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2. Ethiktag in den Sana Kliniken Duisburg

 Der Anfang des Lebens – Möglichkeiten und Grenzen heutiger Medizin
Duisburg, 19. Januar 2017 – Das Ethikkomitee der Sana Kliniken Duisburg lädt am Mittwoch, den 24. Januar, ab 14.30 Uhr zum 2. Ethiktag in den Hörsaal ein. Beim 2. Ethiktag liegt der Fokus aus dem ungeborenen Leben und auf Frühgeborenen. Die Besonderheiten vor der Geburt und bei Frühgeborenen aus ethischer Sicht.
Der gesellschaftliche Druck, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, steigt erheblich. Wieviel Wissen tut gut? Wo sind die Grenzen, wenn Frauenärzte und Kinderärzte mit Eltern über medizinische Befunde ins Gespräch kommen? Welche Möglichkeiten gibt es für Eltern und wie kann eine Begleitung aussehen?  
Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Francisco Brevis, Leitender Art der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin, werden in einem Vortrag über die Möglichkeiten und Grenzen der Pränataldiagnostik und Frühgeborenenmedizin informieren. Franziska Mädler, Medizinethikerin i.A. und Fachärztin für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Palliativmedizin, referiert über den Anfang des Lebens aus medizinethischer Sicht und Dorothee König, evangelische Seelsorgerin, hält einen Vortrag über den Anfang des Lebens aus ethisch-theologischer Sicht.  
Im Anschluss wird die Journalistin und Autorin Sandra Roth aus ihren Buch „Lotta Wundertüte – Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl“ lesen. Alle Interessierten Büerginnen und Bürger sind herzlich zum 2. Ethiktag eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  

Pflegekurse für Angehörige
Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 25. Januar.   Duisburg. Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person.
Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an. In Zusammenarbeit mit den Pflegekassen und der Uni Bielefeld werden im Kurs „familiale Pflege“ Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt. Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos.
Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen. Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt. Start ist am 25. Januar (danach 1. Februar und 8. Februar) von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg.
Zusätzlich bietet das Krankenhaus noch eine  offene Gruppe für pflegende Angehörige an, die sich immer am ersten Dienstag im Monat von 17:00h bis 19:30h trifft. Anmeldungen unter: Familialepflege.homberg@malteser.org.

 

Medizinerinnen aus der Partnerstadt Perm hospitieren in Duisburg  
Die Permer Medizinerinnen Olga Osetrova und Liliia Valiakhmetova hospitieren derzeit an der Klinik für Innere Medizin des Evangelischen Krankenhauses Duisburg-Nord und der Klinik für Kinderkardiologie des Herzzentrums Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus.
Im Mittelpunkt ihres Besuchs steht für die beiden Russinnen vor allem der Fachaustausch mit den Duisburger Spezialisten. Schließlich bringen Olga Osetrova und Liliia Valiakhmetova durch ihre tägliche Arbeit im Föderalen Zentrum für Herz- und Gefäßchirurgie in Perm selbst jede Menge Erfahrung mit.  
Seit beinahe zehn Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Perm. Fast genauso lange existieren die Kontakte zur Medizinischen Akademie. Hospitationen für Medizinstudenten, aber auch Informationsbesuche von Fachärzten werden dabei stets bereichernd wahrgenommen. Von Neonatologie, Pädiatrie, Neurologie und neurologischer Frührehabilitation über Traumatologie und Notfallmedizin bis hin zu Innerer Medizin und angeborenen Herzfehlern in der Kinderkardiologie – die Fachgebiete der Austausche sind vielfältig.   Teilnehmer: Olga Osetrova (Perm) Liliia Valiakhmetova (Perm) Prof. Dr. Jörg Schlaak (Chefarzt) Dr. Otto Krogmann (Chefarzt ) Dr. Ingeborg Acke (DFG Duisburg e.V.) Manfred Osenger (Bürgermeister) Heike Maus (Stadt Duisburg).

 
   

Termin-Servicestelle in Nordrhein: Gut 10.000 Facharzttermine vermittelt

Düsseldorf/Duisburg, 17. Januar 2017 – Die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein hat im Jahr 2016 rund 10.000 Facharzttermine an gesetzlich versicherte Patienten aus dem Rheinland vermittelt. Im Schnitt wurde die Servicestelle seit ihrer Einführung im Januar 2016 von 500 bis 600 Patienten pro Woche kontaktiert, die Gesamtzahl der Anrufer lag bei etwa 17.500. Besonders nachgefragt waren Termine bei Neurologen (über 2.450 vermittelte Termine) sowie Radiologen (knapp 1.950 vermittelte Termine). Auch bei Kardiologen, Psychiatern und Lungenärzten ließen sich nordrheinische Patienten in Terminfragen häufig von der Servicestelle unterstützen.  
„Unsere Termin-Servicestelle hat gut funktioniert und ihre Aufgabe bisher erfüllt. Obwohl wir ein völlig neues Verfahren etablieren mussten, Erfahrungswerte fehlten und wir die Einrichtung einer solchen Servicestelle für nicht notwendig gehalten haben, sind wir dem Auftrag des Gesetzgebers vollständig nachgekommen. Wir haben zudem in allen Fällen, in denen Patienten eine Überweisung hatten, die gewünschten Facharzttermine bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in den vorgegebenen Zeiträumen vermitteln können und mussten niemanden in einer Klinik fachärztlich versorgen lassen. Damit haben wir eines unserer wichtigsten Ziele erreicht“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.  

Nur wenige Patienten profitieren
Die entscheidende Voraussetzung dafür waren die Termine und Zeitfenster, die der Servicestelle von nordrheinischen Fachärztinnen und Fachärzten mitgeteilt wurden. „Für die Kooperation an dieser Stelle sind wir unseren Mitgliedern dankbar“, sagt Bergmann. Festzustellen bleibt aber auch: „Mit Blick auf das Gesamtvolumen an Terminen und ambulanten Behandlungsfällen in Nordrhein bleiben wir dabei, dass nur ein sehr kleiner Teil der Patienten von der Termin-Servicestelle profitiert.“  

Ein weiteres Ergebnis lässt sich aus den Rückmeldungen gewinnen, die Fachärzte der KV Nordrhein in den vergangenen Monaten übermittelt haben: Etwa 1.500 von der Servicestelle vermittelte Termine wurden von den Patienten nicht wahrgenommen. Entweder wurden Termin-Vorschläge nicht akzeptiert beziehungsweise abgesagt oder Patienten erschienen zum vermittelten Termin nicht in der Facharztpraxis.
„Die hohe Ausfallquote zeigt, dass der Leidensdruck vieler Patienten offenbar nicht so groß ist, wie von der Politik und in den Medien häufig dargestellt. Offenbar möchten Patienten mehrheitlich lieber von einem ihnen bekannten Arzt behandelt werden und sind nicht bereit, einen möglicherweise unbekannten Mediziner an einem anderen Ort aufzusuchen – selbst wenn sie dann eher behandelt werden“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Dr. med. Carsten König. Daher sei die kollegiale Terminabsprache zwischen Haus- und Fachärzten vor Ort nach wie vor die beste Lösung zur Vermittlung zeitnaher Termine, so König.  

Ab März: Code kennzeichnet Dringlichkeit
Ab März 2017 werden sich einige Abläufe beim Termin-Service ändern. Zum einen wird ab dem 1. März ein Dienstleister die Terminvermittlung übernehmen. Zum anderen werden überweisende Haus- und Fachärzte künftig „dringende Überweisungen“ nicht mehr durch Buchstaben, sondern mit einem mehrstelligen, fälschungssicheren Zahlen-Code versehen. Der Code wird auf den Überweisungsschein aufgeklebt.
Bei der Kontaktaufnahme mit der Termin-Servicestelle verifiziert dieser Code den Anspruch des Patienten auf einen Facharzttermin innerhalb der nächsten vier Wochen. Ab April wird die Termin-Servicestelle gemäß gesetzlicher Vorgaben auch Termine für ein Erstgespräch im Rahmen der psychotherapeutischen Versorgung vermitteln. Details dazu wird die KV Nordrhein in den kommenden Wochen mitteilen.  

 

UDE/UK Essen: Dem Krebs auf der Spur  

Essen/Duisburg, 17. Januar 2017 - Hat ein Tumor bereits gestreut? Und wie stark ist sein Wachstum? Antworten auf diese für die Diagnose und Behandlung von Krebs-Erkrankungen elementaren Fragen erhofft man sich von den sogenannten Exosomen. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersuchen an der Kinderklinik III am Universitätsklinikum Essen, wie sich diese Marker für die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen einsetzen lassen. Das Fachmagazin Cancer Cell berichtet darüber in seiner aktuellen Ausgabe.  
Die Essener Wissenschaftler konzentrieren sich auf Exosome, die von den jeweiligen Tumorzellen abstammen und in denen sich erkrankungsspezifische Eiweiße, Fette und genomische Signaturen der jeweiligen Ursprungszelle nachweisen lassen. So fand Dr. Basant Kumar Thakur heraus, dass Krebs-Exosomen doppelsträngige DNA enthalten, die die gesamte genomische DNA des jeweiligen Tumors widerspiegeln. Aber auch krebsspezifische Mutationen lassen sich in Exosomen feststellen.  
Dies lässt darauf hoffen, diese Marker für eine besonders frühe und schonende Krebserkennung einsetzen zu können.
Denn Exosomen können ganz einfach aus dem Blut gewonnen werden. Man spricht hier von einer „liquid biopsy“, also einer nicht operativen „flüssigen“ Biopsie. So lassen sich aufwendigere und für die Betroffenen belastende Untersuchungen - z.B. Operationen – möglicherweise vermeiden.  
Neben den genetischen Informationen vermitteln die Exosomen auch Signale, die für das Tumorwachstum und die Verbreitung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) mitverantwortlich sind. Sprich: über die Exosomen kann man nicht nur feststellen, dass ein Patient an Krebs erkrankt ist. Man kann auch den Tumor und seine Pläne sehr genau studieren.  
Die Wissenschaftler hoffen darum, diese Erkenntnisse zukünftig auch für gezielte Therapien nutzen zu können, indem über die so gewonnenen Informationen Einfluss auf die Tumorausbreitung im Körper genommen werden kann. Denn wenn man weiß, was der Krebs „plant“, bevor es geschieht, kann man ihm so möglicherweise gezielt zuvorkommen.  
Die Veröffentlichung von Dr. Basant Thakur als gemeinsamer erster Co-Autor (Kinderklinik III, UK Essen) in Cancer Cell, einem der internationalen führenden onkologischen Fachzeitschriften, unterstreicht die herausragende Rolle der Essener Wissenschaftler in diesem wichtigen Forschungsfeld. Seine wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet wurde 2016 bereits mit dem ersten „Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde“ ausgezeichnet.  

Historische Stelen erzählen Geschichte der Klinik

Duisburg, 6. Januar 2017 - „Es begann mit zwei Schwestern…“ – so steht es auf der ersten der fünf neu angefertigten Stelen an der HELIOS St. Johannes Klinik, die einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Krankenhauses geben. Gemeint sind damit die beiden Ordensschwestern Melanie Moll und Ernestine Schierenberg, die im Jahr 1873 auf Bitten des zuständigen Bistums die Krankenpflege im Norden Duisburgs übernehmen.

Sie beginnen ihre Arbeit in einem damals über 100 Jahre alten Wohnhaus an der Abtei, das eigentlich nie als Krankenhaus vorgesehen war. Diese und weitere wissenswerte Hinweise zur Geschichte des Hauses sind nun für Patienten und Besucher auf den Säulen zu lesen, die an verschiedenen Stellen auf dem Klinikgelände zu finden sind. Neben ihrem informativen Charakter sollen sie vor allem auch die Wertschätzung der Historie des zum Teil denkmalgeschützten Krankenhauses zum Ausdruck bringen.

 

Schöne Jahresbilanz 2016: Mehr als 1.700 Babys in den Sana Kliniken

Duisburg, 03. Januar 2017 - Über ein erneutes Rekordjahr freuen sich Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und sein Team. Insgesamt 1.690 Mal begleiteten Hebammen und Ärzte in den Sana Kliniken Duisburg werdende Eltern bei dem emotionalen Erlebnis der Geburt. So erblickten bis zum 31. Dezember 1.787 Babys in den Sana Kliniken Duisburg das Licht der Welt. Das sind 215 Kinder mehr als im Jahr zuvor. Mit 182 Zwillingsbabys (164 in 2015) und drei Drillingsgeburten (3 in 2015) wurde das Rekordergebnis des Vorjahres für Zwillingsgeburten übertroffen.  
„Jede Geburt ist auch für uns ein besonderer Moment und wir freuen uns gemeinsam mit den Eltern über die Babys“, so Prof. Schmidt. „Dass wir nach den erfreulichen Geburtenzahlen der letzten Jahre dabei die höchste Geburtenzahl in der Geschichte des Hauses nochmals übertreffen konnten, erfüllt uns mit besonderem Stolz für das entgegengebrachte Vertrauen und bestärkt uns in unserem Engagement.“  

Die Geburt müsse dabei das Natürlichste der Welt bleiben, erklärt Prof. Schmidt. Eine Verbindung von harmonischer Geburt bei einer maximalen Sicherheit stehe heute für viele Eltern bei der Auswahl ihrer Geburtsklinik im Vordergrund. „Und dies bieten wir mit unserem Perinatalzentrum, der Verbindung von Geburtshilfe und Kinderklinik“, erklärt der Chefarzt. Die Kinderklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum, versorgt jährlich zirka 350 Frühgeborene. Das Perinatalzentrum des Klinikum Duisburg verfügt über den höchsten Versorgungslevel und ist eines der führenden Zentren in NRW.  
Als Berater und Begleiter werdender Eltern von der Schwangerschaft bis über den Zeitpunkt der Geburt hinaus, so sieht Markus Schmidt die Aufgabe des Teams aus der Geburtshilfe und Kindermedizin. Dabei stehen die enge Kooperation mit niedergelassenen Frauenärzten und das Angebot eines Rundum-Versorgungspaketes während des Klinikaufenthaltes im Mittelpunkt des Engagements für die Familien.  

 

 

Ministerin Steffens: Land weitet Förderung für hausärztliche Versorgung aus – Rund 200 Städte und Gemeinden können profitieren

Düsseldorf/Duisburg, 27. Dezember 2016 - Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit: Mit einem deutlich weiterentwickelten „Hausarztaktionsprogramm“ (HAP) erweitert das Land ab sofort die Förderung der hausärztlichen Versorgung in Nordrhein-Westfalen.
In über 190 Städten und Gemeinden können jetzt von Hausärztinnen und Hausärzten Einzelförderungen von bis zu 50.000 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss aus dem Programm beantragt werden. Obwohl das Land für die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung nicht zuständig ist – den gesetzlichen Sicherstellungsauftrag für die ambulante Versorgung haben die Kassenärztlichen Vereinigungen –, verstärkt das Land hier seine Aktivitäten.  
„Etwa jede zweite Kommune in Nordrhein-Westfalen kann jetzt durch die Weiterentwicklung vom Hausarztaktionsprogramm profitieren. Neben der finanziellen Förderung von Niederlassungen, Praxisübernahmen und Weiterbildungen unterstützt das Land nunmehr  auch die Ausbildung nicht-ärztlichen Praxispersonals zu Versorgungsassistentinnen und -assistenten. Dadurch können Ärztinnen und Ärzte bei Haubesuchen entlastet und Patientinnen und Patienten Wege zur Praxis erspart werden“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute.  
„Mit dem Hausarztaktionsprogramm setzen wir als Land durch finanzielle Förderung einen eigenen Impuls zur Sicherstellung und Verbesserung der hausärztlichen Versorgung vor Ort, insbesondere in eher ländlich geprägten Regionen.
Vor dem Hintergrund der Altersstruktur der NRW-Hausärzteschaft – rund die Hälfte ist älter als 55 Jahre – ist es wichtig, dass das Land auch in Zukunft zu seiner politischen Mitverantwortung steht, wenn es darum geht, die hausärztliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen dauerhaft und wohnortnah sicherzustellen“, so Steffens weiter.  
Ein zentraler Baustein der Erweiterung ist die Anhebung der Einwohnergrenze von Städten und Gemeinden, in denen eine Förderung beantragt werden kann, von bisher 25.000 auf nun 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dadurch erhöht sich die Zahl der Kommunen, die vom HAP profieren können, von bisher 140 auf 191. Ein weiterer neuer Baustein ist die Förderung des Erwerbs von Zusatzqualifikationen von nichtärztlichem Praxispersonal, wie beispielsweise die Ausbildung zu einer Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA). Hier fördert das Land die Zusatzausbildung künftig mit einem Festbetrag in Höhe von bis zu 1.000 Euro.  
Ebenfalls neu ist die Aufnahme der Förderung von Lehrpraxen in das Hausarztaktionsprogramm, um mehr Medizinstudierenden schon während ihrer Ausbildung die Möglichkeit bieten zu können, den Beruf der Hausärztin bzw. des Hausarztes kennenzulernen. Für Investitionskosten können ab sofort bis zu 10.000 Euro seitens des Landes bewilligt werden.   Weiterhin gefördert werden können die Niederlassung als Hausärztin/Hausarzt bzw. die Übernahme einer hausärztlichen Praxis mit bis zu 50.000 Euro, die Beschäftigung von angestellten Ärztinnen und Ärzten zur Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung und Weiterbildungen im hausärztlichen Bereich.  
Gewährt werden die Förderungen in Gebieten, in denen in Zukunft die hausärztliche Versorgung aufgrund der Altersstruktur der Hausärzteschaft durch das Ausscheiden von Hausärztinnen und Hausärzten bedroht ist bzw. mittelfristig gefährdet sein kann. Um in das Programm aufgenommen werden zu können, müssen zwei Kriterien erfüllt werden:
•      Einwohnerzahl: Die Kommunen dürfen nicht mehr als 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben.
•      Altersstruktur der Hausärzteschaft: Der Versorgungsrad unter alleiniger Berücksichtigung der vertragsärztlich tätigen Hausärztinnen und Hausärzte, die jünger als 60 Jahre alt sind, muss unter 75 Prozent liegen.   Im Rahmen des Hausarztaktionsprogramms wurden seit Ende 2009 bislang insgesamt 203 Anträge positiv bewilligt und entsprechende finanzielle Förderungen in einem Gesamtvolumen von rund 7,7 Millionen Euro erteilt. Für den Bereich „Maßnahmen zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung“ stellt das Land 2017 2,5 Millionen Euro Verfügung. Das Hausarztaktionsprogramm bildet dabei den Förderschwerpunkt.

KV Nordrhein: Ärztlicher Notdienst an Weihnachten, Silvester und Neujahr einsatzbereit

Düsseldorf/Duisburg, 22. Dezember 2016 - Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Rheinland versorgen ihre Patienten auch an den bevorstehenden Feiertagen. Wer an Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen oder an Silvester und Neujahr ein akutes gesundheitliches Problem hat, kann den ambulanten Notdienst nutzen. An vielen Orten dienen Notdienstpraxen als Anlaufstellen, die ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden können.
Informationen zu Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen im Rheinland gibt es unter www.kvno.de/notdienst oder über die Arztrufzentrale NRW unter der kostenlosen Rufnummer 116117.  

Die Nummer der Arztrufzentrale NRW können auch bettlägerige Patienten oder deren Angehörige wählen, die einen Hausbesuch benötigen, der von der Arztrufzentrale koordiniert wird. Zudem erhalten Patienten unter der Nummer 116117 Hinweise über die Erreichbarkeiten der fachärztlichen Notdienste der Augen-, HNO- und Kinderärzte in Nordrhein.  

An den vier Werktagen 27, 28., 29. und 30. Dezember werden einige Arztpraxen urlaubsbedingt geschlossen bleiben. Während der Sprechstundenzeiten übernehmen andere Praxen vor Ort vertretungsweise die Versorgung. Patienten sollten auf entsprechende Aushänge und Ankündigungen der örtlichen Praxen achten.  
Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ist die Arztrufzentrale zu folgenden Zeiten erreichbar: Von Freitag, 23. Dezember, ab 12 Uhr durchgängig bis Dienstag, 27. Dezember um 8 Uhr, und von Freitag, 30. Dezember, ab 12 Uhr durchgängig bis Montag, 2. Januar, um 8 Uhr.
   
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden.
Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

 

Infoabende mit Kreißsaalführung
Am 5. Januar und am 19. Januar um 18 Uhr haben werdende Eltern wieder die Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung.
Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Zudem findet am 16. Januar wieder der beliebte „Großelternkurs“ statt. Am 23. Januar gibt es Informationen rund um das Thema „Pflege und am 30. Januar können sich Eltern über das Thema „Stillen“ informieren.
Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.

Coloproktologie der Helios der St. Johannes Klinik Klinik von Berufsverband ausgezeichnet

Duisburg, 20. Dezember 2016 - Hohe medizinische Qualität, strukturierte Versorgung und ein eingespieltes Team aus Pflege und Ärzteschaft – die Abteilung für Coloproktologie an der HELIOS St. Johannes Klinik konnte die hohen Standards des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands e.V. problemlos erfüllen und wurde erfolgreich als Kompetenzzentrum für Coloproktologie rezertifiziert.

 

Das Fach der Coloproktologie beschäftigt sich mit Bereichen des menschlichen Körpers, über die wir eher weniger gerne offen sprechen. Denn wer mag schon zugeben, dass er Probleme mit seinem Dick- oder Enddarm hat, ihn juckende Hämorrhoiden schier verrückt machen oder er seinen Stuhlgang nicht halten kann.
Doch gerade diese Erkrankungen haben einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität und können unbehandelt nicht nur körperliche sondern auch seelische Folgen mit sich bringen, etwa wenn Betroffene sich aus lauter Scham von Freunden und Familie zurückziehen oder nicht mehr vor die Tür gehen. Dabei verfügt die moderne Medizin heutzutage über viele Verfahren, die den Patienten schonend und umfassend helfen können.
Die HELIOS St. Johannes Klinik bietet Betroffenen dabei das gesamte Leistungsspektrum der konservativen und operativen Coloproktologie an.

„Patienten, die unseren Rat suchen, sollten keine Sorge vor chirurgischen Maßnahmen haben“, sagt der Leiter der Abteilung, Dr. Andreas Köhler. „Wir vermeiden Operationen am Enddarm, wann immer es geht, um die natürlichen Funktionen nicht zu beeinträchtigen.“ Die hohe medizinische Qualität des Teams wurde nun erneut vom Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e.V. als Kompetenzzentrum für Coloproktologie ausgezeichnet. Vor allem die hohen Standards der Abteilung überzeugten die unabhängige Expertenkommission beim Vor-Ort-Besuch.
Das umfangreiche interne Fortbildungsangebot für die Mitarbeiter erhielt ebenfalls lobende Worte. „Wir haben alle Anforderungen ohne Abweichungen erfüllt – eine großartige Teamleistung“, freut sich Dr. Köhler über die Auszeichnung, die bislang nur 30 andere Einrichtungen in ganz Deutschland erhalten haben.

Das Prokto-Team

 

Geriatrie am St. Johannes-Stift erhält Qualitätssiegel  

 Duisburg, 14. Dezember 2016 - Die Klinik für Geriatrie am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift wurde heute mit dem „Qualitätssiegel Geriatrie“ zertifiziert. Damit ist die Abteilung von Chefärztin Dr. Gabriele Zeller die einzige Duisburger Geriatrie, die eine Auszeichnung erhalten hat.   Duisburg.
„Wir sind sehr glücklich über die Zertifizierung und die damit verbundene Auszeichnung. Es bestätigt die hervorragende Arbeit meines Teams, die wir seit vielen Jahren zum Wohle unserer Patienten leisten“, freut sich die Chefärztin der Klinik für Geriatrie, Dr. Gabriele Zeller. Das Qualitätssiegel Geriatrie ist ein von Experten entwickeltes Qualitätsmanagementverfahren speziell für geriatrische Einrichtungen und bundesweit gültig. In diesem Verfahren werden die geriatriespezifischen Qualitätsanforderungen in der stationären und teilstationären Versorgung regelmäßig überprüft und bewertet.
 So werden zum Beispiel die Qualifikation des gesamten Teams, die Qualität der durchgeführten Diagnostik und Behandlung, die Dokumentation und die altersgerechten Ausstattung der Klinik regelmäßig einer kritischen Überprüfung unterzogen.
„Mit der Zertifizierung wird die Qualitätsorientierung innerhalb der geriatrischen Versorgung weiter gefördert und Qualitätsstandards gesetzt. Das Qualitätssiegel Geriatrie bildet daher eine deutliche Orientierung und Positionierung hinsichtlich einer qualitativ hochwertigen Versorgung der geriatrischen Patienten“, ergänzt der Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH, Arne Greiner.
Im Ergebnis bestätigen die Auditoren nicht nur die äußerst ansprechenden Räumlichkeiten und die exzellente Ausstattung, sondern insbesondere auch eine hervorragende Teamleistung und das überdurchschnittliche Engagement jedes Einzelnen und des Gesamt-Teams in der Patientenversorgung.  

 

Neue Kampagne „STARK BLEIBEN“ zur Suchtprävention im Alter gestartet

Düsseldorf/Duisburg 9. Dezember 2016 - Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit: Suchtprobleme werden in der Regel jungen Menschen zugeschrieben. Aber: Etwa 25 Prozent der 60- bis 69-jährigen Männer und 17 Prozent der 50- bis 59-jährigen Frauen trinken riskante Mengen Alkohol. Geschätzt etwa fünf Prozent der über 60-Jährigen nehmen so häufig Schlaf- und Beruhigungsmittel ein, dass die Gefahr besteht, abhängig zu werden. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
Unter dem Motto „STARK BLEIBEN – für ein Leben ohne Sucht“ hat das Land eine Aufklärungskampagne zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention älterer Menschen gestartet. „Suchtprobleme im Alter werden häufig verharmlost und Anzeichen für den Missbrauch von Alkohol oder Medikamenten als Alterserscheinung abgetan.
Die Kampagne informiert über die Suchtgefahr, sensibilisiert für die Hinweise auf Suchterkrankungen und will Ältere dabei unterstützen, stark zu bleiben und sich den Herausforderungen des Alterns ohne den missbräuchlichen Konsum von Medikamenten oder Alkohol zu stellen. Dabei wird speziell auf die Situation älterer Menschen eingegangen – zum Beispiel auf Umbrüche im Leben wie der Eintritt ins Rentenalter oder der Verlust nahestehender Menschen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens zum Start der Kampagne in Düsseldorf.  

„STARK BLEIBEN“ ist ein neuer Baustein der Präventionsinitiative „Sucht hat immer eine Geschichte“ (
www.suchtgeschichte.nrw.de ), die bisher hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene anspricht. Federführend für die landesweite Kampagne ist die GINKO-Stiftung für Prävention in Mülheim/Ruhr als Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung. „STARK BLEIBEN – für ein Leben ohne Sucht“ will Menschen ab 55 Jahre unter anderem Tipps und Anregungen für eine gesunde Lebensführung geben und über Hilfeangebote informieren.
„Die dritte Lebensphase bietet viele Chancen. Eine aktive Gestaltung des Alltags auch in diesem Lebensabschnitt ist ein wesentlicher Schutzfaktor, um ein suchtfreies Leben führen zu können. Mit der neuen Kampagne wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen und konkrete Anregungen geben“, sagte Ministerin Steffens.  
Dabei wird das gelegentliche Bier oder Glas Wein nicht verteufelt. Ebenso ist klar, dass Schlaf- und Beruhigungsmittel in bestimmten Lebenssituationen eine wichtige Hilfe sein können. Aber für viele Menschen ist etwa der Wegfall der Arbeit ein massiver Verlust, weil ihnen plötzlich sinnstiftende Aufgaben fehlen. Das Wegbrechen der Tagesstruktur und das Gefühl der Vereinsamung lassen sie zu Beruhigungs- und Schlafmitteln oder Alkohol greifen. Während Männer häufiger eine Alkoholabhängigkeit entwickeln, sind geschätzt etwa 60 Prozent der Menschen mit Medikamentenabhängigkeit Frauen.
Die gesundheitlichen Gefahren und die Wirkung von Alkohol und Medikamenten im fortgeschrittenen Lebensalter werden oft unterschätzt. So ist in Nordrhein-Westfalen etwa die Zahl der 60 bis 65 jährigen Menschen, die aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten, in den vergangenen fünf Jahren um über 40 Prozent gestiegen.  
Der Missbrauch oder die Abhängigkeit von Medikamenten ist meistens weniger offensichtlich. Nehmen Menschen Schlaf- oder Beruhigungs-mittel über längere Zeit ein, bleibt das Außenstehenden vielfach verborgen. Nebenwirkungen wie Stürze oder Verwirrtheit werden leicht dem Alter zugeschrieben. Oft erkennen nicht einmal die Betroffenen selbst ihre Abhängigkeit, weil sie ein ärztlich verordnetes Medikament einnehmen und die Verschreibung auch bei längerer Dauer nicht mehr hinterfragt wird.  
„Mit der Kampagne wollen wir dazu motivieren, über den eigenen Konsum von Alkohol sowie Schlaf- und Beruhigungsmitteln nachzudenken, Gewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber zu sprechen.
Ältere Menschen und ihre Angehörigen erhalten Informationen, wie sie Suchtgefährdungen erkennen können und wo sie selbst im Bedarfsfall Hilfe und Unterstützung finden. Durch Kooperation mit Altenhilfe und Seniorenarbeit wollen wir auch Ältere erreichen, die nicht von sich aus aktiv nach Informationen zur Suchtproblematik im Alter suchen“, sagte Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Leiter der Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW.  
Die Broschüre „STARK BLEIBEN – für ein Leben ohne Sucht“ fasst die wichtigsten Fakten, Hintergründe und Tipps zusammen. Vertiefende Informationen zum gesunden Altern, einen Selbsttest und ein Wissens-Quiz sowie die Adressen regionaler Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bietet die Webseite www.stark-bleiben.nrw.de .
Ein mobiler, für die Kampagne konzipierter Infostand wird auf zielgruppenrelevanten Veranstaltungen (Messen, Gesundheitstage, Aktionstage für Ältere) neben Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln auch persönliche Beratung durch kompetente Gesprächspartnerinnen und -partner bieten.  
„Ein Leben ohne Sucht ist ein Grundbaustein für ein selbstbestimmtes und aktiv gestaltetes Älterwerden. Es lohnt sich immer, etwas gegen eine Abhängigkeit zu unternehmen – egal in welchem Alter. Die Lebensqualität der Betroffenen steigt erheblich. Klinische Erfahrungen zeigen, dass bei älteren Menschen die Wahrscheinlichkeit, eine Therapie erfolgreich abzuschließen, hoch ist. Oft höher ist als bei Jüngeren“, so Steffens.  

Webseite zur Kampagne unter anderem mit Terminen zum mobilen Informationsstand unter www.stark-bleiben.nrw.de  
Die Broschüre „STARK BLEIBEN – für ein Leben ohne Sucht“ kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden  
o        im Internet: www.mgepa.nrw.de/publikationen
o        telefonisch: 0211 – 837-1001 bei Nordrhein-Westfalen direkt.
Veröffentlichungsnummer 218.

 

Hardcore-Benefiz für die Krebsberatung Duisburg: Ernstes Thema – großartige Künstler – viel Herz

Sträters Mütze brachte knapp 7000,- Euro für die Krebsberatung Duisburg

Duisburg, 05. Dezember 2016 - Vor ausverkauften Reihen im Duisburger „Kleinen Prinzen“ gaben Hennes Bender, Torsten Sträter und Gerry Streberg am gestrigen Abend ihr Bestes zugunsten der Krebsberatung Duisburg. Die beiden Comedians und der Drehbuchautor unterhielten das Publikum mit Anekdoten aus ihren Programmen und persönlichen Geschichten. Es wurde viel geblödelt, aber auch ernste Töne angestimmt, denn „Krebs gehört zum Leben“, so Sträter.
So berührte Gerry Streberg, der kurzfristig für den an Grippe erkrankten Martin Keßler eingesprungen war, mit seiner persönlichen Geschichte. 1993 erkrankte er an Leukämie. „Die Diagnose ist wie dein eigener 11. September. Nichts ist mehr wie es war“, so Streberg. Hier ist es wichtig, nicht alleine zu sein. Genau diesen Leitgedanken hat sich die Krebsberatung Duisburg auf die Fahne geschrieben. Hier kann jeder kommen, ob selbst erkrankt oder als begleitender Angehöriger oder Freund.
Das Angebot der Krebsberatung Duisburg ist kostenlos, vertraulich und unabhängig. Insgesamt zehn Fachkräfte und eine Koordinatorin sind im Einsatz, um die Aufgabe zu stemmen. Darunter sind Ärzte für medizinische Auskünfte, Sozialpädagogen für sozialrechtliche Belange und Psychoonkologen, die bei der Krankheitsbewältigung unterstützen.

Am Ende des Abends kamen dank der Eintrittsgelder und Spenden 5.709 Euro für den guten Zweck zusammen. Eine Zahl, die von den Künstlern durch vollen Körpereinsatz noch aufgestockt wurde.

Begleitet durch Hennes Benders A capella-Version der „Rocky-Hymne“ opferte Torsten Sträter (Bildmitte) seine Mütze und ging durch die Reihen.

Diese Performance war den Zuschauern noch eine Spende wert. Knapp 7000,- Euro kamen so für die Krebsberatung Duisburg zusammen. Um das bestehende Angebot dauerhaft zu sichern, ist die Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Fördermitgliedern weiterhin dringend von Nöten.
Stephan Fromm vom Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. dankte allen Unterstützern und den drei Künstlern für den Abend und den unermüdlichen Einsatz. Dieser hinterließ eindeutig ein gutes Gefühl. O-Ton Hennes Bender: „Zusammenkommen und Spaß haben, das ist es was zählt, wenn wir aufhören zusammenzukommen und Spaß zu haben, dann haben die Arschlöcher gewonnen!“ In diesem Sinne haben die Duisburger alles richtig gemacht.
Krebsberatung Duisburg Geschäftsstelle des Vereins zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. c/o komm. Gesundheitskonferenz Ruhrorter Straße 195, 47119 Duisburg Telefon 0152 / 262 512 32
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Die Beratungen finden jeden Dienstagnachmittag von 15:00 bis 17:00 Uhr statt im Konferenz- und Beratungszentrum "Der Kleine Prinz“ Schwanenstraße 5-7, 47051 Duisburg. Nur nach tel. Voranmeldung.

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Verbrennungsopfer Kind: Wie sich Risiken im Alltag verringern lassen

Duisburg, 02. Dezember 2016 - Am kommenden Mittwoch (07.12.) ist der „Tag des brandverletzten Kindes“ – eine Aktion, um auf die zahlreichen „heißen“ Gefahrenquellen für Kinder aufmerksam zu machen. Denn besonders in der Weihnachtszeit kann sich das Risiko durch die vielen Kerzen und Lichter noch einmal enorm erhöhen.

 

 Verbrennungsopfer Kind: Wie sich Risiken im Alltag verringern lassen

„Heiße Gefahren für Kinder!“ - unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Er soll helfen, auf das Risiko durch Feuer und heiße Flüssigkeiten aufmerksam zu machen und zeigen, wie man Kinder besser schützen kann.

 

Ob Kochplatte, Bügeleisen oder Weihnachtskerzen - gerade im häuslichen Bereich lauern viele sogenannte thermische Gefahrenherde für Kinder. Unfälle mit heißen Flüssigkeiten stehen dabei ganz oben auf der traurigen Liste, denn kaum jemand weiß, dass die sensible Kinderhaut bereits ab einer Temperatur von 52 Grad Celsius erheblichen Schaden nehmen kann. „Langwierige Schmerzen und zahlreiche Operationen oder Behandlungen können die Folge für die betroffenen Patienten sein“, so Dr. Andreas Dencker, Oberarzt der Plastischen und Handchirurgie an der HELIOS St. Johannes Klinik und Verbrennungsexperte.
„Diese Unfälle bedeuten daher meist auch einen großen persönlichen Einschnitt für die Familien.“

Jährlich werden mehr als 30.000 Kinder in Deutschland wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt, die meisten davon sind jünger als fünf Jahre. Knapp 6000 der Betroffenen verletzten sich dabei so schwer, dass sie sogar stationär im Krankenhaus aufgenommen werden müssen.
Im Duisburger HELIOS Klinikum versorgen die Ärzte jährlich rund 50 Kinder mit schwereren Verbrennungsverletzungen: „Den meisten Patienten können wir aber mit individuellen Therapien so helfen, dass sie nur geringe oder sogar gar keine langfristigen Folgen davontragen. Allerdings muss die Versorgung nach dem Unfall so schnell wie möglich erfolgen.“

 

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Der Schweregrad der Verletzung richtet sich zum einen nach der verbrannten Körperoberfläche und zum anderen danach, wie tief die Hitze in die Haut eingedrungen ist. Bei kleineren, fingergroßen Verbrennungen sollte die Stelle mit lauwarmem Wasser rund eine Viertelstunde gekühlt werden.

„Eltern müssen grundsätzlich darauf achten, dass das Wasser tatsächlich lauwarm ist“, betont Dr. Dencker (Foto), „denn ein weitverbreiteter Irrtum verleitet viele dazu, sehr kaltes Wasser oder gar Eis zu nehmen. Das kann bei Kindern schnell zu einer Unterkühlung und noch stärkeren Schmerzen durch die angeregte Durchblutung führen.“
Diese kleineren Verbrennungen heilen in der Regel selbstständig aus. Großflächige und tiefere Verletzungen höherer Schweregrade, die mehrere Prozent der Körperoberfläche betreffen, sollten immer von Ärzten beziehungsweise dem Rettungsdienst gesehen werden, besonders im Gesicht und dem Genitalbereich.
Der Maßstab: Die Kinderhandfläche entspricht ungefähr einem Prozent. Ein schnelles Kühlen mit lauwarmem Wasser kann auch hier Schmerzen lindern, solange die Verletzung nicht zu groß ist. Bei sehr starken Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche einnehmen, sollten Eltern auf die Kühlung verzichten und umgehend den Rettungsdient rufen.
Meist werden die Kinder dann direkt in Spezialkliniken gebracht. Die Wundflächen müssen steril abgedeckt werden, etwa mit der Rettungsfolie aus dem Verbandskasten. Vom Einsatz lindernder Mittel wie Verbrennungssalben, Zahnpasta oder Mehl rät der Arzt dringend ab.

Viele Unfälle sind vermeidbar

Die Belastung durch Angst und Schmerz bei Verbrennungen ist enorm, denn die meisten Patienten erleben den Unfall bei vollem Bewusstsein. Dazu kommt unter Umständen eine langwierige Behandlung, die je nach Schwergrad sogar eine Hauttransplantation miteinschließen kann.
Unter den Folgen wie Juckreiz und extreme Sensibilität sowie den Entstellungen durch die Narben leiden die Betroffenen ein Leben lang. Die tröstende Nachricht aber ist: Experten schätzen, dass sich schon mit kleinen Sicherheitsmaßnahmen im Haushalt über die Hälfte all dieser Brandunfälle vermeiden lassen.

 

Tipps zur Vermeidung von Brandunfällen bei Kindern:

·         In eine Wärmflasche nur heißes, kein kochendes Wasser füllen. Zudem sollte die Wärmflasche immer in ein Tuch gewickelt werden, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.

·         Nichts Heißes essen oder trinken, solange ihr Kind auf ihrem Schoß sitzt.

·         Gefäße mit heißen Flüssigkeiten, Kerzen und Deko so platzieren, dass Kinder diese nicht erreichen können.

·         Keine herunterhängenden Tischdecken verwenden.

·         Statt echten Kerzen am Weihnachtsbaum einfach eine LED-Lichterkette verwenden.

·         Beaufsichtigen Sie Ihr Kind in der Nähe von offenem Feuer (z. B. Kamin, Grill).

·         Erklären Sie Ihrem Kind frühzeitig die Gefahren im Umgang mit Feuer. Verbote nützen meist nichts, sondern erhöhen eher die kindliche Neugier.

·         Und zum Schluss: Gehen auch Sie selbst besonnen mit Feuer um und seien Sie Ihrem Kind damit ein Vorbild.

 

Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder ist Initiator und Ausrichter des bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall.
Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen sowie Feuer, Strom und Säuren.

 

Ärzte und medizinisches Fachpersonal informierten sich über Krankenhausalltag  
Wie läuft eigentlich der Alltag in einem Krankenhaus ab? Und wie funktionieren dabei die medizinischen Abläufe? Antworten auf diese Fragen gab es jetzt für rund 60 Medizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachangestellte und niedergelassene Ärzte. Sie folgten damit einer Einladung zu einem Workshop in das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift.
Dabei informierte der Leitende Notarzt Dr. Jens Schneider über verschiedene Notfälle in der Arztpraxis und gab Tipps für die Notfalltrainings in den Praxen. Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer in Kleingruppen auf und beschäftigten sich in Vorträgen und Workshops u.a. mit der optimalen Nachsorge von Endoprothesen, einer modernen Wundversorgung, simulierten mit einfachen Mitteln die Beschwerden älterer Menschen oder übten ganz praktisch die Reanimation.
Die Zahnmedizinischen Fachangestellten erhielten als besonderes Highlight eine Führung durch den MKG-OP, wo sie anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) dargestellt bekamen.
Das MVZ Duisburg-West ist das erste deutschlandweit, das Menschen mit Behinderung, Menschen mit Gerinnungsstörungen und Demenzkranken eine umfassende ambulante zahnärztliche Versorgung anbieten kann.  

Workshop Homberg

 

Urologie der HELIOS Marien Klinik für Facharztausbildung ausgezeichnet

Duisburg, 01. Dezember 2016 - Für die meisten Medizinstudenten kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem sie sich entscheiden müssen, welche Facharztausbildung sie nach Beendigung des Studiums anstreben möchten. Ist die Entscheidung gefällt, dann ist die Wahl der richtigen Ausbildungsklinik der nächste Schritt. Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und onkologische Urologie der HELIOS Marien Klinik unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Frank vom Dorp wurde vor kurzem vom European Board of Urology (EBU) für die strukturierte Ausbildung zum Europäischen Facharzt für Urologie zertifiziert. Sie erfüllt demnach die Kriterien, die für eine qualitative Betreuung und Anleitung der Assistenzärzte in Weiterbildung wichtig sind.  
Die EBU verlangt dazu von den Ausbildungsstätten einen gut strukturierten Lehrplan für die fünf Jahre dauernde Weiterbildung zum Facharzt für Urologie. So müssen zertifizierte Kliniken oder Praxen in allererster Linie gewährleisten können, dass die angehenden Fachärzte Einblick in alle Bereiche erhalten können, die gemäß der Ärztekammer Bestandteil der Ausbildung sind. „Durch die verschiedenen Sektionen, die wir in unserer Klinik vorhalten, können unsere Assistenzärzte alle geforderten Lehrziele erreichen. Dazu gehören etwa die Bereiche der Kinderurologie, der konservativen urologischen Onkologie, der gynäkologischen Urologie und das gesamte operative Spektrum“, erläutert Dr. Alexander Höinghaus, Oberarzt der urologischen Klinik.
Er hat viele der weiteren nötigen Strukturen geschaffen, die  für die Zertifizierung ausschlaggebend sind. So wechseln die Assistenzärzte nach einem bestimmten, von ihm entwickelten Rotationsprinzip im Halbjahresrhythmus die verschiedenen Bereiche durch und erhalten Fortbildungen, die jeweils aufeinander aufbauen. Darüber hinaus steht jedem von ihnen ein verantwortlicher Supervisor als fester Ansprechpartner zur Seite.
Um die im Studium erworbenen Erfahrungen und Fertigkeiten auszubauen, können die Nachwuchsmediziner in der Klinik zunächst Übungen an speziellen Simulatoren durchführen. Hier werden vor allem die laparoskopischen, also minimalinvasiven Eingriffe, geprobt. „Bei der anschließenden OP-Einteilung legen wir Wert darauf, dass jeder gemäß seinem Ausbildungsstand Praxiserfahrungen in allen Eingriffsarten gewinnt“, sagt Dr. Höinghaus.
Weiteres Kriterium für die Auszeichnung ist die Möglichkeit der Teilnahme an Konferenzen, die sich mit Themen wie der urologischen Pathologie und Radiologie befassen. Zudem wurde in der Klinik ein Journal-Club etabliert, in dem regelmäßig die neuesten wissenschaftlichen Studien aus den Fachpublikationen besprochen und in den klinischen Alltag übernommen werden.  
Der Zertifizierung der EBU vorangegangen war ein Vor-Ort-Besuch durch zwei unabhängig Experten. Im Zuge des Audits wurden auch die zwei Assistenzärztinnen in Weiterbildung befragt, die derzeit in der Urologie der Marien Klinik tätig sind. Sie wurden gebeten, ihre Erfahrungen und Eindrücke wiederzugeben. „Die Auszeichnung bestätigt unser Bemühen, gut ausgebildeten Nachwuchs im Fachbereich der Urologie zu gewinnen. Potentielle Bewerber können hingegen bei uns sicher sein, die bestmögliche Ausbildung zu erhalten“, hält Dr. Höinghaus fest.
Die Urologische Fachabteilung in Hochfeld ist eine von nur 70 Einrichtungen in ganz Europa, die das Zertifikat zur Ausbildung europäischer Fachärzte derzeit tragen dürfen. In Zukunft stehen regelmäßige Re-Zertifizierungen an, die die Wahrung der Standards überprüfen und sicherstellen.  

Oberarzt Dr. Alexander Höinghaus mit Birgit Käuper, derzeit Ärztin in Weiterbildung, gemeinsam im OP.

 

„Das neue Pflegerecht ab dem 1. Januar 2017 ist kein Selbstläufer!“

Landesausschuss Alter und Pflege NRW verabschiedet einstimmige Grundsatzposition mit Handlungsempfehlungen

 

„Ein neues Begutachtungssystem und mehr Geld für die Pflegebedürftigen allein schaffen noch keine neue Qualität in den konkreten Pflegesituationen. Wichtig ist, dass sich jetzt auch ganz praktisch Pflege- und Betreuungsangebote dem neuen, umfassenden Pflegeverständnis anpassen.
Gerade für die verbesserte Betreuung von Menschen mit Demenz und die Entlastung der Angehörigen müssen sich bestehende Angebote weiterentwickeln und auch neue geschaffen werden. Und damit Pflegebedürftige und ihrer Angehörigen die Verbesserungen auch nutzen können, kommt es zentral auf eine gute individuelle Beratung an“,  erklärte der Vorsitzende des Landesausschuss Alter und Pflege, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (Stadt Düsseldorf).

 

„Die Pflege und die gesamte Versorgungsstruktur stärker an den Menschen, ihren Wünschen und Bedürfnissen auszurichten, das ist das große Ziel der lange überfälligen Pflegereform. Damit diese große Herausforderung erfolgreich gemeistert werden kann, müssen jetzt auch alle Beteiligten bereit sein, ihre bisherigen Angebote zu überdenken und weiterzuentwickeln. Dabei muss Pflege auch eingetretene Pfade verlassen“, so Hintzsche.
„Für den Landesausschuss Alter und Pflege ist es wichtig, gemeinsam für Nordrhein-Westfalen an der zentralen Aufgabe zu arbeiten, die Umsetzung der Neuerungen so eng zu begleiten und sicherzustellen, dass die Neuerungen auch als positive Veränderungen bei den Menschen ankommen und als solche spürbar werden. Erst dann wird man tatsächlich von einem für die Menschen positiven Paradigmenwechsel sprechen können, betont der Vorsitzende.

 

Der Landesausschuss Alter und Pflege begrüßt mit einem umfassenden Beschluss (s. Anlage), dass mit dem am 12. August 2015 beschlossenen Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) nach rund 10-jähriger Vorarbeit zum 1.Januar 2017 nunmehr endlich das neue Begutachtungsverfahren in die Praxis umgesetzt wird und die Umstellung auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erfolgt.

 

Für eine gelingende Umsetzung beinhaltet der Beschluss u.a. folgende zentrale Forderungen:

·         Präventive Ansätze in der Pflege müssen gestärkt und ausgebaut werden – sowohl für Pflegebedürftige als auch ihre Angehörige.

·         Die Gestaltungsverantwortung der kommunalen Netzwerke ist zu unterstützen. Die Kommunalen Konferenzen Pflege und Alter sollen als Motor der Veränderung vor Ort fungieren.

·         Der Zugang zu den neuen Leistungen ist durch entsprechend einfache Antragsverfahren möglichst leicht zu gestalten.

·         Die verschiedenen Akteure, die für pflegebedürftige Menschen Verantwortung tragen, sollen ihr Handeln bestmöglich abstimmen, um Belastungen der betroffenen Menschen (z.B. durch doppelte Untersuchungen) möglichst zu minimieren.

Der Landesausschuss Alter und Pflege hat sich zudem dafür ausgesprochen, die tatsächlichen Auswirkungen des Systemwechsels von Beginn an genau zu untersuchen und zu begleiten. Noch sei nämlich nicht ausgemacht, dass sich die Veränderungen wirklich dauerhaft finanziell günstig für alle Betroffenen, die Einrichtungen und ihre Beschäftigten auswirken.

 

Hintzsche: „Der einstimmige Beschluss des Landesausschuss Alter und Pflege vom vergangenen  Freitag verdeutlicht eindrucksvoll, dass alle Akteurinnen und Akteure des nordrhein-westfälischen Pflegegeschehens sich einer gemeinsamen Umsetzungsverantwortung bewusst sind und die Aufgabe gemeinsam angehen wollen. Hierin liegt ein große Chance für Weiterentwicklungen, die auch genutzt werden soll“.

 

Hintergrund:

-       Ambulante Pflegedienste in NRW: rund 2.850

-       Pflegebedürftige in NRW: rund 581.500

o    davon zu Hause: rund  422.000 (= 72,4 %)

o    davon von Angehörigen gepflegt: rund 290.000 (= 68,8 % = 2/3),

o    vom amb. Pflegedienst (mit)gepflegt: rund 132.000 (= 31,2 % = 1/3)

-       Beschäftigte in der ambulanten Pflege in NRW: rund 40.800

Der Landesausschuss Alter und Pflege NRW beruht auf § 3 Abs. 3 des am 14. Oktober 2014 in Kraft getretenen neuen Alten- und Pflegegesetzes NRW (APG NRW – GV.NRW.S. 625).
Er hat die Aufgabe, die Landesregierung bei allen Fragen zum Thema Alter und Pflege und vor allem bei der Umsetzung des Pflegeversicherungsrechts in NRW zu beraten und kann unabhängige Empfehlungen hierzu verabschieden. Ihm gehören 53 stimmberechtigte Mitglieder aus Interessenverbände der alten, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen, der Kommunen und der Leistungserbringer (kommunale und private Anbieter und Freie Wohlfahrtspflege), Berufsverbänden, den Medizinischen Diensten der Krankenkassen und den NRW-Ministerien für Arbeit, Integration und Soziales, für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter an.
Die Landesbehindertenbeauftragte Elisabeth Veldhues und der Patientenbeauftragte Dirk Meyer gehören ebenso wie drei Vertretungen der Behörden nach dem Wohn- und Teilhabegesetz NRW (WTG NRW) dem Landesausschuss mit beratender Stimme an.

 

Infoabende mit Kreißsaalführung

Duisburg, 30. November 2016 - Am 1. Dezember und am 15. Dezember um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen.
Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.  

Erlös des Klinikum Niederrhein Sommerfestes geht an die Krebsberatungsstelle Duisburg

Duisburg, 29. November 2016 - 3.900 Euro hat die MAV an den Vorsitzenden des Vereins, Stephan Fromm, übergeben. Durch den Verzehr beim diesjährigen Sommerfest haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikum Niederrhein dazu beigetragen, dass diese große Summe zusammen gekommen ist.
Der MAV Vorsitzende Norbert Behrs und Sabrina Ahl überreichten dem Vorsitzenden des Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V., Stephan Fromm, diese stolze Summe. Das Geld wird dringend für die wichtige Beratungstätigkeit, die aktuell jeden Dienstag im "Kleinen Prinzen" in der Duisburger Innenstadt angeboten wird, benötigt.

Foto: Klinikum Niederrhein