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Ehefrau rettet ihrem Mann mit Laien-Reanimation das Leben   

Duisburg, 11. Mai 2022 - Es ist ein ganz normaler Abend für Natascha und Christian Adams: Beide sind nach der Arbeit zu Hause und verbringen nach dem Essen gemeinsam Zeit vor dem Fernseher. Irgendwann steht Christian Adams auf, um am Wohnzimmertisch noch einmal Mails zu checken. Wenige Minuten später hört seine Frau, wie er plötzlich zu röcheln beginnt. Und sieht ihn leblos zu Boden sinken. Natascha Adams reagiert blitzschnell und intuitiv richtig: Trotz ihrer eigenen Panik bringt sie ihren Mann in die stabile Seitenlage und wählt sofort die Nummer des Notrufs.  

Der Mitarbeiter in der Leitstelle stellt die entscheidende Frage: „Trauen Sie sich zu, Ihren Mann zu reanimieren, bis wir vor Ort sind?“. Natascha Adams Antwort: „Ja. Wenn Sie mir sagen, wie…“. Unter der Anleitung des Fachmanns beginnt sie mit der Laien-Reanimation. 15 Minuten lang hält sie so ihren Mann am Leben, bis es endlich an der Tür klingelt und der Notarzt übernimmt.

„Ich habe während dieser Zeit, die mir wie eine Ewigkeit vorgekommen ist, einfach nur versucht, Ruhe zu bewahren. Und gehofft, dass mein Mann bei mir bleibt.“, sagt Frau Adams rückblickend. Aber auch nach dem Eintreffen der Rettungskräfte bleibt Christian Adams Zustand kritisch: Mehrere Male kommt der Defibrillator zum Einsatz. Dann, nach mehr als einer halben Stunde, ist der 53-jährige transportfähig. Im Krankenhaus gelingt es in der Nacht, Christian Adams zu stabilisieren. Die gute Nachricht: Dank des beherzten Eingreifens seiner Ehefrau hat er keine Hirnschädigungen oder sonstige Organschäden davongetragen.

Die Diagnose der behandelnden Ärzte lautet dilatative Kardiomyopathie, eine Herzmuskelerkrankung, durch die es zu einer Erweiterung der Herzkammern kommt. Die Folge bei dem Patienten: Ein funktioneller Herzstillstand mit Kammerflimmern. Am nächsten Tag wird Christian Adams ins Herzzentrum Duisburg nach Meiderich verlegt. Dort beginnen die Spezialisten der Herzchirurgie um Professor Dr. Jochen Börgermann mit ihrer Arbeit: Nach einer Herzklappen-OP und der Versorgung mit einem externen Herzunterstützungssystem (ECLS = Extracorporeal Life Support) stellt sich heraus, dass das Organ des 53-jährigen zu angegriffen ist, um weiterhin selbständig arbeiten zu können. Deshalb wird Christian Adams ein Herzunterstützungssystem (sog. „Kunstherz“) implantiert.

Danach nimmt seine Genesung Fahrt auf. Sieben Wochen nach dem Herzstillstand hat sich der Zustand des Patienten so weit gebessert, dass er in den kommenden Tagen das Herzzentrum verlassen und eine Reha-Behandlung beginnen kann. Und wenn ein passendes Spenderorgan gefunden ist, soll dieses das geschädigte Herz in seiner Brust dauerhaft ersetzen.   Wenn Christian Adams an die vergangenen Wochen zurückdenkt, weiß er genau, wem er diese ungemein positive Entwicklung zu verdanken hat: „Ich kann meiner Frau nur dankbar sein. Wenn sie nichts getan hätte, wäre das mein Tod gewesen. Und natürlich danke ich den Rettungssanitätern, den Ärzten und allen anderen, die sich um mich gekümmert haben. Jetzt konzentriere ich mich auf unsere Zukunft. Denn: Ich lebe noch!“  

Dr. Michael Schönbrodt, Leitender Oberarzt der Herzchirurgie am Herzzentrum Duisburg, fügt hinzu: „Wir alle haben Frau Adams für ihren Mut und ihre Abgeklärtheit beglückwünscht. Bei ihrem Mann haben wir wirklich einen optimalen Verlauf – alle Glieder einer langen Kette haben ineinander gegriffen und funktioniert. Herr Adams hat jetzt die Chance, mit seiner Erkrankung noch viele Jahre zu leben.“

Für Prof Dr. Jochen Börgermann ist die Geschichte von Natascha und Christian Adams ein klares Plädoyer für die Laien-Reanimation: „Ohne das Eingreifen seiner Frau hätte Herr Adams wohl keine Chance gehabt. Das zeigt einmal mehr: Mit allem, was man in einem solchen Fall tut, erhöht man die Chance, das Leben eines Menschen zu retten. Das sollte jedem bewusst sein, der einmal in eine solche Situation kommt. Bei Herrn Adams sind der Mut und die Geistesgegenwart seiner Frau wirklich lebensrettend gewesen!“            

Christian und Natascha Adams zusammen mit dem Team des Herzzentrums Duisburg (v.l. Prof. Dr. Jochen Börgermann (Chefarzt Herzchirurgie), Dr. Bastian Huschens (Leitender Oberarzt Anästhesiologie/Intensivmedizin), Rositta Bentgens (Fachkrankenschwester), Dr. Michael Schönbrodt (Leitender Oberarzt Herzchirurgie) - Foto: EVKLN

 

„Eine Geburt verliert nie ihren Zauber“

Duisburg, 7. Mai 2022 - Dr. Alejandro Corral übernimmt am 1. Juni die Leitung der Frauenklinik am Helios Klinikum Duisburg. Die Schwerpunkte des erfahrenen Mediziners liegen vor allem auf der Behandlung von gynäkologischen Tumorerkrankungen und der speziellen Geburtsmedizin.   Egal wie viele Berufsjahre vergehen, für Dr. Alejandro Corral ist seine Arbeit im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation immer von einer besonderen Stimmung umgeben: „Eine Geburt verliert nie ihren Zauber, auch wenn man es schon zigmal erlebt hat. Neues Leben auf die Welt zu bringen, ist und bleibt etwas grundlegend Besonderes.“


Der 42-Jährige weiß, wovon er spricht. Schon über 4000 Geburten begleitete er in seiner Zeit als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, unter anderem in Mönchengladbach, Oberhausen und zuletzt am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, wo er als leitender Oberarzt in der Landesfrauenklinik tätig war. Nun übernimmt der gebürtige Südamerikaner zum 1. Juni die Position des Chefarztes der Duisburger Frauenklinik an der Helios St. Johannes Klinik. Den Staffelstab übergibt Prof. Dr. Michael Friedrich, der die Abteilung in den letzten zwei Jahren parallel zu seiner Klinik in Krefeld geführt hatte.

„Das Team hier hat mit großem Einsatz in den letzten Jahren schon viel erreicht, unter anderem eine pränataldiagnostische Sprechstunde auf hohem Niveau und Kooperationen mit niedergelassen Kollegen. Auf diesem ‚gutem Nährboden‘ gebe ich den Stab gerne in gute Hände weiter.“   Die Schwerpunkte von Alejandro Corral liegen vor allem im Bereich der gynäkologischen Onkologie und der speziellen Geburtshilfe, dafür verfügt der Mediziner unter anderem über verschiedene Ultraschall-Qualifikationen (DEGUM I und II) und Weiterbildungen im Bereich der gynäkologischen Endoskopie sowie als DaVinci-Konsolenchirurg.

In Duisburg möchte der zweifache Vater nun vor allem den Bereich der speziellen Geburtshilfe – etwa die Betreuung von Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften – sowie die umfassende Therapie bei Tumoren der Gebärmutter und Eierstöcke sowie bei Brustkrebs im Rahmen eines zertifizierten Krebszentrums weiter ausbauen. Auch die robotische Chirurgie soll dabei eine wesentliche Rolle spielen.
Dabei steht Alejandro Corral zukünftig ein vollständig besetztes, kompetentes und motiviertes Team zur Seite. Steigende Geburten- und Patientenzahlen zeigen die konstant gute Arbeit der letzten Jahre am Standort in Alt-Hamborn, auf deren Basis der neue Chefarzt die gynäkologische Versorgung in Duisburg vorantreiben will. Auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Gynäkolog:innen vor Ort sowie mit den ärztlichen Kolleg:innen anderer Fachdisziplinen im Haus liegen dem Neuzugang am Herzen.

 „Medizin ist immer eine Teamleistung und für das beste Ergebnis wollen und müssen wir eng mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Abteilungen zusammenarbeiten, etwa aus der Pädiatrie und der Onkologie. Darauf und auf die Weiterentwicklung der Abteilung freue ich mich von Herzen.“   Aufgewachsen ist Alejandro Corral in Ecuador, ging dort auf eine deutsche Schule und studierte Humanmedizin an der Päpstlichen Katholischen Universität von Quito.

Nach seiner Promotion wechselte er 2005 nach Deutschland und absolvierte seinen Facharzt im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen, wo er auch bis 2015 als Oberarzt blieb. Nach Stationen in Dinslaken und Mönchengladbach wechselte er 2020 an die Uniklinik Wuppertal.

 

Inner Wheel Club spendet Herzkissen für Brustkrebspatientinnen

Duisburg, 4. Mai 2022 - Mittlerweile zum 12. Mal in Folge und rechtzeitig zum Muttertag übergibt die Frauenorganisation Inner Wheel Duisburg ihre selbstgenähten Herzkissen an die Helios St. Anna Klinik in Duisburg. Insgesamt wurden 120 Herzkissen mit Drainagetaschen gespendet.  

Die Herzkissen helfen Brustkrebspatientinnen nach der OP, da sie durch ihre Form optimal unter die Achseln passen und den Druck-, Lager- und Wundschmerz lindern. Außerdem sind die bunten Herzkissen ein Zeichen der Hoffnung und ein treuer Begleiter der Patientinnen nach der Operation.   Unterstützung bekommt der Inner Wheel Club bereits langjährig durch die Bettwaren-Firma f.a.n. frankenstolz in Form von qualitativ hochwertigem Füllmaterial. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, jedoch werden Diagnose und Heilungschancen immer besser. Aber auch Männer können an dieser Form des Krebses erkranken.

Das Brustzentrum der Helios St. Anna Klinik, geleitet von Dr. Mahdi Rezai (3. v.l.), freut sich über die bunten Herzkissen des Inner Wheel Clubs Duisburg, vertreten durch Margit Burgbacher (1. v.l.) und Ruth Stromberg (4. v.l.)


5. Mai Tag des herzkranken Kindes
Experten des Kinderherzzentrums am Herzzentrum Duisburg machen Mut

Duisburg, 3. Mai 2022 - In Deutschland kommt etwa jedes 100. Kind mit einem Herzfehler auf die Welt. Für die Eltern ist diese Diagnose ein Schock und mit großen Ängsten verbunden. Wenn sie dann noch ihr erst wenige Wochen altes Baby operieren lassen müssen, ist das ein schwerer Schritt. Das Kinderherzzentrum im Herzzentrum Duisburg (HZD) in Meiderich ist spezialisiert auf die Behandlung angeborener Herzfehler - auch bei kleinsten Patienten.


Anlässlich des Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai klären Dr. med. Gleb Tarusinov, Chefarzt der Klinik für Kinderkardiologie - Angeborene Herzfehler und Dr. med. Michael Scheid, Chefarzt Sektion Kinderherzchirurgie und Chirurgie angeborener Herzfehler über Möglichkeiten der Behandlung auf. „Kinder mit Herzfehler werden öffentlich nicht richtig wahrgenommen. Dem herzkranken Kind sieht man nicht unbedingt an, dass es Beschwerden hat und leidet. Das Herz sieht man ja nicht. Dieser Tag ist deshalb sehr wichtig, um darauf hinzuweisen, dass es diese Kinder gibt, aber auch um Mut zu machen“, erklärt Chefarzt Dr. med. Michael Scheid. Er ist spezialisiert auf die Behandlung komplexer Herzfehler – sowohl bei Früh- und Neugeborenen als auch bei Kindern im Säuglingsalter.

Spezialisten arbeiten Hand in Hand
Im Kinderherzzentrum werden pro Jahr etwa 2300 Kinder ambulant und 500 Kinder stationär behandelt, rund 200 von ihnen benötigen einen operativen Eingriff. Neben angeborenen Herzfehlern werden darüber hinaus erworbene Herz- und Kreislauferkrankungen, Rhythmusstörungen (inkl. Herzschrittmacher), Herzmuskelerkrankungen und weiteren Erkrankungen des Herzkreislaufsystems behandelt. Das Kinderherzzentrum ist das einzige seiner Art im Ruhrgebiet und am Niederrhein. „Wir haben hier den Vorteil, dass alle notwendigen Disziplinen unter einem Dach vereint sind.

Eltern müssen nicht in verschiedene Kliniken, die alle unterschiedliche Methoden haben. Bei uns im Haus sprechen sich Kinderkardiologie, Kinderherzchirurgie und Anästhesie für jeden kleinen Patienten miteinander ab. Ist eine Operation erforderlich, kommen sie danach auf die hauseigene kinderkardiologische Intensivstation und werden nach der Entlassung bei uns auch weiter regelmäßig untersucht“, sagt Chefarzt Dr. Gleb Tarusinov.

Chefarzt Dr. Gleb Tarusinov leitet die Klinik für Kinderkardiologie - Angeborene Herzfehler. (Quelle: EVKLN)


Minimal-invasive Eingriffe schonen den kleinen Körper
Die häufigsten Herzfehler, die im Kinderherzzentrum behandelt werden, sind Trennwanddefekte oder Einkammerherzen. „Die meisten Herzfehler sind inzwischen sehr gut behandelbar. Es hängt immer davon ab, wie komplex der Herzfehler ist. Bei einigen reichen Medikamente aus, bei anderen sind interventionelle Untersuchungen mittels Herzkatheter nötig oder korrigierende Operationen. Bei den meisten Eingriffen setzen wir minimal-invasive Techniken ein, bei denen nur ganz kleine Hautschnitte nötig sind. Das unterscheidet uns von vielen anderen Kliniken, in denen noch der Brustkorb geöffnet wird“, erläutert Chefarzt Dr. med. Michael Scheid.

Meistens können die Kinder einige wenige Tage nach so einem Eingriff nach Hause gehen und direkt zu ihrem normalen Leben zurückkehren ohne auf Wundheilung wie nach Operationen Rücksicht nehmen zu müssen. Liegt ein komplexer Herzfehler vor, der eine größere Operation erfordert, werden die Kinder anschließend auf der kinderkardiologischen Intensivstation durch erfahrene Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger betreut.

Unterstützung der Eltern – von Anfang an
Während dieser Zeit ist eine Unterbringung eines Elternteils in einem Wohnhaus auf dem Gelände möglich. „Ein Kind braucht diese Nähe. Eltern sind für uns auch keine normalen Besucher, sondern sie sind Teil des Patienten und gehören zur Behandlung dazu“, betont Chefarzt Dr. Gleb Tarusinov. Viele Herzfehler werden schon während der Schwangerschaft im Mutterleib erkannt. Dabei kooperiert das Kinderherzzentrum mit einer Vielzahl von Kliniken der Region im Bereich der pränatalen Diagnostik. Das ermöglicht eine Therapieplanung für die herzkranken Säuglinge nach der Geburt, beispielsweise damit direkt nach der Entbindung eine medikamentöse Behandlung beginnen kann oder weitere Eingriffe vorgenommen werden können.

„Wir nehmen uns von Anfang viel Zeit, um zu erklären, was das Kind hat, wie die Prognose ist und was alles auf die Eltern zukommt. Da braucht es viel Verständnis und Einfühlungsvermögen, weil die Ängste um das eigene Kind natürlich sehr groß sind. Wichtig ist uns auch, dass die Eltern verstehen, dass ein angeborener Herzfehler auch nach erfolgreicher Behandlung ein Herzfehler bleibt. Die Kinder benötigen auch als Erwachsene noch regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Unser Ziel ist es ihnen die Entwicklung zu ermöglichen, dass sie ihr Leben – wenn auch vielleicht mit leichten Einschränkungen – so normal wie möglich leben können, also aktiv sind, Sport machen – eben alles, was Kinder toll finden“, so Chefarzt Dr. Gleb Tarusinov.

Der Kontakt mit vielen Familien bleibt oft über Jahre bestehen – nicht nur, wenn halbjährliche oder jährliche Kontrolluntersuchungen anstehen. Um Familien mit ähnlichem Schicksal zusammenzubringen, hat das Kinderherzzentrum vor der Corona-Pandemie einmal im Jahr zum „Tag des herzkranken Kindes“ ein Sommerfest auf dem angrenzenden Spielplatz veranstaltet.

Auch dieses Jahr wird es pandemiebedingt leider nicht stattfinden können, was Dr. med Michael Scheid sehr bedauert: „Das ist natürlich sehr schade, aber wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dazu einladen können. Gerade für viele unserer behandelten Kinder war es schön, einfach mal ein paar Stunden unbeschwert zu spielen und Spaß zu haben. Und auch um Kinder zu treffen, die schon lange mit einem behandelten Herzfehler leben. Sowas macht Mut.
Viele Familien aus der Nachbarschaft sind auch immer gerne gekommen und haben dann die Kinder kennengelernt, die bei uns in der Klinik liegen. Auch so hat das ganze Thema ein Gesicht bekommen.“


Dr. med. Michael Scheid, Chefarzt Sektion Kinderherzchirurgie und Chirurgie angeborener Herzfehler, ist spezialisiert auf die Behandlung komplexer Herzfehler bei Früh- und Neugeborenen. (Quelle: EVKLN)
 telefonisch unter 0203/6008-1210 möglich. Ein weiterer „Fit für 2“-Kurs ist für Ende Juni/Anfang Juli geplant. Auch hier ist eine Anmeldung bereits möglich.

„Fit für 2“ – neuer Kurs für Schwangerschaftsgymnastik am BETHESDA Krankenhaus

Duisburg, 2. Mai 2022 - Am 4. Mai startet am BETHESDA Krankenhaus ein neuer Schwangerschaftsgymnastik-Kurs unter dem Motto „Fit für 2“. Vor dem Hintergrund der gelockerten Corona-Bestimmungen wird der Kurs an vier Abenden (jeweils mittwochs) als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Während der Schwangerschaft werden Beckenboden, Wirbelsäule, Bänder und Gelenke stark beansprucht. Ein Training für den ganzen Körper tut gut und führt zu einem gesteigerten Wohlbefinden.

Durch Atem- und Körperübungen, eine gesunde Haltung und Entspannungsübungen wird Schwangerschaftsbeschwerden vorgebeugt und der Körper auf eine aktive Geburt vorbereitet. Das Wohlbefinden durch den Sport stärkt nicht nur die werdende Mutter, auch das Baby profitiert durch eine extra Portion Sauerstoff.

Der Kurs kann ab der 13. Schwangerschaftswoche besucht werden. Geplante Termine sind der 04.05., 11.05., 18.05. und 25.05. jeweils von 18 bis 19 Uhr. Die Teilnahmegebühr liegt bei 40,- € pro Person. Schwangerschaftsgymnastik ist eine Privatleistung und kann nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Anmeldungen sind bis zum 02. Mai, 12 Uhr, online über die Elternschule im BETHESDA Krankenhaus oder telefonisch unter 0203/6008-1210 möglich. Ein weiterer „Fit für 2“-Kurs ist für Ende Juni/Anfang Juli geplant. Auch hier ist eine Anmeldung bereits möglich.

Ein Jahr Corona - Schutzimpfungen in Zahlen

Düsseldorf/Duisburg, 21. April 2022 - Seit dem 6. April 2021 bieten die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein Impfungen gegen COVID-19 an. Ein Rückblick in Zahlen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben die Praxen in Nordrhein Herausragendes geleistet und insgesamt 11,4 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht. Zum Vergleich: Das entspricht mehr als der zehnfachen Anzahl jährlicher Influenzaimpfungen in den Praxen mit durchschnittlich 1,04 Millionen Impfungen in den Jahren 2016 bis 2020.  

Mehr als 6700 Praxen an Impfkampagne beteiligt Insgesamt haben sich 6.755 Praxen an den Impfungen beteiligt. Der Tag mit den meisten Impfungen war der 14. Dezember 2021: 146.602-mal wurde an diesem Tag gegen COVID-19 geimpft. Die beste Woche in den Praxen war die KW49/2021. In der Nikolauswoche wurden 625.246 Impfungen in 5.328 Praxen durchgeführt. In diesem Zeitraum haben auch vermehrt Impfungen an den Wochenenden im sogenannten "Impfadvent" stattgefunden. Durchschnittlich kamen kurz vor Weihnachten somit pro Praxis 117 Impfungen je Woche zusammen.  

„Seit Beginn der Pandemie haben die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in Nordrhein ganz Überragendes geleistet – und das meist zusätzlich zur Regelversorgung. Diese herausragende Leistung spiegelt sich auch in den Impfzahlen wider, die einmal mehr bekräftigen, dass die Praxen der wahre Motor der Impfkampagne und nicht zuletzt auch der Grund dafür sind, dass Nordrhein im Bundesvergleich heute sehr gut dasteht“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. med. Frank Bergmann.
 
Die Impfungen der vergangenen 12 Monate in Zahlen (Stand vom 20.04.2022):  
Gesamt: 11.440.471 · Erstimpfungen: 3.267.746 · Zweitimpfungen: 3.592.671
· Boosterimpfungen: 4.059.810 · 2. Boosterimpfungen: 520.244

Herzkranker Säugling stabilisiert und gerettet  

Duisburg, 20. April 2022 - Von Zeit zu Zeit muss die Zentrale Notaufnahme am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord Hilfe bei ungewöhnlichen Notfällen leisten. In diesem Fall bei einem Notfall, auf den die ZNA in Fahrn aufgrund ihrer Ausrichtung eigentlich nicht vorbereitet ist. Ein Patient aus dem Herzzentrum Duisburg in Meiderich, ein fünf Monate alter Junge mit einem angeborenen Herzfehler, sollte vom Hubschrauber-Dachlandeplatz des Evangelischen Krankenhauses Duisburg-Nord aus nach München geflogen und dort operiert werden.

Während der Fahrt von Meiderich nach Fahrn kam es im Intensivtransportwagen des DRK Düsseldorf zu einem respiratorischen Notfall, die Sauerstoffversorgung des Säuglings verschlechterte sich dramatisch. „Die Kollegen aus dem ITW kamen in die Zentrale Notaufnahme gelaufen und sagten: ´Wir brauchen sofort Hilfe!´“, erinnert sich Dominik Schmidt, Fachkrankenpfleger für Notfallpflege in der ZNA im Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord, „Wir haben den Jungen dann direkt in den Schockraum 1 gebracht – die Sauerstoffsättigung war zu diesem Zeitpunkt praktisch nicht mehr messbar.“

Das Team der ZNA begann mit Sofortmaßnahmen – die Besatzung des bereits auf dem Dach gelandeten ADAC-Intensivtransporthubschraubers Christoph Rheinland war im Schockraum dabei und leistete tatkräftige Unterstützung. Nach kurzer Zeit gelang es dem Team der ZNA um den Ärztlichen Leiter Sebastian Windmöller zusammen mit Paul Hacke, Leitender Oberarzt der Klinik für Kinderkardiologie am Herzzentrum Duisburg, der Besatzung des ITW und der Helikopter-Crew, den Zustand des Jungen zu stabilisieren. Die Probleme waren damit allerdings noch nicht beendet. „Uns fehlte das komplette Material.

Die passenden Schläuche für das Beatmungsgerät zum Beispiel – in der Größe für einen fünf Monate alten Säugling waren die bei uns nicht vorrätig, da unser Krankenhaus über keine Kinderklinik verfügt.“, sagt Sebastian Windmöller. Aber auch hier konnte mit kollegialer Unterstützung Abhilfe geschaffen werden: Die Duisburger Feuerwehr sorgte für die schnelle Anlieferung der Schläuche in der richtigen Größe. Paul Hacke kümmerte sich darum, dass sogar ein komplettes Beatmungsgerät für Säuglinge und Kleinkinder nach Fahrn gebracht wurde. Nach mehreren Stunden konnte das Kind schließlich für flugtauglich erklärt werden.

Das Team der Zentralen Notaufnahme hatte während dieser Zeit die Besatzung des Hubschraubers mit Kaffee und Brötchen bei Laune gehalten. Anschließend konnte der kleine Patient nach München geflogen und dort erfolgreich operiert werden. „Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie kollegiale Zusammenarbeit funktioniert.“, sind sich Sebastian Windmöller und Dominik Schmidt einig, „Mit dieser Unterstützung konnten wir aus der Stresssituation das Beste machen – und dem kleinen Jungen erfolgreich helfen. Ganz herzlichen Dank dafür an die Kollegen im ITW des DRK Düsseldorf, das Team von Paul Hacke im HZD, die Duisburger Feuerwehr, die Helibesatzung und natürlich an unsere Kolleginnen und Kollegen hier in der ZNA in Duisburg-Nord.“

Startender Hubschrauber am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord (Foto: EVKLN) 

Kurs für Pflegende Angehörige

Duisburg, 20. April 2022 - Wird eine nahestehende Person pflegebedürftig, möchten Angehörige diese häufig zuhause, in der gewohnten Umgebung betreuen. Dem gegenüber stehen insbesondere zu Beginn oft Unsicherheiten. Hier unterstützen die Pflegetrainerinnen der Helios St. Anna Klinik Duisburg mit einem kostenlosen Kursangebot, das Angehörigen und anderen Interessierten Pflegetechniken und Handgriffe der Pflege, Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit im Umgang mit der Pflegesituation zuhause vermittelt.  

Der nächste dreitägige Kurs findet beginnend mit dem 10.05.2022 wöchentlich von 16:30 bis 20:00 Uhr in der Helios St. Anna Klinik, Albertus-Magnus-Str. 33, 47259 Duisburg statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter Telefon (0203) 755-2131 oder 0170-7095631 erforderlich.    

Die Pflegetrainerinnen Manuela Bergner (l.) und Iris Unverricht-Klöser (r.) vermitteln pflegenden Angehörigen Techniken für die Pflege zuhause.  

Online-Kurs: Erste Hilfe bei Neugeborenen und Kleinkindern  

Duisburg, 19. April 2022 - Wie verhalte ich mich bei Notfällen mit meinem Kleinkind richtig? Wie schütze ich mein Baby vor dem plötzlichen Kindstod? Welche Gefahren lassen sich bereits im Vorfeld entschärfen, damit es gar nicht erst zum Notfall kommt? Auf diese und weitere, auch individuelle Fragen, gibt Dr. med. Guido Wolf, erfahrener Kinderarzt und Chefarzt des Sozialpädiatrischen Zentrums an der Helios St. Anna Klinik Duisburg, Eltern, Großeltern und anderen Interessierten in einem kostenlosen Online-Erste-Hilfe-Kurs Antwort. Der Kurs findet statt am Mittwoch, 27.04.2022 ab 18:00 Uhr. Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich: helga.hamacher@helios-gesundheit.de  


 Hygiene im Haushalt – Schutz vor Salmonellen und Co

Duisburg, 13. April 2022 - Eine Süßwarenfirma ruft Produkte wegen Salmonellenbelastung zurück. Ein Grund, um sein Wissen über diese kleinen Bakterien und vor allem ihren Übertragungsweg etwas aufzufrischen. Denn auch wenn in diesem Fall der Verzehr von Lebensmitteln ursächlich scheint, krankmachende Erreger gelangen vielfach auch auf anderen Wegen, etwa über kontaminierte Schneidebretter, in unseren Körper.  


Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien aus der Familie der Enterobakterien. Sie lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen aus und führen durch ihre Vermehrung im Darm vor allem zu Durchfall. Der häufigste und entsprechend bekannteste Weg führt über Eier oder Eiprodukte, die nicht durchgegart sind, aber auch über Speiseeis oder rohes Fleisch. Pflanzliche Lebensmittel können tatsächlich ebenfalls von Salmonellen besiedelt sein.


„Vor allem, wenn auf Schneidebrettern rohes Fleisch bearbeitet wird und anschließend Gemüse auf dem gleichen Brett geschnitten wird“, erklärt Dr. med. Barbara Strey, Chefärztin der Gastroenterologie an der Duisburger Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn. Auch sogenannte Schmierinfektion von Mensch zu Mensch aufgrund von mangelnder Hygiene können ebenfalls zu einer Infektion führen, etwa wenn man Bakterien mit der Hand aufnimmt und die Hand dann Mund oder Nase berührt. Eher selten kommt es zu einer Übertragung durch Tierkot – doch auch hier ist mangelnde Hygiene ursächlich. Vor allem Reptilien können Salmonellen-Ausscheider sein und sind deswegen für Haushalte mit Kleinkindern eher nicht geeignet.  

Symptome einer Salmonelleninfektion
Meist geht die Erkrankung mit plötzlichem Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein und selten auch mit Erbrechen einher. Oftmals haben die Betroffenen zudem eine erhöhte Temperatur. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Blutstrominfektion, einer Sepsis, mit schwerem Krankheitsverlauf kommen. „Nach Aufnahme der Erreger bricht die Erkrankung relativ schnell aus – nach sechs bis 72 Stunden, meistens jedoch nach 12 bis 36 Stunden. Aber auch danach scheiden Erkrankte noch eine ganze Weile Salmonellen aus, in Einzelfällen bis zu mehreren Monaten“, so Strey.

Besonders sehr kleine Kinder und abwehrgeschwächte Menschen sind gefährdet, denn der Verlust an Flüssigkeit und Salzen macht sich bei ihnen besonders schnell bemerkbar. Um das möglichst effektiv wieder auszugleichen, gibt es in Apotheken sogenannte Elektrolytlösungen, die in Wasser aufgelöst werden und die unbedingt in die Hausapotheke gehören. Dauert die Durchfallerkrankung länger an und geht mit starkem Erbrechen und Fieber einher, sollten vor allem anfällige Menschen ärztliche Hilfe suchen.  
Faktencheck Salmonellen
· Salmonellen werden durch Einfrieren nicht abgetötet
· Bei Temperaturen zwischen 10 und 47°C Grad Celsius fühlen sie sich besonders wohl
· rohes Fleisch und Eier sowie Produkte mit rohen Eiern wie Mayonnaise immer lückenlos kühlen und nie in der Sonne stehen lassen
· Schneidebretter zwischen den unterschiedlichen Zutaten gut reinigen
· Speiseeis nicht wieder einfrieren
· Auf ausreichende Garzeiten bei Temperaturen >70 Grad achten
· Wasser für Säuglingsnahrung immer auf mindestens 70°C erhitzen
· Erkrankte sollten kein Essen für andere zubereiten bis sicher ist, dass sie keine Salmonellen mehr ausscheiden.

Hygiene im Haushalt schützt
Was aber kann ich selbst tun, um die Gefahr einer Übertragung von Salmonellen oder anderen Erregern im Haushalt zu verringern?
Auch wenn es dazu keine Spezialreiniger braucht, einige Grundregeln helfen, denn vor allem in der Küche – und nicht wie oft angenommen in der Nähe der Toilette – lauern viele Keime. Eine gründliche Reinigung benutzter Küchengeräte beugt daher möglichen Infektionen vor. Auch alte Plastikbrettchen, die bereits viele Schnittfurchen haben, sind ein wahres Paradies für Bakterien und sollten ersetzt werden, genauso wie Geschirrtücher und Schwämme alle ein bis zwei Tage ausgetauscht werden sollten.  

Weitere Tipps für einen keimarmen Haushalt (bitte beachten: für Haushalte mit immungeschwächten oder pflegebedürftigen Personen gelten ggfls. noch strengere Vorgaben)
· Spülbürsten sollten regelmäßig bei mind. 60 Grad in der Spülmaschine gereinigt, Schwämme und Tücher mindesten alle zwei Tage ausgetauscht und ebenfalls bei 60 Grad gewaschen werden.
· Vorratsschränke zweimal im Jahr reinigen und dabei Lebensmittelvorräte auf Haltbarkeit und Schädlingsbefall überprüfen, möglichst fest schließende Vorratsbehälter verwenden.
· Reinigen Sie Ihren Kühlschrank alle vier Wochen. Dabei reicht es, wenn Sie das Gerät mit Essigreiniger/Essigwasser auswischen.
· Abfallbehälter wöchentlich mit warmem Wasser und Reinigungsmittel säubern.
· Verwenden Sie unterschiedliche Putzlappen, um Bad und Toilette zu reinigen. Putzen Sie zuerst das Waschbecken, dann das WC.
· Keine aggressiven Mittel, wie z.B. Desinfektionsmittel verwenden, denn die Wirkstoffe gelangen in die Umwelt und greifen dort das bakterielle Gleichgewicht an oder führen sogar zu Resistenzen
· WC-Bürsten ebenfalls regelmäßig mit dem genutzten Reinigungsmittel säubern (z.B. im Siphon) · Duschtücher sollten Sie höchstens dreimal benutzen. Handtücher, mit denen Sie ihr Gesicht trocknen, und Waschlappen sollten Sie noch öfter waschen – idealerweise nach jeder Nutzung bei 60 Grad.
- Eine Maßnahme gilt aber für das Krankenhaus wie den Alltag gleichermaßen – die sorgfältige Händereinigung. Denn etwa 80 Prozent aller Infektionskrankheiten übertragen wir über die Hände.

 

Kardiologie am St. Anna: Herzteam komplett Rhythmologe vervollständigt

Duisburg, 13. April 2022 - Im Laufe des Lebens erkrankt rund jeder dritte Mensch in Deutschland an Vorhofflimmern. Es ist die häufigste Herzrhythmusstörung bei Erwachsenen und sie birgt ein fünffach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Dr. Michael Müller, „der Neue“ im Team der Kardiologie an der Helios St. Anna Klinik, kennt sich mit dieser und anderen Herzrhythmusstörungen bestens aus, denn er ist ein ausgewiesener Experte in der Region. Neben den fachlichen Qualitäten spielten weitere Aspekte eine Rolle bei der Verpflichtung des 55-Jährigen.  

Rhythmologen sind rare Spezialisten.
Die „Elektriker des Herzens“ müssen Mediziner mit viel Verstand und filigranem handwerklichen Geschick sein. Gerät das Herz aus dem Takt, erkennen sie mögliche „Kurzschlüsse“ in den komplexen elektrischen Verbindungen des Herzens, um in sogenannten elektrophysiologischen Interventionen den normalen Herzrhythmus möglichst weitgehend wiederherzustellen. Dr. Michael Müller hat die gesamte Entwicklung der Elektrophysiologie begleitet, seit Anfang der 2000er Jahre die ersten komplexen Prozeduren durchgeführt wurden.  

Nach rund 15-jähriger Tätigkeit am Herzzentrum Wuppertal wechselte der Facharzt für Kardiologie mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Rhythmologie, invasive Elektrophysiologie und aktive Herzrhythmusimplantate 2011 nach Remscheid. Hier war Dr. Müller zum einen als niedergelassener Kardiologe in einer Praxis mit interventionellem, elektrophysiologischem Schwerpunkt, zum anderen im Klinikum Remscheid als Elektrophysiologe tätig und widmete sich ab 2019 ausschließlich diesem Schwerpunkt. Im Remscheider Klinikum lernte er auch Dr. Oels kennen. Die Chemie stimmte sofort – und so war Dr. Müller bereit, dem Ruf Dr. Oels, der im Oktober die Chefarztposition der Kardiologie an der Helios St. Anna Klinik Duisburg übernommen hatte, zu folgen.  

Positive Bilanz nach den ersten Tagen
Am 1. April trat Dr. Müller seinen Dienst im Duisburger Süden an und kann nach den ersten Tagen schon eine durchweg positive Bilanz ziehen: „Dr. Oels ist es gelungen, ein Team zusammenzustellen, das die medizinische Qualität der kardiologischen Behandlung an einem Herzzentrum mit einer empathischen Patientenversorgung, welche die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten eines jeden Patienten in den Mittelpunkt stellt, verbindet. Die Chemie sowohl im Team der Kardiologie, als auch die Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen im Haus ist sehr gut. Nun freue ich mich darauf, die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, deren Wünsche und Bedürfnisse ich durch meine Erfahrungen als niedergelassener Kardiologe gut verstehen kann.“


Neben der kollegialen Zusammenarbeit im bestehenden Team liegt dem zweifachen Familienvater die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses besonders am Herzen: „Die Rhythmologie ist eine spannende Disziplin für Assistenzärzte, die jedoch lange Ausbildungszeiten mit sich bringt. Ich möchte auch weiterhin jungen Ärzten die Faszination an dem Bereich vermitteln und so langfristig dazu beitragen, den medizinischen Nachwuchs zu sichern.“     

Technische Voraussetzungen werden geschaffen
„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Dr. Michael Müller für uns gewinnen konnten. Durch den neuen Leistungsbereich haben wir einen weiteren Qualitätssprung in der Herzmedizin gemacht und bilden nun erstmals das gesamte Spektrum der modernen interventionellen Kardiologie an der Helios St. Anna Klinik ab“, freut sich Klinikgeschäftsführerin Claudia Meßthaler. Und auch Kardiologie-Chefarzt Dr. Oels zeigt sich sehr zufrieden: „Ich habe im Oktober letzten Jahres die Chefarztposition am St. Anna übernommen, weil sich hier die seltene Gelegenheit bot, eine neue kardiologische Abteilung aufzubauen, deren Team herausragende fachliche und menschliche Qualitäten miteinander vereint.“  


Um die fachlichen Fähigkeiten des Teams vollumfänglich einsetzen zu können, werden in den Räumlichkeiten der ehemaligen Intensivstation am St. Anna gerade zwei hochmoderne Herzkatheterlabore gebaut. Sie ermöglichen die bildliche Darstellung dreidimensionaler „Landkarten“ von Herz und Gefäßen der Patienten – eine elementare Voraussetzung für die innovativen Therapiekonzepte, die seit Oktober Einzug am St. Anna halten.  

Klinikgeschäftsführerin Claudia Meßthaler (l.) und Kardiologie-Chefarzt Dr. Martin Oels (r.) freuen sich, dass sie mit Dr. Michael Müller (m.) einen ausgewiesenen Experten im Bereich der Rhythmologie für die Helios St. Anna Klinik gewinnen konnten. 


"Versorgung binnen 20 Minuten langfristig nicht gewährleistet"

Kinderärzte fühlen sich in zweite Reihe gesetzt
Hürth/Duisburg, 11. April 2022 - Die CDU in Nordrhein-Westfalen plant bei Krankenhäusern Veränderungen in den Ballungsräumen, von denen der ländliche Raum profitieren soll: "Es muss nicht jedes Krankenhaus alles machen", sagt Peter Preuß, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im health tv Talk "Wir wählen Gesundheit".

Christiane Thiele, Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein vom Berufsverband Kinder- und Jugendärzte, zeigte sich vom CDU-Wahlprogramm enttäuscht: "Wir kommen da nicht vor." Die Sendung findet sich auf dem YouTube-Channel (https://youtu.be/MK2LlHFCTEw) von health tv und wird im linearen Fernsehen ausgestrahlt.
Klinikexperte: Pauschalsummen nicht sinnvoll bei hohem Sanierungsbedarf Krankenhausexperte Nachtwey sieht den Verteilungsschlüssel in NRW als ein Problem an: "Die Krankenhäuser, die in den 60er Jahren gebaut wurden, bedürfen jetzt umfangreicher Sanierungsmaßnahmen, die man nicht mit Pauschalsummen darstellen kann. Daher braucht es eine klare Investitionskostenfinanzierung für die Krankenhäuser, um ihre Grundsubstanz wiederherzustellen."

Preuß betonte dagegen, dass die CDU an ihrem bisherigen Krankenhausplan festhalte. Schwierige Eingriffe erforderten Spezialisierungen, auch wenn damit längere Anfahrtswege für Patienten verbunden seien, sagte Preuß: "Wenn jemand zum Beispiel an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist, dann soll er die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen, durch ein hochspezialisiertes Krankenhaus. Dafür wollen wir sorgen."

Die Investitionskostenförderung sei von CDU und FDP in NRW bereits "dramatisch erhöht", so Preuß, reiche aber noch immer nicht aus. Neben einer existenzsichernden Investitionskostenförderung der Kliniken sprach sich Preuß auch für die Einrichtung einer Pflegekammer aus. Über die Gründe, warum Pflegekammern in anderen Bundesländern unlängst abgeschafft worden waren, könne man "nur spekulieren. Das sind alles Gründe, die wir hier in Nordrhein-Westfalen vermieden haben."

Ärztin: Landarztquote benachteiligt Kinder- und Jugendmedizin
"Ganz sicher ein Erfolgsmodell" sei, so Preuß, die Landarztquote, die von der aktuellen NRW-Landesregierung eingeführt wurde. Sie erleichtert jungen Menschen den Zugang zum Medizinstudium, wenn diese sich darauf festlegen, sich anschließend im ländlichen Raum niederzulassen. Kinderärztin Thiele kritisiert, dass mit der Landarztquote eine Niederlassung als Kinderarzt nur möglich sei, wenn die allgemeinmedizinischen Kassensitze vergeben seien: "Wir zählen m KV-Recht zu den Hausärzten. Wir sind die Hausärztinnen und Hausärzte der Kinder. Wir sehen das als nicht gerecht an, in die zweite Reihe gerückt zu werden."

Auch im Bereich der Kindermedizin gebe es einen erheblichen Nachwuchsmangel. Der Talk bildet den Auftakt einer neuen Staffel von "Wir wählen Gesundheit". Im Austausch mit Landespolitikern und Experten aus der Praxis beleuchtet health tv, für welche Gesundheitspolitik CDU, SPD, FDP, Grüne und Linkspartei bei der NRW-Wahl am 15. Mai 2022 antreten. Link zur Sendung bei YouTube: https://youtu.be/MK2LlHFCTEw

Experte des Verbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus setzt auf eine individuell abgestimmte medikamentöse Therapie sowie aktive Physiotherapie

11. April ist Welt-Parkinson-Tag 
Duisburg, 07. April 2022 - Die Diagnose Parkinson ist für Betroffene oft sehr belastend. Die Gewissheit, dass die Krankheit nicht heilbar ist, lässt viele verzweifeln. Allerdings ist die Parkinson-Erkrankung inzwischen sehr gut behandelbar – je früher die Diagnose feststeht, desto besser. Doch Symptome wie steife Muskel, zitternde Hände oder langsame Bewegungen werden meist über längere Zeit nicht abgeklärt und mit Alterserscheinungen oder Erkrankungen wie Rheuma verwechselt.

Parkinson wird häufig zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr diagnostiziert und ist eine langsam, fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Bei Parkinson sterben Nervenzellen ab, die Dopamin enthalten. Dopamin ist einer der Botenstoffe, der die Bewegungen des Körpers steuert. Zu den Hauptsymptomen der Krankheit zählen: Zittern (Tremor) von Händen, Armen oder Beinen sowie Muskelsteifheit (Rigor) vor allem der Nackenund Schultermuskulatur. Parkinson ist des Weiteren durch Bewegungsarmut (Bradykinese) gekennzeichnet. Betroffene laufen und bewegen sich insgesamt langsamer, sogar die Mimik ist eingeschränkt oder fast gar nicht mehr vorhanden. Auch Gang- und Haltungsstörungen sind häufig gestört, so das Betroffene stolpern und stürzen.

„In einem frühen Stadium der Krankheit können wir mit Medikamenten sehr gut gegensteuern und die Symptome erfolgreich lindern. Dann ist über viele Jahre ein weitgehend normales, oft beschwerdefreies Leben möglich. Da die Krankheit aber weiter voranschreitet, schauen wir fortlaufend, ob Medikamente und Dosierungen noch passen, um auch mögliche Nebenwirkungen gering zu halten“, erklärt PD Dr. Holger Grehl, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Verbund Evangelisches Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus.

Für Dr. Grehl - Foto EVKLN -  und sein Team stehen bei der Behandlung der Parkinson-Erkrankung die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten an oberster Stelle. Sie werden von Anfang an aktiv miteinbezogen: „Wir fragen nach, welche Symptome am meisten stören oder auch welche Nebenwirkungen von möglichen Medikamenten akzeptabel sind.

Dann interessieren wir uns dafür, ob der- oder diejenige gerne Sport gemacht hat. Jemand, der sein ganzes Leben sehr sportlich war, hat oft ganz bestimmte Ansprüche an sich selbst und Wünsche an die Therapie.
Das alles berücksichtigen wir und wählen danach die Medikamente aus. Zusätzlich setzen wir auf Physiotherapie, mit der sich Beweglichkeit und Koordination trainieren lässt. Ziel ist immer, den Patientinnen und Patienten solange wie möglich ein selbständiges und zufriedenes Leben zu ermöglichen“, so Dr. Grehl. Damit dies gelingt ist eine frühzeitige Diagnose der Parkinson-Krankheit unbedingt erforderlich.

Der Welt-Parkinson-Tag, der am 11. April stattfindet, will dafür sensibilisieren, auch leichte Symptome frühzeitig abklären zu lassen. In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von Parkinson-Syndromen betroffen. Die Klinik für Neurologie des Verbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen. Sie befindet sich am Standort Evangelisches Krankenhaus Duisburg-Nord in Fahrn. Neben der ambulanten und stationären Behandlung von Parkinson, können sich Patientinnen und Patienten dort auch eine Zweitmeinung einholen.

 

Erster Schritt zur Telenotarzt-Region Niederrhein

Landes-Gesundheitsministerium NRW genehmigt gemeinsame Planung der Kreise Kleve, Viersen und Wesel sowie der Städte Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach
Duisburg/Niederrhein, 06. April 2022 - Die Kreise Kleve, Viersen und Wesel sowie die Städte Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach streben eine gemeinsame Trägergemeinschaft „Telenotarzt Niederrhein“ an. Das LandesGesundheitsministerium NRW hat nun grünes Licht gegeben: Die Kommunen dürfen die Planung konkretisieren. Der Telenotarzt ist ein System, bei dem das bestehende Netz notärztlicher Versorgung um ein digitales Angebot ergänzt wird. Hierbei handelt es sich um das führende Projekt in der Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen des Landes NRW.

Ziel ist, die schnellstmögliche Betreuung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. In einer TelenotarztRegion kann der Rettungsdienst bei einem Einsatz jederzeit digital einen erfahrenen Notarzt in einer Leitstelle konsultieren. Dieser integrierte Ansatz soll landesweit durch den Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologien im Rettungsdienst erreicht werden und verspricht eine Verbesserung der präklinischen Patientenversorgung bei gleichzeitiger Schonung von Ressourcen.

"Die Digitalisierung hat längst auch das Gesundheitswesen erreicht. Der Telenotarzt schließt eine Lücke zwischen Notfallversorgung und physischer Anwesenheit eines Notarztes. Er berät und unterstützt das Rettungspersonal vor Ort. So wird die Qualität der ambulanten Notfallversorgung weiter verbessert", so Oberbürgermeister Sören Link.

So funktioniert der Telenotarzt: Die Rettungskräfte im Einsatz nehmen Kontakt zur Leitstelle auf. Dort erhält der Telenotarzt die Vitaldaten der Patientin oder des Patienten per Echtzeit-Übertragung. Seine Aufgabe ist es, die Einsatzkräfte vor Ort mit Sprach- und/oder Videokontakt zu unterstützen und anzuleiten. Die geplante Telenotarzt-Region Niederrhein umfasst mehr als zwei Millionen Einwohner. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sechs Kommunen arbeiten nun an der konkreten Ausarbeitung einer gemeinsamen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung.


Dabei geht es um eine Vielzahl derzeit noch offener Fragen, beispielsweise um die Themen Einsatzbereiche, Standorte, Qualifikationen, Übertragungstechnik, Kosten, Haftung, Laufzeit und Inkrafttreten sowie Kündigungsfrist. Die sechs Partner streben an, die öffentlich-rechtliche Vereinbarung noch in diesem Jahr abzuschließen. Das Aachener Institut für Rettungsmedizin & zivile Sicherheit (ARS) begleitet sie bei der Umsetzung.

Das Land Nordrhein-Westfalen ist bundesweit Vorreiter bei der telenotfallmedizinischen Versorgung. Bereits seit 2014 gibt es in der Stadt Aachen die landesweit einzige Telenotarztzentrale im Regelbetrieb. Derzeit wird das Telenotarztsystem auch in weiteren Regionen aufgebaut. Der Umsetzungs- und Abstimmungsprozess wird in allen Fällen noch mehrere Jahre erfordern. Alleine die aufwändige Technikumrüstung in den Rettungsmitteln und in den Leitstellen wird für alle beteiligten Träger des Rettungsdienstes eine große Herausforderung darstellen.
Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 das Telenotarzt-System landesweit auszubauen. Dazu hat das Land NRW eine Steuerungsgruppe eingerichtet.

 

 „Radiologie ist mehr als die Auswertung von Bildern“

 Duisburg, 05. April 2022 - Die Verbindung von Bildgebung und operativem Eingriff, die sogenannte interventionelle Radiologie, ist das Steckenpferd von Prof. Dr. Marco Das am Helios Klinikum Duisburg. Dafür wurde der radiologische Chefarzt nun offiziell zertifiziert. Es ist wohl ein gängiges Klischee, dass die Zunft der Radiologen die meiste Zeit ihres Arbeitslebens verborgen am Bildschirm und nicht am Patienten verbringt.
Dabei bietet dieses interdisziplinär so stark vernetzte und gebrauchte Fach weit mehr als bloße Bildgebung. Ob im OP-Saal bei einer Angiographie, in der Computertomographie oder in der Notaufnahme – Radiologen mischen besonders in Krankenhäusern an vielen Stellen direkt am Patienten mit. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang nicht fehlen darf, ist die „interventionelle Radiologie“.

In diesem Teilbereich steht nicht die Diagnosefindung im Fokus, sondern die aktive Mitarbeit beim therapeutischen Ansatz. Denn als interventionell bezeichnet man Diagnose- oder Behandlungsverfahren, bei denen - im Gegensatz zum konservativen Vorgehen - gezielte Eingriffe, sogenannte Interventionen, am erkrankten Gewebe vorgenommen werden. Beispiele dafür sind etwa Biopsien, die Wiedereröffnung oder der gezielte Verschluss von Blutgefäßen – etwa bei akuten Blutungen oder der Behandlung der Prostata – oder die Tumorbekämpfung durch Hitzeeinwirkung.

 

„Bei letzterem wird eine spezielle Sonde unter CT-Kontrolle in den Tumor eingebracht. Dort erzeugen Mikrowellen Hitze, die das bösartige Gewebe gezielt zerstört“, erklärt Prof. Dr. Marco Das, Chefarzt der diagnostischen und interventionellen Radiologie an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg. Diese Methode ist oftmals schonender und effektiver als etwa eine Operation oder Bestrahlungen von außen und bereits in vielen medizinischen Leitlinien anerkannt und etabliert.

Prof. Dr. Marco Das, Chefarzt am Helios Klinikum Duisburg bei einem interventionellen Eingriff

Am Helios Klinikum Duisburg wird das Verfahren besonders erfolgreich bei Tumoren in Niere oder Leber eingesetzt. Marco Das ist hier federführend und wurde nun  gemeinsam mit seinem Team nach jahrelanger Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (DeGIR) sowie der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) offiziell zertifiziert.


Für die umfangreiche Prüfung sind vor allem eine hohe Fallzahl an spezialisierten Eingriffen, die Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen und außerordentliche interventionelle Kenntnisse erforderlich. Das Zertifikat in Kombination mit dem großen Leistungsspektrum beschert der Abteilung zudem das Siegel als Ausbildungszentrum. Damit verbunden ist die Möglichkeit, Nachwuchsmediziner im Bereich der interventionellen Radiologie umfassend auszubilden. Prof. Das ist dankbar für all den Einsatz: „In der Zertifizierung steht zwar mein Name, aber das alles ist eindeutig eine Teamleistung. Denn ohne meine Mannschaft hier vor Ort könnte ich all diese Eingriffe und Verfahren nicht leisten.“

Auch die Duisburger Patient*nnen profitieren von dieser hohen Qualität, die sich aus kompetenten menschlichen Fähigkeiten und modernster Bildgebungstechnik im Neubau des Standortes zusammensetzt.    Die radiologische Abteilung des Helios Klinikum Duisburg ist eine der größten am Haus. Mit über 40 Köpfen (Ärzte und Ärztinnen sowie Medizinisch-Technische RadiologieassistentInnen [MTRA]) versorgen sie mehr als 60 000 Patientinnen und Patienten im Jahr. Besonders spezialisiert ist das Team im Bereich der interventionellen Verfahren und der Funktionsdiagnostik, in dessen Rahmen es eng mit den zahlreichen anderen Disziplinen am Haus wie etwa der Onkologie zusammenarbeitet.  
 

 

 Neue Seelsorgerinnen am BETHESDA Krankenhaus: Ute Sawatzki und Sara Randow  

Duisburg, 05. April 2022 - Pfarrerin Ute Sawatzki und Pfarrerin Sara Randow sind die neuen evangelischen Seelsorgerinnen am BETHESDA Krankenhaus. Am 1. März haben sie die Nachfolge von Pfarrer Peter Glörfeld angetreten, der nach 32 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Ein guter Monat – eine kurze Zeit, um sich an die neue Aufgabe heranzutasten, neue Strukturen und sehr viele neue Menschen kennenzulernen. Der Einstieg ist für die beiden aber mehr als positiv verlaufen, sagt Sara Randow: „Wir sind von Anfang an total freundlich und mit viel Wertschätzung aufgenommen worden.“

Ute Sawatzki ergänzt: „Immer wieder haben wir den Satz gehört: ´Wie schön, dass Sie da sind…´. Das gibt einem natürlich ein gutes Gefühl.“ Zur Zeit sind die beiden Seelsorgerinnen noch damit beschäftigt, Kontakte zu knüpfen, sich Patienten und Mitarbeitern vorzustellen und die Aufgaben, die Peter Glörfeld über lange Jahre betreut hat, für sich neu aufzuteilen und zu ordnen. Ute Sawatzki will sich in Zukunft unter anderem um das Projekt „Kinderhimmel“ für Eltern, die ihr Kind durch eine Fehl- oder Totgeburt verloren haben, und um die Neugeborenenstation kümmern, Sara Randow zum Beispiel um die Zusammenarbeit mit den Grünen Damen und Herren.

Beide sind Gemeindepfarrerinnen an der Evangelischen Trinitatis-Gemeinde im Duisburger Süden – was dazu führt, dass sie in ihren ersten Wochen am BETHESDA nicht nur von unbekannten Gesichtern umgeben waren. „Viele Patientinnen und Patienten hier sind Mitglieder unserer Gemeinde“, hat Ute Sawatzki festgestellt. Sie und ihre Kollegin wollen aber gerade auch für die da sein, die bislang nur wenige Berührungspunkte mit den Themen Kirche und Glauben hatten. „Ein Krankenhausaufenthalt ist oft ein gewaltiger Einschnitt im Leben.“, sagt Sara Randow, „Viele Menschen stellen sich in dieser belastenden Situation Fragen nach Sinn und setzen sich vielleicht zum ersten Mal mit dem Tod auseinander.“

Was die beiden Seelsorgerinnen auf jeden Fall schon während der ersten Wochen ihrer Tätigkeit am BETHESDA spüren: Den über die Jahrzehnte gewachsenen Evangelischen Charakter des Hochfelder Klinikums. „Oft waren es schließlich Kirchen oder Klöster, die die ersten Krankenhäuser gegründet haben. Dieses Gefühl, dass Kirche auch heute präsent ist im BETHESDA – das ist das, was wir den Menschen geben wollen.“  Das Evangelische Klinikum Niederrhein und das BETHESDA Krankenhaus wünschen Pfarrerin Ute Sawatzki und Pfarrerin Sara Randow für ihre neuen Aufgabe viel Erfolg und viel Freude an ihrer Arbeit. 
Pfarrerin Ute Sawatzki (li.), Pfarrerin Sara Randow (Fotos: PicturePeople)     

 

 Wenn Azubis eine Krankenhausstation leiten

Schülerstation an der Helios Klinik Duisburg-Homberg  
Duisburg, 03. April 2022 - „Im Rahmen der Schülerstation erfahren unsere Auszubildenden innerhalb von drei Wochen, was es bedeutet, einen kompletten Stationsablauf zu verantworten. Diese Fähigkeiten, haben wir in unserer damaligen gesamten dreijährigen Ausbildung nicht vermittelt bekommen“, erklärt Beate Rössner, Stationsleitung an der Helios Klinik Duisburg-Homberg. Dabei sind Praxiseinsätze immer schon ein elementarer Bestandteil der Krankenpflege-Ausbildung, schließlich müssen die Schüler:innen, genau wie in jedem anderen Lehrberuf auch, das theoretische Wissen in der Praxis umsetzen.

Normalerweise geschieht dies durch die Mitarbeit auf einer Station in einem bestehenden Team erfahrener Pflegekräfte. „Bei meinen bisherigen Einsätzen habe ich immer nur einzelne Tätigkeiten ausgeführt, während die examinierten Pflegekräfte sich um ‚das große Ganze‘ gekümmert haben“, berichtet Kilian Römer, Auszubildender zum Kranken- und Gesundheitspfleger im dritten und somit letzten Lehrjahr.   Das Projekt „Schüler leiten eine Station“, das letztes Jahr Premiere an den Helios Rhein-Ruhr Kliniken feierte, ist eine wesentlich tiefgreifendere Lern-Erfahrung.


„Drei Wochen lang leiten die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht, ausgebildeter Praxisanleiter und Stationsleitungen eine Station vollkommen eigenständig im realen Krankenhausbetrieb. Dazu gehören neben den klassischen pflegerischen Tätigkeiten in allen Schichten, inklusive des Nachtdienstes, auch das Schreiben von Dienstplänen, das Begleiten von Visiten und die Kommunikation mit den Ärzten und Therapeuten sowie die Pflege-Dokumentation und alle anderen administrativen Aufgaben.

 

„Die Wahl ist dabei nicht zufällig auf die altersmedizinisch ausgerichtete Station 4 gefallen, denn gerade die Betreuung unsere älteren Patienten, die häufiger unter kognitiven Veränderungen und weiteren altersbedingten Begleiterkrankungen leiden, ist angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland auch für die zukünftige Arbeit als Pflegefachkraft eine wertvolle Herausforderung“, so Karl Poersch, Pflegedirektor der Helios Rhein-Ruhr Kliniken in Duisburg.  


Vor Projektbeginn wurden den Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Vorbereitungswoche durch Praxisanleiter, Leitungen und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen des Hauses noch einmal alle relevanten Tätigkeiten und Abläufe vermittelt, z.B. das Schreiben von EKGs, der richtige Umgang mit medizinischen Geräten und Hilfsmitteln, Wundbehandlung oder die Dokumentation und den Umgang mit dem PC. Aber auch Rollenspiele und Reanimationsmaßnahmen gehörten zum Pensum.   

„In den ersten Tagen mussten sich noch alle aufeinander einspielen, doch die Schülerinnen und Schüler sind sehr selbstkritisch und reflektieren ihr Handeln sehr gut,  sodass sie sich schnell organisiert und in ihre neuen Rollen hineingefunden haben“, sagt Rössner. Und auch von anderer Seite können die Auszubildenden sich über positives Feedback freuen: „Neben den examinierten Pflegekräften haben auch die Ärzte, die wir unter anderem bei den Visiten begleitet haben, uns sehr gelobt. Die schönste Anerkennung sind für uns natürlich die positiven Rückmeldungen der Patienteninnen und Patienten, die uns gespiegelt haben, dass sie sich bei uns sehr gut betreut fühlen“, so Römer.  

Pflegeausbildung an den Helios Rhein-Ruhr Kliniken in Duisburg Im Herbst 2020 wurde die Pflegeausbildung neu strukturiert: Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wurden mit einem generalistischen Ansatz zur Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann zusammengeführt. Interessenten können sich an den Pflegedirektor der Helios Rhein-Ruhr Kliniken wenden:
karl.poersch@helios-gesundheit.de    

(Teil des Teams): Angehende Pflegefachmänner und -frauen (hellblaue Kasacks) unter der Leitung von Kilian Römer (4.v.r.) leiteten die diesjährige Schülerstation an der Helios Klinik Duisburg-Homberg selbstständig, konnten aber jederzeit auf rat- und tatkräftige Unterstützung des erfahrenen Pflegeteams (weiße Kasacks) mit den Stationsleitungen Kathera Jebran (l.) und Beate Rössner (3.v.l.) zählen.