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Uni-Termine

UDE: Dritte Amtszeit für Prof. Ulrich Radtke

 Duisburg, 23. März 2017 - Alle waren sich einig: Prof. Dr. Ulrich Radtke soll auch in der nächsten Wahlperiode (2018-2022) Rektor der Universität Duisburg-Essen (UDE) sein. Dies hat die Hochschulwahlversammlung, gebildet aus Senat und Hochschulrat, heute (23. März) so beschlossen. Wie schon 2012 gab es keine Gegenstimme.  
Er muss seit 2008 vieles richtig gut gemacht haben – so darf man das frühzeitige und klare Votum für Ulrich Radtke deuten. Dass sich die UDE unter seiner Leitung zur Vorzeige-Hochschule entwickelt hat, bestätigte ihm u.a. die Wochenzeitung „DIE ZEIT“, als er zum Hochschulmanager des Jahres 2015 gekürt wurde: „Er hat der Uni ein klares, eigenes Profil gegeben: forschungsstark, gut vernetzt in der Region und eine Vorkämpferin für die Bildungsgerechtigkeit.“  

Stellvertretend für die Wahlberechtigten erklären der Senatsvorsitzende, Prof. Dr. Ulf Dittmer, und der Vorsitzende des UDE-Hochschulrats, Dr. Henning Osthues-Albrecht: „Wir wissen die UDE bei ihm in besten Händen, wenn es darum geht, die erreichten Erfolge abzusichern und auszubauen.“  

Rektor Radtke bedankt sich für das entgegen gebrachte Vertrauen: „Ich nehme die Aufgabe gern an, die UDE auch künftig mitzugestalten. Es war und ist äußerst reizvoll, eine so junge wie dynamische Institution weiterentwickeln zu können. Ich freue mich, dass es uns dank einer konstruktiven Diskussionskultur gelungen ist, wichtige Weichen zu stellen. Diesen Weg möchte ich auch in meiner dritten Amtszeit fortsetzen.“   Ulrich Radtke studierte von 1974 bis 1980 Biologie, Geographie, Geschichte, Philosophie und Pädagogik an der Universität Düsseldorf.
Foto UDE/Till Eitel
Bis 1992 war er dort am Geographischen Institut tätig, wurde mit „summa cum laude“ promoviert und  für seine  Habilitation ausgezeichnet. 1989 erhielt er den Bennigsen-Foerder-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen.  

1992 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe. 1993 folgte er dem Ruf an die Universität zu Köln. 2008 wechselte Radtke als Rektor an die 2003 gegründete Universität Duisburg-Essen. 2012 wurde er zum Fundraiser des Jahres gekürt, 2015 zum Hochschulmanager des Jahres. Seit 2016 ist er Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Sprecher der Mitgliedergruppe Universitäten. Außerdem gehört Ulrich Radtke der LEOPOLDINA an, der Nationalen Akademie der Wissenschaften.

 

UDE hilft Schülern bei der Orientierung Studieren – aber was?   BWL oder Geschichte? Chemie oder Maschinenbau?

Duisburg, 14. März 2017 - Was sie studieren sollen, beschäftigt viele Schüler nicht erst zum Abitur. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) hilft mit verschiedenen Angeboten, sich richtig zu entscheiden.  
Wer noch völlig unentschlossen ist, dem rät das Akademische Beratungs-Zentrum ABZ zum Workshop „Deine Studienwahl – schon klar?" An einem Nachmittag gibt es Hilfe zur Selbsthilfe, wie man das Passende für sich findet. Verschiedene Termine stehen bis September einmal pro Monat an.

Wer schon weiß, was er studieren will, dem rät Dr. Verena Wochenfuß vom ABZ seine Vorstellungen zu überprüfen: „Im Schülervorlesungsverzeichnis sind quer durch alle Fächer Vorlesungen, Übungen und Seminare der ersten beiden Semester aufgelistet. Am besten schnuppert man einmalig in eine der Veranstaltungen hinein, lässt sich dann im ABZ beraten und spricht außerdem mit der jeweiligen Fachschaft. Das hilft den meisten sehr viel weiter.“  

Ein weiterer Weg, Uni-Luft zu schnuppern, ist das Frühstudium (ab Klasse 10). Alle Fakultäten beteiligen sich. Viele Schüler nutzen es, um Fächer zu testen; sie kommen sogar regelmäßig an die Uni, schreiben Klausuren oder Hausarbeiten und halten Referate.
„Das hört sich nach viel Arbeit an, an der UDE machen das aber knapp hundert Schüler jedes Semester. Die Leistungen werden in der Regel für das spätere Studium anerkannt“, ermutigt Wockenfuß. Wer mehr wissen möchte: Am 23. März in Duisburg und am 28. März in Essen finden Infotreffen statt.   

 

Universitätsallianz Ruhr: Neue Vereinbarung zum 10-jährigen Bestehen  

Duisburg, 13. März 2017 - Nach zehn Jahren erfolgreicher Kooperation haben die drei großen Universitäten im Ruhrgebiet ihre Partnerschaft neu besiegelt: Die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen erneuerten die Rahmenkooperationsvereinbarung, um ihre Zusammenarbeit in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) zu festigen.
Der Vertrag verdeutlicht, welch dynamische Entwicklung der Verbund seit seiner Gründung am 12. März 2007 genommen hat. Als Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) hatten sich die drei Universitäten vor zehn Jahren zusammengeschlossen, um enger zu kooperieren, gleichzeitig jedoch ihre Eigenständigkeit zu wahren.
Der Verbund präsentierte sich als „neue Instanz in der Wissenschaftslandschaft“ mit damals 89.000 Studierenden. Heute ist die Bedeutung des Ruhrgebiets als Wissenschaftsregion weithin sichtbar: Im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft rangiert die UA Ruhr bundesweit auf Platz 5 der Wissenschaftsregionen, hinter Berlin, München, Heidelberg/Mannheim und Aachen. Die Zahl der Studierenden ist auf knapp 120.000 gewachsen.  

Die UA Ruhr gilt als Vorreiter der Universitätsverbünde in Deutschland, kein anderer Verbund hat eine solch ausgeprägte Tradition. Bei Unterzeichnung der ersten Kooperationsvereinbarung hatten die Universitäten bereits drei Jahre lang ein gemeinsames Verbindungsbüro in New York betrieben. Von diesem Erfolg inspiriert beschloss man, die Zusammenarbeit „wo immer sinnvoll“ auszubauen. Das zehnjährige Bestehen gab nun den Anstoß, die dynamische Entwicklung nachzuzeichnen und in eine neue Rahmenvereinbarung zu gießen. Während über die Jahre das M für Metropole im Namen entfiel, haben sich vielfältige Kooperationen gebildet und feste Strukturen etabliert.       
So wurde 2013 ein hochrangig besetzter Forschungsrat gegründet, der gemeinsame Profilschwerpunkte in der Forschung identifiziert. Mit „Ruhr explores solvation (RESOLV)“ und „Materials Chain“ wurden zwei gemeinsame Profilschwerpunkte ins Leben gerufen, in denen die UA Ruhr internationale Spitzenforschung betreibt. Seit 2010 unterstützt das Mercator Research Center Ruhr die Zusammenarbeit der drei Universitäten, insbesondere durch Förderung bi- und trilateraler Forschungsprojekte.
Einen besonderen Schwerpunkt legt die UA Ruhr auf die Nachwuchsförderung. Aufbauend auf den bestehenden Programmen ScienceCareerNet Ruhr und Global Young Faculty werden die Aktivitäten ab 2017 unter dem Dach der Research Academy Ruhr gebündelt.  
In der Lehre haben die drei Universitäten schon 2009 den Studienraum RuhrCampus3 etabliert, sodass Studierende kostenlos einen Zweithörerstatus an den Partnerunis erhalten. Im Jahr 2011 ging mit dem Bachelor-/Masterstudiengang Medizinphysik der erste gemeinsame Studiengang an den Start, 2013 folgte der Masterstudiengang Biodiversität. Auch die Internationalisierung hat sich weiterentwickelt: Im Jahr 2009 eröffnete ein gemeinsames Verbindungsbüro in Moskau, 2011 folgte eine Dependance in Brasilien.  
Obschon die Internationalisierung den Anstoß für die Partnerschaft gab, unterstreichen die drei Universitäten insbesondere ihre gemeinsame wirtschaftliche und soziale Verantwortung für die Region. So ist die UA Ruhr seit dem vergangenen Jahr auch Mitglied im Initiativkreis Ruhr. Dabei liegt ihr stärkster Beitrag für die regionale Wirtschaft in der Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften: Jährlich machen 16.000 Studierende ihren Abschluss an der UA Ruhr.  

V.l.: Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke (UDE), Kanzler Dr. Rainer Ambrosy (UDE), Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich (RUB), Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt (RUB), Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather (TU Dortmund), Kanzler Albrecht Ehlers (TU Dortmund) - Foto: UA Ruhr - Roland Baege)

 

 Diese und weitere Erfolge wollen die drei Universitäten gemeinsam mit Partnern und Mitgliedern am 13. Juli auf dem Festakt „10 Jahre Universitätsallianz Ruhr“ in der Jahrhunderthalle Bochum feiern.  

Über die UA Ruhr Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebietsuniversitäten unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit rund 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professorinnen und Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.

 

UDE-Rektor im Bundesvergleich: Platz 5 im Rektorenranking für Prof. Dr. Ulrich Radtke

Duisburg, 20. Februar 2017 - Nach 14, 13 und 12 jetzt Platz 5: Jahr für Jahr haben die Lehrenden der Universität Duisburg-Essen (UDE) ihrem Rektor bessere Noten gegeben. So kam Prof. Dr. Ulrich Radtke diesmal bei der bundesweiten Wahl zum Rektor des Jahres auf den fünften Platz von 47. Seine Bewertung: 2,08. Der Durchschnitt lag bei 2,67.  

Prof. Dr. Ulrich Radtke (rechts) -  Foto UDE

 
Mit dem Preis würdigt die Berufsvertretung der Wissenschaftler eine vorbildliche Amtsführung. Der Preisträger wurde in einer Online-Umfrage unter den 30.000 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs beurteilten sie die Fähigkeiten der der Hochschul-Rektoren.
An der Abstimmung im November/Dezember 2016 nahmen 3.327 Wissenschaftler teil. Aus einer Liste von elf Eigenschaften konnten sie die fünf auswählen, über die ihrer Meinung nach ihr Rektor verfügen sollte(z.B. Führungskompetenz, Respekt für die Unterschiedlichkeit der Wissenschaftskulturen, Kenntnis des Unibetriebs, Problemlösungskompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Mut zu Entscheidungen).  
In einem zweiten Schritt bewerteten sie dann den eigenen Rektor mit einer Note von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). Für das Ranking wurden die Rektoren berücksichtigt, die mindestens 30 Bewertungen erhalten haben.
Professor Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Universität Wuppertal, erhält zum dritten Mal die Auszeichnung "Rektor/Präsident des Jahres",

Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" zu finden und kann unter dem Link www.hochschulverband.de/ranking-dhv_2017.pdf  abgerufen werden.

 

UDE holt Transport und Logistik auf den Stand der Technik Transportdaten intelligent verknüpfen

Duisburg, 16. Februar 2017 - Kommt die Fracht pünktlich im Hafen an, und wo steht welcher Container bereit? Dies genau zu wissen, spart Zeit und Geld. Ebenso, wie Transporter voll auszulasten und sie auch bei schlechter Witterung staufrei durch den Berufsverkehr zu lotsen – das senkt den Treibstoffverbrauch wie den CO2-Ausstoß.
Die zahlreichen Verkehrsdaten zweckmäßig zusammenzuführen und zu analysieren, ist Ziel des Big-Data-Projekts „TransformingTransport“. Dazu schließen sich unter der technischen Leitung des Software-Instituts paluno der Universität Duisburg-Essen (UDE) 47 Partner aus neun Ländern zusammen. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 14,7 Millionen Euro.  
 „Es ist sehr spannend, neueste Informationstechnik einzusetzen, um die Abläufe in der Transport- und Logistikbranche zu verbessern“, so der technische Koordinator Dr. Andreas Metzger von paluno. In 13 einzelnen Pilotprojekten wird geprüft, wie der Transport von Waren und Menschen neu gestaltet werden kann – aus drei Blickwinkeln heraus: höhere Effizienz, bessere Kundenerfahrung und neue Geschäftsmodelle.
„In einem der Projekte untersuchen wir gemeinsam mit dem Duisburger Hafen und der Software AG die sogenannte präskriptive Wartung. Bei Kränen am Hafen ebenso wie bei Lkw oder Zügen. Dabei geht es darum, Wartungseinsätze entsprechend der tatsächlichen Belastung der Transportmittel zu planen, statt sich nach starren Intervallen zu richten. Mithilfe der Datenanalyse lassen sich die Zeitpunkte sehr genau festlegen.“  
Während der 30 monatigen Projektlaufzeit sollen unzählige neue Datenquellen berücksichtigt werden, wie Videos von Verladezonen, Sensordaten von Autobahnen, Wetteraufzeichnungen, Fahrverhalten von Fahrzeugen und Ladegewichte. „Auf Basis dieser Daten können – entlang der tatsächlichen Prozesse – digital neue Abläufe gestaltet werden, die es Betreibern und Disponenten ermöglicht, ihre Verfahren gezielt zu überwachen und zu steuern“, erklärt Metzger.  
 „‘TransformingTransport‘ ist ein Leuchtturmprojekt der EU: Es soll Signalwirkung für die gesamte Branche haben, denn bisher nutzt nur jedes fünfte europäische Transport- und Logistikunternehmen Big-Data-Lösungen“, so Metzger. „Laut OECD ließen sich bis zum Jahr 2020 mit ihnen weltweit nicht nur 450 Milliarden Euro einsparen, sondern auch 380 Millionen Tonnen CO2 vermeiden: 14 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus dem Güterverkehr, Tendenz steigend, wegen des zunehmenden Onlinehandels. Bis 2030 wird eine 40-Prozent-Steigerung erwartet.“

 

UDE: Start-up bietet Social Media für die Ohren

Duisburg, 16. Februar 2017 - Eine App voller Lekis   Gute Nachricht für alle, denen einfach nur Musik oder Radio hören zu langweilig ist: Das Start-up dreier Absolventen der Wirtschaftsinformatik an der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat jetzt eine Alternative erfunden: LEKIO. Die kostenlose App für IOS und Android kombiniert soziales Netzwerk und Streamingdienst und wird fortan zum „The Social Radio Network“ entwickelt.  
„Mit LEKIO können die Nutzer in Sekundenschnelle ihre eigene Playlist als persönliches Radioprogramm zusammenstellen“, erklärt Tobias Mähl, einer der Gründer. Und die kann aus Musik beispielsweise aus der Spotify-Bibliothek bestehen, aus Beiträgen von YouTube-Stars oder der Lieblings-Blogger. „Genauso wie aus Sendungen von Freunden – man kann mit der App nämlich auch eigene Audioinhalte erstellen und als ‚Leki‘ hochladen“, ergänzt der Gründer Lukas Bücking.  
Lekianer, also die LEKIO-Nutzer, können sich gegenseitig abonnieren, oder auch einzelne Sendungen wie KinoKritik oder ganze Kategorien wie Comedy. Dazu noch ein paar Lieblingssongs ausgewählt, und schon erstellt die App die individuelle Playlist, die immer und überall gehört werden kann. „Unser Ziel ist es, zum YouTube für die Ohren zu werden“, sagt Joel De Marco, der dritte Gründer im Bunde.  

v.l.: Joel De Marco, Tobias Mähl und Lukas Bücking - Foto: UDE

 

UDE lädt ein zur Kinder-Uni Unikids wissen mehr  

Duisburg, 15. Februar 2017 - Was den Abenteurer Beowulf zum Helden macht, ob Wasser wirklich Wunder vollbringen kann und wie Roboter genau das tun, was man ihnen befiehlt, wissen oft nicht mal die Großen. Aber die Kleinen können es denen bald erklären – wenn sie sich jetzt zur Kinder-Uni anmelden.
Die beliebten Veranstaltungen für Acht- bis Zwölfjährige starten am 8. März und finden wöchentlich wechselnd an beiden Campi der Universität Duisburg-Essen (UDE) statt.  
Ihre Eltern können die Pfiffikusse mitbringen, aber mit in den Hörsaal dürfen sie nicht. Der ist nur für die Kids. Hier können sie den Forschern Löcher in den Bauch fragen zum lebensspendenden Elixier, zu Kriegern im alten England und zum Gewissen, das sich in jedem schon mal geregt hat. Die Großen dürfen sich nebenan die Live-Übertragung der etwa einstündigen Vorlesungen ansehen und natürlich auch dazulernen.  
Teilnehmen können die Unikids kostenlos – sie sollten sich nur anmelden unter
https://www.uni-due.de/unikids/anmeldung.php.   

UDE: Die freestyle-phyics-Aufgaben - Bau einer Rennbürste!  

Duisburg, 12. Februar 2017 - Darauf haben schon viele junge Tüftler gewartet: Die freestyle-physics-Aufgaben sind im Netz – fünf an der Zahl und knifflig wie immer. Der große Schülerwettbewerb der Universität Duisburg-Essen (UDE) läuft zum 16. Mal, und wer beim Finale im Sommer dabei sein möchte, kann sich ab sofort an eine pfiffige Lösung machen. Anmelden nicht vergessen!  
Schön muss das Ergebnis nicht sein, sagen die UDE-Physiker, die den Wettbewerb veranstalten, dafür originell, funktionstüchtig und robust. Leicht ist allerdings keine der Aufgaben: Das Gegenwindfahrzeug muss sich selbstständig und möglichst schnell gegen zwei laufende Ventilatoren bewegen, elektrische Bauteile sind nicht erlaubt. Auch bei der Rennbürste kommt es aufs Tempo an. Man muss ihre Borsten so zum Vibrieren bringen, dass sie zwei Meter im Sprint schafft.  
Papier, Bindfaden, Kleber – nur diese drei Dinge sind erlaubt, um einen Hafenkran zu konstruieren. Er soll leicht wie möglich sein, einen Abstand von 40 Zentimetern überbrücken und ein Gewicht von 400 Gramm tragen.   Dann doch lieber der Crashtest? Gesucht ist ein Fahrzeug, dessen empfindlicher Inhalt – ein randvoller Wasserbecher – besonders gut gegen einen Aufprall geschützt ist. Der Unfall sieht so aus: Von einer Rampe saust das Vehikel gegen die Wand.  
Eine zündende Idee verlangt der freestyle-physics-Dauerbrenner: Die Wasserrakete aus einer PET-Flasche soll möglichst lange in der Luft bleiben und muss aus fünf Metern Entfernung mit einer Leine gestartet werden. Man hat nur einen Versuch.  
Freestyle-physics wird seit 2008 von der Stiftung Mercator gefördert und animiert jährlich 2.000 Mädchen und Jungen zum Mitmachen. Bis zum 5. Juni können Lehrer ihre Schülergruppen der Klassen 5 bis 13 anmelden. Knapp fünf Monate sind es noch bis zum Finale, bei dem am Duisburger Campus die Ergebnisse präsentiert werden (3.-7. Juli). Los geht’s! Weitere Informationen: http://www.freestyle-physics.de/

 

Humboldt-Stipendiat in der Theoretischen Physik - Experte für Schwarze Löcher  

Duisburg, 8. Februar 2017 - Neben Stephen Hawking ist Professor William Unruh wohl der bekannteste Experte auf dem Gebiet der Quanteneffekte der Schwarzen Löcher. Er erforscht, wie sich diese fundamentalen Effekte im Labor erzeugen lassen. Der Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung ist derzeit Gast bei Professor Dr. Ralf Schützhold an der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen (UDE).  
Schwarze Löcher gehören zu den exotischsten Objekten im Universum. Ihre Gravitationskraft ist so stark, dass nichts – noch nicht einmal Licht – ihnen entkommen kann. Laut den Gesetzen der Quantenphysik senden sie aber trotzdem eine schwache Strahlung aus. Professor Unruh untersucht, wo ihr Ursprung liegt und was ihre Eigenschaften sind.
An der UDE wird der 71-Jährige erforschen, wie man im Labor einen Effekt erzeugen kann, der den mysteriösen Gebilden sehr ähnlich ist. Erste Experimente waren bereits erfolgreich.  
 William Unruh studierte Physik an der kanadischen University of Manitoba und wurde 1971 in Princeton, USA, promoviert. Seit 1982 ist er Professor an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.   

 

DFG fördert Forschungsnetzwerk - Verlängerung für GUFI  

Hochaufgelöste Bilder aus dem Körperinneren sind wichtig für die Forschung und Krankheitsdiagnose. Ermöglicht werden sie u.a. durch die Ultrahochfeld-Magnetresonanztomographie (UHF-MRT). Weltweit verfügen nur wenige Forschungsinstitute über die entsprechende Technik, darunter das Erwin L. Hahn Institute for Magnetic Resonance Imaging (ELH) an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

 

Um die elf deutschen UHF-MRT-Forschungszentren und Institute miteinander zu verknüpfen, entstand 2013 GUFI-Netzwerk (German Ultrahigh Field Imaging). Zu den Zielen gehört, Standards zur Qualitätssicherung und Sicherheit in der UHF-MRT zu entwickeln und zu festigen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt GUFI auch in den kommenden drei Jahren wieder mit 355.000 Euro.

 

„Wir freuen uns sehr über die Weiterförderung“, so Prof. Quick, einer der Leiter des Verbunds. „Unser Forschungsnetzwerk ist weltweit einzigartig und zudem sehr erfolgreich. Daran wollen wir anknüpfen und weitere Forschungsstudien zur UHF-MRT auf den Weg bringen, etwa zur Standardisierung von Messprotokollen. Schon jetzt steht fest, dass wir unsere Arbeit auch nach der Förderperiode weiter fortsetzen wollen.“

 

Das ELH befasst sich mit der Erforschung, Weiterentwicklung und Anwendung der Ultrahochfeld-Magnetresonanztomographie (UHF-MRT). Im Vergleich zu den in Kliniken gebräuchlichen Magnetresonanztomographen ist das 7-Tesla MRT-System des ELH um ein vielfaches sensitiver und leistungsstärker, und ermöglicht wesentlich gezieltere und genauere Anwendungsmöglichkeiten. So erforscht das Institut unter anderem neurologische Prozesse im Zusammenhang mit Suchtverhalten, oder wie sich die Bildgebung in der Krebsdiagnostik verbessern lässt.

 

Integration von Geflüchteten: Auf dem Bildungsweg bleiben

 Duisburg, 7. Februar 2017 - In Syrien, Afghanistan oder im Irak gingen die jungen Leute zur Uni – als angehende Informatiker, Biologen oder Historiker. Als Flüchtlinge sind sie hier angekommen. Damit sie ihren Bildungsweg weiter verfolgen können, nimmt die Universität Duisburg-Essen (UDE) an dem Programm „NRWege ins Studium“ teil, das das NRW-Wissenschaftsministerium jetzt für geflüchtete Studienbewerber gestartet hat.  
„Mit der knappen halben Million Euro finanzieren wir bis 2020 die Deutschkurse, in denen sich die Gasthörer auf das Studium vorbereiten“, erklärt Udo Rasum vom Akademischen Auslandsamt (AAA). Rund 90 Gasthörer besuchen derzeit Vorlesungen an der UDE, lernen den Uni-Alltag mit Professoren und späteren Studienkollegen kennen und besuchen Deutschkurse. “Bis sie fit sind für einen deutschsprachigen Studiengang, dauert es – je nach Vorkenntnissen – bis zu zwölf Monaten.“  
Dank der Fördergelder kann das AAA außerdem eine Mitarbeiterin beschäftigen, die in den nächsten drei Jahren zur Gasthörerschaft für Geflüchtete berät und betreut. Mit bis zu 30 Millionen Euro jährlich unterstützt das Wissenschaftsministerium 30 teilnehmende NRW-Hochschulen. So sollen 2017 bis zu 2.000 Geflüchtete auf ein Studium vorbereitet werden.  

 

UDE: UNO-Ausstellung wandert nach Duisburg - Vereinte Nationen im Bild

Hamburg/Duisburg, 6. Februar 2017 - Weltweit setzt sich die UNO für Menschenrechte ein, übernimmt Friedensmissionen, kämpft für den Klimaschutz – seit über 70 Jahren. Dies dokumentiert die Wanderausstellung „Vereinte Nationen – Geschichte, Gegenwart, Zukunft“, die das Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research der Universität Duisburg-Essen (UDE) gemeinsam mit der Volkshochschule nach Duisburg bringt.
Eröffnet wird sie am 8. Februar um 17 Uhr in der Königsgalerie und gastiert dort bis zum 20. Februar.  
„Die UNO ist die zentrale Organisation für internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung. Vielleicht ist ihre Arbeit nicht für jeden im Einzelnen sichtbar, aber sie ist für jeden Einzelnen von Bedeutung“, sagt Dr. Markus Böckenförde, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kollegs. Für ihn war klar: „Diese Ausstellung muss auch nach Duisburg.“  
Ein Teppich der Welt zeigt die Standorte der Hauptorganisationen, die von New York über Bonn bis Nairobi reichen. Große Würfel erläutern, was dort geschieht. Einsätze der UNO von Haiti bis Indien, Etappen ihrer Geschichte angefangen bei der Gründung über die Aufnahme der Bundesrepublik bis zur Milleniums-Erklärung zeigen die Infowände in Wort und Bild.  
Ihre Arbeit würdigt Politikwissenschaftlerin und UNO-Expertin Dr. Silke Weinlich am Eröffnungstag in ihrer Rede „We the people: Die Vereinten Nationen im Spiegel der Zeit“. Zum Thema macht sie darin auch die aktuellen Herausforderungen der Staatengemeinschaft wie die globalen Folgen von Konflikten, Krisen und Umweltzerstörung.
Weitere Informationen: http://www.gcr21.org/de/veranstaltungen/

 

UDE: Schülerinfotag am 16. Februar Abi – und dann?  
Wie geht es nach der Schule weiter? Studieren, eine Lehre machen oder ein Freiwilliges Jahr einschieben? Der Schülerinfotag an der Universität Duisburg-Essen (UDE) hilft, klarer zu sehen: Am Donnerstag, 16. Februar, ab 9 Uhr, stellen Dozierende Studiengänge und Ausbildungsberufe vor, man kann Labore besichtigen und sich beraten lassen.
100 Veranstaltungen querbeet durch alle Fächer gibt es, darunter zum Studieren allgemein und wie man es finanziert. Auch Bafög, das Freiwillige Soziale Jahr und Auslandsaufenthalte werden angesprochen. Anmelden muss man sich nicht.    

 

UDE: Handbuch für Forschende aus dem Ausland - Tipps für den deutschen Uni-Alltag  
Woher bekommt man die Aufenthaltserlaubnis? Wie findet man eine möblierte Wohnung? Wie funktioniert das mit der Sozialversicherung beim Arbeitsvertrag? Und wie verbringt man die Freizeit im Ruhrgebiet? Das ist nur ein Bruchteil der Fragen von Menschen, die vorhaben, als ausländischer Gast an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu forschen. Ihnen bietet ab sofort das Handbuch für Forschende aus dem Ausland Antworten und Sicherheit.
Das Akademische Auslandsamt (AAA) und das Science Support Center der Universität Duisburg-Essen (UDE) verfassten es gemeinsam mit Kolleginnen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr).   „Es sind meist dieselben Dinge, die Gastwissenschaftlern zu schaffen machen, und die ihnen – wenn sie sich nicht rechtzeitig vorbereiten – das Leben schwer machen können“, weiß Stephanie Kaplinowski vom AAA. Abgesehen von den Tipps für diejenigen, die vorhaben, an der UDE zu promovieren, oder sich für eine Postdoc-Stelle interessieren, setzt das Handbuch bei den Vorbereitungen an: welche Dokumente bereitliegen müssen, welche Behördentermine vereinbart werden sollten, unter welchen Bedingungen Einreise und Aufenthalt möglich sind und wofür die Abkürzungen wie EBK in Wohnungsannoncen stehen.  
Die Informationen reichen von Lageplänen der Campi und Mensakarten über geistiges Eigentumsrecht bis zu Versicherungs- und Steuerfragen. „Aber es wird hier ja nicht nur gearbeitet“, so Kaplinowski, „das Handbuch gibt auch Auskunft darüber, wie man sich an der UDE gesellschaftlich engagieren oder kulturell betätigen kann. Wir berichten Wissenswertes über das Ruhrgebiet, wo man hier am Wochenende hingehen kann, wann man ‚Sie‘ sagt und wann ‚Du‘.“   Gedruckt in englischer Sprache gibt es das Handbuch beim AAA auf Anfrage bei welcome@uni-due.de. Als deutschsprachige PDF-Datei kann man es unter https://www.uni-due.de/welcome-service/ herunterladen, für die englische Version folgt man dem Link https://www.uni-due.de/welcome-service/en/.  

 

 

UDE sucht Forschungshelfende: Fit mit 50 plus

Duisburg, 11. Januar 2017 - Mehr Sport, weniger Stress: Gute Vorsätze haben viele zum Jahresbeginn. Wer über 50 Jahre alt ist, kann dies auch gut mit einem Dienst an der Wissenschaft verknüpfen. Das Kompetenzzentrum Personal Analytics, kurz: PAnalytics, an der Universität Duisburg-Essen (UDE) sucht Studienteilnehmende in den „besten Jahren“.
Erforscht werden soll ein personalisiertes System für einen gesunden Lebensstil und das individuelle Wohlbefinden. Mithilfe von PAnalytics wird man künftig gezielt den eigenen Lebensstil ändern können. Zwar gibt es schon Systeme zum gesundheitlichen Selbst-Monitoring (z. B. Smartphone-Apps verknüpft mit Blutdruckmessgeräten oder intelligenten Waagen). Allerdings bleibt es dem Nutzer überlassen, die Ergebnisse zu interpretieren, und es fehlt der ganzheitliche, wissenschaftlich fundierte Ansatz. An einem solchen arbeitet die Forschergruppe.  
Projektmitarbeiterin Katharina Kloppenborg: „Damit wir unsere Entwicklung hautnah auf die späteren Nutzer zuschneiden können, suchen wir laufend Freiwillige für unsere Untersuchungen.“ Daher kann man sich bei PAnalytics als Forschungshelfer anmelden und bekommt dann in regelmäßigen Abständen – die man selbst bestimmen kann – Einladungen zu Studien. Was macht ein Forschungshelfer?
Entweder er oder sie füllt einfache Fragebögen aus und zwar bequem zu Hause am PC oder mit Stift. Oder man beteiligt sich mit seinen Ideen, Wünschen oder auch Bedenken an Diskussionsrunden in der Duisburger Universität, um die technische Entwicklung zu beeinflussen.  
„Es kann aber auch vorkommen, dass daheim Apps oder andere Technologien getestet werden“, so Kloppenborg. „Wir möchten gern von unseren Probanden wissen, ob die Anwendungen so schon gut gestaltet, vernünftig zu bedienen und auch wirklich nützlich sind. Oder haben sie vielleicht Bedenken, wenn sie sie regelmäßig nutzen müssten?“
Die Studien werden vorab von der Ethikkommission der Universität Duisburg-Essen geprüft.  
Zielgruppe sind vor allem Personen im Alter von 50 bis 65 Jahren. Vorkenntnisse, der geübte Umgang mit technischen Geräten oder der Besitz eines Smartphones sind nicht erforderlich. Sollte es bei einzelnen Studien spezielle Voraussetzungen geben, wird darüber in der jeweiligen Einladung informiert. Kloppenborg: „Man entscheidet natürlich jedes Mal selbst, ob und an welchen Studien man teilnehmen möchte.“

 

UDE-Mercator-Professor Kardinal Lehmann: Die Rolle des Gewissens

Duisburg, 03. Januar 2017 - Die Rolle des Gewissens im Zusammenleben in der modernen Gesellschaft beleuchtet der zweite Vortrag von Mercator-Professor Kardinal Lehmann an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Der liberale Vordenker der katholischen Kirche referiert am 17. Januar am Essener Campus, Beginn: 18 Uhr, Neues Audimax R 14 an der Meyer-Schwickerath-Straße.
Rektor Ulrich Radtke: „Wie kein anderer setzt sich Kardinal Lehmann für die Ökumene in Deutschland ein und beweist starkes Engagement in der Wertedebatte. Stets geht es ihm darum, Gegensätze zu überbrücken und Gemeinschaft aufzubauen. Mit dem Reformer erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.“  
Karl Kardinal Lehmann (80) ist seit 2016 emeritierter Bischof von Mainz. Von 1987 bis 2008 hatte er den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz inne. 2001 erhob ihn Papst Johannes Paul II. zum Kardinal. Lehmann studierte von 1956 bis 1964 Philosophie und Katholische Theologie in Freiburg und Rom. 1963 wurde er zum Priester geweiht.
Zunächst war er wissenschaftlicher Assistent des berühmten Theologen Karl Rahner in München und Münster, bis er 1968 an die Universität Mainz berufen wurde. 1971 wechselte Lehmann an die Universität Freiburg. Auch in schwierigen theologischen Streitfragen versuchte Lehmann immer zu vermitteln, so mühsam dies auch war, z.B. auch im Streit um Hans Küng.   1983 wurde Lehmann zum Bischof von Mainz gewählt und ernannt, ein Amt das er 33 Jahre lang innehatte.
Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wirkte er mehr als zwei Jahrzehnte. Immer wieder rückte er die Sorge um die Nöte der Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns. So engagierte er sich beispielsweise für wiederverheiratete Geschiedene oder für die Beratung werdender Mütter. Lehmann ist Honorarprofessor der Universitäten Mainz und Freiburg. Er promovierte zum Dr. phil. und Dr. theol., trägt zahlreiche Ehrendoktorwürden und erhielt viele Auszeichnungen, darunter den Romano-Guardini-Preis (2014) sowie 2016 die Martin-Luther-Medaille und die Wilhelm-Leuschner-Medaille.
Einlasskarten können unter https://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur/ reserviert werden.

 

„Hochschulen in NRW“

Düsseldorf/Duisburg, 16. Dezember 2016 - In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Studierenden an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen um 40,9 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, sind im Wintersemester 2015/16 inzwischen 745 009 Frauen und Männer eingeschrieben.
Die Zahl der neuen Erstsemester ging zuletzt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück und lag im Studienjahr 2015 bei 124 225. Das waren aber 27,8 Prozent mehr Anmeldungen als im Studienjahr 2010; die Studienanfängerquote lag mit 61,5 Prozent um 14,5 Prozentpunkten über dem damaligen Wert.
Diese und weitere Informationen über die Hochschulen in NRW sind in der neuen Broschüre „Hochschulen in NRW: Statistik kompakt“ zu finden. In kurzer und anschaulicher Form bietet die Publikation einen Überblick über das Hochschulwesen des Landes. Dargestellt werden überwiegend Landesergebnisse; zum Teil sind aber auch Daten nach Hochschularten oder für einzelne Hochschulen verfügbar.
Informationen aus der Broschüre:
 -Im zweiten Jahr in Folge kamen wieder mehr Erstsemester aus anderen Bundesländern nach NRW als umgekehrt das Land verließen: Per Saldo blieb 2015 die Zahl mit 231 zugewanderten Studienanfängern weiter im Plus; die meisten Zugänge stammten aus Bayern (10 172), Baden-Württemberg (7 576) und Niedersachsen (7 236).
-Die Zahl der weiblichen Studierenden nimmt weiter zu: 2015 waren 352 968 und damit 4,1 Prozent mehr Frauen an den Hochschulen in NRW eingeschrieben als ein Jahr zuvor. Der Anteil von weiblichen Studierenden stieg daher um weitere 0,2 Prozentpunkte auf einen Wert von 47,4 Prozent. Der am häufigsten von Frauen belegte Studienbereich war Wirtschaftswissenschaften (61 502 Studentinnen).
-Die Zahl der ausländischen Studierenden erreichte 2015 einen neuen Rekordwert von 86 539. Besonders die Einschreibungen von Männern und Frauen, die mit einem ausländischen Bildungsabschluss nach Nordrhein- Westfalen kamen, sind um 5,6 Prozent auf einen Wert von 57 157 gestiegen. Der Anteil aller Ausländer an den nordrhein-westfälischen Hochschulen stieg damit auf 11,6 Prozent.

Unter der Adresse www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pdf/hochschulen.pdf steht die Broschüre zum kostenlosen Download bereit. (IT.NRW) (IT.NRW)

 

UDE: Vorlesung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff

Wie wichtig es ist, auf andere Kulturen zuzugehen, hat Christian Wulff (56) schon in seiner Zeit als Bundespräsident betont. Am 12. Dezember um 18 Uhr kommt das frühere deutsche Staatsoberhaupt zu einer öffentlichen Vorlesung an die Universität Duisburg Essen (UDE). Wulff ist in diesem Jahr Gastprofessor für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance.  
Er wird in seinem Vortrag „Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die Demokratie“ der Frage nachgehen, wie Politik und Gesellschaft mit Heterogenität umgehen können. Anschließend wird ausreichend Gelegenheit sein, mit dem prominenten Dozenten hierzu zu diskutieren. Eine Anmeldung ist erforderlich: per E-Mail bei anita.weber@uni-due.de oder per Fax unter 0203/379-3179.  
Christian Wulff war niedersächsischer Ministerpräsident und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, bevor er 2010 zum zehnten deutschen Bundespräsidenten gewählt wurde. „Vielfalt“ wurde ein zentrales Anliegen seiner Amtszeit: Untrennbar mit ihm verbunden bleibt die Aussage, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehöre.  
Karl-Rudolf Korte, Direktor der NRW School of Governance, sagte zu Wulffs Ernennung: „Kulturelle und ökonomische Teilhabe spielen gleichermaßen für Bürger eine große Rolle in der Demokratie. Wer dies verweigert, erntet Empörung und Protest. Ich freue mich sehr auf die kommenden Veranstaltungen mit unserem diesjährigen Gastprofessor Christian Wulff, in denen er sein Wissen als überaus fachkundiger Politikprofi an die Öffentlichkeit und an die bei uns studierenden angehenden Politikmanager weitergibt.“
Mit den Studierenden wird sich Wulff in einem Seminar über sein Wirken als Bundespräsident und Ministerpräsident austauschen. Die öffentliche Vorlesung findet statt am 12. Dezember, um 18 Uhr in Raum LX 1203 im Neuen Hörsaalzentrum am Duisburger Campus (Lotharstr. 63a).

Foto: Laurence Chaperon

UDE hilft bei der Orientierung Schülerinfotag im Februar  
Wie soll es nach der Schule weitergehen?

Duisburg, 23. November 2016 - Mehr Durchblick bringt Anfang 2017 der Schülerinfotag an der Universität Duisburg-Essen (UDE): Am Donnerstag, 16. Februar, stellen Dozierende Studiengänge und Ausbildungsberufe vor, man kann Labore besichtigen und sich beraten lassen.  
Das Programm – es beginnt um 9 Uhr– geht querbeet durch alle Fächer und sieht an jedem Campus etwas anders aus (https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/infotag).
Es gibt Führungen durch Institute und die Bibliothek, Tipps zur Studienwahl und jede Menge Vorträge: zu den einzelnen Fächern, zum Studieren allgemein und wie man sich bewirbt, sei es für Medizin, das Lehramt oder für zulassungsfreie Fächer. Auch Stipendien und Bafög, das Freiwillige Soziale Jahr und Auslandsaufenthalte werden angesprochen. Insgesamt werden 100 Veranstaltungen angeboten.  
Wer individuelle Fragen hat, kann sie beim Info-Forum loswerden: Im Mensa-Foyer in Essen und im LX-Foyer in Duisburg sind Studienberatung, Akademisches Auslandsamt, Arbeitsagentur und Studierendenwerk vertreten. Wie in den Vorjahren erwartet die Uni mehr als 2.000 junge Erwachsene; anmelden muss man sich nicht.  

Weitere Informationen: https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/infotag Akademisches Beratungs-Zentrum Studium und Beruf, Marion Büscher, Tel. 0201/183-2299, marion.buescher@uni-due.de, Gesa Dralle, Tel. 0203/379-3790, gesa.dralle@uni-due.de   

 

Variantenwörterbuch: Einmaliges Nachschlagewerk in neuer Auflage  

Ägrisch sagen die Rumäniendeutschen zur Stachelbeere. Für Mennoniten ist die Autobahn ein Hochweg. Namibier bezeichnen mitunter eine Ziege als Bokkie – all dies und noch viel mehr steht im „Variantenwörterbuch des Deutschen“, das nun in zweiter, völlig neu bearbeiteter Auflage erschienen ist. Linguistikprofessor Ulrich Ammon von der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat das einmalige und mitunter amüsante Nachschlagewerk zusammen mit Forscherteams aus Basel und Innsbruck erarbeitet und jetzt nochmals erweitert. 

Insgesamt 40 Wissenschaftler waren an der Neuauflage beteiligt, die rund 12.000 national wie regional geprägte Wörter und Wendungen des „richtigen Hochdeutschs“ umfasst. Neu sind die Einträge der deutschen Sprachgebiete in Rumänien, Namibia und den Mennonitensiedlungen in Mexiko. Prof. Ammon: „Dies zeigt doch, wie international die deutsche Sprache ist. Das wird heute leider oft vergessen.“ Außen vor blieben die Fach- und Verwaltungssprache, Dialekte, Veraltetes, selten Verwendetes und Umgangssprachliches. 

Die vor zwölf Jahren erschienene erste Auflage des 900 Seiten-Werks erwies sich als Publikumsrenner, so Professor Dr. Ulrich Ammon. Er ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Soziolinguistik und neueren Geschichte der deutschen Sprache. Das Gemeinschaftsprojekt „Variantenwörterbuch“ geht auf seine Initiative zurück.

 

Die drei Forschergruppen durchforsteten dafür Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, populärwissenschaftliche Sachbücher, gehobene und Trivialromane, Krimis, Kinder- und Jugendbücher, Prosatexte, Broschüren, Werbematerialen, Formulare, Gesetzestexte, mündliche Quellen und natürlich das Internet. Die Einträge sind systematisch aufbereitet und dargestellt. Geographische Verbreitung, Gebrauch, Herkunft, Grammatik und Orthografie sind dokumentiert.  

„Für über 90 Prozent der aufgenommenen Wörter und Wendungen gibt es eine oder mehrere Varianten gleicher Bedeutung in den anderen Nationen oder Regionen des deutschen Sprachgebiets“, sagt Ammon. Für manche gibt es dagegen keine Entsprechung, nur eine gemeindeutsche Übersetzung, etwa für die in der Schweiz gängige Wendung „in abgesägten Hosen dastehen" (bloßgestellt sein). 

Gedacht ist das Variantenwörterbuch für Germanisten, Deutschlernende und -lehrende, für Medien- oder Tourismusfachleute oder als Nachschlagewerk für Leser deutschsprachiger Literatur. Manchen mag es auch zur Verständigung im Alltag dienen. Auch Nutzer mit rein „folkloristischem Interesse“ schließt Ammon nicht aus. Denn auch sie kommen auf ihre Kosten. Ein Eintrag unter „K“: Der bundesdeutsche Korinthenkacker ist bei den österreichischen Nachbarn ein Tüpferlreiter und in der Schweiz ein Tüpflischeisser. Eine wirklich schöne Variante.

 

Ulrich Ammon u.a.: „Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen“, 2. Völlig neu bearbeitete Auflage, de Gruyter, 2016, gebunden 99,95 Euro Euro.  

 

 

UDE-Masterarbeit untersucht Freizeitzentren - Revierparks 2.0

Duisburg, 19. November 2016 - Grüne Oasen im schwarzen Ruhrpott: In den 1970er Jahren entstanden fünf Revierparks entlang der Emscher. Sie boten den Menschen Naherholung mitten im industriell geprägten Ruhrgebiet und waren Vorbild für Parkanlagen in ganz Deutschland. Heute stehen die einstigen Publikumsmagnete jedoch vor großen Problemen.
Sinkende Besucherzahlen, klamme Kassen, Vandalismus und wachsende Ansprüche an die Erholungsräume verlangen nach neuen Konzepten. Wie diese aussehen könnten, hat Sabrina Brauckmann aktuell in ihrer Masterarbeit am Institut für Geographie der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht.  
Es ist die erste Bestandsaufnahme, welche die Revierparks Mattlerbusch, Vonderort, Nienhausen, Wischlingen sowie den Gysenbergpark vergleicht und dabei auch die Nutzer befragt - von Mai bis Juli 2016 interviewte Sabrina Brauckmann an jedem Standort rund 100 Personen. Im Fokus standen dabei allein die frei zugänglichen Park- bzw. Grünanlagen; Thermen und Bäder blieben außen vor.  
„Aktuell sind die Revierparks in einem schlechten Zustand", sagt die Studentin. „Sie müssen dringend modernisiert werden, um mehr Menschen anzusprechen."
Punkten können die Fünf noch immer mit viel Grün und weitläufigen Spazierwegen direkt vor der Haustür, als Treffpunkt für Familien und Freunde.  
Positiv bewertet wird außerdem z.B. das gastronomische Angebot im Revierpark Mattlerbusch oder der Nienhausener Wasserspielplatz. Insgesamt tragen jedoch veraltete Spielplätze mit kaputten Geräten und zerstörten Bänken nicht dazu bei, dass man hier gerne länger bleibt. Die Folge: Während die Revierparks einst Besucher aus dem gesamten Ruhrgebiet anzogen, kommen heute fast ausschließlich die direkten Anwohner.  
Wie also können die Revierparks zukunftsfähig werden? Durch vielseitige, moderne Freizeitangebote für alle Altersstufen. Das sieht auch Wirtschaftsgeograph Prof. Dr. Rudolf Juchelka so, der die Masterarbeit betreut hat. „Aktuelle Trends haben die Betreiber verschlafen. Besonders in den Bereichen Fitness und Gesundheit bedarf es einer grundlegenden Neuausrichtung."  
Kletterangebote und Kraftsportgeräte fehlen in den Revierparks ebenso wie Mehrgenerationenspielplätze: eine Art Zirkeltraining an Geräten, das sowohl jüngeren als auch älteren Menschen gerecht wird und diese zusammenbringt. Anstelle der alten Parkbänke wären richtige Erholungsbereiche zeitgemäßer und vor allem einladender: etwa mit ergonomischen Sitzgelegenheiten und Hängematten aus Stahl.  
„Auch die Kinderspielplätze brauchen eine Generalüberholung, es reicht nicht, bloß die kaputten Geräte auszutauschen", sagt der Wirtschaftsgeograph. Machbar sei das alles aber nur durch eine neue Organisationsstruktur.
Bislang betreibt der  Regionalverband Ruhr (RVR) die Revierparks zusammen mit kommunalen Partnern. „Um alle Fünf zukunftsfähig zu machen, sollte der RVR diesen Job komplett übernehmen. Er wäre so handlungsfähiger und könnte Entscheidungen alleine treffen."  
Die Ergebnisse der Masterarbeit dürften interessant für den RVR sein: Vier Freizeit- und Revierparkgesellschaften, an denen er beteiligt ist, sollen zu einer neuen Organisation zusammengeführt werden. Parallel dazu entwickelt der RVR gerade die Strategie „Revierparks 2020" zur Neugestaltung der Anlagen.     

 

UDE: Mercator-Professur 2016: Kardinal Lehmann

Duisburg, 14. November 2016 - Als liberaler Vordenker prägt Karl Kardinal Lehmann die katholische Kirche Deutschlands seit Jahren entscheidend mit und bezieht in streitbaren Fragen klare Position: Eine ideale Besetzung für die Mercator-Professur 2016 an der Universität Duisburg-Essen (UDE). In seinem ersten Vortrag am 13. Dezember beleuchtet der bedeutende Theologe das Thema Fremde und Heimat im Widerstreit. Der zweite Vortrag am 17. Januar befasst sich mit der Rolle des Gewissens im Zusammenleben innerhalb der modernen Gesellschaft.  
Rektor Ulrich Radtke: „Ich freue mich sehr über diese Ernennung. Wie kein anderer setzt sich Kardinal Lehmann für die Ökumene in Deutschland ein und beweist starkes Engagement in der Wertedebatte. Stets geht es ihm darum, Gegensätze zu überbrücken und Gemeinschaft aufzubauen. Mit dem Reformer erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.“   Karl Kardinal Lehmann (80) ist seit 2016 emeritierter Bischof von Mainz. Von 1987 bis 2008 hatte er den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz inne. 2001 erhob ihn Papst Johannes Paul II. zum Kardinal.  

Lehmann studierte von 1956 bis 1964 Philosophie und Katholische Theologie in Freiburg und Rom. 1963 wurde er zum Priester geweiht. Zunächst war er wissenschaftlicher Assistent des berühmten Theologen Karl Rahner in München und Münster, bis er 1968 an die Universität Mainz berufen wurde. 1971 wechselte Lehmann an die Universität Freiburg. Auch in schwierigen theologischen Streitfragen versuchte Lehmann immer zu vermitteln, so mühsam dies auch war, z.B. auch im Streit um Hans Küng. - Foto Bistum Mainz

1983 wurde Lehmann zum Bischof von Mainz gewählt und ernannt, ein Amt das er 33 Jahre lang innehatte. Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wirkte er mehr als zwei Jahrzehnte. Immer wieder rückte er die Sorge um die Nöte der Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns. So engagierte er sich beispielsweise für wiederverheiratete Geschiedene oder für die Beratung werdender Mütter.  
Über sein Wirken als Bischof urteilte die FAZ 2016: „Eine Idealbesetzung. Profiliert hat er sich als ‚Motor der Ökumene‘, als Theologe, Vordenker und Buchautor, als Vermittler, Antreiber und Menschenfreund.“
Lehmann ist Honorarprofessor der Universitäten Mainz und Freiburg. Er promovierte zum Dr. phil. und Dr. theol., trägt zahlreiche Ehrendoktorwürden und erhielt viele Auszeichnungen, darunter den Romano-Guardini-Preis (2014) sowie 2016 die Martin-Luther-Medaille und die Wilhelm-Leuschner-Medaille.  

Hintergrund: Die Mercator-Professur 
Mit der 1997 eingerichteten Mercator-Professur soll das wissenschaftliche Vermächtnis des berühmten Duisburger Kartographen und Universalgelehrten aus dem 16. Jahrhundert wachgehalten werden. Die Persönlichkeiten, die bisher eine Mercator-Professur innehatten, kommen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Zu ihnen gehören unter anderen: Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, die Filmregisseure Völker Schlöndorff und Margarethe von Trotta, der Journalist Ulrich Wickert, die Soziologin Necla Kelek, der Publizist Dr. Peter Scholl-Latour, der Drogeriemarktgründer Götz W. Werner, die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, der Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Udo di Fabio oder auch der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Prof. Dr. Wolfgang Huber.

 

Ostasientag zur Mobilität in Tôkyô und im Ruhrgebiet: Und täglich grüßt der Stau  

Duisburg, 14. November 2016 - Überfüllte Züge, proppenvolle Straßen, Lärm und Abgase – damit haben weltweit viele Metropolen zu kämpfen. Tôkyô ebenso wie das Ruhrgebiet. Der 20. Duisburger Ostasientag an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zeigt, wie diese beiden mit den Verkehrsanforderungen zurechtkommen und worauf sie sich künftig einstellen müssen. 80 Teilnehmende aus acht Ländern werden am 18. November von 16 bis 20 Uhr im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg erwartet.  
Unter der Leitung des WDR-Journalisten Kai Rüsberg diskutieren und vergleichen Experten für Stadtentwicklung und Verkehrsplanung die Situation: Sie fragen, wie Tôkyô und das Ruhrgebiet es schaffen, täglich Millionen von Menschen und Gütern zu befördern und welche unterschiedlichen Verkehrsmittel sie dabei vernetzen. Was macht die öffentliche, was die private Hand? Verändern Strukturwandel, alternde Gesellschaft, Umweltschutz und technischer Fortschritt die Infrastruktur nachhaltig?  
Getagt wird auf Englisch. Die Teilnehmenden können verschiedene Exponate zur Mobilität von morgen ausprobieren: Fahrsimulator, Exoskelett (Stützroboter für Gelähmte), Alterssimulationsanzug, Rikscha und Lastenfahrrad.  
Der Ostasientag steht nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch interessierten Bürgern offen. Diesmal ist er zudem eingebettet in das Jahrestreffen der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (17.-20.11.) Es dreht sich um das große Thema Mobilität in der Stadt der Zukunft.     

6,8 Millionen Euro für die Universität Duisburg-Essen

Berlin/Duisburg, 11. November 2016 - Auf Initiative der SPD wurde in der gestrigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages ein Antrag beschlossen, der für die Universität Duisburg-Essen einen erfreulichen Geldsegen bedeutet. Es fließen 6,8 Mio. Euro Zuschuss zum Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrationsund Migrationsforschung – davon 3 Mio. im nächsten Jahr, die restlichen 3,8 verteilt auf die drei Folgejahre.

Bas und Özdemir dazu: „Die Bewilligung des Antrages ist ein Erfolg guter sozialdemokratischer Politik. Wir freuen uns sehr, dass Zuschüsse in dieser Höhe an das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) der Uni Duisburg-Essen gehen.“
Mit den jetzt beschlossenen Mitteln soll unter Führung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), HU Berlin, in Zusammenarbeit mit dem InZentIM Duisburg-Essen der Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung ermöglicht werden.
Bei der Auftaktklausur der SPD-Bundestagsfraktion im Januar diesen Jahres war Prof. Dr. Naika Foroutan vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) zu Gast. Seine Impulse zu Fragen der Integrationspolitik setzt die SPD-Bundestagsfraktion mit dem Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung jetzt um.

 

UDE veranstaltet internationale Comic-Tagung Bämm!
UDE-Doktorand jetzt äthiopischer Wissenschaftsminister

UDE-Doktorand jetzt äthiopischer Wissenschaftsminister
Seine wissenschaftliche Expertise erwarb sich Getahun Mekuria Kuma an der Universität Duisburg-Essen (UDE -Foto privat). Jetzt wurde der Experte für intelligente Energienetze zum Wissenschafts- und Technologieminister der neuen äthiopischen Regierung berufen.    
Prof. Dr. Hilger Hirsch, Leiter des UDE-Fachgebiets Energietransport und –speicherung: „Getahun Mekuria Kuma forschte ab 2005 drei Jahre lang bei uns. Möglich wurde dies dank eines Promotionsstipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdiensts DAAD.
Sein Thema war die Übertragung von Datensignalen auf Stromleitungen, sogenannte Powerline Communications, eine bis heute wichtige Technologie in intelligenten Energienetzen. Anders als bei klassischen Verfahren setzte sich Mekuria mit Ultra-Wide-Band-Signalen auseinander. Ein großer Vorteil ist, dass sie elektromagnetisch besser verträglich sind.“   Der Kontakt zu seinen Kollegen am Duisburger Lehrstuhl riss auch nach der Doktorrarbeit nicht ab. Prof. Hirsch: „Hin und wieder bekommen wir ein Lebenszeichen per E-Mail oder er gibt uns Bescheid, wenn er wieder mal in Deutschland zu Besuch ist.“  

 

UDE veranstaltet internationale Comic-Tagung Bämm!
„Lies lieber was für die Schule“ – Comics wie Micky Maus, Star Wars und Wendy lesen Kinder und Jugendliche meist heimlich unter der Bettdecke. Doch zusehends ziehen Wissenschaftler und Didaktiker die bunten Heftchen ins Tageslicht: Sie wollen ausloten, wie nützlich sie für den Unterricht sein können.
Organisiert von der Literaturdidaktik der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit den Universitäten zu Köln und Bielefeld, tagt dazu die Gesellschaft für Comicforschung vom 16. bis 19. November im Essener Glaspavillon unter dem Titel: „Comics in der Schule“.  
Studierende, Lehrer und Forschende aus Deutschland, Österreich, Schweden und Ungarn schauen sich beispielsweise an, welche Gesellschaftsbilder in den Comics gezeichnet, wie historische Ereignisse und wie Geschlechter dargestellt werden. „Manche Comics eignen sich hervorragend, um Kulturgeschichte zu vermitteln – viele für den Kunstunterricht und einige gar für philosophische Diskurse“, erläutert Dr. Markus Engelns.  
Die Teilnehmenden sprechen zum Beispiel über den Kafka-Comic für den Deutschunterricht ebenso wie über ganze Comic-Romane, die mit „Gregs Tagebuch“ unter jungen Leuten populär wurden, und diskutieren die dazu nötigen visuellen und sprachlichen Lesekompetenzen. Die bunten Heftchen auch in Vorbereitungsklassen neu Zugewanderter einzusetzen, ist ebenfalls Thema der Tagung.  

 

UDE: 1. Kooperationsvertrag mit einer Duisburger Schule - Talente finden

Duisburg, 08. November 2016 - Studium oder Beruf? Begabte Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien bei dieser wichtigen Entscheidung zu unterstützen, ist das Ziel des landesweiten Talentscouting-Programms, an dem sich neben der Universität Duisburg-Essen (UDE) 13 weitere NRW-Hochschulen beteiligen. Im Beisein von Bürgermeister Volker Mosblech wird am 16. November der erste Kooperationsvertrag mit einer Duisburger Schule, der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule, unterzeichnet.  
An mittlerweile 14 Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs in Duisburg und Essen ist das vierköpfige UDE-Talentscoutingteam bisher regelmäßig zu Gast. Sie beraten talentierte Oberstufen-Schüler/innen bei ihrer Berufs- und Studienorientierung.
„Erfahrungsgemäß ist es für die jungen Menschen oft schwierig, sich im Informationsdschungel zurecht zu finden, vor allem wenn ihre Eltern nicht studiert haben“, weiß UDE-Koordinatorin Sarah Schröter: „Aber nach unserer Beratung sind die Jugendlichen meist sehr motiviert und entschlossen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und neue Erfahrungen sammeln.“  
All dies wäre nicht möglich ohne die gute Zusammenarbeit mit den Schulkoordinatoren für Studien- und Berufsorientierung, die die viel versprechenden Potenziale ihrer Schützlinge im Blick haben und in die Talentscouting-Beratung schicken. Nun werden die positiven Erfahrungen der ersten Monate durch den ersten Kooperationsvertrag an einer Duisburger Schule besiegelt. Parallel wird eine Plakette des Wissenschaftsministeriums des Landes NRW verliehen („Schule im Talentscouting“).  

 

Aurora: Neues internationales Uni-Netzwerk  
Die römische Göttin der Morgenröte, Aurora, stand Pate für das kürzlich gegründete internationale Universitätsnetzwerk Aurora. Es verbindet neun europäische Universitäten aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Skandinavien, Großbritannien und Belgien miteinander. Zu den Gründungsmitgliedern zählt – als einzige deutsche Hochschule – auch die Universität Duisburg-Essen (UDE).  
 Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Neu an diesem internationalen Zusammenschluss ist der gesellschaftliche Anspruch. Unsere künftige Zusammenarbeit ist ausdrücklich dem Gemeinwohl verpflichtet. Wir möchten damit wichtige soziale Güter, wie Bildung oder saubere Umwelt, voranbringen und gemeinsam dabei helfen, die globalen Herausforderungen zu lösen.“  
Die beteiligten Hochschulen neben der UDE sind: Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), Université Grenoble-Alpes (Frankreich) , University of Aberdeen (Schottland), University of Antwerp (Belgien), University of Bergen (Norwegen), University of East Anglia (England), University of Gothenburg (Schweden), University of Iceland (Island). Sie gehören zu den weltweit führenden Universitäten im Bereich der Zitationen, das heißt, ihre wissenschaftlichen Veröffentlichungen werden in der Fachwelt vorrangig wahrgenommen.  
Gründungspräsident Prof. Jaap Winter (Amsterdam): „Die Aurora-Universitäten eint, dass sie gleichermaßen forschungsstark sind und sich als inklusive Universitäten in einer zunehmend vernetzten Welt verstehen. Wir stellen uns den großen Problemen der Gegenwart und unterstützen die Zusammenarbeit unserer Mitglieder. Wir wollen gemeinsam voneinander und miteinander zu lernen, um besser unsere Ziele erreichen zu können.“  
Auch die Studierenden der beteiligten Universitäten sind von Anfang an sehr stark in den neuen Verbund mit einbezogen. AStA-Vorsitzender Marcus Lamprecht: „Wir haben uns bereits in Amsterdam zur Gründungssitzung getroffen, um gemeinsame Projekte auszuloten. Dabei wurde relativ schnell klar, dass wir eine große inhaltliche Schnittmenge haben und das neue Netzwerk nutzen möchten.“ Die Studierenden setzen sich zum Beispiel dafür ein, gemeinsame Online-Lernressourcen oder auch webgestützte Seminare zu schaffen und kollektiv Lizenzen wissenschaftlicher Zeitschriften zu erwerben.“  
Außerdem planen die Studierenden jährliche Events auszurichten, etwa „Aurora Games“, oder auch ein gemeinsames Orchester zu gründen. In der noch zu verabschiedenden politischen Grundsatzerklärung sollten zudem grundsätzliche Fragen aufgegriffen werden, so Lamprecht, von der Studienfinanzierung über verbesserte Zugangsmöglichkeiten bis hin zur Unterstützung für Geflüchtete und die Umsetzung einer nachhaltigeren Universität.  

 

 

UDE-Studierende nehmen Geflüchtete mit: Mitfahrgelegenheit gesucht

Duisburg, 21. Oktober 2016 - Drei Viertel der 42.000 Studierenden der Universität Duisburg-Essen (UDE) stammen aus Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen pendeln täglich ein: mehr als 2.000 aus dem Kreis Wesel, jeweils mehr als 1.000 aus Recklinghausen, Düsseldorf, Mülheim/Ruhr, Mettmann, Bochum oder auch Gelsenkirchen.  
Der ein oder andere hätte vielleicht auch die Möglichkeit, einen der 65 Geflüchteten bei sich mitfahren zu lassen, die zurzeit als Gasthörer an der UDE eingeschrieben sind. Wenn das so ist, sollten sie sich am besten bald beim Akademischen Auslandsamt melden. Dort werden die Mitfahrgelegenheiten koordiniert.
Eine Mail an baerbel.enger@uni-due.de reicht.  
Seit dem Sommersemester bereiten sich 65 geflüchtete Menschen mit akademischem Hintergrund auf ein Studium an der UDE vor.
Bärbel Enger: „Der erste Eindruck ist sehr überzeugend. Sie bereiten sich sprachlich sorgfältig vor, bringen sich in den Unterricht ein, sind sehr engagiert, hochmotiviert und lernwillig.“  
Ein Problem sind allerdings die hohen Fahrtkosten, da viele von ihnen nicht in campusnah untergebracht sind. Das Monatsticket in der Preisstufe B kostet um die 100 Euro - für einen Asylsuchenden oft unerschwinglich. Deshalb organisiert das Akademische Auslandsamt der UDE künftig Mitfahrgelegenheiten.  
Wer also täglich aus dem Kreis Wesel, Recklinghausen, Düsseldorf oder auch Dortmund an einen der beiden Hochschulstandorte pendelt, kann eine Mobilitätspatenschaft übernehmen und einem Gasthörer damit eine kostengünstige Fahrt zur Universität ermöglichen.  

 

UDE-Laborführungen: Hochleistungslaser zum Anfassen  

Duisburg, 18. Oktober 2016 - Hier blitzt es gewaltig und ultraschnell, ganz ohne Punkte in Flensburg: Exklusive Einblicke in das Laserlabor des neuen Sonderforschungsbereichs 1242 bietet die Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 4. November und 2. Dezember (17 Uhr, Treffpunkt am Eingang des MG-Gebäudes am Campus Duisburg). Der Eintritt ist frei, aber man muss sich anmelden, weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist.  
Eine neue Lasertechnologie aus verschiedenen Komponenten aufzubauen und in Betrieb zu nehmen, ist eine echte Herausforderung, denn neue spektroskopische Verfahren brauchen Technik nach Maß. Zwei Laborführungen bieten nun allen Neugierigen und Interessierten spannende Einblicke in die Spitzenforschung, in der es um ultraschnelle Prozesse geht. Doch wie kommt das Laserlicht überhaupt um die Ecke? Warum wird es umgewandelt? Und wie geht das noch gleich mit dem Laserschneiden?  
Thematisch geht es im neuen SFB 1242 um „Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne“. Feste Materie enthält bekanntlich Atome und Elektronen, die sich anregen und in einen Zustand höherer Energie überführen lassen, zum Beispiel durch Laser.  
Um ein materialübergreifendes, mikroskopisches Verständnis solcher Nichtgleichgewichtszustände zu erarbeiten, bündelt der SFB wissenschaftliche Aktivitäten aus der Physik, Chemie und den Nanowissenschaften. So könnten vollständig neue Materialeigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten entstehen, zum Beispiel mit Blick auf Silizium-Wafer in der Solartechnik oder auch Isolatoren in elektrischen Geräten.  

Laserlabor (Foto UDE/René Göke)

 

UDE im Logistik-Hochschul-Ranking 2016: Platz 1 unter den Logistik-Hochschulen

Duisburg, 14. Oktober 2016 - Den Spitzenplatz im Logistik-Hochschul-Ranking belegt nach 2014 erneut die Universität Duisburg-Essen (UDE). Damit holt sie sich auch den Titel „Beste Universität 2016“. Das gute Abschneiden verdankt die UDE dem Studentenwettbewerb Logistik Masters mit rund 1.600 Teilnehmern von über 160 Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum.  
Die Teilnehmer müssen von Januar bis August über 70 Fragen aus allen Bereichen der Logistik beantworten. Die Ergebnisse der jeweils zehn besten Studierenden einer Hochschule gehen in die Wertung ein. Deshalb zeigt das Ranking präzise, an welchen Hochschulen sich die Studierenden besonders erfolgreich mit den unterschiedlichen Fachfragen aus Transport, Spedition, Logistik und Supply Chain Management auseinandergesetzt haben“, sagt Gerhard Grünig, Chefredakteur der VerkehrsRundschau.  
„Damit habe ich nicht gerechnet“, freut sich Professor Bernd Noche vom UDE-Studiengang Technische Logistik. Für ihn ist der Wettbewerb „identitätsstiftend, weil es mit ihm gelingt, die Logistik als ein interessantes und herausforderndes Anwendungsfeld zu präsentieren“. Die Auszeichnung wird am 20. Oktober auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin in der Sequenz „Arbeitswelt 4.0“ verliehen. Logistik Masters wird von der VerkehrsRundschau und dem Logistikdienstleister Dachser initiiert. Der nächste Wettbewerb startet am 27. Januar 2017.
  

 

Weiter hohe Studierendenzahlen: UDE begrüßt 6.000 Erstsemester

Duisburg, 10. Oktober 2016 - Die Universität Duisburg-Essen (UDE) gehört weiterhin zu den zehn größten Unis bundesweit: Auch im aktuellen Wintersemester studieren hier deutlich mehr als 41.000 junge Menschen, darunter etwa 6.000 Erstsemester.
Die größten Anstiege haben die Bachelorstudiengänge Politikwissenschaft, BWL und VWL sowie Mathematik zu verzeichnen.  
Damit erreicht die UDE bereits zum jetzigen Zeitpunkt ähnlich hohe Studierendenzahlen wie im Vorjahr. Da man sich aber noch bis zum Ende des Monats einschreiben kann, sind weitere Steigerungen möglich und realistisch. Die endgültigen Zahlen für das laufende Wintersemester werden erst Ende November vorliegen.  
Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke begrüßte die Erstsemester am Duisburger Campus heute mit den Worten: „Das Besondere einer Universität ist, dass Sie hier die Gesamtheit der Wissenschaften geboten bekommen. Wir wollen Sie aber nicht mit abgepackten Wissenspaketen versorgen. Hier können Sie vielmehr professionelle Problemlösungskompetenzen erwerben und die Persönlichkeit herausbilden. Hier lernen Sie kritisch zu denken und das Bestehende zu hinterfragen.“  


Uni Duisburg-Essen ist bei ausländischen Studierenden besonders beliebt
(idr). Die Universität Duisburg-Essen ist besonders attraktiv für ausländische Studierende. NRW-weit belegt die Hochschule mit 8.011 Studenten mit ausländischem Pass den Spitzenplatz. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die RWTH Aachen (7.823) und die FernUniversität in Hagen (6.792). Bei den NRW-Fachhochschulen ist die Technische Hochschule Köln mit 3.951 nicht-deutschen Studierenden der Spitzenreiter vor Aachen (2.455) und Dortmund (2.418).
Diese Zahlen hat das NRW-Wissenschaftsministerium veröffentlicht. Insgesamt ist die Zahl der ausländischen Studierenden in NRW gestiegen. Im vergangenen Wintersemester waren 86.539 an einer NRW-Hochschule eingeschrieben. Das waren rund 4.400 Studierende mehr als noch ein Jahr zuvor.  

 

UDE-Dozent bei Gauck: Den Moment festhalten  
Augenblick und Dauer: Unter diesem Motto gab Bundespräsident Joachim Gauck kürzlich eine Soiree. Damit wollte er die Fotografie ehren, die den Moment so festzuhalten vermag wie keine andere Kunst. Knapp 200 Gäste hatte Gauck dazu ins Schloss Bellevue geladen – Starfotografen wie Wim Wenders, Herlinde Koelbl und Peter Lindberg, Galeristen, Publizisten und Vertreter der wichtigen Verbände. Auch Ditmar Schädel, Dozent der Universität Duisburg-Essen (UDE), gehörte zu diesem illustren Kreis.  
Schädel war für die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) dort. Seit 2010 ist er deren Vorsitzender, gerade wurde er für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Worum ihn etliche Kollegen an diesem Abend auf Bellevue beneideten: Schädel hatte das Glück, mit dem viel gefragten Gastgeber einen Moment lang zu plaudern. 

Ditmar Schädel (l.) im Gespräch mit dem Bundespräsidenten - Foto UDE

 

UDE-Erstsemester werden auf beiden Campi begrüßt

Duisburg, 05. Oktober 2016 - Mit dem Studium beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, oft sogar in einer anderen Stadt. Damit sich die Erstsemester möglichst schnell in den neuen Strukturen zurechtfinden und sich mit dem Campus-Alltag vertraut machen können, lädt sie die Universität Duisburg-Essen (UDE) zu einer Orientierungswoche vom 10. bis zum 14. Oktober ein.  
Umrahmt wird die O-Woche durch die Begrüßungsveranstaltungen an den beiden Uni-Standorten: Los geht’s am Montag, 10. Oktober, um 10 Uhr im neuen Audimax (LX) am Duisburger Campus; am Freitag, 14. Oktober werden die Uni-Neulinge um 10 Uhr im alten Audimax (S04 T01 A01) am Essener Campus willkommen geheißen. Anmeldung unter
http://udue.de/erstsemester.

UDE ist systemakkreditiert

Gütesiegel: Qualität stimmt  
Duisburg, 01. Oktober 2016 - Ein großer Meilenstein liegt hinter der Universität Duisburg-Essen (UDE): per Gütesiegel wurde ihr bestätigt, dass ihr internes Qualitätssicherungssystem (QS) so hervorragend aufgestellt ist, dass sie künftig all ihre Studiengänge selbst akkreditieren kann – einschließlich der Lehramtsstudiengänge. Das ist neu für eine Universität in Nordrhein-Westfalen. Grundlage hierfür ist eine Vereinbarung mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.    
Die Entscheidung fiel am 27. September in der Akkreditierungskommission der Agentur ACQUIN e.V. Eine Folge ist, dass alle UDE-Studiengänge als akkreditiert gelten, die die Prozesse des internen Qualitätssicherungssystems bereits durchlaufen haben.  
Alle Bachelor-/Masterstudiengänge an deutschen Hochschulen müssen regelmäßig akkreditiert werden, um sicherzustellen, dass die festgelegten Qualitätsstandards eingehalten werden. Das Prüfsiegel des Akkreditierungsrats bescheinigt der UDE, dass sie selbst die hohe Qualität ihrer Studiengänge mit Hilfe ihres QS-Systems sicherstellen kann. Maßgebend sind die Vorgaben des Akkreditierungsrates und der Kultusministerkonferenz.

 

UDE: Workshop für urbanes Wassermanagement Sauberes Wasser in Industrieregionen  
Der Emscherumbau ist ein hartes Stück Arbeit, aber es lohnt sich. Der 80 Kilometer lange Abwasserlauf im größten industriellen Ballungsraum Europas wird bald wieder ein natürlicher Fluss sein. Das Erfolgsprojekt macht auch in der Forschung Furore: Vom 4. bis 7. Oktober kommen Nachwuchswissenschaftler aus Brasilien und Deutschland an die Universität Duisburg-Essen (UDE), um an dem Infrastruktur-Großprojekt zu lernen. Organisiert wird der Workshop vom Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) der UDE gemeinsam mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Brazilian Academy of Science.  
Während der Veranstaltung (“How Do We Want to Live Tomorrow? – Perspectives on Water Management in Urban Regions”) werden Ideen und Konzepte für das urbane Wassermanagement der Zukunft erarbeitet: Wasser als Lebensmittel, als Abwasser und Freizeitangebot – wie sieht die Infrastruktur von Städten künftig aus, die es ermöglicht, Wasser nachhaltig zu nutzen? Wie kann eine gute Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Aufbereitung von Abwässern gewährleistet werden, gerade angesichts wachsender Bevölkerungszahlen und Industrie?
2050 werden Lebensmittel für 10 Milliarden Menschen produziert werden müssen. Woher kommt das Wasser dafür? Am 5. Oktober werden erste Ergebnisse auf einer Podiumsdiskussion im UDE-Glaspavillon am Essener Campus öffentlich vorgestellt. Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, des brasilianischen International Institute of Ecology, des Ruhrverbands und des Instituts für sozial-ökologische Forschung diskutieren dazu.

 

UDE in internationalen Hochschulrankings: Unter den TOP 200 weltweit

 Duisburg, 26. September 2016 - Deutlich verbessern konnte sich die Universität Duisburg-Essen (UDE) im Times Higher Education World University Ranking (THE): Die UDE gehört jetzt zu den 200 weltbesten Universitäten. Im vergangenen Jahr belegte sie noch einen Platz in der Gruppe der 250 internationalen TOP-Unis.

 

Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Ich freue mich sehr über das außerordentlich gute Ergebnis der UDE. Denn gerade in internationalen Rankings wie diesen ist es für junge Universitäten besonders schwer, auf die vorderen Plätze zu kommen. Da sich die Universität Duisburg-Essen innerhalb von nur dreizehn Jahren derart steigern konnte, macht mich dieser Erfolg besonders stolz. Der Ansporn, unsere Leistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln, hat sich offenkundig ausgezahlt.“

 

International stärker wahrgenommen wurde die UDE zum Beispiel im Bereich der Zitationen, also wie häufig in Fachzeitschriften auf UDE-Publikationen Bezug genommen wurde. Höhere Punktwerte im Vergleich zum Vorjahr erbrachten auch die Indikatoren Lehre, Forschung und Internationalität.

 

Gerade bei den Indikatoren Forschung und Lehre spielt jedoch die Reputation einer Universität unter Wissenschaftlern eine große Rolle. Diese steigt üblicherweise, je älter eine Hochschule ist. So lag das Durchschnittsalter der Top 100 Universitäten in den letzten THE World University Rankings bei rund 200 Jahren.

 

Deshalb gibt es ein gesondertes THE-Ranking für junge Universitäten. Bereits im Frühjahr übersprang die UDE darin rekordverdächtige 42 Ranking-Plätze unter den 150 weltbesten Universitäten, die noch keine 50 Jahre alt sind. Nun belegt sie international den 17. Rang, 2015 erreichte sie Platz 59. Ausgezeichnet wurden die Universitäten, die sich in kurzer Zeit rasch und erfolgreich entwickelt haben und als "rising stars" der Hochschullandschaft gelten.

 

„Diese beiden hervorragenden THE-Platzierungen belegen, dass wir weltweit zu den stärksten jungen Spitzenuniversitäten zählen“, so Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Das ist umso wichtiger, als sich die besten Köpfe in Forschung und Lehre immer mehr an solchen Rankings orientieren. Auch bei der Verteilung von Fördermitteln spielt die internationale Sichtbarkeit eine zunehmend große Rolle.“

 

Hochschul-Ranking: TU Dortmund und Universität Duisburg-Essen unter den besten 100

Duisburg, 22. September 2016 - (idr) Die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen haben es im aktuellen QS World University Ranking wieder unter die weltweit 100 besten Hochschulen geschafft, die jünger als 50 Jahre sind. Das Ranking bewertet die Hochschulen in Forschung und Lehre sowie auch in der Reputation unter Arbeitgebern.
Die TU Dortmund ist im Bereich 81 bis 90 platziert, die Universität Duisburg-Essen liegt im Feld 91 bis 100. Insgesamt wurden sechs junge deutsche Universitäten in dem Ranking aufgenommen. Das Ranking wird vom Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) durchgeführt und zählt zu den Hochschulrankings mit einer hohen internationalen Aufmerksamkeit.

 

Humboldt-Stipendiatin bei Chemikern: Nano-Forschung gegen Krebs

Duisburg, 29. Juli 2016 - Neue Strategien gegen Krebs finden – das möchte auch Prof. Dr. Xiao-Yu Hu von der Nanjing University. Mögliche Lösungen sucht die 35-jährige Chinesin auf der Nano-Ebene. Als Humboldt-Forschungsstipendiatin für erfahrene Wissenschaftler ist sie derzeit Gast bei Prof. Dr. Carsten Schmuck an der Fakultät für Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE).  
Um neue Strategien gegen die Krankheit zu entwickeln, wird die Chemikerin untersuchen, wie sich Moleküle und Ionen zu übergeordneten (supramolekularen) Verbänden zusammenlagern. Solche Aggregate verfügen über Eigenschaften, die die einzelnen Teilchen nicht haben. Sie können z.B. als Transportkapseln dienen, um Krebsmedikamente zu Tumoren zu transportieren, und sie dort gezielt freisetzen.
Die Stipendiatin möchte bis Ende 2017 solche neuartigen supramolekularen Transportsysteme entwickeln und ihre Eigenschaften in Zellexperimenten testen. Ihre Forschung wurde in ihrem Heimatland mehrfach ausgezeichnet.  
Dass Tumor-Forschung extrem wichtig ist, zeigen u.a. Statistiken des Robert-Koch-Institutes: Bei etwa 500.000 Menschen wird die Diagnose Krebs in Deutschland pro Jahr gestellt, er ist eine der häufigsten Krankheiten und zugleich zweithäufigste Todesursache.

   

UDE-Fördervereine werden eins: Gemeinsam noch stärker  

Duisburg, 27. Juli 2016 - Die Kräfte bündeln und sich gemeinsam neu ausrichten: die beiden Fördervereine der Universität Duisburg-Essen (UDE), die Duisburger Universitätsgesellschaft (DUG) und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Duisburg-Essen (GFF), planen demnächst zusammenzugehen.  
„Dies ist ein schönes Zeichen für das weitere Zusammenwachsen der beiden Universitätsstandorte“, begrüßt Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke dieses Signal. „In den mehr als zehn Jahren seit ihrer Fusion hat sich die UDE einen herausragenden Ruf als eine der leistungsstärksten Hochschulen weit über die Region hinaus erarbeitet. Dieser Erfolg braucht weiterhin kraftvolle Unterstützung durch namhafte Förderer.“  
Auch wenn die junge Universität, die zu den zehn größten im Bundesgebiet zählt, immer mehr Forschungsgelder einwirbt, so verzeichnet sie dennoch einen steigenden Förderbedarf. Schließlich wird die Konkurrenz im Wissenschaftsbereich immer härter, und die UDE hat sich verpflichtet, für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Mit einem starken Förderverein an ihrer Seite, kann die UDE auf diesen Feldern noch mehr bewirken.  
„Die Neustrukturierung ist eine Chance“, sind sich die beiden Vereinsvorsitzenden, Claus-Robert Witte (DUG) und Volker Behr (GFF), einig: „Der neue Förderverein soll Universität, Wirtschaft und Gesellschaft im regionalen Umfeld noch stärker miteinander vernetzen. Wir werben gezielt auch um neue, engagierte Mitglieder, denn es lohnt sich für alle Beteiligten. Stichworte sind zielorientierte Nachwuchsförderung, praxisnahes Führungskräftetraining oder auch Mentorbegleitung für Startup-Unternehmen.“  
Die beiden regionalen Industrie- und Handelskammern flankieren den Vereinigungsprozess. Kürzlich wurden die Mitglieder der DUG und der GFF über die anstehenden Veränderungen informiert und um Unterstützung gebeten. Derzeit wird an den nötigen Satzungsänderungen gearbeitet, damit der „Förderverein Universität Duisburg-Essen“ Anfang 2017 starten kann. Zum Auftakt ist eine öffentliche Veranstaltung geplant, zu der alle Mitglieder und Interessierten eingeladen werden.

 

Olympische Spiele: Daumen drücken für UDE-Studierende

Duisburg, 26. Juli 2016 - Rio de Janeiro, ein Sommermärchen. So fühlt es sich für fünf Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) an. Sie gehören zu den 451 Athleten, die ab 5. August für Deutschland um gute Platzierungen und Medaillen kämpfen. Ihnen drücken wir besonders die Daumen:  
Badminton-As Carla Nelte: Die 25-Jährige ist Lehramtsstudentin (Deutsch und Gesellschaftswissenschaften für Grundschulen). Die Deutsche Meisterin steht im Doppel mit der Mülheimerin Johanna Goliszewski am Netz. Es ist ihre Olympia-Premiere; 2011 vertrat sie die deutschen Farben bei der Universiade in Shenzen/China; Nelte gewann mehrfach EM-Bronze im Team. In Rio dabei zu sein, sei ihr großer Traum, hatte sie vor Jahren gesagt. Nun erfüllt er sich.  
Brustschwimmer Christian vom Lehn: Der 24-Jährige studiert Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft. Er wird voraussichtlich über 100 und 200 m Brust und für die 4x100 m Lagen-Staffel an den Start gehen. Mehrfach war er Jugend- bzw. Junioren-Europameister sowie zweifacher Deutscher Meister; 2011 gewann er WM-Bronze. Es ist nicht seine erste Olympiade: Schon vor vier Jahren in London war vom Lehn dabei, wie auch bei den olympischen Jugendsommerspielen in Singapur 2010.  
Und noch ein Schwimmer: Damian Wierling ist erst 20, glänzte im Mai über 50 Meter Freistil mit einer neuen deutschen Bestzeit – und schlug überraschend Paul Biedermann. Wierling, der Wirtschaftsinformatik studiert, ist für 50 und 100 m Freistil sowie für die 4x100 m Freistil-Staffel nominiert. Der zweifache Deutsche Meister durfte 2014 schon olympische Luft schnuppern: bei den Jugend-Sommerspielen in Nanjing/China.
Ruderin Mareike Adams: Die 26-Jährige ist für den Doppelzweier nominiert. Die ehemalige Juniorenweltmeisterin und ihre Partnerin Julia Lier sind in guter Form: Im Mai gewannen sie EM-Silber, vor einem Jahr bei der WM kamen sie als Dritte ins Ziel. Für Adams ist es ihre erste Olympiade. Sie möchte später Mathe und Sport an einem Gymnasium unterrichten.  
Fußballerin Lisa Weiß: Auch für die Nationalspielerin und Torfrau wäre es die erste Olympiateilnahme – die 28-jährige Lehramtsstudentin (Sport und Deutsch) reist auf Abruf mit. Wenn eine der beiden Torfrauen ausfällt, könnte sie zwischen den Pfosten stehen.    

 

UDE: Gastprofessur an der NRW School of Governance - Bundespräsident a.D. Christian Wulff kommt

Duisburg, 15. Juli 2016 - Bundespräsident a.D. Christian Wulff (56) kommt im nächsten Wintersemester als Gastprofessor an die Universität Duisburg-Essen (UDE). Er übernimmt an der NRW School of Governance die Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator, die seit 2008 an Kenner der politischen Praxis verliehen wird.  
"Mit Christian Wulff konnte die NRW School of Governance auch im zehnten Jahr ihres Bestehens wieder eine hochrangige Persönlichkeit für die Gastprofessur gewinnen. Angehende Schnittstellen-Manager für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhalten auf diese Weise hautnah Einblick in das künftige Berufsfeld", so NRW School of Governance-Direktor Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte. Foto L. Chaperon

"Politische Entscheidungsprozesse werden zunehmend komplexer und sind international miteinander verflochten“, so Wulff. „Ich freue mich, mich darüber mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs austauschen zu können.“  
Vor seiner Wahl als 10. deutscher Bundespräsident 2010 war Christian Wulff niedersächsischer Ministerpräsident und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. In seiner zweijährigen Amtszeit als Bundespräsident bekannte er sich u.a. öffentlich zur Notwendigkeit, auf andere Kulturen zuzugehen. Untrennbar mit ihm verbunden bleibt die Aussage, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehöre.  

Nach einer intensiven medialen Debatte trat Christian Wulff im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten zurück. Später wurde er auch vom letzten verbliebenen Vorwurf freigesprochen. Wulff ist Mitglied im Transatlantic Council on Migration, in der Deutschen Gesellschaft Club of Rome und arbeitet als Rechtsanwalt in Hamburg.  
An der UDE wird sich Christian Wulff mit den Studierenden des Masterstudiengangs „Politikmanagement“ über sein Wirken als Bundespräsident und Ministerpräsident austauschen und außerdem einen öffentlichen Vortrag halten (Termin wird noch bekannt gegeben), wie schon seine Vorgänger als Gastprofessoren der NRW School of Governance, darunter Peer Steinbrück, Bernhard Vogel, Jutta Limbach oder auch Günter Verheugen.  
Die NRW School of Governance wird seit 2006 von der Stiftung Mercator unterstützt. Zum Förderkonzept zählen unter anderem die Gastprofessur, Promotionsstipendien, Förderpreise sowie ein internationaler Wissenschaftleraustausch.  

 

UDE-Projekt „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ 19 Mio. für den besseren Studienstart

Duisburg, 12. Juli 2016 - Damit lässt sich viel bewegen: 19 Mio. Euro umfasst der Zuwendungsbescheid, den Thomas Rachel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, am 12. Juli der Universität Duisburg-Essen (UDE) überreichte. Finanziert wird damit die zweite Förderphase des Projekts „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ im Qualitätspakt Lehre.  

In der ersten Phase des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (kurz „Qualitätspakt Lehre“) konnte die UDE bereits 22 Mio. Euro einwerben. Die nun beginnende zweite Förderphase reicht bis ins Jahr 2020, sodass die begonnenen Projekte weiterentwickelt werden können. Im Mittelpunkt steht die kritische Studieneingangsphase.  
Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel: „Mit dem Qualitätspakt Lehre möchten wir die Betreuung der Studierenden in ihrer Vielfalt und die Qualität der Lehre verbessern. Gerade bei den ‚Studienpionieren‘, also bei der ersten Generation von Akademikern in einer Familie, ist es nicht immer leicht, verborgene Potenziale zu erkennen. Diese Herausforderung geht das umfassende Mentoring-System Ihrer Universität an. Der unmittelbare persönliche Kontakt und die individuelle Betreuung erleichtern den Studieneinstieg. Ich gratuliere der Universität Duisburg-Essen, dass sie für die zweite Förderperiode des Qualitätspakts Lehre ausgewählt wurde.“  
„Viele unserer Studierenden sind die ersten in ihrer Familie, die ein Studium aufnehmen. Deshalb haben wir eine besondere Verantwortung, sie frühzeitig fachlich und sozial in die Kultur der Universität zu integrieren. Dank unserer vielfältigen Maßnahmen gilt die UDE bundesweit als Vorreiterin beim Thema Chancengerechtigkeit“, so UDE-Prorektor Prof. Dr. Thomas Spitzley.  

Das UDE-Projekt „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ ist dabei ein wichtiger Baustein, zum Beispiel über das flächendeckende Mentoringsystem. Es garantiert jedem Studienanfänger den Zugang zu einem persönlichen Berater. Er gibt ihnen u.a. Tipps zur Studienorganisation und informiert über weitere Förderangebote, etwa zum Zeitmanagement oder auch zur Selbstorganisation.
Außerdem wurde das multimediale Lehren und Lernen gestärkt, Lehrveranstaltungen flexibilisiert und mit online verfügbaren Übungseinheiten ergänzt. Alle künftigen Lehramtsstudierenden durchlaufen zudem einen Selbsttest, der Entwicklungspotenziale in der Schreibkompetenz abbildet und konkrete Unterstützungsmaßnahmen aufzeigt.  

 

V.l.: Jutta Eckenbach, MdB, Prorektor Prof. Thomas Spitzley, Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel - Foto UDE

 

UDE veranstaltet zweite Logistik Summer School Hafen der Zukunft

Duisburg, 08. Juli 2016 -Häfen sind große Warenumschlagplätze und Wachstumsmotoren. Wie lassen sich solche Impulse auf die umgebende Region übertragen? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich die ECoL Summer School der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Koç (Istanbul). Studierende, Wissenschaftler und Praktiker diskutieren vom 21. bis 27. August in englischer Sprache über den Hafen der Zukunft. Anmeldeschluss ist der 13. Juli.  
Zum zweiten Mal veranstaltet das Netzwerk „Emerging Concepts of Logistics“ die Summer School: 2015 trafen sich rund 30 Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern in Istanbul, um neue Konzepte der Logistik zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Treffpunkt dieses Mal ist Duisburg, die Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas. Eine Exkursion zur Logistikdrehscheibe duisport gehört ebenso zum Programm wie Erläuterungen zu deren Potenzialen und Herausforderungen.  
Neben Vorträgen und Debatten arbeiten die Teilnehmenden an Themen von der Energiewende in der Logistik über die Digitalisierung bis zur städtischen Einbindung von Häfen. Ziel ist, die europäischen Forschungsprojekte größeren Fachkreisen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zugänglich zu machen und gemeinsam Pläne für nachhaltige Logistik zu entwickeln.   

 

UDE-Experte in der Staatsbesuchsdelegation: Die Demokratie in Chile   Bundespräsident Joachim Gauck reist am Montag, 11. Juli zum Staatsbesuch nach Chile. Weil dabei Fragen der Demokratieentwicklung im Mittelpunkt stehen, wird er u.a. von Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen (UDE) begleitet. Auf einer Tagung in Santiago de Chile wird er mit anderen Wissenschaftlern über vergleichende Trends der Parteien- und Demokratieforschung diskutieren.  

 

UDE-Tag der Lehre 2016 mit HRK nexus Kompetenzorientiert prüfen   Tests und Prüfungen spiegeln den Lernfortschritt und die Lernergebnisse der Studierenden und belegen den Erfolg einer Lehrveranstaltung: Was können die Studierenden am Ende von Lernprozessen? Verfügen sie über flexibles und vernetztes Wissen, das sie auf neue Aufgaben anwenden können?

Das kompetenzorientierte Prüfen steht im Mittelpunkt des Tags der Lehre an der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 12. Juli, der zusammen mit dem Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ausgerichtet wird. Prorektorin Prof. Dr. Isabell van Ackeren: „Eine der zentralen Herausforderungen der Bologna-Reform ist das Sichtbarmachen und Beurteilen von Handlungskompetenz, etwa in realitätsnahen oder simulierten Situationen.“
Wie dies in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen praktisch umgesetzt werden kann, erläutern interne wie auswärtige Experten auf dem Tag der Lehre. Das faire Prüfen aus studentischer Sicht, wird in einem abschließenden Podiumsgespräch erörtert. Der Gesprächsbedarf ist hoch, die Tagung ist bereits ausgebucht.  

UDE verteilt Hauspost mit Elektro-Autos: Probieren geht über Studieren
Dreimal täglich tauscht die Universität Duisburg-Essen (UDE) Hauspost zwischen den beiden Campi aus. Die Strecke von rund 130 Kilometern legt neuerdings meist ein Elektro-Auto zurück, dafür setzte sich Christoph Neuhöfer, Leiter der Inneren Dienste, ein. Mit einem weiteren wird darüber hinaus die Post am Campus Duisburg und den Uni-Instituten im Stadtgebiet zugestellt.   Über das Projekt RUHRAUTOe hat das Dezernat Wirtschaft und Finanzen zwei Kleinbusse gemietet, die rein elektrisch fahren – mit einer „Tankfüllung“ bis zu 120 Kilometer weit.  

Fünf Stunden an der Heimladestation Duisburg oder Essen und die Batterie ist wieder voll aufgeladen. Wenn nötig, können die Fahrzeuge auch an öffentliche Ladestationen angeschlossen werden; über einen sogenannten Chademo-Anschluss lädt sich die Batterie  binnen 30 Minuten zu 80 Prozent auf. Und wenn keine Ladestation greifbar ist, tut es notfalls auch die Haushaltssteckdose.  
 „Ob wir durch die Elektro-Fahrzeuge Kosten sparen, lässt sich noch nicht sagen. Uns geht es vorrangig um die Nachhaltigkeit; mit diesem Testbetrieb wollen wir herausfinden, wie sich die Autos angesichts der Reichweite und des geringeren Ladevolumens – verglichen mit unseren herkömmlichen Bussen – sinnvoll einsetzen lassen“, sagt Neuhöfer, der auch schon mal selbst am Steuer sitzt, wenn Not am Mann herrscht.  
Von den praktischen Erfahrungen hängt es ab, wie viele der zehn UDE-Fahrzeuge dauerhaft durch Elektro-Autos ersetzt werden. „Ich halte es für realistisch, zunächst zwei Kleinbusse auszutauschen.“ Mehr könnten mit der Weiterentwicklung der Batterie und der damit verbundenen größeren Reichweite folgen.  
Das RUHRAUTOe-Projekt der UDE wird mit 1,15 Mio. Euro über die Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Es verzeichnet bereits mehr als 2.500 private und berufliche Nutzer, die mit den E-Fahrzeugen schon über 700.000 Kilometer zurückgelegt haben.

 

UDE: Zum kommenden Wintersemester neuer Studiengang Psychologie

Duisburg, 07. Juli 2016 - Wer Psychologie studieren möchte, kann sich ab sofort an der Universität Duisburg-Essen (UDE) um einen der insgesamt 30 Studienplätze bewerben. Der neu eingerichtete Bachelorstudiengang startet zum kommenden Wintersemester. Am 15. Juli endet die Bewerbungsfrist.  
In der Psychologie wird abstrakt und komplex das Erleben und Verhalten von Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Prof. Marcus Roth: „Wir tragen das Wissen darüber zusammen, wie wahrgenommen, gedacht, erinnert, entschieden, gefühlt oder auch gehandelt wird. Mit insgesamt zwölf Professuren sind wir dafür auch bestens gerüstet.“ Die Psychologie öffnet den Blick für das große Ganze und ist deshalb an der UDE auch interdisziplinär gut vernetzt, etwa im erziehungswissenschaftlichen Begleitstudium für Lehrämter oder auch in den Ingenieurwissenschaften.  
Das sechssemestrige UDE-Bachelorstudium umfasst alle wichtigen Grundlagen und Anwendungsfächer, die in einem noch einzuführenden Masterstudiengang vertieft werden können. Themenfelder sind die Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie und Pädagogische Psychologie. Das Masterstudienprogramm wird einen Schwerpunkt im Bereich der Pädagogischen Psychologie haben. Der Masterabschluss erfüllt die Voraussetzungen für eine Ausbildung als Psychologischer Psychotherapeut.  

 

 

UDE: mit Auszeichnung der Besten und Open Air-Dinner - dies academicus

Duisburg, 07. Juli 2016 - Mit einem stilvollen Abendessen unter freiem Himmel umweht von schwungvollen Jazz-Klängen ihrer Bigband-Formation beging die Universität Duisburg-Essen (UDE) am 6. Juli ihren höchsten Festtag, den Dies academicus. Im neuen Audimax am Duisburger Campus wurden zuvor in einem Festakt die Urkunden für herausragende akademische Leistungen und der Lehrpreis verliehen. Insgesamt brachte die UDE im diesem Prüfungsjahrgang 5.108 Absolventen hervor.  
Anschließend befasste sich Dr. Jochen Hippler im Festvortrag mit dem Brexit und seiner Bedeutung für das europäische Projekt. Der Politikwissenschaftler und gefragte Experte für Friedensforschung appellierte an das Auditorium: „Die nationalistischen Strömungen werden weltweit immer stärker. Wenn Sie nun die Universität verlassen, tragen Sie mit dazu bei, die ursprüngliche Idee von Europa als Friedens- und Handelsraum wieder lebendig werden zu lassen.“  
Beim abschließenden Open Air-Dinner auf der Campuswiese übernahmen die BigBandits unter der Leitung von Nils Powilleit die musikalische Begleitung mit swingenden Nummern, groovigen Sounds und bestechenden Rhythmen.  

Prof. Dr. Ulrich Radtke (rechts) -  Foto UDE