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Note: „Ausreichend“
IHK: Duisburg muss mehr für Wirtschaft tun

Duisburg, 25. März 2026 - Wie wirtschaftsfreundlich ist Duisburg? Darüber hat sich die IHK-Spitze mit Oberbürgermeister Sören Link und Wirtschaftsdezernent Michael Rüscher ausgetauscht. Die Standort-Analyse der IHK macht deutlich: Duisburg punktet mit seiner Universität. Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten gut zusammen. Die kommunale Verwaltung schneidet schlecht ab.
 
„Duisburg ist stark in Bildung und Forschung. Das ist gut für unsere Unternehmen. Sie profitieren von innovativen Lösungen und qualifizierten Fachkräften“, lobt Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK. Auch kurze Wege zu Lieferanten und Kunden sind für die Unternehmen ein Pluspunkt. Umso mehr ärgern sich die Betriebe über die vielen Baustellen und maroden Straßen in der Stadt. „Duisburg hat den größten Binnenhafen der Welt. Wir sind Logistik-Hotspot. Und dann ist die Infrastruktur so kaputt, dass Lkw ständig Umwege fahren und im Stau stecken bleiben. Das ist Gift für den Erfolg des Standorts“, warnt Schaurte-Küppers.
 
Viele Baustellen auch abseits der Straßen
Die Antworten der Betriebe in der IHK-Analyse zeigen deutlich, wo Duisburgs Defizite liegen. Für das Angebot an Gewerbeflächen, die Stadtverwaltung und die Innenstadt hagelt es schlechte Noten. „Duisburg nutzt seine Potenziale nicht. Damit es unseren Unternehmen besser geht, muss sich dringend etwas ändern. Die Wirtschaft braucht mehr Gewerbeflächen, um zu wachsen. Mehr Servicementalität in der Verwaltung, damit Prozesse schneller und besser laufen. Und noch mehr Kapazitäten für das City Management, damit die Innenstadt wieder attraktiver wird – für Betriebe und Bürger“, ergänzt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.
 
Standortkosten belasten Betriebe
Zusätzlich drücken die Kosten auf die Stimmung der Unternehmer. Und auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. In den Bereichen Steuern und Abgaben geben sie der Stadt die schlechtesten Noten. „Duisburg hat erkannt, dass hohe Steuern die Unternehmen ausbremsen. Als eine von wenigen Städten in Nordrhein-Westfalen hat Duisburg die Gewerbesteuer in den letzten Jahren gesenkt. Nun möchte die Stadt auch zu einem niedrigeren, einheitlichen Hebesatz für die Grundsteuer B für Privathaushalte und Unternehmen zurückkehren. Dieser Schritt ist richtig und gut. Die Entlastung ist nötig“, lobt IHK-Präsident Schaurte-Küppers.
 
„Unser Ziel ist es, Planungsprozesse zu vereinfachen, Kostenstrukturen zu optimieren und noch mehr Flächen bereitzustellen. Der Austausch mit der Niederrheinischen IHK ist wichtig für uns, um bei Bedarfen und Anforderungen der Unternehmen immer auf dem aktuellsten Stand zu sein“, erklärte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.
 
„Die Entwicklung des Geländes rund um Wedau-Nord zu einem Technologiezentrum ist eine riesige Chance für unseren Wirtschaftsstandort. Hier können wir Gewerbeflächen und gleichzeitig Zukunftsprojekte ermöglichen – genau das also, was sich die Unternehmen von uns wünschen. Gleichzeitig haben wir eine aktive Wirtschaftsförderung, die Innenstadt und Stadtteilzentren stärkt. Neben Landesfördermitteln kommt dabei insbesondere der städtische Anmietungsfonds zum Einsatz, mit dem Leerstände gezielt reduziert und neue Nutzungen ermöglicht werden. Wir sind dran!“, so Wirtschaftsdezernent Michael Rüscher.
 
Die Standortanalyse basiert auf 121 Rückmeldungen von Duisburger Unternehmen aus dem Sommer 2025.