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Infektionsschutzgesetz - IFSG  - Robert-Koch-Institut
Das zuständige Gesundheitsamt ermitteln
Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Notfall-Vorrat


Appell an Duisburger Bevölkerung: Kliniken im Notfall auch weiterhin aufsuchen

Duisburg, 7. April 2020 - Aktuell wird die Corona-Pandemie auch für Menschen zur Gefahr, die nicht mit dem Virus infiziert sind. Und zwar dann, wenn sie bei zeitkritischen Erkrankungen zu lange abwarten. „Momentan kommen deutlich weniger Patienten mit den Symptomen eines Herzinfarkts in die Notaufnahme. Das liegt zum einen daran, dass Patienten Angst haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, zum anderen möchten sie das Krankenhauspersonal in der derzeitigen Situation nicht mit vermeintlichen Lappalien belasten“, berichtet Privatdozent Dr. Wolfgang Lepper, Chefarzt der Kardiologie am Helios Klinikum Duisburg.

 

Beide Sorgen sind unbegründet: „Wir separieren die Patienten bereits in der Eingangshalle. Sowohl die Untersuchung als auch die stationäre Behandlung von Corona-Verdachtsfällen und -Infizierten erfolgt räumlich getrennt von anderen Patienten. Unsere Notfallversorgung sowie auch die Entbindung in unseren Kreißsälen sind weiterhin rund um die Uhr für die Menschen aus Duisburg und Umgebung gewährleistet“, so der Kardiologe.

 

Von ärztlichen Kollegen aus anderen Regionen und teilweise auch aus anderen Ländern weiß Dr. Lepper, dass das Phänomen der zu spät aufgesuchten Notaufnahmen in der aktuellen Ausnahmensituation nicht nur in Duisburg ein Problem ist: „Ich glaube aber, dass die Menschen im Ruhrgebiet generell noch später eine Notaufnahme aufsuchen, als andernorts, denn viele Ruhrgebietler denken, ‚was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder‘. Aber diese Einstellung ist fatal, insbesondere bei einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Hier zählt jede Minute. Und je später wir mit der Behandlung beginnen können, desto gravierender sind die Folgen“, so der Kardiologe.

 

Deshalb sein dringender Appell an die Bevölkerung: „Wenn es um die Gesundheit geht, kann Zurückhaltung lebensgefährlich sein. Bitte rufen Sie bei Symptomen, die auf einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hindeuten, umgehend die Notfallnummer 112 an und suchen Sie bei anderen Notfällen auch weiterhin umgehend die Notaufnahmen der Krankenhäuser auf.“

 

Coronakrise - Kinder- und Jugendärzte: "Die Pandemie darf nicht dazu führen, dass Kinder ohne Impfschutz und Vorsorgen bleiben!“

 Berlin/Köln/Duisburg, 3. April 2020 - In den Praxen der Kinder- und Jugendärzte ist es derzeit außergewöhnlich ruhig. Eltern sagen Impf- und Vorsorgetermine ab. Auch wegen Magen-Darm- und Atemwegsinfekten kommen nur wenige Kinder  und Jugendliche in die Praxen. Diese Zurückhaltung kann zu gesundheitlichen Schäden führen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Die meisten Eltern halten mit ihren Kindern freiwillig die häusliche Quarantäne ein, verzichten auf Besuche bei Großeltern und achten auch zu Hause auf ausreichende Handhygiene. Das begrüßen wir sehr. Falsch ist es aber, aus Angst vor der Corona-Pandemie die wichtigen Impf- und Vorsorgetermine  nicht wahrzunehmen. Kinder und Jugendliche brauchen die von der STIKO empfohlenen Impfungen, nur so sind sie geschützt vor gefährlichen Krankheiten wie Masern, Röteln, Mumps, Diphterie etc. Diese Krankheiten können auch aktuell und in wenigen Wochen, wenn die Ausgangsverbote gelockert werden, auftreten und es wäre fatal, wenn Kinder diese Krankheiten bekommen und deshalb eventuell sogar in einem Krankenhaus behandelt werden müssten. Auch die Vorsorgen sollten Eltern unbedingt wahrnehmen, damit eventuelle Entwicklungsdefizite und angeborene Erkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Eltern sollten diese wichtigen Termine wie im Gelben Heft vorgegeben wahrnehmen mit ihren Kindern und Jugendlichen, insbesondere die Vorsorgen im ersten Lebensjahr dulden keinen Aufschub.
Auch bei schwereren Infekten sollten sie ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen bzw. die Videosprechstunde nutzen, die die meisten Kolleginnen und Kollegen inzwischen anbieten. Ebenso sind Kinder- und Jugendärzte Ansprechpartner, wenn es wegen der häuslichen Quarantäne zu Stress und Spannungen in der Familie kommt und Eltern Rat und weitergehende Hilfen brauchen. Eltern müssen sich keine Sorgen machen, dass sie sich in unseren Praxen den Corona-Virus "fangen".

Die Praxen, d.h. Anmeldung, Wartezimmer und Untersuchungsräume werden noch intensiver als bisher gereinigt und desinfiziert.  Die meisten Kinder- und Jugendärzte haben ihr Praxismanagement den Erfordernissen der Pandemie angepasst. Es gibt spezielle Zeiten für Impfungen und Vorsorgen und für Kinder mit Infekten. Niemand wird ohne telefonische Voranmeldung  in die Praxis gelassen."

Neues Informationsblatt für Angehörige von Krebspatienten

Heidelberg/Duisburg, 3. April 2020 - Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein Schock. Das gilt auch für Partner, Familienangehörige und Freunde von Krebspatienten. Neben der Sorge und dem Impuls, den anderen zu unterstützen, fühlen sich viele in dieser Situation zunächst unsicher und überfordert. Die Angst, im Miteinander etwas falsch zu machen, ist groß. Zur Unterstützung von Angehörigen und Freunden hat der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ein neues Informationsblatt mit dem Titel „Für Angehörige von Krebspatienten: Helfen und sich helfen lassen“ entwickelt.  

 

Studien zeigen, dass emotionale und psychosoziale Belastungen von Angehörigen und Krebspatienten in ihrem Ausmaß vergleichbar sind. Handelt es sich um eine fortgeschrittene Erkrankung, ist für Angehörige die Situation besonders schwer: Zur Sorge um die Betroffenen und die gemeinsame Zukunft kommen viele organisatorische Fragen und die Belastung durch die Pflege und Versorgung. Vielen Angehörigen fällt es zudem schwer, über Krebs zu sprechen. Wie findet man die richtigen Worte?
Wie umgehen mit der Angst, die Partnerin, den Freund oder die Mutter zu verlieren und gleichzeitig für den anderen stark sein zu wollen? In der Versorgung kommen Angehörige von Krebspatienten und ihr Bedarf an Informationen und psychosozialer Unterstützung häufig zu kurz. „Vor diesem Hintergrund war uns das neue Informationsblatt ein wichtiges Anliegen. Es gibt Angehörigen Orientierung und zeigt auf, wie wichtig es ist, auf die eigenen Kräfte zu achten“, so Dr. Birgit Hiller vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Das Informationsblatt „Für Angehörige von Krebspatienten. Helfen und sich helfen lassen“ steht zum Download unter https://www.krebsinformationsdienst.de/service/iblatt/iblatt-angehoerige.pdf?m=1581944207& bereit, kann aber auch unter krebsinformationsdienst@dkfz.de bestellt werden.  

Weitere Tipps für Angehörige 

Die Kliniksozialdienste beraten nicht nur zu psychosozialen Themen, sondern informieren auch über Unterstützungsmöglichkeiten, Pflege und finanzielle Absicherung. In vielen Krankenhäusern gibt es zudem spezielle psychoonkologische Beratungsangebote, die teilweise auch von Angehörigen genutzt werden können. Regionale Krebsberatungsstellen stehen ebenfalls Familien und Freunden offen.

 Wichtige Ansprechpartner können außerdem regionale Selbsthilfegruppen sein. Adressen nennt der Krebsinformationsdienst am Telefon, per E-Mail oder über www.krebsinformationsdienst.de. Nur mit einer Vorsorgevollmacht  können Angehörige stellvertretend für den Krebspatienten handeln. Sie ist Voraussetzung, um etwa die Post öffnen zu können, Gespräche mit der Bank zu führen oder Auskünfte der behandelnden Ärzte einzuholen.

Damit Kinder in der Kontakt-Sperre nicht in Not kommen:  Das Sozialpädiatrische Zentrum am St. Anna berät Eltern trotz Corona weiter!

Duisburg, 1. April 2020 - Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am St. Anna-Krankenhaus berät und behandelt auch während der Corona-Krise weiter die Kinder und deren Eltern. Therapeutische Gespräche und Beratungen sowie spezielle Trainings sollen allerdings telefonisch und über Videoplattformen stattfinden. Notfälle werden auch vor Ort im Nebengebäude des Krankenhauses behandelt werden. Voraussetzung ist eine gültige Überweisung durch einen niedergelassenen Kinderarzt.  

„Wir alle müssen im Rahmen der Corona-Pandemie ungewöhnliche Wege gehen, um zu erreichen, dass einerseits die Patientenversorgung aufrechterhalten werden kann und andererseits das Virus sich so langsam wie möglich verbreitet“, erklärt Dr. Guido Wolf, Oberarzt des SPZ. „Auch wir wollen ältere Menschen und Patienten (Eltern, Großeltern etc.) mit Vorerkrankungen von Leber, Lunge oder Diabetes, bei den Covid-19 lebensgefährliche Verläufe zeigt, schützen. Erfreulicherweise zeigen sich bei Kindern solche schwerwiegenden Covid-19-Erkrankungen nur selten“, ergänzt Dr. Wolf.  
Die Malteser gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie noch erhebliche Zeit andauern wird. Deshalb ist es den Mitarbeitern des SPZ ein großes Anliegen, die Versorgung der Kinder so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten deshalb weiter, setzen dabei allerdings primär telefonische bzw. video-geschützte Anamnese-, Therapie- und Beratungsgespräche ein.
„In einigen Fällen werden wir das Kind mit einer Betreuungsperson, in aller Regel einem Elternteil, aber auch in unser SPZ einbestellen. Die Familie wird dann aber nicht in einem Wartezimmer aufgenommen, sondern direkt zum Arzt bzw. Therapeuten in den Behandlungsraum geführt“, berichtet Dr. Wolf.
Da die Ambulanz nicht im Krankenhausgebäude selbst gelegen ist, sondern sich im ca. 300 m vom Haupteingang gelegenen Verwaltungsgebäude befindet, besteht also kein höheres Infektionsrisiko als bei einem Besuch beim niedergelassenen Kinderarzt.  
Auch das Beratungsangebot der „Schreiambulanz“ – eine Spezial-Sprechstunde für frühkindliche Regulationsstörungen, soll über diese Wege unbedingt weiter erhalten bleiben.
„Wir gehen davon aus, dass junge Familien, die sonst durch Tanten oder Großeltern unterstützt werden, wenn ihr Baby anhaltend und scheinbar ohne Grund schreit, nun isoliert sind und gerade jetzt unserer Hilfe bedürfen“ erklärt Psychologe Gero Hufendiek  
„Ebenso führen wir das geplante „Heidelberger Elterntraining“ (Seminar für Eltern von 2-3  jährigen Kindern mit auffälliger Sprachentwicklung) selbstverständlich weiter. Nur findet nun der Kontakt mit den Eltern über eine Videoplattform in Form eines digitalen Seminars statt. Wir werden versuchen in den Zeiten der Pandemie diese Video -Portale weiter auszubauen und auch Angebote für die Eltern von sprachentwicklungsauffälligen Kindern im Alter von 3-6 Jahren anzubieten“ ergänzt Hufendiek.  
Des Weiteren steht das Neugeborenen Hörscreening, sowie die Abklärung von akuten Hör- und Kommunikationsproblemen, nach vorheriger telefonischer Absprache zur Verfügung. Bei Bedarf für solche Unterstützungen sollten die Eltern sich zunächst immer erst telefonisch mit ihrem niedergelassenen Kinderarzt in Verbindung setzen, der die Familie am besten kennt. Er kann dann mit den Eltern gemeinsam entscheiden, ob eine Überweisung für das Sozialpädiatrische Zentrum sinnvoll ist und abstimmen, ob er den Eltern die Überweisung aushändigt oder per Post oder Fax an das SPZ schickt.
Verordnungen von Hilfsmitteln und Rezepte für Medikamente werden zur Zeit in Absprache mit den Krankenkassen ebenfalls ausschließlich per Post versandt (Antikonvulsiva, Methylphenidat etc.). Dadurch wolle die Mitarbeiter des SPZ vermeiden, dass viele Familien ihre Wohnung verlassen müssen.  
Das SPZ kann dann bei vorliegender Überweisung durch den Kinderarzt unter folgender Telefonnummer zur Terminabsprache erreicht werden:   Sekretariat des SPZ: 0203-7551281 Mo.-Do.: von 8.30 bis 10.30 Uhr und 14.00 bis 16.30 Uhr Fr.: von 8.30 bis 10.30 Uhr  

Coronavirus: Verordnungen ohne Praxisbesuch erhältlich

Düsseldorf/Duisburg, 31. März 2020 - Mit Blick auf den Beginn des neuen Quartals (1. April) weist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein darauf hin, dass bis 30. Juni 2020 bundesweit eine Sonderregelung für Arzneimittelrezepte und weitere ärztliche Verordnungen gilt.
Danach dürfen Praxen ihnen bekannte Patientinnen und Patienten Folgerezepte, Folgeverordnungen und Überweisungen auch per Post zusenden, ohne dass ein Besuch in der Praxis und das Einlesen der Versicherungskarte nötig ist. Voraussetzung ist, dass der Patient bei dem betreffenden Vertragsarzt bereits in Behandlung ist.  
Dieser Regelung liegt zugrunde, dass möglichst viele Arzt-Patienten-Kontakte in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie nicht persönlich stattfinden sollen. Die Dachorganisationen der Vertragsärzte/-psychotherapeuten und der gesetzlichen Krankenkassen haben dazu festgelegt, dass Ärzten die Portokosten für den Versand von Verordnungen beispielsweise mit 90 Cent erstattet werden.

Da es sich in den entsprechenden Fällen um Patienten handelt, die den Praxen bekannt sind, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Ersatzerfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Als bekannter Patient gilt derjenige, der im laufenden Quartal oder im Vorquartal mindestens einmal persönlich in der Arztpraxis erschienen ist.  

Lockerungen auch für Teilnehmer von DMP-Programmen Damit auch Patienten, die an so genannten Disease-Management-Programmen (DMP) teilnehmen, Praxisbesuche derzeit vermeiden können, hat der Gemeinsame Bundesausschuss die verpflichtende physische Teilnahme an Schulungen ausgesetzt. Die ärztliche quartalsbezogene Dokumentation von Untersuchungen der DMP-Patienten ist für das erste bis dritte Quartal 2020 vorerst nicht mehr erforderlich, wenn hierzu eine direkte Untersuchung des Patienten nötig wäre oder die Untersuchung nicht alternativ durch telemedizinischen Kontakt durch den Arzt erhoben werden kann.

Coronavirus: Vorerst kein Mammographie-Screening mehr

Düsseldorf/Duisburg, 27. März 2020 - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein weist darauf hin, dass das Mammographie-Screening-Programm angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus vorerst bundesweit ausgesetzt wird. Die Standorte aller Screening-Einheiten werden zum Ende dieser Woche vorübergehend geschlossen. Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Anschließend soll der Versand der Einleitungen umgehend nachgeholt werden.

 

Von der vorübergehenden Einstellung des Screenings sind in Nordrhein rund 55.000 Frauen betroffen. Frauen, die erst jüngst zur Untersuchung waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik. Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings werden wie bisher kurativ versorgt.

 

Nutzen-Schaden-Abwägung

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit erfolgte, soll eine einheitliche Lösung für ein bundesweites Vorgehen einleiten. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der COVID-19-Pandemie wurde die Nutzen-Schaden-Abwägung zwischen einem verschobenen Untersuchungstermin für das Screening einerseits und dem Risiko einer Infektion andererseits neu bewertet.

 

Nach Mitteilung der Kooperationsgemeinschaft hat bereits ein Viertel der Screening-Einheiten wegen krankheits- und quarantänebedingter Personalausfälle in Folge der Corona-Pandemie den Betrieb eingestellt. In einigen Regionen haben die Gesundheitsämter bereits Screening-Einheiten geschlossen.

 

Die Zentrale Stelle Mammographie-Screening Nordrhein bleibt zu den gewohnten Zeiten unter der Telefonnummer 0211 5970 7000 erreichbar, um die Termine zu verschieben. Alternativ kann auch der Terminservice online unter nordrhein.mammotermin.de genutzt werden.

 

Stiftung "Kind und Jugend", eine Gründung  des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V.

Corona - Kinder- und Jugendärzte geben Eltern Tipps: So beschäftigen Sie Ihre Kinder zu Hause


Köln/Duisburg, 27. März 2020 - Homeoffice und Kinderbetreuung - das kann zur Belastungsprobe werden. "Die gemeinsame Zeit kann aber auch für alle ein Gewinn sein, wenn es den Eltern gelingt, sie aktiv zu gestalten," so der Kinder- und Jugendarzt und Vorsitzende der Stiftung "Kind und Jugend " des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V.  Dr. Uwe Büsching. Die Stiftung hat daher gemeinsam mit Pädagogen praktische Tipps für Eltern zusammengestellt, wie Eltern und Kinder gemeinsam gut durch die häusliche Quarantäne kommen.

Ruhig bleiben

Ruhe bedeutet für Kinder Sicherheit. Erklären Sie Ihrem Kind in Ruhe, dass die Zeit ohne Kita und Schule hilft, dass sich möglichst wenige Menschen anstecken.

Struktur

Ein klarer Tagesrhythmus ist für Ihr Kind und auch für Sie wichtig. Vereinbaren Sie feste Zeiten, wann Sie morgens aufstehen, für die gemeinsamen Mahlzeiten, für Spielen oder Basteln und für Schulaufgaben, sofern Ihr Kind diese bekommen hat. Definieren sie feste Zeiten, in denen auch mal der Fernseher eingeschaltet oder das Smartphone benutzt werden darf. Kinder unter drei: Bitte überhaupt keine Bildschirmmedien!

Natur

Spielplätze sind zur Zeit gesperrt, dennoch sollten Sie mit Ihren Kindern möglichst viel nach draußen gehen, wer keinen eigenen Garten hat, geht  z. B. in Parks und in den Wald (auch hier bitte abstand zu anderen Menschen halten). Frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem und wirken entspannend.  Die Natur  bietet jede Menge Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie können mit Ihren Kindern Nachlaufen spielen, klettern, Hütten aus Zweigen bauen, Schätze suchen, Insekten beobachten oder auch Blätter fotografieren und zu Hause in Büchern oder im Internet nachschlagen, welche es sind.

Kontakt und Kreativität

Treffen mit Freunden und  vor allem Großelternbesuche fallen jetzt aus, da ältere Menschen durch das Virus besonders gefährdet sind. Smartphones und Computer bieten aber viele Möglichkeiten sich beim Telefonieren auch zu sehen: per WhatsApp, Facetime, Skype oder mit anderen Programmen. Sie können aber auch gemeinsam mit Ihrem Kind den Großeltern oder auch Freunden eine Geschichte schreiben, ein Bild malen, ein kleines Buch mit Ihren Erlebnissen basteln oder auch einen kleinen Film in der Wohnung drehen.

Theater und Schatzsuche: Richten Sie eine Verkleide-Ecke ein mit Kleidung aus Ihrem Kleiderschrank, Schuhen oder ausgedienten Hüten für Ihr Kind. Auch eine Schatzsuche in der Wohnung bringt Spaß, wenn der Schatz aus Kuscheltieren, Legosteinen oder anderen Überraschungen besteht.

Vorlesen und Lesen

Kinder lieben Geschichten. Richten Sie jeden Tag eine "Lesestunde" ein. Wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Bücher aus, die Sie jetzt zusammen lesen oder vorlesen.

Spielen

Gesellschaftsspiele: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt,  die guten alten Spiele wieder zu spielen: "Mensch ärgere dich nicht, Stadt-Land-Fluss etc. Bilderrätsel, Rechenrätsel, Sudoku – all das macht  Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß. Ihr Kind trainiert nebenbei Logik, Kopfrechnen, und Lesen.

Basteln und Co: Richten Sie an einem Tisch einen Platz zum Basteln, Kneten und Malen ein, stellen Sie Ihrem Kind Kartons, leere Klopapierrollen, Krepppapier, Wasserfarben etc. zur Verfügung und starten schon einmal mit der Produktion von Osterdeko.

Geschicklichkeitsspiele: Ballspiele in der Wohnung sind nicht möglich? Von wegen. Wenn man statt des großen festen Balls einen Luftballon nimmt, kann nichts zu Bruch gehen. Spannen Sie ein Seil durch den Raum und spielen Volleyball mit einem Ballon. 

Gemeinsam den Haushalt erledigen und kochen

Kinder freuen sich, wenn sie das Gefühl haben, Dinge zu tun, die sonst eigentlich den Erwachsenen vorbehalten sind. Jetzt kann es sogar Spaß machen, gemeinsam für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Sie können Aufgaben verteilen, z. B. einen Spülmaschinenausräumexperten ernennen, einen Wäschezusammenleger etc. Machen sie gemeinsam eine Liste mit Menüs und beteiligen sie Ihr Kind am Kochen. Gemüse waschen, Kräuterquark zusammenrühren, einen Teig kneten - all das macht Ihrem Kind sicher auch Spaß

Auszeiten

Planen Sie jeden Tag eine Auszeit für sich ein. Diese Zeit sollte dann nur Ihnen allein gehören. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie jetzt mal eine halbe Stunde Ruhe brauchen. Ideal: wenn Vater und Mutter sich abwechseln können bei der Betreuung. Aber auch wenn Sie mit Ihrem Kind alleine sind: Ziehen Sie sich mindestens einmal am Tag zu einer festgelegten Zeit zurück. Sie können Ihrem Kind sagen: "Ich bin da und passe auf dich auf, aber bitte lass mich jetzt mal eine halbe Stunde in Ruhe. Ich zeige dir auf der Uhr, wann wir wieder etwas gemeinsam machen."

Hilfe

Das enge Miteinander kann auch zur Belastung für Kinder und Eltern werden. Achten Sie auf Stresszeichen und holen Sie rechtzeitig Hilfe:

Die Telefonnummer des örtlichen Jugendamtes finden Sie im Telefonbuch. 

Schnelle Hilfe und Unterstützung am Telefon für Kinder und Jugendliche bietet die "Nummer gegen Kummer".  Die "Nummer gegen Kummer" berät bundesweit, kostenfrei und anonym über Telefon, Email und Chatfunktion: www.NummerGegenKummer.de Telefon: 11 6 111

Eltern bekommen Hilfe und Unterstützung über das Elterntelefon: 0800111. 

Das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch hat die Nummer: 0800-22 55 53

 https://beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon

 Beratungsstellen vor Ort und Online

Darüber hinaus gibt es Kinder- und Jugend- sowie Familienberatungsstellen und Frühe Hilfen, die aktuell auch telefonisch erreichbar sind. Auf den Seiten der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) stehen eine Beratungsstellensuche sowie eine Online-Elternberatung und eine Online-Jugendberatung zur Verfügung: https://www.bke.de/?SID=052-6B2-170-98A

Informationen, Hilfe und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien gibt es auch beim örtlichen Kinderschutzbund: https://www.dksb.de/de/dksb-vor-ort/



Corona-Pandemie: Eine Mahnung der Kinder- und Jugendärzte

Köln/Duisburg, 25. März 2020 - Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte brauchen Schutzausrüstung. Die stationären Kapazitäten können die Herausforderungen allein nicht bewältigen. Die Politik und alle Akteure im Gesundheitswesen arbeiten mit Hochdruck daran, Kapazitäten im stationären Bereich auszubauen, etwa indem zusätzliche Betten und Personal aus anderen Bereichen in Intensivbetten umgewidmet werden.

„COVID-19-Praxen“ werden eingerichtet, Strukturen angepasst und vereinfacht, zusätzliche Kräfte rekrutiert. Ärzte und Belegschaft der Krankenhäuser leisten Unglaubliches. Dafür gilt den Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken und Krankenhäusern unser größter Respekt! Wir sind dankbar für die Arbeit, die sie in dieser Krise Tag für Tag leisten.
Schutzkleidung und Atemmasken sind dazu unabdingbar und sie sollen für Kliniken und Krankenhäuser zügig geliefert werden, verspricht die Politik. Die mangelnde Ausstattung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln betrifft jedoch leider auch in großem Umfang die ambulanten Praxen der Kinder- und Jugendärzt*innen. Und die Konsequenzen daraus sind weitreichend und nicht verantwortbar.

„Ungenügend geschütztes Medizinisches Personal und Ärzteschaft gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch ganz unmittelbar und direkt die Patientinnen und Patienten ñ und in noch stärkerem Ausmaß die zukünftige medizinische Versorgung, wenn Praxen wegen Infizierungen und Erkrankungen des Personals oder der Ärzte geschlossen werden müssen“, so Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V., (BVKJ).

Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzt*innen tun schon jetzt alles in ihrer Macht Stehende, um die größtmögliche Sicherheit ihrer jungen Patientinnen und Patienten zu gewährleisten ñ vom telefonischen Vorab-Screening über die Trennung von Infekt- und übrigen Patienten oder die Verschiebung nicht zwingend notwendiger Vorsorgeuntersuchungen bis hin zur Videosprechstunde. Die ambulante Erstbegutachtung und die schnelle Weiterleitung von konkreten Verdachtsfällen durch die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzt*innen sind von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der Krise.

Ohne diese Filterung und Kanalisierung der Patienten würde der stationäre Bereich noch viel schneller an seine Grenzen stoßen. Allein, ohne Mitwirken der niedergelassenen Praxen der Kinder- und Jugendärzt*innen können die Krankenhäuser das Aufkommen an Corona-Patienten nicht bewältigen. Und wenn zu viele Kinder- und Jugendarztpraxen schließen müssen, werden alle Kinder und Jugendlichen mit Infekten oder chronischen Erkrankungen, also letztlich alle ehemals ambulant behandelten Patienten, in der neu geschaffenen Notfallstruktur für Corona-Patienten oder den Krankenhäusern landen und dort die dringend für die Corona-Behandlung benötigten Kapazitäten zusätzlich blockieren.

Der BVKJ fordert deshalb eindringlich von der Politik, die gemachten Zusagen zur Ausstattung der ambulanten Versorgung einzuhalten und die Praxen schnellstmöglich mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu versorgen. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie kann nur gelingen, wenn ambulanter und stationärer Sektor effektiv zusammenarbeiten. Ohne den weiteren Betrieb der Praxen von Kinder- und Jugendärzt*innen kann dies nicht gelingen.
„Den Eltern sagen wir: Wir werden weiter alles geben, um ihre Kinder bestmöglich zu versorgen, wenn man uns lässt!“, versichert Dr. Thomas Fischbach.

BG Klinikum Duisburg: Blutspendetermin war voller Erfolg

DRK und Unfallklinik freuen sich über mehr Spendewillige als erhofft
Duisburg, 24. März 2020 - Der Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am 17. März 2020 auf dem Gelände des BG Klinikums Duisburg war ein voller Erfolg. Insgesamt 55 Spender kamen zwischen 10:00 und 14:30 Uhr ins DRK-Blutspendemobil um sich Blut abnehmen zu lassen – nahezu doppelt so viele, wie von den Organisatoren im Vorfeld erhofft.

„Wir freuen uns sehr, dass zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses an der gerade auch für unsere Patienten wichtigen Aktion teilgenommen haben“, sagte die Geschäftsführerin des BG Klinikums Duisburg, Brigitte Götz, nach Ende der Veranstaltung. Dafür bedanke sie sich bei allen Beschäftigten ganz herzlich. Hohe Zahl an Erstspendern Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses, waren auch einige Patienten – nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – und etliche Duisburger Bürger dem gemeinsamen Aufruf der Unfallklinik und des DRK zur Blutspende gefolgt.

Das Blutspendemobil des DRK-Blutspendedienst West auf dem Gelände der Unfallklinik. (Bild: DRK / BG Klinikum Duisburg)


Stephan David Küpper vom DRK-Blutspendedienst West zeigte sich besonders beeindruckt von der hohen Zahl an Erstspendern: „Dass wir an einem solchen Tag gleich 26 Personen erstmals unter den Spendewilligen begrüßen konnten, ist ungewöhnlich.“ Erfahrungsgemäß kämen diese nach der Premiere immer wieder zum Blut spenden.
Lebensrettende Blutspenden
Die am 17. März 2020 gewonnenen Blutspenden werden jetzt im Zentrallabor des DRK-Blutspendedienstes West in Hagen zu lebensrettenden Blutpräparaten verarbeitet. Diese sind für die Krankenhäuser der Region – und gerade auch für die Unfallklinik – unentbehrlich. Insgesamt werden in Deutschland laut dem DRK täglich ca. 15.000 Blutspenden für die Versorgung von kranken und verletzten Menschen benötigt.
Neuauflage in 2021
Gerade in der letzten Zeit sind aufgrund der Corona-Epidemie laut dem DRK einige Blutspendetermine in der Region abgesagt worden. „Wir wollten mit der Aktion ein Signal setzen, dass solche Termine in den Zeiten des Corona-Virus extrem wichtig sind und man immer noch viele Menschen motivieren kann, Blut zu spenden“, so Götz. Das ist eindrucksvoll gelungen.
„Blutspendetermine wie der im BG Klinikum Duisburg haben eine sehr hohe Bedeutung und Relevanz für den DRK“, hob Küpper abschließend hervor. Das Deutsche Rote Kreuz sei deshalb sehr dankbar für das enorme Engagement der Unfallklinik bei diesem Thema. Aufgrund des großen Erfolges am 17. März 2020 ist schon jetzt klar, dass es eine Neuauflage des Blutspendetermins im BG Klinikum Duisburg geben wird – spätestens im Jahr 2021.

Qualitätsführer in der Unfallmedizin: Das BG Klinikum Duisburg. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

 

KV Nordrhein warnt vor Kollaps der ambulanten Versorgung

Düsseldorf/Duisburg, 20. März 2020 - Ohne eine baldige flächendeckende und umfangreiche Ausstattung der Arztpraxen mit Schutzmaterial für die Mediziner und ihre Mitarbeitenden wird sich die ambulante Versorgung in Nordrhein nur noch kurze Zeit in der bisherigen Form aufrechterhalten lassen.
Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Lage bei der Ausbreitung des Coronavirus im Rheinland hin. Die Zahl der in NRW bestätigten SARS-CoV-2-Infektionsfälle steigt schnell an. Stand heute, 20. März, gibt es NRW-weit 5734 Infizierte, 17 Patienten sind in Folge einer COVID 19-Erkrankung in NRW gestorben.

 

Zu den gestrigen Meldungen, dass das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) rund zehn Millionen Stück Schutzausrüstung erhalten habe, die auf dem Weg zu den KVen sei, sagt der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Dr. med. Frank Bergmann (Foto KV Nordrhein): „Es ist gut, dass endlich Schutzmaterial kommt. Von einer Entspannung der Lage sind wir allerdings mit Blick auf Inhalt und Umfang der aktuellen Lieferungen noch weit entfernt.“

 

Bei den ersten Lieferungen handelt es sich offenbar zunächst um Schutzhandschuhe und Schutzkittel, weiteres Material wie Atemschutzmasken soll folgen. „Wir sind auf eine Verteilung gut vorbereitet und können die Distribution der eingehenden Lieferungen zeitnah starten – wenn es sein muss, auch sonntags. Sobald wir über die notwendigen Mengen zur flächendeckenden Versorgung der Praxen verfügen, werden wir unsere Mitglieder informieren“, kündigt Bergmann an.

 

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte versorgen täglich mehrere Hunderttausend Patienten. In unzähligen Telefonaten werden Patienten informiert, gegebenenfalls in Quarantäne eingewiesen, an ein Diagnostikzentrum vermittelt oder zu Hause besucht. Wenn diese Versorgungsebene zusammenbricht, werden unsere Krankenhäuser überrollt“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Unsere Mitglieder sind bereit, den Sicherstellungsauftrag auch in dieser Ausnahmesituation wahrzunehmen, aber das Risiko für sie und ihre Angestellten muss vertretbar bleiben.“

 

Große Mengen an Material benötigt

„Wir benötigen so schnell wie möglich Schutzmaterial in einem Umfang, der der besonderen Situation in Nordrhein gerecht wird. Das Rheinland ist die vom Coronavirus mit Abstand am stärksten betroffene Region in Deutschland. Wir müssen hier besonderen Wert darauf legen, nicht nur die Infrastruktur im medizinischen Bereich zu erhalten, sondern auch die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen“, betont Bergmann.
Mit den bisher verfügbaren, aus eigenen Mitteln aufwändig besorgten Materialien hat die KV Nordrhein bisher die 77 ambulanten Notdienstpraxen im Rheinland sowie die Praxen in besonders betroffenen Regionen (Kreis Heinsberg, Städteregion Aachen) ausstatten können.

 

Die ökonomischen Folgen der Krise seien noch nicht absehbar. „Klar ist aber, dass es für viele Praxen um die Existenz gehen wird, weil viele Patienten derzeit den Praxen fern bleiben und sinkende Fallzahlen im System der ambulanten vertragsärztlichen Vergütung zu erheblichen Einnahmeverlusten führen“, sagt Bergmann. Und weiter: „Das ambulante vertragsärztliche Versorgungssystem hat sich in der Vergangenheit und aktuell bewährt. Wir müssen alles dafür tun, diese Versorgungsebene zu schützen und zu erhalten. Vertragsärzte behandeln 90 Prozent der erkrankten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.“

 

„Nehmen die gesetzlichen Krankenkassen beim Wort“

Was die derzeitigen außergewöhnlichen finanziellen Belastungen auch der Kassenärztlichen Vereinigungen bei der Bewältigung der aktuellen Krisensituation betrifft, kündigt Bergmann an: „Wir nehmen die gesetzlichen Krankenkassen beim Wort. Der GKV-Spitzenverband hat in dieser Woche angekündigt, dass die Krankenkassen alle Kosten tragen, die im medizinischen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie entstehen.“

 

Krebsbehandlung: Medizinische Fragestunde am 25. März telefonisch

Duisburg, 20. März 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Ayla Bayrak beantwortet am Mittwochnachmittag medizinische Fragen zu den Themen: Diagnose und Befund; Behandlung und Therapieverfahren; Möglichkeiten begleitender Therapien; Krebsnachsorge; Schmerzen.

Wegen des Coronavirus finden die Gespräche von 14.45 bis 16.45 Uhr telefonisch statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de

Osteopathen fordern Unterstützung in der Krise / Patienten schützen – wirtschaftliche Folgen abfedern

Wiesbaden/Duisburg, 19. März 2020 - Bundesweit sind rund 10.000 Osteopathen mit ihren Praxen wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung. Fast 7 Millionen Behandlungen gibt es jährlich. Osteopathie entlastet das Gesundheitssystem. Angesichts der Corona-/Covid-19-Krise stehen Osteopathen jedoch wie andere selbständige Gesundheitsberufe vor enormen Herausforderungen: Zum einen leisten sie auch gerade jetzt einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und sind wie andere Gesundheitsberufe von den behördlichen Öffnungsverboten weitestgehend ausgenommen. Zum anderen sagen aber mitunter zahlreiche Patienten ab – den Aufforderungen der Politik zur Minimierung sozialer Kontakte folgend.

Man hat es derzeit mit einem regelrechten Spagat zu tun. Einerseits halten viele Osteopathen ihre Praxen für ihre Patienten offen, unter gesteigerten präventiven und hygienischen Maßnahmen, auch wenn die Versorgung mit Desinfektionsmitteln, Sicherheitszubehör und Hygieneartikeln mitunter schwierig ist, was den Betrieb zusätzlich erschwert. Dennoch nehmen viele ihren Behandlungsauftrag ernst, auch um Ärzte und Krankenhäuser zu entlasten.

Andererseits gibt es in zunehmendem Maße durch Patientenabsagen Rückgänge an Behandlungen, die für Praxisinhaber massive wirtschaftliche Probleme mit sich bringen können. Viele Osteopathen stehen zudem vor der Entscheidung, ob sie ihre Praxen vorübergehend schließen sollten.
Mangels behördlicher Anordnungen stehen in diesem Falle aber keine Mittel zur Kompensation der Verdienstausfälle zur Verfügung. Diese, beispielsweise nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz, werden nur bei entsprechenden behördlichen Anordnungen geleistet. Da Freiberufler im Gesundheitswesen selten über eine üppige Kapitaldecke verfügen, können Einnahmeausfälle von mehreren Wochen, bei gleichzeitig beispielsweise zu leistenden Einkommenssteuervoraus-, Miet- und Gehaltszahlungen für Mitarbeiter existenzbedrohend werden.

Osteopathen fordern staatliche Unterstützung auch für die selbständigen Gesundheitsberufe

„Da bereits wirtschaftliche Hilfen für andere Branchen diskutiert werden und beispielsweise Bayern und Hessen eigene Maßnahmen ergreifen, haben wir uns zwischenzeitlich an die Bundesregierung gewandt. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Corona-Krise, die für uns alle medizinisch eine Herausforderung darstellt, für Osteopathinnen und Osteopathen nicht auch wirtschaftlich zu einer existenzbedrohenden Krise wird“, unterstreicht Prof. Marina Fuhrmann, Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD). „Der nachvollziehbaren Aufforderung an die Bevölkerung möglichst zu Hause zu bleiben, muss deshalb eine unbürokratische Soforthilfe für diejenigen folgen, die dies unmittelbar wirtschaftlich trifft“, so Marina Fuhrmann.

Gesundheitsberufe müssen erhalten bleiben – auch als Vorsorge für die Zeit nach der Krise

In Deutschland haben schon 12 Millionen Bundesbürger osteopathische Behandlungen in Anspruch genommen, viele davon regelmäßig – Tendenz steigend. Eine Unterstützung dieser Berufsgruppe neben den übrigen Gesundheitsberufen stellt auch die dringend gebotene Versorgung der Patienten nach der Krise sicher. „Wir wissen, dass die Bundesregierung derzeit engagiert gegen das Virus und seine Folgen kämpft. Hierbei unterstützen wir sie ausdrücklich. Gleichzeitig benötigen wir als freier Gesundheitsberuf unsererseits schnelle und unbürokratische Unterstützung. Diese Unterstützung jetzt ist auch Vorsorge für die Zeit nach der Krise“, unterstreicht Prof.  Marina Fuhrmann die Forderung des VOD.

EU-Projekt sagt neuem Coronavirus den Kampf an

Duisburg, 16. März 2020 - Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat weltweit bereits mehrere Tausend Todesopfer gefordert. Eine spezifische Therapie oder eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. In einem jetzt gestarteten EU-Projekt wollen Forschende um die Professoren Jan Münch von der Universität Ulm und Thomas Schrader (Universität Duisburg-Essen) die Entwicklung einer wirksamen antiviralen Therapie beschleunigen. Dazu sollen zusammen mit weiteren europäischen Partnern verschiedene potenzielle Wirkstoffe gegen das Coronavirus schnell und effizient erprobt werden.

Für das zweijährige Vorhaben „Fight nCoV“, das von der Universität Stockholm geleitet wird, hat das Konsortium 2,8 Millionen Euro eingeworben. Wie bei anderen Erregern gilt das Eindringen des Coronavirus in die Wirtszelle als vielversprechender Angriffspunkt für antivirale Wirkstoffe. Diesen Vorgang hemmen drei Substanzen, die im Projekt „Fight nCoV“ auf ihre Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 untersucht und optimiert werden.

Dabei handelt es sich zum einen um die von Thomas Schrader und Jan Münch entwickelten molekularen Pinzetten: Diese binden an die Virushülle und zerstören den Erreger. Des Weiteren werden ein einsträngiges Oligonukleotid untersucht sowie makromolekulare Inhibitoren, welche die Wechselwirkung des Erregers mit der Zielzelle unterbinden.   

Um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Wirkstoffe zu überprüfen, verwendet die Forschergruppe verschiedene Modelle. Im Ulmer Labor soll die antivirale Wirksamkeit der Substanzen anhand von ungefährlichen viralen Pseudotypen bestimmt werden. Die vielversprechendsten Wirkstoffe werden anschließend von europäischen Partnern auf die Hemmung von SARS-CoV-2 in Zellkulturen getestet. Für weitere Untersuchungen werden Tiermodelle bis hin zu Primaten genutzt, um zeitnah klinische Studien zu beginnen.

„Wir stehen vor der dringenden Aufgabe, eine wirksame Therapie gegen SARS-CoV-2 zu finden. Daher stellen wir die Testmodelle schnellstmöglich auch anderen europäischen Forschergruppen zur Verfügung“, betonen der Virologe Münch und der Chemiker Schrader.
Bei dem neuartigen Coronavirus handelt es sich um eine Zoonose: Der Erreger ist vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Sollten sich die antiviralen Substanzen tatsächlich als wirksam gegenüber SARS-CoV-2 erweisen, können sie womöglich auch bei zukünftigen Zoonosen oder anderen viralen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.
„Fight nCoV“wird von der EU über das Projekt HORIZON 2020 gefördert. Neben den Universitäten Stockholm (Schweden), Ulm, Duisburg-Essen, und Aarhus (Dänemark) sind die Forschungseinrichtungen CEA (Frankreich) sowie Adlego Biomedical (Schweden) beteiligt. 

- Besuchszeit-Beschränkung
- Bundesrat ergreift Initiative gegen Lieferengpässe bei Medikamenten

Duisburg, 12./13. März 2020 - Um unsere Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung ein geschwächtes Immunsystem haben, vor Ansteckung zu schützen, beschränken wir ab sofort unsere Besuchszeiten im Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord, im Herzzentrum und im Bethesda Krankenhaus.

Besuche sind nur noch in der Zeit von 15:00 bis 17:00 gestattet. Grundsätzlich gilt: Bitte nur zwei Besucher pro Patient. Für die Kinderstation im Herzzentrum bedeutet das, dass die Begleitperson, die mit dem Kind im Krankenhaus ist, mitgerechnet wird. Kinder sind als Besucher nicht erlaubt.

Die Intensivstationen im Herzzentrum und im Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord beschränken ihren Besuchszeitraum auf 16:00 bis 17:00, im Bethesda auf 17:00 bis 18:00.

Besucher mit Fieber, Husten, Atembeschwerden, Halsschmerzen oder ähnlichen Symptomen bitten wir, generell auf Besuche zu verzichten!  

Nur so können wir das Risiko für unsere Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher, sich mit dem Coronavirus anzustecken, reduzieren. Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Maßnahmen. 

Malteser Krankenhaus St. Anna: Cafeteria ab dem kommenden Montag nur noch für Mitarbeiter geöffnet - keine Kinderbesuche
Um die Verbreitung des Coronavirus und die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu reduzieren, hat die Geschäftsleitung der Malteser Krankenhäuser St. Anna und St. Johannes-Stift entschieden, die Cafeteria ab dem kommenden Montag nur noch für Mitarbeiter zu öffnen. Patienten und Besucher haben dann dort keinen Zutritt mehr.
Zusätzlich werden Eltern gebeten auch ihre Kinder nicht mehr zu Besuchszwecken mit ins Krankenhaus zu bringen. Bereits gestern hatte das St. Josefshospital entschieden, lediglich einen Besucher pro Tag und pro Patient zuzulassen. Darüber hinaus soll ab der kommenden Woche ein Wachdienst rund um die Uhr vor dem Krankenhaus postiert.

Bundesrat ergreift Initiative gegen Lieferengpässe bei Medikamenten
Die erst Mitte Februar 2020 vom Bundestag beschlossenen Regelungen zur Vermeidung von Lieferengpässen reichen nach Ansicht der Länder noch nicht aus. In einer am 13. März 2020 gefassten Entschließung appellieren sie an das Bundesgesundheitsministerium, die Gründe für Arzneimittelengpässe systematisch auszuwerten, um geeignete Maßnahmen für die Zukunft treffen zu können.
Länder an der Auswertung beteiligen
In die Evaluation einbezogen werden müssen nach Ansicht des Bundesrates auch die zuständigen Behörden der Länder sowie Bundesbehörden, da sie über relevante Informationen verfügen. Der Beirat des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte soll zu der Auswertung Stellung nehmen dürfen.
Engpässe bei Mundschutzmasken vermeiden
Außerdem bitten die Länder die Bundesregierung zu prüfen, ob auch im Bereich der Medizinprodukte weiterreichende Maßnahmen gegen Lieferengpässe getroffen werden müssen. Die gegenwärtige Situation durch die Corona-Infektion sollte zum Anlass genommen werden, zu überlegen, wie künftig ausreichend Mund-Nasenschutz-Masken und persönlichen Schutzausrüstungen sichergestellt werden können. Bundesgesundheitsministerium am Zug Die Entschließung geht nun weiter an die Bundesregierung. Sie entscheidet, ob sie das Anliegen der Länder aufgreift. Feste Fristen gibt es dafür nicht.


Blut spenden, Leben retten

DRK-Blutspendemobil steht am 17. März 2020 auf dem Gelände des BG Klinikums Duisburg für Interessierte bereit

Duisburg, 11. März 2020 - „Blutspenden retten Leben“, sagt David Behre. Der Paralympics-Sieger und Weltmeister in der Leichtathletik weiß, wovon er spricht. Denn er hat selbst bei einer Notfallbehandlung im BG Klinikum Duisburg mehrere Blutkonserven erhalten und steht auch deshalb heute wieder mitten im Leben. Der beidseitig unterschenkelamputierte Athlet ist nun das „Gesicht“ eines Blutspendetermins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der am 17. März 2020 erstmals in der Unfallklinik stattfindet.
Zwischen 10:00 und 14:30 Uhr steht an diesem Tag ein Blutspendemobil des DRK aus Ratingen-Breitscheid auf dem Klinikgelände bereit. Dort können alle interessierten Bürger aus der Region, aber auch die Beschäftigten sowie Patienten und Rehabilitanden – letztere nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – schnell und unkompliziert Blut spenden.


Mitarbeiter als Vorbild
Entstanden ist die Idee für den Termin durch das große soziale Engagement eines Mitarbeiters des Hauses. Der Badebetriebsleiter Ewald Wischkowski hatte im Jahr 2019 für seine 150. unentgeltliche Blutspende vom DRK das Ehrenzeichen in Gold mit Eichenkranz und Brillanten verliehen bekommen.
„Wir wollen mit der Aktion unseren Teil dazu beizutragen, dass immer genug Blutpräparate für unsere Patienten und für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, erläutert die Geschäftsführerin des BG Klinikums Duisburg, Brigitte Götz - Foto BG Klinikums Duisburg.
Spender erhalten kleines Dankeschön Wer am 17. März 2020 mitmachen will, muss nur den Personal- und, wenn vorhanden, den Blutspendeausweis mitbringen. In einem sog. Spende-Check des DRK unter
https://www.drk-blutspende.de/spenderservices/spende-checkneu.php

können insbesondere Erstspender feststellen, ob sie für eine Blutabgabe geeignet sind. Im Anschluss an die Blutspende bekommen die Teilnehmer als Dankeschön einen kleinen Imbiss sowie ein Fläschchen mit Desinfektionsmittel, ein Schlüsselband, ein Beatmungstuch und einen Kugelschreiber.

Hintergrund:
Nachlassende Spendebereitschaft sorgt für Probleme Grundsätzlich ist laut dem DRK in Deutschland und speziell auch in NordrheinWestfalen eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten gewährleistet. Fast alle Blutspendedienste haben jedoch mittlerweile mit einer nachlassenden Spendebereitschaft der Menschen zu kämpfen. „Früher gab es klassische Problemzeiten, wie die Sommerferien, Feiertage oder die Weihnachtszeit – heute gibt es immer mal wieder über das gesamte Jahr hinweg Probleme, genügend Blutspenden zu generieren“, erläutert Stephan David Küpper vom DRK Blutspendedienst-West.

Es werde daher wichtiger über Aktionen wie „Spender werben Spender“ (Bring Deinen Blutspendebuddy mit) oder über Kampagnen, wie #missingtype gezielt die Aufmerksamkeit auf das lebenswichtige Thema zu richten. Eine zunehmend größere Rolle bei der Gewinnung von (neuen) Blutspendern spielen laut dem DRK aber auch populäre Botschafter oder Testimonials wie im aktuellen Fall David Behre.
Durch diese Vorbilder, Geschichten und Gesichter könne man der Bevölkerung die Notwendigkeit der Blutspende besonders anschaulich und auf einer emotionalen Ebene näher bringen. Das DRK sei deshalb dem Sportler und dem BG Klinikum Duisburg sehr dankbar für ihr großes Engagement in dieser Sache.

„Dort, wo die Blutkonserven so dringend benötigt werden, bitten wir zur Blutspende. Hier schließt sich der Kreis perfekt“, meint Küpper. Neuauflage in 2021? Götz und Küpper hoffen sehr, dass die Blutspende-Aktion am 17. März 2020 ein voller Erfolg wird, denn dann könnten von nun an regelmäßig Blutspendetermine auf dem Gelände des BG Klinikums Duisburg stattfinden: „Wir würden uns deshalb sehr freuen, möglichst viele Interessierte zur Blutspende im Blutspendemobil des DRK begrüßen zu dürfen.“

Qualitätsführer in der Unfallmedizin: Das BG Klinikum Duisburg. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

Gesundheitsforum an der FOM Hochschule zum Thema Selbsthilfe

In Duisburg gibt es 194 Gruppen, in denen Menschen Hilfe bekommen  

Duisburg, 10. März 2020 - „In Selbsthilfegruppen sitzt man doch nur jammernd im Stuhlkreis.“ Viele Menschen haben noch immer ein falsches Bild von Selbsthilfegruppen. Das hat die FOM Hochschule in Duisburg zum Anlass genommen, beim diesjährige Gesundheitsforum aufzuklären: Was heißt eigentlich Selbsthilfe? Wie arbeiten Selbsthilfegruppen? Und welche Rolle spielen Angehörige?
Über 100 Betroffene, Familienmitglieder und Experten kamen zusammen, nahmen an Workshops teil, tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und erhielten einen intensiven Einblick in die Arbeit und gesellschaftliche Bedeutung von Selbsthilfegruppen.  

Selbsthilfegruppen von A-Z
Marina Nickel, stellvertretende Geschäftsleiterin der FOM in Duisburg und Organisatorin des Gesundheitsforums, betonte bei ihrer Begrüßung: „Mir ist in der Vorbereitungszeit auf diesen Tag das Thema Selbsthilfe ständig begegnet. Umso mehr freue ich mich, dass Selbsthilfegruppen heute im Fokus dieser Veranstaltung stehen!“ Auch Vertreter der Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg waren vor Ort, darunter Kendra Zwickler: „Mittlerweile gibt es deutschlandweit rund 100.000 Selbsthilfegruppen mit ca. 3,5 Millionen Engagierten zu ganz unterschiedlichen gesundheitlichen und sozialen Themen. Allein in Duisburg haben wir 194 Gruppen. Trotzdem gibt es immer noch Vorurteile gegenüber der Selbsthilfe.“

Nicht wie oft vermutet, besuchen nur alte Menschen diese Gruppen. Denn: Adipositas, Süchte, Depressionen, Angststörungen, Trauer oder Krebserkrankungen – Probleme verschiedenster Art seien oft auch für viele junge Menschen nicht allein zu lösen. Selbsthilfegruppen bieten Menschen mit ähnlichen Schicksalen daher die Möglichkeit, sich auszutauschen und auf Verständnis zu treffen.  

V.l.: Marina Nickel, stellvertretende Geschäftsleiterin der Duisburger FOM, Kendra Zwickler und Anja Hoppermann von „Der Paritätische“ Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg und Sandra Seidler, Geschäftsleiterin der FOM in Duisburg (Fotos: FOM/Tom Schulte)  


„Wie das Wir in der Selbsthilfegruppe zu einem gesunden Ich führen kann“  
In Workshops zu acht verschiedenen Themengebieten berichteten Betroffene und Experten von ihren Erfahrungen, Ängsten und davon, wie sie selbst zur Selbsthilfe gekommen sind. Am b­esten besucht: der Workshop zum Thema Depression, Angst und Panik. Dietmar Reinberger von dem Bündnis gegen Depression kritisierte: „Sätze wie ‘Reiß dich mal zusammen, iss doch einfach Schokolade‘ helfen wirklich niemandem.“
Er verglich eine Depression mit Krebs: „Es ist eine Krankheit, die jeder bekommen kann. Nur, dass sie für Außenstehende oft nicht offensichtlich ist und nicht nachvollziehbar.“ Eine der Teilnehmerinnen stellte beispielsweise eine Frage zum Umgang mit ihrer Tochter, die seit rund zwei Jahren depressiv ist: „Wie geh ich richtig mit ihr um? Muss ich sie in Watte packen, darf ich auch mal streng sein?“ Reinberger erklärte, dass Angehörige nichts falsch machen können. Man solle lebendig sein, Gefühle zeigen und die Betroffenen nicht mit Samthandschuhen anfassen. „Jeder muss für sich selbst ein Gefühl entwickeln, wie man beispielsweise jemanden dosiert auffordert, etwas zu unternehmen, ohne ihn zu etwas zu zwingen“, so der Redner.  

Teilnehmende konnten neben den Workshops in sogenannten „Rauschparcours“, die die Selbsthilfegruppe Dro-med-A e. V. (Drogen, Medikamente und Alkohol) aufgebaut hat, erleben, wie sich die Sinneswahrnehmung unter Einfluss von Alkohol und LSD verändert. Auf einem Roller versuchten die Besucher durch eine Rauschbrille, die 1,2 Promille simuliert, keinen Verkehrskegel umzunieten und mit einem Hammer den Nagel auf den Kopf zu treffen.

Fazit: „Gar nicht mal so einfach!“ Bei einer Entspannungspädagogin gab es außerdem die Möglichkeit, an einer „mentalen Massage“ teilzunehmen. Kendra Zwickler: „Die Gruppen und Organisationen der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe bekommen inzwischen in Fachwelt, Politik und Gesellschaft immer mehr Respekt und Anerkennung. Es ist wichtig, weiter daran zu arbeiten.“  
Wer auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe ist, kann sich sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Duisburg unter der Rufnummer 0203- 60 99 041 oder per Mail unter selbsthilfe-duisburg@paritaet-nrw.org melden.

Praxisschließungen in NRW können die Versorgung von Kindern und Jugendlichen gefährden  

Duisburg. 9. März 2020 - Die Kinder- und Jugendärzte in Nordrhein sehen die ambulante medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gefährdet, wenn Praxen aus Quarantänegründen schließen müssen. Nach aktueller Regelung müssen Kontaktpersonen von COVID-19- Infizierten für 14 Tage in Quarantäne isoliert werden.
Dies gilt auch für Ärzte und das gesamte Praxispersonal. Edwin Ackermann, Pressesprecher der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte: "Die bisherigen weltweiten Erfahrungen zeigen, dass Kinder im Allgemeinen nur sehr leicht an COVID-19 erkranken und sich die Symptome nicht von denen eines grippalen Infektes oder einer Influenza unterscheiden. Somit ist jederzeit damit zu rechnen, dass Patienten mit Coronaviren ohne jegliche Vorahnung und ohne Vorankündigung in unseren Praxen erscheinen und das Praxisteam infizieren können.
In der Folge muss dann die Praxis aus Quarantänegründen im Rahmen der Containment-Strategie geschlossen werden. Sollten mehrere Praxen gleichermaßen betroffen sein, würde flächendeckend die Versorgung der Kinder ausfallen.
Wir fordern deshalb eine Änderung der bisherigen Richtlinien zum Umgang mit Kontaktpersonen in den Arztpraxen. Verantwortungsvoll durchgeführte und dem jeweiligen Risiko angepasste Schutzmaßnahmen in den Praxen ohne sofortige Quarantäne sind notwendig zum Erhalt der medizinischen Basisversorgung.  

Freier Termin für die psychoonkologische Beratung

Duisburg. 9. März 2020 - Eine Krebserkrankung stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die körperliche und seelische Belastung wirkt sich auch auf das Familienleben, die Partnerschaft und die Berufstätigkeit aus. In dieser Situation bietet die Krebsberatung in Duisburg Betroffenen und Angehörigen Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung krankheitsbedingter Probleme und Krisen an.

Für die psychoonkologische Beratung am 17. März 2020 gibt es noch einen freien Termin um 16.15 Uhr. Die Gespräche mit dem Psychoonkologen Dr. Manfred Prumbaum finden von 14.45 bis 17.00 Uhr in der Beratungsstelle in der Lotharstraße 58 statt. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Telefonische Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 0203 9416 6244 sowie 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatungin-duisburg.de

Absage von Veranstaltungen in den Malteser Krankenhäusern

Duisburg. 5. März 2020 - In den Malteser Krankenhäusern St. Anna und St. Johannes-Stift finden zunächst bis auf Weiteres keine Veranstaltungen für externe Interessenten statt. Diese Entscheidung basiert auf der aktuellen Corona-Epidemie und ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Zu den Veranstaltungen gehören unter anderem die für morgen geplante Verstorbenengedenkfeier um 18 Uhr in der Kapelle des Malteser Krankenhaus St. Anna und die Messe am Samstagabend. Auch die Kreißsaalführungen am ersten und dritten Donnerstag eines Monats und der „Stillvortrag“ für Eltern am kommenden Montag sind abgesagt.  

Engagement zum Weltfrauentag

100 Herzen für Brustkrebspatientinnen der Sana Kliniken

 

Duisburg, 05. März 2020 – Zum ersten Mal haben Vertreterinnen der Frauenorganisation Inner Wheel Duisburg in den Sana Kliniken Duisburg insgesamt 100 selbst genähte Herzkissen mit dazu passenden Drainagetaschen für Patientinnen der Senologie übergeben.

 

Das Thema Brustkrebs ist ein sprichwörtliches Herzensthema der Frauenorganisation Inner Wheel Duisburg. Bereits seit 10 Jahren erstellen sie ehrenamtlich so genannte Herzkissen für Frauen mit Brustkrebs. Mittlerweile wurden über 1.000 Kissen in Handarbeit erstellt. „Möglich ist diese Aktion nur  durch die Unterstützung der  Sponsoren "Der Stoff“ und "fan Frankenstolz Schlafkomfort,“ betont die Präsidentin HiIdegard Günzel-Wohlfarth.

 

Dr. Margarita Achnoula, die im Oktober 2019 die Sektionsleitung Senologie in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe übernommen hat, möchte die langjährige Tradition fortsetzen, die sie vor zehn Jahren gemeinsam mit Inner Wheel initiiert hatte.
Die Betreuung von Patientinnen mit Brusterkrankungen ist auch ihr  eine Herzensangelegenheit, dazu zählen auch kleine Hilfen im Alltag, zu denen die schönen Herzkissen gehören. Diese sollen Frauen nach Brustkrebsoperationen bei der Genesung helfen. Unter die Achselhöhle gelegt, lindern die Kissen in vielen alltäglichen Situationen den Druckschmerz nach der Operation, wie zum Beispiel beim Liegen oder beim Anlegen des Autogurtes.

vorne v.l.: Ruth Scheer, Mechthild Hassler-von Scheven, Ev Bürgel, Jennifer Döring hinten: v.l.: Dr. Margarita Achnoula, Dr. Ellen Siebeck, Gudrun Krüger, Hildegard Günzel-Wohlfarth, Ruth Stromberg  

Job-Speeddating in den Sana Kliniken Duisburg am 9. März  

Duisburg, 3. März 2020 - Am 1. April startet ein neuer Kurs der Schule für Pflegeberufe in den Sana Kliniken Duisburg zur Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Es gibt noch ein paar freie Plätze für die dreijährige Ausbildung, in der die Teilnehmer gemäß der neuen Ausbildungsverordnung sowohl für den Einsatz in der Pflege als auch in der Altenpflege qualifiziert werden.  

Das Job-Speeddating bietet eine Gelegenheit zum zeitnahen Start einer Ausbildung in einem Beruf mit Zukunft. Sowohl für kurzentschlossene junge Leute als auch für interessierte Quereinsteiger, z.B. Frauen und Männer, die nach der Eltern- oder Erziehungszeit eine neue berufliche Orientierung mit flexibler Arbeitszeit suchen, bietet sich hier eine attraktive Perspektive mit einer Ausbildungsvergütung über 1.100 Euro im ersten Ausbildungsjahr.  

Das Job-Speedating findet am Montag, den 9. März, zwischen 13 und 16 Uhr in den Sana Kliniken Duisburg, zu den Rehwiesen 9, in 47055 Duisburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das Team der Pflege freut sich auf die Fragen der Teilnehmer.  

Herausforderung Coronavirus

NRW-Gesundheitsminister Laumann Gast der Sondersitzung der KV Nordrhein

 

Düsseldorf/ Duisburg, 2. März 2020 -  Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat am Freitagabend (28. Februar) wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu einer Sondersitzung der Kreisstellenvorsitzenden der KV und der Ärztekammer Nordrhein eingeladen, um wichtige aktuelle Fragen rund um die Versorgung zu klären. An der angeregten Diskussion beteiligten sich auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und sein Staatssekretär Edmund Heller sowie Vertreter der Gesundheitsämter unter anderem aus Düsseldorf und dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg.

 

Alle Beteiligten betonten die Notwendigkeit enger Zusammenarbeit und bekräftigen ihren Willen, gemeinsam unter Hochdruck daran zu arbeiten, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-COV-2 in NRW so weit wie möglich einzudämmen. Geklärt wurden auch die Aufgaben der Niedergelassenen, die ihre Verpflichtung zur Versorgung der Bevölkerung uneingeschränkt anerkannten und eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen in Aussicht stellten oder bereits eingegangen sind – wie derzeit im Kreis Heinsberg oder auch in der Stadt Köln, wo alle Akteure bereits eng kooperieren.

 

„Teamwork auf allen Ebenen ist das Gebot der Stunde. Es bringt nichts, einseitige Forderungen zu stellen oder ohne Absprachen Erwartungen zu formulieren, die nicht erfüllt werden können“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Weder die Vertragsärzteschaft noch der öffentliche Gesundheitsdienst noch der stationäre Bereich können diese Krise alleine bewältigen“, betonte Bergmann.
„Wir brauchen eine sehr gut informierte Öffentlichkeit. Ängste und Panik dürfen erst gar nicht entstehen, zumal wir die meisten Patienten aufgrund des zumeist harmlosen Verlaufs der Erkrankung ambulant versorgen können.“

Dabei benötige die Ärzteschaft Unterstützung durch die Politik – vor allem bei der Bereitstellung der für Tests von Patienten notwendigen Schutzkleidung. Der KV Nordrhein ist es in den vergangenen Tagen bereits gelungen, Schutzanzüge und Atemschutzmasken in größerem Umfang zu besorgen, um damit im ersten Schritt die Notdienstpraxen in Nordrhein auszustatten.

 

Hotline 11 6 11 7 als Anlaufstelle

Eine wesentliche Rolle bei der Information und strukturierten Versorgung der Bevölkerung spielt die Hotline 11 6 11 7, die zentrale Rufnummer des ambulanten Bereitschaftsdienstes, die seit Jahresbeginn rund um die Uhr erreichbar ist und bei der nun besorgte Bürgerinnen und Bürger auch in Sachen Corona gezielt anrufen können. Auch Ärztinnen und Ärzte werden bei der Hotline zum Einsatz kommen, um Anrufer medizinisch zu beraten. „Wir wollen so viel wie möglich telefonisch abklären“, so Bergmann. Er lobte ausdrücklich, wie der besonders betroffene Kreis Heinsberg mit der Krise umgehe. Gesundheitsamt, Niedergelassene und Kliniken arbeiteten dort eng zusammen.

 

Verbleib im häuslichen Umfeld hat Vorrang

„Der Kreis zeigt uns im Augenblick, wie es geht“, sagte auch NRW-Gesundheitsminister Laumann. Noch handele es sich bei Corona um eine „lokale Situation“, aber „es wird möglicherweise nicht so bleiben“. Laumann betonte, dass der ambulante und stationäre Bereich gut verzahnt werden müssten – aktuelles Beispiel ist unter anderem die Organisation an der Uniklinik in Köln, wo ein mehrstufiges strukturiertes Verfahren angewendet wird.

 

Der Minister machte deutlich, dass es einer ärztlichen Entscheidung für einen Test bedürfe und nicht große Bevölkerungsteile sozusagen „vorbeugend“ getestet werden könnten. Er sagte zu, dass sich das Ministerium um die Bereitstellung von Material kümmern werde – auch in Abstimmung mit dem Bund, da möglicherweise eingelagerte Materialien für den Katastrophenschutz verwendet werden könnten. Eine entsprechende Ausrüstung, die medizinisches Personal vor Infektion schützt, ist die Voraussetzung für Testungen von Patienten, die im häuslichen Umfeld verbleiben – eines der aktuell wichtigsten Ziele von Politik und Medizinern.

„Bei unkomplizierten Krankheitsverläufen ist die häusliche Quarantäne ebenfalls ein Mittel zur Versorgung infizierter Personen – genauso, wie eine leichte Grippe kein Grund für einen Krankenhausaufenthalt ist“, sagte Laumann. Abschließend wiederholten alle Teilnehmer der Sondersitzung ihren Appell an die Patienten: Arztpraxen oder Krankenhausambulanzen nicht ohne Voranmeldung aufzusuchen – so lautet die eindeutige Botschaft. 


Junge Oper besuchte Kinderklinik: Gesang, Gelächter und Magie

Duisburg, 2. März 2020 - Gesang, Gelächter und ein wenig Magie Duisburg, 2. März 2020 - Die Junge Oper am Rhein zu Besuch in der Kinder – und Jugendklinik der Helios St. Johannes Klinik Hoher Gesang, Geigenmusik und schallendes Gelächter, welches über die Flure hallt. Das ist nicht alltäglich auf den Fluren der Kinderklinik in der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn. Aber dies war auch nicht ein alltäglicher Nachmittag, sondern etwas Besonderes. Rund 15 Kinder und ihre Eltern lauschten am vergangenen Samstag, den 29.02, den Darstellerinnen der Jungen Oper am Rhein im klinikeigenen Spielzimmer.

Aufgeführt wurde das Stück „Nils Karlsson Däumling“, eine Geschichte über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem sonst so einsamen Jungen Bertil und dem nur daumengroßen Nils, der unter Bertils Bett in einem Mauseloch wohnt. „Es ist schön zu sehen, was den Kindern so eine Abwechslung im Klinikalltag bedeutet“, so Monika Scharmach, Vorstandsvorsitzende von KiK (Kind im Krankenhaus) und Mitorganisatorin dieses besonderen Nachmittages in der Kinder- und Jugendklinik. „Solche Aufführungen, Musik, eine gelockerte Atmosphäre – Leib, Geist und Seele sind untrennbar verbunden und sollten auch im Gesamten berücksichtigt werden, um Kindern bei der Genesung helfen zu können“, erklärt Dr. med. Peter Seiffert, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik.

Auch die Schauspielerinnen zeigten sich am Ende begeistert und lobten die tolle Stimmung und wie begeistert die Kinder mitgemacht haben. Am Ende verließen viele der kleinen Zuschauern den Raum den Zauberspruch murmelnd, den Bertil benutzt um so klein wie Nils zu werden: „Daumen drücken, Augen zu. Ganz zu. Und dann sagst Du: Killevipps“  

Pflegekurse für Angehörige
Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 23. März. Duisburg. Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person.
Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an. Im Kurs „familiale Pflege“ werden Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt. Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos.
Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen. Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt.
Start ist am 23. März (danach 30. März und 06. April ) von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg. Zusätzlich bietet das Krankenhaus noch eine  offene Gruppe für pflegende Angehörige an, die sich immer am ersten Dienstag im Monat von 17 Uhr bis 19 Uhr 30 trifft. Anmeldungen unter:
Familialepflege.homberg@malteser.org.  


Freie Termine für Sozialberatung bei der Krebsberatung in Duisburg

Duisburg, 2. März 2020 - Die sozialrechtliche Beratung hilft Betroffenen und Angehörigen bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem, klärt bestehende Ansprüche und unterstützt beim Umgang mit Ämtern und Behörden – auch ganz praktisch bei der Antragsstellung.  

Am 10. März 2020 gibt es noch freie Termine. Die Gespräche mit Dorothe Babbick-Fromm finden nachmittags in der Beratungsstelle in der Lotharstraße 58 statt.   Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig.  
Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Beratungsstelle der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 und 0152 2625 1232 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de


- 7. Duisburger Gesundheitsforum: RundUm Gesund
- Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna

„Wie das Wir in der Selbsthilfe zu einem gesunden Ich führen kann“

Duisburg, 26. Februar 2020 - Drogen- und Alkoholsucht, Depressionen, Angststörungen, Trauer oder Krebserkrankungen – Probleme verschiedenster Art sind manchmal nicht allein zu lösen. Wertvolle Unterstützung bieten in diesen Fällen Selbsthilfegruppen, in denen sich Menschen mit ähnlichen Schicksalen austauschen können und auf Verständnis von Gleichbetroffenen treffen. Unter dem Motto „Wie das Wir in der Selbsthilfegruppe zu einem gesunden Ich führen kann“ findet am 6. März das diesjährige Gesundheitsforum an der FOM Hochschule in Duisburg statt. Die Veranstaltung gibt einen intensiven Einblick in die Arbeit und gesellschaftliche Bedeutung von Selbsthilfegruppen.

Wie lebt, arbeitet oder wohnt es sich, wenn man an einer Krebs- oder Suchterkrankung leidet, wenn man es mit Panikattacken oder dem Verlust des eigenen Kindes zu tun hat? Oder man einfach das Gefühl hat, in einer sich immer schneller verändernden Welt, in der immer höhere Anforderungen gestellt werden, auf der Strecke zu bleiben. Im Rahmen des 7. Gesundheitsforum erfahren die Teilnehmenden, wie Selbsthilfegruppen arbeiten und was sie leisten. Was genau heißt Selbsthilfe? Welche Wirkung hat der Gedanke „Ich bin nicht allein“? Und wie gestalten sich regelmäßige Zusammentreffen?  

In Workshops zu acht verschiedenen Themengebieten berichten Experten von ihrer Arbeit und Betroffene von ihren Erfahrungen, Ängsten und davon, wie sie selbst zur Selbsthilfe gekommen sind. Teilnehmende können beispielsweise in sogenannten „Rauschparcours“ erleben, wie sich die Sinneswahrnehmung unter Einfluss von Alkohol und LSD verändert.  Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt Marina Nickel unter der Rufnummer 0203 348782-33 oder per Mail unter Marina.Nickel@fom.de entgegen.




Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna - Infoabende mit Kreißsaalführung/Geburtsvorbereitungskurs

Am 05. März und am 19. März um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.  
Am 09. März bekommen Eltern die Möglichkeit den Vortrag zum Thema „Stillen“ zu hören, eine Woche später, am 16. März gibt es den Vortrag „Pflege des Kindes“. Beide Vorträge starten um 18 Uhr und sind ebenfalls kostenlos.  

Am 07. und 08. März findet jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr 30 der zweitägige Geburtsvorbereitungskurs statt. Der Kurs umfasst u.a. Körperarbeit, Atemübungen, Entspannungsübungen, Paarübungen, Gespräche über einzelne Geburtsphasen.  Die Kursgebühren werden bei gesetzlich krankenversicherten Frauen direkt mit der Kasse abgerechnet, wobei versäumte Stunden von der Kursteilnehmerin selbst entrichtet werden müssen.  
Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Informationen unter 0203/755- 1254, -1278 oder im Internet unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de. Eine Anmeldung zu allen Kursen und Vorträgen ist zwingend erforderlich.

Hilfe für Angehörige Grundkurs - Pflege am Helios Marien Klinikum

Duisburg, 24. Februar 2020 - Vor und nach der Entlassung eines pflegebedürftigen Menschen aus dem Krankenhaus stellen sich den Angehörigen viele Fragen. Nicht nur der Pflegebedürftige ist aus dem alten Leben gerissen, auch die Familie steht nun vor der Herausforderung, einen neuen Alltag zu organisieren. Das Helios Klinikum Duisburg bietet dafür regelmäßig Pflegekurse an.

In den Pflegekursen steht Ihnen unser Team der familiären Pflege mit Rat und Tat zur Seite. Angeboten werden Pflegegrundkurse, spezielle Demenzpflegekurse und die Gesprächskreise „Kraft tanken“ und „Zeit für einen Kaffee“.

Der nächste dreitägige, kostenlose Grundkurs - Pflege findet am. 03.03.2020, 10.03.2020 und 17.03.2020 in der Helios Marien Klinik (Grunewaldstraße 96, 47053 Duisburg) statt. Anmeldungen bitte per E-Mail an sozialdienst.duisburg@helios-gesundheit.de oder per Telefon: (0203) 546-2363.

Die Pflegetrainerinnen Vera Hoffmann, Sandra Gutzeit und Waltraud Schneider (v. l.:) stehen Angehörigen bei Fragen rund um die Pflege zur Seite.

- Diagnose Vaskulitis - Leben mit einer seltenen Erkrankung
- Coloproktologie an der Helios Klinik erneut ausgezeichnet

High Five: Coloproktologie an der Helios Klinik erneut ausgezeichnet
Duisburg 25. Februar 2020 - Sehr gute medizinische Leistungen, strukturierte Versorgung und ein eingespieltes Team aus Pflege und Ärzteschaft – die Abteilung für Coloproktologie an der Helios St. Johannes Klinik konnte die hohen Standards des bundesweiten Berufsverbandes problemlos erfüllen und wurde jetzt bereits zum fünften Mal erfolgreich als Kompetenzzentrum für Coloproktologie zertifiziert. Damit bietet das Team jetzt schon seit über zehn Jahren beste Medizin.

Das Fach der Coloproktologie beschäftigt sich mit Bereichen des menschlichen Körpers, über die wir eher weniger gerne offen sprechen. Denn wer mag schon zugeben, dass er Probleme mit seinem Dick- oder Enddarm hat, ihn juckende Hämorrhoiden schier verrückt machen oder er seinen Stuhlgang nicht halten kann. Daher ist es umso wichtiger, dass Abteilungen, die sich diesem Bereich widmen, einfühlsam und schnell helfen können.
Dazu gehören hohe medizinische Standards und das Wissen um besonders schonende Verfahren. Und genau diese Qualität wurde dem Team der Coloproktologie um Sektionsleiter Dr. Andreas Köhler nun erneut bescheinigt: Der Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e.V. hat die Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik bereits zum fünften Mal als Kompetenzzentrum für Coloproktologie ausgezeichnet.
Vor allem die hohen Standards der Abteilung überzeugten die unabhängige Expertenkommission beim Vor-Ort-Besuch. Das umfangreiche interne Fortbildungsangebot für die Mitarbeiter erhielt ebenfalls lobende Worte.
„Wir haben alle geforderten Standards wieder ohne Abweichungen erfüllt – eine großartige Teamleistung“, freut sich Dr. Köhler über die Auszeichnung, die bislang nur 30 andere Einrichtungen in ganz Deutschland erhalten haben.

Bereits vor über zehn Jahren erhielt die Duisburger Abteilung ihr erstes Zertifikat unter seiner Leitung und konnte die hohe Qualität seitdem konstant halten. Coloproktologische Erkrankungen haben einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität und können unbehandelt nicht nur körperliche sondern auch seelische Folgen mit sich bringen, etwa wenn Betroffene sich aus lauter Scham von Freunden und Familie zurückziehen oder nicht mehr vor die Tür gehen. Dabei verfügt die moderne Medizin heutzutage über viele Behandlungsverfahren, die den Patienten schonend und umfassend helfen können.

Die Helios St. Johannes Klinik bietet Betroffenen dabei das gesamte Leistungsspektrum der konservativen und operativen Coloproktologie an. „Patienten, die unseren Rat suchen, sollten keine Sorge vor der Untersuchung und den daraus folgenden therapeutischen Maßnahmen haben“, so Dr. Köhler. „Wir vermeiden Operationen am Enddarm, wann immer es geht, um die natürlichen Funktionen nicht zu beeinträchtigen.“   

V.l.: Anika Maßner aus der Pflege, Arzt in Weiterbildung Eftihios Psarakis, Arzthelferin Simone Burow, Abteilungsleiter Dr. med. Andreas Köhler, Andrea Dahlem aus der Pflege, Oberärztin Dr. med. Maria Happel und Sekretärin Claudia Mücke)

 

 

 

Leben mit einer seltenen Erkrankung 

Duisburg, 23. Februar 2020 - Wäre einer seiner Ärzte nicht schlussendlich auf die Idee gekommen, dass Jörg Böttcher an einer extrem seltenen Krankheit leiden könnte, wäre der alleinerziehende Vater wahrscheinlich gestorben. Heute, acht Jahre später, kann der 52-Jährige dank einer Expertin für seltene Erkrankungen und seinem selbst erarbeiteten Expertenwissen sein Leben mit wenigen Einschränkungen genießen. Am 29. Februar, dem Tag der Seltenen Erkrankungen, informiert er gemeinsam mit anderen Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe und ärztlichen Spezialisten über sein Krankheitsbild: die Vaskulitis.

 

„Eigentlich war ich bis dato immer sehr gesund“, erinnert sich Jörg Böttcher. Doch dann, Anfang 2012, er war 45 Jahre alt, setzte ein hartnäckiger Husten ein. Anders als erwartet, verschwand er nicht von alleine, sondern wurde zusehends mehr von Erschöpfungszuständen und ab Mai von Magen-Darm-Problemen mit tagelang andauernden Durchfällen begleitet. Nachdem Böttcher ein gesamtes Wochenende einschließlich Brückentag schlafend oder auf der Couch verbracht hatte, machte seine Partnerin sich große Sorgen und überzeugte ihn, ein Krankenhaus aufzusuchen, welches ihn nach den ersten Untersuchungen auf die Intensivstation verlegte.

 

Die behandelnden Ärzte kamen zu keiner richtigen Lösung, denn die eingesetzten Medikamente für die diagnostizierte Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung führten zu keiner wirklichen Verbesserung des Gesundheitszustandes. Selbst eine Odyssee von Untersuchungen inklusive Röntgen, MRT, CT, Magen- und Darmspiegelung, Blutbild und Herz-Katheter-Untersuchung mit Biopsie brachte kein Ergebnis. Böttchers Zustand wurde immer schlechter und er von Tag zu Tag schwächer. Zeitweise musste er sogar im Rollstuhl zu den Untersuchungen gefahren werden. "Ich war die meiste Zeit im Delirium und bekam nicht mehr viel mit“, erinnert er sich. Während andere Patienten nach wenigen Tagen entlassen wurden, war er bereits seit vier Wochen im Krankenhaus. 

 

Drei aus einer Millionen

„Glücklicherweise kam dann ein Professor aus der Kardiologie auf die Idee, es könnte sich um eine Vaskulitis, also eine Autoimmunerkrankung der Gefäße, handeln.“ Eine Gewebeprobe, die dem Herzen bei einer weiteren Katheter-Untersuchung entnommen wurde, bestätigte den Verdacht: das Churg-Strauss-Syndrom, auch ‚eosinophile Granulomatose mit Polyangitis‘ genannt. Diese Form der Vaskulitis ist extrem selten; in Deutschland wird sie bei drei von einer Millionen Menschen diagnostiziert. Mit Cortison wurden die Symptome innerhalb weniger Stunden deutlich besser. In der nachfolgenden Reha wurde jedoch schnell klar: Ohne die Einnahme des Medikaments kamen die Erkrankung und ihre dramatischen Symptome schnell zurück.  

 

Betroffene zu Experten ihrer Erkrankung machen

Böttcher begann, sich intensiv mit seiner Erkrankung zu befassen: „Die erste Recherche im Internet zum Stichwort ‚Vaskulitis‘ war sehr beängstigend, da die Krankheit zehn oder 15 Jahre zuvor relativ oft tödlich verlief. Mein Hausarzt sagte direkt, dass er sich damit nicht auskenne und mich nicht behandeln könne. Dann bin ich glücklicherweise auf die ‚Selbsthilfegruppe Vaskulitis‘ in Dinslaken gestoßen. Die anderen Betroffenen halfen mir dabei, die Krankheit einzuordnen und mir Gedanken darüber machen zu können, wie es weitergeht.“

 

Außerdem gaben sie ihm den Tipp, sich an Dr. Monika Klass, Chefärztin der Rheumatologie am Helios Klinikum Duisburg und Expertin für seltene Erkrankungen, zu wenden. „Ich bin sehr froh, dass ich Frau Dr. Klass als behandelnde Ärztin habe, weil sie eine Menge von dieser seltenen Erkrankung versteht und einen besonderen Therapie-Ansatz vertritt“, so Böttcher. „Wir möchten unsere Patienten zu Experten ihrer Erkrankung machen. Auf diese Weise bekommen sie nicht nur ein tieferes Verständnis, sondern auch ein besseres Gefühl für die Prozesse in ihrem Körper und die Wirkung der eingesetzten Medikamente. So können sie das therapeutische Management aktiv und partnerschaftlich mit uns Ärzten gestalten. Nicht zuletzt tragen neben neuen, wirkungsvollen medikamentösen Therapien auch Ernährung, Bewegung und generell ein gesundes Selbstmanagement dazu bei, dass die Erkrankung nicht weiter fortschreitet“, sagt Dr. Klass.

 

Lotsenfunktion der Rheumatologen

Da rheumatische Erkrankungen, zu denen die Vaskulitits zählt, systemische Erkrankungen des Körpers sind, können verschiedenste Organe und Gelenke betroffen sein. „Wir verstehen uns auch als Lotse, der mit dem Hausarzt und den Fachärzten anderer medizinischer Disziplinen zusammenarbeitet und das große Ganze, also den gesamten Körper und den Menschen dabei im Auge behält“, so die Medizinerin.  

 

Leben mit der Krankheit

Inzwischen kann Böttcher sein Leben mit relativ wenigen Einschränkungen durch die Krankheit meistern: „Meine Leistungsfähigkeit hat zwar nachgelassen und ich werde aufgrund der chronischen Erkrankung mein Leben lang Medikamente nehmen müssen, aber ich bin relativ gut dabei weggekommen und kann, im Gegensatz zu anderen Betroffenen, auch weiterhin einen Beruf ausüben. Ich versuche, mein Leben nicht von der Erkrankung bestimmen zu lassen und ihr mehr Bedeutung zu geben als nötig.“

 

Der Vaskulitistag

Am Samstag, 29. Februar 2020, dem „Tag der Seltenen Erkrankungen“ findet im Abteizentrum neben der Helios St. Johannes Klinik Duisburg von 10 bis 14 Uhr der 3. Vaskulitistag statt. Frau Dr. Klass und weitere Spezialisten präsentieren gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe Vaskulitis der Rheuma-Liga in einem bunten Programm den aktuellen Stand der Medizin und stehen für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist nicht nur für Interessierte und Betroffene, sondern auch für Angehörige gedacht, um ein tieferes Verständnis für die Erkrankung zu entwickeln und mit anderen Angehörigen ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen und das ausführliche Programm unter www.helios-gesundheit.de/duisburg

 

Therapie ist Teamarbeit: Gemeinsam mit Dr. Monika Klass (re.), Chefärztin der Rheumatologie am Helios Klinikum Duisburg, hat Jörg Böttcher (li.) seine seltene Erkrankung so weit in den Griff bekommen, dass er mit wenigen Einschränkungen leben kann. 

 

 

- Patientenvortrag: Moderne Endoprothetik des Kniegelenks
- Natürlich entbinden – Informationsabend für werdende Eltern

Patientenvortrag: Moderne Endoprothetik des Kniegelenks
Duisburg, 18. Februar 2020 - Das menschliche Knie steht unter Dauerbelastung. Beim Sport und auch im Alltag wird den Kniegelenken einiges abverlangt. Eine mögliche Folge: schmerzhafte Arthrose, die in einem weit fortgeschrittenen Stadium einen Gelenkersatz nötig machen kann.

Der leitende Arzt der Abteilung Orthopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna, Dr. med. Robert Geyer und Oberarzt Philip Kukuk berichten in ihren Vorträgen am Mittwoch, den 04. März ab 16 Uhr 30 über die moderne Endoprothetik des Kniegelenks.
Dabei geht es zum einen um eine Revision des künstlichen Kniegelenks, zum anderen um moderne Verfahren zur endoprothetischen Versorgung des Kniegelenks.
Die Patientenveranstaltung ist kostenlos und findet im Steinhof Duisburg, Düsseldorfer Landstr. 347, 47259 Duisburg statt. Nach den Vorträgen stehen die Ärzte für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Natürlich entbinden – Informationsabend für werdende Eltern
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Wie kann eine Hebamme vor, während und nach der Geburt helfen? Wie sieht überhaupt ein Kreißsaal von innen aus? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Geburt können werdende Eltern beim monatlichen Informationsabend den Hebammen und Ärzten aus der Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg Alt-Hamborn stellen.
Im Anschluss an einen kurzen Vortrag wird eine Führung durch die Geburtsklinik mit Entbindungsbereich (Kreißsaal) sowie durch die Familien- und Neugeborenenzimmer im Perinatalzentrum angeboten. Die Veranstaltung findet jeden ersten Montag im Monat, das nächste Mal am 02.03.2020, ab 18 Uhr im Schulungszentrum (Verwaltungsgebäude, 6. Etage) der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt.

Auszubildende für die Schule für Logopädie gesucht

Duisburg, 13. Februar 2020 - Die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna sucht Auszubildende für das kommende Ausbildungsjahr. Dazu gibt es eine Informationsveranstaltung am 20. Februar um 15 Uhr. Duisburg. Am Donnerstag, den 20. Februar um 15 Uhr informiert die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna über den Beruf des Logopäden/ bzw. der Logopädin und über die Ausbildungsmöglichkeiten.

Die Plätze für die Informationsveranstaltung sind begrenzt, um Anmeldung unter Telefon 0203 755-1355 wird gebeten. „Wir möchten vor allem Schülerinnen und Schüler aus Duisburg ansprechen, die sich für den Beruf des Logopäden bzw. der Logopädin interessieren“, erklärt Karin Jochimsen, Leiterin der Schule für Logopädie.
„Die Arbeit als Logopäde ist abwechslungsreich und vielfältig mit Elementen aus Pädagogik, Psychologie und Medizin. Spaß an der Arbeit mit Menschen sollten Bewerber in jedem Fall mitbringen.“ Das besondere an der Ausbildung ist, dass Theorie und Praxis Hand in Hand angeboten werden. Denn durch die klinische Anbindung an das St. Anna Krankenhaus können die Auszubildenden viel mit den Patienten arbeiten.
„Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Behandlungsbreite hat zugenommen, wir haben mehr multimorbide Patienten und auch die Spezialisierung in den einzelnen logopädischen Fachbereichen steigt weiter“, ergänzt Jochimsen. „Zudem gehen Logopäden zunehmend auch an die Öffentlichkeit und in den Fortbildungssektor in Form von Präventionsseminaren in Kindergärten und Schulen.“                                                        

Dreijährige Ausbildung 
Die dreijährige Ausbildung an der Schule für Logopädie gliedert sich in sechs Semester. Nach einem überwiegenden Theoriesemester beginnt ab dem zweiten Semester die praktische Ausbildung. Die starke Vernetzung von Theorie und Praxis soll zum reflektierten Praktiker führen.
„Unsere Studenten schätzen die kleinen Kurse mit 10 Auszubildenden pro Kurs. Das ermöglicht eine sehr intensive persönliche Betreuung. Außerdem erheben wir kein Schulgeld, sondern können seit dem letzten Jahr sogar eine Ausbildungsvergütung in Höhe von ca. 1000 Euro zahlen. Das ist natürlich ein großer Anreiz im Vergleich zu früher“, erklärt Jochimsen. Behandelt werden Patienten des St. Anna Krankenhauses, aber auch Patienten des Sozial Pädiatrischen Zentrums (SPZ) und Patienten, die von niedergelassenen Ärzten geschickt werden.  

Weitere Informationen: Ausbildungsbeginn im Oktober 2020 Am 1. Oktober 2020 ist Ausbildungsbeginn der staatlich anerkannten Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna, die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. In dieser Zeit werden alle erforderlichen Grundlagen in den Bezugswissenschaften wie Medizin, Linguistik, Soziologie u.v.m. vermittelt.
Der theoretische und praktische Unterricht vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Diagnostik, Beratung, Behandlung und Dokumentation in unterschiedlichen logopädischen Fachbereichen der Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen.
Am 30. Juni 2020 endet die Bewerbungsfrist. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Fachoberschulreife oder eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene, mindestens zweijährige Ausbildung. Der überwiegende Teil der Auszubildenden an der Schule für Logopädie in Duisburg weist als schulischen Abschluss das Abitur oder die Fachhochschulreife auf.  
 

- Medizinische Fragestunde in Neudorf
- 15. Februar: Internationaler Kinderkrebstag

Medizinische Fragestunde am 25. Februar 2020  
Duisburg, 13. Februar 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Dr. Michael Schroeder beantwortet am Dienstagnachmittag medizinische Fragen zu den Themen: Diagnose und Befund, Behandlung und Therapieverfahren, Möglichkeiten begleitender Therapien, Krebsnachsorge sowie Schmerzen.
Die Gespräche finden von 14.45 bis 16.45 Uhr in der Lotharstraße 58 statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de

Gemeinsam gegen Blutkrebs: DKMS und Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
Duisburg, 11. Februar 2020 - Blutkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Kindern. Für viele der kleinen Patienten ist eine Stammzelltransplantation die letzte Hoffnung. Zum Internationalen Kinderkrebstag am 15. Februar wenden sich die DKMS und der Krebsinformationsdienst des DKFZ erstmalig gemeinsam an die Öffentlichkeit. Die Ziele: Informieren, aufklären und sensibilisieren – denn eine Stammzellspende kann Leben retten.

Mehr als 2.200 Kinder und Jugendliche erkranken jährlich in Deutschland an Krebs, rund 700 von ihnen an Blutkrebs. Damit ist Blutkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Kindern. Viele der Patienten benötigen eine Stammzelltransplantation und sind daher auf eine Stammzellspende angewiesen.
Zum Internationalen Kinderkrebstag wenden sich die DKMS und der Krebsinformationsdienst erstmalig als Kooperationspartner an die Öffentlichkeit. Ab jetzt wollen sie verstärkt gemeinsam über das Thema Blutkrebs informieren – und über die Möglichkeit, den Betroffenen zu helfen.
„Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lässt, kann die Überlebens- und Heilungschancen von Blutkrebspatienten verbessern“, erklärt Prof. Dr. Thomas Klingebiel, Vorsitzender des Medizinischen Beirats der DKMS. „Um mit dieser Botschaft so viele Menschen wie möglich zu erreichen, ist es wichtig, sich zu vernetzen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Das findet auch Dr. Juliane Folkerts vom Krebsinformationsdienst des DKFZ: „Dem Krebs durch Information und Aufklärung wirksam entgegenzutreten – das ist uns, genauso wie der DKMS, ein großes Anliegen.“ Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen. Unter www.dkms.de kann man sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen – und so die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs unterstützen.

Der Krebsinformationsdienst des DKFZ bietet an Krebs erkrankten Patienten, ihren Angehörigen und allen Interessierten verständliche und wissenschaftlich fundierte Auskunft rund um das Thema Krebs – online (www.krebsinformationsdienst.de, krebsinformationsdienst@dkfz.de) oder per Telefon (0800-4 20 30 40).

Mehr als die Hälfe der Stammzellspenden von DKMS-Spendern
Von den etwa 700 Kindern, die jährlich in Deutschland an Blutkrebs erkranken, erhalten nahezu 80 Prozent die Diagnose Akute Lymphatische Leukämie (ALL). Eine ALL entwickelt sich innerhalb weniger Wochen und geht mit schweren Krankheitssymptomen einher, unbehandelt verläuft sie meist tödlich. Die gute Nachricht: Wenn die Behandlung rasch erfolgt, dann führt sie häufig zur Heilung. Heute können etwa 90 % der Kinder mit einer ALL dauerhaft geheilt werden.

Führt eine intensive herkömmliche Chemotherapie nicht zum Erfolg, kommt meist eine allogene Stammzelltransplantation zum Einsatz. Insgesamt sind akute Leukämien mit Abstand die häufigste Indikation für eine allogene Stammzelltransplantation im Kindesalter.

„Allogen“ bedeutet im Gegensatz zu „autolog“, dass dem Patienten keine eigenen Stammzellen, sondern die Stammzellen eines anderen Menschen, eines Spenders, übertragen werden. Im Jahr 2018 haben – entsprechend den aktuellsten Zahlen des Deutschen Registers für Stammzelltransplantationen – insgesamt 430 Kinder unter 18 Jahren eine allogene Stammzelltransplantation erhalten. 264 von ihnen fanden keinen Spender in der eigenen Familie und waren auf einen Fremdspender angewiesen. 149 dieser Stammzellspenden von Fremdspendern – also mehr als die Hälfte – waren Stammzellspenden von DKMS-Spendern.

DKMS: Weltweit 7.720 zweite Chancen auf Leben
Dank Stammzellspenderdateien wie der DKMS finden heute in Deutschland neun von zehn Blutkrebspatienten einen Stammzellspender – aber das bedeutet eben auch: Jeder zehnte Blutkrebspatient findet keinen. „Gäbe es keine Stammzellspenderdateien, dann wäre die Suche nach einem Stammzellspender vergleichbar mit der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, erklärt Dr. Folkerts.

„Jeder sollte daher wissen, dass es die Möglichkeit gibt, Stammzellspender zu werden.“ Bei der DKMS sind aktuell mehr als 9,8 Millionen potenzielle Stammzellspender registriert. Im Jahr 2019 haben weltweit 7.720 Patienten eine Stammzellspende von DKMS-Spendern erhalten. Von den 5.603 DKMS-Stammzellspenden, die im Jahr 2019 allein in Deutschland entnommen wurden, gingen 14,5 Prozent an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren.

Zukünftig gemeinsam aktiv
Warum nicht im Sinne aller Betroffenen von den jeweiligen Stärken profitieren? Das fragten sich Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am DKFZ, und Dr. Dr. Alexander Schmidt, Geschäftsführer Medizin & Wissenschaft der DKMS, und beschlossen ein engeres Miteinander.
„Gemeinsam sind wir stärker, wenn es darum geht, Patienten und ihre Angehörigen kompetent und umfassend zu informieren“, so Dr. Alexander Schmidt. „Der Krebsinformationsdienst des DKFZ, der für Seriosität und unabhängige Beratung steht, ist für uns dabei ein hoch kompetenter, verlässlicher Partner.“ Und Weg-Remers betont: „Die DKMS hat es geschafft, mit dem Thema Stammzelltransplantation viele Menschen nachhaltig zu erreichen und zu sensibilisieren. Gemeinsam mit ihr kann es uns gelingen, dass mehr Menschen in Deutschland erfahren, dass sie sich mit allen Fragen rund um Krebs an den Krebsinformationsdienst wenden können. Angesichts stetig steigender Krebszahlen sollen die Menschen wissen, dass wir ihnen zur Seite stehen – mit fachlichem Wissen, aber auch mit Herz.“

St. Anna und St. Johannes-Stift zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen ernannt

Duisburg, 10. Februar 2020 - Ab sofort können Studierende ihr Praktisches Jahr an den drei Malteser Krankenhäusern in Duisburg und Krefeld absolvieren.   Duisburg.  Die Malteser Krankenhäuser St. Anna in Duisburg-Huckingen, St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg und das St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen sind jetzt als Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen anerkannt worden.

„Für uns ist die Ernennung zum Akademischen Lehrkrankenhaus ein ganz wichtiges Signal. Es ist schön, wenn junge Ärztinnen und Ärzte am Ende ihres Studiums zu uns kommen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mitbringen“, erklärt der Lehrbeauftragte der Kliniken und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Prof. Dr. Gunnar Plehn. In Zeiten des Ärztemangels und im Hinblick auf den Generationswechsel sei es wichtig, junge Medizinerinnen und Mediziner für die Arbeit in den Malteser-Krankenhäusern zu begeistern, ergänzt Prof. Plehn.

„Die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus ist eine Auszeichnung und Bestätigung für das breite Behandlungsspektrum unserer Kliniken und damit auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Häuser“, berichtet Hauke Schild, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH. Die Studierenden der Universität Duisburg-Essen können ab dem Sommersemester 2020 ihr „Praktisches Jahr“ in den beiden Pflichtfächern Chirurgie und Innere Medizin sowie in den Wahlfächern Anästhesiologie, Orthopädie, HNO, Radiologie und Urologie an den drei Klinikstandorten absolvieren.
Insgesamt stehen den Studierenden maximal 24 Plätze zur Verfügung. Akademische Lehrkrankenhäuser übernehmen die praktische Ausbildung von Medizinstudenten während des Studiums. Bereits ab kommendem Sommersemester können angehende Mediziner der Universität Duisburg-Essen ihr sogenanntes „Praktisches Jahr“ (PJ) in den Malteser Kliniken absolvieren.
Dabei handelt es sich um das letzte Jahr des Medizinstudiums, in dem die Ausbildung direkt am Patientenbett und auf den Stationen im Vordergrund steht. Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Teile, die an verschiedenen Kliniken absolviert werden können.

Chefarzt Prof. Dr. Gunnar Plehn (links) und Geschäftsführer Hauke Schild freuen sich über die Ernennung zum Lehrkrankenhaus.

„Wir können den Studierenden in unseren Kliniken eine vielfältige Ausbildung bieten, da wir medizinisch breit und qualitativ auf gutem Niveau aufgestellt sind“, ergänzt Professor Plehn. Ziel des Praktischen Jahres ist es, die während des Studiums erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Anleitung und Aufsicht der Klinikärzte in den Alltag zu übertragen. Neben der praktischen Arbeit rundet ein spezieller PJ-Unterricht den Einsatz in der Klinik ab.


Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  
Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 29.02 und Sonntag, 01.03.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung. Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.  
Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2618, oder per Mail an
kreisssaal.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

Medizin am Samstag in den Sana Kliniken Duisburg

Start mit griechischem Infotag am 15. Februar ab 10.30 Uhr
Duisburg, 6. Februar 2020 - Medizin am Samstag heißt die neue Informationsreihe für medizinische interessierte Menschen aus Duisburg und der Region. Jeweils an einem Samstag im Monat werden Ärzte aus den Sana Kliniken Duisburg Vorträge anbieten und für anschließende Gespräche zur Verfügung stehen.
Am Samstag, den 15. Februar, startet Medizin am Samstag von 10.30 bis 14.00 Uhr mit Vorträgen  zu interdisziplinären Themen in griechischer Sprache. Dr. Margarita Achnoula, Sektionsleiterin der Senologie, hat gemeinsam mit griechischen Kolleginnen und Kollegen ein vielseitiges Programm zu Themen aus der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der Kindermedizin, der Orthopädie und der Neurologie zusammengestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Neue Forschungszentren gegen Krebs

Berlin/Duisburg, 4. Februar 2020 - Die Bundesregierung verstärkt ihre Anstrengungen im Kampf gegen Krebs. So soll das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen erweitert werden - das Vorhaben ist Teil der Nationalen Dekade gegen Krebs. Bundesforschungsministerin Karliczek betont, es sei wichtig, dem großen Ziel näher zu kommen: "Möglichst viele Krebsneuerkrankungen zu verhindern und Betroffenen ein besseres Leben zu ermöglichen."  

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) vereint exzellente Forschung und Versorgung von Patienten unter einem Dach - bisher in Dresden und Heidelberg. Nun soll die Einrichtung um bis zu vier Standorte erweitert werden. Im Sommer beginnt dafür der Auswahlprozess mit einem international besetzten Gutachtergremium.

"Mit den neuen Standorten wollen wir krebserkrankten Menschen in unserem Land einen besseren Zugang zu Erkenntnissen aus der Krebsforschung auf höchsten Niveau bieten", sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. "Das ist ein ganz entscheidender Schritt in Richtung Krebsmedizin der Zukunft."

Ein starkes Bündnis
Die neuen Standorte für das NCT - sie sind eines der Vorhaben in der Nationalen Dekade gegen Krebs, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor genau einem Jahr ins Leben gerufen hat.

Die Nationale Dekade sei ein ganz besonderes Bündnis, betont Karliczek anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. "Die Initiative vereint zum ersten Mal die zentralen Akteure aus Krebsforschung, Forschungsförderung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem starken Bündnis", so die Bundesforschungsministerin. In Deutschland erkranken 500.000 Menschen pro Jahr an Krebs. Für 2030 ist mit einem Anstieg auf 600.000 Fälle pro Jahr zu rechnen - wegen der alternden Gesellschaft und einer ungesunden Lebensweise vieler Menschen.

Die Initiative "Nationale Dekade gegen Krebs" soll alle Kräfte in Deutschland mobilisieren und Krebs gezielt und erfolgreich bekämpfen. Große ungelöste Fragen der Krebsforschung im Blick Schon in den ersten zwölf Monaten der Dekade gab es wichtige Anstöße. Drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit zentralen Themenbereichen - der Prävention, der Vernetzung von Forschung und Versorgung sowie den großen ungelösten Fragen der Krebsforschung.
Eine dieser großen ungelösten Fragen sei zum Beispiel die große Verschiedenartigkeit von Tumoren, ihre biologische Variabilität, berichtet Professor Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums und Co-Vorsitzender des Strategiekreises der Nationalen Dekade. Diese näher zu fassen, könne auch dabei helfen, individualisierte Herangehensweisen zu entwickeln und dabei, mehr über die Resistenzentwicklung gegen heutige Therapien zu erfahren. 

Medizinische Innovationen sollen beim Patienten ankommen
"Die Patienten sollen möglichst rasch von den medizinischen Innovationen profitieren können", sagt Professor Michael Hallek, Mitglied des Beirats der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie.

Dies könne gelingen, wenn alle miteinander kooperieren - Hausärzte, niedergelassene Onkologen, wohnortnahe Krankenhäuser und die Universitätsmedizin. "Ziel ist die Etablierung einer wohnortnahen, Wissen-generierenden Versorgung von Krebspatienten. Hierin liegt die einmalige Chance der Nationalen Dekade gegen Krebs", sagt Hallek.

Das Bundesforschungsministerium fördert als Teil der Nationalen Dekade bereits Studien mit bis zu 62 Millionen Euro, die die Praxis in der Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen entscheidend verbessern sollen - zum Beispiel bei krebsbedingter Erschöpfung oder der Früherkennung von Brustkrebs. Bei der Planung und Umsetzung werden Patientenvertreter eng einbezogen.  

Verstärkung gesucht: Ehrenamtlicher Besuchsdienst für psychisch Erkrankte an Helios Marien Klinik  
Maria Meier ist 73 Jahre alt. Sie hat schon viel erlebt in ihrem Leben, als Sekretärin in der Firma ihres Mannes mitgeholfen und gleichzeitig drei Kinder großgezogen. Auch heute noch kann sich die Duisburgerin an die Namen der Mitarbeiter erinnern und weiß, dass ihre große Tochter immer dienstags zur Chorprobe musste.
Nur die Gegenwart stellt ein Problem für sie dar, denn Maria Meier ist an Demenz erkrankt. Wenn man sie fragt, weiß sie nicht mehr, ob sie schon zu Mittag gegessen hat. Zieht sie sich an, vergisst sie häufig auch die linke Socke anzuziehen. Momentan ist sie Patientin am Helios Klinikum in Duisburg und wird auf der gerontopsychiatrischen Station der Helios Marien Klinik behandelt.

Auf dieser Station werden Patienten ab 55 Jahren mit psychischen Erkrankungen versorgt, dazu gehören beispielsweise Demenz, aber auch Depressionen oder Angsterkrankungen. Neben den medizinischen Behandlungen und Therapiemöglichkeiten bietet die Klinik einen ehrenamtlichen Besuchsdienst an. Seit inzwischen sieben Jahren besuchen Ehrenamtler mehrmals in der Woche die Patienten, bieten Gespräche, Spaziergänge, aber auch gemeinsame Spiel,- Musik- oder Bastelrunden an.  
„Auf unserer Station werden überwiegend an Demenz erkrankte Menschen behandelt, die kaum noch die Möglichkeit haben, ihre freie Zeit selber zu gestalten und sich alleine zu beschäftigen. Daher sind sie sehr dankbar für eine freundliche Ansprache und wohltuende Zuwendung“, erklärt Manuela Schönhut, Sozialpädagogin und Leiterin der Gruppe.
„Wir ehrenamtlichen Mitarbeiter entwickeln schnell ein Gespür dafür, was unserem Gegenüber guttut und können bei den Besuchen auch unsere persönlichen Interessen und Fähigkeiten mit einbringen“, so Andrea Kuck, eine der Ehrenamtlerinnen. „Wir begegnen den Patienten mit großer Wertschätzung und Respekt, das ist uns sehr wichtig!“ betont Birgit Fischer, ebenfalls Ehrenamtlerin.

In monatlich stattfindende Reflektionstreffen haben die Freiwilligen die Möglichkeit, sich über Erlebnisse während des Dienstes auszutauschen. „Es bereichert uns auch persönlich sehr, den Patienten mit unseren Besuchen eine Freude zu bereiten. Aber es ist nicht immer eitel Sonnenschein, manchmal klappt zum Beispiel ein Besuch nicht so, wie man es sich vorgenommen hat. Dann tut es sehr gut, mit den anderen darüber zu sprechen und zu hören, dass es ihnen manchmal genauso geht. Wir sind hier keine Einzelgänger, sondern ein Team!“, erklärt Ehrenamtler Jochen Kaniss.
Genau dieses Team wünscht sich nun neue Freiwillige, damit die Gruppe noch mehr Patienten erreichen kann. Wer sich zutraut, an Demenz erkrankte Menschen ehrenamtlich zu begleiten und sich ausführlicher über die Möglichkeiten und den Einsatzort der ehrenamtlichen Tätigkeit informieren möchte, ist herzlich eingeladen, mit Frau Schönhut Kontakt aufzunehmen. Sie erreichen sie telefonisch: (0203) 546- 34170.  

Mit einer Roboterhand zurück ins Leben

Patientin des BG Klinikum Duisburgs arbeitet mit Handprothese  wieder als OP-Schwester

Duisburg, 3. Februar 2020 - Am 9. November 2017 gegen 20:30 Uhr veränderte sich das Leben von Britta Meinecke-Allekotte von einer Sekunde auf die nächste. Die leitende OPSchwester in einer Praxisklinik in NRW bestückte gerade einen Dampfsterilisator mit Instrumenten, da kam es zu einem technischen Defekt: Die Tür schloss sich und klemmte die linke Hand und Teile des Unterarmes mit neun Bar Druck und Temperaturen von über 120 Grad Celsius im Gerät ein.

Schwerste Verletzungen, Notoperationen und schließlich eine Amputation im BG Klinikum Duisburg waren die Folge. Heute kann die 55-Jährige wieder positiv in die Zukunft blicken. Im Rahmen einer intensiven medizinischen Behandlung und einer monatelangen berufsorientierten Rehabilitation in der Unfallklinik hat sie sich in ihren Beruf zurückgekämpft.

Eine High-Tech-Prothese mit viel „Fingerspitzengefühl“ ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Meinecke-Allekotte wieder in ihrem alten Beruf als OP-Schwester arbeiten kann. „Mein Ziel war von Beginn an noch einmal am OP-Tisch zu stehen und alle meine Aufgaben zu erfüllen“, sagt Meinecke-Allekotte. „Das Ziel habe ich erreicht.“

Rettungsdienst kommt erst nach 45 Minuten
Dass es zu einem solchen Erfolg für die Patientin kommen würde, hatte direkt nach dem Arbeitsunfall kaum jemand zu hoffen gewagt. Denn am 9. November war für Meinecke-Allekotte an ihrem Arbeitsplatz fast alles schief gelaufen, was schieflaufen konnte. Zuerst der technische Defekt am Dampfsterilisator mit dem Arbeitsunfall als Folge. Dann die Tatsache, dass zum Zeitpunkt des Unglücks kein anderer Mitarbeiter mehr in der Praxisklinik vor Ort war.

„Ich habe geschrien, so laut ich konnte, und richtig Krach gemacht“, schildert Meinecke-Allekotte die Situation direkt nach dem Unfall. Aber erst nach ca. 45 Minuten wurde endlich ein Patient im Haus auf sie aufmerksam und alarmierte den Rettungsdienst.
„Ohne medizinische Hilfe überlebt man so ein Unglück normalerweise nur zehn Minuten“, sagt der behandelnde Arzt im BG Klinikum Duisburg, Prof. Dr. HeinzHerbert Homann, rückblickend. Er ist Chefarzt der Klinik für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Zentrum für Schwerbrandverletzte. In diese wurde die Patientin – nach einer Akutversorgung durch einen Notarzt vor Ort – umgehend mit einem Rettungswagen transportiert.

Amputation als letzter Ausweg
Im BG Klinikum Duisburg eingetroffen, kam Meinecke-Allekotte sofort in den Operationssaal. In einem mehrstündigen Eingriff und in einigen weiteren Folgeoperationen versuchten die Ärzte die lebensgefährliche-Kombiverletzung mit schweren Brandverletzungen an den Fingern und starken Quetschungen bestmöglich zu versorgen.
So wurden u.a. aus der Beinvene Gefäßteile entnommen, um daraus neue Arterien und Venen für die Hand zu modelieren. Diese sollten die Durchblutung der Hand sicherstellen, aufgrund der starken Schädigungen durch den Unfall letztlich jedoch leider ohne den erhofften Erfolg. Daher kamen die Spezialisten im BG Klinikum Duisburg am Ende der operativen Therapie Mitte Dezember 2017 zu dem Ergebnis, dass eine funktionslose Teilhand verbleiben würde. Für Meinecke-Allekotte zunächst ein Schock.
Nach einer Woche Bedenkzeit und langem Abwägen der Möglichkeiten entschied sich die Patientin schließlich für eine Amputation. „Mir war klar geworden: Die Frage ist nicht, warum hat gerade mich dieses Schicksal getroffen, sondern, was mache ich daraus“, erklärt MeineckeAllekotte. Und sie hatte ein Ziel vor Augen: zurück in den „Job“ im OP. Aber eine OP-Schwester mit Prothese? Für viele undenkbar.
Ein Prothesenwechsel bringt den Durchbruch
Doch Meinecke-Allekotte tat in den folgenden Monaten zusammen mit dem interdisziplinären Team des BG Klinikums – Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten – alles dafür, um irgendwann ihren alten Beruf wieder ausüben zu können. Nach der erfolgreichen Amputation der linken Hand wurde von den Ärzten zunächst eine Armlänge rekonstruiert, die für eine moderne Prothese optimal geeignet war. Anschließend erhielt sie eine erste Handprothese, die aber den Anforderungen in der Rehabilitation bzw. im Beruf als OP-Schwester nicht gerecht werden konnte.

Ein Meilenstein auf Meinecke-Allekottes Weg zurück ins Leben war schließlich der Wechsel zu der neuen, anatomisch geformten VINCENTevolution 3-Hand. Diese von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) finanzierte Prothese verfügt über sechs Motoren und 14 verschiedene Griffarten und ist für fein- und grobmotorische Tätigkeiten in OP und Alltag gleichermaßen gut geeignet.
Sieben Monate berufsorientierte Rehabilitation, sieben Monate Ungewissheit Angeleitet von den Ergotherapeuten im BG Klinikum Duisburg begann Meinecke-Allekotte hochmotiviert und intensiv mit der VINCENT-Hand im Rahmen einer berufsorientierten Rehabilitation zu trainieren: sieben Monate lang, Ausgang ungewiss. Sie lernte mit der Zeit u.a., wie man die OPHandschuhe steril überzieht oder mit der Prothese die Instrumente schnell und sicher anreicht.

Nach und nach gelang es ihr zudem immer besser, die Tätigkeiten – ohne auf die Hand zu schauen – automatisiert und präzise auszuführen. Auch hierbei unterstützte sie das gut eingespielte Team des BG Klinikums Duisburg zusammen mit den externen Orthopädietechnikern und Prothesenanbietern nachhaltig. Ganz entscheidend war jedoch auch der starke Wille der Patientin.
„Ich habe immer alles gegeben, um die Hindernisse zu überwinden und mein Ziel zu erreichen“, sagt Meinecke-Allekotte. Zurück im Leben, zurück im Beruf Seit fast einem Jahr arbeitet sie jetzt bereits wieder als OP-Schwester, dieses Mal jedoch nicht in der Praxisklinik von damals, sondern im BG Klinikum Duisburg – ein „Happy End“ also für Britta Meinecke-Allekotte.

Ihre Rückkehr ins Berufsleben ist jedoch auch eine Bestätigung für die Arbeit des BG Klinikum Duisburg nach dem Prinzip „alles aus einer Hand, mit allen geeigneten Mitteln“. „Die bei uns praktizierte integrierte Versorgung vom Unfall über die medizinische Versorgung bis hin zur Wiedereingliederung in Beruf und Alltag funktioniert auch in sehr schwierigen Fällen“, meint Homann. OP-Schwester, Peer und noch viel mehr Meinecke-Allekotte hat sich mittlerweile neben der Arbeit als OP-Schwester, noch weitere „Standbeine“ geschaffen.

So ist sie im BG Klinikum Duisburg auch ehrenamtlich als sog. Peer tätig. Dabei geht es um die Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung – etwa nach einer Amputation – durch Menschen, die bereits ein vergleichbares Schicksal erlitten haben. „Ich erkläre und zeige den Betroffenen unter anderem, welche Möglichkeiten eine Prothese bietet, aber auch, was man mit einer Hand alles machen kann“, erklärt Meinecke-Allekotte. Sie führt darüber hinaus Beratungsgespräche vor der OP durch und ist beim Eingriff selber und bei der Nachbetreuung dabei.

Regelmäßig bietet Meinecke-Allekotte zudem Fortbildungen im Schwerpunkt Prothesen(-training) an und hält Vorträge zur eigenen Patientengeschichte auf Symposien, Reha-Tagen und anderen Veranstaltungen. Die Erstellung von Trainingsprogrammen für Prothesenträger rundet ihr großes Aufgabenspektrum ab. Dementsprechend positiv fällt Meinecke-Allekottes Fazit gut zwei Jahre nach dem Arbeitsunfall aus: „Mein Leben ist im Moment spannender als vor der Amputation!“

High-Tech-Prothese ermöglicht Rückkehr in den Beruf als OP-Schwester. (Foto: Britta Meinecke-Allekotte / BG Klinikum Duisburg)


BASis-Tag zu Lieferengpässen in der Malteser Apotheke in Duisburg- Meiderich

Duisburg, 31. Januar 2020 - Duisburgs SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas wird am 4. Februar ein Gespräch mit den Inhabern der Malteser Apotheke, Georg und Andreas Kuchler sowie mit Dr. Christoph Herrmann (Paracelsus Apotheke, stellv. Vorsitzender des Apothekerverbandes Duisburg/Niederrhein), Peter Vogt (Atrium Apotheke, Vorsitzender des Apothekerverbandes Duisburg/Niederrhein) und Dr. Susanne Kaufmann (Amtsapothekerin in Duisburg) führen.
Zuvor wird Frau Bas im Verkauf, in der Heimversorgung und in der Warenwirtschaft hospitieren, um sich vor Ort ein Bild über die Auswirkungen von Lieferengpässen bei Arzneimitteln zu machen.

Neues Angebot der „Frühen Hilfen“
Sprechstunde der Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern  

Seit Dezember wird das Angebot der „Frühen Hilfen“ ergänzt durch eine Sprechstunde mit Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern. Die Sprechstunde findet jeden Dienstag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr im Glaspavillon auf der Kuhstraße 18 in der Innenstadt statt. Der Schwerpunkt der Sprechstunde liegt auf der gesundheitsorientierten und psychosozialen Beratung.
Die Hebammen und Kinderkrankenschwestern beantworten Fragen rund um die Pflege, Ernährung, Entwicklung und Förderung des Babys. Unsicherheiten beim Stillen können genauso besprochen werden wie die Themen Familienplanung und Verhütung oder finanzielle Hilfen rund um das Kind. Hinzu kommt die Möglichkeit das Baby zu wiegen.
Medizinische Untersuchungen der Mutter zum Beispiel im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge oder Nachsorge gehören aber nicht dazu.  
Die Beratung ist für alle (werdenden) Mütter und Väter kostenfrei und vertraulich.   Gefördert wird das Unterstützungsangebot der Frühen Hilfen Duisburg durch die Bundesstiftung „Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen“.  Weitere Informationen: www.duisburg.de/fruehehilfen

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna  im Februar 2020  

Veranstaltungen Infoabende mit  Kreißsaalführung/Geburtsvorbereitungskurs
Am 06.Februar um 18 Uhr haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb des genannten Termins ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich: individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.  

Am 08. und 09. Februar findet jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr 30 der zweitägige Geburtsvorbereitungskurs statt. Der Kurs umfasst u.a. Körperarbeit, Atemübungen, Entspannungsübungen, Paarübungen, Gespräche über einzelne Geburtsphasen. 
Die Kursgebühren werden bei gesetzlich krankenversicherten Frauen direkt mit der Kasse abgerechnet, wobei versäumte Stunden von der Kursteilnehmerin selbst entrichtet werden müssen. Treffpunkt aller Veranstaltungen ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Informationen unter 0203/755- 1254, -1278 oder im Internet unter
www.malteser-kliniken-rhein-ruhr.de.
Eine Anmeldung zu allen Kursen ist zwingend erforderlich.

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar


 

Stadt, Land, Arzt – StoryMap zur Verteilung der Arztpraxen

Düsseldorf/Duisburg, 30.01.2020 - In den ländlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens kommen rein rechnerisch fast achtmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den städtischen Gebieten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, liegen in diesen dünn besiedelten Gebieten nur zwei Prozent aller Facharztpraxen. Bei den Arztpraxen für Allgemeinmedizin kommen in ländlichen Gebieten etwa doppelt so viele Menschen auf eine Praxis wie in den städtischen Gebieten.

Solche und weitere Informationen zur Arztpraxendichte haben die Statistiker jetzt in der neuen Publikationsreihe „Statistik interaktiv”: StoryMap „Stadt, Land, Arzt” veröffentlicht. In diesem neuen digitalen Format können Interessierte durch eine interaktive Geschichte zur kleinräumigen Verteilung von Arztpraxen in den kreisfreien Städten und Kreisen scrollen. Unterschiedliche Funktionalitäten laden dazu ein, tiefer in die Ergebnisse einzutauchen.

Die Arztpraxendichten unterscheiden sich in den Kreisen und kreisfreien Städten zum Teil deutlich: So entfallen beispielsweise in den dünn besiedelten Gebieten des Kreises Paderborn zwanzigmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den dicht besiedelten Gebieten. Die höchste Arztpraxendichte gibt es in Bonn – die niedrigste im Kreis Olpe.
Das interaktive Dashboard erlaubt Betrachtungen für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt. Durch Auswahl einer regionalen Einheit passen sich die Diagramme mit den Detailergebnissen zu Arztpraxen und Bevölkerung automatisch an. Wer anschließend selbst mit den Daten weiterarbeiten möchte, kann sich den Datensatz herunterladen.

Die StoryMap steht im Internet unter http://url.nrw/storymap [1] zur Verfügung. (IT.NRW) [1] http://url.nrw/storymap

Bochum hat die höchste Arztdichte im Ruhrgebiet
In der Metropole Ruhr gibt es große Unterschiede bei der Arztdichte. Am besten ist das Patienten-Praxis-Verhältnis im Vergleich der Ruhrgebiesstädte und -kreise in Bochum. Dort kommen rein rechnerisch 782 Einwohner auf eine Arztpraxis. Im Ennepe-Ruhr-Kreis, der an zweiter Stelle steht, sind es 888 Menschen.
Die ungünstige Relation hat Oberhausen: In der Stadt kommen 1.130 Einwohner auf eine Praxis. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW von 2016 hervor. NRW-weit gibt es die höchste Arztpraxendichte in Bonn, die niedrigste im Kreis Olpe. idr

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

- Arbeitnehmerinnen besonders betroffen
- hkk Krankenkasse fordert Gesundheitsförderung speziell für berufstätige Frauen

Die meisten beruflichen Ausfalltage wurden 2019 - wie in den Vorjahren - verursacht durch sogenannte Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (21,9 % aller Fehltage). Psychische Erkrankungen lagen auf Platz zwei mit 18,5 %. Krankheiten des Atmungssystems rangierten auf dem dritten Platz (14,7 %). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Datenanalyse der hkk Krankenkasse.
Mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen Im Jahr 2019 waren erwerbstätige hkk-Mitglieder durchschnittlich 14,1 Tage krankgeschrieben. Davon 2,6 Tage wegen psychischer Erkrankungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Fehltage in diesem Zusammenhang merklich gestiegen: Waren 2018 nur 16,9 % aller Fehltage eine Folge psychischer Erkrankungen, ist ihr Anteil 2019 um etwa anderthalb Prozentpunkte auf 18,5 % gestiegen.

Mehr als jeder sechste Fehltag ist damit auf psychische Erkrankungen zurückzuführen - eine deutliche Verschiebung innerhalb der Krankheitslasten. Arbeitnehmerinnen besonders betroffen Bei berufstätigen Frauen war im Jahr 2019 der größte Teil der Fehltage eine Folge psychischer Erkrankungen. Der Zuwachs von 0,4 Fehltagen gegenüber dem Vorjahr (2018: 2,9 vs. 2019: 3,3 Fehltage je Arbeitnehmerin) ist in diesem Zusammenhang besonders auffällig. Dr. Wolfgang Ritter, Teamleiter Gesundheitsförderung bei der hkk, sieht eine wesentliche Ursache dafür in den unterschiedlichen Alltagsbelastungen von Frauen und Männern.

hkk fordert Gesundheitsförderung speziell für berufstätige Frauen
"Die Belastungen, mit denen Frauen heute konfrontiert sind, nehmen in einem beunruhigenden Ausmaß zu", sagt Dr. Ritter. Neben Beruf und Kindererziehung seien sie häufig auch noch für die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger verantwortlich. Das könne chronischen Stress und schließlich psychische Erkrankungen zur Folge haben: "Frauen in dieser Situation haben praktisch keinen Feierabend, es fehlen ihnen dringend notwendige Erholungsphasen und Ausgleichsangebote. Das kann auf Dauer krank machen. Erforderlich ist eine ganzheitliche, bedarfsbezogene und geschlechterspezifische Gesundheitsförderung", so Ritter.
Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bietet die hkk in den von ihr betreuten Betrieben den betroffenen Arbeitnehmerinnen Teamentwicklungsmaßnahmen, Führungskräfteseminare und Gesundheitszirkel an. Mit einem BGM entwickeln und etablieren Unternehmen systematisch gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse. Zudem ist es das Ziel, die Unternehmensangehörigen zu einem eigenverantwortlichen, gesundheitsbewussten Verhalten zu befähigen. Darüber hinaus berät die hkk Unternehmen in der Verhaltens- sowie Verhältnisprävention.
Verhaltensprävention zielt darauf ab, gesundheitsschädliche Verhaltensweisen und psychische Belastungen des Einzelnen im Zusammenhang mit der Arbeit zu verbessern. Ziel der Verhältnisprävention sind hingegen gesundheitsförderliche Arbeitsstrukturen in den Unternehmen.

Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 660.000 Versicherten (davon mehr als 510.000 beitragszahlende Mitglieder), 23 Geschäftsstellen und 2.100 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2019 betrug das Versichertenwachstum mehr als 50.000 Kunden.

 

 

Bundesregierung: Fragen und Antworten zum Coronavirus  

Berlin/Duisburg, 27. Januar 2020 - In China steigen die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten rasant. Über Reisende kann das Virus auch in andere Länder gelangen. Deutschland ist gut vorbereitet, sollten auch hier Krankheitsfälle auftreten.

Wie wahrscheinlich ist es, dass das neuartige Coronavirus in Deutschland auftritt? Die Gefahr, dass sich das Coronavirus in Deutschland ausbreiten könnte, ist derzeit sehr gering. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass auch in Deutschland einzelne Fälle von Corona-Erkrankungen auftreten werden. Reisende aus China können das Virus einschleppen wie dies beispielsweise in Frankreich geschehen ist.

Welche Vorbereitungen sind getroffen? 
Deutschland ist gut aufgestellt, wenn es um die Behandlung von Erkrankten mit dem neuen Virus geht. Das Robert-Koch-Institut als zuständiges Bundesinstitut für den Umgang mit Infektionskrankheiten hat bereits eine Koordinierungsstelle eingerichtet und stellt Informationen zum Coronavirus bereit. Auch die Flughäfen, über die das Virus eingeschleppt werden könnte, sind entsprechend vorbereitet.

Wo gibt es weitere Informationen?
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat auf ihrer Internetseite Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus bereitgestellt. Welche Krankheitsanzeichen deuten auf Coronaviren hin?

Wie kann man sich schützen?

Das Robert-Koch-Institut hat auf seiner Internetseite ein umfassendes Info-Paket zum neuartigen Coronavirus bereitgestellt. Daten und Fakten zur Verbreitung und Epidemiologie, zur Diagnostik, Prävention und Bekämpfung richten sich an eine interessierte Öffentlichkeit und an medizinisches Personal.

Darf man derzeit nach China reisen?
Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reisehinweise. Derzeit rät es von Reisen in die Provinz Hubei, die am meisten von dem Virus betroffen ist, ab. Es empfiehlt, nicht zwingende Reisen nach China auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

BG Klinikum: Pflegepraktikantin ist Weltspitze im Kickboxen

Laura Adriana Mitrovic verbindet erfolgreich Job und Leistungssport
Duisburg, 24. Januar 2020 - „Ich liebe es, Menschen zu helfen“, sagt Laura Adriana Mitrovic.
Im BG Klinikum Duisburg ist sie mit ihrer Philosophie genau an der richtigen Stelle, denn die 17- Jährige Duisburgerin arbeitet dort als Jahrespraktikantin im Bereich Pflege. Doch nicht nur im Job zeigt Mitrovic großes soziales Engagement. In ihrer Freizeit arbeitet die Internationale Deutsche Meisterin und Vizeweltmeisterin im Kickboxen auch gerne mit Kindern und unterrichtet sie in dieser Trendsportart.
Erfolgreiche Kickboxerin: Laura Adriana Mitrovic mit ihrer Medaillensammlung. (Bild: Laura Adriana Mitrovic)

Erstmals in die Unfallklinik hineingeschnuppert hat Mitrovic im Rahmen eines 3- wöchigen Schulpraktikums in der Pflege. Das hat ihr so gut gefallen, dass sie seit August 2019 nun auch ihr Jahrespraktikum im Hause absolviert. Sie schafft damit die Voraussetzung, um in die 11. Klasse einer Fachoberschule (FOS) der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen aufgenommen zu werden. Tatkräftige Jahrespraktikantin Mitrovic ist im BG Klinikum auf einer Station im Einsatz, auf der Patienten mit zum Teil schweren Brandverletzungen versorgt werden.

„Am Anfang ist es nicht leicht, aber mit der Zeit lernt man, mit den vielen intensiven Eindrücken umzugehen“, meint Mitrovic, deren Aufgabenspektrum vielfältig ist. Essen verteilen gehört genauso dazu, wie die Unterstützung der Patienten beim An- bzw. Ausziehen, Bettenmachen, Fieber messen und die Mithilfe beim Zähneputzen sowie beim regelmäßigen Verbandswechsel. „Wir freuen uns sehr über Jahrespraktikanten wie Frau Mitrovic“, sagt die Stellvertretende Pflegedirektorin des BG Klinikums Duisburg, Michaela Weigelt.

Man habe in den letzten Jahren fast ausschließlich gute Erfahrungen mit den jungen Erwachsenen in diesem Schwerpunkt gemacht. Praktikum und Hobby lassen sich gut vereinbaren Das anspruchsvolle Praktikum und das Kickboxen unter einen „Hut“ zu bringen, gelingt Mitrovic gut. „Ich habe immer Frühschicht und danach genug Zeit für das eigene Training und den Unterricht mit den Kindern meiner Gruppe“, erklärt die 17- Jährige. Drei Mal in der Woche für 3,5 Stunden steht sie selbst auf der Matte bzw. im Ring, um sich die nötige Fitness für die (inter-)nationalen Wettkämpfe anzutrainieren.

Mitrovic bevorzugt eine besondere Form des Kickboxens, das so genannte „Point fighting“. Ziel dabei ist es, in nur zwei Minuten Kampfzeit so viele Punkte wie möglich zu machen. Ein Treffer mit dem Fuß zum Kopf der Gegnerin bringt zwei Punkte, ein Treffer mit der Hand zum Kopf einen. „Natürlich ist auch ein K.o.-Sieg möglich“, sagt Mitrovic. Um beim Kick-Boxen erfolgreich zu sein, müsse man reaktionsschnell sein, genug Kraft und Ausdauer haben, aber auch „kühlen Kopf“ bewahren und fokussiert bleiben.
Dank ihrem Ehrgeiz und einer sehr guten Trainerin – selbst vielfache Weltmeisterin – in der Kickbox-Schule im Stadtteil Duisburg-Wedau, hat Mitrovic mittlerweile große Erfolge in ihrem Sport vorzuweisen. Allein im Jahr 2019 ist sie Nationale und Internationale Deutsche Meisterin in ihrer Gewichts- und Altersklasse geworden. Der Höhepunkt waren jedoch Platz 2 (Einzel) und 3 (Mannschaft) bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im österreichischen Bregenz.

Die nächste Herausforderung wartet allerdings schon auf Mitrovic. Anfang Januar 2020 ist sie aus der Jugend in die Damen-Klasse aufgestiegen, wo sie auf sehr erfahrene und viel ältere Gegnerinnen treffen wird. Darauf freut sie sich aber schon: „Ich will immer erfolgreich sein und gebe dafür alles.“ Egal, ob im Pflegepraktikum im BG Klinikum oder im Sport.

Jahrespraktikantin Laura Adriana Mitrovic bei der Essenausgabe auf der Station. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

Bewerbungen für Jahrespraktika erwünscht
Die Unfallklinik wird auch im Jahr 2020 mehrere Stellen für Jahrespraktikanten im Bereich Pflege anbieten. Das Vergabeverfahren beginnt in Kürze. Interessierte sollten ihre Bewerbung richten an: BG Klinikum Duisburg gGmbH Personalabteilung Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg E-Mail: personal@bg-klinikum-duisburg.de Weitere Informationen: Michaela Weigelt Stellv. Pflegedirektorin Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg
E-Mail: michaela.weigelt@bg-klinikum-duisburg.de

 

St. Johannes-Stift: Neuer Direktor der Klinik für Geriatrie

Duisburg, 22. Januar 2020 - Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift hat jetzt Dr. Friedhelm Caspers als neuen leitenden Direktor der geriatrischen Klinik vorgestellt. Dr. Caspers wechselt vom Helios Klinikum in Krefeld zu den Maltesern und wird neben dem Homberger Haus auch für das St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen verantwortlich sein.

„Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Caspers unser Angebot angenommen hat und ab sofort die geriatrischen Kliniken im Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg und im St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen leitender Direktor führen wird“, erklärt Hauke Schild, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH.
„Mit Herr Dr. Caspers bekommen wir einen ausgewiesenen Experten und anerkannten Fachmann auf dem Gebiet der Geriatrie. Für unsere beiden Häuser in Uerdingen und Homberg hat die Geriatrie eine immense Bedeutung“, ergänzt Schild.
„Freue mich auf die neuen Aufgaben“
Dr. Friedhelm Caspers ist 66 Jahre alt, in Krefeld geboren und war zuletzt als Chefarzt der Geriatrie im Helios-Klinikum in Krefeld tätig. Er hat an der Universität in Bonn Medizin studiert und dort im Jahr 1991 promoviert. Der dreifache Familienvater ist Facharzt für Inner Medizin und Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin.
„Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben in Homberg und Uerdingen. Besonderen Wert lege ich auf den engen und kollegialen Umgang mit den anderen Abteilungen in unserer Klinik. Zudem möchte ich die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausund Fachärzten intensivieren.“

„Neuer Oberarzt kommt im Februar“
Zum 01. Februar 2020 bekommt Dr. Caspers Unterstützung von Andreas Pfüller, der als Oberarzt ebenfalls vom Helios-Klinikum in Krefeld zu den Maltesern wechselt. Pfüller ist 44 Jahre alt, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und hat Medizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf studiert.
„Mit der personellen Neuausrichtung sind wir wirklich gut im geriatrischen Bereich aufgestellt. Wir haben für Dr. Caspers den Posten als leitender Direktor der Geriatrie neu geschaffen und wollen damit die Bedeutung der Geriatrie für unsere Häuser herausstellen. Unseren Patienten können wir nun eine noch intensivere Behandlung versprechen“, erklärt Schild.

Der Ärztliche Leiter des St. Johannes-Stifts, Dr. Andreas Hammacher (rechts), begrüßt Dr. Friedhelm Caspers.

 

 

- Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ 2020 an
- Aktionstag zu Verfügungen bei Krankheit und Pflege
- Hepatitis-B-Viren Leberzellen nicht wehrlos

Pflegedienst medidoc bietet „Letzte-Hilfe-Kurs“ am 3. Februar 2020 an
Wer einen anderen Menschen in der letzten Lebensphase begleitet, der kämpft häufig mit seinen eigenen Ängsten und Unsicherheiten. Wie soll ich dem Betroffenen begegnen? Wie welche Hilfe anbieten?
Es fehlen die Worte, das Wissen und es gibt zu viele Fragen. Deshalb bietet der ambulante Palliativ-Pflegedienst „medidoc“ in Kooperation mit der BKK-VBU und dem Förderverein für Palliative Arbeit Duisburg e.V., einen „Letzte-Hilfe-Kurs“ unentgeltlich an.
In vier Modulen besprechen die Expertinnen Lisa Mundil und Gisela Pietzonka - beide Palliativfachkräfte des Palliativ-Pflegedienstes medidoc - mit den Teilnehmern, Themen wie Vorsorge, Nöte lindern, Symptomatiken und deren Linderung, Hilfestellungen und Abschiednehmen.
Zu jeder Zeit nehmen sie dabei Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse, gehen auf Gedanken, Fragen und Erfahrungen ein. In der gesamten Dauer des Kurses (ca. 4 Stunden) nehmen sich die Expertinnen Zeit für kleinere Pausen, in denen sich die Teilnehmer untereinander austauschen können oder mit den Expertinnen tiefergehend sprechen können.  
Der Kurs findet statt am Montag, 3. Februar 2020 um 16.30 Uhr. Veranstaltungsort: medidoc GmbH, Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden) Am Ende der Veranstaltung erhalten die Kursteilnehmer eine Teilnahmebestätigung. Der Kurs ist kostenfrei. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter Tel.: 0203 935565-22, (Mo.-Fr. in der Zeit von 9.00 - 16.00 Uhr), gebeten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.


Sinnvoll vorsorgen: Aktionstag zu Verfügungen bei Krankheit und Pflege Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung - für den Fall, dass persönliche Entscheidungen nötig, aber nicht mehr möglich sind, sollte sich jeder um die passende Vorsorgeverfügung rechtzeitig kümmern. Doch die Beschäftigung mit dem persönlichen Willen bei ernsthafter Krankheit, Pflege und Demenz kosten viele Menschen eine große Überwindung.
Die Verbraucherzentrale in Duisburg möchte den ersten Schritt rund um die richtige Vorsorge mit in Gang setzen: Was die unterschiedlichen Verfügungen jeweils regeln, in welcher Kombination sie sinnvoll sind, worauf man beim Ausfüllen dieser Dokumente achten sollte und wie sie im Ernstfall zur Anwendung kommen, dies beleuchten eine Juristin, ein Experte aus der Betreuungsstelle der Stadt Duisburg und ein Palliativarzt am Mittwoch, 29.01.2020, 17:00 - 19:30 Uhr aus juristischer und medizinischer Sicht.
Informieren und Rat holen können sich alle Interessenten, die wissen wollen, wie eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht verfasst werden und gemeinsam am besten wirksam werden können.
Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltungsort: Konferenz und Beratungszentrum "Der Kleine Prinz" Saal: "Black Box" Schwanenstr. 5-7 47051 Duisburg.

Aufgrund der begrenzten Sitzplätze ist eine namentliche Anmeldung unter Nennung der Personenzahl und einer Rückrufnummer bis zum 28.01.2020 zwingend erforderlich: persönlich Friedrich-Wilhelmstraße 30, 47051 Duisburg und telefonisch: 0203/488011-03 zu unseren Öffnungszeiten: Montag und Freitag 9:00 - 15:00 Uhr Dientstag und Donnerstag 9:30 - 13:00 und 14:00 - 18:00 Uhr oder Online: www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/duisburg  

Hepatitis-B-Viren Leberzellen nicht wehrlos
Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wurde 1970 entdeckt und ist bis heute von wissenschaftlichem Interesse. Nistet es sich im Körper ein, löst es eine Infektion der Leber aus, die in bis zu 10 Prozent der Fälle chronisch verläuft. Offen ist immer noch die Frage, wie es der Erreger schafft, das Immunsystem zu überwinden. Vielleicht könnte diese Entdeckung zur Lösung beitragen: Ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat herausgefunden, wie es dem Immunsystem gelingen kann, das Virus abzuwehren. 
In einer aktuell vom renommierten Wissenschaftsmagazin Hepatology veröffentlichten Arbeit konnte das interdisziplinäre Team um Privatdozentin Dr. Ruth Bröring aus der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen erstmalig zeigen, wie diese Virus-Abwehr durch das Immunsystems beginnt: Leberzellen, so genannte Hepatozyten, sind in der Lage, die HBV-Partikel während des Eintritts in die Zelle über ein Protein, den Toll-like Rezeptor 2 (TLR2), zu erkennen und eine lokale Immunantwort auszulösen. In der Folge werden Signalproteine, die Chemokinen und Cytokinen, ausgeschüttet, die die Vermehrung des HBV drosseln. 

„Auch wenn es sich hierbei um eine zeitlich begrenzte Reaktion handelt, ist anzunehmen, dass eine ausgeprägte TLR2-Aktivierung zur spontanen Ausheilung der akuten HBV-Infektion beiträgt. Diese vermittelt eine direkt antivirale Wirkung gegen das Virus und koordiniert eine gerichtete und systemische Immunantwort“, erklärt Bröring. „Vermutlich findet diese Reaktion bei immungeschwächten Menschen unzureichend statt, so dass es zu einer chronischen Infektion kommen kann.“ 
Welche Auswirkungen die TLR2-Aktivierung im chronischen Verlauf der HBV-Infektion hat, wie das Virus dieser Immunantwort entgeht und ob man dem therapeutisch entgegenwirken kann, möchten Dr. Ruth Bröring und ihr Team in weiteren Projekten genauer untersuchen. 
Originalpublikation: Zhang Z, Trippler M, Real CI, Werner M, Luo X, Schefczyk S, Kemper T, Anastasiou OE, Ladiges Y, Treckmann J, Paul A, Baba HA, Allweiss L, Dandri M, Gerken G, Wedemeyer H, Schlaak JF, Lu M, Broering R. Hepatitis B virus particles activate toll-like receptor 2 signaling initial upon infection of primary human hepatocytes. Hepatology 2020 Jan 11. doi: 10.1002/hep.31112. [Epub ahead of print]

EU-Projekt zu Stammzelltherapie für Frühchen 
Helfer aus der Nabelschnur? Sie sind schon auf der Welt, aber ihr Körper und vor allen ihr Gehirn ist oft noch unreif: Frühgeborene. Therapien zur Prävention oder Behandlung der kleinen Gehirne gibt es nicht. Helfen könnten Stammzellen. Ob das zu empfehlen ist, untersucht ein Wissenschaftlerteam der Medizinischen Fakultät an der Universität Duisburg-Essen (UDE) im EU-Projekt PREMSTEM mit 15 Partnern aus 8 Ländern. 
„Gerade für die kleinsten Patienten der Kinderheilkunde gilt es, das Potenzial der Stammzelltherapie im Detail zu erforschen, um im Anschluss klinische Studien initiieren zu können“, so Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I am Universitätsklinikum Essen.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Ivo Bendix, Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle perinatale Neurowissenschaften, will sie herausfinden, ob eine Therapie mit Stammzellen aus der Nabelschnur bei der Erkrankung der unreifen Gehirne ein neuer nebenwirkungsarmer Ansatz sein kann. Das internationale Konsortium aus weltweit führenden Grundlagenwissenschaftlern, Klinikern, Industriepartnern und Elternverbänden möchte neue Erkenntnisse in optimale Behandlungsschemata umsetzen.
Erforscht werden dafür vor allem die Wirkmechanismen der Stammzelltherapie an unterschiedlichen Modellen der Hirnschädigung: durch Sauerstoffmangel unter der Geburt, Entzündung und Sauerstoffüberexposition. Auch auf die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren (z.B. 3D ultrafast Ultraschall) konzentriert sich das Expertenteam. So können Risikopatienten leichter identifiziert werden. Das Projekt, das im Januar gestartet ist, wird bis 2025 mit 9 Millionen Euro von der EU im Rahmen von Horizon 2020 gefördert. Die Kinderklinik I am Universitätsklinikum Essen ist der einzige Partner im deutschsprachigen Raum und bekommt knapp 600.000 Euro.

 

Sana Kliniken erweitern chirurgisches Leistungsspektrum mit Prof. Dr. Stefan Hosch und Dr. Stephan Elenz als neue Chefärzte

Duisburg, 14. Januar 2020 - Die Sana Kliniken Duisburg erweitern ihr Leistungsspektrum in gleich zwei chirurgischen Kliniken. Prof. Dr. Stefan Hosch leitet seit Anfang Januar die Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie hat mit Dr. Stephan Elenz seit November einen neuen Chefarzt an Bord.  

„Ich freue mich, dass wir mit den beiden erfahrenen Chefärzten und deren Teams nun die geplante Neuausrichtung unseres chirurgischen Leistungsspektrums zeitnah umsetzen konnten“, so Geschäftsführerin Julia Disselborg. „Dies wird sowohl unseren chirurgischen und operativ onkologischen Schwerpunkt als auch unsere orthopädische Kompetenz für die Patienten in der Region stärken und erweitern.“  

 

Prof. Dr. Stefan Hosch – Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Seit Anfang Januar leitet Prof. Dr. Stefan Hosch als Chefarzt die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie. Seinen medizinischen Werdegang hat er in den Universitätskliniken Düsseldorf, Hamburg Eppendorf sowie München durchlaufen und war seit Anfang 2007 Klinikdirektor der Chirurgischen Klinik im Klinikum Ingolstadt mit den Schwerpunkten Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Endokrine Chirurgie sowie Chirurgische Intensivüberwachung.

 

Als neuer Chefarzt in den Sana Kliniken Duisburg wird Prof. Hosch das Leistungsspektrum der Chirurgie in der Onkologie stärken, um die Leber- und Pankreas-Chirurgie erweitern und ein zertifiziertes Darmzentrum etablieren. Ebenso neu ist die Erweiterung des Spektrums um die Sektion Thoraxchirurgie, die Dr. Firas Ghanem als Sektionsleiter neu aufbauen wird. Sein Spezialgebiet ist die minimal invasive Operationstechnik bei nahezu allen operativen Eingriffen im Thoraxbereich (VATS). Für das neue Team der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie wurde auch die medizinisch-technische Ausstattung der OP-Räume auf die neuen Schwerpunkte ausgerichtet.

Dr. Stephan Elenz – Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie 

Seit Anfang November hat Dr. Stephan Elenz die chefärztliche Leitung des Fachbereiches Orthopädie und Unfallchirurgie übernommen. Dr. Elenz war zuvor 17 Jahre Chefarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und orthopädische Chirurgie im St. Marien-Hospital Mülheim und deckte dort das gesamte Spektrum der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie inklusive der orthopädischen Chirurgie ab.

Zuvor hatte er seine chirurgische Ausbildung in Düsseldorf erhalten und hat später als Oberarzt an der Charité – Campus Virchow in Berlin und am Unfallkrankenhaus Berlin gearbeitet. Dr. Elenz ist ein erfahrener Mediziner und verfügt über umfassende Weiterqualifikationen als Arzt für Spezielle Unfallchirurgie, für Physikalische Therapie und Balneologie sowie für Sportmedizin. Der neue Chefarzt wird in den Sana Kliniken Duisburg seinen medizinischen Schwerpunkt insbesondere auf die Themen Traumatologie, Endoprothetik von Hüfte, Knie und Schulter, Sportmedizin und die Fußchirurgie setzen.

 


- Pflegekurse für Angehörige
- Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Duisburg, 14. Januar 2020 - Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Homberg bietet Pflegekurse für Angehörige an. Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist am 21. Januar.
Wenn Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen ihre Angehörigen häufig vor einer Reihe von Fragen und Schwierigkeiten. Auf der einen Seite wollen sie ihre Familienmitglieder gerne zu Hause in der gewohnten Umgebung wissen und auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person.
Aus diesem Grund bieten speziell geschulte Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift Pflegekurse für Angehörige an. Im Kurs „familiale Pflege“ werden Pflegetechniken vermittelt und Hilfen zur Alltagserleichterung und Sicherheit mit dem Umgang der Pflegesituation zu Hause erlernt.
Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Der Kurs richtet sich an pflegende Angehörige und Menschen, die in Zukunft die Pflege von Angehörigen übernehmen. Er findet an drei Nachmittagen mit jeweils vier Unterrichtsstunden statt. Start ist am 21. Januar (danach 27. Januar und 03. Februar) von 16 Uhr 30 bis 20 Uhr am Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg. Zusätzlich bietet das Krankenhaus noch eine  offene Gruppe für pflegende Angehörige an, die sich immer am ersten Dienstag im Monat von 17 Uhr bis 19 Uhr 30 trifft. Anmeldungen unter: Familialepflege.homberg@malteser.org.  

Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg
Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  
Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 25.01 und Sonntag, 26.01.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung.
Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.   Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2618, oder per Mail an kreisssaal.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.     




Hochkarätiger Geburtsmediziner am St. Johannes

Helios Klinikum Duisburg stellt Frauenklinik neu auf

 

Duisburg, 14. Januar 2020 - Prof. Dr. Frank Vandenbussche übernimmt zum 1. Februar die Position des Sektionsleiters der Klinik für Geburtshilfe an der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn. Der Belgier ist ein hoch renommierter Experte in spezieller Geburtshilfe und Pränatalmedizin. Zuletzt leitete er als Direktor die Geburtsmedizin an der Uniklinik Nimwegen.

 

„Wir wollten nicht den nächstbesten, sondern den besten Kandidaten für die Position des Sektionsleiters der Geburtshilfe an der St. Johannes Klinik. Dementsprechend haben wir uns viel Zeit für die Suche genommen und können nun voller Stolz sagen, dass es sich gelohnt hat: Prof. Vandenbussche ist eine absolute Traumbesetzung“, erklärt Prof. Dr. Michael Friedrich, der als Chefarzt sowohl die Frauenklinik am Helios Klinikum Krefeld, als auch die am Helios Klinikum Duisburg mit den beiden Sektionen Gynäkologie und Geburtshilfe verantwortet. Die Vita des Neuzugangs kann sich sehen lassen: Hunderte Publikationen, mehr als drei Millionen Euro Drittmittel für Forschungszwecke sowie zahlreiche Funktionen in nationalen niederländischen Gremien und der Ausbildung angehender Geburtsmediziner belegen die Expertise und die Leidenschaft des neuen Sektionsleiters für die Geburtsmedizin.

 

Neben der Wissensvermittlung und den administrativen Aufgaben liegt dem Niederländer aber auch die praktische Tätigkeit in der Geburtshilfe sehr am Herzen: „Ich arbeite seit mehr als 30 Jahren als Frauenarzt, zuletzt seit 2010 als Leiter der Geburtsmedizin an der Uniklinik Nimwegen. Ich liebe die Spannung in den Kreißsälen, ich liebe die Nächte und ich freue mich heute immer noch wie am ersten Tag über jedes Kind, das wir auf die Welt bringen. Auch am St. Johannes, das als Perinatalzentrum Level 1 bereits auf Risikoschwangerschaften und -geburten eingestellt ist, möchte ich Ansprechpartner für Frauen mit komplizierten Schwangerschaften sein und ihnen eine sichere und möglichst natürliche Geburt ermöglichen.“ Hilfreich dürfte dabei sein, dass Prof. Vandenbussche die moderne Ultraschall-Diagnostik auf dem Niveau der höchsten deutschen Qualifizierungsstufe (DEGUM III) beherrscht.

 

Personalsituation stabilisiert

Musste der Kreißsaal am St. Johannes 2018 aufgrund der Schwangerschaft gleich mehrerer Hebammen und dem damit einhergehenden sofortigen Beschäftigungsverbot noch punktuell geschlossen werden, steht Prof. Vandenbussche nun ein fast vollständig besetztes geburtshilfliches Team zur Seite. Lediglich die Position eines Oberarztes befindet sich momentan noch in der Neubesetzung. Weitere Mitstreiter kann er gut gebrauchen, denn „die Liste von dem, was noch optimiert werden kann, ist lang. Aber der Weg ist spannend und ich kann es kaum erwarten, alte und neue Ideen mit meinem Team umzusetzen.“ Dieses findet in dem neuen Sektionsleiter eine Führungskraft mit Format: „Perinatale und fetale Medizin ist Teamarbeit. Deshalb bedeutet Führung für mich, das gute Beispiel zu bieten, die eigene Vision und Begeisterung zu teilen, mit Klarheit und Freundlichkeit zu coachen, aber auch mal streng zu sein.“

 

Die Gynäkologie am St. Johannes

Darüber hinaus liegt Prof. Vandenbussche aber auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Gynäkologen vor Ort sowie mit den ärztlichen Kollegen anderer Fachdisziplinen im Haus am Herzen. Ein Sparringspartner wird dabei Priv.-Doz. Dr. Nikos Fersis sein, Sektionsleiter der Klinik für Gynäkologie am Helios Klinikum Duisburg. Er hat die Sektion Geburtshilfe seit März 2018 interimsweise geleitet. Zu seinen Verdiensten zählt unter anderem, dass die Personalsituation der Abteilung im letzten Jahr stabilisiert und dass das Vertrauen der werdenden Eltern und damit auch die Anzahl der Geburten gesteigert werden konnten. Nun freut Dr. Fersis sich darauf, wieder verstärkt auf sein Steckenpferd, die Gynäkologie, fokussieren und die Abteilung weiter ausbauen zu können. Der renommierte Spezialist für Brustkrebs und gynäkologische Onkologie möchte diesen Bereich im Sinne eines städteübergreifenden Zentrums gemeinsam mit der Gynäkologie am Helios Klinikum Krefeld weiterentwickeln. Aber auch die allgemeine Gynäkologie soll in enger Kooperation mit niedergelassenen Gynäkologen vergrößert werden.

Prof. Dr. Frank Vandenbussche (l.) übernimmt am 1. Februar die Leitung der Sektion Geburtshilfe an der Helios St. Johannes Klinik unter Chefarzt Prof. Dr. Michael Friedrich (m.). Priv.-Doz. Dr. Nicos Fersis (r.), der die Abteilung interimsweise fast zwei Jahre lang führte, kann sich nun wieder auf seine Steckenpferd fokussieren: die Sektion für Gynäkologie.     

 

Informationsabend anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar

Beratungsstelle Krebsberatung in Duisburg

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2020 lädt das Team der Krebsberatung in Duisburg Krebspatienten, Angehörige und Interessierte herzlich zu einer Informationsveranstaltung in das Café Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64 in 47051 Duisburg, ein.
In Kurzvorträgen sprechen Dorothe Babbick-Fromm, Carola Fackert, Christiane Graute, Gabriele Harmes-Rönchen, Dr. Iris Huth, Dr. Manfred Prumbaum, Dr. Michael Schroeder, Melanie Strauß-Staigis von der Krebsberatung und als Gastreferent Prof. Dr. Daniel Vallböhmer über Themen wie Armut, Angst, Entspannung, Maltherapie, Tumortherapie, Yoga und Humor bei einer Krebserkrankung.
Zwischen den Vorträgen gibt es Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit den Referenten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung ist nicht nötig.

 




Erste allogene Stammzelltransplantation am Helios Klinikum

Duisburg, 13. Januar 2020 - Seit Oktober letzten Jahres ist Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit am Helios Klinikum in Duisburg. Er hat an der hämatologischen Klinik das Verfahren der allogenen Stammzelltransplantation eingeführt. Nun wurde der erste Patient entlassen, bei dem solch eine Stammzelltransplantation angewandt worden ist.  

„Wenn ich das mit dem Gesicht nicht gehabt hätte, hätten die das ja nicht gemerkt mit der Leukämie. Wer weiß, was dann gewesen wäre.“ Andreas Fendel spricht davon, als sei es Glück gewesen, dass seine linke Gesichtshälfte im April 2019 plötzlich wie gelähmt war. Denn nur dieser Umstand hat ihn zu seinem Hausarzt geführt. Blutuntersuchungen ergaben dann die Diagnose: Leukämie.
Man sieht dem 69-Jährigen den Schrecken darüber immer noch an, wie er da auf seinem Krankenbett sitzt und darauf wartet, dass ihn sein Sohn abholt. Herr Fendel wird in die ambulante Weiterbehandlung entlassen und das knapp 20 Tage nach einer Stammzelltransplantation.
„Eine konventionelle Chemotherapie alleine war nicht möglich“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit, der seit Januar 2020 die Gesamtleitung der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Helios Klinikum in Duisburg übernommen hat. Sein Vorgänger, der renommierte Pof. Dr. Carlo Aul, ist Ende des Jahres aus Altersgründen ausgeschieden. 
„Wir haben uns gemeinsam mit Herrn Fendel für eine allogene Stammzelltransplantation entschieden, auf die er bestens angeschlagen hat“, so Dr. Grigoleit. Bei der allogenen Stammzelltransplantation erhält der Patient Knochenmark oder Blutsstammzellen eines Spenders. Dabei ist es wichtig, dass bestimmte Gewebemerkmale möglichst vollständig mit denen des Empfängers übereinstimmen. Nur so kann eine mögliche Abstossungsreaktion des Körpers vermieden werden.
Es gibt unendlich viele Kombinationen dieser Merkmale, die Wahrscheinlichkeit, einen „genetischen Zwilling“ zu finden, ist daher sehr gering. Bei ca. einem Drittel der Patienten sind Geschwister dieser genetische Zwilling. Wenn kein passender Spender in der Familie zu finden ist, wird in nationalen und internationalen Knochenmarksspenderregistern nach einem passenden Spender gesucht. Dies war auch bei Herrn Fendel der Fall.
„Im Endeffekt können wir sagen, dass es sich bei dem Spender um einen DKMS-registrierten Menschen aus Deutschland handelt. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass sich mehr Menschen bei der Deutschen Knochemarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass wir weiterhin Patienten mit einer Stammzelltransplantation retten können“, betont Dr. Grigoleit. „Am besten informieren Sie sich noch heute auf der Webseite der DKMS unter
www.dkms.de und lassen sich registrieren."

Priv.-Doz. Dr. Götz Ulrich Griogoleit (re.) und Krankenpflegerin Maria Bitsakaki (l.) tragen nicht (nur) aus Sympathiegründen einen Mundschutz, sondern auch um ihren Patienten, Andreas Fendel (M.), zu schützen, dessen Immunsystem nach einer Chemotherapie angegriffen ist und durch die Stammzellen eines Spenders wieder aufgebaut wird.

ren!“  

Deutsche Krebshilfe fördert interdisziplinäre Forschung Immuntherapie durch Nano-Werkzeuge  

Essen/Duisburg, 8. Januar 2020 - Gemeinsam verfolgen Wissenschaftler aus Medizin, Biologie und Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt einen neuen und visionären Ansatz in der Bekämpfung onkologischer Erkrankungen. In dem gemeinsamen Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Sven Brandau sollen Nanowerkzeuge entwickelt werden, die innerhalb von Tumoren krebsfördernde Immunzellen ausschalten.
Die Deutsche Krebshilfe fördert das Präzisions-Immuntherapie-Projekt über drei Jahre mit 800.000 Euro. Mit knapp 230.000 Todesfällen im Jahr sind Krebserkrankungen nach Aussage des Bundesamts für Statistik die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dabei ist Krebs nicht gleich Krebs, denn es gibt sehr viele verschiedene onkologische Erkrankungen. Fast allen menschlichen Tumoren gemein ist jedoch, dass ihr Gewebe nicht nur Krebszellen, sondern auch tumorfördernde Immunzellen enthält. Und genau hier setzen die Wissenschaftler an: Ihr Ziel ist es, diese Immunzellen durch eine hochspezifische Immuntherapie gezielt zu erkennen und auszuschalten.

Dafür möchten sie im Verbund geeignete molekulare Nano-Werkzeuge entwickeln. Die Forschungsgruppen von Prof. Dr. Sven Brandau, Medizinische Fakultät, Prof. Dr. Barbara Saccà, Fakultät für Biologie, und Prof. Dr. Sebastian Schlücker, Fakultät für Chemie, haben hierfür erfolgreich eine Forschungsförderung der Deutschen Krebshilfe eingeworben.
Ihr Projekt „Präzisionsimmuntherapie durch molekulare Erkennungsmotive auf Goldnanostäbchen“ wurde aus zahlreichen Projektvorschlägen ausgewählt und wird ab 2020 für drei Jahre mit rund 800.000 Euro im Förderschwerpunkt „Visionäre neue Konzepte in der Krebsforschung“ gefördert.
Das interdisziplinäre Team kombiniert hierzu sein Know-how zur Immunonkologie, DNA-Nanotechnologie, Nanomaterialchemie und optischen Spektroskopie

V.l.: Prof. Sebastian Schlücker, Prof. Barbara Saccà und Prof. Sven Brandau; Quelle: UDE/ UK Essen)


Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs und Angehörige
Eine Krebsdiagnose zu erhalten, verändert das Leben. Fragen, Ängste und Ratlosigkeit bestimmen häufig den Alltag. In dieser Situation ist nicht nur medizinische Hilfe notwendig, sondern auch menschliche Unterstützung und persönlicher Austausch Betroffener. In Wanheim gibt es deshalb eine Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs und deren Angehörige. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 16. Januar 2020 um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Wanheim, Beim Knevelshof 45. Weitere Informationen haben die Gründer der Selbsthilfegruppe Horst Ambaum (Tel.: 0203 / 761427) und Pfarrer Friedrich Brand (Tel.: 0203 / 702988).


- Medizinische Fragestunde am 29. Januar 2020
- Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg

Medizinische Fragestunde am 29. Januar 2020
Duisburg, 7. Januar 2020 - Weil für viele Betroffene während oder nach der Krebsbehandlung einige Fragen offenbleiben, bietet die Krebsberatung in Duisburg regelmäßig eine medizinische Fragestunde an. Ayla Bayrak beantwortet am Mittwochnachmittag medizinische Fragen zu den Themen:
• Diagnose und Befund,
• Behandlung und Therapieverfahren,
• Möglichkeiten begleitender Therapien,
• Krebsnachsorge,
• Schmerzen.

Die Gespräche finden von 14.45 bis 16.45 Uhr in der Lotharstraße 58 statt. Unsere Beratungen sind vertraulich, kostenlos und unabhängig. Verbindliche telefonische Anmeldung und weitere Informationen bei der Krebsberatung in Duisburg unter 0203 9416 6244 oder per Mail an: info@krebsberatung-in-duisburg.de


Geburtsvorbereitung am Helios Klinikum Duisburg
Kurs für Frauen, Paare und miteinander vertraute Partner  

Die ganzheitliche Geburtsvorbereitung umfasst eine individuelle, auf die Bedürfnisse jeder Frau bzw. Familie angepasste Planung und Beratung. Am Samstag, 25.01 und Sonntag, 26.01.2020 findet in der Helios St. Johannes Klinik ein entsprechender Kurs zur Geburtsvorbereitung statt. Hebamme Bircan Demirci-Narci beantwortet dabei Fragen zu allen Themen einer Schwangerschaft und Entbindung.
Alle Umstände – etwa die familiäre und berufliche Situation, erstes oder ein weiteres Kind – und ganz besonders individuellen Bedürfnisse und Wünsche finden Berücksichtigung.  
Die Veranstaltung findet im Turnraum der physikalischen Abteilung an der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11, 47166 Duisburg) statt. Die Kosten dieses Kurses übernimmt die Krankenkasse. Die Begleitung bezahlt einen Preis von 50 Euro. Um Anmeldung unter (0203) 546-2102, oder per Mail an andrea.santer@helios-gesundheit.de wird gebeten.


Poyraz Kaan war der Schnellste

Duisburg, 2. Januar 2020 - In den ersten 10 Stunden des neuen Jahres sind im Malteser Krankenhaus St. Anna gleich zwei Kinder auf die Welt gekommen. Als erstes Baby kam am 1. Januar um 8 Uhr 46 Poyraz Kaan auf die Welt. Der junge Mann wog bei seiner Geburt 3405 Gramm und war 49 Zentimeter groß.
Eine knappe Stunde später kam im St. Anna die kleine Ida auf die Welt. Sie ist 51 Zentimeter groß und wiegt 3435 Gramm.
„Wir freuen uns über die ersten beiden Duisburger des Jahres 2020 im St. Anna“, berichtet die leitende Hebamme Stefanie Bertsch. Alle Kinder und Mütter sind wohlauf und werden diesen Neujahrstag so schnell nicht vergessen.

Neujahrsbaby