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Duisburg, 17.
Juli 2026 - Die Sanierung des Sperrtors am Marientor
geht in die nächste Phase. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg
haben im Namen und Auftrag der Stadt Duisburg die
Bauleistungen für die umfassende Erneuerung des zentralen
Hochwasserschutzbauwerks ausgeschrieben. Mit der Maßnahme
wird das Sperrtor für die kommenden Jahrzehnte gesichert.
Für die dringend notwendige Sanierung wurden durch die
Bezirksregierung Düsseldorf Finanzmittel in Höhe von mehr
als 20 Millionen Euro bewilligt.

Das Sperrtor am Marientor liegt zwischen Außenhafen und
Innenhafen und bildet eine wichtige Schutzlinie für die tief
liegenden Bereiche der Duisburger Innenstadt. Bei
Rheinhochwasser schützt die Anlage den Innenhafen und die
Innenstadt. Rund 20.000 Menschen sowie Vermögenswerte von
mehr als zwei Milliarden Euro werden durch das
Hochwasserschutzbauwerk geschützt.
Das fast 100
Jahre alte Sperrwerk entspricht in wesentlichen Teilen nicht
mehr den heutigen technischen Anforderungen. Nach mehr als
90 Jahren Betriebszeit sind zentrale Bauteile der Anlage
sanierungs- und erneuerungsbedürftig. Dazu zählen
insbesondere das Sperrtor selbst, die Maschinen- und
Anlagentechnik sowie weitere technische Komponenten der
Hochwassersperrtoranlage. Das Tor selbst wird vollständig
ersetzt. Dafür wird das Bauwerk entsprechend angepasst;
zudem wird die maschinelle Ausrüstung modernisiert. Ziel der
Maßnahme ist es, die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des
Bauwerks langfristig zu erhalten und es an heutige
technische Anforderungen anzupassen.
„Das Sperrtor
am Marientor ist ein zentraler Baustein des Duisburger
Hochwasserschutzes. Mit der geplanten Sanierung investiert
die Stadt in die Sicherheit der Menschen in der Innenstadt
und in den Schutz wichtiger Infrastruktur“, sagt Thomas
Köhne, Bereichsleiter für die Ingenieur-Bauwerke, Deichbau
und Hochwasserschutz. „Uns ist bewusst, dass die Maßnahme
während der Bauzeit mit Einschränkungen verbunden sein wird.
Wir werden daher frühzeitig und transparent über die
weiteren Schritte informieren.“
Die Sanierung hat zur
Folge, dass die Durchfahrt am Sperrtor während der
Bauarbeiten dauerhaft gesperrt werden muss. Die Sperrung ist
vor allem aus Gründen des Arbeitsschutzes erforderlich,
damit die Arbeiten sicher und fachgerecht durchführt werden
können. An beiden Seiten des Tores wird der
Arbeitsbereich mithilfe von Tauchkästen trockengelegt. Durch
die dadurch verengte Durchfahrt wäre das Risiko zu groß,
dass ein Schiff mit einem Tauchkasten kollidiert und der
Baustellenbereich in der Folge geflutet wird. Zeitweise wird
die Durchfahrt auch vollständig trockengelegt. Zu diesem
Zweck wird zunächst ein zweiter Dammbalkenverschluss auf der
Außenseite des Sperrtors errichtet. Zusammen mit dem bereits
vorhandenen Dammbalkenverschluss kann so die gesamte Breite
des Tores trockengehalten werden.
Der
Hochwasserschutz bleibt auch während der Bauzeit
gewährleistet. Der im Jahr 2016 fertiggestellte
Notverschluss, der bisher als Redundanz für das Sperrtor
fungierte, wird während der hochwassergefährdeten Zeit vom
1. November bis 31. März dauerhaft geschlossen. Eine
Durchfahrt ist in diesem Zeitraum nicht möglich.
Die
betroffenen Nutzerinnen und Nutzer des Hafens werden
rechtzeitig über Beginn, Dauer und konkrete Auswirkungen der
Sperrung informiert, sobald die weiteren Bauabläufe
feststehen.
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens
sollen die Bauarbeiten nach aktueller Planung im Frühjahr
2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.
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