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Bethesda-Krankenhaus mit niedrigster Kaiserschnittrate seit Jahren

Duisburg, 17. Januar 2018 - Im Jahr 2017 wurden im Bethesda-Kreißsaal 1.211 Kinder geboren. Der Anteil der geplanten und ungeplanten Kaiserschnitte lag bei 24,85 Prozent. Mit dieser Durchschnittsrate konnte das  Bethesda-Krankenhaus die

empfohlene Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen.

Bei genauer Betrachtung der Statistik aus dem Geburtsverlauf heraus wurde deutlich, dass die Rate der Kaiserschnitte von lediglich 14,45 Prozent bei den gesamten Geburten vorlag. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Rate von 10-15 Prozent, die somit vom Kreißsaalteam des Bethesda-Krankenhauses erfüllt wurde. 

 

Der andere Teil der Sectiogeburten werden als primär oder auch geplante Kaiserschnitte bezeichnet, die durch Vorerkrankungen oder auf Wunsch der Mutter sowie durch kindliche Indikationen begründet sind.

 

Hoher Besuch in der Kinder- und Jugendklinik

Duisburg, 17. Januar 2018 - Da staunten die kleinen Patienten im Spielzimmer der Kinder- und Jugendklinik an der Helios St. Johannes Klinik nicht schlecht: Die Duisburger Kinderprinzencrew, also Prinz Kevin II., Prinzessin Gina I. und die Paginnen Lara und Kiana waren jetzt zu Besuch und überbrachten jecke Grüße. Mit einer kleinen Tanz- und Schunkeleinlage schenkten die jungen Tollitäten den tapferen Patienten eine heitere Abwechslung und ließen sie ihre Erkrankung für einige Momente vergessen. Zudem überreichte die Crew jedem Kind einen Ansteckbutton.
Dr. Peter Seiffert, Chefarzt der Kinderklinik, erhielt sogar einen Orden als Dank für die Einladung. Ganz besonders freute sich der 14-jährige Leon: Da er die Kinder-Intensivstation leider nicht verlassen konnte, kam das Prinzenpaar samt Paginnen kurzerhand zu ihm ins Zimmer. „Er hat sich den ganzen Tag schon auf den Besuch gefreut“, sagte seine Mutter und machte gleich ein paar Erinnerungsfotos mit den Hoheiten.

V.l.: Leon, Lara, Chefarzt Dr. Peter Seiffert, Gina, Kevin und Kiara.  

 

Neuer Chefarzt der Psychosomatik: Essstörungen im Fokus

Duisburg, 16. Januar 2018 - Seit kurzem ist Dr. Vitus Irrgang Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Helios Marien Klinik. Mit seinem Wechsel nach Duisburg erhält die Fachabteilung einen neuen Schwerpunkt: Dr. Irrgang ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Essstörungen.

 

Plötzlich wird die Zahl auf der Waage zum allesbestimmenden Wert, der die Gefühlslage der Betroffenen beherrscht. Jeder Gedanke dreht sich nur noch um das Essen, die dahintersteckenden Kalorien, das eigene Aussehen. Auslöser für das gestörte Verhältnis zum Essen sind oftmals innere Spannungen, die den Betroffenen in der Regel gar nicht bewusst sind.
Diese Spannungen gemeinsam mit den Patienten zu lösen, das hat sich Dr. Vitus Irrgang zum Ziel gesetzt. „Leistungsdruck, das Gefühl, nicht liebenswert zu sein, Zukunftsängste – das alles können Ursachen für Magersucht und Bulimie sein, die zu den häufigsten Essstörungen zählen“, so der Experte.

Während bei der Magersucht die Nahrungsaufnahme in krankhaftem Maße gezügelt wird, entsteht bei der Bulimie ein Teufelskreis zwischen unkontrollierbaren Essattacken und darauffolgenden Maßnahmen, das Gewicht zu reduzieren. Dazu gehören selbstherbeigeführtes Erbrechen, exzessiver Sport oder die Einnahme von Abführmitteln. Beide Erkrankungen finden ihren Beginn oftmals in der Pubertät, Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.

„Die Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein ist mit großer Unsicherheit verbunden. Der Körper wird da oft zur Projektionsfläche für Konflikte mit sich selbst und dem Umfeld“, sagt Dr. Irrgang. Und das kann weitreichende Folgen haben: In der Riege der psychischen Erkrankungen ist Magersucht die mit der höchsten Sterblichkeitsrate. „Neben den psychischen Aspekten der Essstörungen müssen daher auch immer die somatischen Auswirkungen mitbehandelt werden. Osteoporose, Nierenschäden, Herz-Kreislaufstörungen – das sind nur einige Bespiele der körperlichen Folgen.“ Dazu kann er in Duisburg auf die anderen Fachabteilungen des Helios Klinikums zurückgreifen.

 

Dr. Irrgang blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit essgestörten Patienten zurück. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universitätsklinik in München. Der 67-Jährige ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und psychotherapeutische Medizin. Während seiner Zeit als Chefarzt der Abteilung für Psychosomatik an den Kliniken am goldenen Steig im bayrischen Freyung baute er den dortigen Schwerpunkt für Essstörungen erfolgreich auf. Zuletzt arbeitete er in einer psychotherapeutischen Praxis in München.

An seinem Wechsel nach Duisburg reizte Dr. Irrgang die Aufgabe, auch hier das Hilfsangebot für essgestörte Menschen neu zu etablieren. Wichtig für das Einleiten der Therapie sei jedoch, dass die Betroffenen den ersten Schritt weg von der Erkrankung selbst gehen müssen. „Sobald sich die Patienten entschieden haben, Hilfe anzunehmen, sind wir mit einem spezialisierten Team aus Medizinern, Therapeuten und Pflegekräften für sie da“, so Dr. Irrgang.

 

Mehr Kinder- und Jugendärzte!

BVKJ: "Was in Hamburg möglich ist, muss auch bundesweit gelingen!"

Duisburg, 11. Januar 2018 - Die Kinder und Jugendlichen in Hamburg haben es gut: demnächst gibt es vier neue Kinder- und Jugendarztsitze für die Stadt. Dafür hat die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) gesorgt. "Hamburg macht es vor. Dort haben die Verantwortlichen hinter die Kulissen geschaut und erkannt, dass die vorhandenen Behandlungskapazitäten nicht ausreichen, auch wenn es auf dem Papier eine Überversorgung mit Pädiatern gibt."
Mit diesen Worten kommentierte Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die gute Nachricht und ergänzte:
"Überall in Deutschland mehren sich die Klagen von Eltern, die für ihr Kind keinen Pädiater finden können. Mehr Geburten, zusätzliche und erweiterte Vorsorgeuntersuchungen sind unter anderem Grund für den Kinder- und Jugendarztmangel, der besonders die Kinder und Jugendlichen in ländliche Regionen und in den weniger wohlhabenden Vierteln der Großstädte trifft.
Als Berufsverband haben wir rechtzeitig auf den Missstand hingewiesen, von Seiten der verantwortlichen Politiker und auch KVen aber wenig Initiative gesehen. Nun hoffen wir, dass die anderen KV-Bezirke aufwachen und dem Hamburger Beispiel folgen und zusätzliche Kassensitze schaffen, für die dann aber auch zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Gleichzeitig hoffen wir, dass die Politik neue, den tatsächlichen Bedürfnissen angepasste Bedarfsplanungsrichtlinien erarbeitet, um regional dem Versorgungsbedarf besser als bisher zu entsprechen. Wir Kinder- und Jugendärzte versuchen derzeit, so viele Kinder medizinisch zu betreuen wie nur irgend möglich, viele Kolleginnen und Kollegen gehen dabei weit über ihre Belastbarkeitsgrenzen hinaus. Es ist Zeit, dass wir Verstärkung bekommen, um alle Kinder in unserem Land medizinisch bestmöglich zu versorgen."

BVKJ -Bedarfsplanung: 

https://www.bvkj.de/fileadmin/pdf/280917_Position_BVKJ_Bedarfsplanung_Kinder-und_Jugendaerzte.pdf


St. Johannes Klinik von Deutscher Diabetes Gesellschaft zertifiziert

Bestmögliche Betreuung für Menschen mit Diabetes  
Duisburg, 11. Januar 2018 - Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Über sechs Millionen Menschen sind von der chronischen Stoffwechselerkrankung betroffen. Sie brauchen eine fachübergreifende, qualitativ hochwertige Versorgung, wie sie nachweislich in der Helios St. Johannes Klinik gewährleistet wird: Die Klinik wurde jetzt von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes zertifiziert.  

Dr. Gabriele Schott, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie freut sich sehr über das Qualitätssiegel, das den Patienten eine Orientierungshilfe bei der Wahl der passenden Klinik sein möchte. „Die Zertifizierung der DDG bestätigt, dass unsere Behandlung in allen Bereichen – Therapie, Beratung und Schulung – den aktuell geltenden Leitlinien entspricht. Für unser Team ist es zugleich eine Anerkennung für die täglich geleistete Arbeit.“

Voraussetzung für die Zertifizierung ist unter anderem eine festgelegte Mindestzahl an Patientenbehandlungen mit den beiden Formen der Zuckerkrankheit. Zudem muss das  Behandlungskonzept den wissenschaftlich fundierten Empfehlungen der Fachgesellschaft entsprechen und von Ärzten, dem Pflegedienst, Diabetes- und Ernährungsberatern gleichermaßen befolgt werden. „Damit ist die Auszeichnung eine wahre Teamleistung“, sagt Dr. Schott.  

Fotos Helios

 

Diabetes mellitus ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichen Ausprägungen, die in Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 unterschieden wird. Vor allem die Zahl der an Diabetes Typ 2 erkrankten Menschen steigt in Deutschland rasant. Eine ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und Übergewicht zählen zu den Risikofaktoren. Auch wenn der Name „Zuckerkrankheit“ harmlos klingt, handelt es sich bei der Stoffwechselstörung um eine ernstzunehmende Erkrankung, die schwerwiegende Folgen wie Nierenschäden, Schlaganfall oder Herzinfarkt verursachen kann.
„Mit der richtigen, interdisziplinären medizinischen Betreuung können diese Folgeschäden jedoch verhindert werden“, sagt die Diabetologin Dr. Schott. Besonders wichtig sei auch eine entsprechende Schulung der Patienten. Diese Aufgabe übernehmen die Diabetes- und Ernährungsberater der Klinik, die fachübergeifend Blutzuckerpatienten wertvolle Tipps für den Umgang mit der Krankheit im Alltag geben. Auch wenn Diabetes nicht heilbar ist - so können die Patienten oft gut mit der Erkrankung leben.  

 

 

UDE/UK Essen: Akute myeloische Leukämie im Kindesalter

Studiendaten international vernetzen 

Duisburg, 11. Januar 2018 - Noch gibt es viele offene Fragen darüber mit welcher Therapie einem Kind mit akuter myeloischer Leukämie (AML) am besten geholfen werden kann. Um die Studiendaten weltweit auszutauschen soll nun eine gemeinsame Datenstruktur entwickelt werden. Die Initiative der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen wird von der Deutschen Krebshilfe über zwei Jahre mit 240.000 Euro gefördert.

 

Jedes Jahr erkranken etwa 100 bis 110 Kinder an AML; trotz großer Therapiefortschritte erleiden immer noch ca. 30 Prozent von ihnen einen Rückfall und mehr als ein Viertel verstirbt an der bösartigen Erkrankung. Aufgrund der geringen Fallzahlen weiß man weiterhin wenig darüber, welchem Kind mit welcher Therapie am besten geholfen werden kann. Deshalb soll jetzt am Universitätsklinikum Essen eine weltweite Datenstruktur entwickelt werden, um über den Austausch von Studiendaten den Weg zur jeweils richtigen Therapie zu finden.  

Hintergrund ist, dass sich die Erkrankung durch eine ausgeprägte genetische, klinische und morphologische Verschiedenheit auszeichnet. Deshalb sind die tatsächlich vergleichbaren Fallzahlen meist zu gering, um allgemeingültige Aussagen über Prognose und bestmögliche Therapie für den einzelnen Patienten ableiten zu können.

 

International große Unterschiede 

Die betroffenen Kinder werden heute fast ausschließlich in großen nationalen Studiengruppen mit den jeweiligen Therapieprotokollen behandelt. Die Betroffenen werden in Risikogruppen aufgeteilt, die für die Zusammensetzung der Poly-Chemotherapie entscheidend ist und über die Frage, ob Stammzellen transplantiert werden. Zwischen den weltweiten Studiengruppen gibt es allerdings große Unterschiede bei der Auswahl und Bewertung von Risikofaktoren.

 

Dadurch kommt es für die Patienten zu unterschiedlichen Therapiestrategien, denn bislang konnte man nicht abschließend klären, wann genau welche geboten ist. Obwohl vielen Patienten in der jeweiligen Hochrisikogruppe meist eine allogene Stammzelltransplantation angeboten wird, bleibt weitestgehend unklar, ob und wem diese belastende Therapie tatsächlich einen Überlebensvorteil bietet - möglicherweise kann sie sogar einen Schaden anrichten.

 

Um diese für die Wahl der Therapie grundlegenden Fragen zu klären, benötigt man deutlich größere Studiengruppen. Dies ist nur möglich, wenn Wissenschaftler international vernetzt zusammenarbeiten. Zugleich muss man sich auf international gültige Risikokriterien einigen, wenn die risikoadaptierte Therapie angemessen weiterentwickelt werden soll. Projektantragstellerin Dr. Mareike Rasche: „Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Patientenversorgung zu verbessen und ermöglicht in Zukunft innovative Studien zur Evaluation neuer, molekular wirksamer Therapien.“

 

Um verlässliche Aussagen über Risikofaktoren zu ermöglichen, werden in dem vorliegenden Projekt alle relevanten Daten von Patienten aus den wichtigen großen internationalen Studien ab 1993 erfasst und in einer gemeinsamen Datenbank zusammengetragen. Mit Hilfe dieser Datenmenge soll ein einheitliches neues System zur Risikostratifizierung entwickelt werden. Im zweiten Schritt wird dann untersucht, welche Wertigkeit die allogene Stammzelltransplantation sowie die Besonderheiten der medikamentösen Therapie in den einzelnen Subgruppen haben.

 

Warum klappern uns eigentlich bei Kälte die Zähne?

Bei tieferen Temperaturen stellt der Körper die Versorgung um. Das erklärt so manches Kältephänomen. Helios Experten erklären, warum.

 

Kann das Hirn erfrieren?

Duisburg, 09. Januar 2018 - Nicht direkt, aber bei abnehmenden Temperaturen verlangsamen sich die Stoffwechselreaktionen. Damit einher können tatsächlich auch verlangsamte Denkprozesse gehen. "Erfrierende werden zunehmend träge, haben keinen Antrieb mehr, sich zu bewegen und dämmern langsam in die Bewusstlosigkeit", erklärt Dr. Stefan Knosalla, Neurologe am Duisburger Helios Standort. Ein Effekt, der übrigens auch medizinisch genutzt wird. So hilft das Absenken der Körpertemperatur zum Beispiel bei der Behandlung nach Herz-Kreislaufstillstand. Der Sauerstoffbedarf wird herabgesetzt und im besten Fall können schwerere Schäden begrenzt werden.

 

Ab wann geht Kälte unter die Haut?

Bei Kälte wird unsere Haut weniger durchblutet, damit sich die Poren zusammenziehen und die Wärme im Körper bleibt. Dadurch mangelt es der Haut unter Umständen an Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen, der natürliche Schutzmantel ist nahezu ausgeschaltet. Ab einer Außentemperatur von 8°C stoppt die Haut die Talgproduktion komplett – Gesicht, Lippen, Arme und Beine frieren dann besonders schnell und trocknen aus. Für Menschen etwa mit Gefäßerkrankungen kann das gefährlich werden. Erfrierungen sind keine Seltenheit.
Daher gilt: Unbedingt Handschuhe und warme Socken tragen. Ein weiteres Problem ist die gehemmte Talgproduktion, besonders Kinderhaut ist gefährdet, da sie bereits bei Normaltemperatur weniger Fett produziert als die von Erwachsenen und sehr viel dünner ist. Wichtig ist es, den Fetthaushalt der Haut wieder auszugleichen. „Das geht am besten mit rückfettenden Cremes, die zusätzlich noch Urea oder Glycerin enthalten, weil das die Feuchtigkeit bindet“, so Dr. Julia Hyun, Oberärztin der Dermatologie.

Schadet kalte Luft beim Training der Lunge?

Die Kälte im Winter ist nur bedingt ein Argument, um mit dem Sport im Freien aufzuhören: Gesunden Menschen machen Temperaturen bis zu minus 15 Grad dabei kaum etwas aus. Allerdings ist das Empfinden auch Typsache und der Sport ist unangenehmer, je kälter es wird. Viele Jogger spüren bereits bei leichten Minusgraden ein Ziehen in der Lunge, weil sich die Bronchien stärker zusammenziehen. „Das ist bereits ein leichter Entzündungsreiz“, sagt Dr. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Pneumologie am Helios Klinikum Duisburg „Hier hilft es, dass Tempo zu reduzieren oder sich einen Schal als Schutz vor den Mund zu binden.“ Asthmatiker sollten schon bei weniger tiefen Temperaturen vorsichtig sein.

Warum klappen wir bei Kälte mit den Zähnen?
Bei starker Kälte wechselt unser Körper in einen anderen Versorgungsmodus und konzentriert sich auf den Rumpf und die wichtigsten Organe. Das heißt, es fließt weniger Blut durch die äußeren Körperregionen. Eine Reaktion, die jeder auf dem Kopf, an den Ohren, der Nase sowie den Händen und Füßen deutlich spürt. „Dabei gehen alleine über den Kopf rund 30 Prozent der Körperwärme verloren“, erklärt Florian Männel, Leiter der Physiotherapie am Helios Klinikum Duisburg. Um sich dennoch warm zu halten, beginnt der Körper die Muskelpartien anzuspannen, um in Bewegung kommen. Denn Bewegung erzeugt Wärme. So entsteht das typische, unwillkürliche „Zähneklappern“, das wir nur durch Konzentration auf die Kiefermuskulatur beenden können. Denken wir wieder an etwas anderes, klappern wir weiter.

Wann kann Kälte helfen?
Menschen mit Multiple Sklerose etwa können von der kalten Jahreszeit profitieren. Eine leichte Minderung der Körpertemperatur sorgt für eine vorübergehende Linderung der Beschwerden. Entsprechend wird beispielsweise kaltes Abduschen oder eine Therapie mit Kühlwesten bei manchen Patienten als unterstützende Zusatztherapie eingesetzt. „Auch bei Rheumapatienten kommt Kälte zum Einsatz, weil sie Entzündungsprozesse lindert“, so Männel. Hier allerdings eher in Form einer kurzen Anwendung, etwa in einer Kältekammer, denn das regt die Durchblutung an und sorgt dafür, dass entzündliche Stoffe zum Beispiel in den Gelenken schneller abtransportiert werden.

"Sandwesten sind kein Ersatz für Therapie bei ADHS!"

Kinder- und Jugendärzte nehmen Stellung zu Sandwesten  

Köln/Duisburg, 08. Januar 2018 - Sie wiegen bis zu sechs Kilo, sollen zappelige unkonzentrierte Grundschüler im Unterricht beruhigen und sind zur Zeit ein großes Thema in den Medien: Sandwesten.

Der Sprecher der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Josef Kahl, erklärt zu den Sandwesten: "Sandwesten werden seit vielen Jahren in Grundschulen und Förderschulen eingesetzt. Lehrer und Therapeuten versprechen sich davon, dass die Westen vor allem unruhigen Kindern helfen, sich selbst besser zu steuern. Frühgeborene könnten damit die Enge des Mutterleibes wiedererleben.
Wissenschaftlich belegt ist der therapeutische Nutzen der Sandwesten aber bisher nicht. Als Kinder- und Jugendärzte halten wir es zudem nicht für vertretbar, unruhigen, konzentrationsschwachen Kindern eine Sandweste anzuziehen und sie damit als Störenfriede oder gar als ADHS-Patienten zu stigmatisieren. Unruhige, unkonzentrierte Kinder brauchen eine gründliche Abklärung, jedoch nicht durch die Lehrerin. Nur ein erfahrener Kinder- und Jugendarzt oder eine -ärztin ist zu einer differenzierten Diagnose in der Lage.
Etwa drei bis fünf Prozent eines Jahrgangs sind ADHS-Patienten, die eine Therapie brauchen. Die vielen anderen Kinder, die sich nicht konzentrieren können, die unruhig sind und den Unterricht stören, haben meist einfach nicht gelernt, sich den Erfordernissen des Schulunterrichts anzupassen, zum Beispiel eine gewisse Zeit still zu sitzen und ruhig zu arbeiten.
In vielen Schulen sind aber auch die Klassen zu groß, die Räume zu eng und die überforderten Pädagogen und Pädagoginnen berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Kinder nicht ausreichend. Unruhige Kinder als krank "auszusortieren" und ihnen die Sandweste überzuziehen löst diese Probleme nicht. Sinnvoller wäre es hier, besser auf die Kinder einzugehen und sie zu fördern, kleinere Klassen einzurichten und mehr Bewegung in den Unterricht zu integrieren."

Mehr als 200 Zwillingsbabys in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 02. Januar 2018 - Über ein besonderes Geburtsjahr freuen sich Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und sein Team. Zum ersten Mal wurde in den Sana Kliniken Duisburg die magische Grenze von 100 Zwillingsgeburten überschritten. In 2017 begleiteten die Hebammen und Ärzte 101 Mal Eltern bei der Geburt ihrer Zwillinge, somit erblickten 202 Zwillingsbabys im letzten Jahr das Licht der Welt (182 in 2016 / 164 in 2015). Insgesamt ist 2017 mit 1.803 Babys in den Sana Kliniken Duisburg ein leichter Anstieg zum Vorjahr zur verzeichnen, in dem 1.787 Kinder zur Welt kamen (1.572 in 2015).

 

„Jede Geburt ist auch für uns ein besonderer Moment und wir freuen uns gemeinsam mit den Eltern über die Babys“, so Prof. Schmidt. „Dass wir im letzten Jahr so viele Zwillingsgeburten verzeichnen konnten, erfüllt uns mit besonderem Stolz für das entgegengebrachte Vertrauen und bestärkt uns in unserem Engagement, besonders da ein großer Anteil der Geburten auf natürlichem Weg erfolgte.“

 

Die Geburt müsse dabei das Natürlichste der Welt bleiben, erklärt Prof. Schmidt. Das Perinatalzentrum mit Geburtshilfe und Kinderklinik  bietet den Eltern eine Verbindung von harmonischer Geburt bei einer maximalen Sicherheit. Diese stehe heute bei der Auswahl ihrer Geburtsklinik im Vordergrund. Für alle Eltern bietet die in 2017 neu eröffnete Geburtshilfestation zudem wesentlich mehr Komfort und in den Familienzimmern besteht die  Möglichkeit, die erste Zeit direkt nach der Geburt als Familie zusammen zu verbringen.

 

Als Berater und Begleiter werdender Eltern von der Schwangerschaft bis über den Zeitpunkt der Geburt hinaus, so sieht Markus Schmidt die Aufgabe des Teams aus der Geburtshilfe und Kindermedizin. Dabei stehen die enge Kooperation mit niedergelassenen Frauenärzten und das Angebot eines Rundum-Versorgungspaketes während des Klinikaufenthaltes im Mittelpunkt des Engagements für die Familien.

Teil des Teams der Hebammen- und Ärzte, die gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt die werdenden Eltern bei der Geburt begleiten.

Eltern und Silvesterfeuerwerk

Kinder-und Jugendärzte geben Tipps für richtigen Umgang mit Böllern und Raketen
Duisburg, 28. Dezember 2017 - Kinder und Jugendliche lieben Feuerwerk, der Umgang mit den Böllern ist jedoch gefährlich. Dr. Josef Kahl, Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) beantwortet die wichtigsten Fragen zur Sicherheit.  
 
Dürfen Kinder überhaupt mit Feuerwerk umgehen?
"Ganz klar: Nein! Dem Gesetz nach dürfen nur Personen über 18 Jahre Böller und Raketen kaufen und abbrennen. Eltern sollten daher Raketen, Chinaböller und Co für Kinder unzugänglich aufbewahren."  
 
Gibt es denn auch kindgerechte, also ungefährliche  Feuerwerke?
"Eltern sollten beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung und Registrierungsnummer achten. In Deutschland lautet diese Nummer 0589. Sie ist ein Hinweis darauf, dass die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) die Sicherheit des Produkts geprüft hat. Feuerwerk ohne dieses Gütezeichen kann aus osteuropäischer oder asiatischer Produktion stammen und aufgrund seines Inhalts unberechenbar gefährlich sein."  

Was ist mit Tischfeuerwerk, Wunderkerzen und Knallerbsen?
"Auch bitte nur mit CE-Prüfzeichen. Die Kleinstfeuerwerke sind zwar weniger gefährlich als große Raketen, Eltern sollten aber trotzdem ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt damit alleine lassen. Kinder ab zwölf Jahren darf man zutrauen, dass sie Kleinstfeuerwerke unter Aufsicht abbrennen dürfen. Doch Vorsicht: nicht in der Nähe von Gardinen oder anderen leicht brennbaren Textilien oder z. B. Papierservietten. Immer eine feuerfeste Unterlage verwenden, etwa einen Teller. Für alle Fälle immer einen Krug mit Löschwasser bereitstellen!"  

Was soll man bei Raketen und Böllern beachten?
"Am wichtigsten ist hier: Abstand halten! Eltern sollten Kindern einen Platz in sicherer Entfernung zur Abschussstelle weisen und sie dort auch beaufsichtigen, denn sonst drohen Brandverletzungen an Augen und Händen. Babys und Kleinkinder sollten überhaupt mit ihren Eltern überhaupt nicht raus auf die Straße, sondern sich allenfalls das Spektakel vom Fenster aus anschauen.

Ohren schützen: je kleiner die Kinder sind, desto besser sollten Eltern ihre Ohren schützen. Am besten mit Ohrstöpseln, sonst drohen Knalltraumata, die die empfindlichen Kinderohren dauerhaft schädigen können. Nicht explodierte Knallkörper niemals erneut anzünden. Stattdessen liegenlassen und den Blindgänger nach etwa fünf Minuten mit Wasser übergießen. Abgebrannte Feuerwerkskörper nicht liegenlassen - es könnten auch Blindgänger darunter sein, die Kinder am nächsten Tag eventuell unbeaufsichtigt abbrennen.“  

Und wenn trotz aller Vorsicht doch etwas passiert?
"Brandverletzungen umgehend mit kühlem Wasser oder nassem sauberen Handtuch kurz kühlen. Je kleiner das Kind und je größer die Brandwunde, desto eher sollten Eltern in die Klinik oder Notambulanz fahren. Klagt das Kind am Tag danach über Ohrgeräusche, sollte es ebenfalls dem Kinder- und Jugendarzt vorgestellt werden."  

Weihnachtsspende für die Kinderklinik

Duisburg, 22. Dezember 2017 - Bepackt mit rund 80 Geschenktüten statteten Karolina Grundmann und Michael Prösch von der Krebshilfe für Kinder e.V. der Kinderstation in der Helios St. Johannes Klinik einen Überraschungsbesuch ab. Und sorgten mit dieser ganz besonderen Spendenaktion direkt für strahlende Gesichter im Spielzimmer: Denn die Tüten waren prall gefüllt mit Spielzeug und kleinen Leckereien, gestiftet vom Verein und lokalen Unternehmen.
Auch für den Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Peter Seiffert, sind solche Momente immer besonders: „Es ist schön zu sehen, welche Freude man Kindern mit diesen kleinen Überraschungen machen kann, egal wie viel Leid sie vorher erleben mussten.“
 Zusammen mit den Kindern durchstöberte er die vielen bunten Tüten und bedankte sich bei den Organisatoren der Spendenaktion.
Die Krebshilfe für Kinder plant unterdessen schon das nächste Projekt: An Krebs erkrankte und bedürftige Kinder sollen zukünftig nach ihrem Klinikaufenthalt die Möglichkeit haben, auf einem Ferienhof mit ihrer Familie kostenlos Urlaub zu machen und sich zu erholen. Die Bauarbeiten für das Gästehaus auf dem Hof in Offenwarden bei Bremerhaven dauern noch an, die Aktion soll aber bereits im neuen Jahr mit kleinen Patienten des Helios Klinikums starten.

 

KV Nordrhein: Ärztlicher Notdienst an Weihnachten, Silvester und Neujahr einsatzbereit

Düsseldorf/Duisburg, 19. Dezember 2017 - Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Rheinland versorgen ihre Patienten auch an den bevorstehenden Feiertagen. Wer an Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen oder an Silvester und Neujahr ein akutes gesundheitliches Problem hat, kann den ambulanten Notdienst nutzen. An vielen Orten dienen Notdienstpraxen als Anlaufstellen, die ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden können. Informationen zu Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen im Rheinland gibt es unter www.kvno.de/notdienst oder über die Arztrufzentrale NRW unter der kostenlosen Rufnummer 116117.

 

Die Nummer der Arztrufzentrale NRW können auch bettlägerige Patienten oder deren Angehörige wählen, die einen Hausbesuch benötigen, der von der Arztrufzentrale koordiniert wird. Zudem erhalten Patienten unter der Nummer 116117 Hinweise über die Erreichbarkeiten der fachärztlichen Notdienste der Augen-, HNO- und Kinderärzte in Nordrhein.

 

An den drei Werktagen 27., 28. und 29. Dezember werden einige Arztpraxen urlaubsbedingt geschlossen bleiben. Während der Sprechstundenzeiten übernehmen andere Praxen vor Ort vertretungsweise die Versorgung. Patienten sollten auf entsprechende Aushänge und Ankündigungen der örtlichen Praxen achten.

 

Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ist die Arztrufzentrale zu folgenden Zeiten erreichbar: Von Freitag, 22. Dezember, ab 12 Uhr durchgängig bis Mittwoch, 27. Dezember um 8 Uhr und von Freitag, 29. Dezember, ab 12 Uhr durchgängig bis Dienstag, den 2. Januar um 8 Uhr. 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden.
Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

 

Mit 4,6 Tonnen durch die Tür

Neuer hochmoderner Linearbeschleuniger für Bestrahlungspatienten im Duisburger Norden

Duisburg, 14. Dezember 2017 - Das MVZ für Strahlentherapie und Nuklearmedizin neben der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn bekommt einen neuen, hochmodernen Linearbeschleuniger. Bevor das millionenteure Gerät im Frühjahr aber unter anderem Krebs- und Arthrosepatienten schonend therapieren kann, muss es zunächst in sein neues Zuhause gewuchtet werden.
Das geht nur mit enormem Fingerspitzengefühl, einem großen Kran und viel Geduld. Denn nicht nur das Abladen von einem 32-Tonnen-LKW ist schon ein Kraftakt, das massive, aus mehreren Teilen bestehende Gerät muss zudem auch noch innerhalb des Gebäudes in den von meterdicken Wänden umgebenen Bestrahlungsbunker bugsiert werden. Da sind viele Hände und Augenmaß gefragt, mehrere Stunden haben die Techniker und Handwerker für die Aktion angesetzt.

Doch der Aufwand lohnt sich, denn nach Ankunft und Einbau bietet das fast fünf Tonnen schwere Gerät ab dem Frühjahr 2018 Medizintechnik auf höchstem Niveau und vor allem neue Hoffnung für Patienten mit schwer erreichbaren Tumoren. Bis es soweit ist, sind die Spezialisten der Technik im Einsatz. Sie werden mehrere Wochen brauchen, um den neuen Mitbewohner anzuschließen, alle Kabel zu verlegen und die Software zu testen. Der Beschleuniger – in bescheidenem Grauweiß und rund 3 mal 2 Meter groß – löst das vorhandene Modell ab und ist dann eines der neuesten Geräte auf dem Markt.
In seinem Inneren beherbergt es daher eine Menge modernster Bestrahlungsverfahren. Zum einen die sogenannte Rapid Arc-Methode, bei dem sich das Gerät trotz seiner Masse schnell um den Patienten dreht und nach einem detailliert errechneten Plan möglichst schonend bestrahlt. Dazu kommen spezielle, sehr aufwendige stereotaktische Bestrahlungen, etwa bei kleinen Tumoren und Metastasen. Hier werden die zu behandelnden Zielpunkte im Körper des Patienten mit einer Genauigkeit von wenigen Millimetern und spezieller Technik „beschossen“.

Besonders ist auch das sogenannte Atemgating, das unter anderem bei der Behandlung von Brusttumoren zum Einsatz kommt. Dabei vermessen die Mediziner den natürlichen Atemrhythmus des Patienten und nutzen Atempausen für sekundenkurze Strahlendosen. So werden Herz und Lunge bestmöglich geschützt.

Darüber hinaus bekommt der Beschleuniger bald einen ebenfalls neuen Nachbarn: Im Frühjahr nimmt auch ein nagelneues Computertomografiegerät seinen Dienst in der Praxis auf.

 

Neue Sicherheits-Matratzen für das BG Klinikum Duisburg

Unfallklinik investiert in hochwertige Produkte mit Evakuierungsgriffen und – gurten
Duisburg, 13. Dezember 2017 - Das BG Klinikum Duisburg investiert intensiv in die Sicherheit seiner Patientinnen und Patienten: Innerhalb der letzten drei Monate ist der Matratzenbestand von 355 Klinikbetten komplett ausgetauscht worden. Ab jetzt stehen in Patienten- und Rehabilitanden-Zimmern besonders hochwertige Produkte zur Verfügung, die bis 160 Kilogramm belastbar und zudem mit leistungsfähigen Evakuierungsgriffen und –gurten bestückt sind.

„Damit können wir bei einem Feuer oder einem anderen Notfall unsere oft schwerverletzten Patienten viel schneller und sicherer aus dem Gebäude transportieren als bisher“, beschreibt der Vorsitzende der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg Ralf Wenzel die großen Vorteile der Neuanschaffungen.

Leistungsfähiges Equipment und gut geschultes Personal Doch was nutzt ein leistungsfähiges Equipment, wenn das Personal nicht entsprechend geschult ist? Deshalb haben die Verantwortlichen im BG Klinikum Duisburg seit Beginn der Matratzenumrüstung in regelmäßigen Abständen Evakuierungsübungen mit den neuen Matratzen durchführen lassen. Diese Trainingsveranstaltungen fanden jedes Mal unter fachkundiger Anleitung des Herstellers statt.

„Im ganzen Haus wird bei den Schulungsterminen auf den Stationen der Umgang mit den neuen Matratzen erprobt und trainiert“, erklärt Pflegedirektor Oliver Wittig den Ablauf des Weiterbildungsprogramms in Sachen Patientensicherheit.

Im Notfall müssen alle mithelfen Die Übungen richten sich aber nicht nur an das gesamte Stationspersonal – Pflegekräfte, Ärzte, Therapeuten – sondern auch an alle Verwaltungsmitarbeiter. Warum das so ist, erklärt Ralf Wenzel: „Wenn ein Notfall eintritt, zählt jede Minute. Dann müssen alle mithelfen, um die Klinik schnellstmöglich zu evakuieren und Leben zu retten“.

Die neuen Sicherheitsmatratzen inklusive der Evakuierungsübungen sind aber nur ein Baustein innerhalb der intensiven Brandschutzanstrengungen im BG Klinikum Duisburg. Das ganze Gebäude wird derzeit sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht und regelmäßige Brandschutzunterweisungen des Personals gehören zum Klinikalltag dazu. „Dass wir die gesetzlichen Anforderungen zum Brandschutz erfüllen, versteht sich ohnehin von selbst“, so Wenzel abschließend.

Mitarbeiter bei der Evakuierungsübung. (Foto: BG Klinikum Duisburg)

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.

Als Krankenhaus mit Maximalversorgungscharakter und überregionales Traumazentrum gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und Mitglied des Traumanetzwerks Ruhrgebiet kann das BG Klinikum Duisburg für sich in Anspruch nehmen, Spitzenleistungen bei der Versorgung von Schwerstverletzten zu bieten. Gemeinsam mit der „Klinik für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und dem Zentrum für Schwerbrandverletzte“, der „Klinik für Schmerzmedizin“, der „Klinik für Neurologie und Psychotraumatologie“ sowie der „Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin“ hat die „Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie“ eine weit über die Region Niederrhein/Ruhrgebiet hinausreichende Reputation.

Gedenkfeier für verstorbene Patienten

In Erinnerung an alle ab September 2016 verstorbenen Palliativpatienten organisierte die Palliative Care Duisburg e.G. zum zweiten Mal eine Gedenkfeier. Angehörige, Freunde und Bekannte hatten dort die Gelegenheit, im feierlichen Rahmen ihrer Verstorbenen zu gedenken. Das Palliative-Care-Team gibt es seit 2010 in Duisburg.

Etwa 190 Gäste waren der Einladung in das Hotel „Wyndham Duisburger Hof“ gefolgt und konnten in stimmungsvoller Atmosphäre der Verstorbenen erinnern. Unter dem Motto „Wer gelebt hat hinterlässt Spuren“ wurden bedächtige Worte gesprochen, atmosphärische Musik gespielt, die Namen aller Verstorbenen eingeblendet und mit angezündeten Kerzen das würdevolle Gedenken abgerundet.

Viele Angehörige waren glücklich und berührt in solch einem Rahmen ihrer geliebten Menschen nochmals zu gedenken.
Eine dieser Angehörigen ist Brigitte Szente. Sie, ihre jüngste Tochter und eine sehr gute Freundin waren der Einladung gefolgt und waren gerührt von der Gedenkfeier: „Es war eine wunderbare Atmosphäre. Ich und meine Tochter sind sehr glücklich, dass uns das Palliative-Care-Team durch diese schwere Lebensphase geholfen hat“, sagt Brigitte Szente.

Im Jahr 2015 wurde bei ihrem Mann Krebs festgestellt. Nach einem Aufenthalt im Krankenhaus stand die Diagnose der unheilbaren Krankheit leider fest. Sofort wurde das SAPV-Team eingeschaltet, welches sich ab diesem Zeitpunkt um die Versorgung des Patienten in der gewohnten häuslichen Umgebung kümmerte.

„Alle Beteiligten waren großartig. Mein Mann war nie der große Redner, aber immer, wenn die Pflegekraft eintraf erzählte er mit ihr. Wahrscheinlich auch über seine Sorgen und Ängste, dies wollte er vor uns nicht äußern. Aber wir hatten ein Jahr Zeit, um uns mit der Situation abzufinden. Und in all diesen Tagen standen uns die Palliativkräfte und -arzt zur Seite. Mein Mann war in der gesamten Zeit in seinem gewohnten Umfeld, konnte die Enkelkinder sehen und an unserem Alltag teilnehmen. Hier bei uns zu Hause nahm er auch im November 2016 seinen letzten Atemzug – und seine Seele konnte bei geöffnetem Fenster davon fliegen“, erzählt die 72-Jährige mit Tränen in den Augen, die selbst im Jahr 2007 von Krebs betroffen war.
Besonders der würdevolle Umgang mit den Lebenden und mit den Sterbenden liegt dem Palliativteam Duisburg sehr am Herzen und dies spürte auch Familie Szente jeden Tag. Sie sind froh, dass es in Duisburg so eine erstklassige Versorgung gibt, die es ermöglicht, dass Betroffene zu Hause zu sterben.

Im Anschluss an die Gedenkfeier waren die Gäste eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch und einem Imbiss zu verweilen. So bekamen Gespräche zwischen Angehörigen, Pflegenden und Ärzten entsprechend Raum und Zeit.

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Duisburg und Umgebung:
Seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, kurz SAPV. Das bedeutet, dass Menschen, die unheilbar erkrankt sind, eine palliative Begleitung für den letzten Lebensabschnitt bekommen können. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, auch SAPV genannt, hat das Ziel, die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker und sterbender Menschen zu erhalten, zu fördern oder zu verbessern, um ihnen ein würdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.
Das Palliative Care Team besteht aus Ärzten mit der Fachausbildung in Palliativmedizin sowie Pflegekräften mit Zusatzausbildung in Palliative Care.
Dabei verstehen sich die speziell ausgebildeten Ärzte und Pfleger nicht als Konkurrenz zum behandelnden Hausarzt, sondern eher als Ergänzung. Es geht nicht um Heilung einer Erkrankung, sondern darum, Symptome zu lindern, damit Menschen in Ruhe und Würde sterben können. Dabei wünschen sich die allermeisten Menschen zu Hause zu sterben und nicht im Krankenhaus. Dies ermöglichen alle Akteure der SAPV-Duisburg.

In würdiger Atmosphäre gedachten alle Akteure des Palliative-Care-Teams der Verstorbenen. Foto: Palliative Care Duisburge Care

 

Ruhig Blut bewahren - Alltagstipps gegen Bluthochdruck

Duisburg, 05. Dezember 2017 - Deutschland ist Spitzenreiter im Bluthochdruck: Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Hypertonie. Bei den über 65-Jährigen ist sogar mehr als jeder Zweite betroffen.

Dabei kann ein erhöhter Druck in den Gefäßen schwerwiegende Folgen haben: Er führt zu einer Überlastung des Herzens und anderer lebenswichtiger Organe und begünstigt eine Verkalkung der Gefäße. Damit ist Bluthochdruck der Risikofaktor Nummer 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Das Tückische: Eine Hypertonie entwickelt sich schleichend und wird daher oft zu spät bemerkt.

Wird ein Bluthochdruck jedoch diagnostiziert, lässt er sich durch eine effektive Behandlung in der Regel gut kontrollieren. Das Ziel ist es, den Blutdruck dauerhaft auf normale Werte zu senken, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Hierbei helfen eine konsequente Therapie und eine bewusste, gesündere Lebensform. Was das bedeutet, darüber spricht Dr. Gabriele Schott , Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie, in ihrem Vortrag am Dienstag, 12. Dezember 2017.
Die Medizinerin erläutert wissenswerte Informationen zur Therapie und gibt nützliche Tipps für den Alltag als Bluthochdruck-Patient.

Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und findet in der Cafeteria der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wenn Herd, Kamin und Co für Kinder zur Gefahr werden

 „Kinderhände weg von heißen Flächen!“ - unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember.

Duisburg, 04. Dezember 2017 - „Tag des brandverletzten Kindes“ soll helfen, auf die Gefahren von heißen Flächen an Kaminöfen, Herdplatten, Backofentüren oder Bügeleisen hinzuweisen, um Kinder vor Verbrennungen zu schützen.

 

Kaminöfen spenden im Winter gemütliche Wärme, Backöfen laufen oftmals gerade in der Vorweihnachtszeit heiß, um etwa leckere Plätzchen zu backen. Doch die beiden Wärmequellen können für Kinder schnell zum Risiko werden – sie gelten als sogenannte thermische Gefahrenherde. Das Verletzungsrisiko besteht darin, dass die Kleinen unbedarft an die heißen Flächen fassen. Und das kann schlimme Folgen haben: Die sensible Kinderhaut kann bereits ab einer Temperatur von 52 Grad Celsius erheblichen Schaden davontragen – Öfen und Herdplatten haben diese Gradzahl schnell erreicht.
„Die Flächen sind oftmals so heiß, dass die Kinder mit den Händen förmlich daran kleben bleiben“,  so Dr. Andreas Dencker, Oberarzt der Plastischen und Handchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik und Verbrennungsexperte.

 

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 30.000 Kinder wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt, die meisten kleinen Patienten sind jünger als fünf Jahre. Bei knapp 6000 der Betroffenen sind die Verletzungen so schwer, dass eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus nötig ist.
Im Duisburger Helios Klinikum versorgen die Ärzte jährlich rund 50 Kinder mit schwereren Verbrennungsverletzungen. Sind die Hände betroffen, stehen die Mediziner vor einer besonderen Herausforderung: „Die Hände sind unser wichtigstes Werkzeug. Deshalb ist es das oberste Behandlungsziel, Funktionseinschränkungen –  etwa durch eine starke Narbenbildung in den Handinnenflächen – zu vermeiden“, erläutert Dr. Dencker.
Wichtig für den Behandlungserfolg sei auch eine schnelle und richtige Versorgung der Kinder zuhause, direkt nach dem Unfall. Eine hilfreiche Erstmaßnahme ist das Kühlen der betroffenen Körperstelle. Allerdings gibt es hier ein paar wesentliche Regeln zu beachten: „Nutzen Sie fließendes Wasser zum Kühlen. Es sollte lauwarm sein und nicht eiskalt, wie viele irrtümlich glauben. Auch Coolpacks oder Eiswürfel sind nicht geeignet.
Zu viel Kälte kann bei Kindern schnell zu einer Unterkühlung und noch stärkeren Schmerzen durch die angeregte Durchblutung führen. Zudem reicht es, die Verbrennung etwa 15 Minuten lang zu kühlen.“ Die Wunde sollte darüber hinaus nicht mit trockenen Verbänden abgedeckt werden. „Sie kleben fest und können meist nur unter Schmerzen wieder entfernt werden“, weiß der Verbrennungsexperte.

Handelt es sich um eine Verbrennung, die über eine Rötung der Haut hinausgeht, dann sollte ein Arzt oder der Rettungsdienst einen Blick auf die Verletzung werfen. Bei sehr starken Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche auswirken, sollte in jedem Fall die Notrufnummer 112 gewählt und auf das Kühlen verzichtet werden.

 

Aber natürlich gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Experten schätzen, dass sich schon mit kleinen Sicherheitsmaßnahmen im Haushalt über die Hälfte all dieser Brandunfälle vermeiden lassen. „Dazu kann es helfen, die Wohnung aus Kinderperspektive zu betrachten und Gefahrenherde so zu entlarven“, sagt Dr. Dencker.

 

Tipps zum Schutz vor heißen Oberflächen

·        Halten Sie Kinder von Kaminöfen und Backofentüren fern.

·        Falls möglich, kochen Sie auf den hinteren Herdplatten, die außer der Reichweite Ihres Kindes liegen. Zudem können Sie das Kochfeld mit einem speziellen Herdschutzgitter sichern.

·        Schalten Sie das Bügeleisen immer aus, wenn es nicht unter direkter Aufsicht ist, und stellen Sie es dort ab, wo es für Kinder nicht zu erreichen ist. Achten Sie auch darauf, dass keine Kabel herabhängen, an denen die Kleinen ziehen könnten.

·        Heizdecken sind für kleine Kinder ungeeignet. Wärmflaschen sollten nicht mit kochendem Wasser gefüllt werden, auch Kirschkernkissen gilt es nur anzuwärmen.

 

Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder ist Initiator und Ausrichter des bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt.
Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen sowie Feuer, Strom und Säuren.