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Duisburg, 13. September 2026 - 49.325
Zuschauer, darunter rund 14.000 Duisburger, sahen die erste
Niederlage des Tabellenführers in dieser Saison nach vier Siegen in
vier Spielen. Und die haben sich die Zebras selber zugefügt.
In der ersten Halbzeit hatte Slimani für die Fortunen drei
Torabschlüsse, darunter ein Hochkaräter, als er den Ball neben das
offene Tor schoss. Die Zebras kamen erst in der 40. Minute durch
Peter Remmert zum ersten Torschuss, der zweite von Simon
Symalla verfehlte das Ziel nur knapp.

Die Partie war gerade erst nach der Pause wieder angepfiffen worden,
da ging der MSV in Führung. Simon Symalla hatte den Ball fast von
der rechten Grundlinie scharf an den ersten Pfosten gebracht, Peter
Remmert lenkt ihn mit einem langen Bein ins Tor. Danach zog sich
der Tabellenführer für meinen Geschmack zu weit zurück, überließ den
Hausherren das Geschehe und setzt auf Konter. Das wär fast
aufgegangen, doch Simon Symalla setzte den Ball Zentimeter neben den
rechten Pfosten ins Toraus.
Das rächte sich. Martin Ens, der
nicht nur in diesem Spiel ein Unsicherheitsfaktor war und immer
wieder Fehlpässe auf den Gegner spielte, brachte den Ball sechs
Meter vor dem Duisburger Tor nicht weg, sondern zu Schleusener, der
sich mit dem Ausgleichtreffer bedankte. Wenige Minuten später
musste Symalla mit Adduktorenproblemen ausgewechselt werden. Safi
konnte ihn nicht ersetzen.
In der 86. Minute spielte Can
Coskun in der eigenen Hälfte einen ungenauen Querpass auf Aljaz
Casar, der den Ball in den Lauf des eingewechselten Hottmann
Richtung Duisburger Tor leitete, der sich diese Chance nicht
entgehen und Max Braune keine Chance ließ. Düsseldorf hatte das
Spiel mit Duisburger Hilfe und Unterstützung gedreht.
Dass
Christian Viet in den Schlussminuten mit einer Gehirnerschütterung
vom Platz musste und, weil das Auswechselkontigent ausgeschöpft war,
nicht mehr ersetzt werden konnte, passte zur Situation.
Bereits am Dienstagabend, Anstoß 19 Uhr, ist der TSV Havelse Gast in
Duisburg. Wenig Zeit für das Trainerteam, die richtigen Schlüsse aus
der selbstverschuldeten Niederlage zu ziehen und ein paar Positionen
zu hinterfragen. Mit Christian Viet und Simon Symalla sind wohl zwei
weitere Spieler verletzungsbedingt zu ersetzen. Vielleicht eine
Chance für Max Besuschkow und Dominik Kother.
Mit Havelse
kommt ein unangenehmer Gegner, gegen den die Zebras in der letzten
Saison keinen Dreier einfahren konnten und vier Punktliegen ließen.
Das wird kein Selbstläufer.

Gefährlich wurde Düsseldorf nur, wenn wir selber Fehler
gemacht haben Torschütze Peter Remmert:
"Wir sind hier angereist mit breiter Brust, hatten eigentlich alles
im Griff. Wir gehen ein paar Sekunden in der zweiten Halbzeit in
Führung. Gefährlich wurde Düsseldorf nur, wenn wir selber Fehler
gemacht haben. So ziehen wir zwei Tore und verlieren das Spiel 1:2.
Enttäuschend, das müssen wir schnell abhaken, denn Dienstag geht es
schon weiter." Angesprochen auf sein Tor: "In Mittelstürmermanier
lauer ich in der Mitte und grätsche den Ball ins Tor. Letztendlich
kann ich mir von dem Tor nichts kaufen, für meine persönliche Quote
ist es gut, aber ich hätte heute lieber drei Punkte geholt."
Joshua Bitter: "Riesenkompliment an beide
Fanlager, es war eine unglaubliche Atmosphäre, eine geile Kulisse.
Was unsere Fans geliefert haben - Chapeau, Hut ab! Wir haben das
Spiel unnötig verloren."

Wir haben hinten raus unglücklich verloren
MSV-Trainer Dietmar Hirsch: "Aus unserer Sicht ist
es eine unnötige Niederlage. In der ersten Halbzeit haben wir Glück,
als Düsseldorf eine Großchance gegen uns hat. Die hatten wir uns
selber zuzuschreiben. Eine Minute nach dem Seitenwechsel bekommen
wir unseren Umschaltmoment und gehen in Führung. Wir haben dann
kompakt gestanden, gut verteidigt und müssen durch Symalla das 2:0
machen. Durch eine Unaufmerksamkeit fällt das 1:1. So holt man den
Gegner zurück. Dann fällt Symalla verletzt aus. Nach einem Fehlpass
fällt spät das 1:2. Wir haben hinten raus unglücklich verloren. Ist
schon sehr ärgerlich."
Rund 15.000 Duisburger
beim "Straßenbahnderby" in Düsseldorf Duisburg, 10. September 2026 - Nachdem beim
MSV Duisburg das komplette Kartenkontingent an die Fans gegangen
ist, rechnet man mit 12.000 bis 14.000 MSV-Fans, die am Samstag,
Anstoß 14 Uhr, ihren MSV beim "Straßenbahnderby" in Düsseldorf
lautstark unterstützen werden. Eine Tageskasse wird es nicht geben,
die Arena-Tore öffnen bereits um 12 Uhr, zwei Stunden vor dem
Anpfiff.
Auf Lex Tyger Lobinger muss Dietmar Hirsch nach der
Roten Karte beim Jahn drei Spiele verzichten. Der Ellenbogencheck
wurde wie erwartet als Tätlichkeit gewertet und bedeutet eine Sperre
von drei Spiele. Da spielt es auch keine Rolle, dass der
Gegenspieler Strauss verspätet zu Boden sank und, weil das Spiel
erst einmal weiterlief, sehr schnell wieder stand.
Für
Dennis Borkowski, der noch nicht am kompletten Mannschaftstraining
teilnehmen kann, kommt das Spiel um einiges zu früh, die Chancen für
einen Einsatz von Florian Krüger stehen, so MSV-Trainer Dietmar
Hirsch, bei "fifty fifty". Frederik Christensen ist fit und dürfte
zum ersten Mal im Spieltagskader der Zebras stehen. Dort und, wenn
das Trainerteam Hirsch/Höner eine Stunde vor dem Anpfiff nicht ein
überraschendes System präsentiert, auch in der Startelf wird Peter
Remmert als Spitze auf dem Rasen stehen.

Dazu äußerte sich MSV-Trainer Dietmar Hirsch nicht konkret, sagte
aber über den torgefährlichen Mittelstürmer: "Er hat einen guten
Eindruck hinterlassen. Es hat mich persönlich sehr gefreut,
dass er das Tor (beim Jahn) gemacht hat. Man merkt jetzt auch im
Training, er ist viel befreiter, er trifft auch im Training viel
häufiger das Tor. Es läuft halt im Moment und jetzt schauen wir mal
wie wir es machen."
Der Überraschungsabsteiger aus der 2.
Bundesliga, Fortuna Düsseldorf, ist holprig in die Saison gestartet
und hat nach vier Spieltagen erst vier Punkte auf dem Konto. Beim
ersten Auswärts- und ersten Heimspiel gingen die Fortunen leer aus.
Das muss sich gegen den Spitzenreiter der 3. Liga nicht ändern.
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