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Duisburg, 14. März 2026 - Nach der zweiten
Auswärtsklatsche gegen eine Mannschaft aus dem unmittelbaren
Verfolgerfeld hat man Mühe, die richtigen Worte zu finden.

So sah Dietmar Hirsch vor dem Spiel aus Das überlasse ich
MSV-Trainer Dietmar Hirsch: "Positiv war in der ersten
Halbzeit, dass wir vorne Chancen hatten, aber wir haben extrem
schlecht verteidigt, wir haben geschlafen, wir waren vor dem 0:1
anderthalb Minuten nicht annähernd in Ballnähe. So fing es an. Wir
kriegen Tore, die Ecke war einfach lachhaft. Wr haben einfach
schlecht verteidigt. Immer wenn der Ball in unser Abwehrdrittel
gekommen ist, hast du ein schlechtes Gefühl gehabt. Wenn ein Gegner
im 16er war, war es noch drastischer. Wenn du so
verteidigst, dann kriegst du den Arsch richtig voll. Was
uns in der Vergangenheit immer ausgezeichnet hat, Zweikampfstärke,
Kompaktheit, ist schlechter geworden. Das Spiel mit dem Ball nach
vorne ist sogar etwas besser geworden. Die Kombination passt so
überhaupt nicht. Wir werden das intern analysieren, und dann muss
man heute bei der Enttäuschung viele Dinge runterschlucken."

Am kommenden Spieltag kommt 1860 München, danach geht es in der Liga
nach Essen und dann ist der aktuell souveräne Tabellenführer aus
Osnabrück zu Gast in Duisburg. "Wir werden das hier erst einmal
aufarbeiten. Wir fahren sieben Stunden zurück, da hat man Zeit, das
runterzuschlucken, ist voll angepisst. Alles andere kommt dann
morgen oder übermorgen, aber jetzt ist die Enttäuschung zu groß, um
sich mit anderen Dingen zu beschäftigen", so Dietmar Hirsch weiter.
Und Steffen Meuer, der immerhin ein Kopfballtor zum
zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte:" Wir kriegen
nach anderthalb Minuten ein Gegentor, sind dem Ball nur hinterher
gelaufen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Bekommen das 2:0,
schießen das 2:1, wo wir denken, wir können das Spiel noch mal
drehen. Aber es ist uns nicht gelungen."
Verwunderlich, dass
der MSV, der als Aufsteiger bereits den Klassenerhalt gesichert hat,
28 Spieltage unter den besten drei Vereinen der Liga zu finden war,
nicht selbstsicherer und völlig ohne Druck aufspielt. Sie können
aufsteigen, müssen es aber nicht.
Ich bin mir sicher, dass
wir gegen 1860 am nächsten Sonntag wieder eine andere Duisburger
Mannschaft sehen werden. Denn, der Aufstieg ist immer noch in
Reichweite, "die Toten werden erst am Ende der Schlacht gezählt".
Zebras bereiten sich auf ein
intensives und emotionales Spiel an der Ostsee vor Duisburg, 12. März 2026 - Am kommenden
Samstag tritt der Tabellendritte Duisburg an der der Ostsee bei der
Hansa Kogge in Rostock an, die aktuell vier Punkte hinter den Zebras
auf Platz sieben der Tabelle stehen. Während Duisburg aus 14
Heimspielen 34 Punkte mitnahm, behielt Rostock "nur" 23 im eignen
Stadion. Durchaus ein Fingerzweig, dass man mit einer engagierten
Leistung und einem aufgehenden Matchplan am Samstag, Anstoß 14 Uhr,
realistisch Punkte an die Wedau mitnehmen könnte.
In den
letzten Spielen überraschte MSV-Trainer Dietmar Hirsch mit vier bzw.
fünf Änderungen in der Startelf. Auf die Frage, ob er es nach
dem Sieg gegen Saarbrücken nicht mal mit "never change a winning
team" versuchen wollte, reagierte er fast unwirsch. Er "keilte"
gegen eine Sportseite aus, die meinte, nach dem 1:1-Unentschieden
gegen den Tabellenvorletzten Havelse "leise Kritik aus dem Umfeld"
wahrgenommen zu haben.

Auch Dietmar Hirsch weiß, dass Fußball am Ende ein Ergebnissport
ist, verweist aber immer wieder darauf, dass der MSV Duisburg ein
Aufsteiger aus der Regionalliga ist, in dem in den Drittligaspielen
Spieler auf dem Platz stehen, die in ihrer Vita vorher noch kein
Drittligaspiel aufzuweisen hat. Recht hat er, aber ein "normaler"
Aufsteiger mit einer normalen Mannschaft ist der MSV auch nicht.
Zurück zu der Mannschaft, die das Spiel gegen Saarbrücken siegreich
gedreht hat. "Speziell letzte Woche, gegen Saarbrücken, waren
viele Spieler sehr gut, sodass es uns schwer fällt, die erste Elf zu
bestimmen. Das ist ein Luxus-Problem. Wir werden sehen, wie Hansa
auflaufen wird, Dreier- oder Viererkette, und werden dementsprechend
das Personal bestimmen.", so Dietmar Hirsch. Erholt haben sich nach
der englischen Woche alle, alle bieten sich an.
Dietmar
Hirsch rechnet mit einem intensiven und emotionalen Spiel in einem
(fast) ausverkauftem Stadion. Begleitet werden die Zebras von
über 1000 Fans, Tickets gibt es noch bis 12 Uhr am Freitag im
ZebraShop, aber auch an einer Tageskasse am Ostseestadion.
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