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Hardcore-Benefiz für die Krebsberatung Duisburg: Ernstes Thema – großartige Künstler – viel Herz

Sträters Mütze brachte knapp 7000,- Euro für die Krebsberatung Duisburg

Duisburg, 05. Dezember 2016 - Vor ausverkauften Reihen im Duisburger „Kleinen Prinzen“ gaben Hennes Bender, Torsten Sträter und Gerry Streberg am gestrigen Abend ihr Bestes zugunsten der Krebsberatung Duisburg. Die beiden Comedians und der Drehbuchautor unterhielten das Publikum mit Anekdoten aus ihren Programmen und persönlichen Geschichten. Es wurde viel geblödelt, aber auch ernste Töne angestimmt, denn „Krebs gehört zum Leben“, so Sträter.
So berührte Gerry Streberg, der kurzfristig für den an Grippe erkrankten Martin Keßler eingesprungen war, mit seiner persönlichen Geschichte. 1993 erkrankte er an Leukämie. „Die Diagnose ist wie dein eigener 11. September. Nichts ist mehr wie es war“, so Streberg. Hier ist es wichtig, nicht alleine zu sein. Genau diesen Leitgedanken hat sich die Krebsberatung Duisburg auf die Fahne geschrieben. Hier kann jeder kommen, ob selbst erkrankt oder als begleitender Angehöriger oder Freund.
Das Angebot der Krebsberatung Duisburg ist kostenlos, vertraulich und unabhängig. Insgesamt zehn Fachkräfte und eine Koordinatorin sind im Einsatz, um die Aufgabe zu stemmen. Darunter sind Ärzte für medizinische Auskünfte, Sozialpädagogen für sozialrechtliche Belange und Psychoonkologen, die bei der Krankheitsbewältigung unterstützen.

Am Ende des Abends kamen dank der Eintrittsgelder und Spenden 5.709 Euro für den guten Zweck zusammen. Eine Zahl, die von den Künstlern durch vollen Körpereinsatz noch aufgestockt wurde.

Begleitet durch Hennes Benders A capella-Version der „Rocky-Hymne“ opferte Torsten Sträter (Bildmitte) seine Mütze und ging durch die Reihen.

Diese Performance war den Zuschauern noch eine Spende wert. Knapp 7000,- Euro kamen so für die Krebsberatung Duisburg zusammen. Um das bestehende Angebot dauerhaft zu sichern, ist die Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Fördermitgliedern weiterhin dringend von Nöten.
Stephan Fromm vom Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. dankte allen Unterstützern und den drei Künstlern für den Abend und den unermüdlichen Einsatz. Dieser hinterließ eindeutig ein gutes Gefühl. O-Ton Hennes Bender: „Zusammenkommen und Spaß haben, das ist es was zählt, wenn wir aufhören zusammenzukommen und Spaß zu haben, dann haben die Arschlöcher gewonnen!“ In diesem Sinne haben die Duisburger alles richtig gemacht.
Krebsberatung Duisburg Geschäftsstelle des Vereins zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. c/o komm. Gesundheitskonferenz Ruhrorter Straße 195, 47119 Duisburg Telefon 0152 / 262 512 32
info@krebsberatung-in-duisburg.de www.krebsberatung-in-duisburg.de

Die Beratungen finden jeden Dienstagnachmittag von 15:00 bis 17:00 Uhr statt im Konferenz- und Beratungszentrum "Der Kleine Prinz“ Schwanenstraße 5-7, 47051 Duisburg. Nur nach tel. Voranmeldung.

Spendenkonto des Vereins zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. IBAN DE79 3506 0386 6180 1200 06
Mehr Informationen unter www.krebsberatung-in-duisburg.de

 

Verbrennungsopfer Kind: Wie sich Risiken im Alltag verringern lassen

Duisburg, 02. Dezember 2016 - Am kommenden Mittwoch (07.12.) ist der „Tag des brandverletzten Kindes“ – eine Aktion, um auf die zahlreichen „heißen“ Gefahrenquellen für Kinder aufmerksam zu machen. Denn besonders in der Weihnachtszeit kann sich das Risiko durch die vielen Kerzen und Lichter noch einmal enorm erhöhen.

 

 Verbrennungsopfer Kind: Wie sich Risiken im Alltag verringern lassen

„Heiße Gefahren für Kinder!“ - unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Er soll helfen, auf das Risiko durch Feuer und heiße Flüssigkeiten aufmerksam zu machen und zeigen, wie man Kinder besser schützen kann.

 

Ob Kochplatte, Bügeleisen oder Weihnachtskerzen - gerade im häuslichen Bereich lauern viele sogenannte thermische Gefahrenherde für Kinder. Unfälle mit heißen Flüssigkeiten stehen dabei ganz oben auf der traurigen Liste, denn kaum jemand weiß, dass die sensible Kinderhaut bereits ab einer Temperatur von 52 Grad Celsius erheblichen Schaden nehmen kann. „Langwierige Schmerzen und zahlreiche Operationen oder Behandlungen können die Folge für die betroffenen Patienten sein“, so Dr. Andreas Dencker, Oberarzt der Plastischen und Handchirurgie an der HELIOS St. Johannes Klinik und Verbrennungsexperte.
„Diese Unfälle bedeuten daher meist auch einen großen persönlichen Einschnitt für die Familien.“

Jährlich werden mehr als 30.000 Kinder in Deutschland wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt, die meisten davon sind jünger als fünf Jahre. Knapp 6000 der Betroffenen verletzten sich dabei so schwer, dass sie sogar stationär im Krankenhaus aufgenommen werden müssen.
Im Duisburger HELIOS Klinikum versorgen die Ärzte jährlich rund 50 Kinder mit schwereren Verbrennungsverletzungen: „Den meisten Patienten können wir aber mit individuellen Therapien so helfen, dass sie nur geringe oder sogar gar keine langfristigen Folgen davontragen. Allerdings muss die Versorgung nach dem Unfall so schnell wie möglich erfolgen.“

 

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Der Schweregrad der Verletzung richtet sich zum einen nach der verbrannten Körperoberfläche und zum anderen danach, wie tief die Hitze in die Haut eingedrungen ist. Bei kleineren, fingergroßen Verbrennungen sollte die Stelle mit lauwarmem Wasser rund eine Viertelstunde gekühlt werden.

„Eltern müssen grundsätzlich darauf achten, dass das Wasser tatsächlich lauwarm ist“, betont Dr. Dencker (Foto), „denn ein weitverbreiteter Irrtum verleitet viele dazu, sehr kaltes Wasser oder gar Eis zu nehmen. Das kann bei Kindern schnell zu einer Unterkühlung und noch stärkeren Schmerzen durch die angeregte Durchblutung führen.“
Diese kleineren Verbrennungen heilen in der Regel selbstständig aus. Großflächige und tiefere Verletzungen höherer Schweregrade, die mehrere Prozent der Körperoberfläche betreffen, sollten immer von Ärzten beziehungsweise dem Rettungsdienst gesehen werden, besonders im Gesicht und dem Genitalbereich.
Der Maßstab: Die Kinderhandfläche entspricht ungefähr einem Prozent. Ein schnelles Kühlen mit lauwarmem Wasser kann auch hier Schmerzen lindern, solange die Verletzung nicht zu groß ist. Bei sehr starken Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche einnehmen, sollten Eltern auf die Kühlung verzichten und umgehend den Rettungsdient rufen.
Meist werden die Kinder dann direkt in Spezialkliniken gebracht. Die Wundflächen müssen steril abgedeckt werden, etwa mit der Rettungsfolie aus dem Verbandskasten. Vom Einsatz lindernder Mittel wie Verbrennungssalben, Zahnpasta oder Mehl rät der Arzt dringend ab.

Viele Unfälle sind vermeidbar

Die Belastung durch Angst und Schmerz bei Verbrennungen ist enorm, denn die meisten Patienten erleben den Unfall bei vollem Bewusstsein. Dazu kommt unter Umständen eine langwierige Behandlung, die je nach Schwergrad sogar eine Hauttransplantation miteinschließen kann.
Unter den Folgen wie Juckreiz und extreme Sensibilität sowie den Entstellungen durch die Narben leiden die Betroffenen ein Leben lang. Die tröstende Nachricht aber ist: Experten schätzen, dass sich schon mit kleinen Sicherheitsmaßnahmen im Haushalt über die Hälfte all dieser Brandunfälle vermeiden lassen.

 

Tipps zur Vermeidung von Brandunfällen bei Kindern:

·         In eine Wärmflasche nur heißes, kein kochendes Wasser füllen. Zudem sollte die Wärmflasche immer in ein Tuch gewickelt werden, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.

·         Nichts Heißes essen oder trinken, solange ihr Kind auf ihrem Schoß sitzt.

·         Gefäße mit heißen Flüssigkeiten, Kerzen und Deko so platzieren, dass Kinder diese nicht erreichen können.

·         Keine herunterhängenden Tischdecken verwenden.

·         Statt echten Kerzen am Weihnachtsbaum einfach eine LED-Lichterkette verwenden.

·         Beaufsichtigen Sie Ihr Kind in der Nähe von offenem Feuer (z. B. Kamin, Grill).

·         Erklären Sie Ihrem Kind frühzeitig die Gefahren im Umgang mit Feuer. Verbote nützen meist nichts, sondern erhöhen eher die kindliche Neugier.

·         Und zum Schluss: Gehen auch Sie selbst besonnen mit Feuer um und seien Sie Ihrem Kind damit ein Vorbild.

 

Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder ist Initiator und Ausrichter des bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall.
Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen sowie Feuer, Strom und Säuren.

 

Ärzte und medizinisches Fachpersonal informierten sich über Krankenhausalltag  
Wie läuft eigentlich der Alltag in einem Krankenhaus ab? Und wie funktionieren dabei die medizinischen Abläufe? Antworten auf diese Fragen gab es jetzt für rund 60 Medizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachangestellte und niedergelassene Ärzte. Sie folgten damit einer Einladung zu einem Workshop in das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift.
Dabei informierte der Leitende Notarzt Dr. Jens Schneider über verschiedene Notfälle in der Arztpraxis und gab Tipps für die Notfalltrainings in den Praxen. Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer in Kleingruppen auf und beschäftigten sich in Vorträgen und Workshops u.a. mit der optimalen Nachsorge von Endoprothesen, einer modernen Wundversorgung, simulierten mit einfachen Mitteln die Beschwerden älterer Menschen oder übten ganz praktisch die Reanimation.
Die Zahnmedizinischen Fachangestellten erhielten als besonderes Highlight eine Führung durch den MKG-OP, wo sie anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) dargestellt bekamen.
Das MVZ Duisburg-West ist das erste deutschlandweit, das Menschen mit Behinderung, Menschen mit Gerinnungsstörungen und Demenzkranken eine umfassende ambulante zahnärztliche Versorgung anbieten kann.  

Workshop Homberg

 

Urologie der HELIOS Marien Klinik für Facharztausbildung ausgezeichnet

Duisburg, 01. Dezember 2016 - Für die meisten Medizinstudenten kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem sie sich entscheiden müssen, welche Facharztausbildung sie nach Beendigung des Studiums anstreben möchten. Ist die Entscheidung gefällt, dann ist die Wahl der richtigen Ausbildungsklinik der nächste Schritt. Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und onkologische Urologie der HELIOS Marien Klinik unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Frank vom Dorp wurde vor kurzem vom European Board of Urology (EBU) für die strukturierte Ausbildung zum Europäischen Facharzt für Urologie zertifiziert. Sie erfüllt demnach die Kriterien, die für eine qualitative Betreuung und Anleitung der Assistenzärzte in Weiterbildung wichtig sind.  
Die EBU verlangt dazu von den Ausbildungsstätten einen gut strukturierten Lehrplan für die fünf Jahre dauernde Weiterbildung zum Facharzt für Urologie. So müssen zertifizierte Kliniken oder Praxen in allererster Linie gewährleisten können, dass die angehenden Fachärzte Einblick in alle Bereiche erhalten können, die gemäß der Ärztekammer Bestandteil der Ausbildung sind. „Durch die verschiedenen Sektionen, die wir in unserer Klinik vorhalten, können unsere Assistenzärzte alle geforderten Lehrziele erreichen. Dazu gehören etwa die Bereiche der Kinderurologie, der konservativen urologischen Onkologie, der gynäkologischen Urologie und das gesamte operative Spektrum“, erläutert Dr. Alexander Höinghaus, Oberarzt der urologischen Klinik.
Er hat viele der weiteren nötigen Strukturen geschaffen, die  für die Zertifizierung ausschlaggebend sind. So wechseln die Assistenzärzte nach einem bestimmten, von ihm entwickelten Rotationsprinzip im Halbjahresrhythmus die verschiedenen Bereiche durch und erhalten Fortbildungen, die jeweils aufeinander aufbauen. Darüber hinaus steht jedem von ihnen ein verantwortlicher Supervisor als fester Ansprechpartner zur Seite.
Um die im Studium erworbenen Erfahrungen und Fertigkeiten auszubauen, können die Nachwuchsmediziner in der Klinik zunächst Übungen an speziellen Simulatoren durchführen. Hier werden vor allem die laparoskopischen, also minimalinvasiven Eingriffe, geprobt. „Bei der anschließenden OP-Einteilung legen wir Wert darauf, dass jeder gemäß seinem Ausbildungsstand Praxiserfahrungen in allen Eingriffsarten gewinnt“, sagt Dr. Höinghaus.
Weiteres Kriterium für die Auszeichnung ist die Möglichkeit der Teilnahme an Konferenzen, die sich mit Themen wie der urologischen Pathologie und Radiologie befassen. Zudem wurde in der Klinik ein Journal-Club etabliert, in dem regelmäßig die neuesten wissenschaftlichen Studien aus den Fachpublikationen besprochen und in den klinischen Alltag übernommen werden.  
Der Zertifizierung der EBU vorangegangen war ein Vor-Ort-Besuch durch zwei unabhängig Experten. Im Zuge des Audits wurden auch die zwei Assistenzärztinnen in Weiterbildung befragt, die derzeit in der Urologie der Marien Klinik tätig sind. Sie wurden gebeten, ihre Erfahrungen und Eindrücke wiederzugeben. „Die Auszeichnung bestätigt unser Bemühen, gut ausgebildeten Nachwuchs im Fachbereich der Urologie zu gewinnen. Potentielle Bewerber können hingegen bei uns sicher sein, die bestmögliche Ausbildung zu erhalten“, hält Dr. Höinghaus fest.
Die Urologische Fachabteilung in Hochfeld ist eine von nur 70 Einrichtungen in ganz Europa, die das Zertifikat zur Ausbildung europäischer Fachärzte derzeit tragen dürfen. In Zukunft stehen regelmäßige Re-Zertifizierungen an, die die Wahrung der Standards überprüfen und sicherstellen.  

Oberarzt Dr. Alexander Höinghaus mit Birgit Käuper, derzeit Ärztin in Weiterbildung, gemeinsam im OP.

 

„Das neue Pflegerecht ab dem 1. Januar 2017 ist kein Selbstläufer!“

Landesausschuss Alter und Pflege NRW verabschiedet einstimmige Grundsatzposition mit Handlungsempfehlungen

 

„Ein neues Begutachtungssystem und mehr Geld für die Pflegebedürftigen allein schaffen noch keine neue Qualität in den konkreten Pflegesituationen. Wichtig ist, dass sich jetzt auch ganz praktisch Pflege- und Betreuungsangebote dem neuen, umfassenden Pflegeverständnis anpassen.
Gerade für die verbesserte Betreuung von Menschen mit Demenz und die Entlastung der Angehörigen müssen sich bestehende Angebote weiterentwickeln und auch neue geschaffen werden. Und damit Pflegebedürftige und ihrer Angehörigen die Verbesserungen auch nutzen können, kommt es zentral auf eine gute individuelle Beratung an“,  erklärte der Vorsitzende des Landesausschuss Alter und Pflege, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (Stadt Düsseldorf).

 

„Die Pflege und die gesamte Versorgungsstruktur stärker an den Menschen, ihren Wünschen und Bedürfnissen auszurichten, das ist das große Ziel der lange überfälligen Pflegereform. Damit diese große Herausforderung erfolgreich gemeistert werden kann, müssen jetzt auch alle Beteiligten bereit sein, ihre bisherigen Angebote zu überdenken und weiterzuentwickeln. Dabei muss Pflege auch eingetretene Pfade verlassen“, so Hintzsche.
„Für den Landesausschuss Alter und Pflege ist es wichtig, gemeinsam für Nordrhein-Westfalen an der zentralen Aufgabe zu arbeiten, die Umsetzung der Neuerungen so eng zu begleiten und sicherzustellen, dass die Neuerungen auch als positive Veränderungen bei den Menschen ankommen und als solche spürbar werden. Erst dann wird man tatsächlich von einem für die Menschen positiven Paradigmenwechsel sprechen können, betont der Vorsitzende.

 

Der Landesausschuss Alter und Pflege begrüßt mit einem umfassenden Beschluss (s. Anlage), dass mit dem am 12. August 2015 beschlossenen Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) nach rund 10-jähriger Vorarbeit zum 1.Januar 2017 nunmehr endlich das neue Begutachtungsverfahren in die Praxis umgesetzt wird und die Umstellung auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erfolgt.

 

Für eine gelingende Umsetzung beinhaltet der Beschluss u.a. folgende zentrale Forderungen:

·         Präventive Ansätze in der Pflege müssen gestärkt und ausgebaut werden – sowohl für Pflegebedürftige als auch ihre Angehörige.

·         Die Gestaltungsverantwortung der kommunalen Netzwerke ist zu unterstützen. Die Kommunalen Konferenzen Pflege und Alter sollen als Motor der Veränderung vor Ort fungieren.

·         Der Zugang zu den neuen Leistungen ist durch entsprechend einfache Antragsverfahren möglichst leicht zu gestalten.

·         Die verschiedenen Akteure, die für pflegebedürftige Menschen Verantwortung tragen, sollen ihr Handeln bestmöglich abstimmen, um Belastungen der betroffenen Menschen (z.B. durch doppelte Untersuchungen) möglichst zu minimieren.

Der Landesausschuss Alter und Pflege hat sich zudem dafür ausgesprochen, die tatsächlichen Auswirkungen des Systemwechsels von Beginn an genau zu untersuchen und zu begleiten. Noch sei nämlich nicht ausgemacht, dass sich die Veränderungen wirklich dauerhaft finanziell günstig für alle Betroffenen, die Einrichtungen und ihre Beschäftigten auswirken.

 

Hintzsche: „Der einstimmige Beschluss des Landesausschuss Alter und Pflege vom vergangenen  Freitag verdeutlicht eindrucksvoll, dass alle Akteurinnen und Akteure des nordrhein-westfälischen Pflegegeschehens sich einer gemeinsamen Umsetzungsverantwortung bewusst sind und die Aufgabe gemeinsam angehen wollen. Hierin liegt ein große Chance für Weiterentwicklungen, die auch genutzt werden soll“.

 

Hintergrund:

-       Ambulante Pflegedienste in NRW: rund 2.850

-       Pflegebedürftige in NRW: rund 581.500

o    davon zu Hause: rund  422.000 (= 72,4 %)

o    davon von Angehörigen gepflegt: rund 290.000 (= 68,8 % = 2/3),

o    vom amb. Pflegedienst (mit)gepflegt: rund 132.000 (= 31,2 % = 1/3)

-       Beschäftigte in der ambulanten Pflege in NRW: rund 40.800

Der Landesausschuss Alter und Pflege NRW beruht auf § 3 Abs. 3 des am 14. Oktober 2014 in Kraft getretenen neuen Alten- und Pflegegesetzes NRW (APG NRW – GV.NRW.S. 625).
Er hat die Aufgabe, die Landesregierung bei allen Fragen zum Thema Alter und Pflege und vor allem bei der Umsetzung des Pflegeversicherungsrechts in NRW zu beraten und kann unabhängige Empfehlungen hierzu verabschieden. Ihm gehören 53 stimmberechtigte Mitglieder aus Interessenverbände der alten, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen, der Kommunen und der Leistungserbringer (kommunale und private Anbieter und Freie Wohlfahrtspflege), Berufsverbänden, den Medizinischen Diensten der Krankenkassen und den NRW-Ministerien für Arbeit, Integration und Soziales, für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter an.
Die Landesbehindertenbeauftragte Elisabeth Veldhues und der Patientenbeauftragte Dirk Meyer gehören ebenso wie drei Vertretungen der Behörden nach dem Wohn- und Teilhabegesetz NRW (WTG NRW) dem Landesausschuss mit beratender Stimme an.

 

Infoabende mit Kreißsaalführung

Duisburg, 30. November 2016 - Am 1. Dezember und am 15. Dezember um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen.
Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.  

Erlös des Klinikum Niederrhein Sommerfestes geht an die Krebsberatungsstelle Duisburg

Duisburg, 29. November 2016 - 3.900 Euro hat die MAV an den Vorsitzenden des Vereins, Stephan Fromm, übergeben. Durch den Verzehr beim diesjährigen Sommerfest haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikum Niederrhein dazu beigetragen, dass diese große Summe zusammen gekommen ist.
Der MAV Vorsitzende Norbert Behrs und Sabrina Ahl überreichten dem Vorsitzenden des Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V., Stephan Fromm, diese stolze Summe. Das Geld wird dringend für die wichtige Beratungstätigkeit, die aktuell jeden Dienstag im "Kleinen Prinzen" in der Duisburger Innenstadt angeboten wird, benötigt.

Foto: Klinikum Niederrhein

 

Spracherkennung statt analogem Diktat

 Die Malteser Krankenhäuser St. Anna und St. Johannes-Stift haben seit kurzem das digitale Spracherkennungssystem ORBIS Speech eingeführt und damit Bürokratie abgebaut. Die Ärzte haben dadurch mehr Zeit für die Patienten.  
Duisburg, 26. November 2016 - Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird, bekommt meistens kurz vorher seinen Arztbrief überreicht. Der behandelnde Arzt soll schließlich zeitnah über die Diagnosen und Therapien aufgeklärt sein. In der Regel war es bisher aber so, dass nur etwa jeder Zweite den Brief wirklich mitnehmen konnte. In allen anderen Fällen war der Brief noch nicht fertig. Diese Situation gehört seit kurzem in den Malteser  Krankenhäusern der Vergangenheit an.
In den beiden Duisburger Häusern St. Anna und St. Johannes-Stift wurde das  Spracherkennungssystem ORBIS Speech eingeführt.

Die Ärzte diktieren seitdem ihre Arztbriefe direkt in den Computer. Der Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Fabian Geis (Foto) aus dem St. Anna-Krankenhaus war maßgeblich an der Einführung beteiligt: „Die Spracherkennung hat meinen Zeitaufwand für die Befunderstellung oder Arztbrief-Korrektur erheblich reduziert. Ich möchte sie nicht mehr missen und freue mich, dass ich jetzt viel mehr Zeit für meine Patienten habe!“                          
„85 Prozent der Patienten können den Arztbrief direkt mitnehmen“  
Nach möglichen Korrekturen wird das Dokument dann an das Sekretariat geschickt, dort ausgedruckt und dann versandt. Die digitale Spracherkennung hat damit ein sehr umständliches Verfahren abgelöst. Zuvor waren an der Erstellung des Briefes der Arzt, der Transport-und Schreibdienst und das Sekretariat beteiligt.
Die Erkennungsrate ist übrigens genau dann am besten, wenn in einer normalen Geschwindigkeit gesprochen wird. Und selbst bei Akzenten oder Dialekten gibt es kaum Probleme. Mit dem neuen Prozessablauf ist es jetzt möglich, dass nicht mehr nur 50 Prozent der Patienten den Arztbrief mitnehmen können, sondern 85 Prozent.

„Attraktiv für den Arbeitsmarkt“  
Auch in Fachpublikationen fand diese Neuerung großen Anklang. „Wir freuen uns, dass auch der Deutsche Krankenhaus Innovationsführer (DKIF) über unser Spracherkennungssystem berichtet. Der DKIF wird von vielen Uni-Absolventen gelesen, sodass wir mit dieser Innovation auf dem Arbeitsmarkt attraktiver werden“, berichtet der Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH, Arne Greiner.  

 

Nierentransplantation bringt Familienglück: Linus ist ein kleines Wunder

 Duisburg, 26. November 2016 - Zärtlich schauen Sara und Kevin Rheinfelder auf ihren kleinen Sohn Linus. In ihren Blicken liegen tiefe Liebe und Fürsorge, aber auch ein bisschen Ungläubigkeit. „Dass er jetzt da ist, ist ein kleines Wunder“, sagt Sara. Denn eigentlich waren sich die beiden sicher, dass sie keine eigenen Kinder haben würden: Sara leidet an einer seltenen Nierenerkrankung, ihr stand die Dialyse bevor, eine Schwangerschaft war fast unmöglich.
Doch dank einer Transplantation und der sehr engmaschigen Begleitung durch Dr. Gabriele Schott, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie an der HELIOS Marien Klinik, konnte das Paar neu über die Familiengründung nachdenken – und die Pläne schließlich in Glück bringende Realität umsetzen.  

Es begann mit einem Zufallsbefund: Im Alter von 18 Jahren wollte Sara Rheinfelder eine Ausbildung zur Erzieherin beginnen. Bei der ärztlichen Untersuchung zur Einstellung sagte man ihr, sie habe zu viel Eiweiß im Urin. Die junge Frau suchte damals Dr. Gabriele Schott auf, die zu dieser Zeit noch in der Nephrologie am HELIOS Klinikum Krefeld tätig war. Sie vermittelte ihr später die Diagnose: Fokal segmentale Sklerose der Nieren.
„Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine Erkrankung der Filtereinheiten in der Niere, die langfristig mit einer Vernarbung des Gewebes und leider keiner guten Prognose für die Funktionserhaltung des Organs einhergeht“, erläutert Dr. Schott. Zunächst begann Sara mit einer medikamentösen Therapie.
Die Immunsuppressiva sollten den Nierenzerfall verlangsamen, dadurch schwanden jedoch auch ihre Abwehrkräfte. Die junge Frau verbrachte viel Zeit in Krankenhäusern. „Ich bekam Cortison-Präparate, unter deren Nebenwirkungen ich litt – als 18-Jährige stellt man sich sein Leben anders vor“, sagt sie. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen, die Ausbildung zur Erzieherin zog sie trotz aller Unwägbarkeiten durch.

Im Alter von 24 stand sie kurz vor der Bauchfelldialyse, einem Nierenersatzverfahren, das Betroffene zuhause selbst durchführen können. Inzwischen hatte sie ihren heutigen Mann Kevin schon kennengelernt, die beiden zogen extra in eine größere Wohnung. Was bei anderen Paaren eventuell das Kinderzimmer hätte sein können, wäre bei ihnen das Dialysezimmer geworden.
„Über ein eigenes Kind dachten wir überhaupt nicht nach. Durch die Medikamente hätte es zu Missbildungen beim Baby kommen können. Und die Dialyse bringt den Zyklus so durcheinander, dass ich kaum schwanger hätte werden können“, sagt Sara Rheinfelder.  
Doch zur Dialyse kam es letztlich nicht: Dr. Gabriele Schott besprach mit ihrer Patientin damals auch die Möglichkeit einer Lebendspende. Mehrere Personen aus Saras Umfeld ließen sich testen, ob sie als Nieren-Spender in Frage kämen – auch Kevin. Die beiden wissen bis heute nicht, wie sie es bezeichnen sollen: als pures Glück, Fügung oder Schicksal.
„Egal was es war: Kevin kam als Spender in Frage und er hat nicht einen Moment mit der Wimper gezuckt, sondern sofort gesagt: ‚Ich mach’s!‘“, erzählt Sara. Die beiden ließen unzählige Gesundheitschecks, eine psychologische Betreuung und Aussagen vor einer Ethikkommission im Krankenhaus über sich ergehen.

Im Mai 2010 war es dann endlich soweit. Die Ärzte entnahmen Kevin eine Niere und setzten sie in Saras Körper ein. Obwohl der Eingriff für beide gut verlief, war das erste Jahr danach eines der härtesten für die beiden: Saras Körper hätte das Organ abstoßen können, sie erlitt eine Thrombose, verschiedene Infekte, sogar eine Blutvergiftung.
„Der erste Jahrestag der Transplantation war sowas wie mein zweiter Geburtstag“, sagt sie selbst. Was die neue Niere aber auch mit sich brachte: Den aufkeimenden Wunsch, doch eine eigene Familie zu gründen.  2014 heirateten Kevin und Sara. Die junge Frau besprach ihren Wunsch mit Dr. Gabriele Schott, der sie inzwischen an die HELIOS Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld gefolgt war.
Die Chefärztin versprach ihr, sie auch auf diesem Weg zu unterstützen und zu begleiten. Zunächst ließ sie die Medikamente, die Sara einnahm, von einem pharmakologischen Institut überprüfen, um herauszufinden, welche Wirkstoffe ein Risiko für ein Ungeborenes darstellen würden.

„Daraufhin haben wir die Medikation umgestellt. Damit waren aber nicht automatisch alle Risiken verbannt. Uns war klar, dass es eine Hochrisikoschwangerschaft sein würde“, hält Dr. Schott rückblickend fest. Doch als Sara letztlich wirklich ein Baby erwartete, war die Freude überwältigend groß. Und es lief gut: „Ich hatte keinerlei Beschwerden, die mich irgendwie einschränkten“, sagt die 31-Jährige.
Dennoch überwies Dr. Schott ihre Patientin an Dr. Katrin Marschner, Chefärztin der Geburtshilfe an der HELIOS St. Johannes Klinik in Hamborn und Expertin für Risikoschwangerschaften, damit im angeschlossenen Perinatalzentrum Level 1 der Klinik eine umfassende vorgeburtliche Diagnostik stattfand.
Die beiden Medizinerinnen überwachten die werdende Mutter anschließend gemeinsam mit der niedergelassenen Gynäkologin besonders engmaschig, im letzten Trimester kam Sara wöchentlich in die Klinik. Eigentlich sollte Linus auf natürlichem Wege das Licht der Welt erblicken. „Eine Spontangeburt wäre schonender für die Niere gewesen. Der Kaiserschnitt bringt durch die Wunde immer auch ein gewisses Infektionsrisiko mit sich“, erklärt Dr. Gabriele Schott.

Aber der kleine Linus durchkreuzte die Pläne: Er ließ sich Zeit und verpasste seinen errechneten Geburtstermin um mehrere Tage, so dass er schließlich doch mit einem Kaiserschnitt geholt werden musste. Das ganze OP-Team ging hochsensibel auf die besonderen Umstände dieser Geburt ein.

Die Mediziner der Kinderklinik standen für den Ernstfall auch schon bereit. „Man muss wissen, dass bei einer Nierentransplantation das Organ nicht ausgetauscht, sondern die neue Niere zusätzlich in den unteren Bauchraum eingesetzt wird. Es war also besonders wichtig, den Kaiserschnitt an der richtigen Stelle zu setzen“, betont Dr. Katrin Marschner.
Die Ärzte lokalisierten die Niere daher vorab exakt, markierten die Position des Organs auf Saras Bauch und gingen äußert vorsichtig vor. Und dann war er da: Der Moment, in dem Sara und Kevin zum ersten Mal einen Blick auf ihren neugeborenen Sohn werfen konnten.
„Es ist unbeschreiblich, welche Gefühle man für einen Menschen haben kann, den man vorher noch nie gesehen hat“, versucht Sara es in Worte zu fassen. Allerdings stellte das Schicksal die kleine Familie schon schnell vor die erste gemeinsame Herausforderung. Linus musste anfangs auf die Neugeborenen-Intensivstation der Klinik,  er konnte seine Körpertemperatur noch nicht ausreichend halten.
Sara hingegen bekam plötzlich Atemnot. Das Zusammenspiel zwischen Herz und Niere war nach der Entbindung aus dem Takt geraten. Ihrem Ehemann Kevin blieb für kurze Zeit nichts anderes übrig, als zwischen den beiden Intensivpflegestationen der Klinik hin und her zu wechseln. Doch bald ging es Mutter und Kind besser und die Rheinfelders konnten endlich nach Hause. „Jetzt genießen wir unsere Zeit zu dritt in vollen Zügen. Am liebsten würden wir ununterbrochen kuscheln“, sagt Kevin.  

Das gesamte Behandlungsteam freut sich immens für Sara, Kevin und Linus - insbesondere Dr. Gabriele Schott, die Sara inzwischen seit über 13 Jahren begleitet. „Wir versuchen stets, für unsere chronischen Nieren-Patienten eine individuelle Lösung für jede veränderte Lebenssituation zu finden. Geschichten wie die der Rheinfelders sind dabei ein guter Ansporn“, sagt die Medizinerin. Die Familie ist ihr für ihre Unterstützung in allen Lebenslagen unendlich dankbar, sagt Sara. „Ohne sie hätten wir das alles vielleicht gar nicht geschafft.“  

V.l.: Dr. Katrin Marschner, Chefärztin der Geburtshilfe, Dr. Peter Seiffert, Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Gabriele Schott, Chefärztin der Inneren Medizin, Nephrologie und Diabetologie sowie Kevin und Sara Reinfelder mit dem kleinen Linus.

 

 

Mitten aus dem Leben: Heinz Schwarz „Meine Nase macht den ersten Schritt“

Duisburg, 23. November 2016 - Der Aufenthalt in einem Krankenhaus verlangt den Patienten emotional viel ab – viele neue Gesichter, eine fremde Umgebung und die Gewissheit, zumindest einen Teil seines Lebens in die Hände der Medizin gelegt zu haben.
Wie aber fühlt es sich erst an, wenn Betroffene sich im wahrsten Sinne des Wortes blind auf Ärzte und Pflege verlassen müssen, so wie Heinz "Blacky" Schwarz, Patient im HELIOS Klinikum Duisburg, der mit Mitte 50 sein Augenlicht verlor.
Heinz "Blacky" Schwarz war vielen Duisburgern in den 1990er Jahren im Sektor Sport als Pressechef der Wasserballer des DSV98 ein Begriff, anderen auch mit seiner Werbeagentur im Wasserviertel.
Foto: Heinz Schwarz im Gespräch mit Dr. Katrin Wissing, Oberärztin der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin

Herr Schwarz, wann waren Sie das letzte Mal im Krankenhaus?
Gerade erst vor kurzem bei Ihnen, weil ich auf Empfehlung meines Hausarztes noch mal ein paar Nächte im Schlaflabor verbringen sollte.  

Und wie haben Sie den Aufenthalt erlebt?
Da ich die Gegebenheiten dort schon kannte, konnte ich mich sicher und entspannt bewegen. Außerdem ist das Team wirklich herzlich und immer für kleine Scherze zu haben. Das macht auch „blindes Vertrauen“ leichter.  

Was nehmen Sie als erstes wahr, wenn Sie ein Krankenhaus betreten?
Da überlasse ich tatsächlich meiner Nase den ersten Schritt und unterscheide mich hier wahrscheinlich gar nicht so sehr von sehenden Menschen. Denn dieser typische, leicht sterile Geruch ist für viele das erste, was sie wahrnehmen, wenn sie eine Klinik betreten.
Direkt danach kommen bei mir die Ohren zum Zuge, denn oftmals gelangt man ja zunächst in eine Art Eingangshalle, meist ein großer Raum mit viel Hall. Wenn hier viel los ist, kann es für mich manchmal etwas unangenehm laut werden und die Orientierung fällt mir schwerer.  

Wie finden Sie sich dann weiter in der Klinik zurecht?
Wenn ich ein Gebäude noch nicht kenne, habe ich meist jemanden aus der Familie oder dem Freundeskreis als Begleitung dabei. Das gibt mir dann zusätzliche Sicherheit und spart Zeit, weil ich nicht ständig nach dem Weg fragen muss. Handläufe oder sprechende Aufzüge sind zusätzliche Hilfsmittel.
Bin ich einmal auf dem Zimmer und habe einen kleinen Rundgang gemacht, ist es kein Problem. Dann gehe ich auch entspannt draußen oder auf dem Flur spazieren.  

Welche anderen Faktoren beeinflussen Ihr Wohlbefinden im Krankenhaus?
Zum Teil der Lärm, etwa wenn mein Zimmernachbar schnarcht  (schmunzelt), aber das geht ja jedem so. Noch wichtiger ist für mich allerdings das entspannte Vertrauensverhältnis zu Ärzten und Pflegekräften. Das entsteht bei mir vor allem durch Gespräche, in denen ich viel aus Stimme und Tonlage heraushören kann.
Wenn jemand unsicher ist, wie er mit mir umgehen soll, freue ich mich wenn er einfach ganz offen danach fragt. Auch ist es für mich angenehmer, wenn eine Berührung, etwa bei einer Behandlung, vorab angekündigt und kurz beschrieben wird. Ein absolutes No Go ist es, wenn mich jemand einfach hinter sich herzieht. Da verliere ich schnell die Orientierung.  

Apropos Orientierung: Was können Krankenhäuser noch verbessern, um blinden Patienten oder Besuchern den Aufenthalt zu erleichtern?
Es gibt ein paar bauliche und technische Kniffe, die tatsächlich eine große Hilfe sein können, etwa Handläufe mit Zimmerzahlen, durchgängige Geländer oder Bodenunebenheiten vor Treppen oder Türen. Aber noch wichtiger ist ein offenes und freundliches Team, das keine Berührungsängste hat. Und vielleicht ein Hörbuchverleih.
Das Interview führte Kathrin Unterberg  

Zur Person
Aufgrund eines angeborenen Glaukoms verliert Heinz Schwarz bereits mit 28 sein rechtes Auge. Doch das hält den begeisterten Sportler nicht lange auf. Neben dem Wasserballbecken macht er auch die Tennis und Squashplätze Duisburgs unsicher, arbeitet erfolgreich als Kommunikationsberater und baute eine Werbeagentur auf.
Doch mit Mitte 50 wird sein linkes Auge ebenfalls schwächer. Die Diagnose: Grüner Star. Schließlich erblindet er 2004 ganz und muss lernen, sich in vollständiger Dunkelheit zurechtzufinden. Heute, mit 67, steht der Familienvater wieder mit beiden Beinen im Leben und, natürlich, auf dem Sportplatz.


Wie wirkt Psychotherapie? Sana Kliniken Duisburg und Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim

Duisburg, 22. November 2016 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und die Sana Kliniken Duisburg am Dienstag, 29. November 2016, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema „Wie wirkt Psychotherapie?“ in den Sana Kliniken Duisburg, Zu den Rehwiesen 9, in 47055 Duisburg an.
Psychiatrische Erkrankungen als Ursache für Krankmeldungen von Arbeitnehmern zählen zu den häufigsten Diagnosen in der bundesweiten Statistik. Auch die Anzahl der Menschen, die aus psychischen Gründen berufsunfähig werden, steigt stetig an und nimmt ebenfalls Platz drei ein. Das Verstehen von Ursachen und möglichen Hilfen ist wichtiger denn je.   
Die Forschung zur Wirkmächtigkeit von Psychotherapie hat spätestens mit der Etablierung moderner bildgebender Verfahren einen großen Sprung nach vorne unternommen.
Heutzutage ist es möglich, dem Gehirn beim Denken, Fühlen und Handeln gleichsam in time zuzusehen. So können diese Bildgebungsstudien auch Veränderungen des Gehirns durch Psychotherapie gleichsam „sichtbar“ machen. Auch wenn Kritiker dieser Studien (zurecht) ins Feld führen, dass dies der Komplexität unseres zentralen Nervensystems nur ansatzweise gerecht wird, ist doch inzwischen in vielen Psychotherapieforschungen der große Optimismus, dass sich unser Gehirn bis zum letzten Atemzug verändern kann, spürbar.  
So wird Professor Abilgaard in seinem Vortrag ganz praxisorientiert erklären, wie einzelne therapeutische Schulen entstanden sind, und welche Schulen unabhängigen Voraussetzungen besonders wichtig sind, damit Psychotherapie gelingen kann, Psychotherapeutische Behandlungen Erfolg versprechend sind, oder auch nicht. Prof. Abilgaard steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Eröffnung der neuen Strahlentherapie in den Sana Kliniken Duisburg

Modernste Geräte und mehr Komfort für Patienten
Leverkusen/Duisburg, 21. November 2016 - Seit Spätherbst 2016 werden die Patienten in den Sana Kliniken Duisburg durch die Strahlentherapie 360° betreut. Unter diesem neuen Namen werden in den umfassend modernisierten und technisch neu ausgestatteten Praxisräumen künftig alle strahlentherapeutischen Leistungen für stationäre und ambulante Patienten angeboten.
Grund für die Namensänderung ist die Kooperation der Sana Kliniken mit dem Leverkusener Unternehmen Med 360°. Diese Kooperation wird geführt durch die Med 360° Sana GmbH .
„Wir haben für die Strahlentherapie einen neuen, starken Partner gewonnen“, so Dr. Stephan Puke, Geschäftsführer der Sana Kliniken Duisburg. „Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und zum weiteren Ausbau der modernen und schonenden Strahlentherapie für Duisburg und die Region“, ergänzt Dr. Andreas Kaiser (Foto), Leiter der ambulanten und stationären Strahlentherapie am Standort Wedau und Chefarzt des Hauses.

Das bewährte Team der Strahlentherapie wird zusammen mit den Ärzten des onkologischen und neuroonkologischen Zentrums für Kliniken und niedergelassene Ärzte sowie deren Patienten weiterhin ein zuverlässiger Ansprechpartner sein.
Die Chefärzte der genannten Zentren Prof. Nacimiento, Prof. Scholz, Prof. Brassel und Prof. Petrasch, freuen sich über die deutlich erweiterten Möglichkeiten der klinischen Therapie und ambulanten Weiterversorgung insbesondere bei der Behandlung von der Hirn-, Darm- und Lungentumoren.
Punktgenaue Therapie mit Präzisionsbestrahlung Neben der konventionellen Strahlentherapie bösartiger und gutartiger Tumorerkrankungen wird ein Schwerpunkt auch zukünftig die Präzisionstherapie sein. Die Duisburger Ärzte setzen dabei modernste Technik ein – beispielsweise, wenn in unmittelbarer Nähe zu einem Tumor strahlenempfindliche Organe liegen, die geschont werden sollen.

 Möglich machten dies ein Linearbeschleuniger der jüngsten Generation mit eigener Bildgebung und die sogenannte intensitätsmodulierte Radiotherapie (kurz IMRT). Gewappnet für den Einsatz neuer Therapieformen Im kommenden Jahr wird ein Tomotherapie-Gerät installiert.
Dabei handelt es sich um einen Linearbeschleuniger mit einer innovativen Technik für die IMRT, der die Möglichkeiten in der Präzisionstherapie noch einmal erweitert. Mit der Investition in die moderne Technik gehört der Standort auch in Zukunft zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Strahlentherapie.

WELTFRÜHCHENTAG IN DUISBURG

Duisburg, 18. November 2016 - Weltweit ist eines von zehn Babys ein Frühchen. Der Weltfrühgeborenen-Tag am 17. November wird den kleinen Helden und ihren Eltern gewidmet. Um diesen besonderen Tag gebührend zu feiern, lud der Bunte Kreis Duisburg zu einem gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen ein. 30 Familien mit frühgeborenen Kindern kamen im Evangelischen Klinikum Niederrhein zum netten Miteinander und zum Erfahrungsaustausch zusammen.
Francisco Brevis und Metin Degirmenci, zwei Oberärzte der Duisburger Kinderintensivstationen mussten viele Fragen beantworten und die Fortschritte ihrer Schützlinge bewundern.
Auch mit den Mitarbeiterinnen des Bunten Kreises gab es vielfach ein freudiges Wiedersehen. Die Firmen Abbvie, Nestle und NUK unterstützen die Aktion, die die schwierige Situation von Familien mit viel zu früh geborenen Babys würdigt.
Der Bunte Kreis Duisburg e.V. - Niederrhein und westliches Ruhrgebiet begleitet Familien mit zu frühgeborene und schwer kranken Kindern in und um Duisburg von der Klinik nach Hause. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen leiten Eltern und Kinder durch die belastende erste Zeit durch den Alltag bis das aus den Fugen geratene Leben wieder gelingt.  

Darmkrebs? – Bloß nicht! 3. Wedauer Darmtag in den Sana Kliniken

Duisburg, 18. November 2016 – Die Sana Kliniken Duisburg laden am Mittwoch, den 23. November 2016, interessierte medizinische Laien zum 3. Wedauer Darmtag ein. Dabei erwartet die Besucher zwischen 15 und 18 Uhr eine interessante Mischung an Informationen und Aktionen rund um Vorbeugung, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei Darmerkrankungen.  
Experten des Darmzentrums der Sana Kliniken Duisburg, vertreten durch die Fachbereiche Gastroenterologie und Hepatologie sowie Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, haben ein informatives Programm zusammengestellt. Die Vortragsthemen reichen von Divertikel im Darm, Proktologische Erkrankungen, über den Zusammenhang von Stress und Darm, Vorstellung der ILCO (Selbsthilfegruppe für Stomaträger), bis hin zu modernen Therapien bei Dickdarmkrebs.
An Infoständen können Besucher ihr Risiko für Magengeschwüre oder Darmkrebs checken, ebenso stehen Selbsthilfegruppen und Krankenkassen beratend zur Verfügung.  
Die Besucher erwartet ein interessantes Angebot rund um die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie sowie Führungen durch die Endoskopieabteilung mit Demonstrationen moderner Untersuchungs- und Behandlungsmethoden wie zur Magen- und Darmspiegelung, der Kapselendoskopie und Sonographietechniken. Ebenso stehen Demonstrationen zum Ultraschall des Bauchraumes auf dem Programm. Am Medien-Info-Point kann man sich über Darmkrebsfrüherkennung informieren.         
Alle Informationen zum 3. Wedauer Darmtag unter www.sana-duisburg.de

 

Gedenkfeier für verstorbene Patienten
Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Gedenkfeier für verstorbene Patienten
Duisburg, 16. November 2016 - In Erinnerung an alle ab Januar 2016 verstorbenen Palliativpatienten organisierte die Palliative Care Duisburg e.G. zum ersten Mal eine Gedenkfeier. Angehörige, Freunde und Bekannte hatten dort die Gelegenheit, im feierlichen Rahmen ihrer Verstorbenen zu gedenken. Das Palliativteam gibt es seit 2010 in Duisburg.

Der würdevolle Umgang mit den Lebenden und mit den Sterbenden liegt dem Palliativteam Duisburg sehr am Herzen. Aus dieser gedanklichen Intention heraus erfolgte auch die Idee, diesen Abend zu veranstalten. Etwa 100 Gäste waren der Einladung in den „Kleinen Prinzen“ gefolgt und konnten in stimmungsvoller Atmosphäre der Verstorbenen erinnern.

Gesprochene Worte, Musik und niedergelegte Rosen rundeten das würdevolle Gedenken ab. Im Anschluss an die Gedenkfeier waren die Gäste eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zu verweilen. So bekamen Gespräche zwischen Angehörigen, Pflegenden und Ärzten entsprechend Raum und Zeit.

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Duisburg und Umgebung:
Seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, kurz SAPV. Das bedeutet, dass Menschen, die unheilbar erkrankt sind, eine palliative Begleitung für den letzten Lebensabschnitt bekommen können. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, auch SAPV genannt, hat das Ziel, die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker und sterbender Menschen zu erhalten, zu fördern oder zu verbessern, um ihnen ein würdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.
Das Palliative Care Team besteht aus Ärzten mit der Fachausbildung in Palliativmedizin sowie Pflegekräften mit Zusatzausbildung in Palliative Care.
Dabei verstehen sich die speziell ausgebildeten Ärzte und Pfleger nicht als Konkurrenz zum behandelnden Hausarzt, sondern eher als Ergänzung. Es geht nicht um Heilung einer Erkrankung, sondern darum, Symptome zu lindern, damit Menschen in Ruhe und Würde sterben können. Dabei wünschen sich die allermeisten Menschen zu Hause zu sterben und nicht im Krankenhaus. Dies ermöglichen alle Akteure der SAPV-Duisburg.

In würdiger Atmosphäre gedachten alle Akteure des Palliativ Care Teams in vorgetragenen Gedichten und Reden der Verstorbenen - Foto Palliative Care Duisburg 

 

HELIOS St. Vincenz Klinik: Psychiatrie unter neuer Leitung

Duisburg, 14. November 2016 - Seit kurzem ist Dr. med. Simon Cohen neuer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Gerontopsychiatrie in der HELIOS St. Vincenz Klinik. Er hat den Posten von Priv.-Doz. Dr. med. Friedrich Martin Wurst übernommen, der seine Stelle in Duisburg aus persönlichen Gründen aufgab.   
Sein Medizinstudium absolvierte Dr. Cohen an der Universität Heidelberg, später belegte er seine Facharztprüfungen in den Bereichen Neurologie,  Psychiatrie sowie Psychotherapie. Darüber hinaus verfügt er über die Fachkunde in der suchtmedizinischen Grundversorgung und abgeschlossene Ausbildungen in der Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie.
Nach Stationen an der Neurologischen Universitätsklinik und am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim kam Dr. Cohen nach Nordrhein-Westfalen.
Bis 2004 war der gebürtige Hamburger Oberarzt in den Rheinischen Kliniken Essen, wo er den Bereich der Psychotherapie verantwortete. Er etablierte dort einen Behandlungsschwerpunkt für Patienten mit komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen, Borderline-Störungen sowie narzisstischen Persönlichkeitsstörungen.
Neben acht Jahren als kommissarischer Chefarzt der Abteilung Psychiatrie 1 am LVR-Klinikum Düsseldorf, leitete er nach der Umstrukturierung des Klinikums eine psychiatrische Intensivstation, eine geschützte Aufnahmestation sowie eine Spezialstation für ersterkrankte Patienten mit einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis.  
Für seine Chefarztposition in Duisburg hat sich Dr. Cohen zum Ziel gesetzt, die Psychiatrie vor Ort noch enger mit den somatischen Fächern zu verzahnen. Dabei kommt ihm der Neubau der HELIOS Marien Klinik entgegen, in den die Fachabteilungen der St. Vincenz Klinik im März 2017 umziehen werden. Das neue Gebäude in Hochfeld wird dann sowohl die offenen, die geschützten sowie die tagesklinischen Stationen und Bereiche der Psychiatrie als auch die Akutkliniken unter einem Dach beheimaten. „Diese Struktur ermöglicht uns eine noch ganzheitlichere Behandlung unserer Patienten. Außerdem kann die unmittelbare Nähe zu den somatischen Abteilungen helfen, die Vorbehalte gegen die Psychiatrie, die in vielen Köpfen noch bestehen, weiter abzubauen“, sagt Dr. Cohen.  Seine Freizeit außerhalb der Klinik verbringt der Vater von zwei Kindern am liebsten mit seiner Familie. Zu seinen Hobbys zählt der 52-Jährige das Tauchen, dem er das ganze Jahr über nicht nur in wärmeren Klimazonen sondern auch in den kühleren Seen Deutschlands nachgeht.

 

NRW-Hochschulen: 8,8 Prozent mehr Studierende in Gesundheitsbereichen zum Wintersemester 2015/16
Im Wintersemester 2015/16 waren in NRW 34 742 Studierende in Studienbereichen des Gesundheitswesens eingeschrieben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich der internationalen Medizin-Fachmesse "MEDICA" in Düsseldorf (14. bis 17. November 2016) mitteilt, waren das 4,7 Prozent aller 745 009 Studierenden im Land.

Die Studierendenzahlen stiegen in den Gesundheitsbereichen in den letzten acht Jahren stärker als die Gesamtzahl der Studierenden. Der Anstieg in den Gesundheitsbereichen war mit 8,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der der Gesamtstudentenzahl (+3,8 Prozent). 
Im Wintersemester 2015/16 arbeiteten von den 34 742 Studierenden der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften 18 923 (54,5 Prozent) an Lehrinhalten des Studienbereichs Humanmedizin, 12 681 (36,5 Prozent) belegten ein Fach im Studienbereich Gesundheitswissenschaften und 3 138 (9,0 Prozent) in der Zahnmedizin.

Mit einem Anteil von 67,3 Prozent sind Frauen bei den medizinischen bzw. gesundheitswissenschaftlichen Studienfächern überrepräsentiert. Die Zahl der Studierenden wird zu Beginn des jeweiligen Wintersemesters gezählt. Alle Angaben beziehen sich auf Einschreibungen als Haupthörer und auf das erste Studienfach (IT.NRW)

 

 

Bluthochruck, Diabetes, hohes Cholesterin – wie schützt man sich vor Risikofaktoren für Herz und Gefäßsystem?

Sana Kliniken Duisburg beteiligen sich an den Herzwochen      
Duisburg, 11. November 2016 - Die Deutsche Herzstiftung ruft jährlich im November zur Teilnahme an den bundesweiten Herzwochen auf, bei denen in diesem Jahr das Motto „Herz unter Stress“ im Mittelpunkt steht. Millionen von Menschen sind von Bluthochdruck, Diabetes oder hohem Cholesterin betroffen, ohne es zu wissen.

Unerkannt und unbehandelt können diese Risikofaktoren zu einer Gefahr für Herz und Gefäßsystem bis hin zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichen Herztod werden. Ein weiteres Risiko können Stress infolge von psychosozialer Belastung (Arbeitsplatz, Lebenskrisen) sowie Luftverschmutzung und Lärm sein. Bluthochdruck, Diabetes und ein zu hoher Cholesterinspiegel sind anhand von Blutuntersuchungen leicht erkennbar und medikamentös und durch kleine Änderungen des Lebensstils gut behandelbar.  
Die Sana Kliniken Duisburg laden am Dienstag, den 16. November 2016 von 17.00 bis 19.00 Uhr, im Rahmen der Herzwochen interessierte medizinische Laien zu einem Informationsabend ein. Dr. Oliver Volk (Foto), Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin und seine Oberärzte Dr. Christoph Altmann, Wolfram Rechenberg und Guido Bergdolt informieren in Vorträgen über die Risikofaktoren Cholesterin, Bluthochdruck und Diabetes mellitus sowie darüber, wieviel Sport gesund ist.
Die Deutsche Herzstiftung beteiligt sich mit einem Infostand und bietet u.a. einen Herzinfarkt-Risikotest an. Außerdem können interessierte Besucher an der Besichtigung des Herzkatheterlabors teilnehmen.  
Alle Referenten stehen den Teilnehmern im Rahmen einer anschließenden Diskussion für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Krebsberatung in Duisburg und kunsttherapeutische Gruppenangebote

Die Deutsche Bank Duisburg ermöglicht der Krebsberatung in Duisburg, die Bilder der kunsttherapeutischen Gruppenangebote vom 15.11.16 – 15.12.16 in den Räumen der Hauptstelle auf der Königstraße 7-11 auszustellen.

 

Duisburg, 11. November 2016 - Schon seit einigen Jahren, war es der Wunsch einiger Patienten und Patienteninnen begleitend zu ihren Therapien ein kunsttherapeutisches Angebot nutzen zu können.
Dieses hatten sie in ihren Reha-Maßnahmen kennengelernt und wollten die Maltherapie auch gerne „vor Ort“ vorfinden.
Daraus ist eine jahrelange Arbeit in offenen Gruppen mit vielen verschiedenen Themenbereichen entstanden. Alle 14 Tage trifft man sich, um künstlerisch tätig zu sein. Um diese Maltherapie zu vertiefen, trifft sich die Gruppe zusätzlich in verschiedenen Ganztags-Workshops.
In den maltherapeutischen Gruppen geht es darum, die innere Balance wiederzufinden. Denn gerade wenn uns Gefühle aufwühlen und quälen, kann uns die Kunst wieder ins Gleichgewicht bringen.
Dabei stärkt die Auseinandersetzung mit dem eigenen bildnerischen Gestalten intuitive und kreative Kompetenzen.
Der Zugang zu inneren Bild- und Symbolwelten wird zum Beispiel über die Meditation, Imaginationstechniken und die Traumarbeit geschaffen.
Das bildhafte Denken umfasst das persönliche Unbewusste, das uns besonders in Krisen- und Konfliktsituationen tiefe Aussagen über die eigene Lebenssituation vermitteln kann. Diese „inneren Bilder“ spiegeln die Summen unserer Gefühle wider, können Lösungsansätze aufzeigen und Auswege aus scheinbar ausweglosen Situationen anbieten.

Gabriele Harmes-Rönchen Kunst- und Gestalttherapeutin, Psychoonkologin

Wir danken der Deutschen Bank Duisburg für die Unterstützung. Königstr. 7-11, 47051 Duisburg Öffnungszeiten: Mo.+ Mi. + Fr. 9:00 - 16:00 Uhr, Di. + Do. 9:00 - 18:00 Uhr
www.krebsberatung-in-duisburg.de info@krebsberatung-in-duisburg.de Tel. 0152/26251232

 

 

VHS: Führung durch das „Krankenhaus der Zukunft“  

 Duisburg, 08. November 2016 - Eine Führung durch das „Krankenhaus der Zukunft“ bietet die VHS am Mittwoch, 16. November, um 16.30 Uhr im Fraunhofer-inHaus-Zentrum am Forsthausweg 1 in Duisburg-Neudorf an.
 
Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum ist eine europaweit einzigartige Innovationswerkstatt für anwendungsorientierte und marktnahe Forschung und Entwicklung für intelligente Raum- und Gebäudesysteme. Hier werden innovative Technologien gemeinsam mit mehreren Fraunhofer-Instituten und über 120 Partnern aus der Wirtschaft erforscht, entwickelt und in realitätsnaher Umgebung  getestet.  

Auf 350 Quadratmetern finden sich dort alle wichtigen Bereiche eines Krankenhauses wie das Patientenzimmer, der OP oder die Schleuse. Technologien können getestet werden, ohne den laufenden Klinikbetrieb zu stören.


Die Teilnahme kostet fünf Euro. Eine vorherige Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl zwingend erforderlich. Weitere Informationen bei der VHS, Josip Sosic, 0203/283-3725

 

GINA: Neue Anlaufstelle für ältere Notfallpatienten
Aktionstag „Herz unter Stress“

Hochfelder HELIOS Marien Klinik bietet spezielle Notfallversorgung für geriatrische Patienten an
Duisburg, 08. November 2016 - So wie Kinder zum Kinderarzt gehen, gibt es in der Medizin auch einen Fachbereich, der sich auf die Erkrankungen im fortgeschrittenen Lebensalter spezialisiert: die Geriatrie. Auch in der HELIOS Marien Klinik in Hochfeld werden ältere Patienten ganzheitlich in einer eigenen geriatrischen Fachabteilung betreut.
Um die Versorgung der Betroffenen noch weiter zu verbessern, gibt es jetzt eine spezielle Geriatrisch-Internistische Notaufnahme, kurz GINA, in der ältere Patienten schneller ihrer Verfassung entsprechend behandelt werden können. Ein Notfalltelefon soll zudem Angehörigen bei der Einschätzung von Ernstlagen helfen.  


Ein Fallbeispiel aus der Praxis: Wenn ein Patient im Alter von über 70 Jahren mit einer akuten internistischen Erkrankung in die Notaufnahme (HKD-Foto) kommt, dann wird er in der Regel zunächst von einem Mediziner der entsprechenden Abteilung behandelt, in deren Fachbereich die jeweilige Erkrankung gehört – zum Beispiel von einem Pneumologen bei einer akuten Lungenentzündung.

Offenbaren sich im Verlauf aber weitere altersbedingte Begleiterscheinungen, wie ein Abbau der geistigen Fähigkeiten und der Mobilität, um sich selbst versorgen zu können oder andere behandlungsbedürftige Erkrankungen, so wird schließlich gemeinsam mit den Altersmedizinern die Übernahme in die geriatrische Abteilung geplant.

Diese Vorgehensweise hat jedoch einen Nachteil: „Krankheitsbilder, die zum Verlust der Selbstständigkeit und zu einer Pflegeabhängigkeit führen können, werden oftmals erst zweitrangig betrachtet. So geht wertvolle Zeit, etwa für die aktivierende Pflege, verloren“, sagt Dr. Ulrich Schäfer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie an der HELIOS Marien Klinik.

Genau da setzt die Idee der GINA an:  Im Unterschied zu einer normalen Notaufnahme ist hier immer ein Geriater entweder direkt vor Ort oder aber rund um die Uhr über den Rufdienst zu erreichen. Er wird bei Patienten, die schon ein höheres Lebensalter erreicht haben, hinzugezogen und kann im Zweifel schneller entscheiden, ob sie direkt speziell geriatrisch behandelt werden müssen.  
Um eintreffende Notfälle entsprechend zu filtern, halten sich die Mediziner an die sogenannten ISAR-Kriterien. Die Abkürzung steht für „Identification of Seniors at Risk“, zu Deutsch in etwa „Identifizierung gefährdeter älterer Patienten“. Die gezielten Fragen klären beispielweise ab, ob der Patient bereits regelmäßig auf Hilfe angewiesen war, ob es in letzter Vergangenheit schon andere Klinikaufenthalte gab oder ob ernsthafte Probleme mit dem Erinnerungsvermögen bestehen.
Der Fragebogen wird entweder gemeinsam mit dem Patienten oder seiner Bezugsperson ausgefüllt. „Dieses Screening gilt als positiv, wenn drei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet werden. Dann besteht aus unserer Sicht für den Patienten das Risiko für einen anhaltenden Funktionsverlust oder eine kurzfristige Wiederaufnahme in die Klinik. Dies wurde in deutschen wie internationalen Studien bestätigt“, erläutert Dr. Schäfer.
Wird die Entscheidung für eine geriatrische, stationäre Therapie getroffen, dann folgt ein ausführliches Assessment, bei dem das Behandlungsteam bestehend aus Medizinern, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern in ihrer Arbeit wie die Räder eines Zahnrades ineinandergreifen.  
Die GINA ist Anlaufstelle für ältere Patienten, die an akuten Erkrankungen wie Infekten leiden und bei denen die Selbständigkeit durch zunehmende Gebrechlichkeit bedroht ist. Auch bei plötzlicher Verschlechterung chronischer Krankheitsbilder, wie einem entgleistem Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, können die geriatrischen Experten schnell und zielgerichtet handeln.
Doch Chefarzt Dr. Schäfer (HKD-Foto) weiß, dass auch scheinbar harmlose Ereignisse dazu führen können, dass betagtere Menschen plötzlich besondere Pflege nötig haben: „Wenn zum Beispiel ein Patient in die GINA eingeliefert wird, der zuhause gestürzt ist, sich aber nichts gebrochen sondern nur ein paar blaue Flecken davongetragen hat, dann ist zwar zunächst  keine stationäre Behandlung notwendig. Aber die nachfolgenden Schmerzen, die Angst vor einem erneuten Sturz und das Fehlen einer häuslichen Versorgung können in Kombination doch zu der Notwendigkeit einer Aufnahme in die Klinik führen.“
Im Rahmen des  Aufenthaltes im Krankenhaus wird dann ganz individuell geprüft, ob mit einer ambulanten Unterstützung, Hilfsmitteln wie einem Rollator oder einem Gehstock sowie einer Frührehabilitation im Krankenhaus eine dauernde Pflegeabhängigkeit oder gar die Aufnahme in ein Altersheim vermieden werden kann.
Oberstes Ziel ist es immer, eine höchstmögliche Autonomie und Mobilität der Patienten zu erhalten oder wiederzugewinnen, so dass sie ihr alltägliches Leben so gut es geht ohne fremde Hilfe bestreiten können.

Die GINA der HELIOS Marien Klinik ist direkt unter der Tel. 0203-546 2999 zu erreichen. Die Medizin-Experten können etwa dabei helfen, die richtigen Schritte einzuleiten, wenn sich der Gesundheitszustand eines Angehörigen im höheren Alter zunehmend verschlechtert. Im akuten Notfall sollte jedoch der Rettungsdienst unter 112 zu Hilfe gerufen werden.    

Für den Selbsttest – die ISAR-Kriterien für geriatrische Patienten Beantworten Sie die Fragen bitte mit Ja oder Nein.
1.       Waren Sie vor der Erkrankung oder Verletzung, die Sie in die Klinik geführt haben. Auf regelmäßige Hilfe angewiesen?
2.       Benötigten Sie in den letzten 24 Stunden mehr Hilfe als zuvor?
3.       Waren Sie innerhalb der letzten sechs Monate für einen oder mehrere Tage im Krankenhaus?
4.       Haben Sie unter normalen Umständen erhebliche Probleme mit dem Sehen, die nicht mit einer Brille korrigiert werden können?
5.       Haben Sie ernsthafte Probleme mit dem Gedächtnis?
6.       Nehmen Sie pro Tag sechs oder mehr verschiedene Medikamente ein?  

 

Aktionstag: Was passiert, wenn das Herz unter Stress gerät
Bluthochdruck, eine Zuckererkrankung und Fettstoffwechselstörungen sind Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen, die oftmals unterschätzt werden. Doch auch psychosozialer Stress schiebt sich als zunehmende Ursache für Probleme mit dem Herzen immer weiter in den Fokus. Werden die für unseren Antriebsmotor so gefährlichen Risikokrankheiten frühzeitig diagnostiziert und im Verlauf ausreichend behandelt, dann können schwerwiegende Folgen oftmals vermieden werden.
Doch dazu sollte man im wahrsten Sinne des Wortes auf sein Herz hören und den persönlichen Lebensstil entsprechend anpassen. Beim Informationstag am Samstag, 12. November 2016 im Rahmen der Herzwochen 2016 beantworten Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Lepper, Chefarzt der Kardiologie und weitere Experten des HELIOS Klinikum Duisburg deshalb alle offenen Fragen rund um das Thema „Herz unter Stress“.

Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Abteizentrum an der HELIOS St. Johannes Klinik, An der Abtei 1, 47166 Duisburg. Um Anmeldung unter Tel. 0203-546 2164 wird gebeten.

Das Programm:

·         10 Uhr Begrüßung

·         10.15 Uhr:  „Man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht - Ursachen und Folgen von Bluthochdruck“
Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Lepper, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin, HELIOS Klinikum Duisburg

·         10.45 Uhr „Wie Schnarchen und nächtliche Atempausen das Herz ärgern“
Priv.-Doz. Dr. med. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, HELIOS Klinikum Duisburg

·         11.15 Uhr „Alles andere als eine ‚süße‘ Erkrankung: Entstehung, Ursachen und Folgen von Diabetes Mellitus“
Dr. med. Gabriele Schott, Chefärztin der Inneren Medizin, Nephrologie und Diabetologie, HELIOS Klinikum Duisburg

·         11.45 Uhr „Wie wirkt Stress auf meine Gesundheit und wie gehe ich damit um?“
Dr. med. Simon Cohen, Chefarzt der (Geronto-)Psychiatrie, HELIOS Klinikum Duisburg

Helios-Foto 

 

Neue Migräne-App hilft bei Schmerzbewältigung

Düsseldorf/Duisburg, 07. November 2016 - Pro Tag sind bundesweit rund eine Million Menschen von Migräneattacken betroffen. Eine neue Migräne-App soll künftig Betroffene bei der Schmerzbewältigung tatkräftig unterstützen. Die digitale Anwendung wurde in enger Zusammenarbeit von der Techniker Krankenkasse (TK) mit Experten der Schmerzklinik Kiel sowie dem bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetz entwickelt.

"Mit dieser App können Migränepatienten nun in eine aktive Rolle eintreten und ihre Beschwerden selbst managen. Damit ergänzen wir das breite Online-Angebot der TK", sagt Günter van Aalst, Landeschef der TK in NRW. Und das ist auch nötig: Allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) gingen 2014 mehr als 8.400 stationäre Behandlungsfälle auf das Konto dieser Erkrankung - Tendenz steigend. Davon waren über 1.000 Kinder unter 15 Jahren betroffen. Mit Hilfe der App können Nutzer dokumentieren, wann, wie lange und wie intensiv die Schmerzattacken einsetzen. Diese Notizen lassen sich dann per Mail weiterleiten.

"Auf der Grundlage dieses Schmerztagebuchs kann dann der behandelnde Arzt Ursachen besser identifizieren und Medikamente zielgerichteter einsetzen", so van Aalst weiter. Darüber hinaus ist in der App auch das TK-Kopfschmerz-Coaching integriert. Durch die Unterstützung dieses mehrwöchigen Online-Programms können Migränepatienten sich bestimmte Kompetenzen wie etwa Entspannungstechniken aneignen, um mit den einsetzenden Kopfschmerzen besser umgehen zu können.  
 

NRW-Ministerin Steffens: Altenbericht des Bundes bestätigt Alten- und Pflegepolitik in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf/Duisburg, 03. November 2016 - Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommunen auf vielfältige Weise bei der altengerechten Entwicklung ihrer Quartiere. Denn Städte und Gemeinden nehmen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere eine Schlüsselrolle ein, da eine erfolgreiche Quartiersentwicklung nur mit einer breiten Beteiligung aller relevanten Akteurinnen und Akteure vor Ort möglich ist.
Die zentrale Rolle der Kommunen betont jetzt auch der Bund bei seiner Ankündigung zum siebten Altenbericht, der den Titel „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ trägt.  
„Die Entwicklung altengerechter Quartiere hat in Nordrhein-Westfalen längst kräftig Fahrt aufgenommen“, erklärte Alten- und Pflegeministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Über 80 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte beschäftigen mit finanzieller Unterstützung des Landes hauptamtliche Quartiersmanagerinnen und -manager, die den erforderlichen Beteiligungsprozessen vor Ort den notwendigen Schub verleihen.
Das ist eine gute Nachricht, denn Lebensqualität im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit hängt ganz entscheidend davon ab, dass sich die Menschen bei der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mit einbringen können“, so Steffens weiter.  
Das Land bietet den Kommunen mit dem Landesförderplan Alter und Pflege passgenaue Förderangebote an. Im Rahmen des „Masterplan altenrechte Quartiere.NRW“ bietet außerdem das „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ Kommunen individuelle Beratung, Module zur Analyse und Umsetzung der Quartiersentwicklung und eine Datenbank mit Projektbeispielen an.
Das Landesbüro organisiert Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops für haupt- oder ehrenamtlich in der Quartiersentwicklung Tätige. Mit dem „Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management“ gibt es auch ein spezifisches Angebot für kommunale Beschäftigte.

 

Klinikaufenthalt – Welche Hilfen stehen Patienten zu?  
Das AWO-Begegnungs- und Beratungszentrum Mitte stellt die erweiterten Leistungen bei einem Krankenhausaufenthalt im Mittelpunkt eines Infonachtmittags. Regina Dinsing-Hellmann, Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen klärt am Mittwoch, 9. November, um 15 Uhr darüber auf. Die Teilnahme an diesem Vortrag im BBZ auf der Claubergstraße 20 - 22 in der Innenstadt ist kostenlos.  
Die Expertin von der Sana Klinik, entschlüsselt die Inhalte des neuen Krankenhausstrukturgesetzes. Regina Dinsing-Hellmann erläutert: Welche neuen Leistungen helfen während und nach dem Krankenhausaufenthalt? Besser informierte Betroffene und Angehörige können ganz gezielt nachfragen und so zu einer optimalen Behandlung beitragen.  
Am Mittwoch, 7. Dezember, geht es dann ebenfalls im AWO-BBZ Innenstadt um den Bereich Rehabilitation. Welche Möglichkeiten gibt es, wie finde ich die geeignete Reha Form für mich?  
Auch hier setzt die Referentin wieder auf den informierten Patient. Wer schon einmal von den verschiedenen Möglichkeiten gehört hat, kann im Krankenhaus gezielter nachfragen.  
BBZ-Leiterin Inge Klein erläutert die Idee hinter den Vorträgen: „Ein gut informierter Patient ist weniger verunsichert im Krankenhaus. Er versteht eher, was auf ihn zukommt. Gerade ältere Menschen haben oft Ängste, wenn sie in eine Klinik müssen. Wir wollen ihnen helfen, diese Sorgen zu nehmen, damit sie sich ganz auf ihre Genesung konzentrieren können.“    

 

Schmerzschrittmacher als Therapiekonzept ohne Nebenwirkungen Einladung zum Medizinischen Montag in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 02. November 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg am Montag, den 7. November, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein. Beim dem Termin steht das Thema „Schmerzschrittmacher als Therapiekonzept ohne Nebenwirkungen“ im Mittelpunkt.
Therapieresistente chronische Schmerzen nach Operationen, die auf medikamentöse Behandlungen nicht ansprechen, zählen zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Betroffen sind häufig Patienten nach Knie, Fuß, Leisten und Wirbelsäuleneingriffen. Trotz Operationen und intensivierter Schmerztherapie leiden viele Patienten an quälenden, chronischen Schmerzen im Operationsgebiet.
Viele Patienten gelten als austherapiert. Für sie gibt es scheinbar keinen Ausweg aus der Schmerzspirale. Hier kann die Neuromodulation, auch Rückenmarkstimulation genannt, eine erhebliche Linderung und oft Schmerzfreiheit herbeiführen. Der Einsatz der Schmerzschrittmacher erfolgt unter Lokalanästhesie. Damit können Schmerzpatienten, die häufig einen langen Leidensweg durchlaufen haben, eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren.

Dr. Stefan Schu, leitender Arzt Neuromodulation Neurochirurgie in den Sana Kliniken Duisburg, stellt die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie in einem leicht verständlichen Kurzvortrag vor und steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der HELIOS St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 7. November 2016 um 18 Uhr. Chefärztin Dr. Katrin Marschner und ihr Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung.
Danach informiert Eva Bukowski über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Konferenzzimmer im Verwaltungsgebäude der HELIOS St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.

 

 

Experten treffen sich zum 21. Duisburger Schmerztag

Duisburg, 31. Oktober 2016 - Im Malteser Hospizzentrum St. Raphael findet am Samstag, den 05. November der 21. Duisburger und 14. Duisburger/Krefelder Schmerztag statt. Veranstaltet wird die Fachtagung vom Malteser Krankenhaus St. Anna, dem Malteser Hospizzentrum St. Raphael und den Schmerzzentren Duisburg und Krefeld. Die Teilnahme für interessierte Bürger ist kostenfrei.

 

Das Motto des diesjährigen Duisburger und Krefelder Schmerztag lautet „Neues aus Schmerztherapie und Palliativmedizin – Weiterentwicklung von Palliativmedizin und Palliativpflege in der Region“.
Wie bereits in den Vorjahren dient der Kongress auch der gemeinsamen Kommunikation, der Weiterbildung und dem Erfahrungsaustausch von Ärzten, Therapeuten, Pflegenden und Betroffenen. Neben zahlreichen Experten sind auch Betroffene und interessierte Bürger herzlich eingeladen. Für sie ist die Veranstaltung am 5. November von 9 bis ca. 13 Uhr im Malteser Hospiz St. Raphael in Duisburg-Huckingen, Remberger Straße 36, kostenfrei.
Zu den besonderen Schwerpunkten des diesjährigen Duisburger/ Krefelder Schmerz- und Palliativtages zählen die Hospizarbeit, die medikamentöse Schmerztherapie, die Ernährungsmedizin sowie Informationen über Neuerungen in der hopizlich-palliativen Versorgung in Altenheimen.
Nach einer kurzen Begrüßung beginnen ab 9 Uhr 10 die ersten Vorträge. Als Referenten konnten die Veranstalter mehrere Ärzte von verschiedenen Krankenhäusern oder niedergelassenen Praxen gewinnen, sodass ein kurzweiliges und interessantes Programm entstanden ist. Ab 13 Uhr gibt es die Möglichkeit zu einem persönlichen Erfahrungsaustausch.

 

Digitalisierung kann pflegende Angehörige entlasten

Düsseldorf/Duisburg, 27. Oktober 2016 - Von den gut 580.000 Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen (NRW) werden mehr als 420.000 zu Hause versorgt. Jeder vierte Angehörige ist dabei weitgehend auf sich selbst gestellt. Das hat gesundheitliche Folgen: Nur gut 30 Prozent der allein pflegenden Angehörigen schätzen ihren Gesundheitszustand positiv ein, zeigt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK).
"Wer Angehörige pflegt, steht seelisch und zeitlich stark unter Druck", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. "Hilfe in solchen Stresssituationen bietet die psychologische Online-Beratung 'Pflegen und Leben', die von der TK unterstützt wird. Pflegende Angehörige können sie jederzeit und zeitlich unbegrenzt von zu Hause aus nutzen", erläutert van Aalst.

 

38 % der vollstationären Krankenhauspatienten wurden operiert
Bei 38 % (7,0 Millionen) der knapp 18,7 Millionen stationär in allgemeinen Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten wurde im Jahr 2015 eine Operation durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil nicht verändert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war gut die Hälfte der Behandelten, die sich 2015 während ihres Krankenhausaufenthaltes einem chirurgischen Eingriff unterziehen mussten, 60 Jahre und älter.  

 

Ministerin Steffens: Selbstbestimmte Geschlechtsidentität muss selbstverständlich werden

 Versorgung von trans- und intergeschlechtlichen Menschen verbessern, Selbsthilfe fördern, Vernetzung und Kooperationen unterstützen

Düsseldorf/Duisburg, 27. Oktober 2016 - Menschen, die sich nicht dem zweigeschlechtlichen Modell „Mann“ oder „Frau“ zuordnen können oder wollen oder ihren Körper ihrem Geschlechtsempfinden anpassen möchten, leiden immer noch vielfach unter Unverständnis und Diskriminierung. Laut einer Studie1 haben etwa 30 Prozent der Transsexuellen in NRW bereits einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Befragten der Studie wünschen sich deutlich mehr Akzeptanz und Sensibilität gerade auch im Gesundheitsbereich. 

„Selbstbestimmte Geschlechtsidentität muss in unserer Gesellschaft selbstverständlich werden. Aber wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie Körpergeschlecht und Geschlechtsempfinden, also die geschlechtliche Identität, entstehen, sind längst noch nicht überall angekommen. Auch bei Medizinerinnen und Medizinern besteht Fortbildungsbedarf. Damit trans- und intergeschlechtliche Menschen ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen können, müssen wir unter anderem ihre Versorgung verbessern, die Selbsthilfe weiter fördern sowie den Austausch zwischen Betroffenen und Fachleuten unterstützen“, erklärte Gesundheits- und Emanzipationsministerin Barbara Steffens heute im Rahmen der Fachtagung „Trans- und Intergeschlechtlichkeit im Gesundheitssystem“ im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf, zu der das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter eingeladen hatte.

 

Inhalte der Fachtagung waren die aktuellen Entwicklungen bei medizinischen Leitlinien, in der Beratung und in der Forschung. In Gesundheitsberufen Tätige tauschten sich darüber mit Interessierten aus der Selbsthilfe, der Verwaltung und Politik aus.

 

Prof. Dr. Annette Richter-Unruh, die wissenschaftliche Leiterin der Fachtagung, stellte gemeinsam mit Prof. Dr. Susanne Krege die aktuelle medizinische Leitlinie „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ vor. „Die neue Leitlinie ist zukunftsweisend, weil sie das tradierte Menschenbild von Frau und Mann auflösen möchte. Es ist an der Zeit, angesichts der biologischen Zusammenhänge und der Erlebniswelt von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung neue Wege zu gehen sowie bestehende Sichtweisen zu revidieren“, so Richter-Unruh.

 

Denn in der Gesellschaft herrscht vielfach noch die Vorstellung von zwei eindeutigen biologischen Geschlechtern vor. Noch immer werden Kinder, deren Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, frühzeitig operiert, um sie einem körperlichen Geschlecht zuzuweisen. Dies geschieht oft auf Drängen der verunsicherten Eltern. Die Operierten erfahren häufig erst im Erwachsenenalter davon und müssen mit zum Teil dramatischen Folgen für ihre körperliche und psychische Gesundheit wie Identitätsstörungen, sexuelle Empfindungsstörungen, Fortpflanzungsunfähigkeit leben.

 

Transgeschlechtliche Menschen kritisieren vor allem das Transsexuellengesetz (TSG) und leiden unter dem Unverständnis ihrer Mitmenschen. Um eine Namens- und Personenstandsänderung nach TSG zu bewirken, müssen sie dem zuständigen Gericht zwei unabhängige Gutachten von therapeutischen Sachverständigen vorlegen, die die Diagnose „Transsexualität“ bestätigen. Dadurch sehen sich Betroffene als „krank“ abgestempelt. Hinzu kommt, dass der Zugang zu medizinischen Hilfsmitteln und Leistungen oft langwierig ist und ein Ankommen im gefühlten Geschlecht – das sogenannte Passing – erschwert.

 

„Um die gesundheitliche Versorgung und die Lebenssituation trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu verbessern, müssen wir ihre Hilfebedarfe kennen. Wir müssen Ärztinnen und Ärzte und andere im Gesundheitssystem Tätige informieren sowie für die Bedarfe der Betroffenen sensibilisieren. Dazu brauchen wir Kooperationen und Netzwerke zwischen den Fachkräften im Gesundheitssystem und den Selbsthilfeorganisationen“, so Ministerin Steffens.

 

1 Studie im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter zur „Lebenssituation von Transsexuellen in NRW“, Lesben- und Schwulenverband Nordrhein-Westfalen 2012: http://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/TSG/Studie_NRW.pdf

 

Hintergrund

•     Transgeschlechtlichkeit umfasst verschiedene Transidentitäten. Transsexuelle fühlen sich nicht ihrem biologischen, sondern psychisch dem anderen Geschlecht zugehörig (zu unterscheiden von der sexuellen Orientierung). Sie bejahen das Zwei-Geschlechtermodell, viele nehmen Hormontherapien und medizinisch-operative Angleichungen in Kauf. Im Unterschied dazu fühlen sich Transgender mit dem Zwei-Geschlechtermodell unzureichend beschrieben, sie leben das soziale Geschlecht anders als das biologische. Darüber hinaus gibt es weitere Transidente, die Selbstbezeichnungen sind vielfältig. Um alle zu erfassen, wird auch das Kürzel Trans* verwendet.

 

o  Bundesweit gibt es geschätzt 6.000 - 7.000 Transsexuelle

o  In NRW gab es von 1995 bis 2015 rund 4.300 Namens-

und / oder Personenstandsänderungen nach dem Transsexuellengesetz.

 

•     Intergeschlechtlichkeit betrifft Diagnosen, bei denen Geschlechts-chromosomen, das Genitale oder die Geschlechtsdrüsen bei einem Menschen nicht ausschließlich männlich oder weiblich sind. Die neue medizinische Leitlinie spricht von „Varianten der Geschlechtsentwicklung“. Sie umfasst behandlungsbedürftige und nicht behandlungsbedürftige Fälle

 

o  Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich etwa 8.000 bis 10.000 intergeschlechtliche Kinder geboren werden. Selbsthilfe-Verbände gehen von deutlich höheren Zahlen aus.

 

•     Mit dem „NRW-Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie“ setzt sich Nordrhein-Westfalen seit vier Jahren für Vielfalt, Offenheit und Respekt gegenüber Menschen unter-schiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität ein. Mit über 100 Maßnahmen in allen gesellschaftlichen Bereichen wird der Aktionsplan umgesetzt. Fast alle Ministerien bringen sich dabei ein. Weitere wichtige Partnerinnen und Partner sind die Eigenvertretungen der LSBTI*-Selbsthilfe.

 

Geburtshilfe am Malteser: Infoabende mit Kreißsaalführung

Duisburg, 26. Oktober 2016 - Am 3. November und am 17. November um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung.
Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Zudem findet am 21. November wieder der beliebte „Großelternkurs“ statt. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet unter www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.  

 

Viele Gipshände bei der Kinder-Uni am HELIOS Klinikum Duisburg Ferienveranstaltung sorgte für Begeisterung

Duisburg, 25. Oktober 2016 - „Na, seid ihr alle ausgeschlafen?“ – mit dieser Frage wurden die 33 Juniorstudenten zur diesjährigen Kinder-Uni begrüßt, die vor kurzem am HELIOS Klinikum Duisburg stattfand. Und die Frage war berechtigt, kamen die Kinder doch trotz Herbstferien schon morgens in die Klinik, um mehr über die faszinierenden Fähigkeiten und Zusammenhänge des menschlichen Körpers zu erfahren.
In vier Vorlesungen an zwei Tagen erfuhren sie zum Beispiel, was hinter der Zuckerkrankheit steckt, wieso die Nieren wahre Hochleistungsorgane sind und warum Bewegung wichtig für unsere Gesundheit ist. „Wisst ihr, welchen Muskel wir beim Atmen brauchen?“ fragte Dr. Katrin Wissing, Oberärztin der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, und verdeutlichte den Kindern die Antwort kurzerhand an einem Mini-Lungenmodell bestehend aus einer halben Plastikflasche, zwei Luftballons, einem Strohhalm und etwas Knete.

Dr. Katrin Wissing mit ihrem anschaulichen Mini-Lungenmodell.

Staunend beobachteten die Nachwuchsstudenten im Alter zwischen sieben und elf Jahren, wie sich der Ballon im inneren der Flasche zusammenzog und wieder aufblähte, wenn man an dem nachempfundenen Zwerchfell – dem wichtigsten Atemmuskel – zupfte.  
Nach den Vorträgen ging es für die Kinder auf Entdeckungsreise in einen Operationssaal sowie in den sogenannten Schockraum der Notaufnahme, in dem sich die Ärzte im Ernstfall um schwerverletzte Patienten kümmern. Beim Reanimationskurs von Anästhesistin Dr. Alina-Andreea Clonda erfuhren die Kinder zudem, wie die Herzdruck-Massage korrekt durchgeführt wird.

Dr. Darius Buchczyk bei der Erläuterung eines Defibrillators im Schockraum

Zum Abschluss der Ferienveranstaltung durften die Juniorstudenten ihr wohlverdientes Diplom in Empfang nehmen. Dr. Wolfgang Lepper, ärztlicher Direktor des HELIOS Klinikum Duisburg, musste bei der Übergabe allerdings viele eingegipste Hände schütteln: Im Gipskurs hatten sich die meisten Juniorstudenten gerne als Model zur Verfügung gestellt, um sich eine Schiene anlegen zu lassen. Für den siebenjährigen Kuzey stand am Ende fest: „Ich komme jetzt jedes Jahr. Und wenn ich groß bin, werde ich Lehrer an der Kinder-Uni.“

 

 

 

Deutsche Rheuma-Liga Duisburg feiert 40 Jahre Selbsthilfearbeit

Duisburg, 19. Oktober 2016 - Die Duisburger Selbsthilfeorganisation für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen wurde 1976 in den damaligen Städtischen Kliniken gegründet. Gründungsmitglieder waren Rheumakranke, Klinik für Rheumatologie und die Abteilung für Physiotherapie.
Die Deutsche Rheuma-Liga AG Duisburg hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer der größten Selbsthilfeorganisationen im  Gesundheitsbereich entwickelt. Zu ihren vorrangigen Aufgaben gehören Angebote der Hilfe und Selbsthilfe, die Aufklärung der Öffentlichkeit und die Vertretung der Interessen Rheumakranker gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Gesundheitswesen sowie Förderung der Rheumaforschung.
Die Selbsthilfearbeit der Deutschen Rheuma-Liga Duisburg wird ausschließlich von ehrenamtlichen Rheumakranken geleistet und basiert auf den Säulen "Beratung, Begegnung, Betreuung und Bewegung".

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen in den Büros in Hamborn und Wedau jede Woche für ca. 1000 Mitglieder und interessierte Besucher zur Verfügung. Viele Betroffene treffen sich in den zahlreichen Gesprächsgruppen, auf Infotreffs, machen bei Tagesreisen und in der Tanzgruppe mit. Wöchentlich trainieren ca. 700 Rheumakranke in den Warmwasser- und  Trockengymnastikgruppen.
Am 26. Oktober möchte die Deutsche Rheuma-Liga Duisburg mit ihren Mitgliedern und Ehrengästen aus Politik und Gesundheitswesen in die 40-jährige Vereinsgeschichte feierlich zurückblicken und freut sich auf die zukünftige Selbsthilfearbeit für und mit den Rheumakranken.

 

Krebsberatung in Duisburg  
Für eine medizinische Beratung am Dienstag, 25. Oktober, sind noch Termine frei. Dr. Michael Schroeder steht in der Zeit von 15 bis 16.30 Uhr im Konferenz– und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ (grüner kleiner Raum) an der Schwanenstraße in der Stadtmitte als Ansprechpartner zur Verfügung.   Um eine telefonische Anmeldung unter (0203) 283-3938, (0203) 283-4632 oder (0152) 26251232 wird gebeten.  

 

Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau-Bissingheim  
Die Gesundheitskonferenz lädt zum Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau-Bissingheim mit dem Thema „Altersdepression“ ein. Dr. med. Wolfrid Schröer, Chefarzt Geriatrie der Sana Kliniken, steht am Dienstag, 25. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum der Pfarrgemeinde St. Josef am Kalkweg 189 (Eingang) in Wedau als Ansprechpartner zur Verfügung.  
Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Themen und Termine zum Angebot der Gesundheitskonferenz gibt es im Internet unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de oder telefonisch unter (0203) 283-3938.    

 

Immer ein offenes Ohr Die „Grünen Damen und Herren“ des HELIOS Klinikum Duisburg suchen Verstärkung in Hochfeld  
Sie schenken ehrenamtlich Zeit und Zuwendung oder erledigen kleine Besorgungen: Für die Patienten sind die sogenannten Grünen Damen und Herren in den Krankenhäusern Deutschlands eine große Hilfe: Denn diese Unterstützung kann helfen, Stunden der Einsamkeit und des „Sich-allein-gelassen-Fühlens“ zu überbrücken, vor allem wenn Freunde und Angehörige nicht in der Nähe sein können.  
Die Patienten erkennen die Helferinnen an den grünen Kitteln. Daher stammt auch ihr Name. Die Schweigepflicht der grünen Damen gibt den Betroffenen zudem die Sicherheit, offen sprechen zu können. Sie gehen von Zimmer zu Zimmer und bleiben, wo sie gebraucht werden.
Das Team besteht im Moment aus rund 13 Damen und einem Herren, welche sich allerdings hauptsächlich am HELIOS Standort St. Johannes mit den Besuchen abwechseln.
Um das Angebot auch auf die HELIOS Marien Klinik in Hochfeld auszuweiten, sucht das Team deshalb kurzfristig Verstärkung. Die zukünftigen „Grünen Damen und Herren“ würden einmal wöchentlich für zwei bis drei Stunden an der Wanheimer Straße im Einsatz sein. Voraussetzung für das Ehrenamt sind vor allem Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein.  
Wer gerne ein paar Stunden Zeit in der Woche erübrigen möchte und sich für den ehrenamtlichen Dienst in der HELIOS Marien Klinik interessiert, dem steht folgende Ansprechpartnerin zur Verfügung: Simone Hyun, Assistentin der Klinikgeschäftsführung unter Tel. (0203)546-2204
   

 

 

Medizinischer Montag in den Sana Kliniken und Osteoporose

Duisburg, 17.Oktober 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg  am Montag, den 24. Oktober, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein.
Diesmal steht das Thema „Osteoporose“ im Mittelpunkt. Osteoporose stellt sich insbesondere bei Frauen durch einen erheblichen Knochenschwund ein und ist mit einem hohen Risiko für Knochenbrüche verbunden.  
Man schätzt, dass 40 Prozent der heute 50-jährigen Frauen eine osteoporotische Fraktur in ihrem Leben erleben werden, aber nur 13 Prozent der Männer. Besonders häufig sind Rheuma-Patienten betroffen. Nur bei der Hälfte der von Knochenschwund betroffenen Menschen gibt es eine Diagnose, noch weniger werden behandelt. Dabei ist der Gold-Standard zur Messung der Knochendichte - und damit auch der Diagnosestellung -  die DXA-Messung.
Als Therapie zum Aufhalten des Knochenabbaus kommen insbesondere Präparate wie Biophosphate zum Einsatz. Dr. Hans Joachim Bergerhausen, Chefarzt der Rheumatologie in den Sana Kliniken Duisburg, stellt die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie in einem leicht verständlichen Kurzvortrag vor und steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

 

2015 wurden in NRW-Krankenhäusern 14 336 Patienten mit Osteoporose- Erkrankungen stationär behandelt  
Im Jahr 2015 wurden in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 14 336 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Osteoporose-Erkrankung (Knochenschwund) stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages (20.10.2016) mitteilt, waren das zwar 1,4 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2014 (14 543), aber ein Viertel (25,2 Prozent) mehr als 2006 (11 446). In zwei Dritteln (67,5 Prozent) der Fälle wurden Frauen behandelt.  
Osteoporose ist nicht ausschließlich eine Erkrankung älterer Menschen, allerdings werden die Folgen von Osteoporose-Erkrankungen meist erst im höheren Alter sichtbar. 86,8 Prozent der Patientinnen und Patienten waren 40 Jahre und älter, mehr als gut zwei Drittel (70,6 Prozent) mindestens 60 Jahre alt und knapp ein Drittel (32,4 Prozent) mindestens 80 Jahre alt. Aber auch Kinder und Jugendliche können an dieser Erkrankung leiden: 2015 waren 3,3 Prozent aller Osteoporose-Patienten minderjährig, wobei bei diesen insgesamt 473 Kindern und Jugendlichen überwiegend eine verminderte Heilfähigkeit bei einer erlittenen Fraktur behandelt wurde.  

Zu den hier betrachteten Osteoporose-Erkrankungen zählen Osteoporosen mit oder ohne pathologische Frakturen, aber auch Osteomalazien (Knochenerweichung) sowie sonstige Veränderungen der Knochendichte und -struktur. Nicht berücksichtigt wurden in der vorliegenden Auswertung die auf Vitaminmangel zurückzuführenden Knochenanomalien bei Kindern und Jugendlichen (Rachitis).
In der Krankenhausdiagnosestatistik werden die vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten nach ihrer Hauptdiagnose einschließlich sog. Stundenfälle ausgewiesen. Als Hauptdiagnose gilt dabei die Diagnose mit dem größten Anteil an der Behandlungsdauer bzw. an der medizinischen Leistung. (IT.NRW)  

 

Gesundheitstreff Mitte-Süd: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung“
Die Gesundheitskonferenz lädt zum Gesundheitstreff Mitte-Süd mit dem Thema „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung“ ein. Sozialwissenschaftlerin Conny Bill steht am Donnerstag, 20. Oktober, um 15 Uhr im Begegnungs- und Beratungszentrum an der Karl-Jarres-Straße 100 als Ansprechpartner zur Verfügung.  

 

NRW: 30 459 Patientinnen und Patienten wurden 2015 stationär in den rheumatologischen Krankenhausabteilungen behandelt

Mittwoch, 12. Oktober 2016: Welt-Rheuma-Tag

 Im Jahr 2015 wurden in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 30 459 Patientinnen und Patienten in einer Rheumatologie stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Welt-Rheuma-Tages (12.10.2016) mitteilt, waren das 3,7 Prozent mehr als 2014 (29 368) und 29,2 Prozent mehr als 2006 (23 574).  
Bei den in Rheumatologien behandelten Patientinnen und Patienten wurde 2015 am häufigsten die seropositive chronische Polyarthritis diagnostiziert (4 318 Fälle). Das waren 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 18,1 Prozent mehr als 2006. Fast drei Viertel aller in rheumatologischen Fachabteilungen behandelten Patienten waren Frauen (73,2 Prozent); 2014 hatte der Frauenanteil noch bei 74,1 Prozent gelegen.  
Die Rheumatologie ist je nach fachärztlichem Schwerpunkt der Fachabteilung für innere Medizin oder der Fachabteilung für Orthopädie zugeordnet. So sind in den Krankenhäusern in NRW insgesamt 18 internistisch- sowie neun orthopädisch-rheumatologische Fachabteilungen eingerichtet.
Damit verfügten von den 352 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 27 über Rheumatologien. Die Zahl der aufgestellten Betten in dieser Fachrichtung ging im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 952 Betten zurück (2014: 998). Wie die Statistiker mitteilen, wird die pädiatrische Rheumatologie (für Kinder und Jugendliche) im Rahmen dieser Statistik nicht berücksichtigt.

 

Hochsaison für Hausstaubmilben: Tipps für Hausstauballergiker

Duisburg, 10. Oktober 2016 - Sobald im Herbst die Heizung anläuft, beginnt für viele Menschen eine anstrengende Zeit: Die Augen tränen, die Nase läuft, das Atmen fällt schwer. Sie haben eine Hausstaubmilbenallergie. Mit der Zeit können sich chronische Beschwerden an der Nasenschleimhaut oder sogar Asthma entwickeln.
Die gute Nachricht ist: Wer konsequent Gegenmaßnahmen trifft, kann die Symptome deutlich reduzieren. Wie sich eine Allergie von einem Schnupfen unterscheidet, wodurch sie entsteht und was dagegen hilft, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Sie sind unsichtbar, im Grunde harmlos und leben zu Hunderttausenden in Matratzen, Kissen und Polstern: Milben. Sie kommen in jedem Haushalt vor und haben mit mangelnder Sauberkeit nichts zu tun, weiß der DKV Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter.
„Sie ernähren sich von Hautschuppen und Schweiß und fühlen sich daher in der Nähe von Menschen besonders wohl.“

Der Stoff, der die Allergie auslöst, das sogenannte Allergen, befindet sich im Kot der winzigen Spinnentiere. Im Winter wirbelt die Heizungsluft diesen mit dem Hausstaub auf. Die meisten merken davon nichts. Atmet jedoch ein Allergiker die Ausscheidungen der Milbe ein, schlägt sein Immunsystem Alarm. Die Symptome ähneln einer Erkältung: Niesreiz, laufende Nase, gereizte Augen und in schwereren Fällen Husten, Atemnot, pfeifende Lungengeräusche.
„Bei einer Allergie sind die Beschwerden morgens am heftigsten, weil der Betroffene im Bett besonders stark mit den Allergenen in Kontakt kommt“, so Dr. Wolfgang Reuter. „Ein Hinweis auf eine mögliche Hausstaubmilbenallergie ist auch, wenn die Symptome mit Beginn der Heizsaison stärker werden.“
Bei einer Erkältung ist meist schon Tage zuvor zu spüren, dass sich etwas anbahnt. Allergie-Symptome dagegen kommen und gehen unangekündigt. Wer also morgens häufig überraschend mit Schniefnase aufwacht, sollte am besten einen Allergologen oder Hals-Nasen-Ohrenarzt zu Rate ziehen. Milben-Biotope beseitigen Das wirksamste Mittel gegen die Allergie ist, den Milben das Leben schwer zu machen.
„Am besten, der Allergiker fängt dort an, wo die Belastungen besonders hoch sind: in seinem Bett“, rät der DKV Gesundheitsexperte. Allergiker sollten ihre Bettwäsche jede Woche wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Gut bewährt haben sich zudem sogenannte Encasings. Das sind spezielle, für Milben undurchlässige Schutzbezüge. Auf Daunendecken müssen Hausstauballergiker übrigens nicht unbedingt verzichten – außer, sie sind auf die Daunen selbst allergisch.
„Milben gedeihen am besten bei feuchter, warmer Luft. Regelmäßiges Stoßlüften ist daher hilfreich.“ Wer viermal am Tag fünf bis zehn Minuten lang die Fenster öffnet, hat schon viel zur Bekämpfung der Milben getan. Staubfänger haben in der Wohnung von Allergikern nichts verloren: Zierkissen, Vorhänge, dicke Teppiche und offene Regale sind Milben-Biotope und daher besser zu vermeiden. Außerdem eignen sich Ledermöbel besser als Polstermöbel.
Wer Milben zu Leibe rücken will, kommt außerdem um regelmäßiges Putzen nicht herum. Es empfiehlt sich, mindestens zwei Mal pro Woche feucht zu wischen. Das Staubsaugen delegieren Allergiker besser, denn dabei wird erneut Staub aufgewirbelt. Geht das nicht, lässt sich die Belastung durch Feinstaubfilter verringern.

 

Stiftung HUMOR HILFT HEILEN erhält eine Spende von 2.500 Euro der Deutschen Kinderhilfe für die Arbeit in den Sana Kliniken

Duisburg, 07. Oktober 2016 - Für die Clownsvisiten der Clownixen Mine und Bims in den Sana Kliniken Duisburg hat die Stiftung eine Spende über 2.500 Euro von der Deutschen Kinderhilfe erhalten. Der Scheck wurde direkt in der Kinderklinik durch die Deutsche Kinderhilfe im Rahmen der Aktion Kinderlachen übergeben.  
Die von Eckart von Hirschhausen gegründete Stiftung HUMOR HILFT HEILEN (HHH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, heilsamen Stimmung im Krankenhaus zu fördern und unterstützt die Clownsvisiten in Duisburg bereits seit 2012 mit jährlich bis zu 25.000 Euro. Mit 100 Clownsprojekten, über 300 Humor-in-der-Pflege-Workshops und fünf wissenschaftlichen Forschungsprojekten ist HHH der größte Förderer der praktischen Anwendung und der Erforschung von Humor im Gesundheitswesen.

„Wir lassen uns dazu in jedem Krankenzimmer auf die jeweiligen Bedürfnisse der kleinen und großen Patienten ein: mal mit einem gemeinsamen Phantasiespiel, einer Clownsvisite an kranken Kuscheltieren, Zauberei oder einem leisen Lied und Seifenblasen. Damit geben wir den Kindern die Möglichkeit, dem Krankenhausalltag für einen kleinen Moment zu entfliehen,“ verriet Clownixe Mine, die eigentlich Simone Faßnacht heißt. „Auch den Eltern tut es gut, sich von ihren Sorgen und Ängsten ablenken zu lassen. Und für uns gibt es nichts Schöneres, wenn wir wieder im Krankenhausflur stehen und aus dem Zimmer noch ein Lachen und Kichern zu hören ist“ ergänzt Nuria Hansen, die als Clownixe Bims unterwegs ist.  
„Humor ist gut für die Betreuung und hilft auch bei der Therapie. Er kann auch den Blickwinkel öffnen und die Sichtweise auf viele Dinge ändern“, zeigte sich auch Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Duisburg, dankbar für die Spende. „Die Kinder auf den Stationen fragen uns gezielt nach den Clownsvisiten.“
Martina Mika, pflegerische Leitung der Station, fügte hinzu: „Die Clowns sind hervorragend integriert in die Abläufe unserer Station. Unsere kleinen Patienten freuen sich sehr auf Bims und Mine.“  
„Bei ihrer schwierigen Aufgabe möchten wir die Stiftung Humor Hilft Heilen gerne unterstützen“, sagte Kai Buschmann von der Deutschen Kinderhilfe. „Wir geben das Geld daher gerne an die Stiftung, weil wir hier sehen, dass etwas wirklich Gutes damit passiert.“ Und Duisburg ist nicht das einzige Projekt, das die Deutsche Kinderhilfe mit einer Spende unterstützt. Für ein Jahr lang werden aktuell auch die HHH-Clowns der Kinderklinik der Universitätsklinik Mainz mit 3.000 Euro bezuschusst.  
Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, sendete als Grußwort: „Wir freuen uns, wenn unsere Spende dazu beiträgt, den Alltag der Kinder auf den Stationen der Sana Kliniken etwas bunter und fröhlicher zu gestalten. Und wir alle wissen, dass Lachen die beste Medizin ist.“  

Chefarzt Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum (Mitte mit Scheck) mit dem Stationsteam, kleinen Patienten und den Clownixen Bims (vorne) und Mine (rechts) zu sehen. Die Herren in der dunklen Kleidung sind Kai Buschmann (links)  und Oliver Schmid (rechts), die den Spendenscheck der  Deutschen Kinderhilfe übergeben haben.

 

Kochabend mit Patientinnen und Patienten

Duisburg, 05. Oktober 2016 - Der ambulante palliative Pflegedienst Medidoc aus Duisburg lädt erstmalig Patientinnen und Patienten zu einem unvergesslichen Kochabend ein. Stefan Opgen-Rhein steht erwartungsvoll im Foyer seines Restaurants. Für den Chefkoch des Restaurants „Aufgetischt“ in Oberhausen wird es heute ein ganz besonderer Abend. Er wird zum ersten Mal mit und für unheilbar kranke Menschen kochen.
Die Idee zu diesem ganz besonderen Kochabend hatte Malgorzata Szajkowska. Sie leitet den ambulanten Pflegedienst „Medidoc“ in Duisburg, der sowohl sterbenskranke Patientinnen und Patienten als auch pflegebedürftige Menschen betreut.
„Für die meisten Patientinnen und Patienten rückt das Thema Essen und Trinken in den alltäglichen Hintergrund. Bei schweren Erkrankungen verändert sich oftmals der Geschmackssinn und die Betroffenen mögen viele Speisen, Gewürze oder Kräutern nicht mehr. Um diese Lust am Essen und damit auch am Kochen doch ein bisschen wiederzuentdecken haben wir erstmals zu diesem Event eingeladen“, sagt die Geschäftsführerin von Medidoc. Langsam trudeln auch schon die ersten Gäste ein, die allesamt von Medidoc-Mitarbeitern zum Event gefahren wurden. Sie freuen sich ebenfalls auf diesen außergewöhnlichen Abend, stoßen mit den Gästen schon mal an und schwingen ebenfalls gleich die Kochlöffel.  
Alle arbeiten Hand in Hand und haben Spaß bei den jeweiligen Aufgaben. Schritt für Schritt werden so alle drei Gerichte vorbereitet und fertig gestellt. Ein Gläschen Wein darf neben der Zubereitung der Speisen natürlich auch zu sich genommen werden.
Ich bin begeistert. Unsere Patientinnen und Patienten haben so viel Freude und Elan. Viele meiner Mitarbeiter können sich jetzt auch länger und intensiver mit den Betroffenen unterhalten, Spaß haben und sie ein bisschen näher kennenlernen. Dies kommt auch der Pflege im Alltag zu Gute“, betont Szajkowska, während sie das Graupenrisotto für die Vorspeise zubereitet und den im Ofen garenden Lachs im Auge behalten muss. Schnell sind alle Vorbereitungen getroffen und Stefan Opgen-Rhein bittet die Gäste zu Tisch.
Alle Patientinnen und Patienten nehmen an den festlich gedeckten Tischen Platz, während alle beteiligten Mitarbeiter von Medidoc die Speisen servieren. „Guten Appetit“, ist von allen Seiten zu hören. Genüsslich verspeisen alle Teilnehmer die von ihnen zubereiteten Gerichte und genießen sichtlich das schöne Ambiente und die ausgelassene Stimmung. Fröhlich und ganz entspannt betrachtet Stefan Opgen-Rhein nach dem Festmahl die leeren Teller in seiner Küche. „Wie wir sehen, hat es allen geschmeckt und dies ist für mich das größte Lob“, sagt der Chefkoch zufrieden. Nach dem Dessert verteilt der Küchenchef zur großen Freude aller, Urkunden für die sehr guten Leistungen am Kochtopf. Gut gesättigt, glücklich und zufrieden werden dann alle Patientinnen und Patienten wieder nach Hause gebracht. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es ein unvergesslicher Abend, der sicherlich noch einmal wiederholt wird.

Mit Begeisterung schwingen die Teilnehmer die Kochlöffel und schnippeln das Gemüse. Foto Medidoc

 

Examen bestanden – 18 neue Gesundheits- und Krankenpfleger

Duisburg, 04. Oktober 2016 - Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Sektempfang hat die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH die Examenskurse 2016 der Krankenpflegeschule verabschiedet. Mit den insgesamt 18 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern freuten sich die Leitungen, Dozentinnen und Dozenten der Krankenpflegeschule sowie die Mitarbeiter und Pflegedienstleitungen der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH über den erfolgreichen Abschluss.
 
Nach einer dreijährigen Ausbildungszeit haben die Auszubildenden in einer praktischen, einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung ihr umfangreiches Fachwissen erfolgreich unter Beweis gestellt. Damit können die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger der Malteser Krankenhäuser St. Anna und St. Johannes-Stift gut gerüstet in die berufliche Zukunft starten.
Hinter den frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern liegen insgesamt 2.300 Theoriestunden und 2.500 Stunden Praxis in den verschiedenen Stationen des Krankenhauses. Alle Bestandteile des Examens orientieren sich an typischen beruflichen Situationen. Fast allen Auszubildenden haben die Malteser eine Übernahme angeboten.  

Absolventen