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BZ-Sonderseite Coronavirus  - Sonderrufnummer Duisburg Klinik 94 00 49 Klinik Duisburger Fallzahlen Wörter im Zusammenhang mit Corona - Infektionsschutzgesetz  IFSG Robert-Koch-Institut - Das zuständige Gesundheitsamt ermitteln
Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Notfall-Vorrat

Corona-Warn-App - Alle Informationen vom Robert-Koch-Institut

Gesundheitszentrum Sittardsberg wurde 2010 eröffnet


- Robert-Koch-Institut: Aktuelle Informationen zu SARS-CoV-2/COVID-19 und anderen Infektionsschutzthemen
- BioNTech/Pfizer und Moderna beantragen Zulassung von COVID-19-Impfstoffen

Berlin/Duisburg, 01. Dezember 2020 - Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist es im Oktober in allen Bundesländern zu einem steilen Anstieg der Fallzahlen ge-kommen. Die Zunahme hat sich seit der zweiten Novemberwoche abgeflacht. Seit Anfang November schwankt der R-Wert um 1. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ca. eine weitere Person ansteckt. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuinfektionen.

Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen. So werden zunehmend COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet, aber auch in Schulen und im beruflichen Setting. Zusätzlich kommt es in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in die Bevölkerung, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln.
Während die 7-Tage-Inzidenz in den jüngeren Altersgruppen stagniert oder leicht abnimmt, nimmt sie in der älteren Bevölkerung weiter zu (s. Lagebericht vom 24.11.2020). Da ältere Personen häufiger von schweren Erkrankungsverläufen von COVID-19 betroffen sind, steigt die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen weiter an. Diese können vermieden werden, wenn wir mit Hilfe der Infektionsschutzmaß-nahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verlangsamen.

Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z. B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent –auch im Freien –einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen –besonders in Innenräumen –sollten möglichst gemieden werden. Aktuelle Lage/Situationsberichte können
hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

BioNTech/Pfizer und Moderna beantragen Zulassung von COVID-19-Impfstoffen
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat am Dienstag sowohl von BioNTech/Pfizer als auch Moderna Anträge auf die bedingte Marktzulassung der Impfstoffe erhalten, die die Unternehmen gegen COVID-19 entwickelt haben. Die EMA wird nun innerhalb der nächsten Wochen unabhängige wissenschaftliche Bewertungen ihrer Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit durchführen.
Kommt sie zum Schluss, dass der Nutzen eines Impfstoffs seine Risiken beim Schutz gegen COVID-19 überwiegt, wird sie eine positive Empfehlung aussprechen. Die EU-Kommission kann dann binnen weniger Tage die europaweit gültige Zulassung für die Impfstoffe erteilen. Parallel dazu bereiten sich die die EU-Staaten auf den Einsatz der Impfstoffe vor.

 

Impforganisation: KV Nordrhein und Niedergelassene nehmen Herausforderung an
Große Bereitschaft zur Beteiligung an Corona-Impfungen

Düsseldorf/Duisburg, 26. November 2020 – Sechs von sieben mit COVID-19 infizierte Patienten werden ambulant versorgt, die Niedergelassenen sind maßgeblich an der Corona-Teststrategie des Bundes beteiligt. Jetzt werden die KV und die rheinischen Vertragsärztinnen und -ärzte auch bei den bevorstehenden Impfungen gegen das Coronavirus eine zentrale Rolle spielen.

 

„Die Vorbereitungen zum Aufbau der voraussichtlich 28 zentralen Impfstandorte im Rheinland laufen auf Hochtouren“, sagt Dr. med. Frank Bergmann. Wir bereiten uns intensiv auf die Aufgaben vor, die das Land NRW bei der Organisation der Impfungen für uns vorgesehen hat. Die Beteiligung ist zusätzlich zu Regelversorgung und dem weiterlaufenden Testbetrieb eine große Herausforderung, die wir gern annehmen. Wir werden unseren Beitrag leisten – sowohl beim Aufbau der Impfzentren vor Ort als auch bei den Impfungen, das heißt beim entscheidenden medizinischen Teil der Aufgabe. Dieses beispiellose Vorhaben kann nur mit vereinten Kräften und in enger Abstimmung aller Beteiligten gelingen“, sagt Bergmann.

 

Hoffen auf Impfstoffe auch für die Praxis 

Das Ziel sei, möglichst viele Menschen in einem möglichst überschaubaren Zeitraum impfen zu können – zunächst vulnerable Bevölkerungsgruppen, medizinisches bzw. Pflegepersonal und Angehörige systemrelevanter Berufe. „Wir gehen davon aus, dass schon sehr bald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen, die logistisch geringere Anforderungen stellen und auch in den Praxen verimpft werden können. Damit könnten unsere Mitglieder Impfungen gegen COVID-19 in ihre tägliche Arbeit integrieren“, betont Bergmann.

 

Schon jetzt ist die Bereitschaft der Vertragsärztinnen und -ärzte zur Beteiligung an den Impfungen groß, auch in den geplanten Impfzentren und mobilen Impfteams – das zeigen Ergebnisse einer großen Umfrage unter den KVNO-Mitgliedern, die am 18. November startete. Schon mehr als 3300 Praxen (Stand heute) haben Angaben übermittelt, viele sind bereit und in der Lage, sich ärztlich und mit Fachpersonal zu beteiligen. „Wir loten die Kapazitäten der Niedergelassenen aus und sehen großes Engagement, am Impfen mitzuwirken. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die erforderlichen personellen Ressourcen in den Impfzentren bereitstellen zu können“, sagt Dr. med. Carsten König, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

 

Auf Niedergelassene ist Verlass

Bereits 1888 Praxen (Stand heute) haben in Aussicht gestellt, ärztliches Personal für Impfzentren oder mobile Impfteams bereitzustellen – das sind fast 80 Prozent der Praxen. 1095 Praxen haben ihre Bereitschaft erklärt, medizinisches Fachpersonal für die geplanten Impfzentren zur Verfügung zu stellen. „Das zeigt eindrucksvoll, in welchem Ausmaß unsere Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein Verantwortung übernehmen und Flagge zeigen angesichts der anstehenden großen Herausforderung.“

  

 



- Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag: Ein HIV-Test lohnt sich!  
- Storchentreff – der digitale Informationsabend für werdende Eltern

Job-Speeddating in den Sana Kliniken Duisburg Ausbildung für Kurzentschlossene und Quereinsteiger
Duisburg, 26. November 2020 – Am Mittwoch, den 2. Dezember, bietet die Schule für Pflegeberufe der Sana Kliniken Duisburg von 9.00 bis 16.00 Uhr ein JobSpeeddating an. Für den nächsten Kurs im April 2021 zur Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann sind noch ein paar Plätze in der Schule für Pflegeberufe der Sana Kliniken Duisburg frei. Die dreijährige Ausbildung bietet den Teilnehmern gemäß der neuen Ausbildungsverordnung sowohl den Einsatz in der Pflege als auch in der Altenpflege.
Das Job-Speeddating bietet eine Gelegenheit zum zeitnahen Start und richtet sich an kurzentschlossene junge Leute sowie an interessierte Quereinsteiger, z.B. Frauen und Männer, die nach der Eltern- oder Erziehungszeit eine neue berufliche Orientierung mit flexibler Arbeitszeit suchen. Hier bietet sich eine attraktive Perspektive mit einer Ausbildungsvergütung über 1.100 Euro im ersten Ausbildungsjahr. Terminvereinbarung am 30.11. oder 1.12. unter 0203-733- 1651.


Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag: Ein HIV-Test lohnt sich!  

„Sie sind positiv getestet worden“ – dieser Befund kann nicht nur nach einem Corona-Abstrich, sondern auch nach einem HIV-Test verkündet werden. Etwa ein Drittel der HIV-Neudiagnosen in Nordrhein-Westfalen erfolgen erst dann, wenn das Immunsystem der betroffenen Menschen bereits schwer geschädigt ist oder eine AIDS-Erkrankung vorliegt. Ein rechtzeitiger HIV-Test kann dies verhindern. Die städtische Beratungsstelle zu AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen und die AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel weisen anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2020 auf das Beratungs- und Testangebot zu HIV in Duisburg hin.      

Die Corona-Pandemie stellt den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Freie Trägerschaft vor besondere Herausforderungen und beeinflusst auf mehreren Ebenen die HIV- und STI-Prävention und -Versorgung. Die Kontaktbeschränkungen führen dazu, dass Orte sexueller Begegnung und von Sexwork nicht mehr geöffnet haben und sich die Kontakte in den privaten Bereich verlagern. Die Fragen, ob und ab welcher Schädigung des Immunsystems unbehandelte Menschen mit HIV schwerere Verläufe bei Covid-19 zu erwarten haben oder ob bestimmte HIV-Medikamente auch einen günstigen Einfluss auf die Covid-19-Erkrankung haben, sind noch nicht abschließend geklärt.

Deutlich ist jedenfalls, dass die Pandemie zu Einschränkungen in der Versorgung von chronisch Kranken führt. Ca. ein Drittel der positiv getesteten Personen weisen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt oder eine AIDS-definierende Erkrankung auf. "Wir möchten daher alle, die Fragen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung in Duisburg in der städtischen AIDS-Beratung in Anspruch zu nehmen", erläutern Iris Sperg und Martina Jungeblodt von der Beratungsstelle des Gesundheitsamtes. Nachdem die AIDS-Beratung zugunsten der Pandemiebekämpfung ein halbes Jahr keine Testungen durchgeführt hat, können seit Oktober wieder Termine vereinbart werden.

Eine frühzeitige Behandlung schützt das Immunsystem und senkt das Risiko, AIDS oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln, deutlich. Menschen mit HIV haben heute eine nahezu normale Lebenserwartung und geben unter Therapie das Virus nicht an andere weiter.   Dies haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Aidshilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung in diesem Jahr mit der neuen Aktion „Leben mit HIV – anders als du denkst“ bekräftigt. Diskriminierung und Stigmatisierung können zu psychischen Problemen führen: Grund für Diskriminierung sind meist Unwissenheit und Vorurteile. Manche Menschen haben Angst vor einer HIV-Übertragung im Alltag und gehen deshalb auf Abstand. Das Ziel kann nur eines sein: Alle Menschen ohne HIV müssen Zugang zu Informationen und Schutzmöglichkeiten erhalten, HIV-positive Menschen medizinische Behandlung und jede Unterstützung, die sie brauchen. Außerdem gilt es, offen über das Tabu-Thema HIV zu sprechen.

Aufgrund der derzeit geltenden Empfehlungen zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind die Einrichtungen der HIV/AIDS-Arbeit vor neue Herausforderungen gestellt. Bewährte Angebote können nicht in gewohnter Weise umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die AIDS-Hilfe ihr Selbsttest-Angebot ausgeweitet. Vorübergehend finden auch „Beratung und Test“, die Sprechstunde von „Herzenslust“, dem Präventionsprojekt der AIDS-Hilfe für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) statt in der städtischen Beratungsstelle nun in der AIDS-Hilfe statt. Trotz aller Einschränkungen gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Die Pharmafirma „Gilead“ hat jüngst „Beratung und Test“ mit einem Förderpreis ausgezeichnet.          
  
AIDS-Hilfe und AIDS-Beratungsstelle führen anlässlich des Welt-Aids-Tages rund um den 1. Dezember folgende Veranstaltungen durch: 28.11.2020, 11–18 Uhr: Moers/Steinstraße: Infostand der AIDS-Hilfe mit Abgabe der „Soli-Bären“ gegen Spende 01.12.2020, 10-20 Uhr Forum/Königstr.: Infostand der AIDS-Hilfe mit Abgabe der „Soli-Bären“ gegen Spende 01.12.2020
Die Beratungsstelle des Gesundheitsamtes bietet nach Terminabsprache anonym, kostenlos und vertraulich HIV-Antikörperteste an. Termine können unter 283 7574 vereinbart werden.    
In Deutschland leben rund 88.000 Menschen mit HIV. 2018 haben sich 2.400 Menschen neu mit HIV infiziert. Tendenz: sinkend. 93% der Menschen mit HIV-Diagnose nehmen HIV-Medikamente. Rund 10.600 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion und erhalten deswegen keine Behandlung. Deswegen erkranken immer noch rund 1.000 Menschen pro Jahr an AIDS oder einem schweren Immundefekt – obwohl es vermeidbar wäre. Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben  Die Corona-Pandemie wirft die Maßnahmen gegen HIV/AIDS zurück: In vielen Ländern werden die Medikamente knapp.  
Statement der Landeskommission AIDS in NRW:  https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/lk_aids_nrw_nn.pdf


Storchentreff – der digitale Informationsabend für werdende Eltern
Am Montag, 7. Dezember 2020, 18:00 Uhr bietet die Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden ihren Storchentreff, den Informationsabend für werdende Eltern, in digitaler Form an. Neben dem Termin, immer am ersten Montag im Monat, bleibt auch das bewährte Konzept:  An diesem Abend vermitteln Ärzte aus Geburtshilfe und Neonatologie (Neugeborenenmedizin) sowie eine Hebamme wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt.
Das Team geht aber auch auf die Abläufe  am Haus, insbesondere in Zeiten von Corona, ein. Außerdem stehen die Geburtsexperten gerne für individuelle Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Link und weitere Informationen befinden sich unten, im Veranstaltungsbereich auf www.helios-gesundheit.de/duisburg  

Gendefekt mit zwei Gesichtern

Das Helios Klinikum Duisburg ist jetzt Alpha-1-Kindercenter
Welche seltene Erkrankung und welcher Spezialist sich dahinter verbergen und wie sie das Leben der betroffenen Familien beeinflussen können  

Duisburg, 25. November 2020 - Der Begriff Alpha-1-Antitrypsin dürfte den meisten Menschen neu sein – dabei übernimmt der Bluteiweißstoff wichtige Funktionen im Körper und bekämpft Entzündungsenzyme. Mutationen der verantwortlichen Genesequenzen aber können diesen Abwehrmechanismus empfindlich stören. Schon bei einem einfach vererbten Defekt entsteht ein sogenannter Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, der die Betroffenen aber meist wenig bis gar nicht beeinflusst und oft nur zufällig diagnostiziert wird.

Ist die Mutation aber auf beiden Chromosomen vorhanden, können die Folgen vor allem für Leber oder Lunge deutlich schwerwiegender sein. Einer der wenigen Spezialisten für dieses komplexe Krankheitsbild ist Dr. Rüdiger Kardorff, seit letztem Jahr Sektionsleiter der Kinder-Gastroenterologie am Helios Klinikum Duisburg. Seine Abteilung wurde aufgrund seiner Expertise und der hochwertigen Infrastruktur am Haus jetzt als Alpha-1-Kindercenter ausgezeichnet.  

Als der kleine Mats das Licht der Welt erblickt, ist alles so wie es sein soll – seine Farbe rosig, die Organe gesund, sein Schrei beeindruckend kräftig. Und wie bei vielen Neugeborenen verfärbt sich seine Haut in den Tagen nach der Geburt leicht gelblich – ein Zeichen für überschüssiges Bilirubin, da die Leber diesen Farbstoff aus der großen Menge an roten Blutkörperchen, die nach der Geburt zerfallen, nur langsam abbauen kann.
Für Kinderärzte ist dieser physiologische „Nachholbedarf“ des kleinen Körpers kein Grund zur Sorge: Meist bildet sich die Gelbsucht von selbst zurück. Bei besonders hohen Bilirubin-Werten hilft eine Lichttherapie, um die überforderte Leber zu unterstützen. Doch bei Mats verschwindet die Färbung auch nach mehreren Tagen nicht. Als der Kinderarzt der Familie bei einer Blutuntersuchung neben der Erhöhung des Bilirubins zusätzlich Veränderungen mehrerer anderer Leberwerte feststellt, ist er besorgt. Er denkt zunächst an eine Infektion als Krankheitsursache, findet aber keine weiteren Hinweise dafür.
Schließlich rät er, das Kind rasch in einer Kinderklinik vorzustellen. Dort angekommen zeigen die Aufnahmeuntersuchungen noch weitere beunruhigende Auffälligkeiten, denn auch Mats‘ Blutgerinnungswerte sind gestört. Der kleine Junge erhält zunächst ein Vitaminpräparat, um die Blutungsgefahr zu verringern. Und endlich werden die Mediziner fündig: Laboruntersuchungen zeigen, dass Mats Leber einen wichtigen Bluteiweißstoff, das Alpha-1-Antitrypsin, nur in einer fehlerhaften Variante produziert, die das Organ selbst schädigt.

Ursache ist ein Gendefekt, auch α1-Antitrypsin-Mangel genannt, der bei Mats auf beiden Kopien der Erbinformation vorhanden ist und deshalb so schwerwiegend ausfällt. Der kleine Junge ist damit einer von 20 000 Menschen in Deutschland, die von dieser seltenen genetischen Variante betroffen sind. Eine entsprechende Veränderung in nur einer der beiden Kopien, die ein Mensch von jeder Erbinformation hat, kommt etwa bei jedem fünfzigsten Europäer vor. Dieser „heterozygote Zustand“ alleine löst aber in aller Regel noch keine Krankheit aus.

Für betroffene Familien ist es oft schwierig, einen Arzt zu finden, der sich mit diesem Phänomen überhaupt auskennt. Und auch die Verläufe sind vollkommen unterschiedlich, denn bei manchen zeigen sich wie bei Mats schon im Kindesalter Symptome – dann fast ausschließlich an der Leber – und bei anderen beginnt die Erkrankung erst um das 40. Lebensjahr herum oder sogar noch später, dann befällt sie meistens die Lunge.

„Ein Gendefekt mit zwei Gesichtern, der oftmals übersehen wird“, weiß auch Dr. Rüdiger Kardorff, Sektionsleiter der Kinder-Gastroenterologie am Helios Klinikum Duisburg und einer der wenigen bundesweiten Spezialisten auf dem Gebiet. Um genauer zu verstehen, woran das liegt, muss man wissen, was die eigentliche Aufgabe des α1-Antitrypsin im Körper ist: „Es ist ein 
Akute-Phase-Protein, das die Leber herstellt und an das Blut abgibt. Im Grunde schützt es Körpergewebe vor Enzymen, die im Rahmen von Entzündungsprozessen gebildet werden“, erklärt der 59-jährige Mediziner.

„Fällt diese Hemmung weg oder wird eingeschränkt, haben die Enzyme freie Bahn und greifen organisches Gewebe an. Das betrifft vor allem die Lunge, wodurch es zu schweren 
Abbauprozessen und dauerhaften Funktionseinschränkungen kommen kann.“ Ein solches „Lungenemphysem“ wird manchmal zunächst mit der bei Erwachsenen sehr viel häufigeren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) verwechselt, verläuft aber erheblich aggressiver.

Wie aber kommt es bei manchen der betroffenen Kinder dann zunächst zu einer Leberschädigung? Die Ursache liegt im Organ verborgen, denn die Leber kann das genetisch veränderte α1-Antitrypsin nicht an das Blut abgeben, entsprechend niedrig ist der dortige Spiegel. Durch das unnatürliche „Liegenbleiben“ des Wirkstoffes in der Leber wird diese selbst geschädigt. Wann und ob sich der Mangel überhaupt bemerkbar macht, lässt sich nicht genau vorhersagen.

Bei rechtzeitiger Diagnose kann der Patient durch eine gesunde Lebensführung aber viel Lebensqualität und -zeit gewinnen. Darin sieht auch der Pädiater Kardorff seine Hauptaufgabe: „Manche Kinder benötigen rasch eine umfassende Behandlung, das kann sogar eine Transplantation der Leber einschließen. Doch in den meisten Fällen stehe ich den betroffenen Familien – auch wenn das Kind weniger schwer erkrankt ist –  über viele Jahre beratend zur Seite, damit sie lernen, mit dem Gendefekt bestmöglich zu leben. Denn gerade wenn die Diagnose frisch gestellt ist, gibt es meist sehr viel Angst, Unsicherheit und Gesprächsbedarf.“

3D-Ilustration eines Proteins - Chr. Burgstett

Am Helios Klinikum Duisburg arbeitet sein Team deshalb auch mit den Kollegen aus anderen Abteilungen, etwa der Kinder- und Erwachsenen-Pneumologie sowie der internistischen Gastroenterologie eng zusammen. So können betroffene Patienten über lange Zeit von der Kindheit bis ins Seniorenalter betreut werden. Neben diesem wichtigen Punkt erfüllt die Abteilung für die Therapie des Gendefekts zudem die hohe medizinische Qualität sowie die notwendigen technischen Voraussetzungen, etwa beim Ultraschall und wurde deshalb nun von der Deutschen Atemwegsliga e.V. zum Alpha-1-Kindercenter ernannt. Heilen lässt sich der Gendefekt nicht, aber begleiten und wirksam beeinflussen.
Auch der heute fünfjährige Mats und seine Familie kommen mittlerweile gut mit der Erkrankung zurecht, doch Einschränkungen bleiben. Neben einer gesunden Lebensführung mit vollständigem Rauchverbot muss er auf Lunge und Leber besonders Acht geben und auch seinen Beruf später entsprechend auswählen. Viele Medikamente kommen für ihn aufgrund ihrer Wirkung auf die Leber nicht in Betracht und Atemwegsinfektionen sollten am besten vermieden oder zumindest frühzeitig behandelt werden. Keine einfachen Vorgaben, aber eine gute Chance auf ein erfülltes und weitgehend gesundes Leben.  

Dr. Rüdiger Kardorff
Aufgewachsen in Niedersachsen absolvierte Dr. Rüdiger Kardorff sein Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und schloss dort auch seine kinderärztliche Ausbildung ab. Nachdem er sich zunächst der Tropenmedizin widmete und dafür diverse Aufenthalte für wissenschaftliche Untersuchungen unter anderem in Sudan, Tansania, Mali, Senegal und auf den Philippinen durchlief, spezialisierte er sich im Lauf der Jahre in der Kinder-Gastroenterologie, zunächst mit dem Schwerpunkt Lebererkrankungen und Lebertransplantation.
Als Funktionsoberarzt an der MHH qualifizierte er sich bis zum höchsten Level 3 der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und ist ein absoluter Spezialist auf diesem Gebiet. Bei Helios bringt der renommierte Fachmann als leitender Kinder-Gastroenterologe seit Ende 2019 seine ganze Erfahrung in einer speziellen Ambulanz und auf den Stationen der Kinderklinik im Duisburger Norden ein.

Dr. Rüdiger Kardorff  beim Ultraschall

Niedergelassene s-tellen sich auf starke Beteiligung bei Corona-Impfungen ein

Düsseldorf/Duisburg, 23. November 2020 - Am Freitag, 20. November, fand die letzte Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein im Jahr 2020 statt. Erneut stand die VV inhaltlich und formal maßgeblich im Zeichen der Corona-Pandemie und wurde abermals in Form einer Videokonferenz durchgeführt.

 

In seinem Bericht zur Lage ging Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, zu Beginn auf das aktuelle Infektionsgeschehen ein und betonte dabei die nach wie vor bedeutende Rolle der Niedergelassenen als „ambulanter Schutzwall“ für die stationären Ressourcen. „Wir wissen um die besondere Belastung der Praxen, gerade jetzt in den Herbst- und Wintermonaten. Gemeinsames Ziel muss weiterhin sein, das Virus einzudämmen und im Praxisalltag den Kontakt von COVID-19-Patienten mit Regelpatienten bestmöglich zu vermeiden, etwa durch separate Infektionssprechstunden, die seit 1. November finanziell gefördert werden“, so Bergmann. Auch der Betrieb zentraler Testeinrichtungen - zumeist in Kooperation mit örtlichen Gesundheitsämtern - habe sich bewährt, einige werden derzeit reaktiviert und weitere geschaffen. „Aktuell sind 17 mit der KVNO kooperierende Testzentren in Nordrhein am Netz, weitere drei sind in konkreter Planung. Damit können wir die regionalen ambulanten Testkapazitäten ergänzen und die Praxen, etwa durch Wochenend-Öffnungszeiten der Zentren, zielgerichtet entlasten.“

 

Weitere Ausgaben von Schutzmaterial ab 25. November

Um die Praxen im Rheinland weiterhin aktiv zu unterstützen, kündigte der KV-Chef zudem weitere Ausgaben von Schutzmaterial ab dem 25. November an fünf zentralen Orten an. Bislang habe die KVNO an 35 Ausgabeterminen unter anderem bereits rund 20 Millionen Masken und vier Millionen Schutzhandschuhe an ihre Mitglieder im Rheinland verteilt.

 

Weiteres großes Thema im Vorstandsbericht waren die Vorbereitungen der Corona-Schutzimpfungen im Rheinland, deren Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Es sind bis zu 30 zentrale Impfstandorte in Nordrhein geplant, ebenso eine enge Einbindung der KVen in die Organisation der Impfungen - unter anderem bei Terminvergabe und beim Impfen selber. Vorrangig sollen zunächst vulnerable Bevölkerungsgruppen, medizinisches bzw. Pflegepersonal und Angehörige systemrelevanter Berufe geimpft werden. „Wir stehen in engem Austausch mit dem Ministerium und werden uns organisatorisch und medizinisch in erheblichem Umfang einbringen, vor allem bei der Entwicklung einer Impfstrategie“, sagte Bergmann. Erste Ergebnisse einer kürzlich gestarteten Umfrage der KVNO zeigen, dass sehr viele Praxen im Rheinland bereit sind, ärztlich und mit Fachpersonal mitzuwirken. „Dazu müssen natürlich die Rahmenbedingungen stimmen“, so Bergmann. Der KV-Vorsitzende sprach sich auch entschieden dagegen aus, dass die Niedergelassenen über die zunächst notwendige Priorisierung von Impfberechtigten entscheiden.

 

Verdopplung der Schutzschirm-Zahlungen

Bergmann berichtete auch über den Stand der Ausgleichszahlungen des Corona-Schutzschirms: „Unsere Zahlungen für den Schutzschirm beliefen sich im zweiten Quartal 2020 auf insgesamt 33,5 Millionen Euro – dies ist doppelt so viel wie im ersten Quartal. Auch die Anzahl der Ärzte, die Ausgleichszahlungen erhalten, hat sich im Zeitraum auf rund 6.000 Ärzte verdoppelt. Der durchschnittliche Betrag der Ausgleichzahlungen je Praxis lag bei 7.630 Euro, im ersten Quartal waren es etwa 6.000 Euro.

 

Positive Nachrichten konnte Bergmann bei der Frage der Kostenerstattung für Schutzmaterial, das von den Praxen selbst beschafft wurde, überbringen. Die KVNO hat sich mit den nordrheinischen Krankenkassen nach intensiven Verhandlungen darauf geeinigt, dass betroffene Praxen ihre Kosten zu 90 Prozent erstattet bekommen. Ab November erfolge die Erstattung allerdings auf Basis definierter Höchstpreise.

 

Ambulantes Operieren – Kritik an Blockade-Haltung der Kassen

Mit Blick auf die Ergebnisse der Honorarverhandlungen 2021 mit den nordrheinischen Krankenkassen kritisierten KVNO-Vorstand und VV-Delegierte abermals die Verweigerung der Kassen, ambulante Operationen weiterhin zu fördern. „Es ist völlig unverständlich und skandalös, ohne Not die Förderung einer effizienten, umfangreichen Versorgung einzustellen, die die Krankenhäuser entlastet, Patienten entgegenkommt und den Kassen Millionen Euro einspart im Vergleich zur stationären Versorgung“, sagte Bergmann.

In einem mehrheitlich von der VV angenommen Antrag werden die Krankenkassen aufgefordert, die Verhandlungen mit der KVNO wieder aufzunehmen und für die Operateure, Anästhesisten und die niedergelassenen Gastroenterologen sachgerechte Lösungen anzubieten. Kritisiert wurde vom Vorstand und den Delegierten auch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), das eine finanzielle zur Förderung ambulanter Operationen zuletzt per se als bedenklich eingestuft hat. Dies sei eine Abkehr vom politischen Grundsatzwillen „ambulant vor stationär“, heißt es im Antrag.

 

Weitere Portalpraxen in Nordrhein etabliert

Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVNO, berichtete unter anderem über die Weiterentwicklung der Strukturen des ambulanten Notdienstes in Nordrhein. Auf Basis der geltenden Vereinbarungen in NRW zur besseren Verzahnung der Sektoren ambulant und stationär im Notfallmanagement und zur Einführung von Portalpraxen seien in den vergangenen Monaten trotz der durch Corona widrigen Rahmenbedingungen eine Reihe von Projekten erfolgreich umgesetzt worden. „Wir haben in Essen eine neue augenärztliche und eine neue HNO-ärztliche Portalpraxis ans Netz gebracht und zugleich in Duisburg und Köln den Betrieb wenig frequentierter Standorte zugunsten effizienterer und zentraler gelegener Notdienstpraxen aufgelöst“, so König.
Für die kommenden Monate kündigte der KVNO-Vize-Chef unter anderem die Etablierung einer neuen kinderärztlichen Notdienstpraxis in Moers sowie eine Neustrukturierung der Notdienstpraxis Düsseldorf an; diese soll im ersten Quartal 2021 zur Portalpraxis umgebaut werden. Weitere Entwicklungsmaßnahmen des ambulanten Notdienstes – vor allem im Bereich des Kindernotdienstes - kündigte König für das kommende Jahr auch für die Regionen Kleve/Wesel sowie die Stadt Bonn an.

 

Gesundheitspreis für NPPV-Projekt

Gute Nachrichten vermeldete König auch zu den Disease Management Programmen, die trotz Corona nur minimale Einbußen an Patienten und immer mehr ärztliche Teilnehmer verzeichnen. Am 6. November hatte die KVNO mit ihrer Online-Veranstaltung „Update DMP“ ein breites Fortbildungsangebot gemacht. Ebenfalls positiv: Das vom Innovationsfonds geförderte KVNO-Projekt „Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung (NPPV)“ hat den „Gesundheitspreis 2020“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten.

 

Wie immer am Jahresende waren die Präsentation und die Debatte um die Bilanz des Geschäftsjahres 2019 und den Haushalt für 2021 wesentliche Tagesordnungspunkte der VV. Die Delegierten genehmigten ohne Gegenstimmen beide Zahlenwerke und entlasteten den Vorstand. Der Verwaltungskostensatz der KVNO bleibt 2021 unverändert. Die Mitglieder zahlen bei IT-unterstützter Abrechnung weiterhin 2,8 Prozent ihres Arztumsatzes.

 

 Freie Termine für die Soziale Beratung

Duisburg, 19. November 2020 - Die Krebsberatung in Duisburg hat im November an folgenden Tagen noch freie Termine für die Soziale Beratung: Dienstag, den 24.11., um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr, Mittwoch, den 25.11., um 13.00 Uhr, Donnerstag, den 26.11., um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr sowie Montag, den 30.11., um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr.
In der Sozialen Beratung hilft Beraterin Dorothe Babbick-Fromm Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung. Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen unter: 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym.

 

150 kleine bunte Kraken für Frühgeborene in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 16. November 2020 - Zum „Tag der Frühgeborenen“, zu dem der Bundesverband „Das frühgeborene Kind e.V. jährlich am 17. November aufruft, überreichte der Inner Wheel Club Duisburg bereits zum vierten Mal in Folge kleine bunte Häkelkraken für die Frühchen in den Sana Kliniken Duisburg. Während beim ersten Mal 25, dann 50 und im letzten Jahr 100 der bunten Tintenfische den Weg in die Inkubatoren der Frühchen fanden, stellten die Damen des Inner Wheel Clubs in diesem Jahr erneut einen Häkelrekord für die jüngsten Patienten auf: Birgit LawrenzPollmann und Ruth Stromberg übergaben in diesem Jahr 150 farbenfrohe Häkelkraken an das Team der Kinderklinik. Francisco Brevis Nuñez, Leiter der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin, nahm die kleinen Helfer mit Freude für die Frühchen des Perinatalzentrums entgegen und betonte, dass dieses Engagement gar nicht hoch genug zu schätzen sei.

Tatsächlich haben die Inner Wheel Damen für die 150 liebevoll gestalteten Häkelkraken in diesem Jahr insgesamt zirka 450 Arbeitsstunden aufgewendet. Auch bei den kleinsten Patienten ist der Greifreflex bereits sehr stark ausgebildet, sodass manchmal der Sauerstoffschlauch oder die Magensonde aus der Nase gezogen wird. Ist ein kleiner gehäkelter Tintenfisch in ihrer Nähe, umklammern sie lieber dessen Tentakeln, die sie an die vertraute Struktur der Nabelschnur im Mutterleib erinnern. Erfahrungen haben gezeigt, dass dadurch eine positive Wirkung auf die Atmung, den Herzschlag und die Sauerstoffsättigung im Blut erreicht werden kann.

Die bunten Tintenfische sind bei den Frühcheneltern sehr beliebt und die kleinen Kraken-Helfer übersiedeln bei ihrer Entlassung der Babys mit in das neue Zuhause. Das Perinatalzentrum in den Sana Kliniken Duisburg zählt zu den Zentren mit dem höchsten Versorgungslevel. Bundesweit werden jährlich rund 60.000 Kinder zu früh geboren. Das ist eins von zehn Neugeborenen. Damit sind Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Als frühgeboren gelten Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Die Organe sind bei einer Frühgeburt natürlich noch nicht so ausgereift, wie sie sein sollten.

Die jüngsten Kinder sind gerade mal 24 Wochen alt und rund 500 Gramm schwer. Das Team des Perinatalzentrums in der Kinder-und Jugendmedizin versorgt jährlich über 300 Kinder, die viel zu früh das Licht der Welt erblicken, davon liegt bei 80 bis 100 Kindern das Geburtsgewicht deutlich unter 1.500 Gramm. Für diese Frühchen und ihre Familien steht dann ein oft wochen- oder monatelanger Klinikaufenthalt bevor.

Links vorne: Ruth Stromberg, im Hintergrund steht Birgit Lawrenz-Pollmann, beide von Inner Wheel Rechts vorne: Francisco Brevis Nuñez, Leiter der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin

 

„Die Besten für die Besten“

BG Klinikum unterstützt Olympia-Athleten als medizinischer Kooperationspartner


Duisburg, 13. November 2020 - Auch wenn das große Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen, für viele Athlet*innen des Olympiastützpunktes (OSP) NRW/Rhein Ruhr aufgrund der Pandemielage noch ungewiss ist – eines können sich die Spitzensportler*innen sicher sein: Ab sofort garantiert ihnen das BG Klinikum Duisburg als offizieller Kooperationspartner eine schnelle sportmedizinische Versorgung und gesundheitliche Prävention auf höchstem fachlichen Niveau.

„Hier trifft Spitzensport auf Spitzenmedizin. Nur gesunde Athletinnen und Athleten können Bestleistung bringen, daher freue ich mich, dass wir als wichtige Partner an der Zukunft der Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer mitwirken können“, so Klinik-Geschäftsführerin Brigitte Götz bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem OSP NRW Rhein/Ruhr. Das BG Klinikum nimmt als überregionales Traumazentrum mit einer hohen Spezialisierung eine führende Rolle bei der medizinischen Behandlung und Rehabilitation unfallverletzter Patient*innen im Großraum Duisburg ein. Sportmedizin spielt im Klinikum schon seit langem sowohl bei der Betreuung von Sportler*innen als auch bei der Behandlung von Unfallopfern eine wichtige Rolle.

Verletzte Sportler*innen werden rund um die Uhr versorgt

Der OSP NRW/Rhein Ruhr unter der Leitung von Volker Lauer betreut über 300 Leistungssportler*innen  in 20 Disziplinen mit umfangreichen Netzwerk- und Servicedienstleistungen. „Wir halten den Athletinnen und Athleten den Rücken frei, damit sie sich auf den Sport konzentrieren können“, erläutert Lauer.

Im Fokus der Kooperation stehen zeitnahe und kurzfristige Untersuchungen sowie Behandlungen von Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Belangen. Hinzukommen Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen – und das stets unter der Prämisse von kurzen Wegen und schneller Hilfe durch konkrete Ansprechpartner. Ein Workflow, den Dr. Christian Schoepp, Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin am BG Klinikum Duisburg mit seinem Team bereits erarbeitet hat: „Wir sind in der Lage, verletzte Sportler*innen rund um die Uhr zu versorgen.“
24 Stunden, sieben Tage die Woche – diese Verfügbarkeit sei die Stärke einer Unfallklinik, betont Univ.-Prof. Dr. Marcel Dudda. Er ist Ärztlicher Direktor des BG Klinikums Duisburg und Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Essen. In den hochspezialisierten Einheiten der beiden Kliniken arbeiten die besten Köpfe und Hände. „Alles, was wir in Duisburg nicht vorhalten, können wir über das Netzwerk dann in Essen auf ganz hohem Niveau ermöglichen“, fassen Götz und Dudda das Angebot zusammen.

Leistungssport ist im Klinikum schon lange verankert

Lauer freut sich, dass der OSP NRW/Rhein Ruhr die Unfallklinik als Netzwerkpartner gewinnen konnte. Durch seine langjährige Kooperation mit dem Landesportbund habe sich die Klinik bei den Sportlern längst einen Namen gemacht. Außerdem sei der Leistungssport im Athletikum Rhein Ruhr bereits verankert. Das Athletikum Rhein Ruhr wurde 2016 in der Klinik etabliert und ist ein hochmodernes High-Tech-Motoriklabor zur funktionellen Diagnostik von Bewegungskompetenzen. Zudem ist eine funktionelle Trainingsfläche zur Sportrehabilitation angeschlossen, die den speziellen Bedürfnissen und Voraussetzungen von Spitzensportler*innen gerecht wird. So können Sportmedizin und Sportwissenschaft zum optimalen Nutzen der Spitzensportler*innen miteinander verbunden und die Patient*innen interdisziplinär durch Fachärzt*innen, Sportwissenschaftler*innen und Therapeut*innen betreut werden.

„Die Besten für die Besten – das ist unser Anspruch. Schließlich betreuen wir Kandidat*innen, die Deutschland vertreten.“ Lauer berichtet aber auch von der großen Motivationskrise, in der viele Sportler*innen aufgrund der Einschränkungen und Folgen der Corona-Pandemie stecken, sowie dem immensen Druck, der ihnen zu schaffen macht. „Viele Athletinnen und Athleten haben ihre Lebenspläne auf das eine, große Ziel Olympia ausgelegt.“ Lauer befürchtet einen dramatischen Einbruch für die Sportlandschaft, würden die Olympischen Sommerspiele 2021 abgesagt werden. Umso wichtiger sei es, ein positives Zeichen zu setzen, betont Schoepp. „Wir wollen nicht in der Krise verharren, sondern im Hintergrund weiter agieren und an der Zukunft der Olympia-Athletinnen und Athleten arbeiten.“

 

 Mit der Vertragsunterschrift wird die Kooperation zwischen dem BG Klinikum Duisburg und dem Olympiastützpunkt (OSP) NRW/Rhein Ruhr besiegelt. Es freuen sich (v.l.n.r.): Dr. Christian Schoepp (Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin), Volker Lauer (Leiter OSP), Brigitte Götz (Geschäftsführerin) und Univ.-Prof. Dr. Marcel Dudda (Ärztlicher Direktor).


 

Kinder- und Jugendärzte: „Mund-Nasen-Bedeckung schützt und ist für Kinder gesundheitlich unbedenklich.“

 Köln/Duisburg, 12. November 2020 - Je nach Bundesland gilt auch für Kinder unter zehn Jahren eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, der auch Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen umfasst. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer befürchten, dass die Masken Kindern schaden könnten. Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen stellt das Tragen von Masken aber keine gesundheitliche Gefahr dar. Eltern sollten mit ihren Kindern das richtige Tragen der Masken üben.  

Kinder unter zehn Jahren sind wenig an der Verbreitung des Corona-Virus beteiligt, dennoch schreiben einige Bundesländer ihnen die Bedeckung von Mund und Nase vor oder empfehlen sie zumindest, auch in der Schule. „Bei hoher 7-Tage-Inzidenz von SARS-CoV-2 in der Region oder im Kreis halten wir diese Regeln für sinnvoll, auch bei Grundschülern. An ihrem Platz sitzend sollten sie unter Einhaltung der Abstandsregel die Maske jedoch wieder abnehmen dürfen.

Die chirurgischen oder auch die so genannten Alltags-Maske mögen ein wenig unbequem sein für Kinder, sie schränken aber das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung, noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid. Sie gefährden auch sonst in keiner Weise die Gesundheit; sogar Kinder mit kontrolliertem Asthma ab sechs Jahren können sie gefahrlos tragen; es gibt keine Hinweise darauf, dass die Maske bei ihnen CO2 zurückhält oder ihre Atmung einschränkt,“ so Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e. V.) heute in Köln.

„In Kinderkliniken müssen Kinder mit geschwächtem Immunsystem schon seit jeher Masken tragen. Sie tun dies ohne Probleme und akzeptieren die Masken auch, wenn man ihnen Funktion und Sinn des Maskentragens gut erklärt. Inzwischen liegen uns auch Studien vor zur psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Corona Pandemie. Keine dieser Studien enthält Hinweise darauf, dass das Tragen von Masken an sich die Kinder in ihrer seelischen Gesundheit beeinträchtigt.

Aus kinder- und jugendärztlicher Sicht bestehen daher bei gesunden Kindern ab zehn Jahren generell keine Bedenken gegen das Tragen von Masken. Kinder ab sechs Jahren können optional eine Maske tragen, aber sie sollten sie jederzeit abnehmen können, wenn sie dies möchten. Eltern sollten ihren Kindern liebevoll, geduldig und verständnisvoll helfen, selbständig und effektiv mit einer Maske umzugehen. Wenn sie selbst von der Bedeutung des Maskentragens überzeugt sind, können sie auch ihre Kinder überzeugen.“  

Wie Eltern ihrem Kind helfen können, die Maske zu tragen Erklären Sie Ihrem Kind, dass es mit der Maske dazu beiträgt, die Ausbreitung der Pandemie zu vermindern, dass es sich und andere mit der Maske schützt. Achten Sie darauf, dass die Maske an die Größe und Gesichtsform Ihres Kindes so angepasst ist, dass sie um Mund, Nase und Kinn an allen Seiten gut sitzt, aber locker schließt und bequem ist. Die um die Ohren oder um den Hinterkopf geführten Bänder dürfen nicht zu eng anliegen oder gar einschneiden. Achten Sie darauf, dass sich die Haut hinter den Ohren nicht entzündet durch langes Tragen. Verwenden Sie chirurgische Masken oder selbstgenähte Masken aus Baumwolle, die das Atmen nicht einschränken.
Vor dem Anlegen und dem Entfernen der Maske die Hände gründlich waschen. Beim Abnehmen oder Anlegen die Maske nur an den Bändern (von hinten) anfassen. Das Kind sollte die Maske, insbesondere die Außenseite, beim Tragen nicht berühren. Bevor Ihr Kind eine längere Zeit die Atemmaske trägt, lassen Sie es zuhause ausprobieren, wie es mit der Maske zurechtkommt. Treten bei längerem Tragen von Alltagsmasken Anzeichen von Unwohlsein auf, sollte die Maske kurzzeitig im sicheren Abstand von anderen Personen, am besten im Freien, abgenommen werden. Überfordern Sie Ihr Kind nicht durch überlange Tragezeiten.

Einwegmasken nach dem Tragen sofort in den Abfalleimer werfen. Wiederverwendbare Stoffmasken nach dem Tragen gründlich mit Waschmittel reinigen: ab 60 Grad Celsius waschen und gut trocknen. Alternativ ist es möglich, die Masken für 10 Minuten auszukochen. Anschließend gut trocknen.   Kinder- und Jugendärzte empfehlen: Keine Masken für Kinder unter sechs Jahren Kinder mit schweren Atemproblemen Kinder, die die Maske nicht selbst entfernen können Kinder mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, mit intellektueller Reifungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeiten. Sie sollten - wenn überhaupt – die Maske nur nach Rücksprache mit dem Kinder- und Jugendarzt oder der -ärztin tragen.  
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen kann, oder wenn Ihr Kind krank ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt oder Ihrer Kinder- und Jugendärztin.

 

Gesundheitsaufsicht Duisburg

An alle Eltern/Erziehungsberechtigte von KITA-Kindern bzw. Schüler*innen und an alle volljährige Schüler*innen
Duisburg, 10. November 2020 - Im Rahmen der Corona-Pandemie ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Kontakte infizierter Personen schnellstmöglich nachverfolgt werden und mögliche weitere infizierte Personen in Quarantäne genommen werden können. Nur durch diese Maßnahme lässt sich eine schnelle und unkontrollierte Ausbreitung der Corona-Infektionen vermeiden. Schulen bieten hierbei aufgrund ihres Zusammentreffens einer großen Anzahl an Personen (insbesondere Schüler und Lehrkräfte) das Risiko, dass sich die Infektion einer Person schnell auf eine Vielzahl von weiteren Personen ausdehnen kann.
Aufgrund der gegenwärtigen sog. „zweiten Welle“ haben wir insgesamt einen deutlichen Anstieg an Neuinfektionen auch in der Stadt Duisburg. Dies führt dazu, dass die Beschäftigten im Gesundheitsamt, die die Kontaktnachverfolgung durchführen, eine enorm hohe Arbeitslast haben und nur unter größten Anstrengungen der erforderlichen Kontaktnachverfolgung nachkommen können. Um die Kontaktnachverfolgung so effektiv wie möglich zu gestalten, erbitten die Beschäftigten der Kontaktnachverfolgung die entsprechenden Daten von den KITA-/Schulleitungen. Unnötige Anrufe zu nicht vergebenen Telefonnummern oder rückläufige Postsendung aufgrund von falschen Adressen sind vermeidbar. Daher bitten wir Sie inständig, die Kita- und Schulleitungen zu unterstützen, indem Sie die Daten Ihrer Kinder /Ihre Daten (insbesondere Handynummern und Emailadressen) und auch JEDE Änderung mitteilen.

Allgemeine Informationen zum Thema Corona und Quarantäne
Das für den Wohnort der infizierten Person zuständige Gesundheitsamt eruiert bei Meldung einer positiv getesteten Person alle deren Kontaktpersonen 1, die direkten Kontakt hatten, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich (z.B. Kitas, Schulen). In Duisburg ermitteln die Kolleg*innen der Kontaktnachverfolgung die Kontaktpersonen 1 im „privaten“ Bereich der infizierten Person und das Team Kitas/Schulen im „öffentlichen“ Bereich – sprich Kitas und Schulen. Alle weiteren Personen, die keinen direkten Kontakt zu der infizierten Person hatten, sind somit Kontaktperson von Kontaktperson 1. Kontaktpersonen von Kontaktpersonen 1 zu testen, sobald ein Coronafall festgestellt wurde, wird auf Grund der Infektionsketten und den entsprechenden Inkubationszeiten vom Robert-Koch-Institut als nicht sinnvoll erachtet.

Daher gehört der Personenkreis „Kontaktpersonen von Kontaktpersonen 1“ nicht zum Beobachtungsbereich des Gesundheitsamtes. Das RKI empfiehlt folgende Quarantänezeiten: Für infizierte Personen gilt derzeit die Regelquarantäne von 10 Tagen (Primärfall) und für Kontaktpersonen 1 im Haushalt des Infizierten (Primärfall) 14 Tage ab Symptombeginn/Abstrichdatum des Primärfalles. Weitere auftretende infizierte Fälle im Haushalt des Primärfalles werden 10 Tage ab ihrem eigenen Symptombeginn/Abstrichdatum quarantänisiert.

Für Kontaktpersonen außerhalb des Haushaltes des Infizierten gilt die Quarantänezeit von 14 Tagen ab dem letzten Kontakttag. Über die Quarantänezeiträume entscheidet das Gesundheitsamt in jedem Einzelfall; so dass ein Einzelfall es erfordern kann, von den Richtlinien des RKI abzuweichen. Das Robert-Koch-Institut sieht in seinen Richtlinien keine Möglichkeit vor, dass durch ein negatives Testergebnis eine Quarantäne aufgehoben bzw. verkürzt wird. Grund dafür ist, dass die Zeitspanne zwischen Infektion, Auftreten der Virusausscheidung und der Erkrankung sehr variabel und individuell ist, sodass durch einen einmaligen Test und auch durch einen zweiten Test nicht mit ausreichender Sicherheit eine Infektion auszuschließen ist. Der angeordnete Quarantänezeitraum ist daher einzuhalten.

Während der Quarantänezeit darf die Person die Wohnung nicht verlassen (außer in medizinischen Notfällen und für die direkte Hin- und Rückfahrt in einem PKW (nicht mit dem öffentlichen Personennahverkehr) zum Testzentrum. Den Erziehungsberechtigten bzw. dem/der volljährigen Schüler*in geht ein entsprechender schriftlicher Bescheid über die Anordnung der Quarantäne mit Nennung des Quarantänezeitraums zu.
Das Ordnungsamt ahndet Quarantäneverstöße von infizierten Personen mit einer Geldbuße in Höhe von 2.000 € und von Kontaktpersonen 1 mit einer Geldbuße in Höhe von 1.000 €. Ein gesondertes Schreiben bzgl. der Aufhebung der Quarantäne von Kontaktpersonen 1 erfolgt NICHT. Bei infizierten Personen wird kurz vor Quarantäneende dann je nach Antwort der betreffenden Person eine Entscheidung über den Quarantänezeitraum getroffen und mündlich am Telefon mitgeteilt (Aufhebung oder Verlängerung der Quarantäne). Darüber hinaus erhalten sie auf dem Postweg einen entsprechenden Bescheid.

Wenn eine Kontaktperson 1 (im gleichen Haushalt) sich infiziert, wird der Quarantänezeitraum angepasst. Die Personen, denen gegenüber die Quarantäne aufgehoben wurde, können wieder an allen Aktivitäten des Lebens ohne Einschränkung teilnehmen. Eine erneute Testung am Ende der Quarantäne initiiert vom Öffentlichen Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt) ist nicht vorgesehen.

Grundsätzliche Informationen:
- Kinder unterliegen in Deutschland einer Schulpflicht. Wenn dieser Schulpflicht nicht nachgekommen wird, ist es die Pflicht der Eltern/Erziehungsberechtigten bzw. volljährigen Schüler*innen gegenüber der Schulleitung nachzuweisen, warum die Kinder bzw. sie dieser Pflicht nicht nachkommen (z.B. ärztliches Attest, Bescheid über die Quarantäneanordnung).
- Die Entscheidungen über Quarantänemaßnahmen werden immer im Einzelnen unter Betrachtung und Würdigung der jeweiligen Sachverhalte und Situationen vor Ort vom Gesundheitsamt gefällt (Einzelfallentscheidungen). Es gibt keine pauschalen Entscheidungen!
- Die Testproben, die im Abstrichzentrum der Stadt Duisburg genommen werden, werden beim Labor Krone ausgewertet. Die Ergebnisse können von den betreffenden Personen mit einer Auftragsnummer (Barcode), den sie bei der Testung erhalten, minimum 24 Stunden nach Testung über das Labor Krone online abgefragt werden. So kann es dazu kommen, dass die betreffenden Personen ihre Testergebnisse früher erfahren (auch positive Ergebnisse) als das Gesundheitsamt.

- Informationen zu dem Thema „Reiserückkehrer“ erhalten Sie unter https://www.duisburg.de/microsites/coronavirus/index.php.
- Für jede/n Bürger*in gilt: Sollte man Symptome haben, so setzt man sich telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung. Sollte dieser dann eine Testung aufgrund der Symptome durchführen lassen, dann besteht eine Quarantäneverpflichtung der getesteten Person bis zum Erhalt des Testergebnisses.

 

Freie Termine für die psychoonkologische Beratung

Duisburg, 10. November 2020 - Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. Nun kommt zur Krankheitsbewältigung auch noch die Pandemie hinzu. Weil Krebspatienten zur Risikogruppe zählen, sind sie verständlicherweise besonders beunruhigt. In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung an.

Für die psychoonkologische Beratung am Dienstagnachmittag, den 17. November 2020 gibt es noch freie Termine. Die Gespräche mit der Psychoonkologin Carola Fackert finden telefonisch statt. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de

 

Neu an Bord in den Sana Kliniken Duisburg

Start in die digitalisierte Welt der Pflegeausbildung

Duisburg, 04. November 2020 - –Insgesamt 51 Schülerinnen und Schüler starteten im Oktober ihre Ausbildung in der Schule für Pflegeberufe der Sana Kliniken Duisburg mit dem Ziel, in drei Jahren ihr Examen als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann abzuschließen. Für den Schwerpunkt der Kinderkrankenpflege haben sich zu Beginn bereits elf Auszubildende entschieden. Dies ist der zweite Ausbildungskurs der neuen „generalistischen Ausbildung“ in diesem Jahr und auch der zweite Kurs, der unter Corona-Bedingungen an den Start ging.
Die Schülerinnen und Schüler erwartet eine Mischung aus Digitalisierung von Lerninhalten sowie Präsenzunterricht in kleinen Gruppen unter Berücksichtigung der Corona-Vorgaben des Landes NRW. Alle Auszubildenden werden nach der Probezeit mit Tabletts ausgestattet, um an den digitalisierten Unterrichtseinheiten der Ausbildung teilnehmen zu können. Ein Projekt, das von Pflegedirektor Carl Poersch und Schulleiter Frank Heller gemeinsam mit dem Schulteam mit Hochdruck auf den Weg gebracht wurde.
Dies ist Teil Pakt des Sana-Projekts zu Digitalisierung aller Sana Pflegeschulen „Vom Analog-Unterricht zum Homeschooling“. Für den die Sana Kliniken AG den Deutschen Change Award 2020 gewonnen hat. Die Auszubildenden lernen in den nächsten drei Jahren in über 4.600 theoretischen und praktischen Stunden alle Inhalte der Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege. Die „generalistische Ausbildung“ vermittelt den jungen Frauen und Männern die nötigen Kompetenzen zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen und ermöglicht ihnen den flexiblen Einsatz in allen Pflegebereichen.
Eine Möglichkeit zur Erwerbung eines gesonderten Abschlusses in der Kinderkrankenpflege oder Altenpflege besteht im dritten Ausbildungsjahr. Der nächste Kurs in der „generalistischen Ausbildung“ startet am 1. April 2021. Bewerbungen hierzu sind bereits jetzt möglich unter www.sana.de/duisburg.


Ausbildungsstart in der Pflegeschule der Sana Kliniken Duisburg.

 

Blutspende unter den geltenden Einschränkungen erlaubt!

Duisburg, 03. November 2020 - Das Gesundheitssystem ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens dringend auf Blutspenden angewiesen. Deshalb sind Blutspendetermine in den Coronaschutzverordnungen ausdrücklich ausdrücklich von den Versammlungs- und Veranstaltungsverboten ausgeschlossen. Der Appell an die Bevölkerung ist deutlich: Spendet Blut!  Blutspenden ist systemrelevant 
Die Versorgungsleistungen des DRK-Blutspendedienstes sind der klinischen Versorgung durch die Einrichtungen der Krankenversorgung unmittelbar vorgeschaltet, der Blutspendedienst ist also unmittelbarer Teil der Krankenversorgung! Auch wenn in dieser Phase der Pandemie geplante Operationen verschoben werden, so benötigen die Ärzte dennoch Blutpräparate zur Behandlung chronisch Kranker, für Krebspatienten, für verschiedenste Operationen sowie für Notfalleingriffe. Kontinuierliche Blutspenden sind weiterhin wichtig, denn die Blutbestandteile haben eine sehr begrenzte Haltbarkeit.


Blutplättchen (Thrombozyten) sind beispielsweise nur vier bis fünf Tage einsetzbar. Blutpräparate sind für viele Patienten überlebenswichtig, deshalb ist ein stetiger Nachschub dieser Arznei so notwendig. Hiermit wird jedoch auch deutlich, dass Blutspendetermine in Risikoregionen Deutschlands nicht einfach ausgesetzt werden können, da die Versorgung der Bevölkerung mit Blut und Blutprodukten andernfalls zusammenbrechen würde.  

Mit Sicherheit Blut spenden 
Die vom Blutspendedienst umgesetzten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für Blutspendetermine gewährleisten weiterhin einen sehr hohen Schutz: Eine wichtige Aktion ist die Blutspende über Terminreservierung. Die meisten Termine finden mittlerweile so statt. Unter www.blutspende.jetzt sollten sich Interessierte erkundigen, unter welchen Voraussetzungen die Blutspendeaktion stattfindet und einen persönlichen Termin reservieren. Weitere Maßnahmen sind: Der Zugang zum Blutspendelokal wird kontrolliert, Kurzanamnese, Messen der Körpertemperatur und Hand-Desinfektion ergänzen den Sicherheits-Katalog. Selbstverständlich tragen alle Beteiligten einen Mund-Nasen-Schutz.  
Während des Terminablaufs werden Mindestabstände eingehalten. Den Imbiss gibt es zum Mitnehmen. Blutspender werden gebeten, möglichst einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen und eigene Mund-Nasen-Bedeckungen mitzubringen. Blutspender werden nicht auf Corona getestet - für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. Bluttransfusionen sind auch jetzt sicher und unverzichtbar. Ständig aktualisierte Infos gibt es unter
https://www.blutspendedienst-west.de/corona
Besondere Zeiten erfordern ein besonderes Dankeschön: Wer jetzt Blut spendet, erhält als passendes Dankeschön ein rotes Multifunktionstuch, das man auch als Mund-Nasen-Schutz nutzen kann. 

 

Trägerwechsel amtlich: Helios übernimmt Malteser-Kliniken Bonn, Duisburg und Krefeld

Berlin/Duisburg, 02. November 2020 - Insgesamt drei ehemalige Malteser Kliniken in Bonn, Duisburg und Krefeld gehören ab heute zur Helios Kliniken Gruppe. Die Duisburger Klinik verfügt über zwei Standorte. TEILEN Die Kliniken werden künftig die Namen Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg (Bonn), Helios St. Anna Klinik (Duisburg), Helios Klinik Duisburg Homberg und Helios St. Josefshospital Uerdingen (Krefeld) tragen.
Die Kliniken verfügen insgesamt über rund 1.300 Betten und mehr als 2.700 Beschäftigte. Im Zuge der Übernahme kommen auch sechs Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zum Helios Netzwerk hinzu. Damit gehören nun insgesamt 89 Kliniken und 128 MVZ in ganz Deutschland zur Helios Kliniken Gruppe.

 „Wir freuen uns darauf, unser starkes Netzwerk im Westen Deutschlands zusammen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen auszubauen und für unsere Patienten in der Region weiter zu entwickeln,“ sagte Dr. Francesco De Meo, Vorsitzender der Helios Health. „Gemeinsam werden wir integrierte Behandlungskonzepte anbieten können, die auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt sind.“


Die Kliniken und weiteren Einrichtungen gehören künftig zur Helios Region West. Hier hat Helios dann insgesamt 22 Kliniken der Akutversorgung. Mit dem Helios Klinikum Duisburg, dem Helios Klinikum Krefeld und dem Helios Universitätsklinikum Wuppertal gehören auch drei Krankenhäuser der Maximalversorgung zur Region. Helios versorgt in der Region mehr als 300.000 Patienten stationär.


Malteser Krankenhaus St. Johannes in Duisburg-Homberg

Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen

Freie Termine für die Soziale Beratung
Die Krebsberatung in Duisburg hat in der zweiten Novemberwoche an folgenden Tagen freie Termine für die Soziale Beratung: Dienstag, den 10.11. um 9.30 Uhr, Mittwoch, den 11.11. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr sowie Donnerstag, den 12.11. um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr. In der Sozialen Beratung hilft Beraterin Dorothe Babbick-Fromm Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung.
Die Beratungsgespräche finden aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen telefonisch statt. Bei Bedarf sind auch Nachmittags- und Abendtermine möglich. Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen unter: 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym.

 Corona-Testzentren an Flughäfen Düsseldorf und Weeze stellen Betrieb ein

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein zieht Bilanz  
Düsseldorf/Duisburg, 30. Oktober 2020 - Die beiden im Rheinland von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein im Auftrag des Landes NRW betriebenen Testzentren für Reiserückkehrer an den Flughäfen Düsseldorf und Weeze stellen zum 1. November ihren Betrieb ein. Hintergrund ist das Ende des Engagements des Landes zum Betrieb dieser Einrichtungen in NRW. Reiserückkehrer aus einem ausländischem Risikogebiet können sich künftig für einen Corona-Test an eine Arztpraxis an ihrem Wohnort oder an ein lokales Abstrichzentrum wenden.  

Im Testzentrum am Flughafen Düsseldorf wurden seit dem Start am 25. Juli insgesamt rund 90.000 Abstriche auf Covid-19 durchgeführt, davon waren 1.208 positiv – dies entspricht einer Quote von 1,36 Prozent. Am Airport Weeze wurden im dortigen Testzentrum seit dem Start am 3. August insgesamt rund 5.270 Abstriche bei Reiserückkehrern entnommen, darunter waren 25 positive Befunde, die Quote beträgt 0,48 Prozent. Der Tag mit den meisten Abstrichen war der 16. August mit allein 2.450 Abstrichen am Flughafen Düsseldorf und 193 in Weeze, am Tag zuvor wurde Spanien vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt.  

„Die KV Nordrhein und mit ihr die niedergelassenen Vertragsärzte im Rheinland haben auch hier großes Engagement gezeigt und den Auftrag des Landes NRW erfolgreich erfüllt. Binnen kürzester Zeit haben wir in sehr guter Zusammenarbeit mit den Flughäfen professionelle Test-Strukturen für die Einreisenden aus Risikogebieten geschaffen, die vor allem am Ende der Sommerferien extrem nachgefragt waren. Dafür bedanke ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Verantwortlichen beider Airports“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.  
In den letzten Wochen sank die Zahl der Getesteten an den Flughäfen. „Es ist richtig, diese Testzentren jetzt nicht weiter zu betreiben und die Teststrategie vor dem Hintergrund der sich schnell verschärfenden Infektionslage deutlich stärker auf die bekannten Risikogruppen zu fokussieren, bei denen entsprechend hohe Risiken bestehen, schwerer zu erkranken.“

Freie Termine für die Soziale Beratung

Duisburg, 28. Oktober 2020 - Die Krebsberatung in Duisburg hat in der ersten Novemberwoche an folgenden Tagen freie Termine für die Soziale Beratung: Montag, den 2.11. um 10.30 Uhr und um 12.00 Uhr, Dienstag, den 3.11. um 9.30 Uhr, Mittwoch, den 4.11. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr sowie Donnerstag, den 5.11. um 9.30 Uhr, 11.00 Uhr und 13.00 Uhr. In der Sozialen Beratung hilft Beraterin Dorothe Babbick-Fromm Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung.

Die Beratungsgespräche finden unter Einhaltung der Hygienevorschriften in der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Sollte es bis dahin zu Corona bedingten Kontaktbeschränkungen kommen, erfolgen die Beratungen telefonisch. Bei Bedarf sind auch Nachmittags- und Abendtermine möglich. Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen unter: 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym oder telefonisch.

Mit Babyshampoo gegen Coronaviren – wissenschaftlich bestätigt

Mit Babyshampoo gegen Coronaviren – wissenschaftlich bestätigt
Duisburg, 26. Oktober 2020 - Mit Babyshampoo gegen Coronaviren? Was sich im ersten Moment schräg anhört, kann im Kampf gegen die Pandemie helfen. Und zwar als Nasenspülung. Anbei senden wir Ihnen dazu weitere Infos vom Duisburger Zahnarzt und Wissenschaftler Dr. med. dent. Mustafa Ayna, der auf die Idee zur Reduzierung der Viren in der Nase mittels Nasenspülung aus Babyshampoo und Kochsalzlösung kam. Eine wissenschaftliche Bestätigung der Wirkweise der Shampoo-Lösung zur erfolgreichen Reduzierung von Coronaviren liefert er gleich mit. 

Duisburger Zahnarzt empfiehlt Coronapatienten Nasendusche, um die Virenlast in der Nase zu reduzieren, um somit den Krankheitsverlauf abzumildern. Die Effektivität dieser neuen Methode wird mit unabhängigen wissenschaftlichen Belegen untermauert.  

„Genau wie bereits bekannt ist, dass Mundspüllösungen Coronaviren inaktivieren können, kann eine Nasenspülung ebenfalls dazu beitragen, eine Infektion abzumildern und die Ansteckungsgefahr senken. Bisher wurde der Nasenraum von den meisten Ärzten nicht berücksichtigt, obwohl die Nase mittlerweile als das Einfallstor für das Coronavirus identifiziert ist“, sagt der Duisburger Zahnarzt, Implantologe und Wissenschaftler Dr. med. dent. Mustafa Ayna.  
Nase ist wahrscheinlichster Erstinfektionsweg für Coronavirus  
Das Rezeptorprotein ACE2 und die TMPRSS2-Protease, die dem Virus SARS-CoV-2 Eintritt in den menschlichen Organismus verschafft, wird in den Zellen verschiedener Organe hergestellt. Das sind vor allem die Zellen an der Innenseite der Nase. Die schleimproduzierenden Becherzellen und Flimmerzellen im Nasenraum weisen die höchsten Konzentrationen dieser beiden Proteine auf. Das macht diese Zellen zum wahrscheinlichsten Erstinfektionsweg für das Virus.[1]  

Nasenspülung mit Babyshampoo kann Virenlast reduzieren  
Als Zahnarzt und Zahnchirurg ist Dr. Ayna vertraut mit entzündlichen und krankhaften Veränderungen in Mund-, Kiefer-, Rachen- und Nasenraum seiner Patienten und versucht stets neue Wege zu gehen, um seinen Patientinnen und Patienten zu helfen. Die aktuellen Berichte über Mundspüllösungen und ihre Effektivität gegen Coronaviren brachten ihn auf die Idee, seinen Patientinnen und Patienten mit Corona-Symptomen die Empfehlung auszusprechen, neben den Mundspüllösungen auch eine Nasenspüllösung anzuwenden, um die Viruslast im Nasenraum zu reduzieren.
Coronapatienten empfiehlt er, mit Hilfe einer Nasendusche, einer 2%-igen Nasenspülung aus mildem Babyshampoo und einer Phosphat gepufferten Salzlösung den Nasenraum mindestens zwei Mal am Tag mit jeweils 300 ml zu spülen.
Dr. Ayna studierte aktuelle Studien und fand die Bestätigung seiner Empfehlung zu Nasenspülungen in unabhängigen Untersuchungen. Hier wurden sogar nur eine 1%-ige Lösung im Labor als hocheffektive Lösung bestätigt. Es konnten 99,9% der Viren inaktiviert werden.[2]
AHAL-Regeln um Mund- und Nasenspülungen ergänzen
„In diesen Zeiten sind wir alle dazu angehalten, uns an die AHAL-Regeln, also Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften, zu halten. Grundsätzlich sollen auch Coronapatientinnen und -patienten weiterhin Quarantäneregeln und Schutzverordnungen befolgen. Bei der Empfehlung zur Nasenspülung handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung der AHAL-Regel.  Regelmäßige Mund- und Nasenspülungen können nachgewiesenermaßen das Infektionsrisiko minimieren und gegebenenfalls Krankheitsverläufe sogar durch eine reduzierte Virenlast mildern“, sagt Dr. Mustafa Ayna.  
So stellt man 100 ml der Nasenspüllösung her  
Man mischt 99 ml Phosphatgepufferte Salzlösung und 1 ml mildes Babyshampoo Johnson’s baby shampoo der Marke Johnson und Johnson. Der wissenschaftliche Nachweis ist mit diesem Shampoo erbracht worden. Phosphatgepufferte Salzlösung ist zum Beispiel in der Apotheke erhältlich, das Shampoo ist z.B. im Online-Versandhandel zu erwerben. Siehe https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jmv.26514    


Immer donnerstags: telefonische Akutsprechstunde
Nach der Krebsdiagnose gibt es plötzlich ganz viele Fragen: Werde ich wieder gesund? Muss ich sterben? Was ist mit meinen Kindern? Bleibt mein Partner bei mir? Verliere ich meinen Job? Wie geht es finanziell weiter? Mit wem kann ich reden, ohne mich zusammenreißen zu müssen? Wer versteht, was in mir vorgeht? Auch im Verlauf der Erkrankung und nach der Behandlung, manchmal sogar lange Zeit danach, bekommen Krebspatienten Angst und werden unsicher. Einige Fragen tauchen jetzt erst auf: Warum ist das ausgerechnet mir passiert? Kommt der Krebs zurück? Will oder muss ich mein Leben ändern?
Deshalb bietet das Team der Krebsberatung in Duisburg einmal in der Woche eine Akutsprechstunde an: Donnerstags zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr sind die Beraterinnen und Berater unter 0152 2625 1232 zu erreichen. Die Gespräche sind vertraulich und kostenlos, auf Wunsch auch anonym.


Ab Montag verschärfte Besuchsregelungen an den Helios Kliniken Duisburg

Duisburg, 23. Oktober 2020 - Aufgrund der aktuellen Fallzahl-Entwicklung erlassen die Helios Kliniken ab Montag, 26. Oktober, an ihren drei Duisburger Standorten – den beiden Akuthäusern St. Johannes und Marien sowie in der Reha-Einrichtung Rhein-Klinik – erneut ein Besuchsverbot.

Patienten können somit nur noch in Absprache mit den diensthabenden Ärzten und in klar definierten Ausnahmefällen Besuch empfangen. Dazu gehören beispielsweise Kinder und Gebärende – sie dürfen jeweils von einer Person begleitet werden –, Patienten mit gesetzlichem Betreuer sowie demente und schwerkranke Patienten am Lebensende. Taschen mit Wechselkleidung und ähnliches können für die Patienten weiterhin am Eingang abgegeben werden.

 

- Medizinische Fragestunde
- Dr. med. Andreas Köhler gehört zu den führenden Proktologen Deutschlands

Medizinische Fragestunde
Duisburg, 20. Oktober 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Am 27. Oktober gibt es noch freie Termine zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr. Dr. Michael Schroeder (Onkologe und Palliativmediziner) beantwortet am Dienstagnachmittag medizinische Fragen zu den Themen: Diagnose und Befund; Behandlung und Therapieverfahren; Möglichkeiten begleitender Therapien; Krebsnachsorge; Schmerzen.

Die Gespräche finden unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften in der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 in 47249 Duisburg statt. Alle Beratungen sind vertraulich, kostenlos und u9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.denabhängig, auf Wunsch auch anonym und telefonisch. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203.



Dr. med. Andreas Köhler gehört zu den führenden Proktologen Deutschlands
Der langjährige Leiter der Coloproktologie am Helios Klinikum Duisburg, Dr. Andreas Köhler, zählt laut FOCUS Ärzteliste zu den besten Proktologen Deutschlands. Das renommierte Nachrichtenmagazin ermittelt regelmäßig die Top-Spezialisten verschiedener Fachbereiche aus dem gesamten Bundesgebiet. Kriterien für die Auszeichnung waren neben der Qualität in Diagnostik und Therapie vor allem die spezielle Expertise Köhlers sowie Empfehlungen durch Patienten und Kollegen.

Zu seinem Leistungsspektrum gehören unter anderem schonende Operationsmethoden, etwa bei Hämorrhoiden, Fisteln oder Krebserkrankungen an Mast- und Enddarm. Sie sind eine wichtige Therapieoption für viele Betroffene, denn kleine Schnitte sorgen für einen möglichst guten Erhalt der Funktionen.
Für Dr. Köhler ist die Auszeichnung wie so vieles andere immer eine Teamleistung: „Über die Anerkennung freue mich sehr. Mein ganzer Dank gilt vor allem meiner Arbeitsgruppe. Nur mit so versierten und motivierten Mitarbeitenden kann in der Medizin eine gute Leistung erbracht werden.“  

„Schüler leiten eine Station“ am Helios Klinikum Duisburg

Nächster Halt: „Schulstation“
Duisburg, 15. Oktober 2020 - „Zutrauen veredelt den Menschen“, war das Motto, unter dem das Projekt „Schüler leiten eine Station“ am Helios Klinikum Duisburg 2018 ins Leben gerufen wurde. Wie gut dieses Konzept aufgeht, bewies auch die dritte „Schülerstation“, die vom 24. August bis zum 11. September sowohl auf einer Station der Kinderklinik am St. Johannes, als auch auf einer geriatrischen Station an der Marien Klinik stattfand. Dabei übernahmen die Auszubildenden zum Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger aus dem Mittel- und Oberkurs des Helios Bildungszentrums Duisburg die Geschicke der Station.  

In diesen drei Wochen mussten sie die Früh-, Spät- und Nachtdienste abdecken, den zugehörigen Dienstplan erstellen und Krankheitsausfälle kompensieren. „Wir haben von vorne bis hinten alle Aufgaben auf der Station übernommen. Unser Fokus lag dabei ganz klar auf der Pflege, also der Arbeit am Menschen. Wir haben aber auch mit den behandelnden Ärzten und anderen Abteilungen im Haus kommuniziert, die Dokumentation durchgeführt und verschiedenste Verwaltungsaufgaben erledigt, damit die Station funktioniert“, erklärt Kim Szafranek, die für die Dauer des Projekts die Rolle der Leitung auf einer Station der Kinderklinik übernahm.  

Sprung ins kalte Wasser
Der „Sprung ins kalte Wasser“ ist zwar durchaus Teil des Konzepts von „Schüler leiten eine Station“, aber natürlich waren die examinierten Pflegekräfte der Station rund um die Uhr dabei, um im Notfall beim „Schwimmen“ zu helfen. Begleitet wurden die Auszubildenden auch von ihren Kursleitungen, die regelmäßige Reflexionsgespräche auf den Stationen durchführten.
„Wir konnten jederzeit auf die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen und durften so viele Erfahrungen mitnehmen, die wir nach der Ausbildung gut anwenden können“, so Szafranek, die mit ihrer Ausbildung im März 2021 fertig wird. „Das ist wirklich eine spannende Erfahrung und vermittelt uns ein ganz anderes Bild vom Stationsalltag als die praktischen Einsätze, die wir als Krankenpflegeschüler sonst auf Station machen“, lautet dann auch ihr Fazit.  

Nächster Halt: Schulstation
Sandra Weidlich, stellvertretende Leiterin des Bildungszentrums, zeigt sich von der Entwicklung ihrer Schützlinge begeistert: „Es ist toll zu sehen, wie die Krankenpflegeschülerinnen und -schüler sich im Laufe des Projekts entwickeln und an ihren Aufgaben wachsen. An vielen Stellen müssen sie zwar ihre Komfortzonen verlassen, aber sie kämpfen sich durch – und das mit viel Freude und großer Motivation.“ In gewisser Weise wird der Erfolg des Projektes ihm zum Verhängnis, denn die dritte „Schülerstation“ soll auch die letzte gewesen sein.

„Die positiven Erfahrungen haben uns dazu veranlasst, das Projekt „Schüler leiten eine Station“ in eine dauerhafte Einrichtung umzuwandeln. Ab Ende des Jahres wollen wir eine eigene „Schulstation“ betreiben, in der unsere Krankenpflegeschülerinnen und -schüler unter den wachsamen Augen von Praxisanleitern, also besonders erfahrenen und zusätzlich pädagogisch qualifizierten examinierten Kolleginnen und Kollegen, dauerhaft die Möglichkeit haben, mehr Verantwortung zu tragen und sich im realen Stationsalltag zu beweisen und daran zu wachsen. Das hebt das Niveau der Praxiseinsätze während der Ausbildung auf ein neues Level“, so Weidlich.  

Das Corona-Lächeln beweist: Schülerstationsleitung Kim Szafranek (r.) und die anderen TeilnehmerInnen zogen am Ende eine positive Bilanz mit Sandra Weidlich (l.), stellvertretende Leitung Bildungszentrum Helios Klinikum Duisburg, und Peter Frankenstein (vorne links), Leiter Personalentwicklung und Fortbildung.       

 

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein warnt: Niedergelassene Ärzte stoßen an Grenze der Belastbarkeit

Düsseldorf/Duisburg, 09. Oktober 2020 - In Nordrhein haben sich im ersten Halbjahr über 7.500 Praxen an der Versorgung von Corona-Patienten beteiligt und dabei über 310.000 Personen mit Infektionsverdacht oder nachgewiesener Infektion versorgt – die Niedergelassenen standen bei der Bewältigung der Pandemie in der ersten Reihe und wurden zum Bollwerk für die Kliniken.

Jetzt befürchtet der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein eine Überforderung der Praxen im Rheinland: „Viele Kolleginnen und Kollegen, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit Monaten unter Ausnahmebedingungen engagiert arbeiten, sind in Sorge, dass auf sie weitere Belastungen zukommen, die medizinisch, organisatorisch und abrechnungstechnisch kaum mehr zu stemmen sind“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.
Schnell steigende Infektionszahlen, „Risikogebiete“ auch in Nordrhein, die Uneinigkeit der Länder etwa bei Testpflichten für Urlauber und neue Regelungen auf Bundesebene im Zusammenhang mit dem jüngsten Referentenentwurf zur Änderung der BMG-Rechtsverordnung sorgen für eine kritische Gemengelage – und das vor den Herbst- und Wintermonaten.
„Nach dem Sommer mit dem überwiegend warmen, trockenen Wetter stehen jetzt Erkältungswelle und Grippesaison an. Das bedeutet, dass wie in jedem Jahr viele Erkrankte zu versorgen sind – zusätzlich zum Pandemie-Geschehen“, sagt Bergmann. „Die Praxen können daher keine weiteren Belastungen mit weiteren bürokratischen Regelungen schultern.“  
Herbst und Winter als besondere Herausforderung
Der KVNO-Chef stellt klar: „Die Praxen der Niedergelassenen haben in den vergangenen Monaten die Hauptlast bei der Behandlung symptomatischer Patienten getragen und zunehmend Aufgaben bei der Testung auch asymptomatischer Personen übernommen – zu Beispiel in unseren Testzentren an den Flughäfen oder bei Lehrern und Erziehern. Wir stehen zu unserem Auftrag und sehen uns weiter als zentrale medizinische Ressource zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Aber auch diese Ressource ist endlich“, betont Bergmann.
Sorgen bereiten dem KVNO-Vorstand dabei nicht die infizierten Patientinnen und Patienten. „Unsere Praxen wissen damit umzugehen und schützen sich und ihre Patientinnen und Patienten bestmöglich durch eine Vielzahl von Maßnahmen: eine den Umständen angepasste Organisation des Praxisbetriebs, besondere Hygienemaßnahmen, die Verwendung von Schutzmaterial – das die KV nach wie vor beschafft und verteilt, obwohl das gar nicht unsere Aufgabe ist – und vor allem durch eine konsequente Terminvergabe beziehungsweise Infektionssprechstunden. Die Praxen sind in der Lage, eine getrennte Versorgung von Infizierten bzw. Verdachtsfällen und nicht infizierten Patienten zu organisieren“, so der Chef der KV Nordrhein.  
Undurchsichtiges Dickicht von Test-Konstellationen verhindern
Der Vorstand schränkt jedoch ein: „Wenn wir die ambulante Versorgung in der Kombination aus Regelversorgung und Pandemie-Einsatz aufrechterhalten wollen, müssen wir uns auf das Sinnvolle und Machbare konzentrieren“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.
„Die Vorgaben und Regelungen im Rahmen der Teststrategie müssen nachvollziehbar und anwendbar bleiben – schon jetzt sind die Testkonstellationen kaum noch zu überblicken und die damit verbundene Bürokratie für Dokumentation und Abrechnung in den Praxen nur mit großem Mehraufwand zu leisten.“
Zusätzliche Aufgaben etwa durch erweiterte Ansprüche auf Testungen bei Urlaubern oder das Nachvollziehen von Kontaktpersonen seien für die Praxen nicht zu bewältigen, so der Vorstand der KVNO. In diesem Zusammenhang sei die Teststrategie dringend zu überdenken: „Wir brauchen einen sinnvollen Umgang mit den Testkapazitäten in den Praxen und Laboren. Es muss wieder mehr anlassbezogen und nicht pauschal oder nach politischen Erwägungen getestet werden.“    

 

Zahl der Intensivbetten in Krankenhäusern ausgebaut

Wiesbaden/Duisburg, 07. Oktober 2020 - Die Zahl der Intensivbetten in Krankenhäusern hierzulande wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausgebaut: Sie stieg um 36 % von 20 200 im Jahr 1991 auf 27 500 im Jahr 2018, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im selben Zeitraum nahm bundesweit die Bettenkapazität insgesamt ab: 1991 hatte es noch 666 000 Betten (in 2 411 Krankenhäusern) gegeben, im Jahr 2018 standen 498 000 Krankenhausbetten (in 1 925 Kliniken) bereit – ein Rückgang um 25 %.
Auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen 2018 bundesweit durchschnittlich 600 Krankenhausbetten. Die Quote schwankte deutlich von Bundesland zu Bundesland: Besonders hoch war sie zuletzt in Thüringen und Bremen (jeweils rund 740), besonders niedrig in Baden-Württemberg (500) und Niedersachsen (530). Weniger unterschiedlich fiel die Auslastung der Krankenhäuser aus, die bundesweit durchschnittlich bei 77 % lag: Sie war am niedrigsten in Sachsen-Anhalt, wo zuletzt im Schnitt weniger als drei Viertel der vorhandenen Betten belegt waren (73,7 %). In Berlin waren es 84,1 % - im Ländervergleich der höchste Wert. 

Fast jedes zweite Bett steht in öffentlichen Krankenhäusern 
War im Jahr nach der deutschen Vereinigung noch annähernd jede zweite Klinik in öffentlicher Hand (46 %), so ist der Anteil seither deutlich geschrumpft. Im Jahr 2018 hatten 29 % der Krankenhäuser in Deutschland öffentliche Träger, 34 % wurden von Kirchengemeinden, Stiftungen oder Vereinen unterhalten (sogenannte freigemeinnützige Träger, 1991: 39 %), und 37 % wurden privat betrieben (1991: 15 %). Da Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft im Schnitt drei Mal so groß waren wie Privatkliniken und fast doppelt so groß wie Häuser in freier Trägerschaft, stand im Jahr 2018 insgesamt betrachtet jedes zweite Krankenhausbett in einer öffentlichen Einrichtung (48 %). Bei den Intensivbetten befanden sich mehr als die Hälfte (14 600) in öffentlichen Krankenhäusern. 

Deutliche Zunahme des ärztlichen Personals von 1991 bis 2018
Während die Zahl der Kliniken und der Betten von 1991 bis 2018 zurückging, wurde das ärztliche Personal im selben Zeitraum aufgestockt: Die Zahl der jahresdurchschnittlichen Vollzeitäquivalente im ärztlichen Dienst stieg um 73 % auf 165 000 im Jahr 2018. Diese Rechengröße wird gebildet, um individuellen Beschäftigungsumfängen Rechnung zu tragen, indem Teilzeit- und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechnet werden. 2018 lag der Anteil der in Teilzeit und geringfügig beschäftigten Ärztinnen und Ärzte bei 26,7 %. Im Pflegedienst war dagegen die Zahl der Vollzeitäquivalente mit 331 000 im Jahr 2018 nur geringfügig höher als 1991 (326 000). 


 

Pflegeschüler am Helios Klinikum Duisburg erhalten ihre Abschlusszeugnisse  

Duisburg, 01. Okober 2020 - Drei Jahre lang haben sie auf diesen Moment hingearbeitet. Viel Arbeit, Stress und so manche Träne, aber auch viel Spaß, neue Erfahrungen und erlerntes Wissen liegen nun hinter ihnen. Anfang September erhielten 19 Schüler des Bildungszentrums am Helios Klinikum Duisburg ihre Examenszeugnisse. Sie sind nun offiziell examinierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen oder Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen.

Das Klinikum hat nun mit diesen Absolventen frische Unterstützung auf den Stationen, die neben sämtlichen Kenntnissen zum pflegerischen Umgang mit Patienten, wie Krankenbeobachtung, Medikamenten verabreichen oder Assistenz bei Untersuchungen, in ihrer Ausbildung auch besonders den persönlich empathischen Umgang mit den Patienten und Angehörigen vermittelt bekommen haben. Nahezu alle der Absolventen des Oktoberkurses 17/20 werden zukünftig als Pflegekräfte am Klinikum arbeiten und dieses erlernte Wissen nutzen können.

Das Helios Klinikum Duisburg gratuliert den Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ganz herzlich: Fr. J. Bula, Fr. R. Claußen, Hr. D. Glotz, Hr. B. Grahl, Fr. H. Herold, Fr. D. Janc-Börst, Fr. K. Kliner, Fr. M. Köseoglu, Fr. Ch. Kowoll, Fr. J. Kreul, Fr. J. Lutteke , Fr. M. Özdemir, Hr. T. Peppel, Hr. E. Pllana, Fr. A. Porrmann, Fr. L. Schmidt, Fr. A. Spickers, Fr. S. Suseelan, Fr. Ch. Welfonder.

 

- Storchentreff – der Informationsabend für werdende Eltern  
- Krebsberatung in Duisburg hat im Oktober

Informationsabend für werdende Eltern  
Duisburg, 30. September 2020 - Die Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden bietet am Montag, 5. Oktober um 18:00 Uhr wieder den Storchentreff, einen Informationsabend für werdende Eltern, an. Natürlich unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen (Hygiene- und Abstandsregeln).  
„An diesem Abend vermitteln wir wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt, aber auch speziell zu den Möglichkeiten und Abläufen hier bei uns am Haus. Außerdem stehen wir natürlich gerne für individuelle Fragen zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter der Geburtshilfe. Begleitet wird er von Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie (Neugeborenenmedizin), und der Leitenden Hebamme Bircan Demirci-Narci.  
Die Veranstaltung findet im Verwaltungsgebäude statt, ein Betreten des Krankenhauses ist also nicht notwendig. Die Kreißsaalführung erfolgt in virtueller Form.  
Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-2102 oder per E-Mail: info.duisburg@helios-gesundheit.de erforderlich. Bei Bedarf und entsprechender Nachfrage werden über den monatlichen Turnus hinaus gerne weitere Termine angeboten. Weitere Informationen unter www.helios-gesundheit.de/duisburg  

V.l.: Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter Geburtshilfe, die Leitende Hebamme Bircan Demirci-Narci und Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie, informieren werdende Eltern rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt. 


Freie Termine für die Soziale Beratung im Oktober
Die Krebsberatung in Duisburg hat im Oktober an folgenden Tagen freie Termine für die Soziale Beratung: Dienstag, den 6.10. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr, Mittwoch, den 7.10. um 12.00 Uhr, Donnerstag, den 8.10. um 12.00 Uhr, Montag, den 12.10. um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr, Mittwoch, den 14.10. um 13.00 Uhr, Donnerstag, den 15.10. um 9.30 Uhr, 11.00 Uhr und 12.30 Uhr, Donnerstag, den 22.10. um 11.30 Uhr und 13.00 Uhr, Montag, den 26.10. um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr, Dienstag, den 27.10. um 9.30 Uhr, Mittwoch, den 28.10. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr sowie Donnerstag, den 29.10. um 9.30 Uhr, 11.00 Uhr und 13.00 Uhr. Am Dienstag, den 13.10., sind individuelle Termine für Hausbesuche möglich.
In der Sozialen Beratung hilft Beraterin Dorothe Babbick-Fromm Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung. Die Beratungsgespräche finden in der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Bei Bedarf sind auch Nachmittags- und Abendtermine möglich. Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen unter: 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym oder telefonisch.

 

 Eine zweite Chance für Naquibula

Interdisziplinäres Ärzte-Team am Helios Klinikum rettet Bein eines kleinen Jungen

Duisburg, 25. September 2020 - Naquibula ist ein fröhlicher kleiner Kerl. Zwischen der viel zu großen Cappy und dem in diesen Tagen obligatorischen Mund-Nasen-Schutz blitzen ein paar kastanienbraune Augen und pechschwarze Haarsträhnen hervor, während er die Stufen im Haupttreppenhaus der Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden rauf und runter flitzt. Vor rund einem Jahr war daran noch nicht zu denken. „Naquibula kam im August 2019 im Rollstuhl sitzend über die Organisation Friedensdorf International aus Afghanistan zu uns. Sein linker Unterschenkel hatte eine groteske Fehlstellung“, erinnert sich Dr. Niklas Janssen, Leitender Arzt der Kinderchirurgie.

„Wir wussten, dass sein Bein nach einem Bruch von einer Hilfsorganisation 2016 mit Metallplatten versorgt worden war. Unsere Untersuchungen zeigten nun, dass Naquibula nicht nur ein tiefgehendes Geschwür, eine Achsfehlstellung und eine Beinverkürzung zurückbehalten hatte, sondern auch noch an einer Knochenentzündung mit Besiedelung durch einen multiresistenten Keim litt. Dadurch war der Schienbeinknochen auf einer Länge von ungefähr sechs Zentimetern defekt und eine Heilung unmöglich.“ 

 

Kleines Bein, große Expertise

Gemeinsam mit Dr. Alexandros Anastasiadis, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Wiederherstellungschirurgie, beriet er, ob das Bein des Jungen, das eigentlich amputationswürdig war, gerettet werden könnte. Sie beschlossen, alles dafür zu tun und trommelten ein interdisziplinäres Team aus Experten des Helios Klinikums Duisburg zusammen. Dr. Anastasiadis entfernte zunächst das infizierte und abgestorbene Knochenstück. Stattdessen setzte er einen Platzhalter (Spacer) ein und stabilisierte das Bein mit einem Fixateur.
Durch die Expertise von Dr. Nathalie Pausner, Chefärztin der Abteilung für Infektiologie, Infektionsprävention und Krankenhaushygiene, bekam das Team die Infektion in den Griff. Da die Belastungsstabilität für den Unterschenkel hauptsächlich durch das Schienbein getragen wird, wurde ein Stück Knochen vom Wadenbein durch Dr. Jörn Redeker, Chefarzt der Plastischen und Handchirurgie, entnommen. Dieses wurde kunstvoll in den knöchernen Defekt des Schienbeins eingesetzt.
Dr. Anastasiadis stabilisierte das „Kunstwerk“ mit Drähten und sicherte es mit einem speziellen Ringfixateur. Nach Einheilung des knöchernen Ersatzes erfolgte die Entfernung des Ringfixateurs, welcher durch eine lange Platte ersetzt wurde. Diese wurde nach der kompletten Abheilung des Knochens, ein knappes Jahr später, entfernt.     

 

Fantastisch eingeheilt

„Insgesamt musste Naquibula sechs Operationen über sich ergehen lassen“, erklärt Dr. Anastasiadis. „Es ist wirklich beeindruckend, wie gut er mitgemacht und wie tapfer er das Ganze weggesteckt hat – und mit welch ansteckender Fröhlichkeit er trotzdem unterwegs ist. Aber das Ergebnis entspricht auch unseren Vorstellungen: Der Knochen ist fantastisch eingeheilt und Naquibula kann super laufen. Wir gehen davon aus, dass das Bein ganz normal weiterwächst. Eine kleine Differenz von ca. einem Zentimeter wird wahrscheinlich bleiben, aber das ist ein Bereich, der sich mit Schuheinlagen problemlos korrigieren lässt.“
Auch Claudia Peppmüller, Mitarbeiterin des Friedensdorfes, zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „In Afghanistan wäre die Infektion wahrscheinlich unbehandelt geblieben und hätte irgendwann zu einer Blutvergiftung und eventuell zum Tod geführt. Dass das Bein gerettet werden kann, hätte ich nicht gedacht. So hat das Team Naquibula eine zweite Chance auf ein normales Leben gegeben. Vielleicht kann er nun sogar zur Schule gehen.“

 

Kooperation ist Gold wert

Kooperationen wie zum Helios Klinikum Duisburg sind für die Organisation Gold wert: „Bei unseren Einsätzen vor Ort kommen jedes Mal rund 300 bis 400 Familien mit ihren verletzten und kranken Kindern zu uns, die in den von Kriegen und Krisen heimgesuchten Heimatländern nicht behandelt werden können. Dafür nehmen sie zum Teil mehrtägige Reisen auf sich. Wie viele Kinder wir dann tatsächlich ins Friedensdorf nach Dinslaken mitnehmen können, hängt davon ab, wie viele Kliniken sich bereit erklären, ein Kind zu behandeln.“
Aktuell befinden sich neben Naquibula noch drei weitere Friedensdorf-Kinder am Helios Klinikum Duisburg in Behandlung. „Die Therapien sind meistens hoch komplex und langwierig“, so Dr. Janssen, der als Kinderchirurg die Friedensdorfkinder betreut und je nach Diagnose auch die Kollegen anderer Fachbereiche koordiniert. In einer solch langen Zeit entsteht häufig ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den Kindern und ihren Ärzten. Und so nimmt Naquibula Ende September nicht nur einen Koffer voller Geschenke für seine Familie mit nach Hause, sondern auch die Erinnerung an eine gute Zeit in einem fernen Land. 

 

Weitere Informationen zur Arbeit von Friedensdorf International finden Sie auf www.friedensdorf.de    



 Dr. Alexandros Anastasiadis (r.), Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Wiederherstellungschirurgie, und Kinderchirurg Dr. Niklas Janssen haben in der rund ein Jahr dauernden Behandlung ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zu Naquibula entwickelt.  


Tiefgehendes Geschwür, Achsfehlstellung, Beinverkürzung und Knochenentzündung mit Besiedelung durch einen multiresistenten Keim: So sah Naquibulas Bein aus, als er vor rund einem Jahr aus Afghanistan an die Helios St. Johannes Klinik Duisburg kam.

 

In der Pandemie erst recht: KV Nordrhein rät zur Grippeschutzimpfung  

Düsseldorf/Duisburg, 23. September 2020 - Mit Beginn der kalten und dunkleren Jahreszeit naht die alljährliche Grippesaison. Nie ist mehr über Viren, Infektionen und das Impfen gesprochen worden als in diesem Jahr. Aber: „Das Thema Corona drängt in der Wahrnehmung alle anderen Erkrankungen und Impfungen in den Hintergrund. Umso wichtiger ist es uns, auch in diesem Jahr auf die Bedeutung der Grippeschutzimpfung und die Risiken durch eine Influenza-Erkrankung aufmerksam zu machen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.
„Wer gegen die Grippe vorsorgt, schützt nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch viele andere zumindest vor dieser Erkrankung. So kann jeder dafür sorgen, dass nicht auch noch die saisonale Influenza das Pandemiegeschehen beeinflusst.“  

Rechtzeitig geschützt
„Den besten Schutz vor einer Erkrankung mit der Influenza bietet eine rechtzeitige Impfung – die beste Zeit dafür sind die Monate Oktober und November. Dann ist man zu Beginn der Grippewelle, die in der Regel zu Beginn des neuen Jahres auftritt, geschützt“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVNO und Hausarzt in Düsseldorf. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat.  
 
Vor allem über 60-Jährige, chronisch Kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen – sie sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus anzustecken. Aber auch für Schwangere und Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, ist die Impfung sinnvoll. Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut liegt der Fokus der Influenzaimpfung auch 2020/2021 klar auf den Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe.  

Positiver Trend
Die Zahl der Grippeimpfungen im Rheinland ist in den vergangenen Jahren sukzessive gestiegen auf rund 1,1 Millionen Impfungen. In diesem Jahr rechnet die KV Nordrhein aufgrund der besonderen Situation mit einem deutlichen Anstieg von etwa 20 Prozent. Entsprechend mehr Impfdosen sind zu Jahresbeginn von den Praxen bestellt worden. Inzwischen sind die ersten Chargen des Influenza-Impfstoffes in den Arztpraxen verfügbar.  

Neben den Hausärzten nehmen vor allem auch Kinder- und Jugendärzte sowie Gynäkologen Grippeschutzimpfungen vor. Vor einer Impfung sollten Patienten mit ihrem behandelnden Arzt sprechen und bei dieser Gelegenheit am besten auch den Impfpass auf die Fälligkeit anderer Impfungen kontrollieren lassen.   
Informationen rund um die Grippeschutzimpfung hat auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Netz zusammengestellt: https://www.kbv.de/html/1150_48118.php   

 

- Krebs im Alter: Standardisierte Tests können Überleben und Lebensqualität verbessern
- Freie Termine für die psychoonkologische Beratung

Heidelberg/Duisburg, 21. September 2020 - Von Tumorerkrankungen sind vor allem ältere und hochbetagte Menschen betroffen. Neben dem Krebs kommen altersbedingt oft funktionale, kognitive und psychische Belastungen und Störungen erschwerend hinzu. Aber alt ist nicht gleich alt. Die Einschränkungen sind sehr unterschiedlich gelagert und ausgeprägt. Für die Ermittlung der Gesamtkonstitution stehen spezifische Tests für ältere Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Sie unterstützen den Arzt, die Krebstherapie gezielt auf die individuelle Situation des Betroffenen zuzuschneiden.

Krebspatienten ab 70 Jahren sollten sich bei den behandelnden Ärzten nach der Möglichkeit einer solchen Testung erkundigen. Der menschliche Alterungsprozess ist komplex. Physiologische Funktionen von Leber, Niere, Herz und Immunsystem nehmen mit dem Alter ab. Muskel- und Knochenmasse sowie Denk- und Gedächtnisleistungen können sinken. Wie schnell und in welcher Form Menschen altern, ist individuell sehr unterschiedlich. Auch die Fähigkeit, altersbedingte Einschränkungen zu kompensieren, kann von Mensch zu Mensch anders sein. Geriatrische Testverfahren für ältere Patientinnen und Patienten helfen bei der Beurteilung der körperlichen und psychischen Verfassung und decken altersbedingte Probleme auf.

Bessere Behandlungsplanung
Körperlich und geistig fitte ältere Patienten vertragen die Krebstherapie in der Regel besser und leben länger als gebrechliche Patienten. Deshalb ist es wichtig, neben den Besonderheiten des Tumors bei der Ausrichtung der Therapie auch den allgemeinen Gesundheitszustand zu berücksichtigen. Wissenschaftliche Daten zeigen:
Standardisierte Tests für Ältere führen bei rund einem Viertel der älteren Krebspatienten zu einer Änderung der Dosis, des Therapieintervalls oder der Therapieform. Wegen des nachweislich positiven Effekts auf Überleben und Lebensqualität wurden sie unter dem Fachbegriff „geriatrisches Assessment“ in die onkologischen Leitlinien aufgenommen.

Trotz dieser Empfehlungen werden sie allerdings noch zu selten eingesetzt. Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum dazu: „Daher raten wir älteren Patientinnen und Patienten oder auch ihren Angehörigen, das Thema „geriatrische Tests“ bei den behandelnden Ärzten anzusprechen – und zwar bestenfalls im Vorfeld der Therapieentscheidung.“

Der Krebsinformationsdienst ist telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800-420 30 40 erreichbar. Die Ärztinnen und Ärzte beantworten Fragen aber auch per E-Mail unter
krebsinformationsdienst@dkfz.de. Das Informationsangebot ist kostenlos.

Was wird getestet?
Zunächst erfolgt eine Art Schnelltest, auch als geriatrisches Screening bezeichnet. Abgefragt werden Nahrungsaufnahme und Gewichtsverlust in den letzten drei Monaten, Body Mass Index, Alter, die Fähigkeit vom Bett oder Stuhl aufzustehen und nach draußen zu gehen. Es wird dokumentiert, wie viele Medikamente der Patient einnimmt und ob psychologische Probleme vorliegen. Außerdem wird er gebeten, seinen Zustand – im Vergleich zu Gleichaltrigen – selbst einzuschätzen.
Anhand des Ergebnisses wird entschieden, ob eine detaillierte Alters-Diagnostik benötigt wird. Ist dies der Fall, werden weitere Tests durchgeführt. Sie beurteilen zum Beispiel die Bewältigung des Alltags, also etwa Ankleiden, Telefonieren oder das Regeln von Bankgeschäften. Weitere Themen sind körperliche, geistige und psychische Gesundheit sowie das soziale Umfeld.

Vorteile für den Patienten?
Krebsspezifische Behandlungen wie Operationen, Chemotherapie, Immun- und Strahlentherapie belasten ältere Patienten und Patientinnen in besonderem Maße.

Mithilfe der Tests lässt sich abschätzen, über welche „persönlichen Reserven“ Krebspatienten im Alter verfügen, um eine geplante Krebsbehandlung erfolgreich zu bewältigen. Je nach individuellem Zustand kann die Therapie bestmöglich angepasst, Über- oder Untertherapie vermieden werden. Auch die Kommunikation zwischen Arzt und Patient profitiert von den Tests: Bei der gemeinsamen Behandlungsplanung können altersbedingte Probleme, aber auch persönliche Werte und Ziele offen benannt werden. Das schafft Vertrauen und gibt Raum für Fragen etwa zu Heilbarkeit, Lebenserwartung und Lebensqualität.


Freie Termine für die psychoonkologische Beratung

Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. Nun kommt zur Krankheitsbewältigung auch noch die Pandemie hinzu. Weil Krebspatienten zur Risikogruppe zählen, sind sie verständlicherweise besonders beunruhigt. In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung an.
Für die psychoonkologische Beratung am Dienstagnachmittag, den 6. Oktober 2020 gibt es noch freie Termine. Die Gespräche mit dem Psychoonkologen Dr. Manfred Prumbaum finden in der Beratungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym oder telefonisch. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de


 Jeder kann ein Leben retten

Duisburg, 10. September 2020 - Als Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) beteiligt sich das Helios Klinikum Duisburg an der Woche der Wiederbelebung. Die Aktionstage ab dem 14. September haben das Ziel, weltweit möglichst viele Menschen in der Reanimation zu schulen.
In diesem Jahr geben die Helios Kliniken der Region West coronabedingt in Videoform Impulse, die zur Hilfe ermuntern, die Herzdruckmassage erklären und Tipps für Kinder, Allergikern und Co. bereithalten.   Viele Menschen sind zwar motiviert zu helfen – doch häufig scheitert die Hilfe an der Unsicherheit, was genau zu tun ist, sollte jemand auf der Straße bewusstlos zusammenbrechen. Dabei ist vor allem eins wichtig: Helfen, bis der Arzt kommt – im Idealfall mit einer effektiven Herzdruckmassage.
„Wiederbelebung kann fast jeder. Es ist nicht kompliziert und für alle gilt: Prüfen, Rufen, Drücken!“, erklärt der Chefarzt der Notaufnahme am Helios Klinikum Duisburg in Alt-Hamborn, Dr. Dr. Darius Buchczyk. „Wichtig ist, dass man aktiv wird. Wer weggeht, ohne sich zu kümmern, verpasst die Chance, ein Leben zu retten.“  

Prüfen, Rufen, Drücken! Mit „Prüfen, rufen, drücken“ ist der Ablauf gemeint, den jeder im Kopf haben sollte:
1.      Prüfen: Die bewusstlose Person ansprechen und schauen, ob sie noch atmet
2.      Hilfe rufen, ohne sich selbst zu gefährden. Dies kann auch durch das Alarmieren von weiteren Personen geschehen, die dann den Notruf 112 wählen
3.      Drücken in Form der Herzdruckmassage. Dies sollte beherzt und kräftig genug geschehen, bis der alarmierte Notarzt eintrifft.  
„Durch das rhythmische Drücken des Brustkorbes wird die Pumpfunktion des stillstehenden Herzens ersetzt, das Blut weiterhin durch die Adern gepumpt und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns aufrechterhalten“, erklärt der Notfallmediziner. Fällt diese für mehrere Minuten aus, kann das Gehirn unwiederbringlich geschädigt sein. In den vergangenen Jahren haben an vielen Kliniken in Deutschland und weltweit Schulungen stattgefunden, in denen Interessierte sich an lebensgroßen Übungspuppen mit der Technik der Wiederbelebung vertraut machen konnten. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist das aktuell nicht machbar.

Daher haben die Helios Kliniken der Region West Schulungsvideos gedreht, die die Technik zeigen und dabei auch auf Besonderheiten bei Kindern, Allergikern, älteren und chronisch kranken Patienten eingehen. Auf Social Media und den Webseiten der Kliniken kann man sich die Videos anschauen. Interessierte finden alles auf der Webseite www.helios-gesundheit.de/duisburg, bei Instagram unter „heliosklinikumduisburg“ oder auf der klinikeigenen Facebook-Seite.  

Fotos Istock Chalabal

 

Freie Termine für die soziale Beratung

Duisburg, 10. September 2020 - Die Krebsberatung in Duisburg hat an folgenden Tagen freie Termine für die soziale Beratung: Montag, den 14.9. um 12.30 Uhr, Dienstag, den 15.9. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr, Mittwoch, den 16.9. um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr, Donnerstag, den 17.9. um 12.00 Uhr, Montag, den 21.9. um 11.30 Uhr, Dienstag, den 22.9. um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr, Donnerstag, den 24.9. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr, Mittwoch, den 30.9. um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr, Donnerstag, den 1.10. um 9.30 Uhr, um 11.30 Uhr und um 13.00 Uhr.

In der sozialen Beratung hilft Beraterin Dorothe Babbick-Fromm Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung.
Die Beratungsgespräche finden in der Beratungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Bei Bedarf sind auch Nachmittags- und Abendtermine sowie Hausbesuche möglich. Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen unter: 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-induisburg.de Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym oder telefonisch.

 

- 50 Jahre Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
- Workshop: Mut bei Krebs

 BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: „50 Jahre erfolgreiches Engagement für bestmögliche medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen – und es geht weiter!“


Seit 50 Jahren tritt der Berufsverband der Kinder- Jugendärzte für die beruflichen Belange seiner Mitglieder ein, in gleicher Weise engagiert er sich für das gesundheitliche Wohl von Kindern und Jugendlichen. Corona-bedingt fallen die geplanten Jubiläums-Feiern aus, stattdessen nutzte BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach den Geburtstag für einen Rückblick auf die Geschichte des BVKJ und einen Ausblick auf zukünftige Aufgaben: 

50 Jahre BVKJ: Was ist erreicht?

„Kinderärzten – wie sie damals noch hießen - ging es lange Zeit so ähnlich wie den Kindern in unserem Land. Man nahm sie und ihre fachliche Kompetenz nicht ganz ernst. Das hat sich dank des jahrzehntelangen Engagements des BVKJ gründlich geändert. Fachkollegen und auch die Öffentlichkeit erkennen inzwischen die Besonderheiten unseres Faches an: Kinder erfordern ein besonderes Einfühlungsvermögen, Geduld und Zeit, wir behandeln nicht nur das kranke Kind oder den Jugendlichen, sondern immer auch seine Eltern und Geschwister.
Untersuchungen, Eingriffe und die Kommunikation mit dem Kind und den Bezugspersonen unterscheiden sich deutlich von Abläufen in der Erwachsenenmedizin. Als Berufsverband haben wir lange gebraucht, um diese Besonderheiten auch gegenüber den Krankenkassen und der Politik geltend zu machen, akzeptable Arbeitsbedingungen und faire Honorare zu erreichen. Dies ist uns im Laufe der Jahre gelungen. Wir haben zudem durch unzählige Weiterbildungen und Fortbildungen dafür gesorgt, dass unsere Kolleginnen und Kollegen die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen bestmöglich medizinisch versorgen, dass sich die Pädiatrie in Deutschland heute auf einem hohen Niveau bewegt.

 

Die Pädiatrie umfasst heute ein überdurchschnittliches Leistungsspektrum. Neben fast dem gesamten Spektrum der Inneren Medizin und zahlreichen Subspezialisierungen hat sich die Zahl der zu behandelnden Krankheiten nicht nur durch verbesserte Diagnostik und Therapien, sondern auch durch sogenannte neue Morbiditäten (zum Beispiel Adipositas, sozial bedingte Entwicklungsstörungen etc.) und ein immer größer werdendes Spektrum an seltenen und schweren Erkrankungen sowie durch die zunehmende Bedeutung der Prävention weiter vergrößert. Pädiatrie ist zudem sehr häufig Notfallmedizin. Kinder werden öfter als Erwachsene akut krank. Praxen und auch Kliniken müssen darauf vorbereitet sein. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir all diese Aufgaben sogar in schwierigen Zeiten meistern.

Pädiatrie hört nach unserem Verständnis aber an der Schwelle zu Praxen und Kliniken nicht auf. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte versteht sich als Lobbyist für Kinderrechte und setzt sich seit vielen Jahren vehement für Kinderbeauftragte und die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ein. Zu diesen Rechten zählen wir analog zur UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf ein sicheres, gewaltfreies Zuhause und auf adäquate Entwicklungsanregung und Bildung. Wir engagieren uns für gesunde Ernährung, Suchtprävention, Jugendmedienschutz, Verbesserung und die Weiterentwicklung des Vorsorgesystems.

Diese Aufgaben können wir nur im Verbund mit Partnern lösen, mit den unterschiedlichen pädiatrischen Fachgesellschaften, aber auch mit „externen“ Partnern.

Zu diesen „externen Partnern“ zählen vor allem die Medien und die Politik. Hier arbeitet der BVKJ als Mittler, als Anwalt der betroffenen Kinder und Jugendlichen und hat in den letzten Jahren viel erreicht, etwa beim Ausbau der außerhäuslichen Betreuung, bei Gesetzesvorhaben wie dem Nutriscore etc. 

 

Was ist zu tun?

Ökonomisierung als Herausforderung für den BVKJ

Wir erleben zur Zeit, wie Kinderkliniken und -fachabteilungen trotz gleichbleibender bzw. steigender Fallzahlen aufgrund von Unterfinanzierung geschlossen werden oder von Schließung bedroht sind - eine höchst problematische Entwicklung. Die Corona-Pandemie bringt zur Zeit auch den Praxen hohe Verluste, vor allem junge Kolleginnen und Kollegen, die Kredite bedienen müssen, machen sich Sorgen um ihr berufliches Überleben; interessierte junge Mediziner schrecken mehr denn je vor der Niederlassung zurück. Wenn aber Kliniken und Praxen schließen müssen, wenn der Nachwuchs ausbleibt, ist die flächendeckende medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch Pädiater gefährdet. Hier wird der BVKJ in den nächsten Wochen verstärkt das Gespräch mit der Politik suchen und noch energischer als bisher nach Lösungen suchen.

Nachwuchs fördern

Auch der Mangel an pädiatrischem Nachwuchs, der sich seit Jahren abzeichnet, hat weitreichende Auswirkungen. Als BVKJ setzen wir uns dafür ein, dass die Zahl der Medizinstudienplätze erhöht wird, für bessere und auch praxisbezogenere Weiterbildungsmöglichkeiten, um den Vorrang des Kindeswohls, wie er in der UN-Kinderrechtskonvention seit 1989 gesetzlich festgeschrieben ist, zu realisieren und dazu beizutragen, dass sich jedes Kind in Deutschland seinen Anlagen gemäß entwickeln und gesund aufwachsen kann. Auch hier bleibt noch viel zu tun.

Digitalisierung, Bürokratie und „sprechende Medizin“

Die Digitalisierung nimmt inzwischen auch in der Medizin Fahrt auf. Sie ist wichtig, darf aber nicht die Zeit für die eigentliche Behandlung der Patienten rauben. Das Gleiche gilt für die Bürokratie. Wir fordern daher mehr Wertschätzung und eine bessere Honorierung für „sprechende Medizin“ – so wie sie auch der Koalitionsvertrag vorsieht und bisher nicht umgesetzt hat.

 

Fazit: 50 Jahre nach der Geburt des BVKJ befindet sich die Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland in einer Situation, in der es mehr denn je auf einen starken Berufsverband ankommt, der die Interessen seiner Mitglieder und deren besonders vulnerablen Patienten vertritt.

Die Chancen, die in dem einzigartigen und prägenden Zeitfenster der frühen Jahre jedes Menschen liegen, lassen sich nur effektiv und nachhaltig nutzen, wenn eine das soziale Umfeld einbeziehende hochqualifizierte medizinische Versorgung gewährleistet ist. Dies wiederum kann nur durch eine Weiterentwicklung des bestehenden Systems aus ambulanter und stationärer Pädiatrie gelingen. Der BVKJ wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten gemeinsam mit seinen Partnern hier engagieren. Sich selbst wird er dabei auch verstärkt weiterentwickeln, jünger und weiblicher werden.“



Workshop: Mut bei Krebs
Die Krebsberatung in Duisburg veranstaltet am 11. Oktober 2020 von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr einen Workshop für Krebspatienten und Angehörige zum Thema Mut bei Krebs.

Die Psychoonkologinnen Ute Grießl und Heidi Keßler und Sozialtherapeutin Sabine Reufels entwickeln an diesem Sonntag zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten und Wege, wie sie Angst in Mut und Stärke umwandeln können.

Ort: Seminarraum der Krebsberatungsstelle, Düsseldorfer Landstraße 17, 47249 Duisburg, Teilnahmegebühr: 10,- Euro. Da es nur eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, wird um Anmeldung gebeten.

Anmeldung und weitere Infos unter Telefon
0203 9416 6244 oder per E-Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de




Findet wieder statt: Storchentreff – Informationsabend für werdende Eltern  

Duisburg, 26. August 2020 - Die Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden bietet am Montag, 7. September um 18:00 Uhr wieder den Storchentreff, einen Informationsabend für werdende Eltern, an. Natürlich unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen (Hygiene- und Abstandsregeln).  
„An diesem Abend vermitteln wir wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt, aber auch speziell zu den Möglichkeiten und Abläufen hier bei uns am Haus. Außerdem stehen wir natürlich gerne für individuelle Fragen zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter der Geburtshilfe. Begleitet wird er von Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie (Neugeborenenmedizin), und der Leitenden Hebamme Bircan Demirci-Narci.  

Die Veranstaltung findet im Verwaltungsgebäude statt, ein Betreten des Krankenhauses ist also nicht notwendig. Die Kreißsaalführung erfolgt in virtueller Form.   Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-2102 oder per E-Mail: info.duisburg@helios-gesundheit.de erforderlich. Bei Bedarf und entsprechender Nachfrage werden über den monatlichen Turnus hinaus gerne weitere Termine angeboten. Weitere Informationen unter www.helios-gesundheit.de/duisburg    

V.l.: Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter Geburtshilfe, die Leitende Hebamme Bircan Demirci-Narci und Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie, informieren werdende Eltern rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt. 

Helios erwirbt drei Malteser Krankenhäuser in Duisburg und Krefeld

Duisburg, 20. August 2020 – Die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH mit drei Krankenhäusern und vier angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentren in Duisburg und Krefeld wird künftig zur Helios Kliniken Gruppe gehören. Einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichneten gestern Helios und die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH in Berlin. Ende Mai hatte Helios bereits das Malteser Krankenhaus „Seliger Gerhard“ in Bonn mit 400 Betten übernommen. TEILEN Zur Malteser Rhein-Ruhr gGmbH gehören das Malteser Klinikum Duisburg mit den Standorten St. Anna und St. Johannes Stift und insgesamt 608 Betten, sowie das Malteser Krankenhaus St. Josef in Krefeld-Uerdingen mit 262 Betten.
An den drei Kliniken arbeiten insgesamt rund 2000 Mitarbeiter. „Dass wir drei Monate nach dem Erwerb des Krankenhauses in Bonn nun auch die drei Kliniken in Duisburg und Krefeld von den Maltesern übernehmen dürfen, verstehen wir als großen Vertrauensbeweis“, sagte der Vorsitzende der Helios Health, Dr. Francesco De Meo /(oto Helios). „Zusammen mit unseren bereits bestehenden Einrichtungen werden wir den Menschen in dieser Region künftig noch bessere, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Versorgungsangebote unterbreiten können, bei denen ambulante und stationäre Behandlung Hand in Hand gehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen, “ so De Meo.

Der Generalbevollmächtigte der Malteser Deutschland gGmbH, Karl Prinz zu Löwenstein, sagte: „Ein regional verwurzelter Verbund ist einer der Schlüssel, um in Zeiten sinkender Vergütung und staatlicher Förderung eine hochwertige Versorgung der Patienten sicherzustellen. Darüber hinaus hat uns die erwiesene Kompetenz und die hohe medizinische und pflegerische Qualität von Helios überzeugt. Die Malteser haben Helios auch beim Trägerwechsel des Krankenhauses in Bonn als zuverlässigen Gesprächspartner und engagierten Träger kennengelernt. Wir haben daher auch für die Standorte in Duisburg und Krefeld-Uerdingen das Gespräch mit Helios gesucht und können nun die Häuser mit den zugehörigen Einrichtungen in gute Hände überführen.“

Das Malteser Klinikum Duisburg besteht aus zwei Standorten in Duisburg-Huckingen und Duisburg-Homberg, wo 2019 insgesamt 25.300 Patienten behandelt wurden. Schwerpunkte sind die Allgemeine Chirurgie, Innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Geriatrie. Das Krankenhaus Duisburg-Huckingen mit rund 950 Mitarbeitern umfasst 341 Betten, und hat ein sehr breites Spektrum an Fachabteilungen, mit einem besonderen Renommee in der Hämato-Onkologie. Im Krankenhaus Duisburg-Homberg arbeiten rund 500 Mitarbeiter. Das Haus verfügt über insgesamt 267 Betten. Die beiden Malteser Krankenhäuser in Duisburg ergänzen das Leistungsportfolio des Helios Klinikums Duisburg in vielen Bereichen.

Malteser Klinikum Duisburg in Duisburg-Huckingen - Fotos Helios


Im Malteser Krankenhaus Krefeld mit 262 Betten arbeiten rund 460 Mitarbeiter; 2019 wurden hier mehr als 9.300 Patienten behandelt. Das Krankenhaus bietet ein umfassendes medizinisches Leistungsportfolio mit Hauptfokus in den Bereichen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Allgemeine Chirurgie und Innere Medizin. Ebenso wie das Malteser Krankenhaus in Bonn werden die drei Kliniken in Duisburg und Krefeld künftig zur Helios Region West gehören. Hier hat Helios neben seiner Rehaklinik in Duisburg bereits 18 Kliniken der Akutversorgung sowie mehrere Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Helios versorgt in der Region mit knapp 18.000 Mitarbeitern jährlich mehr als 300.000 Patienten stationär. Der Erwerb der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH steht unter dem Vorbehalt der Freigabe des Bundeskartellamtes.


Geburtsvorbereitungskurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  
An der Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden findet am Samstag, 26. und Sonntag 27. September 2020 ab 10 Uhr wieder ein ganzheitlicher Geburtsvorbereitungskurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner statt. Die Leitende Hebamme Bircan Demirci-Narci vermittelt Wissenswertes rund um die Themen Schwangerschaft und Entbindung. Dabei berücksichtigt sie alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, ob es das erste oder ein weiteres Kind wird – und geht auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie ein.  
Die Veranstaltung findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen (Hygiene- und Abstandsregeln) im Verwaltungsgebäude statt, ein Betreten des Krankenhauses ist also nicht notwendig. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung unter Telefon (0203) 546-2618 oder per Mail an kreisssaal.duisburg@helios-gesundheit.de gebeten.  

KV Nordrhein fordert präventive Corona-Tests auch für Ärzte, Praxis- und Pflegepersonal

Düsseldorf/Duisburg, 20. August 2020 – Mit Blick auf die große Zahl der Einreisenden aus Risikogebieten, die derzeit an den NRW-Flughäfen auf COVID-19 getestet werden, und die präventiven Tests von Lehrern und Erziehern, fordert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein, auch die Akteure der umfangreichen Testungen zu berücksichtigen: „Wir tragen die Teststrategie des Landes und des Bundes mit und organisieren mit unseren niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten Abstrichentnahmen in großer Zahl und in großem Stil“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Dies ist für unsere Mitglieder eine große Belastung und Herausforderung neben dem regulären Praxisbetrieb.“

 

Es sei auch eine politische Entscheidung, Lehrern und Erziehern ein regelmäßiges Testangebot zu machen, um den Schul- und KiTa-Betrieb nach den Ferien wieder aufnehmen zu können – das hatte auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann jetzt nochmal betont. „Es ist sicher auch richtig, Einreisende aus Risikogebieten zu testen. Vor diesem Hintergrund ist aber aus unserer Sicht nicht mehr nachvollziehbar, dass wir alle Urlauber testen, die sich bewusst für Ferien in einem Risikogebiet entschieden haben, aber all jene, die sich um nachweislich oder möglicherweise infizierte, erkrankte und besonders gefährdete Menschen kümmern, außen vor lassen“, so Bergmann. „Wir fordern daher auch systematische, präventive und kostenlose Corona-Tests für Ärztinnen und Ärzte, das Personal in Praxen und Kliniken und in Pflegeeinrichtungen – vordringlich für jene, die an Corona erkrankte Patientinnen und Patienten testen und versorgen.“

Hohes Infektionsrisiko in Gesundheitsberufen

Laut Robert-Koch-Institut haben sich seit Beginn der Pandemie bundesweit knapp 15.000 Beschäftigte in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten infiziert, in den Pflegeheimen weitere 10.000. Das sind rund elf Prozent aller Infizierten in Deutschland – im April waren es noch knapp fünf, im Juni knapp acht Prozent. Dabei liegt der Anteil des Gesundheitspersonals an der Gesamtbevölkerung nur bei 5,8 Prozent – das Infektionsrisiko ist also höher. „Angesichts der nach wie vor angespannten Situation müssen wir sicherstellen, dass es nicht zu Verhältnissen wie in Nachbarländern kommt, in denen medizinische Einrichtungen zum Infektionsgeschehen überproportional beigetragen haben“, so der Vorstand der KV Nordrhein. Ein wichtiger Baustein dazu seien ausreichend große Testkapazitäten der Labore. Innerhalb der Teststrategie des Landes gelte es, diese Kapazitäten im Blick zu behalten und die richtigen Prioritäten zu setzen – auch beim präventiven Testen. „Dafür sollten schnellstmöglich auch schnellere und preiswertere Tests zugelassen werden.“

 

Schutzwall erhalten

Die ambulante Versorgung hat seit Beginn der Pandemie wie ein Schutzwall für die Krankenhäuser funktioniert. „Angesichts der steigenden Testungen und der daraus resultierenden höheren Zahl nachgewiesener Infektionen bei gleichzeitig nur wenigen schwer an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten ist es wichtig, dass wir diesen Schutzwall erhalten. Einzelne Infektionen in Praxen dürfen nicht dazu führen, dass das gesamte Team ausfällt und die Patienten woanders versorgt werden müssten“, so der Vorstand. Das gelte auch für das medizinische Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. „Alle, die in entsprechenden Einrichtungen tätig sind, unterliegen einem erhöhten Infektionsrisiko.“

 

Corona-Krise: Kinder in seelischen Nöten

Kinderärzte beobachten Zunahme psychischer Beschwerden bei ihren jungen Patienten Anzeichen für Entwicklungsprobleme
Leverkusen/Duisburg, 17. August 2020 - Kinderärzte schlagen Alarm: In der Corona-Krise beobachten sie eine Zunahme körperlicher und vor allem seelischer Beschwerden. Schul- und Kitaschließungen sowie Kontaktbeschränkungen belasten besonders die Psyche ihrer jungen Patienten, so das Fazit der Mediziner: 89 Prozent beobachten vermehrt psychische Probleme. 37 Prozent diagnostizieren eine Zunahme körperlicher Beschwerden.
Dies sind Ergebnisse der Studie "Homeschooling und Gesundheit 2020" der pronova BKK, für die 150 niedergelassene Kinderärztinnen und Kinderärzte befragt wurden. Besonders betroffen sind nach den Erfahrungen in den Sprechstunden Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Eine Zunahme von Verhaltensänderungen wie Antriebslosigkeit oder Rückzug aber auch Reizbarkeit und Angststörungen beobachtet jeder zweite Pädiater. 46 Prozent berichten von vermehrt aggressivem Verhalten, 45 Prozent von Schlafstörungen.
Aber auch Bauchschmerzen, Depressionen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten seien häufiger geworden. Kinder litten unter Corona-Beschränkungen Die Ursache für die Zunahme der Beschwerden sehen die Pädiaterinnen und Pädiater in den Einschränkungen im täglichen Leben während der Corona-Krise. Kinder waren stark betroffen, die Einschnitte in ihren Alltag erheblich. Besonders folgenschwer waren aus Sicht einer Mehrheit der Mediziner die mangelnden Freizeitmöglichkeiten wie Sport im Verein (70 Prozent) und dafür zu viel Zeit am Bildschirm von Handy und Computer (69 Prozent).
Hinzu kamen die fehlende Tagesstruktur (69 Prozent) infolge von Kita- und Schulschließungen und Konflikte in den Familien (67 Prozent). 66 Prozent der Kinderärzte sprechen von Isolation ihrer jungen Patienten. Auch die Enge zu Hause in der Wohnung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten sowie die Übertragung von Ängsten der Eltern auf das Kind machten dem Nachwuchs zu schaffen, wie mehr als jeder zweite Kinderarzt feststellte.
"Erst die Wiederaufnahme der Routinetermine sowie die Rückkehr in Schulen und Kitas dürfte den ganzen Umfang entstandener Probleme bei Kindern und Jugendlichen ans Licht bringen", sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. Nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder haben die ersten Monate der Corona-Krise als eine Ausnahmesituation erlebt und vielfach als verstörend oder gar bedrohlich empfunden. Es ist nun die Aufgabe der Erwachsenen, die Kinder bei der Bewältigung dieser Erlebnisse zu begleiten und zu unterstützen", sagt Herald.

Anzeichen für Entwicklungsverzögerungen bei Heranwachsenden Die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen auf Kinder könnten sogar noch tiefere Spuren hinterlassen: Knapp vier von zehn Kinderärzten beobachten Anzeichen für Entwicklungsverzögerungen bei ihren Patienten, die sie auf die Corona-Krise zurückführen. Bei motorischen Fähigkeiten sind Kinder zwischen sechs und neun Jahren besonders betroffen, bei kognitiven Fähigkeiten betreffen die Verzögerungen Kinder zwischen drei und dreizehn Jahren. Ursachen für die Schwierigkeiten vermuten die Mediziner wiederum im zu hohen Medienkonsum, in der Überforderung der Eltern sowie fehlendem Kontakt zu Gleichaltrigen.

Das hat direkte Konsequenzen für die Praxen: 54 Prozent der Kinderärzte rechnen damit, dass mehr Kinder Hilfe von Ergo- und Physiotherapeuten benötigen; 43 Prozent erwarten, dass sie häufiger an Psychotherapeuten überweisen werden müssen. "In den kommenden Monaten wird sich erst das gesamte Ausmaß der Corona-Folgen für die Kindergesundheit abschätzen lassen", sagt Herold. 57 Prozent der befragten Kinderärzte sagen, dass viele Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen in der Corona-Krise verschoben wurden.
"Erst die Wiederaufnahme der Routinetermine, aber auch die Rückkehr in Schulen und Kitas dürfte entstandene Probleme bei Kindern und Jugendlichen ans Licht bringen", so Herold. Zur Studie Die Kinderärztebefragung "Homeschooling und Gesundheit 2020" wurde im Juni und Juli 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit nahmen 150 niedergelassene Pädiaterinnen und Pädiater daran teil.

Medizinische Fragestunde am 25. August 2020
Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Am 25. August gibt es noch freie Termine um 15.30 Uhr, 16.00 Uhr und 16.30 Uhr. Dr. Michael Schroeder, Onkologe und Palliativmediziner, beantwortet am Dienstagnachmittag medizinische Fragen zu den Themen: Diagnose und Befund, Behandlung und Therapieverfahren, Möglichkeiten begleitender Therapien, Krebsnachsorge, Schmerzen.
Die Gespräche finden unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften in der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 in 47249 Duisburg statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym und telefonisch. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de



Palliativ-Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ an

Duisburg, 06. August 2020 - Wer einen anderen Menschen in der letzten Lebensphase begleitet, der kämpft häufig mit seinen eigenen Ängsten und Unsicherheiten. Wie soll ich dem Betroffenen begegnen? Wie welche Hilfe anbieten? Es fehlen die Worte, das Wissen und es gibt zu viele Fragen. Deshalb bietet der ambulante Palliativ-Pflegedienst „medidoc“ in Kooperation mit dem Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V., einen „Letzte-Hilfe-Kurs“ unentgeltlich an.

In vier Modulen besprechen die Expertinnen Ute Glados und Gisela Pietzonka - beide Palliativfachkräfte des Palliativ-Pflegedienstes medidoc - mit den Teilnehmern, Themen wie Vorsorge, Nöte lindern, Symptomatiken und deren Linderung, Hilfestellungen und Abschiednehmen. Zu jeder Zeit nehmen sie dabei Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse, gehen auf Gedanken, Fragen und Erfahrungen ein.

In der gesamten Dauer des Kurses (ca. 4 Stunden) nehmen sich die Expertinnen Zeit für kleinere Pausen, in denen sich die Teilnehmer untereinander austauschen können oder mit den Referentinnen tiefergehend sprechen können. Die Einhaltung aller Corona bedingten Hygiene-Maßnahme ist selbstverständlich.  
Der Kurs findet statt am Montag, 24. August 2020 um 16.30 Uhr. Veranstaltungsort: medidoc GmbH, Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden) Am Ende der Veranstaltung erhalten die Kursteilnehmer eine Teilnahmebestätigung. Der Kurs ist kostenfrei. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter Tel.: 0203 935565-22, (Mo.-Fr. in der Zeit von 9.00 - 16.00 Uhr), gebeten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Diabetes umfassend behandeln

Helios Klinikum Duisburg mit Qualitätssiegel ausgezeichnet  

Duisburg, 20. August 2020 - Hohe Qualifikation der Mitarbeiter, die Erfüllung zahlreicher diabetesspezifischer Leistungsmerkmale sowie ein klar definiertes Behandlungsmanagement – dafür hat das Helios Klinikum Duisburg jetzt erneut das Siegel „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erhalten. Die DDG zeichnet damit Einrichtungen aus, die eine hohe Behandlungsqualität bieten. Passend zur Zertifizierung hat das Team von Chefärztin Dr. med. Gabriele Schott sich zum 1. Juli auch personell in der Diabetestherapie verstärkt.  

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland: Über sechs Millionen Menschen sind betroffen und die Zahlen steigen. Weil die Erkrankung aber sehr komplex ist, braucht jeder Patient eine speziell auf ihn zugeschnittene Diagnostik und Behandlung. Der „honigsüße Fluss“, wie das Leiden auf lateinisch heißt, verursacht häufig zunächst keine Beschwerden, führt unbehandelt jedoch zu ernsten Folgeerkrankungen. Denn ein erhöhter Blutzucker schädigt die kleinen und großen Gefäße, es kann zu Schlaganfall oder Herzinfarkt, Nierenleiden, Amputationen oder Erblindungen kommen. Umso wichtiger ist die gute medizinische Betreuung, die geschultes und erfahrenes Personal erfordert. Das Siegel „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ garantiert, dass diese hohe Qualifikation in der entsprechenden Einrichtung vorhanden ist.

„Im Helios Klinikum Duisburg arbeiten Ärzte und Diabetesberater, die umfassende Fachkenntnisse in der Diabetesbehandlung haben. Die Patienten werden darüber hinaus geschult, wie sie den Alltag mit ihrer chronischen Erkrankung am besten meistern“, sagt DDG-Präsidentin Prof. Dr. Monika Kellerer. Sehr wichtig ist es beispielsweise zu vermitteln, wie sich der Patient richtig Insulin spritzt. In Duisburg erfolgen die Schulungen nach den Richtlinien der DDG: „Der Patient kann sich darauf verlassen, dass die Inhalte dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen“, sagt Kellerer.
Um das Zertifikat zu erhalten, mussten Dr. Gabriele Schott, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie und ihr Team die leitliniengerechte Betreuung von Diabetespatienten durch Nachweis von Qualitätsstandards und Behandlungszahlen entsprechend der strengen Richtlinien der DDG nachweisen.
Auch Kooperationen mit anderen Fachärzten wie Augen- oder Nierenärzten wurden gefordert.


„Bei Diabetes ist es besonders wichtig, dass die verschiedenen Fachrichtungen gut zusammenarbeiten“, sagt die erfahrene Expertin, deren Abteilung sowohl am St. Johannes in Alt-Hamborn als auch an der Marien Klinik in Hochfeld Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes betreut. Das erhöht die Chance für den Patienten, gefürchtete Folgeerkrankungen, wie Erblindung oder Niereninsuffizienz, zu verhindern.

„Ich bin meinem Team sehr dankbar, dass wir die Kriterien für dieses wichtige Siegel wieder so gut erfüllen können. Es ist eine gemeinsame Leistung, jeden Tag im Jahr.“ Um die Vielzahl an Betroffenen in und um Duisburg bestmöglich versorgen zu können, holte die Ärztin noch eine zusätzliche Spezialistin an Bord: Dr. med. Katharina Kuczewski ist seit Juli als neue Oberärztin Teil des Teams und erfahrene Internistin und Diabetologin.
Die zweifache Mutter arbeitete vorher unter anderem als Fachärztin in Krefeld und Bad Oeynhausen in den internistischen Kliniken und entwickelte über die Jahre eine Expertise für die Diagnostik und Therapie von Diabetespatienten.
Zuletzt erlangte sie deshalb die ebenfalls von der DDG vergebene und mit einem hohen fachlichen Anspruch einhergehende Qualifikation als Diabetologin DDG. „Diese Erkrankung hat so viele Gesichter, weil es eine so große Anzahl Betroffener gibt. Den meisten können wir aber mit Hilfe moderner Therapien und gut eingestellter Medikamente eine hohe Lebensqualität ermöglichen. Das macht dieses Fachgebiet zu so einem schönen Arbeitsbereich“, erzählt die 38-Jährige. Gemeinsam mit ihren Kollegen im Duisburger Team will sie den Schwerpunkt in den kommenden Jahren weiter etablieren und ausbauen.  

Pflegeexamen 2020 in den Sana Kliniken: 36 Schülerinnen und Schüler absolvierten erfolgreich ihre Prüfung

Duisburg, 29. Juli 2020 - Insgesamt 20 frisch gebackene Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und –pflegerinnen und 16 Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen freuten sich über ihren erfolgreichen Abschluss der Examensprüfungen in den Sana Kliniken Duisburg. Die dreijährige Ausbildung in den Sana Kliniken Duisburg war für alle Schülerinnen und Schüler eine besondere: Bereits während ihrer Ausbildung hatten sie die außergewöhnliche berufliche Herausforderung in einer Pandemiezeit miterlebt und mit viel Engagement absolviert. Dafür bedankten sich Schulleiter Frank Heller mit dem Schulteam und Pflegedirektor Carl Poersch im Namen der Krankenhausleitung und wünschten allen Absolventen einen guten Start für ihr Berufsleben.

Sie haben Krankenpflege-Examen in der Tasche

Die Examensfeier mit Zeugnisübergabe fand unter Corona-Bedingungen in zwei Gruppen mit der Berücksichtigung der Abstandsregeln statt. Besonders erfreulich ist, dass alle 36 Absolventen ab August die Pflegeteams in den Wedau Kliniken und im Bertha Krankenhaus verstärken werden. Die jungen Pflegerinnen und Pfleger starten ihre Laufbahn in unterschiedlichen Fachbereichen; darunter die Interdisziplinäre Notaufnahme, die Kinderklinik, die Unfallchirurgie, die Neurochirurgie, die Neurologische Frührehabilitation, die Stroke Unit, die Intensivbereiche sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Anfang Oktober startet der zweite Kurs im Rahmen der neuen GeneralistikAusbildung in der Pflege mit dem Abschluss Pflegefachfrau und Pflegefachmann. Informationen und Kontakt unter www.sana-duisburg.de.

Sie haben das Kinderkrankenpflge-Examen bestanden

Examen bestanden – 16 neue Gesundheits- und Krankenpfleger

Duisburg, 28. Juli 2020 - Mit einem feierlichen Umtrunk hat die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH die Examenskurse 2020 der Krankenpflegeschule verabschiedet. Mit den insgesamt 16 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern freuten sich die Leitungen, Dozentinnen und Dozenten der Krankenpflegeschule sowie die Mitarbeiter und Pflegedienstleitungen der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH über den erfolgreichen Abschluss.

Nach einer dreijährigen Ausbildungszeit haben die Auszubildenden in einer praktischen, einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung ihr umfangreiches Fachwissen erfolgreich unter Beweis gestellt. Damit können die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger der Malteser gut gerüstet in die berufliche Zukunft starten.
Hinter den frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern liegen insgesamt 2.100 Theoriestunden und 2.500 Stunden Praxis in den verschiedenen Stationen des Krankenhauses. Alle Bestandteile des Examens orientieren sich an typischen beruflichen Situationen.

Examen bestanden

Kinder- und Jugendärzte kritisieren NRW-Landesregierung wegen fehlender Kita-Plätze

„Fehlende Kita-Plätze bedeuten für viele Kinder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten!"
Plettenberg/Königsforst/Duisburg, 27. Juli 2020 - Anfang August startet das neue Kindergartenjahr in Nordrhein-Westfalen. Nach Recherchen des WDR fehlen Tausende von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren - obwohl es einen Rechtsanspruch für Kinder ab einem Jahr gibt. Aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte werden durch den Mangel an Kita-Plätzen vor allem die Entwicklungschancen von Kindern aus sozial prekären Verhältnissen stark gemindert.  

„Seit vielen Jahren beobachten wir in unseren Praxen, wie Entwicklungsstörungen, vor allem Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern zunehmen. Diese Auffälligkeiten treten hauptsächlich bei Kindern aus Familien mit niedrigem sozio-ökonomischen Status auf, sind also zum großen Teil sozial verursacht. Logopädie kann dieses Massenphänomen, anders als vielfach erwartet, nicht nachhaltig behandeln. In den letzten Jahren haben wir gesehen, wie sehr Kinder von der U-3-Betreuung profitiert haben.
Es ist auffällig, wie sich besonders die Sprachfähigkeiten von Kindern durch die pädagogische Förderung in der Kita und auch durch den Kontakt mit Gleichaltrigen dort verbessert haben. In den Kitas wird vorgelesen, gesungen, erzählt und miteinander gespielt. Wir erleben, dass Kinder, die diese Möglichkeiten zu Hause nicht geboten bekommen, richtig „aufblühen“, sich plötzlich altersgemäß und ihren Begabungen gemäß entwickeln.
Es ist daher ein Skandal, wenn Kindern Kita-Plätze und damit Entwicklungschancen vorenthalten werden. Studien zeigen, dass fast 100 Prozent aller Kinder im Alter von zwei Jahren den Normbereich der Sprachentwicklung erreichen können, wenn ab dem Alter von zehn bis zwölf Monaten mit gezielter Sprachanregung begonnen wird. Die Landesregierung muss daher für gleichwertige Verhältnisse für alle Kinder, also ausreichend Kita-Plätze sorgen.
Nur so ist gewährleistet, dass sich die für die gesamte Schul- und Berufslaufbahn so entscheidende Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz der Kinder adäquat entwickeln kann. Es darf nicht sein, dass Kinder mit soziogen bedingten Entwicklungsstörungen scheitern und damit neben individuellem Leid auch der Gesellschaft hohe Kosten verursachen. Die Landesregierung sollte sich endlich auf ihr 2012 gegebenes Versprechen besinnen: „Kein Kind zurücklassen!“


Kinder- und Jugendärzte: "Abschaffung der Fallpauschalen für Kinderkliniken ist die richtige Antwort auf das Kinderkliniksterben!"

Köln/Duisburg, 24. Juli 2020 - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) begrüßt Schwesig-Vorstoß: „Die Abschaffung der Fallpauschalen für Kinderkliniken ist die richtige Antwort auf das Kinderkliniksterben“ Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat angeregt, dass bundesweit die Fallpauschalen für Kinderkliniken abgeschafft werden. BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach äußerte sich heute in Köln zu diesem Vorschlag: „Der Vorschlag der Ministerpräsidentin deckt sich mit unseren Forderungen.

Die Abschaffung der Fallpauschalen ist ein wichtiges Instrument, um das Sterben der Kinderkliniken zu verhindern und vor allem im ländlichen Raum die stationäre medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen darf nicht zum Spielball von Investoren werden, sie muss staatlich geschützt werden und dafür ist der Schwesig-Vorstoß geeignet. Jetzt hoffen wir, dass die Gesundheitsminister der Länder dem Vorschlag folgen und sich auf ein tragfähiges Finanzkonzept einigen, das die Besonderheiten von Kinderkliniken berücksichtigt und ihr Überleben garantiert.

Dieses Konzept muss z. B. den besonders großen  Aufwand an Zeit, Personal und Material berücksichtigen, den Kinderkliniken brauchen. Ärzte und Pflegende dort müssen sich viel Zeit nehmen, um das Vertrauen von Kindern zu gewinnen, sie zu überzeugen, dass sie z. B. bei Untersuchungen oder Blutabnahmen mitmachen. Zudem brauchen vor allem sehr junge Kinder intensive Pflege, sie müssen etwa gefüttert, gewickelt und intensiv betreut werden. Beatmungsgeräte und andere Geräte, aber auch Betten müssen in unterschiedlichen Größen vorgehalten werden. Schließlich kann weder ein Frühgeborenes in einem Erwachsenenbett liegen, noch einen Jugendlicher in einem Inkubator.

Ein zweiter, ebenso wichtiger Baustein, der die Zukunft der Kinderkliniken sichert, ist die Bekämpfung des Personalnotstandes im Bereich der Kinderkrankenpflege. Hier wünschen wir uns eine Novellierung des unseligen Pflegeberufereformgesetzes und die Möglichkeit, dass sich junge Frauen und Männer speziell im Bereich Kinderkrankenpflege ausbilden lassen können.  Zudem brauchen wir mehr ärztlichen Nachwuchs in unserem Fach. Unsere Vorstellungen zur Behebung des Kinder- und Jugendärztemangels haben wir der Politik in zahlreichen Gesprächen dargelegt. Der Schwesig-Vorstoß ist für uns nun ein wichtiges Signal, dass die bisher so erfolgreiche Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland mit ihrer Verzahnung aus ambulanter und stationärer Versorgung weiterhin gewünscht und gefördert wird.“  


Storchentreff – der Informationsabend für werdende Eltern

 Duisburg, 22. Juli 2020 - Die Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden bietet am Montag, 3. August um 18:00 Uhr wieder den Storchentreff, einen Informationsabend für werdende Eltern, an. Natürlich unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen (Hygiene- und Abstandsregeln).  
„An diesem Abend vermitteln wir wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt, aber auch speziell zu den Möglichkeiten und Abläufen hier bei uns am Haus. Außerdem stehen wir natürlich gerne für individuelle Fragen zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter der Geburtshilfe.
 Begleitet wird er von Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie (Neugeborenenmedizin), und der Leitenden Hebamme Bircan Demirci-Narci.  

Die Veranstaltung findet im Verwaltungsgebäude statt, ein Betreten des Krankenhauses ist also nicht notwendig. Die Kreißsaalführung erfolgt in virtueller Form. Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-2102 oder per E-Mail: andrea.santer@helios-gesundheit.de erforderlich. Bei Bedarf und entsprechender Nachfrage werden über den monatlichen Turnus hinaus gerne weitere Termine angeboten. Weitere Informationen unter www.helios-gesundheit.de/duisburg   
V.l.: Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter Geburtshilfe, die Leitende Hebamme Bircan Demirci-Narci und Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie, bieten wieder einen Informationsabend für werdende Eltern an. 

Neues Führungsduo der Gastroenterologie am Helios Klinikum Duisburg

Duisburg, 17. Juli 2020 - Zum 1. August 2020 übernimmt Frau Dr. Barbara Strey als Chefärztin die Leitung der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie am Helios Klinikum Duisburg. Der Duisburger Bevölkerung und den niedergelassenen Ärzten ist sie bereits gut bekannt, da sie zuvor die Medizinische Klinik II an den Sana Kliniken Duisburg führte. „Wir sind sehr stolz, dass es uns gelungen ist, Frau Dr. Strey für uns gewinnen zu können“, erklärt Dr. Markus Schmitz, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Duisburg.
„Das große, interprofessionelle Team und insbesondere die Kollegen aus der Gastroenterologie freuen sich sehr auf die Zusammenarbeit. Wir sind sicher, dass Frau Dr. Strey die Abteilung hervorragend entwickeln wird.“  
Dr. Strey bringt nicht nur ihren Leitenden Oberarzt, Matthias Weist, mit, sondern auch eine klare Vision, wie sie das Angebot für Patienten weiter ausbauen und spezialisieren möchte: „Durch eine gute Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen und eine enge Verzahnung mit unserem gastroenterologischen MVZ können wir eine fachlich hochkompetente Hand-in-Hand-Patientenversorgung im ambulanten und stationären Bereich anbieten.

Mit einem Team aus alleine vier Oberärzten sind wir dabei sehr gut aufgestellt. Aber auch auf die Kooperation mit den anderen Fachbereichen am Haus, beispielsweise der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Minimal-Invasive und Roboter-assistierte Chirurgie, freue ich mich sehr. Dies ermöglicht eine exzellente Rundum-Betreuung unserer Patienten, wie sie sonst nur an Unikliniken zu finden ist, bei gleichzeitiger Wohnortnähe.“  
Besonders reizvoll war auch die Aussicht auf den anstehenden Umzug in den Neubau der St. Johannes Klinik – sowohl mit dem stationären Bereich, als auch mit dem MVZ – sowie eine nagelneue Endoskopie-Einheit. „Das sind optimale Voraussetzungen, um das Angebot spezialisierter Therapieverfahren weiter auszubauen, beispielsweise bei Neubildungen von Magen-Darmtrakt, Leber, Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse. Aber auch meine persönlichen Steckenpferde, der endoskopische Ultraschall und die Endoskopie von Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse, sollen bei vielen gut- und bösartigen Baucherkrankungen Anwendung finden“, so Dr. Strey.   

Dr. Markus Schmitz (r.), Ärztlicher Direktor am Helios Klinikum Duisburg, begrüßt Dr. Barbara Strey (m.), neue Chefärztin der Gastroenterologie, und ihren Leitenden Oberarzt (rechts daneben), Matthias Weist. V.l.n.r. Oberarzt Mehmet Kayan, der kommissarische Leiter Dr. Erdogan Kizilaslan und Dr. Niellab Bahser aus dem MVZ.
  

Schutzkonzepte für Kinder und Jugendliche in medizinischen Einrichtungen künftig Teil des Qualitätsmanagements

Berlin/Duisburg, 16. Juli 2020 - Mit dem Ziel, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen in medizinischen Einrichtungen vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und zu verhindern, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin seine Qualitätsmanagement-​Richtlinie entsprechend ergänzt. Die Richtlinie legt grundsätzliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für Vertragsärztinnen und -​ärzte, Vertragspsychotherapeutinnen und -​psychotherapeuten, medizinische Versorgungszentren, Vertragszahnärztinnen und -​zahnärzte sowie zugelassene Krankenhäuser fest.

„Der G-BA greift mit diesem Beschluss auch die Empfehlung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und weiterer Institutionen an Politik und Gesellschaft auf, in allen Einrichtungen und Organisationen wirksame Schutzkonzepte zu entwickeln, um sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu verhindern und Betroffenen Unterstützung und Hilfe zu ermöglichen. Gerade medizinische Einrichtungen, sowohl Kliniken, niedergelassene Ärzte und Zahnärzte als auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, haben ja eine besondere Rolle als Schutz-​ und Kompetenzort für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
Das bedeutet zum einen, dass institutionelle Strukturen und Abläufe so gestaltet sind, dass Grenzüberschreitungen erkannt, benannt und Maßnahmen ergriffen werden, diese zu stoppen bzw. zu verhindern, damit diese Orte nicht etwa zu Tatorten werden. Zum anderen gilt es, Kindern und Jugendlichen, die von Gewalt betroffen sind, in medizinischen Institutionen Unterstützung und Hilfe anzubieten. Diese Ziele können durch die Entwicklung eines Schutzkonzeptes, das an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Einrichtungen angepasst ist, erreicht werden“, sagte Prof. Dr. Elisabeth Pott, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung.

Die aktuell beschlossenen Vorgaben zu Schutzkonzepten sehen vor, dass je nach Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und Patientenklientel über das spezifische Vorgehen zur Sensibilisierung des Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und eingreifende Maßnahmen entschieden wird. Dies können Informationsmaterialien, Kontaktadressen, Schulungen/Fortbildungen, Verhaltenskodizes, Handlungsempfehlungen, Interventionspläne oder umfassende Schutzkonzepte sein. Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, müssen sich gezielt mit Prävention und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch befassen. Daraus sollen künftig der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend konkrete Schutzkonzepte abgeleitet werden.

Weiterhin beschloss der G-BA geänderte Vorgaben für die regelmäßige Erhebung und Darlegung des aktuellen Stands der Umsetzung und Weiterentwicklung von einrichtungsinternem Qualitätsmanagement: Alle Leistungserbringer sind verpflichtet, sich an der für die Darlegung erforderlichen Erhebung zu beteiligen. Die Durchführung der Erhebung in den Vertragsarztpraxen obliegt den Kassenärztlichen Vereinigungen und in den Vertragszahnarztpraxen den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen auf Basis einer jeweils repräsentativen Stichprobe. Die Ergebnisse werden dem G-BA alle zwei Jahre, erstmals für das Jahr 2021, bis zum 31. Juli des Folgejahres vorgelegt. Für den stationären Bereich gilt zunächst weiterhin, dass die Krankenhäuser den Stand der Umsetzung und Weiterentwicklung ihres Qualitätsmanagements im jährlichen strukturierten Qualitätsbericht darlegen.

Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.

Hintergrund: Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement ist ein Instrument der Organisationsentwicklung. Unter diesem Begriff werden alle organisatorischen Maßnahmen zusammengefasst, die dazu beitragen, die Abläufe und damit auch die Ergebnisse von Einrichtungen zu verbessern. Durch das regelmäßige Überprüfen und Hinterfragen des Erreichten soll sichergestellt werden, dass das Qualitätsniveau gehalten und dort, wo es erforderlich ist, weiter ausgebaut wird.
Die an der stationären, vertragsärztlichen, vertragspsychotherapeutischen und vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer sind gesetzlich verpflichtet, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Der G-BA ist beauftragt, hierzu die grundsätzlichen Anforderungen festzulegen.

Mit sektorenübergreifenden Vorgaben zum Qualitätsmanagement löste der G-BA im Jahr 2016 seine sektorspezifisch festgelegten Anforderungen ab – seitdem gelten für Krankenhäuser, vertragsärztliche und vertragszahnärztliche Praxen weitgehend die gleichen Regeln bei der Etablierung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements. Beispielsweise müssen sich Krankenhäuser und Praxen Qualitätsziele setzen und sie regelmäßig kontrollieren.
Zudem müssen sie Verantwortlichkeiten klar festlegen und ein Risiko-​ und Fehlermanagement durchführen. Die Einrichtungen können bei der Einführung und Umsetzung ihres Qualitätsmanagement-​Systems eine eigene Ausgestaltung vornehmen oder auf vorhandene Qualitätsmanagement-​Verfahren bzw. -​Modelle zurückgreifen.

Landesverband Nordrhein der Freien Ärzteschaft fordert Wertschätzung der Ärzte

Duisburg, 16. Juli 2020 - Die Rheinische Post berichtete am 15. Juli 2020 unter dem Titel "Zur Grippe-Impfung in die Apotheke" über eine Vereinbarung der AOK Rheinland-Hamburg mit dem Apothekerverband Nordrhein, dass Apotheker künftig Grippeschutzimpfungen durchführen können. Beim Landesverband der Freien Ärzteschaft (FÄ) stößt das auf Kritik.
"Das war bisher Ärzten vorbehalten", sagte Christa Bartels, Vorsitzende des FÄ-Landesverbandes Nordrhein, am Donnersatg in Düren. Dem Zeitungsbericht zufolge sollen die Apotheker pro Impfung 12,61 Euro erhalten, während die AOK den Ärzten nur 7,95 Euro Honorar zahlt:

Die Ärzte - in Corona-Zeiten als "Helden des Alltags" beklatscht - haben dafür gesorgt, dass die Versorgung nicht zusammengebrochen ist. Bartels betont: "Die niedergelassenen Ärzte, die ambulant den Löwenanteil der Corona-Verdachtsfälle und leichteren Verläufe versorgt und so die Krankenhäuser vor dem Kollaps bewahrt haben, erleiden Umsatzeinbußen, weil die Versicherten Arztbesuche derzeit immer noch scheuen. Und jetzt bekommen sie zusätzlich die Klatsche von der AOK und dem Apothekerverband."
Bisher hätten Ärzte auf eine flächendeckende Versorgung mit Apotheken Wert gelegt und keine Versandapotheken präferiert. Das könnte sich rasch ändern, wenn die Apotheker offen gegen die Ärzte agierten. "Und die Versicherten der AOK", so Bartels, "sollten sich fragen, ob sie bei der richtigen Krankenkasse sind, wenn diese den Apothekern eine um mehr als 50 Prozent höhere Vergütung für eine Grippe-Impfung zahlt als den Ärzten."


Trotz Distanz gut versorgt: Chronisch kranke Patienten auch in Pandemiezeiten begleiten

Duisburg, 16. Juli 2020 - Am Helios Klinikum Duisburg halten die Ärzte selbst in Pandemiezeiten engen Kontakt zu ihren chronisch kranken Patienten – wenn auch aus der Ferne. Bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes ist das regelmäßige medizinische Monitoring entscheidend für den Therapieerfolg. In Zeiten von Corona und reduzierter persönlicher Versorgung stellt das Patienten und die entsprechenden Fachkliniken allerdings vor ziemliche Herausforderungen, viele Betroffene gehören zudem zur Risikogruppe.
Für Dr. Monika Klass, Chefärztin der Rheumatologie am Helios Klinikum Duisburg, ist deshalb im Moment ein Headset das wichtigste Arbeitsinstrument. Sie betreut ihre Patienten vor allem per Telefon und Videochat. Auch die Duisburgerin Heike-Helene Tarnow, für die der Kontakt zu ihrer Ärztin ein wichtiger Anker ist.  

Die Diagnose einer chronischen Erkrankung wie Rheuma, Multiple Sklerose oder Diabetes trifft die Patienten mit Wucht, denn ihr Leben verändert sich schlagartig. Und auch wenn der Ausgang nicht zwangsläufig tödlich ist, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden, kann eine schwere Krise und viele Fragen mit sich bringen. Welchen Einfluss hat all das auf mein Leben? Wer hilft mir bei medizinischen Entscheidungen? Kann ich lernen, meinen kranken Körper zu akzeptieren?
Die Antworten finden die Patienten oftmals in einer langfristig begleitenden, einfühlsamen Therapie durch Spezialisten und das damit verbundene wachsende Wissen. Eine dieser Spezialistinnen ist Dr. Monika Klass, Chefärztin der Rheumatologie am Helios Klinikum Duisburg. Fast alle ihrer Patienten sind chronisch erkrankt, die meisten rheumatisch, aber auch Betroffene mit sehr seltenen Autoimmundefekten kommen sonst zu ihr in die Klinik.  

Wie Heike-Helene Tarnow, die jahrelang unter Schmerzen litt, für die Ärzte keine Ursache fanden. Es war ein schleichender Prozess, der vor etwa zehn Jahren begann. Die damalige Postangestellte fühlte sich immer öfter schwach auf den Beinen, ihre Muskeln schmerzten und verloren an Kraft, auch an Stellen, die sie vorher nicht wahrgenommen hatte, wie etwa im Gesicht: „Zunächst dachte ich mir nicht viel dabei, aber die Symptome schränkten mein Leben immer mehr ein.“
Dinge, die ihr lieb waren, wie die Gartenarbeit, wurden fast unmöglich und der Schmerz bestimmte ihr Leben. Dabei war er nur schwer greifbar, entsprechend schwierig die Diagnose, denn die Schübe kamen in Wellen und sie wurden schlimmer. Bis 2014 ihr Neurologe eine Eingebung hatte: Er ließ einen einfachen Bluttest machen und rettete damit vermutlich ihr Leben. Denn dort entdeckte er Hinweise auf eine Dermatomyositis, eine sehr seltene Erkrankung, in deren Verlauf sich die Muskeln und auch die Haut an einzelnen Stellen schmerzhaft entzündet. Weil sich letztere im Verlauf der Erkrankung verfärben kann, wird sie auch „Lilakrankheit“ genannt.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können die Symptome auch auf andere Teile des Körpers wie Lunge oder Herz übergehen. Sofort überweist ihr Facharzt die Duisburgerin für eine ausführliche Diagnostik an Frau Dr. Klass, schon damals Chefärztin der Rheumatologie an der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn und Expertin für seltene Erkrankungen. „Die Dermatomyositis sehen auch wir nicht oft, obwohl sie zur Gruppe der rheumatischen Erkrankungen gehört. Betroffen ist davon in Deutschland allerdings tatsächlich nur einer von 100 000 Menschen, in Summe also sehr wenige. Mit einer gut eingestellten medikamentösen Therapie und regelmäßigem Monitoring können wir aber die Lebensqualität der Patienten merklich steigern und den Verlauf verlangsamen oder sogar stoppen“, erklärt die Medizinerin.
Für Heike-Helene Tarnow die Rettung, denn die schwere Erkrankung hatte bereits ihren ganzen Körper befallen und auch den Herzmuskel angegriffen. Schon bald nach der Diagnose und einer ausführlichen Abklärung inklusive Muskelbiopsie sowie stationärer Therapie bemerkt sie die Veränderungen, kann sich wieder besser bewegen und lernt, mit den Schmerzen umzugehen. Und auch wenn die starken Medikamente, eine Art Chemotherapie, ihren Tribut zollen, wichtig war der heute 61-Jährigen aber auch der innere Frieden: „Es war so eine Erleichterung, nach Jahren endlich auf Verständnis zu stoßen. Wenn man so viele Ärzte aufgesucht hat, ohne eine Erklärung zu finden, zweifelt man ja irgendwann an sich selbst.“  

Seit fast sieben Jahren kommt sie jetzt regelmäßig in die Sprechstunde von Frau Dr. Klass. Blutwerte müssen überprüft, Medikamentendosen angepasst und Nebenwirkungen sowie neue Symptome rechtzeitig erkannt werden. Der persönliche Kontakt ist ein wichtiger Baustein in der Therapie. Doch Corona hat all das verändert, denn die stationäre und ambulante Versorgung in der Klinik beschränkte sich wochenlang nur auf Notfälle. Zudem haben viele Betroffene besondere Angst vor dem Virus, da sie in die Risikogruppe fallen, so auch Heike-Helene Tarnow.
Ihre Medikamente unterdrücken die Arbeit des Immunsystems, damit der Körper sich nicht permanent selbst angreift und die Entzündungen verursacht. Da tauchen in Corona-Zeiten besonders viele Fragen und Sorgen auf. „Somit mussten wir uns etwas überlegen, denn der wichtigste Bestandteil in der Therapie chronischer Erkrankung ist das regelmäßige medizinische Monitoring“, erklärt Frau. Dr. Klass. Ihr Patientenstamm umfasst mehrere tausend Betroffene, die sie unter normalen Umständen regelmäßig sieht. Kurzerhand bietet sie deshalb den Patienten, deren Termine ausfallen, eine Alternative an: Sie und ihr Team schwenken auf Telefon- und Videosprechstunde um, lassen sich Blutwerte vom Hausarzt weiterleiten und fragen bei den Patienten bestimmte Parameter ab, um sich ein ausführliches Bild machen zu können.

 „Das war eine wirklich gute Idee, wir haben alle Fragen direkt geklärt und Frau Dr. Klass hat mich sozusagen aus der Ferne gründlich untersucht“, so Heike-Helene Tarnow. Die Chefärztin und ihr Team haben so mittlerweile schon mehrere hundert Bestandspatienten versorgen können und werden das auch in den nächsten Wochen noch weiter tun: „Bis wir wieder in normalem Umfang aufnehmen und behandeln können, wird es ja noch dauern. Solange nutzen wir die technischen Möglichkeiten.“ Patienten, die sich neu vorstellen wollen, müssen sich allerdings noch etwas gedulden, da die Versorgung in der Klinik aktuell noch Notfällen und sehr dringenden Patienten vorbehalten ist und für eine Aufnahme in die Versorgung eine körperliche Erstuntersuchung notwendig ist.  

St. Anna Angels: gemeinsam gegen Brustkrebs

Duisburg, 14. Juli 2020 -  Auch in diesem Jahr haben die St. Anna Angels (Mitarbeiterinnen aus dem Malteser Krankenhaus St. Anna) auf das wichtige Thema „Brustkrebs“ aufmerksam gemacht. Ursprünglich wollten die St. Anna Angels wieder beim Mud Angel Run in Duisburg teilnehmen. „Coronabedingt fiel der Lauf ja leider aus, sodass sich wir uns an einem Wochenende privat getroffen hat“, berichtet die Mitorganisatorin Helga Hamacher.
In ihren pinken Shirts liefen die St. Anna Angels zunächst um die Regattabahn , später gab es dann noch ein Workout. „Ich freue mich sehr über so engagierte Mitarbeiterinnen. Seit dem ich in der Klinik bin, haben wir schon einiges bewegt. Es ist wichtig, dass wir auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen“, erklärt der Direktor des Brustzentrums im St. Anna, Dr. Mahdi Rezai.

Die St. Anna Angels mit dem Direktor des Brustzentrums Dr. Mahdi Rezai (Mitte) und dem Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Martin Rüsch (links)


Der Krebsberatung in Duisburg droht das Aus

Die Finanzierung der Krebsberatung in Duisburg steht derzeit auf wackeligen Füßen, da eine angekündigte und eingeplante öffentliche Förderung, auf die sie angewiesen ist, erst einmal auf Eis liegt. Stephan Fromm, 1. Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V.: „Wir möchten weiterhin für an Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen da sein. Dafür brauchen wir Hilfe! Um unsere Beratungsstelle aufrechtzuerhalten benötigen wir jeden Cent.“
Der gemeinnützige Verein ist auf Förderungen und Spenden angewiesen. Für ihn engagieren sich 9 ehrenamtliche Berater, 3 Kursleiter und 2 angestellte Teilzeitkräfte.
Die Krebsberatung in Duisburg berät, informiert und unterstützt bei seelischen und familiären Problemen sowie bei medizinischen oder finanziellen Fragen (wie Kranken- und Pflegegeld, Reha oder Erwerbsminderungsrente), die bei einer Krebserkrankung aufkommen können. Z. B. hilft sie auch bei der Antragstellung oder Behördengängen.
Bei Immobilität macht sie auch Hausbesuche. In diesem Jahr hat sie bisher 139 persönliche oder telefonische Beratungen durchgeführt. In ihren Kursen schöpfen Krebspatienten beim Malen oder Entspannen wieder Kraft. Angehörige nutzen den Gesprächskreis, um sich in einem geschützten Raum auszutauschen und gegenseitig Halt zu geben. 2016 sind über 6000 Duisburger und Duisburgerinnen neu an Krebs erkrankt. Das sind die aktuellen Zahlen des Krebsregisters. Diese Zahl wächst kontinuierlich. Es kann jeden treffen. Deshalb wendet sich Stephan Fromm nun an die Duisburger Bevölkerung: „Helfen Sie uns, damit wir weiterhin helfen können! Jede noch so kleine Spende zählt.“ Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg und Umgebung e.V. Spendenkonto: Volksbank Rhein Ruhr IBAN: DE 79 3506 0386 6180 1200 06

Mit Blut- zur Datenspende Erkenntnis- und Lösungspotenziale einer breiten SARS-CoV-2 Antikörpertestung als integraler Bestandteil der Blutspende

Die flächendeckende Testung von Blutspendern bietet die einzigartige Möglichkeit einer umfassenden und kontinuierlichen Bestimmung der SARS-CoV-2 Seroprävalenz in Deutschland und das mit einem geringen Aufwand innerhalb bereits bestehender Strukturen.

Zentrallabor des DRK-Blutspendedienstes West in Hagen, in welchem täglich bis zu 3.500 Blutspenden auf verschiedene Infektionserkrankungen getestet werden.

Hagen/Duisburg, 14. Juli 2020 - Bereits Ende März forderte die Deutsche Gesellschaft für Virologie rasche Investitionen in die Entwicklung zuverlässiger Antikörperdiagnostik. Es sei dringend erforderlich, die tatsächliche Durchseuchung der Bevölkerung auf der Basis verlässlicher Antikörpertests zu ermitteln, so die Virologen.

Fast vier Monate später kennen wir die faktische Durchseuchungsrate in unserer Gesellschaft in Deutschland nicht, obwohl mittlerweile gute Antikörpertestverfahren auf SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen.

Da die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Immunitätsperspektiven mit Bezug auf die mögliche Impfstoffentwicklung ebenso, wie auf die natürliche Antikörperentwicklung nach einer Infektion in vollem Gange ist, sollte die Datengenerierung in der statistischen Breite und Nachhaltigkeit ebenfalls im Fokus stehen. In Dutzenden nationalen und noch mehr internationalen Studienprojekten werden verschiedenste Aspekte rund um die Antikörper untersucht - nicht zuletzt auch, um seit Monaten in der öffentlichen und fachlichen Diskussionen stehende Themen wie "Herdenimmunität" zu erhellen.

Fakt ist: Es ist in Deutschland bisher strittig, ob und wenn in welcher Breite Antikörpertestungen auf SARS-CoV-2 Sinn ergeben. Die Initiative "Mit Blut- zur Datenspende" des DRK-Blutspendedienst West setzt klar auf die etablierten Blutspendestrukturen und Kompetenzen der professionellen Einrichtungen ebenso, wie der hohen intrinsischen Motivation der vielen Blutspender in Deutschland. Eine deutliche Verbesserung der Datenlage zur Immunitätsperspektive ergibt sich durch die Verbindung von standardmäßiger Blutspende mit dem spezifischen Forschungsanliegen der Datengenerierung des Antikörperstatus in der statistischen Breite und mit der entsprechenden Nachhaltigkeit.

Denn es ist kaum mehr vermittelbar, persönliche Entbehrungen in Kauf zu nehmen für das Gut der eigenen Gesundheit und das der der Mitmenschen, wenn die Maßnahmen zum Schutz der Menschen nicht klar messbar sind.

Die Messbarkeit und das Wissen um die Durchseuchung sind erforderlich dafür, dass die Definition von "Erfolg" bei der Pandemiebewältigung zivilgesellschaftlich breit getragen wird.
Erfolge müssen messbar, sichtbar und verstehbar werden.
Dabei spielt eben die berühmt-berüchtigte "Dunkelziffer" der SARS-CoV-2-Infektionen und eine möglicherweise zur Immunität führende Antikörperreaktion die entscheidende Rolle.
Einerseits für die Forschung selbst, andererseits für die Argumentation gegenüber der verunsicherten und zusehends pandemiemüden Bevölkerung.
Mittlerweile gibt es eine Reihe von Untersuchungen, stets jedoch auf eng begrenzter regionaler Basis.
 In Deutschland greift nur eine einzige durch das Robert-Koch-Institut initiierte Studie auf eine Stichprobe von Blutspendern zurück.

Dabei ist der Gedanke, dieses Erkenntnisinteresse mit Blutspenden zu verknüpfen, so naheliegend, dass er im europäischen Umland (Dänemark. Belgien, Niederlande und Italien) bereits mehrfach aufgegriffen wurde.

 Der „Innovationskreis Blutspendewesen“ des DRK-Blutspendedienstes West bündelt seine internen Kompetenzen und Erfahrungen mit dem Ziel der der Förderung von innovativen Weiterentwicklungen des Blutspendewesens und ist eine Plattform für innovative Forschungsinitiativen und Ideen. Die Innovationskreis-Mitglieder PD Dr. med. Thomas Zeiler und Prof. Dr. phil. Stefan Heinemann setzten sich in einer umfangreichen Ausarbeitung mit einer möglichen flächendeckenden Testung von Blutspendern auseinander.

Denn: Die flächendeckende Testung von Blutspendern bietet die einzigartige Möglichkeit einer umfassenden und kontinuierlichen Bestimmung der SARS-CoV-2 Seroprävalenz in Deutschland und das mit einem geringen Aufwand innerhalb bereits bestehender Strukturen.

 In Deutschland sind nur sehr wenige Strukturen verfügbar, die in einer solchen Breite und Tiefe Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft erreichen könnten und das mit der notwendigen fachlichen Qualität der Methoden, Services und einer entsprechenden Glaubwürdigkeit.

Um die Dimension aufzuzeigen, in der die SARS-CoV 2-Antikörpertestungen innerhalb der Blutspendetermine des DRK durchführbar wären, sei exemplarisch nur auf die Blutspendetermine des DRK-Blutspendedienstes West verwiesen, welcher für die Versorgung der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig ist: Allein in NRW sind für das Jahr 2020 in der Zeit vom 1.6.2020 bis zum 31.12.2020 (2. Halbjahr) noch mehr als 5.000 Blutspendetermine mit erwarteten 361.400 Spenderinnen und Spendern geplant. Würden die Spenden aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ebenfalls eingeschlossen, dann wären es in diesem Zeitraum sogar mehr als 6.460 Blutspendetermine mit über 472.500 Spenderinnen und Spendern.

Nimmt man die gesamtdeutsche Struktur der Blutspendedienste des DRK in den Blick, werden die Zahlen noch beeindruckender! Gemeinsam mit über 200.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes werden Blutspendetermine in Städten, Schulen, Universitäten, Unternehmen, auf Veranstaltungen oder auch an ganz ungewöhnlichen Orten, wie auf bestimmten Events- oder Mottoterminen, ganzjährig erfolgreich organisiert. Dabei beschäftigen die DRK-Blutspendedienste über 3.800 Entnahmespezialisten in der mobilen Servicestruktur, Transfusionsmediziner, Ärzte, Krankenschwestern, Chemiker, Biologen, Rettungsassistenten, Laborkräfte, Techniker und Verwaltungsfachleute. Sechs regionale Blutspendedienste des DRK übernehmen mit ihren Instituten und Zentren für Transfusionsmedizin die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Hier gibt es also die erforderliche Infrastruktur für eine flächendeckende Testung von Blutspendern, die routinemäßig höchsten Wert auf Sicherheit und Datenschutz legt - was auch bei Antikörpertestdaten gewährleistet wäre durch eine Anonymisierung. Zudem darf nicht der Eindruck entstehen mit einem Antikörpertest Ergebnis würde, stand heute, eine entsprechende über eine Forschung hinausgehende gesellschaftliche Funktion verbunden werden können. Diese Verbindung erscheint auch unter ethischen Aspekten kritisch.

 PD Dr. med. Thomas Zeiler: "Warum nicht alle Blutspenderinnen und Blutspender auf SARS-CoV-2 Antikörper turnusmäßig breit testen? Blut wird überall in Deutschland gespendet, jeden Tag und die Blutspenderinnen und Blutspender stellen einen soliden Querschnitt der Bevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren dar, die oft mehrfach Blut spenden aus intrinsischer Motivation und für eine solche besondere Datenspende sicher zu begeistern sind. Ein möglicher resultierender "Seroprävalenz- oder Immunitätsmonitor" wäre auf Nachhaltigkeit hin anzulegen, nicht zuletzt, da nicht erwartbar ist, mit einem möglichen Ende der aktuellen Corona Pandemie dem "pandemischen Zeitalter" entwachsen zu sein, im Gegenteil." 

Prof. Dr. Stefan Heinemann ergänzt: "Die Blutspende des DRK ist gemeinnützig und in einer in Deutschland einmaligen Breite organisiert und verfügbar. Der Schritt von der Blut- zur ergänzenden Datenspende entspricht dem ethischen Grundanliegen der Spende um letztlich Leben zu retten - neben die systemrelevante Versorgung mit Blutpräparaten wird die Datenversorgung treten. Eine Entwicklung, die insbesondere als Datenspende vom Gesetzgeber wie auch vielen ethischen Beratungsgremien wie dem Deutschen Ethikrat unterstützt wird - unter klaren Datenschutzvorgaben. Die digitale Transformation von Medizin und Gesundheitswirtschaft ist gerade in Pandemiezeiten entscheidend."

Neue Förderrichtlinien: Krebsberatung in Duisburg vor dem Aus

Duisburg, 10. Juli 2020 - Ambulante Krebsberatungsstellen sind für Krebspatienten und deren Angehörige eine wichtige Anlaufstelle. Die Diagnose Krebs ist für Betroffenen sowie deren Angehörigen ein Schock. Sie wirft unmittelbar psychoonkologische wie auch soziale Fragestellungen auf. Krebsberatungsstellen können hier Antworten liefern und bieten Betroffenen und deren Angehörigen kompetente Hilfe und Beratung an. Die Finanzierung der wichtigen Arbeit der Krebsberatungsstellen ist jedoch bisher nicht gesichert. Nun schien es, dass eine verpflichtende bundesweite anteilige Förderung durch die Krankenkassen endlich die lang ersehnte finanzielle Sicherung der Krebsberatungsstellen ermöglichen würde.

Die Förderrichtlinien der GKV, die nun vorliegen, zerschlagen jedoch diese Hoffnung und führen dazu, dass sich die Sorgen vielerorts vergrößert haben. Stephan Fromm, 1. Vorsitzender der Krebsberatung in Duisburg: „Viele Krebsberatungsstellen befinden sich nun an einem Scheideweg und blicken in eine düstere Zukunft.“ Um die Vorgaben der Krankenkassen erfüllen zu können, müssten Krebsberatungsstellen teilweise massiv ihre Personalkapazitäten ausbauen.

„Unterm Strich heißt dies für uns und andere Krebsberatungsstellen in NRW, dass wir zusätzliches Geld aufbringen müssen, um überhaupt die anteilige Förderung der Krankenkassen beantragen zu können.“ Vor dem Hintergrund des schon jetzt erheblichen finanziellen Aufwands zur Aufrechterhaltung unseres Angebotes werden wir zum Jahresende unsere Beratungsstelle schließen und unser erst im April deutlich erweitertes Angebot einstellen müssen.
Verschärft wird diese Situation dadurch, dass das Land NRW, mit Verweis auf die in Aussicht stehende Mit-Finanzierung durch die Krankenkassen Gelder für dieses Jahr eingefroren hat bzw. die Förderung gänzlich einstellen will. Während die anteilige Finanzierung durch die Krankenkassen also für uns außer Reichweite bleibt, brechen die bisherigen Finanzierungen weg.

In Duisburg und in NRW ist damit die bestehende Struktur ambulanter Beratung für Krebspatienten und ihre Angehörigen akut bedroht. Der Fachverband Krebsberatungsstellen NRW fordert vor diesem Hintergrund, dass die Fördergrundsätze der Krankenkassen insbesondere in Bezug auf den Personalschlüssel dringend überarbeitet bzw. angemessene Übergangsfristen eingeräumt werden. Nur so wird es bestehenden Krebsberatungsstellen überhaupt erst möglich sein, die geforderten Kriterien mittelfristig zu erfüllen und die Beratungskapazitäten bei Bedarf auszubauen.

Gleichzeitig richtet der Fachverband einen dringenden Appell an die bisherigen Förderer, wie das Land NRW und Kommunen, sich nicht aus der Verantwortung zurückzuziehen. Der Fachverband Krebsberatungsstellen NRW Im Fachverband Krebsberatungsstellen NRW vereinen sich 19 unabhängige ambulante Krebsberatungsstellen. Aufgaben und Ziele des Fachverbandes sind u.a. die Qualitätssicherung und - entwicklung der ambulanten Krebsberatung, die Vernetzung und der fachliche Austausch sowie die Interessenvertretung im Sinne der Sicherung der Finanzierung und des Erhaltes ambulanter Krebsberatungsstellen.
Kontakt: Fachverband Krebsberatungsstellen NRW c/o Der Paritätische Gelsenkirchen Dickampstraße 12 45879 Gelsenkirchen

Zum vierten Mal in Folge: Zwei Duisburger Chefärzte auf Bestenliste  

Duisburg, 7. Juli 2020 - Das unabhängige Verbrauchermagazin Guter Rat hat auch in diesem Jahr deutschlandweit ärztliche Kollegen nach den besten Medizinern befragt. Entstanden ist wieder eine Liste mit mehreren hundert Spezialisten für die verschiedenen Krankheitsbilder von Kopf bis Fuß aus dem ganzen Bundesgebiet.
Aus Duisburg zum vierten Mal mit dabei sind zum einen Prof. Dr. Frank vom Dorp – Chefarzt der Urologie, Foto links – als einer der Top-Ärzte Deutschlands für die Behandlung von Blasen-, Nieren und Prostataleiden. Und zum anderen Dr. Thomas Zeile, Chefarzt der Geriatrie und gelistet als einer der acht besten Experten für altersmedizinische Krankheitsbilder wie Demenz oder Schluckstörungen. Beide Abteilungen sind an der Helios Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld angesiedelt.

Neben der Behandlungsqualität flossen bei der Beurteilung auch die Wartezeiten für einen Sprechstundentermin, die Nachsorge und die Komplikationsraten sowie die Kostenübernahmen für gesetzlich Versicherte in die Bewertung mit ein. Zu den Schwerpunkten von Prof. vom Dorp zählen unter anderem die umfassende Behandlung von Tumoren im Bereich der Blase, Niere und der Prostata sowie robotische Operationen mit dem DaVinci-System, das noch zielgenauere minimal-invasive Eingriffe ermöglicht.

Dr. Thomas Zeile wiederum ist spezialisiert auf die Behandlung und Frührehabilitation älterer Patienten, deren Krankheiten oft in Wechselwirkung miteinander stehen und eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie erfordern. Das Magazin veröffentlicht diese Liste einmal im Jahr, basierend auf einem standardisierten Abfragesystem.
Das Besondere: Die Bewertung erfolgt durch niedergelassene Mediziner, sprich durch erfahrene Kollegen. Sie werden konkret dazu befragt, welchen Klinikarzt sie aufgrund seiner Expertise empfehlen, ob dieser die überwiesenen Patienten selbst behandelt oder vorwiegend Assistenzärzte beauftragt und ob er nicht nur privat Versicherte sondern auch gesetzlich-versicherte Patienten versorgt.

 

KV Nordrhein startet neuen zentralen augenärztlichen Notdienst für Essen, Duisburg, Mülheim und Oberhausen

Düsseldorf/Duisburg, 02. Juli 2020  – Bürgerinnen und Bürger der Städte Essen, Duisburg, Mülheim und Oberhausen haben ab sofort eine neue, gemeinsame Anlaufstelle für den ambulanten augenärztlichen Notdienst. Wer aus diesen Regionen abends oder am Wochenende aufgrund akuter Beschwerden einen Augenarzt aufsuchen muss, wird in der neu eingerichteten, zentralen augenärztlichen Notdienstpraxis versorgt, die in die Räumlichkeiten der Klinik für Augenheilkunde im Universitätsklinikum Essen integriert ist. Die Einrichtung ist täglich zu den sprechstundenfreien Zeiten geöffnet und wird offiziell seit dem 1. Juli 2020 von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein in Kooperation mit dem Klinikum betrieben.

 

„Die augenärztliche Notdienstpraxis Essen ist ein wichtiger Baustein bei der Etablierung zentraler fachärztlicher Notdienste in ganz Nordrhein“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Wir sichern damit nicht nur die Versorgung der Patienten mit einer adäquat ausgestatteten Einrichtung, sondern setzen damit auch die Vorgaben des Gesetzgebers nach einer engen Kooperation niedergelassener Ärzte mit Kliniken bei der Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten um“, so Bergmann.

 

Auch seitens der Universitätsmedizin Essen wird die enge Zusammenarbeit begrüßt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Kooperation zwischen niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region und der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Essen weiter zu intensivieren. Dies soll zur schnelleren, interdisziplinären und risikoärmeren Versorgung von Patientinnen und Patienten mit augenärztlichen Notfällen führen“, sagt Prof. Dr. Nikolaos Bechrakis, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Essen.

 

Kooperation mit Klinik für Augenheilkunde

Zu den Vorteilen der neuen Praxis zählen die geregelten täglichen Öffnungszeiten, die gute Erreichbarkeit der Augenklinik sowie die unmittelbare Anbindung der Einrichtung an die Infrastruktur des Universitätsklinikums. „Dadurch können schwerwiegende Notfälle - beispielsweise im Falle von akut erforderlichen Operationen - unmittelbar dem stationären Bereich zugeführt werden, während gleichzeitig die Ärzte des Klinikums von der Versorgung leichterer Beschwerden entlastet werden“, sagt Dr. med. Ludger Wollring, Augenarzt aus Essen und ehrenamtlicher Koordinator der neuen Notdienstpraxis. „Patienten erhalten dadurch zügiger ihre bedarfsgerechte Behandlung“, so Wollring weiter. Auch die Nähe zu den anderen medizinischen Fachdisziplinen des Klinikums sei laut Wollring ein weiterer Vorteil für Patienten und Ärzte.

 

Mit dem Start der zentralen augenärztlichen Notdienstpraxis Essen sind auch organisatorische Veränderungen verbunden. So bilden die Städte Essen, Duisburg, Mülheim und Oberhausen nun einen gemeinsamen augenärztlichen Notfalldienstbezirk. Die bisher auf lokaler Ebene organisierten Augennotdienste mit teils wechselnden Anlaufstellen, die über die Arztrufnummer 116 117 in Erfahrung gebracht werden mussten, werden seit dem 1. Juli nicht mehr angeboten: Die Patientinnen und Patienten haben mit der Essener Einrichtung ab sofort eine „feste“ Anlaufstelle mit fixen Öffnungszeiten. In der augenärztlichen Notdienstpraxis Essen werden von nun an insgesamt rund 110 niedergelassene Augenärzte aus der Region ihren vertragsärztlichen Notdienst versehen.

Adresse und Öffnungszeiten des augenärztlichen Notdienstes: 

Augenärztliche Notdienstpraxis im Universitätsklinikum Essen

Hufelandstr. 55 - 45147 Essen

 Montag, Dienstag, Donnerstag: 18 Uhr bis 22 Uhr

Mittwoch, Freitag: 15 Uhr bis 22 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag: 9 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 22 Uhr

(nach 22 Uhr Versorgung durch Augenklinik)

Helios vereint Gefäßchirurgien zu Duisburgs größter Fachabteilung

Duisburg, 30. Juni 2020 - Mit über 15 Millionen Betroffenen zählen Erkrankungen der Gefäße zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Denn die insgesamt über hunderttausend Kilometer langen Bahnen in unserem Körper sind störanfällig. Umso wichtiger ist die schnelle und optimale Versorgung der Patienten. Unter dieser Prämisse vereint das Helios Klinikum Duisburg zum 1. Juli 2020 die beiden Abteilungen für Gefäßchirurgie an den Standorten in Hamborn und Hochfeld zu einer Klinik. Zusammen versorgen sie jährlich rund 6000 Patienten.

Chefarzt Dr. Damian Schubert - Foto - , der bereits 2017 zu Helios wechselte, übernimmt die Gesamtleitung. Gesunde Gefäße für Duisburg – diesen Anspruch brachte Dr. Damian Schubert schon vor genau drei Jahren – im Juli 2017 – mit nach Hochfeld, als er die Fachabteilung für Gefäßchirurgie an der Helios Marien Klinik übernahm. In engem Austausch mit den internistischen Kollegen vor Ort und eingebunden in die Strukturen eines Maximalversorgers etablierten er und sein Team eine ganze Bandbreite an Diagnostik und Therapie akuter und chronische Gefäßerkrankungen. Dr. Schubert ist Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Phlebologie, endovaskuläre Chirurgie und endovaskulärer Spezialist.
Unter endovaskulärer Chirurgie versteht man Eingriffe „innerhalb der Gefäße“, die über arterielle Zugänge durchgeführt werden. Dazu sind lediglich kleine Schnitte erforderlich, die für die Patienten weitaus schonender sind. Unterstützt werden sie von modernster Medizintechnik: ein Hybrid-OP, in dem Ursachenfindung und Behandlung in einem Schritt vorgenommen werden können. Dazu beherbergt die Angiographieanlage eine Kombination aus voll ausgestattetem Operationssaal und einer Möglichkeit der direkten Bildgebung mit digitaler Aufnahmetechnik, was ein Plus für die Behandlungsqualität der Patienten bedeutet. So kann etwa ein verstopftes Gefäß zunächst punktgenau verortet und dann die Engstelle mit Hilfe der radiologischen Bilder in Echtzeit durch einen Ballon oder Katheder wiedereröffnet werden.

 

Das Team arbeitete von Beginn an auch mit der zweiten gefäßchirurgischen Abteilung des Helios Klinikums unter der Leitung von Dr. Gero Lorenz am Standort St. Johannes im Norden der Stadt eng zusammen. Da Dr. Lorenz sich im Sommer nun beruflich neu orientiert, vereint Helios die beiden Bereiche ab dem 1. Juli unter Schuberts Verantwortung und bildet mit rund 50 Betten und über 6000 ambulanten und stationären Patienten jährlich die größte Gefäßchirurgie in Duisburg. „Für die Patienten ist solch eine Zusammenlegung immer von Vorteil, da die Abstimmung innerhalb des Teams noch enger ist und Qualitätsstandards vereinheitlicht werden“, versichert Schubert.

Er spricht aus Erfahrung, denn schon bei seinem vorherigen Arbeitgeber, den Maltesern, leitete er zwei Standorte parallel. An beiden Duisburger Helios Kliniken wird es so zukünftig exakt dasselbe Angebot der offenen und endovaskulären, der arteriellen und venösen Gefäßchirurgie geben. Dabei blickt der Norden auf eine lange Geschichte zurück. Bereits seit 45 Jahren gehört die Abteilung zu den ältesten nicht-universitären Abteilungen dieser Fachrichtung. Unter dem bekannten damaligen Chefarzt Prof. Dr. H. Müller-Wiefel lernte schon Schubert sein Handwerk. Auch deshalb ist die Übernahme des Standortes unter seine Fittiche etwas Besonderes für ihn. Zudem werden ab Ende 2020 auch dort die Patienten von einem hochmodernen Neubau profitieren.

Dr. Georgios Partoulas - Foto - , Ltd. Oberarzt in Schuberts Team, übernimmt die Leitung vor Ort, wenn der Chef selbst am Standort Marien ist. Die beiden arbeiten schon seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Auch Geschäftsführer Birger Meßthaler blickt optimistisch auf das neue Modell: „Dass Dr. Schubert die Gesamtleitung für die Gefäßchirurgie übernimmt, freut mich sehr. Ich habe ihn in meinen bislang gut anderthalb Jahren hier in Duisburg als sehr gewissenhaften und auch pragmatisch denkenden Chefarzt kennen- und schätzen gelernt. Dabei sieht und stellt er immer den Patienten in den Mittelpunkt.“

 

 

 Bauprojekt „Verlagerung des Herzzentrums von Meiderich nach Fahrn“

Duisburg, 29. Juni 2020 - Im Konferenzzentrum des Klinikum Niederrhein am Standort Fahrn trafen sich die Vorstände mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, um das Unternehmen Klinikum vorzustellen. Das Bauprojekt „Verlagerung des Herzzentrums von Meiderich nach Fahrn“ war Hauptthema der Gespräche. Vor allem die Bedeutung einer solch wichtigen Investition für den Duisburger Norden und damit für die gesamte Stadt Duisburg wurde dabei betont.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Klinikum freuen sich über weitere Unterstützung durch die Politik und Stadtverwaltung. Nach den Gesprächen gab es noch eine interessante Führung durch wichtige Bereiche des Evangelischen Krankenhauses Duisburg Nord.

Von links: Dr. Andreas Sander, Medizinischer Geschäftsführer Ev. Klinikum Niederrhein; Dr. Stefan Dietzfelbinger, Vorsitzender der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK); Michael Rüscher, Geschäftsführer IHK; Oberbürgermeister Sören Link; Prof. Dr. Ekkehard Schulz; Thorsten Caspers, 1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates des Klinikum; Andre Haack, Dezernent für Wirtschaft und Strukturentwicklung; Otto Eggeling, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikum Niederrhein.

 

 

Findet wieder statt: Storchentreff – der Informationsabend für werdende Eltern

Duisburg, 26. Juni 2020 - Die Helios St. Johannes Klinik im Duisburger Norden bietet am Montag, 6. Juli um 18:00 Uhr wieder den Storchentreff, einen Informationsabend für werdende Eltern, an. Natürlich unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen (Hygiene- und Abstandsregeln).  
„An diesem Abend vermitteln wir wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt, aber auch speziell zu den Möglichkeiten und Abläufen hier bei uns am Haus. Außerdem stehen wir natürlich gerne für individuelle Fragen zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter der Geburtshilfe. Begleitet wird er von Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie (Neugeborenenmedizin), und der Leitenden Hebamme Bircan Demirci-Narci.  
Die Veranstaltung findet im Verwaltungsgebäude statt, ein Betreten des Krankenhauses ist also nicht notwendig. Die Kreißsaalführung erfolgt in virtueller Form.   Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-2102 oder per E-Mail:
andrea.santer@helios-gesundheit.de erforderlich.

Bei Bedarf und entsprechender Nachfrage werden über den monatlichen Turnus hinaus gerne weitere Termine angeboten. Weitere Informationen unter
www.helios-gesundheit.de/duisburg    

 V.l..: Prof. Dr. Frank Vandenbussche, Sektionsleiter Geburtshilfe, die Leitende Hebamme Bircan Demirci-Narci und Dr. Metin Degirmenci, Oberarzt der Neonatologie, bieten wieder einen Informationsabend für werdende Eltern an.   

 

 

Update Hämatologie/ Onkologie geht ONLINE:
Sana Kliniken Duisburg organisieren bundesweiten ONLINE Ärztekongress

Duisburg, 23. Juni 2020 - Seit über 20 Jahren organisiert Prof. Dr. Stephan Petrasch, Chefarzt der Hämatologie und Onkologie in den Sana Kliniken Duisburg, die Veranstaltung „Update Hämatologie/Onkologie“, eine Fortbildung für Onkologen, die zuletzt in Duisburg, Dresden, Hamburg und München angeboten wurde. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie ist in diesem Jahr jedoch eine Präsenzveranstaltung nicht möglich.
Kurzerhand beschlossen wurde in den letzten Wochen eine Internet Plattform eingerichtet und die Fortbildung kann jetzt ONLINE durchgeführt werden. Die Referenten, Experten aus dem gesamten Bundesgebiet, halten im Netz ihre Vorträge, Prof. Petrasch als Organisator und Moderator wird Fachfragen der Teilnehmer direkt an die Referenten weitergeben. Fortbildungspunkte, die die Ärzte sammeln müssen, werden von der zuständigen Ärztekammer für die Teilnahme gleichfalls vergeben.

Bereits jetzt haben sich bereits 1.700 Ärzte kostenpflichtig für die virtuelle Veranstaltung angemeldet, die sowohl am kommenden Wochenende, den 26. und 27. Juni 2020 und erneut am 28. und 29. August 2020 stattfinden wird. Prof. Petrasch: „mit einer so großen Resonanz haben wir nicht gerechnet, über diesen Erfolg sind wir natürlich sehr glücklich. Vielleicht ein Fortbildungskonzept für die Zukunft, Kongresse könnten auch nach der Corona Pandemie virtuell stattfinden, das spart Zeit und Reisekosten“.
Das Update Hämatologie/Onkologie fand zum ersten Mal im Jahr 2000 in Duisburg statt. „Damals trafen sich gerade einmal 150 Ärzte im kleinen Studio C der alten Mercatorhalle“ erinnert sich Prof. Petrasch. Er konnte damals nicht ahnen, dass aus dieser Veranstaltung einmal ein so großer, bundesweit ausgetragener Kongress wird, der jetzt auch im Netz verfolgt werden kann https://www.onko-update.de/.

Petrasch wird bei der Veranstaltung auch selbst referieren, sein Spezialgebiet sind die Tumoren im Magen und Darm. Bereits zum zehnten Mal ist er im Juni 2020 erneut in der FOKUS-Liste der TOP-Mediziner Deutschlands aufgeführt.


Gesprächskreis für Angehörige von Krebspatienten
Eine Krebserkrankung betrifft die ganze Familie. Partner, Familienangehörige und Freunde kommen häufig an die Grenzen der Belastbarkeit. Deshalb bietet die Krebsberatung in Duisburg seit Mai letzten Jahres einen Gesprächskreis für Angehörige an. Hier können sich die Teilnehmer in einem geschützten Raum über ihre Ängste, Sorgen, Konfliktsituationen und Erfahrungen austauschen und gegenseitig unterstützen.
Der Gesprächskreis findet vierzehntägig montags in den Räumen der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 in 47249 Duisburg statt. Die nächsten Termine sind am 27.7., 10.8., 24.08. und 7.9. jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr. Da es nur eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, wird um Anmeldung gebeten. Anmeldung und weitere Infos unter Telefon 0152 2625 1232 und 0203 9416 6244 oder per E-Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de Leitung: Dr. Gisela Kremer, Ärztin, Psychoonkologin und M.A. Sabine Reufels, systemisch-integrative Sozialtherapeutin, Resilienztrainerin.

 

Helios Klinikum Duisburg lockert Besuchs- und Zugangsregeln behutsam

Duisburg, 15. Juni 2020 - Die Helios Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld und die Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn lockern ihre Besuchs- und Zugangsregeln – unter Einhaltung bestimmter Bedingungen. So gilt die 1:1:1-Regel: ein Besucher pro Patient und Tag für maximal eine Stunde. Die Besuchszeiten sind täglich von 10 – 12 und von 15 – 17 Uhr, außerhalb dieser Zeiten sind leider keine Besuche möglich. Wir bitten darum, die Besuche trotz der gelockerten Bedingungen nach Möglichkeit zu beschränken.  

 

Beim Betreten des Hauses werden alle Patienten, Besucher und Mitarbeiter von Fremdfirmen zu Symptomen und Risikofaktoren einer Corona-Infektion gemäß den Empfehlungen des Landes NRW befragt und einer Temperaturmessung unterzogen. Mitarbeiter sind dazu aufgefordert, auf Signale des Körpers zu achten und sich bereits bei leichten Symptomen zu melden und abstreichen zu lassen. Darüber hinaus ist für alle Personen im Haus das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Um den gebotenen Sicherheitsabstand (zwei Meter Kopfabstand) einzuhalten, wurde die Anzahl der Betten entsprechend reduziert.

 

Sonderregelungen für die Geburtshilfe

Für werdende und frischgebackene Väter oder eine andere Bezugsperson, Angehörige von Palliativpatienten sowie Besucher und Begleitpersonen besonders schutzbedürftiger Patienten, hauptsächlich im Bereich der Kinderklinik, waren Besuche an Marien und St. Johannes Klinik mit gewissen Einschränkungen zu jeder Zeit der Corona-Pandemie möglich. Nun ist werdenden Vätern auch wieder gestattet, bei einem eventuellen Kaiserschnitt anwesend zu sein. Darüber hinaus darf der Vater täglich für bis zu zwei Stunden zu Besuch kommen.  

  

Patienten, Besucher und Mitarbeiter von Fremdfirmen werden vor Betreten des Helios Klinikums Duisburg zu Symptomen und Risikofaktoren einer Corona-Infektion befragt und einer Temperaturmessung unterzogen.

 

Kinder- und Jugendärzte fordern ein praktikables, umsetzbares Konzept, wie mit Krankheitssymptomen bei betreuten Kindern umgegangen werden kann

Kinder- und Jugendärzte fordern für NRW angemessenen Umgang mit Krankheitssymptomen in  Kindergarten und Schule
Bielefeld/Viersen/Duisburg, 12. Juni 2020 - Die Kinder- und Jugendärzte in Nordrhein–Westfalen begrüßen ausdrücklich die Rückkehr zum (eingeschränkten) Regelbetrieb in Kitas. Diese Öffnung ist wichtig, sie entlastet die Eltern, vor allem aber kommt sie den Kindern zugute, die jetzt wieder mit Gleichaltrigen spielen und lernen können. Im Rahmen der nötigen Risikoabschätzung hat das NRW-Familienministerium den Betreuungseinrichtungen Vorgaben zum Umgang mit Kindern gemacht, die Krankheitssymptome aufweisen.  
So schreibt das Ministerium in den Handlungsanweisungen für die Kita „Kinder dürfen generell nicht betreut werden, wenn sie Krankheitssymptome aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich."  
Weiter heißt es: "Sofern aufgrund einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion bzw. aufgrund von COVID-19-Krankheitssymptomen Kinder nicht betreut wurden oder Kinder aus dem Angebot abgeholt werden mussten, ist vor erneuter Aufnahme der Betreuung ein ärztliches Attest vorzulegen."  
Diese Vorgaben haben bereits in den letzten Tagen in den Praxen unserer Kolleginnen und Kollegen zu vielfältigen Diskussionen mit verunsicherten Eltern geführt. Die vom Ministerium geforderten Maßnahmen sind nicht mit uns Kinder- und Jugendärzten abgesprochen worden und können von uns auch im Praxisalltag so nicht umgesetzt werden.  
Warum wir die Vorgaben des Ministeriums nicht umsetzen können Das Befolgung der Vorgaben würde bedeuten, dass in Zukunft jeder noch so kleine Infekt oder jedes kleine „Wehwehchen“ eine Vorstellung beim Kinder- und Jugendarzt nach sich ziehen würde. Eltern und Ärzte stehen dann unter dem Druck, eine möglichst schnelle Gesundschreibung des Kindes vorzunehmen oder einen Test auf das Coronavirus vorzunehmen, auch wenn dieser in der jeweiligen Situation weder sinnvoll noch notwendig erscheint.

Kein Kind, das einmal hustet, geringe Temperaturerhöhungen hat oder dessen Nase läuft, etwa wegen einer bereits bekannten Pollenallergie, käme mehr ohne ärztliches Attest aus. Das können und wollen wir so nicht leisten, dieses Vorgehen würde auch – gerade in Zeiten von COVID-19 dringend benötigte – Zeit für sinnvolle normale medizinische Tätigkeiten in unseren Praxen blockieren. Und es würde den Eltern zusätzliche finanzielle Belastungen aufbürden, da die Ausstellung von Bescheinigungen (mitsamt der dafür notwendigen Untersuchungen) aus der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen ausgeklammert ist  und aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss.  

Wir fordern daher: die beteiligten Ministerien und Behörden müssen umgehend ein praktikables, umsetzbares Konzept vorlegen, wie mit Krankheitssymptomen bei betreuten Kindern umzugehen ist. Dieses ist mit den niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten abzustimmen, soweit es den Ärzten zusätzliche Aufgaben und Tätigkeiten zuweist.
Den Eltern erkrankter Kinder muss ermöglicht werden, diese für den Zeitraum der Erkrankung und somit auch zur Vermeidung potentieller Ansteckungen unbürokratisch zu Hause zu betreuen. Hierbei ist eine Regelung zu finden, die auch die soziale Sicherheit der Eltern und die Sicherheit des Arbeitsplatzes der Eltern berücksichtigt. Behandlungs- und Diagnostikmaßnahmen, die über den normalen Tätigkeitsumfang der Ärzte hinaus gehen, sind den Ärzten entsprechend zu vergüten, damit diese die notwendigen Strukturen dafür schaffen können.

Dies wurde für die Laborleistungen jetzt beschlossen, hierbei wurden allerdings die dafür in den Praxen zu erbringenden Leistungen komplett ausgeblendet oder vergessen. Wir Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen brauchen Zeit für tatsächlich kranke Kinder und für unsere normalen Praxisaufgaben mit Vorsorgen und Impfungen, aber auch für unsere behinderten und chronisch kranken Patienten. Darüber hinaus setzen wir uns auch stark bei der Bekämpfung der Epidemie ein.
Dafür benötigen wir aber mit uns abgestimmte und passende Konzepte – und nicht undurchführbare Forderungen der Politik, welche Erzieherinnen, Eltern und Ärzte einseitig belasten und in einen Konflikt treiben können. Die existierende Regelung führt dazu, dass man gegeneinander arbeitet - das können wir in der Pandemiesituation nicht gebrauchen!

„Die Begleitung all dieser Patienten und ihrer Lebensgeschichten war etwas Besonderes“

Duisburg, 10. Juni 2020 - Ende des Monats geht Dr. Ulrich Schäfer in den Ruhestand. Der gebürtige Westfale war mehr als 20 Jahre lang Chefarzt der Geriatrie und Inneren Medizin an der Helios Marien Klinik und prägte das Haus und den Fachbereich mit umfangreicher Expertise und viel Empathie für seine älteren Patienten. Sein bisheriger Sparringspartner und Kollege Dr. Thomas Zeile wird die Abteilung auch zukünftig in diesem Sinne weiterführen.

 

Besondere Geschichten gibt es im Verlauf einer Arztkarriere mit Sicherheit genug. Bei Ulrich Schäfer sind das vor allem solche, die im hohen und höchsten Lebensalter spielen, aber nicht weniger verblüffend sind. Sei es eine über 100jährige Patientin, die zum Erstaunen aller und entgegen so mancher Prophezeiungen eine sehr schwere Erkrankung so gut überstand, dass sie noch viele weitere Geburtstage feiern konnte. Oder der schwer betroffene Schlaganfallpatient, der nach langem Krankenhausaufenthalt mit liegender Ernährungssonde in ein Pflegeheim entlassen wurde und sich nach Monaten von zu Hause aus zur Entfernung der Magensonde wieder in der Klinik vorstellte.

 

Der heute 66jährige Chefarzt ist ein Spezialist der Geriatrie, eines medizinischen Fachbereichs, der sich vor allem mit den Erkrankungen im höheren Lebensalter beschäftigt. Schon früh entschied er sich für diese damals noch recht wenig bekannte Spezialisierung und fand darin schließlich seine tatsächliche Berufung. „Das Besondere in dieser Disziplin ist, dass es nicht um ein Organ oder ein Gelenk geht, sondern wir in einem Team immer den ganzen Menschen behandeln müssen. Da auch ältere Menschen möglichst selbständig und selbstbestimmt leben möchten, ist es manchmal wichtiger einen Umzug in eine andere Wohnung zu organisieren als ein neues Kniegelenk einzubauen. Da die richtige Entscheidung zu treffen, erreicht man nur durch gute Kommunikation im Team und vor allem mit dem Patienten selbst und seinen Angehörigen.“

 

Ulrich Schäfer absolvierte nach dem Staatsexamen in Köln seine Weiterbildung in verschiedenen Kliniken und kam schließlich aus einer Oberarzttätigkeit am Universitätsklinikum Witten-Herdecke 1997 nach Duisburg. An seinen Bewerbungstag erinnert er sich noch ziemlich gut. Dort begegnete er vor dem Verwaltungsgebäude nämlich einem Mann, der ebenfalls zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen war – allerdings für eine andere Position – und der bis heute sein Kollege ist: Dr. Peter Seiffert, seit 1997 Chefarzt der Kinderklinik am Helios Nordstandort St. Johannes. „Es ist schon eine kleine Anekdote, dass wir, deren Fachbereiche jeweils am Anfang und am Ende eines Lebens liegen, beide gleichzeitig angefangen und bis heute Klinikkollegen geblieben sind. Peter will allerdings, soweit ich weiß, von Ruhestand noch nichts wissen“, schmunzelt Schäfer.

 

Für den Geriater gab es zunächst im Katholischen Klinikum und dann bei Helios viel zu tun: Zunächst stand die Umstellung der Klinik von einer reinen Inneren Medizin in eine internistisch-geriatrische Klinik im Vordergrund. Bereits 1998 wurde die Klinik nach entsprechender Prüfung als Mitglied in den Bundesverband Geriatrie aufgenommen. Begleitet wurde diese Entwicklung durch eine Reihe von Fortbildungen, die über Duisburg hinaus Beachtung fanden. So konnte Dr. Schäfer zudem ein gutes Dutzend Internisten zum Geriater weiterbilden. 2014 kam Dr. Thomas Zeile als Chefarztkollege für die St. Johannes Klinik ins Team.
Nach dem Umzug in den Neubau teilte Dr. Schäfer die Leitung seiner Fachabteilung – den Campus für Altersmedizin an der heutigen Helios Marien Klinik – mit seinem neuen Kollegen. Gemeinsam haben die beiden vor allem den Bereich der Demenzbehandlung, der Sturzprävention und der geriatrischen Frührehabilitation ausgebaut. Ulrich Schäfers Enthusiasmus für den Beruf blieb unverändert: „Die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen, die Begleitung all dieser Patienten und ihrer Lebensgeschichten, das war etwas Besonderes.“ Und dennoch, der Ruhestand lockt ihn, auch wenn er Ausstand und Einstieg anders geplant hatte: „Es ist schon schade, die Abschiedsfeier absagen zu müssen. Und die eigentlich gebuchte Trecking-Tour zum Mount Everest Base Camp werde ich wohl nicht noch einmal machen können. Jetzt ist eher die Fahrrad-Tour angesagt.“ Entsprechend steht ein E-Bike ganz oben auf seiner Wunschliste.

 

Auch Helios Geschäftsführer Birger Meßthaler gibt Ulrich Schäfer noch herzliche Worte mit auf den Weg: „Ich danke Dr. Schäfer außerordentlich für seine tolle und erstklassige Arbeit für die Geriatrie in Duisburg, er hat hier wirklich etwas Großartiges aufgebaut und wir hätten ihn gerne angemessen mit einer schönen Feier verabschiedet. Umso mehr wünschen wir alle ihm für den neuen Lebensabschnitt nur das Allerbeste und stets gute Gesundheit.“

Der Fokus der Geriatrie in der Marien Klinik bleibt auch nach Dr. Schäfers Weggang derselbe. Die Geriatrie bietet in Hochfeld mit über 60 Betten das therapeutische Spektrum sämtlicher geriatrischer Erkrankungen wie etwa Gangstörungen, Schlaganfall, Osteoporose oder Demenz. Kern der Geriatrie ist eine Verbindung aus medizinischer Versorgung durch erfahrene Ärzte und der funktionellen Behandlung durch ein therapeutisches Team aus geschulten Schwestern und Pflegern, dem Sozialdienst, der Krankengymnastik, der Ergotherapie, der Logopädie und einem Psychologen. Das Helios Klinikum Duisburg ist zudem Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe „Demenzsensibles Krankenhaus“ am Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf.

116 117: Nur noch zwei Notarztpraxen in Duisburg

Bethesda-Krankenhaus in Hochfeld und St. Johannes-Klinikum in Hamborn blieben zentrale Anlaufstellen, ab Juli mit erweiterten Öffnungszeiten

Duisburg, 8. Juni 2020 -
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein informierte heute in Duisburg über künftige Veränderungen an der Struktur des ambulanten Notdienstes in der Stadt Duisburg.

 

Im Rahmen der Neuorganisation und Aufwertung des ambulanten Notdienstes in ganz Nordrhein durch zentral gelegene „Portalpraxen“ gibt es zum 1. Juli auch Änderungen im Bereich Duisburg. Ab Juli bilden die Notdienstpraxen am Bethesda-Krankenhaus in Hochfeld und am St. Johannes-Klinikum in Hamborn die zentralen Anlaufstellen im Stadtgebiet für die ambulante Akutversorgung außerhalb der Sprechstundenzeiten der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

 

Hierzu werden die Öffnungszeiten beider Einrichtungen deutlich ausgeweitet: Ab Juli sind beide Notdienstpraxen täglich bis 22 Uhr geöffnet – bislang ist dies nur mittwochs und am Wochenende der Fall. „Durch die ‚Schlauchform‘ Duisburgs bieten sich diese beiden Standorte als Anlaufstellen an, zudem sind sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für die Bürgerinnen und Bürger gut zu erreichen“, sagt Dr. med. Helmut Gudat, Vorsitzender der KV-Kreisstelle Duisburg. Für die Bewohner der linksrheinischen Stadtteile Duisburgs bietet sich auch die benachbarte Notdienstpraxis am Moerser Bethanien-Krankenhaus als Anlaufstelle an.

 

Steuerung über Hotline 116 1 7

Im Zuge der Aufwertung der beiden Standorte in Hochfeld und Hamborn entfallen ab Juli die Notdienstpraxen am Malteser-Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen sowie am Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen, die beide nur eingeschränkte Öffnungszeiten hatten und vergleichsweise wenig frequentiert wurden. Gesteuert wird die Inanspruchnahme des Notdienstes über die rund um die Uhr erreichbare, kostenlose Service-Hotline 116 117. Über die Rufnummer der in Duisburg ansässigen Arztrufzentrale NRW werden auch die Hausbesuche von bettlägerigen Patienten aus Duisburg koordiniert. Daran ändert sich durch die Umstrukturierung der Notdienstpraxen nichts.

 

„Ressource Arzt effektiv und sinnvoll einsetzen“

Für die neue Struktur, bei der die KV Nordrhein unter anderem Patientenströme, Fallzahlen und Verkehrswege berücksichtigt hat, sprechen eine Reihe von guten Gründen. Ein wesentlicher Grund für die Änderung sind die Vorgaben der Landes- und Bundespolitik, an zentral gelegenen Standorten Notdienstpraxen einzurichten, in denen ambulante und stationäre Versorgung eng miteinander verzahnt sind und durch kooperative Strukturen die Versorgung besser steuern.

 

„Wir entwickeln die Notdienststrukturen im ganzen Rheinland derzeit gezielt weiter, um diesen Anforderungen im vorgegebene Zeitrahmen gerecht zu werden und effizientere Strukturen zu schaffen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstands-vorsitzender der KV Nordrhein. In Duisburg bestanden bisher auf engem Raum mehrere kleinere, wenig frequentierte und nur zeitweilig geöffnete Notdienstpraxen – „das ist kein sinnvoller Einsatz der in Zukunft auch in den Großstädten knapper werdenden ärztlichen Ressourcen“, so Bergmann.

 

Detaillierte Informationen zum ambulanten Notdienst in Nord-rhein gibt es unter www.kvno.de/notdienst.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

Freie Termine für die psychoonkologische Beratung
Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. Nun kommt zur Krankheitsbewältigung auch noch die Pandemie hinzu. Weil Krebspatienten zur Risikogruppe zählen, sind sie verständlicherweise besonders beunruhigt. In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung an.
Für die psychoonkologische Beratung am 16. Juni 2020 gibt es noch freie Termine um 14.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr. Die Gespräche mit Christiane Graute finden in der Beratungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym. Telefonische Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatungin-duisburg.de


DRK-Blutspendedienst West: Wunsch nach Leben erfüllen!

Duisburg, 8. Juni 2020 - Spende _lut beim R_ten Kreuz - #missingtype erst wenn’s fehlt, fällt’s auf  Sie sehen richtig – hier fehlt etwas Essenzielles: das A, das B und das O.  
Genau jene Blutgruppen, deren Spenden jeden Tag schwerkranken und verletzen Mitmenschen in ganz Deutschland den größten Wunsch nach Leben erfüllen. Bei der bundesweiten Aktion der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes und des Bayerischen Roten Kreuzes (DRK/BRK) geht es darum, in der Woche vor dem Weltblutspendertag am 14. Juni 2020 auf die Buchstaben A, B und O in Logos, Schriftzügen oder Beiträgen aller Art zu verzichten.

 Die fehlenden Buchstaben stehen für die häufig benötigten Blutgruppen A, B sowie Null und sollen das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Blutspende weiter stärken und die Menschen zu einer aktiven Unterstützung animieren. Großes Ziel ist die Gewinnung neuer Spenderinnen und Spender, die sich kontinuierlich engagieren und dadurch einen unersetzlichen Dienst an der Gemeinschaft leisten.   Botschafter der Kampagne ist FC Bayern München-Star und Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng: „Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, füreinander da zu sein. Mit #missingtype setzen wir

gemeinsam ein großes Zeichen für die Blutspende.“ 

Neben ihm werden im Zeitraum vom 08.-14. Juni 2020 auch aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland viele weitere namhafte Partner aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft ein gemeinsames, starkes Ausrufezeichen für die Blutspende setzen. (Liste der Teilnehmer unter www.missingtype.de)
Während der Corona-Krise haben Menschen in der gesamten Bundesrepublik eindrucksvoll bewiesen, dass sie da sind, wenn es darauf ankommt. Diese Hilfsbereitschaft und gelebte Solidarität gilt es jetzt auch in den zurückkehrenden Alltag zu integrieren und in Form von Blutspenden für unsere Mitmenschen in den Kliniken spürbar werden zu lassen.  

Patientinnen und Patienten sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr auf überlebenswichtige Blutspenden angewiesen. Die DRK/BRK-Blutspendedienste sind Gewährleister in der medizinischen Daseinsvorsorge mit Blut in Therapie und Notfallversorgung.  L_ssen Sie uns den Zus_mmenhalt weiter stärken und _uch künftig d_für S_rge tr_gen, fürein_nder d_ zu sein.  
Eine Übersicht der teilnehmenden Partner sowie die nächsten Blutspendetermine in der Nähe gibt’s unter www.missingtype.de. Informationen zur Blutspende im Allgemeinen finden Interessierte unter
www.blutspende.jetzt

 

BG Klinikum Duisburg: Klinik für Radiologie gehört zu den attraktivsten Krankenhausabteilungen Deutschland

Treatfair-Ranking zur Mitarbeiterzufriedenheit ist veröffentlicht worden

Duisburg,84. Juni 2020 - Die Klinik für Radiologie des BG Klinikums Duisburg gehört zu den 100 attraktivsten Krankhausabteilungen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Dies geht aus einem soeben veröffentlichten Ranking der Organisation Treatfair zur Mitarbeiterzufriedenheit hervor. Zudem liegt die Klinik auf einem hervorragenden 5. Platz unter allen teilnehmenden Radiologieabteilungen bundesweit. Die neue Bestenliste beruht insbesondere auf einer anonymen Onlinebefragung von Ärztinnen und Ärzten, in der die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der eigenen Abteilung anhand einer Reihe von Gütekriterien abgefragt wurde.
Dazu gehörten beispielsweise Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsatmosphäre, Familienfreundlichkeit und die soziale Kompetenz der Vorgesetzten. „Ich freue mich sehr, dass unsere Klinik bei der Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterorientierung so gut abgeschnitten hat“, kommentierte der Chefarzt der Klinik für Radiologie, Prof. Dr. Patric Kröpil, die Resultate des Rankings.

„Gute Noten“ von den eigenen Ärzten erhielt die Radiologie beispielsweise in den wichtigen Themen Führungskompetenz, Arbeitsatmosphäre, Sinnhaftigkeit der Tätigkeiten und Zeit für Patienten. Viele Highlights für Mitarbeiter „Wir möchten den Ärzten in unserem Haus für die tägliche Bewältigung ihrer anspruchsvollen Aufgaben ein Umfeld schaffen, in dem sie gerne tätig sind“, so Kröpil weiter. Die Mitarbeiter hätten in der Klinik etwa die Möglichkeit, sich in einem interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsfeld weiterzuentwickeln und eigene Ideen in die noch junge Abteilung einzubringen.

„Gegenseitiges voneinander Lernen ist bei uns ein gelebtes Grundprinzip“, erläutert Dr. Philip Bilk, Leitender Oberarzt der Radiologie, einen wichtigen Pluspunkt der Klinik. Weitere Vorzüge sind zudem eine elektronische Arbeitszeiterfassung mit Gleitzeitkomponente und Überstundenausgleich, ein attraktives Vergütungsmodell, Homeoffice, eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung sowie eine Kindertagesstätte auf dem Geländes des Hauses. „Dies alles sorgt für eine gute Arbeitsatmosphäre im Team, die wesentlich zur bestmöglichen medizinischen Versorgung im Hause und damit zur Gesundheit und Zufriedenheit unserer Patienten beiträgt“, so Kröpils Fazit.

Gute Arbeitsatmosphäre und moderne Technik. (Foto cap communications / Marcus Gloger / BG Klinikum Duisburg)

Das Team der Klinik für Radiologie. (Fotos BG Klinikum Duisburg)


Helios Marien Klinik: 99-Jähriger Duisburger übersteht Corona-Infektion

Duisburg, 4. Juni 2020 - Es ist eine Zeit der überwiegend schlechten Nachrichten. Umso schöner, wenn es Geschichten gibt, die Hoffnung machen: Diese Woche konnte ein 99-jähriger Corona-Patient als genesen aus der Helios Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld entlassen werden. Der gebürtige Pfälzer und jetzige Wahlniederrheiner war vor gut vier Wochen positiv getestet und mit ersten Atemwegsbeschwerden in das Krankenhaus aufgenommen worden.
Er entwickelte im Verlauf des Aufenthaltes eine leichte Lungenentzündung, insgesamt aber hatte er nur vergleichsweise milde Symptome. Das Klinikteam in Duisburg begleitete den Senior durch die Krankheit und versuchte, auch die Auswirkungen der Isolierung so gut wie möglich aufzufangen.

„Wochenlang in einem Einzelzimmer zu liegen, ohne Besuch von lieben Menschen, das ist für die Patienten eine ziemliche Herausforderung“, so Stationsleiter Max-Martin Pasternack. Mit festen Bezugspersonen und regelmäßigem Austausch mit der Familie überstand der Patient die Zeit aber gut. Sein 68-jähriger Sohn ist dem Team deshalb mehr als dankbar: „Alle haben sich toll gekümmert und wir hatten die ganze Zeit ein gutes Gefühl, obwohl wir ihn nicht sehen konnten.“

Auch für das Klinikpersonal sind solche Geschichten etwas Besonderes, so Pasternack: „Da ältere Menschen die am stärksten betroffene Risikogruppe in der Pandemie sind, ermutigt uns solch ein Ausgang sehr.“ Ob er seinen 100. Geburtstag Anfang 2021 groß feiern will, weiß der 99-Jährige noch nicht, Grund genug hätte er aber in jedem Fall.

Stationsleiter Max-Martin Pasternack (li) und Pfleger Rufat Busatovic.

Malteser Krankenhäuser testen alle Patienten auf Corona

Krefeld/Duisburg, 4. Juni 2020 - Die beiden Duisburger Malteser Krankenhäuser St. Anna und St. Johannes-Stift sowie das St. Josefshospital in Krefeld testen alle Patienten auf das Coronavirus. Damit übernehmen die drei Malteser-Krankenhäuser als Verbund eine Vorreiterrolle an Rhein und Ruhr.   Duisburg/Krefeld.
Dank der sich weiter entspannenden Corona-Situation haben die Malteser-Kliniken Rhein-Ruhr mit den Krankenhäusern St. Anna, St. Johannes-Stift und St. Josefshospital weitere Schritte zurück zur Normalität unternommen. Seit zwei Wochen werden wieder vermehrt elektive Eingriffe vorgenommen, also solche, die sich zeitlich verschieben lassen würden. Dazu wird jeder neu aufgenommene Patient schon im Vorfeld auf eine Covid-Infektion getestet.
„Wir sind froh, unseren Patienten diese erhöhte Sicherheitsstufe zu ermöglichen", erklärt Geschäftsführer Hauke Schild. „Zudem sind auch unsere Mitarbeiter dadurch besser geschützt.“

Das Ergebnis des Tests soll meist noch am selben Tag vorliegen, spätestens aber am Morgen danach. Zu Beginn der Pandemie hatte es deutlich länger gedauert, bis Gewissheit bestand, ob ein Patient einen positiven Covid-Befund hat. Das neue Aufnahmeverfahren hat sich bei den Maltesern in den ersten Tagen bereits bewährt und ist mittlerweile eingespielt.  
Die Kosten für die Tests müssen die Malteser zunächst selbst bezahlen. „Wir hoffen, dass die vernünftig refinanziert werden. Bisher zahlen wir alles aus eigener Tasche und wissen noch nicht, wie viel wir erstattet bekommen“, ergänzt Schild. 
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat den Schritt begrüßt, dass einige Krankenhäuser alle Patienten testen. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft testen bisher nur wenige Kliniken alle Patienten. Verpflichtend sind lediglich die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, das keine routinemäßigen Tests vorschreibt.  

Hospiz Bethesda e.V.: Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht

Duisburg, 2. Juni 2020 - Ein Verein sucht dringend Unterstützung, denn Hospizarbeit ist oft nicht leicht. Sie erfordert Zeit, Mut, Wissen und Einfühlungsvermögen der Begleitenden. Deshalb freuen wir uns sehr über Interessierte, die bei uns tätig werden und an dem 5-monatigen Vorbereitungsseminar teilnehmen möchten. Wenn Sie sich angesprochen fühlen und sich eine ehrenamtliche Mitarbeit bei Hospiz Bethesda e.V. vorstellen können, laden wir Sie ganz herzlich ein zu einem unverbindlichen Informationsabend. Dieser findet statt am 09. Juni 2020 von 18:00 – 20:00 Uhr in unseren Räumlichkeiten. Sie finden uns im Seminargebäude des Bethesda Krankenhauses, Heerstr. 219 (Eingang Königgrätzer Str./ Feuerwehrzufahrt).

Das nächste Vorbereitungsseminar beginnt  am 21. August 2020 und endet am 28. Januar 2021. Es umfasst etwa 90 Stunden und findet an Abenden und Wochenenden statt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist der Wunsch und die Kapazität, ehrenamtlich 2 - 3 Stunden pro Woche mitzuarbeiten - zum Beispiel bei Besuchen zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus; Gespräche zu führen oder einfach nur "da-zu-sein" und auf die Anforderungen des Moments zu reagieren. Auch Mithilfe im Büro oder andere organisatorische Tätigkeiten sind ab und zu gefragt.
Das Seminar vermittelt Inhalte zu Hospizbewegung, Kommunikation, Trauer, zu Krankheitssymptomen und kleinen pflegerischen Handreichungen. Weitere Themen sind die Arbeit mit Angehörigen, die eigene Auseinandersetzung mit Verlust und Tod, der Umgang mit Menschen mit Demenz und rechtliche Inhalte. Wir erheben eine einmalige Seminargebühr von 100 Euro. Bei Fragen oder für weitere Informationen erreichen Sie uns telefonisch unter 0203/ 6008-1820, hospiz-koordinatoren@bethesda.de oder
www.hospizbethesda.de

- Unsere Vielfalt – Sanas Stärke
- Termin für die psychoonkologische Beratung

Duisburg, 26. Mai 2020 - Die Sana Kliniken Duisburg unterstützen den heutigen bundesweiten Diversity-Tag und setzen sich für ein Arbeitsumfeld ein, das Vielfalt, Toleranz und Wertschätzung fördert. Der Aktionstag der Initiative Charta der Vielfalt jährt sich dieses Jahr zum achten Mal. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat sich Sana bereits vor zehn Jahren dazu verpflichtet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und Vielfalt zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur macht.
„Vielfalt, dieser Begriff ist ein Synonym für Krankenhaus. Nirgendwo wird die Verbindung zwischen der Vielfalt der Gesellschaft und den unterschiedlichen Arbeitswelten deutlicher als in unseren Kliniken. In den Sana Kliniken Duisburg arbeiten tagtäglich nicht nur vielfältige Berufsbilder Hand in Hand zusammen, sondern auch Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Weltanschauung“, erklärt Julia Disselborg, Geschäftsführerin der Sana Kliniken Duisburg. „Alle für ein Ziel: der bestmöglichen Versorgung unserer Patienten.“
Rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen unterschiedlichen Nationen sind in den Sana Kliniken Duisburg beschäftigt, darunter beispielsweise aus Libyen, Albanien, Bosnien, Bulgarien, Griechenland, Korea, Polen, Portugal, Italien oder den Philippinen sowie den Niederlanden. Im gesamten Sana-Verbund sind über 100 verschiedene Nationen sowie mehr als 200 Berufsbilder vertreten.
„Diese gesellschaftliche und professionelle Heterogenität, macht uns als Krankenhaus sowie als Verbund so stark. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter bringt unterschiedliche Erfahrungen, Werte und Talente in den Arbeitsalltag ein. Diese Vielfalt an Perspektiven bereichert unser Tun“, betont Julia Disselborg. „In einem solchen Arbeitsumfeld, in dem so viele unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen, haben Vorurteile keinen Platz.“


Termin für die psychoonkologische Beratung am Dienstag, den 2. Juni 2020

Für die psychoonkologische Beratung am 2. Juni 2020 gibt es noch einen freien Termin um 16.15 Uhr. Die Gespräche mit Christiane Graute finden von 14.45 bis 17.00 Uhr in der Beratungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym. Telefonische Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatungin-duisburg.de

 Happy-End nach fast 13 Jahren Leidenszeit

Patient des B.O.R. Rehazentrums gelingt Rückkehr in den Beruf

Duisburg, 25. Mai 2020 - Gerade mal 41 Jahre ist Andre Klawikowski alt, doch er hat schon eine lange Krankengeschichte hinter sich. Alles begann für den Eventgastronomen im Juli 2007 mit einem Arbeitsunfall: Sturz von der Leiter, Knie verdreht, Riss des vorderen Kreuzbandes, Kahnbeinbruch in der rechten Hand. Erst jetzt, fast 13 Jahre später, ist Klawikowski nach einer abschließenden 3-monatigen Therapie im B.O.R. Rehazentrum wieder komplett fit und zurück im Job.

„Für mich ist nun jeder Tag wie Weihnachten“, sagt der Duisburger erleichtert. Dass aus einem normalen Arbeitsunfall im Rahmen eines Events eine solche Leidensgeschichte werden konnte, hat einige Gründe. „Nach der Erstversorgung im BG Klinikum Duisburg mit Kreuzbandplastik und Kahnbeinschrauben, wollte ich so schnell wie möglich voll zurück in meinen Beruf“, meint Klawikowski. Keine Zeit für eine Eingliederung Sein Herz hing so sehr an dem elterlichen Betrieb, dass er dabei jede Vorsicht vergaß. 16 oder 17 Stunden Arbeit am Tag bei der Organisation und Durchführung von Events – Geburtstage, Hochzeiten, Straßenfeste, Weihnachtsmarkstände der eigenen Firma – waren für ihn „normal“.

Für eine geregelte Eingliederung nahm er sich, entgegen der dringenden Empfehlung der Ärzte, keine Zeit. „Ich war uneinsichtig und beratungsresistent“, sagt Klawikowski heute. „Leider!“ Denn die extreme körperliche Belastung, die wenigen und viel zu kurzen Ruhepausen und der alltägliche Stress forderten ihren Tribut: Immer wieder quälten Klawikowski heftige Schmerzen und das Knie wurde, etwa bei längerem Stehen, ständig dick und heiß. Zu jung für ein künstliches Kniegelenk Im Juli 2013 musste er schließlich erneut als Notfall ins BG Klinikum.
Die Diagnose der Ärzte in der Notaufnahme war eindeutig: Schwerste Knorpelschäden im Kniegelenk, Verletzung des Innenmeniskus, zerstörte Kreuzbandplastik, starke X-Beinstellung. Normalerweise hätte Klawikowski ein künstliches Kniegelenk erhalten müssen. „Doch dafür war ich mit gerade Mal 35 Jahren viel zu jung“, sagt der Event-Gastronom aus Duisburg-Meiderich.

In Abstimmung mit der zuständigen Berufsgenossenschaft fiel dann die Entscheidung, die Reste des Kreuzbandes zu entfernen, den Knorpel so gut wie möglich zu glätten und das Gelenk zu spülen. In mehreren stationären und ambulanten Rehabilitationsphasen mit Muskelaufbau, Koordinationstraining und individuell angepasster, berufsbezogener Therapie wurde das Knie u.a. im B.O.R. Rehazentrum wieder beweglich gemacht. Schließlich war es dann soweit, dass Klawikowski – dieses Mal nach einer Wiedereingliederung – in den alten Job zurückkehren konnte. 40 Kilogramm weniger für eine Knieoperation Doch schon bald meldeten sich aufgrund der nach wie vor enormen beruflichen Belastung und erheblichem Übergewicht die gesundheitlichen Probleme in voller Stärke zurück. Am Ende gab es keinen Tag mehr ohne Schmerzen, trotz starker Medikamente.

„2018 sahen die Ärzte dann doch keine Alternative mehr zum künstlichen Kniegelenk“, sagt Klawikowski. Dieses wurde im März 2018 im BG Klinikum Duisburg eingesetzt, nachdem der Patient zuvor in Eigenleistung bereits erstaunliche 40 Kilogramm Gewicht abgenommen hatte. Später erfolgte dann eine weitere OP in der Unfallklinik, bei der die Mediziner den stark geschädigten Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe gegen einen entsprechenden Ersatz aus Kunststoff austauschten. Durchbruch im B.O.R. „Der Durchbruch für mich persönlich war jedoch die letzte Rehabilitationsphase im B.O.R. Ich kenne keine bessere Einrichtung dieser Art“, konstatiert Klawikowski. Das Team um Anne Wandschneider führte im Rahmen einer so genannten Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) u.a. ein gerätegestütztes Muskelaufbautraining durch.

Dieses „Feintuning“ hatte Erfolg: Die vorhandenen Kraft-, Koordinations- und Ausdauerdefizite des Patienten sind mittlerweile behoben und das Knie ist nun weitgehend voll belastbar. „Herr Klawikowski war ein Musterpatient – hochmotiviert, hochkonzentriert und immer mit großem Einsatz dabei“, sagt Wandschneider. Das sei gerade angesichts der langen Leidenszeit keineswegs selbstverständlich. Auch die Oberärztin Sonja Böggering aus der Klinik für Rehabilitation, konservative und technische Orthopädie des BG Klinikums Duisburg sieht das ähnlich: „Ich betreue Andre Klawikowski seit April 2018 und muss den ‚Hut‘ vor ihm ziehen. Er hat sich wirklich durchgekämpft.“

Den Erfolg nach Einsetzen der Knie-TEP habe sich der engagierte Patient zusammen mit den Therapeuten im B.O.R. selbst erarbeitet. Heute ist Klawikowski sogar erstmals seit 13 Jahren komplett schmerzfrei. Auch den ersten Härtetest im alten Beruf hat er im Weihnachtsgeschäft 2019 schon problemlos und ohne Komplikationen gemeistert – ein echtes Happy-End für den Event-Gastronomen. Schmerzfrei bleiben bis zur Rente Seine Ziele für die nächsten Jahre sind daher klar: Ohne Schmerzen bis zur Rente im Familienbetrieb weiter arbeiten und viel besser auf sein Knie aufpassen als bisher. Dass er das schaffen wird, ist für ihn keine Frage: „Ich bin hart im Nehmen und gebe immer 100 Prozent. Mein Motto lautet: Am Ende wird alles gut. Ist noch nicht alles gut, dann ist es noch nicht das Ende.“

Im Zentrum für Berufsorientierte Rehabilitation (B.O.R.) des BG Klinikums Duisburg geht es um ein besonderes Ziel: die erfolgreiche Rückkehr von Menschen in ihren beruflichen und sozialen Alltag – nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit. Mit allen geeigneten Mitteln sorgt ein interdisziplinäres Team aus erfahrenen Ärzten, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler usw. im B.O.R. dafür, dass die Wiedereingliederung der Rehabilitanden funktioniert.
Auf über 2.800 Quadratmetern Fläche kommen in Duisburg-Walsum dabei modernste Therapieeinrichtungen und viele Arbeitsplatzmodule etwa für Dachdecker, Motorradmechaniker oder Fachkräfte im Bereich Heizung/Sanitär zum Einsatz. Bei dieser beruflichen Rehabilitation im B.O.R. erfolgt zudem alles aus einer Hand – von der Hilfsmittelversorgung bis zur Arbeitsplatzerprobung.

Andre Klawikowski mit Therapeutin Anne Wandschneider im B.O.R. (B.O.R. / BG Klinikum Duisburg)

 

 

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte begrüßt die bevorstehende Öffnung der Kitas

„Richtige Maßnahme zur richtigen Zeit!“

 

Köln/Duisburg, 20. Mai 2020 - Die Öffnung der Kitas in NRW ab dem 28. Mai ist nach Ansicht des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Thomas Fischbach, begrüßte die Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung: „Wir Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte haben in den letzten Wochen beobachten können, wie sehr Kinder darunter gelitten haben, dass sie ihre Spielkameraden nicht mehr regelmäßig treffen konnten. Wir haben in unseren Praxen in den letzten Wochen eine zunehmende Zahl von Kindern erlebt, die Tics, Angststörungen und andere Verhaltensauffälligkeiten entwickelt haben – obwohl die Eltern sie liebevoll zu Hause betreut haben.

Mit der Wiederöffnung der Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb folgt die NRW-Landesregierung nun der gemeinsamen Stellungnahme unseres Berufsverbandes und  von drei weiteren pädiatrischen Fachverbänden. Aufgrund der Datenlage wissen wir, dass bei Kindern unter zehn Jahren die Infektions- und Ansteckungsrate verhältnismäßig gering ist. Eine schrittweise Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen ist also aus medizinischen Gründen zu verantworten, sofern der Infektionsschutz für Kinder und Erzieherinnen und Erzieher gewährleistet ist.
Aus unserer Sicht zählen dazu vor allem feste, räumlich getrennte Gruppen und ein gutes Hygienekonzept, welches insbesondere das regelmäßige und gründliche Händewaschen umfasst. Masken für Kinder halten wir dagegen nicht für nötig. Wir vertrauen darauf, dass alle Beteiligten – Eltern, Erzieherinnen und Erzieher – planvoll und verantwortungsbewusst zurück in den Regelbetrieb gehen, so dass bald wieder alle Kinder gemeinsam spielen können. Und wir wünschen uns, dass die Rückkehr der Kinder in ihre Kitas auch in den anderen Bundesländern bald möglich ist.“  

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: "Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts!"

Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen das Gesetz zur Masern-Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen abgewiesen.

 

Köln/Duisburg, 19. Mai 2020 - Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Thomas Fischbach lobte heute in Köln die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Eilanträge gegen das Gesetz zur Maserimpfung für Kinder in Kitas und Schulen abzuweisen.

"Das Bundesverfassungsgericht hat gut daran getan, es bei der vorgeschriebenen Impfpflicht zu belassen. Kinder brauchen zwar andere Kinder, um sich weiterzuentwickeln, vor allem Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen profitieren enorm von der außerhäuslicher Entwicklungsanregung, wie sie Kitas und Tagesmütter und -väter leisten. Doch die Einrichtungen müssen die Sicherheit aller Kinder gewährleisten. Kinder dürfen auf keinen Fall andere mit einer lebensgefährlichen Krankheit wie Masern anstecken und Betreuungseinrichtungen dürfen auf keinen Fall zu Infektions-Hotspots werden.
Der individuelle Wille von Eltern und auch das Recht von kindern auf außerhäusliche Betreuung müssen muss hinter das Gemeinwohl zurücktreten. Eine Masernimpfung schützt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Kinder, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, und sie verhindert die Weiterverbreitung der Krankheit in der Bevölkerung.

Was passiert, wenn es gegen eine gefährliche Krankheit keine Impfung gibt, erleben wir gerade. Die ganze Welt wartet auf eine Impfung gegen Covid-19. Gegen Masern haben wir eine wirksame Impfung, sie Kindern nicht zu verabreichen und damit den Herdenschutz zu gefährden, ist inakzeptabel. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts."

Journalistenpreis 2020 prämiert journalistische Arbeit über Lungenhochdruck

Ausschreibung läuft bis 31. August 2020.  
Duisburg, 12. Mai 2020 - Menschen mit gewissen Vorerkrankungen bleiben in Zeiten von COVID-19 lieber zuhause. Dazu zählen Krebskranke, Diabetespatienten, Menschen mit Herz-Kreislauf- sowie chronischen Atemwegserkrankungen, oder allgemein Erkrankte, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Es gibt aber auch deutlich seltenere Erkrankungen, die Betroffene zur Risikogruppe zählen lassen. Dazu gehört die Pulmonale Hypertonie.  

Pulmonale Hypertonie (PH), oder auch pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) verursacht einen chronisch erhöhten Bluthochdruck im Lungenkreislauf. Verengte Blutgefäße in der Lunge verursachen einen erhöhten Widerstand der Gefäße, was zur Erhöhung des Blutdruckes führt. Zurückzuführen ist Lungenhochdruck in den meisten Fällen auf eine Erkrankung des Herzens oder der Lunge.  
Patienten leiden unter Leistungsschwäche, rascher Ermüdung, Schwindel, Kurzatmigkeit und eventuell auch unter einer bläulichen Verfärbung von Haut und Lippen (Zyanose). Des Weiteren können Brustschmerzen und Ödeme in den Beinen vorkommen. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet jährlich von 3 bis 10 Neuerkrankungen an Pulmonaler Hypertonie.  

Die Diagnose stellt sich in vielen Fällen als schwierig heraus. Der Verlauf der Krankheit ist häufig sehr unspezifisch: Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind die am meisten auftretenden Symptome. Diese werden oft aber eher einer bestehenden Herzschwäche zugeordnet.

Dass ein bestehender Lungenhochdruck dahintersteckt, wird häufig erst Monate oder Jahre später diagnostiziert. Gleichzeitig nimmt die Erkrankung in einigen Fällen einen lebensbedrohlichen Verlauf. Sie ist nicht heilbar und kann zu einem Rechtsherz-Versagen führen. Daher ist es umso wichtiger, die Erkrankung rechtzeitig zu diagnostizieren und mit der Behandlung zu beginnen. Schwierig ist, dass vielen Ärzten die Pulmonale Hypertonie nicht ausreichend bekannt ist. Und auch in der Öffentlichkeit ist Lungenhochdruck nur wenigen ein Begriff.  

Die Berichterstattung in den Medien kann helfen, das Krankheitsbild bekannter zu machen und zu einer erfolgreicheren Zuordnung der Symptome und somit Diagnose dieser seltenen Erkrankungen führen.   Es gibt jährlich nur wenige deutschsprachige journalistische Publikationen über Pulmonale Hypertonie und das, obwohl eine gewisse Medienpräsenz im Zusammenhang mit Krankheiten auch immer für Aufklärung sorgt.  

Der Verein pulmonale hypertonie e.v. prämiert mit seinem Journalistenpreis jährlich herausragende Beiträge in den Medien, die die Thematik der Erkrankung auch fachlich kompetente und einfühlsame Art erfassen. Dotiert ist der Preis mit 3.000 Euro. Ziel ist es, auf das Krankheitsbild aufmerksam zu machen und diesbezüglich die mediale Präsenz zu verstärken.
Die Jury setzt sich aus Vereinsmitgliedern, Medizinerinnen und Medizinern mit journalistischen Kenntnissen zusammen. Jeder Autor oder Dritte (Verleger, Chefredakteure, usw.) wird dazu aufgerufen, einen deutschsprachigen Beitrag einzureichen. Dabei kann es sich um einen oder mehrere Printmedien, Hörfunk- oder Fernsehbeiträge sowie Onlineveröffentlichungen handeln. Auch Gemeinschaftsprojekte werden anerkannt.

Eingereicht werden können in diesem Jahr alle Publikationen, die im Zeitraum vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 veröffentlicht wurden. Bewerbungen können bis zum 31. August 2020 auf dem Postweg bei der Durian GmbH eingesendet werden (s. unten).      
Weitere Informationen und Bewerbungen an: Durian GmbH Public Relations & Redaktion Tibistr. 2 47051 Duisburg Frank Oberpichler, Tel: +49 (0)203 346783-0 redaktion@durian-pr.de www.durian-pr.de

- Freier Termin für die psychoonkologische Beratung
- Neue Beraterin der Krebsberatung in Duisburg stellt sich vor

Freier Termin für die psychoonkologische Beratung
Duisburg, 12./14. Mai 2020 - Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. Nun kommt zur Krankheitsbewältigung auch noch die Pandemie hinzu. Weil Krebspatienten zur Risikogruppe zählen, sind sie verständlicherweise besonders beunruhigt.

In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung an. Für die psychoonkologische Beratung am 19. Mai 2020 gibt es noch einen freien Termin um 17.00 Uhr. Die Gespräche mit der Psychoonkologin Ute Grießl finden in der Krebsberatungsstelle in der Düsseldorfer Landstraße 17 statt. Wir bitten um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
 Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig, auf Wunsch auch anonym. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de

Neue Beraterin der Krebsberatung in Duisburg stellt sich vor
Die Krebsberatung in Duisburg und Umgebung ist auch in Zeiten von Corona für Menschen mit ihren Fragen zum Umgang mit ihrer Krebserkrankung erreichbar. In unserer neuen Beratungsstelle auf der Düsseldorfer Landstraße 17 bieten wir neben der Einzelberatung auch telefonische Beratung sowie E-Mail Beratung an. Neben den neuen Räumen hat sich die Beratungsstelle auch personell verändert. Nach einjähriger ehrenamtlicher Beratertätigkeit bei der Krebsberatung in Duisburg bin ich seit dem 1. April 2020 als Diplom Sozialarbeiterin in der Beratungsstelle angestellt. Bisher war ich in unterschiedlichen Berufsfeldern tätig.
 Im Jahr 2019 habe ich die DVNLP Master Coach Ausbildung beendet. Mein Schwerpunkt ist die psycho-soziale Beratung. Eine Krebserkrankung bedeutet für Patienten und ihr soziales Umfeld neben der enormen psychischen und medizinischen Belastungen oft auch finanzielle Probleme. Mit meinem seit vielen Jahren erworbenem Wissen in der Sozialen Beratung unterstütze ich ratsuchende Menschen auch ganz praktisch bei der Antragstellung und suche gemeinsam mit ihnen nach Lösungen.

Themen in der Beratung sind u.a. Beantragung einer Reha, Aussteuerung aus der Krankenversicherung, Ansprüche auf Wohngeld oder Schwerbehinderung. Ein wichtiges Thema ist immer wieder die Frage der beruflichen Wiedereingliederung oder Berentung. Darüber hinaus stelle ich Informationsmaterial über den Umgang und die Verarbeitung der Krebserkrankung zur Verfügung.
Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit habe ich damit begonnen, Hausbesuche anzubieten. Immobile Menschen, denen es schwerfällt unsere Beratungsstelle zu besuchen, berate ich zu Hause. Außerdem biete ich bei Bedarf eine Abendsprechstunde an.

Diese Sprechstunde soll es berufstätigen Menschen − oft sind es Angehörige − ermöglichen, ohne größeren Aufwand eine Beratung wahrzunehmen oder einen Ratsuchenden zu begleiten. Für Fragen stehe ich gerne unter der Telefonnummer: 0203 9416 6245 oder unter der E-Mail-Adresse dorothe.babbick-fromm@krebsberatung-induisburg.de zur Verfügung. Dorothe Babbick-Fromm

Weitere Fragen an die Krebsberatung in Duisburg per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de Fotonachweis: Krebsberatung in Duisburg

Not-OP rettet Milans Leben

Kinderchirurgen der Helios St. Johannes Klinik führen erfolgreich Darmoperation bei Säugling durch  

Duisburg, 08. Mai 2020 - Das wachsende medizinische Angebot für Kinder und Jugendliche an der Helios St. Johannes Klinik hat sich mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt hinaus herumgesprochen. Täglich erfahren hier zahlreiche Kinder jeder Altersstufe eine exzellente Behandlung. So wie auch Milan aus dem Münsterland, der an einer lebensbedrohlichen Darmentzündung litt.  

Als Milan Wils am 9. Januar auf die Welt kam, waren seine Eltern Melina und Benjamin so stolz, wie man es nach der Geburt seines Wunsch- und ersten Kindes nur sein kann. Gleichzeitig waren sie auch sehr erleichtert, denn die letzte Zeit war nicht einfach gewesen: Im 9. Schwangerschaftsmonat hatten die werdenden Eltern einen heftigen Autounfall erlitten, weshalb Melina zur Sicherheit im Krankenhaus bleiben musste. Zudem war schon im Mutterleib per Ultraschall ein Herzfehler bei Milan festgestellt worden und zuletzt war das CTG so auffällig, dass die Geburt zu Beginn der 38. Schwangerschaftswoche durch einen Kaiserschnitt erfolgen musste.  

Auch jetzt sollte die junge Familie nicht zur Ruhe kommen: Bereits wenige Tage nach der Geburt wurde Milan unruhig und die Nahrungsaufnahme fiel ihm schwer. Schnell identifizierten die Neugeborenenmediziner im Heimatkrankenhaus der Familie das Problem: Der Junge litt an einer sogenannten „Nekrotisierenden Enterokolitis“, einer hochgradigen Darmentzündung, die als Komplikation eines Herzfehlers bei Neu- und vor allem Frühgeborenen auftreten kann. Nun musste alles ganz schnell gehen. Da die frischgebackene Mutter noch angeschlagen vom Kaiserschnitt war, begleitete Benjamin Wils seinen Sohn im Krankenwagen zur Helios St. Johannes Klinik Duisburg.  

 Aufgrund verschiedener Spezialisierungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin ist das Haus geschätzter Partner von Kinderkliniken und niedergelassenen Kinderärzten in der Region. Hier gibt es unter anderem ein leistungsfähiges Perinatalzentrum, eine spezialisierte Kinderanästhesie und auch eine eigene Abteilung für Kinderchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf-Bodo Tröbs.
 „Milans Darm war hochgradig entzündet und transportierte den Darminhalt nicht mehr weiter. Der zunehmende Darmverschluss und die Streuung der Bakterien ins Blut führten dazu, dass sein Allgemeinzustand sich dramatisch verschlechterte und er bereits künstlich beatmet werden musste. Der Darm drohte zu platzen“, berichtet der renommierte Kinderchirurg.  

„Wenn die schlimmste Befürchtung zur Realität wird, das eigene Kind so im Inkubator liegen zu sehen​.​ Überall Zugänge, Katheter, Elektroden und die Schläuche für die Beatmung, das ist schon beängstigend. In der Verzweiflung und mit völliger Machtlosigkeit muss man sein Kind in fremde Hände geben, in der Hoffnung, dass alles wieder gut wird“, erinnert sich Melina Wils. Und es wurde alles gut: Noch am gleichen Abend erfolgte die Notoperation, in deren Verlauf Milan ein zeitweiliger künstlicher Darmausgang gelegt wurde und – glücklicherweise – nur ein relativ kleines Stück Dünndarm entfernt werden musste.

Und auch die „Fremden“ waren sehr schnell gar nicht mehr so fremd: „Die Mediziner haben uns alles sehr gut erklärt und auch beim Team der Intensivstation haben wir uns mehr als sehr gut aufgehoben gefühlt. Wir können nicht in Worte fassen, wie dankbar wir sind."  
Ein paar Tage bangten Eltern und Familie um den Neugeborenen. Doch der kleine Kämpfer überstand Narkose und Operation gut und konnte bald in sein Heimatkrankenhaus zurückverlegt werden, wo die Familie sich ebenfalls sehr wohl fühlt.  
 „Milans Darm erholte sich in der Folge wieder, sodass wir nun, wenige Monate später und nach entsprechender Gewichtszunahme, den Darmausgang zurückverlegen konnten“, freut sich Prof. Tröbs. „Damit sind auch die Voraussetzungen geschaffen, dass auch Milans Herz geheilt wird und die Familie ihr junges Glück unbeschwert genießen kann. Wir wünschen auch für diesen Schritt von Herzen gutes Gelingen!“    

Die Kinderchirurgen Prof. Dr. Ralf-Bodo Tröbs (2.v.l.) und Dr. Michael Mayer (l.) sowie Alina Buchholz (r.), stv. Stationsleitung der Kinderintensiv an der Helios St. Johannes Klinik, freuen sich gemeinsam mit Melina Wils über die tollen gesundheitlichen Fortschritte von Sohn Milan – in Zeiten der Corona-Pandemie zur Sicherheit von Mutter und Kind auch beim Foto mit Mundschutz. 

Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein: „Infektionsrisiko wird wieder steigen“  

Düsseldorf/Duisburg, 06. Mai 2020 - Die heute im Bund beschlossenen weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen kommentiert Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein wie folgt: „Dass nach Wochen weitgehenden Stillstands des öffentlichen Lebens der Ruf nach weiteren Lockerungen lauter wird, liegt auf der Hand und ist verständlich – zweifellos brauchen wir eine Perspektive für die Wirtschaft und für eine Rückkehr in das gesellschaftliche Leben.  
Ich bin allerdings skeptisch, ob die Zeit schon reif ist für eine umfängliche Entwarnung, als die viele Menschen in unserem Land die jüngsten Entscheidungen verstehen werden.
Einige mögen angesichts der kolportierten Zahlen sogar annehmen, dass sie etwa als asymptomatischer Fall die Corona-Infektion bereits durchgemacht und Immunität erworben haben – das ist menschlich nachvollziehbar, aber medizinisch nicht wahrscheinlich. Denn trotz der Verpflichtung, weiterhin mindestens sogenannte „Community“-Masken zu tragen, entsteht vor allem durch wieder geöffnete Schulen und Läden eine Situation, die ein steigendes Infektionsrisiko birgt.  
Was die zurückkehrende ‚neue Normalität‘ für die Praxen im Rheinland bedeutet, bleibt abzuwarten – sicher werden wieder mehr Patienten ihre Ärzte aufsuchen, und das ist auch gut so. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Vorsorge- und Regeluntersuchungen verschoben – das ist im Sinne einer verantwortungsvollen Patientenversorgung nicht auf Dauer weiter möglich. Auch Patienten mit akuten Beschwerden müssen ohne Angst zu haben wieder ungehindert zum Arzt gehen können.  
Um das Ansteckungsrisiko in den Praxen weiterhin gering zu halten, appelliere ich aber an die Patienten, sich auch in den kommenden Wochen vor einem Praxisbesuch telefonisch anzumelden.
Ebenso müssen weiterhin die grundlegenden Abstands- und Hygieneregeln von Patienten, Ärzten und Praxispersonal eingehalten werden. Es ist nicht auszuschließen, dass im Übergang zur Regelversorgung Termin-Wartezeiten entstehen, da viele Praxen die Patientenzahl in ihren Räumen kontrollierbar halten werden und müssen.  
Wir werden die Praxen in Nordrhein weiter dabei unterstützen, das Behandlungsgeschehen bestmöglich zu strukturieren und das Ansteckungsrisiken auch bei wieder hochfahrendem Praxisbetrieb zu minimieren. Seit Wochen verteilen wir enorme Mengen an Schutzmaterial an die Praxen und geben unter anderem auf unserer Sonder-Website coronavirus.nrw zahlreiche Tipps und Hinweise zum sicheren Betrieb der Praxen.“  

Schmerzbehandlung per Video-Call

BG Klinikum Duisburg nutzt technische Möglichkeiten um direkte Patientenkontakte zu minimieren
Duisburg, 06. Mai 2020 - Das BG Klinikum Duisburg setzt in der aktuellen Situation auf zukunftsweisende Technologien, um Schmerzpatienten zu behandeln: eine neue Sprechstunde mit den Schmerzmedizinern des Hauses per Video-Call und eine App mit verschiedenen Trainingsmodulen zur digitalen Hand-Rehabilitation.
„Ziel dieser Strategie ist es, ambulante Schmerzpatienten weiterhin bestmöglich zu betreuen und zugleich direkte Patientenkontakte zu reduzieren“, erklärt Dr. Mike Papenhoff – Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin in der Unfallklinik – die Vorgehensweise.
Dies soll dazu beitragen, sowohl die ambulanten und stationären Patienten des Hauses als auch die Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen. Ein weiterer Vorteil der Online-Versorgung: Viele, zum Teil lange, Anfahrtswege und ggf. Wartezeiten vor Ort entfallen für die Schmerzpatienten.

„Es geht nicht darum, das direkte Arzt-Patienten-Gespräch vor Ort abzuschaffen“, betont Papenhoff. Man wolle nur dort, wo es sinnvoll ist, ab sofort die neuen technischen Möglichkeiten verstärkt und schneller nutzen als bisher geplant.

Viele Einsatzmöglichkeiten
Die neue Videosprechstunde Schmerzmedizin bietet diverse Einsatzmöglichkeiten. So kann man beispielsweise beim Erstkontakt mit neuen Patienten per Video-Call meist gut klären und planen, wie die weitere Vorgehensweise aussieht.
Ergibt sich aus dem Online-Gespräch etwa ein begründeter Verdacht, dass beim Patienten ein schwerwiegendes Schmerzsyndrom vorliegt, wird auf jeden Fall eine persönliche Vorstellung in der Klinik vereinbart.

Aufruf aus dem virtuellen Wartezimmer
Doch wie läuft eigentlich eine solche Videosprechstunde genau ab? Gar nicht so viel anders, wie eine normale Sprechstunde, meint Papenhoff. Der Patient meldet sich zunächst – wie bisher – telefonisch in der Klinik für Schmerzmedizin zur Behandlung an. Anschließend bekommt er dann einen Termin sowie einen persönlichen Zugangscode per E-Mail oder auf das Handy geschickt.
Kurz vor der ausgemachten Uhrzeit wählt sich der Patient per Smartphone, Laptop oder PC in die Videosprechstunde ein und landet erst mal in einem virtuellen Wartezimmer. „Daraus kann ich ihn dann so schnell wie möglich aufrufen, um am Bildschirm sicher und verschlüsselt eine Beratung durchzuführen, Röntgenbilder zu besprechen oder Laborbefunde zu analysieren“, erklärt Papenhoff.

Oft gibt er in der Videosprechstunde aber auch personalisierte Empfehlungen für die ersten Behandlungsschritte und er beantwortet die Fragen der Patienten. Problemlos möglich im Rahmen der Videosprechstunde ist natürlich auch die Wiedervorstellung von ambulanten Patienten – etwa um Fortschritte in der Behandlung bzw. Therapie zu besprechen oder Befunde anderer Ärzte zu diskutieren.

Zertifizierte Software im Einsatz
Um sicherzustellen, dass alle Datenschutzanforderungen erfüllt werden, kommt bei der Videosprechstunde im BG Klinikum eine Software zum Einsatz, die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein für diese Zwecke offiziell zertifiziert ist.

Ausbau der Videosprechstunde geplant
Seit Anfang März 2020 führt Papenhoff mit seinem Team regelmäßig solche Video-Calls mit Patienten durch. Die Rückmeldung zu dem neuen Angebot des Hauses ist sehr positiv. Der Schmerzmediziner plant deshalb die Online-Sprechstunde seiner Klinik in der nächsten Zeit weiter auszubauen. Die erbrachten Leistungen können bei Unfall- und Privatversicherten in der Regel über die Kostenträger abgerechnet werden.

Ergotherapie per App
Neben der Videosprechstunde gibt es im BG Klinikum Duisburg noch weitere interessante Telemedizinprojekte. Zusammen mit der Ergotherapie des Hauses bieten die Schmerzmediziner etwa ein digitales Konzept zur Steigerung der Handbeweglichkeit beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) an. Beim sog. CRPS handelt es sich um eine Art Nervenentzündung und Fehlsteuerung nach Verletzungen der oberen und unteren Extremitäten.

„Typische Symptome sind unter anderem starke, brennende Schmerzen im Arm bzw. in der Hand“, sagt Papenhoff. Zudem sei oft die Beweglichkeit von Finger- und Handgelenk sowie des Daumens stark beeinträchtigt. Und genau hier kommt eine neue App insbesondere für das Tablet ins Spiel. Diese beinhaltet u.a. verschiedene Module und Spiele, die unterschiedliche Hand- und Fingerfunktionen bei CRPS trainieren und beispielsweise die Koordination verbessern können.
Die „intelligente“ App misst und dokumentiert in regelmäßigen Abständen aber auch selber den Trainingserfolg. Eigenmessungen der Schmerzpatienten ergänzen die Datengrundlage.

Patient und Therapeut treffen sich Online
 Der Clou an der Sache: Einmal in der Woche treffen sich der Ergotherapeut und der jeweilige Patient zu einer Videotherapiesitzung. Dort geht es darum, die Trainingsergebnisse zu besprechen, Therapiepläne anzupassen und individuelle Probleme zu diskutieren. Dementsprechend gut ist auch bei diesem Projekt die Resonanz der meisten App-Nutzer. Und auch die Mitarbeiter des BG Klinikums sehen in der App eine wichtige Bereicherung und Ergänzung ihrer Arbeit.

„Gerade bei Patienten, bei denen der Gang zum Ergotherapeuten vor Ort schwierig ist, ist die App für das Kontakthalten und Trainieren perfekt geeignet“, so Papenhoffs Fazit.

 Ergotherapeutin im Dialog mit einer Patientin. Foto BG Klinikum Duisburg

Das BG Klinikum Duisburg aus der Luft betrachtet. (Foto: BG Klinikum Duisburg)

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Trotz Corona: Herzkissen für Brustkrebspatientinnen

- Die Brustkrebspatientinnen im Malteser Krankenhaus St. Anna haben auch in diesem Jahr Herzkissen der Frauenorganisation Inner Wheel bekommen.
- Bereits zum zehnten Mal spendet der Verein die Kissen.  

Duisburg, 05. Mai 2020 - Es ist ein ganz besonderes Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal spendet die Frauenorganisation Inner Wheel Herzkissen für Brustkrebspatientinnen des Malteser Krankenhauses St. Anna. „In all den Jahren haben wir bereits über 1 100 Kissen genäht und dann ans St. Anna übergeben“, berichtet Initiatorin Ruth Stromberg. Sie übergab mit Inner Wheel-Präsidentin Hildegard Günzel-Wohlfarth die Masken an den Chefarzt der Klinik, Dr. Martin Rüsch und den Leiter des Brustzentrums, Dr. Mahdi Rezai.

„Wir freuen uns sehr die Herzkissen entgegen zu nehmen. Es ist wirklich eine ganz tolle Tradition, die hoffentlich noch viele Jahre weitergeht“, freut sich Dr. Rüsch. „Da wir ja schon seit vielen Jahren ein zertifiziertes Brustzentrum sind, sind wir sehr glücklich, dass wir auch über unsere medizinischen und pflegerischen Kompetenzen hinaus den Patienten eine Hilfestellung geben können“, ergänzt Dr. Rezai.
Wenige Tage vor Muttertag hat die Frauenorganisation Inner Wheel Duisburg insgesamt 50 genähte Herzkissen überreicht. Die Kissen mit den „langen Ohren“ sollen Frauen nach Brustkrebsoperationen bei der Genesung helfen. Unter die Achselhöhle gelegt, lindern die Kissen in vielen alltäglichen Situationen, zum Beispiel beim Gurtanlegen im Auto, den Druckschmerz nach der Operation.

„Den Patientinnen im St. Anna zu helfen und ihnen eine Linderung der Schmerzen verschaffen zu können, ist uns ein großes und enorm wichtiges Anliegen. Und auch Corona kann uns hier keinen Strich durch die Rechnung machen", berichtet Inner Wheel Präsidentin Hildegard Günzel-Wohlfarth. Seit vielen Wochen nähten und füllten mehrere Inner-Wheel-Freundinnen die liebevoll gestalteten Herzkissen.

Unterstützt wurden die fleißigen Damen von großzügigen Sachspenden des Stofffilialisten „Der Stoff“ und des Bettenherstellers f.a.n. Frankenstolz.  

50 Herzkissen übergaben v.l.: Hildegard Günzel-Wohlfarth (Präsidentin Inner Wheel Duisburg) und Initiatorin Ruth Stromberg an Breast Care Nurse Katja Rieche, Breast Care Nurse Justine Launert, den Leiter des Brustzentrums Dr. Mahdi Rezai, den Chefarzt Dr. Martin Rüsch und an die Oberärztin Dr. Füsun Eran-Altuntas. el

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Bei Gewalt an Frauen

https://www.duisburg.de/microsites/rgc/index.php
Zurzeit finden Frauen und Mädchen in Duisburg bei den folgenden Stellen Hilfe in Notsituationen:  
Bundesweites kostenloses „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ Telefon: 08000 116 016 Internet: www.hilfetelefon.de  
Autonomes Frauenhaus „Frauen helfen Frauen e. V.“ Duisburg Telefon: 02 03 – 62 21 3 Internet: http://www.frauen-helfen-frauen.org/  
Frauenberatungsstelle „Frauen helfen Frauen e. V.“ Duisburg Telefon: 02 03 – 34 61 64 0 Internet: http://www.frauen-helfen-frauen.org/  
Frauenhaus Duisburg gGmbH Telefon: 02 03 – 37 00 73 Internet: http://frauenhaus-duisburg.de/start.aspx  
Wildwasser Duisburg e. V. Beratung und Information für Mädchen und Frauen zu sexueller Gewalt Telefon: 02 03 – 34 30 16 Internet: https://www.wildwasser-duisburg.de/  
Mädchenzentrum MABILDA e. V. Beratung für Mädchen und junge Frauen, z. B. in Fällen von Zwangsheirat Telefon: 02 03 – 51 00 10 Internet: http://www.mabilda-duisburg.de/  
SOLWODI NRW e.V. – Duisburg Fachberatungsstelle für Migrantinnen mit verschiedenen Problemsituationen. Telefon: 02 03 – 66 31 50 Internet: https://www.solwodi.de/seite/353246/duisburg.html