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Auszubildende für die Schule für Logopädie gesucht

Duisburg, 13. Februar 2020 - Die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna sucht Auszubildende für das kommende Ausbildungsjahr. Dazu gibt es eine Informationsveranstaltung am 20. Februar um 15 Uhr. Duisburg. Am Donnerstag, den 20. Februar um 15 Uhr informiert die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna über den Beruf des Logopäden/ bzw. der Logopädin und über die Ausbildungsmöglichkeiten.

Die Plätze für die Informationsveranstaltung sind begrenzt, um Anmeldung unter Telefon 0203 755-1355 wird gebeten. „Wir möchten vor allem Schülerinnen und Schüler aus Duisburg ansprechen, die sich für den Beruf des Logopäden bzw. der Logopädin interessieren“, erklärt Karin Jochimsen, Leiterin der Schule für Logopädie.
„Die Arbeit als Logopäde ist abwechslungsreich und vielfältig mit Elementen aus Pädagogik, Psychologie und Medizin. Spaß an der Arbeit mit Menschen sollten Bewerber in jedem Fall mitbringen.“ Das besondere an der Ausbildung ist, dass Theorie und Praxis Hand in Hand angeboten werden. Denn durch die klinische Anbindung an das St. Anna Krankenhaus können die Auszubildenden viel mit den Patienten arbeiten.
„Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Behandlungsbreite hat zugenommen, wir haben mehr multimorbide Patienten und auch die Spezialisierung in den einzelnen logopädischen Fachbereichen steigt weiter“, ergänzt Jochimsen. „Zudem gehen Logopäden zunehmend auch an die Öffentlichkeit und in den Fortbildungssektor in Form von Präventionsseminaren in Kindergärten und Schulen.“                                                        

Dreijährige Ausbildung 
Die dreijährige Ausbildung an der Schule für Logopädie gliedert sich in sechs Semester. Nach einem überwiegenden Theoriesemester beginnt ab dem zweiten Semester die praktische Ausbildung. Die starke Vernetzung von Theorie und Praxis soll zum reflektierten Praktiker führen.
„Unsere Studenten schätzen die kleinen Kurse mit 10 Auszubildenden pro Kurs. Das ermöglicht eine sehr intensive persönliche Betreuung. Außerdem erheben wir kein Schulgeld, sondern können seit dem letzten Jahr sogar eine Ausbildungsvergütung in Höhe von ca. 1000 Euro zahlen. Das ist natürlich ein großer Anreiz im Vergleich zu früher“, erklärt Jochimsen. Behandelt werden Patienten des St. Anna Krankenhauses, aber auch Patienten des Sozial Pädiatrischen Zentrums (SPZ) und Patienten, die von niedergelassenen Ärzten geschickt werden.  

Weitere Informationen: Ausbildungsbeginn im Oktober 2020 Am 1. Oktober 2020 ist Ausbildungsbeginn der staatlich anerkannten Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna, die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. In dieser Zeit werden alle erforderlichen Grundlagen in den Bezugswissenschaften wie Medizin, Linguistik, Soziologie u.v.m. vermittelt.
Der theoretische und praktische Unterricht vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Diagnostik, Beratung, Behandlung und Dokumentation in unterschiedlichen logopädischen Fachbereichen der Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen.
Am 30. Juni 2020 endet die Bewerbungsfrist. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Fachoberschulreife oder eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene, mindestens zweijährige Ausbildung. Der überwiegende Teil der Auszubildenden an der Schule für Logopädie in Duisburg weist als schulischen Abschluss das Abitur oder die Fachhochschulreife auf.  
 

- Medizinische Fragestunde in Neudorf
- 15. Februar: Internationaler Kinderkrebstag

Medizinische Fragestunde am 25. Februar 2020  
Duisburg, 13. Februar 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Dr. Michael Schroeder beantwortet am Dienstagnachmittag medizinische Fragen zu den Themen: Diagnose und Befund, Behandlung und Therapieverfahren, Möglichkeiten begleitender Therapien, Krebsnachsorge sowie Schmerzen.
Die Gespräche finden von 14.45 bis 16.45 Uhr in der Lotharstraße 58 statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de

Gemeinsam gegen Blutkrebs: DKMS und Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
Duisburg, 11. Februar 2020 - Blutkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Kindern. Für viele der kleinen Patienten ist eine Stammzelltransplantation die letzte Hoffnung. Zum Internationalen Kinderkrebstag am 15. Februar wenden sich die DKMS und der Krebsinformationsdienst des DKFZ erstmalig gemeinsam an die Öffentlichkeit. Die Ziele: Informieren, aufklären und sensibilisieren – denn eine Stammzellspende kann Leben retten.

Mehr als 2.200 Kinder und Jugendliche erkranken jährlich in Deutschland an Krebs, rund 700 von ihnen an Blutkrebs. Damit ist Blutkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Kindern. Viele der Patienten benötigen eine Stammzelltransplantation und sind daher auf eine Stammzellspende angewiesen.
Zum Internationalen Kinderkrebstag wenden sich die DKMS und der Krebsinformationsdienst erstmalig als Kooperationspartner an die Öffentlichkeit. Ab jetzt wollen sie verstärkt gemeinsam über das Thema Blutkrebs informieren – und über die Möglichkeit, den Betroffenen zu helfen.
„Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lässt, kann die Überlebens- und Heilungschancen von Blutkrebspatienten verbessern“, erklärt Prof. Dr. Thomas Klingebiel, Vorsitzender des Medizinischen Beirats der DKMS. „Um mit dieser Botschaft so viele Menschen wie möglich zu erreichen, ist es wichtig, sich zu vernetzen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Das findet auch Dr. Juliane Folkerts vom Krebsinformationsdienst des DKFZ: „Dem Krebs durch Information und Aufklärung wirksam entgegenzutreten – das ist uns, genauso wie der DKMS, ein großes Anliegen.“ Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen. Unter www.dkms.de kann man sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen – und so die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs unterstützen.

Der Krebsinformationsdienst des DKFZ bietet an Krebs erkrankten Patienten, ihren Angehörigen und allen Interessierten verständliche und wissenschaftlich fundierte Auskunft rund um das Thema Krebs – online (www.krebsinformationsdienst.de, krebsinformationsdienst@dkfz.de) oder per Telefon (0800-4 20 30 40).

Mehr als die Hälfe der Stammzellspenden von DKMS-Spendern
Von den etwa 700 Kindern, die jährlich in Deutschland an Blutkrebs erkranken, erhalten nahezu 80 Prozent die Diagnose Akute Lymphatische Leukämie (ALL). Eine ALL entwickelt sich innerhalb weniger Wochen und geht mit schweren Krankheitssymptomen einher, unbehandelt verläuft sie meist tödlich. Die gute Nachricht: Wenn die Behandlung rasch erfolgt, dann führt sie häufig zur Heilung. Heute können etwa 90 % der Kinder mit einer ALL dauerhaft geheilt werden.

Führt eine intensive herkömmliche Chemotherapie nicht zum Erfolg, kommt meist eine allogene Stammzelltransplantation zum Einsatz. Insgesamt sind akute Leukämien mit Abstand die häufigste Indikation für eine allogene Stammzelltransplantation im Kindesalter.

„Allogen“ bedeutet im Gegensatz zu „autolog“, dass dem Patienten keine eigenen Stammzellen, sondern die Stammzellen eines anderen Menschen, eines Spenders, übertragen werden. Im Jahr 2018 haben – entsprechend den aktuellsten Zahlen des Deutschen Registers für Stammzelltransplantationen – insgesamt 430 Kinder unter 18 Jahren eine allogene Stammzelltransplantation erhalten. 264 von ihnen fanden keinen Spender in der eigenen Familie und waren auf einen Fremdspender angewiesen. 149 dieser Stammzellspenden von Fremdspendern – also mehr als die Hälfte – waren Stammzellspenden von DKMS-Spendern.

DKMS: Weltweit 7.720 zweite Chancen auf Leben
Dank Stammzellspenderdateien wie der DKMS finden heute in Deutschland neun von zehn Blutkrebspatienten einen Stammzellspender – aber das bedeutet eben auch: Jeder zehnte Blutkrebspatient findet keinen. „Gäbe es keine Stammzellspenderdateien, dann wäre die Suche nach einem Stammzellspender vergleichbar mit der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, erklärt Dr. Folkerts.

„Jeder sollte daher wissen, dass es die Möglichkeit gibt, Stammzellspender zu werden.“ Bei der DKMS sind aktuell mehr als 9,8 Millionen potenzielle Stammzellspender registriert. Im Jahr 2019 haben weltweit 7.720 Patienten eine Stammzellspende von DKMS-Spendern erhalten. Von den 5.603 DKMS-Stammzellspenden, die im Jahr 2019 allein in Deutschland entnommen wurden, gingen 14,5 Prozent an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren.

Zukünftig gemeinsam aktiv
Warum nicht im Sinne aller Betroffenen von den jeweiligen Stärken profitieren? Das fragten sich Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am DKFZ, und Dr. Dr. Alexander Schmidt, Geschäftsführer Medizin & Wissenschaft der DKMS, und beschlossen ein engeres Miteinander.
„Gemeinsam sind wir stärker, wenn es darum geht, Patienten und ihre Angehörigen kompetent und umfassend zu informieren“, so Dr. Alexander Schmidt. „Der Krebsinformationsdienst des DKFZ, der für Seriosität und unabhängige Beratung steht, ist für uns dabei ein hoch kompetenter, verlässlicher Partner.“ Und Weg-Remers betont: „Die DKMS hat es geschafft, mit dem Thema Stammzelltransplantation viele Menschen nachhaltig zu erreichen und zu sensibilisieren. Gemeinsam mit ihr kann es uns gelingen, dass mehr Menschen in Deutschland erfahren, dass sie sich mit allen Fragen rund um Krebs an den Krebsinformationsdienst wenden können. Angesichts stetig steigender Krebszahlen sollen die Menschen wissen, dass wir ihnen zur Seite stehen – mit fachlichem Wissen, aber auch mit Herz.“

St. Anna und St. Johannes-Stift zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen ernannt

Duisburg, 10. Februar 2020 - Ab sofort können Studierende ihr Praktisches Jahr an den drei Malteser Krankenhäusern in Duisburg und Krefeld absolvieren.   Duisburg.  Die Malteser Krankenhäuser St. Anna in Duisburg-Huckingen, St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg und das St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen sind jetzt als Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen anerkannt worden.

„Für uns ist die Ernennung zum Akademischen Lehrkrankenhaus ein ganz wichtiges Signal. Es ist schön, wenn junge Ärztinnen und Ärzte am Ende ihres Studiums zu uns kommen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mitbringen“, erklärt der Lehrbeauftragte der Kliniken und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Prof. Dr. Gunnar Plehn. In Zeiten des Ärztemangels und im Hinblick auf den Generationswechsel sei es wichtig, junge Medizinerinnen und Mediziner für die Arbeit in den Malteser-Krankenhäusern zu begeistern, ergänzt Prof. Plehn.

„Die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus ist eine Auszeichnung und Bestätigung für das breite Behandlungsspektrum unserer Kliniken und damit auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Häuser“, berichtet Hauke Schild, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH. Die Studierenden der Universität Duisburg-Essen können ab dem Sommersemester 2020 ihr „Praktisches Jahr“ in den beiden Pflichtfächern Chirurgie und Innere Medizin sowie in den Wahlfächern Anästhesiologie, Orthopädie, HNO, Radiologie und Urologie an den drei Klinikstandorten absolvieren.
Insgesamt stehen den Studierenden maximal 24 Plätze zur Verfügung. Akademische Lehrkrankenhäuser übernehmen die praktische Ausbildung von Medizinstudenten während des Studiums. Bereits ab kommendem Sommersemester können angehende Mediziner der Universität Duisburg-Essen ihr sogenanntes „Praktisches Jahr“ (PJ) in den Malteser Kliniken absolvieren.
Dabei handelt es sich um das letzte Jahr des Medizinstudiums, in dem die Ausbildung direkt am Patientenbett und auf den Stationen im Vordergrund steht. Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Teile, die an verschiedenen Kliniken absolviert werden können.

Chefarzt Prof. Dr. Gunnar Plehn (links) und Geschäftsführer Hauke Schild freuen sich über die Ernennung zum Lehrkrankenhaus.

„Wir können den Studierenden in unseren Kliniken eine vielfältige Ausbildung bieten, da wir medizinisch breit und qualitativ auf gutem Niveau aufgestellt sind“, ergänzt Professor Plehn. Ziel des Praktischen Jahres ist es, die während des Studiums erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Anleitung und Aufsicht der Klinikärzte in den Alltag zu übertragen. Neben der praktischen Arbeit rundet ein spezieller PJ-Unterricht den Einsatz in der Klinik ab.


Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  
Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 29.02 und Sonntag, 01.03.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung. Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.  
Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2618, oder per Mail an
kreisssaal.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

Medizin am Samstag in den Sana Kliniken Duisburg

Start mit griechischem Infotag am 15. Februar ab 10.30 Uhr
Duisburg, 6. Februar 2020 - Medizin am Samstag heißt die neue Informationsreihe für medizinische interessierte Menschen aus Duisburg und der Region. Jeweils an einem Samstag im Monat werden Ärzte aus den Sana Kliniken Duisburg Vorträge anbieten und für anschließende Gespräche zur Verfügung stehen.
Am Samstag, den 15. Februar, startet Medizin am Samstag von 10.30 bis 14.00 Uhr mit Vorträgen  zu interdisziplinären Themen in griechischer Sprache. Dr. Margarita Achnoula, Sektionsleiterin der Senologie, hat gemeinsam mit griechischen Kolleginnen und Kollegen ein vielseitiges Programm zu Themen aus der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der Kindermedizin, der Orthopädie und der Neurologie zusammengestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Neue Forschungszentren gegen Krebs

Berlin/Duisburg, 4. Februar 2020 - Die Bundesregierung verstärkt ihre Anstrengungen im Kampf gegen Krebs. So soll das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen erweitert werden - das Vorhaben ist Teil der Nationalen Dekade gegen Krebs. Bundesforschungsministerin Karliczek betont, es sei wichtig, dem großen Ziel näher zu kommen: "Möglichst viele Krebsneuerkrankungen zu verhindern und Betroffenen ein besseres Leben zu ermöglichen."  

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) vereint exzellente Forschung und Versorgung von Patienten unter einem Dach - bisher in Dresden und Heidelberg. Nun soll die Einrichtung um bis zu vier Standorte erweitert werden. Im Sommer beginnt dafür der Auswahlprozess mit einem international besetzten Gutachtergremium.

"Mit den neuen Standorten wollen wir krebserkrankten Menschen in unserem Land einen besseren Zugang zu Erkenntnissen aus der Krebsforschung auf höchsten Niveau bieten", sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. "Das ist ein ganz entscheidender Schritt in Richtung Krebsmedizin der Zukunft."

Ein starkes Bündnis
Die neuen Standorte für das NCT - sie sind eines der Vorhaben in der Nationalen Dekade gegen Krebs, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor genau einem Jahr ins Leben gerufen hat.

Die Nationale Dekade sei ein ganz besonderes Bündnis, betont Karliczek anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. "Die Initiative vereint zum ersten Mal die zentralen Akteure aus Krebsforschung, Forschungsförderung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem starken Bündnis", so die Bundesforschungsministerin. In Deutschland erkranken 500.000 Menschen pro Jahr an Krebs. Für 2030 ist mit einem Anstieg auf 600.000 Fälle pro Jahr zu rechnen - wegen der alternden Gesellschaft und einer ungesunden Lebensweise vieler Menschen.

Die Initiative "Nationale Dekade gegen Krebs" soll alle Kräfte in Deutschland mobilisieren und Krebs gezielt und erfolgreich bekämpfen. Große ungelöste Fragen der Krebsforschung im Blick Schon in den ersten zwölf Monaten der Dekade gab es wichtige Anstöße. Drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit zentralen Themenbereichen - der Prävention, der Vernetzung von Forschung und Versorgung sowie den großen ungelösten Fragen der Krebsforschung.
Eine dieser großen ungelösten Fragen sei zum Beispiel die große Verschiedenartigkeit von Tumoren, ihre biologische Variabilität, berichtet Professor Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums und Co-Vorsitzender des Strategiekreises der Nationalen Dekade. Diese näher zu fassen, könne auch dabei helfen, individualisierte Herangehensweisen zu entwickeln und dabei, mehr über die Resistenzentwicklung gegen heutige Therapien zu erfahren. 

Medizinische Innovationen sollen beim Patienten ankommen
"Die Patienten sollen möglichst rasch von den medizinischen Innovationen profitieren können", sagt Professor Michael Hallek, Mitglied des Beirats der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie.

Dies könne gelingen, wenn alle miteinander kooperieren - Hausärzte, niedergelassene Onkologen, wohnortnahe Krankenhäuser und die Universitätsmedizin. "Ziel ist die Etablierung einer wohnortnahen, Wissen-generierenden Versorgung von Krebspatienten. Hierin liegt die einmalige Chance der Nationalen Dekade gegen Krebs", sagt Hallek.

Das Bundesforschungsministerium fördert als Teil der Nationalen Dekade bereits Studien mit bis zu 62 Millionen Euro, die die Praxis in der Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen entscheidend verbessern sollen - zum Beispiel bei krebsbedingter Erschöpfung oder der Früherkennung von Brustkrebs. Bei der Planung und Umsetzung werden Patientenvertreter eng einbezogen.  

Verstärkung gesucht: Ehrenamtlicher Besuchsdienst für psychisch Erkrankte an Helios Marien Klinik  
Maria Meier ist 73 Jahre alt. Sie hat schon viel erlebt in ihrem Leben, als Sekretärin in der Firma ihres Mannes mitgeholfen und gleichzeitig drei Kinder großgezogen. Auch heute noch kann sich die Duisburgerin an die Namen der Mitarbeiter erinnern und weiß, dass ihre große Tochter immer dienstags zur Chorprobe musste.
Nur die Gegenwart stellt ein Problem für sie dar, denn Maria Meier ist an Demenz erkrankt. Wenn man sie fragt, weiß sie nicht mehr, ob sie schon zu Mittag gegessen hat. Zieht sie sich an, vergisst sie häufig auch die linke Socke anzuziehen. Momentan ist sie Patientin am Helios Klinikum in Duisburg und wird auf der gerontopsychiatrischen Station der Helios Marien Klinik behandelt.

Auf dieser Station werden Patienten ab 55 Jahren mit psychischen Erkrankungen versorgt, dazu gehören beispielsweise Demenz, aber auch Depressionen oder Angsterkrankungen. Neben den medizinischen Behandlungen und Therapiemöglichkeiten bietet die Klinik einen ehrenamtlichen Besuchsdienst an. Seit inzwischen sieben Jahren besuchen Ehrenamtler mehrmals in der Woche die Patienten, bieten Gespräche, Spaziergänge, aber auch gemeinsame Spiel,- Musik- oder Bastelrunden an.  
„Auf unserer Station werden überwiegend an Demenz erkrankte Menschen behandelt, die kaum noch die Möglichkeit haben, ihre freie Zeit selber zu gestalten und sich alleine zu beschäftigen. Daher sind sie sehr dankbar für eine freundliche Ansprache und wohltuende Zuwendung“, erklärt Manuela Schönhut, Sozialpädagogin und Leiterin der Gruppe.
„Wir ehrenamtlichen Mitarbeiter entwickeln schnell ein Gespür dafür, was unserem Gegenüber guttut und können bei den Besuchen auch unsere persönlichen Interessen und Fähigkeiten mit einbringen“, so Andrea Kuck, eine der Ehrenamtlerinnen. „Wir begegnen den Patienten mit großer Wertschätzung und Respekt, das ist uns sehr wichtig!“ betont Birgit Fischer, ebenfalls Ehrenamtlerin.

In monatlich stattfindende Reflektionstreffen haben die Freiwilligen die Möglichkeit, sich über Erlebnisse während des Dienstes auszutauschen. „Es bereichert uns auch persönlich sehr, den Patienten mit unseren Besuchen eine Freude zu bereiten. Aber es ist nicht immer eitel Sonnenschein, manchmal klappt zum Beispiel ein Besuch nicht so, wie man es sich vorgenommen hat. Dann tut es sehr gut, mit den anderen darüber zu sprechen und zu hören, dass es ihnen manchmal genauso geht. Wir sind hier keine Einzelgänger, sondern ein Team!“, erklärt Ehrenamtler Jochen Kaniss.
Genau dieses Team wünscht sich nun neue Freiwillige, damit die Gruppe noch mehr Patienten erreichen kann. Wer sich zutraut, an Demenz erkrankte Menschen ehrenamtlich zu begleiten und sich ausführlicher über die Möglichkeiten und den Einsatzort der ehrenamtlichen Tätigkeit informieren möchte, ist herzlich eingeladen, mit Frau Schönhut Kontakt aufzunehmen. Sie erreichen sie telefonisch: (0203) 546- 34170.  

Mit einer Roboterhand zurück ins Leben

Patientin des BG Klinikum Duisburgs arbeitet mit Handprothese  wieder als OP-Schwester

Duisburg, 3. Februar 2020 - Am 9. November 2017 gegen 20:30 Uhr veränderte sich das Leben von Britta Meinecke-Allekotte von einer Sekunde auf die nächste. Die leitende OPSchwester in einer Praxisklinik in NRW bestückte gerade einen Dampfsterilisator mit Instrumenten, da kam es zu einem technischen Defekt: Die Tür schloss sich und klemmte die linke Hand und Teile des Unterarmes mit neun Bar Druck und Temperaturen von über 120 Grad Celsius im Gerät ein.

Schwerste Verletzungen, Notoperationen und schließlich eine Amputation im BG Klinikum Duisburg waren die Folge. Heute kann die 55-Jährige wieder positiv in die Zukunft blicken. Im Rahmen einer intensiven medizinischen Behandlung und einer monatelangen berufsorientierten Rehabilitation in der Unfallklinik hat sie sich in ihren Beruf zurückgekämpft.

Eine High-Tech-Prothese mit viel „Fingerspitzengefühl“ ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Meinecke-Allekotte wieder in ihrem alten Beruf als OP-Schwester arbeiten kann. „Mein Ziel war von Beginn an noch einmal am OP-Tisch zu stehen und alle meine Aufgaben zu erfüllen“, sagt Meinecke-Allekotte. „Das Ziel habe ich erreicht.“

Rettungsdienst kommt erst nach 45 Minuten
Dass es zu einem solchen Erfolg für die Patientin kommen würde, hatte direkt nach dem Arbeitsunfall kaum jemand zu hoffen gewagt. Denn am 9. November war für Meinecke-Allekotte an ihrem Arbeitsplatz fast alles schief gelaufen, was schieflaufen konnte. Zuerst der technische Defekt am Dampfsterilisator mit dem Arbeitsunfall als Folge. Dann die Tatsache, dass zum Zeitpunkt des Unglücks kein anderer Mitarbeiter mehr in der Praxisklinik vor Ort war.

„Ich habe geschrien, so laut ich konnte, und richtig Krach gemacht“, schildert Meinecke-Allekotte die Situation direkt nach dem Unfall. Aber erst nach ca. 45 Minuten wurde endlich ein Patient im Haus auf sie aufmerksam und alarmierte den Rettungsdienst.
„Ohne medizinische Hilfe überlebt man so ein Unglück normalerweise nur zehn Minuten“, sagt der behandelnde Arzt im BG Klinikum Duisburg, Prof. Dr. HeinzHerbert Homann, rückblickend. Er ist Chefarzt der Klinik für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Zentrum für Schwerbrandverletzte. In diese wurde die Patientin – nach einer Akutversorgung durch einen Notarzt vor Ort – umgehend mit einem Rettungswagen transportiert.

Amputation als letzter Ausweg
Im BG Klinikum Duisburg eingetroffen, kam Meinecke-Allekotte sofort in den Operationssaal. In einem mehrstündigen Eingriff und in einigen weiteren Folgeoperationen versuchten die Ärzte die lebensgefährliche-Kombiverletzung mit schweren Brandverletzungen an den Fingern und starken Quetschungen bestmöglich zu versorgen.
So wurden u.a. aus der Beinvene Gefäßteile entnommen, um daraus neue Arterien und Venen für die Hand zu modelieren. Diese sollten die Durchblutung der Hand sicherstellen, aufgrund der starken Schädigungen durch den Unfall letztlich jedoch leider ohne den erhofften Erfolg. Daher kamen die Spezialisten im BG Klinikum Duisburg am Ende der operativen Therapie Mitte Dezember 2017 zu dem Ergebnis, dass eine funktionslose Teilhand verbleiben würde. Für Meinecke-Allekotte zunächst ein Schock.
Nach einer Woche Bedenkzeit und langem Abwägen der Möglichkeiten entschied sich die Patientin schließlich für eine Amputation. „Mir war klar geworden: Die Frage ist nicht, warum hat gerade mich dieses Schicksal getroffen, sondern, was mache ich daraus“, erklärt MeineckeAllekotte. Und sie hatte ein Ziel vor Augen: zurück in den „Job“ im OP. Aber eine OP-Schwester mit Prothese? Für viele undenkbar.
Ein Prothesenwechsel bringt den Durchbruch
Doch Meinecke-Allekotte tat in den folgenden Monaten zusammen mit dem interdisziplinären Team des BG Klinikums – Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten – alles dafür, um irgendwann ihren alten Beruf wieder ausüben zu können. Nach der erfolgreichen Amputation der linken Hand wurde von den Ärzten zunächst eine Armlänge rekonstruiert, die für eine moderne Prothese optimal geeignet war. Anschließend erhielt sie eine erste Handprothese, die aber den Anforderungen in der Rehabilitation bzw. im Beruf als OP-Schwester nicht gerecht werden konnte.

Ein Meilenstein auf Meinecke-Allekottes Weg zurück ins Leben war schließlich der Wechsel zu der neuen, anatomisch geformten VINCENTevolution 3-Hand. Diese von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) finanzierte Prothese verfügt über sechs Motoren und 14 verschiedene Griffarten und ist für fein- und grobmotorische Tätigkeiten in OP und Alltag gleichermaßen gut geeignet.
Sieben Monate berufsorientierte Rehabilitation, sieben Monate Ungewissheit Angeleitet von den Ergotherapeuten im BG Klinikum Duisburg begann Meinecke-Allekotte hochmotiviert und intensiv mit der VINCENT-Hand im Rahmen einer berufsorientierten Rehabilitation zu trainieren: sieben Monate lang, Ausgang ungewiss. Sie lernte mit der Zeit u.a., wie man die OPHandschuhe steril überzieht oder mit der Prothese die Instrumente schnell und sicher anreicht.

Nach und nach gelang es ihr zudem immer besser, die Tätigkeiten – ohne auf die Hand zu schauen – automatisiert und präzise auszuführen. Auch hierbei unterstützte sie das gut eingespielte Team des BG Klinikums Duisburg zusammen mit den externen Orthopädietechnikern und Prothesenanbietern nachhaltig. Ganz entscheidend war jedoch auch der starke Wille der Patientin.
„Ich habe immer alles gegeben, um die Hindernisse zu überwinden und mein Ziel zu erreichen“, sagt Meinecke-Allekotte. Zurück im Leben, zurück im Beruf Seit fast einem Jahr arbeitet sie jetzt bereits wieder als OP-Schwester, dieses Mal jedoch nicht in der Praxisklinik von damals, sondern im BG Klinikum Duisburg – ein „Happy End“ also für Britta Meinecke-Allekotte.

Ihre Rückkehr ins Berufsleben ist jedoch auch eine Bestätigung für die Arbeit des BG Klinikum Duisburg nach dem Prinzip „alles aus einer Hand, mit allen geeigneten Mitteln“. „Die bei uns praktizierte integrierte Versorgung vom Unfall über die medizinische Versorgung bis hin zur Wiedereingliederung in Beruf und Alltag funktioniert auch in sehr schwierigen Fällen“, meint Homann. OP-Schwester, Peer und noch viel mehr Meinecke-Allekotte hat sich mittlerweile neben der Arbeit als OP-Schwester, noch weitere „Standbeine“ geschaffen.

So ist sie im BG Klinikum Duisburg auch ehrenamtlich als sog. Peer tätig. Dabei geht es um die Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung – etwa nach einer Amputation – durch Menschen, die bereits ein vergleichbares Schicksal erlitten haben. „Ich erkläre und zeige den Betroffenen unter anderem, welche Möglichkeiten eine Prothese bietet, aber auch, was man mit einer Hand alles machen kann“, erklärt Meinecke-Allekotte. Sie führt darüber hinaus Beratungsgespräche vor der OP durch und ist beim Eingriff selber und bei der Nachbetreuung dabei.

Regelmäßig bietet Meinecke-Allekotte zudem Fortbildungen im Schwerpunkt Prothesen(-training) an und hält Vorträge zur eigenen Patientengeschichte auf Symposien, Reha-Tagen und anderen Veranstaltungen. Die Erstellung von Trainingsprogrammen für Prothesenträger rundet ihr großes Aufgabenspektrum ab. Dementsprechend positiv fällt Meinecke-Allekottes Fazit gut zwei Jahre nach dem Arbeitsunfall aus: „Mein Leben ist im Moment spannender als vor der Amputation!“

High-Tech-Prothese ermöglicht Rückkehr in den Beruf als OP-Schwester. (Foto: Britta Meinecke-Allekotte / BG Klinikum Duisburg)


BASis-Tag zu Lieferengpässen in der Malteser Apotheke in Duisburg- Meiderich

Duisburg, 31. Januar 2020 - Duisburgs SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas wird am 4. Februar ein Gespräch mit den Inhabern der Malteser Apotheke, Georg und Andreas Kuchler sowie mit Dr. Christoph Herrmann (Paracelsus Apotheke, stellv. Vorsitzender des Apothekerverbandes Duisburg/Niederrhein), Peter Vogt (Atrium Apotheke, Vorsitzender des Apothekerverbandes Duisburg/Niederrhein) und Dr. Susanne Kaufmann (Amtsapothekerin in Duisburg) führen.
Zuvor wird Frau Bas im Verkauf, in der Heimversorgung und in der Warenwirtschaft hospitieren, um sich vor Ort ein Bild über die Auswirkungen von Lieferengpässen bei Arzneimitteln zu machen.

Neues Angebot der „Frühen Hilfen“
Sprechstunde der Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern  

Seit Dezember wird das Angebot der „Frühen Hilfen“ ergänzt durch eine Sprechstunde mit Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern. Die Sprechstunde findet jeden Dienstag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr im Glaspavillon auf der Kuhstraße 18 in der Innenstadt statt. Der Schwerpunkt der Sprechstunde liegt auf der gesundheitsorientierten und psychosozialen Beratung.
Die Hebammen und Kinderkrankenschwestern beantworten Fragen rund um die Pflege, Ernährung, Entwicklung und Förderung des Babys. Unsicherheiten beim Stillen können genauso besprochen werden wie die Themen Familienplanung und Verhütung oder finanzielle Hilfen rund um das Kind. Hinzu kommt die Möglichkeit das Baby zu wiegen.
Medizinische Untersuchungen der Mutter zum Beispiel im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge oder Nachsorge gehören aber nicht dazu.  
Die Beratung ist für alle (werdenden) Mütter und Väter kostenfrei und vertraulich.   Gefördert wird das Unterstützungsangebot der Frühen Hilfen Duisburg durch die Bundesstiftung „Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen“.  Weitere Informationen: www.duisburg.de/fruehehilfen

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna  im Februar 2020  

Veranstaltungen Infoabende mit  Kreißsaalführung/Geburtsvorbereitungskurs
Am 06.Februar um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.  

Am 08. und 09. Februar findet jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr 30 der zweitägige Geburtsvorbereitungskurs statt. Der Kurs umfasst u.a. Körperarbeit, Atemübungen, Entspannungsübungen, Paarübungen, Gespräche über einzelne Geburtsphasen. 
Die Kursgebühren werden bei gesetzlich krankenversicherten Frauen direkt mit der Kasse abgerechnet, wobei versäumte Stunden von der Kursteilnehmerin selbst entrichtet werden müssen. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Informationen unter 0203/755- 1254, -1278 oder im Internet unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.
Eine Anmeldung zu allen Kursen ist zwingend erforderlich.

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar


 

Stadt, Land, Arzt – StoryMap zur Verteilung der Arztpraxen

Düsseldorf/Duisburg, 30.01.2020 - In den ländlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens kommen rein rechnerisch fast achtmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den städtischen Gebieten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, liegen in diesen dünn besiedelten Gebieten nur zwei Prozent aller Facharztpraxen. Bei den Arztpraxen für Allgemeinmedizin kommen in ländlichen Gebieten etwa doppelt so viele Menschen auf eine Praxis wie in den städtischen Gebieten.

Solche und weitere Informationen zur Arztpraxendichte haben die Statistiker jetzt in der neuen Publikationsreihe „Statistik interaktiv”: StoryMap „Stadt, Land, Arzt” veröffentlicht. In diesem neuen digitalen Format können Interessierte durch eine interaktive Geschichte zur kleinräumigen Verteilung von Arztpraxen in den kreisfreien Städten und Kreisen scrollen. Unterschiedliche Funktionalitäten laden dazu ein, tiefer in die Ergebnisse einzutauchen.

Die Arztpraxendichten unterscheiden sich in den Kreisen und kreisfreien Städten zum Teil deutlich: So entfallen beispielsweise in den dünn besiedelten Gebieten des Kreises Paderborn zwanzigmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den dicht besiedelten Gebieten. Die höchste Arztpraxendichte gibt es in Bonn – die niedrigste im Kreis Olpe.
Das interaktive Dashboard erlaubt Betrachtungen für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt. Durch Auswahl einer regionalen Einheit passen sich die Diagramme mit den Detailergebnissen zu Arztpraxen und Bevölkerung automatisch an. Wer anschließend selbst mit den Daten weiterarbeiten möchte, kann sich den Datensatz herunterladen.

Die StoryMap steht im Internet unter http://url.nrw/storymap [1] zur Verfügung. (IT.NRW) [1] http://url.nrw/storymap

Bochum hat die höchste Arztdichte im Ruhrgebiet
In der Metropole Ruhr gibt es große Unterschiede bei der Arztdichte. Am besten ist das Patienten-Praxis-Verhältnis im Vergleich der Ruhrgebiesstädte und -kreise in Bochum. Dort kommen rein rechnerisch 782 Einwohner auf eine Arztpraxis. Im Ennepe-Ruhr-Kreis, der an zweiter Stelle steht, sind es 888 Menschen.
Die ungünstige Relation hat Oberhausen: In der Stadt kommen 1.130 Einwohner auf eine Praxis. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW von 2016 hervor. NRW-weit gibt es die höchste Arztpraxendichte in Bonn, die niedrigste im Kreis Olpe. idr

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

- Arbeitnehmerinnen besonders betroffen
- hkk Krankenkasse fordert Gesundheitsförderung speziell für berufstätige Frauen

Die meisten beruflichen Ausfalltage wurden 2019 - wie in den Vorjahren - verursacht durch sogenannte Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (21,9 % aller Fehltage). Psychische Erkrankungen lagen auf Platz zwei mit 18,5 %. Krankheiten des Atmungssystems rangierten auf dem dritten Platz (14,7 %). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Datenanalyse der hkk Krankenkasse.
Mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen Im Jahr 2019 waren erwerbstätige hkk-Mitglieder durchschnittlich 14,1 Tage krankgeschrieben. Davon 2,6 Tage wegen psychischer Erkrankungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Fehltage in diesem Zusammenhang merklich gestiegen: Waren 2018 nur 16,9 % aller Fehltage eine Folge psychischer Erkrankungen, ist ihr Anteil 2019 um etwa anderthalb Prozentpunkte auf 18,5 % gestiegen.

Mehr als jeder sechste Fehltag ist damit auf psychische Erkrankungen zurückzuführen - eine deutliche Verschiebung innerhalb der Krankheitslasten. Arbeitnehmerinnen besonders betroffen Bei berufstätigen Frauen war im Jahr 2019 der größte Teil der Fehltage eine Folge psychischer Erkrankungen. Der Zuwachs von 0,4 Fehltagen gegenüber dem Vorjahr (2018: 2,9 vs. 2019: 3,3 Fehltage je Arbeitnehmerin) ist in diesem Zusammenhang besonders auffällig. Dr. Wolfgang Ritter, Teamleiter Gesundheitsförderung bei der hkk, sieht eine wesentliche Ursache dafür in den unterschiedlichen Alltagsbelastungen von Frauen und Männern.

hkk fordert Gesundheitsförderung speziell für berufstätige Frauen
"Die Belastungen, mit denen Frauen heute konfrontiert sind, nehmen in einem beunruhigenden Ausmaß zu", sagt Dr. Ritter. Neben Beruf und Kindererziehung seien sie häufig auch noch für die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger verantwortlich. Das könne chronischen Stress und schließlich psychische Erkrankungen zur Folge haben: "Frauen in dieser Situation haben praktisch keinen Feierabend, es fehlen ihnen dringend notwendige Erholungsphasen und Ausgleichsangebote. Das kann auf Dauer krank machen. Erforderlich ist eine ganzheitliche, bedarfsbezogene und geschlechterspezifische Gesundheitsförderung", so Ritter.
Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bietet die hkk in den von ihr betreuten Betrieben den betroffenen Arbeitnehmerinnen Teamentwicklungsmaßnahmen, Führungskräfteseminare und Gesundheitszirkel an. Mit einem BGM entwickeln und etablieren Unternehmen systematisch gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse. Zudem ist es das Ziel, die Unternehmensangehörigen zu einem eigenverantwortlichen, gesundheitsbewussten Verhalten zu befähigen. Darüber hinaus berät die hkk Unternehmen in der Verhaltens- sowie Verhältnisprävention.
Verhaltensprävention zielt darauf ab, gesundheitsschädliche Verhaltensweisen und psychische Belastungen des Einzelnen im Zusammenhang mit der Arbeit zu verbessern. Ziel der Verhältnisprävention sind hingegen gesundheitsförderliche Arbeitsstrukturen in den Unternehmen.

Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 660.000 Versicherten (davon mehr als 510.000 beitragszahlende Mitglieder), 23 Geschäftsstellen und 2.100 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2019 betrug das Versichertenwachstum mehr als 50.000 Kunden.

 

 

Bundesregierung: Fragen und Antworten zum Coronavirus  

Berlin/Duisburg, 27. Januar 2020 - In China steigen die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten rasant. Über Reisende kann das Virus auch in andere Länder gelangen. Deutschland ist gut vorbereitet, sollten auch hier Krankheitsfälle auftreten.

Wie wahrscheinlich ist es, dass das neuartige Coronavirus in Deutschland auftritt? Die Gefahr, dass sich das Coronavirus in Deutschland ausbreiten könnte, ist derzeit sehr gering. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass auch in Deutschland einzelne Fälle von Corona-Erkrankungen auftreten werden. Reisende aus China können das Virus einschleppen wie dies beispielsweise in Frankreich geschehen ist.

Welche Vorbereitungen sind getroffen? 
Deutschland ist gut aufgestellt, wenn es um die Behandlung von Erkrankten mit dem neuen Virus geht. Das Robert-Koch-Institut als zuständiges Bundesinstitut für den Umgang mit Infektionskrankheiten hat bereits eine Koordinierungsstelle eingerichtet und stellt Informationen zum Coronavirus bereit. Auch die Flughäfen, über die das Virus eingeschleppt werden könnte, sind entsprechend vorbereitet.

Wo gibt es weitere Informationen?
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat auf ihrer Internetseite Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus bereitgestellt. Welche Krankheitsanzeichen deuten auf Coronaviren hin?

Wie kann man sich schützen?

Das Robert-Koch-Institut hat auf seiner Internetseite ein umfassendes Info-Paket zum neuartigen Coronavirus bereitgestellt. Daten und Fakten zur Verbreitung und Epidemiologie, zur Diagnostik, Prävention und Bekämpfung richten sich an eine interessierte Öffentlichkeit und an medizinisches Personal.

Darf man derzeit nach China reisen?
Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reisehinweise. Derzeit rät es von Reisen in die Provinz Hubei, die am meisten von dem Virus betroffen ist, ab. Es empfiehlt, nicht zwingende Reisen nach China auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

BG Klinikum: Pflegepraktikantin ist Weltspitze im Kickboxen

Laura Adriana Mitrovic verbindet erfolgreich Job und Leistungssport
Duisburg, 24. Januar 2020 - „Ich liebe es, Menschen zu helfen“, sagt Laura Adriana Mitrovic.
Im BG Klinikum Duisburg ist sie mit ihrer Philosophie genau an der richtigen Stelle, denn die 17- Jährige Duisburgerin arbeitet dort als Jahrespraktikantin im Bereich Pflege. Doch nicht nur im Job zeigt Mitrovic großes soziales Engagement. In ihrer Freizeit arbeitet die Internationale Deutsche Meisterin und Vizeweltmeisterin im Kickboxen auch gerne mit Kindern und unterrichtet sie in dieser Trendsportart.
Erfolgreiche Kickboxerin: Laura Adriana Mitrovic mit ihrer Medaillensammlung. (Bild: Laura Adriana Mitrovic)

Erstmals in die Unfallklinik hineingeschnuppert hat Mitrovic im Rahmen eines 3- wöchigen Schulpraktikums in der Pflege. Das hat ihr so gut gefallen, dass sie seit August 2019 nun auch ihr Jahrespraktikum im Hause absolviert. Sie schafft damit die Voraussetzung, um in die 11. Klasse einer Fachoberschule (FOS) der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen aufgenommen zu werden. Tatkräftige Jahrespraktikantin Mitrovic ist im BG Klinikum auf einer Station im Einsatz, auf der Patienten mit zum Teil schweren Brandverletzungen versorgt werden.

„Am Anfang ist es nicht leicht, aber mit der Zeit lernt man, mit den vielen intensiven Eindrücken umzugehen“, meint Mitrovic, deren Aufgabenspektrum vielfältig ist. Essen verteilen gehört genauso dazu, wie die Unterstützung der Patienten beim An- bzw. Ausziehen, Bettenmachen, Fieber messen und die Mithilfe beim Zähneputzen sowie beim regelmäßigen Verbandswechsel. „Wir freuen uns sehr über Jahrespraktikanten wie Frau Mitrovic“, sagt die Stellvertretende Pflegedirektorin des BG Klinikums Duisburg, Michaela Weigelt.

Man habe in den letzten Jahren fast ausschließlich gute Erfahrungen mit den jungen Erwachsenen in diesem Schwerpunkt gemacht. Praktikum und Hobby lassen sich gut vereinbaren Das anspruchsvolle Praktikum und das Kickboxen unter einen „Hut“ zu bringen, gelingt Mitrovic gut. „Ich habe immer Frühschicht und danach genug Zeit für das eigene Training und den Unterricht mit den Kindern meiner Gruppe“, erklärt die 17- Jährige. Drei Mal in der Woche für 3,5 Stunden steht sie selbst auf der Matte bzw. im Ring, um sich die nötige Fitness für die (inter-)nationalen Wettkämpfe anzutrainieren.

Mitrovic bevorzugt eine besondere Form des Kickboxens, das so genannte „Point fighting“. Ziel dabei ist es, in nur zwei Minuten Kampfzeit so viele Punkte wie möglich zu machen. Ein Treffer mit dem Fuß zum Kopf der Gegnerin bringt zwei Punkte, ein Treffer mit der Hand zum Kopf einen. „Natürlich ist auch ein K.o.-Sieg möglich“, sagt Mitrovic. Um beim Kick-Boxen erfolgreich zu sein, müsse man reaktionsschnell sein, genug Kraft und Ausdauer haben, aber auch „kühlen Kopf“ bewahren und fokussiert bleiben.
Dank ihrem Ehrgeiz und einer sehr guten Trainerin – selbst vielfache Weltmeisterin – in der Kickbox-Schule im Stadtteil Duisburg-Wedau, hat Mitrovic mittlerweile große Erfolge in ihrem Sport vorzuweisen. Allein im Jahr 2019 ist sie Nationale und Internationale Deutsche Meisterin in ihrer Gewichts- und Altersklasse geworden. Der Höhepunkt waren jedoch Platz 2 (Einzel) und 3 (Mannschaft) bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im österreichischen Bregenz.

Die nächste Herausforderung wartet allerdings schon auf Mitrovic. Anfang Januar 2020 ist sie aus der Jugend in die Damen-Klasse aufgestiegen, wo sie auf sehr erfahrene und viel ältere Gegnerinnen treffen wird. Darauf freut sie sich aber schon: „Ich will immer erfolgreich sein und gebe dafür alles.“ Egal, ob im Pflegepraktikum im BG Klinikum oder im Sport.

Jahrespraktikantin Laura Adriana Mitrovic bei der Essenausgabe auf der Station. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

Bewerbungen für Jahrespraktika erwünscht
Die Unfallklinik wird auch im Jahr 2020 mehrere Stellen für Jahrespraktikanten im Bereich Pflege anbieten. Das Vergabeverfahren beginnt in Kürze. Interessierte sollten ihre Bewerbung richten an: BG Klinikum Duisburg gGmbH Personalabteilung Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg E-Mail: personal@bg-klinikum-duisburg.de Weitere Informationen: Michaela Weigelt Stellv. Pflegedirektorin Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg
E-Mail: michaela.weigelt@bg-klinikum-duisburg.de

 

St. Johannes-Stift: Neuer Direktor der Klinik für Geriatrie

Duisburg, 22. Januar 2020 - Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift hat jetzt Dr. Friedhelm Caspers als neuen leitenden Direktor der geriatrischen Klinik vorgestellt. Dr. Caspers wechselt vom Helios Klinikum in Krefeld zu den Maltesern und wird neben dem Homberger Haus auch für das St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen verantwortlich sein.

„Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Caspers unser Angebot angenommen hat und ab sofort die geriatrischen Kliniken im Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg und im St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen leitender Direktor führen wird“, erklärt Hauke Schild, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH.
„Mit Herr Dr. Caspers bekommen wir einen ausgewiesenen Experten und anerkannten Fachmann auf dem Gebiet der Geriatrie. Für unsere beiden Häuser in Uerdingen und Homberg hat die Geriatrie eine immense Bedeutung“, ergänzt Schild.
„Freue mich auf die neuen Aufgaben“
Dr. Friedhelm Caspers ist 66 Jahre alt, in Krefeld geboren und war zuletzt als Chefarzt der Geriatrie im Helios-Klinikum in Krefeld tätig. Er hat an der Universität in Bonn Medizin studiert und dort im Jahr 1991 promoviert. Der dreifache Familienvater ist Facharzt für Inner Medizin und Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin.
„Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben in Homberg und Uerdingen. Besonderen Wert lege ich auf den engen und kollegialen Umgang mit den anderen Abteilungen in unserer Klinik. Zudem möchte ich die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausund Fachärzten intensivieren.“

„Neuer Oberarzt kommt im Februar“
Zum 01. Februar 2020 bekommt Dr. Caspers Unterstützung von Andreas Pfüller, der als Oberarzt ebenfalls vom Helios-Klinikum in Krefeld zu den Maltesern wechselt. Pfüller ist 44 Jahre alt, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und hat Medizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf studiert.
„Mit der personellen Neuausrichtung sind wir wirklich gut im geriatrischen Bereich aufgestellt. Wir haben für Dr. Caspers den Posten als leitender Direktor der Geriatrie neu geschaffen und wollen damit die Bedeutung der Geriatrie für unsere Häuser herausstellen. Unseren Patienten können wir nun eine noch intensivere Behandlung versprechen“, erklärt Schild.

Der Ärztliche Leiter des St. Johannes-Stifts, Dr. Andreas Hammacher (rechts), begrüßt Dr. Friedhelm Caspers.

 

 

- Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ 2020 an
- Aktionstag zu Verfügungen bei Krankheit und Pflege
- Hepatitis-B-Viren Leberzellen nicht wehrlos

Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ am 3. Februar 2020 an
Wer einen anderen Menschen in der letzten Lebensphase begleitet, der kämpft häufig mit seinen eigenen Ängsten und Unsicherheiten. Wie soll ich dem Betroffenen begegnen? Wie welche Hilfe anbieten?
Es fehlen die Worte, das Wissen und es gibt zu viele Fragen. Deshalb bietet der ambulante Palliativ-Pflegedienst „medidoc“ in Kooperation mit der BKK-VBU und dem Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V., einen „Letzte-Hilfe-Kurs“ unentgeltlich an.
In vier Modulen besprechen die Expertinnen Lisa Mundil und Gisela Pietzonka - beide Palliativfachkräfte des Palliativ-Pflegedienstes medidoc - mit den Teilnehmern, Themen wie Vorsorge, Nöte lindern, Symptomatiken und deren Linderung, Hilfestellungen und Abschiednehmen.
Zu jeder Zeit nehmen sie dabei Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse, gehen auf Gedanken, Fragen und Erfahrungen ein. In der gesamten Dauer des Kurses (ca. 4 Stunden) nehmen sich die Expertinnen Zeit für kleinere Pausen, in denen sich die Teilnehmer untereinander austauschen können oder mit den Expertinnen tiefergehend sprechen können.  
Der Kurs findet statt am Montag, 3. Februar 2020 um 16.30 Uhr. Veranstaltungsort: medidoc GmbH, Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden) Am Ende der Veranstaltung erhalten die Kursteilnehmer eine Teilnahmebestätigung. Der Kurs ist kostenfrei. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter Tel.: 0203 935565-22, (Mo.-Fr. in der Zeit von 9.00 - 16.00 Uhr), gebeten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.


Sinnvoll vorsorgen: Aktionstag zu Verfügungen bei Krankheit und Pflege Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung - für den Fall, dass persönliche Entscheidungen nötig, aber nicht mehr möglich sind, sollte sich jeder um die passende Vorsorgeverfügung rechtzeitig kümmern. Doch die Beschäftigung mit dem persönlichen Willen bei ernsthafter Krankheit, Pflege und Demenz kosten viele Menschen eine große Überwindung.
Die Verbraucherzentrale in Duisburg möchte den ersten Schritt rund um die richtige Vorsorge mit in Gang setzen: Was die unterschiedlichen Verfügungen jeweils regeln, in welcher Kombination sie sinnvoll sind, worauf man beim Ausfüllen dieser Dokumente achten sollte und wie sie im Ernstfall zur Anwendung kommen, dies beleuchten eine Juristin, ein Experte aus der Betreuungsstelle der Stadt Duisburg und ein Palliativarzt am Mittwoch, 29.01.2020, 17:00 - 19:30 Uhr aus juristischer und medizinischer Sicht.
Informieren und Rat holen können sich alle Interessenten, die wissen wollen, wie eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht verfasst werden und gemeinsam am besten wirksam werden können.
Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltungsort: Konferenz und Beratungszentrum "Der Kleine Prinz" Saal: "Black Box" Schwanenstr. 5-7 47051 Duisburg.

Aufgrund der begrenzten Sitzplätze ist eine namentliche Anmeldung unter Nennung der Personenzahl und einer Rückrufnummer bis zum 28.01.2020 zwingend erforderlich: persönlich Friedrich-Wilhelmstraße 30, 47051 Duisburg und telefonisch: 0203/488011-03 zu unseren Öffnungszeiten: Montag und Freitag 9:00 - 15:00 Uhr Dientstag und Donnerstag 9:30 - 13:00 und 14:00 - 18:00 Uhr oder Online: www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/duisburg  

Hepatitis-B-Viren Leberzellen nicht wehrlos
Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wurde 1970 entdeckt und ist bis heute von wissenschaftlichem Interesse. Nistet es sich im Körper ein, löst es eine Infektion der Leber aus, die in bis zu 10 Prozent der Fälle chronisch verläuft. Offen ist immer noch die Frage, wie es der Erreger schafft, das Immunsystem zu überwinden. Vielleicht könnte diese Entdeckung zur Lösung beitragen: Ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat herausgefunden, wie es dem Immunsystem gelingen kann, das Virus abzuwehren. 
In einer aktuell vom renommierten Wissenschaftsmagazin Hepatology veröffentlichten Arbeit konnte das interdisziplinäre Team um Privatdozentin Dr. Ruth Bröring aus der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen erstmalig zeigen, wie diese Virus-Abwehr durch das Immunsystems beginnt: Leberzellen, so genannte Hepatozyten, sind in der Lage, die HBV-Partikel während des Eintritts in die Zelle über ein Protein, den Toll-like Rezeptor 2 (TLR2), zu erkennen und eine lokale Immunantwort auszulösen. In der Folge werden Signalproteine, die Chemokinen und Cytokinen, ausgeschüttet, die die Vermehrung des HBV drosseln. 

„Auch wenn es sich hierbei um eine zeitlich begrenzte Reaktion handelt, ist anzunehmen, dass eine ausgeprägte TLR2-Aktivierung zur spontanen Ausheilung der akuten HBV-Infektion beiträgt. Diese vermittelt eine direkt antivirale Wirkung gegen das Virus und koordiniert eine gerichtete und systemische Immunantwort“, erklärt Bröring. „Vermutlich findet diese Reaktion bei immungeschwächten Menschen unzureichend statt, so dass es zu einer chronischen Infektion kommen kann.“ 
Welche Auswirkungen die TLR2-Aktivierung im chronischen Verlauf der HBV-Infektion hat, wie das Virus dieser Immunantwort entgeht und ob man dem therapeutisch entgegenwirken kann, möchten Dr. Ruth Bröring und ihr Team in weiteren Projekten genauer untersuchen. 
Originalpublikation: Zhang Z, Trippler M, Real CI, Werner M, Luo X, Schefczyk S, Kemper T, Anastasiou OE, Ladiges Y, Treckmann J, Paul A, Baba HA, Allweiss L, Dandri M, Gerken G, Wedemeyer H, Schlaak JF, Lu M, Broering R. Hepatitis B virus particles activate toll-like receptor 2 signaling initial upon infection of primary human hepatocytes. Hepatology 2020 Jan 11. doi: 10.1002/hep.31112. [Epub ahead of print]

EU-Projekt zu Stammzelltherapie für Frühchen 
Helfer aus der Nabelschnur? Sie sind schon auf der Welt, aber ihr Körper und vor allen ihr Gehirn ist oft noch unreif: Frühgeborene. Therapien zur Prävention oder Behandlung der kleinen Gehirne gibt es nicht. Helfen könnten Stammzellen. Ob das zu empfehlen ist, untersucht ein Wissenschaftlerteam der Medizinischen Fakultät an der Universität Duisburg-Essen (UDE) im EU-Projekt PREMSTEM mit 15 Partnern aus 8 Ländern. 
„Gerade für die kleinsten Patienten der Kinderheilkunde gilt es, das Potenzial der Stammzelltherapie im Detail zu erforschen, um im Anschluss klinische Studien initiieren zu können“, so Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I am Universitätsklinikum Essen.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Ivo Bendix, Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle perinatale Neurowissenschaften, will sie herausfinden, ob eine Therapie mit Stammzellen aus der Nabelschnur bei der Erkrankung der unreifen Gehirne ein neuer nebenwirkungsarmer Ansatz sein kann. Das internationale Konsortium aus weltweit führenden Grundlagenwissenschaftlern, Klinikern, Industriepartnern und Elternverbänden möchte neue Erkenntnisse in optimale Behandlungsschemata umsetzen.
Erforscht werden dafür vor allem die Wirkmechanismen der Stammzelltherapie an unterschiedlichen Modellen der Hirnschädigung: durch Sauerstoffmangel unter der Geburt, Entzündung und Sauerstoffüberexposition. Auch auf die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren (z.B. 3D ultrafast Ultraschall) konzentriert sich das Expertenteam. So können Risikopatienten leichter identifiziert werden. Das Projekt, das im Januar gestartet ist, wird bis 2025 mit 9 Millionen Euro von der EU im Rahmen von Horizon 2020 gefördert. Die Kinderklinik I am Universitätsklinikum Essen ist der einzige Partner im deutschsprachigen Raum und bekommt knapp 600.000 Euro.

 

Sana Kliniken erweitern chirurgisches Leistungsspektrum mit Prof. Dr. Stefan Hosch und Dr. Stephan Elenz als neue Chefärzte

Duisburg, 14. Januar 2020 - Die Sana Kliniken Duisburg erweitern ihr Leistungsspektrum in gleich zwei chirurgischen Kliniken. Prof. Dr. Stefan Hosch leitet seit Anfang Januar die Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie hat mit Dr. Stephan Elenz seit November einen neuen Chefarzt an Bord.  

„Ich freue mich, dass wir mit den beiden erfahrenen Chefärzten und deren Teams nun die geplante Neuausrichtung unseres chirurgischen Leistungsspektrums zeitnah umsetzen konnten“, so Geschäftsführerin Julia Disselborg. „Dies wird sowohl unseren chirurgischen und operativ onkologischen Schwerpunkt als auch unsere orthopädische Kompetenz für die Patienten in der Region stärken und erweitern.“  

 

Prof. Dr. Stefan Hosch – Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Seit Anfang Januar leitet Prof. Dr. Stefan Hosch als Chefarzt die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie. Seinen medizinischen Werdegang hat er in den Universitätskliniken Düsseldorf, Hamburg Eppendorf sowie München durchlaufen und war seit Anfang 2007 Klinikdirektor der Chirurgischen Klinik im Klinikum Ingolstadt mit den Schwerpunkten Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Endokrine Chirurgie sowie Chirurgische Intensivüberwachung.

 

Als neuer Chefarzt in den Sana Kliniken Duisburg wird Prof. Hosch das Leistungsspektrum der Chirurgie in der Onkologie stärken, um die Leber- und Pankreas-Chirurgie erweitern und ein zertifiziertes Darmzentrum etablieren. Ebenso neu ist die Erweiterung des Spektrums um die Sektion Thoraxchirurgie, die Dr. Firas Ghanem als Sektionsleiter neu aufbauen wird. Sein Spezialgebiet ist die minimal invasive Operationstechnik bei nahezu allen operativen Eingriffen im Thoraxbereich (VATS). Für das neue Team der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie wurde auch die medizinisch-technische Ausstattung der OP-Räume auf die neuen Schwerpunkte ausgerichtet.

Dr. Stephan Elenz – Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie 

Seit Anfang November hat Dr. Stephan Elenz die chefärztliche Leitung des Fachbereiches Orthopädie und Unfallchirurgie übernommen. Dr. Elenz war zuvor 17 Jahre Chefarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und orthopädische Chirurgie im St. Marien-Hospital Mülheim und deckte dort das gesamte Spektrum der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie inklusive der orthopädischen Chirurgie ab.

Zuvor hatte er seine chirurgische Ausbildung in Düsseldorf erhalten und hat später als Oberarzt an der Charité – Campus Virchow in Berlin und am Unfallkrankenhaus Berlin gearbeitet. Dr. Elenz ist ein erfahrener Mediziner und verfügt über umfassende Weiterqualifikationen als Arzt für Spezielle Unfallchirurgie, für Physikalische Therapie und Balneologie sowie für Sportmedizin. Der neue Chefarzt wird in den Sana Kliniken Duisburg seinen medizinischen Schwerpunkt insbesondere auf die Themen Traumatologie, Endoprothetik von Hüfte, Knie und Schulter, Sportmedizin und die Fußchirurgie setzen.

 


- Pflegekurse für Angehörige
- Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Duisburg, 14. Januar 2020 - Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 21. Januar.
Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person.
Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an. Im Kurs „familiale Pflege“ werden Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt.
Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen. Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt. Start ist am 21. Januar (danach 27. Januar und 03. Februar) von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg. Zusätzlich bietet das Krankenhaus noch eine  offene Gruppe für pflegende Angehörige an, die sich immer am ersten Dienstag im Monat von 17 Uhr bis 19 Uhr 30 trifft. Anmeldungen unter: Familialepflege.homberg@malteser.org.  

Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg
Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  
Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 25.01 und Sonntag, 26.01.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung.
Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.   Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2618, oder per Mail an kreisssaal.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.     




Hochkarätiger Geburtsmediziner am St. Johannes

Helios Klinikum Duisburg stellt Frauenklinik neu auf

 

Duisburg, 14. Januar 2020 - Prof. Dr. Frank Vandenbussche übernimmt zum 1. Februar die Position des Sektionsleiters der Klinik für Geburtshilfe an der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn. Der Belgier ist ein hoch renommierter Experte in spezieller Geburtshilfe und Pränatalmedizin. Zuletzt leitete er als Direktor die Geburtsmedizin an der Uniklinik Nimwegen.

 

„Wir wollten nicht den nächstbesten, sondern den besten Kandidaten für die Position des Sektionsleiters der Geburtshilfe an der St. Johannes Klinik. Dementsprechend haben wir uns viel Zeit für die Suche genommen und können nun voller Stolz sagen, dass es sich gelohnt hat: Prof. Vandenbussche ist eine absolute Traumbesetzung“, erklärt Prof. Dr. Michael Friedrich, der als Chefarzt sowohl die Frauenklinik am Helios Klinikum Krefeld, als auch die am Helios Klinikum Duisburg mit den beiden Sektionen Gynäkologie und Geburtshilfe verantwortet. Die Vita des Neuzugangs kann sich sehen lassen: Hunderte Publikationen, mehr als drei Millionen Euro Drittmittel für Forschungszwecke sowie zahlreiche Funktionen in nationalen niederländischen Gremien und der Ausbildung angehender Geburtsmediziner belegen die Expertise und die Leidenschaft des neuen Sektionsleiters für die Geburtsmedizin.

 

Neben der Wissensvermittlung und den administrativen Aufgaben liegt dem Niederländer aber auch die praktische Tätigkeit in der Geburtshilfe sehr am Herzen: „Ich arbeite seit mehr als 30 Jahren als Frauenarzt, zuletzt seit 2010 als Leiter der Geburtsmedizin an der Uniklinik Nimwegen. Ich liebe die Spannung in den Kreißsälen, ich liebe die Nächte und ich freue mich heute immer noch wie am ersten Tag über jedes Kind, das wir auf die Welt bringen. Auch am St. Johannes, das als Perinatalzentrum Level 1 bereits auf Risikoschwangerschaften und -geburten eingestellt ist, möchte ich Ansprechpartner für Frauen mit komplizierten Schwangerschaften sein und ihnen eine sichere und möglichst natürliche Geburt ermöglichen.“ Hilfreich dürfte dabei sein, dass Prof. Vandenbussche die moderne Ultraschall-Diagnostik auf dem Niveau der höchsten deutschen Qualifizierungsstufe (DEGUM III) beherrscht.

 

Personalsituation stabilisiert

Musste der Kreißsaal am St. Johannes 2018 aufgrund der Schwangerschaft gleich mehrerer Hebammen und dem damit einhergehenden sofortigen Beschäftigungsverbot noch punktuell geschlossen werden, steht Prof. Vandenbussche nun ein fast vollständig besetztes geburtshilfliches Team zur Seite. Lediglich die Position eines Oberarztes befindet sich momentan noch in der Neubesetzung. Weitere Mitstreiter kann er gut gebrauchen, denn „die Liste von dem, was noch optimiert werden kann, ist lang. Aber der Weg ist spannend und ich kann es kaum erwarten, alte und neue Ideen mit meinem Team umzusetzen.“ Dieses findet in dem neuen Sektionsleiter eine Führungskraft mit Format: „Perinatale und fetale Medizin ist Teamarbeit. Deshalb bedeutet Führung für mich, das gute Beispiel zu bieten, die eigene Vision und Begeisterung zu teilen, mit Klarheit und Freundlichkeit zu coachen, aber auch mal streng zu sein.“

 

Die Gynäkologie am St. Johannes

Darüber hinaus liegt Prof. Vandenbussche aber auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Gynäkologen vor Ort sowie mit den ärztlichen Kollegen anderer Fachdisziplinen im Haus am Herzen. Ein Sparringspartner wird dabei Priv.-Doz. Dr. Nikos Fersis sein, Sektionsleiter der Klinik für Gynäkologie am Helios Klinikum Duisburg. Er hat die Sektion Geburtshilfe seit März 2018 interimsweise geleitet. Zu seinen Verdiensten zählt unter anderem, dass die Personalsituation der Abteilung im letzten Jahr stabilisiert und dass das Vertrauen der werdenden Eltern und damit auch die Anzahl der Geburten gesteigert werden konnten. Nun freut Dr. Fersis sich darauf, wieder verstärkt auf sein Steckenpferd, die Gynäkologie, fokussieren und die Abteilung weiter ausbauen zu können. Der renommierte Spezialist für Brustkrebs und gynäkologische Onkologie möchte diesen Bereich im Sinne eines städteübergreifenden Zentrums gemeinsam mit der Gynäkologie am Helios Klinikum Krefeld weiterentwickeln. Aber auch die allgemeine Gynäkologie soll in enger Kooperation mit niedergelassenen Gynäkologen vergrößert werden.

Prof. Dr. Frank Vandenbussche (l.) übernimmt am 1. Februar die Leitung der Sektion Geburtshilfe an der Helios St. Johannes Klinik unter Chefarzt Prof. Dr. Michael Friedrich (m.). Priv.-Doz. Dr. Nicos Fersis (r.), der die Abteilung interimsweise fast zwei Jahre lang führte, kann sich nun wieder auf seine Steckenpferd fokussieren: die Sektion für Gynäkologie.     

 

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar

Beratungsstelle Krebsberatung in Duisburg

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2020 lädt das Team der Krebsberatung in Duisburg Krebspatienten, Angehörige und Interessierte herzlich zu einer Informationsveranstaltung in das Café Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64 in 47051 Duisburg, ein.
In Kurzvorträgen sprechen Dorothe Babbick-Fromm, Carola Fackert, Christiane Graute, Gabriele Harmes-Rönchen, Dr. Iris Huth, Dr. Manfred Prumbaum, Dr. Michael Schroeder, Melanie Strauß-Staigis von der Krebsberatung und als Gastreferent Prof. Dr. Daniel Vallböhmer über Themen wie Armut, Angst, Entspannung, Maltherapie, Tumortherapie, Yoga und Humor bei einer Krebserkrankung.
Zwischen den Vorträgen gibt es Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit den Referenten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung ist nicht nötig.

 




Erste allogene Stammzelltransplantation am Helios Klinikum

Duisburg, 13. Januar 2020 - Seit Oktober letzten Jahres ist Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit am Helios Klinikum in Duisburg. Er hat an der hämatologischen Klinik das Verfahren der allogenen Stammzelltransplantation eingeführt. Nun wurde der erste Patient entlassen, bei dem solch eine Stammzelltransplantation angewandt worden ist.  

„Wenn ich das mit dem Gesicht nicht gehabt hätte, hätten die das ja nicht gemerkt mit der Leukämie. Wer weiß, was dann gewesen wäre.“ Andreas Fendel spricht davon, als sei es Glück gewesen, dass seine linke Gesichtshälfte im April 2019 plötzlich wie gelähmt war. Denn nur dieser Umstand hat ihn zu seinem Hausarzt geführt. Blutuntersuchungen ergaben dann die Diagnose: Leukämie.
Man sieht dem 69-Jährigen den Schrecken darüber immer noch an, wie er da auf seinem Krankenbett sitzt und darauf wartet, dass ihn sein Sohn abholt. Herr Fendel wird in die ambulante Weiterbehandlung entlassen und das knapp 20 Tage nach einer Stammzelltransplantation.
„Eine konventionelle Chemotherapie alleine war nicht möglich“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit, der seit Januar 2020 die Gesamtleitung der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Helios Klinikum in Duisburg übernommen hat. Sein Vorgänger, der renommierte Pof. Dr. Carlo Aul, ist Ende des Jahres aus Altersgründen ausgeschieden. 
„Wir haben uns gemeinsam mit Herrn Fendel für eine allogene Stammzelltransplantation entschieden, auf die er bestens angeschlagen hat“, so Dr. Grigoleit. Bei der allogenen Stammzelltransplantation erhält der Patient Knochenmark oder Blutsstammzellen eines Spenders. Dabei ist es wichtig, dass bestimmte Gewebemerkmale möglichst vollständig mit denen des Empfängers übereinstimmen. Nur so kann eine mögliche Abstossungsreaktion des Körpers vermieden werden.
Es gibt unendlich viele Kombinationen dieser Merkmale, die Wahrscheinlichkeit, einen „genetischen Zwilling“ zu finden, ist daher sehr gering. Bei ca. einem Drittel der Patienten sind Geschwister dieser genetische Zwilling. Wenn kein passender Spender in der Familie zu finden ist, wird in nationalen und internationalen Knochenmarksspenderregistern nach einem passenden Spender gesucht. Dies war auch bei Herrn Fendel der Fall.
„Im Endeffekt können wir sagen, dass es sich bei dem Spender um einen DKMS-registrierten Menschen aus Deutschland handelt. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass sich mehr Menschen bei der Deutschen Knochemarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass wir weiterhin Patienten mit einer Stammzelltransplantation retten können“, betont Dr. Grigoleit. „Am besten informieren Sie sich noch heute auf der Webseite der DKMS unter
www.dkms.de und lassen sich registrieren."

Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit (re.) und Krankenpflegerin Maria Bitsakaki (l.) tragen nicht (nur) aus Sympathiegründen einen Mundschutz, sondern auch um ihren Patienten, Andreas Fendel (M.), zu schützen, dessen Immunsystem nach einer Chemotherapie angegriffen ist und durch die Stammzellen eines Spenders wieder aufgebaut wird.

ren!“  

Deutsche Krebshilfe fördert interdisziplinäre Forschung Immuntherapie durch Nano-Werkzeuge  

Essen/Duisburg, 8. Januar 2020 - Gemeinsam verfolgen Wissenschaftler aus Medizin, Biologie und Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt einen neuen und visionären Ansatz in der Bekämpfung onkologischer Erkrankungen. In dem gemeinsamen Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Sven Brandau sollen Nanowerkzeuge entwickelt werden, die innerhalb von Tumoren krebsfördernde Immunzellen ausschalten.
Die Deutsche Krebshilfe fördert das Präzisions-Immuntherapie-Projekt über drei Jahre mit 800.000 Euro. Mit knapp 230.000 Todesfällen im Jahr sind Krebserkrankungen nach Aussage des Bundesamts für Statistik die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dabei ist Krebs nicht gleich Krebs, denn es gibt sehr viele verschiedene onkologische Erkrankungen. Fast allen menschlichen Tumoren gemein ist jedoch, dass ihr Gewebe nicht nur Krebszellen, sondern auch tumorfördernde Immunzellen enthält. Und genau hier setzen die Wissenschaftler an: Ihr Ziel ist es, diese Immunzellen durch eine hochspezifische Immuntherapie gezielt zu erkennen und auszuschalten.

Dafür möchten sie im Verbund geeignete molekulare Nano-Werkzeuge entwickeln. Die Forschungsgruppen von Prof. Dr. Sven Brandau, Medizinische Fakultät, Prof. Dr. Barbara Saccà, Fakultät für Biologie, und Prof. Dr. Sebastian Schlücker, Fakultät für Chemie, haben hierfür erfolgreich eine Forschungsförderung der Deutschen Krebshilfe eingeworben.
Ihr Projekt „Präzisionsimmuntherapie durch molekulare Erkennungsmotive auf Goldnanostäbchen“ wurde aus zahlreichen Projektvorschlägen ausgewählt und wird ab 2020 für drei Jahre mit rund 800.000 Euro im Förderschwerpunkt „Visionäre neue Konzepte in der Krebsforschung“ gefördert.
Das interdisziplinäre Team kombiniert hierzu sein Know-how zur Immunonkologie, DNA-Nanotechnologie, Nanomaterialchemie und optischen Spektroskopie

V.l.: Prof. Sebastian Schlücker, Prof. Barbara Saccà und Prof. Sven Brandau; Quelle: UDE/ UK Essen)


Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs und Angehörige
Eine Krebsdiagnose zu erhalten, verändert das Leben. Fragen, Ängste und Ratlosigkeit bestimmen häufig den Alltag. In dieser Situation ist nicht nur medizinische Hilfe notwendig, sondern auch menschliche Unterstützung und persönlicher Austausch Betroffener. In Wanheim gibt es deshalb eine Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs und deren Angehörige. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 16. Januar 2020 um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Wanheim, Beim Knevelshof 45. Weitere Informationen haben die Gründer der Selbsthilfegruppe Horst Ambaum (Tel.: 0203 / 761427) und Pfarrer Friedrich Brand (Tel.: 0203 / 702988).


- Medizinische Fragestunde am 29. Januar 2020
- Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Medizinische Fragestunde am 29. Januar 2020
Duisburg, 7. Januar 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Ayla Bayrak beantwortet am Mittwochnachmittag medizinische Fragen zu den Themen:
• Diagnose und Befund,
• Behandlung und Therapieverfahren,
• Möglichkeiten begleitender Therapien,
• Krebsnachsorge,
• Schmerzen.

Die Gespräche finden von 14.45 bis 16.45 Uhr in der Lotharstraße 58 statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de


Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg
Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  

Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 25.01 und Sonntag, 26.01.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung.
Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.  
Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2102, oder per Mail an andrea.santer@helios-gesundheit.de wird gebeten.


Poyraz Kaan war der Schnellste

Duisburg, 2. Januar 2020 - In den ersten 10 Stunden des neuen Jahres sind im Malteser Krankenhaus St. Anna gleich zwei Kinder auf die Welt gekommen. Als erstes Baby kam am 1. Januar um 8 Uhr 46 Poyraz Kaan auf die Welt. Der junge Mann wog bei seiner Geburt 3405 Gramm und war 49 Zentimeter groß.
Eine knappe Stunde später kam im St. Anna die kleine Ida auf die Welt. Sie ist 51 Zentimeter groß und wiegt 3435 Gramm.
„Wir freuen uns über die ersten beiden Duisburger des Jahres 2020 im St. Anna“, berichtet die leitende Hebamme Stefanie Bertsch. Alle Kinder und Mütter sind wohlauf und werden diesen Neujahrstag so schnell nicht vergessen.

Neujahrsbaby

Manfred Kaisers Kampf gegen den Krebs

Wie Zentrenbildung Behandlungsqualität und Patientensicherheit verbessert

 

Duisburg, 30. Dezember 2019 - Als Ratsherr und Aktiver in zahlreichen Vereinen und Initiativen steht Manfred Kaiser häufig im Rampenlicht der Duisburger Öffentlichkeit. Was bislang jedoch nur sein engster Freundes- und Bekanntenkreis weiß: Kaiser erkrankte 2015 an Krebs. Nach zwei Rezidiven und insgesamt vier Operation ist er aktuell krebsfrei und lebt trotz eines künstlichen Darmausgangs „ohne Einschränkungen“. Dies hat er auch der zunehmenden Zentrenbildung in der Medizin zu verdanken, die für eine neue Qualität in der medizinischen Behandlung sorgt. 

 

Die Krankheitsgeschichte von Manfred Kaiser begann, wie Darmkrebs häufig festgestellt wird: Nach dem Urlaub bemerkte er Blut im Stuhl. Sein niedergelassener Arzt überwies ihn ins Helios Klinikum Duisburg, wo Kaiser sich einem gründlichen Check unterzog. Das Ergebnis: Neben Mastdarmkrebs am Ende des Schließmuskels wurden auch mehrere Leberherde festgestellt. „Im ersten Moment schockt diese Diagnose einen schon“, erinnert sich Kaiser. „Aber man kann nicht darauf warten, dass der liebe Gott einen zu sich holt, sondern muss etwas unternehmen.“

 

So ließ er sich die verschiedenen Optionen erklären, welche die Experten aus Chirurgie, Coloproktologie, Onkologie und Radiologie des Darmkrebszentrums am Helios Klinikum gemeinsam erarbeitet hatten und entschloss sich zu einer sofortigen Operation. „Zunächst sind wir die Leberherde durch die Entfernung der rechten Leber angegangen. Nach der Operation stellte sich heraus, dass es sich bei diesen Herden um lebereigene Tumore handelte, die unabhängig vom Mastdarmkrebs entstanden waren. Man kann hier also fast vom sprichwörtlichen ‚Glück im Unglück sprechen‘, dass wir dieser Erkrankung durch den Mastdarmkrebs auf die Spur gekommen sind“, erinnert sich Dr. Norbert Hennes, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie (AVC) am Helios Klinikum Duisburg.

 

Nachdem Kaiser sich von dem Eingriff an der Leber erholt hatte, wurde der Mastdarmtumor entfernt. „Wir streben immer an, Schließmuskel erhaltend zu operieren, was bei Herrn Kaiser aufgrund der Lage und der Größe des Tumors leider nicht möglich war“, so Dr. Hennes. Aber Kaiser arrangierte sich schnell mit der neuen Situation: „Die Krankenschwester, die mich im Gebrauch des Stomabeutels unterwiesen hat, bestätigte mir schon bei ihrem dritten Besuch im Krankenzimmer, dass ich den Wechsel nun perfekt beherrschte. Ich habe keine Einschränkungen dadurch. Da Schwimmen eine große Leidenschaft von mir ist, habe ich mir einen entsprechenden Schwimmgürtel aus Neopren zugelegt. Und wenn ich ein weißes Hemd trage, zum Beispiel mit der Uniform beim Karneval, dann ziehe ich eine weiße Manschette an, damit man den braunen Beutel unter dem Hemd nicht durchscheinen sieht. Ich esse und trinke auch alles ohne Schwierigkeiten“, erklärt Kaiser. 

 

Leider ging sein Kampf gegen den Krebs noch in zwei weitere Runden: 2017 wurde im Rahmen der routinemäßigen Nachsorgeuntersuchungen eine Lungenmetastase entdeckt, die in der Thoraxchirurgie am Helios Klinikum ebenfalls operativ entfernt wurde. Im Mai 2019 fielen vier neue Herde in der Leber auf. Einer davon erstreckte sich entlang einer großen Vene. „Wir hatten die Sorge, dass der Tumor bereits mit dem großen, herznahen Gefäß verwachsen sein könnte, was bei der Operation einen kurzfristigen Gefäßersatz hätte erforderlich machen können“, so Dr. Hennes.

 

Er diskutierte die Problematik im Rahmen einer regionalen Tumorkonferenz: „Für uns stehen die Behandlungsqualität und die Sicherheit unserer Patienten an erster Stelle. Deshalb nutzen wir bei nicht alltäglichen Fragestellungen den Austausch innerhalb der regionalen Tumorkonferenz, um weiteres Expertenwissen in die Therapie-Optionen einzubeziehen und im Interesse unserer Patienten gegenseitig von unseren Erfahrungen zu profitieren.“
Für die anstehende Operation bot das Experten-Netzwerk nicht nur theoretische, sondern auch praktische Hilfestellung: Priv.-Doz. Dr. Christoph Wullstein, Chefarzt der AVC am Helios Klinikum in Krefeld, schlug vor, den Eingriff gemeinsam in Krefeld durchzuführen, da dort neben der AVC und der Gefäßchirurgie auch das Herzzentrum Niederrhein mit einer leistungsfähigen Herzchirurgie angesiedelt ist. „Im Prinzip greifen wir damit der politisch gewollten Zentrenbildung in der Medizin ein Stück weit voraus, wenn Patienten nicht am nächsten, sondern am besten Ort für ihre jeweilige Erkrankung behandelt werden“, sagt Dr. Hennes.

 

Und so musste auch Manfred Kaiser, der im Krankenhausausschuss des Landschaftsverbands Rheinland tätig ist, nicht lange überlegen und ließ sich von den beiden Chefärzten gemeinsam in Krefeld operieren. Erfolgreich: „Als ich wach wurde, standen Dr. Hennes und Dr. Wullstein gemeinsam an meinem Bett“, erinnert der Patient sich schmunzelnd. Ein Gefäßersatz war erfreulicherweise nicht erforderlich geworden und so konnte Kaiser nach wenigen Tagen an die Helios St. Johannes Klinik verlegt und wenig später von dort aus entlassen werden.   

 

Von dem Eingriff hat Kaiser sich gut erholt und ist aktuell tumorfrei. Für die Zukunft hat er einiges vor: „Meine Arbeit im Rat der Stadt Duisburg geht weiter. Bald stehen Neuwahlen an und neben meinen zahlreichen Ämtern bin ich nun auch als Lesepate im Kindergarten verpflichtet worden.“ Aber zunächst einmal fliegt er mit Ehefrau Rita in den Erholungsurlaub nach Ägypten, wo er am 31.12. seinen 71. Geburtstag feiern wird. 

 

Ein Tumor in der Leber von Ratsherr Manfred Kaiser (Mitte) befand sich an einer großen, herznahen Vene. Zur Sicherheit operierte Dr. Norbert Hennes (l.), Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie (AVC) am Helios Klinikum Duisburg, mit dem Standby der Herzchirurgie und gemeinsam mit dem AVC-Chefarzt PD Dr. Christoph Wullstein (r.) am Helios Klinikum Krefeld.

    

Kindersicher Silvester feiern

Kinder-und Jugendärzte geben Tipps für richtigen Umgang mit Böllern und Raketen
Böllern oder nicht böllern?
Köln/Duisburg, 27. Dezember 2019 - Für Kinder und Jugendliche ist die Antwort klar. Sie lieben Feuerwerk. Doch der Umgang mit den Böllern ist gefährlich. Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) beantwortet die wichtigsten Fragen zum sicheren Umgang mit Silvesterböllern und -raketen.  
Dürfen Kinder überhaupt mit Feuerwerk umgehen?
"Ganz klar: Nein! Dem Gesetz nach dürfen nur Personen über 18 Jahre Böller und Raketen kaufen und abbrennen. Eltern sollten daher dafür sorgen, dass ihre Kinder Raketen, Chinaböller und Co für Kinder nicht in die Hand bekommen."  
Aber zusehen, wie andere es krachen lassen, ist doch nicht verboten?
"Nein, aber wichtig ist es, dass Eltern und Kinder einen Mindestabstand von fünf Metern zu den Böllern einhalten. Babys und Kleinkinder sollten mit ihren Eltern überhaupt nicht raus auf die Straße, sondern sich allenfalls das Spektakel vom Fenster aus anschauen. Und das Fenster sollte unbedingt geschlossen bleiben, damit sich keine Rakete in die Wohnung verirrt. Ohren schützen: je kleiner die Kinder sind, desto besser sollten Eltern ihre Ohren schützen. Am besten mit Ohrstöpseln, sonst drohen Knalltraumata, die die empfindlichen Kinderohren dauerhaft schädigen können."    
Gibt es denn auch kindgerechte, also ungefährliche  Feuerwerke?
Ganz ungefährliches Feuerwerk gibt es nicht. Eltern sollten beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung (für europäische Richtlinien) und die Registriernummer der  Böller achten. Sie beginnt mit der Kennnummer der Prüfstelle. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat beispielsweise die 0589. Es folgen die Feuerwerkskategorie (F1 oder F2) und eine fortlaufende Nummer.
Eine vollständige Registriernummer kann also 0589-F2-1254 lauten. Das CE-Zeichen ist ebenfalls kombiniert mit der Kennnummer der Prüfstelle. Feuerwerk ohne das CE-Gütezeichen und Registriernummer kann aus osteuropäischer oder asiatischer Produktion stammen und aufgrund seines Inhalts unberechenbar gefährlich sein, zum Beispiel wegen zu kurzer Zündschnur vorzeitig explodieren."  

Was ist mit Tischfeuerwerk, Wunderkerzen und Knallerbsen?
Auch bitte nur mit CE-Prüfzeichen. Die Kleinstfeuerwerke sind zwar weniger gefährlich als große Raketen, Eltern sollten aber trotzdem ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt damit alleine lassen. Kinder ab zwölf Jahren darf man zutrauen, dass sie Kleinstfeuerwerke unter Aufsicht abbrennen dürfen. Doch Vorsicht: nicht in der Nähe von Gardinen oder anderen leicht brennbaren Textilien oder z. B. Papierservietten. Immer eine feuerfeste Unterlage verwenden, etwa einen Teller. Für alle Fälle immer einen Krug mit Löschwasser bereitstellen!"  
 
Was sollten Eltern beim Abbrennen von Raketen und Böllern beachten?
"Viele Städte und Gemeinden verbieten inzwischen in ihren Zentren das Böllern wegen der Brandgefahr und auch wegen der erheblichen Feinstaubbelastung. Daran sollte man sich halten. Raketen, Donner- und Kanonenschläge sollten nie aus der Hand entzündet werden.
Nicht explodierte Knallkörper niemals erneut anzünden. Stattdessen liegenlassen und den Blindgänger nach etwa fünf Minuten mit Wasser übergießen. Abgebrannte Feuerwerkskörper nicht liegenlassen - es könnten auch Blindgänger darunter sein, die Kinder am nächsten Tag eventuell unbeaufsichtigt abbrennen."  

Wenn trotz aller Vorsicht doch etwas passiert?
"Brandverletzungen umgehend mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser oder nassem sauberen Handtuch kurz kühlen. Je kleiner das Kind und je größer die Brandwunde, desto eher sollten Eltern in die Klinik oder Notambulanz fahren. Klagt das Kind am Tag danach über Ohrgeräusche, sollte es dem Kinder- und Jugendarzt vorgestellt werden."  

KV Nordrhein: Ärztlicher Notdienst im Rheinland an Weihnachten, Silvester und Neujahr einsatzbereit

Düsseldorf/Duisburg, 20. Dezember 20019 - Die niedergelassenen Ärzte im Rheinland versorgen ihre Patienten auch an den bevorstehenden Feiertagen. Wer an Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen oder an Silvester und Neujahr ein akutes gesundheitliches Problem hat, kann den ambulanten Notdienst nutzen. An vielen Orten dienen Notdienstpraxen als zentrale Anlaufstellen, die ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden können.

 

Informationen zu Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen im Rheinland gibt es unter www.kvno.de/notdienst oder über die Arztrufzentrale (ARZ) NRW unter der kostenlosen Rufnummer 116 117. Ergänzend dazu gibt es seit kurzem auch eine neue „Notdienst-App“, mit der sich z.B. die 116 117 sowie die 112 direkt anwählen lassen. Zudem enthält die App eine Arztsuche und Verweise auf den Apothekennotdienst.

 

11 6 11 7 an den Feiertagen durchgängig erreichbar

Die ARZ ist vom 23. Dezember ab 18 Uhr bis Neujahr durchgängig erreichbar. Ab dem 1. Januar 2020 gelten für die 116 117 bundesweit neue gesetzliche Vorgaben – die Nummer ist dann an allen Wochentagen rund um die Uhr für Patienten mit gesundheitlichen Beschwerden erreichbar.

 

Die Nummer der ARZ NRW können auch bettlägerige Patienten oder deren Angehörige wählen, die einen Hausbesuch benötigen, der von der Arztruf-zentrale koordiniert wird. Zudem erhalten Patienten unter der Nummer 11 6 11 7 Hinweise über die Erreichbarkeiten der fachärztlichen Notdienste der Augen-, HNO- und Kinderärzte in Nordrhein.

 

An Brückentagen auf Vertretungen achten

An den Brückentagen 23., 27. und 30. Dezember sowie am 2. und 3. Januar werden einige Arztpraxen urlaubsbedingt geschlossen bleiben. Während der Sprechstundenzeiten übernehmen andere Arztpraxen vor Ort vertretungsweise die ambulante Versorgung. Patienten sollten auf entsprechende Aushänge und Ankündigungen der örtlichen Praxen achten.


Impfschutz überprüfen – Masernschutzgesetz kommt  

Schutzimpfungen sind wichtig, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig einen ausreichenden Schutz gegen schwere Infektionen aufbauen können. Sie zählen zu den wichtigsten und wirksamsten medizinischen Vorsorgemaßnahmen und haben weltweit gefährliche Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Polio (Kinderlähmung) maßgeblich zurückgedrängt.
Bei Erreichen hoher Impfquoten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und Ausbrüchen vorzubeugen. Das ist auch Ziel des Masernschutzgesetzes, das zum 1. März 2020 in Kraft treten soll.
Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr mit Beginn der Kindergarten- oder Schulzeit die empfohlene Masern-Impfung vorweisen müssen. Gleiches soll auch für Kinder, die von Tagespflegepersonen betreut werden, gelten. Der Nachweis kann durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder, bei einer Immunität gegen Masern, durch ein ärztliches Attest erbracht werden.  
Für Kinder, die bereits den Kindergarten, die Schule oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung besuchen, ist vorgesehen, den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen zu müssen. Gültig ist dann auch eine Bestätigung einer zuvor besuchten Einrichtung, wo ein entsprechender Nachweis bereits vorlag.  
Auch Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Asylbewerberunterkünfte oder medizinischen Einrichtungen tätig und nach 1970 geboren sind, benötigen demnach den Impfschutz bis Ende Juli 2021.  
Wer der Impfpflicht nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht fristgemäß nachkommt, begeht künftig eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld einhergeht. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt schon jetzt, den eigenen Impfstatus und den Impfstatus der Kinder beim Arzt überprüfen zu lassen und sich rechtzeitig impfen zu lassen, bevor das Masernschutzgesetz greift. So können unnötige Wartezeiten vermieden werden.  
Moderne Impfstoffe sind gut verträglich, unerwünschte Arzneimittelwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Zur Immunisierung gegen Masern ist eine zweimalige Impfung notwendig.

Natürlich entbinden – Informationsabend für werdende Eltern
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Wie kann eine Hebamme vor, während und nach der Geburt helfen? Wie sieht überhaupt ein Kreißsaal von innen aus? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Geburt können werdende Eltern beim monatlichen Informationsabend den Hebammen und Ärzten aus der Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg Alt-Hamborn stellen.
Im Anschluss an einen kurzen Vortrag wird eine Führung durch die Geburtsklinik mit Entbindungsbereich (Kreißsaal) sowie durch die Familien- und Neugeborenenzimmer im Perinatalzentrum angeboten. Die Veranstaltung findet jeden ersten Montag im Monat, das nächste Mal am 06. Januar 2020, ab 18 Uhr im Schulungszentrum (Verwaltungsgebäude, 6. Etage) der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht notwendig. Weitere Informationen unter: www.helios-gesundheit.de/duisburg/elternschule  

 

BG Klinikum Duisburg erhält Gütesiegel für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin

Unabhängige Zertifizierungsgesellschaft erteilt Auszeichnung ohne Auflagen

Duisburg, 20. Dezember 2019 - Das BG Klinikum Duisburg hat ein weiteres wichtiges Gütesiegel für seine Arbeit erhalten: Die Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin (ASS) von Chefarzt Dr. Christian Schoepp ist durch externe Prüfer erfolgreich zertifiziert worden. Die Mitarbeiter der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft bescheinigten der Klinik im Prüfbericht sehr gute Leistungen in nahezu allen Bereichen des Behandlungsprozesses.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Auszeichnung nach dem anerkannten, branchenneutralen Verfahren ‚DIN EN ISO 9001:2015‘ für drei Jahre ohne Auflagen erhalten haben“, sagte die Geschäftsführerin des BG Klinikums Duisburg Brigitte Götz nach Bekanntwerden der Ergebnisse des mehrtägigen Audits im Hause.

Die Zertifizierung schaffe für die Patienten Transparenz im Hinblick auf die medizinische und therapeutische Qualität der Klinik für ASS. Die aktuelle Zertifizierung ist jedoch nur der Startschuss für einige weitere Audits nach „DIN EN ISO 9001:2015“ in der Unfallklinik in den nächsten Jahren. Bis 2024 soll dann das gesamte BG Klinikum nach diesem Verfahren zertifiziert sein. Zertifizierung nach sechs Monaten Vorbereitung „Das Gütesiegel ist ein großer Erfolg für unser interdisziplinäres Team, welches das Audit über ein halbes Jahr lang intensiv vorbereitet hat“, zog auch Chefarzt Dr. Schoepp ein positives Fazit nach Ende des Verfahrens.
Er sei sehr zufrieden, dass der enorme Teamgeist, die Motivation und die Fokussierung des gesamten Behandlungsteams belohnt worden seien. An dem Zertifizierungsverfahren waren, neben Ärzten, Therapeuten, Sportwissenschaftlern und Pflegekräften der ASS, auch Mitarbeiter aus den Sekretariaten, den Sprechstunden sowie – federführend – aus dem Qualitätsmanagement beteiligt. Im Mittelpunkt des Prüfverfahrens stand die Messbarkeit der Qualität in der Versorgung der Patienten in der Klinik für ASS.

Daher musste das Projektteam zunächst zahlreiche Prozesse definieren und beschreiben. Anschließend wurden diese dann anhand von Kennzahlen auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Prüfung bestanden „Positiv während des Audits aufgefallen sind laut dem Prüfbericht u.a. das medizinisch-therapeutische Angebot der Klinik, die Organisation der Sprechstunden, das Forschungsmanagement und die umfassenden Indikationsbesprechungen“, erklärt Claudia Kästner, Leiterin des Qualitätsmanagements der Unfallklinik.

Lediglich im Bereich von Schnittstellen zu anderen Abteilungen hätten die Prüfer Hinweise zur Prozessoptimierung gegeben. Ende des Jahres 2020 werden die Auditoren erneut zu einem so genannten Überwachungsaudit in die Klinik für ASS kommen. Dann geht es darum, sich von den weiteren Qualitätsfortschritten in der Abteilung zu überzeugen.



Frühe Bescherung für schwerkranke Kinder

Krebshilfe für Kinder e.V. besucht die Kinderklinik

Duisburg, 19. Dezember 2019 - Als sie die prall mit Spielzeug und Leckereien gefüllten „Schatzkisten“ öffneten, strahlten die Augen der kleinen Patienten. Bereits im vierten Jahr in Folge besuchten Karoline Grundmann und Michael Prösch vom Verein „Krebshilfe für Kinder e.V.“ die Kinderklinik des Helios Klinikums Duisburg. Sie hatten rund 80 Boxen im Gepäck, um den Kindern, welche die Weihnachtstage im Krankenhaus verbringen müssen, eine Freude zu bereiten. Gestiftet wird der Inhalt vom Verein und lokalen Unternehmen.

In diesem Jahr unterstützt die Druckerei Rhiem aus Voerde die Aktion. Auch für den Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Peter Seiffert, sind solche Momente immer besonders: „Es ist schön zu sehen, welche Freude man Kindern mit diesen kleinen Überraschungen machen kann, besonders in einer für sie so aufregenden Zeit und in ungewohnter Umgebung.“

Zusammen mit den Kindern durchstöberte er die vielen bunten Tüten und bedankte sich bei den Organisatoren der Spendenaktion. Neben der Duisburger Kinderklinik engagiert sich die „Krebshilfe für Kinder“ bundesweit in zahlreichen anderen Projekten. „Wir helfen immer da, wo öffentliche Träger nicht eintreten“, erklärt Prösch. Für diese Arbeit ist der Verein auf Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Weitere Informationen auf www.krebshilfefuerkinder.de    


Dr. med. Peter Seiffert (links) freut sich mit den Patienten der Kinderklinik über die Geschenke von Krebshilfe für Kinder e.V., überreicht von Karoline Grundmann (2. v.l.) und Michael Prösch (Mitte).

- Ab 2020: Mehr Service unter der 116  117
- Duisburger und Bochumer entwickeln "Reha to go" 

Ab 2020: Mehr Service unter der 116  117

Düsseldorf/Duisburg, 17. Dezember 2019 - Die kostenlose Rufnummer für den ärztlichen Not-dienst, die 116 117, entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Service-Hotline für die Bürger. Sie ist ab dem 1. Januar 2020 an allen Wochentagen rund um die Uhr erreichbar und bietet künftig auch tagsüber Hilfe und Unterstützung bei gesundheitlichen Beschwerden sowie bei der Suche nach Terminen bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten.  
Ab Januar werden Anrufer der 116 117 mit akuten Beschwer-den mittels eines standardisierten medizinischen Ersteinschätzungsverfahrens, der Software SmED, sowohl tagsüber als auch nachts in die für sie richtige Versorgungebene vermittelt.
Das ist während der Sprechstundenzeiten in der Regel eine Arztpraxis in ihrer Nähe, außerhalb der Praxisöffnungszeiten eine Notdienstpraxis – für Patienten, die diese nicht aufsuchen können, gibt es die Möglichkeit eines Hausbesuchs durch einen niedergelassenen Arzt. In lebensbedrohlichen Fällen können anrufende Patienten an den Rettungsdienst (112) verwiesen werden.  
Ergänzend zum telefonischen Service wird auch das Online-Angebot der 116 117 ausgebaut – dazu gehört unter anderem eine neue „Notdienst-App“, mit der Patienten nach umliegenden Notdienstpraxen suchen können. Über die App lässt sich die 116 117 ebenso anwählen wie die 112, zudem enthält sie eine vollständige Arztsuche und nützliche Verweise zum Beispiel auf den Apothekenfinder.
Auch über
www.116117.de erhalten Nutzer Tipps und Hinweise zum Angebot des ärztlichen Notdienstes in ihrer Region.  
 
116 117 wird auch zur Nummer der Termin-Servicestelle
Der erweiterte Service betrifft auch die Termin-Servicestelle (TSS) der KV Nordrhein, die seit 2016 Patienten bei der Suche nach Terminen bei niedergelassenen Ärzten oder Psychotherapeuten unterstützt und bisher die Rufnummer 0211 5970 8990 hatte.
Ab Januar ist auch die TSS unter der 11 6 11 7 erreichbar. Seit dem Start der Termin-Servicestelle Anfang 2016 bis November 2019 wurden insgesamt fast 70.000 Termine bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten an Patienten aus dem Rheinland vermittelt.

Duisburger und Bochumer Wissenschaftler entwickeln "Reha to go"
Sensoren in der Kleidung sollen künftig den "direkten Draht" zwischen Patienten und Ärzten herstellen. Im Projekt "Reha to go" entwickeln unter anderem Forscher der Ruhr-Uni Bochum und der Uni Duisburg-Essen ein System, das Alltagsbewegungen von Patienten mit Gehproblemen kontinuierlich misst, eine direkte Rückkopplung gibt und es Ärzten erlaubt, Genesungsprozesse engmaschig zu überwachen und zu optimieren.
Das Projekt "Reha to go" unter Federführung der Firma "ID4us" in Duisburg wird mit rund 2,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Das System ist speziell für Patienten gedacht, denen das Gehen infolge eines Unfalls oder einer Operation das Gehen schwerfällt.
In die Kleidung integrierte RFID-Etiketten, sogenannte Tags, übermitteln Bewegungsmuster, die ausgelesen und verarbeitet werden können. Ärzte können per Telemedizin schädliche Gangmuster erkennen und online eine Rückmeldung zum Bewegungsablauf oder zur Ausführung physiotherapeutischer Übungen geben.

Gesundheits.Messe.Duisburg am 28. und 29. März 2020

Duisburg, 16. Dezember 2019 - Am letzten März-Wochenende wird die Gesundheitsmesse im Duisburger CityPalais wieder zahlreiche Experten aus der lokalen und regionalen Gesundheitsbranche für interessierte Besucher bereithalten. Der Eintritt für Besucher ist kostenlos. Aussteller haben die Möglichkeit im Rahmen der Teilnahme einen Fachbeitrag zu halten und ihre Themen zu platzieren. 
Über ein JOBBOARD können Aussteller zudem Jobsuchende ansprechen und vakante Stellen kommunizieren. Check-ups, Aktionen, Vorträge und Vorführungen zu den unterschiedlichsten Gesundheitsthemen runden das Messewochenende ab. 

Medizin zum Anfassen - Mehr unter www.gesundheitsmesse.nrw

Blutspende - ein Geschenk der Nächstenliebe

Duisburg, 12. Dezember 2019 - Der DRK-Blutspendedienst West, eine Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes, wendet sich an alle gesunden Bürger und bittet um Blutspenden zur Weihnachtszeit. Wie wichtig Blutspenden für kranke Patienten sind, ist den meisten Menschen bewusst. Dennoch kann der Gedanke daran im Stress der Vorweihnachtszeit und den Tagen „zwischen den Jahren“ in Vergessenheit geraten.

Doch gerade zu dieser Zeit ist der DRK-Blutspendedienst West dringend auf jede Blutspende angewiesen. Durch die kurze Haltbarkeit bestimmter Blutbestandteile (der Blutplättchen), werde regelmäßig Nachschub benötigt. Laut DRK seien diese Bestandteile nur bis zu vier Tage haltbar und gerade für Krebspatienten von großer Bedeutung.

Nach DRK- Angaben werden in dem Versorgungsgebiet täglich mindestens 3.000 Blutspenden benötigt, um die Belieferung der Krankenhäuser sicher zu stellen.
Die „Komfortzone“ läge hier jedoch bei einem 3-Tagesvorrat, um jederzeit auf einen steigenden Blutbedarf oder Krankheitswellen, wie der bevorstehenden Erkältungs- oder Grippezeit, reagieren zu können.

Deshalb ruft der DRK-Blutspendedienst West alle gesunden Menschen auf, jetzt Blut zu spenden und schwerkranken Patienten ein besonderes Geschenk der Nächstenliebe zu geben.
Insbesondere Menschen, die bislang noch nie Blut gespendet haben, sollten die Möglichkeit der heimatnahen Blutspende zeitnah nutzen.
Denn eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten gehört zu den grundlegenden medizinischen Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitswesen. Nur wenn genügend Menschen regelmäßig Blut spenden, kann die Versorgung, auch an Feiertagen, gelingen.


Wie kann ich helfen?

Blut spenden kann jeder ab 18. Jahren, Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.   www.blutspende.jetzt

„Gemeinsam gegen Krebs“ am BETHESDA Krankenhaus Duisburg

Patientenveranstaltung des Gynäkologischen Krebszentrums und des Brustzentrums am 11. Dezember 2019 von 16 bis 19 Uhr Kirchsaal des BETHESDA Krankenhauses, Heerstraße 219 (Eingang: Königgrätzer Straße), 47053 Duisburg

Duisburg, 10. Dezember 2019 - Zum ersten Mal laden das Gynäkologische Krebszentrum und das Brustzentrum des BETHESDA Krankenhauses Duisburg zu einer gemeinsamen Patientenveranstaltung ein. Die gynäkologischen Krebserkrankungen haben mit mehr als 25.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland eine hohe Bedeutung. Betroffen sind auch junge Patientinnen und Frauen mittleren Alters. Beste Heilungschancen ergeben sich durch Früherkennung und eine an aktuellen Leitlinien orientierte Therapie, wie sie im zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrum am BETHESDA Krankenhaus praktiziert wird.

Im zertifizierten Brustzentrum am BETHESDA Krankenhaus werden pro Jahr knapp 300 neu an Brustkrebs erkrankte Patientinnen (und Patienten) operiert. Insgesamt finden im BETHESDA rund 600 Brustoperationen jährlich statt. Die gemeinsame Patientenveranstaltung der beiden Zentren am 11. Dezember könnte auch unter dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ stehen: Dr. Harald Krentel, Chefarzt der Frauenklinik, und Dr. Katja Engellandt, Leiterin des Brustzentrums, wollen an diesem Tag zusammen mit ihren Gastreferenten Patientinnen, Angehörigen und anderen Interessierten Anregungen geben, welche Möglichkeiten der Unterstützung es im Krankheitsfall gibt – und wie sich Betroffene selbst etwas Gutes tun können.

In kurzen Vorträgen wird zum Beispiel erläutert, was sich in der gynäkologischen Krebsvorsorge im kommenden Jahr ändert und welche Hilfestellungen der Sozialdienst geben kann. Mit Yoga wird ein Sport vorgestellt, der auch in körperlich eingeschränkten Zeiten für jeden möglich ist. Und mit dem Workshop „Fahnen fürs Leben“ kommt ein internationales Projekt nach Duisburg, das den Teilnehmern Mut macht und sie weltweit vereint. Außerdem bleibt natürlich genügend Zeit für Fragen und persönliche Gespräche.


Die Teilnahme an der gemeinsamen Patientenveranstaltung des Gynäkologischen Krebszentrums und des Brustzentrums des BETHESDA Krankenhauses ist selbstverständlich kostenlos. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.



Psychoonkologische Beratung
Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung krankheitsbedingter Probleme und Krisen an.  
Für die letzte psychoonkologische Beratung in diesem Jahr, am 17. Dezember 2019, gibt es noch einen freien Termin um 16.15 Uhr. Die Gespräche mit dem Psychoonkologen Dr. Manfred Prumbaum finden von 14.45 bis 17.00 Uhr in der Beratungsstelle in der Lotharstraße 58 statt. Nach den Weihnachtsferien gehen die Beratungen wieder weiter.  
Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Telefonische Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de

Versorgung mit Medizinprodukten droht Engpass

Fachaustausch mit Staatssekretärin Sabine Weiss  
Berlin/Duisburg, 05. Dezember 2019 - Eine neue EU-Verordnung fordert Medizinproduktehersteller heraus. Ein Drittel der Betriebe überlegt deshalb, seine Produkte vom Markt zu nehmen. Auf Initiative der Niederrheinischen IHK suchten Unternehmer in einem gemeinsamen Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium und CDU-Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) nach Lösungen.

Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit: „Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass Medizinprodukte sicher sind. Die neue Medizinprodukteverordnung sieht hohe Anforderungen vor – und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Patientensicherheit. Allerdings braucht es eine pragmatische Übergangsregelung für Hersteller und Produkte. Dafür setzen wir uns als Bundesgesundheitsministerium auch weiterhin in Brüssel ein.“  

Medizinprodukte reichen vom Herzschrittmacher bis zum Verbandsmaterial. Wer ein Produkt in der Europäischen Union auf den Markt bringen will, muss es vorher zertifizieren lassen. Basis dafür bildet seit 2017 die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Sie hat das Ziel, für verlässliche und sichere Produkte zu sorgen. Im Mai tritt eine neue MDR in Kraft. Die EU hat die neue Verordnung deutlich ausgeweitet und verschärft. Für die Unternehmen bedeutet das: mehr Bürokratie und ein erschwerter Marktzugang für innovative Produkte. Das gilt vor allem für kleine und mittlere Betriebe.  
 
Nach einer Umfrage vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Industrieverband Spectaris rechnen fast 80 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen mit erheblichen Schwierigkeiten, die neue MDR umzusetzen. „Mit dem Zertifizierungsverfahren an sich kennen wir uns aus. Ein Problem sind die Zertifizierungsstellen, die selber noch auf ihre Zulassung warten und noch nicht mit ihrer Arbeit beginnen können.
In der EU sind bislang nur sieben Zertifizierungsstellen nach MDR akkreditiert“, beschreibt Alexander Bungert, Mitglied der Geschäftsführer der Servoprax GmbH aus Wesel die Probleme.
Die Unternehmer wünschen sich längere Übergangsphasen und einen Bestandsschutz von bereits am Markt etablierten Produkten. Bundesweit gaben 75 Prozent der Unternehmen an, dass die Zertifizierung schon heute viel zu lange dauert. Einer der Gründe dafür: zu wenige Zertifizierungsstellen in Europa mit zu wenig Personal. Denn auch die Zertifizierungsstellen selbst brauchen eine Genehmigung, bevor sie die neue MDR prüfen dürfen. Und diese fehlen vielfach noch. Hier sehen die Unternehmer Unterstützungsbedarf.  
Verschärfend für die Branche kann sich der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU auswirken. Denn 30 Prozent der Zertifizierungsstellen liegen im Vereinigten Königreich.

„In Großbritannien werden die meisten Produkte zertifiziert, die außerhalb der EU hergestellt werden. Deshalb besteht die Gefahr, dass hier ein Flaschenhals entsteht. Die Verfahren dauern dann noch länger“, erläutert IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher. Lange Zertifizierungsverfahren, mehr Bürokratie, kein Bestandsschutz – das bedeutet mehr Kosten. Dadurch können die Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich produzieren. Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen planen daher, ihre Produkte vom Markt zu nehmen. Im schlimmsten Fall kann dies zu Versorgungsproblemen führen.  

Staatssekretärin Sabine Weiss (Mitte) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (v. l.) im Dialog mit Alexander Bungert (v. r.) von der Servoprax GmbH zur neuen EU-Medizinprodukteverordnung. Foto: Niederrheinische IHK/Zoltan Leskovar  

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung 2019

10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Duisburg  
Duisburg im Dezember 2019 - Anlässlich des anstehenden Tages der Menschen mit Behinderung lädt das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg, in Kooperation mit der Trägerkonferenz der Behindertenhilfe Duisburg, zu der Veranstaltung „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention“ ein.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 6. Dezember, von 10 bis 15 Uhr im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Ruhrort statt. Bürgermeister Volker Mosblech eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort.  
Beleuchtet wird bei der Veranstaltung, was sich in den letzten zehn Jahren in Duisburg verändert hat, welche Fortschritte es gibt und wo Probleme bestehen. Prof. Dr. Julia Zinsmeister von der Technischen Hochschule Köln beschäftigt sich in ihrem Vortrag „Zur Geltung der Menschenrechte in besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen“ mit dem Bundesteilhabegesetzt und dem ab 1. Januar 2020 vorgesehenen Paradigmenwechsel von den Betreuten Wohnformen hin zur Assistenz.
In der sich anschließenden Podiumsdiskussion wird die Besonderheit des Themas von kompetenten Gästen aus den unterschiedlichsten Perspektiven aufgegriffen.   Mit schwungvollen Melodien und eingängigen Rhythmen wird die Band „All Inklusives“ der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Duisburg für gute Stimmung sorgen.  
Die Veranstaltung ist kostenlos und die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zu erreichen. Bei Bedarf kann für die Dauer der Veranstaltung ein Rollstuhl bzw. ein Rollator kostenfrei ausgeliehen werden. Außerdem wird der Vortrag simultan in Leichte Sprache übersetzt.   
Der Tag der Menschen mit Behinderung ist jedes Jahr am 3. Dezember. 1994 wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund von Behinderung im Grundgesetz verankert und seit dem 26. März 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Kraft getreten. Seither arbeiten in Duisburg Selbsthilfeorganisationen, Verbände, politische Institutionen und die Stadtverwaltung unermüdlich daran, immer noch bestehende Barrieren und Ungerechtigkeiten abzubauen.  

Anmeldungen nimmt das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg bis Samstag, 30. November, per E-Mail an
inklusion@stadt-duisburg.de) oder telefonisch entgegen. Lucia Lagoda ist als zentrale Ansprechpartnerin unter (0203) 283-5785 erreichbar. 





Wenn die Beine versagen - Einengung des Rückenmarkkanals
Rückenschmerzen beim Gehen, Geradestehen oder Aufrechtsitzen, die mit der Zeit stärker werden und nur durch Vornüberbeugen des Oberkörpers nachlassen. Dazu kommen oft noch kribbelnde und schwache, gar taube Beine. Bei 20 Prozent aller über 60-Jährigen ist dies Alltag. All diese Symptome können Anzeichen einer Spinalkanalstenose sein.
Hierbei wird der Rückenmarkkanal an der Wirbelsäule verengt und die Spinalnerven geraten unter Druck oder werden teils bis vollständig eingeklemmt. Nicht selten liegt dieser Symptomatik Arthrose, also der Verschleiß der Wirbelsäule, zugrunde. 
In seinem Vortrag spricht Dr. Georg Kakavas, Oberarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg, über das Krankheitsbild der Spinalkanalstenose, über aktuelle Untersuchungen, mögliche Folgeerscheinungen sowie über Behandlungsmöglichkeiten.  
Der Vortrag findet am Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 17:30 Uhr im Schulungszentrum der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7 – 11, Hamborn, statt.   Diese Veranstaltung ist kostenlos. Da die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung per Tel. (0203) 546-2164 oder per E-Mail an info.duisburg@helios-gesundheit.de gebeten.

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna

Infoabende mit Kreißsaalführung/Geburtsvorbereitungskurs
Am 05. Dezember und am 19. Dezember um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung.
Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.
Am 03. Dezember bietet das St. Anna um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema „Tragen von Babys“ an. Auch dieser Kurs ist kostenlos. Am 07. und 08. Dezember findet jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr 30 der zweitägige Geburtsvorbereitungskurs statt.
Der Kurs umfasst u.a. Körperarbeit, Atemübungen, Entspannungsübungen, Paarübungen, Gespräche über einzelne Geburtsphasen.  Die Kursgebühren werden bei gesetzlich krankenversicherten Frauen direkt mit der Kasse abgerechnet, wobei versäumte Stunden von der Kursteilnehmerin selbst entrichtet werden müssen. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Informationen unter 0203/755- 1254, -1278 oder im Internet unter www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de. Eine Anmeldung zu allen Kursen ist zwingend erforderlich.  


„Gemeinsam gegen Krebs“ am BETHESDA Krankenhaus Duisburg

Patientenveranstaltung des Gynäkologischen Krebszentrums und des Brustzentrums am 11. Dezember 2019 von 16 bis 19 Uhr Kirchsaal des BETHESDA Krankenhauses, Heerstraße 219 (Eingang: Königgrätzer Straße), 47053 Duisburg

Duisburg, 2. Dezember 2019 - Zum ersten Mal laden das Gynäkologische Krebszentrum und das Brustzentrum des BETHESDA Krankenhauses Duisburg zu einer gemeinsamen Patientenveranstaltung ein. Die gynäkologischen Krebserkrankungen haben mit mehr als 25.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland eine hohe Bedeutung. Betroffen sind auch junge Patientinnen und Frauen mittleren Alters. Beste Heilungschancen ergeben sich durch Früherkennung und eine an aktuellen Leitlinien orientierte Therapie, wie sie im zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrum am BETHESDA Krankenhaus praktiziert wird.

Im zertifizierten Brustzentrum am BETHESDA Krankenhaus werden pro Jahr knapp 300 neu an Brustkrebs erkrankte Patientinnen (und Patienten) operiert. Insgesamt finden im BETHESDA rund 600 Brustoperationen jährlich statt. Die gemeinsame Patientenveranstaltung der beiden Zentren am 11. Dezember könnte auch unter dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ stehen: Dr. Harald Krentel, Chefarzt der Frauenklinik, und Dr. Katja Engellandt, Leiterin des Brustzentrums, wollen an diesem Tag zusammen mit ihren Gastreferenten Patientinnen, Angehörigen und anderen Interessierten Anregungen geben, welche Möglichkeiten der Unterstützung es im Krankheitsfall gibt – und wie sich Betroffene selbst etwas Gutes tun können.

In kurzen Vorträgen wird zum Beispiel erläutert, was sich in der gynäkologischen Krebsvorsorge im kommenden Jahr ändert und welche Hilfestellungen der Sozialdienst geben kann. Mit Yoga wird ein Sport vorgestellt, der auch in körperlich eingeschränkten Zeiten für jeden möglich ist. Und mit dem Workshop „Fahnen fürs Leben“ kommt ein internationales Projekt nach Duisburg, das den Teilnehmern Mut macht und sie weltweit vereint. Außerdem bleibt natürlich genügend Zeit für Fragen und persönliche Gespräche.


Die Teilnahme an der gemeinsamen Patientenveranstaltung des Gynäkologischen Krebszentrums und des Brustzentrums des BETHESDA Krankenhauses ist selbstverständlich kostenlos. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.



FOCUS-Klinikliste 2020: Sana Kliniken Duisburg gehören zu den Top-Krankenhäusern

Auszeichnung für Geburten und Darmkrebs

Duisburg, 29. November 2019 – Die Sana Kliniken Duisburg gehören wiederholt zu den Top-Krankenhäusern Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Nachrichtenmagazins FOCUS für Deutschlands größten Krankenhausvergleich. In NRW werden die Sana Kliniken Duisburg als Regionales Top-Krankenhaus gelistet und sind in Duisburg das einzige Krankenhaus mit der Auszeichnungen Top Nationales Krankenhaus für die Fachbereiche Geburten und Darmkrebs.

 

Die Chefärzte der ausgezeichneten Fachbereiche, Prof. Dr. Markus Schmidt (Frauenheilkunde und Geburtshilfe, links) und Prof. Dr. Stephan Petrasch (Onkologie/Hämatologie), freuen sich über diese Auszeichnung, die gleichzeitig eine Anerkennung der gemeinsamen interdisziplinären Leistung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Sana Kliniken Duisburg für die Patienten aus Duisburg und der Region darstellt.

 

Die Bewertung der Kliniken basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung. Um im FOCUS-Ranking als Nationales Top-Krankenhaus benannt zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: In die Bewertung gingen Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten sowie zur Qualität ein, Zudem wurden bundesweit ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften sowie wissenschaftliche Publikation durchgeführt.

 


Ein besserer Start dank Oktopus

Kleine gehäkelte Oktopus-Stofftiere geben Halt auf der Frühchen-Station im Helios Klinikum Duisburg  

 

Duisburg, 28. November 2019 - Die kleinsten Patienten des Helios Klinikums in Duisburg brauchen besonders viel Ruhe und Aufmerksamkeit. Um einen stabilen Start ins Leben zu haben, verbringen die Frühchen die ersten Wochen ihres Lebens im Brutkasten. Darin wird für gleichbleibende Temperatur und ausreichend Luftfeuchtigkeit gesorgt. Gleichzeitig sind die Frühgeborenen vor Infektionen, hellem Licht und Lärm geschützt.

Medizinisch und pflegerisch gesehen werden die Babys also bestens im Perinatalzentrum Level 1 der Kinderklinik versorgt. Sie brauchen neben dieser Versorgung aber auch vor allem eines: Zuneigung und Liebe. So oft es geht, wird es den Eltern ermöglicht, bei der sogenannten Känguru-Methode mit den Babys auf nackter Haut zu kuscheln, sie so zu wärmen und mit der Nähe zu ihren Kindern zu deren guten Entwicklung beizutragen. Aber auch wenn sich die Eltern gerade nicht in der Nähe der Frühchen befinden, sollen sie ein vertrautes Gefühl von Nähe und Zuneigung haben.
Deshalb bekommt jedes Frühchen einen Stoff-Oktopus geschenkt, der von Jolanta Könighaus und Larisa Cordier persönlich gehäkelt wird. Dabei dienen diese Stofftierchen nicht nur zum Kuscheln, sondern erfüllen einen Zweck.

„Sie haben einen förderlichen Einfluss auf die Entwicklung der Frühchen: Die Tentakeln der Stofftiere fühlen sich ungefähr wie eine Nabelschnur an, geben den Babys also ein vertrautes Gefühl. Besonders beim Schlafen klammern die Frühchen sich gerne an die Beine der Stofftiere, so ähnlich wie sie sich im Bauch ihrer Mutter noch an die Nabelschnur geklammert haben“, so Frau Könighaus, Fachkinderkrankenschwester im Perinatalzentrum Level 1.

Die Häkeltierchen lenken die Frühchen außerdem von der notwendigen Sonde und dem Beatmungstubus ab. Damit den beiden Häklerinnen die Wolle auch nicht ausgeht, sorgt der Verein KiK, Kind im Krankenhaus, regelmäßig mit Spenden für Nachschub. Auch nach der Entlassung bleiben die Häkeltierchen treue Begleiter und können mit nach Hause genommen und als Erinnerung aufbewahrt werden.  

    

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag: Ein HIV-Test lohnt sich!

Duisburg, 28. November 2019 - Etwa ein Drittel der HIV-Neudiagnosen in Nordrhein-Westfalen erfolgen erst dann, wenn das Immunsystem der betroffenen Menschen bereits schwer geschädigt ist oder eine AIDS-Erkrankung vorliegt. Ein rechtzeitiger HIV-Test kann dies verhindern. Die städtische Beratungsstelle zu AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen und die AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel weisen anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2019 auf das Beratungs- und Testangebot zu HIV in Duisburg hin.

Im Jahr 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen schätzungsweise 690 HIV-Neudiagnosen gestellt. 230 Menschen wiesen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt auf, darunter 110 Menschen mit einer AIDS-definierenden Erkrankung.
"Wir möchten daher alle, die Fragen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung in Duisburg in der städtischen AIDS-Beratung in Anspruch zu nehmen", erläutert Martina Jungeblodt von der Beratungsstelle des Gesundheitsamtes.

Eine frühzeitige Behandlung schützt das Immunsystem und senkt das Risiko, AIDS oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln, deutlich. Menschen mit HIV haben heute eine nahezu normale Lebenserwartung. Hinzu kommt, dass eine wirksame Therapie die Anzahl der Viren soweit reduzieren kann, dass HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen wird. Dies haben die Expertinnen und Experten der Landeskommission AIDS NRW in diesem Jahr mit dem Statement „n=n: nicht nachweisbar = nicht übertragbar“ bekräftigt.
Dies bedeutet auch, dass unter antiretroviraler Therapie Menschen mit HIV Kinder zeugen und HIV-positive Frauen HIV-negative Kinder gebären können, ohne auf Inseminationsmethoden beziehungsweise Kaiserschnitt zurückgreifen zu müssen. Dietmar Heyde, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel e.V., ergänzt: "Wir hoffen, dass die Botschaft „n = n“ zum Abbau der Diskriminierung von Menschen mit HIV beiträgt, damit mehr Menschen den Weg zu Beratung, Test und Behandlung finden.

Seit diesem Jahr bietet die AIDS-Hilfe ihrerseits einen kostengünstigen, assistierten Selbsttest an. Gemeinsam mit „Herzenslust“, dem Präventionsprojekt der AIDS-Hilfe für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), findet zudem in der städtischen Beratungsstelle einmal monatlich eine offene Sprechstunde für diese Zielgruppe statt. Die Beratungsstelle des Gesundheitsamtes bietet nach Terminabsprache anonym, kostenlos und vertraulich HIV-Antikörperteste an.

Termine können unter 283 7574 vereinbart werden. AIDS-Hilfe und AIDS-Beratungsstelle haben anlässlich des Welt-Aids-Tages rund um den 1. Dezember ein buntes Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Mit der Botschaft "Streich' die Vorurteile!" treten die Kooperationspartner für mehr Toleranz und Solidarität mit HIV-Positiven ein.

2017 starben in NRW 89 Menschen an den Folgen der HIV-Krankheit  (Humane Immundefizienz-Viruskrankheit).
Gegenüber dem Jahr 2016 (106 Fälle) verringerte sich die Zahl der AIDS-Toten um 16,0 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Welt-AIDS-Tages (01.12.2019) mitteilt, waren etwa drei Viertel (73,7 Prozent) der Verstorbenen Männer. Das durchschnittliche Sterbealter der infolge einer HIV-Krankheit Gestorbenen lag bei 55,8 Jahren (Männer: 56,1; Frauen: 54,2 Jahre).

Im Jahr 2008 hatte das durchschnittliche Sterbealter der AIDS-Toten noch bei 49,9 Jahren gelegen. Im Landesmittel starben von jeweils einer Million Einwohnern fünf Personen an den Folgen von AIDS. Die Statistiker weisen darauf hin, dass es sich bei den genannten Zahlen um eine nachweisbare Untergrenze handelt, da eine HIV-Erkrankung bei der Ausstellung der Todesbescheinigung nicht immer bekannt ist. Die Zuordnung der Todesursachen erfolgt in der vorliegenden Statistik gemäß den Angaben in den ausgestellten Todesbescheinigungen. (IT.NRW)


Unfallklinik erhält zwei Gütesiegel von Focus-Gesundheit

Duisburg, 28. November 2019 - Das BG Klinikum Duisburg zählt zu den besten Kliniken Deutschlands im Schwerpunkt „plastisch-rekonstruktive Chirurgie“. Dies geht aus dem aktuellen Krankenhausvergleich des Magazins Focus-Gesundheit hervor. Darüber hinaus erhielt die Unfallklinik im Rahmen des Rankings auch das Gütesiegel „TOP Regionales Krankenhaus Nordrhein-Westfalen“.

„Wir freuen uns sehr über die beiden Auszeichnungen in der renommierten Klinikliste und werten diese als Bestätigung für die hohe medizinische Behandlungsqualität in unserem Haus“, kommentierte der Ärztliche Direktor des BG Klinikums, Univ.-Prof. Dr. Marcel Dudda, die Ergebnisse von FocusGesundheit.

Chefarzt freut sich über Anerkennung
„Mein Team und ich sind stolz auf die Anerkennung. Insbesondere, weil die Aufnahme in die Liste u.a. auf Empfehlungen von Patienten und renommierten Kollegen beruht“, ergänzte Prof. Dr. Heinz-Herbert Homann, der Chefarzt der Klinik für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Zentrum für Schwerbrandverletzte in der Unfallklinik.

Zu Homanns Arbeitsschwerpunkten zählt neben der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie auch die Handchirurgie. In diesem Bereich ist der Chefarzt bereits seit 2013 jedes Jahr als „TOP-Mediziner“ in der Ärzteliste von Focus-Gesundheit vertreten. „Gute Noten“ für das BG Klinikum In der aktuellen Datenerhebung des Magazins zu Deutschlands besten Krankenhäusern erhielt das BG Klinikum nicht nur gute Noten im Rahmen von Empfehlungen, sondern auch bei anderen Gütekriterien wie Fallzahlen, Behandlungsergebnisse und Komplikationsraten sowie wissenschaftliche Publikationen.

Darüber hinaus spielten große Umfragen im Auftrag von FocusGesundheit zusammen mit medizinischen Fachgesellschaften bei dem Ranking eine wichtige Rolle. Hintergrund: Deutschlands TOP Kliniken Die große Klinikliste von Focus-Gesundheit gibt einen Überblick über Deutschlands beste Häuser in medizinischen Schwerpunkten von A wie Alzheimer bis Z wie Zwangsstörungen. Aufgeführt sind darin in der aktuellen Ausgabe 488 Top-Krankenhäuser.
Für den bundesweiten Vergleich wertete ein unabhängiges Recherche-Institut im Auftrag des Magazins große Datenmengen aus und befragte rund 3.500 Kliniken und 12.000 einweisende Ärzte. Das Ranking ist für viele Patientinnen und Patienten ein wichtiges Hilfsmittel, um das richtige Krankenhaus für die eigene Erkrankung zu finden.


"Kindeswohl darf nicht der Kommerzialisierung geopfert werden."

Kinder- und Jugendärzte warnen vor wirtschaftlichem Druck auf Kinderkliniken 

Köln/Duisburg, 25. November 2019 - Krankenhäuser müssen nicht nur Menschen heilen, sie stehen auch zunehmend unter Druck, Gewinne erwirtschaften zu mssen. Kinder- und Jugendärzte wehren sich gegen den Effizienzzwang.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte warnt vor dem zunehmenden Spardruck auf Kinderkliniken und -abteilungen: "Die Qualität der medizinischen Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen in Krankenhäusern ist akut gefährdet - noch mehr als die Qualität der allgemeinen Krankenhausversorgung, wie sie jetzt in einem dpa-Interview  Klaus Reinhard, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert hat.

Hauptgrund dafür: Kinderkliniken werfen keine Gewinne ab. Im Gegenteil: sie sind ein Verlustgeschäft für die Betreiber. Denn für kranke Kinder und Jugendliche braucht es mehr noch als für Erwachsene Zeit, Personal und Aufwand. Das deutsche Gesundheitssystem basiert aber auf Fallpauschalen, es belohnt standardisierte Abläufe und Kliniken, die in kürzester Zeit ihre Patienten wieder entlassen. Ein Kind lässt sich jedoch nicht so einfach untersuchen, Blut abnehmen oder röntgen, es wehrt sich und weint. Ärzte und Pflegende müssen mit dem Kind reden, sein Vertrauen gewinnen und das seiner Eltern. Das kostet Zeit. Doch diese Zeit sieht das System nicht vor. Sie wird nicht bezahlt. Auch der Personaleinsatz in Kinderkliniken wird nicht bezahlt, etwa wenn ein Kleinkind von zwei Pflegenden und der Mutter während einer Untersuchung gehalten werden muss.
Der Materialaufwand von Kinderkliniken wird ebenfalls nicht bezahlt: Blutdruckmessgeräte und Beatmungsgeräte in verschiedenen Größen zum Beispiel, die die Stationen vorhalten müssen. Kinderkliniken und -stationen bringen ihren Betreibern daher kein Geld, sondern sie verursachen hohe Kosten. Lediglich die Neonatologie und Onkologie sind finanziell reizvoll, weil sie aufgrund besonderer Finanzierungsgrundlagen Erträge bringen. Die übrigen Bereiche sind ein Verlustgeschäft. Deshalb wollen die Betreiber sie auch vielerorts loswerden.

Vor allem dort, wo private Investoren Kliniken betreiben und Gewinne erwarten, sind Kinderstationen akut bedroht  oder haben bereits geschlossen. Die Folgen: Lange geplante Operationen von Kindern werden kurzfristig verschoben. Intensivstationen müssen Betten still legen. Schwer kranke Kinder und Jugendliche werden vom Rettungswagen von einer Klinik zur anderen transportiert, um ein freies Bett zu bekommen. Eltern müssen in weit entfernte Krankenhäuser pendeln, weil ihr Kind vor Ort nicht mehr versorgt werden kann. Wir haben heute schon durch den Effizienzdruck unhaltbare Zustände.
Das Recht der Kinder und Jugendlichen auf bestmögliche medizinische Versorgung wird vielerorts missachtet. Damit muss endlich Schluss sein: Kinderkliniken und -stationen dürfen nicht als Kapitalanlage betrachtet werden. Die Patienten und ihre Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen. Wir fordern daher die Politik auf, sich für den Erhalt der Kinderkliniken und -stationen zu engagieren. Vor allem die Länder und Kommunen müssen sich finanziell wieder mehr engagieren und die Kinderkliniken und -stationen so ausstatten, dass sie ihrem Auftrag gerecht werden können, schwerkranke Kinder und Jugendliche bestmöglich medizinisch zu versorgen."

 

Gesundheit.Tag.Rheinhausen beleuchtet Facetten der Gesundheit

Duisburg, 25. November 2019 - Gesundheit ist per Definition nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit gilt als Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Beim Gesundheits.Tag.Rheinhausen am 30. November geht es sogar um mehr als das.
 
Am 30. November 2019 findet in der Rheinhausenhalle im Duisburger Westen der erste Gesundheits.Tag.Rheinhausen statt und beleuchtet die medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Anbieter der Region, die mit ihren Dienstleistungen, Produkten und Einrichtungen das gesamte Leben von Anfang bis zum Ende ins Blickfeld nehmen. Rund 40 Aussteller aus der lokalen Gesundheitswirtschaft laden alle Gesundheitsbewussten und Interessierten bei freiem Eintritt von 10.00 bis 17.00 Uhr zum persönlichen Kennenlernen ein.
 
In Rheinhausen findet die eintägige Messe zum ersten Mal statt. Sie ist mit über 40 Ausstellern auf Anhieb komplett ausgebucht. „Ein toller Erfolg und ein Beweis dafür, dass Anbieter in der Gesundheitsbranche großes Interesse an direktem Kontakt zu den Gesundheitsinteressenten haben“, sagt Frank Oberpichler, Veranstalter der Gesundheits.Messen.NRW.  
 
In Zeiten des demografischen Wandels nimmt das Thema „Pflege“ viel Platz beim Gesundheitstag ein. Zu den Ausstellern zählen daher z.B. Pflegedienstleister und Einrichtungen wie die Sana Seniorenzentren Duisburg, Medidoc Pflege, Die Pflege GmbH, Promedica Plus, das Ambulante Pflegeteam Marc Bennerscheidt sowie amb Pflegedienst Köhni. Einrichtungen wie die Hospizbewegung Duisburg-Hamborn oder das Malteser Hospizzentrum St. Raphael bringen den Besuchern die Hilfen und Begleitungsmöglichkeiten auf dem letzten Lebensweg näher.

Das Bestattungshaus Menge ist ebenfalls vor Ort. „Sicher ist, auch ein gesund geführtes Leben endet irgendwann einmal mit dem Tod “, so Oberpichler. „Das Thema Sterben ist schon lange kein Tabuthema mehr. Der Gesundheitstag spricht daher auch Themen wie Vorsorge, Pflege, Hospiz und Sterben offen an“, führt Oberpichler aus.
 
Aber auch soziale Dienstleister wie das Katholische Bildungsforum Duisburg-West oder die Grafschafter Diakonie Rheinhausen stellen sich und ihre sozialen Angebote vor. Kliniken und Praxen sind ebenfalls vor Ort. Darunter das Johanniter Krankenhaus Rheinhausen mit diversen Fachabteilungen und Experten, die Capio Klinik im Park sowie das Convalesco Therapiezentrum, das Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie in einem Hause vereint. Selbsthilfegruppen für diverse Krankheitsbilder ergänzen das Angebot. Eine vollständige Ausstellerliste finden Besucher online unter www.gesundheitsmessen.nrw/rheinhausen.
 
Über den Tag verteilt gibt es 30-minütige Expertenvorträge zu Gesundheitsthemen. Wer sich für ein Thema interessiert kann ohne Anmeldung teilnehmen. Zudem findet um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr jeweils eine Probestunde von Yoga-, Pilates- und Personal Trainerin Kay Schmiedler in einem separaten Raum statt.
Wer sich für Yoga und Co. interessiert, kann sich gerne zur Teilnahme an einer der kostenlosen Probetrainings per E-Mail an service@gesundheitsmesse.nrw mit dem Stichwort „Yoga“ anmelden. Es wird gebeten, in bequemer Kleidung zu kommen. 
Insgesamt deckt der Gesundheits.Tag.Rheinhausen zahlreiche spannende Gesundheitsthemen ab. Der persönliche Rahmen, kostenlose Services wie Massagen und Check-ups machen die Veranstaltung zu einer erlebnisreichen und informativen Wochenendgestaltung.

Vortragsprogramm
10.30 – 11.00 U­­hr
Dr. Juchheim Cosmetics
Sabine Schulz
„Cannabis als legales Nahrungsergänzungsmittel“

11.15 – 11.45 Uhr
Medidoc Pflege
Ute Glados (Koordinatorin SAPV-Team), Lisa Mundil (Stellvertr. PDL / Palliativfachkraft) „Erste Hilfe – letzte Hilfe“
Rettende und palliative Maßnahmen für Laien

12.00 – 12.30 Uhr
Capio Klinik im Park
Dr. Chitu, Capio Klinik im Park
„Krampfadern – was tun?“

12.45 – 13.15 Uhr
Johanniter Krankenhaus Rheinhausen
Dr. med. Martin Fischer, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie u. Unfallchirurgie
„Das Kniegelenk – Operative Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkschmerzen.
Von der Kniespiegelung bis zum Gelenkersatz.“

13.30 – 14.00 Uhr
Convalesco Therapiezentrum GmbH
Ergotherapeut Jörn Guido
„Senioren im Gleichgewicht – Sturzprophylaxe“

14.15 – 14.45 Uhr
Promedica Plus
Daniel de Paola
„Wege weg vom Stress. Belastung bei pflegenden Angehörigen“

15.00 – 15.30 Uhr
Michael Greschek, i-Like Metaphysik Fachberater
„Elektrosmog, was macht Mobilfunk, Handy, Wlan und Co. mit uns?“

15.45 – 16.15 Uhr
Anifit Tiernahrung Anja Beyers
„Artgerechte und gesunde Ernährung für Hund und Katze: So bleiben auch die Vierbeiner fit“

16.30 – 17.00 Uhr
Hörwelt Duisburg
„Neuheiten aus der Welt der Hörgeräte“
Thomas Müller, Hörgeräteakustik-Meister

Aussteller von A-Z
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Ambulantes Pflegeteam Marc Bennerscheidt
Aderans GmbH Germany
amb Pflegedienst Köhni
Anifit Tiernahrung Anja Beyers
BrainLight Entspannungssysteme
Capio Klinik im Park
Convalesco Therapiezentrum GmbH
DDH-M BV Niederrhein (Deutsche Diabeteshilfe)
DVMBLV-NRW e.V. Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew
Die Pflege GmbH
Dr. Juchheim Cosmetics
Ginko Stiftung für Prävention
Grafschafter Diakonie Rheinhausen
Hörwelt Duisburg
Hospizbewegung Duisburg-Hamborn
HYLA
ILCO e.V. Selbsthilfe für Stomaträger und Darmkebspatienten
iLike Metaphysik Fachberater Michael Greschek
Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen
Katholisches Bildungsforum Duisburg-West
Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Malteser Hospizzentrum St. Raphael
Medidoc Pflege
Menge Bestattungen GmbH
Optik Altmeyer
PanDu e.V. (Palliativnetzwerk Duisburg)
Praxis für Rehabilitation Carsten Recht
Promedica Plus
Sana Seniorenzentren GmbH
Sanitätshaus Ermers GmbH
Ultraschall4Life
WZ Wundzentren GmbH
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- Helios Klinikum Duisburg erweitert Angebot der Hautklinik
- Natürlich entbinden – Informationsabend für werdende Eltern

Neuer Chefarzt für Dermatologie   
Duisburg, 25. November 2019 - Mitte Oktober übernahm Dr. med. univ. Mehmet Baltaci die Chefarztposition der Abteilung für Dermatologie, Allergologie und Phlebologie am Helios Klinikum in Duisburg. Er ist somit Nachfolger von Prof. Dr. Jörg Schaller, der sich nach über zwei Jahrzehnten am Klinikum auf das Dermatohistologische Labor in der Klinik fokussieren möchte.  
Dr. Baltaci ist in Österreich aufgewachsen und hat sein Medizinstudium an der Medizinischen Universität Innsbruck und seine Facharztausbildung für Haut- und Geschlechtskrankheiten an der Univ.-Hautklinik Innsbruck absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Facharzt an der Univ.-Hautklinik Innsbruck arbeitete er seit 2012 bis zuletzt als Oberarzt am Helios Klinikum Krefeld, wo er die Zusatzbezeichnungen medikamentöse Tumortherapie und Dermatohistologie erworben hat.
Als Koordinator des Hautkrebszentrums war er 2017 maßgeblich an dessen Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) beteiligt.
„Wir freuen uns mit Dr. Baltaci einen erfahrenen Dermatochirurgen und Dermatoonkolgen für unser Klinikum gewonnen zu haben, der seine Spezialgebiete bei uns etablieren und eine DKG-Zertifizierung unseres Hauses anstreben möchte“, so Birger Meßthaler, Klinikgeschäftsführer am Helios Klinikum in Duisburg. „Darüber hinaus bringt er aber auch die gesamte Bandbreite der Dermatologie mit und wird die bereits bestehenden Schwerpunkte Allergologie und Autoimmunerkrankungen weiter ausbauen.“


Natürlich entbinden – Informationsabend für werdende Eltern
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Wie kann eine Hebamme vor, während und nach der Geburt helfen? Wie sieht überhaupt ein Kreißsaal von innen aus? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Geburt können werdende Eltern beim monatlichen Informationsabend den Hebammen und Ärzten aus der Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg Alt-Hamborn stellen.
Im Anschluss an einen kurzen Vortrag wird eine Führung durch die Geburtsklinik mit Entbindungsbereich (Kreißsaal) sowie durch die Familien- und Neugeborenenzimmer im Perinatalzentrum angeboten. Die Veranstaltung findet jeden ersten Montag im Monat, das nächste Mal am 02.12.2019, ab 18 Uhr im Schulungszentrum (Verwaltungsgebäude, 6. Etage) der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht notwendig. Weitere Informationen unter: www.helios-gesundheit.de/duisburg/elternschule


- Vortrag im St. Johannes-Stift: Hand und Fuß
- Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Vortrag im St. Johannes-Stift: Hand und Fuß
Duisburg, 20. November 2019 -  Sind Hände oder Füße in ihrer Funktion beeinträchtigt, erschwert das den Alltag massiv: Zehenversteifungen oder Fehlstellungen wie der Spreizfuß, Hallux valgus oder der Plattfuß können schmerzhaft sein und zu Fehlhaltungen und Behinderungen beim Laufen führen. Bei Beschwerden an den Händen hingegen leiden besonders Feinmotorik und Kraft. Typische Krankheitsbilder der Hand sind Arthrose im Daumensattelgelenk, das Karpaltunnelsyndrom und der sogenannte schnellende Finger.
Dr. Martina Lustig, Oberärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg, berichtet in ihrem Vortrag am 27. November um 16 Uhr über verschiedene Formen der Hand- und Fußerkrankungen bzw. Fehlstellungen und wie sie behandelt werden. Veranstaltungsort ist das Pfarrheim St. Johannes, Marienstr. 2a, in 47198 Duisburg-Homberg.

Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg
Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner
 
Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 30.11 und Sonntag, 01.12.2019 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung.
Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.  
Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2102, oder per Mail an
andrea.santer@helios-gesundheit.de wird gebeten.  

Studie zur Volkskrankheit Bluthochdruck

Duisburg, 19. November 2019 - Dem Risiko vorbeugen Bluthochdruck gehört zu den Risiken, auf die man gut selbst Einfluss nehmen kann, sowohl durch Lebenswandel als auch durch Medikamente. Aber nach wie vor ist ein zu hoher Blutdruck eine der größten Gefahren für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Welche Personengruppen von diesen beiden Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders betroffen sind, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) nun analysiert. 

Bluthochdruck ist in der Bevölkerung weit verbreitet: In der Heinz Nixdorf Recall Studie hatten nur 48 Prozent der Teilnehmenden zwischen 45 und 75 Jahren normale Werte, also unterhalb von 140/90 mm Hg. Mit entsprechenden Medikamenten konnte bei rund 16 Prozent der Blutdruck auf den Normbereich eingestellt werden. Bei weiteren 14 Prozent blieb er jedoch trotz Blutdrucksenkern erhöht. 22 Prozent der Untersuchten hingegen litten an gänzlich unbehandeltem Bluthochdruck.
Verschiedene Ursachen sind hierfür wahrscheinlich, wie z.B. Unsicherheiten in Behandlungsempfehlungen sowie auch eine Medikamentenunverträglichkeit. Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 14 Jahren zeigte sich, dass alle Personen mit Hypertonie stets gehäuft Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelten. „Interessanterweise bleibt das Risiko auch für Betroffene, die mit blutdrucksenkenden Medikamenten gut eingestellt sind, erhöht“, so Dr. Janine Gronewold, Erstautorin der neuen Studie.
„Bei ihnen kam es doppelt so häufig zu Schlaganfällen und Herzinfarkten als bei Personen mit normalem Blutdruck. Allerdings traten bei Personen mit gut kontrolliertem Blutdruck deutlich weniger (-20%) Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf als bei Personen mit gänzlich unbehandeltem Bluthochdruck.“ 

Die Forscher weisen darauf hin, wie wichtig es ist, seine Werte regelmäßig zu kontrollieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen. „Denn wir nehmen an, dass ein zu hoher Blutdruck schon früh Schäden anrichtet, die später auf eine Behandlung nicht mehr ansprechen“, so Dr. Dirk M. Hermann, Professor für vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung an der Klinik für Neurologie. Für die Studie hat sein Team mit dem des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie  zusammengearbeitet.

Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Journals „Hypertension“ nachzulesen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31679426 

Spitzenmedizin im Kampf gegen Krebs

Duisaburg, 19. November 2019 - Mit Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Grigoleit erhält die Klinik für Onkologie und Hämatologie am Helios Klinikum Duisburg einen neuen Chefarzt mit großer Expertise und einer klaren Vision. In enger Zusammenarbeit übernimmt er den Fachbereich von Prof. Dr. Carlo Aul. Der renommierte Onkologe scheidet aus Altersgründen aus.  

„In der Abteilung für Onkologie und Hämatologie des Helios Klinikums Duisburg wird bereits herausragende Medizin angeboten“, würdigt Dr. Grigoleit das Werk von Prof. Aul, der den Fachbereich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zur größten Onkologie NRWs außerhalb der Universitätskliniken entwickelte und fast schon ein Abonnement auf die Focus Bestenliste und andere Auszeichnungen hat. Die Klinik bietet nahezu das gesamt Spektrum in der Diagnostik und Therapie onkologischer Erkrankungen mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich des Blutkrebses.  
Um bösartige Bluterkrankungen wie die Leukämie optimal zu versorgen, wurde ein eigenes Speziallabor für molekulare Diagnostik und Stammzellgewinnung eingerichtet. Es ermöglicht, Patienten im Rahmen der sogenannten „autologen Stammzelltransplantation“ körpereigene Stammzellen zu entnehmen, aufzubereiten und nach einer Hochdosis-Chemotherapie wieder zuzuführen, um das geschädigte blutbildende System neu zu etablieren.
Dr. Grigoleit plant, zusätzlich eine Therapieeinheit für die sogenannte „allogene Stammzelltransplantation“, bei der Spender und Empfänger der Stammzellen unterschiedliche Personen sind, aufzubauen. Für diesen Bereich hat der 49-jährige Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, der seit 2008 oberärztlich und ab 2012 als Leiter des Schwerpunktes allogene Stammzelltransplantation am Uniklinikum Würzburg tätig war, bereits zum 1. Oktober 2019 die Chefarztposition übernommen.

„Ich freue mich, dass wir Dr. Grigoleit für diese Position gewinnen konnten und damit den Menschen aus der Region, die an akuter Leukämie oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems leiden, eine exzellente heimatnahe Therapie anbieten können“, erklärt Klinikgeschäftsführer Birger Meßthaler.  

Zusammen mit der allogenen Blutstammzelltransplantation verfügt die Hämatoonkologische Abteilung des Helios Klinikums Duisburg jetzt über alle Therapieoptionen, die zur Behandlung komplexer Krankheitsbilder erforderlich sind. Aus diesem Grund sind auch Verlegungen hämatologischer und onkologischer Patienten in die benachbarten Universitätskliniken von Essen, Düsseldorf und Köln nicht mehr erforderlich, d.h. die Medizinische Klinik 2 des Helios Klinikums Duisburg ermöglicht eine durchgehende Betreuung der Patienten von der Diagnostik bis hin zu den modernen Transplantationsverfahren und immuntherapeutischen Ansätzen.  

Ab dem 1. Januar 2020 soll Dr. Grigoleit auch die Chefarztposition der gesamten Abteilung von Prof. Aul übernehmen. Dies ermöglicht einen behutsamen Übergang – im Interesse des Teams, vor allem aber auch aus Rücksicht auf die Patienten, die während der häufig langwierigen Therapie ein enges Verhältnis zu ihrem Arzt aufbauen und den künftigen Chefarzt so bereits kennenlernen können. „Mir liegt es am Herzen, die bestehenden hohen Qualitätsstandards der Abteilung weiter aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus möchte ich die Lebensqualität, insbesondere von Patienten mit Organtumoren, durch eine ganzheitliche Betreuung unter stärkerer Einbeziehung psychoonkologischer und palliativmedizinischer Therapien noch weiter verbessern“, erklärt Dr. Grigoleit.     

Prof. Dr. Carlo Aul (l.) baute am Helios Klinikum Duisburg die größte außeruniversitäre Onkologie in NRW auf. Mit dem 01.01.2020 übergibt er die Chefarztposition an PD Dr. Götz Ulrich Grigoleit (m.), den Klinikgeschäftsführer Birger Meßthaler (r.) vom Uniklinikum Würzburg abwerben konnte.       

100 kleine bunte Kraken

Inner Wheel Club stellt einen Häkelrekord für Frühgeborene der Sana Kliniken Duisburg auf
Duisburg, 18. November 2019 – Kurz vor dem „Tag der Frühgeborenen“ am 17. November überreichte der Inner Wheel Club Duisburg bereits zum dritten Mal kleine bunte Häkelkraken für die Frühchen in den Sana Kliniken Duisburg. Während beim ersten Mal 25 und im letzten Jahr 50 der bunten Tintenfische den Weg in die Inkubatoren der Frühchen gefunden haben, freute sich das Team der Kinderklinik in diesem Jahr ganz besonders, dass die Inner Wheel-Präsidentin Hildegard Günzel-Wohlfahrt gemeinsam mit Karin Geyer, Dr. Oda Neuerburg und Ruth Stromberg in diesem Jahr 100 Häkelkraken übergeben konnte. Das ist eindeutig ein Häkelrekord für die jüngsten Patienten der Kinderklinik.

Auch bei den kleinsten Patienten  wie bei Bruno (Foto) ist der Greifreflex bereits sehr stark ausgebildet, sodass manchmal der Sauerstoffschlauch oder die Magensonde aus der Nase gezogen wird. Ist ein kleiner gehäkelter Tintenfisch in ihrer Nähe, umklammern sie lieber dessen Tentakeln, die sie an die vertraute Struktur der Nabelschnur im Mutterleib erinnern. Erfahrungen haben gezeigt, dass dadurch eine positive Wirkung auf die Atmung, den Herzschlag und die Sauerstoffsättigung im Blut erreicht werden kann.

Die bunten Tintenfische sind bei den Frühcheneltern sehr beliebt und die kleinen Kraken-Helfer übersiedeln bei ihrer Entlassung der Babys mit in das neue Zuhause. Jährlich werden in den Sana Kliniken Duisburg zirka 1.800 Babys geboren. Das Team des Perinatalzentrums in der Kinder-und Jugendmedizin versorgt über 300 Kinder, die viel zu früh das Licht der Welt erblicken, davon liegt bei 80 bis 100 Kindern das Geburtsgewicht deutlich unter 1.500 Gramm. Für diese Frühchen und ihre Familien steht dann ein oft wochen- oder monatelanger Klinikaufenthalt bevor.

V.l.: Karin Geyer, Dr. Oda Neuerburg, Ruth Stromberg und Hildegard Günzel-Wohlfahrt von Inner Wheel