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Neudorfer Uni-Wald: Studenten rufen zum Kampf um den Erhalt auf

In Duisburg gab es bereits von 1655 bis 1818 eine Universität (Alte Universität)

 

Duisburg, 14. Februar 2019 - Bereits 1655 wurde die Alte Universität Duisburg gegründet. Sie musste allerdings vor 2001Jahren 1818 ihre Pforten schließen zugunsten der Bonner Neugründung. Erst am 1. August 1972 blühte der Hochschulstandort wieder auf mit der Gründung der Gesamthochschulen in Duisburg und Essen, die sich 2003 zur heutigen Universität Duisburg-Essen zusammenschlossen.

Der bei der Bevölkerung so beliebte Lotharplatz an der Lotharstraße verschwand.

 

Ebenso das hoch angesehene Licht- und Luftbad, das der Verein für Volksgesundheits-Pflege und Naturheilkunde im Duisburger Walde eingerichtet hatte. Das Bad befand sich an der Lotharstraße 67a.

Das Motiv der Ansichtkarte (um1900) zeigt das  „Abteil für Herren“.
Fotos Neudorfer Chronik "Einst und Heute" (Bürgerverein Duisburg-Neudorf e.V., Archiv Bütefür/Sammlung Stausberg)

Heute befinden sich an dieser Stelle die „Keksdosen“ der Universität.
Ebenso musste der Club Raffelberg weichen.

 

1914 erhielt der CR das Clubgelände an der Lotharstraße mit 8 Tennisplätzen und einem Hockeyplatz auf dem oberen Lotharplatz. Ein kleines Clubhaus wurde aus Mitgliederstiftungen gebaut. 1995 musste durch die Kündigung des Erbpacht- und Pachtvertrages seitens der Stadt Duisburg das wunderschöne Gelände an der Lotharstraße aufgegeben werden. Die Stadt Duisburg stellte dem Club Raffelberg ein neues Sportgelände im Sportpark Wedau. Die Universität nutzt seitdem das Gelände. Vor knapp elf Jahren Vor knapp elf Jahren fusionierten die Gesamthochschulen Duisburg und Essen zur UDE.

Foto Uni Duisburg 2005

UDE erhält Forschungsgelder für Umfelderkennung bei autonomem Fahren

Duisburg, 08. Februar 2019 - Dunkelheit, schlechte Sicht, plötzliche Bewegung auf der Straße: Damit das autonom fahrende Auto auch unter solchen Bedingungen "richtig" reagiert und bremst, ist eine hocheffiziente Sensortechnik vonnöten. Die heutigen Sensoren zur Umfelderkennung haben jedoch Grenzen, beispielsweise bei verdeckter Sicht.
Neue Sensoren auf der Basis von Hochfrequenzstrahlung könnten die Lösung sein. Sie entstehen künftig an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Hierfür finanziert das Bundesforschungsministerium den Ausbau eines Mikroelektronik-Labors mit knapp vier Millionen Euro. Das neue Labor "ForLab SmartBeam" ist am Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (ZHO) angesiedelt. Mit den 3,95 Millionen Euro aus Berlin werden jetzt zwei hochwertige Anlagen sowie Instrumente zur Hochfrequenzmessung angeschafft. idr

Fraunhofer IMS stärkt Bio-Sensorik

Duisburg, 04. Februar 2019 - Prof. Dr. Karsten Seidl ist neuer Abteilungsleiter der Mikro- und Nanosysteme des Fraunhofer IMS in Duisburg. Gleichzeitig hat er eine Professur in der Medizintechnik an der Universität Duisburg-Essen angenommen. Mit Karsten Seidl stärkt die Duisburger Forschungseinrichtung das Themenfeld um die Bio-Sensorik.

Sensoren im Miniaturformat, die den Druck im Auge, Hirn oder Herz messen sind schon lange ein Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS – auch bei der Arbeit von Prof. Karsten Seidl stehen sie im Fokus. Zu ihnen gehören unter anderem sogenannte Bio-Sensorsysteme, die überprüfen, wie Organe arbeiten und wann sie unterstützt werden müssen und die Bio-Nanosensorik, mit denen sich beispielsweise die DNA von Krebszellen analysieren und individuelle Therapien realisieren lassen.

Neben seiner Tätigkeit im Bereich der Mikro- und Nanosysteme des IMS hat der 36Jährige auch die gleichnamige Professur für Medizintechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen angenommen.

»Durch die Kombination von meiner Arbeit am IMS und an der Uni bieten sich großartige Möglichkeiten, die Erforschung neuartiger Technologien und Systeme bis zur Anwendungsreife voranzutreiben«, freut sich Karsten Seidl – der im Oktober 2018 seine Arbeit in Duisburg aufgenommen hat – auf die neuen Aufgaben. Weitere Ziele von Seidl am IMS sind der Wiederaufbau der Gruppe Biohybride Systeme sowie der Ausbau der Labore.

Bereits viel Erfahrung im Bereich der Medizintechnik Als Produktmanager bei der Bosch-Konzerntochter Robert-Bosch-Healthcare hat der gebürtige Dresdner zuletzt »Lab-on-Chip«-Lösungen entwickelt. Mit diesen Systemen lassen sich kleinste Flüssigkeitsmengen vollständig und automatisch analysieren. Diesen Ansatz wird er auch bei seiner Arbeit am IMS weiter verfolgen: »Wir wollen diese Systeme weiter deutlich sensitiver gestalten, um einzelne Biomoleküle zu detektieren. Medizinische Implantate werden wir verkleinern bis in den Bereich von wenigen Mikrometern und die elektronische Ankopplung von außen verbessern.«

Neben seinen Tätigkeiten am IMS und der Universität ist Seidl außerdem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) aktiv und dort unter anderem der Verantwortliche für den Bereich Young Professionals sowie der stellvertretender Leiter des Fachausschusses »Aus- und Weiterbildung - BMT im Studium.«

Für sein Diplom an der Johns Hopkins University (USA) entwickelte Karsten Seidl einen Sensor, der die Einstichtiefe chirurgischer Nadeln bei Prostatakrebs-Operationen misst. An der Universität Freiburg wurde er 2011 mit einer Arbeit über Neuro-Implantate promoviert, die zum Beispiel Gehirnsignale messen und Medikamente dort abgeben, wo sie im Körper gebraucht werden. Ab 2012 war er dann für Bosch tätig.

Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie. In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

Prof. Dr. Karsten Seidl freut sich auf seine neuen Aufgaben am Fraunhofer IMS sowie an der Uni Duisburg-Essen. Mit Karsten Seidl stärkt das IMS die Bio-Sensorik – zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Bio-Sensorsysteme und die BioNanosensorik. © Uni Duisburg-Essen

 

Fraunhofer IMS ist Partner im EU-Projekt »EnABLES«

Duisburg, 31. Januar 2019 - Mit der Entwicklung von »selbstversorgenden« Sensoren nachhaltige Energielösungen für IoT-Anwendungen ermöglichen – das ist das Ziel der europäischen Initiative »EnABLES«. Zehn namhafte europäische Forschungsinstitute arbeiten dabei zusammen. Mit an Bord ist auch das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg.

Die Anzahl von vernetzten intelligenten Geräten im Kontext des Internet of Things (IoT) steigt rasant – bis 2025 wird es weltweit schätzungsweise eine Billion IoT-Geräte geben. Mit dieser Entwicklung geht ein ebenfalls steigender Energiebedarf einher – alle diese Geräte müssen mit Strom versorgt werden. »Im EU-Projekt EnABLES suchen wir nach Möglichkeiten, den Stromverbrauch der IoT-Geräte im Sinne der Nachhaltigkeit zu reduzieren. Durch den Einsatz von Energy-Harvesting-Lösungen soll die Notwendigkeit eines Batteriewechsels möglichst vermieden werden. Dazu wollen wir am Institut unseren Teil beitragen«, erklärt Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS.


Vertreter der EnABLES Partner bei einem Projekttreffen in Cork (Irland). Ganz rechts im Bild, Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS. © EnABLES/Tyndall


Finanziert durch die EU bieten die teilnehmenden Institute im Rahmen des EUForschungsinfrastrukturprojekts ihr Know-how und ihre Infrastruktur Dritten an. Dazu gehört unter anderem der kostenlose Zugang zu Simulationen und Laboren sowie zu Konzept- und Machbarkeitsstudien für Interessenten aus Industrie und anwendungsnaher Forschung.

Die Basis für die gemeinsame Forschung bieten die Teilbereiche Energy-Harvesting, Energiespeicherung, Power-Management und Systemintegration. »Im Rahmen des EnABLES-Projekts werden insbesondere IoTEntwickler und –Hersteller unterstützt. Das Angebot reicht von Technologien und Simulationsmodellen bis hin zum Design von Geräten und Systemen«, erläutert Gerd vom Bögel. Alle EnABLES-Partner verfügen über das Grundlagenwissen der Energiewandlungstechnologien und Erfahrungen in dessen Anwendung für IoT Applikationen.

Dieses soll nun zur Unterstützung von Anwendern bei der Implementierung dieser Technologien genutzt werden. Das Leistungsspektrum reicht von Machbarkeitsuntersuchungen über Entwicklungsunterstützung durch Simulationen bis hin zum Test von Prototypen – jeweils in Abhängigkeit von der angefragten Applikation. So führt das Fraunhofer IMS im EnABLES-Projekt beispielsweise die Machbarkeitsuntersuchung eines vollständig drahtlosen Sensors (Energieversorgung und Messwertübertragung per Funk) für Industrie- und Gebäudeanwendungen oder die Performancemessung eines neuentwickelten Harvester-ICs durch.

EnABLES-Aktivitäten
Ein erster Schritt innerhalb des Projekts war der Aufbau der sogenannten »StartCommunity«, einer Plattform, in der sich alle EnABLES-Partner miteinander vernetzen können. Dadurch soll die interne Zusammenarbeit gestärkt werden – gemeinsame Forschungsarbeiten, unter der Berücksichtigung von den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten, tragen dazu ebenfalls ihren Teil bei.
Darüber hinaus wurde ein Portal aufgebaut, das die Kontaktaufnahme zu Forschern und Laboren ermöglicht (www.enables-project.eu). Interessierte können sich unverbindlich registrieren, um weitere Informationen zu erhalten. Konkrete Anfragen für eine Unterstützung in Form einer Dienstleistung durch die EnABLES-Partner können ebenfalls einfach und unbürokratisch über das Portal gestellt werden.

Das EnABLES-Projekt wird im Rahmen des Programms »Horizon 2020« der Europäischen Union gefördert. Folgende europäische Institute arbeiten dabei zusammen: Tyndall National Institute (Irland), CEA Leti & Liten (Frankreich), Fraunhofer IMS (Deutschland), Fraunhofer IIS (Deutschland), imec (Niederlande), Karlsruher Institut für Technologie (Deutschland), Politecnico Di Torino (Italien), Universität Bologna (Italien), Universität von Perugia (Italien) und die University of Southampton (Großbritannien).


Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie.
In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

UDE: Engineer's Night über Künstliche Intelligenz

Wenn Alexa Bahnhof versteht  
Was früher nur Menschen konnten, erledigen heute immer öfter Roboter und Computer. Was kann Künstliche Intelligenz, was nicht? Darum geht es bei der Engineer’s Night der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 18. Januar. Jede Menge Action ist garantiert. Ab 17 Uhr führen die Ingenieure durch Labore und zeigen an eindrucksvollen Beispielen, woran sie forschen: 3-D-Druck, Datenübertragung oder neue Werkstoffe beispielsweise. Studieninteressierte können sich außerdem beraten lassen.  
Das Programm ab 19 Uhr steht dann ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz: Das Deutsche Forschungszentrum DFKI aus Bremen bringt die B-Humans mit: Warum diese fußballspielenden humanoiden Roboter sechsfache Weltmeister sind, werden die Zuschauer live erleben.  
Was hat Airhockey mit industriellen Anwendungen zu tun? Auch das wird geklärt. Wer möchte, kann gegen den Computer zocken. Und die boomenden Sprachassistenten sind ebenfalls ein Thema. Im Vortrag „Alexa, warum verstehst du mich nicht?“ wird unterhaltsam demonstriert, warum Mensch und Maschine noch nicht auf einer Wellenlänge liegen.  

 

 

Wochen der Studienorientierung: Die UDE macht mit

Das richtige Fach finden

Duisburg, 08. Januar 2019 - Wie stehen die Chancen für ein Medizinstudium? Wie wird man Lehrer, und was tun, wenn man sein Fach noch gar nicht gefunden hat? Bei den NRW-weiten Wochen der Studienorientierung vom 14. Januar bis zum 8. Februar macht auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) mit. Sie hilft Schülern mit Vorträgen und Workshops, für sich das Richtige zu entdecken.

 

An verschiedenen Terminen stellt die UDE Studiengänge und Abschlüsse vor; sie informiert, wie man strukturiert das passende Fach findet, wie man sich bewirbt und einschreibt. Für einige Veranstaltungen wie etwa die des freestyle-physics-Schülerlabors muss man sich anmelden: https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/wochen_der_studienorientierung

 

Einen geballten Einblick ins Uni-Leben gibt es am 6. Februar – dann ist an der ganzen Uni Schülerinfotag. Man kann in viele Studiengänge hineinschnuppern, Labore besichtigen und sich beraten lassen. Über 90 Veranstaltungen verhelfen an jenem Mittwoch zu mehr Durchblick, wie es nach dem Abi weitergehen kann.

 

Nicht nur an Technik-Fans richtet sich die Engineer's Night: Am 18. Januar, ab 17 Uhr, zeigen die Ingenieure anschaulich, woran sie arbeiten und wie ein Studium aussieht.

 

Ausschließlich für Mütter und Väter von Studieninteressierten ist hingegen die Elternsprechstunde da: Sie findet am Samstag, 19. Januar, um 11 Uhr im Duisburger Uni-Office, Steinsche Gasse 26, statt.

 

Weitere Informationen:,

https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/wochen_der_studienorientierung

https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/infotag,

https://www.uni-due.de/de/interessierte.php

 

 

- Beatmung intelligent überwachen  
- Interleukin-7 als Marker für Mukoviszidoseverlauf?

UDE-Projekt für weit verbreitete Lungenerkrankung: Beatmung intelligent überwachen  

Duisburg, 21. Dezember 2018 - 65 Mio. Menschen leiden weltweit unter der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Verengte Atemwege führen dabei sehr oft zu Atemnot. In einem neuen Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) soll ein telemedizinisches System entwickelt werden, das eine atmungsentlastende Beatmungstherapie ermöglicht. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) fördert das Vorhaben mit rund 190.000 Euro (AiF).

 

Kooperationspartner sind der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik und die LemonMedical GmbH, die die Prototypentwicklung des Flowsensors übernimmt. Für die medizinische Expertise und die Überprüfung der klinischen Eignung ist das Evangelische Klinikum Niederrhein zuständig. Prof. Wojciech Kowalczyk: „Wir sorgen für das Mikrocomputersystem zur drahtlosen Datenerfassung und den Messalgorithmus, damit der Therapieverlauf datengestützt überwacht werden kann.“ 

Geplant ist, dass integrierte Filter kurzzeitig Unregelmäßigkeiten beseitigen helfen. Abweichungen von normalen Beatmungsparametern werden frühzeitig durch lernfähige Algorithmen erkannt und ermöglichen eine schnelle Therapiekorrektur. Die ausgewerteten Messergebnisse sind dem medizinischen Personal dann jederzeit online zugänglich und unterstützen sie bei der Diagnostik.

 

 

UDE/UK Essen: Interleukin-7 als Marker für Mukoviszidoseverlauf?  

Patienten mit Mukoviszidose bekommen häufig Lungeninfektionen, die ihr Immunsystem schwächen. Wie schwer die Erkrankung ist, zeigt Interleukin-7 (IL-7) an, ein Botenstoff des Immunsystems, das haben Forscher der Ruhrlandklinik, der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Universitätsklinikums Düsseldorf herausgefunden. IL-7 ist wichtig, um eine wirksame Reaktion des menschlichen Immunsystems zu erzeugen und aufrecht zu erhalten.

 

Die Forscher analysierten die Blutwerte von 164 Patienten, die Proben in der Westdeutschen Biobank Essen hinterlegt haben. Beim Vergleich mit Kontrollprobanden stellte sich heraus, dass die IL-7-Konzentration im Blutserum von Mukoviszidose-Patienten deutlich erhöht ist. „Wir wissen nun, dass es einen statistischen Zusammenhang gibt zwischen einem erhöhten IL-7-Spiegel und einer verschlechterten Lungenfunktion im Krankheitsverlauf“, so Dr. Sivagurunathan Sutharsan, der diese Studie federführend im Westdeutschen Lungenzentrum betreut hat.

 

Die Ergebnisse bestätigten sich durch Zeitverlaufsanalysen nach einem Jahr. Ein erhöhter IL-7-Spiegel kann deshalb – in Kombination mit anderen Risikofaktoren – auf eine beeinträchtigte Immunreaktion bei Mukoviszidosepatienten hinweisen. In weiterführende Langzeitstudien soll nun untersucht werden, ob der IL-7-Serumspiegel auch als Frühmarker verwendet werden kann, um den individuellen Verlauf von Lungenerkrankungen vorherzusagen.

 

UDE zu Arbeitszeiten von Frauen und Männern: Familienpolitik zieht – aber nur bei den Müttern  

CAMPUS:REPORT geht zu Herzen
Duisburg, 13. Dezember 2018 - Das aktuelle Hochschulmagazin der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist voller Liebe. Wissenschaflerinnen erklären, ob Sexroboter bald unsere Partner fürs Leben werden, warum wir uns nach der romantischen Liebe sehnen und welche Hormone los sind, wenn wir uns verknallen. Auch geht’s um Blümchensex, um Emoji statt Liebesbrief und wie es ist, mit einem fremden Herzen zu leben. Kann man an das Gute glauben, wenn man fast 40 Jahre Schwerverbrecher begutachtet hat? Ja, sagt ‚Psychiatrie-Papst‘ Norbert Leygraf.  
Der CAMPUS:REPORT wird in den nächsten Tagen an der Uni ausgelegt. Es gibt ihn außerdem als PDF und im Netz:   https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dokumente/campusreport/cr-2018-02.pdf https://www.uni-due.de/de/campusreport

 

UDE zu Arbeitszeiten von Frauen und Männern: Familienpolitik zieht – aber nur bei den Müttern  
Mütter in Deutschland arbeiten heute deutlich länger als noch vor sechs Jahren– ganz besonders Mütter von Klein- und Kleinstkindern. Dabei leben Frauen und Männer weiter in unterschiedlichen Arbeitszeitrealitäten: Im Jahr 2017 war fast jede zweite Frau Teilzeit beschäftigt (46,5%), aber nur knapp jeder zehnte Mann (9,4%). Teilzeit gilt trotz der Nachteile für die Altersabsicherung inzwischen als Blaupause für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wird aber vor allem von Müttern, sehr viel seltener von Vätern gewählt. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Mit ca. 35,2 Stunden in der Woche sind die durchschnittlichen Arbeitszeiten in Deutschland seit 2010 stabil. Die der Männer haben sich leicht verringert, während Frauen heute länger – aber vor allem Teilzeit – einem Beruf nachgehen.
Der Gender Time Gap, die geschlechterbezogene Arbeitszeitlücke, hat sich damit von 9,3 Std. auf 8,7 Std. weiter reduziert. Im EU-Vergleich haben die deutschen Frauen die zweitkürzesten Arbeitszeiten – bei einer überdurchschnittlich hohen Erwerbstätigenquote. Trotzdem sind Mütter in Deutschland deutlich schlechter in den Arbeitsmarkt eingebunden als Frauen ohne Kinder.
„Bei aller Familienfreundlichkeit bleiben Kinder immer noch ein Risikofaktor für die Erwerbstätigkeit und finanzielle Absicherung von Frauen!“, sagt die IAQ-Arbeitszeitexpertin Dr. Angelika Kümmerling.  
„Zwar scheinen die familienpolitischen Maßnahmen wie Kita-Ausbau und Elternzeit Wirkung zu zeigen. Allerdings wird hier alleine an der „Schraube“ Frau/ Mutter gedreht, die bestehende Rollenverteilung wird kaum angegriffen“, kritisiert sie. Auf Seiten der Männer habe sich kaum etwas getan. Eine Ursache sieht Kümmerling im Ehegattensplitting, das im Widerspruch zur Familienpolitik steht. „Das ist der Hemmschuh für eine gleichberechtigte Arbeitsteilung!“

 

 

 

 UDE: Mercator-Professur 2018: Altbundespräsident Joachim Gauck 

Duisburg, 27. November 2018 - Mehr als tausend Zuhörer folgten dem zweiten Vortrag von Altbundespräsident Joachim Gauck als Mercator-Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 27. November am Essener Campus. Im Mittelpunkt stand der Staat der Bürger in Zeiten neuer Verunsicherungen.  
Gauck beleuchtete zunächst den tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft („Globalisierung“) und Gesellschaft („Digitalisierung“), aber auch die Zuwanderung. All dies habe vielfältige Ängste – vor Überforderung, drohendem Abstieg oder Orientierungslosigkeit – geweckt, die Populisten auszunützen verstünden.  
 
„Doch statt diese Zukunftsvision als ein gefahrvolles Tal der Tränen auszumalen, sollten wir uns auf Veränderungen positiv einstellen und alle Menschen möglichst gut für sie wappnen, um jedenfalls einen Teil der Ängste zu verringern“, so Gauck.

Es komme darauf an, das seelische Gleichgewicht zu behalten und das Vertrauen auf sich selbst: „Wir können das schaffen, auch weil wir ermächtigende Erfahrungen gesammelt haben, als wir Not und Krisen überwunden haben und das Land zu einem lebens- und liebenswerten Raum gemacht haben.“  
Er warnte aber auch vor den Gefahren der Ungeduld: „Respektieren wir, dass Menschen, um sich mit dem Wandel anzufreunden, Zeit brauchen und Möglichkeiten der Einübung, ihn in ihr Leben zu integrieren. Leisten wir uns als Demokraten tatsächliche Debatten mit Andersdenkenden und vor allem Anderslebenden.“  
Gauck appellierte an das Publikum, sensibel zu werden für die Perspektiven, Nöte und Sorgen der anderen und sie mit ihren Sorgen nicht den Populisten mit ihren einfachen Weltbildern zu überlassen. Die Last der Veränderung müsse gemeinsam getragen werden, sei es durch verstärkte (Weiter-)Bildung oder mehr bürgerschaftliches Engagement, etwa im Ehrenamt, „hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander und setzen ihre Leben in gemeinsame Beziehung zueinander.“  

Zweiter Vortrag im Rahmen der Mercator-Professur von Altbundespräsident Joachim Gauck - Foto UDE

 

 

Duisburg, 20. November 2018 - Auch der zweite Vortrag von Altbundespräsident Joachim Gauck als Mercator-Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 27. November ist restlos ausgebucht. Wer keine Karte hat, aber die Vorlesung über "Der Staat der Bürger in Zeiten neuer Verunsicherungen" am Bildschirm live mitverfolgen möchte, sollte um 18 Uhr den Youtube-Kanal der UDE aufrufen unter https://www.youtube.com/UDEchannel.  

Die Dokumentation des ersten Vortags („Der Staat der Bürger – wie wir wurden, was wir sind“) ist unter https://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur abrufbar. Rektor Ulrich Radtke: „Die große Nachfrage auf die beiden Vorträge bestätigt uns, dass wir in Joachim Gauck eine Idealbesetzung für die Mercator-Professur gefunden haben. Mit geschliffenen Worten und großer Überzeugungskraft setzt er sich für gelebte Demokratie und Freiheit ein. Mit ihm erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.“ 

Zur Person:

Joachim Gauck (78) ist gebürtiger Rostocker. Nach dem Theologiestudium war er von 1965 bis 1990 für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs tätig, viele Jahre davon als Pastor. Schon als Jugendlicher geriet er in Opposition zur DDR-Diktatur. 1989 war er einer der Gründer der Bürgerbewegung Neues Forum und leitete die wöchentlichen Friedensgebete, aus denen die Protestdemonstrationen hervorgingen. 

Im März 1990 zog Gauck als Abgeordneter in die erstmals frei gewählte Volkskammer ein und wurde Vorsitzender des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit. Im Oktober 1990 wurde er zum Sonderbeauftragten für die personenbezogenen Stasi-Unterlagen berufen und leitete von 1991 bis 2000 die entsprechende Behörde. 

Anschließend engagierte er sich in verschiedenen Funktionen u.a. für Demokratie sowie gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Am 18. März 2012 wurde er mit großer Mehrheit zum elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. In dieser Zeit ermutigte er die in Deutschland lebenden Menschen – Einheimische ebenso wie Eingewanderte –, ihr Leben aktiv als Bürger zu gestalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.  

Für sein Wirken wurde er mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter der Theodor-Heuss-Medaille, dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Europäischen Menschenrechtspreis und dem Ludwig-Börne-Preis. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Rostock, Jena, Augsburg, der National University of Ireland/Galway, der Hebrew University of Jerusalem, der Université Paris-Sorbonne sowie der Maastricht University.

 

Prof. Dr. Thomas Forkmann ist neu an der UDE Depressionen erkennen und behandeln  
Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind depressiv. Wie man die ernste psychische Erkrankung erkennt und behandelt, erforscht Dr. Thomas Forkmann (39 - Foto UDE), der neue Leiter der Psychotherapie-Ambulanz an der Universität Duisburg-Essen (UDE), welche sich derzeit im Aufbau befindet. Er hat die Professur für Klinische Psychologie an der Fakultät für Bildungswissenschaften der UDE übernommen.  
Prof. Forkmann: „Ich möchte meine Faszination und Begeisterung für das Fach an die Studierenden weitergeben und die Klinische Psychologie auch im praktischen Handeln erlebbar machen. Als Erstes bauen wir eine Hochschulambulanz auf, um die psychotherapeutische Begleitforschung voranzubringen und die Klinische Lehre an aktuellen Problemlagen auszurichten.“  
Ein Schwerpunkt seiner Forschung konzentriert sich darauf, eine Depression und eventuelle Suizidneigung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Im Bereich „Selbstwahrnehmung und Beurteilung“ werden Prozesse untersucht, die für die Entstehung und den Verlauf psychischer Störungen zentral sind. Außerdem sollen Instrumente entwickelt werden, die verschiedene Aspekte von Gesundheit und Krankheit erfassen.  
Forkmann studierte Psychologie an der Universität Göttingen und der National University of Ireland, Galway (2000 bis 2005). Dann forschte er ein Jahr an der Uni Göttingen und wechselte danach bis 2015 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Uniklinik der RWTH Aachen, wo er 2008 mit einer Arbeit über Depressionen promovierte. 2013 griff er das Thema für die Habilitation wieder auf und schloss zugleich die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten mit der Approbation ab. Von 2015 bis 2018 war er stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Uniklinik der RWTH Aachen und übernahm in diesem Zeitraum auch Vertretungsprofessuren an der Uni Wuppertal sowie an der UDE.