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Beim 15. Rathausgespräch dreht sich alles um das Gesundheitssystem

 Duisburg, 22. September 2016 - „Das Gesundheitssystem ist im Umbruch. Die Krankenkasse nennt sich nicht mehr Krankenkasse, sondern Gesundheitskasse; als ob die Kasse die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen könnte. Die Krankenhäuser verlieren ihre wohltuenden Namen wie ‚St. Agnes‘ oder ‚St. Johannes‘ und werden nur noch nach den Konzernen benannt, die aus ihnen Gewinn abzuschöpfen beabsichtigen.
Hinter allen Unternehmen, die sich um das Wohl der Kranken angeblich auf höchster professioneller Ebene bemühen, steht der Gedanke des Geldverdienens. Aktionäre und Gesellschafter wollen Profit sehen und das auf Kosten der Kranken“, konstatiert Prof. Dr. Wilhelm Sandmann, Arzt und Initiator der Duisburger Rathausgespräche. Nur wer privat versichert sei, habe eine adäquate Versorgung hinsichtlich Zeit und Maß, alle anderen hätten das Nachsehen, würden schlecht betreut und müssten früh das Krankenhaus verlassen – so das gängige Klischee.  
Ob dieses Klischee stimmt, ob die Übernahme der städtischen und konfessionellen Krankenhäuser, ja sogar von Universitätskliniken durch Aktiengesellschaften und Konsortien ein Vorteil oder ein Schaden für Kranken ist, soll im Rahmen des 15. Duisburger Rathausgesprächs erörtert werden.
„Der große kranke Riese: Wie geht es mit der medizinischen Versorgung weiter?“ lautet offiziell das Thema am Sonntag, 25. September, um 11 Uhr im Duisburger Rathaus am Burgplatz in der Stadtmitte. Unter der gewohnt souveränen Leitung der Hörfunkjournalistin Randi Crott diskutieren Wilfried Jacobs, der frühere Vorstandsvorsitzende der AOK für das Rheinland und Hamburg und heutige Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für patientenorientierte Versorgungs-ablaufforschung in Neuss, Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs „Gesundheit“ am RWI-Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, Carlos A. Gebauer, Fachanwalt für Medizinrecht und Publizist aus Duisburg und diesmal erstmals auf dem Podium der Initiator der Duisburger Rathausgespräche, der Gefäßchirurg Prof. Dr. Wilhelm Sandmann.  

Holk Freytag, Prof. Dr. Wilhelm Sandmann, Dr. Dierk Freytag (v.l.n.r.) vor dem Duisburger Rathaus am Burgplatz.

Neben den bereits aufgeworfenen Fragen, soll auch erörtert werden, ob das Personal im Gesundheitssystem ausreichend entlohnt wird, warum ein und dieselbe Leistung mal 800 und andermal 5.800 Euro kosten kann, ob man Ärzten, Krankenhäusern oder der Medizin im Allgemeinen überhaupt noch vertrauen kann.
Zu hinterfragen ist aber auch, warum ein Gespräch mit einem Heilpraktiker dreimal besser bezahlt wird als ein Kontakt mit einem Hausarzt, ob künftig jedem Patienten extrem teure Leistungen zur Verfügung stehen oder nur den privat Versicherten. Der Umbruch im deutschen Gesundheitssystem ist immer noch im Gange und noch lange nicht am Ziel angekommen. Höchste Zeit also, den Prozess zu hinterfragen.  
Die Teilnahme am Rathausgespräch ist entgeltfrei. Um eine verbindliche Anmeldung bei Annette Thierfelder-Renk telefonisch unter (0203) 283-2206 oder per E-Mail a.thierfelder@stadt-duisburg.de wird gebeten. Es sind allerdings nur noch wenige Plätze frei.

Impression eines Rathausgespräches

 

Burnout: Medizinischen Montag in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 21. September 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg am Montag, den 26. September, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein. Bei diesem Termin steht das Thema „Alles Burnout – oder was?“ im Mittelpunkt.  
Vor etwa 5 Jahren war der Begriff „Burnout“ schlagartig im Fokus allabendlicher Talkshows. Prominente unterschiedlichster Berufsbilder outeten sich mit Sätzen wie: „Ich bin ausgebrannt! Ich kann nicht mehr!“. Handelte es sich hier um eine bislang übersehene Diagnose? Oder war das der Preis für fortschreitende Verdichtung unserer Arbeitsprozesse? Was dem Burnout ganz besondere Aufmerksamkeit einbrachte, war der Umstand, dass auch und gerade die berufliche Führungsebene von ihm betroffen schien, also Arbeitskräfte, die bislang als besonders stressresistent galten.  
Die Diskussion und viel Forschung dazu sind bis heute in vollem Gange. Nicht selten verbergen sich handfeste depressive Beschwerden hinter einem Burnout. Manchmal auch Lebenskrisen, die nicht nur mit der eigenen Person, sondern auch mit Konflikten im Umfeld der Betroffenen, wie zum Beispiel an Arbeitsplatz und/oder Familie, zu tun haben können.  
Prof. Dr. med. Peer Abilgaard, Chefarzt der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in den Sana Kliniken Duisburg, wird in seinem Vortrag die verschiedenen Facetten der Burnout-Problematik darstellen und Orientierungshilfen für eine weitergehende diagnostische Abklärung geben. Zentraler Begriff wird hierbei das Eintreten für ausreichende Selbstfürsorge sein.
Prof. Abilgaard steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in den Sana Kliniken Duisburg, Wedau Kliniken, Zu den Rehwiesen 9, statt.  

 

Sana Kliniken Duisburg: Einigung bei Neustrukturierung der Dienstleistungsbereiche

Duisburg, 20. September 2016 – Früher als geplant konnten die Sana Kliniken Duisburg in den gemeinsamen Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat zu den anstehenden Maßnahmen im Tertiärbereich ein einvernehmliches Ergebnis erzielen. Insgesamt waren zu Beginn der Gespräche 279 Personen in den Tertiärbereichen betroffen. Für 207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte eine Lösung gefunden werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Seniorenzentren sind von Kündigungen nicht betroffen. Bei dem erzielten Interessenausgleich und Sozialplan wurden für Fälle, in denen besondere soziale Härten zu erwarten wären, alternative Einsatzmöglichkeiten im Haus aufgezeigt und Bewerbungen ermöglicht.
Ab dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „tertiären Bereiche“ Küche mit Ca-feteria und Speisenerfassung, Fahrdienst für den Essenstransport, Zentraler Schreibdienst, Finanzbuchhaltung, Einkauf, Zentrallager, Archiv, Wäscheverteilung, Servicekräfte im Bertha Krankenhaus, Poststelle und Bettenzentrale durch externe Dienstleister betrieben.
Mit Übergabe der genannten Bereiche entfallen dort die Arbeitsplätze von insgesamt 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für 22 davon besteht die Möglichkeit zum Übergang in den Ruhestand. In den anderen Bereichen werden zukünftig ausscheidende Mitarbeiter durch Mitarbeiter von Dienstleistungsgesellschaften ersetzt.
Zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten Abfindungen besteht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit eines einjährigen Arbeitsverhältnisses in einer Transfergesellschaft zur Weiterbildung für zukünftige Beschäftigungen. Träger sind unter anderem das Land Nordrhein-Westfalen und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DBG).
Bei Mitarbeitern der angesprochenen Bereiche, die nicht in der Transfergesellschaft beschäftigt sein möchten, endet das Arbeitsverhältnis Ende März oder Ende Juni 2017, je nach Beschäftigungsdauer.    

Die Verträge über die Ergebnisse der Gespräche wurden am 19. September von Betriebsrat und Geschäftsführung unterschrieben. Bei den Gesprächen wurden soziale Aspekte bei der Umsetzung der Maßnahmen abgewogen und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuelle Lösungen angeboten.  
„Mit dem Abschluss der Verhandlungen haben wir einen wichtigen Schritt zur Re-strukturierung der patientenfernen Dienstleistungsbereiche gemacht. Unser Ziel war es, möglichst vielen betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive zu ermöglichen und gleichzeitig die Sana Kliniken Duisburg für die Zukunft zu positionieren.“, so Jörg Wegener, kaufmännischer Direktor der Häuser und Verhandlungspartner.
„Die Neuvergabe der Dienstleistungsbereiche ist ein Teil der Strategie zur Zukunftssicherung unseres gesamten Klinikums. Sie ist aufgrund des intensiven Qualitätswettbewerbs unumgänglich. Wir werden uns zukünftig noch intensiver auf unsere Kernbereiche Medizin und Pflege zur Versorgung unserer Patienten konzentrieren“ ergänzt Geschäftsführer Dr. Stephan Puke (Foto Harald Jeschke). In den Sana Kliniken Duisburg werden in diesem Jahr rund 7.000 Patientinnen und Patienten mehr behandelt als im Jahr 2014.

Schmerzen im Kniegelenk – von der Schlüsselloch-OP bis zum künstlichen Kniegelenk  

Duisburg, 15. September 2016 - Das Knie ist ein wahres anatomisches Wunderwerk. Es ist das größte Gelenk, das im menschlichen Körper zu finden ist. Ein Gelenk, das aufgrund seiner Komplexität auch zu den kompliziertesten Gelenken überhaupt gehört.
Es verbindet unseren Oberschenkel mit dem unteren Teil unseres Beines und besteht aus Sehnen, Knochen, Bändern, Knorpeln, Kapseln, Muskeln und Weichteilen. Alleine drei wichtige Knochen treffen sich im Knie: das Schienbein, die Kniescheibe und der Oberschenkelknochen. Das Knie sorgt dafür, dass wir unsere Beine beugen und strecken können, dass wir gehen, rennen und hüpfen können. Aber es hilft uns im wahrsten Sinne des Wortes auch dabei, standhaft zu bleiben.
Fakt ist, das Knie muss täglich einiges aushalten. Es stemmt nicht nur unser normales Körpergewicht, sondern muss darüber hinaus auch unzählige andere Belastungen er-„tragen“. Wenn wir Treppen steigen, Fußball spielen, auf den Knien Unkraut jäten und vieles mehr. Kurzum: Das Knie ist ein wahrer Kraftprotz. Und es spielt eine extrem wichtige Rolle, wenn es um unsere Bewegungsfähigkeit geht. Doch auch, wenn es wahre Spitzenleistungen erzielen kann, sind unserem Knie hin und wieder Grenzen gesetzt.
Zum Beispiel, wenn es andauernd einer enormen Überbelastung ausgesetzt ist. Und zu der kann es schneller kommen als gedacht. Denn sie kann beispielsweise dann entstehen, wenn wir Übergewicht haben und so permanent sehr viele Kilos auf das Knie wirken. Aber auch verschiedene Bewegungssportarten wie zum Beispiel Fußball, Handball oder Skifahren fordern diesem Gelenk einiges ab. Dazu kommen Krankheiten wie Rheuma oder andere entzündliche Gelenkerkrankungen, aber auch ganz normale Verschleißerscheinungen, die im Alter auftreten. Die Folge: Wir bekommen Schmerzen im Knie.
Mal ist es ein Ziehen, mal ein stechender Schmerz, mal treten die Beschwerden nur auf, wenn wir uns viel bewegen, manchmal auch dann, wenn wir ruhig im Bett liegen oder auf der Couch sitzen. Erkannt werden die Kniebeschwerden oft erst sehr spät. Denn viele Betroffene schieben den Arztbesuch lange vor sich her und hoffen, dass die Schmerzen irgendwann wieder von ganz alleine verschwinden.
Das ist aber in der Regel nicht der Fall und meist gilt es darum, den betroffenen Patientinnen und Patienten professionell und umfassend zu helfen.  
Thema des Patientenforums im Mai wird „Schmerzen im Kniegelenk – von der Schlüsselloch-OP bis zum künstlichen Kniegelenk!“ sein.  Referent Dr. Dietmar Kumm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Bethesda Krankenhaus wird in einem leicht verständlichen Vortrag, Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, 20. September um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

   

Demenz-Kongress: NRW-Gesundheitsministerin Steffens appelliert an Eigenverantwortung jedes Einzelnen

Duisburg, 09. September 2016 - Mehr Eigenverantwortung gegen eine mögliche demenzielle Erkrankung hat NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens von jedem Einzelnen gefordert. Zu Beginn des zweiten Malteser Demenz-Kongresses bezeichnete sie Demenz als eine Gemeinschaftsaufgabe der Gesellschaft. Sie appellierte zugleich aber an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen: „Wir können das Risiko, an Demenz zu erkranken, minimieren, wenn wir frühzeitig drei wesentliche Faktoren in unserem Leben berücksichtigen: Bewegung, mediterrane Ernährung und soziale Kontakte.“  

2. Malteser Demenz-Kongress, Duisburg, 2016:NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens während ihrer Rede

 


Rund 40 nationale und internationale Fachleute aus Wissenschaft und Praxis stellen ihre Erkenntnisse auf dem zweitägigen Kongress in Duisburg den etwa 250 Teilnehmern vor. Das Expertentreffen steht unter dem Motto „Sehen, was ist. Machen, was geht“.
Mit dem Kongress, der Vorträge, Workshops und Diskussionen umfasst, wollen die Malteser die Sensibilität und das Wissen um Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer und Co stärken. „Das verschämte Wegschauen ist zwar heute nicht mehr Standard, aber das bewusste Erkennen von Möglichkeiten und Ressourcen bleibt dennoch oft auf der Strecke“, sagt der Geschäftsführer des Bereichs Medizin und Pflege der Malteser in Deutschland, Dr. Franz Graf von Harnoncourt.  
Die Fachleute aus Schweden, den Niederlanden und Deutschland berichten über die aktuelle Forschung sowie neue Möglichkeiten der Versorgung demenziell erkrankter Menschen. Die „automatisierte Diagnostik von Alzheimer“, die „Messung der Alltagskompetenz von Demenzkranken“ und „Evaluationsergebnisse der Pilotstation für demenziell Erkrankte in einem Akutkrankenhaus“ werden ebenso vorgestellt wie das „Null-Toleranz-Projekt gegenüber Fixierungen“. 

 Auch ethische Fragen, die oft mit Forschung und Pflege einhergehen, wie zum Beispiel „Was ist mit der Patientenverfügung, wenn ein Mensch an Demenz erkrankt?“, werden thematisiert.  
Mehr als 75 Malteser Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenhilfeeinrichtungen und Tageseinrichtungen sowie über 80 überwiegend ehrenamtlich getragene Dienste sind in Deutschland auf Menschen mit Demenz ausgerichtet.

 

 

Bethesda Krankenhaus Duisburg: Erfolgreiche Rezertifizierung des Darmkrebszentrums

Duisburg, 09. September 2016 - Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Bethesda Krankenhauses ist als Darmkrebszentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft  rezertifiziert worden. Unabhängige Fachexperten von dem Institut Onko Zert haben in einem Verfahren überprüft, ob das Darmkrebszentrum noch immer alle Anforderungen der deutschen Krebsgesellschaft erfüllt.
Das Darmkrebszentrum Bethesda Duisburg ist auf die Behandlung bösartiger Darmerkrankungen spezialisiert. Besondere Erfahrungen bestehen unter anderem in der operativen Behandlung von Tumoren des Dick- und Enddarmes. Hierbei wird besonderer Wert auf den Erhalt von Organen bzw. Organfunktionen bei dennoch ausreichender und sicherer Entfernung des Tumors gelegt. Beispiel hierfür ist die Vermeidung von künstlichen Darmausgängen bei Tumoren des Enddarmes.  

Die Qualität der Behandlung von Patienten mit Darmkrebs hat höchste Priorität   Der Dickdarmkrebs gehört mit 60.000 bis 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den in Deutschland häufigsten Krebserkrankungen. Durch den Aufbau eines Netzwerkes erhalten Patienten des Darmkrebszentrums im Bethesda Krankenhaus alle Leistungen aus einer Hand. Voraussetzung für eine Rezertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft ist die gleiche kontinuierliche, qualitativ hohe Behandlungsqualität einer Vielzahl von Patienten wie in den Jahren zuvor. Neben den verschiedenen Formen der operativen Krebstherapie bekommen die Patienten Hilfe bei Fragestellungen zu Anschlussbehandlungen oder dem Umgang mit der Krankheit und ihren Folgen.
Ein besonderes Augenmerk bei der Zertifizierung durch OnkoZert liegt neben der fachlich-medizinisch hochwertigen Therapie auf der psychosozialen Betreuung der Betroffenen. Speziell geschulte Psychologen, Mitarbeiter des Sozialen Dienstes, Seelsorger, Palliativmediziner und Selbsthilfegruppen begleiten die Patienten während des gesamten Krankenhausaufenthaltes und danach. Auch das fächerübergreifende Arbeiten steht im Vordergrund, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.
Dazu werden alle Krankheitsfälle in speziellen Tumorkonferenzen begutachtet und optimale Behandlungsverfahren besprochen. Diese Konferenzen sind ein weiteres Kriterium, um den hohen Standard des zertifizierten Darmkrebszentrums zu gewährleisten. „Sowohl die Vorsorge als auch die Therapie spielen eine zentrale Rolle in der Versorgung der Patienten, da eine frühzeitige Diagnosestellung und eine fachübergreifende abgestimmte Behandlung die Heilungschancen wesentlich verbessern können.
Durch ein Team von Spezialisten aus den verschiedenen Abteilungen, wie zum Beispiel der Gastroenterologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Psychoonkologie, Pathologie und der Strahlentherapie ist es uns möglich, auf höchstem Standard basierende Diagnostik und Behandlungsmethoden anzubieten. Die engen Kooperationen innerhalb und außerhalb des Hauses stellen eine optimale Versorgung der Patienten sicher“, sagt Prof. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Bethesda Krankenhaus.  

Prävention ist das A und O Doch trotz der alarmierenden Zahlen ist Darmkrebs bei uns immer noch ein Tabuthema. Dabei können zum Beispiel Polypen direkt im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt und Darmkrebs frühzeitig erkannt werden. Ab dem 50. Lebensjahr wird eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung empfohlen. Daher: Vorsorge und Früherkennung retten Leben! Deshalb veranstalten das Evangelische Krankenhaus BETHESDA und die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK·VBU) am Samstag, dem 17. September einen Gesundheitstag unter dem Motto „Darmkrebs – wir klären auf“.
Zwischen 10 und 15 Uhr können Besucher sich verschiedene Vorträge von der Vorsorge bis hin zu operativen Möglichkeiten anhören, an Workshops zu Entspannung und Beckenbodengymnastik teilnehmen oder einen Gang durch das Darm-Modell wagen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. „Darmkrebs – wir klären auf“ findet im Evangelischen Krankenhaus BETHESDA an der Heerstraße (Eingang Königgrätzer Straße) in Duisburg statt.  

 V.l.: Prof. Dr. Dietmar Simon (Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie), PD. Dr. Abdurrahman Sagir (Chefarzt der Gastroenterologie), Martina Bergmann (Projekt- und Qualitätsmanagement), Dr. Marcus Lassau (Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie), freuten sich über die Rezertifizierung.  

 

Ausbildung erfolgreich beendet

 Duisburg, 07. September 2017 - Elf Gesundheits- und Krankenpfleger haben im Bethesda viel gelernt und jetzt ihre Prüfungen bestanden. Für achtzehn Schülerinnen und Schüler beginnt jetzt erst die Zeit des Lernens.   Das Feiern haben sich 11 junge Menschen redlich verdient: Sie haben ihre Ausbildung zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn beendet und die Prüfung mit Erfolg abgeschlossen.
Die frischgebackenen Pflegekräfte empfanden die drei Jahre Ausbildung als eine sehr intensive Zeit in ihrem Leben, die aber auch "viel zu schnell" vergangen sei. Spannend waren für sie die vielfältigen Einsatzgebiete in der pflegerischen Praxis, die sich als gute Entscheidungshilfen für den weiteren Berufsweg gezeigt haben. Zehn der neu examinierten Pflegekräfte werden im Bethesda Krankenhaus den Dienst aufnehmen. Eine Absolventin wird ihr erlerntes Wissen in Australien anwenden.  
Seit Jahrzehnten bildet das Bethesda Krankenhaus Gesundheits- und Krankenpfleger aus und diese Tradition wird auch in diesem Jahr weiter fortgesetzt. Achtzehn Schülerinnen und Schüler haben im September die Ausbildung begonnen. Die Auszubildenden freuen sich auf eine spannende Zeit, auch wenn diese manchmal anstrengend und lernintensiv werden wird.
Als Einstieg erwartet die künftigen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen zwar erst einmal der theoretische Unterricht, doch der enge Kontakt zwischen den Lehrern, dem Pflegedienst und den Praxisanleitern garantiert von Anfang an eine optimale Praxisnähe. Bis zu ihrem Berufsabschluss in drei Jahren werden die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler intensiv unter anderem in den Fächern wie Anatomie, Hygiene, Arzneimittellehre, Naturwissenschaften oder Pflege unterrichtet und das notwendige Wissen vermittelt. 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die praktische Ausbildung, die die jungen Menschen auf verschiedenen Stationen im Bethesda Krankenhaus erwarten. "Von unseren angehenden Gesundheits- und KrankenpflegerInnen wird zukünftig fundiertes Fachwissen mit gutem Kommunikationsvermögen, Offenheit, Freundlichkeit sowie Einfühlungsvermögen gegenüber den Patienten und Angehörigen verlangt", sagt Pflegedienstleiter Christian Lanz. „Sie blicken nun auf eine anspruchsvolle Ausbildungszeit.
Dabei können sie auf die langjährige Ausbildungserfahrung des Bethesda Krankenhauses und damit auf sehr gute Bedingungen für die kommenden drei Ausbildungsjahre setzen.“  

Mit Erfolg bestanden: die neu examinierten Pflegekräfte freuen sich auf ihre neuen Aufgaben.

 

Vortrag: „Lungenkrebs - Vorbeugung, Frühdiagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Duisburg, 24. August 2016 - Krebs ist eine Geißel der Menschheit. Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom, Lungenkarzinom) ist dabei eine der häufigsten Krebserkrankungen. Die Zahl der Lungenerkrankungen ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen.
In Deutschland erkranken jährlich rund 52.500 Menschen an Krebs der Lunge und der Bronchien. Etwa 43.000 Menschen verlieren den Kampf gegen diese heimtückische Krebsart und sterben daran. Risikofaktor Nummer eins ist das Rauchen. Rund 90 Prozent der Bronchialkarzinome bei Männern sind darauf zurückzuführen, schätzt das Robert-Koch-Institut. Von den erkrankten Frauen haben mindestens 60 Prozent mehrere Jahre geraucht.
Das Lungenkrebsrisiko steigt umso mehr, je früher jemand mit dem Rauchen angefangen hat, je länger und je mehr Zigaretten pro Tag er oder sie raucht. Lungenkrebs entwickelt sich meist im Verborgenen. Die Betroffenen bemerken anfangs keine Symptome, weil Krankheitsbilder, die zudem oft unspezifisch sind, erst später auftreten. An Lungenkrebs sterben mehr Menschen als an Brustkrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs zusammen. 
Der Lungenkrebs ist in den letzten 60 Jahren, im Gegensatz zu allen anderen Krebsarten, die Krankheit, die sich potenziert. Um die Zahl der Neuerkrankungen zu vermindern liegt den Medizinern des Bethesda Krankenhauses die Prävention sehr am Herzen.  
Thema des Patientenforums im August wird „Lungenkrebs - Vorbeugung, Frühdiagnostik und Behandlungsmöglichkeiten “ sein. Referenten sind Dr. Clemens Maurer, Chefarzt der Pneumologie, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin  am Bethesda Krankenhaus und Dr. Norbert Koch, Sektionsleiter Thoraxchirurgie.
Sie werden in einem leicht verständlichen Vortrag, die Ursache von Lungenkrebs erklären und erläutern, welche Diagnostik und Therapien zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 30. August um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


2015 beschäftigten die NRW-Krankenhäuser 39 921 Ärztinnen und Ärzte
In den 352 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern wurden im Jahr 2015 rund 4,5 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt; das waren 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren Ende 2015 mit 39 921 Personen 2,6 Prozent mehr hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte beschäftigt als Ende 2014 (damals: 38 892). Die Zahl der Beschäftigten im Pflegedienst lag mit 100 312 in etwa auf dem Niveau von Ende 2014 (damals: 100 251).


Wie die Statistiker weiter mitteilen, hat sich die durchschnittliche Verweildauer der Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 3,1 Tage reduziert. Während Kranke im vergangenen Jahr im Schnitt 7,3 Tage im Krankenhaus (2014: 7,4 Tage) blieben, hatte die durchschnittliche Verweildauer vor 15 Jahren noch bei 10,4 Tagen gelegen. Der Bestand an Krankenhäusern hat sich in NRW - u. a. auch aufgrund von Fusionen - im Vergleich zum Jahr 2000 um 110 auf 352 Häuser verringert. (IT.NRW) (220 / 16)

 

 

Informationsveranstaltung der Schule für Logopädie

Duisburg, 19. August 2016 - Am Donnerstag, den 25. August 2016 um 15 Uhr informiert die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna über den Beruf des Logopäden/ bzw. der Logopädin und über die Ausbildungsmöglichkeiten.
Die Plätze für die Informationsveranstaltung sind begrenzt, um Anmeldung unter Telefon 0203 755-1355 wird gebeten. „Wir möchten vor allem Schülerinnen und Schüler aus Duisburg ansprechen, die sich für den Beruf des Logopäden bzw. der Logopädin interessieren“, erklärt Karin Jochimsen, Leiterin der Schule für Logopädie.
„Die Arbeit als Logopäde ist abwechslungsreich und vielfältig mit Elementen aus Pädagogik, Psychologie und Medizin. Spaß an der Arbeit mit Menschen sollten Bewerber in jedem Fall mitbringen.“

Ausbildungsbeginn im Oktober 2016

Am 1. Oktober 2016 ist Ausbildungsbeginn der staatlich anerkannten Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna, die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. In dieser Zeit werden alle erforderlichen medizinischen Grundlagen vermittelt. Neben Linguistik lernen die Auszubildenden die menschliche Neurologie und Muskulatur sowie die unterschiedlichen Störungsbilder und Therapiemöglichkeiten kennen.

 

HELIOS Klinikum Duisburg eröffnet Lungenzentrum

Duisburg, 17. August 2016 - Gebündelte Kompetenz für kleine und große Patienten, vor allem bei Lungentumoren und chronischen Atemwegserkrankungen Erkrankungen der Atemwege gehören mittlerweile zu den häufigsten medizinischen Diagnosen weltweit. Über 50 000 Patienten sterben allein in Deutschland jährlich an bösartigen Lungen- und Bronchialtumoren – mit steigender Tendenz.
Um dieser Situation Rechnung zu tragen, vereint das HELIOS Klinikum Duisburg in Hamborn am Standort St. Johannes nun die Kompetenz und Erfahrung der an der Therapie beteiligten konservativen und operativen Fachabteilungen in einem interdisziplinären Lungenzentrum. Das neue Zentrum bietet Patienten aller Altersgruppen damit die gesamte Bandbreite in der Versorgung akuter und chronischer Veränderungen des Lungen- und Bronchialtraktes.
Zu den besonderen Schwerpunkten gehören die internistische und operative Therapie vor allem bei Lungentumoren, chronischen Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma sowie bei berufsbedingten Staublungenerkrankungen. Neben der Abteilung für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin sowie der kürzlich erweiterten Thoraxchirurgie gehören auch die Teams der Onkologie und der Pädiatrie zu den primären Ansprechpartnern. Ergänzt wird das Zentrum durch enge Kooperationen mit der hauseigenen Radiologie sowie der Strahlentherapie und der Pathologie.
„Zwar haben wir alle auch vorher schon zusammengearbeitet, aber ein gemeinsames Zentrum eröffnet uns noch bessere Möglichkeiten, etwa gemeinsame Visiten und Konferenzen, eine vereinfachte Dokumentation, kürzere Wege und schnellere Absprachen. Wir bieten dem Patienten damit von der Diagnostik über die internistische oder operative Therapie bis zur Nachsorge alles aus einer Hand und unter einem Dach“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Duisburg, das Konzept. Eine wichtige Voraussetzung dafür war auch die kürzlich vorgenommene Erweiterung der Thoraxchirurgie am Haus – eine wesentliche Säule in der erfolgreichen Therapie von Lungenerkrankungen.
Mit dem Start des erfahrenen Thoraxchirurgen und neuen Sektionsleiters, Dr. Viachaslau Halaunia, erweiterte sich das Angebot um neue operative Verfahren wie etwa die minimal-invasive Tumor- und Metastasenchirurgie mit modernster videoendoskopischer Technik (sogenannte VATC-Lobektomien) oder spezielle Eingriffe bei Kindern und Säuglingen in enger Kooperation mit der Kinderklinik.
Letztere ist eine der wenigen Kliniken in der Region mit einem pneumologischen Schwerpunkt, Chefarzt Dr. Peter Seiffert selbst ist Kinderpneumologe und bietet spezielle Sprechstunden zum Thema an. Auch eine Asthmaschulung für die gesamte Familie gehört zum Angebot. Im Bereich der Krebsbehandlung wiederum profitieren die Patienten des HELIOS Klinikum Duisburg von der Expertise der größten nicht-universitären Onkologie-Abteilung in NRW unter Verantwortung von Prof. Dr. Carlo Aul, der auch in diesem Jahr wieder auf die FOCUS-Liste der besten Krebsmediziner Deutschlands gewählt wurde.

V.l.: Chefarzt Onkologie Prof. Dr. Carlo Aul, Chefarzt Kinderklinik Dr. Peter Seiffert, Chefarzt Pneumologie Priv.-Doz. Dr. Nikolaus Büchner und Sektionsleiter Thoraxchirurgie Dr. Viachaslau Halaunia)

 

Onlineschulungen für jedermann

Duisburg, 11. August 2016 - Ab sofort können Besucher auf der Website des HELIOS Klinikums Duisburg an Onlineschulungen zum richtigen Umgang mit Antibiotika teilnehmen. Kurze Filme, Animationen und Quizfragen vermitteln kurz und bündig das notwendige Wissen zum Thema.
Grundlage für die unternehmensweite Initiative ist das diesjährige Wissensziel der HELIOS Kliniken Gruppe, im Jahr 2016 alle Mitarbeiter im korrekten und bewussten Umgang mit Antibiotika zu schulen.
Vom Chefarzt über die Pflegekraft bis hin zum Serviceassistenten werden auch am HELIOS Klinikum Duisburg alle einbezogen.
Nun stehen die bislang nur intern zugänglichen Onlineseminare für alle frei nutzbar im Internet zur Verfügung. Je nach Vorkenntnissen können die Teilnehmer zwischen verschiedenen Versionen wählen, die Schulung dauert rund 45 Minuten. So profitieren medizinische Laien ebenso wie Ärzte oder Pflegende von diesem kostenfreien Angebot.

Zu finden ist es auf der Startseite des HELIOS Klinikum Duisburg unter
www.helios-kliniken.de/duisburg oder direkt auf der zentralen Unternehmenswebsite unter http://www.helios-kliniken.de/wissen/wissensziel-2016.html  

Hintergrundinformation: Bei der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten gelten Antibiotika nach wie vor als wichtigstes Instrument. Wirken können sie aber nur dann, wenn die Indikation richtig gestellt und der Wirkstoff korrekt ausgewählt wurde. Durch übermäßigen und unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika werden weltweit ungewollt Bakterien gezüchtet – sogenannte multiresistente Erreger –, die gegen immer mehr Antibiotika resistent sind.
Diese Keime können für abwehrgeschwächte Menschen lebensbedrohlich werden. Deshalb sind Antibiotikaresistenzen ein zentrales Gesundheitsproblem unserer Zeit.

Babyboom in den Sana Kliniken: Glückwünsche zur 1.000 Geburt   

Duisburg, 10./08.08.2016 – Familie Karadag-Aydemir hatte allen Grund zur Freude als ihr Sohn Beran am 5. August um 8.20 Uhr geboren wurde. Er war genau die 1.000 Geburt in den Sana Kliniken Duisburg in diesem Jahr und stand damit gemeinsam mit seinen Eltern Direm und Suleyman im Mittelpunkt der Geburtshilfestation. Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt gratulierte zu Berans Geburt mit einem Blumenstrauß und einem Gutschein für einen Eltern-Kind-Kurs des Gesundheitsprogramms Klinikum Vital.
 Die Eltern verbrachten die ersten Tage mit Beran gemeinsam in einem Familienzimmer der Neugeborenenstation und er eroberte schnell das Herz seines Bruders Devin und seiner Familie, die ihn bereits besucht haben. Berans Eltern hatten sich für eine Geburt in den Sana Kliniken Duisburg entschieden, da sie bereits während der Schwangerschaft vom Team der Frauenheilkunde und Geburtshilfe gut begleitet wurden.  
Das Team um Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt freut sich über das Vertrauen, das die Eltern ihnen für dieses ganz besonders wichtige Ereignis in ihrem Leben entgegenbringen. Die mögliche Verbindung von harmonischer Geburt bei einer maximalen Sicherheit stehe für viele Eltern bei der Auswahl ihrer Geburtsklinik immer mehr im Vordergrund. Daher entscheiden sich werdende Eltern zunehmend für eine Klinik, die über eine Geburtshilfe und eine angeschlossene Kinderklinik verfügt. Die Sana Kliniken Duisburg erfüllen mit dem angeschlossenen Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level I) genau diese Voraussetzungen.
„Wichtig ist für uns dennoch, dass die Geburt das Natürlichste der Welt bleibt“, betont der Chefarzt der geburtenstärksten Duisburger Klinik.  
Bereits fünf Wochen früher als in 2015 konnte in diesem Jahr die 1.000 Geburt verzeichnet werden. Damit setzt sich der Babyboom der letzten Jahre in den Sana Kliniken Duisburg fort. I
m vergangenen Jahr gab es im gleichen Zeitraum 851 Geburten, das entsprach 899 Kindern. Auch bei den Mehrlingsgeburten gibt es in 2016 wieder einen Anstieg, denn mit 56 Zwillingspärchen (in 2015 waren es 44 Mal Zwillinge) und ein Mal Drillingen- entspricht dies insgesamt 1.061 Kindern, die bisher in den Sana Kliniken Duisburg zur Welt kamen. Vor einem Jahr wurde aufgrund der hohen Geburtenzahlen ein vierter Kreißsaal eröffnet, der ganz im Zebra-Look des MSV Duisburg gestaltet ist. Hier wurden bisher zirka 80 Kinder geboren.

Direm Karadag-Aydemir mit Sohn Beran und Ehemann Suleyman gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt.

 

Neu an Bord in den Sana Kliniken Duisburg: Für 64 Schülerinnen und Schüler startete die Ausbildung in der Krankenpflege  
Duisburg, 10.08.2016 – Auch in diesem Jahr starten wieder 64 Schülerinnen und Schüler in den Sana Kliniken Duisburg ihre Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. In der dreijährigen Ausbildungszeit warten mindestens 2.300 Stunden Theorie (in NRW 200 Stunden mehr als in jedem anderen Bundesland) und 2.500 Stunden praktischer Einsatz in den Stationsbereichen auf die Neuen.
In den ersten zwei Ausbildungsjahren erfolgt im Rahmen der integrativen Ausbildung ein gemeinsamer Unterricht, im dritten Ausbildungsjahr findet dann die Spezialisierung für den Bereich Erwachsenen- und Kinderkrankenpflege statt. Dennoch legen die Auszubildenden bereits beim Start ihren Schwerpunkt fest. Für die Erwachsenen-Krankenpflege haben sich 42 junge Frauen und 4 junge Männer entschieden, für die Kinderkrankenpflege startete 18 Schülerinnen, davon kommen drei Auszubildende aus dem St. Clemens-Hospital in Geldern.  
„Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder so motivierte Auszubildende begrüßen konnten“, erklärt Siegfried Drzisga, der als Schulleiter mit seinem Kollegenteam die Schüler in den nächsten drei Jahren eng begleiten wird. Dass sich so viele junge Leute für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege entschieden hätten, sei ein Beweis, dass dieser Beruf für jungen Menschen durchaus attraktiv sei. Die Ausbildung in der Pflege stelle für die jungen Menschen eine hohe berufliche Identifikation und die Aneignung entsprechender Basis- und Schlüsselqualifikationen dar. Damit gebe es eine Vielzahl beruflicher Weiterent-wicklungschancen für die zukünftigen Pflegekräfte.  
Den Pflegeberuf auch zukünftig attraktiv zu gestalten, sei eine wichtige Aufgabe der Krankenhäuser, erklärt Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. Nur so könne man dem zunehmenden Bedarf der Versorgung von kranken Menschen gerecht werden. „Wir legen daher großen Wert darauf, dass unsere Pflegeschüler eine gute Ausbildung erhalten und sich bei uns wohlfühlen.“
Ziel sei es, möglichst viele der Auszubildenden nach dem Examensabschluss zu übernehmen. „Daher freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder 19 Schülerinnen und Schüler in unser Pflegeteam der Sana Kliniken Duisburg übernehmen konnten“, so Puke.  
Mit einem Ausbildungstag wurden die 64 Schülerinnen und Schüler in ihren beruflichen Lebensweg eingeführt, um ihnen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gute Orientierung in den Sana Kliniken Duisburg zu ermöglichen.

64 Schülerinnen und Schüler

 

Ich habe Smartphone

Duisburg, 08. August 216 - Mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: Köpfe, die über Smartphones oder Tablets gebeugt sind und Daumen, die über Displays galoppieren – in der Bahn, auf der Straße, im Wartezimmer. Da erstaunt es eigentlich niemanden, dass diese unnatürliche Haltung auch an unserem Körper Spuren hinterlässt. Mediziner bekommen es daher immer häufiger mit den digitalen Nachwehen zu tun, allen voran: „Handynacken“ und „SMS-Daumen“.
Im Zeitalter immer rasanterer Datenautobahnen, Flatrates und natürlich Pokémon Go verbringen viele Deutsche täglich unzählige Minuten am Smartphone, Tablet oder E-Book. Privat wie beruflich sind die Geräte im Dauereinsatz. Für die Nutzung nehmen ihre Benutzer dabei allerdings oft eine völlig unnatürliche Haltung ein: Sie lassen den Kopf herunterhängen und die Schultern sacken nach vorne. Als Folge drohen nicht nur Muskelverspannungen sowie Nacken- und Schulterschmerzen, sondern auch dauerhafte Haltungsschäden.

Die Ursache für die potenziellen Spätfolgen ist leicht erklärt: Unser Kopf wiegt im Durchschnitt vier bis sechs Kilogramm. Wenn er um rund 15 Grad nach vorne gebeugt wird, wirken zusätzliche 13 Kilogramm auf den Rücken. Je tiefer der Kopf nach vorne sinkt, desto stärker wird unsere Wirbelsäule belastet. Wer auf sein Mobilgerät blickt, senkt seinen Kopf aber nicht nur um 15, sondern meist sogar um 60 Grad.
Durch den Zug des Kopfes wirken dann über 27 Kilogramm auf Nacken und Rücken. Das entspricht etwa dem Körpergewicht eines siebenjährigen Kindes. 
„In dieser Position muss die Halswirbelsäule einer hohen Kraft entgegenwirken. Die Bänder sind ständig gedehnt, die Muskulatur ist angespannt, der Bereich kann nicht mehr gut mit Blut versorgt werden", sagt Dr. Khanh-Toan Hau, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am HELIOS Klinikum Duisburg.
Das kann dazu führen, dass sich die Muskeln dauerhaft verhärten und Betroffene ständig eine Art Schonhaltung einnehmen. „Wenn möglich, sollte man zum Beispiel lieber an einem Schreibtisch mit dem Laptop oder Handy hantieren und sich nicht dazu auf die Couch lümmeln“, rät Hau. „Der Bildschirm sollte sich dabei möglichst auf Augenhöhe oder knapp darunter befinden, auch wenn es beim Handy etwas seltsam anmutet."
Zusätzlicher Tipp: Zwischendurch immer wieder die Haltung wechseln und nie zu lange in einer Position verharren. Auch sollte man öfter mal in die Ferne schauen, um Augen- und Nackenmuskulatur zu trainieren oder Ausgleichsübungen einschieben, das heißt, einfach mal nach hinten neigen, sich strecken, die Bauchmuskulatur in die Länge ziehen, die Arme mit in die Höhe nehmen.
Auch der Daumen wird beim digitalen Tippen oder Wischen gefordert oder überbeansprucht. Erstes Anzeichen für eine Überlastung ist meist ein ziehender Schmerz entlang des Daumenstrahls. Betroffene sollten dieses Warnsignal nicht ignorieren, denn sonst kann eine Sehnenentzündung drohen – mit zum Teil langwieriger Therapie. „Dank verschiedener Tests können wir erkennen, wie weit die Entzündung schon fortgeschritten ist. Anfangs ist meist eine vorrübergehende  Ruhigstellung des  Gelenkes, mit Unterstützung von Schienen oder Bandage, hilfreich.
Überlasten die Patienten die Daumen allerdings weiter, kann die Entzündung chronisch werden“, erklärt Dr. Jörn Redeker, Chefarzt der Plastischen- und Handchirurgie am HELIOS Klinikum Duisburg. Bei schweren Fällen hilft dann zum Teil nur noch eine Kortisonspritze oder die Operation. Dabei wir das das sogenannte Sehnenfach aufgespalten, um die entzündlich eingeklemmte Sehne  zu entlasten.
Untersuchungen selbst an jungen Handynutzern konnten darüber hinaus auch eine Verdickung des Mittelnervs (Nervus medianus) nachweisen – mit ähnlichen Symptomen wie bei einer beginnenden Einengung des Nerven , dem sogenannten Karpaltunnelsyndrom. 
Wer nicht gleich die effektivste Prävention betreiben will, nämlich das Handy einfach mal ruhen lassen, sollte zumindest ab und an die Freisprech- oder Diktierfunktionen seines Telefons austesten. Mails oder Nachrichten lassen sich in aufrechterer Sitzposition ja auch wunderbar einsprechen.

 

UDE/UK Essen: Zusammenhang bislang zu wenig beachtet Schlaf und Schlaganfall

Duisburg, 03. August 2016 - Wer an Schlaflosigkeit (Insomnie) oder nächtlichen Atemaussetzern (Schlafapnoe) leidet, muss mit einem höheren Schlaganfallrisiko leben. Auch die anschließende Erholungsphase verläuft bei ihm ungünstiger. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Prof. Dirk M. Hermann, Inhaber des Lehrstuhls für vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen. Sie wurde gerade in der renommierten US-Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht. 

Gemeinsam mit einem Schweizer Kollegen untersuchte Prof. Hermann die aktuelle Datenlage zu den Zusammenhängen zwischen Schlafstörungen und Schlaganfall. Die darauf beruhende Metaanalyse bestätigt, dass Schlaganfallpatienten unbedingt auf Schlafstörungen hin untersucht werden sollten. Gleiches gilt für Personen mit einer transitorisch-ischämischen Attacke, deren Symptome einem Schlaganfall ähnlich sind.  

Das geschieht bislang zu selten, obwohl Schlaganfallpatienten häufig Schlafstörungen haben. „Da sie öfter einen weiteren Schlaganfall erleiden oder sich schlechter davon erholen, müssen Patienten mit Schlafstörungen oder schlafbezogenen Atemstörungen zum Beispiel häufiger in ein Pflegeheim verlegt werden als andere Patienten nach einem Schlaganfall“, erklärt Studienautor Professor Hermann. Dabei kann man gezielt eingreifen: Um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, sollten Schlafapnoepatienten eine Behandlung mit einer Atemmaske erhalten.  

Man unterscheidet zwei Kategorien von Schlafstörungen: schlafbezogene Atmungsstörungen, wie die obstruktive Schlafapnoe, unterbrechen die Atmung während des Schlafes. Schlaf-Wach-Störungen, etwa die Insomnie oder das Restless-Legs-Syndrom, beeinflussen dagegen die Gesamtdauer des Schlafs.

 

Schmerzexperten im Bethesda Krankenhaus ausgebildet

Duisburg, 02. August 2016 - Nichts beeinträchtigt die Lebensqualität von Menschen mehr als Schmerzen. Durch ein gezieltes Schmerzmanagement können jedoch vielen Menschen Schmerzen erspart bleiben. Wenn die Erkenntnisse der modernen Schmerztherapie konsequent umgesetzt werden, können sowohl akute als auch chronische Schmerzen gelindert oder sogar verhindert werden.
Chronische Schmerzen, die heute als eigenständiges Krankheitsbild verstanden werden, haben mehr Einfluss auf die Lebensqualität als alle anderen chronischen Erkrankungen. Durch eine rechtzeitig eingeleitete, systematische Schmerzbehandlung werden schmerzbedingte Komplikationen reduziert, der Heilungsprozess beschleunigt und damit letztlich auch Kosten gesenkt. Den Pflegefachkräften kommt durch ihren engen Kontakt mit Patienten und Bewohnern eine zentrale Rolle beim Schmerzmanagement zu.  
Zu ihren Aufgaben gehört es, auftretende Schmerzen frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und in Kooperation mit anderen Berufsgruppen entsprechende Maßnahmen zu koordinieren bzw. durchzuführen. Deshalb absolvierten jetzt 13 Fachpflegekräfte des Bethesda Krankenhauses die Weiterbildung zur „Algesiologischen Fachassistenz – Schmerzmanagement in der Pflege“. 

Vor allem die Themenbereiche Schmerzerfassung, Schmerzdokumentation sowie verschiedene therapeutische Verfahren wurden praxisbezogen vermittelt, um die Voraussetzungen für den Expertenstandard Schmerzmanagement zu erfüllen. Das Projekt wurde erstmalig im Bethesda Krankenhaus realisiert. Geführt wurde das Projekt von zwei bereits ausgebildeten algesiologischen Fachassistenten, Dirk Kombert und Marc Ochmann, zusammen mit dem Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Prof. Dr. Jörg Meyer, die mit Hilfe von internen und externen Dozenten den Teilnehmern ein außerordentliches Fortbildungsprogramm bieten konnten.
An diesem ersten Lehrgang nahmen ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bethesda Krankenhaus Duisburg teil, die täglich Patienten mit Schmerzen betreuen und pflegen. Zielsetzung ist es, die Schmerzversorgung der Patienten im Bethesda Krankenhaus auch in Zukunft auf dem bestmöglichen Niveau zu leisten. Deshalb steht nun jeder Station eine Pflegekraft mit der Zusatzausbildung bei Fragen und Problemen die Patienten betreffend zur Verfügung.   

Mit Erfolg bestanden – die neuen Schmerzexperten - Foto BETHESDA

 

Humboldt-Stipendiatin bei Chemikern: Nano-Forschung gegen Krebs

Duisburg, 29. Juli 2016 - Neue Strategien gegen Krebs finden – das möchte auch Prof. Dr. Xiao-Yu Hu von der Nanjing University. Mögliche Lösungen sucht die 35-jährige Chinesin auf der Nano-Ebene. Als Humboldt-Forschungsstipendiatin für erfahrene Wissenschaftler ist sie derzeit Gast bei Prof. Dr. Carsten Schmuck an der Fakultät für Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE).  
Um neue Strategien gegen die Krankheit zu entwickeln, wird die Chemikerin untersuchen, wie sich Moleküle und Ionen zu übergeordneten (supramolekularen) Verbänden zusammenlagern. Solche Aggregate verfügen über Eigenschaften, die die einzelnen Teilchen nicht haben. Sie können z.B. als Transportkapseln dienen, um Krebsmedikamente zu Tumoren zu transportieren, und sie dort gezielt freisetzen.
Die Stipendiatin möchte bis Ende 2017 solche neuartigen supramolekularen Transportsysteme entwickeln und ihre Eigenschaften in Zellexperimenten testen. Ihre Forschung wurde in ihrem Heimatland mehrfach ausgezeichnet.  
Dass Tumor-Forschung extrem wichtig ist, zeigen u.a. Statistiken des Robert-Koch-Institutes: Bei etwa 500.000 Menschen wird die Diagnose Krebs in Deutschland pro Jahr gestellt, er ist eine der häufigsten Krankheiten und zugleich zweithäufigste Todesursache.

 

Pflegekurse für Angehörige
Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 3. August. Duisburg. Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person. Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an.
In Zusammenarbeit mit den Pflegekassen und der Uni Bielefeld werden im Kurs „familiale Pflege“ Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt.
Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen. Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt. Start ist am 3. August von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg. Anmeldungen und weitere Informationen gibt es unter Telefon: 02066/291212 oder per Mail: familialepflege@t-online.de.   

Pflegeausbildung in den Sana Kliniken Duisburg beendet -
19 Schülerinnen und Schüler werden übernommen

Duisburg, 26. Juli 2016 - Geschafft! Insgesamt 42 Absolventen haben im Juli das „Prüngspaket“ aus schriftlicher, praktischer und mündlicher Prüfung im Anschluss an ihre dreijährige Ausbildung in den Sana Kliniken Duisburg erfolgreich absolviert, davon vier Schülerinnen und Schüler mit der Note „Sehr Gut“ in allen Bereichen. So strahlten zur Examensfeier 24 frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und 18 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen anlässlich Ihrer Examensfeier und Zeugnisübergabe in die Kamera.  
Die Sana Kliniken Duisburg sind mit über 1.700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsunternehmen in Duisburg. Damit verbunden ist das Interesse den jungen Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz sondern ebenso auch Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu bieten. Die Sana Kliniken Duisburg streben jedes Jahr eine Übernahme möglichst vieler Auszubildender nach ihrem Examen an.  
Den Pflegeberuf auch zukünftig attraktiv zu gestalten, sei eine wichtige Aufgabe der Krankenhäuser, erklärt Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. Nur so könne man dem zunehmenden Bedarf der Versorgung kranker Menschen gerecht werden. Die Sana Kliniken haben aus diesem Grund einen Bereich Unternehmensstrategie Pflege etabliert und vor kurzem einen ersten bundesweiten Sana-Pflegekongress durchgeführt. Die Sana Kliniken Duisburg legen großen Wert darauf, dass die Pflegeschülerinnen und –schüler eine qualitativ gute Ausbildung erhalten und sich wohl fühlen. Wunsch ist es, möglichst viele der Auszubildenden nach dem Examensabschluss zu übernehmen.   
„Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr insgesamt 19 der Examensschülerinnen und -schüler in unserem Pflegeteam begrüßen können. So behalten wir unseren qualifizierten und hochmotivierten Nachwuchs direkt im Hause“, freut sich Pflegedirektor Detlef Prost. Die jungen Pflegerinnen und Pfleger starten ihre Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen der Wedau Kliniken. Dazu gehören neben den vielen Allgemeinstationen auch die Interdisziplinäre Notaufnahme, die Kinderklinik, die Geriatrie sowie die Intensivbereiche. Auch in den letzten Jahren konnten die Sana Kliniken Duisburg immer wieder einen großen Teil der Absolventen übernehmen.  

Geschafft! Insgesamt 42 Absolventen haben im Juli das „Prüfungspaket“ aus schriftlicher, praktischer und mündlicher Prüfung im Anschluss an ihre dreijährige Ausbildung in den Sana Kliniken Duisburg erfolgreich absolviert

 

 

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna: Infoabende mit Kreißsaalführung
Am 04. August und am 18 August um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. 
Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.  

 

Elternschule im Bethesda Krankenhaus hat noch freie Kursplätze

Duisburg, 25. Juli 2016 - Viele interessante Angebote rund um das Thema Geburt bietet die Elternschule am Bethesda Krankenhaus auch in den Sommerferien an. So können werdende Eltern zahlreiche Kurse rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und die Zeit danach für Mutter, Eltern, Kind und Geschwister finden. Alle Kurse und Veranstaltungen werden von Mitarbeitern aus dem Kreißsaal und der Wochenbettstation betreut.
Die Kurse finden unter praxisorientierter und erfahrener Leitung statt und so kann schon vor der Geburt ein Vertrauensverhältnis zu den Betreuerinnen aufgebaut werden. Mutter, Vater und Kind sollen sich von Anfang an im Bethesda Krankenhaus wohl und sicher fühlen.  

Intensive Geburtsvorbereitung:
Geburtsvorbereitungskurse für werdende Eltern im Bethesda Krankenhaus geben Sicherheit für die bevorstehende Geburt. In entspannter Atmosphäre werden Informationen vermittelt sowie Körper- und Entspannungsübungen, Atemtechniken und Wehensimulationen vorgestellt und geübt. Geburtsvorbereitung für Paare: 18. August - 22. September 2016, donnerstags ab 19.00 Uhr  

Rückbildungsgymnastik mit Kind: 
Um nach der Schwangerschaft und der Geburt wieder fit zu werden, wird Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer in der Rückbildungsgymnastik richtig trainiert. Typische Beschwerden wie Rückenschmerzen und Blasenschwäche werden gemindert. Ein gemeinsames Rückbildungstraining mit dem Baby fördert zudem den Körperkontakt zum Kind und fördert die Sinne und das Gefühl von Nähe und Liebe.
Rückbildungsgymnastik nach der Geburt
9. November - 21. Dezember 2016, mittwochs, ab 11.30 Uhr   Informationen unter Tel. 0203 6008-1210 im Bethesda, Heerstraße 219, oder per Mail an
elternschule@bethesda.de. Anmeldungen für den Kurs Rückbildungsgymnastik ist erforderlich.  

Prof. Dr. Peer Abilgaard ist neuer Chefarzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in den Sana Kliniken Duisburg - und er ist Professor für Musikgesundheit

Abschluss der Neubau- und Baumaßnahmen für die Psychiatrie für Anfang 2018 erwartet
Duisburg, 20. Juli 2016 – Prof. Dr. Peer Abilgaard heißt der neue Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in den Sana Kliniken Duisburg. 

Der neue Chef ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Diplom-Musikpädagoge. Er studierte Medizin an den Universitäten Köln und Paris, sowie Gesang und Trompete an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sein AIP absolvierte Abilgaard im Fachbereich Neurologie im Klinikum Duisburg. Nach Abschluss seiner Facharztausbildung in der LVR-Klinik Langenfeld war er in der Schweiz und als Chefarzt in einer Privatklinik in Bad Säckingen tätig. Seit 2010 leitete er in den Helios Kliniken Duisburg die Psychiatrie, Gerontopsychiatrie und Psychotherapie.

 

Prof. Abilgaard ist ein überregional anerkannter Experte und bringt viel Erfahrung mit ins Klinikum. Mit dem Wechsel zu den Sana Kliniken Duisburg kehrt er zu einem Wendepunkt der Berufsorientierung in seiner Laufbahn zurück.
„Während meines AIP in der Neurologie habe ich erfahren, dass eine Therapie nicht nur den Menschen mit seiner Erkrankung im Blick haben muss, sondern dass ein ganzheitlicher Ansatz besonders wichtig ist,“ erzählt Abilgaard. Daraufhin habe er sich entschieden, seinen Schwerpunkt auf die Psychiatrie und Psychotherapie zu legen und eine entsprechende Facharztausbildung absolviert. Seine musikpädagogische Fachkompetenz blieb weiterhin fester Bestandteil seiner Arbeit, denn Musik schärfe die Sensibilität fürs Zuhören und für die Informationen „zwischen den Worten“, betont der Professor für Musikergesundheit.


„Ich freue mich sehr, zusammen mit den Teams im Bertha Krankenhaus und den Wedau Kliniken die Herausforderung einer zukunftsorientierten Patientenversorgung anzunehmen und die Schwerpunkte weiter zu entwickeln.“ Dabei stelle die interdisziplinäre Vernetzung mit der Geriatrie und dem Neurozentrum durch die möglichen Synergien einen wichtigen Schwerpunkt dar. Ebenso in den Fokus will Abilgaard die Versorgung von Traumapatienten nehmen. „Viele der psychiatrischen Patienten haben eine gestörte Stresstoleranz aufgrund traumatischer Belastungen in ihrer Lebenssituation, der Gesundheit oder den Arbeitsumständen.“
Auch hier sei eine enge Verzahnung der Berufsgruppen besonders wichtig. Zur Stärkung des psychosomatischen Schwerpunktes werde das Expertenteam weiter ausgebaut, erklärt der neue Chefarzt in den Sana Kliniken Duisburg.

 

„Medizin und Pflege wird immer von Menschen gemacht. Im Bereich der sprechenden Medizin spielt die Psychiatrie eine überragende Rolle. Deshalb freue ich mich, dass wir mit Prof. Dr. Peer Abilgaard einen herausragenden und überregional renommierten Nachfolger für Dr. Hermann Pelzer gefunden haben“ so Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. „Prof. Abilgaards exzellente Vernetzung mit somatischen Bereichen wie Geriatrie und Neurozentrum in den Wedau Kliniken stärken diesen Fachbereich.“
Zum Gesamtkonzept gehören auch die gerade begonnen Baumaßnahmen für die Erwachsenen- und die Kinder- und Jugendpsychiatrie im Bertha Krankenhaus in Rheinhausen. Insgesamt investiert Sana für Neubau und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden über fünf Millionen Euro.

Krankenstand in NRW: Duisburg deutlich über Landesdurchschnitt   
In Nordrhein-Westfalen (NRW) war jede Erwerbsperson im letzten Jahr durchschnittlich 15,7 Tage krankgeschrieben. Duisburg liegt mit 19 Tagen deutlich über diesem Wert. Dies teilte die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres aktuellen Gesundheitsreports mit.
Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage gab es in Bonn (12,1 Tage), die meisten in Herne (20,9 Tage). Hauptursachen waren Rückenschmerzen, psychische Probleme sowie akute Infekte der oberen Atemwege. Der Trend aus den Vorjahren setzt sich fort: Beschäftigte in Verwaltungsstädten wie Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster haben die geringste Anzahl an Fehltagen – Arbeitnehmer im Ruhrgebiet die höchste. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten in NRW insgesamt um 4,2 Prozent angestiegen.
"Betriebliches Gesundheitsmanagement wird daher zunehmend wichtiger", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW. "Die Digitalisierung hat mittlerweile fast alle Branchen erreicht. Flexible Arbeitszeiten lösen das alte Modell fester Arbeitszeiten zunehmend ab. Das belastet viele Arbeitnehmer stark." Unternehmen müssen die Gesundheit ihre Mitarbeiter daher aktiv fördern.
"Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze. Es geht um gute Strukturen, darum, die Mitarbeiter einzubeziehen und vor allem um Wertschätzung."  
Hintergrund: Grundlage der Auswertungen des Gesundheitsreports bilden anonymisierte Routinedaten zu aktuell 4,6 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen, darunter rund 1,1 Millionen aus NRW. Damit sind rund 17 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen Rhein und Weser bei der TK versichert. Zu den Erwerbspersonen gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslosengeld I-Empfänger. 

Ein Jahr Sana Kliniken Duisburg / Bundesweit wird Sana 40 Jahre

Duisburg, 18. Juli 2016 – Genau vor einem Jahr wurde mit einer symbolischen Schiffstaufe aus dem Klinikum Duisburg die Sana Kliniken Duisburg. Dies war gleichzeitig der offizielle Anteilsübergang in den Verbund der Sana Kliniken AG. Darauf hat Geschäftsführer Dr. Stephan Puke heute hingewiesen. „Wir freuen uns, dass wir unsere Position als wichtiger Gesundheitsversorger in der Region in den vergangenen Jahren stetig ausbauen konnten. Dafür ist es gut, Teil eines großen Verbundes zu sein und von den Erfahrungen im Konzern zu profitieren.“

Die Zeitkapsel (Vordergrund) reist im Jubiläumsjahr durch alle Sana Kliniken

 

Die Sana Kliniken Duisburg sind der derzeit am stärksten wachsende Maximal- und Schwerpunktversorger in der Region. Auch im ersten Halbjahr sind die Patientenzahlen weiter gestiegen, insgesamt um fast sechs Prozent. Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum verwies darauf, dass die Vernetzung innerhalb der Sana Kliniken, aber auch in der Region, wichtig für eine bestmögliche medizinische Versorgung sei, getreu dem Motto: „Im Dienste des Patienten und zum Wohle der Gesellschaft“.  
Mit Rückblick auf das erste Jahr der Sana Kliniken Duisburg kann man bereits Fortschritte im Hinblick auf die geplanten Bauvorhaben verzeichnen. In diesen Tagen startet der erste Bauabschnitt am Bertha Krankenhaus in Rheinhausen mit dem Abriss des alten Verwaltungsgebäudes. An gleicher Stelle wird ein Neubau zur Modernisierung der Erwachsenen- und Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie entstehen. Große Fortschritte gibt es ebenso für den geplanten Neubau der Wedau Kliniken.
Der Prozess zum Stellen der Bauanträge ist gestartet. „Die Investitionen in die Zukunftssicherung dieses Hauses sind unbedingt notwendig und können nun mit der Anteilsmehrheit der Sana Kliniken AG umgesetzt werden“, so Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. In den nächsten Jahren werde ein Investitionsvolumen von 105 Million Euro realisiert.  
Pünktlich zum einjährigen Bestehen der Sana Kliniken Duisburg traf die Sana-Zeitkapsel in Duisburg ein, die zum 40-jährigen Bestehen des Sana Konzerns bundesweit durch alle Sana Kliniken reist. Inspiriert von der Idee der Olympischen Fackel wird diese mit einem GPS-Sender versehene Zeitkapsel als Projekt „Sana on Tour“ in 365 Tagen und nach zirka 3.650 Kilometern alle Standorte der Sana AG bereist haben.      
Seit März weisen alle Sana Kliniken auf ihren Internet-Seiten auf das 40-jährige Jubiläum hin. Im Foyer der Sana Kliniken Duisburg steht ein Roll-Up, das eine Deutschlandkarte mit allen Standorten der Sana Kliniken AG zeigt.  
Zum Geburtstag der Sana Kliniken AG Die Sana Kliniken AG mit Sitz in Ismaning bei München ist einer der ältesten privaten Klinikbetreiber am Markt – und mit 48 Krankenhäusern sowie einem Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro (2015) auch einer der erfolgreichsten. Der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Dr. Michael Philippi, sieht den Erfolg des Unternehmens vor allem darin begründet, dass der Krankenhausverbund im Laufe der vier Jahrzehnte immer wieder Entwicklungen auf dem Krankenhausmarkt maßgeblich mitbestimmt oder gar vorweggenommen habe.  
Dr. Philippi: „Sana hat als erster privater Klinikbetreiber im Jahr 1984 ein kommunales Krankenhaus übernommen – und zurück auf die Erfolgsstraße geführt. Zudem haben wir mit dem Managementvertrag in den 90er Jahren ein damals neues Instrument etabliert, das viele Kommunen genutzt und geschätzt haben. Hat es ihnen doch die Möglichkeit eröffnet, das Management zu professionalisieren und vom Know-how eines erfahrenen Trägers zu profitieren, ohne das Haus verkaufen zu müssen. Daraus konnten wir dann individuelle Beteiligungsmodelle ableiten, die uns zu einem bevorzugten Partner vieler Landkreise und Städte gemacht haben.“

Hier liegen auch die Herausforderungen für die Zukunft. Denn obwohl die Akquise und der Betrieb von Krankenhäusern in Zukunft Kerngeschäft der Sana Kliniken AG bleiben wird, so gehe es doch heute verstärkt darum, integrierte und individuelle Versorgungskonzepte für die unterschiedlichen regionalen Herausforderungen zu finden. Hier setze Sana auf die intersektorale Vernetzung und sei stets offen für die Kooperation mit regionalen Partnern.  
Ausschnitte aus der Unternehmensgeschichte Gegründet wurde die Sana Kliniken GmbH am 11. März 1976 aus dem bereits vier Jahre zuvor ins Leben gerufenen „Verein zur Planung und Förderung privater Krankenhäuser“. Träger des Vereins waren damals 18 private Krankenversicherungen. Ziel war und ist es, Krankenhäuser auf medizinisch und pflegerisch höchstem Niveau zu führen und diese dabei gleichzeitig wirtschaftlich zu betreiben. Wörtlich hieß es damals: „Vorbild sein für andere und zeigen, dass medizinische und pflegerische Höchstleistungen mit wirtschaftlicher Betriebsführung vereinbar sind.“        

Noch im gleichen Jahr übernimmt Sana das Tabea-Krankenhaus in Hamburg-Blankenese. 1980 folgt eine Klinik in Bad Wildbad, die im Laufe der Jahre zu einem bis heute renommierten Standort zur Behandlung von Gelenk- und Rheumaerkrankungen ausgebaut wird. In den Jahren danach folgen zwei Kliniken in München. Sie zählen heute unter dem Namen Sana Kliniken Solln-Sendling zu den größten orthopädischen Kompetenzzentren in Süddeutschland. Mit dem Klinikum in Hürth übernimmt Sana als erster privater Träger 1984 ein kommunales Krankenhaus.
In den kommenden Jahren werden die Infrastruktur  ausgebaut und die medizinischen und pflegerischen Leistungen erweitert. Nach der Wende kommt das Krankenhaus Bergen auf Rügen zum inzwischen weiter gewachsenen Konzern.   1990 werden die ersten Managementverträge abgeschlossen. Mitte der 90er Jahre nutzen mehr als 30 Krankenhausträger die Managementkompetenz des Unternehmens. Dennoch gehen auch die Akquisen weiter.
Zur Jahrtausendwende gehören bereits mehr als 20 Häuser zur Sana Kliniken GmbH. 2000 folgen das Klinikum in Remscheid, 2005 die Standorte in Berlin-Brandenburg und 2010 die Regio Kliniken. Zuletzt hat die Sana Kliniken AG – die Umwandlung von der GmbH in eine Aktiengesellschaft erfolgte 2007 - Kliniken in Offenbach und im Leipziger Land übernommen.  

 

Patienten in NRW sind IGeL-Skeptiker

Duisburg, 13. Juli 2016 - Patienten in Nordrhein-Westfalen (NRW) nehmen die wenigsten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Anspruch. Nur 26 Prozent haben ihrem Arzt schon einmal eine Extra-Leistung abgekauft, die sie aus eigener Tasche bezahlen mussten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt hat. Fleißigste IGeL-Abnehmer sind mit rund 46 Prozent die Patienten in der Länderregion Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.  
"Diese Skepsis ist durchaus berechtigt", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. "IGeL-Angebote sind nicht immer medizinisch sinnvoll oder notwendig. Viele wurden bereits vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geprüft und abgelehnt. Deshalb dürfen sie von den Kassen auch nicht erstattet werden", erklärt van Aalst.
"Wir empfehlen unseren Versicherten, sich Nutzen und Risiken genau erklären zu lassen. Auf keinen Fall sollten Patienten sich vorschnell entscheiden. IGeL sind niemals dringend." Entsprechende Informationen bietet die TK auf ihren
Internetseiten.

UDE/UK Essen: Neues therapeutisches Zielmolekül? Hoffnung für Alzheimer-Patienten  

Duisburg/Essen, 07. Juli 2016 - Eine wegweisende Entdeckung für Alzheimer-Erkrankte ist vermutlich Wissenschaftlern des Instituts für Neuropathologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) gelungen in Kooperation mit der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und der Klinik für Psychiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie entdeckten die zentrale Rolle, die das Enzym Kallikrein 8 (KLK8) für den Krankheitsverlauf spielt. Hierüber berichtet das renommierte Fachmagazin Alzheimer's & Dementia in seiner aktuellen Ausgabe.  

35 Mio. Menschen leiden unter Alzheimer – damit ist sie die häufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. In Deutschland sind rund 1,2 Mio. davon betroffen. Bis 2050 werden sich die Zahlen vermutlich noch verdreifachen wegen des demographischen Wandels. Krankheitssymptome sind der fortschreitende Abbau geistiger Fähigkeiten, gesteigerte Ängstlichkeit bis hin zum kompletten Persönlichkeitsverlust. Bis heute ist die Krankheit nicht heilbar und verläuft immer tödlich. Auf 600 Mrd. US-Dollar belaufen sich die jährlichen Behandlungskosten, schätzt die WHO.  

Die Neuropathologin Prof. Dr. Kathy Keyvani: „Die Ursachenerforschung und -bekämpfung verlief bislang ohne nennenswerten Erfolg. Ein Hoffnungsschimmer verbindet sich nun mit dem körpereigenen Enzym Kallikrein (KLK) 8, das an der Gedächtnisbildung und Angstentstehung beteiligt ist.“ Schon in einem frühen Krankheitsstadium konnten die Wissenschaftler im Gehirn der Betroffenen einen KLK8-Überschuss feststellen. Außerdem veränderten sich die KLK-Werte im Blutplasma und Gehirnwasser (Liquor) auffällig.  
Wenn man also die Aktivität dieses Enzyms ausbremst, schlussfolgerten die Forscher, wirkt sich dies vermutlich auf den Krankheitsverlauf aus. Und die Versuchsergebnisse gaben ihnen recht: Wurde die KLK8-Enzymaktivität vier Wochen lang im Tiermodell durch Antikörper gehemmt, schwächten sich die pathologischen Veränderungen in einem frühen Krankheitsstadium ab oder verschwanden sogar ganz – und das ohne erkennbare Nebenwirkungen.  
Die Enzymblockade wirkt auf mehreren Wegen: zum einen senkt sie die Alzheimer-typische Ablagerung schädlicher Proteinaggregate (Plaques) im Gehirn, weil weniger davon in der Plaque-Vorstufe produziert wird und schon vorhandene Plaques ausgeschwemmt und entfernt werden.
Außerdem kann die krankheitstypische Tau-Pathologie unterbunden werden, bei der das geschädigte Transportprotein Tau zum Absterben erkrankter Nervenzellen beiträgt. Stattdessen werden die Nervenzellen komplexer und robuster, das Gehirn schüttet weniger angstauslösende Signale aus.  

Prof. Kathy Keyvani: „Hocherfreulich ist, dass im Mausmodell schon all die Alzheimer-typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust oder gesteigerte Ängstlichkeit, weitgehend überwunden sind.“ Auch wenn die Studienergebnisse sehr vielversprechend sind: bis zur Einführung eines möglichen Therapeutikums ist noch ein langer Weg zu überwinden. Ob KLK8 zudem Aussichten hat, sich als früher Biomarker in der Alzheimer-Diagnostik zu etablieren, muss noch weiter untersucht werden. Für diese wegweisende Erfindung hat die UDE ein internationales Patent angemeldet.  

 V.l.n.r.: Sitzend: Yvonne Münster, Prof. Dr Kathy Keyvani, stehend: Dr. Arne Herring, Dr. Sarah Teuber-Hanselmann. (Foto UDE/UK Essen)


Projekttage – „Wie funktioniert ein Krankenhaus?“

Duisburg, 05. Juli 2016 - Im Rahmen der Projekttage haben die Schülerinnen und Schüler des Franz-Haniel-Gymnasium aus Homberg  jetzt das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift besucht. Dabei lernten sie die verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses kennen. Höhepunkt war für die 45 Schülerinnen der Besuch in der Notaufnahme. Heribert Adams, Pflegeleiter der Notaufnahme​, erklärte den 5-10-Klässlern dabei nicht nur den Ablauf in der Notaufnahme, sondern auch die Funktionsweise des sogenannten Mädchenfängers.  

 

 

Vortrag: „Missverständnis Bandscheibe“ - Mythen, Wahrheiten, Therapiemöglichkeiten

Duisburg, 30. Juni 2016 - Rheuma, Osteoporose, Gelenkarthrosen und Rückenbeschwerden: Längst sind orthopädische Erkrankungen zu wahren Volksleiden geworden. Wir sitzen viel, bewegen uns zu wenig, fordern unsere Gelenke mit Extremsportarten, belasten unsere Knie durch Übergewicht. Die Folge: Orthopädische Erkrankungen nehmen zu. Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten medizinischen Problemen in Deutschland. Rund 70 Prozent der Deutschen leiden darunter, 12 Prozent sogar täglich. 20 Millionen Deutsche suchen jedes Jahr wegen Rückenschmerzen einen Arzt auf. Doch viele Patienten werden falsch behandelt, denn nicht jeder Rückenschmerz ist gleichzeitig ein Bandscheibenvorfall.

 

„Viele Patienten kommen täglich mit Rückenschmerzen zu uns und denken sofort an einen Bandscheibenvorfall“, sagt Chefarzt der Orthopädie, Dr. Dietmar Kumm. „Aber nur zwei bis drei Prozent aller Rückenschmerzen werden durch die Bandscheibe verursacht. Andere Gründe, wie Verschleiß, Fehlhaltungen oder Überlastung sind oftmals die eigentliche Ursache“, ergänzt Daniela Diesing, Ärztin der Orthopädie und Ansprechpartnerin für die Wirbelsäulensprechstunde im Bethesda. Um den betroffenen Menschen schnell, effektiv und nachhaltig helfen zu können, ist eine umfassende und frühzeitige Behandlung wichtig. Das Bethesda Krankenhaus betreut in seiner Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie regelmäßig Patientinnen und Patienten, die unter unterschiedlichen orthopädischen Erkrankungen leiden. Das Behandlungsspektrum reicht von der Wirbelsäulenorthopädie und Stabilisierungs-Operationen bei Frakturen der Wirbelsäule über die Behandlung von Spinalkanalstenosen und die Ballonkyphoplastie bei osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen bis hin zu der Behandlung von Bandscheibenvorfällen und der minimal-invasiven Osteoporose-Behandlung sowie zu Rückenpräventionsangeboten.
„Wir legen in unserem Haus besonderen Wert auf eine patientenorientierte Versorgung“, betont Kumm. „Aus diesem Grund ist uns die ganzheitliche Behandlung, Betreuung und Therapie unserer Patienten ein wichtiges Anliegen.“

 

Thema des Patientenforums im Juli wird „Missverständnis Bandscheibe - Mythen, Wahrheiten, Therapiemöglichkeiten sein.  Referenten sind Dr. Dietmar Kumm, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Bethesda Krankenhaus und Daniela Diesing, Ärztin der Orthopädie und Leitung der Wirbelsäulensprechstunde. Sie werden in einem leicht verständlichen Vortrag, die Ursache von Rückenbeschwerden erklären und erläutern, welche Diagnostik, Therapien und möglichen Operationen überhaupt Sinn machen und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 5. Juli um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna
Am 07. Juli und am 21. Juli um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. 
Zudem finden im Juli gleich drei weitere Vorträge rund um die Themen „Baby und Geburt“ statt. Am 11. Juli geht es um die Pflege des Neugeborenen, am 18. Juli um das Thema „Stillen“ und am 25. Juli findet wieder der beliebte Großelternkurs statt. Die Vorträge beginnen um 18 Uhr. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.

 

Medizinischer Montag in den Sana Kliniken Duisburg: Urlaubsreisen mit Kindern   

Duisburg, 29. Juni 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg am Montag, den 04. Juli, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein. Bei diesem Termin steht das Thema „Urlaubsreisen mit Kindern“ im Mittelpunkt.  
Gerade auf Urlaubsreisen und zur Sommerzeit kann es bei Kindern schnell zu Blessuren, Infekten oder Verletzungen kommen. Wie können Eltern vorbeugen, was können sie selbst behandeln und wann sollte besser ein Kinderarzt aufgesucht werden?
Tom Stapper, Arzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in den Sana Kliniken Duisburg, wird in einem leicht verständlichen Vortrag  über folgende Themen informieren: Wie kann ich mein Kind vor einem Sonnenbrand schützen? Wie kommt es zu einem Sonnenstich, wie äußert sich dieser und wie wird er behandelt? Was sind Zecken, wo kommen diese vor, wie kann man sich schützen z.B. durch Impfung und welche Krankheiten rufen Zecken hervor?
Der Magendarminfekt im Urlaub: Wie kann ich meinem Kind helfen und wann ist eine ärztliche Vorstellung notwendig? Was mache ich bei einer Verbrennung/einer Verbrühung meines Kindes? Was sind die typischen Gefahrensituationen? Was ist bei Stürzen und anderen Verletzungen zu beachten? Was sollte meine Reisapotheke beinhalten? Im Anschluss an den Vortrag steht Tom Stapper gerne zur Beantwortung der Fragen zum Thema bereit.

 

Die ‚glückliche Geburt‘ – was jede Frau sich wünscht“  

Duisburg, 16. Juni 2016 - Der Frauenklinik des Bethesda Krankenhauses kommt seit Jahrzehnten in der Geburtshilfe eine regionale Bedeutung zu. Bei in der gesamten Bundesrepublik sinkenden Geburtenraten ist die Zahl der Entbindungen mit rund 1200 pro Jahr vergleichsweise hoch. Schwangere Frauen bzw. Wöchnerinnen und Neugeborene werden in einer speziellen geburtshilflichen Ambulanz und in einer ebenso spezialisierten geburtshilflichen Station betreut.

Das Thema natürliche Geburt hat im Bethesda Krankenhaus eine jahrzehntelange Tradition. Wassergeburten, Zwillingsgeburten und vaginale Geburten bei Beckenendlage gehören zu den besonderen Leistungsmerkmalen der Klinik. Neben konventionellen Entbindungen werden alternative Gebärpositionen angeboten (Hocker, Gebärstuhl, Knieellenbogen, stehend am Seil).
Begleitend werden Homöopathie, Akupunktur, Aromatherapie und Bachblütentherapie eingesetzt. Für Schwangerschaften mit Beckenendlagen existiert eine individuelle Betreuung mit Wendungsmöglichkeiten und der Möglichkeit einer vaginalen Entbindung. Das Internet bietet werdenden Eltern ein umfangreiches Klinikangebot und viele Informationen zu den verschiedenen Ausstattungen und Services. Doch was wirklich zählt und die Entscheidung maßgeblich beeinflusst, sind persönliche Gespräche, Eindrücke, das Kennenlernen der Akteure aus der Klinik und eine individuelle Betreuung.  

Referent Prof. inv. Dr. Hans-Joachim Muhs, Chefarzt der Frauenklinik I und Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums am Bethesda Krankenhaus wird in einem leicht verständlichen Vortrag, Möglichkeiten der natürlichen Geburt erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 21. Juni um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

 

 

Tag des Schlafes am 21. Juni 2016
Schläfrigkeit ist eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr

Duisburg, 16. Juni 2016 - Schlafstörungen können zum Risikofaktor werden – und das nicht nur für die eigene Gesundheit. Denn fast die Hälfte aller Unfallbeteiligten in Europa – rund 43 Prozent – hatten laut einer aktuellen Studie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in der Nacht zuvor schlecht geschlafen. Und immerhin noch 34 Prozent sahen sich sogar als einen chronisch schlechten Schläfer. Im Umkehrschluss: Ein ausreichender Nachtschlaf dient nicht nur der Gesundheit, sondern verringert auch das Unfallrisiko bei Fahrten mit dem Auto.   Eigentlich weiß jeder aus eigener Erfahrung, dass zu wenig Schlaf die Konzentrationsfähigkeit stark beeinflussen kann.

Der folgende Vergleich macht es aber noch plastischer: Denn schon 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen das Reaktionsvermögen in gleichem Maße wie ein 0,5 Promille Blutalkoholspiegel. 22 Stunden ohne Schlaf sind sogar vergleichbar mit 1,0 Promille. „Besonders gefährlich ist die Kombination von Schlafmangel selbst mit auch nur geringen Mengen an Alkohol", erklärt Priv.-Doz. Dr. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Duisburg.
Viele Menschen unterschätzen zudem auch längere Nachtfahrten. Denn die Gefahr, am Steuer einzuschlafen, ist besonders in den frühen Morgenstunden zwischen vier und sieben Uhr sehr hoch. „Legen Sie bei längeren Fahrten deshalb unbedingt alle zwei Stunden eine kurze Pause ein. Wenn Müdigkeit aufkommt, kann auch ein kurzes Nickerchen auf einem Parkplatz in Verbindung mit einem koffeinhaltigen Getränk helfen."
Die Fahrpausen sollte man zudem nutzen, um sich zu bewegen, denn kleine Übungen oder eine kurze Spazierrunde halten das Herz-Kreislaufsystem in Schwung. Wichtig ist: Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte grundsätzlich mit seinem Arzt sprechen, bevor er sich ans Steuer setzt. "Insbesondere Patienten mit nächtlichen Atemaussetzern beim Schnarchen, der sogenannten  Schlafapnoe, sind gefährdet. Die Erkrankung ist für den Kreislauf extrem belastend und erschwert die nächtliche Regeneration der Zellen. Die Folge können unter anderem chronische Erschöpfung und Unkonzentriertheit sein“.

Da wundert es nicht, dass bei Menschen mit dieser Erkrankung im Vergleich zu gesunden Schläfern auch das Risiko für einen Verkehrsunfall doppelt so hoch ist. Durch einen Besuch im Schlaflabor lässt sich die Störung aber meist gut behandeln. 
Besonders betroffen von einem erhöhten Unfallrisiko im Zusammenhang mit Müdigkeit sind auch Schichtarbeiter – bei Ihnen kommt der sogenannte Sekundenschlaf häufiger vor – , Berufskraftfahrer und Menschen, die regelmäßig bestimmte Medikamente, wie etwa Antidepressiva, einnehmen. „Bei immerhin rund 20 Prozent der zugelassenen Medikamente auf dem deutschen Markt sind Müdigkeit und eingeschränkte Fahrtüchtigkeit als Nebenwirkung angegeben“, so Dr. Büchner.
Er rät daher: "Hier lieber einmal mehr den Arzt um Rat fragen, denn bei einem Verkehrsunfall ist der Verursacher selten alleine betroffen, sondern gefährdet auch andere."  
Zur oben genannten Studie: Sie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) gemeinsam mit der europäischen Gesellschaft für Schlafforschung durchgeführt und beschäftigte sich mit Häufigkeit und Ursachen von schläfrigkeitsbedingten Unfällen. In 19 europäischen Ländern wurden dazu über 12 700 Verkehrsteilnehmer befragt. Fakten und Tipps rund um den Schlaf  
·         Wir schlafen nie durch Selbst wenn wir morgens ausgeruht aufwachen und glauben, die ganze Nacht tief und fest geschlafen zu haben, wachen wir in der Nacht bis zu 28 Mal auf. Die Gründe hierfür sind nicht genau geklärt, vermutet wird aber eine Art Schutzfunktion des Körpers. Diese Phasen dauern aber nur wenige Minuten, so dass wir uns am Morgen meist nicht daran erinnern.   ·         Weder mit vollem noch mit leerem Magen lässt sich gut schlafen. Daher besser drei Stunden vor dem Schlafen die letzte Mahlzeit zu sich nehmen und abends auf leichte Kost wie beispielsweise Fisch und Gemüse setzen.  
·         Warum wir nach Alkoholgenuss oft schnarchen Alkohol wirkt zunächst wie ein Einschlafmittel, führt aber meist zu einer unruhigen zweiten Nachthälfte. Zum einen hält der Prozess des Giftabbaus den Körper „auf Trab“, zum anderen kommt es unter Alkoholeinfluss zu einer vermehrten Muskelerschlaffung im Rachen. Die Rachenwände vibrieren dann bei der Atmung, was als Schnarchen hörbar wird.   ·         Das Schlafzimmer ist zum Schlafen da Computer oder Fernseher sind hier fehl am Platz. Der Raum sollte Ruhe ausstrahlen, das Zimmer zudem lärmgeschützt und dunkel sein. Eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius ist optimal.  
·         Nicht jeder Mensch muss acht Stunden schlafen. Die durchschnittliche Schlafdauer liegt in Deutschland bei etwa sieben Stunden. Allerdings kann das individuell stark schwanken: So fühlen sich einige schon nach fünf Stunden gut erholt, andere benötigen bis zu zehn Stunden. Unser Schlafbedürfnis ist übrigens erblich festgelegt und kann nicht umtrainiert werden!  
·         Großmutters Tipp wirkt tatsächlich: Warme Milch mit Honig hilft beim Einschlafen. Der Eiweißbestandteil Tryptophan in der Milch  wird im Körper für die Produktion des Schlafförderers Serotonin benötigt.  
·         Schlaftabletten sind nur in Ausnahmefällen und auch nur vorübergehend eine Lösung, denn sie unterdrücken die Symptome und beheben nicht die Ursache. Besonders gefährlich sind dabei Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine, die schnell abhängig machen.  

 

Tag der Vielfalt in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 15. Juni 2016 - Die Geschäftsführung der Sana Kliniken Duisburg hat sich heute bei all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit bedankt. All denjenigen, die einen Krankenhaus-Beruf ausüben, wird viel Engagement, Mitgefühl und Toleranz abverlangt. Vor allem Toleranz und Wertschätzung gegenüber Angestellten fordert der Verein Charta der Vielfalt e.V. auf dessen Initiative hin sich heute der Diversity-Aktionstag zum vierten Mal jährt.

Durch die Unterschrift der Charta der Vielfalt haben sich die Sana Kliniken Duisburg dazu verpflichtet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Das Ziel sei es, Vielfalt, Toleranz, Fairness und Wertschätzung in der Arbeitswelt der Krankenhäuser zu fördern. Bei der Sana Kliniken AG sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 100 verschiedenen Nationen beschäftigt.

In den Sana Kliniken Duisburg arbeiten rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen verschiedenen Nationen. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter bringt Erfahrungen, Werte und Talente in den täglichen Ablauf mit ein. Genau diese Unterschiede sind es jedoch,  die die Gemeinschaft stärken. Und gerade weil sie so mannigfaltige Aufgaben erfüllen, ist es gut, auch unterschiedliche Kulturen, Ansichten und Religionen zu vereinen.  
 
Der Diversity-Tag 2016 steht ganz im Zeichen zukunftsweisender Ansätze zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen. Alle Kliniken des Sana-Verbundes beteiligen sich an diesem Tag. Aus dem Aktionstag hat Sana einen ganzen Aktionsmonat gemacht. Das Ergebnis der konzernweiten „Vielfalt, die uns stärkt.“-Fotoaktion ist auf Facebook zu sehen.   

 

Diskussion um Gesundheits-Apps: Qualitätsstandards notwendig
Verdacht auf Behandlungsfehler: TK-Broschüre unterstützt Patienten  

Diskussion um Gesundheits-Apps: Qualitätsstandards notwendig
Düsseldorf/Duisburg, 8./10. Juni 2016 - In diesem Jahr werden schätzungsweise 225 Milliarden mobile Apps heruntergeladen. Viele Apps aus den Bereichen Lifestyle, Medizin und Gesundheit bedienen den boomenden Trend des Selftrackings. Ein Markt, der für viele User unübersichtlich und unüberschaubar ist. Daher begrüßt die Techniker Krankenkasse (TK) in Nordrhein-Westfalen die Forderung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nach EU-weiten Standards für Gesundheits-Apps. 
"Die Technik entwickelt sich viel rasanter als der gesetzliche Rahmen – hier müssen wir nachsteuern", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW. "Das E-Health-Gesetz ist in diesem Zusammenhang ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht ausreichend. Was wir brauchen, ist ein konstruktiver Dialog über die Chancen und Risiken eines digitalisierten Gesundheitswesens. Bei allem Nutzen der neuen Funktionen muss Datenschutz garantiert werden."
Für eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg im Auftrag der TK untersuchten Wissenschaftler, welche Angebote es bereits auf dem Markt der rund 400.000 Medizin-, Gesundheits- und Lifestyle-Apps gibt und was die Nutzer davon haben. Ihr Fazit: Gesundheitsbezogene Apps werden künftig in der Prävention und der Chroniker-Versorgung ihren festen Platz haben. Es hapert heute jedoch bei den meisten Angeboten noch an der Qualität - und an der Nachhaltigkeit. Weil es so viele Gesundheits-Apps gibt und diese sich in ihrem Nutzen und in ihrer Qualität zum Teil gravierend unterscheiden, sollten Anwender genau hinschauen und gezielt auswählen. Eine Checkliste der TK hilft hier weiter.

 

Verdacht auf Behandlungsfehler: Neue TK-Broschüre unterstützt Patienten  
Das neue künstliche Hüftgelenk knarrt, das Brustimplantat besteht aus billigem Industriesilikon oder der Patient hat einfach nach der Operation das mulmige Gefühl, dass etwas schiefgelaufen ist. Schnell steht der Vorwurf eines Behandlungsfehlers im Raum. Mit einer neuen Broschüre gibt die Techniker Krankenkasse (TK) allen Versicherten einen Leitfaden an die Hand, was sie in solch einer belastenden Situation tun können und welche Rechte sie haben.  
Erst mit dem Arzt sprechen
Generell sollten Betroffene bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler zuerst das Gespräch mit dem Arzt suchen. Werden die Zweifel nicht ausgeräumt, kann er sich an seine Krankenkasse wenden. Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW erklärt das Procedere:
"Sollte sich in den Gesprächen mit der Kasse ein Verdacht auf einen Behandlungsfehler erhärten, wird zunächst ein Gutachten erstellt. Sofern daraufhin eine außergerichtliche Einigung mit den Ärzten und/oder Kliniken nicht möglich ist, wird die Krankenkasse den ihr entstandenen Schaden durch ein gerichtliches Verfahren einfordern. Der Versicherte kann den Ausgang des Prozesses abwarten und dadurch einschätzen, ob eine eigene Klage Aussicht auf Erfolg hat und dabei Gutachten der Kasse kostenlos nutzen."  
Chirurgische Behandlungsfehler am häufigsten Mehr als 840 Versicherte aus NRW haben sich 2015 bei der TK wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Fehler gemeldet. Allein 389 Fälle verzeichnet die Kasse im chirurgischen Bereich. Auf Platz zwei landeten die Zahnmediziner mit 105 Verdachtsfällen, gefolgt von den Gynäkologen (72 Verdachtsfälle) und Orthopäden (67 Verdachtsfälle). Im vergangenen Jahr hat die TK bundesweit 14 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Falschbehandlungen zurückgefordert – für NRW waren es circa 3,5 Millionen. Broschüre Behandlungsfehler  

 

Krebsberatung in Duisburg  
Für eine psychoonkologische Beratung am Dienstag, 14. Juni, sind noch Termine frei. Dr. Manfred Prumbaum (Psychoonkologe) steht in der Zeit von 15 bis 16 Uhr im Konferenz– und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ an der Schwanenstraße in der Stadtmitte als Ansprechpartner zur Verfügung. Um eine telefonische Anmeldung unter (0203) 283-4632 wird gebeten.

Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz am 7. Juni
Infonachmittag von 12 bis 15 Uhr in den Sana Klinikum Duisburg

Duisburg, 02. Juni 2016 – Die Sana Kliniken Duisburg beteiligen sich am Dienstag, den 7. Juni, am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., mit Unterstützung vieler weiterer Schmerzorganisationen auf die lückenhafte Versorgung der bundesweit zirka 15 Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden.  
Damit ist der Schmerz eine Volkskrankheit wie Diabetes und Bluthochdruck.

Viele Menschen, die unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, aber auch Tumorschmerzen leiden, sind in Deutschland immer noch unterversorgt – insbesondere in der Behandlung von chronischen Formen. Statistiken zeigen, dass die Hälfte aller Schmerzpatienten unzureichend behandelt wird.  

Die Sana Kliniken Duisburg wurden in diesem Jahr bereits zum vierten Mal mit dem TÜV-Zertifikat für ein gelungenes Akutschmerzmanagement ausgezeichnet. Zum Aktionstag gegen den Schmerz sind interessierte Besucher und Patienten am 7. Juni in der Zeit von 12 bis 15 Uhr zu einem Infonachmittag herzlich willkommen.  
Das Team der Schmerzambulanz unter der Leitung von Dr. Alexandra Knille, Oberärztin der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, gibt am Aktionstag Einblicke in die verschiedenen Methoden der Schmerzbehandlung.

„Für die Entstehung von Schmerzen gibt es viele Ursachen. Diese herauszufiltern, ist unsere erste Aufgabe.“ erklärt Dr. Alexandra Knille. Ebenso wichtig sei eine auf die Patienten individuell abgestimmte Therapie, die eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche erfordere. Daher werden am Aktionstag gegen den Schmerz zum Beispiel auch die Rheuma-Liga Duisburg sowie der Palliativ-Konsiliardienst Informationen für die Besucher bereithalten.  
Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. bietet am 7. Juni bundesweit zwischen 9.00 und 18.00 Uhr bundesweit eine kostenfreie telefonische Patienten-Hotline unter 0800-18 18 129 an. Vormittags zwischen 11.00 und 12.00 Uhr steht Dr. Alexandra Knille als Expertin für die Fragen der Anrufer zur Verfügung.

 

Sana Kliniken Duisburg beteiligen sich am Welthirntumortag Infonachmittag am Mittwoch, 8. Juni von 14.30 bis 17.00 Uhr
Die Deutsche Hirntumorhilfe ruft jährlich am 8. Juni zum bundesweiten Welthirntumortag auf. Auch die Neurochirurgie der Sana Kliniken Duisburg lädt interessierte Bürger und Patienten sowie Angehörige zu einem Informationstag ein. Von 14.30 bis 17.00 Uhr können sich Interessierte über moderne Diagnostik und Therapie bei Hirntumorerkrankungen informieren. Fachärzte bieten für Laien verständliche medizinische Vorträge über die Themen „Neuroonkologie“, „Chirurgie bei Hirntumoren“ und „Operationen bei kindlichen Tumoren“ an.

Anschließend können die Besucher bei einer Führung durch den OP-Saal einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich umfassend über die Operationsmöglichkeiten informieren. Den Initiatoren des Welthirntumortages ist es ein wichtiges Anliegen, die Erkrankung und die neuen Entwicklungen in der Therapie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 6.000 Menschen an einem bösartigen Hirntumor.
In den letzten Jahren ist ein Anstieg der Erkrankungen bei jungen Menschen zu verzeichnen. Dies spielt gerade in der aktuellen Diskussion um die Risiken für Handy-Nutzer eine große Rolle. Um ein Vielfaches höher ist die Anzahl der Patienten mit Hirnmetastasen, die sich infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden entwickeln.
Jede Diagnose ist für die Patienten zunächst ein riesiger Schock und die Frage „war es das jetzt?“ setzt die Betroffenen unter einen enormen psychischen Druck. „Diese Frage stellen sich in der Tat fast alle Patienten, die mit dieser Diagnose zu uns kommen. Viele von Ihnen sind verzweifelt“ so Prof. Dr. Martin Scholz, Chefarzt der Neurochirurgie in den Sana Kliniken Duisburg. Dabei kann man heutzutage in den meisten Fällen sinnvoll behandeln, in einigen Fällen sogar eine dauerhafte Heilung herbeiführen.
„Wir sind stolz, dass wir heute vielen Patienten mit Hirntumor Therapien anbieten können, die weitaus lebensverlängernd wirken als noch vor Jahren. Danach streben wir bei jedem Patienten und arbeiten hart, dieses Ziel zu erreichen“ betont Prof. Scholz die Wichtigkeit eines erfolgreichen Therapiekonzeptes. Klinik für Neurochirurgie In der Klinik für Neurochirurgie werden jährlich zirka 2.500 Eingriffe durchgeführt, davon in ca. 95 Prozent der Fälle mit einem hochmodernen Operationsmikroskop.
Es stehen technische Hilfsmittel zur Verfügung, von denen man noch vor Jahren nicht geträumt hat: Ultraschallkontrolle der Operation in ungeahnter Bildauflösung, intraoperative Anfärbung von Tumoren mit Fluoreszenzfarbstoffen, HDEndoskope und Mikroskope, die nicht mit der Hand sondern mit dem Mund des Operateurs bedient werden und diesen automatisch erkennen. Sehr viele Tumore werden über die Nase oder über die Augenbraue entfernt.

 

UDE: Jetzt in klinischen Studien -Antikörper gegen Herpes Simplex-Viren

Oft mehr als lästig sind die Lippenbläschen, die durch eine Infektion mit dem weit verbreiteten Herpes Simplex Virus ausgelöst werden. Wer das Virus einmal im Körper trägt, muss auf Dauer mit ihm leben. Bald könnte ein neues Medikament auf dem Markt sein, das einen akuten Herpes-Schub unabhängig vom Immunsystem zielgerichtet bekämpfen hilft. Dazu wird ein bestimmter monoklonaler Antikörper eingesetzt, der an den Universität Duisburg-Essen (UDE) und Bonn entwickelt wurde für Patienten mit dem Herpes Simplex-Virus (HSV) Typ 1 oder 2.  

Nun ist auch die nächste Stufe auf dem Weg zum Medikament, die klinischen Studien, gesichert: Die Heidelberg ImmunoTherapeutics GmbH hat sich die Rechte an dem patentierten Antikörper zur antiviralen Therapie gesichert und wird das Erstellen eines entsprechenden Wirkstoffs weiter voran bringen. Dies ist ein entscheidender Faktor, denn oft birgt die Anwendungsreife der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der universitären Forschung eine Hürde. Denn solange die Wirksamkeit noch nicht bewiesen ist, lassen sich nur schwer Industriepartner gewinnen. Die Heidelberg ImmunoTherapeutics GmbH ist eine Ausgründung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Universitätsklinikums Heidelberg. 

Wenn sich der Wirkstoff in den klinischen Studien bewährt, schließt sich die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Arzneimittel-Entwicklung. Und die Patienten profitieren vom neuartigen Wirkmechanismus des Antikörpers, mit dem dann nicht nur der Herpes im Gesicht oder Genitalbereich behandelt werden kann, sondern auch so schwerwiegende Krankheitsbilder wie HSV-Reaktivierungen nach Organ- oder Knochenmarktransplantationen oder lebensbedrohliche Infektionen wie die HSV-Enzephalitis.  

Die Vertragsverhandlungen waren eine echte Herausforderung mit insgesamt acht Erfindern der beiden beteiligten Unis, die daran seit mehr als zwei Jahrzehnten gearbeitet hatten, sowie verschiedenen Instituten, dem Investor und der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. „Unser Team hat alles daran gesetzt, damit die Schutzrechte übertragen werden konnten. Nur so können Wirtschaft und Gesellschaft einen enormen Nutzen aus der patentierten Hochschulerfindung ziehen“, bestätigt Alfred Schillert, Geschäftsführer der federführenden PROvendis GmbH. Die Tochtergesellschaft von 24 Hochschulen fördert den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

 

Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung: „Forschung bedeutet Fortschritt im Kampf gegen Krankheiten. Deshalb ist es der gemeinnützigen José Carreras Leukämie-Stiftung ein zentrales Anliegen, auf innovative Forschungsprojekte wie dieses zu setzen. Es ist für alle Beteiligten und insbesondere die betroffenen Patienten besonders erfreulich, wenn die Resultate nach in der Regel langer und kostenintensiver Entwicklung in eine konkrete klinische Anwendung einmünden und die Stiftung neue Projekte aufsetzen lässt.“

 

Zwei der Firmenmitbegründer sind ehemalige Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen und Miterfinder der Antikörper. Sie werden als Gesellschafter bzw. als Geschäftsführerin die klinischen Phase-I –und IIa-Studien des Wirkstoffs leiten. „Dieser erfolgreiche Abschluss zeigt, dass sich der lange Atem der Hochschule auszahlt. Es gehört zu unserer Patent- und Transferstrategie, potenziellen Gründern den Zugang zu den Nutzungsrechten an unseren Patenten zu ermöglichen“, versichert Dr. Oliver Locker-Grütjen, Leiter des Science Support Center der Universität Duisburg-Essen. 

 

Informationsveranstaltung der Schule für Logopädie am 09. Juni um 15 Uhr  
Am Donnerstag, den 09. Juni 2016 um 15 Uhr informiert die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna über den Beruf des Logopäden/ bzw. der Logopädin und über die Ausbildungsmöglichkeiten. Die Plätze für die Informationsveranstaltung sind begrenzt, um Anmeldung unter Telefon 0203 755-1355 wird gebeten.
„Wir möchten vor allem Schülerinnen und Schüler aus Duisburg ansprechen, die sich für den Beruf des Logopäden bzw. der Logopädin interessieren“, erklärt Karin Jochimsen, Leiterin der Schule für Logopädie. „Die Arbeit als Logopäde ist abwechslungsreich und vielfältig mit Elementen aus Pädagogik, Psychologie und Medizin. Spaß an der Arbeit mit Menschen sollten Bewerber in jedem Fall mitbringen.“
Ausbildungsbeginn im Oktober 2016
Am 1. Oktober 2016 ist Ausbildungsbeginn der staatlich anerkannten Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna, die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. In dieser Zeit werden alle erforderlichen medizinischen Grundlagen vermittelt. Neben Linguistik lernen die Auszubildenden die menschliche Neurologie und Muskulatur sowie die unterschiedlichen Störungsbilder und Therapiemöglichkeiten kennen. Am 30. Juni 2016 endet die Bewerbungsfrist. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Fachoberschulreife oder eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene, mindestens zweijährige Ausbildung.

 

Meilenstein für die Malteser – HNO-Team führt erste Operationen mit dem Roboter durch

Duisburg, 31. Mai 2016 - Wenige Monate nach der ersten urologischen Roboter-OP haben jetzt auch die Hals-Nasen-Ohrenärzte des Malteser Krankenhaus St. Anna erfolgreich den ersten Tumorpatienten mit dem OP-Roboter „DaVinci“ operiert. Die OP fand im Malteser Krankenhaus St. Josefshospital in Uerdingen statt. Bisher nutzen nur sehr wenige HNO-Abteilungen in Deutschland diese Operationsmethode. Für das Malteser Robotik Zentrum bedeutet die Tumoroperation der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde mit dem Roboter den nächsten Meilenstein.

 

Weniger Schmerzen und Komplikationen, geringerer Blutverlust, raschere Wundheilung und eine hohe Präzision beim Eingriff selbst: Die DaVinci-Chirurgie bietet Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, zahlreiche Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Chirurgie. „Wir sind sehr stolz, dass wir eine der ersten Kliniken sind, die vor wenigen Tagen erstmals auch im HNO-Bereich die DaVinci-Operationsmethode angewandt haben. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Kollegen der Urologie am Malteser Krankenhaus St. Josefshospital in Uerdingen und der HNO-Klinik am St. Anna hat exzellent funktioniert“, berichtet  der Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH, Arne Greiner.
Verantwortliche HNO-Ärztin war bei der ersten Operation Dr. Sandra Hasenberg. Sie ist damit eine von ganz wenigen HNO-Ärzten in Deutschland, die eine Tumoroperation mit dem Roboter durchgeführt hat. Insbesondere bei Patienten mit Tumoren im Bereich des Rachens ergeben sich durch dieses roboterassistierte Verfahren zahlreiche Vorteile. Dazu zählt der Erhalt größerer Teile des umgebenden Gewebes, sodass die Funktionen postoperativ deutlich weniger beeinträchtigt werden. Eine logistische Herausforderung war dabei die Tatsache, dass die Operation in Uerdingen stattgefunden hat, die HNO-Ärzte aber üblicherweise in der Klinik im St. Anna in Huckingen operieren.

 

Während der Operation arbeitet der HNO-Chirurg an einer Konsole, über die er die Arbeitsarme des DaVinci-Operationssystems kontrolliert. Der DaVinci-Roboter führt dabei im Rachen mechanisch die Bewegungen aus, die der neben dem OP-Tisch sitzende HNO-Chirurg mit seinen eigenen Händen vorgibt. Über das dreidimensionale Bild der Kamera erfolgt eine vergrößerte dreidimensionale HD-Darstellung des Operationsfelds auf dem Bildschirm der Konsole.
„Damit haben wir zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über das Geschehen. Die Operationsinstrumente führen wir über den Mund des Patienten ein und können sie dann frei bewegen und bedienen“, berichtet Dr. Hasenberg (Foto). Hierdurch kann umgebendes gesundes Gewebe besser geschont werden.

Die dreidimensionale Beweglichkeit der Instrumente verschafft dem Operateur neue Möglichkeiten im Körper des Patienten. Daher kommt der erhebliche Nutzen des Operations-Roboters insbesondere bei Tumoren an herkömmlich schlechter erreichbaren Orten zum Tragen. Das roboterassistierte Verfahren ermöglicht einen deutlich erleichterten Zugang zum Rachen, sodass Tumore mit besseren funktionellen Ergebnissen und ohne Kieferspaltung entfernt werden können.

 

Im weiteren Umkreis am Niederrhein ist der DaVinci-Roboter der einzige Roboter. Insgesamt gibt es in Deutschland nur rund 70 Krankenhäuser und Uni-Kliniken, die mit dem DaVinci arbeiten; am linken Niederrhein steht der nächste in Gronau. „Wir werden jetzt unser Malteser Robotik Zentrum Schritt für Schritt weiter ausbauen. Nach der Urologie freuen wir uns, dass wir nun mit der HNO den nächsten Meilenstein erreicht haben“, ergänzt Greiner. 

 

 

Über das DaVinci-System:           

Das DaVinci-Operationssystem wurde in den USA entwickelt. Es wird seit dem Jahr 2000 eingesetzt und hat in den USA mittlerweile die konventionelle Laparoskopie in vielen Bereichen nahezu komplett abgelöst. Auch in Deutschland weiß man mehr und mehr die Vorzüge dieser Operationstechnik zu schätzen. Über 2-3 kleine Einstiche in der Haut gelangen die mit den Roboter-Armen verbundenen Instrumente zum Operationsgebiet. Zusätzlich werden ein Einstich für die ebenfalls Roboter-gesteuerte Kamera, sowie 1-2 weitere Einstiche für Assistenz-Instrumente (Spülung, OP-Clips, Nahtmaterial) benötigt.
Die Steuerung der Roboter-Arme bzw. der daran gekoppelten Instrumente übernimmt der Operateur an einer Konsole, an der er auf ein dreidimensionales Bild des Operationsgebietes blickt. Mit einem Zugewinn an Präzision werden die Handbewegungen des Operateurs damit auf Präparier- und Nahtinstrumente übertragen. Dank einer skalierten, computerunterstützten Übertragung und der optimalen Beweglichkeit der Instrumente können dabei kleinste Hand- und Fingerbewegungen millimetergenau und hochpräzise ausgeführt werden. Kamerabewegung, Bildfeld und bis zu 12-fache Vergrößerung werden ebenfalls vom Operateur an der Konsole gesteuert.

 

Führungswechsel in der Psychiatrie Neuer Chefarzt ist Spezialist für Suchterkrankungen und Suizidprävention

 Duisburg, 31. Mai 2016 - Prof. Dr. med. Friedrich Martin Wurst übernimmt ab August die chefärztliche Leitung der Klinik für Psychiatrie und Gerontopsychiatrie in der HELIOS St. Vincenz Klinik. Zuletzt als Universitätsprofessor und Klinikdirektor in Salzburg tätig, folgt er jetzt auf Prof. Dr. med. Peer Abilgaard, der sich ab Juni einer neuen beruflichen Herausforderung widmet.  
Die richtige Mischung aus Praxis und Forschung – für den neuen Chefarzt der Psychiatrie an der HELIOS St. Vincenz Klinik, Friedrich Martin Wurst, die beste Strategie für das Wohl seiner Patienten. Denn neben einer breiten Expertise im Bereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – mit den Schwerpunkten der Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen sowie der Suizidprävention – bringt der gebürtige Württemberger auch ein großes Interesse an wissenschaftlicher Forschungsarbeit mit an den Niederrhein.
Das ist vor allem seiner vorherigen Tätigkeit an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg geschuldet, an der er unter anderem als Universitätsprofessor tätig war. Gleichzeitig widmete sich der 51-Jährige der Studienarbeit für das Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg und leitete sieben Jahre lang als Chefarzt und Vorstand die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Salzburger Landeskliniken.
Begonnen hatte Wurst seine Karriere aber im Süden Deutschlands: Das Studium der Humanmedizin absolvierte er in Ulm, an der dortigen Universitätsklinik sammelte er erste Praxiserfahrung als Assistenzarzt. Ein paar Jahre später wechselte er schließlich zunächst als Oberarzt und stellvertretender Bereichsleiter an die Psychiatrische Universitätsklinik Basel, wo er auch habilitierte, danach dann nach Österreich.  
Friedrich Martin Wurst ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und verfügt über die Zusatzqualifikation „Suchtmedizinische Grundversorgung“ sowie das Diplom für Psychosomatische Medizin der Österreichischen Ärztekammer. An seiner neuen Position in Duisburg habe ihn vor allem die Zuständigkeit für das Gesamtgebiet der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gereizt, sagt Wurst.
„Hier kann ich meine bisherigen Erfahrungen direkt in die fächerübergreifenden und multiprofessionellen Strukturen vor Ort einbringen – ob auf Station, in der Ambulanz oder in der Tagesklinik. Zudem ist mir die Vernetzung mit psychiatrischen Diensten außerhalb der Klinik und den niedergelassenen Kollegen ein Anliegen.“
Schon bald kann sich der neue Chefarzt auch über den Umzug in ein hochmodernes Klinikgebäude freuen. Denn voraussichtlich im Frühjahr 2017 wird  der Neubau am Standort der HELIOS  Marien Klinik in Hochfeld fertiggestellt sein und neben den Akutkliniken auch die psychiatrischen Abteilungen mit  ihren offenen, geschützten sowie tagesklinischen Stationen und Bereichen beheimaten.   
"Mit Herrn Professor Wurst konnten wir einen sehr versierten Experten auf dem Gebiet der Suchterkrankungen und der Suizidbehandlung für die Klinik gewinnen. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit seinen breit gefächerten Kenntnissen nahtlos an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen können“, sagt Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael. „Herrn Prof. Abilgaard danke ich herzlich für sein Engagement und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute.“
Abilgaard leitete die psychiatrischen Fachabteilungen des HELIOS Klinikum Duisburg seit 2010. In dieser Zeit erweiterte die Klinik kontinuierlich ihr Therapieangebot und brachte zahlreiche Menschen mit psychischen Störungen und Erkrankungen auf einen Weg aus der Krise zurück zu mehr Stabilität und Selbstständigkeit im Alltag – immer auf Augenhöhe mit den Patienten. Auch nach der Loveparade-Katastrophe kümmerte sich die Einrichtung um viele der traumatisierten Opfer.
Im Jahr 2014 wurden zudem die auf zwei Standorte verteilten Kliniken für Psychiatrie und Gerontopsychiatrie in der St. Vincenz Klinik am Dellplatz zusammengeführt. Im gleichen Jahr feierte die Klinik ihr 30-jähriges Bestehen im Rahmen eines großen Tags der offenen Tür, um Berührungsängste und Vorurteile innerhalb der Bevölkerung gegenüber der Psychiatrie abzubauen. Darüber hinaus baute Prof. Abilgaard die Kooperationen der HELIOS Klinik mit psychosozialen Versorgungsträgern der Region, wie dem „Regenbogen e.V“. oder dem „Netzwerk für Kinder psychisch kranker Eltern“, aus.

 

Wissenschaftler entdecken einen Auslöser für Multiple Sklerose

(idr) -27. Mai 2016 - Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben zusammen mit Kollegen der Universität Münster erstmals einen Zusammenhang zwischen dem Blutgerinnungssystem und Multipler Sklerose nachweisen können. Sie haben gezeigt, dass ein bestimmter Bestandteil des Blutgerinnungssystems, der Blutgerinnungsfaktor XII, für die MS-Entstehung mitverantwortlich ist.
Die Forscher beobachteten, dass der FXII-Spiegel im Blut von MS-Patienten während eines akuten Krankheitsschubes besonders hoch ist. Wichtig für die Therapie: Im Tiermodell konnte der FXII durch eine neuartige Substanz gehemmt werden. Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems.
Betroffen sind vor allem junge Erwachsene. Die Erkrankung verläuft typischerweise in Schüben, die u.a. mit Sehstörungen, Lähmungen oder auch Gleichgewichtsstörungen einhergehen und zu dauerhaften Behinderungen führen können.

 

Vortrag: „Fehldiagnose Hashimoto“   

Duisburg, 18. Mai 2016 - Die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Form der Schilddrüsenentzündung – sie macht etwa 80 Prozent aller Fälle von Thyreoiditis aus. Frauen erkranken etwa neunmal häufiger an einer Hashimoto-Thyreoiditis als Männer. In den meisten Fällen tritt die Krankheit im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis kommt es zu einer anhaltenden Entzündung der Schilddrüse.
Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das sich unterhalb des Kehlkopfes an die Luftröhre schmiegt. Sie produziert lebenswichtige Schilddrüsenhormone, die Stoffwechsel, Kreislauf, Wachstum und Psyche beeinflussen. Die Krankheit hat ihre Ursache im körpereigenen Abwehrsystem und zeigt sich mit vielen Gesichtern und vielen Schweregraden. Es greift fälschlicherweise das Gewebe der Schilddrüse an und schädigt es.
Der Beginn der Erkrankung kann höchst verschieden sein. Manchmal kommt er schleichend und unbemerkt, manchmal wie mit einem Paukenschlag. Die Krankheit führt letztlich zur Schilddrüsenunterfunktion, also einem Mangel an Schilddrüsen-Hormonen. Wie schnell oder langsam die Erkrankung verläuft, ist nicht vorhersehbar und hängt von individuellen Faktoren ebenso wie von einer passenden und zielgerichteten Therapie ab.  

Thema des Patientenforums im Mai wird „Fehldiagnose Hashimoto“ sein.  Referent PD. Dr. Jamshid Farahati, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Bethesda Krankenhaus wird in einem leicht verständlichen Vortrag, Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, 24. Mai um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

 

Sana Kliniken Duisburg dankt Pflegekräften für Engagement

„Gesundheitswesen steht vor einem Berg an Herausforderungen“
Anlässlich des „Tags der Pflege“ am Donnerstag, 12. Mai, haben die Sana Kliniken Duisburg auf die hervorragende Arbeit der Pflegekräfte hingewiesen und sich ausdrücklich für die professionelle und empathische Arbeit der 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege bedankt.
Geschäftsführer Dr. Stephan Puke und Pflegedirektor Detlef Prost sagten, die Arbeit im Krankenhaus werde von fachlich sehr hochwertiger und menschlich zugewandter Pflege geprägt. Puke kündigte an, dass als kleine Geste des Dankes am Tag der Pflege auf allen Stationen frisches Gebäck ausgeteilt würde. „Unser Dank für Engagement und Professionalität geht heute an unsere Pflegekräfte, weil die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen eben nicht immer planbar ist“, betonte Puke. „Menschen, die sich für diesen spannenden und abwechslungsreichen Beruf entschieden haben, ist bewusst, dass diese Unplanbarkeit mitunter auch einmal Auswirkungen auf das private Umfeld haben kann.“
Die Geschäfts- und Pflegedienstleitungen seien sich dieser Herausforderung durchaus bewusst. Abhilfe sei allerdings nicht immer leicht zu schaffen, denn hier bewege man sich zunehmend in einem schwierigen Spannungsfeld: Einerseits gebe es den berechtigten Wunsch der Patienten, rasch, angemessen und zu jeder Zeit des Tages behandelt zu werden – andererseits bestehe die Herausforderung für die Krankenhäuser, kontinuierlich neue Mitarbeiter für den Pflegeberuf zu gewinnen. Im Ausbildungszentrum der Sana Kliniken Duisburg können jungen Menschen eine Ausbildung in Pflegeberufen wie Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege absolvieren.    
Ein dem Klinikum angeschlossenes Weiterbildungszentrum, die Therese Valerius Akademie, bietet internen und externen Mitarbeitern der Pflege ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch ist es für die Sana Kliniken Duisburg zunehmend schwierig, Mitarbeiter mit Fachqualifikation wie z.B. für die Anästhesie- oder Intensivpflege oder für die Pflege in der Psychiatrie zu gewinnen. Dieser bundesweit zu beobachtende Fachkräftemangel sei im Krankenhauswesen deshalb längst angekommen.
„Uns ist bewusst, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort temporär auch mal mehr arbeiten müssen – aber wir sind stets bestrebt, hier rasch Abhilfe zu schaffen. Pflegedirektor Detlef Prost machte mit Blick auf dieses Thema auch deutlich, dass Mehrbelastungen anfallen können, es im Gegenzug aber auch belegungsschwächere Zeiten gäbe, in denen diese Mehrarbeit wieder abgebaut werden könnte. Bis Ende April 2016 lag die Anzahl der Überstunden im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um gut 10 Prozent unter Vorjahresniveau.

Abschließend machten Puke und Prost noch einmal deutlich: „Das Krankenhaus mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein wichtiger Akteur im Gesundheitswesen. Wir kümmern uns um die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen und kämpfen tagtäglich um das Leben schwersterkrankter Menschen. Aber auch wir freuen uns über Unterstützung – gibt es doch einen Berg an Herausforderungen, der nicht alleine über die bestmögliche Medizin und Pflege bewältigt werden kann.“  

 

Pflegekurse für Angehörige
Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 2. Juni. Duisburg. Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person. Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an.
In Zusammenarbeit mit den Pflegekassen und der Uni Bielefeld werden im Kurs „familiale Pflege“ Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt. Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen.
Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt. Start ist am 2. Juni von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg. Anmeldungen und weitere Informationen gibt es unter Telefon: 02066/291212 oder per Mail: familialepflege@t-online.de.

Die Wundexpertin

Duisburg, 11. Mai 2016 - Kader Erdogan ist Krankenschwester am HELIOS Klinikum Duisburg und Spezialistin für moderne Wundversorgung – nur eine von vielen Weiterbildungsmöglichkeiten eines abwechslungsreichen und sich stetig wandelnden Berufes.  Eigentlich standen die Zeichen zu Beginn eher schlecht für eine Karriere als Krankenschwester: Gleich zweimal fiel die damals 18  Jahre alte Kader Erdogan während ihres ersten Pflegepraktikums in einem Düsseldorfer Krankenhaus in Ohnmacht. Beim ersten Mal im Patientenzimmer, das zweite Mal während eines Kaiserschnitts.

„Warum genau, weiß ich gar nicht mehr, aber beim Kaiserschnitt war es vermutlich das viele Blut und die Aufregung“, schmunzelt die heute 45-Jährige über ihre ersten Gehversuche auf dem Stationsflur. Von dem Plan, Krankenschwester zu werden, brachte sie aber auch das nicht ab. „Es hat mich eher noch weiter angetrieben, denn ich wollte diesen Beruf unbedingt ausüben.“ Schon in der Schule engagierte sie sich und kümmerte sich um die Sorgen und Nöte ihrer Mitschüler.
1993 ging ihr Traum schließlich in Erfüllung, mit dem frischen Examen in der Hand nahm sie im Düsseldorfer Augusta Krankenhaus ihre Arbeit auf, wechselte dann später nach Duisburg und blieb. Ihre Fachabteilung war fast von Beginn an die Dermatologie, die Versorgung von Patienten mit Hauterkrankungen und chronischen Wunden also schon früh ihr Steckenpferd. Fast täglich hatte sie dort mit offenen Geschwüren zu tun, die nicht verheilten oder sich immer wieder entzündeten.
Im Laufe der Zeit eignete sich die Tochter türkischstämmiger Eltern immer mehr Wissen rund um die Wundversorgung an, auch andere Abteilungen schickten irgendwann betroffene Patienten zu ihr, wenn sie nicht mehr weiterkamen. Doch schon bald wollte Kader Erdogan mehr wissen – über neue Verfahren, Medikamente, Verbandstechniken oder Lagerungsmöglichkeiten.
Denn all das gehört heute zum modernen Wundmanagement dazu. Schließlich absolvierte die gebürtige Rheinländerin eine mehrwöchige Weiterbildung zur sogenannten Wundassistentin, eine Zertifizierung, die durch regelmäßige Prüfung und Fortbildungen immer auf dem neuesten Stand bleibt.
Seit 2013 ist sie im HELIOS Klinikum für ihren Bereich freigestellt, kann sich also voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren. „Dazu habe ich vor kurzem noch die sechsmonatige Ausbildung zur Wundtherapeutin begonnen – eine Zusatzqualifikation, mit der ich mit noch mehr Wissen noch besser helfen kann“, ergänzt sie. Heute bildet sie am HELIOS Klinikum Duisburg quasi eine eigene Abteilung für Wundmanagement, bildet dazu junge Krankenpfleger in ihrem Bereich aus und ist der Pflegedienstleitung direkt unterstellt. Ihre Patienten behandelt sie fächerübergreifend, ist also in allen Abteilungen am Haus unterwegs. Für sie einer der besten Aspekte an ihrem Beruf.

 


Ein von Kader erdogan geleiteten Wundmanagement-Übungskurs mit ihrer Anleitung zum Verbandswechsel) 


„Und die Tatsache, dass ich sofort sehe, ob die Therapie bei einem Patienten anschlägt oder nicht.“ Diese sichtbaren Erfolge und die Dankbarkeit der Betroffenen sind es, die Kader Erdogan ihren Job mit so viel Herzblut ausüben lassen. Auch ist sie selten von schlechten Prognosen beeindruckt. Schon oft galten Patienten, die zu ihr kamen, als austherapiert oder standen kurz vor einer Amputation, weil die Wunden einfach nicht heilen wollten. Mit unglaublich viel Geduld und Empathie hat sie den meisten von ihnen helfen können. Einige von ihnen sind ihr besonders im Gedächtnis geblieben: „Es gab mal einen jungen Mann, der aufgrund einer schweren Gefäßerkrankung, zahlreiche offene Wunden an den Beinen hatte. Er hatte solche Schmerzen, dass er monatelang nicht laufen und nur im Sitzen schlafen konnte, und das auch nur wenige Stunden am Stück.“
Als sie in die Therapie einstieg, stand die Amputation beider Unterschenkel kurz bevor. Doch gemeinsam mit den plastischen Chirurgen und Rheumatologen am Haus, schaffte die Wundexpertin innerhalb weniger Wochen die Kehrtwende. Heute kommt er auf eigenen Beinen zum wöchentlichen Verbandswechsel. „Es ist wirklich großartig, wenn ich so viel für meine Patienten erreichen kann.“

Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege Neben der Tätigkeit als Wundmanager können sich Pflegekräfte heute in einer Vielzahl weiterer Gebiete zu Spezialisten ausbilden lassen. Unter anderem als Pain Nurse (Schmerzbehandlung), OP-Fachkraft, Breast Care Nurse (Brustkrebstherapie), in der Palliativ- oder onkologischen Pflege oder in der Versorgung von Intensivpatienten.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Studienmöglichkeiten, etwa im Pflegemanagement, in der Pflegepädagogik oder in der Pflegewissenschaft. Internationaler Tag der Pflege Traditionell steht der 12. Mai jedes Jahr im Zeichen der Pflege. Gewidmet ist der Tag der Pionierin der modernen Krankenpflege, der englischen Krankenschwester Florence Nightingale und ihren Errungenschaften in der modernen Krankenpflege Anfang des 19. Jahrhunderts. Das Berufsbild hat sich gewandelt – heute sind Pflegeexperten gefragt, die hochgradig fachlich spezialisiert sind und sich immer neuen Herausforderungen stellen.  

 

UDE/UK Essen: Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert Studie
Geeignete Spender besser finden
Wenn es einen geeigneten Spender gibt, ist die Knochenmark-Transplantation (KMT) für Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutsystems oft die letzte Rettung. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) erforschen jetzt am Universitätsklinikum (UK Essen), wie sich die Auswahl passender Spender weiter verbessern und das Rückfallrisiko reduzieren lässt. Die José Carreras Leukämie-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt mit insgesamt 320.000 Euro.  
„Das Projekt zielt unmittelbar darauf ab, Risiken und Nebenwirkungen einer Knochenmark-Transplantation zu minimieren“, bestätigt Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung. Mehr als 15.000 Betroffene erhalten europaweit jedes Jahr frische Blutstammzellen, ein Fünftel davon in Deutschland. Am UK Essen, einem der größten klinischen KMT-Zentren in Europa, wird jährlich etwa 200 Patienten gespendetes Knochenmark eingesetzt.  
Gelingt die KMT, erkennt das gesunde Immunsystem die erkrankten Leukämiezellen und vernichtet sie im besten Fall dauerhaft. Den passenden Spender zu finden, gleicht allerdings oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zwar sind weltweit über 26 Millionen Freiwillige registriert, darunter allein 170.000 in der Westdeutschen Spenderzentrale (WSZE) des UK Essen. Jedoch müssen bei Spender und Empfänger mindestens vier Gewebemerkmale (HLA-A, B, C und DR) übereinstimmen. Ein weiteres (HLA-DP) wird bislang meist nicht berücksichtigt.   Wie wichtig gerade dies jedoch ist, konnten in jüngster Zeit Wissenschaftler am UK Essen zeigen.
Sie fanden heraus, dass HLA-DP Merkmale verschiedenen Gruppen angehören. Stimmen die HLA-DP-Merkmale bei Spender und Empfänger überein, senkt dies maßgeblich das Rückfallrisiko, ohne andere Komplikationen im gleichen Maße zu erhöhen. In dem von der José Carreras Leukämie-Stiftung geförderten Forschungsvorhaben wird nun erstmals vor Beginn der Behandlung gezielt nach HLA-DP-Gruppengleichen Spendern gesucht.  
Prof. Dr. Katharina Fleischhauer (Foton UDE/UK) Essen, Direktorin des Instituts für Zelltherapeutische Forschung am UK Essen: „Wir erhoffen uns über das Forschungsvorhaben gesicherte Erkenntnisse darüber, ob die Patienten, deren Spender gezielt nach der neuen Methode ausgesucht wird, wirklich davon profitieren, also eine größere Überlebenschance haben und weniger Rückfälle erleiden müssen.“ Sollte dies der Fall sein, würde dies national und international einen entscheidenden Einfluss auf die Spendersuche haben.
Fleischhauer: „Darüber hinaus versuchen wir aufzuklären, welche biologischen Mechanismen den HLA-DP Gruppen zu Grunde liegen. Das könnte zu neuen Erkenntnissen führen, die sich eventuell auch auf die Spenderauswahl für die anderen HLA-Moleküle auswirken könnten.“  
Geleitet wird die dreijährige Studie (2016 bis 2019) vom Institut für Zelltherapeutische Forschung, der Klinik für Knochenmarktransplantation und dem Institut für Transfusionsmedizin am UK Essen. Beteiligt sind ebenfalls die klinischen KMT-Einrichtungen des UK  Hamburg, des UK Dresden, des UK Würzburg und der Helios Klinik in Wiesbaden. Diese Einrichtungen führen im Jahr insgesamt über 500 allogene KMT durch.   Hinweis für die Redaktion:

 

Nabel-, Narben- und Leistenbrüche

Medizinischer Montag in den Sana Kliniken Duisburg
Duisburg, 04. Mai 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg am Montag, den 9. Mai, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein. Bei diesem Termin steht das Thema „Nabel-, Narben- und Leistenbrüche“ im Mittelpunkt. Die operative Behandlung von Brüchen der Leisten, Nabel oder Narben ist in der modernen Gesellschaft die am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr ca. 250.000 Patienten wegen eines Leistenbruches operiert. Männer sind vom Leistenbruch deutlich häufiger betroffen als Frauen, was seinen Grund in der unterschiedlichen Anatomie des Beckens hat. Auch Kinder, besonders Frühgeborene und Kinder mit geringem Geburtsgewicht, können bereits bei der Geburt so genannte angeborene Leistenbrüche aufweisen.

Die Hauptgefahr bei allen Brüchen besteht im Einklemmen (Inkarzerieren) von Darmanteilen oder Anteilen anderer Bauchorgane, was im schlimmsten Fall bis zum Absterben des betroffenen Bereiches führen kann und ohne Notoperation lebensbedrohlich ist. Auch Brüche, die sich nicht mehr durch leichtes Massieren im Liegen leicht zurückschieben lassen, sollten unbedingt sofort operiert werden.
Zu diesen Notfällen der chirurgischen Versorgung muss es aber erst gar nicht kommen.
Moderne Behandlungsmethoden wie die Schlüsselloch-Operation bieten einen sehr hohen Patientenkomfort und ermöglichen rasche Genesungszeiten. Dr. Mark Lienert, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie in den Sana Kliniken Duisburg wird in einem leicht verständlichen Vortrag über die Ursachen, Symptome, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten bei Leisten-, Nabel- oder Narbenbrüchen informieren. Im Anschluss steht Dr. Lienert gerne zur Beantwortung der Fragen zum Thema bereit.  

 

Raus aus dem Tabu: Therapien bei Blasenfunktionsstörungen und Inkontinenz
Millionen von Frauen und Männern in Deutschland leiden an Funktionsstörungen der Blase oder an Harninkontinenz. Denn damit die Harnblase ihre Aufgabe – Urin zu speichern und diesen kontrolliert zu entleeren – erfüllen kann, ist ein komplexes Zusammenspiel vom Blasenschließmuskel, dem Harnblasenmuskel und der Beckenbodenmuskulatur nötig. Liegt hier eine Störung vor, so kann das für die Betroffenen schnell belastende Auswirkungen haben:
Die Blase leert sich zu häufig, nicht häufig genug oder gar unwillkürlich. Viele Patienten isolieren sich dann aus Schamgefühl, dabei sind diese Funktionsstörungen keine unabänderlichen Schicksale. Mit differenzierten Diagnosemöglichkeiten können Mediziner den Ursachen auf den Grund gehen und anschließend eine individuelle Therapie planen.
Wie diese aussehen kann, darüber informiert Dr. Achim Rose, Oberarzt der Urologie am HKD, in seinem Vortrag am Mittwoch, den 11. Mai 2016 um 18 Uhr. Die Veranstaltung findet in der Cafeteria der HELIOS St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11, statt. Im Anschluss an den Vortrag steht der Experte für weitere Fragen zur Verfügung.  Der Informationsabend ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.       

Herzkissen zum Muttertag

Duisburg, 03. Mai 2016 - Pünktlich zum Muttertag hat Inner Wheel Duisburg, die dem Rotary Club verbundene Frauenorganisation, den Brustkrebspatientinnen der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna 150 selbst genähte Herzkissen überreicht.
Als erste Patientin erhielt Marlies Rheingans eines der farbenfroh gestalteten Kissen von Inner Wheel-Präsidentin Dr. Oda Neuerburg und Initiatorin Ruth Stromberg. Seit März nähten und füllten mehrere Inner-Wheel-Frauen die liebevoll gestalteten Herzkissen. Unterstützung gab es dabei von der PHG Duisburg(Psychiatrische Hilfsgemeinschaft Duisburg), deren Mitglieder ebenfalls fleißig nähten.
Die Idee der Herzkissen stammt aus den USA und hat sich inzwischen weltweit verbreitet. Die Kissen mit den „langen Ohren“ sollen Frauen nach Brustkrebsoperationen helfen.
Unter die Achselhöhle gelegt lindern die Kissen in vielen alltäglichen Situationen, zum Beispiel beim Gurtanlegen im Auto, den Druckschmerz nach der Operation. „Die bunten Kissen sind für mich ein Symbol der Verbundenheit der Frauen untereinander und gleichzeitig eine kleine, herzliche Hilfestellung zur Unterstützung des Genesungsprozesses. Toll, dass uns die Näherinnen der PHG Duisburg in diesem Jahr unterstützen konnten und wir somit dem gestiegenen Bedarf gerecht werden", berichtet Dr. Neuerburg.

 

Über die Spende der Herzkissen freut sich Dr. Cordula Fuhljahn, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe: „Wir behandeln an Brustkrebs erkrankte Patientinnen medizinisch und pflegerisch auf höchstem Qualitätsniveau. Seit vielen Jahren sind wir schon mit unserem Brustzentrum zertifiziert. Gerade aber Aktionen wie die von Inner Wheel bedeuten uns und den Patientinnen sehr viel, denn sie sind Ausdruck von menschlicher Wärme und Verbundenheit der Frauen untereinander.“
Die Nachfrage nach den Herzkissen sei groß, so Dr. Fuhljahn, auch weil die Anzahl der behandelten Patientinnen steige. Dankenswerterweise gab es auch in diesem Jahr Sachspenden durch Stoffe von der Stoffzentrale Duisburg und durch Füllmaterial von der Firma f.a.n. Frankenstolz Schlafkomfort.   

Patientin Marlies Rheingans (sitzend) bekommt das erste Herzkissen von Chefärztin Dr. Cordula Fuhljahn. Darüber freuen sich Initiatorin Ruth Stromberg, Inner-Wheel-Präsidentin Dr. Oda Neuerburg, Hildegard Günzel-Wohlfarth (PHG Duisburg), Schwester Sandra Kröll und Schwester Gudrun Krüger.

 

100 Tage Termin-Servicestelle: 3.250 Facharzttermine in Nordrhein vermittelt  
Die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein hat seit ihrem Start am 25. Januar dieses Jahres rund 3.250 ambulante Facharzttermine an Patientinnen und Patienten aus dem Rheinland vermittelt. Besonders gefragt waren dabei Termine bei hochspezialisierten Fachärzten wie Neurologen, Radiologen, Kardiologen und Gastroenterologen.   „Unsere Termin-Servicestelle hat von Anfang an gut funktioniert, obwohl wir nicht wussten, wie viele Patienten sie in Anspruch nehmen würden“, sagt Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein.
„Für uns ging es darum, die vom Gesetzgeber formulierten Vorgaben zu erfüllen und damit zu verhindern, dass wir für Patienten eine Behandlung im Krankenhaus vereinbaren müssen – was zu Lasten der niedergelassenen Fachärzte in Nordrhein ginge. Umso mehr freuen wir uns über die reibungslose Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, die uns bisher ausreichend Termine zur Verfügung gestellt haben“, so Brautmeier.   Terminvermittlung funktioniert auch ohne Servicestelle „Das ändert nichts daran, dass wir die Servicestellen nach wie vor für entbehrlich halten, da die Terminvermittlung in dringenden Fällen durch die direkte Kontaktaufnahme zwischen Haus- und Fachärzten funktioniert. Von der Servicestelle profitieren mit Blick auf das Gesamtvolumen der Behandlungsfälle nur relativ wenige Patienten. Dafür hätte es keiner gesetzlichen Regelung bedurft, die hohe Kosten und neue Bürokratie verursacht.“   
Pro Woche hat die Servicestelle bisher zwischen 550 und 600 Anrufe verzeichnet; von den Anrufern verfügte etwa die Hälfte über eine vom überweisenden Arzt mit dem Buchstaben „A“ gekennzeichnete, so genannte „dringliche Überweisung“.
In diesen Fällen besteht der Anspruch auf einen Facharzttermin innerhalb eines Zeitfensters von vier Wochen. „Bisher konnten wir in allen diesen Fällen Termine im vorgegebenem Zeitraum finden, sodass kein Patient zur ambulanten Behandlung an ein Krankenhaus in Nordrhein vermittelt werden musste“, sagt Brautmeier. Bei den übrigen Anrufern war die Überweisung entweder mit einem „B“ oder gar nicht gekennzeichnet. In diesen Fällen gilt die Überweisung als „nicht dringlich“, sodass die Servicestelle keinen Behandlungstermin innerhalb von vier Wochen vereinbaren muss.  
Im Rahmen der Terminvermittlung erfasst die KV Nordrhein auch, wie viele Patienten ihre Termine nicht wahrnehmen. Von den rund 3.250 Terminen wurden über 370 nicht eingehalten, was einer Quote von 11,5 Prozent entspricht. So erschienen in 190 Fällen die Patienten gar nicht, 170 vermittelte Termine wurden abgelehnt.    

 

Neue Kardiologin im MVZ Krefeld-Bockum

Duisburg, 02. Mai 2016 - Die Lehre vom Herzen Neue Kardiologin im MVZ Krefeld-Bockum Seit Anfang des Monats ist im MVZ Krefeld-Bockum nun auch die Kardiologie vertreten. Frau Irina Ganouli ist Fachärztin für Kardiologie und hat am 01. April die Nachfolge von Internist Jochen Fleck im Medizinischen Versorgungszentrum auf der Buschstraße angetreten. Ganouli ist Spezialistin fürs Kardio-MRT und verspricht eine schnelle Terminvereinbarung - auch bei Kassenpatienten.
Die junge Ärztin schaut auf eine lange Ausbildung zurück und hat im Rheinland viel erlebt. Ihr Studium der Humanmedizin absolvierte sie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Dort folgte auch gleich die fundierte Grundausbildung im Fachbereich der Inneren Medizin. Danach verschlug es sie nach Duisburg.
„Im Johanniter-Krankenhaus habe ich meine kardiologische Weiterbildung absolviert und war zudem als Notärztin für die Feuerwehr tätig. Dies war eine ganz besondere Zeit:
In drei Worten würde ich sie lehrreich, dramatisch und fesselnd beschreiben.“ erzählt Ganouli mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Nach Abschluss ihrer Facharztausbildung der Kardiologie folgten zwei Jahre als Vertretungsärztin in den Teilgebieten der Inneren Medizin und der Intensivmedizin. Danach kehrte sie für eine dreijährige Ausbildung in kardialer Magnetresonanz-Tomografie wieder zum Johanniter-Krankenhaus nach Duisburg-Rheinhausen zurück. Nun freut sie sich auf eine neue Herausforderung, ein nettes Team und die patientenbezogene Medizin im MVZ Krefeld-Bockum.


MVZ Krefeld Bockum Buschstraße 364 47800 Krefeld Bockum

Telefon: 02151 599999 Telefax: 02151 500601 Mail: krefeld@rheinpraxen.de Web: http://www.rheinpraxen.de/willkommen/standort-krefeld/start/start/index.html

Vortrag: Brustkrebs - wodurch entsteht er und was kann ich dagegen tun?

Duisburg, 27. April 2016 - Noch immer steigen die Zahlen der Brustkrebs-Neuerkrankungen weltweit leicht an. Jede zehnte Frau muss damit rechnen, an Brustkrebs zu erkranken. In Deutschland sind jedes Jahr rund 70 000 Frauen betroffen.
Allerdings liegt die Ursache eines Brusttumors selten in den Genen, nur fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen werden vererbt. Deshalb geht die Forschung heute davon aus, dass Lebensstil und Umwelteinflüsse wichtige Auslöser von Krebserkrankungen sind. Übergewicht, Bewegungsmangel und eine Ernährung werden heute als mitentscheidende Faktoren für die Krebsentstehung angesehen. Inzwischen konnte der Zusammenhang von Brustkrebs und Lebensgewohnheiten auch in Studien nachgewiesen werden.
So begünstigen Übergewicht und regelmäßiger Alkoholkonsum bei Frauen nach den Wechseljahren nachweislich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Weitere Gründe für eine Erkrankung liegen in der erhöhten Lebenserwartung. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, ständig zu. Viele Fragen wie „Kann man Brustkrebs überhaupt wirksam vorbeugen?“ oder „Kann Frau durch das eigene Verhalten dazu beitragen, keinen Brustkrebs zu bekommen?“,  bewegt Frauen heutzutage.

Deshalb spricht Dr. Björn-Wieland Lisboa, Chefarzt der Frauenklinik II, Senologie und Leiter des Brustzentrums Rhein-Ruhr am Bethesda Krankenhaus kommende Woche über das Thema: „Brustkrebs - wodurch entsteht er und was kann ich dagegen tun?“  In der Informationsveranstaltung werden Frauen erfahren, welche Möglichkeiten einer Vorbeugung von Brustkrebs durch eine Änderung der Lebensweise aktuell diskutiert werden. Hier sind Stichwörter wie Lebensstil, Nahrung, Gewicht, Sport sowie Rauchen zu erwähnen.
Danach steht der Chefarzt für Fragen zur Verfügung. Sie werden in einem leicht verständlichen Vortrag, Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 3. Mai um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße).
Die Veranstaltung wird vom Bethesda Krankenhaus Duisburg und der BKK-VBU gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. BU: Chefarzt Dr. med. Björn-Wieland Lisboa Quelle: BETHESDA

 

Krebsberatung in Duisburg  
Für eine psychoonkologische Beratung am Dienstag, 3. Mai, zwischen 14.45 bis 17.00 Uhr sind noch Termine frei. Dr. Gisela Kremer, Psychoonkologin, steht im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ an der Schwanenstraße 5 bis 7 in der Stadtmitte als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Um telefonische Anmeldung unter (0203) 283-3938 oder (0203) 283-4632 wird gebeten.  

 

Infoabende mit Kreißsaalführung

Duisburg, 27. April 2016 - Am 19. Mai um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. 
Zusätzlich findet am 30. Mai ab 18 Uhr wieder der beliebte „Großelternkurs“ statt. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203/755-1254 oder im Internet  unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.  

Fachtagung zum Thema Organspende: „Duisburg entscheidet sich!“  

Duisburg, 19. April 2016 - Im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ findet am morgigen Mittwoch, 20. April, von 17 bis 19 Uhr auf der Schwanenstrasse 5-7 in der Stadtmitte eine Fachtagung zum Thema Organspende statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.   Die Idee einer gemeinsamen Aktion, bei der sich Stadt, die Kommunale Gesundheitskonferenz, die Krankenkassen und die Selbsthilfe Organtransplantierte NRW engagieren, entstand aus der Not der Betroffenen. Bundesweit warten etwa 12.000 schwer kranke Patienten auf ein geeignetes Spenderorgan, davon allein 2.500 in Nordrhein-Westfalen.
Jeden Tag kommen etwa 14 Menschen dazu und drei von ihnen sterben, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten (Zahlen: Landeszentrum Gesundheit NRW). Nur 17% der Deutschen besitzen laut Selbsthilfe Organtransplantierte NRW einen Organspendeausweis.  
Grund genug für den Runden Tisch der Krankenkassen, dem Bundesverband der Organtransplantierten, der DITIB Merkez Moschee in Marxloh und vor allem des betroffenen, ehemaligen Fußballspieler Michael Tönnies -der stellvertretend für alle Betroffenen mitwirkt- über das Thema „Organspende“ aufzuklären. Das Ziel dieser Fachtagung ist es, die Bereitschaft zu fördern, Organe zu spenden. So erhalten mehr Menschen die Chance auf ein Spenderorgan. Alle sollen so gut informiert sein, dass  sie selbstbestimmt entscheiden.

 

Sana Kliniken Duisburg und Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim laden zum Infonachmittag ein
Duisburg, 19. April 2016 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und die Sana Kliniken Duisburg am Dienstag, 26. April 2016, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema „Osteoporose und Arthrose““, im Katholischen Gemeindezentrum, Kalkweg 189, in 47279 Duisburg an.
Man schätzt, dass 40 Prozent der heute 50-jährigen Frauen eine osteoporotische Fraktur in ihrem Leben erleben werden, aber nur 13 Prozent der Männer. Besonders häufig sind Rheuma-Patienten betroffen. Nur bei der Hälfte der von Knochenschwund betroffenen Menschen gibt es eine Diagnose, noch weniger werden behandelt. Dabei ist der Gold-Standard zur Messung der Knochendichte - und damit auch der Diagnosestellung -  die DXA-Messung.
Als Therapie zum Aufhalten des Knochenabbaus kommen insbesondere Präparate wie Biophosphate zum Einsatz. Arthrosen, entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen, gehören zu den so genannten Volkskrankheiten. In Deutschland sind etwa 20 Millionen Menschen betroffen. Für die Patienten ist mit den arthrotischen Beschwerden ein oftmals langer Leidensweg verbunden, der von Entzündungen, starken Schmerzen, Bewegungseinschränkung und – daraus resultierenden –  weiteren Schmerzen gekennzeichnet ist.
Trotzdem scheuen viele Betroffene wegen ihrer Berührungsängste die Entscheidung zu einer effizienten Therapie. Dr. Hans Joachim Bergerhausen, Chefarzt der Rheumatologie in den Sana Kliniken Duisburg, stellt die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie bei Osteoporose und Arthrose in einem leicht verständlichen Kurzvortrag vor und steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

 

High-Tech bringt Farbe in den OP und erhöht die Patientensicherheit

Duisburg, 14. April 2016 - Neue Fluoreszenztechnik am HELIOS Klinikum Duisburg lässt Gewebe leuchten und sorgt so für noch bessere Ergebnisse bei minimal-invasiven Eingriffen im Bauchraum   Wenn der Monitor im OP-Saal während eines Eingriffs plötzlich blau oder grün aufleuchtet, dann nutzen die umstehenden Chirurgen wahrscheinlich die neuartige „ICG-Laparoskopie“, auch Fluoreszenzangiographie genannt.
So heißt die Technik, die auf einem ähnlichen Prinzip basiert, wie es in der Natur etwa bei Glühwürmchen vorkommt. Dank einer biochemischen Reaktion entsteht ein Lichteffekt, der dem Operateur hilft, Strukturen zu erkennen, die er mit bloßem Auge manchmal nur schwer ausmachen kann. Dazu wird dem Patienten während der des Eingriffs eine ungefährliche Farbstofflösung in die Blutbahn gespritzt. Diese Lösung breitet sich dann über die Gefäße in die Gallenwege und schließlich in die Harnröhren aus. Bestrahlen die Ärzte diese Strukturen dann mit einem speziellen Licht – ähnlich dem UV-Licht – erscheinen sie in knalligen Farben.
So lässt sich viel sicherer nachvollziehen, ob etwa in Bereichen, die dem Auge gut durchblutet erscheinen, wirklich noch Blut fließt. Auch können die Chirurgen die Verläufe von Gallen- und Harnleitern schon erkennen, ohne sie aus dem umliegenden Gewebe freioperieren zu müssen. Weitere Anwendungen findet die ICG-Laparoskopie in der Leberchirurgie bei Metastasen oder Lebertumoren, die sich so noch besser von der Umgebung abgrenzen lassen.
Ab sofort profitieren auch die Patienten der Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasiven Chirurgie  am HELIOS Klinikum Duisburg von dieser modernen Technik, die bisher nur in wenigen Krankenhäusern Deutschlands zum Einsatz kommt. In Duisburg wenden die Ärzte das Verfahren vor allem an, um bei Operationen am Darm die Gefäßversorgung der betroffenen Bereiche sicher zu stellen. „Das bedeutet ein zusätzliches Plus an Patientensicherheit. Die gefürchtete Nahtundichtigkeit, sprich eine gestörte Wundheilung, lässt sich so noch einmal um die Hälfte reduzieren“, erklärt Dr. Norbert Hennes (Foto), Chefarzt der Abteilung.
Er und sein Team führen bereits alle Darmeingriffe mit Hilfe minimal-invasiver Verfahren durch, sie arbeiten also schon mit winzigen Schnitten und hochauflösenden Kameras.
Durch die ICG-Laparoskopie aber können sie die ohnehin schon sehr schonenden Eingriffe jetzt noch risikoärmer durchführen. Ein Beispiel: Bei der Entfernung eines Darmtumors etwa müssen immer auch die umliegenden Lymphknoten mit herausgenommen werden, um das „Weiterwandern“ einzelner Krebszellen und damit auch deren Metastasierung zu beurteilen. Dafür muss allerdings das Hauptgefäß des „tumortragenden“ Darmabschnitts nahe der Körperhauptschlagader durchtrennt werden.

Für den anschließenden Heilungsprozess der operierten Darmareale aber ist eine ausreichende Durchblutung unerlässlich. Hier springen dann die Nebenäste anderer Darmgefäße ein. Dank der ICG-Laparoskopie kann der Chirurg schon am Anfang des Eingriffs viel besser und auf wenige Millimeter genau erkennen, welcher Darmabschnitt von welchem Gefäß ausreichend stark versorgt wird und bis wohin er problemlos seine Schnitte setzen kann. Das sorgt, neben der geringeren Blutungsgefahr und besserer Wundheilung auch für eine verringerte OP-Zeit. Die Farbstofflösung scheiden die Patienten ohne Folgen nur wenige Stunden später über den Urin wieder aus.
In der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasiven Chirurgie am HELIOS Klinikum Duisburg werden pro Jahr rund 400 Eingriffe am Dick- und Mastdarm vorgenommen. Alle Entfernungen von Darmabschnitten bei gut- und bösartigen Erkrankungen können mit Minimal-Invasiver Technik angeboten werden, wobei auch die Fluoreszenz zum Einsatz kommt.

Auf dem Bild aus dem OP ist das „Einfließen“ der Flüssigkeit in die Gefäße zu erkennen, für ein besseres Foto ist die OP-Beleuchtung noch an, normalerweise wäre sie ausgeschaltet.

 

HELIOS-Chefarzt auf Lehrstuhl für Gastroenterologie berufen
Stefan Lüth erhält die  Universitätsprofessur an der medizinischen Hochschule Brandenburg und kann damit seine akademische Forschung weiter ausbauen.  Die medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) hat Prof. Dr. Stefan Lüth auf den Lehrstuhl für Gastroenterologie, Diabetologie und Endoskopie berufen – eine besondere Auszeichnung für seine bisherigen wissenschaftlichen und medizinischen Leistungen. Denn das Auswahlverfahren ist äußerst streng und dauert oftmals über ein Jahr. Auch gibt es in diesem Bereich nur knapp 30 Lehrstühle in ganz Deutschland.
Neben Probevorlesungen und einer bestimmten Zahl von Veröffentlichungen werden deshalb unter anderem auch aufwändige Gutachten zur Eignung der Kandidaten erstellt. Schon bei seiner klinischen Tätigkeit an den Universitätskliniken in Mainz, Mannheim und Hamburg-Eppendorf sowie zuletzt am HELIOS Klinikum Duisburg war die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Fach von Beginn an eine große Leidenschaft des 47-Jährigen.
An der Alster leitete er die Studienzentrale für klinische Forschung, organisierte zahlreiche Kongresse und erhielt mehrere Förderpreise, unter anderem für seine Forschung zur EHEC-Epidemie. Kein Wunder also, dass der Ruf an die Hochschule etwas ganz Besonderes für den erfahrenen Gastroenterologen ist: „Wissenschaftliche Neugier machte schon von Beginn an einen wesentlichen Teil meiner Arbeit als Mediziner aus. Deshalb hat sich damit jetzt einer meiner größten beruflichen Wünsche erfüllt. Einer, den ich schon fast abgehakt hatte“, so Lüth. Denn ein Lehrstuhl in diesem Bereich wird nur selten vergeben. Gleichzeitig bedauert der Mediziner, damit auch seine Zelte am Rhein abbrechen zu müssen.

Er hatte die Leitung der Abteilung am HELIOS Klinikum Duisburg erst letztes Jahr übernommen und das Angebot ausgebaut: Unter anderem bietet das Team jetzt spezialisierte Sprechstunden, etwa für Lebererkrankungen, und neue Techniken wie die Mini-Laparoskopie an. Dabei können Probeentnahmen von Organen oder Tumorabtragungen im Bauchraum so schonend vorgenommen werden, dass die Haut im Anschluss nicht einmal genäht werden muss.
„Ich wäre sehr gerne länger geblieben, um den Aufbau der Abteilung noch weiter voranzutreiben und verlasse den Standort schweren Herzens. Das Team hier vor Ort und auch die Verantwortlichen und Kollegen der HELIOS Kliniken insgesamt haben mich herzlich aufgenommen und mit viel Engagement begleitet.“ Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael blickt ebenfalls mit gemischten Gefühlen auf Lüths Weggang: „Zuerst einmal freue ich mich natürlich sehr für ihn, eine solche Berufung ist immer eine große Anerkennung. Auf der anderen Seite fällt es uns schwer, einen guten Mediziner wie ihn gehen zu lassen.“
Die Bewerbungsgespräche für seine Nachfolge stehen aber bereits kurz vor dem Abschluss.

 

Medizinischen Montag in den Sana Kliniken: Morbus Parkinson

Duisburg, 07. April 2016 – Zur medizinischen Vortragsreihe „Medizinischer Montag“ laden die Sana Kliniken Duisburg am Montag, den 11. April, dem Welt-Parkinson-Tag, um 16.00 Uhr in den Hörsaal ein. Bei diesem Termin steht das Thema „Morbus Parkinson“ im Mittelpunkt. Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems weltweit.
In Deutschland geht man von einer Gesamtzahl von 250.000 bis 400.000 Parkinson-Patienten aus. Jährlich kommen ca. 12.500 neue Erkrankungen hinzu. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen gleichermaßen und beginnt meist im Lebensalter ab 50 Jahren, wobei in selteneren Fällen aber auch Menschen unter 40 Jahren erkranken können.  
Ursächlich liegt der Erkrankung, die bereits 1817 von dem englischen Arzt James Parkinson entdeckt und nach ihm benannt wurde, eine beschleunigte, kontinuierliche Rückbildung spezieller Nervenzellen des Gehirns zugrunde.  

Die Erkrankung ist im Volksmund auch als „Schüttellähmung“ bekannt, da eines ihrer wesentlichen Kennzeichen das Zittern von Händen, Kopf oder Beinen sein kann. Typischer aber noch ist das von den Betroffenen berichtete Langsamwerden nahezu aller Bewegungen.
Diese Veränderung führt vor allem bei der Bewältigung von alltäglichen Aktivitäten wie Waschen, Ankleiden oder Essen zu erheblichen Problemen. Zudem kann die Sprache leise und heiser werden, die Mimik wird ausdruckslos, die Schrift wird kleiner und häufig unleserlich. Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, wirken oft ungeschickt. Das Gehen ist oft durch trippelnde, kleine Schritte erschwert und manche Patienten neigen zu Stürzen.  
Prof. Dr. Wilhelm Nacimiento (Foto), Chefarzt der Kliniken für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation informiert über die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie bei Parkinson und steht anschließend den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Antibiotika richtig einsetzen
Von der Pflegekraft über den Chefarzt bis hin zum Serviceassistenten: Im HELIOS Klinikum Duisburg erhalten ab sofort alle Mitarbeiter eine verbindliche Fortbildung zum richtigen Einsatz von Antibiotika. In Online-Schulungen im Intranet werden Ärzte, Pflegende sowie Mitarbeiter in Service und Verwaltung entsprechend ihrer Vorkenntnisse zum Umgang mit Antibiotika geschult. Kurze Filme, Animationen oder Quizfragen vermitteln das notwendige Wissen.
„Dabei geht es nicht darum, die Mitarbeiter zu Antibiotikaexperten auszubilden, sondern sie für einen reflektierten und kritischen Umgang mit dem Medikament zu sensibilisieren, “ erklärt Dr. Wolfgang Lepper, Ärztlicher Direktor des HELIOS Klinikum Duisburg.  
Bei der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten gelten Antibiotika nach wie vor als wichtigstes Instrument. Wirken können sie aber nur dann, wenn die Indikation richtig gestellt und der Wirkstoff korrekt ausgewählt wurde. Wird er fehlerhaft, unkritisch oder zu oft eingesetzt, lässt seine Wirksamkeit nach. Es bilden sich sogenannte multiresistente Erreger – Keime, gegen die die meisten Antibiotika nichts ausrichten können. Kommen Patienten mit geschwächtem Immunsystem mit solchen multiresistenten Keimen in Berührung, können sie an schwerwiegenden Infektionen erkranken. „Wir Kliniken tragen hier eine besondere Verantwortung, sehr bewusst und reflektiert mit diesem Wirkstoff umzugehen “, so auch Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael. „Aus diesem Grund finden wir es besonders wichtig, jeden unserer 1500 Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren.“  
Antibiotika-Visiten und eine hygienische Händedesinfektion Neben den Schulungen in diesem Jahr hat das HELIOS Klinikum Duisburg im Kampf gegen den vermehrten Einsatz von Antibiotika bereits seit längerem das sogenannte Antibiotic Stewardship (ABS) eingeführt. Das dazugehörige Konzept umfasst regelmäßige Antibiotika-Visiten und eine damit verbundene Beratung zur Anwendung der Medikamente in verschiedenen Abteilungen des Klinikums.
Ziel ist es, weniger Breitband-Antibiotika zu geben und stattdessen kürzer und intensiver mit gezielten Antibiotika zu behandeln sowie unnötige antibiotische Therapien zu vermeiden. Die Visiten finden mindestens wöchentlich unter Beteiligung eines Facharztes für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, den jeweils verantwortlichen Ärzten der Station sowie der leitenden Ärztin der Krankhaushygiene statt.
Mit Hilfe dieser und vieler weiterer Maßnahmen konnte das HELIOS Klinikum Duisburg etwa die Zahl der MRSA-Infektionen am Haus in den vergangenen zwei Jahren massiv senken und liegt heute erfolgreich weit unter dem Bundesdurchschnitt.

  

Grüne Damen und Herren – die guten Seelen im Krankenhaus suchen engagierte Unterstützung  

Duisburg, 07. April 2016 – Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist immer eine belastende Situation für die Betroffenen. Viele Patienten freuen sich daher über Beistand, aufmunternde Worte oder einfach ein offenes Ohr, eine tröstende Hand, ein kurzer Spaziergang, einfach nur schlichtes Vorlesen.  Die rund 80 ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe (EKH) im Bethesda kümmern sich besonders um einsame und hilfebedürftige Patienten.
Ihr Besuch gibt Hilfe und Trost von Anfang an. Denn schon zu Beginn des Aufenthalts ist ein freundlicher Empfang nicht nur Wegweiser, sondern Geleit. Seit vierzig Jahren sorgen und kümmern sich die sogenannten „Grünen Damen und Herren“ um diejenigen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden. Sie sind leicht zu erkennen an ihrer grünen Arbeitskleidung und dem locker geschwungenen Schal. Die tüchtigen Helferinnen und Helfer versorgen die Patienten in verschiedenen Diensten.
Im „Lotsendienst“ werden die Patienten von der Aufnahme bis ins Krankenzimmer begleitet, der „Besuchsdienst“ hat immer Zeit für ein Gespräch und erledigt auch kleine Besorgungen, der „Kaffeedienst“ versorgt die Patienten mit dem Nachmittagskaffee, und der „Büchereidienst“ betreibt die Patientenbibliothek und den Bücherwagen für Bettlägerige.  


Wer gerne mitmachen möchte, kann sich mit Annelore Dorgathen (Telefon: 0203 764214) oder Karin Baumeister (Telefon: 0203 63516)  in Verbindung setzen.

  

Erstes MRSA-Hygiene-Siegel in Duisburg verliehen

Duisburg, 06. April 2016 - Dem Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen wurde aktuell das MRSA-Qualitätssiegel des EuroSafety Health-net als erstem Krankenhaus in Duisburg verliehen. Prof. Alexander Friedrich, Projektleiter des Euroregionalen Netzwerks für Patientensicherheit und Infektionsschutz (EurSafety Health-net) der Universität Groningen/NL, überreichte die Auszeichnung im Beisein von Dr. Dieter Weber, Leiter des  Gesundheitsamtes.

Das Johanniter-Krankenhaus wurde mit dem Qualitäts- und Transparenzsiegel ausgezeichnet, da in diesem Haus alle Vorgaben umgesetzt wurden, um insbesondere MRSA-Infektionen zu verhindern. Die Umsetzung der geforderten Qualitätsziele, wie Aufnahmescreening, Hygienestandards wurde vom Gesundheitsamt der Stadt Duisburg überprüft. Weiterhin erfolgte eine zweite Überprüfung der Unterlagen durch Mitarbeiter der Euregio-Region Rhein-Waal, bzw. durch den Kreis Wesel.  
Die Stadt Duisburg ist seit 2009 Mitglied des EurSafety Health-net, das sich in den letzten Jahren grenzüberschreitend für den Infektionsschutz und insbesondere für die Eindämmung multiresistenter Erreger nach niederländischem Muster in deutschen Teilen des Netzwerks eingesetzt hat. Seit 2014 finden zu dem Thema auch regelmäßige Treffen in Duisburg statt.  

Bei dem aktuellen Treffen hat Prof. Alexander Friedrich über Möglichkeiten der Eindämmung multiresistenter Keime aus niederländischer Sicht berichtet. Er forderte dabei auch die Vertreter anderer Krankenhäuser in Duisburg auf,  dieses Qualitätssiegel anzustreben. Nur durch eine gemeinsame Verbesserung der Qualität der Hygiene und der Patientenversorgung könne seiner Auffassung nach eine Eindämmung der multiresistenten Keime nach niederländischem Muster erreicht werden.  
Die Probleme mit  mehrfach antibiotikaresistenter Erreger sind in den letzten Jahren immer drängender geworden.
Die Weltgesundheitsorganisation hat schon zum Weltgesundheitstag im Jahre 2014 Alarm geschlagen, dass sich auch in der europäischen Region multiresistente Erreger weiter ausbreiten. Nach dieser Mitteilung droht weiterhin eine Rückkehr zu Verhältnissen, wie sie vor Entdeckung der Antibiotika herrschten. Umso wichtiger ist gerade auch für Duisburg die Umsetzung aller möglichen vorbeugenden Maßnahmen, um gegen die Ausbreitung dieser Keime vorzugehen.

Leider ist weiterhin in Duisburg wie auch in anderen Städten noch keine nachhaltige Abnahme der Ausbreitung mit multiresistenten Erregern zu verzeichnen; insbesondere die sogenannten gramnegativen Keime breiten sich global weiter aus. Umso wichtiger ist daher die Intensivierung einer Netzwerkarbeit zwischen den medizinischen Einrichtungen, die von der Stadt Duisburg koordiniert wird und der Erwerb von Qualitätssiegeln der medizinischen Einrichtungen, um eine Entwicklung nach niederländischem Muster auch für Duisburg zu erreichen.  

Prof. Alexander Friedrich überreicht das erste MRSA-Qualitätssiegel in Duisburg an den Leitenden Hygienearzt des Johanniter-Krankenhauses Rheinhausen, Klaus Welskop. Mit dabei (li.) Johanniter-Hygienefachkraft Angela Wiegand-Fekl und (re.) Gesundheitsamtsleiter Dr. Dieter Weber.

 

Verbraucherzentrale: Gesundheitskosten nicht ausufern lassen

Belastungsgrenze bei gesetzlichen Zuzahlungen prüfen
Duisburg, 04. April 2016 - Für Medikamente, Hilfsmittel, Behandlungen in der Physiotherapie, im Krankenhaus, in der Reha-Klinik oder bei häuslicher Krankenpflege werden gesetzliche Krankenversicherte neben ihren monatlichen Beiträgen mit weiteren Zuzahlungen zur Kasse gebeten. Damit diese Gesundheitskosten obendrauf nicht ausufern, gelten nach Einkommen gestaffelte Belastungsgrenzen, die von den Krankenkassen jedoch nicht automatisch berücksichtigt werden.
„Versicherte müssen selbst aktiv werden, Belege sammeln und einen Befreiungsantrag bei ihrer Krankenkasse stellen, sobald die Zusatzausgaben für Behandlungen und Medikamenten ihre persönliche Belastungsgrenze übersteigen“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW anlässlich einer Aktionswoche zu den gesetzlichen Zuzahlungen im Gesundheitswesen:
„Nicht alle Extrakosten, die Ärzte, Therapeuten, Apotheken oder Sanitätshäuser von den Patienten für ihre Leistungen und Produkte verlangen, gehören allerdings zu den gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen.“

Versicherte sollten
im Zweifel lieber nachfragen und sich nach günstigeren Alternativen erkundigen. Nachfolgende Hinweise liefern das nötige Rüstzeug, um Zuzahlungsbelastungen zu reduzieren oder sich davon zu befreien: Zuzahlungskosten kennen: Bei Arzneimitteln auf Rezept müssen Krankenversicherte in der Regel zehn Prozent des Abgabepreises zuzahlen. In der Apotheke dürfen mindestens fünf und höchstens zehn Euro zusätzlich für Medikamente verlangt werden.
Stationäre Aufenthalte schlagen mit zehn Euro pro Tag zu Buche. Die Zuzahlungspflicht ist hier in der Regel auf 28 Tage pro Jahr begrenzt. Bei Behandlungen wie Physiotherapie oder Logopädie und bei häuslicher Krankenpflege müssen zehn Prozent der Kosten plus zehn Euro für jede Verordnung extra entrichtet werden.

Belege sammeln:
Um eine zu hohe Kostenbelastung nachzuweisen, müssen sich Versicherte sämtliche gesetzlichen Zuzahlungen quittieren lassen und die Belege sammeln. Darin müssen Datum, Vor- und Zuname des Versicherten, die konkrete Leistung, der Zuzahlungsbetrag und die Kontaktdaten des Leistungserbringers enthalten sein.
Belastungsgrenze ermitteln: Hierfür wird das Einkommen der Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt zusammengerechnet. Berechtigte Mitglieder sind verheiratete Paare, eingetragene Lebenspartnerschaften und Stief-, Enkel- oder Pflegekinder. Kinder ab 19 Jahren zählen nur dazu, solange sie familienversichert sind.
Für Ehepartner können Freibeträge von 5.229 Euro und für jedes Kind 7.248 Euro vom Bruttoeinkommen der Familie abgezogen werden. Zwei Prozent der Restsumme gilt dann als Belastungsgrenze. Eltern mit zwei Kindern, die über ein Jahreseinkommen von 36.000 Euro verfügen, müssen somit pro Jahr höchstens 325,50 Euro zusätzlich für ihre Gesundheitsversorgung zahlen. Für Familien, die Sozialhilfe beziehen, wird als Einnahme zum Lebensunterhalt einmal der Regelsatz von 4.848 Euro für die Regelbedarfsstufe 1 angesetzt.

Zwei Prozent macht hier jährlich eine Zuzahlung von maximal 96,96 Euro aus. Ausnahme für chronisch Kranke: Für sie gilt eine Belastungsgrenze von einem Prozent der Bruttoeinnahmen. Die reduzierte Zuzahlung gilt für die gesamte Familie. Voraussetzung ist, dass der behandelnde Arzt einem Patienten die chronische Erkrankung bescheinigt.
Die niedrige Belastungsgrenze gilt auch bei Pflegestufe 2 oder 3, im Falle eine Behinderung oder einer Erwerbsminderung von mindestens 60 Prozent, falls diese auf einer chronischen Erkrankung basieren. Zuzahlungsbefreiung jedes Jahr beantragen:
Ist die Grenze der Belastung erreicht, können Versicherte einen Antrag zur Zuzahlungsbefreiung mit den Originalbelegen bei ihrer Krankenkasse einreichen. Versicherte erhalten nach positiver Prüfung einen Befreiungsausweis. Betroffene können auch bis zum Jahresende warten und alle Belege nachträglich einreichen. Falls zu viel gezahlt wurde, erstattet die Krankenkasse die überschüssigen Beträge. Auch eine Vorauszahlung ist möglich. Fallen die tatsächlich geleisteten Zuzahlungen niedriger aus, gibt’s keine Rückerstattung.

Die Befreiung gilt immer für das Kalenderjahr und muss jährlich neu beantragt werden. Mehr zu den Zuzahlungsregelungen im Gesundheitswesen gibt’s bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Duisburg vom 11.04. - 15.04.2016 oder im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/zuzahlung-befreiung. Eine persönliche Beratung zu rechtlichen Fragen bei der Prüfung einer Befreiung und zu anderen Gesundheitsthemen bietet die Verbraucherzentrale NRW in Duisburg ebenfalls an. Kontaktadresse: Friedrich-Wilhelm-Straße 30, 47051 Duisburg. Das Engelt für eine rechtliche Beratung beträgt 9,00 €.

Unabhängige Patientenberatung mit Vor-Ort-Stellen in Dortmund und Duisburg
(idr). Dortmund und Duisburg gehören zu den deutschlandweit 30 Städten, in denen die Unabhänige Patientenberatung Deutschland (UPD) Beratungsstellen neu bzw. wieder eröffnet hat. Jeder Interessierte kann dort nach Terminabsprache gesundheitliche und sozialrechtliche Fragen mit Fachleuten klären, egal, ob er gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert ist. Die Beratung ist auf Deutsch, Türkisch und Russisch möglich. Im Januar hatte die UPD unter neuer Trägerschaft die Arbeit aufgenommen.

 

Beschäftigtenzahl im Gesundheitswesen um 1,8 Prozent gestiegen
Im Jahr 2014 waren in Nordrhein-Westfalen mit über 1,1 Millionen 1,8 Prozent mehr Menschen im Gesundheitswesen beschäftigt als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, arbeiteten 460 500 Beschäftigte in ambulanten und 416 700 Beschäftigte in stationären oder teilstationären Einrichtungen. Im ambulanten Bereich entfiel fast die Hälfte (222 200) aller Beschäftigungsverhältnisse auf Arzt- oder Zahnarztpraxen. 148 700 Personen waren im Bereich stationäre oder teilstationäre Pflege (z. B. Altenpflegeheime) tätig.

Auch im Jahr 2014 war nahezu ein Viertel der Beschäftigten des Gesundheitswesens in Krankenhäusern (22,7 Prozent) tätig. Die Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der stationären/teilstationären Pflege und in Arztpraxen hatten mit jeweils 13,4 Prozent die nächsthöchsten Anteile. Der geringste Beschäftigtenanteil wurde für den Bereich Gesundheitsschutz (0,8 Prozent) ermittelt. Im Rahmen dieser Statistik wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse erfasst, d. h. Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in unterschiedlichen Einrichtungen wurden auch mehrfach gezählt.