Zebra-Archiv  - Juli 2010                                                         

 

 

Ein Wunsch von MSV-Sportdirektor Bruno Hübner

Duisburg, 31. Juli 2010 - Am Freitagmorgen ist der MSV ins Trainingslager nach Windischgarsten in Österreich geflogen, am Abend um 18 Uhr gibt’s das erste Training. msv-duisburg.de sprach mit Sportdirektor Bruno Hübner über den Reiz des MSV, seine wichtigsten Mitstreiter und die Perspektiven der Zebras.

Herr Hübner, wären Sie eigentlich manchmal gerne Uli Hoeneß?
Es ist natürlich schon verlockend, sich vorzustellen, Spieler dieser Güteklasse wie sie der FC Bayern hat, zu holen … Und vor allem schätze ich Uli Hoeneß als eine starke Persönlichkeit, die sehr viel für die Bundesliga getan hat. Aber ganz ehrlich: der MSV hat auch seine Reize.

Welche denn?
Wir haben einen tollen Mitarbeiterstab, der mit den Möglichkeiten, die wir in Duisburg haben, optimal arbeitet. Da möchte ich einmal explizit Uwe Schubert als Leiter des NachwuchsLeistungsZentrums und unseren Chefscout Dieter Mertens nennen, die seit Jahren sensationelle Arbeit leisten – als Fachleute und als Persönlichkeiten! Wir haben es immer wieder geschafft, Spieler von der eigenen U15 oder noch jünger in den Profibereich zu führen, haben mit unseren Perspektiven junge Talente überzeugen können, zum MSV zu kommen und nicht zu anderen Vereinen, die im Profibereich auf einem höheren Niveau als wir spielen. Und ganz aktuell haben wir mit Andre Hoffmann einen von zahlreichen anderen, namhaften Vereinen umworbenen U17-Nationalspieler, den der MSV selber heraus gebracht hat, langfristig an uns binden können. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

B & B – Hertha BSC Berlin und der VfL Bochum sind die großen Favoriten in dieser Saison. Sind die ersten beiden Plätze in der 2. Bundesliga schon vorab vergeben?
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für die Absteiger kein Zuckerschlecken in dieser Liga wird – auch, wenn natürlich Berlin und Bochum mit ihren finanziellen Möglichkeiten auf einem ganz anderen Niveau spielen müssten als die übrigen Vereine, den FC Augsburg vielleicht noch ausgenommen. Aber sie werden in dieser Liga auch nichts geschenkt bekommen. Ich gehe davon aus, dass die Saison richtig spannend wird, weil wir wiederum sehr gute Aufsteiger bekommen haben und die Klasse noch ausgeglichener ist.

Eine Fee erfüllt immer drei Wünsche – hier haben Sie zumindest einen offen …
Dass wir unsere Fans zu Hause mit leidenschaftlichen, engagierten und auch erfolgreichen Auftritten für ihre überragende Unterstützung belohnen. Aber, um das hinzuzufügen, wichtig ist auch, dass wir unsere finanziellen Möglichkeiten erweitern können, um unsere Visionen im Bereich der Jugendförderung - und damit für die Zukunft des MSV - noch weiter intensivieren zu können. PM-MSV
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Testspiel: MSV - Bochum 1:1 (1:1)
Veigneau verursacht Elfmeter, Baljak mit herrlichem Heber
MSV und Schalke 04 bestreiten Benefizspiel für die Hinterbliebenen der Opfer der Loveparade

Duisburg, 27. Juli 2010 - Der MSV Duisburg und seine Fangemeinde sind erschüttert und tieftraurig über das schwere Unglück vom vergangenen Samstag, als 20 Menschen auf der Duisburger Loveparade starben.
Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Menschen, die gestorben sind, unsere guten Wünsche den Verletzten. Wir in Duisburg müssen in diesen schweren Tagen zusammen halten, für unsere Stadt und das Ruhrgebiet zusammen stehen und auch in die Zukunft blicken. Wir wollen versuchen, all’ denen, die jetzt so unendliches Leid ertragen müssen, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.
Der MSV Duisburg wird deshalb mit dem FC Schalke 04 in der Schauinsland-Reisen-Arena ein Benefizspiel für die Hinterbliebenen der Opfer bestreiten. Unser Dankeschön gilt Felix Magath und den Verantwortlichen des FC Schalke 04 für ihre spontane Bereitschaft, hier zu helfen. Über das Datum des Benefizspiels und die weiteren Gegebenheiten wird der
MSV Duisburg in den kommenden Tagen informieren. haje

Mit Trauerflor gegen Bochum

Duisburg, 27. Juli 2010 - Im großen, tiefschwarzen Schatten der Loveparade-Katastrophe testet der MSV Duisburg am Mittwoch, 19 Uhr, in der "Schauinsland-Arena" gegen den VFL Bochum. Dieses Vorbereitungsspiel wird in aller Stille ausgetragen.
„Es ist immer noch unmöglich, das Geschehene zu verstehen“, sagte Pressesprecher Martin Haltermann. Es sei selbstverständlich, „dass wir an diesem Tag im Andenken an die Opfer kein Programm und keine Musik in der
Arena anbieten.“

Beide Teams werden mit Trauerflor auflaufen und mit den Zuschauern vor dem Anpfiff in einer Schweigeminute
der Toten und Verletzten der Duisburger Loveparade gedenken.

Fans des MSV und des VfL Bochum wollen sich bereits um 17 Uhr an der Ecke Düsseldorfer / Karl-Lehr-Straße
(U-Bahn Karl-Jarres-Straße) treffen, um an der Unglücksstelle einen Moment in Stille innezuhalten und Kerzen anzuzünden; anschließend werden die Anhänger gemeinsam weiter zur Arena gehen. Anstoß der Begegnung ist
um 19 Uhr. joke
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Werte statt Geld - "Man geht niemals so ganz"
Kommentar von Jochem Knörzer

Duisburg, 24. Juli 2010 - Der erste Schritt ist getan, der zweite folgt Mitte August. Walter Hellmich, Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg, zieht sich zurück. Ein lange geplanter Schritt, der insbesondere auf einer familiären Absprache basiert. Mit 66 Jahren, acht Jahre davon beim MSV in der vordersten Reihe, ist es Zeit,
etwas kürzer zu treten, mehr Zeit den privaten Dingen zu widmen.
Vorher aber will er den MSV Duisburg auf eine eine breitere Spitze stellen. Mit David Karpathy, mit 47 Jahren fast 20 Jahre jünger, ist es ihm gelungen, den Haupt- und Trikotsponsor "DVV/Stadtwerke Duisburg/Rheinpower" noch enger in den Duisburger Traditionsverein einzubinden.
Die Frage, ob "Rheinpower" jetzt sein Sponsoring finanziell erhöht, ob der neuer Vorsitzende finanzielle Mitte mitbringt, wurde natürlich gestellt. Und mit zwei klaren Aussagen auch beantwortet.
Karpathy: "Ich stehe für Werte, für die enge Verbindung mit Duisburg, nicht für Geld. Wir haben ein gutes Team und richten unser Hauptaugenmerk auf die Gewinnung von weiteren Sponsoren. Die Verträge zwischen "Rheinpower" und dem MSV sind fixiert, unterschrieben und werden nicht verändert."
Hellmich: "Ich werde auch weiter zum MSV stehen. Insbesondere in finanzieller Hinsicht. Wir haben gerade "Grünes Licht" für die geforderten drei weiteren Spieler gegeben. Und im Gegensatz zu manchen Gerüchten und Berichten, steht der MSV mit überschaubaren Krediten, einer Million Schulden, gut da. Ich habe bisher für den MSV gebürgt und quer geschrieben, und das werde ich auch weiterhin tun. Mein Engagement im finanziellen Bereich bleibt."
Eine Million. In den Forderung der DFL zur Lizenzerteilung waren noch von 3,5 Millionen die Rede. Da kann sich jeder leicht ausrechnen, wie hoch das Engagement von "Schauinsland-Reisen" für den Arena-Namen ist.
Walter Hellmich geht also nicht so ganz. Das wird jetzt in der lokalen Medienwelt und von einer MSV-Fans-Minderheit negativ bewertet und ihm vorgeworfen, nur "Marionetten" zu installieren.
Ich sehe das nicht so!
Walter Hellmich sieht sein Feld, zurecht, noch nicht bestellt und wird sein finanzielles Engagement so lange weiter führen, bis es dem neuen Führungsteam gelungen ist, auch die Finanzen auf eine breitere Basis zu stellen.
Keine Abhängigkeit von einem finanziell mächtigen Mann an den beiden Schaltstationen des MSV, sondern eine solide Basis auf mehreren Füßen, die eng mit Duisburg verbunden ist!
Eng verbunden mit Duisburg, mit dem MSV Duisburg, ist auch, oder gerade, das MSV-Idol Bernard Dietz.
Die Aussagen von Karpathy und Hellmich, dass er zum Team gehört und, so eng wie er es zulässt, eingebunden werden soll, kollidieren nur leicht mit den aktuellen Aussagen von "Ennatz", dass David Karpathy mit ihm noch nicht darüber gesprochen haben soll. Bernard Dietz hat sich, nicht nur im Vorfeld gegenüber dem Hamburger Aufsichtsratsvorsitzenden-Anwärter Uhlemann, bereit erklärt, beim MSV Duisburg intensiv mitzuarbeiten, nicht jedoch in der Funktion des Präsidenten oder Aufsichtsratsvorsitzenden. Seine Stärken liegen im sportlichen Bereich, im Scouting, in der Jugendförderung.
Und wenn "Ennatz" schon für eine Zusammenarbeit mit einem, nicht in Duisburg verwurzeltem, Hamburger Unternehmer und einem früheren Schalker Idol, Helmut Kremers - wieso sieht Uhlemann darin eine "Duisburger Spielerpersönlichkeit? - bereit zeigt, ist es kaum vorstellbar, dass er eine Zusammenarbeit mit dem Team Karpathy
ablehnen wird.
Allerdings ist es schon als peinlich zu bezeichnen, dass der neue Aufsichtsratsvorsitzende das anscheinend nicht vorher mit Bernard Dietz besprochen hat. Für mich ist es allerdings auch peinlich, wie hoch die lokale Presse diese Geschichte hängt.
"Dietz sorgt (beim MSV) für Misstöne" - verzeihen Sie, liebe Leser, aber das ist doch "Quatsch mit Soße"!
Wenn jemand für Misstöne gesorgt hat, dann diejenigen, die diese Artikel geschrieben und veröffentlicht haben. Und David Karpathy, der anscheinend etwas vorausgesetzt hat, ohne es vorher mit "Ennatz" besprochen zu haben.
Na ja, Sommerloch, irgendwie muss man die freien Zeilen ja füllen.
Gespannt bin ich auf den Vorstandsvorsitzenden, den MSV-Präsidenten, der Mitte August vom Aufsichtsrat gewählt werden wird.
Eine Personalunion, wie mit Walter Hellmich, wird es nicht geben. David Karpathy hat sich klar dagegen geäußert, steht nicht zur Verfügung.
Kandidatennamen wurden auch nicht genannt, will man beim MSV doch niemanden schon im Vorfeld "verbrennen" oder im Nachhinein schädigen. Dafür werden schon das "Sommerloch" und die lokalen Medien sorgen, wir jedenfalls nicht. Auch dann nicht, falls uns die Person bekannt sein sollte.
Journalismus und Öffentlichkeitsinformationspflicht hat seine Grenzen, insbesondere, wenn es um "unser" Duisburg und "unseren" MSV geht!
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David Karpathy im Portrait

Duisburg, 23. Juli 2010 - David Karpathy wurde am 25.01.1963 in New Jersey / USA geboren und kam 1968 nach Duisburg; 2004 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an.
Der Familienvater (zwei Söhne) startete seine berufliche Laufbahn bei der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft DVV 1990 als Energieanlagenelektroniker. Er bildete sich beruflich weiter, erwarb Zusatzqualifikationen (Personalfachkaufmann, Betriebswirt) und wechselte 2000 in den Personalbereich des Konzerns.
2004 übernahm er die Leitung der Abteilung Personalwirtschaft bei der Holding DVV; 2007 wurde ihm die Gesamtverantwortung für die Hauptabteilung Personal und Sozialwesen übertragen.
Im Juni 2009 wurde er in die Geschäftsführung des kommunalen Dienstleistungskonzerns - mit der Stadt Duisburg als einzigem Gesellschafter - mit über 4.400 Mitarbeitern berufen und zeichnet seither dort als Arbeitsdirektor verantwortlich.
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David Karpathy neuer Vorsitzender des MSV-Aufsichtsrates

Walter Hellmich noch Präsident bis Mitte August - "Ennatz" Dietz im Team
Duisburg, 23. Juli 2010 - Kurzfristig lud der MSV Duisburg zu einer Pressekonferenz in die "Schauinsland´-Arena".
v. l.: MSV-Pressesprecher Martin Haltermann, MSV-Präsident Walter Hellmich, DVV-Geschäftsführer David Karpathy und MSV-Aufsichtsratsmitglied Gerd Görtz
Gerd Görtz erläuterte, dass der MSV seit geraumer Zeit einen Zwei-Stufen-Plan verfolge, um die von Walter Hellmich zur Verfügung gestellten Positionen, Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident, mit den richtigen Menschen zu besetzen.
Die erste Stufe ist seit der gestrigen Aufsichtsratssitzung erfolgreich abgeschlossen und heute öffentlich gemacht worden.
Walter Hellmich: "Das ist, nach acht Jahren, mein letzter Auftritt als Vorsitzender des MSV-Aufsichtsrat. Die Arbeit, die mit Höhen und Tiefen verbunden war, hat mir Spaß gemacht. Wir haben es uns bei der Auswahl nicht einfach gemacht. David Karpathy ist gestern einstimmig zu meinem Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender gewählt worden. Er ist eine gute Wahl, weil er eine enge Bindung zu Duisburg hat. Es ist ein guter Tag für den MSV!"
David Karpathy: "Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ich übernehme. Eine Aufgabe, zu der man sich nicht bewirbt, sondern berufen wird. Ich bin und fühle mich mit Duisburg verbunden. Für diese Position zählen Werte mehr als Geld. Und wie Herr Görtz schon ausführte, kann ich einen tadellosen Werdegang vorweisen. Das wird auch so bleiben! Wir haben ein gutes Team, zu dem auch Bernard Dietz gehört."
Walter Hellmich stellte deutlich heraus, dass "Ennatz" Dietz, das Vorzeige- und Urzebra für alle MSV-Fans, im Gegensatz zu mancher Pressemeldung, immer hautnah beim MSV, immer ein Bestandteil des Vereins ist.
Für das Präsidentenamt, das laut Gerd Görtz Mitte August vom Aufsichtsrat gewählt wird, steht Bernard Dietz nicht zur Verfügung. Er wird als Berater für den Vorstand und den Aufsichtsrat tätig sein, aufgrund seiner engen und vertrauensvollen Bindung zur DVV auch dort als Bindeglied fungieren.
Hellmich: "Ennatz" ist als Teamplayer mit im Boot, wir würden ihn gerne auch noch enger einbinden. Vielleicht willigt er ja noch ein."
v. l.: Walter Hellmich, David Karpathy und Gerd Görtz
Jochem Knörzer, Manfred Schneider (Foto)
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Exslager und Tsoumou treffen beim ersten Testspiel

Duisburg, 14. Juli 2010 - Der erste Auftritt des „neuen“, jungen MSV hat richtig Spaß gemacht. Das Team von Trainer Milan Sasic setzte sich am Mittwoch, 14.07.10, in Homberg gegen den belgischen Erstligisten und früheren Europapokalsieger KV Mechelen mit 3:0 (1:0) durch.
Dabei sah es zunächst sogar danach aus, als würde der MSV-Auftakt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Denn 30 Minuten vor dem Anpfiff öffneten sich die Himmelsschleusen über Homberg, zuckten helle Blitze und grollten dunkle Donnerschläge über dem PCC-Stadion.
Erst um 19.28 Uhr, mit fast halbstündiger Verspätung, konnte Referee Guido Winkmann die Begegnung anpfeifen; die Fans beider Seiten – unter den 808 Zuschauern auch viele Anhänger aus Mechelen – hatten sich solange warm gesungen, schunkelten im Wolkenbruch zu den passenden Klassikern „Raindrops are falling on my Head“ und „Singing in the Rain“ …
Das erste MSV-Tor in der Saison 2010/11 erzielte um exakt 20.09 Uhr Maurice Exslager. Das MSV-Eigengewächs vollendete eine Kombination über Ivo Grlic und Testspieler Berry Powel mit einem satten Schuss aus der Drehung unhaltbar ins linke Eck. „Nicht denken, einfach schießen“, verriet der Youngster in der Halbzeit schmunzelnd sein Erfolgsrezept.
Auch nach dem Wechsel setzten unsere Zebras die Akzente. Erst hielt Keeper Roland Müller einen stark geschossenen Strafstoß von Julien Gorius (59.), dann legte die Abteilung Attacke nach: eine genau getimte Flanke von der linken Seite von Srdjan Baljak bugsierte der am langen Pfosten lauernde Testkicker Juvhel Tsoumou (Eintracht Frankfurt) eiskalt per Kopf in die Maschen (70.), war kurz vor dem Abpfiff auch noch mit dem Tor zum 3:0-Endstand zur Stelle (80.).
„Das Ergebnis ist fast ein wenig unrealistisch, etwas zu hoch“, resümierte Trainer Sasic nach dem Abpfiff, freute sich aber natürlich, „dass wir unseren Fans ein wenig Freude bereitet haben.“ In der Tat: den Applaus, den sich Fans und Spieler nach Abpfiff gegenseitig spendeten, hatten sich beide Seiten auch redlich verdient!

MSV Duisburg - KV Mechelen 3:0 (1:0)
MSV: Herzog (46. Müller) – Koch (46. Kern), Reiche (66. Martinovic), Theißen (46. Hoffmann), Blum (46. Veigneau) – Exslager (46. Yilmaz), Grlic (46. Bodzek), Kunt (46. Öztürk), Sahan (65. Somuah) – Lagator (46. Baljak), Powel (46. Tsoumou)
Schiedsrichter:
Winkmann (Kerken), Zuschauer: 808
Tore:
1:0 Exslager (41.), 2:0 Tsoumou (70.), 3:0 Tsoumou (80.)
Bes. Vorkommnis:
Müller hälft Hand-11m von Gorius (59.).

Ist Walter Helmich bei seiner Nachfolgesuche fündig geworden?

Duisburg, 13. Juli 2010 - Nach eigenen Angaben sind aus losen Gesprächen zwischen MSV-Präsident Walter Hellmich und dem Gründer und Chef des Hamburger Zeitarbeits- und Job-Vermittlungs-Unternehmens „Jobs in time“, Jürgen Uhlemann, intensive Gespräche geworden. Da mittlerweile "Jobs in time" auch in Duisburg ansässig geworden ist, könnte man es als "passend" bezeichnen. Gerüchten zu Folge könnte Uhlemann auch "nur" der Kopf einer Investoren-Gruppe sein, die den MSV Duisburg  fördern und sich und ihre Produkte darstellen möchte. Allerdings fehlt hier bis dato jegliche Bestätigung. Jochem Knörzer

Mittwoch erstes Testspiel in Homberg gegen KV Mechelen

Duisburg, 09. Juli 2010 - Der MSV Duisburg trifft an diesem Mittwoch, 14.07.10, in seinem ersten Testspiel für die
neue Saison 2010/11 auf den belgischen Erstligisten KV Mechelen. Anstoß im Homberger PCC-Stadion ist um 19 Uhr. Der viermalige belgische Meister gewann 1988 den Europapokal der Pokalsieger.
Gecoacht wird der letztjährige Tabellen-Siebte von Trainer Marc Brys.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene fünf Euro (Stehplatz) bzw. zehn Euro (Sitzplatz); Kinder bis 13 Jahre zahlen drei Euro (Stehplatz) bzw. fünf Euro (Sitzplatz). Tickets gibt es ausschließlich an der Abendkasse am Homberger Stadion. Vor Ort am Mittwoch ist natürlich auch das ZebraMobil mit den neuesten und beliebtesten Artikeln aus dem ZebraShop.

"Auf Wiedersehen, Bad Kreuznach"

Duisburg, 09. Juli 2010 - Elf Tage war der MSV Duisburg im Trainingslager im Sympathie Hotel Fürstenhof in Bad Kreuznach, hat hart gearbeitet, um die Grundlagen für die neue Saison zu schaffen. Und vor allem haben sich unsere Zebras in dem idyllischen Kurort an der Nahe pudelwohl gefühlt!
„Das waren perfekte Bedingungen, wir haben alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben“, resümierte Sportdirektor Bruno Hübner und lobte vor allem „die Herzlichkeit, mit der wir in Bad Kreuznach empfangen und begleitet worden sind.“ Dass die Bad Kreuznacher dazu noch einen offenbar ganz besonderen Draht zu Petrus haben und sensationelle klimatische Bedingungen bereiteten, machte das Trainingslager zu einem hundertprozentigen Erfolg.
Untergebracht waren die Duisburger Kicker um Trainer Milan Sasic im Sympathie Hotel Fürstenhof.
„Es hat an nichts gefehlt, jeder Wunsch ist uns von den Lippen abgelesen worden - und der Hotelchef Gojko Loncar hat richtig zu unserem Team gehört, so liebevoll hat er sich bemüht“, bedankte sich Sasic bei den Gastgebern.
Ein besonderes Dankeschön geht aber auch an die Stadt Bad Kreuznach in Person von Stefan Reithofer von der Sportförderung der Stadt, unter dessen Begleitung der MSV im Moebus-Stadion auf einem Bundesliga-reifen Rasen trainieren konnte, an Walter Senft vom Kanu-Sport-Verein, an Peter Biegel vom Hochseilgarten Ropeventure, an Alex Jacob, der für das Zebra-Team das mittelalterliche Fischerstechen auf der Nahe vor herrlicher Kulisse organisiert hat oder die Verantwortlichen des Schwimmbades im Salinental.
Bruno Hübner: „Eine optimale, abwechslungsreiche Mischung für unsere Trainingseinheiten!“
„Ich kann jetzt schon versprechen, dass wir im kommenden Sommer wieder kommen“, sagte Hübner zum Abschied am Freitag - und verriet, dass er die Bad Kreuznacher Gastgeber auch seinen Kollegen in der Bundesliga empfehlen wird: „Mit diesen Voraussetzungen ist jeder Erst- und Zweitligist in Bad Kreuznach hervorragend aufgehoben. Besser geht es nicht!“
Auch dem können wir (BZ in Bad Kreuznach - Foto links) uns nur anschließen! joke, Manfred Schneider (Foto)
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Auch Nicky Adler ist weg

Duisburg, 07. Juli 2010 - Der MSV Duisburg und Stürmer Nicky Adler haben den noch ein Jahr gültigen Vertrag am Mittwoch einvernehmlich aufgelöst.
Der Stürmer war im Sommer 2008 zu den Zebras gekommen und absolvierte für den MSV 42 Zweitliga-Spiele (fünf Tore).
„Nicky hat immer Herz und Einsatz für den MSV gezeigt“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, „für seine Zukunft wünschen wir ihm Glück und Erfolg.“
Der MSV und seine Fans sagen Danke, Nicky, für deine Zeit bei unseren Zebras!
Dem schließt sich unsere Redaktion vorbehaltlos an! PM-MSV
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"Fan-Scouting" läuft gut an

Duisburg, 06. Juli 2010 - Das ist ein echtes Novum in der Bundesliga: Auf der neuen Website der Schauinsland-Reisen-Arena haben alle MSV-Fans jetzt die Möglichkeit, MSV-Sportdirektor Bruno Hübner und Trainer Milan Sasic im Fan-Scouting Transfervorschläge für unser Team zu unterbreiten. Beide schauen auch im Trainingslager von Bad Kreuznach regelmäßig in die Mails.
Herr Hübner, kommt Input von den Anhängern?
Bruno Hübner: "Ja, das läuft richtig gut. Wir bekommen täglich 20 bis 30 Mails, und ich bin absolut positiv überrascht, wie viele Gedanken sich unsere Fans machen. Die Aktion auf www.schauinsland-reisen-arena.de ist eine richtig gute Idee."
Wie sehen diese Gedankenspiele aus?
Bruno Hübner: "Ohne auf Namen einzugehen: Die Spieler, die uns von den Fans genannt werden, bewegen sich zumeist in dem Rahmen, der für uns machbar ist. Und vor allem: diese Namen passen auch in unser Anforderungsprofil. Ich find es absolut klasse, wie intensiv sich die MSV-Fans mit ihrem Verein auseinandersetzen. Natürlich kennen wir diese Namen zum größten Teil und haben auch die entsprechenden Hintergrundinformationen - weshalb viele dann für den MSV doch nicht in Frage kommen."
Sie haben ja deutlich gemacht, dass neue Transfers auch ins finanzielle Konzept des MSV passen müssen. Bauen die Fans beim Fan-Scouting Luftschlösser oder ist da Machbares dabei?
Bruno Hübner: "Auch darauf haben die Fans ein Auge. Was mir gefällt: in vielen Zuschriften erkennen wir, dass dem Fan bewusst ist, dass dieser oder jener Spieler noch unter Vertrag steht. Deshalb gehen immer mehr Vorschläge auch in Richtung Ausleihe. Es muss für unsere Fans also nicht immer nur eine feste Verpflichtung sein."
Wie bewerten Sie die Mails inhaltlich?
Bruno Hübner: "Trainer Milan Sasic und ich sprechen natürlich über viele Namen, eben auch über viele, die jetzt im Fan-Scouting genannt werden. Klar, wir werden nicht auf jede Mail antworten können. Aber eines können wir versprechen: Wir nehmen jede Anregung ernst - und bei etlichen gibt es erstaunliche Übereinstimmungen."
PM-MSV
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Mitten im Geschehen - Vier Spiele, drei Aufsteiger

Duisburg, 05. Juli 2010 - Am ersten Spieltag der Saison 2010/11 muss der MSV Duisburg mit seiner jungen Truppe beim Aufsteiger in Osnabrück antreten. Der zweite Spieltag beschert ein Heimspiel gegen Aufsteiger Ingolstadt, gegen 1860 München folgt sofort das nächste Spiel in der Schauinsland-Reisen-Arena, um dann auswärts beim dritten Aufsteiger, Erzgebirge Aue, um Ligapunkte zu spielen.
MSV-Pressesprecher Martin Haltermann: "Da sind wir sofort mitten im Geschehen."
MSV-Trainer Milan Sasic sieht den Start durchaus als Chance: "Es ist immer kompliziert gegen die drei Aufsteiger mit ihrer Euphorie zu spielen. Auf diesen Auftakt müssen wir zu 100 Prozent vorbereitet sein, sonst wird es schwer. Aber natürlich ist so ein Start auch eine große Chance für uns, und am Ende müssen wir sowieso gegen alle 17 spielen."
Ähnlich äußerte sich MSV-Sportdirektor Bruno Hübner, auch wenn er die Spiele gerade gegen die Aufsteiger als echte Herausforderung sieht: "In den ersten vier Spielen drei Aufsteiger - das ist nicht einfach! Diese Teams bringen Euphorie und Begeisterung aus der vergangenen Saison mit. Aber natürlich nehmen wir diese Herausforderung an und wollen das Bestmögliche mitnehmen."
Letzte Neuigkeiten aus dem Trainingslager:
David Yelldell, der sich gestern noch so richtig ins Zeug gelegt hatte, wurde heute Nachmittag von Physio Jens Vergers aufgrund starker Übelkeit ins Krankenhaus begleitet. „Wir gehen davon aus, dass es Magen-/Darm-Probleme sind“, erklärte Trainer Milan Sasic am Nachmittag, „David bekommt Infusionen, soll aber am Dienstag schon wieder zu uns stoßen.“
Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung!
"Es sah am Sonntag schon gut aus, David, nicht 'nicht schlecht'"! Jochem Knörzer
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Vom MSV-Trainingslager in Bad Kreuznach berichtet Jochem Knörzer:
Kein Absturz beim Hochseilakt - Co-Trainer Kilic hing in den Seilen

Bad Kreuznach, 05. Juli 2010 - Sonntagnachmittag, 16 Uhr, ging es leicht reduziert - Bruno Soares, David Yelldell und Benjamin Kern waren aufgrund ihrer fast auskurierten Verletzungen/Entzündungen zum Schwimmen geradelt -
zum Hochseilgarten auf dem Kuhberg.

Immerhin 8,50 m ging es hinauf, um dann, mit einem Sicherungsseil gesichert, über Holzbalken, Bretter und Drahtseilen zu balancieren. Zumindest für die erste Gruppe um Co-Trainer Fuat Kilic. Die andere Hälfte, allen voran Olcay Sahan, durfte einen 10 m hohen Pfahl erklimmen, um sich auf dem schmalen Ende aufzurichten, um fast 180° zu drehen und dann an ein Trapez zu springen. Sahan kletterte voran, verzichtete dann aber auf das Aufrichten und seilte sich lieber, nach einem Sprung, ab.

Adam Bodzek (Foto oben) war der Erste, der die Übung komplett absolvierte.
Aus der Hochseilgruppe stach Physiotherapeut Ronald Dynio heraus, der den kompletten Parcours in Windeseile
durchlief. Auffällig war auch Co-Trainer Fuat Kilic, der in einem Seil hängen bzw. sitzen blieb und danach per Abseilen lieber wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Da hing er, der Co-Trainer Fuat Kilic, und konnte nicht mehr anders.
MSV-Trainer Milan Sasic (Foto unten), der bis dahin das Geschehen vom Boden verfolgt hatte, zog sich das Geschirr an und eilte die Leiter zur Ehrenrettung der Trainergilde hinauf. Er absolvierte mit Bravour und immer das Ziel fest im Blick, die Hälfte des Hochseilgartens, während bei "Ivo" Grlic nach anderthalb Meter die Höhe gewann.

Auch Sportdirektor Bruno Hübner (Foto unten) übte den "Tanz auf dem Seil" und war für gute zwei Stunden nicht an seinem Handy zu erreichen. Bestimmt eine Wohltat für seine arg strapazierten Ohren.

Die Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld kann nur als gut befunden werden, hier könnte ein echtes Team zusammen wachsen. Jochem Knörzer, Manfred Schneider (Foto)
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Vom MSV-Trainingslager in Bad Kreuznach berichtet Jochem Knörzer:
Zirkeltraining zum Wach werden - "Olli" Reck "stört" die Konzentration

Bad Kreuznach, 04. Juli 2010 - Es ist Sonntag, der Tag nach dem die deutsche Mannschaft Maradonas Starteam mit 4:0 aus der WM 2010 geschossen hat. Überall in Deutschland wurde laut und ausgiebig gefeiert. Auch Bad Kreuznach, auch das Kurviertel, wurde nicht verschont. So fiel der Zapfenstreich aus und das Training begann heute erst gegen 10:15 Uhr.
Idyllisch gelegen: Training im Friedrich-Moebus-Stadion
André Hoffmann, der die Nacht von Freitag auf Samstag im Krankenhaus verbringen musste - Wasser und Sonne führen schnell zu einem "Sonnenstich" mit Übelkeit und Fieber - und erst nach dem Spiel der deutschen Mannschaft wieder zum Team stieß, drehte mit Physio Vladimir Winnitschenko und Ball ein paar lockere Runden im Schatten vor dem Platz.
Von der gestrigen leichten Abkühlung ist nichts mehr zu spüren, 30°C lassen den Blick nach Schatten suchen, doch auf dem Platz ist Zirkeltraining angesagt.
(Foto oben) Befreit davon war Benjamin Kern, der mit Physio Jens Vergers aufgrund einer Sehnenentzündung im Sprunggelenk separate Übungen machte. Vergers: "Benjamin ist mit dieser Entzündung schon ins Trainingslager gefahren, befindet sich aber deutlich auf dem Weg zur Gesundung."
"Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiss"
Um David Yelldell (Foto links) kümmerte sich intensiv Torwarttrainer Oliver Reck.
Yelldells T-Shirt war binnen wenigen Minuten
durchgeschwitzt, seine Reaktionen und Bewegungen machen einen deutlich besseren und fortgeschritteneren Eindruck als sein eigenes Statement bei der Trikotvorstellung am Montag. "Understatement" nennt man so etwas.
Oder einfach nur Vorsicht.
"Olli" Reck, deutlich mit ein Kilos mehr als zu seiner Profizeit unterwegs, forderte, lobte und erklärte.
Und das richtig lautstark. Was prompt zu einem Zwischenruf von "Ivo" Grlic führte, der im Zirkel mit "Ball-hoch-halten" beschäftigt war: "Nicht so laut, Olli, wir können uns nicht konzentrieren!"
Die Stimmung ist mindestens so gut wie das Wetter, am Nachmittag geht die junge Truppe in die Kletterseile.
 Jochem Knörzer, Manfred Schneider (Foto)
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