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Duisburg, 7. April 2026 - Der MSV schraubt
seine Heimstärke mit dem Sieg auf 40 Punkte und beendet die
Siegesserie der Lila-Weißen in diesem Jahr. Und plötzlich ist
der fast enteilte Tabellenführer wieder in Sichtweite.
Die
Mannschaft in den Trikots mit den blauen Querstreifen auf weißem
Grund war nach der Derby-Niederlage in Essen nicht wiederzuerkennen.
Trotz sechs neuen Spielern stand ein homogenes Team auf dem Platz,
das gerade in der ersten Halbzeit die beiden einzigen Torchancen
kreierte und durch Florian Krüger die erste zur Führung nutzte.

Es war das Siegtor, weil ... weil der MSV auch in der zweiten
Halbzeit kaum einen Schuss auf das von Max Braune gehütete Tor
zuließ, vorne Kontermöglichkeiten nicht erfolgreich zu Ende gespielt
wurden, auch weil Osnabrück fast konsequent mit drei Spielern in der
Defensive blieb.
Osnabrück an der Tabellenspitze mit 64
Punkten, Essen folgt mit 61, Cottbus kommt auf 60 und der MSV hat 57
Punkte. Mittwochabend duellieren sich aus der Spitzengruppe noch
Verl und Rostock.
Am Samstag, 14 Uhr, geht es für die Zebras
in Mannheim weiter, die heute im eigenen Stadion 1:1 gegen
Hoffenheim II spielten. Bleibt nach dem heutigen Spiel die Frage,
was das Trainerteam anstellen muss, damit die Mannschaft die heutige
Leistung auch gegen den Waldhof abrufen kann?
Am
Ende spielen wir es souverän

Christian Viet: "Die erste Halbzeit war sehr stark
von uns, zu zweiten Hälfte war uns klar, dass die mit einer anderen
Wucht kommen. Die hatten 45 Minuten Zeit, sich das anzuschauen. Wir
verteidigen es gut weg, konnten nur ein, zwei Nadelstiche setzen,
aber am Ende spielen wir es souverän. Jeder wollte heute den Ball
haben, jeder hatte auch die Lösung und hat sie gespielt.
Startelf, Siegtor, ein wichtiger Heimsieg

Florian Krüger: "Aus meiner Sicht war es ein guter
Tag. Startelf, Siegtor, ein wichtiger Heimsieg. Besser hätte es für
uns nicht laufen können. In der ersten Halbzeit haben wir ein
Riesen-Spiel gemacht. Mit der Chance von Kother, wenn wir da das 2:0
machen wird es hinten raus etwas entspannter. So haben wir uns in
alles hinten rein gehauen und keine richtige Großchance zugelassen."
Das war ein krasser Teamerfolg

Niklas Jessen: "Das war ein krasser Teamerfolg
heute. Jeder hat für jeden gekämpft, wenn wir einen Ballverlust
hatten, waren wir gefühlt immer zu dritt da und haben den Ball
extrem schnell wieder erobert, haben Osnabrück zu Fehlern gezwungen.
Die Fans haben einen Riesenanteil, das Stadion, wenn die Stimmung
von den Rängen runter knallt. Der Sieg heute hat uns so beflügelt,
dass wir am Samstag auch sehr gut ins Auswärtsspiel gehen können."

VfL-Trainer Timo Schultz: "Glückwunsch an den MSV
zu einem hart erkämpften 1:0-Sieg. Am Ende auch verdient. Duisburg
hat in den wichtigen Situationen die Oberhand behalten. So verlieren
wir das Spiel 1:0, ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass wir
bis zum Saisonende jedes Spiel gewinnen. Heute gegen einen starken
Gegner vor einer tollen Kulisse."
Und jetzt wollen
wir endlich mal wieder auswärts gewinnen

MSV-Trainer Dietmar Hirsch: "Es war in der Summe
ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit hatten wir viel Power,
viel Energie, viel Spielfreude. Wir sind gut angelaufen, haben den
Gegner gestresst, haben sehr mutig verteidigt, oft Mann gegen Mann,
die Dreierkette war unfassbar zweikampfstark. Machen dann das Tor
und können kurz vor der Halbzeit durch Kother das 2:0 machen. Wir
haben keine Torchance zugelassen. Auch in der zweiten Halbzeit haben
wir es gut verteidigt. Zum Schluss hat Osnabrück alles nach vorne
geworfen, wir haben es mit Leidenschaft verteidigt und in der Summe
verdient gewonnen. Und jetzt wollen wir endlich mal wieder auswärts
gewinnen."
Heimstarke Zebras gegen
auswärtsstarke Osnabrücker Veilchen, ein Aufeinandertreffen der
besonderen Art Duisburg, 6. April 2026 - Nachfragen zu dem
verlorenen Derby in Essen ließ MSV-Trainer Dietmar Hirsch im
Gespräch vor dem morgigen Spiel in der heimischen Arena gegen den
souveränen Tabellenführer VfL Osnabrück unbeantwortet. Sein Fokus,
und der seiner Mannschaft, liegt allein auf dem Flutlichtspiel am
Dienstagabend, Anstoß 19 Uhr, vor über 23.000 Zuschauern.

Jakob Bookjans hat das Oedem am Fuß überstanden und könnte zumindest
im Kader stehen. Als einziger Spieler aus dem Verletztenlager
könnte Simon Symalla den Sprung in den Spieltagskader schaffen,
sicher ist das aber nicht. Sicher hingegen ist, dass Aljaz Casar
nach seiner Roten Karte in Essen nicht zur Verfügung steht.
Osnabrück hat in diesem Jahr noch kein Ligaspiel verloren, die
letzten sieben Spiele wurden alle gewonnen. Der Tabellenführer ist
aktuell das Schwergewicht im Aufstiegskampf und führt auch die
Auswärtstabelle mit 33 Punkten an. Der MSV hingegen kann in der
Heimtabelle auf 37 Punkte ohne Niederlage verweisen.
Ein
Dreier würde die Zebras im Aufstiegsrennen halten und die Liga
wieder etwas interessanter machen.
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