht es danach weiter? Wie sich ihre Lebensqualität verbessern lässt, ist Thema des Forschungsprojekts CARE for CAYA an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Das ganzheitliche Präventionsprogramm für 15 bis 39 Jahre alte Patienten nach überstandener Krebserkrankung (CAYAs) wird von Prof. Dr. Uta Dirksen am Universitätsklinikum Essen koordiniert.

 

Auch wenn der Tumor selbst besiegt ist, so gibt es doch eine Reihe möglicher körperlicher und psychischer Spätfolgen, auf die die CAYAs in diesem Programm vorbereitet werden. Prof. Dr. Uta Dirksen: „Sie sind jung und vital, möchten selbstständig und unabhängig werden. Wir besprechen mit ihnen Themen wie Ernährung und Bewegung, aber auch die Müdigkeits-Symptomatik oder den Wiedereinstieg in Schule oder Beruf. Außerdem können sie am Präventionsprogramm teilnehmen und werden bei Bedarf langfristig begleitet.“

 

Dies kommt gut an: „Wir hören immer wieder, dass die jungen Menschen durch das Programm ihre verloren geglaubten Kräfte wieder neu entdecken. Das gibt ihnen Mut und stärkt ihr Selbstbewusstsein“, so Prof. Dr. Uta Dirksen. Neben der Koordinatorin gehören zu dem CARE for CAYA-Team Ronja Beller und Dr. Miriam Götte für den Bereich Sport, Jasmin Papenberg für den Bereich Ernährung und Natalia Melhem für den Bereich Psychoonkologie.

 

Das Programm wird über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit 3.1 Millionen Euro finanziert und in 14 Zentren deutschlandweit gemeinsam aufgebaut. Ziel ist, die fachübergreifende und vernetzte Versorgung und damit die Langzeitprognose von jungen Krebsüberlebenden nachhaltig zu verbessern.

 

 

 

Gereizte Haut statt Sommerbräune
Was gegen Sonnenallergie hilft

Duisburg, 16. Juli 2018 - Die Sommermonate nutzen viele Menschen zum Baden – ob an Seen, in Freibädern oder am Meer. Doch längere Aufenthalte in der Sonne strapazieren die Haut. Wer sich nicht ausreichend schützt, hat dann mit Rötungen, Juckreiz, Bläschen und Co. zu kämpfen. Handelt es sich um eine Sonnenallergie oder einen Sonnenbrand? Was der Unterschied ist und was Sonnenanbeter für ihre Haut tun können, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. mehr

 

Kalmeda verspricht wirksame Hilfe bei Tinnitus

Duisburger Mediziner entwickelt mit seinem Start-up eine App gegen störende Ohrgeräusche    
Duisburg, 13. Juli 2018 - Tinnitus ist weit verbreitet: Schätzungsweise sind es fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland, die unter den störenden Ohrgeräuschen leiden. Etwa vier Millionen Menschen landauf, landab –  davon geschätzt rund 20.000 allein in Duisburg. Menschen, denen Existenzgründer Dr. Uso Walter, Tinnitus-Experte und Hals-Nasen-Ohren-Arzt mit eigener Praxis in Duisburg-Neudorf, helfen will. Nach „mynoise“, einer speziellen Soundtherapie zum download, die er bereits 2014 entwickelt hat, folgt jetzt die innovative Ergänzung „Kalmeda“.

Während die Sounddateien auf Patienten abzielt, die mit Störgeräuschen konstanter Frequenzen zu kämpfen haben, geht „Kalmeda“ weiter und bietet die weltweit erste komplette Tinnitustherapie einschließlich der wichtigen kognitiven Verhaltenstherapie als mobile App. Die Kalmeda Tinnitus-App hilft „maßgeschneidert“ bei chronischem Tinnitus – und zwar durch ein strukturiertes Übungsprogramm auf Basis einer „ressourcenorientierten kognitiven Verhaltenstherapie“. Die Therapie basiert auf neuesten Erkenntnissen über die Funktionsweise des Gehirns und richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten und Krankheitsverläufen. Dadurch ist sichergestellt, dass jeder Betroffenen genau die Hilfe erhält, die er benötigt.  

Mediziner Dr. Walter weiß: „Jeder Mensch ist anders. Was für den einen entspannend ist oder dessen Einstellungen dem Tinnitus gegenüber verändert, ist für andere vielleicht sogar stressend. Fakt ist: Je mehr der Betroffene lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten und je weniger er den Tinnitus in den Mittelpunkt seiner Gedanken und seines Handelns stellt, desto besser wird es ihm gehen. Das Kalmeda-Übungsprogramm hilft ihm daher mit den Methoden einer Verhaltenstherapie, schädliche Einstellungen zu erkennen und durch hilfreiche zu ersetzen.  
Die Verhaltenstherapie soll die Einstellung des Patienten zu den von ihm wahrgenommenen Ohrgeräuschen verändern. Sie gilt als der wirksamste Bestandteil jeder Tinnitus-Therapie. Ferner erhält der Patient systematische Entspannungshilfen. Auch diese reduzieren den Stress und wirken sich positiv auf den Tinnitus aus.
Drittes Element der App ist der „Sound“: Verschiedene Hintergrund- und Naturgeräusche helfen, die Wahrnehmung des Tinnitus zu reduzieren und besser zur Ruhe zu kommen. Last, but not least, ergänzt eine Wissensbibliothek die Kalmeda-App. Sie vermittelt das notwendige Hintergrundwissen und ermöglicht den direkten Kontakt zum Arzt. Das Alleinstellungsmerkmal der von Dr. Walter gemeinsam mit Psychologen entwickelten App liegt in der permanenten Verfügbarkeit; wann immer der Patient die Hilfestellung benötigt, kann er sie abrufen, da heute nahezu jeder mit einem Smartphone unterwegs ist. „Das hat man immer zur Hand und kann so die Therapiemaßnahmen wesentlich einfacher in den Alltag integrieren und seine Ziele schneller erreichen. Darüber hinaus ist die Kalmeda Tinnitus-App als Medizinprodukt zugelassen. Dass wir uns dabei an höchste Datenschutzstandards halten, ist klar“, betont Dr. Walter.  

Die Kalmeda-App zielt ab auf Patienten mit chronischem Tinnitus und mittlerem bis schwerem Leidensdruck. Während der Einführungsteil der App kostenlos ist, wird für die mehrmonatige kognitive Verhaltenstherapie eine monatliche Gebühr fällt. „Ziel ist es, die Behandlung langfristig in die Regelversorgung zu integrieren“, erläutert Christof Schifferings, ebenfalls Geschäftsführer der mynoise GmbH.
Mit der „BIG direkt gesund“ ist daher von Anfang an auch eine gesetzliche Krankenkasse mit an Bord, deren Feedback zu Inhalten und Anwenderfreundlichkeit in die Planungen eingeflossen ist.  

Auch volkswirtschaftlich gesehen entstehen durch chronischen Tinnitus immense Kosten. Auf mehrere Milliarden Euro schätzen Experten den Schaden – resultierend aus Krankschreibungen, Reha-Maßnahmen, Berufsunfähigkeiten und psychologischen Behandlungen. „Seit Jahren steigt die Anzahl von Krankschreibungen wegen psychischer Probleme und wir sehen vor allem in neuen, innovativen Therapiekonzepten wie ‚Kalmeda‘ eine große Chance, die bestehenden Versorgungslücken zu schließen“, betont Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund.

„Wir befinden uns daher gemeinsam mit mynoise und einem großen Facharztnetz in NRW in Verhandlungen, um die neue App auch als Bestandteil eines integrativen Versorgungsangebots umzusetzen“, so Kaetsch weiter.  
Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) begleitet Dr. Walter „in seiner Eigenschaft als Existenzgründer“ seit rund vier Jahren. Dieser nutzte das von der GFW Duisburg gemeinsam mit der Business Angels Agentur Ruhr (BAAR) angebotene Pitch-Format „BAARSuccess am Montag“, bei dem sich Gründer mit der Präsentation ihrer Geschäftsidee um Kapitalgeber bemühen.
„Da die GFW Duisburg die Digitalisierung als einen branchenübergreifenden Boom wertet, begleitet sie fokussiert Existenzgründungen im technologieorientierten Bereich. Es ist gut, mit Dr. Walter einen Vorreiter des ‚Connected Healthcare‘ am Standort zu haben, da die vernetzte Medizintechnik sukzessive an Bedeutung gewinnt“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  

Andrée Schäfer, Existenzgründungsberater der GFW Duisburg, arbeitet operativ mit Akteuren wie Dr. Walter zusammen und weiß: „Solche Gründungen sind zunächst ziemlich kapitalintensiv. Daher ist es wichtig, dass es auch in Deutschland immer mehr Business-Angel und andere Kapitalgeber gibt, die bereits in der Frühphase einer Gründung strategisch investieren. Förderprogramme wie der Innovationsgutschein erlauben dank einer Zuschussförderung von 25.000 Euro, Produkte mit wissenschaftlicher Förderung bis zur Marktreife zu entwickeln. Hierdurch ist schon so manch erfolgreiche Markteinführung erst möglich geworden. In solchen Fällen helfe ich gerne bei der Antragstellung, die dann für die Unternehmen weniger komplex und zeitintensiv ausfällt.“  

Gemeinsam für „Kalmeda“ – die Akteure von mynoise, GFW Duisburg und BIG direkt gesund (v.l.n.r.: Dr. Stefan Pennig/mynoise GmbH, Jörg Spiethoff/ BIG direkt gesund, Ralf Meurer und Andrée Schäfer/GFW Duisburg mbH, Dr. Uso Walter/mynoise GmbH, Peter Kaetsch/BIG direkt gesund und Christof Schifferings/mynoise GmbH; Urheberin: Jacqueline Wardeski, Nutzungsrechte: mynoise GmbH)

 

Weitere Informationen zu Kalmeda sind abrufbar unter: www.kalmeda.de  

 https://vimeo.com/253929056

 

 

Kontinenz bei Mastdarmkrebs erhalten

„Wir wollten uns damit nicht abfinden“

Duisburg, 11. Juli 2018 - Als Werner F. dem Rat seiner Frau folgt und zur Darmspiegelung geht, rechnet er noch nicht mit den weitläufigen Konsequenzen, die sich aus der Vorsorgeuntersuchung ergeben würden. Der Arzt entdeckte einen großen Polypen im Mastdarm unmittelbar am Schließmuskel– und plötzlich stand im Raum, dass Werner F. dauerhaft einen künstlichen Darmausgang benötigen würde. In der chirurgischen Abteilung der Helios St. Johannes Klinik konnten die Mediziner das jedoch verhindern.  

 

Warum die Darmspiegelung zu den wichtigen Vorsorgeuntersuchungen gehört, wird am Fall von Werner F. besonders deutlich. Bei ihm entdeckte man bei der Präventionsmaßnahme einen Polypen im Mastdarm, in direkter Nähe zum Schließmuskel gelegen. Als dieser entfernt und untersucht wurde, fanden sich bösartigen Krebszellen. Noch ehe Werner F. es recht verarbeiten konnte war klar, dass eine Operation die Behandlungsmethode der Wahl sein würde, bevor sich der Krebs im Körper ausbreitet.

 

Doch welche Folgen dieser Eingriff haben könnte, war für Werner F. und seine Frau Roswitha nicht nachvollziehbar: „Es hieß, dass der Mastdarm mitsamt Schließmuskel und den umgebenden Lymphknoten entfernt werden müsste“, sagt Werner F. Tatsächlich entspricht eine derartige onkologische Operation den derzeit üblichen Therapieempfehlungen, um das „Weiterwandern“ einzelner Krebszellen und damit auch deren Metastasierung zu beurteilen.
Bei derart frühen Tumorstadien wie im Fall von Werner F. finden sich in der nachträglichen feingeweblichen Untersuchung aber nur bei rund 20 Prozent der Fälle überhaupt noch Tumorzellen am Ort der Entfernung oder in den zugehörigen Lymphknoten. „Damit geht die gute Nachricht der 80%-igen Tumorheilung für die Betroffenen mit der Info einher, dass sie einen dauerhaften künstlichen Darmausgang nutzen müssen, weil der Schließmuskel unwiederbringlich entfernt wird“, sagt Dr. Norbert Hennes, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie an der Helios St. Johannes Klinik. 

 

Werner F. stand scheinbar vor einem ausweglosen Dilemma. „Man gab mir das Gefühl, ich hätte nur die Wahl zwischen zwei Optionen: Für den Rest meines Lebens ein Stoma tragen oder eine potentielle Zeitbombe in meinem Körper lassen“, beschreibt er seine Lage rückblickend. Doch seine Frau Roswitha wollte sich mit diesen beiden Alternativen nicht zufrieden geben und recherchierte im Internet nach anderen Möglichkeiten. Dabei stieß sie zufällig auf eine Vortragsveranstaltung von Dr. Hennes (Foto Helios), bei der er sich dem Thema Mastdarmkrebs widmete und über eine neue OP-Technik sprach, die es unter bestimmten Umständen möglich macht, den Schließmuskel zu erhalten.
„Also haben wir mit Herrn Dr. Hennes Kontakt aufgenommen, er hat uns ausführlich beraten. Und so haben wir uns letztlich für einen Eingriff mit dieser neuen Technik entschieden“, berichtet Roswitha F.

Gemeint ist die sogenannte Transanale totale mesorektale Exzision, kurz TaTME. Hinter diesem kompliziert klingenden Namen verbirgt sich ein Eingriff, bei dem technisch und personell aus dem Vollen geschöpft wird: Zwei Operations-Teams sind dabei parallel im Einsatz, um mit modernster Videotechnik und optischen Vergrößerungsinstrumenten selbst tiefliegende Darmtumoren zu entfernen und den Schließmuskel zu erhalten. Um dieses Verfahren überhaupt anwenden zu können, bedarf es intensiver Schulungen. Ein Team der Helios Klinik absolvierte im vergangenen Jahr in Berlin eine entsprechende Fortbildung. „Wir wenden dieses Verfahren seit 2017 in Duisburg an.


Helios-Grafik

 

Es zwar nur in bestimmten Fällen mit Mastdarmkrebs vorbehalten, aber bei allen Patienten konnten wir die sonst erforderliche Entfernung des Schließmuskels vermeiden. Dies ist gerade bei jüngeren Patienten von erheblicher Bedeutung für die Lebensqualität“, erläutert Dr. Hennes. Auch wenn das Verfahren in der Mastdarmchirurgie nur einen kleinen Anteil nimmt: Dem Chefarzt war es wichtig, das Leistungsspektrum seiner Klinik schon früh um diese OP-Art zu ergänzen, um das gesamte Spektrum der Möglichkeiten bei der Behandlung von Mastdarmtumoren anbieten zu können. Zum Glück für Werner F.

Auch dafür, dass seine Frau nicht locker gelassen und für ihn recherchiert hat, ist Werner F. mehr als dankbar. Roswitha hingegen ist mindestens genauso glücklich, dass ihr Mann seine Kontinenz behalten konnte und somit kaum Einschnitte in die Lebensqualität erleiden musste.  „Wenn ich daran denke, dass nicht alle die Möglichkeit haben, sich so gut zu informieren und die Alternative nicht kennen, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken“, sagt sie. Sie rät den Betroffenen, sich immer eine zweite Meinung einzuholen. Und regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen.

 

UDE/UK Essen: Mit neuen Antikörpern

So bleibt das Immunsystem wach

 

Duisburg, 06. Juli 2018 - Total übermüdet: Chronische Virenerkrankungen können bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems entkräften, so dass weitere Infektionen tödlich enden können. Mit neuen Antikörpern lässt sich die körpereigene Abwehr allerdings wieder auf Trab bringen. Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausgefunden. Sie berichten darüber in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications".

 

Die neuen Antikörper binden an den Rezeptor CEACAM1, der die Immunreaktion im Körper reguliert. „Er ist Voraussetzung dafür, dass sich ein ausreichendes Signal zwischen den Immunzellen aufbaut, so dass die Virusinfektion bekämpft werden kann", erläutert Prof. Dr. Karl S. Lang vom Institut für Immunologie am Universitätsklinikum Essen, der die Untersuchung gemeinsam mit Dr. Vishal Khairnar und PD Dr. Bernhard B. Singer vom Institut für Anatomie durchführte.

 

Fehlt CEACAM1, können die Immunzellen die Virusinfektionen nicht erkennen und infizierte Zellen auflösen. Genau hier setzen die neu entwickelten „funktionalen Antikörper“ an: Sie binden besonders effektiv an CEACAM1. Dr. Singer: „Sie sorgen dafür, dass die Immunzellen länger aktiv sind. Dies bestätigten auch erste Tests mit humanisierten Antikörpern.“ Fazit des CEACAM-Experten: „Mit ihnen bleibt das Immunsystem länger wach und am Leben.“

 

Auf der Basis der neuen Erkenntnisse sollen nun neue Therapieverfahren entwickelt werden basierend auf drei neuen, bereits zum Patent angemeldeten Antikörpern. Was jetzt noch fehlt, ist die Marktreife. Dr. Singer betont: „Es hängt von der Pharmaindustrie ab, wie schnell die Antikörper therapeutisch eingesetzt werden können. Wir liefern die Grundlagenforschung, das Ausgangsmaterial und zahlreiche Testsysteme – die Weiterentwicklung muss jedoch industriell vorangetrieben werden.“

 

 

Helios: Zwei Duisburger Chefärzte wieder auf Liste der Top-Mediziner Deutschlands

Duisburg, 06. Juli 2018 - Das Helios Klinikum Duisburg ist auch in diesem Jahr wieder mit zwei Chefärzten in der Liste der Top-Mediziner des Verbrauchermagazins Guter Rat vertreten: Prof. Dr. Frank vom Dorp (links), Chefarzt der Urologie, zählt demnach in der Rubrik Blasen-, Nieren und Prostataleiden zu den besten Ärzten Deutschlands, genauso wie Dr. Thomas Zeile, Chefarzt der Geriatrie, im Bereich Geriatrie und Altersmedizin. Für beide Mediziner ist es die dritte Auszeichnung in Folge, ihre Fachabteilungen sind in der Helios Marien Klinik in Hochfeld angesiedelt.

Die unabhängige Zeitschrift Guter Rat sucht Jahr für Jahr nach ausgewiesenen Experten und fragt dazu ärztliche Kollegen verschiedener Fachbereiche, wo sie sich selbst oder ihre Familie behandeln lassen würden. So entsteht eine Liste mit rund 500 Spezialisten für die verschiedenen Krankheitsbilder von Kopf bis Fuß aus dem ganzen Bundesgebiet.

In die Bewertung fließen neben der Behandlungsqualität auch die Wartezeiten für einen Sprechstundentermin, die Komplikationsraten, die Nachsorge sowie die Kostenübernahmen für gesetzlich Versicherte mit ein. Die Befragung berücksichtigt ebenfalls, ob der empfohlene Mediziner die überwiesenen Patienten selbst behandelt oder vorwiegend Assistenzärzte beauftragt und ob er ausschließlich privat Versicherte oder auch gesetzlich-versicherte Patienten versorgt.

 

KV Nordrhein gibt nützliche Tipps und Hinweise für unterwegs

Düsseldorf/Duisburg, 04. Juli 2018 – In zwei Wochen beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Für Klein und Groß steht dann in vielen Fällen der ersehnte Urlaub an. Mit im Reisegepäck sollte auf jeden Fall die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) sein. Denn durch den Zusatz „Europäische Krankenversicherungskarte“ auf der Rückseite der eGK erhalten gesetzlich Versicherte aus Deutschland in den meisten Ländern der Europäischen Union einen medizinischen Basisschutz. Für den Fall der Fälle sollten sich die Versicherten bei ihrer jeweiligen Krankenkasse über den genauen Leistungsumfang im Reiseland informieren.

 

Medikamente und Impfschutz rechtzeitig checken

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte rechtzeitig für den notwendigen Vorrat sorgen. Als Faustregel gilt dabei: Für einen Auslandsaufenthalt, der nicht länger als drei Monate dauert, sind Verordnungen auf Kassenrezept grundsätzlich in Ordnung. Halten sich gesetzlich Versicherte deutlich länger im Ausland auf, ruht in den meisten Fällen der Anspruch auf Leistungen der heimischen Krankenkasse. Verordnungen für beispielsweise ein halbes Jahr oder länger dürfen Vertragsärzte nicht ausstellen – auch nicht mit dem Zusatz „Urlaubsbedarf“.

 

Ebenso sollten sich Reisende vor ihrem Urlaub – insbesondere in exotische Länder – von Ihrem Arzt medizinisch beraten lassen. Ein ausreichender Impfschutz gegen Diphtherie oder Hepatitis ist nicht nur in tropischen oder subtropischen Breitengraden wichtig. Auch in Deutschland sollten sich vor allem Wanderurlauber rechtzeitig gegen die von Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) schützen.


Kinder- und Jugendärzte geben Gesundheitstipps für Kinder bei Hitze

Juli 2018 - Neben älteren Menschen leiden auch Kinder besonders unter großer
Hitze. „In den letzten Tagen haben wir in unseren Praxen viele Kinder behandelt,
die hitzebedingt Schwächeanfälle erlitten haben", so Dr. Josef Kahl, Pressesprecher des BVKJ. „Um vorzubeugen empfehlen wir Kinder- und Jugendärzte Eltern,
bei ihren Kindern auf folgende Verhaltensregeln bei Temperaturen von über 25° Celsius zu achten:

1. Anstrengende körperliche Aktivitäten draußen nur morgens vor 11 und
nachmittags ab 16.30 Uhr
2. Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren nie in die direkte Sonne:
Nur im Schatten aufhalten. Auch dort gilt: Kopfbedeckung ist Pflicht!
Auch im Planschbecken!
3. Die Trinkmenge muss bei Temperaturen von 30° und höher verdoppelt bis verdreifacht werden. Geeignete Getränke sind Wasser, ungesüßter Früchtetee, Apfelschorle
4. Nur leichte fettarme Kost, keine schweren Mahlzeiten. Geeignet sind Salate, fettarme Joghurts, Quarkspeise. Viele Kinder haben bei Hitze keinen Appetit.
Zwingen Sie sie nicht zum Essen.
5. Eis in Maßen ist erlaubt, Wassereis oder gefrorene Natursäfte sind besser als
stark zuckerhaltige Milcheissorten
6. Konsequenter Sonnenschutz durch entsprechende UV-Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von über 20, auch bei bedecktem Himmel.
Darauf achten, dass insbesondere die "Sonnenterrassen" gründlich eingecremt
werden: Nase, Ohren, Füße, Schultern
7. Bei Gewitter kein Aufenthalt im Freien und ebenfalls nicht im Wasser
8. Babys nie im Auto lassen!
9. Bei Sonnenbrand: Kind sofort aus der Sonne herausnehmen. Kühle Umschläge, lauwarme Duschen und entzündungshemmende Gels lindern die Beschwerden. Bei schwerem Sonnenbrand mit starker Spannung der Haut, Blasenbildung oder Fieber sollten Eltern  das Kind dem Kinder- und Jugendarzt vorstellen.

 

 

Freie Ärzteschaft Nordrhein: Weg mit den Budgets

Duisburg, 27.06.2018 – Der Landesverband Nordrhein der Freien Ärzteschaft (FÄ) fordert Politik und gesetzliche Krankenkassen auf, sämtliche Budgets für niedergelassene Ärzte aufzuheben. "Alle von uns Ärzten notwendigen erbrachten Leistungen müssen ohne Kürzung bezahlt werden", sagte die Landesvorsitzende und Ärztliche Psychotherapeutin und Fachärztin für Nervenheilkunde, Christa Bartels, am Mittwoch in Düren. Zudem seien die Honorare auf ein betriebswirtschaftlich ausreichendes Niveau anzuheben.

Anlass der erneuten Forderungen sind Anregungen seitens der Krankenkassen, den Sprechstundenumfang niedergelassener Ärzte für gesetzlich Versicherte von derzeit 20 auf 25 Pflichtstunden pro Woche anzuheben. "Die Kassen sollten erst einmal die Leistungen bezahlen, die notwendigerweise erbracht werden, bevor sie weitere und neue Leistungen zum selben Preis fordern", sagt Bartels. Bisher ist vorgeschrieben, dass ein Vertragsarzt mindestens 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte in der Praxis bereitsteht. "Tatsache ist jedoch, dass Vertragsärzte im Durchschnitt zwischen 50 und 60 Stunden in der Woche arbeiten, oft sogar noch länger."

In dieser Zeit ist laut FÄ auch die Bürokratie enthalten, "die gerade wegen Forderungen der Krankenkassen und des Gesetzgebers immer überbordender wird und die letztendlich keinen Nutzen für die Patienten bringt." Zugegeben: Darin enthalten ist auch die Zeit, die für Privatpatienten verwendet wird.
"Bei durchschnittlich 10 Prozent privat versicherten Bürgern in Deutschland sind das sicherlich weit weniger als zehn Stunden. Aber auch diese Patienten haben ein Recht auf eine optimale Behandlung gemäß BGB", sagt Bartels weiter. In der Arbeitszeit nicht enthalten ist jene Zeit, die jeder Arzt für Pflicht- und freiwillige Fortbildung aufwendet.

Die FÄ-Landesvorsitzende betont: "Wenn man weiterhin bedenkt, dass die Urlaubszeiten freiberuflicher Ärzte in der Regel kürzer sind als die sechs Wochen Tarifurlaub eines Angestellten, und dass Selbstständige auch weniger krankheitsbedingte Fehltage aufweisen, kann man die Anregung des GKV-Spitzenverbandes nicht ernst nehmen."

Die ambulante GKV-Medizin in Deutschland leide nicht unter einem Leistungsunwillen seiner Ärzte, sondern an einem Unwillen der Krankenkassen, erbrachte und notwendige Leistungen ohne Wenn und Aber zu bezahlen. "Jegliche Budgets", so Bartels, "sind leistungsfeindlich, sie führen langfristig zu Demotivation und innerer Kündigung von uns Ärzten."
Hinzu komme der Ärztemangel in der ambulanten Versorgung - durch die Überalterung der Vertragsärzteschaft, die ungenügende Zahl nachrückender Ärztinnen und Ärzte - und die durch politische Fehlentscheidungen immer weiter abnehmende Attraktivität des Arztberufes. Ein konsequentes Umsteuern in der Gesundheitspolitik sei dringend erforderlich.
Bartels: "Wenn nicht rasch und durchgreifend gehandelt wird, befürchten wir als FÄ, dass das deutsche Gesundheitssystem in wenigen Jahren schrottreif und unreparierbar an die Wand gefahren ist."
Über die Freie Ärzteschaft e.V. Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt.

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 2. Juli 2018 um 18 Uhr. Ärzte der Geburtshilfe erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung. Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Schulungszentrum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.  

 

Prof. Dr. Stephan Petrasch auf FOCUS-Ärzteliste

Duisburg, 25.06.2018 – Die renommierte FOCUS-Ärzteliste hat wiederholt Prof. Dr. Petrasch, Chefarzt der Hämatologie und Onkologie der Sana Kliniken Duisburg, unter die besten Onkologen für Tumore des Verdauungstraktes Deutschlands gewählt. In der FOCUS-Ärzteliste 2018 hat das Nachrichtenmagazin erneut die Namen von Top-Spezialisten aus ganz Deutschland veröffentlicht. In Duisburg ist Prof. Petrasch der einzige Nominierte dieses medizinischen Schwerpunktes. Berücksichtigt wurden neben der Qualität in der Diagnostik und Therapie vor allem die Expertise bei Tumoren des Verdauungstraktes. Die FOCUS-Ärzteliste gilt als wichtiger Wegweiser für Patienten.

 

Für die Aufnahme in die FOCUS-Ärzteliste 2018 mussten die betreffenden Mediziner häufig von Fachkollegen empfohlen werden. Weitere Daten wurden in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Fachgesellschaften, Patientenverbänden, regionalen Selbsthilfegruppen und Fachkongressen durch entsprechende Befragungen erhoben. Auch Patientenäußerungen zu Ärzten und Kliniken in Internet-Foren und die Anzahl fachwissenschaftlicher Publikationen trugen zur Bewertung bei.

 

 

Sana Kliniken Duisburg: Ausgezeichnet für Kinder

Kinderkliniken auf dem Prüfstand
Duisburg, 21.06.2018 – Kranke Kinder gehören in gute Kinderkliniken. Das wissen betroffene Eltern seit langem. Ihr Wunsch ist die bestmögliche Versorgung ihres Kindes. Kinder sind keine Erwachsenen und ihre Versorgung muss daher völlig anderen Ansprüchen gerecht werden.
Unter der Federführung der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland können Kinderkliniken sich seit 2010 einer Überprüfung stellen und das Zertifikat „Ausgezeichnet für Kinder“ erhalten. Bereits zum fünften Mal in Folge konnte die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Duisburg diese Auszeichnung nun in Empfang nehmen. Auch in diesem Jahr waren die Prüfkriterien im Vergleich zu den vorherigen Zertifikaten verschärft worden. Dabei steht die stetige Verbesserung einer kindgerechten Versorgung im Krankenhaus im Mittelpunkt der Überprüfung.
Daher beziehen sich die relevanten Qualitätskriterien auf personelle und fachliche Anforderungen der Klinik, Anforderungen an Organisation, räumliche Einrichtung und technische Ausstattung.
„Die Kriterien wurden in den letzten Jahren jeweils gegenüber der vorigen Bewertung verschärft und wurden nicht nur abgefragt, sondern mit der Umsetzung im Klinikalltag abgeglichen“, so Chefarzt Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum.

„Wir begrüßen dies ausdrücklich, damit die Zielsetzung dieser Zertifizierung auch erreicht wird.“ So wurden als Voraussetzung eine kontinuierliche kinderärztliche bzw. kinderchirurgische Besetzung sowie die ausschließliche Betreuung der kleinen Patienten durch Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger gefordert. Für die Intensivversorgung gilt eine besondere Anforderung im Hinblick auf Anzahl und Qualifikation des Pflegepersonals. Zudem wurde die Präsenz eines psychosozialen Dienstes mit Psychologen, Sozialpädagogen, Erzieherinnen, Physio- und Ergotherapeuten abgeprüft. Neu sind Strukturen der Notfallversorgung.


Ebenso wichtig für eine kindgerechte Versorgung ist die Möglichkeit zur kostenfreien Mitaufnahme der Eltern, damit insbesondere kleine Kinder nicht alleine im Krankenhaus bleiben müssen. „Bei uns erhalten Eltern von Kindern bei ärztlicher Empfehlung kostenfreie Unterkunft und Verpflegung“, erklärt Rosenbaum. Eine vertraute Person an der Seite der Kinder sei für den Genesungsprozess oftmals sehr wichtig.
Aber auch die Ausstattung und Sicherheit standen ebenso wie das Angebot an Spiel- und Freizeitmöglichkeiten auf dem Prüfstand. So werden die Kinder und Jugendlichen in einer an ihre Bedürfnisse ausgerichteten Ambulanz der Kinder.- und Jugendmedizin untersucht und behandelt. In allen Stationen sorgen Spiel- und Beschäftigungszimmer sowie ein Zimmer für Jugendliche und ein Familienzimmer für Ablenkung vom Klinikalltag. Die beiden Clowninnen Bims und Mine besuchen regelmäßig die Kinder und sorgen für Abwechslung und Heiterkeit während des Aufenthaltes. Das Projekt „Humor hilft heilen“ ist bereits seit Jahren fester Bestandteil des kindgerechten Behandlungskonzeptes.


Unter www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de können Eltern selbst prüfen, welche Klinik die Qualitätskriterien der pädiatrischen Fachgesellschaften erfüllt. Das nun vierte Zertifikat in Folge für die Sana Kliniken Duisburg „Ausgezeichnet für Kinder“ ist bis Ende 2019 gültig.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in den Sana Kliniken Duisburg verfügt über 76 stationäre Betten und versorgt jährlich 3.500 stationäre und 17.000 ambulante Patienten vom Geburtsalter bis zum 18. Lebensjahr aus der Region. Die Klinik verfügt über ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe für Früh- und Frühestgeborene und bietet unter anderem die Schwerpunkte Neonatologie, Neuropädiatrie, Pädiatrische Intensivmedizin, Endokrinologie, Diabetologie, Kindergastroenterologie sowie Hämatologie und Onkologie an.

 

Zukunft der pädiatrischen Versorgung in Deutschland gefährdet

BVKJ fordert von Gesundheitsministern der Länder: "In Düsseldorf jetzt die Weichen für morgen stellen!" 

Düsseldorf/Duisburg, 19. Juni 2018 - Eltern, die keinen Kinder- und Jugendarzt mehr für ihr Kind finden oder die monatelang auf einen Untersuchungstermin warten müssen - längst keine Seltenheit mehr auf dem Land und auch in Städten. In Deutschland herrscht inzwischen deutlich spürbar ein Kinder- und Jugendärztemangel. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) appelliert daher an die Gesundheitsminister der Länder, endlich die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Wenn sich ab morgen in Düsseldorf die Gesundheitsminister der Länder in Düsseldorf treffen, muss das Thema "Kinder- und Jugendärztemangel" ganz oben auf die Agenda! Viel zu lange hat die Politik untätig zugeschaut, wie immer weniger Kinder- und Jugendärzte immer mehr Kinder und Jugendliche versorgen.

Die Fakten: Wir haben erfreulicherweise seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg der Geburtenrate. Allein 2016 wurden 776.883 Kinder in Deutschland geboren, 18,7 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Vor allem in den großen Städten steigen die Geburtenraten stark. Krankheiten, die früher in der Kinderklinik behandelt wurden, werden heute ambulant behandelt. Wir versorgen immer mehr chronisch kranke Kinder und Jugendliche und eine wachsende Zahl von Patienten mit sozial bedingten Entwicklungsstörungen.
Auch das System der Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen wird immer umfangreicher. Die Zahl der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte hat mit diesen Entwicklungen nicht Schritt gehalten - ein Fehler der starren Bedarfsplanung. Wir haben also zu wenig Kinder- und Jugendärzte. Unser Berufsstand ist zudem überaltert: Derzeit verabschiedet sich ein großer Teil unserer Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand und in den nächsten fünf Jahren werden noch einmal ein Viertel aller Kinder- und Jugendärzte in Rente gehen. Wo sich überhaupt noch Nachfolger finden, sind diese nicht mehr bereit, 60 Wochenstunden und mehr zu arbeiten.

Wie die Politik die Pädiatrie zukunftsfest machen kann

Wir brauchen eine neue, bessere und flexiblere Bedarfsplanung. Kinder- und Jugendarztpraxen müssen dort sein, wo Eltern sie brauchen, vor allem in den dicht besiedelten Großstadtvierteln oder auch auf dem Land. Wo es zu wenige Kassensitze gibt, müssen mit neuen Budgets neue Sitze geschaffen werden!

Wir brauchen eine Aufhebung der starren Budgetgrenzen. Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, mehr zu arbeiten, müssen dafür auch entsprechende Honorare bekommen! Wir brauchen außerdem auch mehr Freiheit, Ärzte in unseren Praxen anstellen zu können, und die Mehrarbeit durch mehr neue Vorsorgen und Impfungen muss ebenfalls entsprechend vergütet werden.

Im Studium: Wir brauchen deutlich mehr Ausbildung in Pädiatrie. Kinder- und Jugendheilkunde als Teil der Primary Care muss genau wie Allgemeinmedizin zu vertiefender Teil im „Masterplan Medizinstudium 2020“werden.

In der Weiterbildung: Wir brauchen auch wie bei den Allgemeinärzten die finanzielle Förderung der Weiterbildung in den ambulanten Kinder- und Jugendarztpraxen. Hierzu hat der BVKJ ein Forderungspapier an die Politik erstellt und den verantwortlichen Politikern bereits übersendet.

Wir bitten die Gesundheitsminister dringend: Nutzen Sie Ihre Konferenz in Düsseldorf, um die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Zukunft zu sichern, denn unsere Kinder und Jugendlichen warten nicht mit dem Aufwachsen und wir Kinder- und Jugendärzte arbeiten heute schon am Limit."

Helios Marien Klinik lädt zum Sommerfest ein

Anja Lerch auf der Bühne 

Duisburg, 18. Juni 2018 - Tolle Bands, kühle Getränke, jede Menge Eis und spannende Aktionen für Groß und Klein – am Freitag, 22. Juni 2018 veranstaltet die Helios Marien Klinik in Hochfeld ein Sommerfest mit vielen Highlights. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr können Nachbarn, Patienten und Besucher die zahlreichen Aktivitäten im Altbau und auf dem Parkplatz hinter der Klinik entdecken.

Kinder und Erwachsene dürfen etwa ihre Fähigkeiten beim Bullenreiten unter Beweis stellen, eine Hüpfburg steht für die kleinen Gäste bereit. Auf der Eventbühne sorgen Anja Lerch mit ihrem Mitsing-Programm, Die Goldenen Reiter und das Marc Summer Duo für die richtige musikalische Begleitung.

Bei dem Anlass präsentieren sich aber auch die einzelnen Fachbereiche der Klinik mit vielen Aktionen zum Informieren, Mitmachen und Ausprobieren. Medizinische Experten bieten darüber hinaus kleine Gesundheits-Check Ups. Wer möchte, kann die seltene Chance nutzen und sich auf eine Tour durch den Operations-Trakt der Klinik begeben, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Selbsthilfegruppen und Vereine, wie KiK – Kind im Krankenhaus oder die Rettungshundestaffel Bergisches Land, stellen ebenfalls ihre Angebote für Patienten und Interessierte vor. Für das leibliche Wohl zur Stärkung ist auch gesorgt: An verschiedenen Ständen gibt es Leckereien vom Grill, Eis und erfrischende Getränke.

 

Der Zugang zum Fest gelingt über die Wanheimer Straße oder die Grunewaldstraße, Parken ist auf dem Parkplatz der Klinik mit Zufahrt über die Grunewaldstraße möglich.

Laufcheck für den Rhein City Run
BG Klinikum Duisburg unterstützt Teilnehmer des Halbmarathons

Duisburg, 15. Juni 2018 -Wie bereitet man sich auf einen Halbmarathon optimal vor? Welche Lauftechnik ist für die 21,097 Kilometer am besten geeignet? Wie kann man Verletzungen beim Training verhindern? Um diese und viele andere Fragen geht es am 20. Juni 2018 beim Kick-Off-Meeting „Fit for Düsseldorf<>Duisburg“ im BG Klinikum Duisburg.
Alle 50 Plätze sind bereits an Teilnehmer des 3. VIACTIV Rhein City Run vergeben. Dieser führt am 14. Oktober 2018 von der Landeshauptstadt bis zum Steinhof in Duisburg-Huckingen. „Egal ob erfahrener Läufer oder Anfänger – ein Halbmarathon ist eine echte Herausforderung und benötigt eine gute Vorbereitung“, erklärt der Sportwissenschaftler Arthur Praetorius aus dem Bewegungslabor Athletikum Rhein Ruhr der Unfallklinik. Ein wichtiger Baustein dabei werde das Vorbereitungsevent im Athletikum Rhein Ruhr sein.

Lauf-Analyse live
Auf dem Programm steht am 20. Juni 2018 ab 18 Uhr zunächst der spannende Praxisvortrag „Prepare to Run – Verletzungsprävention & optimale Laufvorbereitung“ von Praetorius. Anschließend wird der Sportwissenschaftler mit den angemeldeten Läuferinnen und Läufern auch eine Lauf-Analyse live durchführen. „Wir wollen mithilfe modernster Technik zeigen, worauf es bei der Lauftechnik für einen Halbmarathon ankommt“, sagt Praetorius. Es gehe aber auch darum zu zeigen, was man besser machen kann und handfeste Ratschläge für das individuelle Training zum Rhein City Run zu geben.

Lauftechnikanalyse legt Bewegungseinschränkungen offen
Das Kick-Off-Meeting ist jedoch nur der „Appetitmacher“ im Rahmen der Zusammenarbeit von Athletikum Rhein Ruhr und dem 3. VIACTIV Rhein City Run. Denn angemeldete Teilnehmer können im Juli im Bewegungslabor auch eine kostenlose individuelle „Lauftechnikanalyse“ durchführen. Auch hierfür sind alle Plätze leider schon vergeben. Bei der Lauftechnikanalyse wird überprüft, ob beispielsweise Bewegungseinschränkungen oder Dysbalancen beim jeweiligen Läufer vorliegen. Diese können den Laufstil negativ beeinflussen und Verletzungen provozieren.
Im Athletikum können alle interessierten Sportler eine kostenpflichtige sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung – Sportcheck – durchführen lassen. Die Kosten werden in der Regel von der jeweiligen Krankenkasse zumindest anteilig erstattet. Einen besonderen Bonus gibt es darüber hinaus für Teilnehmer am Rhein City Run, die zugleich Mitglied der VIACTIV-Krankenkasse sind. Denn diese erhalten zum Sportcheck zusätzlich eine kostenlose 3D-Analyse der Geh- und Laufbewegung.
„Ziel der Checks ist es, frühzeitig Probleme der Läufer zu erkennen und Tipps zur Lösung zu geben, damit einem Start im Oktober nichts im Wege steht“, sagt Praetorius. Von der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Steinhof Der VIACTIV Rhein City Run findet seit 2016 jährlich statt. Start ist direkt am Robert-Lehr-Ufer in Düsseldorf nahe der Theodor-Heuss-Brücke. Der Zieleinlauf befindet sich am Steinhof in Duisburg-Huckingen.
Dazwischen liegen 21,097 Kilometer Laufstrecke auf einem flachen und außergewöhnlich schönen Kurs, der meist am Rhein entlang verläuft und unter anderem durch Kaiserswerth, Wittlaer und über den Angerbach führt. Erwartet werden in diesem Jahr über 4.000 Teilnehmer. Anmeldungen zum 3. VIACTIV Rhein City Run 2018 sind derzeit noch möglich. Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.rhein-city-run.de.

Hintergrund: Sportmedizin im BG Klinikum Duisburg
Das BG Klinikum Duisburg hat sich seit einigen Jahren als wichtiger Partner des Sports etabliert und das Thema Sportmedizin spielt in der Klinik eine immer größere Rolle. So nimmt dieser medizinische Schwerpunkt nicht nur bei der Betreuung von Leistungssportlern breiten Raum ein, sondern auch bei der Versorgung und Nachbehandlung von Unfallverletzten aller Art.
Große Bedeutung hat dabei das Athletikum Rhein Ruhr, das im Jahr 2016 eröffnet worden ist. Herzstück dieses modernen, leistungsfähigen Bewegungslabors ist ein „SpeedCourt“, ein Sensor-bestücktes Mattensystem mit dem Sportler unter anderem explosive Antritte, dynamische Richtungswechsel und Koordination trainieren können. Rollstuhlfahrer dagegen lernen auf dem SpeedCourt ihr Hilfsmittel besser kennen und erhöhen ihre Fitness und ihr Reaktionsvermögen. Gangbild- und Laufanalysen – etwa für Patienten mit Endo- und Exoprothesen – gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum des Athletikums Rhein Ruhr.
 „Mithilfe des Bewegungslabors kann das BG Klinikum Duisburg den gestiegenen Ansprüchen von Sportlern und BG-Versicherten gerecht werden“, fasst Schoepp den Wert des Athletikums zusammen.

Sportcheck im Athletikum Rhein Ruhr (Bild: BG Klinikum Duisburg/cap communicatios/Marcus Gloger)

 

 

KFC Uerdingen wird Partner des BG Klinikums Duisburg

 Duisburg, 14. Juni 2018 - Umfassende Vereinbarung für die kommende Saison unterzeichnet Ein professioneller Spielbetrieb braucht auch professionelle Rahmenbedingungen – und genau die hat der Fußballdrittligist KFC Uerdingen nun mit einer sportmedizinischen Zusammenarbeit mit dem BG Klinikum Duisburg geschaffen.
„Wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation zustande gekommen ist. Sie wird uns in diesem wichtigen Bereich noch einmal entscheidend stärken“, sagt KFC- Pressesprecher Jan Filipzik. Durch das Engagement der Klinik ist eine sehr zeitnahe, professionelle und nachhaltige Betreuung verletzter Spieler nun gewährleistet.

 

„Wir freuen uns ebenfalls sehr auf die Kooperation mit dem sehr ambitionierten und traditionsreichen Verein KFC Uerdingen 05 und wünschen dem Team und allen Verantwortlichen viel Erfolg für die Saison 2018/19 in der 3. Liga“, sagt der Geschäftsführer des BG Klinikums Duisburg Pascal Eller.

„Wir hoffen mit unserem (sport-)medizinischen Engagement dazu beizutragen, dass sich der Verein schnell in der neuen Spielklasse etabliert und vielleicht sogar höhere Ziele ins Auge fassen kann.“ BG Klinikum Duisburg bietet umfangreiches medizinisches Leistungspaket an Im Rahmen der Zusammenarbeit bietet das BG Klinikum Duisburg ein umfangreiches medizinisches Leistungspaket an. „Die KFC-Spieler können im Falle einer Verletzung jederzeit – 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche – bei uns vorgestellt, diagnostiziert und – wenn nötig – operiert werden.
Natürlich in enger Abstimmung mit dem Mannschaftsarzt des Vereins“, erklärt Dr. Christian Schoepp, Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin (ASS) im BG Klinikum Duisburg. Bevor ein Spieler nach einer Verletzung wieder in das sportartspezifische Training in Uerdingen einsteigt, kann er im Bewegungslabor der Klinik zudem schon mit der Rehabilitation beginnen.
Ziel aller Maßnahmen im sog. Athletikum Rhein Ruhr ist es, den jeweiligen Sportler schnellstmöglich wieder „ins Spiel“ zu bringen. Darüber hinaus führt das Team des Athletikums bei allen Fußballern eine ausführliche Leistungsdiagnostik in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination durch. Drohende Verletzungen frühzeitig aufzeigen Ein weiterer Eckpunkt der Vereinbarung ist aber auch das Thema Prävention.
„Mithilfe von modernen Analyse- und Diagnostikverfahren werden wir nach individuellen Schwachstellen der Spieler suchen und drohende Verletzungen aufzeigen“, sagt Schoepp. Daraus könnten gegebenenfalls Tipps zu einer gezielten Trainingssteuerung abgeleitet werden.

 

 

Kinder- und Jugendärzte kritisieren DFB-Werbedeals mit MacDonalds und Cola: "Geschäfte mit den Kinder-Dickmachern gehen gar nicht!"

Düsseldorf/Duisburg, 12. Juni 2018 - "Der DFB bekennt sich in seiner Satzung ausdrücklich zur "Förderung gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung als gesundheitliche Prävention", gleichzeitig lässt er sich von Coca Cola und MacDonalds sponsern und lässt Werbespots in seinem Namen zu, die sich eindeutig an Kinder und Jugendliche richten und damit deren Zucker- und Fett-Konsum fördern. Das ist ein unglaublicher Skandal!"
Mit diesen Worten kritisierte heute in Düsseldorf der Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Josef Kahl, die WM-Werbedeals des DFB mit Coca-Cola und McDonald’s: "Mit seinem Verhalten trägt der DFB mit dazu bei, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, denn ein entscheidender Faktor für Übergewicht ist neben Bewegungsmangel zu fette und zu süße Ernährung. Übergewicht verursacht schwere Folgeerkrankungen des Skeletts, Bluthochdruck und vor allem Diabetes. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial prekären Verhältnissen sind gefährdet. In ihren Familien gibt es oft wenig Kompetenz bezüglich kontrolliertem und bewusstem Konsum von Fastfood. Der DFB verpflichtet sich in seiner Satzung, "soziale Randgruppen" (O-Ton DFB Satzung) zu unterstützen. Sollte er damit arme Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus meinen, dann tut er genau das Gegenteil. Er schadet ihnen und macht zunichte, was engagierte Kinder- und Jugendärzte, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen tagtäglich an Prävention leisten."  


Kommentar: Fettnäppfchen-DFB

Die Anstoßzeiten der Nationalmanschaft bei Freundschaftspilen lagen bis auf wenige Ausnahmen um 20:45 Uhr, Bundestrainer Löw hält an Erdogan-Werbeträger fest und nun dies. Was muss noch geschehen, dass es zu Konsequenzen führt?

Bundestrainer  Löw war beim letzten WM-Testspiel angefressen, weil es in Sachen Özil und Gündogan genug sei sollte mit der Kritek und den Pfiffen während des Spiels. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und nicht klar Stellung beziehen kann mit Blick auf Aushängeschild und Repräsentant Deutschlands, der sollte seinen Hut nehmen. Das gilt für Präsident Grindel, der als ehemaliger Bundestagsagbeordnete der CDU nur wachsweich bzw. sehr halbherzig die Sache mit den Erdogan-Werbern aufgriff, das gilt auch für Werbestratege und  Manager Oliver Bierhoff sowie für den Bundestrainer.
Ist dem Trio jede Bodenhaftigkeit abhanden gekommen? Glauben sie ernsthaft, dass sie sich alles erlauben können und nur ihre Meinung zählt? Was für ein Schaden hätte das WM-Team genommen, wenn Özil und Gündogan nicht nominiert worden wären?
Vielleicht wird der DFB bei einem schwachen Abschneiden des DFB-Teams in Russland auch der Kritik des Volkes die Schuld geben. Schließlich hätten ja Pfiffe und Kritik die Stars verunsichert.

Klar ist: Nur wenn Özil und Gündogang bei der WM vielleicht sehr positive Dinge leisten, verzeiht das (Fußball)Volk schnell, auf Dauer sicher nicht. Jetzt kommt auch noch die absolut berechtigte Kritik von Kinderärzten hinzu. Ein Rücktritt der drei wäre im Moment der Sache durchaus angemessen. Wer verniedlicht, verharmlost und die Zeiten der Zeit nicht erkennt, hat in Führungspositionen nichts verloren. Harald Jeschke

Tag der Händehygiene in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 12. Juni 2018 - Im Rahmen des diesjährigen Tages der Händehygiene informieren die Hygienefachkräfte der Sana Kliniken Duisburg am 14. Juni von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr über die richtige Händedesinfektion. 
Die Hände gehören in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu den wichtigsten Arbeitsinstrumenten. Gleichzeitig sind sie die Hauptübertragungswege für Krankheitserreger aller Art. Mit den entsprechenden Maßnahmen kann die Zahl der Keime auf der Haut allerdings drastisch reduziert werden. Welche Maßnahmen das sind, stellt das Serviceteam Hygiene in der Eingangshalle der Sana Kliniken Duisburg vor.         
Beim Tag der Händehygiene können sich Besucher, Patienten, Mitarbeiter und alle Interessierten umfassend über die Themen Händedesinfektion und Hautschutz informieren. Darüber hinaus wird demonstriert, wie Hände effektiv desinfiziert werden können. Mittels einer „Schwarzlichtbox“ kann die korrekte Anwendung des Desinfektionsmittels überprüft werden.
Neben den jährlichen Hygienetagen finden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßige Schulungen und Aufklärungskampagnen auf den Stationen der Sana Kliniken Duisburg statt.

RWI-Studie: Private Kliniken mit guter wirtschaftlicher und medizinischer Qualität
Deutsche Krankenhäuser in privater Trägerschaft sind im Durchschnitt deutlich ertragskräftiger als freigemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Krankenhäuser. In ihrer Ausstattung und der Zufriedenheit der Patienten liegen sie gleichauf mit Kliniken anderer Träger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Hochschule Fresenius. Ausgewertet wurden zahlreiche Krankenhaus-Kennziffern aus den Jahren 1996 bis 2016.
94 Prozent der privaten Krankenhäuser waren 2016 investitionsfähig und konnten damit ihre Unternehmenssubstanz nachhaltig erhalten. Bei den kommunalen Kliniken traf das auf 66 Prozent, bei den freigemeinnützigen auf 79 Prozent zu. Zudem nehmen die privaten Kliniken deutlich weniger öffentliche Fördermittel in Anspruch und zahlten im Jahr 2016 mit rund 182 Millionen Euro deutlich mehr Gewinnsteuern als andere Träger.
Der Marktanteil der privaten Krankenhäuser hat sich zwischen 2006 und 2015 erhöht: bezogen auf die Anzahl der Versorgungskrankenhäuser um 6,7 Prozentpunkte, bezogen auf die Zahl der Betten um 4,7 Prozentpunkte und bezogen auf die Zahl der Fälle um 4,1 Prozentpunkte. Infos: www.rwi-essen.de (idr).

 

 

Hohes Interesse an HIV-Prophylaxe

UDE/UK Essen: Studie zu vorbeugendem Medikament 

Duisburg, 08. Juni 2018 - Menschen mit hohem HIV-Risiko können hierzulande seit einigen Monaten ein vorbeugendes Medikament bekommen – zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Zu dieser so genannten PrEP-Anwendung liefert eine Studie des Instituts für HIV-Forschung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen(UDE) erstmals umfassende Daten. Prof. Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Essen, der die Studie geleitet hat, sagt: „Die PrEP ist Chance und Herausforderung für die HIV-Prävention in Deutschland.“

 

PreP steht für Prä-Expositionsprophylaxe (Vor-Risiko-Vorsorge). Menschen, die nicht mit HIV infiziert sind, aber ein erhöhtes Risiko haben, nehmen ein Medikament mit zwei Wirkstoffen ein, damit sich das HI-Virus im Körper nicht vermehrt. Das Präparat verhindert eine Ansteckung so zuverlässig wie Kondome. Voraussetzung für die Schutzwirkung ist, dass die Tabletten regelmäßig eingenommen werden.

 

PrEP wird in Deutschland gut angenommen: Die Zahl der Nutzer ist seit Oktober 2017 rasant gestiegen. Rund 4.500 Menschen schützen sich bereits mit Medikamenten. Das geht aus der Studie „PreP in Deutschland“ (PRIDE) hervor, die erstmals umfassend diese HIV-Prophylaxe untersucht hat. Studienleiter Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für HIV-Forschung, stellte die Ergebnisse jetzt vor. „Die PrEP etabliert sich in Deutschland schneller als in vielen anderen Ländern. Das Interesse in der Zielgruppe ist hoch. Eine erfreuliche Entwicklung: Die neue Schutzmethode kann zahlreiche Menschen vor HIV bewahren und so dazu beitragen, dass die Zahl der Neuinfektionen sinkt“, sagt Hendrik Streeck.

 

PrEP auch für Niedrigverdiener verfügbar machen

 

Seit Oktober 2017 ist die HIV-Prophylaxe in Deutschland für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko verhältnismäßig günstig zu haben. Generika kosten 50 bis 70 Euro für eine Monatspackung. Zuvor lag der Preis bei über 800 Euro.

 

Bislang sei der typische PrEP-Nutzer ein 38 Jahre alter deutscher, schwuler Mann mit Abitur und überdurchschnittlich hohem Einkommen, erläutert Streeck. Der Grund: Unterm Strich müssen PrEP-Anwender je nach Bundesland und Arztpraxis zusätzlich zum Medikament noch bis zu 100 Euro monatlich auf den Tisch legen, denn es kommen regelmäßige Laboruntersuchungen hinzu. Schlechterverdienende können sich das nicht leisten, und die Krankenkassen übernehmen die Kosten bisher nicht.

 

Ärztliche Begleitung ist wichtig 

Auch in der Aufklärung über die PrEP sieht das Team um Prof. Streeck noch Handlungsbedarf. Die Studie deutet darauf hin, dass viele Anwender das Medikament nur phasenweise verwenden, etwa um bei einem bestimmten Anlass geschützt zu sein. Einige Studien und Erfahrungen in anderen Ländern legten nahe, dass dies möglich sei, aber die Datenlage sei noch dünn, betont Streeck. Ärztliche Beratung und regelmäßige Untersuchungen seien auf jeden Fall unerlässlich. Denn eine unsachgemäß durchgeführte PrEP könne zu HIV-Infektionen und zur Resistenzbildung des Virus gegen das Medikament führen.

 

„Keine Frage, die PrEP ist als neue Methode Chance und Herausforderung für das Medizinsystem. Unser Ziel muss sein, dass den Anwendern alle Vorteile und Nachteile der PrEP genau erklärt werden. PrEP schützt gut gegen HIV, aber nicht gegen andere sexuell-übertragbaren Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, dass dies durch den Arzt begleitet wird“, sagt der Forscher.

 

»Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« von Bundesminister Altmaier als ZIM-Projekt des Jahres 2018 ausgezeichnet

Duisburg, 08. Juni 2018 - Anlässlich des Innovationstages Mittelstand am 7. Juni 2018 zeichnete Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, das »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« als ZIM-Projekt des Jahres 2018 aus. Das Kooperationsnetzwerk aus aktuell 11 Unternehmen und
8 Forschungseinrichtungen konnte sich durch hervorragende Netzwerkarbeit und die besonders erfolgreiche Nutzung der Projektergebnisse im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in der Kategorie »Netzwerk« durchsetzen. Es wird gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig/Medizinische Fakultät der Universität Leipzig koordiniert.

Das Netzwerk Endoprothetik wurde am 1. März 2013 als gemeinsame Initiative gegründet, um als Antwort auf die bestehenden Herausforderungen und Probleme in der Gelenk-Endoprothetik ein optimiertes Behandlungskonzept zu etablieren. Auch wenn Implantate aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken sind und diese Eingriffe zu den häufigsten Operationen gehören, sind Implantatverschleiß und die Rekonstruktion der natürlichen Biomechanik immer noch große Herausforderungen. So können bisher bei den Patienten schmerzhafte Ausrenkungen und Lockerungen des Implantates auftreten.

Mit der Auszeichnung würdigte das BMWi das Engagement und die bereits erzielten Ergebnisse des Netzwerks Endoprothetik. »Die Auszeichnung freut uns sehr und ist Ansporn und Verpflichtung zugleich bei der Realisierung unserer Vision, den Patienten eine individuell zugeschnittene Therapie mit lang anhaltenden optimalen Behandlungsergebnissen anzubieten« sagt Christian Rotsch, Koordinator des Netzwerk Endoprothetik.
Verfolgt wird dabei der neue Ansatz der ganzheitlichen Betrachtung von Gelenkerkrankungen mit Hilfe von Implantaten, deren Design und räumliche Konfiguration an die ursprüngliche Anatomie beziehungsweise Biomechanik angepasst sind und die ressourceneffizient gefertigt werden. Dabei sollen auch neuartige Messsysteme und Instrumente für den Operateur zum Einsatz kommen.
 
Forschung und Entwicklung für den Patienten
Im Fokus des Netzwerks Endoprothetik steht die aktive Netzwerkarbeit im Sinne des Patienten mit einem intensiven Wissenstransfer zwischen klinischen Anwendern, Medizintechnikunternehmen und Gremien. »Nach der Förderphase durch den Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH wird das Netzwerk durch die Mitgliedsbeiträge der Netzwerkpartner weitergeführt. Wir möchten die erfolgreichen Kooperationen innerhalb des Netzwerks sowie darüber hinaus weiter nutzen und können bereits auf erfolgreiche Entwicklungen verweisen, die ihre Praxistauglichkeit aktuell in klinischen Studien unter Beweis stellen« weiß Dr. Ronny Grunert zu berichten, ebenfalls Koordinator des Netzwerks.

Einer der Schwerpunkte ist dabei exemplarisch die Ermittlung und Anpassung der exakten Implantatsgröße und -position vor und während der Operation. Es soll vermieden werden, dass nach dem Einsatz eines neuen Hüftgelenks das Bein verlängert oder verkürzt ist und es so zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule kommt. Hierfür wurde ein auf drei Säulen beruhendes Verfahren entwickelt.

Mit dem Prototyp einer Implantations-Planungssoftware kann vor der Operation die exakte Position und Größe des Hüftimplantats in Röntgenbildern geplant als auch während des Eingriffs jederzeit abgeglichen werden. Darüber hinaus entwickelten die Netzwerkpartner ein Messsystem zur Ermittlung der Beinlänge und des Hüftrotationszentrums. Dieses ermöglicht dem Operateur, die Beinlänge und das Hüftrotationszentrum während des Eingriffs exakt zu bestimmen. Die Messung erfolgt direkt im Operationssaal, so dass auf Abweichungen unmittelbar reagiert werden kann.

Für die Feinabstimmung des Hüftrotationszentrums und der Beinlänge, wurde schließlich ein bruchsicheres modulares Hüftimplantat entwickelt. Herkömmliche Implantate werden in standardisierten Größen hergestellt. Passt ein Implantat nicht exakt auf die Beschaffenheit der Hüfte eines Patienten, kann nur auf eine andere standardisierte Größe zurückgegriffen werden. Eine exakte Feinabstimmung ist so nicht möglich. Beim modularen Hüftimplantat können Implantat-Schaft und -Hals durch eine Art Baukastensystem und eine spezielle Schraubverbindung zwischen beiden Bestandteilen deutlich besser auf den Patienten angepasst werden.

»Die Messung und ideale Anpassung der Beinlänge im Rahmen einer Hüftendoprothesen-Implantation ist ein komplexer Prozess, der unter den speziellen Rahmenbedingungen eines Operationssaales stattfindet. Eine sehr
enge Kooperation der Ärzte und Ingenieure ist somit unverzichtbar, um den Erfolg eines derartigen Projektes zu ermöglichen. Hierbei hat sich unser Netzwerk in besonderem Maße bewährt, indem es einen direkten Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Medizinern und Technikern ermöglicht«, ergänzt Priv.-Doz. Dr. med. habil. Torsten Prietzel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitätsmedizin Leipzig und Medizinischer Leiter des Netzwerks Endoprothetik.


Über »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik«
Das am 1. März 2013 gegründete Kooperationsnetzwerk wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert sowie vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU koordiniert. Zu den beteiligten Unternehmen gehören aktuell die EC Europ Coating GmbH, Endocon GmbH, IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH, ISD-Internet Systems GmbH, Julius Boos jr. GmbH & Co. KG, LIVINGSOLIDS GmbH, Mathys Orthopädie GmbH, MSBOrthopädietechnik GmbH Leipzig, NRU GmbH und Stemcup Medical Products GmbH.

Neben dem Fraunhofer IWU sind die folgenden Forschungseinrichtungen und Kliniken Teil des Netzwerkes: Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Forschungs- und Transferzentrum e. V. an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, HELIOS Klinikum Blankenhain, Städtisches Klinikum Dresden, Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. (TITV), Technische Universität Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP), Technische Universität Dresden, Fakultät Maschinenwesen, Lehrstuhl Konstruktionstechnik/CAD, Universitätsklinikum Jena, Institut für Physiotherapie und Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig / Forschungslabor ZESBO Medizinische Fakultät der Universität Leipzig.
Weitere Informationen zum »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« unter: www.kunstgelenk.eu

Bundesminister Peter Altmaier (re.) zeichnete auf dem Innovationstag Mittelstand das »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« als ZIM-Netzwerk des Jahres 2018 aus. Die Auszeichnung nahmen Priv.-Doz. Dr. med. habil. Torsten Prietzel (Universitätsmedizin Leipzig, li.) und Dr. Ronny Grunert (Fraunhofer IWU, Mitte) entgegen. Quelle: © AiF Projekt GmbH I

 

Unterrichtsfach „Leichtsinn am Steuer“

4. P.A.R.T.Y.-Tag zur Unfall-Prävention im BG Klinikum Duisburg
Duisburg, 08. Juni 2018 - Am 14. Juni 2018 wird das BG Klinikum Duisburg wieder einmal zu einem riesigen Klassenzimmer. Auf dem Stundenplan für rund 30 Schülerinnen und Schüler aus der Gesamtschule Duisburg Nord stehen ab 8:30 Uhr jedoch nicht Deutsch, Englisch oder Mathe, sondern eine ungewöhnliche Verkehrserziehung. Denn die 15-18-jährigen Teenager erleben am 4. sog. P.A.R.T.Y.-Tag, welche Verletzungsfolgen Leichtsinn, Alkohol & Drogen sowie Übermüdung im Straßenverkehr haben können.

Lernen und mitmachen Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte des BG Klinikums Duisburg haben dazu ein 5stündiges Informations- und Aktionsprogramm vorbereitet. Darin sehen die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Augen, welche Stationen ein schwer verletzter Patient nach einem Unfall innerhalb der Klinik durchläuft – eine NotfallSimulation im Schockraum und ein Reanimationstraining zum Mitmachen inklusive. Sie lernen aber auch die Arbeit des Rettungshubschraubers „Christoph 9“ kennen und besuchen Intensiv- und Normalstation sowie die Bereiche Physiotherapie und Ergotherapie.

Ein besonderes Highlight ist die Aktion „Dress like Trauma“. Dort werden die Duisburger Jugendlichen von Helfern mit Verbänden, Schienen und Gehstützen ausgestattet wie sie auch viele Traumapatienten benutzen. Sie können so ansatzweise spüren, welche Einschränkungen im Alltag durch die Hilfsmittel entstehen. Schock-Videos von Unfällen, ein Gespräch mit einem querschnittsgelähmten Traumapatienten und eine Demo von Roboteranzügen – sog. Exoskeletten –, die selbst komplett Gelähmten das Laufen ermöglichen, runden die Veranstaltung ab.

„Der Blick hinter die Kulissen der modernen Unfallmedizin soll den Jugendlichen dabei helfen, gefährliche Lebensweisen zu überdenken und clevere Entscheidungen zu treffen“, sagen die Organisatoren der Veranstaltung Dr. Nikolaus Brinkmann und Dr. Jochen Schröder. Ziel des P.A.R.T.Y.-Tages sei es, Verkehrsunfälle u.a. durch Drogen oder Leichtsinn in Zukunft möglichst zu vermeiden.

Bundesweites Unfallpräventionsprogramm


P.A.R.T.Y. ist eines der weltweit erfolgreichsten und spannendsten Präventionsprogramme für Schulklassen & Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren, das bundesweit in Zusammenarbeit mit führenden Unfallkliniken angeboten wird. P.A.R.T.Y. steht für: Prävention, Alkohol, Risiko, Trauma und Youth.

Im Rahmen des 4. P.A.R.T.Y.-Tages können die Jugendlichen auf dem Weg durch die Klinik begleitet und an den verschiedenen Stationen Fotos/Reportagen gemacht werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BG Klinikums Duisburg stehen zudem gerne für Interviews zur Verfügung.

Foto BG Klinikum Duisburg

 

Rheuma – was gibt es Neues bei Diagnose und Therapie?

Duisburg, 01. Juni 2018 - Allein in Deutschland leiden Millionen Menschen unter durch Rheuma verursachten Schmerzen an Gelenken, Muskeln, Sehnen oder im Bindegewebe. Auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist, lassen sich viele Symptome mit der richtigen Diagnostik und Therapie gut in den Griff bekommen. Dr. Monika Klass, Chefärztin der Klinik für Rheumatologie und physikalische Therapie an der Helios St. Johannes Klinik, informiert deshalb in ihrem Vortrag am Mittwoch, 6. Juni 2018 um 17:30 Uhr, über neue Behandlungsstrategien.

Im Anschluss steht die Expertin für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11, statt. Um vorherige Anmeldung unter Telefon 0203 546 2164 oder per E-Mail an info.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

 

BG Klinikum Duisburg macht mit beim Aktionstag gegen den Schmerz

Schmerzspezialisten bieten am 5. Juni 2018 kostenlose Patienten-Hotline an
Duisburg, 30. Mai 2018 - Das BG Klinikum Duisburg beteiligt sich am 5. Juni 2018 am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Von 9.00 bis 18.00 Uhr ist dabei eine kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 0800 18 18 120 eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten aus ganz Deutschland – darunter der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin im BG Klinikum Duisburg Dr. Mike Papenhoff – Patientenfragen rund um das Thema Schmerz.

Darüber hinaus finden im Rahmen des von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. und ihren Partnerorganisationen organisierten Aktionstages bundesweit in über 300 Praxen, Kliniken, Apotheken und Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt.

23 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen Etwa 23 Millionen Deutsche berichten über chronische Schmerzen. Bei über 90 Prozent der Betroffenen sind diese, anders als oft vermutet, nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen sogar so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen.

Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit verbundenen psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung dieser Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patientinnen und Patienten sind daher die Ziele des 7. Aktionstags gegen den Schmerz am 5. Juni 2018.
Schmerzmedizin ohne „Pillen“ „Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein umfassendes Konzept, das neben Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Papenhoff - Foto cap communications/Marcus Gloger. Zu letzteren gehören bei den Schmerzspezialisten im Duisburger Süden unter anderem Physio- und Ergotherapie, Akupunktur, Biofeedback und Blutegelbehandlung.

Aber auch die Elektrotherapie, Entspannungsverfahren, Hypnosetherapie, naturheilkundliche Verfahren und andere örtliche Behandlungsverfahren wie
Botulinumtoxin und „Chilipflaster“ kommen im BG Klinikum Duisburg regelmäßig zum Einsatz.
„Die nichtmedikamentöse Schmerztherapie hat in unserer Klinik große Bedeutung, weil wir die Beeinträchtigung durch Schmerzen nicht durch die Nebenwirkungen von Medikamenten ersetzen wollen“, sagt Papenhoff. Und weiter: „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patientinnen und Patienten und Angehörige beraten und zugleich mit ihnen ins Gespräch kommen.“

Schmerzmedizin braucht Rückenwind Unterstützt wird Papenhoff von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3.500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Chronische Schmerzen beeinflussen massiv das Leben der Betroffenen. Zugleich entstehen durch Krankschreibungen und Frühverrentungen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Das Thema Schmerz muss weit nach oben auf die Agenda der Gesundheitspolitik“, fordert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Kostenlose Patienten-Hotline am 5. Juni 2018 von 09:00 bis 18.00 Uhr unter Tel.: 0800 18 18 120

Mit dabei von 13:00 bis 15:00 Uhr: Dr. med. Mike Papenhoff Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin BG Klinikum Duisburg gGmbH Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg E-Mail: schmerzmedizin@bg-klinikum-duisburg.de

Das BG Klinikum Duisburg - Foto BG Klinikum Duisburg)

 

Beinamputierter Stand Up Paddler schafft Weltrekord

Patient des BG Klinikum Duisburgs steht 24 Stunden am Stück auf dem Board
Sonntag, 27. Mai 2018 in Xanten -  13:43 Uhr ist es, und der Stand Up Paddler auf dem Wasser der „Xantener Südsee“ geht unermüdlich seinem Sport nach. Fast 24 Stunden ohne Pause steht der beinamputierte Patient des BG Klinikums Duisburg Matthias Wagner jetzt auf seinem Board und paddelt. Die letzten paar Minuten bei über 30 Grad Hitze und Sonnenschein schafft er auch noch – Weltrekord.

„Ich bin erschöpft, aber auch sehr glücklich, dass ich als erster beinamputierter Stand Up Paddler einen Tag rund um die Uhr auf dem Wasser verbringen konnte“, sagt Wagner nach einer kurzen Erholungspause. Er habe ein Zeichen setzen wollen, dass man auch nach dem Verlust von Gliedmaßen Höchstleistungen im Sport und im (Arbeits-)Alltag vollbringen kann.

Wagners Motto ist: Es gibt keine Ausreden und Grenzen, man muss nur wollen. Benötigt wird zudem eine maßgeschneiderte Prothese, die das intensive Training 5-6 Mal die Woche und den Wettkampf ermöglicht, ohne Schäden am Beinstumpf zu verursachen.

200 Mitpaddler begleiten die Aktion Den Weltrekordversuch selber hat der Stand Up Paddler trotz aller Anstrengungen und Mühen sehr genossen: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn das Wetter passt und man von 200 Mitpaddlern aus dem ganzen Bundesgebiet bei der Aktion begleitet wird“, so Wagner. In kleinen Paddelpausen, die aus medizinischen Gründen notwendig waren – Stumpfkontrolle, Krämpfe und Kreislaufprobleme –, wurde die Zeit gestoppt. „Die verlorene Zeit habe ich dann am Ende hinten drangehängt“, sagt der Extremsportler.

Faszinierend sei für ihn die Nacht auf dem Wasser gewesen. „Wenn man nichts sieht, schärfen sich die anderen Sinne, und man riecht etwa das Wasser viel intensiver“, beschreibt Wagner seine Erfahrungen bei dem erfolgreichen Event, das am 26. und 27. Mai 2018 rund 3.500 Zuschauer live vor Ort verfolgten.

Weltrekord schon drei Jahre nach der Amputation Dass es zu dem Weltrekord kommen konnte, ist nicht selbstverständlich. Erst knapp drei Jahre ist es her, dass dem selbstständigen Schweißwerkmeister im BG Klinikum Duisburg das linke Bein im Bereich des Oberschenkels amputiert wurde.

„Ich habe den Spezialisten in der Klinik viel zu verdanken“, meint Wagner. Erst dort habe er die nötige Hilfe erhalten, um nach einer langwierigen, sehr schmerzhaften Gelenkerkrankung – einer so genannten Arthrofibrose – zurück ins Leben zu finden. Darüber hinaus haben ihn die Schmerzmediziner des BG
Klinikums Duisburg u.a. beim Kampf gegen Phantomschmerzen nach der OP erfolgreich unterstützt.

BG Klinikum Duisburg unterstützt Event Auch beim Weltrekordversuch selbst stand die Unfallklinik dem Stand Up Paddler intensiv zur Seite. So wurde etwa der orthopädische Check Up für die Aktion – u.a. Stumpf- und Narbenkontrolle – vom Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Peter-Michael Hax durchgeführt.

Das BG Klinikum Duisburg spendet zudem 1.000 Euro an den Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputation. Ziel der von Wagner initiierten Spendenaktion anlässlich des Weltrekordversuchs ist es, ein kostenloses Sommercamp für Mädchen und Jungen durchzuführen, die seit Geburt keine Gliedmaßen haben oder diese durch schlimme Krankheiten und Unfälle verloren haben.

„Wir unterstützen diese tolle Idee unseres Patienten gerne“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Klinik Ralf Wenzel. Auch im BG Klinikum Duisburg sei Inklusion ein wichtiges Thema.

 Matthias Wagner vor dem Weltrekordversuch am 26. Mai 2018 in Xanten. Foto BG Klinikum Duisburg