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Ein entspanntes Finale oder nur das Spiel um die "Goldene Ananas"?
   
SC St. Tönis  - MSV Duisburg    1
:4 (0:2)
Niederrheinpokalsieger 2026 sorgte für ein versöhnliches Ende der Saison 2025/2026
Doppelpack Sussek, das erste Elfmetertor im Duisburger Stadion in dieser Saison versenkte Casar, Symalla

Jochem Knörzer


Duisburg, 24. Mai 2026 - Vor dem Spiel wurden Dominik Becker, Florian Egerer, Steffen Meuer, Leon Müller und Mert Göckan verabschiedet. Aus dem Staff verlassen Videoanalyst Leon Welter und Zeugwart Omer Ahmed Duisburg Richtung 1. FC Köln.
Im Spieltagskader fehlten neben den Langzeitverletzten Joshua Bitter, "Ali" Hahn, Lex Tyger Lobinger und Tim Heike.
Letzterer dürfte trotz Vertrages in der Planung für die nächste Saison bei dem Sportlichen Leiter Chris Schmoldt (rechts) keine Rolle spielen.

Der MSV ging forsch zur Sache, so, wie nicht nur ich es mir in den letzten Ligaspielen gewünscht hätte. Patrick Sussek konnte sich mit zwei Toren und einem Assist in Szene setzen, Simon Symalla, dem MSV-Trainer Dietmar Hirsch zu wenig Spielpraxis gegeben hatte, kam auf ein Tor und ebenfalls eine Vorlage.

Und dann war da noch das Novum in dieser Saison. In der 34. Minute versenkte Aljaz Casar, der Dietmar Hirsch mit seinem beherzten Auftritt signalisierte, was er an ihm in den letzten Ligaspielen gehabt hätte, den ersten Elfmeter für den MSV Duisburg in dieser Saison in der schauinsland-reisen-Arena! Vorausgegangen war ein klares Foul an Patrick Sussek.

Kurz vor Schluss kam der SC St. Tönis zum durchaus verdienten Ehrentreffer durch den eingewechselten Luis Angel Montenegro Romero.

Nach der obligatorischen Siegerehrung und Ehrenrunde, vor dem wohlverdienten Urlaub, stellten sich Patrick Sussek, Dietmar Hirsch und Chris Schmoldt zum Gespräch. (Folgt)



Ein entspanntes Finale oder nur das Spiel um die "Goldene Ananas"?
Duisburg, 22. Mai 2026 - Durch den vierten Platz in der 3. Liga ist der MSV Duisburg bereits für den DFB-Pokal in der der kommenden Saison qualifiziert. Damit hat auch der Finalgegner Oberligist SC St. Tönis die Teilnahme am DFB-Pokal in der Tasche.

Von daher geht es "nur" um den Titel, den Pokal und den versöhnlichen Abschluss nach einer außergewöhnlichen Saison der Zebras.

Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg, über die verpasste Relegation sitzt anscheinend tief. MSV-Trainer Dietmar Hirsch war sie in der Presserunde vor dem Spiel immer noch anzumerken: "Wir mussten uns schon nach dem enttäuschenden Ergebnis letzte
Woche ein bisschen schütteln, wir haben drei Tage frei gemacht, haben gestern angefangen, uns auf das Pokalfinale vorzubereiten. Es ist ein Endspiel und wir wollen den Pokal holen."

Für den Trainer des SC St. Tönis Bekim Kastrati ist es das bisher größte Spiel seiner Karriere: "Beim KFC Uerdingen haben wir vor zweieinhalb, dreitausend Zuschauern gespielt. Als Amateurtrainer ist es auch für mich besonders, ganz besonders für unseren Club.
20.000 Zuschauer wären wirklich toll."

Und damit trifft er auch einen wunden Punkt des diesjährigen Endspiels. Auch für die Duisburger Fans ist der Traum vom Durchmarsch geplatzt, bis dato sind knapp unter 17.000 Tickets verkauft worden.

Wer bei den Zebras auf dem Rasen stehen wird, ließ Dietmar Hirsch, eigentlich wie immer, offen, verwies auf die medizinische Abteilung, weil man in Hinsicht auf die neue Saison keine Risiken eingehen will. Und ob es bei den Zebras Blumensträuße und Verabschiedungen vor dem Spiel geben wird, ist noch in Klärung mit dem Ausrichter des Spiels, der Verband Niederrhein.

Zeit für "Spekulatius"
An weiteren Spekulationen, wer gehen könnte, wer kommen könnte, wie es mit den Leih-Rückkehrern aussieht, wird sich die BZ Duisburg nicht beteiligen. "Rate mal mit Rosendahl" sollen andere spielen. Wer 100 Spekulationen veröffentlicht und drei Treffer
abfeiert, hat unterm Strich eine sehr schlechte Quote.