BZ-Home Klinik Medizinische Versorgung   Sonderseiten



BZ-Sitemap

Selbsthilfe

Eine wahre Geschichte
Ein modernes Märchen

Archiv


Klinik Krankenhäuser
Klinik Apotheken
Klinik Notdienste


Ärztliche Bereitschaft
116 117

Privatärztlich
180-1019246

Zahnärztlich
1805-986700

Feuerwehr, Rettung
112

Polizei

110


Krankentransport
19 222

Frauenhaus DU
62213

Tierärztlich
33 56 56



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






Kostenfrei: 0800 00 22 8 33 - Kurzwahl 22833 (69 Cent pro Minute)  unterwegs
SMS mit  Inhalt „apo“ an 22 8 33 (69 Cent pro SMS) und „Ja“ zur Ortung

Krankenstand in NRW: Duisburg deutlich über Landesdurchschnitt 

Duisburg, 29. Juli 2015 - In Nordrhein-Westfalen war jede Erwerbsperson im letzten Jahr durchschnittlich 15,1 Tage krankgeschrieben - Duisburg liegt mit 18,1 Tagen deutlich über diesem Wert. Dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) heute auf Basis ihres aktuellen Gesundheitsreports mit. Die Hauptursache waren Rückenbeschwerden. Jede Duisburger Erwerbsperson war 2014 durchschnittlich 3,15 Tage deswegen krankgeschrieben.  
Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage gab es in Bonn (12,3 Tage), die meisten in Gelsenkirchen (19,7 Tage). Der Trend aus den Vorjahren setzt sich fort: Beschäftigte in Verwaltungsstädten wie Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster haben die geringste Anzahl an Fehltagen – Arbeitnehmer im Ruhrgebiet die höchste.  

Hintergrund: Die TK hat für ihren Gesundheitsreport die Daten der bei ihr versicherten 4,4 Millionen Beschäftigte (sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Arbeitslosengeld 1 Bezieher) gemeldeten Mitglieder analysiert. Für NRW wurden die Daten von über einer Million TK-Versicherten ausgewertet.

Pflegeausbildung in den Sana Kliniken Duisburg beendet - 22 Schülerinnen und Schüler werden übernommen

 Duisburg, 27. Juli 2015 – Von den 51 Absolventen haben im Juli alle das „Prüfungspaket“ aus schriftlicher, praktischer und mündlicher Prüfung im Anschluss an ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich absolviert. So strahlten zur Examensfeier 35 frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und 16 Gesundheits- und Kinderkranken-pfleger/-innen in die Kamera.

Die Sana Kliniken Duisburg sind mit über 1.700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsunternehmen in Duisburg. Damit verbunden ist das Interesse den jungen Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz sondern ebenso auch Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu bieten. Die Sana Kliniken Duisburg streben jedes Jahr eine Übernahme möglichst vieler Auszubildender nach ihrem Examen an.
„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder 22 der Examensschülerinnen und -schüler übernehmen können. So behalten wir unseren qualifizierten und hochmotivierten Nachwuchs direkt im Hause“, berichtet Pflegedirektor Detlef Prost stolz. Gerade in den Pflegeberufen zeichnet sich deutschlandweit ein immer größerer Bedarf ab.

Die jungen Pflegerinnen und Pfleger starten ihre Laufbahn in allen Bereichen der Wedau Kliniken sowie des Bertha Krankenhauses. Dazu gehören neben den vielen Allgemeinstationen auch der OP, die Ambulanz, die Kinderklinik sowie die verschiedenen Intensivstationen. Auch in den letzten Jahren konnte das Klinikum Duisburg als Unternehmen der Sana Kliniken immer wieder einen großen Teil der Absolventen übernehmen.

Bestanden und übernommen worden - wenn das kein Grund zur Freude ist...

Rot-Weiß Oberhausen probt den Kältefall

Die erste Mannschaft nutzte zur finalen Saisonvorbereitung die Kältekammer am HELIOS Klinikum Duisburg
Duisburg, 27. Juli 2015 - Eistonne mal anders – die erste Mannschaft des Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen stattete dem wohl frostigsten Raum Duisburgs einen Trainingsbesuch ab.
In der Kältekammer an der HELIOS St. Johannes Klinik mussten die Spieler nacheinander jeweils drei Minuten lang Temperaturen von minus 80 Grad Celsius über sich ergehen lassen. Geschützt nur durch eine kurze Sporthose, Mütze, und Handschuhe sowie Mundschutz und festes Schuhwerk. Die anschließende Erkenntnis: So schlimm ist es gar nicht.
Der Zweck: Steigerung der Leistungsfähigkeit rechtzeitig vor dem Saisonauftakt. Denn der gezielte Einsatz von extremer Kälte wirkt aktiv auf die Muskulatur ein – sowohl vor als auch nach dem Sport. Bei ersterem hilft vor allem die Flexibilität des eigenen Körpers. Während der Anwendung verschließt er Gefäße, die direkt unter der Haut liegen, das Blut wird in die Tiefe und dabei auch in die Muskulatur zurückgedrängt. Die aber wiederum profitiert von der erhöhten Versorgung.
„Der Körper ‚ökonomisiert‘ sozusagen seinen Blutkreislauf“, erklärt Florian Männel, Leiter der Physiotherapie am HELIOS Klinikum Duisburg. Er betreut die Oberhausener Spieler während ihrer Kälteeinheiten, zeigt die verbliebende Zeit an und beantwortet alle Fragen.
Damit dieser herbeigeführte Effekt nicht sofort verpufft, ist direkt im Anschluss Bewegung angesagt, um erste Reize zu setzen. Für das Rot-Weiß-Team bedeutete das: kurze Sprintübungen, erst im Stand, dann auf der hinterm Klinikum gelegenen, ansteigenden Parkhauszufahrt. Wiederholt man die Kälteanwendungen über einen Zeitraum von mehreren Wochen, verstärkt sich der Effekt.   
Eine weitere positive Eigenschaft der tiefen Temperaturen ist die Entzündungshemmung.
Vor allem für Rheuma- oder Rückenpatienten ist das oft eine Wohltat, aber auch bei Sportlern fördert es die Regeneration nach dem Training. Denn wie man mittlerweile weiß, entsteht etwa ein Muskelkater nicht durch Milchsäureeinlagerungen sondern durch minimalste Verletzungen und eine Art Entzündungsreaktion der Muskelfaser. Daher das typische Schmerzgefühl. Die Kälte sorgt im Nachgang für eine bessere Durchblutung und Entzündungsstoffe werden schneller abtransportiert.
Auch Cheftrainer Andreas Zimmermann testete die Schockfrostung und ist angetan: „Es fühlt sich gar nicht so kalt an, wie man meinen sollte. Und direkt danach wirkt es wie ein Wachmacher. Außerdem tut es immer gut, Abwechslung und neue Dinge in den Trainingsalltag zu integrieren.“ Ob da möglicherweise auch die von der Wissenschaft vermutete Glückshormonproduktion bei extremer Kälte eine Rolle spielt? Jedenfalls machte sein Team nach dem Ende der Einheit einen ziemlich zufriedenen Eindruck.

V.l. stehend: Physiotherapieleiter Florian Männel, Cheftrainer Andreas Zimmermann, Torwart Torben Krol, Felix Haas, Sinan Özkara, Co-Trainer Dirk Langerbein, Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael v.l. hockend Felix Herzenbruch, Christoph Caspari, Kapitän Benjamin Weigelt und Dominik Reinert Da die Spieler in aufeinanderfolgenden Gruppen kamen, sind auf diesem Bild nicht alle Teammitglieder zu sehen.)

Neues endoskopisches Verfahren erspart Operation

 Ärzte aus dem Malteser Krankenhaus St. Anna in Huckingen haben Patienten endoskopisch die komplette Darmwand entfernt. Die Methode ist neu. Bisher ging der Eingriff nur mittels einer Operation. Prof. Dr. Martin Wegener und Dr. Thomas Wiedbrauck (Foto) sind die ersten Ärzte in Duisburg, die dieses Verfahren anwenden.  

Duisburg, 27. Juli 2015 - Mit einer neuartigen Behandlungsmethode in der Gastroenterologischen Klinik am Malteser Krankenhaus St. Anna können Patienten schonend endoskopisch behandelt werden, die bisher operiert werden mussten. Wenn bei einer Darmspiegelung gutartige Neubildungen der Darmschleimhaut, sogenannte Polypen, erkannt werden, die bereits in tiefere Darmwandschichten, wie z.B. die Muskelschicht, eingedrungen sind, konnten diese bisher nicht im Rahmen einer Darmspiegelung abgetragen werden, sondern mussten durch eine chirurgische Darmoperation entfernt werden.  

Die in Tübingen ansässige Firma OVESCO hat jetzt ein Verfahren entwickelt, das die Entfernung der kompletten Darmwand und damit auch von tiefer eingewachsener Neubildungen über ein Endoskop erlaubt. Es wird FTRD-System genannt, Full-Thickness-Resection-Device („Vollwand-Abschneide-Vorrichtung“). Der Trick dieser Methode ist, die komplette Darmwand mit Hilfe eines Greifers in eine auf die Spitze eines normalen Endoskops gesetzte transparente Kappe zu ziehen, dann einen speziellen Clip über die hineingezogene gedoppelte Darmwand zu setzen, und anschließend das erkrankte Stück Darmwand mit einer Schlinge heraus zu schneiden. Es wird also das Loch, das beim Herausschneiden der kompletten Darmwand eigentlich entstehen würde, schon vor dem Schneiden durch den Clip verschlossen. Der Darm bleibt bei diesem Eingriff also immer geschlossen.  

Prof. Dr. Martin Wegener und Dr. Thomas Wiedbrauck konnten im Malteser Krankenhaus St. Anna als erstem Krankenhaus in Duisburg schon eine Reihe von Patienten mit diesem innovativen Verfahren erfolgreich behandeln. So zum Beispiel Patienten mit in tiefere Wandschichten eingewachsenen Polypen, mit in der Unterschleimhautschicht wachsenden Neubildungen und mit durch vorhergehende Abtragungen vernarbten Polypen. Diesen Patienten konnte durch das neue endoskopische Verfahren eine Operation erspart werden.  

Zentralambulanz der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik ist für alle Patienten offen

Duisburg, 20. Juli 2015 - Die Zentralambulanz der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) Duisburg steht für Patienten mit Verletzungen aller Art und Versicherte aller Kostenträger offen – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Erste Anlaufstelle ist die BGU Duisburg auch als überregionaler Schwerpunkt für die medizinische Versorgung von Schwerverletzten aus der Region Niederrhein.
Hier in der Notaufnahme werden die meisten ambulanten und stationären Operationen der BGU Duisburg geplant und gesteuert. Das Team unter langjähriger Leitung von Dr. Hermann-Josef Böhm besteht aus sieben Ärzten, 17 Pflegekräften, elf Arzthelferinnen sowie acht Verwaltungsangestellten. Sie kümmern sich um die medizinische Versorgung der Patienten bzw. einen reibungslosen Ablauf von Notfallambulanz und zehn Spezialsprechstunden.
„Mit durchschnittlich 15 Minuten fallen die Wartezeiten für die Patienten in der Zentralambulanz der BGU Duisburg bemerkenswert kurz aus“, so Dr. Böhm. Im Gespräch zeigte er sich überzeugt von der engmaschig geknüpften medizinischen Versorgung im zertifizierten überregionalen Traumazentrum an der Großenbaumer Allee 250 im Duisburger Stadtteil Buchholz. Ein wichtiger Arbeitsbereich  der dortigen Zentralambulanz ist der sogenannte Schockraum.
„Im Schockraum haben sich streng standardisierte Abläufe bewährt“, schildert er. „Dabei arbeiten wir systematisch vorbereitete Checklisten ab. Alle Schritte sind festgelegt, von der Planung bis hin zur Behandlung von Mehrfachverletzungen. Das ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, den wir fortlaufend auch in regelmäßigen Besprechungen mit unseren Kollegen aus dem Rettungsdienst überprüfen und bei Bedarf anpassen.“
Die Patienten profitieren darüber hinaus von kurzen Wegen und bei Bedarf von den Konsultationsmöglichkeiten weiterer Fachärzte des Hauses. Bei Berufsunfällen sind sie Nutznießer eines besonderen Verfahrens, der BG Heilverfahrenssteuerung, an der auch die einzelnen Berufsgenossenschaften mit ihren Behandlungsmanagern in der BGU Klinik vor Ort beteiligt sind. „Das heißt, vom Unfalltag bis zum Abschluss der Heilbehandlung koordinieren wir hier alle notwendigen ärztlichen, pflegerischen und rehabilitativen Maßnahmen aus einer Hand und unter unserem Dach“, erläutert Dr. Böhm. Besser könne man auch aus Patientensicht die Heilbehandlung nicht verzahnen.

Symbolische Schiffstaufe markiert offiziellen Anteilsübergang - aus der Klinikum Duisburg GmbH wird die Sana Kliniken Duisburg GmbH

Duisburg, 17. Juli 2015 - Mit einer symbolischen Schiffstaufe, begleitet von einem Mitarbeiterfest, wurde heute im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link, Sana-Vorstand Thomas Lemke und Klinikgeschäftsführer Dr. Stephan Puke der offizielle Anteilsübergang des Klinikum Duisburg auf die Sana Kliniken AG gebührend vollzogen. Mit diesem Schritt übernimmt Sana die vollständige unternehmerische Verantwortung für die beiden Klinikstandorte sowie die drei angegliederten Seniorenzentren.
Zuvor hatten das Bundeskartellamt, die Bezirksregierung und die Zusatzversorgungskasse ihre Zustimmung zur Anteilsveräußerung erteilt. Zukunftsfähige Krankenhausstruktur auf den Weg gebracht Oberbürgermeister Sören Link zeigte sich überzeugt, mit der grundlegenden Neuausrichtung eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur für Duisburg auf den Weg gebracht zu haben. In Hinblick auf die große Investitions- und Modernisierungssaufgabe hatte der Rat der Stadt im März dieses Jahres grünes Licht gegeben, die Anteile der Sana Kliniken AG von 49 Prozent auf 99 Prozent zu erhöhen.

Nach den Worten des Oberbürgermeisters bringe Sana die fachliche und wirtschaftliche Stärke mit, um ein Haus der Maximalversorgung, wie Duisburg, neu auszurichten und langfristig erfolgreich zu führen. Die Stadt Duisburg und die gesamte Region gewinnen einen starken und innovativen Partner im Gesundheitsweisen. Sana weiche dem Innovationsdruck der modernen Medizin nicht aus, sondern setze konsequent auf die Weiterentwicklung eines zukunfts- und leistungsfähigen Bau- und Medizinkonzeptes. Davon profitierten nicht nur Patienten und Mitarbeiter sowie die Stadt Duisburg, sondern auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen als Gesundheitsstandort.

Es bleibt das Klinikum der Duisburgerinnen und Duisburger Die Sana Kliniken AG verpflichtet sich mit 105 Millionen Euro zu erheblichen finanziellen Anstrengungen für Neu- und Umbauten sowie den weiteren Ausbau des medizinischen Leistungsspektrums in den Wedau Kliniken und im Bertha-Krankenhaus zu einem modernen und leistungsstarken Krankenhaus der Maximalversorgung. „Auch wenn aus der Klinikum Duisburg GmbH die Sana Kliniken Duisburg GmbH wird, bleiben sie die Einrichtungen der Duisburgerinnen und Duisburger“, hob Sana-Vorstand Lemke hervor.    

„Die Zukunft beginnt jetzt“
„Wir müssen bei den Patienten und niedergelassenen Ärzten um Vertrauen werben und die vorhandene medizinische Exzellenz noch stärker als bisher herausbilden. Die Zukunft beginnt jetzt, “ beschreibt Lemke die Marschroute für die kommenden Monate. Es bedürfe nun einer konsequenten Neuausrichtung, um eine Balance zwischen Patientenerwartungen, Erwartungen der Beschäftigten und wirtschaftlicher Tragfähigkeit zu erreichen.
Klinik-Geschäftsführer Dr. Stephan Puke zeigt sich froh, dass mit dem Vollzug des Anteilsübergangs für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein monatelanger Prozess des Wartens zu einem guten Ende gekommen ist. Nun herrsche Klarheit darüber, dass es das Klinikum auch in Zukunft als ein Krankenhaus der Maximalversorgung geben wird. Die Belegschaft identifiziere sich in besonderer Weise mit dem Haus und dem Standort. Dies sei ein Pfund, das in der Gestaltung der künftigen Aufgaben unterstützen wird.  

Die nächsten Schritte
Zur Stabilisierung und zur Modernisierung werden umfangreiche finanzielle Mittel eingebracht. Vor allem sichert der neue Mehrheitsgesellschafter die baulich-funktionale Weiterentwicklung des Klinikums zu. „Sana wird bis 2021 mehr als 100 Millionen Euro in Duisburg investieren, “ so Thomas Lemke weiter. „Wir befinden uns bereits mitten im Planungsprozess für die anstehenden Baumaßnahmen“.   Darüber hinaus wird es in den nächsten Monaten darum gehen, ein zukunftsfähiges Personalkonzept  für den Tertiärbereich zu erarbeiten.   
„Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft. Es ist eine große Aufgabe, die es gemeinsam zu meistern gilt“, betonte Puke. „Wir setzen dabei auf einen offenen Dialog. Die vor uns liegenden Herausforderungen sind arbeitsintensiv und aufwändig, aber wir sehen gute Entwicklungsperspektiven für die Sana Kliniken Duisburg.  

Große Aufgaben zusammen meistern Symbolische Schiffstaufe markiert offiziellen Anteilsübergang. Aus der Klinikum Duisburg GmbH wird die Sana Kliniken Duisburg GmbH.

Neuer Departmentleiter der Gynäkologie am HELIOS Klinikum ist Spezialist für minimal-invasive Eingriffe und das Tabuthema Inkontinenz

 Duisburg, 16. Juli 2015 - Kürzere Erholungsdauer, keine oder nur kleine Narben und weniger Schmerzen – minimal-invasive Eingriffe bergen viele Vorteile. Deshalb kommen sie auch in der Frauenklinik an der HELIOS St. Johannes Klinik wann immer möglich zum Einsatz. Gefragt sind hier vor allem die endoskopischen Verfahren, bei denen mit extra leichten, kamerabewehrten Instrumenten operiert wird. „Das ist mittlerweile bei einem Großteil der gutartigen und auch bei vielen bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitals umsetzbar“, sagt Dr. Jörg Stunneck.
Der 44-Jährige ist seit kurzem neuer Leiter des Teilbereichs Gynäkologie am HELIOS Klinikum Duisburg. Unter der Leitung von Chefärztin Dr. Katrin Marschner, die sich weiter schwerpunktmäßig der Versorgung schwangerer Frauen und der Neugeborenenmedizin widmet, will Dr. Stunneck den Bereich der speziellen operativen sowie der Urogynäkologie und der gynäkologischen Onkologie weiter ausbauen. Verschiedene Zugangswege bei der Operation Bei den gynäkologischen Eingriffen „durchs Schlüsselloch“ unterscheidet die Medizin zwischen den möglichen Zugangswegen. Entweder wird die Gebärmutterhöhle gespiegelt, medizinisch auch Hysteroskopie genannt.
 „Auf diese Art können wir beispielsweise Blutungsstörungen beheben oder Polypen und Myome – das sind kleine Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter – entfernen. Dabei sind von außen überhaupt keine Schnitte nötig“, erklärt Dr. Stunneck. Bei einer Laparoskopie, also Bauchspiegelung, hingegen werden die schmalen Operationsinstrumente etwa durch den Bauchnabel eingeführt.
Dieses Verfahren kommt in der Regel zum Einsatz, wenn Zysten oder etwa durch Endometriose bedingte Verwachsungen beseitigt werden müssen. Dank feinster Bildgebung kann der Operateur dabei nahezu jede krankhafte Veränderung schnell erkennen. Gerade die endoskopischen Verfahren bieten darüber hinaus die Möglichkeit der Organerhaltung, was für viele Patientinnen von großer Bedeutung für ihre Lebensqualität sein kann. „Aber wenn eine Erkrankung es erforderlich macht, können auch ganze Organe, wie der Eierstock, die Eileiter oder die Gebärmutter laparoskopisch entfernt werden“, sagt der Facharzt, der aus Bochum an den Niederrhein wechselte.  

Inkontinenz – kein Tabuthema
Neben der gynäkologischen Onkologie und der Behandlung von Frauen mit Brustkrebs gehört auch die Urogynäkologie zu Dr. Stunnecks Schwerpunkten. Sie befasst sich vor allem mit Beschwerden rund um die Blase, die Harnröhre und den Beckenboden. Ein besonders häufiges Krankheitsbild in diesem Bereich sind sicherlich die verschiedenen Arten der Harnwegsinkontinenz. "Schon junge Frauen sind betroffen – gerade während oder nach einer Schwangerschaft. Ein weiterer Faktor ist das Alter, denn im Laufe des Lebens steigt das Inkontinenzrisiko erheblich an“, so Dr. Stunneck.
Nach Schätzungen leiden rund 40 Prozent der Frauen über 60 an einer Blasenschwäche. Ursachen können häufige Harnwegsinfektionen, eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur oder des Bindegewebes, sowie eine Senkung von Gebärmutter und Beckenboden sein. Doch es gibt verschiedene wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die die Beschwerden lindern und damit einen Weg zurück zu mehr Lebensqualität.
„Im Rahmen der konservativen Therapien wird beispielsweise der geschwächte Beckenboden per Gymnastik oder Elektrostimulation gekräftigt.“ Aber auch bei Inkontinenz kommen schonende, minimal-invasive Eingriffe in Frage, wenn die nicht-operative Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind. So ist es bei einer ausgeprägten Gewebeschwäche möglich, mithilfe von eingesetzten Kunststoffbändern oder Netzen das Gewebe zu stabilisieren. Doch das wichtigste sei zunächst, das Gespräch mit dem Arzt zu suchen, so Stunneck. Er rät Betroffenen deshalb, nicht im Stillen zu leiden oder sich aus Scham mit dem Problem abzufinden.  

Krombacher Brauerei spendet 2.500 Euro an Gemeinnützigen Verein zur Förderung neurochirurgischer Forschung und Aufgaben e.V. Duisburg

Duisburg, 10. Juli 2015 - Der Besuch von Mihail Stiridis, Repräsentant der Krombacher Brauerei, bei dem Gemeinnützigen Verein zur Förderung neurochirurgischer Forschung und Aufgaben e.V. Duisburg war sehr erfreulich. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Spendenaktion der Krombacher Brauerei übergab er der Organisation einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro.
 
Das zentrale Ziel des Gemeinnützigen Vereins zur Förderung neurochirurgischer Forschung und Aufgaben e.V. Duisburg besteht vor allem in der Förderung wissenschaftlicher Aufgaben, der Fortbildung und der Forschung auf den Gebieten der Neurochirurgie und der neurochirurgischen Rehabilitation. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Nachbardisziplinen und Fachgesellschaften im In- und Ausland vertieft werden, um somit den Erfahrungsaustausch zwischen neurochirurgisch interessierten Ärzte zu pflegen.  
Auch die Förderung besonderer Maßnahmen wie die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen, die Anschaffung medizinischer Geräte oder die Beschaffung von Ersatzgeräten zählt zu den Aufgaben des Vereins.  
Die Krombacher Brauerei begrüßt das Engagement der Institution und hat sich entschlossen, im Rahmen der Krombacher Spendenaktion die Arbeit des Gemeinnützigen Vereins zur Förderung neurochirurgischer Forschung und Aufgaben e.V. Duisburg zu unterstützen.
Bis 2003 war es in Krombach Brauch, den Kunden zu Weihnachten, respektive zum Jahreswechsel, einen sogenannten Jahreskrug zu schenken. Diese nicht mehr zeitgemäßen Glückwünsche wurden zugunsten der sogenannten Krombacher Spendenaktion aufgegeben. Seitdem ist die Spendenaktion fester Bestandteil des Krombacher Engagements im sozial-karitativen Bereich.

Unter dem Motto „Spenden statt Geschenke“ steht Jahr für Jahr eine Gesamtspende zwischen 180.000 und 250.000 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird in Spenden à 2.500 Euro für den Gastronomie- und Handels-Außendienst aufgeteilt.  
Seit 2003 konnten durch das Krombacher Engagement bisher rund 961 Institutionen und Organisationen unterstützt werden, die sich in besonderer Form um Kinder, Menschen mit Behinderungen, Notleidende oder andere wichtige soziale Anliegen kümmern. So wurden bereits insgesamt 2,425 Mio. Euro durch die Krombacher Mitarbeiter im Außendienst überreicht.


V. l.: Geschäftsführer Dr. Stephan Puke, Mihail Stiridis und Chefarzt Prof. Dr. Martin Scholz

Lebensrettung mal zwei: Notoperation in der 20. Woche

Duisburg, 3. Juli 2015 -  Medizinische Eingriffe während der Schwangerschaft sind für die meisten Frauen ein Alptraumszenario, bergen sie doch nach landläufiger Meinung große Risiken – vor allem für das ungeborene Kind. Doch im Notfall gibt es manchmal keine Alternative. Glücklicherweise bietet die moderne Medizin so viele Erkenntnisse und schonende Operationsverfahren wie nie zuvor und schützt Mutter und Kind immer besser vor möglichen Komplikationen. Wie bei Svenja Lindemann (Name geändert).

Eine geplatzte Galle in der 20. Schwangerschaftswoche hätte die Duisburgerin fast das Leben gekostet. Doch die Chirurgen am HELIOS Klinikum Duisburg brauchten nur rund eine halbe Stunde und wenige Schnitte, um gleich zwei Leben zu retten. Es ist mitten in der Nacht, als Svenja Lindemann die Bauchschmerzen kaum noch aushält.
Die 23-Jährige windet sich in Krämpfen im Bett und bittet schließlich ihre Eltern, bei denen sie lebt, den Rettungswagen zu rufen. Schon eine halbe Stunde später liegt die Duisburgerin in der Notaufnahme der HELIOS St. Johannes Klinik. Behutsam fährt die diensthabende Ärztin mit dem Ultraschall über den gespannten Bauch ihrer Patientin. In der Ecke auf dem Monitor taucht ein pulsierender Punkt auf. Das Herz ihres Kindes.
Denn Svenja ist im 5. Monat schwanger. „Ich hatte fürchterliche Angst, dass mit meinem Baby etwas nicht stimmt“, erinnert sie sich. Doch hier scheint alles in Ordnung. Woher aber kommen die Beschwerden? Dann rückt die Galle ins Blickfeld, sie wirkt im Ultraschall auffällig. Aufgrund der Schwangerschaft ist die Bildgebung allerdings stark eingeschränkt.
Zur Sicherheit wird Svenja deshalb sofort stationär aufgenommen. Zu Recht, denn plötzlich geht alles ganz schnell:
Ihre Entzündungswerte steigen stark an. Die Ärzte vermuten eine geplatzte Galle, der aggressive Gallensaft könnte dann innerhalb von kurzer Zeit in die Bauchhöhle ablaufen. Der jungen Frau droht eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung. Sie muss trotz Schwangerschaft sofort operiert werden. Ab jetzt übernimmt Dr. Norbert Hennes (Foto), Chefarzt der Allgemein-, Viszeral und Minimal-Invasiven Chirurgie am HELIOS Klinikum Duisburg, die Patientin.
Eile ist geboten, damit ihr Zustand sich nicht noch weiter verschlechtert. Doch ihre Angst vor dem Eingriff ist groß, vor allem um ihr ungeborenes Kind. Der erfahrene Chirurg aber kann sie beruhigen: „In den vergangenen Jahren hat die medizinische Forschung in diesem Bereich viele Fortschritte gemacht und enorm schonende Behandlungsverfahren entwickelt.

Wir wissen heute viel genauer, was dem Ungeborenen und der werdenden Mutter möglicherweise schadet und was nicht. Dementsprechend können wir zum Beispiel Narkosen gezielter einsetzen. Ein einzelner Eingriff birgt daher kaum ein zusätzliches Risiko.“ Ein weiterer Vorteil: Svenja Lindemann kann laparoskopisch operiert werden, das heißt mit der sogenannten Schlüssellochtechnik.
Dafür braucht der Chefarzt nur winzige Schnitte zu setzen, die eine wesentlich geringere Belastung für den gesamten Organismus bedeuten.
Mit Hilfe der schmalen Instrumente – kleine Röhrchen mit integrierter Kamera – welche etwa über den Bauchnabel eingeführt werden, kann Dr. Hennes die Ursache gut erkennen: Die Galle ist aufgrund kleiner versteinerter Ablagerungen schwer entzündet und porös geworden. Er braucht nur eine knappe halbe Stunde, um das Organ samt der aggressiven  Flüssigkeit und den Steinchen sicher zu entfernen.
Ein kurzer Eingriff mit geringer Narkosedosis, der zwei gesunde Patienten und kaum Narben hinterlässt. Denn Art und Dauer der Betäubung sind bei der operativen Versorgung von Schwangeren zumeist der ausschlaggebende Faktor. Der Anästhesist muss die Dosierung der Medikamente an die körperlichen Veränderungen der Frauen – etwa eine verstärkte Durchblutung oder den erhöhten Sauerstoffbedarf – anpassen. Auch ein stabiler Blutdruck, um die Nährstoffversorgung über die Plazenta zum Kind zu gewährleisten, ist entscheidend. „Unser Team ist für diese Art von Operation gut geschult. Neben den Chirurgen und Anästhesisten sind immer auch die Gynäkologen zur Nachsorge mit an Bord.“  

Kurze Zeit später sind Svenja Lindemann und ihr ungeborenes Baby wieder in ihrem Zimmer auf der Station. Die Bauchschmerzen sind verschwunden, ebenso die Anspannung. Dr. Hennes schaut vor seinem Feierabend noch bei seiner Patientin vorbei und erzählt ihr von dem erfolgreichen Eingriff. Dann schläft sie mehrere Stunden tief und fest. Bei der Visite am nächsten Tag strahlt die werdende Mutter übers ganze Gesicht. „Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Vielleicht auch, weil mir da erst klargeworden ist, was für ein Glück wir hatten. Ich danke den Ärzten jeden Tag dafür, dass sie so schnell und sicher reagiert haben. Sie haben uns das Leben gerettet.“
Inzwischen ist die 23-Jährige wieder zu Hause und genießt jeden Moment ihrer Schwangerschaft, mit einem gesunden und stetig wachsenden Sohn im Bauch. *Name geändert Zusätzliche Informationen Medikamentengabe und Eingriffe während der Schwangerschaft – die wichtigsten Fakten von Dr. med. Katrin Marschner, Chefärztin der Geburtshilfe und Frauenheilkunde am HELIOS Klinikum Duisburg  

Medikamente:
·       Der Contergan-Skandal in den 50er-Jahren ist den meisten Menschen immer noch präsent und schürt viele Ängste vor einer Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft.  Dabei hat sich die Studienlage seither maßgeblich verbessert. Denn vor ihrer Zulassung müssen Präparate, die für Schwangere und Stillende erlaubt sind, sorgfältige und strenge Teststufen durchlaufen. Diese Arzneimittel können dann nach der Freigabe bedenkenlos eingenommen werden, wenn eine Grunderkrankung das erfordert. Paracetamol etwa ist, richtig dosiert, gut verträglich, genauso wie unter anderem Salbutamol zur Behandlung akuter asthmatischer Beschwerden. Eine Übersicht zu den einzelnen Wirkstoffen und ihren Auswirkungen während der Schwangerschaft erhält man unter www.embryotox.de (Informationsseite der Charité Berlin)
·       Achtung auch bei vermeintlich nebenwirkungsfreien, pflanzlichen Präparaten. Sie können unter anderem Alkohol enthalten.
 ·       Wichtig: Lesen Sie den Beipackzettel des in Frage kommenden Medikaments genau durch und besprechen Sie die Verwendung, auch rezeptfreier Mittel, mit Ihrem Arzt. Dieser muss Sie auf mögliche Risiken und Gefahren hinweisen. Dokumentieren Sie zudem die genaue Dosis.  
Operationen:
·       Mehrere Studien zeigen, dass einmalige (Routine-)Eingriffe wie der oben beschriebene so gut wie keinen nachweisbaren Einfluss auf einen Fötus nach der 16. Schwangerschaftswoche haben.
·       Unabhängig davon sollte in der Schwangerschaft die Notwendigkeit eines Eingriffs besonders geprüft und dieser nur in Notfällen durchgeführt werden.
·       Es gibt keinen Nachweis für ein höheres Fehlgeburtenrisiko nach einer Lokal- oder Vollnarkose.
 ·       Der Narkosearzt muss von der Schwangerschaft Kenntnis haben, da Betäubungsmittel über Mutterkuchen und Nabelschnur in den Blutkreislauf des Ungeborenen gelangen können und er deshalb nur speziell geeignete Narkosemittel verwenden darf. Auch muss er den Blutdruck besonders im Auge behalten. Ein plötzlicher Druckabfall könnte sonst die Versorgung des Kindes gefährden. 
·       Die Veränderungen der mütterlichen Atemorgane (u.a. der vermehrte Sauerstoffbedarf) in der Schwangerschaft führen dazu, dass die Narkosegase schneller wirken, jedoch beim Absetzen der Mittel auch schneller aus dem Körper entweichen können.
·       Das Aortokavale Kompressionssyndrom ist eine bekannte Komplikation der Spätschwangerschaft. Sie kann durch das Einnehmen der Rückenlage hervorgerufen werden. Hierbei drückt der Uterus auf zwei wichtige große Gefäße des Körpers (die Aorta und die Vena cava) und kann heftige Nebenwirkungen mit Schocksymptomatik auslösen. Deshalb wird bei Operationen – insbesondere von Schwangeren im zweiten und letzten Drittel auf eine seitliche Lagerung geachtet.  

Infoabend rund um die Geburt

Duisburg, 2. Juli 2015 - Wie kann die richtige Atmung bei der Geburt helfen? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von Innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Mitarbeiter der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der HELIOS St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 6. Juli 2015 um 18 Uhr.

Chefärztin Dr. Katrin Marschner und ihr Team erläutern verschiedene Methoden der Entbindung. Darüber hinaus informiert Hebamme Eva Bukowski über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Oberarzt Dr. Metin Degirmenci gibt wissenswerte Tipps etwa zu den Vorsorgen, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Konferenzzimmer im Verwaltungsgebäude der HELIOS St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die modernisierte Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter (0203) 546-2610.  

Klinikum Duisburg unterstützt bundesweite Kampagne gegen Personalnotstand - Klinikreform muss überarbeitet werden!

Wegfall von 10.000 Pflegestellen in Deutschland durch Klinikreform realistisch     
Duisburg, 23. Juni 2015 - „Wir haben Verständnis für die Sorgen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, unterstreicht Dr. Stephan Puke, Geschäftsführer des Klinikum Duisburg. „Deshalb unterstützen wir unsere Beschäftigten heute in der Kampagne gegen Personalnotstand in der Pflege“, so Puke weiter.  

Auslöser ist die im Bundeskabinett verabschiedete Klinikreform 2015. Durch Kürzungen entsteht den Krankenhäusern eine Finanzierungslücke von über 500 Millionen Euro. Ein Wegfall weiterer 10.000 Pflegestellen in Deutschland wird damit realistisch.  
Die in 2013 zur Unterstützung der Krankenhäuser bei der Personalfinanzierung ein-geführten Versorgungszuschläge sollen in 2017 wieder wegfallen. Zusätzlich sollen neu mit den Krankenkassen vereinbarte Leistungen drastisch gekürzt werden. Damit gehen den Krankenhäusern insgesamt 500 Millionen Euro verloren, das ist der Gegenwert von 10.000 Pflegestellen.  
Auch bringt das im Gesetzentwurf vorgesehene Pflegestellenförderprogramm dafür keine wirkliche Entlastung. 660 Mio. Euro in drei Jahren bedeuten 220 Mio. jährlich für 2.000 Krankenhäuser, also 110.000 Euro je Einrichtung. Damit könnte jede Klinik zwei oder drei zusätzliche Kräfte einstellen. Gemessen am tatsächlichen Bedarf sind das aber viel zu wenige Pflegende.  

Nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Stephan Puke kommt die Belastung des Krankenhauspersonals – insbesondere in der Pflege- bundesweit an seine Grenzen. Dennoch werden aufgrund der drohenden gesetzlichen Vorgaben viele Kliniken zu engeren Personalausstattungen gezwungen werden. Auch werde es mit den vorgesehenen Regelungen immer schwerer für die Kliniken, den pflegerischen Nachwuchs für ein Engagement im Krankenhaus zu begeistern, ist Puke überzeugt.


Seminar für stotternde Jugendliche

Duisburg, 23. Juni 2015 - Die Studierenden der Schule für Logopädie bieten ein Seminar zum Umgang und Abbau von Sprechängsten an. Stottern ist eine anstrengende Angelegenheit und wer davon betroffen ist, möchte meist nicht, dass der Gesprächspartner die Anstrengung beim Sprechen oder den missglückten Lösungsversuch mitbekommt. mehr


Frauen sind anders – auch als Patientinnen
Tag der Frauengesundheit am 20. Juni im HELIOS Klinikum Duisburg

Tag der Frauengesundheit am 20. Juni 2015 im HELIOS Klinikum Duisburg – mit buntem Programm, Führungen durch Kreißsaal und neue Geburtsstation sowie Expertenvorträgen


Duisburg, 16. Juni 2015 - Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass es auch bei der Diagnose und Therapie von Erkrankungen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Daher widmet sich der „Tag der Frauengesundheit“ am Samstag, 20. Juni 2015 von 10 bis 14 Uhr in der HELIOS St. Johannes Klinik, den Besonderheiten der „weiblichen Medizin“.
Zeitgleich öffnet das Klinikum zu diesem Anlass die Türen der modernisierten und komfortablen Geburtsstation sowie des Kreißsaals. Interessierte können einen Blick hinter die Kulissen werfen, Ultraschalluntersuchungen miterleben und den anwesenden Ärzten jederzeit Fragen stellen.
Darüber hinaus erfahren die Besucher bei zahlreichen Aktionen mehr über Erkrankungen, die überwiegend bei Frauen auftreten. Gefäßmediziner etwa informieren darüber, wie man Krampfadern richtig behandelt, die Experten der Frauenklinik erläutern, welche Möglichkeiten die urologische Gynäkologie heute bietet oder welchen Einfluss die Ernährung in der Schwangerschaft auf Mutter und Kind haben kann.
Werdende Mütter können sich zudem als schönes Andenken an die Schwangerschaft einen Gipsabdruck vom Bauch anfertigen lassen. Auch für kleine Besucher wird Spannendes geboten: Sie lernen etwa in einem Geschwisterwickelkurs, wie Babys wieder frisch gemacht werden, können Waffeln und bunte Smoothies probieren und einen Ultraschall erleben.

Die Veranstaltung findet in der Räumlichkeiten der Frauenklinik in der dritten Etage der HELIOS St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das genaue Programm mit den zahlreichen Themen finden Besucher unter www.helios-kliniken.de/duisburg.

 

Das Vortragsprogramm (Ergänzungen möglich) 

10.15 Uhr            Akupunktur in der Schwangerschaft

11.15 Uhr            Ernährung in der Schwangerschaft

11.30 Uhr            Moderne Therapie bei Krampfadern

11.45 Uhr            Gegen das Tabu – Moderne Therapien der urologischen Gynäkologie

12.15 Uhr            Alles rund ums Stillen

12.30 Uhr            Diabetes erkennen und behandeln

12.45 Uhr            Gesunde Ernährung – nicht nur für Frauen

13.15 Uhr            Taping in der Schwangerschaft

14.00 Uhr            gemeinsames „Luftballonsteigenlassen“ 

 

Was passiert eigentlich wenn die Sonne sticht?

Duisburg, 10. Juni 2015 - Ein entspannter Tag am See oder auf der Liege im Garten – mit den sommerlichen Temperaturaussichten für die kommenden Tage eigentlich ein sehr guter Plan. Wäre da nicht dieses tückische Phänomen des Sonnenstichs. Gehört haben wir davon schon oft, doch was passiert eigentlich genau im Körper, wenn wir uns die Sonne zu lange auf den Kopf scheinen lassen?

Sicher ist, ein Sonnenstich kann den Rest des Tages oder sogar einen ganzen Urlaub verderben. Denn je heftiger die Hitzeeinwirkung, desto länger hat der Körper mit den Folgen zu kämpfen. Bemerkbar macht sich ein Sonnenstich fast immer dort, wo auch die Ursachen liegen: mit Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich sowie einer hochroten Gesichtsfarbe. Oft folgen Schwindel, Übelkeit, Hörstörungen und Desorientierung. „Im schlimmsten Fall kann der Stich sogar zu Krampfanfällen oder einem Koma führen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Lepper, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin und Kardiologie am HELIOS Klinikum Duisburg.
Denn ausgelöst wird der Sonnenstich durch die Wärmeeinwirkung auf das Gehirn, nicht durch UV-Strahlung wie man noch vor ein paar Jahren annahm. Die Hirnhaut reagiert aufgrund der hohen Temperaturen irritiert und meldet dem Körper sozusagen eine Entzündung ohne Erreger. Als Folge wird unser Gehirn stärker durchblutet und dehnt sich aus.
 „Die oben geschilderten Symptome treten meist zeitverzögert auf, wenn sich der Patient schon längst wieder im Schatten befindet“, so der Internist. Betroffenen rät er deshalb: „Kühlen, kühlen und nochmals kühlen.“ Außerdem helfen ausreichend Flüssigkeit, feuchte Umschläge oder eine lauwarme Dusche. Ratsam ist es zudem, die Kleidung auszuziehen und sich mit erhöhtem Oberkörper hinzulegen. Noch einfacher ist es aber, sich schon im Vorfeld vor der Sonne zu schützen. Hier hilft – ganz einfach – eine geeignete Kopfbedeckung.  
Oft verwechselt wird der Sonnenstich mit einem weiteren Phänomen: dem Hitzschlag. Hier wirkt zwar auch Wärme auf den Körper, allerdings oft in Kombination mit Aktivität und nicht nur auf den Kopf sondern auf den gesamten Kreislauf. Wenn sich Betroffene etwa bei großer Hitze durch Sport überanstrengen oder in zu heißen, geschlossenen Räumen arbeiten, kann sich die Körpertemperatur schnell auf 40 Grad und mehr erwärmen. Das bedeutet unter Umständen Lebensgefahr, weil der Körper die innere Thermik dann nicht mehr selbst regeln kann. Etwa versagt durch den akuten Flüssigkeitsmangel die eigentlich kühlende Schweißproduktion und die Wärme staut sich.
Bemerkbar macht sich ein Hitzschlag durch fieberähnliche Symptome bis hin zu Halluzinationen, Krämpfen oder Bewusstseinstrübung. Auch hier droht am Ende der Folgekette eine Hirnschwellung – das sogenannte Hirnödem –  sowie Kreislaufversagen, Koma oder der Hitzetod.
„In manchen Fällen bleiben diese Anzeichen allerdings aus und der Patient wirkt nur völlig ermattet und erschöpft“, warnt Dr. Lepper. Wichtig ist es deshalb, bei einem Verdacht immer die Körpertemperatur im Blick zu behalten. Auch ein hoher Puls und warme, trockene Haut können zusätzliche Hinweise sein. Die Erste Hilfe-Maßnahmen gleichen denen für den Sonnenstich, jedoch sollte bei einem berechtigten Verdacht auf einen Hitzschlag immer ein Notarzt verständigt werden.
 

Ernährungsberatung für Eltern von Babys in Rheinhausen 

Duisburg, 10. Juni 2015 - Das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg und die Kommunale Gesundheitskonferenz bieten ab Donnerstag, 11. Juni, in der Hebammenpraxis „Bauchgeflüster“, Im Grünen Winkel 1, Rheinhausen, jeden zweiten Donnerstag im Monat von 11.30 bis 12.30 Uhr eine Ernährungsberatung für Eltern mit Babys an. Ansprechpartnerin ist hier die Stillberaterin Petra Meck.  

Ziel dieser Beratungen ist es, über die Ernährung der Säuglinge im ersten Lebensjahr zu informieren, beispielsweise bei Befindlichkeitsstörungen des Säuglings wie Blähungen, Koliken, vermehrtem Spucken, Unruhezuständen und erschwertem Zahndurchbruch. Außerdem gibt es Tipps zur Säuglingsernährung, Pflege und zum Stillen. Das Angebot ersetzt nicht die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt, sondern stellt eine zusätzliche gesundheitsfördernde Maßnahme für Ihr Baby dar und ermöglicht Ihnen Fragen zu stellen, für die im Routinealltag einer Kinderarztpraxis manchmal zu wenig Zeit bleibt.  
In der Praxis „Hebammen Mittendrin“ an der Düsseldorfer Straße 128 finden die Beratungen jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 17 Uhr statt. Nach einer telefonischen Terminabsprache unter (0203) 57 08 550 können Interessierte Beratungsgespräche in der AKiD (Ambulante Kinderkrankenpflege), Am Inzerfeld 75, in Neumühl Beratungsgespräche wahrnehmen.  
Im städtischen Familienzentrum Duisburg-Laar an der Ewaldistraße 10, im Familienzentrum Kiebitzmühle an der Kiebitzmühlenstraße 21, im Familienzentrum Kinderburg, Im Bremmenkamp 1, und im Familienzentrum Herz-Jesu an der Lehrerstraße 75a werden keine Beratungen mehr angeboten.  
 

Der Gesundheit zuliebe
Ergonomie am Arbeitsplatz -
damit sitzen nicht krankmacht

Duisburg, 01. Juni 2015 - Wer bei der Einrichtung eines Arbeitsplatzes nicht an die Ergonomie denkt, spart am falschen Ende. Ergonomische Einrichtungsgegenstände und Einrichtungen erhalten die Gesundheit der Mitarbeiter, die dort beschäftigt sind, das weiß inzwischen fast jeder Mensch. Es ist deshalb nur eine logische Schlussfolgerung für Unternehmer, sich darüber klar zu werden, dass nur fitte und gesunde Arbeitnehmer, die sich auch wohl fühlen, ein Höchstmaß an Effizienz am Arbeitsplatz an den Tag legen werden. Lange Fehlzeiten durch Krankheit oder körperliche Beschwerden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz kosten jede Firma viel Geld und lassen sich durch die Einrichtung von ergonomisch durchdachten Arbeitsplätzen ganz leicht vermeiden. mehr

 

Krebserkrankung: Neue Beratungstermine 2.Halbjahr 2015  

Duisburg, 29. Mai 2015 - Eine Krebserkrankung bedeutet für die meisten Betroffenen einen massiven Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Seelische und soziale Belastungen sind häufig die Folge. Betroffene, Angehörige und Freunde fühlen sich oft allein gelassen mit ihren Fragen, die sich meist erst nach Abschluss der stationären Behandlung ergeben.   Ärzte und Sozialarbeiter mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Krebserkrankungen zeigen Wege, mit der veränderten Lebenssituation umzugehen, unterstützen bei der Bewältigung krankheitsbedingter Probleme und Krisen und vermitteln Kontakte zu Selbsthilfegruppen.  
Je nach Bedarf stehen zur Verfügung Frau Ayla Bayrak (Gynäkologin, Senologin), Frau Carola Fackert (Psychoonkologin), Herr Stephan Fromm (Diplom-Sozialarbeiter), Frau Ute Grießl (Psychoonkologin), Frau Heidi Keßler (Psychoonkologin), Frau Constanze Köpper (Diplom-Sozialarbeiterin), Frau Dr. Gisela Kremer (Psychoonkologin), Herr Dr. Michael Prumbaum (Onkologe, Psychoonkologe) und Herr Dr. Michael Schroeder (Arzt für Innere Medizin) und  Frau Dr. phil. Iris Huth noch zusätzlich für die sozialrechtliche Beratung.  

Auch im 2. Halbjahr 2015,  ab dem 18. 8. 2015,  wird die Krebsberatung jeweils dienstags nachmittags in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum (roter kleiner Raum), Schwanenstraße 5-7, 47051 Duisburg, die Beratung anbieten. Diese Beratung ist ehrenamtlich und kostenlos.
Die weiteren Termine entnehmen Sie bitte unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de.   Organisiert werden die Termine in der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz unter (02 03) 283 3938.


Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 2. Juni

Duisburg, 28. Mai 2015 - Die Schmerzklinik der BGU Duisburg beteiligt sich am 2. Juni 2015 am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag macht  die Deutsche Schmerzgesellschaft mit Unterstützung von weiteren Schmerzorganisationen, Pflegeverbänden und auch Apotheken auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden.
Bundesweit finden in über 500 Praxen, Kliniken und Apotheken Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Erstmalig in 2015 beteiligen sich auch Pflege-Schmerzexpertinnen und –experten. Als Extra-Service stehen am 2. Juni 2015 in der Zeit von 9:00 – 18:00 Uhr mehrere Dutzend Schmerztherapeuten den Schmerzpatienten Rede und Antwort in einer kostenlosen Telefonhotline (Tel: 0800-18 18 120). Mit dabei: Dr. med. Mike Christian Papenhoff, Chefarzt der Schmerzklinik an der BGU. Abends lädt die Schmerzklinik zu einem kostenlosen Infoabend ein.
Dr. Papenhoff berichtet ab 18:00 Uhr in der Mehrzweckhalle der BGU Duisburg: „Was Sie schon immer über Schmerzen wissen wollten – Wissenswertes und Ungewöhnliches zum Thema Schmerzen“, zu aktuellen Therapiemöglichkeiten gibt Oberarzt Dr. Wilhelm Grohmann als erfahrener Orthopäde und Schmerztherapeut einen Überblick. Beide Referenten stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. „Es gibt gute Therapiekonzepte, die helfen, den Schmerz zu lindern, so Dr. Papenhoff . „Wichtig ist, dass Schmerzursachen und die besondere Lebenssituation des Patienten gründlich abgeklärt werden und alle Professionen fachübergreifend gut zusammenarbeiten. Uns macht Sorge, dass die Patienten häufig unnötig lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirren, bevor sie den Weg zu uns finden“, so der Schmerzexperte.  
In seinem Anliegen wird er unterstützt von Prof. Dr. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, der mit über 3.300 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Das Thema „Schmerz“ muss in Bund und Ländern TOP-Thema auch der Gesundheitspolitik werden“, fordert Schmerzpräsident Prof. Dr. Schäfer. Details dazu erörtert die Deutsche Schmerzgesellschaft regelmäßig unter anderem im Nationalen Schmerzforum,  das zentrale Akteure jährlich zusammenführt (vgl. www.nationales-schmerzforum.de ).

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.


Anteilsverkauf Klinikum Duisburg: Bundeskartellamt stimmte zu

Duisburg, 20. Mai 2015 - Die Sana Kliniken AG darf die unternehmerische Gesamtverantwortung für das Klinikum Duisburg übernehmen. Der Münchner Klinikgruppe liegt die Zustimmung des Bundeskartellamts für die Übernahme weiterer Anteile bereits vor. Die Freigabe erfolgte ohne Auflagen und Bedingungen. In Deutschland unterliegen alle Zusammenschlüsse vorab der Fusionskontrolle durch die Bundesbehörde, um nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb auszuschließen.  
Sana Vorstand Thomas Lemke begrüßte die Zustimmung der Bonner Kartellbehörde als wichtigen Schritt in einem erfolgreichen Übergang. Nach seinen Worten bedarf es noch der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht. Im März dieses Jahres hatte der Rat der Stadt Duisburg grünes Licht für eine Aufstockung der Anteile auf insgesamt 99 Prozent (zuvor 49 Prozent) durch Sana gegeben.   „Sana setzt die Vorbereitungen für den Übergang des Klinikums Duisburg in den Klinkenverbund zügig fort“, erklärte Thomas Lemke weiter. Voraussichtlich zum 1. Juli 2015 werden alle formalen Voraussetzungen für den Übergang erfolgt sein.  

Klinikum Duisburg
Als Krankenhaus der Maximalversorgung hat das Klinikum Duisburg mit 678 Betten einen wichtigen Platz in der Gesundheits- und Notfallversorgung der Region. Besondere Schwerpunkte sind die Spitzenzentren für neurologische und onkologische Erkrankungen sowie das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe für frühgeborene Kinder. Unter dem Dach des akademischen Lehrkrankenhauses bündeln sich 17 Fachabteilungen, vier Institute sowie ein angeschlossenes Ärztezentrum und medizinisches Versorgungszentrum. Rund 1.800 Mitarbeiter versorgen jährlich mehr als 22.000 Patienten stationär sowie 60.000 Patienten ambulant.  

Sana Kliniken AG
Als drittgrößte private Klinikgruppe Deutschlands behandeln 27.000 Sana Mitarbeiter jährlich 1,8 Millionen Patienten. Das Ziel ist Spitzenmedizin in einem breiten Versorgungsangebot. Der Schwerpunkt der Sana Kliniken liegt in der akutmedizinischen Versorgung. Fachkliniken für Herz-Kreislauf, Neurologie und Orthopädie runden das Leistungsspektrum ab. 2014 betrug der Jahresumsatz 2,1 Milliarden Euro. Der Klinikenverbund umfasst 47 Krankenhäuser und acht Alten- und Pflegeheime. Mit 30 privaten Krankenversicherungen als Eigentümer stellen die Sana Kliniken eine Besonderheit im Kliniksektor dar. Die Sana Kliniken AG wurde 1976 gegründet und ist nicht börsennotiert.  


Wirtschaftsfördererverein fordert mehr Geld für die Hospizarbeit  

Der
Wirtschaftsfördererverein in Duisburg unterstützt seit fünfzehn Jahren das Malteser Hospiz St. Raphael. Die schlechte finanzielle Absicherung der ambulanten und stationären Hospize ist dem Verein ein Dorn im Auge.  
Der Wirtschaftsfördererverein in Duisburg, der auch in diesem Jahr das Malteser Hospiz St. Raphael mit 16.250 € unterstützt, zeigt wenig Verständnis für die schwierige Finanzierungssituation der ambulanten und stationären Hospizarbeit. „Wir freuen uns diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, sehen jedoch auch, dass ein Gesamtspendenbedarf von über 350.000 € pro Jahr eine zu hohe Belastung für eine solche Einrichtung ist“, sagt Dr. Karl-Josef Sassen, Vorstandsvorsitzender des Förderervereins.
Daher fordert der Fördererverein die Politik zu einer besseren finanziellen Absicherung der ambulanten und stationären Hospizarbeit auf. Mitgliedsfirmen des Vereins sind Befesa Zinc, DK Recycling und Roheisen GmbH und die Grillo-Werke AG.   Bei der letzten Mitgliederversammlung war zudem auch die aktuelle Debatte im Bundestag über das Verfahren zu einer möglichen Neuregelung der Gesetzgebung zum organisierten bzw. assistierten Suizid Thema. „Wir sind uns alle einig, dass eine umfassende Information über die Möglichkeiten der Leistungen der Hospiz- und Palliativarbeit und darüber hinaus eine weitere Ausbreitung der palliativen Arbeit notwendig ist“, berichtet Gabriela Grillo.

„Es darf nicht sein, dass aufgrund von Unwissenheit, Unsicherheit und Mangel an z. B. schmerztherapeutischer Versorgung ein Klima der Zustimmung für die Beihilfe zum Suizid oder gar der aktiven Sterbehilfe in der Gesellschaft entsteht. Auch alle Menschen in Altenheimen müssen von der Schmerztherapie und der Linderung von belastenden Symptomen profitieren“, führt Gabriela Grillo weiter aus.  
Im Wirtschaftsfördererverein haben sich Firmeninhaber, Personalvorstände und Betriebsräte zusammengefunden und werben innerhalb ihrer Mitarbeiterschaft für das Malteser Hospiz St. Raphael. Die Besonderheit dabei ist die hohe Überzeugungskraft der Geschäftsleitung für das Hospizprojekt, mit der sie gegenüber ihren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit auftreten.  

 

Zukunftsfeste Pflege – eine Herausforderung „Wir für Sie“ - landesweite Initiative der Wohlfahrtsverbände  

Duisburg, 12. Mai 2015 - Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai haben die Wohlfahrtsverbände in NRW unter dem Motto „Wir für Sie“ ihre landesweite „Initiative für eine gute Pflege heute und in Zukunft“ vom 12. bis zum 19. Mai gestartet. Dabei sollen die engagierten und unverzichtbaren Leistungen der Pflegekräfte thematisiert werden, die gesellschaftlich längst nicht so angemessen wertgeschätzt werden, wie sie es verdienen.
Dabei unterstützt der Caritasverband Duisburg explizit die Quartiersidee, so Vorstand Thomas Güttner: „Die meisten Menschen wünschen sich, in ihrem Wohnviertel, in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können, auch im Fall hoher Pflegebedürftigkeit. Dabei unterstützen wir unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger hier vor Ort, durch umfassende Beratung, eine Tagespflege, acht ambulante Pflegedienste (Sozialstationen) und drei Altenheime.“

Eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftssichere Pflege ist, dass auch künftig genügend Menschen einen Beruf in der Pflege ausüben möchten. Derzeit bildet der Caritasverband Duisburg 28 Auszubildende in der ambulanten und stationären Pflege aus: „Das sind notwendige Investitionen in die Zukunft der Menschen in NRW“, betont Güttner und ergänzt: „Diese müssen angemessen honoriert werden. Immerhin zahlen auch wir unseren qualifizierten Pflegekräften keine Dumping-Löhne, sondern angemessene Gehälter -  so können wir mit guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unsere hohen Qualitätsstandards gewährleisten!“ Das könnte auch die Frage von Serdal Yldiz beantworten, der sich wundert: „Ich weiß nicht, wo die Caritas ihre guten Mitarbeiter findet, aber die sind alle nett und ich kann unbesorgt arbeiten gehen.“
Zweimal pro Tag versorgt das Team der Caritas Sozialstation Nord seine Eltern Ali und Azize. Besonders um den Vater macht sich Serdal nach dessen Schlaganfall Sorgen und ist froh, nun endlich den Pflegedienst seines Vertrauens gefunden zu haben: „Früher, bei einem anderen Anbieter, hatte ich keine ruhige Minute. Der war nur an Geld interessiert. Meine Eltern wurden respektlos behandelt und von den eiligen Mitarbeitern angeschrien…
Aber es sind meine Eltern! Sie haben mir eine schöne Kindheit bereitet und nun möchte ich sie gut versorgt wissen. Das geht nur mit Pflegekräften, die ein Herz haben, die meine Familie so behandeln, als wäre es ihre eigene“.

Vater Ali in guten Händen zu wissen – für Serdal Yldiz ein gutes Gefühl! Foto C. Weiss

 

Selbsthilfegruppe „Medikamentenunverträg- lichkeit bei akut und chronisch erkrankten Menschen“ organisiert einen Fach- vortrag zum Thema „Palliativmedizin“

Duisburg, 12. Mai 2015 - Die Selbsthilfegruppe setzt sich mit den unterschiedlichsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bei Arzneimitteltherapien auseinander. Eine direkte Konfrontation, die sich jeder Erkrankte bei Linderung einer chronisch, fortschreitenden Erkrankung stellen muss, ist, dass ein Teilerfolg bei Linderung der Symptome eintreten kann. Gleichzeitig kann der Wirkstoff oder ein weiterer Zusatzstoff dieser Arznei mit weiteren Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen den Kranken noch hinfälliger machen.
Die SHG „mediunv.shg-du“ möchte demzufolge mit diesem Fachvortrag sich direkt mit dem Nutzen-Risiko dieser Therapieform auseinandersetzen. Am 22.05.2015 hat die Selbsthilfegruppe „mediunv.shg-du“ dazu Herrn, Dr. med. Eugen Breimann (Facharzt für Allgemeinmedizin, Innere und Palliativmedizin) eingeladen. In dem Vortrag werden folgende Fragen geklärt:
„Was heißt Palliation? Welche Erkrankten kommen für die Behandlung in Frage? Was gehört außer der Arzneimitteltherapie zur Palliativmedizin (KG, Akupunktur etc....)
Unter welcher Voraussetzung sollte ein Erkrankter auf die Medikamentenunverträglichkeit keine Rücksicht mehr nehmen und die Pallitation nutzen?
Für die Anmeldung zum Vortrag am 22. Mai, um 15.00 Uhr, im Seniorenzentrum Ernst- Ermert, im Raum Scala, Wintgensstr. 63-71, 47058 Duisburg und für weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe können Sie die Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg unter der Telefonnummer 0203 - 60 99 041 anrufen. Sie erreichen die SHG direkt telefonisch an folgenden Werktagen unter der Rufnummer 02 03 / 73 99 45 49 jeden Montag von 14.15 – 14.45 Uhr, jeden Mittwoch 09.00 – 11.00Uhr, jeden Freitag von 15.00 – 15.30 Uhr.


„Wenn Medikamente nicht mehr helfen- Neuromodulative Verfahren zur Behandlung chronischer Schmerzsyndrome“

Duisburg, 08. Mai 2015 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und das Klinikum Duisburg am Dienstag, 12.05.2015, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema " Wenn Medikamente nicht mehr helfen-Neuromodulative Verfahren zur Behandlung chronischer Schmerzsyndrome " im Hörsaal des Klinikum Duisburg an.


Wirbelsäulenerkrankungen zählen weltweit zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen. Trotz Operationen und intensivierter Schmerztherapie leiden viele Patienten an quälenden, chronischen Schmerzen in Rücken und Bein. Viele Patienten gelten als austherapiert. Für sie gibt es scheinbar keinen Ausweg aus der Schmerzspirale. Hier kann die Neuromodulation, auch Rückenmarkstimulation genannt, eine erhebliche Linderung und oft Schmerzfreiheit herbeiführen.
Der Einsatz der Schmerzschrittmacher erfolgt unter Lokalanästhesie. Damit können Schmerzpatienten, die häufig einen langen Leidensweg durchlaufen haben, eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren.

Referent ist Dr. Stefan Schu, Leitender Arzt des Bereiches Neuromodulation im Klinikum Duisburg. Dr. Schu wird die Möglichkeiten und Grenzen der modernen Schmerzschrittmacher erläutern und steht den Teilnehmern im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bereits im sechsten Jahr bietet das Klinikum Duisburg gemeinsam mit dem Runden Tisch Wedau/Bissingheim regelmäßige Informationsnachmittage für medizinische Laien an.


Schmerzen im Kniegelenk – von der Schlüsselloch-OP bis zum künstlichen Kniegelenk

Duisburg, 8. Mai 2015 - Das Knie ist ein wahres anatomisches Wunderwerk. Es ist das größte Gelenk, das im menschlichen Körper zu finden ist. Ein Gelenk, das aufgrund seiner Komplexität auch zu den kompliziertesten Gelenken überhaupt gehört. Es verbindet unseren Oberschenkel mit dem unteren Teil unseres Beines und besteht aus Sehnen, Knochen, Bändern, Knorpeln, Kapseln, Muskeln und Weichteilen.
Alleine drei wichtige Knochen treffen sich im Knie: das Schienbein, die Kniescheibe und der Oberschenkelknochen. Das Knie sorgt dafür, dass wir unsere Beine beugen und strecken können, dass wir gehen, rennen und hüpfen können. Aber es hilft uns im wahrsten Sinne des Wortes auch dabei, standhaft zu bleiben. Fakt ist, das Knie muss täglich einiges aushalten. Es stemmt nicht nur unser normales Körpergewicht, sondern muss darüber hinaus auch unzählige andere Belastungen er-„tragen“.
 Wenn wir Treppen steigen, Fußball spielen, auf den Knien Unkraut jäten und vieles mehr. Kurzum: Das Knie ist ein wahrer Kraftprotz. Und es spielt eine extrem wichtige Rolle, wenn es um unsere Bewegungsfähigkeit geht. Doch auch, wenn es wahre Spitzenleistungen erzielen kann, sind unserem Knie hin und wieder Grenzen gesetzt. Zum Beispiel, wenn es andauernd einer enormen Überbelastung ausgesetzt ist. Und zu der kann es schneller kommen als gedacht. Denn sie kann beispielsweise dann entstehen, wenn wir Übergewicht haben und so permanent sehr viele Kilos auf das Knie wirken. Aber auch verschiedene Bewegungssportarten wie zum Beispiel Fußball, Handball oder Skifahren fordern diesem Gelenk einiges ab. Dazu kommen Krankheiten wie Rheuma oder andere entzündliche Gelenkerkrankungen, aber auch ganz normale Verschleißerscheinungen, die im Alter auftreten.
Die Folge: Wir bekommen Schmerzen im Knie. Mal ist es ein Ziehen, mal ein stechender Schmerz, mal treten die Beschwerden nur auf, wenn wir uns viel bewegen, manchmal auch dann, wenn wir ruhig im Bett liegen oder auf der Couch sitzen. Erkannt werden die Kniebeschwerden oft erst sehr spät. Denn viele Betroffene schieben den Arztbesuch lange vor sich her und hoffen, dass die Schmerzen irgendwann wieder von ganz alleine verschwinden. Das ist aber in der Regel nicht der Fall und meist gilt es darum, den betroffenen Patientinnen und Patienten professionell und umfassend zu helfen.  
Thema des Patientenforums im Mai wird „Schmerzen im Kniegelenk – von der Schlüsselloch-OP bis zum künstlichen Kniegelenk!“ sein.  Referent Dr. Dietmar Kumm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Bethesda Krankenhaus wird in einem leicht verständlichen Vortrag, Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, 19. Mai um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

3. Treffen des Netzwerks Multiresistente Erreger (MRE) in Duisburg

Duisburg, 6. Mai 2015 - Bereits zum dritten Mal trafen sich rund 60 Vertreter fast aller medizinischen Einrichtungen in Duisburg, insbesondere der Krankenhäuser, der Pflegeheime, der ambulanten Pflegedienste, der Ärzte, der Krankentransportdienste und ganz besonders auch Betroffene der Selbsthilfegruppe MRSA im Rathaus der Stadt Duisburg im Rahmen des Netzwerkes Multiresistente Erreger, um sich über die drängenden Probleme auszustauschen. Gegründet wurde das Netzwerk im Sommer 2014. Die Erfahrungen aus anderen Städten und Kommunen zeigen, dass durch einen Erfahrungsaustausch aller betroffenen Akteure vor Ort die regulär weiterhin schwierige Versorgung der Patienten verbessert werden kann.

 

Die Probleme mit mehrfach antibiotikaresistenten Erregern sind in den letzten Jahren immer drängender geworden. Unter dem Einsatz von Antibiotika, insbesondere auch im Bereich der Tiermast, haben sich zusätzlich zu den schon seit Jahren relevanten multiresistenten Staphylococcus aureus Erregern (MRSA) auch bei anderen Keimgruppen weitergehende Resistenzen gegenüber Antibiotika entwickelt.

 

Die Weltgesundheitsorganisation hat schon am Weltgesundheitstag im letzten Jahr Alarm geschlagen, da sich in der europäischen Region und auch global Keime mit  Antibiotikaresistenz immer weiter ausbreiten. Nach dieser Mitteilung droht eine Rückkehr zu Verhältnissen, wie sie vor Entdeckung der Antibiotika herrschten. Damit wären dann einfache Infektionen nicht mehr behandelbar und alltägliche Eingriffe und Interventionen mit lebensbedrohlichen Gefahren verbunden. Für Duisburg scheinen die gemeldeten Zahlen für multiresistente Staphylococcus aureus Erreger (MRSA) im letzten Jahr und aktuell rückläufig zu sein.

 

Die Stadt Duisburg ist seit 2009 Mitglied des Euregionalen Netzwerks für Patientensicherheit und Infektionsschutz (EurSafety-Health-Net). Dieses hat sich in den letzten Jahren grenzübergreifend für den Infektionsschutz und insbesondere für die Eindämmung der MRSA-Problematik nach niederländischem Muster in den deutschen Teilen des Netzwerks eingesetzt. Mit diesen Treffen greift auch Duisburg das Angebot von EurSafety-Health-Net zur Weiterführung eines lokalen Netzwerks auf.

 

Gesundheitsamtsleiter Dr. Dieter Weber (vorne) berichtet über die Situation in der Stadt Duisburg

Was brauchen Pflegende Angehörige?
Wünsche und Bedarfe von Pflegenden Angehörigen stehen im Mittelpunkt der Dialogveranstaltung „Was brauchen Pflegende Angehörige?“. Auf dem Programm steht unter anderem die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Tipps aus der Praxis gibt Christa Beermann, Demografiebeauftragte im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie hat die Kampagne „arbeiten – leben- pflegen“ ins Leben gerufen und dabei Unternehmen und Beschäftigte miteinander ins Gespräch gebracht. Weitere Themen auf der Tagesordnung sind Beratung, Selbstpflege und Unterstützung durch Ehrenamt und Selbsthilfe. Dazu referiert unter anderem der Duisburger Senioren- und Pflegeplaner Stefan Ernst und Christian Hetzel vom Projekt „Mach mal Pause“. 

Pflegende Angehörige melden sich in Interviews direkt zu Wort. Über die Entwicklung von Perspektiven für Pflegende Angehörige spricht zudem Detlev Spohr vom NRW Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter sowie Gunnar Peeters vom Verband der Ersatzkassen. Durch den Tag führt WDR-Moderator Tom Hegermann. Die Landesstelle Pflegende Angehörige NRW lädt am 13. Mai von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr in das Duisburger Konferenz- und Beratungszentrum „Kleiner Prinz" ein.
Die Tagung im Regierungsbezirk Düsseldorf ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die bereits in drei Regierungsbezirken erfolgreich durchgeführt wurde und in Abstimmung mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landesverbänden der Pflegekassen durchgeführt wird. Die Diskussionsergebnisse sollen für die Verbesserung der Situation Pflegender Angehöriger in politische Gestaltungsprozesse eingebracht werden.
Allein in Nordrhein-Westfalen werden rund 420.000 Menschen zu Hause gepflegt, nur etwa ein Drittel wird dabei von ambulanten Pflegediensten unterstützt. Mehr als 70 % der Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen mit viel Liebe und Fürsorge oft rund um die Uhr zu Hause versorgt. Gefördert wird die Landesstelle Pflegende Angehörige Nordrhein-Westfalen durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landesverbänden der Pflegekassen in Nordrhein-Westfalen.
Seit 2010 befindet sich die LPFA-NRW in der Projektträgerschaft des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Anmeldungen zu der kostenfreien Veranstaltung per E-Mail an: info@LPFA-NRW.de oder unter Telefon: 0251 / 4113322. Unter www.lpfa-nrw.de kann der Tagungsflyer heruntergeladen werden.

 

Vortrag transgenerative Traumaweitergabe

Duisburg, 5. Mai 2015 - „Wie Traumata in die nächste Generation weitergegeben werden.“ Woran kann man erkennen, dass Symptome traumatischen Erlebens von der vorhergehenden Generation herrühren? Was brauchen Menschen, die Aspekte des Traumaerlebens der Eltern- und Großeltern-Generation übernommen haben? Diese und andere Fragen zu transgenerativer Traumaweitergabe werden von Dr. Udo Baer in seinem Vortrag im SEMNOS Zentrum erläutert.
Nach dem Vortrag wird es Raum geben für Austausch zum Thema; gern steht Dr. Baer den Gästen auch für Fragen zur Verfügung. Dr. Udo Baer ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, Vorsitzender der Stiftung Würde und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Gerontopsychiatrie (IGP). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen transgenerativer Traumaweitergabe, dem Erleben von Menschen mit Demenzerkrankungen und den Folgen von Kriegstraumata.
Termin: Dienstag, 19.05.2015, 16:00 Ort: SEMNOS-Zentrum, Blumenstr. 54 a, 47057 Duisburg-Neudorf Kosten: EUR 8,00 an der Abendkasse Anmeldung erwünscht unter Tel. Nr.: 0203-36 35 26 84 ; E-Mail: info@kreative-traumahilfe.de

 

Trauerangebote im Malteser Hospiz St. Raphael

Duisburg, 30. April 2015 - Der Verlust eines geliebten Menschen schmerzt und reißt eine große Lücke in das Leben von Verwandten und Freunden. Die geschulten und erfahrenen Mitarbeiter des Malteser Hospizes St. Raphael bieten unterschiedliche Beratungsangebote für Hinterbliebene. Die Trauerberatung ist eine Hilfestellung, den schwierigen Übergang in ein anderes „Weiter-Leben“ während der Trauerphase zu begleiten und neue Wege zu finden.

Jeden zweiten Montag im Monat findet im Hospiz, Remeberger Straße 36, 47259 Duisburg, das „Trauer-Frühstück“ statt. Der nächste Termin ist der 11. Mai von 10 Uhr bis 11 Uhr 30. Menschen, die nahe stehende Angehörige oder Freunde verloren haben, können sich hier für die bevorstehenden Wochen stärken und ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen. Begleitet wird das Frühstück von geschulten und erfahrenen Mitarbeitern des Malteser Hospizes St. Raphael. Die Erfahrungen der Teilnehmer sind durchweg positiv:
„Ich wäre heute nicht soweit in meiner Trauerbewältigung, wenn es das Trauerfrühstück und die Einzelgespräche nicht gäbe“, sagt eine 52-Jährige, die vor acht Monaten ihren Mann an einer schweren Krankheit verloren hat. „Ich freue mich, jedes mal, wenn ich hierher kommen darf. Hier kann ich weinen und meine Trauer zeigen. Das erlebe ich sonst nirgendwo.“
Ein weiteres Angebot ist das „Trauercafe“. Dieses findet jeden dritten Sonntag im Malteser Hospiz St. Raphael statt. Eine Anmeldung für den nächsten Termin am 17. Mai ist nicht erforderlich.


Aktionstag gegen den Schlaganfall im Klinikum Duisburg

Duisburg, 24. April 2015 - Das Klinikum Duisburg lädt am Mittwoch, den 6. Mai, gemeinsam mit dem Regionalen Schlaganfallbüro Duisburg zum Aktionstag gegen den Schlaganfall ein. Interessierte Besucher können sich von 14.00 bis 16.00 Uhr ausführlich rund um das Thema Schlaganfall beraten lassen.
Das Therapie- und Bewegungszentrum des Klinikum Duisburg informiert über Sportangebote für Schlaganfallpatienten und bietet einen Gleichgewichtstest zum Mitmachen an.
Die Selbsthilfegruppen „Schlaganfall“ und „Aphasie“ sind ebenfalls vor Ort und bieten persönliche Gespräche für Betroffene und ihre Angehörigen an. Auch die Selbsthilfegruppe Diabetes wird sich zum Thema präsentieren, denn Diabetes stellt einen hohen Risikofaktor für Schlaganfall dar. Ebenso erhalten Besucher einen Überblick über die Reisemöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Die AWO informiert über den Hausnotruf und Sanitätshaus Luttermann bietet einen Einblick in die verschiedenen Hilfsmittel, die den Alltag von Schlaganfallpatienten erleichtern können. Wer möchte, kann seine Blutdruck- und Blutzuckerwerte von Auszubildenden der Pflege bestimmen lassen. Zusätzlich wird die Messung von Körperfett angeboten.
Ab 16.30 Uhr stehen wichtige Vortragsthemen im Hörsaal auf dem Programm. Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Wilhelm Nacimiento, stellt „Neueste Behandlungsmethoden beim Schlaganfall“ vor. Anschließend informiert Inge Klein von der AWO Acura über „Die neue Pflegereform 2015“. Im Anschluss stehen die Referenten zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.  
Jedes Jahr erleiden rund 200 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, in Duisburg sind dies ca. 2.000 Erkrankungen. Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für eine körperliche Behinderung im Erwachsenenalter. Das Neurozentrum im Klinikum Duisburg verfügt über eine überregionale Stroke Unit mit acht Betten zur Schlaganfall-Sofortversorgung.


Nase vorn: Modernster OP Deutschlands Malteser Krankenhaus St. Anna eröffnet neue HNO-Operationssäle

Duisburg, 20. April2015 - Ob chronisch entzündete Nasennebenhöhlen, Eingriffe am Mittelohr, der Schädelbasis oder den Speicheldrüsen – ab jetzt können die HNO-Chirurgen des Malteser Krankenhauses St. Anna mit modernster Technik und Ausstattung noch präziser und sicherer diese Eingriffe vornehmen. In Kooperation mit dem Medizintechnik-Unternehmen Medtronic sind drei HNO-Suiten entstanden, die zu den modernsten Deutschlands zählen.
In nur sechs Monaten wurde der gesamte OP-Trakt der HNO-Klinik umgebaut. Nicht nur dank elektromagnetischem HNO-Navigationssystem oder leistungsfähigen neuen Instrumenten wie z.B. dem Shaver, einer Art „Mikro-Rasierer“ und Bohrer mit integrierter Spülung, kann in Zukunft zuverlässig noch genauer operiert werden. Ein weiteres Beispiel für moderne chirurgische Technologie ist das Neuromonitoring-System, das den Patienten vor etwaigen Verletzungen der Nerven schützt. „Für den Patienten bedeutet das ein großes Plus an Sicherheit und Risikominimierung“, fasst Professor Dr. Stephan Remmert, Chefarzt der HNO-Abteilung des Malteser Krankenhauses St. Anna, zusammen.  

„Gefährliche Dauerinfektion“
Der häufigste Eingriff im Kopfbereich, dem sich die Deutschen unterziehen, ist die Nasennebenhöhlenoperation – so auch im neuen HNO-Trakt des Malteser Krankenhauses St. Anna. Die Nase filtert die Atemluft, befeuchtet sie und befreit sie von Krankheitserregern, damit schützt sie die Lunge vor schwerwiegenden Infekten. Experten schätzen, dass bei rund 60 Prozent der Erwachsenen in Deutschland die Atemwege der Nase zu eng sind. Häufig wiederkehrende Infektionen der Nasennebenhöhlen verursachen Dauerkopfschmerzen, darüber hinaus leiden die Betroffenen unter einer Riechminderung und vermehrtem Nasensekret. Schuld ist neben angeborenen Engstellen im Nasennebenhöhlensystem eine krankhafte Veränderung der Schleimhaut, die Polypen ausbilden kann.
„Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte chronische Sinusitis zu entzündlichen Komplikationen im Bereich des Sehnervs oder des Auges mit Erblindung führen oder lebensbedrohliche Infektionen der Hirnhäute zur Folge haben“, weiß Professor Dr. Remmert. Wenn Antibiotika und schleimlösende Medikamente auch nach Wochen oder mehr als vier Infekten jährlich nicht ausreichen, kann eine endoskopische Operation helfen. Dabei wird ein Endoskop in die Nasennebenhöhlen eingeführt, sodass der Operateur zu jedem Zeitpunkt ein exaktes Bild vom Operationsfeld hat.
Über das Endoskop wird eine hauchdünne Hülle gestülpt, die das Spülen der Kamera alle zwei bis drei Minuten während des Eingriffes erlaubt, ohne dass die OP unterbrochen werden muss. Dies spart Operationszeit für den Patienten. Spezialinstrumente wie der Microdebrider helfen Verwachsungen der Schleimhäute zu lösen, der Shaver trägt geschwollenes Gewebe ab und mittels Bohrer können knöcherne Verengungen zu den luftgefüllten Hohlräumen der Nasennebenhöhlen erweitert werden.  

„Navigation, Bildgebung und Erfahrung sind das Erfolgsrezept“
Da alle Strukturen in der Nase und den Nasennebenhöhlen nur wenige Millimeter von Auge und Gehirn entfernt liegen, sind für die Chirurgen eine hochpräzise Bildgebung und eine exakte Navigation hilfreich. Dies gilt vor allem für bereits mehrfach voroperierte Patienten oder andere komplizierte Fälle.
Für die Navigation wird zunächst eine Schichtaufnahme des Schädels gemacht und vor der Operation mit einem Endoskop die Nase des Patienten von innen angesehen.
Bei der elektromagnetischen Navigation mit dem Navigationsgerät „Fusion“ wird ein Sensor im Gesichtsbereich des Patienten aufgeklebt, der andere Sensor befindet sich an der Spitze der OP-Instrumente. Aus den Schichtaufnahmen entsteht ein dreidimensionales Bild vom Kopf des Patienten, in dem die aktuelle Lage der Instrumente sichtbar gemacht wird. Komplikationen können dadurch vermieden werden.
„Verletzungen kommen äußerst selten vor“, so Professor Dr. Stephan Remmert, Chefarzt der HNO-Klinik, „wenn dennoch unbeabsichtigt die Schädelbasis verletzt wird, kann das ganz gravierende Auswirkungen haben.“ So kann eine Verletzung der Hirnarterien, in unmittelbarer Nachbarschaft der Keilbeinhöhle in der Tiefe des Schädels, zum Verbluten des Patienten führen. Neben der umfangreichen Erfahrung der operierenden Ärzte kommt nun mit der Navigation zusätzlich zur Bildgebung und dem Neuromonitoring noch mehr Sicherheit für den Patienten hinzu.    

HNO-Suite des Malteser Klinikums St. Anna in Duisburg-Huckingen
Jährlich operieren Prof. Dr. Stephan Remmert und sein Team 5000 Patienten. Neben den sehr häufigen Eingriffen an den Nasennebenhöhlen werden hier vor allem viele Eingriffe bei Patienten mit bös- und gutartigen Tumoren durchgeführt. Dabei hat sich die Klinik auf hochkomplizierte plastisch-rekonstruktive Verfahren zur Wiederherstellung der spezifischen Organfunktionen spezialisiert.  Aber auch die Chirurgie des Mittelohrs mit innovativen Implantaten erweitert das Spektrum der bisherigen Ohrchirurgie.

 

Intensivmedizin: Höchste Konzentration im Notfall  
Wenn es um das Leben und die Gesundheit schwerverletzter Patienten geht, wird  von Fachärzten und medizinischem Personal höchste Konzentration in kürzester Zeit gefordert. Die Kommunikation des Teams spielt für das Überleben des Patienten und den späteren Erfolg seiner Behandlung eine große Rolle.
„Die Abläufe und die Art und Weise unserer Verständigung üben wir daher ständig und überprüfen sie regelmäßig  mit dem gesamten Team auf Verbesserungsmöglichkeiten hin“, sagt Dr. Carsten Hermann, Leitender Arzt für Intensivmedizin an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, dem Herzstück der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) Duisburg.

„In unserer Kommunikation, einem kontrollierten Dialog, vergewissern wir uns, dass wir jede Anweisung verstanden haben“, so Dr. Hermann. Im Notfall müssen alle Maßnahmen bei allen Beteiligten routiniert Hand in Hand ablaufen. „Man darf nicht mehr bewusst darüber nachdenken müssen, welcher Schritt als nächstes zu tun ist“, erklärt Dr. Hermann die besonderen Erfordernisse der Intensivmedizin. Die eigenen Prozesse miteinander kritisch zu durchleuchten und immer wieder auszuwerten, sei daher sehr wichtig für jede einzelne Behandlung. Mehr als 700 Intensivpatienten mit schweren Frakturen und Organverletzungen behandeln er und sein Team im Jahr. Immer dabei: erfahrene Unfallchirurgen und speziell für die Intensivmedizin ausgebildete Anästhesisten, die Schmerzen lindern und die Herz- und Kreislauffunktion stabilisieren.
Einem drohenden Lungenversagen könne  man entgegenwirken, noch bevor es eingetreten sei, so der langjährig erfahrene Intensivmediziner. Ein Unfall kann das ganze Leben von Grund auf verändern. Von einem Moment zum anderen ist nichts mehr wie zuvor. Dann sind die Psychologen in der Unfallmedizin gefragt. Sie stehen Patienten bei, wenn sie z. B. erfahren, dass sie fortan im Rollstuhl leben oder durch Unfallfolgen sehr verändert aussehen werden.
In der BGU Duisburg sind Psychologen rund um die Uhr für das seelische Wohl der Patienten da. In der intensivmedizinischen Behandlung werden bei Bedarf weitere hauseigene Spezialisten hinzugezogen, seien es  Internisten, Neurologen oder Urologen. „Neurochirurgen und Bauchchirurgen sind 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche in unserer Klinik für unsere Patienten tätig. Für alle internistischen Fragestellungen ist ein Kardiologe der Klinik unser Ansprechpartner“, so Dr. Hermann.
Bewährt habe sich auch die Zusammenarbeit mit Fachärzten anderer medizinischer Disziplinen, die die BGU Duisburg bei Bedarf hinzuzieht: renommierte Augenärzte, Gynäkologen, Hautärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Fachärzte für Nierenerkrankungen (Nephrologen) und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen aus der Region.  
„Für die Intensivpatienten der BGU Duisburg stehen zehn vorbildlich ausgestattete Behandlungsplätze zur Verfügung, angefangen bei besonderen Beatmungsgeräten über spezielle Therapiebetten bzw. -systeme und Patientenüberwachung bis hin zu allen Verfahren der Dialyse, Hirndruckmessung und Bronchoskopie“, so Dr. Hermann. Er schätzt an seiner Arbeit die hohe medizinische Anforderung.

„In der konkreten Notfallsituation muss ich einen kühlen Kopf bewahren und rein fachliche Entscheidungen treffen. Mein Einfühlungsvermögen ist später gefordert, wenn ich mit dem Patienten bzw. seinen Angehörigen spreche. Das tue ich, übrigens wie wir alle hier, mit großem Respekt vor dem einzelnen Menschen und seinem persönlichen Schicksal“, sagt Dr. Hermann. Schreitet der Heilungsprozess voran, unterstützen Ergo- und Physiotherapeuten aus dem eigenen Hause mit maßgeschneiderten Therapien den Genesungsprozess eines jeden Patienten.


Neue Erkenntnisse in der Krebsforschung: Wie entstehen Metastasen?

Duisburg, 20. April 2015 - Sind Menschen an einem bösartigen Tumor erkrankt, können sich überall in ihrem Körper Metastasen bilden, die die Heilungschancen häufig erheblich verschlechtern. Wie die Absiedlungen der ursprünglichen Geschwulst genau entstehen, untersuchten Wissenschaftler des Instituts für Molekularbiologie und Dr. Alexander Carpinteiro, Oberarzt der Klinik für Hämatologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und berichten darüber im Fachmagazin Embo Molecular Medicine.  
Die Forscher analysierten in einer vorklinischen Studie, wie sich die Zellen des Primärtumors in anderen Geweben ansiedeln und eine Metastase bilden. „Wir konnten nachweisen, dass bei diesem Prozess die Blutplättchen eine sehr wichtige und bisher unbekannte Rolle spielen“, erklärt Dr. Alexander Carpinteiro (Foto UK Essen).  
Zirkulierende Tumorzellen sind demnach zunächst kaum in der Lage, Metastasen zu bilden. Sie verteilen sich über die Blutbahnen im Körper und interagieren dabei mit den Blutplättchen. Diese werden dadurch angeregt, ein bestimmtes Eiweiß – das Enzym Saure Sphingomyelinase – abzusondern. Das bewirkt wiederum auf der Membran der Tumorzellen die Bildung sogenannter Ceramid-Plattformen.  
Darin können sich dann Eiweißmoleküle, sogenannte Integrine, einlagern, die dabei gleichzeitig aktiviert werden. Dr. Carpinteiro: „Erst wenn all dies geschehen ist, können sich die zirkulierenden Tumorzellen an spezialisierte, flache Zellen in den Innenseiten der Blutgefäße anheften, den sogenannten Endothelzellen, und in ein anderes Gewebe auswandern, um dort schließlich Metastasen zu bilden.“  
Die Wissenschaftler hoffen, diesen Mechanismus möglicherweise therapeutisch nutzen zu können. Denkbar wäre es, das Zusammenspiel von Tumorzellen und Blutplättchen medikamentös zu unterdrücken oder das Enzym Saure Sphingomyelinase zu hemmen, um die Metastasenbildung zu unterbinden.  

 

Klinikum Duisburg lädt zum vierten Symposium rund um Schwangerschaft und Geburt

Duisburg, 17. April 2015 - Bereits zum fünften Mal lädt Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Duisburg, zum Duisburger PPP-Symposium (prä-, peri-, postnatal) ein. Am Samstag, den 18. April 2015, dreht sich ab 9.00 Uhr im Landhaus Milser alles rund um vorgeburtliche Diagnostik, die Betreuung von Schwangerschaft und Geburt sowie die Versorgung der Kinder nach der Geburt.

Ein Expertenteam aus dem Klinikum Duisburg sowie namhafte Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet diskutieren mit den nahezu 200 teilnehmenden Gynäkologen, Kinderärzten und Hebammen über aktuelle Themen der Geburtshilfe und Perinatalmedizin.  
Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung sind Themen wie Infektionen in der Schwangerschaft und deren Gefahr für kindliche Schäden. Ebenso erfolgt ein Expertenaustausch über die Diagnostik und Therapie der Blutarmut -Anämie- während der Schwangerschaft und um die Diskussion der möglicher Folgen. Schließlich steht das Thema Geburtseinleitung auf dem Programm. Ein Thema, das weltweit zunimmt und dem damit eine immer größere Bedeutung zukommt.  

„Der kollegiale Austausch zwischen Klinikärzten, niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sowie den Hebammen liegt uns sehr am Herzen“, so Prof. Schmidt. Ein gut funktionierendes Netzwerk am Perinatalzentrum des Klinikum Duisburg ermögliche gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen eine optimale Betreuung auch von Hochrisikoschwangerschaften.
Dabei sei eine diagnostische und medizinische Rundumbetreuung der Frauen und Familien auf hohem Niveau oberstes Ziel. Die enorme Resonanz der Anmeldungen für diese zertifizierte Fortbildung zeige, dass man diesbezüglich auf einem guten Weg sei.


Patientenforum im Bethesda Krankenhaus – Schmerzen bei Rheuma lindern

Duisburg, 16. April 2015 - In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung an entzündlichen Gelenkerkrankungen und in Folge dessen unter chronischen Schmerzen. Bei einzelnen Gelenken können diese Beschwerden oft mit konventionellen Schmerzmedikamenten, Kortison und anderen Therapien nicht vollständig behandelt werden. Rechtzeitige medikamentöse und physikalische Therapie sowie Bewegungstraining sind wirksame Methoden, um der Gelenkzerstörung bei Rheuma vorzubeugen.
Dennoch bleibt nicht selten die Entzündungsaktivität in einzelnen Gelenken bestehen. Eine sehr wirksame Methode, um die Entzündung zu bekämpfen, ist die Radionuklidtherapie. Rechtzeitig angewendet kann diese Behandlung Zerstörungen verhindern und helfen, Gelenke erhalten. Die Durchführung der Radionuklidtherapie gleicht einer Gelenkpunktion. Sie ist schmerzarm und lässt sich ambulant durchführen.  
Thema des Patientenforums im April wird „Radionuklidtherapie: Schmerzen bei Rheuma lindern!“ sein.  Referent Dr. Jamshid Farahati, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Bethesda Krankenhaus. Er wird Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 21. April um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Kampf gegen neue Keime

Duisburg, 15. April 2015 - Jahrzehntelanger, oft sorgloser Umgang mit Antibiotika hat zum Entstehen von Keimen geführt, die gegen viele herkömmliche Arzneimittel resistent sind. Im Bethesda Krankenhaus wird das Thema in einer Ausstellung über Bakterien, Infektionskrankheiten und schützende Hygienemaßnahmen angesprochen.
Diese Aktion richtet sich an Besucher und Patienten. Die Ausstellung beschreibt, welche Rolle Bakterien für die Evolution und für das menschliche Immunsystem spielen, in welchen Fällen sie Krankheiten auslösen können und wie die Wissenschaft sie erstmalig entdeckt hat. Die Schau stellt die medizingeschichtliche Bedeutung von Antibiotika heraus, thematisiert aber auch die Probleme der heutigen Behandlung in Krankenhäusern.

„Hygiene ist ein zentraler Bestandteil von ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten. Damit auch die Patientinnen und Patienten ihren Teil dazu beitragen können, die Übertragung von multiresistenten Erregern zu verhindern, ist es wichtig, sie zu informieren und zu sensibilisieren“, erklärte Prof. Dr. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemeinchirurgie und Ärztlicher Direktor.

Weil das Desinfizieren der Hände eine zentrale Schutzmaßnahme ist, um die ungewollte Verbreitung krankmachender Keime in Krankenhäusern zu verhindern, gehört zu der Ausstellung auch ein freiwilliger Selbsttest. An einer Infosäule können sich alle Interessierten mit einer Testflüssigkeit die Hände desinfizieren und dann unter einer speziellen UV-Lampe kontrollieren, ob sie das Testmittel korrekt und flächendeckend aufgetragen haben. 
„Zu unseren umfangreichen Schutzmechanismen gehören zum Beispiel regelmäßige Schulungen, Kontrollgänge, Laboruntersuchungen, aber auch der Austausch mit den Gesundheitsämtern und in regionalen Netzwerken. Bei Krankenhaushygiene und Infektionsschutz wollen wir keine Kompromisse eingehen!", erklärt Dr. Dietmar Kumm, Chefarzt der Orthopädie und Hygienebeauftragter Arzt.

Die landesweite Initiative soll die Öffentlichkeit über die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge aufklären und auch Hinweise geben, wie Krankenhauspatienten und -besucher selbst zur Prävention beitragen können. Die Aktion läuft noch bis zum 24. April und ist im Foyer des BETHESDA- Krankenhauses zu sehen.

 


Der ärztliche Direktor Prof. Dr. Dietmar Simon (li), der hygienebeauftragte Arzt Dr. Dietmar Kumm (re) und Hygienefachkraft Frank Welbers (Mitte) zeigen an der Infosäule den Selbsttest zur Händedesinfektion. 

 

Komplextherapie für ein selbstständiges Leben im Alter

Vortragsreihe der Großen Kommunalen Gesundheitskonferenz und dem Klinikum Duisburg

Duisburg, 11. April 2015 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und das Klinikum Duisburg am Dienstag, 14. April 2015, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema „Komplextherapie für ein selbstständiges Leben im Alter“, im Katholischen Gemeindezentrum Wedau, Kalkweg 189, an.    


Auch im Alter mobil und selbstständig zu bleiben, ist ein Wunsch, der sich leider nicht für alle älteren Menschen erfüllt. Häufig beendet ein unglückliches Sturzereignis abrupt eine aktive Lebensphase und zieht für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität und damit ihrer Lebensqualität nach sich. Jährlich erleiden zirka 120 Tausend Menschen durch einen unglücklichen Sturz eine Hüftfraktur. Davon sind 90 Prozent älter als 65 Jahre und mindestens die Hälfte der Betroffenen erlangen ihre ursprüngliche Beweglichkeit nicht zurück, jeder Fünfte wird sogar pflegebedürftig. Dies zeigt, dass vor allem mit zunehmendem Alter die Sturzgefahr erheblich steigt.

 

Wo liegen die Ursachen und was kann man tun, um diese Entwicklung zu vermeiden?
Für Sturzereignisse sind in einigen Fällen äußere Umstände verantwortlich, wie zum Beispiel schlechtes Schuhwerk, ein unebener Fußboden oder andere Hindernisse, sowie eine unzureichende Beleuchtung. Viel häufiger, nämlich in 90 Prozent der Sturzereignisse, liegen so genannte innere Ursachen vor. Hier sind Schwindel, Gangunsicherheit, zunehmender Muskelabbau, Schwäche oder erhebliche Sehbehinderungen zu nennen.
Aber auch Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder Schlaganfall und auch der Einfluss von Psychopharmaka vergrößern nicht nur das Sturzrisiko erheblich, sondern es kommt zusätzlich zu einer Verschlechterung der Alltagskompetenz.

Hier muss eine gezielte Diagnostik und Therapie abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten erfolgen, um den Erhalt oder die Wiedererlangung von Mobilität, Selbstständigkeit und damit auch eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Daher gilt die Komplextherapie, die eine medizinische und pflegerische Versorgung mit einem intensiven Therapiekonzept verbindet, heute als wichtiger Bestandteil des Geriatrischen Konzeptes für Patienten, die bereits wegen eines Sturzereignisses im Krankenhaus behandelt werden. Verbunden mit einer anschließenden Mobilisierung durch Physiotherapie und Ergotherapie während eines Tagesklinik-Aufenthaltes, können ältere Menschen ihre Sicherheit im Alltag und damit ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität wieder erlangen.
Zur Vorbeugung von Stürzen sollten ältere Menschen regelmäßig etwas für ihre körperliche Fitness tun, denn erwiesenermaßen hilft Ausdauer- und Krafttraining, Muskulatur aufzubauen und damit das Risiko für Stürze deutlich zu vermindern.

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung stehen Dr. Wolfrid Schröer und Therapeut Valeri Schiller im Anschluss an den Vortrag gerne zur Beantwortung individueller Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist für alle Interessenten kostenlos.

Amerikanischer und griechischer Generalkonsul überreichen Herzkissen an das Brustzentrum im Bethesda Krankenhaus

Duisburg, 1. April 2015 - Hoher Besuch im Bethesda Krankenhaus: Am vergangenen Freitagnachmittag empfingen Dr. Björn-Wieland Lisboa, Chefarzt der Frauenklinik II und Leiter des Brustzentrums Rhein-Ruhr und sein Team, Vertreterinnen des American Woman s Club of Düsseldorf, den amerikanischen Generalkonsul Stephen A. Hubler und seinen griechischen Kollegen Grigorios Delavekouras, um die „Herzen“ gegen Schmerzen in Empfang zu nehmen.

Viele Frauen sind von Brustkrebs betroffen, denn das sogenannte Mammakarzinom ist einer der häufigsten Krebserkrankungen. Pro Jahr erkranken daran allein 72.000 Frauen in Deutschland, so die Angaben des Robert-Koch Institutes.

400 Herzkissen wurden deshalb jetzt gemeinsam von der Firma Coco Mat und dem American Women's Club of Düsseldorf (AWCD) gespendet. Coco Mat, ein aus Griechenland stammender auf Naturstoff spezialisierter Matratzenhersteller, spendete den Ökotex zertifizierten Stoff. 15-20 Frauen des AWCD trafen sich regelmäßig um in netter Atmosphäre den Stoff zu schneiden, nähen und zu füllen.  

In jedem einzelnen Gespräch freuten sich alle Beteiligten über die Aktion und den guten Zweck der dahinter steht. „Für uns ist es ein sehr große Ehre das Projekt mit unseren Stoffen zu unterstützen“, sagt Magda Lykopoulou, Filialleiterin von Coco Mat in Düsseldorf. 
Auch die Generalkonsulate setzten mit ihrem Besuch ein Zeichen. Denn das Projekt ist eine internationale Zusammenarbeit - der Stoff kommt aus Griechenland, die „Näherinnen“ aus den USA und die meisten Betroffenen aus Deutschland. So fließen die Grenzen für den guten Zweck ineinander. „Wir unterstützen immer wieder gerne internationale Projekte“, sagt Stephen A. Hubler, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika.
„An diesem Projekt war meine Ehefrau sogar persönlich beteiligt und hat auch selber Kissen genäht. Jetzt ist es schön zu wissen, dass anderen Frauen dadurch geholfen wird.“ 
Auch Kiki Ragab, stellvertretende Präsidentin des American Women's Club of Düsseldorf hat sich an der Anfertigung beteiligt, denn ihr Motto lautet: „If you can - you must!“ - Und damit motiviert sie immer mehr Frauen, sich dem Verein und dem guten Zweck anzuschließen. Herzförmige Kissen für Krebspatientinnen herzustellen ist keine Modeerscheinung, sondern hat Tradition: Das „Heart Pillow Project“ nahm seinen Anfang in den USA und ist seit einigen Jahren auch in Deutschland bekannt.
Die Kissen sind nicht nur ein Symbol, das die erkrankten Frauen aufmuntern soll, sie erweisen sich auch als wertvoller Gesundheitsdienst.
Unter Brustkrebs leidende Patientinnen nutzen sie, um nach der Operation den Wundschmerz zu lindern. Das speziell geformte Herz mit extra langen Ohren können die Frauen unter die Achsel legen, um den Druckschmerz von der OP-Narbe abzumildern.
Viele Patientinnen nehmen das Kissen auch nach der OP mit nach Hause. Sie nutzen dann das farbenfrohe Kissen zum Teil ein bis zwei Jahre. Bezahlen müssen die Patientinnen für das Kissen nichts – es ist ein Geschenk.
„Die Kissen sehen nicht nur aus wie Herzen, sie kommen auch von Herzen und sind ein Symbol dafür, dass die Patientinnen mit dieser Erkrankung nicht alleine dastehen.“, sagt Dr. Björn-Wieland Lisboa, Leiter des Brustzentrums und Chefarzt der Senologie.

Konzentrierte Kompetenz

Im zertifizierten Brustzentrum Rhein-Ruhr des Bethesda Krankenhauses kümmern sich erfahrene Mediziner aus unterschiedlichen Fachrichtungen und speziell ausgebildete Pflegekräfte um die Patientinnen. Pro Jahr werden über 400 neu an Brustkrebs erkrankte Patientinnen operiert. Insgesamt gibt es mehr als 1000 Brustoperationen jährlich. Das Brustzentrum Rhein-Ruhr ist seit Januar 2005 vom Land Nordrhein-Westfalen anerkanntes Brustzentrum. 2007 fand die erste Zertifizierung statt, seither wurde das Zentrum alle drei Jahre erfolgreich rezertifiziert. 

Bei der Übergabe der 400 Herzkissen freuten sich alle Beteiligten über die tolle Aktion. Foto: BETHESDA

Klinikum Niederrhein investiert 130 Millionen - Grundstein für neues Herzzentrum gelegt, das ab 2018 in Betrieb gehen soll

Links zeigt sich das Herzzentrum, rechts der Verwaltungstrakt

 

Grundsteinlegung für 130-Millionen-Projekt in Duisburg-Fahrn

Duisburg-Fahrn, 24. März 2015 -  Klinikum Niederrhein-Aufsichtsratvorsitzender Prof. Dr. Ekkhard Schulz - ehemals Thyssen-Chef - begrüßte die rund 100 Gäste nebst OB Sören Link und nannte beeindruckende Fakten

Meine sehr verehrten Damen und Herren,  ich begrüße Sie im Namen des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung des Evangelischen Klinikums Niederrhein hier im Krankenhaus Duisburg Nord anlässlich der Grundsteinlegung  für das neue Herzzentrum. Wir freuen uns, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt   sind. Ein besonderer Gruß gebührt unserem Oberbürgermeister Sören Link, den ich herzlich willkommen heiße.    
Es ist jetzt 43 Jahre her, dass 1972 die Evangelischen  Krankenanstalten Duisburg-Nord an diesem Standort eröffnet wurden. Damals mit 466 Betten und den Hauptabteilungen für Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Anästhesie- und Intensivpflege und Radiologie. In diesem ersten Jahr wurden auch bereits die ersten Schwerpunkte für Herz- und Lungenkrankheiten an der Chirurgischen und Medizinischen Klinik gebildet.  

Ein Jahr später, also 1973, wurde der Neubau für die Krankenpflegeschule mit 150 Ausbildungsplätzen fertig gestellt. Im selben Jahr erfolgte die Zusammenführung der beiden Medizinischen Kliniken und der Aufbau der Teilgebiete Kardiologie und Lungen- und Bronchialheilkunde. 1975 wurde die Kardiologie selbständig und bildete die erste Kardiologische Klinik in Nordrhein-Westfalen außerhalb der  Universitätskliniken. Ebenfalls 1975 wurde die Neurologische  Klinik mit 60 Betten eröffnet. Auch weitere Krankenhäuser kamen hinzu:  
1977 wurde das Johanniter Krankenhaus in Oberhausen-Sterkrade übernommen, 1988 kam das damalige Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus in Meiderich hinzu, das in ein Herzzentrum umgewandelt wurde und zu guter letzt komplettierte 1996 das   Evangelische Krankenhaus Dinslaken den Verbund zum heutigen   Evangelischen Klinikum Niederrhein.  
Neben zahlreichen weiteren Entwicklungen, die hier aufzuzählen den Rahmen sprengen würde, hat der Aufsichtsrat   im November 2010 einstimmig die Verlagerung des Herzzentrums   nach Duisburg Fahrn beschlossen. Damit einher geht die umfassende Sanierung dieses Standortes. Durch diese Maßnahmen werden sowohl die optimale Versorgung der Patienten als auch verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter ermöglicht.
Mit dieser Entscheidung reagieren wir auch auf Veränderungen im Gesundheitsmarkt und sorgen somit für eine stabile Aufstellung des Verbundes in der Zukunft. Mit der Zusammenlegung der beiden Häuser können Wege   optimiert, Disziplinen verzahnt und zentrale Bereiche interdisziplinär genutzt werden.
Der neue Klinikkomplex wird dann rund 600 Betten vorweisen. Seit der Entscheidung zur Zusammenlegung der beiden Betriebsteile sind bereits über 30 Millionen Euro investiert worden:
Im Juli 2011 konnten als Auftakt des Bauprojektes 4 neue interdisziplinäre OP-Säle eingeweiht werden. Mit den bereits 1990 gebauten 3 Sälen bilden diese neuen OP-Säle nun einen zentralen OP-Trakt von rund 1.900 Quadratmetern   Nutzfläche. Weitere Säle werden noch für die Herzchirurgie hinzu kommen.
Des weiteren sind bereits drei Stationen hier komplett neu gebaut worden. Ein weiterer großer Schritt in unserem Bauprojekt wurde im Juni 2012 getan:  
Unsere neue Cafeteria für Mitarbeiter, Patienten und Besucher konnte eröffnet werden, mit einem künstlerisch gestalteten, gemütlichen Ambiente und einer großzügigen Terrasse.
Mittlerweile steht auch der Rohbau für die neue Verwaltung als weiteres Element der neuen Struktur des Standortes. Kommen wir nun zum aktuellen Bauabschnitt unseres Großprojektes, dem Neubau des Funktionstraktes: Hier entsteht die neue Heimat des Herzzentrums! Wie Sie sehen, ist bereits ein riesiges Loch von rund 30 Metern Breite und 80 Metern Länge ausgehoben worden.
In dem 3-geschossigen Neubau werden im Untergeschoss Technikbereiche   entstehen, die Notarztwache untergebracht und die neue Energieversorgung errichtet. Ebenso finden hier die Zentralsterilisation, das Zentrallabor und die Kardiotechnik ein neues Zuhause.    
Im Erdgeschoss werden die Zentrale Notaufnahme und der klinische Arztdienst der Chirurgie untergebracht. Dazu kommen eine integrierte Notaufnahme für Patienten mit Brustschmerz – die sogenannte Chest Pain Unit - für die Kardiologie und zwei Intensiv- bzw. Überwachungsstationen mit je 18 Betten.  
Weitere Intensiv- und Überwachungseinheiten entstehen im 1. Obergeschoss. Ebenso wird hier die Kinderkardiologie mit Intensivbetten und Normalbetten, Rücken an Rücken mit einer Normalstation mit insgesamt 40 Betten für Kardiologie und  Kardiochirurgie beheimatet sein.
Im 2. Obergeschoss entstehen dann eine weitere Normalstation mit 40 Betten und eine Wahlleistungsstation mit 28 Betten für die Kardiologie und Kardiochirurgie. Allein in diesem Jahr 2015 werden dafür zusätzlich 25 Millionen Euro investiert, Aufträge in Höhe von 67 Millionen sind bereits auf den Weg gebracht.  
Im Anschluss an diese Grundsteinlegung wird noch das Richtfest für das neue Verwaltungsgebäude erfolgen. Hier wird auch die Krankenpflegeschule untergebracht und damit die Anforderungen an einen modernen Aus- und Fortbildungsbetrieb erfüllt. Außerdem wird hier mit Räumlichkeiten für Patienten- und Ärzteveranstaltungen für bis zu 200 Personen eine weitere Lücke an diesem Standort geschlossen.  
Ich bin der Überzeugung, dass wir trotz des ökonomischen Druckes im Gesundheitswesen hervorragend aufgestellt sind und hoffnungsfroh in die Zukunft blicken können. Wir alle wissen, dass der Versorgungsbedarf in unserer Region, in der die Menschen immer älter werden, zunehmen wird.
Dem gegenüber wird das Land auch zukünftig nicht in der Lage sein, mehr Gelder für Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen. Wir stellen uns dieser Herausforderung und sind als Träger bereit, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten über 130 Millionen Euro zu investieren in eine Einrichtung, die in dieser Form eines Herz- Gefäß- und Kopfzentrums in Nordrhein- Westfalen und auch in Deutschland ihresgleichen suchen wird.

Neben dem Festakt auch die Formalie zur Grundsteinlegung

Fotos Klinikum Niederrhein

Die Grundsteinlegung - im wahrsten Sinn des Wortes