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Duisburg, 28. März 2026 - Für den Duisburger
Drittligisten war es kein Spaziergang im Stadion 'Am Hünting'. Aber
damit hatte auch niemand gerechnet, der "Hünting-Fußball" in der
letzten Regionalliga erlebt hat.

Nach 19 Minuten hatte dem MSV das Spiel angenommen und war
spielbestimmend. Auf ein Tor kamen kaum Bälle, erwähnenswert der
Schuss von Steffen Meuer, der leider abgefälscht wurde und knapp am
Tor vorbei ging und der Kopfball von Tyger Lobinger, der in den
Armen von Torwart Grave landete. Allerdings lud das "Geläuf", da
konnte man auch ohne Pflug einsäen, nicht zum Fußball spielen ein.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb es ein intensives und
Zweikampf betontes Spiel, in dem der Regionalligist konditionell
nicht abbaute. Nach einer Stunde war Max Braune gefordert, der
das Geschoss von Euschen zur Seite faustet. Auf der anderen Seite
wehrte Grave den Kopfball von Christian Viet auf der Torlinie ab,
Simon Symalla hatte freie Bahn und wählte die Arme des Bocholter
Torwarts. In der Nachspielzeit ein vielversprechender Angriff,
bei dem Thilo Töpken im Abseits stand, aber gar nicht den Ball
erhielt. Den bekam Dominik Kother von Simon Symalla in den Lauf
gespielt, trotzdem ging die Fahne des Linienrichters hoch. Aus
meiner Sicht eine Fehlentscheidung.
Und so ging es in die
Verlängerung. Am Ende der ersten Hälfte erzielte Niklas Jessen, der
schneller als andere reagierte und auch davon profitierte, dass
Ex-Zebra und Führungsspieler der Bocholter, Arnold Budimbu, auf dem
Acker wegrutschte, die 1:0-Führung für dne Favoriten. In der
Nachspielzeit der zweiten Hälfte der Verlängerung machte er mit
seinem zweiten Tor den Finaleinzug fest.
Nicht nur aus meiner
Sicht war es kein schlechtes, aber sehr intensiv geführtes Spiel, in
dem der MSV gut daran tat, die Gangart anzunehmen und über den
(Zwei)Kampf den Sieg einzufahren.
"Man of the match" ... Ben
Schlicke hat mir wieder gut gefallen, auch Leon Müller, aber nicht
nur aufgrund seines Doppelpacks ist es für mich Niklas Jessen!
Es war, wie erwartet, ziemlich anstrengend und intensiv,
auf einem nicht so guten Platz

Doppelpacker Niklas Jessen: "Es war, wie erwartet,
ziemlich anstrengend und intensiv, auf einem nicht so guten Platz,
wie auch erwartet. Wir haben als Mannschaft gut zusammengehalten und
uns war klar, dass wir das Ding hier ziehen können." Zu deinen
Toren: "Beim ersten profitiere ich davon, dass der Verteidiger
ausrutscht, mach das Ding aber auch ganz gut weg. Beim zweiten war
es auch ein Tor des Willens, freigespielt, Kother hat den Ball gut
rübergespielt, dann habe ich das Ding gemacht. Insgesamt ist mir
heute vieles gelungen."
Weil sie sich über den Erfolg
ihres Mannes freute - Frau Hirsch mit Bier beworfen Auf
der nachfolgenden Pressekonferenz sprach MSV-Trainer Dietmar Hirsch
davon, dass seine Frau, die unter den Zuschauern war und sich
natürlich über den Erfolg ihres Mannes freute, mit Bier beworfen
wurde. Hirsch: "Meine Familie wurde angegangen, da ist eine Grenze
des guten Geschmacks überschritten worden. Dankbarkeit, für das, was
ich als Trainer hier geleistet habe, kann ich nicht erwarten, aber
Respekt!"
Dietmar Hirsch: "Wir sind
natürlich sehr froh, dass wir hier ins Finale gekommen sind. Das war
unser Ziel. Auf diesem sehr sehr schlechten Platz war Fußball gar
nicht möglich. Aber das wussten wir vorher. Entsprechend haben wir
uns im Training schon auf lange Bälle eingestellt. Nach den ersten
15 Minuten waren wir im Spiel und hatten auch die Kontrolle und die
besseren Chancen. In der Verlängerung hat man gesehen, dass wir
bereit waren, zu leiden, um die Führung zu verteidigen. In der Summe
ist es verdient."
Über Bocholt ins Finale, über
St. Tönis in den DFB-Pokal! Duisburg, 26. März 2026 - Nach einem
5:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den FC Büderich steht
Oberligist SC St. Tönis bereits im Niederrheinpokalfinale. Das
möchte Drittligist MSV Duisburg auch erreichen. Dafür gilt es,
Regionalligist 1. FC Bocholt am Samstagnachmittag, Anstoß 15 Uhr,
mit einem Sieg aus dem Weg zu räumen. Wer keine Tickets bekommen
hat, kann sich den Weg zum Stadion 'Am Hünting' sparen - das Spiel
ist längst ausverkauft.

Nur als Zuschauer kann Jesse Tugbenyo beim Spiel dabei sein, bereits
kurz vor seinem Pfostenschuß in der 90. Minute gegen 1860, der der
Assist für Thilo Töpkens Siegtor war, hat sich der Duisburger
Mittelfeldspieler am Knie verletzt und fällt zumindest ein paar
Wochen aus. Er gesellt sich zu Dennis Borkowski, Max Dittgen, Omer
Hanin und aktuell auch Rasim Bulic. Gut, dass der MSV einen
qualitativ breiten Kader hat.
In der Regionalliga läuft es
für den FC Bocholt in dieser Saison nicht so gut. Aktuell steht man,
mit zwei Spielen weniger, sieben Punkte vor dem ersten sicheren
Abstiegsplatz mit 30 Punkten auf Tabellenplatz 12. Der
Niederrheinpokal ist die Chance, den Drittligisten aus Duisburg zu
ärgern und die Saison positiv abzuschließen.
MSV-Trainer
Dietmar Hirsch wird die Partie sicher seriös und mit einer starken
Startelf angehen. Patrick Sussek ist nach seiner Gelbsperre
ausgeruht und Simon Symalla hat nach seiner Einwechselung im Spiel
gegen die Löwen gezeigt, welches Tempo er gehen kann. Thilo Töpken
wäre allein schon eine Option, weil er das letzte Spiel mit dem
positiven Effekt, das Siegtor erzielt zu haben, beendet hat. Wie
immer, Dietmar Hirsch und Marvin Höner sind immer für eine
Überraschung gut.
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