|
Duisburg, 11. Juni 2026 - Heute beginnt die
WM 2026 in Kanada, Mexico und den USA. Zeit, auf die offiziell erst
am 30. Juni 2026 endende Saison zurückzublicken.

Nach dem direkten Wiederaufstieg aus der Regionalliga West war das
Ziel ganz klassisch der Klassenerhalt in der 3. Liga.

Mit sechs Siegen in Serie starteten die Zebras außergewöhnlich stark
in die Saison, mit einem Abstiegsplatz hatte man in der kompletten
Saison keine Berührungspunkte. Ausgerechnet gegen den späteren
sportlichen Absteiger TSV Havelse, der durch den Zwangsabstieg der
Münchener Löwen in der neuen Saison doch in der 3. Liga antreten
darf, reichte es im siebten Spiel nur zu einem Unentschieden.
Nach einem Heimsieg gegen die Schanzer spielte der MSV zwei Mal
Unentschieden, bevor es am 11. Spieltag die erste, nicht nötige,
Niederlage bei 1860 München setzte. Die Tabellenführung büßten die
Zebras am 12. Spieltag nach einem 1:1-Unentschieden im Derby gegen
Essen ein, eroberte sie aber schon am nächsten Spieltag wieder. Den
nächsten Sieg konnte man am 14. Spieltag wieder einfahren.

Nach zwei derben Niederlagen, 1:6 in Wiesbaden und 1:5 in Rostock,
rutschte der MSV am 29. Spieltag erstmalig in dieser Saison aus den
Aufstiegsrängen. Am drittletzten Spieltag, nach einem 2:1-Heimsieg
gegen Konkurrent Cottbus, kletterten die Duisburger wieder auf den
Relegationsplatz, punktgleich mit Cottbus auf Platz zwei. Es folgten
zwei Unentschieden gegen Absteiger Aue und auch im letzten Heimspiel
reichte es nicht zu einem Dreier gegen die Viktoria aus Köln.

So blieb dem MSV Duisburg nach einer an sich hervorragenden Saison
nur die "Blechmedaille", der vierte Tabellenplatz. Vor der Saison
hätte das wohl jeder Spieler, Trainer, Funktionär und Fan
unterschrieben, am Ende war die Enttäuschung von allen Gesichtern
abzulesen.

Da war der Sieg im Niederrheinpokalfinale nur ein Trostpflaster,
auch weil man bereits mit dem vierten Tabellenplatz die Teilnahme am
DFB-Pokal 2026/27 erreicht hatte.
Auffällig ist, dass der MSV
ausgerechnet gegen die sportlichen Absteiger Ulm (3), Aue (4) und
Havelse (4) insgesamt elf Punkte hat liegen lassen. Da muss sich
auch das Trainerteam hinterfragen lassen, ob in diesen Spielen
System und Aufstellung passten. Das gilt ganz sicher auch für die
letzten beiden Spielen.
Insgesamt erinnert diese Saison ein
wenig an 2019/202, als die Zebras wochenlang an der Spitze standen
und an den letzten sieben Spieltagen, u. a. bei Viktoria Köln, 13
Punkte liegen gelassen hatten. Nur das letzte Spiel in der
heimischen Arena gegen Unterhaching konnte klar gewonnen werden.
Covid-19 war die eine Erklärung, vielleicht auch für Torsten
Lieberknecht, der in der nächsten Saison im November 2020 seine
Sachen packen musste.
Aus dieser Historie stellt sich die
Frage, ob das Trainerteam um Dietmar Hirsch, das bewiesen hat, dass
sie Regionalliga und 3. Liga können, auch den Aufstieg in die 2.
Bundesliga können. In dieser Saison konnten sie es nicht.
Nach der Saison ist vor der Saison. Am Dienstag, 30.
Juni 2026, ist an der Westender schon der Trainingsauftakt für
die neue Saison.
|